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Magazin

2 | 2020

Von Saxonia zu RE 50 Aus der Geschichte der Strecke Leipzig – Dresden Seite 14

Tickets für die Ferien Wie Schüler im Sommer preisgünstig mobil sind Seite 7

Auf den Spuren der Energie Saniert und um ein modernes Museum erweitert, wird die Energiefabrik Knappenrode noch in diesem Jahr wiedereröffnet.


INHALT VVO Aktuell

VVO Fokus

VVO Verbund

VVO Freizeit

VVO Partner

VVO Hintergrund

VVO Unterhaltung

Welche Spuren die Kohle hinterließ

SERVICE

DATENSCHUTZ

3

In 80 Minuten an den Strand

4+

Wo einst Kohle gepresst wurde

6+

Was Fahrgäste im VVO bewegt

8+

Für Genießer und Romantiker

Die RB 34 rollt direkt zum Senftenberger See.

In Knappenrode kann man bald wieder Energiegeschichte erleben.

Digitale Fahrscheine sind eine rundum „saubere Sache“.

Tipps für den Urlaub in der Heimat: Elbland und Seifersdorfer Tal

10 +

Gipfel und andere Höhepunkte

14

Bahnstrecke mit Tradition

15

Sommerfrüchte zum Ausmalen

16

Pizza voller Vitamine

4

Osterzgebirge und Sächsische Schweiz ziehen nicht nur Bergfreunde an.

Zwischen Leipzig und Dresden sind heute moderne Triebwagen unterwegs.

Die VVO-Mitmach-Seite für kleine Fahrgäste

Rezept für einen gesunden Sommersnack

Was Fahrgäste im VVO bewegt

6

Wo die legendäre Saxonia rollte

14

Mobilitätszentrale: Elbcenter 2, Leipziger Straße 120, 01127 Dresden E-Mail: service@vvo-online.de, Internetseite: www.vvo-online.de InfoHotline: 0351 / 852 65 55, Mo bis Fr: 7 – 19 Uhr, Sa / So / Feiertag: 8 – 19 Uhr Hinweis zum Datenschutz bei Gewinnspielen: Zur Bearbeitung und statistischen Auswertung der Verlosungen werden die von Ihnen angegebenen Daten für 365 Tage von der VVO GmbH gespeichert und dann automatisch gelöscht.

IMPRESSUM Herausgeber: VVO, Leipziger Straße 120, 01127 Dresden · Redaktion: Christian Schlemper (VVO / Verantw.) Text: DDV Mediengruppe · Grafik: VVO /A. K. Toktaş Fotos: DVB AG, iStock, Lars Neumann, VVO/Martin Schmidt


Unser Entdecker-Sommer

VVO Aktuell

Die zwölf Partner im VVO und das ganze Team des Verbundes steckten in den Vorbereitungen für den diesjährigen VVO-Entdeckertag. Broschüren waren gedruckt und 9.000 Tütchen mit Apfelstücken warteten schon auf die Entdecker. Dann kam der Corona-Virus und der Tag am 17. April musste ausfallen. Diesen Sommer holen wir ihn deshalb nach: nicht einmal, sondern sechsmal. An jedem Mittwoch zwischen dem 22. Juli und dem 26. August, in den sächsischen Sommerferien, gelten Familientageskarten für eine Tarifzone im ganzen Verbund. Damit sagen wir alle Dankeschön für Ihre Geduld, Treue und Ihre Fahrt mit Bus und Bahn.

Wenn Sie jetzt Ausflugstipps brauchen: Viele Ideen finden Sie in diesem Heft. Die Redaktion wünscht Ihnen einen wunderbaren Sommer!

Wer fährt künftig im Dieselnetz ? Nach dem Aus der Städtebahn im vergangenen Sommer und der Notvergabe an die Mitteldeutsche Regiobahn hat der Verkehrsverbund die Leistungen im sogenannten Dieselnetz europaweit ausgeschrieben. Betroffen sind die Strecken von Dresden nach Kamenz und Königsbrück, durch das Müglitztal nach Altenberg sowie von Pirna nach Sebnitz. Ziel war es, hohe Qualität zu einem wirtschaftlichen Preis zu erhalten. Das Ergebnis steht nun fest: Die Verbandsversammlung hat am 3. Juni entschieden, dass vom Dezember 2021 bis Dezember 2031 die DB Regio auf den Linien unterwegs sein wird. Sollte es keinen Widerspruch eines unterlegenen Bieters geben, erfolgt der Zuschlag am 17. Juni 2020.

Direkt an den Senftenberger See Wie wäre es mit Strandfeeling nach nur 80 Minuten Fahrt? Während der Sommerferien vom 18. Juli bis 30. August rollt die RB 34 immer sonnabends und sonntags ab Dresden über Kamenz direkt zum Senftenberger See. Abfahrt am Hauptbahnhof ist 9.35 Uhr, Ankunft in Senftenberg 10.55 Uhr. Zurück geht‘s 16.56 Uhr. In den Zügen der Seenlandbahn gelten alle VVO-Tickets. Und wem der Sinn nicht nach Baden steht: Die Radwege im Lausitzer Seenland sind bestens ausgebaut.

Informationen zu Fahrplan, Zielen und Möglichkeiten unter www.vvo-online.de/seenlandbahn


VVO Fokus

WAS WANDEL MIT DEN MENSCHEN MACHT Die Energiefabrik Knappenrode wird nach Sanierung und Neukonzeption noch in diesem Jahr wiedereröffnet – bereichert durch eine moderne Ausstellung auf rund 1.400 Quadratmetern. Noch sind an und in der Energiefabrik Knappenrode Bauarbeiten im Gange.

Dort, wo einst sorbische Kleinbauernhöfe die Landschaft prägten, trat Ende des 18. Jahrhunderts die Braunkohle ins Leben der Lausitzer. Industrialisierung, Kriege und Krisen, DDR-Zeit und schließlich der Wandel von der Tagebau- zur Seenlandschaft sorgten für immer neue Umbrüche. Doch was bedeuten solche Veränderungen für die Gesellschaft? Und was machen sie mit den Menschen? Antworten auf diese Fragen gibt die neu konzipierte Dauerausstellung in der Energiefabrik Knappenrode, die noch in diesem Jahr wiedereröffnet werden soll. Schon das Besucherzentrum am Eingang beweist, dass hier kein klassisches Museum mit Vitrinen und Texten entsteht, sondern eine multimediale Erlebniswelt mit Installationen für alle Sinne. Eine Garderobe nach Art einer bergmännischen Waschkaue und Sitzmöbel in Bootsform symbolisieren Vergangenheit und Gegenwart. „An einem Spieltisch können die Besucher die Landschaft virtuell verändern“, sagt Eventmanager (und stellvertretender Museumsleiter) Marcel Linack, „und erkennen, welchen Einfluss Tagebaue, Braunkohlekraftwerke oder Windräder haben.“ Der erste Ausstellungsraum kommt als dunkle Halle daher, in der unzählige Videos an die Wände projiziert werden. Sie vermitteln einen Eindruck davon, welche Pläne es für die Region gab und wie viele davon in der Schublade verschwanden. Ein Monolith markiert dann den Start der Zeitreise in die Vergangenheit. Sie beginnt im „Sorbischen Land“, wo eine virtuelle Persönlichkeit die Gäste standesgemäß mit einem sorbischen Text empfängt. „Solchen so-

genannten Agenten“, so Linack, „begegnet man auch in den meisten anderen Räumen.“

Auf den Spuren des Generaldirektors Durch die Phase der rasanten Industrialisierung „reisen“ die Besucher in die Ära von Generaldirektor Joseph Werminghoff. Er gründete die 1918 eröffnete Brikettfabrik, in der heute das Museum untergebracht ist, und hinterließ auch darüber hinaus etliche Spuren. „Die Fabrik und die dazugehörige Werkssiedlung trugen seinen Namen“, welcher bis heute in der Region nachklingt.“, berichtet Marcel Linack. „Erst in der DDR wurde das Ganze in Knappenrode umbenannt.“ Neuerdings erinnert wieder eine Straße an den erfolgreichen Unternehmer. In Kriegszeiten, so Linack weiter, mussten die Menschen plötzlich damit klarkommen, dass „ihre“ Kohle in die Rüstungsindustrie ging. „Und nach dem Zweiten Weltkrieg damit, dass die Maschinen demontiert und als Reparationsleistung in die Sowjetunion gebracht wurden.“ Diesen besonders drastischen Umbruch spüren auch die Besucher im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Leibe: Auf ihrem Rundgang zwängen sie sich durch eine enge Schnecke aus Cortenstahl. Durch den Wiederaufbau und die Phase größter wirtschaftlicher Bedeutung in der DDR steuern die Zeitreisenden rasch auf die nächste Wende zu – optisch erkennbar durch das sich verdunkelnde Licht und akustisch erlebbar durch Zeitzeugenberichte. „Da stehen ganz unterschiedli-


4|5 che Meinungen nebeneinander“, so Linack. „Für die einen bedeutete das Ende der Braunkohle den bitteren Verlust ihres Arbeitsplatzes und ihrer Lebensleistung, für die anderen eine Erleichterung, weil Landschaft und Umwelt nun nicht länger leiden würden.“

National bedeutsames Industriedenkmal Mit den neu gestalteten Räumen – deren Hüllen den unverfälschten Charme der letzten Produktionstage haben – bekommt die Energiefabrik rund 1.400 Quadratmeter zusätzliche, barrierefreie Ausstellungsfläche. Würdiger Abschluss der Besichtigung ist der Panoramablick von der neuen Plattform in 26 Metern Höhe. Doch die Tour auf den Spuren der Braunkohle endet damit noch lange nicht: Ein weiteres „Muss“ ist der Erlebnisrundgang durch die Brikettfabrik, der durch multimediale Begleitung via Leihgerät oder Smartphone künftig noch plastischer gemacht werden soll. „Nicht umsonst ist die Fabrik zum national bedeutsamen Industriedenkmal erhoben worden“, sagt Marcel Linack.

„Vom Geruch bis zum Kohlestaub ist hier alles authentisch.“ Authentische Atmosphäre in der alten Brikettfabrik

An das Gebäude schließt sich ein sieben Hektar großes Außengelände an, auf dem unter anderem historische Technik zu bestaunen ist und im „Tertiärwald“ Pflanzen gedeihen, die schon vor Jahrmillionen in dieser Gegend wuchsen. Veranstaltungen auf einer eigens dafür geschaffenen Fläche sollen der Energiefabrik noch mehr Zugkraft verleihen. „Sie soll ein Leuchtturm im Lausitzer Seenland werden“, so der Eventmanager. Und er wünscht sich, dass nach Abschluss der Umbauarbeiten mindestens zehn Prozent aller Seenland-Gäste auch Knappenrode besuchen.

INFORMATIONEN Die Energiefabrik Knappenrode öffnet am 16.10.2020 wieder ihre Pforten. Sie erreichen das Museum mit der Buslinie 103 (Hoyerswerda – Bautzen). Alle Informationen unter www.saechsisches-industriemuseum.com/ knappenrode Historische Technik vor der frisch sanierten Fassade


VVO Verbund

Was Fahrgäste im VVO bewegt „Digitale Fahrscheine sind nicht nur in Zeiten wie diesen eine rundum 'saubere Sache'. Welche Möglichkeiten gibt es, solche Tickets für Fahrten im VVO zu erwerben? Und wie funktioniert das genau?" VVO-Tickets können Sie bargeldlos über die Apps VVO mobil, DVB mobil und DB-Navigator erwerben. Laden Sie einfach eine der Apps kostenfrei auf Ihr Smartphone und registrieren Sie sich einmalig. Erhältlich sind sie in allen bekannten App-Stores. Über VVO mobil und DVB mobil können Sie Einzelfahrscheine, Tageskarten, Familientageskarten und Kleingruppenkarten sowie die beliebte 4er-Karte kaufen. Bezahlt wird wahlweise per Lastschrifteinzug, Kreditkarte oder Prepaid. Jede Person ab 18 Jahre darf sich registrieren. Voraussetzung ist lediglich ein Smartphone mit iOS- oder Android-Betriebssystem und Internetzugang. Wichtig zu wissen ist, dass die über die Apps gebuchten Tickets immer sofort gültig sind. Kaufen Sie den Fahrschein also immer erst kurz vor Einstieg in Bus und Bahn. Die App der Deutschen Bahn AG, der DB Navigator, bietet ebenfalls die Möglichkeit, VVO-Tickets zu erwerben. Geben Sie einfach die gewünschte Fahrtstrecke ein oder buchen Sie gezielt das Ticket aus dem Verbund-Ticket-Katalog. Seit dem vergangenen Jahr können Sie auch Wochen- und Monatskarten zum VVO-Tarif online buchen. Diese sind wie alle HandyTickets nicht übertragbar. Ein Lichtbildausweis ist bei der Kontrolle vorzuzeigen. Für Abo-Kunden, die ihr Ticket gern mal zu Hause vergessen, empfiehlt sich die Abo-Monatskarte als HandyTicket. Diese kann seit April direkt im DB-Navigator hinterlegt werden, so dass Sie Ihr Ticket immer dabeihaben. Das Ticket per Chipkarte gibt es natürlich weiterhin. Mittlerweile bieten fast alle Verkehrsunternehmen im VVO an, ein Abo online zu beantragen und auch zu verwalten. Nach einer einmaligen Registrierung haben Sie den vollen Überblick über geleistete und zukünftige Zahlungen, können Ersatzkarten beantragen, Ihre persönliche Daten än-

WIR SIND FÜR SIE DA. VVO Service

dern oder auch Jahresbescheinigungen als digitalen Beleg abrufen. Seltenfahrer haben demnächst die Möglichkeit, mit der FAIRTIQ-App ohne Tarif-Kenntnis preisgünstig im VVO unterwegs zu sein. Sie brauchen einfach nur ein-, aus- oder umzusteigen. Das Hintergrundsystem erfasst durch eine Check-In-/Check-Out-Funktion alle Fahrten eines Tages und berechnet automatisch den besten Preis.

VVO-Tickets mit dem Smartphone kaufen über die Apps

Abo-Monatskarten online beantragen und bei den Verkehrsunternehmen verwalten Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) Deutsche Bahn AG (DB) Regionalverkehr Sächsische SchweizOsterzgebirge GmbH (RVSOE) Müller Busreisen (MBR) Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda (VGH) Regionalbus Oberlausitz GmbH (RBO)

Elbcenter Dresden, Leipziger Straße 120, 01127 Dresden · Montag bis Freitag 9.00 bis 18.00 Uhr, Sonnabend 9.00 bis 16.00 Uhr · service@vvo-online.de · www.vvo-online.de · 0351 / 852 65 55


NEUE FAHRPREISE IM VVO Ab dem 1. August 2020 gelten im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) neue Fahrpreise: Das hatte die Zweckverbandsversammlung bereits im Dezember 2019 beschlossen. Mit Ausnahme der Wochenkarten, der Fahrradkarten und der Übergangskarten für die Nutzung der 1. Klasse ist das gesamte Fahrausweissortiment betroffen. So steigt der Preis für eine Einzelfahrt in einer Tarifzone um 10 Cent auf 2,50 Euro. Für Einzelfahrten durch mehrere

Tarifzonen werden die Tickets um 20 bis 40 Cent teurer. Die 4er-Karte bleibt trotz einer Anhebung um 40 Cent auf neun Euro eine preiswerte Alternative für Gelegenheitsfahrer. Tageskarten für eine Tarifzone werden erstmals seit sechs Jahren um 50 Cent teurer, für längere Strecken sowie für Familien und kleine Gruppen steigen die Preise um einen bis zwei Euro. Für Tickets, die vor dem 1. August erworben wurden, gelten folgende

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Übergangsregelungen: Tickets, deren Preis konstant bleibt, gelten weiterhin, Fahrausweise zum alten Preis können bis zum 31. August 2020 genutzt werden. Nicht genutzte Tickets zum alten Preis können Sie ab 1. August 2020 gegen Wertausgleich in allen Servicezentren der Partnerunternehmen im VVO umtauschen. Der Umtausch ist bis zu drei Jahre nach dem Kaufdatum möglich.

Ferienspaß und Sommersonne Auf geht’s in die Sommerferien: endlich Zeit für dich und deine Freunde! Und wir haben die passenden Tickets dafür. Mit dem FerienTicket VVO+ZVON für unschlagbare 19 Euro bist du vom 18. Juli bis 30. August im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und im Verkehrsverbund Oberlausitz Niederschlesien (ZVON) mobil. Entdecke die Regionen rund um Dresden, Bautzen, Görlitz und Zittau! Der große Bruder vom FerienTicket VVO+ZVON ist das FerienTicket Sachen (FTS). Es kostet 30 Euro und ist für dich das perfekte Angebot, wenn du während der Sommerferien in ganz Sachsen unterwegs sein willst. Für beide Tickets gilt: Du brauchst eine Kundenkarte oder einen Schülerausweis. Zusätzlich gehört dein Name auf das Ticket, da es nicht an andere Personen weitergegeben werden kann. Ein Fahrrad kann fast überall kostenfrei mit. Einzige Einschränkung: Die Tickets gelten nicht montags bis freitags zwischen 4 und 8 Uhr. Aber in den Ferien ist ja sowieso Ausschlafen angesagt. Mehr Infos gibt’s unter: www.dein-ferienticket.de

Dauerhaft günstig: das SchülerFreizeitTicket Viele schlaue Köpfe kennen es schon: das im August 2019 eingeführte SchülerFreizeitTicket. Für zehn Euro im Monat verschafft dir das Abo volle Mobilität im ganzen VVO. An Schultagen kannst du das Ticket ab 14 Uhr verbundweit nutzen. An Wochenenden und in den Ferien gilt es ganztags, und das Fahrrad ist auch inklusive. Übertragbar ist es allerdings nicht; die gültige Kundenkarte muss immer mit dabei sein. Mehr Infos zum Ticket gibt’s unter: www.dein-schuelerfreizeitticket.de

Für Dresdner: der Ferienpass Für Dresdner Kinder zwischen 6 und 14 Jahren hält der Ferienpass jede Menge Sommerferienideen bereit. In der Broschüre finden sie nicht nur ein prall gefülltes Programm und mehrere Gutscheine – sie sind damit auch in der ganzen Stadt mobil. Denn Busse und Bahnen in der Tarifzone Dresden sind inklusive. Mehr Infos zum Ticket gibt’s unter: www.dresden.de/ferienpass


VVO Freizeit

Dom und Albrechtsburg ragen als Wahrzeichen der Stadt Meißen über der Elbe auf.

Weinberge, Schlösser und Porzellan Die Region um Meißen lockt mit einer einzigartigen Kulturlandschaft. Viele Highlights sind inzwischen wieder geöffnet. Malerische Weinberge, idyllische Täler und Auen sowie jede Menge reizvoller Rad- und Wanderwege: Die Region um Meißen ist ein Dorado für Naturfreunde und Genießer. Und auch die Kultur-Entdecker kommen auf ihre Kosten. Radebeul ist der Auftakt zu einer Reise durch diese Landschaft. Sehenswert sind hier unter anderem die Weingüter Wackerbarth und Hoflößnitz, das Karl-May-Museum und der beschauliche Dorfanger von Altkötzschenbroda mit seinen Lokalen. Einen Glanzpunkt setzt zweifellos Meißen mit der Silhouette von Dom und Albrechtsburg. Dort steht auch die Wiege des Meissener Porzellans, dessen Geheimnissen Neugierige heute in der Manufaktur auf die Spur kommen können. Weinlokale, Restaurants und Geschäfte in der Altstadt verführen zum Bummeln und Entdecken. Einen Aufenthalt wert sind auch die Elbweindörfer um Diesbar-Seußlitz. Linkselbisch locken ruhige Seitentäler zu erholsamen Wanderungen und der kleine Tierpark Hebelei. Rechtselbisch oberhalb des Elbtales liegt Moritzburg: Neben dem Jagdschloss August des Starken lieben Kinder dort vor allem das Wildgehege und die beiden Hochseilgärten. Ein ausgedehntes Netz markierter Wander- und Radwege mit vielen Info-Tafeln macht die Erkundung der Hügellandschaft abwechslungs- und lehrreich.

TICKETS ZUR VERLOSUNG Der VVO verlost vier Familienkarten für die Hin- und Rückfahrt für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder für die Lößnitzgrundbahn. Senden Sie uns eine Postkarte oder E-Mail mit Namen, Adresse und dem Stichwort „Lößnitzgrundbahn“ an gewinnspiel@vvo-online.de. Einsendeschluss ist der 5. Juli 2020. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

TIPPS FÜR DEN AUSFLUG INS ELBLAND Museum der Meissen Porzellan-Stiftung Rund 2.000 Porzellane aus 310 Jahren erzählen die Entwicklungsgeschichte des Meissener Porzellans. Der Besuch des Museums ist unter Beachtung der Hygieneregeln von 10 bis 16 Uhr möglich, die Schauwerkstätten bleiben weiterhin geschlossen. Das Kunsthandwerk des Porzellanmalens ist aber im Festsaal des Museums erlebbar. Auch der Museumsshop begrüßt seine Kunden. Dom zu Meißen Die gotische Hallenkirche, deren Bau im 13. Jahrhundert begann, ist einer der stilreinsten deutschen Dome und zählt zu den am reichsten ausgestatteten sächsischen Gotteshäusern. Seit Anfang Mai ist der Dom zu Meißen von 10 bis 17 Uhr für individuelle Besichtigungen geöffnet. Karl-May-Museum Radebeul Dem Leben und Wirken des berühmten Bürgers der Stadt Radebeul sowie den Indianern Nordamerikas widmet sich das Karl-May-Museum an der Karl-May-Straße. Es ist Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Wandern auf dem Königsweg Moritzburg Die Route wurde für die Wahl zu „Deutschlands schönstem Wanderweg 2020“ in der Kategorie Tages- und Halbtagestouren nominiert. Entscheiden Sie mit! Das Voting läuft noch bis 30.06. unter http://v-v-o.de/Elbland-Tipp-1


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Schloss Seifersdorf wurde von Karl Friedrich Schinkel im Stil der Neogotik umgebaut.

Romantischer Hauch vergangener Zeiten Das Seifersdorfer Tal gilt als einer der ältesten Landschaftsgärten Deutschlands und lässt sich bei einer kleinen Wanderung entspannt erkunden.

Im Norden der Landeshauptstadt Dresden, am Rand zur Lausitz liegt im Tal der Großen Röder einer der ältesten Landschaftsgärten Deutschlands. Das Seifersdorfer Tal wurde Ende des 18. Jahrhunderts von wohlhabenden und feinsinnigen Bürgern gestaltet. Auch wenn es seine beste Zeit hinter sich hat, ist in dieser vom Menschen gestalteten Natur noch immer ein romantisch-sentimentaler Hauch vergangener Zeiten zu spüren. Deshalb eignet sich das Seifersdorfer Tal besonders im Frühling und Sommer für einen kurzweiligen und entspannten Ausflug vor die Tore Dresdens. Die Wanderung beginnt im Hermsdorfer Schlosspark, der mit schönen Plätzen und angelegten Wasserläufen mit Brücken schon zum Aufenthalt einlädt, doch das Ziel befindet sich weiter flussaufwärts. Der mit zahlreichen Schildern ausgewiesene Seifersdorfer-Tal-Wanderweg führt am hinteren Ende des Schlossparks an der Röder entlang und später auf der Lausaer Straße zunächst zum Ort Grünberg. Am östlichen Dorfende geht es wieder ins Tal und über teils ausgesetzte Felspartien an der verfallenen Kunathsmühle und der Niedermühle vorbei in den Landschaftspark hinein. Zahlreiche Denkmäler, Sitzplätze, gefasste Quellen, Gartenszenen und Aussichten säumen nun den Weg, und es lohnt sich durchaus, den Hinweisschildern nachzugehen und dafür kleine Umwege in Kauf zu nehmen. Wer nicht schon sein Picknick in einer gemütlichen Ecke ausgebreitet hat, findet auf der Hälfte des Weges in der Marienmühle eine Einkehrmöglichkeit (z.  Zt. nur Biergarten). Auch oberhalb des Gasthauses sind noch romantische Wiesen und Stätten zu finden, aber an der

Grundmühle ändert sich der Charakter der Landschaft. Hier besteht die Wahl, weiter entlang der Röder unterhalb von Kleinwachau und Lotzdorf und über die Eselstrappen hinauf zum Bahnhof Radeberg zu gelangen oder über die Felder von Liegau-Augustusbad, Schönborn und Grünberg zurück zum Ausgangspunkt zu wandern. Besonders empfehlenswert ist aber der Rückweg durchs Tal auf der gleichen Strecke, um den romantischen Landschaftsgarten noch einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben. Wer am Hermsdorfer Schloss noch nicht genug hat, kann auf dem grün markierten Wanderweg über eine stattliche Kastanienallee noch bis nach Weixdorf zum Haltepunkt der Regionalbahn RB 33 oder weiter über Friedersdorf zur Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 7 laufen.

ANREISEEMPFEHLUNG Seifersdorfer Tal Hinfahrt: ab Bahnhof Dresden-Neustadt mit der RB   33 Dresden – Königsbrück bis Hermsdorf Rückfahrt: ab Bahnhof Radeberg mit Zug oder Bus, ab Hermsdorf mit der RB 33, ab Weixdorf mit der RB  33 oder der Straßenbahnlinie 7

TARIFTIPPS Tageskarten für 2 Tarifzonen Dresden – Königsbrück Einzelfahrten für 2 Tarifzonen Dresden – Hermsdorf bzw. Radeberg – Dresden für Monatskartennutzer: Tarifzone Dresden gilt bis / ab Weixdorf, Grünberg, Schönborn oder Langebrück


VVO Freizeit

Schloss Weesenstein gehört zu den Hauptattraktionen des Müglitztales.

Montanregion von Weltrang Im Osterzgebirge kann man auf den Spuren der Bergbaugeschichte wandeln, Sehenswürdigkeiten entdecken und sportlich aktiv sein. Die Montanregion Erzgebirge / Krušnohoří ist die einzige Landschaft der Welt, die Zeugen des Erzbergbaus vom 12. bis ins 20. Jahrhundert vorweisen kann – und gehört seit Juli 2019 zum UNESCO-Welterbe. Bergwerke, Erzaufbereitungen und Bergstädte machen die mehr als 800-jährige Geschichte über und unter Tage erlebbar.

ge. Sportfans und Familien zieht es zur Bobbahn und zur Sommerrodelbahn Altenberg. Und nicht zuletzt hält die Region viele markierte Wanderwege und attraktive Wanderziele bereit. Herrliche Weitblicke bieten sich unter anderem vom Geisingberg (824 Meter) und vom Kahleberg (905 Meter).

Östlichstes der historischen Reviere im sächsischen Erzgebirge ist die Bergbaulandschaft Altenberg-Zinnwald. Hier wurden ab dem 15. Jahrhundert wegweisende Wasserwirtschaftssysteme zur Energieversorgung und bahnbrechende Technologien für die Erzverarbeitung entwickelt. Auf dem Rundgang „Kleine Welterbe-Tour“ mit Start am Altenberger Bahnhof können unter anderem das Bergbaumuseum Altenberg, die Altenberger Pinge und das Besucherbergwerk Zinnwald erkundet werden.

Leicht erreichbar ist das Osterzgebirge mit der Müglitztalbahn ab Heidenau oder der Buslinie 360 ab Dresden. Wer eher auf historische Verkehrsmittel steht, kann mit der Weißeritztalbahn, der dienstältesten in Betrieb befindlichen Schmalspurbahn Deutschlands, reisen. Sie rollt von Freital-Hainsberg durch den Rabenauer Grund und vorbei an der Talsperre Malter nach Dippoldiswalde sowie weiter über Schmiedeberg nach Kurort Kipsdorf.

Die Dippoldiswalder Bergwerke stellen eine der wichtigsten und zugleich seltensten Quellen für die Erforschung des mittelalterlichen Bergbaus dar. Eindrucksvolle Zeugnisse vom Beginn des Silberbergbaus sind im Museum für mittelalterlichen Bergbau im Erzgebirge (MiBERZ) in Dippoldiswalde ausgestellt, darunter die mit über 800 Jahren älteste erhaltene Haspel Europas.

TIPPS FÜR DEN AUSFLUG INS OSTERZGEBIRGE

Schlösser und Uhren Eine wichtige Rolle in der Bergbaugeschichte spielte auch die Familie von Bünau: Schloss Lauenstein, heute ein beliebtes Museum, befand sich über 300 Jahre in ihrem Besitz. Weitere Sehenswürdigkeiten im und überm Müglitztal sind Schloss Weesenstein, die Uhrenstadt Glashütte, die Mühle und Bäckerei Bärenhecke sowie der Wildpark Osterzgebir-

Touren und Ausflugsziele im Müglitztal http://v-v-o.de/Osterzgebirge-Tipp-1 Touren an der Weißeritztalbahn http://v-v-o.de/Osterzgebirge-Tipp-2 Sehenswürdigkeiten entlang der Weißeritztalbahn http://v-v-o.de/Osterzgebirge-Tipp-3


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380 Quadratkilometer Bewegungsfreiheit

Im Juni 2019 ging die neue Internetseite www.deine-jugendtickets.de online. Auf ihr findest du Infos zu sächsischen JugendTickets für Bus und Bahn wie dem neuen AzubiTicket und dem neuen SchülerFreizeitTicket sowie den FerienTickets. Infos unter: www.deine-jugendtickets.de

Sandsteinfelsen und Tafelberge bilden eine einzigartige Kulisse für Unternehmungen in der Sächsischen Schweiz.

In der Sächsischen Schweiz versprechen rund 1.200 Kilometer Wanderwege und 1.100 Klettergipfel spektakuläre Naturerlebnisse. Was Aktivitäten im Elbsandsteingebirge so besonders macht, ist das unmittelbare und allgegenwärtige Naturerlebnis. Zwar sind die schönsten Gebiete der Region als Nationalpark streng geschützt. Doch das bedeutet nicht, dass Sie draußen bleiben müssen. Im Gegenteil: Naturschutzbehörden und Touristiker arbeiten Hand in Hand, um immer neue Naturerlebnisse zu bieten. Schon im 18. Jahrhundert kam das Elbsandsteingebirge als wildromantisches Reise- und Ausflugsziel in Mode. Besonders die Künstler der Zeit haben entscheidend zur überregionalen Popularität der Felsenwelt beigetragen. Unzählige Gemälde und Zeichnungen zeigen, welche Wege sie gingen und welche Aussichten sie besonders beeindruckten. So konnte im Jahr 2006 auf insgesamt 112 Kilometern ein historischer Wegeverlauf entlang der schönsten Punkte in der Region rekonstruiert und neu ausgeschildert werden. Dieser „Malerweg Elbsandsteingebirge“ wurde vom Wandermagazin zum schönsten Wanderweg Deutschlands gekürt. Die Rundtour von Liebethal bis zur tschechischen Grenze und auf der anderen Elbseite zurück bis nach Pirna bietet nicht nur atemberaubende Panoramen, sondern ist auch eine sportliche Herausforderung: In acht mittelschweren bis anspruchsvollen Tagesetappen mit Längen zwischen elf und 18 Kilometern bezwingt man – alle Höhenmeter zusammengenommen – immerhin einen Viertausender.

TICKETS ZUR VERLOSUNG Der VVO verlost fünf Familientageskarten für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder für die Kirnitzschtalbahn. Senden Sie uns eine Postkarte oder E-Mail mit Namen, Adresse und dem Stichwort „Kirnitzschtalbahn“an gewinnspiel@ vvo-online.de. Einsendeschluss ist der 5. Juli 2020. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

TIPPS FÜR SANDSTEIN-ENTDECKER Familienwanderung ins Labyrinth http://v-v-o.de/Elbsandsteingebirge-Tipp-1 Anreise: Linie 245 ab Pirna in Richtung Rosenthal bis Haltestelle Abzweig Labyrinth Mit dem Rad auf Schlössertour http://v-v-o.de/Elbsandsteingebirge-Tipp-2 Anreise: S-Bahn S 1 oder S 2 bis Heidenau, Bahnhof; Rückfahrt von Pirna Unterwegs: Der Barockgarten Großsedlitz und das Schloss Weesenstein haben wieder geöffnet. Einen Abstecher wert ist auch der Park des Landschlosses Zuschendorf. Wanderung über die Bärensteine und den Rauenstein http://v-v-o.de/Elbsandsteingebirge-Tipp-3 Anreise: S-Bahn S 1 bis Stadt Wehlen (Start / Ziel der Tour) Unterwegs: Von Thürmsdorf kann man auch weiter nach Königstein wandern und die Festung besuchen, die (mit Einschränkungen) wieder geöffnet ist. Der Festungsexpress fährt auch wieder. Mit dem FahrradBUS von Berggießhübel zur Grenzplatte http://v-v-o.de/Elbsandsteingebirge-Tipp-4 Anreise: FahrradBus Linie 219 bis Haltestelle „Kurhaus Berggießhübel“ Unterwegs: Im wieder geöffneten Marie-Luise-Stolln kann man die Welt unter Tage entdecken.


VVO Partner

Der Reblaus auf der Spur

Aussicht von der Albrechtshöhe

Ein neuer Wandertipp aus der Reihe „Mit Bahn & Bus ins Grüne“ führt von Trachenberge in die Oberlößnitz. Falls Sie dieses Jahr Ihren Urlaub zu Hause verbringen, ist das kein Grund, Trübsal zu blasen. Sie haben die besten Voraussetzungen für erlebnisreiche Sommertage, denn Sie wohnen dort, wo andere Urlaub machen. Entdecken Sie doch einfach Ihr Dresden mit den Wandertipps der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) neu. Unter dem Titel „Mit Bahn & Bus ins Grüne“ stellt das Unternehmen regelmäßig abwechslungsreiche Wandertouren in und um Dresden vor. Start- und Endpunkte dieser Streifzüge lassen sich bequem mit Bahn und/oder Bus erreichen und sind daher auch für Gelegenheitswanderer, Familien mit Kindern und ältere Menschen geeignet. Der gerade neu erschienene Streifzug „Der Reblaus auf der Spur: Von Wilder Mann nach Oberlößnitz“ führt zum Beispiel von Trachenberge in die Oberlößnitz. Die nord-

westliche Flur zwischen der Elbe und den Hellerbergen war einst ein waldreiches Gebiet. Um Wein anbauen zu können, ließen wohlhabende Beamte und Adlige ab dem 15. Jahrhundert die idyllischen Hänge roden. Als die aus Nordamerika eingeschleppte Reblaus große Schäden anrichtete, musste der Weinbau Ende des 19. Jahrhunderts jedoch wieder aufgegeben werden. Wandeln Sie mit der DVB auf den Spuren der Winzer und entdecken Sie herrschaftliche Villen, das Licht-Luft-Bad des Naturheilkundlers Friedrich Eduard Bilz und weite Blicke über Dresden!

Alle Streifzüge mit ausführlicher Wegbeschreibung und Karte erhalten Sie in den DVB-Servicepunkten zum Mitnehmen und online unter www.dvb.de/wandertipps.

Ländertickets werden günstiger Grund zur Freude haben die Nutzer von Länder- und Haustariftickets der Deutschen Bahn, der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) und des trilex. Denn mit dem kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni reduzieren diese drei Eisenbahnunternehmen einige ihrer Preise. Grund ist die Senkung der Mehrwertsteuer auf Fahrkarten von 19 auf sieben Prozent. Das Sachsen-Ticket kostet demnach nur noch 24 statt 25 Euro für die erste Person; jeder weitere Reisende zahlt nur noch 7 statt 8 Euro. Der Grundpreis des Guten-Tag-Tickets der MRB sinkt von 24 auf 23 Euro und der Mitfahrerpreis von 6 auf 5 Euro. Ebenfalls um jeweils einen Euro günstiger werden Grund- und Mitfahrerpreis des trilex-Tagestickets, die ab 14. Juni 22 bzw. 7 Euro kosten. Von der Senkung

der Mehrwertsteuer nicht betroffen ist der VVO-Tarif. Auf dessen Preise wurde auch bisher schon der reduzierte Steuersatz von sieben Prozent erhoben.

Auch das Tagesticket für den trilex wird günstiger.


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Sichere Technik und häufiges Putzen Was die Verkehrsunternehmen tun, um die Ansteckungsgefahr in Bussen und Bahnen zu minimieren anlagen und Luftverteilung mit regelmäßigem Tausch der Filter sei ohnehin selbstverständlich. Zudem sorge die regelmäßige Luftumwälzung unter ständiger Beimischung von Frischluft im Fahrgastraum dafür, dass sich nach derzeitigem Erkenntnisstand selbst bei voller Besetzung keine infektiöse Viruskonzentration in der Luft bilden kann.

Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, ist nicht nur in Corona-Zeiten Hygiene oberstes Gebot. Auch die Verkehrsunternehmen haben ausgefeilte Konzepte und passen sie bei Bedarf an die aktuelle Lage an. Das gilt für den Reinigungsplan ebenso wie für die Klimaanlagen, die meist zu Unrecht als „Virenschleudern“ gefürchtet werden. So hat sich die Deutsche Bahn schon lange vor Corona an verschiedenen Forschungsprojekten zur Infektionsgefahr in Verkehrsmitteln beteiligt. „Dabei wurde selbst bei Krankheitserregern, die deutlich ansteckender als Influenza und Corona sind, keine Ansteckung über Klimaanlagen nachgewiesen“, sagt Stephan Naue, Produktmanager bei der DB Regio AG. „Es ist in Deutschland auch kein Fall bekannt, in dem eine Übertragung des Corona-Virus im Zug stattgefunden hat.“

Die Schmierinfektion, beispielsweise über Griffe, spielt bei der Virusübertragung längst keine so große Rolle – das haben die Wissenschaftler inzwischen herausgefunden. Dennoch säubern die Verkehrsunternehmen solche Flächen sehr häufig und intensiv. „Beim Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erfolgt die Fahrzeuginnenreinigung grundsätzlich im täglichen Rhythmus“, sagt Uwe Thiele, Geschäftsführer der RVSOE GmbH. „Besonderes Augenmerk gilt den Griff- und Haltestangen. Sie werden mit Seifenlauge in Kombination mit Desinfektionsmittel geputzt.“ Ausgeführt werden diese Arbeiten teils von beauftragten Firmen, teils von eigenen Mitarbeitern. „Bei Bussen, die auf Linienkombinationen mit den Dresdner Verkehrsbetrieben verkehren, sorgen diese für eine zusätzliche Desinfektion oder Reinigung an den jeweiligen Endpunkten.“ Da die Gefahr einer direkten Tröpfchen-Infektion durch nahe sitzende Mitreisende trotz aller Maßnahmen nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, bitten wir um Beachtung der Maskenpflicht.

Zwar sind Tröpfchen und Aerosole nachweislich die wichtigsten Übertragungswege des Corona-Virus, doch laut Naue ist der Erreger nach Passieren der Klimaanlage nicht mehr gefährlich. „Während die Tröpfchen – falls sie überhaupt so weit kommen – in den Filtern hängenbleiben, verlieren die Aerosole auf dem Weg durch die Anlage ihre Ansteckungsfähigkeit.“ Eine planmäßige Pflege der Klima-

Bitte tragen Sie in Bus & Bahn eine Mund- und Nasenbedeckung.

Die Busse der RVSOE werden täglich gereinigt.


VVO Hintergrund

Auf der Strecke Leipzig – Dresden sind derzeit Triebwagen vom Typ Talent 2 unterwegs.

Eisenbahnstrecken im Porträt Teil 2: Der Saxonia-Express RE 50 Die Strecke zwischen Leipzig und Dresden hat Eisenbahngeschichte geschrieben: 1839 wurde hier die erste deutsche Fernbahnverbindung eröffnet, und befahren wurde sie von keiner Geringeren als der „Saxonia“. Johann Andreas Schubert hatte diese erste in Deutschland produzierte Lokomotive konstruiert. Kein Wunder also, dass die große Tradition hochgehalten und die Verbindung heute auch „Saxonia-Express“ genannt wird. Nach dem privat finanzierten Start verkauften die Aktionäre den Betrieb 1876 an die Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen, die 1920 in der neu gegründeten Deutschen Reichsbahn aufgingen. Einen schweren Rückschlag erlitt die bis dahin florierende Hauptstrecke nach dem Zweiten Weltkrieg: Als Reparationsleistung an die Sowjetunion wurde das zweite Gleis abgebaut, was die Leistungsfähigkeit stark reduzierte und dazu zwang, in Richtung Leipzig über Meißen und Döbeln zu fahren.

Bis 1967 war die Zweigleisigkeit wiederhergestellt, 1970 wurde die Elektrifizierung abgeschlossen. Mit knapp 70 Minuten (bei nur einem Halt) erreichten die Züge damals die kürzeste planmäßige Fahrzeit in der Streckengeschichte – was wegen zunehmender Mängel am Oberbau nur wenige Jahre so blieb. Nach der Wiedervereinigung galt die Strecke als eine der meistbefahrenen in Deutschland, aber auch als dringend sanierungs- und modernisierungsbedürftig. Viele Pläne wurden aufgestellt und wieder verworfen, ehe der Ausbau stufenweise in Angriff genommen wurde. Neben Schnellzügen sind zwischen Leipzig und Dresden seit jeher Personenzüge unterwegs, die auch in den kleineren Orten halten und früher mitunter nur Teilstrecken befuhren. Zum Fahrplanwechsel 2000 entstand aus dem RegionalExpress RE  5 (Dresden – Coswig – Riesa – Oschatz – Wurzen – Leipzig) sowie den Regionalbahnen RB  79 (Dresden – Cossebaude – Riesa) und RB  112 (Riesa – Wurzen) der StadtExpress SE 50. Dieses neue Produkt sollte generell stündlich ver-

kehren und außerhalb der S-Bahn-Systeme überall halten. Bereits 2001 verschwand die Bezeichnung jedoch wieder, und aus dem SE 50 wurde der RE 50 oder Saxonia-Express. Den betrieb die Deutsche Bahn lange mit Doppelstockwagen, ehe 2012 die modernen Triebwagen vom Typ Talent 2 an den Start gingen. Mit diesen barrierefreien, klimatisierten, energiesparenden und spurtstarken Fahrzeugen konnte die Reisezeit auf aktuell 96 Minuten gesenkt werden. Zudem können je nach Nachfrage drei- und fünfteilige Varianten einzeln oder gekoppelt zum Einsatz kommen. Wochentags wurden 2019 fast 10.000 Fahrgäste gezählt; das sind 58 Prozent mehr als im Jahr 2000. „Damit erreichen wir in der Hauptverkehrszeit allerdings zunehmend die Kapazitätsgrenze“, heißt es beim VVO, „so dass derzeit geprüft wird, nach Ende des aktuellen Verkehrsvertrages im Dezember 2025 wieder Doppelstockfahrzeuge einzusetzen.“ Eine weitere Verlängerung der Züge ist wegen der begrenzten Bahnsteiglängen nicht möglich.


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Der nächste OberelbeTakt erscheint am 8. 27.September. November.Darin Darinunter unteranderem: anderem:Die neue Eisenbahn-Ausstellung im Verkehrsmuseum entsteht, Geschichte rund um die Lößnitzgrundbahn, mit der FAIRTIQ-App VVO unterwegs Ideen für Ihren Herbst-Ausflug. Entspannt zuund denGeschichten Weihnachtsmärkten in Dresden und der Region, mehr Fahrten anim Silvester und Teil 4und der viele VVO-Chronik

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VVO OberelbeTakt 2. Ausgabe 2020 – Das Kundenmagazin des Verkehrsverbundes Oberelbe  

Entdeckersommer jeden Mittwoch in den Sommerferien, günstige FerienTickets für Schüler, mit der Seenlandbahn direkt zum Badestrand, Neuverga...

VVO OberelbeTakt 2. Ausgabe 2020 – Das Kundenmagazin des Verkehrsverbundes Oberelbe  

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