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C ov e r

22 – automotivebusiness

Freitag, 13. Juli 2012

Infiniti Im Juni bezog der japanische Premiumhersteller in Brunn am Gebirge den größten Infiniti-Flagship-Store Europas

Kommentar

Raus aus dem Hotel und rein in den Flagship-Store

Wir wünschen einen schönen Sommer

Centre Manager Karl Günther Frittum über die Hoffnungen und Umstellungen, die damit verbunden sind. Gregor Josel

S

ommerzeit ist bekanntlich saure Gurken-Zeit und bevor wir Sie mit selbigen zu begeistern versuchen, lassen wir‘s lieber ganz bleiben. Soll heißen: medianet macht ab nun für sechs Wochen Sommerpause und das erste automotive in der post-HitzePhase werden sie erst am 24. August zu Gesicht bekommen. Richtig gelesen, wenn auch kein Grund, sich jetzt auf den Boden zu werfen und verzweifeln die Hände gegen Himmel zu strecken. Sie werden nämlich trotzdem keine heißen Branchennews verpassen. Das liegt einerseits daran, dass das Sommerloch schon traditionell auch die Wirtschaft inkludiert und daher kaum fundamentale Umwälzungen in der Branche zu erwarten sind. Nicht umsonst hat Volkswagen schon jetzt den Porsche-Deal unter Dach und Fach gebracht – stecken die Vorstände erst mal im Urlaub ihre Zehen in den Sand hat sich‘s mit Übernahmen, Akquisitionen und Fusionen bis auf Weiteres erledigt. Andererseits sind wir natürlich nach dem Sommer mit aufgeladenen Batterien wieder für Sie da und werden alle Höhepunkte der automotiven Hitzemonate akribisch für sie nachbereiten – versprochen, schließlich sollen Sie auf dem neuesten Stand sein, wenn Sie vom Strand zurück ins Büro wechseln. Seien Sie also beruhigt! Einen schönen Sommer wünscht die automotive-Redaktion.

medianet: Vor knapp einem Monat wurde der neue Infiniti-FlagshipStore in Brunn am Gebirge eröffnet; wie haben Sie die erste Zeit erlebt? Karl Günther Frittum: Natürlich ist es eine große Umstellung für uns alle. Sensationell ist jedoch, dass wir nun nach fast eineinhalb Jahren im Hotel zum ersten Mal einen echten Verkaufsraum haben und nicht mehr auf einen virtuellen Schauraum zurückgreifen müssen. Der Kunde hat nun die Möglichkeit, jedes Auto in nahezu jeder Farbund Ausstattungsvariante live zu erleben. Darüber hinaus haben wir allerdings mit dem brandneuen und wunderschönen Standort auch eine große Verantwortung übernommen. Das perfekte Umfeld und die passende Infrastruktur wurde damit geschaffen, jetzt geht es darum, den neuen Betrieb nachhaltig aufzubauen. Der Standort wurde schon in den ersten Wochen sehr gut angenommen, die Auslastung der Werkstatt ist zufriedenstellend und auch, was Neukunden betrifft, sind wir sehr zufrieden. Klar, kleine Korrekturen in den Arbeitsabläufen sind noch notwendig, aber

Porsche Design Team

Auszeichnung

Der brandneue Infiniti Flagship-Store ist mit acht Stellplätzen bestens für das kommende Modellfeuerwerk der Marke gerüstet.

die Mannschaft ist motiviert und begeistert bei der Sache. medianet: Der neue Flagship-Store vor den Toren Wiens soll ja der größte Europas sein ... Frittum: Wir haben in unserem Store Stellplätze für acht Fahrzeuge. Möglichweise gibt es in England noch einen Betrieb, der ebenfalls acht Plätze bietet, ansonsten werden in den meisten Stores sechs Fahrzeuge gezeigt. Wir haben uns aber schon in der Planungsphase 2009 und 2010 dazu entschlossen, eine entsprechende Größe umzusetzen, denn in den nächsten Jahren werden von Infiniti weitere neue Modelle auf den Markt kommen; dafür wollen wir natürlich gerüstet

sein. Um unsere Ziele umzusetzen, haben wir aber auch eine entsprechende Infrastrukur mit unserer hochmodernen Werkstatt und den passenden ­Lager- und Stellflächen geschaffen.

auch aus den Bundesländern perfekt zu erreichen ist. medianet: Wie sehen die nächsten Ziele aus? Frittum: Der Markt ist derzeit schwer einzuschätzen. Wir haben während unserer Zeit im Hotel rund 60 Autos verkauft, dieses Ergebnis möchten wir heuer natürlich ebenfalls erreichen und verbessern. Derzeit bieten wir sehr günstige Leasingfinanzierungen mit derzeit rund 1,9 Prozent Zinsen an und natürlich steht auch weiterhin die persönliche Betreuung unserer Kunden im Vordergrund. Das ist für mich persönlich ein besonders wichtiger Punkt in der heutigen Zeit.  www.infiniti.at

medianet: Warum ‚Wien‘? Frittum: 60 Prozent des österreichischen Premiummarkts befinden sich im Großraum Wien. Daher lag der Standortfokus ganz klar auf Wien. Mit dem Grazer Familienunternehmen Nissan Spes fand man auch einen entsprechenden Partner, der sich vorstellen konnte, den neuen Standort umzusetzen; die perfekte Anbindung aus allen Richtung sprach ebenfalls für den Standort Brunn am Gebirge, der

Hella Rekordjahr 2011/12 soll nochmals getoppt werden

Daimler Trucks Stuttgarter mit ambitionierter Zielsetzung

Lippstadt. Der deutsche Autoscheinwerfer-Hersteller Hella hat im vergangenen Geschäftsjahr 2011/12 Bestmarken bei Umsatz und Gewinn eingefahren. Der Konzernumsatz stieg um neun Prozent auf 4,8 Mrd. € und der operative Gewinn (EBIT) legte überproportional um 27% auf 341 Mio. € zu. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Premiumfahrzeugen auf den weltweiten Wachstumsmärkten sieht sich das Fa-

Stuttgart. Daimler will seine Weltmarktführung im Bereich Nutzfahrzeuge in den kommenden Jahren ausbauen. „Wir wollen schneller als der Markt wachsen“, sagte Truck-Chef Andreas Renschler. „Wir wollen ein Stück weit Marktanteile gewinnen.“ Für das laufende Jahr bekräftigte Renschler trotz der schwachen Nachfrage in den wichtigen Absatzregionen Europa und Brasilien die Geschäftsprognose: Daimler werde 2012 mehr Lkw verkaufen als im vergangenen Jahr und vor Steuern und Zinsen mindestens so viel wie 2011 verdienen, als man weltweit rund 426.000 Lkw verkaufen konnte.

© Hella

Im vergangenen Jahr konnte Hella 341 Mio. Euro Gewinn erwirtschaften.

milienunternehmen weiter auf Rekordkurs. „Wir haben frühzeitig wichtige Trends der Automobilindustrie erkannt und passgenaue Produkte in den Bereichen Energiemanagement, Sicherheit und LED-Technik entwickelt“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Jürgen Behrend. „Das zahlt sich heute aus.“

Weitere Internationalisierung Unbeeindruckt von allen Krisenszenarien erwarte das Management 2012/13 daher ein weiteres Umsatzwachstum und eine positive Ergebnisentwicklung. Aktuell erwirtschaftet die 1899 gegründete Firma über 40% ihres Umsatzes außerhalb Europas. Diesen Anteil will Behrend ausbauen. Mittelfristig sehe er die größten Chancen in China und Nordamerika, aber auch in Indien und Brasilien. In diesen Zukunftsmärkten werde Hella deine internationale Wettbewerbsposition durch zusätzliche Produktions- und Entwicklungskapazitäten sowie die Ausweitung der lokalen Lieferantenbasis langfristig weiter ausbauen.  www.hella.de

Bis Ende dieses Jahrzehnts erwartet Daimler, ausgehend von 2,6 Mio. Neuzulassungen 2011, ein jährliches Zulassungs-Plus von mittleren und schweren Lkw um 3,6 Prozent. Dieses Wachstum wollen die Schwaben überbieten: 2013 sollen 500.000 Fahrzeuge ausgeliefert werden, 2020 dann 700.000. Vor allem Schwellenländer wie Indien oder Russland sollen dabei die Verkaufszahlen hochtreiben.  www.daimler.com

Schwellenländer im Fokus Von Jänner bis Mai dieses Jahres lieferten die Stuttgarter weltweit rund 185.000 Lkw aus, 23% mehr als im Vorjahr. Der Auftragseingang sank im gleichen Zeitraum aber um zwölf Prozent, da sich Speditionen in Brasilien und Nordamerika mit dem Kauf neuer Lkw zurückhielten. In Europa sei der Auftragseingang aber stabil, sagte Renschler.

© Daimler

© Porsche

Zulieferer sieht sich auf Rekordkurs „Wir wollen über Markt wachsen“

Das Style Porsche Design Team ­wurde von red dot ausgezeichnet.

Stuttgart. Als Würdigung für die kontinuierlich hohe Designleistung wird das Style Porsche Design-Team als „red dot: design team of the year 2012“ ausgezeichnet. Seit 2004 widmet sich Chefdesigner Michael Mauer mit seinem 80-köpfigen Team der Aufgabe, die PorscheIdentität über alle Modellreihen zu wahren und weiterzuentwickeln. Mit dem Porsche 911 Carrera ist es dem Design-Team gelungen, die mittlerweile fast 50-jährige Erfolgsgeschichte des „Elfers“ fortzuschreiben.  www.porsche.de

© Infiniti

Wien. Kreative Produkte bedürfen kreativer Zugänge. Diesem Motto entsprechend wählte die japanische Nobelmarke Infiniti nach ihrem Österreich-Debüt das Wiener Hotel „The Ring“ als Showroom, während vor den Toren Wiens der derzeit größte Infiniti-Store Europas entstand. Vor wenigen Wochen war es so weit und der neue Standort in Brunn am Gebirge, der vom Grazer Traditions-Autohaus Spes errichtet wurde, wurde feierlich eröffnet. medianet traf Centre Manager Karl Günther Frittum deshalb zum Interview.

Jürgen Zacharias

Daimler Truck-Chef Andreas Renschler verfolgt hochgesteckte Verkaufsziele.

medianet automotive  

medianet automotive - die wöchentliche Berichterstattung aus der nationalen Automobilbranche

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