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vorwort Wir schaffen das.

Über die Verschiebung kultureller Kartografien

Es ist nicht verwunderlich, wenn in diesem Jahr auch in der Kunst ein Thema vorherrscht, das uns alle mehr denn je bewegt: das alte Europa und sein Verhältnis zum Rest der Welt. Die realen politischen Verhältnisse, die Flüchtlings­ bewegungen und die damit einhergehenden Diskussionen belegen, wie sehr dieses Europa zur Disposition steht – politisch, wirtschaftlich, kul­ turell, ethisch – und unter massiven Druck geraten ist, sowohl von innen wie von außen. Die Migrationsbewegungen dieses Jahres – ob aus dem afrikanischen oder orientalischen Raum – machen aber auch deutlich, wie sehr die aktuelle politische Lage die späte Folge von Kolonialismus und postkolonialer Politik ist, die vor allem durch Europa (später auch durch die USA und Russland) weite Teile der Erde neu strukturiert und kartografiert hat. Die politischen wie wirtschaftlichen Kon­ sequenzen sind bis heute wirkmächtig. So sehr Europa in diesen Tagen als Zufluchtsort, der Rechtssicherheit und Überleben garantieren sollte, aufgesucht wird, so sehr wird es angesichts neuer internationaler Machtzentren – wie China, Brasilien, Russ­ land – zunehmend in Frage gestellt. Stimmen denn die Thesen des Philosophen Walter Mignolo, der schon lange den Bedeutungsverlust von Europa konstatiert, oder Veronica eines Giorgio Agamben, der den Zusammenbruch als einzige Chance Kaup-Hasler für die Zukunft eines anderen Europas voraussetzt? Vielleicht aber ist gerade die aktuelle Situation die Chance, erneut an der Idee von Europa jenseits eines rein ökonomischen Zusammenhangs zu arbeiten, diese Konstruktion ins 21. Jahrhundert zu retten. Welche Werte, welches Menschenbild, welche Modelle von Bildung gilt es im Dialog mit der Welt zu dekolonialisieren, um sie unter veränderten Vorzeichen neu zu denken? Vermessen erinnern wir im diesjährigen Leitmotiv „Wir schaffen das. Über die Verschiebung kultureller Kartografien“ an einen Aus­ spruch von Angela Merkel, die wiederum Barack Obama zitiert – eine vielleicht naive und folgenschwere Aussage, die aber ein Hinweis darauf ist, was der utopische Gehalt von Europa sein könnte: Eine Gemeinschaft demokratischer Staaten, eine Zone, die Grundwerte des menschlichen, friedlichen Zusammenlebens garantiert, eine Solidar­ gemeinschaft, die – wie in den meisten Verfassungen verankert – Chancengleichheit, freien Zugang zu Bildung und soziale Absicherung garantiert. Und gemeinsam Wege findet, den Herausforderungen dieser Zeit pragmatisch und angstfrei zu begegnen. Themen und Fragen wie diese durchziehen das Programm des steirischen herbst 2016, finden sich auf vielfältigste Weise in 1


vorwort künstlerischen und kuratorischen Setzungen wieder. So zeigt der Schweizer Theater­ und Filmemacher Milo Rau mit seinem Internatio­ nal Institute of Political Murder die Geschichten von Menschen, die als Flüchtlinge nach Europa kamen oder an seinen Rändern ihre Heimat haben, und stellt die Frage: Sind Europas uralte Traditionen gefährdet oder ist die Migration nicht einfach eine davon? Einen Blick auf die verborgenen Ängste von Grazer Bürgerinnen und Bürgern wiederum wirft die katalanische Künstlergruppe El Conde de Torrefiel, die theatrale Tableaux Vivants unserer Gesellschaft konstruiert. Im süd­ steirischen Leutschach wird das renommierte Dokumentartheaterduo Hans­Werner Kroesinger und Regine Dura in performativen Wande­ rungen dem Thema der Grenzziehung in der Geschichte der Region nachspüren, während in Leibnitz die griechische Blitz Theatre Group auf den Trümmern Europas einen surrealen Totenwalzer inszeniert. Der steirische herbst blickt aber auch weit über den europäischen Tellerrand hinaus und hat – mehr denn je – auch außereuropäische Künstlerinnen und Künstler eingeladen, neue Arbeiten zur Thematik zu entwickeln: Eine Auftragsarbeit geht an den angolanischen Künstler Kiluanji Kia Henda, der in Seggauberg seine bislang größte Land­Art­Setzung realisiert und eine Skulptur aus hunderten Eisenstangen errichtet, ein Mahnmal für Menschen, die auf der Flucht vor Kriegen oder unlebbaren Situationen ihr Leben gelassen haben. Die US­Künstlerin Steffani Jemison wiederum wirft einen Blick auf die Sammlung der Neuen Galerie und entwickelt eine musikbasierte Performance entlang der Frage, was uns Landschaftsmalerei des 19. und 20. Jahrhunderts über damalige und heutige Weltbilder erzählt. Und die indische Kuratorin Zasha Colah untersucht in der herbst­Ausstellung, die heuer im Kunsthaus gezeigt wird, mit dem Titel „Body Luggage“ die Migration von Gesten, Körperhaltung und Wissenstransfer zwischen den Kulturen und Zeiten. Unterschiedliche Kartografien vermitteln sich auch in den Arbeiten des steirischen bildenden Künstlers Markus Jeschaunig in der Kunsthalle Graz, wenn er textile Duftglocken erstellt, in denen er an unterschiedlichen Orten das europäische Zeitgeschehen in Düften einzufangen versucht. In der Camera Austria dokumentiert der Fotokünstler Markus Krottendorfer Schauplätze eurozentrischer Weltbeschreibung. Und auch das musikprotokoll 2016 überprüft die eigene kulturelle Landkarte auf terrae incognitae, dehnt den Globus der verzeichneten Musikwelten in alle Richtungen. Räumlich, wenn Renald Deppe gemeinsam mit dem in Teheran geborenen Komponisten und Elektronikmusiker Hassan Zanjirani Farahani neue Terrains sondiert oder Deena Abdelwahed ihre Kunst im Koordinatensystem zwischen Tunesien und Westeuropa verortet. Koordinaten lassen sich aber auch zeitlich denken, wie im Projekt „Die Logik der Engel“, bei dem ferne Vokalmusik aus dem 13. und 14. Jahrhundert auf Miniatur­Urauffüh­ rungen aus dem Hier und Heute treffen. Musikalische Kartografien allerorten. 2


vorwort Hybride Orte und Ereignisse kennzeichnen den steirischen herbst mehr denn je, wenn zum Beispiel der deutsche Künstler Julian Hetzel in einem installativen Parcours zwischen Performance und bildender Kunst eine „Schuldfabrik“ eröffnet, die dem Begriff der Schuld in seinen verschie­ denen Facetten auf den Grund geht. Oder wenn der Choreograf Philipp Gehmacher eine Ausstellung entwickelt, in der er auch selbst performt, während das Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien sich wiederum in einem großen Projekt mit Performance an sich auseinandersetzt. Ganz sinn­ und augenfällig wird es aber dann, wenn Natur, Philosophie und Theorie einander begegnen: Das Orpheum wird an fünf Tagen vom Künstlerkollektiv Mamaza und mit den Pflanzen von Anrainerinnen und Anrainern in einen „Garden State“ verwandelt, einen Innenraum, der von Natur dominiert wird – künstliche Sonnenauf­ und ­untergänge sowie Gewitterschauer miteingeschlossen. Die herbst­Akademie nistet sich in diese wuchernde Landschaft ein und diskutiert mit internationalen Gästen aus Kunst, Theorie und Wissenschaft, mit Interessierten und Studierenden über Identitäten und Zugehörigkeiten, über dekoloniale Strategien, post-otherness und critical whiteness, über sich verändernde Geografien und Wirtschaftsräume und ganz alltägliche Praktiken eines anderen Europas, das es wert ist, verteidigt zu werden. Der steirische herbst ruft heuer rund um den Volksgarten­Pavillon eine Arrival Zone aus – ein Geflecht von Kunsträumen und Veranstaltungs­ orten, markiert durch architektonische Interventionen des britischen Künstlerpaars Morag Myerscough und Luke Morgan. Über mehrere Monate wird ein partizipatives Kunstprojekt entstehen, dessen Bespielung in einem kollektiven Prozess rund um < rotor > und das internationale, in Graz lebende Daily Rhythms Collective sowie Anrainerinnen, Anrainern und lokalen Initiativen entwickelt wird. Während dieses Projekt um den Volksgarten tagsüber für alle zugänglich ist, gibt es für Nachtaktive im Orpheum eine neue Schiene: einen Pop­up­Club mit einer Fülle von internationalen Live­Acts und DJs, die ihre Szene für jeweils eine Nacht exemplarisch nach Graz verpflanzen. Es geht um hybride Formen, um Grenzüberschreitung, Vermischung und die freie Assoziation von Sounds, Genres, Herkunft und Arbeitsweisen. Der club panamur ist weit mehr als eine Konzertschiene, nämlich eine Weiterführung unseres Leitmotivs mit anderen Mitteln – durch die Nacht. Den Auftakt zu dieser Fülle von Ereignissen macht in der Eröffnungs­ produktion der französische Theatermagier Philippe Quesne, der der Aufgeregtheit unserer Tage das Leben von Maulwürfen in ihrer langsa­ men, aber unermüdlichen Geschäftigkeit als Metapher entgegensetzt – über unseren Köpfen brennt es und die Welt kollabiert; wir graben im Untergrund fröhlich weiter. Das Vorwort wird es wieder nicht geschafft haben, alles, worauf wir uns freuen und woran monatelang gearbeitet wurde, zu vermitteln. Schmökern Sie doch bitte alleine weiter – lassen Sie sich von einem aufregenden steirischen herbst begeistern und teilen Sie mit uns viele Tage und Nächte! Sie schaffen das!

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inhalt

stöbern 1

Vorwort

Lassen Sie sich inspirieren. Hier präsentieren und beschreiben wir jeden einzelnen Programmpunkt des Festivals – ausführlich und nach bestem Wissen und Gewissen – mit Hinweisen auf das Genre (G) und den Veranstaltungsort (O). ➜ 7-77

Theater / Tanz / Performance / Film 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17

Philippe Quesne Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) Lemm&Barkey / Needcompany Forever Apichatpong Weerasethakul Cemetery of Splendour Apichatpong Weerasethakul Fever Room Ingri Fiksdal / Jonas Corell Petersen State Blitz Theatre Group Late Night Regine Dura / Hans-Werner Kroesinger Willkommen in der Europaschutzzone Elisabeth Bakambamba Tambwe Pink Eye Taoufiq Izeddiou / Anania Danses En Alerte Milo Rau / IIPM – International Institute of Political Murder Empire El Conde de Torrefiel Guerrilla

Crossover 19 21 22 23 24 25 26 27

Morag Myerscough & Luke Morgan Open Wide Steffani Jemison / Justin Hicks Mikrokosmos Julian Hetzel Schuldfabrik Julian Hetzel The Benefactor Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt Haus der offenen Tore Rainer Prohaska Mobile Tea House Monika M. Kalcsics / Eugene Quinn Grenzlandgespräche 28 Big Draw Graz 28 plan b herbst-Fragmente 29 Jörg Piringer Ich/Mein/Mir/Mich

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Bildende Kunst 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 42 43

Kunsthaus Graz / Space02 Body Luggage Camera Austria Markus Krottendorfer Kunsthaus Graz / Space01 Geknetetes Wissen the smallest gallery – collaboration space Die Seismografie des Unbestimmten Kunsthalle Graz Duft der Welt esc medien kunst labor Zerstören Grazer Kunstverein Beatrice Gibson Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien Yes, but is it performable? Forum Stadtpark Ouzhou Palace < rotor > New Graz Seggauberg Leibnitz Dies ist mein Blut Haus der Architektur Chinafrika. Under Construction Haus der Architektur Bratstvo i Jedinstvo Ausstellungseröffnungen

Theorie / Diskurs 45 Welcome to the former West 46 Mamaza Garden State 47 herbst-Akademie


inhalt

Sollten Sie bereits wissen, was Sie wollen – hier können Sie das vollständige Programm anhand konkreter Kriterien durchsuchen: Egal ob Sie persönlichen Vorlieben folgen (Genre, Namen von A bis Z) oder reiner Pragmatik (wo und wann). ➜ 78-87

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Musik 51 52 53 53 54 55 56 57 58 59 60

club panamur Kuenta i Tambu / Sarah Farina Moddi plays Unsongs Group A Heterocetera Flamingods Aïsha Devi / Dis Fig Kairo is Koming Perera Elsewhere Noite Príncípe Hailu Mergia with Tony Buck & Mike Majkowski / Chris Menist 61 Natalie Ofenböck & Der Nino aus Wien Das grüne Album 62 63 64 64 65 66 67 67 68

musikprotokoll 2016 Die Logik der Engel L’Ocelle Mare Gil Delindro Voidness of Touch Susanna Gartmayer / Brigitta Bödenauer 2 Superheldinnen Blixa Bargeld Andi Stecher austreiben/antreiben auf molekularer ebene ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Klangforum Wien Size Does Matter: Un Concert Grandiose

finden

Hier finden Sie Informationen rund um das Programm: Adressen, Anreisemöglichkeiten, Ermäßigungen, Kartenpreise, Kulturvermittlungsangebote, Partner und den Kalender. ➜ 88-128

69 Alvin Lucier Charles Curtis Quartet 70 one bubble muggle meets double trouble musik macht staunen. staunen macht frei. freiheit macht arbeit. arbeit macht arbeit! 71 Ö1 Klassiktreffpunkt live 71 konfrontationen 6 The Next Generation! 72 Aleph Quartett Cold Songs 73 Demi Broxa 74 Martin Hiendl Paradise 75 Deena Abdelwahed All Hail Mother Internet

Dokumentation 76 Randnotizen 77 herbst. Theorie zur Praxis 2016 77 herbst remixed

78 Index Genre 80 Index Ort 82 Index Name

88 89 90 94 98 100 120

Service & Karten Kartenpreise Kulturvermittlung Adressen Graz & Shuttle Service Adressen Steiermark & Shuttle Service Impressum Kalender

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Philippe Quesne (FR) Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!)

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herbst-Eröffnung

G Theater / Performance / Musik O Graz

Die diesjährige Eröffnungsproduktion entführt in die Traumwelten des französischen Theaterzauberers Philippe Quesne. Für den steirischen herbst gräbt er sich unter die Erdoberfläche und stößt dort auf eine skurrile Gesellschaft. In „Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!)“ lädt Philippe Quesne das Publikum in eine geheimnisvolle Unter­ welt ein. Die Höhle weckt Assoziationen zu urzeitlichen Grot­ ten, selbstgebastelten Geisterbahnen und Atombunkern. Hier durchlebt eine Gemeinschaft von gigantischen Maulwürfen die Zyklen des Lebens: Geburt und Tod, Fressen und Gefres­ senwerden, Erschaffen und Zerstören. Quesnes Geschöpfe schlagen sich blind, aber beharrlich durch ihren Alltag, rollen als Nachfahren von Sisyphos sinnlos Gesteinsbrocken hin und her und präsentieren sich als perfekte Metapher für die Menschen und ihr Tun. Verspielt, gefräßig, sympathisch und bisweilen tödlich aggressiv harren diese pelzigen Verwandten des Menschen kommender Ereignisse, die nie eintreten, und beschwören damit die absurden Figuren Samuel Becketts, aber auch Platons Höhlengleichnis herauf. Trotz der scheinba­ ren Ziellosigkeit ihrer Existenz entwickeln sich die Maulwürfe stetig weiter, formieren sich als psychedelische Rockband oder ergehen sich in seltsam anmutenden Ritualen. Quesnes Einblicke in den Maulwurfshügel machen das Theater zu einem utopischen Lebensort, an dem Träume und Wirklichkeit nicht mehr zu trennen sind. Seine Magie ent­ facht er mit einfachsten Mitteln, Humor und einer Liebe zum Skurrilen. Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Schauspiel, Musik und bildende Kunst schafft er eindrucksvolle Low­Tech­Spektakel und große Theater­ bilder. Gewissermaßen als Fortsetzung zu seinem Stück „Swamp Club“ (2013), an dessen Ende die Insassen eines gefährdeten Kulturzentrums von einem Riesenmaulwurf gerettet wurden, entwirft Philippe Quesne eine buchstäblich aufwühlende Performance, die Installation, Philosophy in Motion und Eröffnungsakt in einem ist. Nach der Premiere lädt die in Graz und New York lebende Künstlerin Dorit Chrysler den „Maulwurf“ Thomas Suire mit seinem Pariser Trio Infecticide zu einem gemeinsamen einmaligen Eröffnungskonzert ein: Elektropunk trifft auf Experimentalpop, in einer perfekten Paarung rund um das berührungslos gespielte Kultinstrument Theremin.

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Erstaufführung im deutschsprachigen Raum Fr 23/09 & Sa 24/09, 19.30 Helmut List Halle 90’ 24 €

Talk nach der Vorstellung am Sa 24/09 Shuttle Service ➜ 94 Konzept, Regie und Bühne

Philippe Quesne Mit Yvan Clédat, Jean-Charles Dumay, Léo Gobin, Erwan Ha Kyoon Larcher, Sébastien Jacobs, Thomas Suire, Gaëtan Vourc’h Produktion Nanterre-Amandiers – centre dramatique national Mit Unterstützung von Fondation d’entreprise Hermès dans le cadre de son programme „New Settings“, Alkantara Festival Koproduktion steirischer herbst, Kunstenfestivaldesarts, Théâtre VidyLausanne, La Filature – Scène nationale, Mulhouse, Künstlerhaus Mousonturm, Théâtre National de Bordeaux Aquitaine, Kaaitheater, Centre d’art Le Parvis à Tarbes Kopräsentation NXTSTP, unterstützt durch das Kulturprogramm der Europäischen Union Projektsponsor AVL Cultural Foundation

Eröffnungsfest & Konzert Dorit Chrysler & Infecticide Fr 23/09, 22.30 Helmut List Halle Eintritt frei Mit Dorit Chrysler (US/AT),

Infecticide (FR) 7


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Lemm&Barkey / Needcompany (BE) Forever G Tanz / Performance / Musik / Installation O Graz

Uraufführung Sa 24/09 & So 25/09, 19.30 Orpheum 60’ 19 €

Talk nach der Vorstellung am So 25/09 Shuttle Service ➜ 94 Idee und Choreografie Grace

Ellen Barkey Installation Lemm&Barkey Musik Gustav Mahler „Das Lied

von der Erde (Der Abschied)“ Mit Mélissa Guérin, Benoît Gob,

Sarah Lutz, Maarten Seghers, Mohamed Toukabri Dramaturgie Elke Janssens Produktion und Technik

Marjolein Demey, Gwen Laroche Ton Bart Aga Produktion Needcompany Koproduktion steirischer herbst, Internationales Figurentheater-Festival Erlangen und Nürnberg, PACT Zollverein Essen Mit Unterstützung von Flemish Authorities

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Ewigkeit und Sterblichkeit zwischen Orient und Okzident: Mit Gustav Mahler und vibrierendem Porzellan entwerfen zwei Künstlerinnen aus der Needcompany ein neues Universum für eine kostbar-zerbrechliche Choreografie. Als Mahler erfuhr, an einer tödlichen Krankheit zu leiden, komponierte er mit „Der Abschied“ eines seiner traurigsten und persönlichsten Werke. In der neuen Arbeit von Grace Ellen Barkey und Lot Lemm entfaltet sich dieses Stück aus dem Zyklus „Das Lied von der Erde“ inmit­ ten einer fragilen wie sinnlichen Bühneninstallation. Als Teil der Needcompany eröffneten die beiden mit „All Tomorrow’s Parties“ höchst erfolgreich den steirischen herbst 2014. In seinem Zyklus verarbeitet Mahler den Kampf des Menschen gegen seine eigene Sterblichkeit im Gegensatz zur ewigen, sich ständig erneuernden Natur. Inspiriert war er von der Ende des 19. Jahrhunderts in Europa sehr beliebten altchinesischen Lyrik. Auch wertvolles Porzellan wurde damals begierig gesammelt. Lemm&Barkey experimentieren schon einige Jahre mit dem kostbaren Material, erfinden neue Objekte, verwenden Porzellan auch als Material für Kostüme. In „The Porcelain Project“ brachten sie durch einen überdimensionalen Schwingtisch das darauf abgelegte Porzellan zum Vibrieren und schufen dadurch einen ganz eigenen, beeindruckenden Sound. In ihrer neuen Produktion „Forever“, eine Choreografie, die beim steirischen herbst ihre Uraufführung feiert, weiten sie diese Konstruktion zu einer ganzen Vibrationslandschaft aus, die wie ein stark verdichtetes Symphonieorchester den Frequenzen von Mahlers Musik ausgesetzt wird ‒ ein zerbrechliches Symbol für Vergänglichkeit.

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Apichatpong Weerasethakul (TH) Cemetery of Splendour

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Rak ti Khon Kaen G Film O Graz

Der steirische herbst zeigt den neuen Film des international bedeutendsten thailändischen Regisseurs Apichatpong Weerasethakul erstmals in Graz: ein sanftes Meisterwerk von traumwandlerischer Magie. Für seinen Film „Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben“ erhielt Apichatpong Weerasethakul 2010 die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes. Seine Darstellung der archaischen Beziehung zwischen dem Menschen, seinen Ahnen und der Natur, die subtil politische Betrachtung seines Landes und seine unprätentiöse Mystik zeichnen den thailändischen Regisseur aus. Auch in seinem neuesten Film „Cemetery of Splendour“ scheinen Geister und Reinkarnationen selbstverständlicher Bestandteil des Alltags zu sein, ohne dass er sich je durch grelle Spezialeffekte aus seinem meditativen Rhythmus bringen ließe.

In einer ehemaligen Schule werden Soldaten behandelt, die an einer mysteriösen Schlafkrankheit leiden. Die Hausfrau und ehrenamtliche Helferin Jen lernt hier den gutaus­ sehenden, aber einsamen Itt kennen, der immer wieder unversehens aufwacht und genauso plötzlich wieder ein­ schläft. Zu den verschiedenen Behandlungsmethoden gehört auch der Einsatz eines Mediums, der jungen Keng, die den Angehörigen hilft, mit den im Koma liegenden Männern zu kommunizieren. Besteht ein Zusammenhang zwischen dem rätselhaften Syndrom und der uralten mythischen Stätte, die sich unter dem Krankenhaus befindet? Im Vorfeld zu seiner – thematisch und formell eng damit verknüpften – Bühnenarbeit „Fever Room“ präsentiert der steirische herbst Apichatpong Weerasethekuls enigmatisches Meisterwerk erstmals in Graz.

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Mi 28/09, 19.30 Orpheum Extra 122’ 8€

Kombi-Ticket „Fever Room“ & „Cemetery of Splendour“ 24 € Originalfassung mit deutschen Untertiteln Talk nach der Vorführung mit Alexander Horwath (AT) und Claus Philipp (AT) „Fever Room“ ➜ 10 Regie, Drehbuch und Produktion Apichatpong

Weerasethakul Mit Banlop Lomnoi, Jarinpattra Rueangram, Jenjira Pongpas Widner Kamera Diego Garcia Ausstattung Akekarat Homlaor Artdirektor Pichan Muangdoung Kostüme Phim U-mari Ton Akritchalerm Kalayanamitr Schnitt Lee Chatametikool Aufnahmeleitung Suchada Sirithanawuddhi Regieassistenz Sompot Chidgasornpongse Produzenten Simon Field, Hans Geißendörfer, Keith Griffiths, Charles de Meaux, Michael Weber Produktion Kick the Machine Films, Illuminations Films Koproduktion Anna Sanders Films, Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion, Match Factory Productions, ZDF/arte, Astro Shaw, Asia Culture Centre-Asian Arts Theatre, Detalle Films, Louverture Films, Tordenfilm Weltvertrieb The Match Factory 2015 Verleih Stadtkino Filmverleih

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Apichatpong Weerasethakul (TH) Fever Room G Performance / Theater / Film / Installation O Graz

Erstaufführung im deutschsprachigen Raum Do 29/09, 19.30, 22.30, Fr 30/09, 17.00, 19.30 & 22.30 Orpheum 80’ 19 €

Kombi-Ticket „Cemetery o f Splendour“ & „Fever Room“ 24 € „Cemetery of Splendour“ ➜ 9

Von Apichatpong Weerasethakul Produktion Sompot

Chidgasornpongse Produktionsassistenz Chai Siris Technik Rueangrit Suntisuk Licht Pornpan Arayaveerasid Sound Akritchalerm

Kalayanamitr, Koichi Shimizu Sound Assistenz Chalermrat Kaweewattana

38% Bühnennebel 35% Traumwelten 27% Film

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Projiziertes Bewusstsein: Die erste Bühnenarbeit von Apichatpong Weerasethakul feiert beim steirischen herbst ihre Erstaufführung im deutschsprachigen Raum. Wohl kein anderer Filmemacher schafft es so gut, ohne Gruseleffekte eine Stimmung von Mystik und Mysterium zu erzeugen wie Apichatpong Weerasethakul. Und doch sind die verstorbenen Ahnen und Traumgestalten, die in seinen Filmen herumgeistern, in unaufgeregter Art und Weise ganz nah an uns dran. Noch einen Schritt näher zum Publikum macht Weerasethakul mit seiner allerersten Arbeit für den Theaterraum, indem er die Wahrnehmungsverhältnisse von Anfang an umdreht: Nachdem die Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Bühne Platz genommen haben, wird der Saal zu einer unheimlichen Projektionsfläche für berückende Überlagerungen von Realität und Fantasie. Jen und Itt, die Hauptcharaktere aus Weerasethakuls letztem Film „Cemetery of Splendour“, bevölkern auch diesen „Fever Room“. Sie treffen einander im Traum, wo ihre Erinnerungen mit denen des Regisseurs zu einer Fiktion verschmelzen. Dass seine Figuren in Traumwelten Zuflucht suchen, hat dabei auch einen politischen Hintergrund: Wegen seiner Militärdiktatur steht Thailand seit Jahren am Rande des Zusammenbruchs. „Fever Room“ dokumentiert persönliche und Landes­ geschichte so, als würde alles sehr bald verschwinden. Wie in „Cemetery of Splendour“ dient auch hier das Krankenhaus als Ort des Übergangs, der Transzendenz. Mit der Fortsetzung seines vielbeachteten Films in den dreidimensionalen Raum hat Apichatpong Weerasethekul erstmals und auf höchst unkonventionelle Art eine Bühnenarbeit geschaffen.


Ingri Fiksdal (NO) / Jonas Corell Petersen (DK) State

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G Tanz / Performance / Musik O Graz

Inspiriert von rituellen Tänzen machen sich Ingri Fiksdal und Jonas Corell Petersen mit ihrem Ensemble auf die Suche nach neuen Ritualen: in einer rhythmischen Erzählung aus Choreografie, Livemusik und Kostümen.

Uraufführung Fr 30/09 & Sa 01/10, 19.30 Dom im Berg 150’ 19 €

Welchen Einfluss haben Rituale auf den Staat und umgekehrt? Auf diese Frage erträumen die norwegische Choreografin Ingri Fiksdal und der dänische Regisseur Jonas Corell Petersen eine atmosphärisch dichte Antwort. In „State“ entwirft und sucht eine kleine, neue Gemeinschaft von Menschen bislang unbekannte Mythologien und Rituale, Tänze und Kostüme, erinnert sich dabei aber durchaus an die alten, verlorenen Kulturen.

Talk nach der Vorstellung am Sa 01/10 Konzept und Choreografie

Ingri Fiksdal Konzept und Dramaturgie

Jonas Corell Petersen Komposition Lasse Marhaug Licht Philip Isaksen, Øyvind Wangensteen Kostüme Henrik Vibskov Mit Rosalind Goldberg, Rannei Grenne, Nuria Guiu Sagarra, Louis Schou-Hansen, Jeffrey Young Musik Heida J. Mobeck, Anja Lauvdal

Ingri Fiksdal beschäftigt sich in ihrer Arbeit oft mit Wahrnehmung und Affekt. Ihre neueste Produk­ tion „State“, die beim steirischen herbst urauf­ geführt wird, versammelt fünf Tänzerinnen und Tänzer in einer Choreografie an der Schnittstelle zwischen Konzert und Performance. Vier neuartige Instrumente, eigens für den vom Noise­Musiker Lasse Marhaug kompo­ nierten Score entwickelt, schaffen einen einzigartigen Sound. Und die vielschichtigen Kostüme des international akkla­ mierten dänischen Modedesigners Henrik Vibskov nehmen den ganzen Raum ein und fungieren auch als Bühnenbild.

Produktion und Vertrieb

Nicole Schuchardt Administration und Assistenz Choreografie Eva Grainger

Auftragswerk steirischer herbst Koproduktion steirischer herbst, Black Box Teatre, BIT teatergarasjen, Teaterhuset Avant Garden, the apap network Mit Unterstützung von Arts Council Norway, Norwegian Artistic Research Program

Stets nah am Publikum, lassen die sich überlagernden, rhythmischen Muster aus Musik und Tanz erahnen, wie zeitgenössischer ritueller Tanz aussehen könnte – mal hoff­ nungsvoll, mal furchterregend, in jedem Fall jedoch zutiefst berührend.

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Blitz Theatre Group (GR) Late Night G Theater / Performance O Leibnitz

Österreichische Erstaufführung Fr 30/09 & Sa 01/10, 19.30 Hugo Wolf Saal Leibnitz 90’ 19 €

Inklusive Fahrkarte für die öffentliche Anreise, Ausgabe in den Info- und Kartenbüros In griechischer Sprache mit deutschen Übertiteln Einführung zum Stück um 19.00 Talk nach der Vorstellung am Sa 01/10 „Grenzziehungen“ ➜ 90 Shuttle Service ➜ 98 Dramaturgie Blitz Theatre

Group, Nikos Flessas Mit Maria Filini, Sofia Kokkali,

Angeliki Papoulia, Christos Passalis, Fidel Tabaloukas, Giorgos Valaïs Regieassistenz Vasia Attarian Licht Tasos Palaioroutas Choreografie Yannis Nikolaidis Bühne Efi Barba Kostüme Vassilia Rozana Produktion Judith Martin Produktion Blitz Theatre Group Koproduktion Onassis Cultural Centre, La Filature Scene nationale de Mulhouse

45% Theater 35% Walzer 12

20% Europa

Das Ende der Welt auf Griechisch: Die Blitz Theatre Group tanzt auf den Trümmern Europas einen surrealen Totenwalzer voller schlichter Melancholie und feinem Humor. Wenn alles zerfällt, kann man nur das Ende abwarten und sich irgendwie die Zeit vertreiben. Und warum nicht mit Tanz und Musik? In einer apokalyptischen Welt sind drei Frauen und drei Männer übriggeblieben, sie scheinen nur noch ihr abgetragenes Festtagsgewand und ihre Erinnerungen zu haben. In Fragmenten erzählen sie von damals, von einem europäischen Krieg, der so surreal wirkt wie die bunte Festbeleuchtung in dem heruntergekommenen Ballsaal, in dem sich die sechs eingefunden haben. In Gedanken an glücklichere Zeiten ergehen sie sich in einem so atemberaubenden wie bedrückenden Abgesang auf Europa. Und sie tanzen. Einen Walzer nach dem anderen, als ginge es um ihr Leben, unterbrochen nur von eifrig vorgeführten Kunststücken. Worauf warten diese Menschen? Wonach suchen sie? „Er denkt an Paris, das letzten November zerstört wurde“, heißt es einmal. Derlei beklemmend prophetische Assozia­ tionen eines Europas, das durch Krieg, Terror und Anarchie geprägt ist, haben „Late Night“ zur großen Erfolgsproduktion der Blitz Theatre Group gemacht, mit der die griechische Company nun erstmals in Österreich zu sehen sein wird. Angeliki Papoulia, Christos Passalis und Giorgos Valaïs entwi­ ckeln seit 2004 im Kollektiv Theaterproduktionen, mit denen sie nach Antworten auf gesellschaftliche Fragen suchen. Oft spielt Musik dabei eine wichtige Rolle ‒ so auch in dieser zärtlich poetischen Dystopie im Dreivierteltakt. Es war sehr schön, Europa, es hat uns sehr gefreut.


Regine Dura / Hans-Werner Kroesinger (DE) Willkommen in der Europaschutzzone

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Eine Grenzwanderung

G Theater / Performance O Leutschach

Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura nehmen das Publikum mit auf eine performative Wanderung entlang der grünen Grenze zwischen Österreich und Slowenien. „Erst einmal angekommen sind sie: nützlich / erwünscht / harmlos / unerwünscht / schädlich / gefährlich“, steht auf einer Lehrtafel am Rande eines südsteirischen Rund­ wanderweges. Obwohl hier „immigrierte“ Pflanzen wie der Bärenklau gemeint sind, denkt man unwillkürlich an die Menschen, deren Einreise nach Europa durch das hier errichtete Grenzmanagementsystem kontrolliert und geleitet werden soll. In der hügeligen Landschaft der Südsteiermark ist die Grenze nur schwer auszumachen, sowohl geografisch als auch kulturell. Selbst zu Zeiten der Republik Jugoslawien gab es hier weder Grenzbarrikaden noch Zäune, und seit Jahrzehnten arbeitet die Weinregion am grenzüberschrei­ tenden Tourismus. Doch das ist nun anders – die Grenze soll geschlossen, Zaunpfähle wieder gesetzt und Grund­ stücke geteilt werden. Das renommierte Dokumentar­ theater­Team Hans­Werner Kroesinger und Regine Dura, das 2016 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde, hat sich der Zeitgeschichte und eventueller Zukunftsszenarien dieser Grenze angenommen. In mehreren Stationen entlang der Grenze erzählen zwei Schauspieler und eine Schauspielerin all jene Geschichten, die zwischen internationalen, lokalen und ganz privaten Sichtweisen, historischen und politischen Doppeldeutigkeiten und zwischen Grenz­ und Gartenzäunen hin­ und herspringen. „Willkommen in der Europaschutzzone“ ist eine geführte Wanderung über politische, gesellschaftliche und land­ schaftliche Eingriffe und Eindrücke, die eine Reihe von Fragen aufwirft: Wie manifestieren sich Grenzen und wie werden sie gelebt? Wo und inwieweit verändern Flucht­ bewegungen das Verhältnis zu ihnen? Und mit welchen Grenzen leben wir in 20 Jahren?

Uraufführung Sa 08/10, So 09/10, Fr 14/10 & Sa 15/10, 15.00 Kniely Haus Leutschach 180’ 19 €

In deutscher Sprache Teilnahme nur mit gültigem Reisepass möglich. Die Vorstellung findet bei jedem Wetter statt. Warme, regenfeste Kleidung sowie gutes Schuhwerk werden empfohlen. Shuttle Service ➜ 98 Mit Andreas Kiendl, Nicola

Schössler, Otmar Wagner Leitung Regine Dura,

Hans-Werner Kroesinger Sound Daniel Dorsch Video und Foto Regine Dura

Auftragswerk steirischer herbst Kleine Zeitung Salon Europa und seine Grenzen So 09/10, 13.30 Kniely Haus Leutschach Eintritt frei

42% Grenze 33% Wandern 15% Geschichte 10% Zukunft

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Elisabeth Bakambamba Tambwe (AT/CD) Pink Eye

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G Performance / Tanz / Bildende Kunst O Graz

Die kongolesisch-österreichische Choreografin Elisabeth Bakambamba Tambwe nimmt den Blick selbst in den Blick und fragt: Können wir sehen, ohne zu schauen?

Uraufführung So 09/10, 19.30 Orpheum Extra 60’ 8€

In englischer Sprache Konzept und Performance

Elisabeth Bakambamba Tambwe Videodesign Nicolas Spencer Recherche Benoit Jouan

Was wissen wir, wenn wir sehen? Nehmen wir unser Gegenüber wirklich wahr oder reagieren wir nur auf Codes einer uns auferlegten, bekannten Realität? In ihrer Soloperformance für den steirischen herbst befragt Elisabeth Bakambamba Tambwe die individuelle Unterschiedlichkeit von Wahrnehmungen und die in uns wirkenden Filter, die Personen in Kategorien einteilen – in ihrem Fall etwa: schwarz, weiblich, Künstlerin, Mutter und so weiter. In Kinshasa geboren und in Paris aufge­ wachsen, lebt die bil­ dende Künstlerin und Choreografin seit zehn Jahren in Österreich. Ihre Arbeiten bewegen sich im Grenzbereich zwischen Tanz und Text, Klang und bil­ dender Kunst.

Auftragswerk steirischer herbst

In „Pink Eye“ beschäftigt sich Tambwe mit dem Blick und damit, wie er sich zurückerobern, brechen, umlenken lässt. Im Zentrum ihres Interesses stehen die Fremdwahrneh­ mungen und die (Selbst­)Manipulation von Körpern in der westeuropäischen wie in der kongolesischen Gesellschaft. Sie nimmt ihr Publikum mit hinter den Spiegel und wirft kritische Blicke auf den Blick selbst. Nie anklagend, sondern mit einem Anflug von heiterer Selbstironie verhandelt sie dabei auch ihre eigene Rolle als Quotenexotin inmitten einer weißen Kunstszene. Das „Pink Eye“ muss in dieser Perfor­ mance gar nicht erst die rosarote Brille aufsetzen, um eine überraschend fröhlich­trashige Welt wahrzunehmen.

41% Fremdbild 41% Selbstbild 18% Trash

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Taoufiq Izeddiou / Anania Danses (MA) En Alerte

stöbern

G Tanz / Performance O Graz

In einer schwindelerregenden Performance lotet der marokkanische Tänzer Taoufiq Izeddiou die Grenzen zwischen Tradition und Moderne aus.

Erstaufführung im deutschsprachigen Raum Do 13/10, 19.30 & Sa 15/10, 21.30 Dom im Berg 50’ 19 €

In arabischer Sprache mit deutschen Übertiteln Talk nach der Vorstellung am Sa 15/10 In seiner Kindheit nahm Taoufiq Izeddiou einmal an einem Hmadcha­Ritual teil, einer sufistischen Zeremonie, in der man sich in Trance tanzte. Für den kleinen Taoufiq, der heute Tänzer, Choreograf, Festivalleiter und einer der Prota­ gonisten der zeitgenössischen Tanzszene in Marokko ist, war das die erste Begegnung mit Spiritualität und auch mit Tanz. Die Spuren, die diese Erfahrung in seinem Körper hinterlas­ sen hat, und die Art, wie sie ihn als Künstler beeinflusst hat, rekapituliert er in seiner neuesten Arbeit, mit der er erstmals beim steirischen herbst vertreten ist. Wie viele von Taoufiq Izeddious Choreografien bewegt sich „En Alerte“ an der Schnittstelle von Tradition und Moderne. Der Titel bedeutet „wachsam“, „alarmiert“, und so ist auch der Performer selbst in einem Zustand des Schreckens und der Wachsamkeit, wenn er sich aus moderner Sicht mit dieser traditionellen Kunstform auseinandersetzt. Begleitet von zwei Musikern erkundet Izeddiou die Spiritualität in ihrer unheim­ lichen Anziehungskraft, aber auch als Motiv für blinde Gewalt. Diese Dualität übersetzt er in Klang und Bewegung, wirft sich mit seinem kräftigen Körper und seiner klaren Stimme in den Kampf und dreht sich wirbelnd im Kreis. Und doch ist klar: Vom exotisch tanzenden Derwisch, wie wir ihn uns im ersten Moment vielleicht vorstellen, ist Taoufiq Izeddiou weit entfernt. Stattdessen befragt „En Alerte“ hochreflektiert und virtuos getanzt die verborgenen Wurzeln einer Kultur.

Choreografie und Tanz

Taoufiq Izeddiou Musik Mathieu Gaborit aka Ayato, M’Aalem Stitou Lichtdesign Marc Lhommel Sounddesign Eric Desjeux Kostüme Nourredine Amir Video Joachim Rümke Produktion Nedjma Hadj Benchelabi Produktion Anania Danses / Taoufiq Izeddiou Koproduktion steirischer herbst, Kunstenfestivaldesarts, Charleroi Danses, Festival de Marseille, Arab Fund for Arts and Culture AFAC Mit Unterstützung von Noorderzon Festival Groningen, Alkantara, Göteborgs Dans & Teater Festival, Centre Chorégraphique National de FrancheComté à Belfort, Klap/Maison pour la danse, Bois de l’Aune/Pôle artistique et culturel de la Communauté du Pays d’Aix, Centre Chorégraphique National d’Orléans, Tanzquartier Wien, Institut français Kopräsentation NXTSTP, unterstützt durch das Kulturprogramm der Europäischen Union

42% Tanz 36% Trance 22% Zeitg enossensch

aft

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stöbern

Milo Rau / IIPM – International Institute of Political Murder (DE/CH) Empire G Theater / Performance O Graz

Österreichische Erstaufführung Fr 14/10 & Sa 15/10, 19.30 Schauspielhaus Graz 120’ 33,5 € – 3,5 €

In diversen Sprachen mit deutschen und englischen Übertiteln Talk nach der Vorstellung am Fr 14/10 „Randnotizen“ ➜ 76 „Kultur als Ansichtssache“ ➜ 91 „Ausdrücklichkeiten“ ➜ 91 Konzept, Text und Regie

Milo Rau Text und Performance Ramo

Ali, Akillas Karazissis, Rami Khalaf, Maia Morgenstern Bühne und Kostüme

Anton Lukas Video Marc Stephan Dramaturgie und Recherche

Stefan Bläske, Mirjam Knapp Sounddesign Jens Baudisch Technik Aymrik Pech Produktionsleitung Mascha

Euchner-Martinez, Eva-Karen Tittmann Produktion IIPM – International Institute of Political Murder Koproduktion steirischer herbst, Zürcher Theater Spektakel, Schaubühne am Lehniner Platz Berlin Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Pro Helvetia

In Zusammenarbeit mit Schauspielhaus Graz 16

Mit vier Performern aus verschiedenen Ländern erforscht Milo Rau die Zukunft Europas. Anhand ihrer eigenen Geschichten entwerfen sie epische Bilder von Flucht und Heimat. Sie stammen aus Griechenland, Syrien, Kurdistan und Rumänien. Zwei sind durch Flucht nach Europa gekommen, zwei leben an dessen Rändern. In „Empire“ gehen die drei Schauspieler und die Schauspielerin mit ihren eigenen Geschichten jenen Fragen auf den Grund, die beim täglichen Medienkonsum nur kurz und unbequem aufblitzen: Was ist Flucht? Was Heimat? Und wie wird das Gesicht des neuen Europas aussehen? Mit dem abschließenden Teil seiner gefeierten Europa­ Trilogie zeigt Milo Rau erstmals eine Arbeit beim steirischen herbst. Nicht umsonst ist der Schweizer einer der erfolgreichs­ ten Künstler des Kontinents, den er seit Jahren gründlich unter die Lupe nimmt: Streitbar, konsequent und unaufgeregt reizt er die Möglichkeiten des Theaters aus, um nicht nur dokumentarisch, sondern höchst politisch aufzutreten. Das gelingt ihm durch Reenactments historischer Ereignisse und aufwändig inszenierte Prozesse ebenso bestechend wie nun, bei der Europa­Trilogie, über die Kraft des Erzählens. Die Erzählenden in „Empire“ berichten von Verlust, Gefängnis, Tod und Wiedergeburt, aber auch darüber, wie sie diese Erfahrungen künstlerisch verarbeiten. Mit ihnen wagt Milo Rau ‒ nach den Themen Radikalisierung in Teil 1, „The Civil Wars“, und Vergangenheitsbewältigung in Teil 2, „The Dark Ages“ ‒ nun den Blick in eine ungewisse Zukunft. Intim und doch von epischer Größe entsteht das Porträt eines mythischen wie realpolitischen Imperiums. Sind Europas Traditionen gefährdet, oder ist die Migration nicht einfach eine davon? 65% Theater 35% Politik


El Conde de Torrefiel (ES) Guerrilla

stöbern

G Performance / Tanz / Theater O Graz

Mit einem riesigen Ensemble entwerfen El Conde de Torrefiel faszinierend unheimliche Bilder aus der Komfortzone Europa: Eine junge Generation stellt Fragen an die Zukunft und ihre Zukunft in Frage. Was denkt eine junge Generation über das gegenwärtige Europa, welche Fragen und Zukunftsängste beschäftigen sie? Das Performance­Duo El Conde de Torrefiel stellt junge Menschen aus der Steiermark in den Fokus seiner neuesten Bühnenarbeit. In drei monumentalen Choreografien wer­ den bewegte Stillleben des modernen Alltags entwickelt: eine Konferenz, eine Tai­Chi­Stunde und eine Partynacht. Doch diese scheinbar harmonischen Zusammenkünfte einer Gruppe im Herzen Europas suggerieren alles andere als eine heile Welt. Denn über den Bildern schwebt Text, der die Harmonie so humorvoll wie beunruhigend konterkariert: El Conde de Torrefiel haben dem jungen Ensemble von „Guerrilla“ Fragen zu unserer Zeit gestellt und blenden zu ihren kraftvollen Tableaux die Antworten ein, vermischt mit fiktiven Texten. Schon in den Fragen lauert die Gefahr: „Was bedeutet das Wort Feind für Sie?“ oder „Was würden Sie tun, wenn morgen Krieg wäre?“ Seit 2010 arbeiten die Schweizerin Tanya Beyeler und der Spanier Pablo Gisbert als El Conde de Torrefiel zusammen. Ihre Projekte, die sie von Barcelona aus verwirklichen, sind schwarze Komödien, die dem Publikum seine unterdrückten Impulse und Gewaltfantasien bewusst machen. Mit „Guerrilla“ zeigen El Conde de Torrefiel beim steirischen herbst zum ersten Mal eine ihrer bildstarken Arbeiten in Österreich. Ihre ausgeklügelte Text­Bild­Schere wirft ein pointiertes Schlaglicht auf aktuelle Spannungen in Europa und zeigt: Auch mitten in der Komfortzone entstehen die Kriegserklärungen zuerst im Kopf.

Uraufführung Fr 14/10 & Sa 15/10, 19.30 Orpheum 90’ 19 €

In deutscher Sprache Talk nach der Vorstellung am Sa 15/10 Konzept El Conde de Torrefiel Mit Amaranta Velarde &

Ensemble aus der Steiermark Regie und Dramaturgie Tanya Beyeler, Pablo Gisbert Assistenz Nicolas Chevallier, Martin Orti Text Pablo Gisbert in Zusammenarbeit mit Ensemble Licht Ana Rovira Bühne Blanca Añón Ton Adolfo García Fernández Choreografieassistenz

Amaranta Velarde Musik Pink Elephant on Parade Koproduktion steirischer herbst, Kunstenfestivaldesarts, Noorderzon Festival Groningen Mit Unterstützung von Graner, Centre de creació Barcelona, ICEC - Generalitat de Catalunya, INAEM, Ministerio de Cultura de España Kopräsentation NXTSTP, unterstützt durch das Kulturprogramm der Europäischen Union

50% Partizipation 25% Tableaux Vivants 25% Zukunftsfragen

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Morag Myerscough & Luke Morgan (GB) Open Wide

stöbern

Markierungen für die Arrival Zone

G Architektur / Installation / Bildende Kunst O Graz / Arrival Zone

Das Duo Morag Myerscough und Luke Morgan aus London schafft architektonische Markierungen für die Arrival Zone des steirischen herbst 2016 im Grazer Annenviertel.

24/09 – 16/10 Arrival Zone, Orpheum & Volksgarten-Pavillon Mo – So 00.00 – 24.00 Eintritt frei

Ankommen. Bleiben. Aufbrechen. Zurückkommen. Sicht­ bar werden. Das Annenviertel ist wie kaum ein anderer Stadtteil durch das Kommen und Gehen von Menschen unterschiedlicher Herkunft geprägt. Als Grazer Murvorstadt bot die Gegend rund um die heutigen Bezirke Gries und Lend schon vor Jahrhunderten leichtere Ansiedelungsbedin­ gungen abseits des bürgerlichen Stadtkerns. Heute ist Graz Österreichs am schnellsten wachsender Ballungsraum – eine „Arrival City“, wie Doug Saunders sie in seinem gleichnami­ gen Buch beschreibt.

Eröffnung Sa 24/09, 18.00 Von und mit Luke Morgan (GB),

Morag Myerscough (GB) „Big Draw Graz“ ➜ 28 „Haus der offenen Tore“ ➜ 25 „New Graz“ ➜ 40 „Welcome to the former West“ ➜ 45 „Garden State“ ➜ 46 herbst-Akademie ➜ 47 „Ausdrücklichkeiten“ ➜ 91 Shuttle Service ➜ 94

Mit „Open Wide“ schaffen Myerscough und Morgan Zeichen im Stadtraum, die auf diese kulturelle Vielfalt im Viertel verweisen. Gemeinsam mit über 100 Grazerinnen und Grazern generieren sie in einem kollektiven Prozess eine neue Zeichensprache für die Spielorte des steirischen herbst: Vom Orpheum, wo sich dieses Jahr unter anderem der club panamur temporär einnistet, spannt sich bis in den Volksgarten hinein ein Netz von Toren, Fahnen, Mustern und Symbolen. Es verläuft über die Volksgartenstraße mit Julian Hetzels „Schuldfabrik“ sowie < rotor > und dem Volksgarten­ Pavillon, der sich für die Zeit des Festivals zum „Haus der offenen Tore“ verwandelt. Alle sind eingeladen, aktiv eigene Vorstellungen zu hinterfragen: Welche Farben oder Muster lesen wir als arabisch, britisch, indisch, russisch, steirisch oder afrikanisch? Und was passiert, wenn diese Zuordnungen plötzlich nicht mehr greifen? Mit temporären Orten der Begegnung wird auf bunte, spielerische und respektlose Weise ein Teil des Grazer Stadtraums gefeiert, der Leitkulturzwang und Heimatklischees längst hinter sich gelassen hat.

42%

e ent m a Orn

33%

aum dtr a t S

Auftragswerk steirischer herbst Projektsponsoren Steirischer Verband Selbstständig Wirtschaftstreibender, Industriellenvereinigung Steiermark

2 5%

n atio p i z ti Par

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Steffani Jemison / Justin Hicks (US) Mikrokosmos

stöbern

G Performance / Bildende Kunst / Musik / Installation O Graz

Museum mal anders: Die US-Künstlerin Steffani Jemison wirft mit dem Komponisten und Musiker Justin Hicks einen performativen Blick auf die Sammlung der Neuen Galerie. Es summt, brummt, singt, schreit und flüstert in der Neuen Galerie. An den Wänden Landschaftsmalereien von Waldmüller bis Thöny. Bilder einer lang vergangenen Zeit, die weit mehr zeigen als bloß das meisterliche Abbild von Landschaften. In ihnen offenbaren sich unterschiedliche Haltungen zur Welt. Und dazwischen ein eigenartiger Zug von musizierenden, singenden, sprechenden Menschen. In ihren Ausstellungen und Performances betrachtet die US­amerikanische Künstlerin Steffani Jemison, wie Bildung und Sprache mit dem Erbe von Sklaverei und Kolonialismus verwoben sind. Für den steirischen herbst 2016 richtet sie gemeinsam mit dem Komponisten Justin Hicks ihren kriti­ schen Blick auf die laufende Ausstellung der Neuen Galerie. Durch den Einsatz von unterschiedlichsten musikalischen Sprachen und Zitaten – von Eigenkompositionen über Béla Bartók bis Louis Armstrong – verwandelt sie jeden Raum in einen Mikrokosmos. Hinter dieser vermeintlichen Leich­ tigkeit verbergen sich für die afroamerikanische Künstlerin Steffani Jemison jedoch zentrale Fragen: Wie organisiert ein Museum seine Besucherinnen und Besucher, seine Objekte und Informationen? Was haben Landschaft und Natur mit Lernen und Erkenntnis zu tun? Was haben Namen mit Nationen zu tun? Lesen mit Singen? Landschaft mit Rhythm’n’Blues? Und inwieweit schreiben sich Hierarchien zwischen Geschlechtern oder hegemoniale Konzepte von Europa im Verhältnis zum „Fremden“ in die ausgestellten Bildwelten ein? In ihren Performances durchbrechen Steffani Jemison und Justin Hicks die Konventionen des White Cube, intervenieren und hinterfragen mit Texten und Musik museale Kontexte, zuletzt 2015 im New Yorker Museum of Modern Art. Jetzt kommen sie auf Einladung des steirischen herbst erstmals mit einer Performance nach Europa. Nach der Uraufführung wird ihre performative Tour auch als Audioguide zur Verfügung stehen.

Uraufführung Sa 24/09 & So 25/09, 13.00 & 17.00 Neue Galerie Graz 50’ 12 €

Inklusive Tageseintritt Neue Galerie Graz In englischer Sprache und deutscher Übersetzung Talk nach der Vorstellung am So 25/05, 13.00 „Kultur als Ansichtssache“ ➜ 91 Shuttle Service ➜ 94 Mit Steffani Jemison (US),

Justin Hicks (US) u. a. Audioguide ab Di 27/09 Neue Galerie Graz 2,5 €

Exklusive Tageseintritt Neue Galerie Graz Auftragswerk steirischer herbst In Zusammenarbeit mit Neue Galerie Graz

30% Weltbilder 30% Landschaftsbilder 30% Perspektivenwechsel 10% Audioguide 21


stöbern

Julian Hetzel (NL/DE) Schuldfabrik G Performance / Installation / Treffpunkt O Graz / Arrival Zone

Uraufführung Sa 24/09, So 25/09, 14.00 – 21.00, Mi 28/09, Do 29/09, Fr 30/09, 16.00 – 21.00, Sa 01/10, 14.00 – 21.00 & So 02/10, 14.00 – 17.00 Volksgartenstraße 4-6 60’ 8€

Kombi-Ticket „The Benefactor“ & „Schuldfabrik“ 12 € In deutscher und englischer Sprache „The Benefactor“ ➜ 23 „Ausdrücklichkeiten“ ➜ 91 Shuttle Service ➜ 94 Konzept und Regie Julian

Hetzel Dramaturgie Miguel Angel

Melgares Künstlerische Mitarbeit

Anoek Nuyens Produktion Jasper Hupkens Technische Leitung Colin Kassies Auftragswerk steirischer herbst Produktion ism & heit Koproduktion steirischer herbst, Noorderzon Festival Groningen, SPRING Festival Utrecht Kopräsentation NXTSTP, unterstützt durch das Kulturprogramm der Europäischen Union

22

34% Parc ours

Wie schlagen wir aus Schuld Kapital? Können wir sie überhaupt loswerden? In einem installativen Parcours geht Julian Hetzel dem Begriff der Schuld auf den Grund. Pointiert und überraschend zeigt er vielfältige Arten des Ablasshandels zwischen Schönheitsklinik und Seifenproduktion. Schuld und Schulden – diese Begriffe sind untrennbar mitei­ nander verbunden: Die Schuld als moralische, die Schulden als ökonomische Verpflichtung vervielfältigen einander gegenseitig. Julian Hetzels „Schuldfabrik“ erforscht diesen Konflikt und die Tatsache, dass wir schon bei der Geburt einen Rucksack an historischen oder religiösen Ereignissen umgehängt bekommen – eine Kollektivschuld, die wir nicht selbst verursacht haben. Von seinem eigenen, ganz persönlichen „Schuldpaket“ ausge­ hend errichtet Hetzel für den steirischen herbst einen Parcours mit unterschiedlichen Möglichkeiten, Schuld in ihren verschiedenen Aspekten zu untersuchen – und vielleicht sogar zu tilgen. Das Publikum betritt etwa einen Concept Store, eine Schönheits­ klinik, einen Beichtraum und eine Seifenfabrik. Darf man sich vom Schmerz einfach reinwaschen oder muss man sich dann schuldig fühlen? Die performative Installation macht Schuld und Schulden zu Rohstoffen, die verarbeitet, produziert und zu Objekten gemacht werden. Es gibt mehrere Eingänge, aber keinen Ausweg: Wer sich einmal in die Produktionsweisen der „Schuldfabrik“ begeben hat, hat keine Entschuldigungen mehr. Der in Utrecht arbeitende deutsche Künstler Julian Hetzel bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Theater, Perfor­ mance und bildender Kunst. Dokumentarische Ansätze vereint er mit politischen Dimensionen. Auf Einladung des steirischen herbst entwickelt er das Projekt „Schuldfabrik“. Verspielt, provokant, immer aber auch überraschend bringt er die kollektive Verpflichtung zur Erinnerung in einen Dialog mit dem individuellen Recht zu vergessen. 34% Perf orm

ance 32 % Poli tik


Julian Hetzel (NL/DE) The Benefactor

stöbern

G Performance O Graz

Julian Hetzel spendet Geld, und das ist Kunst! Beim steirischen herbst berichtet er in einer unterhaltsamen Lecture-Performance von seinem Projekt über Hunger und Erfolg.

Österreichische Erstaufführung So 02/10, 19.30 Orpheum Extra 50’ 8€

Entwicklungs­ hilfe als Kunst, wie kann das gehen? Während Julian Hetzel für den steirischen herbst 2016 eine „Schuldfabrik“ entwickelt, leistet er nebenbei seine Schuld an der Gesellschaft ab: Für die Verwirklichung von „The Benefactor“ erhielt er von seiner Ausbildungsstätte DasArts ein Projektbudget von 2.000 Euro. Davon spendet er seitdem einem in Armut lebenden Mädchen in Afrika täglich einen Euro. Diesen herbst läuft der Zeitraum von fast fünfeinhalb Jahren aus – Grund genug für Julian Hetzel, seine Lebensphase als Wohltäter in einer Lecture­Performance Revue passieren zu lassen.

Kombi-Ticket „Schuldfabrik“ & „The Benefactor“ 12 € In deutscher Sprache „Schuldfabrik“ ➜ 22 Von und mit Julian Hetzel Künstlerische Beratung

Siegmar Zacharias Dramaturgie Igor Dobricic Produktion DasArts, Julian Hetzel

Als Inspiration für sein Projekt diente Hetzel eine Aussage des niederländischen Politikers Frits Bolkestein: „Wir sollten das Budget für die Förderung der Kunst nicht kürzen. Wir sollten es erhöhen. Aber vorher finanzieren wir die Kunst, indem wir die Entwicklungshilfe reduzieren!“ Mit seiner außergewöhnlichen Spendenaktion, die er als 2000­tägige, interkontinentale Dauerperformance bezeichnet, stellt Julian Hetzel diesen radikalen Vorschlag in Frage und verkehrt ihn gleichzeitig in sein Gegenteil. Alle Beteiligten haben etwas davon – auch Hetzel selbst, der mit Lectures über sein Projekt mittlerweile weit mehr als diese 2.000 Euro eingenommen hat. Eine Performance über den schmalen Grat zwischen Leben, Kunst und Ökonomie und über die Ethik des Erfolgs.

65%

nce rma o f r -Pe ture Lec

13% hilfe s g lun

22%

fit Pro

k wic Ent

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Philipp Gehmacher (AT) Die Dinge der Welt

stöbern

G Performance / Bildende Kunst / Installation O Graz

Uraufführung Performance Sa 24/09, 17.00, So 25/09, 15.00, 17.00, Fr 30/09, 17.00, Sa 01/10, 15.00, 17.00 & So 02/10, 15.00 Haus der Architektur 70’ 8€

In englischer Sprache Talk nach der Vorstellung am So 25/09, 17.00 Ausstellung Sa 24/09, So 25/09, 28/09 – 01/10, 10.00 – 17.00 & So 02/10, 10.00 – 15.00 ausgenommen Performances Eintritt frei Eröffnung am Sa 24/09, 11.30

Shuttle Service ➜ 94 Konzept, Objekt und Performance Philipp

Gehmacher Produktion Stephanie Leonhardt

Auftragswerk steirischer herbst Produktion Philipp Gehmacher / mumbling fish Koproduktion steirischer herbst, Tanzquartier Wien In Kooperation mit Haus der Architektur Mit Unterstützung von MA 7 – Kulturabteilung der Stadt Wien

25% A usste 24

Der Performer und Choreograf Philipp Gehmacher begibt sich in die Welt der bildenden Kunst und fragt: Woher kommen die Dinge der Welt? Und wie sind sie zu (be-)greifen? Philipp Gehmacher ist einer der wichtigsten Akteure in der gegenwärtigen europäischen Performance­Szene. Seine choreografischen Arbeiten bewegen sich zwischen Aufführen und Ausstellen und hinterfragen immer wieder aufs Neue die Materialität von Körpern. Regelmäßig thematisiert er die Kommunikationsfähigkeit und ­unfähigkeit von Körpern und ihre Verfasstheit in der modernen Welt. Mit eigens geform­ ten Skulpturen begibt sich der in Wien lebende Künstler nun in den Ausstellungsraum. Aus Körpern sind also Objekte geworden und auch diese befragt er nach ihrem Zustand und ihrer Art. Die Sehnsucht, Dinge „für sich“ sprechen zu lassen, ist zentrales Anliegen von „Die Dinge der Welt“, Gehmachers neuer Arbeit, einem Auftragswerk für den steirischen herbst: Objekte sollen gefunden, geformt und auf ihre mögliche „Erzählung“ hin untersucht werden. Doch auch als bildender Künstler bleibt uns Philipp Gehmacher in seiner von subtilem Humor geprägten Performerrolle erhalten, die versucht, seine persönliche Beziehung zur Welt aus­ und darzustellen. In seiner Ausstellung im Haus der Architektur wird er mit neu geschaffenen Skulpturen in eigens für diese entwickelten Performances interagieren und den künstlichen Körper zum Künstlerkörper in Bezug setzen.

llung 25% Pe rforman ce 25% Körper 25% O bjekte


Haus der offenen Tore

Erzählungen aus der Ankunftsstadt G Treffpunkt / Architektur / Musik / Workshop O Graz / Arrival Zone

45%

Café 33%

neue Nach barn 22%

stöbern

Kun st

Zeit für einen Kaffee? Tee? Während des Festivals öffnet sich der Volksgarten-Pavillon als einladender Ort für alle und präsentiert sich exemplarisch als Herz der Ankunftsstadt Graz.

24/09 – 16/10, Do – Sa 14.00 – 21.00, So 14.00 – 19.00 & So 16/10 12.00 – 17.00 Volksgarten-Pavillon Eintritt frei

Als Zentrum für zeitgenössische Kunst hat der Verein < rotor > nicht nur den Namen Annenviertel geprägt, sondern leistet auch seit Jahren Verknüpfungsarbeit innerhalb des Kunstfel­ des und darüber hinaus, indem er Menschen verschiedenster Hintergründe in die Programmgestaltung einbezieht. Zum diesjährigen steirischen herbst wird dieses Arbeitsfeld erwei­ tert – in Zusammenarbeit mit dem Festival wird der Volks­ garten­Pavillon zu einem transkulturellen und künstlerisch interdisziplinären „Haus der offenen Tore“. An diesem Ort des Zusammenkommens sollen die bestehenden Verhältnisse kritisch diskutiert und Träume von einem Leben in Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität formuliert werden.

Tanz im Pavillon So 25/09, 14.00 – 19.00

In einem kollektiven Prozess entwickelt – mit Künstlern, Künstlerinnen und der Nachbarschaft –, präsentiert sich der Pavillon als Herzstück der vom steirischen herbst ausgerufe­ nen Arrival Zone: ein Projektraum für (neu) Angekommene und Alteingesessene. In dem unter der Koordination von Daniela Brasil temporär gestalteten Innenraum wird das „Samowar Café“ zu Gast sein und bei vielen Tassen Tee aus dem formschönen Wasserkocher zum verbalen, nonverbalen, künstlerischen Austausch einladen. Diese und andere Veranstaltungen finden in Zusammenarbeit mit zahlreichen Organisationen aus der Nachbarschaft statt, dazu werden kleine Häppchen angeboten, die im Kontext der präsentier­ ten Projekte entstehen. Wer Lust auf eine warme Mahlzeit hat, wird auf einen kulinarischen Ausflug in die Nachbar­ schaft geschickt – die Künstlerinnen Maryam Mohammadi und Kate Howlett­Jones integrieren Kochrezepte von Frauen unterschiedlicher Herkunft in die Grazer Gastronomie. Nach dem „Tanz im Pavillon“ am 25. September gibt es jeweils donnerstags bis sonntags Lesungen, Präsentationen, Spiele, Musikdarbietungen, Workshops, Round­Table­ Gespräche – und immer: Kaffee oder Tee.

Eröffnung Sa 24/09, 18.00

New Graz Party – zusammen bleiben So 16/10, 12.00 – 17.00 Fixe Programmpunkte Do – Sa 18.30 & So 16.30

„Open Wide“ ➜ 19 „New Graz“ ➜ 40 Shuttle Service ➜ 94 Mit Daniela Brasil (AT/BR), Nayarí Castillo (AT/VE), Daily Rhythms Collective (AT), Joachim Hainzl (AT), Johanna Hierzegger (AT), Severin Hirsch (AT/SI), Kate Howlett-Jones (AT/GB), Maryam Mohammadi (AT/IR), Wolfgang Oeggl (AT), public works (GB), Mário José Santos Soares (AT/PT), Škart (RS), studio Asynchrome (AT), Jun Yang (TW/JP/AT), Moira Zoitl (DE/AT) u. a.

Auftragswerk steirischer herbst Koproduktion steirischer herbst, < rotor >

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Rainer Prohaska (AT) Mobile Tea House

stöbern

Mobile Architektur für interkulturelle Kommunikation im öffentlichen Raum G Architektur / Treffpunkt / Installation / Bildende Kunst O Leibnitz / Leutschach

Do 29/09, Fr 30/09 & Sa 01/10, 12.00 – 19.30 Hauptplatz Leibnitz Eintritt frei

Rainer Prohaska bringt Ratschengurte und Holzbauprofile nach Leibnitz und Leutschach und ruft zum kollektiven Bau eines Teehauses auf. Ein Plädoyer für Flexibilität und Offenheit. Und eine Einladung zum Dialog aller Kulturen.

Öffentliche Baustelle Do 29/09 & Fr 30/09, ab 12.00 Tee für ganz Leibnitz Fr 30/09, 18.00 Fr 07/10, Sa 08/10 & So 09/10, 12.00 – 19.30 Parkplatz vis-à-vis Kniely Haus Leutschach Eintritt frei Öffentliche Baustelle Fr 07/10 & Sa 08/10, ab 12.00 Tee für ganz Leutschach Sa 08/10, 18.00

„Kultur als Ansichtssache“ ➜ 91 Shuttle Service ➜ 98 Von und mit Rainer Prohaska Projektleitung Julia

Gaisbacher Mit Sabeth Tödtli Koproduktion steirischer herbst, Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark

Im nahen und fernen Osten funktionieren Teeräume als Zentren sozialer Interaktion. Staaten wie die Türkei, der Iran, Pakistan, Syrien und Libanon kennen das Teetrinken ganz selbstverständlich als Kommunikationsmodus. Japan und China bauen dem Teekonsum gar eigene Bauwerke – eine Inspirationsquelle für Rainer Prohaska. Der gebürtige Kremser wurde schon zu Einzelausstellungen und Vorträgen in zahlreiche Länder eingeladen und hat dabei verschiedene Arten von Teezeremonien kennengelernt. Dadurch angeregt lädt Prohaska nun zum kollektiven Bau eines „Mobile Tea House“ ein. Aus Ratschengurten und Holz­ bauprofilen wird ein sozialer Ort geschaffen, in dem es jeweils Tee für die ganze Gemeinde geben soll. In dieser Kombination von Architektur und Perfor­ mance schlägt Prohaska eine Brücke zwischen kulturellen Gegensätzen. Die spezielle Bauweise und Ästhetik stehen symbolisch für Flexibilität und den positiven Umgang mit Veränderungen. Durch Beiträge von Gastkünstlerinnen und ­künstlern wird das Teehaus zum Dreh­ und Angel­ punkt für Gespräche, Diskussionen und Plaudereien. Was aber in keinem Fall fehlen darf: Teezeremonien aus den unterschiedlichsten Kulturen der Welt.

33,3% bauen 33,3% plaudern 33,3 % Tee trinken

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Monika M. Kalcsics (AT) / Eugene Quinn (GB) Grenzlandgespräche

stöbern

G Treffpunkt / Diskurs O Leutschach

Der steirische herbst geht 2016 nicht nur metaphorisch an die Grenze. In der Südsteiermark ist das Grenzland künstlerisch im Fokus – aber auch kulinarisch, wie hier bei einem Abendessen mit ungewöhnlichem Blind Date.

Sa 15/10, 19.30 Kniely Haus Leutschach 150’ 19 €

In deutscher und englischer Sprache

Österreichs Grenze zu Slowenien kennt viele Geschichten: Einst war sie Kriegsschauplatz, später wurden ihr entlang Wanderwege und kürzlich Zäune errichtet. Wie die Grenze wohl im Herbst 2016 aussehen wird? Es ist ein kontroverses Thema und weil beim Reden die Leut’ z’sammen und beim Essen am besten ins Reden kommen, laden space and place und der steirische herbst zum Social Dining nach Leutschach.

Von und mit space and place – Monika M. Kalcsics, Eugene Quinn & mit 40 Gesprächsgästen aus Politik, Kultur und der Region

Auftragswerk steirischer herbst

Die „Grenzlandgespräche“ sind Blind Dates der beson­ deren Art. Hier trifft man Menschen, mit denen man sonst wohl nicht so oft essen geht. Personen, die über die gegen­ wärtige Situation erzählen und darüber, wie es früher mal gewesen ist, im Grenzland. Geladen werden Bürgermeister, Weinbauern, Kunstschaffende und viele andere, um bei einem Dreigangmenü aus regionalen Spezialitäten mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen. Dazu gibt es ein Fragen­ menü, das in ein tiefes Gespräch über Weltumspannendes und Alltägliches verwickeln wird. Die Grazerin Monika M. Kalcsics hat für ihre Ö1­Doku­ mentationen und ­Reportagen internationale Preise erhalten. Der Brite Eugene Quinn ist Urbanist und Erfinder der Vienna Ugly Walks. Beide leben in Wien und betreiben die urbane Organisation space and place, die die Dialoge beim Dinner in einen künstlerischen Fokus bringt. Die „Grenzland­ gespräche“ sind eine Einladung an alle, die gerne in einem außergewöhnlichen Rahmen die Perspektive wechseln.

41% Austausch 31% Dinner

28% Blind Date

27


stöbern

% 54

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Sa 01/10, 14.00 – 17.00 Volksgarten-Pavillon Eintritt frei

„Open Wide“ ➜ 19 Mit Ute Baurecker (AT),

Ulla Klopf (AT) In Zusammenarbeit mit Kunsthaus Graz, < rotor >

G Treffpunkt O Graz / Arrival Zone

Bereits zum dritten Mal beteiligt sich der steirische herbst beim Big Draw Graz und lädt Menschen aller Altersklassen ein, ihrer Kreativität beim Zeichnen freien Lauf zu lassen. Das diesjährige Projekt „Zeichen setzen“ lenkt den Fokus auf Piktogramme, die seit jeher die Kommunikation über Sprachgrenzen hinweg ermöglichen: Gemeinsam mit den Künstlerinnen Ute Baurecker und Ulla Klopf werden Bild­ zeichen entwickelt, die sich als ganz persönliche Botschaften an die Mitmenschen im öffentlichen Raum im und um den Volksgarten verbreiten.

plan b (GB/DE) herbst-Fragmente

Wenn eine Stadt von ihrem Festival erzählen könnte ... G Dokumentation / Treffpunkt O Graz

01/01/2016 – ∞ Kostenlos Konzept plan b - Sophia New &

Daniel Belasco Rogers Recherche, Interviews und Redaktion Anna-Katharina

Laggner, Johann Puntigam App Design und Programmierung Sebastian

Dressler, Peter Vasil Projektsponsor GEODATA Group

50% Stadtrundgang 25% Festivalgeschichte 25% App 28

„herbst­Fragmente“ ist eine App für Android und iPhone, die den Benutzerinnen und Benutzern nicht nur den Zugriff auf über 100 Inter­ viewausschnitte ermöglicht, sondern auch originales Tonmaterial zu Projekten im öffentlichen Raum zugänglich macht, die seit der Gründung des steirischen herbst im Jahr 1967 in Graz umgesetzt wurden. Bei einem Spaziergang durch die Stadt besteht nun die Möglichkeit, den Stimmen aus der Vergangenheit zu lauschen – natürlich ortsspezifisch, je nachdem, wo man sich gerade befindet. An der einen Ecke wird von einer Frau berichtet, die verkleistert von Menschenhaar und Honig die Straße entlangspazierte. An der anderen von einem Künstler, der seine Hose öffnete und Raketen steigen ließ. Und stand in der Mariahilferstraße einst tatsächlich ein als Hitler ver­ kleideter Mann auf einer Stehleiter?


Jörg Piringer (AT) Ich/Mein/Mir/Mich

stöbern

lime_lab 2

G Literatur / Performance / Installation O Leibnitz / Leutschach / Graz

Jörg Piringer zieht sein hörbar greifbares Datenkostüm an, als Performance und als Hörspiel. Mit dem Konzept dafür hat er den aktuellen lime_lab-Bewerb gewonnen.

Performance Do 06/10, Fr 14/10 & Sa 15/10, 18.00 Forum Stadtpark 40’ Eintritt frei

lime_lab, der 2013 vom steirischen herbst, der Akademie Graz, dem Forum Stadtpark, dem Literaturhaus Graz und dem ORF Steiermark ins Leben gerufene Wettbewerb, geht in die zweite Runde. Das innovativste Hörspielkonzept legte diesmal der in Wien lebende Autor Jörg Piringer vor. Als Mitglied des Instituts für transakustische Forschung und des Gemüseorchesters arbeitet er in den Lücken zwischen Sprachkunst, Musik, Performance und poetischer Software. In seinem Datenhörspiel und der damit verbundenen Datenperformance geht es: um ihn selbst. Also um mich selbst. Also: ums Ich selbst.

Installation Fr 30/09 & Sa 01/10, 14.00 – 18.00 Rathaus Leibnitz Eintritt frei Sa 08/10, So 09/10, Fr 14/10 & Sa 15/10, 16.00 – 20.00 Kniely Haus Leutschach Eintritt frei

Innerhalb eines Monats sammelt dieses Ich – Jörg Pirin­ ger – möglichst viele Informa­ tionen über sein Denken, Kommunizieren und Arbeiten im erweiterten elektronischen Lebensdatenraum. Aus Bewusstseins­, Körperdaten­, Kommunikations­ und sonstigen Strömen webt er collagierte Datenselfies. Bei dem Hörspiel, einem polyphonen Daten­ chor in Surround­Sound, dürfen die Hörerinnen und Hörer den Standpunkt des Ichs einnehmen und sein Datenkostüm für die Dauer des Stückes anprobieren.

On air So 16/10, 19.03 ORF Radio Steiermark

In deutscher Sprache Shuttle Service ➜ 98 Konzept und Realisation

Jörg Piringer (AT) Koproduktion steirischer herbst, Forum Stadtpark, ORF Steiermark, Literaturhaus Graz, Akademie Graz

In den Performances im Forum Stadtpark schließlich fordert Jörg Piringer die über ihn gesammelten Fakten und Ziffern in einem dynamischen typografischen Sprachakt heraus: Buchstabenmassen stürzen auf der Bühne auf ihn ein und versuchen, ihn zu verführen. So macht Piringer aktuelle Schlagwörter wie Quantified Self, Big Data, Selbstverbesse­ rung und soziale Netzwerke transparent und erfahrbar.

ce rman

39%

Perfo 39% k c ü t s Hör

2 2%

selfie Daten 29


40%

Body Luggage Migration von Gesten G Bildende Kunst O Graz

Körp erge däc htni s 3 0%

Kun stge schi chte n 3 0%

Kunstgeschichten in Bewegung: Ausgehend von historischen Beispielen und aktuellen Gefühlen des Unbehagens erkundet die diesjährige herbst-Ausstellung Körpersprache als kulturelle Ausdrucksform über die Grenzen von Raum und Zeit hinweg. Wenn Menschen auf der Flucht alles weggenommen werden kann, wird der Körper zum Archiv, sind Erfahrungen und Erinnerungen in den Körper selbst eingeschrieben. Alles, was man erlebt hat, was man ist und was man war, ist eingeschrieben in diesem eigenen Körper, den man nicht ablegen kann. Wie manifestiert sich dieses „Material“ in Gemälden, Fotografien, Installationen, Video, Performance oder Tanz, wenn es von Künstlerinnen und Künstlern wieder hervorgeholt und bearbeitet wird? Ausgehend von den Besonderheiten historischer Kontinu­ itäten hinterfragt die diesjährige herbst­Ausstellung kunst­ historische Methoden und setzt sich mit unterschiedlichen Versuchen von Verortung in einer globalen Kunstgeschichte auseinander. Warum ersetzt eine österreichische Choreo­ grafin, die vor den Nazis nach Bombay flieht, in den 1930er Jahren das Wort „Tanz“ durch „Körperbewegung“? Was veranlasst einen Künstler zur Zeit der Diktatur im Myanmar der 1990er Jahre, sich nach sechs Jahren Gefängnis mit alten Tanzformen zu beschäftigen, um daraus eine neue, bahn­ brechende Performance­Kunst zu entwickeln? Warum ist eine Künstlerin der Ansicht, dass Körperteile aus bosnischen Massengräbern noch immer Träger individueller Erinner­ ungen sein können? Mit historischen Beispielen und zeitgenössischen Positi­ onen zeigt „Body Luggage“, wie immaterielles Gepäck dem Körper eingeschrieben ist: Erinnerungen, Traditionen und Körpersprache – von der Grußgeste bis zu künstlerischen Ausdrucksformen – gehen auch in Extremsituationen wie Verfolgung oder Flucht nicht verloren. Zasha Colah, aus Indien stammende Kuratorin, Kunst­ historikerin und Mitbegründerin der Clark House Initiative, thematisiert in ihrer Arbeit wiederholt Fragen des kulturel­ len Erbes unter prekären Bedingungen. Bevor sie 2017 die Pune Biennale co­kuratieren wird, beleuchtet sie in Graz mit von ihr eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern das Spannungsfeld zwischen der Kunst und ihren – nicht selten extremen – gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

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Gre nzü bers chre itun g

herbst-Ausstellung 24/09/2016 – 08/01/2017 Kunsthaus Graz / Space02 Di – So 10.00 – 17.00 9€ Eröffnung Sa 24/09, 10.00

Überblicksführungen ➜ 92 Multisensorische Führungen ➜ 92 „Geknetetes Wissen“ ➜ 33 „Welcome to the former West“ ➜ 45 Lange Nacht der Museen ➜ 89 Thematische Führungen ➜ 90 Geführter Rundgang „Kultur als Ansichtssache“ ➜ 91 Kunst im Gespräch ➜ 93 Shuttle Service ➜ 94 Mit Kemi Bassene (FR/SN),

Chandralekha (IN), Shiavax Chavda (IN), Padmini Chettur (IN), Jimmy Chishi (IN), Hilde Holger (GB/IN/AT), Htein Lin (MM), Chaw Ei Thein (US/ MM), Caecilia Tripp (FR/DE), Milica Tomić, Simon Wachsmuth (DE), Gernot Wieland (DE/AT), Sawangwongse Yawnghwe (CA/NL/MM), Portia Zvavahera (ZW) u. a. Kuratiert von Zasha Colah (DE/IN) Auftragswerk steirischer herbst In Zusammenarbeit mit Kunsthaus Graz Projektsponsoren hs art service, XAL, Gaulhofer Industrie-Holding

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Markus Krottendorfer G Bildende Kunst O Graz

24/09 – 20/11 Camera Austria Di – So 10.00 – 17.00 9€ Eröffnung Sa 24/09, 11.00

Geführter Rundgang „Kultur als Ansichtssache“ ➜ 91 Kunst im Gespräch ➜ 93 Shuttle Service ➜ 94 Mit Markus Krottendorfer (AT) Kuratiert von Reinhard Braun (AT) Koproduktion steirischer herbst, Camera Austria

47% Konstruktion 32% Eurozentrismus 21% Landkarte

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Markus Krottendorfer dokumentiert Schauplätze einer eurozentrischen Weltbeschreibung und mäandert dabei zwischen Archäologie und Welterfindung. Ein Gebirge in Westafrika, das Ende des 18. Jahr­ hunderts „entdeckt“ wurde, spätestens 1905 aber wieder von den Landkarten verschwand ‒ also nie wirklich existiert hat ‒, dient Markus Krottendorfer als Recherche­Ausgangs­ punkt zu seiner doku­ mentarischen Reise. Eine ähnliche Geschichte darü­ ber, wie wir Kartografien und Historien selbst konstruieren, erzählt ein Schädelfund in East Sussex aus dem Jahr 1912, der belegen sollte, dass der moderne Mensch in Europa entstand. 1953 wurde er als Fälschung entlarvt. Zwei scheinbar zusammen­ hanglose Begebenheiten, die dennoch einer gemeinsamen Geschichte angehören, die von Macht und Deutungshoheit erzählt. Camera Austria zeigt im Rahmen des steirischen herbst ein neu produziertes Projekt von Markus Krottendorfer, der sich immer wieder mit der Geschichte von Weltentwürfen und Weltbildern beschäftigt, Utopien wieder aufsucht und deren verästelte Wirkungen in der Gegenwart untersucht. Dabei experimentiert er mit neuen und auch historischen Techniken und Medien und betreibt so eine Art Archäologie der Bilder und ihrer heutigen Bedeutungen. Für die aktuelle Ausstellung reist Markus Krottendorfer zu Schauplätzen einer eurozentrischen Weltbeschreibung. Indem er sich zwischen Recherche und Aufzeichnung auf der einen Seite und Übertreibung, Irreführung und Manipulation auf der anderen Seite bewegt, wirft er auch grundlegende Fragen eines dokumentarischen Arbeitens in der heutigen Zeit auf.


Geknetetes Wissen

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Die Sprache der Keramik G Bildende Kunst O Graz

Gemeinsam mit den Künstlern Ai Weiwei und Edmund de Waal lenkt das Kunsthaus Graz den Blick auf einen Werkstoff, der lange vorwiegend dem Kunsthandwerk zugeschrieben wurde: Keramik.

24/09/2016 – 19/02/2017 Kunsthaus Graz / Space01 Di – So 10.00 – 17.00 9€

Einige der frühesten Kunstwerke waren Kera­ miken. Die europäische Neuzeit war geprägt vom unstillbaren Verlangen nach chinesischem Porzellan, für das höchste Preise gezahlt wurden. Ob Nutzgefäße oder Kunstwerke – Keramiken reisten von alters her über den ganzen Globus und verbanden Kulturen, die wenig vonein­ ander wussten. Lange und allerorts als hohe Kunst geschätzt, hatte dieses Medium in der Moderne einen schlechten Stand: So wurde keramisches Schaffen als Kunstgewerbe in die zweite Reihe gestellt.

Eröffnung Sa 24/09, 12.00

Überblicksführungen ➜ 92 Multisensorische Führungen ➜ 92 „Body Luggage“ ➜ 31 Geführter Rundgang „Kultur als Ansichtssache“ ➜ 91 Kunst im Gespräch ➜ 93 Shuttle Service ➜ 94 Mit Edmund de Waal (UK),

Ai Weiwei (CN) u.a. Kuratiert von Peter Pakesch (AT) Produktion Kunsthaus Graz In Kooperation mit steirischer herbst

Heute werden wir durch einen verschärften Blick auf neuere asiatische Kunst und eine weitere Öffnung der künstlerischen Praxis zunehmend mit diesem Material konfrontiert. Die Ausstellung „Geknetetes Wissen“ im Space01 des Kunsthauses Graz wirft einen besonderen Blick auf den Wandel eines Mediums, das über lange Perioden bis in die Moderne unsere Vorstellung immer wieder herausgefordert hat. Zwei herausragende Künstler, die sich diesem Material intensiv widmen, Ai Weiwei und Edmund de Waal, fungieren als kuratorische und künstlerische Partner der Ausstellung. Für „Geknetetes Wissen“ treten sie mit Peter Pakesch in einen Dialog über den Umgang mit Keramik über die Zeiten und unterschiedlichen Kulturen hinweg. Natürlich sind auch ihre eigenen Arbeiten – neben prominenten Exponaten und bedeutendem historischem Material – in der Ausstellung vertreten. 36%

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studio Asynchrome (AT) Die Seismografie des Unbestimmten G Bildende Kunst O Graz

24/09 – 30/11 the smallest gallery – collaboration space Mo – So 00.00 – 24.00 Eintritt frei Eröffnung Sa 24/09, 13.00

Geführter Rundgang „Grenzziehungen“ ➜ 90 Shuttle Service ➜ 94 Mit studio Asynchrome, Marleen Leitner (AT), Michael Schitnig (AT) Kuratiert von Clemens Mair (AT), Karin Oberhuber (AT) Koproduktion steirischer herbst, the smallest gallery – collaboration space

44% Gesellschaft 33% Gegenwartsanalyse 23% Visionen

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Die „Utopia“ des Thomas Morus ist 500 Jahre alt – und wird durch studio Asynchrome zur großen Narration in der kleinsten Galerie. Die Utopie ist für Marleen Leitner und Michael Schitnig Chance und Werkzeug. Da liegt nahe, dass sie sich zum Ausgangspunkt ihrer Arbeit für the smallest gallery die philosophische Schrift „Utopia“ des Briten Thomas Morus nehmen, die 1516 erschien und das Bild von positiven Idealgesellschaften in naher und ferner Zukunft prägte. Als studio Asynchrome hinterfragen Leitner und Schitnig seit 2013 räumliche und gesellschaftliche Gefüge. Das Zeich­ nen ist für die beiden Grenzgänger zwischen Architektur und Kunst eine hermeneutische Erkenntnismethode, um prozesshafte Entwicklungen und komplexe Sachverhalte zu verarbeiten und zu interpretieren. Im Comic haben sie eine Ausdrucksform gefunden, Möglichkeitsräume innerhalb der Architektur und bildenden Kunst durch narrative Informa­ tionsvermittlung aufzuzeigen und experimentell erlebbar zu machen. 2015 hat das österreichische Duo die Randnotizen des steirischen herbst gestaltet. Dieses Jahr begeben sie sich, ganz nach dem Motto „Die Utopie ist tot – lang lebe die Utopie!“ auf multimodale Spurensuche und konzipieren für the smallest gallery eine neue Arbeit, welche die gesamte Ausstellungsfläche – 256 cm breit, 174 cm hoch und 45 cm tief – ausfüllt. Ausgehend von Thomas Morus stellt studio Asynchrome das utopische Denken aus der Vergan­ genheit einem gegenwärtigen Potenzial gegenüber und regt dazu an, über eine Zukunft dieser Gegenwart nachzudenken. Wie geht es weiter? Und wie lässt sich dieser Weg, so unge­ wiss er sein mag, seismografisch festhalten?


Markus Jeschaunig (AT) Duft der Welt

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Part 1: Olfactory Library Europe G Bildende Kunst / Installation O Graz

Olfaktorische Kartografie: Der Grazer Künstler Markus Jeschaunig sammelt den Duft aus der Luft und bringt ihn in die Kunsthalle Graz.

24/09 – 16/10 Kunsthalle Graz Di – Fr 16.00 – 19.00 & Sa 11.00 – 15.00 Eintritt frei Eröffnung Sa 24/09, 13.30

Geführter Rundgang „Grenzziehungen“ ➜ 90 Kunst im Gespräch ➜ 93 Shuttle Service ➜ 94

Kennt die Luft keine Grenzen? Die künstlerischen Arbeiten des Grazers Markus Jeschaunig kreisen um das vierte Element als etwas, das allen gleichermaßen gehört, wo es vermeintlich keine Besitzansprüche gibt. 2015 war Jeschaunig mit seiner „Agency in Biosphere“ auf der Mailänder EXPO Teil des Team.Breathe.Austria, schon 2012 ließ er ein Luftschiff entlang einer exakten Geraden von Graz nach Maribor fahren. Gerüche jedenfalls kennen wirklich keine Grenzen. Für sein Projekt „Duft der Welt“ hat Markus Jeschaunig in ganz Europa Düfte gesammelt: an markanten Orten des Zeitgeschehens, in suburbanen Gebieten, aber auch entlang von Flüchtlingsrouten. Mit einem mobilen Destillator hat er etwa den Ledergeruch eines Sessels im Europaparlament und den Duft der Landschaft an der türkisch­griechischen Grenze eingefangen. All diese Düfte konzentriert er nicht im besten „Parfum“ der Welt, wie der Protagonist von Patrick Süskinds berühmtem Roman, sondern in textilen Duftglocken und Duftpunkten in der Kunsthalle Graz, als olfaktorischer Ausschnitt Europas. Markus Jeschaunigs Kunst erforscht Wechselbeziehungen zwischen Kultur und Natur. Ihn interessieren Fragen der Ökologie, des Urbanismus und der Technologie aus dem Blickwinkel der Kunst. Inspiriert von den Dynamiken der verschiedensten Schichten über unseren Köpfen – Lithosphäre, Hydrosphäre, Atmosphäre und Biosphäre –, versucht der Künstler gesellschaftliche und politische Systeme zu dechiffrieren und in sinnlich erfahrbare Konstellationen zu übersetzen.

Mit Markus Jeschaunig (AT) Kuratiert von Wenzel Mraček

(AT), Arnold Reinisch (AT), Jani Schwob (AT) Koproduktion steirischer herbst, Kunsthalle Graz

48% Europa 33% Geruchssinn 19% Kartografie

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Zerstören G Bildende Kunst O Graz

24/09 – 17/10 esc medien kunst labor Di – Fr 11.00 – 19.00, Sa & So 11.00 – 17.00 Eintritt frei 18/10 – 18/11 esc medien kunst labor Di – Fr 14.00 – 19.00 & nach Vereinbarung Eintritt frei Eröffnung Sa 24/09, 14.30

„All Hail Mother Internet“ ➜ 75 Geführter Rundgang „Ausdrücklichkeiten“ ➜ 91 Kunst im Gespräch ➜ 93 Shuttle Service ➜ 94 Mit CN:FM (GB), etc - Eclectic

Tech Carnival, FemHack (CA), GreenNet (GB), Maschen (AT), Mzbaltazar‘s Laboratory (AT), THF - Transhackfeminist Meeting Koproduktion steirischer herbst, esc medien kunst labor, kunst@werk

Kann Kunst ein effektives Instrument sein, um utopische Gegenentwürfe zu entwickeln? Und wie entkommt sie der Gefahr ihrer Instrumentalisierung? In einem escLAB entwickeln international tätige Künstlerinnen und Künstler mögliche Antworten, stellen Fragen und schaffen neue Synergien. Man kann durchaus den Eindruck gewinnen, dass unsere heutige Zeit die Ansammlung aller Dystopien der vergangenen 50 Jahre darstellt. Alles, was Orwell und Co. beschrieben haben, ist eingetroffen oder wird an Negativem sogar übertroffen. Ängste und Ohnmachtsgefühle werden bewusst geschürt, politische und ökonomische Autoritäten machen sich Terror, Flüchtlingskrise und die damit verbun­ dene Unsicherheit zunutze, um effizientere Überwachung, vermehrte Waffenproduktion und dergleichen zu forcieren und gewinnbringende Geschäfte zu machen. Das Projekt „Zerstören“ behandelt die damit einher­ gehenden Fragen: Birgt die Auseinandersetzung mit den ausbeuterischen Vorgängen, mit den Katastrophen in dieser dystopischen Welt auch die Gefahr, neue, noch raffiniertere Geschäfte und Spekulationen zu befeuern? Wohnt der Darstellung von Elend und Leid die Gefahr inne, eine Ersatz­ handlung anzubieten, die wirkliches Handeln ersetzt?

Und: Gelingt es, uns 500 Jahre nach dem Erscheinen von Thomas Morus’ „Utopia“ – dem Ursprung des Utopiebegriffes – einer dystopischen Matrix zu entfliehen? Ein neues 34% Kollaboration Programm zu schreiben? Ist die Kunst in all ihren Facetten und Wirkungen ein effektives Instrument, eine Insel der 33% Open Source Utopie? Um diese Fragen zu diskutieren, lädt das esc medien kunst labor künstlerisch tätige Kollektive aus verschiedenen Disziplinen ein, sich im Rahmen eines escLab in Graz zu 21% Globalisierung treffen. Die Ergebnisse werden während des steirischen 12% Cyber Feminismus herbst in den Ausstellungsräumen des esc medien kunst labor präsentiert: kollektive Prozesse, in denen die Arbeitsweisen der Einzelnen einander produktiv ergänzen. 36


38%

Beatrice Gibson G Bildende Kunst / Film O Graz

Kom pos ition

37%

Exp erim enta lfilm

stöbern 25%

Öko nom ien

Avantgardistische Komposition trifft auf zeitgenössischen Film trifft auf White Cube: Der Grazer Kunstverein richtet eine Personale für die britische Künstlerin Beatrice Gibson aus und zeigt ihr filmisches Schaffen der letzten zehn Jahre.

24/09 – 27/11 Grazer Kunstverein Mi – So 11.00 – 18.00 3,5 €

Die 1978 geborene Beatrice Gibson ist Künstlerin und Filmemacherin aus London. Inspiriert von der legendären Fluxus­Bewegung und musikalischen Avantgarde­Größen wie John Cage, erkundet sie Stimme, Sprache, kollektive Produktion und Fragen der Repräsentation. Während Gibsons einzelne Filmerzählungen für sich genommen fragmentarisch wirken, fügen sie sich als Gesamtwerk betrachtet zu einem schlüssigen, niemals endenden künstlerischen Prozess und Werk.

Eröffnung Sa 24/09, 15.00

Die Grazer Ausstellung zeigt erstmals ein großes Spekt­ rum von Gibsons Filmen der letzten zehn Jahre, in denen die Künstlerin bevorzugt strukturelle Parallelen zwischen Musik und Ökonomie erforscht.

Geführter Rundgang „Ausdrücklichkeiten“ ➜ 91 Kunst im Gespräch ➜ 93 Shuttle Service ➜ 94 Mit Beatrice Gibson (GB) Kuratiert von Krist

Gruijthuijsen (AT/NL) Koproduktion steirischer herbst, Grazer Kunstverein

In „F for Fibonacci“ aus dem Jahr 2014 zum Beispiel verknüpft Gibson, ausgehend von einer Szene in William Gaddis’ Roman „JR“, die Ästhetik des Computerspiels „Minecraft“ mit darstellender Geometrie, physikalischen Experimenten, Cartoons und Bildern von Wall­Street­ Crashes. „The Tiger’s Mind“ (2012) zieht eine musikalische Partitur als Grundlage für die Erzeugung von Sprache heran. Auch in der Members Library laufen Filme: Im Sinne einer Carte Blanche wählt die Künstlerin Werke aus, die sie beeinflusst haben.

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Yes, but is it performable?

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Untersuchungen des performativen Paradoxons G Bildende Kunst / Performance O Graz

24/09 – 20/11 Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien Di – So 10.00 – 18.00 & Do 10.00 – 20.00 4€ Eröffnung Sa 24/09, 16.00

Geführter Rundgang „Ausdrücklichkeiten“ ➜ 91 Kunst im Gespräch ➜ 93 Shuttle Service ➜ 94 Performances Sa 24/09, 16.00, Mi 28/09, Mi 05/10 & Mi 12/10, 18.00 Mit Nezaket Ekici (TR), Sarah Mendelsohn / Fred SchmidtArenales (US), Marie Karlberg (US) u. a. Kuratiert von Christian Egger (AT) Koproduktion steirischer herbst, Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien

41% P erfor

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Mit einer Ausstellung über Performance, die durch Performances wächst, hinterfragt das Künstlerhaus die Grenze zwischen aktiv und passiv: Trennt oder verbindet die Performance die Zuschauenden und die Agierenden? Performances sind vergängliche Ereignisse. Jemand macht etwas, jemand anders sieht zu und dann ist es vorbei. Die Ausstellung „Yes, but is it performable?“ lädt internationale Protagonistinnen und Protagonisten der Szene zu einer Aus­ einandersetzung mit Fragen des Performativen nach Graz, um hier Formate aus der Gegenwart zentralen Positionen aus der Performance­Geschichte gegenüberzustellen. Währenddessen wächst und verändert sich die Ausstellung wöchentlich durch eine Performance sowie weitere künstlerische Setzungen: Die erste Performance findet zur Ausstellungseröffnung, drei weitere während des steirischen herbst jeweils mittwochs statt. Ob Sarah Mendelsohn und Fred Schmidt­Arenales, Nezaket Ekici oder Marie Karlberg – sie alle hinterlassen nach ihren künstlerischen Interventionen Spuren in Form von Objekten, die bis zum Ausstellungsende bestehen. So hinterfragt „Yes, but is it performable?“ nicht nur die Trennbarkeit von Persönlichkeit und Werk, sondern zeigt das spezifisch Performative in seiner flüchtigen Doppelwirkung als einerseits „künstlich“ und andererseits „wirklich“.

mance 31% K unstge schicht e 28% Feminis mus


Ouzhou Palace

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G Bildende Kunst / Architektur / Literatur O Graz

Das Forum Stadtpark übersetzt die gegenwärtigen Diskussionen um Europa in eine räumliche Installation: einen nach zwei Seiten geöffneten Palast mit Elementen und Fragmenten des europäischen Traums. Ouzhou ist das chinesische Wort für Europa, und ein Palast ist ein Gebäude, das zu allen Zeiten und in allen Kulturen Fantasien von Raum, Fülle und Luxus evoziert. Ouzhou Palace wird ein Moment zwischen Spiegelsaal, Asiarestaurant und europäischem Traumbild. Claudia Gerhäusser, Bernhard Luthringshausen, Christoph Szalay, Evelyn Temmel und Clara Wildberger sind in den Bereichen Architektur, Fotografie, bildende Kunst und Literatur zu Hause. Im Rahmen des Themenschwerpunkts „Rathaus der Herzen“ im Forum Stadtpark und in Kooperation mit dem steirischen herbst befragen sie mit „Ouzhou Palace“ Europa vor allem auf der Basis örtlicher Zustände, in welchen sich die Diskrepanz zwischen Werten, Idealen und Träumen manifestiert. „Ouzhou Palace“, der nach zwei Seiten geöffnete Palast, folgt seiner eigenen räumlichen Logik und versucht, eine kollektive Geschichte aus vielen Einzelteilen sichtbar zu machen. So werden der Ort selbst und die dortigen Objekte, Bilder, Meinungen und Ideen zu einem neuen Ensemble in der Auseinandersetzung mit dem Sehnsuchtsort Ouzhou.

24/09 – 15/10 Forum Stadtpark Di – So 11.00 – 17.00 Eintritt frei Eröffnung Sa 24/09, 17.00

Geführter Rundgang „Kultur als Ansichtssache“ ➜ 91 Kunst im Gespräch ➜ 93 Shuttle Service ➜ 94 Konzept, Architektur und Fotografie Kollektiv - Claudia

Gerhäusser (AT/DE), Bernhard Luthringshausen (AT), Christoph Szalay (AT), Evelyn Temmel (AT), Clara Wildberger (AT) Koproduktion steirischer herbst, Forum Stadtpark

37% Kritik 33% Palast 21% Europa 9% Klischee

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New Graz

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Erzählungen aus der Ankunftsstadt G Bildende Kunst / Treffpunkt / Dokumentation O Graz / Arrival Zone

24/09 – 16/10 < rotor > Mo – Fr 10.00 – 18.00, Sa & So 12.00 – 18.00 Eintritt frei 17/10 – 26/11 < rotor > Mo – Fr 10.00 – 18.00 & Sa 12.00 – 16.00 Eintritt frei Eröffnung Sa 24/09, 18.00

„Haus der offenen Tore“ ➜ 25 Geführter Rundgang „Grenzziehungen“ ➜ 90 Kunst im Gespräch ➜ 93 Mit Daniela Brasil (AT/BR), Nayarí Castillo (AT/VE), Daily Rhythms Collective (AT), Joachim Hainzl (AT), Johanna Hierzegger (AT), Severin Hirsch (AT/SI), Kate Howlett-Jones (AT/GB), Maryam Mohammadi (AT/IR), Wolfgang Oeggl (AT), public works (GB), Mário José Santos Soares (AT/PT), Škart (RS), studio Asynchrome (AT), Jun Yang (TW/JP/AT), Moira Zoitl (DE/AT) u. a. Koproduktion steirischer herbst, < rotor >

38% Kollaboration 34% Intervention 28% Arrival Zone

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Im Zusammenspiel mit „Haus der offenen Tore“ gehen heimische und internationale Künstlerinnen und Künstler den Rahmenbedingungen von Graz als Einwanderungsstadt auf die Spur. Das Annenviertel – hier treffen neue Grazerinnen und Grazer, Zugewanderte und Asylsuchende auf Netzwerke, die ihnen das Ankommen und Bleiben erleichtern: Zahlreiche von Migrantinnen und Migranten betriebene Geschäfte, politische oder kulturelle Vereine sowie Sportklubs, religiöse Versammlungsorte, Bildungs­ und Sozialeinrichtungen lassen sie an sprachliche und kulturelle Gewohnheiten aus der früheren Heimat anknüpfen. „New Graz“ versammelt künstlerische Projekte, die in einem kollektiven Prozess kuratiert und entwickelt wurden und sich mit den Bedingungen befassen, die ein Stadtteil wie das Annenviertel und eine Stadt wie Graz den neu Ankommenden bieten. Der Künstler Jun Yang etwa untersucht die Motive und Erfahrungen von aus China Zugezogenen, die Künstlerin Moira Zoitl geht der Frage nach, wie Frauen aus Westafrika mit den vielfältigen Lebensweisen in Graz und ihren Herkunftsorten umgehen. Auf unter­ schiedliche Art und Weise kommen Menschen zu Wort, die irgendwann hier angekommen sind und berichten, wie ihnen die Ankunftsstadt begegnet ist. Die Projekte werden teilweise im Kunstzentrum < rotor >, teilweise im nahegelegenen Volks­ garten­Pavillon umgesetzt. Das Projekt bezieht damit eindeutig Stellung zur gegenwärtigen politischen Situation. Auch wenn versucht wird, vorübergehend die Grenzen dicht zu machen, lässt sich kaum leugnen, dass Österreich seit jeher ein Einwan­ derungsland ist. Gerade die Herausbildung von urbanen Räumen und damit das Wachsen der Städte ist ohne Zuzug von außen nicht denkbar. Die „Erzählungen aus der Ankunftsstadt“ machen das in vielfältigster Weise mit den Mitteln der Kunst abermals deutlich.


Kiluanji Kia Henda (PT/AO) Dies ist mein Blut

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G Bildende Kunst / Installation O Leibnitz

Der angolanische Künstler Kiluanji Kia Henda nimmt das Publikum mit auf einen künstlerischen Grenzgang in die Südsteiermark und baut die aktuellen politischen Geschehnisse installativ in die Landschaft ein. Blut ist rot, und Wein ist rot – so weit eine simple Tatsache, die sich seit Jahrtausenden in biblischen Gleichnissen, Texten, Liedern und populärer Alltagskultur wiederfindet. Kiluanji Kia Henda hat in der Südsteiermark aber noch eine weitere Ähnlich­ keit entdeckt: jene zwischen den Mustern der Metall­ sperren, die neuerdings das Land abschotten, und jenen, die Weinstöcke aufrecht halten. Als der Angolaner erstmals die Grenzregion besuchte, prägten idyllisch sich rankende Weinreben, ein launiger Liederabend in einer Buschenschank und eine erstaunliche Anzahl an Kruzifixen und Bildstöcken seinen Aufenthalt. Inspiriert davon realisiert Kia Henda nun im Auftrag des steirischen herbst eine seiner bislang größten installativen Arbeiten im öffentlichen Raum auf einem Wiesengrundstück im Besitz von Schloss Seggau. Mit seiner Installation aus hunderten von im Grenzgebiet aufgestellten blutroten Metallstangen spannt der in Luanda und Lissabon lebende multimediale Künstler einen beklemmenden Bogen zwi­ schen den derzeit herrschenden Ängsten in der Gesellschaft, den katholischen Traditionen, dem südsteirischen Weinbau und den Zäunen, die uns die lange unsichtbare Grenze zu Slowenien vor Augen halten. „Dies ist mein Blut“ repräsentiert für Kia Henda nicht nur den Pakt zwischen Menschlichem und Göttlichem, sondern auch die Tragödie der Tausenden von Flüchtenden, die in und um Europa ums Leben kommen. Eine Postkartenserie ergänzt das Projekt.

30/09 – 16/10 Seggauberg Leibnitz 46°47'14.6''N, 15°31‘18.3''E Mo – So 00.00 – 24.00 Eintritt frei Eröffnung Fr 30/09, 16.00

„Grenzziehungen“ ➜ 90 Kunst im Gespräch ➜ 93 Shuttle Service ➜ 98 Mit Kiluanji Kia Henda (PT/AO)

Auftragswerk steirischer herbst

45% Weinberge 28% Christentum 27% Migration

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% 57

r sfe n a rtr ltu Ku

% 43

tze plä g a l Jochen Becker / Daniel Kötter / metroZones (DE) sch Chinafrika. Under Construction Um Einrichtung eines Raums für die herbst-Akademie

G Bildende Kunst / Dokumentation / Installation / Theorie / Workshop O Graz

Die Eisenbahngleise der Copper Rail im Ostkongo und in Sambia, afrikanische Handelszentren in Hongkong und Guangzhou, der riesige Alaba­Markt in Lagos oder die China Malls im Umkreis von Johannesburg – zwischen der Volks­ republik China und dem afrikanischen Kontinent haben sich in den letzten Jahrzehnten – an Europa vorbei – wirtschaft­ liche und kulturelle Allianzen gebildet. Die Pop­up­Ausstel­ lung „Chinafrika. Under Construction“ im Haus der Architektur zeigt filmische, künstlerische und diskursive Arbeiten sowie Auszüge aus der Materialsammlung, den Workshops und der Website des mehrjährigen Chinafrika­ Projekts. Angesichts des eindrucksvollen Überblicks über urbane Phänomene in aufstrebenden Gesellschaften stellt sich die Frage: Welche Rolle spielt Europa in Chinafrika?

Sa 08/10, 10.00 – 17.00 & So 09/10, 10.00 – 16.00 Haus der Architektur Eintritt frei Eröffnung Fr 07/10, 18.00

„Welcome to the former West“ ➜ 45 herbst-Akademie ➜ 47 Mit Jochen Becker (DE), Daniel

Kötter (DE) Koproduktion steirischer herbst, metroZones In Zusammenarbeit mit Haus der Architektur Mit Unterstützung von metroZones e.V., Goethe-Institut Lagos, TURN

Bratstvo i Jedinstvo

[Brüderlichkeit und Einheit] – Im Zeichen der Deregulierung G Bildende Kunst O Graz

12/10 – 30/10 Haus der Architektur Di – So 10.00 – 18.00 Eintritt frei Eröffnung Mi 12/10, 19.00 Mit Kollektiv Brossmann Stachl (AT), Iva Čukić (RS), ILA (AT), Ursula Kiesling (AT), Luka Knеžević Strika (RS), Kommando Anonymous Schwarzes Sonntag Reininghaus (AT), Norbert Prettenthaler (AT), Erwin Stefanie Posarnig (AT), Ljuba Slavković (RS), Milica Tomić Kuratiert von Michael Petrowitsch (AT)

Zur Gründungszeit des steirischen herbst vor knapp 50 Jah­ ren wurde der Begriff Trigon für einen Kunstaustausch zwi­ schen Jugoslawien, Österreich und Italien geprägt. Nach der Auflösung des Staates Jugoslawien ist die Region zunehmend von Deregulierung bestimmt. Die Ausstellung „Bratstvo i Jedinstvo“ zeichnet diese Transformationsprozesse nach. So sind mitunter auch städtebauliche Projekte und die daraus erwachsende – oder eben fehlende – Diskussions­ oder gar Protestkultur ein Themenfeld, das von österreichischen und serbischen Künstlerinnen und Künstlern zu bearbeiten ist. Wie wirken sich derartige Dynamiken etwa in Belgrad oder Graz aus ‒ und wie die jüngsten Abschottungstendenzen in einer sich bisher offen präsentierenden geografischen Gemeinschaft?

EPeKA Austria in Zusammenarbeit mit Haus der Architektur

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48% Prote stku

ltur 46% Städtebau

6% Trigo n


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Ausstellungseröffnungen

Sa 24/09 10.00 Kunsthaus Graz / Space02 Body Luggage 11.00 Camera Austria Markus Krottendorfer 11.30 Haus der Architektur Die Dinge der Welt 12.00 Kunsthaus Graz / Space01 Geknetetes Wissen 13.00 the smallest gallery – collaboration space Die Seismografie des Unbestimmten 13.30 Kunsthalle Graz Duft der Welt 14.30 esc medien kunst labor Zerstören 15.00 Grazer Kunstverein Beatrice Gibson 16.00 Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien Yes, but is it performable? 17.00 Forum Stadtpark Ouzhou Palace 18.00 Arrival Zone / Morag Myerscough & Luke Morgan Open Wide Volksgarten-Pavillon Haus der offenen Tore < rotor > New Graz 13.00 & 17.00 Neue Galerie Graz / Steffani Jemison / Justin Hicks Mikrokosmos 12 € 17.00 Haus der Architektur / Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt 8 € 19.30 Orpheum / Lemm&Barkey / Needcompany Forever 19 € Shuttle Service ➜ 94 Fr 30/09 16.00 Seggauberg Leibnitz Dies ist mein Blut 18.00 Hauptplatz Leibnitz / Rainer Prohaska Mobile Tea House Shuttle Service ➜ 98 Fr 07/10 18.00 Haus der Architektur Chinafrika. Under Construction Sa 08/10 18.00 Parkplatz vis-à-vis Kniely Haus Leutschach / Rainer Prohaska Mobile Tea House Shuttle Service ➜ 98 Mi 12/10 19.00 Haus der Architektur Bratstvo i Jedinstvo

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Welcome to the former West

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Mental maps and decolonial perspectives on the here and now G Theorie / Diskurs / Workshop O Graz / Arrival Zone

Die herbst-Konferenz befragt die aktuelle Situation Europas aus post- und dekolonialer Perspektive. Wie lässt sich über Europa sprechen? Wem gilt es zuzuhören und welche Utopien lassen sich heute noch oder gerade wieder denken? Hat Europa ausgedient? Was ist übrig von dem kleinen uto­ pischen Landstrich, der noch vor 20 Jahren all die Hoffnun­ gen auf ein friedliches und pluralistisches 21. Jahrhundert vereinte? Derzeit deutet alles darauf hin, dass die „alte Welt“, so wie sie sich als Europäische Union neu erfunden hat, eine zutiefst brüchige und gefährdete Konstruktion ist. Nach dem Philosophen Giorgio Agamben steht nichts Geringeres auf dem Spiel „als die Rekapitulation aller historischen Möglich­ keiten des Abendlandes“. Die herbst­Konferenz 2016 befragt die Utopien und Wirk­ lichkeiten dieses uneinigen Europas vor dem Hintergrund der letzten Krisen, dem allerorts sprießenden Nationalismus und der Aushöhlung der Demokratien selbst. Anhand von Fallbeispielen untersuchen Vorträge, Diskussionen, Lecture­Performances und Arbeitsgruppen die Auswirkun­ gen kolonialistischer Denk­ und Herrschaftsmuster, aber auch alternative Denkrichtungen und Formate jenseits des westlichen Kanons. Wie lässt sich über Europa reden, ohne dabei in dominante Kategorisierungen zu verfallen, die dem Eurozentrismus und dem Kapitalismus abendländischer Prägung geschuldet sind? In dem vom Kollektiv Mamaza geschaffenen „Garden State“ diskutieren internationale Gäste aus Kunst, Theorie und Wissenschaft mit Interessierten und Studierenden über Identitäten und Zugehörigkeiten, über dekoloniale Strategien, post-otherness und critical whiteness, über sich verändernde Geografien und Wirtschaftsräume und ganz alltägliche Praktiken eines anderen Europas, das es wert ist, verteidigt zu werden.

50%

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Sa 08/10, 10.00 – 19.00 & So 09/10, 10.00 – 14.00 Orpheum Eintritt frei

In englischer Sprache „Body Luggage“ ➜ 31 herbst-Akademie ➜ 47 Mit Jochen Becker (DE), Zasha

Colah (DE/IN), Roberto Dainotto (US/IT), Övül Durmuşoğlu (DE/ TR), Nezaket Ekici (DE/TR), Kiluanji Kia Henda (PT/AO), Srećko Horvath (HR), Araba Evelyn Johnston-Arthur (AT/ US/FIN/GH), Daniel Kötter (DE), Mi You (DE/CN), Bonaventure Soh Bejeng Ndikung (DE/CM), Shalini Randeria (AT/IN), Slavs and Tatars, Rolando Vazquez (NL/MX) u. a.

20%

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Mamaza (DE/CH/IL/GR) Garden State

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G Treffpunkt / Architektur / Installation / Performance / Theorie / Diskurs O Graz / Arrival Zone

Die herbst-Akademie 2016 findet im Grünen statt. Als situatives Umfeld für die theoretischen Begegnungen der diesjährigen herbstAkademie ruft das Kollektiv Mamaza im Orpheum temporär den „Garden State“ aus.

Mi 05/10, 17.00 – 00.00, Do 06/10, Fr 07/10, Sa 08/10, 09.00 – 00.00 & So 09/10, 09.00 – 16.00 Orpheum Eintritt frei Wir suchen Ihre Pflanze!

Information unter www.steirischerherbst.at/pflanzen „Welcome to the former West“ ➜ 45 herbst-Akademie ➜ 47

Der „Garden State“ ist ein Reich aus mehreren hundert Zim­ merpflanzen. Für fünf Tage verwandelt sich das Orpheum in einen öffentlichen Garten, der eigenen Gesetzen gehorcht und die Bevölkerung von Graz zum Nachdenken, Diskutieren und Verweilen einlädt. Um neun geht die Sonne auf, um sechs geht sie unter. Bei Tag und Nacht, bei Sonnenschein und Gewitter entsteht ein gemeinschaftlicher Ort, der Raum und Zeit erfahrbar macht.

Konzept Fabrice Mazliah,

Ioannis Mandafounis, May Zarhy Realisierung Mamaza, Roberta

Mosca in Zusammenarbeit mit Harry Schulz, Städelschule Architecture Class SAC Leitung und Koordination

Vor Beginn des Festivals läuten die Künstlerinnen und Künstler der Gruppe Mamaza an Grazer Türen und bitten die Bevölkerung um getopfte Leihgaben aus ihren Wohnungen, Geschäften und Büros. Mithilfe der gesammelten Pflanzen errichten sie den „Garden State“, der zugleich ein Mapping der Grazerinnen und Grazer ist, die durch ihre Pflanzen Teil der Installation werden. Als Inspiration dient der Mythos der anarchistischen Kolonie Libertalia, die im 17. Jahrhundert von befreiten Sklavinnen und Sklaven in der Nähe von Madagaskar gegründet worden sein soll.

Fabrice Mazliah Lichtdesign und technische Leitung Harry Schulz Sounddesign Johannes

Helberger Assistenz und Mitarbeit

Roberta Mosca, Claudia Voigt Assistenz Gianna Varbanova Produktion Johanna Milz Produktion Mamaza, Cie Projet 11 Koproduktion steirischer herbst, Künstlerhaus Mousonturm Gefördert durch Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes, Swiss Arts Council Pro Helvetia, City of Geneva, Republic and Canton of Geneva, Nationale Performance Netz Gastspielförderung Tanz International aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags

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Der „Garden State“ versteht sich als öffentlicher Ort, der allen Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung steht und unterschiedliche Aktivitäten von Yoga und Meditation bis hin zu Konzerten, Performances und Filmvorführungen beheimaten kann. Neben den Workshops der Akademie und der zweitägigen Konferenz lädt der „Garden State“ zum Austausch und Entdecken, zum Lesen, zum Singen, zum Musizieren oder dazu ein, zufällig Teil einer kleinen Inter­ vention zu werden.

47% Gem einsch

aftsgarte n 29% T opfpflanz en 24% autonom e Zone


herbst-Akademie

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G Theorie / Diskurs / Workshop O Graz / Arrival Zone

Jochen Becker / Daniel Kötter / metroZones (DE) Chinafrika. Under Construction Workshop 1

Sowohl China als auch der afrikanische Kontinent gelten als die Weltregionen, in denen aktuell die Zukunft der Globalisierung formuliert wird. Das Recherche­ und Kunstprojekt „Chinafrika. Under Construction“ untersucht seit mehreren Jahren die kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Regionen und porträtiert einen Prozess, der nicht zuletzt auch die Rolle Europas grundlegend verändert. Der Workshop veranschaulicht mit vielfältigem Recherche­ und dokumentarischem Filmmaterial aus Guangzhou, Lagos, Hongkong, Lubumbashi und anderen Regionen die kulturellen und ökonomischen Verschiebungen dieses transnationalen Prozesses. Mit Gästen aus China, Afrika sowie der Steiermark gehen die Teilnehmenden theoretischen und alltagspraktischen Erfahrungen mit dem Phänomen Chinafrika auf den Grund. Im Workshop­Raum werden ausgewählte Materialien und Filme auch in Form einer Ausstellung bis Sonntag 09/10 präsentiert. % 50

Do 06/10 & Fr 07/10

In deutscher und englischer Sprache Mit Jochen Becker (DE), Daniel

Kötter (DE), internationale Gäste „Chinafrika. Under Construction“ ➜ 42 In Zusammenarbeit mit Haus der Architektur Mit der Unterstützung von metroZones e.V., Goethe-Institut Lagos, TURN

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% 50

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Anmeldung und weitere Informationen unter academy@steirischerherbst.at Anmeldeschluss Fr 15/07 „Welcome to the former West“ ➜ 45 47


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herbst-Akademie G Theorie / Diskurs / Workshop O Graz / Arrival Zone

Marianne Bechhaus-Gerst (DE) Critical Whiteness and more Workshop 2

Do 06/10 & Fr 07/10

In englischer Sprache Mit Marianne Bechhaus-Gerst (DE)

Was bedeutet es eigentlich, weiß zu sein? Diese scheinbar banale Frage wird nach wie vor selten gestellt. Die meisten Menschen, die sich selbst als weiß definieren, haben über ihr eigenes Weißsein noch nie nachgedacht, weil sie es implizit als Norm begreifen, von der alle abweichen, die nicht weiß sind. Weißsein bleibt fast immer unmarkiert und unreflektiert – denn Thema sind meistens die Anderen. Dabei ist Weißsein ganz eindeutig mit Privilegien und Machtverhältnissen verbunden, die die Beziehungen und Interaktionen mit sogenannten „anders seienden“ Menschen prägen. Im Workshop der Afrikanistik­Professorin Marianne Bechhaus­Gerst reflektieren die Teilnehmenden darüber, wie es ist, weiß oder nicht weiß zu sein, und über ihre Erfahrungen damit. So wird das Weißsein als konstruierte Machtkategorie sichtbar gemacht. Wo lässt sich weiße Macht in der Alltagskultur ausmachen? Und können Weiße sich entscheiden, aus dem Weißsein auszusteigen?

Rolando Vazquez (NL/MX) From Modernity to the Decolonial Workshop 3

Do 06/10 & Fr 07/10

In englischer Sprache Mit Rolando Vazquez (NL/MX)

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Der Workshop des mexikanisch­niederländischen Soziologen Rolando Vazquez befasst sich mit der dekolonialen Kritik der westlichen Moderne und zeigt, wie die Kolonialisierung im alltäglichen Leben eingelagert ist. Im Dialog mit den Teilnehmenden hinterfragt Vazquez das gängige Verständnis von Fortschritt, Entwicklung und Konsum, das ganz selbst­ verständlich Formen von Armut, Verleugnung, Ausbeutung und Auslöschung impliziert. Im Setting des „Garden State“ soll herausgearbeitet werden, inwieweit die moderne Auf­ fassung im Gegensatz zu Formen von Gemeinschaftlichkeit, Verantwortung und moralisch vertretbarem Leben steht. Die dekoloniale Option zeigt Fragen, welche bisher vom moder­ nen Kanon ausgeschlossen wurden, auf. Wie gelingt es, zu einem Miteinander und einem Zuhören zurückzufinden, das tatsächlich interkulturelle Perspektiven eröffnet?


herbst-Akademie

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G Theorie / Diskurs / Workshop O Graz / Arrival Zone

Marjetica Potrč (DE/SI) Participating in World Building Workshop 4

Für Marjetica Potrč ist die Aneignung von Raum durch lokale Communities – sei es im Regenwald oder mitten in der Stadt – essenziell für den Aufbau einer neuen Bürgerschaft. Was ist die neue Rolle von Künstlerinnen und Künstlern bei Community­basierenden Projekten? Wie können sie Bedürfnisse lokaler Gruppen unterstützen, ohne eigene Ideen aufzuzwingen? Wie sollen sie mit lokalen Gruppen, Institutionen und Behörden interagieren?

Do 06/10 & Fr 07/10

In englischer Sprache „New Graz“ ➜ 40 Mit Marjetica Potrč (DE/SI)

Und – entscheidend – was ist die Rolle der Anrainerinnen und Anrainer selbst, im Formen ihres eigenen Umfelds? Die in Ljubljana und Berlin lebende und international arbeitende slowenische Künstlerin berichtet aus ihrer Praxis und lädt die Teilnehmenden ein, ebenfalls Beispiele und eigene Erfah­ rungen einzubringen und diese inmitten der Ausstellung „New Graz“ im Kunstverein < rotor > zu diskutieren.

% 50

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% 50

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Anmeldung und weitere Informationen unter academy@steirischerherbst.at Anmeldeschluss Fr 15/07 „Welcome to the former West“ ➜ 45 49


club panamur G Musik / Architektur / Tanz / Treffpunkt

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100% Pop-up-Club

O Graz

Der club panamur lockt an den vier Festival-Wochenenden mit einem transnationalen Musikprogramm und subversiv verspielter Architektur ins Orpheum. Mit dem club panamur öffnet sich ein temporärer Club­Ort, ein Pop­up­Retreat für die Festivalnächte, ein Treffpunkt jenseits der Genre­Schubladen der Musikindustrie. Das Musikprogramm wirft einen Blick auf die Schnittmengen globaler Musik­ und Clubkulturen und rückt hybride Musik­ formen, Grenzüberschreitung und die Vermischung von Sounds, Genres und Arbeitsweisen in den Fokus. Tambutronic aus der Karibik, äthiopischer Funk und schamanistischer Rave, Cold Wave aus Japan, Psychedelic Pop aus Bahrain und unterschiedlichste DJ­Kollektive aus Kairo, Berlin und Lissabon: Mit elf Konzerten und DJ­Näch­ ten lädt der club panamur internationale Musikerinnen und Musiker nach Graz ein, ihre jeweilige Szene für eine Nacht zu beschwören. Eigens für diese Nächte schaffen der Künstler Georg Klüver­Pfandtner und der Architekt Stefan Beer einen schillernden, vitalen Clubparasiten, der sich raumgreifend in seinen Wirt – das Orpheum – hineingräbt und den bekannten Aufführungsort spielerisch und subversiv unterwandert. Die Künstler „queeren“ die Räume, verlegen Zugänge, drehen bekannte Sichtachsen und Maßstäbe und schaffen im Herzen des Clubs einen düster glamourösen Dancefloor.

24/09 – 15/10 Do 21.30 – 01.00, Fr & Sa 21.30 – 03.00 & So 25/09, 21.30 – 01.00 Orpheum Von Stefan Beer (AT) –

junger_beer, Georg Klüver-Pfandtner (AT) Auftragswerk steirischer herbst Projektsponsoren digitalis, Synthesa Chemie Gesellschaft, Attensam

Herrn Manfreds Kalaschnikows Sa 15/10, 23.00 Orpheum Eintritt frei Mit Manfred Goger (AT),

Veronica Kaup-Hasler (AT), Lahsen Laley (AT)

Auch das Foyer lädt zum Verweilen ein und beherbergt eine improvisierte Laubenschenke, die in ihrer Erschei­ nungsform Zitate der traditionellen Buschenschank­Ästhetik aufgreift, diese jedoch überhöht, verfremdet und mit absur­ den Objektarrangements humorvoll mixt.

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Kuenta i Tambu / Sarah Farina G Musik / Treffpunkt O Graz / club panamur

Sa 24/09, ab 21.30 Orpheum Extra 22.00 Kuenta i Tambu, live (NL) Anschließend Sarah Farina, DJ (DE) 8€

56% Global Bass 22% Curaçao 22% Berlin

Mit angesagter Bass Music aus Amsterdam und Berlin geben Kuenta i Tambu am Eröffnungswochenende des steirischen herbst den Rhythmus vor, Sarah Farina legt auf.

Auch wenn die Musik von Kuenta i Tambu („Geschichten und Trommeln“) so frisch klingt wie beispielsweise die von M.I.A oder Major Lazer, finden sich auf der karibischen Insel Curaçao ihre jahrhundertealten Wurzeln. Curaçao, erst spa­ nische, dann holländische Kolonie und Sklavenumschlag­ platz, hat doch vor allem eine afrikanisch geprägte Kultur: Der Sound des Tambú ist charakteristisch für die Insel, daher nennt die Amsterdamer Band das, was sie mit diesem rhythmischen Erbe und den Einflüssen aktueller Bass Music und holländischer Club­Kultur macht, Tambutronic. Das Quintett um den Gründer und Perkussionisten Roël Calister und die charismatische Sängerin Diamanta von Lieshdek begeistert mit tropischen Beats und einer energiegeladenen Live­Show zwischen Hip Hop, Electro und Global Bass. Gleichermaßen fasziniert von Bass Music zeigt sich Sarah Farina. Ihre Expertise in Jungle, Hip Hop, UK Funky und futuristischem Footwork mit Ausreißern Richtung R’n’B macht die Berlinerin derzeit zu einer der gefragtesten und sympathischsten DJs in einer Stadt, deren düsterer Tech­ no­Kultur sie mit Unbeschwertheit und Offenheit entgegen­ tritt. Sarah Farina, so heißt es, sprüht Positivität selbst über den dunkelsten Bass.

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Moddi plays Unsongs G Musik / Treffpunkt O Graz / club panamur

stöbern 100% Verboten

Verboten gut: Pål Moddi Knutsen hat politische Lieder von den schwarzen Listen der Welt gesammelt. Der norwegische Singer­Songwriter kehrt mit einem besonderen Projekt zum steirischen herbst zurück. Ein Jahr hat er damit verbracht, verbotene Songs aus aller Welt zusammenzutragen, zu übersetzen und neu zu interpretieren. So wurde sein neues Album „Unsongs“ zu einer bewegenden Sammlung politischer Lieder aus Algerien, Libanon, China, Vietnam, Norwegen, Mexico, Chile, USA, Israel, Russland und Großbritannien. Moddi stellt damit Fragen zur Funktionsweise von Zensur, ehrt diejenigen, die diese Lieder schreiben und spielen für ihre Courage und geht mit der Veröffentlichung der Songs selbst das Risiko von Auftrittsverboten und Zensur ein. Im club panamur präsentiert er seine Sammlung live.

Group A

So 25/09, ab 21.30 Orpheum Extra 22.00 Moddi, live (NO) Anschließend Marmo & Harmlos (Pomeranze), DJ (AT) 8€

Halbpreispass Um nur 5 € besuchen Sie alle club panamurVeranstaltungen zum halben Preis.

G Musik / Treffpunkt O Graz / club panamur

In London liefen sich Tommi Tokyo und Sayaka Botanic das erste Mal über den Weg, doch gegründet haben sie die Band Group A in ihrer Heimatstadt Tokio. Beide Orte sind charakte­ ristisch für den Sound des Duos: Unterkühlte Industrial Music à la Throbbing Gristle oder Cabaret Voltaire verbindet sich mit einem in Japan seit jeher gedeihenden und besonders radikal interpretierten Noise­Rock zu multimedialer Performance­Kunst. Mit Synthesizer, Stimme und Geige entsteht der Soundtrack zu den visuell kontrastreichen Auftritten der Band, die sich vor flimmernden Projektionen, in avantgardistischen Kostümen und stets – so ihr plakatives Markenzeichen – asiatischen Kegelhüten präsentiert.

Do 29/09, ab 21.30 Orpheum Extra 22.00 Group A, live (JP) Anschließend Minou Oram, DJ (AT) 8€

45% Tokio 28% Performance-Art 27% Industrial 53


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Heterocetera

feat. Lotic / Kablam / Why Be G Musik / Treffpunkt O Graz / club panamur

Fr 30/09, ab 21.30 Orpheum Extra 22.00 Lotic, live (US), Kablam,

DJ (SE), Why Be, DJ (DK/KP) 8€ In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe. Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union Kablam ist SHAPE Künstlerin.

49% Dystopie 26% Post-Digital 25% Pop

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Die eklektischen Club-Sounds von Lotic, Kablam und Why Be stellen Genregrenzen nicht nur in Frage, sondern gehen ganz aktiv gegen sie an. Um das Berliner Club­ und Labelkollektiv Janus hat sich in den letzten Jahren eine einzigartig heterogene und grenzenlos experimen­ tierfreudige Szene von internationalen DJs und Producern elektronischer Musik geschart. Diesen neuen Berliner Sound treffend zu beschreiben, ist kaum möglich, so divers wird gearbeitet und kollaboriert. Schon innerhalb nur eines DJ­Sets sind Techno, R’n’B, Trance oder Popmusik gleicherma­ ßen oder gar gleichzeitig möglich. Der CD­Player wird als Instrument begriffen, bis zu vier Klangquellen laufen parallel. Die dystopischen, gar apokalyptischen Klänge des aus Houston, Texas, stammenden Produzenten Lotic sind auf seinen gefeierten Mixtapes und EPs sowie auf diversen Remixen, u. a. für die isländische Künstlerin Björk, zu hören. Die Schwedin Kablam zeichnet sich vor allem durch ihre Unvoreingenommenheit aus: Sie begreift den Club als Test­ feld, manipuliert digitale Tracks, kontrastiert verschiedenste Stile und führt so die Elemente und Stimmungen im Raum zusammen. Experimentelle Klangcollagen liefert auch der in Korea geborene und in Dänemark aufgewachsene Why Be. Seine Sets sind hektisch, kathartisch, kompromisslos und, genau wie bei Lotic und Kablam, zwingend tanzbar.


Flamingods

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G Musik / Treffpunkt O Graz / club panamur

Aus asiatischen Klängen und afrikanischen Rhythmen weben die Flamingods psychedelisch-interkontinentale Popsongs.

Do 06/10, ab 21.30 Orpheum Extra 22.00 Flamingods, live (GB/BH) Anschließend DJ Moe (AT) 8€

Halbpreispass Um nur 5 € besuchen Sie alle club panamurVeranstaltungen zum halben Preis.

Die Flamingods sind im produktivsten Sinne heimatlos. Seit Bandgründer Kamal Rasool aufgrund einer Änderung im Aufenthaltsgesetz seinen Studienort London verlassen und zurück nach Bahrain gehen musste, agiert seine Band Flamingods interkontinental. Die ungewöhnliche Werk­ zeugkiste des 2009 gegründeten Quintetts ist eine vielseitige Instrumentensammlung aus Ländern wie Nepal, Thailand, Indonesien, Türkei, Japan und Tansania. Aus asiatischen Klangtexturen, afrikanischen Rhythmen und einem ausgeprägten Gespür für Popsongs weben die Flamingods einen bunten psychedelischen Teppich; den Sound ihrer Einflüsse von Animal Collective bis Deerhunter erweitern sie eindrucksvoll um eine spirituelle Kategorie. Oft vollführen die Flamingods ihre weltumspannenden Experimente digital im Internet – zum steirischen herbst kommen sie greifbar und höchstpersönlich.

46%

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Aïsha Devi / Dis Fig G Musik / Treffpunkt O Graz / club panamur

Fr 07/10, ab 21.30 Orpheum Extra 22.00 Aïsha Devi, live / visuals

(CH) Anschließend Dis Fig (DE/US) 8€

Halbpreispass Um nur 5 € besuchen Sie alle club panamurVeranstaltungen zum halben Preis.

Orient und Okzident treffen sich in der Künstlerpersönlichkeit von Aïsha Devi. Die nepalesische Schweizerin lässt ihre intensive Stimme hören, bevor die New Yorkerin Dis Fig Street Culture mit Digitalästhetik kontrastiert. Wer die Musik der Schweizerin Aïsha Devi ergründen will, muss sich mit ihrer Familiengeschichte beschäftigen. Ihr Debutalbum „Of Matter and Spirit“ ist nach einem Buch ihres Großvaters benannt, der als Physiker am CERN arbei­ tete, die Wurzeln ihrer Familie liegen allerdings in Nepal und Tibet. Die Pole westlicher Technologie und fernöstlicher Spiritualität führt Devi in ihrer Musik zusammen. Die klassisch ausgebildete Sängerin gibt sich einer intensiven Metamorphose hin, ihr Rave­Schamanismus führt sie auf eine transzendentale Reise entlang düsterer Beats, pulsieren­ der Synthesizer und digital manipulierter Stimmschichten à la Grimes, The Knife und Björk. Visuell begleitet wird Devi vom französischen Künstler Emile Barret, dessen Fotografie neben der Kollaboration mit dem chinesischen Performance­ Künstler Tianzhuo Chen integraler Bestandteil von Devis faszinierendem Erscheinungsbild ist.

25% Rave 25% Schamanismus 25% Street 25% Internet

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Grenzen zu überwinden wurde der in den USA geborenen chinesischen Künstlerin Dis Fig schon in die Wiege gelegt. In ihren DJ­Sets verfolgt sie diesen Weg weiter, kreuzt die rauen Club­Sounds von Grime, Baile und Jersey mit Rap und R&B, verschmilzt den Sound der Straße mit digitaler Hochglanzästhetik. Immer neue Inspirationen findet sie z. B. in ihrer Radio­Sendung Call Dibs, die sich mit experimen­ tellen (De­)Konstruktionen von internationaler Club­Musik auseinandersetzt.


Kairo is Koming

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feat. Bosaina / Ismael / Naa / Hussein Sherbini / $$$Tag$$$ / Zuli G Musik / Treffpunkt O Graz / club panamur

Kairo kommt zum steirischen herbst und eröffnet erstaunliche Einblicke in die pulsierende ägyptische Clubszene.

Sa 08/10, ab 21.30 Orpheum Extra 22.00 $$$TAG$$$ (EG),

Bosaina (EG), Hussein Sherbini (EG), Ismael (EG), NAA (EG), Zuli (EG) 8€

Unter dem Motto „Kairo is Koming“ – auch gerne einfach als KIK bezeichnet – exportiert ein Kollektiv von fünf Künstlern und einer Künstlerin aus der ägyptischen Hauptstadt ihre Version elektronischer Clubmusik. Und mit Clubs haben die sechs Erfahrung, sind unter ihnen doch die Gründer von VENT, des wohl experimentellsten und spannendsten Ortes im Kairoer Nachtleben. Mit VENT wurde im Angesicht autoritärer Einflussnahme eine sowohl musikalische als auch politisch einzigartige Oase geschaffen, ein fast utopischer Treffpunkt des ägyptischen Undergrounds. Dass die ägyptische Szene offener, interessanter und vernetzter ist denn je, zeigt der Einblick via „Kairo is Koming“. Mit Veröffentlichungen auf international beachteten Labels wie Opal Tapes oder Kitsuné haben die sechs von sich reden gemacht, daneben betreiben sie eine professionelle Musikakademie. „Kairo is Koming“ ist Teil einer globalen Club­ und Musikkultur, deren ständiger Ideenaustausch sich erfolgreich über kulturelle und politische Grenzen hinwegsetzt.

50% Kairo 50% Underground

Den kollektiven Live­Shows von $$$Tag$$$, Bosaina, Hussein Sherbini, Zuli, Naa und Ismael liegt ein progressiver Entwurf von elektronischer Live­Club­Musik zugrunde, welcher westliche und kommerzielle Erwartungen an orien­ talische Musik ins Leere laufen lässt. 57


Perera Elsewhere

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G Musik / Treffpunkt O Graz / club panamur

In ihrem Soloprojekt vereint Sasha Perera experimentellen Ambient Pop mit akustischen Sounds und einer Prise Trip Hop.

Do 13/10, ab 21.30 Orpheum Extra 22.00 Perera Elsewhere, live /

visuals (DE/GB) Anschließend disko404, DJs (AT) 8€

Halbpreispass Um nur 5 € besuchen Sie alle club panamurVeranstaltungen zum halben Preis.

40%

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Trip Ho p

Als Kind sri­lankischer Eltern in London geboren und aufgewachsen, sozialisiert von Dub und Notting Hill Carnival, ist Sasha Perera im Jahr 2000 in Berlin gestrandet und hat von dort aus als Sängerin der Band Jahcoozi nachhaltig die Club­Kultur beeinflusst. Anderswo verorten möchte sich Perera allerdings mit ihrem Solo­Projekt „Perera Elsewhere“, dessen verwaschener Sound, politische Texte und postdigitale Ästhetik seit ihrem Debütalbum „Everlast“ international Wogen schlägt. Auf Reisen sammelt Perera klangliche Inspirationen und vermengt diese mit einer Prise Trip Hop zu einer grenzübergreifenden Popmusik. Bebildert wird ihr Auftritt vom Videokünstler und Grafikdesigner Kévin Bray. 20%

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20%

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20%

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Noite Príncípe

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feat. DJ Nigga Fox / DJ Firmeza / Nidia Minaj G Musik / Treffpunkt O Graz / club panamur

Das Lissabonner Label Príncípe Discos sorgt mit seinen jungen DJs für neue Klänge und rhythmischen Tanzzwang. Batida heißt der Sound der Lissa­ bonner Vorstädte – eine ungeahnte Kreuzung aus den Polyrhythmen des angolanischen Kuduro, Afro­ House, Tarraxinha und europäischer Clubmusik; ein vielschichtiger, abwechslungsreicher Hybrid, ein Befreiungsschlag vom monotonen Techno und ein Garant für durchge­ tanzte Nächte. Dabei ist Batida mehr als nur ein Musikstil, er ist Motor eines neuen Gemeinschafts­ und Identitätsgefühls in den Randbezir­ ken und dabei über Lissabon hinaus Ausdruck eines neuen, globalen Verständnisses von Club­Kultur. Die Offenheit, mit der eine junge Gene­ ration von Producern und DJs diesen scheinbar völlig neuen Klang kreiert, hat sie auf die Favoritenlisten der Musikmagazine und hinter DJ­Pulte von Berlin bis Mexico City befördert. Radiohead­Sänger Thom Yorke ist Fan, das Londoner Warp­Label würdigte die Szene mit einer eigenen Serie von Veröffentlichungen. Zu Gast sind drei Protagonisten des Lissabonner Labels Príncípe Discos, des Inkubators der Szene. In den 90ern geboren, repräsentieren sie die aktuellste Inkarnation des Phänomens und dabei drei sehr eigene Auslegungen des neuen Sounds: Die knapp 20­jährige Nidia Minaj beherrscht die schnellen Rhythmen und experimentiert neuerdings mit knorrig verzerrten Sounds. DJ Firmeza gilt als technisch versiert und spielt hauptsächlich seine eigene von Drums getriebene Musik. DJ Nigga Fox schließlich hat sein Debütalbum durchaus passend „O Meu Estilo“ genannt, „Mein Stil“ und entfaltet zwischen Waldidyll und Synthesizer tatsächlich einen einzigartigen Sound.

Fr 14/10, ab 21.30 Orpheum Extra 22.00 DJ Firmeza (PT), DJ Nigga

Fox (AO), Nidia Minaj, DJ (PT) 8€

62% Batida 19% Lissabon 19% Angola

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Hailu Mergia with Tony Buck & Mike Majkowski / Chris Menist G Musik / Treffpunkt O Graz / club panamur

Sa 15/10, ab 21.30 Orpheum Extra 22.00 Hailu Mergia with

Ein legendärer Keyboarder aus Äthiopien und ein Archäologe unter den DJs beschließen die Clubreihe des Festivals.

Tony Buck & Mike Majkowski, live (ET/AU) Anschließend Chris Menist, DJ (US) 8€

50% Legendär 25% Awesome Tapes from Africa 25% Raritäten

60

In den 1970er­Jahren war Hailu Mergia ein Star: Als Keyboarder der legendären Walias Band jammte er in den Hotels von Addis Abeba mit Legenden wie Duke Ellington und Manu Dibango. Eine US­Tour nutzte Mergia, um dem Mengistu­Regime in Äthiopien zu entfliehen. Seitdem lebt er als Taxifahrer in Washington, D.C. Dem Label Awesome Tapes from Africa ist die Auferstehung von Mergias einzigartiger Musik zu verdanken, die Wiederveröffentlichungen des Albums „Hailu Mergia & His Classical Instrument“ (1985) und der für astronomische Summen gehandelten Platte „Tche Belew“ (1977) sorgten für Furore. Nun ist Mergia wieder unterwegs, und das mit den australischen Ausnahmemusikern Tony Buck (The Necks) am Schlagzeug und Mike Majkowski am Kontrabass. Mergias Musik ist hypnotisch, futuristisch und nostalgisch zugleich, die intensiven Konzerte des Trios sind absolute Ausnahmeerlebnisse. Als Gastgeber der Paradise­Bangkok­Club­Nächte und Per­ kussionist der Paradise Bangkok Molam International Band durchforscht der Amerikaner Chris Menist Plattenkisten zwischen Asien, Afrika und der Karibik. Was Menist findet, landet auf den von ihm kuratierten Zusammenstellungen für Labels wie Soundway und Finders Keepers, und als DJ teilt er seine seltenen Funde: So wird der steirische herbst 2016 auf der Tanzfläche mit Psychedelischem aus Thailand, pakista­ nischem Elektropop und jeminitischen 7­Inches würdig zu Ende gebracht.


Natalie Ofenböck & Der Nino aus Wien (AT) Das grüne Album

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Eine Wiener Reise durch die Steiermark G Musik / Literatur

O Leibnitz / Graz / Allerheiligen bei Wildon / Leutschach

Auf ihrer musikalischen Reise durch Stadt und Land vereinen Natalie Ofenböck und Der Nino aus Wien steirische und wienerische Klänge – ein Album wie ein Road-Movie. Die Steiermark und Wien – da liegen Welten dazwischen. Aber worin genau bestehen eigentlich die Unterschiede? Um das herauszufinden, haben sich Natalie Ofenböck und Nino Mandl, bekannt als Der Nino aus Wien, auf die Reise durch die Steiermark begeben. Nach denkwürdigen Erlebnissen zwischen Mariazell und Spielfeld ist dabei ein gutes Dut­ zend Lieder entstanden, inspiriert von Weinverkostungen, Konditorei­ und Kirchenbesuchen, Grenzlandeinkaufszen­ trumkaffeehäusern und Gesprächen mit Bürgermeistern, Betrunkenen und anderen. Angelehnt an die traditionelle Volksmusik haben Ofenböck und Mandl steirische Musiker und Musikerinnen eingeladen, sie auf Knöpferlharmonika, Tuba oder Hackbrett zu begleiten. Aber auch die vertrauten Wiener Rock’n’Roller, mit denen sie seit Jahren zusammenarbeiten, tragen zum einzigartigen Sound der entstandenen CD bei. Im Begleitbuch hat Natalie Ofenböck Eindrücke und Augenblicke in poetischen Illust­ rationen festgehalten. Wer triumphiert: die wunderschönen Hügel der Südsteiermark oder das schwarze Herz der grauen Wohnhäuser Wiens? Simmering oder Semmering?

Albumrelease Fr 30/09, 22.00 Marenzikeller Leibnitz 8€ Sa 01/10, ab 21.30 Orpheum Extra 8€

Anschließend Sir Tralala, DJ (AT) Fr 07/10, 19.30 Heurigenschank Fedl Allerheiligen bei Wildon 8€

Anschließend steirischmusikalischer Ausklang Sa 08/10, 19.30 Kniely Haus Leutschach 8€

Anschließend Favela Gold, DJ (AT) „Randnotizen“ ➜ 76 Gesang, Text, Komposition und Illustration Natalie

Ofenböck (AT) Gesang, Text und Komposition Nino Mandl (AT)

Auftragswerk steirischer herbst Stadt trifft auf Land, scheu trifft auf leutselig, Klischees auf Wahrheitsgehalt. Eine Reise durch die Steiermark als Reise durch sich selbst und als Ankunft zu Hause. Beim steirischen herbst wird diese Reise erlebbar, wenn Natalie Ofenböck und Der Nino aus Wien ihre styrio­viennalen Songs in vier Kon­ zerten live präsentieren – in unterschiedlichen Formationen, aber nie ohne steirische Harmonika.

44% Road-Trip 28% Populärkultur 28% Steiermark

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stöbern

musikprotokoll 2016 Musikalische Kartografien Vorwort Elke Tschaikner G Musik O Graz

06/10 – 09/10 Festivalpass 64 € Tagespass Do 06/10 19 € Tagespass Fr 07/10 24 € Tagespass Sa 08/10 19 € Tagespass So 09/10 14 € Leitung Elke Tschaikner (AT) Kuratiert von Susanna

Niedermayr (AT), Elke Tschaikner (AT), Christian Scheib (AT) & Fränk Zimmer (AT/LU) //musikprotokoll.orf.at Produktion steirischer herbst, ORF Radio Österreich 1, ORF Landesstudio Steiermark In Kooperation mit OÖ kulturquartier, Kunsthaus Graz, Kunstuniversität Graz, Ö1 Kunstradio, die andere saite, Conto musicale, Landesschulrat für Steiermark, esc medien kunst labor, Deutschlandradio Kultur – Hörspiel/ Klangkunst, CTM Festival, SoCCoS – the Sound of Culture, the Culture of Sound initiative, Goethe Institut, SHAPE – Heterogeneous Art and Performance in Europe, ICAS – International Cities of Advanced Sound Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union, Stadt Graz, Ernst von Siemens Musikstiftung

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Unsere persönlichen kulturellen Landkarten gehören von Zeit zu Zeit auf terrae incognitae überprüft. Wo endet oder beginnt denn zum Beispiel unser Begriff von sogenannter „alter Musik“? Barock? Renaissance? Bei Musik aus dem 13. und 14. Jahrhundert wird die Landkarte aber meist schon etwas skizzenhafter. Und frühes Mittelalter fühlt sich mitunter geradezu fremd an. Welche Entdeckungen sind da möglich, wenn das Vokal­ ensemble NOVA beim musikprotokoll sehr alte und ganz neue Musik in ein Vexierspiel der Wahrnehmung versetzt! Verschiebung kultureller Kartografien also mit dem Faktor Zeit. Das musikprotokoll 2016 dehnt unseren Globus der verzeichneten Musikwelten in alle Richtungen. Die Komponisten Bernhard Lang und Gerhard E. Winkler beispielsweise versehen Schuberts „Winterreise“ mit ungeahnten Topografien, Renald Deppe vermisst gemeinsam mit dem in Teheran geborenen Komponisten und Elektronik­ musiker Hassan Zanjirani Farahani Neuland, Deena Abdelwahed verortet ihre Kunst im Koordinatensystem zwischen Tunesien und Westeuropa, der 85­jährige Komponist Alvin Lucier begibt sich auf jene schmalen Wege, die die Bewegungen des Bogenarmes eines Cellisten vorzeichnen, Performer Blixa Bargeld manövriert sein Publikum über stimmliche und sprachliche Serpentinen, das ORF Radio­Symphonieorchester Wien und das Klangforum Wien besteigen in einer gemeinsamen Expedition den Gipfel klanggewaltiger Uraufführungen für Orchester und Ensemble, und mit dem Projekt SHAPE des Festivalnetzwerks ICAS – einer europäischen Plattform für innovative Musik und audiovisuelle Kunst – weist der Kompass auf junge, noch zu erforschende Musikszenen. Das musikprotokoll im steirischen herbst setzt die Segel, um auf der heurigen Reise in manch Verborgenes vorzudringen.


Die Logik der Engel

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Llullophon

G Musik / Installation O Graz

Nach einer mittelalterlichen Logikmaschine, die sogar Gott „beweisen“ kann, baut das musikprotokoll eine interaktive Klanginstallation im Kunsthaus. Das Vokalensemble NOVA verwendet das Llullophon, um ganz alte mit ganz neuer Musik zu vereinen.

29/09 – 30/10 Kunsthaus Graz / Space05 Di – So 10.00 – 17.00 Eintritt frei Eröffnung Do 29/09, 18.00

„Body Luggage“ ➜ 31 „Geknetetes Wissen“ ➜ 33 Konzert Sa 08/10, 21.00 Helmut List Halle Tagespass 19 € Mit Musik von Erin Gee (US/AT),

„Die Logik der Engel“ – das ist ferne Vokalmusik aus dem 13. und 14. Jahrhundert, das sind Miniatur­Uraufführungen aus dem Hier und Heute im Spiegelkabinett. Als Ausgangspunkt für diese spannende Zeitreise mit sechs Männerstimmen dient eine Idee des vor 700 Jahren verstorbenen mallorquini­ schen Philosophen und Theologen Ramon Llull. Llull beschreibt in seinem Buch „Ars magna“ eine Logik­ maschine, mit der es gelingen sollte, Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Mittels Drehung dreier mechanischer Scheiben konnten Begriffe kombiniert werden und ergaben so Sätze, die als Gottesbeweis gelten sollten. Mathematiker und Philosophen wie G.W. Leibniz (1646–1716) bezogen sich auf Llulls Logikmaschine, und die moderne Computer­ wissenschaft sieht in ihr ein frühes „generatives System“, einen Vorläufer moderner Rechnersysteme, die auf Algorith­ men beruhen. Beim musikprotokoll wird die Llull’sche Konzeption in eine interaktive Klanginstallation umgedeutet, in ein Llullo­ phon, das im Grazer Kunsthaus zu sehen, zu hören und zu bedienen ist. Die konzertante Version wird das auf sehr, sehr alte ebenso wie auf neue Musik spezialisierte Vokalensemble NOVA in der Helmut List Halle auf die Bühne bringen.

Rudolf Jungwirth (AT), Johannes Kerschbaumer (IT/AT), Mateu Mallondra (ES), Joanna Wozny (PL/AT), Agata Zubel (PL), Vito Žuraj (SI) Mit Vokalensemble NOVA (AT) Projektidee Elke Tschaikner (AT), Christian Scheib (AT), Fränk Zimmer (AT/LU) Installationskonzept und Realisation Fränk Zimmer (AT/LU) Software Thomas Musil (AT) Produktion ORF musikprotokoll Koproduktion Kunsthaus Graz, OÖ kulturquartier – Höhenrausch 2016

43% Klanginstallation 33% Logikmaschine 24% Konzert 63


stöbern

% 94

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6%

n me u l b hn Mo

L’Ocelle Mare G Musik / Installation O Graz

Die Mundharmonika ist angeschnallt, das Banjo in den Händen. Den Rhythmus gibt ein auf dem Boden zwischen den Schuhen des Musikers tickendes mechanisches Metronom an. Während das Publikum noch über die eben gehörten repetitiven Banjo­Blues­Harp­Akkordandeutungen sinniert, ist der französische Musiker Thomas Bonvalet alias L’Ocelle Mare in seinem Solo längst woanders. Inzwischen bedient er in seinem spannenden und gewitzten Improvisationsexkurs umgestimmte Gabeln, eine Concertina, eine Ukulele und getrocknete Mohnblumen. Aber auch seinen Körper wirft er ins Spiel, klatschend, stampfend, atmend. Ein Solo des als so exzentrisch wie erfinderisch und genial wahnsinnig beschriebenen L’Ocelle Mare kann vieles sein: soundtüftelnd, rhythmusintensiv, sinnlich, witzig. Ein Erlebnis ist es in jedem Fall.

Österreichische Erstaufführung Do 29/09, 19.30 Kunsthaus Graz Eintritt frei Mit L’Ocelle Mare (FR) In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union L’Ocelle Mare ist SHAPE Artist 2016.

Gil Delindro (PT) Voidness of Touch G Musik O Graz

Jeder Stein war einmal flüssig, nichts auf dieser Welt ist starr, alles verändert permanent seine Form, alles ist in Bewegung: Darauf macht Gil Delindro in seiner Kunst aufmerksam. Er bedient sich dabei einer Vielzahl an Medien – er zeichnet, fotografiert, macht Filme, Performances, Installationen und Musik. Zum Klang aber fühlt sich Delindro ganz besonders hingezogen. Gerne arbeitet er mit organischen Materialien, untersucht mit Händen und Kontaktmikrofonen ihre Ober­ flächenbeschaffenheit und mikroskopiert sie, immer auf den unmittelbaren Augenblick konzentriert. Sand, Wasser, Erde, Blätter – im Laufe der Jahre hat der Künstler während seiner zahlreichen Reisen alles Mögliche zusammengetragen. Auf der Suche nach Ortsspezifischem wird er im Vorfeld zu seinem Auftritt beim musikprotokoll aber auch den Grazer Schloßberg erkunden.

Österreichische Erstaufführung Do 06/10, 19.30 Dom im Berg Tagespass 19 € Mit Gil Delindro (PT) In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union Gil Delindro ist SHAPE Artist 2016.

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54% Klan gfläch

en 33% F eine Töne 13% Schlo ßberg


Susanna Gartmayer / Brigitta Bödenauer (AT) 2 Superheldinnen

stöbern

G Musik O Graz

Ob als Superheldinnen oder Burgfräulein, Brigitta Bödenauer und Susanna Gartmayer finden auch durch überraschende Bühnenpräsenz immer wieder neue musikalische Zugänge.

Do 06/10, 20.30 Dom im Berg Tagespass 19 € Mit Brigitta Bödenauer (AT),

Susanna Gartmayer (AT) In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union Susanna Gartmayer ist SHAPE Artist 2016.

Die eine spannt Klangstrukturen auf und führt ihre Hörerinnen und Hörer in die Tiefe des Raums, die andere reizt die vielschichtigen Tonqualitäten der Bass­ und Kontraaltklarinette aus: Mit Forschergeist, Präzision und Beharrlichkeit betreiben die beiden Musikerinnen Brigitta Bödenauer und Susanna Gartmayer ihre Suche nach immer wieder neuen Klängen und musikalischen Zugängen. Drei Qualitäten, die sie auch miteinander verbinden. Während Bödenauer als Experimentalfilmerin und Installa­ tionskünstlerin tätig ist, hat Gartmayer Druckgrafik studiert: zwei äußerst visuelle Zugänge zur Musik. Brigitta Bödenauer hat sich zudem als Veranstalterin und DJ in der Wiener Noise­ und Experimentalmusikszene einen Namen gemacht. Susanna Gartmayer arbeitet in den Bereichen Improvisation, experimentelle Rockmusik, zeitgenössische Musik und Multimedia­Soundperformance, außerdem ist sie Mitglied zahlreicher Ensembles, etwa beim Vegetable Orchestra. Ihr Duo­Projekt ist geprägt von einem gemeinsamen Interesse an Rhythmen und der Lust am Spiel mit der Bühnenpräsenz. Bei jedem Auftritt schlüpfen Gartmayer und Bödenauer in eine neue Rolle, die auch zu einer neuen Spiel­ haltung herausfordert, wenn sie etwa als Superheldinnen oder mumifizierte Burgfräulein vor ihr Publikum treten. In welche Rolle sie wohl beim musikprotokoll schlüpfen werden?

40% Klangräume 30% Rhythmus 30% Innovation

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Blixa Bargeld

Solo Vocal Performance G Musik / Performance O Graz

Do 06/10, 21.30 Dom im Berg Tagespass 19 €

Bargeld oder Legende: Der berühmte Frontman der Einstürzenden Neubauten präsentiert sich beim musikprotokoll puristisch und (fast) allein.

Mit Blixa Bargeld

50% Ikone 50% Live 0% Punk

„Andere sind reich – ich bin legendär“, konstatierte Blixa Bargeld vor einiger Zeit in einem Zeitungsinterview. Den monetären Wohlstand trägt der Multitalentierte jedenfalls im durchaus legendären Kunst­Nachnamen. Ein Name, dem man in den vergangenen Jahrzehnten auf verschiedensten, verschlungenen, prominenten und auch untergründigen Wegen des Künstlerischen begegnen konnte: Als Frontman der Einstürzenden Neubauten, als Gründungsmitglied der Band Nick Cave and the Bad Seeds, beim Festival Genialer Dilletanten 1981, bei den Salzburger Festspielen 2005, in Koproduktionen mit Heiner Müller, Peter Zadek und Teho Teardo. Nun debütiert der Musiker, Performance­Künstler, Kom­ ponist, Autor und Schauspieler beim musikprotokoll. In Graz ist er Purist und präsentiert ein (Fast­)Solo, unterstützt nur von seinem Tontechniker Boris Wilsdorf. Apropos Name: Das Pseudonym Bargeld ist eine Reverenz an den 1927 verstorbenen Dada­Künstler Johannes Theodor Baargeld. 2016 – genau 100 Jahre nach Begründung der Dada­Bewegung – ist die hinter diesem Wort stehende Hal­ tung für Akteure wie Blixa Bargeld keineswegs ein alter Hut, denn wie er in einem weiteren Interview einmal anmerkte: „Der zerstörerische Charakter ist heiter und freundlich, er kennt nur eine Devise: Platz schaffen.“

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60%

Andi Stecher (AT) austreiben/antreiben

Ko mp osi tio n

20%

G Musik O Graz

stöbern Per cht en

In den Stücken für sein Solo­Debüt erkundet Andi Stecher das musikalische Potenzial alpenländischer Perchtenläufe. Roh, erdig, kraftvoll, wild und urgewaltig waren Eigen­ schaftsmerkmale, für die der Musiker eine klangliche Entsprechung gesucht hat; Zustände, in die er sich beim Komponieren hineingedacht hat. Inspiriert haben ihn die Perchten aber auch als symbolische Wegbereiter der Fruchtbarkeit. Ist das Alte erst einmal ausgetrieben, kann das Neue angetrieben werden. Andi Stechers Solo­Debüt ist eine Verbeugung vor dem Rhythmus der Natur und eine feierliche Wertschätzung des Übergangs an sich, denn durch ihn gelangt auch das menschliche Leben immer wieder zu neuer Blüte. Beim musikprotokoll wird „austreiben/antrei­ ben“ erstmals in der Trioversion präsentiert, inklusive neuer bislang unveröffentlichter Stücke aus dieser Werkreihe.

20%

Urk raf t

Uraufführung Do 06/10, 23.00 Dom im Berg Tagespass 19 € Mit Katharina Ernst (AT),

Andi Stecher (AT), Antti Virtaranta (FI/US) In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe Andi Stecher ist SHAPE Artist 2016. Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union

auf molekularer ebene Moleküle orgeln

G Musik / Installation O Graz

Vierzehn Trompeten, vierzehn Posaunen, sieben Tuben: Constantin Lusers „Molekularorgel“ im Innenhof der Neuen Chemie der TU Graz ist eine einzigartige, verspielte und dennoch ernst gemeinte interaktive Röhrenskulptur und zugleich Instrumentarium für ein ganzes Blasorchester. 2010 wurde dieses wundersame Objekt im Rahmen des musikprotokoll eingeweiht, danach wurde es vorübergehend still um die Klangskulptur. Nun haben sich die Grazer Komponisten der Vereinigung die andere saite vorgenommen, die Molekularorgel mit neuem musikalischem Leben zu erfüllen. Die vom Posaunisten Daniel Riegler gegründete Formation Studio Dan wird die neun Uraufführungen für Molekularorgel interpretieren. Auf dass die Luftmoleküle endlich wieder heftig orgeln mögen.

Uraufführungen Fr 07/10, 17.00 TU Graz / Neue Chemie Eintritt frei Mit Kompositionen von

Helmut Dencker (AT), Klaus Dorfegger (AT), Florian Geßler (AT), Robert Gutmann (AT), Elisabeth Harnik (AT), Hannes Kerschbaumer (AT), Clemens Nachtmann (DE/AT), Dimitri Papageorgiou (GR), Ernst Christian Rinner (AT) Musikalische Leitung Daniel Riegler (AT), Studio Dan Produktion Verein die andere saite

ion 50% Komposit

50%

Klangskulptur

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ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Klangforum Wien (AT) Size Does Matter: Un Concert Grandiose G Musik O Graz

Uraufführung

Ein Gipfeltreffen: Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien begegnet dem Klangforum Wien.

Fr 07/10, 19.30 Helmut List Halle Tagespass 24 € Mit Kompositionen von

Zeynep Gedizlioğlu (TR), Vito Žuraj (SI) Mit Klangforum Wien (AT), ORF Radio-Symphonieorchester Wien (AT) Dirigent Johannes Kalitzke (DE) Gefördert von der Ernst von Siemens Musikstiftung

Ein Orchester und ein Solistenensemble, die beiden wichtigsten Klangkörper für zeitgenössische Musik in Österreich – das RSO Wien und das Klangforum Wien – gemeinsam auf einer Bühne. Diese extrem exquisite Konstellation ermöglicht den Weg zu einem künstlerischen Gipfeltreffen klassischer europäischer Moderne des frühen 21. Jahrhunderts. 33,3% Orchester 33,3% Solistenensemble 33,3% Gipfeltreffen

Alle Möglichkeiten eines gesamtorchestralen Klangsinns, kombiniert mit allen Möglichkeiten der Feinheiten eines ensemblehaften Solistenkollektivs bieten die Voraussetzung zu exzellenter neuer Musik und letztlich zu einem neuen Genre extrem intensiver Auseinandersetzung mit sowohl europäischer Musik(vor)geschichte als auch zu (er)findender Musik des beginnenden 21. Jahrhunderts. Die türkische Komponistin Zeynep Gedizlioğlu wurde mit einem zeitgenössischen „Concerto Grosso“ beauftragt, das beim musikprotokoll unter der Leitung von Johannes Kalitzke zur Uraufführung kommt. Ihr neues Stück ist ein Kompositionsauftrag von Radio Österreich 1 und musik­ protokoll. Auch der Slowene Vito Žuraj nimmt die Heraus­ forderung an, ein Stück für zwei grandiose Klangkörper zu erfinden. Sein Werk für Ensemble und Orchester verspricht dementsprechend ganzkörperliches Klangerleben und wird zum ersten Mal in Österreich zu hören sein.

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Alvin Lucier (US) Charles Curtis Quartet

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G Musik O Graz

Der 85-jährige US-Amerikaner Alvin Lucier hinterfragt die Einzelteile von Musik so lange, bis sie erst recht wieder ein großes Ganzes ergeben. Beim musikprotokoll folgt er dabei der Bewegung des Cellisten Charles Curtis.

Uraufführung Fr 07/10, 21.00 Helmut List Halle Tagespass 24 €

Der lateinische Begriff „com­ponere“ bedeutet „zusammen­ setzen“. In Europa wurde daraus das Wort für den Tonsetzer und die Tonsetzerin. Das Zusammensetzen mehr oder weniger vorgegebener Bausteine – von Tönen, Klangfarben, Rhythmen – ist deren Beruf. So betrachtet ist Alvin Lucier kein Komponist. Bauklötze zusammenzusetzen ist nämlich seine Sache nicht. Ganz im Gegenteil.

Mit Kompositionen von Alvin Lucier (US) Mit Charles Curtis Quartet (US/DE) Alvin Lucier Talk Fr 07/10, 10.00 Kunstuniversität Graz / Aula Eintritt frei

Luciers Sache ist es, die Bauklötze so lange zu hinter­ fragen, bis daraus Musik entsteht. Dann erzeugen Hirnwellen Per­ kussionsmusik und Drähte selbsttätig ein Endlossummen. Schallwellen begin­ nen miteinander zu spielen, Luciers Stimme durchmisst Räume und löst en passant dabei auch noch Sprache auf. In seinem berühmtesten Werk „I Am Sitting in a Room“ lotet er die Beziehung zwischen Stimme und Raum besonders pur und minimalistisch aus. Für das musikprotokoll 2016 macht sich der 85­jährige „Komponist“ noch einmal auf eine neue Reise. Die Bewe­ gung des Bogenarmes des Cellisten Charles Curtis dient diesmal als Ausgangpunkt – und als Endpunkt: Das Charles Curtis Quartet wird die Stücke von Alvin Lucier in Graz aufführen.

48%

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27%

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25%

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stöbern

one bubble muggle meets double trouble (DE/IR/AT) musik macht staunen. staunen macht frei. freiheit macht arbeit. arbeit macht arbeit! G Musik O Graz

Uraufführung Fr 07/10, 23.00 Helmut List Halle Tagespass 24 € Mit one bubble muggle meets

double trouble – Renald Deppe (DE), Hassan Z. Farahani (IR), Manu Mayr (AT)

52% Elektronik 33% Kollaboration 15% Störgeräusche

Trio-Premiere: Multitasker Renald Deppe tut sich erstmals mit einem Altmeister und einem Neumeister der Live-Elektronik zusammen. „Über die Verschie­ bung kultureller Kartografien“ heißt es im Untertitel zum steirischen herbst 2016. Die persönli­ che künstlerische Kartografie des Renald Deppe war immer schon schön verschoben – aufgrund seiner exzeptionellen, explorativen Energie, die stets in verschiedenste Richtungen drängt. Dies manifestiert sich zum Beispiel darin, dass Renald Deppe seit den 1970er­Jahren regelmäßig den Iran bereist und einen regen Austausch mit zeitgenössischen Musikschaffenden dieses scheinbar so abgeschlossenen Landes pflegt. Der 1987 in Teheran geborene Komponist und Elektronik­ musiker Hassan Zanjirani Farahani ist inzwischen einer der bevorzugten künstlerischen Partner von Renald Deppe. Da dieser als Saxofonist, Klarinettist, Lehrer, Denker, Autor, Künstler, Musiker, Reisender, Zeichner, Veranstalter, Improvisierender, Komponierender und Konzipierender stets von Forschungstrieb und Neugier bewegt wird, sind es oft Musikerinnen und Musiker jüngerer Generationen, die er zu Kollaborationen lädt. So ist die Triokonstellation beim musikprotokoll eine Premiere: Zu Deppe und Farahani gesellt sich der Kontra­ bassist Manu Mayr. Renald Deppe wird also ein weiteres Mal künstlerisches Neuland vermessen, Stör­ und Neben­ geräuschkalligrafie inklusive.

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Ö1 Klassiktreffpunkt live

50%

G Musik / Treffpunkt O Graz

Ges prä che

Die zeitgenössische Musik musste sich ihren Platz im Programm von Österreich 1 erst erobern. In diese Zeit fallen die ersten von Lothar Knessl gestalteten Sendun­ gen: Am Sonntag, 15. Okto­ ber 1967 um 23.10 berichtete er etwa über die experimentelle Musik des Warschauer Musikfestes. Genau ein Jahr später wurde das musikprotokoll als erstes Festival für zeitgenössische Musik Österreichs in Graz vom ORF gegründet. Lothar Knessl war natürlich dabei. Mit 89 ist er immer noch dabei, moderiert Sendungen, bereist Festivals, ist gespannt auf Uraufführungen, beobachtet die aktuellen Musikszenen wissend, kritisch und liebend. Als einer der Gäste von Albert Hosp beim „Ö1 Klassiktreffpunkt live“ aus Graz kann Lothar Knessl über ein viele Jahrzehnte langes Leben am Puls des jeweils Zeitgenössischen erzählen.

stöbern 50%

Mu sik

Sa 08/10, 10.00 Kunsthaus Graz / Space05 Eintritt frei Mit Albert Hosp (AT), im Gespräch mit Lothar Knessl (AT) u. a.

konfrontationen 6 The Next Generation! G Musik O Graz

Wer an Arithomanie, also Zählzwang leidet, sollte an diesem Nachmittag das musikprotokoll meiden. Grazer Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern erarbeiteten Werke, die sich mit musikalischen Zahlen auseinandersetzen. Bereits vor zwei Jahren waren die „konfrontationen“, ein Kulturvermittlungsprojekt, bei dem Kunstschaffende unterschiedlicher Sparten mit jungen Menschen gemeinsam künstlerische Konzepte realisieren, beim musikprotokoll zu Gast. Neben der grandios energiegeladenen Atmosphäre war bemerkenswert, was die Konstellation von kreativen Jugendlichen und ewigjungen Kreativen an ungewöhnlichen Ideen hervorbrachte. Ob es wieder so inspirierend wird? Man darf darauf zählen.

ität 30%

ativ 45% Kre

Uraufführungen Sa 08/10, 17.00 Dom im Berg Eintritt frei Mit Musikgymnasium Graz,

Stiftsgymnasium Admont, Ortweinschule, BRG Körösi u. a. Koproduktion Conto musicale, Landesschulrat für Steiermark, ORF musikprotokoll

g tendran 25% Ta n o ti a ip Partiz

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stöbern

Aleph Quartett (DE) Cold Songs G Musik O Graz

Uraufführung Sa 08/10, 19.30 Helmut List Halle Tagespass 19 € Mit Musik von Bernhard Lang

(AT), Gerhard E. Winkler (AT) Sa 08/10, 22.30 Helmut List Halle Tagespass 19 € Mit Musik von Martin

Smolka (CZ) Mit Aleph Quartett (DE), Daisy

Press (US) Das Werk von Gerhard E. Winkler ist musikprotokoll-Emil-BreisachKompositionsauftrag 2016.

Es gibt Musik, die nicht nur Interpreten, Interpretinnen und Publikum stets neu herausfordert und fasziniert, sondern auch eine besondere Strahlkraft auf immer neue komponierende Generationen ausübt. Eines dieser fast schon mystischen Monumente der Musikgeschichte ist Schuberts Liederzyklus „Winterreise“, der sowohl für Bernhard Lang als auch für Gerhard E. Winkler Inspiration und Ausgangspunkt ist. Die „Winterreise“ einmal als Cold Trip, einmal als Frostblues: Die Zugänge der beiden Komponisten zu Schuberts Original sind völlig unterschiedlich. Dessen ungeachtet wurden Bernhard Langs Komposition und Gerhard E. Winklers neues Stück beide für das Aleph Gitarrenquartett und die New Yorker Sängerin Daisy Press geschrieben. 65% Gita rrenqu

artett 35 % Win terreise

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Demi Broxa

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G Musik O Graz

Organisch klingende Elektronik trifft elektronisch klingende Vokalperformance: Demi Broxa führt eine Musikerin und einen Musiker zusammen, die seit vielen Jahren mit großer Akribie und Leidenschaft Klangforschung betreiben und dabei immer tiefer in die klanglichen Mikrokosmen ihrer Instrumente vordringen. Auf der Suche nach neuen Stimmsounds denkt Agnes Hvizdalek wie eine Elektronikmusikerin: in Strukturen, Frequenzen, Klangfarben, Höhen und Tiefen. Jakob Schneidewind, bekannt als Bassist von Elektro Guzzi, ist ein Meister im händischen Spinnen von Techno­Rhythmen, die mitunter auch bei Demi Broxa anklingen. Mit großem klanglichem Variantenreichtum reagiert er blitzschnell auf Hvizdaleks abrupte Soundwechsel. Manchmal gibt aber auch er die musikalische Richtung vor. Wohin es die beiden führt, entscheidet sich stets erst im Moment. Frei improvisierend lassen Demi Broxa in ihren Konzerten immer wieder neue Klanglandschaften entstehen.

44% Kla ngfo

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28% Sou nds

Sa 08/10, 23.00 Helmut List Halle Tagespass 19 € Mit Agnes Hvizdalek (AT), Jakob

Schneidewind (AT)

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Martin Hiendl (DE) Paradise G Musik / Performance / Installation O Graz

Uraufführung So 09/10, 19.30 MUMUTH Tagespass 14 € Komposition Martin

Hiendl (DE) Musikalische Leitung Beat

Furrer (AT), Dimitrios Polisoidis (AT), PPCM Regie Anna Borodina (RU), mdw Ausstattung Judith Selenko (AT), Kunstuniversität Graz – Institut Bühnengestaltung Leitung Produktion

Alexander Irmer (DE), Kunstuniversität Graz – Institut Musiktheater Weitere Vorstellungen Mo 10/10 & Di 11/10, 19.30 im abo@MUMUTH Martin Hiendl ist Johann-Joseph-FuxOpernkompositionspreisträger des Landes Steiermark. Produktion Kunstuniversität Graz In Kooperation mit ORF musikprotokoll

Von gespaltenen Ichs und hybriden Körpern: In Martin Hiendls begehbarer Operninstallation entscheidet das Publikum selbst, was es hören will. „The cyborg would not recog­ nize the Garden of Eden; it is not made of mud and cannot dream of returning to dust“, schreibt Donna Haraway in „A Cyborg Manifesto“. Inspiriert von diesem dystopischen Gedanken, schickt der deutsche Komponist Martin Hiendl in seiner Operninstallation für acht Stimmen, Ensemble, Elektronik und Video zwei Figuren auf die Suche nach ihrer natürlichen Stimme. Die eine – sie – könnte früher ein Cyborg gewesen sein, eine technologische Kreatur, eine menschliche Maschine, ein maschineller Mensch, ein Wesen ohne Geschlecht und dennoch von der Frage nach dem eigenen Ursprung umgetrieben. Sie zweifelt an ihrer Identität. Ihre Stimme ist nicht mehr das Symbol ihrer Eigenheit, sie ist zu einem Massenprodukt verkommen. Die andere – er/sie/es – ist eine neue Entität: ein Golem, Frankenstein oder Puppenspieler, ein belebtes Ding mit dem Streben nach Individualität. Zwischen ihnen entwickelt sich eine Beziehungsgeschichte, die vom Wesen und den Grenzen der Identität erzählt, von hybriden Körpern, zersplitterten Egos und dem Bedürfnis nach Anerkennung.

Wir befinden uns im „Paradise“, im Garten Eden, den wir nicht erkennen, den es nie gab: Er ist nichts als eine menschliche Idee – dem Cyborg gilt das Paradies nur als ein Wort, eine Kombination von acht Buchstaben. Diesen 34% Menschliche Maschinen Garten erleben wir als einen begehbaren Ort. „Paradise“ ist eine Oper, bei der die Szenen nicht chronologisch 23% Elektronik aufeinanderfolgen, sondern als begehbare Orte verräumlicht werden. Die Musik und die Körper bleiben diesen Räumen 8% Donna Haraway verhaftet, und so sind die Besucherinnen und Besucher eingeladen, selbst zu entscheiden, wann sie eine Szene betreten und wann sie die Szene wieder verlassen.

35% Oper

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Deena Abdelwahed (TN) All Hail Mother Internet

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G Musik / Performance O Graz

Ihre preisgekrönte Radiokunstperformance über die tunesische Lebenswelt der „Generation Y“ präsentiert die Musikerin und Künstlerin Deena Abdelwahed beim musikprotokoll. Wer wäre ich, würde es das Internet nicht geben? Auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage hat Deena Abdelwahed eine semitheatralische Radiokunstperformance entwickelt, die von jenen Konflikten erzählt, die die „Generation Y“ in Tunesien mit ihren Eltern tagtäglich auszufechten hat; von den fragilen, schnell brüchig werdenden jugendlichen Identitäten im Spannungsfeld zwischen traditionellem Islam und westlicher Moderne. „All Hail Mother Internet“ gewann einen der beiden Produktionspreise beim Radio Lab 2016 von Deutschlandradio Kultur und dem CTM Festival, das dieses Jahr als Reaktion auf eine immer strikter werdende Asylpolitik „Neue Geografien“ aufspannte und damit essentialistischen Kulturvorstellungen eine Absage erteilte.

Österreichische Erstaufführung So 09/10, 23.00 esc medien kunst labor Eintritt frei

„Zerstören“ ➜ 36 Konzept und Komposition

Deena Abdelwahed (TN) Koproduktion Deutschlandradio Kultur – Hörspiel/Klangkunst, CTM Festival In Kooperation mit Goethe-Institut, ORF musikprotokoll, Ö1 Kunstradio, esc medien kunst labor und SoCCoS – the Sound of Culture, the Culture of Sound initiative

Die Performance von Deena Abdelwahed wird in Kooperation mit dem Ö1 Kunstradio im esc medien kunst labor stattfinden, wo beim diesjährigen steirischen herbst Kollektive von Künstlerinnen und Künstlern aus verschiede­ nen Disziplinen an neuen Netzwerken für ebendiese neuen Geografien arbeiten.

33,3% Radio 33,3% Kunst 33,3% Performance

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Randnotizen

Ein virtuelles Tagebuch G Literatur / Dokumentation O //randnotizen.steirischerherbst.at

16/05 – 16/10 //randnotizen. steirischerherbst.at

In deutscher Sprache Aktuelle Einträge können auch als E-Mail abonniert werden. „Empire“ ➜ 16 „Das grüne Album“ ➜ 61 Von und mit Natalie Ofenböck

(AT) & Nino Mandl (AT), Teresa Präauer (AT), Milo Rau (DE/CH), Daniel Wisser (AT)

33,3% Notizen 33,3% Skizzen 33,3% Fotos

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Sie protokollieren und beobachten. Sie notieren, skizzieren, fotografieren. Sie formulieren flüchtige Gedanken, die heute aktuell und morgen schon von gestern sein können. Auch in diesem Jahr führen fünf Künstlerinnen und Künstler ein sehr subjektives Tagebuch im Netz: Der Schweizer Thea­ termacher Milo Rau, der im Stück „Empire“ epische Bilder von Flucht und Heimat entwirft und so die Zukunft Europas erforscht, der österreichische Autor und Musiker Daniel Wisser, die Schriftstellerin und Zeichnerin Teresa Präauer sowie Natalie Ofenböck und Nino Mandl (alias Der Nino aus Wien), die sich für den steirischen herbst auf Recherchetour durch die Steiermark aufgemacht und ihre Erfahrungen und Begegnungen im „grünen Album“ verewigt haben. Ihre ersten Notizen haben sie bereits im Mai veröffentlicht und in Folge beständig ergänzt. Und wenn sie während des Festivals für eine Woche in Graz zugegen sind, wird sich ihre Aufzeichnungstätigkeit verdichten – und so zu einer parallelen Vorgeschichte und literarischen Fortsetzung des steirischen herbst zusammenfügen.


38%

herbst. Theorie zur Praxis 2016

Essa ys 37%

Magazin

Hin terg rün de

G Literatur / Theorie / Diskurs / Dokumentation O Graz

Bereits zum elften Mal erscheint heuer das herbst­Magazin begleitend zum Festival. Und wie immer ist es kein Programmheft, das einzelne Arbeiten, Ausstellungen oder Projekte zusammenfassend erklärt. Vielmehr sucht es eine andere Art der Nähe – und findet sie durch Beiträge von am Festival Mitwirkenden. Durch Porträts und künstlerische Beiträge. Durch öffentliche Reflexion, Grenzüberschreitungen oder lautes Nachdenken. Durch theoretische Ausführungen, die aus den unterschiedlichsten Perspektiven das Leitmotiv „Wir schaffen das“ beleuchten. Durch die zahlreichen Essays, Reportagen oder Bildstrecken wird „herbst. Theorie zur Praxis“ ein eigenständiges Projekt des Festivals.

stöbern 13%

Inte rvie ws 12%

Foto s

Mit Beiträgen von Clara

Akinyosoye (AT), Nikita Dhawan (AT/IN), Jesi Khadavi (DE/US), Fiston Mwanza Mujila (AT/CD), Joost Ramaer (NL) u. a. In deutscher und englischer Sprache Diese und vergangene Ausgaben können bestellt werden unter www.steirischerherbst.at

herbst remixed

Eine Bildersammlung in progress G Film / Dokumentation / Installation O Graz / Leibnitz / Leutschach / Allerheiligen bei Wildon

Die Video­Dokumentation „herbst remixed“ begleitet den steirischen herbst, hält alles fest, was geschieht. Sie dokumentiert Geschehenes, mischt Gesehenes neu, greift Unbeobachtetes auf und schafft neue Bezüge. Man erfährt nicht nur, was war, sondern auch, was kommt. Und was man verpasst hat. Es ist eine Bildersammlung in progress, ein Mashup, eine Collage. So vermittelt sich der steirische herbst jeden Tag neu, zu sehen an den verschiedenen Spielorten des Festivals, im Netz und im Fernsehen. Auf ORF 2 (kurz vor „Steiermark heute“) setzt die „herbst remixed“­TV­Edition ausgewählte herbst­Projekte in Szene – eine Minute Videoexperiment im dicht gedrängten Fernseh­Werbefenster.

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23/09 – 16/10 ORF 2, Spielstätten & www.steirischerherbst.at Von Ulrich A. Reiterer (AT) Mitarbeit Nora Jacobs (AT/

DE) u. a.

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THEATER Blitz Theatre Group Late Night ➜ 12 El Conde de Torrefiel Guerrilla ➜ 17 Regine Dura / Hans-Werner Kroesinger Willkommen in der Europaschutzzone ➜ 13 Philippe Quesne Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7 Milo Rau / IIPM – International Institute of Political Murder Empire ➜ 16 Apichatpong Weerasethakul Fever Room ➜ 10 PERFORMANCE Deena Abdelwahed All Hail Mother Internet musikprotokoll ➜ 75 Blixa Bargeld musikprotokoll ➜ 66 Blitz Theatre Group Late Night ➜ 12 El Conde de Torrefiel Guerrilla ➜ 17 Regine Dura / Hans-Werner Kroesinger Willkommen in der Europaschutzzone ➜ 13 Ingri Fiksdal / Jonas Corell Petersen State ➜ 11 Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt ➜ 24 Julian Hetzel The Benefactor ➜ 23 Julian Hetzel Schuldfabrik ➜ 22

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Genre

Martin Hiendl Paradise musikprotokoll ➜ 74 Taoufiq Izeddiou / Anania Danses En Alerte ➜ 15 Steffani Jemison / Justin Hicks Mikrokosmos ➜ 21 Lemm&Barkey / Needcompany Forever ➜8 Mamaza Garden State ➜ 46 Jörg Piringer Ich/Mein/ Mir/Mich ➜ 29 Philippe Quesne Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7 Milo Rau / IIPM – International Institute of Political Murder Empire ➜ 16 Elisabeth Bakambamba Tambwe Pink Eye ➜ 14 Apichatpong Weerasethakul Fever Room ➜ 10 Yes, but is it performable? Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien ➜ 38 TANZ club panamur ➜ 51 El Conde de Torrefiel Guerrilla ➜ 17 Ingri Fiksdal / Jonas Corell Petersen State ➜ 11 Taoufiq Izeddiou / Anania Danses En Alerte ➜ 15 Lemm&Barkey / Needcompany Forever ➜8 Elisabeth Bakambamba Tambwe Pink Eye ➜ 14

BILDENDE KUNST Jochen Becker / Daniel Kötter / metroZones Chinafrika. Under Construction Haus der Architektur ➜ 42 Body Luggage Kunsthaus Graz / Space02 ➜ 31 Bratstvo i Jedinstvo Haus der Architektur ➜ 42 Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt ➜ 24 Geknetetes Wissen Kunsthaus Graz / Space01 ➜ 33 Beatrice Gibson Grazer Kunstverein ➜ 37 Steffani Jemison / Justin Hicks Mikrokosmos ➜ 21 Markus Jeschaunig Duft der Welt Kunsthalle Graz ➜ 35 Kiluanji Kia Henda Dies ist mein Blut ➜ 41 Markus Krottendorfer Camera Austria ➜ 32 Morag Myerscough & Luke Morgan Open Wide ➜ 19 New Graz < rotor > ➜ 40 Ouzhou Palace Forum Stadtpark ➜ 39 Rainer Prohaska Mobile Tea House ➜ 26 studio Asynchrome Die Seismografie des Unbestimmten the smallest gallery – collaboration space ➜ 34 Elisabeth Bakambamba Tambwe Pink Eye ➜ 14 Yes, but is it performable? Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien ➜ 38 Zerstören esc medien kunst labor ➜ 36

INSTALLATION auf molekularer ebene musikprotokoll ➜ 67 Jochen Becker / Daniel Kötter / metroZones Chinafrika. Under Construction Haus der Architektur ➜ 42 Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt ➜ 24 herbst remixed ➜ 77 Julian Hetzel Schuldfabrik ➜ 22 Martin Hiendl Paradise musikprotokoll ➜ 74 Lemm&Barkey / Needcompany Forever ➜8 Steffani Jemison / Justin Hicks Mikrokosmos ➜ 21 Markus Jeschaunig Duft der Welt Kunsthalle Graz ➜ 35 Kiluanji Kia Henda Dies ist mein Blut ➜ 41 Die Logik der Engel musikprotokoll ➜ 63 Mamaza Garden State ➜ 46 Morag Myerscough & Luke Morgan Open Wide ➜ 19 L’Ocelle Mare musikprotokoll ➜ 64 Jörg Piringer Ich/Mein/ Mir/Mich ➜ 29 Rainer Prohaska Mobile Tea House ➜ 26 Apichatpong Weerasethakul Fever Room ➜ 10 ARCHITEKTUR club panamur ➜ 51 Haus der offenen Tore ➜ 25 Mamaza Garden State ➜ 46 Morag Myerscough & Luke Morgan Open Wide ➜ 19 Ouzhou Palace Forum Stadtpark ➜ 39 Rainer Prohaska Mobile Tea House ➜ 26


Genre

TREFFPUNKT Big Draw Graz ➜ 28 club panamur ➜ 51 Aïsha Devi / Dis Fig ➜ 56 Flamingods ➜ 55 Group A ➜ 53 Haus der offenen Tore ➜ 25 Heterocetera ➜ 54 Julian Hetzel Schuldfabrik ➜22 Kairo is Koming ➜ 57 Kuenta i Tambu / Sarah Farina ➜ 52 Mamaza Garden State ➜ 46 Hailu Mergia with Tony Buck & Mike Majkowski / Chris Menist ➜ 60 Moddi plays Unsongs ➜ 53 Monika M. Kalcsics / Eugene Quinn Grenzlandgespräche ➜ 27 New Graz < rotor > ➜ 40 Noite Príncípe ➜ 59 Ö1 Klassiktreffpunkt live musikprotokoll ➜ 71 Perera Elsewhere ➜ 58 plan b herbst-Fragmente ➜ 28 Rainer Prohaska Mobile Tea House ➜ 26 DOKUMENTATION Jochen Becker / Daniel Kötter / metroZones Chinafrika. Under Construction Haus der Architektur ➜ 42 herbst. Theorie zur Praxis 2016 ➜ 77 herbst remixed ➜ 77

New Graz < rotor > ➜ 40 plan b herbst-Fragmente ➜ 28 Randnotizen ➜ 76 WORKSHOP Jochen Becker / Daniel Kötter / metroZones Chinafrika. Under Construction Haus der Architektur ➜ 42 Haus der offenen Tore ➜ 25 herbst-Akademie ➜ 47 Welcome to the former West ➜ 45 FILM Beatrice Gibson Grazer Kunstverein ➜ 37 herbst remixed ➜ 77 Apichatpong Weerasethakul Cemetery of Splendour ➜9 Apichatpong Weerasethakul Fever Room ➜ 10 MUSIK Deena Abdelwahed All Hail Mother Internet musikprotokoll ➜ 75 Aleph Quartett Cold Songs musikprotokoll ➜ 72 auf molekularer ebene musikprotokoll ➜ 67 Blixa Bargeld musikprotokoll ➜ 66 club panamur ➜ 51 Gil Delindro Voidness of Touch musikprotokoll ➜ 64 Demi Broxa musikprotokoll ➜ 73 Aïsha Devi / Dis Fig ➜ 56

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Ingri Fiksdal / Jonas Corell Petersen State ➜ 11 Flamingods ➜ 55 Susanna Gartmayer / Brigitta Bödenauer 2 Superheldinnen musikprotokoll ➜ 65 Group A ➜ 53 Haus der offenen Tore ➜ 25 Heterocetera ➜ 54 Martin Hiendl Paradise musikprotokoll ➜ 74 Steffani Jemison / Justin Hicks Mikrokosmos ➜ 21 Kairo is Koming ➜ 57 Kuenta i Tambu / Sarah Farina ➜ 52 konfrontationen 6 The Next Generation! musikprotokoll ➜ 71 Lemm&Barkey / Needcompany Forever ➜8 Die Logik der Engel musikprotokoll ➜ 63 Alvin Lucier Charles Curtis Quartet musikprotokoll ➜ 69 Hailu Mergia with Tony Buck & Mike Majkowski / Chris Menist ➜ 60 Moddi plays Unsongs ➜ 53 Noite Príncípe ➜ 59 Ö1 Klassiktreffpunkt live musikprotokoll ➜ 71 L’Ocelle Mare musikprotokoll ➜ 64 Natalie Ofenböck & Der Nino aus Wien Das grüne Album ➜ 61 one bubble muggle meets double trouble musik macht staunen. staunen macht frei. freiheit macht arbeit. arbeit macht arbeit! musikprotokoll ➜ 70

ORF RadioSymphonieorchester Wien / Klangforum Wien Size Does Matter: Un Concert Grandiose musikprotokoll ➜ 68 Perera Elsewhere ➜ 58 Philippe Quesne Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7 Andi Stecher austreiben/ antreiben musikprotokoll ➜ 67 LITERATUR herbst. Theorie zur Praxis 2016 ➜ 77 Natalie Ofenböck & Der Nino aus Wien Das grüne Album ➜ 61 Ouzhou Palace Forum Stadtpark ➜ 39 Jörg Piringer Ich/Mein/ Mir/Mich ➜ 29 Randnotizen ➜ 76 THEORIE / DISKURS Jochen Becker / Daniel Kötter / metroZones Chinafrika. Under Construction Haus der Architektur ➜ 42 herbst. Theorie zur Praxis 2016 ➜ 77 herbst-Akademie ➜ 47 Mamaza Garden State ➜ 46 Monika M. Kalcsics / Eugene Quinn Grenzlandgespräche ➜ 27 Welcome to the former West ➜ 45

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Orte

ALLERHEILIGEN BEI WILDON herbst remixed ➜ 77 Natalie Ofenböck & Der Nino aus Wien Das grüne Album ➜ 61 ARRIVAL ZONE Big Draw Graz ➜ 28 Haus der offenen Tore ➜ 25 herbst-Akademie ➜ 47 Julian Hetzel Schuldfabrik ➜ 22 Mamaza Garden State ➜ 46 Morag Myerscough & Luke Morgan Open Wide ➜ 19 New Graz < rotor > ➜ 40 Welcome to the former West ➜ 45

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CLUB PANAMUR club panamur ➜ 51 Aïsha Devi / Dis Fig ➜ 56 Flamingods ➜ 55 Group A ➜ 53 Heterocetera ➜ 54 Kairo is Koming ➜ 57 Kuenta i Tambu / Sarah Farina ➜ 52 Hailu Mergia with Tony Buck & Mike Majkowski / Chris Menist ➜ 60 Moddi plays Unsongs ➜ 53 Noite Príncípe ➜ 59 Perera Elsewhere ➜ 58

GRAZ Deena Abdelwahed All Hail Mother Internet musikprotokoll ➜ 75 Aleph Quartett Cold Songs musikprotokoll ➜ 72 auf molekularer ebene musikprotokoll ➜ 67 Blixa Bargeld musikprotokoll ➜ 66 Jochen Becker / Daniel Kötter / metroZones Chinafrika. Under Constructionn Haus der Architektur ➜ 42 Big Draw Graz ➜ 28 Body Luggage Kunsthaus Graz / Space02 ➜ 31 Bratstvo i Jedinstvo Haus der Architektur ➜ 42 club panamur ➜ 51 El Conde de Torrefiel Guerrilla ➜ 17 Gil Delindro Voidness of Touch musikprotokoll ➜ 64 Demi Broxa musikprotokoll ➜ 73 Aïsha Devi / Dis Fig ➜ 56 Ingri Fiksdal / Jonas Corell Petersen State ➜ 11 Flamingods ➜ 55 Susanna Gartmayer / Brigitta Bödenauer 2 Superheldinnen musikprotokoll ➜ 65 Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt ➜ 24

Geknetetes Wissen Kunsthaus Graz / Space01 ➜ 33 Beatrice Gibson Grazer Kunstverein ➜ 37 Group A ➜ 53 Haus der offenen Tore ➜ 25 herbst-Akademie ➜ 47 Heterocetera ➜ 54 Julian Hetzel The Benefactor ➜ 23 Julian Hetzel Schuldfabrik ➜ 22 Martin Hiendl Paradise musikprotokoll ➜ 74 Taoufiq Izeddiou / Anania Danses En Alerte ➜ 15 Steffani Jemison / Justin Hicks Mikrokosmos ➜ 21 Markus Jeschaunig Duft der Welt Kunsthalle Graz ➜ 35 Kairo is Koming ➜ 57 Markus Krottendorfer Camera Austria ➜ 32 Kuenta i Tambu / Sarah Farina ➜ 52 konfrontationen 6 The Next Generation! musikprotokoll ➜ 71


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Orte

Lemm&Barkey / Needcompany Forever ➜8 Die Logik der Engel musikprotokoll ➜ 63 Alvin Lucier Charles Curtis Quartet musikprotokoll ➜ 69 Mamaza Garden State ➜ 46 Hailu Mergia with Tony Buck & Mike Majkowski / Chris Menist ➜ 60 Moddi plays Unsongs ➜ 53 Morag Myerscough & Luke Morgan Open Wide ➜ 19 New Graz < rotor > ➜ 40 Noite Príncípe ➜ 59 Ö1 Klassiktreffpunkt live musikprotokoll ➜ 71 L’Ocelle Mare musikprotokoll ➜ 64 Natalie Ofenböck & Der Nino aus Wien Das grüne Album ➜ 61 one bubble muggle meets double trouble musik macht staunen. staunen macht frei. freiheit macht arbeit. arbeit macht arbeit! musikprotokoll ➜ 70 ORF RadioSymphonieorchester Wien / Klangforum Wien Size Does Matter: Un Concert Grandiose musikprotokoll ➜ 68 Ouzhou Palace Forum Stadtpark ➜ 39

Perera Elsewhere ➜ 58 Jörg Piringer Ich/Mein/ Mir/Mich ➜ 29 plan b herbst-Fragmente ➜ 28 Philippe Quesne Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7 Milo Rau / IIPM – International Institute of Political Murder Empire ➜ 16 Andi Stecher austreiben/ antreiben musikprotokoll ➜ 67 studio Asynchrome Die Seismografie des Unbestimmten the smallest gallery – collaboration space ➜ 34 Elisabeth Bakambamba Tambwe Pink Eye ➜ 14 Apichatpong Weerasethakul Cemetery of Splendour ➜9 Apichatpong Weerasethakul Fever Room ➜ 10 Welcome to the former West ➜ 45 Yes, but is it performable? Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien ➜ 38 Zerstören esc medien kunst labor ➜ 36

LEIBNITZ Blitz Theatre Group Late Night ➜ 12 herbst remixed ➜ 77 Kiluanji Kia Henda Dies ist mein Blut ➜ 41 Natalie Ofenböck & Der Nino aus Wien Das grüne Album ➜ 61 Jörg Piringer Ich/Mein/ Mir/Mich ➜ 29 Rainer Prohaska Mobile Tea House ➜ 26

LEUTSCHACH Regine Dura / Hans-Werner Kroesinger Willkommen in der Europaschutzzone ➜ 13 herbst remixed ➜ 77 Monika M. Kalcsics / Eugene Quinn Grenzlandgespräche ➜ 27 Natalie Ofenböck & Der Nino aus Wien Das grüne Album ➜ 61 Jörg Piringer Ich/Mein/ Mir/Mich ➜ 29 Rainer Prohaska Mobile Tea House ➜ 26

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Namen

$ $$$TAG$$$ Kairo is Koming ➜ 57 A Abdelwahed, Deena All Hail Mother Internet ➜ 75 Aga, Bart Forever ➜8 Aleph Quartett Cold Songs ➜ 72 Ali, Ramo Empire ➜ 16 Akinyosoye, Clara Randnotizen ➜ 77 Amir, Nourredine En Alerte ➜ 15 Añón, Blanca Guerrilla ➜ 17 Anania Danses En Alerte ➜ 15 Arayaveerasid, Pornpan Fever Room ➜ 10 Attarian, Vasia Late Night ➜ 12 B Barba, Efi Late Night ➜ 12 Bargeld, Blixa Blixa Bargeld ➜ 66 Barkey, Grace Ellen Forever ➜8 Bassene, Kemi Body Luggage ➜ 31 Baudisch, Jens Empire ➜ 16 Baurecker, Ute Big Draw Graz ➜ 28 Bechhaus-Gerst, Marianne herbst-Akademie ➜ 48

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Becker, Jochen Chinafrika. Under construction / Welcome to the former West / herbstAkademie ➜ 42 / 45 / 47 Beer, Stefan club panamur ➜ 51 Belasco Rogers, Daniel herbst-Fragmente ➜ 28 Benchelabi, Nedjma Hadj En Alerte ➜ 15 Beyeler, Tanya Guerrilla ➜ 17 Bläske, Stefan Empire ➜ 16 Blitz Theatre Group Late Night ➜ 12 Bödenauer, Brigitta 2 Superheldinnen ➜ 65 Borodina, Anna Paradise ➜ 74 Bosaina Kairo is Koming ➜ 57 Brasil, Daniela Haus der offenen Tore / New Graz ➜ 25 / 40 Braun, Reinhard Markus Krottendorfer ➜ 32 BRG Körösi The Next Generation! ➜ 71 Buck, Tony Hailu Mergia with Tony Buck & Mike Majkowski / Chris Menist ➜ 60

C Castillo, Nayarí Haus der offenen Tore / New Graz ➜ 25 / 40 Chandralekha Body Luggage ➜ 31 Charles Curtis Quartet Charles Curtis Quartet ➜ 69 Chatametikool, Lee Cemetery of Splendour ➜9 Chavda, Shiavax Body Luggage ➜ 31 Chettur, Padmini Body Luggage ➜ 31 Chevallier, Nicolas Guerrilla ➜ 17 Chidgasornpongse, Sompot Cemetery of Splendour / Fever Room ➜ 9 / 10 Chishi, Jimmy Body Luggage ➜ 31 Chrysler, Dorit Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7 Clédat, Yvan Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7 CN:FM Zerstören ➜ 36 Colah, Zasha Body Luggage / Welcome to the former West ➜ 31 / 45 El Conde de Torrefiel Guerrilla ➜ 17 Čukić, Iva Bratstvo i Jedinstvo ➜ 42

D Daily Rhythms Collective Haus der offenen Tore / New Graz ➜ 25 / 40 Dainotto, Roberto Welcome to the former West ➜ 45 de Meaux, Charles Cemetery of Splendour ➜9 de Waal, Edmund Geknetetes Wissen ➜ 33 Delindro, Gil Voidness of Touch ➜ 64 Demey, Marjolein Forever ➜8 Dencker, Helmut auf molekularer ebene ➜ 67 Deppe, Renald musik macht staunen. staunen macht frei. freiheit macht arbeit. arbeit macht arbeit! ➜ 70 Desjeux, Eric En Alerte ➜ 15 Devi, Aïsha Aïsha Devi / Dis Fig ➜ 56 Dhawan, Nikita Randnotizen ➜ 77 Dis Fig Aïsha Devi / Dis Fig ➜ 56 disko404 Perera Elsewhere ➜ 58 DJ Firmeza Noite Príncípe ➜ 59 DJ Moe Flamingods ➜ 55 DJ Nigga Fox Noite Príncípe ➜ 59 Dobricic, Igor The Benefactor ➜ 23 Dorfegger, Klaus auf molekularer ebene ➜ 67 Dorsch, Daniel Willkommen in der Europaschutzzone ➜ 13 Dressler, Sebastian herbstFragmente ➜ 28 Dumay, Jean-Charles Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7 Dura, Regine Willkommen in der Europaschutzzone ➜ 13


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Namen

E Egger, Christian Yes, but is it performable? ➜ 38 Ei Thein, Chaw Body Luggage ➜ 31 Ekici, Nezaket Yes, but is it performable? / Welcome to the former West ➜ 38 / 45 Ernst, Katharina austreiben/ antreiben ➜ 67 etc – Eclectic Tech Carnival Zerstören ➜ 36 Euchner-Martinez, Mascha Empire ➜ 16 F Farahani, Hassan Z. musik macht staunen. staunen macht frei. freiheit macht arbeit. arbeit macht arbeit! ➜ 70 Farina, Sarah Kuenta i Tambu / Sarah Farina ➜ 52 Favela Gold Das grüne Album ➜ 61 FemHack Zerstören ➜ 36 Field, Simon Cemetery of Splendour ➜9 Fiksdal, Ingri State ➜ 11 Filini, Maria Late Night ➜ 12 Flamingods Flamingods ➜ 55 Flessas, Nikos Late Night ➜ 12 Furrer, Beat Paradise ➜ 74

G Gaborit aka Ayato, Mathieu En Alerte ➜ 15 Gaisbacher, Julia Mobile Tea House ➜ 26 García Fernández, Adolfo Guerrilla ➜ 17 Garcia, Diego Cemetery of Splendour ➜9 Gartmayer, Susanna 2 Superheldinnen ➜ 65 Gedizlioğlu, Zeynep Size Does Matter: Un Concert Grandiose ➜ 68 Gee, Erin Die Logik der Engel ➜ 63 Gehmacher, Philipp Die Dinge der Welt ➜ 24 Geißendörfer, Hans Cemetery of Splendour ➜9 Gerhäusser, Claudia Ouzhou Palace ➜ 39 Geßler, Florian auf molekularer ebene ➜ 67 Gibson, Beatrice Beatrice Gibson ➜ 37 Gisbert, Pablo Guerrilla ➜ 17 Gob, Benoît Forever ➜8

Gobin, Léo Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7 Goger, Manfred club panamur ➜ 51 Goldberg, Rosalind State ➜ 11 Grainger, Eva State ➜ 11 GreenNet Zerstören ➜ 36 Grenne, Rannei State ➜ 11 Griffiths, Keith Cemetery of Splendour ➜9 Group A Group A ➜ 53 Gruijthuijsen, Krist Beatrice Gibson ➜ 37 Guérin, Mélissa Forever ➜8 Gutmann, Robert auf molekularer ebene ➜ 67

H Hainzl, Joachim Haus der offenen Tore / New Graz ➜ 25 /40 Harnik, Elisabeth auf molekularer ebene ➜ 67 Helberger, Johannes Garden State ➜ 46 Heterocetera Heterocetera ➜ 54 Hetzel, Julian Schuldfabrik / The Benefactor ➜ 22 / 23 Hicks, Justin Mikrokosmos ➜ 21 Hiendl, Martin Paradise ➜ 74 Hierzegger, Johanna Haus der offenen Tore / New Graz ➜ 25 / 40 Hirsch, Severin Haus der offenen Tore / New Graz ➜ 25 / 40 Holger, Hilde Body Luggage ➜ 31 Homlaor, Akekarat Cemetery of Splendour ➜9 Horvath, Srećko Welcome to the former West ➜ 45 Horwath, Alexander Cemetery of Splendour ➜9 Hosp, Albert Ö1 Klassiktreffpunkt live ➜ 71 Howlett-Jones, Kate Haus der offenen Tore / New Graz ➜ 25 / 40 Hupkens, Jasper Schuldfabrik ➜ 22 Hvizdalek, Agnes Demi Broxa ➜ 73

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Namen

I IIPM – International Institute of Political Murder Empire ➜ 16 ILA Bratstvo i Jedinstvo ➜ 42 Infecticide Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7 Irmer, Alexander Paradise ➜ 74 Isaksen, Philip State ➜ 11 Ismael Kairo is Koming ➜ 57 Izeddiou, Taoufiq En Alerte ➜ 15 J Jacobs, Nora herbst remixed ➜ 77 Jacobs, Sébastien Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7 Janssens, Elke Forever ➜8 Jemison, Steffani Mikrokosmos ➜ 21 Jeschaunig, Markus Duft der Welt ➜ 35 Johnston-Arthur, Araba Evelyn Welcome to the former West ➜ 45 Jouan, Benoit Pink Eye ➜ 14 junger_beer club panamur ➜ 51 Jungwirth, Rudolf Die Logik der Engel ➜ 63

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K Kablam Heterocetera ➜ 54 Kalayanamitr, Akritchalerm Cemetery of Splendour / Fever Room ➜ 9 / 10 Kalcsics, Monika M. Grenzlandgespräche ➜ 27 Kalitzke, Johannes Size Does Matter: Un Concert Grandiose ➜ 68 Karazissis, Akillas Empire ➜ 16 Karlberg, Marie Yes, but is it performable? ➜ 38 Kassies, Colin Schuldfabrik ➜ 22 Kairo is Koming Kairo is Koming ➜ 57 Kaup-Hasler, Veronica club panamur ➜ 51 Kaweewattana, Chalermrat Fever Room ➜ 10 Kerschbaumer, Hannes auf molekularer ebene ➜ 67 Kerschbaumer, Johannes Die Logik der Engel ➜ 63 Khadavi, Jesi Randnotizen ➜ 77 Khalaf, Rami Empire ➜ 16 Kia Henda, Kiluanji Dies ist mein Blut / Welcome to the former West ➜ 41/ 45 Kiendl, Andreas Willkommen in der Europaschutzzone ➜ 13

Kiesling, Ursula Bratstvo i Jedinstvo ➜ 42 Klangforum Wien Size Does Matter: Un Concert Grandiose ➜ 68 Klopf, Ulla Big Draw Graz ➜ 28 Klüver-Pfandtner, Georg club panamur ➜ 51 Knapp, Mirjam Empire ➜ 16 Knessl, Lothar Ö1 Klassiktreffpunkt live ➜ 71 Knеžević Strika, Luka Bratstvo i Jedinstvo ➜ 42 Kokkali, Sofia Late Night ➜ 12 Kollektiv Brossmann Stachl Bratstvo i Jedinstvo ➜ 42 Kommando Anonymous Schwarzes Sonntag Reininghaus Bratstvo i Jedinstvo ➜ 42 Kötter, Daniel Chinafrika. Under construction / Welcome to the former West / herbstAkademie ➜ 42 / 45 / 47 Kroesinger, Hans-Werner Willkommen in der Europaschutzzone ➜ 13 Krottendorfer, Markus Markus Krottendorfer ➜ 32 Kuenta i Tambu Kuenta i Tambu / Sarah Farina ➜ 52 Kunstuniversität Graz – Institut Bühnengestaltung Paradise ➜ 74 Kunstuniversität Graz – Institut Musiktheater Paradise ➜ 74 Kyoon Larcher, Erwan Ha Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7

L L’Ocelle Mare L’Ocelle Mare ➜ 64 Laggner, Anna-Katharina herbst-Fragmente ➜ 28 Laley, Lahsen club panamur ➜ 51 Lang, Bernhard Cold Songs ➜ 72 Laroche, Gwen Forever ➜8 Lauvdal, Anja State ➜ 11 Leitner, Marleen Die Seismografie des Unbestimmten ➜ 34 Lemm&Barkey Forever ➜8 Leonhardt, Stephanie Die Dinge der Welt ➜ 24 Lhommel, Marc En Alerte ➜ 15 Lin, Htein Body Luggage ➜ 31 Lomnoi, Banlop Cemetery of Splendour ➜9 Lotic Heterocetera ➜ 54 Lucier, Alvin Charles Curtis Quartet ➜ 69 Lukas, Anton Empire ➜ 16 Luthringshausen, Bernhard Ouzhou Palace ➜ 39 Lutz, Sarah Forever ➜8


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Namen

M Mahler, Gustav Forever ➜8 Mair, Clemens Die Seismografie des Unbestimmten ➜ 34 Majkowski, Mike Hailu Mergia with Tony Buck & Mike Majkowski / Chris Menist ➜ 60 Mallondra, Mateu Die Logik der Engel ➜ 63 Mamaza Garden State ➜ 46 Mandafounis, Ioannis Garden State ➜ 46 Mandl, Nino Das grüne Album / Randnotizen ➜ 61 / 76 Marhaug, Lasse State ➜ 11 Marmo & Harmlos (Pomeranze) Moddi plays Unsongs ➜ 53 Martin, Judith Late Night ➜ 12 Maschen Zerstören ➜ 36 Mayr, Manu musik macht staunen. staunen macht frei. freiheit macht arbeit. arbeit macht arbeit! ➜ 70 Mazliah, Fabrice Garden State ➜ 46 mdw Paradise ➜ 74 Melgares, Miguel Angel Schuldfabrik ➜ 22 Mendelsohn, Sarah Yes, but is it performable? ➜ 38 Menist, Chris Hailu Mergia with Tony Buck & Mike Majkowski / Chris Menist ➜ 60

Mergia, Hailu Hailu Mergia with Tony Buck & Mike Majkowski / Chris Menist ➜ 60 metroZones Chinafrika. Under Construction / herbst-Akademie ➜ 42 / 47 Milz, Johanna Garden State ➜ 46 Minaj, Nidia Noite Príncípe ➜ 59 Minou Oram Group A ➜ 53 Mobeck, Heida J. State ➜ 11 Moddi Moddi plays Unsongs ➜ 53 Mohammadi, Maryam Haus der offenen Tore, / New Graz ➜ 25 / 40 Morgan, Luke Open Wide ➜ 19 Morgenstern, Maia Empire ➜ 16 Mosca, Roberta Garden State ➜ 46 Mraček, Wenzel Duft der Welt ➜ 35 Muangdoung, Pichan Cemetery of Splendour ➜9 Musikgymnasium Graz The Next Generation! ➜ 71 Musil, Thomas Die Logik der Engel ➜ 63 Mwanza Mujila, Fiston herbst. Theorie zur Praxis 2016 ➜ 77 Myerscough, Morag Open Wide ➜ 19 Mzbaltazar’s Laboratory Zerstören ➜ 36

N NAA Kairo is Koming ➜ 57 Nachtmann, Clemens auf molekularer ebene ➜ 67 Needcompany Forever ➜ 57 Ndikung, Bonaventure Soh Bejeng Welcome to the former West ➜ 45 New, Sophia herbstFragmente ➜ 28 Niedermayr, Susanna musikprotokoll 2016 ➜ 62 Nikolaidis, Yannis Late Night ➜ 12 Noite Príncípe Noite Príncípe ➜ 59 Nuyens, Anoek Schuldfabrik ➜ 22 O Oberhuber, Karin Die Seismografie des Unbestimmten ➜ 34 Oeggl, Wolfgang Haus der offenen Tore / New Graz ➜ 25 / 40 Ofenböck, Natalie Das grüne Album / Randnotizen ➜ 61 / 76 one bubble muggle meets double trouble musik macht staunen. staunen macht frei. freiheit macht arbeit. arbeit macht arbeit! ➜ 70 ORF RadioSymphonieorchester Wien Size Does Matter: Un Concert Grandiose ➜ 68 Orti, Martin Guerrilla ➜ 17 Ortweinschule The Next Generation! ➜ 71

P Pakesch, Peter Geknetetes Wissen ➜ 33 Palaioroutas, Tasos Late Night ➜ 12 Papageorgiou, Dimitri auf molekularer ebene ➜ 67 Papoulia, Angeliki Late Night ➜ 12 Passalis, Christos Late Night ➜ 12 Pech, Aymrik Empire ➜ 16 Perera Elsewhere Perera Elsewhere ➜ 58 Petersen, Jonas Corell State ➜ 11 Petrowitsch, Michael Bratstvo i Jedinstvo ➜ 42 Philipp, Claus Cemetery of Splendour ➜9 Pink Elephant on Parade Guerrilla ➜ 17 Piringer, Jörg Ich/Mein/ Mir/Mich ➜ 29 plan b herbst-Fragmente ➜ 28 Polisoidis, Dimitrios Paradise ➜ 74 Posarnig, Erwin Stefanie Bratstvo i Jedinstvo ➜ 42

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Namen

Q Quesne, Philippe Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7 Quinn, Eugene Grenzlandgespräche ➜ 27

Potrč, Marjetica herbstAkademie ➜ 49 PPCM Paradise ➜ 74 Präauer, Teresa Randnotizen ➜ 76 Press, Daisy Cold Songs ➜ 72 Prettenthaler, Norbert Bratstvo i Jedinstvo ➜ 42 Prohaska, Rainer Mobile Tea House ➜ 26 public works Haus der offenen Tore / New Graz ➜ 25 / 40 Puntigam, Johann herbstFragmente ➜ 28

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R Ramaer, Joost herbst. Theorie zur Praxis 2016 ➜ 77 Randeria, Shalini Welcome to the former West ➜ 45 Rau, Milo Empire / Randnotizen ➜ 16 / 76 Reinisch, Arnold Duft der Welt ➜ 35 Reiterer, Ulrich A. herbst remixed ➜ 77 Riegler, Daniel auf molekularer ebene ➜ 67 Rinner, Ernst Christian auf molekularer ebene ➜ 67 Rovira, Ana Guerrilla ➜ 17 Rozana, Vassilia Late Night ➜ 12 Rueangram, Jarinpattra Cemetery of Splendour ➜9 Rümke, Joachim En Alerte ➜ 15

S Sagarra, Nuria Guiu State ➜ 11 Scheib, Christian musikprotokoll 2016 / Die Logik der Engel ➜ 62 / 63 Schitnig, Michael Die Seismografie des Unbestimmten ➜ 34 Schmidt-Arenales, Fred Yes, but is it performable? ➜ 38 Schneidewind, Jakob Demi Broxa ➜ 73 Schössler, Nicola Willkommen in der Europaschutzzone ➜ 13 Schou-Hansen, Louis State ➜ 11 Schuchardt, Nicole State ➜ 11 Schulz, Harry Garden State ➜ 46 Schwob, Jani Duft der Welt ➜ 35 Seghers, Maarten Forever ➜8 Selenko, Judith Paradise ➜ 74 Sherbini, Hussein Kairo is Koming ➜ 57 Shimizu, Koichi Fever Room ➜ 10 Sir Tralala Das grüne Album ➜ 61 Siris, Chai Fever Room ➜ 10 Sirithanawuddhi, Suchada Cemetery of Splendour ➜9 Škart Haus der offenen Tore / New Graz ➜ 25 / 40 Slavković, Ljuba Bratstvo i Jedinstvo ➜ 42

Slavs and Tatars Welcome to the former West ➜ 45 Smolka, Martin Cold Songs ➜ 72 Soares, Mário José Santos Haus der offenen Tore / New Graz ➜ 25 / 40 space and place Grenzlandgespräche ➜ 27 Spencer, Nicolas Pink Eye ➜ 14 Städelschule Architecture Class SAC Garden State ➜ 46 Stecher, Andi austreiben/ antreiben ➜ 67 Stephan, Marc Empire ➜ 16 Stiftsgymnasium Admont The Next Generation! ➜ 71 Stitou, M’Aalem En Alerte ➜ 15 studio Asynchrome Haus der offenen Tore / Die Seismografie des Unbestimmten / New Graz ➜ 25 / 34 / 40 Studio Dan auf molekularer ebene ➜ 67 Suire, Thomas Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7 Suntisuk, Rueangrit Fever Room ➜ 10 Szalay, Christoph Ouzhou Palace ➜ 39


jagen

Namen

T Tabaloukas, Fidel Late Night ➜ 12 Tambwe, Elisabeth Bakambamba Pink Eye ➜ 14 Temmel, Evelyn Ouzhou Palace ➜ 39 THF – Transhackfeminist Meeting Zerstören ➜ 36 Tittmann, Eva-Karen Empire ➜ 16 Tödtli, Sabeth Mobile Tea House ➜ 26 Tomić, Milica Body Luggage / Bratstvo i Jedinstvo ➜ 31 / 42 Toukabri, Mohamed Forever ➜8 Tripp, Caecilia Body Luggage ➜ 31 Tschaikner, Elke musikprotokoll 2016 / Die Logik der Engel ➜ 62 / 63 U U-mari, Phim Cemetery of Splendour ➜9

V Valaïs, Giorgos Late Night ➜ 12 Varbanova, Gianna Garden State ➜ 46 Vasil, Peter herbst-Fragmente ➜ 28 Vazquez, Rolando Welcome to the former West / herbstAkademie ➜ 45 / 48 Velarde, Amaranta Guerrilla ➜ 17 Vibskov, Henrik State ➜ 11 Virtaranta, Antti austreiben/ antreiben ➜ 67 Voigt, Claudia Garden State ➜ 46 Vokalensemble NOVA Die Logik der Engel ➜ 63 Vourc’h, Gaëtan Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) ➜7

W Wachsmuth, Simon Body Luggage ➜ 31 Wagner, Otmar Willkommen in der Europaschutzzone ➜ 13 Wangensteen, Øyvind State ➜ 11 Weber, Michael Cemetery of Splendour ➜9 Weerasethakul, Apichatpong Cemetery of Splendour / Fever Room ➜ 9 / 10 Weiwei, Ai Geknetetes Wissen ➜ 33 Why Be Heterocetera ➜ 54 Widner, Jenjira Pongpas Cemetery of Splendour ➜9 Wieland, Gernot Body Luggage ➜ 31 Wildberger, Clara Ouzhou Palace ➜ 39 Winkler, Gerhard E. Cold Songs ➜ 72 Wisser, Daniel Randnotizen ➜ 76 Wozny, Joanna Die Logik der Engel ➜ 63

Y Yang, Jun Haus der offenen Tore / New Graz ➜ 25 / 40 Yawnghwe, Sawangwongse Body Luggage ➜ 31 You, Mi Welcome to the former West ➜ 45 Young, Jeffrey State ➜ 11 Z Zacharias, Siegmar The Benefactor ➜ 23 Zarhy, May Garden State ➜ 46 Zimmer, Fränk musikprotokoll 2016 / Die Logik der Engel ➜ 62 / 63 Zoitl, Moira Haus der offenen Tore / New Graz ➜ 25 / 40 Zubel, Agata Die Logik der Engel ➜ 63 Zuli Kairo is Koming ➜ 57 Žuraj, Vito Die Logik der Engel / Size Does Matter: Un Concert Grandiose ➜ 63 / 68 Zvavahera, Portia Body Luggage ➜ 31

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Service & Karten

finden

Info- und Kartenbüros Graz

t +43 316 81 60 70 tickets@steirischerherbst.at

14/09 – 15/10 Mo – So 10.00 – 18.00 Info- und Kartenbüro im Kunsthaus Graz Lendkai 1 / 8020 Graz t +43 316 81 60 70

Online-Tickets

Leibnitz

Information & Karten

www.steirischerherbst.at/tickets

Vorverkaufsstellen Graz

Ticketzentrum Kaiser-Josef-Platz 10 / 8010 Graz t +43 316 8000

Leibnitz

KULT-Büro Kaspar-Harb-Gasse 4 / 8430 Leibnitz Naturparkzentrum Grottenhof Regioneum Grottenhof 1 / 8430 Leibnitz

Leutschach

Kniely Haus Leutschach Arnfelserstraße 10 / 8463 Leutschach an der Weinstraße

Wien

MQ Point / Info-Tickets-Shop im MuseumsQuartier Wien Museumsplatz 1 / 1070 Wien sowie bei sämtlichen oeticketVorverkaufsstellen

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Fr 30/09 & Sa 01/10 12.00 – 17.00 Info- und Kartenbüro im Café Elefant Hauptplatz 32 / 8430 Leibnitz t +43 316 81 60 70

Leutschach

Sa 08/10 & So 09/10, Fr 14/10 & Sa 15/10 12.00 – 17.00 Info- und Kartenbüro im Kniely Haus Leutschach Arnfelserstraße 10 / 8463 Leutschach an der Weinstraße t +43 316 81 60 70 Kreditkarten Wir akzeptieren Kreditkarten von American Express, Diners Club, MasterCard und Visa. Abendkassen Abendkassen öffnen 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn an den Spielorten. Im Vorverkauf erworbene und bereits bezahlte Tickets müssen bis spätestens 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden. Bei ausverkauften Vorstellungen werden nicht abgeholte Karten abgegeben. Wir bitten um Verständnis, dass kein Nacheinlass möglich ist.

Ermäßigungen Ermäßigte Eintrittspreise gelten für Schülerinnen und Schüler, Lehrlinge und Studierende bis zum vollendeten 25. Lebensjahr, Arbeitslose, Seniorinnen und Senioren, Präsenz- und Zivildiener und Mitglieder des Ö1-Clubs, Standard Clubs der Leser und Kleine Zeitung Vorteilsclubs. Wir bitten Sie, Ihren Ermäßigungsnachweis unaufgefordert vorzuweisen. Umtausch und Rückgabe von erworbenen Karten sowie nachträgliche Reklamationen von allfälligen Ermäßigungen sind nicht möglich. Bei Kooperationen und im Vorverkauf können nicht alle Ermäßigungsstufen zum Tragen kommen. Bei der Kartenabholung bzw. beim Einlass ist allenfalls die entsprechende Ermäßigungsberechtigung vorzuweisen. Hunger auf Kunst und Kultur Auch Menschen in finanziellen Schwierigkeiten haben ein Recht auf Kunst und Kultur. Die Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ kommt jenen zugute, die gerne am kulturellen Leben teilnehmen möchten, es sich aber finanziell nicht leisten können. Durch den Verkauf der herbst-Schokolade der Schokoladen-Manufaktur Zotter in den Info- und Kartenbüros sowie an den Abendkassen werden Eintrittskarten finanziert, die gegen Vorlage des Kulturpasses unentgeltlich vergeben werden. Unterstützen auch Sie diese Aktion! Zimmerreservierungen Graz Tourismus t +43 316 80 75 0 //graztourismus.at Tourismusverband Die besten Lagen. Südsteiermark t +43 3452 76811 //leibnitz.info Tourismusverband Die Südsteirische Weinstraße t +43 3454 7070-0 //suedsteirischeweinstrasse.at


°Halbpreispass Um nur 5 € besuchen Sie alle club panamurVeranstaltungen zum halben Preis.

finden

Kartenpreise

Philippe Quesne Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt Steffani Jemison / Justin Hicks Mikrokosmos Julian Hetzel Schuldfabrik

Vollpreis

ermäßigt

24

19

8 12

8

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Julian Hetzel The Benefactor

8

Kombi-Ticket Schuldfabrik & The Benefactor

12

Lemm&Barkey / Needcompany Forever

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Apichatpong Weerasethakul Cemetery of Splendour

14

8

Apichatpong Weerasethakul Fever Room

19

14

Kombi-Ticket Fever Room & Cemetery of Splendour

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Blitz Theatre Group Late Night

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Ingri Fiksdal / Jonas Corell Petersen State

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Regine Dura / Hans-Werner Kroesinger Willkommen in der Europaschutzzone

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Elisabeth Bakambamba Tambwe Pink Eye Taoufiq Izeddiou / Anania Danses En Alerte

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33,5 – 3,5

16,75 – 3

El Conde de Torrefiel Guerrilla

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Monika M. Kalcsics / Eugene Quinn Grenzlandgespräche

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Milo Rau / IIPM – International Institute of Political Murder Empire

6er-Block

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10er-Block

145

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club panamur Einzelkarte club panamur Halbpreispass°

8 Diese Aktion ist in allen Info- und Kartenbüros erhältlich.

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musikprotokoll Festivalpass

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musikprotokoll Tagespass Do 06/10

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musikprotokoll Tagespass Fr 07/10

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musikprotokoll Tagespass Sa 08/10

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musikprotokoll Tagespass So 09/10

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herbst-Ausstellung Body Luggage

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3

Kunsthaus Graz Geknetetes Wissen

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Camera Austria Markus Krottendorfer

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Neue Galerie Graz

9

3

Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien Yes, but is it performable?

4

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Grazer Kunstverein Beatrice Gibson

3,5

2

Lange Nacht der Museen Sa 01/10

15

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finden

Kulturvermittlung Lust, noch einen Schritt weiter zu gehen, einen Gedanken tiefer zu denken, eine Frage ausführlicher zu erkunden? Sie interessieren sich grundsätzlich für Kunst, sind sich aber nicht sicher, wie Sie den besten Weg durch den Dschungel unseres umfassenden Programms finden? Die Kulturvermittlung des steirischen herbst bietet Ihnen die Möglichkeit, noch tiefer ins Festivalprogramm einzutauchen. Entlang unserer thematischen Schwerpunkte „Grenzziehungen“, „Ausdrücklichkeiten“ und „Kultur als Ansichtssache“ laden wir Sie ein, die Produktionen des heurigen Festivals nicht nur zu besuchen, sondern sie auch zu erleben, zu diskutieren und zu hinterfragen. Welche Fragen brannten den Künstlerinnen und Künstlern im Schaffensprozess unter den Nägeln, welche stellen sich nun Ihnen als Besucherin und Besucher, und welche Motive veranlassten die Dramaturgie zur Auswahl der Arbeiten? Wir wollen zum gegenseitigen Austausch anregen, zwischen und unter den Kunstschaffenden, den Kuratorinnen und Kuratoren und dem Publikum. Dabei möchten wir einen Raum öffnen, in dem all diese zentralen Fragen und Tätigkeiten ineinander übergehen. Eben: (Raum für) Kultur schaffen! Besonders freuen wir uns dieses Jahr, das Programm gemeinsam mit dem Verein JUKUS und dem Odilien-Institut um ganz essenzielle Dimensionen erweitern zu können. So bieten Jugendliche mit Migrationshintergrund thematische Führungen durch ausgewählte Ausstellungen des Festivals in unterschiedlichen Sprachen an. Ebenso können sehende und nicht-sehende Kunst- und Kulturinteressierte an multisensorischen Führungen durch die herbst-Ausstellung „Body Luggage“ im Kunsthaus Graz teilnehmen. Darüber hinaus bieten wir an, kulturelle Exkursionstage zu organisieren, speziell abgestimmt auf Schulklassen aller Altersstufen, aber auch für Studierende, Vereine oder Unternehmen. Wir helfen gerne bei der Zusammenstellung eines Programms und der Organisation von Begegnungen und Diskussionen mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Kuratorinnen und Kuratoren. Gerne bemühen wir uns, Ihre individuellen Wünsche zu erfüllen. Projektsponsor HUMANIC

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Interdisziplinär

Grenzziehungen

Wer Grenzen aufbaut, will sich wohl schützen. Aber wovor? Bieten Grenzen Schutz vor „den Anderen“ oder produzieren wir mit dem Postulieren von Grenzen nicht erst „das Andere“? Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler thematisieren in ihren Arbeiten die Möglichkeiten von Grenzziehungen in Bezug auf unsere Identität(en), unsere Körper, unsere Nationen oder unsere „Kulturen“. Was bedeutet Migration – sozial, kulturell, historisch? „Late Night” ➜ 12 / „Body Luggage“ ➜ 31 / „Dies ist mein Blut“ ➜ 41 Geführter Rundgang „Grenzziehungen“ Sa 01/10, 14.00 – 17.00 Treffpunkt: < rotor > „New Graz“ < rotor > / „Die Seismografie des Unbestimmten“ the smallest gallery – collaboration space / „Duft der Welt“ Kunsthalle Graz In deutsch und anderen Sprachen 2,50 € / 1,50 € pro Person Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. In Zusammenarbeit mit JUKUS

Thematische Führung „Grenzziehungen“ „Body Luggage“ Kunsthaus Graz / Space02 So 02/10, 15.30 In deutscher und englischer Sprache Di 04/10, 11.00 In deutscher Sprache 2,50 € / 1,50 € pro Person Der Eintritt ist nicht inkludiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Kulturvermittlung Workshop „Grenzgang“ Auf Anfrage können Schulklassen und Gruppen, die sich noch intensiver rund um das Schloss Seggau mit dem Thema Grenze und Migration auseinandersetzen möchten, den Workshop „Grenzgang“, der in Zusammenarbeit mit Panthersie für Europa entsteht, buchen. 3 € pro Person Information und Anmeldung: education@steirischerherbst.at

finden Workshop „Kulturelle Brille“ Auf Anfrage können Schulklassen und Gruppen, die sich noch intensiver mit dem Thema Repräsentation, Postkolonialismus und Eurozentrismus in Kunst und Politik auseinandersetzen möchten, den Workshop „Kulturelle Brille“, der in Zusammenarbeit mit Sozialprofil entsteht, buchen. 3 € pro Person Information und Anmeldung: education@steirischerherbst.at

Kultur als Ansichtssache

Wer oder was bestimmt unsere Bilder von Zentrum und Peripherie, von Europa und „dem Rest der Welt“? Wie entstehen Vorstellungen von Gut und Böse, die uns von den vermeintlich „Anderen“ trennen? In den Diskussionen rund um Globalisierung und Migration wird gerne zum „Schutz unserer Werte“ aufgerufen. Aber sind diese „Werte“ nicht auch dafür verantwortlich, dass und wie wir „die Anderen“ als eben „anders“ sehen? „Empire“ ➜ 16 / „Mikrokosmos“ ➜ 21 / „Mobile Tea House“ ➜ 26 /„Body Luggage“ ➜ 31 Geführter Rundgang „Kultur als Ansichtssache“ Sa 08/10, 14.00 – 17.00 Treffpunkt: Kunsthaus Graz „Body Luggage“ Kunsthaus Graz / Space02 / „Markus Krottendorfer“ Camera Austria / „Geknetetes Wissen“ Kunsthaus Graz / Space01 / „Ouzhou Palace“ Forum Stadtpark In deutsch und anderen Sprachen 2,50 € / 1,50 € pro Person Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. In Zusammenarbeit mit JUKUS

Thematische Führung „Kultur als Ansichtssache“ „Body Luggage“ Kunsthaus Graz / Space02 So 09/10, 15.30 In deutscher und englischer Sprache Di 11/10, 11.00 In deutscher Sprache 2,50 € / 1,50 € pro Person Der Eintritt ist nicht inkludiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ausdrücklichkeiten

Wie kommunizieren wir, wenn wir nichts mehr sagen können? Wenn unsere Worte, unsere Sprachen, unsere Systeme inkompatibel zu sein scheinen? Wenn alle Kommunikationsmittel scheitern, womit können wir dann noch auf den Punkt kommen? Uns austauschen und kollaborieren? Welche „Zeichen“ sind übersetzbar, sodass sie im Miteinander nicht versagen, sondern uns etwas sagen? Unser diesjähriges Programm untersucht verschiedene Ausdrucksformen und ihre Interaktion. „Empire“ ➜ 16 / „Open Wide“ ➜ 19 / „Schuldfabrik“ ➜ 22 / „Body Luggage“ ➜ 31 Geführter Rundgang „Ausdrücklichkeiten“ Sa 15/10, 14.00 – 17.00 Treffpunkt: Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien „Yes, but is it performable?“ Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien / „Beatrice Gibson“ Grazer Kunstverein / „Zerstören“ esc medien kunst labor In deutsch und anderen Sprachen 2,50 € / 1,50 € pro Person Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. In Zusammenarbeit mit JUKUS

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finden Bildende Kunst Überblicksführungen

„Body Luggage“ & „Geknetetes Wissen“ / Kunsthaus Graz

Kulturvermittlung

25/09 – 08/01/2017, jeweils sonntags 11.00 In deutscher Sprache 25/09 – 08/01/2017, jeweils sonntags 14.00 In englischer Sprache 2,50 € / 1,50 € pro Person Der Eintritt ist nicht inkludiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Thematische Führung „Ausdrücklichkeiten“ „Body Luggage“ Kunsthaus Graz / Space02 So 16/10, 15.30 In deutscher und englischer Sprache Di 18/10, 11.00 In deutscher Sprache 2,50 € / 1,50 € pro Person Der Eintritt ist nicht inkludiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Workshop „Drück dich aus!“ Auf Anfrage können Schulklassen und Gruppen, die sich noch intensiver mit dem Thema Kommunikation zwischen Kulturen, Generationen und Systemen im Kontext von Kunst und Politik auseinandersetzen möchten, den Workshop „Drück dich aus!“, der in Zusammenarbeit mit dem Verein DruckZeug entsteht, buchen. 3 € pro Person Information und Anmeldung: education@steirischerherbst.at

Im Rahmen der Ausstellungen im Kunsthaus Graz besteht neben den fixen Führungsterminen für Gruppen auch die Möglichkeit, speziell konzipierte alters- und interessengemäße Führungen und Gespräche zu buchen. Information und Anmeldung: kunsthausgraz@museum-joanneum.at In Zusammenarbeit mit Kunsthaus Graz

Multisensorische Führungen

„Body Luggage“ / Kunsthaus Graz / Space02 30/09 – 08/01/2017, jeweils freitags 15.30 2,50 € / 1,50 € pro Person Der Eintritt ist nicht inkludiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es besteht die Möglichkeit, diese Ausstellung noch eine Ebene intensiver zu erleben: Mit dem Odilien-Institut bietet der steirische herbst multisensorische Führungen für sehende und nicht-sehende Kunst- und Kulturinteressierte an. Information und Anmeldung: education@steirischerherbst.at In Zusammenarbeit mit Odilien-Institut

Theater / Performance / Tanz Talks & Einführungen

Nach ausgewählten Vorstellungen laden wir Sie ein, gemeinsam mit dem dramaturgischen Team des steirischen herbst und den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern ihre Arbeit zu diskutieren. Die einzelnen Termine finden Sie bei den jeweiligen Produktionen. Gerne organisieren wir bei rechtzeitiger Anfrage spezielle Einführungen zu allen szenischen Produktionen.

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Kunst im Gespräch

Die Gespräche zwischen Kuratorinnen, Kuratoren und Projektverantwortlichen, die auch das Publikum miteinbeziehen, präsentieren nicht nur Hintergrundinformationen zu den Ausstellungen, sondern ermöglichen auch die Diskussion über unterschiedliche Zugänge und Wahrnehmungen bezüglich der gezeigten künstlerischen Positionen. Etwaige Eintritte sind nicht inkludiert. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


finden

Kulturvermittlung Film

doxs & shorts – Festivalfilme auf Steiermarktour 29/06 – 07/07, 8.30, 11.00 & 15.00 So 25/09, 11.00 „Beatrice Gibson“ Grazer Kunstverein Gespräch mit Zasha Colah, Beatrice Gibson & Krist Gruijthuijsen Di 27/09, 17.00 „Markus Krottendorfer“ Camera Austria Gespräch mit Reinhard Braun, Mira Fliescher & Markus Krottendorfer Do 29/09, 18.00 „Yes, but is it performable?“ Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien Gespräch mit Christian Egger & Reni Hofmüller Sa 01/10, 16.00 „Dies ist mein Blut“ Galerie Marenzi Leibnitz Gespräch mit Luigi Fassi, Klaus-Dieter Hartl & Kiluanji Kia Henda So 02/10, 15.00 „New Graz“ < rotor > Gespräch mit Nayarí Castillo & Anton Lederer Di 04/10, 18.00 „Zerstören“ esc medien kunst labor Gespräch mit Claudia Gerhäusser, Reni Hofmüller, Bernhard Luthringshausen, Evelyn Temmel & Clara Wildberger Do 06/10, 17.00 „Duft der Welt“ Kunsthalle Graz Gespräch mit Wenzel Mraček & Astrid Kury So 09/10, 15.00 „Body Luggage“ Kunsthaus / Space02 Gespräch mit Zasha Colah & Luigi Fassi Di 11/10, 16.00 „Geknetetes Wissen“ Kunsthaus / Space01 Gespräch mit Christian Egger & Monika Holzer-Kernbichler

Speziell für Kinder und Jugendliche produzierte Spiel- und Dokumentarfilme sind das zentrale Genre, um in eine kritische Diskussion über Politik, Geschichte und Kunst einzusteigen. Für „doxs & shorts – Festivalfilme auf Steiermarktour“ haben sich deshalb die drei Festivals steirischer herbst, Diagonale und doxs! zusammengetan, um eine Zusammenschau ihrer Filme einem breiteren Jugendpublikum abseits des Festivalbetriebs und innerhalb des Aktionsradius des jeweiligen Festivals zu präsentieren. In speziellen Vorstellungen in ausgewählten Kinos in Graz und zahlreichen steirischen Städten wird die Auseinandersetzung mit den Inhalten unserer Festivalproduktionen und dem Medium Film als medienpädagogisches Programm für Schulen, Horte und interessierte Jugendliche außerhalb des Schulkontexts angeboten. Gemeinsam kuratiert von steirischer herbst, Diagonale – Festival des österreichischen Films und Kinder- und Jugenddokumentarfilmfestival doxs!. Information und Anmeldung: education@steirischerherbst.at Mit Unterstützung durch One World Film Clubs

Allgemeine Informationen Genauere Informationen zu Zeiten, Teilnahmemöglichkeiten und Anmeldung finden Sie auf www.steirischerherbst.at sowie in unseren Broschüren „Programm für Schulen – Filme, Workshops, Spaziergänge“ und „davor und danach – Einführungen, Gespräche, Rundgänge“, die wir Ihnen auf Anfrage gerne kostenlos zusenden: education@steirischerherbst.at

Sa 15/10, 11.00 „Ouzhou Palace“ Forum Stadtpark Gespräch mit Katrin Bucher Trantow, Claudia Gerhäusser, Bernhard Luthringshausen, Evelyn Temmel & Clara Wildberger

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finden

Adressen Graz

Veranstaltungsorte voll zugänglich teilweise zugänglich

1 Info- und Kartenbüro im Kunsthaus Graz Lendkai 1 / 8020 Graz ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7, Haltestelle Südtiroler Platz / Kunsthaus

2 Camera Austria Kunsthaus Graz / Lendkai 1 / 8020 Graz //camera-austria.at ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7,

11 Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien Burgring 2 / 8010 Graz //km-k.at ➜ Diverse Linien, jeweils 5 – 10

Haltestelle Südtiroler Platz / Kunsthaus

3 Dom im Berg Schloßbergplatz / 8010 Graz ➜ Straßenbahnlinien 4 & 5, Haltestelle Schloßbergplatz / Murinsel

4 esc medien kunst labor Palais Trauttmansdorff Bürgergasse 5 / 8010 Graz //esc.mur.at ➜ Sämtliche Straßenbahnlinien, Haltestelle Hauptplatz / Congress, ca. 5 Minuten Fußweg

5 Forum Stadtpark Stadtpark 1 / 8010 Graz //forum.mur.at ➜ Diverse Linien, jeweils 5 – 10 Minuten Fußweg

Minuten Fußweg

6 Grazer Kunstverein Palais Trauttmansdorff Burggasse 4 / 8010 Graz //grazerkunstverein.org ➜ Sämtliche Straßenbahnlinien, Haltestelle Hauptplatz / Congress, ca. 5 Minuten Fußweg

Haltestelle Lichtenfelsgasse / Kunstuniversität

7 Haus der Architektur Palais Thinnfeld Mariahilferstraße 2 / 8020 Graz //hda-graz.at ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7,

13 MUMUTH Haus für Musik und Musiktheater Lichtenfelsgasse 14 / 8010 Graz ➜ Straßenbahnlinien 1 & 7,

Haltestelle Südtiroler Platz / Kunsthaus

Haltestelle Lichtenfelsgasse / Kunstuniversität

8 Helmut List Halle Waagner-Biro-Straße 98a / 8020 Graz ➜ Buslinie 85, Haltestelle

14 Neue Galerie Graz Joanneumsviertel, Zugang Kalchberggasse / 8010 Graz ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 4, 5, 6

Dreierschützengasse / Helmut List Halle

9 Kunsthalle Graz Conrad-von-Hötzendorf Straße 42a / 8010 Graz //kunsthallegraz.at ➜ Straßenbahnlinien 4 & 5, Haltestelle Steyrergasse

10 Kunsthaus Graz Lendkai 1 / 8020 Graz //kunsthausgraz.at ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7,

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12 Kunstuniversität Graz / Aula Brandhofgasse 21 / 8010 Graz ➜ Straßenbahnlinien 1 & 7,

Haltestelle Südtiroler Platz / Kunsthaus

und 7, Haltestelle Hauptplatz / Congress, ca. 5 Min. Fußweg


finden

Shuttle Service

15 Orpheum & Orpheum Extra Orpheumgasse 8 / 8020 Graz ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7 und Buslinie 40, Haltestelle Roseggerhaus

Sa 24/09

15a Haltestelle Roseggerhaus Volksgartenstraße 4-6 / 8020 Graz ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7

Linz – Graz – Linz

und Buslinie 40, Haltestelle Roseggerhaus

16 < rotor > Zentrum für zeitgenössische Kunst Volksgartenstraße 6a / 8020 Graz //rotor.mur.at ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7

19 TU Graz / Neue Chemie Stremayrgasse 9 / 8010 Graz ➜ Straßenbahnlinien 6 & 26, Haltestelle Neue Technik

20 Volksgartenstraße 4-6 8020 Graz ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7

und Buslinie 40, Haltestelle Roseggerhaus

und Buslinie 40, Haltestelle Roseggerhaus

17 Schauspielhaus Graz Hofgasse 11 / 8010 Graz ➜ Sämtliche Straßenbahnlinien,

21 Volksgarten-Pavillon Volksgartenstraße 11 / 8020 Graz ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7

Haltestelle Hauptplatz / Congress, ca. 5 Minuten Fußweg

18 the smallest gallery – collaboration space Grieskai 2 / 8020 Graz //thesmallestgallery.mur.at ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7,

und Buslinie 40, Haltestelle Roseggerhaus

Haltestelle Südtiroler Platz / Kunsthaus

7.00 Abfahrt Linz Kunstuniversität Linz / Hauptplatz 8 / 4020 Linz 21.00 Abfahrt Graz Haltestelle Roseggerhaus & 21.30 Helmut List Halle Anmeldung bis Do 22/09: tickets@steirischerherbst.at / forum@ufg.ac.at 30 € Hin- und Rückfahrt / 15 € einfache Fahrt

Sa 24/09 Wien – Graz – Wien

7.30 Abfahrt Wien Haltestelle Bus 59A / Opernring 1 / 1010 Wien 21.00 Abfahrt Graz Haltestelle Roseggerhaus & 21.30 Helmut List Halle Anmeldung bis Do 22/09: tickets@steirischerherbst.at 20 € Hin- und Rückfahrt / 10 € einfache Fahrt

Fahrplan-Infos unter www.busbahnbim.at

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Veranstaltungsorte voll zugänglich teilweise zugänglich

Adressen Steiermark

Bruck an der Mur

Leibnitz

1 Café Elefant Info- und Kartenbüro Hauptplatz 32 / 8430 Leibnitz ➜ vom Bahnhof Leibnitz, ca. 8 Minuten Fußweg

Leoben

Leutschach

9 Kniely Haus Leutschach Info- und Kartenbüro Arnfelserstraße 10 / 8463 Leutschach an der Weinstraße ➜ vom Bahnhof Leibnitz mit

2 Hauptplatz / 8430 Leibnitz ➜ vom Bahnhof Leibnitz, ca. 8 Minuten Fußweg

A9

der RegioBus-Linie 605 nach Leutschach, Haltestelle Leutschach Volks-/Hauptschule

ca. 10 Minuten Fußweg

10 Parkplatz vis-à-vis Kniely Haus Leutschach Arnfelserstraße / 8463 Leutschach an der Weinstraße

6 oeticket-Vorverkaufsstelle KULT-Büro Kaspar-Harb-Gasse 4 / 8430 Leibnitz ➜ vom Bahnhof Leibnitz,

der RegioBus-Linie 521 Richtung Schwadorf, Haltestelle Waasen / Heiligenkreuz Schloss, ca. 20 Minuten Fußweg

Deutschlandsberg

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LEUTSCHACH Kniely Haus Leutschach

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8 Seggauberg Straße Zwischen Naturparkzentrum Grottenhof und Schloss Seggau / 8430 Leibnitz

A2

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ca. 8 Minuten Fußweg

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7 Rathaus Hauptplatz 24 / 8430 Leibnitz ➜ vom Bahnhof Leibnitz,

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ca. 10 Minuten Fußweg

46°47'14.6"N, 15°31'18.3"E

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Wildon

5 oeticket-Vorverkaufsstelle Naturparkzentrum Grottenhof Regioneum Grottenhof 1 / 8430 Leibnitz

11 Heurigenschank Fedl Ernest Fedl – Zenzjörg Mittergrub 37 / 8412 Allerheiligen bei Wildon ➜ vom Bahnhof Leibnitz mit

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Volksschule Heiligenkreuz am Waasen

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ca. 7 Minuten Fußweg

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Schloss Waasen

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4 Marenzikeller & Galerie Marenzi Bahnhofstraße 14 / 8430 Leibnitz ➜ vom Bahnhof Leibnitz,

MUR

3 Hugo Wolf Saal Kaspar-Harb-Gasse 4 / 8430 Leibnitz ➜ vom Bahnhof Leibnitz,

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Parkplatz vis-à-vis


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Kasp ar-H

Grazergasse

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Hugo Wolf Saal

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Anmeldung bis Mi 28/09: tickets@steirischerherbst.at Kostenlos A2

Sa 08/10 Graz – Leutschach – Graz

13.30 Abfahrt Graz Haltestelle Roseggerhaus 18.30 Abfahrt Kniely Haus Leutschach

GRAZ A2 Raaba

Anmeldung bis Do 06/10: tickets@steirischerherbst.at Kostenlos

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Leibnitz Anreise mit Verbund Linie

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Slowenien

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SEGGAUBERG 99


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Impressum

Herausgeber

steirischer herbst festival gmbh Sackstraße 17 / 8010 Graz / Austria t +43 316 823 007 f +43 316 823 007 77 info@steirischerherbst.at www.steirischerherbst.at

Team

Intendantin Veronica Kaup-Hasler / Kaufmännische Leiterin Agnes Wiesbauer / Leitender Dramaturg Martin Baasch / Dramaturg Flori Gugger / Produktionsdramaturgin Petra Pölzl / Kurator Bildende Kunst Luigi Fassi / Künstlerische Assistenz Johanna Rainer / Musikkurator Club Norman Palm / Leitung Finanzabteilung Anja Herman / Finanzabteilung Angelika Raffer / Management Sabine Reisner / Office Management Stefanie Lazarus / Assistenz Office Max Mann, Georg Herzog, Thomas Ulmer / Reinigung Danica Radat / Leitung Produktion Dominik Jutz / Produktion Theresa Adamski, Elsa Chinese, Philipp Forthuber, Roland Gfrerer, Marcel Masten, Barbara Musger, Kirsten Patent, Birgit Pelzmann, Stefan Pfister, Barbara Thaler / Produktion Region Jakob Schweighofer / Gäste- & Produktionsbüro Kathrin Lazarus / Technische Leitung Karl Masten / Fahrer Bernd Birnbauer, Magdalena Gasser, Christian Jalen, Martin Rieger / Leitung Kulturvermittlung Elke Murlasits / Kulturvermittlung Markus Boxler, Theresa Kraus, Ulli Mayer, Nadine Schleifer /

100

Leitung Kommunikation & Marketing Andreas R. Peternell / Kommunikation & Presse Heide Oberegger / Kommunikation & Info- und Kartenbüro Martina Preiner, Susanne Spörker / Assistenz Kommunikation Bernd Buchmasser, Lina Gärtner, Vesna Pajičić, Katharina Wiesler / Info- und Kartenbüro Anna Hartweger, Lina Hölscher, Alisa Mozigemba, Caroline Pucher, Nicole Spreitz / Archiv Martin Ladinig musikprotokoll Susanna Niedermayr, Elke Tschaikner, Fränk Zimmer / Sponsoring Eybesfeldsche Kulturmanagement Agentur – Christine Conrad-Eybesfeld / Assistenz Sponsoring Clara Pötsch / Grafische Gestaltung PalmerWatson, Atelier Neubacher / Fotografie J.J. Kucek, wolfgang silveri / Website Datendrang / Netzwerkbetreuung Datenreisebüro, digitalis / Datenbank Kaya Kipcak

Aufsichtsrat

Heinz Wietrzyk, Alexia Getzinger, Monika Isola, Gerald Kogler, Lisa Rücker, Gerhard Rüsch

Gesellschafter

Land Steiermark

Stadt Graz


finden

Impressum

Redaktion

Martin Baasch, Flori Gugger, Veronica Kaup-Hasler, Martin Pesl, Andreas R. Peternell, Martina Preiner, Johanna Rainer, Susanne Spörker / Grafische Gestaltung PalmerWatson, Atelier Neubacher / Lektorat Stefan Schwar / Druck Druckerei Dorrong / Papier LuxoSamtoffset, 115g

Fotocredits

S. 1 corn, S. 6 Martin Argyroglo, S. 8 Grace Ellen Barkey, S. 9 & S. 10 Chai Siris / Kick the Machine Films, S. 11 Anders Lindén, S. 12 Vassilis Makris, S. 13 Regine Dura, S. 14 & S. 66 David Visnjic, S. 15 Iris Verhoeyen, S. 16 Marc Stephan / IIPM, S. 17 Titanne Bregentzer, S. 18 Morag Myerscough / Luke Morgan, S. 20 Steffani Jemison („Day Rain“, Mikrokosmos Research Image, 2016), S. 22 ben and martin photography, S. 23 Hannes Waldschütz, S. 24 Philipp Gehmacher, S. 25 Samowar Cafe, S. 26 Rainer Prohaska („Mobile Tea House II“, 2016), S. 27 space and place („Social Dining im Wien Museum“, 2012), S. 29 Jörg Piringer („chromosom“), S. 30 Charles Petras, S. 32 Markus Krottendorfer („Museum of Man“, 2015), S. 33 Niki Lackner (Ai Weiwei „Ohne Titel“, 2011; Sammlung Neue Galerie / Universalmuseum Joanneum), S. 34 studio Asynchrome („O.T.“, 2016), S. 35 Markus Jeschaunig, S. 36 Prof. Gordon T. Taylor / Stony Brook University („Assorted diatoms living between crystals of annual sea ice in McMurdo Sound, Antarctica“, 1983; NOAA At The Ends of the Earth Collection / NSF Polar

Programs), S. 37 Beatrice Gibson („F for Fibonacci“ (still), 2014; Laura Bartlett Gallery / LUX, London), S. 38 Cassandra Troyan (Sarah Mendelsohn & Fred Schmidt-Arenales, öffentliche Performance, Ice Caves, Wisconsin, 2014), S. 39 Max Höfler / C. Gerhäusser, S. 40 Moira Zoitl, S. 41 Kiluanji Kia Henda („Styria (This Is My Blood), 33 photographs of crucifixes“, 2016), S. 44 & S. 46 Fabrice Mazliah / Mamaza, S. 47 Jochen Decker, S. 49 Radoš Vujaklija (Marjetica Potrč / Design for the Living World class, HFBK Hochschule für bildende Künste Hamburg, „The Soweto Project: Ubuntu Park“, 2014),S. 50 Georg Klüver-Pfandtner / Stefan Beer, S. 52 Maeve Stam, Ariana Dongus, S. 53 Jørgen Nordby, Group A, S. 54 Elias Johansson, Fredrik Andersson Andersson, Dennis Morton, S. 55 Flamingods, S. 56 Emile Barre, Damian Tauchert, S. 57 Kairo is Koming, $$$TAG$$$, S. 58 Sasha Perera, S. 59 Marta Pina, S. 60 Philipp Jester, Chris Menist, S. 61 J.J. Kucek, S. 62, S. 63 & S. 71 ORF musikprotokoll, S. 65 Werner Korn, S. 68 Manu Theobald, S. 69 AIvin Lucier, S. 70 Renald Deppe, S. 72 Aleph Gitarrenquartett, S. 73 Lisi Charwat, S. 74 Judith Selenko, S. 75 Olivier Jeanne Rose, S. 76 Nina Wolters / IIPM, Nurith WagnerStrauss, Pamela Russmann, Felix Schmitt, S. 90, S. 91 & S. 93 augenhaptik.com Stand 30/05/2016, Änderungen vorbehalten. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer laufend aktualisierten Website www.steirischerherbst.at

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„Das STANDARD E-Paper kann man nicht einfach wegwischen. Aber deshalb abonniere ich es ja.“ Die Zeitung für Leserinnen und Leser der Standard verbessert Ihre Lebensqualität Waidegg – Das Handformat macht mit der Aktion „Jetzt 3 Wochen gratis testen“ derzeit von sich reden. Max Manus, Österreichs führender Hersteller von Handtellern in Originalgröße, bezichtigt den STANDARD, seine Kompakt-Ausgabe im Handformat in Anlehnung an seine linke Hand gestaltet zu haben. Eine Klage wird in zweiter Instanz in Erwägung gezogen, in erster Instanz ist sie bereits abhandengekommen. Derzeit geht man in belesenen Kreisen davon aus, dass das Handformat an sich wohl schon fast so alt ist, wie die Hand selbst – oder doch so alt wie das beliebte Gesellschaftsspiel „Schere, Stein, Papier“, in dem jedes Handformat ein anderes schlägt. „Wenn eine Zeitung schon im Handformat erscheint, warum dann bitte ohne Finger?“, soll eine anonyme deutsche Politikerin zu der STANDARD – Die Zeitung in

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dem Thema gesagt haben, viel eher jedoch stammt die Aussage von dem Rapper HaHaND$, dem Drechsler handfester Sprüche. Aus heimischen Politikerkreisen war zuletzt wenig zu vernehmen, nicht zum Thema Handformat, sondern ganz allgemein. Ein neuerliches Gutachten der Argru HAND (Heutige Angehende Neue Denker) will nun einen Zusammenhang zwischen dem Lesen des Handformats in kritischen Kreisen und der Handlichkeit unbeugsamen Journalismus im Allgemeinen herstellen, was wohl insofern als gegeben zu erachten ist, als die Neuen Denker überdurchschnittlich häufig auch Abonnenten einer gewissen Qualitätszeitung – Name der Redaktion bekannt – sind. Nimm das, Max Manus! Als Nachtrag mag an dieser Stelle noch angeführt werden, dass sich das Handformat entgegen der Vermutung der Argru HAND nicht im Inhalt unterscheidet, sondern lediglich im Umfang. Das bedeutet, dass keine Kürzung der einzel-

Die Zeitung für Leser


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Der steirische herbst ist Partner von NXTSTP, einem ambitionierten und langfristig angelegten Projekt, das Teil des Kulturprogramms der Europäischen Union ist. Next Step ist ein Netzwerk aus acht europäischen Kunstfestivals und hat sich zum Ziel gesetzt, die Koproduktion und Verbreitung der darstellenden Kunst in Europa zu fördern. NXTSTP möchte den Karrieren von darstellenden Künstlern und Künstlerinnen, die kurz vor dem internationalen Durchbruch stehen, zusätzliche Impulse verleihen. Durch NXTSTP bekommen diese Zugang zu wichtigen Theatern, können unkompliziert durch Europa touren und auf diesem Weg ein neues Publikum ansprechen. Ergebnisse bekommen Sie im Rahmen des steirischen herbst 2016 von El Conde de Torrefiel (ES), Julian Hetzel (NL/DE), Taoufiq Izeddiou / Anania Danses (MA) und Philippe Quesne (FR) zu sehen. NXTSTP-Partner: Alkantara Festival (Lissabon), Baltoscandal Festival (Rakvere), Dublin Theater Festival (Dublin), Göteborgs Dans & Teater Festival (Göteborg), Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Noorderzon (Groningen), steirischer herbst festival (Graz), Théâtre National de Bordeaux en Aquitaine (Bordeaux)


Fr 23/09

Shuttle Service ➜ 94 ➜ 32

➜ 24

➜ 33

11.00 Markus Krottendorfer Camera Austria 11.30 Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt Haus der Architektur 12.00 Geknetetes Wissen Kunsthaus Graz / Space01

➜ 35

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➜ 38

13.30 Duft der Welt Kunsthalle Graz 14.30 Zerstören esc medien kunst labor 15.00 Beatrice Gibson Grazer Kunstverein 16.00 Yes, but is it performable? Performance / Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien

13.00 Steffani Jemison / Justin Hicks Mikrokosmos Performance / Neue Galerie Graz ➜ 21

13.00 Die Seismografie des Unbestimmten the smallest gallery – collaboration space ➜ 34

➜ 31

10.00 Body Luggage Kunsthaus Graz / Space02

Sa 24/09

herbstAusstellungen Öffnungszeiten ab ➜ 31

➜ 93

15.00 Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt Performance / Haus der Architektur ➜ 24

13.00 Steffani Jemison / Justin Hicks Mikrokosmos anschließend Talk Performance / Neue Galerie Graz ➜ 21

11.00 Kunst im Gespräch Grazer Kunstverein

11.00 Überblicksführung Body Luggage & Geknetetes Wissen Kunsthaus Graz ➜ 31 / 33 / 92

So 25/09


➜7

➜7

19.30 Philippe Quesne Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) herbst-Eröffnung Helmut List Halle

22.30 Eröffnungsfest & Konzert Dorit Chrysler & Infecticide Helmut List Halle

➜ 22

➜ 22

14.00 – 21.00 Julian Hetzel Schuldfabrik Volksgartenstraße 4-6

➜ 53

14.00 – 21.00 Julian Hetzel Schuldfabrik Volksgartenstraße 4-6

ab 21.30 Moddi plays Unsongs club panamur / Orpheum Extra

Durchgängige Veranstaltungen 14.00 – 19.00 Tanz im Pavillon Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon ➜ 25

➜ 52

19.30 Lemm&Barkey / Needcompany Forever Orpheum anschließend Talk ➜8

Durchgängige Veranstaltungen 14.00 – 21.00 Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon ➜ 25

ab 21.30 Kuenta i Tambu / Sarah Farina club panamur / Orpheum Extra

19.30 Lemm&Barkey / Needcompany Forever Orpheum ➜8

➜7

➜ 40

New Graz < rotor > 19.30 Philippe Quesne Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland!) anschließend Talk Helmut List Halle

➜ 25

Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon

18.00 Arrival Zone Morag Myerscough & Luke Morgan Open Wide Volksgarten-Pavillon & Orpheum ➜ 19

➜ 39

17.00 Steffani Jemison / Justin Hicks Mikrokosmos Performance / Neue Galerie Graz ➜ 21

17.00 Steffani Jemison / Justin Hicks Mikrokosmos Performance / Neue Galerie Graz ➜ 21 17.00 Ouzhou Palace Forum Stadtpark

17.00 Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt anschließend Talk Performance / Haus der Architektur ➜ 24

17.00 Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt Performance / Haus der Architektur ➜ 24


19.30 Apichatpong Weerasethakul Cemetery of Splendour anschließend Talk Orpheum Extra ➜9

➜ 38

➜ 93

18.00 Yes, but is it performable? Performance / Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien

Mi 28/09

17.00 Kunst im Gespräch Camera Austria

Di 27/09

Mo 26/09

➜ 93

18.00 Die Logik der Engel musikprotokoll / Kunsthaus Graz / Space05 ➜ 63

18.00 Kunst im Gespräch Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien

herbstAusstellungen Öffnungszeiten ab ➜ 31

Do 29/09

Shuttle Service ➜ 98

➜ 41

➜ 92

➜ 26

➜ 12

19.00 Blitz Theatre Group Late Night Einführung Hugo Wolf Saal Leibnitz

➜ 10

18.00 Tee für ganz Leibnitz Rainer Prohaska Mobile Tea House Hauptplatz Leibnitz

17.00 Apichatpong Weerasethakul Fever Room Orpheum

17.00 Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt Performance / Haus der Architektur ➜ 24

16.00 Kiluanji Kia Henda Dies ist mein Blut Seggauberg Leibnitz

15.30 Multisensorische Führung Body Luggage Kunsthaus Graz / Space01

Fr 30/09

➜ 93

19.00 Blitz Theatre Group Late Night Einführung Hugo Wolf Saal Leibnitz

➜ 12

17.00 Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt Performance / Haus der Architektur ➜ 24

16.00 Kunst im Gespräch Galerie Marenzi Leibnitz

15.00 Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt Performance / Haus der Architektur ➜ 24

14.00 Geführter Rundgang „Grenzziehungen“ Treffpunkt: < rotor > ➜ 90

Sa 01/10

➜ 93 15.30 Thematische Führung „Grenzziehungen“ Kunsthaus Graz / Space02 ➜ 90

15.00 Kunst im Gespräch < rotor >

15.00 Philipp Gehmacher Die Dinge der Welt Performance / Haus der Architektur ➜ 24

11.00 Überblicksführung Body Luggage & Geknetetes Wissen Kunsthaus Graz ➜ 92

So 02/10


Durchgängige Veranstaltungen 16.00 – 21.00 Julian Hetzel Schuldfabrik Volksgartenstraße 4-6 ➜ 22 ➜ 10

➜ 54

➜ 10

➜ 10

➜ 25

➜ 22

16.00 – 21.00 Julian Hetzel Schuldfabrik Volksgartenstraße 4-6

16.00 – 21.00 Julian Hetzel Schuldfabrik Volksgartenstraße 4-6

14.00 – 21.00 Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon

14.00 – 21.00 Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon

➜ 22

➜ 25

➜ 29

Durchgängige Veranstaltungen 12.00 – 19.30 Rainer Prohaska Mobile Tea House Hauptplatz Leibnitz ➜ 26

22.30 Apichatpong Weerasethakul Fever Room Orpheum

22.00 Natalie Ofenböck & Der Nino aus Wien Das grüne Album Marenzikeller Leibnitz ➜ 61

ab 21.30 Heterocetera club panamur / Orpheum Extra

19.30 Apichatpong Weerasethakul Fever Room Orpheum

14.00 – 18.00 Jörg Piringer Ich/Mein/Mir/Mich Rathaus Leibnitz

➜ 10

22.30 Apichatpong Weerasethakul Fever Room Orpheum

➜ 12

19.30 Ingri Fiksdal / Jonas Corell Petersen State Dom im Berg ➜ 11

19.30 Blitz Theatre Group Late Night Hugo Wolf Saal Leibnitz

Durchgängige Veranstaltungen 12.00 – 19.30 Rainer Prohaska Mobile Tea House Hauptplatz Leibnitz ➜ 26

➜ 53

ab 21.30 Group A club panamur / Orpheum Extra

19.30 L’Ocelle Mare musikprotokoll / Kunsthaus Graz / Space05 ➜ 64

19.30 Apichatpong Weerasethakul Fever Room Orpheum ➜ 12

➜ 28

➜ 29

➜ 25

➜ 22 ➜ 89

14.00 – 17.00 Big Draw Graz Volksgarten-Pavillon 14.00 – 18.00 Jörg Piringer Ich/Mein/Mir/Mich Rathaus Leibnitz 14.00 – 21.00 Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon 14.00 – 21.00 Julian Hetzel Schuldfabrik Volksgartenstraße 4-6 18.00 – 01.00 Lange Nacht der Museen

Durchgängige Veranstaltungen 12.00 – 19.30 Rainer Prohaska Mobile Tea House Hauptplatz Leibnitz ➜ 26

ab 21.30 Natalie Ofenböck & Der Nino aus Wien Das grüne Album club panamur / Orpheum Extra ➜ 61

19.30 Ingri Fiksdal / Jonas Corell Petersen State anschließend Talk Dom im Berg ➜ 11

19.30 Blitz Theatre Group Late Night anschließend Talk Hugo Wolf Saal Leibnitz ➜ 23

14.00 – 19.00 Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon

➜ 25

Durchgängige Veranstaltungen 14.00 – 17.00 Julian Hetzel Schuldfabrik Volksgartenstraße 4-6 ➜ 22

19.30 Julian Hetzel The Benefactor Orpheum Extra


➜ 38

Durchgängige Veranstaltungen 17.00 – 00.00 Mamaza Garden State Orpheum ➜ 46

18.00 Yes, but is it performable? Performance / Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien

Mi 05/10

18.00 Kunst im Gespräch esc medien kunst labor ➜ 93

11.00 Thematische Führung „Grenzziehungen“ Kunsthaus Graz / Space02➜ 90

Di 04/10

Mo 03/10

➜ 93

➜ 29

17.00 Kunst im Gespräch Kunsthalle Graz

18.00 Jörg Piringer Ich/Mein/Mir/Mich Performance / Forum Stadtpark

Die Logik der Engel musikprotokoll ➜ 63

Do 06/10

➜ 42

➜ 67

➜ 92

19.30 Natalie Ofenböck & Der Nino aus Wien Das grüne Album Heurigenschank Fedl Allerheiligen bei Wildon ➜ 61

18.00 Chinafrika. Under Construction Haus der Architektur

17.00 auf molekularer ebene TU Graz / Neue Chemie

15.30 Multisensorische Führung Body Luggage Kunsthaus Graz / Space01

herbstAusstellungen Öffnungszeiten ab ➜ 31

10.00 Alvin Lucier Talk musikprotokoll / Kunstuniversität Graz / Aula ➜ 69

Fr 07/10

➜ 91

14.00 Geführter Rundgang „Kultur als Ansichtssache“ Treffpunkt: Kunsthaus Graz

➜ 26

➜ 71

19.30 Natalie Ofenböck & Der Nino aus Wien Das grüne Album Kniely Haus Leutschach ➜ 61

18.00 Tee für ganz Leutschach Rainer Prohaska Mobile Tea House Parkplatz vis-à-vis Kniely Haus Leutschach

17.00 konfrontationen 6 The Next Generation! musikprotokoll / Dom im Berg

15.00 Regine Dura / Hans-Werner Kroesinger Willkommen in der Europaschutzzone Kniely Haus Leutschach ➜ 13

Shuttle Service ➜ 98

➜ 71

10.00 Ö1 Klassiktreffpunkt live musikprotokoll / Kunsthaus Graz

Sa 08/10

➜ 93

15.00 Kunst im Gespräch Body Luggage Kunsthaus Graz / Space02

15.30 Thematische Führung „Kultur als Ansichtssache“ Kunsthaus Graz / Space02

➜ 91

15.00 Regine Dura / Hans-Werner Kroesinger Willkommen in der Europaschutzzone Kniely Haus Leutschach ➜ 13

➜ 13

13.30 Kleine Zeitung Salon Europa und seine Grenzen Kniely Haus Leutschach

11.00 Überblicksführung Body Luggage & Geknetetes Wissen Kunsthaus Graz ➜ 92

So 09/10


➜ 67

23.00 Andi Stecher austreiben/antreiben musikprotokoll / Dom im Berg

➜ 25

➜ 56

➜ 25

➜ 26

Durchgängige Veranstaltungen 09.00 – 00.00 Mamaza Garden State Orpheum ➜ 46

23.00 one bubble muggle meets double trouble musik macht staunen. staunen macht frei. freiheit macht arbeit. arbeit macht freiheit. musikprotokoll / Helmut List Halle ➜ 70

14.00 – 21.00 Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon

➜ 66

21.30 Blixa Bargeld musikprotokoll / Dom im Berg

ab 21.30 Aïsha Devi / Dis Fig club panamur / Orpheum Extra

14.00 –21.00 Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon

➜ 55

ab 21.30 Flamingods club panamur / Orpheum Extra

21.00 Alvin Lucier Charles Curtis Quartet musikprotokoll / Helmut List Halle ➜ 69

12.00 – 19.30 Rainer Prohaska Mobile Tea House Parkplatz vis-à-vis Kniely Haus Leutschach

➜ 65

20.30 Susanne Gartmayer & Brigitta Bödenauer 2 Superheldinnen musikprotokoll / Dom im Berg

19.30 ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Klangforum Wien Size Does Matter: Un Concert Grandiose musikprotokoll / Helmut List Halle ➜ 68

Durchgängige Veranstaltungen 09.00 – 00.00 Mamaza Garden State Orpheum ➜ 46

➜ 64

19.30 Gil Delindro Voidness of Touch musikprotokoll / Dom im Berg

➜ 57

➜ 26

➜ 25

➜ 29

12.00 – 19.30 Rainer Prohaska Mobile Tea House Parkplatz vis-à-vis Kniely Haus Leutschach 14.00 – 21.00 Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon 16.00 – 20.00 Jörg Piringer Ich/Mein/Mir/Mich Kniely Haus Leutschach

16.00 – 20.00 Jörg Piringer Ich/Mein/Mir/Mich Kniely Haus Leutschach

14.00 – 19.00 Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon

12.00 – 19.30 Rainer Prohaska Mobile Tea House Parkplatz vis-à-vis Kniely Haus Leutschach

10.00 – 14.00 Welcome to the former West Orpheum ➜ 45

10.00 – 19.00 Welcome to the former West Orpheum

➜ 29

➜ 25

➜ 26

➜ 45

Durchgängige Veranstaltungen 09.00 – 16.00 Mamaza Garden State Orpheum ➜ 46

Durchgängige Veranstaltungen 09.00 – 00.00 Mamaza Garden State Orpheum ➜ 46

➜ 75

➜ 74

23.00 Deena Abdelwahed All Hail Mother Internet musikprotokoll / esc medien kunst labor

19.30 Martin Hiendl Paradise musikprotokoll / MUMUTH

19.30 Elisabeth Bakambamba Tambwe Pink Eye Orpheum Extra ➜ 14

23.00 Demi Broxa musikprotokoll / Helmut List Halle ➜ 73

22.30 Aleph Quartett Cold Songs musikprotokoll / Helmut List Halle ➜ 72

ab 21.30 Kairo is Koming club panamur / Orpheum Extra

21.00 Konzert Die Logik der Engel musikprotokoll / Helmut List Halle ➜ 63

19.30 Aleph Quartett Cold Songs musikprotokoll / Helmut List Halle ➜ 72


➜ 38

➜ 42

18.00 Yes, but is it performable? Performance / Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien

19.00 Bratstvo i Jedinstvo Haus der Architektur

Mi 12/10

16.00 Kunst im Gespräch Geknetetes Wissen Kunsthaus Graz / Space01➜ 93

11.00 Thematische Führung „Kultur als Ansichtssache“ Kunsthaus Graz / Space02➜ 91

Di 11/10

Mo 10/10

herbstAusstellungen Öffnungszeiten ab ➜ 31

Do 13/10

18.00 Jörg Piringer Ich/Mein/Mir/Mich Performance / Forum Stadtpark

15.30 Multisensorische Führung Body Luggage Kunsthaus Graz / Space01

➜ 29

➜ 92

15.00 Regine Dura / Hans-Werner Kroesinger Willkommen in der Europaschutzzone Kniely Haus Leutschach ➜ 13

Fr 14/10

➜ 93

18.00 Jörg Piringer Ich/Mein/Mir/Mich Performance / Forum Stadtpark

➜ 29

15.00 Regine Dura / Hans-Werner Kroesinger Willkommen in der Europaschutzzone Kniely Haus Leutschach ➜ 13

14.00 Geführter Rundgang „Ausdrücklichkeiten“ Treffpunkt: Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien ➜ 91

11.00 Kunst im Gespräch Forum Stadtpark

Sa 15/10

15.30 Thematische Führung „Ausdrücklichkeiten“ Kunsthaus Graz / Space02

➜ 92

11.00 Überblicksführung Body Luggage & Geknetetes Wissen Kunsthaus Graz ➜ 92

So 16/10


➜ 58

Durchgängige Veranstaltungen 14.00 – 21.00 Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon ➜ 25

ab 21.30 Perera Elsewhere club panamur / Orpheum Extra

19.30 Taoufiq Izeddiou / Anania Danses En Alerte Dom im Berg ➜ 15

➜ 59

16.00 – 20.00 Jörg Piringer Ich/Mein/Mir/Mich Kniely Haus Leutschach

➜ 29

Durchgängige Veranstaltungen 14.00 – 21.00 Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon ➜ 25

ab 21.30 Noite Príncípe club panamur / Orpheum Extra

➜ 51

23.00 Herrn Manfreds Kalaschnikows Orpheum

16.00 – 20.00 Jörg Piringer Ich/Mein/Mir/Mich Kniely Haus Leutschach

➜ 29

Durchgängige Veranstaltungen 14.00 – 21.00 Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon ➜ 25

➜ 60

ab 21.30 Hailu Mergia with Tony Buck & Mike Majkowski / Chris Menist club panamur / Orpheum Extra

21.30 Taoufiq Izeddiou / Anania Danses En Alerte anschließend Talk Dom im Berg ➜ 15

19.30 Monika M. Kalcsics / Eugene Quinn Grenzlandgespräche Kniely Haus Leutschach ➜ 27

➜ 17

19.30 El Conde de Torrefiel Guerrilla anschließend Talk Orpheum

19.30 El Conde de Torrefiel Guerrilla Orpheum ➜ 17

19.30 Milo Rau / IIPM – International Institute of Political Murder Empire Schauspielhaus Graz ➜ 16

19.30 Milo Rau / IIPM – International Institute of Political Murder Empire anschließend Talk Schauspielhaus Graz ➜ 16

Durchgängige Veranstaltungen 12.00 – 17.00 New Graz Party – zusammen bleiben Haus der offenen Tore Volksgarten-Pavillon ➜ 25

Weitere Veranstaltungen und Termine nach dem Festival unter www.steirischerherbst.at Body Luggage herbst-Ausstellung bis So 08/01/2017


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Festivalprogramm steirischer herbst 2016