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Magazin

3 | 2020

Mit nur einem Wisch zum Ticket Die neue App Fairtiq geht an den Start Seite 6

Berge und Burgen im Nachbarland Mit dem Elbe-Labe-Ticket zum Wandern Seite 10

Erfinder und ihre Giganten Die ab Ende Oktober geöffnete neue Schienenverkehrs-Ausstellung im Verkehrsmuseum Dresden erzählt Eisenbahngeschichte modern und lebendig.


INHALT VVO Aktuell

VVO Fokus

VVO Verbund

VVO Freizeit

VVO Partner

VVO Hintergrund

VVO Unterhaltung

„Saxonia“ und andere Hingucker

SERVICE

DATENSCHUTZ

3

Plastik statt Papier

4+

Initialzündung Eisenbahn

6+

Was Fahrgäste im VVO bewegt

8+

Lausitzer Gebirge und Tharandter Wald

Vor Schuljahresbeginn wurden 30.000 neue Chipkarten ausgegeben.

Die Dauerschau Schienenverkehr im Verkehrsmuseum setzt neue Akzente.

Mit der App FAIRTIQ einmal wischen, dann einfach einsteigen und losfahren

Tipps für zwei abwechslungsreiche Touren dies- und jenseits der Grenze

10 +

Schmetterlinge gehen an den Start

14

Dampfzüge auf schmaler Spur

15

Windlichter mit bunten Blättern

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Rund um den Kürbis

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Bei den Spielen der DSC-Volleyballdamen gelten die Eintritts- auch als Fahrkarten.

Seit 1884 verbindet die Lößnitzgrundbahn Radebeul und Radeburg.

Die VVO-Mitmach-Seite für die ganze Familie

Rezepte für herbstliche Leckereien

Nur ein Ticket pro Fahrt

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Wie Bahnstrecken vergeben werden

13

Mobilitätszentrale: Elbcenter 2, Leipziger Straße 120, 01127 Dresden E-Mail: service@vvo-online.de, Internetseite: www.vvo-online.de InfoHotline: 0351 / 852 65 55, Mo bis Fr: 7 – 19 Uhr, Sa / So / Feiertag: 8 – 19 Uhr Hinweis zum Datenschutz bei Gewinnspielen: Zur Bearbeitung und statistischen Auswertung der Verlosungen werden die von Ihnen angegebenen Daten für 365 Tage von der VVO GmbH gespeichert und dann automatisch gelöscht.

IMPRESSUM Herausgeber: VVO, Leipziger Straße 120, 01127 Dresden · Redaktion: Christian Schlemper (VVO / Verantw.) Text: DDV Mediengruppe · Grafik: VVO /A. K. Toktaş Fotos: Daniel Bahrmann, DVB AG/nextbike, FAIRTIQ, Jan Gutzeit, Lars Neumann, UITP, Verkehrsmuseum Dresden Druck: Druckerei Vetters GmbH & CO. KG · Für Änderungen nach Druck und Druckfehler übernehmen wir keine Gewähr.


30.000 neue Chipkarten

VVO Aktuell

Weitere Unternehmen statten ihre Kunden mit elektronischen Tickets aus. Chipkarte statt Papierschnipsel: Kunden der Deutschen Bahn, der Dresdner Verkehrsbetriebe und der Verkehrsgesellschaft Meißen fahren bereits seit Längerem mit dieser praktischen Alternative zum klassischen Fahrschein. Seit dem 1. August 2020 folgen weitere Unternehmen im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und im Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON). Zunächst werden alle Schüler, die ihre Tickets über die Landratsämter Bautzen, Görlitz und Pirna beziehen, mit Chipkarten ausgestattet. Vor Beginn des Schuljahres 2020/21 wurden so rund 30.000 Stück ausgegeben. Vorteil für die Inhaber: Der Tausch der Wertmarke zum Monatswechsel entfällt. In den nächsten Monaten erhalten dann auch alle anderen Abo-Kunden ihre Chipkarten.

Aktuelle Informationen finden Sie unter www.vvo-online.de/eTicket

Mit Echtzeit-Information ans Ziel Die VVO-Auskunft präsentiert sich runderneuert. Die Fahrplanauskunft des VVO unter www.vvo-online.de kommt seit 1. Juli im neuen, frischen Design daher. Und nicht nur am Äußeren haben die Experten des Verbundes und der Partner gearbeitet – auch an Inhalt und Funktionalität hat sich einiges getan. So erhalten die Fahrgäste bei der Verbindungsabfrage bereits die Information, ob die Fahrzeuge aktuell pünktlich unterwegs sind. Bei knappen Anschlüssen wird gleich darauf hingewiesen, dass diese vielleicht nicht erreicht werden können. Dafür fließen im Hintergrund aktuelle Informationen aller Unternehmen im VVO in eine Datenbank, auf die das System regelmäßig zurückgreift. Für die Nutzer werden Änderungen in der Reisekette transparent und nachvollziehbar. Neu ist zudem die bessere Einbindung von Landkarten, die insbesondere Ortsfremden die Orientierung erleichtern. Über eine Menüleiste können sich die Nutzer dort auch viele zusätzliche Informationen anzeigen lassen: vom Liniennetzplan bis hin zu den Standorten von Ticketautomaten und Fahrradverleihstationen. In die Neugestaltung sind zahlreiche Hinweise und Anregungen der Fahrgäste, Mitarbeiter und Partner eingeflossen. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Probieren Sie die neue Auskunft einfach aus.


VVO Fokus

WIE DIE EISENBAHN DAS LEBEN VERÄNDERTE Eisenbahntechnik zum Anfassen: In einige Fahrzeuge dürfen die Besucher hineinklettern.

Ab 23. Oktober ist im Verkehrsmuseum Dresden die neu gestaltete Dauerausstellung zum Schienenverkehr zu sehen. Kein Geringerer als Johann Andreas Schubert begrüßt künftig die Besucher der Eisenbahnausstellung im Verkehrsmuseum. Verkörpert von einem Schauspieler des tjg., tritt der sächsische Ingenieur aus dem 19. Jahrhundert den Gästen virtuell entgegen und nimmt sie mit in seine „Werkstatt“, die die damalige Zeit illustriert. „Typische Objekte vermitteln ein Gefühl für das frühe Eisenbahn-Zeitalter“, sagt der Museumsdirektor Joachim Breuninger. „Und Schubert berichtet ein bisschen selbstverliebt von dem begeisterten Empfang, der seiner Lokomotive ,Saxonia‘ bei der Eröffnung der ersten deutschen Ferneisenbahnstrecke 1839 zuteil wurde.“ Auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird Schubert von Thomas Clarke Worsdell, der den Besuchern erklärt, dass die Dampflokomotive eine englische Erfindung ist – Schubert hatte sich bei der Entwicklung der ersten funktionstüchtigen deutschen Lok von der „Comet“ inspirieren lassen. „Den Namen Worsdell kennt heute niemand mehr“, so Breuninger, „Dabei konstruierte er den ersten Personenwagen. Die Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie holte ihn nach Sachsen, um ein Waggonwerk aufzubauen.“ Der Darstellung dieser Pionierzeit haben die Museumsleute viel Platz eingeräumt – und dabei auf wenig Text und viele sinnliche Eindrücke gesetzt. Neben den beiden „wiedererweckten“ Erfindern begegnen die Besucher unter anderem dem populären Nachbau der „Saxonia“ und dem einzigen erhaltenen Originalwagen der Leipzig-Dresdner Eisenbahn.

„Wir möchten den Besuchern zeigen, wie die Eisenbahn das Leben der Menschen verändert hat“, sagt Joachim Breuninger. „Denn zum einen machte sie das Reisen schneller, billiger und sicherer, und zum anderen war sie eine Initialzündung für die Industrialisierung.“ Vergleichbar sei das heute allenfalls mit dem Auftauchen des Smartphones.

Lok via App „durchsichtig“ machen Der nächste Abschnitt der Ausstellung widmet sich den deutschen Länderbahnen, symbolisiert durch verschiedene prächtige Uniformen. „Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein machte jedes Land sein eigenes Ding“, so Breuninger. „Es entstand kein Gesamtnetz, sondern es wurden sogar Strecken parallel gebaut.“ Trotzdem habe die Eisenbahn so profitabel gearbeitet, dass sie mehr als 70 Prozent der Re-


4|5 parationsleistungen nach dem Ersten Weltkrieg bestreiten konnte. Erst 1920 vereinigten sich die Länderbahnen zur Deutschen Reichsbahn. Im Mittelteil des optisch an eine Bahnhofshalle erinnernden Saales ziehen drei große Fahrzeuge die Blicke auf sich. Mit der 1861 gebauten „Muldenthal“ ist die älteste komplett erhaltene deutsche Lokomotive zu sehen; eine Sächsische IV K vertritt die Kategorie der Schmalspurbahnen. Via App können die Besucher das Dampfross „durchsichtig“ machen und Bewegung hinter der stählernen Hülle erzeugen. „Das ist eine ganz neue Qualität“, so der Direktor. „Bisher wirkten unsere Loks doch eher statisch.“ In den Salonwagen der sächsischen Kronprinzessin Mathilde können Neugierige sogar hineinklettern und die Dame dort beim Malen antreffen.

Rangieren der Exponate für die Ausstellung vor dem Verkehrsmuseum

Ein verspiegelter Würfel steht für das Thema Nationalsozialismus, Krieg und Holocaust – und für die unrühmliche Rolle, die die Reichsbahn damals spielte. Der nüchterne Schreibtisch im Inneren erzählt davon, wie Bahnangestellte „pflichtgetreu“ und vorgeblich unwissend Transporte in die Vernichtungslager planten. „Für die Bahn war das ein lukratives Geschäft“, so Breuninger, „Sie rechnete sogar für die Menschen, die in Güterwaggons zusammengepfercht nach Auschwitz gebracht wurden, je einen Fahrschein 3. Klasse ab.“ Ein Überlebender berichtet in einem Interview.

Mit Unterstützung des VVO restauriert Die Zeit der Deutschen Reichsbahn Ost und den Übergang zur DB AG symbolisiert ein mit Unterstützung des VVO restaurierter Schienenbus, im Volksmund „Ferkeltaxe“ genannt. Diese Leihgabe der Usedomer Bäderbahn ist begehbar und auf einer Seite in Reichsbahn-Rot, auf der anderen in Bundesbahn-Türkis lackiert. Per Video erzählen Zeitzeugen von ihren Erlebnissen in Zeiten der DDR und der Wiedervereinigung. Das Messemodell eines Karbontriebkopfes – entwickelt von der Dresdner Firma CG Rail – weist in die Zukunft der Eisenbahn: Leichtere Züge sollen mehr Fahrgäste schnell und energiesparend befördern und das Flugzeug auf Inlandstrecken ablösen. Als Finale haben die Ausstellungsmacher einen Film von der Neubaustrecke Berlin – Nürnberg inszeniert. „Die Besucher erleben Tunneldurchfahrten bei 300 Kilometern pro Stunde.“

Weitere Infos: www.verkehrsmuseum-dresden.de

TICKETS ZUR VERLOSUNG Der VVO verlost 20  x  2 Tickets für das Museum. Senden Sie uns eine Postkarte oder E-Mail mit Namen, Adresse und dem Stichwort „Verkehrsmuseum“ an gewinnspiel@vvo-online.de. Einsendeschluss ist der 4. Oktober 2020. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Was Fahrgäste im VVO bewegt

VVO Verbund

„Einfach in Bus und Bahn einsteigen – ohne sich vorher Gedanken zu machen, welches Ticket man braucht? Ab September ist das im VVO möglich, mithilfe der App FAIRTIQ."

Die von dem Schweizer Unternehmen FAIRTIQ entwickelte und betriebene, gebührenfreie Ticketing-App kann bereits für den gesamten öffentlichen Verkehr in der Schweiz, in Teilen Deutschlands sowie in Vorarlberg und Linz genutzt werden. Mit über 500.000 Reisen pro Monat ist sie zurzeit die weltweit erfolgreichste komplett auf Smartphones basierende Check-in/Check-out-Lösung. Die App kann nach einmaliger Registrierung in allen beteiligten Regionen international genutzt werden.

„Check-in, Check-out" Was bedeutet das?

MIT NUR EINEM WISCH ZUM TICKET  DU FÄHRST, WIR KÜMMERN UNS.

Kurz vor dem Einsteigen in Zug, Bus oder Straßenbahn checken Sie mit einer Wischbewegung auf Ihrem Smartphone in der App ein. Damit haben Sie ein gültiges Ticket für den gesamten öffentlichen Nahverkehr. Am Zielort angekommen, beenden Sie mit einem weiteren „Wisch“ die Kostenerfassung. Die App erkennt die gefahrene Strecke anhand der Standortermittlung und errechnet das optimale Ticket. Die Preiskappung verhindert, dass mehrere Einzelfahrten an einem Tag zusammen den Preis einer Tageskarte überschreiten. Wer beispielsweise eine Strecke in einer Tarifzone hin und zurück fährt, braucht sich nicht vorab zu überlegen, ob später noch eine dritte Fahrt folgt. Die erste und zweite Strecke wird mit jeweils 2,50 Euro berechnet. Ab der dritten wird die Abbuchung beim Tageskartenpreis von 6,50 Euro gekappt. Damit Sie nicht vergessen auszuchecken, erinnert Sie die App am Ende der Reise daran. Vorerst empfiehlt sich die App nur für alleinreisende Gelegenheitsfahrer, da die Mitnahme weiterer Personen, Fahrräder und Hunde noch nicht angeboten werden kann. Aber auch für Abo-Monatskarteninhaber, die hin und wieder über den Geltungsbereich ihres Abos hinausfahren, ist die App eine gute Sache. Bei den persönlichen Einstellungen können Sie eintragen, für welche Tarifzone(n) Ihre Abo-Monatskarte gilt. So ermittelt die App den Preis für die Anschlussfahrt erst ab dem Ende des Gültigkeitsbereichs der Abo-Karte. Als Obergrenze wird der Preis der Tageskarte der benötigten Preisstufe bzw. das Nachtticket abgerechnet. • kostenfrei erhältlich

• Zahlung: bargeldlos mit Hinterlegung der Kreditkarte, per Lastschrift oder PayPal

WIR SIND FÜR SIE DA. VVO Service

Elbcenter Dresden, Leipziger Straße 120, 01127 Dresden · Montag bis Freitag 9.00 bis 18.00 Uhr, Sonnabend 9.00 bis 16.00 Uhr · service@vvo-online.de · www.vvo-online.de · 0351 / 852 65 55


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VON AUGUSTUSBURG IN DIE DRESDNER NEUSTADT MIT NUR EINEM TICKET Das Kompetenzcenter Sachsentarif entwickelt einen Tarif für Fahrten zwischen den Verbünden. „Wir wollen den Nahverkehr in Sachsen attraktiver machen. Und dazu gehört ein einfacher Tarif“, betont Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. „Deshalb unterstützen wir das Kompetenzcenter Sachsentarif, das einen landesweiten Dachtarif für Fahrten über die lokalen Verbünde hinaus entwickelt, auch finanziell.“ Die Staatsregierung und die fünf Zweckverbände haben beschlossen, dieses Center beim Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) anzusiedeln. So lassen sich Ressourcen des Verbundes effizient nutzen und die Kosten vergleichsweise gering halten. Die Mitarbeiter des Kompetenzcenters kümmern sich unter anderem um die Tarifentwicklung, die künftige Einnahmenaufteilung und den Vertrieb. Andere Leistungen wie Pressemitteilungen, die juristische Beratung oder die Buchhaltung werden vom VVO erbracht. So erspart man sich den Aufbau einer vollständigen neuen Organisation. Vorbild für diese Struktur ist Nordrhein-Westfalen, wo die Verantwortlichkeit für den landesweiten NRW-Tarif beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg angesiedelt wurde. Die Mitarbeiter des Kompetenzcenters haben seit dem Start gemeinsam mit den sächsischen Verbünden und dem Freistaat bereits einige Eckpunkte festgezurrt: So wird der neue Tarif ganz Sachsen abdecken, also auch den sächsischen Teil des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV). „Zudem werden zahlreiche Bahnlinien integriert, die zwar sächsische Ziele verbinden, auf ihrer Fahrt jedoch den Freistaat verlassen: wie beispielsweise die Strecke Hoyerswerda – Leipzig, die durch Brandenburg führt“, sagt Susanne Illichmann vom Kompetenzcenter und ergänzt: „Für Fahrten innerhalb der Verbünde gelten aber auch weiterhin die bekannten Verbundtarife.“

Angebote für alle Fahrgewohnheiten Zudem steht die Logik der Preisbildung fest: Der bisherige reine Bahntarif wird durch den Sachsentarif ersetzt, der Bus und Bahn am Start- bzw. Zielort integriert. „Bisher benötigt ein Fahrgast, der von Augustusburg in die Dresdner Neustadt möchte, drei Tickets: ein Busticket zum Bahnhof nach Flöha, ein Zugticket bis Dresden und schließlich noch ein Tramticket bis zum Ziel“, erläutert Mitarbeiter Philipp Gebhardt. Das Ticketsortiment im Sachsentarif soll perspektivisch dem entsprechen, das die Fahrgäste von ihren lokalen Verbünden kennen: Einzelfahrten und Tageskarten sowie Wochen- und Monatskarten werden zur Auswahl stehen – für alle Fahrtgewohnheiten also ein passendes Angebot. „Um die Preise für den künftigen Sachsentarif zu kalkulieren, müssen wir diese Gewohnheiten kennen. Dafür bereiten wir aktuell eine Marktuntersuchung vor“, so Philipp Gebhardt. „In einem weiteren Schritt stehen dann alle Fragen rund um den Verkauf der Tickets, von Servicestellen über Automaten bis zum Handy, auf der Agenda – sowie die Aufteilung der Einnahmen unter den Verkehrsunternehmen. Dabei werden alle Themen eng mit den Verbünden und dem Staatsministerium abgestimmt“, erläutert Susanne Illichmann. Das Gemeinsame steht für alle im Vordergrund. Um dem Ausdruck zu verleihen, hat das Kompetenzcenter einen Markenauftritt mit den Farben aller Verbünde. Und dass zusammen viel erreicht werden kann, zeigt der Erfolg des AzubiTickets Sachsen, das bereits vor dem Start des Kompetenzcenters von Verbünden und Freistaat beschlossen wurde und heute von fast 17.000 Abonnenten genutzt wird. Läuft alles planmäßig, soll der Sachsentarif 2023 starten.


VVO Freizeit

Blick von der Burgruine Tollenstein zum Tannenberg (Jedlova)

Über Tannenberg und Tollenstein Eine aussichtsreiche Wanderung führt zu markanten Punkten im Lausitzer Gebirge. Mit seinen 774 Metern ist der Jedlová (Tannenberg) die dritthöchste Erhebung des Lausitzer Gebirges – und ein beliebtes Wanderziel. Markenzeichen sind seine gleichmäßige Kegelform und der weithin erkennbare Turm, von dem aus man eine der besten Aussichten im gesamten Gebirge genießen kann. Unsere Wanderung beginnt am Bahnhof Chribska (Kreibitz), der abseits der Ortschaft am „Kleinen Semmering“ (Malý Semerink) liegt. Wir überqueren die Straße Rybniste – Chribska und nehmen in östlicher Richtung auf dem rot markierten Wanderweg Kurs auf den Ort Jedlová. In verschiedenen Wanderkarten wird dieser Weg auch als „Cesta na Nový Svet“ (Weg in die Neue Welt) bezeichnet. Dem „Roten Strich“ weiter folgend, mündet der Weg an einer überdachten Raststelle in die schmale Zufahrtsstraße zum Gipfel. Der letzte Anstieg ist kurz, aber steil. Dann haben wir den Gipfel mit seinem steinernen Aussichtsturm und der Berggaststätte erreicht. Der Turmaufstieg wird mit einem fantastischen Ausblick bis zum Jeschken oder zum Großen Zschirnstein belohnt. Eintrittskarten zum Preis von 30 Kronen gibt es in der Berggaststätte.

Burgruine mit wechselvoller Geschichte Auf der Asphaltstraße steigen wir wieder ab bis zur überdachten Raststelle. Dort halten wir uns links und folgen der roten Strichmarkierung weiter steil abwärts. Etwa 100 Meter nach der Kreuzung mit dem Wanderweg „Grüner Strich“ halten wir uns an der Weggabelung links und sehen schon unser nächstes Ziel: den Tollenstein (Tolstejn). Die Markierung „Roter Strich“ weist zur Burgruine hinauf. Auch dort kann man sich in einem Gasthaus stärken und für 30 Kronen ein Ticket lösen, mit dem man sich in der einstigen Burg umsehen darf. Vermutlich schon früher gebaut, wurde sie 1337 erstmals urkundlich erwähnt und diente dem Schutz der Region Zittau. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde sie im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt und war danach nur

ein Raubritternest. Wir kehren zurück zum Wegweiser und wandern entlang des Tolstejnska cesta Richtung Süden. Als Ziel ist dort bereits der Bahnhof (Jedlová zst.) angegeben. Bald erreichen wir eine Kreuzung, an der zwei Wanderwege einmünden. Wir folgen dem mit der gelben Markierung – auch als Radweg 3015 gekennzeichnet – weiter in Richtung Süden. Nach etwa einem Kilometer haben wir den Bahnhof Jedlová inmitten der Wälder des Lausitzer Gebirges erreicht. Der Bahnhof wurde am Knotenpunkt der früheren Bahnstrecken Rumburg (Rumburk) – Böhmisch Leipa (Ceská Lípa) und Warnsdorf (Varnsdorf) – Tetschen (Děčín) gebaut und 1869 eröffnet. Trotz aller Abgeschiedenheit ist die Bahnhofsgaststätte in Betrieb (Montag Ruhetag).

ANREISEEMPFEHLUNG (gilt an Wochenenden bis 1. November sowie am 28. September und 28. Oktober 2020)

Hinfahrt: mit der S 1 (Dresden Hbf ab 7.59 Uhr), der U 28 (Bad Schandau ab 8.48 Uhr) und dem Sp 1965 Richtung Mikulášovice (Děčín hl.n. ab 9.37 Uhr, Chribska an 10.33 Uhr) Rückfahrt: mit dem Sp 1967 (Jedlová ab 17.25 Uhr), der U 28 (Děčín ab 18.41 Uhr) und der S 1 (Bad Schandau ab 19.15 Uhr)

Mit dem Elbe-Labe-Ticket nach Böhmen Mit den Elbe-Labe-Tickets können Einzelpersonen, Familien (zwei Erwachsene und vier Schüler bis zum 15. Geburtstag) sowie Kleingruppen bis zu fünf Personen einen Tag lang im VVO und im Bezirk Ústí nad Labem (DÚK) alle Nahverkehrszüge, Busse und Straßenbahnen sowie die meisten Fähren nutzen. Tageskarte Elbe-Labe

20,00 Euro

Familientageskarte Elbe-Labe 28,50 Euro Kleingruppenkarte Elbe-Labe 42,00 Euro Fahrradtageskarte Elbe-Labe

4,00 Euro


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Der RE 3 gleitet entlang der Wilden Weißeritz der Landeshauptstadt entgegen.

Streifzug durch den Tharandter Wald Auf einer abwechslungsreichen Tagestour lässt sich eines der schönsten sächsischen Wandergebiete erkunden. Der Tharandter Wald liegt südlich der Landeshauptstadt Dresden und gehört zu den schönsten Wanderregionen im Freistaat. Auf rund 200 Kilometern gut ausgeschilderter Wanderwege kann man dort die Natur entdecken und an gemütlichen Rastplätzen picknicken. Bekannt wurde das Gebiet unter anderem durch den Forstmann Heinrich Cotta, der 1811 in Tharandt die weltbekannte Forstlehranstalt gründete. Heute ist sie gemeinsam mit dem Forstbotanischen Garten Teil der Technischen Universität Dresden. Unser Streifzug durch den Tharandter Wald führt von Hetzdorf über Grillenburg und den Meilerplatz bis nach Tharandt. Die Tagestour mit einer Länge von rund 23 Kilometern beginnt an der Endhaltestelle Klinik der PlusBus-Linie 333 in Hetzdorf. Von dort folgt man zunächst dem Patientenrundweg 5, markiert mit dem „Roten Herz“. Am Waldrand biegt die Route links ab und orientiert sich dann an der Ausschilderung „Glasschmelzplatz“. Von diesem historischen Ort, wo im Mittelalter Rohglas hergestellt wurde, geht es mithilfe des Wegzeichens „Gelber Punkt/Grüner Strich“ zum Jagdschloss Grillenburg. Die Ursprünge der Anlage reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück; die heutige Biedermeierfassade stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Punkt“, verlässt diese am Waldrand nach rechts und folgt nun der Ausschilderung Flößerpfad. An der nächsten größeren Kreuzung biegt man links ab und verlässt diesen Weg nach etwa 500 Metern rechter Hand. Nach der Bahnunterführung umwandert man den Seerosenteich bis zur Straße nach Dorfhain, die halblinks überquert wird. Leicht ansteigend, führt der Weg bis zur Schutzhütte „Pferdestall“. Die Route hält sich weiter links und führt an der nächsten größeren Kreuzung rechts ins Tal. Nach rund 500 Metern biegt sie links in Richtung „Bellmanns Los“ ab. An dieser historischen Holzabwurfstelle angekommen, folgt man dem Weg nach links, biegt hinter dem Prüffeld rechts ein und steigt nach 300 Metern rechts direkt hinab zum Meilerplatz in Tharandt. Von dort aus geht es weiter talwärts und auf der Pienner Straße nach links Richtung Innenstadt, bis man die Weißeritz überqueren kann und auf der anderen Flussseite rechtshaltend zum Bahnhof gelangt.

ANREISEEMPFEHLUNG

Hinfahrt: PlusBus 333 Rückfahrt: S-Bahn S  3, RB  30 oder RE  3 ab Tharandt

Sinnespfad und Seerosenteich Ungefähr 200 Meter nach dem Schloss führt ein Abstecher zum „Walderlebnis Grillenburg“. Innerhalb dieses vom Staatsbetrieb Sachsenforst betreuten Areals laden drei Themenpfade dazu ein, „den Wald einmal anders zu entdecken und zu begreifen“. Zur Auswahl stehen der Abenteuer-, der Holzweg und der Sinnespfad. Ab der Haltestelle orientiert sich die Route weiter der Markierung „Gelber Strich/Grüner Das Jagdschloss Grillenburg im Herzen des Tharandter Waldes


VVO Freizeit

Genusstouren durchs Elbland

Schmuckstück in den Pillnitzer Hängen: die Weinbergkirche

Der Sächsische Weinwanderweg führt über 90 Kilometer in sechs Etappen von Pirna nach Diesbar-Seußlitz. Stadtmuseum bei Nacht

Mit 494 Hektar Ertragsrebfläche ist das sächsische Weinbaugebiet eines der kleinsten in Deutschland, und das nordöstlichste in Europa. Der Sächsische Weinwanderweg verbindet die Perlen dieses Gebietes entlang der Elbe und führt zu den schönsten Weinbergen, Aussichtspunkten und Weinkellern. Das barocke und moderne Dresden, das malerische Pirna, die Villen- und Gartenstadt Radebeul und die Porzellanstadt Meißen – das sind nur einige der historisch bedeutsamen Etappenpunkte. Markante Zeugnisse des über 850-jährigen Weinbaus im Elbland sind ebenso zu finden wie moderne Weingüter und gemütliche Weinlokale. Dort kann man 67 Rebsorten probieren: darunter Riesling, Weiß-, Grau- und Spätburgunder, Traminer, Scheurebe und den nur hier an der Elbe angebauten Goldriesling.

gut Europas auf Schloss Wackerbarth nehmen. Nächster Höhepunkt ist Meißen: Schon von Weitem ist der imposante Burgberg mit dem Dom und der Albrechtsburg zu sehen. Die WeinErlebnisWelt der Sächsischen Winzergenossenschaft Meißen erlaubt außergewöhnliche Einblicke in Geschichte und Gegenwart des Weinanbaus. Am Ziel des Wanderweges laden die Winzer und Wirte der zahlreichen historischen Weinstuben von Diesbar-Seußlitz ein. Der Sächsische Weinwanderweg ist in sechs Tagesetappen mit durchschnittlich 15 bis 18 Kilometern bzw. fünf bis sechs Gehstunden pro Tag unterteilt.

Unser Tipp: Noch bis Ende Oktober 2020 erwartet Sie in der Region Dresden Elbland erstmalig der „Sommer der offenen Weingüter".

Auf dem Weg von Pirna elbabwärts kommt der Wanderund Weinfreund an traumhaften Villen und prächtigen Schlössern vorbei. Ein Abstecher in die Dresdner Altstadt führt zu Zwinger, Semperoper und Frauenkirche. In Radebeul sollten sich die Wanderer Zeit für das Sächsische Weinbaumuseum Hoflößnitz und das erste Erlebniswein-

Freuen Sie sich auf geöffnete Besen- und Straußenwirtschaften sowie Weingüter und Vinotheken, in denen Sie die Weine meist direkt im Weinberg genießen können. Außerdem sind zahlreiche Weinbergsführungen und weitere Veranstaltungen geplant. www.dresden-elbland.de/sommer-offene-weingueter

Weingenuss auf schmaler Spur Verbinden Sie einen Ausflug zum Wein mit einer Fahrt unter Dampf mit der Lößnitzgrundbahn! Es erwarten Sie eine Fahrt von Radebeul bis Moritzburg und zurück, eine Dreier-Weinprobe, ein gemütlicher Spaziergang und ein herzhaftes Abendessen im Landgasthof. Informationen zu Preisen und Terminen erhalten Sie beim Veranstalter Sachsenträume unter www.sachsentraeume.de sowie unter 0351 / 21391340. Unser Tipp: Fragen Sie nach dem Rabatt für Abo-Kunden im VVO.


„Unsere Nachbarn unter uns“

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Vom 1. bis 18. Oktober finden die 22. Tschechisch-Deutschen Kulturtage statt. Zur 22. Ausgabe der Tschechisch-Deutschen Kulturtage (TDKT) in der Euroregion Elbe/Labe laden die Veranstalter vom 1. bis 18. Oktober 2020 ein. Mit dem diesjährigen Motto „Unsere Nachbarn unter uns“ wollen die TDKT auf Minderheiten mit ihrem jeweils eigenen kulturellen Hintergrund aufmerksam machen. Eine große Rolle spielen dabei jüdische Mitbürger zu beiden Seiten der Grenze, in Deutschland lebende Tschechen sowie Deutschböhmen und Roma. „Wir wollen zeigen, wie sich die Kulturen dieser Minderheiten und die der Mehrheitsgesellschaften gegenseitig beeinflussen“, heißt es. „Zudem wollen wir über die Lebensumstände dieser Minder-

heiten in Vergangenheit und Gegenwart informieren.“ Wegen der Covid-19-Pandemie finden alle Veranstaltungen unter Vorbehalt statt. Bitte beachten Sie die aktuellen Meldungen auf der Homepage www.tdkt.info sowie die allgemeinen Verhaltensregeln.

Verlosung Die Euroregion Elbe/Labe und der VVO verlosen Tickets für das Klassikkonzert „Unsere Nachbarn unter uns“ im Schloss Klippenstein Radeberg am 18.10. um 17 Uhr, für das Puppentheater im Parkhotel Bad Schandau am 11.10. um 15 Uhr und für das Puppentheater „Mowgli – Eine Geschichte aus dem Dschungelbuch“ im StadtKulturHaus Freital am 17.10. um 11 Uhr. Senden Sie uns eine Postkarte oder E-Mail mit Namen, Adresse, dem Namen und Ort der gewünschten Veranstaltung und dem Stichwort „Kulturtage“ an gewinnspiel@vvo-online.de. Einsendeschluss ist der 04.10.2020. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Zwei Spitzenspiele zum Auftakt Die DSC-Volleyballdamen starten voraussichtlich im Oktober in die neue Saison. Die Eintrittskarten gelten als Fahrscheine in Bus und Bahn. Seit Beginn der Corona-Pandemie lebt die Welt im Ausnahmezustand. Das stellt auch die sächsischen Vereine vor große organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen. Vom ersten Tag an suchten sie Lösungen und Wege, um trotzdem nah bei ihren Mitgliedern und Fans zu sein. Online-Videos und -Portale sowie virtuelle Veranstaltungen fanden großen Zuspruch. Erst ab Mai konnte langsam und vorsichtig ein Stück Normalität zurückkehren – natürlich immer unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Vorschriften und Konzepte. Der Verkehrsverbund Oberelbe weiß um die schwierige Situation und steht den Vereinen in Dresden und der Region zur Seite, egal, ob sie sich mit Sport oder Kultur befassen. Zu den Dresdner Volleyballdamen hat der VVO schon lange eine enge Beziehung. Mannschaft, Trainer und Management arbeiten derzeit intensiv darauf hin, den Spielbetrieb am 3. Oktober wieder aufnehmen zu können. Die Fans dürfen sich schon jetzt auf einen spannenden Saisonauftakt freuen: Denn die DSC-Damen starten mit gleich zwei Spitzenspielen, gegen den SC Potsdam auswärts und Allianz MTV Stuttgart vor heimischer Kulisse. Als Partner freut sich der VVO, wieder mit dem VVO-KombiTicket dabei zu sein. Das bedeutet, dass die Eintrittskarte am Veranstaltungstag als Fahrausweis im gesamten Gebiet des Verkehrsverbundes Oberelbe gilt.

Weitere Infos: www.dresdnersportclub.de

WEITERE VVO-KOMBITICKETS GIBT ES • am 10. Oktober 2020 beim Adventure Walk Sächsische Schweiz www.adventurewalk.de/saechsische-schweiz • bei den Landesbühnen Sachsen www.landesbuehnen-sachsen.de • für die Staatsoperette Dresden www.staatsoperette.de Alle Veranstaltungen 2020 finden unter Vorbehalt statt, bitte informieren Sie sich auf der entsprechenden Internetseite.


VVO Partner

Zurück zu Bus und Bahn Eine weltweite Kampagne wirbt für nachhaltigen Nahverkehr. Der VVO ist eines von über 1.800 Mitgliedern der UITP – dem weltweiten Verband für den öffentlichen Personennahverkehr. Unternehmen, Verbände, Wissenschaftler und Behörden aus über 100 Ländern stehen in engem Austausch miteinander, knüpfen Partnerschaften und erarbeiten neue Ideen für Verkehr, Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit. War dies gerade zu Jahresbeginn noch ein wichtiges Thema, geriet es während der Corona-Pandemie in den Hintergrund – viele Fahrgäste nutzten aus Sorge um ihre Gesundheit wieder das Privatauto. Dennoch boten die Nahverkehrsunternehmen weltweit wichtige Grundfahrpläne an, um das Leben „am Laufen zu halten.“ Intensive Hygienemaßnahmen und das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen führen nun dazu, dass wieder mehr Fahrgäste einsteigen.

BREATHE BETTER. OUR FUTURE IS IN YOUR HANDS! BETTERMOBILITY.UITP.ORG

Mit einer neuen Kampagne unter dem Motto „Zurück zu besserer Mobilität“ erinnert die UITP nun daran, wie wichtig der weitere konsequente Einsatz für nachhaltigen Nahverkehr ist. Im Mittelpunkt steht der Vergleich zwischen Bus und Bahn und dem eigenen Auto: vom Stau bis zur Luftqualität. YOUR LOGO

Bikesharing in Dresden ist jetzt gelb Abokunden der DVB können bis zu 30 Minuten kostenlos radeln. MOBIbike heißen die neuen Räder, mit denen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) gemeinsam mit ihrem Partner nextbike das Bikesharing-System von sz-bike abgelöst haben. Neu sind seit August 2020 übrigens nicht nur die Räder, sondern auch die Ausleih- und Rückgabemöglichkeiten.

Fahr doch, was du willst Für Abokunden der DVB jetzt noch einfacher: MOBIbike sehen, DVB-Chipkarte zücken und ans Radheck halten – schon öffnet sich das Rahmenschloss. Was wie eine Vision in ferner Zukunft klingt, ist für DVB-Abokunden seit August Realität. Ohne sich registrieren zu müssen, können sie ein MOBIbike bis zu 30 Minuten pro Fahrt kostenlos nutzen. Darüber hinaus kostet jede wei-

tere halbe Stunde einen Euro, der Tagestarif 15 Euro. Zurückgegeben werden die Räder kostenfrei an sogenannten Rückgabestraßen, die auf der Karte unter www.mobi-dresden.de/bike oder in der nextbike-App einzusehen sind. Werden die Räder an den neuen MOBIpunkten wieder abgestellt, gibt es sogar zusätzlich zehn Freiminuten. Bleiben sie in der kostenpflichtigen Flexzone stehen, wo kein MOBIpunkt und keine Rückgabestraßen in der Nähe sind, wird ein Euro berechnet. Und ohne Abo? Auch dann kann man natürlich MOBIbikes leihen und günstig durch die Stadt radeln. Einfach MOBI- oder nextbike-App herunterladen, einmalig Zahlungsmodalitäten hinterlegen – und schon kann es losgehen. Die Viertelstunde kostet dann einen Euro.

Alle Infos rund um MOBI unter www.dvb.de/mobi oder www.mobi-dresden.de


VVO Hintergrund 12 | 13 14 | 15

WETTBEWERB AUF DEN SCHIENEN Welches Unternehmen mit welchen Fahrzeugen eine Bahnstrecke betreibt, wird über Ausschreibungen entschieden.

Martin Arnhold, im VVO verantwortlich für die Vergabeverfahren im Schienenpersonennahverkehr (SPNV), zu aktuellen und bevorstehenden Ausschreibungen Kürzlich meldete der VVO, dass die DB Regio ab Dezember 2021 die vier Strecken des Dieselnetzes betreiben wird. Wie kam es dazu? „Planmäßig hätte die Städtebahn Sachsen noch bis 2024 auf den Strecken Dresden – Kamenz, Dresden – Königsbrück, Heidenau – Altenberg und Pirna – Sebnitz fahren sollen. Aufgrund der Insolvenz mussten wir jedoch eine sogenannte Notvergabe einleiten. Das ist ein stark verkürztes Ausschreibungsverfahren, zu dem wir die drei großen Bahnunternehmen in der Region eingeladen hatten. Gewonnen hat Transdev, bekannt unter dem Markennamen Mitteldeutsche Regiobahn. Da ein solcher Übergangsvertrag aber auf zwei Jahre befristet ist, haben wir die Strecken für die Zeit danach sofort regulär ausgeschrieben.

Welche Anforderungen an potenzielle Betreiber des Dieselnetzes wurden in den Ausschreibungsunterlagen formuliert? Zu den wesentlichen Kriterien gehören zum Beispiel die Zulassung als Eisenbahnverkehrsunternehmen und ein bestimmtes Maß an Erfahrung, das die Unternehmen nachzuweisen haben. Im Weiteren gibt es dann umfangreiche Anforderungen zu den Fahrzeugen, zur Qualität der Leistungen und zu weiteren Themen wie beispielsweise dem Einsatz von Kundenbetreuern. Was entscheidet letztlich darüber, wer den Zuschlag bekommt? Im Interesse unserer Kunden erhält das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag. Natürlich spielt der Preis eine wesentliche Rolle, aber wenn ein Bewerber Zusatzleistungen anbietet – im Falle von DB Regio Steckdosen in den Fahrzeugen – werden diese als Boni angerechnet. Woher kommt eigentlich das Geld, mit dem der VVO die Leistungen der Streckenbetreiber bezahlt?

VVO-Experte Martin Arnhold bereitet die Ausschreibungen vor.

Wie läuft so eine „normale“ Ausschreibung? Der Verkehrsverbund ist als sogenannter Aufgabenträger verpflichtet, die Leistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) europaweit auszuschreiben. Das ist ein umfangreiches Verfahren, denn schon allein die Ausschreibungsunterlagen füllen ein bis zwei Aktenordner. Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU haben die Bieter mehrere Monate Zeit für Rückfragen und für die Erarbeitung ihres Angebotes.

Der Bund reicht sogenannte Regionalisierungsmittel an die Länder aus. Im Freistaat Sachsen werden diese Mittel anteilig an die fünf Zweckverbände, denen die Aufgabe der Organisation der SPNV-Leistungen vom Land übertragen wurde, weitergereicht. Damit bestellen und bezahlen sie die Leistungen im SPNV – für Busse und Straßenbahnen sind im Allgemeinen die Kommunen zuständig. Insgesamt stehen dem VVO aktuell mehr als 100 Millionen Euro jährlich für die Finanzierung der S-Bahnen und Nahverkehrszüge zur Verfügung. Welche Ausschreibungen müssen als nächste auf den Weg gebracht werden? Die nächste Ausschreibung betrifft den Saxonia-Express zwischen Dresden und Leipzig, dessen Verkehrsvertrag im Dezember 2025 ausläuft. Es folgen im Jahresabstand das Elbe-Elster-Netz und die S-Bahn Dresden. Die entsprechenden Unterlagen werden jetzt bereits vorbereitet.


VVO Hintergrund

Die Lößnitzgrundbahn dampft auf einem Damm über den Dippelsdorfer Teich.

Eisenbahnstrecken im Porträt Teil 3: Die Lößnitzgrundbahn Von den Weinbergen durchs schattige Tal in ein offenes Teichgebiet: Die nur 16,6 Kilometer lange Strecke der Lößnitzgrundbahn könnte abwechslungsreicher nicht sein. Für ihren Bau spielte die landschaftliche Schönheit allerdings eine untergeordnete Rolle. Die 1884 eröffnete dritte sächsische Schmalspurbahn sollte vor allem Güter zwischen Radebeul und Radeburg transportieren – und zwar mit möglichst geringem Aufwand. Schon in den ersten Jahren entdeckten auch Ausflügler die neue Bahn für sich: Schließlich konnte man damit zum Baden oder zu den Sehenswürdigkeiten von Moritzburg fahren. Im Güterverkehr kamen zu den landwirtschaftlichen Produkten der Anfangszeit unter anderem Kohle für das Elektrizitätswerk Niederlößnitz und Baustoffe für die verschiedensten Projekte hinzu. Bis zum Zweiten Weltkrieg arbeitete die Lößnitzgrundbahn ausgesprochen rentabel. Kriegsschäden an Gleisen und Loks brachten den Verkehr 1945 zunächst zum Erliegen, doch schon in den 1950-ern rollten so viele Personenzüge wie nie zuvor. Erneut in Not geriet die Bahn durch den

Siegeszug des Autoverkehrs: Immer mehr Menschen wollten individuell reisen, Gütertransporte verlagerten sich auf die Straße. Rettung kam durch den 1974 aufgenommenen Traditionsbahnbetrieb und die Ernennung zum Technischen Denkmal. Nach der politischen Wende wurde zunächst der Güterverkehr eingestellt; 1998 wollte der neue Eigentümer DB AG die Strecke ganz stilllegen. Förmlich in letzter Minute wendete das der neu gegründete Verkehrsverbund Oberelbe ab, indem er eine langfristige Bestellgarantie zusicherte. 2001 übernahm die Mitteldeutsche Bahnreinigungs-Gesellschaft den Betrieb. Seit 2004 bestimmt die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (früher BVO Bahn GmbH) die Geschicke des „Lößnitzdackels“ und investierte umfangreich in Gleise, Fahrzeuge und Bahnhöfe. Neben zuverlässigen regulären Fahrten üben Sonderaktionen und Feste in Zusammenarbeit mit dem Traditionsbahnverein eine starke Anziehung auf Einheimische wie Touristen aus. 2019 wurden insgesamt 275.000 Fahrgäste gezählt.

WEITERE FAKTEN Die Lößnitzgrundbahn rollt auf Gleisen mit einer Spurweite von 750 Millimetern. Auf einer Distanz von 16,6 Kilometern überwindet sie 109 Höhenmeter. Dabei passiert sie elf Stationen und fährt über 19 Brücken. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 Kilometer pro Stunde. Der Fahrzeugpark besteht vorwiegend aus Dampflokomotiven und fast 100 Jahre alten Personenwagen. Zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke gehören die Radebeuler Weinberge mit Spitzhaus und Bismarckturm, Moritzburg mit Schloss, Käthe-Kollwitz-Haus und Wildgehege sowie Radeburg mit dem Heimat- und Zille-Museum. Als Besonderheit gilt der 210 Meter lange Damm über den Dippelsdorfer Teich.

Mehr Züge am 19. / 20.09.2020 Am Wochenende 19. und 20. September sind auf der Lößnitzgrundbahn mehr Züge unterwegs. Gönnen Sie sich einen herbstlichen Ausflug und erleben Sie Fahrzeuge aus verschiedenen Epochen der Sächsischen Schmalspurbahngeschichte.


Basteltipp

WINDLICHTER

und so geht''s

Marmeladenglas mit einer dünnen Schicht Sprühkleber einsprühen und die Herbstblätter nach Wunsch aufkleben. Nun eine Schicht Serviettenkleber mit dem Pinsel großzügig über das Glas und die Blätter streichen. Eine Stunde trocknen lassen und den oberen Rand mit einer Kordel verzieren.

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Fertig ist das herbstliche Windlicht.

engläser, bunte Herbstblätter, Material: Marmeladber zum Verzieren , Sprühkleber, Pinsel, Kordel Serviettenkle

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Der VVO verlost 3 Elbe-LabeTickets für jeweils 5 Personen. Senden Sie uns eine Postkarte oder E-Mail mit Namen, Adresse und der Lösung an gewinnspiel@vvo-online.de. Einsendeschluss ist der 4. Oktober 2020. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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ROTE BEETEKÜRBIS CHUTNEY Zutaten:

300 g Hokkaidokürbis, 300 g Rote Beete, hen, 2 Zwiebeln, 3 Knoblauchze co, 2 Äpfel, 75 ml weißer Balsami ser Was 100 ml 2 EL Rapsöl oder Olivenöl 50 g brauner Rohrzucker, Salz und Pfeffer, Pimentkörner

KÜRBISKÄSE-

FONDUE Zutaten:

enzeller, 1 kleiner Hokkaido, 100 g App da, Gou g   100 ler, enta Emm g 100 chzehe, 1 kleine Zwiebel, 1 Knoblau , 1 EL Öl, 100 ml Gemüsebrühe Muskat, Pfeffer, Salz, 4 Scheiben Bauernbrot

Zubereitung Fondue Zubereitung Chutney Den Kürbis und die Rote Bete in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebeln und die Knoblauchzehen fein würfeln und in Öl andünsten. Kürbis-, Apfel- und Rote-Bete-Stücke, ein paar Pimentkörner sowie Wasser, Balsamico und Rohrzucker hinzufügen. Alles auf mittlerer Flamme ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Stücke richtig weich sind und die Flüssigkeit etwas eingekocht ist. Die Pimentkörner herausnehmen und die Masse mit dem Pürierstab grob pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, ggf. noch etwas Essig dazugeben. Das Chutney heiß in Gläser abfüllen.

Tipp Passt auch gut als Brotaufstrich oder zu Schafs- / Ziegenkäse.

Hokkaido gründlich waschen. Das obere Drittel vorsichtig abschneiden und das faserige Innenleben mit einem Löffel aus dem Kürbis kratzen. Ofen auf 180 °C vorheizen. Den Kürbis mit etwas Öl bestreichen und für 20 Minuten in den Ofen geben. Käse reiben. Zwiebeln und Knoblauch fein gewürfelt in etwas Öl anschwitzen. Mit Gemüsebrühe ablöschen. Den geriebenen Käse dazu geben. Gut rühren, sodass eine glatte Masse entsteht. Mit Muskat, Pfeffer und Salz würzen. Den geschmolzenen Käse in den Kürbis füllen und 10 Minuten mitbacken. Brot in Würfel schneiden, Kürbis aus dem Ofen nehmen und auf ein Küchenbrett setzen. Den Deckel abnehmen und die Brotwürfel mit der Gabel in den Käse tauchen und genießen.

Der Der nächste nächste OberelbeTakt OberelbeTakt erscheint erscheint am am 24. 27. November. November. Darin Darin unter unter anderem: anderem: Mit Bus und Bahn durch den Advent, ein Blick auf das Controlling von Verkehrsverträgen, Geschichte und Geschichten rund umFahrten die S-Bahn-Linie S 1und undTeil viele Ideen für Ihren winterlichen Ausflug. Entspannt zu den Weihnachtsmärkten in Dresden und der Region, mehr an Silvester 4 der VVO-Chronik

Profile for Verkehrsverbund Oberelbe (VVO)

VVO OberelbeTakt 3. Ausgabe 2020 – Das Kundenmagazin des Verkehrsverbundes Oberelbe  

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