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Freitag, 18. Jänner 2013

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Naturdämme statt Beton für riesiges Speicherkraftwerk mit zwei Staustufen und Leistungsfähigkeit bis 1.000 MW

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Pumpspeicherkraftwerk in Koralmgebiet geplant

© Panthermedia.net/Victor Pelaez Torres

Union Investment kauft Immobilien von TAG

Die Grünen kontern: „Absurde und sinnlose Naturzerstörungsprojekte im Naturparadies des Landes“. Fritz Haslinger

Graz/Wien. Laut Kleine Zeitung planen private Betreiber die Errichtung eines rund 1.000 MWleistungsstarken Pumpspeicherkraftwerks im weststeirischen Koralmgebiet. Das Vorhaben befinde sich seit 31. Juli 2012 beim Land Steiermark im UVP-Feststellungsverfahren und die geplanten Projektkosten belaufen sich auf 800 bis 1.000 Mio. €. Ob ein UVP benötigt werde, soll bis Ende Februar 2013 entschieden sein.

Union hat in Berlin zugeschlagen: 1.384 Wohneinheiten erworben.

Hamburg/Wien. Die Union Investment Institutional Property GmbH hat von der TAG Immobilien AG drei in Berlin gelegene Wohnanlagen mit 1.384 Wohneinheiten zu einem Gesamtkaufpreis von 87 Mio. € erworben. „Damit setzen wir die Strategie auf Erwerb von Wohnimmobilien in Berlin konsequent um“, bestätigt UnternehmensChef Christoph Schumacher. Für weitere Investitionen stünden derzeit rund 120 Mio. € an Eigenkapital zur Verfügung.  (fh)

Im Wassereinzugsbereich der Koralm (Bezirk Deutschlandsberg) sollen zwei Speicherseen auf je 20 ha Fläche mit mehrereren Mio. m� Fassungsvermögen entstehen und die Höhendifferenz zwischen beiden Seen betrage rund 600 m.

2012 bestes Ergebnis für Engel & Völkers Hamburg/Wien. Die Engel & Völkers Gruppe konnte im zurückliegenden Jahr ihr bestes Ergebnis in der Unternehmensgeschichte einfahren. Der Markencourtageumsatz erhöhte sich um 11,8% auf 230,8 Mio. €, wobei die Wohnimmobilien-Shops in Deutschland den größten Anteil am Gesamtumsatz generierten. Im Ausland sei der Umsatz um 25,2% auf 81,0 Mio. € angewachsen. „Insbesondere in Deutschland hätte das Wachstum noch kräftiger ausfallen können, wenn nur das Angebot an Immobilien, vor allem an Wohn- und Geschäftshäusern ausreichend gewesen wäre“, sagt Christian Völkers, Vorstandsvorsitzender der Engel & Völkers AG. (red)

Das geplante Pumpspeicherprojekt (Bild: Koralpe) soll als Zwischenspeicher für Strom aus Windkraft u.Ä. dienen.

Naturwände statt Beton Die rund 800 m langen und etwa 90 m hohen Staumauern sollen als bepflanzte Naturdämme gestaltet werden und somit keine Betonwände das Panorama verunstalten. Das Krafthaus mit den Turbinen werde in das Berginnere verlagert und die Einspeisung könnte in die nahe verlaufende 380-kV-Leitung erfolgen. Projektwerber seien laut Kleine Zeitung die Weststeirer Peter Masser und Alfred Liechtenstein, welche auch im Besitz der notwendigen Liegenschaften sein sollen. Zuletzt wurden beide durch ihre Pläne für ein Kleinwasserkraftwerk an der weststeirischen Schwarzen Sulm bekannt. Das Gewässer liegt in einem „Natura-2000“ Eu-

CEE Investmentmarkt verspürt Aufwind

ropaschutzgebiet und stößt damit auf heftige Kritik und Opposition seitens der Grünen.

Idealer Zwischenspeicher Der Bau der Pumpspeicherkraftwerksanlage sei laut Projektinitiator Masser ideal als Zwischenspeicher für die Energie aus Windkraft, die in Österreich um das Dreifache ausgebaut werden soll. „Wer die Energiewende will, braucht solche Lösungen.“ Als Bauzeit werden circa fünf Jahre veranschlagt, ohne Berücksichtigung der für das Genehmigungsverfahren nötigen Zeit. Die Fertigstellung der baulichen Maßnahmen könnte laut den Projektwerbern bis 2019/2020 erfol-

gen. Andererseits liege der obere der beiden Speicherseen im Landschaftsschutzgebiet der Koralm, was für die Projektwerber Probleme verursachen könnte.

räte Hans Seitinger (V) und Gerhard Kurzmann (F) gestellt. Eine endgültige Beurteilung des Projekts seitens der Grünen liege noch nicht vor, heißt es hierzu: „Dazu fehlen uns noch Informationen“, wird Klubobfrau Sabine Jungwirth seitens der APA zitiert. Es spiele aber eine besonders große Rolle, welche Auswirkungen dieses Speicherkraftwerk auf die Wassergüte der nahe gelegenen Schwarzen Sulm haben werde. „Denn dort wollen die gleichen Betreiber bereits seit zehn Jahren ein Kraftwerk errichten“, bestätigt Jungwirth. Und genauso leisten die Grünen seit zehn Jahren erbitterten Widerstand gegen dieses „absurde und sinnlose Naturzerstörungsprojekt des Landes“. (APA)

Bau nicht ausgeschlossen Ute Pöllinger, steirische Umweltanwältin, lehne laut Kleine Zeitung das Projekt nicht grundsätzlich ab, wenngleich sie sich nur schwer vorstellen könne, dass der Schutzzweck des Gebiets durch das Kraftwerk nicht berührt werde. Dies müsse jedoch noch kein Grund sein, der das Projekt völlig ausschließen würde. Am 9. August 2012 hatten Die Grünen eine entsprechende Landtagsanfrage zum geplanten Projekt an die Landes-

Milliarden-Paket Um Wirtschaftsmotor anzukurbeln

Projektpipeline Wachstum auf 1.200 Wohneinheiten

Wien. Mit umgerechnet 175 Mrd. € will Japans neue Regierung die stagnierende Wirtschaft antreiben. Damit sollen vor allem große öffentliche Bauprojekte zur Beschleunigung des Wiederaufbaus der Tsunami-Region im Nordosten des Landes finanziert werden.

Berlin/Wien. Buwog Meermann, eine Tochter der vollständig zur Immofinanz Group gehörenden Buwog, hat in Berlin drei Grundstücke mit rund 34.000 m2 Gesamtfläche erworben und darauf sollen 520 Wohnungen, davon 320 im Stadtteil Treptow-Köpenick und 200 in Berlin-Mitte, errichtet werden.

Start aus Deflation

© EPA

Das jetzt beschlossene Paket soll das BIP um zwei Prozentpunkte anheben und 600 neue Arbeits-

plätze schaffen. „Wir müssen dem Schrumpfen der Wirtschaft ein Ende bereiten“, so Regierungschef Shinzo Abe. „Es ist wichtig, die andauernde Deflation und den starken Yen hinter uns zu lassen.“ Manche Ökonomen bezweifeln jedoch, dass das Paket eine nachhaltige Wirkung haben werde. Ihrer Meinung nach seien speziell Strukturreformen und Deregulierungen im Gesundheitswesen sowie im Energiebereich gefragt, um die Stagnation zu beenden. (APA)

Japans Regierungschef Shinzo Abe setzt auf Bauinvestitionen für mehr Wachstum.

wir nach nur sechs Monaten Präsenz in Berlin unsere Position in diesem stark wachsenden Markt festlegen und mit dem Aufbau einer umfangreichen Pipeline beginnen.“ Die erworbenen Grundstücke sind: Ein Erweiterungsgrundstück zum Quartier Regattastraße für 80 Wohnungen, ein Grundstück in Treptow-Köpenick mit Neubaupotenzial von 240 Wohneinheiten und ein Grundstück in Berlin-Mitte für 200 Neubauwohnungen. (fh)

Weiterer Expansionsschritt Nach dem Markteintritt im Mai 2012 mit der Übernahme des Immobilienentwicklers CMI AG (jetzt Buwog Meermann) sei dies ein weiterer Schritt zur Expansion am Berliner Wohnungsmarkt. Mit den aktuellen Grundstückskäufen verfügt Buwog Meermann in Berlin über eine Projektpipeline von rund 1.200 Neubauwohnungen und konzentriert sich damit auf die Entwicklung neuer Wohnstandorte und auf die Übernahme großer Wohnportfolios. „Deutschland ist unser wichtigster Wachstumsmotor, besonders im Bereich Immobilienentwicklung“, erklärt Buwog-Geschäftsführer Alexander Hoff. „Mit diesen Ankäufen können

© Buwog/Kurt Keinrath

© Panthermedia.net/Jakub Jirsák

Japan mit neuer Konjunkturspritze Buwog macht sich in Berlin breit

Prag: VIG Fund kaufte ein, EHL vermittelte BB Centrum Building C.

Wien. Ende 2012 erwarb der VIG Fund von der Immofinanz Group das von EHL Immobilien vermittelte Prager „BB Centrum Building C“. „Das mit circa 13.000 m2 Mietfläche gut vermietete Objekt ‚BB Centrum‘ zeichnet sich neben einem attraktiven Büroflächenangebot durch eine ausgezeichnete Infrastruktur aus“, erklärt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. „Nach drei Jahren der Stagnation zieht seit Frühjahr 2012 der CEE-Immobilieninvestmentmarkt wieder spürbar an; wir erwarten, dass sich dieser Trend 2013 weiter fortsetzen wird“, so der Experte. (fh)

© Hubert Isopp/CC Lizenz

Zwei Speicherseen

Buwog-Chef Alexander Hoff: „Unser wichtigster Wachstumsmotor“.

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