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SKI GUIDE AUSTRIA 2020

Mehr als 200 Skigebiete Tiefschnee Special, Hightech auf der Piste, die besten Tipps fĂźr Familien www.derskiguide.at |

Ski Guide


„VON ALPEN DAS BESTE“ ZWISCHEN GLETSCHER, BERG UND SEE IN ZELL AM SEE-KAPRUN

Dank zwei neuer Seilbahnverbindungen bietet sich diesen Winter 19/20 ein riesiger Ski-Erlebnisraum mit 408 Pistenkilometern, 100 Prozent Schneegarantie dank Gletscher und einem gemeinsamen TicketVerbund, der Ski ALPIN CARD. Die „3K K-ONNECTION“ bringt zusammen was zusammengehört und verbindet ab Dezember Kaprun, den Familienberg Maiskogel und das Kitzsteinhorn zu einer faszinierenden Einheit von 768 bis 3.029 Meter, die so in den Ostalpen einmalig ist. Das ist jedoch nicht alles. Die neue untere Sektion I des zellamseeXpress ermöglicht erstmals vom Glemmtal aus den Einstieg ins Panorama- und Familienskigebiet Schmittenhöhe und eine einfache Anbindung mit dem Skibus an den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn.

www.zellamsee-kaprun.com


VON ALPEN DAS BESTE 408 PISTENKILOMETER INKLUSIVE GLETSCHERSKIGEBIET


SERVICE

RACING SERVICE Grobe Schrammen händisch auskratzen und Wachsrückstände entfernen Hochwertige Belagsmasse vollflächig aufschmelzen Belagskanten hängend schleifen Seitenkanten von 90 bis 86 Grad hinterschleifen möglich Auf Wunsch extra scharfe Kanten Hochwertiger Strukturschliff auf Belag Kanten entgraten und polieren Belag wachsen und polieren


WIR MACHEN DICH FERTIG –

FÜR DIE PISTE.

SERVICE-

RATGEBER

2019/20 intersport.at

PROFESSIONAL SERVICE

CLASSIC SERVICE

Grobe Schrammen händisch auskratzen und Wachsrückstände entfernen

Strukturschliff auf Belag

Hochwertige Belagsmasse aufschmelzen Strukturschliff auf Belag Belagskante hängend schleifen Seitenkanten schleifen (89 °) Kanten entgraten und polieren Belag wachsen und polieren

Belagskante hängend schleifen Seitenkanten schleifen (89 °) Kanten entgraten und polieren Belag wachsen und polieren


austria.info


#FEELAUSTRIA

d i e d e r Ta g gehรถrt dir Vo r f r e u d e


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© Helge Kirchberger Photography

VORWORT

Petra Nocker-Schwarzenbacher Bundesspartenobfrau Tourismus und Freizeitwirtschaft WKO

Die sportlichen Bretter, die die Welt bedeuten! Nicht erst seit Wolfgang Ambros mit seinem Hit „Schifoan“ die wunderbare Wintersportwelt Österreichs besang, ist bekannt, welch tolle Qualität und Gastfreundschaft die heimischen Skigebiete bieten. Wintersport ist für viele ein ganz besonderes Lebensgefühl, das einfach unersetzlich ist. Dies bestätigen auch die Zahlen der letzten Wintersaison, in welcher die heimischen Betriebe mehr als 72 Millionen Nächtigungen verbuchen konnten. Diese außerordentliche Vielfalt an sportlichen Möglichkeiten, die unser wunderschönes Land auf über 7.000 km Pisten Gästen aus aller Welt bietet, ist einzigartig. Als Skination Nr. 1 können wir auf eine ausgezeichnete bestehende Infrastruktur zurückgreifen, welche nachhaltig im Einklang mit der Natur unseren Gästen die Bergwelt näherbringt. Diese Beliebtheit verdanken wir auch den heimischen Tourismusbetrieben, welche in Zusammenarbeit mit den Skigebieten jedes Jahr auf‘s Neue unsere Gäste mit Top-Qualität, ausgezeichneter Kulinarik und kreativen Ideen von sich überzeugen und zu Wiederholungstätern machen. Für jeden Gast wird mit sportlichen, bis entspannten Möglichkeiten ein perfektes Erlebnis geboten, welches kontinuierlich um zusätzliche Angebote erweitert wird. Um bei dieser Vielfalt an Möglichkeiten nicht den Überblick zu verlieren, soll Ihnen dieser Ski Guide eine Hilfestellung leisten, damit jeder das für sich passende Angebot findet. Sei es von den berühmten Skidestinationen mit sehr anspruchsvollen Pisten bis zum gemütlichen Geheimtipp für die ganze Familie, hier findet jeder das für sich passende Angebot. Ich wünsche Ihnen eine wunderschöne Winterzeit, in der Sie sich bei unseren engagierten Gastgebern auf höchstem Niveau verwöhnen lassen können.   Herzlichst  Petra Nocker-Schwarzenbacher

Ski Guide Austria 2020

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inhalt 

Einleitung  12 Gewinnspiel15 SKIGEBIETE IN ÖSTERREICH Sportlich, aktiv, familienfreundlich – Unsere Icons 18 Übersichtsplan aller Skiregionen 20 Saisonkarten der Marketingverbünde 22 Vorarlberg27 Arlberg37 Tirol53 Salzburg101 Steiermark135 Kärnten163 Oberöstereich187 Niederösterreich207 Österreichs Gletscherskizentren 225 HALL OF FAME Unsere Awardpreisträger 242 ALPIN Familienskigebiete246 Geil auf steil – Die steilsten Pisten 254 Funparks und Boarderaction 258 Flutlicht – Nachtskilauf 264

MATERIAL Ausgerüstet für den Winter 325 WorldSkitest 2020 326 Damen + Herren Allround 330 High Performance Damen + Herren 332 AllMountain336 Slalom Race 338 Open Space 340 NEU Jugend GS 342 Freeride344 NEU Tourenskitest 346 Tourenausrüstung348 Wie Skier entstehen: Ski aus der Manufaktur 352 In Österreichs Skifabriken 354 Skischuhe358 Bindungen360 Snowboards362 Langlauf, Schneeschuhe und Fungeräte 364 Wenn Männer bügeln – Präparierung 366 Helme, Brillen, Protektoren 368

WINTERERLEBNIS Langlauf – Gesunder Kreislauf Winteralternativen – Auf Schneeschuhen, im Ballon und wilde Ritte am Skidoo NEU Hoch-Kultur mit Eventkalender

SKISCHULEN Reportage: Skilehrer sind mehr als Gauditypen 374 Skischulguide382 Schulskikurse: Information der Servicestelle für Wintersportwochen 386

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WILLKOMMEN IM TIEFSCHNEE Dachstein Gletscher Tour 284 Lungau-Touren286 Ski Ride Vorarlberg – Freeride de luxe 288 Touren + Freeridevarianten 292 Top-Touren296 Snow how: Schuldiges Weiß 298 Lawinenkunde300

FÜR LEIB UND SEELE Restaurants: Echter Hochgenuss 15 Restaurant Top Tipps

WINTER IN ÖSTERREICH World Master Games 2020 in Tirol 302 Alle Weltcupevents 2019/20 in Österreich 303 Action für Alle 304 So geht’s bequem nach oben 310 NEU Let it snow - Hightech auf der Piste 314 Pistensicherheit322 Verhaltensregeln323

WINTERSPORTHOTELS414

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Hüttenromantik: Geselliger Ausklang eines Skitags  404 Hüttenguide408 Schlosshotels: Das Schloss am Schnee 411

Index448 Impressum450

2020 Ski Guide Austria


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EINLEITUNG

Ein Guide voll Schnee – Das „Weißbuch“ zeigt Österreichs Wintersport in all seiner Pracht LIEBE LESERINNEN UND LESER, dies ist bereits die elfte Ausgabe des Ski Guide Austria, des ersten und einzigen Skigebiete-Führers, der einen Komplettüberblick über den Wintersport in Österreich bietet. Leserinnen und Leser, Wintersportregionen und Tourismusbetriebe haben ihn in all den Jahren begeistert aufgenommen. Immerhin gibt es in Österreich mehr als 300 Orte mit Liftanlagen. Viele davon bieten fantastische Möglichkeiten, wie Sie in gebündelter Darstellung und trotzdem gespickt mit Detailinfos auf insgesamt 448 Seiten erfahren können. Erstmals werden mehr als 70 herausragende Skigebiete inklusive Pistenpanoramen auf zumindest einer Doppelseite dargestellt, die weniger großen Gebiete in reduziertem Umfang auf einer Seite oder mit Kurzbeschreibungen und Kontaktinfos. Nur die Einzellifte, die über kaum mehr als einen Pistenkilometer verfügen, bleiben ausgespart. Alle 200 anderen, für die sich die Anreise für Wintersportler und Schneefans lohnt, finden Sie in diesem Buch. DIE DARSTELLUNG der Wintersportorte beschränkt sich nicht nur auf Hard Facts wie Pistenkilometer und Anzahl der Lifte, sondern geht wesentlich tiefer: Wir als Autoren haben die meisten Gebiete persönlich befahren und liefern Eindrücke über deren Besonderheiten. Von der Beschaffenheit der Pisten, Schwierigkeitsgrad und Tauglichkeit für Anfänger, Familien oder echte Könner. Darüber hinaus zeichnet den Ski Guide Austria die große Themenbreite aus – bis hin zu Hütten und den besten Restaurants. Heuer widmen wir uns in einer großen Reportage auch der technischen Bescheigung – allgemein als Kunstschnee bezeichnet. Schließlich ist ein perfekter Pistenzustand ein entscheidendes Kriterium für die Wahl eines Skigebiets als Urlaubsdestination – und wir zeigen, welches technische Know How dahinter steckt. Ski Guide Austria 2020

Die vergangenen Winter haben einen neuen Schub der Begeisterung mit traumhaften Schneetagen gebracht – Wintersport war präsent wie schon lange nicht. Trotzdem ist allen bewusst, das genau darin der wichtigste Diskussionspunkt rund um den alpinen und nordischen Skilauf liegt: Wie können in Zeiten des globalen Klimawandels gerade kleinere Skigebiete in geringer Höhenlage überleben? Trotz immer öfter anzutreffender Schneemaschinen, auch an kleinen Dorfliften, die Saisonen werden immer kürzer. Die Antwort auf die Überlebensfrage für die kleinen Skigebiete lautet: Öffentliche Unterstützung, vor allem aber Einsatz und Ideen. Wir wollen mit dem Ski Guide Austria einen Beitrag dazu leisten, in dem auch einige sehr überschaubare Skigebiete großflächiger präsentiert werden. Die z. B. auf Schneeschuhwanderungen oder spielerische Zugänge zum Sport zählen. Familien stehen im mittelpunkt dieser Gebiete; die in einer umfangreichen, informativen Reportage, bei der die kostengünstigsten Skisportmöglichkeiten in Österreich übersichtlich präsentiert werden. Doch auch am anderen Ende der Skala wird auf die belastete Geldbörse aktiver Familien mit Kindern bis über das Teenalter hinaus nicht vergessen: Bei den ganz großen, überregionalen Marketingverbünden. Wie kein anderer gibt dieser Ski Guide den Überblick über mehr als 20 Anbieter die überregional Saisonkarten anbieten und die bis zu 100 Skiorte abdecken. FÜR DIE KÖNNER unter den Skifahrern und Boardern hat das Ski Guide Team abermals die steilsten Pisten unter die Lupe genommen. Auf vier Seiten finden Sie die Top 30 jener Abfahrten, die Ihnen in Sachen Technik und Mut alles abverlangen. Dem Trend zum Off-Piste-Erlebnis tragen wir ebenfalls mit einem großen, abermals erweiterten Kapitel „Tiefschnee“ www.derskiguide.at


EINLEITUNG 

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Rechnung. Mehrere Regionalreportagen, die wahren Tourenhighlights bis hin zur Vermittlung von „Snow how“ und überlebenswichtigen Tipps zum Off-Piste-Verhalten sind darin zu finden. Erstmals bietet dieser Guide auch einen umfassenden, neutralen Test für Tourenski! Dieser organisiert den seit dem Vorjahr durchgeführten „Freeride“-Skitest, bei dem die breiten Latten abseits optischer Vorlieben bewertet werden. Was hilft das schönste Urlaubsziel, wenn man sich dort vor Kälte zitternd mit dem falschen Ski ins Tal quält. Deshalb haben wir auch in dieser Ausgabe einen besonders umfangreichen Teil gestaltet, in dem die neueste Ausrüstung die Hauptrolle spielt. Neben Tipps für Skischuhe, Snowboards, Langlaufmodelle und Accessoires sind auch Bindungen ein Thema. Aber es ist auch Platz für Originelles, Fungeräte, mit denen sich alternativ die Pisten beziehungsweise deren verschneite Umgebung auskosten lassen. Die aktuelle Ausgabe zeigt, was die Alpenrepublik in Sachen Wintersport derzeit alles drauf hat. Erstmals gibt es auch einen Einblick, was unter einem komfortablen Lifttag zu verstehen ist. Bei Technik und Komfort sind Österreichs Seilbahnen unbestritten top. Um das zu unterstreichen zeichnet das Ski Guide-Team wieder besonders innovative und kreative Anbieter mit speziellen Awards aus. In der Hall of Fame sind alle bisherigen und die frisch gekürten Preisträger – Mariazell Bürgeralpe, Hinterstoder-Höss und Ski Alpin Card – gelistet.

den Regionen, wo Flutlicht den Pistenskilauf bis spät in die Nacht ermöglicht. Wer wissen will, was er da beim Skilauf unter den Füßen hat, kann mit dem Ski Guide Austria Blicke in Österreichs Skifabriken, aber auch eine kleine Skimanufaktur werfen. Winterfans, die dem Skisport weniger abgewinnen können, bieten sich unzählige Möglichkeiten, sich an Schnee und Natur zu erfreuen. Deshalb werden die Alternativen zum reinen Pistenvergnügen nicht ausgeklammert – egal ob Winter- oder Schneeschuhwandern, Rodeln, Eislaufen, Iglubauen, Hundeschlittenfahren, Eisklettern oder Snowkiten. Das finden Sie im Guide ebenso, wie die von uns getesteten Toprestaurants in Pistennähe – und wir begeben uns auf die Suche nach der „Hoch-Kultur“ in Österreichs Bergwelt. Da auch die Unterbringung bei einem Ski-Urlaub ein wesentlicher Bestandteil ist, ist sie es auch im Ski Guide Austria. Und last not but least: Angesichts der aktuellen Klimadebatte hat das Umweltbundesamt den ökologischen Fußabdruck unterschiedlicher Urlaubsformen verglichen. Ein Skiurlaub liegt in seiner CO2-Bilanz weit besser, als Flüge oder ein Badeurlaub am Mittelmeer. Ein Grund mehr sich im Ski Guide Austria Anregungen für entspannende und erholsame Sporttage oder einen Winterurlaub in Österreich zu holen. In diesem Sinne … Viel Spaß beim Lesen wünschen Günter Fritz & Fred Fettner

IM AUFBAU folgt der Guide der Geografie entsprechend der Bedeutung des Wintertourismus von West nach Ost. Optisch werden die Skiregionen durch Pistenpläne greifbar. Die wichtigsten Fakten zum Skigebiet sind zusätzlich kompakt aufgelistet: Von der Höhenlage des Skigebiets, bis hin zur Anzahl der Lifte, sowie den Preisen für Tages- und Wochenkarten. Icons verraten auf den ersten Blick, wo die Stärken der einzelnen Skigebiete liegen: Bei Sport, Fun und/ oder Familie. Zusätzlich ist die gesamte Breite des Schneevergnügens im Guide abgebildet. Informationen über tausende Loipenkilometer, die geilsten Funparks für Snowboarder und Freeskier bis hin zu

Die Autoren des Ski Guide Austria, Günter Fritz (li.) und Fred Fettner (re.) sind begeisterte Skifahrer. Seit elf Wintern befahren und testen sie für den Guide österreichweit die Skigregionen. Als Insider riskieren sie auch Blicke in den Maschinenraum des Snowpace-G-Link.

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2020 Ski Guide Austria


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vorwort

Technik & Natur gehen bei Österreichs Seilbahnen Hand in Hand! Neben den absoluten Zahlen ist es vor allem die Art der Weiterentwicklung der Branche, die mich für eine Zukunft des Wintersports sehr positiv stimmt. Die Investitionsfreude ist ungebrochen groß: Österreichs Seilbahnen punkten einerseits mit höchsten Technologie-Standards und andererseits mit umweltrelevanter Infrastruktur.

Fortbewegung vor Ort tragen dabei unter anderem die Intensivierung von Bahn- und Bus-Shuttles, der Ausbau von E-Tankstellen an Talstationen sowie kostenlose Öffi-Tickets mit gültigem Skipass bei.

Jede Reise trägt durch Mobilität, temporäres Wohnen und diverse Freizeitaktivitäten zu unterschiedlich hohen Treibhausgas© beigestellt Die Branche setzt sich schon Emissionen bei. Das erfreuliche Franz Hörl, lange intensiv mit dem Thema Obmann des Fachverbandes Ergebnis: Der Winter- und Som„Nachhaltigkeit“ auseinander der Seilbahnen Österreichs merurlaub in Österreichs Bergen und reagiert vorausblickend und zählt zu den klimafreundlichsinnovativ. Dies geschieht bereits ten Reiseformen! Diese Bilanz heute durch ständig steigende Investitionen möchten wir weiter verbessern, damit unser in umweltfreundliche Technik, die Versorgung Gast auch in Zukunft „mit gutem Gewissen“ mit erneuerbarer Energie und Maßnahmen zum einen Urlaub mit geringem Öko-Fußabdruck in Schutz der Natur. So werden einige Skigebie- unseren Skigebieten verbringen kann. te bereits zu 100 Prozent mit Ökostrom bzw. Wasserkraft betrieben. Die österreichischen Skigebiete freuen sich auf Sie! Auch in Sachen Mobilität wachsen die regionalen Angebote zur Eindämmung des motorisierten Individualverkehrs. Zur autofreien Anreise und  Ihr Franz Hörl

Fachverband seilbahnen Wirtschaftskammer Österreich, Wiedner Hauptstraße 63 1045 Wien, marketingforum.seilbahnen@wko.at, www.seilbahnen.at

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Sie haben Lust die verschneiten Berghänge in der kommenden Wintersaison mit einem brandneuen ATOMIC Ski zu befahren? Dann schauen Sie auf

facebook.com/skiguide

Der SKI GUIDE AUSTRIA verlost 2 Paar ATOMIC Ski aus dem

Atomic Costum Studio. Die Gewinner haben die einmalige Möglichkeit ihren persönlichen Ski auf https://customstudio.atomic.com auszuwählen und zu designen. Die Lieferung erfolgt inklusive Bindung frei Haus. So einfach geht es Um am Gewinnspiel teilzunehmen, einfach im Zeitraum zwischen 21.11.2019 und 31.12.2019 das Gewinnspiel-Posting auf facebook.com/skiguide und die Seite selbst liken und mit „Auf den fahr ich ab!“ kommentieren. Die Gewinnbenachrichtigung erfolgt via facebook. Der Rechtsweg und die Barablöse sind ausgeschlossen. Symbolbild

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DER REDSTER X

Performance-Pistenski mit Renntechnologie – von Athleten getestet.


Š Vorarlberg Tourismus/Dietmar Walser


Von Vorarlberg bis Niederösterreich Skigebiete in Österreich

Sportlich, aktiv, familienfreundlich Unsere Icons verweisen auf den ersten Blick auf die besonderen Qualitäten der Skigebiete

Mit diesem Icon sind im Ski Guide Austria 2020 anspruchsvolle Skigebiete gekennzeichnet, die auch sportlichen Skifahrern und Boardern einiges abverlangen. Echt steil!

Wo gibt es für den Winterurlauber die meiste Action? Hier! In den Snowparks, auf den Pisten, bei Events und in beschallten Hütten ringsum. Make some noise!

Unser Family-Icon schmückt Skigebiete, in denen (auch) Anfänger und gemütliche Wintersportler auf ihre Kosten kommen. Auf sanften Hängen, in der Loipe und bei tollen Kinderprogrammen. Echt nett!


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VORARLBERG Montafon Kleinwalsertal Bregenzerwald Weitere kleine Skigebiete ab siehe Detailplan

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Seite 30 55 32 Seite Seite 34 Seite 36 Seite 29

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SkiWelt Wilder Kaiser Kitzbühel St. Johann in Tirol Kössen Kals-Matrei Weitere kleine Skigebiete ab siehe Detailplan

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Linz

Seite 40 Seite 40

TIROL Ischgl-Paznaun Seite 56 7 Serfaus-Fiss-Ladis Seite 58 59 8 Kaunertaler Gletscher Seite 228 9 Pitztal-Hochzeiger + Gletscher Seite57 60, 226 Salzburg 10 Zugspitzarena Seite 62 11 Obergurgl-Hochgurgl Seite 64 54 12 Sölden im Ötztal + Gletscher 38Seite 66, 230 28 60 13 Stubaital + Gletscher Seite 39 70, 232 14 Innsbruck + Umgebung 56 Seite 72 15 Seefeld 35 Seite 74 1630 Achensee Seite 76 33 34 17 Hochzillertal-Hochfügen-Spieljoch Seite 78 26 Gletscher Seite 80, 234 32 29 2718 Zillertal+Hinteruxer 19 Alpachtal Wildschönau Seite 82 31

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Innsbruck

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Seite 30 Seite 32 Seite 34 Seite 138 Seite 36 Seite 142 Seite 29238 Seite

Stuhleck Seite 144 ARLBERG 37 Mariazell Bürgeralpe Seite 148 Lech-Zürs-Stuben Seite 40 150 38 Loser Altaussee Seite St.39 Anton-St. Christoph Seite 40 152 Tauplitz Bad Mitterndorf Seite 40 Lachtal Seite 154 41 Kreischberg-Murau TIROL Seite 156 43 Lobmingtal Seite Ischgl-Paznaun Seite 56158 Weitere kleine Skigebiete ab Seite Seite Serfaus-Fiss-Ladis 58159 siehe Detailplan Seite Kaunertaler Gletscher Seite 228137 36

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Pitztal-Hochzeiger + Gletscher Zugspitzarena Obergurgl-Hochgurgl Sölden im Ötztal + Gletscher

Seite 60, 226 Seite 62 Seite 64 Seite 66, 230

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VORARLBERG Montafon Kleinwalsertal STEIERMARK Bregenzerwald 34 Schladming Weitere kleine Skigebiete ab 35 Ramsau siehe+Detailplan Dachstein Gletscher

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Seite 105 Seite 110 Seite 236 Seite 114 Seite 116 Seite 118 Seite 120 Seite 122 Seite 124 Seite 131 Seite 103

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Graz

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Seite 84 Seite 86 Seite 88 Seite 90 Seite 92 Seite 94 Seite 55

STEIERMARK Schladming 35 Ramsau + Dachstein Gletsc 36 Stuhleck 37 Mariazell Bürgeral 38 Loser Altaussee 39 Tauplitz Bad Mitter 61 40 Lachtal 41 Kreischberg-Murau 43 Lobmingtal Weitere kleine Skig Salzburg siehe Detailplan 34

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Wien

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Bregenz

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Seite 84 Seite 86 Seite 88 Seite 90 Seite 92 St. SeitePölten 94 Seite 55

SALZBURG Saalbach-Hinterglemm-Fieberbrunn Seite 105 65Seite 110 Zell am See-Kaprun 62 66 + Gletscher Kitzsteinhorn Seite 236 Weißsee Uttendorf 37 Seite 114 64 Obertauern Seite 116 Hochkönig Seite 118 Gasteinertal Seite 120 Grossarltal Seite 122 Salzburger Sportwelt Seite 124 Weitere kleine Skigebiete ab Seite 131 siehe Detailplan Seite 103

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skigebiete in österreich

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ARLBERG Lech-Zürs-Stuben St. Anton-St. Christoph

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KÄRNTEN 60 Nassfeld Seite 166 20 SkiWelt Wilder Kaiser Seite 84 Katschberg Seite 168 21 Kitzbühel Bad Kleinkirchheim Seite 170Seite 86 22 St. Johann in Tirol Gerlitzen-Villach Seite 172 Seite 88 23 Kössen Turracher Höhe Seite 174Seite 90 64 24 Kals-Matrei Heiligenblut Seite 176Seite 92 62 Weitere kleine Skigebiete abSeite 240Seite 94 63 Mölltaler Gletscher siehe Detailplan Goldeck Seite 178Seite 55 65 Petzen Seite 180 61 Hochrindl Seite 182 SALZBURG 66 Weitere kleine Skigebiete ab Seite 184Seite 105 67 25 Saalbach-Hinterglemm-Fieberbrunn siehe Detailplan Seite 165Seite 110 26 Zell am See-Kaprun 27 29 30

+ Gletscher Kitzsteinhorn Weißsee Uttendorf Obertauern Hochkönig

Seite 236 Seite 114 Seite 116 Seite 118

Hinterstoder-Höss Hochficht Böhmerwald Krippenstein Grünau-Kasberg Wurzeralm 44 Feuerkogel Ebensee Dachstein-West Weitere kleine Skigebiete ab siehe Detailplan

NIEDERÖSTERREICH Hochkar Lackenhof am Ötscher Semmering Hirschenkogel Annaberg Mönichkirchen-Mariensee STEIERMARK Mitterbach-Gemeindealpe Kirchbach34 Schladming 35 Ramsau Weitere kleine Skigebiete ab siehe Detailplan + Dachstein Gle 36 37 38

Stuhleck Mariazell Bürge Loser Altaussee


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Linz

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Graz

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Seite 138 Seite 142 Seite 238 Seite 144 Seite 148 Seite 150 Seite 152 Seite 154 Seite 156 Seite 158 ab Seite 159 166 Seite 137 Seite 168 Seite 170 etscher Seite 172 Seite 174 eralpe Seite 176 e Seite 240

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Klagenfurt

KÄRNTEN 52 Seite 166 44 Nassfeld 45 Katschberg Seite 168 46 Bad Kleinkirchheim Seite 170 47 Gerlitzen-Villach Seite 172 OBERÖSTERREICH 48 Turracher Höhe Seite 174 54 Hinterstoder-Höss 190 49 Heiligenblut Seite 176 55 Hochficht Böhmerwald 194 50 Mölltaler Gletscher Seite 240 56 Krippenstein 196 51 Goldeck Seite 178 57 Grünau-Kasberg 198 52 Petzen Seite 180 58 Wurzeralm 192 53 Hochrindl Seite 182 59 Feuerkogel Ebensee 200 kleineKÄRNTEN Skigebiete ab Seite 184 60 Weitere Dachstein-West 202 Detailplan Seite 165 Weitere kleine Skigebiete ab 204 44 Nassfeld Seite 138 siehe Seite 189 45 Katschberg Seite 142 siehe Detailplan 46 Bad Kleinkirchheim Seite 238 47 Gerlitzen-Villach Seite 144 NIEDERÖSTERREICH 64 Hochkar Seite 210 48 Turracher Höhe Seite 148 62 Lackenhof am Ötscher Seite 212 49 Heiligenblut Seite 150 63

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OBERÖSTERREICH Hinterstoder-Höss Hochficht Böhmerwald Krippenstein Grünau-Kasberg Wurzeralm Feuerkogel Ebensee Dachstein-West Weitere kleine Skigebiete ab siehe Detailplan

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OBERÖSTERREICH NIEDERÖSTERREICH Hochkar 54 Hinterstoder-HössSeite 210 62 Lackenhof am 55 Ötscher Hochficht Böhmerwald Seite 212 63 Semmering Hirschenkogel 56 Krippenstein Seite 214 65 Annaberg 57 Grünau-Kasberg Seite 220 61 Mönichkirchen-Mariensee Seite 216 58 Wurzeralm 66 Mitterbach-Gemeindealpe Seite 218 59 Feuerkogel Ebensee 67 Kirchbach 60 Dachstein-West Seite 222 Weitere kleine Skigebiete ab Skigebiete Seite 223ab Seite 166 Weitere kleine siehe Detailplan siehe Detailplan Seite 209 Seite 168 64

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NIEDERÖSTERREICH Hochkar Lackenhof am Ötscher

Seite 190 Seite 194 Seite 196 Seite 198 Seite 192 Seite 200 Seite 202 Seite 204 Seite 189 Seite 210 Seite 212


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marketingverbünde überregionale Saisonkarten

Saisonkarten im Überblick So geht für Vielfahrer die Rechnung auf Eine saison hat knapp drei wochen. So könnte man die Rechnung aufstellen, die für Saisonkarten gilt. Gemeinhin denkt man bei Saisonkarten an Einheimische, die ihren Hauslift wann immer möglich frequentieren. Kaum ein Urlauber kalkuliert wirklich, ob sich nicht eine Saisonkarte rechnet. Das gilt nicht zuletzt bei größeren Familien, denn hier sind die Rabatte bei Saisonkarten oft großzügiger, als bei Wochenpässen. Doch wer außer Locals und Besitzern von Zweitwohnsitzen will schon jeden Urlaub und/oder jedes Skiwochenende am gleichen Ort verbringen? Doch das ist längst kein Argument mehr, um Saisonkarten zu ignorieren. Kartenverbünde über 100 Kilometer sind heute keine Seltenheit mehr. In Österreich gibt es inzwischen Anbieter, mit deren Tickets in über 100 Orten dem Pistenvergnügen nachgegangen werden kann. Bundesländergrenzen sind da längst kein Kriterium mehr, ja selbst international sind manche der Gebiete verbunden. Insgesamt 28, überwiegend regionsübergreifende, Saisonkarten konnten wir in Österreich finden. Die Eckpreise und wo sie gelten, ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Sieben Tageskarten in Kitzbühel entsprechen einer vollen Saison mit „Ybbstaler Alpen-Wintercard“. Zugegeben, der Vergleich hinkt leicht, denn der auf Hochkar, Lackenhof, Forsteralm, Maiszinken und Königsberg beschränkte Pass ist doch ein sehr regionales Stück. Am anderen Ende der Skala findet man etwa die SuperSkiCard, die von Salzburg ihren Ausgang genommen hat, seit einigen Jahren aber auch die kompletten Kitzbüheler Alpen abdeckt und „Ausläufer“ bis in die Steiermark hat. Das wertvolle Stück kostet 830 Euro, das Verhältnis zum 6-TagesPass der abgedeckten Gebiete zeigt, dass man mit 18 Skitagen die Saisonkarte „herinnen“ haben kann. Erstaunlich ist, dass die teuerste Saisonkarte der Ski Guide Austria 2020

Steiermark-Joker ist, der mit 878 Euro über der ganz Tirol abdeckenden Tirol Snow Card liegt. Wobei die Steirer eine Unzahl an Ermäßigungen und Paketen schnüren, den Einzelverkaufspreis relativieren. Vorverkaufsaktionen reduzieren die Preise aber spürbar. 20 Prozent Ermäßigung sind keine Seltenheit, oft werden mit dem Einkauf vor der Saison noch zusätzliche Zuckerln gewährt. Allen Vorverkaufsaktionen ist gemein, dass sie vor der Aufnahme des Liftbetriebs enden. Man also ein wenig „Schneerisiko“ selbst tragen muss. Folgerichtig bieten Verbünde mit Gletscherskigebieten nur in Ausnahmefällen Early-Bird-Tickets. An fantasievollen Rabatten herrscht bei den Saisonkarten ohnehin kein Mangel. Vom Opa-Enkerl-Pass bis zu Sondertarifen für Geschwister wird vor allem an die Familie gedacht. Und an junge Erwachsene, die mit Lehrlings-, Präsenzdiener- und vor allem Studentenkarten in finanzschwachen Jahren die Lust am Skisport nicht verlieren sollen. Nicht nur Lifte sind bei einigen enthalten. So inkludiert der Steiermark Joker auch den Eintritt in vier Thermen. Das Freizeitticket Tirol wiederum ist auf das ganze Jahr ausgelegt. Zusätzlich zu den Bergbahnen gewähren auch Hallen- und Freiluftbäder, Eislaufplätze, aber auch Museen ganzjährig freien Eintritt. Wobei es sich empfiehlt, bei allen in Folge aufgelisteten Saisonkarten auf das „Kleingedruckte“ zu achten. Manche Skigebiete dürfen nur zeitlich limitiert, etwa für drei Tage, besucht werden, andernorts gilt der Saisonpass nicht an Wochenenden. Abkürzungen zur nachfolgenden Tabelle: VVK=günstigere Preise im Vorverkauf K=Kinder, J=Jugend, S=Senioren, Fam=Familien Der angegebene Richtpreis gilt für Erwachsene ohne Vorverkaufsermäßigung. www.derskiguide.at


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VERBUND-SKIKARTEN DIE OPTIMALE LÖSUNG FÜR VIEL SKIFAHRER Name / Domain

Mitglieder

Allgäuer Superschnee-Karte Bad Hindelang, Ferienregion Allgäuer Seenland, Ferienregion Alpsee-Grünten, Füssen und östliches Allgäu, Hörnersuperschnee.com dörfer, Oberstaufen und westliches Allgäu, Oberstdorf und Kleinwalsertal, Reutte und Lechtal, Tannheimer Tal Allgäuer Gletschercard superschnee.com

Zusätzlich Pitztaler Gletscher, Kaunertaler Gletscher

Ermäßigungen

Preis €

K/J/Sen/Familie Azubis/Studenten

486,-

K/J/Sen/Familie Azubis/Studenten

577,-

Alpenplus Gletschercard Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee, Skiparadies Sudelfeld, VVK/K/J/S/ alpenplus.com Wallberg, Wendelstein, Oberaudorf-Hocheck, Hochkössen, 590,Familie Stubaier Gletscher Bregenzerwald 38 Skigebiete und 1 Ausflugsbahn, Damüls, Mellau, Warth, Schröcken, Diedamskopf, Balderschwang, Sonnenkopf, Bödele, Laterns, Gapfohl, Andelsbuch Bezau, Steibis VVK/K/J/S/ 3taeler.at Imbergbahn, Oberstaufen, Hündlebahn, Egg Schetteregg, Fam/Vorarlberg 544Dornbirn Karrenseilbahn, Ausflugsbahn, Faschina, Sonntag, Familie-Karte u.a. Stein, s, Alberschwende, Übersaxen, Reuthe, Hittisau, Boden, Bschlabs, Häselgehr, Kaisers, Gramais, Bizau uvm. Dachstein West Gosau, Russbach & Annaberg, Freesports Arena Dachstein Krippenstein/Obertraun, Lungötz, Karkogel/Abtenau & VVK/K/J/S/U25 515,dachstein.at Sonnleitenlifte, St. Martin/TG, Feuerkogel/Ebensee Zinkenliften/Bad Dürrnberg, Werfenweng Freizeitticket Tirol Stubaier Gletscher, Axamer Lizum, Innsbrucker Nordkettenbahnen + Hungerturmbahn, Mutteralm-Bergbahnen, Patscherkofelbahnen Igls, Bergbahnen Rosshütte, Seefeld Glungezer, Schlick 2000, Rangger Köpfl, Ski Arlberg, BerVVK/K/J/ freizeitticket.at 550,geralm, Sonnenberglift, Kellerjoch, Höchkössen, BergbahSen/Familie nen Kappl, Kühtai, 11er-Lifte Stubai, Skiregion ObergurglHochgurgl, Serlesbahn Mieders, Bergbahn Silvretta Galtür, Silvretta Seilbahn AG - Ischgl, uvm. Kärnten Skipass Ankogel, Bad Kleinkirchheim, Bodental, Dreiländereck, Embergeralm, Falkert, Flattnitz, Gerlitzen, GrossglocknerHeiligenblut, Goldeck, Hochrindl, Innerkrems, Kals (Grossglockner Resort), Kartitsch, Katschberg, Klippitzthörl, K/J/S/Fam + topskipass.at 629,Koralpe, Kötschach-Mauthen, Lienz, Matrei (Großglockner Kelag-Action Resort), Mölltaler Gletscher, Nassfeld, Obertilliach, Petzen, Sillian, Simonhöhe, St. Jakob, Turracher Höhe, Weinebene, Weissbriach, Weissensee Ski ALPIN CARD Kitzsteinhorn, Kaprun-Maiskogel, Zell am See - Schmitten, www.alpincard.at Skicircus Saalbach mit Hinterglemm, Asitzbahnen 590,Leogang, Fieberbrunn SKI plus CITIY PASS www.ski-plus-city.com 22 Skigebiete im Raum Innsbruck bis max. 21 Tage 568,-

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Superskicard Salzburg + Kitzbüheler Alpen Tirol Der Skipass ermöglicht den Zutritt in 22 Skiregionen (= 80 Skigebiete) in Tirol (Kitzbüheler Alpen), im Salzburger Land superskicard.tirol und in Teilen der Steiermark, Oberösterreich, Kärnten und Bayern! Mur-Mürz Top Skipass Zu den bisherigen 9 Skigebieten Turracher Höhe, Kreischberg, Grebenzen, Lachtal, Gaal, Obdach, Salzstiegl, skiberge.at Präbichl und Stuhleck sind jetzt Brunnalm-Hohe Veitsch und Turnau-Schwabenbergarena dazugekommen. Ostalpen Card Annaberg, Familienskiland St. Corona am Wechsel, Forsteralm, Furtnerlifte Rohr im Gebirge, Gemeindealpe Mitterbach, Göstling-Hochkar, Königsberg-Hollenstein, Lackenhof am Ötscher, Maiszinken Lunz am See, Raxalpe/Reichenau an der Rax, Wintererlebnis Puchberg am Schneeberg, Schigebiet Unterberg, Schischaukel Mönichkirchen-Mariensee, skiregion-ostalpen.at Skiarena Jauerling, Turmkogellifte Puchenstuben, Zauberberg Semmering, Skigebiete in der Steiermark, Aflenzer Bürgeralm, Brunnalm - Hohe Veitsch, Familienschiberg St. Jakob im Walde, Hauerecklifte St. Kathrein am Hauenstein, Skigebiet Niederalpl, Mariazeller Bürgeralpe, SchmollLifte Steinhaus am Semmering, Schneeland Wenigzell, Schwabenbergarena Turnau, Steirischer Seeberg, Stuhleck. RegioCard Tirol Pitztaler Gletscher, Kaunertaler Gletscher, Ötztaler Gletscher, Sölden, Oetz, Imst, Hochzeiger, Rifflsee, Obergurgl-Hochgurgl, Nauders, Serfaus-Fiss-Ladis, Fendels, See, Kappl, Galtür, Venet, Tiroler Zugspitzbahn (Berg- & Talfahrt), Lermoos Grubigsteinbahnen, Biberwier, Marienbergbahnen, Wettersteinbahnen Ehrwald, Ehrwalder tirol-regio.at Almbahn, Berwang-Bichlbach, Reuttener Seilbahnen, Gschwandtkopflifte Seefeld, Knittellifte/Elbigenalp, Mandarfen Übungslift, Obsteig Grünberglifte, Galtwiesenlift Arzl, Birkenlift, Seefeld Waldrast, Stanzach, Kaunertaler Tallift, Tobadill Bungerlochlift, Tarrenz Schollenwiesenlifte, Höfen, Vils-Zams, Ochsengarten. Tw. nur max. 3 Tg. gültig. Skisport.com (SunnyCard) Skigebiete Hinterstoder, Wurzeralm, Kasberg, Hochficht, skisport.com Grossglockner/Heiligenblut, Kössen, Lackenhof am Ötscher, Hochkar sowie am Schnalstaler Gletscher in Südtirol, Italien. Ski amadé Salzburger Sportwelten, Flachau, Wagrain, St. JohannAlpendorf, Zauchensee-Flachauwinkl, FlachauwinklKleinarl, Radstadt/Altenmarkt, Eben, Filzmoos, Goldegg, Schladming-Dachstein, Planai-Hochwurzen, Hauser skiamade.com Kaibling, Reiteralm, Fageralm, Dachstein-Gletscher, Ski Galsterberg, Ramsau am Dachstein, Stoderzinken, Gastein, Schlossalm & Stubnerkogel, Sportgastein, Graukogel, Großarltal, Dorfgastein, Hochkönig, Maria Alm, Dienten, Mühlbach.

Ski Guide Austria 2020

VVK/K/J/S/U25

830,-

VVK K/J/U28/ Familie/ Geschwister/ Partner

643,-

K/J/7U25 LSV-Mitglieder, Familien ab 3 Kindern sowie für Sportler mit Behinderung erhältlich.

544,-

VVK K/J/ Studenten/ Familie

512,-

VVK K/J/U25 Wochentagticket

536,-

VVK/K/J/U25 Familienbonus

632,-

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Schneebären Card

VVK K/J/U25 Studenten/ Geschwister/ Familie

512,-

VVK K=U18/ Familie

586,-

-

400,-

VVK K/J/U25/S/ST

429,5

K/J/U25/S + Einheimische

537,-

Die sieben Top-Skigebiete Oberösterreichs: Dachstein West, Freesports Arena Dachstein Krippenstein, Feuerkogel, Hinterstoder, Hochficht, Kasberg und Wurzeralm

VVK/K/J

571,-

31 Skigebiete, 4 Thermen. Schladming-Dachstein, Ausseerland/Salzkammergut, Schneebärenland, Regionen Mariazeller Land/Hochschwab, Waldheimat Mürztal, Murtaler Skibergen, Stuhleck, Skiregion Semmering, Salzstiegl Skilifte Kleinlobming. NEU: Aflenz Bürgeralm.

VVK/K/J/U28/ Familie/ Geschwister/ Partner

878,-

K/J

825,-

-

425,-

K/J/ Familie/ U25/ Wochentagticket

410,-

VVK/K/J/U25

515,-

K/J

599,-

K/J

771,-

schneebaeren-card.com Die Tauplitz, Ski Riesneralm, Planneralm, Loser, Kaiserau Ski)Hit-Osttirol (mit Kärnten) Großglockner Resort Kals-Matrei, Skizentrum St. Jakob, Zettersfeld & Hochstein Lienz, Skizentrum Sillian Hochosttirol.com pustertal, Familienskigebiet Golzentipp, Familienskigebiet Kartitsch, Familienskigebiet Virgen/Prägraten, MallnitzAnkogel, Mölltaler Gletscher. Skiberge an der Mariazellerbahn Annaberg, Bürgeralpe, Annaberg, Bürgeralpe, Mariazell, Puchenstuben Mariazell, direkt Skilungau ski-lungau.at Grosseck/Speiereck, Katschberg/Aineck, Fanningberg Lungo lungo.at

Obertauern, Katschberg, Aineck, Grosseck, Speiereck, Fanningberg.

Snow & Fun Card snow-and-fun.at Steiermark Joker steiermarkjoker.at Tirol Snow Card snowcard-tirol.at White 5 www.tirolergletscher.com

alle 90 Tiroler Skigebiete Gletscher Hintertux, Ötztal, Pitztal, Kaunertal, Stubai Achtung! Nur für insgesamt 10 Tage im Laufe der Saison.

Ybbstaler Alpen WinterCard Hochkar, Lackenhof am Ötscher, Königsberg, Forsteralm, www.ybbstaler-alpen.at Maiszinken Lunz am See Dachstein West dachstein.at

Gosau, Russbach & Annaberg, Freesports Arena Dachstein Krippenstein/Obertraun, Lungötz, Karkogel/Abtenau & Sonnleitenlifte, St. Martin/TG, Feuerkogel/Ebensee, Zinkenlifte/ Bad Dürrnberg, Werfenweng

Pitztal-Kaunertal Top 4 Pitztaler Gletscher, Rifflsee, Hochzeiger Bergbahnen, Imster pitztal.com Bergbahnen, Fendels, Kaunertaler Gletscher. Zillertal Superskipass Hochzillerrtal-Hochfügen-Spieljoch, zillertal.at Zillertal, Zillertal Arena, Maierhofen, Zillertal 3000.

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Von Bregenzerwald bis Montafon

vor arl berg www.derskiguide.at

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SKIGEBIETE Vorarlberg Einleitung

Vorarlberg Große Vielfalt im Kleinen Bahnbrechende Ideen haben in Österreichs Ländle durchaus Tradition. Urlaubsgäste der Alpenregion können diesen Winter erstmals nicht nur ihren Aufenthaltsort, sondern ganz Vorarlberg auf komfortable und umweltfreundliche Weise entdecken. Die Gästekarte fürs Brandnertal, die Alpenstadt Bludenz und das Klostertal berechtigt ab einer Übernachtung erstmals, landesweit sämtliche Bahn- und Busverbindungen zu nutzen. Nach zweijähriger Testphase soll das Modell auf das gesamte Bundesland ausgeweitet werden. So wird man als Gast mobiler, auch in seiner Unterkunftswahl – und Greta Thumberg freut's trotzdem. Denn viel wird seit längerem in Unterkünfte abseits oder am Rande der Skizentren investiert. So öffnen mehr Hotels denn je erstmals diesen Winter ihre Pforten. Allein im Bregenzerwald sind es in Mellau das Apartmenthaus Tempel 74 mit zehn Ferienwohnungen in zwei miteinander verbundenen Gebäuden, in Lingenau das Garni-Hotel s’Matt3 und die Pure – Mountain Residence in Warth mit 29 Luxusapartments mit Hotelservice. In Warth entstand überdies eine neue Dorfmitte mit Dorfplatz, Tiefgarage und dem aus zwei Gebäuden bestehenden 73-Zimmer-Hotel Biberkopf. Der Liftkomfort befindet sich seit Jahren auf höchstem Niveau, da gibt es für diesen Winter nicht viel Neues zu vermelden. Aber im traditionsbewussten Ländle liegen ohnehin manche Neuerungen oft Ski Guide Austria 2020

im Detail. Etwa einem neuen Lunchraum für die Skischule oder eine besser beschneiten Rodelbahn. Manche Angebotsideen sind dabei einmalig: Etwa die abendliche Skiexkursion: Jeden Mittwoch um 16 Uhr, wenn die Lifte ihren Betrieb beenden, beginnt die besonders für Einsteiger geeignete Skitour in Gargellen im Montafon. Bergauf geht’s über 220 Höhenmeter im Licht der untergehenden Sonne, bergab beleuchtet von Stirnlampen. Die Teilnahme kostet 62,- EUR pro Person mit kleiner Stärkung unter freiem Himmel. Oder im Brandnertal, wo einem im Familienhotel Lagant der Ski-Concierge das Schleppen oder Anstellen abnimmt. Man kümmert sich darum, dass die Skipässe und Skischultickets bei der Anreise im Hotel bereit liegen und die Skier immer dort sind, wo sie gebraucht werden. Zu den Liften gelangen Gäste mit dem fam-Shuttle. Für Restösterreich liegt das westlichste Bundesland hinterm Arlberg, obwohl man das in Eigenanschauung umgekehrt sieht. Vorarlberg ist klein, aber im Winter ganz groß. Die Vielfalt auf nur 2.600 Quadratkilometern, das entspricht der Fläche von Luxemburg, erstaunt. In diesem engen Raum ist alles zu finden, was das Herz des Wintersportlers erfreut: Skizentren, naturnahe Winteroasen, edle und smarte Hotels, ruhige Hütten. Insgesamt unterteilt sich Vorarlberg in sechs Urlaubsregionen, von denen zumindest fünf www.derskiguide.at


Einleitung

zahlreiche Möglichkeiten bieten, sich auf Pisten auszutoben. Nur das Gebiet Bregenz-Bodensee ist eine Ausnahme, obwohl selbst hier neben städtischer Kultur mit Laterns und dem Bödele zwei idyllische und durchaus schneesichere Gebiete warten. Off-Piste ist man in Vorarlberg traditionell besonders kreativ: Täglich kann mit der „Nidla“ in Gargellen der vielleicht schönste Tiefschneehang in professioneller Begleitung durchpflügt werden, nebenan in der Silvretta-Montafon startet man jeden Dienstag und Donnerstag in den FreerideAbenteuertag. Neu ist dort nun das Iglu Glamping, bei dem nach Aufstieg mit Fackeln zum Iglu-Dorf am Schwarzköpfle die Nacht in dicken Decken gekuschelt vorübergeht. Romantik und hoher Gemütlichkeitsfaktor zeichnen das Ländle ohnehin aus. In Warth kann man auf Skiern den Spuren des vermutlich ersten Skiläufers im Bregenzerwald, Pfarrer Müller, folgen und in mehreren Regionen stehen zumindest ein Mal pro Woche Guides parat, um mit Gästen Tiefschnee-Varianten zu erforschen. Das ist nur eine kleine Auswahl von Ideen, die Menschen helfen, Tiefschneeträume zu realisieren. Besonders nett ist, dass auf den Pistennachwuchs nicht vergessen wird. Die Skischulen Schwarzenberg und Bödele im Bregenzerwald garantieren, dass alle Kinder die Übungshänge nach vier Stunden selbständig befahren können. Braucht ein Kind mehr Zeit, übt der Skilehrer solange mit dem Kind, bis das Ziel erreicht ist. www.derskiguide.at

Skigebiete Vorarlberg

1 Montafon 2 Kleinwalsertal 3 Bregenzerwald 4

Lech-Zürs-Stuben am Arlberg Klostertal Sonnenkopf 2 Brandnertal 3 Laterns Gapfhol 4 Sonntag Stein 1

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VORARLBERG

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SKIGEBIETE Vorarlberg


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SKIGEBIETE Vorarlberg Montafon

Montafon Volles Programm Winter Wie eine perlenkette liegen sie im lange Zeit sanft ansteigenden Tal: Zuerst beschauliche Klassiker wie Schruns-Tschagguns, mit dem Hochjoch und dem „Gupf“ Golm an dessen abgewandter Seite sich eine der steilsten Abfahrten Österreichs befindet. Nach einigen Kilometern folgt die Schlüsselstelle St. Gallenkirch, wo sich das bis dahin sanft ansteigende Tal teilt und steiler wird. Rechts geht es hinauf nach Gargellen, hält man sich in St. Gallenkirch links geht es über Gaschurn Richtung Silvretta. Wobei hinter dem Ort im Winter für Autos Schluss ist. Bei St. Gallenkirch fährt man unter der vorläufig letzten großen lifttechnischen Erschließung durch: Von hier aus hat man die Wahl. Entweder ins früher nur von Schruns erreichbare Hochjoch-Gebiet oder in das weite Pistenrund der Silvretta-Montafon. Neu ist seit vergangenem Winter das Gebäude anstelle der alten Talstation Versettla mit Bar, Terrasse und Sportshop. JEDES DER SKIGEBIETE sorgt für mehr als nur ein Tagesprogramm. Silvretta-Montafon ist dabei eines der vom Ablauf am besten erschlossenen Skizentren der Alpen. Von Gaschurn und St. Gallenkirch führen Bahnen ins weitläufige Skigebiet, in deren Mitte macht sich die magnetische Senke der Alpe Nova breit. Fahren wir auf die Alpe Nova, so wartet retour ein oft beinharter Steilhang im sonst mittelschweren Gelände. Skifahrerisch bietet die Schwarzköpfle-Route, ein weit offenes Gelände, wobei durch einzelne Tröge die Schneeverhältnisse punktuell stark variieren können. Ski Guide Austria 2020

GARGELLEN IST FÜR WAHRE KÖNNER während eines mehrtägigen Aufenthalts eine wertvolle Alternative. Bei entsprechender Lawinensicherheit lockt die Madrisa-Runde. Wenn man weniger Zeit investieren will, dann fährt man ins „Täli“, wo einst eine verheerende Lawine ihren Ausgang nahm. Heute wird bei der geringsten Gefahr abgesperrt. Sagenhaft ist bei entsprechenden Schneeverhältnissen die 500-Meter lange, wie hingemalte „Nidla”. ALS SANFT – LIEBLICHER KONTRAST öffnet sich hinter Bludenz der Eingang ins Montafon. So ist auch Schruns-Tschagguns mehr als nur ein Wintersportzentrum. Man sieht es schon an den rätoromanischen Ortskernen – und der möglichen Anreise mit dem Bähnle. Skifahrer kaufen am besten den einheitlichen Liftpass, um zumindest ab und zu in das hintere Montafon vorzudringen. Rund um Schruns und Tschagguns kommen einem klingelnde Pferdefuhrwerke entgegen, andernorts beleben Wanderer mit Hunden den Winterwanderweg zur Lindauer Hütte, wieder andere nutzen die Strecke unter den Drei Türmen zu einer endlosen Rodelfahrt. Zweites traditionsreiches Skigebiet ist das Hochjoch, dessen eher unorthodoxe Erschließung von Schruns und Silbertal erst mit dem Anschluss über St. Gallenkirch eine runde Sache wurde. Von dort aus startet jeden Mittwoch, wenn die Bergspitzen schüchtern erröten, die „Hochjoch Totale“ zum genussvollen Morgensport. www.derskiguide.at


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Montafon

Silvretta Montafon - Nova, Hochjoch, Gargellen, Golm, Kristberg Höhenlage Pistenkilometer Lifte / Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise

ErmäSSigungen Loipen Freeride, Touren DIE STEILSTE PISTE Besonderheiten Topevent(s) der Saison Auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten von 650 bis 2.400 Meter Seehöhe Gesamt 230 km, davon Leicht 99 km / Mittel 64 km / Schwierig 12 km / Routen 55 km Gesamtzahl 58, ca. 100.000 Personen Montafon im Einzelnen: Silvretta Montafon, Golm, Gargellen, Silvretta Bielerhöhe, Kristberg Tageskarte (HS/Erw/Kd/S): Euro 55,50 / 31,90 / 52,50 Kleinere Gebiete günstiger: Euro 49,50 / 28,50 / 28,50 (Gargellen) Euro 37,50 / 36,00 / 21,60 (Kristbergbahn Silbertal) 6-Tages-Pass (HS/Erw/Kd/S): Euro 269,- / 131,- / 256,Gratis bis Jg. 2014, Kinder bis inkl. Jg. 2001, Senioren ab Jg. 1955 Gesamt 109,4 km, Classic 82,9 km, Skating 26,5 km Varianten: Gipfelsturm Zamangspitze, Nidla-Variante (500-Meter-Steilhang!). Freeride Abenteuertag, Freeride Safety Check. Black Scorpion 80 % Gefälle Sonnenaufgangsfahrten, Abenteuer Iglu Nacht, Weinprobe, Alpine-Coaster-Golm, Silvrettaund Madrisa-Rundtour. Sonnenaufgangsfahrten. Mit Silbi durch den Winterwald im Silbertal. 17.01.2020: Frauen Berg Gaudi (Gargellen) 15.02.2020: Open Faces 21.03.2020: DJ Ötzi Silvretta Montafon, Tel.: +43(0)55 57 / 63 00, Gargellen, Tel.: +43(0)55 57 / 63 10, Golm, Tel.: +43(0)55 56 / 70 10, Kristbergbahn-Silbertal +43(0) 55 56 / 74 11 9 Montafon Tourismus GmbH, Tel.: +43(0)55 56 / 50 66 86

HOTELS: Alpenhotel Montafon, Schruns Seite 418, Gargellen - Madrisa Seite 418, Gasthof Hirschen Silbertal S 419. Rodeln: Seite 277

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VORARLBERG

SKIGEBIETE Vorarlberg


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SKIGEBIETE Vorarlberg

Kleinwalsertal Beschwingt Grenzen überschreiten Kleine Neuerungen können die Skigebiete der österreichischen Enklave diesen Winter bieten, auch wenn der Modernisierungsschub der Bergbahnen erst am Anfang steht. Bis zur Nordischen Skiweltmeisterschaft 2023 soll das Traditionsgebiet Söllereck in neuem Glanz erstrahlen, etwas früher (2021) sollte die Nebelhornbahn erneuert sein. Aber auf österreichischem Boden wurde am Tophaus Naturhotel Chesa Valisa wieder mal in Sachen Bio-Küche am Rädchen gedreht und das Restaurant erweitert. Neu ist auch ein Aparthotel. Die etappenweise Modernisierung der Skigebiete geht also weiter, nachdem in den vergangenen Jahren die Olympiabahn den Schlepplift zwischen der Bergstation und der Ifenhütte ersetzte und zusätzlich die Ifen I- und Ifen II-Bahnen errichtet wurden. Attraktionen des Skigebiets sind die blaue Talabfahrt – mit einer Länge von sieben Kilometern ist sie die längste im Tal – sowie die schwarze, anspruchsvolle Olympiaabfahrt auf der anderen Seite der Olympiabahn. Doch Ifen ist nur eines der Skigebiete, die sich Österreich und Deutschland paritätisch teilen. Selbst das skifahrerische Highlight der Region, die Schaukel Fellhorn/Kanzelwand, befindet sich exakt an der Grenze. Insgesamt sind es vier größere Skigebiete – darunter auch das Walmendinger Horn und Söllereck, sowie eine Handvoll kleiner Lifte, die das Allgäu mit dem Vorarlberger Kleinwalsertal verbinden. Für die Skifahrer, die fast ausschließlich aus Deutschland oder der Schweiz stammen, ist dies ein höchst ansehnliches Grenzgebiet. Nicht nur wegen der Bergwelt rund um den matterhornähnlichen Hohen Ifen. Einst war es ein Zollausschlussgebiet, doch Ski Guide Austria 2020

das sind dank EU Tempi passati. Für Deutsche ist das Kleinwalsertal heute wohl das Top-Skigebiet. Leider klappt die Vermarktung manchmal zu gut, so dass bei Schönwetter bei Oberstdorf morgendliche Wartezeiten nicht auszuschließen sind. Aber erst einmal aufs familienfreundliche Fellhorn gelangt, ist es mit dem Warten vorüber. Gleich bei der Mittelstation treffen sich die Youngsters, die im ansehnlichen Park ihre Jumps vollführen. Angesichts der hohen Verletzungsrate eine gute Idee. Skitechnisch bewegt man sich nicht im abenteuerlichen, aber durchaus abwechslungsreichen Umfeld. Schließlich gilt das grenzüberschreitende Skigebiet an der Fellhornbahn als größtes Deutschlands. Am anspruchsvollsten ist dabei unbestritten die schattige Abfahrt ins Kleinwalsertal nach Riezlern. Während diese Abfahrt „straight“ ins Tal führt, gibt es auf der gegnüberliegenden Seite mehrere schön kupierte Pisten, die mit langen Schwüngen vergnüglich genossen werden können. Ganz ohne Skibus kann man die komplette Region nicht durchschaukeln, denn jedes Gebiet ist eigenständig. Doch bei den öffentlichen Verbindungen gelten das Kleinwalsertal ebenso wie die gesamte Allgäuer Region als mehr als vorbildlich. In Oberstdorf führen Gondeln in drei Etappen aufs weite Nebelhorn. Da passt die originelle Iglu Lodge auf 2.000 Meter für Umtrunk und Übernachtung schön ins Bild. Dass das Nebelhorn seinem Namen leider gerecht werden kann, wird an vielen Wintertagen spürbar. Ist die Sicht gut, lohnt der Gondelblick ins Tal. Hinunter auf die Sprungschanzen, welche die Stars unter den Skispringern jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr zum Auftakt der Vierschanzentournee nutzen. www.derskiguide.at


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kleinwalsertal Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen Loipen Tiefschnee/Freeride Besonderheiten Topevent(s) der Saison Auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten von 820 bis 2.224 Meter Seehöhe Gesamt 130 km / Leicht 62 km / Mittel 53 km / Schwer 15 km Gesamtzahl 49, über 50.000 Personen Walmendinger Horn, Mittelberg, 2-Länder-Region Kanzelwand/Fellhorn, Riezlern, Skigebiet Ifen, Heubergarena Hirschegg, Skigebiet Nebelhorn + Söllereck, Oberstdorf Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 49,50 / 38,- / 19,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 244,50 / 188,50 / 90,50 Vergünstigte Seniorenpreise (ab Jg. 1959), Jugend 2002/2003, Kinder 2004 - 2013, Schneemann: Jg. 2014 u. jünger. Weiters übertragbare Elternkarte, sowie Reduktionen für Schüler, Studenten, Wehrdienst & Zivildiener (Österreich), Auszubildende/Lehrlinge. 63 km im Kleinwalsertal, davon 50 km Classic, 23 km Skating Hehlekopf (4 Stunden, 790 Höhenmeter, leicht), Grünhorn (4 Stunden, 800 Höhenmeter, mittel), zurück auf die Ski im Kleinwalsertal. Tiefschneekurs für Einsteiger, Skitourentage. Rodeln, Eislaufplatz, Huskie-Camp Dezember 2019: Walser Adventzauber 25.03. - 29.03.2020: Telemarkfest Kleinwalsertal (Bergbahnen) aus Deutschland, Tel.: +49 (0)83 22 / 96 00, aus Österreich, Tel.: +43 (0)55 17 / 52 74 Kleinwalsertal Tourismus, 6992 Hirschegg, Im Walserhaus, Tel.: +43(0)55 17 / 51 140

HOTEL: Jagdhof Kessler Riezlern Seite 419, Skitour: Seite 298

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SKIGEBIETE Vorarlberg

Bregenzerwald Naturnah ohne Komfortverzicht Mit der Dorfbahn Warth kann man seit 2017 stressfrei ins Arlbergskigebiet starten. Die 8er-Bahn wurde so angelegt, dass man von allen Hotels des Ortes ohne Skibus bequem zum Lift kommt. Manche wollen es aber gar nicht „bequem“, sondern stapfen lieber auf Fellen nach oben. Die sind im Bregenzerwald besonders gut aufgehoben. Schließlich eignet sich das auf Holz gebaute Bilderbuchtal für Touren, wie kaum ein zweites. So schnürte der Bregenzerwald ein höchst originelles Angebot auf historischen Spuren. Die Pfarrer Müller-Freeride-Tour erinnert an Johann Müller aus Warth, der wohl als erster im Bregenzerwald in den 1890er-Jahren aus Schweden Ski schicken ließ, um im alpinen Gelände besser unterwegs zu sein. Heute ermöglicht die Skischule Warth um 75 Euro für fünf Stunden (symbolisch) seinen Spuren zu folgen. Wobei Warth-Schröcken ein spezieller Fall ist. Einerseits Teil des Bregenzerwaldes, doch durch die Anbindung über den Auenfeldjet ist es seit einigen Jahren ein ansehnlicher Teil des Arlbergskigebiets, besonders durch seine pulvrigen oder auch harten Schattenhänge. (Das Pistenpanorama ist im Kapitel „Arlberg“ zu finden). Gewiss, es gibt Lifte, Loipen, sogar Funparks, doch im Zentrum des Winterurlaubs steht hier Natur pur. Der Zugang dazu ist aber, wie etwa im seit einigen Jahren zusammengeschlossenen großen Skigebiet des „schneereichsten Dorfs der Welt“, Damüls mit Mellau, durchaus sportlich alpin und einfach. Optisch ist die jahrhundertelang eigenständige „Wälderrepublik“ bis heute eine kuschelige Idylle mit wunderbarer Holzarchitektur. Alberschwende, Andelsbuch-Bezau, Schwarzenberg-Bödele, EggSchetteregg, Hittisau, Hochhäderich, RiefensbergHochlitten. Nur wenige kennen diese über das Ski Guide Austria 2020

gesamte Tal verteilten 39 kleinen Lifte. Dort regiert Skitourismus für Anfänger, aber immer öfters auch für Feinspitze, die es ins freie Gelände zieht. 100 Kilometer Pisten, inklusive des über Bus verbundenen Gebiets von Faschina, lassen das Skifahrerherz höher schlagen. Als tolle Aufwertung wurde die Rossstellebahn Mellau in Betrieb genommen, vergangenen Winter kam der 6erSessellift Sunnegg hinzu. Durch die neue Anlage wurde auch der zur Skiroute 3 führende Gratlift ersetzt. Die hochalpine Landschaft und Schneelage täuschen darüber hinweg, dass man sich hier meist unterhalb von 2.000 Metern Seehöhe bewegt. Voll auf Touren kommt der Tourenanfänger zum Beispiel am Diedamskopf bei Schoppernau, wo es mit einer Gondel erst weit hinauf geht, ehe man die Felle anlegt. Skifans, die sich rein aufs Abfahrtsvergnügen konzentrieren wollen, zieht es ins Gebiet von Damüls (1.400 m) und Mellau (710 m). Verglichen mit der Elsenalp, wo sich das hungrige Skivolk drängt, sind die Pisten dort die meiste Zeit angenehm leer. Aller Anfang ist leicht. Zu bestimmten Terminen lohnt sich ein Familien-Skiurlaub hier ganz besonders: Vom 11. bis 18. Jänner 2020, vom 7. bis 14. März 2020, 14. bis 21. März 2020 und vom 21. bis 28. März 2020 sind für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren (Jahrgänge 2014/2015/2016) ein 4-tägiger Skikurs und die Liftpässe für 6 Tage im Übernachtungspreis inkludiert. Einzige Voraussetzung sind 7 Übernachtungen in Begleitung von mindestens einem Erwachsenen. Außerdem organisieren die Tourismusbüros in den beteiligten Orten zahlreiche Veranstaltungen für Kinder und Familien. www.derskiguide.at


Zitterklapfen

Karhorn

Widderstein

2416 m

2533 m

2403 m

Braunarlspitze

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A

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Lechtal Innsbruck Reutte

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WARTH 1495 m

Hoher Ifen

LECH

Saloberkopf

Glatthorn

Zafernhorn

2134m

2107 m

2649 m

A

Hochkünzelspitze 2397 m

Ski Arlberg

Portlahorn 2010 m

2230 m

Faschina 1486 m

Uga

1850 m

Diedamskopf 2090 m

Körbersee

Hochtannberg 1676 m

SCHRÖCKEN 1260 m

2095 m

2006 m

Ragazer Blanken

DAMÜLS 1431 m

Mittagspitze

Hohe Wacht

2051 m

Au

Kanisfluh 2044 m

Hochblanken

SCHOPPERNAU 860 m

Schönenbach 1025 m Hirschberg 1834 m

2068 m

AU 800 m

Wildgunten 1705 m

Damüls

Rossstelle 1391 m

Winterstaude 1877 m

SIBRATSGFÄLL 929 m

Niedere 1711 m

SCHNEPFAU 734 m

Baumgarten 1620 m

Balderschwang (D)

Hoher Freschen 2004 m

BIZAU 681 m

MELLAU 688 m

Sonderdach 1208 m

REUTHE 650 m

Hochhäderich

Hochälpelekopf

1566 m

SCHETTEREGG 1066 m

HITTISAU 790 m Kojen 1300 m

Hochlitten 971 m

RIEFENSBERG 781 m Aach (D)

LINGENAU 687 m

KRUMBACH 733 m

Brüggelekopf 1182 m

EGG 564 m MÜSELBACH 585 m

1463 m

BEZAU 650 m

ANDELSBUCH 613 m GROSSDORF 662 m

Tannerberg

BERSBUCH 612 m

Staufen 1465 m

SCHWARZENBERG 700 m

Dresslerberg

BÖDELE 1139 m

LANGENEGG 695 m

Karren 976 m

DOREN 709 m

SULZBERG 1015 m

ALBERSCHWENDE 721 m

Oberstaufen (D) Oberreute (D) Buch 725 m

DORNBIRN 475 m

Hirschberg 1095 m

Thal 598 m

LANGEN 657 m

Pfänder 1062 m

Kennelbach

Pfändertunnel Scheidegg

BREGENZ

Hohenweiler

Lochau

B

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SCHWARZACH 438 m

WOLFURT 412 m

Dornbirn Süd

Dornbirn/Nord Bregenzerwald

Feldkirch Basel (CH) Zürich (CH) St. Gallen (CH)

LAUTERACH

400 m

Lindau Friedrichshafen München Ulm Stuttgart (D)

Achrain Tunnel

Bildstein 760 m

Fluh 730 m

Bre gen zer ac he

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St. Gallen (CH)

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Rhe

HÖCHST

Bregenzerwald – Mellau-Damüls Höhenlage Pistenkilometer Lifte Skigebiet(e)

Pisten von 650 bis 2.060 Meter Seehöhe Gesamt 247 km / Leicht 93 km / Mittel 120 km / Schwer 34 km Gesamtzahl 88 / 116.868 Personen 8, Damüls-Mellau, Warth-Schröcken, Diedamskopf, Au-Schoppernau, Bödele-Schwarzenberg, EggSchetteregg, Hochhäderich Hittisau-Riefensberg, Niedere Andelsbuch-Bezau, Hochlitten Riefensberg Preise Günstige Tageskarten an den kleinen Liften: Erwachsene: Euro 28,- bis 54,- / Kinder: 17,50 bis 30,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 240,- / 212,- / 120,Ermässigungen Kinderangebot – siehe Text! Sen ab Jg. 1955, Jugend 2001 - 2003, Kinder 2004 - 2013, Schneemannkarte bis 2014. Loipen Gesamt 326 km, Classic 220 km, Skating 106 km Die steilste Piste Salober (Warth-Schröcken) 70 % Gefälle, Sunneg (Damüls-Mellau) 73 % Gefälle TiefschneE Pfarrer Müller Freeride Tour! Weiters geführte Skitouren (durch Skischulen) inkl. Skitouren Packages über Bregenzerwald-Tourismus, z.B. mit Moses oder der Skischule Mellau (donnerstags). Besonderheiten Snowpark Damüls, Diedamspark, Skigebiet Diedamskopf, Funslope Steffisalp in Warth-Schröcken Nachtskilauf in Au-Schoppernau beim Grunholzlift. Events 12.12. - 15.12.2019: „Freeride & Safety mit SAAC“. Weitere darauf aufbauende Termine: 11.01. - 14.01., 15.01. - 18.01., 21.03. - 22.03. und vom 22.03. - 25.03.2020. 07.03. - 08.03.2020: Größtes FreerideTestival Warth-Schröcken Auskunftstelefon Damüls-Mellau, Tel.: +43 (0)55 10 / 60 00 oder Tel.: +43 (0)55 18 / 22 22 0 Diedamskopf, Tel.: +43 (0)55 15 / 41 10-0, Warth-Schröcken, Tel.: +43 (0)55 83 / 36 01-0 oder +43 (0)55 83 / 42 59-0 Tourismusverband Bregenzerwald Tourismus GmbH, 6863 Egg, Impulszentrum 1135, Tel.: +43 (0)55 12 / 23 65 12 Hotel: Die Mittagsspitze Seite 420, Nachtski: Seite 267, Langlauf: Seite 268, Schlosshotel Seite 412

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2020 Ski Guide Austria

VORARLBERG

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SKIGEBIETE Vorarlberg


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SKIGEBIETE Vorarlberg Klostertal/Sonnenkopf · Brandnertal · Laterns Gapfhol · GROSSes WALSERTAL

KLOSTERTAL/SONNENKOPF TEL +43 (0)55 82 / 29 20

LATERNS GAPFHOL TEL +43 (0)55 26 / 252

Der Sonnenkopf bei Klösterle ist ein Familienberg par excellence. Da tummeln sich schon mal 300 Kinder im „Schneemannland“. Als Unikat werden „Schneemannstunden“ geboten, für Kinder die noch nie auf Skiern gestanden sind – oder auch für Mini-Könner. Die Kids werden betreut, Kinder im Vorschulalter können die Zauberteppiche und Hindernisse aber auch kostenlos mit ihren Eltern erkunden. Das ist eine Seite. Die andere sind hervorragende Tiefschneehänge und ein 800 Meter langer Steilhang, der mit über 60 Prozent Gefälle zu den steilsten Pisten Österreichs zählt. Heiße Tipps sind der Powder-Run ins Nenzigasttal die 11 Kilometer lange Vermalen-Abfahrt inklusive Rast in der schmucken Bündthütte. Mehrtagesskipass im Arlbergverbund. 9 Lifte. 34 km Pisten. TK Euro 46,-

Elf Abfahrten mit einer Gesamtlänge von 27 Kilometern bieten vom Anfänger bis zum Könner durchaus Skivergnügen. Sechs Lifte haben immerhin eine Stundenkapazität von über 8.000 Personen. Gewöhnlich wird man hier, im von Rankweil abzweigenden Laternsertal, nur einen Hauch davon finden. Gratis Kinderbetreuung im Kinderland „Tipiberg“. Was sich im Sommer Bergwanderern als prächtige Kulisse erschließt, bietet im Winter dem Tourengeher sein 2.004 Meter hohes Ziel in Form des „Hohen Freschen“. Als Alternative gibt’s auf der Sonnenseite eine meist bestens präparierte Rodelbahn (4 km) mit 355 Meter Höhenunterschied. 6 Lifte. 27 km Pisten. TK Euro 38,-

BRANDNERTAL TEL +43 (0)55 59 / 555 (Info) oder 224 (Lifte) Wesentlich umfangreicher ist seit dem Zusammenschluss durch die neue Panoramabahn das Gebiet von Brand, wo die Glattjochbahn den höchsten Punkt erreicht und sowohl über die Palüdalpe als auch durch das malerische Lorenzital beschwingte Abfahrten nach Brand erfreuen. Für gierige Skifahrer ist nun der gemeinsame Skipass mit dem Montafon das Highlight. Wildromantisch, aber manchmal wegen Lawinengefahr geschlossen, ist die Abfahrt durchs Lorenzital vom exakt 2.000 Meter zu erreichenden höchsten Punkt des Gebietes. Wobei der Winter im Brandnertal nicht nur auf ein bis zwei Brettln erfreut. Es dürfen auch mal die Kufen der Hundeschlitten sein. Etwa wenn es mit dem Husky-Toni und seinen 13 vierbeinigen Freunden oberhalb des Dorfes Bürserberg über das Hochplateau der Tschengla (1.200 m) geht. Auch eine Hundeschlittenfahrschule gibt's. Immer umfangreicher wird das Angebot an Topunterkünften. 14 Lifte. 65 km Pisten. TK Euro 49,50 Top Tipp: Funpark Seite 262 Ski Guide Austria 2020

GROSSES WALSERTAL TEL +43 (0)55 54 / 51 50 Sonntag Stein, Faschina und Raggal, das sind jene drei Skigebiete, die das Großwalsertal ausmachen. Wobei Faschina durch eine kurze Skibusanbindung eigentlich auch zum Bregenzerwald-Highlight Damüls-Mellau gerechnet wird. Das Tal prägt sonst der Begriff Biosphärenpark. „Wenn jeden Tag Sonntag wär“ heißt es in einem Kalauer. Hier lässt sich das verwirklichen. Sonntag Stein ist ein gemütliches Skigebiet im Großen Walsertal. Die Pendelbahn überquert die Lutz in einer Höhe von über 200 Metern, dem höchsten Luftstand einer Vorarlberger Seilbahn. Nach etwa fünf Minuten erreicht man die Parzelle Stein, welche im Winter nur mit der Gondelbahn erreichbar ist. Von „der Steh“ aus wird Ski gefahren, die Skitour gestartet oder auch gerne mal runter gerodelt. Im Seilbahnstüble am Stein kann man Semmeln & Kipferl für Frühstück als „Brötchenservice“ ordern. 900 - 1.750 Meter Höhe. 8,5 km Piste gesamt. 10 Lifte. 27 km Pisten. TK schon ab Euro 22,50 www.derskiguide.at


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© ∏ TVB St. Anton am Arlberg/Josef Mallaun


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SKIGEBIET arlberg

skigebietARLBERG

tirol - Vorarlberg

Ski Arlberg Auch diesen Winter das umfangreichste Pistenrund Das Ende einer legende ist in diesem Fall ein fantastischer Neubeginn. Am letzten Tag des Vorwinters gab einer lautstark die Devise aus: „Einmal noch mit dem Sessellift auf's Schindlergrat.“ Über 40 Jahre hatte der 3er-Sessellift Wind und Wetter getrotzt – ebenso wie die an ihm baumelnden Passagiere. Ab diesem Winter regiert Komfort. Die neue 10er-Gondelbahn geht höher hinauf, die neue Mittelstation bietet dabei speziell Variantenfahrern beste Möglichkeiten. Es ist die erste Großinvestition, seit vor zwei Wintern zusammengefügt wurde, was längst zusammen gehörte: Der lifttechnische Zusammenschluss zwischen den Megaskigebieten von Lech-Zürs mit St.Anton am Arlberg. Ein Quantensprung im Denken und ein Megaprojekt in der Umsetzung. Denn in vielen Köpfen war der anlässlich der Errichtung des Eisenbahntunnels unter dem Pass geprägte Spruch präsent: „Was Gott getrennt hat, soll der Mensch nicht zusammenführen“. Doch genug der Theorie, auf in die skifahrerisch-praktische Erprobung des Spektakels. Als „Run of Fame“ lässt sich die Region nun ohne Wiederholungen in 65 Kilometer Skiabfahrten umrunden. Dabei stehen 18.000 www.derskiguide.at

Höhenmeter an Auffahrten am Programm. Eine in einem Tag wohl nur theoretisch zu bewältigende Runde, die den „Weißen Ring“ von Lech-Zürs in den Schatten stellt. Stuben, ein dorf das lange Jahre ein Mauerblümchendasein geführt, vielleicht aber sogar genossen hat, rückt nun mit einem Schlag in den Mittelpunkt des Netzes. Hier stand einst die Wiege der Wiegen des Skilaufs, also namentlich von Hannes Schneider. Wir rücken hier dem Ursprung des jungen Zusammenschlusses näher, der architektonisch markanten Talstation. Der Flexenbahn. Sie ersetzt nach Berechnungen 120 Busfahrten, die täglich zwischen Alpe Rauz und Zürs, Skifahrer von einem ins andere Skigebiet brachten. Die Einseil-Umlaufbahn braucht gerade mal sechs Minuten. Dabei legt die Flexenbahn, die hoch über der Flexenpassstraße verläuft, eine Strecke von fast 1,8 Kilometern zurück, dann ist man an der zentralen Mittelstation der Trittkopfbahn, die in in zwei Etappen nach oben strebt. Gelandet im weiSSen ring bewegen wir uns auf gewohntem Terrain. Zuerst noch die neue obere Sektion in Angriff nehmen, doch dann queren wir auf 2020 Ski Guide Austria


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SKIGEBIET arlberg tirol - Vorarlberg

Skiern über die Flexenstraße, um Richtung Madloch zu entschweben. Wer sich zuvor am frischen Lift zum Muggengrat erwärmen will, kann anschließend noch über das malerische Zürser Täli eine Extratour genießen. Vom Madloch weg ist’s meist schattig und hart, Off-Piste ist der oft brutale Einstieg ins Stierloch eine Alternative. Über Zug ist dann das Lecher Skigebiet erreicht – und mit der Balmalp eine der vielen unwiderstehlichen Hütten.

an der Lechpromenade entlang, doch man soll sich nicht täuschen: Bei der überwiegenden Mehrheit steht tagsüber in der „xsiberger“ Luxusregion der Wintersport im Mittelpunkt. Da ist es hilfreich, dass in Lech der umtriebigste aller Schneemacher regiert, der „seinen“ Schlegelkopf schon im Frühwinter in dichtes Weiß hüllt. Spätestens im Dezember besorgt gewöhnlich Frau Holle gleiches für die gesamte Arlberglandschaft.

Zwischen Lech und Warth hat die strategische Ausdehnung des Arlberg-Skizusammenschlusses vor wenigen Jahren mit dem Auenfeldjet als Verbindung mit den Bregenzerwaldgemeinden begonnen. Aus der Perspektive des dieses Jahr mit einem neuen Zentrum aufwartenden Bregenzerwald-Dorfes Warth, öffnet sich mit einem Schlag die unendliche Pistenwelt des Arlbergs. In die Gegenrichtung hat Lech einige eher nördlich ausgerichtete Hänge gewonnen, die auch in schwächeren Wintern optimale Pistenverhältnisse garantieren. Und natürlich abseits neue Varianten. Deren Zahl ist zwar in Lech längst legendär, doch ebenso die Geschwindigkeit, in der deren Jungfräulichkeit zerstört wird. Bei Warth (Skigebiet Saloberkopf) haben auch Spätaufsteher noch Chancen. Komplett neue Pisten wurden hier nicht erschlossen, doch werden zusehends Tiefschneeabfahrten vom Rotschrofen, die über die Bergeralpe hinausgehen, beliebt. Generell können je nach Tages- und Jahreszeit zusätzliche Sonnen- bzw. Pulverschneehänge erobert werden. Problematisch ist es für jene, die abends den „Rücktransfer“ verpassen. Denn die Straßenverbindung zwischen Lech und Warth ist im Winter gesperrt. Zürs und vor allem Lech repräsentieren die gehobene Seite des Arlbergs. Die Society wandelt allabendlich

In idealen Skifahrergefilden bewegt man sich etwa bei der Variante Kriegerhorn Ost, einer der besten Hänge, welche die an Steilhängen reiche Region zu bieten hat. Bei der Auffahrt mit dem Sessellift lässt sich wunderbar abschätzen, welche der Abfahrten in Bestzustand ist, vor allem ob man vielleicht sogar in den Südhang einfahren kann. Den Osthang nach Schneefällen ohne Spuren vorzufinden, bleibt Frühestaufstehern vorbehalten. Wer absolutes Powderfeeling mit Garantie anstrebt, für den steigen von Lech Helis zum Mehlsack auf. Neben dick gepolsterter Brieftasche muss auch ein Skilehrer an Bord sein. Erforderlich ist der Lufttransport keineswegs. Fährt man den „Weißen Ring“ weiter, fährt man hinauf zum Rüfikopf, dann wird zum Trittkopf geschaukelt und am Ochsenboden lässt sich’s zünftig carven. In diesen Regionen hat der Mensch mit einem Schlag nun die Qual der Wahl: Bewegt man sich wieder nach Zürs – oder gondelt man mit der neuen Bahn nach Stuben, um die zweite Schleife des „Run of Fame“ in Angriff zu nehmen. Die Albona ist berühmt für ihre schier unendlichen Tiefschneemöglichkeiten. Man kann sie auch als Verbindung nach St. Anton nutzen, wenn man mit einem erfahrenen Guide die Tourenvariante durch das Maroi wählt.

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Mitten im Herzen des Arlbergs

Willkommen im Hotel Sabine in Lech am Arlberg! Unser Haus ist der ideale Ausgangspunkt für den exklusiven Winterurlaub. Natur pur mit Ruhe und Entspannung das finden Sie hier bei uns - spüren Sie die wohltuende Wärme in der Finnischen Sauna, im Dampfbad oder in der ZirbenInfrarotkabine. Bringen Sie Ihren Kreislauf in der frischen Luft wieder in Schwung und genießen Sie dabei den phantastischen Ausblick auf die Berge des Arlbergs. Ski-in & Ski-out! Bei uns im Hotel Sabine gilt mit unserer „Skischule Exklusiv“ direkt im Haus das Motto „SKI-IN & SKI-OUT“. Ohne viel Aufwand direkt vom Skiraum auf die Piste und retour und doch mit dem Auto ganz bequem und elegant bis in unsere Tiefgarage anreisen.

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St. Anton und St. Christoph am arlberg erreicht man von Stuben aus gewöhnlich über die Albona Mittelstation und Alpe Rauz, in umgekehrter Reihenfolge. Zeit, beim Blick auf St. Christoph einmal Atem zu holen. Das ist auf der Tiroler Seite des Arlbergs in vielerlei Hinsicht ein Thema. Oben, am Schindlergrat etwa, wo der Blick in die Weite der Gipfelwelt dazu lädt. Ehe dieser nach unten schweift, wo die als Variante gekennzeichnete Steilrinne einem kurz diesen wieder verschlägt. Atemholen aber auch, wenn es hier um außergewöhnliche Neuerungen geht. Immer wieder werden in St. Anton auch Innovationen außerhalb des reinen Wintersports entwickelt. Etwa den Arlberg.rock, ein Stein- und Eiskletterturm. Zu den besonderen Attraktionen zählt auch der Winterklettersteig am Rendl. Dieses mit dem restlichen Angebot bestens vernetzte, sonnige Gebiet wird mehr und mehr zum Geheimtipp. Noch herrschen Überkapazitäten, die Raum für weite Schwünge garantieren, bis eine Skischaukel nach Kappl im Paznauntal den Zusammenschluss in die nächste Dimension katapultieren könnte. Doch wollen wir nicht übertreiben. Noch haben wir in unserer Tour nicht einmal den Endpunkt St. Anton erreicht. Die mit 10,2 km längste Abfahrt führt bei einem Höhenunterschied von 1.350 Meter von der Valluga über die Ulmerhütte bis nach St. Anton. Beim „Weißen Rausch“ zu Saisonschluss kann sie in vollem Tempo und einem Zug, begleitet von 399 Mitstreitern, bewältigt werden. Catch me if you can. Neu ist mit Saisonstart das Rennen „Catch me if you can! – die Nacht der langen Schwünge“. Die Premiere im Vorjahr fiel den Ski Guide Austria 2020

Pistenverhältnissen zum Opfer, doch diesmal sollte dem Volks-Riesenslalom, bei dem sich 222 Teilnehmer im direkten Zeitvergleich messen können, nichts im Wege stehen. Wie beim Kultrennen „Der Weiße Rausch“ ist die Teilnehmerzahl somit streng limitiert. Ab 17:00 Uhr geht es für die Athleten mit der Galzigbahn in mystischer Atmosphäre nach oben. Gestartet wird im Minutentakt in 2er-Teams direkt aus der Valluga-Talstation heraus. Nach einem kurzen Anstieg, der auf Skiern bewältigt werden muss, duellieren sich die Teilnehmer auf einer 5 km langen Strecke in der Dunkelheit. Um die Orientierung zu bewahren, kommen Stirnlampen zum Einsatz. Der Riesenslalom verläuft zum Teil parallel und führt in mehreren Passagen auf einen Kurs zusammen. Überholt werden darf allerdings überall. Wer nicht nur seinen direkten Kontrahenten schlägt, sondern auch die beste Gesamtzeit erreicht, darf sich als strahlender Sieger der Erstauflage feiern lassen. Zudem wird auch das schnellste und das langsamste Team gekürt. Im Zielbereich werden die Athleten von den Zusehern und mit Sounds vom DJ in Empfang genommen. Im Anschluss findet bis 23:00 Uhr eine Afterparty samt Siegerehrung im ARLBERG-well.com statt. Am Samstagabend sind – mit Extra-Tickets – noch Konzerte von Stargast Sarah Connor und Special Guest Nico Santos zu erleben. An allen anderen Tagen sollte man die St. AntonerPisten nicht im Renntempo bewältigen. Sondern sich besser dem Genuss hingeben. Etwa wenn final beim Promi-Treff Rodelhütte, im Krazy Känguruh oder dem lautstarken Mooserwirt ein Stopp eingelegt wird. Zusätzlich kann im sportlichen www.derskiguide.at


LUXUS UND WOHLFÜHLEN WILLKOMMEN IM HOTEL POST **** Goldene Momente im Schneeparadies! Das Hotel Post**** verwöhnt Sie in Ihrem Winterurlaub mit viel Genuss. Mit der Verwöhnpension und den abendlichen Gala-Dinners wird der Urlaub zum kulinarischen Glanzpunkt. Sie mögen es gerne behaglich? Im Hotel Post wohnen Sie in großzügigen Zimmern, umgeben von dem einzigartig traditionsreichen Ambiente des Hauses.

comdesign.net, Bilder: Hotel Post St. Anton

Winterurlaub auf höchstem Niveau. Bei den herrlichen Pisten und endlosen Bahnen auf 1.300 bis 2.800 m Höhe bleiben keine Wintersportwünsche offen. Das Hotel Post liegt direkt an den Skipisten der Galzigbahn, Gampenbahn und Muldenlift.

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SKIGEBIET arlberg tirol - Vorarlberg

St. Anton wie auch in Lech der Urlaub in wachsendem Maße auf höchst luxuriösem Niveau genossen werden. Das gilt für das Skigebiet ebenso, wie kulinarisch oder gastronomisch im Tal. Als Abschluss eines Tages, der nicht unbedingt nur auf Pisten verbracht wird. 200 Kilometer an Tiefschnee- und Firnabfahrten locken, die am

besten mit Hilfe der höchst erfahrenen Skilehrer und Guides zu erkunden sind. Mit den Wintersportprofis das freie Gelände zu erkunden macht aus dem Skitag ein ungetrübtes Vergnügen. Denn sie wissen, ob im Schöngraben um zehn Uhr schon der Firn funktioniert, wann es sich empfiehlt, auf den Rendl zu wechseln – und vor allem, wo man vor Lawinen gefeit ist.

Ski Arlberg - Lech, Zürs, Stuben, St. Christoph, St. Anton Höhenlage Pistenkilometer Lifte/ Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen Loipen DIE STEILSTE PISTE Tiefschnee Besonderheiten

Topevent(s) der Saison

Auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten von 1.300 bis 2.800 Meter Seehöhe Gesamt 305 km, davon Leicht 130 km / Mittel 122 km / Schwer 51 km Gesamtzahl 88, 144.071 Personen Lech, Zürs, Oberlech, St. Anton, St. Christoph, Stuben (ohne Warth/Schröcken). Sonnenkopf-Klösterle und das Lechtal sind Mitglieder im Tarifverbund Ski Arlberg Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 56,- / 51,- / 34,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 300,- / 259,- / 180,Schneemannkarte für Kleinkinder ab dem Jg. 2012 kostet Euro 10,Kinder Jg. 2004 - 2011, Jugend Jg. 2000 - 2003, Senioren (Jg. 1955 und älter). Senior-Aktiv Jahrgang 1945 und älter erhalten die Saisonkarte um Euro 147,Gesamt 84 km, Classic 23 km, Skating 61 km Langer Zug 80 % Gefälle vom Rüfikopf nach Lech (4,7 km!) 200 km Tiefschneeabfahrten. Einziges Heli Skiing-Angebot Österreichs (Lech). Mehlsack oder Schneetäli-Orgelscharte. Topp ab St. Anton: Valluga ins Paziel, Maroi. 2 Funparks, Zipfelbob und Rodelbahn Oberlech (1,2 km mit Beleuchtung bis 22 Uhr), Beleuchtete Naturrodelbahn in St. Anton am Arlberg (500 hm), Natureislaufplatz Zürs. St. Anton: Arlberg WellCom, arl.rock & arl.park: Sportzentrum für Klettern, Eisklettern, Tennis, Kegeln und Trampolin. Winterklettersteig am Rendl. Arlberg Skimuseum & Restaurant 28.11. - 01.12.2019: STANTON Ski Open mit dem innovativen Riesentorlauf „Catch me if you can – die Nacht der langen Schwünge“ und Sarah Connor/Nico Santos auf der Bühne 18.01.2020: Der Weiße Ring – Das Rennen, Lech 29.03. - 13.04.2020: Tanzcafe Arlberg, Lech 18.04.2020: Longboard Classics, Stuben 25.04.2020: Der weisse Rausch, St. Anton Ski Arlberg, Lech Zürs, Tel.: +43 (0)55 83 / 28 24-0 Ski Arlberg, St. Anton – St. Christoph, Tel.: +43 (0)54 46 / 23 52 6764 Lech, Tel.: +43(0)55 83 / 2161-0 6580 St. Anton am Arlberg, Tel.: +43 (0) 54 46 / 22 690 6762 Stuben, Tel.: +43 (0)55 82 / 399

HOTELS: Lech - Burg Oberlech Seite 421, Gradenburg Seite 421, Cresta Alpin Oberlech Seite 422, Sabine Seite 422, Zürs - Zürserhof Seite 420, St. Christoph - Maiensee Seite 423, St. Anton - Sporthotel St. Anton Seite 423, Post St. Anton Seite 424, Mooserkreuz Seite 424, Ehrenreich Seite 425, Hochkultur: Seite 282, Jedermannrennen: Seite 308, Skitour: Seite 296, Restaurants: Seite 400 + 401, Schlosshotel: Seite 412, SkischuleN: Oberlech Seite 382, Exklusiv Seite 385

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Von Achensee bis Zillertal

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SKIGEBIETE Tirol Einleitung

Tirol In die Höhe wird gegondelt Prachtvoller als die beiden vergangenen Winter kann es kaum mehr werden. Zeitweise spielte es bis in die Täler Winterwunderland und manche Kubikmeter des begehrten Weiß überlebten wohl behütet sogar den Sommer. „Snow Farming“ heißt das. Doch die Schneemassen zeigen immer wieder nachdrücklich, wie sich der Tiroler Winter auch abseits der präparierten Pisten erleben lässt. Damit ist nicht nur Powdern gemeint, sondern die Winterwanderung durch den Wald oder auch das beschauliche Gleiten über die Langlaufloipe. Doch alpinski steht weiterhin eindeutig im Zentrum des Wintererlebnisses. Ebenso auch der Investitionen. Diesen Winter gibt es in Tirol zum Beispiel eine absolute Neuheit zu bewundern. Die Falginjochbahn am Kaunertaler Gletscher wird die beiden Weißseeferner-Lifte durch eine hochmoderne Funifor-Seilbahn ersetzen. Dieser Bahntyp ist derzeit einzigartig in Österreich. Überspannt werden 2 km, es wird nur je eine Ausfahrts- und Einfahrtsstütze benötigt. Die Pistenfläche bleibt wohltuend stützenfrei. Und die Auffahrt ist vier Mal so schnell wie zuletzt. Neu ist diesen Winter unter anderem die Schindlergratbahn am Arlberg und in der Zugspitz-Arena wird als erster Teil der Gesamterneuerung Thaneller in Berwang die Obere Kahrbahn I eröffnet. Man ist geneigt zu sagen: „Natürlich“ eine 10er-Gondel, die unsereins optimalen Komfort vermittelt. Ski Guide Austria 2020

In der Skiwelt Wilder Kaiser sind es gleich mehrere Großprojekte, die anstehen. Die Salvistabahn (Itter) dient noch ihr letztes Jahr ab, doch in Westendorf fließen 15,5 Millionen Euro in die 8er-Sesselbahn Fleiding. Sitzheizung und Bubble sind dabei schon eine Selbstverständlichkeit. Und auf der Bergstation gibt's eine neue Panoramaterrasse. Gleicher Betrag, ähnlicher Lift, gilt für Brixen im Thale, wo statt des 4er-Sessellifts die neue Zinsbergbahn das Erlebnis steigert. Wobei hier als erste Kombibahn der Kitzbüheler Alpen abwechselnd 8er-Sessel und 10er-Gondeln gehängt sind. Alljährlich rüstet auch das Zillertal auf. So wird die 10er-Kabinenbahn Stuanmandl in Gerlos 2.800 Personen pro Stunde befördern und die Bergstation Rosenalmbahn in Zell am Ziller wurde unter anderem mit Rolltreppen aufgemotzt. In Kals in Osttirol fährt mit Saisonstart der neue 6er-Sessellift „Glocknerblick“ an, während die Rotkoglbahn in Hochsölden durch eine – eh klar – neue 10er-Gondelbahn ersetzt wurde, wobei die Bergstation nun auf Höhe des Giggijochrestaurants liegt und die Talabfahrt verbessert wurde. Mehr als nur skilauf ist die Devise – und das haben an gleicher Stelle, dem Söldener Gaislachkogl, bereits 100.000 Besucher erlebt: 007 Elements, das als Reminiszenz an den Bond-Streifen „Spectre“ errichtet wurde, transportiert Kulturaction in sonst Natur und Sport vorbehaltene Höhen. www.derskiguide.at


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Skigebiete Tirol 5 St. Anton am Arlberg 6 Ischgl-Paznaun 7 Serfaus-Fiss-Ladis 8 Kaunertaler Gletscher 9 Pitztal-Hochzeiger 10 Alpbach Wildschönau 11 Zugspitzarena 12 Obergurgl-Hochgurgl 13 Sölden im Ötztal + Gletscher 14 Stubaital 15 Innsbruck 16 Seefeld

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Überdies wurde für den Winter 19/20 auch ins Umfeld investiert. So darf „Ski plus City“ als Weltneuheit gelten. Zuerst auf die Piste und danach in die Swarovski Kristallwelten oder die Innsbrucker Hofburg – und das mit einer einzigen Karte. Möglich macht das der neue „Ski plus City Pass“, der den Stubaier Gletscher, 12 weitere Skigebiete und 22 Sehenswürdigkeiten in und um Innsbruck verbindet.

300 Jahren erbaut, ist nun ein 180 m²-Chalet für bis zu bis 8 Personen. Und das temporäre Innovationsprojekt „Pop Down Hotel“ in Ried im Zillertal wurde zum Boutique-Hotel „Mari Pop“. Von der ursprünglichen Idee wurden Teile der überlangen Speisetafel erhalten, zusätzlich wird ein progressives Kulturprogramm entwickelt, während das generalsanierte „Tipotsch“ im Zillertal erstmals Co2-neutral in den Winter startet.

Schöner wohnen ist ebenfalls gefragt. Denn was nützen die besten Infrastrukturen, wenn die Unterkünfte nicht mithalten. Einige besonders ideenreiche neue Hotelbauten: „Die Alpbacherin“ mit 4*Superior-Qualität steht im Dorfzentrum von Alpbach. Einige haben private Spa-Bereiche. Die „Alte Schmiede“ in Reith im Alpbachtal, vor über

In voller Intensität Tirols Winter erfahren, das bedeutet in Zahlen über 3.500 Kilometer präparierte Pisten. Was aber selbst Kenner überraschen wird: Die Länge der Winterwanderwege bewegt sich in gleicher Dimension und die Loipen für Langläufer übertreffen sogar die durch 1.100 Liftanlagen erschlossenen Pistenkilometer.

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SKIGEBIETE Tirol

Ischgl-Galtür-Kappl-See im Paznaun Gediegene Winter-Party Konzentrieren wir uns aufs Skifahren. Denn die Partyhochburg tut alles, um das RTL2-Image abzuschütteln. Inklusive Skischuhverbot im Ort, nach 20 Uhr. Nachdem man bei den berühmten Konzerten im Vorwinter eher dem deutschen Schlager vertraute, lässt man es im Paznaun diesen Winter wieder internationaler krachen: Das Opening besorgt Seed. Investiert in neue Lifte wird in Ischgl alljährlich. Nachdem im Vorwinter die neue 6erSesselbahn am Gampen eingeschlagen hat, wo auf der Bergstation auf 2.848 Meter Seehöhe auch ein neues Restaurant lockt, kommen diesen Winter mit der Vellileck F1 (6er-Sesselbahn mit Haube) und der Visnitz N2 (8er-Sesselbahn mit Haube) zwei neue Ersatzanlagen für ältere Stücke zum Einsatz. Der Weltrekord der Gampenbahn – der Höhenunterschied von über 900 Metern gilt als Weltrekord für eine Bahn dieser Bauart – blieb unangetastet. Optimale Morgendliche Muntermacher sind die unverändert 77 Lifte, die schon im Vorjahr mit der neuen Bahn auf den Palinkopf gewonnen haben. Jahr für Jahr wird auch an der Verbesserung der Beschneiung gearbeitet, so wurde im Vorjahr, der Speicherteich Viderböden eröffnet. Doch es sind nicht immer nur die Lauten stark, nur weil sie lautstark sind (Konstantin Wecker). Gerade Galtür bietet für den Skiurlaub manches Highlight. Da wären die Tiefschneehänge unterhalb der Ballunspitze oder auch vom Saggrat, mit dem an einen norwegischen Fjord erinnernden Blick auf den Stausee. Wen es aber unterhalb der Silvretta nicht so in den hier wirklich häufig anzutreffenden Powder zieht, hat mit einer der tollsten Flutlichtpisten des Landes, die allerdings in sehr gelbliches Licht getaucht ist, einen großen Spaß. Ski Guide Austria 2020

Skitechnisch ist Kappl ebenfalls top. Keiner sollte sich die Variante Blanken vom Lattenjoch aus entgehen lassen. Durch die Länge von 8 km fordernd ist die Lattenabfahrt. Selbstverständlich bleibt Ischgl mit seinem lautstarken Zweiklang von Piste und Party der Hit des Tales. Der skitechnische Charakter unterscheidet sich dabei stark von vielen anderen hochalpinen Regionen Tirols. Denn gefahren wird überwiegend auf weiten Almwiesen, die zum Bolzen einladen, oder zum kurzzeitigen Verlassen der präparierten Pfade. Es drängen sich keine abenteuerlichen Varianten auf, dafür muss man die grenzüberschreitende Skischaukel schon gut kennen. Das durch eine Großgondel erschlossene Gebiet Piz Val Gronda verfügt nur über eine Piste, die sich kaum von den anderen unterscheidet, als Freerider hat man aber im tirolerisch-schweizerischen Grenzgebiet eine risikoarme Spielwiese. Eventuell mit der Heidelberger Hütte als Ziel. Auf Samnauner Seite macht es vor allem im Frühjahr Spaß. Wobei dort insgesamt eher einfache Pisten warten. Weniger Pistenartisten denn Duty-Free-Einkäufer begeistern sich an der schier endlosen Abfahrt nach Samnaun. Auf Tiroler Seite zeichnet sich die Idalp durch beeindruckende Weite und sanfte Kuppen aus. Hinzu kommt der extreme Funpark für die Freaks. Steilhänge finden sich woanders. Etwa auf der bis zu 70 Prozent steilen Piste 14, Lange Wand. Bei halbwegs brauchbaren Schneeverhältnissen ist die Abfahrt ins Vesil optimal, Paznauner Thaya. Nicht zu verwechseln mit Velill. Diese Piste 7 ist vor allem ab 15 Uhr eine perfekte Alternative zur im unteren Abschnitt doch reichlich stark genutzten „Eleven“, die sich elf Kilometer von der Greitspitze bis ins Dorf zieht. www.derskiguide.at


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© Tourismusverband Ischgl/Studio Vielkind

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Ischgl-Samnaun + Paznaun (mit Galtür, See, Kappl) Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise Ermässigungen Loipen DIE STEILSTE PISTE TIEFSCHNEE Besonderheiten Topevent(s) der Saison Auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten von 1.377 bis 2.872 Meter Seehöhe Gesamt 239 km / Leicht 47 km / Mittel 143 km / Schwer 34 km / Routen 15 km Gesamtzahl 45, 96.55 Personen Silvretta Arena Ischgl-Samnaun (CH), Silvaperk Galtür, Sunny Mountain Skigebiet Kappl, Skigebiet See im Paznaun Tageskarte (HS/Erw/Kd) Euro 56,- / 32,50 6-Tage-Pass (HS/Erw/Sen/Kd) Euro 307,50 / 264,50 / 174,Kinder: unter 8 Jahren in Begleitung eines Elternteils frei. VIP-Skipass (mit Gästekarte Ischgl) Kinder unter 10 Jahren in Begleitung eines Elternteils frei Gesamt 146 km, Classic 73 km, Skating 73 km Lange Wand C5 über 70 % Gefälle Vesil Tal, Piz Val Gonda, Piz Val Gronda, Ravaischer Salaas Galtür: Freeriden von Kinderbeinen an! Ladies Freeride Experience. Snowpark Ischgl, Ischgl Skyfly, Nachstkislauf Galtür, Nachrodeln, Eislaufen, Schneeschuhwandern. 30.11.2019: Top of the Mountain Opening Concert in Ischgl mit SEEED 12.04.2020: Top of the Mountain Easter Concert 02.05.2020: Top of the Mountain Closing Concert Silvrettaseilbahn AG; Telefonnummer: +43 (0)54 44 / 606 Paznaun-Ischgl, Tel.: +43 (0)50 990 100

HOTEL:Alpenromantikhotel Wirler Hof Galtür Seite 425, SKISCHULE: Ischgl Alois Kurz Seite 383, Silvretta Galtür 382, Hochkultur: Seite 282, Nachtski: Galtür Seite 266, Langlauf: Galtür Seite 271, Restaurant: Seite 402

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Serfaus-Fiss-Ladis Kids und U-Bahn in den Bergen AUSSERGEWÖHNLICH umweltbewusst ging es auf diesem sonnigen Hochplateau schon seit mehr als 30 Jahren zu. Damals wurde, geziert von den typischen blauen U-Bahn-Würfeln eine Bahn unter der Dorfstraße gebaut. Nach knapp zwei Jahren des Umbaus präsentiert sich die Anlage nun komplett modernisiert als modernste Luftkissenbahn Europas. Die neue, leise U-Bahn ist knapp 15 Meter länger, einen halben Meter höher und etwas breiter als ihr Vorgänger. Der ideale Weg zur Talstation. Im Skigebiet selbst kann man sich auf unterschiedlichste Weise einen Überblick verschaffen. Mittels Web und App, oder klassisch anhand der Panoramakarte. In Serfaus-Fiss-Ladis baumelt man – als Kontrast zur U-Bahn-Anreise – oben wie unter einem Drachen am Fisser Flieger, sieht die Pistenskifahrer 50 Meter unter sich und genießt einen Blick auf das Gewusel am Kleinkinderdorado Möseralm. Ein Blick, der sich erst beschaulich im Rückwärtsgang genießen lässt, eher der Flieger talwärts rasant Fahrt aufnimmt. Ehrlich gesagt: Besser holt man sich seine Adrenalinspritze in der verschneiten Vertikale. Denn was sich seit Jahrzehnten als ferialer Kinderspielplatz in den Gehirnwindungen verewigt hat, weist Steilhänge von selten gesichteter Brutalität auf. Und sollte abschließend noch Bedarf nach Rummelplatzfeeling bestehen, bleibt der Schneisenfeger: 40 km/h Spitze, bei 38 komma irgendwas ging ich ins Radar und das Foto bestätigt den Verdacht auf ein Schleudertrauma. Ski Guide Austria 2020

Braucht’s die Extra-Action? Wenn’s nach Skifreaks geht, nicht unbedingt. Denn nur die 125.000 Quadratmeter, die exklusiv den Kleinsten vorbehalten sind, sind reines Anfängerterrain. „Ich bin bisher nur mit meinem Hubschrauber drüber geflogen, aber das sind hier gewaltige Pisten“, zeigte sich 5-fach-Weltcupsieger Marc Girardelli beim rasanten Lokalaugenschein beeindruckt. Lazid ex-dream oder die Masnerkopfabfahrt sind durchaus atemberaubend steile, glatt präparierte Gustostückerln. Dass man dank kundiger Führung beim Masnerkopf auch viele Tage nach dem letzten Schneefall „Little Secrets, die ich für euch aufgehoben habe“ (O-Ton von Skilehrer Markus) erkunden kann, zeichnet das Skigebiet auch für Experten aus. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Steilabschnitten von Pezid und Lazid herauszuarbeiten, ist dabei gar nicht so einfach, sind sie doch im Gefälle um die 70 Prozent durchaus zu vergleichen und laufen dann zu den Talstationen gemütlich aus. Zwischen den offiziellen Varianten ist bei passender Schneelage noch viel Platz für Off-Piste-Erlebnisse. Sehr junge Skifreaks prägen die Region: Sogar als Freerider mit Skilehrer im Gelände! Wobei die Allerkleinsten – und deren Eltern – in Serfaus besonders umsorgt werden. Nirgendwo ist das Kleinkinderangebot so umfassend. Nicht nur weil Miet-Elektro-Kinderwagen für den Transport durch die Winterlandschaft zur Verfügung stehen. www.derskiguide.at


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Serfaus-Fiss-Ladis Höhenlage Pistenkilometer

Pisten von 1.200 bis 2.820 Meter Seehöhe Gesamt: 214 km (gefahrene), 162 km (gemessene) Leicht 47 km / Mittel 123 km / Schwer 18 km / Routen 16 km Lifte/Stundenkapazität Gesamtanzahl 68 (davon 29 Förderbänder im Kinderbereich), 90.000 Personen Skigebiet(e) Serfaus-Fiss-Ladis Preise Tageskarte (HS/Erw/Jug/Kd/Sen) Euro 54,- / 46,50 / 33,- / 52,6-Tage (HS/Erw/Jug/Kd/Sen) Euro 291,- / 246,50 / 169,- / 277,Ermässigungen Besitzer der Gästekarte bei Mehrtageskarten bis zu minus 13%. Senioren (ab Jg. 1954). Kinder bis Jg. 2014 gratis. Kinder Jg. 2005 bis 2013, Jugendtarif Jg. 2001 bis 2004. Jungfamilienticket: Eltern können abwechselnd das Ticket nutzen Loipen Gesamt 30 km, davon Classic 14,5 km, Skating 15,5 km. Langlauf-Routen: 22 km DIE STEILSTE PISTE Faktisch nebeneinander laufen Lazid-X-Dream und Direttissima mit über 70 % Gefälle. Tiefschnee Powder Nose (Länge: 2.000 Meter / Höhenmeter 400 Meter), Pezidroute, Kamikaze, Skyline. 4 Freeride-Bases mit genauen Infos. Feel Free: 8 Funarenen plus 10 Skirouten für Freerider, Trailpark Waldbahn. Besonderheiten Jede Menge Kinderangebote: Kinderschneealm + Murmlipark Serfaus, Bertas Kinderland Fiss-Ladis. Familien Coaster Schneisenfeger (Sommer- und Winterrodelbahn), Crystal Cube Fiss, Nachtskilauf Serfaus. Sunset Dinner Masner Serfaus. Topevent(s) der Saison Jeden Dienstag: Nightflow Fiss Jeden Mittwoch: Adventure Night Serfaus Auskunftstelefon Tel.: +43 (0)54 76 / 62 03 (Serfaus) oder Tel.: +43 (0)54 76 / 63 96 (Fiss) Tourismusverband Serfaus-Fiss-Ladis, 6534 Serfaus, Gänsackerweg 2, Tel.: +43 (0)54 76 / 62 39-0

HOTEL: Cervosa, Serfaus Seite 426

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SKIGEBIETE Tirol

Pitztal-Hochzeiger Ein weites Rund In aller munde ist hierorts Benni Raich weiterhin, auch wenn er seine Karierre längst beendet hat. Wie die ihm gewidmete „Benni-Raich-Skiabfahrt“ und eine Ausstellung am Hochzeiger belegen. Manchmal kann man ihn dort antreffen, um sich an der Schneesicherheit (90 Prozent der Anlagen befinden sich auf über 2.000 Metern) zu erfreuen. Skifahrerisch prägt das Tal zwar der Pitztaler Gletscher, mit dem direkt angebundenen Skigebiet Rifflsee. Doch Österreichs mit dem an anderer Stelle beschriebenen höchsten Gletscher-Skigebiet steht zwar für eine schier endlose Saison, doch nicht nur an stürmischen Tagen gibt es frostärmere Alternativen. Und zwar im Pitztal selbst. Denn taleinwärts linker Hand zweigt die Straße zum Skigebiet Jerzens ab. Bis auf 1.450 Meter kurvt man mit dem Auto, dann öffnet sich in einem weiten Tobel das Skigebiet zwischen Sechszeiger und Hochzeiger, während im Hintergrund Brechkogel, Wildgrat und Riegespitze jeweils am Dreitausender kratzen. Den optischen Eindruck bestätigen auch nackte Zahlen: Das Skigebiet Hochzeiger ist größer als die beiden anderen Skizentren des Tals zusammen. Gondelt man zur Mittelstation, eröffnet sich eine weitere Besonderheit. Unterwegs sind am linken Pistenrand Häuser zu sehen, die offensichtlich mehr als nur zünftige Hüttenjausen zu bieten haben. Sowohl im Hochzeigerhaus, als auch in der Stalderhütte (samt modernen Zirbenzimmern im Nebenhaus) lässt sich der Skiurlaub dem Alltag völlig entrückt verbringen. Und die Sonnenterrassen sind auch meist ein Anziehungspunkt, denn durch die Lage ist hier die Sonne überdurchschnittlich lange zu Gast. Etwa auf Höhe dieser Häuser führt die moderne Panoramabahn zum aussichtsreichen Gipfel. Deshalb gibt’s hier ganz Ski Guide Austria 2020

oben auch das Hochzeiger-Rondell, wo zurückgelehnt der 360-Grad-Blick genossen werden kann. Skifahrerisch besteht hier die Qual der Wahl. Vielleicht hinüber zu den knackigen Pisten vom Hochzeiger? Wobei sich niemand von der schwarz markierten Abfahrt Nummer 5 irritieren lassen sollte. Sie ist bis zur Einmündung in die Piste vom Zollberg bestenfalls mittelschwer, die dortige Schleppliftauffahrt strapaziöser. Dafür erfordert die Skiroute dazwischen ordentlich Mumm. Die Abfahrt 4 weist durchgängig beachtliches Gefälle auf und dann bleibt noch auf der anderen Seite ein kurzer Riesenslalom mit Zeitnehmung. Insgesamt gibt es Gebiete, die absoluten Anfängern mehr entgegenkommen als der Hochzeiger. Fürs Comeback im Schnee oder zünftige Kids, die den Bambini-Freiskipass nutzen, bewegt man sich aber am richtigen Terrain. Wer die Überwindung sucht, wird hinüber zur Zirbenbahn auf den Sechszeiger wechseln. Dort wurde die Zirbenfall-Abfahrt ausgeschildert, die unmittelbar unter dem bequemen Sessellift mit fast durchgängig ordentlichem Gefälle aufwartet. Das Gelände ermöglicht dabei, immer wieder die Pisten zu verlassen. Wer beim Rundblick gerade hinunter sticht, findet vor allem im obersten Bereich immer wieder pulvrige Passagen zwischen den Bäumen. Für Freestyle-Action wurde der Park an der Mittelstation errichtet, für Neugierige der „PistenregelnWeg“. TechnikFreaks können an Donnerstagen hinter die Kulissen der Bergbahn blicken und im Cockpit eines Pistenbullys helfen, einen weißen Teppich herzurichten. www.derskiguide.at


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pitztal - jerzens Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise Ermässigungen

DIE STEILSTE PISTE Besonderheiten

Tiefschnee Topevent(s) der Saison

Auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten von 1.450 bis 2.450 Meter Seehöhe (Hochzeiger, Gletscher 3.440 Meter) Gesamt 40 km davon Leicht 10 km / Mittel 22 km / Schwer 8 km – Angaben für das Skigebiet Hochzeiger Gesamtzahl 9, 15.250 Personen (Jerzens - Hochzeiger, über 33.000 inklusive Gletscher) Hochzeiger - Jerzens Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 45,- / 38,- / 28,6-Tage-Pass (HS/Erw/J / Kd) Euro 227,- / 193,- / 136,Kinder von Jg. 2010 bis Jg. 2013 erhalten einen „Bambini-Freipass“, wenn 1 Elternteil einen Hochzeiger Skipass kauft. Bis 2014 Bambini Freipass. Für Jungfamilien mit noch nicht-ski-fahrenden Kleinkindern unter 3 Jahre bieten die Hochzeiger Bergbahnen eigene Skipässe (ab 2 Tage). Zirbenfall über 70 % Gefälle Rodelabend auf der 6 km langen und beleuchteten Rodelbahn, jeweils am Donnerstag. Bergfahrt mit der Gondelbahn von 19:30 bis 21:00 Uhr. Rodelbahn bis 24:00 Uhr geöffnet, Snowpark mit Boxenline und Kickerline. Pistenbully-Fahrt, Pitzis Morgenrunde – das Skigebiet (fast) für sich alleine (Mittwoch). Variantenfahrt Taschachtal (Gletscher). Geführte Schneeschuhwanderungen. 07.12.2019: Hochzeiger Openair mit Wincent Weiss 29.12.2019: 2000 Meter Party 05.04.2020: Hochzeiger rockt, Musikfestival Aktuelle Bergbahnen - Infohotline: Tel.: +43 (0)54 14 / 87 000, Tourismusverband Pitztal, 6473 Wenns, Unterdorf 18, Tel.: +43 (0)54 14 / 86 999

Gletscher: Seite 226, Skitour: Seite 296

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Tiroler Zugspitz Arena Großer Name, kleine Juwele Es ist ein weites becken, um das sich mehrere überschaubare Skigebiete gruppieren, die gemeinsam mit dem Berwanger Tal die Zugspitz Arena bilden. Und gerade im beschaulichen Berwang steht ein Quantensprung bevor: Nach mehrjähriger Planung startet die Thaneller-Erneuerung. Das Gesamtprojekt besteht aus drei Abschnitten, wobei für diesen Winter bereits die „Obere Kahrbahn I“ fertiggestellt wird. Die 10er-Gondelbahn hat eine Förderleistung von 2.400 Personen pro Stunde, und eine neue Mittelstation erweitert die skifahrerischen Möglichkeiten. Der Namenspatron der Region ist zwar Deutschlands höchster Gipfel, doch vom Tiroler Ehrwald aus besteht die komfortabelste und schnellste Möglichkeit diesen zu erreichen. Oben ist das Skigebiet gemütlich und das Museum immer eine Visite wert. Unten kann das auf 1.000 Metern angesiedelte Moos zwischen Lermoos und Ehrwald atemberaubend sein. Optisch sowieso, aber speziell wenn man sich auf Langlaufskiern aufmacht, den sommerlichen Golfplatz auf der beschneiten Loipe zu umkurven. Oder wenn man sich auf die 40 Loipenkilometer Richtung Heiterwang begibt. Mit den Skibussen kommt man locker von Ort zu Ort. Der Arena-Express verbindet zusätzlich die Region mit den deutschen Nachbarn Grainau und Garmisch. In den durchaus unterschiedlichen Skigebieten an den „Rändern“ des Kessels regieren selbstverständlich die Alpinskifahrer. Nur abschnittsweise kommt dabei der Steilhangartist auf seine Rechnung. Doch ganz besonders das Skigebiet Grubigstein bei Lermoos hat mit seinen weiten Hängen und Ski Guide Austria 2020

einer natürlichen „Funslope“ direkt unter dem Sessellift Erstaunliches zu bieten. Wobei es seit wenigen Jahren auf der Ehrwalder Alm neu auch eine professionell hergerichtete und gepflegte Funslope zu erleben gibt. Die Ehrwalder alm darf ohnehin als unterschätzter Geheimtipp gesehen werden. Es ist dabei nicht das Gefälle, das begeistert, sondern es sind die bis ins Frühjahr hinein unglaublich breit hergerichteten Pisten. Das Skigebiet teilt sich dabei in die eigentliche Ehrwalder Alm und den Issentalkopf, wo als Ausnahme der Regel die schattigere und steile Piste 8 wartet. Von Deutschland kommend ist aber nicht zuletzt die erste Seilbahn einen Stopp wert. Mit der Almkopfbahn, der ersten Tiroler Bahn die Sessel und Gondeln auf einem Seil kombinierte, gelangt man ins anfangs beschriebene 1.300 Meter hoch gelegene Berwangertal. Gleich wird erkennbar: Es ist ein Glücksplatz für Kinderskikurse. Nicht nur landschaftlich ist der Ausflug ins Berwanger Tal ein ausgesprochenes Erlebnis. Zum einen für die Langläufer, die im Hochtal besondere Schneesicherheit erfreut. Weniger ist das Berwangertal für erfahrene Snowboarder geeignet. Wer vom Bereich der Hochalm zum gegenüberliegenden Rastkopf schaukeln will, macht recht flache Kilometer. Perfekt für Anfänger, denn die Hänge sind fast in „Tages-Lernstufen“ mit den passenden Liften angelegt. Inklusive kindersicherem 8er-Sessel mit Automatikbügel, Tellerlift und Kombibahn. www.derskiguide.at


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© Tiroler Tourismusverband/TZPV

TIROL

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Zugspitz arena mit biberwier, ehrwald, bichlbach, lermoos, Wettersteinbahnen Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ermässigungen Loipen Die steilste Piste Tiefschnee Besonderheiten Event Information Tourismusverband

Pisten von 1.000 bis 2.500 Meter Seehöhe Gesamt 125,1 km davon Leicht 77,5 km / Mittel 36,3 km / Schwer 6,9 km / Routen 4,4 km Gesamtzahl 48, 58.481 Personen Ehrwalder Alm, Wettersteinbahnen, Grubigstein Lermoos, Marienberg Biberwier, Bergbahnen Berwang (Skischaukel Berwang/Bichlbach und Heiterwang). Tageskarte (HS/Erw/Jug/Kd) Euro 48,- / 38,50 / 24,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 255,50 / 215,50 / 128,Kinder 6 bis 15 Jahre, Jugendliche bis 18 Jahre. Ab 2 Tages-Ticket automatisch Top Snow Card, gültig zusätzlich in Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und Grainau (inklusive Zugspitze) für 213 Pistenkilometer und 87 Liftanlagen, 97.000 Pers. Stundenkapazität. Gesamt 220 km, Classic 110 km, Skating 110 km. 2,5 km beschneite, flache Loipe (Golfplatz) 2a Grubigstein 41,6% Gefälle (steilste Stelle, 34,4% auf gesamter Länge). Berwanger Tal zur bewirtschafteten Ehenbichler Alm, Schneeschuhwandern. 5 Funparks, 1 Halfpipe, 2x Nachtskilauf, Pistenbully Copilot, Early Bird Skiing, 3 Rodelbahnen, Nachtrodeln, Funsportabende. Wöchentliche Skishows in Lermoos und Berwang. Wanderprogramm: von Schneeschuh- bis Lamawandern. 22.03.2020: Schlager Open Air auf der Ehrwalder Alm/Tirolerhaus Zugspitzbahn, Tel.: +43 (0)56 73 / 23 090, Ehrwalder Almbahn Tel.: +43 (0)56 73 / 24 68 Berwang/Bichlbach, Tel.: +43 (0)56 74 / 81 24, Bergbahnen Heiterwang Tel.: +43 (0)56 74 / 54 35 Grubigsteinbahn Lermoos und Marienbergbahn Biberwier, Tel.: +43 (0)56 73 / 23 23 Tiroler Zugspitz Arena, Tel.: +43 (0)56 73 / 20 000

HOTEL: Sport- und Wellnesshotel Halpenhof Seite 426

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Obergurgl-Hochgurgl Höchst sportlich Traditionell gleitet man bereits Mitte November als eines der ersten Nichtgletscher-Skigebiete in den Winter. Manchmal lockt schon Naturschnee, meist ist das Weiß Schneekanonen zu verdanken. Gerne lässt man die Qualität des Wintersportangebots für sich sprechen, ehe in den ersten Maitagen der Schlusspfiff folgt. Insgesamt führt die oberste Etappe des Ötztals vom traditionsreichen Bergdorf direkt in die Hightech-Gegenwart. Mit ansehnlichen Hütten als W-Lan-Hotspots.

Auf der anderen Seite der Arena, oberhalb von Obergurgl erfordert die Hohe Mut noch immer ebensolchen. Weniger auf der brutal in die Landschaft geschlagener neueren Piste als auf der „klassischen“ Skiroute 11 zur Nederhütte, einer absoluten Buckelpiste als Härtetest. Der vom Ortseingang und Zentrum doppelt erschlossene Festkogel bietet lustvoll mit langen oder kurzen Schwüngen zu bewältigende Abfahrten, auch die Route durch das Ferwalltal ist keineswegs extrem.

Der bisher letzte Neuzugang im bisher schon umfangreichen Angebot war die zweite Sektion der Kirchenkarbahn. Wie schon bei der 2015 eröffneten Sektion 1 handelt es sich um eine 10er-Kabinenbahn der „D-Line“-Produktlinie von Branchenprimus Doppelmayr. Das heißt, großzügigere Platzverhältnisse, leiser Betrieb, weniger Vibrationen und natürlich Sitzheizung während der Fahrt. Wichtiger sind jedoch die bis 2.839 Meter Höhe neu erschlossenen Pisten. Durch die neue Sektion wächst das Angebot um 2,2 Kilometer an roten und blauen Pisten an, schon fast eine Besonderheit heutzutage. Für Freeride-Fans eröffnet sich zu beiden Seiten der Bergstation ein abwechslungsreiches Gebiet. Beste Bedingungen bis ins Frühjahr hinein garantieren neben Höhenlage die nordostseitige Ausrichtung der Hänge unterhalb des Kirchenkogls.

Ruhezonen mit panoramablick sorgen im gesamten Skigbiet für Rückzugsmomente. Wer das Gebiet von Hochgurgl (2.150 m) erobern will, klettert in den Topexpress, der ausschließlich der Verbindung der beiden Skiberge dient. Tagsüber hin- und her zu gondeln ist aus Zeitgründen aber sinnlos. Ab Hochgurgl wird bei Wurmkogel und Schermerspitze der 3.000er erreicht. Der optische Eindruck ist dabei teilweise aufregender, als die meist wunderbar gewalzte Piste. Beim Wurmkogel steht mit dem Top Mountain Star die wohl modernste „Hütte“ der Welt. Eigentlich eine Bar mit Rundumsicht (inklusive garantiertem Gamsblick!) als Vorgeschmack auf's beachtliche Nightlife. Mit dem Top-Mountain-Crosspoint am Fuße der Timmelsjoch Hochalpenstraße wurde im Vorjahr eine multifunktionale Talstation errichtet, wo das Top Mountain Motorcycle Museum lockt.

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obergurgl-Hochgurgl Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise Ermässigungen Loipen Tiefschnee Besonderheiten Topevent(s) der Saison Auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten von 1.800 bis 3.080 Meter Seehöhe Gesamt 112 km / Leicht 35 km / Mittel 57 km / Schwer 20 km Gesamtzahl 25, 40.000 Personen Skiregion „Diamant der Alpen“ Obergurgl-Hochgurgl Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 54,- / 43,- / 35,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 302,50 / 242,- / 166,50 (ab 3 Tg. als Super-Skipass auch in Sölden gültig) Snow Kids (2012 - 2015): 2,- Euro pro Tag, Kinder (2005 - 2011), Jugend (2000 - 2004), Senioren (1955 und älter) 80plus = Kindertarif Gesamt 24 km, Classic 12 km, Skating 12 km Ortovox Safety Acadamy Lab. Königstal (Startpunkt Bergstation Top Wurmkoglbahn I) Hangerer, auf dem auch der Open Faces 4* FWQ gefahren wird. 2 Nachtskilaufpisten, Funslope Obergurgl & Hochgurgl, Snowpark Obergurgl, Family Park Obergurgl, Fun Cross Obergurgl, Audi Quattro Funslope, First Line Skifahren. 14.11. - 24.11.2019: Skiopening 11.03. - 15.03.2020: Nassau Beach Club Snow Special 04.04.2020: OPEN FACES Freeride Contest Bergbahnen, Tel.: +43 (0)52 56 / 62 60 Ötztal Tourismus, Tel.: +43 (0)572 00 100

HOTELS: Gotthard-Zeit, Obergurgl Seite 427, The Crystal Obergurgl Seite 427

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Sölden im Ötztal Keineswegs nur für Geheimagenten SPORTLICHES SPEKTAKEL, dafür steht Sölden in vielerlei Hinsicht. Für den wahren Skifan gilt das alljährlich beim Weltcupstart, wenn Damen und Herren im Riesenslalom ihre ersten Weltcuppunkte der Schneesaison vor tausenden Zuschauern auskämpfen. Doch dieses Passiverlebnis ist eher die Ausnahme. Wunderbar, dass das Hauptaugenmerk weiterhin auf herausragenden Bergbahnen bleibt, mit denen das tolle Terrain genutzt werden kann. Wie etwa am Gaislachkogel, dem 3.000er der direkt vom Ortszentrum in zwei Etappen mit der weltweit leistungsstärksten 10er-Einseil-Umlaufbahn zu erreichen ist. Wie auch bei der Gaislachkoglbahn und dem Gourmetrestaurant IceQ am Gipfel sorgte Architekt Johann Obermoser für extravagante Architektur. Im Vorjahr wurde dann als in doppeltem Sinne Höhepunkt das 007 Elements am Gaislachkogl eröffnet. Über 100.000 Besucher hat die Installation schon staunen lassen. Sie konzentriert sich nicht ausschließlich auf Spectre und jene Szenen, die in Sölden gedreht wurden. Aber nicht vergessen: Warm angezogen bleiben, das 007 Elements ist ungeheizt! Ohnehin ist der IceQ an der Gaislachkogel Bergstation als gläsernes Design-Restaurant ein Ski Guide Austria 2020

Eyecatcher, der durch eine direkte Hängebrücke mit dem Berggipfel verbunden ist. Genussskifahrer können ihren Skitag in der Lounge (jeweils 40 Plätze innen und außen) kulinarisch aufpeppen. Hinauf kommt man mit einer 3S-Bahn, die Stürmen bis 100 km/h trotzen kann. DER GAISLACHKOGL ist ohnehin der markanteste Beleg, dass Sölden weit mehr zu bieten hat, als die beiden Gletscher Rettenbach- und Tiefenbachferner. Wobei der meistbefahrene Teil des Skigebiets Sölden bisher ausgeklammert blieb: Der Bereich Giggijoch. Auf dieser Seite ist mit Hochsölden auch ein exklusive Hoteldorf auf 2.083 m entstanden, das diesen Winter einen massiven Komfortschub erfährt. Der Doppelsessellift weicht einer komfortablen „D-Line“-Generation von Doppelmayr mit 10er- Kabinen. Von Sölden aus ist das Giggijochgebiet seit einigen Jahren extrem kapazitätsstark vom Ortsanfang erreichbar. Es ist für viele der Tagesskifahrer der gängigste Weg ins Skigebiet. Dass dann im Anschluss an die Gondel am Giggijoch bei den Sesselliften manchmal längere Wartezeiten entstehen www.derskiguide.at


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Sölden im ötztal Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise Ermässigungen Loipen DIE STEILSTE PISTE Tiefschnee Besonderheiten Topevent(s) der Saison Infotelefon Tourismusverband

Pisten von 1.350 bis 3.340 Meter Seehöhe Gesamt 144 km / Leicht 70 km / Mittel 45 km / Schwer 29 km Gesamtzahl 31, 65.500 Personen Skigebiet Sölden mit Giggijoch, Gaislachkogl, Rettenbachgletscher und Tiefenbachgletscher Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 56,- / 45,- / 31,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 302,50 / 242,- / 166,50 (gilt ab 3 Tg. auch in Obergurgl) Snowkids (2012 - 2015) 2,- Euro pro Tag; Senioren ab Jg. 55 ca. 20 % ermäßigt. Gesamt 12 km, Classic 6 km, Skating 6 km „Rotes Kar“ 65,14 % Gefälle, Piste 31 Freeride: Gaislachkogl Abfahrten 1.000 - 1.500 hm + Giggijoch Abfahrten 500 - 1.000 hm, Skitour Venter Runde, Rotkogllift Ausstieg, Giggijoch - Polltal. 007 Elements am Gaislachkogel, Snowpark + Funslope Sölden, BMW XDrive Cup, BIG3-Aussichts-Plattformen, Summit-Dinner IceQ, Nachtskilauf, Adrenalin Cup, Rodelbahn mittwochs 18.00 - 21.00 Uhr beleuchtet. 26.10. - 27.10.2019: FIS Skiweltcup Opening Sölden 02.04. - 03.04.2019: Electric Mountain Festival 13.04. - 18.04.2020: Sölden & Obergurgl-Hochgurgl: Audi Nines. Bergbahnen, Tel.: +43 (0)52 54 / 508-0 Ötztal Tourismus, 6450 Sölden, Tel.: +43 (0)57 200 200

Hotel: Vamed Hospitality World AquaDome Längenfeld Seite 428, 427, Gletscher: HÜTTE: S'Finale Seite Seite 230,404, Gletscher SeiteSeite Restaurant: 226,400 Restaurant Seite 394, Hall of Fame Seite 241,

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Naomi Campell eröffnete 007 Elements oberhalb von Sölden

können – speziell bei Start des Skischulbetriebs – ist ein kleiner Nachteil. Übrigens besser den rechten Sessellift benutzen. Den Berg zeichnen insgesamt weite, familienfreundliche Hänge aus, doch auch der Snowpark und mehrere Race-Strecken sind hier zu finden. Richtung Rettenbachtal sind die Buckelpiste und die Freerideroute. DER DREITAUSENDER begeistert durch den vielleicht größten Höhenunterschied, der auf einer österreichischen Abfahrt ohne Ziehwege, also „in einem Zug“ bewältigt werden kann. Wenn man kann. Denn natürlich verlangen 1.700 Höhenmeter auch ordentlich Kraft ab. Um so mehr, als diese Fahrt meist den Tagesabschluss bildet. Natürlich kann man auch ab der Plattform Schwarze Schneid (3.340 m) 1.970 Höhenmeter respektive

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15 Kilometer ins Tal kurven, doch ist der Abschnitt vom Gletscherparkplatz bis zur Mautstelle wenig attraktiv. Wobei dieser traumhafte Skiberg nicht nur endlose Abfahrten und Pisten unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade bietet. Es sind gerade manche Rinnen, die Skifreaks noch aus der Reserve locken. Die Begleitung eines Skilehrers sei hier angeraten. Doch selbst diese kennen nicht jeden Stein, der sich unter einer zu Saisonbeginn noch dünnen Schneedecke versteckt, wie sich im Selbstversuch zeigte. Wer doch lieber auf der Piste bleibt, erfreut sich an der noch neuen Wasserkarbahn. Durch die Verlegung der Talstation wurde die schwarze Abfahrt auf knapp eineinhalb Kilometer verlängert. Die Qualitäten des pisten- und lifttechnisch verbundenen Gletschers sind im Kapitel „Gletscher“ verewigt.

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Stubaital Sportlich familiär Schlick 2000, elfer, serles lifte. Während der Stubaier Gletscher in jedes Skifahrerhirn und -herz eingebrannt ist, dürfen die kleineren Skigebiete des Stubaitals eher als Geheimtipps gelten. Oft kommen sie erst zum Zug, wenn es in den Gletscherregionen zu stürmisch zugeht. Manchmal werden sie aber auch genutzt, wenn sich die 30 Kilometer von der Ausfahrt der Brennerautobahn bis zur Gletscherbahn an Wochenenden zu sehr ziehen. Ins Stubaital kommend geht es relativ bald rechter Hand über Telfes zur Talstation der wirklich leistungsstarken Gondel in die Schlick 2000. Im Vorjahr hat man sich in Fulpmes nun entschlossen, das Glück in die eigene Hand zu nehmen und kräftig zu investieren. 4er- Panoramasesselbahn aufs Kreuzjoch und dazu die neue schwarze Piste „Panoramaschuss“ und die rote „Hohes Laub-Abfahrt“. Neue Pisten sind selten geworden – und es wird spannend, sie diesen Winter erstmals zu erfahren. Die ausgebaute Beschneiung kommt dabei nicht nur diesen frischen Runs zugute, sondern auch den Pisten 2, 3a, 4a und 4c der Schlick 2000. Somit ist auch die äußerste Piste, die am nächsten an die Kalkkögl heranführt, nicht mehr „Natur pur“. Wobei das Naturerlebnis der 4c aufgrund der steilen Wände weiterhin 1a sein wird. Und sie ist übrigens auch für weniger Wagemutige gut geeignet. Unverändert bieten Abfahrten in der Schlick nur wenig Höhenunterschied, sind aber durchaus abwechslungsreich. Nur die phasenweise ultraflache Talabfahrt sollten Snowboarder eher meiden. Wie ohnehin die skifahrerischen Herausforderungen der Schlick abseits der Pisten zu finden sind. Die Skiroute 1 vom Kreuzjoch bis zur Schlicker Alm ist Ski Guide Austria 2020

auf diesem Sektor die klare Nummer eins, wobei hier je nach Schneelage mehrere Varianten zu erproben sind. Das besondere der Schlick 2000 ist dabei die auffällige Schneesicherheit. Das liegt auch daran, dass bis Mitte Jänner die Sonne selbst mittags nicht die Gipfel überwindet und die Hänge nordseitig liegen. Schade ist nur, dass der Schatten auch die Hütten trifft, dafür sind sie innen beziehungsweise kulinarisch erfreulich. Etwa die Galtalm, erreichbar durch den Wald, aber auch mit einem regelmäßig halbstündigen Ratracservice ab 11.30 Uhr. Direkt an der wunderschönen Felspyramide Serles, bei Mieders, dem ersten Ort im Stubaital, findet man ein äußerst überschaubares Skigebiet, das auch in Eigeneinschätzung in erster Linie für Anfänger und Wiedereinsteiger geeignet ist. Auf der schattigeren linken Talseite sind die Serles- und Elferlifte beliebte Ausgangspunkte für hochalpine Skitouren, bieten aber auch steile Talfahrten und oben eher Übungspisten. Abseits locken im Stubaital als nicht minder sportliches Après-Ski, insgesamt zwölf bis zu acht Kilometer lange Rodelbahnen. Mit Stadtanschluss: Wer den Ski plus City Pass erwirbt, hat ab diesem Winter eine – angeblich – weltweit einmalige Urlaubskombi: Der Pass gilt zwischen 1. Oktober 2019 und 10. Mai 2020 nicht nur in den Stubaier und vielen weiteren Skigebieten, sondern er ermöglicht den Besuch von 22 Sehenswürdigkeiten in und um Innsbruck. Darunter die Kristallwelten, die Hofburg, der Alpenzoo und die Berg Isel-Sprungschanze. www.derskiguide.at


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1

STUBAIER GLETSCHER

Schaufelspitze 3.333 m

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PFAFFENHOFEN 642 m OBERHOFEN 622 m FLAURLING

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Afling

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VÖLS

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685 m

RANGGEN

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RIETZ

Erwachsen/Adult

Erwachsen/Adult

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MÖTZ Mötz-Fernpaß

STAMS

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01.10.2019

Olympia World Innsbruck

Kinderland Grünberg

654 m

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812 m

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Imst / Arlberg Zürich / Paris / Frankfurt

POLLING

Itzlranggen

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Station Alpenzoo

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654 m

Rosskogelhütte

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SELLRAIN

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Rosskogel 2.646 m

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SKI plus CITY Pass 3 Tage/Days

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Pirchkogel 2.828 m

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01.10.2019 | 09:11 =01-0998-31-89847

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Rausch / Lizum 1600

Knoten Zirl-Ost

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Haggen ST. SIGMUND 1.646 m

Bergheim Fotsch

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Natterer See

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Hochalterbahn

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Brandjochspitze 2.599 m

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Zirlerberg

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NORDKETTE Restaurant Hafelekar Hafelekar 2.334 m

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Restaurant Seegrube

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stubaital (mit Stubaier gletscher, schlick 2000, elferlifte, serlesbahn) Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise

Ermässigungen Loipen DIE STEILSTE PISTE Tiefschnee Besonderheiten Topevent(s) der Saison

Infotelefon Tourismusverband

Pisten von 1.000 bis 3.210 Meter Seehöhe Gesamt 110 km / Leicht 57,2 km / Mittel 41,3 km / Schwer 11,5 km Gesamtzahl 45, 62.928 Personen Stubaier Gletscher (Neustift), Schlick 2000 (Fulpmes), Serles (Mieders) Elfer (Neustift) Stubaier Gletscher: (HS/Erw/J/Kd/S) Euro 50,- / 32,50 / 25,- / 40,Schlick 2000: (HS/Erw/J/Kd/S) Euro 40,50 / 28,40 / 20,70 / 34,40 Serlesbahnen: (HS/Erw/J/Kd/S) Euro 32,- / 24,- / 16,- / 27,50 Elferbahnen: (HS/Erw/J/Kd/S) Euro 31,50 / 23,60 / 15,80 / 26,80 NEU: Ski plus City Stubai-Innsbruck 6 Tage Skipass: (HS/Erw/J/Kd/S) Euro 268,- / 188,- / 134,- / 228,Kinder bis 10 J. fahren in Begleitung eines zahlenden Elternteils am Gletscher gratis, sonst bis 8 Jahre. 15 - 18 J. Jugendtarif, Senioren ab 65 J., ab 80 J. frei Gesamt 62 km, Classic 31 km, Skating 312 km Daunhill (Stubaier Gletscher) ca. 60 % Gefälle Powder Department am Gletscher, Varianten Schlick, GPS Tracks, Checkpoints. BIG Family Slopestyle Gamsgarten, BIG Family Slalom, Funlslope, Boardercross, BullyReiten jeden Dienstag alles am Stubaier Gletscher. Schlick 2000: Längste beschneite Talabfahrt im Stubaital (3 km), BIG Ron’s Kinderland mit 4 Förderbändern. 20.11. - 23.11.2019: FIS Freeski Weltcup am Stubaier Gletscher 18.01.2020: 5. Rodel Testival bei den Elferbahnen Neustift 13.03. - 15.03.2020: SKI & BBQ SCHLICK 2000 – STUBAI WINTER BBQ CHAMPIONSHIP 2020 Schlick, Tel.: +43 (0)52 25 / 62 321, Serles, Tel.: +43 (0)52 25 / 62 77 60, 11er Neustift, Tel.: +43 (0)52 26 / 22 70, Gletscher Tel.: +43 (0)52 26 / 81 41 345 6167 Neustift, Stubaitalhaus Dorf 3, Tel.: +43 (0)50 18 810

Gletscher: Seite 232, Funpark: Seite 261, Rodeln: Seite 277, Restaurant: Seite 400

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2020 Ski Guide Austria


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SKIGEBIETE Tirol

Innsbruck Ski urban mit neuem Kulturzuckerl Olympisch war Innsbruck zwei Mal. Diesen Winter starten bei den erste Winter World Master Games vermutlich der oder die eine oder andere „Senior/ in“, welche einst bei Olympia aktiv war. Olympisch bleibt jedenfalls das Prinzip des „Dabei sein ist alles“. Denn heute sind schon 25 Dörfer der näheren und weiteren Umgebung unter dem Dach Innsbruck versammelt. Darunter das 2.000 Meter hochgelegene Kühtai. Über die gemeinsame Liftkarte sind unter anderem die Axamer Lizum und auch der Glungezer bei Tulfes mit Innsbruck verbunden, wo im Vorjahr der uralte Sessellift durch eine 10er-Umlaufseilbahn ersetzt wurde. Die Neuigkeit dieses Jahres ist eindeutig die angebliche Weltneuheit des Ski plus City Passes. Das ab zwei Tagen erhältliche Ticket inkludiert nicht nur die Skigebiete, sondern den Besuch von 22 Sehenswürdigkeiten in und um Innsbruck. Darunter die Kristallwelten in Wattens, die Hofburg, den Alpenzoo und die Berg Isel-Sprungschanze. Von den Skigebieten aus wirkt Innsbruck fern, doch auch mitten im Zentrum von Innsbruck kann man Menschen in Skischuhen antreffen. Und Studenten, die mit Ski oder Board keck am Rücken, zur Talstation radeln. So ragt die Nordkette unmittelbar vom Inn steil auf. Es ist für Touristen ebenso wie für Einheimische ein erhebendes Gefühl, vom Hafelekar 1.600 Meter hinunter in die Altstadt zu blicken und man befindet sich noch immer auf Innsbrucker Stadtgebiet. Wobei im Winter oben nur wenige internationale Gäste gesichtet werden. Die meisten begnügen sich mit dem Bummel durch die historische Altstadt, Ski Guide Austria 2020

ihnen reichen die Berge als Kulisse. Andererseits reisen manche Spezialisten extra von weit an, um sich in der legendären Karrinne am Hafelekar ihren Adrenalinstoß zu holen. Diesen garantiert um so mehr die „Direkte“ unter der Seilbahn. Boarderjumps bieten Foto- und Videomotive der Extraklasse. Abgesehen davon ist das durch die architektonisch beeindruckende Bahn von Zara Hadid erschlossene Skigebiet schlicht. mit dem Patscherkofel startete zuletzt das zweite Stadtskigebiet durch. Eine barrierefreie 10erEinseilumlaufbahn ersetzte die vier bisherigen Liftanlagen. Nun sind alle Skipisten am Berg mit der neuen Einseilumlaufbahn erreichbar. Allerdings nicht mehr zentral von Igls aus. Der „Kofel“ bleibt trotz häufigem Föhns ein bestens präparierter Hausberg vieler Innsbrucker. Noch mehr gilt das für die Axamer Lizum (ab 1.500 m). Die Lizum ist ein durchaus anspruchsvolles Gebiet, mit mehreren Powder-Varianten. Kein Zufall ist, dass hier das moderne Ausbildungszentrum von Snowsport Tirol steht. Wo man sich als Gast auch einmieten kann (Lizum 1.600 m). Unter den Kalkkögeln sind die Pisten vom Hoadl meist knackig, vor allem die Herrenabfahrt von oben gesehen links. Insgesamt überwiegt ein carverfreundliches Umfeld, etwa auf der Pleissen. Stark genutzt sind auch der weite Funpark und die familienfreundliche Funslope. Sonnseitig nagt am Birgitzköpfllift die Zeit. Es wäre schade um die steile Buckelpiste und die mögliche Talabfahrt nach Götzens. Nach einem Ziehweg stößt man da auf die Gondelbahn, die bereits zum Familienskigebiet Mutterer Alm gehört. www.derskiguide.at


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TIROL

SKIGEBIETE tirol

innsbruck und 25 feriendörfer Höhenlage Pistenkilometer Lifte Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen Loipen DIE STEILSTE PISTE Tiefschnee Besonderheiten Topevent(s) der Saison Infotelefone

Tourismusverband

Pisten von 800 bis 3.210 Meter Seehöhe (Stubaier Gletscher) Gesamt 300 km / Leicht 104 km / Mittel 148 km / Schwer 48 km Gesamtzahl 90 9 Skigebiete der Olympia SkiWorld Innsbruck – dazu zählen Nordkette, Patscherkofel, Axamer Lizum, Muttereralm, Kühtai, Rangger Köpfl, Glungezer, sowie Stubaier Gletscher, Schlick 2000; alle Angaben inklusive Stubaier Gletscher + Schlick (Kartenverbund). Tageskarten unterschiedliche Preise. 2-Tages-Karten SkiplusCity (HS/Erw/J/Kd) Euro 111,- / 78,- /55,6-Tage-Pass SkiplusCity (HS/Erw/J/Kd) Euro 268,- / 188,- / 134,Jugendliche JG 2000-2004, Kinder JG 2005 - 2011. Senioren JG 1941 bis 1955: ca. 15% Ermäßigung, Senioren 80+: Jg. 1940 und älter Kinderpreis. Gesamt 191 km, Classic 105 km, Skating 86 km Karrinne (Hafelekar, Innsbruck Nordkette) 70 % Gefälle Zahlreiche Touren. Etwa im Sellrain auf den Lüsenser Fernerkogel (3.298 m), spez. Skitourenweg Lampsenspitze Praxmar (mit Lawineninfotafeln). Axamer Lizum Freeride-Festival. Snowboard (Parks & Halfpipes): Nordkette Skylinepark, Snowpark Axamer Lizum, Snowboard Funpark Kühtai. Mehr als 90 km Rodelbahnen, Nachtrodeln Rangger Köpfl, Axams, Kühtai, Gästebob Igls. Erste Spur/First Track: Muttereralm und Axamer Lizum 03.01. - 04.01.2020: Vierschanzentournee 2020 10.01. - 19.01.2020: Erste Winter World Master Games Nordkette, Tel.: +43 (0)512 / 29 33 44; Patscherkofel, Tel.: +43 (0)512 377 234; Glungezer, Tel.: +43 (0)5223 78 321; Kühtai, Tel.: +43 (0)52 39 / 52 84, Axamer Lizum, Tel.: +43 (0)52 34 / 68 240, Muttereralm, Tel.: +43 (0)512 / 54 83 30; Rangger Köpfl, Tel.: +43 (0)52 32 / 81 505 Innsbruck & Feriendörfer, 6020 Innsbruck, Burggraben 3, Tel.: +43 (0)512 / 59 850

Hotel: Austria Trend Hotel Congress Seite 428

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SKIGEBIETE Tirol

Seefeld Gepflegte Runden Nordischer Wintersport steht am auf 1.200 Meter gelegene Plateau Jahr für Jahr im Mittelpunkt. Nach den Nordische Skiweltmeisterschaften im Vorjahr werden sich im Jänner die „Oldies“ zu den Winter World Master Games treffen. Doch bei diesen enormen Loipenkapazitäten ist mehr als genug Platz für jeden. Als beliebtes Trainingszentrum testen hier im Winter auch häufig die erfolgsverwöhnten „heimischen Adler“, ebenso wie ihre Kollegen aus den Nachbarländern. Bewundern kann man sie nur erstmals auch vom WM-Turm aus, der einem verglasten Jägerstand ähnelt. Stars der Langlauf- und Biathlonszene sind hier ohnehin Dauergäste und an ihrem atemberaubenden Loipenspeed erkennbar. Doch für die meisten anderen Besucher spielt sich die sportliche Hauptbetätigung beim Ausgangspunkt der Langlaufloipen im Stadion ab. Dass bei diesem Angebot, das neben den immer bestens präparierten Loipen zahlreiche Infrastrukturen umfasst, kassiert wird, ist klar. Günstiger kommt's, wenn man in der Region übernachtet. Tagesgäste sollten aber auf alle Fälle die Gebühr vorher in den Büros entrichten, sonst wird es wirklich teuer. Alltäglich schwärmen Heerscharen von Läufern aus, um die unübersehbaren Loipen bis ins anschließende Leutaschtal zu bewältigen. Dank „Snow Farming“ (5.000 m3 Altschnee) und Beschneiung ist der frühe Saisonstart abgesichert. ein Gesellschaftliches Zentrum wie Seefeld muss nicht mit schroffen Abfahrten protzen. Was nicht heißen soll, dass es keine Pisten geben würde. Gäste, denen eine „Rote“ schon maximale Herausforderung bedeutet, kommen auf ihre Ski Guide Austria 2020

Rechnung. So herrscht zu Wochenbeginn äußerst reges Treiben an der Talstation Rosshütte-Bahn, wo Sportis Kinderland auf 20.000 m2 (mit seperater Kartenkontrolle) ein perfektes Anfängergelände bietet. Eine echte Rarität. Action kann man im Skigebiet Rosshütte/Härmelekopf finden, wo der Funpark weiter aufgewertet wurde. Die Absprunghöhen in das luftgefüllte Landing-Pad erreichen zwischen fünf und neun Meter! Aber nicht jeder braucht Action pur, Anfängern reicht manchmal schon Minigefälle, um Schweißtropfen auf der Stirn stehen zu lassen. Alpine und Boarder mit sportlich höheren Ansprüchen tummeln sich speziell am Härmelekopf und unterhalb des Seefelder Jochs auf durchaus harten Pisten. Geschichte ist nun die nostalgische Gondelauffahrt auf das Seefelder Joch, die neue Bahn sollte zu Saisonstart fertig sein. Ein eigener „Gupf“ am anderen Ortsende ist der nordöstlich ausgerichtete Gschwandtkopf, nun mit verbesserter Beschneiungsanlage. Nach der Rast auf der Ötzihütte oder Sonnenalm geht es zum breiten Hang und wieder einige 100 Meter über die perfekt beschneite und präparierte Piste ins Tal. Doch viele genieSSen einfach die Winterromantik in der Fußgängerzone und rund ums Seefelder Kirchl, wo in Blickrichtung auf die Nordischen Skiweltmeisterschaften nun ein kleiner Teich für die Medal Plaza angelegt wurde. Ein zweite Besonderheit ist die gepflegte Hotellerie im Luxussegment. Und wer's weniger mondän liebt, nimmt im benachbarten Leutasch Quartier, während in Seefeld abends das Casino nie vergeblich auf Glücksritter wartet. www.derskiguide.at


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SKIGEBIETE tirol

seefeld mit leutasch Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise Ermässigungen Loipen Tiefschnee Besonderheiten

Topevent(s) der Saison Infotelefon & Tourismusverband

Pisten von 1.000 bis 2.100 Meter Seehöhe Gesamt 34 km / Leicht 22 km / Mittel 9 km / Schwer 3 km Gesamtzahl 37, 34.100 Personen Ski Arena Seefeld (Rosshütte mit Härmelekopf, Gschwandtkopflifte, Geigenbühel/Birkenlift, Bergbahn Leutasch, Schlepplift Neuleutasch, Brandlift Scharnitz). Happy-Ski-Card: Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 47,- / 45,- / 33,50 Happy-Ski-Card 6-Tages-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 245,- / 225,50 / 147,Kinder bis 4 Jahre gratis, 5-Jährige, die am Skikurs teilnehmen, erhalten die vergünstigte „Schneemannkarte“, Kinder bis 15, Jugendtarif für 16 - 18 jährige. Gratis-Nutzung des regionalen Busnetzes. Gesamt 246,5 km, Classic 134,4 km, Skating 112,1 km Loipengebühr pro Tag mit Gästekarte Euro 7,-, ohne 11,- (Vorverkauf auf der Loipe 20 Euro). Bis 15 Jahre frei. Jahresticket Euro 110, bzw. 160,- (ab 1.12.). Inkl. Bahn, Bus uvm. Tour Rauthhütte, Scharnitzer „Köpfe“ (450 bis 800 hm), Tour über die Scharnitzer „Köpfe“: (Mühlberg, Mittagkopf, Zäunlkopf), Freitag: Tourengeher Abend Rosshütte. Neu ist die Aussichtsplattform WM-Turm. Birkys Zauberland mit Zauberteppich, Förderband für Kinder und Wiedereinsteiger, Kinderanimation mit Disco, Snowtubing Anlage. Nachtski (4x/Wo), Nachtlanglauf täglich (Seefeld + Leutasch!), Sportis Kinderland: 20.000 m2 Skiareal für Anfänger, Funpark „Crazy Hole“, mit Freestyle Landing Bag. BMW xDrive Cup mit Skimovie. Gästebiathlon, Snowtubing. Schlittenhunde Workshops. 18.01.2020 : Seefelder Schneefest mit Schneeskulpturen 31.01. - 02.02.2020: Seefeld Nordic Combined Triple (Weltcup Nordische Kombination) 29.02. - 01.03.2020: 50. Euroloppet Ganghofer- und Mini-Ganghoferlauf – Leutasch Tourismusverband Olympiaregion Seefeld, Heilbadstr. 827, 6100 Seefeld, Tel.: +43 (0)50 88 00

HOTEL: Krumer's Alpin Seefeld Seite 429, Langlauf: Seite 271

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SKIGEBIETE Tirol

Achensee Naturgenuss mit Fjord-Touch Drei mittelgroSSe Skigebiete ab 1.000 Meter Seehöhe die unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden. Dazu noch ein paar kleinere Schlepplifte zwischen den teils schroffen Bergen des Rofan – alles zusammen bildet ein abgeschlossenes, doch leicht erreichbares Winterziel. „Seehöhe“ ist im Falle des Achensees die pure Wahrheit. Der Fjordsee verbreitet dabei oft frostige Temperaturen, was zur mentalen Verbindung mit nördlicheren Regionen beiträgt. Aber es ist nicht minder das sportliche Ambiente, das passt. Sommer wie Winter sind hier Sportextremisten zu bewundern, die sich bevorzugt in Ausdauersportarten messen. Oder zu Silvester in den See springen. Da kann man nur staunend zusehen. Sonst steht auch beim Gast Aktivität im Vordergrund. Fünf Orte zählen zur Region: Steinberg und das schon im Inntal befindliche Wiesing liegen abseits. Das Interesse konzentriert sich auf Achenkirch, Maurach und Pertisau, wo auch die meisten und komfortabelsten Hotels zu finden sind. Denn im Vordergrund steht die ausgezeichnete Hotellerie, die Wintersportorte selbst dürfen sich mit den Attributen überschaubar und – anders als im Hochsommer – ruhig schmücken. Die Ortsteile liegen teilweise weit auseinander. So stehen in Achenkirch um die Kirche kaum Häuser, vielmehr hat sich bei der Talstation des ChristlumSkigebiets schon ein zweites Zentrum gebildet. Noch recht neu ist der Ortovox Tourenlehrpfad Rofan in Maurach. An sieben Stationen wird über korrektes alpines Verhalten und den Umgang mit LVS-Gerät, Schaufel und Sonde informiert. Ski Guide Austria 2020

Er zielt nicht nur auf Skitourengeher ab, sondern auch auf Schneeschuhwanderer. Auf rund 2 km, 200 Höhenmetern und mit 7 großen Schautafeln bewegt man sich auf sicheren Pfaden durchs Rofan. Die Christlum bietet die größte Auswahl unter den drei Skigebieten. Anfängertaugliche gleichmäßige Pisten bestimmen das Bild und erweisen sich als ideal für Familien mit jüngeren Kindern. Fast unauffällig schmuggeln sich im Gföllalmgraben zwei durchaus „schwarze“ Schneisen ein. Halfpipe, Boardercross und die beleuchtete Rodelbahn komplettieren die Christlum. Von Pertisau aus schwebt man mit der Karwendelbahn auf den Zwölferkopf, die Abfahrten führen etwas versteckt weit außen über Skiwege zu Tal. Oben können im eher leichten Gelände Schlepplifte genutzt werden. Für abenteuerlichen fun steht die Rofanbahn von Maurach. Dort gibt’s nicht nur einige Pisten und Wanderwege, sondern auch den Skyglider „AirRofan“ an der Bergstation. Wie von Adlerschwingen getragen fällt der Blick ins Tal, während man 200 Meter in die Höhe Richtung Gschöllkopf gezogen wird. Mit 85 km/h geht’s dann eiligst retour. Action verspricht auch die Snowkiteschule. Um sich richtig auszupowern, greift man eher zu Langlaufskiern. Die Loipen bis hinauf ins beschauliche Steinberg sind top. Für barrierefreien Langlauf wurde die Beschilderung entsprechend präparierter Loipen mit Schlittenlanglauf-Aufklebern ergänzt. www.derskiguide.at


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SKIGEBIETE tirol

achensee (Pertisau, maurach, Achenkirch, STeinberg) Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise Ermässigungen Loipen Tiefschnee Besonderheiten Topevent(s) der Saison

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Pisten von 930 bis 1.900 Meter Seehöhe Gesamt 53 km / Leicht 16 km / Mittel 30 km / Schwer 7 km Gesamtanzahl 30 (inkl. Förderbändern + Babyliften), Gesamt: 13.540 Personen Christlum (Achenkirch), Karwendelbahn, Planberg- und Wiesenlife (Pertisau), Rofan (Maurach), Rofanlifte (Steinberg) Tageskarte: (HS/Erw/Kd) ab Euro 29,- bis 47,- / 19,50 bis 24,6-Tage-Pass: (HS/Erw/Kd) ab Euro 133,- bis 197,- / 80,- bis 112,Christlum am teuersten, Kleinkinder frei, Rofan Familientageskarten! Gesamt 213,5 km, Classic 110,5 km, Skating 103 km Ortovox Tourenlehrpfad Rofan, Skitour Rofanspitze – über Mauritzalm Hochleger, die Rampe Grubastieg zum Startpunkt Grubascharte (2.012 hm). Nach einer Querung zum Gipfelaufschwung hochalpine Abfahrt bis ins Tal. Christlfunpark – neu errichtet in der Christlum. Schneeschuhwandertour, Snowkite, Langlauf ohne Handicap für Rollifahrer, 5 beleuchtete Rodelbahnen. Skyglider „AirRofan“. 02.03. - 08.03.2020: Achensee Ballontage 23.02.2020: Achensee 3-Täler-Lauf 10.01. - 12.01.2020: Splitboard Festival Hochalmlifte Christlum, Tel.: +43 (0)52 46 / 63 00, Rofanseilbahn, Tel.: +43 (0)52 43 / 52 92, Karwendel-Bergbahn, Tel.: +43 (0)52 43 / 53 26, Achensee Tourismus, Tel.: +43 (0)52 46 / 53 00

HOTEL: Pfandler Seite 429

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SKIGEBIETE Tirol

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Information info point Parkplatz parking lot Parkhaus parking garage Skibus ski bus Restaurant restaurant Gourmet Restaurant gourmet restaurant Flutlicht flood-light Aussichtspunkt viewpoint

Rodelweg toboggan run Funpark / Snowpark funpark / snowpark LVS-Checkpoint LVS-checkpoint Freeride Checkpoint freeride checkpoint Zwergerl Club children´s area Camping camping Schutz Wald protection forest Sportgeschäft sports shop

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ab Dezember ’18

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Gondelbahnen, keine Wartezeit!

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Hochzillertal - Hochfügen - Spieljoch Sport de luxe bei den Ersten im Zillertal ins Zillertal kommend entdeckt man bald nach der Autobahn rechter Hand rasch das Spieljoch, wo in einem wichtigen Erneuerungsschritt die Auffahrt in die Gipfelregionen komfortabler wurde. Mit der 10er-Gondelbahn geht es in Gipfelregionen, wo abwechslungsreiches Terrain für alle Bedürfnisse wartet. Als alternatives Wintervergnügen bietet sich dazu die 5,5 Kilometer lange Rodelbahn an. Verbunden ist man durch einen kurzen Skibustransfer. Künftig soll die Peak-to-Peak-Bahn die Gebiete direkt verknüpfen und zu einem der leistungsstärksten Tirols vereinen. Die weiten Hänge von hochfügen ließen das Überfliegen ohnehin als Fehler erscheinen: Denn dazwischen liegen die feinen Pisten und verführerischen Freeridegebiete von Hochfügen, die natürlich ebenfalls mit der gleichen Liftkarte zu nutzen sind. Ski Guide Austria 2020

Nicht zuletzt die Abfahrten vom Pfaffenbühel sind vom Allerfeinsten. Etwas weiter südlich ist das Hochzillertal ein geniales Gebiet, das neben edlen Gipfelherbergen ab diesem Winter Mountain-ViewApartments außergewöhnlichen Flairs bietet. Die parallel verlaufenden zwei Bahnen stehen für nicht minder komfortablen – und staufreien – Aufstieg in höhere Regionen. Sticht am Spieljoch die längste Talabfahrt des Zillertals ins Auge, fällt es im umfangreichen Gebiet Hochzillertal gar nicht so leicht, einzelne Abfahrten herauszugreifen. Und die Freeride-Möglichkeiten sind auch fast unbegrenzt. Unser Tipp: Die Freeride-Strecke unter dem Sessellift Wedelexpress. Als eine weitere Variante hält man sich von der Bergstation der Neuhüttenbahn links. Oder man nutzt die freitags beleuchtete EberharterGoldpiste zur zügigen Abfahrt ins Tal. www.derskiguide.at

Hochzillertal


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SKIGEBIETE tirol

Spieljoch

Hochfügen Pfaffenbühel 2.431 m

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TIROL

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Kellerjoch 2.344 m

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NICHT GESICHERTE TIEFSCHNEE-VARIANTE! Info: Bergführer Zentrale Tel +43 664 124 00 69

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HOCHZILLERTAL - Hochfügen - SPIELJOCH Pisten von 634 bis 2.054 Meter (Spieljoch), 1.460 bis 2.374 Meter (Hochfügen), 600 Meter bis 2.350 Meter (Hochzillertal) Gesamt 113,7 km / Leicht 32,3 km / Mittel 56,1 km / Schwer 15,7 km / Pistenkilometer Routen 8,1 km / Park 1,5 km Gesamtzahl 49 Lift Hochzillertal, Hochfügen, Spieljochbahn Skigebiet(e) Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 56,- / 45,- / 25,Preise 6-Tages-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 266,50 / 213,- / 120,- (Zillertaler Superskipass) Mit Gästekarte für Erwachsene Euro 55,-; Kinder Jahrgang 2014 und jünger in Begleitung der Eltern ermässigungen frei, Jugend Jg. 2001 - 2004. Gesamt 70 km, Klassisch 37 km, Skating 33 km. Höhenloipen in Hochfügen und im Skigebiet Loipen Hochzillertal auf jeweils 1.800 Meter. Freeride Info Point Hochfügen: „Skifriends“ begleiten die Gäste an 14 Wochenenden kostenlos ins Gelände. Tiefschnee Betterpark Hochzillertal, Fun Slopes in Hochzillertal, Hochfügen & Spieljoch, Rodelbahn Spieljoch, Gästekindergarten in allen 3 Skigebieten, Rennstrecken in allen 3 Skigebieten, ausgezeichnete Besonderheiten Hütten-Kulinarik in allen 3 Skigebieten. Hochfügen: 9 Termine im Winter Snowlicous® mit TV-Koch Alexander Fankhauser, am Prinoth Foodtruck. 14.12. - 15.12.2019: 3. „Ski Food Festival“ 28.03. - 29.03.2020: 57. Seilrennen Events 03.04. - 05.04.2020: Winzer-Wedel Cup auskunftstelefon Hochzillertal, Tel.: +43 (0)52 83 / 28 00, Hochfügen, Tel.: +43 (0)52 88 / 62 319 Tourismusverband Erste Ferienregion im Zillertal, Tel.: +43 (0) 5288 62262 www.best-of-zillertal.at Höhenlage

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SKIGEBIETE Tirol

Zillertal Action im XXL-Format Grösser gehts nimmer wäre man geneigt zu sagen. Und dann belehrt einen alljährlich das Zillertal eines Besseren. So entstand für diesen Winter in Gerlos die 10er-Kabinenbahn „Stuanmandl“ neu. Im touristisch allumfassenden Zillertal reihen sich eben unterschiedliche Skiregionen aneinander, denen eines gemein ist: Es sind keine aus dem Boden gestampften Skistationen, sondern über Jahrzehnte gewachsene Zusammenschlüsse. Selbst der an anderer Stelle beschriebene Hintertuxer Gletscher am Talschluss wurde schon vor einem halben Jahrhundert durch den längsten 1er-Sessellift Österreichs erschlossen. Im Vorwinter sprang Finkenberg in die Zukunft, seither sind die 900 Höhenmeter in sieben Minuten zu bewältigen. Was sich aber nicht mehr geändert hat: Von der Mittelstation gibt es seit wenigen Jahren keine offizielle Abfahrt mehr ins Tal! Zusätzliche Kapazitäten wurden also schon allein deshalb erforderlich, um die Menschen abends wieder in die Hotels zu bringen. Wobei es durch das dichte Liftnetz zwei Möglichkeiten gibt auch von Finkenberg aus ins Zillertal abzufahren. Man schaukelt über den Penken weiter auf den Rastkogel und kommt dort über die Skiroute 75 auf die Eggalm, um die schöne Abfahrt nach Tux-Lanersbach zu nutzen. Oder man landet vom Penken aus talauswärts bei der Talstation der Horbergbahn. Doch auch hier handelt es sich um eine Skiroute (30), womit das riesige Gebiet heute über keine präparierte Piste ins 630 Meter hoch gelegene Tal verfügt. Mayrhofen setzte im Vorwinter seilbahntechnische Akzente. Eine neue 10er-Einseilumlaufbahn wurde am Actionberg Penken eröffnet. Der Lift schloss die Lücke zwischen dem Ortsteil Mösl und der Horbergbahn. Weitere Ski Guide Austria 2020

2,7 Millionen Euro wurden in neue Pistenflächen investiert. Damit konnten zwei zusätzlice Pistenkilometer geschaffen werden. Und die „SkiMovie-Strecke“ veranschaulicht in Mayrhofen, wie man am Ski steht. Sofern man's wissen will. Zusätzlich zum in acht Minuten vom Ort erreichbaren Penken, ist als letzter erschlossener Berg der östlichen Talseite das Ahorn mit einer Großraumgondel rasch erreichbar. Oben regieren einfache Pisten sowie White Lounge und Funslope. Dazu wird ein Winterwanderweg bei der Aussichtsplattform präpariert. Dem gegenüber ist die schattige Talabfahrt durchaus fordernd. Sie kommt beim Event Rise & Fall zu Rennehren, während die neue permanente Slalom- und Riesenslalomstrecke mit Zeitnehmung den Horberg belebt. In den oberen regionen warten dafür Pisten in unendlicher Breite und auch machen Off-Piste-Freuden, etwa bei der Lämmerbichlbahn am Rastkogl. Einen bemerkenswerten Kontrapunkt setzte vor drei Jahren Zell am Ziller, wo neu eine 1.930 Höhenmeter überwindende, teilweise schwarz markierte Abfahrt in den Ort realisiert wurde. Den Startpunkt markiert der Übergang zur malerischen Wilden Krimml und schließlich auf den Gerlospass. Von dort reicht die Skischaukel bis in den Salzburger Pinzgau nach Königsleiten. Hochzillertal-Hochfügen-spieljoch ist die allmählich zusammenwachsende erste Skiregion im Zillertal. Mit rasanten Liften, die Gäste von Kaltenbach und nun auch Hart/Fügen aus, in schneesichere Höhen hieven. Zwischen diesen Eckpunkten liegt das auch über eine Straße erreichbare Hochfügen. Details zur Region sind auf den beiden vorhergehenden Seiten zu finden. www.derskiguide.at


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SKIGEBIETE tirol

Olperer 3476 m

Gr.. Löf Gr Löffler fler 3376 m

Wollbachspitze 3210 m

Reichenspitze 3303 m

Gefrorene ene W Wandspitz andspitze 3286 m

Hochfeiler 3510 m

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Grüblspitz 2395 m

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Lattenalm

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Wanglspitz 2420 m

Horbergkarspitz 2278 m Horbergjoch 2590 m

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Rastkogel 2761 m

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Ramsau Schwendau

Hainzenberg

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Penkenjoch 2095 m

Mayrhofen Gschössberg 1800 m

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Königsleitenspitze 2315 m

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Finkenberg

Gerlossteinwand 2166 m

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Gerentberg 1930 m

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Zell am Ziller

Rosenalm Rosenal 1744 m

Marchkopf 2499 m

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Hochzillertal

Katzenkopf 2539 m

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Gilfert 2508 m

Wetterkreuzspitze 2254 m

Marendalm Gr. Galtenberg Gr 2425 m

Bergstation 1800 m

Stummerberg Gamskopf Kuhmesser

© IG der Zillertaler Seilbahnen

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Kellerjoch 2344 m

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Spieljoch 1920 m

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Hintertux, mayrhofen, zillertal Arena mit Gerlos, Hochzillertal Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise Ermässigungen Loipen Die steilste piste Tiefschnee Besonderheiten

Topevent(s) der Saison Auskunftstelefone

Tourismusverband

Pisten von 580 bis 3.250 Meter Seehöhe Gesamt 535 km / Leicht 167 km / Mittel 276 km / Schwer 52 km Skirouten 34 km / Park 5 km Gesamtzahl 179, 316.190 Personen 4 Großraumskigebiete: Erste Ferienregion im Zillertal Hochzillertal, Hochfügen, Spieljoch. Zillertal Arena-Zell, Gerlos, Königsleiten, Hochkrimml. Skiregion Mayrhofen. Zillertal 3000. Tageskarten je Skigebiet unterschiedlich ab Euro 54,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 266,50 / 213,- / 120,- (Zillertaler SuperSkipass) Zillertaler Superskipass von 2 bis 21 Tagen, Kinder Jg. 2005 - 2013, Jugend Jg. 2001 - 2004. Gesamt 125 km Harakiri Mayrhofen 78% Gefälle Kleegrube - Hintertux, „Superbowl“, Hochfügen. Isskogel. Großes Horbergtal Mayrhofen. 11 Funlines, 8 Snow- und Funparks, 7 Ski-Movie-Strecken, 7 Speed-Check-Strecken, 10 Fotopoints, Moonlight Skiing + Dinner und Good Morning Skiing in der Zillertal Arena, Nachtskilauf in Hochzillertal, Canyon of Joy – Halfpipe in Hochfügen, Hainzenberg 7 km beleuchtet, Iglu Dorf White Longe. 14.12.2019: Rise & Fall Mayrhofen 14.12. - 15.12.2019: 3. „Ski Food Festival“ Hochzillertal 26.03.2020: DJ Ötzi Gipfeltour Hintertux Eggalmbahnen, Tel.: +43 (0)52 87 / 87 246, Finkenberg Almbahn, Tel.: +43 (0)52 85 / 62 196, Mayrhofner Bergbahn, Tel.: +43 (0)52 85 / 62 277, Rastkogelbahn, Tel.: +43 (0)52 87 / 87 510, Zillertal Arena, Tel.: +43/(0)5282/7165-226, Spieljochbahn, Tel.: +43 (0)5288 62991, Hochfügen, Tel.: +43 (0) 5280 204, Hochzillertal Tel: +43 / 5283 / 2800 Zillertal Tourismus, 6262 Schlitters, Tel.: +43 (0)52 88 / 87 187

Hotels: Landhaus Zillertal, MayrhofenSeite 430, Schlosshotel: Seite 412, Gletscher: Seite 234, Skitour: Seite 296, Funpark: Seite 261, Rodeln: Seite 276, Jedermannrennen: Seite 308, Restaurant: Seite 400 + 401

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TIROL

Wildkarspitze 3073 m


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Alpbachtal - Wildschönau Ein natürliches (Ski)Juwel Dem geheimtipp ist diese Tiroler Skischaukel schon jüngst entwachsen. Wobei die beiden Täler – das Alpbachtal, ebenso wie die Wildschönau – mit ihren typischen Dörfen den geheimnisvollen Charakter bewahren konnten. In Sachen Ski Juwel wird aber weiterhin eifrig am Feinschliff poliert. Für den aktuellen Winter wurde das letzte historische Stück unter den sonst modernen Liften verabschiedet: Die 4er-Gondeln der Schatzbergbahn aus 1984 erhalten ihren Platz im Museum, die neue 8er-Einseilumlaufbahn erhöht die Kapazität um mehr als die Hälfte. Und verdoppelt den Komfort. Inklusive der Erneuerung der Schatzbergalm wurden 18 Millionen Euro investiert. Am Schatzberg-Gipfel öffnet sich dem Skiläufer ein weites Feld. Von oben gesehen rechts erschließen zwei neue Sessellifte mehrere Geländekammern. Spezialisten gehen oder gleiten noch weiter hinaus Richtung Joel, der kleine Hügel dazwischen heißt Gern. Von dort kann man durch den Tiefschnee schwingen, ein Ziehweg führt auf die Piste zurück. Die Fahrt vom Schatzberg nach Auffach gerät gerne zum Speedcarving. Immer wieder locken Hütten. Viele davon wirken authentisch. Statt Wettrüsten bei den Liften entstehen „Aufenthaltszonen“: Hütten, Terrassen, aber auch einer der spannendsten Funparks, ein perfekt positionierter Fotopoint und die bestens gepflegte Race’n’ Boarder-Rennstrecke. In der Wildschönau sind abseits der Skischaukel noch Oberau mit Nachtskilauf und seiner beliebten Nachtrodelbahn, sowie Niederau mit naturnaher „Schwarzer“ und ebenfalls aufregender Rodelbahn zu finden. Einziger Nachteil des Zusammenschlusses: Für den letzte Abschnitt konnte keine Piste geschaffen werden, ab der Mitte geht‘s mit der Gondel nach Alpbach. Ski Guide Austria 2020

Am Wiedersbergerhorn warten sportliche Pisten für die ganze Familie inkl. einer Speed-CheckStrecke und einem Snowpark sowie Familypark. Am Eingang ins Alpbachtal gibt es am Reither Kogel familientaugliche Pisten. In der Skischaukel selbst ist der Gmahkopf besonders familientauglich. Funktioniert auch die Talabfahrt – und das ist meist der Fall – können daraus ordentlich fordernde 1.000 Höhenmeter werden. Rasantere orientieren sich gerne am Wiedersbergerhorn, um sich zumindest ein bis zwei Mal pro Tag über die Route 66 nach Inneralpbach zu stürzen. Wie Schwünge auf den unterschiedlichsten Hängen der beiden Täler belegen: Die regelmäßig verbesserten Beschneiungsanlagen leisten ganze Arbeit. Obwohl sich schon zuvor auf den Grasbergen ein Phänomen zeigte: Die Pisten waren selbst zu Saisonschluss in wesentlich besserem Zustand, als in manch höher gelegenen Regionen. Eine Besonderheit stellt auch die Piste unter der Verbindungsbahn (13) dar. Sie ist durchaus „Hardcore“. Nämlich fast die einzige Piste im gesamten Gebiet, die beschneit und nordwestlich ausgerichtet ist. Speziell für familien ist der „Alpbachtaler Lauser Sauser“. Er startet ganzjährig von der Bergstation. Auf einem Kilometer werden mit 40 km/h Spitzengeschwindigkeit 134 Höhenmeter bewältigt. Dabei bereitet Österreichs höchster Kreisel von 18 Metern und tolle Jumps, Lausern jeden Alters Spaß. Ruhesuchende erfreuen die hoch gelegenen Winterwanderwege, Kinder zieht es ins „Juppi Doo“ Kinderparadies. www.derskiguide.at


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© Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau

TIROL

SKIGEBIETE tirol

Alpbachtal - Wildschönau Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e)

Pisten von 703 bis 2.025 Meter Seehöhe Gesamt 109 km / Leicht 26 km / Mittel 70 km / Schwer 13 km / Pistenfläche 326 ha Gesamtzahl 45, ca. 54.000 Personen Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau (Wiedersbergerhorn, Schatzberg, Markbachjoch, Oberau, Reither Kogel, Kramsach) Preise Tageskarte (Erw/J/Kd) Euro 49,- / 39,50 / 24,50 6-Tage-Pass (Erw/J/Kd) Euro 245,50 / 196,50 / 123,ermässigungen Kinder Jg. 2004 bis 2014, Jugend Jg. 2001 bis 2003. Loipen 100 km Alpbachtal, 50 km Wildschönau (Top: Luegergraben, Schönanger Höhenloipe!). Tiefschnee Freeride Top Zone Wiedersbergerhorn Richtung Greitergraben, Niederau Markbachjoch Lanerköpfl. Ab Schönangeralm Breitegg und Lämpersberg (Wildschönau). Besonderheiten Nachtskilauf (6 km beleuchtet) und Skitourengeherabend am Reither Kogel. 2 Snowparks, 1 Familypark, Race‘n‘Boarder-Arena mit Carving & Speed Track. Mehrere Kinderareale. First Line am Wiedersbergerhorn. Alpbachtaler Lauser-Sauser, Pistenraupen Co-Pilot, Rodelbahn Schatzberg. Topevent(s) der Saison 13.12. - 15.12.2019: Ski Juwel Opening 01.01.2020: Klangfeuerwerk 08.02.2020: Open Faces Alpbachtal auskunftstelefon Tourismusverband

Alpbacher Bergbahnen, Tel.: +43 (0)53 36 / 52 33 Schatzbergbahn, Tel.: +43 (0)53 39 / 53 53 Alpbachtal, Tel.: +43 (0)53 37 / 21 200 Wildschönau, Tel.: +43 (0)53 39 / 82 55

HOTEL : Die Alpbacherin Seite 430, Rodeln: Seite 277

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SkiWelt Wilder Kaiser Unterwegs im dichtesten Liftgeflecht Mehr geht nicht mehr. Sollte man angesichts von 284 Kilometern an Pisten und Skirouten meinen. Doch in der SkiWelt Wilder Kaiser sind es gleich mehrere Großprojekte, die anstehen. Die Salvistabahn (Itter) dient noch ihr letztes Jahr ab, doch in Westendorf fließen 15,5 Millionen Euro in die 8er-Sesselbahn Fleiding. Sitzheizung und Bubble sind dabei schon eine Selbstverständlichkeit. Und auf der Bergstation gibt's eine neue Panoramaterrasse. Gleicher Betrag, ähnlicher Lift, gilt für Brixen im Thale, wo statt des 4er-Sessellifts die neue Zinsbergbahn das Erlebnis steigert. Wobei hier als erste Kombibahn der Kitzbüheler Alpen abwechselnd 8er-Sessel und 10er-Gondeln gehängt sind. Damit ist nach einem Jahr, in das hauptsächlich der Schneesicherheit höchstes Augenmerk gesetzt wurde, auch am Weg nach oben vieles neu. Hoch liegt die Region ja nicht gerade, doch Hopfgarten, Söll, Scheffau und Ellmau kommen dank der Schneekanonen gut über die Runden. Als „irrsinnig groSS“ bezeichnet sich die SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental zu Recht, denn nirgendwo sonst gibt es ein so dicht gewobenes Netz an Aufstiegshilfen und gleich 21 Talabfahrten. Befahren werden Grasberge, als Namensspender bildet der majestätische Wilde Kaiser nur die Kulisse. Am riesigen Pistennetz lässt sich wenig bemängeln. Es ist breit, bestens gepflegt, als einziges Manko fehlt vielleicht ein wenig die absolute Herausforderung für den Topskifahrer. Die Talorte vom durch den Stanglwirt berühmten Going über Ellmau, Scheffau und Söll bis nach Itter sind von Hotels und Landwirtschaft gleichermaßen geprägt. Die Talböden, speziell Ellmau und Söll, erfreuen Ski Guide Austria 2020

durch in der Regel in gutem Zustand befindliche Loipen. Nicht nur beim alljährlichen Massenereignis „Koasalauf“. Einzige Hürde für ungetrübte Skitage kann in manchen Jahren die Temperatur sein. Denn der höchste erschlossene Gipfel, die Hohe Salve, erreicht nur 1.829 Meter. Wenn die Schneekanonen ihren Dienst versagen, dann bei den Südhängen oberhalb von Brixen im Thale, die dann vorzeitig ergrünen. Aber auch von dort kann man einerseits auf die Nord- und Westhänge schaukeln, andererseits geht es hoch über die neue Ortsumfahrung in das Westendorfer Skigebiet von Choralpe und Gampenkogel. Die beliebteste „Aufschlagstelle“ ist speziell für Tagesgäste Scheffau, wovon riesige Parkplätze zeugen. In wenigen Minuten ist mit dem Brandstadl der zentralste Punkt der Skiwelt erreicht. Und viel Spaß macht es dort, außer während der morgendlichen Rush-hour, umgehend wieder etwa über die Route 63 ins Tal zu düsen. Zweite „Haupteinflugschneise“ ist der direkte Weg von Söll auf die Hohe Salve, doch auch von Hopfgarten, wo die längste Talabfahrt wartet, ist der Gipfel schnell erreicht. Einzelne Abfahrten hervorzuheben fällt dabei ebenso schwer, wie einzelne der 70 überwiegend urigen, jedenfalls fast immer in der Hand einheimischer Familien befindlichen Ski- und Berghütten. Bei den fehlenden sportlichen Herausforderungen hat sich das Bild nun gewandelt: Söll hat die „Black Pipe“, eine bis zu 80 Prozent steile Freeride Strecke von der Hohen Salve. Als steilste Piste hat durch neue Streckenführung nun Alpseite Nr. 112 (Westendorf) „Black Eagle“ in Söll abgelöst. Hinzu kommt „Red Viper“, eine Ski- und Boardercrossline mit Zeitmessung und Videos. www.derskiguide.at


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© Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau

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skiwelt Wilder Kaiser - brixental Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ermässigungen

Loipen DIE STEILSTE PISTE Tiefschnee Besonderheiten Topevent(s) der Saison

Zentrale INformation

Pisten von 620 bis 1.957 Meter Seehöhe Gesamt 284 km / Leicht 122 km / Mittel 129 km / Schwer 10 km / Skirouten 23 km Gesamtzahl 90, 146.656 Personen SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental mit Ellmau-Going, Scheffau, Söll, Hopfgarten-Itter-Kelchsau, Brixen im Thale, Westendorf Tageskarte (Erw/J/Kd) Euro 53,50 / 40,- / 27,6-Tage-Pass (Erw/J/Kd) Euro 261,50 / 196,- / 131,Kinder bis Jg. 2014 frei. SkiWelt Familienskiwochen – alle Kinder bis 15 Jahre frei, wenn ein Elternteil einen SkiWelt Skipass (ab 3 Tg.) kauft. 07.12.19 bis 20.12.19 und von 14.03.20 bis 13.04.20. SuperSkiWochen (Pauschale gleicher Zeitraum). Jungfamilienkarte für Familien mit Kleinkindern bis 3 Jahre. Men’s Day & Ladies Day: ab 07. / 08. Jänner 2020 Männer dienstags, Damen mittwochs zum Jugendtarif! 196,5 km Höhenloipe Hochbrixen 4 km, Nachtloipe Scheffau 2 km Alpseite Nr. 112 mit 80% Gefälle Scheffau: Moderer Brandstadl - Talstation. Söll: „Black Pipe“ bis zu 80% Gefälle. Ellmau: „White Kögl“ – unpräparierte Abfahrt von der Köglbahn (Nr. 97). Boarders Playground in Westendorf, Crazy Kangaroo Park Söll. Für die kleinen Hexenwelle, Mini Playground. Söll – größtes Nachtskigebiet Österreichs + beleuchtete Rodelbahnen. 07.12. - 08.12., 13.12./15.12.2019: Winteropening Partywochenenden 09.12. - 26.01.2020: Pistenparty Wochen 07.03. - 29.03.2020: Skihüttengaudi Wochen Tel.: +43 (0)53 33 / 400 (SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental)

HOTEL: Sportresort Hohe Salve Seite 432, Nachtskilauf: Seite 266, Jedermannrennen: Seite 308

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Kitzbühel Rasanter denn je Die Fleckalm ist nicht gerade das Markenzeichen der Gamsstadt. Das sind eher die berühmte „Streif“ und das Kitzbüheler Horn. Doch so gut wie alle mit dem Auto anreisendne Skifahrer schätzen die knapp vor der Einfahrt nach Kirchberg gelegene Bahn. Keine Gewusel durch die Stadt, ausreichend Parkplätze. Für diesen Winter sollten auch Stehzeiten vor der Auffahrt der Geschichte angehören. Auf fast der gleichen Trasse sollte ab Dezember die schnellste 10er-Gondelbahn Österreichs auf die Ehrenbachhöhe startklar sein. Und sie sollte auch ruhiger laufen als ihr sechs Personen transportierendes Vorgängermodell. Der Hahnenkamm und damit die berühmte Streif ist von der Bergstation gerade mal eine kurze Ab- und Auffahrt entfernt. Denn die spektakuläre Streif lockt nach wie vor am meisten. Doch es wäre fatal, „KitzSki!“ allein darauf und die Pisten oberhalb von Kitzbühel und Kirchberg zu reduzieren. Tiefschnee am abseits liegenden Kitzbüheler Horn, das zuletzt mit der Tradition gebrochen hat und nun ebenfalls über künstlich beschneite Pisten verfügt, gehört ebenso dazu, wie Jumps im Funpark oder das rege Après-Treiben bis hin zum inzwischen schon traditionellen Poloturnier. Hier ist der (Geld)Adel unter sich, während sich beim Hahnenkammrennen diverse A- bis Nix-Promis so hautnah unters bierselige Volk mischen, wie kaum anderswo. Doch auch „Gesellschaftsverächter“ genießen Kitzbühel und seine Umgebung. Das SkiSki Guide Austria 2020

gebiet ist so fein, da braucht man die feinen Leute im Ort gar nicht. Wir nähern uns Kitzbühel diesmal von Salzburg an. Von Mittersill/Hollersbach geht es über die Panoramabahn zur Resterhöhe. Ab hier sind alle Gipfel nahezu gleich hoch. Während beim Pass Thurn die Talstation noch auf 1.274 Meter liegt – und der alljährliche Saisonstart extrem früh begangen und von Rennteams genutzt wird – wächst mit der Entfernung der Höhenunterschied der Abfahrten. So wird es eine raumgreifende Schaukelei bis nach Kirchberg. Schon die kurzen Pisten nach der Resterhöhe machen Spaß, speziell der Steilhang von der Gipfelstation des „Zweitausender“-Lifts. Die einstiege sind vielfältig. Bei Kirchberg warten nicht nur die Fleckalm, sondern Richtung Aschau mehrere Möglichkeiten ohne Wartestress. Seit kurzem mag Jochberg der optimale Start sein, weil bereits nach sieben Minuten die Wurzhöhe erreicht ist. Wer zu diesem Zeitpunkt das erste Mal schwächelt, kann die das Tal als Verbindung überspannende 3S-Panoramabahn ins eigentliche Kitzbühler Gebiet nutzen. Sofern nicht zuvor schon auf der dafür bestens geeigneten Bärenbadalm der Einkehrschwung geübt wurde. Nach der 3S-Querung kann man sich endgültig austoben. Etwa auf der zu genialen Tiefschnee-Ausflügen verlockenden 56er-Abfahrt nach Aschau. Aber klar: Wer hier erstmals unterwegs ist, wird auf die Streif-Abfahrt nicht verzichten wollen. www.derskiguide.at


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Kitzbühel mit Kirchberg, jochberg, mittersill Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ermässigungen

Loipen Die steilste Piste Tiefschnee Besonderheiten Topevent(s) der Saison

auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten von 780 bis 2.040 Meter Seehöhe Gesamt 203 km / Leicht 104 km / Mittel 69 km / Schwer 20 km Gesamtzahl 57, 103.931Personen Kitzbühel, Kirchberg Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 58,- / 43,- / 29,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 286,- / 214,- / 143,Bis Jg. 2014 frei, Jugendliche Jg. 2003 bis 2001, KitzSki Promotion Tage. MO: Ladies Day (-20%), DI und DO: 60+ Skitag (-20%) Mi: Early Bird Day (-20%), FR: Men's Day (-20%), an Wochenenden Juniors Special (Jugend -45%, Kinder -65%). Kids go free (5 Termine). Horn Special (Erw/J/Kd) Euro 40,- / 20,- / 10,Gesamt 70 km, alle für klassisch und skaten gespurt. 3,3 km beleuchtet Streif-Mausefalle 85% Gefälle. 13 markierte Skirouten mit einer Gesamtlänge von 36 km. Mit der Schneekatze auf die Bichlalm. Nachtskilauf + Nachtrodeln am Gaisberg, Funparks: KitzSki Snowpark am Kitzbüheler Horn und Hanglalm. Übungslifte im Tal kostenlos, ebenso geführte Winter- & Schneeschuhwanderungen. 27.11. - 26.12.2019: Kitzbüheler Advent 16.01. - 19.01.2019: 18. Snow Polo World Cup 21.01. - 26.01.2019: 80. Hahnenkamm Rennen Infoline Bergbahnen, Tel.: +43 (0)53 56 / 69 51-0 Kitzbühel Tourismus, Tel.: +43 (0)53 56 / 66 66-0

Hotels: Aschauer Hof Kirchberg Seite 431, Austria Trend Hotel Schloss Lebenberg Seite 431, Restaurant: Seite 402, Schlosshotel: Seite 412

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St. Johann in Tirol - Kitzbüheler Alpen In Bestlage, übersichtlich und ein Hauch urban Mitte Jänner hätten wir kommen sollen, da hätten wir zur Tageskarte noch zwei Knödel in einer Hütte serviert bekommen. Das gibt's sonst nirgends. Aber die Frühschicht war an diesem Samstag im März auch schon aller Ehren Wert: Um sieben Uhr mit den neuen flotten Eichenhofliften hinauf – und dann einfach auf der menschenarmen Piste „Die erste Spur“ legen. Breite Pisten, die immer wieder garniert mit natürlichen Bodenwellen das Spiel mit dem Tempo zulassen. Einfach so oft runtercarven, bis der Kreislauf in Schwung ist und nach zwei Stunden der Betrieb so richtig losgeht – und das Hüttenfrühstück lockt. Danach geht`s zum Harschbichl, der mit dem zu Kultstatus gereiften Sendemast die Nord-Ost-Ansicht des Kitzbüheler Horns bildet. Der ideale Moment für einen Rundumblick, über die Kleinstadt im Tal, die sich öffnende Landschaft und die gar nicht so mächtigen Gipfel ringsum. Es ist in seinem Ebenmaß ein perfekter Skiberg. Wie am Reißbrett gezimmert – und doch gewachsene Tradition. Vielleicht war gerade das der Grund, warum sich 2016 Europas führender Skigebietsbetreiber SkiStar an diesem Skigebiet als erstes in den Alpen beteiligt hat. Steht man am Harschbichl beschäftigt einen aber Anderes: Welche der Abfahrten soll man nehmen? Oben beginnen sie sehr ähnlich, doch je näher man dem Tal kommt, desto unterschiedlicher präsentieren sie sich. Eine intensive, sogar schwarz markierte Variante ist die 7a Saureggabfahrt. Ein richtiger Wadelbeißer. Hinauf geht’s von Oberndorf in den bequemen Gondeln der Bauernalmbahn. Die nächste Runde gehört dem Mittelweg entlang der beiden Harschbichlsektionen. Außergewöhnlich schön kupierte Abschnitte, zwischendurch richtig flach und gegen Ende warten immer mehr Hütten und erste Unterkünfte. Ski Guide Austria 2020

Wir fahren final links, wo noch einmal ein letzter Steilhang unterm Hochfeldlift wartet und schwingen beim Zweckbau des Cooee Alpin ab. Der Umtrunk ist nur ein Vorwand, um Hermann Maiers Weltcupkugel in der Vitrine zu bewundern. Denn das Hotel gehört den Ex-ÖSV-Stars Maier und Rainer Schönfelder. In Zwei Etappen führen die Hochfeldsessellifte bis zur Höhe Gasthof Hirschberg. Hier trifft man Anfänger, die sich von den Gratis-Übungsliften in St. Johann, allmählich in höhere Lagen wagen. Zum anderen Teil führen diese beiden Lifte zum Einstieg in die bis elf Uhr nachts beleuchtete, Rodelbahn. Liftbetrieb gibt es abends aber keinen mehr. Wie wir feststellen: Zu sehr auspowern sollte man sich auf den Pisten nicht, weil das Abendprogramm im Laufe einer Woche ist intensiv. Denn auch Loipen und nächtliche Shows locken. Der top einstieg vom eichenhof ist natürlich nicht nur in der Früh ein Spaß. Die 10er-Einseilumlaufbahn führt direkt von der ehemaligen Eichenhof Talstation hinauf zur Grander-Schupf. Direkt an die Gondelbahn schließt der 6er-Sessellift mit Bubble an, der vom Gasthof Grander Schupf – dem idealen Terrassenstop – bis etwas oberhalb der ehemaligen Bergstation des Schlepplifts Eichenhof 2 weitere 445 Höhenmeter überwindet. Auf der Harschbichlseite ist mitten im Skigebiet eine verspielte Funline aufgebaut, mit Wellenbahn und Kickern. Ideal für ein übermütiges Finale, das durchaus mit einem abschließenden Edelimbiss auf der Angereralm enden kann. Wobei es generell schwierig ist, den 20 Hütten, die alle unterschiedliche Einkehrmöglichkeiten bieten, zu widerstehen. Also verhungert ist hier noch niemand – und verdurstet schon gar nicht. www.derskiguide.at


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skistar St. Johann - Kitzbüheler alpen Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ermässigungen Loipen Steilste Piste Besonderheiten

Topevent(s) der Saison

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Pisten von 659 bis 1.604 Meter Seehöhe Gesamt 43 km / Leicht 16 km / Mittel 23,5 km / Schwer 3,5 km Gesamtzahl 16, 21.000 Personen SkiStar St. Johann in Tirol Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 46,50 / 37,50 / 24,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 232,50 / 185,50 / 116,50 (gilt auch für acht Tage) Kostenlose Übungslifte und Übungsgelände im Tal Jugendliche Jg. 2001 - 2003, Kinder Jg. 2004 - 2013, Senioren ab Jg. 1954 Gesamt 250 km, Classic 124 km, Skating 126 km (Region Kitzbüheler Alpen) Saureggabfahrt, Fis-Strecke (7a) bis 42% Gefälle Fun Ride Hochfeld, 7a Challenge, Naturrodelbahn 3,5 km Valle Rätsel Rallye, tägliches Programm mit Valle dem Schneemann. MySkiStar-APP für mehr Spaß mit dem SkiPass: Fahrtenstatistiken, Wettbewerbe und tolle Angebote. Online-Verkauf von Skitickets auf skistar.com. 07.01. - 27.01.2020: SkiStar Knödelslalom – 2 Knödelspezialitäten gratis zum Tagesskipass! 01.02.2020: Große Après-Ski Party an der Talstation Eichenhof mit Radio Gong FM 29.02. - 29.03.2020: Erste Spur – Jeden Samstag und Sonntag sind die Eichenhof Lifte und der Jodlalmlift ab 06:59 Uhr geöffnet. Im Anschluss Hüttenfrühstück. SkiStar St. Johann, Tel.: +43 (0)53 52 / 62 293 TVB Kitzbüheler Alpen, St. Johann in Tirol für Oberndorf, Kirchdorf und Erpfendorf, Tel.: +43 (0)53 52 / 63 33 50

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KÖSSEN Schneesicherer „Action Hill“ im Kaiserwinkl Schneewinkel. So könnte man den Kaiserwinkl ruhig nennen. Denn genau genommen dürfte es auf 600 Meter Höhe gar nicht so winterlich hochalpin zugehen. Doch im Hochwinter herrscht hier hinter dem Rücken des Kaisers – konkret des Wilden und des Zahmen Kaisers – zumeist auch im Tal winterliches Ambiente. Mit der zwar schon etwas angegrauten, aber ausreichend komfortablen 6erKabinenbahn geht es hinauf bis auf 1.500 Meter. Der Ausblick vermittelt aber den Eindruck, man befinde sich schon eine Etage höher. Denn die Hütte kann hier oben schon mal ordentlich eingeschneit wirken. Schon nach den ersten Schwüngen wird klar: Es ist ein mehr als brauchbares Skigebiet für einen Tag, das hier mit den elf Anlagen – und jüngst einem zusätzlichen Zauberteppich zum Lernen – rundum erschlossen wurde. Ideal für Familien oder Freundesgruppen, die sich nicht unbedingt auf dem selben Leistungsniveau bewegen. Komplett aus den Augen verliert man sich trotzdem nicht, denn alle Lifte zieren das 1.800 Meter erreichende Unterberghorn, wobei sich der Skiberg in vier Sektoren unterteilen lässt. Der unterste Bereich links der Gondelbahnstation erweist sich als optimales Gebiet für Anfänger jeglichen Alters. Auf gleich fünf kurzen Schleppliften lässt sich die Basis legen, um bald auch Ski Guide Austria 2020

die Abfahrten in den oberen Regionen in Angriff nehmen zu können. Am dritten Unterrichtstag sollte es bei durchschnittlichem Talent schon mit der angenehm breiten Familienabfahrt 3a klappen. Weiter rechts von der Talstation ist für jene hart präpariert, die sich gerne zwischen Flaggen bewegen. Die Trainingshänge sind natürlich bei Bedarf gesperrt – dafür lassen sich dann aktuelle oder künftige ÖSV-Größen erspähen. Unterschiedlichste Pisten, bis hin zur Route „Diridissima“, finden sich im fein kupierten Mittelteil. Teil 4 liegt oberhalb der Bergstation der Gondel in Form von zwei Doppelsesselliften. Wen die Talabfahrt noch nicht ausreichend erschöpft, kann noch auf die schmalen Latten wechseln. Dreistellig ist die Zahl der Loipenkilometer zwischen Rettenschöss, Walchsee, Kössen und Schwendt, den vier Orten, die den Kaiserwinkl bilden. Und Ende Jänner richten sich in der Region die Blicke nach oben: Bis zu 50 Heißluftballone werden auch Ende Jänner 2020 wieder den Winterhimmel zieren. Manchmal findet sicht sogar eine günstige Mitfahrmöglichkeit! Der einkehrschwung führt tagsüber meist in die Bärenhütte, die im kanadischen Blockhausstil in die Tiroler Bergwelt verpflanzt wurde. Auf ihrer großen Sonnenterrasse versammeln sich ab Mittag die Skifans, um speziell das Panorama zu genießen. www.derskiguide.at


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© Kössen Tourismus/Sitour A08/19

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Hochkössen Höhenlage Pistenkilometer Lifte Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen Loipen DIE STEILSTE PISTE Besonderheiten Event Auskunftstelefon Tourismusverband

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Piste von 613 bis 1.688 Meter Seehöhe Gesamt 22 km / Leicht 10 km / Mittel 9 km / Schwer 3 km Gesamtanzahl 10 Anlagen + 1 Zauberteppich für Kinder! ca. 10.500 Personen Hochkössen Tageskarte (HS/Erw/Sen/J/Kd) Euro 41,- / 37,-/ 29.- / 21,6-Tage-Pass (HS/Erw/Sen/J/Kd) Euro 173,- / 155,50 / 122,- / 86,50 Kinder bis 10 J. in Begleitung: Schneemannkarte um Euro 4,-, Senioren ab Jg.1956. KaiserwinklSchnäppchenwochen. Skibus ab Kufstein zu den Bergbahnen Hochkössen im Skipass inkludiert. Gesamt 252 km, Classic 127 km, Skating 125 km Almabfahrt mit 38 % Gefälle Trainingszentrum für Skitrainings mit 4 Lines verfügbar (SL+RTL). „Sunny's Übungsgelände“. Skiverleih: Wenn beide Eltern ausleihen, ist die Ausrüstung für Kinder bis zehn Jahre kostenlos! 25.01. - 02.02.2020: Internationale Ballonwoche KaiserwinkI Infos der Bergbahnen, Tel.: +43(0)53 75 / 62 26 Kaiserwinkl Infobüro Kössen, 6345 Kössen, Postweg 6, Tel.: +43 (0) 50 11 00 www.bergbahnen-koessen.at

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Kals-Matrei Komfortablerer Glocknerblick Das Bergsteigerdorf Kals stand seit jeher für „seinen“ Großglockner, doch seit in den vergangenen Jahren die Skigebiete von Matrei an der Felbertauernstraße und Kals zum „GroßglocknerResort“ zusammengeschlossen wurden, ist es mit der sanften Bergidylle punktuell vorbei. Wobei gerade das Dorf Kals trotz des mächtigen Gradonna Mountain Resort einiges an Sanftmut bewahrt hat. Insgesamt ist das östlichste Wintersportzentrum Tirols noch nicht ganz am Ende seiner Entwicklungsmöglichkeiten. Hochmoderne Liftanlagen und neu erschlossene Pisten kontrastieren aber immer seltener mit älteren Stücken. So wurde nach einem Beschneiungsschub im Vorwinter nun eine wichtige Bahn errichtet. Wenn auch erst Ende Dezember wird in Kals die 6er-Sesselbahn „Glocknerblick“ starten. 2.400 Personen pro Stunde werden dann innerhalb von nur vier Minuten die 1,4 Kilometer lange Strecke bewältigen. Sehr erfreulich in dieser Höhenlage ist, dass es nun mit Sitzheizung und Wetterschutzhaube wesentlich komfortabler wird. Neu ist auch ein Skiweg von der Adler Lounge bis nach Matrei hinunter. An Familien denkt man ohnehin: So lockt das Goldried bei Matrei als typischer Familienberg mit Kinderland, Zauberteppich und Wärmestube im Gipfelbereich sowie fünf Einkehrmöglichkeiten entlang einer einzigen Abfahrt. Engagierte Skifans wenden sich dem Cimaross (2.621 m) zu, ebenso wie die Boarder, die in der Verbindung zum Goldried einen ausgesprochen hochalpinen SnowPark nutzen können. Zu Tal geht es hier auf mehreren, abwechslungsreich kupierten Pisten, wobei die empfehlenswerte Nr. 12 nur im Mittelteil eine echte „Schwarze“ abgibt. Weil’s Ski Guide Austria 2020

hier oben ordentlich ziehen kann, erweisen sich Sitzheizung und Bubble als besonders wertvoll. Am höchsten Punkt wartet mit der „Adlerlounge“ ein Pflichtaufenthalt. Selbst wer nicht absolut beschaulich den hochalpinen Lifestyle bei Übernachtung oder Speis und Trank genießen will, sollte zumindest die WC-Anlagen frequentieren. Ja, auch so ein stilles Örtchen kann sehenswert sein! Die Abfahrten Richtung Kals sind das Beste, was die über 41 Pistenkilometer so zu bieten haben. Direkt unterm Lift begeistert ein richtiger SuperG-Hang. Von oben gesehen links geht eine Abfahrt über das Kals-Matreier-Törl, auf der gegenüberliegenden Seite erfreuen einige Routen und Varianten, doch Platz ist hier ohnehin überall. Die schwarze Piste führt die Nummer 13, aber für die meisten Skifreaks gilt sie eher als Vorschlag, um sich am anderen Rand eine eigene Variante zu suchen. Wiederholungsfahrten ab der Mittelstation (Kals II) sind jedenfalls Pflicht. Längst sind auch die Talabfahrten nach Kals gut in Schuss, obwohl sie doch im weiteren Verlauf eher flach sind. Der Kontrast wird dann besonders spürbar, wenn man sich vom Cimaross relativ bald nach rechts auf die Skiroute 15 begibt, die später direkt in die Talabfahrt einmündet. Zur Illustration dieses Bereichs sei erwähnt, dass hier die von der Mittelstation startende Rodelbahn parallel führt. In Kals selbst gibt es einige nette Anfängerlifte. Und vor allem die eigenständige Blauspitze. Deren „Carverpiste exclusiv“ verführt zum Bolzen. Dass der über zwei Etappen erschlossene Gipfel eine „steile“ Angelegenheit ist, belegt hier ohnehin das Fehlen einer „Blauen“. www.derskiguide.at


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TIROL

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Skivariante 16

Kals II 13 15

Skiroute

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© Schultz Druck/www.schultz-ski.at

Kals I Skivariante

5

16

NEU! Dorflift

Glocknerblick

Skivariante 20

17 18

5

17

Figollift

grossglockner resort Kals-matrei Höhenlage Pistenkilometer Lifte Skigebiet(e) Preise ermässigungen

Loipen Tiefschnee

Besonderheiten EVENT auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten von 920 bis 2.621 Meter Seehöhe Gesamt 43,6 km / Leicht 8,5 km / Mittel 24,5 km / Schwer 6 km / Routen 4,6 km Gesamtzahl 18 Großglockner Resort Bergbahnen Kals am Großglockner, Matreier Goldried Bahnen Tageskarte (HS/Erw/Kd) Euro 49,- / 24,50 6-Tage-Skipasse (HS/Erw/Kd) Euro 250,- / 125,Kinder bis Jg. 2014 frei, Kinder bis 18 Jahre (Jg. 2001) zum Halbpreis! Ski-Hit: Alle Mehrtageskarten (ab 1,5 Tag), gültig in neun Osttiroler und Kärntner Skigebieten. Familienermäßigung: Familien mit mehr als 2 Kindern im Alter von 6 bis 18 Jahre – jedes weitere Kind gratis (gilt nur für Mehrtageskarten). Gesamt 30 km, z.B. Matreier Tauernhaus 7 km Loipe auf 1.500 hm Touren sowohl in Schober-, Granatspitz- und Glocknergruppe, Skitour auf die Johannishütte. Ab März lässt sich sogar der Großglockner im Rahmen einer Skitour gut ersteigen. Die Bergführer Kals am Großglockner begleiten Touren mit allen Schneesportgeräten. Weiters: Varianten Kals II (von oben rechts, Skiroute). Zwei Rodelbahnen in Kals und eine in Matrei, eine beleuchtet. Kinderland Bergstation Matrei. Nachtskilauf Kals, Blick auf sechzig 3000er, Skidepots, Adler Lounge - Haubenrestaurant. 07.12. - 08.12.2019: Saison-Opening 03.04.2020 - 05.04.2020: Ground it Festival auf der Adler Lounge Tel.: +43 (0)48 76 / 82 33 (Kals), Tel.: +43 (0)48 75 / 60 67 (Matrei) Tourismusverband Osttirol, 9900 Lienz, Tel.: +43 (0)50 / 212 212

Hotels: Outside Matrei Seite 432, Hotel Rauter Matrei Seite 433

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St. Jakob

Lienz

St. Jakob in Defereggen tel +43 (0)48 73 / 52 74 Abwechslungsreiches und seit dem Vorjahr bis ins Tal beschneites Osttiroler Skigebiet, das noch als Geheimtipp gelten darf. Schneesicher durch die bis 2.525 Meter reichenden sechs Lifte. Schon die Auffahrt fasziniert durch den Blickkontakt zu 60 Dreitausendern. Wartezeiten sind bei der 6er-Kabinenbahn Brunnalm und der 3er-Sesselbahn Mooserberg faktisch unbekannt. Die Abfahrten sind vorwiegend freie, baumlose Sonnenhänge. Schon fast ein Unikum ist der doch recht lange Schlepplift „Almspitzen“ zum höchsten Punkt. Von unten gesehen ganz rechts, neben der präparierten Piste, erfreuen tolle Tiefschneevarianten, die in Richtung Talstation sanft ausgleiten. Bei den urigen Hüttenwirten schmecken die Osttiroler Schmankerln wie Schlipfkrapfen oder „Ingsante Nigelen“ einfach. Im doppelten Sinne. Einziger Nachteil des Gebiets sind die durch den hohen Level geringen Höhenunterschiede. Zusätzlich zu den Pisten sind im Defereggental lange, tw. beleuchtete Rodelbahnen zu finden. Funpark beim Sessellift Mooserberg. Neu ist diesen Winter der Rundwandenweg mit Aussichtsplattform Ochsenlacke. 23,7 km Pisten (inkl. Varianten + Park).Komplettbeschneiung bis ins Tal. 7 Lifte. TK € 49,- TOP TIPP: Langlauf Seite 271

Lienz tel +43 (0)48 52 / 63 975-o Zwei nicht gerade übertrieben preisgünstige Skigebiete gibt es in der Osttiroler BezirksSki Guide Austria 2020

© Herbert Wackerle

© St. Jakob Defereggen/Lorenzo Marko

st. jakob · Lienz · silLian · obertilliach · kartisch

Hochpustertal

hauptstadt: Zettersfeld und Hochstein. Oben durchaus schneesicher, können die Strecken an schattigen Tagen, einiges abverlangen. Bequemer ist die neue ganzjährig nutzbare Rodelbahn am Hochstein. Die Kombibahn mit 8er-Gondeln und der 6er-Sessellift erleichtern den Aufstieg. Skigebiet bis 2.278 Meter. 10 Lifte. 42 km Piste. TK € 49,-

SilLian - Hochpustertal tel +43 (0)50 21 23 00 Der Thurntaler ist ein Gebiet mit Historie und Charakter. Bietet zum Teil sehr kapazitätsstarke Bahnen und endlose Tiefschneevarianten. Weiters auch den Yellow Snow Park auf 2.100 Metern und zwei konditionsfördernde Talabfahrten, nun komplett beschneit. 7 Lifte. 22,4 km Piste. TK € 47,50. TOP TIPP: Schlosshotels Seite 412

Obertilliach - Golzentipp tel +43 (0)48 47 / 53 00 Die 10er-Gondel und vier weitere Lifte (1.430 bis 2.250 m) und günstige Preise zeichnen dieses kleine Skigebiet sowie das große Biathlon- und Langlaufzentrum Osttirols aus. Besonders preisgünstig für Familien. 15,6 km Piste. TK € 37,-

Kartitsch tel +43 (0)50 21 23 50 Beschauliches Osttiroler Dorf mit beliebtem Anfängerskigebiet. Neu: Präparierte Aufstiegsroute. 2 Lifte. 4 km Pisten. TK € 24,70 (2019) www.derskiguide.at


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SKIGEBIETE tirol nauders · Hochötz · fieberbrunn · pillerseetal · waidring · umhausen

Nauders am Reschenpass

Hochötz

Kühtai

Nauders am Reschenpass tel +43 (0)50 22 54 00

Fieberbrunn tel +43 (0)53 54 / 56 304

Der Pass an der Grenze nach Italien ist im Osten Österreichs eher aus Verkehrsmeldungen bekannt, denn als Skigebiet. Gänzlich zu unrecht. Das Skigebiet Bergkastel ist besonders familienfreundlich, wobei gerade Freunde des Variantenskilaufs in dieser Höhenlage (bis 2.800 Meter) auf ihre Kosten kommen. Mehr Pisten-Km als zum Beispiel Obertauern! Bei einer Beförderungsleistung von nur 3.800 Personen auf 24 Liften ist Raum auf den Pisten garantiert. Neu: Größter grenzüberschreitender Kartenverbund bis in den Vinschgau. 2-LänderSkiarena 75 km Piste. TK € 45,-. TOP TIPP: Hotel Das Jochelius Seite 433

840 bis 2.096 Meter, 70 Lifte, 270 km Piste. Durch den neuen Zusammenschluss alle weiteren Infos bei Salzburg, Saalbach-Hinterglemm. TOP TIPP: Skitour Seite 296,

Hochötz tel +43 (0)52 52 / 63 85 Dieses am nächsten zum Inntal gelegene Ötztaler Skigebiet wird unterschätzt, da es vom Ötztal aus „unsichtbar“ bleibt. Als einziges Manko von Hochötz besteht die Talabfahrt nur nach Ochsengarten (Straße ins Kühtai), nicht nach Oetz. Sonne am Brunnenkopf oft bis nach 16 Uhr. Bei Tiefschnee schöne Varianten in der hintersten Geländekammer Balbachalm. Söldens abgebaute Giggijochbahn erfuhr übrigens ein Upcycling: Sie übersiedelte nach Hochoetz und ersetzt dort die Ochsengartenbahn. Neu ist Widi'as Movieshuttle, ein 5D-Erlebnis im Kinosaal mit 180°-Leinwand um vier Euro pro Person. 13 Lifte. 39 km Piste – zu 100 Prozent beschneibar. Karten inklusive Kühtai. TK € 41,50 Ski Guide Austria 2020

PILLERSEE - BUCHENSTEINWAND tel +43 (0)53 54 / 77 077 Gar nicht so kleines, familiäres Skigebiet von 855 bis 1.456 Meter nahe zum Pillersee, das mit dem neuen Eigentümer einen Aufschwung verzeichnen sollte. Neu ist hier zum Beispiel bereits der Pletzi Kinderpark mit Animation und Kinderbetreuung. Ebenfalls erstmalig gibt es eine eigene Schleppliftkarte für den Pletzi-Kinderpark und ein tägliches Angebot an Skitourengeher, die dafür eine Saisonkarte um 30 Euro lösen. 9 Lifte. 22 km Piste. TK € 38,-

WAIDRING tel +43 (0)53 53 / 533-0 1.100 bis 1.900 Meter, 12 Lifte, 45 km Piste. Seit 2014 erreicht das Richtung Bayern grenzüberschreitende Skigebiet mit neuer 6erSesselbahn neue Qualität.Besonderer Stolz: 1,5 km Snowpark. 14 Lifte. 42 km Piste. TK € 47,-

Umhausen - Niederthai tel +43 (0)57 200 400 Klein, romantisch. Oberhalb des Ötztals, schneesichere Loipen. Neu: Ötztal-Superskipass gültig. 3 Lifte. 4 km Piste. TK € 27,www.derskiguide.at


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Kühtai · Bergeralm · Erpfendorf · Kappl · vent · VENET · Schwaz

Kappl

Venet-Zams

Galtür

Kühtai tel +43 (0)52 39 / 52 22

KAPPL tel +43 (0)50 990 300

Auf 2.020 Meter nimmt eines der höchstgelegenen Skigebiete Österreichs seinen Ausgang. Dadurch kann es zwar nicht mit langen Abfahrten, aber Schneesicherheit und Variantenreichtum erfreuen. Gepflegte Hotellerie, Nachtskilauf und beleuchtete Rodelbahn. Beliebt bei Tourengehern. Loipen besser etwas tiefer im Sellraintal oder in Praxmar-Lüsens nutzen: Dort sind sie gebührenfrei und langlebig. Bis 20.12.2019 gibt ab drei Übernachtungen den Skipass gratis dazu.Ab 2 Tage Karte Kühtai & Hochötz inklusive Skibus. Dadurch verdoppelt sich das Angebot auf 24 Lifte und 85 km Piste. TK € 41,50

1.180 bis 2.700 m, 10 Lifte, 42 km Piste. Alles weitere bei Ischgl (Paznaun).

Bergeralm - Steinach tel +43 (0)52 72 / 63 33

Von Landeck/Zams 1.400 Höhenmeter auf den Krahberg. Barrierefreie Zugänge. Gepflegte Pisten und häufig eröffnen sich prächtige Tiefschneemöglichkeiten. Auffällige Gipfel“hütte“. Neu ist die Sternwarte. 7 Lifte, 22 Pistenkilometer. TK € 40,50

Direkt an der Brenner-Autobahn. Ein bei Innsbruckern beliebtes Nah- & Nachtskigebiet. Mit Funpark und der Mani-Pranger-Trainingspiste. Mehr Kapazität seit vorigem Winter durch die 8er-Kombibahn von der Mittelstation aufs Nösslachjoch. Neu City plus Ski Kombiticket mit Innsbruck. 6 Lifte. 28 km Piste. TK 41,TOP TIPP: Nachtskilauf Seite 267

Erpfendorf tel +43 (0)53 52 / 81 380 Die zwei Skilifte direkt beim Edelhotel Lörchenhof sind ideal für Anfänger, vor allem Kinder. Bei St. Johann iT. TK € 27,www.derskiguide.at

Vent tel +43 (0)57 20 02 60 Österreichs höchstes Kirchdorf (1.900 m). Im Winter bevorzugt Ausgangsstation für höchstalpine Skitouren, es gibt aber auch zwei Skilifte. Kinder bis 14 Jahre gratis! Bergstation 2.680 Meter. Genutzt werden die Lifte gerne für die ersten Tourenmeter. Die Abfahrten sind leicht. 5 km Rodelbahn. 4 Lifte. 15 km Pisten.

Venet - zams tel +43 (0)54 42 / 62 663

RAUM SCHWAZ tel +43 (0)52 42 / 63 240 Mit dem Kellerjoch (Pill, 3 Lifte, 14 km Piste. TK € 32,-), den Schwannerliften (Weerberg, 2 Lifte TK 22€) und den Burgliften (Stans 4 Lifte, TK 20€) gibt es in der Region zahlreiche, familienfreundliche Mini-Skigebiete. Der „urbane“ Brennpunkt ist Schwaz, vor 500 Jahren zweitgrößte Stadt Österreichs. TOP TIPP: Hotels Schwannerwirt, Weerberg Seite 434, Schwarzbrunn, Stans Seite 434, 2020 Ski Guide Austria


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SKIGEBIETE tirol Galtür · rangger köpfl · thiersee · reutten · tannheim · nesselwängle · füssen · jungholz · IMST

Rangger Köpfl, Nachtskilauf Stieglreith

Zahmer Kaiser, Walchsee

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Galtür tel +43 (0)50 990 200

Nesselwängle tel +43 (0)56 75 / 82 50

RanGger Köpfl Oberperfuss tel +43 (0)52 32 / 81 505

Füssener Jöchle - Grän tel +43 (0)56 75 /63 63

1.600 bis 2.300 m, Freeride für Kids. 12 Lifte, 60 km Piste. Alles weitere bei Ischgl (Paznaun).

Nettes Skigebiet im Inntal, sonnig am „Glatzkopf“, für zwischendurch oder auch bei Flutlichtbetrieb. Dienstag und Freitag von 18.30 bis 21.30 Uhr. Vier kapazitätsstarke Lifte. 17 km Piste. TK € 32,-

Thiersee Schneeberg tel +43 (0)664 / 20 17 304

Ganz günstig am Pendling, Beschneiungsanlage. 4 Lifte. 3 km Piste. TK 18,- (2019)

Reuttener Hahnenkamm tel +43 (0)56 72 / 62 420

Nah von München, weit von Wien. Die 8er-Gondel Höfen führt ins Höhenskigebiet Höfener Alm, dort warten ein kuppelbarer 4er-Sessellift sowie ein Schlepplift. 15 km Piste. TK € 37,-

Tannheim Neunerköpfle tel +43 (0)56 75 / 62 60

Lieblich im beschaulichen Tannheimertal. 6 Lifte. 11,5 km Piste. TK € 37,-,(2019) TOP TIPP: Hotel LA SOA Chalets & Eventslodge Seite 435, Restaurant Seite 401 Ski Guide Austria 2020

Ganz bescheidenes Skigebiet im Tannheimertal – doch fünf Lifte. 12,5 km Piste. TK € 15,- (2019)

Gondelbahn ab Grän, noch recht neuer 6erSessellift Jochalpe. 5 Lifte. 9 km Piste. TK € 39,-

Jungholz tel +43 (0)56 76 / 81 450

Allgäuer Enklave, nicht nur Banken – auch ansehnlicher Skiort. 7 Lifte. 10 km Piste. TK € 32,50

Lechtaler Bergbahnen, Bach tel +43 (0)56 34 / 62 07

Jöchelspitze: Ein Sessel-, ein Schlepplift. Familienskigebiet im Tiroler Lechtal. 5 km Piste.

Zahmer Kaiser Walchsee tel +43 (0)53 74 / 52 86

Loipen & Easy-Going. 9 Lifte, 15 km Piste. TK € 30,- (2019). Günstige Familientageskarten.

Imst tel +43 (0)54 12 / 66 322

Obwohl nur neun Pistenkilometer, hat das Skigebiet Hoch-Imst für Anfänger und Fortgeschrittene seinen Reiz. Durch einen Mini-Steilhang, den Alpine Coaster, der auch im Winter in Betrieb ist und nicht zuletzt durch die fantastischen Skitouren, etwa auf den Muttekopf (2.774 m). 4 Lifte. TK € 33,www.derskiguide.at


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Genuss Guide Austria 16.10.19 08:55


WIR SIND

SCHNEE!

DAS IST JETZT WISSENSCHAFTLICH BEWIESEN: Wir haben österreichweit die größten Schneehöhen*. Das macht uns zum schneereichsten Wintersportort Österreichs und von November bis Anfang Mai zum Wintersport-Hotspot des Landes. Obertauern - Wo der Schnee zu Hause ist! * Der aktuellen Studie des Skitourismus-Forschers MMag. Günther Aigner zufolge - basierend auf den off. Messdaten der Österreichischen Hydrographischen Landesdienste - weist Obertauern über den 30-jährigen Vergleichszeitraum die jährlich größte Schneehöhe aller Wintersportorte Österreichs auf.


Von Gastein bis Zell am See

SALZ BURGER LAND www.derskiguide.at

2020 Ski Guide Austria


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SKIGEBIETE Salzburgerland Einleitung

SalzburgerLand Genuss auf allen Linien Mehr neue Bahnen denn je erfreuen diesen Winter die Wintersportler im Salzbrger Land. Vor allem im Raum Kaprun, Zell am See und Saalbach haben die Bergbahnen tief in die Tasche gegriffen. So wird am 30. November mit der spektakulären 3K Kaprun-Kitzsteinhorn-K-onnection ein Kapruner Generationenprojekt eröffnet. Mit der neuen Bahn werden zwar keine neuen Pisten geschaffen, aber Kaprun direkt mit dem Kitzsteinhorn verbunden. Damit gibt's im Winter zum Finale eines Gletschertags die breite Maiskogel-Abfahrt bis ins Tal. Auch nebenan in Zell am See ist ein Zeitensprung gelungen. Der Bau des zellamseeXpress finalisiert nun die Verbindung von der Schmittenhöhe in den Skicircus Saalbach. Denn die Bahn wird von der bereits bestehenden Station nach Viehhofen verlängert. Von dort geht es aber vorerst nur per Bus weiter ins Saalbacher Skigebiet. Erstaunen am Kitzsteinhorn zwei neue Explorer-Gondeln, unterhalten auf der Schmitten einige Jukeboxx-Gondeln. In der Hinterglemm selbst ersetzt eine 10er-Kabinenbahn mit zwei Teilstrecken die alte Zwölferkogelbahn. Einzelsitze mit Sitzheizung und Transport der Skier in der Kabine zählen zu den Komfortextras. Aber auch kleinere Skigebiete rüsten auf. In der Almwelt Lofer wird der 4er-Sessellift Schönbühel zu einer 8er-Sesselbahn, dem nunmehrigen Senderexpress, aufgerüstet. Ähnliche Maßnahmen auch am Hochkönig: Die neue Gabühelbahn, eine 10er-Gondel, führt vom Skizentrum Dienten zur Hochmais- und Sinalcobahn. Ski Guide Austria 2020

raumgreifende Verbünde, wie die Salzburg SkiCard sind weiterhin eine der Stärken des Landes. Im Skiwinter 2019/20 startet die Ski Alpin Card als neuer Schlüssel zu den drei Skiregionen Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn, Schmittenhöhe in Zell am See sowie dem Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn Kaprun. 408 Pistenkilometer und 121 Anlagen vereint die neue Karte. Es kommt neben den Aufstiegshilfen ja auch auf die Software an. So wude die App Ski amadé Guide neu aufgesetzt. Neben regionsspezifischen Informationen und einem Tracking- und Routing-Tool bietet die App fotorealistisches 3D-Kartenmaterial und neu den Friend Tracker, mit der Freunde im Skigebiet geortet werden können. Eine weitere Stärke Salzburgs liegt in der perfekten Erreichbarkeit. Die meisten Wintersportzentren sind aus dem Wiener Raum in vier Stunden über Autobahnen zu erreichen, noch besser haben es Münchner, die sind noch schneller auf der Piste. Und es sind Skiregionen, die sich meist in der optimalen Höhenlage zwischen 1.000 und 2.000 Metern befinden. Kulinarischer genuss kommt im Land Salzburg nicht zu kurz. Die Via Culinaria ist der „Genussweg der Skihüttenhocker“. Meist wird dort der Einkehrschwung zum kulinarischen Hoch-Genuss. Genuss-Skirouten bietet neu Ski Amadé an und Spitzenköche aus dem Gasteinertal verkochen www.derskiguide.at


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SKIGEBIETE Salzburgerland Einleitung

Salzburg 10

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Skigebiete SalzburgerLand

25 Saalbach-Hinterglemm

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Zell am See-Kaprun 27 + Kitzsteinhorn 27 Weißsee Uttendorf 29 Obertauern 30 Hochkönig 31 Gasteinertal 32 Grossarltal-Dorfgastein 33 Salzburger Sportwelt

Hof bei Salzburg Rauris 3 Werfenweng 4 Grosseck-Speiereck 5 Fanningberg (Mariapfarr-Weißpriach) 7 Gaißau-Hintersee 8 Goldegg am See 9 Postalm 10 Zwölferhorn (St. Gilgen)

an drei Jännerterminen regionale Köstlichkeiten unter dem Titel Markt:Auflauf. 70 Wintersportorte, 22 Skiregionen das sind die Eckdaten Salzburgs. Heutzutage können über 85 Prozent der 2.000 Pistenkilometer auch mit technischer Hilfe in Schuss gebracht werden. Und doch sind Zahlen wie 432 Liftanlagen und 125 Wintersportschulen nur eine Seite der Medaille. Die andere glänzt aber nicht weniger, sie ist den winterlichen Alterntiven gewidmet. Es gibt – entsprechend Schnee vorausgesetzt www.derskiguide.at

Wald-Königsleiten Katschberg 13 Untersberg (Grödig bei Salzburg) 14 Fageralm 15 Piesendorf 16 Lammertal 17 Lofer Saalachtal 18 Wildkogel 19 Hallein

– ebenso viele Loipen- wie Pistenkilometer, 40 Loipen liegen auf über 1.000 Meter und damit recht schneesicher. Doch die Länge der hergerichteten Winterwanderwege übertrifft noch jene von Pisten und Loipen, hinzu kommen 110 Rodelbahnen, die Hälfte davon beleuchtet und 60 Eislaufangebote, einige davon auf Seen. In all diesen Zahlen ist das Flair des Winters in Salzburg nur angedeutet. Denn hinzu kommen viele Varianten des kulturellen Erlebnisses. Von Snow Jazz in Gastein bis zur Winterausgabe des Jazzfestivals Saalfelden und zu den Rauriser Literaturtagen. 2020 Ski Guide Austria


© www.salbach.com/ Mirja Geh


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SKIGEBIETE Salzburgerland

Skifahrerisch In idealer höhenlage bewegt man sich hier und kann den Charme dieses Skigebiets zwischen 1.000 bis 2.000 Metern voll genießen. Denn weil die Lifte immer schneller und die Anstellzeiten immer kürzer werden, schafft man Abfahrtskilometer, die man in Zeiten der Schulskikurse, die so gut wie jeder Österreicher irgendwann im Glemmtal zugebracht hat, undenkbar waren. Die Pisten sind überwiegend mittlerem Fahrkönnen angepasst, der „Circus“ zeichnet sich aber vor allem durch seine absolute Langstrecke aus. Da ist es hilfreich, dass immer schnellere Bahnen dazu beitragen, die Fülle an Möglichkeiten auch nutzen zu können. Für diesen Winter wurde auf diesem Gebiet der steile Zwölferkogel in neue Dimensionen gehoben: 10er-Kabinen können in zwei Etappen bis zu 3.500 Personen in der Stunde nach oben schaufeln. Einzelsitze mit Sitzheizung und der Innenköcher sorgen für Komfort. Für die Absicherung der Pistenqualität sorgt ein neuer Beschneiungsteich auf der Hochalm. Verirren könnte man sich bei einem derartig weitläufigen Pistenrund leicht. Theoretisch und seit dem wertvollen Zusammenschluss mit dem Tiroler Fieberbrunn, manchmal auch praktisch. Damit sollte ab diesem Winter durch ein neues Pistenleitsystem Schluss ein: Zehn alphanumerische Zonen, drei Farben für die Schwierigkeitsgrade, eine weitere für Sicherheit/Gefahren, ergänzt durch Detailpanoramakarten ohne Verzerrung, Info Portale an den Einstiegsbereichen, LED-Anzeigen für den Lifte-/Pistenstatus sind die Zutaten einer optimierten Orientierung. unverwechselbar wären die Tiroler und Salzburger Berge ohnehin, würde man sich bei den www.derskiguide.at

Abfahrten nicht in einen Flow kommen. Fieberbrunn steht für das Kantige, vor allem in den obersten Freeride-Regionen. Während Saalbach-Hinterglemm traditionell der ideale Platz ist um den Skilauf zu erlernen. Was nicht heißen soll, dass es von Schattberg und Zwölferkogel nicht sehr fordernde Abfahrten sind. Schon vor zwei Wintern ging die deutlich verstärkte untere Sektion der Schönleitenbahn in Betrieb. Eine Aufrüstung, die in Hinblick auf die Verbindung mit der Schmittenhöhe Zell am See erfolgte, die nun zum Teil umgesetzt ist. Die Verbindung zur Schönleitenbahn erfolgt mit dem Skibusshuttle. Als Konsequenz dieser Verbindung wurde für diesen Winter auch das gemeinsame Skiticket Ski Alpin Card realisiert. Mit diesem Liftpass sind alle Anlagen von Fieberbrunn über Saalbach-Hinterglemm, Leogang, Zell am See bis nach Kaprun aufs Kitzsteinhorn zu nutzen. Schon der zusammenschluss mit Fieberbrunn vor vier Jahren brachte markante Vorzüge. Reger Verkehr herrscht manchmal auf der F14 Vierstadlalm. Knirschender Kantensound, ab und zu eine kleine Schneefontäne am Pistenrand. Wenige Meter unter dem Reiterkogel zweigt die Verbindungspiste ab. Erst ordentlich breit und immer wieder mit Steilstufen versehen, wird sie nach unten zu nur ein wenig enger. Hart präparierte 727 Meter fein kupierter Höhenunterschied, mit einer kleinen Variante als zusätzliche Herausforderung. Weil neue Skipisten seltener anzutreffen sind, als neue Seilbahnen, haben wahre Skifans diese knackige Zusatzpiste rasch begeistert angenommen. Die rund 200 Pistenkilometer des Salzburger Skicircus werden von etwa 90 auf Tiroler Seite ergänzt. Die TirolS besteht aus zwei Etappen. Die kürzere führt vom Pulvermacherscherm im neu 2020 Ski Guide Austria

SALZBURG

Saalbach-Hinterglemm-Leogang + Fieberbrunn Und der Circus wächst weiter


106 erschlossenen Seitental hinauf zur Talstation Reckmoos Süd (Skigebiet Fieberbrunn), die längere auf Saalbacher Seite auf den Reiterkogel. In Fieberbrunn, wo die aufragende Stele SAALBACH den Alteingesessenen schon gewaltig irritiert, gondeln die gelben Gondeln direkt über das perfekt gelegene Austria Trend Alpine Resort, so wie sie in ihrem früheren Leben in Hannover das Gelände der Expo 2000 überspannten. Das Hotel ist jüngeren Datums und liegt unmittelbar auf der Skipiste. Ursprünglich sollte der Pisteneinstieg aus dem fortartigen Gebäude sogar über das Dach erfolgen, aus Kostengründen scheiterte der Architekt mit seinem spektakulären Ansinnen. Wenn der Schnee passt, dann lockt in Fieberbrunn häufig Tiefschnee. Nicht zufällig macht hier alljährlich die Freeride World Tour Station. Unterhalb der Gipfel von Lärchfilzkogel und Hochhörndlerspitze sind hier höchste Herausforderungen zu finden. Zurück ins Herz des Skicircus SaalbachHinterglemm-Leogang: Oben am Reiterkogel angekommen wird rasch klar: Der Skicircus SaalbachHinterglemm, samt „Außenposition“ Leogang, kennt keine Atempause. Im Vorjahr wurde die obere Sektion des Bernkogel mit einer modernen 6er-Sesselbahn ausgestattet. Dort wurde der Snowtrail nun verlängert und bietet neue zusätzliche Elemente, wie einen Schneetunnel, High-Fives, Wellen, Schanzen und Steilkurven. LEOGANGS ASITZBAHNEN sind alles, nur kein sanftes Anhängsel. Sie bieten überwiegend eher steile, oft knackige Talabfahrten nach Leogang. In Leogang ist der Einstieg in den Skicircus bei der Kralleralm mit den bequemen 10er-Gondeln der Steinbergbahn ist ebenfalls noch jung. Zuletzt kam die 4,7 km lange Steinbergpiste als zünftige Abfahrt hinzu! Denn kräftiger Föhn dezimiert im NordSüd-Tal oft rasant die weiße Auflage. Begibt man sich von Leogang oder Fieberbrunn auf Tour, sollte man früh starten. Die vollständige Runde ist nur bei guter Kondition und eher fern der stark frequentierten Wochenenden an einem Tag zu bewältigen. Ski Guide Austria 2020

SKIGEBIETE Salzburgerland

Will man die Asitzabfahrten mitnehmen, gilt das natürlich für alle Startpunkte. Inklusive Fieberbrunn wird das komplette Abfahren der Region wohl selbst für Leistungssportler fordernd. Von Hinterglemm hat sich die morgendliche Auffahrt Schattberg-West im Hochwinter als optimal herauskristallisiert. Schon bis zum Ostgipfel liegen die Pisten teilweise in der Sonne. Und von dort weg präsentiert sich um diese Zeit die lange Jausernabfahrt nach Vorderglemm wunderbar. Zur Mittagszeit lassen sich die zwischen 1.000 und 2.000 Metern angesiedelten Hänge auf der Westseite des Tals schön erleben, ebenso wie die zahllosen Sonnenterrassen. Werden die Pisten zu weich, dann ist der Zwölferkogel angesagt. Grob kann das Glemmtal so geteilt werden: Die von Saalbach gesehene rechte Seite vereinigt die sanfteren Hänge. Ein Eindruck, der unter intensiver Sonnenbestrahlung noch verstärkt wird. Links, eher schattig, wartet die Sportabteilung, mit Schattberg-West als Highlight und schönen Tiefschneeabfahrten als Alternative. Sonnseitig sammeln die Jüngsten Erfahrung am Zauberteppich – und natürlich wird in der traditionsreichsten Schulskikursregion Österreichs an die Teenies gedacht. Da geht schon mal ein Rave ab oder sorgen Snowmobile für ein Höllenspektakel. 40 HÜTTEN, die sich allein im bisherigen Skicircus Saalbach-Hinterglemm aufspüren lassen, bilden den gemütlichen Gegenpart zum aufregenden, auch beleuchteten Funpark im Zentrum und dem eher lautstarken Nachtleben. An Winteralternativen herrscht in der gesamten Region kein Mangel. So sind etwa die Rodelbahn mit der unverdorbenen, doch bis zuletzt rauchigen Pfefferalm-Hütte oder eine Schneeschuhwanderung zur Lindlingalm immer ein Erlebnis. Nicht sanft, doch dafür ausgesprochen spektakulär, rast man mit dem Flying Fox in Leogang über ein Tal. Im Winter heißt’s halt warm einpacken. Durch den Anschluss von Fieberbrunn ist nun auch das Biathlon- und Langlaufzentrum Hochfilzen teil der Show. www.derskiguide.at


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SKIGEBIETE Salzburgerland

Großvenediger 3662 m

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BITTE BEACHTEN Sie die letzten Rückfahrzeiten mit der TirolS-Bahn!** PLEASE NOTE! Mind the final departure of the TirolS gondola!**

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Winterwanderweg Winterwanderweg Winter hiking trail Winter hiking trail

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Parkhaus Parkhaus Parking garage

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Information Info point

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Piste mittel Piste mittel Intermediate slope Piste schwer

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Skiroute

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Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise

Pisten von 822 bis 2.096 Meter Seehöhe Gesamt 270 km / Leicht 140 km / Mittel 112 km / Schwer 18 km Gesamtanzahl 70, 138.000 Personen Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 56,50 / 42,- / 28,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 278,- / 208,50 / 139,ErmäSSigungen Power of Zehn: Für alle unter 19 Jahren (Jg. 2001 - 2013) jeden Samstag nur Euro 10,-, Kleinkinder (bis Jg. 2014) fahren mit der MiniAlpini Karte gratis. Jugend: Jg 2001 - 2003 Loipen Gesamt 262 km (gesamte Region), inkl. Hochfilzen. die steilste piste Zwölfer-Nord mit Einfahrt von 39 Grad, 81 % Gefälle tiefschnee F 35 „Big mom“, F30 „Son of a beach“, F36 „Heavens Cake“ 5 km lange Skiroute Hörndlinger Graben in Fieberbrunn. Variante Spieleck nach Lenggau. Besonderheiten Funslope (2x), Snow Trail, Speed Strecke (3x), BMW Skimovie (2x), Snow Park (4x), Flutlicht Piste (2x), 6 Rodelbahnen im gesamten Gebiet, Snow Trails, Snowtubing, Snap Shot (3x), Skiline. Baumzipfelweg im Talschluss Hinterglemm, Flying Fox XXL in Leogang. Neues Pistenleitsystem und Erweiterung der Liftpässe auf Kaprun-Zell am See (SkiAlpinCard). Topevent(s) der Saison 06.12. - 08.12., 12.12. - 15.12.2019: Bergfestival & Rave on Snow Opening 07.03. - 13.03.2020: Freeride World Tour Fieberbrunn 20.03. - 05.04.2020: White Pearl Mountain Days Infotelefone (Bergbahn) Saalbach, Tel.: +43 (0)65 41 / 62 71-0, Hinterglemm, Tel.: +43 (0)65 41 / 63 21-0, Leogang-Asitz, Tel.: +43 (0)65 83 / 82 19-0, Fieberbrunn, Tel.: +43 (0)53 54 / 56 333-0 Tourismusverbände Saalbach, Hinterglemm, 5753 Saalbach, Tel.: +43 (0)65 41 / 68 00-68, Saalfelden, Leogang, 5771 Leogang, Tel.: +43 (0)65 82 / 70 660, Tourismusverband Pillerseetal-Fieberbrunn, Tel.: +43 (0)53 54 / 56 304

HOTELS: Saalbach-Hinterglemm: AlpenParks Sonnleiten Seite 435, Leogang: Berghotel Priesteregg Seite 436, Funpark: Seite 262, Nachtski: Seite 267, Hochkultur: Seite 282, Jedermannrennen: Seite 308, Restaurant: Seite 401

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SKIGEBIETE Salzburgerland

Zell am See – Kaprun Seeblick und Schneeblick Rasch kann sich nach einer Auffahrt in höchste Gefilde die Attraktion der Region erschließen. Wer auf der Gipfelwelt 3000 direkt an der Bergstation des Kitzsteinhorns durchatmet, blickt 2.300 Meter nach unten, in das im Hochwinter oft nicht blaue, sondern zumindest teilweise zugefrorene Rund des Zeller Sees und die nebenliegende, von einem dichten Liftnetz verschnürte Schmittenhöhe. Dazwischen bleibt viel Raum, den unter anderem das Tauern Spa Kaprun, erkennbar am aufsteigenden Wasserdampf, füllt. Wie sich das Kitzsteinhorn selbst seit seiner Perfektionierung durch den Gletscherjet 3 + 4 präsentiert, lesen Sie im Detail in unserem Kapitel „Gletscher“ nach. Aber wie man hinauf kommt sei hier schon mal verraten, denn es wurde ein zusätzlicher Weg geschaffen. So wird am 30. November mit der spektakulären Eröffnung der 3K Kaprun-Kitzsteinhorn-K-onnection ein Kapruner Generationenprojekt Wirklichkeit. Mit der neuen Bahn werden zwar keine neuen Pisten geschaffen, aber Kaprun direkt mit dem Kitzsteinhorn verbunden. Hinzu kommen das Naturerlebnis und neue Perspektiven beim Überschweben eines völlig naturbelassenen Tals in den Explorerer-Gondeln. Im Winter gibt es zum Finale eines Gletschertags vor allem noch die breite Maiskogel-Abfahrt bis ins Tal. Der Maiskogel ist ohnehin eine oft unterschätzte Alternative bei stürmischem Wetter zum Kitz. Das kleines Kapruner Skigebiet ist nicht viel mehr als ein breiter, recht ebenmäßiger Hang, der seinen Bestzustand im untersten Hang rechts erreicht, Ski Guide Austria 2020

wo oft die Slalomstangen zum Training rufen. Ohnehin ist es im Hochwinter häufig sinnvoll, eine Etage unter dem Glescher dem Pistenvergnügen zu huldigen. Unten im Tal nimmt sich beim Blick aus der 3000er-Vogelperspektive das mit Kleinstadtleben punktende Zell am See wie ein Puppenstädtchen aus. Zell und sein See, in trauter Eintracht mit dem verglichen zum markanten Kitzsteinhorn sanft und waldreichen Skigebiet der Schmittenhöhe, kurz „Schmitten“ genannt, ist die sanfte Alternative. Wobei zwischen den Skigebieten ohnehin per Skibus gewechselt werden kann und die Liftpässe gelten. Gleich fünf Auffahrten auf die liebevoll „Schmitten“ genannte Schmittenhöhe sind von Zell am See und Schüttdorf möglich. Mit der 10erGondel areitXpress geht es seit zwei Wintern deutlich schneller von Schüttdorf aus hinauf. Der Trend zu den „kommunikativeren“ 10er-Gondeln setzt sich auch hier durch. Um die Gefahr des Gesprächs zu reduzieren wird aber W-Lan angeboten. Recht neu ist auch noch die AreitAlm wo zum „Genießerfrühstück“ die erste Rast lockt. Ist auf der Schmitten die Spitze, die eine Kuppe ist, erreicht, steppt nahe der alten Holzkapelle beim „Schnapshans“ der Bär. Die kürzeren Abfahrten auf der „Rückseite“ der Schmittenhöhe bieten die beste Chance auf Pulverschnee und kleine Varianten. Vor allem zwischen Ketting- und Kapellenbahn sollte man auch Richtung Frühjahr hin noch fündig werden. www.derskiguide.at


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SKIGEBIETE Salzburgerland

Kitzsteinhorn 3.203 m

Großglockner

Gr. Schmiedinger

Nationalpark Hohe Tauern

3.798 m

Großvenediger

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SONNENALM 1.400 m

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Piste kommend vom / slope from Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

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CITYXPRESS 780 m

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TRASSXPRESS, SCHMITTENHÖHEBAHN & SONNENALMBAHN 945 m

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Ebenbergbahn

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Schüttdorf

nur wenige Minuten Bustransfer zur Talstation Schönleitenbahn / only a few minutes by bus to the valley station Schönleitenbahn

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Berghotel Jaga-Alm

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Gasthof Mittelstation

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Saalbach

ANBINDUNG SKICIRCUS SAALBACH HINTERGLEMM LEOGANG FIEBERBRUNN:

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Ausstellung „Areit1400“ AreitAlm AreitLounge

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Piesendorf

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SALZBURG

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Maisiflitzer Alpine Coaster

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Kaprun KAPRUN CENTER

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Burg Kaprun 39

Panorama-Plattform Salzachblick

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Hochzeller Alm

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Kettingalm

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Kapellenbahn

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3K K-onnection

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Ausstellung "Tradition & Innovation" Schmitten Café Schnaps-Hans Alm Berghotel Schmittenhöhe

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Schattberg Ost SCHMITTENHÖHE 2.000 m

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Alpincenter, Skyline, Parasol, Gletschermühle

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GIPFELWELT 3000 3.029 m Panorama-Plattform „Top of Salzburg“ Nationalpark Gallery, Cinema 3000

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Zell am See

© SW 08/2019

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RONACHKOPF 1.350 m

Skitouren & Schneeschuhwandern

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Maishofen

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zell am see – kaprun Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen Loipen Die Steilste Piste tiefschnee Besonderheiten Topevent(s) der SaisoN

Auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten von 760 bis 3.029 Meter Seehöhe Gesamt 408 km / Leicht 199 km / Mittel 163 km / Schwer 46 km Gesamtzahl 121, 237.266 Personen Zell am See Schmittenhöhe, Kaprun Maiskogel-Kitzsteinhorn, (inkl. Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn) Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 56,50 / 42,- / 28,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 278,- / 208,50 / 139,Power of Zehn: Jeden Samstag zahlen Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren nur Euro 10,-, Osterbonus 04.04. bis 13.04.2020: Kids (bis Jg. 2004) ab 4-Tagesskipasses eines Elternteils zum Nulltarif. Gesamt 214 km, Classic 107 km, Skating 107 km (Zell an See/Kaprun) Trass-Abfahrt Schmittenhöhe 79 % Gefälle Tourenberg Ronachkopf in Thumersbach (550 hm). Mittwochs Schneeschuh-Wanderung am Gletscher zum Ice-Camp (1,5 Std.). XXL-Funslope Schmitten, neuer Kidslope + Nightslope Schmitten, Funparks Schmitten, Maiskogel + Gletscher, Tauern Spa Kaprun, Nachtloipe, Maisiflitzer (Alpine Coaster). 30.11.2019: Kaprun 3K K-ONNECTION Eröffnung mit Wolfgang Ambros und seiner Band die No. 1 vom Wienerwald, sowie Granada in der Maiskogel Bergstation. 07.12.2019: Open-Air auf der Areit (Schmittenhöhe) zur Eröffnung des „zellamseeXpress“: Top-Act Aura Dione und ein noch ungenannter heimischer Star. Schmitten, Tel.: +43 (0)65 42 / 78 92 11, Gletscherbahnen, Tel.: +43 (0)65 47 / 86 21 Zell am See - Kaprun, Tel.: +43 (0)65 42 / 770

hotelS: Zell am See: Alpen Parks Central Seite 437, Kaprun: Vamed Hospitality World Tauern Spa Seite 436, AlpenParks Hotel Orgler Seite 437, Gletscher: Seite 236, Funpark: Seite 261, Nachtski: Seite 266, Jedermannrennen: Seite 308, Hochkultur: Seite 282

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2020 Ski Guide Austria


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SKIGEBIETE Salzburgerland Zell am See – kaprun

Das Glemmtal ruft. Seit einigen Winter erfreut schon die zusätzliche Abfahrt bis zur halben Höhe ins Glemmtal. Nun wurde auch die untere Sektion I nach Viehofen umgesetzt. Der Bau des zellamseeXpress schafft so die attraktive Verbindung von der Schmittenhöhe in den Skicircus Saalbach. Die Talstation in Viehhofen mit großozügigen Parkplätzen werden von Norden kommende Tagesgäste erfreuen. Mit dem neuen Abschnitt kommen 25 Kabinen hinzu, welche mit Sitzheizung sowie W-Lan ausgestattet sind. Und einige werden wieder als Schmitten-Jukeboxx-Gondeln ausgestattet. Da geht’s mit dem via Smartphone programmierbaren, satten Sound der Discogondel hinauf. Andere Töne dringen aus der Hütte: „Es wird zu wenig gesungen, auf die innere Stimme gehört. Jodeln, ein Lockruf mit abschließendem Juchezer als emotionaler Seelenaufschrei.“ So beschreibt es Tom (37) der als Jodellehrer zur Jodelschule ruft. Danach geht’s, entsprechnde Enthaltsamkeit beim Ölen der Stimme vorausgesetzt, noch zur abschließenden Abfahrt. Die direkte TrassXpress (14) ist mit bis zu 70 Prozent Gefälle das Härteste, was die Schmitten zu bieten hat. Vielleicht bevorzugen gerade deshalb bessere Skifahrer den TrasseXpress sogar zum Start auf die Schmittenhöhe. Die Abfahrt bleibt knackig, denn sonnig wird es hier unten im Winter nur stundenweise. Nach so einem Jodelintermezzo ist es ohnehin sinnvoll, sich einmal ausführlicher

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© Zell am See Kaprun Tourismus

Feste gehören hier zum Winteralltag – nicht nur zu den Eröffnungsevents in den Skigebieten. Egal ob es rein musikalische oder auch sportliche Veranstaltungen sind, stets ist man sich bewusst nicht in einem Skidorf, sondern einem Städtchen inmitten der verschneiten Bergwelt zu urlauben.

© Doppelmayr/guenther boeck/gboeck@mac.com

Gondel mit Bergpanorama

dem Städtchen Zell am See zu widmen. Es führt auf die Spuren des Hirsches. Etwa zu Tobias Zant, bei dem man sich einem Fußball gleich ganz in Leder hüllen kann. Übrigens: Die lange Lederhose kommt auf rund 1.000 Euro – und erfordert bis zur Fertigstellung eineinhalb Jahre Geduld. Natürlich findet man Hirsch auch kulinarisch – oder als erholsame Pistenalternative. Dafür bietet sich für einen Tag optimal Thumersbach am gegenüberliegenden Seeufer an. Dort kann man einerseits „raufhirschen“. Denn am ehemaligen Skiberg Ronachkopf wird eine Piste extra für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer mit eindrucksvollen Ausblicken auf den Zeller See und die Hohen Tauern hergerichtet. Die Strecke ist rund 2,5 km lang und überwindet bis zur Enzianhütte 500 Höhenmeter. Und um auch hier dem Hirsch noch treu zu bleiben: Genial ist es, nutzt man die Gelegenheit in Thumersbach um einmal die Wildfütterung mitzuerleben. Bis zu 200 Tiere versammeln sich, Rehe, Mufflons und – wie könnte es anders sein – Hirsche mit mächtigen Geweihen.

Schneeschuhwandern

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SKIGEBIETE Salzburgerland

Gletscherwelt Weißsee Geheimtipp in Höhenlage Skifahrer auf und neben den Pisten, aber auch Tourengeher und Eiskletterer sind in der Weißsee Gletscherwelt gut aufgehoben. Mag das Ewige Eis auch nicht mehr ewig währen, oberhalb von Uttendorf in der Gletscherwelt Weißsee ist es noch allgegenwärtig. Als Kulisse, denn skifahrerisch bewegt man sich knapp unter den Gletscherbrüchen. So kann niemand diesem schneesicheren Skigebiet den Charakter eines Geheimtipps absprechen. Bequem führen die Gondeln vom Enzingerboden über die Mittelstation Grünsee zur Bergstation Rudolfshütte. Höchste Regionen (2.600 m) werden mit dem Sessellift erreicht. Hier startet die anspruchsvollste Abfahrt des Skigebiets, die erst bei der Talstation Enzingerboden (1.480 m) endet. An der Mittelstation wuselt es von Skieleven beim Kinderland. Vor allem mit seinen herausragenden Naturschneebedingungen punktet das Skigebiet, wobei Schneekanonen den frühen Saisonbeginn Anfang Dezember absichern. Seit vor einigen Jahren die Tauernmoosalm erschlossen wurde, ist die Gletschwelt als Pistengebiet deutlich aufgewertet. Die skifahrerische Verlockung liegt hier wie eh und je abseits der Pisten. Es gibt kaum eine Region, wo Variantenskiläufer und Tourengeher in dieser Höhenlage besser und sicherer auf ihre Kosten kommen. Große Touren führen auf die Dreitausender Granatspitze und Sonnblick, sowie das Hochfürlegg. Ob auf oder neben der Piste regiert das absolute Gefühl der Freiheit. Denn überlaufen ist die Gletscherwelt nie. Ganz oben steht die RuSki Guide Austria 2020

dolfshütte – abgeschieden von Lärm und Stress, nur mit der Seilbahn der Weißsee Gletscherwelt erreichbar. Mehr als jede vierte Übernachtung der gesamten Gemeinde findet hier statt, speziell im Winter ist die Hütte, die längst ein ausgewachsenes Hotel ist, bestens gefüllt. Das einzigartige Berghotel mit familienfreundlichen, einfachen Zimmern und einem Aktiv- und Kinderprogramm. Wer will holt sich Tipps von Sepp Rattensberger, der seit 1974 am Gletscher arbeitet! Das ehemalige Alpinzentrum des Alpenvereins hat dabei seinen Alpincharakter erfreulich bewahrt. Deutlichster Ausdruck ist die hohe Hotelhalle, die weiterhin gesichert auch als Klettertrainingswand herhält. Als Besonderheit verfügt die Rudolfshütte über Österreichs höchstgelegenes Hallenbad und das Edelweiß-Spa. Die Preise sind ein nicht zu verachtendes Argument für die Gletscherwelt Weißsee: Der Familienurlaub ist durchaus leistbar, denn zwei Kinder unter 12 Jahre sind in Begleitung sowohl im Elternzimmer als auch beim Skipass frei! Da kann man eine komplette Familienwoche fast ohne weiterer Ausgaben schon um 1.800 Euro verbringen. Und den Aufenthalt zu einer Morgenskitour auf den Medelzkopf nutzen – oder nach einem frühen Frühstück auf der unverspurten Piste ins Tal rauschen. Wobei zu den Pisten zu sagen ist: Der Medelzkopf bietet wirklich schöne Varianten, doch auch die Talabfahrt von der Mittelstation Grünsee kann, ist der Skatingabschnitt am See überwunden, richtig Spaß machen. www.derskiguide.at


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weiSSsee – uttendorf Höhenlage Pistenkilometer Lifte Skigebiet Preise ErmäSSigungen LOIPEN tiefschnee Besonderheiten EVENTS Auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten von 1.480 bis 2.600 Meter Seehöhe Gesamt 23 km / Leicht 6 km / Mittel 15 km / Schwer 2 km 8 Weißsee Gletscherwelt Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro HS 39,- / 27,50 / 19,50 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 206,-/ 144,50 / 103,Winterzirkus – Famillienfest *Familienhit 7 Tage mit HP inkl. Skipass für 2 Erw + 2 Kd unter 12 Jahre im Familienzimmer ab Euro 1.490,-. Gesamt 25 km, 12,5 km Classic, 12,5 km Skating 9 km Varianten. Schafbühel-Saurüssel-Mittelstation Grünsee! Touren auf den Stubacher Sonnblick (3.088 m) oder die Granatspitze (3.086 m). Schneeschuhwandern, Eisklettern, Skibob, Gratishelmverleih (Kids), Skiverleih Sport2000 Günther- und Rudolfshütte (www.rudolfshütte.at). Ski- & Snowboardschule Lederer. 20.03. - 22.03.2020: SkitourenCamp Rudolfshütte 03.04. - 05.04.2020: Freeride Camp Rudolfshütte 17.04. - 19.04.2020: Skitouren Camp Rudolfshütte Weißsee Gletscherwelt Tel.: +43 (0)65 63 / 20 150 Tourismusverband Uttendorf Tel.: +43 (0)65 63 / 82 79

HOTEL: Berghotel Rudolfshütte Seite 438

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Obertauern Kurze Hänge, lange Nächte Gefeiert wird am tauernpass gut und gerne. Après Ski und nach dem Abendessen geht nicht nur in der „Lürzer Alm“ richtig die Post ab. Wobei sich das Treiben im wesentlichen auf den Weg von der Passstraße zur Lürzer Alm konzentriert. Zusätzlich werden speziell zu Saisonstart und -finale kraftvolle Events zelebriert. Wobei man es diesen Winter besonders publikumswirksam angehen lässt: Mit Cro heizt am 30. November ein hipper Hopper an. Wobei es auf den Pisten plangemäß noch früher losgehen sollte. Denn im Zentrum des Aufenthalts steht allen Ablenkungen zum Trotz ohnehin das Pistenrund. Zwar reichen die Pisten nur bis knapp über 2.300 Meter, doch der Start liegt stets hoch. Obertauern ist ergo auch nicht der Platz für endlos lange Einzelabfahrten. Für die Länge sorgt das Profil, weil kein Lift an einem Tag mehrfach bewältig werden muss. Selbst die Verbindungsschrägfahrten beschränken sich auf wenige Stationen – etwa wenn es zum Zehnerkar geht. aufgewertet wurde für diesen Winter das Plattenkar. Die neue Kombibahn – bei der sich 8er-Sesseln und 10er-Gondeln abwechseln – bietet schon in der Auffahrt dank Loden und Leder aktuellen Alpine Style. Im Vorjahr war das Gebiet Seekarspitz mit einer neuen Bahn dran. Nun macht es noch mehr Spaß die Hänge von unten gesehen links zu erobern. Wobei – als Geheimtipp sei's verraten – das Seekareck noch mehr Varianten bietet. Ein eigenes „Eck“ beim Kehrkopf haben die Snowboarder erobert. Ski Guide Austria 2020

„The Spot“ ist die Bezeichnung des Longplayparks bei der am nächsten Richtung Untertauern gelegenen Talstation. Skifahrerisch ragen in Obertauern zwei Markenzeichen heraus: Die „Tauernrunde“ und G2, einst als „Gamsleiten 2“ der steilste aller Schlepplifte. Dutzende investierte Liftmillionen später geht es komfortabel nach oben. Abwärts ist es weiterhin nicht einfach in den Buckeln Bodenhaftung zu bewahren. G2 IST EIN UNVERZICHTBARES EXTRA des Liftkreisels, der sowohl im, als auch gegen den Uhrzeigersinn absolviert werden kann. Wobei man sich nicht verleiten lassen sollte, von der Achenrainbahn in endlos langer Schrägfahrt zur Zehnerkargondel zu kreuzen. Denn so blieben die Gipfel der westlichen Passseite, Gamsleiten und Zehnerkar, links liegen. Wer einen tollen Freeride-Abschnitt mitnehmen will, steigt vom Hundskogel rechter Hand einige Meter auf, um erst 700 Meter tiefer beim Karboden wieder auf die Piste zurückzukehren. Oder man genießt abseits des alpinen Skilaufs abwechslungsreiche Stunden beim Snowbiken, Airboarden, Snowkiten, Eislaufen oder Rodeln. Überformatig und mitten auf der Piste stehen die Fab Four mit dem Schriftzug „Beatles“ oberhalb des kleinen Kirchbühellifts. Sie erinnern an die Geburtsstunde des Skizentrums Obertauern 1964, als die Beatles unter chaotischen Umständen die Wintersportsequenzen ihres Films „Help“ in Obertauern drehten. www.derskiguide.at


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© Liftgemeinschaft Obertauern

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obertauern Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen Loipen Die steilste Piste Tiefschnee Besonderheiten

Topevent(s) der Saison Auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten von 1.630 bis 2.313 Meter Seehöhe Gesamt 100 km / Leicht 61 km / Mittel 35 km / Schwer 4 km Gesamtzahl 26, 50.248 Personen Obertauern Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 48,- / 36,- / 24,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 254,50 / 191,- / 127,50 Kinder Jg. 2004 und jünger; Jugendliche Jg. 2001, 2002, 2003 Ermäßigte (Senioren Jahrgang 1955 und älter), Versehrte und staatlich geprüfte Skilehrer; Special Week Ticket 1 Tag Euro 45.50, 6 Tage Euro 242,Gesamt 64 km, Classic 31 km, Skating 31 km Gamsleiten 2, Buckelpiste mit bis zu 100 % Gefälle Route vom Seekareck zur Kehrkopfbahn. Freeride Checkpoints bei den Bergstationen Hochalmbahn und Kringsalmbahn. Nachtskilauf: Edelweißbahn Montag + Donnerstag 19 - 22 Uhr, Zeitmessstrecken Sonnenlift 3, Schönalmbahn, Schrotteralmlift, Kirchbühellift. Geschwindigkeitsmessstrecken: Zentralbahn mit Fotoanlage, Grünwaldkopfbahn. 1,5 km lange Rodelbahn. Pferdeschlittenfahrten. Christkindlmarkt.Neu: Bobby’s Monsterpark für Anfänger. 30.11.2019: Opening mit CRO LIVE 30.03.2020: Lady-Ski mit Atomic 17.04. - 19.04.2020: Gamsleiten Kriterium Bergbahnen, Tel.: +43 (0)64 56 / 75 54 5562 Obertauern, Tel.: +43 (0)64 56 / 72 52

HOTELS: Austria Alpinhotel Steiner Seite 438, Gamsspitzl Seite 439, Hotel Winter Seite 439, Hotel Enzian Seite 440, Schütz Seite 440. SKISCHULE: Koch Seite 383, Hochkultur: Seite 282

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Hochkönig - Maria Alm, Mühlbach, Dienten Auf zur königlichen Runde Die Skischaukel hat nicht nur einen aristrokratischen Hintergrund, in der Region Hochkönig freut sich auch der Wintersportler wie ein Schneekönig. Zumindest wenn der Himmel blau und die Berge frisch angezuckert sind, sprich der König Hof hält. Da nimmt einen das Kantige des Bergmassivs rasch emotional gefangen. Der bei Hochalpinisten beliebte, mythenbehaftete Fastdreitausender stellt in erster Linie einen Orientierungspunkt dar. Nur Tourengeher nutzen ihn, die aber gerne. Urlauber blicken ehrfürchtig hinauf und starten bevorzugt über wesentlich sanftere Hänge ins Skigebiet. Von Maria Alm kommend, bieten sich dafür das Skigebiet Natrun oder der Aberg an. Die neue Gabühelbahn bietet diesen Winter einen komfortableren Einstieg von Dienten aus. Die Doppelmayr 10er-Kabinen führen vom Skizentrum Dienten in wenigen Minuten zur Hochmais- und Sinalcobahn am Gabühel. In der Morgensonne die einige Schwünge auf der vielleicht schon aufgefirnten Piste nach Dienten und dann geht es gleich wieder zur Bergstation direkt neben der Steinbockalm.Sollten die Füße nach einem ausgiebigen Skitag schon etwas schwer sei – oder eine der prächtigen Hütten Ski Guide Austria 2020

gelockt haben – kann man nun stressfrei Schluss machen. Schon in den Vorjahren investierten die Bergbahnen kräftig in zwei neue Seilbahnanlagen am Natrun und in eine ausgebaute Skiabfahrt über den Sonnberg. Damit wurde die direkte Skianbindung des Ortszentrums von Maria Alm zum Aberg ermöglicht. Also der direkte Einstieg in das Skigebiet Hochkönig ab dem Ortszentrum Maria Alm ermöglicht. tiefschneefreaks kommen in diesem Bereich ebenfalls auf ihre Kosten. Vom Gipfel gesehen links, verlockt es, die Grießbachhütte anzupeilen. Eine wunderbare Variantenabfahrt, die sich zu einer längeren Backcountry-Expedition ausdehnen lässt. Hintermoos wurde mit Shops an der Talstation auch zum „Knotenpunkt“ der gesamten Skischaukel. Carver begeistern sich speziell an der KingscabPiste. Jüngstes Highlight ist die 850 Meter lange Funslope Schönanger mit 27 Obstacles und einer monströsen Schnecke mit 30 Meter Durchmesser als Highlight. Die ausgezeichneten „Königstour“ steht als Name für eine Runde von 36 Pistenkilometern, die abgefahren werden, ohne einen Lift zu wiederholen. www.derskiguide.at


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hochkönig – maria alm, mühlbach, dienten Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen

loipen Die steilste piste tiefschnee besonderheiten

Topevent(s) der Saison Auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten von 790 bis 1.900 Meter Seehöhe Gesamt 120 km / Leicht 52 km / Mittel 41 km / Schwer 19 km / Skirouten 8 km Gesamtzahl 33, 48.100 Personen Skigebiet Hochkönig mit Maria Alm, Dienten und Mühlbach Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 55,- / 41,50 / 27,50 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 275,50 / 206,50 / 138,Gültig im gesamten Skigebiet Ski amadé Familienbonus: Skipass für das 3. und alle weiteren Kinder und Jugendlichen kostenlos. Junior-Weekend-Discount: Kinder (Jg. 2004-2013), Jugendliche (Jg. 2001-2003) mit bis zu 35 % Rabatt. Jungfamilienkarte: Familien mit einem nicht skifahrenden Kleinkind (ab Jg. 2016 und jünger) – wahlweise von einem Elternteil zu nutzen. Junior Weekend Discount, Mini’s Week 11.-25.01.2020, Ladies Week (1+1) 21.03. - 28.03.2020, Osterfamilienaktion. Gesamt ca. 80 km, Classic 40 km, Skating 40 km Aberg Nr. 16, bis zu 62 % Gefälle 19 Varianten und Skirouten: z.B. Griesbachhütte und Schreinerloch. Skitouren bei Sonnenuntergang (tageweise Aberg, Karbachalm, Steinbockal), Freeride Info Point Aberg. Königstour, Funslope Schönanger, Beginnerspark Natrun, Blue Tomato Kings Park, Livingroom Mühlbach – Kleinskigebiet Hochkeil, Nachtskilauf am Simmerllift in Maria Alm, Nightshow Maria Alm (dienstags), Hochkönig Early Morning Skiing (Februar – März, mittwochs), Pistenbully Copilot. 20.03.2020: Gondel.Alm.Genuss 22.03.2020: Hochkönig Skihüttenroas 26.03. - 29.03.2020: 4. Craftbier Festival der Alpen Dienten/Mühlbach, Tel.: +43 (0)64 67 / 72 14 Region Hochkönig, 5761 Maria Alm, Am Gemeindeplatz 7, Tel.: +43 (0)65 84 / 20 388

HOTELS: Aldiana Hochkönig Seite 441, funpark: Seite 262

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Gasteinertal Das Traditionsziel wird modern Bad Gastein hebt sich als Skireiseziel ein wenig von den anderen Teilen der Ski amadé ab. Vielleicht weil gerade Bad Gastein stärker das Amadé, sprich die kulturellen Inhalte, repräsentiert. Wobei die Klassik eher durch historische Bauten des uralten Kurorts präsent ist oder durch Kurkonzerte. Sonst regiert überwiegend die Moderne. In den Galerien und Ausstellungen von Bad Gastein, während des „Art on Snow“-Festivals Ende Jänner oder Snow Jazz im März. Ein kräftiger schub ist seit kurzem im Traditionsort Bad Gastein zu verspüren. Die verfallenden Hotels im Zentrum werden revitalisiert, einige Hotels werden von jungen, oft weitgereisten Gastgebern bereits bespielt. Skitechnisch rückte im vergangenen Winter durch den aufwändigen Neubau der Schlossalm von Bad Hofgastein besonders der Wintersport in den Fokus. Denn das Gasteinertal braucht als Wintersportzentrum sein Licht keinesfalls unter den Scheffel zu stellen. Nach zwei Jahren Bauzeit hievt die die Bundesstraße überquerende 10erKabinenbahn, direkt vom Bus- und Parkterminal, jede Menge Menschen 1.000 Meter nach oben. Im Zuge des Neubaus entstanden auch 20.000 m2 neue Pisten, wobei im Bereich Brandbichl die Abfahrt H3 eingebunden wurde. Vor allem seit es dank umfangreicher Beschneiung nicht mehr so den Launen des Föhns ausgesetzt ist, macht das Lifteln im Gasteinertal richtig Spaß. Wobei das Wechselspiel zwischen Winterkälte und Wärme das Gasteinertal ohnehin prägt. Steht man am berühmten Wasserfall im Ortszentrum von Bad Gastein erstaunt viele Menschen der Blick hinunter, wo das sonst Ski Guide Austria 2020

eisige Bergwasser dampft. Denn trotz zahlreicher Hallenbäder und dem neuen Thermal-Badesee im Nacktbereich der Alpentherme Bad Hofgastein, ja sogar ungeachtet eines thermal beheiztem steilen Gehwegs im Zentrum des historischen Kurorts, besteht ein Überfluss an heißem Radonwasser. Doch im Winter ist das Naturwunder, das täglich fünf Millionen Liter 47 Grad heißes Thermalwasser aus dem Berg sprudeln lässt, meist nur die Beigabe für die bis auf 2.700 Meter reichende Bergwelt. Dort locken überwiegend familienfreundliche Pisten im weitläufigen, baumarmen Terrain. Darunter die mit über zehn Kilometern längste Abfahrt der Ostalpen im Bereich der Schlossalm von Bad Hofgastein, wobei 1.440 Höhenmeter überwunden werden. Sonst bewegt sich der Skifahrer überwiegend in den über das Angertal verbundenen Gebieten von Schlossalm und Stubnerkogel. Auf den nun durchgängig beschneiten Pisten geht es angenehm dahin. Ein heiSSer Tipp ist die wirklich lange und gelungene Funslope auf der Schlossalm. Ein besonderes schneesicheres und baumfreies Terrain finden Skifreaks in Sportgastein. Weil es nicht ganz so einfach zu erreichen ist, also einer hochalpinen Auto- oder besser Busfahrt zum Startpunkt bedarf, sind dort bessere Skifahrer eher unter sich. Wobei sich der Mensch immer öfter lieber außerhalb beschneiter Pisten bewegt. Die Kleinsten tummeln sich bevorzugt im Angertal, wo der „Gasti Schneepark“ im flachen Gelände ruft. Spaß für Wintersportabstinenzler ist dafür ganz oben am Stubnerkogel zu erleben, wo Europas höchstgelegene Hängebrücke für Nervenkitzel sorgt. www.derskiguide.at


ein.com Berge voll schöner Augenblicke!

Höchster Punkt in Ski amadé

Sportgastein 1.590 m

Kreuzkogel 2.686 m

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P Graukogel 2.492 m

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Stubnerkogel 2.251 m

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Bad Gastein 1.002 m

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Skigebiet Gastein 25

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Skizentrum Angertal 4

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© Gasteiner Bergbahnen

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Schlossalm 2.050 m H5 Hohe Scharte 8 2.300 m

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Bad Hofgastein

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860 m

Sportgastein, Bad Gastein, Bad Hofgastein

Skischaukel Dorfgastein-Großarltal Kreuzkogel 2.027 m 60

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Höhenlage 55 42 8 Pistenkilometer Fulseck 2.033Lifte/Stundenkapazität m Skigebiet(e) D4 D5 D2 Preise D6 2 57 9

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Pisten von 840 bis 2.650 Meter Seehöhe Gesamt 198,1 km / Leicht 63,6 km / Mittel 106,1 km / Schwer 7,5 km / Routen 20,9 km Gesamtzahl 42 (+6 Förderbänder), 71.986 Personen (inkl. Dorfgastein-Großarl) Schlossalm-Angertal-Stubnerkogel, Sportgastein, Graukogel Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 57,- / 44,- / 28,40 D2 Legende / Key Nur Graukogel: (HS/Erw/J/Kd) Euro 38,50 / 30,50 / 19,50 37 41 D14 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 275,50 / 206,50 / 138,- . Gültig im gesamten Ski amadé Lift / Lift 39 Piste leicht / Piste easy D8 ErmäSSigungen Familienbonus: Skipass für das 3. und alle weiteren Kinder und Jugendlichen kostenlos. Dorfgastein 830 m Piste mittel / Piste moderate 36 Junior-Weekend-Discount: Kinder (Jg. 2004-2013), Jugendliche (Jg. 2001-2003) mit bis zu 44 Piste schwer / Piste difficult 35 Skiroute / Skiroute (ab Jg. Kleinkind P35 % Rabatt. Jungfamilienkarte: Familien mit einem nicht skifahrenden Schneeschuhtrail / Snow shoe trail 2016 und jünger) – wahlweise von einem Elternteil zu nutzen. Junior Weekend Discount, Panorama Winterwanderweg / Mini’s Week 11.-25.01.2020, Ladies Week (1+1) 21.03. - 28.03.2020, Osterfamilienaktion. Panorama winter hiking path Rodelbahn / Sled run loipen Gesamt 70 km, Classic 35 km, Skating 35 km tiefschnee Skiroute Golden Rush, Golden Powder, Golden Ride inkl. Freeride Info Base (Sportgastein), Seilbahn / Cable railway Kabinenbahn / Cabin lift Skitour Stubneralm S1, Zirbenroas Graukogel S2, Jungeralm S3. Sessellift / Chairlift Salzburg - München besonderheiten Funslope Schlossalm, Gasti Schneepark für Kinder im Angertal, Snowpark Gastein, NaturSchlepplift / Platter lift rodelbahn Bellevue-Alm, Teststrecke Skimovie (Schlossalm), Aussichtsberg Stubnerkogel. Infobase / Infobase Topevent(s) der Saison 14.12.2019, 18.01.2020, 04.04.2020: Sound & Snow Gastein Skimovie / Skimovie 14.01. - 15.01.2020: 20 Jahre Snowboard Weltcup Funslope / Funslope Snowpark / Snowpark 01.02. - 07.02.2020: Art on Snow Skihütte / Ski hut Auskunftstelefon Gasteiner Bergbahnen, Tel.: +43 (0)64 32 / 64 55-0 Bushaltestelle / Bus stop Tourismusverband Gastein Tourismus, Tel.: +43 (0)64 32 / 33 93-0 Bahnhof / Trainstation D3b

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Parkplatz / Parking

HOTELS: Mondi Resort Seite 441, AlpenParks Residence Bad Hofgastein Seite 442, Hochkultur: Seite 282

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SALZBURG

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SKIGEBIETE Salzburgerland

Großarltal, Dorfgastein Perfekter Skilauf am Rande des Nationalparks PLATZ IST im GroSSarltal keine Mangelware. So macht es Spaß in der Früh stressfrei nach oben zu gondeln. Die Hotels sind im Ortsteil Unterberg konzentriert und von hier führen auch die beiden Bahnen in jeweils zwei Etappen hinauf. Panoramabahn und Hochbrandbahn heißen sie, doch alle sagen nur die Blaue und die Gelbe. Das erleichtert die Gruppenkommunikation, denn erst relativ knapp vor dem Tal trennen sich die Wege zu den beiden Stationen. Und die hier glatt präparierten Pisten verleiten schon mal dazu, eine Abzweigung zu übersehen. Oben warten dann pistennah vier konsumationsbefreite Ruheplatzl‘n (Wilderer-, Sonnen-, Servus- und Naturplatzl benannt). Aber die kommen später dran, denn zuerst muss unbedingt der Kreuzkogel befahren werden. Unter diesen Sesselliften fühlen sich bessere Skifahrer daheim, nicht nur weil man hier oft Unverspurtes entdecken kann. KREUZKOGEL UND FULSECK, die beiden 2.000 Meter hohen „Parallelgipfel“ sind gleichwertig ausgebaut, wobei erst seit einigen Jahren die Abfahrten nach Dorfgastein verbreitert, ordentlich beschneit und bestens präpariert sind. Mehr Abenteuer erfährt aber, wer vom Fulseck Richtung Großarltal abtaucht. Abseits der mittelschweren Hauptpiste zieht die markierte Skiroute Bergland zur Alpentaverne, knapp daneben gilt gleiches für die Route Haarlehenalm, wobei sie mit der Gehwolfalm als Finalpunkt eine Hütte aufweist, an der man nicht vorbeikommt. Ohnehin fühlen sich Gourmets in Großarl bestens aufgehoben. Während Tagesskigäste auch über Dorfgastein in Ski Guide Austria 2020

die Schaukel einsteigen, bevorzugen Urlauber die gehobene Qualität der alljährlich aufgewerteten Hotellerie im Großarltal. Nach intensiven Investitionen in die Bergbahnen gilt in den vergangenen beiden Jahren den Beschneiungsanlagen die besondere Aufmerksamkeit der Bergbahnen. 16 Millionen Euro wurden zuletzt für Pisten und Beschneiung locker gemacht. AN INNOVATIONEN herrscht schon bisher kein Mangel. Ob „Skikeriki!!!“ bei dem bis zu 30 Fans mit zwei Guides ab 7.30 Uhr die perfekten Pisten bis zum Bergfrühstück zerfurchen, der prominent besetzten „Ladyskiwoche“ oder den regelmäßigen Berg-Gesund-Tourenangeboten. Denn die Natur ist, in Form des Nationalparks Hohe Tauern, allgegenwärtig. All das macht das Großarltal zum Schnittpunkt zwischen der sportlich-aktiven Skischaukel mit Dorfgastein und der beschaulichen Nationalpark-Idylle im mit einer beschaulichen Loipe verbundenen Bergsteigerdorf Hüttschlag. In der Nationalparkgemeinde Hüttschlag können Skifahrer durchaus die absolute Ruhe finden. Vorausgesetzt sie sind mit Tourenskiern unterwegs. Ein besonderer Geheimtipp ist die seit einigen Jahren auch im Winter geöffnete Loosbühelalm, eine bewirtschaftete Almhütte. Sie liegt an der gegenüberliegenden Seite des Skigebietes fernab jeglicher skitechnischer Erschließung. Ein Ziel für Skitourengeher, Schneeschuh- oder Winterwanderer. Die Auffahrt mit Taxibussen und die Abfahrt mit der Rodel sind möglich. Die Rodeln gibt‘s direkt an der Loosbühelalm. www.derskiguide.at


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SALZBURG

© Gasteiner Bergbahnen/Großarl/ski amade

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groSSarltal, dorfgastein Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen

loipen tiefschnee besonderheiten EVENTS

Auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten auf 865 bis 2.000 Meter Seehöhe Gesamt 73 km (760*) davon Leicht 26 km (275*) / Mittel 36 km (390*) / Schwer 11 km (95*) Gesamtzahl 17 (270*), 28.000 Personen (365.000*), *Werte von Ski amadé Grossarltal, Dorfgastein Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 56,- / 42,- / 28,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 275,50 / 206,50 / 138,- . Gültig im gesamten Ski amadé Familienbonus: Skipass für das 3. und alle weiteren Kinder und Jugendlichen kostenlos. Junior-Weekend-Discount: Kinder (Jg. 2004-2013), Jugendliche (Jg. 2001-2003) mit bis zu 35 % Rabatt. Jungfamilienkarte: Familien mit einem nicht skifahrenden Kleinkind (ab Jg. 2017 und jünger) – wahlweise von einem Elternteil zu nutzen. Junior Weekend Discount, Mini’s Week 11.01. - 25.01.2020, Osterfamilienaktion. Gesamt 60 km, Classic 30 km, Skating 30 km (2 km technisch beschneit, abwechselnd 2 km in Hüttschlag oder Großarl beleuchtet). Skiroute „Bergland“ 6,4 km und Skiroute „Haarlehenalm“ 1,8 km, jeweils unpräparierter Naturschnee. Aktivprogramm www.berg-gesund.at mit bis zu 8 geführten Touren pro Woche, beleuchtete Rodelbahn Lammwirt, Snowpark (2 Lines, je 500 m), Funslope. 29.11. - 22.12.2019: Salzburger Bergadvent Großarltal 14.03. - 21.03.2020: Ski- und Weingenusswoche. „Glück im Schnee“ – Hauptpreis Audi A1 15.03. & 17.03.2020: Großarl Gondeldinner (Euro 95,-) 19.03.2020: Dorfgastein Gondeldinner (Euro 95,-) 21.03. - 28.03.2020: Lady-Skiweek mit Spider Murphy Gang, Melissa Naschenweng, Die jungen Zillertaler, „Sumpfkröten“ Großarl, Tel.: +43 (0)64 14 / 280, Schneetelefon (Tonband), Tel.: +43 (0)64 14 / 87 14, TVB Großarltal, Tel.: +43 (0)64 14 / 281, www.grossarltal.info

Hütte: Gehwolf Alm Großarl Seite 408, Langlauf: Seite 270

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Salzburger Sportwelt Absolut cooler Familienwinter überspannt werden hier nur Täler, die Skifahrer sind dadurch im Gegenteil äußerst entspannt – oder auch gespannt, was der Tag noch an Pisten bringen könnte. Innerhalb des länderübergreifenden Marketingverbundes Ski amadé verknüpft die Salzburger Sportwelt allein vier Täler. Zurückhaltend gerechnet. Man „quert“ dabei die Tauernautobahn und mehrere Bundesstraßen. Mit dem G-Link über das Kleinarlertal bei Wagrain erhielt eines der Täler vor einigen Jahren real eine Luftbrücke. Bei Wagrain verbindet G-Link nun über das Kleinarlertal hinweg die Mittelstation der „Flying Mozart“ mit der Mittelstation der Grafeneck-Express-Lifte. Pro Stunde können 1.300 Menschen auf halber Höhe innerhalb von sechs Minuten zwischen den beiden Skibergen wechseln. Kommenden Winter sollte eine weitere „Luftverbindung“ realisiert sein: Mit der Verbindungsbahn ins Skigebiet Flachauwinkl/Kleinarl und dem Neubau der Flying Mozart Gondelbahn in Wagrain können wir dann ohne Ski Guide Austria 2020

Bustransfer über 200 Pistenkilometer an einem Skitag nutzen. Den Überblick über die gesamte Skiwelt zu wahren, ist schon jetzt gar nicht einfach. Am leichtesten fassbar ist die Vier-Täler-Schaukel, orientiert man sich an der Ost-West-Achse. Realistisch betrachtet, ist das zwar unnötig, denn gewöhnlich nimmt man an einem Ort Quartier und genießt einfach die Pisten. Die Lieblingspiste vielleicht öfters. Innerhalb eines Tages die komplette Salzburger Sportwelt in eine Richtung zu durchschaukeln ist technisch möglich, artet aber in eklatanten Stress aus. Das ist nicht der Sinn eines derartigen Großverbunds, sondern er besteht darin, im Rahmen eines Urlaubs abwechslungsreich je nach Lust und Laune einzelne Gipfel zu befahren. Doch jeder einzelne Berg, jede einzelne Etappe hat Spezielles zu bieten. Wie eine Spinne im Netz logiert man etwa in Flachau oder Zauchensee. www.derskiguide.at


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SALZBURG

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salzburger sportwelt (von filzmoos bis St. Johann) Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e)

Pisten von 900 bis 2.188 Meter Seehöhe Gesamt 250 km / Leicht 90 km / Mittel 120 km / Schwer 10 km Gesamt 90, 124.048 Personen Salzburger Sportwelt: Snow Space Flachau / Wagrain mit Flachauwinkl-Kleinarl / St. Johann. Zauchensee, Radstadt/Altenmarkt, Eben, Filzmoos, Goldegg Preise Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 56,- / 42,- / 28,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 275,50 / 206,50 / 138,- . Gültig im gesamten Ski amadé ErmäSSigungen Familienbonus: Skipass für das 3. und alle weiteren Kinder und Jugendlichen kostenlos. Junior-Weekend-Discount: Kinder (Jg. 2004-2013), Jugendliche (Jg. 2001-2003) mit bis zu 35 % Rabatt. Jungfamilienkarte: Familien mit einem nicht skifahrenden Kleinkind (ab Jg. 2016 und jünger) – wahlweise von einem Elternteil zu nutzen. Junior Weekend Discount, Mini’s Week 11.01. - 25.01.2020, Ladies Week (1+1) 21.03. - 28.03.2020, Osterfamilienaktion. loipen Gesamt 335 km, Classic 174 km, Skating 161 km (Großregion Ski amadé) tiefschnee Zauchensee Gamskogel Ostabfahrt. Skitourenweg: Wagrain, Flachauwinkl und Eben besonderheiten 5 außergewöhnliche Funparks, darunter Betterpark St. Johann, Absolut Park FlachauwinklKleinarl, Snowpark Eben. Easy Park Zauchensee extra (am Übungslift). 16 Rodelbahnen mit insgesamt 53 km, die längste in Radstadt, Kinderberge Wagraini und Geisterberg. Topevent(s) der Saison 11.01. /12.01.2020: Audi FIS Ski Weltcup der Damen in Zauchensee (Abfahrt & Kombi) 14.01.2020: Audi Fis Ski Weltcup der Damen Flachau (Slalom) 14.03. - 20.03.2020: Absolute Spring Battle, Flachauwinkl-Kleinarl Auskunftstelefon Snow Space Salzburg, Tel.: +43 (0) 59 221, Altenmarkt-Zauchensee & Radstadt, Tel.: +43 (0)64 52 / 40 00, Filzmoos, Tel.: +43 (0) 64 53 / 82 42-0, Eben, Tel.: +43 / (0) 64 58 / 81 94, Shuttleberg Flachauwinkl-Kleinarl, Tel.: +43 (0) 64 52 / 25 74 20 Tourismusverband Salzburger Sportwelt Amadé, Hauptstraße 159, 5542 Flachau, Tel.: +43 (0) 64 57 / 29 29 HOTELS: Alpenrose Zauchensee Seite 442, Die Gewürzmühle, Radstadt Seite 443, HÜTTE: Almgasthof Reitlehenalm, Eben Seite 408, Funpark: Seite 261, Rodeln: Seite 276, Restaurant: Seite 402

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IN HERMANN MAIERS HEIMAT FLACHAU ist der Weltcupstar auch ein Jahrzehnt nach seinen Karriereende omnipräsent. Neu wurde nun sogar eine Hermann-Maier-Tour ins Leben gerufen, die zu seinen Lieblingsplätzen im Skigebiet führt. Dass die Hermann-Maier-FIS-Weltcupstrecke (mit Fotostart) hinunter nach Flachau dazuzählt, versteht sich von selbst. Auf den Spuren des Flachauer Skistars Hermann Maier führen Wegweiser durch das Skigebiet, vorbei an den schönsten Plätzen, den größten Highlights und den besten Panoramablicken. Am Weg kann auch die Snow Space Salzburg Challenge absolviert werden. Falls man den nächsten Aufenthalt lieber gewinnen, als bezahlen will. Ein bisserl Stress muss da schon sein. Aber andererseits macht's Spaß die acht Attraktionen zu absolvieren, die sich entlang der Hermann Maier Tour befinden: Darunter Skimovie Strecken, Speedchecks und Fotopoints. Viele dieser Tour sind auch in unserer Beschreibung zu entdecken. In Flachau selbst ist der Start mit den Panoramakabinen des Achter Jet besonders komfortabel. Damit der Umstieg von der Luxuskarosse auf die Piste nicht zu dramatisch ausfällt, verfügt die Gondel über Lederpolsterung und Sitzheizung. Starten wir in filzmoos, wie eingangs versprochen, dem östlichsten Punkt. Nicht nur dadurch genießt Filzmoos eine gewisse Sonderposition. Erst von der Bergstation der Papagenobahn auf knapp 1.600 Metern – und damit schon der höchste Punkt des Filzmooser Gebiets – lässt sich die Weite der restlichen Sportwelt erahnen. Etwa für denjenigen, der auf der Höhenloipe seine 12-Kilometer Runde zieht. Insgesamt ist dieses Gebiet beschaulich ruhig, zu Mittag finden alle Familienmitglieder in den Hütten gemütlich zusammen. Wen wundert‘s da noch, dass am besten Platz an der Talstation ein Urlaubsbauernhof wartet, wobei der Landwirt auch gleich für die Skischule verantwortlich zeichnet. Ski Guide Austria 2020

Zauchensee bildet dazu das Kontrastprogramm: hochalpin, kantig, turbulent. Hier, auf der anderen Seite des Ennstals, tobt das pralle Pistenleben, während es unten in den durch eine kleine Skischaukel verbundenen Talorten Radstadt und Altenmarkt vergleichsweise kleinstädtisch zugeht. Doch das hochgelegene Zauchensee, in dem diesen Winter die Speed-Damen im Jänner im Weltcup zu Abfahrt und Alpiner Kombination antreten, wird kontinuierlich skitechnisch aufgerüstet. Zuletzt gönnte Zauchensee zum runden 50er seines Bestehens seinen Gästen ein praktisches Geburtstagsgeschenk: Die legendäre Doppelsesselbahn am Weltcupberg Gamskogel wurde durch eine hochmoderne 6er-Sesselbahn mit Wetterschutzhauben ersetzt. Unverändert sind die hohe Schneesicherheit, denn das höchstgelegene Skigebiet der Region ist als „Schneeloch“ bekannt, was sich speziell Off-Piste optimal nützen lässt. Absolut sportlich geht es auf der Kogelalm zu. In dem professionellen Trainingszentrum stehen drei anspruchsvolle Pisten mit aus fernen Landen entliehenen Namen zur Wahl: Rodeo Drive, Larkpipe und The Wave. Das ideale Terrain für Skiclubs und sportliche Freizeitfahrer, die hier einmal unter rennmäßigen Bedingungen trainieren wollen. Aber schon allein die meist knochenharte Kälberlochpiste hat es in sich. Selbst wenn man sich im Tempo besser nicht an Mikaela Shiffrin oder Nici Schmidhofer orientiert. Vom Gamskogel wählen wir knapp neben der Abfahrt 9 eine perfekte Skiroute, die genug Platz für Experimente lässt, aber auch Tiefschneeneulinge nicht abschüttelt. Sie führt, wie fast alle Touren, wieder direkt ins Hoteldorf. Die einzige Abfahrt, die nicht in Zauchensee endet, setzt die Skischaukel vom Rosskopf nach Flachauwinkl fort. Ein toller Hang! Das Treiben darauf ist von der Tauernautobahn aus immer gut einzusehen. Denn genau dort liegt der stressfreie Einstieg für alle Tagesskifahrer. Sowohl Richtung Zauchensee, als auch Flachauwww.derskiguide.at


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SALZBURG

© Salzburger Sportwelt/skiamade

salzburger sportwelt

Adventmarkt in Altenmarkt

Wagrain-St. Johann sind hier die passenden Parkplätze vorhanden. Ins Skigebiet Zauchensee nutzen wir Highlander I und II. Ideal für Urlauber sind die um ein neues Haus von Ex-Weltmeister Michael Walchhofer erweiterten Ski-in-Ski-out-Hotels von Zauchensee. Wer sein Basislager lieber in Tallage aufschlagen will, bleibt unten in Altenmarkt. Dort lockt an Schlechtwettertagen zusätzlich die „Therme Amadé“ mit Loopingrutsche, elf Becken und fünf Themensaunen. Mit der 10er-Kabinenbahn Hochbifang sind gemütlich-familienfreundliche Hänge, ein kleiner Funpark samt Zeitmessstrecke und natürlich die Hütten von Altenmarkt-Radstadt erreichbar. Vom Hochbifang schlängelt sich auch die längste beleuchtete Rodelbahn ins Tal. Flachauwinkl, nach der Talfahrt von Zauchensee direkt über der Autobahn gelegen, wirkt auf den ersten Blick ein wenig als „Sackgasse“. Doch ehe wir den kurzen Busshuttle nach Flachau nutzen, genießen wir die Skischaukel über den Mooskopf nach Kleinarl. Ein weites, offenes Terrain, in dem absolut Höhenflüge angesagt sind. Konkret ist es der Absolut Park, der vor www.derskiguide.at

Perfekte Schneegaudi für die Kleinsten

allem die Jugend in den Bann zieht. Schon vor 20 Jahren hat hier das Snowpark-Leben begonnen. Meist startet man Anfang Dezember, aber wenn der Schnee passt, dann sind die ersten Lines schon an einigen November-Wochenenden intakt. Seit 2006 ist das Chillhaus zentraler Kulminationspunkt des Rider-Treibens. Ein „Schutzhaus“ der anderen Art. Mit einer Ramp und Boulderanlage, bestens frequentiert, wenn das Wetter nicht mitspielt. Ohne Konsumationszwang, aber mit Kalt- und Heißwasserspender, der ebenso eifrig genutzt wird, wie die Kicker vor der Tür. Der G-Link war viele Jahre lang das Missing-Link einer Region, die einst als 3-Täler-Skischaukel bekannt war. Inzwischen ist sie längst Teil der Salzburger Sportwelt die wiederum der pistenreichste Teil innerhalb von Ski amadé ist. Trotzdem: Flachau, Wagrain und St. Johann sind jede für sich mit der Skitradition eng verbunden. Seit einigen Jahren überspannt also die Pendelbahn das Tal, verbindet frei schwebend die beiden dicht erschlossenen Gipfel von Grießenkareck und Grafenberg. 2020 Ski Guide Austria


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Doch folgen wir der begonnenen Schaukelei gleich mit der ersten Attraktion, der Hermann Maier Weltcupstrecke. Denn Flachau kommt auch diesen Winter mit dem Damen-Nachtslalom zu medialen Ehren. Eine Veranstaltung, die man zwar nur vom Zielraum beobachten kann, dafür kriegt man dort die Stimmung und den Kampf um Hundertstelsekunden perfekt mit. Die Flutlichtanlage ist unglaublich, mindestens ebenso unglaublich ist aber, dass sie exakt an zwei Tagen im Jahr, nämlich rund um den Renntag leuchtet. Unsere Schaukelei geht am Hausberg von Hermann Maier, dem Grießenkareck weiter. Der ideale Skiberg ist zwischen Flachau und Wagrain von allen Seiten lückenlos von einem Liftnetz überzogen. Weitläufige, in der Regel optimal beschneite Hänge, die zu langen Carvingschwüngen einladen. Wenn es ein Manko gibt, dann ist es die Ähnlichkeit vieler der blau und rot markierten Abfahrten. Für Steilhangartisten ist die Region wenig fordernd: Selbst die beiden eher kurzen Steilhänge am Sonntagskogel und der Top-Liner-Mulde unterhalb des Saukarkopfs bilden nicht wirklich eine Ausnahme.

Massage direkt an der Piste

Ski Guide Austria 2020

Etwas oberhalb von Wagrain, an der Mittelstation der „Roten 8er“ Gondel, findet sich mitten in der großen, eine kleine Skischaukel. Wagrainis Winterwelt ist ein Kindertraum mit Übungsliften und Zauberteppichen, die für die ersten Skiversuche perfekt sind. Hier tummeln sich die Zwerge, denen viel mehr als nur erste Skierfahrungen geboten werden: Es sind Tiere zu füttern, im Iglu Schneehöhlen zu entdecken, ebenso wie das „Zwergenhaus“ als frei zugängliche Aufwärmhütte. Skikinderkarussell, Tubingbahn und ein Mini-Snowpark stehen für den Einstieg in coole Zeiten. Um zu sehen, wie diese Basis später im Teenageralter voll zur Entfaltung kommt, bewegen wir uns zur Mittelstation der „Flying Mozart“, um mit dem G-Link auf die andere Talseite zu gondeln. An Freitagen bietet sich am Grafenberg die Chance, sich noch einmal fit für die weiteren Fahrten zu machen. Das Massage Drive-in (10.00 - 16.00 Uhr) ist ein echtes Unikat. Die Abfahrten unterscheiden sich – abgesehen von der Skimovie-Strecke – nicht wesentlich vom Grießenkareck. Bis man den Sonntagskogel erreicht. Hier wandelt sich die Stimmung: Eine echte Schwarze stürzt neben dem Sessellift hinab. Fährt man oben beim Ausstieg ein Wäldchen weiter nach links, herrscht fröhliches Treiben an der Funslope mit ihren Wellenbahnen, Tunneln und Steilkurven. Hier bewegt man sich im fast waldfreien Gelände, die Pisten werden steiler. St. Johann ist als großes Finale nicht zu unterschätzen, schließlich leistet man sich hier sogar einen Schlepplift mit ausschließlich schweren Abfahrten. Puren Genuss bieten final die breit ausgeschlagenen Abfahrten vom Gernkogel Richtung St. Johann. Zuvor sollte man dort aber auf der neuen Aussichtsplattform das 360° Panorama der umliegenden Bergwelt genossen haben, ehe die letzten vier Abfahrtskilometer zur Buchaubahn häufig beweisen, wozu optimale Beschneiung imstande sein kann. www.derskiguide.at


SKIGEBIETE Salzburgerland

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SKIGEBIETE Salzburgerland

Rauris mit „Tilly“ das Maskottchen

Werfenweng

Rauris - Hochalmbahnen tel +43 (0)65 44 / 63 410 Die Goldgräberzeiten sind in diesem idyllischen Hochtal der Nationalparkregion vorbei. Ins Seidlwinkltal führt eine Loipe für Ausdauernde, während die sieben Lifte von leicht bis schwer alles zu bieten haben. Wunderbare Frühjahrstouren! Schneeschuhtrail Kolm Saigurn und zusätzlich einer der ersten Anbieter für Wiedereinsteiger „Ski-Comeback“. Kleines Skigebiet, aber alles drinnen: Lange schwarze Abfahrt, Rennstrecke, Funpark, Rodelbahn, Winterwanderwege. Lässt sich vielleicht auch mit den berühmten Literaturtagen in der ersten Aprilwoche kombinieren. 32 km Pisten. TK € 45,-

Werfenweng tel +43 (0)64 66 / 61 40 Im Vorzeigeort für sanfte Mobilität und Mitglied von „Alpine Pearls“, wo höchst vergnügliche Elektrofahrzeuge zur Verfügung stehen, fahren nur die Lifte klassisch. Recht neu ist noch der Zubringerlift zum Skigebiet aus dem Zentrum. Tipp: Schneeschuhwandern oder Langlaufen. Das Skigebiet ist nett und leicht, mit prächtiger Aussicht von der Bischlinghöhe. 9 Lifte. 27 km Pisten. TK € 42,50

Wildkogel-Arena, Neukirchen-Bramberg tel .:+43 (0)65 65 / 64 05 Zwei große Bahnen führen in ein rundum erlebenswertes Skigebiet und deren beide Talabfahrten sollte man nicht nur zur finalen Abfahrt www.derskiguide.at

Wildkogel-Arena

genießen. Einmalig: Die längste beleuchtete Rodelbahn der Welt und viel Familienprogramm. 19 Lifte, 75 km Piste. TK € 48,50. TOP TIPP: Hotel Wanderhotel Gassner Seite 444, Rodeln Seite 276

Grosseck - Speiereck tel +43 (0)64 72 / 80 08 Zwischen Mauterndorf und St. Michael. Ab 1,5 Tagen gelten die Skipässe auch im 15 Kilometer entfernten Obertauern. Eine echte Besonderheit ist die Speiereck-Hütte, die sinnigerweise am Großeck zu finden ist. Ohne Ibiza-Sound, ziemlich original, und ungewöhnliche Gerichte. Die Talabfahrten des vielleicht am stärksten unterschätzten Skigebiets Salzburgs, das erst auf 2.411 Metern seinen Höhepunkt erreicht, wurden verbreitert. Von oben führt eine anspruchsvolle Abfahrt – teilweise Buckelpiste – in die Mulde, von der Lifte auf drei Seiten führen. Irgendwo ist immer der passende Schnee. Neues FreerideGebiet, Familiendorado, Funpark. 10 Lifte. 50 km Pisten. TK € 43,50 TOP TIPP: Hotel ALMGUT 4*S Mountain Wellness Seite 443

Fanningberg (Mariapfarr) tel +43 (0)64 73 / 70 080 Dieses Skigebiet im Lungau wäre bekannter, wäre es leichter erreichbar. Ein abwechslungsreiches Tagesgebiet mit fünf Liften, wo man auch Speed aufnehmen kann und von der Fanninghöhe eine fordernde Skiroute lockt. Neu findet man hier nun ein in rustikaler Bauweise errichtetes Chaletdorf. 5 Lifte. 30 km Piste. TK € 43,50 2020 Ski Guide Austria

SALZBURG

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Rauris · Werfenweng · Wildkogel · Grosseck-Speiereck · fannigberg


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SKIGEBIETE Salzburgerland

© www.postalm.at

Katschberg · Gaissau-Hintersee · lofer · Hof · goldegg · LAMMERTAL · postalm

Postalm

Lofer

Katschberg tel +43 (0)47 34 / 83 88 80 Siehe Kärnten. 70 km Piste.

GaiSSau - Hintersee tel +43 (0)62 40 / 20 70 Leider der nächste Konkurs. Dieses Jahr wird der Liftbetrieb leider nicht aufgenommen. Schade um die 34 Pistenkilometer. Touren und Langlauf funktionieren aber bestens! TOP TIPP: Langlauf Faistenau Seite 271

LOFER TEL +43 (0)65 88 / 84 50 Neu ist ab diesen Winter die 8er-Sesselbahn Senderexpress, mit Bubbles, Sitzheizung sowie ein hebbares Förderband, das Kindern den Einstieg erleichtert. Ohnehin steht in der Almenwelt Lofer die Familie im Mittelpunkt. Das drückt sich auch bei den Liftkarten aus. Ab 3 Tagen fahren Kinder Jahrgang 2013 bis einschließlich 2004 in Begleitung eines Erwachsenen gratis. Die längste Abfahrt hat immerhin 9 km, die Bahnen vom Tal hinauf sind top, durch die Beschneiung des FIS-Hanges wird nicht nur die Basis für junge Rennstars gelegt. 12 Lifte, 46 km Piste. TK € 45,TOP TIPP: Skischule Sturm Seite 384

Hof bei Salzburg TEL +43 (0)699 / 15 55 40 80 Die zwei Nussbaumerlifte sind nette Lifterln zum Lernen und nach der Arbeit. Deshalb Ski Guide Austria 2020

Lammertal

zeichnen sie sich auch durch zwei Besonderheiten aus: 3-Stunden-Karten um 10 Euro – weil länger ist der Lift unter der Woche gar nicht in Betrieb. Dafür am Wochenende ganztags und vor allem am Freitag und Samstag bei Flutlicht von 16 bis 21 Uhr. 2 Lifte, 2 km Pisten.

Goldegg am See tel +43 (0)64 15 / 81 17 Zählt zu Ski amadé und überrascht mit einem kurzen Steilhang. Immerhin sind hier fünf Schneekanonen im Einsatz. In guten Jahren auch tolles Loipengebiet. Normalerweise kein Gedränge, ausreichend Parkplätze. 2 Schlepplifte, 5 km Piste. TOP TIPP: Schlosshotels Seite 412

Lammertal mit ANNABERG - LUNGÖTZ, ABTENAU, ST. MARTIN tel +43 (0)62 45 / 70 050 (Tennengau) Diese eigenständigen Salzburger Gebiete sind besonders durch den Annaberger Marcel Hirscher bekannt. Skitechnisch zählen sie zum grenzüberschreitenden Kartenverbund Dachstein-West im Kapitel Oberösterreich.

Postalm Arena tel +43 (0)61 37 / 73 30 Nach mehreren Eigentümerwechseln innerhalb weniger Jahre geht es nun wirklich weiter. „Die Lifte sind so, wie sie immer waren. Es gibt keine großen Hotels, keine Après-Ski-Discos und kein www.derskiguide.at


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SKIGEBIETE Salzburgerland

st.gilgen · WALD-KÖNIGSLEITEN · hallein · UNKEN · UNTERSBERG · FagERALM · PIESENDORF · schönfeld

Fageralm - Forstau

Piesendorf - Erlebnisberg

Ballermann Ambiente“, sagt man über sich. Und es stimmt: Österreichs größtes zusammenhängendes Almgebiet ist naturbelassen. Langlauf und Skitouren locken als Alternativen und an der Gschlössl-Bahn warten immerhin zwei anspruchsvolle Pisten auf Fortgeschrittene. Die Straßenmaut ist im Ticketpreis enthalten. TK € 36,-

Untersberg (Grödig bei Salzburg) tel +43 (0)62 46 / 72 477

Zwölferhorn - St. Gilgen tel +43 (0)62 77 / 23 50

Gar nicht so kleines, eigenständiges Skigebiet. Gehört zu Ski amadé Reiteralm und bietet Boardercross, Märchenwald und eine „Goliath-Riesenschaukel“ am Gipfel. Pflicht: Mit Gratisfernrohr vom Gipfel des Hinterfanger ins Rund blicken. 7 Lifte. 15 km Piste. TK € 55,50

Die gelben Nostalgiegondeln fahren noch immer – und so lässt sich bei guter Schneelage der 12er für Tourenabfahrten nutzen. Keine präparierten Pisten mehr.

Wald - Königsleiten tel +43 (0)65 65 / 82 430 Alles weitere Zillertal Arena/Tirol.

Zinkenlifte - Hallein tel +43 (0)62 45 / 85 105 Gleich zwei Olympiasieger entstammen diesem Miniskigebiet: Anna Veith und Thomas Stangassinger. Reine Anfängerpisten sind das wirklich nicht. 3 Lifte, 8 km Piste, TK € 27,40

UNKEN - Heutal TEL +43 (0)65 89 / 20 055 Sonntagshorn, Dürnbachhorn und Peitlingsköpfl sind Tourentipps. Tourenlehrpfad, 50 Loipen-km. Gratisübungslift für Kinder, 2 Rodel- und eine Zipflbobbahn. 4 Lifte. 13,5 km Piste. TK € 28,www.derskiguide.at

Ein Unikat im Naturpark. Tourenskiabfahrt 20 Minuten von der Bergstation. Bergfahrt € 12,50

Fageralm - Forstau tel +43 (0)64 54 / 73 57 oder 84 16

Piesendorf Erlebnisberg tel +43 (0)65 49 / 72 39-0 Kinder- und Jugend-Skierlebnispark. Fun-Rodeln, Sky-Gliding, Snow-Tubing, Zipflbob. Individuelle Tickets Fun + Card. 2 Lifte. 2,5 km Piste.

Schönfeld - Thomatal Tel +43(0)64 76 / 250-15 Kleines, mit einem Jugend- und Familiengästehaus ausgestattetes Lungauer Gebiet. Preisgünstig & schneesicher, da 1.740 Meter hoch gelegen. Gute Loipen (€ 3,-). 2 Lifte, 3 km Piste. TK € 24,-(2019) 2020 Ski Guide Austria

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Zwölferhorn (St. Gilgen)


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Die Mitglieder der Skiregion Ostalpen betreiben ihre jeweiligen Seilbahn- und Liftanlagen sowie die Pisten jeweils eigenverantwortlich und rechtlich selbstständig. Der Erwerb einer Ostalpen Card berechtigt den Gast zur Benutzung der umfassten Skigebiete. Der konkrete Leistungsvertrag kommt aber jeweils nur mit jenem Betrieb zustande, dessen Anlagen gerade benützt werden. Die allfällige Haftung gegenüber den Gästen, sei es aufgrund vertraglicher oder gesetzlicher Bestimmungen für Vorfälle aus bzw. beim Betrieb und der Benützung der Seilbahn-, Liftanlagen und Pisten, trifft daher ausschließlich jenen Betrieb, in dessen Verantwortungsbereich sich der Vorfall ereignet. Eine Haftung der übrigen Partner der Skiregion Ostalpen besteht nicht.


VON BAD MITTERNDORF BIS SCHLADMING

STEIER MARK www.derskiguide.at

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SKIGEBIETE Steiermark Einleitung

Steiermark Uriger Charme und moderne Infrastruktur im WM-Land Die Steiermark ist eine Überraschung für Wintersportfans: Rund 80 Ski­­gebiete gibt es dort, und gemessen an der Zahl der Möglichkeiten zum Skifahren beziehungsweise Snowboarden, liegt die Grüne Mark im Österreichvergleich ganz vorne – nur Tirol bietet mit knapp 100 Skigebieten noch mehr. Freilich sind die Skigebiete in der Steiermark nur selten mit den Paraderegionen in Westöster­reich zu vergleichen. Denn meistens fehlt nicht nur die Größe, sondern auch das Internationale und das manchmal Übertriebene ihrer großen Mitbewerber. Das hat in den vergangenen Jahren leider auch dazu geführt, dass eine Reihe kleiner bzw. mittlerer Skigebiete zugesperrt haben. Wie etwa die Hebalm im Steirisch-Kärntner Grenzgebiet oder auch die Lammeralm, das Alpl oder die Stubalpe. Es gibt aber noch genügend andere kleinere Gebiete – und gerade die Urigkeit und Bodenständigkeit, verbunden mit der regionalen Kulinarik, machen den beson­deren Charme und Reiz der steirischen Skigregionen aus. Dennoch: Es wird auch immer wieder investiert, damit der Standard passt. Das mit Abstand bekannteste Gebiet ist sicher die Region Schladming, in der bereits 1982 alpine Ski-Weltmeisterschaften stattfanden und wo sich im Februar 2013 erneut die weltbesten Skiläuferinnen und Skiläufern gemessen haben. Die Ski WM hat der Region, einen neuerlichen enormen Schub gegeben – immerhin flossen rund 400 Millionen Euro in den Großevent und damit verbundene Infrastrukturmaßnahmen. Diese Saison erfolgte mit der 26,5 Millionen Euro teuren Neuerrichtung der Hauptseilbahn die bislang größte Investition in der Unternehmensgeschichte. Jetzt gibt es dort eine top moderne leistungsfähige 10erKabinenbahn „D-Line“ mit 153 Gondeln und einer Ski Guide Austria 2020

Förderleistung von 3.800 Personen pro Stunde. Der Weltcup Nachtslalom der Herren Ende Jänner in Schladming, ist längst ein Fixpunkt im WeltcupZirkus. Das reizende Städtchen ist das Zentrum dieser Vier-Berge-Skischaukel. Neben der Planai gehören dazu noch Hauser Kaibling, Hochwurzen und Reiteralm. Die vier Gebiete sind miteinander verbunden und bieten zusammen mehr als 100 Pistenkilometer. Nicht weit entfernt sind auch die Ramsau und das Dachsteinmassiv Teil des Verbunds, wo sich neben Skiläufern und Snowboardern vor allem Langläufer bei einem Angebot von 220 Kilometern Loipen wohlfühlen. Dazu kommen etliche kleinere Gebiete im näheren Umfeld, die die Region äußerst ­attraktiv für Winterurlauber machen, da auch genügend Winterwanderwege und klassische Alternativangebote wie Rodelbahnen, Eisstockschießanlagen und Eislaufmöglichkeiten vorhanden sind. Auch der Kreischberg bei Murau und das nahe gelegene Lachtal, wo 2015 die Freestyle Ski & Snowboard-WM stattfand, gibt einiges her. Nämlich Halfpipe, Slopestyle Parcours, Snowboardcross oder Big Air-Schanze. Das Lachtal, wo die Slalom- und Riesenslalom-Parallelbewerbe ausgetragen wurden, punktet mit einer besonderen Naturnähe. Im steirischen Salzkammergut gaben Tradition und Gemütlichkeit den Ton an: Mit Altaussee und dem Loser, wo mittels Crowdfunding eine neue Beschneiungsanlage finanziert wurde, sowie mit der Region Tauplitz-Bad Mitterndorf, wo heuer 1,5 Millionen Euro in die Modernisierung der Infrastktur – u.a. in neue Kassen und ein größeres Skidepot investiert wurde, gibt es dort ein sehr gutes Angeboten für alle Schneefans. Umfangreiche Möglichkeiten für Skifah­­rer und Snowboarder bietet www.derskiguide.at


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SKIGEBIETE Steiermark Einleitung

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Skigebiete Steiermark

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STEIERMARK

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Mariazeller Bürgeralpe

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Tauplitz Bad Mitterndorf 40 Lachtal 9 41 Kreischberg-Murau 43 Lobmingtal

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Brunnalm-Hohe Veitsch Kaiserau - Admont Grebenzen Hohentauern Planneralm Weinebene Dachstein Gletscher Elfenberg Mautern Galsterbergalm Hauereck St. Kathrein a. Hauenstein Hirschegg Modriach-Winkel Mönichwald Hochwechsellifte Murauer Frauenalpe Niederalpl Mürzsteg

auch die Obersteiermark – vom malerischen 'Mariazell, wo heuer eine neue Seilbahn vom Ortszentrum aus eröffnete, bis zum Stuhleck nahe dem Semmering kommen insbesondere Familien auf ihre Kosten. Nicht zu vergessen eine Vielzahl kleiner Gebiete, wo auf unspektakuläre Weise Wintervergnüngen geboten wird. Beispielsweise die Aflenzer Bürgeralm, die u.a. mit einem Skitouren-Anfängerzentrum samt zwei Schneewww.derskiguide.at

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Obdach Rieseralm-Obdach Parfußwirtlifte Trahütten Präbichl Salzstiegl Seewiesen Seeberg Sonnberglifte-Wald a. Schoberpass St. Jakob im Walde Stoderzinken-Ski amadè Teichalm Lifte Tonnerhüttenlift Tragöß Turnau-Schwabenbergarena Riesneralm

taxis und zwei neuen Schleppliften aufwartet. Die Steiermark bietet in Summe viele Möglichkeiten für Touren­geher; das bodenständige kulinarische Angebot ist nicht zuletzt auch wegen des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses bekanntermaßen überzeugend. Fazit: Die Grüne Mark ist zünftig, naturnah, abwechslungsreich und für Skifahrer und Snowboarder immer einen Abstecher oder längeren Aufenthalt wert. 2020 Ski Guide Austria


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SKIGEBIETE Steiermark

Schladming – Vier-Berge-Skischaukel Vier Gebiete, maßgeschneidert für Wintersportfans DAS SKIGEBIET, in dem im Februar 2013 zum zweiten Mal die alpine Skiweltmeisterschaften durchgeführt wurden, firmiert als 4-Berge-Skischaukel. In Wahrheit inkludiert der an der Südseite des Ennstals dicht erschlossene Höhenrücken weit mehr. Vom Westen kommend startet man von Forstau auf die Fageralm, ab Gleiming und Pichl geht’s auf die Reiteralm – und damit ins Kerngebiet der Vier-Berge-Skischaukel, die sich bis zum Hauser Kaibling zieht. Die von einem Hüttendorf gezierte Reiteralm, wo zuletzt ein neuer Crosspark errichtet wurde, ist durch ihren „Frühstart“ berühmt. Nirgendwo werden die Pisten so früh „weltcuptauglich“ beschneit. Gefördert wird das durch die tendenziell eher nördliche Ausrichtung der Schladminger Pisten. Sonst wäre das Schladminger Schneewunder noch größer, starten die Lifte doch bereits auf 750 bis 800 Metern Seehöhe. Ab der Reiteralm darf geschaukelt werden. Abwechslungsreiche Pisten, die allen Ansprüchen gerecht werden und die ausgiebig zum Carven einladen. Zentrum des Gebiets ist das schöne Städtchen Schladming mit einem breiten Gastro- und Übernachtungsangebot für alle Brieftaschen. Auch Après-Ski und Nightlife kommen nicht zu kurz. Gleich neben der Talstation der Planai-Bahn befindet sich der rustikale MegaUnterhaltungstempel Hohenhaus Tenne, am Berg 15 sogenannte Genuss-Specht-Wirte sowie insgesamt 61 gemütliche Skihütten, die mit regionalen Schmankerln zum Einkehrschwung locken. SPORTLICH IST ALLES TOP: Die Planai WM-Piste ist legendär, und mit Investionen in Höhe von 400 Millionen Euro wurde das Gebiet für die letzte SkiWM aufgerüstet und auf den modernsten Stand gebracht. Mittlerweile gibt es im ganzen Skigebiet mehr als 120 Hot Spots mit Gratis W-Lan. Im Superpark Planai kann man sich bei seinen Moves über die Schanzen filmen lassen und das danach im Netz downloaden. Es wird weiter laufend investiert – zuletzt in den neuen Gastro- und Après Ski-Hotspot Ski Guide Austria 2020

Alm Arena und Mühlstodl am Hauser Kaibling sowie in die neue 10er-Gondelbahn Planai. Heuer erfolgte auf der Planai mit der 26,5 Millionen Euro teuren Neuerrichtung der Hauptseilbahn „D-Line“ (153 Gondeln und 3.800 Personen Förderleistung pro Stunde) die bislang größte Investition in der Unternehmensgeschichte. Bemerkenswert ist nach wie vor das Parkhaus bei der Talstation „Planet Planai“, wo auf die verschiedenen Etagen mit den Skiern zugefahren werden kann. Und jeder, der erstmals vor dem finalen Planai-Steilhang steht, ist beeindruckt. Die Talabfahrten der Region sind überwiegend schwierig und hart. Das gilt auch für den skifahrerisch mit der Planai eine Einheit bildenden Hauser Kaibling, der aber abwechslungsreiche Pisten für jeden bietet. Das kulinarische Angebot kann sich ebenfalls sehen lassen. Am Hauser Kaibling befindet sich mit 2.015 Metern Seehöhe übrigens der höchste Punkt der Vier-Berge-Schaukel. In die andere Richtung geht es zur Hochwurzen und über zum Teil weitläufige Verbindungspisten wieder zur Reiteralm, wo zuletzt in Pistenverbreiterungen, die Kinderland-Vergrößerung und einen neuen Parkplatz investiert wurde. Neu ist auch die sogenannte „Kids Cool Running“-Rennstrecke für Kinder mit Zeitnehmung. EINE DER WOHL BEEINDRUCKENDSTEN TOUREN im Alpenland befindet sich ebenfalls in der Region: Österreichs Nationalskitour, die Dachstein-Überquerung nach Hallstatt. Hierbei wird eine Strecke von 25 Kilometer und ein Höhenunterschied von 2.000 Meter geschafft. Für diese Tour, die vier bis fünf Stunden dauert, ist keine Tourenausrüstung notwendig (siehe auch Kapitel Touren). Die Kultabfahrt „Edelgrieß“ gilt als eine der schönsten Freeride-Abfahrten der Alpen. Das Ergebnis: Atemberaubende 18 Kilometer Freeriding durch das Dachstein-Massiv bis nach Ramsau am Dachstein. Und nicht zu vergesssen: Das Loipennetz in der Region Schladming-Dachstein beträgt herausragende 435 Kilometer. www.derskiguide.at


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© www.4berge.at

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4-Berge-Skischaukel: schladming, Hauser Kaibling, Hochwurzen, reiteralm Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen Loipen DIE STEILSTE PISTE Tiefschnee Besonderheiten

Ski Guide Austria 2020

Pisten von 745 bis 2.015 Meter Seehöhe Gesamt 123 km / Leicht 47 km / Mittel 68 km / Schwer 8 km, Pistenfläche 220 ha Gesamt 43, Planai & Hochwurzen 41.067, Hauser Kaibling 16.170, Reiteralm 17.200 Personen. 4 Berge Skischaukel (Herzstück der Region Schladming-Dachstein) Ski amadé: Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 55,50 / 41,50 / 28,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 275,50 / 206,50 / 138,Junior Weekend Discount für Kinder und Jugendliche mit bis zu 35 Prozent Rabatt, Sixty Plus (Senioren Ermäßigung), Minicard, ab dem dritten Kind einer Familie Freifahrt für das dritte und alle jüngeren Kinder und Jugendlichen, Osterfamilienaktion. Gesamt 85 km, klassisch 65 km, in der Vier-Berge-Skischaukel, in der Region 220 km, Höhentrainingsloipen am Dachsteingletscher auf 2.700 Meter Höhe, 4 km beleuchtete Nachtloipe. Black Rose Reiteralm 80 % Gefälle, Planai Zielhang 52 % Gefälle Osthang Hauser Kaibling, Gasslhöhe und Hahn'l (Reiteralm). Geführte Schneeschuhwanderungen sowie Skitouren, Nachtskifahren und Nachtrodeln Hochwurzen, Leben wie die Eskimos(Iglu-Bau), Pistenpräparierung Live (im Pistengerät dabei),

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STEIERMARK

SKIGEBIETE Steiermark

Events

Infotelefon

Tourismusverband

Pferdeschlittenfahrten, Tourenski, Snowparks, Freeride, Rennstrecken mit Zeitnehmung. 23.11.2019: Krampuslauf Schladming 20.12. - 22.12.2019: FIS Weltcup der Nordischen Kombination, Ramsau am Dachtstein 22.01.2020: The Nightrace - FÌS Nachtslalom der Herren 01.04. - 05.04.2020: 29. Puntigamer Musikanten Ski-WM Planai-Hochwurzen, Tel.: +43 (0)687 / 22 042 Hauser Kaibling, Tel.: +43 (0)36 86 / 30 30 Reiteralm & Fageralm, Tel.: +43 (0)64 54 / 73 570 Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH, 8970 Schladming, Ramsauerstraße 756 Tel.: +43 (0)36 87 / 23 310, info@schladming-dachstein.at

HOTELS: Schladming: Mitterhofer Seite 445, Schütterhof Seite 445, Gletscher: Seite 238, Nachtski: Seite 266, Rodeln: Seite 277, Hochdkultur: Seite 282, Schlosshotel: Seite 412

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SKIGEBIETE Steiermark

Ramsau Sonnige Skiwiesen und Langlauf-Dorado Ramsau am Dachstein, nahe der WM-Region Schladming ist ein Teil der Urlaubsmarketingregion Schladming-Dachstein. Weil es aber als Langlaufund Touren-El-Dorado gilt, wird es hier gesondert behandelt. Die Ramsau ist dank ihrer geografischen Lage vom Schneereichtum westlicher Wetterströmungen begünstigt. Abgeschirmt vom majestätisch anmutenden Dachstein öffnet sich das Hochplateau nach Süden hin und wird von der Sonne von früh bis spät beschienen. Auf diesem natürlichen Sonnenbalkon befinden sich die laut Eigenangaben „sonnigsten Skiwiesen Österreichs“. Zwölf Liftanlagen am Hochplateau in einer Höhe von 1.200 bis 2.700 Meter Seehöhe stehen Skifahrern und Snowboardern zur Verfügung – bis auf eine sind alle Schlepplifte. Die Skiwiesen am Hochplateau sind besonders für Anfänger ideal. Der Rittisberg oder die Höhenpisten am Gletscher sind dann die nächste Stufe hin zum Profi-Carver. Von den insgesamt 25 Pistenkilometern fallen zehn in die Kategorie mittel und lediglich eine in die Kategorie schwer. Hervorzuheben sind etwa die Familienabfahrten am Rittisberg, wo heuer im Kaliland ein 60-Meter-Kinderförderband errichtet wurde. Am Rittisberg gibt es seit heuer aber auch eine RennTrainingspiste. Und ganz besonders ist natürlich die Freeride-Strecke übers Edelgrieß in die Ramsau. Eine Abfahrt mit bis zu 1.500 Höhenmetern im Bereich des landschaftlich sehr eindrucksvollen Dachsteinmassivs. Auch ein Funpark, eine Boardercross-Strecke und eine Halfpipe sind vorhanden. Erwähnenswert ist das besonders schneesichere Ganzjahresskigebiet Dachsteingletscher, das von der Ramsau aus erreicht werden kann und bis auf 2.700 Meter reicht. Hinauf geht es seit einiger Zeit mit einer Panoramagondel. Auf deren Dach ein Balkon für zehn Personen ein spektakuläres Fahrerlebnis während der 1.000 Höhenmeter umfassenden stützenlose Auffahrt bietet. Oben geht es in dieser Tonart weiter – eine Ski Guide Austria 2020

Hängebrücke ermöglicht eine Aussicht über die höchsten Berggipfel Österreichs und freien Blick auf die schroffen Felsen des Dachstein-Massivs in bis zu 400 Meter Tiefe und bis auf das Ramsauer Plateau. Ganz Mutige können über die 14 Stufen der „Treppe ins Nichts“ auf eine Plattform aus Glas gehen, die Sie über die Felsen „schweben“ lässt. Vom Plateau aus läßt sich übrigens eine der schönsten Skitouren im gesamten Alpenraum – die Dachsteinüberquerung, auch bekannt als „Österreichs Nationalskitour“ – mit Ziel in Obertraun angehen. Für die ganz Kleinen wiederum gibt es Kalis Wunderwelt, bei der mittels G­ esamtkonzept Märchen, Kunst und Wintersport vereint sind. Die Ramsau ist schon deshalb familienfreundlich, weil sie die Möglichkeit zum Wintersport ohne Stress und abseits des Massentourismus bietet und überfordert auch Wiedereinsteiger mit ihren zahlreichen blauen und roten Abfahrten nicht. Und wie gesagt: die VierBerge-Skischaukel um Schladming ist auch nicht weit entfernt. Vor allem ist das Gebiet wie gesagt ein echtes Dorado für Langläufer: Sage und schreibe 220 Kilometer Loipen, davon 70 Kilometer Skating-Loipen ­­laden zum nordischen Cruisen und Landschaft genießen ein und sprechen sowohl Profis als auch Amateure an. Für alle, die gezielt trainieren wollen, können dies im neu errichteten Fischer Skileticspark im WM-Langlaufstadium in Ramsau Ort tun. Auch in den Biathlonsport, also der Kombination aus Langlaufen und Schießen, können sich Interessierte durch erfahrene Trainer einweisen lassen. Darüber hinaus runden weitläufige Winterwander-wege und die ­Möglichkeit zum Schneeschuhwandern, Rodeln oder Skispringen die sportive – und eine Vielzahl von Hütten, Restaurants und Lokalen die kulinarische – Angebotspalette ab. www.derskiguide.at


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© www.skiregion-ramsau.at

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Ramsau Dachstein Höhenlage Pistenkilometer Lifte Skigebiet(e) Preise ERmässigungen LOIPEN TIEFSCHNEE Besonderheiten TOPENENT(S) DER SAISON News Auskunftstelefon Tourismusverband

Piste von 1.100 bis 1.650 Meter Seehöhe Gesamt 25 km / Leicht 14 km / Mittel 10 km / Schwer 1 km Gesamtanzahl 12 Skiregion Ramsau am Dachstein Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 39,- / 29,50 / 19,50 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 202,50 / 152,- / 117,Minicard für Kinder bis 6 Jahre. Gesamt 220 km, Classic 150 km, Skating 70 km Österreichs Touren Eldorado – insgesamt 16 Skitouren-Routen, Übergänge und Steilabfahrten ab der Bergstation Dachstein-Gletscher-Bahn, Schwadering, die Freeride Abfahrt „Edelgrieß“ gilt als die schönste Freeride Abfahrt der Alpen. Dachsteinüberquerung. Kalis Erlebnispisten, 4 Kilometer beleuchtete Nachtloipe, Winterwanderwege: 70 km, Nachtrodeln: 3,5 km am Rittisberg Di/Mi/Fr von 19.00 bis 23.00 Uhr, Pferdeschlittenfahrten. 06.12. - 08.12.2019: Nordic Winter Opening 20.12. - 22.12.2019: FIS Weltcup Nordische Kombination 10.01. - 12.01.2020: Tour de Ramsau/Dachstein Schneeanlagenerweiterung Rittisberg, 60 Meter Kinderförderband im Kaliland. Tel.: +43 (0)36 87 / 81 776 Tourismusverband Ramsau am Dachstein, Ramsau 372, 8972 Ramsau am Dachstein, Tel.: +43 (0)36 87 / 81 83 38, info@ramsau.com, www.ramsau.com

Gletscher: Seite 238, Langlauf: Seite 270, Skitour: Seite 297

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Stuhleck Die weitläufige Alternative zum Semmering Das Skigebiet Stuhleck ist von Wien aus kommend gleich hinter dem Semmering gelegen, und seit dem Bau des Semmering-Straßentunnels, leicht und schnell erreichbar. Dementsprechend stark angenommen wird das Stuhleck daher – insbesondere an Wochenenden und in Ferienzeiten, denn auch von Graz aus ist man über die S6 rasch dort. Hinzu kommen noch zahlreiche Besucher aus der Slowakei und Ungarn. Das Stuhleck ist eines der beliebtesten Skigebiete in der Region – nicht zu unrecht, denn von Osten her kommend ist es das erste größere Gebiet mit entsprechender Alpinanmutung. Mit 1.782 Metern ist es zudem der höchste Berg am Ostrand der Alpen und mit 26 Pistenkilometern das größte Gebiet in Ostösterreich. Es wurde in den vergangenen Jahren sukzessive ausgebaut und modernisiert – auch die moderne Technik kommt dort zum Einsatz etwa durch GPS bei der Schneehöhen-Messung zur effizienteren und zuletzt wieder verstärkten Beschneiung oder bei W-Lan Hotspots. Schon 1891 war das Stuhleck zudem der erste Gipfel, der mit Skiern bestiegen wurde – was die Region um den Semmering zu einer „Wiege des Skisports“ macht. Am 2. Februar 1893 – also vor rund 125 Jahren – fand am Stuhleck das erste Skirennen Europas statt, worüber auch das Wintersport-Museum Mürzzuschlag informiert. Das ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Ski Guide Austria 2020

Noch heute ist das Stuhleck bei Tourengehern ein beliebter Berg, was die vielen Aufsteiger am Pistenrand dokumentieren, die in der Regel das Alois-Günther-Haus am Gipfel als Ziel haben. Der Blick von dort oben ist erhebend und reicht von der Obersteiermark über Wechselgebiet und Wiener Becken bis zum Neusiedler See und nach Ungarn. Seit vor etlichen Jahren der langsame WeißenelfSchlepplift durch einen modernen 6er-Sessellift ersetzt wurde, kommt man am Stuhleck recht rasch von einer Abfahrt zur nächsten. Vorausgesetzt, man steht nicht zu Stoßzeiten an der Tal- oder Mittelstation der Stuhleckbahn. Dort gibt es auch die Skipässe, die mittlerweile auch via Internet geordert werden können. ist Man aber einmal auf der Piste, so steht dem Vergnügen nichts mehr im Weg. Von der Bergstation gibt es mehrere Abfahrten bis ins Tal – hervorzuheben sind die Promi-Abfahrt und die anspruchsvolle Steinbachalm-Piste. Zusätzlich gibt es noch eine Nachtpiste, in die auch der Snowboard Funpark eingebunden ist und eine WISBI-Rennstrecke. Neu ist das Skimovieangebot mittels dem die Bewältigung eines 250 Meter langen Riesentorlaufkurses aufgenommen werden kann. Der vor einigen Jahren zusätzlich zum bestehenden „Blue Tomato Snowpark“ errichtete „Beginner Park“ bei der Promibahn hat so großen Anklang gefunden, www.derskiguide.at


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stuhleck Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ermässigungen Loipen Besonderheiten events

Auskunftstelefon Tourismusverband

Piste von 818 bis 1.774 Meter Seehöhe Gesamt 26 km / Leicht 20 km / Mittel 6 km / Pistenfläche 120 ha Gesamtanzahl 10, 15.500 Personen Stuhleck Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 46,- / 40,- / 22,50 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 204,- / 177,50 / 102,Gruppenermäßigung ab 20 Personen. 2 km Classic Skimovie, Fotopoint, Skyline Höhenmeter, Nachtpiste (Sonnenlift), 5 km lange Naturrodelbahn, Tubingbahn, 4 Snowparks, Semmi's Kinderland. 12.12. - 15.12.2019: Skiopening, Familienskifest mit Livemusik und gratis Skitests 30.11./07.12./14.12.2019: Bergadvent am Stuhleck – Steiermarks höchstgelegener Christkindlmarkt 25.01.2020: Snow & Beef mit Grillweltmeister Adi Matzek Tel.: +43 (0)38 53 / 270, Tel.: +43 (0)38 53 / 333 (Schneetelefon) Tourismusverband Semmering Waldheimat Veitsch, 8680 Mürzzuschlag, Wiener Straße 9, Tel.: +43 (0) 38 52 / 25 56, www.semmering-waldheimat-veitsch.at

Funpark: Seite 262

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dass zuletzt ein weiterer Snowpark in Betrieb ging. Im Blue Tomato Snowpark und im Beginnerpark kommt übrigens eine „Buzzer Cam“ zum Einsatz: Durch Drücken eines Buzzers im Snowpark wird eine Videoaufzeichnung gestartet die den Rider aufnimmt während er über die Obstacles fährt. Jeder Videoclip kann dann auf der Homepage www. stuhleck.com herunterladen und auch verschickt werden.

Kinder freuen sich über Stuhleck-Maskottchen "Semmi"

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© Bergbahnen Stuhleck, © Erich Reismann

Am Stuhleck wird versucht, technisch immer am Puls der Zeit zu sein: So wurden zuletzt 5,5 Millionen Euro in die Erweiterung der Beschneiungsanlage und die Errichtung einer neuen Piste entlang der beliebten Stuhleck-Abfahrt investiert.

Abgerundet wird das Aktivprogramm des Stuhlecks durch eine Tubingbahn und eine fünf Kilometer lange Naturrodelbahn. Und auch kulinarisch hat das Stuhleck mit zehn Gastronomiebetrieben – vom modernen Panoramarestaurant, über das Bergrestaurant Friedrichhütte bis zur urigen Schwaigerhütte – einiges zu bieten. Das an der Bergstation Weißenelfbahn gelegene Panoramarestaurant W11 wurde im Vorjahr um eine neue Snowlounge erweitert, die auch bei Schlechtwetter oder Schneefall einen gemütlichen Platz mit Kaminofen und Ausblick auf das Skigebiet bietet. Ab heuer laden zusätzliche „Strand Cabanas“ zum Verweilen auf der Terrasse ein. Mehr Platz für Skier gibt es im neuen Skidepot bei der Talstation.

Lounge am Berg mit toller Ausicht

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garantie 26 km prämierte Pisten 100% Schnee Ski-Movie hochmoderne Sesselbahnen Speed-Check PhotoPoint Nachtpiste rnt Nur 1 Stunde von Wien und Graz entfe rittene SnowParks für Einsteiger und Fortgesch SnowTubing 5 km Naturrodelbahn uvm.

Linz

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Nur 100 km von Wien und Graz entfernt!

...nah genug für jeden jeden freien Tag!


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Mariazeller Bürgeralpe Zünftiges Schneevergnügen im Wallfahrtsort SpaSS im Schnee für die ganze Familie ist das Motto der zwischen 890 und 1.267 Meter hohen Mariazeller Bürgeralpe, die im steirisch-niederösterreichischen Grenzgebiet liegt. Erreicht werden kann sie von Norden her von der Westautobahn A1 bei St. Pölten und vom Süden her von der Semmeringschnellstraße S6 ab Mürzzuschlag. Ist man einmal dort, geht es mit einer neuen Gondelumlaufbahn (Eröffnung am 2. Dezember 2019) direkt vom Zentrum Mariazells aus auf den Berg. In den neuen Bürgeralpe Express wurden rund acht Millionen Euro investiert; zusätzlich flossen weitere drei Millionen in die Erweiterung der Beschneiungsanlage, in die Pistengerätehalle, in die Bergarena und in die Steigerung der Attraktivität des Freizeitangebots am Berg. Und auch die zwei Jufa-Hotels wurden renoviert, so dass in Summe 19 Millionen Euro investiert wurden. Auch vom Ortsrand des nahe gelegenen St. Sebastian aus kann die Bürgeralpe mit einem 4er-Sessellift befahren werden; dort gibt es auch einen Übungslift. Unter dem 4er-Sessellift führt auch die einzige schwarze Piste – die FIS I Nord-West-Abfahrt – auf rund zwei Kilometern Länge ins Tal. Ein weiterer Sessellift führt von der a­ nderen Seite Mariazells auf die Bürgeralpe. Von oben offenbart sich ein schöner Panoramablick ins Mariazeller Land, und von dort gehen auch die Pisten sternförmig ins Tal. Insgesamt stehen den Skifahrern und Snowboardern acht Pisten mit elf Kilometern Länge zur Verfügung – abgesehen von der roten Familienabfahrt und der schwarzen Rennpiste alles blaue also leichte Strecken. Somit kommen sowohl Könner als auch Anfänger auf ihre Rechnung. Grundsätzlich kann die mit dem „Steirischen Pistengütesiegel“ prämierte Bürgeralpe als ausgesprochenes Familienskigebiet bezeichnet werden, das auch auf Wiedereinsteiger abzielt und in dem Schulskikurse ebenfalls gut aufgehoben sind. Für Boarder gibt es einen Funpark mit VideoaufzeichSki Guide Austria 2020

nung, ebenso Gratis-W-Lan und einen Fotopoint. Erwähnenswert ist auch der Skikartenverbund mit den Skigebieten Gemeindealpe Mitterbach und Annaberg. Die geografische Lage des Mariazeller Landes beschert der Bürgeralpe in der Regel überdurchschnittlich viel Schnee für diese Höhen­lage. Wintersportler, denen der Sinn nach Abwechslung steht, können auch eine Fahrt auf der 1,7 Kilometer langen Rodelbahn unternehmen, die vom Gipfel direkt ins Ortszentrum führt: Die lädt übrigens auch am Abend zu einer zünftigen Rodelpartie ein. Ausgestattet mit 33 Beleuchtungskörpern geht es nächtens gut beleuchtet direkt hinunter ins Ortszentrum – ein besonderes Erlebnis. Ein Funpark für Snowboarder ist ebenfalls vorhanden, und auch klassischen alpenländischen Wintervergnügungen wie Eisstockschießen, Eislaufen und Pferdeschlittenfahren kann gefrönt werden. Neu in dieser Saison ist zudem ein 2,5 Kilometer langer Skitourenweg von St. Sebastian aus auf die Bürgeralpe. Der malerische Wallfahrtsort Mariazell mit seiner Basilika und die Umgebung bieten reichlich Abwechslung für kulinarische Genüsse und Möglichkeiten zum Shoppen. Im Ortszentrum selbst bieten sich eine Reihe von Hotels und Pensionen zum Übernachten an; das Brauhaus Mariazell verwöhnt als der kleinste Vier-Sterne-Betrieb Österreichs mit selbstgebrautem Bier und im nahe gelegenen St. Sebastian ist der Lurgbauer eine Fixadresse von gehobener Rindfleischküche. Zudem bieten sich zur Abwechslung ein Besuch in der alten Apotheke zur Gnadenmutter, in der Lebzelterei Pirker oder im Likörmanufaktur Arzberger, wo der bekannte Kräuterbitter hergestellt wird, an. Im Winter ist Mariazell tatsächlich eine Idylle, die an längst vergangene Zeiten erinnert. www.derskiguide.at


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© Mariazell Bürgeralpe/www.buergeralpe.at/sitour

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Mariazeller Bürgeralpe Höhenlage Pistenkilometer Lifte/STUNDENKAPAZITÄT Skigebiet(e) Preise ermässigungen Loipen Besonderheiten News Auskunftstelefon Tourismusverband

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Piste von 851 bis 1.267 Meter Seehöhe Gesamt 11 km / Leicht 5,5 km / Mittel 3,5 km / Schwer 2 km, Pistenfläche 25 ha Gesamtanzahl 4, 4.067 Personen Mariazeller Bürgeralpe, Kartenverbund mit Gemeindealpe Mitterbach und Annaberg Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 36,50 / 31,- / 19,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 170,- / 144,- / 88,50 Familienbonus: mehr als 2 Kinder, alle weiteren gratis, Kleinkinder bis Jg. 2014 werden kostenfrei befördert (nur mit Begleitperson), Mo. - Fr. Senioren Weeks Tageskarte Euro 30,-, Vergünstigungen Alpenvereine, ÖSV Mitglieder, Gästepass. Gesamt 40 km, Classic 40 km, 35,5 km Skating. Loipennetz rund um die WM-Loipe in St. Sebastian. Funpark mit Videoaufzeichnung, WISBI-Rennen, Fotopoint-Station, Gratis-W-Lan, 10 km Winterwanderwege, 2 km Rodelbahn beleuchtet, Tourenski Night - jeden Freitag, 2 eigene Touren nur für Tourengeher. Am 2.12.2020 eröffnet der neu errichtete Bürgeralpe Express. Mit diesem gelangen Sie vom Zentrum Mariazells auf den Gipfel der Bürgeralpe. Tel.: +43 (0)38 82 / 25 55 Tourismusverband Mariazeller Land, 8630 Mariazell, Hauptplatz 13 Tel.: +43 (0)38 82 / 23 66, Fax: +43 (0)38 82 / 39 45, tourismus@mariazell-info.at

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Loser Altaussee Idyllische Winterfrische im Herzen der Alpen Das Ausseerland ist eine landschaftlich äußerst reizvolle Gegend, die nicht nur Natur- und Kulturliebhabern viel zu bieten hat, sondern auch sportlichen Zeitgenossen. Die Region genießt ja schon längst den Ruf einer klassischen Sommerfrischedestination, zunehmend kommt man auch im Winter aus dem Dornröschenschlaf. Der Luftkurort Altaussee lockt mit einem abwechslungsreichen Pistenangebot in 800 bis 1.650 Metern Seehöhe für die ganze Familie: Anfänger, aber auch Fortgeschrittene finden auf den breiten Pisten am Sandling vis-à-vis vom Loser viel Platz zum Gleiten, Carven und Schwingen. Snowboarder vergnügen sich im Funpark, der mit Jumps, smoother Wave-Rail, Kicker-Combo und weiteren Bauten als Geheimtipp in der ­Szene gilt. Eine Boardercross-Strecke ist ebenfalls vorhanden. Zudem bemüht sich der 2006 gegründete Loser Freestyle Verein, bei allem was zum Freestyle Snowboarden und Skifahren gehört, neue Impulse zu setzen. Der Loser bietet einen grandiosen Ausblick über den Altausseer See, das Salzkammergut sowie das Dachsteinmassiv, und nicht umsonst heißt die Bergstation des Skigebiets Loserfenster. Mit seinem weitläufigen alpinen Gelände offenbart das Areal auch die Möglichkeit für schier grenzenlose Tiefschneefreiheit oberhalb der Baumgrenze. Um Komfort bemüht, sorgen kuppelbare 6er-Sesselbahnen mit Haube und Polsterung für den Transport in die hochgelegenen Regionen des Skigebiets. Insgesamt sind vier Sessel-, drei Schlepplifte und ein „Zauberteppich“ vorhanden, die 34 Kilometer Abfahrten erschließen. Als schwerste Strecke gilt die GraskögerlPiste, bei der auf einen Kilometer Länge 200 Meter Ski Guide Austria 2020

Höhenunterschied zu bewältigen sind. Die Schneesicherheit am Loser ist laut Eigenangabe aufgrund der zentralalpinen geografischen Lage „sprichwörtlich“. Zuletzt wurde mittels Crowdfunding unter Einbeziehung der Bevölkerung um 6,5 Millionen Euro der Ausbau der Beschneiungsanlagen, was eine Vollbeschneiung des Gebiets ermöglicht – und ebenso das Pistenangebot erweitert. Besonders das Hochplateau am Loser in sonniger Südlage fasziniert: Beim Skifahren erlebt die ganze Familie paradiesische Pisten und Abfahrten aller Schwierigkeitsgrade – vom Übungshang, Skikinderland über FIS-Strecke bis hin zum Funpark. In den Skischulen können Anfänger und Wiedereinsteiger die ersten Schwünge üben, für Kinder gibt es selbstverständlich eigene Skikurse. Neu sind neben dem direkten Skiweg zur Jufa Altaussee, der Fat Bike-Pistenspaß, zwei schwarze Pisten, die Abfahrt Sommersitz Ost und der Loser-Alm-Schuss, WiFiHotspots und das Rodeln über die neun Kilometer lange Familienabfahrt. Schneeschuhwanderer und Tourengeher finden in der unberührten Schneelandschaft am Loser ebenfalls beste Voraussetzungen. Seit heuer gibt es neue Winterwanderwege, die mit dem Loser-Jet und der Doppelsesselbahn zu erreichen sind. Eisläufer können auf dem Altausseer See oder auf dem nahe gelegenen Grundlsee ihre Pirouetten drehen. Und für die Kulinarik sorgen rund zehn Hütten und Gasthöfe. Ein Tipp ist auch das malerische Alpendorf „Hagan Lodge“, bestehend aus 62 in naturnaher Holzbauweise errichteten Ferienhäuser und Chalets, wo man auf Skiern bis direkt vors Haus fahren kann. www.derskiguide.at


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© Tourismusverband Steiermark/Schultus Föger

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Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ermässigungen LoipeN DIE STEILSTE PISTE Tiefschnee

Besonderheiten

Events auskunftstelefon Tourismusverband

Pisten von 850 bis 1.800 Meter Seehöhe Gesamt 34 km / Leicht 21 km / Mittel 12 km / Schwer 1 km Gesamtanzahl 8, 10.560 Personen Skiresort Loser Bergbahnen Altaussee Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 43,- / 36,50 / 22,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 227,50 / 191,50 / 114,Kind bis 6 Jahre gratis (nur in Begleitung eines Elternteils). Gesamt 9 km, 4,5 km Classic, 4,5 km Skating Alm Schuss 58 % Gefälle Beschilderte Skitourenroute auf dem Loser – zwei Varianten: Eine schwierigere mit TourEinstieg 200 Meter nach der Überführung bergwärts sowie eine leichtere entlang der im Winter gesperrten Bergstraße, zum Teil durch Wald, Tour vom Loserplateau (Loserfensterlift) bis ins Tote Gebirge, Variante Loserfenster & Egglgrube auf dem Hochplateau oberhalb der Baumgrenze. Bully Skiing: mit dem Pistenbully zum Freeriden, Fat Bike-Pistenspaß, Nachtski: Zwei Pisten mit Flutlicht im Ski- und Sportzentrum Zlaim/Grundlsee (jeden Mittwoch und Freitag von 16.30 bis 20.00 Uhr), täglich beleuchtete Rodelbahn mit Leihrodeln, eigene Aufstiegsroute für Tourengeher. W-Lan Hotspots im gesamten Skigebiet. Funpark Loserfenster. Neue Winterwanderwege. 14.12.2019: Steirisches FamilienSkiFest 15.02.2020: Augstsee Freeride-Arena: Freeride Contest 14.03.2020: Int. Hoheiten Skirennen Tel.: +43 (0)36 22 / 71 315 Tourismusverband Ausseerland - Salzkammergut Bahnhofstraße 132, 8990 Bad Aussee, Tel.: +43 (0)36 22 / 54 040-0, info@ausseerland.at Informationsbüro Altaussee, Tel.: +43 (0)36 22 / 71 643

HOTEL: Alpenparks Hagan Lodge Altaussee Seite 446

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loser – altaussee


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Tauplitz - Bad Mitterndorf Authentisch – wo einst Heinrich Harrer Skilehrer war Die nahe Altaussee gelegene Region Tauplitz – Bad Mitterndorf bezeichnet sich selbst als authentisches Skigebiet: Dies deshalb, weil es in sonniger Terrassenlage in alpinem Gelände und großteils oberhalb der Baumgrenze liegt – und weil die Alm im Winter autofrei ist und die Öffis Pistengeräte und Skidoos sind. Die Tauplitz ist obendrein ein altes Wintersportgebiet, seit es dem Förster Hiob Engl und dem Lehrer Ferdinand Sulzbacher im Dezember 1905 gelungen ist, erstmals den berüchtigten „Lawinenstein“ auf der Tauplitzalm mit Skiern zu befahren. 1911 wurden hier die Österreichischen Skimeisterschaften veranstaltet, 1931/32 folgte der bekannte Alpinist und spätere Tibetforscher Heinrich Harrer dem Ruf der zwischenzeitlich bekannt gewordenen Tauplitzalm und war dort zwei Jahre als Hüttenwart, Bergführer und Skilehrer tätig. 1935 konstruierte der junge Skilehrer Viktor Hierzegger den ersten Schlepplift in Österreich. Dank ihrer günstigen geo­grafischen Lage ist die Tauplitz eines der schneesichersten Gebiete Österreichs. Die Aufzeichnungen belegen Schnee­höhen bis zu fünf Meter, im März liegen dort meistens mehr als drei Meter Schnee. Die Tauplitzalm ist somit im Frühling ein echtes Sonnenskilauf-Dorado. Dennoch wurden auf der Tauplitz immer wieder die Beschneiungskapazitäten erweitert – und eine zuletzt neue ein Kilometer lange Pistenverbindung errichtet. Die 43 Kilometer langen natürlich kupierten AbfahrSki Guide Austria 2020

ten liegen zwi­­schen 820 und 1.965 Meter Seehöhe, warten mit allen Schwierigkeitsgraden auf und bieten für jeden Geschmack und jedes Können etwas. Immerhin sechs Kilometer sind schwarze Abfahrten – und zwar die Schneiderkogel-, die Osthand-Krallersee- und die Mitterstein-Piste. Die Tauplitz-Berge bieten zudem jede Menge Naturschnee und Freiraum für Tiefschneeabfahrten und sind ein weithin bekanntes natürliches Freeride-Gelände, wo auch immer wieder Freeride Camps stattfinden. Der Mix aus anspruchsvollen und leichten Pisten, freiem Skiraum und Entspannen auf einer der vielen Sonnenterrassen, ist das was den besonderen Reiz der Tauplitz ausmacht. Zudem lassen sich von hier aus auch Skitouren ins Tote Gebirge unternehmen. Das breite, nebelfreie Becken rund um Bad Mitterndorf bietet Langläufern zudem ein zusammenhängendes Netz von je 73 Kilometern gespurten Classic- und Skating-Loipen sowie rund 15 Kilometer Winterwanderwege. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit zum Nachtrodeln – und die Grimming Therme in Bad Mitterndorf als Anlaufpunkt, für alle die auf ein umfassendes Spa- und Wellnesserlebnis Wert legen. Erwähnenswert ist auch das 1.650 Meter hoch gelegene, autofreie Tauplitzalm-Dorf mit rund 1.000 Gästebetten, urigen Hütten und Restaurants. www.derskiguide.at


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Tauplitz - Bad Mitterndorf Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise Ermässigungen Loipen Tiefschnee Besonderheiten Topevent(s) der Saison News Auskunftstelefon Tourismusverband

Piste von 820 bis 1.965 Meter Seehöhe Gesamt 43 km / Leicht 18 km / Mittel 19 km / Schwer 6 km Gesamtzahl 16, 18.643 Personen Die Tauplitz - Bad Mitterndorf, Skiverbund „Die Schneebären“ Riesneralm, Planneralm, Kaiserau, Super Ski Card, Steiermark Joker (Saisonkarten) Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 43,- / 36,50 / 22,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 227,50 / 191,50 / 114,Kinder bis 6 Jahre in Begleitung der Eltern gratis. Gesamt 176 km, Classic 94 km, Skating 82 km Kraller Osthang, Kleine Süd, Skirouten ins Tote Gebirge, viel Freeride-Freiheit. Freeride Camps von diebergstation.at. Beleuchtete Rodelbahn: 600 Meter/Leihrodeln, Kinderland mit überdachtem Zauberteppich. 15.12.2019: FamilienSKi.Fest Steiermark 11.01.2020: Ö3-Pistenbully 28.03.2020: Slope-Food-Bahn zum Mitterstein Neue Gastronomie bei der Talstation, neues Skidepot, neuer Kassabereich, erweitertes Parkplatzangebot. Tel.: +43 (0)36 88 / 22 52-10 Ausseerland - Salzkammergut, 8990 Bad Aussee, Bahnhofstraße 132, Tel.: +43 (0)36 22/54 040, www.ausseerland.at

HOTEL: Aldiana Bad Mitterndorf Seite 445, Langlauf: 271

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Lachtal Sanfter Schneeriese mit großer Vergangenheit Das Lachtal, in der mittleren Steiermark nahe Judenburg ­­gelegen und von Graz und Wien mit dem Auto in einer ­beziehungsweise zweieinhalb Stunden erreichbar, war früher für viele Wintersportfreunde das Nonplusultra. Insbesondere in den 1970er Jahren erlebte das Skigebiet als „steirischer ­­Arlberg“ seine Glanzzeit – was in Zeiten immer größerer Gebietszusammenschlüsse doch leicht übertrieben erscheint. Dennoch – das Lachtal erschließt mit einer vergleichweisen geringen Anzahl von zehn Liften ein großes Wintersportareal von 150 Hektar. Dort eröffnen sich Skifah­rern und Snowboardern immerhin 25 Kilometer blaue, rote und schwarze Abfahrten und 15 Kilometer Skirouten vor einer weitläufigen, sanften Gebirgskulisse – etwa die Skirouten Grosslachtal und Zinkenschlucht. Auch genügend freier Raum für das Wintervergnügen abseits der Pisten ist vorhanden. Im Rahmen der Snowboard und Freestyle Ski WM 2015 am recht nahe gelegenen Kreischberg wurden zwei attraktive Bewerbe auch im Lachtal ausgetragen. Die weltbesten Snowboarder kämpften im Parallelslalom und Parallelriesenslalom um die begehrten WM-Titel. Trotz seiner alpinen Höhenlage zwischen 1.600 und 2.222 ­Metern wurden zuletzt Speicherseen und Schneeanlagen e­ rrichtet, die das Skigebiet noch schneesicherer machen. 2010 wurde das Lachtal um sieben Millionen Euro aufgerüstet und aus seinem Winterschlaf gerissen. Damals wurde Ski Guide Austria 2020

eine zweite, moderne 6er-Sesselbahn im Bereich Schönberg-Tanzstatt errichtet – samt Erweiterung des Skigebiets in Richtung Pusterwald und der Ersatz des bereits in die Jahre gekommenen Zinken-Schlepplifts. Das schätzen mittlerweile auch die zahlreichen Gäste aus Österreichs östlichen Nachbarländern, die im Skigebiet dominieren. Kinderfreundlichkeit wird im Lachtal, das sich selbst das Prädikat „sanfter Schneeriese“ verliehen hat, groß geschrieben – was nicht zuletzt auch an den Family Days-Ermäßigungstarifen in der Vor- und Nachsaison zu erkennen ist. Das „KinderLachtal“ wartet mit Zauberteppich, Teddy-Seillift, Mini-Slalom, bunten Figuren-Parcours, Wellenbahn, Schneekanal, Schatzsuche, Lachtal-Kinder-Taxi und Betreuungseinrichtungen auf – Kids bis sechs Jahre fahren mit den Liften gratis. Eine beleuchtete Rodelbahn, ein Eislaufplatz, Winterwanderwege und die Möglichkeit zum Schneeschuhwandern runden das Angebot für einen gelungenen Winterurlaub ab. Für Tourengeher ist das Lachtal ebenfalls eine attraktive Region – insgesamt zeichnet es sich durch seinen provinziellen Charme und ein gutes PreisLeistungs-Verhältnis aus, das sich im gesamten Angebot des Skigebiets zeigt. Auch in den zwölf Hütten und Gasthäusern an den Pisten, die hungrige Wintersportler mit steirischer Hausmannskost wie mit Knödlsuppe, Bratl, Jagatee, Almkaffee und Zirbenschnapserl verwöhnen. www.derskiguide.at


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LAchtal Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen Loipen Tiefschnee Besonderheiten Events Auskunftstelefon Tourismusverband

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Piste von 1.600 bis 2.222 Meter Seehöhe Gesamt 25 km / Leicht 7 km / Mittel 16 km / Schwer 2 km Gesamtanzahl 10, 11.223 Personen Lachtal Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 43,- / 34,50 / 22,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 219,50 / 1175,50 / 113,Kinder bis 6 Jahre gratis. Gesamt 5 km, 2,5 km Classic, 2,5 km Skating 10 km Skirouten: Großlachtal, Hirzmann oder Variantenfahrten in der Zinkenschlucht, Freeride. Beleuchtete Rodelbahn mit Rodelverleih – Shuttledienst möglich, Eislaufplatz, Schatzsuche im Kinderlachtal (Zauberteppich, Seillift, Minislalom). 31.12.2019: Großes Silvesterfeuerwerk 10.01.2020: Radio Steiermark Winterzauber 20.02.2020: Fire & Ice Tel.: +43 (0)35 87 / 203 Tourismusverband Oberwölz-Lachtal 8832 Oberwölz, Hauptplatz 15, Tel.: +43 (0)35 81 / 84 20

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SKIGEBIETE Steiermark

Kreischberg - Murau Weltmeisterliches Snowboarder Dorado Dieses 868 bis 2.118 Meter hoch gelegene Skigebiet nahe Murau ­­ mit seinen insgesamt 42 Pistenkilometern genießt den Ruf eines Snowboarderparadieses und ist diesbezüglich ein Trendsetter. Boarder finden hier die größte Halfpipe Europas sowie einen Funpark der Extraklasse vor, der sich über 800 Meter erstreckt. Am WeltmeisterschaftsHang wurden verschiedenste Rails, Jumpboxes, Rainbowboxes und Kicker gebaut, für Kids gibt es zusätzlich eine Kinderbox und ein Flatrail. Sogar die WM-Halfpipe ist in den Airypark integriert. Auch eine Boardercross-Strecke ist vorhanden. Auf 1.900 Metern Seehöhe wurde zuletzt der Snowpark Kreischberg, speziell für Freestyler, errichtet – und für Kinder zuletzt eine neue Übungspiste beim Kreischi-Lift. Kreischberg ist ein WM-Ort: Im Jänner 2009 fand dort sechs Jahre nach der Snowboard-Welt­ meisterschaft die FIS-Telemark-WM statt, im Jänner 2015 ging dort die nächste Weltmeisterschaft über die Bühne: Und zwar gleich eine Doppel WM „Freestyle Ski & Snowboard“. Und natürlich gibt es regelmäßig Snowboard-Weltcup-Rennen: Zuletzt am 11. und 12. Jänner 2019 beispielsweise Snowboard Slopestyle Weltcup-Bewerbe. Nichtsdestotrotz kommen auch Skifahrer auf ihre Kosten – nicht nur, weil sich auch immer mehr von ihnen auf Rails, Obstacles und Jumps wagen. Der Kreischberg bietet ein sowohl verträumtes Flair mit weitläufigen Pisten inmitten einer verschneiten Landschaft sowie steile und anspruchsvolle Pisten, die oberhalb der Baumgrenze beginnen. Ski Guide Austria 2020

Eine der großen Investitionen in jüngster Zeit waren die Sunshine-Lifte in Richtung Stadl/Mur wurde auf 1.600 bis 2.000 Metern Seehöhe eine drei Kilometer lange, großzügig angelegte Panoramapiste samt modernem 6er-Sessellift und neuer Fernblick-Schirmbar errichtet. Zuletzt wurden am Rosenkranz zwei neue Pisten gebaut, die Nr. 10a („Hirschenschuss“) ist eine breite „rote“ Piste, ideal für genussvolle Carving Schwünge, die schwarze Nr. 7a für arrivierte Skifahrer. Um möglichst perfekte Pistenverhältnisse zu haben, wurde die Beschneiungsanlage erneuert und erweitert. Insgesamt sind fünf Pistenraupen im Einsatz – darunter auch „the Beast“ – das weltweit größte Modell mit 527 PS. Neben den perfekten Abfahrten gibt es eine Reihe von Extras, die zusätzlichen Spaß versprechen: die Tubing-Arena und die 1,2 Kilometer lange Kreischberg-­Rodelbahn im Bereich der Talstation. Auf der Speedstrecke – einem rund 100 Meter langen Steilhang – kann zudem die Geschwindigkeit der Skiläufer gemessen werden, die bis in die Richtung 80 km/h geht. Auf der permanenten Rennstrecke wird die Zeit für einen rund 40 Sekunden langen Riesentorlauf ermittelt. Angebote für Kinder sind am Kreischberg selbstredend ebenso vorhanden wie Winterwanderwege und ein Kreischi-Kino. Zudem ist auch das gastronomische Angebot durchaus ansprechend: Immerhin zwölf Hütten und Ski-Bars mit zum Teil internationalem Flair, was auch dem Gästemix der Boarderszene entspricht, laden zu einem Einkehrschwung ein. www.derskiguide.at


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STEIERMARK

© Tourismusverband Steiermark/Kreischberg/Schultus Föger/Sitour

SKIGEBIETE Steiermark

Kreischberg – Murau Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen Loipen Besonderheiten Events AUSKUNFTSTELEFON Tourismusverband

Piste von 868 bis 2.118 Meter Seehöhe Gesamt 42 km / Leicht 17 km / Mittel 16 km / Schwer 9 km Gesamtanzahl 13, 17.400 Personen Kreischberg Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 46,50 / 37,- / 24,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 237,- / 189,50 / 122,Kinder bis 6 Jahre gratis. 2,5 km Höhenloipe Classic und Skating, 48 km in der Region Murau-Kreischberg Übungspiste beim Kreischi-Lift, Rodelbahn, Tubing Arena, Airypark, Speedstrecke, Permanente Rennstrecke. Kinderangebote wie Trampolin, Dinowald, Yabaa Dabba Doo-Land. 06.12.2020: Ski-Opening Tel.: +43 (0)35 37 / 300 Tourismusverband Murau - Kreischberg 8850 Murau, Liechtsteinstraße 3-5 Tel.: +43 (0)35 37 / 360

Funpark: Seite 262

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SKIGEBIETE Steiermark

Lobmingtal Klein, aber fein für die ganze Familie bei Flutlicht Skigefahren werden. Und das um moderate 12 Euro. Eine Besonderheit ist zudem der direkt beim Skilift gelegene Eislaufplatz – sowie die Gelegenheit zum Eisstockschießen. Langlauffans kommen im Gebiet ebenfalls nicht zu kurz: In Kleinlobming steht Ihnen eine acht Kilomter lange Loipe und in Großlobming eine 10 Kilometer lange Loipe zur Verfügung. Und Schneeschuhwanderer kommen im Lomingtal ebenfalls auf ihre Kosten. Bei der Liftkasse können Schneeschuhe ausgeborgt und in der „Schneeschuhschnupperzone“ gefahrlos getestet werden.

© Michael Jurtin

Das steirische Lobmingtal, im speziellen Kleinlobming, sind das beste Beispiel dafür, dass Schifahren oder Snowboarden nicht immer mit einer langen Anreise verbunden und darüber hinaus noch sehr teuer sein muss. Die am Fuße der Stubalpe gelegene Skiarena wartet mit einer toll präparierten und einen Kilometer langen Piste auf. Sowie mit speziellen Angeboten für die ganze Familie und mit Nachtskifahren zum halben Preis. Vorhanden sind ein 600 Meter langer Schlepplift sowie ein 100 Meter langer Babylift für die ganz Kleinen bzw. Anfänger. Auf letzterem können sich die Kinder in sonniger Lage im Schnee tummeln und so den Umgang mit Skiern oder Snowboard spielerisch lernen. Eingebettet in der wunderschönen Naturkulisse des Lobmingtales bietet das Gebiet alles für einen Skiausflug mit der ganzen Familie. Die gepflegten Pisten sind für Anfänger und Kinder besonders gut geeignet. Die neue moderne Beschneiungsanlage sorgt während der gesamten Saison für Schneesicherheit. Damit auch nach getaner Arbeit ein Wintersporterlebnis möglich ist, kann in Kleinlobming von Donnerstag bis Samstag von 19 bis 21 Uhr

Kleinlobmingtal mit Blick auf die Skipiste

lobmingtal Höhenlage Pistenkilometer Lifte Skigebiet(e) Preise ERmässigungen LOIPEN Besonderheiten Events Auskunftstelefon Tourismusverband

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764 - 1.000 Meter Seehöhe Gesamt 1 Kilometer Gesamtanzahl 2 Skigebiet Kleinlobming Tageskarte (Erw/J/Kd) Euro 26,- / 23,- / 16,- / 2-4-Stundenkarten Familienangebote, Stundenweise Abbuchungen auf Zeitwertkarten, Senioren zum Jugendtarif. Gesamt 18 km, Kleinlobming 8 km, Großlobming 10 km Eislaufplatz direkt beim Skilift. Flutlichtanlage: Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag. von 17.30 Uhr - 21.00 Uhr. In den Weihnachts- und Semesterferien täglich von 09.00 - 16.00 Uhr bzw. Montag - Samstag Flutlichtbetrieb. Am Heiligen Abend geschlossen. 14.12.2019: Skiopening mit vielen Attraktionen 22.02.2020: Seilrennen am Faschingssamstag Tel. +43(0)676 / 84 76 37 400 Gemeinde Lobmingtal, Tel: +43(0)35 12 / 82 923, www.lobmingtal.at

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SKIGEBIETE Steiermark Riesneralm · brunnalm · bürgeralm · grebenzen · hohentauern · Kaiserau

Hohentauern

Riesneralm - donnersbachwald tel +43 (0)36 80 / 606 Schneesicherer „Geheimtipp“ nahe Irdning/ Liezen mit 30 Kilometer Abfahrten von 980 bis 1.850 Meter Seehöhe. Auf Wintersportler aller Könnerstufen warten eine 6er-Sesselbahn, zwei 4er-Sesselbahnen, zwei Schlepplifte, 2 Zauberteppiche, 176 Meter langes Förderband, „Alpin Base“ für Hobbyrennläufer. Nach Errichtung der neuen Piste von Hochsitz zur „Sonnigen“ sowie Umbau der Talstaion zu einem Multifunktionskomplex um 1,5 Millionen Euro wurde für diesen Winter ein eigenes fünf Millionen Euro teures Wasserkraftwerk zur Beschneigung gebaut.

Brunnalm - Hohe veitsch tel +43 (0)38 56 / 20 77 Leicht erreichbares obersteirisches Familienskigebiet. 4 Lifte und 9 km Pisten in 1.100 bis 1.500 Meter Seehöhe vor der landschaftlich schönen Kulisse der Hohen Veitsch. Letztere ist ein beliebtes Ziel für Tourengeher. Zuletzt Investitionen in Beschneiung, Lift, Kassensystem. TOP TIPP: Skitour Seite 297

Bürgeralm Aflenz tel +43 (0)38 61 / 22 299 (ODER +43 (0)664 / 76 35 035) Familiengebiet in der Obersteiermark, das nach vorübergehender Schließung wieder geöffent hat – mit einem Fokus auf Tourengeher. Erwähnenswert ist das Tourenski-Anfängerzentrum www.derskiguide.at

Planneralm

samt Lehrer und Ausrüstungsverleih – und zwei Schneetaxis. Diese Sasion wurden zwei neue Doppelmayr-Schlepplifte errichtet und dadurch das Pistenangebot erweitert. Fazit: ein preisgünstiges Naturschneeparadies mit 9 Kilometern Pisten zwischen 810 und 1.810 Metern Seehöhe.

Grebenzen tel +43 (0)35 85 / 24 55 1.000 bis 1.900 Meter hoch gelegenes Familienskigebiet mit 5 km leichten, 15 km mittelleichten und 3 km mittelschweren Pisten im gleichnamigen steirisch-kärntnerischen Naturpark. 6 Lifte, 5 davon Schlepplifte. 18 km Classic- & Skating-Loipen, zwei 5 km lange Rodelbahnen. In der kommenden Saison wartet ein besonders Zuckerl für Saisonkarteninhaber durch eine Kooperation mit der Turracherhöhe.

Hohentauern tel +43 (0)36 18 / 204 Über die Pyhrn-Autobahn gut erreichbares Naturschnee-Familienskigebiet in 1.250 bis 1.750 Meter Seehöhe. 4 Schlepplifte und insgesamt 12 Pistenkilometer aller Schwierigkeitsgrade. 13 km Loipen, eine 1 km lange, beleuchtete Rodelbahn und vielNatur.

Kaiserau tel +43 (0)36 13/ 21 16 010 Zwischen 1130 und 1370 Seehöhe bei Admont gelegenes Skigebiet, dass ideal für Familien mit 2020 Ski Guide Austria

STEIERMARK

Grebenzen


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SKIGEBIETE Steiermark planneralm · Weinebene · Gaberl Stubalpe · Hauereck · MODRIACH-WINKEL · Mönichwald

Hirschegg

Modriach-Winkel Hoislifte

Präbichl

Kindern ist und trotz nur drei Pistenkilometern einige Abwechslung bietet – auch für Langläufer und Tourengeher.

Hauereck St. Kathrein a. Hauenstein tel +43 (0)31 73 / 22 66

Planneralm tel +43 (0)36 83 / 30 150

Gut erreichbar in der Oststeiermark – bietet Skitouren, Schneeschuhwanderungen, Naturrodelbahn.

Ebenfalls weststeirisches Skigebiet in der Nähe der Riesneralm und zwischen 1.600 und 2.200 Meter hoch gelegen. 5 Lifte und 15 km Abfahrten. Reines Naturschneegebiet mit einer 1 km langen beleuchteten Rodelbahn sowie je 4 km Langlaufloipen und Winterwanderwegen.

Galsterberg der gallische skiberg tel +43 (0)36 85 / 22 845 Abwechslungsreiches Skigebiet mit großem Kinderland und 5 km langer Rodelbahn.

Weinebene tel +43 (0)43 52 / 71 338

Modriach-Winkel tel +43 (0)31 46 / 21 14

Familienski- und Snowboardgebiet im steirisch-kärntnerischen Grenzgebiet. 8 Schlepplifte und 18 Pistenkilometer davon 8 leicht, 6 mittel und 4 schwerer Kategorie in 1.580 bis 1.886 Meter Seehöhe. 15 km Langlaufloipen und Tourenmöglichkeiten zur Hebalm und Koralpe.

Die Hoislifte sind ein leicht erreichbares Skigebiet mit sieben Abfahrten, Rodelbahn und Eisstockanlage.

Gaberl Stubalpe tel +43 (0)31 47 / 234 Mittelgroßes, preisgünstiges Familienskigebiet mit allen Schwierigkeitsgraden zwischen 1295 und 1.600 Meter Seehöhe gelegen. Drei Schlepp- und ein Seillift. Eine Schneebar, Rodelbahnen und insgesamt 15 Loipenkilometer runden das Angebot ab.

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Mönichwald Hochwechsellifte tel +43 (0)33 36 / 42 11 Kleines Skigebiet mit urigen Skihütten in der Region Joglland-Waldheimat. Für Familien mit Kindern gut geeignet.

Niederalpl Mürzsteg tel +43 (0)38 59 / 21 27 Ruhiges Skigebiet; Skiverleih und Skiservice inmitten wildromantischer Umgebung und garantiertem Winterambiente.

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SKIGEBIETE Steiermark hirschegg ·Salzstiegl · steirischer seeberg · st.jakob im walde · Turnau schwabenbergarena

St. Jakob im Walde - Jogllandloipe

Schwabenbergarena

Liftstüberl bei den Teichalmliften

Hirschegg tel +43 (0)31 41 / 22 55

St. Jakob im Walde tel +43 (0)33 36 / 82 59

Nur 50 km von Graz entfernt, mit einer nicht personengebundenen Guthabenkarte.

Das vielfältige Angebot in dem kleinen Skigebiet reicht von Nachtskilauf, Kinderland bis hin zu Pferdeschlittenfahrten.

Obdach tel +43 (0)35 78 / 24 30 Kleines Skigebiet, aber abwechslungsreich und mit vielfältigem kulinarischen Angebot.

Salzstiegl tel +43 (0)31 41 / 21 60 400 Ein abwechslungsreiches Gebiet mit Steilhang, Buckelpisten und Nachtrodeln.

Präbichl tel +43 (0)38 49/ 60 60-0 20 km Skipisten und reichlich Zusatzangebote für alle Geschmäcker und Bedürfnisse. Heuer 1,5 Millionen Euro-Investition in Lifterneuerung und Beschneiungsausbau.

Steirischer Seeberg tel +43 (0)38 63 / 81 50 Schönes Gebiet für Snowboarder (Halfpipe). Schöner Ausgangspunkt für Winterwanderungen und Skitouren.

Stoderzinken - Ski amadé tel +43 (0)36 85 / 23 248 Ein sehr kinderfreundliches Skigebiet mit Kinder-Schneeland, Märchenwald und Tierpark.

TragöSS tel +43 (0)38 68 / 83 30 Beliebter Ausgangspunkt für Langläufer und Skitourengeher – aber kein Liftbetrieb mehr.

Teichalm Lifte tel +43 (0)31 79 / 71 77 Kleines Skigebiet, sehr gut geeignet für Anfänger. Seit heuer mit 2. Zauberteppich, Angebote für Skifahrer, Snowboarder, Langläufer und Winterwanderer. Skischule vorhanden.

Tonnerhüttenlift tel +43 (0)35 86 / 30 077 Ein Aufenthalt kann mit einem Wellnessurlaub in der Tonnerhütte kombiniert werden.

Sonnberglifte - Wald a. Schoberpass tel +43 (0)38 34 / 295

Turnau - Schwabenbergarena tel +43 (0)38 63 / 28 88

Preiswertes Skigebiet mit Flutlichtanlage.

Mittelgroßes Skigebiet für die ganze Familie. Weiters wird auch Nachtskilauf angeboten. TOP TIPP: Restaurant Seite 402

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Skiurlaub auf der sonnigen Südseite der Alpen

Voll in Fahrt, meine Tochter. Noch einmal die Piste runter, die Sonne genießen. Und dann werde auch ich den Skitag im warmen Wasser ausklingen lassen. Was für ein Urlaub! Hier im Süden, in Kärnten.

www.kaernten.at

24 Skigebiete – schneesichere, breite Pisten Winterurlaub voller Erlebnisse


VON BAD KLEINKIRCHHEIM BIS NASSFELD

KÄRN TEN www.derskiguide.at

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SKIGEBIETE Kärnten Einleitung

Kärnten Lust am Wintervergnügen unter südlicher Sonne Das südlichste Bundesland Österreichs, Kärnten, wird zwar vor allem mit seinen Seen und seiner Nähe zu Italien und Slowenien in Verbindung gebracht – aber gleichzeitig auch mit seinen Bergen. Und gerade diese Kombination übt einen besonderen Reiz aus – speziell im Winter. Denn es gibt eine Vielzahl von kleineren und größeren natürlichen Eisflächen, die eine attraktive Ergänzung zum alpinen und nordischen Wintersport darstellen – allen voran natürlich der Weissensee, mit 6,5 Quadratkilometer die größte präparierte Natureisfläche Europas. Dort findet wie jedes Jahr ab 19. Jänner 2020 die „Alternative Holländische Elf-Städte-Tour“, die größte Eissportveranstaltung der Welt statt. Kärnten, das mit dem Slogan „Lust am Leben“ wirbt, hat eine Reihe erfolgreicher Skirennläufer hervorgebracht – allen voran Abfahrts-Olympiasieger Franz Klammer. Der Skikaiser und Sympathieträger agiert heute als Testimonial – unter anderem auch für den Wintersportort Bad Kleinkirchheim. Bekannt sind aber auch Christian Mayr, Fritz „The Cat“ Strobl, Rainer Schönfelder, Max Franz oder Matthias Mayer – sie alle haben das Skifahren auf Kärntner Sonnenhängen erlernt. Möglichkeiten, dem alpinen und nordischen Wintersport zu frönen, gibt es reichlich: Am Bekanntesten sind Nassfeld, Gerlitzen und Bad Kleinkirchheim. Im Vergleich zu Tiroler oder Salzburger Paradeorten sind Kärntens Skigemeinden meist um einiges kleiner und weniger glamourös. Nichtsdestotrotz sind sie eine absolute Empfehlung für Skifahrer und Snowboarder. Immerhin kann Kärnten auch mit einem Gletscher – dem Mölltaler – aufwarten Ski Guide Austria 2020

und auch in dieser exklusiven Liga mitspielen. Viele kleinere Gebiete, die oft auch für Familien attraktiv sind, gerieten zuletzt allerdings unter Druck. Die Simonhöhe musste reduziert werden, läuft aber jetzt als Kinder- und Familienskigebiet wieder recht profitabel. Hochrindl oder Koralpe, müssen indes weiter kämpfen, obwohl sie viel bieten und ihre Fans haben. Falkert oder Innerkrems haben sich glücklicherweise mit neuen Initiativen wieder stabilisiert. Das zwischen Gerlitzen und Bad Kleinkirchheim beim Mirnock gelegene Verditz, ein uriges Gebiet mit dem Charme der Sechziger Jahre musste 2012 leider zusperren, etabliert sich aber mittlerweile als Tourengebiet, so wie es auch dem schon viel früher stillgelegten Skigebiet Dobratsch bei Villach gelang. Und auch auf der Petzen, die hat nach längerem Hin und Her einen Investor gefunden, geht es wieder aufwärts. Größere Investitionen in neue Lift- und Pisteninfrastruktur wurden auch am Katschberg, am Goldeck, in Heiligenblut, in Bad Kleinkirchhein, auf der Simonhöhe, auf der Gerlitzen, am Weissensee, am Dreiländereck und am Nassfeld – dort auch in neue Hotelkapazitäten und Ladestationen für E-Autos – getätigt. In Summe investierten die Seilbahnen für die heurige Wintersaison 26 Millionen Euro. FÜR TOURENGEHER gibt es offiziell 160 Touren – hervorzuheben ist da z.B. der Nockberge-Trail, der die fünf Skigebiete Katschberg, Innerkrems, Turrach, Falkert und Bad Kleinkirchheim/St. Oswald miteinander verbindet. Er eignet sich für gemütliche Skitourengeher, die erste Kenntnisse im Skitouren gehen gesammelt haben und konditionell gut drauf www.derskiguide.at


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SKIGEBIETE Kärnten Einleitung

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Klagenfurt 52

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Skigebiete Kärnten

44 Nassfeld 45 Katschberg 46

Bad Kleinkirchheim

47 Gerlitzen

Turracher Höhe

49 Heiligenblut

1 Ankogel-Mallnitz

Mölltaler Gletscher 51 Goldeck 52 Petzen 53 Hochrindl

2 Dreiländereck/Arnoldstein

6 Falkert

3 Koralpe

7 Weinebene

4 Simonhöhe

8 Weissensee

5 Innerkrems

9 Klippitztörl

50

sind, aber keine hochalpinen Passagen vorfinden wollen. Pro Etappe sind bis zu sechs Stunden Gehzeit einzuplanen. Da teilweise Lifte und Seilbahnen vorhanden sind, kann man sich auf jeder Etappe einige Höhenmeter ersparen. Das Nassfeld in den karnischen Bergen, das mit Grenzlage zu Italien und beeindruckender Naturkulisse lockt, ist das größte und weitläufigste Skigebiet des Landes. Beeindruckend sind auch Heiligenblut mit dem Blick auf den Großglockner und Pisten, die fast die 3.000er-Marke erreichen sowie der Ankogel, wo die Pisten bis auf 2.636 Meter hinaufgehen. Noch höher ist nur der Mölltaler Gletscher gelegen. Erwähnenswert ist auch der Katschberg an der Grenze zu Salzburg oder die als ausgesprochen schneesicher geltende Turracher Höhe im kärntnerisch-steirischen Grenzgebiet. Quer durchs Land finden sich zahlreiche Skigebiete für alle Ansprüche – vom Goldeck in Spittal an der Drau, der Sonnenalpe Gerlitzen mit ihrem grandiosen Blick auf die Karawanken über die Petzen www.derskiguide.at

an der Grenze zu Slowenien, die Koralpe Richtung Steiermark oder das nordöstlich gelegene Klippitztörl, das immer wieder Skiteams als Trainingsareal dient. Hinzu kommen noch Thermenangebote in Warmbad Villach oder Bad Kleinkirchheim, viele Rodelbahnen und Loipen sowie ein ausgedehntes Winterwanderwegenetz. Und nicht zu vergessen, ein kulinarisches Angebot, bei dem das Beste aus dem Alpe-Adria-Raum auf die Teller kommt. Besonders ist dass Kärnten – südlich der Tauern gelegen – klimatisch anders ausgerichtet ist als das restliche Österreich. Wenn es in Salzburg und der Steiermark schneit, passiert es nicht selten, dass Kärntner Skigebiete keine Flocke abbekommen – vielleicht mit Ausnahme von Katschberg und Turracher Höhe. Gibt es dafür ein starkes Adriatief, das von Italien nordwärts zieht, dann schneit es in Kärnten – speziell am Nassfeld, aber auch im Villacher Raum bis in die Nockberge – oft in derartigen Mengen, dass man ohne Übertreibung von einem echten Wintermärchen sprechen kann. 2020 Ski Guide Austria

KÄRNTEN

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SKIGEBIETE Kärnten

Nassfeld Karnische Impressionen vom Feinsten Das im Kärntner Gailtal in den karnischen Alpen gelege­ne Nassfeld nahe Hermagor ist eines der schönsten, bekanntesten und vielseitigsten Gebiete in Österreich. Aufgrund seines Bekanntheitsgrades und der Lage an der italienischen Grenze kommen n­ eben Österreichern viele Italiener und internationale Gäs­te auf Besuch. Das größte Skigebiet Kärntens ist auch jenes, wo am meisten in Verbesserungen investiert wird – von der Hotellerie bis in die Pisteninfrastruktur. Im Vorjahr waren es fünf Millionen Euro; heuer sind es sogar 9,6 MIllionen. Die Beschneiungsanlagen wurden weiter ausgebaut – 63 Schneekanonen bzw. -lanzen angeschafft – ein neuer Speicherteich erreichtet, drei neue Pistengeräte angeschafft, das Übungsgelände Tessdorferalm adaptiert und die Kassen umgebaut sowie die Kundeninformation verbessert. Zuletzt wurde auch schon das Nordic Competence Center in Tröpolach, mit beschneiter Loipe und Laser-Biathlon Anlage optimiert. Erwähnenswert sind nach wie vor das preisgünstige Express Ski/Boardservice am Berg im Kofelcenter Madritsche – und wiederkehrende tolle Events wie Schlag das Ass – Das längste Skirennen der Welt oder den Schlager-Gipfel. Auf insgesamt 110 Pistenkilometern zwischen 610 bis 2.200 Metern Seehöhe kommt ­jeder, ob jung, ob alt, ob Profi oder Anfänger, auf seine Kosten. Ist die erste Hürde bei der in Spitzenzeiten manchmal recht vollen Talstation des Millennium-Express überwunden, wartet ein weitläufiges Skigebiet und deutlich kürzere Wartezeiten. Auf den weniger Frequentierten Pisten kann man oft sofort den Lift besteigen und ohne Ruhepause noch eine weitere Piste entdecken. Speziell Snowboardern bieten sich viele Möglichkeiten irgendwo neben den Pisten und unter den Liften im Ski Guide Austria 2020

Tiefschnee zu fahren. Außer­dem wartet das Nassfeld für Boarder und Trickskifahrer mit einem hervorragenden Snowpark sowie einer Halfpipe, die sicherlich zu den besten Österreichs gehört, auf. Ein Klassiker vom Gartnerkofel, der einen tollen Rundumblick bietet, ist sicherlich die Felsenkröpfel- und FIS-Abfahrt, hervorzuheben sind auch die Sattel-Abfahrt vom Rudnigsattel oder die Schnittlauchkofel-Piste, die auf der 2.020 Meter hohen Troghöhe startet – übrigens der höchste Punkt am Nassfeld. Und wer angesichts der Fülle an Pisten und kilometerlanger Abfahrten eine Ruhepause nötig hat, dem bieten sich zahlreiche ansprechende Einkehrmöglichkeiten – von urig kärntnerisch bis typisch italienisch an. Da sich das Gebiet, das sich zunehmend als Trainings-Hot-Spot für Rennteams positioniert, über mehrere Gipfel erstreckt, kann man auch der Sonne folgen. Am Nachmittag etwa Richtung Gartnerkofel, um dort den restlichen Skitag in der Sonne zu verbringen, während das Gebiet zwischen Madritsche und Troghöhe bereits im Schatten liegt. Auf der sonnigen, Italien zugewandten Seite, befindet sich im Bereich Garnitzen Alm auch eine Freeride Area. Allerdings sollte angesichts des Sonnenscheins nicht vergessen werden, sich rechtzeitig auf den Weg Richtung Carnia-Talabfahrt zu machen, wofür mehrere Auf- und Abfahrten via Kofelplatz-Madritsche, Mössern und Rudnigalm bewältigt werden müssen. Am Weg dorthin locken auf der Troghöhenabfahrt und der Rast-Talstation eine Speed-Mess-Strecke und eine Ski Movie-Rennstrecke. Und am Ende wartet dann die 7,6 Kilometer lange Carnia-Piste mit einem Höhenunterschied von 1.212 Metern bis hinunter zur Talstation Millennium-Express Tröpolach. Die geht dann noch ordentlich in die Beine. www.derskiguide.at


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© Tourismusverband Kärnten/www.nassfeld.at

SKIGEBIETE Kärnten

Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise Ermässigungen Loipen tiefschnee/FREERIDE Besonderheiten

Topevent(s) der Saison

News Auskunftstelefon Tourismusverband

Piste von 610 bis 2.200 Meter Seehöhe Gesamt 110 km / Leicht 30 km / Mittel 69 km / Schwer 11 km, Pistenfläche 300 ha Gesamtanzahl 30, 44.000 Personen Nassfeld Hermagor - Pressegger See Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 49,- / 37,- / 25,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 251,- / 183,- / 122,Kinder unter 10 Jahren (Jg. 2009) erhalten jeden Samstag die Tageskarte um Euro 10,- (Nicht auf Mehrtageskarten anrechenbar), Busgruppen ab 20 Personen. 80 km, Classic und Skating Freeride-Areas: Rudnigsattel-Mössern, Zweikofel-Rastl Nachtskifahren auf der Carnia, beleuchtete Rodelbahnen in Rattendorf und in Hermagor, Rennstrecke am Gartnerkofel, Kinder-Skiübungsgelände auf der Tressdorfer Alm, Funslope-Park für Familien bei der Lärchenboden-Abfahrt, Nordic Competence, Ski Movie-Renn- & Parallel-Strecke, Center & Beginner Area in Tröpolach, Free W-Lan im Skigebiet. 14.12.2019: „NENA“ Nassfeld Mountain Winter Konzert 06.03. - 07.03.2020: Schlag das ASS - Das längste Skirennen der Welt 06.03. - 13.04.2020: Sonnenskilauf 28.03. - 29.03.2020: Schlager-Gipfel Neuer Beschneiungsteich, neue Schneeerzeuger, 3 neue Pistengeräte. Tel.: +43 (0)42 85 / 82 41 Info & Servicecenter Nassfeld-Pressegger See 9620 Hermagor, Wulfeniaplatz 1, Tel.: +43 (0)42 85 / 82 41, info@nassfeld.at

Nachtski: Seite 266, Hochkultur: Seite 282, Jedermannrennen: Seite 308

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KÄRNTEN

Nassfeld-Hermagor-Pressegger See


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Katschberg Winterspaß im Kärntner-Salzburger Grenzgebiet Der Katschberg, im Grenzgebiet von Kärnten und Salzburg gelegen, hat in den vergangenen Jahren eine beachtenswerte Entwicklung hingelegt: Lifte wurden erneuert, Abfahrten e­ rweitert, Beschneiungsanlagen auf den neuesten Stand gebracht und die Hotelinfrastruktur sowohl qualitativ als auch quantitativ aufgewertet. Der Katschberg zählt heute zu Österreichs interessantesten Destinationen und ist von Süd und Nord über die A10 Tauernautobahn leicht erreichbar. Damit die Gäste auch an Spitzentagen einen Parkplatz ergattern, gibt es ein ausgeklügeltes Leitsystem, das Auskunft darüber erteilt, wo wie viele der insgesamt 3.000 Stellplätze frei sind. Im Gebiet erwarten die Wintersportler dann 70 Pistenkilometer, 16 moderne Liftanlagen und laut Eigenangaben „die gemütlichsten Skihütten der Alpen“ – immerhin samt Bars und Gasthöfen 17 an der Zahl. Mit dem Ausbau des Gamskogel­express wurde die Förderleistung der Bergbahnen auf 28.500 Personen pro Stunde erhöht – von dort westwärts Richtung Freiberglift und Sonnleitnlift erstrecken sich eine Reihe von abwechslungsreichen, nicht allzu schwierigen Pisten. Diese eignen sich aber perfekt zum Carven – und man kann dort auch wieder Mal Schlepplift fahren. Letzteres gilt besonders auch für Kinder, die heute oft gar nicht mehr wissen, wie Schleppliftfahren funktioniert. Die „Direttissima“ ist eine der anspruchsvollsten Abfahrten am Katschberg, die ihrem Namen alle Ehre macht und eine Neigung von 60 bis 100 Prozent Ski Guide Austria 2020

aufweist. Per Aineckbahn gelangt man zu ihrem Ausgangspunkt. Die „Direttissima“ ist mit 2.500 Metern eine der längsten „schwarzen“ Abfahrten in Österreich. Die Pisten vom 2.200 Meter hohen Aineck auf die Salzburger Seite wiederum gehören zu den beliebtesten am Katschberg, umso mehr, seit vor einigen Jahren eine Sechs-Kilometer-Piste dazugekommen ist. Die Bergfahrt zurück auf den Gipfel war früher wegen dreimaligen Umsteigens recht mühsam und dauerte 40 Minuten. Seit vier Wintern ersetzen nun eine neue 10,8 Millionen Euro teure Doppelmayr-Gipfelbahn und eine GondelEinseilumlaufbahn mit Acht-Personen-Kabinen die letzten beiden Schlepplifte und halbieren so die Gesamtaufstiegszeit. Seit dem Vorjahr ersetzt zudem die neue 8er-Gondelbahn Silverjet 1 von St. Margarethen den Silverjet 2 am Katschberg von unten und sorgt für eine komfortablere Auffahrt zum Aineck. Der Silverjet 1 ersetzt endlich den nostalgischen 2er-Sessellift Aineck. alles in allem ist der Katschberg ein echtes Familiengebiet, das auch interessante Pauschalangebote bietet. Wer untertags noch nicht genug davon bekommen hat, kann donnerstags von 19.00 - 22.00 Uhr auf der K­ önigswiesenpiste auch bei Flutlicht dem Skivergnügen frönen. Und abseits der Pisten locken die Rodelbahn Gamskogelhütte, Pferdeschlittenfahrten zur Pritzhütte und das Eisstockschießen bei der Schoberblickhütte. Für Abwechslung in winterlichem Ambiente ist also gesorgt. www.derskiguide.at


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Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen LoipeN DIE STEIlsTE PISTE Besonderheiten Events Auskunftstelefon Tourismusverband

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Piste von 1.066 bis 2.220 Meter Seehöhe Gesamt 70 km / Leicht 10 km / Mittel 50 km / Schwer 10 km / Pistenfläche 180 ha Gesamtanzahl 16, 28.460 Personen Topskiregion Katschberg Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 48,- / 36,- / 24,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 251,- / 189,- / 126,Katschi's Family Card: 1/2 Skitag f. Eltern mit einem Kind Euro 98,50, mit 2 Kindern Euro 116,50 und jedes weitere Kind Euro 18,-. Gesamt 60 km, Classic 50 km, Skating 10 km Direttissima 60 - 100 % Gefälle Donnerstag Nachtskifahren, 20 km Winterwanderwege, 3 km Rodelbahn beleuchtet, Katschis Kinderwelt, Pferdekutschenfahrten, Schneeschuhwanderweg, Eisstockschießen. 27.11. - 25.12.2019: Adventweg (MI, FR, SA, SO von 14.00 - 20.30 Uhr) 01.01.2020: Neujahrsfeuerwerk 17.02. - 18.02.2020: Ö3 Pistenbully Schneetelefon, Tel.: +43 (0)47 34 / 83 888 Tourismusbüro Katschberghöhe, Katschberghöhe 30 9863 Rennweg am Katschberg (K), Tel.: +43 (0)47 34 / 630, Fax: +43 (0)47 34 / 753, urlaub@katschberg.at

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Katschberg


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Bad Kleinkirchheim Nach der Piste in die Therme Das in den Kärntner Nockbergen gelegene Bad Kleinkirchheim gehört mit Sicherheit zu den bekanntesten Skigebieten Österreichs – das liegt nicht nur daran, dass Ski-Kaiser Franz Klammer Testimonial des Ortes ist. Dort finden alle drei Jahre Damen-Weltcup-Rennen statt, die in schönen Bildern zeigen, wie toll es sich dort Skifahren lässt – diese Saison gibt es allerdings eine Pause. Zudem verfügt der Ort über ein Thermenangebot sondergleichen. Gleich zwei große Badeanstalten sind dort zu finden, die alle Stückerln spielen und von Fun bis Gesundheit alle Themenbereiche abdecken. Das bei der Talstation der Kaiserburgbahn gelegene Römerbad etwa bietet im Innen- wie im Außenbereich alles, was Kindern Spaß macht, aber auch 13 Saunen auf drei Ebenen als Alternative für Erwachsene. Mehr dem klassischen Thermalangebot entspricht die ebenfalls großzügig angelegte St. Kathrein Therme mitten im Ortsgebiet, die jetzt nach großzügigem Umbau mit 1.200 Quadratmetern Schwimmfläche, 86 Meter-Rutsche, Saunabereich im römischen Stil und Therapiezentrum wieder eröffnet ist. Neu sind seit einiger Zeit überdies sogenannte Römerloungen und Sauna auf der Piste; W-Lan im Skigebiet gibt es natürlich auch, ebenso wie die Möglichkeiten zur Skiline-Abfrage. Das skifahrerische Angebot kann sich ebenfalls sehen lassen: Die insgesamt 103 Pistenkilometer liegen in einer Höhe von 1.100 bis 2.055 Metern und bieten zwischen der Kaiserburg und der zum Nachbarort St. Oswald gehörenden Brunnalm ein breites Spektrum an skifahrerischen Möglichkeiten: Ski Guide Austria 2020

Die Ende 2003 eröffnete Franz-Klammer-WeltcupAbfahrt etwa weist bei einer Länge von 3,2 Kilometern eine Höhendifferenz von 842 Metern und ein Gefälle von bis zu 80 Prozent auf – eine wahrlich anspruchsvolle Piste. Ein Klassiker ist auch die Strohsack-Abfahrt. Snowboarder und Freestyler können sich indes an einem Snowpark sowie neuen Funslopes erfreuen. Generell ist die St. Oswalder-Seite sonniger als die Bad Kleinkirchheimer, die Abfahrten sind jedoch auf beiden Bergseiten abwechslungsreich. Will man beide Seiten an einem Tag erledigen, hat man genug zu tun. Die Lifte sind zum Teil etwas angejahrt, funktionieren aber tadellos. Die Verbindung zwischen den beiden Bergseiten, die zu Fuß unter der Bundesstraße bewältigt werden muss, könnte aber längst modernisiert und komfortabler gestaltet werden – um so einem Vorzeigeort gerecht zu werden. Einziges Manko von Bad Kleinkirchheim ist, dass es auf Grund seiner wettertechnischen Lage zwischen Nord und Südeinflüssen in den vergangenen Jahren immer wieder mal unter Schneeknappheit litt. Das stellt aber auch kein wirkliches Problem dar: ­Immerhin garantieren 800 Schneegeräte eine künstliche Beschneiung von 97 Prozent der Pisten – und die sind immer top präpariert. Eine Alternative sind auch die 60 Kilometer Winterwanderwege durch idyllische Landschaft. Und das Gastronomie- und Hotelangebot vor Ort ist last but not least ebenfalls erstklassig – im Skigebiet gibt es 23 urige Hütten – und die Dichte an Gourmetlokalen ist nicht nur für Kärntner Verhältnisse überdurchschnittlich. www.derskiguide.at


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Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise Ermässigungen Loipen die Steilste Piste Tiefschnee Besonderheiten

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Piste von 1.100 bis 2.055 Meter Seehöhe Gesamt 103 km / Leicht 18 km / Mittel 77 km / Schwer 8 km Gesamtanzahl 24, 35.700 Personen Bad Kleinkirchheim Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 49,- / 37,- / 24,50 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 251,- / 189,- / 126,Hochsaison: Euro 5,- Senioren-Ermässigung (ab Jahrgang 1954) auf die Tageskarte Euro 44,6 Tageskarte Euro 226,-. 10,5 km beschneite Loipe in Bad Kleinkirchheim/Römerloipe und Sportloipe. Bei guten Naturschneeverhältnissen Nachbarloipe 42 km Richtung Gnesau. Franz Klammer 80 % Gefälle Geführte Einsteiger-Skitour auf die Brunnach/Schafalpe, Touren auf den Mallnock, den Steinnock und den Peitlernock. Thermal Römerbad, Kathrein Therme, 60 km Winterwanderwege, geführte Schneeschuhwanderungen, Vollmondskitour, 4 Rodelbahnen, Speed- und Rennstrecke, Snowtubing, Skidoorundfahrten für Kinder, Zauberschlittenfahrten, Sauna auf der Piste, Early Morning Skiing mit Franz Klammer (Jänner und Februar). 06.12.2019: Ski Opening 17.01./18.01.2020: Winter Open Air, Wenn die Musi spielt Tel.: +43 (0)42 40 / 82 82-0 Bad Kleinkirchheimer Region Marketing GmbH 9546 Bad Kleinkirchheim,Dorfstraße 30, Tel.: +43 (0)42 40 / 82 12, Fax: +43 (0)42 40 / 85 37 info@badkleinkirchheim.at, www.badkleinkirchheim.at

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Gerlitzen Panoramablick auf Villacher Becken und Karawanken Praktisch vor der Haustür von Kärntens zweitgrößter Stadt, Villach, liegt die Sonnenalpe Gerlitzen – ein modernes Skigebiet, das sowohl bei Einheimischen als auch bei Urlaubern aus Deutschland, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Großbritannien sehr beliebt ist. Auf den 1.911 Meter hohen Berg geht es mit der Kanzelbahn, einer Umlaufbahn. Alternativen dazu sind die Auffahrt über zwei Bergstraßen – entweder von Treffen oder B ­ odensdorf aus. Auch von der Nordseite der Gerlitzen kann via Arriach die Talstation der Klösterlebahn erreicht werden. Wer mit der Kanzelbahn, der sicherlich bequemsten Art, bergwärts fährt, wird mit einem grandiosen Ausblick auf den Ossiacher See, das Villacher Becken und die Karawanken belohnt. Nicht umsonst lautet das Motto des Skigebiets „Etwas drüber“. Vom Gipfel aus kann man alle Strecken in Angriff nehmen, inklusive der langen Klösterle-Abfahrt bis ins Tal. Manchmal kann es am Gipfel aber ganz schön windig oder nebelig sein. Die Gerlitzen ist in den vergangenen Jahren ausgebaut und mit vielen Beschneiungsanlagen ausgestattet worden – heute ist sie ein echtes Familienskigebiet, das an Spitzentagen jedoch ziemlich überlaufen sein kann. Seit einigen Jahren gibt es ein neues Parkhaus, was die Parksituation bei der Talstation in Annenheim entlastet. Zusätzlich gibt es den Gratis-Shuttlebus zu nahe gelegenen Parkplätzen – und den gratis Skibus der Stadt Villach von der KärntenTherme zur Kanzelbahn und retour. Recht neu ist der sechs Millionen Euro teure 6er-Sessellift „Wörthersee Family Rast“. Beliebt ist die Gerlitzen Ski Guide Austria 2020

auch bei Snowboardern, da es eine Freeride Area und einen Freestyle Park im Gipfelbereich der KlösterleAbfahrt gibt – entsprechend hoch ist der Anteil von Jugendlichen, die das von Villach aus via Bus leicht erreichbare Skigebiet frequentieren. Auch für Kinder werden drei Übungsgelände geboten, und überhaupt kann gesagt werden, dass das Skigebiet für alle Skifahrer jedweden Könnens – von Anfängern über Fortgeschrittene bis zu Könnern – mit entsprechenden Pisten aufwartet. Eine anspruchvollere Carvingpiste etwa führt Richtung Ossia­cher See zur Talstation des Birkenlifts, die wegen Schneemangels in den vergangenen Saison leider immer wieder mal gesperrt war. Der Pacheiner-Schlepplift mit seinem steilem Pisten-Schlussstück wurde glücklicherweise doch nicht stillgelegt. Zum carven gut geeignet ist die relativ leichte, aber seit jeher beliebte Neugarten-Abfahrt. Und wenn die Schneelage stimmt, kann auch ausgehend von der Seppl-Hütte die Talabfahrt nach Bodensdorf in Angriff genommen werden, die zum Teil über Forstwege durch den Wald führt. Motto: Mehr Abenteuer denn Genuss. Das Gastronomieangebot auf der Gerlitzen lässt ebenfalls keine Wünsche offen – Klassiker sind etwa die Pöllinger-Hütte mit ihrer tollen Aussicht oder die Huaba Hittn an der Klösterle Abfahrt– sodass einem entspannenden Skitag nichts im Wege steht. Wobei: Seit einiger Zeit kosten die Talfahrten mit den Sesselliften auch bei gültiger Tageskarte fünf Euro extra. Dies hat zu Recht für Unmut gesorgt. Und auch der Umstand, dass am Berg nach wie vor so gut wie nirgends mit Bankomat gezahlt werden kann, ist ebenfalls alles andere als zeitgemäß. www.derskiguide.at


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Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ermässigungen Loipen besonderheiten Tiefschnee events Auskunftstelefon Tourismusverband

Piste von 1.000 bis 1.911 Meter Seehöhe Gesamt 44 km / Leicht 12,2 km / Mittel 28,1 km / Schwer 3,3 km / Pistenfläche 180 ha Gesamtanzahl 17, 21.300 Personen Gerlitzen Alpe Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 48,50 / 36,50 / 24,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 236,- / 178,- / 118,Kinder unter 6 Jahren Freifahrt in Begleitung der Eltern. 4 km Classic und Skating Gratis Shuttle Service vom Parkplatz 4 zur Kanzelbahn und retour, gratis Skibus der Stadt Villach ab der Kärnten Therme Warmbad-Villach zur Gerlitzen-Kanzelbahn. 12 km Winterwanderwege, Kids Snowpark bei der Mittelstation, beschneite Rodelbahn. Route 22 „Rock´n´Roll“ unter dem Neugarten 8er-Carvingjet, Natur-Ski-Route 13 Finsterbach. Pistentourengeherstreifen (Klösterle Arriach). 15.12.2019: Gratis Skitest der Skischule 24.12.2019: Christkindl Skitag (Kinder gratis) Schneetelefon, Tel.: +43 (0)42 48 / 27 22 Region Villach Tourismus GmbH 9523 Villach-Landskron, Töbringer Straße 1 Tel.: +43 (0)42 42 / 42 000 office@region-villach.at

Skitour: Seite 297

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gerlitzen Alpe


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Turracher Höhe Schneesicherheit im steirischen Grenzgebiet Die Turracher Höhe, im Grenzgebiet zwischen Kärnten und der Weststeiermark gelegen, gehört vielleicht nicht zu den größten Skigebieten, dafür ist es eines der reizvollsten. Dazu trägt nicht nur die große Schneesicherheit aufgrund der Höhenlage von 1.400 bis 2.205 Metern bei, sondern auch der Umstand, dass mitten zwischen den Pisten ein See liegt. Dieser ist in das Freizeitangebot voll integriert, sei es für Eisläufer, Langläufer oder Schwimmer. Kein Witz: Das am Ufer gelegene bekannte H ­ otel Hochschober hat in seine herausragenden Wellness- und Spa-Angebote ein beheiztes Seebecken inkludiert, das sommers wie winters in Betrieb ist. Während also auf den umliegenden Bergen die Wintersportler in Aktion sind, können die Gäste hier im wohltemperierten Wasser ihre Runden ziehen. Der See steht übrigens auch den Skifahrern zur Verfügung, und zwar wenn diese das übers Eis fahrende Schneetaxi als Verbindung zwischen den am anderen Ufer gelegenen Sonnenbahn- und Panoramabahnliften benützen. Die Turracher Höhe, deren Pisten sich früher hauptsächlich auf den, durchaus attraktiven, Kornock beschränkten, wurde im vergangenen Jahrzehnt ständig ausgebaut. Vor allem die nordöstlich vom See gelegene Turrachbahn wartet mit einigen anspruchsvollen Carving-Abfahrten auf, die breit und steil genug für zügiges Fahren sind, und die nicht so leicht ihresgleichen finden. Nicht umsonst heißt eine davon „Adrenalin“. Attraktiv ist auch die Ski Cross-Strecke, die vom Kornock ins Tal führt und bei der zahlreiche Kurven und Sprünge zu bewältigen sind. Spaßig Ski Guide Austria 2020

auch die 850 Meter lange Funslope – beide Attraktionen wurden heuer ausgebaut. Für Kinder gibt es eine Kidsslope. Ein Snowpark ist ebenfalls vorhanden, ebenso wie ein Freeride-Gelände, zwei ausgeschilderte Tourenrouten und ein LVS-Checkpoint. Zuletzt investiert wurde in die Skigebietserweiterung, die Schafalmbahn samt sechs Kilometer neuen Pisten. Je nach Schneelage ist auch eine Skigebietserkundung möglich. Insgesamt punktet die Turracher Höhe auch mit ihrer natur­nahen landschaftlichen Anmutung und einem Winterangebot, das allen Ansprüchen gerecht wird. Winterwanderer kommen auf der Turracher Höhe auf 24 Kilometer langen Wegen ebenso auf ihre Kosten wie Eisläufer, die eine tolle Natureisfläche zur Verfügung haben – immerhin haben hier auch schon die Ice-Polo-Europameisterschaft stattgefunden. Detto Gäste, die besondere Kulinarik wie zum Beispiel das Ski-Suppen-Festival und hochqualitative Hotellerie schätzen. Im Schatten des Hochschobers als Leitbetrieb haben sich auch die anderen Häuser ins Zeug gelegt und ihre Standards nach oben geschraubt – etwa das Schlosshotel Seewirt. Eine Besonderheit auf der Turracher Höhe sind die Pisten­butler, die bei Sonnenschein unterwegs sind und den Skifahrern und Snowboardern gratis Sekt ausschenken. Auch der erste Speck-Humidor Europas findet sich auf der Turracher Höhe, nämlich in der K-Alm. Für Hundeschlittenfans werden Husky-Workshops angeboten – und wer es lieber motorisiert hat, kann nach einer Einführung Motorschlittentouren unternehmen. www.derskiguide.at


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© Tourismusverband Steiermark/Sitour

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Höhenlage Pistenkilometer Lifte Skigebiet(e) Preise ERMÄSSIGUNGEN Loipe Tiefschnee Besonderheiten topevents Auskunftstelefon Tourismusverband

Piste von 1.400 bis 2.205 Meter Seehöhe Gesamt 42 km / Leicht 14 km / Mittel 24,5 km / Schwer 3,5 km Gesamtanzahl 14 Turracher Höhe Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 48,50 / 39,- / 24,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 251,- / 189,- / 126,Für Gäste, die ihr Quartier auf der Turracher Höhe haben (Betrieb muss Mitglied beim Tourismusverein Turracher Höhe sein), gibt es verschiedene Ermäßigungen und Pauschlangebote. Gesamt 15 km, Classic 10 km, Skating 5,5 km Steilhang/Kornock, neue Schafalm. Pistenbutler, Nachtskilauf jeden Mittwoch von 20:00 bis 21:30 Uhr beim Übungswiesenlift. Alpen Achterbahn Nocky Flitzer, Di. und Do. Nachtrodeln, Snowpark, XXL Funslope und Funcross, Kidsslope, Family-Line. 06.03.2020: SnowVolleyball 13.01. - 15.03.2020: Blue Tomato Girls Camp 28.03.2020: Kiltskitag Tel.: +43 (0)42 75 / 82 52 Tourismusverein Turracher Höhe, 8864 Turracher Höhe 218, Tel.: +43 (0)42 74 / 83 92 info@turracherhoehe.at

Restaurant: Seite 400, Funpark: 261

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Turracher Höhe


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Heiligenblut Vor der grandiosen Kulisse des Großglockners Das im Nordwesten Kärntens gelegene Skigebiet Großglockner/Heiligenblut wartet mit einer Reihe von Besonderheiten auf: Allen voran Österreichs höchster Berg, der 3.798 Meter hohe Großglockner, der sich in Blicknähe befindet. Aber das Gebiet selbst ist mit einer Höhe von bis zu 2.902 Metern – neben dem Mölltaler Gletscher – das höchstgelegene im Bundesland und wartet mit beeindruckendem Panoramablick und idyllischem Postkarten-Dorfensemble auf. Aufgrund der Höhenlage – die Pisten beginnen bei 1.300 Metern – ist Heiligenblut zudem ausgesprochen schneesicher. Das Gebiet liegt großteils über der Waldgrenze und bietet ein grandioses Panorama. Das 129 Hektar große und 55 Kilometer lange Pistenareal, das von zwölf Liftanlagen erschlossen wird, ist sehr familienfreundlich: Für die Kleinen bietet das Snowland Spaß und Abwechslung – und für die etwas größeren die neue Wellenpiste am Fallbichl. Und während die Kids im Kinderskikurs sind, können die Eltern unbesorgt ihrem Wintervergnügen nachgehen. Und die jungen Wilden können sich im neu geschaffenen Snow & Funpark austoben. Auch sportliche Naturen kommen natürlich auf ihre Kosten: So findet sich im Bereich Fallbichl die steilste präparierte Piste Kärntens und Osttirols. Mit der Gondelbahn geht es vom Ort auf das 2.604 Meter hohe Schareck, von dort öffnet sich das Gebiet nach allen Seiten. Die Wartezeiten sind in der Regel kurz und die Abfahrten sowohl für Skifahrer als auch für Snowboarder abwechslungsreich. Erwähnenswert ist auch die Hochfleiss-Gratabfahrt, die oberhalb von 2.900 Metern Seehöhe beginnt. Anspruchsvoll und nur Könnern zu empfehlen ist auch die Abfahrt vom Schareck durchs Gelände runter zur Fleissalm, Ski Guide Austria 2020

wobei rund 800 Höhenmeter überwunden werden. Insgesamt gibt es 1.500 Hektar in sechs Sektoren gegliederte Freeride-Flächen für Variantenfahrer. Ein Freeride Checkpoint ist an der Mittelstation. Markierte Skirouten sind ein guter Einstieg für erste Versuche im Gelände – am besten mit einem regionalen Berg- bzw. Skiführer. Zu den vier bestehenden Routen, ensteht heuer eine neue Skiroute im Bereich des Hochtors der Großglockner Hochalpenstraße – mit Ausgangspunkt am Viehbühel-Lift auf 2.420 Metern Seehöhe. Für Spaß abseits der Pisten sorgen zwölf Kilometer gespurte Loipen, eine beleuchtete Rodelbahn in Winkl, die Möglichkeit zum Eislaufen sowie 15 Kilometer Winterwanderwege. Sportlernaturen können sich ihren Kick auch beim Schneeschuhwandern holen und für Adrenalinjunkies wiederum bietet sich Eisfallklettern an. Dennoch: Die Betonung von Heiligenblut, das mit dem Slogan „Ganz oben ist’s am schönsten“ wirbt, liegt eindeutig auf Naturverbundenheit und Gemütlichkeit – und das macht den Charme des Gebietes aus. Das zeigt sich auch in der Gastronomie in einer der zehn oft traumhaft gelegenen Hütten, die auf Qualität Wert legen und obendrein in der Regel mit Bedienung aufwarten – was in vielen Skigebieten heute leider oft eine Seltenheit ist. Direkt im idyllischen Ortszentrum ist das Angebot noch größer – von der gut frequentierten Après-Ski-Bar gegenüber der Talstation bis zu feinen Hotelrestaurants. Neu gibt es die Grossglockner Plus Card mit drei Erlebnissen inklusive und 14 Top-Adventures zum Vorzugspreis. www.derskiguide.at


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© Grossglockner Bergbahnen Touristik GmbH/Sitour

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Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen

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Piste von 1.300 bis 2.900 Meter Seehöhe Gesamt 55 km / Leicht 20 km / Mittel 34 km / Schwer 1 km, Pistenfläche 129 ha Gesamtanzahl 12, 11.000 Personen Grossglockner Heiligenblut Tageskarte (HS): Erwachsene 46,- / 37,- / 23,6-Tage-Pass (HS): Erwachsene 231,- / 185,- / 115,50 Kinder bis 10 Jahre (Jg. 2010) benötigen bei gleichzeitigem Kauf einer Elternkarte nur eine Schneemannkarte um Euro 4,- pro Tag. Kinder bis 10 Jahre (Jg. 2010) gratis bei gleichzeitigem Kauf einer Elternsaisonkarte. Kaufen beide Eltern 1 Saisonkarte, gibt es die Saisonkarte für 1 Kind bis 15 Jahre (bis Jg. 2005) zum Nulltarif. Mitglied im SunnyCard-Verbund. Gesamt 12 km, Classic und Skating 15 Quadratkilometer Freeride-Arena, 6 Skirouten, Variantenfahren und Tourengehen in Begleitung, Abfahrten mit bis zu 1.500 Meter Höhenunterschied, Lawinenausbildungskurse, Freeride Checkpoint an der Mittelstation, Ausgangspunkt für zahlreiche hochalpine Skitouren. Eisklettern mit Profis, Großglockner Plus Card. Beleuchtete Rodelbahn in Heiligenblut, Nacht der Sterne – wöchentliche Nachtfahrt mit der Bergbahn zum Schareck – auch mit Führung und Sternenbeobachtung, Wellenpiste am Fallbichl, 7 Winterwanderwege. 07.12.2019: Opening mit Murauer Skitag 29.02.2020: Der Glockner-Das Rennen Neuer Snow & Funpark, neue Skiroute im Bereich des Hochtors Ausgangspunkt Viehbühel Lift. Bergbahnen Tel.: +43 (0)48 42 / 22 88 Info- & Buchungscenter Heiligenblut, 9844 Heiligenblut, Hof 4, Tel.: +43 (0) 48 24 / 20 01-21, www.heiligenblut.at

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Goldeck Sportberg mit Sonnenterrassen und tollen Pisten Direkt bei der Stadt Spittal/Drau in Oberkärnten gelegen ist das kleine, aber feine Skigebiet Goldeck seit langem eine fixe Konstante bei Kärntner Skifahrern. Obwohl sich das Gold­eck, das nur fünf Kilometer von der Südautobahn entfernt liegt, in letzter Zeit zu einer Art Geheimtipp entwickelt hat, wird es vor allem von Einheimischen aus der Umgebung frequentiert. Das mag wohl damit zusammenhängen, dass die Infrastruktur bis Ende der 2.000er-Jahre etwas veraltet war. Doch das hat sich geändert: Neben der Gondelbahn auf den Berg in 2.142 Meter Seehöhe stehen den Wintersportlern heute sieben Lifte zur Verfügung – heute gibt es nur noch zwei Schlepplifte. Seit Bau-Tycoon Hans Peter Haselsteiner, dessen Konzern Strabag in Spittal seine Zentrale hat, das Skigebiet vor einigen Jahren gekauft hat, wurde auch wieder investiert. Zuletzt wurden eine 8erKabinen- und eine 6er-Sesselbahn errichtet – neu ist jetzt auch ein Skidepot. Mit seinen 25 Pistenkilometern hat der „Sportberg“ Goldeck – so die Eigendefinition – jedenfalls einiges zu bieten: So unter anderem die laut Betreiber längste schwarze Talabfahrt der Alpen. Auf 8,5 Kilometern Länge sind 1.600 Meter Höhenunterschied zu bewältigen – tatsächlich eine Herausforderung für die meisten Skifahrer. Ein besonderer Genuss für alle Freeski-Fans und Boarder ist das Goldeck auch wegen seiner 50 Hektar großen Freeride Area – hervorzuheben sind da die Bereiche Steilhang, Kälberriegel und Eggeralm. Motivierten Ridern dürfte der Snowpark mit seinen Boxen, Rails und Tubs gefallen. Um die Erlebnisse unvermittelt teilen zu können, stehen Ski Guide Austria 2020

vier W-LAN Hotspots zur Verfügung. Für Anfänger beziehungsweise Wiedereinsteiger wiederum gibt es ein neues 30.000 Quadratmeter Skischulgelände mit zwei Zauberteppichen und zwei Schleppliften direkt neben der Bergstation „Talbahn Goldeck“. Die Schwierigkeitsgrade lassen sich entsprechend den individuellen Fortschritten sukzessive steigern, sodass das Üben mehr Spaß macht. Für zusätzlichen Komfort sorgen ein 900 Quadratmeter großer Skiverleih, eine professionelle Skiservice Station sowie Skidepots direkt neben der Piste bei der Talstation für große Gruppen und Familien. Und seit einigen Jahren gibt es am Goldeck auch einen Skitouren-Lehrpfad, der auf den 2.142 Meter hohen Berggipfel führt. Der Pfad kann übrigens auch mit Schneeschuhen begangen werden. Rund um diese Möglichkeiten gibt es fallweise entsprechende Events wie „Champ or Cramp“ für besonders konditionsstarke Sportler, das Vertical Race über 1.490 Höhenmeter oder den FreerideCup. Das Gold­eck, das sich gern als sonnigster Sportberg Kärntens positioniert, wartet zudem mit einem herrlichen Panoramablick bis zum Großglockner auf – der von Sonnenterrassen in 2.100 Metern Höhe genossen werden kann. Nicht unerwähnt bleiben sollen die nahe gelegenen Naturrodelbahnen, das insgesamt ausgewogene Preis-Leistungs-Verhältnis und die Möglichkeiten, die sich für Skitourengeher bieten – inklusive Goldeck-Überquerung, ein b­ eliebtes kombiniertes Touren- und Pistenerlebnis. Und last but not least laden im Skigebiet immerhin acht Hütten und Gasthäuser mit bodenständigem Angebot zur Einkehr ein. www.derskiguide.at


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© Tourismusverband Kärnten/www.kaernten.at/Schultur Föger

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Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen

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Piste von 547 bis 2.117 Meter Seehöhe Gesamt 25 km / Leicht 8 km / Mittel 8,5 km / Schwer 8,5 km / Pistenfläche 63 ha Gesamtanzahl 7 Goldeck – Mein Sportberg Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 42,- */ 32,50* / 21,-* 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 203,- / 157,50 / 101,50 (exkl. „Drautal Perle“ & Kletterhalle) Kinder unter 6 Jahren in Begleitung der Eltern gratis. Jeden Samstag: Kinder um Euro 15,- und Jugendliche um Euro 28,*Beim Kauf einer Tageskarte ist der Eintritt für 2 Std. in die „Drautal Perle“ (Hallenbad) und 90 Min. Klettern in der Kletterhalle Mühldorf inkludiert. Auf 1.780 Meter am Goldeck Speichersee, bei ausreichender Schneelage. 50 Hektar Freeride-Area, Kälberriegel und Eggealm Skitouren-Lehrpfad, großzügiges Kinderland, längste Schwarze Piste der Alpen. Tel.: +43 (0)47 62 / 28 64 Tourismusverband Spittal an der Drau 9800 Spittal, Burgplatz 1, Tel.: +43 (0)47 62 / 37 200, welcome@spittal-millstaettersee.at

schlosshotel: Seite 412

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Petzen Der Sonnenberg in Südkärnten Am östlichen Ende der Karawanken, südlich der Kulturstadt Bleiburg, erhebt sich das einladende Ski-, Wander- und Mountainbikegebiet der Petzen, mit den letzten 2.000er Gipfeln der Südalpen. Seit das Traditionsskigebiet vor drei Jahren neu übernommen wurde, geht es auf der Petzen – übrigens der Hausberg von Ex-Skisstar Rainer Schönfelder, wieder aufwärts. Es wurde kräftig investiert und die Infrastruktur auf moderne Standards gebracht. Der Sportliche Ausgangspunkt liegt in 650 Meter Seehöhe und die großzügigen Parkplätze sind in nur 20 Minuten von der Südautobahn A2 (Ausfahrt Griffen) leicht erreichbar. Die Kabinenbahn führt bis auf 1.700 Meter Seehöhe, wo sich ein grandioser Panoramablick über Südkärnten, Lavanttal und Slowenien auftut. Wahrlich ein Genuss für Naturfreunde. Diese tolle Kulisse bietet zudem den Rahmen für Österreichs höchst gelegenen Christkindlmarkt. Die Bergstation der Kabinenbahn ist im Sommer Ausgangspunkt für den elf Kilometer langen FlowCountry-Trail, dem Längsten seiner Art in Europa, den ersten 18 Bahnen Discgolf-Parcours in Kärnten sowie für ausgedehnte Wanderungen. Die Liftanlagen am Berg erschließen abwechslungsreiche Hänge zum Carven und Boarden bis auf eine Seehöhe von 1.920 Meter. Von dort startet die 7,5 Kilometer lange Talabfahrt, auf der man bis untern 1.270 Höhenmeter überwindet. Im TalbeSki Guide Austria 2020

reich befinden sich direkt an den Parkplätzen zwei Schleppliftanlagen sowie Petzi´s Kinderland mit idealen Pisten für Anfänger und Wiedereinsteiger. Derzeit sind 90 Prozent der Pisten technisch beschneibar und sichern den Skibetrieb vom Berg bis ins Tal. In der letzten Wintersaison wurde der alte Schlepplift Stollenlift durch einen 4er-Sessellift ersetzt und der Komfort im Skigebiet damit wesentlich erhöht. Aber nicht nur für Skifahrer und Snowboarder bietet die Petzen ein kleines aber feines Angebot, auch abseits der Pisten ist für Spaß im Schnee gesorgt. Für Schneeschuh- und Winterwanderer gibt es rund um den Speichersee in 1.700 Meter Seehöhe puren Wintergenuss. Auch Tourengeher sind auf der Petzen willkommen und können während der Pistenbetriebszeiten die Natur genießen. Für Langläufer bietet die nahe gelegene Langlaufarena Pirkdorf beschneite Loipen und eine Laser-Biathlonanlage. Und nicht zuletzt kommt auch die Kulinarik nicht zu kurz: Immerhin fünf Skihütten verwöhnen die Wintersportgäste mit Köstlichkeiten aus der regionalen Küche. Heuer wurde auch die Renovierung des ehemaligen Hotels Petzenkönig in Angriff genommen; am Fuß des Berges sollen 300 bis 400 neue Gästebetten entstehen. Fazit: Einem sportlichen und entspannten Skitag steht auf der Petzen somit nichts im Wege. www.derskiguide.at


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Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen Loipen Tiefschnee Besonderheiten Events News Auskunftstelefon Tourismusverband

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Piste von 650 bis 1.920 Meter Seehöhe Gesamt 15 km / Leicht 7 km / Mittel 7 km / Schwer 1 km Gesamtanzahl 6, 5.800 Personen Petzen - Top of Südkärnten Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 34,- / 18,50 / 18,50 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 165,- / 90,- / 90,Studenten 19 bis 24,99 Jahre erhalten Jugendpreis, Seniorenermäßigung auf Tageskarte 1 Euro. Gesamt 6 km, Classic und Skaten Freeriding im Lärchenwald, Tourengehen erlaubt, 5,- Euro Infrastrukturgebühr. Area am Berg, 7,5 km lange Talabfahrt mit 1.270 Höhenmeter, Schneeschuhwandern im Geopark Karawanken. 07./14./21.12.2019: Österreichs höchst gelegener Christkindlmarkt v. 13.00 bis 19.00 Uhr Neuer 4er-Sessellift am Berg, Mitglied von größeren Kooperationen/ Verbünden (nur für Saisonkarten): Top Skipass Kärnten/Osttirol, Ski-Region-Süd (Obdach, Salzstiegl, Weinebene, Koralpe und Petzen) Schneetelefon, Tel.: +43 (0)42 35 / 22 46 9143 St. Michael ob Bleiburg, Unterort 52 Tel: +43 (0)42 35 / 22 46 office@petzen.net

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KÄRNTEN

Petzen


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SKIGEBIETE kärnten

Hochrindl Mehr als ein Geheimtipp – nicht nur für Familien Wer in den Kärtner Nockbergen seinen Skiurlaub verbingen oder auch nur einen Tagesausflug in eine schöne Winterlandschaft unternehmen will, ist auf dem Hochrindl gut aufgehoben: Als preisgünstige Alternative etwa zu Bad Kleinkirchheim oder die Turrach ist das Hochrindl nicht nur bei Familien sehr beliebt. 20 Pistenkilometer in dem auf einer Seehöhe von 1.540 bis 1.882 Metern gelegenen Areal bieten ein durchaus weitläufiges und abwechslungsreiches Angebot. Das 2019 erneut mit dem Kärntner Pistengütesiegel ausgezeichnete Skigebiet wartet mit neun Pisten – von leicht bis schwierig und fünf Schleppliften, einem Verbindungslift und einen 4er-Sessellift auf. Generationen von Kindern lernten hier das Skifahren. Groß und Klein schätzen seit langem den Weitblick und die Überschaubarkeit des Naturparadieses. Und auch größere Gruppen kommen gerne auf das Hochrindl, werden hier doch Skirennen auf der FIS-Strecke am Krucknlift und Vereinsveranstaltungen oder Betriebsschitage organisiert. Seit das Hochrindl im Dezember 2017 von privaten Kärntner Investoren übernommen wurde, die unter Einbindung der regionalen Bevölkerung drei Millionen Euro in Speicherteich, Beschneiung und Zugangssysteme investierten, hat das Familienskigebiet dankenswerterweise wieder eine aussichtsreiche Zukunft. Nordische wintersportfans kommen auf dem Hochrindl ebenfalls auf ihre Kosten, ist es doch eines der beliebten Langlaufgebiete Kärntens: Auf 22 Loipenkilometern bieten sich vielfältige Möglichkeiten: Auf der Panoramaloipe zwischen 1.550 und 1.750 Meter Seehöhe beispielsweise kann man parallel zur sportlichen Betätigung einen tollen Ausblick über die zauberhafte, Ski Guide Austria 2020

schneebedeckte Almenlandschaft geniessen. Auch Tourengeher finden im urwüchsigen Wintersportareal außergewöhnliche Ziele vor: Die 2000er der Nockberge als Kulisse sind gerade im Winter ein lohnendes Ziel einer Genuss-Skitour: Dafür bieten sich eine Reihe von Touren in einer Höhe zwischen 1.400 und 2.400 Meter Seehöhe an. Aber auch zu FuSS kann man hier den Winter von seiner schönen, stillen Seite erleben. Geräumte Winterwanderwege führen durch die verschneite Landschaft der Nockberge in Richtung weißes Kreuz oder rund um den Kegel. Die malerische Landschaft, ein oft tiefblauer Winterhimmel und die herrliche Fernsicht über halb Kärnten machen jede Schneeschuhwanderung zu etwas Besonderem. Wer dieses Naturerlebnis ausprobieren möchte, kann sich von den Experten der Skischule Hochrindl unterweisen lassen und dann gleich losmarschieren – ob allein oder in geführten Scheeschuhwanderungen. Und Pferdeschlittenfahrten sind am Hochrindl ebenso möglich wie eine zünftige Rodelpartie. Auf drei Bahnen können Kinder, Erwachsene, Familien oder gesellige Runden zu Tale flitzen. Und dies nicht nur tagsüber: Am Abend ist die Bahn zur Stoicharthütte beleuchtet. Die urige gastronomie auf dem Berg – z.B. in der Hiaslhütte, der Herzelhütte oder der Bauernstub’n, die zu einem kulinarischen Einkehrschwung mit typisch Kärntner Spezialitäen einladen – ist gleichfalls erwähnenswert. Und last but not least tut sich auch Beherbergungsmäßig einiges: In den nächsten Jahren soll am Hochrindl an der Skipiste um rund 50 Millionen Euro ein familienfreundliches Chalet-Dorf mit einem Hotel als Leitbetrieb errichtet werden. www.derskiguide.at


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© Kärnten Werbung/Hochrindl

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Höhenlage Pistenkilometer Lifte Skigebiet(e) Preise ERMÄSSIGUNGEN Loipe Tiefschnee Besonderheiten topevents NEWS

Piste von 1.540 bis 1.886 Meter Seehöhe Gesamt 20 km / Leicht 3 km / Mittel 14 km / Schwer 3 km Gesamtanzahl 7 Hochrindl Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 35,- / 29,- / 20,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 172,- / 136,- / 90,Kinder geb. 2005 bis 2013 und jünger fahren gratis Gesamt 22 km, Classic 14 km, Skating 8 km Schneeschuhwandern, 20 km präparierte Wanderwege Jeden Mittwoch Nachtskilauf, Funpark, 3 Rodelbahnen, davon 2 beleuchtet, Pferdeschlittenfahrten, 2 Nockholzspielplätze. 25.01.2020: Familienskitag 22.02.2020: Lady's Day 07.03.2020: Nostalgieskitag Es wurden 3 Millionen Euro in die Schneeinfrastruktur investiert, neue Schneekanonen, Waldabfahrt verbreitert, neu ausgeschildert.

Auskunftstelefon

Tel.: +43 (0)664 / 762 32 36 und Tel.: +43 (0)42 79 / 73 58

Tourismusverband

Tourismusverein Sirnitz-Hochrindl, Deutsch-Griffen, 9571 Sirnitz-Hochrindl, Sirnitz 1 urlaub@hochrindl.at, www.hochrindl.at

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Hochrindl


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SKIGEBIETE kärnten ankogel · dreiländereck · Falkert · simonhöhe · INNERKREMS · KLIPPITZTÖRL

Ankogel

Klippitztörl

Koralpe

Ankogel  tel +43 (0)47 84 / 632

Innerkrems tel +43 (0)42 79 / 73 58

12,8 km Pisten auf bis zu 2.636 Meter Seehöhe und damit das dritthöchste Skigebiet Kärntens. Durch seine Nord-/Süd-Lage bekommt der Ankogel von beiden Seiten des Tauernhauptkamms Schnee ab. Toller Panoramablick und besonders breite Pisten, urige Hütten mit überdurchschnittlichem Kulinarik-Angebot. Neu sind geführte Skitouren bis auf die Salzburger Seite. TOP TIPP: Hotel AH Alpengarten Mallnitz Seite 447, Gletscher Seite 240

Schönes und schneesicheres Skigebiet in den Nockbergen Richtung Salzburg gelegen. 36 Kilometer Pisten in einer Seehöhe zwischen 1.550 und 2.188 Metern Seehöhe, die reichlich Abwechslung bieten. Die Innerkrems ist nicht so überlaufen und wartet mit genügend Platz für Skiläufer und Boarder auf. Es bieten sich reichlich Möglichkeiten für Aktivitäten abseits der Pisten vom Winter- und Schneeschuhwandern, über Skitouren, Lang- oder Eislaufen bis zum Eisstockschießen. Und die Kulinarik in den Hütten stimmt ebenfalls.

Dreiländereck - Arnoldstein tel +43 (0)42 55 / 25 855 Im Grenzdreieck Österreich, Italien, Slowenien auf 680 bis 1.600 Meter Seehöhe gelegen. Schönes, nicht überlaufenes Skigebiet mit 17 km Pisten, 10 km Loipen und 8,4 km langer Naturschneerodelbahn. TOP TIPP: Rodeln Seite 276

Falkert tel +43 (0)42 75 / 70 50 Das familien- und kinderfreundliche Skigebiet liegt im Herzen des Bundeslandes Kärnten. Schneesichere Höhe zwischen 1.700 und 2.300 Metern. Im Heidi Alm Ski Park samt Kids Snowpark kommen Anfänger und GenussSkifahrer voll auf ihre Kosten und erleben Skigenuss und Entspannung pur. Mit 2.300 Meter Höhe auch ideal für Freerider und Tourengeher.

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Klippitztörl tel +43 (0)43 50 / 81 66 Das nahe Wolfsberg gelegene Familienskigebiet Klippitztörl hat insgesamt 28 km Piste, ist zwischen 1.480 und 1.818 Meter hoch und wartet mit einem Rundum-Panoramablick auf.

koralpe tel +43 (0)43 52 / 30 614 Die in der Nähe der Stadt Wolfsberg gelegene Koralpe bietet nicht nur 28 km Pisten für Skifahrer und Snowboarder, sondern auch viel freies Gelände, weitläufige Winterwanderwege, eine Rodelbahn und die Gelegenheit zum Gleitschirmfliegen. Dazu ein toller Blick über Ostkärnten.

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SKIGEBIETE Kärnten koralpe · mölltaler gletscher · weissensee · weinebene

Mölltaler Gletscher

Weinebene

Weissensee

Mölltaler Gletscher tel +43 (0)47 85 / 81 10

Weinebene tel +43 (0)43 52 / 71 338

(siehe auch Kapitel Gletscherskigebiete). Weitläufiges Areal mit ganzjährigem Skibetrieb. Höchstes Skigebiet Kärntens, das auch für verschiedene Nationen als Weltcup-Trainingsgelände fungiert.

18 Pistenkilometer und 8 Lifte direkt an der steirischen Grenze in 1.580 bis 1.886 Meter Seehöhe. Die Abfahrten bieten auch für Anfänger ideale Skibedingungen.

familienschneeland Simonhöhe tel +43 (0)42 77 / 29 137 Piste von 1.042 bis 1.340 Metern nicht allzu hoch gelegenes Skigebiet, das vor allem bei Familien mit kleineren Kindern sehr beliebt ist. 13 km Pisten sowie eine Höhenloipe und ein See im Ort locken die Gäste. KÄRNTEN

Weissensee tel +43 (0)47 13 / 22 200 Sehr familienfreundlich und auch für Anfänger gut geeignet, mit einem einzigartigen Panoramablick auf den Weissensee. Sechs Kilometer Pisten in bis 1.324 Meter Seehöhe, 55 Kilometer Loipen. Ein besonderes Plus: Auf der größten Natureisfläche Europas bieten sich auch ideale Bedingungen abseits der Piste für Eis- und Langläufer und Winterwanderer. TOP TIPP: Hotel Moser Seite 446, Restaurant Seite 401

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VON DACHSTEIN-WEST BIS HINTERSTODER

OBER ÖSTER REICH www.derskiguide.at

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SKIGEBIETE oberösterreich Einleitung

Oberösterreich Vielfalt und Abwechslung im Kleinen Gemessen an der GröSSe des Landes ist Ober­ öster­reich mit Skigebieten nicht gerade üppig bestückt: Gerade rund 20 Wintersport­gebiete gibt es im Land, und darunter sind einige ausgesprochen kleine örtliche Skilifte. Das hängt damit zusammen, dass Oberösterreich über weite Flächen eher flach und hügelig ist und lediglich im Norden – im Böhmerwald – und im Süden – an der Grenze zur Steiermark und zu Salzburg – über nennenswer­­ te Bergformationen verfügt. Doch dort kann sich das Angebot für Wintersportler durchaus sehen lassen. Das größte zusammenhängende und abwechslungsreichste Skigebiet ist mit 155 Pisten­­ kilometern die Region Dachstein-West, die sich zwar zu einem Gutteil in Salzburg befindet – ist im Ski Guide Austria 2020 aber dennoch Oberösterreich zugeordnet. Der dortige Ausgangspunkt in die weit verzweigte Region befindet sich in Gosau, wo Ende Dezember 2017 das Cooee Alpin Hotel der beiden Ex-Skistars Hermann Maier und Rainer Schönfelder aufsperrte. Am bekanntesten aber ist wohl das Skigebiet Hinterstoder-Höss, das u.a. mit der nach Abfahrtswelt­meister Hannes Trinkl benannten Weltcup-Strecke aufwartet. Der Alpine skiweltcup gibt dort übrigens Ende Februar 2020 mit Herren Super-G und Kombination sein Comeback. Der Mix von schöner Bergkulisse und Hüttengemütlichkeit macht Hinterstoder trotz relativ bescheidener 40 Pistenkilometer zu einem Skigebiet, in dem sowohl Familien als auch sportSki Guide Austria 2020

liche Carver und Snowboarder auf ihre Kosten kommen und das auch kulinarisch top ist. Dort gibt es seit kurzem übrigens ein neues ExplorerHotel im typischen Schindellook – und seit heuer ein neues Alprima Aparthotel für SelbstversorgerUrlaub auf hohem Qualitätsniveau. Ein weiteres bekannteres Skigebiet Oberösterreichs ist Hochficht, das im Norden an der tschechischen Grenze gelegen ist. Es ist vor allem für Anfänger, weniger geübte Skiläufer und Familien am geeignetsten – schwarze Abfahrten beschränken sich auf einen Kilometer Länge. Obwohl der Hochficht nur 1.338 Meter hoch ist, stimmen die Schneeverhältnisse dank der regionalen klimati­schen Bedingungen. Es wurde dort auch immer wieder in Verbesserungen investiert – immerhin ist dort niemand geringerer als ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel Hälfteeigentümer. Highlight ist eine neue rund zehn Millionen Euro teure Gondelbahn und seit heuer das urige Hüttendorf „Ramenai“ in Schöneben. Vielleicht noch bekannter – auch international – ist der nahe dem Dachstein gelegene Krippenstein, der bei ­Freeskiern und Snowboardern dank seiner großen Möglichkeiten im ­freien Raum Kultstatus genießt. Dort trifft sich die Szene immer wieder zu spektakulären Events oder einfach um sich abseits der Pisten auszutoben. Auch Schneeschuhwandern, Eisklettern und Hundeschlittenfahren ist dort möglich. Zu erwähnen ist auch der Kasberg bei Grünau im Almtal im Süden www.derskiguide.at


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SKIGEBIETE oberösterreich Einleitung

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Linz

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Skigebiete Oberösterreich

54 Hinterstoder-Höss 55 Hochficht 1

57 Grünau-Kasberg51

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Wurzeralm-Spital am Pyhrn Feuerkogel-Ebensee 60 Dachstein West

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Forsteralm-Waidhofen/Ybbs – Gaflenz Liebenau Bad Goisern-Predigstuhl Glasenberg-Maria Neustift Hochlecken-Neukirchen/Altmünster

des Landes. Aber auch die kleineren, manchmal nur wenige Kilometer großen Skigebiete haben durchaus ihren Reiz – insbesondere für Gäste, denen es in erster Linie um das Wintererlebnis geht und weniger darum, den ganzen Tag über möglichst viele Pisten zu brettern. Langlauffans finden in Oberösterreich selbstverständlich ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten vor: An die 400 Kilometer gespurte Loipen stehen ihnen dafür zur Verfügung. Die meisten mit mehr als 120 Kilometern in der Region um die Wurzerwww.derskiguide.at

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Sandl-Viehberg Skilifte Kirchschlag Sternstein Lifte-Bad Leonfelden

alm, gefolgt von 80 Kilometern Höhenloipen in Hochficht. Unabhängig von Größe und Zahl, die im Vergleich zu anderen Bundesländern vielleicht etwas gering ausfällt, sind die oberösterreichischen Skigebiete jedoch in der Regel gut in Schuss und werden laufend modernisiert. Auch wenn zuletzt die wirklich herausragenden Investitionen in die Infrastruktur an einer Hand abzuzählen sind, so wird das Niveau im Land doch hoch gehalten – und natürlich wurden auch die Technik wie W-Lan ausgebaut. Einem ungetrübten Wintervergnügen in Oberösterreich steht jedenfalls nichts im Wege. 2020 Ski Guide Austria

OBERÖSTERREICH

56 Krippenstein


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SKIGEBIETE oberösterreich

Hinterstoder-Höss Weltcuperprobtes Gebiet für alle Könnerstufen Das Skigebiet Hinterstoder–Höss ist wohl das bekannteste Oberösterreichs. Nicht zu Unrecht: Denn trotz relativ bescheidenen 40 Pistenkilometern hat der weltcuperprobte Ort – Ende Februar gibt es dort wieder einen Herren Super-G und eine Kombination – Wintersportlern einiges zu bieten. Das wissen nicht nur einheimische zu schätzen. Über die Pyhrn-Autobahn ist Hinterstoder leicht erreichbar. Die Pisten liegen in einer Höhe von 600 bis 2.000 Meter und sind von der zerklüfteten Kulisse der Kalkalpen umgeben. Im Dezember 2006 wurde die nach Abfahrtsweltmeister Hannes Trinkl benannte Downhill-Strecke erstmals bei zwei Weltcup-Rennen eingeweiht. Sie ist auch für geübte Skifahrer eine Herausforderung. Schwere Pisten sind noch weitere vorhanden, immerhin fallen ein Viertel aller Abfahrten in die Kategorie schwarz. Die steilste ist die Inferno-Piste mit einem Gefälle von immerhin bis zu 70 Prozent. Für Carving-Freunde gibt es von den Hutterer Almen eine selektive Carving-Pis­­te, und für Snowboard-Freaks steht ein Funpark zur Verfügung. Zudem gibt es einen Snowtrail mit Wellenbahn. Ansprechend für normale Skiläufer und Snowboarder sind auch die Panoramapisten vom 2.000 Meter hohen Schafkogel herunter. Freerider kommen im nahegelegenen Gebiet Loigistal auf ihre Kosten. Das Tourengehen auf präparierten Pisten ist dagegen im Skigebiet aufgrund der engen und steilen Pisten ganztägig verboten. Für Anfänger und weniger geübte Skiläufer und Boarder ist in Hinterstoder ebenfalls gesorgt: So Ski Guide Austria 2020

können sich die Kleinen etwa über verschiedene Familienpisten wagen. Für die Kinder gibt es weiters den Sunny’s Kids Park am weiten Plateau auf den Hutterer Böden. Dort sollen lustige Figuren und kindgerechte Einrichtungen die Herzen der Kleinen höherschlagen lassen und für Spaß im Schnee und beim Skifahren lernen sorgen. Vorhanden sind Übungslifte, Förderbänder, Zauberteppich, Skikarussell und Wellenbahnen. Für Wiedereinsteiger sind besonders die Anfängerpisten auf dem Hochplateau geeignet. Seit der Saison 2012/13 fährt in Hinterstoder auch die erste 10er-Kabinenbahn Oberösterreichs. Heuer wurde die Beschneiungsanlage weiter ausgebaut. Weiters wurde der Sunny Kids Park vergrößert und um zwei neue Förderbänder ergänzt. Und es gibt ein neues Qualitäts-Aparthotel für Selbstversorger. Für Langläufer ist in Hinterstoder mit 45 Kilometern klassischen Loipen, 14 Kilometern für Skater und einer vier Kilome­ter langen Höhenloipe ebenfalls gesorgt. In der gesamten Urlaubsregion Pyhrn-Priel sind es gar 120 Kilometer Loipen. Den Winterwanderern stehen im Stodertal eine Vielzahl geräumter Wege zur Verfügung, die winterliche und romantische Eindrücke vor der Kulisse des Toten Gebirges versprechen. Erwähnenswert ist auch der Ski-Tracker, mit dem mittels Smartphone der Skitag exakt aufgezeichnet und hinterher detailliert analysiert, mit Freunden geteilt und anderen verglichen werden kann. Und „last but not least“ sorgen sieben Hütten beziehungsweise Restaurants im Skigebiet für das leibliche Wohl. www.derskiguide.at


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SKIGEBIETE oberösterreich

Schrocken 2281 m Torstein 2236 m

Warscheneck Toter Mann 2388 m 2131 m

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Pyhrner Kampl 2241 m

Elmscharte 2203 m Schafkogel 2000 m

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Wildalm

© Tourismusverband Hinterstoder/Sitour

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Weltcuppiste Hannes Trinkl Abfahrtweltmeister

Die steilste piste Events NEWS

Piste von 600 bis 2.000 Meter Seehöhe Gesamt 40 km / Leicht 12 km / Mittel 18 km / Schwer 10 km Gesamtanzahl 14, 24.500 Personen Hinterstoder-Höss Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 46,- / 37,- / 24,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 228,- / 194,- / 118,50 Kinder bis 10 Jahre (Jg. 2010) benötigen in Begleitung eines Elternteils mit einer gültigen Liftkarte (ausgenommen Saisonkarten) nur eine Schneemannkarte um Euro 4,-/Tag. Jedes Kind (Jg. 2020 bis 2015) benötigt nur eine Schneemannkarte um Euro 4,-/Tag bei Kauf einer Erwachsenenskikarte. Gesamt 4,4 km Classic und Skating Loigistal Beleuchtete Naturrodelbahn, Snow Park, Sunny Kids Park, SnowTrail mit Steilkurven und Wellenbahn, Schneeschuhwandern, Pferdekutschenfahrt, Eisstockschießen, Zwergennest. Inferno Piste bis 70 % Gefälle 29.02. - 01.03.2020: Audi FIS Skiweltcup 2020 Erweiterung der Beschneiungsanlage

Auskunftstelefon Tourismusverband

Tel.: +43 (0)75 64 / 55 00 4573 Hinterstoder 38, Tel.: +43 (0)75 64 / 52 63-99

Höhenlage Pistenkilometer Lifte Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen

Loipen Tiefschnee Besonderheiten

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Hinterstoder-Höss


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Wurzeralm – Spital am Pyhrn Naturnahes Wintererlebnis für alle Ansprüche Das Skigebiet Wurzeralm ist zwar in einem Verbund mit Hinterstoder und ist luftlinienmäßig so nahe, dass sie seit Jahren über eine Anbindung mittels eines höchst umstrittenen Tunnels debattieren – letztlich aber daraus nichts wurde. Und so präsentiert sich die Wurzeralm weiter als die urwüchisge Alternative beider Gebiete. Über die Pyhrn-Autobahn leicht erreichbar, geht es von der Talstation in sieben Minuten mit der laut Eigenangaben schnellsten Standseilbahn Europas auf die Wurzeralm. Dort kommen alle auf ihre Kosten – vom Anfänger, der seine ersten Schritte im Schnee absolviert bis zum sportlichen Skiläufer. Dort auf 1.400 Metern Seehöhe breitet sich vor den Wintersportlern eine vielfältige Pistenwelt aus. Die Schwierigkeiten der Pisten sind fein abgestimmt, so dass weder dem Nachwuchs noch Könnern fad wird. Für die Kleinsten führt der Weg vom Sunny Kids Park hinaus auf die einfacheren Pisten. Im Sunny Kids Park mit Übungslift, Förderband, Skikarussell und Wellenbahnen gibt es für die Kinder alles was Spaß beim Skifahren lernen macht. Und so wird das Üben auf den rutschigen Brettln zum lustigen Leben. Spaß, Action und Abwechslung erwartet die kleinen – aber auch größeren – Gäste auf den Erlebnispisten im Bereich des Schlepplifts „Junior Jet“ mit Wellenbahn, Ski Guide Austria 2020

Schlangenbahn, Speedstrecke und WISBI-Strecke („Wie schnell bin ich“-Strecke). Für Fortgeschrittene geht's hinauf auf den höchsten Punkt im Skigebiet, das 1.870 Meter hohe Frauenkar. Das bietet eine traumhafte Aussicht auf die umliegenden Zweitausender und das Tal. Die Devise lautet: Je höher hinaus, desto größer der Sportgenuss. Echte Herausforderungen für sportlich versierte Skiläufer sind schließlich die schwarze Panoramaabfahrt und die SchwarzeckRennstrecke. Mit in Summe 22 Pistenkilometern ist für reichlich Abwechslung gesorgt. Acht Aufstiegshilfen, rote und blaue Abfahrten sowie zwei Talabfahrten – davon eine beschneite – bieten alles, was das Wintersportlerherz begehrt. Und auch Snowboarder und Tiefschneefahrer kommen auf ihre Kosten. Das Frauenkar zum Beispiel eignet sich sehr gut zum Freeriden. Zudem gibt es eine eigene Pistengeheraufstiegsspur und regelmäßige Pistengeher-Abende – sowie einen Schneeschuhtrail. Auch das kulinarische Angebot auf der Wurzeralm ist durchaus stimmig. Für diesen Winter wurde die Beschneiungsanlage erneuert und erweitert und der Sunny Kids Park verbessert. Leicht kurios: Die SunnyCard ist seit dem Winter 2016/2017 auch am Schnalstaler Gletscher in Südtirol gültig. www.derskiguide.at


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© Tourismusbüro Spital am Pyhrn/Sitour

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Höhenlage Pistenkilometer Lifte/STUNDENKAPAZITÄT Skigebiet(e) Preise ermässigungen

Loipen Tiefschnee Besonderheiten event NEWS Auskunftstelefon TOURISMUSBÜRO

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Piste von 810 bis 1.870 Meter Seehöhe Gesamt 22 km / Leicht 10 km / Mittel 10 km / Schwer 2 km Gesamtanzahl 8, 10.500 Personen Wurzeralm Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 43,- / 34,50 / 22,50 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 228,- / 194,- / 118,50 Kinder bis 10 Jahre (Jg. 2010) benötigen in Begleitung eines Elternteils mit gültiger Skikarte nur eine Schneemannkarte um Euro 4,- pro Tag. Kinder von Jg. 2010 bis Jg. 2014 erhalten in Begleitung eines erwachsenen Familienmitgliedes (beim Kauf einer Stundenoder 1-Tageskarte) eine Kids Card um Euro 16,-/Tag. Gesamt 4,6 km Classic und Skating Frauenkar, eigene Pistengeheraufstiegsspur, Schneeschuhtrail. SunnyKids Park, Erlebnispisten mit Wellenbahn, Schlangenbahn, Speedstrecke und WISBI-Strecke. Jeden Sonntag: Familiensonntag mit tollen Angeboten und Gewinnspielen. 25.01.2020: ÖSV Kinderschneetag Verbesserung der Beschneiungsanlagen Tel.: +43 (0)75 64 / 55 00 Tourismusbüro Spital am Pyhrn 4582 Spital am Pyhrn, Stiftsplatz 1 Tel.: +43 (0)75 63 / 249-99 spital@pyhrn-priel.net

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Wurzeralm – spital am pyhrn


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Hochficht Erholsames Wintererlebnis für Familien Als Wintersportperle zwischen den sanften Hügeln des Mühlviertels und dem Böhmerwald präsentiert sich das Skigebiet Hochficht im Dreiländereck Österreich-Bayern-Tschechien. Die insgesamt 20 Kilometer Pisten befinden sich in einer Mittelgebirgslage zwischen 930 und 1.337 Metern Seehöhe und sind aufgrund der regionalen klimatischen Bedingungen relativ schneesicher. 100 Prozent der Abfahrten können beschneit werden. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel ist am Hochficht vor einigen Jahren mit 50 Prozent als Eigentümer eingestiegen und seitdem hat es etliche Investitionen und Verbesserungen gegeben. So wurden zuletzt der Talstationsbereich grundlegend mit einer modernen Arena umgestaltet, Slops adaptiert, Pistenverbreiterungen vorgenommen, die Beschneiungsanlagen erweitert und zuletzt um rund zehn Millionen Euro eine moderne 10er-Gondelbahn gebaut. Heuer wurden die E-Tankstelle erweitert, Geräte für den Funpark zugekauft und die Beschneiungsanlage auf über 100 Stück ergänzt. Der Ticket Point umfasst jetzt drei Automaten und eine persönliche Kassa. Das Skigebiet im Norden Oberösterreichs ist zwar etwas abgelegen, von den Großräumen Linz oder Passau aus ist es aber relativ gut erreichbar. Das Pistenangebot reicht von Familienabfahrten bis hin zur europacuperprobten FIS-Rennstrecke. Auch diese Sasion findet in Hochficht ein Herren-FIS-Rennen statt. Die Betonung des Gebiets liegt mit seinen besonders vielen blauen und roten Pistenkilometern Ski Guide Austria 2020

auf Familien- und Kinderfreundlichkeit. Schwierige Pistenstellen können umfahren werden. Hochficht wartet mit einer Reihe von Familieneinrichtungen wie überdachter Förderbahnlift, Fun Slopes und Fun Park, Hebevorrichtung für Kinder bei den Sesselliften und der neuen Gondelbahn für höchsten Komfort auf. Zudem benötigen Kinder bis zehn Jahre beim Kauf ­einer Liftkarte durch einen Elternteil nur eine Karte um vier Euro, Jugendliche bis 19 Jahre fahren zum Kindertarif. Wiedereinsteiger können direkt vom Parkplatz zu den leichten Übungshängen einsteigen; zudem gibt es dort für wenig geübte Wintersportler den längsten überdachten Förderbandlift des Landes. Bei geübteren Wintersportlern punktet man mit einer Ski- und Boardercross-Strecke mit Wellenbahnen und Steilkurven und Tunnel und einem Funpark für Actionbegeisterte. Auch Nachtskilauf bei Flutlicht ist am Mittwoch und Freitag möglich. Für Schulskikurse sind spezielle Arrangements möglich. Im gesamten Gebiet gibt es übrigens gratis W-Lan. Gastronomisch sorgen an den Pisten AprèsSki-Bars sowie drei Hütten – eine davon originellerweise „Gasthaus zum Überleben“ – genannt für ein ausreichendes kulinarisches Angebot. Und schließlich bieten abseits der Pisten fünf Kilometer Winterwanderwege und die Möglichkeit zum Schneeschuhwandern, Langlaufen, Eisstockschießen, Rodeln, Eislaufen, Pferdeschlittenfahren und Paragleiten für winterliche Abwechslung. www.derskiguide.at


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Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen Loipen Tiefschnee Besonderheiten

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Piste von 933 bis 1.338 Meter Seehöhe Gesamt 20 km / Leicht 9 km / Mittel 10 km / Schwer 1 km Gesamtanzahl 9, 14.000 Personen Hochficht Bergbahnen Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 42,- / 27,- / 27,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 195,- / 127,- / 127,Tageskarte Schneemann: Euro 4,- (in Begleitung der Eltern, ab Jg. 2010), Jugendliche bis 19 Jahre zum Kindertarif. Senioren, Skilehrer, Invalide, Präsenzdiener, Studenten, Gruppen ab 20 Personen. 78,9 km, Classic und Skating im Nordischen Zentrum Böhmerwald Krumauer-Skiroute und Zwieselberg-Skiroute, geführte Schneeschuhwanderungen. Tourengehen leider verboten! Nachtskilauf auf der Wenzelwiese, (freitags und mittwochs von 17:00 - 20:30 Uhr), Rodelstrecke, Schneeschuhwandern, Kinderattraktionen: Reischa Junior Park & Fichtl Kidspark, Fun Slopes und Fun Park, Wellenbahnen im ganzen Skigebiet, überdachter Förderbandlift, großer Indoor Spielbereich, Verbindungsloipe vom Skigebiet ins Nordische Zentrum Böhmerwald. Erweiterung der E-Tankstelle, Ergänzung der Beschneiungsanlage, Ticketpoint m. 3 Automaten und einer persönlichen Kassa. Schneetelefon, Tel.: +43 (0)72 88 / 65 05 Tourismusverband Hochficht, 4160 Aigen-Schlägl, Hauptstraße 2, Tel.: +43 (05) / 78 90 100

Nachtski: Seite 267, Langlauf: Seite 270

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Hochficht


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Krippenstein Völlig frei im Gelände – Gletscherkulisse inklusive Ski fahren statt Lift fahren – das ist die Devise in der Freesports Arena Krippenstein im oberösterreichischen Salzkammergut. Das imposante Gebirgsmassiv, das vom Hohen Dachstein überragt wird, eröffnet verschiedenste Möglichkeiten. Mit rund elf Kilometern Länge und einer Höhendifferenz von 1.500 Metern ist die Abfahrt vom Krippenstein über die Gjaidalm und das Bergdorf Krippenbrunn nach Obertraun eine der längsten und interessantesten Österreichs. Am Krippenstein kommen aber nicht nur klassische Skifahrer und Snowboarder auf ihre Kosten – das ausgedehnte Gelände in bis zu 2.100 Metern Höhe ist vor allem für Freerider und auch Liebhaber schöner Skitouren ein heißer Tipp – vom Krippenstein bis zum Dachstein-Gletscher. Die Varianten Schönberg, Angeralm, Imisl und Eisgrube begeistern Free­rider sowohl mit den Skiern als auch mit dem Snowboard und haben den Krippenstein zum Freeride-Eldorado gemacht. Die Freesports Arena Krippenstein wurde vom Maga­zin „SnowPlanet“ zum Hotspot der Freerider-Szene gewählt, und jenseits von Runs und Cliff Drops überzeugt der „Stoa“, wie die Einheimischen den mächtigen Berg respektvoll nennen, mit einem spannenden Outdoor-Programm abseits des Mainstreams. Das beginnt beim Schneeschuhwandern auf drei markierten Trails zu den „5Fingers“ und der Welterbespirale und geführte Touren, geht über FreerideTraining und Snow-Camps, Skitouren, Eisklettern, Hundeschlittenfahren, bis zum Paragliding. Wer will kann sich auch einen der gut ausgebildeten Freeride- & Ski-Guides nehmen, was all jenen, die Ski Guide Austria 2020

das Gebiet noch nicht gut kennen auch anzuraten ist. Freereide- und natürlich konventionelle Ski können an der Talstation ausgeliehen werden. Ab 15.02.2020 gibt es nun neu jedes Wochenende Tourengeher-Frühfahrten um 7.30 Uhr. Auch „Extrem-Hüttensitzen“ ist eine Variante, die am Krippenstein nach anstrengendem FreeridePistenerlebnis verdienten Ausgleich schaffen kann. Das Angebot dazu ist jedenfalls da – von der urigen Hütte bis zur exklusiven Lodge und zum Bergrestaurant. Gratis W-Lan-Hotspots sind ebenfalls vorhanden. Insgesamt 30 Kilometer Off-Piste-Varianten, ein herausragender Funpark und die Schneesicherheit des Dachsteingletschergebiets machen Lust auf Pulverschnee und fette Bretter. Egal ob Ski oder Board, die zahlreichen Varianten begeistern jeden Powderfreak. Schönberg, Imisl und Eisgrube bieten ruppige Felskämme, abwechslungsreiche Hänge und selektive Waldstrecken, 1.500 Höhenmeter pro Ride fordern Kondition und Konzentration. Wer die internationale Freerider-Topszene hautnah beobachten will, kann dies bei speziellen Raceevents tun. In Summe gibt es am Krippenstein zig Quadratkilometer hochalpines Gelände zum Austoben, und hinauf geht es mit einer zehn Millionen Euro teuren modernen Seilbahn. Die Infrastruktur rundherum ist stimmig und die Pisten passen auch für Anfänger und Fortgeschrittene. Für Schulgruppen werden zudem attraktive Angebote mit einem abwechslungsreichen Winterprogramm maßgeschneidert. www.derskiguide.at


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Piste von 609 bis 2.042 Meter Seehöhe Gesamt 12 km / Leicht 3 km / Mittel 9 km Gesamtanzahl 6, 4.622 Personen Freesports Arena Dachstein Krippenstein Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 41,90 / 29,30 / 19,60 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 213,- / 149,10 / 100,10 Günstige Angebote für Jugendliche, Senioren & Gruppen/Schulgruppen, Kinder Jg. 2014 oder jünger erhalten einen Freipass in Begleitung eines Elternteils. Gesamt 15 km Classic Mehr als 30 km Freeride Varianten und Powder-Strecken mit 1.500 Meter Höhenunterschied. Drei geführte, gespurte und markierte Schneeschuh-Trails zu 5Fingers und Welterbespirale. Dachstein-Hai. Die längste Abfahrt Österreichs mit elf Kilometern. Ab 15.02.2020 jedes Wochenende Tourengeher Frühfahrten um 7.30 Uhr. Mitgliedsbetrieb der Salzburger Superskicard, Gratis W-Lan-Hotspots. 28.03.2020: Fassdaubenrennen Tel.: +43 (0)50 140 Ferienregion Dachstein Salzkammergut, 4822 Bad Goisern, Kirchengasse 4 Tel.: +43 (0)61 35 / 83 29 info@dachstein-salzkammergut.at.

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Grünau – Kasberg Naturidyll für Anfänger und Wiedereinsteiger Der Kasberg, der sich selbst das zentralste Skigebiet in Ober­öster­­­reich – mitten im Salzkammergut – nennt, hat als erste Skiregion des Landes das Zertifikat „Welcome Beginners“ erhalten. Er ist einer von wenigen Gebieten, die sich als Spezia­listen für skifahrerische Anfänger und Wiedereinsteiger positioniert. Freilich hat er auch für geübtere Carver oder Snowboarder einiges zu bieten – nämlich drei Kilometer schwarze Pisten und einen Funpark, der alle Stückerln spielt. Das Angebot für Einsteiger überwiegt jedoch in der wildromantischen Wintersportregion ­Grünau Kasberg, die von den Autobahnanschlüssen recht schnell erreichbar ist und mit 40 Kilometer Abfahr­­ ten aufwartet. 80 Prozent des zwischen 620 und 1.600 Meter hohen Pistengebiets können beschneit werden. Mit einer 8er-Gondelumlaufbahn geht es mitten ins Skigebiet, und bei der Bergstation auf etwas über 1.200 Metern direkt bei der Sonnalm befindet sich die Kinder-Skiarena mit anfängergerechten Liften und einem Förderband. Auch ein Zauberwald, etliche Themenpisten und eine Kinderrennstrecke sind vorhanden, ebenso kostenlose Kinderbetreuung durch eine Animateurin in einem Indoor-Spielraum zwischen 10.00 und 15.00 Uhr. Für die Kinder-Skiarena gelten Spezialtarife, Kinder bis neun Jahre erhalten in Begleitung eines Erwachsenen eine Schneemannkarte um 3 Euro. Ski Guide Austria 2020

Preisaktionen gibt es zudem für Damen und Senioren an bestimmten Wo­­chen­­tagen. Ein Tipp sind auch Drei- bis Fünf-Stundenkarten. Und dafür, dass das echte Skierlebnis nicht zu kurz kommt, sorgt eine zwölf Kilometer lange Familienabfahrt. Vom Bereich der Mittelstation geht es weiter zum Jagerspitzlift, zum Sonnen- und Nordlift mit blauen, roten und schwarzen Pisten und hinauf zum Gipfel. Dort ist anspruchsvolleres Skifahren angesagt und auf 1.600 Metern Seehöhe ist bei den beiden Regenkarliften auch der Freestyle-Park zu finden – unter anderem mit Downboxes und Rails, Kicker, Wall, Flatbox und Rainbow Professional Style. Ein iSki Tracker-System zum analysieren ihrer Skidaten ist ebenfalls vorhanden. Nette, nicht allzu schwere Abfahrten seitlich der Pisten durch den Wald sind bei Neuschnee ebenfalls ein Erlebnis. Für Tourengeher gibt es übrigens eine eigene Aufstiegsspur. Ein Trumpf des Gebiets ist auch der zwei Kilometer lange Kasberg-Winterwanderweg sowie drei Schneeschuhtrails. Von der Bergstation der 8er-Gondelbahn geht es durch den Wald in Richtung Hochberghaus. Dieses ist eines von fünf Gastronomiebetrieben am Berg, die kulinarisch allerlei zu bieten haben – etwa die ausgesprochen urige Sepp Huber Hütte auf 1.506 Metern Seehöhe, wo es sich vortrefflich rasten lässt. www.derskiguide.at


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Piste von 600 bis 1.600 Meter Seehöhe Gesamt 21 km / Leicht 13 km / Mittel 8 km / Schwer 2 km Gesamtanzahl 10, 11.400 Personen Grünau Kasberg Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 41,50 / 34,- / 22,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 218,- / 177,- / 116,Kinder von 4 bis 9 Jahre, beim Kauf eines Elternskipasses – Schneemannkarte um Euro 3,-, Weekend-Specials für Jugendliche und Kinder, Senioren-Tag, Ladies-Day. Gesamt 58 km, Classic 57,4 km, Skating 600 m Sportplatz Grünau über die Ortsabfahrt und Hochberghaus nach oben. Freeride – nein! Dafür gibt es eine eigene Aufstiegsspur für Tourengeher vom Tal bis ins obere Skigebiet. Die Ausrüstung kann im Skiverleih ausgeborgt werden. Winter-Wander-Weg am Kasberg, Skidoo, 700 Meter Freestyle Park auf 1.600 Meter Seehöhe, Fun Park mit eigenem Schlepplift, iSki Tracker – aufzeichnen, analysieren, vergleichen der Skidaten, kostenloses W-Lan,Themenpisten, erweiterte Kinderskiarena und Bruno der Kasbär. 14.03.2020: Der Kasberg kocht 22.03.2020: KidsXBattle 2020 Tel.: +43 (0)76 16 / 70 85, Tourengeher-Info, Tel.: +43 (0)76 16 / 83 29 Traunsee-Almtal 4645 Grünau im Almtal, Im Dorf 17, Tel.: +43 (0)76 16 / 82 68, info@traunsee-almtal.at., www.almtal.at

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Grünau – Kasberg


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Feuerkogel – Ebensee Hochplateau für alle Gelegenheiten Der Feuerkogel im Salzkammergut bietet die ideale Umgebung, um im Familienurlaub den Kindern das Skifahren beizubringen. Gleichzeitig zeigt er selbst erfahrenen Skisportlern, auf wie viele Arten die weiße Pracht des Winters Spaß bereiten kann. Mit der Feuerkogelseilbahn in Ebensee geht es hinauf aufs Hochplateau, das mit seiner abgeschlossenen Hochfläche die ideale Umgebung ist, um Kinder behutsam in die Welt des Pistensports einzuführen. Wer hier Wintersport betreibt, bekommt neben der Pistenwelt für Familien auch eine beeindruckende Aussicht über den Traunsee tief unten und die Berge des Salzkammergutes mitgeliefert. Der Feuerkogel ist Oberösterreichs sonnenreichster Punkt, der neben einer Reihe anfänger- und familienfreundlichen Pisten und dem fantastischen Rundum-Panoramablick auch mit vier gemütlichen Gastronomiebetrieben aufwartet. Schließlich soll auch das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen. Kinder bis zum Jahrgang 2014 bzw. jüngere erhalten übrigens einen Freipass; SeniorenErmäßigungen gibt es für Wintersportler übrigens beriets ab dem Jahrgang 1960 – eine Seltenheit. Alpinskifahren, das ist hier oben indes nur eine Seite der Medaille. Genau so gut kann man am Feuerkogel mit Schneeschuhen oder auf Tourenskiern unterwegs sein. Dafür gibt es hier eigens angelegte Trails, auf denen Touren jeden Schwierigkeitsgrades Ski Guide Austria 2020

unternommen werden können. Hier sind besonders die Routen zum Alberfeldkogel oder zur Riederhütte sehr beliebt. Besonders für Schneeschuhwanderer gibt es markierte Wege – nämlich sechs an der Zahl einen Ausrüstungsverleih direkt in der Bergstation der Seilbahn und manchmal geführte Touren mit einem Outdoorspezialisten. Anfänger können im Skikurs an der Perfektion der Schwünge arbeiten und sich zuvor ihr Material im Verleih holen; für die Kleinen gibt es ein Kinderland, den Drachenpark mit zwei Förderbändern, neuem Seillift, Wippe, Stangen usw. sowie für die Gößeren neu einen Snowpark. Fortgeschrittenen Wintersportler können sich dagegen nicht nur abseits der Pisten ausleben. Die ehrgeizigeren Schneefanatiker finden in der sechs Kilometer langen unpräparierten Abfahrt ins Tal ihre besondere Herausforderung – vorausgesetzt es liegt genügend Schnee. Insgesamt stehen neben der Seilbahn sieben weitere Liftanlagen und insgesamt 16 Pistenkilometer zur Verfügung. Fazit: Auf dem Feuerkogel läßt sich ein abwechslungsreicher Skitag oder auch ein längerer Winterurlaub verbringen. Wem es auf dem sonnenreichen Hochplateau so gut gefällt, dass er gar nicht mehr hinunter ins Tal fahren möchte, bleibt einfach oben. Denn auch die Unterkunft gibt's hier mitten im Skigebiet, etwa im Berggasthof Edelweiß. www.derskiguide.at


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Piste von 1.047 bis 1.680 Meter Seehöhe Gesamt 16 km / Leicht 4 km / Mittel 5 km / Schwer 1 km, 6 km Skiroute ins Tal Gesamtanzahl 8, 8.720 Personen Familienskigebiet Feuerkogel Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 39,90 / 26,30 / 16,90 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 201,90 / 133,20 / 85,40 Kinder Jg. 2014 und jünger erhalten einen Freipass in Begleitung eines Elternteils. Seniorenermäßigung ab Jg. 1960 und älter. Gesamt 15 km Classic – Langbathsee 6 km unpräparierte Skivariante ins Tal. Kinderland Drachenpark mit Förderband und Seillift, Nightfun Race f. Kinder in den OÖ. Semesterferien, Schneeiglu. 6 markierte Schneeschuhtrails, Skitourenrouten. 14.12.2019: Saisonstart mit buntem Rahmenprogramm OÖ Semesterferien: Night Fun Race für Kinder (Termin witterungsabhängig) 14.03.2020: Nostalgie-Skifest Tel.: +43 (0) 50 140 Ferienregion Traunsee 4802 Ebensee, Hauptstraße 34 Tel.: +43 61 / 33 80 16, ebensee@traunsee.at

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Feuerkogel - Ebensee


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Dachstein-West Abwechslungsreiches Pistenvergnügen in uriger Natur Der fast 3.000er dachstein ist hier nur Kulisse. Er spiegelt sich als perfektes Fotomotiv im Gosausee. Wenn Skifahrern hier der Atem stockt, dann aufgrund der faszinierenden Ausblicke, aber nie aus Sauerstoffmangel. Denn der höchste Pistenpunkt erreicht gerade einmal rund 1.600 Meter. Wobei aber die zu bewältigenden Distanzen durchaus Kondition fordern können, selbst wenn sie über durchgehend sanfte Bergrücken führen, die sich grenzüberschreitend zwischen Gosau in Oberösterreich und den bereits zum Salzburger Land zählenden Gemeinden Annaberg und Russbach in begeisternder Weite ausbreiten. „Kilometerfresser“ kommen hier allemal auf ihre Kosten. Die in beide Richtungen befahrbare Skigenussrunde Panoronda ist immerhin 44 Kilometer lang. In Summe sind es immerhin stolze 160 Kilometer, die die Wintersportler erwarten. Die Salzburger Seite kam in den letzten Jahren eher unverhofft zu Berühmtheit, stammt doch der Skiweltcup-Seriensieger Marcel Hirscher aus dem Lammertal. Während der Herr Papa in Annaberg die Skischule leitet, gibt es nun auch für den „Normalverbraucher“ ein Häppchen Marcel an der Piste: Mittels Marcel Hirscher-Slalomstrecke mit Zeitnehmung, die zuletzt eine neue Trassierung erhalten hat. Zusätzlich sorgen Geschwindigkeitsmess-Strecken, die Snowcrossanlagen mit Startmaschine und herausfordernde Buckelpisten für Action. Während die Marcel-Hirscher-Rennstrecke am westlichen, Salzburger Ende wartet, verteilen sich die Highlights insgesamt gleichmäßig. Insgesamt 14 sogenannte Gaudi-Pisten gibt es im gesamten Gebiet. Vom Snowcross im Astauwinkel über das Buckelpistenrodeo – sprich: Donner-groll oder Schwarzreiter – und der Trainingstrecke „Freier Fall“ bis zum Rookie Park in Russbach und der Ötscher Rennstrecke bei Gosau. Ihrem Namen alle Ehre macht auch die Abfahrt „Wilde Ski Guide Austria 2020

Hilde“. Erstaunlich sind die häufig auftretenden Schneemassen, die sich aufgrund der Staulage in der Skiregion türmen und echtes Winterflair aufkommen lassen. Dennoch wurden zuletzt die Beschneiungsanlagen erneuert und erweitert. Am Törlecklift gleitet der Blick zuerst in die bizarre Bergwelt, dann hinunter zum See. Tiefschneefans stürzen sich umgehend in diese Richtung zu Tal. Das Vergnügen ist zwar ein kurzes, dafür stören anders als in Topregionen kaum Board- und Skispuren. Breininghütte, Sonnenalm und der markante Bau der Gablonzerhütte liegen hier nah aneinander. Dazwischen laden die bestens präparierten und beschneiten Hänge, die auch weniger Geübten gute Möglichkeiten eröffnen, zu weiten Schwüngen ein. Die zahllosen Abfahrten überzeugen trotz des geringen Höhenunterschieds durch größere Entfernungen. Abgesehen von der knackigen Abfahrt zum Parkplatz Astauwinkel dominieren dabei Sonnenhänge. Bestens erschlossen ist dabei die Skischaukel auf den Hornspitz, jeweils recht zentral von Russbach und Gosau erreichbar. Beide Abfahrten sind ähnlich und laden zu weiten Schwüngen ein. Je nach Tageszeit macht die Salzburger (Russbach) oder die oberösterreichische (Gosau) Seite mehr Spaß. Im vorderen Teil von Gosau gibt es jeweils eine beschwingte und mittelschwere Talabfahrt. Im Lammertal sind abseits der Skischaukel nicht alle Skigebiete verknüpft. Die Sololifte von Lungötz und St. Martin sowie der Karkogel von Abtenau sind extra zu betrachten. Letzterer ist skikurstauglich, die Rodelbahn hoch gerühmt. Insgesamt ist die urige, naturverbundene Atmosphäre des Gebiets vor der mächtigen Kulisses des Dachsteins hervorzuheben, die sich auch entsprechend im vielfältigen gastronomischen Angebot wiederfindet. Und auch in Sachen Beherbergung hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. www.derskiguide.at


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dachstein-West

ErmäSSigung loipen die steilste piste Tiefschnee besonderheiten

Pisten von 780 bis 2.100 Meter Seehöhe Gesamt 160 km / Leicht 57 km / Mittel 95 km / Schwer 8 km Gesamtanzahl 65, 87.986 Personen Skiregion Dachstein West Gosau-Russbach-Annaberg Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 46,70 / 29,40 / 22,30 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 237,90 / 149,80 / 113,50 Kinder bis Jg. 2014 erhalten einen Freipass in Begleitung eines Elternteils. Mehrtageskarten gelten auch am Krippenstein, Feuerkogel, St. Martin am Tennengebirge, Lungötz (inkl. Flutlichtskifahren), Karkogel/Abtenau und Dürnberg. Gesamt 223,4 km Classic Wilde Hilde 67 Prozent Gefälle Gosau mit Mehrtageskarte am Krippenstein. Funpark, Nachtrodelbahn Karkogel, Flutlichtski Lungötz, Gaudipisten, Flutlichtskifahren, Snowpark Dachstein West, Panoronda – 44 km lange Skigenussrunde, 15 Gaudipisten.

Event

05.01.2020: Ö3 Pistenbully Rußbach oder Annaberg 05.02.2020: Ö3 Pistenbully Gosau

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Bergbahnen, Tel.: +43 (0)50 140 Tourismusverband Russbach, Tel.: +43 (0)62 42 / 577 Tourismusbüro Gosau - Ferienregion Dachstein Salzkammergut, Tel.: +43 (0)59 50 /95 20

HÜTTE: Go Gosau Seite 409, Rodeln: Seite 275, Schlosshotel: Seite 412

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forsteralm · BAD GOISERN · glasenberg · HOCHLECKEN · SANDL · kirchschlag · bad leonfelden · LIEBENAU

Bad Goisern Predigstuhl

Sandl - Viehberg Kinderland

Forsteralm - Waidhofen/Ybbs - Gaflenz tel +43 (0)73 53 / 346 Sehr preisgünstiges Skigebiet mit 8 Liften und 18 km Pisten. Nachteil: mit maximal 1.078 Metern Seehöhe nicht sehr hoch gelegen.

Bad Goisern - Predigstuhl tel +43 (0)61 35 / 85 56 Klein aber fein. Gut für Anfänger geeignet. TOP TIPP: Hotel Agathawirt Seite 447

Glasenberg - Maria Neustift tel +43 (0)664 / 17 10 781 Preisgünstiges Skigebiet mit 3 Abfahrtspisten.

Hochlecken - Neukirchen/Altmünster tel +43 (0)76 18 / 85 08 Im Salzkammergut gelegenes familienfreundliches Skigebiet. Landschaftlich sehr schön mit speziellen Familienangeboten für Jung und Alt.

Hochlecken - Neukirchen/Altmünster

Skilifte Kirchschlag tel +43 (0)72 15 / 34 06 Kleines Skigebiet mit eigener Flutlichtanlage. Nur 10 Kilometer von Linz entfernt. Ideal für Familien.

Sternstein Lifte - Bad Leonfelden tel +43 (0)72 13 / 63 74 Traditionsreiches Skigebiet im Mühlviertel mit mittelschweren und leichten Pisten mit fünf Kilometern Länge. Gut geeignet für Kinder und Anfänger.

WINTERSPORTARENA LIEBENAU tel +43 (0)79 53 / 81 264 Familienskigebiet für Anfänger aber auch fortgeschrittene Skifahrer mit Wellenbahn und Minicross-Parcour und Flutlichtanlage. Ski- und Langlaufschule vorhanden.

Sandl - Viehberg tel +43 (0)79 44 / 82 43 Naturschnee-Skigebiet im zentralen Mühlviertel mit 32 km Loipen und 2 Schleppliften, einer Kinderskischule und Skiverleih.

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Österreichs Seilbahnen NATUR & TECHNIK, HAND IN HAND © beigestellt

Naturschutz und Wirtschaftlichkeit lassen sich durchaus verbinden, das beweisen die heimischen Bergbahnen jedes Jahr aufs Neue. Ständig steigende Investitionen in umweltfreundliche Technik für schonende Prozesse sowie die Versorgung mit erneuerbarer Energie und Maßnahmen zum Schutz der Natur stehen im Vordergrund. Technologie Der Einsatz neuester Technologien spart Energie und Kosten und sorgt immer wieder für wertvolle Innovationen. So entstehen etwa Seilbahnen, die während der Talfahrt mit entsprechender Personenanzahl selbst Energie erzeugen und in das Gesamtsystem einspeisen. ÖKO-FuSSabdruck Eine Untersuchung des Umweltbundesamtes bestätigt es schwarz auf weiß: Der Bergurlaub in Österreich – egal ob im Sommer oder im Winter – zählt zu den klimafreundlichsten Reisearten. Regionalität Seilbahnunternehmen zählen vielerorts zu den wichtigsten Förderern der regionalen Landwirtschaft. Der Betrieb und die Verarbeitung lokaler Produkte trägt wesentlich dazu bei, die wirtschaftlichen Strukturen vor Ort zu stärken und zugleich den Transportaufwand zu minimieren. Mobilität Seilbahnunternehmen investieren massiv in die Eindämmung des motorisierten Individualverkehrs zum Schutz des Klimas. Kooperationen mit der Bahn, kostenlose Shuttle-Dienste und der Ausbau der Infrastruktur für E-Mobilität stehen im Vordergrund. Pistenmanagement Dank ökologischem Pistenmanagement pflegen Seilbahnunternehmen ihre natürliche Umgebung. Das führt unter anderem dazu, dass auf behandelten Pistenflächen die Pflanzenvielfalt zunimmt und diese damit aus ökologischer Sicht wertvoller werden. Beschneiung Die technische Beschneiung erfolgt in Österreich unter besonders umweltfreundlichen Bedingungen. Neben dem Reinheitsgebot „Luft und Wasser und sonst nix!“ gilt dies auch für die Energiegewinnung, die zu mehr als 90 Prozent aus erneuerbaren Quellen bezogen wird. Energie Ob 100 Prozent Ökostrom, lokale Kraftwerke für nachhaltige Energiegewinnung, Ausbau von Photovoltaik oder klimaschonende Gebäudetechnik: Der ressourcensparende Betrieb von Seilbahnen zählt in Österreich bereits zum Standard. Fachverband seilbahnen Wiedner Hauptstraße 63 1045 Wien, T: +43 (0)590 900 31 66, F: +43 (0)5 90 900 242


SAISONCARD ARD

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DIE BRINGT’S!

OSTALPENCARD EINE GANZE SAISON LANG! Pistenvergnügen in der Skiregion Ostalpen AUCH HEUER WIEDER: Familienbonus Vergünstigter Tarif für alle unter 25

Erwachsene U25 (1994–2000)

* E 544,– € 510,– E 417,– * E 417,– € 391,– * E 277,– € 258,–.

Jugend (2001–2004) Kinder (2005lt.–2Tar01ifb3)estimmungen des jeweiligen Skigebietes

g rbände Gratisbeförderun der Landesskive ich ise für Mitgliederen, Burgenland und Oberösterre Wi * Vergünstigte Pre rk, ma ier Ste , ch rei ter rös Niede

www.skiregion-ostalpen.at

Die Mitglieder der Skiregion Ostalpen betreiben ihre jeweiligen Seilbahn- und Liftanlagen sowie die Pisten jeweils eigenverantwortlich und rechtlich selbstständig. Der Erwerb einer Ostalpen Card berechtigt den Gast zur Benutzung der umfassten Skigebiete. Der konkrete Leistungsvertrag kommt aber jeweils nur mit jenem Betrieb zustande, dessen Anlagen gerade benützt werden. Die allfällige Haftung gegenüber den Gästen, sei es aufgrund vertraglicher oder gesetzlicher Bestimmungen für Vorfälle aus bzw. beim Betrieb und der Benützung der Seilbahn-, Liftanlagen und Pisten, trifft daher ausschließlich jenen Betrieb, in dessen Verantwortungsbereich sich der Vorfall ereignet. Eine Haftung der übrigen Partner der Skiregion Ostalpen besteht nicht.


VOM HOCHKAR BIS ZUM UNTERBERG

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SKIGEBIETE niederösterreich Einleitung

Niederösterreich Beinahe alpin und überraschend abwechslungsreich Niederösterreich wird in den Augen der meisten Österreicher nicht gerade als mit Bergen und Skigebieten gesegnetes Land angesehen und mit Wintersport in Verbindung gebracht. Ein Bild, das allerdings dem Land unrecht tut. Aus Niederösterreich stammen nämlich eine Reihe erfolgreicher SkifahrerInnen, die auch bei Weltmeisterschaften und Olympi­schen Spielen auf dem Stockerl gestanden sind – angefangen bei Slalomspezialist Thomas Sykora über die Speedspezialistin Michae­­la Dorfmeister bis zur Allrounderin Kathrin Zettel oder jüngst Marc Digruber. Während Dorfmeister am Unterberg bei Pernitz ihre ersten Schwünge zog, taten dies Zettel und Sykora am an der steirischen Grenze gelegenen Hochkar, Digruber in Mitterbach. Das Voralpengebiet, dessen Ausläufer bis nach Wien vordringen, ist vielleicht nicht so hoch wie die weiter westlichen oder südlichen Skigebiete. Für Wintersportler bietet es aber reichlich Gelegenheit ihrem Lieblingsvergnügen nachzugehen. Neben den Einheimischen sind das vor allem Wiener, aber auch zahlreiche Skifahrer und Snowboarder aus den östlichen Nachbarstaaten Ungarn, Slowakei und Tschechien. Letztere stellen in den grenznah gelegenen Skigebieten oft schon die Mehrheit der Besucher dar. Was für die Liftbetreiber und die Gastronomie ein Segen ist, kann an Wochenenden wegen voller Pisten und längerer Wartezeiten aber schon etwas nerven. Vielfältiges Angebot. Das beste Skigebiet in Nieder­österreich ist wohl das bei Göstling gelegene Hochkar, das mit ansprechenden Pisten, alpiner Anmutung und Schneesicherheit bis in den Mai hinein punktet. Auch in Lackenhof am Ötscher ist das noch recht urtümliche Gebiet durchaus einen oder Ski Guide Austria 2020

mehrere Skitage wert. Der Mostviertler Annaberg soll ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Ebenso die Gemeindealpe in Mitterbach, die zuletzt um 6,5 Millionen Euro zum Sportberg aufgerüstet wurde, aber auch für Familien und Boarder ein Erlebnis und eine Empfehlung ist. Ein Geheimtipp ist der Unterberg im südlichen Niederösterreich – ein Naturschneeskigebiet, das sich den Charme vergangener Zeiten bewahrt hat. Der Unterberg hat sich nach einem Eigentümerwechsel mit 14 anderen Liftgesellschaften zur Marketinggesellschaft „Niederösterreichs kleine, feine Skigebiete“ zusammengeschlossen: Ein begrüßenswertes Lebenszeichen der unter wirtschaftlichen Druck stehenden „Winzlinge“. Das im Wechselgebiet an der Grenze zur Steiermark gelege­ne Mönichkirchen ist ein echtes FamilienSkigebiet, das auch Anfänger nicht überfordert und viele Ostgäste anzieht. Und nicht zu vergessen der Zauberberg am Weltkulturerbe Semmering, der mit einzigartigen Jugendstilvillen, vergleichsweise steilen, wenn auch recht kurzen Pisten und Damen-Weltcup-Skirennen lockt. Um die Attraktivität der Skigebiete zu fördern, gibt es mehrmals pro Saison Familienskitage. Etwas besonderes sind auch vom Land geförderte Zwei-TagesEinsteigerkurse für Ski und Snowboard für Kinder, die von Skilehrern geleitet werden. Hervorzuheben ist auch das „Guga Hö“-Angebot im Mostviertel (Lackenhof, Hochkar, Annaberg, und Mitterbach), bei dem man zu ausgewählten Terminen schon ab 6 Uhr 30 seine Schwünge ziehen kann – inklusive Begrüssungssnack und Tee sowie späteren regionaltypischen Hüttenbrunch. Tourengeher oder Langläufer kommen in Niederöster­ reich ebenfalls auf ihre Kosten: Etwa am Schneeberg, wo sich in Puch­berg auch ein kleines www.derskiguide.at


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Skigebiete Niederösterreich

61 Mönichkirchen-Mariensee

1

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Lackenhof am Ötscher 63 Hirschenkogel-Semmering 64 Hochkar 65 Annaberg 66 Mitterbach Gemeindealpe 67 Kirchbach

3 4 5 6 7

Unterberg-Pernitz Puchberg am Schneeberg Reichenau an der Rax Lunz am See-Maiszinken Skigebiet Königsberg-Hollenstein/Ybbs Skigebiet Göllerlifte Aichelberglifte Karlstift

Skigebiet befindet, sich aber vor allem Könner nach anstrengenden Aufstiegen durch steile ­Rinnen ins Tal wagen. Bei Langläufern beliebt sind etwa das wildromantische Fadental oder die aussichtsreiche Hochwechselloipe. Ein Tipp für Schneeschuhwanderer wiederum ist z.B. die Rax. Nachdem zuletzt Lilienfeld, der Helmel Lift in Lunz am See und das urwüchsige St. Corona am Wechsel zusperren mussten, wurde zumindest letzteres Gebiet als abgespecktes Kinderski- und Sportland in St.Corona/Unterberg wieder eröffnet. www.derskiguide.at

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Furtnerlifte Rohr im Gebirge Kirchberg am Wechsel-Arabichl Muckenkogel-Lilienfeld Skilifte-Feistritzsattel St. Corona Hochbärneck-St. Anton/Jessnitz

Wien war bisher die einzige Weltstadt, die über eine eigene Skipiste verfügte: Doch leider fiel die im 14. Bezirk gelegene und vor allem bei Kindern sehr beliebte Hohe Wand Wiese den milden Temperaturen der vergangenen Jahre zum Opfer. Die Beschneiung war nicht mehr möglich und der Betrieb wurde eingestellt. Lediglich Kleinkinderkurse auf einem Plastikband gibt es noch. Somit bleibt in der Bundeshauptstadt Wien nur noch die Langlaufloipe am Cobenzl im Wienerwald – vorausgesetzt die Schneelage passt. 2020 Ski Guide Austria

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Wien


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Hochkar Alpines Flair und weitläufige Pisten Rund 150 Kilometer von Wien befindet sich mit dem Hochkar Niederösterreichs wohl bestes Skigebiet, das bei Einheimischen, Wienern, aber auch Gästen aus den östlichen Nachbarstaaten gleichermaßen beliebt ist. Zwar liegt der höchste Punkt dieses Skigebiets auf nur 1.808 Meter, doch spezielle klimatische Gegebenheiten machen es bis in den Mai hinein schneesicher. In den vergangenen Jahren wurde viel in Beschneiungsanlagen investiert, die mittlerweile gut zwei Drittel der Pisten abdecken. Zuletzt wurde in Lifte – der Sonnenlift ersetzt zwei alte Anlagen – in Abfahrten und in die Gastronomie investiert. Relativ neu sind Gratis W-Lan Hotspots bei den Liftstationen sowie eine lässige Funslope – nicht nur für die Kleinen. Die Route 99 – der Snow Trail mit Steilkureven und Wellenbahn ist eine Attraktion. Das Hochkar, das im März 2020 auch Austragungsort der Masters Ski WM (für über 30-jährige Sportler) ist, versprüht dank eines niedrig gelegenen Hochplateaus, das nur über eine Bergstraße erreicht werden kann, alpinen Charme und hat aufgrund seiner weitläufigen und flachen Pisten einen guten Stand bei Familien und Anfängern. Die frühere Mautselle ist übrigens seit Jahren nicht mehr besetzt und die Liftkasse nur noch am Berg. Somit ist die Bergfahrt über die Alpenstraße kostenlos. Die relativ wenigen Pistenkilometer des Hochkars werden durch die ­ausgesprochen alpine Anmutung und die meist ­geringeren Wartezeiten an den Liften wettgemacht. Ein Wermutstropfen ist jedoch die Windanfälligkeit des Gebiets – wenn es zu sehr bläst, was immer wieder mal vorkommen kann, muss ein Teil der Lifte aus Sicherheitsgründen den Betrieb einstellen. Die Lifte sind generell gut in Schuss, einzig der Ski Guide Austria 2020

Doppelsessellift aufs große Kar ist schon ziemlich angejahrt. Er fällt auch mehr unter das Motto „Abenteuer statt Genuss“. Die schönen Pisten des Hochkars eignen sich insgesamt jedenfalls gut für Sportler, die den Ski oder das Board laufen lassen wollen, ohne dabei viel bremsen zu müssen. Sie sind auch breit genug, um zügig Caven zu können. Speed-Freaks und Tiefschnee-fans, die den besonderen Kick suchen, werden am Hochkar wahrscheinlich nicht die auf­regendsten Momente ihres Lebens haben – dennoch ist auch für sie etwas dabei. Schwarz und ziemlich steil ist etwa der Thomas-Sykora-Hang, und besonders Wagemutige fahren in die Seitenwand der Karabfahrt ein. Die ist mit 63 Prozent die steilste im Gebiet. Zusätzlich gibt es für alle Snowboarder und New-Schooler ­einen Funpark, der das vielleicht fehlende Adrenalin bei den Abfahrten auf andere Art ausgleichen kann. Im lawinensicheren Freeridezentrum Ost kommen sowohl Tiefschneeeinsteiger als auch Experten auf ihre Kosten. In der Region gibt es ein breites Beherbergungsangebot von Hotels/Gasthöfen über Ferienwohnungen bis hin zu Bauernhöfen oder Privatzimmern. Das Schul-Skiheim wurde vor einigen Jahren zu JUFA. Und alle, die sich nach einem Skitag entspannen wollen, aber in ihrer Unterkunft keinen Wellnessbereich haben, für die bietet sich ein Besuch des Ybbstaler Solebads mit Solebecken und Saunalandschaft an. Und auch nicht unwichtig: Das Hochkar ist abgesehen vom generellen Kartenverbund mt dem nahe gelegnenen Lackenhof am Ötscher bei den Ybbstaler Alpen-, Sunny card- und Opstalpen-Kartenverbünden mit dabei. www.derskiguide.at


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Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen LoipeN DIE STEILSTE PISTE Tiefschnee Besonderheiten Events Auskunftstelefon Tourismusverband

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Piste von 1.480 bis 1.782 Meter Seehöhe Gesamt 19 km / Leicht 5,5 km / Mittel 10 km / Schwer 3,5 km Gesamtanzahl 8 + 2 Förderbänder, 16.000 Personen Hochkar Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 39,50 / 34,50 / 23,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 196,- / 170,- / 112,50 Kinder (Jg. 2014-2010) in Begleitung eines zahlenden Elternteils Schneemannkarte um Euro 4,Gesamt 29 km Hochreit, Classic 29 km, Skating 10 km, Flutlicht 2 km Karabfahrt 63 % Gefälle Tiefschneezentrum Ost, auf Grund von Lawinensicherheit und mittlerer Steilheit kommen am Hochkar sowohl unerfahrene Freerider als auch Experten auf ihren Genuss. Snowtrail - Route 99, Funslope, Schneeschuhwandern, Naturrodelbahn, Pferdeschlittenfahrt, Ybbstaler Solebad. 28.03.2020: Genuss Wedeln - Wein.Ski.Genuss 04.04.2020: Hochkar Dirndlskitag 11.04.2020: Family Day Tel.: +43 (0)74 84 / 21 22 Ybbstaler Alpen, 3345 Göstling, Göstling 46/2, Tel.: +43 (0) 74 84 / 26 060, info@goestling-hochkar.at

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Hochkar


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Lackenhof am Ötscher Uriges und wildromantisches Wintererlebnis Im westlichen Niederösterreich – ungefähr auf halbem Weg zwischen Hochkar und Mariazell gelegen – stellt Lackenhof am Ötscher eine gute Alternative zu den beiden anderen genannten Skigebieten dar. Vor dem 1.893 Meter hohen Großen und dem 1.560 Meter hohen Kleinen Ötscher bietet das Skigebiet gleich viele Pisten­kilometer wie das Hochkar – allerdings mit einer ganz anderen landschaftlichen Anmutung. Der überschaubare Ort vermittelt ­einen noch recht urigen Eindruck und bietet aber alles, was man sich an Basisinfrastruktur erwarten kann – von Pensionen und Gasthäusern bis zu Sportgeschäften mit Verleihstationen. Das Preisniveau in Lackenhof ist im Vergleich zu anderen Skigebieten nach wie vor moderat. Neu wurden in den vergangenen Saisonen Gratis W-Lan im Ötschertreff, iSki-Tracker und W-Lan-Hotspots an der Piste, Funslopes und zuletzt ein neues Kinderland mit einem 100 Meter langen Zauberteppich errichtet. Die Pisten sind zum Teil recht anspruchsvoll, etwa die Große und die Kleine Ötscher­piste – beides schwarze Abfahrten, die auch fortgeschrittene Skiläufer zufriedenstellen. Auf der Carvingpiste vom kleinen Ötscher geht es speedmäßig ziemlich zur Sache und auch jene vom großen Ötscher ist nicht ohne, zudem länger und vom Terrain her abwechslungsreicher. Obwohl das Areal nicht gerade weitläufig ist, gibt es dennoch genügend AbwechsSki Guide Austria 2020

lung. Die Riffelabfahrt hat eine durchschnittliche Steilheit von an die 45 Prozent; die Distelpiste ist eine von der FIS zugelassene RTL- und Slalom-Strecke. Ausgestattet ist das Gebiet mit fünf Schlepp- und drei Sesselliften. Eltern haben die Chance, einen ruhigen Skitag zu verbringen, während sie ihre Sprösslinge für einen Skitag im Sunny Kids Park inklusive Kinderbetreuung unterbringen. In der romantischen Landschaft kommen Snowboarder und Trick­skifahrer ebenfalls auf ihre Kosten – nämlich auf einer Cross-Trial-Strecke und in einem Funpark, der für Luftakrobaten genügend Fun birgt. Besonders sportliche Naturen können sich auf die Buckelpiste begeben. Oder nach 90-minütigen Aufstieg vom Ötscher Schutzhaus zum Gipfel von dort eine Tiefschnee-Abfahrt wagen. ÖtscherPistengehen ist zu fix definierten Zeiten ebenfalls möglich – inklusive gemütlichen Tourenabenden. Für alle, die Betätigung abseits der Pisten suchen, stehen 22,7 Kilometer Loipen parat. Diese können auch von Winterwanderern begangen werden. Die schöne Landschaft rund um Lackenhof ist für solche Ausflüge per pedes, Schneeschuhtouren aber auch Skitouren geradezu ideal. Eislaufen und Eisstockschießen wiederum sind im nahe gelegenen Gaming möglich. Und als Ergänzung gibt es noch das Ybbytaler Solebad. Wer noch mehr Abwechslung will: Mit dem Hochkar gibt es eine Verbund-Kombikarte. Und dort hin fährt im übrigen auch einen Skishuttle. www.derskiguide.at


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© Ötscher Tourismusverband/www.lackenhof.at/Sitour

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Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen Loipen TIEFSCHNEE Besonderheiten events Auskunftstelefon Tourismusverband

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Piste von 810 - 1.426 Meter Seehöhe Gesamt 19 km / Leicht 7 km / Mittel 8 km / Schwer 4 km / Pistenfläche 70 ha Gesamtanzahl 8, 10.000 Personen Lackenhof am Ötscher Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 39,50 / 34,50 / 23,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 196,- / 170,- / 112,50 Kinder bis Jg. 2014 - 2010 in Begleitung eines zahlenden Elternteils mit Schneemannkarte um Euro 4,-, Seniorenermäßigung. Gesamt 30 km, Classic 30 km, Skating 23 km Großer und kleiner Östscher Gratis W-Lan im Ötschertreff, Fis-Rennstrecke, Cross-Trial-Strecke, Sunny Kids Park mit Zauberteppich, Buckelpiste, Funpark, Funslope, ISki-Tracker, Kombikarte (Ötscher-Hochkar), Skibus-Shuttle: Ötscher - Hochkar, Skitouren-Abende, Schneeschuhwandern. 05.01 - 06.01.2020: FIS Snowboard-Weltcup 07.03.2020: Ötscher Hüttengaudi 14.03.2020: Ötscher-Attack Tel.: +43 (0)74 80 / 52 28 Ötscher Tourismusverband 3295 Lackenhof, Teichwiese 1b, Tel.: +43 (0)74 80 / 20 020, info@oetscher-hochkar.at

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Lackenhof am Ötscher


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Hirschenkogel am Semmering Wintersportvergnügen am Zauberberg Der Hirschenkogel am Semmering, auch Zauberberg genannt, gehört sicher nicht zu den größten, dafür zu den bekanntesten und meistbesuchten Gebieten in Österreich. An der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark gelegen, wird er von Einheimischen und mehr noch von Wienern, Ungarn und Slowaken gern und häufig frequentiert. Er ist ein echter Sportberg, der im Sommer genauso attraktiv ist wie im Winter, wenn es Familien ebenso auf den Zauberberg zieht wie funorientierte Jugendliche oder ambitionierte Skiläufer. Speziell an Wochenenden ist die Anziehungskraft stark, was sich in entsprechend großen Menschenmengen niederschlägt. Attraktiv für die Großstädter ist auch der auf der Passhöhe gelegene Babyhang samt sogenannten Happy-Lift, auf dem sich die Kinder tummeln, während die Eltern daneben in der Sonne stehen und ihren Sprösslingen beim Herumrutschen zusehen. Das drückt sich auch im Selbstverständnis aus: Der Zauberberg ist nicht nur ein Skigebiet, sondern ein Wintererlebnis mit vielen Angeboten für die gesamte Familie. So gibt es auch eine Winterwanderroute zu den schönsten Aussichtspunkten am Bahnwanderweg. Zu den Besonderheiten des Hirschenkogels zählt neben seiner guten Erreichbarkeit via Autobahn und Schnellstraße auch eine Flutlichtanlage, die Nachtskifahrvergnügen pur bietet. ­Diese mit 1.300 Lux laut Eigenangabe die stärkste Nachtskianlage Europas kommt auch bei den Weltcup-Rennen der Damen, die hier alle zwei Jahre zwischen Weihnachten und Neujahr statt-

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finden, zum Einsatz. Tatsächlich kann in der Nacht die Sicht auf den perfekt ausgeleuchteten Pisten oft besser sein als am Tag. Insgesamt gibt es 14 Pisten­kilometer und neben der Fis-Weltcup-Piste auch den relativ steilen Diamond-Hang. Die Infrastruktur ist gut, die Beschneiungsanlagen decken 13 der 14 Pistenkilometer ab. Erwähnenswert sind auch Zauberbar oder Seewirtshaus, die mehr bieten als die durchschnittliche Ski-Verpflegungsstationen sowie die drei Kilometer lange Rodelbahn, die auch nachts benutzt werden kann und sich regen Zuspruchs der Großstädter erfreut. Motto: Rein in die Gondel und so oft auf der Rodel runter, wie man Lust hat. Generell ist der Zauberberg sehr familienfreundlich, jedoch kommen auch Snowboarder und Trickskifahrer im Split-Park auf ihre Kosten. Kinder bis fünf Jahre fahren gratis; Seniorenkarten gibt es ab 60. Neuerdings ist das Gebiet (bei Saisonkarten) auch Mitglied des Ostalpen Card-Skiverbunds. Aufgrund der langen Tradition des Semmerings als Luftkurort im Range eines Weltkulturerbes samt einer Reihe hübscher Jugendstilvillen gibt es vor Ort auch Übernachtungsmöglichkeiten, ein Tennis- und ein Fitnesscenter – also genügend Abwechslung. Einzig die Zores rund um die ukrainischen Eigentümer des Skigebiets mit dem Land haben zuletzt die positive Stimmung am Zauberberg doch etwas getrübt. Bleibt zu hoffen, dass sich das wieder langfristig einspielt – der Semmering ist ein wintertouristischer Fixpunkt, der auch künftig erhalten bleiben sollte. Alles andere wäre ewig schade.

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© Zauberberg Semmering

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Hirschenkogel am Semmering - Zauberberg

Besonderheiten Loipen Events Auskunftstelefon Tourismusverband

Piste von 990 - 1.325 Meter Seehöhe Gesamt 14 km / Leicht 6,5 km / Mittel 6,5 km / Schwer 1 km Gesamtanzahl 2, 4.800 Personen Hirschenkogel/Zauberberg am Semmering Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 35,- / 31,50 / 17,50 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 158,50 / 142,50 / 79,Funpark mit 15 Obstacles 3 km Rodelbahn inklusive Verleih/Nachtrodeln 13 beleuchtete Pistenkilometer Gesamt 15 km, Classic 7 km, Skaten 8 km 31.12.2019: Traditioneller Silvesterabend am Zauberberg 05.01.2020: Gravity Night Sprint Tel.: +43 (0)26 64 / 80 38 Tourismusbüro Semmering 2680 Semmering, Hochstraße 1 Tel.: +43 (0)26 64 / 20 025, tourismus@semmering.gv.at

SKISCHULE: Skischule Semmering/Alpincenter Seite 384, Nachtski: Seite 267, Rodeln: Seite 277

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Mönichkirchen – Mariensee Im Schatten des Hochwechsels Ganz im Osten, im niederösterreichisch-steirischen Grenzgebiet, lockt der Mönichkirchner Schwaig Wintersportler aus der Umgebung, den Großräumen Wien und Graz und vor allem aus den östlichen Nachbarländern. Ungarisch und Slowakisch gehört in Mönichkirchen zum guten Umgangston. Insbesondere Familien mit Kindern, Anfänger und Wiedereinsteiger sind dort häufig anzutreffen. Und das nicht zu unrecht, ist das Gebiet doch ideal für alle Skiläuferkategorien – egal ob Anfänger, Wiedereinsteiger oder ambitionierter Fortgeschrittener mit Sportambitionen. Sehr flache sanfte Anfänger-Hänge, eine 2,2 Kilometer lange, leicht zu meisternde Talabfahrt und Querfahrten durch den Wald, machen auch weniger geübten Skiläufern oder Snowboardern Spaß. Für die ganz Kleinen gibt es einen Tellerlift, der heuer durch einen neuen ersetzt wurde, sowie einen Seillift. Schon etwas schwieriger sind die Hallerhaus-Abfahrt, der Schwaiglift mit seinem Funpark, der jüngst mit Jump, Rail, Steilkurven, Butterbox und Crazy-Hill neu ausgestattet wurde sowie einer Carving- und Rennpiste. Besonders die 1.450 Meter lange FIS-Abfahrt, die in die mittelschwere 1.380 Meter lange Marienseerabfahrt mündet, macht auch Könnern Freude. Da geht es echt zur Sache, wenn man mit hohem Tempo und weitgezogenen Carvingschwüngen über den durchaus steilen Hang brettert. Allerdings ist bei hoher Geschwindigkeit Vorsicht geboten, wenn man Richtung Marienseerabfahrt fährt und mit den seitlich von der anderen Bergseite kommenden Skifahrern oder Snowboardern zusammentrifft. Ski Guide Austria 2020

Insgesamt gibt es 13,5 Pistenkilometer und drei neue 4er-Sesselbahnen. Damit der Wintersportgenuss auch trotz der relativ geringen Höhenlage ungetrübt bleibt, wurde die Beschneiungsanlage für diesen Winter nochmals um fünf Schneekanonen ausgebaut. Heuer wurden zusätzlichen Parkplätze bei der Talstation in Mönichkirchen errichtet (über 200 Stellplätze) und auch mit einer Erweiterung des Nächtigungsangebots wurde begonnen. Im gesamten Skigebiet finden Sie „Genuss-Plätze“ mit kuscheligen Rattan-Strandkörben und Liegestühlen. Hier kann man die Seele in der Winter-Sonne baumeln lassen und sich vom Alltag entschleunigen. Ebenso auf der neuen Aussichtsplattform bei der Bergstation der Schwaigbahn mit Relax-Elementen. Recht neu ist auch die Lella-Abfahrt von der Mönichkirchner Schwaig mit einem Tunnel in Form einer riesigen Milchkanne. Zuletzt dazugekommen sind ein Fotopoint bei der Bergstation der Panoramabahn, W-Lan bei der Sonnenbahn Talstation und eine Skimovie-Strecke auf der FIS-Mariensee. Fazit: Aktivsportler und Vitalurlauber können im schönen Wechselland erholsame und entspannte Tage erleben. Vom Skigebiet aus kann man nicht nur auf die 55 Kilometer lange Hochwechsel-Langlaufpisten einsteigen, neuerdings werden auch geführte Natur- und Landschaftsführungen mit Schneeschuhen angeboten. Die vielen Terrassen und Schneebars der urig gemütlichen Almhütten, in Summe sieben, locken zudem mit Speis und Trank in ansprechender Qualität immer wieder zu einem Einkehrschwung. Und last but not least: Mönichkirchen/Mariensee ist Teil des Ostalpen-Kartenverbunds. www.derskiguide.at


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© NOEBBG/TVB Mönichkirchen

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event News Auskunftstelefon Tourismusverband

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Piste von 870 - 1.450 Meter Seehöhe Gesamt 13,5 km / Leicht 5,5 km / Mittel 6 km / Schwer 2 km Gesamtanzahl 6, 6.740 Personen Skischaukel Mönichkirchen-Mariensee Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 37,50 / 34,- / 19,50 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 163,- / 147,- / 85,Gruppentarif auf Tageskarte ab 9.00, 10.00 und 11.00 Uhr für: ARBÖ-, ÖAMTC- und ÖSVClubmitglieder. Kinder (Jg. 2015 u. jünger) in Begleitung eines Erwachsenen fahren frei. Dienstag: ist Seniorentag. 55 km Classic Funpark mit Rail, Jump, Butterbox, Steilkurven und Crazy Hill, Skimovie-Strecke auf der FIS, Fotopoint bei der Bergstation Panoramabahn, W-Lan bei der Talstation Sonnenbahn. Natur- und Landschaftsführungen mit Schneeschuhen. Jeden Donnerstag sind alle Pisten nach Liftschluss bis 20.30 Uhr für Touren- u. Pistengeher kostenlos geöffnet. 01.01.2020: Neujahrsfeuerwerk d. Bergrettung Mönichkirchen Talstation Sonnenbahn 19.01.2020: Familien-Skitag Errichtung von über 200 neuen Parkplätzen bei der Talstation. Tel.: +43 (0)26 49 / 20 906 Gemeindeamt Mönichkirchen, 2872 Mönichkirchen 18, Tel.: +43 (0)26 49 / 20 925 www.moenichkirchen.at

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Gemeindealpe Mitterbach Naturerlebnis mit Action, Fun und Panoramablick die gemeindealpe mitterbach ist ein sympathisches Skigebiet an der Grenze zur Steiermark nahe Mariazell, das Naturerlebnis, Skifahren im freien Gelände, Spurenziehen im Pulverschnee und sportliche Herausforderung bietet. „Mit’m Lift aufi, mit Schwung owa“, lautet das Motto der Gemeindealpe, die das sportliche Vergnügen für Skifahrer, Snowboarder, Freestyler und Skitourengeher mit einem eindrucksvollen Blick auf die Voralpen garniert. Zwei moderne Sesselbahnen erschließen knapp 15,5 Pistenkilometer. Eine Herausforderung ist der schwarz gekennzeichnete Steilhang, die steilste Naturpiste in Niederösterreich – und das ist kein leeres Gerede, wie der Autor aus eigener Erfahrung weiß. Mit 74 Prozent Gefälle geht es unterhalb des Terzerhauses direttissima voll zur Sache. Die Gemeindealpe Mitterbach hat sich vor einigen Jahren neu positioniert und dafür 6,5 Millionen Euro investiert. Es wurden nicht nur neue Pistengeräte angeschafft und die Beschneiung ausgebaut, sondern auch ein neues Pistenleitsystem – bestehend aus Panoramatafeln im Talstations- und Bergstationsbereich sowie genaue Pistenkennzeichnung – und ein zusätzlicher Schlepplift, der 700 Meter lange Birkischlepper, zur Mittelstation errichtet. Dort gibt es auch einen Snowpark. Neu ist die Funslope mit Steilkurven, Wellen und Soundeffekten im Talstationsbereich. Die Gemeindealpe ist somit die ideale Ergänzung zu den umliegenden Familienskigebieten Annaberg und Mariazeller Bürgeralpe für alle Action- und Fun-Freunde der weißen Pracht – mit wunderschönen Abfahrten, Action im Freeride Gelände, High-Speed auf der Speedstrecke mit Geschwindigkeitsmessung, Spaß in der Funslope oder Freestylen im neuen Snowpark. Auch abseits der Piste ist das Gebiet für Winterwanderer und Langläufer ein facettenreiches Ausflugsziel. Ein knapp zwölf Kilometer langes Panorama-Loipen System führt durch die zauberSki Guide Austria 2020

hafte Landschaft nahe des Erlaufsees. Der Einstieg für die leicht ansteigende, 3,5 km lange Erlaufloipe befindet sich bei der Talstation der Liftanlagen. Eine Verbindungsloipe führt zu den Loipen nach St. Sebastian. Zudem gibt es im Skigebiet zwei ausgeschilderte Tourengeher-Aufstiegsrouten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die Tageskarte beinhaltet einen eigenen Zugangsbereich mit Lawinenwarnstufenanzeige und LVS-Checkpoint, sowie die Benützung der Pisten und des Parkplatzes. Im Skiverleih Gemeindealpe werden neben Touren-Ski auch Schneeschuhe, Freerider-Ski und LVS-Geräte verliehen. Ein besonderes Zuckerl ist, dass jeden Mittwoch die Abfahrt vom Berg bis 19.00 Uhr möglich ist. Damit bleibt mehr Zeit, den Tag gemütlich am Berg ausklingen zu lassen. Für das leibliche Wohl bieten sich mehrere Einkehrschwünge an – das Terzerhaus direkt an der Bergstation bietet einen tollen Panoramablick vom Ötscher bis hinüber auf die Mariazeller Bürgeralpe und ins Mostviertel sowie bodenständige Köstlichkeiten. In der Skihütte „Zum Bäreneck“ auf 1.222 Meter Seehöhe erlebt man „Genuss hoch zwei“: Eine herrliche Aussicht und hausgemachte Schmankerln. Und auch s´Balzplatzerl lockt mit gschmackiger Kost und schönem Panorama. An der Talstation gibt es noch den Gasthof „Zum Sessellift“. Erwähnenswert ist zudem der Skikartenverbund mit Mariazell und Annaberg, so dass mit einer Karte alle drei Skigebiete benutzt werden können – ideal für alle, die mehrere Tage vor Ort sind. Ein Tipp ist die günstige Saisonkarte für den Skiverbund, diese kostet mit der NÖ Card nur € 230,00 (für Erwachsene und € 120,00 für Kinder). Und besonders Umweltbewusste reisen übrigens von St. Pölten nach Mitterbach mit der Mariazellerbahn an. Vom Bahnhof sind es nur wenige Meter bis zur Talstation der Gemeindealpe. www.derskiguide.at


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© TVB Mitterbach/Schultus Fröger Sitour

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Gemeindealpe Mitterbach

Ermässigungen Loipen die Steilste Piste Besonderheiten Funpark

Piste von 806 - 1.622 Meter Seehöhe Gesamt 15,5 km / Leicht 7 km / Mittel 7 km, Schwer 1,5 km Gesamtanzahl 4, 3.800 Personen Gemeindealpe Mitterbach Tageskarte (Erw/J/Kd) Euro 36,50 / 31,- / 19,6-Tage-Pass (Erw/J/Kd) Euro 170,- / 144,- / 88,50 Family Discount, Kinder bis Jg. 2014 gratis. Gesamt 3,5 km Classic und Skating Direttissima Terzerhaus 74 % Gefälle Speedstrecke mit Zeitmessung Freeride-Gelände, 2 ausgeschilderte Tourenrouten. Länge: 550 Meter, Breite: 12 - 30 Meter, 17 Elemente (Rails, Boxes, Kicker), Medium.

Event

25.01.2020: Ö3 Pistenbully 22.02.2020: Faschingsbash und Gmoa Oim Gschnas 14.03.2020: Gmoa Oim Race

Auskunftstelefon Tourismusverband

Tel.: +43 (0)38 82 / 41 720 Tourismusverein Mitterbach, 3224 Mitterbach am Erlaufsee, Lederergasse 9, Tel.: +43 (0)38 82 / 42 11, www.gemeindealpe.at

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Annaberg Beschauliches Familienidyll mit Mehrwert Das Skigebiet Annaberg südlich von St. Pölten, ungefähr auf halben Weg nach Mariazell gelegen, bietet alles, was ein Skitag braucht, und ist eines der Lieblingsgebiete der Niederösterreicher und Wiener. Wenig verwunderlich, ist es doch in eineinhalb Stunden von der Bundeshauptstadt aus erreichbar und hat sich in den vergangenen Jahren durch eine überdurchschnittliche Schneesicherheit ausgezeichnet. Insgesamt gibt es 12,5 Pistenkilometer, die sowohl für Anfänger, Wiedereinsteiger als auch für fortgeschrittene Skifahrer und Boarder einiges bieten – inklusive FIS-tauglicher Abfahrten und Buckelpiste. Leider eingestellt wurde bereits vor einiger Zeit der anspruchsvolle Pfarrbodenlift, der gleich von Wien aus noch vor dem Ort Annaberg mit seiner markanten Kirche zu erreichen war – und der Verbindungslift ins verbleibende Skigebiet. Doch auch so ist der Annaberg attraktiv geblieben. Es dominert die sanft gebirgige Landschaft des niederösterreichischen Voralpengebiets. Von der 1.334 Meter hoch gelegenen Bergstation des Hennesteck-Liftes gibt es den besten Rundumblick. Die Abfahrt runter ins Tal, ins Zentrum des hinter der Ortschaft gelegenen Skigebiets ist ebenfalls ansprechend. Ansonsten dominieren leichtere Pisten, die ideal für Kinder sind und die sich beginnend vom Kinderland mit überdachten Förderband sukzessive an schwierigeres Terrain herantasten können. Erwähnenswert sind etwa das „Anna-Land“ mit Pausenhütte und der „Anna-Wald“ – letzterer ein Vergnügen mit leicht abenteurlichem Touch, wie es die Kleinen gern haben. Für Jugendliche aber auch sportive Erwachsene attraktiv ist sicherlich die permanente Ski- und SnowSki Guide Austria 2020

boardstrecke, bei der man seine Geschicklichkeit im Kurvenfahren und Springen austesten kann. Neu sind die Rennpiste Söllnreith und die Verbreiterung der Piste Almboden. Familien und Ski-Einsteiger schätzen die leichten Hänge im flachen Bereich der Reidllifte sowie das entsprechende Angebot der Skischule. Zuletzt wurde das Kinderland neu gestaltet und ein Funpark für Einsteiger errichtet – somit ist klar, wo die Schwerpunkte liegen. Aber auch alle, die das Skierlebnis abseits der Pisten bevorzugen, können dies in Annaberg tun: Entweder auf der Tour Hennesteck übers Weisse Kreuz oder auf der Tirolerkegel-Tour zum Annaberg Haus oder im neuen Langlaufpark. Jeden Donnerstag gibt es den Tourenskiabend auf den Tirolerkogel und jeden Samstag kann bei Flutlicht gerodelt werden. Obwohl in Annaberg genug los ist und neuerdings auch W-Lan-Hotspots und Skiline Höhenmetermessung eingerichtet wurden, ist die Atmosphäre nach wie vor leicht verschlafen, was durchaus seinen Reiz hat. Gut ist zudem die gastronomische Infrastruktur: Die Palette reicht von herkömmlichen Ski-Gasthäusern mit Schnitzeln und Pommes über lockere laute DJ-Terrassen für die Landjugend, über urig-g´schmackigen Bauernimbiss bis zur Almhütte mit Aussicht. Selbst Begleiter von kleinen Kindern, die vielleicht nicht Skifahren – beispielsweise Oma und Opa – oder Spaziergänger können angesichts der Umgebung in Annaberg einen angenehmen, entspannenden Wintertag verbringen. Und alle, die länger vor Ort sind und die zwischendurch einmal Abwechslung haben wollen, die können dann Dank des Drei-Berg-Skipasses auch einen Tag auf der Gemeindealpe Mitterbach oder der Mariazeller Bürgeralpe verbringen. www.derskiguide.at


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Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ermässigungen Loipen Besonderheiten Touren, Freeride Topevents Auskunftstelefon Tourismusverband

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Piste von 890 bis 1.300 Meter Seehöhe Gesamt 12,5 km / Leicht 8 km / Mittel 2,5 km / Schwer 2 km / Pistenfläche 26 ha Gesamtanzahl 6, 7.673 Personen Annaberger Lifte Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 36,50 / 31,- / 19,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 170,- / 144,- / 88,50 Kinder unter 6 Jahren gratis. Ermäßigte Tageskarten lt. Aushang für Familien, Gästepass, „Senior-Weeks“ mit Tageskarte um Euro 30,-, Seniorenkarten ab 60. Gesamt 15,5 km, Classic und Skating. Geführte Schneeschuhwanderungen, 2 km Naturrodelbahn, Anna-Park Family und FunCross, Pferdeschlittenfahren am Joachimsberg, permanente Ski- und BoardercrossStrecke für Einsteiger, jeden Samstag Flutlichtrodeln. Jeden Donnerstag Skitouren-Abend, bis 20.30 Uhr Am Pistenplan ersichtlich, Joachimsberg ins Fadental, Tour entlang der Langlaufloipe Annaberg. 03.01.2020 und 07.02.2020: ab 14.45 Uhr Kindermitmach-Show mit shows4kids 14.02.2020: Dine & Ski 05.02.2020 und 07.03.2020: Guga hö Tel.: +43 (0)27 28 / 84 77 15 Tourismusinformation Annaberg 3222 Annaberg, Annarotte 14 Tel.: +43 (0)27 28 / 82 45

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ANNABERG


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Schidorf-Kirchbach Familiengebiet im Herzen des Waldviertels Namen. Eisklettern sowohl für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis möglich. Für das leibliche Wohl und zünftiges Après-Ski sorgt eine urige Schihütte sowie ein Punsch-Stand. Der Kirchbochstadl wartet zudem mit direkter Sicht auf die Piste und speziellen Themen-Sonntagen auf. Zur Abrundung gibt es ausreichend Parkplätze, eine sonnige Terrasse sowie eine tolle Atmosphäre entlang des Kirchbaches mit dem Barbarateich. Fazit: Nicht die Größe eines Gebiets ist entscheidend, damit Familien einen angenehmen Skitag verbringen können.

© Fremdenverkehrsverband Kirchbach

Eine feines Gebiet für Familien mit Kindern ist das Schidorf Kirchbach, das mit einem 550 Meter langen Schlepplift aufwartet. Für ganz kleine Kinder und Anfänger gibt es einen 80 Meter langen Anfängerlift, der direkt aus der Schihütte zu überblicken ist. Dank einer Beschneiungsanlage gibt es immer genügend Schnee und an mehrer Tagen pro Woche kann auch bei Flutlicht Skigefahren werden. Langläufern stehen zwei Loipen mit fünf bzw. zehn Kilometern Länge zur Verfügung – sowie besonders Sportlichen eine 1,5 Kilometer lange Trainingsloipe. Auch ein Langlauf- und Schneeschuhverleih ist vorhanden – sowie die Möglichkeiten für Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene, Könner, Carver, Boarder, Kinder und Erwachsene. Besondern Anklag finden zudem organisierte Schirennen für Firmen und Vereine. Im Jänner 2008, wurde in Kirchbach der erste Tandem-Eiskletterturm Niederösterreichs präsentiert. Unmittelbar neben der Talstation des Schidorfes errichtet ist er sowohl bei Tag als auch bei Nacht zu erklimmen. Die Optik, die an ein riesiges Pferd erinnert, gibt dem „Big Horse Tower“ seinen

Genussvolle Entspannung an der Piste

SCHIDORF-KIRCHBACH Höhenlage Pistenkilometer Lifte Skigebiet(e) Preise ERmässigungen LOIPEN Besonderheiten

Auskunftstelefon Tourismusverband

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Piste 640 - 735 Meter Seehöhe Gesamt 700 Meter Gesamtanzahl 2 Skigebiet Schidorf Kirchbach Tageskarte (Erw/Kd) Euro 21,00 / 17,00, Punktekarten Familienpass Gesamt 15 km, Classic 5 km, Skating 10 km Flutlichtanlage: Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag von 17.30 Uhr - 21.00 Uhr in den Weihnachts- und Semesterferien ist täglich von 09.00 - 16.00 Uhr Betrieb bzw. Montag - Samstag Flutlichtbetrieb. Am Heiligen Abend geschlossen, zu Silvester ist bis 16.00 Uhr geöffnet. Skigebiet Schidorf-Kirchbach, Tel.: +43 (0)28 28 / 83 66 oder Tel.: +43 (0)664 / 75 08 71 08 Fremdenverkehrsverband Kirchbach 3911 Rappottenstein, Kirchbach 84 Tel: +43 (0)664 / 75 08 71 08, Franz Jahn www.kirchbach.net

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SKIGEBIETE Niederösterreich Unterberg/Pernitz · Reichenau an der Rax · St. corona · puchberg am schneeberg

Puchberg am Schneeberg

St. Corona am Wechsel

Unterberg - Pernitz tel +43 (0)26 32 / 74 238

St. Corona - Wechsel tel +43 (0)26 41 / 22 84

Nach der Abzweigung Wöllersdorf auf der A2 Richtung Süden findet man sich nach einer halben Stunde Fahrzeit in Pernitz wieder. Dabei durchquert man die Ortschaft Oed und dementsprechend abgelegen ist das Skigebiet Unterberg. Doch genau diese Abgeschiedenheit macht den Reiz dieses kleinen Skigebiets mit 15 km Pisten und lediglich 4 Schleppliften aus. Dennoch kommt man fast an die Pistenkilometer von Hochkar und Ötscher heran, zusätzlich gibt es eine 5 km lange Talabfahrt. Nachdem man mit einem alten Postbus in einer zehnminütigen Fahrt zum Ausgangspunkt auf den Berg befördert wurde, kann man einen sehr netten und vergnüglichen Skitag verbringen – vorausgesetzt, es gibt genügend Schnee, denn der Unterberg ist ein reines Naturschneeskigebiet. Der Unterberg ist mit seinen drei Hütten ein uriger Geheimtipp und eine echte Alternative zu Semmering und Co.

Statt dem geschlossenen Skigebiet St. Corona versucht nun das neue Kinderski- und Sportland im Ortsteil Unternberg für Familien mit Kindern die Lücke zu schließen. Zusätzlich zu dem schon vorhandenen Kinderlift, dem Kinder-Funpark und dem neu ausgebauten Rodel- und Bobland sowie dem Winter-Kinderspielplatz der Skischule „Sunny St. Corona am Wechsel“ (Link: http://www.sport7.at/ wintersportschule/) gibt es daher seit Kurzem eine vergrößerte beschneite Fläche, zwei Förderbänder und einen 300 Meter langen neuen Tellerlift. Neu ist die Wechsel Lounge als Info-, Gastro- und Servicezentrum – auch für das wetterunabhängige Bewegungs- und Entertainmentangebot, das die Familienarena zum Ganzjahresbetrieb machen sollen.

Reichenau an der Rax tel +43 (0)26 66 / 52 497 Im Winter ist die Raxalpe das in puncto Naturschnee schneesicherste Skigebiet Niederösterreichs. Die Liftanlagen und 3 km Pisten befinden sich in 1.600 Meter Seehöhe und sind mit einer Seilbahn erreichbar. Die Raxseilbahn ist nach Renovierung wieder in Betrieb und ermöglicht naturnahes Schneeschuhwandern ab der Bergstation. www.derskiguide.at

Puchberg am Schneeberg tel +43 (0)26 36 / 36 61 91 Vor der beeindruckenden Kulisse des Schneebergs warten 7,8 km Piste in einem kleinen, klassischen Familienskigebiet, das mit einer Beschneiungsanlage ausgestattet ist. Neu ist heuer das Kinderskiland Wunderwiese mit einer 5.000 Quadratmeter großen Slide & Glide Arena, einem schneeunabhängigen Kunsttoffmattenhang, der mit regulärer Skiausrüstung befahren werden kann. Das Gebiet ist ideal für Familien mit Kindern, die auch das ansprechende Kulinarik- und Freizeitangebot in Anspruch nehmen wollen. TOP TIPP: Skitour S. 297 2020 Ski Guide Austria

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Unterberg/Pernitz


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königsberg · lunz · Furtnerlifte rohr im gebirge · hochbärneck · göllerlifte · aichelberglifte karLstift

Lunz am See/Maiszinken

Furtnerlifte Rohr im Gebirge

Königsberg - Hollenstein tel +43 (0)74 45 / 380 Inmitten der schneereichen Voralpen liegt der Königsberg, in Hollenstein an der Ybbs ein Winterfamilienparadies mit 6 Schleppliften, 12 km Abfahrten und einer Langlaufloipe. Laut Eigenangaben ein Geheimtipp für Schneefanatiker. Allerdings nur 1.078 Meter hoch.

Maiszinken - Lunz am See tel +43 (0)74 86 / 84 34 Der herrliche Panoramablick, die sonnige Lage und preisgünstige Liftkarten hoch über dem Lunzer See sind gute Gründe für einen Familienausflug ins Skigebiet Maiszinken. 5 km Pisten. Nachteil: Mit maximal 1.030 Metern Höhe ziemlich niedrig.

Aichelberglifte Karlstift

Einkehrmöglichkeit direkt an der Piste. Weitere Möglichkeiten zum Schneeschuhwandern und Langlauf.

Skigebiet Göllerlifte tel +43 (0)27 68 / 22 02 Die Göllerlifte am Gscheid nahe Mariazell sind ein Geheimtipp für Boarder, Skifahrer und Tourengeher. 3 Lifte mit nur 3 Pistenkilometern, aber relativ viel Abwechslung inkl. möglicher Gämsen-Begegnung. Schneesicher, in der Regel nur Wochenendbetrieb.

Aichelberglifte Karlstift tel +43 (0)28 57 / 22 53

Kleines Skigebiet auf 800 Meter, 4 Skilifte.

3 Schlepplifte mit Abfahrten aller Schwierigkeitsgrade mit Beschneiungsanlage, Rodelland, Sportgeräteverleih, Eisstocksport, Schlittschuhlaufen, einer Sonnenterrasse und Schneeschuhwandern. 5 Pistenkilometer, aber mit maximal 1.050 Metern Höhe recht niedrig gelegen.

Kirchberg am Wechsel - Arabichl tel +43 (0)26 41 / 24 60

Muckenkogel - Lilienfeld tel +43 (0)27 62 / 52 229

Schneesichere Skipiste in hochalpiner Lage.

Wiege des Skilaufs in Österreich. Beliebtes Tourengebiet, Sessellift nicht mehr in Betrieb.

Furtnerlifte Rohr im Gebirge tel +43 (0)26 67 / 82 10

Hochbärneck St. anton an der Jessnitz tel +43 (0)74 82 / 48 464 Ein kleines preisgünstiges Skigebiet mit zwei Schleppliften und vier Pisten für alle Leistungsstufen. 5 km Gesamtlänge und

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Skilifte-Feistritzsattel tel +43 (0)26 41 / 85 20 An der Wechsel-Semmering Panoramaloipe gelegenes Gebiet mit Nachtpiste und Funpark.

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VOM DACHSTEIN BIS STUBAI

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Pitztaler Gletscher Höchst vielfältig fast Alles ist hier Topp: Im Sinne von am höchsten gelegen. Das gilt auch für den neuen Dynafit Skitourenpark, dem ersten gesicherten Skitourenpark in Tirol. Von Herbst bis ins späte Frühjahr sind die drei unterschiedlich schwierigen Aufstiegsspuren so angelegt, dass es keine Berührungspunkte mit den abfahrenden Skiläufern gibt. Sowohl Einsteiger, für die Kurse angeboten werden, als auch ambitionierte Tourengeher sollten auf ihre Kosten kommen. Höhenrekordverdächtig ist auch die Langlaufstation mit Umkleidemöglichkeiten. Oder wenn am Pitztaler Gletscher Österreichs höchster Café Latte serviert wird. Denn das Café 3.440 schmückt die höchste Seilbahnstation der Ostalpen. Und erstmals darf man im Hochwinter an fünf Terminen sogar zum Sonnenuntergangsaperitif bleiben. Dass die Bahn auf den Hinteren Brunnkogel den Namen der benachbarten Wildspitze trägt – Nordtirol höchstem Gipfel, der ein wenig mitleidig auf den niedrigeren Nachbarn herabblickt – geschenkt. Wichtiger ist, dass man mit der Wildspitzbahn rasant und komfortabel in höchste Regionen vordringen kann. Nicht zuletzt kann die Wildspitze selbst relativ leicht mit Tourenskiern erobert werden. Pausen im Warmen haben etwas für sich, denn die Gletscherregion ist an stürmischen Tagen kein gemütlicher Aufenthaltsort. Aber ideal für eine endlose Saison. Der Gletscher, den man durch eine Tunnelbahn erreicht, ist nicht öde flach, sondern abwechslungsreich. Um den schneesicheren Einstieg unterhalb des Gletschers abzusichern, haben die Bahnen seit vielen Jahren eine temperaturunabhängige Beschneiungsanlage in Betrieb. Die erwähnte Wildspitzbahn, die Skifahrer bereits in unter sechs Minuten in atemberaubende Höhen hievt, fügt sich ungeachtet ihrer futuristischen Architektur harmonisch ein. Am Gletscherrand auf 2.840 Meter angekommen stellt sich die Frage: Zuerst links bergab, um in zwei Ski Guide Austria 2020

Etappen mit der 8er-Mittelbergbahn zum Joch zu gondeln? Von dort weg macht vor allem der „Schweizer Weg“ 600 Höhenmeter lang Freude. Variante 2 ist der hintere Brunnenkogel, um die flächigen Pisten zum Gletschersee hinab zu carven. Der gleichnamige Sessellift verfügt über die in diesen Höhen notwendige Sitzheizung. Die Funabteilung findet sich nun direkt an den Hauptliften. Boardercross und Snowpark sind am Rande der Mittelbergbahn präpariert, während die Halfpipe beim Gletscherseelift eifrig genutzt wird. In diesem Bereich – etwas abseits, so dass man bei drei Ansteuerungsversuchen sicher zwei Mal vorbeifährt, ist dort auch eine kostenlose Speedteststrecke aufgebaut. Schaulustige wiederum staunen, wenn Freerider beim Pitztal Wild Face vom Mittagskogel 1.500 Höhenmeter nach Mandarfen rasen. Abenteurer freuen sich natürlich den halben Tag auf die Talabfahrt durch das Taschachtal. Der Einstieg erfolgt unterhalb der Mittelbergbahn. Dafür muss man sich immer möglichst weit bergseitig (rechts) halten, dann ist die nicht markierte Variante über den Gletscher nicht zu übersehen. Die 11-km-Route umrundet den Brunnenkogel, bietet anfangs Gefälle und dann immer flacher werdende Tiefschneehänge. Ein wenig Nervenanspannung bleibt angesichts der irgendwo unter dem Tiefschnee verborgenen Spalten. Erst zum Schluss hat die Abfahrt Loipencharakter. Wenige Meter später trifft man auf das Skigebiet Rifflsee mit der absolut kindersicheren SunnAlmBahn. Rifflsee mit dem Grubenkopf als höchstem Punkt (2.800 m) ist unterschätzt, die Pisten sind attraktiver, jedenfalls aber fordernder als am Gletscher. Tipp: Parken am untersten Parkplatz in Mandarfen, Start morgens mit der Rifflseebahn und erst dann zum Gletscher wechseln! www.derskiguide.at


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GLETSCHERSKIGEBIETE

pitztaler gletscher mit Rifflsee Piste von 1.680 bis 3.440 Meter Seehöhe Gesamt 40 km (*) / Leicht 8 km / Mittel 26 km / Schwer 6 km Pistenfläche 120 ha Lifte/stundenkapazität Gesamtanzahl 12 (*), 18.144 Personen (*) - *inklusive Rifflsee Pitztaler Gletscher & Rifflsee Skigebiet(e) Tageskarte (HS/Erw/Kd) Euro 52,- / 31,Preise 6-Tage-Pass (HS/Erw//Kd) Euro 245,- / 147,Bambinifreipass: Jg. 2010 und jünger, in Begleitung eines Elternteils. Kinder Jg. 2004 bis 2013. ErmäSSigungen Ab 6-Tageskarte sind die Bergbahnen Kaunertaler Gletscher/Fendels (max. 2 Tg.) und Hochzeiger (1 Tag) im Skipass inkludiert. Gesamt 20 km, Classic 10 km, Skating 10 km (Gletscher + Riffelsee Höhenloipe). Loipen Räumlichkeiten zum Umziehen und Wachseln. Langläuferliftkarte. Neu: Erster Dynafit Skitourenpark am Gletscher. Touren auf Wildspitze, Hinterer Brochkogel, K2. Tiefschnee Pitztal Wild Face Rennen: Mittagskogel 1.510 Höhenmeter nach Mandarfen. Besonderheiten Snowpark und Crosspark auf 3.000 Meter, Café auf 3.440 Meter. Gletschereishöhlen (Eisklettern). Kapelle des weißen Lichts auf 2.900 Meter, errichtet aus 90 Tonnen weißen Granit. TOPEVENTS 20.12. 2019: Pitztal Rifflsee Vertical – erste Station vom Oberland Tourencup 01.05.2020: Pitztal Gletscher Vertical + Open Air Gletscherparty mit BBQ 5 Termine zwischen 19.10.2019 und 30.01.2020: Aperitif bei Sonnenuntergang im Café 3.440 Auskunftstelefon Schneetelefon, Tel.: +43 (0)54 13 / 86 288 Tourismusverband Tourismusverband Pitztal, 6473 Wenns, Tel: +43 (0)54 14 / 86 999 Höhenlage Pistenkilometer

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Kaunertaler Gletscher Bretteln bis zumBadestart Am falginjoch (3.113 m) lässt sich ab diesem Winter ein gänzlich neue Variante des Gipfelsturms erleben. Dort, wo die Schlepplifte der Weißseefernerlifte verliefen, verläuft die neue Falginjochbahn. Auf der Länge von zwei Kilometern zwischen Tal- und Bergstation kommt die Bahn mit zwei Stützen aus, 1,5 km überspannen den Gletscher stützenfrei. Weg sind die 32 Schleppliftstützen. Das bringt neue, weitläufige Pistenflächen! Die zwei Gondeln der als besonders windstabil angekündigten Funifor-Bahn bieten Platz für hundert Personen. Der Bahnstart ist für November vorgesehen, zu diesem Zeitpunkt hat der Winter am Kaunertaler Gletscher aber schon längst begonnen. Vernünftigerweise fährt man gleich mit dem ersten Sessellift beim Gepatschstausee und erspart sich die zusätzlichen 650 Höhenmeter zum Gletscherparkplatz. Und nutzt die beiden Sektionen der Ochsenalmbahn. Runter wartet gleich mal die „Rote“ – und das Vergnügen kann beginnen. Ein Eindruck, der sich in der Regel schon bei den ersten Schwüngen ins Tal bestätigt. Selbst wenn zu diesem Zeitpunkt kaum andere Regionen in Betrieb sind, Gedränge herrscht höchstens in den Bereichen des Gletschers, wo die Mannschaften trainieren. Bei unserem Besuch waren 40 Teams unterwegs, an Spitzentagen steigt dieser Wert im Herbst auf 70 Mannschaften. Sonst kreuzt an bedeckten Wochentagen kaum einer die breiten Carvingpisten. Heimisch sind hier aber besonders die Boarder. Und zwar schon ab Anfang Oktober, wo zum Winterstart Boarder und New-School-Freaks aus halb Europa anreisen. Ebenso wie zu den finalen Spring Classics. Links vom Weißseefernerlift wird die wettkampftaugliche 120-Meter-Halfpipe hergerichtet, und für diesen Winter springt der Snowpark Kaunertal in eine neue Aera: Runs, die mit der Natur verschmelzen – „Natureruns“ und „Jib Line 3.0“ versprechen die Shaper. Ski Guide Austria 2020

Wer Jumps und Kippstangen ignoriert, dem bleibt die vor zwei Jahren neu geschaffene Piste Nummer 6 als Herausforderung. Hinauf geht es vom Gletscherparkplatz mit den in dieser Höhenlage besonders erfreulichen Gondeln der Karlesjochbahn direkt an die italienische Grenze. Gleich zu Beginn erfreut gefälliges Gefälle. Bei Bewölkung ist die nur am linken Rand schwarz markierte Abzweigung nicht leicht auszumachen. Spätestens beim zweiten Versuch klappt es und nach wenigen Metern ist das schwarze Loch ohnehin nicht zu übersehen. Der 140 Meter lange und notgedrungen beleuchtete Wiesejaggl-Skitunnel sucht seinesgleichen. Auch weil er mit zehn Prozent Gefälle im Tunnel der steilste seiner Art ist. Am harten Untergrund geht es rasant Richtung Tunnelausgang, wo sich – bei entsprechender Schneelage – für Freaks gleich rechts ein ordentlicher Kicker abzeichnet. Für Freerider gibt es nach dem Tunnel ausgezeichnete Tiefschneehänge, während Pistenjünger die in diesem Sektor wirklich schwarze Abfahrt genießen. Schließlich folgt die mit 12 Metern besonders breite Skibrücke über die Gletscherstraße, ehe die Piste Nummer 6 zur Ochsenalm an Gemütlichkeit gewinnt. Man kann zur Talstation von Ochsenalm II fahren oder gleich bis zur untersten Liftstation, um so die für ein Gletscherskigebiet ungewöhnlichen 1.000 Höhenmeter am Stück zu genießen. Die Gesamtlänge der Abfahrt beträgt 2,2 Kilometer. Im Großen und Ganzen geht’s auf den eher leichten Pisten sonst gletschermäßig zu. Alternativ zur neuen Piste erfreut die eher anspruchsvolle Piste 5. Wenn es die allgemeinen Witterungs- und persönlichen Fahrverhältnisse erlauben, fährt man ein Stück weiter in eine der beiden Weißseejoch-Varianten ein. Wirds mal zu frostig, bleibt das gar nicht so kleine Skigebiet Fendels talauswärts als wetterfeste Alternative. www.derskiguide.at


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kaunertaler gletscher Höhenlage Pistenkilometer

Piste von 2.150 bis 3.113 Meter Sehöhe (1.300 Meter Fendels) Gletscher: Gesamt 35,5 km / Leicht 22 km / Mittel 9 km / Schwer 4,5 km / Fendels: Gesamt 15 km / Leicht 8 km / Mittel 5 km / Schwer 2 km Lifte/Stundenkapazität Gesamtanzahl 13 (7 Gletscher, 6 Fendels), 22.300 Personen (Gletscher 13.000) Skigebiet(e) Kaunertaler Gletscherbahnen + Tal-Skigebiet Fendels Preise Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 47,- / 42,- / 30,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 224,- / 202,- / 134,ErmäSSigungen Auf Fendels beschränkte Karten günstiger. Senioren (ab Jg. 1954), wie Jugend (Jg. 2001-2004), Bambinifreipass: Kinder (Jg. 2012 und jünger) in Begleitung eines Elternteils gratis. Keine Straßenmaut bei gültigem Skipass. Loipe Gesamt 43,5 km, Classic 25 km, Skating 18,5 km Die steilste Piste Steinbockhang 75 % Gefälle Tiefschnee Varianten: Hinterer Nörderberg (1.135 hm, mittel), vorderer Nörderberg (270 m, mittel), Langtaufers nach Melagg in Südtirol: Einstieg Bergstation Karlesjochbachn (1.360 hm). Besonderheiten Ausgezeichnet für „ganzjährig barrierefreien Aktivurlaub“, besonders beliebter Trainingsbereich für Behindertensportler. 2,2 km schwarze Piste mit 140 Meter beleuchtetem Skitunnel und 12 Meter breite Skibrücke, 2 Funparks, einer auf 2.990 Meter, Mini-Shred im Snowpark Kaunertal. „Schlechwetterskigebiet“ Fendels, mit Nachtski- und Nachtrodeln. Topevent(s) der Saison 29.02. - 29.03.2020: my wildside Wochen 04.04. - 24.05.2020: Spring Classics im Snowpark Kaunertal Auskunftstelefon Tourismusverband

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Tel.: +43 (0)54 75 / 55 66 Kaunertal Tourismus, 6524 Feichten Kaunertal, Tel.: +43 (0)50 / 22 52 00

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Gletschergebiet Sölden Wo die Weltcupstars die erste Spur legen Alljährlich schaut die (Ski)welt zu Saisonbeginn auf die Gletscher oberhalb von Sölden. Es ist der Moment, wo erstmals die alpinen Cracks aufeinander treffen, das jeweilige Leistungsniveau für den kommenden Weltcupwinter abgesteckt wird. Vergangenen Winter fiel zwar zum zweiten Mal der HerrenRiesenslalom den Wetterunbilden zum Opfer – die Damen konnten noch prächtiges Wetter genießen – aber das war die Ausnahme, welche die Regel bestätigt. Oft ist es um diese Jahreszeit in höchsten Höhen schöner, als in der nebelverhangenen Ebene. Wenn man dann am Pistenrand des Steilhangs oder im Ziel die Damen und Herren anfeuert, die sich durch den Riesenslalom bewegen, als dienten die Tore nur der Beschleunigung, gibts durchaus was zu lernen. Denn jedes Jahr werden durch den frühen Termin junge Stars „geboren“, die sich in den folgenden Monaten erst bestätigen müssen. Auf jeden Fall gibts auch für die eigene Technik immer was zu lernen, man kann mit den Racern sogar in der Gondel nach oben fahren – Spaß macht es auf jeden Fall, den alpinen Rennläufern zum Saisonstart auf die Beine zu schauen oder auch nur das Volksfest zu genießen. Was sich jedes Jahr ändert, ist die Piste. Denn durch die Gletscherschmelze wird die Rennstrecke am Weltcuphang jedes Jahr steiler. 2012 erreichte das Gefälle stellenweise 62 Prozent. Dafür wird das abschließende Stück flacher, wobei man bei ausreichend Schnee ausgleichen kann. Während die Weltcupracer sich an der frühmorgendlich-knackigen Rennpiste begeistern, erfreut den Genießer doch eher das weniger konditionsraubende, schmierige Weiß. Am schönsten wird es in dieser Höhenlage, wenn sich die Sonne Richtung Zenit bewegt. Die Komfortzone des Gletscherskigebiets ist der durch einen Skitunnel erreichbare Tiefenbachferner. Hier fühlen sich nicht nur die Snowboarder besonders wohl. Ski Guide Austria 2020

Endlos weite Carving-Schwünge lassen sich ziehen, der Spaß liegt im Tempo. Wobei es gilt, auf die nicht so wenigen Mitcarver und viele schwächere Skiläufer und Boarder Rücksicht zu nehmen. Gegen Ende geht es am riesigen Beschneiungsteich vorbei und mit der 8er-Gondel auf den höchsten Punkt, wo die 20 Meter auskragende BIG3-Aussichtsplattform, 60 Meter über dem Grund, einen weiten Blick in die Bergwelt – und hinüber zum nicht weit entfernten Pitztaler Gletscher ermöglicht. Wobei sich die Verbindung der beiden Gletscherskigebiete schon in einer immer konkreteren Planungsphase befindet. Wie auf Gletschern häufig zu beobachten, ähneln sich die Pisten. So auch hier, wo die Schlepplifte am Mutkogl eher in die Kategorie „more of the same“ zählen. Natürlich lockt in der Weite des Geländes immer wieder Tiefschnee, doch in Gletscherregionen sollten derartige Abenteuer besser vermieden werden, denn die zugeschneiten Spalten sind tückisch. Trotzdem, ganz kann man es nicht lassen. Und in Begleitung eines jungen, aber gletschererprobten Skilehrers ist das auch zu verantworten. Aber wo es Absperrzäune gibt, sind diese strikt zu beachten! Dort, wo sich die Rennläufer über die schwarze Piste 31 in die Tiefe stürzen, befindet sich von unten gesehen links ein dramatischer Gletscherbruch. Wir hielten uns relativ nahe der Rennpiste, umkurvten die großen Spalten von oben gesehen knapp rechts. Ein genialer Tiefschneehang, aber wirklich nur begleitet von sehr erfahrenen Kennern der Gegebenheiten zu vertreten. Sonst ähnelt der Rettenbachgletscher dem Bruder auf der anderen Seite. Am besten folgt, wer nicht zu harte Pisten sucht, hier dem Sonnenstand. In dieser Form einmalig ist in Sölden die Skiverbindung über das „Golden Gate“ vom gewachsenen Skigebiet auf den Gletscher (3.249 Meter). Die Runde ist etwa in vier Stunden zu bewältigen. www.derskiguide.at


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© Gletschergebiet Sölden/Prof. Stummvoll

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gletschergebiet sölden (Rettenbach- und tiefenbachferner) Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen LOIPE Die steilste Piste Besonderheiten Topevent(s) der Saison Infotelefon Tourismusverband

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Pisten von 2.675 bis 3.250 Meter Seehöhe Gesamt 34 km / Leicht 25 km / Mittel 5,4 km / Schwer 3,9 km Gesamt 8, 16.500 Personen Angaben für das Gletscherskigebiet Rettenbach- und Tiefenbachferner ohne das verbundene Winterskigebiet Sölden. Die Gesamtangaben stehen beim Skigebiet Sölden. Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 56,- / 45,- / 31,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 302,50 / 242,-/ 166,50 Snowkids (Jg. 2012 - 2015), Euro 2,- / Tag, Jugend ( Jg. 2000 - 2004), Senioren ca. -20 % ab Jg. 55. Gesamt 12 km, Classic 6 km, Skating 6 km Weltcuphang Rettenbachferner (31) Funpark, BIG3 Rallye - Aussichtsplattform, größtes Test- und Ausstellungszentrum. Längste Abfahrt Schwarze Schneid - Talstation Gaislachkogel: 1.970 hm, Länge 15 km. 26.10. - 27.10.2019: FIS Skiweltcup Opening Sölden 02.04. - 03.04.2020: Electric Mountain Festival 13.04. - 18.04.2020: Audi Nines Bergbahnen, Tel.: +43 (0)52 54 / 508-0 6450 Sölden, Ötztal Tourismus, Tel.: +43 (0)57 200 200

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GLETSCHERSKIGEBIETE

Stubaier Gletscher Familiy wird BIG geschrieben Kultur als extra .bietet seit diesem Jahr der neue Ski-plus-City-Liftpass Gästen von Innsbruck und Stubai. Schön, dass man mit der noch immer neue Eisgratbahn beschaulich hinauf zum Edelrestaurant Schaufelspitz schwebt. Wobei es den Menschen weniger ums Schweben und Futtern, denn ums Runterfahren geht. Die mit 4,7 Kilometern längste 3S-Umlaufbahn der Alpen leistet seit zwei Wintern exakt das, was von ihr erwartet wurde: Die Wartezeiten bewegen sich an fast allen Tagen Richtung null. Ski aus dem Depot geholt und nach ein paar Minuten geht es über sieben Stützen in elf Minuten auf 1.700 Meter und weiter bis hinauf zur Bergstation Eisgrat auf 2.900 Metern. Neben acht Stehplätzen gibt's 24 lederne Sitzplätze und Gratis-W-Lan. Das Gedränge verlagert sich an manchen Tagen von der Talstation auf die Pisten, aber auch das nur punktuell. Denn oben ist an sich ausreichend Pistenfläche. So erschließt die 4er-Sesselbahn Daunjoch noch nicht lange eine bis dahin nur wenigen abenteuerlustigen Tourenskiläufern vorbehaltene Bergflanke. Dort herrscht kaum mal Gedränge. Ob die am längsten sonnige „Daunhill“ wirklich eine schwarze Abfahrt ist? 3,2 Kilometer Länge und bis zu 60 Prozent Gefälle sprechen dafür. Doch real kommt es ganz auf den Pistenzustand an. War die Piste morgens frisch hergerichtet ermöglichte sie das reinste beschwingte Vergnügen, so erfordete sie nachmittags Überwindung. Und einmal überraschte die Piste sogar den einheimischen Skilehrer damit, dass sie unerwartet Tiefschnee bot. Nicht unbedingt zur Begeisterung sich nach unten zitternder Stemmbogenartisten. Profis locken insgesamt 13 Freeride-Routen hier – und in anderen Ecken des Gebiets. Die Line, die jedem Freerider als Erstes in der Früh bei der Bergfahrt ins Auge sticht ist „l‘Ultimo - Run 7“. 550 Höhenmeter sind zu bewältigen, was gewisse Ansprüche an Kondition Ski Guide Austria 2020

und Skitechnik stellt. Und lawinentechnisch nicht zu unterschätzen ist! Viel wurde in den vergangenen Jahren in die „Funslope“ investiert. Auf der sogenannten Unterhaltungspiste für die ganze Familie gibt es Wellenbahnen, kleine Hupfer, Hindernisse und Steilkurven. Es ist ein 1.000 Meter langer, einfacher Skicross-Parcours. Ohnehin steht am Stubaier Gletscher die Familie im Mittelpunkt. Unter BIG Familiy wird unter anderem die hochwertige Kinderbetreuung und gratis Liftbeförderung für bis zu 10-Jährige summiert. Familientauglich ist auch die Aussichtsplattform „Top of Tyrol“ auf 3.200 Metern Seehöhe, die einen Überblick über das gesamte Skigebiet – und darüber hinaus – verschafft. Doch bald gilt die Aufmerksamkeit wieder den fein gehobelten Pisten am Stubaier Gletscher selbst. Bei der Abfahrt in langen Carverzügen Richtung Gamsgarten saust bereits der Fahrtwind um die Ohren. Einige hundert Meter weiter talwärts, vor der erwähnten neuen Daunjochbahn, liegt mit dem Gamsgarten das mittlere Zentrum des Gletschergebiets. Die Sonnenterrasse des Bedienrestaurants „Zur Goldenen Gams“ wurde um den Schneekristall-Pavillon erweitert. Völlerei ist beim Skilauf eher die Ausnahme. Vor allem wenn der Funpark mit dem Zusatz „Stubai Zoo“ lockt. Ein besonderes Abenteuer – oder auch konditioneller Kraftakt – kann die abschließende Abfahrt von unterhalb der Schaufelspitze sein: Erst fliegt man über die weiten Flächen des Gletschers, ehe man bei der Talstation der Daunjochbahn von den rhombischen Tafeln mit der Nummer 14 angezogen, zehn Kilometer ins Tal stürzt: „Die Wilde Grub’n“, zwar keine gehobelte Piste, aber auch nicht zu schwierig. Und sie gewährt tolle Einblicke in die hochalpine Landschaft. Durch die neue Bahn entstand mit der Skiroute Fernau eine Alternative. www.derskiguide.at


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STUBAIER GLETSCHER

Schaufelspitze 3.333 m Jochdohle W i ndach fe

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© Stubaier Gletscher/Panoramastudio Vielkind

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Hintertuxer Gletscher Skiwinter ohne Pause Durchaus fordernd können die Pisten auf diesem Gletscher sein. Etwa im Bereich Lärmstange 2, die seit zwei Wintern mit Komfort aufwarten kann. Sie hat sich als echter Gewinn herauskristallisiert. Der Lift erschließt die ganzjährig befahrbaren Pisten am Kaserer und Olperer. Seit 2017 gibt es auf dem Gletscher nun eine zusätzliche Funslope am Sommerberg, die ihrem Namen alle Ehre macht: Durch die moderate Hangneigung können die Bodenwellen und Steilkurven von jedem Skifahrer oder Snowboarder befahren werden. Entsprechend belebt geht es dort zu! Den die beiden Riesen-Schnecken, die Wellenbahnen und kleinere, spannende Hindernisse ziehen die Besucher in ihren Bann. Den Freeridern bleibt die Lärmstange weiterhin ihr liebstes Terrain. Hier kann man sich richtig austoben, denn nur ein Teil ist durch den noch neuen Sessellift stärker befahren. Die Komfortabteilung beschränkt sich auf die obere Region, wobei der Lift um 75 Höhenmeter gegenüber seinem Vorgänger zulegte. Lärmstange 1 bleibt vorerst der echt „coole“ Doppelsessellift, der meist witterungsbedingt keinen regen Andrang erfährt. Oder bei Starkwind schon mal geschlossen werden muss. Dafür bietet dieses Revier bei hier oben häufig anzutreffenden perfekten Schneebedingungen mehr als nur einen Grund, die 600 Höhenmeter nach oben zu frieren. Nicht selten sieht man in diesem Bereich auch Telemarker. Denn die Freeheeler genossen hier über Jahre eine Sonderstellung. Doch nicht nur die Freunde der Telemarkschwünge finden am Ende des Zillertals passendes Terrain vor. Naturliebhaber sollten die Gelegenheit nutzen, den Gletscher in der Spannagelhöhle einmal von innen erlebt zu haben. Wobei es nun eine weitere Möglichkeit gibt: Am höchsten Punkt, der Bergstation „Gefrorene Wand“, ist der Natur-Eispalast zu besichtigen, eine begehbare Gletscherspalte voll glitzernder Eiskristalle. Doch in der Regel wird man den Eispalast vor sich hinfrieren lassen und selbst Ski Guide Austria 2020

in die Tiefe stürzen. Ehe man selbst zu Eis erstarrt. Aber dafür gibt‘s den Tuxerjoch-4er-Sessellift mit einer angenehmen Sitzheizung. Mit dieser Angabe haben wir uns aber vom Sommerskigebiet bereits talwärts Richtung Sommerbergalm begeben. Ganz oben begeben wir uns aber zuerst auf die Suche nach den skifahrerischen Glanzlichtern, denn hier warten zwei besondere Leckerbissen. Deshalb sind die Pisten von Schlegeis und der „Gfrorenen“ Wand vor Skisaisonstart an manchen Tagen ein einziger Flaggenwald trainierender Teams. Weil die beiden Hänge jeweils vom Grat nach links, beziehungsweise rechts wegführen, sie 180 Grad in die andere Richtung sehen, kann man oft gegensätzliche Verhältnisse erleben. Ist die „Gfrorene“ Wand noch beinhart, kann es auf der anderen Seite schon weich werden. Einziger Schlegeis-Nachteil: Der ungeschützte Sessellift gönnt sich manchmal bei der Auffahrt ein kleines Päuschen. Oben am Grat nutzen die Olperer-Lifte, dessen Namensspender daneben 3.476 Meter aufragt, bevorzugt schwächere Fahrer – oder natürlich die Boarder und Freeskier, die sich im Bretterpark austoben. Die ruhigeren, perfekt für Eleven und rasante Carver geeigneten Pisten sind am Ferner die Kaserer-Lifte 1 + 2, das wahre Gustostückerl dieses Gebiets beginnt aber gleich danach bei der erwähnten Lärmstange. Dem persönlichen Wohlbefinden würde helfen, wüsste man, wo der eigentliche Gletscher – und damit die Spaltengefahr – endet. Doch im Hochwinter ist die Gefahr überraschend von der Bildfläche zu verschwinden gering. Unterhalb des Gletschers sind „Unterm Eisbruch“ und „Haxenbrecher“ je nach Schneelage vergnüglichere Aufgaben, als die Namen vermuten lassen. Ein kleiner Variantentipp, der nicht beschildert ist: Wo Piste 2a und Route 2 nach links zum Lift Lärmstange führen, steht ein Fels in der Senkrechten. In dessen Schatten ist der Tiefschnee am besten! Der Hang weist beträchtliches Gefälle auf. www.derskiguide.at


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© TVB Tirol/Hintertuxer Gletscher/Oberleiter Innsbruck

GLETSCHERSKIGEBIETE

hintertuxer gletscher Höhenlage Pistenkilometer Lifte/stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen Loipen tiefschnee / freeride Besonderheiten

Topevent(s) der Saison Auskunftstelefon Tourismusverband

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Pisten von 1.500 bis 3.250 Meter Seehöhe Gesamt: 60 km / Leicht 14,6 km / Mittel 34,9 km / Schwer 2,3 km / Skiroute 8,2 km Gesamtanzahl 21, 40.175 Personen Hintertuxer Gletscher Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 55,50 / 44,- / 24,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 266,50 / 213,- / 120,Kinder frei ab Jg. 2014. Kinder (Jg. 2005 - 2013), Jugend (Jg. 2001 - 2004). Gesamt 28 km, Classic 14 km, Skating 14 km (Tux-Vorderlanersbach bis Madseit). Freeridegebiet Lärmstange. Funslope + Kidslope, Betterpark (erster + letzter Snowpark der Saison, 3,1 km), Natur Eis Palast, Spannagelhöhle. Gletscherflohpark auf 3.250 Meter ist der höchste Spielplatz Europas mit Schneereifenkarussell, Tubingbahn und vielem mehr! Bahn völlig barrierefrei von der Tiefgarage mit den Gondelbahnen empor zur Panoramaterrasse auf 3.250 Meter. 03.04.2020: Hintertuxer Gletscher Open Air 18.04. - 03.05.2020: Flower Pow(d)er Wochen Tel.: +43 (0)52 87 / 85 10 Tourismusverband Tux-Finkenberg, Tel.: +43 (0)52 87 / 85 06

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Kaprun Kitzsteinhorn Neues Highlight Talabfahrt Ein letztes manko ist beseitigt. Denn ab diesem Winter müssen am Ende des Gletscherskitags am Kitzsteinhorn die Bretteln erst unten im Tal abgeschnallt werden. Mit dem Saisonstart am Maiskogel ist mit der spektakulären 3K KaprunKitzsteinhorn-K-onnection ein Kapruner Generationenprojekt vollendet. Dabei werden gar keine neuen Pisten geschaffen, aber Kaprun direkt mit dem Kitzsteinhorn verbunden. Das bringt nicht nur den wunderbaren, breiten Hang zum Abschluss, sondern auch eine dritte Variante um auf den Gletscher zu kommen. Besonders für in Kaprun wohnende oder Öffi-Anreisende sehr zu empfehlen! Schon in den vorjahren wurde das Gletscherskigebiet erfolgreich neu designt. Dadurch sind die Pistenflächen am Kitzsteinhorn kaum mehr unterteilt. Seit die 8er-Schmiedingerbahn nicht nur den Wartestau am Schlepplift beendete, sondern auch für gewonnene Pistenflächen sorgte. Nun erwartet uns exzellentes, störungsfreies Carvingvergnügen. Diese extrem breiten Pisten sind das Ergebnis einer Politik, die vor einigen Jahren mit der Megainvestition in Gletscherjet 3 + 4 bereits Wirkung gezeigt hat. Dabei wurde das fürwitzig auf den Zeller See blickende Kitzsteinhorn schon vor fünf Jahrzehnten als erstes Gletscherskigebiet erschlossen. Aber zum Schifoan bleibt's für immer jung, um zwei AmbrosTitel zu kombinieren. Durch Gletscherjet 3+4, sowie dem neuen Sessellift kann nun fast überall genutzt werden, was das Gletscherrund so hergibt. Und mit dem Bahnenduett wird der Gletscher ganzjährig direkter erreicht. Angenehme Begleiterscheinungen sind durch die Gondeln Schutz vor Wind und Wetter – und natürSki Guide Austria 2020

lich kürzere Auffahrtszeiten. Der Berg selbst bleibt ganz der gleiche, so wie der Ideenreichtum. Bereits Tradition hat eines der frühesten Saisonopenings, das WOW Glacier Love Music & Wintersportfestival. Fad wird einem am Kitz ohnehin nie. Vor vier Jahren wurde „Black Mamba“ am Gletscher losgelassen. Beim wendigen Tierchen handelt es sich in diesem Fall um die bis zu 63 Prozent steile, einen Kilometer lange schwarze Piste Nr. 14. Die Mamba ist schlank, oft hart, ergo recht bissig. Der Start liegt bei der Talstation der Kristallbahn. Zuletzt kam als sanfte Alternative die Eagle Line, eine moderne Funline mit Steilkurven, kleinen Sprüngen und speziellen Hindernissen hinzu. Ein Highlight – auch für Ausflügler – bleibt die Bergstation Gletscherwelt 3000 samt NationalparkKino und Aussichtsplattform. Freilich sind die dank neuer Beschneiungsanlagen top präparierten Pisten die Basis eines Skitages, doch das Highlight am Kitzsteinhorn sind die Freeride-Trails. Unbestritten gibt es Hänge, in die sich auch der ausgezeichnete Skiläufer nicht hineinwagt. Meist ist das auch besser so. X1, genannt „Ice Age“, wäre so ein Fall. „Wäre“, wenn da nicht die Gletscherbahnen Kaprun als herausragende Idee das Missing Link zwischen markierten Pisten beziehungsweise Skirouten und freiem Gelände gefunden hätten. Das Ergebnis sind fünf ausgeschilderte Freeride-Trails. „Freeride XXL“ erfreut ebenso durch eine Infobase. Sind die Trails geöffnet, besteht keine akute Spalten- und Lawinengefahr. Einheimische Freerider haben die Routen erdacht und dabei ganze Arbeit geleistet. Start bei der Gipfelwelt 3000, dann mit dem Schrägaufzug hinunter, von dort – von oben gesehen rechts – startet „Ice Age“. Dort weiten sich anfangs sehr steile Tiefschneehänge. Sofern die Verhältnisse passen. www.derskiguide.at


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© Kitzsteinhorn Zell am See/www.kitzsteinhorn.at/sitour

KITZSTEINHORN.AT

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kaprun kitzsteinhorn Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen LoipeN Die steilste piste TIEFSCHNEE / FREERIDE Besonderheiten Topevent(s) der Saison Auskunftstelefon Tourismusverband

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Pisten von 768 m (Kaprun) bis 3.029 Meter Seehöhe Gesamt 61 km / Leicht 29 km / Mittel 23 km / Schwer 9 km Gesamtzahl 23, 46.287 Personen Kaprun Kitzsteinhorn mit Maiskogel Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 56,50 / 42,- / 28,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 278,- / 208,50 / 139,- (Neu:SkiAlpinCard inkl. Saalbach) Power of Zehn: Jeden Samstag zahlen Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren nur Euro 10,-, 04.04. - 13.04.2020: Kids (bis Jg. 2004) ab 4-Tagesskipass eines Elternteils frei. Gletscherloipe auf 2.900 Meter Höhe: Rundkurs bis 1 km für klassisch und skaten gespurt. Black Mamba 63 % Gefälle Freeride XXL – Safety first! Mit 5 Freeride-Routen. Für Tourengeher: 2 gekennzeichnete Routen „Schneekönigin“ (474 hm) & „Eisbrecher“ (899 hm). 4 Snowparks mit attraktivster Superpipe, Funline „Eagle Line“ mit Steilkurven. Gipfelwelt 3000 mit Top of Salzburg Aussichtsplattform, Ice Camp. Neu Skiline Höhenmeter, Speedcheck, Speedmovie. Alpine Coaster Kaprun. 08.11. - 10. 11.2019: WOW Glacier Love Festival 22.11. - 24. 11.2019: Bergwelten Skitouren Testival 28.03.2020: X OVER RIDE Freeride World Qualifier Gletscherbahnen, Tel.: +43 (0)65 47 / 86 21 Zell am See-Kaprun, Tel.: +43 (0)65 42 / 770

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Dachstein Gletscher Grandiose Skyline mit Komfort Der Dachstein Gletscher ist im Vergleich zu den anderen Gletscherskigebieten ein Winzling, der nur fünf Kilometer Pisten aufzuweisen hat. Dennoch hat er einiges zu bieten und das liegt nicht nur an der Skyline – Pulverschnee, traumhaften Fernsicht und Sonnenschein. Schon die Auffahrt von Ramsau auf das Dachsteinmassiv hinauf ist ein Erlebnis – besonders wenn man die Panoramagondel mit der Aussichtsplattform am Dach nimmt. Das Motto in bis 2.700 Meter Höhe vor der Kulisse des hohen Dachsteins lautet „Macht was Ihr wollt!“ Die Palette reicht von Sightseeing über Snowboarden, Skifahren und Langlaufen bis hin zu Klettern, Wandern, Bergsteigen und Paragleiten. Highlights neben dem Wintersport sind der „Dachstein Sky Walk“, der „Dachstein Eispalast“, der Sie in eine frostigschöne Eiswelt eintauchen lässt und die „Treppe ins Nichts“ – eine Hängebrücke mit einer Aussicht über die höchsten Berggipfel Österreichs und freiem Blick auf die schroffen Felsen des Dachstein-Massivs. Besonderen Nervenkitzel bieten 14 Stufen, die nach unten auf eine Glasplattform führen und wer sie betritt, steht direkt in der Felswand 400 Meter über dem Wandfuß. Daneben gibt es noch einen Rundweg, der komplett um die Dachstein Bergstation führt und attraktive Ausblicke auf die Dachstein Südwand und die umliegenden Alpengipfel offenbart. Langläufern stehen 10 Kilometer Gletscherloipen zur Verfügung und die Pisten sind ideal für Anfänger und Genießer. Am Rande der Gletscher-Pisten kann Ski Guide Austria 2020

man seine Tiefschnee-Form testen. Doch Vorsicht: Wer sich weiter ins Gletschergebiet wagt – etwa am Rande der in der Folge beschirbenen Tour über den Dachstein sollte dies nur mit kundiger Führung tun sowie mit entsprechender Lawinenausrüstung – und die Gefahren von Gletscherspalten immer im Auge behalten. Ein Klassiker am Dachstein Gletscher ist dessen Überquerung auf jeden Fall: Österreichs National-Skitour ist der spektakulärste Weg, um das Unesco-Weltnatur- und Weltkulturerbe Dachstein zu erfahren (siehe Reportage im Kapitel „Touren“). Und wenn man sich an die vorgegebene Route hält, ist das außergewöhnliche Naturerlebnis auch ein gefahrloses. Die Abfahrt führt auf einer 25 km langen Route von den Dachstein-Gipfelregionen über die Simonyhütte und Gjaidalm hinab zum 2.200 Meter tiefer gelegenen Hallstätter See. Obwohl die Überfahrt für geübte Skifahrer als eher leicht zu bezeichnen ist, sollten Sie nicht vergessen, dass Sie sich in hochalpinem Gelände bewegen. Seit einigen Jahren ist übrigens Schluss mit dem Außer-Atem-Ankommen an der Bergstation auf 2.700 Meter Höhe. Der Anstieg vom Dachstein Eispalast zur Bergstation der Südwandbahn, wird nun durch ein knapp 100 Meter langes Förderband erleichtert. Kulinarisch bietet der Dachstein Gletscher mit nur einer Hütte wenig Erwähnenswertes; das Leben rundherum spielt sich aber ohnehin im Tal in der Ramsau ab. www.derskiguide.at


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© Tourismusmarketing Schladming Dachstein/beigestellt

GLETSCHERSKIGEBIETE

dachstein gletscher Höhenlage Pistenkilometer Lifte Skigebiet(e)

Pisten auf 2.296 bis 2.700 Meter Seehöhe Gesamt 5 km / Leicht 1 km / Mittel 3 km, / Schwer 1 km Gesamtanzahl 5 Dachstein Gletscher

Preise

Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 51,50 / 38,50 / 26,6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 256,50 / 192,- / 128,Familienbonus – jedes 3. Kind gratis. Ski amadé Junior Weekend Discount, Sixty Plus, Ladies Week, Mini‘s Week, Minicard, Osterfamilienaktion.

ErmäSSigungen Loipen tiefschnee / Freeride Besonderheiten

Gesamt 10 km Classic und Skating, Gletscherloipe auf 2.700 Meter Seehöhe. Freeride, Touren, Varianten: Österreichs National-Skitour 25 km Dachstein-Überquerung, Dachstein-Überquerer von Süden (Gletscherbahn), Tourengeher von Norden (Krippenstein/Gjaidalm). Panoramagondel, Skyline (100 Meter langes Förderband vom Eispalast zur Südwandbahn), Sky Walk Aussichtsplattform.

Auskunftstelefon

Schneetelefon, Tel.: +43 (0)36 87 / 22 042-555

Tourismusverband

Schladming Dachstein Tourismusmarketing GmbH, Ramsauerstraße 756, 8970 Ramsau am Dachstein, Tel.: +43 (0)36 87 / 23 310, info@schladming-dachstein.at

www.derskiguide.at

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GLETSCHERSKIGEBIETE

Mölltaler Gletscher Umgeben von 30 Dreitausendern Das einzige Gletscherskigebiet Kärntens befindet sich wie der Name schon sagt im Mölltal und ist über Südautobahn und Bundesstraße gut erreichbar. Nach oben geht es mit einer Standseilbahn. Dort angelangt warten 17,4 Kilometer bzw. 210 Hektar Pisten – knapp sieben Kilometer gibt es für Variantenfahrer. Der Gletscher Wurtenkees rund um den sich das Skigebiet gruppiert ist zwar rückläufig, das tut dem Schneevergnügen aber keinen Abbruch. Besonders beeindruckend ist der Rundumblick, die freie Sicht auf 30 Dreitausender gewährt – darunter auch Österreichs höchsten Berg dem Großglockner. Die top präparierten und sehr breiten Abfahrten vom 3.122 Meter hohen Schareck lassen die Herzen jedes Carving-Fans höher schlagen. Aber Achtung: Wer beispielsweise von dort bis zur 2.483 Meter hoch gelegenen Talstation des Klühspies-Liftes nach untern carvt, sollte aufpassen, dass er nicht zu sehr in einen Temporausch verfällt. Mit der Alteck-Sesselbahn geht es vis-á-vis wieder bis auf 2.751 Meter hinauf und über recht anspruchsvolle Pisten beziehungsweise abseits auf attraktiven Variantenstrecken talabwärts. Auch neben der Eissee-Bahn lässt es sich gut im freien Gelände fahren. Der Zustand der Lifte ist durchwegs gut, einzig die Schwarzsee-4er-Sesselbahn (2.108 bis 2.384 Meter Seehöhe) erweckt einen etwas angejahrten Eindruck. Die Schneesicherheit und guten Trainingsbedingungen, welche die Abfahrten bieten nutzen auch zahlreiche internationale Weltcup-Teams etwa aus Österreich, Deutschland, Schweden, Italien oder Slowenien. Was für Amateure eine gute Gelegenheit ist, einmal Profis beim Üben zu Ski Guide Austria 2020

beobachten und sich einige skiläuferische Tricks abzuschauen. Österreichs Ex-Topstar Marcel Hirscher war nur die Speerspitze jener Rennläufer, die dort immer wieder trainierten. Angenehm am Mölltaler Gletscher ist auch, dass es üblicherweise kaum zu nennenswerten Schlangen und Wartezeiten an den Liften kommt, was ja für die Qualität eines Skitags nicht unwesentlich ist. Das kulinarische Angebot passt insgesamt, wenngleich es quantitativ nicht gerade überwältigend ist. Das zentral gelegene Eissee Restaurant hat zwar den Charakter eines Massenlokals, die Qualität der Speisen ist aber in Ordnung. Dafür hat wiederum die optisch ansprechend und idyllisch gelegene Duisburger Hütte – zumindest bei unserem Besuch – kulinarisch eher weniger überzeugt. Als Alternative für alle, die es etwas uriger wollen, bietet sich da die Weißsee Hütte an. Dann gibt es noch einen Kiosk bei der Bergstation der Standseilbahn – und damit hat es sich dann. Die früheren Eigentümer des Skigebietes, die Zillertaler Schultz-Gruppe und der Industrielle Hans Peter Haselsteiner, planten ja in der Nähe der Talstation ein neues Hotel samt einer Talabfahrt, was aus UVP-Gründen scheiterte. Im Sommer wurde nun die Gletscherbahn – so wie die Ankogelbahn in Mallnitz – an den slowakischen Tatry Mountain Resorts-Konzern verkauft. Mal sehen, welche Investionen die neuen Eigentümer tätigen. Das Beherbergungsangebot in der Region ist jedenfalls durchaus noch verbesserungsfähig. Der nächstgelegene Ort mit Unterkünften ist Flattach. So oder so – der Mölltaler Gletscher hat Wintersportfans einiges zu bieten, nicht nur weil er in Kärnten ein Alleinstellungsmerkmal hat. www.derskiguide.at


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© TVB Kärnten/Vielkind/sitour austria/Vielkind//Tourismusgemeinschaft Mölltaler Gletscher

GLETSCHERSKIGEBIETE

mölltaler gletscher Höhenlage Pistenkilometer Lifte/Stundenkapazität Skigebiet(e) Preise ErmäSSigungen

Loipen Tiefschnee Besonderheiten Freeride Topevent(s) der Saison Auskunftstelefon Tourismusverband

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Piste von 1.200 bis 3.122 Meter Seehöhe Gesamt 24,1 km / Leicht 5,2 km / Mittel 7,2 km / Schwer 5 km / Pistenfläche 210 ha Skirouten: 6,7 km (Variantenabfahrten) Gesamtanzahl 9, 15.610 Personen Mölltaler Gletscher Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 49,- / 24,50 / 24,50 6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 251,- / 189,- / 126,Kinder im Alter bis 6 Jahre in Begleitung der Eltern gratis, 6 bis 18 Jahre zahlen Kindertarif. Bei Familien mit mehr als 2 Kindern im Alter von 6 -18 Jahren fährt jedes weitere Kind gratis. Skitourengeher: z.B. Berg- u. Talfahrt Euro 23,-. 2,5 km Rundkurs am Berg 3 Variantenabfahrten, geführte Freeride-Touren. Nachtski in Flattach, zwei Rodelbahnen (eine davon beleuchtet), Schneeerlebnisland Flattach, Snow Park mit Kicker und Wellenbahn, Bobo‘s Kinder-Club mit Mittagsbetreuung. Mölltaler Gletscher ab Bergstation Gletscher Jet – und von dort auch Tour Richtung Sportgastein. 09.11. - 10.11.2019: Großes Gletscheropening Tel.: +43 (0)47 85 / 81 10 Tourismusbüro Flattach, 9831 Flattach, Flattach 99, Tel.: +43 (0)47 85 / 615, info@flattach.at

2020 Ski Guide Austria


SKI GUIDE

© Vorarlberg Tourismus/Sepp Mallaun

Seit 2011 vergibt das Ski Guide Austria-Team „Ski Guide Austria Awards“ für innovative Ideen, kreative Aktionen oder herausragende Investitionen, die Skigebieten Alleinstellungsmerkmale und dem österreichischen Wintersport Impulse geben. Auch im zehnten Jahr des Ski Guide Austria ist die Jury auf der Suche nach innovativen Ideen, kreativen Aktionen oder herausragenden Investitionen wieder fündig geworden.


AUSTRIA

AWARD 2020 Der Ski Guide Austria Award für innovative Ideen, kreative Aktionen oder herausragende Innovationen geht 2020 an:

Mariazell Bürgeralpe An die Bergbahnen Mariazell für die zukunftsweisende Erneuerung der alten Seilbahn vom Ortszentrum aus durch eine moderne Umlaufgondelbahn sowie umfangreiche Infrastrukturinvestitionen im Tal und am Berg.

Hinterstoder-Höss An die Bergbahnen Hinterstoder-Höss für das Comeback des Herren-Ski-Weltcups auf die Hannes Trinkl-Abfahrt verbunden mit dem konsequenten Ausbau des Skigebiets und der Bettenkapazitäten.

Ski Alpin Card An die Repräsentanten der Bergbahnen von Kitzsteinhorn, Schmittenhöhe und des Skicircus Saalbach für das „Generationenprojekt“, den flächigen Zusammenschluss der Skigebiete, das durch die SKI ALPIN CARD mit einheitlichen Preisen für alle Skigebiete dem Gast uneingeschränkte Wahlmöglichkeiten bietet.


SKI GUIDE 2019

2018

2017

2016

Jack Falkner/Bergbahnen Sölden und Ötztal TourismuS Für die Internationalisierung des Wintersportangebots durch die James-BondInstallation auf 3.000 Metern „007Elements“ und als Schauplatz des alljährlichen alpinen Weltcup-Starts. Skigebiet Petzen Petzen-Bergbahnen GmbH von Franz Skuk für die Initiative ein Traditionsskigebiet mittels kräftiger Investitionen aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und vor dem Aus zu retten. Hans Schenner Hotelier und Ex-WKO-Spartenobmann – Ehrenpreis für seine Verdienste zur Förderung der österreichischen Tourismuswirtschaft und des Wintersports.

GASTEIN für die erfolgreiche Verbindung von Kultur und Sport durch Aktionen wie „Snow Jazz“ und „Art on Snow“, sowie den Qualitätsschub durch die 85 Millionen Euro Investition in den Neubau der Schlossalmbahn. HOCHFICHT Die Hochficht Bergbahnen im Böhmerwald für die rund zwölf Millionen Euro hohe Investition in den Ausbau der Lift- und Pisteninfrastruktur des Familienskigebiets. Errichtet wurde im Nordwesten Oberösterreichs eine 10er-Gondelbahn am Reischlberg. Bei der Zwischenstation entstand ein Kinderland mit überdachtem Förderbandlift, hinzu kamen die Verbreiterung der Standardabfahrt und Erweiterungen der Beschneiungsanlage. LOSER – Altaussee Den Loser Bergbahnen gelang die Crowdfunding-Kapitalaufbringung unter Einbeziehung der regionalen Bevölkerung, um das Skigebiet zukunftsfit zu machen. Dadurch konnten für den Winter 2017/18 6,5 Millionen Euro in Beschneiung und Pisteninfrastruktur investiert werden. Ski Arlberg für den seit Jahrzehnten vorgesehenen seilbahntechnischen Zusammenschluss der Vorarlberger und Tiroler Seite der „Wiege des Skilaufs“ zu Österreichs größtem zusammenhängenden Skigebiet. st. corona am wechsel für die Privatinitiative mit der Familienarena „Simas Lifte“ nicht nur einen Nachfolgebetrieb etabliert zu haben, sondern auch dafür, den Skilauf für Kinder und Anfänger nahe der Großstadt Wien attraktiv zu halten. hochalmbahnen + tourismusverband rauris für den Beweis, dass sich das naturnahe Auftreten einer Nationalparkgemeinde und Investitionen in die Perfektionierung des Pistenskilaufs durch neue Beförderungsanlagen vereinbaren lassen.

Gletscherbahnen Kaprun AG für das bestens etablierte Gletscherskigebiet neu zu designen. skigebiet UNTERBERG für die Privatintiative das Naturschneegebiet in neuer Eigentümerschaft weiter zu führen. Skiline.cc Wenige Topskigebiete verzichten auf das Hightech-Unternehmen, das mit seinen Höhenmeter-Aufzeichnungen bekannt wurde. Heute punktet es mit Skimovies, Fotopoints und Adrenalin-Cup.


AUSTRIA 2015

2014

2013

2012

2011

Vorarlberg Tourismus für den Ski Ride Vorarlberg Tourismusverband Obertauern für das breitenwirksame Jubiläum 50 Jahre Beatles in Obertauern. Tourismusverband Ramsau am Dachstein für die Aktivitäten: „Tiefschnee-Führerschein“ und den ersten „Kinder-Langlaufpark“. SONDERPREIS: Franz Schenner als Repräsentant der Allianz Zukunft Winter. Tourismusverband und Bergbahnen IMST für die herausragende Initiative „Zurück zum Skisport“ mit Geld-Zurück-Garantie. Bergbahnen Mitterbach-Gemeindealpe für die Investition von 6,5 Millionen Euro zur Aufwertung des kleinen Skigebiets. Wagrainer Bergbahnen (Salzburger Sportwelt) für die großzügige Verbindung der Skigebiete Grießenkareck und Grafenberg (G-Link). „High Hills“ Hohe Wand Wiese Wien für die kontinuierliche Verbesserung des einzigen Skigebiets in einer europäischen Großstadt.

SCHLADMING für die großzügigen Investitionen zur und Durchführung der Alpinen Skiweltmeisterschaften 2012. GERLITZEN für die Errichtung des notwendigen, aber hart umkämpften Parkhauses bei der Talstation. MONTAFON für die umfassende Resortlösung der Bergbahnen (BTV) unter Einbeziehung der Tourismusregion. SALZBURGER SAALACHTAL MIT ALMWELT LOFER für die Investitionen in ein Familienskigebiet, speziell das 180 Meter lange, überdachte Förderband. SONDERPREIS: ÖSV-Präsident Peter SCHRÖCKSNADEL Für seine Verdienste um die Ski-WM in Schladmig und seine Rolle als Skigebiete-Retter. SKIWELT AMADÉ für die Vorreiterrolle bei der Errichtung eines gebietsübergreifenden W-LanNetzes. ZAUBERBERG HIRSCHENKOGEL, SEMMERING für den Betrieb eines kompletten NachtSkigebiets nahe dem Ballungsraum Wien. INTERSPORT Handelsorganisation für eine zukunftsweisende 34-Euro-Skiverleihaktion für Schulskikurse. TOURISMUSVERBAND & BERGBAHNEN ST. ANTON AM ARLBERG für die Anbindung der Rendl-Bahn und die Veranstaltung des Interski-Kongresses. SKILIFTE STUHLECK für die Einführung eines innovativen Online-Marketings. BERGBAHNEN TURRACHER HÖHE Für die Serviceorientierung und die außergewöhnliche Idee eines Pistenbutlers.


© TZA/C. Jorda

In Österreich gibt es auch viele kleine preisgünstige Skigebiete, die besonders für Familien und Anfänger geeignet sind.

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reportage günstig skifahren

Günstige Alternativen Es muss nicht immer teuer sein Jedes jahr ist es dieselbe Diskussion. Angesichts erneut gestiegener Ticketpreise wird immer wieder die Frage gestellt, ob Skifahren ein Luxussport geworden ist? Dennoch: Trotz hoher Preise ist der Skiurlaub für viele Österreicher nach wie vor ein Fixpunkt. Auch dank kleiner und günstiger Skigebiete, die sich auf Familien spezialisieren. Und die großen Skiverbünde haben ebenfalls zunehmend Spezialangebote im Programm. Einem gelungenen Skiurlaub mit der Familie steht somit nichts im Weg. Die Liftanlagen in den mehr als 200 österreichischen Skigebieten sind in der Regel ohnehin top, und auch das Drumherum, von Loipen und Winterwanderwegen bis zu Hotels und Hütten, kann sich sehen lassen. Vor allem im internationalen Vergleich. Breites Angebot. „In Österreich gibt es für alle Geldbörsen das richtige Angebot – und es ist das Gesamtpaket aus Preis und Leistung sowie Gemütlichkeit und Kulinarik, das unsere Skigebiete so attraktiv und beliebt macht“, sagt WKOTourismusobfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher. Die Salzburger Hoteliere ist selbst begeisterte www.derskiguide.at

Skiläuferin – „auf der Piste am liebsten zu Hause in St. Johann“ – und Tourengeherin, „vor allem in Dienten/Maria Alm“. Sie wird nicht müde, die Vorzüge das heimischen Winterangebots zu promoten: „Neben dem Skifahren spielen auch Wellness und Erholung eine immer wichtigere Rolle, und auch da gibt es eine breite und qualitätsvolle Produktpalette.“ Die Chefin der Österreich Werbung (ÖW), Petra Stolba, sieht ebenfalls einen Trend zur „Erholung im Schnee“. Klar bleibe das alpine Skifahren der Hauptgrund für einen Winterurlaub, aber auch das Angebot abseits der Piste – vom Pferdeschlittenfahren über Rodeln bis zum Eislaufen – gewinne an Bedeutung. Nocker-Schwarzenbacher und Stolba sind überzeugt, dass Skifahren nach wie vor leistbar ist. Am wichtigsten für die Gäste ist übrigens die Schneegarantie, ein möglichst guter Zustand der Pisten und die Größe des Skigebietes. Das unterscheide sich jedoch je nach Zielgruppe, sagt Stolba: „Für die einen ist die Größe wegen der Vielfalt und Wahlmöglichkeiten wichtig, für Familien werden hingegen die kleineren, überschaubareren Skigebiete immer beliebter.“ 2020 Ski Guide Austria


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reportage günstig skifahren

Kleinlobmingtal

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mit überdurchschnittlich gestiegen Kosten für Personal, Bauen, Energie und dass die Branche jedes Jahr deutlich mehr als 500 Millionen Euro in Ausbauten und Verbesserungen investiert. Für den Normalgast und dessen Geldbörse ist das freilich egal; der Winterurlaub ist kein billiges Vergnügen. „Das war aber immer schon so“, so Zellmann: „Das oberste Viertel bis Drittel der Bevölkerung ist seit jeher auf Skiurlaub gefahren und tut es auch heute noch. Denen ist der Preis egal, denn die können sich das leisten.“ Besseres Angebot. Außerdem sei das Rundherum beim Skiurlaub wie die Ausrüstung im Verhältnis zum Einkommen nicht teurer geworden, erklärt Tourismusforscher Zellmann, der das gestiegene Preisniveau relativiert: „Die Liftpreise sind zwar höher, dafür ist aber das Angebot der Seilbahnen heute viel besser. Das lässt sich nicht mehr mit den 1970er-oder 1980er-Jahren vergleichen.“ Ski amadé-Chef Eisinger erzählt dazu passend eine Anekdote: Er habe zu Hause noch eine alte Ansichtskarte seiner Mutter aus den 1960er-Jahren, die diese aus dem Skiurlaub aus Obertauern geschrieben habe – und schon damals meinte: „Hier ist alles sehr schön, nur die Liftpreise sind sehr teuer.“ Zum allgemeinen Empfinden in breiten Teilen der Bevölkerung, Skifahren sei zu teuer geworden,

© beigestellt, © TVB Kaiserau/Stefan Leitner

Der Liftkartenpreis spiele dagegen eine „eher untergeordnete Rolle“, meint Franz Hörl, Obmann des Seilbahnverbands. Er weist die seit Jahren anhaltende Kritik, Skifahren werde immer teurer und mutiere zum Minderheitensport, zurück. Der Angebotsstandard sei sehr hoch und Skifahren in Österreich im Vergleich zum Mitbewerb günstig, sagt Hörl, der in Gerlos ein Hotel besitzt und größter Anteilseigner der dortigen Bergbahnen ist: „Man muss auch den Komfort sehen, den die österreichischen Seilbahnen bieten“. Auch Christoph Eisinger, Chef des mit 760 Kilometern größten österreichischen Skiverbunds, Ski amadé, sagt, „der Preis fürs Skifahren sei angesichts des Gegenwerts für ein besonderes Erlebnis gerechtfertigt“. Die Gäste würden viel für ihr Geld erhalten, so Eisinger: „Die Pisten sind in einem tollen Zustand, die Lifte modern und die Hütten nicht überteuert.“ Dennoch: Im Schnitt sind die Kosten für einen Skiurlaub in den vergangenen drei Jahrzehnten über der Inflationsrate gestiegen – auch heuer wieder im Schnitt um rund drei Prozent. „Während sich die Haushaltseinkommen in dem Zeitraum verdoppelt haben, sind die Liftpreise in den gehobenen Skiorten um das Zweieinhalbfache gestiegen – und die Hotelpreise noch etwas mehr“, sagt Peter Zellmann, Leiter des Instituts für Freizeit-und Tourismusforschung. Die Seilbahnbetreiber argumentieren

Kaiserau Admont

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reportage günstig skifahren

© TVB Vorarlberg/Bludenz, © Schwarz König

passt auch, dass die Zahl der Skifahrer insgesamt abgenommen hat: Vor 25 Jahren waren noch 60 Prozent der Österreicher auf den Pisten unterwegs, mittlerweile sind es nur mehr 40 Prozent. Das hat aber auch klimatische, demografische, zeitgeistige und politische Gründe, erklärt Tourismusforscher Zellmann: „Der Wintertourismus selbst ist trotz der Teuerung weiterhin stabil.“ In der Tat, trotz hoher Kosten bleiben das Skifahren und der Winterurlaub ein Fixpunkt für viele Österreicher. Die Tourismusbranche setzt im Winter mehr um als im Sommer – und zudem sind die Ausgaben der Gäste pro Kopf im Schnitt höher, und sie bleiben länger. Viele Initiativen. Diese Entwicklung kommt jedoch nicht von ungefähr: Ob groß oder klein – die Skigebiete haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr einfallen lassen, um attraktiv zu bleiben: Das beginnt bei immer größeren Kartenverbünden und Gebietszusammenschlüssen, die mit Gigantomanie reüssieren wollen, und geht bis zu speziellen Angeboten wie Early Bird Skiing oder Yoga im Schnee, z. B. in Gastein. Differenzierung und Angebotsvielfalt sind angesagt – immer mit der drohenden Preiskeule der Kritiker im Nacken.

nen“, betont Ski amadé-Chef Eisinger: Etwa durch den Junior Weekend Discount, bei dem Kinder bis 15 am Wochenende um 17 Euro und Jugendliche um 27 Euro fahren, oder der Oster-Familienaktion. Bei dieser fahren Kinder bis 15 gratis, wenn mindestens ein Elternteil einen Sechs-Tage-Skipass kauft. In der Silberregion Karwendel wiederum erhalten Kinder zwischen vier und zwölf Jahren bei Buchungen ab sieben Nächten einen Gratisskikurs, ein ähnliches Angebot gibt es auch für Wiedereinsteiger ab 50 Jahren. Manche Gebiete bieten spezielle Ladies-Weeks an; andere wie das Kärntner Nassfeld 4=3-Aktionen. Die meisten haben spezielle Wochenangebote für bestimmte Zeiten außerhalb der Ferienzeiten. So sind z. B. im Bregenzerwald in einzelnen Jänner- und Märzwochen für Kinder zwischen drei und sechs Jahren ein viertägiger Skikurs und die Liftpässe für sechs Tage im Übernachtungspreis inkludiert. Voraussetzung dafür sind sieben Übernachtungen in Begleitung von mindestens einem Erwachsenen. Und in den Tiroler, Osttiroler und Kärntner Ski Hit-Gebieten der Schultz-Gruppe fahren Kinder bis sechs Jahre gratis sowie Kids und Teens zwischen sechs und 18 Jahren mit 50 Prozent Ermäßigung.

Spezielle Aktionen. Man unternehme jedenfalls viel, „damit sich Familien das Skifahren leisten kön-

Die kleinen Skigebiete können generell zwar mit weniger Pistenkilometern aufwarten; sie punkten

Hohe Veitsch

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Heidi Alm Falkert

2020 Ski Guide Austria


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Das gilt auch im niederösterreichischen Kirchbach, einem ganz kleinem Skigebiet im Waldviertel, wo man ebenfalls auf die „Nische“ Familien mit Kindern setzt. „Bei uns können Familien einen ganz entspannten Tag im Schnee verbringen. Die Kleinen lernen das Skifahren und die Eltern haben sie von der Terrasse aus immer im Blick. Der Parkplatz ist direkt neben dem Lift – alles ist sehr überschaubar“, sagt Marketingchef Franz Jahn. Dass es eine Beschneiung gibt versteht sich von selbst und auch Langlaufloipen und die Möglichkeiten zum Schneeschuhwandern sind vorhanden. Da auch die Preise passen, werde das Angebot sehr gut

Schidorf - Kirchbach in Niederösterreich

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angenommen – bis hin zu Gästen, die sogar von Wien her anreisen, so Jahn. Auch im steirischen Lobmingtal sind es nicht nur die Einheimischen, die das ebenfalls sehr kleine Skigbiet Kleinlobming, gerne frequentieren. Die Gäste kommen bis aus Graz, um hier als Familien dem Vergnügen im Schnee nachzugehen. „Für Kinder ist es bei uns ideal“, sagt Marketingleiter Thomas Lang. Die Preise sind günstiger als in den großen Skigebieten. Auch hier kann man einen Skikurs besuchen, Langlaufen, Schneeschuhwandern oder am Eislaufplatz direkt beim Skilift seine Runden ziehen. Und das Nachtskilaufen kostet schlanke zwölf Euro. Selbst Reiseveranstalter wie Eurotours (Hofer Reisen) sind mittlerweile mit speziellen Angeboten auf den Familientrend aufgesprungen. „Der Skiurlaub muss leistbar bleiben“, betont Eurotours-Chefin Helga Freund. Sie verweist auf eine „ungebrochene Nachfrage, vor allem nach preiswerten Angeboten.“ Fazit: So gut wie jedes Skigebiet wartet mittlerweile mit Ermäßigungen und Aktionen auf: Welche es wo zu welchem Zeitpunkt genau gibt, sollte jeder vor der Urlaubsbuchung am besten im regionalen Tourismusbüro oder im Internet abfragen, rät ÖWChefin Stolba: „Das zahlt sich auf jeden Fall aus. Durch die zahlreichen Onlineplattformen herrscht heute völlige Preistransparenz.“

© www.kirchbach.net, © TVB Wolfsberg/Koralpe

dafür mit günstigeren Tarifen. Sie sind auch übersichtlicher, und die Kinder können guten Gewissens allein unterwegs sein – ohne dass die Eltern Angst haben müssen, dass der Nachwuchs verloren geht. Und viele Kleine wie etwa die Heidi-Alm auf der Falkert in Kärnten haben sich bewusst auf Familien fokussiert: „Große Skigebiete sind ja oft wirklich teuer – und da wollen wir gegenhalten“, sagt Lukas Köfer, Hotelier und Seilbahnengesellschafter auf der Falkert. In dem Gebiet mit dem Maskottchen Heidi gibt es zwar nur zehn Kilometer Pisten, dafür aber reichlich kindergerechte Schneeangebote inklusive Skikurse, Langlaufen, Eislaufen, Rodeln oder Winterwandern.

Hochrindl in Kärnten

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Klein, aber fein - 20 Skigebiete für die ganze Familie

Annaberg (NÖ)

Unterberg (NÖ)

Schidorf Kirchbach (NÖ)

Hohe Veitsch (Stmk)

Lobmingtal - Kleinlobming (Stmk)

Kaiserau Admont (Stmk)

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Im niederösterreichischen Mostviertel in einer ansprechenden Wald-und Berglandschaft auf 890 bis 1.300 Metern hoch gelegen. Geeignet für Anfänger, die ihr Können steigern möchten. Mit neuer Family-Slope und Funcross-Strecke (Kartenverbund mit Mariazell und Gemeindealpe). Ein Geheimtipp in Niederösterreich nahe Pernitz und Heimat von Michi Dorfmeister. Romantisches Naturschneegebiet (ohne Beschneiung!) mit Retrocharme, Weißwurst-Schutzhütte, ausschließlich Schleppliften und fünf Kilometer langer Talabfahrt. 710 bis 1.342 Meter hoch. Im idyllischen Kirchbach erwartet die Gäste ein 500 Meter langer Schlepplift. Für Kinder und Anfänger wird ein 80 Meter langer Anfängerlift, der direkt aus dem Gastronomielokal zu überblicken ist, geboten. Neu ist eine rund 80 Meter lange Snow-Tubingbahn, die von den Gästen begeistert aufgenommen wurde. Die Brunnalm-Hohe Veitsch liegt vor landschaftlich reizvoller Gebirgskulisse in der Hochsteiermark auf 1.050 bis 1.500 Meter Seehöhe. Sehr familientauglich, dennoch mit Pisten aller Schwierigkeitsgrade inklusiver schwarzer. Auch bei Tourengehern ein sehr beliebtes Gebiet. Der Skilift Kleinlobming bietet sich besonders für einen Skiausflug für die gesamte Familie an. Die äußerst schönen und gepflegt präparierten Pisten sind für Anfänger und Kinder bestens geeignet. Weil uns die Skifahrer von morgen wichtig sind, ist der Kinderlift sogar gratis, denn der eignet sich perfekt als Vorbereitung für den größeren Hang! Speziell für die regionale Bevölkerung eignet sich die Kaiserau perfekt, um für einige Stunden Skier oder Snowboard anzuschnallen. Die drei Pistenkilometer in allen Schwierigkeitsgraden bieten die idealen Voraussetzungen, um Skifahren zu lernen. Aufgrund der guten Überschaubarkeit des Areals können die Sprösslinge nicht verloren gehen. Die Positionierung der Kaiserau ist klar als ein Skigebiet für Anfänger und für die Erholung zwischendurch.

1 Tag: 36,50 (E), 19, (K) 6 Tage: 170,- (E), 88,50 (K) Pisten: 12,5 km

1 Tag: 33,- (E), 18,- (K) 6 Tage: 156,50 (E), 86,- (K) Pisten: 16 km

1 Tag: 21,- (E), 17,- (K) 3 Tage: 57,- (E), 45,- (K) Pisten: 0,6 km

1 Tag: 33,- (E), 17,- (K) 6 Tage: 155,- (E), 79,- (K) Pisten: 12 km

1 Tag: 26,- (E), 16,- (K) Pisten: 1 km

1 Tag: 28- (E), 19,- (K) 7 Tage: 168,50 (E), 114,50 (K) Pisten: 3 km

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Weinebene (Stmk/K)

Heidi-Alm Falkert (K)

Hochrindl (K)

Feistritz/ Hrast (K)

Forsteralm (OÖ)

Sternsteinlifte (OÖ)

Unken-Heutal (S)

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An der Grenze von Kärnten und der Steiermark auf 1.580 und 1.886 Meter gelegen. Ski-und Snowboardparadies, in dem auch Langläufer auf ihre Kosten kommen. Zauberteppich und Babylift für die Kleinsten, Snowpark und Rodelbahn. Tourenmöglichkeiten und Hüttendorf nahe den Liftanlagen. Inmitten der Kärntner Nockberge auf 1.700 bis 2.300 Metern gelegen. Sehr überschaubares, uriges Gebiet, das für Kinder ideal ist. Heidi's Schneealm mit Tubing-und Wellenbahn sowie Torläufen und Snowpark. Schöne Wandergegend, Skitouren-Lehrpfad, eigener See. Das Skigebiet Hochrindl bietet in Höhenlagen von 1.540 bis 1.886 Meter Seehöhe rund 20 Kilometer Abfahrten auf 9 unterschiedlichen Pisten von leicht, mittel bis schwer. Plus Winterwanderwege, Rodelbahnen, Pferdeschlittenfahrten, ein MiniClub für die Kleinen, Skischule sowie Loipen für Hobby- und Profilangläufer. Ein Wintersportgebiet für die ganze Familie. Der kleine Schlepplift auf der „Hrast“ in Feistritz an der Gail grantiert herrliche Pistenverhältnisse die durch die Beschneiung mittels Schneekanonen garantiert sind. Ideal für Ski-Anfänger und Jungfamilien um den Tag abseits von überfüllten Pisten mit attraktiven Preisen zu genießen. Moderne Flutlichtanlage für Nachtskilauf. Das oberösterreichische Familienskigebiet nahe Waidhofen/Ybbs liegt nur auf 720 bis 1.078 Meter Seehöhe. Sieben Lifte; der Übungslift ist für Anfänger und Kinder gratis. Skikindergarten mit Zauberteppich und Märchenwiese. Aber auch Tourenmöglichkeit und schwarze FIS-Piste. Ein herrlicher Winterspaß nach Maß, den eines der traditionsreichsten Skigebiete des Mühlviertels für die ganze Familie bereithält. Ob Skifahren oder Schnowboarden – für jede Altersgruppe das Richtige! Schneesicher durch Schneekanonen! Salzburger Hochtal auf 1.000 bis 1.600 Meter Höhe gelegen. Bietet sich für so gut wie alle Wintersportarten und zum Wandern im Schnee an. Vier Schlepplifte, eine Rodelbahn. Die Heimat von Ex-Slalomstar Reinfried Herbst ist auch für Tourengeher und Freerider interessant.

1 Tag: 29,50 (E), 17,50 (K) 6 Tage: 150,- (E), 82,50 (K) Pisten: 18 km

1 Tag: 28,50 (E), 16,50 (K) 6 Tage: 150,- (E), 76,- (K) Pisten: 10 km

1 Tag: 35,- (E), 20,- (K) 6 Tage: 172,- (E), 90,- (K) Pisten: 20 km

1 Tag: 20,50 (E), 16,50 (K) 6 Tage: 96,- (E), 78,50 (K) Pisten: 0,6 km

1 Tag: 29,50 (E), 16,- (K) 6 Tage: 150,50 (E), 78,- (K) Pisten: 16 km

1 Tag: 34,50 (E), 21.- (K) 6 Tage: 146,- (E), 76,- (K) Pisten: 5 km

1 Tag: 28,- (E), 14,- (K) 6 Tage: 126,- (E), 63,- (K) Pisten: 11 km

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Winterpark Postalm (S)

Hallein Bad Dürrnberg (S)

Vent (T)

Nesselwängle (T)

Thiersee (T)

Laterns Gapfohl (Vbg)

Skilifte Raggal (Vbg)

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Die Postalm am Wolfgangsee verzaubert mit einer herrlichen Winterlandschaft, Schneesicherheit und Nebelfreiheit. Eine Herausforderung für Wintersportliebhaber sind die top-präparierten Langlaufloipen auf der Postalm mit mehr als 20 Kilometern Länge. Größtes Hochplateau Österreichs in 1.200 Meter Höhe. Plus: Die Möglichkeit zum „Cross-Country-Skiing“. Gebiet mit acht Pistenkilometern unterhalb des Zinkenkogels, das auch für Tourengeher interessant ist. Für die Kleinen gibt es das Zinki-Kinderland sowie Snowtubing. Einmnaliges All-InclusiveAngebot mit vier Stunden Pistenvergnügen samt Bier oder Skiwasser und Tagesgericht. Österreichs höchstes Kirchdorf liegt in Tirol; das Skigebiet geht von 1.900 bis auf 2.680 Meter hinauf. Eher leichte Abfahrten, Ausgangspunkt für hochalpine Skitouren. Vier Lifte, eine Rodelbahn. Möglichkeit zum Pferdeschlittenfahren und Höhenwandern. Zusätzliche Kinderermäßigung. Nesselwängle ist ein romantisches Bergdorf, das nicht mit Hotelburgen aufwarten kann, dafür aber mit liebevollen Bauernhöfen und gemütlichen Wirtshäusern wo jeder jeden kennt und man noch auf Du und Du ist. Zwei Rodelbahnen. Funpark für Snowboarder und Möglichkeit zum Eislaufen. Skifahren in Hinterthiersee am Haltjoch ist sehr bekannt und hat schon lange Tradition. Das Thierseer Hochtal ist für seine Schneesicherheit bekannt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Kindern und jungen Familien. Ganz entspannt und in Ruhe, abseits der oft zu stressigen und für den Anfang zu überdimensionierten Groß-Skigebiete. Ein typisches Familienskigebiet in Vorarlberg mit nicht zu steilen Abfahrten und ein Schneeloch. 1.100 bis 1.785 Meter hoch und mit Sessel-und Schleppliften ausgestattet. Mit Funslope, Rodelbahn, eigenem Kinderland. Auch für Skitouren und Schneeschuhwanderungen prädestiniert. Seit bald 50 Jahren ist das vielseitige Dorfskigebiet Raggal Treffpunkt für Wintersportbegeisterte. Skianlage mit 3 Schleppliften, in 1.000 bis 1.500 Meter Seehöhe, sehr preiswert für Anfänger durch die Punktekarte (zahlen je nach Liftfahrten). Pisten für unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.

1 Tag: 36,- (E), 18,- (K) 6 Tage: 194,- (E), 99,- (K) Pisten: 12 km

1 Tag: 27,40,- (E), 16,40,-(K) 4-Stunden-All-Inclusive 32,60,- (E), 22,70 (K), 6 Tage: 120,20 (E), 68,90 (K) Pisten: 8 km 1 Tag: 38,50 (E), 20,- (K) 6 Tage: 201,- (E), 103,- (K) Pisten: 15 km

1 Tag: 34,50 (E), 18,- (K) 6 Tage: 180,- (E), 92,50 (K) Pisten: 15 km Stand Preise 18/19

1 Tag: 21,- (E), 16,- (K) 6 Tage: 90,- (E), 66,- (K) Pisten: 4 km Stand Preise 18/19

1 Tag: 38,- (E), 19,50 (K) 6 Tage: 202,- (E), 107,- (K) Pisten: 27 km

1 Tag: 22,50 (E), 15,50 (K) 2 Tage: 35,50 (E), 24,50 (K) Pisten: 7 km

2020 Ski Guide Austria


Š TVB Obertauern/Christian-Schartner.at

Fertig machen zum Sturzflug. Spektakuläre Frontalansicht der extremen Gamsleiten 2.


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Die steilsten Pisten ABFAHRTEN FÜR KÖNNER

Geil auf Steil Präparierte Pisten mit bis zu 100 % Gefälle. Adrenalinjunkies kommen in Österreichs Skigebieten immer wieder auf ihre Rechnung. Selbst in Familienskigebieten findet sich der eine oder andere steile Hang, bei dem man sich erst mal überwinden muss, ehe man sich oben abstößt. Die Herausforderung Nummer eins ist zweifellos die berühmt-berüchtigte Mausefalle auf der Streif in Kitzbühel. Das ist zwar nur ein recht kurzer Streckenabschnitt, aber mit einem Gefälle von 85 Grad der steilste Hang der weltberühmten Hahnenkammabfahrt. Dort springen die Rennläufer je nach Präparierung bis zu 60 Meter weit. Das soll man besser nicht nachmachen, aber für Menschen mit schwachen Nerven und mäßig ausgeprägter Skitechnik ist die Mausefalle auch sonst ungeeignet. Sonst kann die Fahrt durch die Mausefalle rasch mit einem unbremsbaren Sturz und schlimmstenfalls im Krankenhaus enden. Entsprechende Schneelage vorausgesetzt, ist die Mausefalle nur von rund zwei Wochen vor bis eine Woche nach dem Hahnenkammwochenende für den Pistenskilauf gesperrt. Warum nach dem Rennen? Weil da wäre die Streif für unsereins unfahrbar eisig. Geht’s nach der Prominenz, dann ist die Mausefalle die klare Nummer 1, geht’s nach den nackten Zahlen – siehe Liste Seite 255 – hat mit der Gamsleiten 2 von Obertauern ein anderer Klassiker 100-prozentig die Nase vorn. G2 war als „Gamsleiten 2“ der steilste aller Schlepplifte. Heute geht es mittels Sessellift komfortabler nach oben. Abwärts ist es weiterhin extrem fordernd in den Buckeln die Bodenhaftung zu bewahren. Wobei man protzen kann Gamsleiten 2 gefahren zu sein ohne das Extremgefälle kennengelernt zu haben: Denn wie bei vielen der Extremabschnitte www.derskiguide.at

kann man hier entweder senkrecht unter dem Lift bleiben, oder sich von oben gesehen rechts etwas „flacher“ entlangschleichen. Wem’s nicht reicht: Auch die ebenfalls in Obertauern gelegene Hundskogel-Abfahrt ist ziemlich steil. Unter den Gletscherregionen hält Salzburg ebenfalls mit der bissigen, schmalen „Black Mamba“ am Kitzsteinhorn den Gefällerekord. Wobei der Weltcuphang am Rettenbachferner in Sölden kaum nachsteht. Im Bereich von atemberaubenden 80 Prozent Gefälle findet sich die Gruppe der „Ultraschwarzen“. Wobei das mit den Prozenten so eine Sache ist. Die 100 Prozent der Gamsleiten entsprechen 45 Grad. Das schaut am Geodreieck gar nicht so wild aus, beim Skifahren ist’s aber nahe dem Limit. Wobei es gab Zeiten, da wurde der Lange Zug vom Rüfikopf nach Lech mit 106 Prozent angegeben, irgendwer listet den Einstieg gar mit 142 Prozent! Nun ist der Einstieg aber ausgesprochen breit präpariert, ganz in der Mitte aber wirklich extrem steil. Auch wenn’s offiziell nur mehr 81 Prozent sind. Bis vor zwei Jahren wurde die Manni-Pranger-Rennpiste auf der Bergeralm (Steinach im Wipptal) als Österreichs steilste angegeben: 102 Prozent! Sie wird aber in dieser Form nicht mehr präpariert. Unter den steilsten Pisten Westösterreichs ragt das Montafon heraus. Gleich sieben Abfahrten mit 77 bis 81 Prozent werden als „Black Scorpions“ gekennzeichnet. Wobei es ein paar Kilometer weiter talauswärts das beschauliche Skigebiet Golm gibt. Durch einen Tunnel gelangt man auf die Rückseite und dort kracht die Diabolo ziemlich senkrecht hinunter. Wer geil auf steil ist, den haben wir im Westen noch drei absolute Highlights ausgekundschaftet: Die Harakiri von Mayrhofen (Zillertal) hat 2020 Ski Guide Austria


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Die steilsten Pisten ABFAHRTEN FÜR KÖNNER

In Oberösterreich wartet in Hinterstoder die – nomen est omen – Inferno Piste mit einem Gefälle von 70 Prozent auf – und ist damit die heißeste Abfahrt weit und breit. Auch in der nach Salzburg hin grenzüberschreitenden Region Dachstein West gibt es einiges für Adrenalinjunkies: Skitechnisch „Hochbegabte“ fahren auf die „Wilde Hilde“ (67 Prozent Gefälle), „Rock’n Roll“ und „Donnergroll“ ab; für weniger geübte Wintersportler empfehlen sich die drei herausfordernden Pisten – auch wenn sie eher kurz sind – nur sehr bedingt. Auf der zur Vier-Berge-Schaukel gehörenden steirischen Reiteralm befinden sich einige herausfordernde Abfahrten – und zwar mit den verheißungsvollen Namen Black Rose (Hahn´l Piste), Black Power (Gasselhöhe Abfahrt) Black Queen (Finale Grande) und Black Horse (Steilhang Rauner). Wobei die Black Rose schon beim Einstieg deutlich verheißt: Hier geht’s mit 80 Prozent Gefälle zu Tal. Am Kärntner Großglockner mündet die 1.520

Ski Guide Autoren Fred Fettner und Günter Fritz steil unterwegs

Ski Guide Austria 2020

Meter lange schwere, direkte Fallbichl-Variante und teilweise Buckelpiste in die mittelschwere Fallbichlabfahrt. Ein herausfordernder Genuss mit atemberaubendem Hochgebirgspanorama. Das Goldeck wiederum wartet laut Eigenaussage mit der längsten schwarzen Abfahrt in den Alpen auf, bei der 1.600 Höhenmeter ohne Zwischenstopp befahren werden können, mit unter 60 Prozent Gefälle liegt hier die Überwindung eher bei der Ausdauer. Am heißesten ist aber die Franz-Klammer-WeltcupAbfahrt in Bad Kleinkirchheim. Sie weist bei einer Länge von 3,2 Kilometern eine Höhendifferenz von 842 Metern und ein Gefälle von bis zu 80 Prozent auf. Und am Katschberg ist die anspruchsvollste Abfahrt die Direttissima. Selbst im steirischen Salzkammergut kann man es – entsprechendes Fahrkönnen vorausgesetzt so richtig krachen lassen: Nämlich am Loser Alm Schuss – der steilsten Piste im Salzkammergut. Auch in Niederösterreich am Hochkar finden sich einige Pisten, die durchaus fordernd sind: Etwa die Karabfahrt mit 63 Prozent Gefälle, der 900 Meter lange Häsing-Steilhang oder noch besser der 500 Meter lange Thomas Sykora-Hang, eine echte Slalom-Piste. Die steilste Piste Niederösterreichs findet sich freilich auf der Gemeindealpe Mitterbach – die Direttissima vom Terzer Haus kann schon was – hinunter geht es mit einem Gefälle von immerhin 74 Prozent.

Gemeindealpe Mitterbach mit Direttissima unterm Terzerhaus

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Günter Fritz (2)

ordentlich Gefälle, durch die Breite und den flachen Auslauf ist sie auch für schwächere, aber mutige Läufer machbar. Da wirken die beiden direkten Lazid-Abfahrten von Serfaus wesentlich brutaler und gleiches gilt für die „offiziell“ flachere Lange Wand von Ischgl. Aber die entscheidende Rolle spielt ohnehin stets der Pistenzustand. Und der ist bei der Trass-Abfahrt von Zell am See oder Zwölfer-Nord in der Hinterglemm meist optimal.


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Die steilsten Pisten ABFAHRTEN FÜR KÖNNER

Die Top 30: Österreichs härteste Abfahrten ort

PISTE

OBERTAUERN

Gamsleiten 2, Buckelpiste

KITZBÜHEL

Streif-Mausefalle

85

HINTERGLEMM

Zwölfer-Nord

81

LECH

Langer Zug

81

MONTAFON SILVRETTA NOVA

Black Scorpions

81

SKIWELT WILDER KAISER

Alpseite Nr. 112, Westendorf

80

REITERALM

Black Rose

80

BAD KLEINKIRCHHEIM

Franz Klammer

80

ZELL AM SEE

Trass-Abfahrt Schmittenhöhe

79

MAYRHOFEN

Harakiri

78

GEMEINDEALPE MITTERBACH

Direttissima Terzerhaus

74

DAMÜLS-MELLAU

Sunneg

73

ISCHGL

Lange Wand C5

über 70

SERFAUS

Parallel Lazid-X-Drean & Direttissima

über 70

HOCHZEIGER-PITZTAL

Zirbenfall

über 70

HINTERSTODER

Inferno

70

INNSBRUCK NORDKETTE

Hafelekar: Karrinne Skiroute

70

WARTH-SCHRÖCKEN

Salober

70

SAALBACH

Schattberg Nord

70

DACHSTEIN WEST

Wilde Hilde

67

SÖLDEN

„Rotes Kar“

65,14

KITZSTEINHORN GLETSCHER

Black Mamba

63

HOCHKAR

Karabfahrt

63

HOCHKÖNIG

Aberg Nr. 16

62

SÖLDEN GELTSCHER

RS-Weltcuphang Sölden

62

KATSCHBERG

Direttissima

60 - 100

ST. ANTON AM ARLBERG

Schindlerkar

über 60

STUBAI GELTSCHER

Daunhill

60

LOSER

Alm Schuss

58

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Prozent GEFÄLLE bis zu 100

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Š Absolut-Park-Flachauwinkl/Rohrbacher


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winter in österreich FUNPARKS

Parks Absolut actionreich: Fun on Slope, Kick am Kicker Hoch aufgetürmte schneehügel hatten bis vor wenigen Jahren das Bild in Österreichs Snowparks bestimmt. Denn in den Snowparks stand früher „höher, schneller, weiter“ als Motto im Mittelpunkt. Doch irgendwann war im wahrsten Sinne des Wortes die Schmerzgrenze erreicht. Das aktuelle Thema ist eindeutig Variantenreichtum: Das heißt, neben den unverändert extremen Kickern und Rails wird immer öfter daran gedacht, Anfängern und noch nicht ganz Abgehobenen eigene Lines zu bauen. Alle auf den folgenden Seiten angeführten Parks trennen ihre Klientel nach diesen Kriterien. Durch die Trennung nach unterschiedlichen Bedürfnissen sind Funslopes modern geworden. Als Teil der Snow- & Funparks oder eigenständig an den Rand von breiten Pisten gebaut. Nie darf dabei ein Kreisel fehlen, eine 360-Grad-Kurve, die in einem kleinen Tunnel endet. Denn Spaß sollen nicht nur Burschen und Mädchen auf ihren fliegenden Brettern haben. Die „Soft-Variante“ ward geboren, weil Skilehrer ihre Bambinis zu deren Begeisterung gerne durch die Crossstrecken fahren ließen. Das war nicht der Sinn der Sache und die Crossparkure sind inzwischen fast nur mehr in Orten mit Cross-Rennen zu finden. Nach den Vorreitern war www.derskiguide.at

die Entwicklung fast lawinenartig. Zu unseren persönlichen Favoriten bei den Funslopes zählen Serfaus, Sölden und Hofgastein, aber auch kleinere Gebiete wie die Ehrwalder Alm. Die Qualität dieser Bahnen wächst mit der Schneehöhe. Natürlich sind sie nicht überall so spektakulär wie in Zell am See. Die Schmitten Funslope ist 1.300 Meter lang und ist soweit bekannt eine der längsten der Welt. Neben Steilkurven, Wellen, Sprüngen, Boxen und zwei Schnecken ist die einzigartige Streckenführung durch den Wald, die an das geliebte „Waldwegerl“ erinnert, ein Highlight der Funslopes. Um dem Erlebnis weitere Sinneseindrücke hinzuzufügen, wurde die Funslope durch Sound-Elemente wie den Sound Speed Booster oder Sound Slopies erweitert. Mancherorts nennt man eine Variante schlicht „Wellenbahn“, etwa in Hinterstoder und Hochficht, wo sie im Skigebiet verteilt errichtet werden. Man könnte auch behaupten, würden nicht alle Pisten glatt gehobelt, sondern einige unpräpariert gelassen, bräuchte es diese Neuerfindung gar nicht. Aber da geht es durchaus auch um Sicherheit, sprich Versicherungen und Klagen. das Zentrum des jungen Treibens sind und bleiben die Funparks mit ihren Kickern unterschiedli2020 Ski Guide Austria


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winter in österreich FUNPARKS

cher Höhe, den Rails und Boxen. Zur Bequemlichkeit werden auch immer häufiger kleine Lifte an den Pipes errichtet. Abolut das Nonplusultra dürfte das Treiben im „Absolut Park“ von Flachauwinkl–Shuttleberg sein. Der Frühling ist längst da, die Temperaturen sind fast schon sommerlich, doch wenn man hier in der Salzburger Sportwelt vom Park spricht, dann denkt keiner unter 30 ans Blumenpflücken. Absolut nicht. Man könnt auch sinnieren: Tables statt Bankerln, Rails statt Radln oder auch Kicker statt kicken. Vor 20 Jahren hat man hier das Snowpark-Leben begonnen. Josef Harml jun., kurz Sepp, war von Anfang an dabei. Als Boarder animierte er, den gästearmen Schlepplift der Familie auf diese Art zu beleben. Übung gelungen: Heute kommt der komfortable „Absolut-Shuttle“ zum Einsatz und auf eine Million Fahrten an den rund 130 Tagen Liftbetrieb. Seit 2006 ist das Chillhaus zentraler Kulminationspunkt des Rider-Treibens. Ein Schutzhaus der anderen Art. Mit einer Ramp und Boulderanlage, speziell wenn das Wetter nicht mitspielt. Oben wird der Kalt- und Heißwasserspender eifrig genutzt, denn es herrscht kein Kaufzwang! Die umgebenden Hütten freut’s, die Terrassen sind reichlich belebt und die Action auf den zahllosen Kickern steht für ein zirkusreifes Programm. Können sollte man’s halt. Das gilt auch für die leichteren der zahllosen Lines. Als Besonderheit kann man hier die Absolut School nutzen. Eigentlich eine ganz normale Ski- und Snowboardschule, doch sechs der Lehrer sind Freeski- und FreestyleSpezialisten. „Zusätzlich haben wir zwei Mal im Jahr Local-Kids-Camps zum Halbpreis, denn dass die einheimischen Kinder das auch leben, ist uns besonders wichtig“, sagt Sepp und verrät, man schaue nicht so genau, wie einheimisch die Kids wirklich sind. Der Absolut Park scheint auch die passende Basis für künftig Höhenflüge zu sein: Olympiasiegerin Anna Gasser hat hier ihre ersten Jumps absolviert und hält dem Absolut-Park weiSki Guide Austria 2020

ter die Treue. „Wichtig ist, dass die Leute schon sicher Boarden oder Skifahren können, bevor sie sich in den Park begeben“, betont Sepp. Zu den Ausnahmen, welche die Regel bestätigen, gehörte just Anna Gasser. Sie startete mit Rückwärtssalti, doch boarden hat sie eigentlich erst später erlernt. Doch erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Daran denkt kaum jemand, sieht er die seit über einem Jahrzehnt von den Pistenrändern ins Zentrum rückenden Halfpipes und Schanzen, die längst zu kompletten Snow- oder Funparks gestylt werden. Kaum eine Region verzichtet heute auf dieses Angebot, um das sich meist eine junge Szene gruppiert. Wie komplex es ist, diese Parks in den Schnee zu zaubern, erzählte dem Ski Guide Austria Shaper Martin Liebmann am Kitzsteinhorn. Sechs fix angestellte Shaper hegen die drei Parks, hinzu kommen Raupenfahrer und drei Teilzeitkräfte, darunter ein semiprofessioneller Boarder aus den Niederlanden. Selbst werkt der Einheimische seit fünf Jahren während der Saison im Rhythmus vier Tage arbeiten, drei Tage frei. Arbeit bedeutet um 7.40 Uhr hinauf zu fahren, frei für ihn, meist den Park selbst zu nutzen. Der Gletscher fließt, die Hindernisse müssen regelmäßig erneuert werden. Die Kunst der richtigen Gestaltung ist vor allem den Absprungwinkel richtig zu berechnen. Hier helfe allein die Routine. „Beim ersten Jump trotz vorsichtigem Anlauf mit enormer Air über den Vorbau segeln, um schließlich im Flat zu zerschellen, das hat fast jeder schon mal erlebt“, weiß Freeskier Dominik aus schmerzlicher Erfahrung. Dies zu verhindern ist die Aufgabe der Shaper. Bei 30 Obstacles am Kitzsteinhorn eine ordentliche Herausforderung. Denn es gilt im Winter neue Schneefälle einzuberechnen, die Jumps nicht zu erhöhen. Den Eindruck, die Sprünge werden in einem Wettstreit der Parks immer höher, dementiert Liebmann. Sicherheit sei oberstes Gebot in den durch Schildern deutlich gekennzeichneten „Sonderzonen“. www.derskiguide.at


winter in österreich

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Auf 3.100 m, direkt am Gaisskarferner gelegen, bietet dank Südhanglage weiche Landungen von früh bis spät. Im Herbst und Frühjahr präsentiert sich der Park in großem XXL-Setup mit Pro-, Medium-, Jib- und Easy-Line. Im Winter bildet BIG Family Slopestyle am Eisjochferner das familiäre Kontrastprogramm.

Kitzsteinhorn Eine extra lange Freestyle-Saison von Oktober bis Mai, ein erfahrene Shaper und legendäre Szene-Events. Ab Herbst werden im Glacier Park die ersten Kicker, Rails und Boxen geshredded. Bis Anfang Mai bieten dann Easy Park und Central Park abwechslungsreiche Setups für Anfänger, Könner und Pros. Superpipe mit über sechs Meter hohen Wänden.

© Kitzsteinhorn/Markus Rohrbacher

DC Stubai Zoo

© eignerphoto 2015/Stefan Eigner

FUNPARKS

PENKEN PARK MAYRHOFEN Direkt am eigenen 4er-Sun Jet überzeugen Rainbow-Box, der markante Wallride und die gewaltige Multijib „Beastbox“. Sonst begeistern sich vor allem Einsteiger und jüngere Freestyle-Akrobaten am Kidspark, der – ebenfalls mit einem eigenen Lift ausgestattet – perfekte Bedingungen bietet, um an den Tricks zu feilen.

SNOWPARK TURRACHER HÖHE Auf insgesamt 1,5 km Länge errichteter Park, der durch seine drei Lines (Beginner, Medium, Advanced) keine Wünsche offen lässt. Hinzu kommt ein 850 Metern, damit auch weniger Sprungfreudige oder Mutige bei Fun nicht zu kurz kommen.

absolut park flachauwinkl Der Absolut Park am Shuttleberg Flachauwinkl-Kleinarl ist inzwischen einer der größten in Europas: 1,5 km Länge und in 6 Sektionen unterteilt: Kickerline, Rail Line, Beginner Line, Halfpipe, Jib Park und Superpipe. Die über 100 Obstacles werden täglich professionell geshapt. Superpipe mit 160 Metern Länge und 6,80 Meter Höhe. Perfekte Parkbase! www.derskiguide.at

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winter in österreich FUNPARKS

Nightpark + Freeride-Park Saalbach-Hinterglemm Im Home of Lässig fällt vor allem der Nightpark namens Snowpark U-Bahn auf. Der riesige Park unweit des Dorfzentrums von Hinterglemm lockt bei Tag und Nacht mit Easy-, Medium- und Pro-Lines. Mit abwechslungsreichen Obstacles, wie dem berüchtigten Gap-Kicker. Noch neu ist aber ein spezieller Freeride-Park an der Asitzmuldenbahn, beliebt bei Freeski-Einsteigern.

Blue Tomato Kings Park in Hochkönig Lang – länger – Blue Tomato Kings Park in Mühlbach am Hochkönig. Das Parkareal erstreckt sich beinahe über die gesamte Länge der 8er-Kabinenbahn Kings Cab und füllt damit eine unglaubliche Länge von 1,8 km mit feinsten Freestyle-Elementen – durchgehendes Cruisen ohne Zeit auf der Piste zu verlieren. Rails, Boxen und Wallrides sorgen für Jib-Vergnügen vom Feinsten. Aber auch Kicker Freaks kommen voll auf ihre Kosten.

Snow- & Funpark Backyards Brandnertal

© HANNES GSELL-foto.grafik.at

…besticht mit seiner Länge, den Graffitis und „Trash-Obstacles“ wie Ölfässern und Traktorreifen. Der hoch gelobte Park ist im Bereich der Glattjochbahn zu finden und schon seit Jahren regelmäßig Austragungsort von Veranstaltungen.

Blue Tomato FUNPARK STUHLECK … ist, da nur etwa eine Stunde von Wien entfernt, die Location schlechthin für Rider aus Ostösterreich. Über den gesamten Berg sind die Highlights verteilt. Bis hin zu Shredwood Forest. „Blue Tomato“ begeistert die Profis. Wer die Buzzer Cam aktiviert, wird aufgenommen und kann sich seinen Clip herunterladen und verschicken. Der Park ist in den Nachtskilauf eingebunden.

AIRYPARK KREISCHBERG MURAU Neben dem stilecht „WM-Bahn“ benannten Sessellift wartet am Austragungsort der 2015 abgehaltenen Freestyle-Weltmeisterschaften ein gediegener Park mit Flat Trail und Kinked-Box zum Aufwärmen, drei tollen Kickern und schließlich der anspruchsvollen Curvebox zum Abfliegen auf. Berühmt ist der Kreischberg aber für seine schier endlose, beleuchtete Halfpipe mit hohem Wallride zum Finale. Freestyle-Park auf 1.900 Meter. Ski Guide Austria 2020

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Die Geschmacks-

Agentin S. auf der Suche nach den besten Rezepten Österreichs Die Reporterin Sonja Kaiblinger begibt sich auf eine kulinarische Reise durch Österreich, um renommierte österreichische Handelsbetriebe, Restaurants und Sterne-Hotels zu besuchen. Alle zwei Wochen geht Agentin S. auf geheime Mission um ein besonderes Rezept zu erhaschen und in ihrer geheimen Online-Datenbank auf www.ÖsterreichhatGeschmack.at zu veröffentlichen. Jeden zweiten Sonntag auf ORF III und jederzeit online auf

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winter in österreich nachtskilauf

Unter Flutlicht Carven wenn es dunkel ist Nachtaktive packt manchmal die Lust, in den Abendstunden Ski oder Snowboard auszupacken. „They only come out at night“ sagt man über Aliens oder Wiedergänger. Diese sind auf den Flutlichtpisten allerdings seltener anzutreffen. Zumindest nicht zu sehen. Doch wenn es im Dunkeln Menschen auf die Pisten zieht, sind es auch seltener die berühmten Faulen, die abends fleißig werden, sondern Menschen, die Sport und Gaudi kombinieren. Die Gründe sind überwiegend praktischer Natur: Es gibt ja Weltgegenden, wo man im Winter ausschließlich unter Flutlicht seinen Sport ausüben kann. Bei uns ist es – zum Glück – die Ausnahme. Nichts desto weniger hat der nächtliche Skilauf seine Fans. Und sei es nur, weil tagsüber die Arbeit von den wirklich wichtigen Dingen des Lebens abhält. Der Nachtskilauf hat sich aber in Österreich nicht nur Ski Guide Austria 2020

stadtnah, sondern in zahlreichen Skigebieten als Zusatzangebot etabliert und wird in unterschiedlichen Varianten angeboten. Häufig sind nur Minilifte beleuchtet – und das an wenigen Wochentagen. Wobei – ob aus Umwelt- oder Kostenbewusstsein, sei dahingestellt – auch größere Nachtskigebiete bieten nicht immer täglich Flutlicht an. In einer ganz anderen Dimension bewegt sich das Skivolk nächtens am Zauberberg, sprich dem Hirschenkogel auf der niederösterreichischen Seite des Semmerings. Hier wird die Nacht zum Tag. 14 Pistenkilometer strahlen in gleißendem Licht, ein Wegweiser schon aus der Ferne. Vor dem Abendbetrieb werden die Pisten frisch präpariert, so dass sie sich tatsächlich in einem hervorragenden Zustand präsentieren. www.derskiguide.at


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nachtskilauf

© Saalbach.com/Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

Bei fast allen Skigebieten ergänzt der Nachtskilauf eher den Tag. Am ehesten vergleichbar mit dem Semmering ist die Situation im Bereich Kitzbüheler Alpen, wo Berufstätige nach der Arbeit aus dem Raum München zum Skilauf kommen. Deshalb hat zum Beispiel Söll ein großräumiges Flutlichtangebot, das wirklich keine Wünsche offen lässt. Auch der Nightslope von Zell am See verdient hervorgehoben zu werden. Leider Geschichte sind die 14 beleuchteten Pistenkilometer der Hebalm im steirisch-kärntnerischen Grenzgebiet. Spaß macht's aber auch auf kleineren Pisten. Etwa in Hochficht, Dachstein West, auf der Hochwurzen bei Schladming, die orange leuchtet. Nachtaktive sind dort aber nicht nur auf den Pisten zu finden. Sondern anschließend in der Hohenhaus Tenne. Flutlichtloipen werden immer beliebter. www.derskiguide.at

Diese konnten wir unter anderem in Seefeld, Großarl, Karlstift, Bad Gastein + Hofgastein, Milders im Stubaital, Ramsau am Dachstein, Scheffau, Oberried, Imst, Irdning, Neukirchen, Bramberg und Kössen, aber auch in ganz kleinen Orten ohne Lifte – wie etwa Bischofshofen, Faistenau oder Sellrain lokalisieren. Mehr Action versprechen Nachtskigebiete, etwa in Saalbach-Hinterglemm, wo die beleuchteten Funparks allabendlich zu den Hauptattraktionen des gesellschaftlichen Lebens zählen. Neben den auf den folgenden Seiten angeführten Top 10 des österreichischen Nachtskilaufs gibt es landesweit zahllose – wie erwähnt oft ganz kurze – beleuchtete Pisten, wie etwa in Kleinlobming oder Hof bei Salzburg. 2020 Ski Guide Austria


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winter in österreich nachtskilauf

Söll - Skiregion Wilder Kaiser Mit über 10 Kilometern beleuchteter Pisten die klare Nummer 1 des Nachtskilaufs in Westösterreich. Dazu kommt der Nachtfunpark „Snowpark Söll“ mit allen Mätzchen und Funslope. Beeindruckende Lichtstärke auf den Flutlichtpisten Keat, Grundried, Salvenmoos und der Talabfahrt. 27.12.2019 - 07.03.2020: Nur mehr Freitag und Samstag von 18:30 bis 21:15 Uhr geöffnet  Tel.: +43 (0)53 33 / 400

zell am see SCHMITTEN NIGHTSLOPE Vom 26. Dezember 2019 bis 6. März 2020 (mit wenigen Ausnahmen) lockt mit hellem Schein die frisch präparierte Piste über den Dächern von Zell am See jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag von 18.30 – 21.30 Uhr. Im gültigen Skipass enthalten! Tel.: +43 (0) 65 42 / 770

Galtür Während talauswärts in Ischgl der Bär steppt, kann man im hochalpinen Galtür (leider nur) jeden Mittwoch von 19.30 bis 22.30 Uhr ein Pistenextra erleben. 2,2 Kilometer sind beleuchtet, wenn auch in eher ungewohnt, gelb-orangenen Licht. Zu den Highlights zählt aber das Finale im rustikalen Weiberhimml oder auch mondäner in der Addis Abebar.  Tel.: +43 (0)54 43 / 83 44

Nassfeld Eine der längsten Flutlichtpisten der Alpen ist mit 2,2 Kilometer Länge am Nassfeld zu finden. Aber nur zwischen 4. Jänner und 7. März 2020 jeweils von 18.30 bis 21:00 Uhr. Kunterbunt ist der Nassfeld-Nachtskilauf in dieser Zeit. Mit „Beginner Area“, Verleih von Funsportgeräten, Übungsloipe und Biathlon-Anlage. Tel.: +43 (0)42 85 / 82 41

Schladming - Hochwurzen Zwar ist im WM-Ort auch der Zielhang der Planai beleuchtet, nächtlicher Hit ist aber die Hochwurzen. Hier erwartet die Nachteulen die frisch präparierte, 3 Kilometer lange Piste Nr. 33, Beleuchtung im fröhlichen Orangeton. 20 % Ermäßigung für Besitzer eines Skipasses. Von 19.30 bis 22.30 Uhr.  Tel.: +43 (0)36 87 / 61 672 Ski Guide Austria 2020

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winter in österreich

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© Franz Zwickl, artgraphic photo

nachtskilauf

Semmering - Hirschenkogel Nirgendwo sonst steht der Skilauf so unter dem Zeichen des Flutlichts wie am Zauberberg. Jeden Abend 14 km Piste unter 1.300 Lux. So hell ist es hier tagsüber selten. Täglicher Betrieb bis 21.00 Uhr, an Wochenenden bis 22.00 Uhr.  Tel.: +43 (0)26 64 / 80 38

Skicircus Saalbach Neben der leichten Hauptabfahrt und einer roten Variante im oberen Bereich sorgen der Family Park, die Funslopes, der SkiMovie-Rennparcours und die Speed- sowie die Snowtubing-Strecke bei der Unterschwarzachbahn in Hinterglemm Montag bis Samstag bis 21:30 Uhr für Abwechslung. Im Skipass inkludiert.  Tel.: +43 (0)65 41 / 68 00 68

Bregenzerwald - Diedamskopf Vom 27.Dezember 2019 bis 06. März 2020 macht man jeden Mittwoch- und Freitagabend die Nacht zum Tag. Der Schlepplift ist jeweils von 19.00 bis 22.00 Uhr in Betrieb. Zur Stärkung gibt es beim „Lifthüsle“ Glühwein und Jagatee. Dazu gibts noch Rodeln und Skibus.   Tel.: +43 (0) 5515 / 4110-0

Steinach - Bergeralm Nach eigenen Angaben 3,5 km Flutlichtabfahrt durchgängig. Was den „Europarekord“ vom Nassfeld in den Schatten stellt. Beleuchtet sind vier Pisten auf insgesamt 9 km Länge. Leider nur jeden Mittwoch, Freitag und Samstag von 18.30 bis 21.30 Uhr (Liftende, Flutlicht bis 22.30 Uhr). Leistungsstarke Gondelbahn.  Tel.: +43 (0)52 72 / 63 33

Hochficht im Böhmerwald

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© Bernhard Ornig

Auch hoch oben im oberösterreichischen Böhmerwaldbietet, im Skigebiet Hochficht bietet sich die Möglichkeit zum Nachtskilauf. 20. Dezember 2019 bis 28. Februar 2020 jeweils Mittwoch und Freitag auf der Wenzelwiese (Reischlbergbahn I) von 17:00 bis 20:30 Uhr.  Tel.: +43 (0)72 81 / 63 61 2020 Ski Guide Austria


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winter in österreich

© Schladming-Dachstein/Peter Burgstaller

langlauf

Beschauliche Runden Langlaufen bringt Genuss und Gesund auf einen Nenner Ganz ohne doping macht das Langlaufen für jeden so richtig Spaß. Denn unsereins unterwirft sich beim Skaten oder dem klassischen Diagonalschritt keinem Zeitdruck, sondern spürt den Körper und lässt die Natur auf sich einwirken. Im Jahr 1 nach dem nur durch den Dopingskandal getrübten Passiverlebnis Nordische Skiweltmeisterschaften in Seefeld, ist es ausreichend begeisternd, wenn in der kalten Winterluft der eigene Atem zu Dampf wird. Etwa in Galtür: Es geht hinein zum Zeinisjoch. Eine tolle Höhenloipe in prächtiger Naturkulisse. Die ideale Strecke, um unter der Führung des Langlaufcoaches als Skatingfan die ersten Züge in der traditionsreichen Klassiktechnik zu erproben. Höhenloipen, wie diese, die von Galtür zum Kops-Stausee führt, sind bei einem schneeSki Guide Austria 2020

armen Winterstart Goldes wert. Auch wenn man in der Höhe ein wenig mehr ins Schnaufen gerät. Übrigens: Eben geht's natürlich nur, wenn man nicht in Galtür startet, sondern mit Gondelhilfe und einem kleinen Abstieg bei der Fluchthornalm die schmalen Latten anschnallt. Nach diesem ebenso lehrreichen wie vergnüglichen Ausflug, war am nächsten Tag Hardcore-Skating angesagt. Diesmal gings gleich beim Straßenende in Wirl los. Teils auf der Loipenspur, teils auf der tief verschneiten Passstraße führt der Weg auf den Silvretta-Stausee. 400 Höhenmeter zu überwinden bedeutet auf Skiern Stress. Aber ab und zu kommt ein Skidoo vorbei, auf dem man vielleicht aufsitzen kann, oder man fährt von vornherein mit dem Bully-Taxi auf 2.000 Meter. Denn oben ist eine nett kupierte, eher einfache www.derskiguide.at


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Langlauf

Höhenloipe präpariert, die extreme Schneesicherheit garantiert. In unserem Fall aber zeigt sie Zähne: „'s guxanat“, wie es der Einheimische ausdrückt. Guxa, das ist der Schneefall, den der Sturm quer vor sich hertreibt. Aber man kann sich auf der Bielerhöhe ja auch gemütlich aufwärmen. Nicht nur weil es gesund ist gewinnt der Langlauf mehr und mehr Anhänger. Es ist die dynamischte Form verschneite Ebenen an sich vorbeigleiten zu lassen und dabei die Natur hautnah zu erleben. Dass die Natur witterungstechnisch nicht immer dabei mitspielt, ist eine Tatsache. Womit schon einiges zur Entwicklung gesagt wäre. In zahlreichen Regionen werden inzwischen auch Loipen mit maschineller Hilfe abgesichert. Oft ist es wegen der Haltbarkeit Schnee aus der Kanone, manchmal wird aber auch nur Schnee aus höheren Lagen geholt. Besondere Voraussetzungen haben jene Gebiete, die fürs Sommertraining auch Rollerstrecken anbieten. Dort kann besonders rasch präpariert werden. Musterbeispiel ist auch dafür Seefeld. Dass vor dem Hintergrund des umfassenden Angebots mit Beschneiung, Flutlicht, WC und Umkleide die Nutzungsgebühren bereits in abenteuerliche Höhen steigen, ist eine Begleiterscheinung. Die Tageskarte kostet bereits bis zu 20 Euro, doch handelt es sich dabei schon fast um eine „Strafgebühr“. Denn wer sich das Ticket im Ort beim Tourismusverband besorgt, zahlt „nur“ elf Euro, wer aber in der Region übernachtet sieben Euro und ab dem vierten nichts mehr. Flutlicht und beschneite Kurzloipen rücken das Landschaftserlebnis gegenüber dem Sport in den Hintergrund. Denn beim Langlauf wird nicht nur Kondition getankt, sondern es werden nahezu alle Muskelgruppen beansprucht, Endorphine freigesetzt. All das macht den Langlauf zum Synonym für gesunden Wintersport. Ausgeübt wird der Sport in gespurten oder gewalzten Loipen. Man spricht je nachdem vom klassischen Stil oder Skating. Beim Nordic Cruising kann auf Loipen komplett verzichtet werden und jeder durch Wälder und über Felder seine eigene Spur ziehen. Theoretisch. Für Anfänger stellt sich die grundsätzliche Frage, welche Technik am besten passt. Empfehlenswert www.derskiguide.at

ist es, einen der oft angebotenen Langlaufkurse zu besuchen oder man nimmt sich Zeit für eines der Langlauf-Openings, wie sie etwa in der Tiroler Leutasch oder der Ramsau zelebriert werden, um sich mit beiden Grundtechniken vertraut zu machen. So fällt die Entscheidung leichter. Denn während es für Gäste aus ferneren Ländern keine Frage ist, vor dem ersten Schneekontakt mit den dünnen Latten einen ausgebildeten Lehrer zu engagieren, verlassen sich erfahrene „Schneemenschen“ oft auf ihr vorhandenes Können als Alpinskifahrer. Wer den Schlittschuhschritt beherrscht, kann auch auf Langlaufskiern skaten: Diese Rechnung geht nur auf, solange man keinen Ehrgeiz entwickelt. Bei der freien Technik (Skating) sind Bewegungserfahrungen vom Inline-Skaten oder Eislaufen hilfreich. Skating basiert im Prinzip auf einem Grundschritt in drei Varianten: Beim „gemütlichen“ Eintakter gibt es zu jedem Doppelstockeinsatz einen Beinabstoß. Beim rasanten Zweitakter heißt es links-rechts-Doppelstock, wobei die Abfolge zwischen links und rechts gewechselt wird. Geht es steiler bergauf, erfolgt der Stockeinsatz fast automatisch leicht zeitversetzt („asymmetrisch“). Anfänger „wandern“ einfach mit den Skiern an den Beinen. Dann gilt der Spruch: „Jeder, der gehen kann, kann auch langlaufen“. Doch spätestens, wenn die ersten Profis mit ästhetischen Diagonalschritten in x-facher Geschwindigkeit an einem vorüberziehen, wurde noch bei jedem der Wunsch nach verbesserter Technik geweckt. Entscheidend ist der BeinabstoSS, der unter dem Körpermittelpunkt erfolgen soll. Dann wird die Hüfte leicht nach vorne geschoben, das Gewicht verlagert sich vom Abstoß- auf das Gleitbein. Darauf sollte eine möglichst lange Gleitphase folgen, in welcher der gegengleiche Arm den Schwung bis zum nächsten Stockeinsatz mitnimmt. Aber vom Papier hat das noch keiner gelernt. Wer Lehrer prinzipiell verweigert, hat die besten Chancen, wenn er sich in einem der großen Langlaufzentren umsieht und die schnellsten beobachtet. 2020 Ski Guide Austria


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winter in österreich loipenhits

Ramsau

(1.200 meter)

Das Nordische Mekka der Steiermark ist eindeutig Ramsau am Dachstein. Hier werden sogar am Gletscher bis zu 18 Loipenkilometer präpariert, unten sind es über 150. Über Qualität und Vielfalt des Angebots muss man beim WM-Ort keine Worte verlieren. Den Kids bringt man das Langlaufen mit dem 1. Kinderlanglaufpark näher. Beschneit, beleuchtet – und vor allem die Landschaft der Hochebene wie für diesen Sport geschaffen.

Bregenzerwald

(ab 800 meter)

Beschaulicher als hier geht’s nicht mehr. Dabei stehen in den neun Langlaufgebieten des Bregenzerwaldes bis zu 300 gespurte Kilometer zur Verfügung. Top ist dabei der Nordic Sport Park Sulzberg (40 km Loipen, davon wochentags vier Kilometer beleuchtet) und Biathlontestmöglichkeit. Weitere Zentren in Hittisau-Balderschwang (D) sowie Au-Schoppernau.

Böhmerwald

(1.000 meter)

Wo Olympiasieger Christian Hoffmann seine ersten Spuren gezogen hat, kann es kein so schlechtes Loipengebiet sein. Heute sind in diesen sehr schneereichen Regionen 78 km Klassik- und Skatingloipen gespurt. Das Nordische Zentrum ist zwischen Schöneben (welch ein Flurname für Langläufer!) und Oberhaag/Schlägl eingebettet.

Hochfilzen - Pillerseetal

(1.000 meter)

Hochfilzen gilt als Hochburg der Biathleten. Für den Freizeit-Langläufer bedeutet das aufgrund der Höhe und des Schneereichtums optimal präparierte Loipen, speziell für Skater. Wobei das Langlaufgebiet nicht nur aus Hochfilzen besteht, Anfänger bewegen sich auf den flachen 10 Kilometern Panoramaloipe im Pillerseetal. Profis auf der Dominik-Landertinger-Loipe. Gästebiathlon in Hochfilzen.

Grossarltal 

(1.000 meter)

© www.grossarltal.info

Langlaufen kann man hier auf rund 25 km gespurten Loipen in Großarl und in Hüttschlag, großteils mit klassischer und Skatingspur inmitten unberührter Natur direkt mit Blick in den Nationalpark Hohe Tauern. Bei selten vorkommenden Schneemangel bleibt die Loipe auf der „Reitwiese“ in Großarl, die auf eine Fläche von 2 Hektar technisch beschneit wird ein ideales Übungsgelände. Ski Guide Austria 2020

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winter in österreich loipenhits

Seefeld

(1.200 meter)

Die Langlaufsaison im WM-Austragungsort wird immer länger. Generell stehen klassisch 140 km und für Skating 116,2 km – und das bis zu sechs Meter breit – gespurt und teilweise beschneit zur Verfügung: Olympiaerprobte Anstiege, romantische Waldloipen oder sonnige Genießerrunden. Dazu eine Hundeloipe und die 3 km Nachtloipe.

Faistenau

(ab 800 meter)

Das Loipennetz in Faistenau umfasst Loipen von ca. 60 km Länge (leicht bis mittelschwer), mit dem Startam Sportplatz direkt im Ort und führt am Ortsrand entlang ins Tiefbrunnauer Tal. Die Loipen sind durchwegs in sonniger Lage und ohne größere Steigungen. Zusätzlich gibt es eine Nachtloipe: Die 5 km lange Kugelberg Loipe ist ab der Dämmerung bis 21.00 Uhr beleuchtet.

GALTÜR

(1.600 meter)

Das variantenreiche Loipennetz mit dem Start in Ischgl und seinem Zentrum in Galtür bietet bei 1.377 bis 2.036 Metern Höhenlage außergewöhnliche Schneesicherheit. Es kann sogar grenzüberschreitend nach Vorarlberg geglitten werden. In Galtür kann man anschließend an den Alpintag unter Flutlicht skaten. Vom Landschaftserlebnis betrachtet eher ein Fehler.

Defereggental - Osttirol

(1.400 meter)

Während im verträumten Obertilliach ebenfalls attraktive Loipen und Gästebiathlon warten, hat sich zuletzt St. Jakob im Defereggen zum Osttiroler Loipenzentrum entwickelt. Drei Loipen mit insgesamt 65 km sind meist bis ins Frühjahr präpariert. Vor allem die auf rund 2.000 Meter Höhe liegende anspruchsvolle Stallersattel Loipe. www.derskiguide.at

© Fischer

(800 bis 1.650 meter)

Bei entsprechender Schneelage sind rund um den Kurort im steirischen Salzkammergut im zusammenhängenden Loipennetz 130 Kilometer gespurt. Insgesamt gibt es im Ausseer Land bis zu 200 teilweise doppelt gespurte Loipenkilometer. Perfekt macht das Gebiet aber die Tauplitzalm. Hier, auf 1.650 Meter, sind die mittelschwere Sturzhahn- und die leichtere Lärchenwaldloipe meist schneesicher bis Saisonschluss.

© TVB Osttirol

Bad Mitterndorf - Tauplitz

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winter in österreich

© Hochkönig GmbH

WINTERALTERNATIVEN

Atemholen in verschneiter Natur Vom Schneeschuh-Wandern bis zum Snowkiten Der Winter in Österreich findet nicht nur auf den Skipisten statt, sondern auch abseits davon: Damit sind aber nicht Tourengehen oder Freeriden auf unverspurten Hängen im freien Gelände gemeint – sondern sportliche, naturnahe Aktivitäten, bei denen Sie die ruhige und gemütliche Seite des Winterurlaubs kennenlernen können. Die naheliegendste Art, verschneite Landschaften zu genießen, ist das Wandern – und das ist nicht nur auf die drei anderen Jahreszeiten beschränkt. Auch bei frostigen Temperaturen lässt es sich hervorragend durch Täler oder auch auf Berge gehen – insbesondere bei Neuschnee und Sonnenschein ist das ein echter Genuss. Weil ältere Semester vielleicht gar nicht mehr Skifahren oder zwischen den Tagen auf der Piste gern mal eine Pause einlegen, haben immer mehr Wintersportregionen ansprechende Winterwanderwegenetze angelegt. Ski Guide Austria 2020

Egal, ob im Tal rund um die einzelnen Skiorte oder aber in Höhenlagen, häufig gibt es kilometerlange Wege, auf denen sich der Winter auch abseits der Pisten fern jeder Hektik erleben lässt. Am besten ist es, sich direkt im Ort im regionalen Tourismusbüro nach Wandermöglichkeiten zu erkundigen. Wobei ein guter Tipp hier nicht verschwiegen werden soll: In der Ramsau, am Fuße des Dachsteins, spannt sich ein 70 Kilometer langes Wegenetz, auf dem man Winterwandern so richtig zu schätzen lernt. Schneeschuhwandern. Eine besondere Variante des Winterwanderns ist das Schneeschuhwandern, das in den vergangenen Jahren immer populärer geworden ist. Diese Art der Fortbewegung geht auf die amerikanischen Indianer zurück, wurde später von Trappern, Holzfällern und Goldsuchern übernommen und ist schließlich auch in Europa bekannt geworden. www.derskiguide.at


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WINTERALTERNATIVEn: Schneeschuhwandern, rodlen

Aus einem alten Fortbewegungsmittel wurde so ein Trendsportgerät. Schneeschuhwandern ist etwas für naturbegeisterte Wanderer, junge Abenteurer, Familien, Hobbysportler und Gesundheitsfreaks. Wie kaum eine andere Sportart ermöglichen die modernen Schneeschuhe einem breiten Publikum den Zugang zu ruhigen und oft tief verschneiten Winterlandschaften. Schneeschuhwandern ist preisgünstig und gesund: Es stärkt Herz und Kreislauf, kurbelt die Energieverbrennung an, und der dämpfende Schnee schont die Gelenke. Obwohl dieser naturnahe Sport mit relativ einfachen Mitteln und nahezu ohne sporttechnisches Können durchgeführt werden kann, empfiehlt es sich für Anfänger, den Einstieg über geführte Schneeschuhwanderungen zu versuchen. Möglichkeiten zum Schneeschuhwandern gibt es in der österreichischen Landschaft mit ihren sanften Hügeln, weiten Karen und zahllosen Berggipfeln genug – sogar fallweise in der Nacht mit Fackeln wie z.B. im Montafon oder am Kärntner Dobratsch. In der Praxis ist es überall möglich, wo Schnee ab einer Höhe von rund 15 Zentimetern liegt. Zum wirklichen Erlebnis wird es aber erst in unberührter Natur und bei höherer Schneelage. Dabei sollte auch hier die Lawinengefahr im alpinen Gelände nicht unterschätzt werden – diese gilt für Schneeschuhwanderer ebenso wie für Skifahrer oder Snowboarder. Eindrucksvolle Schneeschuh-Trails gibt es etwa im Talschluss von Rauris in Salzburg vor majestätischem Dreitausender-Panorama oder auf sanften Gipfelwegen in der verschneiten Landschaft rund um Ischgl in Tirol. Nach rund 15 Jahren Dornröschenschlaf bietet der Ronachkopf in Thumersbach (Region Zell am See) neue Routen für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer an. Im Nationalpark Kalkalpen Ennstal geht es jedes Wochenende mit ausgebildeten NationalparkBetreuern durch die winterliche Bergwelt. Ebenso im Kärntner Nationalpark Hohe Tauern, wo erfahrene Ranger mit ihren Gästen auf „Big 5“-Tours unterwegs sind – und bei der es Steinbock, Bartgeier, Steinadler, Schneehuhn und Gams zu sehen gibt. Geführte Touren gibt es auch weiter im Osten www.derskiguide.at

im Semmeringgebiet auf den Sonnwendstein oder aufs Stuhleck, und auch auf der Rax kann nach der Auffahrt mit der Rax-Seilbahn in relativ leichtem, aber alpinem Gelände – auch mit Leihschneeschuhen – durch die Winterlandschaft gestapft werden. ein Geheimtipp ist das Lobmingtal bzw. Kleinlobming in der Murtalregion, wo es die erste österreichische Schneeschuhschulzone gibt. Dort kann man sich Schneeschuhe ausborgen, Wanderungen unternehmen und bekommt die entsprechenden Infos dazu. Es gibt spezielle Workshops und Einschulungen, auch zu Thema Lawinengefahr oder Verhalten in Notfällen. Von Jänner bis März finden geführte Schneeschuhwanderungen statt – und vom 24.01. - 02.02.2020 geht mit 30 Veranstaltungen innerhalb von zehn Tagen in der Region Murtal das größte Schneeschuh-Festival Österreichs über die Bühne. Mit Schneeschuh-Schnuppern zum Auftakt und dem Schnee-Schuh-Gaude-Lauf zum Finale. Umrahmt wird das Festival von Vorträgen u.a. zum Thema Gesundheit und einem Workshop „Bau dir deinen eigenen Schneeschuh“. Und um das Erlebnis besonders intensiv zu gestalten, kann in einer luxurösen Jurte im winterlichen Ambiente übernachtet werden. Rodeln. Ein echter Evergreen des Winters in Österreich ist das Rodeln – und das heute längst nicht nur tagsüber: Auf vielen Rodelbahnen sind Flutlichtanlagen in Betrieb, die das Vergnügen bis in die Nacht hinein möglich machen: Etwa auf dem Hirschenkogel am Semmering, wo die europaweit stärkste Lichtanlage die drei Kilometer Länge ausleuchtet. Am Wildkogel in Salzburg findet sich sogar die „wahrscheinlich längste beleuchtete Rodelbahn der Welt“, mit einer Strecke von 14 Kilometern. Wahre Naturfreunde machen es aber dennoch lieber so wie anno dazumal, als beleuchtete Rodelbahnen noch kein Thema waren – die Romantik aber umso größer. Man steckt sich eine Taschenlampe ein, nimmt einen Schlitten und spaziert damit langsam und gemütlich über verschneite Wege den Berg hinauf. 2020 Ski Guide Austria


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winter in österreich WINTERALTERNATIVEN: eislaufen, schlitten

Eislaufen. Ein Klassiker ist auch das Eislaufen: Für alle die nach einem Tag auf den Pisten Entspannung oder einfach Abwechslung suchen, ist eine Runde auf einem der zahlreichen Eislaufplätze genau das Richtige. In ganz Österreich gibt es unzählige Möglichkeiten dazu – entweder auf Kunsteislaufbahnen, Eisringen, Natureislaufplätzen oder den vielen Teichen und Seen. Es geht nichts über den Genuss, über Spiegeleis zu flitzen und gleichzeitig das Geschehen im Wasser unterhalb zu beobachten. Alles, was dazu nötig ist, sind ein paar Schlittschuhe und schon kann es losgehen. Das wohl beeindruckenste Eislauferlebnis in Österreich gibt es auf dem Kärntner Weissensee – auf bis zu 25 Kilometer perfekt hergerichteten Natureislaufbahnen. Der 6,5 Quadratkilometer große See ist die größte beständig zufrierende Natureisfläche Europas. Von Mitte Dezember bis Anfang März tummeln sich dann auf der bis zu 40 Zentimeter dicken Eisdecke nicht nur Eissportler, man begegnet auch Pferdeschlitten oder Winterwanderer, die die einzigartige Kulisse genießen. Am Weissensee gibt es zudem die einzige Eislaufakademie auf Natureis. Der Weissensee ist auch Austragungsort der alternative Elf-Städte-Tour, an der jedes Jahr rund 5.000 Niederländer teilnehmen – diese Saison von 19.01. - 01.02.2020. Und als Ergänzung gibt es hier auch Touren mit wintertauglichen Fat-Bikes. Iglu bauen, Hunde- und Pferdeschlitten. Neben den bisher genannten Skifahr-Alternativen haben sich weitere Wintervergnügen etabliert, die das bestehende Angebot um reizvolle Möglichkeiten ergänzen: So garantiert etwa das, was für die Menschen aus dem hohen Norden früher überlebensnotwendig war – der Bau von Iglus – den Wintergästen heute einen Hauch von Abenteuer. Bei Seminaren in Ebensee kann unter fachkundiger Anleitung nach überlieferter Inuit-Tradition ein Schneehaus errichtet werden – ein echtes Erlebnis. Auch für Hundeschlittenfahrten gibt es mittlerweile Workshops: Dabei erfährt man Wissenswertes über Haltung und Wesen eines Huskys, worauf es beim Lenken des Schlittens ankommt und auf welche Ski Guide Austria 2020

Kommandos ein Schlittenhund hört. Im Vorarlberger Brandnertal bietet Husky-Toni sogar einen Schlittenhundeführerschein für Kinder ab acht Jahren an. Auch auf der Turracher Höhe werden Husky-Workshops angeboten – inklusive Ausfahrt über einen drei Kilometer langen Rundkurs. Noch öfter als temperamentvolle Hunde werden andere Vierbeiner eingespannt, um ein besonderes Vergnügen zu bieten: Im Pferdeschlitten gemächlich durch die stille Winterlandschaft zu gleiten, nachdem man sich fest in die warme Wolldecke und natürlich auch aneinander gekuschelt hat. Ein Geheimtipp nicht nur für Verliebte, der in vielen Wintersportorten angeboten wird. Für kleine Pferdefreunde und -freundinnen ab zehn Jahren bietet das Familienhotel Beck in Brand etwa eine Kombination aus Reitstunde oder Ausritt plus Skibzw. Snowboard-Unterricht samt Skipass an. Wer es ebenfalls bequem aber technischer mag, kann in Serfaus-Fiss-Ladis geführte Segway-Trekking-Touren im Gelände unternehmen – und auf einem 6.000 m² großen Hindernis-Parcours den Umgang damit üben. Neuerdings sehr beliebt sind auch Fahrten mit dem Pisten-Bully. Etwa in Saalbach-Hinterglemm, wo Sie in einer eigenen Snowmobil-City selbst Skidoo und Pistenraupe fahren oder mitfahren können. Auch in Kitzbühel kann man mit dem Motorschlitten seine Runden über einen eigens präparierten Parcours ziehen – ebenso wie auf der Turracher Höhe, wo zweistündige geführte Touren angeboten werden. In Zell am See/Kaprun oder Schladming wiederum ist es möglich, an Bord einer elf Tonnen schweren und 500 PS starken Pistenraupe über die schneebedeckten Hänge mitzufahren. Adrenalinkick mit Action-Sport. Adrenalin verspricht auch die Fahrt mit dem Flying Fox XXL in Saalbach oder eine spektakuläre bis zu 84 kmh schnelle und zwei Kilometer lange Talabfahrt mit dem neuen Ischgl Skyfly. Aktionsreich ist auch die Ausbildung, die Hubert Neuper in seiner Skisprungschule anbietet: Dort kann man sich nach den Methoden des ehemaligen Skiflug-Meisters die richtige Technik aneignen. Anfahrtshocke, Absprung und Telemarkwww.derskiguide.at


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winter in österreich WINTERALTERNATIVEN: Flying fox, eisklettern, snowkite, Ballonbahren

landung stehen auf dem Lehrplan. Kaum weniger aufregend, geht es im Tiroler Tannheimer Tal zu, wo ab Mitte Dezember ein wettersicherer Eisturm zum Klettern bereitsteht. Für professionelle Tipps und Tricks steht ein Bergführer zur Seite, der bei Bedarf auch als Seilpartner einspringt – Ausrüstung kann vor Ort ausgeliehen werden. Für alle Extremisten, die sich ihren Kick in steilen Eiswänden holen wollen, gibt es österreichweit reichlich Gelegenheit dazu: Der Eisklettergarten Lech am Arlberg ist ein optimales Gelände für Anfänger und guter Übungsplatz für fortgeschrittene Iceclimber. Für ambitionierte Eisfallfreaks werden Eistouren auf einem der vielen gefrorenen Wasserfälle in der Umgebung organisiert. Im Klostertal können Eiskletterer am Fallbach und im Brandnertal auf gefrorenen Wasserfällen klettern. In der Eisarena am Pitztaler Gletscher in 2.800 Meter Höhe kann ebenso in eisigen Wänden geklettert werden wie im Ötztal, im Kaunertal, in Finkenberg im Zillertal oder im Pustertal in Osttirol. In Salzburg bieten sich in Uttendorf-Weißsee sehr gute Voraussetzungen, um das Eisklettern unter kontrollierten Bedingungen auszuprobieren und in der Steiermark ist das in der Alpinschule NoLimit in Bruck an der Mur möglich. Und „last but not least“ kann in Kärnten im Maltatal und im Eisklettergarten Heiligenblut diesem Actionsport gefrönt werden. Frei wie ein vogel. Stark im Kommen ist seit einigen Jahren auch das Snowkiten: Auf Snowboard oder Ski lassen sich die Snowkiter von einem großen Lenkdrachen – dem Kite – mithilfe der Windkraft über verschneite Wiesen ziehen – und zwar aufwärts und abwärts. Snowkiten ist vor allem für jene Wintersportler interessant, die auf Schnee und Wind stehen, nicht jedoch aufs Anstellen am Lift und auf Einschränkungen im Gelände. Über verschneite Wiesen gleiten und lange Tiefschneehänge durchqueren – beim Snowkiten verschmelzen gewissermaßen Himmel und Erde. Sprünge bis zu 200 Meter Weite und 20 Meter Höhe jagen das Adrenalin durch den Körper. Gegenüber der Variante zu Wasser hat das Snowkiten einige Vorteile: Kiten auf Schnee ist leichwww.derskiguide.at

ter als auf der Wasseroberfläche, da die geringere Reibung schon bei schwachem Wind ein schnelles Tempo ermöglicht. Unbequeme Wasserstarts fallen weg, und schon ein leichtes Lüfterl reicht, um den Kiter in Bewegung zu setzen. In Bergnähe hebt allein schon das Absinken der kalten Luftmassen den Drachen in die Höhe. Anfänger sollten ihre ersten Erfahrungen jedenfalls in einer Kiteschule sammeln – denn ganz ungefährlich ist dieser Actionsport nicht. Empfehlenswerte Adresse für diesen Trendsport ist die Snowkiteschule Austria in Thalgau bei Mondesee, die jährlich den Snow-Skite-Worldcup ausrichtet. Von diesen Pionieren des Snowkitens kann man von Mitte Dezember bis Mitte März beim Unterricht in Theorie, Sicherheit, Kitehandling und Schneetraining das Surfen auf Schnee lernen. Ballonfahren. Im Hochwinter – 2020 konkret vom 25.Jänner bis 2. Februar richten sich in der Region Kaiserwinkl – Kössen die Blicke nach oben: Bis zu 50 Heißluftballone zieren da den Winterhimmel. Die bunten Punkte am Himmel sind eine absolute Attraktion. Um so größer wird sie, fährt man selbst mit. Wer „mitfliegt“ sagt, dem kommt der Fauxpas teuer zu stehen. Bei der täglichen Morgeninformation für die Piloten gesellt man sich als Passagier dazu, denn während der Ballonwoche sind Plätze ab 220 Euro zu ergattern. „Wir wollen den Gästen ein optimales Ballonerlebnis bieten, deshalb starten wir nur bei klarem Wetter“, sagt Helmut Winkler, der als Eigentümer von Tyrol Ballooning das „Kaiserwinkl“Gefährt steuert. Für besondere Gäste macht er schon mal eine Ausnahme und lädt bei nebeligem Wetter zu einer kurzen „Hüpferei“, bei der er einmal zum Gaudium der Passagiere kurz am Walchsee-Eis aufsetzt. Passagierfahrten mit Winkler sind auch das restliche Jahr möglich, wobei kaltes, klares Winterwetter ideal ist. Für den Ballon, selbst sollte man sich entsprechend warm einpacken. Partytime bietet während der Ballonwoche das Night Glowing, bei der einige Ballone leuchtstark aufgeheizt werden: Heiße Luft im Rhythmus heißer Musik, als ein Topevent in der sonst eher beschaulichen Region. 2020 Ski Guide Austria


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winter in österreich rodelbahnen

Arnoldstein - Dreiländereck 8,4 Kilometer, Leicht Auffahrt mit Sessellift. Gemütliche Naturrodelbahn im Dreiländereck Österreich, Slowenien und Italien. Die Strecke ist einfach zu befahren und für alle Altersklassen gut geeignet.Info-Tel.: +43 (0)42 55 / 25 85-0

Bramberg - WILDKOGEL

© Zauchensee Liftgesellschaft

© Tom Lamm | ikarus.cc

Pfeifferköpfl, 14 Kilometer, leicht bis mittelschwer. 1.300 Meter Höhenunterschied! Mit dem Lift der Smaragdbahn (dienstags und freitags bis 18.30 Uhr in Betrieb) erreicht man die mit einer Gesamtlänge von 14 km längste beleuchtete Rodelbahn des gesamten Alpenraums. Täglich bis 22 Uhr bestens ausgeleuchtet.  Info-Tel.: +43 (0)720 710 730

Radstadt Eine wunderschön gelegene, autofreie Rodelbahn von sechs Kilometern Länge. Nutzbar täglich während des Liftbetriebs von 9.30-17.30 Uhr Zusätzlich gbit's Dienstag und Freitag Nachtrodeln von 18.00-22.30 Uhr, (Liftbetrieb bis 21.00 Uhr) Info-Tel.:+43 (0)6452/7479 oder (0)6452/7472

Hundsmarhof - Bad Bleiberg

© Tirol Werbung/Verena Kathrein

4 Kilometer, Mittelschwer Anstieg zu Fuß. Aufgrund des kaum steilen Gefälles mit durchschnittlich 14,4 Prozent ist diese Naturrodelbahn für Jung und Alt gut geeignet. Das Gasthaus Hundsmarhof bietet außerdem die Möglichkeit zur gemütlichen Einkehr.  Info-Tel.: +43 (0)42 44 / 23 12

Spieljoch - Fügen im Zillertal 5,5 Kilometer Ein seltener Fall: Anlässlich des Baus der neuen Spieljoch-Bahn ab Fügen wurde eine komplett neue Rodelbahn errichtet. 5,5 km lang führt sie von der Bergstation zur Mittelstation und kann täglich von 8:30 Uhr bis 16:30 Uhr benutzt werden.  Info-Tel.: +43 (0)52 88 / 62 991 Ski Guide Austria 2020

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rodelbahnen

Kogl - Reith 10 Kilometer, Leicht Mit dem Lift geht es aufwärts. Dann präsentiert sich eine gemütliche und einfache Rodelabfahrt mit einem herrlichen Panoramablick über Ziller-, Inn- und Alpbachtal. Info-Tel.: +43 (0)53 37 / 62 674

semmering Zauberberg 3 Kilometer, Mittelschwer Auffahrt mit Gondelbahn. Abwechslungsreichen Strecke, gespickt mit fantastischen Bauwerken, Tunnels und Lichteffekten. Für Kinder und erwachsene Rodler gleichermaßen ansprechend. Abends beleuchtet, mit Rodelverleih. Info-Tel.: +43 (0)26 64 / 80 38

Tschagguns - Vorarlberg Latschau-Gauertal, 9 Kilometer, Leicht Naturrodelbahn mit einem Durchschnittsgefälle von 13 Prozent, bei guter Schneelage täglich geöffnet. Möglichkeit zum Nachtrodeln jeden Freitag und Samstag von 18.00 bis 21.30 Uhr.Info-Tel.: +43 (0)55 56 / 72 457

Rohrmoos - Steiermark 8 Kilometer, Leicht bis Mittelschwer Mit Lift. Ausgangspunkt dieser sehr gut präparierten Rodelbahn ist direkt auf dem Gipfel der Hochwurzen – täglich bis 23.30 Uhr (außer sonntags) in Betrieb. Zur Rodelbahn hin und retour fährt ein Nachtbus, der bis 1 Uhr nachts unterwegs ist. Info-Tel.: +43 (0)36 87 / 61 147

Pinnistal 8 Kilometer, Mittelschwer Mit Elfer-Lift. Naturrodelbahn, die Richtung Neder führt und von 10.00 bis 17.00 Uhr in Betrieb ist. Zwei Einkehrmöglichkeiten im Streckenverlauf bieten Gelegenheiten für eine kleine Pause. Ein Shuttledienst (halbstündlich) sorgt für eine bequeme An- und Abreise. Info-Tel.: +43 (0)52 26 / 22 28 www.derskiguide.at

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Funsportarten Snowbike und Skidoo

Action und Spaß im Schnee Snowbiken und Skidoo-Fahren sind leichter als gedacht

© Fred Fettner, Günter Fritz

Der Ski Guide Autor Günter Fritz rast in Obertauern nach kurzer Einweisung mit dem Snowbike die Pisten runter.

Auf der Piste muss man nicht nur mit Skiern oder Snowboard unterwegs sein, auch der gute alte Skibob ist immer noch eine Alternative. Heute hört das Sportgerät allerdings auf den wesentlich hipperen Namen Snowbike. Das Grundprinzip ist zwar dasselbe, dennoch hat das Snowbike nur noch bedingt etwas mit einem Skibob zu tun. Es ist wesentlich komfortabler, gut gefedert und lässt sich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ganz leicht bedienen.Steuerung und Richtungswechsel funktionieren einfach nach dem Prinzip der Gewichtsverlagerung, wobei der Trick ist, beim Kurvenfahren mit dem Kopf nach oben – also in Fahrtrichtung – zu schauen und schon passiert die Drehbewegung fast wie von selbst. Die Miniskier auf den Füßen spielen dabei nur eine untergeordnete und höchstens unterstützende Rolle. Beim Training in Obertauern mit den Snowbike-Profi Hermann Koch lernten die Ski Guide-Autoren das Fahren in einigen wenigen Schritten – und binnen zwei Stunden. Und danach ging es bereits die anspruchsvolle Zehnerkarpiste ohne wesentliche ProbSki Guide Austria 2020

leme herunter. Die erste Phase des Kennenlernen mit den Snowbike erfolgte im Flachen mit anschließender kurzer Abwärtsfahrt. Danach ging es bereits mit dem Sessel den Sonnenlift hinauf, was eine gewisse Herausforderung darstellte – insbesondere was den Transport des seitlich am Sessel eingehängten Snowbikes betraf – sowie das Aussteigen aus dem Sessellift. Aber auch das bekommt man mit entsprechender Anleitung spätestens beim zweiten Mal hin. Mit der Gondel ist der Aufstieg ohnehin kein Problem, zumal sich das moderne Snowbike zusammenklappen und somit einfach transportieren lässt. Technisch hat man als durchschnittlich begabter Wintersportler das Fahren mit dem Snowbike wie gesagt bald drauf und es macht auch durchaus Spaß. Kurve um Kurve geht’s abwärts und mit jedem Versuch wird das Fahren flüssiger, einfacher und schneller. Auch das Bremsen sollte dann kein Problem mehr sein. Spannend wird es höchstens dann, wenn man mit dem Bike wirklich schnell unterwegs ist, dann sollte man schon konzentriert bleiben. Ob das Snowbiken für eingefleischte Skifahrer oder Snowboarder tatsächlich eine echte www.derskiguide.at


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Snowbike und Skidoo

und längerfristige Alternative darstellt, muss jeder für sich selbst entscheiden – eine Abwechslung, die zwischendurch Pepp ins Winterurlaubserlebnis bringt, ist es jedenfalls allemal. Dass man abseits der Pisten nicht nur Winterwandern oder Rodeln kann, zeigt sich beispielsweise in der Salzburger Region Saalbach-Hinterglemm: Dort befindet sich in Vorderglemm im Ortsteil Jausern oberhalb des Tales die Snowmobil-City, die erste Flutlichtsnowmobilanlage im Land, wo man selbst Skidoo fahren oder mitfahren kann. Ein attraktiver knapp 500 Meter Rundkurs mit zahlreichen Kurven, Steigungen und Abwärtspassagen verspricht Spaß und Action, fordert aber auch Neulinge – und es ist ratsam das Fahren behutsam anzugehen. Zumindest solange bis man raus hat, wie das Gefährt genau reagiert und auf welchen Streckenteilen welche Geschwindigkeit möglich ist. Besonders in den ersten Runden und in den Kurven empfiehlt es sich an die Fahr- und Sicherheitstipps, die einem vor dem Start gegeben werden, zu halten. Die Fahrten werden von einem Kontrollzentrum an der Boxengasse aus kontrolliert und von dort werden die Skidoos bei Bedarf wieder zurückgerufen. Gefahren wird mit Freestyle Back Country Skidoos mit 300-Kubik-Rotax-Motoren und einer Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern. Helme – das Tragen ist Pflicht – werden zur Verfügung gestellt. Skibrillen sollte man selbst mitbringen ebenso festes Winterschuhwerk – das Tragen von Skikleidung wird empfohlen, das von Skischuhen ist dagegen nicht erlaubt. Jeder fährt übrigens auf sein eigenes Risiko. Wer unter 15 Jahre alt ist, darf nur als Passagier mitfahren. Und wer den Eindruck macht, möglicherweise andere zu gefährden oder alkoholisiert zu sein, dem wird die Benutzung der Anlage verwehrt – das ist auch gut so. Das Fahren selbst macht tatsächlich Spaß – Gas geben und schon geht’s zur Sache! Wer den Parcours unbeschadet bewältigen will, sollte bestimmte Hinweise unbedingt einhalten: Als erstes einmal die Reißleine an der Kleidung oder am Handgelenk befestigen, den Gashebel mit Gefühl betätigen und www.derskiguide.at

vorsichtig fahren. Und nicht vergessen in die Kurven hineinlegen. Im Prinzip funktioniert das Skidoo-Fahren ganz einfach: Das Gas ist rechts, um zu starten muss der Gashebel mit dem Daumen vorsichtig nach vorne gedrückt werden. Die Bremse ist links – um zu stoppen, ist der Hebel langsam zu sich zu ziehen. Wichtig ist, niemals gleichzeitig Gas zu geben und zu bremsen. Wichtig ist auch, den anderen Fahrern genug Platz zu lassen – und die eigenen Grenzen zu erkennen. Sowie natürlich auch die Streckenregeln zu beachten. Ein besonderes Erlebnis ist das Fahren mit Pistenraupen, das immer stärker nachgefragt wird. In der Snowmobil-City gibt es zwei 9.500 Kilo schwere und 250 PS starke Prinoth-Geräte, die auf einem alternativen, nahe gelegenen Kurs bewegt werden können. Insgesamt ist der Fahrspaß nicht nur aufregend sondern auch durchaus leistbar: Snowmobilfahren kostet pro Erwachsenen 25 Euro für 15 Minuten, die Miete für die ganze Strecke samt acht Skidoos für eine Stunde kommt auf 700 Euro. Das Pistenraupenfahren kostet etwas mehr: nämlich 145 Euro für 30 Minuten samt Einweisung und Aufsichtsperson bzw. 45 Euro nur das Mitfahren. Aber auch in Kitzbühel kann man mit dem Motorschlitten seine Runden über einen eigens präparierten Parcours ziehen – ebenso wie auf der Turracher Höhe, wo zweistündige geführte Touren angeboten werden. In Zell am See/ Kaprun oder Schladming wiederum ist es ebenfalls möglich, an Bord von elf Tonnen schweren und 500 PS starken Pistenraupen über die schneebedeckten Hänge mitzufahren.

Skidoo-Fahren ist in Saalbach-Hinterglemm, Kitzbühel und der Turracher Höhe möglich.

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© Carsten Göke

WINTER IN ÖSTERREICH

Hoch-Kultur Unterhaltung auf hohem Niveau Es müssen nicht immer Discoklänge oder Schmachtfetzen sein, die mit Skiurlaub harmonieren. Oder gar volksdümmliche Schunkler in Dirndl und Lederhosen. Klar, das gehört auch zum Après Ski dazu, doch leider dominieren sie auch manche der Großevents in den Skigebieten. Die Zeiten, in denen alle Altersschichten abdeckende Weltstars wie Elton John, Robbie Williams oder The Beach Boys winterliche Open-Air-Bühnen rockten – und es waren stets die Ischgler – scheinen vorüber. Ski Guide Austria 2020

Im Vorjahr brachen mit Helene Fischer die Schlagerzeiten aus, für diesen Winter zeichnet sich eine stilistisch und altersmäßig sehr bunte Mischung ab, wobei sich ein gemeinsamer Nenner findet: Überwiegend sind es deutschsprachige Klänge. Jedenfalls ist es schön, wenn auf Berghütten, bei Open Airs unter sternenklaren Winterhimmel oder abends in originellen Locations andere Klänge ertönen. Etwa bei Snow Jazz im Gasteinertal, wo man sich aber nun gänzlich für Abendkonzerte unter das www.derskiguide.at


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winter in österreich

© Jette Jors

Dach des Sägewerks Bad Hofgastein begeben hat. „Rund 20 Prozent unserer Besucher sind Einheimische, der Rest kommt extra zum SnowJazz: Aus Saalfelden, aber auch aus Long Island, USA“, ist Organisator Sepp Grabmaier stolz. Neue Gästeschichten werden auf diese Art (auch) in den Schnee gelockt. Das Lineup für 2020 stand aber noch aus, also nicht auszuschließen, dass es doch wieder kostenlose Sessions auf Berghütten geben wird. Ein ähnliches Feld beackert Saalfelden. Hier spielt das Skileben eher periphär ein Rolle, dafür wird auch der winterliche Ableger des berühmten Jazzfestivals schon zur Tradition. Junge internationale Jazzstars erfordern dabei eine intensive Auseinandersetzung mit ihrer Musik. Für dieses Jahr fällt die starke französische Präsenz auf: Mit dem Émile Parisien Quartet „Double Screening“ und dem Trio Aïrés. Parisien hat die Times als „Europas führenden Saxophonisten“ bezeichnet. Auf „Double Screening“ wechseln einander furiose Wildheit und tiefe Schönheit ab, als ginge es darum, rauschhafte Extase in einem Mix aus Chanson, zeitgenössischer ernster Musik, französischer und nordafrikanischer Folklore neu zu verorten.

Aura Dione

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© Kitzsteinhorn/Christian Koller

HOCHKULTUR

Wolfgang Ambros

„LANGSAM WACHS MA Z'SAMM“. Aufgrund dieses Klassikers hat das Kitzsteinhorn Wolfgang Ambros zum musikalischen Rahmen der Eröffnung der neuen Verbindung von Kaprun auf den Gletscher engagiert. Sogar in „großer Besetzung“ mit seiner Nr. 1 vom Wienerwald. Dazu geben auch „Granada“ ihr Stelldichein und die neue Bahn erstrahlt nur an diesem 30. November als nächtliche Lichtinszenierung. Da haben sie sich vielleicht etwas von Lech abgeschaut, wo die nächtlich bunten Gondeln jedes Jahr bei Electric Gondolas begeistern. Dort inklusive heißem DJ-Sound bei der Gondelauffahrt! Weil aber eine Woche nach dem Kitzsteinhorn auch auf der Schmittenhöhe eine neue Bahn eröffnet wird, will man gegenüber den Gletscher-Nachbarn nicht zurückstehen. Richtig: Dort Ambros, hier Fendrich. Und garniert wird der große Auftritt von der dänischen Singer-Songwriterin Aura Dione. In Schladming versucht man diesen Winter unterschiedliche kulturelle Erwartungen zu erfüllen. Ehe es Richtung Saisonschluss zur „lustig samma“ Puntigamer-Musikanten-WM geht, erklingt zum Saisonstart Electronic Dance-Music! Mit 60 Metern Breite und 40 Metern Höhe ist die Bühne zugleich die größte Gondel der Welt. Absolute TopDJs legen auf,Licht-, Laser- und Pyrotechnik sollen das Planai-Stadion in ein Meer aus Feuer und Farbe tauchen. Electronic steht traditionell auch in Sölden am Programm. 2020 Ski Guide Austria


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WINTER IN ÖSTERREICH

Am Nassfeld in Kärten setzt man auf zeitlosen Mainstream. Das Full-Metal-Mountain-Festival ist Geschichte, dafür startet man dieses Jahr mit Nena und zumindest 99 Luftballons in den Winter. Eine Generation deutscher Musik liegt zwischen dem Nassfeld und Obertauern. Seit Jahren tritt zum Saisonstart dort das Who-is-Who der jungen deutschsprachigen Szene auf. Da darf einer nicht fehlen: Deutschrapper CRO - „der mit der Pandamaske“. Bei diesem Thema fällt einem gleich Sido ein – und richtig, der ist zu Ostern auf der Ischgler Idalpe zu Gast. Im nicht ganz so stimmungsvollen Ambiente des Ischgler Opening-Concerts wird's bei den Berliner Seeed trotzdem lustiger zugehen. Der Arlberg nimmt auch musikalisch im Alpenbogen eine Sonderstellung ein. Da locken nicht nur die Electric Gondolas, da erlebt man vielleicht völlig überraschend an der Schlegelkopf-Bar einen DJ mit E-Geige auf einer improvisierten PistenbullyBühne. Abseits der Ö3-Tonalität verläuft in Lech auch der Saisonausklang. Beim Tanzcafé lockt in der ersten Aprilhälfte eine Fülle tanzbarer Musik. Egal ob In- oder Outdoor, der Eintritt zur Mischung aus Jazz, Funk, Swing, einem Schuss Hip-Hop, Pop und Elektro ist für alle kostenlos. Auf der anderen Bergseite rockt St. Anton diesmal mit Sarah Connor und Nico Santos lautstark in den Winter. Ein OpenAir-Event der Extraklasse. Ski Guide Austria 2020

© Murat Asian

Rainhard Fendrich

© Flesch Fotodesign

Hochkultur

Sido

Eine ganz andere Art des Winterfinales begeht übrigens das Goldgräberdorf Rauris vom 25. bis 29. März 2020. Mit den Literaturtagen.

FESTIVALS & EVENTS 2019/20 St. Anton am Arlberg Nico Santos + Sarah Connor Lech Fantastic Gondolas Ischgl Seeed

28.11.2019 29.11. - 30.11.2019 30.11.2019

Obertauern CRO 30.11.2019 Kaprun Kitzsteinhorn 30.11.2019 Wolfgang Ambros, „Granada“ Schladming Planai EDM-Line-up mit Dimitri 06.12.2019 Vegas & Like Mike u.v.m. Zell am See Schmitten 07.12.2019 Reinhard Fendrich, Aura Dione Nassfeld Nena 14.12.2019 Bad Kleinkirchheim 17.01. - 18.01.2020 Wenn die Musi spielt Saalfelden 3 Tage Jazz 17.01. - 19.01.2020 Gasteinertal Snow Jazz

12.03. - 15.03.2020

Lech Tanzcafé Arlberg 29.03. - 13.04.2020 Schladming Puntigamer 01.04. - 05.04.2020 Musikanten-Ski-WM Sölden 02.04. - 03.04.2020 Electronic Mountain Festival Ischgl Easter Concert Sido 12.04.2020

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VON LUST UND SICHERHEIT

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© Herbert Raffalt, © Günther Fritz (2)

Skitour Dachstein

Über den Dachstein Gletscher Österreichs National-Skitour Eines vorweg: Die Überquerung des DachsteinMassivs im Winter ist eine tolle Angelegenheit, die unvergessliche Ausblicke und Eindrücke garantiert. Sie ist vom Schwierigkeitsgrad her auch für normal trainierte Durchschnittskönner ohne weiteres zu bewältigen – ganz einfach ist sie dennoch nicht. Das hat vor allem mit den Wetterbedingungen zu tun. Die Tour, für die ein Tag einzuberechnen ist, hat nur bei schönem Wetter einen Sinn. Erstens macht sie nur dann auch wirklich Spaß und sind dann auch etwaige gefährliche Witterungsbedingungen wie plötzlich einfallender Nebel auszuschließen. Immerhin befindet man sich in rund 2.800 Metern Seehöhe in einem hochalpinen Gletschergebiet. Und deshalb musste der Ski Guide-Autor für die Österreichs Nationaltour im Frühling auch mehrere Anläufe unternehmen, bis es schlussendlich doch klappte. Ein erster bereits fixierter Versuch im Februar musste wegen einer mehrtägigen Schlechtwetterfront abgesagt werden und auch beim zweiSki Guide Austria 2020

ten Versuch im März, gab es in einer Ferienwoche nur einen Tag, der in Frage kam. Dann hieß es schnell handeln und einen Führer zu organisieren, um das Wetterloch zu nützen. Ein Führer ist auf jeden Fall sinnvoll, wenn man die Überquerung zum ersten Mal macht beziehungsweise man sich von der markierten Strecke weg direkt über den Gletscher bewegt. Im konkreten Fall war das aufgrund der vorherigen Kontakte nicht wirklich ein Problem und ich konnte mich einer kleinen Gruppe anschließen. Los ging es am Parkplatz in Schladming, wo Führer Heli die Gruppe traf und wo es mit dem Skibus hinauf nach Ramsau und von dort mit der Seilbahn von 1.700 Metern hinauf auf das Dachstein-Massiv ging. Seit einiger Zeit ist die Auffahrt nahe an den Felsen noch spektakulärer, denn Wagemutige können sich die auf der Freiluft-Plattform am Dach der neuen Seilbahn antun. Oben angekommen, bietet sich ein atemberaubender Ausblick in Richtung www.derskiguide.at


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Skitour Dachstein

Schladming/Planai und die umliegenden Berge, sowie – weniger eindrucksvoll, aber ebenfalls nett – auf das Gletscher-Skigebiet. Hat man sich daran satt gesehen geht es los und gleich kurz nach Beginn ist ein erster Aufstieg mit 100 Höhenmetern Richtung Dachsteinwarte zu bewältigen. Links liegt in Greifweite der 2.996 Meter hohe Dachsteingipfel. Die 25 Kilometer lange Tour ist grundsätzlich auch mit normalen Alpinskiern zu bewältigen, mit Tourenskiern geht es natürlich einfacher und man hat mehr Möglichkeiten, was die Routen angeht. Der erste Aufstieg dauert mit abgeschnallten Skiern vielleicht eine viertel Stunde und danach ist man zwar etwas außer Atem aber dafür richtig aufgewärmt. Dann die Entscheidung, wer den gekennzeichneten Skiweg am Rand des Gletschers nimmt und wer sich über den Gletscher traut. Dafür muss man schon geübter sein und Heli schickt die weniger guten Skiläufer daher auch in Begleitung auf den Skiweg. Bei zum Teil leicht gepresstem Schnee kann die Fahrt über den Gletscher schon eine Herausforderung sein – technisch und konditionell. Gut das wir Heli dabei haben, denn der kennt das Gebiet wie seine Westentasche und weiß, wo wir gefahrlos den Gletscher überqueren können. „Bei vier, fünf Meter Schneehöhe sind die Gletscherspalten kein Thema – dafür aber die Lawinengefahr an bestimmten Stellen und Hängen“. Das Wetter jedenfalls ist ein Traum, ebenso der Ausblick ins Oberösterreichische und Abfahrten wie aus dem Bilderbuch steht nichts im Wege. Zwischendurch wird pausiert und zusammen gewartet, die weitere Route besprochen und gemeinsam das Bergerlebnis genossen. Nach einer rund halb- bis dreiviertelwww.derskiguide.at

stündigen Abfahrt geht es ungefähr gleich lang wieder aufwärts in Richtung Simony Hütte, wo eine Mittagspause eingelegt wird. Ohne Tourenski ist dieser Aufstieg weniger empfehlenswert, weil auch um einiges anstrengender. In der in 2.205 Metern Höhe gelegenen Simonyhütte, einer Schutzhütte des Alpenvereins, treffen wir dann mit dem Rest der Gruppe zusammen und tauschen gut gelaunt unsere Erfahrungen aus. Zur Stärkung ein Krügel, eine g´schmackige Kaspressknödelsuppe, hausgemachter Apfelstrudel mit Schlag und Kaffee und weiter geht es Richtung Krippenstein. Von der Hütte weg verläuft die Tour auf dem Skiweg, der recht kupiert ist und bei dem immer wieder kleinere und leichte Aufstiege zu bewältigen sind. Das Gelände ist auch hier noch ansprechend alpin und geht sukzessive ins hochalmige über – die Blicke zurück sind eine Wucht. So geht es dann eine Zeitlang dahin bis man zum 2.100 Meter hohen Krippenstein – dem Freerider-Dorado kommt. Kurz zuvor – bei der 1.739 Meter hoch gelegenen Dachsteinalm kann man noch eine Rast einlegen, in der Sonne sitzen, die herrliche Landschaft genießen und dann mittels eines Ziehlift den letzten anstrengenden Anstieg umgehen. Es sei denn man macht oben angekommen noch einen Abstecher – entweder mit der Gondelbahn oder auf Skiern – rauf auf den Krippenstein um die folgende Talabfahrt von ganz oben anzugehen. Über die präparierte Abfahrtspiste geht es schließlich hinunter zur Talstation Krippenstein-Seilbahn in Obertraun auf 514 Meter Seehöhe. Und dort am Parkplatz wartet dann zu bestimmten Zeiten der Shuttlebus, der einen in einer knapp einstündigen Fahrt wieder zurück nach Schladming bringt. 2020 Ski Guide Austria


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winter in österreich

© Fred Fettner

Tiefschneeträume

Im Lungau auf Touren gekommen Direkt nebem dem Südporttal des Tauerntunnels liegt der Ausgangspunkt der schönsten Skitouren in die Tauern. Doch welch eine Distanz liegt zwischen dem dichten Verkehr hinter der Lärmschutzwand – und der schier unendlichen Weite des Nationalparks. Zum Einstieg in die Natur gilt es zuerst von Zederhaus beschaulich Richtung Riedingtal zu kurven, bis den Weg ein Schranken versperrt. Dort findet sich ein an tourentauglichen Tagen reichlich gefüllter Parkplatz auf 1.340 Metern, als Startpunkt zu einem im doppelten Sinne atemberaubenden Landschaftserlebnis. WC's und der eine Schneemauer entfernte, nicht funktionierende Piepserltester bilden die letzte Infrastruktur. Der Rest ist Kondition und Technik. Nach rund einer Stunde des ruhigen Aufstiegs an der Jagakeuschn (amtlich: „Gutshaus“) vorbei, sorgt Ski Guide Austria 2020

Guide Klaus Gruber für die erste kurze Rast an einer verfallenen Hütte, wo die Skiabfahrt vom Dach mit der Zwillingswand im Hintergrund ein stimmiges Foto abgibt. Ein erstes Durchatmen, das von den rasselnden Lungen einer im Eilzugstempo vorbeiziehenden tschechischen Speedgruppe beendet wird. Schließlich will man auch als Amateur die Felskarspitze so erreichen, dass die Abfahrt bei hellem Tageslicht genossen werden kann. Noch geht es weitgehend geschützt vom Wald nach oben. Nach knapp zwei Stunden klappt die Kinnlade nach unten: Die Wände der Kempen-Köpfe und das Weißeck sorgen für ein geradezu kitschiges Landschaftsbild, das von der kleinen Jagdhütte als Vordergrund noch www.derskiguide.at


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Tiefschneeträume

perfektioniert wird. Es ist faktisch Halbzeit und ein emotionaler Befehl zur Rast. Daran ändert auch nicht, dass schon die ersten Abfahrer entgegen kommen. Bis hierher war der Anstieg mit den Fellen recht einfach – und auch die nächsten Meter wirken eben. Warum man hier durch „Die Hölle“ geht? Auch Klaus vermag keine kundige Erklärung für diese geografische Bezeichnung zu liefern. Doch er weiß, dass man hier schon mal höllisch aufpassen muss. „Die Aufstiegsspur ist heute furchtbar angelegt“, beklagt er. Zu nahe an den Wänden – und auch die Künste von eben am Grat startenden Snowboardern verleiten ihn zum Kopfschütteln. Wer wie er einen Gutteil seines Jahres bezahlter – oder auch unbezahlter Weise im Hochgebirge zubringt hat nur mit entsprechend kundiger Über- und Vorsicht eine Chance, alt zu werden. Wir haben die Hölle, die mit einem steilen Anstieg endete, hinter uns gebracht und es lohnt am Grat der himmlische Blick ins weite Rund. Im Nordosten der Dachstein, im Westen der Großglockner, im Süden die Nockberge mit dem Hafer als einzigen 3.000er des Lungaus. Letzterer breitet sich tief unter uns aus. Ein eher verschlossenes Stück Salzburg, mit nur 20.000 Einwohnern und Mauterndorf als einziger Gemeinde die unter 1.000 Metern Seehöhe liegt. Wobei für diese Ausnahmestellung vielleicht in den Katakomben gemessen wurde. Österreichs Kältepol sichten die meisten Autofahrer nur, wenn sie bei der ungeliebten Mautstelle St. Michael, kurz zwischen Tauern- und Katschbergtunnel ins Tageslicht blinzeln. Dort unten liegt auch die edle Basestation für Lungauer Touren- und Skitage: Der Eggerwirt sprießt Jahr für Jahr im trauten Wettstreit des über die Jahrzehnte ähnlich aktiven Wastlwirt daneben. Zuletzt wuchs der Eggerwirt nicht mehr an Bettenzahl, sondern Spa-Quadratmetern und ist als Mitglied von „Bester Alpine Wellness“ und prominenter Gäste guter Hoffnung, höhere Qualität werde schlussendlich den Ausschlag geben. Guter Hoffnung war bei unserem Besuch auch die Tochter, die den Betrieb allmählich übernehmen soll. www.derskiguide.at

Es soll nicht der Eindruck entstehen, der Lungau stehe für „Tortouren“-Skilauf. Wer’s lieber ruhiger angeht, wird hier auch glücklich. Schon beim Sportfex, wo bestes Leihmaterial mit professioneller Beratung und persönlicher Begeisterung geboten wird. Keine Werbeeinschaltung, sondern unglaublich persönliches Service! Oder bei einer der Skitouren in die Nockberge. Das Teuerlnock (2.145 m) kann zwar auch ganz schön in die Beine gehen, aber es erweist sich als superbe Einsteigertour. Startpunkt ist der Parkplatz Sagschneider in St. Margarethen auf rund 1.100 Metern. Man geht gemütlich den Hohlweg durch den Laufnitzgraben entlang, in dem sich nur zwei umgestürzte Bäume als Hindernisse in den Weg legen. An windigen Tagen packt einem der Blasius erst viel später, oberhalb der Meisnitzeralm – sofern man nicht weiter im Sackgraben bleibt. Die meisten gehen aber schon zuvor nach rechts und gelangen so bis ins Skigebiet Aineck/Katschberg, konkret zur Branntweineralm. Prost. Der richtige Skitourengeher steigt vom Sackgraben durch den lichten Lärchenwald hinauf bis zur Sackalm auf 1.900 Meter. Den Gipfelsieg ließen wir sein, weil der Sturm zu heftig wurde. Und ehrlich gesagt: Ein Nock ist halt eine sehr runde Angelegenheit – und relativiert den Ehrentitel „Gipfel“. Die souveränen Schwünge ins Tal erfolgen dann nicht weit von der Aufstiegsspur, wobei Klaus uns den „Plattenpulver“ näher brachte. Richtig lässig ging’s nämlich nicht dort, wo der Schnee glatt, sondern wo er schuppig wirkte. Nur leicht windgepresst verbarg sich darunter wirklich eine Powderschicht. Wobei gesagt werden muss: Immer geht diese Rechnung nicht auf. Es ist keineswegs so, dass man im Lungau ausschließlich mit Fellen den Gipfelsieg angehen kann. An der Grenze zu Kärnten liegt mit dem bereits erwähnten Katschberg Lungaus Skigebiet mit den bei weitem größten Aufstiegskapazitäten. Fanningberg ist ein wirklich schneesicherer Geheimtipp. Zum Skipass Lungau gehören zusätzlich noch die Kleinliftanlagen von St. Michael, Schönfeld, Zederhaus und Lessach. Beim Lungo-Skipass ist mit Obertauern auch der nördliche Rand des Lungaus dabei. 2020 Ski Guide Austria


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© Heli Düringer

Skiride vorarlberg

Ski Ride Vorarlberg – Freeride de luxe Einmal quer durchs Ländle Eine Woche im Schnee, reichlich gefüllt mit Naturerleben, Tiefschneegenuss garniert mit überschaubaren Dosen an Anstrengung. Das kann nach dem letzten Schwung, der im Montafon an der Gargellen Talstation mit einem heißen Jagatee gefeiert wurde, bilanziert werden. Denn so klein kann ein österreichisches Bundesland gar nicht sein, als dass dessen Durchquerung auf Skiernnicht ein Hauch von Strapaze innewohnen würde. Die Durchquerung Vorarlbergs vom Kleinwalsertal bis ins hintere Montafon ist in der Komfortvariante Ski Ride Vorarlberg keine Extremtour: Sondern das ab 2.850 Euro kostspielige Luxusbeispiel dafür, wie der Touren- und Freerideboom in heimatlichen Gefilden optimal für Menschen aufbereitet werden kann, die es sonst zum Heli-Skiing in die kanadiSki Guide Austria 2020

schen Rockies treibt. Es findet nach individueller Terminvereinbarung für Gruppen von maximal sechs Personen statt. Neben den Übernachtungen und der Begleitung durch erfahrene Guides sind die Lifttickets, Transfers und der Gepäcktransport inkludiert. Logiert wird in Edelhotels, die Aufstiege werden zum größeren Teil zu Auffahrten, während hinunter der Tiefschnee verführt. Wenn irgendwas extrem ist, dann ist es das Vergnügen. Klar, bei so einem strahlend blauen Himmel braucht Begeisterung nur einen geringen Anstoß. Um gleich in der Früh loslegen zu können, führt nach dem Treff in Dornbirn der Kleinbus die abenteuerlustigen Skifahrer ins Kleinwalsertal. Mit dem Chesa Valisa in Hirschegg sind schon mal die ersten beiden Nächte mit gediegenem www.derskiguide.at


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Skiride vorarlberg

Komfort garantiert. Der erste Skitag wiederum dient dem Kennenlernen. Der Kollegen, der Guides, des Materials und seiner eigenen Fähigkeiten. Am „Einheimischentipp“ Walmendinger Horn ist von Beginn an ein Maß an Übermotivation garantiert. Schon am Vortag wurde die beste Tourenausrüstung mit Abfahrtsschwerpunkt eingestellt. Übersetzt heißt das, nicht ultraleichte Latten für Berghetzer sind gefragt, sondern ein für Pisten und Tiefschneeabschnitte möglichst optimaler, nicht zu schwerer Ski, wie ihn der Kästle FX94 mit Tourenbindung optimal repräsentierte. Zuerst geht’s mit der schon fast historisch anmutenden Gondel von Mittelberg hinauf, dann über die menscharmen Pisten, vor allem im Bereich des 4er-Sessellifts Muttelberg. Aber natürlich blieb es nicht dabei: Also von der Bergstation auffellen und dann über den manchmal schon leicht an den Nerven knabbernden Grat hinüber auf den Muttelberkopf, um eine sensationelle, unverspurte und durchaus fordernde Abfahrt durch den Pulver (ja, sagt ruhig Pulver zum Powder!) zu erleben. Einfach eine geile Line! Beim Ski Ride Test zog es dann nachmittags allmählich zu, doch bei der nicht als solche ausgeschriebenen Variante in den Talschluss namens Bad litt nur am Ende der Spaß an den Schneeverhältnissen. Übrigens stellte sich schon am ersten Tag heraus: Für Heli-Skiing muss keiner nach Kanada reisen. Es reicht der Ski Ride Vorarlberg, den Heli Düringer gemeinsam mit seinem Kollegen Moses begleitet. Moses garantiert wiederum einen besonders intensiven „Lawinencrashkurs“. Und das ist positiv zu verstehen. Manchmal rieselt der powder vom himmel. Damit muss man sich auch einmal abfinden. Auch wenn bei der Fahrt von Hirschegg hinauf zur IfenTalstation noch mehrfach die Sonne durchblinzelte. Zwei klassische, haubenlose Doppelsessellifte führen in die Gipfelregionen, dann wird aufgefellt und das Hahnenköpfle (2.085 m) erobert. Gefühlt eine Nordpolexpedition mit heftigem Schneefall und Wind. Die Querung über den mit Kalklöchern gespickten Gottesacker – ein Name als Programm www.derskiguide.at

– ist bei Sonnenschein ein sensationelles Naturerlebnis. Bei Nebel jedoch ein Naturabenteuer, das den Guides alles an Konzentration und ihren Schutzbefohlenen nicht weniger an Vertrauen abverlangt. Neben der Erfahrung am Gottesacker hilft auch das GPS den passenden Einstieg ins Kalbelegüntles zu finden. Es ist das Ende der Querung und Beginn der Abfahrt zur Schönenbachalm. Die Nacht und der bereits über elf Stunden alte Tag haben für mehr Schnee als erwartet gesorgt. Vorsichtig – und einzeln! – geht es vorerst mehr tastend in den 33 Grad-Hang, ehe die Sicht und der Schnee doch eine Reihe genialer Tiefschneeschwünge zulässt. Eng wird’s dann nochmals beim Schlupf, der ein paar Grad steiler, aber kürzer, die letzte, lustvolle Hürde vor der Almenwelt unter dem Ifen darstellt. Ab dort geht es sanft gleitend dahin bis nach einem kleinen Gegenanstieg das tief verschneite Vorsäß Schönenbach auftaucht. Es ist schon 14 Uhr vorbei und der bis dahin unterdrückte Hunger bricht voll hervor. Der mit altem Material wunderbar reduziert und doch im Wälderstil neu errichtete Gasthof Engleder kann als Zielpunkt betrachtet werden. Oder man hängt sich nach dem Essen noch verwegen an den Teambus um mittels Skijöring und später Schlittschuhschritten über die verschneite Straße hinaus in die aufkeimende Zivilisation des Bregenzerwaldes zu gleiten. Das moderne Hubertus Au erweist sich dabei als Komfortstation, die nach dem Übermaß an Natur besonders wohltuend empfunden wird. Tags darauf geht es auch absolut in die skitechnische Zivilistation Der Arlberg wartet und wenn es noch dazu ein Bilderbuchtag ist, dann ist er, viel zu schön, um sich auf Fotos zu konzentrieren. Genussvoll – auch wenn bei diesen Schneemengen das Vergnügen konditionstechnisch schon mal in Arbeit ausarten kann. Während am Vortag die Guides „spurten“, nämlich im Gelände, veranlasste uns der Teammanager selbst zu spuren. 8.05 Uhr war Transfer von Schoppernau mit dem Skibus nach Warth. Noch ehe die Lifte anfuhren, 2020 Ski Guide Austria


290  waren wir startklar, um nach einer kurzen Auf- und Abfahrt schließlich ins Gebiet von Lech zu kreuzen. Der Rest ein Traum in Weiß, Tiefschneehänge fordernd und vergnüglich, sowie Powder bis über die Nasenspitze. Ehrlich gesagt – die einzelnen befahrenen Hänge zu benennen ist nicht mehr zu schaffen. Aufgrund der Schneefälle galt es ja tunlichst nicht zu weit ins Gelände vorzudringen und vormittags war selbst am Arlberg noch nicht alles verspurt. Und das will was heißen. Dass nicht allzu weit von unseren ersten Tiefschneeabenteuern im Bereich Rotschrofen unterhalb des Mohnenfluh eine Lawine niederging, die einen „Spontaneinfahrer“, der sein LVS noch gar nicht eingeschaltet hatte, erwischte. Das Lawinenunglück geriet übrigens zum „Wunder“: Der Verschüttete wurde nach 1,5 Stunden noch ansprechbar geborgen.

Bocksäcklru benennt der Bregenzerwälder das uns anderntags erwartende Wetter. In Lautschrift. Dicke Flocken, Wind. Aber wir starten pünktlich um 9 Uhr hinunter zur Rüfikopfbahn. Oben gibt es exakt keine Wahl mehr, nur eine Piste Richtung Zürs offen, aber bald wird die Situation besser. Die sonst mögliche Tourenvariante über den Trittkopf und über die Galerie nach Stuben funktioniert bei so einer Lawinengefahr natürlich nicht. Bleibt der Bus nach Alpe Rauz, wo wir einmal mit der Valfagehrbahn kurz Tiroler Boden ankratzen. Rasant geht’s von dort runter nach Stuben über die breite Piste, dann weiter mit dem Postbus nach Klösterle zum Sonnenkopf. Der Schneefall hat sich gelichtet, es öffnete sich ein Panorama aus unverspurten Tiefschneehängen. Rasch beseitigen wir punktuell den jungfräulichen Zustand. Unser Lift war die Sesselbahn Obemuri, wo sich zwischen den Pisten absolut perfekte Vollbäder in weiß genießen lassen. Nach der Mittagsrast in der gläsernen Muttjöchle-Hütte folgt der Anstieg auf das Muttjöchle (2.076 m). Das nachmittäglich flache Sonnlicht verleitet zum Fotowahn – und es wird später. Als schweißtreibend erwies sich nach dem Gipfelfoto auch die Tourenabfahrt. Einigen Schwüngen im wohl hier um den einen Meter tiefen Schnee folgten ebene Wanderstrecken, die bei diesen Verhältnissen in die Beine gehen. Spaß macht natürlich in Folge die lange Abfahrt zwischen den Bäumen bis schließlich die ersten

© Markus Gmeiner Vorarlberg Tourismus, Heli Düringer, ©Fred Fettner (2)

Das strahlende Wetter blieb uns bis zur Edelrast im Hirlanda erhalten, dann kam Sturm auf. Es war nicht mehr ratsam den Weißen Ring über Zug zu komplettieren. Das Madloch war auch bald gesperrt. Doch unser Ersatz gilt nicht zu Unrecht als eine der besten Abfahrten der Vorarlberger Arlbergseite: Die Einfahrt ins hochalpine „Wiesele“ erfolgt rechts von der Madloch-Talstation. In mehreren Hängen mit nur kurzen Querungen landet man bei der Galerie zwischen Lech und Zürs. Mit dem Skibus geht’s retour zu einer Nacht in Luxus, im Hotel Goldener Berg Oberlech.

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Skiride vorarlberg

Pisten des kleinen Skigebiets Kristberg auftauchen. Längst war der Skibetrieb hier beendet, da kurvte unsereins die letzte Skiroute ins Silbertal bei Schruns. 17.22 zeigte die Uhr, als wir ausgepowert in den Teambus kletterten. Im Luxushotel Löwen in Schruns im Montafon wartete alles auf uns, was es zur Erholung braucht. Silvretta nova als groSSartiges finale. Dieses erwartete uns am sechsten Tag, der mit der Auffahrt mit der Hochjochbahn startet. Oben kann man sich fast täglich einem Powderprogramm anschließen, an Freitagen etwa dem Gipfelsturm Zamangspitze. Der steht auch am Ski Ride Programm, wenn nicht ein Schneesturm diesen Spaß verhindert und der Naturschnee für die Talabfahrt reicht. Wenn's dabei eng wird, kommt der Teambus auch mal über eine Forststraße entgegen. Der Aufstieg über den ausgesetzten Grat auf die Zamangspitze ist dabei gar nicht so ohne. Doch was folgt ist die längste Variantenabfahrt von 1.500 Höhenmeter! Und zwar nicht irgendwelche, sondern vor allem im obersten Bereich perfekte. Wobei für Abfahrten dieser Länge meist gilt: Abgesehen von richtig kalten Pulverschneetagen im Hochwinter, muss mit unterschiedlicher Schneequalität gerechnet werden. Wir haben uns oben mehr als nur einige Minuten Zeit genommen, um die optimalen Verhältnisse zu erhalten – und bei weiten Schwüngen im obersten Bereich ist die

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Rechnung auch voll aufgegangen. Geht es bis St. Gallenkirch hinunter, dann kann über der Straße schon wieder die Valisera-Bahn geentert werden, um auch dem endlosen Skigebiet der Silvretta Nova einen Besuch abzustatten. Es bleibt ein kurzer, denn oben wartet als ein letztes Highlight, eine der Tourenabfahrten in Richtung Gargellen. Zuerst eine Mutprobe, denn wir wählen eine Scharte, die wir durch ein Seil gesichert queren. Aber dann – eine traumhafte Tour. Klappt diese Variante lawinentechnisch nicht, geht es per Teambus nach Gargellen. Dort warten spektakuläre Hänge wie Nidla, Rinderhütte, Täli und natürlich der Madrisa Steilhang. Auch bei Lawinengefahr warten pistennah – vor allem im Waldbereich – immer wieder spektakuläre Tiefschneeabschnitte, die Spaß machen. Die Topausrüstung sorgt zusätzlich für die nötige Sicherheit, sich mit den weißen Polstern auf Baumstumpfen und Hügeln zu „spielen“, wie es Heli formulierte. Das Spiel sorgte dafür, dass – ohne Mittagsrast – um 15.30 Uhr die Wadeln doch noch ordentlich brannten. Zeit für eine Dusche und die letzten gemeinschaftlichen Stunden im Traditionshaus Madrisa, wo sich am abendlichen Kaminfeuer Geschichten aus der Geschichte dieses Hochtales zu den Stories mischen, welche die Ski Ride Vorarlberg Rückkehrer bereits zur Unterhaltung beitragen können.

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© TVB Silian/www.andifrank.com

Das Skifahren im freien Skiraum bei optimalen Bedingungen ist das größte Vergnügen.

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Touren und Freeride-Varianten Die Freuden jungfräulichen Schnees TOURENGEHEN. Das Naturerlebnis in ruhiger, unberührter Winterlandschaft, das Erfolgserlebnis nach einem gelungenen Aufstieg, der Aufenthalt am Berggipfel oder in einer Schutzhütte und die anschließende Abfahrt durch unverspurte Tiefschneehänge finden immer mehr Anhänger. Zu Recht: Denn im Vergleich zu überfüllten Skipisten, wo es schon mal recht gefährlich zugehen kann, ist man beim Tourengehen ziemlich allein auf weiter Flur – von den unmittelbaren Tourenkameraden einmal abgesehen. Der momentane Boom kommt daher nicht überraschend. Die Möglichkeiten zum Tourengehen sind in Österreich sowohl für Anfänger, Fortgeschrittene als auch für Könner wirklich enorm: Egal ob am Arlberg, im Montafon, im Gasteiner Tal, am Dachstein-Massiv, am Kärntner Dobratsch, auf der steirischen Hohen Veitsch oder am niederösterreichischen Schneeberg – überall gibt es interessante größere und kleinere Gebiete. Aber Vorsicht – und das nicht nur aus Gründen der potenziellen Gefahren im freien Gelände. Gerade, weil das Tourengehen so beliebt geworden ist, hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Auseinandersetzungen gegeben, wo der Aufstieg erlaubt ist oder nicht. Insbesondere das Gehen entlang von Skipisten – eine besonders gern frequentierte Variante – hat zahlreiche Skigebietsbetreiber wegen möglicher gefährlicher Zwischenfälle zu Reglementierungen veranlasst. Entweder, dass eigene kostenpflichtige Parkplätze eingeführt wurden wie z.B. am Unterberg in Niederösterreich oder Skitouwww.derskiguide.at

rengeher gar als unerwünscht angesehen werden. Doch das sind eher die Ausnahmen: Manche Gebiete haben sich sogar darauf spezialisiert wie etwa die Aflenzer Bürgeralm, wo es seit einigen Jahren ein eigenes Skitouren-Anfängerzentrum gibt. Am oberösterreichischen Kasberg wiederum wurde eine eigene Aufstiegsspur für Tourengeher bis ins obere Skigebiet installiert – samt Ausrüstungsverleih im Tal. Und am Annaberg in Niederösterreich gehören die Pisten nach Liftschluss einmal in der Woche, am Donnerstag, den Skitourengehern – ebenso wie am Kärntner Dreiländereck. Und in St. Corona im Wechselgebiet werden Tourengeher sogar ausdrücklich willkommen geheißen und dürfen die Pisten während der Betriebszeiten kostenlos benutzen – soferne sie sich an die dortigen„Regeln für Skitourengeher“ halten. Auch aus diesen Gründen geben wir hier auch nur einige wenige konkrete Empfehlungen ab, um einen kurzen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten zu geben und um Lust auf mehr zu machen. Eine vollständige Auflistung der Tourenmöglichkeiten ist ohnehin kaum möglich: Am besten ist es jedenfalls, sich vorab in einem Tourenführer zu informieren oder bei einem längeren Aufenthalt vor Ort Erkundigungen bei den Tourismusverbänden oder Skischulen einzuholen. Eine sichere Quelle und zudem Anlaufstelle für Tourenausbildungen ist auch der Österreichische Alpenverein. 2020 Ski Guide Austria


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Doch bevor es soweit ist, müssen die Tourenfans und solche, die es noch werden wollen, einmal die richtige Technik beherrschen: Denn erst der Aufstieg, dann das Abfahrtsvergnügen. Tourenfans müssen sich jeden Höhenmeter durch stiebenden Tiefschnee aus eigener Kraft erarbeiten. Damit am Gipfel die Energiereserven auch noch für die Abfahrt reichen, ist neben der entsprechenden Kondition auch eine saubere Aufstiegstechnik notwendig – denn diese schont die Kraftreserven. Dazu hier einige Tipps: Beim Gehen sollten die Füße nicht zu stark angehoben werden, die Bewegung erfolgt wie beim Langlaufen im Diagonalschritt. Die Stöcke werden gegengleich zu den Skiern eingesetzt. Bei steileren Pisten unterstützen sie so das Abdrücken von den Beinen. Bei Flachstrecken kann eventuell eine Gleitphase eingebaut werden. Nur die Ferse wird angehoben, so können größere Strecken mit wenig Kraftaufwand bewältigt werden. Lediglich bei tiefem Schnee oder dünner Harschdecke, die beide nicht tragen, empfiehlt es sich, die Skispitzen anzuheben, um so die Schneedecke zu durchbrechen. Ebenfalls ist es wichtig, sich die eigenen Kräfte gut einzuteilen und sich an das Motto der Sherpas im Himalaya zu halten, das da lautet: „Wer schnell auf einen Berg will, muss langsam gehen.“ Ein weiteres Kriterium ist eine ökonomische Spuranlage. Aufstiegsspuren in der Falllinie sind bestenfalls für austrainierte Athleten machbar, wer aber den Aufstieg einigermaßen kräfteschonend hinter sich bringen will, sollte auf eine gleichmäßig ansteigende, nicht zu steile Spur achten. Ab einer Hangneigung von rund 30 Grad wird das Gelände so steil, dass eine Spitzkehre erforderlich wird: Dann sollte man die Spur vor der Kehre um einiges flacher ziehen, um für den Richtungswechsel einen sicheren Stand zu haben. Bei der Spitzkehre wird der Bergski zuerst umgelegt. Danach den ersten Stock nach oben setzen und das Gewicht ganz auf den oberen Ski verlagern. Jetzt Ski Guide Austria 2020

wird der untere Ski angehoben, und mit einem kurzen Druck der Ferse wird die Skispitze dazu gebracht, in Richtung der Knie zu schwenken. So kann der Ski problemlos gedreht und leicht neben dem anderen in die Spur gesetzt werden. Um im steilen Gelände nicht überfordert zu sein, sollten Sie das Umsteigen zuvor jedenfalls einmal in flacherem Gelände ausprobiert haben. Ist der Hang weniger steil, sollte man in den Kehren auf kräfteschonendes Bogentreten setzen und seine Spur sanft gekurvt in den Hang legen. Anstrengend ist es auch, wenn der Ski unvermittelt in der Spur zurückrutscht, was in alten, vereisten Spuren oft passiert. In diesem Fall ist es hilfreich, entweder Harscheisen anzulegen oder eine neue Spur zu legen. Auf jeden Fall anzuraten ist, bei jedem Schritt in solchen Spuren möglichst viel Belastung auf die Ferse zu bringen, denn so halten Sie die Felle am besten in der Spur. Ein weiterer Tipp: Stöcke mit großen Tellern sinken im Tiefschnee nicht so leicht ein und helfen beim Vorwärtskommen. Empfehlenswert sind auch Teleskopstöcke, die beim Aufstieg etwas länger gemacht werden können und so einen besseren Vortrieb ermöglichen. Bei kleineren Abfahrten während des Aufstiegs müssen weder die Felle abgeschnallt noch die Bindung fixiert werden. Solche kurzen Zwischenabfahrten sollten leicht breitbeinig und ohne Belastung der Fersen bewältigt werden. FREERIDEN UND VARIANTENFAHREN. Das intensive Naturerlebnis, das Skifahren im freien Gelände und das Spurenziehen im Pulverschnee sowie die damit verbundene sportliche Herausforderung sprechen aber nicht nur Tourengeher an: Auch das Variantenfahren beziehungsweise Freeriden ist in den vergangenen Jahren immer populärer geworden. Dabei gab es diesen Sport – das Fahren abseits der gesicherten Pisten – bereits zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, als das alpine Skifahren noch in den Kinderschuhen steckte. Schon damals wurde die Einsamkeit der Berge genossen, die Lust an der Natur ausgelebt und dabei jungfräuliche www.derskiguide.at


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Spuren durch den Tiefschnee gezogen. Freeriden ist nicht nur Sport – es ist ein absolutes Erlebnis. Das Geheimnis des richtigen „Freeriding“ steckt im Ski. Freerideskier sind breiter als herkömmliche Carver, bis zu 14 Zentimeter an der Schaufel. So erhalten sie im Tiefschnee stärkeren Auftrieb und können fast schwerelos dahinschweben. Fahren abseits der präparierten Pisten ist jedoch nicht ohne Risiko. Unter makellos weißen Oberflächen lauern zahlreiche Gefahren. Jeder, der sich hierher begibt, sollte mit einem Verschüttetensuchgerät, einem sogenannten Lawinenpieps, ausgerüstet sein – am besten zusätzlich mit Lawinen-Airbag. Jede Abfahrt abseits der Piste sollte zuvor genau geplant werden. Vor allem sollten aber nur solche Abfahrten gewählt werden, die auch als Routen ausgewiesen sind. In einigen Skigebieten dürfen Skifahrer ohnehin nur in Begleitung eines Skiguides abseits fahren – was vor allem für Einsteiger und alle jene, die das Gebiet noch nie befahren haben, unbedingt empfehlenswert ist. Auch die diversen Verbotsschilder sollten unbedingt beachtet werden. Doch auch so lassen sich nicht alle Unwägbarkeiten ausschalten, etwa ein Geröllhaufen knapp unter der Schneedecke, der eine Abfahrt jäh stoppen kann und zur Erinnerung ein Loch im Belag hinterlässt oder eine bei diffusen Lichtverhältnissen „unsichtbare“ Schneewächte, hinter der es einige Meter bergab geht, was ganz schön gefährlich sein kann. Nicht jeder Steilhang ist befahrbar, und nach jedem Schneefall kann sich das Terrain verändert haben. Schneeverwehungen bilden manchmal Überhänge, die beim Überfahren als gefährliches Schneebrett abgehen. Für Einsteiger bietet sich die Teilnahme an einem der inzwischen von zahlreichen Skischulen angebotenen Freeridekurse an. Während in den USA der Anstieg in der Regel mit dem Helikopter bewältigt wird, ist das in Österreich nur in Ausnahmefällen möglich. Beim klassischen Freeriden in den Alpen wird der Berg mit der Seilbahn erklommen und vielleicht www.derskiguide.at

noch die letzte Strecke mit der Ausrüstung auf der Schulter durch den Schnee marschiert. TOLLE GEBIETE. Neben dem Stubaier Gletscher zählt der Arlberg mit dem „hinteren Rendl“ und den Abfahrten von Maroi oder Albonagrat zu den bekanntesten Tiefschneeparadiesen. Auch der höchstgelegene Skiort Österreichs, das Kühtai, wartet mit zahlreichen Tiefschneeabfahrten rund um den Kühtaisattel auf. Als Hochburg der Szene hat sich der erst zuletzt populärer gewordene Krippenstein im Salzkammergut bei Tiefschneefans einen Namen gemacht. Auch das Kitzsteinhorn positioniert sich mit seinen Möglichkeiten wie dem Backcountry der Langwiedbahn mit zahlreichen Rinnen, Powderlines, abwechslungsreichem Gelände und Naturpipes oder der Magnetköpflroute, die unterhalb der Gipfelbahn durch das gesamte Kar führt, als Freeride-Dorado. Zusätzlich werden Freerideworkshops und -camps angeboten. In Zell am See-Kaprun und SaalbachHinterglemm-Leogang können Freeride-Fans ebenfalls Mehrtagespackages mit staatlich geprüften Skiguides, Einweisung in den Umgang mit der Sicherheitsausrüstung, Leih- Freerideskiern, Rucksack mit Lawinenpieps, Schaufel und Sonde sowie Shuttletransfer zu und von den Skigebieten absolvieren – und sich so dem Fahren im freien Gelände annähern. Ein Tipp ist auch die Lehrtour „Sicher durchs Backcountry“ der Atomic Mountain Academy Tour Gnadenalm in Obertauern. Dabei können sich Tourengeher Kenntnisse rund um die Lawinenlage, Schneebeschaffenheit, Wetter, Skitechnik und Sicherheit aneignen. Die für bewältigbare LehrSkitour führt von der Gnadenalm in Obertauern über einen Forstweg und über offenes Gelände zur Tauernkarleitenalm – abgefahren wird anschließend entlang des Aufstiegs oder auf Varianten zwischen den Kehren des Forstwegs. 2020 Ski Guide Austria


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ST. ANTON - STUBEN AM ARLBERG Tourenmöglichkeiten gibt’s rund um St. Anton zur Genüge. Toll ist die Maroi-Abfahrt ins Verwalltal, eine einfache Varian­te ohne Aufstiege ab der Albona (Stuben). Querung in die weitläufigen Hänge des­­Milchbodens. Angenehm mittelsteile Tiefschneehänge, ­selten lawinengefährdet. Im Maroital gibt es dann kein E­ ntkomm­en, man gleitet hinaus bis zur Langlaufloipe und zum Rasthaus ­Verwall.

DOBRATSCH - Villach Der Villacher Hausberg, der 2.166 Meter hohe Dobratsch, ist, seit die Skilifte eingestellt sind, zum Dorado der Winterwanderer und Tourengeher geworden. Vom 900 Meter hoch gelegenen Heiligengeist aus geht es entlang der ehemaligen Pisten aufwärts Richtung Ludwig Walter Haus und Gipfel, von wo man einen tollen Ausblick auf die Karawanken und nach Italien hat.

DACHSTEIN Die Karsthochfläche des Dachsteinmassivs ist die Kulisse für Klassiker: Die Dachsteinüberquerung nach Obertraun und die Abfahrt durch das Edelgrießkar in die Ramsau gehören zu den ­beliebtesten Skitouren in Österreich. Zahlreiche Varianten zur Dachstein-Skiüberquerung stehen zur Auswahl. Und „last, but not least“, ist auch das Freerider-Dorado Krippenstein Teil der Dachsteingruppe.

Ifen - querung kleinwalsterl - bregenzerwald Zwei haubenlose Doppelsessellifte, Aufstieg zum Hahnenköpfle (2.085 m) und dann die beeindruckende Querung über den mit Kalklöchern gespickten Gottesacker – ein Name als Programm. Bei Nebel nur mit Guide! Abfahrt ins Kalbelegüntles, ein breiter 33 Grad-Hang, der lockere Tiefschneeschwünge ermöglicht. Eng wird’s beim ein paar Grad steileren Schlupf, der letzten, lustvollen Hürde vor der Almenwelt unter dem Ifen.

HOHE VEITSCH Die 1.911 Meter hohe Hohe Veitsch in den Mürzsteger Alpen ist ein beliebter Tourenberg für Obersteirer, Niederösterreicher und Wiener. Entweder Aufstieg von Mürzsteg und Niederalpl aus Richtung Meran-Haus oder von der Brunnalm kurz oberhalb der Talstation des Sonnkogel-Schlepplifts. Abfahrt über die Hochebene Richtung Niederalpl oder über die relativ steile Schallerinne. Ski Guide Austria 2020

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KRIMML Von der Kürsinger Hütte auf den Großvenediger (3.672 Meter). Von Neukirchen/Krimml durch das Obersulzbachtal, ab dem Frühjahr mit dem Nationalparktaxi. Von der Kürsinger Hütte in der Früh kurzer Aufstieg, Abfahrt auf das Obersulzbach-Kees. Anstieg zur anfangs flachen Venedigerscharte. Insgesamt 4,5 Stunden, technisch einfach. Hinunter wieder möglichst nahe der Aufstiegsspur. Spaltengefahr!

PITZTAL - Wildspitze Das Höchste, was Tirol so zu bieten hat. Zu begehen vom Bergsteigerdorf Vent im Ötztal oder leichter ab der Bergstation der Mittelbergbahn im Gletschergebiet. Entlang des Schlepplifts kurz bergab, ehe es leicht bergauf über den Gletscher nach Süden geht. Nach einer kurzen Steilstufe weiter über den Westgrat zum Gipfel (Gehzeit: zirka 3 Stunden). Die endlose Abfahrt zur Talstation folgt dem Taschachferner.

SCHNEEBERG - Puchberg Der 2.048 Meter hohe Schneeberg bietet wohl die anspruchvolls­ten Tourenmöglichkeiten in Niederösterreich. Die Wurzengraben-Route ist der absolute Klassiker in dem Gebiet. Ausgangspunkt ist Losenheim bei der Talstation des Sessellifts. Über die Skipiste zur Sparbacherhütte und von dort entweder über Fadensteig oder über den Fadenweg zur Heinrich-Kempelund zur Fischer-Hütte.

TAMSWEG - KRAKAUEBENE Von Tamsweg (S) oder Krakauebene (ST) erreicht man den Prebersee. Parken beim Wirtshaus Ludlalm. 4 Stunden sind für 1.200 Höhen­meter Aufstieg auf den 2.740 Meter hohen Preber zu kalkulieren. Das Gemeine daran: 800 Höhenmeter lang bleibt das Ziel vor Augen. In gleichmäßigen Schwüngen genüsslich wieder zu Tal. Manchmal auf Pulver, gegen Ende ist der Südhang meist weich. Früh aufbrechen!

WILDSEELODER - Fieberbrunn Einfachster Ausgangspunkt ist die 2.010 Meter hohe Bergstation Hochhörndl. Dann die „Henne“ südseitig queren und 150 Höhenmeter Aufstieg über den Ostgrat mit rund einer Stunde Dauer. Konditionsstärkere können vom Lärchfilzkogel über eine markante Rinne zum Wildseeloderhaus aufsteigen und dann zum Gipfel. ­Abfahrt über die Ostflanke. Lawinensituation genau beachten! www.derskiguide.at

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Snow-how Vom schuldigen Weiß und dem Glück im Glück Was wäre wenn Schnee rot wäre? Kann der weiße Rausch zur Sucht geraten? Gibt es das archetypische Lawinenopfer? Und worin liegt die Faszination des Wassers, wenn es kältebedingt flockig vom Himmel fällt? Mit Psychologen und einem Suchtforscher riskieren wir einen vorsichtigen Blick unter die Schneedecke. „Schnee ist weiß, rein, eine Projektionsfläche. Auch für unsere Träume, Ideen“, sagt Jan Mersch. Recht hat er, der psychologisch diplomierte Wander- und Tourenguide aus Deutschland. Eben schichten sich dicke Flocken vor die Türe, schon entziehen sich hoffnungsfroh die ersten der häuslichen Wärme, verlagern das unverhofft vom Himmel kommende, zu einem Häufchen am Gehsteigrand. Szenenwechsel von der urbanen zur alpinen Wahrnehmung. Wird „Powderalarm“ ausgerufen, lässt das Hirn dem Herz den Vortritt. Die Werbung leistet dabei einen nicht unwesentlichen Beitrag, wie Fachleute gerne beklagen. „Die Lawine weiß nicht, dass du Experte bist“ lautet eine gängige Warnung. Denn die meisten Opfer sind nicht unbedingt bei besonders gefährlichen Schneelagen zu beklagen, sondern wenn nach Schlechtwettertagen die Sonne zu Leichtsinn verführt. Ein weiterer Beleg: Powdern ist pure Emotion. Oder der Tiefschneerausch gar Sucht? „Rausch ist gesuchter Exzess, möglichst ekstatisch. Und das ist beim Skifahren, entsprechendes Können vorausgesetzt, durchaus zu erreichen. Nicht nur im Tiefschnee“, analysiert Österreich prominentester Gerichtspsychiater und Suchtforscher Reinhard Haller das Phänomen. Für den Deutschen Alpenverein betreibt Mersch oft die nachfolgende Analyse. Was treibt Menschen dazu, für in der Natur erhoffte Glücksgefühle ihr Leben aufs Spiel zu setzen? „Lawinen sind ein schwieriges Feld, weil wir sonst gewohnt sind aus Fehlern zu lernen. Doch in einer Lawinensituation wissen wir nie, ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben – oder nur Glück hatten.“ Das wahre Glücksgefühl basiert also oft auf Glück. Und häufig Ski Guide Austria 2020

lässt der Schnee in seinem massivsten Auftreten einfach keine Chance, aus seinem Fehler zu lernen. Wäre der Schnee aggressiv rot, wäre die Risikobereitschaft geringer, ist Mersch überzeugt. Süchtig nach Schnee könne man nur sprichwörtlich oder in dessen unfreiwilligem Wirken als Synonym für Kokain werden, meint Haller. „Rausch ist starker Genuss, Erweiterung des Bewusstseins, kurzzeitiges verrückt sein, hat manchmal etwas Religiöses. Sucht ist zwanghaft und kein Genuss mehr.“ Es gebe keinen ungefährlichen Rausch. Aber das Bewegen in der Natur zähle zu den letzten Bastionen uneingeschränkter Eigenverantwortung und Freiheit, bejaht Haller den weißen Rausch. Auch die Freiheit des Leichtsinns. In einer Studie wurden 124 Bergunglücksfälle mit 140 Toten untersucht. 80 Prozent davon haben, nimmt man die Lawinenwarnungen als Basis, ein hohes Risiko genommen. Selbst Profis rutschen gerne in ausweichendes Denken, neigen zu Ausblendung und Verzerrung. Die Kunst sei, Erfahrungen wie „Der Hang hat gehalten“ auch mal als Glück abzuspeichern, sofern das Gefühl einem das sagt. Die Distanz zum eigenen Tun ist die beste Lebensversicherung. Zusätzlich gibt Mersch noch das weite Feld gruppendynamischer Aspekte zu bedenken. In eine ähnliche Kerbe schlug Dr. Manfred Ruoß, Psychologischer Psychotherpeut aus Kaufbeuren, an. Es gebe Unmengen von Infos zur Beurteilung der Lawinengefahr. Mit sich ändernden Bewertungen. Wurden Schneemäuler früher positiv beurteilt, gelten sie nun als Gefahrenzeichen. Natürlich holen viele Menschen trotz allem zu wenig Informationen ein oder können sie nicht auswerten: „Aber vielleicht lassen sich trotz allem auch wirklich keine Entscheidungen treffen. Vieles bleibt Zufall“, weiß Ruoß. Andererseits gebe es Fälle wie das so genannte Inferno am Dreikönigstag, bei dem Experten eine Fülle von Fehlentscheidungen trafen: „Eine Community auf Dope, die alles ausgelassen hat, was zu berücksichtigen wäre.“ Es sei ein Grundbedürfnis www.derskiguide.at


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© Fred Fettner

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des Menschen sich besser fühlen zu wollen. Erfolge erhöhen das Selbstwertgefühl. Entscheidungen werden eben nicht rational getroffen, sondern in spielerischer Lust. Lockt der Powder, lockt Flow... In diesem Zustand paaren sich volle Konzentration mit einer Bewusstseinsveränderung, die Belohnung liegt in der Tätigkeit selbst. Die spielerische Suche nach Gefahr, wo der Zufall das Glück töten kann. Der Mensch unterliege vielen kognitiven Täuschungen, Denken und Handeln richten sich nicht nach Logik und Experten neigen zur Selbstüberschätzung. Zu schnell werde geurteilt, das „langsame Denken“ werde ignoriert. Lockt der Tiefschnee, wird impulsiv und intuitiv entschieden. In der Praxis habe Ruoß ständig Belege für diese Theorie. „Schon bei Anwendung der Snow Card hätten sich ca. 90 Prozent der Lawinentoten in den letzten Wintern vermeiden lassen“, ist er überzeugt. Doch der Mensch habe eine große Verlustaversion: „Wenn wir uns gegen eine Tour entscheiden und andere machen die Tour ohne Probleme, dann schmerzt das.“ Die Snow & Safety conference in Zürs am Arlberg war Schauplatz aller hier aufgezeichneten Gespräche. Weltweit für seine variantenreichen Tiefwww.derskiguide.at

schneetouren gerühmt, stellt sich Lech Zürs der damit verbundenen Verantwortung und veranstaltet die „Snow & Safety Conference“. Dabei vermitteln Experten in Sachen „Sicherheit im Schnee“, darunter prominente Freeride-Profis, ihr Wissen nicht nur theoretisch. Es geht mit Stars wie Stefan Häusl ins Gelände. Obwohl zu diesem frühen Zeitpunkt die Schneelage nicht immer mitspielt, ein unvergleichliches Erlebnis. Spektakulär war naturgemäß die Veranstaltung im Vorjahr, bei der es schon im Dezember mal so richtig was zu powdern gab. Einige Impressionen des Tiefschnee-Arlbergs illustrieren diese Seiten. Im Veranstaltungssaal sind am 13. und 14. Dezember 2019 – umrahmt von aktuellen Freeride-Produkten – die neuesten Forschungsergebnisse zu erfahren. Wobei den meisten Teilnehmern zugegebenermaßen an diesen zwei Tagen das aktive Erleben am wichtigsten ist: Freeride-Touring und Snow + Safety-Training mit den Stars der Szene. Dieser aktive Part findet erstmals mit drei prominent besetzten Camps (vom 7.-9.02. sowie vom 6.-8.3. mit Björn Heregger und vom 3.-5.4.2020 mit Stefan Häusl) seine Fortsetzung. Über Anmeldungen freut sich Lech-Zürs-Tourismus. 2020 Ski Guide Austria


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winter in österreich SICHERHEITSTipps

© Tirol Werbung/Klaus Kranebitter/SAAC Lawinensicherheit

Lawinenkunde Warnstufen und Sicherheitstipps Vorsicht im freien Gelände: Immer mehr Snowboarder, Tourengeher und Skifahrer suchen das Fahrvergnügen im Tiefschnee abseits der gesicherten Pisten. Jedoch sollte dabei immer an die Lawinengefahr und die entsprechenden Verhaltensregeln gedacht werden. Die Lawinengefahr ist die längste Zeit der Saison ein ständiger Begleiter und lässt sich nur mit entsprechendem Wissen richtig einschätzen. Die größte Gefahr geht von Schneebrettern aus. Das sind unter Spannung stehende „Fallen“ aus schwach gebundenen oder windgepressten Schnee, die auf einer Gleitschicht bei der geringsten Belastung plötzlich quer über den Hang abreißen und Ski Guide Austria 2020

abgleiten können. Schon ein sehr kleines Schneebrett kann lebensgefährlich sein, wenn man sich unterhalb davon befindet oder es selbst ausgelöst hat und mit dem Kopf nach unten mitgerissen wird. Bevor abseits der Pisten gefahren wird, ist das Einholen des Lawinenlageberichts Pflicht. Grundsätzlich gibt es fünf Lawinenwarnstufen: • S tufe 1: Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Auslösung ist allgemein nur bei großer Belastung an sehr wenigen, extremen Steilhängen möglich. Spontan sind nur kleine Lawinen möglich. www.derskiguide.at


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SICHERHEITStipps

• S tufe 2: Die Schneedecke ist an einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Auslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem in Steilhängen möglich. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. • S tufe 3: Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Auslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. Warnstufe 3 steht für ungünstige Verhältnisse: 75 Prozent der Lawinenunglücke ereignen sich bei Stufe 3! • S tufe 4: Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Auslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere und auch große Lawinen zu erwarten. • S tufe 5: Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind zahlreiche große Lawinen auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Vorsicht: Man hüte sich vor folgenden Irrtümern: • In diesem Steilhang habe ich noch nie eine Lawine abgehen sehen, er ist also lawinensicher. • In diesem kleinen, kurzen Hang kann nichts passieren. • Wald schützt vor Lawinen, unterhalb der Waldgrenze ist es nicht gefährlich. • Bei großer Kälte gibt es keine Lawinen. • Bereits vorhandene Spuren im freien Gelände sind keineswegs Garantie für Lawinensicherheit, vielmehr kann sich die Stabilität des Hanges mit jeder Spur vermindern. Lawinen werden häufig erst bei der 5. oder 6. Abfahrt ausgelöst. • Wenig Schnee bedeutet nicht geringe Lawinengefahr. Statis­­tisch betrachtet fordern Winter www.derskiguide.at

mit geringen Schneemengen besonders viele Lawinenopfer. • Die Lawinengefahr bleibt auch durch kalte Temperaturen über eine längere Zeit erhalten! Richtig reagieren: Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Lawinenabgang und es gibt Verschüttete in der Gruppe, müssen die Rettungsmannschaften informiert werden. Hierbei müssen folgende fünf Punkte mitgeteilt werden. • Wo: Beschreibung des Unfallortes • Was ist geschehen? • Wann ist es geschehen? • Welche Verletzungen und wie viele Verletzte? • Wer meldet und Angaben über Standort, Wetter und Landemöglichkeit für den Hubschrauber. Ist man selbst betroffen, sollte man: • Während des Lawinenabgangs Schwimmbewegungen ausführen, damit man möglichst an der Oberfläche der Lawine bleibt. • Wenn die Lawine langsamer wird, eine Kauerposition (Arme vor Kopf) einnehmen. Damit schafft man eine Atemhöhle, falls man komplett verschüttet wird. • Nach dem Stillstand Ruhe bewahren und die Lage prüfen. Falls möglich, sich selbst befreien. Kraft und Luft sparen! • Nicht schreien, das kostet wertvolle Luft. Ausnahme: Man hört Geräusche. Sind andere aus der Gruppe betroffen, ist festzustellen, wo die Verschütteten zuletzt gesehen wurden. • Pieps (Lawinensuchgerät) auf Empfang stellen und systematisch suchen. • In den ersten 15 Min. liegt die Überlebenschance bei 90 %, nach 35 Min. sind es nur noch 25 %. Sicherheitsregel Nummer 1: Das Einfahren in freies Gelände sollte prinzipiell nur mit der dafür nötigen Ausrüstung – Lawinenpieps und Schaufel – erfolgen! 2020 Ski Guide Austria


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© Tourismusverband Innsbruck

World master games

World Master Games in Tirol Wenn sich Ex-Stars mit Amateuren matchen VON 10. BIS 19. JÄNNER 2020 wird Innsbruck Gastgeber der dritten Winter World Masters Games (WWMG) sein. Die WWMG sind das weltweit größte Wintersport-Festival für Hobby- und Amateursportler von 30 Jahren aufwärts. Neben dem Alter gibt es keine weiteren Qualifikationskriterien um als Athlet in einer der zwölf Sportarten dabei zu sein. Die WWMG sind kein Event für Elite-Sportler, sondern offen für alle Leistungsklassen. Trotzdem werden in Innsbruck und Seefeld zahlreiche Sportstars an den Bewerben teilnehmen. So mischen sich in den Ski Alpin Bewerben unter anderem Nicole Hosp und Manfred Pranger unter die Hobbyrennläufer. Bei Gesamtweltcupsiegerin Niki Hosp leben dabei Erinnerungen an große Tage auf: „Ich finde es super, dass nun auch Hobbysportler den einzigartigen Flair eines Großevents erleben können.“ Sehr prominent wird es auch im nordischen Lager. Für die Schanzen und Loipen hat sich bereits eine wahre Armada berühmter Sportler angekündigt. Toni Innauer, Andreas Goldberger, Martin Koch, Andreas Widhölzl oder auch Christoph Bieler werden für die WWMG ihre Sprung- bzw. teilweise auch Langlaufskier anschnallen. Olympiasieger Toni Innauer wird dabei auf Langlaufskier wechseln: „Man sollte das machen, was zum jeweiligen Lebensabschnitt passt. Unbedingt muss man aber aktiv bleiben.“ ZusätzSki Guide Austria 2020

lich zu den österreichischen Sporthelden, gibt es internationale Sportgrößen, die sich sich mit den Freizeitsportlern messen. So wird die Japanerin Midori Ito, Weltmeisterin und Olympiazweite im Eiskunstlauf, neben 599 anderen ihre Kür aufs Eis zaubern. Auf den weltmeisterlichen Loipen in Seefeld kehrt Anette Boe an jenen Ort zurück, an dem sie bei der WM 1985 eine Goldmedaille für Norwegen errungen hat. Und im Biathlon hat der Tscheche Roman Dostal, Weltmeister von Hochfilzen 2005, um einen Startplatz angefragt. Durch die großen Namen soll sich niemand von einer Teilnahme an den Winterspielen für Erwachsene abschrecken lassen. Für jedermann soll es ein unvergessliches Erlebnis werden, das durch ein professionelles Wettkampfmanagement und Events abseits des Sports garantiert werden soll. Das WWMG-Sportprogramm umfasst nahezu alle olympischen Wintersportarten: Ski Alpin, Skibergsteigen, Curling, Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Short Track, Biathlon, Langlauf, Nordische Kombination, Skispringen, Ski Orientierungslauf. Wer nicht aktiv teilnehmen kann oder will, ist nicht nur als Zuschauer bei den Sport- und Kulturevents gern gesehen. Manche könnten als Volunteer einen Platz mitten im Geschehen erhalten. Informationen zur Veranstaltung auf www.innsbruck2020.com. www.derskiguide.at


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winter in österreich wm-kalender

Weltcupkalender IN ÖSTERREICH 2019/20 HERREN ALPIN 27.10.2019 24.01.2020 25.01.2020 26.01.2020 28.01.2020 29.02.2020 01.03.2020

SÖLDEN KITZBÜHEL KITZBÜHEL KITZBÜHEL SCHLADMING HINTERSTODER HINTERSTODER

Weltcup Opening Riesenslalom Hahnenkamm Super-G Hahnenkamm Abfahrt Hahnenkamm Slalom „The Nightrace“ - Nachtslalom Super-G Alpine Kombination

DAMEN ALPIN 26.10.2019 28.12.2019 29.12.2019 11.01.2020 12.01.2020 14.01.2020

SÖLDEN LIENZ LIENZ ZAUCHENSEE ZAUCHENSEE FLACHAU

Weltcup Opening Riesenslalom Riesenslalom Slalom Abfahrt Alpine Kombination „SnowSpace Princess“ Nacht-Slalom

SKISPRINGEN 04.01.2020 06.01.2020 08.02.2020 09.02.2020 15.02.2020 16.02.2020

INNSBRUCK BISCHOFSHOFEN HINZENBACH HINZENBACH BAD MITTERNDORF-KULM BAD MITTERNDORF-KULM

Großschanze Vierschanzentournee Finale Vierschanzentournee Kleinschanze, Damen Kleinschanze, Damen Skifliegen Skifliegen

NORDISCHE KOMBINATION 21.12.2019 RAMSAU AM DACHSTEIN 22.12.2019 RAMSAU AM DACHSTEIN 31.01.2020 SEEFELD 01.02.2020 SEEFELD 02.02.2020 SEEFELD

Sprung, LL 10 km Sprung, LL 10 km Nordic Combined Triple Sprung, LL 5 km Nordic Combined Triple Sprung, LL 10 km Nordic Combined Triple Sprung, LL 15 km

SNOWBOARD 14.12.2019 05.01.2020 05.01.2020 14.01.2020 15.01.2020

SX & SBX Damen + Herren Parallel-Riesenslalom Damen + Herren Parallel-Riesenslalom – Team Damen + Herren Parallel-Slalom Damen + Herren Parallel-Slalom Damen + Herren - Team

MONTAFON SCHRUNS LACKENHOF LACKENHOF BAD GASTEIN BAD GASTEIN

FREESTYLE/SKI CROSS 23.11.2019 STUBAIER GLETSCHER 14.12.2019 MONTAFON SCHRUNS

Freeski World Cup Damen + Herren SX & SBX Damen + Herren

BIATHLON 13.12.2019 14.12.2019 15.12.2019

Sprint Damen + Herren Staffel Damen + Verfolgung Herren Verfolgung Damen + Staffel Herren

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Action für alle Amateure im rasanten Wettstreit „WIE DIE KLEINEN KINDER!“ Dieser Aussage einer liebenden Gattin, die den Vater ihrer Kinder ohne Rücksicht auf allfällige Selbstbeschädigung das Madloch hinunterrasen sah, sagt alles über die Jedermannrennen aus. Es sind nicht nur, aber doch überwiegend, Männer, meist dem aktiven Rennfahreralter deutlich entwachsen, die sich zu Klassikern wie Der Weiße Ring – Das Rennen in Lech-Zürs, Der Weiße Rausch auf der anderen Seite des Arlbergs in St. Anton oder zu Schlag das Ass am Kärntner Nassfeld einfinden. Anlässe, bei denen jede und jeder ungestraft die Pistensau rauslassen darf. Zumindest all jene, welche die oft sehr kurzen Zeiten zu nützen verstehen, in denen die Anmeldung möglich ist. Denn häufig sind alle Startplätze nach wenigen Stunden vergeben. Ski Guide Austria 2020

St. Anton am Arlberg startet aber dieses Jahr schon früh in die verrückte „Rennsaison“ mit dem erstmals ausgetragenen „Catch me if you can!“ Schon wieder erstmals? Ja, denn der Schneemangel zum Saisonstart – angesichts der nachfolgenden Schneeberge in weiten Teilen Österreich erinnert sich kaum jemand mehr daran – bescherte der vorgesehenen Uraufführung eine Absage. Doch wir sind optimistisch, dass diesmal die Verhältnisse passen, damit vor dem ersten Skitag am Donnerstag den 30. November 2019 abends 222 Starter mit Stirnlampen (!) zu einem Riesenslalom vom Galzig ins Tal losgelassen werden können. Immer paarweise (nach italienischem Vorbild): Die ersten Tore werden parallel gesteckt, dann folgen rund 150 Tore Riesenslalom, ehe es zum Schluss wieder parallel endet. Überholt www.derskiguide.at


© TVB St. Anton am Arlberg/Josef Mallaun

darf immer werden. Und unten folgt die Party mit Sarah Connor und Nico Santos. Das Konzert ist zwar Open-Air, aber weniger wetteranfällig, als die Wettkämpfe. Absagen sind bei diesen Amateurrennevents nie auszuschließen. Denn Sicherheit geht vor. Schlag das Ass, organisiert von Armin Assinger, Ex-Abfahrtsstar und Millionenshow-Moderator, kann ein Lied davon singen. Unsere Besichtung am Vortag ging noch bei halbwegs brauchbaren Verhältnissen über die Bühne. Aber am Renntag konnte das Weltcupgefühl in einer Form erlebt werden, die man nicht unbedingt brauchen kann. Warten auf den Startschuss. Verschiebung. Dann der Beschluss den ersten Teil des Rennens neutralisiert zu bestreiten. Im Endeffekt wurde das ganze Rennen neutralisiert bestritten. Der Nebel erwies sich einfach als Spielverderber. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht, die Piste mal zur Raserei nutzen zu können. Nur als der Nebel so dicht wurde, dass eine Abzweigung nicht www.derskiguide.at

mehr zu erkennen war, wurde es weniger lustig. Doch es hat schon zuvor für beide Ski Guide-Autoren am Nassfeld funktioniert. Schlag das Ass zeichnet sich durch seine Kärntner Lockerheit und Gaudi bei der Winnerparty im Zielstadion aus. Armin Assinger gewann die erste Auflage des mit rund 26 Kilometer und 6.400 Höhenmetern laut Eigenangabe „längste Skirennen der Welt“ 2010 in knapp über 50 Minuten. Zuletzt waren sein Bruder, ÖSV-Trainer Roland, aber auch zahlreiche jüngere Konkurrenten schneller. Die Atmosphäre vor dem Rennen, bei dem die Starter in 20-Personen-Gruppen mit einem Zeitabstand von zwei Minuten losgelassen werden, ist jedenfalls prickelnd: Beim Start am Gartnerkofel muss zuerst einmal ein Aufwärtssprint absolviert werden, bevor es losgeht. Und auch Zwischendurch geht es nochmals aufwärts, damit es für die Teilnehmer und die gar nicht so wenigen Teilnehmerinnen nicht zu einfach wird. Kondition ist freilich auch auf den teils pickelharten Pisten gefordert; glücklicherweise 2020 Ski Guide Austria


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winter in österreich Action für alle

Beim Teambewerb Rise & Fall stehen in Mayrhofen weniger Ausdauer und Überwindung, denn Prominenz und Fun im Zentrum. Es ist eines der wenigen Dezemberevents auf diesem Gebiet und verbindet Ski Touring, Paragliding, Mountain Bike und Alpinski oder Snowboard. Da braucht es manchmal schon des intensiven Einsatzes von Schneekanonen, damit der Event in voller Pracht über die Bühne gehen kann. Mit knapp über 40 Minuten Gesamtzeit handelt es sich bei Rise & Fall fast um einen Sprintbewerb unter diesen immer beliebter werdenden Veranstaltungen. Mit Hubschrauber-Livebildern, Stars und reißerischem Auftritt arbeitet man erfolgreich daran, eine außergewöhnliche Stellung zu erreichen. So weich ist echt hart. Aber wir haben's überstanden. Denn der Weiße Rausch ist das Aushän-

Der Weiße Ring in Lech

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geschild unter den Rennen, die unter der Devise „Wer schaffts am schnellsten vom Gipfel ins Tal“ traditionell zu Saisonschluss ausgetragen werden. Im Abstand mehrer Jahre dürfen sich beide Ski Guide-Autoren als Weiße-Rausch-Finisher titulieren. Das Kapperl bezeugt’s! Dabei kann eines verraten werden: Der 2019er Event hatte es wie schon im Jahr davor ordentlich in sich. Tagestemperaturen jenseits der 20 Grad. Im Schatten. War aber den ganzen Tag keiner zu sehen. Der Start meiner Gruppe (der dritten und letzten am letzten Skitag der Saison) war 17.30 Uhr, der Wasserstand war stellenweise so 60 cm. Zwischen den meterhohen Buckeln der Kandahar rannen sanfte Bächlein dahin. Soviel zur Strecke. Doch der Weiße Rausch hat zwei emotionale Höhepunkte: Das eine ist der Start unterhalb der Valluga in endlos aufgefädelter Reihe. Bis zu 200 Starter, die nach einem Böllerschuss schnurgerade loslegen. Bis halt die ersten den Sicherheitsschwung einlegen und andere ihre Ausrüstung unfreiwillig über den Hang verstreuen. Den dahinter kommenden bleiben dann ohnehin nur mehr die Schwünge, die den anschließenden Schmerzensberg – einen Anstieg von bis zu 30 Höhenmetern – noch länger als beim vorhergehenden Test machen. Die Zielankunft ist übrigens der zweite emotionale Höhepunkt, bei dem sich das zahlreiche Publikum an den komplett fertigen Läuferinnen und Läufern ergötzen, die zum Schluss noch einige Hürden mit den Skiern in der Hand zu bewältigen haben. Was sich dazwischen

Ski Guide-Autor Günter Fritz mit „Schlag das Ass“-Erfinder A. Assinger

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© Der Weiße Ring/Lech Zürs/ Fred Fettner

gibt es Ruhepausen während der Liftfahrten. Die Streckenabschnitte variieren durchaus, sind manchmal ziemlich anspruchsvoll, dann vergleichsweise locker in einem Zug zu bewältigenden. Was den Hauptunterschied zu Lech ausmacht, ist die 7,6 Kilometer lange Carnia-Talabfahrt nach Tröpolach. Grundsätzlich gilt es, solange wie möglich in der Hocke zu bleiben, und zu schauen, dass einem „übermotivierte“ Teilnehmer nicht zu nahe kommen. Die Pistenverhältnisse sollten 2020 aber eher den Bedürfnissen der Amateure entgegenkommen. Denn für den März, statt bisher Jänner, sind weichere Pisten zu erwarten.


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abspielt? Los geht es auf 2.650 Metern Seehöhe am Vallugagrat, in Gesellschaft nicht minder nervöser Skisportlern, denn die Spannung bis zum Böllerschuss ist spürbar. Neun Kilometer, 1.300 Höhenmeter sind die Eckdaten. Wobei gleich nach der ersten Schußabfahrt ein mehrere hundert Meter langer Aufstieg zu bewältigen ist. Zusammenstöße und Stürze sind trotz Vorsicht nie gänzlich zu verhindern. Dann geht es im Schuss an der Ulmerhütte vorbei durchs Steißbachtal. Normalerweise. 2019 sorgte abermals die Lawinengefahr dafür, dass die Streckenführung die steile Buckelpiste der Kandaharabfahrt inkludierte. Das relativiert auch diverse Bestzeiten. Die Bestzeit steht bei 7 Minuten 40 Sekunden für die 9 Kilometer. Doch die Zeiten sind relativ. An kühlen Tagen sind die Pisten oft noch in einem relativ guten Zustand und die geänderte Streckenführung kostete ebenfalls über eine Minute.

© Günter Fritz, Fred Fettner

Die Strecke hat eben nicht nur ihre Tücken, sondern zum Schluss künstliche Hindernisse. Vor einigen Jahren erreichte der antretende Ski Guide Austria-Autor nach rund 14 Minuten im Mittelfeld das Ziel – erschöpft, aber hochzufrieden, den Höllenritt unbeschadet und in einer akzeptablen Zeit bewältigt zu haben. Die vergangenen beiden Jahre opferte sich der Ski Guide fünf beziehungsweise vier Minuten länger für seine Leser auf. Letztlich spielt die Zeit für die meisten Teilnehmer nur eine Nebenrolle. Ankommen und Spaß haben, ist die Devise. Denn im Ziel mutiert das Rennen zur Party.

Der Weiße Rausch Kandahar-Abfahrt

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Die Sieger – und alle anderen Helden des Tages – werden auf großer Bühne mit Rahmenprogramm gefeiert. Auch für die Zuseher, die sich meist in großer Zahl auf den Zielbereich konzentrieren, ist der „Weiße Rausch“ somit ein unterhaltsames Finale der Skisaison. IN LECH ERFOLGT DER START zu „Der Weiße Ring – das Rennen“ im Hochwinter am Rüfikopf. Der Lautsprecher scheppert, Publikum applaudiert, die Startuhr gibt den vom Weltcup gewohnten Sekundentakt vor. Skifahrer und Snowboarder, Männer und Frauen, fast allen ist jene von Lockerheit übertünchte Nervosität gemein, die sie schon bei den Treffs am Abend zuvor prägte. Nein, wer erst einmal für ein derartiges Skirennen einen Startplatz ergattert hat, entkommt ihm nicht: Dem Ehrgeiz, schnell zu sein. Für den Ski Guide Austria-Verfasser war's der vierte Start zum Weißen Ring. Und die Ziele aus den Erfahrungen der Vorjahre klar umrissen: Sturzfrei und in der vorderen Hälfte das Ziel erreichen. Was treibt aber gar nicht so ehemalige Sportstars dazu, sich mit Fullspeed in die sichere Niederlage zu begeben? „Einmal wieder voll das Adrenalin spüren“, verrät der deutsche Ex-Teamtorhüter Jens Lehmann. Abgelassen wird alle 100 Sekunden ein 20er-Paket. Beim Start türmt sich ein Hügel auf, der sich mit dem letzten Piepton zum Berg mausert. Der Anstieg dient dazu, das Getümmel in der Abfahrt zu reduzieren. Das Sauerstoffdefizit lässt sich auch auf den flachen ersten hundert Abfahrtsmetern nicht vertreiben. Der

Ski Guide Austria Finisher (mit Freerider Stefan Häusl)

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Atem bleibt hechelnd, bis mittleres Gefälle mit drei Super-G-Toren beschleunigend wirkt. Der Spaß an der Freud’ gewinnt die Oberhand. Eine der wichtigsten Lehren aus den vorhergehenden Besichtigungen: „Tiefe Hocke bringt ein paar Sekunden, kostet aber zum Schluss Minuten“. Die Auffahrten sorgen für Erholungspausen. In diesen Momenten hängt einen nicht mal Hausherr und Olympiasieger Patrick Ortlieb ab. Außerdem wird die Strecke fast alljährlich ein weinig länger, um das Tempo im Griff zu haben. Beim Ansteuern der Brücke über die Bundesstraße in Zürs ist wieder volle Konzentration gefragt. Der Weg ist schmal, 2011 überstand eine Rennläuferin die Bekanntschaft mit dem Felsen nur mit lebensgefährlichen Verletzungen. Da geht man’s lieber ruhiger an, schnauft am Seekopf-Sessellift durch. Oben wartet das berühmte Madloch, der technisch anspruchsvollste Abschnitt der Runde. Die Bretteln heben ab und dann Hocke, Hocke bis der steilste Abschnitt folgt. Auf der Balmalp steht später der Hüttenwirt mit Schnapserln zur Stärkung bereit. „Danke, mir ist schon schlecht“. Danach kommt vielleicht der schönste Part der Strecke: Schnelle Schwünge, kurze Schrägfahrten, schließlich hinunter nach Oberlech. Hier wird die absolute Höchstgeschwindigkeit erreicht. Termine für Massenrennen Saison 2019/20 Rise & Fall, Mayrhofen Mountain Attack, Saalbach-Hinterglemm Der Weiße Ring, Lech Koasalauf, Ellmau Schlag das Ass, Nassfeld Volksbiathlon, Hochfilzen Winzer Wedel Cup Weißer Rausch, St. Anton

14.12.2019 17.01.2020 18.01.2020 06.02. - 09.02.2020 06.03. - 07.03.2020 08.03.2020 02.04. - 05.04.2020 25.04.2020

NostalSki-Rennen Zell am See

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15.02.2020

„Wir haben hier Spitzen von über 130 Stundenkilometern gemessen“, berichtet ein Mitglied des Siegerteams im Ziel. Doch es gibt noch mehr Varianten, um sich auf oder auch abseits der Pisten mit anderen zu messen. Dafür entsteht Neues, vor allem am Ausdauersektor. Die Mountain-Attack (6 Gipfel, 3.008 Höhenmeter, 40 km Streckenlänge) ist nur ein Extrembeispiel aus Saalbach-Hinterglemm, wobei anders als bei reinen Abfahrtsrennen eine intensive konditionelle Vorbereitung die Grundvoraussetzung ist. Noch Mehr Ausdauer ist bei den zahlreichen Volkslangläufen, deren berühmtester der Tiroler Koasalauf ist, gefragt. In Hochfilzen wiederum kann man sich am Volksbiathlon versuchen. Andererseits gibt es für romantisch-verspielte Menschen die Chance, sich unter anderem in Zell am See im „NostalSkilauf“ zu üben. Dabei kann man in romantisierender Gesellschaft im nostalgischen Outfit einstigen Idolen nacheifern. Schließlich kennt die schneidige Selbstverwirklichung auf ein bis zwei Brettern weder Tempo-, noch Promi- oder Alterslimit. BEI NOSTALGIERENNEN wie sie in Zell am See, Wagrain oder am Feuerkogel ausgetragen werden, steht eher die Nostalgie, als das Rennen im Vordergrund. Wobei auch hier Ehrgeiz regiert. Eine Teilnehmerin stürzt sich im wallenden Outfit einer Skigräfin in den Flaggenwald, um beim dritten Tor einen formidablen Abflug zu starten, den sie mit breitem Grinsen am nächsten Flachstück beendete. Ein Slowene, dessen wallender Bart dem Rock der Gräfin kaum nachstand, begab sich mit kantenlosen Skiern und Einstocktechnik auf die Kunstschneepiste. Und scheitert spektakulär. Spass und Kulinarik stehen indes beim Winzer Wedel Cup, der jedes Jahr zu Saisonende im Skigebiet Hochzillertal stattfindet, im Vordergrund. Dem Auftaktdiner folgen sportliche Veranstaltungen – Parallelslalom, Riesenslalom und ein Golfturnier – an denen auch ausgewählte österreichische Winzer teilnehmen. www.derskiguide.at


Damit Berge zum Erlebnis werden Weltweit vertrauen Skigebiete auf Doppelmayr/Garaventa. Als verlässlicher Partner liegt unser Bestreben seit dem Bau des ersten Skiliftes und auch heute noch darin, unseren Kunden und deren Gästen das Beste für ihr Wintersporterlebnis am Berg zu bieten. Denn sie alle sind Maßstab für neue Ideen. Vorausschauendes Denken und langjährige Erfahrung ermöglichen es uns als Weltmarktführer, die Qualität der Doppelmayr/Garaventa Seilbahnen stetig zu erhöhen und die Technologie dahinter zu perfektionieren. So genießen sowohl die Fahrgäste als auch das Betriebspersonal Komfort und Sicherheit höchster Güte. doppelmayr.com


Š Markus Mitterer/Doppelmayr


winter in österreich

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LIFTKOMFORT

Bequem nach oben In wenigen Bereichen hat sich der Wintersport derart massiv verändert, wie beim Weg nach oben. Wer einst am Einzelsessel in der Kälte eine Dreiviertelstunde (!) durch den pfeifenden Wind auf die Tauplitzalm zuckelte und trotzdem dem Skisport treu blieb, der weiß den heutigen Komfort erst so richtig zu schätzen. In Österreich sind, je nach Quelle, noch maximal fünf Lifte mit Einzelsesseln unterwegs. Und diese dienen in der Regel eher dem Wanderer und Ausflügler. Denn die in den letzten Jahren in Betrieb gegangenen langen Bänke, die bis zu acht Personen Platz bieten, haben beim Ausstieg meist Gefälle, um Chaos zu verhindern. Sie sind also in der Regel nur mit Gleitgerätschaft an den Beinen zu nutzen und damit für den Sommer ungeeignet. Immer häufiger werden – auch für kürzere Distanzen – Gondelbahnen errichtet. Sie bieten den Vorteil weniger der Witterung ausgesetzt zu sein. Und diese für 6 bis 18 Personen gedachten Kabinen sind optimal, um mit Kindern nach oben zu fahren. Diese kleinen, kuppelbaren Gondeln sind natürlich absolut ganzjahrestauglich – auch wenn es vergangenen Sommer in manchen der Panoramakabinen unsäglich heiß geworden ist. Wer diese Bahnen nicht wirklich liebt, sind manche Hardcore-Skiläufer, die nie ab- und anschnallen wollen. Besonders Gäste aus Übersee stehen Gondeln für Wiederholungsfahrten eher skeptisch gegenüber. Wobei in Nordamerika das Komfortverständnis beim Skilauf ohnehin ungewöhnlich ist: Häufig sind dort ältere Lifte im Einsatz – und Fußraster unbekannt. Was in Österreich neben den Einsersesselliften verschwindet sind zunehmend Schlepplifte, die aber ebenfalls treue Anhänger haben. Immerhin bleibt hier auch bei der Auffahrt das Skigefühl aufrecht. Keineswegs ganz verschwunden sind die Schwebebahnen mit ihren über 100 Personen auf einmal www.derskiguide.at

transportierenden Megagondeln. Sie schaffen den Höhenunterschied besonders schnell und kommen vor allem zum Einsatz, wo tiefe Täler überspannt werden. Österreich wird auch international als „Komfortweltmeister“ bei den Aufstiegshilfen gesehen. Aber was ist Komfort wirklich? Der Ski Guide Austria hat sich erstmals mit den Profis des heimischen Seilbahnriesen Doppelmayr auf die Suche nach Antworten auf diese Frage begeben und folgt hier dem Ablauf eines Skitages. Phase 1: Auf zum Lift Auf diese Phase hat zwar der Seilbahnproduzent noch wenig Einfluss, doch gerade hier kann die Unlust an künftigen Skitagen am größten werden, wie Befragungen zeigen. Es beginnt bei den Parkmöglichkeiten. Das Nonplusultra sind Parkgaragen, doch die Parkplätze sollten zumindest asphaltiert sein und nicht an sonnigen Tagen zu Schlammgruben werden. Frauenparkplätze gibt es manchmal in den Garagen, doch Wintersportler mit kleinen Kindern fordern mehr Familienparkplätze. Denn es ist kein gutes Gefühl, Vierjährige allein an der Talstation warten zu lassen, bis man eintrifft. Doch mit drei paar Ski 10 Minuten zu wandern ist noch schlimmer. Dass es manchmal eines Shuttlebusses bedarf, um vom Parkplatz zur Talstation zu gelangen, begeistert ebenfalls kaum. Natürlich ist es sinnvoller, gleich öffentlich anzureisen. Doch die Skibusse sind nicht immer Niederflur – und Stufensteigen im Gedränge mit den Skiutensilien in den Händen nicht jedermanns Sache. Direkten Bahnanschluss an die Piste kennt man nur selten: Verbrieft geht das in zwei Gemeinden im Südtiroler Pustertal und in Bad Gastein am Stubnerkogel. Phase 2: In der Talstation Je nach Seilbahnsystem gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Einstieg für die Fahrgäste so 2020 Ski Guide Austria


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komfortabel und sicher wie möglich zu gestalten. Bei Sesselbahnen gibt es beispielsweise bei Doppelmayr höhenverstellbare Förderbänder, die sich auch an die Größe der kleinen Fahrgäste anpassen, damit sie leicht und ohne Hilfe einsteigen können. Bei Kabinenbahnen gibt es komplett barrierefreie Modelle, bei denen keine Stufe und kein Spalt zwischen Einstiegsplattform und Kabine vorhanden ist. Damit sind diese Anlagen der neuen Generation sogar kinderwagen- oder rollstuhltauglich. Deshalb werden auch immer mehr der großen Talstationen mit Rolltreppen und Aufzügen ausgestattet. Die Kunst liegt heute aber oft in der Einteilung: Wie kann die möglichst optimale Personenzahl ohne Stress in die Gondel gelangen? Denn eines ist klar: Der größte Komfortgewinn gegenüber früher liegt in den gegen Null reduzierten Anstellzeiten. Bei den Sesselliften sind die größeren Anlagen längst kuppelbare Lifte. Da ist der Einstieg sehr gemütlich. Nur mehr selten sind die am Seil fixierten Sessel für maximal drei Personen zu finden. Der berüchtigte Kniekehlen-Killereffekt wird selbst dann heute in acht von zehn Fällen durch den Einsatz von Förderbändern eliminiert.

© Markus Mitterer/Doppelmayr, Kitzsteinhorn

Phase 3 – Am Lift Was wird momentan als am bequemsten empfunden? Diese Frage beschäftige die Doppelmayr-Ingenieure tagtäglich. „Wir lernen hier viel von unseren Kunden und den Feedbacks der Gäste“, sagt Julia Schwärzler, Leiterin Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bei Doppelmayr. In der Entwicklung der D-Line, der jüngsten Seilbahngeneration von Doppelmayr, sind solche

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Erfahrungen eingeflossen. Beim Sitzkomfort wurde zugelegt, Form und Material weiter verbessert. Hinzu kommt die Sitzheizung in der Gondel und beim Sessellift. Letztere werden immer häufiger mit Bubbles ausgestattet, die Schutz vor Wind und Wetter bieten. Besonders wo es Skischulen gibt, wird zunehmend auf die Kleinsten Rücksicht genommen. Etwa durch immer bessere Kindersicherungen. Manchmal nur auf den Außenplätzen, in den neuen Bahnen auf allen Sitzen. Was das Durchrutschen der Kleinsten verhindert, kann bei gewichtigen Männern aber zu einschneidenden Erlebnissen führen. Aus den schon beschriebenen Gründen gibt es auch Kombibahnen mit abwechselnd Gondeln und Sitzbänken. Apropos Kombibahn: Nach dem 2. Weltkrieg gab’s in der Schweiz mal einen Kombilift, wo am Seil abwechselnd Sessel und Schleppliftbügel befestigt waren. Phase 4 – Wo sind meine Ski Ski innen – oder doch lieber außen – wird oft als Geschmackssache empfunden. Deshalb überlässt der Seilbahnproduzent auch den Seilbahnern beim Kauf die Entscheidung. Bei Anlagen, bei denen die Skier außen transportiert werden, haben die Gäste während der Fahrt angenehm Platz in der Kabine, die Hände frei – und es tropft nicht der schmelzende Schnee auf Brillen und Kleidung. Bei Anlagen, bei denen die Skier innen transportiert werden, stresst die Fahrgäste das Ein- und Aussteigen in der Regel weniger. Beim Kabinenherstellers CWA gibt es das Twist-in System, das zum Beispiel am Arlberg zu finden ist. Da sind im Inneren der Kabine entsprechende

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Phase 5 – Unterhaltung in der Gondel Je mehr Menschen gleichzeitig transportiert werden, desto wichtiger ist ihnen die Kommunikation. Also nicht unbedingt miteinander, sondern elektronisch. Inzwischen liefert der Seilbahnbauer ein Infotainment-Angebot mit. Die Varianten sind dabei vielfältig: Von W-Lan in der Kabine bis zu Jukebox-Gondeln, die via APP individuell beschallt werden können (in Zell am See), sowie Informationen rund um das Skigebiet oder die Region, die in Themengondeln eingespielt werden (Breitspitzbahn Galtür), Infoscreens und manches mehr. Phase 6 – Speed Für einen gelungenen Skitag spielt das Tempo der Bahn eine große Rolle. Werden vom Tal wie bei der Rekordbahn am Gaislachkogl bis zu 4.500 Personen pro Stunde nach oben gehievt, dann gibt’s kaum mehr Wartezeiten. Sofern das Skigebiet darauf abgestimmt ist. Doch mit fast jeder Neuerung treten irgendwo im Skigebiet neue „Engstellen“ auf, an denen es zu bestimmten Tageszeiten staut. Bei den Geschwindigkeiten gilt: Fixgeklemmte Anlagen sind etwas langsamer unterwegs als kuppelbare Anlagen, Einseilumlaufbahnen sind meist mit 5 oder 6 m/s unterwegs, Dreiseilbahnen (3S) erreichen eine

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Maximalgeschwindigkeit von 8,5 m/s, die großen Pendelbahnen sind bis zu 12 m/s schnell. Diese Unterschiede ergeben sich durch die unterschiedlichen Technologien, die zur Anwendung kommen. Ist die Auslastung der Bahn am Saisonrand geringer, lassen die Bergbahnen manchmal den Gast länger baumeln. Nicht, damit es nach mehr Andrang aussieht, sondern um Stromkosten zu sparen. Lässt sich aber natürlich auch ökologisch begründen. Phase 7 – An der Bergstation Selten aber doch erfährt der Fahrkomfort ein abruptes Ende. Etwa wenn an Bergstationen keine Gebäude errichtet werden, obwohl es zeitweise oder immer (Beispiel Hochötz) keine Talabfahrten gibt, sich dort also oft bei Schlechtwettereinbruch oder gegen 16 Uhr große Anstellzeiten ergeben. Aber in der Regel sind Anlagen, bei denen Talbeförderung geplant oder üblich sind, auch im Stationsbereich dafür ausgelegt. Es summiert sich also ganz schön, was unter „Liftkomfort“ beansprucht wird. Kein Wunder, dass die Anlagen so kostspielig sind. Wobei: Wenn die Bergbahnen Mayrhofen für diesen Winter 18 Millionen Euro in die 10er-Einseilumlaufbahn auf den Penken investierten, heißt das nicht, dass dieser Betrag nach Wolfurt zu Doppelmayr überwiesen wird. Denn je nach Anlage und Bauweise fließt viel Geld in Planungskosten, Genehmigungsverfahren und den Bau der Berg- und Talstationen, die heute fas überall mit Shops, Verleih, Kassen und Restaurants ausgestattet werden. Denn das alles gehört natürlich auch zu unserem Komfortanspruch.

© MarkusMitterer/Doppelmayr, walser-image.com

Schlitze für die Skier vorgesehen, in denen diese während der Fahrt fixiert werden können. Die Hände sind frei, allerdings zeigt die Erfahrung, dass es bei breiteren Skiern Geschick und Kraft braucht, um die Geräte vor dem Ausstieg wieder heraus zu ziehen.

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Let it snow Teuer und faszinierend: Hightech-Beschneiung Hinter den Kulissen von Österreichs Skigebieten kommt reichlich Technik zum Einsatz – insbesondere bei der Beschneiung, ohne die heute nichts mehr geht. Jeden Winter, so auch heuer, laufen die Schneekanonen auf Hochtouren – und zwar unabhängig davon, wie viel es tatsächlich schneit. Seit der Jahrtausendwende ist die künstliche Beschneiung für viele Skigebiete durch die geringe Schneehöhe in niedrigeren Lagen immer mehr ein Thema geworden. Für die Winterurlauber sind bei der Wahl des Gebiets nämlich neben dessen Größe vor allem Schneegarantie und ein möglichst guter Zustand der Pisten am wichtigsten, der Ticketpreis dagegen spielt eine untergeordnete Rolle. Deshalb wird auch entsprechend kräftig in Ski Guide Austria 2020

die Kunstschneeerzeugung investiert: Österreichs Seilbahnen gaben in den vergangenen Jahren bis zu 150 Millionen Euro im Jahr für die Technik aus – für die letzte Saison waren es immerhin auch noch 114 Millionen bei Gesamtausgaben von rund 600 Millionen – und dazu kommen Betriebskosten in Richtung eines dreistelligen Millionenbetrags. Während vor 20 Jahren lediglich 15 bis 20 Prozent der Pisten in Österreichs Bergen technisch beschneit wurden, sind es heute rund 70 Prozent – das entspricht einer Pistenfläche von 16.000 Hektar. In den Wintersport-Topdestinationen wie z.B. dem größten heimischen Skigebieteverbund, Ski amadé – dem Salzburger Sportwelt, Schladming-Dachstein, Gastein, Hochkönig und www.derskiguide.at


© Günter Fritz/Gerlitze

Großarltal – angehören, sind es etwa mehr als 90 Prozent, erklärt dessen Geschäftsführer Christoph Eisinger. Allein dort wurden in den vergangenen fünf Jahren rund 130 Millionen Euro in den Ausbau der technischen Beschneiung in die Hand genommen – und das bei Gesamtinvestitionen von 325 Millionen Euro. Eisinger: „Das geht aber nur deshalb, weil wir den Gästen von Ende November bis April beste Pistenverhältnisse bieten können und eine entsprechende Auslastung haben“. Knapp 590 Millionen Liftfahrten gab es im vorigen Winter – die wiederum eine starke Belastung der Pisten mit sich bringen und den Kunstschneeeinsatz pikanterweise ebenfalls nötig machen. Denn abgesehen vom Klimawandel würden die Pisten durch die größere Anzahl von Skifahrern und Snowboardern im Vergleich zu früher auch viel stärker strapaziert, so der Seilbahnenverwww.derskiguide.at

band. Die Katze beißt sich sozusagen in den Schwanz. „Insgesamt ist klar, dass heute ein Skibetrieb so wie wir es gewöhnt sind, im Vergleich zu früher ohne Beschneiung nicht mehr möglich ist“, sagt Seilbahnen-Obmann Franz Hörl, Hotelier und Liftbetreiber in Gerlos. Selbst in den Gletscherskigebieten wird mittlerweile künstlich beschneit, um das Abschmelzen des Gletschers in Wärmeperioden zu verhindern. Kritische Stimmen Allerdings werden so frühzeitige Skigebietseröffnungen wie in Kitzbühel Mitte Oktober bei Temperaturen um die 20 Grad Celsius nicht nur von Naturschützern sondern auch in der Branche durchaus kritisch gesehen. „Klar gibt es dadurch einen Marketingeffekt, in Kitzbühel ist der Schuss aber eher nach hinten losgegangen. Zu verdienen 2020 Ski Guide Austria


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reportage Schneeproduktion

Die Beschneiungstechnik auf der Planai wird zentral gesteuert

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in denen auf dem Berg das nötige Wasser für technische Beschneiung gesammelt wird. Zudem sei der Untergrund der Skipisten oft so verdichtet, dass er kaum noch Wasser durchlasse und sogar drainagiert werden müsse, erklären Ökologen. Andererseits zeigt eine Studie zu ökologischem Pistenmanagement u. a. der Wiener Boku und des Salzburger Hauses der Natur, dass Skipisten oft eine intaktere Vegetation aufweisen, als landwirtschaftlich genutzte Flächen. Es sei nicht zu belegen, ob künstliche Beschneiung oder Präparierung einen Einfluss auf die Vegetationsdecke haben. Im Gegensatz zu gedüngten, landwirtschaftlich genutzten Flächen würden Pisten auch eine höhere Artenvielfalt aufweisen. Vorreiter Schladming Ein Vorreiter beim Kunstschneeeinsatz war Schladming in der Steiermark: Dort wurde nach einigen Versuchen rund um die Ski-WM 1979 im Jahr 1981 die erste Schneeanlage auf der Planai errichtet. Auf der sogenannten Vier-BergeSkischaukel (mit Planai, Hauser Kaibling, Hochwurzen, Reiter Alm und Dachstein) sind rund 750 Beschneiungsgeräte im Einsatz – 490 je 8.000 Euro teure Lanzen und 250 Schneekanonen, die pro Stück an die 30.000 Euro kosten. Mittlerweile ist man dort heute technologisch

© Günter Fritz

ist damit sowie so nichts, und der Shitstorm, den es im Vorjahr gegeben hat, war beinahe geschäftsschädigend“, sagt ein Touristiker, der nicht genannt werden will. Ein Saisonstart ein, zwei Wochen später, hätte dagegen kaum jemanden aufgeregt und einen besseren PR-Wert gehabt: „Es ist nicht notwendig ohne Zwang eine sensible und kontroverse ökologische Diskussion vom Zaun zu brechen“. Dennoch hat man auch diese Saison wieder am 19. Oktober auf der Kitzbüheler Resterhöhe ein einsames Schneeband inmitten grüner Umgebung in Betrieb genommen – mit ähnlichen Reaktionen wie im Jahr davor. Auch beim Seilbahnenverband ist man „sich bewusst“, dass solche Aktionen „in der Außenwirkung durchaus kritisch gesehen werden“. Es handle sich dabei aber um „eine unternehmerische Marketingentscheidung, bei der das Unternehmen die Kundensicht mit der PR-Wirkung abwiegen müsse“, so Hörl: „Aus ökologischer Sicht ist es insofern unproblematisch, da dabei Altschnee aus dem Vorjahr verwendet wird, der über den Sommer durch Abdeckung vor dem Abschmelzen gehindert wurde“, (siehe Kasten Snowfarming). Umweltschützer üben dabei nicht nur Kritik am gigantischen Aufwand, der für den Skisport mittlerweile getrieben wird, sondern auch an den Eingriffen in die Natur, etwa durch große Speicherseen,

Ohne Beschneigungsteiche geht es nicht

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reportage Schneeproduktion

© beigestellt, Diesner Falkensteiner Schladming (2)

Kunstschnee und Snowfarming Das Skifahren auf Kunstschnee verhält sich anders als auf Naturschnee: Naturschnee hat eine sechseckige Kristallstruktur, die des technischen Schnees ist rund. Kunstschnee ist kompakter und hält länger, er ist aber auch aggressiver und reagiert beispielsweise beim Carven anders. Und im Frühling wird der altbekannt patzige Naturschnee durch einen schwammigen Sulz ersetzt bzw. durch einen Mix aus beiden. Bei sogenannten Snowfarming wird – meist technisch erzeugter – Schnee über den Winter eingelagert, damit der zum Start der nächsten Saison frühzeitig eingesetzt werden kann. Nämlich zu einem Zeitpunkt, an dem die Kunstschneeerzeugung aus Temperaturgründen nicht oder nur eingeschränkt erfolgen kann. Diese Methode zur Schneekonservierung stammt aus

Skandinavien, wo sie bereits seit Ende der 1990er Jahre eingesetzt wurde. Der alte Schnee wird dazu an kühlen Orten in Depots eingelagert und z.B. mit Hackschnitzeln oder Sägespänen abgedeckt und mit Planen vor dem Regen geschützt. So bleiben über den Sommer bis zu 80 Prozent der ursprünglichen Menge übrig und können für erste Präparierungen von Pisten oder Langlaufloipen eingesetzt werden: z.B. in Kitzbühel oder in den Langläuferdorados Ramsau und Seefeld. Snowfarming kommt bei uns immer häufiger zum Einsatz. Während es z. B. in Ski amadé derzeit nur sehr eingeschränkt angewendet wird, werde in Kitzbühel 28.000 Kubikmeter Schnee in den Depots gelagert. Damit wird dann eine Piste mit 40 Zentimeter Höhe und zwei Kilometer Länge errichtet.

besonders weit voran: Die Bergbahnen PlanaiHochwurzen haben sogar ein auf Satellitennavigation basierendes elektronisches Schneehöhen-Messgerät mitentwickelt, das bei der Pistenpräparierung und der Verteilung des Kunstschnees zum Einsatz kommt. „Es ist wichtig, dass der technische Schnee effizient, kostengünstig, ökologisch verträglich und ressourcenschonend

hergestellt wird“, sagt Thomas Pitzer, technischer Leiter der Bergbahnen, „deshalb legen wir auch besonderes Augenmerk darauf, dass der Schnee möglichst gleichmäßig verteilt und so eine Verringerung der Schneeproduktion ermöglicht wird.“ Rund drei Millionen Kubikmeter Schnee werden von den Bergbahnen Planai-Hochwurzen pro Jahr produziert; das entspricht dem Fassungsvermögen

Eine Schneekanone in ihrer vollen Pracht

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Technikteil der ersten Beschneiungsanlage in Schladming

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reportage Schneeproduktion

Obwohl besonders in der Anfangszeiten von Umweltaktivisten scheel betrachtet, ist der Kunstschnee ein rein natürliches Produkt: In Österreich ist nichts anderes als Wasser und Luft drinnen – und in Tirol ist sogar in der Landesverfassung verankert, dass es sich um Trinkwasserqualität handeln muss. Wasser und Luft werden mittels Druck und Energieeinsatz bei Kälte zu Schnee – der sich aber doch von Naturschnee unterscheidet: Jener von Frau Holle hat – je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit – zwar unterschiedliche Formen aber stets sechseckige Schneekristalle. Man spricht von Kristallographie – und in den unterschiedlichen Sprachen gibt es zahlreiche Bezeichnungen für Schnee: Die Eskimos sollen mehrere hundert Bezeichnungen für Schnee habe – und die Schotten angeblich sogar 421. Die Struktur des technischen Schnees ist im Gegensatz zum Naturschnee kugelförmig und er lässt sich ungefähr 20 Mal schneller herstellen als Naturschnee. Grundsätzlich entsteht Schnee – egal ob natürlich oder technisch – indem Wassertröpfchen bei niedriger Temperatur gefrieren und sich an winzigen Staub- oder Schmutzteilchen anlagern.

Der Schnee wird von den Pistenraupen mechanisch bearbeitet

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von rund 300.000 Lkw. Dafür werden rund 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser verarbeitet. 400.000 Kubikmeter fassen die mit Regenwasser gespeisten Speicherseen vor der Saison, zusätzlich wird auch Wasser von der Enns nach oben gepumpt. Die Kosten pro Kubikmeter Schnee liegen je nach Voraussetzung zwischen 1,5 und drei Euro pro Kubikmeter. Allein auf der Planai machen die Kosten pro Tag bis zu 25.000 Euro aus. Auch in Kitzbühel ist der Aufwand riesig: Mehr als 1.100 Schneeerzeuger, die aus zehn Speicherseen gespeist werden, sind auf den 230 Kilometern Abfahrten im Einsatz. Das Wasser dafür wird vom Tal zu den Speicherseen hinaufgepumpt – und mittels UV-Strahlung gereinigt bevor es in die Schneemaschinen geleitet wird, um die geforderte Trinkwasserqualität zu erreichen. Ein Beispiel dazu von der Pumpstation auf der Resterhöhe: Die besteht aus fünf Pumpen mit einer Leistung von 4.000 PS, einem riesigen Kompressor, der Luft unter den gewünschten Druck setzt, bevor sie in die Schneemaschinen geleitet wird. Eigene Wissenschaft Die technische Beschneiung ist längst zu einer „Wissenschaft“ geworden, für die es viel Erfahrung im Umgang mit den Geräten, die heute nicht mehr händisch in Gang gesetzt sondern vom

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Schnee ist nicht gleich Schnee

Beschneiungskombi: Schneekanone und Radtrac

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reportage

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Computer gesteuert werden. Ohne Personal geht es dennoch nicht: Bei den Planai-HochwurzenBahnen etwa sind 60 Mitarbeiter mit der Beschneiung bzw. Pistenpräparierung beschäftigt. Pistenchef Bernhard Schupfer macht den Job seit 20 Jahren und sammelte dabei jede Menge Erfahrung. „Die ist auch notwendig, denn oft kommt es auf Kleinigkeiten an, damit die Beschneiung so ist, wie sie sein soll.“ Die Einstellung muss genau passen: Immerhin haben Schneekanonen eine Reichweite von 30 bis 50 Metern, Schneelanzen zwischen zehn und 30 Metern. Auch die Schwenkbreite ist mit 20 bis 80 Metern ziemlich variabel. Ideal für den Betrieb sei ein „Mix von Kanonen und Lanzen“, so Schupfer. Lanzen haben mehr Druck und verbrauchen weniger Strom, bei Schneekanonen ist es wegen eines eingebauten Lüfters umgekehrt. Auch der richtige Zeitpunkt für die Kunstschneeproduktion ist wichtig: Beschneit werden kann nur bei Minusgraden und in der Regel geschieht das von oben nach unten: Das heißt, zu Saisonbeginn startet man auf dem Berg, um eine entsprechende Zahl einsatzfähiger Pisten zum Saisonstart zu haben. Kommt dann ausreichend Naturschnee, wird oben reduziert bzw. eingestellt und die Beschneiung schwerpunktmäßig nach unten verlagert. Das geschieht so lange, bis eine

ausreichende Schneedecke vorhanden ist, um über die gesamte Saison zu kommen. Technik und Umwelt Die Entwicklung in der Technik und bei der Pistenpräparierung ist enorm: Wurde 1966/67 noch ein selbst gebauter Pistentraktor für die maschinelle Pistenpräparierung eingesetzt, so waren in der Saison 2017/18 auf der Planai 13 Pistengeräte – sogenannte Ratracs – und acht auf der Hochwurzen im Einsatz – sowie neun Skidoos. Bis zu einer halben Million Euro kostet eine der modernen und je nach Größe 400 bis 600 PS starken Pistenraupen. Die SatellitenSchneehöhenmesseinheit samt Display schlägt mit weiteren 30.000 Euro zu Buche. Die ist aber ihr Geld wert, wie der Ratrac-Fahrer erzählt. „Damit weiß ich genau, wie viel Schnee auf dem jeweiligen Pistenabschnitt liegt und wo ich den Schnee mit dem Schieber verteilen muss.“ Wird festgestellt, dass auf der einen Seite ein Meter, auf der anderen Seite aber nur 50 cm liegen, wird der Schnee verschoben und unnötige Schneeproduktion verhindert. Zeigt das Display rot an, liegt zu wenig Schnee – nämlich unter 30 Zentimeter. Ist es mehr, schillert das Display in Gelb, Grün, Blau oder Braun (mehr als 120 Zentimeter). Das erleichtert die Orientierung.

Die Pistenraupenflotte in Schladming ist immer einsatzbereit

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unserer Lebensgrundlage – der intakten Natur – passen“. Doch die Technologie sei noch nicht ausgereift, mangels Power können diese Geräte nicht mit Seilwinden ausgestattet werden. Ein Mitgrund, warum nur zwei von 15 Pistenbullys hybrid unterwegs seien. Pistenraupen fahren in der Regel mit Dieselmotoren der Eurostufe 5, denn sie gelten nicht als Fahrzeug-, sondern Industriemotoren. Neben elektrischen werden alternative Antriebsenergien getestet. Doch Wasserstoffmotoren seien im Betrieb derzeit 7- bis 10-Mal so teuer wie Diesel. Die Alternativen zu Öl sind noch rar – und das ist der Schwachpunkt in der CO2-Bilanz. „Da wir sonst ausschließlich auf erneuerbare Energie setzen und durch Sonnenkollektoren an den Stationen selbst Energie produzieren wären wir sonst als Bergbahn klimaneutral“, sagt Mayer. Auch bei den Motorschlitten setze man vermehrt auf Gasund Elektroantrieb. Nur bei den Skidoos der Pistenrettung, die ganztägig im Einsatz sind, will man nicht das Risiko eingehen, dass diesen bei der Bergung der „Saft“ ausgeht und bleibt beim Benziner. Auch am Kitzsteinhorn ist eine effiziente Beschneiung bis zum Gletscherrand – wie schon

Ski Guide-Autor Günter Fritz (l.) vor Ort beim Beschneiungseinsatz

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Das bei innovativen Beschneiungslösungen führende Unternehmen Technoalpin hat jetzt soagr eine eigene App namens „Snowmaster“ entwickelt, die mittels genauer Wetteranalysen eine einfachere Vorab-Planung der Schneeproduktion ermöglicht. Das Ergebnis wird aufgrund von Daten wie die im jeweiligen Skigebiet produzierte Schneemenge, Auslastung, Wasserverbrauch oder Temperatur errechnet und prognostiziert im Kobination mit den Wettervorhersagen die zu produzierende Schneemenge und den Wasserbedarf in den kommenden Tagen. Wachsende Aufmerksamkeit gilt mittlerweile auch möglichst ressourcenschonenden Technologien. Auf der Schmitten bei Zell am See z. B. kann einem schon mal eine grüne Pistenraupe unter die Augen kommen. „Bei uns stehen zwei der innovativen Geräte mit diesel-elektrischem Antrieb im Einsatz“, sagt Hannes Mayer, Umweltmanager Schmittenhöhebahn AG. Bis zu einem Viertel weniger Diesel verbrauchen diese Geräte. Ökonomisch rechnen sie sich noch nicht. Sie seien um 15 bis 20 Prozent teurer, die Kosteneinsparungen würden laut Mayer bei zehn Prozent liegen: „Aber wir haben sie im Einsatz, weil sie genau zu unserer Philosophie eines nachhaltigen Umgangs mit


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© beigestellt, Diesner Falkensteiner Schladming

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erwähnt – nicht mehr wegzudenken. 24 Millionen Euro haben die Gletscherbahnen seit dem Jahr 2000 in den Ausbau ihrer Beschneiungsanlage investiert, um so den Skibetrieb zu sichern. Das komplexe Beschneiungssystem wird von den nahezu unerschöpflichen Wasserreservoirs der großen Kapruner Wasserkraftwerk-Stauseen versorgt. Ein Luxus, der dem Kitzsteinhorn im Verhältnis zu anderen Bergbahnen das Leben wesentlich erleichtert. Computer steuert Was früher nach dem Motto „Kalt ist es – Wasser marsch“ passierte, wurde mittlerweile durch modernes Schneemanagement abgelöst. Früher wurden die Beschneiungsgeräte händisch einund ausgeschaltet, heute geschieht das z. B. in Schladming zu 90 Prozent von der Technikzentrale nahe der Planai-Talstation aus. Via Computer werden die Geräte im gesamten Skigebiet kontrolliert und automatisch gesteuert. Das hilft, www.derskiguide.at

die Produktionskosten im Griff zu behalten: Immerhin geht es dabei um fünf bis sechs Millionen Euro pro Jahr. Durch die Einführung des Schneemanagementsystems gab es im ersten Jahr gleich eine Einsparung von 300.000 Euro. In der Regel wird abends zwischen 17.15 Uhr und Mitternacht präpariert, wenn es witterungsbedingt nötig ist, geht es auch schon um zwei oder vier Uhr früh los. Spätestens um acht Uhr, vor Beginn des Skibetriebs, ist Schluss. Vier Tage haben die Pistenraupenfahrer am Stück Dienst, dann gibt es zwei freie Tage. Auf der Planai wird deshalb maximal bis Mitte März beschneit – und das auch nur bis auf Höhe der Mittelstation. Fazit: Trotz des großen Aufwands ist der technisch hergestellte Schnee nicht nur in Schladming längst unverzichtbar. Er bildet mit die Basis für die Erfolge im österreichischen Wintertourismus: Stillstand ist nicht erlaubt, dann geht es bergab. Die Gästen erwarten heute einfach perfekte Pisten. 2020 Ski Guide Austria


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winter in österreich SICHERHEITSTipps

Verhalten auf der Piste Der Knigge für den Skialltag Auch unter Skifahrern, die sich selbst als geübt ansehen, dürfte sich der eine oder andere Selbstüberschätzer finden. Nicht von ungefähr kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen und Unfällen. Es empfiehlt sich daher, sich an die FIS-Regeln zu halten. Dadurch erhöht sich die eigene sowie die Sicherheit aller anderen Skifahrer. Der Aufstieg: Liftfahren, aber richtig Die meisten Unfälle passieren beim Aussteigen und enden oft mit einem Sturz. Schwerwiegende Liftunfälle, bei denen das Seil aus den Rollen springt oder sogar Menschen aus einem Sessellift fallen, kommen zum Glück kaum vor. Schlepplifte sind heute schon eher die Ausnahme – für ungeübte Skifahrer und Snowboarder können sie gerade deshalb eine Herausforderung darstellen. Fährt man zu zweit mit einem Schlepplift, so wird in einer ausgemachten Reihenfolge ausgestiegen: Der Erste rutscht vom Bügel, während der Zweite die Stange hält und anschließend den Bügel kontrolliert zur Seite schiebt. Das größte Risiko sind jedoch modische Accessoires wie lässig herunterhängende Hosenträger oder lange Schals. Immer wieder gibt es Opfer, weil sich Träger oder Schal am Bügel verheddern und den Fahrer mitschleifen. Im schlimmsten Fall sind derart sogar Strangulierungen möglich. Sessellifte sind normalerweise viel einfacher zu benutzen: Während der Fahrt muss der Sicherheitsbügel unbedingt geschlossen bleiben und darf erst kurz vom dem Ausstieg geöffnet werden. Dabei werden die Skier von der Fußstütze genommen, die Skispitzen angehoben und die Skistöcke freigemacht. Neuerdings wird der Zeitpunkt zum Ski Guide Austria 2020

Öffnen des Bügels durch Leuchtdiodenanzeigen bei der Ausstiegsstelle angezeigt. Der Bügel sollte erst geöffnet werden, wenn beim an der Ausstiegsstelle quer angebrachten Leuchtbalken die Dioden von rot auf grün wechseln. Nach dem Aussteigen ist darauf zu achten, in welche Richtung die Sitznachbarn abfahren. Beim Einsteigen lässt man lieber einen Bügel oder Sessel leer vorbeifahren, als durch unnötige Eile einen Sturz zu riskieren. Viele Stürze beim Schlepplift werden durch den Ruck beim Losfahren verursacht oder weil der Bügel zu spät ergriffen wurde. Während der Fahrt sind es meist schlechte Spuren, Eisplatten oder Schneehügel, die zum Verkanten und Sturz führen. Kündigt sich ein Sturz an, sollte man versuchen, sich bewusst aus der Spur fallen lassen. Nach einem Sturz rasch die Spur räumen. Kinder unter einer Körpergröße von 1,25 Metern dürfen nie ohne Begleitung eines Erwachsenen im Sessellift fahren und sollen am besten während der ganzen Fahrt beobachtet, Kleinkinder am besten gehalten werden. Weitere Sicherheitshinweise: • Stöcke beim Liftfahren in der Mitte in die Hand nehmen. • Hände nicht in den Schlaufen lassen; die langen Stöcke k­ önnen leicht hängen bleiben. • Im Sessellift nicht schaukeln. • Auf einem 4er-, 6er- oder 8er-Sessellift in der Mitte sitzen, wenn nicht alle Plätze besetzt sind; schief hängende Sessel erschweren den Ausstieg vor allem für Kinder. • Schleppliftbügel nicht wild wegstoßen und nach oben schnalzen lassen. Nicht in Kurven fahren. www.derskiguide.at


Die zehn FIS-Verhaltensregeln Œ Rücksichtnahme auf die anderen Pisten-

© Snowpark Kitzsteinhorn

teilnehmer: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.  Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise: Auf Sicht fahren. Geschwindigkeit und Fahrweise müssen dem individuellen Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte angepasst werden. Ž Wahl der Fahrspur: Der von hinten kommende Skifahrer muss seine Fahrspur so wählen, dass der vor ihm Fahrende nicht gefährdet wird.  Überholen: Überholt werden darf von oben, von rechts oder von links – aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skisportler für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.  Ein-, an- und hangaufwärts fahren: Wird in eine Abfahrt eingefahren, nach einem Halt wieder an- oder hangaufwärts geschwungen beziehungsweise gefahren,

muss man sich nach oben und unten vergewissern, dass dies ohne Gefahr für sich und andere getan werden kann. ‘ Anhalten: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Nach Stürzen ist eine solche Stelle so schnell wie möglich wieder freizumachen. ’ Aufstieg beziehungsweise Abstieg: Skifahrer oder Snowboarder, die aufsteigen oder zu Fuß absteigen, müssen den Rand der Piste benutzen. “ Beachten der Zeichen: Jeder Skisportler muss Markierungen und Signale beachten. ” Hilfeleistung: Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet. • Ausweispflicht: Jeder Wintersportler, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.


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Von Ski bis Fungeräte

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WorldSkitest 2020 Crowd-Intelligence schafft Sieger Gewinnen Sie (!) den Überblick. Nichts einfacher als das. Zumindest wenn man einen Test hat, der neutral und gewissenhaft die wichtigsten Gleitgeräte für die neue Skisaison in Augenschein nimmt. Denn es ist nicht alles eins, was Jahr für Jahr unter fantasievoll wechselnden Bezeichnungen den Weg in die Shops – und zu den Verleihfirmen – findet. Wie sich die neuen Modelle anfühlen ist auf den folgenden rund 20 Seiten nachzulesen. Zu diesem Zweck erprobten rund 200 Testerinnen und Tester im Rahmen des bereits 16. WorldSkitest die 220 neuesten Alpinskimodelle. Inmitten von aktuellen und vergangenen Skistars war der „Ski Guide Austria“ wie in den vergangenen Jahren mittendrin statt nur dabei. Klar, dass der „Kaiser“ persönlich sein Heimspiel in Bad Kleinkrichheim, Kärnten, nicht ausließ. Ski Guide Austria 2020

Olympiasieger Franz Klammer steht als Aushängeschild des WorldSkitest nicht zuletzt für die Qualität dieses Vergleichs der aktuellen Skimodelle. Und für den Spruch: „Tester sind keine Raser!“ Weil man einem Kaiser nicht widerspricht, gingen die Tests all die Jahre ohne ernsthafter Verletzungen über die Bühne. Es ist schon klar: Was Weltcupfahrer aus halb Europa als „beschaulich“ empfinden, mag anderen schon als Geschwindigkeitsrausch erscheinen, aber entscheidend ist ja, die Geräte perfekt unter Kontrolle zu halten. Diese Mischung zwischen Amateuren und Profis macht ja auch den Wert des Tests aus. Denn es hilft wenig, wenn trainingsgestählte Oberschenkel, die dem Bauchumfang mancher Teilnehmerin entsprechen, einen Ski als „super“ bewerten, den aber Otto Normalverbraucher nur mit größter Kraftanstrengung um die Kurve bringt. www.derskiguide.at


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© WorldSkitest.com, Egon Rutter

Wer war dabei? Wie alle Jahre sah man viele bekannte Gesichter, vor allem internationale, aktive und ehemalige Spitzensportler, welche die Skier unter die Lupe nahmen. Neben Testleiter und Olympiasieger Franz Klammer, waren es aus Österreich Olympiasieger Fritz Strobl, Weltmeister Manfred Pranger, Super-G Weltmeisterin und Speedqueen Nicole Schmidhofer, ÖSV Läuferin Hannah Köck, ÖSV-Newcomer Daniel Dankelmaier, Paralympics Silbermedaillen Gewinner und Paralympics Weltmeister Matthias Lanzinger, ORF-Experte und Olympia Silbermedaillengewinner Hans Knauß, und Ex-Skirennläufer Pepi Strobl. Hinzu kamen die ehemaligen slowenischen Slalomstars Urska Hrovat und Jure Kosir. Die slowenische Abteilung umfasste zusätzlich die Aktive Tina Robnik. Weiters gesichtet: Aus dem Demo-Team Edita Mar und Dusan Fidler, der ehemalige ÖSV Abfahrer Hans Grugger, ÖSV Damentrainer Roland Assinger. Dazu gesellten sich aber auch „Normalskiläufer“, teils Prominente www.derskiguide.at

aus anderen Sportarten, Lebens- und andere Künstler, aber auch glückliche Teilnehmer eines Preisausschreibens. Zusätzlich schlossen Journalisten unterschiedlicher Ressorts mit den 2020er-Modellen Bekanntschaft. Denn das ist das besondere an diesem Test: Auch Normalskiläufer können Eindrücke sammeln und anschließend über eine Punktekarte vermitteln. Crowd-Intelligence schafft hier den Sieger. Alle waren zu diesem Zweck nach Kärnten gekommen. Und vielleicht auch ein wenig, um abends bei der Fashionshow mit den Kollegen am Ende der Rennsaison zu feiern. Insgesamt standen in allen Kategorien Skimodelle der – abgesehen von Head – zehn wichtigsten Produzenten den Testern zur Verfügung. Hinzu kamen in der Kategorie Open Space besonders teure oder außergewöhnliche Modelle auch anderer Anbieter, die aber nicht mit Punkten bewertet wurden. Die getesteten Kategorien waren: 2020 Ski Guide Austria


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• Ladies High Performance • Ladies Allround • Men High Performance • Men Allround • Race Slalom • AllMountain • Jugend Race GS Die Ergebnisse der einzelnen Kategorien sind auf den folgenden Seiten dokumentiert, wobei einige Kategorien in ihrer Darstellung zusammengezogen wurden. Wie immer zählte der erste Eindruck. Jedem Teilnehmer blieb nur eine einzige Fahrt mit dem jeweiligen Ski, um das Modell zu beurteilen. Black is beautiful! Denn das Markenzeichen sind die schwarz neutralisierten Skier. Jedes Paar ist penibel mit schwarzer Folie überklebt und mit einer Verleihbindung ausgestattet. In der Wechselstation werden die Bindungen ausschließlich vom neutralen WorldSkitest-Serviceteam eingestellt. Durch die schwarzen Skier fällt beim Testen die Markenpräferenz weg. Nach jeder Fahrt wird vom Tester objektiv ein Bewertungsbogen ausgefüllt, dabei werden folgende Punkte bewertet: Langer Schwung, Kurzer Schwung, Kantengriff, Drehfreudigkeit und Allgemeiner Kraftaufwand. Aus allen gesammelten Testbögen wird ein Mittelwert errechnet der zum endgültigen Ergebnis führt. Auf die schwarz abgedeckten Skioberflächen wird nur in der Kategorie „Open Space“ verzichtet. Sonst soll sich keiner von Design oder Markennamen beeinflussen lassen, sondern völlig unvoreingenommen das Fahrgefühl über die Punktevergabe bestimmen lassen. Auf diese Art soll es schon vorgekommen sein, dass ein Rennläufer die Ski seines eigenen Rennstalls in Grund und Boden verdammt hat. Diese Objektivität in der Beurteilung und das gemischte Testteam machen den WorldSkitest einzigartig aussagekräftig. Testleiter Franz Klammer: „Wir versuchen alles, um den Skifahrern bei der Wahl des richtigen Skis zu helfen, damit das Skifahren ein Genuss ist!“ Ski Guide Austria 2020

Seit sich Österreichs kultigste Gleitgeräte vor über einem Jahrzehnt schlanke Taillen zulegten, um zu kurvenfreudigen Carvern zu werden, fehlen bei den Pistenskiern auffällige Novitäten. Trotzdem beweist der 2020er-Jahrgang einmal mehr: Von Stillstand keine Spur. Das wäre gerade in diesem Metier auch fatal. Neuerungen spielen sich in erster Linie im Innenleben ab – oder in den Grafik-Studios der Oberflächendesigner. Wie Österreichs Marktgrößen Atomic und Fischer durchaus zugestehen: Ein Drittel der Produkte werden für die Saison komplett neu entwickelt, aber ein weiteres Drittel ändert nur den oberflächlichen Auftritt. ohne TESTER ist die Chance auf Anhieb die passenden Bretteln aus der unendlichen Reihe an bunten Latten auszuwählen fast unmöglich. Die Entscheidung fällt im Sportshop aus einer Summe von Einflussfaktoren, einer Melange aus Gewöhnung, Beratung, sportliche Rennerfolge, Werbung, Hörensagen und nicht zuletzt optischen Kriterien. Der klassische Griff an die Spitze des Ski, um anschließend das Modell mit der anderen Hand kraftvoll durchzubiegen, sagt leider mehr über die Ausbildung und Kraft des Verkäufers aus, als über die Tauglichkeit des Produkts für die eigenen Zwecke. Eine Möglichkeit, sich nicht auf die Tester zu verlassen, heißt selbst probieren. Wer also überlegt ein Topmodell anzuschaffen, könnte es vorher einen Tag im Skiverleih ausborgen. Wobei auch dort leider nicht immer alle Spitzenmodelle der Marken vorhanden sind. Doch neben den geeigneten fahrtechnischen Eigenschaften für die jeweiligen Bedürfnisse ist auch das Design ein Kriterium bei der Skiwahl: Sie sollen zur aktuellen Mode passen, zum eigenen Geschmack. Die neuesten technischen Entwicklungen werden oft in wahre Kunstwerke „verpackt“, die mit dem „Snowstyle of the Year“ belohnt werden. Dafür haben alle nach einem anstrengenden Testtag im Bergrestaurant gerne die neuen Designs einem kritischen Blick unterzogen. www.derskiguide.at


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© WorldSkitest.com, Benjamin Hofmann (2)

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Touren-Skitest Nockberge Trail Innerkrems

Freeride-Skitest Grossglockner-Resort Kals

Auch design muss sein, dabei waren nach Meinung der Tester die „schönsten 2020 unter der Sonne“: „SnowStyle of the Year 2019/20“ Rossignol SEEK 7 TOUR – Kategorie Touren Men 1

Freude am Skilauf soll nie verloren gehen. • Race: Das sind die rennsportlich auftretenden Geräte, die nicht immer leicht in den Griff zu bekommen sind. Wenn es gelingt, dann geht die Post ab.

Ladies High Performance: Elan Insomnia Ladies Allround: Blizzard Alight 7.2 CA Race SL: Rossignol Hero Elite ST Ti Men High Performance: Rossingol Hero Elite LT Ti Men Allround: Elan Amphibio 16 AllMountain: Blizzard Brahma 82 OpenSpace: Elan Amphibio 18 Youth GS: Atomic Redster G9 Freeride bis 100mm: Atomic Bent Chetler 100 Freeride über 100mm: Stöckli Stormrider 95 Touren Men 1: Rossingol Seek 7 Tour Touren Men 2: Salomon MTN Explore 95 Touren Ladies: Stöckli Edge 88

freeride skitest in kals Für die speziell für Ausflüge in den Tiefschnee gebauten Ski wird seit einigen Jahren ein eigener Freeride-Test durchgeführt. Erstmals ging er unter großer Begeisterung im Großglockner-Resort Kals in Osttirol über die Bühne. Getestet wurde in zwei unterschiedlichen Kategorien – je nach Breite unter der Bindung.

Wofür stehen die einzelnen Kategorien? • Allround: Einfachere Modelle, für Freizeitskifahrer, die möglichst problemlos die Pisten bewältigen wollen und sich beim Tempo nicht am Limit bewegen. • AllMountain: Ist das Allround-Modell für bessere Fahrer. Solche, die sich gerne auch mal von der Piste wegbewegen. Ob harter Kunstschnee oder zu weicher, zerfurchter Tiefschnee, die www.derskiguide.at

touren-skitest in innerkrems Nach der erfolgreichen Premiere des WorldSkitest Tourenski-Test im Vorwinter, wurde dieser abermals in der Innerkrems (Nockberge-Trail) durchgeführt. Getestet wurden eine Damen und zwei Herrenkategorien. Damen: 82 bis 88 mm Mittelbreite, Gewicht bis max. 2.600 Gramm ohne Bindung. Herren 1: 85 – 90 mm Mittelbreite, Gewicht bis max. 2.800 Gramm ohne Bindung. Herren 2: 92 bis 99 mm Mittelbreite, die etwas schwerer und eher abfahrtsorientiert sind. Weil in den beiden Spezialtests ausschließlich Profis am Werk waren, war der Ski Guide hier als Tester leider nicht persönlich dabei. 2020 Ski Guide Austria


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Allround Damen und Herren Easy skiing Genussskifahrer und nicht jeden Tag auf der Piste? Dann ist ein Allround Ski genau der Richtige und entspannten Skitagen steht nichts mehr im Wege. Wobei das Allround-Modell auch das passende Gerät für die Anfänger darstellt. Getestet wurde hier von Frauen und Männern getrennt, denn alle wichtigen Skimarken bieten hier zuzsätzlich spezielle Damenmodelle an. Sie unterscheiden sich von den anderen Modellen nicht nur durch den optischen Auftritt, sie berücksichtigen auch vom Schwerpunkt her die weibliche Anatomie. Die Allround-Modelle bilden in beiden Fällen die Mittelklasse am Skimarkt, mit einem erfreulichen Preis-Leistungsverhältnis und einer durchaus beachtlichen Bandbreite in puncto Einsatzgebiet. Manchmal werden die Fahreigenschaften dieser Modelle unterschätzt. Die besonderen Vorzüge dieser Leichtgewichte sind der geringe Kraftaufwand, das hohe Maß an Laufruhe sowie die perfekte Drehfreudigkeit auf der Piste. Also durchaus die richtige Wahl für Einsteiger, Gelegenheitsskifahrer und alle, die nach längerer Pause ihr Comeback auf den Pisten feiern. Kurzum für Skifahrer, die Genuss vor Leistungsstress stellen. Dank der meist attraktiven Preise, eigenen sie sich auch perfekt als Zweitski für Skitage, an denen man es etwas gemütlicher angehen will. Die Herren Rennläufer mieden die Allround-Modelle an den beiden Testtagen eher. Was vielleicht auch besser ist, denn wer allzu kraftvoll auf den Pisten unterwegs ist, der wird mit dieser Klasse nicht sehr glücklich. Weil ihr Ski Guide-Autor nicht in diese Kategorie Ski Guide Austria 2020

gehört, war er hier unter anderem mit den Kollegen Reinhold Wiedergut, Michael Schuen, Christoph Brugger, Franz X. Heinrich, J Ales Misic, Harald Windisch und Roman Kostrov zu gange. In Bad kleinkirchheim lachte an allen Testtagen die Sonne mit den Fahrerinnen und Fahrern um die Wette. Da machten der Test gleich doppelt Spaß und entsprechend positiv fielen besonders in der Damenkategorie die Bewertungen aus. Anfängerinnen, Gelegenheitsskifahrerinnen, Genussskifahrerinnen erlebten mit diesen Modellen wunderschöne und entspannte Skitage. Natürlich spielt in dieser Kategorie auch das Design eine entscheidende Rolle, wobei die Damenmodelle heuer dezenter gestaltet sind. Die Industrie verzichtet auf knallige, auffällige Farben und verspielte Muster. In der Ladies Allround Kategorie konnte sich ein Modell von den anderen absetzen und erhielt ein „ausgezeichnet“ alle anderen wurden mit „sehr gut“ und „gut“ bewertet. Selbstverständlich ist der attraktive Listenpreis von 500 bis 600 Euro bei diesen Modellen ein durchaus schlagkräftiges Kaufargument. Die Ladies Allround Ski haben unter anderem auch einige Rennläuferinnen getestet: Etwa die Sloweninnen Urska Hrovat und Tina Robnik. Als Local Hero war unter anderem die Geschäftsführerin des Bad Kleinkrichheim Regional Marketings Barbara Strobl-Wiedergut unterwegs, mit ihr auch Sophie Wallner, Maryna Strobl, Kathrin Brugger und viele mehr. www.derskiguide.at


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A. Salomon S/Max W 8 (Damen) Radius: 14 m, Sidecut: 119-76-102 empfohlener VK-Preis: € 559,99 mit Bindung Testnote: ausgezeichnet (41,9) Der Testsieger „Ladies Allround“ hat keine Schwächen und lässt einen langen Skitag zum Genuss werden.

E. Blizzard Firebird TI (Herren) Radius: 14,5 m, Sidecut: 121-71-104 empfohlener VK-Preis: € 600,- mit Bindung Testnote: sehr gut (38,5) Bei den kritischeren Testerherren schrammte selbst der Sieger – ein wunderbarer Allrounder – am „ausgezeichnet“ vorbei.

B. Dynastar Intense 12 (Damen) Radius: 12 m, Sidecut: 121-72-106 empfohlener VK-Preis: € 599,99 mit Bindung Testnote: sehr gut (38,8) Genussfahrerinnen, die geschmeidig und elegant ihre Kurven in den Schnee ziehen wollen, kommen auf ihre Kosten.

F. Salomon S/Max 8 (Herren) Radius: 15 m, Sidecut: 121-73-104 empfohlener VK-Preis: € 559,99 mit Bindung Testnote: sehr gut (38,1) Bei geringem Kraftaufwand doch überzeugende sportliche Fahreigenschaften.

C. Rossignol Nova 10 Ti (Damen) Radius: 13 m, Sidecut: 123-74-109 empfohlener VK-Preis: € 599,99 mit Bindung Testnote: sehr gut (37,0) Edles Design, kraftsparend und in den Kurven agil.

G. K2 Charger (Herren) Radius: 17 m, Sidecut: 126-76-105 empfohlener VK-Preis: € 599,95 mit Bindung Testnote: sehr gut (37,1) Spritzig, leicht zu drehen, trotzdem laufruhig.

D. K2 Anthem 74 HS (Damen) Radius: 12,4 m, Sidecut: 121-74-107 empfohlener VK-Preis: € 529,95 mit Bindung Testnote: sehr gut (36,8) Spritzig und durchaus sportlich.

H. Völkl Deacon XTD (Herren) Radius: 17,3 m, Sidecut: 124-76-105 empfohlener VK-Preis: € 450,- mit Bindung Testnote: sehr gut (36,9) Optimal bei kurzen, schnellen Schwüngen.

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High Performance für Damen und Herren Genussvoll auf Top Niveau Schwer beeindruckt zeigten sich wieder einmal Testerinnen und Tester von diesen Modellen, deren Listenpreis inklusive Bindung bei 600 bis 800 Euro liegt. Also nicht mehr die Kategorie der absoluten Schnäppchen darstellt. Dafür sind diese Produkte auch haltbarer und machen mehr als nur eine Saison Spaß. Wie in der Allroundkategorie wurde auch hier der WorldSkitest von Frauen und Männern extra durchgeführt. Die „High Performer“ sind leichte, mit jeder Menge Technik ausgestattete Begleiter für Fahrer und Fahrerinnen, die zwar gern mal im oberen Geschwindigkeitsbereich unterwegs sind, aber keinen aggressiven Slalom oder Riesentorlaufski wollen. „Sportliche und hochsportliche Damen werden mit den High Performance Modellen ihre wahre Freude haben“, werden die Testergebnisse der Damenkategorie pauschal interpretiert. Mit diesen technisch ausgeklügelten Modellen sind Schwünge im mittleren bis oberen Geschwindigkeitsbereich mühelos in den Schnee zu zaubern. Weitere Stärken liegen in der Stabilität und Präzision. Dank ihres immer geringeren Gewichts schonen sie zusätzlich die Kraftreserven der Fahrerinnen. Bei der Abfahrt ebenso, wie bis zum Beginn und nach Ende des Skitags auf den Schultern. Ski Guide Austria 2020

Die Testerinnen in Bad Kleinkirchheim waren von den Skiern dieser Kategorie besonders angetan und nutzten die abgesperrte Testpiste aus, um ab und zu so richtig Gas zu geben. Denn für die Lady High Performance fand sich mit Nicole Schmidhofer auch ein Superstar zum Test ein. Mens HIGH PERFORMANCE-SKI begeistern beim Skitest schon seit mehreren Jahren sehr sportliche Skifahrer mit hohen Ansprüchen. Es sind einfach hochklassige Geräte, die Fahrspaß garantieren. Oder wie es der WorldSkitest selbst formuliert: „Sie sind ein sehr guter Skifahrer? Sie stehen mehr als 10 x pro Jahr auf den Skiern? Sie fahren keine Rennen, sondern genießen den Skitag? Dann sind Sie in dieser Kategorie genau richtig!“ Die High Performer spielen ihre Stärken vor allem auf präparierten Pisten hervorragend aus. Dabei kommt der Genuss nie zu kurz. In dieser Kategorie liegt das Feld auch sehr eng beisammen. Die Men High Performance Ski haben neben dem Ski Guide Austria unter anderem Josef „Pepi“ Strobl, Nico Langegger, Hans Grugger, Matthias Lanzinger, Alosz Kolessa, Bostjan Okorn, Simon Kirchgasser und Patrik Steger auf der teilweise pickelharten Muldenabfahrt erprobt. www.derskiguide.at


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A. Fischer My Curv (Damen) Radius: 13 m, Sidecut: 121-68-102 empfohlener VK-Preis: € 599,95 mit Bindung Testnote: ausgezeichnet (41,3) Tolle Optik und dazu sensationelle Werte beim langen Schwung, beim Kantengriff und der Laufruhe. Für die Testerinnen top. B. Atomic Cloud 12 (Damen) Radius: 15,3 m, Sidecut: 112-70-97 empfohlener VK-Preis: € 649,95 mit Bindung Testnote: sehr gut (39,5) Servotec Technologie aus dem Weltcup ermöglicht bei schnellen, langgezogenen Kurven hohe Stabilität.

e. Atomic Redster X9 (Herren) Radius: 15,4 m, Sidecut: 114-65,5-99,5 empfohlener VK-Preis: € 999,95 mit Bindung Testnote: ausgezeichnet (40,2) Der neutrale Test hievte den grünen Redster als Allroundgenie abermals an die Spitze. Und auch die Optik überzeugt. f. Rossignol Hero Elite LT TI (Herren) Radius: 17 m, Sidecut: 119-71-101 empfohlener VK-Preis: € 899,99 mit Bindung Testnote: sehr gut (39,2) Nicht nur Gold im Snow Style, auch ein geniales Fahrvergnügen, speziell beim Carven.

C. Salomon S/Max W Blast (Damen) Radius: 15 m, Sidecut: 121-72-106 empfohlener VK-Preis: € 799,99 mit Bindung Testnote: sehr gut (38,3) Ein sportlich ausgeglichenes High Performance -Modell.

g. K2 Super Charger (Herren) Radius: 17 m, Sidecut: 126-76-105 empfohlener VK-Preis: € 849,95 mit Bindung Testnote: sehr gut (37,9) Stärken beim langen Schwung, ohne die Kraftreserven seines Fahrers unnötig zu strapazieren.

D. Völkl Flair SC Carbon (Damen) Radius: 13,1 m, Sidecut: 122-72-105 empfohlener VK-Preis: € 780,- mit Bindung Testnote: sehr gut (38,1) Gewichtsoptimiert, ist er aufgrund seiner leichten, schnellen Kurveneinleitung bei langen und kurzen Schwüngen spritzig.

h. Dynastar Speed Master GS (Herren) Radius: 18 m, Sidecut: 116-70-98 empfohlener VK-Preis: € 849,99 mit Bindung Testnote: sehr gut (37,8) Dynamischer, kraftvoller High Performer, Dank WeltcupTechnologie stark bei langen, schnellen Schwüngen.

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Always Good Times

Elan steht für „Always Good Times“ und die beste Zeit ist die, welche man mit Familie und Freunden in den Bergen verbringt. Ob im Lieblingsskigebiet mit der Familie oder beim Ausflug in die entlegene Bergwelt mit den besten Freunden, es sind immer außergewöhnliche Momente, wenn man die Abenteuer gemeinsam erlebt.

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AllMountain Abwechslung tut gut Es sind die beliebten Alleskönner für den rasanten Wechsel von der Piste in den zerfahrenen Tiefschnee, hinüber aufs Eis und vielleicht eine kurze Powder-Sequenz. Sie hatten in diesem Jahr 80 bis 84 Millimeter Skibreite unter der Bindung und waren damit um einen Tick schmäler als in den vergangenen Jahren. Der Spielraum, den sich die Hersteller bei dieser Modellreihe nun geben ist also sehr gering. Die Änderungen sind schon seit Jahren nun im Millimeterbereich. Um ein möglichst einheitliches Bild zu geben, wurden vergleichbare Skimodelle mit Längen von 174 bis 180 cm gefahren. Doch es bestehen bei den Modellen noch immer ausreichend Unterscheidungsmöglichkeiten, etwa bei den Radien. Diese lagen zwischen 15,5 und 17,5 Meter, nur Blizzard brachte mit dem Brahma einen AllMountain-Ski mit 19 Meter Radius an den Start, der fahrtechnisch im Mittelfeld landete, aber durch seinen optischen Auftritt zusätzlich begeisterte. Wie aus der nachfolgenden Liste zu ersehen, gibt es nicht die eine allgemeingültige Wahrheit. Denn weder die Radien, noch der empfohlene Verkaufspreis geben eine Garantie dafür, ob das Modell top oder flop ist. Wobei alle hier angeführten Beispiele zumindest gute Mittelklasse repräsentieren. Ski Guide Austria 2020

Die AllMountain Kategorie ist bei den Testern immer sehr beliebt. Die AllMountain Skier sind für mehr als 50 Prozent der Skifahrer bestens geeignet und begeistern sportliche bis hochsportliche Fahrerinnen und Fahrer, welche die Abwechslung lieben. Ob auf der Piste oder abseits, im Tiefschnee oder im Frühlingsfirn, auf Kunstschnee ebenso wie auf frischem Pulverschnee, der perfekte AllMountain sollte keine Schwächen zeigen. Da diese Skier auf dem ganzen Berg, bei allen Schnee- und Pistenbedingungen eingesetzt werden können, sind auch Sportgrößen wie Olympiasieger Franz Klammer und viele andere aktuelle und ehemalige Skirennfahrer sehr gerne mit diesen Alleskönnern unterwegs. Sie vermitteln einen Hauch von Freiheit und Unabhängigkeit. Die Testerinnen und Tester konnten die AllMountain-Modelle allerdings nur auf der abgesperrten Muldenabfahrt in Bad Kleinkirchheim testen. Dabei hätten viele diese gerne für den einen oder anderen Trip abseits der Piste ausgeliehen. Allerdings waren die Tester dieses Jahr ausgesprochen kritisch und vergaben kein einziges Mal die Note „ausgezeichnet“, dafür aber fast durchgängig „sehr gut“. Die AllMountain Ski testeten unter anderem Florian Obergruber, Reinhard Wittreich, Daniel Hochkofler, Jaka Longyka, Patrick Steger und Pavla Apostolaki. www.derskiguide.at


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© Salomon, Fischer, Elan, Blizzard, Völkl, Atomic, Elan, Nordica, K2

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a. Salomon S/Force 11 Radius: 16 m, Sidecut: 128-80-112 empfohlener VK-Preis: € 759,99 mit Bindung Testnote: sehr gut (39,3) Wie in den Vorjahren stellt Salomon wieder den Kategoriesieger. b. Atomic Vantage 82 TI Radius: 17,5 m,Sidecut: 122,5-82-109 empfohlener VK-Preis: € 699,99 mit Bindung Testnote: sehr gut (39,2) Neues Modell, 1 cm schmäler und größerer Radius, doch das Leichtgewicht begeisterte genauso wie im Vorjahr. c. Fischer RC ONE 82 GT Radius: 17 m, Sidecut: 127-82-112 empfohlener VK-Preis: € 599,95 mit Bindung Testnote: sehr gut (38,0) Spezielle Stärken beim langen Schwung und der Laufruhe. Das preislich günstigste Spitzenmodell. d. Nordica GT 80 Ti FDT Radius: 15,5 m, Sidecut: 130-80-110 empfohlener VK-Preis: € 699,99 mit Bindung Testnote: sehr gut (37,7) Mit voller Power den Hang erobern! Überzeugend bei kurzen und langen Schwüngen.

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e. Völkl Deacon 80 Radius: 16,9 m, Sidecut: 129-80-111 empfohlener VK-Preis: € 750,- mit Bindung Testnote: sehr gut (36,0) Optisch gelungen. Reagiert gut auf wechselnde Verhältnisse. f. K2 iKonic 80 Ti Radius: 17,5 m, Sidecut: 129-80-108 empfohlener VK-Preis: € 749,95 mit Bindung Testnote: sehr gut (35,4) Die Stärken des reaktionsfreudigen Modells sind lange Turns. g. Blizzard Brahma 82 Radius: 19 m, Sidecut: 121-82-105 empfohlener VK-Preis: € 550,- ohne Bindung Testnote: sehr gut (35,0) Großer Radius. Für die Optik gabs den SnowStyle in Gold. h. Elan Wingman 82 CTI Radius: 15,5 m, Sidecut: 129-82-112 empfohlener VK-Preis: € 849,95 mit Bindung Testnote: gut, (34,7) Tolles Design, locker zu fahren.

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Slalom Race Daheim auf harten Pisten HIER IST DIE Königsklasse für die harten Typen, denen die Piste nicht hart genug sein kann. Die mit entsprechend Speed kurze Schwünge an den Pistenrand kratzen ohne einen unfreiwilligen Abflug zu riskieren. Die Modelle führen meist stolze Bezeichnungen wie Race oder Weltcup. Nicht, dass die guten Stücke wirklich im Rennsport zum Einsatz kämen, aber es werden von den im Weltcup aktiven Skiproduzenten viele Erkenntnisse aus dem Rennsport in dieser Kategorie umgesetzt. Die Tester fanden im Weltcuport Bad Kleinkirchheim die perfekten Testbedingungen vor, um die neuesten Slalommodelle zu testen und zu bewerten. Die Piste war, anderes als in den Vorjahren, definitv bestens für diese Kategorie geeignet. Für die „7-Uhr-Frühschicht“, die schon lange vor dem offiziellen Liftstart ausrückt, gilt das besonders, doch auch die „Spätaufsteher“ fanden noch die passenden Verhältnisse vor. Auch dadurch purzelten in den Bewertungen die Höchstnoten. Drei „ausgezeichnet“ und sonst „sehr gut“ sprechen eine eindeutige Sprache. Hier kann man keinen schlechten Ski erwischen, nur vielleicht den unpassenden. Die Skiindustrie schafft es immer wieder mit Neuheiten und neuen SysteSki Guide Austria 2020

men die Skier noch leistungsstärker zu machen. Vor allem sehr sportliche Fahrer mit dem entsprechenden Können haben mit den Slalomcarvern ihre wahre Freude. Top-Kantengriff, erstklassige Kurvenbeschleunigung und erstaunliche Laufruhe bei hoher Geschwindigkeit sind die Merkmale dieser Modelle, die sich auch für Ausflüge in den Stangerlwald perfekt eignen. „Oberflächlich“ betrachtet, sind es ja die Ski, die man im Fernsehen bei jedem Weltcup-Rennen und auf den Siegerfotos zu sehen bekommt. „Aber Achtung – für diese Race SL braucht man auch ein gewisses Maß an sportlichem Geschick und Können sowie Kraft und Ausdauer, erst dann machen die Racer so richtig Spaß“, warnen die Tester. Die Slalom-Race-Ski ließen sich natürlich fast alle Rennläufer nicht entgehen. Entsprechend dicht besetzt war die Promiliste: Fritz Strobl, Daniel Danklmaier, Marco Schöpf, Josef Strobl, Roland Assinger, Jure Kosir, Manfred Pranger, Hans Knauss, und Peter Digruber wurden als Tester under anderem von Florian Egger, Marco Urban, Christian Spreitzer, Marco Pesek, Wolfgang Stani, Arno Gruber, Simon Kirchgasser, Markus Galli, Ales Misic, Carlo Caneppele, Petr Jurik und manchen mehr unterstützt. www.derskiguide.at


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© Atomic, Stöckli, Fischer, Völkl, Elan, Blizzard, Rossignol, Salomon

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a. Atomic Redster S9 Radius: 12,7 m, Sidecut: 118-65-104 empfohlener VK-Preis: € 899,95 mit Bindung Testnote: ausgezeichnet (42,2) Der weltcup-orientierte Slalomprofi von „Atomic“ war heuer nicht zu schlagen.

E. Blizzard Firebird SRC Radius: 12,5 m, Sidecut: 121-68-105 empfohlener VK-Preis: € 900,- mit Bindung Testnote: sehr gut (38,9) Für sehr rasche Kantenwechsel ideal.

B.Stöckli Laser SL Radius: 13,6 m, Sidecut: 120-66-97 empfohlener VK-Preis: € 1.249,- mit Bindung Testnote: ausgezeichnet (41,9) Hohe Dynamik trifft Perfektion! Und eine besondere Optik.

F. Elan SLX Fusion X Radius: 12,8 m, Sidecut: 121-68-104 Testnote: sehr gut (38,6) erhältliche Längen: 155, 160, 165, 170 empfohlener VK-Preis: € 949,95 mit Bindung Explosiv und einfach spritzig zu fahren.

C. Fischer RC4 Worldcup SC Curv Booster Radius: 12 m, Sidecut: 122-68-103 empfohlener VK-Preis: € 799,95 mit Bindung Testnote: ausgezeichnet (41,8) Kraftvoll und ohne Schwächen. Sehr enger Radius.

G. Völkl Racetiger SL Radius: 12,6 m, Sidecut: 127-68-103 empfohlener VK-Preis: € 880,- mit Bindung Testnote: sehr gut (37,5) Neuer Aufbau, kraftvoll zu fahrender Allrounder.

D.Salomon S/Race Pro Radius: 13 m, Sidecut: 118-65-103 empfohlener VK-Preis: € 1.049,99 mit Bindung Testnote: sehr gut (39,4) Gut auch bei langen Schwüngen.

H. Rossignol Hero Elite ST Ti Radius: 13 m, Sidecut: 122-68-104 empfohlener VK-Preis: € 849,99 mit Bindung Testnote: sehr gut (36,9) Tolle Optik (SnowStyle Gold), recht wendig.

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Open Space Action de luxe Cool, exklusiv und aussergewöhnlich – unter dieser Devise wird die Kategorie „OpenSpace“ zusammengefasst. Sie ist die perfekte Plattform für die WorldSkitest-Partner aus der Skiindustrie und auch von kleineren, exklusiven Skischmieden, um ausgewählte Raritäten vorzustellen und den Konsumenten zu präsentieren. Im „OpenSpace“ werden unterschiedliche Modelle – vom Hightech-Rennski bis hin zur entspannten Tiefschneelatte – frei von Kategorienvorgaben getestet. Diese Skier sind definitiv nicht in jedem Sportgeschäft zu finden. Das Augenmerk liegt vor allem auf Individualität, Innovation, Exklusivität und außergewöhnlichem Skispaß. Die Skier zeigen dabei ihre Schönheit in voller Pracht, sprich, sie werden nicht schwarz abgedeckt. Es kommt auch zu keiner den anderen Kategorien vergleichbaren Benotung. Die Testerinnen und Tester fahren die „OpenSpace“ Abteilung deshalb aber nicht weniger zaghaft. Dort werden ebenfalls genauestens die jeweiligen Qualitäten gecheckt. Anschließend werden von den Testern Empfehlungen abgegeben und diese dann verglichen, ob die vom Hersteller mitgelieferte Beschreibung der Eigenschaften auch hält. Viele, die sich diese höchst unterschiedlichen Ski anschnallten, machen das sozusagen als Draufgabe, nachdem die anderen Bretteln erprobt wurden. Ihr Ski Guide-Tester legte für die Leserinnen und Ski Guide Austria 2020

Leser – und für sich – eine Sonderschicht ein, um möglichst viele zu erproben. Wobei in der Wechselstation bei der Kaiserburgbahn in Bad Kleinkirchheim heuer besonders viele coole, exklusive und außergewöhnliche Skier zur Verfügung standen. Nachdem nicht sämtliche Modelle auf der folgenden Seite entsprechend beschrieben werden können – es stand ein Dutzend zur Auswahl – hier in Stichworten noch einige persönliche Impressionen. Persönliche Eindrücke und Tipps Head Rebel: Für seine Optik nicht zufällig am Stockerl gelandet, geht beim Head-Spitzenmodell so richtig die Post ab. Trotzdem relativ kraftschonend. Schade das Head beim restlichen Test fehlt. Line Saskana: War auf der harten Piste leider fehlbesetzt. Gehört Off-Piste. Stöckli Laser AR: Die meisten waren von der einfachen Schwungeinleitung begeistert, mir schien dieser Laser anstrengender, als die anderen Modelle dieser Serie. Atomic Redster G9 ist ein absolut makelloser Pistenski und auch der Elan Amphibio 18 kam bei mir als Lieblingstestski bestens an. Keiner ließ so beschwingt wechselnde Kurvenradien zu. Beide auch optisch topp. Fischer RC4 The Curv Booster, das Spitzenmodell der Serie mit wahrer Dynamik am Kurvenausgang. www.derskiguide.at


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© Head, Line Sakana, Stöckli, Volant, Elan, Atomic, Blizzard

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A. Head Worldcup i. Speed Pro Radius: 17,0 m, Sidecut: 118-68-99 empfohlener VK-Preis: € 1.000,So kann man lange Radien richtig ausreizen. Fährt wie auf Schienen, unabhängig von den Pistenverhältnissen.

G. Elan Amphibio 18 Radius: 17 m, Sidecut: 121-73-104 empfohlener VK-Preis: € 849,95 mit Bindung Für die schwarz-elegante Optik gabs den SnowStyle in Gold. Das Topmodell einer rundum glungenen Elan-Kollektion 2020.

B. LINE Sakana Radius: 16,3 m, Sidecut: 150-105-138 empfohlener VK-Preis: € 749,95 ohne Bindung Dank seiner Mittenbreite und durch den charakteristischen Schwalbenschwanz gehört das Ding ins Gelände. Auch wenn es der Hersteller anders sieht.

E. Atomic Redster G9 Radius: 18,4 m, Sidecut: 110-68-96,5 empfohlener VK-Preis: € 899,99 mit Bindung Die Rennmaschin als fast „Schnäppchen“ dieser Kategorie, Ausgestattet mit jeder Menge Weltcup-erprobter Race Technologie, wie Servotec und erstmals Ultra Titanium Powered Laminat.

C. STÖCKLI Laser AR Radius: 16,5 m, Sidecut: 130-83-112 empfohlener VK-Preis: € 1.149,- mit Bindung Sportlicher Allmountain-Ski mit leichtem Kern und präzisen Kanten, breitem Schaufeleinzug und sanftem Rocker. D. Volant „Black Spear“ Radius: 17 m, Sidecut: 116,5-71-102 empfohlener VK-Preis: € 2.200,- mit Bindung Als Modell der Luxusklasse ist der „König der Volant Ski-Kollektion“ extrem leicht zu fahren.

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F. Blizzard Firebird HRC Radius: 17 m, Sidecut: 126-76-107 empfohlener VK-Preis: € 900,- mit Bindung Mit 76 Millimeter Mittelbreite und mittlerem Radius ist der Blizzard Firebird HRC für Top-Skifahrer, die sich nicht zwischen Slalom- und Riesenslalommodell entscheiden wollen.

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Jugend GS Heiße Geräte für junge Könner Welcher Ski kann die Champs von Morgen besonders beeindrucken? Zur WorldSkitest-Tradition gehört auch der Jugend Skitest, der stets am letzten Testtag über die Pisten geht. Mangelnde Begeisterung ist dabei nie das Problem, nur manchmal die Professionalität in der Bewertung. Aber diesmal hat – anders als im vergangenen Jahr – alles gut funktioniert. Bei Sonnenschein und etwas härteren Pistenverhältnissen fanden die jungen Tester optimale Verhältnisse vor. Anders als in manch anderen Jahren wurden die GS-Modelle in der Länge von zirka 170 cm von Schülerinnen und Schülern der Neuen Mittelschule Feistritz sowie Mädchen und Burschen des Kärntner Landeskaders auf ihre Fahreigenschaften getestet. Für die GS Modelle war die härtere Piste optimal, denn die Testbedingungen auf der Muldenabfahrt in Bad Kleinkirchheim hielten bis zur letzten Testfahrt. Die Jugendlichen waren mit Feuereifer bei der Sache und so manches Fachgespräch am Lift oder beim Ausfüllen der Testbögen, kam den Erwachsenengesprächen der beiden vorhergegangen Testtagen sehr nahe. „Hätte nicht gedacht, dass man solche Unterschiede bemerkt! Mit total schwarzen Skiern bin ich auch noch nie gefahren!“ war ein typisches Statement einer Testerin. Ski Guide Austria 2020

Die strenge Beurteilung der einzelnen Modelle schlägt sich entsprechend in den Ergebnissen nieder. Egal mit welchem der Riesenslalomskier die Youngsters im Race-Feeling über die präparierte Piste flitzten – jedes Modell machte ihnen auf unterschiedliche Art und Weise Spaß und kann den Eltern nach Einschätzung des WorldSkitest-Teams zum Kauf empfohlen werden. In der Bewertung der einzelnen Skier konnte man feststellen, dass die Racemodelle insgesamt durchaus differenziert beurteilt wurden. Erstaunlich die preisliche Bandbreite der Jugend-Race-Modelle von 400 bis über 1.000 Euro. Wobei man sagen muss: Die teuersten lagen zwar vorne, aber zwischen den beiden teuersten drängte sich Fischer mit dem preisgünstigsten Modell. Die Preise spiegelten sich in der Bewertung also kaum wieder. Technologie und Aufbau unterscheiden sich bei Erwachsenen- und Jugendmodellen nicht viel. In diesen Racern stecken sehr oft viele technische Features aus dem Weltcup, schließlich werden sie auch häufig für Renneinsätze verwendet und welcher Junge möchte sich nicht einmal wie Marcel Hirscher oder Nici Schmidhofer fühlen.Aber Achtung um diese Skier optimal zu beherrschen, braucht es definitiv skifahrerisches Können, Kraft und Ausdauer. www.derskiguide.at


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© Fischer, Atomic, Head, Stöckli, Blizzard, Elan, Nordica

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A. Atomic Redster G9 FIS getestete Länge: 173 cm Radius: 20 m, Sidecut: 105-65-87,5 cm empfohlener VK-Preis: € 1.069,- mit Bindung X12 Testnote: ausgezeichnet (29,4) Wurde mit Abstand am besten bewertet und erhielt von der Jury auch den SnowStyle in Gold für's Aussehen. B. Fischer RC4 Worldcup GS Jr. Curv Booster getestete Länge: 170 cm Radius: k. A., Sidecut: k. A. empfohlener VK-Preis: € 449,95 mit Bindung Testnote: sehr gut (27,4) „Super Carving-Gefühl“. C. Stöckli Laser WRT GS FIS getestete Länge: 168 cm Radius: 19,5 m, Sidecut: FIS empfohlener VK-Preis: € 1.049,- mit Bindung Testnote: sehr gut (27,1)

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D. Blizzard Firebird GS JR-Racing getestete Länge: 170 cm Radius: > 17 m, Sidecut: 105-65,5-90 empfohlener VK-Preis: € 400,- ohne Bindung Testnote: sehr gut (25,7) . E. Head Worldcup Rebels i. GS RD Team getestete Länge: 173 cm Radius: 21 m, Sidecut: 104-65-88 empfohlener VK-Preis: k. A. Testnote: sehr gut (25,7) F. Elan GSX Team getestete Länge: 171 cm Radius: > 20,5 m, Sidecut: FIS approved empfohlener VK-Preis: € 449,95 Testnote: gut (24,3) G. Nordica Dobermann GS Race Plate getestete Länge: 170 cm Radius: 17 m, Sidecut: 105-65-90 empfohlener VK-Preis: € 549,95 ohne Bindung Testnote: gut (23,7)

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Freeride Raus in den Powder Erstmals wurden die Off-Piste-Modelle nicht am Arlberg getestet, sondern im Osttiroler Kals, dem Ausgangspunkt für die besten Großglocknerbesteigungen. Aber davon konnte natürlich keine Rede sein, denn mit den Freeridern geht's bergab. Auch wenn manche Freaks durchaus Tourenbindungen auf diese extrabreiten Ski montieren, um für sich unverspurte Varianten aufzuspüren. Apropos extrabreit. Beim World Skitest werden zwei Kategorien unterschieden: Unter oder über 10 Zentimeter unterhalb der Bindung. Beim Freerider testen nur „Profis“, der SkiGuide Austria kann somit nur deren Eindrücke wiedergeben. Die Bedingungen waren jedenfalls ideal – mit Neuschnee am ersten Tag und strahlendem Sonnenschein am zweiten Tag. Weil man aber oft von perfekten Pulverhängen nur träumen kann, will der Skikauf gut überlegt sein: Wie oft breitet sich wirklich eine perfekte Tuchent über die Landschaft – und hat man dann auch Zeit um in die Berge zu fahren. Will man im Keller aber kein komplettes Skilager einrichten, dann kommen die „Freeride unter 100“ ins Spiel. Mit einer Mittelbreite von 90-100 Millimeter handelt es sich eher um breitere All-Mountain-Ski. Ski Guide Austria 2020

Mit diesen Skiern können auch schnelle Läufe absolviert werden, bei denen ein Hang in drei Schwüngen zerschnitten wird. Die Mittelbreite dieser Modelle ist dabei genau so, dass immer genügend Auftrieb vorhanden ist, um auch Tiefschnee voll genießen zu können. Deshalb wurden diese Ski auch auf und neben der Piste getestet. Die Endnoten addieren die Mittelwerte der Einzelergebnisse von Piste und Gelände. Für den Tag der Tage gibt's dann noch die extrabreiten Freeridemodelle. Sie eignen sich perfekt eine Line – auch bei höchsten Geschwindigkeiten und im steilen Gelände – in den Tiefschnee zu ziehen. Eine Mittelbreite von bis zu 116 Millimetern bietet definitiv ein völlig anderes Fahrgefühl. Bei diesen Modellen handelt es sich also um absolute Geländespezialisten. Der einzige Weg auf der Piste, der mit diesen Brettern gefahren werden sollte, ist vom Lift bis zum freien Gelände. Wie es sich gehört, hatten alle Tester LVS Geräte und Lawinenrucksäcke mit dabei. Unter den Testern waren Matthias Mayr, Markus Grübler, Thomas Loitz, Martin Depauli, Christoph Egger und Christoph Rogl. www.derskiguide.at


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© Blizzard (2), Fischer, Nordica (2), Völkl, Kästle, Elan

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A. Blizzard Bonafide (BIS 100 mm) Radius: 20 m, Sidecut: 135,5-98-119,5 empfohlener VK-Preis: € 600,Testnote: ausgezeichnet (83,9) Schaffte als einziger sowohl auf der Piste, als auch im Gelände die Testnote „ausgezeichnet“.

E. Blizzard Rustler 11 (über 100 mm) Radius: 21 m, Sidecut: 143-116-123 empfohlener VK-Preis: € 650,Testnote: ausgezeichnet (41,5) Wie schon beim „schlankeren“ Bruder konnten die Tester auch beim Rustler keine Schwächen entdecken.

B. Fischer Ranger 99TI (BIS 100 mm) Radius: 19 m, Sidecut: 132-99-123 empfohlener VK-Preis: € 599,95 Testnote: sehr gut (79,5) Besonders im Gelände und bei langen Schwüngen kommt das absolute Fahrvergnügen zur Geltung.

F. Elan Ripstick 106 (über 100 mm) Radius: 20,4 m, Sidecut: 140-106-122 empfohlener VK-Preis: € 699,95 Testnote: ausgezeichnet (40,9) Kann alles und schont dabei die Kräfte.

C. Nordica Enforcer 100 (BIS 100 mm) Radius: 18,5 m, Sidecut: 133-100-121 empfohlener VK-Preis: € 599,95 Flat Testnote: sehr gut (79,3) Drehfreudig, leicht und toll anzuzschauen (Snowstyle Silber).

G. Kästle FX 106 HP (über 100 mm) Radius: 20,4 m, Sidecut: 137-106-125 empfohlener VK-Preis: € 1.049,Testnote: ausgezeichnet (40,0) Durch eher harte Bauweise sehr laufruhig. Macht bei allen Verhältnissen und bei hohen Geschwindigkeiten Spaß.

D. Völkl MANTRA M5 (BIS 100 mm) Radius: 21,2 m, Sidecut: 134-96-117 empfohlener VK-Preis: € 750,Testnote: sehr gut (77,7)

H. Nordica Enforcer Free 110 (über 100 mm) Radius: 18,5 m, Sidecut: 140-110-129 empfohlener VK-Preis: € 649,99 Testnote: sehr gut ( 38,5)

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Tourenski Aufstiegs- und Abfahrtsqualität im Profitest Welcher Tourenski erfüllt die Erfodernisse am besten? Zum zweiten Mal traute sich im März 2019 der WorldSkitest über diese Kategorie für alle, die intensive Naturerlebnisse fernab der Pisten suchen. Austragungsort war wie im Vorjahr die Innerkrems. Die wunderschöne Winterlandschaft in Kombination mit strahlendem Sonnenschein, warmen Temperaturen und trotzdem guten Schneebedingungen auf der Strasseralm erleichterte die durchaus große Challenge des Testens enorm. Aufgrund der längeren Umlaufzeit durch Auf- und Abfellen dauert der Skitest rund 4 Stunden, das setzt schon eine gewisse körperliche Fitness voraus. Getestet werden die Tourenskier auf verschiedenste Faktoren, wie das Verhalten beim Aufstieg, die Abfahrtsqualitäten, das Handling der Felle beim Auf- und Abfellen sowie der allgemeine Gesamteindruck. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Tourenskischuhen und Tourenbindungssystemen. Die tollen Möglichkeiten konnten die Tester nicht wirklich auskosten, denn schon nach wenigen Metern bergauf und einer kurzen Abfahrt mit den schwarzen abgedeckten Modellen musste ein Urteil gefällt werden. Gleich in drei Kategorien erfolgten die Bewertungen: Damen, Herren Tourenski mit einer Mittelbreite von 80 bis 85 mm, die meist nur wenig mehr als 2 kg auf die Waage bringen (Herren 1) und Ski Guide Austria 2020

Modellen mit Breiten bis zu 88 bis 95 mm (Herren 2). Natürlich montieren viele Freaks Tourenbindungen auch auf wesentlich breitere Ski, doch fokussieren diese stark auf das Powdererlebnis. Dafür geeignete Modelle sind im Freeride-Test zu finden. Wir haben „zum Einstieg“ die drei Kategorien hier zusammengefasst und jeweils nur die Topmodelle dargestellt, wobei als Besonderheit bei den Tourenski auch das Gewicht angegeben wird. MEN 1: Durch die extrem leichte Bauweise all dieser Modelle, wird auch der Aufstieg zum Vergnügen. Dank der neuen Technologien im Skibau, büßen diese Modelle aber kaum an Downhill-Performance ein. Ein angenehmer Aufstieg ist wichtig, aber auch eine aufregende Abfahrt. MEN 2: Hier kommen die Modelle dieser Kategorie ins Spiel. Mit einer Mittelbreite von 88-95 mm haben diese Ski eine ähnliche Form wie die klassischen Allroundmodelle. Was sie aber von den Allroundern abhebt, ist das, niedrigere Gewicht als bei Alpinskiern. Wenn man auf der Suche nach einem ausgeglichenen Tourenski für das Gelände ist, wird man in dieser Kategorie definitiv fündig. Von den Testerinnen wurden Modelle mit einer Mittelbreite von 82 bis 88 mm mit einem Maximalgewicht Gewicht von 2.600 Gramm ohne Bindung auf ihre Qualität erprobt. Trotz ähnlicher Produkte waren die Bewertungen höchst unterschiedlich. www.derskiguide.at


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© Hagan (3), Atomic (2), Völkl, Blizzard

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A. Hagan Core Lite 84 (Ladies) Radius: 17 m, Mittelbreite: 84 mm Gewicht: 2.300 g empfohlener VK-Preis: € 549,95 Testnote: ausgezeichnet (52,2) Perfektes Handling! B. Atomic Backland WMN 85 (ladies) Radius: 16 m, Mittelbreite: 85 mm Gewicht: 2.360 g empfohlener VK-Preis: € 449,95 Testnote: sehr gut (48,3) Auch der Preis ist ein Argument! C. Völkl VTA 84 (Ladies) Radius: 16,5 m, Mittelbreite: 84 mm Gewicht: 2.160 g empfohlener VK-Preis: € 549,95 Testnote: sehr gut (48,2) D. Hagan Core 89 (Men 1) Radius: 16,5 m, Mittelbreite: 89 mm Gewicht: 2.560 g

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empfohlener VK-Preis: € 599,99 Testnote: sehr gut (48,3) Absolut top, aber gute Fitness nötig. . E. Atomic Backland 85 UL (Men 1) Radius: 18 m, Mittelbreite: 85 mm Gewicht: 2.300 g empfohlener VK-Preis: € 749,95 Testnote: sehr gut (46,7) Angenehm, perfektes Handling der Felle und toll anzusehen. F. Blizzard ZERO G 095 (Men 2) Radius: 23 m, Mittelbreite: 95 mm Gewicht: 2.500 g empfohlener VK-Preis: € 700,Testnote: sehr gut (47,8) Der Testsieger der Extrabreiten begeistert. G. Hagan Boost 94 (Men 2) Radius: 18 m, Mittelbreite: 94 mm Gewicht: 2.700 g empfohlener VK-Preis: € 599,99 Testnote: sehr gut (47,4)

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Ohne Lift heißt jede Menge Aufwand Wie der Wintersportler auf Touren kommt? Er geht. Skitouren erleben im alpinen Raum seit einigen Jahren einen Boom. Im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtig ist dafür, in die entsprechende Ausrüstung zu investieren. Weil dies mit hohen Kosten verbunden ist, erfordert es eine eingehende Auseinandersetzung mit dem Thema. Denn testen ist für den Einzelnen schwierig: Die Situation hat sich in alpinen Wintersportzentren zwar verbessert, doch noch immer ist der Verleih von kompletten Tourenausrüstungen höchst selten anzutreffen. Am Beginn steht die grundsätzliche Unterscheidung: Wem es in erster Linie darum geht, im Winter Gipfel zu erobern, wird auf’s Gewicht schauen. Eilige Skibergsteiger hetzen zwecks Fitness nach oben – und fahren mit der Bahn ins Tal. Zitat: „Ich bin oben so verschwitzt, da nehm ich lieber die gewärmte Gondel.“ Wem es um Powder-Genuss geht, der wird auf breitere Ski und für Abfahrten geeignetes Schuhwerk achten.

Œ Ski: Zu diesem Thema sei auf den umfassenden Tourenski-Test verwiesen, dessen Sieger in unserem Ski Guide Austria 2020 dokumentiert sind.  Schuhe: Skibergsteiger, denen es darum geht, möglichst schnell nach oben zu stürmen, bevorzugen gänzlich anderes Material, als Powderfreaks. Leicht und sehr flexibel. Die abfahrtsorientierten Modelle mit Flex bis 130, die sich fast nur durch ihren Walk-Mechanismus von Alpinskischuhen unterscheiden, laufen Ski Guide Austria 2020

unter „Freeride“. Dazwischen gibt es aber auch jede Menge Spielarten, etwa für klassische Langstreckentouren („Backcountry“). Ž Bindung: Manche Bindungen wirken wie typische Alpinbindungen, die sich nur durch für den Aufstieg lösbare Fersen unterscheiden. Filigran wirken die ultraleichte Pin-Bindungen, die entsprechende Schuhe erfordern. Sind aber bei Abfahrten stabiler, als sie wirken.  Stöcke: Viel Know-how wird inzwischen in die Stöcke investiert. Sie sollten leicht und zusammenschiebbar sein, müssen aber trotzdem im Gelände Belastung aushalten.  Kleidung: Leicht, wärmend, Zwiebelprinzip, wetterfest, der Schweiß soll nach außen abgegeben werden. Die berühmte eierlegende Wollmilchsau. ‘ Felle: Beginnen bei rund 100 Euro. Nur mehr wenig echtes Fell (Mohair), überwiegend Mikrofaser. Meist auf den Belag geklebt oder zunehmend in Adhäsionstechnologie. Alles weitere gehört in den Bereich der Sicherheit: ’ LVS-Geräte („Pieps“): Kriterien sind Gewicht, Akku-Laufzeit, Handling. “ Lawinenairbag: Zwei Technologien – Kartusche oder Gebläse. Genereller Nachteil: Gewicht. ” Sonde, Schaufel: In die Kategorie Kameradenschwein fällt, ein LVS mit sich zu führen, aber auf diese beiden Utensilien zur Rettung Verschütteter zu verzichten. • LED-Lampe für Nachtschwärmer. www.derskiguide.at


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Pieps Pro BT Das PIEPS PRO BT ist durch die neueste LVS-Technologie die optimierte Unterstützung für alle Profis im Bergsport. 600 Minuten Akku in Suchfunktion, bis 60 m Reichweite, perfektes Display.

Split-SKIS Eine der höchstdekorierten Innovationen der diesjährign ISPO München, die nach Aussage des Erfinders ursprünglich fürs Militär erdacht war, aber allen den Transport der Sportgeräte vereinfacht. Top-Ski mit 170 cm/ Radius 18m, in der Mitte wie ein Puzzle geteilt und mit einem Verschluss zusammenspannbar.

Grizzly ski gr45 vertical Kaum zu glauben, dass man mit dieser 45 Gramm leichten Tourenbindung aus recyclebaren Materialien wirklich bergab fahren kann. Stabile Pin-Bindung, aber ohne Sicherheitsauslöser. Ortovox Trace Tourenrucksack mit 2Foam-Rückenplatte, herausnehmbarem Schaumrücken. Reflektierende Halterungen. ISPO-Award-Winner.

© Splitt-Skis, Pieps, Grizzly, Orthovox, Kohla, La Sportiva, Leki

Kohla 100 % Mohair Mohair-Felle mit Fluor-CarbonBeschichtung für bessere Gleitfähigkeit und in Verbindung mit einer behandelten Baumwollunterschicht. Reduzierte Feuchtigkeitsaufnahme. La sportiva Stratos V 5. Generation des Carbon-Skitourenschuhs. Das Volumen des Innenschuhs kann mittels aufblasbarem Polster reguliert werden. Neuer Hebel ermöglicht die Freilegung des Schafts von der Schale im Walk-Modus.

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Leki Guide extreme Faltstock für ambitionierte Tourengeher mit ultraleichtem Core-Locking-Device. Oben Carbon, unten Alu. Packmaß nur 42 cm.

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iSPEED SKI + EVO 16 BINDING + RAPTOR 140RS BOOT


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SKI-MANUFAKTUR

© Fred Fettner

PRODUKTION

Handgefertigte Skier sind etwas Besonderes Rund drei Millionen Paar Ski werden weltweit im Jahr verkauft, davon die Hälfte von österreichischen Herstellern. Produziert wird aber nur zum Teil hierzulande, weil die großen Skifirmen viel aus Kostengründen in Billigländer wie die Ukraine ausgelagert haben. Ebenso wie der Weltmarktabsatz in den vergangenen Jahren schrumpfte, ist auch die Zahl der Produzenten zurückgegangen. Im Gegenzug haben sich dafür eine Reihe von privaten Produzenten etabliert, für die der Skibau, Hobby und Ski Guide Austria 2020

Leidenschaft aber zunehmend auch ein Geschäft ist. Während in den USA selbst gefertigte Holzski schon seit rund zehn Jahren in Mode – und mittlerweile stark präsent sind, ist das Ski-Selberfertigen in Österreich nach wie vor eine Minderheitenbeschäftigung. Eine die allerdings verstärkt nachgefragt wird – bei einer überschaubaren Zahl der Anbieter, wie Rupert Thurner, einem Tischler aus St. Johann im Pongau. Der bietet mit seinem Sohn WochenendWorkshops an, bei denen man sich für 790 Euro www.derskiguide.at


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PRODUKTION

beispielsweise seinen eigenen Zirbenholz-Tourenski zimmern kann. Wobei den verwendeten Hölzern bzw. dem Wunsch-Modell kaum Grenzen gesetzt sind. Natürlich kann es auch ein Rocker oder Racecarver sein – zum Beispiel aus Esche. Dieses Holz war übrigens seit jeher am besten zum Skibau geeignet, so Thurner, der vor allem natürliche regionale Materialien verwendet: Etwa Flachs, Hanf oder Hölzer wie Esche, Tanne, Birke statt sonst üblichen exotischen Hölzern, die zudem leichter sind. Die Oberfläche der handgefertigten Skier sind meist Furniere – durchaus auch exotische. „Palisander etwa, aber auch Wurzel oder die sehr schöne Zirbe. Das Material muss Leben haben“, sagt Thurner, dessen Kunden zwischen 17 und 70 plus alt sind. Auch Firmen sind darunter, die das Skibauen als Incentive sehen – andere wiederum bekommen eine Workshop-Teilnahme zum Geburtstag geschenkt. Drei bis sechs Teilnehmer hat ein Workshop im Schnitt; fünf oder sechs Termine gibt es im Jahr, bei denen dann zwischen 30 und 40 Paar Skier produziert werden. Für Thurner und seinen Sohn, der mittlerweile fleißig mitarbeitet, ist der Skibau nach wie vor eher ein Hobby, das aus seiner Tischlertätigkeit gekommen ist. Ursprünglich waren die Vorläufer der modernen Skifirmen ja auch alle Tischlereien oder aus den Wagnereien. „Wie ich begonnen habe, habe ich gar nicht gewusst, dass es sicher noch zehn andere bei uns und in Berchtesgaden machen“, sagt Thurner: „Aber wir sind mit dem Versuch wieder zum reinen, regionalen Holzski zu kommen, sicher speziell.“ Thurners Werkstattkurse dauern zwei Tage, dann sind die Bretteln fertig – zumindest im Rohzustand: „Nachher werden die Laufflächen noch eingeschliffen, auch die Oberfläche wird von uns noch nachbearbeitet“, sagt der Seniorchef. Grundsätzlich werden alle Modellvarianten auf Basis einer Schablone, welche die Form vorgibt, angefertigt. Einzelelemente sind die Laufflächen und Kanten, www.derskiguide.at

dann werden Karbon, Titanal und Fiberglaseinlagen eingearbeitet. Tourenski sind ebenso wie Damenski dank Karbons leichter. Einen Vorteil haben Thurners Skier aber auf jeden Fall: Sie können regelmäßig zur Generalüberholung gebracht werden und schauen bzw. fahren sich nachher so wie neu – was Thurner beim Lokalaugenschein des Ski Guides nicht ohne Stolz am Model seiner Frau demonstrierte. Von groSSen Skifabriken, die von Maschinen und automatisierten Abläufen dominiert werden, unterscheidet sich ein kleiner Betrieb, wie der von Thurner jedenfalls erheblich. Vieles erinnert an eine traditionelle Werkstätte, die einzelnen Arbeitsstationen liegen nahe aneinander – da liegen unterschiedliche Fiberglaseinlagen griffbereit, dort sieht man wie die Lauffläche mittels Kleber und Klammern aufgebracht werden. Und dazwischen stehen fertige Modelle oder solche, die gerade ein Komplettservice bekommen, in Ständern zur Ansicht. Was aber nicht heißen soll, dass hier nicht auch auf größtmögliche Genauigkeit und Millimeterarbeit Wert gelegt wird. „Wir bemühen uns schon sehr, so exakt wie möglich zu arbeiten, weil ja jede kleinste Abweichung eine enorme Auswirkung auf das Fahrverhalten des Skis hat“, sagt Thurner junior. Schließlich soll das Fahren mit dem eigenen handgefertigten Ski mindestens ebenso viel Spaß machen wie mit einem aus einem hochtechnisierten Produktionswerk. Die Industrie sei übrigens sehr fair, sie gewähre im Internet alle Einsichten in ihre Bauweisen. Dennoch sind Ski aus dem Haus Thurner echte Unikate: „Wenn ich fünf Ski baue, dann ist jeder anders. Schon das Gewicht von links und rechts ist um ein paar Gramm unterschiedlich“, sagt der Senior, der gerne einen reinen Naturholzski inklusive Lauffläche wie früher bauen würde: „Ohne Lauffläche habe ich es schon umgesetzt und er hat besonders bei längeren Schwüngen sehr gut funktioniert. Das ist dann ein weniger aggressiver Ski, der leichter zu fahren ist“. 2020 Ski Guide Austria


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© Fred Fettner, Günter Fritz

PRODUKTION

In Österreichs Skifabriken: Individualität en gros Nicht nur kleine Manufakturen erfüllen die individuellen Wünsche der Skiläufer. Unsere Besichtigungen der Skifabriken von Fischer, vor allem aber von Atomic zeigen, wie vielfältig die Auswahl an Skiern und deren Produktion ist. Erst nach Überwinden der strengen Sicherheitsvorschriften ist es möglich, in die heiligen Hallen in Altenmarkt vorzudringen. Das Fotografierverbot wird nicht mehr zu eng gesehen: Was in früheren Zeiten noch streng gehütetes Betriebsgeheimnis war, findet heute rasch den Weg ins Netz. Nur Designideen für die kommende Produktion, sind strenger geschützt als das Edelweiß in den Hohen Tauern, die vor dem Werk aufragen. Die Atomic-Fabrik zeigt sich als spannende Kombination: Es ist weder die stampfende Fabrikshalle industrieller Fertigung, noch die klinische reine, summende Produktionsstätte elektronischer Hightech-Produkte. 300.000 Alpin und 100.000 Langlaufski werden in Altenmarkt erzeugt, rund 40 Prozent der etwas mehr als eine Million Paar, Ski Guide Austria 2020

welche die Atomic-Fabrikshallen – die zweite steht in Bulgarien – verlassen. Skischuhe und Bindungen werden übrigens in Rumänien produziert, doch die Entwicklung erfolgt für alle Bereiche ausschließlich in Österreich. Schnittpunkt zwischen klassischer Fabriksproduktion und individueller Handarbeit ist die Presserei. Hier wird der Kuchen gebacken. Sprich: Aus bis zu 35 Einzelteilen wird hier von einem Arbeiter ein Topmodell zusammengebaut. Kanten, Außenwangen, Spitze, Enden sind die Einzelteile, doch entscheidend sind die bis zu zehn Lagen, die als Unter- und Obergurt den Holzkern ummanteln. Je nachdem wie Glasfiber und das extrem flexible Aluminum „Titanal“, zwischen Belag und Oberfläche variiert werden, unterscheiden sich die Eigenschaften der Skier. Wobei weiterhin der Holzkern das wichtigste Qualitätskriterium ist. Schicht um Schicht wird exakt übereinander gelegt, bis der Sandwich dem vorgeschriebenen Aufbau entspricht. Ist der Arbeiter mit seinem www.derskiguide.at


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PRODUKTION

Werk zufrieden, dann kommen die „Bretteln“ für 13 Minuten bei rund 130 Grad in die Presse. Auch wenn sich rechte und linke Ski nicht unterscheiden, treten sie von Anfang an immer strikt paarweise auf. Dabei dürfte, theoretisch, der Unterschied nur im organischen Element Holzkern zu finden sein. Doch jeder versierte Skifahrer spürt Unterschiede, selbst wenn es sich um das exakt gleiche Modell handelt. Deshalb testen Rennläufer selbst innerhalb „baugleicher“ Ski das beste Produkt heraus. Dass deren Latten mit den im Geschäft käuflich erwerbbaren Atomic nur die Oberfläche gemein haben, ist ein offenes Geheimnis. Wobei die verwendeten Materialien durchaus auch in den Verkaufs-Spitzenmodellen enthalten sind. Aber die Rennmodelle müssen einfach mehr aushalten, sind schwerer und stabiler. Die Muskelkraft eines Marcel Hirscher ist mit der eines Privatläufers einfach nicht zu vergleichen. Weil neben den Großverdienern des Weltcups auch noch eine Vielzahl von Amateurläufern optimal ausgerüstet sein wollen, gibt es auch rennsportliche Produkte zu kaufen. Dafür wurde am Firmensitz in Altenmarkt das „Atomic Pro Center APC“ etabliert, wo ausschließlich FIS-Mitglieder ihre „Waffen“ höchstpersönlich erstehen können. Rennsport allgegenwärtig. Der Rennsport ist bei Atomic allgegenwärtig. Nicht nur in der Vitrine beim Eingang, wo die zahlreichen Glaskugeln für gewonnene Markenweltcups funkeln. Bei unseren Besuch schulterte Ferdinand „Ferdl“ Hirscher gerade für seinen damals noch aktiven Sohn ein paar Superskier. Die reine Arbeitszeit pro Paar liegt bei 25 Minuten. Trotzdem dauert es aufgrund der zahlreichen Produktionsschritte 12 Tage, bis der Ski die Fabrik verlassen hat. Ein weiterer Wert illustriert den hohen Aufwand: Der Arbeiter in der Presserei schafft pro Tag ganze 50 Paar, die Zeiten, in denen in diesem Bereich im Hochsommer über 45 Grad Raumtemperatur die Regel waren, sind – Air Condition sei Dank – inzwischen vorbei. Aufgrund mehrerer Maßnahmen arbeiten bereits auch Frauen in der Presserei. Was bisher beschrieben wurde, ist allerdings nur die halbe www.derskiguide.at

Wahrheit: Denn es gibt nicht nur die hochwertige Sandwichbauweise. Die zweite Kategorie sind Twincap-Modelle, das sind teilgeschäumte Modelle. Diese sind im Arbeitsaufwand und den Materialien etwas billiger, wobei auch die hochwertigsten Jugenski, die eben mit weniger Gewicht belastet sind, nach dieser Methode gefertigt werden. So enthält ein x5 von Atomic nach eigenen Angaben nur wenig Holz, es überwiegt der Schaum. Die billigsten Ski sind PU-Schaum-Ski, die jedoch zum geringsten Teil in den österreichischen Fabriken gefertigt werden. Ein spezielles Kapitel sind die Laufflächen, auf die Isosport eine Art Monopol besitzt. Das passt Atomic gar nicht, denn man will die Qualität möglichst in der eigenen Hand haben. Das „Insourcing“ führt nun dazu, dass im Topelement vermehrt auf Eigenentwicklungen bei den Laufflächen gesetzt wird, um der dominanten Stellung des burgenländischen Kunststoffproduzenten entgegenzuwirken. Trotz der erstaunlichen Kontinuität des Skibaus bleibt also immer Platz für Innovationen. Bei Atomic beträgt der „Lifecycle“ eines Modells drei Jahre. Das heißt ein Drittel der Modelle ist exakt gleich wie im Vorjahr, ein Drittel erhält ein neues Design, ein Drittel sind Neuentwicklungen. Der auffälligste aktuelle Trend ist der zu Freeridemodellen. Sie sind einerseits breiter, sollen aber auch leichter als traditionelle Pistenski sein. Deshalb kommt beim Holz immer häufiger Pappel als die traditionelle Esche zum Einsatz. Nachteil dieses Leichtholzes: Die Bindungsschrauben können leichter ausreißen. Um das zu verhindern, wird im Bindungsbereich immer häufiger Gummi verarbeitet. Wobei das Material generell auch zur Dämpfung häufiger angewendet wird. Was die Produkte im Endeffekt aushalten, wird bei Atomic bei Modellentwicklungen unter anderem in der Kältekammer getestet. Als eine weitere Tendenz: Weil der Mensch wissen will, was sich unter der Oberfläche verbirgt, wird diese immer öfter transparent mit einem kleinen „Sichtfenster“ ins Innere ausgestattet. Am Ende jeder Produktion steht Nejelko Cekic mit seinen weißen Handschuhen. Seine Schlusskontrolle ist pures Augenmaß am Ende eines maschinellen Fertigungsprozesses. 2020 Ski Guide Austria


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SKI-MANUFAKTUR PRODUKTION

Schalungen

Die beiden Ski werden nebeneinander platziert, mit einem klappenden Geräusch die Spannung überprüft. Oft vollführt er seine Kontrollschritte mehrfach, bis er zufrieden ist. Oder das Paar aussortiert. My Ski, My Story. Die Vielfalt der Ski ist schon sagenhaft: Race, Piste, AllMountain, Freeride sind die großen Modellgruppen, in denen noch nach Geschlecht unterschieden wird, Jugend beziehungsweise Kindermodelle kommen hinzu. Doch um die Sache auf die Spitze zu treiben, gibt es im vierten Jahr bei Atomic die absolute Individualität. Damit man beim Verlassen der Hütte garantiert die Ski nicht verwechselt. Und ein Dieb müsste auch ziemlich dreist sein, um sich an individuell gestylten Brettern zu vergreifen. Denn im Atomic Costum Studio, einer digitalen Plattform auf der Atomic-Homepage, kann jeder seine Designfantasien umsetzen. Auch Langlaufskier im Fokus Soweit ist man bei Fischer noch nicht – zumindest, was individualisierte Skier betrifft. Doch auch bei Fischer in Ried im Innkreis – und auch im ukrainischen Mukatschewo – wird mit ähnlicher Perfektion, Genauigkeit, Finesse und Vielfalt gearbeitet wie im oben beschriebenen Werk des Mitbewerbers, wie sich die Ski Guide-Autoren bei einem Lokalaugenschein überzeugen konnten. Die Arbeitsabläufe sind ähnlich und auch in Ried wird Ski Guide Austria 2020

Ski Guide Autor Günter Fritz in der Fischer-Fabrik

auf Geheimhaltung ebenso großer Wert gelegt, wie bei den anderen Produzenten. Schließlich will jeder der erste sein, der mit einer neuen durchschlagenden Innovation auf den Markt kommt – und damit bei den Kunden reüssiert. Neben Alpinskiern ist Fischer sehr stark bei Langlaufskieren, die für den internationalen Markt gefertigt werden. Der Skiproduzent aus Ried ist zudem die letzte der traditionellen Firmen, die sich noch im Geschäft mit Sprungskiern engagiert. „Das machen wir nicht so sehr aus kommerziellen Überlegungen, sondern für das Markenimage“, sagt Fischer-Chef Franz Föttinger. In Italien betreibt das Unternehmen auch eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung für Schuhe, in Ried eine weitere für Alpinski. Besonders im margenmäßig attraktiven Skischuhbereich tue sich momentan viel, vor allem in Hinblick auf den Tragekomfort, so der Fischer-Chef. Jedes Jahr bringt das Unternehmen zwei neue Modelle auf den Markt, wobei die Entwicklungskosten bei rund 450.000 Euro je Modell liegen. Viel verspricht man sich bei Fischer auch von innovativen Langlaufbindungen. Dafür sei ein höherer einstelliger Millionenbetrag investiert worden, – „der bisher höchste einzelne Forschungsbetrag.“ Zudem bekennt sich Fischer zum Spitzensport, hält sich zu den dafür ausgegebenen Summen – so wie die Mitbewerber – aber aus Konkurrenzgründen bedeckt. www.derskiguide.at


AUCH DIE KLEINSTEN WERDEN MAL GROSS Einmal Kinderski (bis zu 140 cm) kaufen und einen geringen Aufpreis von nur € 10,- bezahlen. Dann binnen 2 Jahren ein neues Modell (bis zu 150 cm) um nur sagenhafte € 25,- holen.1)

Bitte bewahren Sie Ihren Kassabon gut auf. Gegen Vorlage Ihres Kassabons können Sie im selben INTERSPORT Geschäft Ihren gekauften Tecno Pro XT Team oder Tecno Pro Sweety innerhalb von 2 Jahren auf einen neuen längeren Tecno Pro bis 150 cm inkl. TecnoPro Bindung tauschen. Gegen einen Aufpreis von € 25,-. Pro Kind und gekauftem Ski ist nur ein Tausch möglich. Nur in dem Shop, in dem der Ski gekauft wurde. Alle Preise verstehen sich ohne Versicherung und Montage. 1)


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material Skischuh

Skischuh Alles wird leichter und einfacher Bequem in den schuh. Die größte Auffälligkeit der kommenden Saison ist sicher das Comeback der Heckeinsteiger. Also nicht auf breiter Linie, sondern Atomic bietet den bequemen Einstieg bei seinen Komfortmodellen „Savor“. Doch Fischer betont bei seinem Ranger One, dass man auch bei tiefen Temperaturen komfortabel in die Skischuhe hinein und vor allem wieder heraus kommt. Die Entwicklung von Skischuhen hat über die Jahrzehnte mehrere Stufen erfahren: Der Bergschuh erhielt Metallversteifungen, damit er in der Befestigung am Holzski besser und länger hält. Mit der Festigkeit der Schuhe wurden Sicherheitsfunktionen der Bindungen entwickelt. Dem Schnür- folgte schließlich ab 1970 auf breiter Front der Schnallenskischuh. Denn die Lifte haben den Skisport revolutioniert, es ging nur mehr ums runterfahren. Ersten Versteifungen mit Glasfiber folgten bald reine Kunststoffschuhe. In den folgenden Jahrzehnten wurde vermehrt daran gearbeitet, das Innenleben weich und anpassungsfähig zu kriegen. Ein Prozess, der noch keineswegs abgeschlossen ist. Seit zwei Jahren beschäftigt man sich wieder mehr mit dem Weg zum Skibus oder vom Parkplatz zur Liftstation. Mit der harten, flachen Rennsohle können schon 200 Meter unendlich lang wirken. Außerdem nutzen sich die Kunststoffsohlen rasch ab, bei einfachen Modellen lassen sich Spitze und Ferse nicht einmal als Ersatzteil erneuern. Dann passen die Schuhe nicht mehr in die Bindung – und müssen entsorgt werden. Schon länger haben sich über die Freeride-Modelle weichere Sohlen mit guten Abrolleigenschaften etabliert. Doch die Bindungen spielten da nicht mit – besonders im Verleih. Nun beseitigt Grip-Walk®, das sich am Markt durchgesetzt hat, dieses Problem. Ab dieser Saison ist Ski Guide Austria 2020

auch die Gruppe Head/Tyrolia GripWalk-Partner. Dafür wurden nicht nur die Schuhe, sondern auch die drei Attack2-Bindungen komplett neu designt und mit dem Zusatz GW eindeutig gekennzeichnet. Ausgenommen sind nur die Racing-Modelle. Blasen ade! Natürlich bleibt die stabile Abfahrt und der schmerzfreie Tag im Skischuh das wichtigste Kaufargument. Die Anpassungsmöglichkeiten haben die Skischuhe in den vergangenen Jahren ohnehin zum Verkaufsstar im Wintersporthandel gemacht. Alljährlich werden mehr Boots als Skier verkauft. Vielleicht auch, weil gerade beim Schuh das Ausborgen nicht immer die weiseste Entscheidung ist. Wer sportlich fährt, aber auf kleinem Fuß lebt, wer außergewöhnlich schmale oder breite Leisten benötigt, wird auf jeden Fall seine Skischuhe käuflich erwerben – und damit über mehrere Jahre glücklich sein. Statt einen Skitag lang unter Schmerzen zu ächzen. Und wo die Chance auf Erträge groß ist, wird auch mehr in die Forschung investiert. So orientiert sich jeder Produzent am „Bootfitting“. Im „wirklichen“ Leben ist es ja nicht gerade ein edler Charakterzug sich angepasst das Leben zu vereinfachen. Beim Skischuh gibt es da keine moralischen Bedenken, sondern es ist das Ziel der neuen Spitzenklasse unter den Boots. „Customized boots“, „Bootfitting“ oder wie die unterschiedlichen Marken es auch nennen mögen. Es sind Schuhe, die individuell an die Fußform des Käufers angepasst werden. In der Regel erfolgt das durch Wärme. Daher sind die beim Fachhandel stehenden Geräte kleine Backöfen, nur bei AquaNovo erfolgt die Anpassung unter Wasser. Ein Online-Kauf wird aufgrund der Anpassung zunehmend ein Ding der Unmöglichkeit. www.derskiguide.at


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Material 

© Atomic, Fischer, Head, Rossignol, Technica, Scott, Nordica, AquaNovoBoot, Dalbello

Skischuh

Atomic Savor:

Comeback eines Klassikers mit neuer Technologie. Der Heckeinsteiger lässt sich bequem anziehen. Gleichzeitig sorgt seine leichte Prolite Konstruktion für Stabilität und die Manschette hat nur eine einzige Schnalle.

Fischer Ranger One: Mit der Grip-

Head LYT 130: Die neuen Head Se-

Rossignol Elite 120 W:

Extrem leicht mit Dynafit-Inserts, Skinny-Fit Leistenbreite. Speziell auf weibliche Bedürfnisse angepasster Schaft und Thinsulate-Isolierung. Männermodell dazu heißt Alltrack Pro 130 GW.

Tecnica Mach1: Anatomisch durch-

Scott Superglide:

Nordica Strider 130 DYN: Der geniale Freeride-Schuh nicht nur im neuen Design, sondern auch mit einer leichten, aber robusten Grilamid Schale. Damit sollte er leichter steuerbar sein. Die neue Schale haben auch die Damenmodelle.

AquaNovoBoot:

Dalbello Panterra 120:

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Walk® Sohle sorgt der Ranger One für ein natürliches Abrollen und beste Traktion unter allen Bedingungen. Der intelligente Einstiegsmechanismus erleichtert bei frostigen Temperaturen den Ein- und Ausstieg.

gängiges Volumenskonzept, für alle unterschiedlichen Leistenbreiten und Härtegrade (Flex 110, 120, 130). Zusätzlich C.A.S.-Technologie.

Ohnehin schon eine außergewöhnliche Konstruktion (druckfreie Schale, geschäumter Innenschuh, MaßEinlegesohle, die vom Händler im Wasser angepasst wird), kommen die Modelle nun mit einer Sohle aus feiner Lammfellwolle.

rien „Edge LYT“ und „Nexo RS“ kommen durch den Einsatz von Graphen bei gleicher Festigkeit auf geringeres Gewicht. Neu ist auch das in den Innenschuh eingespritze Gel. Hilft gegen Druckstellen am Knöchel.

Besserer Flex im Ski- und Walkmodus, automatische Sperre bei der Abfahrt, Stoßdämpfer sowie ein einfaches Ratschen-Verriegelungssystem.

Für Skiexperten auf der Suche nach zahlreichen Einstellmöglichkeiten, mit der Option, sowohl Schale, als auch Innenschuh individuell anzupassen. Weitere Option: Vormontierte GripWalk Sohlen.

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material skibindungen

Die perfekte Verbindung Über die Verbindung zwischen Ski und Schuh machen sich Skifahrer in den seltensten Fällen Gedanken. Die Sicherheitsbindung ist heute in neun von zehn Fällen als Teil des Komplettpaketes bzw. Sets schon beim Kauf als Teil des Skis vorhanden. So sind z.B. von weltweit jährlich 1,2 Mio. verkaufter Tyrolia Bindungen die meisten auf Head, Fischer, Kästle und anderen Ski-Modellen bereits vormontiert. Dieser für den Konsumenten bequeme Automatismus birgt aber auch die Gefahr, dass der Verbindung zwischen „Mensch und Maschine“ zu wenig Aufmerksamkeit zu teil wird. Nur keine Bindungsängste! Moderne Skibindungen sind – nicht nur im Rennund Athletenbereich – hochtechnische Tools, die höchst komplexe, vielfältige Anforderungen bedienen. Rund 150 bis knapp 200 Einzelteile spielen in einer Skibindung von Tyrolia zusammen, um Sportler und Sportgerät perfekt aber stabil zu verbinden, egal ob Amateur oder Profi. Wer keine Bindungsängste aufkommen lassen will, für den sind korrekte Wartung und Pflege des HightechProduktes Bindung und die richtig abgestimmte Einstellung deshalb essenziell. Die korrekte Bindungseinstellung ist eine „Wissenschaft“. Sie hängt von Faktoren wie Alter, Gewicht, Schuh- und Körpergröße, aber auch Fahrkönnen und persönlicher Risikobereitschaft ab. Wie sich im Rennsport zeigt, kann sich bei Extrembelastungen trotz optimiertem Know-how und dem Einsatz von hochkarätigen Spezialisten manchmal unvermittelt ein Ski lösen. Doch für den skifahrerischen Alltag ist der, aus den erwähnten Parametern errechnete, „Z-Wert“ die Gewähr, dass die Bindung nur dann aufgeht, wenn sie soll. Ski Guide Austria 2020

Skischuh- und Skibindung Kompatibilität Längst gibt es viele verschiedene Skischuhtypen und Sohlennormen am Markt: Typ A – Erwachsenennorm (ISO 5355), Typ C – Kindernorm (innerhalb ISO 5355), Tourenskischuhe Typ T (ISO 9523) und GripWalk Schuhe innerhalb der ISO 9523 Norm. Da kann man leicht den Überblick verlieren, vor allem wenn es um die Kompatibilität von Skischuh und Skibindung geht. Denn nicht jede Bindung passt für jeden Skischuh. Um die Frage der Kompatibilität schnell zu lösen, tragen Tyrolia Bindungen eine entsprechende Bezeichnung, wie „GW“ bei Kompatibilität mit Grip Walk Skischuhen, im Produktnamen. Tyrolia ist offizieller Grip Walk Partner und hat daher seit der Saison 2017/18 seine Attack2 Serie für Erwachsene so aufgerüstet, dass sie neben klassischen Alpinskischuhen auch mit Grip Walk Skischuhen perfekt passt. Ab der Saison 2019/20 ist die gesamte Bindungskollektion (ausgenommen Racing Retail) Grip Walk und teilweise Grip Walk Junior. Boomender Verleih bringt erhöhtes Risiko Immer mehr Winterurlauber, die es nur ein- oder zweimal im Jahr auf die Pisten schaffen oder zwischen unterschiedlichen Skidisziplinen switchen wollen, greifen auf den Skiverleih zurück. Der bietet – im Gegensatz zu meist unausgelastetem, schnell veraltetem Equipment, das auch noch fachgerecht gelagert werden muss – meist neueste Modelle und zahlreiche unterschiedliche Ausrüstungsmöglichkeiten. Grundsätzlich müssen alle im Handel und Verleih verfügbaren Skibindungen strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen. Es lohnt aber, nicht nur die eigene Ausrüstung sorgfältig unter die Lupe zu nehmen und fachgerecht überprüfen zu lassen, sondern auch im Verleihgeschäft genau darauf zu achten. www.derskiguide.at


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material skibindungen

expertentipps für sicherheitsbindungen Œ Lassen Sie die Auslösewerte und die Einstellungen vor jeder Saison von einem Fachhändler überprüfen.

 Eine milde Wasser-Seifen Lösung beseitigt alte Verschmutzungen der Kontaktflächen zwischen Skischuh und Skibindung.

Ž Achten Sie zum Beispiel auch auf abgenutzte Flächen an den Skischuhspitzen und -enden. Sie können die Auslösewerte der Bindung verändern.

 Beim Transport schützen Hülle oder Transportbox vor Verschmutzung und Korrosion.

 Wer keine „Schraube locker hat“ vermeidet Risiko. Prüfen Sie vor jeder Saison, ob alle Schrauben zum Ski fest angezogen sind. Und fahren Sie nie mit fehlenden Schrauben los.

‘ Lagern sollte man das Ski-Set am besten mit geschlossener Bindung. So ist die Auslösefeder entspannt und wird nicht strapaziert.

’ Beim Einstieg in die Bindung sollte die Skischuhsohle frei von Schnee und Steinen sein.

© Tyrolia (5)

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material snowboard

KUNSTVOLL BOARDEN Im Trend: Frei und ungebunden Alles bleibt anders. Nach dieser Devise leben die Snowboardproduzenten – immer häufiger abseits der etablierten Wintersportindustrie – ihre Kreativität aus. Nichts ist bei den Boards so konstant wie der Wandel. Alle Jahre werden neue Designs entwickelt, in einer Vielfalt, wie sie bei keinem anderen Sportgerät zu finden ist. Doch neben dem äußeren Erscheinungsbild sind ab und zu auch technische Neuheiten zu entdecken. Genialität macht sich auch bei neuen Bindungen breit, wo Plum den Wechsel zwischen „regular“ und „goofy“ mit einem Handgriff erledigt. Komplett neu am Markt ist die Clew-Bindung („CLever & nEW“). Man montiert den oberen Bindungsteil am Schuh und kann dann ohne Bücken in den am Board montierten Bindungsteil steigen. Funktioniert mit allen Softboots und Snowboards. Neu ist seit vergangenem Winter der PowDaze von Allwinter-Snowboarding. Ein Aufsatz für Twinboards, dass aus jedem Board mit wenigen Handgriffen ein Powderboard entstehen lässt. Und Head Snowboards hat sich für den Boardverleih etwas Einfallen lassen. Die Flatbed-Bindung wurde speziell für Rental entwickelt. Insgesamt setzen immer mehr Anbieter auf sehr konsequente Linien. Die Optik lässt sich kaum beschreiben, wir haben von den neuen Modellen einige typische Präsentationen während der ispo abgelichtet. Splitboards sind auch in der kommenden Saison ein Thema. Nachdem die teilbaren Bretter vor einigen Jahren mit dem großen Trend zu Backcountry-Touren verstärkt in den Fokus der Hersteller gerückt sind, gibt es dazu immer wieder neue Ideen. Inzwischen gibt es kaum eine große Marke, die kein Splitboard im Angebot hätte. Dabei wird nicht nur die Palette generell größer. Auch die Vielfalt an Modellen nimmt zu. Ski Guide Austria 2020

Wo es geht wird am gewicht gespart. Insbesondere leichte Karbonkonstruktionen helfen dabei beim Abspecken. Geringes Gewicht ist besonders bei den Freeride-Brettern ein Thema. Wer sein Board beim Aufstieg auf dem Rucksack trägt, ist froh um jedes Gramm Gewichtersparnis. Mit Basaltfasern aus Lavastein greift Goodboards auf einen wenig energieintensiv zu gewinnenden und leichten Rohstoff zurück. Im Vergleich zu Glasfasern glänzt Basalt mit extrem guten mechanischen Eigenschaften, wie hervorragender Dämpfung und eben seinem geringem Gewicht. Spezialitäten machen das Boarden auch unter ungewöhnlichen Voraussetzungen zum uneingeschränkten Vergnügen. SURFEN PUR könnte man als jüngsten Trend erkennen. Boots mit gutem Grip und ebensolche Auflagen am Board, diese manchmal auch mit einem Seilgriff versehen – so können Profis locker durch den Powder surfen. Pistentauglich ist der Pistenscooter von Eretic. Dabei werden auch die Boots und Bindungen immer ausgefeilter. Superleichte, effektive Dämpfungssysteme schonen die Gelenke auch bei extremer Belastung. Die Kabelkonstruktionen in Ratschen und Straps sind mittlerweile so ausgereift, dass im Idealfall nur einmal das System eingestellt werden muss. Schnellverschlüsse sind an der Tagesordnung, die Vorlageneinstellung ohne Werkzeug angenehm. Sohlen wie von Bergschuhen sorgen für sicheren Halt auch auf vereisten Halfpipe-Copings. Bei aller vielfalt bleiben natürlich die grundsätzlichen Linien unverändert: Es gibt die rasanten Alpin-Raceboards, die echten Könnern vorbehalten bleiben, und die vor allem in den Parks anzutreffenden wendigen kürzeren Freestyleboards. www.derskiguide.at


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material snowboard Eretic Snow Scoot Von der Straße auf den Schnee transferiert. Geht Onund Off-Piste. Wenn man's kann.

CLEW Step-in-Bindung für Snowborder.

Jones Kunstvoll! So malerisch kann man etwa mit dem „Frontier“ carven. Head Snowboards ROWDY KID Für die ersten Glücksgefühle am Board. Leash-Loch in der Nose, CatchFree-Rocker und Happy-Go-Luck-Flex.

YES 2020 mit einzigartigem Design und Fahrverhalten.In der Mitte von Tip/ Tail massiver Auftrieb, trotzdem berühren die Kanten wie beim Camber Board den Schnee.

© Eretic, clew, Jones, Head, K2, Yes, Orthovox

Ungebunden Beispiele von der Ispo München, wie man direkt am Board stehend durch den Powder surfen kann.

K2 Marauder Klassisches Splitboard für das Tourenerlebnis.

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material LANGLAUF & SCHNEESCHUHE & fun

Langlauf & Fun-Alternativen Bewegung im weißen Umfeld

© Sno-Go

Die Varianten um sich genussvoll durch die Natur zu bewegen erfahren immer neue Spielarten. Zu den Schneeschuhen haben sich zum Beispiel die Crossblades gesellt. Damit nicht genug, sind nun auch „Snowfeet“ am Markt, die wie Eislaufschuhe für Skipisten funktionieren. Im Prinzip werden auf normale Winterschuhe Fieberglas-Laufflächen mit Stahlkanten montiert, die auch mit einer Fersenbremse aufwarten. Aber das sind nur einige der neuen Formen, die verschneite Natur zu nutzen. Natürlich sind in der horizontalen die Möglichkeiten beschränkt, mehr Spielraum gibt es bergab. Wo nun zum Beispiel Inline-Skater mit den Sled Dogs auf die Piste können und Prodaptive ein „Sitzsnowboard“ konstruiert hat, was man irgendwie als Boardervariante des Brenter-Snowbikes betrachten könnte. Gerade auf diesem Gebiet, das Nichtskiläufern die Möglichkeit verschafft, auf Pisten ins Tal zu rasen, gibt es immer wieder neue Ideen. Etwa das Hillside Snowtrike oder auch – halb Fat-Bike, halb Skibob – das Scatchard. Wobei man damit

Sno-Go „Da Wüde auf seiner Maschin“ hält auch auf den Pisten Einzug. Diesmal haben wir eine US-Variante des Snowbikes auf der Ispo entdeckt. Hier bleibt man in stehender Position, die Richtung geben die fix am Gerät montierten Kurzski vor. Böswillig könnte man es auch als Pistenrolator bezeichnen. Gut abgestimmt auf den Sessellift-Einstieg (Haken). Insgesamt rund 170 cm lang, 68 cm breit und 85 cm hoch.

Ski Guide Austria 2020

auch in der verschneiten Ebene gut weiterkommt. Doch auch beim Langlauf gibt es immer wieder Neuerungen, etwa variablere Bindungssysteme. Integrierte Felle bringen eine Renaissance der klassischen Technik. Die wichtigsten Produzenten setzen hier neue Zeichen (siehe rechts). Womit wir beim Grundsätzlichen wären: Ehe es in die freie wildbahn geht, gilt es beim Kauf einer Langlaufausrüstung erst einmal in sich zu gehen. Wie sportlich will ich’s angehen? Denn bei den Skiern wird in Wanderer, Allrounder, Sport- und Rennmodelle unterschieden. Doch schon zuvor gibt es die Wahl der Grundtechnik: Classic oder Skating. Beim Classic-Ski bildet der mittlere Bereich die Steigzone, die bei Kontakt am Schnee haftet und den Abdruck nach hinten ermöglicht. Beim Wachsski wird die Steigzone mit Haftwachs versehen, beim Nowax-Ski sind mechanische oder chemische Steighilfen – und immer häufiger Felle – in die Lauffläche integriert. Skatingmodelle besitzen keine Steigzone und sind im Vergleich zum klassischen Modell etwas kürzer und leichter gekrümmt, wobei bei der Kaufentscheidung dem Körpergewicht eine noch wichtigere Rolle zukommt. Ist die Spannung zu hoch, lässt sich der Ski kaum drehen, ist sie zu gering, gleitet der Ski schlecht. Die Skilänge sollte 5 bis 10 cm zusätzlich zur Körpergröße betragen. Je professioneller der Läufer, desto länger das Gerät. Bei den Langlaufschuhen wird beim klassischen Stil zwischen halbhohen und flachen Modellen unterschieden, wobei erstere für Anfänger und Freizeitläufer besser geeignet sind. Sie weisen eine höhere Stabilität auf. Die flachen Modelle bieten mehr Bewegungsfreiheit. Im Gegensatz zu den Classic-Modellen sind die Skatingschuhe höher geschnitten, damit die Sprunggelenke stabilisiert www.derskiguide.at


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material LANGLAUF & fun

© Fischer, Kästle, Salomon, Rottafella

KÄSTLE 2019/20 feiert Kästle sein Comeback im nordischen Bereich. Mit über 30 Jahren Expertise aus dem LanglaufWeltcup meldet sich die Vorarlberger Traditionsmarke mit eigener Rennsportabteilung und drei Langlauf-Modelllinien sowie Sprungski im nordischen Bereich zurück. RX ist die Classic-Linie, XP sind die Skating-Modelle bezeichnet.

Salomon S/Lab Carbon Classic Neukonstruktion: Die Ingenieure von Salomon haben die Griff- und Gleitfunktionen des Skis in zwei Mechanismen unterteilt. Low-Profile-Camber in der Vortriebsphase. In der Gleitphase sorgt die auf der Rückseite des Skis positionierte dünne Karbonschicht für sofortige Beschleunigung .

werden. Es gibt auch Kombimodelle, die aber besser gemieden werden sollten. Bei den Langlaufbindungen gibt es nur zwei Lizenzgeber, Salomon und Rottefella. Die beiden verbliebenen Bindungssysteme arbeiteten bis zur Einführung des neuen Turnamic von Fischer nach dem gleichen Prinzip, waren aber nie kompatibel. Bei der Wahl der Langlaufstöcke gilt es ebenfalls nach der Technik zu unterscheiden. Prinzipiell sollte zur Ausübung der klassischen Technik der LL-Stock bis zur Achselhöhe reichen, beim Skating muss der Stock etwas länger sein. Je nach Können bis hinauf zum Kinn oder gar Nasenspitze. Die Stöcke sind meist aus Glasfiber oder Aluminium gefertigt, um möglichst leicht zu sein. Bei besseren Modellen hat längst Carbon www.derskiguide.at

Fischer Speedmax Skate und classic Die neuen Speedmax Schuhe, mit WeltcupAthleten entwickelt, sind leichter denn je. Das neue Schnürsystem und das an den entscheidenden Stellen elastische Obermaterial stabilisieren den Fuß für eine direktere Kraftübertragung. Diese Kraft wird nun durch die leichte, zweiteilige TURNAMIC®Sohle weitergeleitet.

RottAfella Move Mit diesem System kann der Langläufer die Bindung ohne auszusteigen komplett verschieben: Vorne gibt's mehr Grip, hinten mehr Speed.

Einzug gehalten. Die Gewichtsersparnis macht den Stock nicht nur teuer, sondern es kommt auch häufiger zum Stockbruch. Auch bei den Schlaufensystemen gibt es einige Unterschiede. Wanderer begnügen sich mit einfachen Schlaufen. Sie ermöglichen ein schnelles An- und Ausziehen. Handschlaufen hingegen, die mit einem Klettverschluss am Handgelenk befestigt werden, bieten den perfekten Halt. An Schneeschuhen kommt nicht vorbei, wer sich durch den tief verschneiten Winterwald noch langsamer als mit Langlaufskiern bewegen will. Dieser Trend zur Naturerkundung wird durch immer qualitätsvolleres Material gefördert. Denn die Zeiten sind vorüber, wo die Trapper mit „Tennisschlägern“ am Winterschuh dahinstapften. 2020 Ski Guide Austria


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material wachseln

Wenn Männer bügeln Kraft für den Halt, Chemie fürs Tempo Wachseln und kanten schleifen gehören zusammen. Denn irgendwann kommt der Moment, wo das beste Sportgerät gegenüber Lenkerin oder Lenker in Streik tritt. Nichts geht mehr. Spätestens dann ist der Augenblick gekommen, die Ursachen zuerst bei sich – und dann im Zustand des Geräts zu suchen. Somit am besten wieder bei sich. Je nach Fahraufkommen ist es sinnvoll, einmal pro Jahr die Gerätschaft, seien es Alpin-, Langlaufski oder Snowboards, einer professionellen Generalsanierung zu unterziehen. Das schließt Reinigung, Auftragen von Heißwachs, Abziehen, Ausbürsten und einen zünftigen Kantenschliff mit ein. Dieses Rundumservice besorgen in Shops sagenhaft teure Maschinen in einem einzigen Arbeitsgang. Das Ergebnis wird den Ansprüchen überwiegend gerecht. Der Lohn auf der Piste: reduzierte Anstrengung, geringere Verletzungsgefahr. Diese Argumente gelten für jede Form des Ski- oder Boardservices. Es reicht aber nicht, nur einmal pro Jahr Ski zu wachseln. Wer Fahrspaß sucht, sollte vor jedem Wintersportwochenende tätig werden. Für gutes Gelingen braucht es nicht eine Techniker- und Chemikerausbildung. Wobei sich Bastler gerne der Angebote aus dem Internet bedienen. Oft können hier zu einem Bruchteil des Preises Chemiebaukästen erworben werden, die den Entwicklungen renommierter Unternehmen kaum nachstehen. Auskennen sollte man sich halt. Für alle anSki Guide Austria 2020

deren haben zahlreiche Firmen abgestimmte Pflegeprogramme entwickelt. Neben der Chemie enthalten diese meist die Hardware: Skispanner für den Halt, Wachseisen, Poliertücher, Abziehklingen, Bürsten – darunter auch runde Speedbürsten, die auf den Bohrmaschinen-Aufsatz gesteckt werden können, und unterschiedlichste Feilen für die Kanten. Über den Sommer empfiehlt sich zur Lagerung der Ski eine Schicht Skiwachs aufzutragen. Dies schützt die Kanten optimal vor Rost und sorgt zugleich dafür, dass der Belag beim Transport vor Kratzern gefeit ist. Während die in Folge angeführten Schritte für Snowboards und Alpinski vergleichbar sind, fällt beim Langlauf logischerweise der Kantenschliff flach. Eine gänzlich andere Methode ist beim Wachsen des Classic-Langlaufskis nötig, da hier die Abstoßzone mit Haftwachs versehen wird, welches dem Läufer beim Abdruck den richtigen Halt verleiht. Dieses kommt entweder in Form von Gripwachs (bei Neuschnee, Pulverschnee) oder Klisterwachs (bei nassem oder eisigem Schnee) zum Einsatz. Gerade bei widrigen Witterungsbedingungen kann es aber in jedem Fall hilfreich sein, ein „Handwachs“ im Anorak dabei zu haben. Die Lauffläche wird einfach damit eingerieben und poliert. Perfektionisten werden noch eine Minibürste in der anderen Tasche haben. Die Sache funktioniert aber auch ohne. www.derskiguide.at


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Material wachseln

tipps für den super speed schritt Œ+ Zu Winterbeginn den Ski von altem Wachs befreien, indem man es mit der Kunststoffklinge in geraden, gleichmäßigen Zügen abzieht. Verhärtungen in der Kante mit einem Kantenbearbeitungsgerät beziehungsweise mit einem Aluoxidstein entfernen. Ebenso kann mit dem Aluoxidstein eventueller Rost von der Skikante geschliffen werden.

schritt Ž Schleifen der Kanten: Der Gratwinkel kann je nach Lieblingspiste und Fahrkönnen variieren. Im Allgemeinen wird ein Winkel zwischen 88 und 87 Grad eingestellt. Als Faustregel gilt: Je deutlicher die Abweichung vom rechten Winkel, desto bissiger der Ski (oder das Board). Aber dafür muss auch rascher nachgeschliffen werden.

schritt  Mit einem Schleifgummi die extrem scharfe Kante im vorderen und im hinteren Bereich leicht entschärfen. So wird ein Verschneiden der Ski beim Fahren vermieden.

schritt  Vor dem Wachsen muss der Skibelag mit einer Bürste gereinigt werden. Alternativ oder besser ergänzend können hier auch spezielle Reinigungsprodukte zur Belagsreinigung verwendet werden, die das Altwachs aufnehmen.

schritt ‘ Jetzt geht es ans eigentliche Wachseln. Holmenkol empfiehlt, das NaturalWax Bar aufzutragen – das erste biologisch abbaubare Skiwachs der Welt. Die vier neuen Spezialwachse der Natural-Serie sind aber nicht nur ökogerecht,

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sondern machen auch den Belag schneller als ihre Vorgänger. Damit das wirklich funktioniert, muss beim Auftragen auf eine ausreichende Wachsschicht geachtet werden. Nur so wird das Verbrennen des Belages beim Einbügeln verhindert.

schritt ’ Das Wachseisen in langsamer Geschwindigkeit stetig über den Belag ziehen. Nicht von oben drücken. Die ideale Gleitrichtung ist von vorne nach hinten. Schwebt das Eisen förmlich über den Belag, dann sind Temperatur und Wachsschicht ausreichend. Härteres Wachs – in der Regel für kälteren Schnee – erfordert eine höhere Temperatur des Eisens.

schritt “ Nach Erkalten des Wachses mit einer Plexiglasklinge abziehen. Wachs befindet sich nie an der Oberfläche des Skis, sondern immer im Inneren des Skibelages. Zwar gibt es auch Metallklingen für den „Amateur“, die Kunststoffklingen sind aber risikoärmer – und sicher kein Fehler. Nicht übersehen sollte man, dass auch die Seitenwangen von Wachstropfen befreit werden müssen.

schritt ” Im letzten Arbeitsschritt wird der Belag ausgebürstet. Durch gleichmäßige Züge parallel zur Fahrtrichtung wird mit einer Kupferbürste die Belagstruktur freigelegt. Selbstverständlich gibt es auch andere Bürsten, etwa aus Stahl, die jedoch meist mehr Erfahrung verlangen. Nylonbürsten dienen zum Polieren der Laufflächen. Für einen besonders schnellen Ski kann der Belag noch mit fluorreichem Speedwachs versehen und poliert werden.

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AM LIEBSTEN PUR Reduziertes Design trifft auf maximale Performance. Ein Ski-Outfit für Könner. Technisch ausgefeilt. Für höchste Ansprüche an Funktion und cleanes Design. So, wie du es magst.


Ob gerührt oder geschüttelt ist egal. Denn du stehst auf pur. Und genau das bietet dir unsere Skilinie Alpine Pure. Du kannst dich entweder für einen reduzierten Uni-Look entscheiden: Rot/Rot, Blau/Blau oder Orange/Orange. Frauen und Männer haben jeweils identischen drei Farbstellungen zur Auswahl. Oder du stellst dir daraus eine auffällige Kombi aus den drei möglichen PowerFarben zusammen. Der optische Clou: das glatte und strukturierte Material geht nahtlos ineinander über. Top-Funktion ist stets inklusive. Denn wir verarbeiten hier ausschließlich modernste technische Materialien. So z.B. unsere hoch atmungsaktive mTEX 20.000 Membrane – elastisch, wasser- und winddicht, angenehm leise und weich. Sie kommt in der Jacke Dammkar Pure und in der Hose Dammkar Pants zum Einsatz. Ebenso wie extrem leichtes und warmes sowie im Gegensatz zu Daune feuchtigkeitsresistentes PrimaLoft® Silver Insulation ECO aus 70 % recycelten PET-Flaschen.

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Darüber hinaus findest du in der Linie die Isolationsjacke Prime Dammkar die du an schönen Tagen auch als vollwertige Außenjacke tragen kannst. Hier vertrauen wir auf die innovative Isolation PrimaLoft® ThermoPlume, die mit einem extremen Wärme-Gewichts-Verhältnis und Daunenfeeling überzeugt. Alle Alpine Pure Styles sind natürlich mit unserer umweltfreundlichen PFC-freien Imprägnierung ausgerüstet. www.maier-sports.com

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Auf Nummer sicher Schutz durch Helme, Skibrillen und Protektoren Das THEMA SICHERHEIT dominiert nicht nur nervtötende politische Wahlkämpfe, sondern auch die Wahl der Ausrüstung. Die Zeiten wehender Haarpracht und der lässig als Frisurstütze ins Haar gesteckten Strandbrille ist vorüber. Die Helmquote liegt auf den Pisten heute bereits deutlich jenseits der 80 Prozent und Skibrillenverweigerer sind fast nur mehr in der Klasse 60 plus anzutreffen. Denn ehe wir an dieser Stelle auf die Innovationen des Jahres von Helmen bis zu den Protektoren eingehen, zu einem Bereich, der mit Helmen und Sicherheit untrennbar verbunden ist. Zunehmend sogar im wahrsten Sinne des Wortes: Skibrillen. Sie werden in einer farblichen und qualitativen Vielfalt angeboten, dass ihnen heute schon ein eigenes Buch gewidmet werden könnte. Allerdings wird trotzdem von Sportlern häufig zu wenig Wert auf diese Form der Sicherheit gelegt. Denn Helme und Protektoren zeigen Wirkung, wenn es schon gekracht hat, doch mit perfekter Sicht kann das schon im Vorfeld verhindert werden. Zum einen gilt das für den Zustand der Skibrillen. Oft sind sie zerkratzt. Soggle, ein bayerische Start-up, bietet nun einen Microfaser-Schutz mit Gummizug und unendlich vielen Designs an. Und natürlich gibt es auch Brillengläser unterschiedlichster Qualität. Dass bei den Spitzenmodellen, für die schon einmal Hunderte Euro hingeblättert werden müssen, die Scheiben das wichtigste – und teuerste – sind, ist eine Tatsache. Man sollte übrigens beim Kauf darauf achten, dass zumindest zwei Scheiben mitgeliefert werden. Für viele Menschen beginnt das Handikap aber schon früher: Es geht um Einschränkungen der Sehfähigkeit, denen im Alltag in aller Selbstverständlichkeit mit optischen Brillen begegnet wird. Ski Guide Austria 2020

Doch beim Skilauf sind die Hemmschwellen groß. Wenige sind noch in bewährter Form mit Alltagsbrille und Haube unterwegs, doch spätestens bei Schneefall ist der Spaß vorbei. Schon seltener ist die Kombi sichere Sportbrille plus Helm anzutreffen. Deshalb begab sich der Ski Guide Austria in den letzten Jahren auf die Suche nach den perfekten Brillen für Brillenträger. weiterhin tun sich Brillenträger hart, ihre gewohnten Gläser unter die Skibrille zu quetschen. Wer den aktuellen Trend zu überdimensionierten, das Gesicht komplett abdeckenden Designerbrillen kennt weiß, dass ein derartiges Unterfangen der Quadratur des Kreises ähnelt. Welche anderen Möglichkeiten, als sich ausschließlich aufs Gefühl zu verlassen, stehen dem Dioptriensklaven nun also offen? Œ Viele greifen zu optischen Linsen, durch die es keinerlei Einschränkungen im Sichtfeld und bei der Wahl einer Skibrille gibt.  Doch viele vertragen die Linsen nicht. Deshalb gibt es seit Ewigkeiten Scheibeneinsätze für einfache Skibrillen, die so geformt sind, dass man darunter seine Bürobrille tragen kann. Die sind aber weder modisch, noch billig. Ž Eine weitere Möglichkeit bieten nun Brillen, die im Frame Aussparungen haben, in welche die Bügel für nicht allzu große, optische Brillen passen.  Eine absolute Innovation sind nun Skibrillen,bei denen die Scheibe mit Magneten leicht aus- und eingesetzt werden kann. Da ist Platz für die Brille darunter. Angenehmer Nebeneffekt dieser Magnetsysteme: Man kann im Laufe des Skitags auch einfach von Sonnen- auf Nebelglas wechseln. www.derskiguide.at


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material  helme · brillen

Uvex HLMT 700 visor

Ein neuer Visierhelm der Extraklasse durch die neuartige Visierrahmenkonstruktion mit integrierter Belüftung. Das bringt Stabilität und Aerodynamik Verbesserungen. Trotz Double-Inmould sehr leicht, gut anpassbar und auch mit selbsttönender VariomaticScheibe erhältlich.

Smith Quantum Matte hornet

Neu sind nicht nur die mit einer Hand zu bedienende Fidlock-Riemen, auch das Skelett (Exoskeleton) des Helms wurde erneuert, um den Schutz zu optimieren.

Briko kodiakino

Ein ebenso leichter wie warmer Kinderhelm dank Inmold. 3D-Slim ermöglicht den Helm an den kleinen Kopf anzupassen. Abnehmbare, weiche Ohrpads, waschbare Innenpolsterung.

Vertical unit Blaze

Fotos: © Smith, Cebe, Briko. Uvex, Blaze, Unit

Den Ispo-Brandnew-Award gab es für diese Schweizer Neuerung. Es sind Magnetskibrillen mit extrem hochwertigen TAC Polarized Magnetic Poly-Carbonate-Gläsern. Rahmen+Scheibe+Riemen wiegen zusammen nur 169 Gramm und kosten ebensoviele Euro.

Cébé method Freestyle-Helm mit spezieller Tri-Zone-ABS deckt eine größere Bandbreite an Aufprallvarianten ab. Gutes Belüftungssystem hilft stets einen kühlen Kopf zu bewahren.

 Immer häufiger wird nicht nur für Nutzer optischer Brillen die Komplettlösung ins Spiel gebracht: Der Visierhelm. Zum bestmöglichen Schutz ist es generell wichtig, dass der Helm wirklich exakt passt. Neben verschiedenen Helmgrößen ist hier auch eine Feinabstimmung erforderlich. Am einfachsten kann dies durch ein eingearbeitetes Kissen erreicht www.derskiguide.at

unit 1 Soundshield

Für Musikfreaks wurde diese Kombination von hochqualitativem Skihelm und ebensolcher Kopfhörer entwickelt.

werden. Die meisten Spitzenanbieter haben dies heute integriert. Eine weitere Empfehlung ist, Helm und Brille derselben Marke zu nutzen. Diese bilden eine einheitliche Struktur, welche die Belüftung optimiert. Und bei den Gläsern kommen alljährlich Innovationen. Stark gehen die Produzenten auf den Tourentrend ein. Denn wer beim Aufstieg schwitzt, braucht einfach einen leichteren, besser belüfteten Helm. Wobei es kein 2020 Ski Guide Austria


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material helme · brillen · protektoren

Fotos: Head, Scott, Atomic

Head Rachel pola

Doppellinsenvisier mit Polarisation, die Linse kann durch die integrierten Schnallen in Sekundenschnelle ausgetauscht werden. Das neue Sphere- Fit-System für die perfekte Passform und dazu eine magnetische Fidlock-Schnalle.

Scott Airflex polar

Die Protektoren im D3O-Design bieten verbesserten Schutz vor allem im Bereich der Lendenwirbel. Die Protektorweste bietet auch eine verbesserte Temperaturregulierung.

Atomic Helm Savor GT AMID

Innovative Konstruktion mit einer speziellen Tri-Brid Schale, AMID und Holo Core ausgestattet. Bietet bis zu 40% höheren Aufprallschutz als der Industrie-Sicherheitsstandard vorgibt.

Geheimnis ist, dass bei den meisten Tourengehern beim Aufstieg ein leichterer Kopfschutz wie Haube oder Stirnband zum Einsatz kommt. Während der Kopfschutz spätestens seit dem tragischen Unfall von Michael Schumacher unbestritten ist, wird die Bedeutung vom Rückenschutz noch eher ignoriert. Doch bei Freeridern und speziell der Jugend gehört der Protektor immer öfter zur Ausrüstung. Jeder dritte Freerider oder Snowboarder trägt ihn, aber nur 13 Prozent der Pistenfahrer. Unterschieden wird in der Regel zwischen Hartschalen- und Softschalenprotektoren. Letztere enthalten Polster aus Ski Guide Austria 2020

weichem Dämpfungsmaterial, das sich erst beim Aufprall erhärtet. Nicht selten ist der Protektor in den Rucksack integriert. Bei den reinen protektoren fällt schon jetzt auf, dass sie vom punktuellen Schutz zum Kleidungsstück mutieren. Und bei den Brillen kommen allmählich auch VR-Modelle in Mode. Wobei es sich genau genommen um Augmented Reality handelt, denn zusätzlich zur Realität werden Daten abgebildet, beziehungsweise das Sichtfeld über Minicams erweitert. www.derskiguide.at


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© Fred Fettner


VON ANFÄNGER BIS WIEDEREINSTEIGER

SKI SCHU LEN www.derskiguide.at

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winter in österreich SKILEHRER

Gelernt ist gelernt Mehr Pistenspaß mit Skischulen Skilehrerinnen und skilehrer – mögen heute auch als SchneesportlehrerInnen firmieren – begleitet das Image des unzestörbaren Gauditypen. Als Menschen, die den Flachlandlern die Bergwelt näher bringen und sich selbst bei dieser Gelegenheit gerne in den Mittelpunkt des Urlaubserlebnisses des Gastes stellen. Die Realität sieht ein wenig anders aus. Dass Gäste zum Schluss die Piste runterbrettern können ist nicht mehr Nebenprodukt einer geselligen Woche, sondern steht bei „Skifahren lernen in drei Tagen“ heutzutage im Zentrum. Das schöne dran: Es funktioniert, halbwegs talentierte Menschen zwischen drei und 60 Jahren innerhalb weniger Unterrichtsstunden eine blaue Piste sturzfrei mit gleichmäßigen Bögen bewältigen zu lassen. Dafür müssen aber auch die Lehrenden eine richtige Ausbildung hinter sich bingen. „Schönskifahren“ steht momentan am Lehrplan (siehe Kasten: „Der österreichische Schneesportlehrweg“). Auf der Piste ersetzt damit Eleganz sportiven Krafteinsatz. Während dafür manche Carving für tot erklären und Retro hochleben lassen, nehmen die rund 1,7 Millionen Gäste Österreichischer Skischulen die „Revolution“ im Lehrplan kaum wahr. Denn Ski Guide Austria 2020

ehrlich, „Schiachfahren“ stand nie am Lehrplan und widersprach dem Stolz des Skilehrers. Die Änderungen sind marginal. Einfach schön ist das Thema. Also sowohl einfach, als auch schön. Dafür soll der Skifan nicht verbissen auf den Kanten hängen, sondern genussvoll seine Möglichkeiten ausschöpfen. So wird die neue Technik mit dem passenden Material schnell erlernbar und ist Kräfte schonend auszuüben. Denn die Voraussetzungen haben sich über die Jahrzehnte grundsätzlich geändert: Die Pisten werden immer glatter präpariert, die Ski werden drehfreudiger und das Material generell leichter. Nicht zuletzt hat der Mensch immer weniger Zeit: keiner will lernen, jeder können. Skifahren in drei Tagen wird verkauft. Aber, soviel sei verraten, manchmal geht's sogar geschäftsschädigend schon in drei Stunden. Nein, nicht auf die Schwarze, sondern in einfachen Bögen über's Babyhangerl. DAs Leben als (Teilzeit)Skilehrer macht Spaß. Bei allem ernst. Denn nur in zotenhaften Anekdoten und Heimatfilmen sind sie professionelle Haserljäger. In der Realität ist es ein sportpädagogischer Job nach professioneller Ausbildung, der im skifahrerischen Alltag zu nicht selten unfreiwillig www.derskiguide.at


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winter in österreich SKILEHRER

Ski Guide Autor im Einsatz

komischen Einlagen führen kann. Im vergangenen Winter verließ ihr Ski Guide-Autor zum dritten Mal das gewohnte Terrain der Axamer Lizum, um nach Ischgl (Skischule Ischgl, Alois Kurz) und Sölden mit den „Gelben“ (Skischule Yellow Power) diesmal in Lech bei den „Grünen“ (Skischule Oberlech) zu erleben, wie sich das Skilehrerleben zur Osterzeit an Brennpunkten des heimischen Tourismus anfühlt. Jedenfalls anders, spannend – und sehr individuell. Die Anekdoten der Jahre im abschließenden „Tagebuch eines Teilzeitskilehrers“. Denn am Anfang des berufsfernen Abenteuers stand das gleiche, wie bei den geschätzt 180 Menschen, die ich seither skitechnisch unter meinen Fittichen hatte: Lernen. Konkret mit 120 Mitstreitern, denen im Lehrsaal des Tiroler Ausbildungszentrums für Wintersportlehrer in der Axamer Lizum die Grundweisheiten des österreichischen Skilehrwesens als Berufsausbildung vermittelt wurden. Das mit der Ausbildung ist nicht nur so dahingesagt. So erzählte der Skischulleiter aus Bad Hofgastein von seiner Ausbildungstätigkeit beim Salzburger Skilehrerverband. Man sei am ersten Tag auf 3.000 Meter am Kitzsteinhorn angekommen. „Schnallt’s an, schau ma mal, was könnt’s“, habe sein Kommando gelautet. Fragend sahen ihn zwei www.derskiguide.at

Beim Skifahren den Kids die Natur näher bringen

Herren aus Europas Osten an. Wie denn „anschnallen“ so funktioniere? Denn immer wieder finden sich blutige Anfänger bei der Ausbildung ein. Sie betrachten Schneesportlehrer als mehrstufigen Lehrberuf. Weil, wer Friseur werden will, müsse ja vorher auch niemanden die Haare geschnitten haben. Bald stehen die künftigen Lehrer zu Gruppen aufgefädelt bei der Gipfelstation. Uns zu Füßen noch ansprechend verschneite Pisten. Gruppe neben Gruppe, wie es sich gehört. „Jösas, lauter Anfänger“, entfährt es einer Wiener Skiurlauberin. Es ist ihr nicht zu verdenken, denn unsere ersten Übungsfahrten unterscheiden sich nur marginal von den Versuchen ungeübter Skifahrer. Wer gewohnt ist, dass es auf der Piste einfach von selbst läuft, steht rasch an. Die Arme nach vor und in die Knie. Aber Druck auf die Laschen der Skischuhe. Und noch weiter in die Knie, noch weiter nach vor, bis sich das Gefühl einstellt, als personifizierter Haltungsschaden über die Piste zu holpern. Die Kunst ist, die korrekte Position überzeichnet sichtbar zu machen. In Österreich sind in 530 Skischulen 15.000 Schneesportlehrer aktiv. Der Weg in höchste Höhen ist dabei aufwändig. Sowohl an Zeit, als auch an Geld. Reich werden Skilehrerinnen und Skilehrer frühestens, wenn sie final eine eigene Schule aufbauen. 2020 Ski Guide Austria


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© Fred Fettner (3)

SKILEHRER

Englische Schülerin am dritten Skitag

Eigenes Können steht am Anfang, darauf müssen pädagogische und psychologische Fähigkeiten aufbauen. „Vom Bekannten zum Unbekannten, vom Einfachen zum Schwierigen“, lauten zwei der erlernten pädagogischen Lehrsätze. All das Wissen gehört aber garniert mit dem sprichwörtlichen Skilehrerschmäh, Flirts und, wenn’s zu sehr stürmt, einem Schnaps’l in der Hütte zur rechten Zeit. Alles weitere – Paralleles Skisteuern, Carven mit langen Radien, Tiefschnee, Stangenfahren und Österreichischer Schneesportlehrweg Er umfasst neben dem alpinen Skilauf auch Snowboard, Langlauf, Telemark, Freestyle und Techniken für körperlich Eingeschränkte („Schneesport ohne Handicap“). Fast deckungsgleich mit den Pistenauszeichnungen werden die Leistungsgruppen grob in vier Farben eingeteilt: • Grün sind die blutigen Anfänger, die in einem Tag den Pflug erlernen. • Blau ist die Phase vom Pflugdrehen über Kan ten und Rutschen bis zum Pflugsteuern. Im roten Bereich spielen alle Varianten paralleler Skiführung. • Schwarz ist, was darüber hinausgeht, vom Carven, über die Buckelpiste bis zu Freeski und Rennlauf. Ski Guide Austria 2020

so fort – bleibt den nächsten Ausbildungsstufen vorbehalten. Als Skilehrer-Anwärter soll man nur unterrichten, was man zuvor gelernt hat. Die Praxis sieht anders aus, wie nachfolgend anekdotisch in Tagebuchform beschrieben. Während ich mich in der Axamer Lizum mit den unterschiedlichsten Varianten des Skilehrerdaseins vertraut machen konnte – von heimischen Volksschülern, über Schulklassen – von England über die Niederlande bis Deutschland – bis hin zu sehr internationalem Privatunterricht (Japan, China, Mexiko, Türkei, Bulgarien, Korea), dominiert letzterer in den touristischen Zentren. Wie der Ischgler Skischulleiter Alois Kurz bestätigt, sind Gruppenkurse bei den Kindern beliebt, doch Erwachsene buchen Privatskilehrer. Auch in Oberlech bestätigt Skischulleiter Max Weissengruber die Dominanz des Privatunterrichts. Angesichts der Preise in den Tophotels von Oberlech und den Lifttickets gehört es hier schon fast zum guten Ton, privat einen Arlberg-Skilehrer zu buchen. Und ja, es macht einen Buchautor stolz, sich nun als solcher bezeichnen zu dürfen. Denn es gilt wie für New York: „If you can make it there, you can make it everywhere!“ Was aber ortsübergreifend zu den größten Auffälligkeiten zählt, ist die www.derskiguide.at


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winter in österreich SKILEHRER

typische Kundin: Die Partner sind noch nicht lange zusammen, der Mann setzt den ersten Skiurlaub durch. „Ich bring dir das schon bei.“ Spätestens nach einer Stunde landen sie dann in der Skischule, der erfahrene Skilehrer kommt zum Zug. Denn die Geduld mit der Partnerin ist angesichts weniger Urlaubstage endenwollend. Und wenn der Skilehrer

für die Freundin nicht mehr der allerjüngste ist, dann wirkt das auf den Mann doch sehr beruhigend. Was mir allerdings häufig neidvolle Blicke der Kollegenschaft beschert. Innerhalb von drei Tagen gleich mit drei tollen Mädels unterwegs zu sein, das passiert ihnen nicht oft. Aber sie werden auch noch ins passende Alter kommen.

Humor ist wenn man trotzdem lacht Aus dem Tagebuch der inzwischen rund 120 Skilehrertage, die Ski Guide Austria-Autor Fred Fettner in den vergangenen Saisonen in der Axamer Lizum, Ischgl, Sölden und Lech am Arlberg absolvierte. Und überwiegend genoss. 21.12. Anfänger aus Liebe Alle fünf Holländer deklarierten sich als Neulinge, doch bald merkte man: Die drei 3 Mädels waren in Wahrheit Wiedereinsteigerinnen und die beiden Burschen so sportlich, dass sie in kürzester Zeit das notwendigste konnten. Schon nachmittags wechselten sie zu Nikolas aus Georgien. Mir blieben mit Maria und Israel aus Mexiko zwei Exoten, zu denen sich bald noch Chiaro aus Japan gesellte. Israel hatte offensichtlich durch einen überstandenen Schlüsselbeinbruch eine im Zusammenhang stehende Verweigerung des Rechtsschwungs. Wie mir ein anderer älterer Skilehrer anvertraute: „Wenn einer schon eine Hand so nach innen verdreht, dann wird das nichts mehr“. Aber nach zwei Tagen ging's doch! 26.12. Exotisch wie ein surftag Weihnachtszeit, Skilehrzeit. Dank an Leila, Rebecca (Aussies) und vor allem Eva aus Johor (Malaysia). Von wegen Ski fahren lernen in drei Tagen. Wenn's sein muss geht's auch in geschäftsschädigenden drei Stunden. So lang hat's gebraucht, bis Eva mit dem Lift rauf und in netten Bogerln das Anfängerterrain wieder runtergekurvt ist. Wie Eva aus Malaysia zum Skifahren nach Tirol kommt? Ihr Mann, englischer Exot, wollte mal wieder auf die Piste. Nach ihrem perfekten Einstieg denk ich: Künftig muss er wohl. 20.2. Wörtlich genommen Freitag, aber ich musste eine Gruppe von Toni übernehmen, die als Anfänger die Woche begonnen hatten. Ich fragte, welche Lifte sie schon gefahren seien. Sie sagten: Alle. Ich bewegte mich also nach oben, entschied mich dann aber nach dem ersten Eindruck lieber die weniger steile Damenabfahrt zu nehmen. Es wurde zur echten, zwei Stunden währenden Herausforderung. Denn alle fuhren zum ersten Mal. Und doch hatten sie nicht gelogen: Sie waren am Vortag schon mit den beiden Sesselliften nach oben gefahren – und mit der Standseilbahn hinunter.

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21.02. Hooligans, aren’t they? Vor ein paar Tagen stand mir der Schreck ins Gesicht geschrieben. 17-Jährige englische Schüler! Ich hatte Hooligans vor Augen – und erntete dafür die schönste Skikurswoche. Die von einer öffentlichen Schule Mittelenglands kommenden mittelprächtigen Skiläufer erwiesen sich teilweise als Gentlemen mit fast schon beängstigend freundlichem Umgang. Sowohl mit ihren Lehrern, mit mir, aber auch untereinander. Es war herzerfrischend. Ich hatte fast ausschließlich Burschen und das einzige Problem trat auf, wenn die Mädchengruppe auftauchte. Da war die Disziplin flöten – und manchmal auch gleich zwei der Boys. 22.12. Was man nicht lernt Tag Nummer 2 und es kristallisierte sich heraus, was man alles in der Ausbildung nicht lernt. Das Chaos bei der alltäglichen Einteilung, wie man bei Schneemangel seinen Übungsplatz gegen die anderen Skischulen erkämpft. Und wie man übergewichtige Schüler wieder hochhievt. Das war bei einer deutschen Wiedereinsteigerin wirklich eine schmerzliche Erfahrung. Anderes kennt man als Vorurteil und erhält es manchmal im Laufe der Tage bestätigt. Vormittags waren meine Chinesen Li und Chi mit dabei. Der Mann ein echter Freund des Risikos, ausgestattet mit geradezu unfassbarer Standfestigkeit, denn Sturz bedeutet Gesichtsverlust. Seiner Frau war anzumerken, dass der Skikurs nicht ihre Idee war. Sie schaute kaum hin, fiel gern mal um, aber hatte trotzdem bald den Pflug intus. Am Nachmittag war die Familie nicht dabei, hielt sich mit den Kindern aber stets in Sichtweite auf und übte. Ohnehin fielen viele asiatische Eleven auf, die sich im Kamikaze-Stil runterließen. Eine endete an der Glasscheibe des Buffets Lizi. Sie schüttelte sich ab und startete von neuem. 16.02. Lawinengefahr Es ist ja nicht so, dass man als Jungskilehrer keine Fehler macht. Also nicht technischer Natur, diese sowieso – aber das ist so was von egal. Andere können schmerzen. Ich dachte bei meinen mittelguten Läufern, man könnte mal die Buckel der Buckelpiste ein wenig ausnutzen. Hatte die Angelegenheit aber in diesem Bereich irgendwie nicht so steil in Erinnerung. Fast alle stürzten aus Angst und rutschen den flach auslaufenden Hang runter. Tom, einen 100 Kilo-Rugby-Typ, wollte ich aber sicher runterbringen, kommandierte jede Bewegung. Aber die Panik war zu groß, er legte sich zum Berg und los ging die Rutschparty. Ich, gerade mal zwei Meter darunter, wollte ihn stoppen. Keine so gute Idee. Er nahm mich souverän mit und Kathy leistete uns am letzten Abschnitt auch noch Gesellschaft. Relativ schmerzarm, aber peinlich, war die Szene doch vom Sessellift aus prächtig zu sehen. 03.02. Alle Tiroler sind Skifahrer? Wir arbeiten daran. Die Volksschule einer Mittelgebirgsgemeinde hat ihre Skitage – und nützt dafür die Skischule. Knapp 10-Jährige Tiroler Mädchen und Burschen, die noch nie auf Skiern gestanden sind? Gibt es das überhaupt? Wie man’s nimmt. Zwei der Anfängerinnen hatten Langlauferfahrung, was es mit der Balance besser, mit der Technik aber schlimmer machte. Ein äußerst vollschlankes Mädchen wurde von den leicht Fortgeschrittenen zurück expediert – und hier auch nicht glücklich.

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SKILEHRER

Dann hatte ich vor allem noch einen typischen „Migrationshintergrund“. Der etwas dickliche Kerl, schon in Österreich als Sohn aus der Türkei zugewanderter Eltern geboren, kam – natürlich – mit unpassender, von irgendwo geborgter Gerätschaft, freute sich über meinen Helm, schwitzte... Sport, nein darauf würden seine Eltern nicht achten, verriet er. Nach zehn Minuten – er nutzte gerade den Flaschenzug beim Skischulhang (20 m) – platzte er schon heraus: „Skifahren ist super!“ Das macht einen beginnenden Skilehrer mächtig stolz. Noch stolzer war ich etwas später: Knapp vor der Jausenpause um 11 Uhr fragte Akin nach der Zeit. „Schon? Da habe ich in der Schule ja schon zwei Mal gegessen“. 24.02. Verbotener Tiefschnee Zwar unerlaubt, doch ganz ohne die Pisten zu verlassen kann man selbst Anfänger keine Skikurswoche bei Laune halten. Wenn im Funpark keine Hupfer zugange sind, wagt man sich rein. Vielleicht sollte man nicht unbedingt selbst erstmals eine Rail anfahren – weil den daraus resultierenden Schmerz gilt es aus pädagogigschen Gründen zu unterdrücken. Doch zum Glück hat die Axamer Lizum am Rande zwei natürliche Halfpipes, die ab dem dritten Skitag allen enormen Spaß bereiten, weil sie das Hochentlasten natürlich unterstützen und rasch einen Flow bewirken. Es ist nicht immer alles ganz legal, was Spaß macht. Da muss man durch. 06.03. Russischkurs Recht speziell war der Tag mit einer sportlichen Russin. Hier waren es fünf deutsche Bürokollegen, die sie zum 4-Tages-Tripp nach Ischgl überredeten. Die mehrfache Akademikerin, die nach wenigen Jahren in Deutschland beinahe akzentfrei deutsch sprach, merkte rasch: Einfach mitfahren „is nisch“. Sie erwies sich als absolut sportlich, doch so intellektuell, dass der Körper nicht immer tat, was der Kopf wollte. Am zweiten Tag sagte sie mir: „Meine Kollegen wollten sich gestern Abend von mir auf einen Champagner einladen lassen. Sie meinen, wenn ich mir für zwei Tage einen Privatskilehrer leiste, muss ich irgendwo einen Geldkoffer versteckt haben.“ Ja, billig ist der Spaß wirklich nicht. Aber sie war gescheit genug, zu erkennen: Das Vergnügen beim Skilauf setzt schlagartig ein, wenn es technisch sauber die ersten Bogen den Hang hinuntergeht. 20.03. Patchwork In Lech erwartete mich eine Patchworkfamilie unterschiedlicher Nationalitäten. Jeff, der versierte Arlberggast, mit seinen beiden Twentöchtern, und dessen junge Liebe Yvonne, mit zwei TeenSöhnen gesegnet. Dieses Dreigespann überantwortete er dem Skilehrer, jeden Tag erkennbar im Zwiespalt, ob sie nicht doch besser mit ihm fahren sollten. Ich deutete sein Misstrauen zuerst rein fahrtechnisch, es stellte sich aber heraus, dass eine ordentliche Portion Eifersucht im Spiel war. Verständlicherweise, denn Yvonne war fröhlich,tanzte schon mal bei einer kurzen Trinkpause und ihre Boys hatten auch Spaß. Sie hatten nur eine Angst: Vom „neuen“, gut fahrenden Patchworkteil gestresst zu werden. Und bei Yvonne war das fast noch spürbarer. Fuhren alle drei wie auf Kommando besonders schlecht, dann wusste ich, ohne mich umzudrehen: Big Spender Jeff schaut zu.

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winter in österreich SKIschulen

Alpincenter Obergurgl obergurgl

Ski-& Snowboardschule Silvretta Galtür Galtür

Lust auf ein besonderes Bergerlebnis? Dann steigen Sie mit einem unserer Berg- oder Skiführer auf einen 3.000er des hinteren Ötztales. Das Alpincenter beschäftigt sich mit Aktivitäten rund ums Bergsteigen. Anlaufstelle für Bergführer, Skitouren, Schneeschuhwanderungen, Eisklettern und Freeriden. Wir zeigen Ihnen die besten Skitouren (auch Mehrtagestouren) die Lust auf mehr machen oder zeigen Ihnen Tricks der Profis beim Freeriden. Wem das alles noch nicht reicht, kann auch auf Telemark Skier die Pisten bezwingen oder beim Eisklettern in beeindruckenden steilen Fels- und Eiswänden sein Geschick beweisen. Savety first wird in den Bergen groß geschrieben – hier bietet sich die Ortovox Savety Academy an in der wir Ihnen alles über die Sicherheit am Berg und die richtige Handhabung der Ausrüstung vermitteln.

Erfahrungen im Wintersport seit Generationen und die Freude an der Natur machen uns zu dem was wir sind – die Skischule in einem der schönsten Feriendörfer Österreichs. Um gezielt auf die Bedürfnisse und Erfahrungen jedes einzelnen eingehen zu können, stehen Ihnen unsere Mitarbeiter im Infocenter gerne mit Rat und Tat zur Seite. In einem persönlichen Gespräch bemühen wir uns gezielt, auf Ihre Anliegen und Wünsche einzugehen, damit Sie Ihren Kurs mit Spaß genießen können und um Ihnen den gewünschten Lernerfolg zu garantieren. Der Treffpunkt ist beim leicht zu erreichenden Infocenter in Wirl. Hier befindet sich auch unser Übungsareal wo wir Ihnen die ersten Schwünge beibringen. Und in der Zwergerlwelt lernen unsere kleinen Gäste das Skifahren mit viel Spaß. Da sich das Übungsareal im Tal befindet benötigen Sie keinen Skipass!

TEL +43 (0)52 56 / 63 05 MAIL info@acog.at WEB www.alpincenter-obergurgl.com

TEL +43 (0)54 43 / 85 65 MAIL info@schichule-galtuer.at WEB www.schischule-galtuer.at

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winter in österreich SKIschulen

Skischule Ischgl

Skischule Oberlech

ischgl

Oberlech

Als Skischule mit Tradition, gegründet 1930, begleiten wir heute unsere Gäste mit mehr als 150 qualifizierten Schneesportlehrern und -lehrerinnen. Egal ob auf dem Snowboard, auf Alpinski, Telemark oder Langlaufski – ob auf der Piste, im Funpark oder Offpiste. Für die Kleinsten bieten wir Kinderbetreuung ab 2 Jahren an, die Sie halbtags, ganztags oder auch stundenweise beanspruchen können. Ihre Kleinen sind bei uns in den besten Händen. Für die New Generation gibt es Gruppenkurse und individuelle Privatstunden im Funpark oder beim Tiefschneefahren. Weiters bieten wir auch Kurse für Menschen mit Behinderung durch speziell ausgebildete Trainer. Anfänger, Wiedereinsteiger und Fortgeschrittene finden bei uns den passenden Kurs. Mit über 40 staatlichen Skilehrern ist die Skischule Ischgl einer der führenden Skischulen Österreichs.

Mitten im autofreien Oberlech, auf der Sonnenterrasse des Arlbergs, heißt Sie unsere Skischule willkommen. Von der Natur privilegiert, dürfen wir Ihnen die wertvollsten Tage im Jahr, „schneesporttechnisch“ näher bringen. Ob Ski oder Snowboard, ob Kinder, Jugend oder Erwachsene, die Skischule Oberlech ist für Sie der kompetente Ansprechpartner. Zusätzlich zu unseren Gruppen- oder Privatkursen bieten wir auch die Möglichkeit, das Tourengehen oder das Telemarken zu erlernen. Es wäre nicht der Arlberg, würden wir unsere Gäste nicht auch zum Heliskiing begleiten. Wer’s gerne ganz ruhig angeht, erkundet mit unseren bestens ausgebildeten Schneesportlehrer die wundervolle Natur auch schon mal auf Schneeschuhen. Denn für sicheres Lernen mit Profis in allen Leistungsstufen – dafür steht die traditionsreiche Skischule Oberlech.

TEL +43 (0)54 44 / 52 57 MAIL info@skischule-ischgl.at WEB www.skischule-ischgl.at

TEL +43 (0)55 83 / 20 07 MAIL info@skischule-oberlech.at WEB www.skischule-oberlech.at

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winter in österreich SKIschulen

Schischule Koch

Skischule EXKLUISV

Obertauern

berg-oberlech

Die persönliche Schischule bietet mit 50-jähriger Tradition ein breites Leistungsangebot im Bereich Wintersport an. Jeder Gast wird professionell und mit viel Herz betreut, mit der Überzeugung, dass Skifahren in jedem Alter erlernbar ist. Lassen Sie sich von dem mehrsprachigen Team aus staatlich geprüften, Landes- und Kinderschilehrer/innen, Snowbike-Trainer/ innen und Guides die vielen Seiten des Wintersports zeigen. Ob beim Skifahren, Snowboarden, Freeriden, Langlaufen, Snowbiken, bei einer Schneeschuhwanderung oder Fackelwanderung – jeder Gast findet sein Wintersporterlebnis. Im hauseigenen Kinderanfängergelände „Kondorland“ steht der Skispaß im Vordergrund! Mithilfe zahlreicher Übungshilfen sowie eines Zauberteppichs werden die ersten Schritte im Schnee sowie das Ski fahren lernen kindgerecht und spielerisch vermittelt.

Unsere Skischule liegt mitten im wunderschönen Arlberggebiet auf der Sonnenterrasse Oberlech. Wir sind eine kleine Skischule mit kompetenten Skilehrern, die Sie im Gebiet am Arlberg ob Piste oder freies Skigelände gerne begleiten und fachkundig beraten. Die Angebote führen vom klassischen Skilauf über Skitouren, Heliskiing, Freeriden bis hin zum Skirennlauf auf einer gesicherten Trainingspiste. Unsere Skilehrer sind Ihnen auch gerne bei der richtigen Wahl des Equipments behilflich. Genießen Sie die vielen Facetten des Arlbergs und die perfekte Möglichkeit die Natur und die Berge fernab von Stress und Trubel zu erleben. Erfreuen Sie sich an traumhaften Abfahrten sei es im Pulverschnee oder Firn. Unser Skischulbüro befindet sich in der Pension Sabine in Oberlech.

TEL +43 (0)64 56 / 72 28-5 MOBIL +43 (0)664 / 51 26 308 MAIL hermann@skikoch.at WEB www.skikoch.at

TEL +43 (0)55 83 / 27 19 MAIL info@skischule-exklusiv.com WEB www.skischule-exklusiv.com

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winter in österreich SKIschulen

SKISCHULE STURM

Skischule Semmering/Alpincenter

lofer

Semmering

Der Komplettanbieter im Wintersport & Profi beim Thema Skifahren. Mehrfache Auszeichnungen vom Internationalen Skiareatest: 2013, 2016, 2017 und 2018. SKISCHULE DES JAHRES in GOLD, BESTE KINDERANGEBOTE in GOLD, SPORTSHOP DES JAHRES in GOLD! Als 5-Sterne-Familien-Skischule steht „Service aus einem Haus“ direkt an der Talstation der Gondelbahn groß geschrieben: SKI- & SNOWBOARDKURSE vom Kind bis zum Erwachsenen. BOBO Kinderclub©; PRIVATSKIKURSE mit individueller Gestaltung; INTERSPORT RENT Skiverleih in bester Qualität; 2 modernste SKIDEPOTS direkt neben der Talstation; INTERSPORT Shop 2 x in Lofer – Ortszentrum und direkt neben der Gondelbahn; CAFE-BAR BOBO’s; 35 eigene VIPKUNDEN-PARKPLÄTZE KOSTENLOS direkt vorm Haus. Skikurse, Skiverleih und Skidepots können online gebucht werden – das spart Zeit und Geld!

Mit unserer Skischule Semmering können sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene auf optimalen Pisten üben! Die Kleinen sind in unserem neuen „Leopark“, zwischen bunten Figuren und viel Spaß unterwegs; als Aufstieghilfe dient unser Teppichlift. Für unsere Kunden ist der Eintritt in den Leopark gratis! Dann geht es weiter am angrenzenden Happylift, der optimale Schlepplift für Beginner direkt auf der Passhöhe. Wer dem Lift schon entwachsen ist, trainiert mit unseren bestens ausgebildeten SkilehrerInnen und SnowboardlehrerInnen gegenüber am Zauberberg auf den Hirschenkogel-Abfahrten. Abseits der Piste: Skitouren im Semmering-Rax Schneeberggebiet oder Lawinensicherheits-Trainings mit LVS Geräten bieten wir für Gruppen ab 5 Personen an. Wer gerne die Brettln mit den Schneeschuhen tauscht, geht mit uns auf die nahen Hügel und Berge.

TEL +43 (0)65 88 / 73 26 MAIL info@sturm-ski.com WEB www.sturm-ski.com

TEL +43 (0)664 / 43 31 540 MAIL skischulesemmering@wurm.ski WEB www.skischulesemmering.at

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Servicestelle Wintersportwochen

Büro-Adresse: Haus des Sports, Prinz Eugen-Straße 12, 1040 Wien Mo. 07:00 – 17:00, Di./Mi. 07:00 – 16:00, Do. 07:00 – 15:30, Fr. 07:00 – 12:00 Telefon: +43(0)1 / 89 08 859

Partner der servicestelle wintersportwochen

E-Mail: office@wispowo.at Homepage: www.wispowo.at Registrierung für Lehrer/-innen unter www.anmeldung.wispowo.at


Wintersportwochen-Spezial präsentiert von der

servicestelle wintersportwochen

ALLIANZ ZUKUNFT WINTER www.allianz-zukunft-winter.at


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SERVICESTELLE WINTERSPORTWOCHEN Ausblick schulische Wintersportwochen

Liebe WISPOWO-Unterstützer/-innen! Wir werden dabei optisch state-of-the-art agieren und inhaltlich den Usern viele Vorteile und Erleichterungen bei der Planung von Wintersportwochen verschaffen. Unter anAuf dieses kleine Jubiläum darf man schon derem erhalten Skischulen eine Aufwertung ein wenig stolz sein und der bevorstehende – die Grundlage der tollen Kooperation wurde runde Geburtstag veranschaulicht auch im Vorjahr durch das neue Online-Tool gelegt. den enorm hohen Stellenwert des Themas  schulische Wintersportwochen (umgangsGemeinsam mit Manuel Feller – der nach MARCO CERNY sprachlich und bei den Traditionalisten Projektleiter Servicestelle dem Abschied von Seriensieger Marcel noch immer als Schulskikurse bekannt) in Wintersportwochen Hirscher als eine der größten Hoffnungen der Wintersportnation Österreich. Uns allen auf Weltcup-Erfolge im heurigen Winter gilt ist bewusst, dass die Gäste von morgen größtenteils – sind wir gerade dabei, den FIT for WISPOWO 3-Folder noch immer ihre allerersten Schwünge im Rahmen der zu erstellen. Dieser 32-seitige Lehrbehelf stellt wieder Schulsportwochen ausüben und dadurch tendenziell dem Unterrichtssequenzen zur optimalen Vorbereitung auf die Wintersport auch bis ins hohe Alter erhalten bleiben. Ein Wintersportwoche vor – diesmal mit ergänzenden Tipps wesentlicher Faktor für eine derartige Ausgangssituation eines authentischen und erfolgreichen Spitzensportlers. sind natürlich die zahlreichen Sportlehrer/-innen an den Schulen, die Jahr für Jahr dafür sorgen, dass Kinder und In einer weiteren Broschüre für Schulen, den „AlternatiJugendliche viel Spaß im Schnee haben und aufgrund der ven auf der Wintersportwoche“, möchten wir auf zusätzvielen, positiven Erfahrungen während dieser wichtigen liche Aktivitäten im Schnee hinweisen, die neben den Schulveranstaltung nachhaltig für Skifahren oder Snow- Hauptbestandteilen einer Wintersportwoche – Skifahren boarden – für Wintersport allgemein – begeistert werden. und Snowboarden – auch möglich sind und folglich Dafür darf ich mich stellvertretend für alle Stakeholder einem abwechslungsreichen Programm mit unterals Projektleiter der Servicestelle recht herzlich bei den schiedlichsten sportlichen Herausforderungen dienen. Pädagog/-innen bedanken, genauso wie bei den etlichen Partnern der Wirtschaft, mit der wir spannende und Weiters ist ein Skisicherheits-Video in der Pipeline, eine wichtige Projekte umsetzen, die dem Skisport und dem Veröffentlichung ist für das erste Quartal vorgesehen. heimischen Tourismus zugute kommen. Last not least Nicht locker lassen wir bei den Verbesserungen rechtein Dankeschön an die Herausgeber und Produzenten licher Rahmenbedingungen für Schulveranstaltundes Ski Guide Austria. Seit 2012 DÜRFEN wir mit diesem gen. Neben der gewünschten Datenerfassung stehen äußerst produktiven, leidenschaftlichen, professionellen vor allem die Themen Entbürokratisierung, Aus- und und freundlichen Team zusammenarbeiten – ein gro- Fortbildung, Skitage an Volksschulen, Abrechnungsßes Lob für den sensationellen Output Jahr für Jahr! vereinfachung sowie motivierende Elemente wie Ausrüstungsaktionen für Schulen im Fokus. Wir sind guter Was wird es (neben den altbewährten Projekten) heuer Dinge, dass wir gemeinsam mit der Politik schon bald Neues geben bei der Servicestelle Wintersportwochen? Erfolge zu vermelden haben. Die Vorfreude auf die Ziemlich zeitgleich mit dem Erscheinen des Ski Guide Wintersaison 2019/20 ist riesengroß. In diesem Sinne: Austria 2020 starten wir mit dem Relaunch unserer danke für Ihr Vertrauen und den Support und bis bald beliebten Wintersportwochen-Organisationsplattform auf der Piste! www.wispowo.at.  Ihr Marco Cerny © beigestellt

In der heurigen Saison geht die Servicestelle Wintersportwochen bereits in ihr zehntes (!) Jahr.

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SERVICESTELLE WINTERSPORTWOCHEN WISPOWO-QUICKFINDER

VORSCHAU WINTER 2019/2020 www.wispowo.at (ab November 2019: Relaunch der Seite) Wintersportwochen-Organisationsplattform für Schulen

Lehrmaterialien Neu ab Dezember 2019: FIT for WISPOWO 3 mit Manuel Feller Kostenlose Bestellungen für Schulen unter office@wispowo.at

         

Kostenl Werbemög ose lic für Skischu hkeit len! office@wis powo.at

SKISCHUL-SPECIAL (ab Jänner 2020: neue Angebote im neuen Design auf www.wispowo.at)


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SERVICESTELLE WINTERSPORTWOCHEN Rechtsthema Wintersportwochen

Kosten und Unterstützungsmöglichkeiten für eine Wintersportwoche Über die Kosten einer Schulveranstaltung entscheiden die Schulpartner (Schulgemeinschaftsausschuss, Klassen- bzw. Schulforum). Kostenbeiträge dürfen nur für folgende Ausgaben eingehoben werden: • Fahrt (einschließlich Aufstiegshilfen) • Nächtigung • Verpflegung • Eintritte • Kurse • Vorträge • Arbeitsmaterialien • die leihweise Überlassung von Gegenständen • Kosten im Zusammenhang mit der Erkrankung einer Schülerin/eines Schülers • Versicherungen In öffentlichen Schulen dürfen keinesfalls Lehr- oder Begleitpersonen direkt von den Eltern finanziert werden. Die voraussichtlichen Kosten müssen den Erziehungsberechtigten rechtzeitig bekannt gegeben werden. Darüber hinaus sind die Eltern auf mögliche Unterstützungen hinzuweisen. Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder an Bundesschulen Bundesschulen sind: AHS, Berufsbildende mittlere/höhere Schulen, BAfEP, BISOP, Praxisschulen von Pädagogischen Hochschulen. Voraussetzung für eine finanzielle Unterstützung ist die Bedürftigkeit des Schülers/ der Schülerin. Diese wird nach den Bestimmungen des Schülerbeihilfengesetzes 1983 idgF beurteilt nach Einkommen, Familienstand und Familiengröße zum Zeitpunkt der Antragstellung. Die Formulare liegen in den Schulen auf und sind stets bis 30. April des laufenden Schuljahres bei der jeweiligen Bildungsdirektion abzugeben. Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder an Landesschulen • Landesschulen sind alle Pflichtschulen: Volksschulen, Mittelschulen, Polytechnische Schulen. • Unterstützungen gewähren aktuell die Bundesländer Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Wien. Unterstützungsmöglichkeiten durch den Elternverein Elternvereine sind, nach Maßgabe der vorhandenen Mittel, grundsätzlich bereit in Notfällen unterstützend einzugreifen, um möglichst allen Schüler/-innen die Teilnahme an Wintersportwochen und anderen Projektwochen zu ermöglichen. Die Größenordnung sowie die Details der Abwicklung werden jeweils von den Gremien des Elternvereins festgelegt. Anträge sind so früh wie möglich an den Elternverein zu übermitteln, damit sie rechtzeitig vor der Veranstaltung behandelt werden können.

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SERVICESTELLE WINTERSPORTWOCHEN Zusätzliche Aktivitäten im Schnee

Alternativen auf der Wintersportwoche Wintersportwochen sind vielfältig! Österreich bietet mit seinen vielfältigen Winterlandschaften eine große Anzahl an Möglichkeiten, den Winter aktiv zu erleben. Die Servicestelle Wintersportwochen möchte in dem Folder „Alternativen auf der Wintersportwoche“ auf die zahlreichen zusätzlichen Aktivitäten im Schnee hinweisen, die neben den Hauptbestandteilen einer schulischen Wintersportwoche – Skifahren und Snowboarden – auch möglich sind (u.a. Schneeschuhwandern, Langlaufen, Rodeln). Somit kann ein abwechslungsreiches Programm mit unterschiedlichsten sportlichen Herausforderungen zusammengestellt werden. Die Broschüre „Alternativen auf der Wintersportwoche“ der Servicestelle Wintersportwochen stellt eine breite Palette an Möglichkeiten vor. Jede Aktivität wird kurz beschrieben und entsprechend des Anforderungsprofils in den Kategorien Funfaktor, konditionelle Anforderungen, alpine Gefahren, Durchführbarkeit und technische Anforderungen bewertet. Für Schulen kostenlos bestellbar unter: www.wispowo.at (Lehrbehelfe)

SKIBOB eine Sportart mit langer Tradition … … auch für schulische Wintersportwochen geeignet!

GRUNDHALTUNG AUF DEM SKIBOB In lockerer Sitzstellung sind Oberkörper und Arme leicht gebeugt. Die Oberschenkelinnenseiten sollten stets mit der Sitzbank in Berührung sein. Skibobfahrer/-innen kontrollieren ihre Bewegungen und Richtungsänderungen durch Gewichtsverlagerung. Beim Schrägfahren auf der Piste werden Hüfte, Knie und Skibob zum Hang gedrückt, während der Oberkörper gerade bleibt. Um eine Richtungsänderung (Kurve) vorzunehmen, wird der Skibob kurz entlastet und unter talseitigem Lenkerdruck auf die andere Seite geneigt. TRANSPORT Der Schlepplift wird auf dieselbe Weise wie vom Skifahrer/-innen stehend benützt, mit dem Unterschied, dass der Skibob zwischen den Beinen mitgeführt wird. Eine Hand hält den Lenker, die andere befindet sich am Liftbügel. Am Sessellift wird der Skibob außen auf die Sesselarmlehne gehängt.

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Skibob können Kinder und Jugendliche, die Freude an Wintersportarten und Bewegung im Freien haben, bereits in wenigen Unterrichtsstunden leicht erlernen. Ski Alpin- oder Snowboard-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, stellen lediglich Erleichterungen beim Lift-Einstieg dar. Die Bandbreite der Sportart reicht vom gemütlichen Familien-, Schul- und Freizeitsport bis hin zum rennsportlichen Wettkampf.

Rückfragen: Österreichischer Skibobverband (gegr. 1963), www.oesbv.at, office@oesbv.at


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SERVICESTELLE WINTERSPORTWOCHEN erfahrungsbericht

When we were kings!

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Freundlich sind sie seit jeher im Wintersportwochen Quartier. Und aufmerksam erst! Nicht nur am Telefon mit uns Lehrer/-innen, vor allem auch mit unseren Schüler/-innen vor Ort. Der Liftwart (was für ein herrlicher „Oldschool“-Begriff) drückt lächelnd ein Auge zu, wenn eines unserer Kids die Liftkarte im Hotel vergessen hat: Das Üben soll doch wegen so etwas nicht zu kurz kommen.

mmag. LORENZ NICKL Wintersportwochen-Leiter

Es ist also kein Klischee! Der Gast ist tatsächlich König! Auch wenn wir zu Mittag manchmal mit dem Lunchpaket anrücken und um einen Sitzplatz auf der Restaurantterrasse bitten, wo wir höchstens ein Getränk konsumieren.

Und sonst!? Das Personal der Liftkassa: unkompliziert! Die Beratung und Abwicklung beim Materialverleih: schnell und kompetent! Ja, auch darum kommen wir Wintersportwochen Leiter/-innen jedes Jahr gerne wieder! Nur wir Lehrer/-innen!? Nein, viele junge, aufgeregte Skikursküken, megacoole Kids und frischverliebte „Pubertiere“ saugen diese Atmosphäre auf! Und sie sind tatsächlich die Gäste von morgen! Aufwändiger und teurer touristischer Werbe-Aktionismus? Fehlanzeige! Gut organisierte Wintersportwochen in einem funktionierenden Umfeld zeigen die ganze Bandbreite des Wintersports und sind darüber hinaus geradezu perfekte Beispiele für touristische Nachhaltigkeit.

Bewerben Sie Ihr Quartier kostenlos für Wintersportwochen unter https://anzeigen.wispowo.at!

Beispielschaltung Salzstiegl Moasterhaus

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SERVICESTELLE WINTERSPORTWOCHEN WISPOWO-CARD

WISPOWO-CARD BENEFITS Folgende Benefits sind für Schulen im Rahmen von Wintersportwochen mit der WISPOWO-Card der Servicestelle Wintersportwochen möglich:

Ermäßigung Buspreis

Gratisteilnahme Aerobicprogramm

Sonderkonditionen Liftkarte

Gratis DVD Übungen zum Österreichischen Skilehrweg

Ermäßigung Buspreis

Übernahme von Patenschaften

Verlosung Kinderski

Kostenloser GruppenHerbergsausweis

Übernahme von Patenschaften

Skibekleidungsverleih Ermäßigung

Unterstützer Wintersportwochen

Mehr Infos zu den Angeboten unter: www.wsc.wispowo.at www.wispowo.at


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#homeoflässig


© Stubaier Gletscher/Andre Schönherr/Schaufelspitz


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winter in österreich Restaurants

Naturnaher Hochgenuss Beglückende Sterne. Erwärmende Hauben. STOLZ AUF EINEN STERN ist im Wintersport selten einer. Vielleicht in Parks, wenn sich ein Youngster aus Angeberei als Crash-Test-Dummie profilieren will. Manchmal hört man es am Abend, meist gepaart mit Erleichterung darüber, keine körperlichen Schäden davongetragen zu haben. Wesentlich häufiger werden um diese Zeit Sterne gerühmt, die in Österreich vom A La Carte-Gourmetführer vergeben werden. Und immer öfter nähern sich einander die Niveaus von Küche und Meeresspiegel an. Soll heißen, die Spitzengastronomie begibt sich in höhere Sphären. Je höher, desto besser. Auf ähnliche Ergebnisse kommt Gault&Millau, wo sich allmählich die Haubenzahl in den Küchen die auf den Köpfen unvernünftiger Helmverweigerer übersteigt. Gemeint sind nicht die Hauben zur Ausstattung jedes Chefkochs, sondern jene, die in den Skigebieten die Tore der Restaurants zieren. Denn die an dieser Stelle beschriebenen Köche tragen nicht nur stolz ihre Kochmütze, sondern werken allesamt in von Gault&Millau mit Hauben geschmückten Edellokalen. Weil das immer häufiger inmitten von Skizentren geschieht, haben wir schon länger www.derskiguide.at

unsere Top 10 auf 15 Restaurants erweitert. Noch immer zu wenige, aber es soll ja eine regionale Auswahl der allerbesten getroffen werden. Denn wo sonst Bergpanoramen und sportliche Aktivität den Atem rauben, schaffen Köche gleiches mit ihren Kreationen. Die auf den nächsten Seiten angeführte Auflistung von pistennahen Spitzenrestaurants in Höhenlagen jenseits der 1.400 Meter in alpinen Topregionen, beziehungsweise über 1.000 Meter in den anderen Skigebieten, als durchaus persönliche Auswahl gelten. MANCHE DER EDELSTEN CHEFKÖCHE scheitern leider an unserer strengen „Höhenkontrolle“. So finden sich im Bregenzerwald mehrere edle Restaurants, die besonders liebevoll regionale Produkte auf höchstem Niveau veredeln: Das Schiff und Krone in Hittisau, Gams und Post (Restaurant Irma!) in Bezau, Schwanen in Bizau, Adler in Au und in Schwarzenberg sind es Hirschen und Alte Mühle. Alle durchaus passend zum Ambiente des sanften Winterangebots. Auch der Löwe und Montafonerhof in Schruns-Tschagguns lagen uns einfach zu niedrig. 2020 Ski Guide Austria


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winter in österreich restaurants

Feinarbeit in der Küche

Ski Guide Austria 2020

Dann gebe es noch La Fenice im Hotel Arlberg, wo man sich kulinarisch wirklich an die Küste versetzt fühlt. Wem die 50 bis 60 Euro kostspieligen Hauptgerichte als Hürde zu hoch sind, sei die Pasta angeraten: Langostino alla Griglio, hausgemachte Tagliolini mit gegrilltem Langostino, Amalfi Zitrone, jungen Erbsen, wow! Um nur einen Zusatztipp zu geben. Zu beiden Seiten des Berges gilt manchmal das Prinzip: Nicht alles was teuer ist, muss auch gut sein. Deshalb riskieren wir ausnahmsweise eine vorsichtige Warnung, selbst wenn Geschmäcker bekanntlich verschieden sind. Also die Rafflstuben, die nun als Eat Art Raffl’s firmieren, mögen überdurchschnittlich sein, doch wenn man sich nicht den 7-gängigen „Walk of Fame“ gönnt – unter sieben Gängen werden die Gerichte nicht angeboten – hält es nicht den Erwartungen stand. In der Vergangenheit zu hoch gelobt wirkt in Lech, wo es wahrlich ausreichend Auswahl gibt, die Pfeffermühle. Zwei ganz wichtige Edeladressen sollen aber nicht unter den Tisch fallen: Almhof Schneider und das Severin’s – ja in der Gastronomie liebt man die falschen Apostrophe – haben mit moderner Küche einen ausgezeichneten Level erreicht. Alle sind bedauerliche Opfer unseres Prinzips „Ein Ort, ein Restaurant“. In St. Christoph bieten Hospiz samt Alm nicht nur eine gelungene Küche, sondern in dieser Höhenlage den bestsortierten Weinkeller mit Bordeaux-Großgebinden außerhalb Frankreichs.

© Fred Fettner (4)

NICHT SELTEN SCHEITERN STARS an ortsinterner Konkurrenz. Längst ist in Ischgl der Wettstreit mehrerer Edelköche im Gange, aber wir gaben einmal mehr dem mit beiden Beinen fest am Boden stehenden Platzhirsch Martin Sieberer den Vorzug. Wer sich das ausgedehnte Abendmenü in den Patznauner Stuben nicht gönnen will, dem bleibt die in einem „Eck“ der weltläufigen Hotelhalle angesiedelte Sieberer’s Heimatbühne, um sich einen originell-verspielten Heimatabend zu genehmigen. Ein vielleicht sogar noch vergnüglicheres, leichtes Menü. Allein zu beiden Seiten des Arlbergs ist eine schier unglaubliche Ansammlung von Spitzenlokalen aufzuspüren. Wir stellen die – nicht nur – geografische Spitze vor. Die neue Nummer 1 in Lech – zumindest nach Ansicht des A la Carte-Guides – ist übrigens Rote Wand Chef’s Table in Zug, bei dem bis zu 16 Gäste im alten Schualhus lernen, was Geschmack ist. Es wurde jüngst zu den allerbesten Österreichs erkoren. Dann gibt's noch das Aurelio’s, wir bleiben aber im Burg Vital Resort Oberlech, wo die hochgerühmte Griggela Stuba mit La Picea einen lebendigen Ableger bekommen hat. Wer bei diesen Edelköchen am besten ist, bleibt eine Frage der Tagesverfassung. Entweder die des Speisenden oder die des Kochs. Weitere Empfehlungen auf der Vorarlberger Seite sind das Fux, die Jägerstube in der Post, das Kristiania am Omesberg. Aufgemotzt wurden zuletzt die Krone-Stuben im Hotel Krone.

Edeldessert mit Panoramablick am Kitzsteinhorn

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winter in österreich Restaurants

Auf der Tiroler Seite ist es nur eine Spur ruhiger geworden. Trotzdem ist das Angebot umfangreich: „Gletscherblick“ eine Alpin Gourmet Stube und das absolut klassische Steakhaus im Sporthotel St. Anton mit dem besten Rind der Region! Wer sich aber wirklich mal was Außerordentliches leisten will, geht in den Tannenhof nach Nasserein. VERGLEICHBARE HYMNEN stimmen Gourmets über Kitzbühel und Umgebung an. Dort gibt es in jüngster Zeit den Versuch im oberen Stockwerk das Restaurant Hochkitzbühel by Tomschy an der Bergstation zum Gourmettempel zu machen. Zumindest der Champagnerkonsum hat schon außerordentliche Dimensionen erreicht. Aber auch in tieferer Lage lässt sich wenig bemeckern. In Kitzbühel selbst ist es oft einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks, wohin man sich wendet. Wir empfehlen da die Kupferstube im Tennerhof. Eine Liga darüber ist aber im benachbarten Kirchberg Simon Taxacher angesiedelt. Das Gourmetrestaurant heißt nun Simon Taxacher, während der Rosengarten (einst die Bezeichnung des Gourmetlokals) weniger exaltiert daherkommt. Gut entwickelt hat sich zuletzt das Ötztal, was vor allem dem Hotel Enzian zu verdanken ist. Die kurvenreiche Straße hinauf nach Hochsölden lohnt sich für den Besuch der Zirbenstube. Im absoluten „Gourmettal“ fehlt noch: Das Tannheimer Tal wo sich sich zuletzt die Restaurants der Hotels Hohenfels, Tannheim und

Edelküche bei der Ötztaler Stuben in Sölden Central

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Sonnenhof, Grän, ein aufregendes Duell lieferten. Im Hohenfels sind Markus Pichlers feine Kreationen ein absolut zuverlässiger Tipp. IM „SALZBURGISCHEN“ konzentrieren sich bis auf wenige im Anschluss beschriebene Ausnahmen die Toplokale auf den Raum Salzburg. Selbst die sensationelle Naturküche, die Vitus Winkler im Sonnhof von St. Veit auf den Tisch zaubert, fällt doch noch spürbar unter unser Höhenlimit. Im wintersportlichen Umfeld wären mit den Obauers in Werfen – die Kochbrüder sind selbst begeisterte Ski(renn)läufer(!) – sowie Mayer's im Schloss Prielau, Döllerer’s in Golling und die Salzburgerstube im Hotel Salzburgerhof Zell am See vier Restaurants zu nennen, die teilweise auch eine weite Abendanreise lohnen. Und wer sich in den kalten Lungau zum Pisten- oder Tourenskilauf begibt, sollte unbedingt einen genialen Abend im Mesnerhaus einplanen. In der Steiermark liegen die Toplokale eher in der Wein- und Thermenregion. Zwei hoch gelegene Ausnahmen haben wir aber ausgekundschaftet. In Schladming macht das Johann im Posthotel wirklich Freude. Nett ist auch die Grimmingwurz’n von Bad Mitterndorf. In Kärnten ist Bad Kleinkirchheim mit Ronacher, Pulverer und Nock Resort im gehobenen Mittelfeld bestens versorgt. Wer sich wirklich verwöhnen lassen will, verlässt den Berg Richtung Villach ins Frierss Feines Haus.

Österreichische Spezialtät: Flambierter Kaiserschmarrn

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winter in österreich restaurants

Sölden: Ice-Q + Ötztaler stube 

3.000 meter

Höchstgenuss auf 3.048 Meter. Die Köche wechselten bereits, doch Restaurantleiter Valentin Schwarz sorgt dafür, dass die verspielte Küche ihr Niveau behält. Tagsüber gepflegte Kleinigkeiten, Mittwoch abends Summit-Dinner mit verfeinerter heimischer Küche. Tägliche Alternative, die immer besser mundet bietet das „Mutterschiff“ Hotel Central in der gediegenen, aber großen Ötztaler Stube. Tel.: +43 (0)664 / 96 09 368, bzw. (0)664 / 88 24 33 44

Stubaier gletscher: Schaufelspitz 

2.900 meter

In höchste Höhen hat sich auf der Bergstation Eisgrat zuletzt Stefan Kostner gekocht. Er riskiert etwas, selbst wenn in dieser Höhenlage nicht alles optimal gelingt. Trotzdem zeigt er auch abseits des alljährlichen Hauptevents „Dine & Wine“ seine Fähigkeiten, die nicht zuletzt in der originellen Interpretation traditioneller Gerichte liegen. Tolle Terrasse! Im SB-Bereich gibt's eine Pasta-Manufaktur. Tel.: +43 (0)52 26 / 81 41 324

Oberlech: Griggeler + picea

1.500 mETER

© Fred Fettner

Ein Besuch in Oberlech, wo unter mehreren ausgezeichneten Lokalen das Burg Vital auch wegen seiner Vielfalt heraussticht. Neben der traditionell hoch gelobten Griggeler Stube gibt es die acht flächigen Tische des Picea. Service und Weinkeller sind mit dem Grigeller identisch. Die Speisen eine bunte Mischung mit heimischen Schwerpunkt. Tel.: +43 (0 55 83 / 31 40

Turracher Höhe: Philipp

1.700 meter

Im Schlosshotel Seewirt hat sich der in internationalen Küchen erfahrene Junior Philipp Prodinger eine Spielwiese erschaffen, die zunehmend auch von auswärts kommende Besucher erfreut. Er verarbeitet durchaus weit Gereistes, vom Thunfisch bis zum Portwein. Die Basis bildet trotzdem häufig heimisches Getier.  Tel.: +43 (0)42 75 / 82 34

Hochfügen: Lamark Alexander 

1.500 meter

© Fred Fettner

Im sportlichen Familienhotel der Fankhausers ist Alexander der Koch, der nicht nur als Alex im ORF auftischt, sondern erstaunlicherweise im Winter jeweils ab Donnerstag seine Gäste höchstpersönlich verwöhnt. Und zwar keineswegs rein tirolerisch, sondern mit Ausflügen nach Frankreich oder in den Süden. Tiroler Kochkunst, immer öfter mit wienerischem Anstrich.  Tel.: +43 (0)52 80 / 225 Ski Guide Austria 2020

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winter in österreich Restaurants

Leogang: Rieder alm

900 meter

Weissensee: die forelle

© Fred Fettner

Dass neben „Familie“ die Kulinarik ein Schwerpunkt dieses Hotels an der Skipiste wurde, ist vor allem dem Junior Andi Herbst zu verdanken,der nach internationaler Tolpausbildung die Küche mit einer unglaublichen Leidenschaft führt und dem Regionalität oberste Maxime ist. Jüngst kommen auch Gäste von auswärts in den Genuss. Temporär gibt's sogar einen 7-gängigen Edelbrunch! Tel.: +43 (0)6583 / 73420

1.000 meter

St. Anton am Arlberg: Tannenhof 

© Ferdinand Neumüller

Es ist ja auch ein kleines Skigebiet, deshalb freut uns dieses seit vielen Jahren ausgezeichnete, freundliche Lokal erstmals vorzustellen. Viel Qualität liefert der hochgelegene See und die Natur der Umgebung. Auch im Winter zaubern sie: Schon einmal Schweineherz mit Molke und Fetter Henne probiert? Nix wie hin... Tel.: +43 (0)4713 / 2356

1.350 meter © Fred Fettner

Das teuerste Fine Dining der Tiroler Arlbergseite ist im Ortsteil Nasserein und damit nicht ganz an den Pisten angesiedelt. „Küchensir“ James Baron agiert dort mit leichter Hand und verwendet ausschließlich Zutaten aus 80 km Umkreis. Gefühlvolle Verspieltheit, bis zum Dessert. 400 edlen Tropfen im Keller. Inkl. Maserati-Transfer für Arlberg-Gäste. Tel.: +43 (0)54 46 / 30 311

Grän / Tannheimertal: Sonnenhof gourmetstube 1.100 meter

hintertux: alpenhof

© Fred Fettner

Ein besonderer Abend bei den Müllers, der schon mit dem Willkommen als „Lieblingsmensch“ überrascht. Ein ausgezeichnetes, sehr fein abgestimmtes Menü, dass sich nur punktuell auf „Heimatlinie“ begibt, sondern vor allem bei den 3 Meeresgängen von „Berge + Meer“ höchste Qualität importiert. Gleichermaßen gehoben und familiär.  Tel.: +43 (0)56 75 / 63 75

1.400 meter

Eine in ihrer optischen Verspieltheit gepaart mit kulinarischer Klarheit nur selten in einem typischen Wintersporthotel anzutreffende Kombination, die Spaß macht. Hier einfach in der Stube fallen und sich einen Abend lang verwöhnen lassen. Denn neben hochwertigen Weinen runden mehrere Extras das Menü ab. Tel.: +43 (0)52 87 / 855 www.derskiguide.at

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winter in österreich restaurants

Kirchberg: SIMON TAXACHER

1.000 meter

Für eine Topstar heimischer Kulinarik schummmeln wir ein paar Höhenmeter hinzu. Simon Taxacher überragt die hochklassigen Kitzbüheler Nachbarn und serviert Speiseabfolgen internationaler Spitzenklasse. Man sagt bei der Reservierung was man nicht will, der Rest ist ein geniales, pauschales, hochpreisiges Edelmenü. Nicht irrtümlich im einfacheren „Rosengarten“ reservieren. Tel.: +43 (0)53 57 / 42 01

Ischgl: Paznauner Stube + HEIMATBÜHNE

1.400 meter

© Fred Fettner

Sieberer ist eine Institution. Seit zwei Jahren bespielt er im Trofana Royal ergänzend zu seiner absolut edel inszenierten Gourmetstube auch die Heimatbühne. Dort kann er seinen von der umgebenden Natur inspirierten Kreationen vielleicht noch geradliniger nachgehen. Das schmeckt nicht nur, es ist oft ein sensationelles optisches Erlebnis, was er auf den Teller zaubert.  Tel.: +43 (0)54 44 / 600

Turnau: Wirtshaus Steirereck am Pogusch 

1.059 meter

Zwar nicht unmittelbar im Skigebiet, aber unglaublich, auf welch hohem Niveau dieses stark frequentierte Erlebniswirtshaus zu kochen vermag. Zünftig ist die Ansprache, persönlich auf der Karte und bodenständig die feine Kochkunst, die teilweise längst vergessene Küchenschätze wieder aufleben lässt. Preisgünstig! Falls zu viel davon – beim Steirereck gibt’s auch ein paar nicht minder geniale Zimmer. Tel.: +43 (0)38 63 / 20 00

Filzmoos: das Maier 

1.057 meter

Hart an unserer Höhengrenze zelebriert Johanna Maier, die inzwischen wieder alleinige Namenspatronin ihres Lokals ist, ihre aufregenden Menüs, balanciert zwischen großer Küche und einer weiterhin ungebremsten Experimentierlust. Überwiegend leicht, viel Fisch. Zum Pflichtprogramm zählen ihre finalen Topfenvariationen. Tel.: +43 (0)64 53 / 82 04

ST. AEGYD: ZUM BLUMENTRITT

600 meter

Zugegeben, St. Aegyd am Neuwalde ist nicht das Skizentrum schlechthin, auch die Höhenlage ist niederösterreichisch. Das Langlaufgebiet und der Göller als Tourenberg liegen sehr nah. Entscheidend bleibt aber, dass die Küche der beiden Hollerer-Schwestern von unvergleichlichem Geschmack ist. Alles saisonal, regional, nichts übertrieben. Schlicht das Einfache, das schwer zu machen ist.  Tel.: +43 (0)27 68 / 22 77 Ski Guide Austria 2020

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winter in österreich hütten

Hüttenromantik Geselliger Ausklang eines gemütlichen Skitags Mit Charme und gastfreundlichkeit punktet Österreich gegenüber seinen internationalen Mitbewebern. Das trifft auch auf den Winterurlaub zu, in dem Charme meist durch Urigkeit ersetzt, in manchem Empfinden sogar übertrieben wird. Geliebt wird Österreich, egal ob die Gastlichkeit mit feinem Charme oder kantiger Direktheit zelebriert wird. Deshalb gibt es in allen Wintersportregionen heute ein breit gestreutes Angebot für alle Zeitgenossen, die nicht eine Abfahrt nach der anderen absolvieren sondern es lieber mal gemütlich haben wollen. Die Hütten laden zum geselligen Beisammensein am Kachelofen ein – und das „Après-Ski“ startet oft schon während des Skifahrens: Die vielen Skihütten und -bars direkt neben der Piste sind einfach zu verlockend, um nur daran vorbeizufahren. Nicht selten geht der geplante Einkehrschwung unmittelbar in das Relax-Programm des abends über. Kultgetränke wie der Jagatee, Glühwein oder -most, Wodka Feige, Flügerl oder einfach nur das eine oder andere Bierchen lassen dabei die Stimmung rasch steigen. Verlockend sind die Möglichkeiten, während eines Zwischenstopps den einen oder anderen Drink einzunehmen, einen Flirt zu beginnen oder sich einfach in toller Umgebung – beflügelt von der frischen Bergluft – eine schöne Zeit zu machen. Immer häufiger wird die hochalpine Atmosphäre auch von Luxuslifestyle ergänzt. Musterbeispiele finden sich etwa im Hochzillertal, wo Kristallhütte und Wedelhütte höchst gediegene Hütteneinkehr www.derskiguide.at

bieten. Oder auch die frisch renovierte Hochalm des Hotel Marten in Saalbach. In Serfaus tauscht man in der Ski-Lounge auf 1.900 Meter Höhe erst einmal die schweren Skischuhe gegen kuschelige Filzpantoffeln, um auf gemütlichen Ledersofas, am offenen Kamin oder an einem begehrten Restaurantplatz eine Tasse Tee oder ein Glas Rotwein zu genießen. Und dieses Prinzip wird in unterschiedlichen Spielarten vom Arlberg über Ischgl bis in kleinere Skigebiete angewandt. Dagegen geht in Locations, die aufs Feiern und auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet sind, so richtig Post ab: Etwa im legendären Mooser Wirt in St. Anton am Arlberg, wo schon am Nachmittag, angeheizt von einem DJ, die Skifahrer und Snowboarder auf den Tischen tanzen. Ein ähnliches Kaliber ist die Lürzer Alm in Obertauern, wo das Après-Ski ebenfalls am Nachmittag beginnt und bis in die frühen Morgenstunden dauert. Noch größer und um einiges bodenständiger ist die Hohenhaus Tenne in Schladming, die größte Après-Ski-Hütte der Alpen: Auf fünf Stockwerken und über 3.000 Quadratmeter gibt es einen eigenen Veranstaltungssaal und einen abgetrennten Fastfood-Bereich. Das Angebot insgesamt ist enorm – wenngleich vielleicht nicht immer so spektakulär wie bei den drei genannten Beispielen. In der Zauberbar am Semmering wird ebenso gefeiert wie im futuris2020 Ski Guide Austria


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winter in österreich Hütten

tischen Szenetreff Fire and Ice in Sölden, der Schneggarei in Lech, in der Ice Bar in Mayrhofen oder im Club Pascha in Ischgl, der natürlich mit einer Hütte schon gar nichts mehr gemein hat.

Erdbeersauce, die die Skifahrer zum Hüttenwirt „Pfanni“ locken. Im Bründlstadl am Hochkönig kommen die deftigen Kasnocken in traditionellen Riesenpfannen auf den Tisch. Im Schutzhaus Unterberg im gleichnamigen niederösterreichischen Skigebiet führen Weißwürste mit Laugenbrezeln und dazugehöriger Weißbier-Palette die Skifahrer und Tourengeher in Versuchung, auf der Schwaigerhütte am steirischen Stuhleck sind es die hausgemachten Mehlspeisen, Suppen und belegten Brote. Auf der Pöllinger-Hütte auf der Kärntner Gerlitzen wiederum lockt der Kaiserschmarren zur Einkehr. Sowohl als Hütten- als auch gastronomisches Erlebnis erstaunt im Gebiet Maria Alm (Höchkönig) die Zachhofalm die täglich auch vegane Gerichte serviert. Wichtiges Detail am Rande: Bei den angeführten Betrieben handelt es sich angesichts des beinahe unüberschaubaren Gesamtangebots um eine kleine, subjektive Auswahl, die zeigen soll, was möglich ist und Lust auf den Einkehrschwung machen soll. Vor Ort heißt es dann: Abschwingen, probieren, verweilen und genießen.

Lürzer Alm in Obertauern

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Ohne Rauch gehts auch. Trübte in den vergangegen Jahren trotz entgegengesetzem Trend in Europa verrauchte Luft in vielen Hütten das Wintererlebnis, ist es damit seit dieser Saison endgültig vorbei. Denn mit dem generellen Rauchverbot in der Gastronomie sind nun endlich auch die Skihütten rauchfrei. Das freut nicht nur die zahlreichen Nichtraucher, sondern auch gerade

© beigestellt

© www.luerzer.at

in den meisten Hütten geht es ziemlich urig zu; dort wird auf Geselligkeit statt Eleganz gesetzt, authentisches Natur- und Einheimischenerlebnis garantiert. Hütten wie die Bärenbadalm im Kitzbüheler Skigebiet bieten in professioneller Umsetzung Lounge- und Hüttencharakter, während die Gampe Thaya von Sölden schon stärker den typischen Hüttencharakter bewahrt hat. Weil über der Nebel- und Baumgrenze ist man laut traditioneller Bergregel ohnehin mit jedem per Du, und auch sonst gibt es in der behaglichen Atmosphäre einer Hüttenstube keine Berührungsängste: Da wird gerne zusammengerückt, wenn der Platz ein wenig eng werden sollte, und ein paar Worte zu den Sitznachbarn sind ohnehin unvermeidbar. Vieles verbindet die Gäste ohnehin miteinander: Die Freude am Wintersport und der Natur, die gute Laune nach einem entspannenden Tag auf der Piste und die Aussicht auf eine g‘schmackige Mahlzeit. Viele Hütten warten mit hausgemachten Spezialitäten auf – seien es Schlutzkrapfen, Kasnudeln, regionale Würste, Strudel oder Mehlspeisen. Danach noch ein Verdauungsschnapserl und der Genuss ist perfekt. In der Edelweißhütte auf der Mariazeller Bürgeralpe sind es etwa die hausgemachten Grammelknödel mit Sauerkraut und der beliebte Grießauflauf mit

Exklusiv: Die Kristallhütte im Hochzillertal

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winter in österreich hütten

soluter In-Treff der Rauchfreiheit angeschlossen. Der Eigentümer reagierte ausdrücklich auf den Wunsch seiner Gäste. Das galt in der Folge für immer mehr Hütten. Etwa die Schneekarhütte, die mit Saisonstart 2014 die Aschenbecher verschwinden ließ. „Ich habe Kinder, die sich oft hier aufhalten – und die meisten Gäste freuen sich auch über die bessere Luft“, begründete Hüttenwirtin Aloisia Bair den Schritt. Man sei eine moderne Berghütte und Rauchfreiheit gehöre dazu.

Familien mit kleinen Kindern, für die verrauchte Hütten bislang oft das Ende der Gemütlichkeit bedeuteten. Auch für das Image der Alpenrepublik ist das Rauchverbot gut, wurde doch die hiesige Situation speziell von Deutschen, Italienern, Schweizern, Niederländern, Belgiern, Briten, Polen oder Skandinavieren als lästig und unangenehm gesehen. Ein großer Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung mit dem Titel „Österreich, der Aschenbecher Europas“ brachte das auf den Punkt. Die unbefriedigende Lösung mit getrennten Raucher- und Nichtraucherbereichen, die meist nicht wirklich funktionierte, ist jetzt definitiv zu Ende. Und das ist gut so: Denn wer will schon in gesunder Bergluft von schädlichen Nikotinqualm belästig werden. Weder die Ski Guide-Autoren noch das Gros der in- und ausländischen Winterurlauber.

Oft sind es die eher unpersönlichen Selbstbedienungsrestaurants, bei denen nur unter Heizstrahlern im Freien geraucht wird. Seltener die urigen Hütten. Besonders wäre das auf Kinder spezialisierte Skizentrum Serfaus-Fiss-Ladis hervorzuheben, wo sämtliche Hütten und Bergrestaurants, sowie alle Restaurants in den Dörfern und einige Bars schon vor dem generellen Verbot rauchfrei waren. Das schaffte eindeutig eine familiäre Gemütlichkeit.

Liechtensteinhaus Apres Ski am Semmering

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Denn Gemütlichkeit ist der Hauptwunsch, um sich während oder nach einem Wintersporttag in einer urigen Hütte fallen zu lassen. Alkoholschwangere Hitze als Kontrast zur Kälte, lautstarke Feierlaune nach dem Tag in der Natur und von Anoraks befreiter Körperkontakt – das macht die Hütte zum unverzichtbaren Teil eines perfekten Skitags. Und das geht auch ohne Rauch tadellos – auf jeden Fall im Inneren der Hütten.

© beigestellt

© www.semmering.com

rauchfreie hütten waren in Österreichs Skigebieten aber auch in den vergangegen Jahren keine Seltenheit mehr. Viele hatten den Trend erkannt und wollten nicht auf ein gesetzliches Verbot warten – weshalb wir einige dieser Vorreiter auch heuer nochmals vor den Vorhang bitten möchten. Die berühmte Balmalp von Joschi Walch hatte sich schon vor vielen Jahren als „erste rauchfreie Skihütte“ deklariert. Dass sie unter Gästemangel leiden würde, könnte niemand behaupten, der je einen Fuß über die Schwelle des Hauses gesetzt hat. Mit der preisgekrönten Schneggarei im Tal hatte sich ebenfalls ein ab-

Gemütlich: Die Pöllinger Hütte auf der Gerlitzen

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WINTERSPORT Hütten

Berghotel Gehwolfalm

Ski-& Almgasthof Reitlehenalm

GROSSARL

ALTENMARKT / Skigebiet Eben – Monte Popolo

Der gemütliche Charakter einer Almhütte, vereint mit dem Komfort eines Berghotels – das bietet die Gehwolfalm direkt an der Skipiste und mitten im Wanderparadies Tal der Almen. Ziehen Sie nach dem Frühstück genussvoll die ersten Spuren auf den frisch präparierten Pisten. Im Almrestaurant mit Kachelofen-Atmosphäre und einem fantastischen Ausblick schmeckt’s gleich doppelt so gut. Bei der Zubereitung der hausgemachten Köstlichkeiten legen wir besonderen Wert auf frische, regionale Produkte, sowie Fleisch aus unserer eigenen Bio-Landwirtschaft. Ideal für einen Aktiv- und Erholungsurlaub – Sommer wie Winter – stimmungsvoll eingerichtete Zimmer – Wellnessbereich mit Sauna und Saunarium und tollen Pauschalangeboten. DER Aprés Ski Treffpunkt: Unser Gehwolfschirm – direkt gegenüber der Bergstation Panoramabahn! „Mia gfrein uns auf enk!“

Unser Almgasthof wurde vor 500 Jahren erstmals erwähnt und ist heute Ziel- und Ausgangspunkt herrlicher Skiabfahrten auf schneesicheren Pisten, Treffpunkt für Einheimische und Gäste und Ihr Zuhause für Ihren Sommer- und Winterurlaub. Schlemmen auf der Alm! Wir bekochen Sie mit herzhaften Alm- und Hüttenspezialitäten, teilweise sind die Produkte aus eigener Bio-Landwirtschaft und aus der Region des SalzburgerLandes-Pongau. Einkehrschwung im Winter ist Pflicht. Unsere Panoramabar Lounge mit atemberaubender Aussicht auf die umliegende Bergwelt zählt zu einer der schönsten in Ski amadé und lädt zum Verweilen ein. In unseren idyllischen Zimmer und Appartements mit herrlichem Ausblick werden Sie sich so richtig wohl fühlen. Und nach einem wunderschönen Skitag können Sie in unserer Sauna so richtig entspannen. Im Winter haben wir jeden Tag für Sie geöffnet. „Kunst am Berg“ Galerie Liebmalerei von Johanna Schneider www.liebmalerei.at

TEL +43 (0)64 14 / 86 46 HÖHE 1.686 m MAIL info@gehwolfalm.com WEB www.gehwolfalm.com

TEL +43 (0)64 58 / 84 62 HÖHE 1.280 m MAIL info@reitlehenalm WEB www.reitlehenalm.at

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WINTERSPORT Hütten

go-gosau Alm

SKIHÜTTE SCHNEGGAREI

Gosau

LECH

Auf 1.400 Meter über Gosau gelegen sind wir das urige Herzstück und der coole Drehpunkt des Hornspitzes in der Skiregion Dachstein West. In unserer Skihütte bei köstlichen heimischen Schmankerl, exotischen Gelüsten, atemberaubender Aussicht, riesiger Sonneninsel, heißen Rhytmen, trifft Pistensau auf Skihaserl und gute Laune. Täglich ab 15.00 Uhr laden wir zum Après Ski mit heißer Musik ein. Bei Jagatee und Co. tanzen, flirten und feiern und chillen in lustiger und geselliger Runde nach unserem Lebensmotto „ ... find dein Glück!“ ist der Wohlfühlfaktor garantiert. Mit und ohne Ski über die Gosinger Bergbahn von Gosau (OÖ) aus und über die Rußbacher Bergbahn in Rußbach (S) für jedermann leicht erreichbar. Und wie heißt es so schön: Auf da Alm do gibt’s koa Sünd! Ab Anfang Dezember bis Ende März tgl. von 9 bis 17 Uhr.

Vielfach ausgezeichnet für ihre Architektur ist die Schneggarei heute der in-place für Après-Ski und junge Leute. Unkompliziert ist die Devise beim Genießen. Für eine erholsame Pause zwischendurch, direkt neben der Piste gelegen, können Sie zu Mittag auf unserer sonnigenTerrasse genießen und entspannen oder eine kleine Stärkung zum Après-Ski an der Eisbar einnehmen. Ein gemütliches und romantisches Abendessen bei knisterndem Kamin und einem guten Drink an unserer Bar runden den Tag ab. Die Küche bietet knusprige Pizza aus dem original Holzofen (einzigartig in Lech und Zürs). Weiters verwöhnt Sie unsere Küche auch mit den beliebten Klassikern aus der österreichischen und internationalen Küche. Ab 29.11.2018 sind wir wieder täglich von 12.00 Uhr mittags bis 1.00 Uhr nachts für Sie da.

TEL +43 (0)699 / 11 49 65 38 HÖHE 1.400 m MAIL info@gogosau.at WEB www.gogosau.at

TEL +43 (0)55 83 / 39 888 HÖHE 1.445 m MAIL info@schneggarei.com WEB www.schneggarei.at

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2020 Ski Guide Austria


Wintercharme in historischen Häusern Schifahren, snowboarden, langlaufen, schneeschuhwandern, mit dem Pferdeschlitten fahren oder einfach nur idyllische Spaziergänge durch atemberaubend schöne Landschaften machen, das alles bieten die Winterspezialisten von Schlosshotels & Herrenhäuser.

Skiregion Schladming Dachstein, Oberösterreich und Steiermark Heritage.Hotel in Hallstatt Landhaus Koller in Gosau Schloss Thannegg in Gröbming Skigebiet Nassfeld, Kärnten Schloss Lerchenhof in Hermagor Skigebiet Goldeck, Kärnten Hotel See-Villa in Millstatt

Lienzer Dolomiten und Osttiroler Skigebiete, Osttirol Strasserwirt in Strassen Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau, Tirol Gasthof Herrnhaus in Brixlegg Skiarena Zillertal, Tirol Landgasthof & Hotel Linde in Stumm

Skigebiet Goldegg (Ski amadé), Salzburg Hotel Der Seehof in Goldegg

Skigebiet Arlberg, Tirol und Vorarlberg Bergschlössl in St. Anton am Arlberg

Skiregion Kitzbüheler Alpen – Mittersill, Tirol und Salzburg Schloss Mittersill in Mittersill

Skigebiet Bödele/Bregenzerwald, Vorarlberg Hotel Hirschen in Schwarzenberg

Entdecken Sie alle Schlosshotels & Herrenhäuser auf www.schlosshotels.co.at


schlosshotels & herrenhäuser

© Fred Fettner

Kraftplätze, wo das Besondere Tradition hat


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winter in österreich schlosshotels und herrenhäuser Kraftplätze, wo das Besondere Tradition hat

Winterruhe in historischen Mauern Atemholen im herr(schaft)lichen Ambiente wie in einer eigenen welt logieren – und doch inmitten eines Topskigebiets. Es sind diese Häuser, die manchmal aufgrund ihrer Tradition als Ruhepunkte innerhalb des hektischen Treibens wirken, Rückzugsorte, die in der Regel Nostalgie mit modernem Komfortanspruch vereinen. In einem der österreichischen Schlosshotels und Herrenhäuser zu wohnen kann, muss aber nicht elitäre fünf Sterne bedeuten. Was alle Hotels prägt: Es sind historische Gebäude, die in der Regel sehr persönlich geführt werden. Manche verfügen nur über wenige Zimmer und auch preislich bewegen sie sich keineswegs auf fürstlichem Niveau. Wodurch sich die bis zu 700-Jahre alten Gemäuer von allen anderen Bleiben unterscheiden sind Geschichte und Geschichten. Aber keine Angst: Blaues Blut ja, blaue Lippen nein. Denn heutzutage sind die Schlösser wohlig beheizt, das flackernde Kaminfeuer ergänzt nur die kunstvoll verborgenen Heizkörper. Weniger Aristokratie, aber eine kräftige Portion Luxus kann im Bergschlössl in

St. Anton genossen werden. Fast jeder, der schon an der Talstation der Galzigbahn abgeschwungen hat, hatte die „nur“ knapp über 100 Jahre alte ehemalige „Getreideaufschlagstation“ der kaiserlichen Bahn vor Augen. Als Hotel wahrgenommen wird es nur selten, so versteckt liegt das von der „grenzüberschreitenden“ Hoteliersfamilie Moosbrugger geführte Haus. Einige der mit viel Herz und selbst bemalten Badezimmerkacheln ausgestatteten acht Gästezimmer warten mit Kochnischen, Kamin und Kachelöfen auf. Die Kombination geniales Skigebiet und altehrwürdige Edelbleibe ist noch in weiteren Bundesländern anzutreffen. Etwa bei Schladming, wo das Schloss Thannegg von Familie Schrempf mit unglaublichem Engagement geführt wird. Freilich, weil alter Adel nichts mit Pisten am Hut hatte, kann nur in den seltensten Fällen direkt nach dem gepflegten Frühstück unmittelbar vor

12 Adressen für gediegenen Skiurlaub Skigebiet Nassfeld Goldeck Alpbachtal Wildschönau Arlberg Kitzbühel Schladming (Ski amadé) Goldegg (Ski amadé) Hochzillertal Dachstein West Dachstein-Krippenstein Bödele/Bregenzerwald Sillian, Osttirol Ski Guide Austria 2020

Name Schloss Lerchenhof, Hermagor Hotel See-Villa, Millstatt Gasthof Herrnhaus, Brixlegg Bergschlössl, St. Anton am Arlberg Schloss Mittersill, Mittersill Schloss Thannegg, Gröbming Der Seehof, Goldegg Landgasthof Linde, Stumm im Zillertal Landhaus Koller, Gosau Heritage.Hotel, Hallstatt Hotel Hirschen, Schwarzenberg Strasserwirt, Strassen www.derskiguide.at


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winter in österreich schlosshotels und herrenhäuser

dem Schlossportal angeschnallt werden. Nicht ganz so nah ist es zum Beispiel vom mächtigen Gasthof Linde in Stumm im Zillertal zu den Liften. Aber dafür entschädigt dort der weite Blick in die Zillertaler Alpen und das urig tirolerische gastronomische Angebot. Wobei in zwei Fällen die Adresse eher Bezug zu Kärntner Seen verspricht, als in ein Skigebiet vermuten ließe. Doch im Schloss Lerchenhof steckt nicht nur eine ebenso lange, wie spannende Historie, es kommt auch das Pistenerlebnis nicht zu kurz. In 13 Minuten ist die Talstation der Bahn aufs Nassfeld erreicht. Wobei bei Familie Steinwender die Winterstimmung und vor allem das kulinarische Erlebnis im Zentrum stehen. Ähnliches gilt für die See-Villa direkt am Millstätter See. In gerade einmal einer Viertelstunde ist das überschaubare, aber abwechslungsreiche Skigebiet Goldeck zu erreichen. Wobei es ein ganz besonderes Erlebnis ist, die Ruhe in der stimmungsvoll-verschneiten Parkanlage der See-Villa mit 200 m Uferlänge zu genießen.

© www.hotel-hirschen-bregenzerwald.at

Kraftplätze, wo das Besondere Tradition hat

und zeitgeistiges Interieur zu einem erwärmenden Gesamterlebnis. Wer wiederum das Skigebiet Kitzbühel angereichert mit historischem Ambiente voll auskosten will, nutzt das auf 1150 zurückgehende Schloss Mittersill. Die wenigen hundert Meter zur Mittelstation der Panoramabahn übernimmt der Hausshuttle. Das Schlosshotel, in dem einst Granden wie der Maharadscha von Jaipur oder Clark Gable logierten, beeindruckt seit der jüngsten Renovierung mit hohem Wohlfühlfaktor, etwa in den historischen Speisesälen. Noch höhere kulinarische Reize bietet der Hirschen in Schwarzenberg. Seit dem 18. Jahrhundert in Familienbesitz, ist er innen in den Stuben und neuen Komfortzimmern so behaglich, wie er sich von außen präsentiert. Die nicht minder heimeligen Skigebiete des Bregenzerwalds und am Bödele sind leicht zu erreichen.

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© www.hotel-koller.com

Eine besondere stimmung vermittelt auch „Der Seehof“ in Goldegg. Das Schloss liegt malerisch, das Haus selbst ist eine kunstvolle Melange aus Tradition und Moderne. Dazu der See vor Augen, um den Langläufer ihre Runden ziehen. Zusätzlich hat Goldegg sogar ein alpines Kleinod mit vier Schleppliften, das zum großen Ski amadé-Verbund zählt. Dazu vereint der Seehof feine Küche, Literatur

Landhaus Koller in Gosau am Dachstein West

Winteridylle Hotel Hirschen in Schwarzenberg

Gemütlich geht's im Gasthof Herrenhaus Brixlegg zu

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WINTER SPORT HOTELS

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© Isabella Abel 2017

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Vorwort

Susanne kraus-winkler, Obfrau Fachverband Hotellerie

Den Sternen folgen Sowohl die österreichischen Hotelsterne als auch die Schneesterne im Österreichischen Ski Guide sind geprüfte Markenzeichen, die Transparenz bieten und ein Leistungsversprechen für die weltweit angesehene Top-Qualität unserer heimischen Beherbergungsbetriebe als auch der Österreichischen Schigebiete sind. Beide ergänzen einander perfekt, wenn es um den richtig ausgewählten Schiurlaub in Österreich geht. Egal ob es um Familienurlaub im Schnee oder einen besonders sportlichen Schiurlaub mit Freunden geht, den Sternen zu folgen, wenn man in Österreich herrliche Loipen und Pisten, perfekt ausgebaute Seilbahnen und dazu Gastronomie und Hotellerie mit echter Gastlichkeit sucht, ist in Zeiten des digitalen Overloads und des weltweit unendlich scheinenden Angebots, immer der richtige Weg zum Ziel. Ihre Susanne Kraus-Winkler

Fachverband Hotellerie Wiedner Hauptsraße 63 | 1045 Wien | T +43 (0)5 / 90 900 3552 | F +43 (0)5 / 90 900 3568 | www.hotelverband.at Ski Guide Austria 2020

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WINTERSPORT HOTELS Einleitung

Wintersporthotels Wie die Schneesterne glänzen Für die Wintersportler wurden auch im vergangenen Jahr zahlreiche Hotels in den österreichischen Skizentren aus dem Blickwinkel des Winterurlaubers unter die Lupe genommen und abschließend bewertet. Wobei die Hardware, etwa Form und Qualität des „Skistalls“, oder die Lage des Hotels an der Skipiste nur einen Teil der Kriterien bildeten. So wie für jeden Gast umfasst das Wohlfühlpaket auch für den Wintersportler ein Bündel. Es hilft ja nichts, wenn der Skiraum behaglich geheizt ist, aber man selbst im zugigen Kammerl darbt. Ein unter dicken Schneepolstern verborgener Kinderspielplatz ist im Winter kein Qualitätsbeweis, ganz im Gegensatz zu einer liebevollen Kinderbetreuung im Schnee. Wie ohnehin in vielen Fällen die Servicequalität über protzige Holzdecken oder urbane Lifestyleelemente triumphiert. Was wünscht sich der Wintersportler? Zum Beispiel, dass man den Skipass vor dem ersten Skitag an der Rezeption erhält oder ein gut sortierter Geräteverleih im Haus vorhanden ist. Selbstverständlich ist Ski-in-Ski-out der Traum des Pistenfreaks. Also „barrierefrei“ raus aus der Hoteltür, die Ski anschnallen – und ab geht‘s. Bei der Rückkehr aus der frischen Luft ähneln sich die Wünsche aller Gäste: knisterndes Kaminfeuer, Behaglichkeit, nicht zu

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eng bemessene Zimmer und wärmende Wellness. Und nicht zu vergessen gediegen-geschmackvolle abendliche Menüs. Wie hoch das Niveau der österreichischen Hotellerie ist, zeigt schon der erste Blick in diesen den Wintersporthotels gewidmeten Abschnitt: Weniger als vier „Schneesterne“ wurden nie vergeben. Die Majorität der hier angeführten Hotels erreichte fünf Sterne, rund 11 davon wurden sogar vergoldet. Im Ablauf orientiert sich dieser Abschnitt an jenem der Skigebiete im Ski Guide Austria 2020. Wofür stehen die Kategorien? Gute Qualität der wintersportspezifischen Einrichtungen und Dienstleistungen. 4 Schneesterne  ❆❆❆❆ Hier darf der Gast bereits ein durchaus gehobenes Niveau, etwa einen geheizten Skistall, erwarten. 5 Schneesterne  ❆❆❆❆❆ In diesen Hotels bewegen sich Dienstleistungen und Einrichtungen für den Wintergast auf Top-Niveau. 5 Gold Schneesterne ❆❆❆❆❆ Diese Häuser bieten das gewisse Extra: Pistennaher Luxus mit Wohlfühlplus!

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WINTERSPORT HOTELS vorarlberg gargellen · Schruns

Hotel Madrisa

Alpenhotel Montafon

6787 Gargellen 39

6780 Schruns, Silvrettastraße 175

❆❆❆❆❆

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tel +43 (0)55 57 / 63 31 mail gast@madrisahotel.com web www.madrisahotel.com

TEL +43 (0)55 56 / 75 700 MAIL urlaub@alpenhotel-montafon.at WEB www.alpenhotel-montafon.at

Das Hotel Madrisa zählt zu den traditionsreichsten Hotels der Alpen und ist seit dem Beginn des alpinen Skisports Treffpunkt und Geheimtipp für Wintersportler aus aller Welt. Der in seiner Außenfassade bis heute unveränderte Jugendstiltrakt verkörpert eindrucksvoll die Berghotelarchitektur der Jahrhundertwende. Behutsam vorgenommene Renovierungen garantieren Behaglichkeit und unbeschwerte Erholung. Die langen Winterabende und -nächte sind eine Zeit des Ausruhens und der Unterhaltung. Ob am offenen Kamin, an der Hotelbar oder in der Montafoner Stube. Unsere mit einer Haube ausgezeichnete Küche und großes persönliches Engagement sollen zu einer Atmosphäre beitragen, in der unsere Gäste sich wohlfühlen. Für Autos bedeutet Gargellen Endstation, für unsere Gäste kurze Wege zu den Liften und Skifahren bis zur Haustüre.

Luxus heißt für uns – ins Herz zu treffen. Das Alpenhotel in Schruns und die Montafoner Skiwelt sind ein wunderbares Gespann, das mehr als 140 Pistenkilometer, für alle Niveaus zu bieten hat. Ab dem Herbst 2020 dürfen wir Sie mit noch mehr Luxus und Annehmlichkeiten in Ihrem Urlaub verwöhnen. Unsere Zimmer und Suiten sind im gediegenen, modernen Landhausstil gehalten. Die feine ¾ Gourmethalbpension inklusive Jause am Nachmittag lässt keine Wünsche offen. Viel Hausgemachtes - halt so wie früher. In unserem großzügigen AlpenSPA mit Saunalandschaft, Family Spa, Innen- und Außenpool, Yogaraum, Fitnessraum und professionellen Behandlungen erfahren Sie die ganzheitliche Inspiration für Körper und Geist. Mit Mitarbeitern, die das Herz am richtigen Fleck haben - offen und mit „bodenständiger Montafoner Herzlichkeit“. So fühlt sich Urlaub an.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Sport-, Ferienhotel 4 direkt direkt HP EZ, DZ, Junior Suite, Suite, Appartement, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ferienhotel 4 Superior 100 bis 200 m 100 bis 200 m 201 bis 500 m ¾P EZ, DZ, Junior Suite, Suite, Familienzimmer

www.derskiguide.at


419

WINTERSPORT HOTELS vorarlberg SILBERTAL · riezlern

Hotel Hirschen

Hotel Jagdhof

6782 Silbertal, Kristbergstraße 2



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TEL +43 (0)55 56 / 74 111 MAIL info@hotelhirschen.at WEB www.hotelhirschen.at Gastlichkeit neu erleben in Österreich. Traumhaft urlauben zu jeder Jahreszeit in unserem Hotel im Montafon in Vorarlberg gelegen. Bereits die dritte Generation unserer Familie freut sich den Gast in seinem Urlaub bei uns verwöhnen zu dürfen. Wenn Sie Wert auf komfortables Wohnen im Landhausstil, mit wunderbarem Ausblick auf die Bergwelt, behagliche Wohlfühl- und Schönheitsbereiche, kulinarische Genüsse mit regionalen Produkten aus Küche und Keller, ein vielfältiges Wintersportangebot, ein herrliches Wandergebiet und besondere Aufmerksamkeit legen, dann sind Sie bei uns genau richtig. Auch Ihren Skipass erhalten Sie ganz bequem an unserer Rezeption. Lassen Sie sich von der Gastlichkeit Österreichs in unserem Hotel anstecken und erleben Sie unvergessliche Urlaubstage inmitten der Alpenszene Montafon.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

www.derskiguide.at

Ferienhotel 4 über 500 m direkt direkt Frühstück, HP, ¾ Pension EZ, DZ

Kessler Betr. GmbH & Co OG 6991 Riezlern, Walserstraße 27

❆❆❆❆ TEL +43 (0) 55 17/ 56 03 MAIL info@jagdhof-kleinwalsertal.at WEB www.jagdhof-kleinwalsertal.at In bester Zentrumslage mit wunderschöner Aussichtsterrasse befindet sich unser 4 Sterne Hotel mit direktem Einstieg ins Skigebiet sowie direkt an der Haltestelle des talweiten Skibusses zu allen anderen Bergbahnen und Skigebieten. Das Hotel besticht durch seine ungezwungene Gemütlichkeit und alpenländische Atmosphäre. Nach einem herrlichen Wintertag können Sie sich in unserer Wellnessoase mit Hallenbad und Außenbecken, 2 Saunen, Dampfbad, Massage, Kosmetik und Friseur wohlig entspannen. Morgens erwartet Sie unser abwechslungsreiches Frühstücksbuffet. Kulinarisch verwöhnen wir Sie mit frischen regionalen Produkten – die feinen Gerichte aus unserer Küche werden Sie verzaubern. Lassen Sie den Abend nach einem erlebnisreichen Ferientag an unserer gemütlichen Hotelbar ausklingen.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Sport-, Familien-, Wellnesshotel 4 100 bis 200 m über 500 m direkt ¾P EZ, DZ, Suite, Familienzimmer

2020 Ski Guide Austria


420

WINTERSPORT HOTELS vorarlberg DAMÜLS · ZÜRS AM ARLBERG

Boutique Hotel Die Mittagspitze

Hotel Zürserhof

6884 Damüls, Kirchdorf 131

6763 Zürs am Arlberg, Zürs 75

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TEL +43 (0)55 10 / 211 MAIL info@alpenhotel-mittagspitze.at WEB www.alpenhotel-mittagspitze.at

tel +43 (0)55 83 / 25 13-0 mail hotel@zuerserhof.at web www.zuerserhof.at

Unser Hotel befindet sich im Herzen Vorarlbergs. Skifahren im schneesicheren Bregenzerwald, auf bestens präparierten Pisten mit Fun Park oder eine ausgiebige Tourenabfahrt, alles direkt ab der Hoteltüre. Die ideale Ausgangslage für Ausflüge und Erkundungstouren in der geschichtsträchtigen Region machen Ihren Urlaub abwechslungsreich und vielfältig. Erleben Sie den richtigen Mix aus Aktivität in intakter, herrlicher Natur und Entspannung im großzügigem Wellnessbereich mit verschiedenen Dampfbädern, Saunen und Swimmingpool. Unsere freundlich eingerichteten Zimmer und Suiten sind großzügig angelegt und bieten Ihnen neben ausreichend Platz, herrliche Blicke auf die Bergwelt. Unsere Gourmetküche verwöhnt Sie mit Vorarlberger Spezialitäten ebenso wie mit internationalen Klassikern. Dazu genießen Sie erlesene Weine aus unserem Weinkeller.

Auf etwa 1.800 Meter Seehöhe befindet sich das Hotel Zürserhof - ein Haus mit Geschichte und Tradition. Hier bewegt man sich in einem exklusiven, aber doch gemütlichen Ambiente und das Service agiert auf höchstem Niveau. Ski-in-ski-out in Reinkultur. Mittags sollte man sich auf keinen Fall die beheizte Sonnenterrasse mit herrlichem Ausblick auf die Bergwelt entgehen lassen. Auf einer Gesamtfläche von über 3.200 m2 stehen den Gästen der luxeriöse AUREUS SPA (ab 16 Jahren) und der Family SPA sowie eine Mehrzwecksporthalle und ein modern ausgestattetes Fitnesscenter zur Verfügung. Weitere Highlights: Ein eigener Skishop, Personal Coaching und Pinotaping sowie ein Kids Club mit direktem Zugang zum Innenhof und professioneller Betreuung.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Ski-, Design-, Wellnesshotel 4 Superior 201 bis 500 m über 500 m direkt ¾ Pension DZ, Junior Suite, Suite, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski- und Spa Resort 5 Superior direkt über 500 m direkt ja Frühstück, HP EZ, DZ, Junior Suite, Suite

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421

WINTERSPORT HOTELS vorarlberg lech am arlberg

Burg Hotel - Familie Lucian

Pension Gradenburg

6764 Lech am Arlberg, Oberlech 266

6764 Lech am Arlberg, Lech am Arlberg 301

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tel +43 (0)55 83 / 22 91 mail info@burghotel-lech.com web www.burghotel-lech.com

tel +43 (0)55 83 / 24 70 mail lech@gradenburg.at web www.gradenburg.at

Ganz nach dem Motto „Mittendrin statt nur dabei” heißt Sie unser Familienhotel auf der Sonnenloge des Arlbergs herzlich willkommen. Ski-in, Ski-out – direkt vor der Haustür der BURG erwartet den Gast kilometerlange Pisten und Freeride-Abfahrten, außerdem führt ein über 40 Kilometer langes Wegenetz zu den wunderbarsten Winterwanderzielen am Arlberg. Hier wird dem Gast alles geboten, was man sich am Arlberg erwarten kann: Bestens ausgestattete Zimmer mit hochwertigen Samina-Betten, ein neugestalteter 1.500 m2 großer Beauty- und Wellnessbereich mit diversen Massagen und Anwendungen, ein Skiverleih, eine hauseigene Bäckerei und eine herrliche Sonnenterrasse zum Entspannen. Abschluss und Höhepunkt eines unvergesslichen Urlaubstages bildet die Zwei-Hauben-Küche und der erlesene Weinkeller.

Die familiär geführte Pension Gradenburg liegt in ruhiger und sonniger Hanglage, nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt. Das Hotel punktet mit der Herzlichkeit der Gastgeberinnen und ihrem engagierten Team. Die Zimmer sind gemütlich und mit allem Komfort eingerichtet und bieten einen herrlichen Ausblick auf die umliegende schöne Bergwelt. Besonders hervorheben muss man die kulinarischen Leistungen des kleinen Hotels: Hier wird wirklich bemerkenswert gekocht, und für die perfekte Weinbegleitung wird auch gesorgt. Für Erholung und Entspannung nach einem ereignisreichen Urlaubstag steht ihnen ein kleiner Wellnessbereich mit finnischer Sauna, Dampfbad und Infrarotkabine zur Verfügung sowie eine heimelige Bar in der Sie den Abend gemütlich ausklingen lassen können. Auch ein kostenloser Busshuttle zu den Liften wird angeboten.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Sport-, Wellness-, Familienhotel 4 Superior direkt 201 bis 500 m über 500 m Frühstück, HP EZ, DZ, Appartement

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Familienhotel 3 201 bis 500 m über 500 m über 500 m ja HP EZ, DZ

2020 Ski Guide Austria


422

WINTERSPORT HOTELS vorarlberg lech am arlberg

PENSION SABINE

Cresta.Alpin.Sport.Hotel

6764 Lech, Oberlech 455

6764 Lech am Arlberg, Oberlech 170

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TEL +43 (0)55 83 / 27 18 oder 27 19 MAIL pension@hotelsabine.com WEB www.hotelsabine.at

TEL +43 (0)55 83 / 23 28 MAIL info@cresta.at WEB www.cresta.at

Eingebettet in das Naturparadies des Arlbergs liegt unsere Pension mitten im Herzen des Skigebietes auf dem Sonnenplateau Oberlechs. Entspannte Atmospähre einer Stube, Kaminfeuer und Glühwein gehört für Wintersportler ebenso dazu wie das gemütliche Beisammensein. Der Morgen beginnt mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet. Am Abend verwöhnen wir Sie mit mehrgängigen Menüs der traditionellen Österreichischen Küche in Kombination mit internationalen kulinarischen Themenabenden. Ein Weinkeller mit gut sortiertem Weinbestand rundet das Gourmetangebot ab. Entspannung finden Sie in unserem großzügigen Sanaubereich mit ZirbenInfrarot-Kabine, Finnischer-Altholz-Sauna, Wärmebank und Wellness-Schaukel! Unser Ruhebereich hat einen direkten Zugang ins Freie! Alle Zimmer haben EichenDielen-Boden und daher für Allergiker geeignet!

Ski unlimited am Arlberg – das ist Skivergnügen von der ersten bis zur letzten Urlaubsminute! Im Cresta. Alpin.Sport.Hotel genießen Sie Ihren Skiurlaub am sonnigen Logenplatz auf 1.700 m näher dem Himmel, absolut autofrei und schneesicher. Bei uns sind Sie in jeder Hinsicht „on the top“. Der Ausblick auf die Berge macht die Seele leicht und den Geist frei. Erst die Muße ermöglicht vollen Genuss – ob im Restaurant mit Wintergarten, der Sonnenterrasse mit Panoramablick oder in der Hotelbar und Lounge mit legerer, gemütlicher Atmosphäre. Ski IN – Ski OUT: Vom Skiraum direkt auf die Piste. Enjoyment is our success: Wir lieben es, Sie mit unserem herzlichen Service zu verwöhnen. Dazu gehören auch die zahlreichen Inklusivleistungen: Vom Cresta Kulinarium bis zum Cresta Calmar, dem Sinne schmeichelnden Wellnessbereich auf 1.700 m Seehöhe.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Familien-, Ferienhotel 4 direkt über 500 m über 500 m HP EZ, DZ, Junior Suite, Suite,

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Sporthotel 4 direkt über 500 m 100 bis 200 m HP EZ, DZ, Junior Suite, Appartement

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423

WINTERSPORT HOTELS vorarlberg | TIROL St. christoph · ST. ANTON AM ARLBERG

Hotel Maiensee

Sporthotel St. Anton

6580 St. Christoph, Nr. 24

6580 St. Anton am Arlberg, Dorfstrasse 48

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tel +43 (0)54 46 / 28 04 mail info@maiensee.com web www.maiensee.com

tel +43 (0)54 46 / 31 11 mail office@sporthotel-st-anton.at web www.sporthotel-st-anton.at

Das Hotel Maiensee liegt direkt an der Skipiste in St.Christoph am Arlberg, optimal für jeden Skifahrer, der den Tag ausnützen möchte. Das Hotel besticht mit seiner hochwertigen, rustikalen Einrichtung, die Wärme und Geborgenheit ausstrahlt. Vom Balkon der schönen Zimmer im Landhaus Stil blickt man direkt auf die Piste. Im Wellnessbereich, der sehr geschmackvoll gestaltet wurde, bietet das Hotel ein großes Angebot an Annehmlichkeiten und jede Menge Massagevarianten. Im Kristall-Dampfbad lässt es sich nach einem Skitag herrlich entspannen. Auch ein Fitnessraum ist vorhanden. Der Bar-Bereich mit seinem offenen Kamin und der freundlichen Bedienung ist der ideale Platz, um den Tag ausklingen zu lassen.

Nur 5 Gehminuten von den Seilbahnen entfernt, mitten in der Fußgängerzone, liegt das Sporthotel St. Anton, welches trotz der unmittelbaren Nähe zu den Bergbahnen ein zusätzliches kostenloses Skidepot bei der Talstation bietet sowie einen gesicherten Zugang von außen direkt in den hoteleigenen Ski- und Skischuhkeller. Als besonderen Service übernimmt das Hotel die Organisation der Skipässe. Die Zimmer sind geräumig und strahlen Tiroler Atmosphäre verbunden mit alpiner Eleganz aus. Abends verwöhnen zwei Restaurants, und ein Besuch im legendären „Steakhouse“ gehört einfach dazu! Erholung für Geist und Waden findet man im Hallenbad, der finnischen Sauna, im Dampfbad, der Infrarotkabine oder bei einer entspannenden Massage.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Sport-, Wellnesshotel 4 direkt direkt direkt HP, VP EZ, DZ, Junior Suite, Suite

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Sporthotel 4 100 bis 200 m 201 bis 500 m direkt Frühstück, HP EZ, DZ, Junior Suite, Suite

2020 Ski Guide Austria


424

WINTERSPORT HOTELs TIROL st. anton am arlberg

Hotel Post

Hotel Mooserkreuz

6580 St. Anton am Arlberg, Walter-Schuler-Weg Nr. 2

6580 St. Anton am Arlberg, Mooserkreuzweg 1

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TEL +43 (0)54 46 / 22 13-0 MAIL info@hotel-post.co.at WEB www.hotel-post.co.at

TEL +43 (0)54 46/ 22 30 MAIL info@mooserkreuz.com WEB www.mooserkreuz.com

Das Hotel Post ist das erste Haus am Platz. Im Zentrum der Fußgängerzone gelegen, ist es nah an allem dran, was St. Anton zu bieten hat. Das Herz des Ortes, am Puls der Zeit – seit 1896. Tradition und Moderne verbinden sich auf unvergleichliche Weise in unserem Haus: Erstklassiges Service, herzliche Gastfreundschaft, ein bestens sortierter Weinkeller, ausgezeichnete Küche, eine stilvolle Bar, freundliche und großzügig gestaltete Zimmer haben sich seit jeher als Grundpfeiler gehobener Gastronomie bewährt. Wellness im Relax Center, moderne Technik (W-Lan, DVD-Player, Flat-Screen-TV), In-House-Shopping, Restaurant (Post Stub'n), Live Music Bar Piccadilly und der legendäre Postkeller mit DJ Sound und Events. Das Beste beider Welten: Eine Oase gepflegter Gastlichkeit und eine coole Destination für Ihren Highlife-Trip.

Inmitten der beeindruckenden Bergwelt des Arlbergs begrüßt Sie dieses familiengeführte romantische Hotel etwas oberhalb des Ortszentrums von St. Anton. Eine Oase der Ruhe und Aktivität bietet unser kleiner Wellnessbereich mit Innenpool, Finnischer Sauna und Dampfbad. Der ideale Platz den Urlaubstag sportlich zu beginnen oder auch entspannend zu beenden. Starten Sie mit unserem großzügigen Frühstücksbuffet und stärken Sie sich mit kalten und warmen Köstlichkeiten für einen neuen Urlaubstag. Abends erwartet Sie ein 4-gängiges Essen mit Wahlmenü mit regionalen und internationalen Gerichten. Die gemütlichen und individuell ausgestatten Zimmer bieten allen Komfort - inkl. kostenfreien W-Lan im ganzen Haus. Ein kostenfreier Shuttlebus zu den St. Antoner Seilbahnen steht Ihnen täglich zur Verfügung.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Sport-, Familien-, Ferienhotel 4 100 bis 200 m 100 bis 200 m direkt 3/4 P EZ, DZ, Junior Suite, Suite, Appartement, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Skihotel 3 über 500 m 100 bis 200 m über 500 m ja Frühstück, HP EZ, DZ

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425

WINTERSPORT HOTELS TIROL st. anton am arlberg · GALTÜR

Hotel Ehrenreich

Alpenromantik-Hotel Wirlerhof

6580 St. Anton am Arlberg, Alte Arlbergstraße 18

6563 Galtür, Silvrettastraße 8 a





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TEL +43 (0)54 46 / 23 53 MAIL info@hotel-ehreneich.at WEB www.hotel-ehrenreich.at

TEL +43 (0)54 43 / 82 31 MAIL wirlerhof@huber-hotels.at WEB www.huber-hotels.at

Das „Hotel Ehrenreich" und St. Anton am Arlberg sind der Inbegriff Tiroler Gemütlichkeit, verbunden mit modernem Skivergnügen. Zentral und doch ruhig gelegen sind es nur ca. 2 Gehminuten bis in das Ortszentrum und lediglich ca.200 Meter zu den Skiliften und der „Skischule ARLBERG" Unser Hotel bietet Ihnen stilvolle Drei-, Zwei- und Einzelzimmer, sowie Familienzimmer und Hotel-Appartements an. Nach einer geruhsamen Nacht genießen Sie in unserer traditionellen „Tiroler Stub´n" das reichhaltige Frühstücksbuffet mit allerlei verschiedenen, frischen Produkten aus der Region, um gestärkt in den Tag starten zu können. Im Anschluss eines sportlichen Skitages können Sie Ihr Wohlbefinden in unserer Sauna steigern. Relaxen Sie in unserem Ruheraum, wo Sie Hektik und Alltagsstress hinter sich lassen können.

Das Alpenromantik-Hotel Wirlerhof liegt direkt an der Skipiste vom Skigebiet Silvapark Galtür – also vom Hotel auf die Piste und von der Piste in den Skikeller. Die Skischule mit der Kinder- und Snowboardschule sowie dem Gästekindergarten finden Sie gegenüber dem Hotel. Der Einstieg in die Langlaufloipe und die Winterwanderwege befinden sich direkt vor unserer Haustüre. Gönnen Sie sich ein wenig Luxus und lassen Sie sich verwöhnen. Genießen Sie das großzügige Ambiente im heimeligen Landhausstil. Kulinarisch verwöhnen wir Sie mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, am Abend servieren wir Ihnen regionale Schmankerl, bodenständige Klassiker und internationale Gerichte mit Produkten aus unserer eigenen Landwirtschaft. Absolute Entspannung finden Sie in unserem weitläufigen Wellnessbereich der keine Wünsche offen lässt.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Ferienhotel 3 100 bis 200 m 201 bis 500 m 100 bis 200 m Frühstück, HP EZ, DZ, Appartement, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ferienhotel 4 direkt direkt über 500 m HP EZ, DZ, Junior Suite, Suite

2020 Ski Guide Austria


426

WINTERSPORT HOTELS TIROL SERFAUS · EHRWALD

Wellnesshotel Cervosa

Wellness und Sporthotel Alpenhof

6534 Serfaus, Herrenanger 11



6632 Ehrwald, Alpenhofstraße 13

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TEL +43 (0)54 76 / 62 11-0 MAIL info@cervosa.com WEB www.cervosa.com

TEL +43 (0)56 73 / 23 45 MAIL hotel@alpenhof-ehrwald.com WEB www.alpenhof-ehrwald.com

Hoch oben über Serfaus, eröffnet das Wellnesshotel Cervosa ein herrliches Panorama auf die umliegende Bergwelt. Mit viel Liebe zum Detail wurde hier ein Urlaubsdomizil geschaffen, das keine Wünsche offen lässt. Das Frühstücksbuffet mit Bio-Vital- und Tee-Ecke sorgt für Energie für einen aktiven Tag. In entspannter Atmosphäre genießt man im Restaurant die liebevoll zubereiteten Speisen und den überaus freundlichen Service. Den Tag kann man gemütlich am offenen Kamin ausklingen lassen oder entspannt im Wellness & Spa Bereich auf 3.000 m² mit 6 Pools (innen- u. aussen), Tiroler Schwitzstube, Maurischem Dampfbad, Laconium, Thalasso, Ayurveda etc. Im Winter wird alles geboten – Alpin-Skilauf, Langlauf, Schneeschuhwandern, Genusswandern oder man flitzt ins Tal – beim Rodeln oder Snowtubing!

Das schönste im Urlaub ist endlich Zeit zu haben. Atmen Sie kristallklare Bergluft, wandern Sie durch tief verschneite Winterlandschaften, erkunden Sie die bestens präparierten Langlauf-, Ski- und Rodelpisten oder machen Sie eine romantische Pferdeschlittenfahrt. Nach solch einem wunderschönen Urlaubserlebnis stärken Sie sich bei unserer Nachmittagsjause am Kamin oder auf unserer Sonnenterrasse – natürlich „all inklusive“! Erleben Sie entspannende Glücksmomente in unserer Vitalwelt mit Sauna, Dampfbad oder den wohltemperierten Whirlpools. Gönnen Sie sich eine Rundumpflege mit entspannenden Massagen und ausgewählten Beautyanwendungen. Ein romantisches Abendessen in unseren eleganten Restauranträumen oder in den gemütlichen Stuben, mit feinsten Gerichten aus unserer Gourmetküche, stellen dann die Krönung Ihres Urlaubstages dar.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Sport-, Wellnesshotel 5 201 bis 500 m 201 bis 500 m 100 bis 200 m - 3/4 P EZ, DZ, Junior Suite, Suite, Appartement, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Wellnesshotel 4 über 500 mt 201 bis 500 m 201 bis 500 m ¾ Pension EZ, DZ, Suite, Appartement, Familienzimmer

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WINTERSPORT HOTELS tirol OBERGURGL

Hotel Gotthard-Zeit

Hotel The Crystal

6456 Obergurgl, Hohe Mutweg 4

6456 Obergurgl, Gurglerstaße 90

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TEL +43 (0)52 56 / 62 92-0 MAIL info@gotthard-zeit.com WEB www.gotthard-zeit.com

TEL +43 (0)52 56 / 64 54 MAIL info@thecrystal.at WEB www.thecrystal.at

Direkt an den Pisten und Liften inmitten von Obergurgel gelegen, mit Panoramablick auf die mächtigen Bergspitzen des Ötztals, liegt das Hotel Gotthard-Zeit. Familiäres Ambiente, Gediegenheit und Eleganz spiegeln sich in Stil und Atmosphäre des Hauses wider, gepaart mit herzlicher Tiroler Gastfreundschaft. Die Skipisten mit 110 Pistenkilometern befinden sich direkt vor der Haustüre. Und nach solch herrlichen Stunden? Après-Ski in den urigen Hütten und anschließend mit den Skiern bis zum Hotel! Die Wellnessanlage mit Badelandschaft, verschiedenen Saunen, Dampfbädern und Erlebnisduschen, Panorama AußenWhirlpool, Fitnessraum sowie vielfältige Massage- und Beauty-Anwendungen laden zum Entspannen ein. Anschließend genießen Sie traditionell bis kreativ kombinierte Kulinarik mit erlesener Weinbegleitung.

The Finest Art of Luxury Living. Legerer Lebensluxus und erstklassiges Wohndesign am Höhepunkt alpinen Lifestyles. Direkt an der Piste gelegen. Ein Hauch von edlem Glamour schmeichelt den Sinnen. SuperiorService beeindruckt. Valet-Parking & Gepäckservice zum Ankommen, eindrucksvoller Stil zum Wohnen, alpine Cuisine & Wein um den anspruchsvollen Gaumen zu überraschen. Die Natur ist unser schönstes Vorbild, wenn es um ganzheitliches Wohlbefinden geht. Unser Wellnesskonzept im THE SPA greift diesen Gedanken auf: Private-Spa-Suiten, THE GYM, Pools, Saunen, Wärme und Zeit – alles in seiner wunderbarsten Form zu erleben. Ski-in und Ski-out mit Skishop und Skiverleih im Hotel und der Skischule gerade nebenan. The-Crystal-Lifestyle begeistert rundum. Lernen Sie den wohl klarsten Kristall in den Alpen persönlich kennen und lieben.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Sporthotel 4 Superior direkt 100 bis 200 m 100 bis 200 m HP, ¾ P EZ, DZ, Junior Suite, Suite

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Sport- und Wellnesshotel 4 Superior direkt 100 bis 200 m direkt ¾ Pension DZ, Junior Suite, Familienzimmer

2020 Ski Guide Austria


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WINTERSPORT HOTELS tirol LÄNGENFELD · INNSBRUCK

Aqua Dome - Tirol Therme Längenfeld 6444 Längenfeld, Oberlängenfeld 140

❆❆❆❆❆ TEL +43 (0)52 53 / 64 00 MAIL office@aqua-dome.at WEB www.aqua-dome.at Schwerelos in der Soleschale schweben und den Blick über imposante Dreitausender schweifen lassen: Ein Wellness-Traum, der auf über 20.000 m² im AQUA DOME wahr wird. Das modernste und beeindruckendste Thermen-Resort der Alpen punktet mit futuristisch anmutender Wasser- und Saunawelt, SPA & Fitness sowie eigenem Kinderbereich, aber auch mit einem gemütlichen 4-Sterne-Superior-Hotel, für dessen Gäste das exklusive SPA 3000 reserviert ist. Entspannen Sie in unserem einzigartigen Resort und genießen Sie die vielfältigen Möglichkeiten des Ötztals. Eine Kombination, die sich getreu dem Motto „Von der Piste in die Therme" vor allem in den Wintermonaten lohnt. Nutzen Sie den AQUA DOME als perfekten Ausgangspunkt für Ihre schönsten Tage im Jahr, an denen Sie erstklassigen Wellnessurlaub mit actionreichen Skitagen verbinden können.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Wellnesshotel 4 Superior über 500 m direkt 201 bis 500 m Frühstück, HP DZ „Auszeit“, Junior Suite „Freiraum“, Suite „Familienparadies“, Familienzimmer „Raumwunder“

AUSTRIA TREND HOTEL CONGRESS INNSBRUCK 6020 Innsbruck, Rennweg 12a

❆❆❆❆ TEL +43 (0)512 / 21 15 MAIL congress@austria-trend.at WEB austria-trend.at/hotel-congress-innsbruck In City-Lage zwischen Messe und Kongresshaus, direkt neben der Hungerburgbahn befindet sich unser Hotel – der Geheimtipp für Events, Kongresse und festliche Bankette. Der Standort mitten im Villenviertel ist aber auch für jeden Freizeitgast der optimale Ausgangspunkt. Neben 104 Zimmern eröffnet sich von den Dachterrassen der beiden geräumigen Suiten ein einzigartiger Blick über die Dächer der Altstadt und das Panorama der Bergwelt präsentiert sich als exklusive Privatkulisse. Das Credo des 4 Sterne Hauses? Gastlichkeit auf hohem Niveau. Das hoteleigene Restaurant mit Gartenterrasse bietet von Nouvelle Cuisine über einen leichten Business-Lunch bis hin zur Tiroler Küche das Richtige für jeden Geschmack. Für die Entspannung gibt es einen Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und Infrarotkabine.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Stadthotel 4 direkt über 500 m über 500 m Frühstück, Restaurant Classic, Comfort und Executive Zimmer, Suite

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WINTERSPORT HOTELS tirol SEEFELD · PERTISAU

Krumers Alpin – Your Mountain Oasis

Das Pfandler

6100 Seefeld in Tirol, Krinz 32

6213 Pertisau, Naturparkstraße 28



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TEL +43 (0)52 12 / 53 333 MAIL urlaub@krumers-alpin.com WEB www.krumers-alpin.com

TEL +43 (0)52 43 / 52 23 MAIL info@pfandler.at WEB www.pfandler.at

SKI & SPA auf höchstem Niveau! In einer der exklusivsten und schneesichersten Alpendestination erwarten Sie zeitloser Alpencharme und die Eleganz eines familiengeführten, Wellness- und Aktivhotel. Freuen Sie sich auf ein glamouröses und gediegenes Interieur, einen einzigartigen Wellnessbereich und auf eine hervorragende Küche. Dank der direkten Lage, nur 150 Meter neben dem Ski- und Wandergebiet „Bergbahnen Rosshütte“, kann Bewegung & Natur aktiv gelebt werden. Entspannung und Regeneration finden Sie nach einem herrlichen Tag in den Bergen im hoteleigenen 3.400 m² großen Spa, auf 4 Etagen, mit großer Saunalandschaft und ganzjährig beheiztem Outdoor-Pool. Weiters bieten wir Ihnen einen Skiraum mit Schuhtrockner sowie überdachte Parkplätze und eine E-Tankstelle für Elektrofahrzeuge mit „Typ-2-Stecker“.

„Das Pfandler“ ist ein persönlich geführtes 4*-Hotel am Fuße des Zwölferkopfs. Langläufer steigen beim Hotel in die Loipe ein. Gegenüber üben die Kleinen in der Bobo-Kinderskischule. Die Karwendel-Bergbahn liegt nur einen Steinwurf entfernt und bringt Wanderer, Skifahrer und Sonnenhungrige schnell auf den Berg. In den gemütlichen Zimmern mit Balkon fühlt man sich wohl. Ziehen Sie Ihre Bahnen im eleganten Hallenbad, mit Massagedüsen und Gegenstromanlage. In den Ruheräumen ist Erholung angesagt. Ein vielfältiges Massageangebot entspannt Körper und Seele. Kulinarik finden Sie vom reichhaltigen Frühstücksbuffet bis hin zum 5-Gänge-Wahlmenü am Abend. An sonnigen Tagen ist die Terrasse mit Aussicht der Lieblingsplatz vieler Gäste. Traumhafte Urlaubstage klingen in der gemütlichen Bar bei einem guten Glas Wein aus.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Wellnesshotel 4 Superior 100 bis 200 m 201 bis 500 m über 500 m HP oder ÜF EZ, DZ, DZ Superior, DZ Deluxe, Junior Suite, Suite, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ferienhotel 4 direkt 100 bis 200 m 100 bis 200 m HP, Frühstück EZ, DZ, Junior Suite, Familienzimmer

2020 Ski Guide Austria


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WINTERSPORT HOTELS tirol FÜGEN · ALPBACH

Ferienhotel „Landhaus Zillertal“

Die Alpbacherin

6263 Fügen, Pankrazbergstraße 27

6236 Alpbach, Alpbach 405

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TEL +43 (0)52 88 / 62 150-0 MAIL info@landhaus-zillertal.at WEB www.landhaus-zillertal.at

TEL +43 (0)53 36 / 50 303 MAIL info@die-alpbacherin.com WEB www.die-alpbacherin.com

Willkommen in unserem familiär geführten Ferienhotel „Landhaus Zillertal" in Fügen! Familie Wildauer kümmert sich persönlich um das Wohlbefinden der Gäste und bereitet Ihnen einen wunderschönen Urlaub in einem tollen Ambiente. Gleich vor Ihrer Urlaubshaustüre liegt die bekannte Spieljochbahn sowie das Skigebiet Hochzillertal.Die Gratis Skibushaltestelle befindet sich DIREKT beim Hotel. Für Entspannung sorgt unser großzügiger Wellnessbereich mit Saunen, Dampfbad, Panoramaruheraum, Silent Lounge – Wärmestühle, Infrarotkabine. Nach einem erlebnisreichen Tag am Berg verwöhnen wir Sie mit einer kleinen Nachmittagsjause. Abwechslungsreiches Frühstücksbuffet mit BIO-Ecke und einem schönen Abendmenü mit täglichem Salatbuffet. Unsere langjährigen Mitarbeiter verwöhnen Sie mit unserer köstlichen Tiroler Hausmannskost. So sieht Urlaub aus!

Willkommen bei Freunden. Daheim bei Der Alpbacherin! Die Alpbacherin erstrahlt im Dorfkern von Alpbach. Liebevolle Details sorgen für einen unvergesslichen Aufenthalt. So wurden alle 54 Zimmer und Suiten mit Boxspringbetten ausgestattet und blicken durch Balkone und Terrassen auf das grandiose Bergpanorama. Einige Zimmer verfügen über einen privaten Spa, bieten eine outdoor Hängeschaukel oder laden zum Träumen unterm Sternenhimmel mit mobilen Betten ein. Alle Gäste des Hotels haben Zugang zum Infinity Pool, den Saunen, der Dachterrasse mit Feuerstelle und können individuelle Anwendungen in der Kosmetik- und Massageabteilung buchen. Auch bei der Kulinarik bleiben keine Wünsche offen. Mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet beginnt ein erholsamer Urlaubstag. Abends verwöhnen wir Sie mit einem 6-Gang-Menü.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Ferienhotel 3 201 bis 500 m 201 bis 500 m 201 bis 500 m ¾ Pension EZ, DZ, Familienzimmer, Suite

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Stadthotel, Designhotel, Ferienhotel über 500 m über 500 m direkt Frühstück, HP EZ, DZ, Familienzimmer

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431

WINTERSPORT HOTELS tirol KITZBÜHEL · KIRCHBERG

AUSTRIA TREND Hotel Schloss Lebenberg

Hotel Aschauer Hof z'Fritzn

6370 Kitzbühel, Lebenbergstraße 17

Elisabeth Wörgötter, 6365 Kirchberg, Aschau Dorf 33



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tel +43 (0)53 56 / 69 01 mail schloss.lebenberg@austria-trend.at web austria-trend.at/hotel-schloss-lebenberg

TEL +43 (0)53 57 / 82 22 MAIL urlaub@hotel-aschauerhof.at WEB www.hotel-aschauerhof.at

Das Hotel Schloss Lebenberg ist eines der absoluten Top Hotels in Kitzbühel. Es thront über den Dächern Kitzbühels und bietet seinen Gästen einen einmaligen Blick auf den mondänen Skiort. Das Schloss vereint den Zauber vergangener Tage mit dem Komfort der heutigen Zeit. Die Zimmer und Suiten bezaubern mit einem herrlichen Ausblick auf die Kitzbüheler Bergwelt. Im Restaurant verwöhnt das Küchenteam mit feinsten Tiroler Schmankerln und Gaumenfreuden aus aller Welt. Die üppig ausgestattete Wellness-Oase bietet einen 360° Panoramablick und beeindruckt mit dem längsten Dachpool der Alpen, ein bestens ausgestatteter Fitness-Bereich und ein Skistall mit moderner Ausrüstung stehen ebenfalls zur Verfügung. Bester Service versteht sich von selbst. Das Hotel Schloss Lebenberg vereint Tradition mit Luxus!

Ein familiär geführtes, uriges Landhotel zentral zwischen den Kitzbüheler Alpen und der Skiwelt Wilder Kaiser Brixental gelegen. Schneesicher mit zahlreichen Sonnentagen, das ist Ihr Winterurlaub im Naturschutzgebiet Spertental. Egal ob Langlaufen, Skifahren, Skitouren gehen, Winterwandern oder Eisklettern – das Birxental ist der ideale Ausgangspunkt. Gemütliche Zimmer und Appartements laden zum Wohlfühlen ein. Nach einem herrlichen Urlaubstag können Sie noch im Wellnessbereich mit Sauna, Dammpfbad, Infrarotkabine und Ruheraum entspannen. In der gemütlichen Gaststube „z’Fritzn“ mit Sonnenterrasse starten Sie mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet in den Tag und abends werden Sie mit einem 3-Gänge-Wahlmenü mit gutbürgerlicher Küche verwöhnt. Hier können Sie Tiroler Gastfreundschaft und Ruhe genießen.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Wellnesshotel 4 Superior über 500 m über 500 m über 500 m ja Frühstück, HP, à la carte Restaurant Panorama und Schloss Zimmer, Junior Suite, Suite

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Familienhotel 3 über 500 m 201 bis 500 m direkt ja Frühstück, HP EZ, DZ, Studio, Appartement

2020 Ski Guide Austria


432

WINTERSPORT HOTELS tirol HOPFGARTEN · MATREI OSTTIROL

Das Hohe Salve Sportresort

Naturhotel Outside ****S

6361 Hopfgarten, Meierhofgasse 26



9971 Matrei in Osttirol, Virgenerstraße 3

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TEL +43 (0)53 35 / 24 20 MAIL welcome@hohesalve.at WEB www.hohesalve.at

TEL +43 (0)48 75 / 52 00 MAIL office@hotel-outside.at WEB www.hotel-outside.at

Das Hohe Salve Sportresort, mit 104 Zimmern, setzt auf die Kraft der Bewegung und überzeugt mit einem großzügigen Move & Relax Bereich. Das innovative Konzept wurde gemeinsam mit Sportwissenschaftlern der Universität Innsbruck sowie dem österreichischen Skisprung-Olympiasieger Toni Innauer erarbeitet. Die moderne Ausstattung lässt jedes Sportlerherz höherschlagen, allem voran das 25 m Sportbecken. Zusätzlich gibt es auf einer Fläche von 1.800 m² Fitnessgeräte, Bewegungsräume, Saunen, Dampfbad und großzügige Ruhebereiche, sowie Massage- und Behandlungsräume. Der Gast erfährt während seines Aufenthalts eine individuell abgestimmte Beratung und Betreuung durch das sportwissenschaftliche ausgebildete Trainer-Team. Mit der Seilbahn direkt am Sportresort geht es hoch hinauf in die Skiwelt Wilder Kaiser Brixental.

Wir sind das familiengeführte und umweltzertifizierte Naturhotel mitten im Wintersport- und Wanderparadies Nationalpark Hohe Tauern. Was Sie bei uns erwartet? Absolute Begeisterung und ganz viel Leidenschaft für die einfachen Dinge: das Leben, die Seele, gutes Essen, erholsamer Schlaf und ein traumhafter Ausblick auf imposante Gipfel. Von den Natursuiten bis zum Natur SPA begegnet Ihnen im Naturhotel Outside viel Holz, natürliche Materialien, hochwertige Ausstattung, regionale Produkte und menschliche Wärme. Erleben, sehen und spüren Sie sanfte Aktivität, wahre Schönheit und die belebende Wirkung unberührter Natur: Bei ausgiebigem Wintersport im traumhaften Großglockner Resort Kals-Matrei oder einer geführten Schneeschuhtour über glitzernde Schneefelder...

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Sporthotel 4 direkt über 500 m 100 bis 200 m Frühstück, HP EZ, DZ, Suite

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Design-, Öko-Biohotel 4 Superior über 500 m über 500 m direkt ja Frühstück, HP EZ, DZ, Junior Suite, Suite, Familienzimmer

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433

WINTERSPORT HOTELS tirol MATREI AM BRENNER · NAUDERS

Parkhotel Matrei

das Jochelius

6143 Matrei am Brenner, Matrei am Brenner 83

6543 Nauders, Pieng 290

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tel +43 (0)52 73 / 62 69 mail mail@parkhotel-matrei.at web www.parkhotel-matrei.at

TEL +43 (0)54 73 / 86 261 MAIL info@jochelius.at WEB www.jochelius.at

Das Parkhotel Matrei ist dein ideales Hotel für einen aktiven Winterurlaub in der Region Innsbruck, Stubaital und Wipptal! SKI plus CITY: 13 Skigebiete, 308 Pistenkilometer, 22 Highlights aus Sightseeing, Event und Kultur und kostenlose Mobilität zwischen Innsbruck, Stubaital und Wipptal mit Bus und Bahn in EINEM Ticket! Einzigartig in Österreich bietet es dir neben Skifahren und Snowboarden beinahe grenzenlose Möglichkeiten deinen Winterurlaub ganz individuell zu gestalten. Das Hotel verfügt über einen Frühstücksbereich, das Restaurant Enneberg- und Hafner Stube, die Sky | DAZN Sportsbar ma3 und den Entspannungsbereich Matreyum. Für Spass aus vergangenen Tagen sorgt eine eigene Kegelbahn. Natürlich steht auch kostenloses WIFI zur Verfügung. Das Parkhotel Matrei ist durchgehend von Anfang Dezember bis Ende Oktober geöffnet.

Für Wintersportfreunde gibt es wohl kaum etwas Schöneres: Morgens, gleich nach dem Frühstück die Hoteltüre öffnen, Skier anschnallen und die ersten Spuren auf den frisch präparierten Pisten ziehen. Während Ihr Auto bei der Talstation parkt wird Ihr Gepäck von uns bis ins Zimmer gebracht. Sie fahren mit der Bergkastelbahn und genießen die Goldseeabfahrt bis vor die Eingangstüre, wo Sie bereits mit einem hausgebrannten Schnapserl und gemütlichen Filz-Patschen erwartet werden. In unseren Zimmern bleiben keine Wünsche offen: Ausgestattet mit Minibar, Nespresso-Maschine und sogar einer Infrarotkabine wurde wirklich an alles gedacht. Und unsere Verwöhn-Vollpension lässt Genießer-Herzen höher schlagen. Wir verwöhnen Sie rund um die Uhr. Keine Straße, kein Auto, kein Stress – rundherum nur Stille die man hören kann.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Ferienhotel 4 über 500 m über 500 m 100 bis 200 m ja Frühstück, HP EZ, DZ, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Sport-, Ferienhotel 4 direkt über 500 m über 500 m VP DZ, Suite

2020 Ski Guide Austria


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WINTERSPORT HOTELS tirol STANS · WEERBERG

Hotel Schwarzbrunn

Landgasthof Schwannerwirt

6135 Stans, Vogelsang 208



6133 Weerberg, Mitterberg 59

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TEL +43 (0)52 42 / 69 09 MAIL urlaub@schwarzbrunn.at. WEB www.schwarzbrunn.at

tel +43 (0)664 / 249 1771 mail gasthof@schwannerwirt.at web www.schwannerwirt.at

Sie lieben die Tiroler Alpen & Wellness? Unser Hotel bietet Ihnen beides auf exzellente Weise. Unser hauseigener Skilift direkt vor der Türe ermöglicht Kindern und Anfängern einen sanften Einstieg in die Welt der zwei Bretter. Für Fortgeschrittene fährt täglich mehrmals ein VIP Shuttle in die umliegenden Skigebiete. Den Skifahrern können Sie auch entspannt von unserem Outdoor-Infinity-Pool aus zusehen. Denn in unserem 3000m2 SPA können Sie sich in den zahlreichen Wasser- und Saunawelten sowie bei unseren einzigartigen Behandlungen verwöhnen lassen. In einer Welt, in der Design, Licht, Wasser & Wärme eine harmonische Symbiose ergeben. Pures Lebensgefühl beim Aktiv sein in unserem 850 m2 Fitness & Healt Clubs. Wohnträume mit 4-Sterne Superior-Komfort. Und feine Genusserlebnisse mit dem Besten aus unserer Küche.

Unser Landgasthof ist seit 1747 ein traditioneller Familienbetrieb, in zentraler Lage am Weerberg. Im Winter ist der Schwannerwirt Ideal für Ski-Anfänger, vor allem für Familien mit Kindern: Das Schwannerlift-Skigelände gehört zum Betrieb und erschließt das Pistengelände direkt am sonnigen Skihang. Unsere vielen Stammgäste schätzen besonders die Kinder- und Familienfreundlichkeit dieses Skigebietes und die ausgezeichnete Eignung zum Skifahren-Lernen. Wir sind ein Dorfgasthaus mit angeschlossenem 3-Sterne-Hotel und legen sehr viel Wert auf Tiroler Gastlichkeit, Gemütlichkeit, Freundlichkeit und persönliche Betreuung unserer Gäste. Mit „Ja, gerne!“ lässt sich unsere Philosophie kurzfassen, die auf ehrlicher Gastfreundschaft beruht und die wir täglich überzeugt in bester Tiroler Wirtshaustradition leben, und zwar „Gerne!“

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Wellnesshotel 4 Superior direkt über 500 m direkt ja Vollpension EZ, DZ, Junior Suite, Suite, Studio, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ferienhotel 3 direkt über 500 m direkt ja Frühstück, HP EZ, DZ, Familienzimmer, 1 Appartement

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WINTERSPORT HOTELS TIROL | SALZBURG SCHATTWALD · SAALBACH

LA SOA

AlpenParks Hotel & Apartment SONNLEITEN

6677 Schattwald, Schattwald 80



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TEL +43 (0)56 75 / 21 000 MAIL reservierung@la-soa.at WEB www.la-soa.at Inmitten der Natur in den Bergen erscheint LA SOA – ein Chaletdorf und eine Eventlodge der besonderen Art. Die Impulsgeberin Dr. Stephanie Swoboda, selbst Juristin und Bergliebhaberin, hatte die Idee ein einmaliges Urlaubs- und Arbeitskonzept zu vereinen. Zeitgemäße Architektur in einer modernen Lodge, gepaart mit traditionellen, gemütlichen Chalets. Durch diese Symbiose erwächst eine ganzheitliche Auffassung von modernem Lebensstil. Dieser verbindet entweder den Beruf mit Entspannung oder lädt einfach nur zum Entspannen im Urlaub ein. Durch den Sinnesgarten, in dem alle Sinne neu entdeckt werden sollen und dem „schwebenden Pavillon“, der ideal für Events geeignet ist, wird das Konzept ergänzt. Leichtigkeit, Genuss, Erholung, aber auch Aktivität, ganz wie es jeder Gast individuell für sich entscheidet.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Hüttendorf / Chalet 4 100 bis 200 m direkt direkt Frühstück, HP, Selbstversorger Studio, Appartement, Suite, Familienzimmer, Chalets

5753 Saalbach, Hinterhagweg 361

❆❆❆❆ TEL +43 (0)65 41 / 64 02 MAIL sonnleiten@alpenparks.at WEB www.alpenparks.at/sonnleiten Die neue Hotelanlage umfasst 36 Ferienapartments und Zimmer mit Top-Ausstattung im alpinen Stil, diese sind mit hochwertigen Küchen, großzügigen Terrassen und Balkonen und privaten Saunen ausgestattet. Eine große Tiefgarage mit E-Ladestationen steht während Ihres Aufenthalts für Ihr Auto zur Verfügung. In unserem á la Carte Restaurant servieren wir frische, saisonale Gerichte die mit Kreativität abgestimmt sind. Noch mehr Komfort und Sicherheit bieten beheizte und videogesicherte Skiund Bikedepots. Außerdem steht ein beheizter Außenpool mit großer Liegewiese zur Verfügung. Die Premiumlage am sonnigen Südhang, direkt an der Skipiste Kohlmais, ermöglicht den Gästen einen komfortablen Einstieg in den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn mit traumhaft präparierten 270 Pistenkilometern.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Sporthotel, Apartmenthaus 4 100 bis 200 m über 500 m über 500 m Frühstück, HP DZ, Studio, Junior Suite, Appartement

2020 Ski Guide Austria


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WINTERSPORT HOTELS SALZBURG

© Günter Standl

LEOGANG · KAPRUN

Priesteregg Premium Eco Resort

TAUERN SPA Zell am See - Kaprun

5771 Leogang, Sonnberg 22

5710 Kaprun, Tauern Spa Platz 1



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TEL +43 (0)65 83 / 82 55 20 MAIL bergdorf@priesteregg.at WEB www.priesteregg.at

TEL +43 (0)65 47 / 20 40-0 MAIL office@tauernspakaprun.com WEB www.tauernspakaprun.com

Seit nun zehn Jahren begeistern Renate und Huwi Oberlader ihre Gäste mit Alleinlage auf 1.100 Höhenmetern, atemberaubendem Blick und authentischer, unverstellter Gastfreundschaft. 14 Berg- und Premium-Chalets sowie vier ausgewählte Villen Luis Trenker Chalet, Willy Bogner Chalet und ab Dezember 2019 Villa ETANER und Wilderer Villa garantieren exquisiten Hotelkomfort. Sie ermöglichen Ihnen maximale Privatsphäre und exklusive Serviceleistungen, wie zum Beispiel das tägliche frisch zubereitete Frühstück im eigenen Haus. Das Wohlfühlangebot komplettiert ebenfalls ab diesem Winter das PRIESTEREGG BAD mit diversen Saunen, Ruheinseln, spektakulären Massageräumen und einem beeindruckenden, ganzjährig beheizten Infinity Pool der in das Bergpanorama hineinragt. Kulinarische Genussmomente erlebt man abends im urigen Restaurant Huwi’s Alm.

Das 4*S Resort vereint spektakuläre Architektur mit der reinen Natur der Hohen Tauern und ist der perfekte Ausgangspunkt für alle die gerne Wintersport mit Wellness kombinieren. 20.000 m2 SPA Erlebnis im Indoor- und Outdoorbereich, eine SPA Saunawelt die allen Ansprüchen gerecht wird. Das Alpin Vital SPA & Kosmetik sorgt für Schönheit und Entspannung. Die kleinen Gäste können sich im Kinder SPA Kidstein so richtig austoben. Selbstverständlich wird auch Kinderbetreuung (ab 3 Jahren) und ein Wochenprogramm angeboten. In unseren trendigen Zimmern und Suiten mit herrlichem Blick auf die Bergwelt werden Sie sich so richtig wohlfühlen. Unsere Restaurants & Bars nehmen Sie mit auf eine kulinarische Reise voller delikater Erlebnisse und süßer Momente. Exotische Geschmäcker kombiniert mit den bodenständigen Aromen der österreichischen Küche.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Hüttendorf / Chalet über 500 m über 500 m über 500 m Frühstück Luxus Chalet

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Wellness & Aktivität 4 Superior über 500 m direkt über 500 m direkt ab/zum TAUERN SPA Verwöhn-Halbpension 220 Wohlfühlzimmer & Suiten

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WINTERSPORT HOTELS SALZBURG KAPRUN · ZELL AM SEE

Alpenparks Hotel & Apartment Orgler Kaprun

Alpenparks Hotel & Apartment Central Zell am See

5710 Kaprun, Schlossstraße 3

5700 Zell am See, Brucker Bundesstraße 12

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TEL +43 (0)65 47 / 70 700 MAIL orgler@alpenparks.at WEB www.alpenparks.at/orgler

TEL +43 (0)65 42 / 76 30 MAIL central@alpenparks.at WEB www.alpenparks.at/central

Im Herzen des wunderschönen Bergdorfes Kaprun finden Sie das AlpenParks Hotel & Apartment Orgler Kaprun. Das Resort ist mit seinen geräumigen und top ausgestatteten Ferienapartments & Hotelzimmern das ideale Zuhause für einen unvergesslichen Urlaub im Salzburger Land. Die Therme Tauern SPA, Einkaufsmöglichkeiten, Skischulen und Sportgeschäfte sind nur einen Katzensprung entfernt. Die neue MK Maiskogelbahn, die direkte Verbindung auf den Gletscher Kitzsteinhorn, ist nur 250 m vom Hotel entfernt. Das Auto kann somit bequem in der hauseigenen Tiefgarage stehen bleiben. Nach einem aktiven Urlaubstag entspannen Sie im hauseigenen Saunabereich. Das Restaurant mit Sonnenterrasse verwöhnt morgens mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, mittags und abends werden regionale Schmankerl serviert.

Die Zimmer & Ferienapartments des AlpenParks Central vereinen, durch Ihre Lage im Herzen der Stadt Zell am See, urbanes Lebensgefühl mit klarem Design in Kombiantion mit alpiner Tradition. Das Stadtzentrum, die Bergbahn „cityXpress“, Casino Zell am See und der Zeller See liegen unmittelbar vor der Haustüre. In den gemütlichen Wohneinheiten von 40 bis 150 m² – teils mit Panoramaterrasse – harmonieren Naturstein-Elemente und Wohnaccessoires im trendigen Alpen-Style. Im Haus finden Sie ein Restaurant mit Bar – hier verwöhnen wir Sie mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet und mittags sowie abends bieten wir Ihnen kulinarische Köstlichkeiten aus der Region. Nach einem traumhaften Urlaubstag steht Ihnen ein Fitnessraum und ein gemütlicher Saunabereich zum Erholen und Entspannen zur Verfügung.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Sport-, Familien-, Ferienhotel, Appartmenthaus 4 100 bis 200 m 100 bis 200 m direkt ja Frühstück, HP DZ, Junior Suite, Appartement

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Sport-, Ferienhotel, Appartmenthaus 4 201 bis 500 m über 500 m 100 bis 200 m ja Frühstück, HP DZ, Junior Suite, Appartement

2020 Ski Guide Austria


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WINTERSPORT HOTELS SALZBURG UTTENDORF ·OBERTAUERN

Berghotel Rudolfshütte

Austria Alpinhotel

5723 Uttendorf, Stubach 82

5562 Obertauern, Plattenkarstrasse 8

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tel +43 (0)65 63 / 82 21 mail info@rudolfshuette.at web www.rudolfshuette.at

TEL +43 (0)64 56 / 73 09 MAIL info@austria-obertauern.at WEB www.austria-obertauern.at

Mitten in der unberührten Natur des Nationalparks Hohe Tauern, liegt unser Berghotel auf 2.315 m Seehöhe und ist nur mit der Seilbahn der Weißsee Gletscherwelt erreichbar. Hier finden Sie Erholung und Entspannung in der Bergwelt. Für Abwechslung sorgt ein Aktiv- und Kinderprogramm. Ein Erlebnis für die ganze Familie und noch dazu leistbar: 2 Kinder bis 12 Jahre im Familienzimmer sind frei. Gemütliche Stuben und Restaurants, eine Hausbar und ein offener Kamin erwarten Sie. Genießen Sie hochalpines Hüttenflair und traditionelle österreichische Küche. Entspannung nach einem Skitag finden Sie im EdelweisSpa mit Saunen und Hallenbad mit herrlichem Ausblick auf die umliegenden Dreitausender und Gletscher. Auch die Kleinen kommen bei uns nicht zu kurz – Kinderspielzimmer und ein spezielles Unterhaltungsprogramm für drinnen und draußen werden geboten.

Direkt an der Piste liegt das familiär geführte Ski IN Ski OUT Hotel! Sollten Sie mehr Raum benötigen, besteht die Möglichkeit eines unserer Bio-Appartements, in unserem Nebenhaus austria APPART zu buchen. Unsere neuen Panorama Suiten wurden mit viel Liebe zum Detail und den hochwertigsten Materialien für Sie von uns designet. Unser langjähriger Küchenchef Christian Altersberger verwöhnt Sie in unserem austria Restaurant, tagsüber und auch abends mit regionalen Köstlichkeiten und alpinen Klassikern. Ein kleines Schmankerl für unsere Gäste: Unser Wild aus Eigenjagd. In der breitgefächerten Weinkarte ist für jeden Weinliebhaber etwas dabei. In der Hausbar bieten wir auch eine kleine Auswahl an Cocktails an. An warmen Tagen können Sie die Sonnenstrahlen auf unserer Terrasse mit Pistenblick genießen.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Sport-, Familien-, Ferienhotel 3 direkt über 500 m über 500 m ja HP DZ, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ferienhotel 3 direkt direkt 100 bis 200 m Frühstück, HP EZ, DZ, Appartement, Familienzimmer

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439

WINTERSPORT HOTELS SALZBURG OBERTAUERN

Hotel Winter

Appartements Gamsspitzl

5562 Obertauern, Römerstraße 9

5562 Obertauern, Wiseneggstraße 4

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TEL +43 (0)64 56 / 73 91 MAIL office@obertauern.co.at WEB www.obertauern.co.at

TEL +43 (0)64 56 / 75 08 MAIL info@gamsspitzl.com WEB www.gamsspitzl.com

Starten Sie Ihren Skiurlaub, egal ob gemütlich auf der Piste, oder abseits im Tiefschnee direkt vor unserer Haustür. Ein abwechslungsreiches und stärkendes Frühstück bereitet Sie auf jegliche Schneebedingungen vor. Eine Verkaufs- und Verleihstelle für die ganze Familie befindet sich direkt an unserem Hotel und bietet hochwertiges Equipment für Anfänger und fortgeschrittene Skifahrer und Snowboarder, Langläufer und Schneeschuhwanderer. Nach einem sportlich erlebnisreichen Tag können Sie sich im hoteleigenen Wellnessbereich mit Finnischer Sauna, Dampfbad und Infrarotkabine entspannen, damit Sie am nächsten Tag wieder startklar sind. Abends genießen Sie ein gelungenes 3-Gänge-Menü im Restaurant. Lassen Sie sich kulinarisch verwöhnen. In unserer legendären Kaminbar können Sie Ihren Tag am offenen Feuer in gemütlicher Atmosphäre ausklingen lassen.

Mitten im Skigebiet und doch in ruhiger Lage befinden sich unsere Appartements und Doppelzimmer. Fußläufig zur Grünwaldkopfbahn und mit direktem Einstieg in die legendäre Tauernrunde, parkt Ihr Auto bequem vorm Haus und hat auch Urlaub. Unsere Appartements bieten Platz für 2 bis 6 Personen und sind voll ausgestattet. Die Anreise ist bei uns täglich möglich. Am Morgen verwöhnen wir Sie auf Wunsch mit unserem umfangreichen Frühstücksbuffet. Bei Selbstverpflegung lässt unser Brötchenservice am Morgen keine Wünsche offen. Nach einem erlebnisreichen Skitag lassen Sie den Abend in unserer kleinen, feinen Sauna ausklingen. Zur Ausstattung gehört natürlich auch ein Skikeller und beheizter Schuhraum für Ihre Ausrüstung. Eine große Sonnenterrasse mit Blick auf die Bergwelt ladet Sie nach bei Sonnenschein zum Verweilen ein.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Sport-, Familien-, Ferienhotel, Appartmenthaus 3 direkt direkt direkt Frühstück, HP, Selbstversorger EZ, DZ, Appartement, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Appartementhaus 4 100 bis 200 m 100 bis 200 m über 500 m Frühstück, Selbstversorger DZ, Appartement

2020 Ski Guide Austria


440

WINTERSPORT HOTELS SALZBURG OBERTAUERN

Hotel & Zirbenspa Enzian

Das Schütz

5562 Obertauern, Gamsleitenstraße 7

5562 Obertauern, Römerstraße 51



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TEL +43 (0)64 56 / 72 04 MAIL rezeption@hotel-schuetz.at WEB www.hotel-schuetz.at

TEL +43 (0)64 56 / 72 070 MAIL hotel@enzian.net WEB www.enzian.net

Mitten in Obertauern erwartet Sie im Hotel Schütz ein Urlaub mit dem gewissen Etwas. Vergessen Sie den Alltag und erleben Sie auf 1,700 Meter Seehöhe ein pures Erlebnis der Gastfreundschaft, Naturverbundenheit und Erholung. Das Haus verbindet den modernen Komfort eines Viersternehotels mit der Herzlichkeit eines Familienbetriebes. Steigen Sie direkt vom Hotel in die Tauernrunde ein und erleben Sie die urig-gemütliche Atmosphäre in der Skihütte und entspannen Sie abends in unserem modernen Spa-Bereich. Auch kulinarisch hat das Hotel einiges zu bieten. Morgens starten Sie gestärkt und vital in den Tag mit unserem reichhaltigen Frühstücksbuffet während Sie den Abend mit einem mehrgängigen Feinschmeckermenü ausklingen lassen können. Bei uns erleben Sie Urlaub von seiner schönsten Seite in großzügig ausgestatteten Zimmern.

relax.beauty.fun.skiing! Ein vollendetes Urlaubsvergnügen! Vom Hotel direkt auf die bestens präparierte Piste und danach pure Erholung in unserem Zirben-SPA mit 1.400 m². Hallenbad mit 32°C Wassertemperatur, Kosmetik, Massage und eigenem Familien-SPA. Soledampfbad, Zirbensauna mit Blick auf die Piste, Infrarotkabine, Fitnessraum und Gymnastikbereich. Die 61 Zimmer und Suiten sind hell, modern und vor allem eines: großzügig. Das bedeutet für Sie ganz viel Platz zum Ausbreiten, Entspannen, Abschalten – und Wohlfühlen. Und in unseren metallfreien Zirbenbetten schlafen Sie besonders gut. Wir verwöhnen Sie mit hervorragender österreichischer und internationaler Küche und den besten Weinen des Landes in einem Ambiente zum Wohlfühlen. Hier wird die Gastfreundschaft gelebt. Wir freuen uns auf Sie - Ihre Familie Veit!

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Sporthotel 4 100 bis 200 m direkt direkt Frühstück, ¾ Pension EZ, DZ, Junior Suite, Studio, Suite, Appartement, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Sport-, Familienhotel, Wellnesshote 4 Superior direkt 100 bis 200 m direkt ¾ Pension EZ, DZ, Junior Suite, Suite, Familienzimmer

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WINTERSPORT HOTELS SALZBURG MÜHLBACH · BAD GASTEIN

Aldiana Club Hochkönig

Mondi Resort BELLEVUE

5505 Mühlbach am Hochkönig, Mühlbach 425

5640 Bad Gastein, Karl-Heinrich-Waggerl-Straße 9

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TEL +43 (0)800 100 388 MAIL reservation.austria@aldiana.com WEB www.aldiana-hochkoenig.at

tel +43 (0)64 34 / 60 06 mail info@aparthotel-bellevue.at web www.aparthotel-bellevue.at

Der Club liegt auf 1.000 Meter Höhe, direkt oberhalb von Mühlbach. Über 150 km Pisten mit 34 Liftanlagen lassen die Herzen der Skifreunde höherschlagen. Aber auch Boarden, Langlauf oder eine Schneeschuhwanderung durch die verschneite Landschaft sorgen für winterliches Vergnügen. Anfänger können die Skischule besuchen und sich die komplette Ausrüstung direkt im Club ausleihen. Und falls es doch zu kalt draußen ist, lädt der Wellness-Bereich zum Verweilen in einer der Saunen und am Pool ein oder man lässt sich bei einer Kosmetik- oder Beautybehandlung vollends verwöhnen. Für Kinder gibt es eine ganztägige professionelle Betreuung mit jeder Menge Spiel, Spaß und Spannung. Das Buffet am Abend bietet nationale und internationale Köstlichkeiten, die von den Köchen vor Ort zubereitet werden.

Das familienfreundliche Hotel liegt zentral nur wenige Gehminuten vom Ortszentrum entfernt und hat einen herrlichen Ausblick auf die Bergwelt. Zudem befindet es sich so nah an der Skipiste, dass ein Wintersporttag mit einem kurzen Fußweg zur Liftstation „Stubnerkogel“ beginnen kann. Nicht-Skifahrer finden ihren Winterspass bei Langlauf, Rodeln, einer Fahrt mit dem Pferdeschlitten oder beim Schneeschuhwandern. Im Bade-, Fitness- und Wellnessbereich kann man Körper und Seele mit Whirlpool und Sauna oder mit einer Aromadusche Gutes tun. Diverse gastronomische Locations verführen mit Spezialitäten aus Küche und Keller, davon eine eigene Alm auf 1.300 m. Oder besuchen Sie unser à la Carte Restaurant Jägerhäusl oder unsere hauseigene Cocktailbar. Abends lädt die hoteleigene Bowlingbahn zu einem Spielchen ein.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Sporthotel, Familienhotel, Ferienhotel 4 201 bis 500 m über 500 m über 500 m ja HP, 3/4 P EZ, DZ, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Sport-, Familien-, Wellness-, Ferienhotel Appartementhaus 4 201 bis 500 m über 500 m 100 bis 200 m Frühstück, HP+, Selbstversorger EZ, DZ, Junior- u. Suite, Studio, AP, Familienzimmer 2020 Ski Guide Austria


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WINTERSPORT HOTELS SALZBURG

© Nadia Jabli Photography-8647

BAD HOFGASTEIN · ALTENMARKT ZAUCHENSEE

Alpenparks Residence Bad Hofgastein

Hotel Alpenrose

5630 Bad Hofgastein, Pyrkerstraße 21

5541 Altenmarkt/Zauchensee, Zauchensee 24

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TEL +43 (0)64 32 / 26 028 MAIL residence@alpenparks.at WEB www.alpenparks.at/residence

TEL +43 (0)64 52 / 40 27 MAIL office@hotel-alpenrose.at WEB www.hotel-alpenrose.at

Verwöhnte Urlauber finden in der AlpenParks Residence Ihr ideales Urlaubszuhause. In zentraler Lage von Bad Hofgastein erwarten Sie 31 modern eingerichtete und sonnendurchflutete Apartments zum Wohlfühlen. Genießen Sie die grandiose Aussicht auf die umliegende Bergwelt von Ihrem Balkon oder der Terrasse. Die 4-Sterne Ausstattung der Apartments lässt absolut keine Wünsche offen – modern, gemütlich und mit alpinen Flair. Hier fühlt sich jeder gleich wie zuhause. Das Zentrum von Bad Hofgastein ist nur einen Katzensprung entfernt und der Skibus hält direkt vor der Tür. Nach einem aktiven Urlaubstag erholen und entspannen Sie sich am besten im hauseigenen Vital- und Saunabereich oder Sie besuchen die Alpentherme. Als unser Gast erhalten Sie kostenlosen Eintritt in die Alpentherme.

Auf 1.350 Meter Seehöhe liegt das Hotel in einem schneesicheren Gebiet. „wada – Wellness auf der Alm“ ist der Schwerpunkt des Hotels. Und das zu Recht! Die über 1000m² große Spa- Landschaft auf 4 Etagen verteilt bietet alles was das Herz begehrt und lädt zum Träumen und Entspannen ein. Gäste Skirennen, Schneeschuhwanderungen sowie wöchentliche Hüttenabende gehören ebenso zum gelungenen Winterurlaub wie ein rundum perfekter Service gepaart mit Genüssen aus der Küche. Kinder- und Jugendraum komplettieren unser reichhaltiges Angebot. Sehr gefällig sind die großzügigen und gemütlich warm eingerichteten Zimmer sowie die Hotelbar und der Speiseraum im hochwertigen rustikalen Stil. Absolut modern und bestens zu erreichen ist unser Ski Depot. Ein sehr schönes und komfortables Hotel, direkt an Lift und Piste. Top!

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Sport-, Ferienhotel, Appartmenthaus 4 über 500 m über 500 m 100 bis 200 m ja Frühstück, Selbstversorger DZ, Appartement

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Wellnesshotel 4 direkt über 500 m direkt Frühstück, HP, 3/4 P EZ, DZ, Junior Suite, Suite, Familienzimmer

www.derskiguide.at


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WINTERSPORT HOTELS SALZBURG RADSTADT · ST. MAGARETHEN

HOTEL DIE GEWÜRZMÜHLE

Almgut Mountain Wellnesshotel

5550 Radstadt, Forstauer Straße 4

5581 St. Margarethen, Liftstraße 61

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TEL +43 (0)64 52 / 71 43 MAIL info@gewuerzmuehle.at WEB www.gewuerzmuehle.at

TEL +43 (0)64 76 / 42 90 MAIL info@almgut.at WEB www.almgut.at

Das Skihotel im Herzen der Ski amadé und nahe Obertauern. Nach einem schönen Wintertag erwartet Sie Entspannung in der Erlebnissauna und das Kulinarium unseres Küchenchefs, von der zünftigen Skijause bis zum köstlichen 4 Gang Abendwahlmenü. Am Morgen stärken Sie sich für einen neuen Tag am reichhaltigen Frühstücksbuffet. Vorteile eines Winterurlaubs in der Gewürzmühle, Ski amadé: Skibushaltestellen direkt am Hotel zu den Skigebieten Radstadt/Altenmarkt, Zauchensee, Obertauern, Fageralm, Reiteralm -Schladming, Gondelbahn Radstadt/Altenmarkt – alle in 5 - 15 Minuten mit dem gratis Skibus zu erreichen. Langlaufloipen am Hotel in 3 Richtungen – Obertauern, Schladming, Flachau. Durchgehend geöffnet von Weihnachten bis Ostern. Kontaktieren Sie uns und wir machen Ihnen gerne ein individuelles Angebot.

Ski in & Ski out und echt.sein. Bei uns ist beides möglich. Es ist Zeit anzukommen. Ankommen in der Natur, im Leben, im Augenblick. Spüren Sie den Moment, genießen Sie das Sein und erleben Sie echte Herzlichkeit! Im ALMGUT Mountain Wellness ist es plötzlich ganz einfach, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Die reine Bergluft, die satte Schönheit der Natur gepaart mit ehrlicher Gastfreundschaft, einem exklusiven NaturSPA und echter österreichischer Küche. Spüren Sie es selbst, verbringen Sie Ihre kostbare Zeit dort, wo Sie einfach nur sein dürfen. Ein über 1200 m2 großer ALM. SPA, mit einem Infinity Indoor-Outdoor-Pool, einem Whirlpool, 10 Saunen, 4 Ruheräumen, 3 Teeküchen, einem Fitnessraum und einem Beauty- und Massage SPA, bietet genügend Raum und Platz um sich zurückzuziehen. Spür die Echtheit, erlebe die Natürlichkeit!

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Familien-, Ferienhotel 3 201 bis 500 m direkt 201 bis 500 m ja Frühstück, HP, 3/4 P EZ, DZ, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Wellnesshotel 4 Superior direkt direkt 100 bis 200 m ¾ Pension EZ, DZ, Junior Suite

2020 Ski Guide Austria


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WINTERSPORT HOTELS SALZBURG | steiermark NEUKIRCHEN · SCHLADMING

WANDERHOTEL GASSNER

Hotel Mitterhofer

5741 Neukirchen, Hadergasse 167

8970 Schladming, Salzburgerstraße 371

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TEL +43 (0)65 65 / 62 32 MAIL info@hotel-gassner.at WEB www.hotel-gassner.at

tel +43 (0)36 87 / 22 22 9 mail info@mitterhofer.at web www.mitterhofer.at

Hier bei uns finden Sie Ihr optimales Basislager für Ihren Winterurlaub. Unser Hotel liegt in der Wildkogel Arena, direkt an der Skiabfahrt im Ort Neukirchen am Großvenediger und ist ein ausgezeichneter Ausgangsort für Expeditionen aller Art: In Eis und Schnee, im Wasser und auf Wanderwegen. Neben Skifahren und Snowboarden kann man die längste beleuchtete Rodelbahn der Welt (14 km) testen, Zeit auf den bestens gespurten Loipen verbringen oder sich vom Winterwanderprogramm (Schneeschuhwanderungen, Wildtierbeobachtungen) verzaubern lassen. Danach laden wir Sie in unser neues Crystal-Spa Farblichthallenbad und unsere Saunalandschaft zum Entspannen und Relaxen ein. Wir sind sehr bemüht um das Wohl unserer Gäste. Gemütlichkeit im Haus und die herrliche Aussicht lassen alle Herzen höher schlagen.

Dieses familäre, traditionsbewusste im alpenländischen Stil gehaltene Hotel befindet sich leicht außerhalb des Trubels von Schladming – hier ist es etwas ruhiger. Dennoch ist man in 5 Minuten beim nächsten Einstieg in die traumhafte Skiwelt Schladming. Auch Langläufer werden Ihre Freude an Schladming und der nahegelegenen Ramsau haben. Die Zimmer sind südseitig gelegen und geschmackvoll und gemütlich eingerichtet. Sie werden sich wohlfühlen. Um den Tag energiegeladen zu starten, bieten wir Ihnen ein Schlemmer Frühstücksbuffet. In der Küche wird größter Wert auf regionale Produkte gelegt, die zu schmackhaften Kreationen verarbeitet werden. Zur Entspannung finden Sie in der Wellness Oase ein breites Angebot vor, bis hin zu einem 30 Grad warmen Außenpool und einer (äußerst seltenen) Lehmsauna.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Sporthotel 4 201 bis 500 m 201 bis 500 m 100 bis 200 m Frühstück, HP EZ, DZ, Junior Suite, Suite, Studio, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Familienhotel 4 201 bis 500 m über 500 m über 500 m Frühstück EZ, DZ, Junior Suiten, Suiten

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WINTERSPORT HOTELS Steiermark SCHLADMING · BAD MITTERNDORF

Hotel Schütterhof

Aldiana Club Salzkammergut

8971 Schladming, Wiesenweg 140

8983 Bad Mitterndorf, Neuhofen 183

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tel +43 (0)36 87 / 61 205 mail hotel@schuetterhof.com web www.schuetterhof.com

tel +43 (0)800 100 388 mail reservation.austria@aldiana.com web www.aldiana-salzkammergut.at

Ski in – Ski out in Schladming. Direkt an der Piste gelegen. Rundherum Berge. Herrliche Aussichtslage zum Dachstein. Zu Füßen die Bergstadt Schladming. Entspannen Sie in familiärer Atmosphäre mit ¾ Genießer-Pension mit Frühstücksbuffet, Vital Lunch und Nachmittags-Kaffee. Abends 4-Gang-Wahlmenü und 2x Spezialitätenbuffets. Unsere Trinkstation steht Ihnen ganztägig gratis zur Verfügung. Viele unserer Hotelbereiche und Zimmer sind neu oder wurden vor Kurzem komplett renoviert. Alle Zimmer verfügen über einen Balkon. Überall Gratis W-LAN. Hoteleigener Gratis-Parkplatz. Willkommensdrink. Skiraum mit abschließbaren Skisafes und Schuhtrockner. Entspannung finden Sie im NEUEN 2.000 m2 SPA mit 25 Meter Infinitypool und 3 Panoramasaunen und 3 Ruheräumen (ab 16 Jahre). BeautyLand mit buchbaren Massagen und Kosmetikanwendungen.

Schon bei der Anfahrt zum Aldiana Club Salzkammergut merkt man, dass man eine Welt für sich betritt. Sie finden uns etwas außerhalb der Ortschaft mit einem berauschenden 360 Grad Rundblick, inmitten einer traumhaften Berglandschaft. Die Zimmer sind großzügig mit Balkon und einer modernen Innenarchitektur ausgestattet. Dem „fast alles inklusive“ Prinzip entspricht es, dass Tischwein, Bier und Softgetränke beim Abend-Buffet inkludiert sind, ebenso die Abend-Unterhaltung im hauseigenen Theater. Wir bieten Ihnen ein umfangreiches Programm: Vom Skifahren über Langlaufen bis zum Schneeschuhwandern, aufregende Programme für Kids & Teens und noch vieles mehr. Die angeschlossene GrimmingTherme mit Almsauna und Pssst-Raum sowie der Wellnessansatz Welldiana, bei dem eine Typisierung im Rahmen der 5 Elemente stattfindet, lässt keine Wünsche offen.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Wellnesshotel 4 direkt über 500 m über 500 m ¾ Pension DZ, Junior Suite

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Design-, Familien- und Wellnesshotel 4 über 500 m direkt über 500 m ja HP, 3/4 P EZ, DZ, Suite, Familienzimmer

2020 Ski Guide Austria


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WINTERSPORT HOTELS steiermark Steiermark | KÄRNTEN ALTAUSSEE · WEISSENSEE

ALPENPARKS HAGAN LODGE ALTAUSSEE

hotel moser

8992 Altaussee, Lichtersberg 84

9762 Weissensee, Techendorf 17

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❆❆❆❆ TEL +43 (0)36 22 / 72 323 MAIL hagan-lodge@alpenparks.at WEB www.hagan-lodge.at

TEL +43 (0)47 13 / 22 310 MAIL info@hotel-moser.at WEB www.hotel-moser.at

Das Hüttendorf auf 4-Sterne Niveau besteht aus 62 Ferienhäusern und Chalets im Ausseer Stil, einer LodgeRezeption, Restaurant AlpenStub'n mit großer Sonnenterrasse und Apres-Ski Bereich. Ein ganz besonderes Highlight ist die Privat-Sauna in vielen Lodges. Nach einem aktiven Skitag fahren Sie mit den Skiern bis direkt ins Resort. Der Einstieg in die Langlaufloipe ist praktisch ab dem Wohnzimmer möglich und auch die Skischule und der Ski-Kinderpark befinden sich ganz in der Nähe. Das Skigebiet Loser umfasst über 34 Pistenkilometer mit Abfahrten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen inklusive Freeride-Areas und Funkpark. Auch abseits der Pisten gibt es viel zu erleben: Eislaufen am See, Winterwandern, Nordic Walking, romantische Pferdeschlittenfahrten – das alles erwartet Sie im Ausseerland.

Durch die zentrale Lage wartet Europas größte, präparierte Natureisfläche direkt vor der Türe. Grenzenloses Eislaufvergnügen, Eishockeyplätze und Eisstockbahnen erwarten Sie am See. Der kostenlose Skibus, hält vor dem Hotel und bringt Sie zum Skigebiet Weissensee mit Kinderskiparadies oder auf das Nassfeld. Auf Langlauffans warten perfekt gespurte Doppelspur- und Skatingloipen. Die präparierten Winterwanderwege führen bis hinauf auf die im Winter bewirtschafteten Almhütten. Taucher haben die Möglichkeit die Faszination Eistauchen zu erleben. Nach einem tollen Wintertag entspannen Sie in unserer Wellnessanlage mit Hallenbad und Saunalandschaft, bevor Sie unser 6-Gang Wahlmenü, das vegane Menü oder eine unserer Spezialitäten genießen und im Anschluss den Abend an der Bar ausklingen lassen.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Huettendorf - Feriendorf, Chalet direkt direkt über 500 m Frühstück, HP, Selbstversorger Appartement

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ski Guide Austria 2020

Familienhotel 4 über 500 m 201 bis 500 m direkt Selbstversorgung, Frühstück oder Verwöhnpension EZ, DZ, Suite, Studio, Appartement, Familienzimmer, Ferienwohnungen www.derskiguide.at


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WINTERSPORT HOTELS KÄRNTEN | OBERÖSTERREICH MALLNITZ · BAD GOISERN

Hotel Alpengarten

Landhotel Agathawirt

9822 Mallnitz, Rabisch 11



4822 Bad Goisern, St. Agatha 10

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tel +43 (0)47 84 / 81 00 mail info@alpengarten.at web www.alpengarten.at

TEL +43 (0)61 35 / 83 41 MAIL office@agathawirt.at WEB www.agathawirt.at

Das Hotel ist mit Freude und Liebe zum Detail, mit viel Komfort zum Wohlfühlen, hellen Farben, großen Fensterfronten und heimeligen Holz ausgestattet. Wir haben einen neuen Lift zur Personenbeförderung (barrierefrei und behindertengerecht ) im Hotel. In der Lobby spürt man die behagliche Eleganz des mit Liebe zum Detail gestalteten neuen Empfangsbereichs. In unseren nach Feng-Shui Kriterien eingerichteten Zimmern werden Sie sich rundum Wohl fühlen und noch mehr Entspannung finden Sie in unserem Wellnessbereich. Morgens verwöhnen wir Sie mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet und abends mit einem 4-Gang Wahlmenü. Der Höhenluftkurort und Wintersportort Mallnitz liegt auf einem Hochplateau in 1200 m Höhe. Eingebettet zwischen den herrlichen Bergen der Hohen Tauern, umgeben von satten Almwiesen und der Welt der Dreitausender.

Das Landhotel Agathawirt, das sich seit über 200 Jahren in Familienbesitz befindet, wurde 1517 erbaut und ist als Kulturdenkmal geschützt. Die Gästezimmer befinden sich im modernen Anbau in Gartenlage mit Blick in die Berge. Ein kostenloser Skibus fährt täglich zur Skischaukel Dachstein/West direkt ab Hotel. Für Skitourengeher gibt es am Krippenstein eigene „Rumplerkarten“ und mittwochs geführte Schneeschuhwanderungen am Krippenstein. Sauna, Dampfbad, Infrarot-Kabine und ein Ruheraum im Wintergarten versprechen Erholung für Geist und Waden nach dem Skifahren. Im Restaurant, das sich im „historischen Teil“ des Hotels befindet, erwartet den Gast verfeinerte regionale und österreichische Küche, zubereitet aus bäuerlichen Produkten – dazu eine schöne Auswahl österreichischer Spitzenweine.

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

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Ferienhotel 4 über 500 m 201 bis 500 m über 500 m HP EZ, DZ, Junior Suite, Familienzimmer

Kategorie Hotelsterne Nächster Lift Nächste Loipe Ortszentrum Eigener Skibus Verpflegung Zimmerangebot

Ferienhotel 3 über 500 m direkt über 500 m Frühstück, HP EZ, DZ, Familienzimmer

2020 Ski Guide Austria


Index, Impressum und Bildnachweise Abtenau 23, 132,202 Achenkirch 76 Achensee 53, 76, 426 Admont 13137, 248, 251 Aflenz 24f, 137, 159, 293 Aigen 195 Alberschwende 23, 34 Alpbach(tal) 55, 82, 277, 412, 430 Altaussee 137, 150f, 446 Altenmarkt 24, 125f, 3564f, 408, 443 Andelsbuch 23, 34f Ankogel 23, 25, 164, 184 Annaberg (NÖ) 24, 208, 220f, 251, 295, Annaberg (S) 23,132, 202, 393 Arlberg 23, 29, 37f, 242, 252, 257, 273, 274f, 282, 288f, 293, 299f, 304, 312, 378, 392, 395, 398, 412, 422f Arnoldstein 165, 184, 276 Aschau 86, 431 Auffach 82f Axams/Axamer Lizum 23, 72, 769f Bad Aussee 215, 271 Bad Bleiberg 276 Bad Gastein 120f, 264, 303, 311, 441 Bad Goisern 189, 197, 204, 447 Bad Hofgastein 120f, 259, 265, 281, 377, 442 Bad Kleinkirchheim 23, 164f, 170f, 256f, 282, 332, 399 Bad Leonfelden 189, 204 Bad Mitterndorf 136, 152f, 271, 399, 445 Berwang 24, 63f Bezau 23,34f, 397, 431 Biberwier 24,63 Bichlbach 24,63 Bielerhöhe 31f, 269 Bischofshofen 265, 303 Bludenz 28, 30, 248 Bödele 23, 29, 34f, 412 Bodensdorf 172 Böhmerwald 188, 194f, 267, 270 Bramberg 131, 265, 276 Brand(nertal) 28, 36, 262, 276 Bregenzerwald 28f, 34f, 44, 248, 267, 270, 289f, 296, 397, 412, 420 Brixen im Thale 54, 84 Bürgeralm 24f, 136, 159, 293 Dachstein 23f, 132f, 136f, 142f, 188, 196, 202, 238f, 256, 25, 270, 272, 284f, 293, 296, 303, 409, 412, 445, 447 Dachstein-West 23, 25, 132, 188f, 202, 239 Damüls 23, 34f, 36, 257, 420 Defereggental 94, 271 Dienten 24, 118f, 247 Dorfgastein 24, 121, 122f Eben 103, 124 Ebensee 23, 25, 189, 200f, 274 Ehrwald 24, 62f, 259 Ellmau 84,308 Fageralm 24, 103, 133 Faistenau 132, 265, 271 Forstau 133, 443

Falkert 23, 164, 184, 248f, Feistritz 252 Feistritzsattel 209 Fendels 24, 55, 225f Fieberbrunn 23, 55, 96, 102f, 297, 435 Filzmoos 24, 124f, 402 Fiss 24, 55, 58f, 274, 407 Flachau 24, 124f, 258f, 303, 443 Flachauwinkl 24, 124f, 258f Forsteralm 24, 25, 189, 204 Fulpmes 70f Fügen 53, 78f, 80f 276, 400, 430 Gaberl 160 Gaflenz 189, 204 Gaissau 132 Galtür 23, 24, 55, 57f, 98, 268, 270, 313, 382, 425 Gapfhol 29, 36 Gargellen 28f, 30f, 289,291, 418 Gaschurn 30f Gasteinertal 103, 120f, 280 Gerlitzen 164f, 172f, 406 Gerlos 54, 80f, 248, 315 Glungezer 23, 72 Going 84f Goldeck 23, 164f, 178f, 256, 412 Goldegg 24, 103, 125, 130, 412 Golm 30f, 255 Golzentipp 24, 54, 92 Gosau 23, 25, 188, 202f, 409, 412 Göstling 24, 208f, 211f Grän 98 Grebenzen 24, 137, 159 Grödig 103, 133 Großarl 24, 121, 122f, 265, 270, 314 Großwalsertal 36 Grünau 189, 198 Hallein 133, 253 Hebalm (K/ST) 136, 160, 266 Heiligenblut 23, 24, 164f, 176f, 276 Hermagor 166f, 412 Hinterglemm 102f, 105f, 259, 261, 265, 273, 278, 297, 308, 435 Hintersee 103, 132 Hinterstoder 24, 25, 188f, 190f, 256, 259, 242, 303 Hintertux 25, 55, 80f, 234, 401 Hittisau 123, 34, 270, 397 Hochficht 24, 25, 188f, 194f, 265, 267 Hochfilzen 107, 270, 303, 308 Hochfügen 25, 78f, 80, 400 Hochgurgl 23, 24, 55, 64f, 67 Hochhäderich 23, 34f Hochkar 22, 24, 25, 208, 210f, 256 Hochkönig 24, 102, 118f, 257, 261, 406 Hochötz 55, 96, 317 Hochpustertal 25, 55, 94 Hochrindl 23, 164, 182, 250f Hof bei Salzburg 103, 132, 264 Hollenstein 24, 209, 224 Hopfgarten 84f, 432 Hüttschlag 122f, 270 Igls 23, 73f Imst 24, 55, 265,

Innerkrems 23, 164, 184, 329 Innsbruck 23, 55, 70f,72f, 257, 302, 303, 428 Ischgl 23, 55, 56f, 254f, 266, 271, 273, 275, 280, 369f, 377f, 383, 398, 402, 405 Jauerling 24 Jerzens 60f Jochberg 86f Jungholz 55, 98 Kals 23, 25, 55, 92f, 329, 432 Kappl 23, 24, 56f, 97 Kaprun 102, 104f, 110f, 232, 236, 274, 279, 295, 321, 436, 437 Karlstift 209, 224, 265 Kartitsch 23, 25, 55 Katschbe