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Der kostenlose Newsletter zum Thema »Interne Kommunikation« unter: www.interne-kommunikation.net und www.scmonline.de

Fachbeitrag

Von der Informationsvermittlung zur Partizipation

Ausgabe 03|2012 03

Schon gehört? Interviews mit Sabine Lobmeier (Cisco) und Dr. Cornelia Mossal (T-Systems)

Dr. Georg Kolb (georgkolb.com) S. 6

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Inhalt

05 Nachgetragen Inspirierende Dialoge, Lernen und Vernetzen Fachbeitrag Kommunikationscontrolling im Enterprise 2.0 (Ariana Fischer/ Dr. Matthias Wagner)

10 Fachbeitrag 5 Thesen zu Social Media in der IK (Lutz Hirsch) 12 Fachbeitrag Von Kommunikationswegen und -pässen (Esther Mahr) 14

Fachbeitrag Enterprise Social Network Soft- ware-Einsatz für Führunkräfte- veranstaltungen (Stefan Donat)

16 Studie Studie Social Intranet 17 Nachgefragt Stellenausschreibungen 17-18 Schon vorgemerkt? Praxistage Interne Kommunika- tion 2.0 Intensivkurs Interne Kommuni- kation 19 Schon gelesen? Buchtipps l Buchrezensionen

Interview II

Interview I

Jeanette Wygoda (Gruner + Jahr) über die papierlose Kommunikation S. 4

Michael Wegscheider (Allianz) über die Einführung von Enterprise 2.0 S. 2

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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

aktuelle Studien zeigen, dass immer mehr deutsche Unternehmen Social Media Tools in der Internen Kommunikation nutzen (29%)* oder deren Einführung planen (64%)*. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von der Erleichterung der Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Führungsebene, optimalem und nachhaltigem Wissensmanagement bis zu Mitarbeiterbindung. So hat die Nutzung von Social Media Tools das Potential, den Zugriff auf interne Experten zu erleichtern, Innovationen zu fördern und mehr Transparenz in der Kommunikation und Zusammenarbeit zu ermöglichen. Doch der Einführung stehen auch häufig Hindernisse wie Akzeptanzprobleme, eine restriktive Unternehmenskultur oder fehlende Unterstützung durch Führungskräfte im Weg. Die aktuelle Ausgabe dieses Newsletters widmet sich der Einführung von Social Media in der Mitarbeiterkommunikation. So gibt bspw. Michael Wegscheider im Interview Einblick über den Weg der Allianz zum Enterprise 2.0. Den Weg von der Informationsvermittlung zur Partizipation beschreibt Dr. Georg Kolb in seinem Fachbeitrag und Lutz Hirsch liefert fünf Thesen zu Social Media in der Internen Kommunikation. Nicht zuletzt möchte ich Ihnen noch unsere Praxistage Interne Kommunikation 2.0 am 18./19. September in Frankfurt ans Herz legen und wünsche Ihnen wie immer viel Spaß beim Lesen und genießen Sie den Sommer! Ihre Madlen Brückner * Social Intranet-Studie der scm (2012)


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Interview

Die Allianz auf dem Weg zum „Enterprise 2.0“ Gespräch mit Michael Wegscheider (Allianz) über die Einführung eines Social Intranets.

? Sie befinden sich in einer konzernweiten Pilotphase des internen sozialen Netzwerkes ASN und sind als einer der ersten Konzerne der Versicherungswirtschaft somit auf dem besten Weg zum Enterprise 2.0. Noch bis Ende des Jahres soll der Breiteneinsatz folgen. Wie lange hat es gedauert, die Idee von der Allianz als Enterprise 2.0 durchzusetzen und wie viel Überzeugungsarbeit musste geleistet werden? Die Idee einer Allianz als Enterprise 2.0 können Sie nicht durchsetzen. Sie können nur bestmögliche Voraussetzungen für einen Wandlungsprozess hin zum Enterprise 2.0 schaffen. Mit dem Start des ASN Piloten haben wir den ersten Schritt auf diesem Weg getan. Wir haben ein Lernfeld für das Unternehmen geschaffen, aus dem wir jetzt unsere Lehren und Konsequenzen für einen Breiteneinsatz ziehen. Natürlich ist es wichtig, Mitstreiter zu finden, insbesondere auch im Management und natürlich müssen Sie allen potenziellen Anwendern die entscheidende Frage beantworten: "Was nützt es mir?". Aber letztendlich wandelt sich ein Unternehmen dann zum Enterprise 2.0, wenn vernetztes Arbeiten für alle Mitarbeiter zum Alltag wird und dieser Prozess erwächst aus den vielen individuellen Erfahrungen der Mitarbeiter mit dieser Technologie und ihren ganz persönlichen Entscheidungen zur Partizipation. Es ist ein Prozess, der Sicherheit braucht, Unterstützung, Freiraum und vor allem Zeit! ? Das Netzwerk erfolgt ohne inhaltliche Überwachung und somit auf Basis einer Selbstregulierung. Damit schenken Sie den Nutzern viel Vertrauen. Dennoch monieren Gewerkschaften, dass eine Kontrolle grundsätzlich möglich sei und man sich somit immer mehr hin zur gläsernen Belegschaft bewege. Was sagen Sie dazu? Das Wesen eines Sozialen Netzwerks ist Transparenz! Gerade weil es Transparenz schafft, macht es die Anwender produktiver und das Unternehmen effizienter. Nur geteilte und vernetzte Informationen sind wirklich fruchtbar. Was im eigenen Kopf steckt oder im bilateralen Dialog eines Mailverkehrs, wird wenig Wirkung in der Breite entfalten. Nur wenn klar ist, womit ich mich als Anwender und Teil des Sozialen Netzwerkes beschäftige, können andere Anwender sich darauf beziehen oder direkt von meiner Expertise, meinen Kenntnissen profitieren, mit mir in einen fruchtbaren Dialog treten, ein Team formen und so weiter. Ob Wissen zur Kontrolle genutzt wird, ist zunächst ausschließlich ein Thema der Unternehmensstrategie oder der Führungskultur. Das hat mit den eingesetzten technischen Tools erst mal gar nichts zu tun. Auch ohne Soziales Netzwerk hat ein Vorgesetzter genügend Mittel zur Verfügung, um seinen Mitarbeiter zu kontrollieren, wenn er das möchte. Hier steht also vor allem Führung und Unternehmenskultur in der Diskussion und diese Diskussion müssen wir auch tatsächlich mit allen Stakeholdern (HR, Betriebsrat, Management) führen, wenn wir uns mit der Frage beschäftigen, wie ein Wandel zum Enterprise 2.0 gelingen kann. ? Die Idee eines Social Intranet (Enterprise 2.0) beschreibt weit mehr als nur ein weiteres Projekt der Internen Kommunikation – letztlich bedeutet sie einen Wandel der Unternehmenskultur. Welche Veränderungen in Ihrer Arbeitswelt bei der Allianz erwarten Sie? Die größte Veränderung für den einzelnen Anwender eines Sozialen Netzwerkes besteht aus meiner Sicht in der Erfahrung, als Person und mit seinen Äußerungen und

Michael Wegscheider Allianz Michael Wegscheider beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Online Medien in der Unternehmenskommunikation. Während lange der Schwerpunkt auf Konzeption und Redaktion von Mitarbeiterportalen lag, hat sich sein Aufgabengebiet in den letzten Jahren auf dialogische Methoden wie Wikis und Blogs erweitert. In der Unternehmenskommunikation der Allianz Deutschland koordiniert er momentan als Projektleiter die Pilotierung eines sozialen Netzwerks.


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Schon gehört? Aktivitäten öffentlich zu werden. Natürlich war man das bisher auch schon, wenn man beispielsweise mit großen Mailverteilern kommuniziert hat. Das ging aber immer mit dem Gefühl der Abgeschlossenheit im Raum des Mailaccounts einher. Der Post auf dem Social Network steht hingegen prinzipiell frei im Raum der Unternehmensöffentlichkeit; eigentlich spricht man in dem Moment potenziell mit dem gesamten Unternehmen und das ist sicher nicht für jeden Mitarbeiter ein triviales Erlebnis. Für die Arbeitswelt des Unternehmens insgesamt bedeutet Enterprise 2.0 einerseits mehr Transparenz und schnellerer Wissenstransfer insbesondere über Hierarchiegrenzen hinweg; andererseits bringt das Prinzip der Vernetzung aber auch Menschen näher zusammen und hat schon damit einen mächtigen Effekt für die Firmenkultur.

? Verändert Social Media die Strukturen in Unternehmen? Die Prozesse sicherlich. Und wenn sich Prozesse tiefgreifend ändern, hat das ja auch immer Auswirkung auf die Strukturen, wie jeder weiß, der sich schon mit Prozessoptimierung beschäftigt hat. Inwiefern aber große Organisationsstrukturen betroffen sind, kann ich jetzt nicht vorhersagen.

„Interne Kommunikation - Einfach & Erfolgreich: Der Management-Blog der T-Systems Media Solutions“ „Im Gespräch über den Weg zu einem erfolgreichen Management-Blog im Social Intranet und die hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitern.“ Dr. Cornelia Mossal, Communication Manager bei T-Systems Multimedia Solutions GmbH

? Sehen Sie Wettbewerbsvorteile im Ausbau der internen Kollaboration und Kommunikation über Abteilungen, Standorte und Produkte hinweg sowie in einem aktiven Wissensmanagement? Selbstverständlich. Zusammenarbeit wird vereinfacht, Informationsaustausch effizienter, Kommunikation vereinfacht und schneller. Das sind wesentliche Hebel, die Produktivität steigern. „Interne Kommunikation im Spannungsfeld“ „Wie sollten sich interne Kommunikatoren in dem stetigen Spannungsfeld bewegen? Wie können sie ihre Aufgaben priorisieren?“ Michael Wegscheider spricht zu diesem Thema auf der kommenden K2-Tagung Interne Kommunikation am 22. November in Düsseldorf.

Sabine Lobmeier, Manager Corporate Communication DACH, Cisco

Mit freundlicher Unterstützung von management-radio.de


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Interview

„Only online“ Gespräch mit Jeanette Wygoda (Gruner + Jahr) über das papierlose Unternehmen

? Als Pressehaus kommunizieren Sie intern mit Ihren Mitarbeitern seit zweieinhalb Jahren ausschließlich papierlos. Wie lange hat es gedauert, dies durchzusetzen und wie viel Überzeugungsarbeit musste geleistet werden? Die Umstellung erfolgte bei Gruner + Jahr nicht von heute auf morgen. Der Aufbau des digitalen Mediums fand bereits gut fünf Jahre zuvor statt. 2004 wurde das erste digitale Medium im Intranet eingeführt und eine Online-Redaktion gegründet. 2007 erfolgte der Launch eines neuen Intranets mit einem CMS, das entsprechend unserer redaktionellen Anforderungen entwickelt wurde. Während dieser Phase gab es eine klare crossmediale Kommunikationsstrategie, die die Vorteile der einzelnen Kanäle ausspielte. Als Ende 2009 das gedruckte Medium eingestellt wurde, war das OnlineMedium bei den Mitarbeitern bereits erfolgreich etabliert. ? In einem Medienunternehmen erscheint es einfach, seine Mitarbeiter auch papierlos zu erreichen. Gab es dennoch Widerstand von der Mitarbeiterseite gegen dieses Vorhaben? Technische Erreichbarkeit darf man nicht mit Akzeptanz gleichsetzen. Die eigentliche Überzeugungsarbeit hatte intern bereits Jahre zuvor begonnen, als neben dem wöchentlichen gedruckten Medium parallel eine digitale Kommunikation aufgebaut wurde. Die Mitarbeiter haben rund fünf Jahre lang erlebt, dass es nicht nur wöchentlich, sondern täglich neue Nachrichten gibt. Und auch die internen Sender lernten, dass sie täglich mit Botschaften präsent sein können. So haben alle Stakeholder im Unternehmen schrittweise gelernt, mit digitalen Tools wie Intranet, Newsletter, Feedbacktools oder geschlossenen User-Gruppen zu arbeiten. Dies mag ein Grund dafür sein, dass der Widerstand geringer ausfiel als man hätte erwarten können. ?

Welchen Einfluss sehen Sie zwischen der Einführung von Social Media in der Internen Kommunikation und dem Kulturwandel innerhalb eines Unternehmens? Was sind Ihre Erfahrungen? Wenn der Kulturwandel als Folge von einer Social Media-Einführung gesehen wird, werden Ursache und Wirkung verwechselt. Social Media lässt sich nur einführen, wenn die Unternehmenskultur bereit ist für neue Kommunikationswege und der Kulturwandel bereits begonnen hat. Wir prüfen bei Gruner + Jahr sehr genau, welche Instrumente zur Unternehmenskultur passen – und welche nicht. Vor der Einführung von Social Media sollte man sich die Karten legen: Ist das Unternehmen zentral oder dezentral aufgestellt? Arbeiten überwiegend Kreative oder mehr Ingenieure im Haus? Für welche Tools ist die Unternehmenskultur, sind die Mitarbeiter offen und bereit sie zu nutzen? Wollen sich die Mitarbeiter gleich aktiv mit Profilen vernetzen oder erst einmal Blogs konsumieren? Bei Gruner + Jahr sind wir aktuell dabei, für unser Haus maßgeschneiderte Tools zu entwickeln.

? Haben Sie den Erfolg bereits gemessen und wenn ja, können Sie uns einen kurzen Einblick in die Ergebnisse geben? Ein erstes positives Feedback gab eine konzernweite Mitarbeiterbefragung sechs Monate nach Einführung von „Only online“. Hier wäre eine kritische Rückmeldung zur Einstellung des Printmagazins verständlich gewesen. Doch im Vergleich zur

Jeanette Wygoda Gruner + Jahr Jeanette Wygoda ist seit 2010 Leiterin Interne Kommunikation der Gruner + Jahr AG & Co KG in Hamburg. Zuvor war sie hier als stellvertretende Leiterin Interne Kommunikation für die Projektleitung des Intranetlaunchs (2007) und die Einführung eines internationalen Intranets zuständig. Zuvor war sie Redakteurin der Mitarbeiterzeitung. Von 2001 bis 2003 leitete sie die Presse und Öffentlichkeitsarbeit für handy.de, eine ehemalige Bertelsmann-Tochter für Mobile Entertainment. Von 1998 bis 2001 war sie PR-Beraterin bei Hoschke & Consorten PR-Agentur.


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MAB davor, stiegen sogar die Zufriedenheitswerte zum Intranet von 72 auf 83 Prozent. Im März und April dieses Jahres haben wir eine eigene Nutzerbefragung zum Intranet durchgeführt. Mit 17 Prozent Beteiligungsquote an der freiwilligen Umfrage sind wir sehr zufrieden. Das Feedback der Kollegen ist ebenfalls sehr gut: 90 Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden mit unserem Angebot. Aber auch die 10 Prozent Unzufriedenen freuen mich: Hier haben wir ein klares Feedback bekommen, etwas zu tun – und mit einer kritischen Rückmeldung können wir arbeiten, bei keiner Response wird es schwer.

?

Verändert Social Media die Strukturen in Unternehmen? Sehen Sie im Ausbau der internen Kollaboration und Kommunikation über Abteilungen, Standorte und Produkte hinweg sowie in einem aktiven Wissensmanagement Wettbewerbsvorteile? Interne "Kollaboration" wird häufig nur im Zusammenhang mit der Nutzung von Web 2.0-Tools gesehen. Jedoch beginnt die "Kollaboration" der Mitarbeiter bereits mit der aktiven Nutzung der internen Kommunikationsmedien im Unternehmen. Wenn die Interne Kommunikation mit den Mitarbeitern in einen Dialog tritt und diese zur Teilnahme an einer Nutzerbefragung aktivieren kann oder wenn die Mitarbeiter relevante Themenvorschläge für die Berichterstattung liefern, ist ein wichtiger Aspekt der Kollaboration im Sinne einer "Zusammen-Arbeit" im Unternehmen bereits gewährleistet. Die Wettbewerbsvorteile zeigen sich dabei mittelbar: Ein Unternehmen, das seine Kommunikationswege effizienter gestaltet, intern das Timing verbessert oder seine Ressourcen intelligenter nutzt, wird auch nach außen schlagkräftiger – und erreicht damit einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Inspirierende Dialoge, Lernen und Vernetzen Summary: Speed-Café im Rahmen der K2-Tagung Interne Kommunikation am 10. Mai 2012 Im Rahmen des „Speed-Café“ auf der K2-Tagung Interne Kommunikation im Mai 2012 haben rund 100 Teilnehmer eine beeindruckende Vielzahl an Ideen und Gedanken zu zentralen Fragen der Social Media-Nutzung in der Internen Kommunikation zusammengetragen. In zwei Arbeitsphasen wurde dabei die Rolle von Social Media in der Internen Kommunikation und die damit verbundene Veränderung der Führung diskutiert. Das Gesagte, Geschriebene und Visualisierte wurde ausgewertet und die so entstandene Dokumentation wird hier zusammengefasst.

Die erste Frage des Speed-Cafés lautete: „Social Media als Gewinn in der IK – wie gelingt uns das?“. Dabei sind von den Experten vier Erfolgsfaktoren herauskristallisiert worden. Damit Social Media ein Gewinn für die Interne Kommunikation ist, bedarf es: • gegenseitiger Toleranz, die Verständnis für Unterschiede und Integration einschließt • einer Analyse und Akzeptanz der vorhandenen Ängste auf Seiten der Mitarbeiter sowie auf Seiten der Führungskräfte • einer Klarheit bezüglich der Umsetzung und Benutzung von Social Media im Unternehmen • einer Win-Win-Lösung, indem Mehrwert für alle Beteiligten geschaffen wird. Auf die Fragen „Wie verändert sich die Rolle der Führung in der IK mit der wachsenden Bedeutung von Social Media? Was bedeutet Haltung und Glaubwürdigkeit in diesem Kontext?“ wurden von den Teilnehmern Faktoren und Eigenschaften ermittelt, die die Führungskraft in ihre Rolle integrieren sollte: • die Unternehmensleitung muss im Zusammenhang mit der zunehmenden Bedeutung von Social Media eine neue Führungsrolle akzeptieren • Teil dieser neuen Rolle ist die Aufgabe, Transparenz der Kommunikationsprozesse im Unternehmen zu ermöglichen, so dass die Grundlage zur Nutzung von Social Media geschaffen wird • Führungskräfte müssen sich Zeit zum Zuhören nehmen • der Mehrwert, der durch Social Media in Bezug auf Ideenfindung und Innovationen beruht, muss erkannt werden • Offenheit für Bottom-up Prozesse ist unabdingbar und Teil der Rollenveränderung • Führungskräfte müssen erreichbar und dialogbereit sein sowie aktiv Inhalte mit Social Media kommunizieren und Feedback geben • mittels Aufklärung sollen Ängste vor Fehlern und negativen Konsequenzen im Umgang mit Social Media bei den Mitarbeitern gezielt abgebaut werden • Führungskräfte sollten im Umkehrschluss keine Angst vor Kritik haben und Konflikte zulassen • die veränderte Rolle der Führungskraft beinhaltet auch, dass den Mitarbeitern bzgl. der sinnvollen Nutzung von Social Media Vertrauen geschenkt wird • die Unternehmensleitung sollte authentisch kommunizieren und sich nach Möglichkeit mit den neuen Medien identifizieren • die Möglichkeit, bestimmte Themen zielgruppengerecht zu kommunizieren und somit Orientierung zu geben, sollte von Führungskräften anerkannt werden Zu den ausführlichen Ergebnissen hier


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Jetzt können also alle mitreden. Mit sozialer Software erhält jeder im Unternehmen eine Stimme. Inhalte kommen nicht mehr nur von der Internen Kommunikation, sondern werden auch von den Mitarbeitern generiert. – So geht die Theorie. Doch was ist, wenn in der Praxis die Beteiligung der Mitarbeiter einfach ausbleibt oder schnell wieder nachlässt? Oder wenn die Beteiligung zu ganz anderen Ergebnissen führt, als man sich das gewünscht hätte? Inzwischen haben schon einige Unternehmen Erfahrungen mit sozialer Software in der Internen Kommunikation gemacht und dabei sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Nach einer internationalen Befragung von über 1.400 Unternehmen zum Thema "soziales Intranet" war die Zufriedenheit bei 30 % der Befragten zwar hoch oder sehr hoch. Der Anteil derjenigen mit niedriger oder sehr niedriger Zufriedenheit war mit 26 % aber kaum geringer1.. Nach einer weiteren Untersuchung zu sozialen Netzwerken in Unternehmen folgte auf anfängliche Begeisterung nicht selten ein langsamer Niedergang2. Diese Berichte zeigen, dass die Installation einer sozialen Software alleine keinen Erfolg garantiert. Warum scheitern so viele Projekte mit sozialer Software? Im Folgenden habe ich auf der Grundlage eigener Projekterfahrung und nach Auswertung jüngster Studien3 drei Faktoren herausgegriffen, die zu berücksichtigen sind, wenn der Schritt von der Informationsvermittlung zur Partizipation der Mitarbeiter erfolgreich gemacht werden soll. 1 Nutzen für Unternehmen und Mitarbeiter schaffen Alle Maßnahmen der Internen Kommunikation sollten Geschäftsziele unterstützen. Das war schon immer so. Beim Einsatz sozialer Software ist allerdings zu beachten, dass nicht nur die Zielsetzung im Sinne des Unternehmens erfolgsentscheidend ist, sondern auch die Motivation der Mitarbeiter sich zu beteiligen. Die traditionelle Informationsvermittlung war oft mehr das Sprachrohr der Unternehmensführung. Es kam vor allem darauf an, das Management mit den richtigen Botschaften zufriedenzustellen. Das Feedback der Mitarbeiter war schon deshalb weniger wichtig, weil es kaum sichtbar wurde. Beim Einsatz sozialer Software ist das anders. Dort offenbart sich, was die Mitarbeiter denken. Häufig genug wird gerade darin die Gefahr gesehen, dass die Mitarbeiter etwas Unpassendes oder Kritisches sagen könnten. Tatsächlich besteht die größere Gefahr aber darin, dass sie gar nichts sagen, weil sie sich nicht trauen oder keinen Sinn darin sehen, sich zu beteiligen, weil es für ihre Arbeit einfach zu wenig bringt. Wenn aber niemand mitmacht, kann auch kein Nutzen für das Unternehmen entstehen. Dabei ist die Beteiligung der Mitarbeiter kein Selbstzweck. Sie führt nicht zwangsläufig zum angestrebten Nutzen. Beteiligung ist für den Erfolg zwar notwendig, aber 1) Toby Ward (Prescient Digital Media) in Zusammenarbeit mit der IABC (International Association of Business Communicators): The Social Intranet Study. Von, Dezember 2011. http://slidesha.re/xyFpR1 2) Charlene Li, AlanWebberand Jon Cifuentes (Altimeter Group): Making the Business Case for Enterprise Social Networks. Februar 2012. http://

slidesha.re/x4TPRP

3) Georg Kolb: The new tone on social media ROI: from anecdotal evidence to systematic analysis. Juni 2012. http://ccc.georgkolb.com/?p=903

Fachbeitrag

Von der Informationsvermittlung zur Partizipation – drei Faktoren, um Mitarbeiter erfolgreich einzubinden

Dr. Georg Kolb georgkolb.com Dr. Georg Kolb arbeitet seit 20 Jahren in Kommunikation und Marketing, seit Januar 2012 als unabhängiger Berater. Zuvor hatte er eine Reihe von Führungspositionen im Agentur- und Unternehmensumfeld inne. Unter anderem leitete er Vertrieb und Marketing des Social SoftwareUnternehmens direktzu, bei Pleon Deutschland war er Social Media-Direktor und Key Accounter. Neben seiner Kundenarbeit hatte Dr. Kolb auch Lehraufträge für PR im Internet an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing und für internationale PR an der Ludwig-Maximilians-Universität München.


03|2012 S. 7 nicht hinreichend. Wenn es darum geht, den Erfolg zu messen, reichen bloße Beteiligungsziffern daher nicht aus. Wenn etwa eine Mikroblogging-Plattform eingerichtet wurde, um den Wissensaustausch innerhalb des Unternehmens zu verbessern, ist die Zahl der Nutzer oder der Statusmeldungen kein hinreichendes Kriterium für den Erfolg. Dafür muss vielmehr so etwas ausgewertet werden wie die Zeitersparnis bei der Suche nach Informationen oder Experten. Nicht die Reichweite zählt, sondern das Ergebnis für das Unternehmen und für die Mitarbeiter. 2 Beteiligungskultur und Entscheidungshierarchie versöhnen Der Nutzen sozialer Software wächst und sinkt mit der Beteiligung der Nutzer. Dabei ist es wichtig zu verstehen, um welche Art von Beteiligung es sich hier handelt. Es geht nicht darum, aus dem Unternehmen ein basisdemokratisches Wunschkonzert zu machen. Vielmehr handelt es sich um eine kommunikative Beteiligung, die die Entscheidungshierarchie nicht in Frage stellt. Die Entscheider erhalten mit Hilfe sozialer Software eine bessere Grundlage für ihre Entscheidungen, weil sie nun schnell und ungefiltert sehen können, „wie der Laden läuft“. Wenn sich etwa eine Führungskraft einen Eindruck vom Stand eines Projekts verschaffen will, dann geht das kaum schneller als über die Statusmeldungen sozialer Software. Die Mitarbeiter können ihrerseits ihre Zusammenarbeit durch erhöhten Austausch effektiver machen. Vor diesem Hintergrund ist es für den internen Kommunikator wichtig, bei der Einführung sozialer Software die richtigen Erwartungen bei Unternehmensführung und Mitarbeitern zu setzen. Formelhaft verkürzt ist die Botschaft: Kollektive Intelligenz ja, kollektive Unternehmensführung nein. Um eine möglichst hohe Beteiligung der Mitarbeiter zu ermöglichen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich die Unternehmensführung aktiv und offen für den Gebrauch sozialer Software einsetzt. Die Vorbildfunktion der Führungskräfte spielt hier eine entscheidende Rolle, gerade auch in traditionellen Unternehmen mit ausgeprägter Hierarchie. Ohne die Beglaubigung von oben, dass ein Austausch von Ideen und Wissen jenseits der Hierarchien tatsächlich gewollt ist, werden die Mitarbeiter diese neue Freiheit kaum annehmen. Das TopManagement wird das jedoch nur dann tun, wenn es an den Nutzen für das Unternehmen glaubt. Deshalb ist es so wichtig, dass die Zielsetzung für das Unternehmen klar und messbar ist (siehe 1). 3 Bewachte Spielwiesen anlegen Dort, wo noch Zweifel am ökonomischen Sinn sozialer Software bestehen, trifft man auch auf die Furcht, dass die Qualität der Mitarbeiterbeiträge zu schlecht sein

könnte. Nach dem Vorbild privater Netzwerke wird ein Austausch von persönlichen Belanglosigkeiten erwartet, der im Unternehmen die Produktivität mindern würde. Oder es wird mit unangemessener Kritik gerechnet, die womöglich noch unter die Gürtellinie gehen könnte. Die Praxis lehrt, dass beides nur selten vorkommt, weil sich die Nutzer der Öffentlichkeit ihrer Äußerungen bewusst sind. Wer möchte schon etwas sagen, dass vor den Augen des Chefs oder der Kollegen peinlich wirkt? Diese Form der sozialen Selbstkontrolle funktioniert allerdings nur, wenn entsprechende Spielregeln vorgegeben werden: Dazu gehören allgemeine "Social Media Guidelines", die unternehmensweit gelten und im Allgemeinen z.B. Anonymität verbieten. Dazu gehören aber auch spezielle Regeln für die jeweilige Plattform. So ist es z.B. wichtig, dass für jede Plattform klar gemacht wird, für welche Nutzer und zu welchen Themen sie eingerichtet wurde. Das trägt zur Relevanz der Beiträge bei und gibt auch die Berechtigung, Beiträge zu entfernen, sollten sie wirklich einmal unangemessen sein. Auf diese Weise entstehen "Spielwiesen", die genügend Raum zum freien Austausch geben und dadurch für den Einzelnen wie für das Unternehmen Nutzen stiften. Und doch sind sie durch die soziale Kontrolle so "bewacht", dass kaum jemand aus dem Rahmen fallen kann. Dazu kommt noch eine wachsende Zahl von elektronischen Auswertungsmöglichkeiten, die etwa zur Trend- oder Issue-Analyse dienen können. Insgesamt nehmen im Umfeld der elektronischen Kommunikation die Kontrollmöglichkeiten erheblich zu, so dass ich die häufig geführte Rede vom Kontrollverlust im Zusammenhang mit sozialer Software nicht ganz nachvollziehen kann.4 Im Gegenteil: Selbst wenn Inhalte jetzt nicht mehr nur von der Internen Kommunikation generiert werden, so hat doch die Einsicht in das allgemeine und individuelle Meinungsgefüge des Unternehmens gewaltig zugenommen. Nicht umsonst interessieren sich Datenschützer und Betriebsräte zunehmend für all die Spuren, die wir im Netz hinterlassen.

Dr. Georg Kolb hält zu diesem Thema einen Workshop auf den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 am 18./19. September 2012 in Frankfurt.

4) Georg Kolb: Loss of control on the social web is a myth. Januar 2012. http://ccc.georgkolb.com/?p=749


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Fachbeitrag

Kommunikationscontrolling im Enterprise 2.0 Wie Sie mit der geschickten Wahl der Kennzahlen Probleme aufdecken und Ressourcen genau da einsetzen, wo sie nötig sind.

Auf den ersten Blick scheint es für das Controlling wenig relevant zu sein, ob klassische Kommunikationsprozesse im "Enterprise 1.0" untersucht werden oder Prozesse, die Social Software im Unternehmenskontext einsetzen. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die klassischen Monitoring-Instrumente nicht einfach übertragen werden können. Bisher lag den meisten Prozessen in der Mitarbeiterkommunikation das klassische Top-Down-Prinzip zugrunde, d.h., die Führungsebenen wandten sich mit Themen und Botschaften an die Mitarbeiter, wobei die einen die Sender-Rolle und die anderen die Empfänger-Rolle einnahmen. Diese klare Rollenverteilung – wenn sie denn tatsächlich je bestand – wird mit der durch Social Software unterstützten Mitarbeiterkommunikation aufgegeben. An ihre Stelle tritt eine hierarchiefreie Kommunikation mit einem effizienteren Wissensmanagement, verbesserten Informationsströmen und besser integrierten Mitarbeitern.

Ariana Fischer Paradigmenwechsel in der Kommunikation Wenn mit Enterprise 2.0-Projekten Social Media-Funktionalitäten für die Mitarbeiterkommunikation genutzt werden, so bedeutet dies einen Paradigmenwechsel für die interne Unternehmenskommunikation. Anstelle des Sendens von Botschaften rückt der Dialog mit den Mitarbeitern stärker in den Fokus. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich mit ihrem Tätigkeitsprofil der unternehmensinternen Öffentlichkeit vorzustellen, sie können im Blogbereich eigene Inhalte präsentieren oder in Foren und via Kommentar in arbeitsrelevante Diskussionen einsteigen. Wurde im Enterprise 1.0 vor allem gefragt, ob eine Botschaft ankommt, geht es im Enterprise 2.0 um Fragen der Vernetzung der Mitarbeiter im Unternehmen, deren Dialogbereitschaft und inwiefern die Social Software Unternehmensprozesse befördert. Dabei werden Prozesse zum Beispiel dadurch unterstützt, dass sich Projektzeiten durch effiziente Informationsflüsse verkürzen oder sich die Qualität der Projektergebnisse durch bessere Responsefähigkeit verbessert. Kennzahlen zur Steuerung von Prozessen Diese Ziele – Vernetzung, Dialogfähigkeit, Produktivitätssteigerung – stehen für die zentralen Argumente, wenn es darum geht, ein Enterprise 2.0-Projekt Vorständen und Geschäftsführern zu präsentieren und für ein entsprechendes Projekt-Budget zu werben. An diesen Zielen wird auch der Erfolg des Enterprise 2.0-Projekts gemessen. Mit dem Kommunikationscontrolling werden dafür Kennzahlen festgelegt, die den Fortgang des Projekts dokumentieren und die gezielte Planung weiterer Maßnahmen ermöglichen. Weitere Ziele bzw. Kennzahlen ergeben sich aus den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, den Entwicklungsstand des Projekts jederzeit mit Zahlen für Vorstände und Geschäftsführer aufzubereiten und zu belegen.

ICOM

Dr. Matthias Wagner ICOM Ariana Fischer ist Leiterin Consulting und Managing Partner bei ICOM GmbH und führt seit 1998 Beratungsprojekte bei verschiedenen Großunternehmen in den Bereichen interne und externe Kommunikation durch. Dr. Matthias Wagner ist seit 2010 Consultant der ICOM GmbH und unterstützt das Team besonders in Fragen zu Social Web-Themen.


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Doch es geht nicht nur darum, den Prozess transparent zu gestalten. Unternehmen, die sich von der TopDown-Kommunikation partiell lösen und dem Mitarbeiter eine Plattform zur hierarchiefreien Kommunikation anbieten, betreten ein für die Interne Kommunikation ungewohntes Terrain. Durch die Dialog- und Vernetzungsmöglichkeiten im Enterprise 2.0 sind die Mitarbeiter sehr viel aktiver in die Unternehmenskommunikation eingebunden, als dies bei unidirektionalen Kanälen der Fall war und ist, wie zum Beispiel dem Intranetportal oder der Mitarbeiterzeitung. Umso wichtiger ist es, diesen Prozess mit einer sinnvollen Kombination von Kennzahlen zu monitoren. Dadurch kann das Zuhören und angemessene Reagieren auf der Plattform durch die Projektverantwortlichen gewährleistet werden und es wird erfasst, welche Maßnahmen eine Resonanz haben und an welchen Stellen Optimierungen möglich sind. Mit der Projektplanung beginnt auch das MaßnahmenControlling Spricht man von Kommunikationscontrolling, wird häufig zunächst an Umfragen und Statistiken gedacht oder allgemeiner an Analysen, die deutlich machen, ob und wie ein Medienangebot bei den entsprechenden Zielgruppen ankommt. Dies beschreibt jedoch nur den Aspekt des Bewertens laufender Kommunikationsprozesse. Tatsächlich setzt das Kommunikationscontrolling viel früher an und begleitet den gesamten Prozess, den ein Projekt von der Planung über die Umsetzung bis zur Optimierung und Steuerung durchläuft.

Abb: Controlling ist ein Prozess

Mit der Konzeptionsphase einer Maßnahme, in welcher die Ziele definiert werden, beginnt auch das Controlling. In diesem ersten Schritt ist es Aufgabe des Controllings, Kennzahlen zu entwickeln und Key-Performance-Indikatoren zu identifizieren. Diese Maßzahlen sollen das Projektmanagement insofern unterstützen, als sich das Erreichen der gesetzten Ziele über die Zahlen festmachen lässt.

• • •

Wie viel Arbeitszeit setzt die IK-Redaktion für die Umsetzung ein? Welche Zielgruppen sollen bis zu welchem Zeitpunkt informiert sein? Welcher Interaktions-Level soll auf einer Enterprise 2.0-Plattform erreicht werden?

Die Umsetzung des Projekts wird vom Controlling begleitet. Für den Erfolg des Projekts lassen sich bereits frühzeitig erste Tendenzen bestimmen. Sind erste Umsetzungsphasen abgeschlossen, erlaubt die Evaluation ein nuanciertes Bewerten der Effizienz des Vorgehens und ist damit eine wichtige Basis, um die laufenden Maßnahmen optimal zu justieren. Welche Themen müssen schlüssiger präsentiert werden? Fühlen sich die Zielgruppen richtig angesprochen? Optimaler Ressourcen-Einsatz Das Controlling bietet Antworten, hilft den Prozess zu steuern und unterstützt damit den Erfolg. Das Justieren des Prozesses ruht letztlich auf dem Abgleich von SollWerten, die in der Planungsphase mit der Entwicklung der Kennzahlen festgelegt wurden, und den Ist-Werten, die im Rahmen der Umsetzungen erhoben wurden. Wenn die gesteckten Zielwerte nicht erreicht wurden, kann die Ursachenforschung für die Lücke zwischen "Soll" und "Ist" starten und es können Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Eine häufig langwierige Ursachenforschung nach Umsetzungsproblemen ist nicht notwendig, da die geschickte Wahl der Kennzahlen hilft, die Ressourcen genau da einzusetzen, wo sie nötig sind, um das Projekt weiterzuentwickeln und nicht an den Stellen, an denen der Bedarf lediglich vermutet wird.

Erfahren Sie mehr zu diesem Thema auf den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 am 18./19. September in Frankfurt. Den ausführlichen Beitrag von Ariana Fischer und Dr. Matthias Wagner finden Sie im Fachbuch Social Media in der Internen Kommunikation der scm.


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Fachbeitrag

5 Thesen zu Social Media in der Internen Kommunikation

Aus einer Vielzahl von Gesprächen mit Verantwortlichen und Führungskräften aus der Unternehmenskommunikation ergibt sich zum Thema Social Media für den internen Einsatz ein komplexes Bild. Zum einen gewinnt man den Eindruck, dass es momentan kein wichtigeres Zukunftsthema gibt und alle Instrumente der Internen Kommunikation dadurch auf den Prüfstand gestellt werden. Andererseits zeigt die Unternehmensrealität, dass die (deutliche) Mehrheit der Mitarbeiter in ihrem Arbeitsalltag noch fernab von Vernetzung, Microblogging, Rating und "Gefällt mir" ist. Dieses Spannungsfeld findet sich in den folgenden Thesen wieder. Social Media – ein interner Kanal unter vielen, der heute überschätzt wird Ein wichtiges Instrument in unseren Projekten zum Relaunch von Intranets und internen Kommunikationsmedien ist eine Mitarbeiterbefragung, in der bestehende Plattformen und Kanäle nach deren Relevanz und Funktion hinterfragt werden. Durch die Bank zeigt sich folgendes Ergebnis: • Wichtigster Informationskanal für die Mitarbeiter zum Unternehmen ist die eigene Führungskraft • Das Intranet wird im Schnitt pro Woche max. 2 Stunden genutzt und rangiert in der Relevanz bzgl. Informationen zum Unternehmen und Arbeitsumfeld hinter Mitarbeiterveranstaltungen, Printmedien und E-Mail-Newsletter • Weite Teile der Belegschaft (Produktion, Außenstandorte) haben in der Regel keinen Zugriff auf Online-Kanäle wie Intranet oder E-Mail-Newsletter • Mitarbeiter fühlen sich schon heute durch die Vielzahl der verfügbaren Medien und insbesondere durch die E-Mail-Flut überfordert und können Wichtiges nur schwer von Unwichtigem unterscheiden • Web 2.0-Angebote wie interne Blog, Wikis und Kommentarfunktionen werden nur von unter 5 % der Belegschaft genutzt und auch wahrgenommen Social Media in der Internen Kommunikation wird in diesem Lichte gesehen nur ein weiterer Kanal sein, der auch in den nächsten 3-5 Jahren nur Bedeutung für eine kleine Gruppe von Mitarbeitern haben wird. Er wird sich weder dazu eignen, um in kurzer Zeit die Mehrheit der Belegschaft zu erreichen, noch um kritische und unternehmensentscheidende Nachrichten zuverlässig zu kommunizieren und in den Diskurs zu stellen. Aber warum dann der Hype? Weil sich Kommunikation im Unternehmen ändern wird! Die geplante und gerichtete Kommunikation wird mehr und mehr durch die digitale Vernetzung und Wahrnehmung des "Activity Streams" des eigenen Arbeitsumfeldes ergänzt werden. Social Media – in der Zukunft der wichtigste Kanal für die Mitarbeiter Der durch Facebook und XING bekannte "Activity Stream" des eigenen Netzwerkes ist in der jungen Generation mittlerweile der gelernte Standard, um Neuigkeiten wahrzunehmen, Interessantes zu recherchieren und auf eigene Erfahrungen und Erlebnisse hinzuweisen. Ergänzt über Messaging-Programme wie Facebook Messenger und WhatsApp treten Telefon, Mobilbox und E-Mail mehr und mehr in

Lutz Hirsch Hirschtec Lutz Hirsch ist Executive Partner bei Hirschtec und seit 1996 in der IT- und Internetbranche aktiv. Nach Stationen bei d.d. synergy (Bereichsleiter Intranet/Groupware) und der IBM Global Services (Principal Consultant) gründete er 2003 die Firma Hirschtec Infoarchitects. 2009 wurde ihm ein Lehrauftrag der FH Brandenburg im Fachbereich Wirtschaftsinformatik zum Thema „Web 2.0 in der Unternehmenspraxis“ erteilt. Hirsch ist Mitglied des Information Architecture Institute. Außerdem sitzt er seit Oktober 2010 im Aufsichtsrat der HanseSafe AG.


03|2012 S. 11 den Hintergrund. Die Kommunikation verlagert sich auf digitale soziale Plattformen. Diese Entwicklung wird auch vor den Unternehmen nicht halt machen. Das bedeutet nicht, dass die Befunde aus der vorigen These auf einen Schlag irrelevant werden. Es kommt aber ein neuer Blickwinkel hinzu. Wird man Mitarbeiter in 3-4 Jahren befragen, welcher Kanal für sie der wichtigste sein wird, um sich mit Kollegen auszutauschen und Themen im Unternehmen zu recherchieren, werden mit Abstand soziale Intranets und interne Vernetzungsplattformen führend sein – obwohl das in These 1 geschilderte Spannungsfeld nicht aufgelöst sein wird. Genau an dieser Nahtstelle zwischen Unternehmenskommunikation und Mitarbeiterkommunikation wird sich die Rolle bestehender Aufgaben und Instrumente ändern. Unternehmenskommunikation wird sich in den "Activity Stream" einbringen müssen und Themen hier recherchieren und moderieren können. Das führt uns direkt zur nächsten These, denn diese neue Form der Kommunikation unter den Mitarbeitern zieht einen Wandel der gesamten Unternehmenskultur nach sich. Social Media – der kulturelle Wandel muss begleitet werden Kommunikation auf sozialen Plattformen unterscheidet sich für "Neueinsteiger" dramatisch von der bekannten elektronischen Kommunikation über E-Mails und in Foren. • Trends verstärken sich durch Weiterleitung und Empfehlung im Netzwerk wesentlich schneller. • Die Menge der von Nutzern eingegebenen Informationen wird im Vergleich zu E-Mails wesentlich geringer. Die Botschaft wird weniger gefiltert und abgesichert übermittelt. • Das persönliche Feedback wird durch "Gefällt mir" und "Kommentierung" unmittelbarer und direkter. • Informationsrecherche wird von Suchmaschinen zu Anfragen ans persönliche Netzwerk verlagert werden. Die Informationsarbeit in sozialen Intranets wird dadurch schneller und direkter. Die Vernetzung der Mitarbeiter untereinander vom Unternehmen weniger bis gar nicht steuerbar. Ein Erfolgsfaktor für interne Social Media-Plattformen ist daher immer die Begleitung des kulturellen Wandels. Führungskräfte müssen unterstützen, dass z.B. die Zeit im "Activity Stream" produktive und nutzbringende Arbeitszeit ist. Sie müssen zulassen und dann auch moderieren, dass Mitarbeiter sich über gesetzte Kommunikationsgrenzen hinwegsetzen und eigenständig ihren Horizont erweitern. Management und Unternehmenskommunikation muss gegenwärtig sein, dass sich der digitalisierte Flurfunk noch schneller und noch

zugespitzter entwickeln wird. Mitarbeitern hingegen müssen die neuen Instrumente auch im Sinne der Unternehmens- und Arbeitsorganisation vermittelt werden. Social Media ist kein Selbstzweck, sondern sollte zum Erfolg des Unternehmens (und Wohle des Mitarbeiters) eingesetzt werden. Social Media – am Ende doch ein Technologieprojekt Und zu guter Letzt – ist doch wieder alles IT... Denn die informationstechnischen Grundlagen von Social Media in der Internen Kommunikation sind komplex und vielschichtig. • Das Personenprofil muss mit Verzeichnisdiensten und Personalsystemen verbunden werden. • Das soziale Intranet wird sich zu (SAP-)Prozessplattformen, Kollaborations-Plattformen und Wiki-Lösungen positionieren müssen. • Oft wird eine neue technische Plattform ausgewählt werden müssen, da bestehende Lösungen den sozialen Aspekt nicht genügend abbilden können. • Der Zugriff für Produktionsmitarbeiter und mobile Nutzer muss sichergestellt werden. Die Liste lässt sich weiter fortsetzen. Ein erfolgreiches Projekt bindet daher immer IT, Unternehmenskommunikation, HR, Betriebsrat und Datenschutz von Beginn an mit ein und achtet darauf, dass bei all der IT das "social" und die "user experience" nicht außer Acht gelassen werden. Denn die Konkurrenzplattformen sind heute auch für interne Anwendungsfälle nur einen Klick weit entfernt. Google Docs und XING-Gruppen lassen grüßen!

Erfahren Sie mehr zu diesem Thema auf den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 am 18./19. September 2012 in Frankfurt, im Rahmen derer Lutz Hirsch zwei Workshops durchführt.


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Fachbeitrag

Von Kommunikationswegen und -pässen Social Media in der Internen Kommunikation

„Der Laufweg bestimmt den Pass“ – dieser Satz von Joachim „Jogi“ Löw (kundgetan auf einer DFB-Pressekonferenz vor dem EM-Viertelfinale) hatte, kaum dass er ausgesprochen war, bereits seinen Platz in der Liste der ewigen Fußballzitate sicher. Dass das so ist, hat mit jener fast schon philosophischen Dimension zu tun, durch die sich die besten und nachhaltigsten Fußballweisheiten auszeichnen. Der Erfolg dieser Klassiker liegt nicht zuletzt darin begründet, dass sie über den Fußballplatz hinausreichen und sich wunderbar dazu eignen, das Leben, das Universum und den ganzen Rest auf den Punkt zu bringen. Mindestens. Meistens. Aber zurück zum jüngsten Beitrag auf dieser Liste ewiger Weisheiten. Und zu der Frage, was jenes Bundestrainer-Zitat mit Social Media in der Internen Kommunikation zu tun hat? Stellen wir uns die heutigen Kommunikationsgewohnheiten – insbesondere der jüngeren Mitarbeiter – als deren Laufwege vor, und die unternehmensinternen Botschaften als den Pass, der diese auf möglichst optimale Weise erreichen soll. Führt man sich vor Augen, dass 91 Prozent aller Internetnutzer in Deutschland im Alter zwischen 16 und 24 Jahren soziale Netzwerke nutzen, und immerhin 57 Prozent der 25- bis 44-Jährigen1, wird der Laufweg in puncto Kommunikationsgewohnheiten sehr deutlich. Auch wenn der Einsatz von Social Media für die Interne Kommunikation in deutschen Unternehmen noch in den Kinderschuhen steckt, ist es wohl nur eine Frage der Zeit bis sich in Unternehmen die Erkenntnis durchsetzt, auf welche Weise die Botschafts-Pässe in Zukunft erfolgsversprechend gespielt werden müssen. Denn angesichts eines zunehmenden Wettbewerbs um qualifizierten Nachwuchs wird es für Unternehmen immer wichtiger, ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter sich wohl- und wertgeschätzt fühlen und ihre Produktivität voll entfalten können. Eine funktionierende Interne Unternehmenskommunikation spielt hier eine Schlüsselrolle: Mitarbeiter, die wissen, was sie wann, wie und warum zu tun haben, arbeiten produktiver. Und Arbeitnehmer, die diese Prozesse nicht nur nachvollziehen, sondern auch selbst mitgestalten können, sind nicht nur zufriedenere – und dadurch bessere – Mitarbeiter, sie tragen auch maßgeblich zu einer gesteigerten Wertschöpfung und einem höheren Innovationsgrad bei. Eine erfolgreiche Interne Kommunikation ist zudem ein wichtiger Aspekt, wenn es darum geht, die emotionale Verbindung der Mitarbeiter mit dem Unternehmen zu fördern. Warum das unerlässlich ist, zeigt folgendes Beispiel (wieder aus dem beliebtesten Mannschaftssport, um im Bilde zu bleiben): Man stelle sich eine Fußballmannschaft in folgender emotionaler Verfassung vor: Zwei Spieler verspüren keinerlei emotionale Bindung an den Verein, bei dem sie unter Vertrag stehen. Weitere sieben Spieler haben lediglich eine geringe Bindung. Diese Spieler leisten „Dienst nach Vorschrift“ und legen im schlimmsten Fall sogar ein destruktives Verhalten an den Tag. Nur zwei Spieler der Mannschaft haben eine hohe emotionale Bindung an den Verein, sind motiviert und zeigen echtes Engagement und vollen Einsatz. Abstieg 1) Statistisches Bundesamt, 2012, http://bit.ly/NVumhE

Esther Mahr Möller Horcher Esther Mahr ist seit 2007 bei Möller Horcher PR tätig. Als Redakteurin schreibt sie über IT- und Software-Themen. Darüber hinaus beschäftigt sie sich intensiv mit den Bereichen Social Media und Interne Kommunikation, einschließlich Beratung sowie Konzeption und Umsetzung entsprechender Workshops. Mahr hat Germanistik und Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum studiert.


03|2012 S. 13 vorprogrammiert? Vermutlich. Das Erschreckende ist: Grob überschlagen gibt dieses Beispiel das Verhältnis deutscher Arbeitnehmer zu ihrem Unternehmen wieder. Zu diesem Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen Gallup, das seit 2001 jährlich den sogenannten Engagement Index für Deutschland veröffentlicht. Anhand von zwölf Fragen zu Arbeitsplatz und -umfeld ermittelt Gallup den Grad der emotionalen Bindung von Mitarbeitern sowie deren Engagement und Motivation bei der Arbeit. Im aktuellen Engagement Index, veröffentlicht im März 20122, stellte Gallup fest, dass 86 Prozent der Befragten keine (23 Prozent) oder nur eine geringe (63 Prozent) emotionale Bindung an ihr Unternehmen aufweisen. Bleiben also lediglich 14 Prozent Beschäftigte, die sich ihrem Unternehmen emotional verbunden fühlen und freiwillig dazu bereit sind, sich in besonderem Maße für "ihr" Unternehmen und dessen Ziele einzusetzen. Inwiefern die jeweilige Befindlichkeit der Mitarbeiter die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens beeinflusst, kann man sich leicht vorstellen. Die Betriebswirtin Julia Christine Schreiber hat in ihrer Diplom-Arbeit "The Influence of Social Media on Intra-Organizational Information Sharing"3 zahlreiche Studien von Unternehmen, Organisationen und Akademikern zusammengetragen, die sich mit der Rolle und dem Einsatz von Social Media in der unternehmensinternen Kommunikation beschäftigen (u.a. von Bitkom, Google, Mc Kinsey). Auch wenn die jeweiligen Untersuchungen wichtige Aspekte, wie etwa die Kommunikationsrichtung (Top-down, Bottom-up, horizontal oder diagonal) und die damit verbundenen Kommunikationshindernisse (z.B. mangelndes Vertrauen oder Konkurrenzdenken) vernachlässigen, kommen sie übergreifend zu ähnlichen Ergebnissen: Mitarbeiter betrachten Social Media Tools als wertvolle Mittel, mit denen sich organisatorische Grenzen im Unternehmen überwinden lassen und die sowohl den arbeitsbezogenen als auch den sozialen Austausch positiv verstärken. Ein weiterer Vorteil für die Befragten ist die Tatsache, dass sie dank Social Media Tools schneller die für sie wichtigen Informationen finden. Während bei großen Unternehmen das Social MediaPassspiel inzwischen oft schon fester Bestandteil des Trainingsplans ist, hinken gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland diesbezüglich noch hinterher.

2) http://eu.gallup.com/Berlin/153299/Praesentation-Gallup-Engagement-Index-2011. aspx 3) TU Freiberg, voraussichtl. Veröffentlichung Q4 2012

Dabei wird es gerade für den Mittelstand immer wichtiger, sich im Wettbewerb um geeignete Mitarbeiter gut zu positionieren. Höchste Zeit also, auch interne Kommunikationsstrukturen zu etablieren, die den Nutzungsgewohnheiten der aktuellen und zukünftigen Generation der Young Professionals entsprechen. Der Laufweg ist vorgegeben – jetzt müssen Unternehmen nur noch den richtigen kommunikativen Pass spielen.

Esther Mahr führt gemeinsam mit Gabriele Horcher einen Workshop zum Thema "Social Media als Instrument für den Auf- und Ausbau der Internen Kommunikation in KMUs" auf den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 am 18./19. September 2012 in Frankfurt durch.

Herausgeber: Madlen Brückner (V.i.s.d.P.) | Vertretungsberechtigter: Lars Dörfel Redaktion: Theresa Schulz, Nicole Gatz, Leila Wandelt, Mareike Orschinski, Christina Renger Steuernummer: 37/171/21334 scm/prismus communications GmbH Weichselstraße 6 | 10247 Berlin T: +49(0)30 47 98 97 89 | F: +49(0)30 47 98 98 00 E: info@scmonline.de | W: www.scmonline.de


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Unternehmen nutzen verstärkt den Einsatz von Social Media Tools für eine schnelle und standortübergreifende Zusammenarbeit. Vor allem der Bereich der internationalen Führungskräftekommunikation erfordert dialog- und interaktionsintensive Anwendungsmöglichkeiten. Unterstützend zu den etablierten Instrumenten, wie z.B. Intranet oder Führungskräfteveranstaltungen, kann eine Enterprise Social Network Software gewinnbringend eingesetzt werden. Diese bildet einen zentralen Kommunikationsort für dezentral ansässige Führungskräfte und ermöglicht eine transparente und interaktive Planung, Durchführung und Nachbereitung von Führungskräfteveranstaltungen. So gelingt es, ein nachhaltiges Führungskräftenetzwerk zu etablieren.

Die Nutzung von Social Media Tools ist im privaten Alltag allgegenwärtig. Unabhängig unseres jeweiligen Standorts gelingt es uns, über große Distanzen hinweg in Echtzeit zu kommunizieren und interaktiv in einem emotionalen oder intellektuellen Austausch zu stehen. Zunehmend nutzen auch Unternehmen die Vorteile von Social Media für die interne Unternehmenskommunikation. Enterprise 2.0 – so der Begriff, der die Anwendung von Web 2.0-Konzepten und Social Software in Unternehmen beschreibt – wird nunmehr verstärkt durch Enterprise Social Network Software geprägt. Eine Enterprise Social Network Software verknüpft die Funktionen klassischer Formen des Unternehmensintranets und sozialer Netzwerke. Entscheidende Ergebnisse sind eine transparentere Kommunikation sowie eine interaktive und effektive Zusammenarbeit. So ergeben Studien zum Thema Web 2.0 in Unternehmen u.a. folgende Zahlen: 61% der Mitarbeiter sind sich einig, dass Social Media Tools die Zusammenarbeit über große Distanzen hinweg vereinfachen1. Auf Informationen kann bis zu 68% schneller zugegriffen werden und die Mitarbeiterzufriedenheit steigt mit 35%2. Herausforderungen an die Führungskräftekommunikation Der Bereich Führungskräftekommunikation gilt als besondere Herausforderung der internen Unternehmenskommunikation. Führungskräftekommunikation bedeutet zum einen die Kommunikation zwischen Unternehmensleitung und Führungskräften, zum anderen die Kommunikation der Führungskräfte untereinander. Dadurch verläuft die Kommunikation sowohl vertikal als auch horizontal und bedarf ganz spezifischer Interaktionsformate. Darüber hinaus stehen Unternehmen häufig unter Veränderungs- oder Anpassungsdruck. Die Führungskräfte gelten dabei als die Vermittler von Unternehmenszielen sowie von Strategien im Zuge der Veränderungsprozesse. Wesentlich für die erfolgreiche Wahrnehmung dieser Rolle sind eine schnelle Orientierung an der Unternehmensleitung, das Abgleichen von Interessenlagen sowie Aktualität und kommunikative Effizienz. Vor allem international agierende Großunternehmen sehen sich aufgrund ihrer weltweiten Standorte besonderen Herausforderungen gegenüber: Die einzelnen Tochtergesellschaften mit jeweils eigener Geschäftsführung und eigenen Mitarbeiterbereichen unterscheiden sich häufig in ihren Führungskulturen und stehen dabei oft nur mit der Unternehmenszentrale in einem kommunikativen Austausch. Eine schnelle und effektive Kommunikation zwischen der Zentrale und den Niederlassungen 1) APCO Worldwide und Gagen MacDonald; Dezember 2011 2) McKinsey, 2009

Fachbeitrag

Einsatzmöglichkeiten von Enterprise Social Network Software für Führungskräfteveranstaltungen

Stefan Donat Gründer von immer-uptodate.net Stefan Donat ist Gründer von immer-uptodate.net, einer Softwarefirma für cloudbasierte Unternehmenssoftware mit den Schwerpunkten Kommunikation und Zusammenarbeit. Er ist ebenfalls Gründer eines Unternehmens, das Sensorik-Technologie entwickelt. Zuvor hat er für ein US-Softwareunternehmen die deutsche Tochtergesellschaft in München aufgebaut und war acht Jahre Stabstellenleiter bei einer Tochtergesellschaft der Thyssen Krupp AG.


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wird jedoch aufgrund geografischer Entfernungen oder Zeitunterschiede oft erschwert. Zwischen den einzelnen Niederlassungen kommt ein Austausch eher selten zustande. Um alle Führungskräfte in die Kommunikation einzubinden und für ihre bedeutende Rolle im Umgang mit Change Management und der Vermittlung an die Mitarbeiter zu befähigen, ist ein effektives Führungskräftenetzwerk erforderlich. Nur der Austausch wesentlicher Hintergrundinformationen und eine stete Kommunikation zwischen Unternehmensleitung und Führungskräften ermöglicht eine kompetente und transparente Vermittlung übergeordneter Unternehmens- oder Projektziele. Das Bereitstellen von Leitfäden und Informationen zu Unternehmenspolitik oder -strategien, z.B. über ein Intranet, stellt sicherlich ein geeignetes Instrument der Führungskräftekommunikation dar, reicht aber aufgrund eines hohen Dialogbedarfs allein nicht aus. So sind vor allem Maßnahmen, die Austausch und Interaktion fördern, ein wichtiger Bestandteil von Führungskräftenetzwerken. Diese Maßnahmen finden ihre Anwendung z.B. auf Führungskräftekonferenzen. Hier können Rück- und Ausblicke thematisiert oder Strategien vermittelt werden sowie wichtige Vernetzungen stattfinden. Solch ein Austausch zwischen Führungskräften international agierender Unternehmen findet jedoch i.d.R. nur einmal im Jahr und oft in einem relativ kurzen Zeitraum statt. Mit dem Abschluss der Veranstaltung endet häufig auch der Austausch zwischen den internationalen Führungskräften. Entsprechend kommunikativ isoliert und aufwändig gestaltet sich auch die inhaltliche und logistische Organisation der Zusammenkunft. Oft werden die Beteiligten der einzelnen Niederlassungen in die Planung nicht mit einbezogen, wodurch Ideen und Potentiale bestehender Kontakte leider nicht in vollem Umfang berücksichtigt werden können. Kontakte und Vernetzungen der Führungskräfte entstehen erst mit Durchführung der Veranstaltung. Es bedarf also einer Optimierung der Instrumente Intranet und Führungskräfteveranstaltungen, die mittels ihrer Verknüpfung und zusätzlicher Anwendungen zur vereinfachten Kommunikation mit einer Enterprise Social Network Software gelingen kann. Der Einsatz einer Enterprise Social Network Software für Führungskräfteveranstaltungen Mit dem Einsatz einer Enterprise Social Network Software lässt sich ein weitaus kommunikativeres und vitales Führungskräftenetzwerk gestalten. Sowohl kurzfristig als auch nachhaltig kann damit zur Optimierung der Führungskräfteveranstaltungen und so zur verbesserten Führungskräftekommunikation beigetragen werden. Die gesamte Veranstaltungsorganisation kann mithilfe der Enterprise Social Network Software schnell, einfach und vor allem transparent gestaltet werden: Anstatt

Einladungsschreiben per E-Mail, können alle wichtigen Informationen, dazugehörige Videos, Fotos oder Dokumente im Netzwerk veröffentlicht werden. Nach dem Facebook-Prinzip kann jederzeit und mobil auf alle wesentlichen Informationen zugegriffen werden. Als besonders wertvoll erweist sich, dass die Enterprise Social Network Software alle Führungskräfte integriert. Die Mitglieder können sich auf persönlichen Profilen mit ihren Aufgabenschwerpunkten und Kompetenzen präsentieren. So besteht die Möglichkeit, persönliche Kontakte aktiv aufzunehmen und zu pflegen sowie jederzeit miteinander in einen Austausch zu treten. Ein entscheidender Vorteil gegenüber E-Mails liegt dabei in der Kommentarfunktion, die es den Mitgliedern ermöglicht, für alle sichtbar auf die bereitgestellten Informationen zu reagieren. In Bezug auf geplante Veranstaltungen können gegebenenfalls Ergänzungen an der Agenda vorgenommen werden. Während sowie nach Beendigung der Events erfolgt die Kommunikation weiterhin über die Software. Ob Umfragen und Feedback zur Veranstaltung, Auswertungen von Workshops oder das Teilen von Präsentationen und Fotos im Anschluss – die Führungskräfteveranstaltung erfährt durch seine transparente und vor allem gemeinsame Gestaltung eine Aufwertung. Die nachhaltige Bedeutung einer Enterprise Social Network Software für Führungskräftenetzwerke Nachhaltig zeigt sich die Enterprise Social Network Software als optimales Tool zur vereinfachten Kommunikation mit Führungskräften unterschiedlicher Standorte. Trotz dezentraler Organisationsstruktur agieren die Führungskräfte an einem zentralen Ort. Es besteht z.B. die Möglichkeit, Fragen und Ideen untereinander auszutauschen, relevante Ansprechpartner zu finden, neue Projekte zu initiieren und sich gegenseitig zu unterstützen. Informationen und Dokumente werden langfristig archiviert und sind stets für alle und mobil zugänglich. So kann der Einsatz einer Enterprise Social Network Software eine klare Vermittlung von Informationen und Veränderungsprojekten im Unternehmen an die Führungskräfte erzielen und auch die Zusammenarbeit der Führungskräfte untereinander optimieren. Insbesondere der Austausch individueller Erfahrungen, Ideen und Perspektiven führt zu einer vielfältigen Beteiligung an Entscheidungsprozessen. Diese transparente und vor allem interaktive Dynamik im Netzwerk hat zwei wesentliche Vorteile für den Bereich der Führungskräftekommunikation: Die gemeinsame Beteiligung ermöglicht es den Führungskräften, Entscheidungen besser nachvollziehen und an die Mitarbeiter weiter vermitteln zu können. Darüber hinaus gelingt die Entwicklung einer gemeinsamen Identität und eines Zusammengehörigkeitsgefühls international agierender Führungskräfte.


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Das Intranet hat sich bereits in der Internen Kommunikation vieler Unternehmen etabliert. Der aktuelle Trend zur Nutzung von Social Media-Anwendungen spiegelt sich darin wider, dass ein Großteil der Unternehmen die Einführung in den nächsten ein bis drei Jahren plant. Doch was genau sind die Hauptziele, die mit dem Einsatz von Social Media verfolgt werden? Sind Social MediaAnwendungen schon in der Mitarbeiterkommunikation angekommen?

Aufgrund der aktuellen Fachdebatte und um den Status Quo von Social Media-Anwendungen in der Mitarbeiterkommunikation von deutschen Unternehmen zu beurteilen, hat die scm gemeinsam mit Hirschtec in diesem Jahr die Studie "Social Intranet 2012" durchgeführt. Zu diesem Zweck wurden gezielt die zuständigen Leiter und Mitarbeiter der Internen Kommunikation in deutschen Unternehmen befragt. Der Fokus der Befragung lag auf der aktuellen Nutzung des Intranets, dem derzeitigen oder geplanten Einsatz von Social Media-Anwendungen sowie den Hauptzielen, die mit deren Implementierung verfolgt werden. Über 80% der befragten Unternehmen verwenden derzeit das Intranet zur Internen Kommunikation. Die Umfrageergebnisse zeigen aber auch, dass der aktuelle Fokus des Intranets weiterhin auf der bloßen Bereitstellung von redaktionellen Inhalten liegt: Bislang legen nur 25% der befragten Unternehmen, die das Intranet einsetzen, den Schwerpunkt auf soziale Vernetzung. Enterprise Social Network Software (analog zu Xing, Facebook) ist mehrheitlich noch kein fester Bestandteil der Internen Kommunikation. Das spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass Social Networks nach wie vor selten zu den Anwendungen des Intranets gehören. Etwa 30% der befragten Unternehmen nutzen Social Media-Anwendungen in der Internen Kommunikation. Zu den Vorteilen von Social Media in der Mitarbeiterkommunikation zählt eine um 23% höhere Zufriedenheit mit der Funktionalität des Intranets. Zudem sind 64% der Befragten der Ansicht, dass Social Media das eigene Unternehmen für die Mitarbeiter attraktiver macht. 64% der Befragten geben an, Social Media-Anwendungen in die Mitarbeiterkommunikation einführen zu wollen. Unter den befragten Unternehmen, die Social Media-Tools bereits in die Interne Kommunikation integriert haben, werden Anwendungen wie Wikis, Diskussionsforen, OnlineUmfragen und Kommentarfunktionen am häufigsten eingesetzt. Die wichtigsten Ziele, welche mit der Verwendung von Social Media verfolgt werden, sind Wissensmanagement, Mitarbeiterbeteiligung und -kollaboration sowie Erleichterung der Kommunikation und Transparenz. Aktuell sind in 64% der befragten Unternehmen alle Mitarbeiter befugt, Inhalte über Social Media zu nutzen und zu verbreiten. Die Implementierung und Nutzung von Social Media in der Internen Kommunikation verläuft nicht immer reibungslos und stellt neue Herausforderungen an Mitarbeiter, Kommunikationsverantwortliche sowie Vorstandsmitglieder. Von den Befragten gaben 36% an, dass es Probleme bei der Einführung gab. Hinderlich bei der Etablierung der neuen Instrumente der Mitarbeiterkommunikation waren dabei hauptsächlich fehlende Akzep-

Studie

Social Media – Wachstumstreiber für die Interne Kommunikation von morgen?

Kontakt: Lars Dörfel lars.doerfel@scmonline.de


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tanz der Nutzer, die aktuelle Unternehmenskultur sowie fehlende Unterstützung durch die Führungskräfte.

Die Gründe hierfür sind vielfältig; unter anderem könnte es – dies lassen die Studienergebnisse vermuten – daran liegen, dass bislang nur 36% der befragten Unternehmen angeben, die wichtigsten Key Performance Indicators vor der Einführung evaluiert zu haben. Die meistgenutzten KPIs waren dabei Kosten, Usability, der benötigte Zeitaufwand sowie die Nutzerzahl des Intranets. Auch nach der Etablierung wird in den meisten Unternehmen keine Auswertung der Ergebnisse vorgenommen: Lediglich 16% der befragten Unternehmen gaben an, seit der Implementierung von Social Media-Anwendungen die Rentabilität gemessen zu haben.

Referent Interne Unternehmenskommunikation mit Schwerpunkt Intranet (w/m) Gebr. Heinemann Link

Mitarbeiter interne Kommunikation (w/m) synlab Services GmbH Link

Nachgefragt!

84%

der Unternehmen messen die Rentabilität der Social Media Anwendungen nicht.

Stellenausschreibungen

Mitarbeiter Interne Kommunikation - befristet auf 2 Jahre (w/m) PricewaterhouseCoopers AG WPG Link

Referent Interne Kommunikation (w/m) Die Gesamtergebnisse erscheinen im September 2012 bei der scm und können vorbestellt werden. Darüber hinaus werden die Studienergebnisse im Rahmen der Praxistage Interne Kommunikation 2.0 am 18./19. September vorgestellt. Die Kurzauswertung können Sie hier herunterladen.

Trianel GmbH Link

Kommunikationsmanager Interne Kommunikation (w/m) Sick AG Link

Intensivkurs Interne Kommunikation 1. Modul: Interne Kommunikation im Überblick: Grundlagen, Strategien und Konzepte

Start am 27.9. in Frankfurt

27.9.-29.9.2012 Referenten: Lars Dörfel, Dr. Gerhard Vilsmeier, Gastvortrag: Janine Krönung (ING-DiBa)

2. Modul: Interne Kommunikationsinstrumente 25.10.-27.10.2012 Referenten: Dr. Gerhard Vilsmeier, Gastvortrag: u.a. Frank Wolf (T-Systems MMS)

3. Modul: Schnittstellen und Erfolgskontrolle in der Internen Kommunikation 29.11.-1.12.2012 Referenten: Ulrich E. Hinsen, Ariana Fischer und Susanne Arndt Teilnahmegebühr: 2.100 Euro zzgl. MwSt. (Module sind einzeln buchbar! Modulpreis: 890 Euro zzgl. MwSt.) Wie lässt sich Interne Kommunikation erfolgreich gestalten, steuern und der Erfolg vor allem messen? Der Intensivkurs vermittelt, welchen Stellenwert die Interne Kommunikation innerhalb der Organisation insbesondere der Unternehmenskommunikation einnimmt, wie sie als Erfolgs- und Kostenfaktor wirkt, welche Faktoren die Mitarbeiterkommunikation beeinflussen, wie man sie unterstützt und managt. Er liefert ein umfassendes Bild über die operativen und strategischen Handlungsfelder und gibt die notwendigen Instrumente für ein erfolgreiches Handeln.


03|2012 S. 18 Praxistage | 18./19. September 2012 l Frankfurt

Social Media in der Internen Kommunikation Die Einbindung von Social Media in die Interne Kommunikation von Unternehmen wird in der Fachwelt viel diskutiert. Aktuelle Studien zeigen, dass viele deutsche Unternehmen Social Media Tools in der Internen Kommunikation nutzen oder deren Einführung planen. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von der Erleichterung der Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Führungsebene, optimalem und nachhaltigem Wissensmanagement bis zu Mitarbeiterbindung. Amerikanische Studien haben gezeigt, dass über 50 Prozent der Mitarbeiter es vorziehen in einem Unternehmen zu arbeiten, das Social Media Tools für die Interne Kommunikation nutzt. Über 80 Prozent empfehlen ihr Unternehmen an Dritte, wenn ein Social Intranet im Unternehmen vorhanden ist. Insgesamt hat die Nutzung von Social Media Tools das Potential, den Zugriff auf interne Experten zu erleichtern, Innovationen zu fördern und mehr Transparenz in der Kommunikation und Zusammenarbeit zu ermöglichen. Wie Sie es schaffen, Social Media gezielt für die Interne Kommunikation einzusetzen, welche neuen (technologischen) Möglichkeiten sich bieten und wie sie diese opti-

mal in die Interne Kommunikation einbinden, erfahren Sie in unseren Workshops auf den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0. An beiden Tagen können die Teilnehmer je nach Interesse und Fragestellung Workshops aus parallel laufenden Strängen wählen. Vielfältige didaktische Elemente der Praxistage: Keynotes, Workshops, Diskussionsrunde, Postersession zu den Themen: • Erfolgreiche Social Intranet Strategien • Social Media Instrumente & Tools im Medienmix der Internen Kommunikation • Leadership & Change 2.0 • Von der Informationsvermittlung zur Partizipation – Mitarbeiter erfolgreich einbinden • Social Intranet als personalisierter Arbeitsplatz und Wissensmanagement 2.0 • Schreiben für interne Onlinemedien • Social Intranet Technologien • Social Media Guidelines • Maßnahmen-Controlling & Kennzahlen für erfolgreiche Social Intranet-Projekte

Referenten der Praxistage Interne Kommunikation 2.0

Janine Krönung (ING-DiBa)

Pit Hansing (Infineon)

Lutz Hirsch (Hirschtec)

Ariana Fischer (ICOM) Veranstaltungsort: NH Frankfurt City Vilbeler Straße 2 60313 Frankfurt

Xenia Sarigiannidis (Vorwerk)

Dr. Georg Kolb (georgkolb.com

Matthias Kutzscher (MK-Kom)

Preis: 995 Euro zzgl. MwSt. Frühbucher bis 6. August 795 Euro zzgl. MwSt.

Frank Wolf (T-Systems MSS)

Gabriele Horcher (Möller Horcher)

Carsten Rossi (Kuhn, Kamann & Kuhn)

Weitere Informationen auch unter www.scm-praxistage.de

Die Workshoptage sind einzeln buchbar. Teilnehmer, die beide Tage buchen, erhalten außerdem die aktuell von der scm durchgeführte Studie „Intranet 2.0“ kostenlos

Schon vorgemerkt?

Interne Kommunikation 2.0

Frühbucherrabatt bis zum 6.8. sichern


scm-Bibliothek

Buchrezension:

Rede mit mir – von dieter Georg Herbst

Enterprise Wikis

R e d e mitmiR

Rede mit mir – Interne Kommunikation, Dieter Georg Herbst

Warum inteRne KommuniKation für mitarbeitende so wichtig ist und wie sie funktionieren könnte von dieter Georg Herbst

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Social Media in der Unternehmenskommunikation, Lars Dörfel/ Theresa Schulz ›› hier bestellen ‹‹

Trendmonitor Interne Kommunikation 2011, scm/ DPRG

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Social Media in der Internen Kommunikation, Lars Dörfel/ Theresa Schulz

rung und Nutzung von Wikis in Unternehmen Dieses Buch zeichnet den typischen Verlauf der Einführung eines Unternehmenswikis nach. Der Prozess wird anhand eines exemplarischen Unternehmens veranschaulicht, bei welchem die prototypischen Mitarbeiter nicht außen vor gelassen werden. Anhand dieser Stereotype wird dargestellt, welche Probleme und Stolperfallen bei der Implementierung von Wikis auf dem Plan stehen, und wie man diese, in aktiver Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern, beheben kann. Insgesamt stellt dieses Buch eine detaillierte Handlungsanleitung dar, welche mit zahlreichen praxisnahen und relevanten Informationen gespickt ist. Der Leser profitiert von der langjährigen Erfahrung der Autoren, welche seit mehreren Jahren Unternehmen bei der Einführung von Wikis unterstützen. Besonders hervorzuheben ist die anschauliche Anleitung mittels Beispielunternehmen und -mitarbeitern. Sobald im Unternehmen Motivation und Handlungsbereitschaft zu Veränderung vorhanden sind, steht der Einführung eines effizienten und produktivitätssteigernden Firmenwikis dank dieses Buches nichts mehr im Wege. Insgesamt ist „Enterprise Wiki“ also absolut empfehlenswert. Martin Seibert, Sebastian Preuss, Matthias Rauer | Gabler Verlag, Wiesbaden 2011 | 39,95 Euro | 260 Seiten | ISBN 978-3-8349-2827-6

Buchrezension:

Leadership 2.0

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Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation Lars Dörfel ›› hier bestellen ‹‹

Führungskommunikation. Dialoge Lars Dörfel/ Ulrich Hinsen ›› hier bestellen ‹‹

Interne Kommunikation Die Kraft entsteht im Maschinenraum Lars Dörfel ›› hier bestellen ‹‹

– Die erfolgreiche Einfüh-

– Wie Führungskräfte die neuen Herausforderungen im Zeitalter von Smartphone, Burnout & Co. managen In diesem Buch wird aufgezeigt, welchen konkreten Hindernissen sich Führungskräfte in der modernen Arbeitswelt stellen müssen und welche Strategien es gibt, diese zu überwinden. Zu Beginn wird anhand konkreter Kennzahlen demonstriert, wie schnelllebig, unbeständig und hektisch unsere Arbeitswelt mittlerweile geworden ist. Außerdem werden äußere Umstände wie Zeitarbeit, permanente Erreichbarkeit und befristete Arbeitsverträge aufgeführt, um zu verdeutlichen, wie vielschichtig die Probleme sind, der sich eine Führungsperson heute stellen muss. Hierfür ist das Buch in acht Kapitel aufgeteilt, in denen die verschiedenen Aufgabenbereiche einer Führungskraft erklärt werden: Der Chef fungiert demnach sowohl als Menschenfreund, Dirigent, Integrationsfigur und Werbeträger, aber auch als Mentor, Fremdenführer, Hüter der Energie sowie Selbstmanager. Jeder Abschnitt erläutert sowohl die jeweiligen Hürden, als auch die Lösungsvorschläge des Arbeitsbereichs. Maren Lehky hat mit „Leadership 2.0 – Wie Führungskräfte die neuen Herausforderungen im Zeitalter von Smartphone, Burnout & Co. managen“ einen Ratgeber verfasst, der sowohl angehenden Führungskräften, als auch Chefs mit langjähriger Berufserfahrung als nützlicher Wegweiser in der heutigen Zeit dient. Besonders hervorzuheben sind die Aufteilung in die verschieden Aufgabenfelder, die den Inhalt sehr übersichtlich gestalten, sowie die vielen praxisrelevanten Beispiele direkt aus dem Arbeitsalltag. Maren Lehky | Campus Verlag, Frankfurt am Main 2011 232 Seiten | 24,99 Euro | ISBN 973-3-593-39372-8

Schon gelesen?

nikation ist wichtig – hierin scheinen sich alle eing, Führungskräfte, Mitarbeitende und Interesn. Jedoch zeigt der Blick in die Praxis die ernüchMitarbeiter äußern schon seit vielen Jahren in d Gesprächen, dass sie nur wenig mit der gelebmmunikation zufrieden sind: Sie fühlen sich von inen überrollt, doch gleichzeitig vermissen sie nen, die sie sich wünschen und brauchen, um ihre so auszuführen, dass sie die Unternehmensziele d sie selbst zufrieden sind. Die Frage lautet, wie es wischen der allenorten beteuerten Bedeutung der unikation und der gelebten Wirklichkeit kommt? l dieser Frage nachgehen. Im ersten Teil des Bulem die Sicht der Mitarbeitenden im Vordergrund: ktive beschreibt der Autor, warum die gelungene nikation so wichtig für ihr Wohlbefinden ist, ihre gar ihre Gesundheit. Er nennt Gründe, warum die nikation aus ihrer Sicht oft nicht funktioniert, aber sser funktionieren und für alle Beteiligten befrien könnte. Der zweite Teil des Buches beleuchtet ommunikationsverantwortlichen und beschreibt, ne Kommunikation systematisch und langfristig n.

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Anmeldung

Fax: +49 (0) 30 47 98 98 00 Post: scm, Weichselstr. 6, 10247 Berlin

Praxistage Interne Kommunikation 2.0 Ja, ich nehme an den Praxistagen „Interne Kommunikation 2.0“ am 18./19. September 2012 teil oder an einem Tag der Praxistage am 18. oder 19. September 2012 und akzeptiere die Teilnahmebedingungen sowie die AGB*. O 995,00 Euro für die Teilnahme an den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 am 18./19. September 2012.** (Frühbucherrabatte: Bei Anmeldung bis zum 6.8. 795,00 Euro, bis zum 3.9. 895,00 Euro, danach Vollpreis.) O 520,00 Euro für die Teilnahme am 18. September 2012 (Tag 1 der Praxistage Interne Kommunikation 2.0). (Frühbucherrabatte: Bei Anmeldung bis zum 6.8. 420,00 Euro, bis zum 3.9. 470,00 Euro, danach Vollpreis.) O 520,00 Euro für die Teilnahme am 19. September 2012 (Tag 2 der Praxistage Interne Kommunikation 2.0). (Frühbucherrabatte: Bei Anmeldung bis zum 6.8. 420,00 Euro, bis zum 3.9. 470,00 Euro, danach Vollpreis.) ** Teilnehmer, die beide Workshoptage buchen, erhalten ein Exemplar der scm-Studie „Social Intranet 2012“.

Intensivkurs Interne Kommunikation

Workshops zu Interner Kommunikation:

O Ja, ich nehme teil an dem Intensivkurs „Interne Kommunikation” oder an einem einzelnen Modul des Intensivkurses und akzeptiere die Teilnahmebedingungen sowie die AGB*.

Den Change-Prozess erfolgreich treiben – Führungs- und Verände-

2.100,- € pro Person für die Teilnahme am gesamten Intensivkurs „Interne Kommunikation”. O Termin 1: 27. September - 1. Dezember 2012 / Frankfurt O Termin 2: 14. März - 8. Juni 2013 / Düsseldorf Die Module sind auch einzeln buchbar. Die Teilnahmegebühr für ein Modul beträgt 890,00 € zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer. Bei der Buchung von zwei Modulen beträgt die Gebühr 1.590,00 €. Sie möchten sich für einzelne Module des Intensivkurses "Interne Kommunikation" anmelden? Wählen Sie bitte hier die gewünschten Module*: 1. Modul: Interne Kommunikation im Überblick: Grundlagen, Strategien, Konzepte (Einzelpreis Euro 890,- €) O Termin 1: 27.-29. September 2012 / Frankfurt O Termin 2: 14.-16. März 2013 / Düsseldorf 2. Modul: Interne Kommunikationsinstrumente (Einzelpreis Euro 890,- €) O Termin 1: 25.-27. Oktober 2012 / Frankfurt O Termin 2: 11.-13. April 2013 / Düsseldorf 3. Modul: Schnittstellen und Erfolgskontrolle der IK (Einzelpreis Euro 890,- €) O Termin 1: 29. November - 1. Dezember 2012 / Frankfurt O Termin 2: 6. - 8. Juni 2013 / Düsseldorf

rungskommunikation O 23. November 2012 / 450 Euro / Düsseldorf Interne Kommunikation im Schleudergang – Management Summary der wichtigsten Grundlagen O 23. November 2012 / 450 Euro / Düsseldorf Intranet und Social Media in der Internen Kommunikation O 23. November 2012 / 450 Euro / Düsseldorf

scm - Bibliothek scm-Studie Social Intranet 2012 O 39.90 Euro (Vorbestellung) Social Media in der Internen Kommunikation O 29.90 Euro

Anzahl: ................

Trendmonitor Interne Kommunikation O 85.00 Euro

Anzahl: ................

Rede mit mir – Interne Kommunikation O 24.90 Euro

Ihre Daten

Anzahl: ................

Anzahl: ................

Social Media in der Unternehmenskommunikation

Name | Vorname

Titel Firma | Institution

Funktion | Abteilung Straße | Postfach PLZ | Ort

O 29.90 Euro

Anzahl: ................

Interne Kommunikation - Die Kraft ensteht im Maschinenraum O 26.90 Euro

Anzahl: ................

Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation O 29.90 Euro

Anzahl: ................

Telefon | Telefax E-Mail * Bei Anmeldung von mehr als zwei Personen eines Unternehmens erhalten Sie einen Nachlass von 10 Prozent auf Ihre Buchung. Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt. *. Die AGB finden Sie unter www.scmonline.de/agb | Datenschutz-Hinweis: Sie können bei uns der Verwendung Ihrer Daten widersprechen, wenn Sie in Zukunft keine Prospekte mehr erhalten möchten. (§28 VI BDSG).


Newsletter IK im Fokus 3/2012