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P erso n a lm a n a g em e n t

Freitag, 18. Jänner 2013

careernetwork – 75

Falle Social Media Fehler in der Personalrekrutierung multiplizieren sich über Facebook, Twitter und Co. um das bis zu Hundertfache

Fatale Sünden im Recruiting Linz. Ein positiver Eindruck wird an drei Menschen weitererzählt; negative Erfahrungen teilen Menschen mit rund zehn ihrer Freunde und Bekannten. Denkt man diese Faustregel mit, so wird schnell klar, welche fatalen Folgen ein NegativImage in Social Media haben kann. Der Personalberater „ePunkt“ hat in einem Whitepaper veröffentlicht, wie sich Fehler im Recruiting schlechtestenfalls auswirken können, wenn sich die „Sünden“ des Unternehmens auf Facebook, Twitter und Co. verbreiten. Denn anders als im persönlichen Kontakt mit anderen lassen sich Meinungen und Eindrücke mit nur einem Mausklick an Tausende Menschen verteilen. Dieses Schneeball-System kann dem Ruf eines Unternehmens nachhaltig schaden. Welche No-gos im Recruiting lassen sich also vermeiden, damit Negativ-Botschaften erst gar nicht verteilt werden können?

Daniel Marwan, Geschäftsführer ePunkt, kennt die größten Sünden im Recruiting: „Unsere Studie hat gezeigt, dass viele Fehler schon vor der Phase der Bewerbungsgespräche passieren. Überraschend viele Top-Unternehmen vertreiben ihre Bewerber bereits mit umständlichen oder nicht funktionierenden Bewerbungstools auf der Website. Zudem sind die Kontaktdaten zum Unternehmen oft nicht personalisiert, sodass der Bewerber eine große Hemmschwelle hat, persönliche Daten anzugeben. Die größte Sünde im Recruiting ist aber, wenn Bewerbungen gänzlich unbeantwortet bleiben“, warnt

Marwan vor einem unprofessionellen Verhalten. Fast die Hälfte der Unternehmen beantworten laut ePunkt Bewerbungen gar nicht und nur 31% der Unternehmen reagierten innerhalb einer Woche auf Bewerbungsschreiben.

Imageschaden hoch zehn „Unternehmen können sich solche Fauxpas gar nicht leisten, wenn sie die Besten der Besten rekrutieren wollen. Angenommen, man verärgert im Jahr auch nur fünf Bewerber, diese erzählen zehn weiteren von ihren schlechten Erlebnissen. Social Media

kann den Verteilungsprozess um den Faktor ‚zehn‘ verstärken. Im schlechtesten Fall wird die Negativbotschaft also um das Hundertfache multipliziert: Schon sind 500 potenzielle Bewerber verloren gegangen“, zeigt Marwan den Worst-Case eines unsauberen Recruiting-Prozesses auf. ePunkt hat auch untersucht, wie sehr Unternehmen Soziale Netzwerke selbst zum Recruiting verwenden. Social Media im Personalbereich sei „gerade erst den Kinderschuhen entwachsen, das Laufen mit ihnen fällt den Unternehmen aber nach wie vor schwer“, so die Experten. (lw)

© ePunkt

Umständliche Tools, fehlende Kontaktdaten und Nicht-Antworten auf Bewerbungen sind No-gos.

Daniel Marwan, ePunkt, warnt vor leichtsinnigen Recruiting-Fehlern.

Karriere Kulturelle Vielfalt

Diversity-Messe Wien. „Fairversity Austria“ ist die erste Karrieremesse mit Schwerpunkt „Diversity“ in Österreich. Am 27. September 2013 steht vor allem die kulturelle Vielfalt im Mittelpunkt, erklären die Initiatoren. Unternehmen, die besonders diversitätsoffen sind, präsentieren sich bei der Messe und stellen Karriemöglichkeiten vor. Auch Organisationen, die Beratungen und Trainings im Bereich Diversity Management anbieten, zeigen bei „Fairversity“, was sie zu bieten haben. Menschen unterschiedlichen kulturellen Hintergrunds sind eingeladen, sich über ihre Jobchancen zu informieren. Aber auch für HR-Experten und Diversity-Beauftragte ist die Messe eine Gelegenheit, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Mehr Infos: www.fairversity.at

Social Media Akademie

Doktor Twitter

Wien. Erstmals in Österreich kann man sein Können in Sozialen Netzwerken auch akademisch beglaubigen lassen. Die „Life Long Learning Academy Technikum Wien“ bietet die erste akademische Ausbildung zum „Social Media Manager“ an. Der Lehrgang ist berufsbegleitend, Teilnehmer können von TopTrainern aus der Praxis lernen. Gelehrt wird etwa, wie Facebook in die Gesamtstrategie eingebaut werden kann, kreative Inhalte sowie Erfolgsmessung.

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Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere absolventinnen sind aufsteigerinnen

© Gerd Altmann Shapes mosh/pixelio.de

Heidi Nather-Eggeling von C&A Mode ist erfolgreiche Absolventin unseres Universitätslehrganges. Nach Stationen in den Werbeagenturen Young & rubicam und JWt wechselte sie als Werbeleiterin und Mode Pr-Sprecherin zu C&a Mode Österreich. Zu Beginn für Österreich und tschechien verantwortlich, begleitete sie die starke expansion des Modehauses. heute liegt die Werbeleitung für acht Cee-länder in ihrem Verantwortungsbereich. aufbauend auf den Universitätslehrgang Werbung & Verkauf absolvierte sie parallel zu ihrer beruflichen Karriere den Professional MBA Marketing & Sales an der WU executive academy.

werbung.verkauf@wu.ac.at, +43-1-31336-4612, www.werbelehrgang.at Berufsbegleitende Universitätslehrgänge der WU executive academy. Ausbildung für alle, die ihr Social MediaWissen professionalisieren wollen. 216x288 WU-Sujet Nather eggeliNg 12-042_UL-WV_Medianet-216x288_Nather_KW36.indd 1

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