Page 73

p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 18. Jänner 2013

careernetwork – 73

Vielfältig Beim Wifi ist man überzeugt, dass Arbeitnehmer wie -geber von Weiterbildungsmaßnahmen profitieren

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Was bringt Weiterbildung? Neben Jobsicherung und persönlichem Weiterkommen winken demnach auch wirtschaftliche Vorteile. schnittlich motiviert und fleißig sind. Diese Eigenschaften können unabhängig vom Kursbesuch Gehaltserhöhungen bewirken.“ Wichtig sei sowohl für Arbeitnehmer wie Arbeitgeberseite, dass die eingeschlagene Ausbildung am neuesten Stand und sofort praktisch einsetzbar sei – und darauf könnten sich Wifi-Absolventen verlassen, ist Pisec überzeugt: „In der Wirtschaft sind unsere Abschlüsse dafür bekannt und genießen europaweite Anerkennung.“ Kooperationen mit den Universitäten Cambridge und Perugia bei den Wifi-Sprachkursen würden das u.a. gewährleisten. Das Thema Fremsprachenkompetenz und Internationalität habe laut Pisec generell hohe Relevanz: „Die ELAN-Studie der EU-Kommission rechnet vor, dass Unternehmen, die in Mehrsprachigkeit investieren, ein um 44,5 Prozent höheres Exportvolumen erzielen als jene, die dies nicht tun.“ Internationaler Bildungsexport mit interkulturellem Know-how werde daher immer wichtiger. Das Wifi gehe diesen Weg mit elf Partner-Wifis im CEE/SEE-Raum: „Unsere Kunden schätzen es, dass wir sie begleiten“, verweist Pisec darauf, dass bereits 80% der Unternehmen, die im Ausland aktiv sind, auf Weiterbildung setzen.

Höheres Einkommen Viele Fachleute werden nicht müde zu betonen, dass frisches Know-how für Aufschwung sorgen, Jobs sichern und auftragsärmere Zeiten sinnvoll überbrücken helfen kann, wenn der Wirtschaftsmotor stottert: „Weiterbildungsmaßnahmen tragen nachweislich zur Jobsicherheit bei“, beruft sich Pisec auf eine Studie des ibw (Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft) zum konkreten Nutzen der Weiterbildung: Demnach könne die Hälfte der Wifi-Kursteilnehmer, deren Motiv für Weiterbildung die Absicherung ihres Jobs bzw. das „auf dem Laufenden bleiben“ ist, dieses Ziel auch umsetzen. Für über 40% ergäbe sich wie gewünscht eine interessantere berufliche Tätigkeit und für ein Drittel verbessere sich die berufliche Position. Im Schnitt hätten die Teilnehmer auch ein um elf Prozent höheres Einkommen als vor der Kursteilnahme. „Mehr Einkommen ist allerdings nicht allein auf den Kurs zurückzuführen“, relativiert Pisec. „Wir wissen, dass jene, die Weiterbildungen absolvieren, überdurch-

Der erste Eindruck zählt Bewerbungsgespräche sind für die wenigsten eine entspannte Sache. Man soll sich selbst bestmöglich präsentieren, Fehlern ausweichen und dabei noch spontan und schlagfertig sein. Allein schon der Stress, den man sich deshalb selbst macht, sollte ausreichen – möchte man meinen. Denn, dass es in Vorstellungsgesprächen auch ruppig zugehen kann, belegt eine aktuelle Online-Befragung von karriere.at unter 620 Usern: Jeder Vierte (28 Prozent) Arbeitnehmer berichtet dabei sogar von persönlichen Untergriffen während des Jobinterviews. Exakt die Hälfte der Befragten hatte bereits negative Bewerbungserlebnisse, allerdings bildeten diese die Ausnahme. Zehn Prozent berichten ausschließlich von persönlichem Stress. Nur zwölf Prozent der Umfrageteilnehmer sagen: „Bisher lief alles sehr korrekt ab.“ Schade, denn ein korrekter Ablauf des Bewerbungsgesprächs sollte für Personalverantwortliche, aber auch Kandidaten, höchste Priorität haben. So sollten in einem solchen Termin nicht nur alle wesentlichen Punkte behandelt werden, sondern auch beide Seiten (also auch der Bewerber!) ausreichend Gelegenheit haben, Fragen zu stellen. „Gerade aus Unternehmenssicht sollte bedacht werden, dass sich bei Bewerbungsgesprächen nicht nur Kandidaten erstmals präsentieren. Auch der potenzielle Mitarbeiter bildet sich hier einen ersten Eindruck vom Unternehmen. Fällt dieser schlecht oder unprofessionell aus, kann sich das massiv auf das Image als Arbeitgeber auswirken“, kommentiert karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid die Umfrageergebnisse.

© Wifi/Formanek

Wien. Während viele der Neujahrsvorsätze der Österreicher bereits wieder ad acta gelegt worden sind, zeichnet sich ab, dass immer mehr Arbeitnehmer wie -geber Zeit und Geld in Weiterbildung investieren. „Das ist gerade jetzt, wo die Wirtschaft wieder turbulente Zeiten durchmacht, höchst verständlich“, bestätigt Wifi-Kurator Karl Pisec.

Wifi-Kurator Karl Pisec: „Weiterbildung trägt nachweislich zur Jobsicherheit bei.“

gramme ab, verweist Pisec auf die langjährige Kooperation seines Hauses mit zahlreichen Universitäten und streicht das MBA-Programm mit der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt und den „Professional MSc Management & IT“ mit der Donau-Universität Krems besonders hervor: „Wir bieten damit vor allem NachwuchsFührungskräften in KMU eine generalistische Qualifizierung in Management und Unternehmensführung“, so der Wifi-Kurator. „Wie bei all unseren Ausbildungen sind die Inhalte der Universitätslehrgänge auf den aktuellen Bedarf der heimischen Wirtschaft abgestimmt – wir legen auch hier Wert auf eine hohe Praxisorientierung!“

Postgraduate im Trend In Österreich zeichne sich vor allem eine gewisse Wichtigkeit postgradualer Ausbildungspro-

Jedes Jahr besuchen rund 350.000 Teilnehmer rund 31.000 Wifi-Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Tourismus, Handel, Gewerbe, Technik, Sprachen, Betriebswirtschaft, EDV/IT, Persönlichkeit und Management/ Unternehmensführung. „Insgesamt bieten wir österreichweit und mit unserem ‚Wifi International‘ auch über die Grenzen hinaus ein sehr großes Spektrum an Weiterbildungsangeboten, die helfen, im Beruf auf dem Laufenden zu bleiben und den Job zu sichern: vom eintägigen Auffrischungskurs bis hin zu Führungs-Know-how auf akademischem Niveau“, ist Pisec überzeugt: „Da ist sicher für jeden etwas dabei.“  (red)

Studie Die klaffende Einkommensschere und schwierige Jobaussichten drücken auf die Laune der Europäer

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Land der Seligen?

Anna Maria Nusko

Alcatel-Lucent Austria © Foto Wilke

Anna Maria Nusko (33) hat im Bereich Privatund Firmenkunden des BFI Wien die Leitung der Abteilung Gesundheit & Technik übernommen. Zuvor war sie ProgrammManagerin für MBA-Programme an der WU Executive Academy.

Thomas Arnoldner

Thomas Arnoldner (35) ist seit 1. Jänner 2013 neuer Vorstandsvorsitzender bei Alcatel-Lucent Austria. Arnoldner ist seit 2003 bei Alcatel-Lucent Austria, vormals Alcatel Austria, beschäftigt und war zuletzt als Account Director tätig.

Promotion

In Österreich scheint die Welt im europäischen Vergleich noch in Ordnung zu sein – zumindest, wenn es um die soziale Lage geht. Die Stimmung hinsichtlich Bildungsund Jobchancen ist im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern sehr gut. Jeder fünfte Österreicher empfindet es laut Studie einfach, hierzulande einen Job zu finden (20,6%) und mehr als drei Viertel beschreiben die Ausbildungsmöglichkeiten in Österreich als eher bis sehr gut (76,7%).

Auch bei der Einkommensschere, also der Kluft zwischen Arm und Reich, liegt Österreich deutlich unter dem europäischen Schnitt, wobei die Stimmung mit 82,6% empfundener Ungleichverteilung dennoch Signalwirkung habe, wie Schwabl betont. Europaweit drückt das Auseinanderklaffen der Einkommen auf die Laune der Bürger. Überdurchschnittlich stark gesunken ist die Lebenszufriedenheit etwa in Italien, nämlich um fast 20% im Laufe eines Jahres – von 64,9% auf 53,3%. Österreich weist derzeit zwar nach den Niederlanden die zweithöchste Lebenszufriedenheit auf, hat seit Anfang 2012 jedoch den vorläufigen Tiefstwert erreicht (Q3 2012: 84,9%; Q4 2012: 80,5%).  (red)

BFI Wien © Foto Weinwurm

job

tionen in Europa verlässt der Optimismus; sie spüren die Einkommensschere besonders stark“, erklärt Schwabl.

Otmar Wohlgemuth ManpowerGroup Österreich

Otmar Wohlgemuth (39) verstärkt ab sofort als Finance Director das Management-Team der ManpowerGroup Österreich. Bevor er bei ManpowerGroup startete, war er Finance Director Europe & CIS bei Western Union.

© Mercedes-Benz Österreich

Thomas Schwabl, Marketagent.com: „Besonders Ältere verlässt Optimismus.“

Wien. „Nicht nur Wirtschaft und Politik stimmen die Europäer zunehmend missmutig, auch der Arbeitsmarkt und die Einkommensschere werden europaweit kontinuierlich angespannter wahrgenommen“, resümiert Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com, die Ergebnisse der Europa-Trendstudie „Eyeson-Europe“, die quartalsweise in 15 Ländern der D-A-CH- und CEERegion mit knapp 7.000 OnlineInterviews durchgeführt wird. So beschreiben acht von zehn Europäern die derzeitige Jobsituation im eigenen Land als schwierig (80,2%). Neun von zehn empfinden große Einkommensunterschiede zwischen Arm und Reich (90,1%). „Besonders die älteren Genera-

© Manpower

© Marketagent

Lebenszufriedenheit am leisen Rückmarsch

Corinna Widenmeyer Mercedes-Benz Österreich

Corinna Widenmeyer (42) wird mit Wirkung zum 1. Februar 2013 die Geschäftsführung der Mercedes-Benz Österreich Vertriebsges. m.b.H. übernehmen. Sie tritt damit die Nachfolge von Bernhard Denk an.

medianet  

medianet - die ganze Zeitung

medianet  

medianet - die ganze Zeitung

Advertisement