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Freitag, 18. Jänner 2013

I n n ovat io n & u n t e r n e h m e n

industrialtechnology – 55

Fraunhofer-Studie Die befragten Unternehmen wünschen sich mehr Information und eine Anpassung der Datenschutzbestimmungen

Ungenutztes Big-Data-Potenzial Experimentierplattform wird auf der diesjährigen „CeBit“ vorgestellt. besserungswürdig.Obwohl alle Teilnehmer konkrete Ziele angegeben hatten, verfügt ein Drittel der befragten Firmen aktuell über kein Budget für Big-Data-Zwecke und plant dies auch noch nicht. Zu den Fördermaßnahmen, die sich die Unternehmen wünschen, gehören vor allem eine bessere Vernetzung und Best Practices, Trainings und Schulungen sowie überarbeitete Datenschutzvorgaben. „Unsere Wissenschaftler haben speziell für Zielgruppe der KMUs die Experimentierplattform ‚Living Lab‘ entwickelt. Anhand verschiedener Technologien können Unternehmen zunächst an

einem Beispieldatensatz ausprobieren, was in Sachen Datenauswertung möglich ist”, so Stefan Wrobel, Institutsleiter des IAIS. Langfristig ist geplant, dass Firmen auch ihre eigenen Daten einbringen und diese analysieren können. Präsentiert wird die Plattform erstmals vom 5. bis 9. März auf der „CeBit“ in Hannover in Halle 9, Stand E08. Ergänzend dazu hält das IAIS seit Anfang des Jahres Schulungen für Unternehmen an, in denen spezifische Anforderungen und Lösungen für Big Data Analytics diskutiert werden.  www.iais.fraunhofer.de

Demner, Merlicek & Bergmann

München. 1,8 Zettabyte an Daten wurden im letzten Jahr weltweit produziert – und Prognosen zufolge wird sich das Volumen alle zwei Jahre weiter verdoppeln. Stellt sich nur die Frage, wie Unternehmen diese Datenmengen sinnvoll nutzen können. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie BMWi hat Fraunhofer IAIS in den letzten Monaten eine weitreichende Untersuchung zu Nutzung und Potenzial von Big Data durchgeführt. Damit will man das zurzeit noch sehr US-dominierte Thema stärker in der deutschen Wirtschaft etablieren. Das Projekt umfasste eine internationale Recherche zum Umgang mit Big Data, zu Forschungsaktivitäten und konkreten Anwendungen, eine Onlinebefragung von Unternehmen sowie Workshops mit Vertretern unterschiedlicher Branchen.

„Zukünftig könnten Maschinen mit Big Data-Intelligenz ausgestattet werden, um Sensordaten direkt zu verarbeiten.“ Stefan Wrobel, Leiter IAIS

Nun liegen die Ergebnisse vor und sie zeigen vor allem drei große zentrale Chancen für den Einsatz von Big Data in Unternehmen: Effizientere Unternehmensführung, Massenindividualisierung und intelligentere Produkte. Gefragt nach den primären Zielen, die sie mit Big Data verfolgen, nannten 69% der teilnehmenden Unternehmen strategische Wettbewerbsvorteile, 61% erwarten eine Steigerung der Umsätze und jeweils 55% höhere Produktivität und geringere Kosten.

Fehlende Ressourcen

© IAIS

Umsetzen würden die befragten Unternehmen Big-Data-Anwendungen konkret vor allem, um Prognosen zur Werbewirksamkeit zu treffen (55%), die Markenwahrnehmung zu beobachten (53%) und Preise genauer festzusetzen (45%). Die größten Hürden sieht knapp die Hälfte jedoch in den geltenden Datenschutz- und Sicherheitsbestimmungen sowie 43% im fehlenden Budget und dringenderen Prioritäten. 78% halten zudem die personellen Ressourcen für ver-

Stefan Wrobel, Institutsleiter IAIS: noch viel Aufklärung und Info notwendig.

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