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Impact

2012: Zukunft mit Leidenschaft anpacken Seite 4

Eco-Drive: Wie wir nachhaltig fahren Seite 18

Umfrage: Was soll Ihr Chef wissen? Seite 34 Winter 2011 Ausgabe 17

Das Magazin f端r unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter


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Übersicht

Übersicht

Plattform «Implenia hat unglaubliches Potenzial»

Plattform Unsere IT-Profis helfen Ihnen gerne

Plattform «Zum Glück hatte der Baggerfahrer Zeit…»

Plattform Implenia Power: die jüngste Innovation

Seite 8

Seite 12

Seite 20

Seite 24

Baustelle A9: die Heinzelmännchen der Nacht

Umfrage Was wollten Sie schon ­immer Ihrem Chef sagen?

Umfrage Die Implenianer und ihr Verhältnis zur Mobilität

Vermischtes DEFI 2011: im Team zum Sieg

Seite 26

Seite 34

Seite 36

Seite 39

Titelbild Begeisterte Drittklässler auf Baustellenbesuch in Horgen (siehe Seite 20; Foto: Daniel Zihlmann)

Impressum Adresse der Redaktion: Implenia Management AG, Redaktion Impact, Industriestrasse 24, 8305 Dietlikon, redaktion@implenia.com Redaktionskomitee: Andrej Berndt, Implenia Industrial Construction, Wallisellen Philipp Bircher, Implenia Management AG, Dietlikon Gabriela Bouras, Implenia Construction, Genève Esther Bürki, Implenia Management AG, Dietlikon Eva Fausch, Implenia Bau, Chur Thomas Foery, Human Resources Konzern, Dietlikon Sylvie Pichault, Implenia Bau AG, Basel Maria Sommer, Human Resources Development, Dietlikon Roger Teuscher, Implenia Management AG, Dietlikon Claude Vollenweider, Implenia Management AG, Dietlikon Fotos: Implenia; Daniel Zihlmann; New York Road Runners Übersetzungen: iTranslations GmbH, Zug

Design: Lacher-Dumas Communications, Zürich Druck: Printlink AG, Zürich Nächster Redaktionsschluss: 15. Januar 2012

Adressänderungen Als Mitarbeitende senden Sie Ihre Adressänderung an: Implenia Management AG, Human Resources, Adressänderung, Bahnhofstrasse 24, 5001 Aarau, oder hr-help@implenia.com Als Pensionierte wenden Sie sich an: Implenia Vorsorge, Adressänderung, Bahnhofstrasse 24, 5001 Aarau. Als Kunde melden Sie Ihre Änderung an: Implenia Management AG, Redaktion Impact, Industriestrasse 24, 8305 Dietlikon.

01.DE-FR-005.12.11

Mitarbeitermagazin des Implenia Konzerns, erscheint dreimal jährlich


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Vorwort

Liebe Mitarbeiterinnen und liebe Mitarbeiter Seit Oktober habe ich viele mir bekannte Gesichter wiedergesehen, aber auch viele Kolleginnen und Kollegen neu kennengelernt. Ich habe viel Engagement, aber auch viele Erwartungen gespürt. Eins ist mir speziell aufgefallen: Wir sind eine sehr vielfältige Gruppe von Persönlichkeiten, Individuen und Talenten. Und… ja, wir alle haben noch sehr viel Potenzial. Deshalb hat auch unser Unternehmen noch gewaltige Entwicklungsmöglichkeiten! Auf der «Tour de Suisse» mit unserem Verwaltungsratspräsidenten Markus Dennler habe ich in den letzten Wochen meine Ziele wie folgt formuliert: Erstens: Wir wollen unsere «One-Company»-Unternehmenskultur fördern und weiterentwickeln. Nur so können wir die Schlagkraft unserer Implenia voll ausnützen. Dies ist im Interesse von all unseren Stakeholdern wie Kunden, Lieferanten, Aktionären… und natürlich auch in unserem eigenen Interesse. Zweitens: Unser kostbarstes Gut sind unsere 6000 Kolleginnen und Kollegen. Die Stärkung und Förderung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist daher ein Muss. Drittens: Die partnerschaftlichen Beziehungen zu unseren Kunden wollen wir stärker ins Zentrum unserer Arbeit stellen. Wenn wir uns von diesen drei Gedanken mit Leidenschaft leiten lassen, dann wird sich unsere Implenia noch gewaltig bewegen. Weitere Überlegungen dazu finden Sie auf den Seiten 4 und 5. Wo wir dieses Jahr wieder aktiv waren, zeigt diese Impact-Ausgabe einmal mehr deutlich auf. Wir liessen uns im energiesparenden Fahren (Seiten 18 und 19) schulen und unterstreichen damit unser Streben nach einer nachhaltigen Ausrichtung unseres Konzerns, welches wir

im 2012 weiterführen werden. Wir entwickelten ein neues Verfahren im Spezialtiefbau, das uns den Einstieg in die technisch anspruchsvolle Welt der Baugrundverbesserungen verschaffen wird (Seiten 24 und 25). Mit dieser Innovation kommen wir, wie auch bei Eco-Drive, der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie einen kleinen Schritt näher, die wir als innovatives Unternehmen verfolgen. Einige unter Ihnen arbeiteten auch nachts, während die anderen schliefen. Dies geschah bei den Strassenbauarbeiten auf der sechsspurigen Autobahnumfahrung von Lausanne (Seiten 26 und 27), die als beispielhaftes Projekt für den «One-Company-Gedanken» und als ausgezeichnetes Referenzobjekt in die Implenia-Geschichte eingehen werden, da fünf Profitcenter – Genf, Wallis, Neuenburg, Freiburg und Waadt – mustergültig zusammenspannten. Nachtaktive IT-Spezialisten waren zudem beim Rollout der neuen Software gefragt, damit wir am Tag darauf wieder am Computer arbeiten konnten (Seiten 12 und 13). Chapeau! Auch habe ich mich über die ehrlichen Antworten der Aargauer Strassenbauer auf die Frage «Was wollten Sie schon immer Ihrem Chef sagen?» gefreut (Seiten 34 und 35). Die Wünsche und Ratschläge nehme ich gerne entgegen. Und ich gratuliere Ihnen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für Ihre grosse Leistung und Ihr tolles Engagement in den letzten zwölf Monaten und bedanke mich herzlich dafür. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien frohe Festtage und freue mich, mit Ihnen das Jahr 2012 voller Elan anzupacken. Herzlichst, Anton Affentranger anton.affentranger@implenia.com


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Leidenschaft ist der Schlüssel, um erfolgreich zu sein.

Die Konzernleitung hat im Oktober die Vision diskutiert und ist zum Schluss gekommen, dass diese nach wie vor Gültigkeit hat.

Unsere Vision  

Wir entwickeln und bauen die Schweiz von morgen. Wir etablieren uns als anerkannter internationaler Experte für anspruchsvolle Infrastrukturprojekte. Nachhaltigkeit ist unsere Leidenschaft. Wir sind der Partner of Choice für Kunden und ­Mitarbeiter.

Implenia Tour de Suisse 2011: Herausforderungen mit Leidenschaft anpacken «One Company, unser Personal und unsere Kunden, daran müssen wir arbeiten.» So fasst Anton Affentranger anlässlich der «Tour de Suisse» seine Schwerpunkte als neuer CEO der Implenia zusammen. Innerhalb von sechs Wochen haben er und Verwaltungsratspräsident Markus Dennler zehn Standorte in der Schweiz besucht. Für viele von ihnen waren die Veranstaltungen eine willkommene Gelegenheit, das neue Führungsteam persönlich kennenzulernen, Ideen einzubringen und Fragen zu stellen (siehe auch Seiten 6/7). An einer gemeinsamen Erfolgskultur bauen Implenia kann sich langfristig nur dann am Markt behaupten, wenn sie ihren Kunden dank einer guten Zusammenarbeit all ihrer Konzernbereiche einen Mehrwert bieten kann. «Heute sind wir noch nicht eine Firma, sondern zwei, drei oder noch mehr kleinere Firmen», beschreibt Anton Affentranger die derzeitige Situation. Dies müsse sich ändern. Konzernbereiche, Profitcenter, Regionen und Abteilungen müssen noch besser zusammenarbeiten, sich als Teil desselben Unternehmens verstehen und ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich den Erfolg der Implenia. Derweil betonte Affentranger, dass Bau Infra trotz seinen Schwierigkeiten im letzten Halbjahr ein unverzichtbarer Bestandteil von Implenia bleibe. Zwar gelte es, die dem Bau vor- und nach­gelagerten Bereiche weiter auszubauen. Er ist aber überzeugt, dass Implenia ihre Kernkompetenz im Bauen behalten müsse. Unsere vollständige Vision (siehe oben) und auch der Punkt «Wir entwickeln und bauen die Schweiz von morgen» gelte nach wie vor.

Interne Nachfolge und Talentmanagement als ­Schlüsselerfolgsfaktor «Ich wünsche mir möglichst viele Mitarbeitende, die an meinem Stuhl sägen. Und ich wünsche mir das für alle Führungskräfte in diesem Unternehmen.» Damit brachte Anton Affentranger auf den Punkt, was er mit «Aufbau der Nachfolge aller Schlüsselfunktionen» meint. Gute Mitarbeitende denken mit, sind kritisch, zielorientiert und wollen vorwärtskommen. Und: sie sind zuweilen eine Herausforderung für ihre Vorgesetzten, bringen aber gleichzeitig das Unternehmen mit ihren Ideen weiter. Um der hohen Bedeutung des Personals und der Nachfolge Rechnung zu tragen, ist Human Resources seit Oktober direkt dem CEO unterstellt. Mit dem neu geschaffenen HR-Bereich «Aus- und Weiterbildung» soll zudem in den nächsten Jahren das interne Ausbildungsangebot sowie die Attraktivität von Implenia als Arbeitgeber gestärkt werden. Kundenpräsenz stärken Ein weiterer wichtiger Punkt in unserer Strategie lautet: «Wir sind der Wunschpartner für unsere Kunden und Mitarbeiter.» Doch sind wir das schon? Gerade als Nummer 1 im Markt wird Implenia von aussen oft als anonymes Gebilde wahrgenommen. Im Umgang mit Kunden ist deshalb ein regelmässiger persönlicher Kontakt umso wichtiger. Anton Affentranger betont: «Am Ende sind es unsere Kunden, die unsere Löhne bezahlen. Zu ihnen müssen wir Sorge tragen. Wenn wir unsere Vision verwirklichen wollen, führt kein Weg daran vorbei, die Beziehung zu unseren Kunden in Zukunft noch besser zu pflegen.»


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Nur mit Leidenschaft kommen wir weiter «Was uns von Unternehmen wie z.B. Apple unterscheidet, ist, dass wir keine iPhones und damit Standardprodukte herstellen. Jedes Bau­projekt ist ein Prototyp, bei dem wir es jeweils mit völlig neuen ­Bedingungen zu tun haben. Dies ist anspruchsvoll, macht unsere ­Arbeit aber auch unglaublich faszinierend», so Anton Affentranger. Diese Faszination sei es, die ihn schliesslich dazu bewogen habe, die Herausforderung als CEO anzunehmen – und dies mit Leidenschaft: «Eigentlich können Sie alles vergessen, was ich Ihnen in den letzten 20 Minuten erzählt habe. Was wirklich zählt, ist die Leidenschaft für die eigene Arbeit. Wie in einem Marathon müssen wir manchmal über uns hinauszuwachsen, um ans Ziel zu gelangen. Dies schaffen Sie nur mit Leidenschaft. Wenn ich bei Ihnen heute nur einen Funken dieses Spirits entfachen konnte, bin ich bereits zufrieden.» Auch 2012 wird es eine Implenia Tour de Suisse an verschiedenen Standorten geben. Über das Programm und die Details werden wir Sie rechtzeitig informieren. Philipp Bircher Leiter Kommunikation Implenia Konzern philipp.bircher@implenia.com

«Als mich der Verwaltungsrat angefragt hat, ob ich die Aufgabe als CEO der Implenia annehmen möchte, habe ich mir dies gut überlegt. Es war kein Entscheid, den ich leichtfertig treffen wollte. Denn wenn ich zu etwas Ja sage, dann möchte ich dies mit ganzer Überzeugung und aus vollem Herzen tun. Also habe ich beim Nachtessen meine zwei Söhne gefragt, was sie denn an meiner Stelle tun würden. Der eine Sohn hat darauf wie aus der Pistole geschossen geantwortet «Papi, was überlegst du denn noch? Die Chance musst du packen. Und wir wissen dann zumindest, was du in Zukunft machst!» Dieses Erlebnis zu Hause hat mir die letzte Bestätigung gegeben und heute kann ich Ihnen versichern: ich werde mich gemeinsam mit Ihnen voll und ganz für den Erfolg unserer Implenia einsetzen. Weil dieses Engagement für mich ein langfristiges ist, habe ich auch meinen Wohnsitz von Hermanence nach Zürich verlegt. So freue ich mich heute, täglich den Weg von der Fortunagasse in Zürich nach Dietlikon zu machen – vorbei an zahlreichen Implenia Baustellen, die mir jeden Tag von neuem bestätigen, dass ich den richtigen Entscheid getroffen habe.» Anton Affentranger

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Der rege Austausch zwischen Mit­arbeitenden und dem neuen ­Führungsteam Markus Dennler / Anton ­Affentranger wurde von beiden Seiten sehr geschätzt.

«Gemeinsam nach Lösungen suchen» Implenia-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter haben Anton Affentranger anlässlich der Tour de Suisse zahlreich ihre Inputs und Anliegen mitgeteilt. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Fragen und Antworten aus verschiedenen Regionen und Standorten. Was unternehmen Sie, damit die Zusammenarbeit zwischen Bau Infra und der Generalunternehmung besser funktioniert? Die Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Konzernbereichen ist ein entscheidender Faktor für das Gelingen von «One Company». Beide Konzernbereichsleiter haben ein klares Bekenntnis abgelegt, die Zusammenarbeit ihrer Bereiche zu stärken. Zudem haben wir vor gut eineinhalb Jahren ein Zusammenarbeitsmodell der Bau Infra und der Generalunternehmung definiert. Dieses regelt den Zusammenarbeitsprozess im Detail. Das Modell wird heute aber noch nicht konsequent genug umgesetzt und gelebt. Dort werden wir ansetzen. Wie wollen Sie eine offene Fehlerkultur fördern? Es ist wichtig, dass wir Probleme offen auf den Tisch bringen. Erst wenn wir wissen, mit was wir es zu tun haben, können wir Schwierig­ keiten anpacken. Unter einer offenen Fehlerkultur verstehe ich ein Klima, in dem Mitarbeitende sich nicht fürchten, auch mit Problemen auf ihre Vorgesetzten zuzugehen. Ich möchte Sie alle auffordern: seien Sie transparent und thematisieren Sie, wenn es irgendwo nicht wie gewünscht läuft. Dann kann man gemeinsam nach Lösungen suchen.

Wo steuert Implenia im Ausland hin? Unsere Vision ist klar: Wir etablieren uns als anerkannter internationaler Experte für anspruchsvolle Infrastrukturprojekte. Hier können wir bereits erste Erfolge verbuchen, beispielsweise mit unseren Microtunnelling-Aufträgen im Mittleren Osten. Mit der Akquisition der Betonmast Anlegg sind wir zudem im stark wachsenden Infrastruktur­ baumarkt Norwegen präsent. Nebst dem Tunnelling werden wir aber auch unsere Aktivitäten im Bereich Prime Builidings, d.h. bei den Beratungsmandaten für internationale anspruchvolle Hochbau­projekte, weiterverfolgen. Mit dem neuen IIC-Leiter Peter Preindl konnten wir eine erfahrene Persönlichkeit gewinnen, die unsere Auslandstrategie gezielt vorantreiben wird. Die Romandie wird im Konzern oft vernachlässigt. Wie wollen Sie das ändern? Mir ist es ein grosses Anliegen, dass sämtliche Regionen der Implenia im Konzern angemessen vertreten sind. Die Romandie ist eine wichtige Region, die in vielen Bereichen vorbildlich arbeitet. Wichtig scheint mir: Die verschiedenen Regionen müssen noch stärker voneinander lernen. Diese Stärke als lokal verankertes Unternehmen nutzen wir heute noch zu wenig. Den dazu nötigen Austausch möchte ich fördern.


Plattform Gemeinsam mit Verwaltungsrat Markus Dennler hat Anton Affentranger auf der Tour de Suisse zehn Standorte in der ganzen Schweiz besucht.

Seit gut zwei Jahren läuft die Nachhaltigkeitsinitiative. Man hat das Gefühl, dass nicht viel Konkretes passiert sei. Stimmt dieser Eindruck? Das Ziel der Initiative «Nachhaltigkeit Implenia» bestand darin, Nachhaltigkeit als integralen Teil unserer Unternehmensstrategie zu verankern. Dabei haben wir den Begriff breit gefasst und nebst umweltbezogenen Aspekten auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen mit einbezogen. Ich glaube, dass es uns in den letzten zwei J­ ahren auch dank den verschiedenen Nachhaltigkeitsinitiativen gelungen ist, den «Mindset» des ganzen Unternehmens zu verändern. Natürlich gibt es noch viel zu tun. Mit dem Nachhaltigkeitsbericht, der nächstes Jahr erstmals erscheint, werden wir gesamthaft beurteilen können, wo wir stehen und in welchen Bereichen wir noch mehr machen müssen. Der Geschäftsgang im letzten Halbjahr war ja eher durchzogen. Wie beurteilen Sie den Ausblick? Es stimmt, dass wir als Konzern mit einigen Herausforderungen zu kämpfen hatten. Vor allem für Bau Infra war es ein schwieriges Jahr. Doch wir konnten viele unserer Aufgaben anpacken und die Weichen für eine positive Entwicklung stellen. Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass wir für 2011 mit einem versöhnlichen Ergebnis rechnen dürfen. Wir sind als Unternehmen gut aufgestellt, verfügen über grosse Stärken und eine riesige Chance, als «One Company» noch viel schlagkräftiger zu werden, als wir es bereits heute sind. Aus diesem Grund blicke ich auch auf 2012 mit sehr viel Zuversicht und Optimismus.

«Zuallererst möchte ich mich für den herzlichen Empfang bedanken, den Sie mir bereitet haben. Ich freue mich sehr darauf, unsere zahlreichen Projekte und die über 4000 Baustellen in der Schweiz in den nächsten Monaten noch besser kennenzulernen. Anton ­Affentranger und ich blicken auf eine langjährige Zusammenarbeit zurück und haben bereits 2006 gemeinsam die Fusion von Zschokke und Batigroup zu Implenia auf den Weg gebracht hat. Als eingespieltes Führungsteam werden wir uns zusammen mit Ihnen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit vollem Elan für den zukünftigen Erfolg der Implenia einsetzen.» Markus Dennler, Verwaltungsratspräsident

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Maria Sommer

Peter Preindl

«Implenia hat unglaubliches Potenzial» In den letzten sechs Monaten sind bei uns über 363 neue Gesichter aufgetaucht. Die Menschen dahinter haben Sie vielleicht schon ein bisschen kennengelernt. Bei vier Mitarbeitenden, die wichtige Funktionen übernehmen oder übernommen haben, wollten wir es genauer wissen. Unsere fünf Fragen: 1. Was hat Sie in Ihrer ersten Zeit bei Implenia am meisten überrascht? 2. Welches Bauprojekt brachte oder bringt Sie immer wieder zum Staunen? 3. Wo sehen Sie Implenia im Jahr 2020? 4. Wie ist Ihr Führungsstil? 5. Womit verbringen Sie in Ihrer Freizeit am meisten Zeit? Peter Preindl Mitglied der Konzernleitung und designierter Leiter Konzernbereich Industrial Construction, Wallisellen, Chef von 850 Mitarbeitenden peter.preindl@implenia.com 1. Ich befinde mich in der privilegierten Situation, Implenia und mein Team während drei Monaten kennenlernen zu dürfen, ehe ich am 1. Januar 2012 die operative Leitung übernehme. Diese Zeit nutze ich aktiv, um zu sehen und verstehen, bevor mich das Tagesgeschäft in Anspruch nimmt. In den vergangenen Wochen wurde ich fast täglich überrascht; besonders beeindruckt haben mich dabei die breite Dienstleistungspalette sowie die Fachkompetenz. Implenia hat ein unglaubliches Potenzial und schafft es trotz der beachtlichen Unternehmensgrösse, eine persönliche, teamorientierte Unternehmenskultur zu pflegen. 2. Ich bin tief beeindruckt von der Leistung, welche die Implenia(-Mannschaft) am Gotthard erbracht hat. Es ist ein Bauprojekt, das internationale Standards gesetzt hat und das Potenzial von Implenia unmissverständlich aufzeigt. Es wäre aber schade, wenn die weiteren Projekte davon in den Schatten gestellt

würden. So hat mich auch das Projekt Zentralbahn Luzern beeindruckt, wo mit der innovativen Unternehmervariante und der Druckluftmethode sowohl Kosten wie Bauzeit reduziert werden konnten. Ins Staunen bringen mich weiter auch die einzelnen Mitarbeitenden, ihr Engagement und Commitment. So hat jüngst Herr Comez, Polier auf der Baustelle Sous le Mont, mit seiner smarten Idee einer selbstkonstruierten Gleitschalung für den Leitungsblock die Betonierarbeiten wesentlich optimiert. 3. In knapp zehn Jahren werden wir als innovative, leistungs- und lösungsorientierte Firma international positioniert sein. Mir gefällt das Bild des «internationalen Partners of Choice» aus der Vision, und ich werde Implenia Industrial Construction in diesem Sinne weiterentwickeln. Dafür müssen wir unternehmerisch denken und handeln, exzellente Arbeit leisten und dabei den Mitarbeitenden als erfolgsentscheidende Ressource nicht vergessen. Ich glaube daran, dass wir gemeinsam die Erfahrung, Kompetenz und Grösse haben, um weitere Meilensteine in der Bauindustrie zu setzen. Ich freue mich darauf, diesen Weg aktiv mitzugestalten. 4. Selbst sehe ich mich als gradlinigen und transparenten Vorgesetzten mit einem sachlichen Fokus – ehemalige Mitarbeitende sagen mir auch eine gewisse Autorität nach. Natürlich führe ich Gespräche und höre den Leuten zu, aber am Ende muss ich die Entscheidungen treffen und die Linie vorgeben. Zentral neben dem Führen ist das Vorleben beziehungsweise die Übereinstimmung zwischen Worten und Taten. 5. Meine Position verlangt einen hohen zeitlichen Einsatz, den ich mit Leidenschaft und Freude erbringe. Die übrigbleibende Freizeit verbringe ich mehrheitlich in Österreich, meinem Heimatland, wo ich die Zeit gerne im Beisammensein mit Familie und Freunden verbringe. Ruhe und Kraft tanke ich in der Natur, beim Wintersport und Wandern oder wenn ich mich beim Lesen eines Buchs verliere.

Maria Sommer Leiterin Human Resources Development, Dietlikon Chefin von zwei Mitarbeitenden, maria.sommer@implenia.com 1. Ich wurde sehr herzlich von all meinen Kolleginnen und Kollegen aufgenommen. Da fühlt man sich sofort wohl und als willkommenes Mitglied des Teams. Was mich überrascht hat, ist, wie schnell man hier miteinander per du ist und wie unwichtig die akademischen Titel in der Schweiz sind. In Österreich, wo ich herkomme, ist dies fast undenkbar.


Plattform

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Hansueli Dür

Arsène Demenga

2. Sich bei so vielen interessanten Projekten für eines zu entscheiden, fällt mir schwer. Vor allem den Brücken- und Tunnelbau finde ich sehr beeindruckend. Daher gefallen mir die Poyabrücke in Freiburg wie auch der Gotthard-Tunnel sehr gut. Derzeit bin ich selber mit einem «Bauprojekt» der anderen Art beschäftigt: dem Aufbau der Human-Resources-Development-Abteilung, was eine herausfordernde und spannende Aufgabe ist. 3. Mein Wunsch für Implenia wäre, dass sie als eine starke international und nachhaltig aufgestellte Unternehmensgruppe, die stets in den verschiedensten Sparten die bestmögliche Leistung und Qualität anbietet, floriert und wächst. Zudem wünsche ich mir, dass Implenia als ein grosses und international dynamisches Team funktioniert und der «One company, one goal, one spirit»Gedanke mit Leidenschaft gelebt wird. 4. Ich fokussiere auf lösungsorientiertes Denken und eine pragmatisch-kreative Herangehensweise. Zur Basis für eine gute Zusammenarbeit gehören für mich Vertrauen, Offenheit und Feedback. Daher versuche ich, förderliche Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sich meine Mitarbeitenden entwickeln und entfalten können. Diese Freiräume ermöglichen es ihnen, ihre individuellen Kompetenzen und Potenziale auszuschöpfen. 5. Zurzeit gehe ich viel auf Erkundungstour durch die Schweiz und lerne Land und Leute kennen. Natürlich versuche ich so viel Zeit wie möglich mit Familie und Freunden zu verbringen.

Hansueli Dür Leiter Key Account/Akquisition, Real Estate, Dietlikon, Ansprechpartner für unsere 20 Top-Kunden, damit diese möglichst immer Implenia wählen hansueli.duer@implenia.com 1. Mich hat überrascht, wie vielfältig und interessant der Konzern ist und wo man überall die Margerite als sympathische Marke in der Schweiz und neu auch in Norwegen antrifft. 2. Ich konnte in letzter Zeit verschiedene Hochbauprojekte in Realisierung oder Vollendung sehen. Dabei ist mir aufgefallen, wie man sich bemüht, gute Qualität zu liefern und termingerecht zu übergeben. Dahinter stehen Menschen, dahinter stehen gewissenhafte Implenianerinnen und Implenianer – Chapeau! 3. Implenia ist es als Unternehmung gelungen, die Vorteile als Gesamtdienstleisterin in Bauthemen zu ihrem Nutzen am Markt auszuspielen. Implenia ist durch ihre guten Leistungen landesweit sehr präsent als ertragsstarke Marke mit hohem Image.

4. Mir ist es wichtig, dass die Mitarbeitenden oder Teams ihre Eigenverantwortung wahrnehmen können, aber auch wissen, dass es klare geschäftliche Prinzipien und «Spielregeln» gibt. Vertrauen und gegenseitiger Respekt sind Eigenschaften, welche nicht Modeströmungen unterliegen. 5. Freizeit ist für mich Regenerierzeit, dann habe ich die Musse und die Möglichkeit, nicht beruflichen Dingen nachzugehen: durch Sport und Fitness beweglich zu bleiben, lesen, reisen, Bekannte treffen, mit der Partnerin und der Familie zusammenzusein. Allen und mir selber ausgeglichen viel Zeit zu schenken, das bringt mich wieder ins Lot.

Arsène Demenga Leiter Treasury, Dietlikon, Chef von zwei Mitarbeitenden arsene.demenga@implenia.com 1. Ich wurde sehr nett und offen von allen Kolleginnen und Kollegen aufgenommen. Bei Fragen oder wenn ich Hilfe benötige, sind alle sehr zuvorkommend. Mich überraschte jedoch die «One Company»-Diskussion. Ich kam als ImpleniaMitarbeiter zur Firma, merke jedoch, dass es teilweise immer noch eine gewisse Rolle spielt, ob die Leute ursprünglich von Zschokke oder Batigroup herkommen. 2. Am meisten beeindruckt mich die Sunnibergbrücke als Umfahrungsstrasse von Klosters in Richtung Davos. Seit Jahren schwärme ich von dieser. Es war mir jedoch nie bewusst, dass Implenia beim Bau beteiligt war. 3. Ich hoffe, dass sich unser Unternehmen bis 2020 im Ausland etabliert hat, sei es in Norwegen oder im Mittleren Osten. Und ich wünsche mir, dass wir dort verschiedene Prestige-Objekte realisiert haben. 4. Ich pflege einen kooperativen Führungsstil. Mir ist es dabei wichtig, die Proaktivität meiner Mitarbeitenden zu fördern. Gerne gebe ich Ziele vor und ermutige gleichzeitig zu Lösungen. Für meine Mitarbeitenden nehme ich mir genügend Zeit und habe immer ein offenes Ohr. Dabei bin ich kein Kontrollfreak, erwarte aber frühzeitige Meldung bei möglichen Problemstellungen. Meine Mitarbeitenden sollen mir jederzeit konstruktives Feedback geben. Des Weiteren möchte ich untereinander ein angenehmes Arbeitsklima schaffen und nach aussen als einheitliches sowie professionelles Team auftreten. 5. Im Sommer verbringe ich meine Zeit am liebsten auf meinem Bike und im Winter auf den Ski.


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Cecilie Nødtvedt: «Wir können vieles voneinander lernen.»

«Wir sind stolz, ein Teil von Implenia zu sein» Eine Marke – eine Vision Norwegen und die Schweiz sind sich in vielem ähnlich: Einwohnerzahl, Wohlstand, Kultur, Topografie. Zudem ist die Bauindustrie in beiden Ländern mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. Seit der Integration der Betonmast Anlegg teilen wir von nun an auch den Brand sowie eine gemeinsame Vision. Ein grosser Schritt Richtung Zukunft Das 1923 gegründete Unternehmen Betonmast Anlegg gehört zu den am schnellsten wachsenden Bauunternehmen Norwegens und ist für seinen ausgeprägten Teamgeist bekannt. Die Geschäftsleitung von Betonmast wollte die eingeschlagene Wachstumsstrategie weiterführen, benötigte dafür aber einen starken Partner. «Implenias umfassende Baukompetenz und das Streben nach Wachstum passen perfekt zu unserer Vision», unterstreicht Petter Vistnes, CEO von Implenia in Norwegen (vormals CEO Betonmast). «Gemeinsam können wir uns nun für grössere, hybride Projekte bewerben und uns zum ‹Partner of Choice› für Infrastrukturprojekte in Skandinavien entwickeln.» Durch die Akquisition von Betonmast Anlegg kann Implenia per sofort am attraktiven und wachsenden norwegischen Infrastrukturmarkt partizipieren. Wir haben eine rentable Firma mit 250 Mitarbeitenden (¹/³ GWP, ²/³ TKP) sowie 13 laufenden Projekten dazugewonnen. «Die Kombination lokaler Kenntnisse und Netzwerke mit dem Know-

how und der Kapazität von Implenia ermöglicht uns, die Präsenz in Norwegen auszubauen und uns zu einer namhaften Marktgrösse in Skandinavien zu entwickeln», betont Anton Affentranger, CEO von Implenia. «It stays the same – but even better» Seit Montag, 17. Oktober 2011, operieren nun auch unsere norwegischen Kollegen unter dem Implenia-Margritli: Von der Baustelle über die Arbeitskleider, Büros, Präsentationen wurde bis hin zu den Geräten und E-Mail-Signaturen umfirmiert. Bei einem gemeinsamen Mittagessen anlässlich des Rebrandings wurden die Vor- und Nachteile von Implenia aus Sicht der Norweger lebhaft diskutiert. Der Grundton war dabei durchwegs positiv und kann so zusammengefasst werden: «Alles bleibt gleich, nur noch besser!» Ketil Myklebost, Bauleiter: «Basierend auf Implenias Wissen und jahrelanger Erfahrung im Bauwesen gewährleisten wir unseren Kunden funktionale, einwandfreie und pünktlich fertiggestellte Objekte. Ich denke, dass Implenia eine führende Rolle im Bereich Untertagbau einnimmt, und hoffe, dass sich für Norweger die Möglichkeit ergibt, auch an Bauprojekten im Ausland mitarbeiten zu können.»


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Implenia hat sich zwei Tage nach dem Rebranding an der Baumesse Bygg Reis Deg in Oslo öffentlich vorgestellt. Im August wurde die von uns erstellte NordengaBrücke in Oslo eröffnet: 306 m, mit 1,9 ­t Stahl und 4200 m³ Beton und einer Auftragssumme von rund 50 Mio CHF.

Cecilie Nødtvedt, Qualitäts- und Umweltmanagerin: «Ich erlebe Implenia als lösungsorientiert und nachhaltigkeitsbewusst und denke, dass wir speziell von ihrer Erfahrung in komplexen Projekten profitieren können. Gleichzeitig hoffe ich, dass wir das Beste von beiden Organisationen beibehalten können.» Asbjørn Aase, Mechaniker: «Ich erwarte, dass Implenia attraktive und sichere Arbeitsplätze schafft, wo wir auf Arbeitsqualität, Sicherheit und konstante Verbesserungen fokussiert sind. Ich bin überzeugt, dass wir uns zum führenden Bauunternehmen entwickeln werden.» Aber nicht nur unsere nordischen Kollegen profitieren von dieser Zusammenarbeit. Der für Implenia strategisch bedeutende Schritt bietet auch für Schweizer Mitarbeitende die Möglichkeit, internationale Berufserfahrung zu sammeln. Gerne gibt Ihnen unsere Personalabteilung dazu unverbindliche, weiterführende Informationen. Erfolg auf der ganzen Linie Die ersten Wochen unter der Flagge von Implenia ergeben eine durchwegs positive Bilanz. Kunden und Partner begrüssen die zusätzlichen Ressourcen und die breiteren Kompetenzen. Zudem erhielten wir überdurchschnittlich viele Bewerbungen, da Implenia als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird.

Zufrieden mit dem gelungenen Start sind wir uns bewusst, dass der mittel- und langfristige Erfolg von den weiteren Schritten abhängt. Wir wollen weiterhin mit aller Kraft dafür sorgen, dass unser «Margritli» in ganz Skandinavien blüht! Besuchen Sie unsere norwegische Website; sie vermittelt trotz Sprachbarriere einen Eindruck zu den Dienstleistungen und Projekten: www.implenia.no.

Dienstleistungen in Norwegen: • Strassenbau • Brücken und Quais • Komplexe Betonbauprojekte • Tunnel, Stollen und Schächte • Eisen- und Strassenbahninfrastrukturen • Rückbau und ökologische Rekultivierung • Tunnelausbau, Wasser-, Frost- und Lawinenschutz • Vermessung, Beratung


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Plattform

Franco Fallisi System Engineer

Michael Ruf System Engineer

Patrick Bachmann System Engineer

Patrick Caviezel System Engineer

Dominic Cotter System Engineer

IT-Tipp: Die F1-Taste kennt in vielen Applikationen eine Lösung

IT-Tipp: Mit Drücken der «PrintScreen»Taste erstellen Sie ein Foto des ganzen Bildschirms, wenn Sie allerdings «alt» und «PrintScrn» drücken, erstellen Sie nur ein Foto des aktuellen Fensters

IT-Tipp: http://www.nwlab.net/ und http://www.heise.de/security/

Ernesto Sorrentino System Engineer

Alper Arslan System Administrator IT-Tipp: Energie sparen – Computer/ Laptop immer am Abend herunter­ fahren und nicht laufen lassen!

Gwendolyn Küng Junior System ­Engineer IT-Tipp: Mit Office 2010 können Sie Dokumente direkt als PDF abspeichern (Speichern unter/ Dateityp PDF wählen)

Unsere IT-Profis helfen Ihnen gerne Computer, die nicht genau das machen, was man will, sind ein Ärger­ nis. Die Abteilung IT-Infrastruktur, die sich auf dieser Doppelseite vorstellt, findet für (fast) jedes IT-Problem eine gute Lösung. Davon haben sich bestimmt schon viele Mitarbeitende mit einem Anruf beim IT-Helpdesk, das von der Abteilung IT Infrastruktur betrieben wird, selbst überzeugen können. Das IT-Helpdesk ist von Montag bis Freitag jeweils von 7 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr unter der Nummer 0848 24 24 04 (deutsch) respektive 0848 23 23 03 (französisch) erreichbar.

Mindestens ebenso wichtig und zeitaufwendig wie das Lösen von ITSchwierigkeiten am Helpdesk ist eine weitere Aufgabe der Abteilung: Das Bereitstellen und In-Schwung-Halten einer IT-Infrastruktur, die ein effizientes Arbeiten am Computer ermöglicht und unterstützt. In Betrieb sind rund 80 Niederlassungsserver. Daran angeschlossen sind aktuell mehr als 2400 sogenannte Clients (entspricht etwa der Anzahl Benutzerinnen und Benutzer), diese arbeiten mit gut 150 verschiedenen Programmen und Applikationen. Mehr dazu auf der nächsten Doppelseite.


Plattform

Andy Galliker Leiter IT-Infrastruktur

Simon Giger System Engineer

Robert Mastelic´ System Engineer

IT-Tipp: http://www.google.ch/alerts

René Wild System Administrator

Richard Naef System Engineer

IT-Tipp: http://www. video2brain.com

Sinan Cizenoglu System Administrator

IT-Tipp: Um die Datenmenge zu reduzieren, komprimieren Sie Ihre Bilder mit Picture Resizer (Rechtsklick auf das Bild und Kontextmenübefehl «Resize Pictures» wählen)

François Hämmerli IBZ-Praktikant

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Stefan Hadad Junior System ­Engineer IT-Tipp: Haben Sie auch schon mal Google gefragt?

Antonio Marasco IBZ-Praktikant

Nico Hauri KV-Lehrling IT-Tipp: Neustart des Computers

Bruno Suter System Administrator


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Plattform

Bei Implenia eintreffende Mails im Tagesverlauf* 4400 4000 3600 3200 2800 2400 2000 Wie stark unsere IT-Infrastruktur genutzt wird, zeigen die nebenstehenden Grafiken exemplarisch auf. Am dargestellten Beispieltag (Montag, 10. Oktober 2011) treffen insgesamt mehr als 32 000 Mails von externen Absendern bei uns ein. Bei rund zwei Drittel davon handelt es sich um Spam, der rausgefiltert wird. An externe Empfänger versendet werden mehr als 7000 Mails. Zu welchen Tageszeiten wie oft gemailt wird, ist den Grafiken zu entnehmen.

1600 1200 800 400 0

3 Uhr

6 Uhr

9 Uhr

12 Uhr

* Mails von internen Absendern sind nicht miteingerechnet

15 Uhr

18 Uhr blockiert (Spam)

21 Uhr

24 Uhr zugelassen

Rollout von neuer Software erfolgreich im Ziel Rechtzeitig, bevor es ins siebte Implenia-Jahr geht, absolvierte die ­Implenia IT-Infrastruktur mit dem Rollout von Windows 7 und ­Microsoft Office 2010 eine ­kurvenreiche und intensive Rennsaison. Damit ist die Basis für eine Nutzung zukünftiger Technologien gelegt. Gleichzeitig können alle Implenianerinnen und Implenianer auf eine völlig neu gestaltete Programmpalette zurückgreifen. Das Betriebs­ system Windows 7 löst Windows XP ab, mit dem die Mitarbeitenden seit der Gründung von Implenia gearbeitet hatten. Microsoft Office 2010 ersetzt die Version aus dem Jahr 2003. Rennvorbereitung Nach gut 18-monatiger Konfigurations-, Test- und Dokumentationsphase startete die Informatikabteilung Ende April. Die ersten Etappenziele legten wir in die Nähe des IT-Sitzes in Zürich Oerlikon, damit wir bei allfällig auftretenden Problemen eine kurze Reaktionszeit gewährleisten konnten. Um zudem die Nachteinsätze der IT-Abteilung zu reduzieren und den verschiedenen systemtechnischen Anpassungen den Zeitdruck zu ­nehmen, haben wir die Geräte für die jeweiligen Standorte bereits in Oerlikon mit dem neuen Betriebssystem ausgerüstet und benutzer­spezifisch zusätzlich notwendige Software installiert. In der

ersten Phase vor Ort mussten wir deshalb lediglich an den jeweiligen Arbeitsplätzen die Geräte der Mitarbeitenden austauschen. Die weiteren Schritte umfassten die Erstanmeldung des Benutzers, um seine gewohnten Einstellungen auf dem Gerät wiederherzustellen, die Durchführung von Funktionstests und Anpassungen an der Dateistruktur und den Outlook-Profilen sowie die Verteilung der PasswortCouverts und Schulungsunterlagen. Prolog in Zürich Am 26. April 2011 sollte sich anlässlich des Prologs in Zürich herausstellen, ob wir in der Vorbereitung alles richtig gemacht haben. Vorbei die unzähligen Stunden des Trainings, der Puls ist leicht erhöht, die Atmung schneller als üblich, der Startschuss fällt. Für die Abteilung IT-Infrastruktur gilt es nun ernst. Ab 17 Uhr tauschen wir alle gut 150 Clients in Oerlikon aus. Wir starten voller Elan und optimistisch in den Abend, merken aber bald, dass die Etappe einige Steigungen enthält, die unsere Durchschnittsgeschwindigkeit reduzieren würde. Die errechnete Zielankunft der Rennleitung konnte deshalb nicht eingehalten werden und verschob sich auf 4 Uhr.


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Das Volumen der täglichen Daten-Sicherung steigt stetig an

2011

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18 TB

2010

13 TB

2009

11 TB

2008

9 TB

2007

8 TB * 1 TB (Terabyte) entspricht in etwa 1 000 000 MB (Megabyte)

Von Implenia versendete Mails im Tagesverlauf* 2000 1600 1200 800 400 0

3 Uhr

6 Uhr

9 Uhr

12 Uhr

15 Uhr

18 Uhr

21 Uhr

24 Uhr

* Mails an interne Empfänger sind nicht miteingerechnet

Da die erste Benutzerschulung auf 6 Uhr angesetzt war, hielt sich die Regenerationszeit in kleinem Rahmen. Uns war aber stets bewusst, dass die über den Morgen verteilten Schulungen die Schlüsselpassagen des Prologs darstellten. Wir wussten: Der neue Windows 7 & Office 2010 Client ist nur so gut, wie ihn die Benutzer verstehen und damit umgehen können. Also haben wir versucht, in einer kurzen Schulung die wichtigsten Punkte zu erläutern, ohne zu viel Zeit in Details zu verlieren. Schliesslich bewältigten wir die erste Etappe in einer zufriedenstellenden Zeit und konnten im Hinblick auf die nächste unsere Rückschlüsse ziehen. Rennerfahrung und weiterer Rennverlauf Die Implementierung und die damit verbundenen systemtechnischen Änderungen besprachen wir laufend mit unseren IT-Kollegen aus der Romandie. Nach dem Rollout in Zürich tauschten wir unsere Erfahrungen aus, so dass sie die erste Implementierung in Le Lignon gut vorbereitet angehen konnten.

In den Folgeetappen konnten wir die Abläufe optimieren und von den gemachten Erfahrungen profitieren. Wir trafen immer wieder neue Herausforderungen an, beispielsweise galt es trotz aufkommender Routine den Konzentrationslevel hochzuhalten, was uns gut gelang. Zieleinfahrt in Bern Am 4. November beendeten wir die Landesrundfahrt mit der Zieleinfahrt in Bern. Wir blicken auf verschiedenste Etappen zurück, die alle ihre Tücken und Reize hatten. Trotz der Strapazen sind wir bereits wieder voller Tatendrang und freuen uns nun darauf, unseren Fokus wieder intensiver auf unsere Kunden zu richten, um ihnen einen speditiven Support bieten zu können. Andy Galliker, Leiter IT-Infrastruktur, Implenia Management AG, Zürich andy.galliker@implenia.com


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Seit September online: Die Bildwelt der neuen Website hat viele positive Echos von externen Personen erhalten.

Das neue Internet: Die Zukunft wartet nicht Sechs Jahre sind in vielerlei Hinsicht eine lange Zeit: 2005 war Facebook ein Jahr alt, Apples iPhone gab es noch nicht, und unter Cloud Computing verstanden wohl die meisten eine neue Kunstform von Pipilotti Rist. Und vor ziemlich genau sechs Jahren – am 15. November 2005 – ging die erste Website der Implenia online. Aber so gerne man sich ausruht, so wichtig ist es auch, die Zeichen der Zeit zu erkennen und danach zu handeln. Die mittlerweile dreifach überarbeitete Website war in die Jahre gekommen und erfüllte auf technischer, optischer und inhaltlicher Ebene nicht mehr die hohen Ansprüche, die wir uns als die führende Baudienstleisterin der Schweiz gesetzt haben. Und unser Leitgedanke «One company, one goal, one spirit» hatte eindeutig die Zusammenführung der vier ImpleniaWebsites Konzern, Bau Infra, Real Estate und Industrial Construction zur Folge. Das Aufwärmen Zusammen mit unseren externen Partnern haben wir über mehrere Monate Konkurrenten im In- und Ausland beobachtet, die Besucherzahlen unserer Websites und das Suchverhalten auf verschiedenen Suchmaschinen im Detail analysiert. Mit Mitarbeitenden wurden Gespräche und Interviews geführt, um auch deren Bedürfnisse zu verstehen und Wünsche zu berücksichtigen. Die langjährigen Erfahrungen und Visionen unserer Partner und auch unsere Erfahrungen haben genauso das Web-Konzept beeinflusst wie auch der kristallklare

Wunsch der Konzernleitung, zukünftig Webabläufe zu optimieren. Die Internet-Projektgruppe hat von April bis August unter dem Arbeitstitel «state-of-the-art+1» die neue Website konzipiert und umgesetzt. Und obwohl der Arbeitstitel fast zufällig an der ersten Projektsitzung entstanden ist, so definiert er dennoch die Vorgehensweise, die Arbeitsintensität und die Zielvorgaben. Von den Überlegungen zum Kernkonzept Darf man davon ausgehen, dass Website-Besucher die Strukturen von Implenia kennen? Darf man annehmen, dass alle wissen, was unser Unternehmen anbietet und gemacht hat? Wir meinten: nein. Was uns Mitarbeitenden klar ist, muss externen Besuchern nicht bewusst sein. Diese einfachen Überlegungen mündeten in ein komplexes Grobkonzept, welches nicht die Konzernbereiche, sondern die Angebote auf oberster Ebene zeigt und diese mit den Referenzen verlinkt. Oder anders formuliert: Ob der Tunnel von Implenia Bau Infra oder Implenia Industrial Construction geplant und ausgeführt wird, interessiert den Besucher grundsätzlich wenig. Wichtig ist aber, zu zeigen, was wir tun, und beweisen, dass wir es tun können. Und eben diese zweite Überlegung führte zum Kernkonzept der Website: Nationale und internationale Angebote und Referenzen werden dynamisch miteinander verlinkt, so dass jedes Angebot auf eine Referenz verweist und umgekehrt. Zusätzlich werden die Referenzen über verschiedene Kriterien sortier- und abrufbar.


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Bereits in der Analysephase war klar, dass die neue Webseite nach aussen unseren Leitgedanken «One company, one goal, one spirit» widerspigeln soll.

Was sich einfach liest, war jedoch nicht nur inhaltlich eine komplexe Aufgabenstellung, sondern zusätzlich auf optischer und technischer Ebene eine Herausforderung. Dass das ganze Projektteam felsenfest vom Konzept überzeugt war und dass alle Beteiligten trotz zeitlichen Mehrfachbelastungen auf höchstem professionellem Niveau gearbeitet haben, war mit Sicherheit ausschlaggebend für die perfekte Umsetzung. Aber davon haben Sie sich bestimmt schon selber auf www.implenia.com überzeugen können. Und die Zukunft? Seit September ist die neue Website online, und seit Oktober arbeitet nun Webredaktor Balthazar Sigrist in der Abteilung Marketing/ Kommunikation in Dietlikon. Der Online-Kommunikation wird damit von allen Seiten eine hohe strategische Bedeutung beigemessen. Die internen Ressourcen und die einfache Administration der neuen Website erlauben es Implenia, die gesamte Online-Kommunikation in verschiedenen Themenkreisen kurz- und mittelfristig kontinuierlich auszubauen und auf Kurs zu halten. Wo wir wohl in sechs Jahren stehen werden? Claude Vollenweider, Leiter Marketing/Kommunikation Konzern, Dietlikon claude.vollenweider@implenia.com

Vorgaben für die neue Website der Implenia • Grundlegend neues Website-Konzept • Zusammenlegung aller vier Implenia-Websites (Konzern, Bau Infra, Real Estate, Industrial Construction) • Betonung der internationalen Ausrichtung • Priorisierung der Angebote und Referenzen • Zukunftweisendes Web-Design • Crossmediale Wiedererkennbarkeit • Ausbaufähige Informationsarchitektur • Flexible Website-Struktur • Dynamische Einbindung von Medienmitteilungen und Jobangeboten • Langfristige Kostenersparnisse

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Eco-Drive: Auch energiesparendes Fahren macht Spass In unserem Unternehmen sind jeden Tag Hunderte von Fahrzeugen im Einsatz: Autos, Lastwagen, Bagger, Walzen und viele andere. Sie alle benötigen Benzin oder Diesel, pro Jahr insgesamt 6,5 Mio. Liter! Nur schon die Autos allein legen jährlich 11 Mio. Kilometer zurück, das entspricht 275 Erdumrundungen. Aus diesen Fahrten resultiert konzernweit eine beträchtliche Umweltbelastung. Deshalb ist es für Implenia naheliegend, im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsbestrebungen alles zu unternehmen, um den Treibstoffverbrauch so gering wie möglich zu halten. Eine sinnvolle Massnahme dazu ist die Schulung in energiesparendem Fahren, mit der wir dieses Jahr begonnen haben und die 2012 fortgesetzt wird. Kompaktkurse für Autofahrer… Autofahrern bieten wir einen zweistündigen Eco-Drive-Kurs mit Simulatoren an, wo man ökonomisch und ökologisch zu fahren lernt. Der vom Driving Center Schweiz organisierte Kurs ist für alle Besitzer von Geschäftsautos obligatorisch. Unter Anleitung eines Instruktors fahren die sechs bis sieben Teilnehmenden eines Kurses zuerst eine Teststrecke ab, worauf sie eine erste Auswertung erhalten mit Angabe von Geschwindigkeit, Anzahl Schaltvorgängen und Benzinverbrauch. Anschliessend erläutert der Instruktor die Grundregeln des Eco-Drive und vermittelt wertvolle Tipps. So sollte zum Beispiel der Reifendruck

0,5 bar höher sein als gemäss Herstellerangabe. Auch sollte man beim Ausrollen nicht auskuppeln, da sonst die Schubabschaltung nicht aktiviert wird. Nach dieser theoretischen Schulung wird das soeben Gehörte am Simulator ausgetestet. Im anschliessenden zweiten Durchgang der gleichen Teststrecke kann jeder Kursteilnehmer dann selbst feststellen, wie viel sich mit einer cleveren Fahrweise einsparen lässt. …und Maschinenführer Für Maschinisten werden in der Regel eintägige Kurse von den jeweiligen Lieferanten durchgeführt, einige davon auch an Samstagen, da die Maschinenführer während der Woche nicht immer von den Baustellen abgezogen werden können. Die Schulung umfasst einen Theorie- und einen Praxisteil. So lernt der Maschinist einerseits die Maschine gut kennen und andererseits, wie er mit dem Gaspedal umzugehen hat und wie man richtig schaltet. So ist es beispielsweise keineswegs nötig, immer mit Vollgas zu fahren, denn auch bei einer Teillast ist der Druck in der Hydraulik genügend. Kranführer erfahren, wie man die Last beim Heben und Schwenken vorausschauend und dadurch eben auch stromsparend (CO²) am besten bewegt.


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EcoDrive-Kurse werden auch nächstes Jahr wieder für Maschinisten sowie auch fürs technisch-kaufmännische Personal am Fahrsimulator angeboten: «Unglaublich, wie viel Benzin und Diesel eingespart werden können, wenn man richtig schaltet und Gas gibt.»

Erstaunliche Ergebnisse Die bisherigen Resultate sind verblüffend, wurden doch bei den Autofahrern im Schnitt 19% Treibstoff eingespart. Auch wenn sich diese Zahl aus dem Simulator wohl nicht direkt auf den effektiven Verbrauch auf der Strasse übertragen lässt, ist das Sparpotenzial doch beträchtlich. In der Annahme einer Einsparung von nur 5% ergibt dies für den ganzen Konzern immerhin 325 000 l oder rund 15 volle Tanklastwagen pro Jahr! Viele Kursteilnehmer waren zudem erstaunt, dass sie nicht nur Treibstoff sparen, sondern auch die Fahrfreude erhalten bleibt. Die im Simulator ermittelte Durchschnittsgeschwindigkeit war sogar leicht höher als bei der ersten Testfahrt zu Beginn (+3 km/h). Zudem bewirkt die Fahrweise nach Eco-Drive ein entspannteres Fahren sowie weniger Verschleiss und damit eine längere Lebensdauer des Fahrzeugs. Auch bei den Maschinisten ergab sich eine deutliche Einsparung im Verbrauch, die allerdings stark vom Alter der Maschine und der bisherigen Fahrweise des Maschinisten abhängt. Generell betrug die Treibstoffeinsparung aber auch hier 10 bis 15%. Kursprogramm geht 2012 weiter Bis Ende 2011 führen wir an sechs unserer Standorte Eco-Drive-Kurse für Autofahrer durch. Obwohl dabei noch nicht alle Simulatorplätze ausgebucht sind, waren die bisherigen Ergebnisse positiv, und wir

erhielten von den Teilnehmenden ermunternde Rückmeldungen. Im kommenden Jahr ist eine Fortsetzung der Schulung an weiteren Standorten geplant. Von den Maschinisten wurde 2011 erst ein kleiner Teil geschult, der Hauptteil folgt im Frühjahr 2012. Insgesamt werden wir rund 700 Mitarbeitende von Implenia Bau an den Maschinen ausbilden. Für die LKW-Chauffeure schliesslich ist ebenfalls im Frühjahr 2012 ein spezielles Fahrtraining «ECO Training Basic – Wirtschaftliches Fahren» vorgesehen, das auch die Chauffeurzulassungsverordnung erfüllt. Bret Kraus, Leiter Integrales Management-System, Implenia Real Estate, Dietlikon bret.kraus@implenia.com

Eco-Drive-Regeln für Autofahrer: 1. Im höchstmöglichen Gang und bei tiefer Drehzahl 2. Zügig beschleunigen 3. Früh hochschalten, spät herunterschalten 4. Vorausschauend und gleichmässig fahren, unnötige Bremsund Schaltmanöver vermeiden


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Plattform «… Auf der grossen Baustelle stand ein kleines Haus für die Bauarbeiter. Dort bekamen wir leuchtende, gelbe Westen. Wir bekamen auch weisse, starke Helme… Wir mussten gelbe Leuchtwesten tragen, damit die Bauarbeiter uns besser sehen konnten. Wir trugen auch einen weissen, sehr bequemen Helm… Wir mussten Westen und Helme tragen, weil es sonst gefährlich gewesen wäre… Wir sahen sehr lustig aus mit diesen weissen Helmen…»

Text: Esther Bürki Fotos: Daniel Zihlmann

«Zum Glück hatte der Baggerfahrer Zeit…» Drittklässler für eine unserer Baustellen zu begeistern, ist ein Kinderspiel. Besonders wenn, wie an jenem Morgen, der 80 Meter hohe Kran montiert wird. Dass der ImpleniaBesuch bei den 17 Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird und was von den Erklärungen der Bau- und Projektleiter Fabio Ranieri und Marcel Wechsler in den Kinderköpfen hängen blieb, erzählen die kurzen Texte der Drittklässler gerade selber. «… Als wir von der Schule abgelaufen sind, waren wir rechtzeitig dort. Dann hat uns der Chef erklärt, wie das so geht. Zuerst hat es eine Weide gehabt, und dann kam der Bagger und machte ein riesiges Loch. Nachher kommen manchmal so Stützen rein, damit die Erde nicht mit dem Haus einsinkt. Dann baut man das Haus, es braucht verschiedene Leute dazu. Zum Beispiel einen Plättler, der die Platten legt für das Badezimmer…»

«… Das Unternehmen Implenia baut Tunnels, Strassen, Hotels und noch mehr. An der Gumelenstrasse in Horgen bauen sie jetzt 5 Häuser mit 43 Wohnungen. Sie sind im Juni 2013 fertig…» «… Was mir am besten gefallen hat, waren die Stücke des Krans, weil sie gross waren. Der Marcel hat uns alles über die Baustelle erzählt. Am Schluss assen wir alle friedlich zusammen unseren Znüni… in einem Baucontainer… Und als wir gehen mussten, bekamen wir schwarze Implenia-Jo-Jos, und wenn wir spielten, leuchteten die Jo-Jos orange… Ich fand toll, dass wir ein kleines Implenia-Jo-Jo bekommen haben… es war ein cooler Morgen.»

«… Es war ein riesengrosser Kran dort. Sie haben genau an dem Tag den Kran gebaut… Wir sahen, wie sie den riesigen Kran zusammengesetzt haben. Dafür braucht man einen ganzen Tag… Der Kran ist so schwer wie drei bis fünf Elefanten…»


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«… Anschliessend stiegen wir über die wacklige Treppe aufs ­Fundament...» «… Ich wäre sehr gerne auf den Kran geklettert…»

«… Da kam ein Bagger auf uns zu, und der Baggerführer stieg aus. Dann durften wir auf den Raupen stehen... Zum Glück hatte der Baggerführer Zeit. Ein paar Kinder durften auf die Raupe vom Bagger stehen, und die anderen durften nebenan stehen, und dann machte ein Fotograf ein Foto von uns. Das Foto kommt in das Mitarbeitermagazin... Der Bagger hat mir besonders gefallen, weil wir draufsteigen durften… Die Baustelle war ganz gross, und es war schmutzig. Wir machten ein Foto auf der ganz schmutzigen Raupe vom Bagger. Es war toll und es hat mir gefallen…» «… Wir haben ein Fundament gesehen, das aus starken Metallstäben besteht und später ein Haus wird… Wir haben auch einen Stein besichtigt, der ein bisschen zerbrechlich war…»

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Marathonvorbereitungen vor eindrücklicher Kulisse.

New York Road Runners

New York Marathon: «Glücklich überquerten wir die Ziellinie. Emotionen pur!» Einsatz, Leistung und Durchhaltewille beweisen Implenianerinnen und Implenianer nicht nur bei der Arbeit, sondern auch mit den Laufschuhen an den Füssen. Zu Beginn des Jahres hatten wir im Rahmen unserer Initiative «Fit4Marathons» für die beiden Städtemarathons von Genf und Zürich Startplätze sowohl für Mitarbeitende als auch für «Externe» verlost. Wir gratulieren den Gewinnerinnen und Gewinnern nochmals und hoffen, sie haben trotz den Strapazen ihren Lauf auch geniessen können. Für sie wie auch alle anderen Teilnehmenden, die sich auf die 42,195 km gewagt haben, gilt die alte Marathon-Weisheit: «Pain is temporary, glory is forever.» (Der Schmerz geht vorüber, der Ruhm hält ewig.) Unter allen Einsendungen auf unseren Wettbewerbsaufruf hin haben wir zusätzlich – gewissermassen als Hauptpreis – drei Startplätze für den legendären New York City Marathon inklusive Startgeld, Reise und Unterkunft verlost. Zu den glücklichen Gewinnern zählten Roger Kunz aus Niederbipp (BE) sowie die Implenia-Mitarbeitenden Juan Álvarez (Polier, Bau Infra, La Chaux-de-Fonds) und Felix Leuener (Bauführer, Bau Infra, Teufen). Hier ihr Erlebnisbericht aus der Stadt, die niemals schläft.

«Nach langer und intensiver Vorbereitung durften wir drei am Donnerstag, 3. November 2011, Richtung New York starten. Zusammen mit dem Kuoni/RyffelRunning-Team galt es nun, einerseits die letzten Tage vor dem Marathon optimal für die Vorbereitung zu nutzen und andererseits die Stadt zu erkunden. Am Sonntag, 6. November 2011, war dann unser grosser Tag. Bereits um 5 Uhr gab es ein ausgiebiges Frühstück mit Pasta, Brot und Müesli, um den Energie­ speicher kräftig zu füllen. Nervosität und Anspannung waren bei allen Läuferinnen und Läufern bereits zu spüren. Um 6 Uhr fuhren wir dann mit dem Bus rund ein­ einhalb Stunden zum Startgelände auf Staten Island. Dort angekommen, hiess es erst mal warten und die letzten Startvorbereitungen optimal durchführen. Um 10.10 Uhr ging’s für uns los: Start der zweiten Welle. Zusammen mit ungefähr 15 000 anderen Läuferinnen und Läufern (insgesamt nahmen über 48 000 Personen am Marathon teil) überquerten wir zu Frank Sinatras «New York, New York» die Startlinie. Bei idealem, sonnigem Wetter liefen wir durch alle fünf New Yorker Stadtteile (Staten Island, Brooklyn, Queens, Bronx und Manhattan), über fünf Brücken, vorbei an über 160 Bands und zwei Millionen Zuschauern Richtung Ziel im Central Park. Die Stimmung entlang der Strecke war schlicht sensationell. Jeder und jede, ob schnell oder langsam, wurde angefeuert und bejubelt. Getrieben durch die Stimmung und die Masse von Läuferinnen und Läufern lief es sich trotz Anstrengung einfacher. Nach 42,195 km überquerten wir drei glücklich die Ziellinie


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Die 48 000 Teilnehmenden kämpfen sich getrieben von den Zuschauern am Strassenrand auf der 4th Avenue durch Brooklyn (Bild links). Mittendrin unsere drei Wettbewerbsgewinner Roger Kunz, Juan Alvarez und Felix Leuener (Bild unten, v.l.n.r.).

und nahmen stolz die Finisher-Medaille in Empfang. Emotionen pur! Am Abend folgte dann das Finisher-Nachtessen mit der Reisegruppe, wo wir mit den anderen Läuferinnen und Läufern auf den Erfolg an­stiessen. Nach einer kurzen Nacht tätigten wir die letzten Einkäufe in New York und flogen dann am Abend glücklich und zufrieden Richtung Schweiz. An dieser Stelle möchten wir uns bei Implenia bedanken, dass sie uns dieses einmalige und unvergess­ liche Erlebnis ermöglicht hat.»

Möchten Sie selbst erleben, wie es ist, angetrieben von zwei Millionen Fans am Strassenrand, in der wohl bekanntesten Stadt der Welt den Kampf gegen die Distanz und sich selbst aufzunehmen, um beim Überqueren der Ziellinie mit unbeschreiblichen Glücksmomenten belohnt zu werden? «Fit4Marathons» bietet Ihnen auch 2012 die Möglichkeit dazu. Mit ein wenig Glück können Sie schon bald Ihren Trainingsplan aufstellen. Nutzen Sie dazu die wertvollen Inputs aus den ImpleniaLauf-Workshops mit dem mehrfachen Triathlon-Team-Weltmeister

Ruedi Wild. Selbstverständlich sind auch bisherige Nicht-Läuferinnen und Nicht-Läufer in seinen Workshops herzlich willkommen. Wetten, dass der Einstieg ins Läuferleben dank den wertvollen Tipps und Tricks eines Spitzenathleten bedeutend einfacher fällt? Alle Informationen zum nächsten Wettbewerb und zu den Workshops 2012 werden Sie bald von uns erhalten. Claude Vollenweider, Leiter Marketing/Kommunikation des Konzerns, Dietlikon claude.vollenweider@implenia.com

Cornelia Widmer, Verantwortliche Sponsoring/Events Implenia-Konzern, Dietlikon cornelia.widmer@implenia.com


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Implenia-Power: Mit dem Drehbohr­ gerät BG24 in Aktion (Bild rechts). Nach dem Bohren wird die Pfahl­ armierung eingesetzt (Bild unten).

Implenia-Power: die jüngste Innovation unseres Spezialtiefbaus Innovation geschieht oft aus einer Not heraus. Dies war beim vorliegenden Beispiel nicht anders. Beim Neubau eines Swatch-Werks zur Herstellung von Zifferblättern in Grenchen stellte sich die Aufgabe, den schwierigen Baugrund aus dichten, sandigsiltigen Kiesschichten bis zu drei Metern Mächtigkeit qualitativ zu verbessern. Die Fläche von 6000 m² erforderte 500 Pfähle bis zu einer Tiefe von 22 m. Aufgrund der hohen Traglasten entschied man sich zu sogenannten Verdrängerpfählen mit einem Durchmesser von 420 mm, gestaltet in Einzel- und Gruppenfundamenten. «Implenia-Power-Verdrängerpfahl» heisst das vielversprechende Resultat Der herausfordernde Baugrund rief nach einer komplexen Umstellung der bisher üblichen Verdrängerverfahren. Das brachte unsere Profis vom Spezialtiefbau auf die Idee, eine neue Arbeitstechnik zu entwickeln, verbunden mit einer neuen und optimierten Werkzeuggestaltung. Das innovative Resultat heisst Implenia-Power-Verdrängerpfahl

(IPV). Das Verfahren erlaubt die Durchörterung der bohrtechnisch heiklen Bodenschichten bei gleichzeitiger Verdrängung des Bohrgutes in weichere Schichten. Ein Volltreffer Die Prüfergebnisse fielen höchst erfreulich aus. So lag die gemessene Prüflast um 100% über der benötigten Gebrauchslast. Ein weiterer Vorteil ist die höhere Produktivität des neuen Verfahrens. Trotz den durchaus üblichen Anfangsproblemen gelang es uns bereits nach zwei Wochen, die Leistung pro Meter gegenüber dem bisher gebräuchlichen Standard um mindestens 50% zu übertreffen. Im Rahmen einer Weiterentwicklung lautet das Ziel, diesen Wert weiter zu steigern. Zukünftiges Standbein unseres Spezialtiefbaus In Zukunft wird der IPV nicht nur als Pfählung ausgeführt. Das Verfahren erlaubt uns zudem den Einstieg in die technisch anspruchsvolle Welt der Baugrundverbesserungen – und bestimmt auch ein inskünftig weiteres Standbein unseres Spezialtiefbaus.


Plattform Auf der Baustelle für die Firma Swatch in Grenchen wird die Innovation das erste Mal eingesetzt (Bild links). Ein Detail des IPV-Inventars: der Drehantrieb mit Stütze und Betonierkelly (Bild unten). Stolz auf ihre Entwicklung: Urs Kottmann, Leiter Werkstatt, Karl Heinz Jörger, Maschineningenieur beim Spezialtiefbau und Willy Steinmann, Leiter Werkhof Oberentfelden (v.l.n.r.)

An dieser Stelle danken wir allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Unterstützung: angefangen bei der Konzernleitung und dem Innovationsteams (siehe Kasten) über die Kalkulation, Bauführung und unsere Techniker bis hin zu den ausführenden Mitarbeitenden. Ohne sie wäre diese vorausschauende Innovation nicht möglich geworden. Karl Heinz Jörger, Maschineningenieur, Spezialtiefbau, Implenia Bau Infra, Oberentfelden karl-heinz.joerger@implenia.com

Willy Steinmann, Leiter Werkhof, Bau Infra, Oberentfelden willy.steinmann@implenia.com

Erwin Scheuermeier, Leiter Ausführung Spezialtiefbau Deutschschweiz, Oerlikon erwin.scheuermeier@implenia.com

Innovationen gesucht Innovative Projekte – wie unser Beispiel IPV – werden vom Innovationsteam mit einem finanziellen Beitrag unterstützt. Deshalb sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgerufen, ihre Ideen einzureichen: neue Geschäftsideen, Verbesserungen von Arbeitsprozessen usw. Das Innovationsteam (siehe Impact Nr. 16, Seiten 12/13) freut sich über jede neue Idee. Senden Sie Ihr Mail an: innovation@implenia.com

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Bauprojekte und Baustellen

A9: Die Heinzelmännchen der Nacht Die vierspurige Umfahrung Lausanne wurde 1970 eröffnet. Es handelt sich um ein 7,7 km langes Teilstück der Autobahn A9 zwischen VillarsSte-Croix und Vennes. 1995 bis 1997 folgte der Ausbau auf sechs Spuren. Heute beträgt das Verkehrsaufkommen mehr als 90 000 Fahrzeuge pro Tag, womit die Umfahrung Lausanne zu den am stärksten belasteten Autobahnteil­stücken der Schweiz zählt. Der schlechte Zustand des Belags erforderte deshalb eine umfassende Sanierung. Die im Sommer 2011 realisierte Erneuerung des Asphaltbelags zwischen der Brücke Pont de la Sorge in Villars-Ste-Croix und der Ausfahrt Vennes (Lausanne) auf drei Spuren – einschliesslich Pannenstreifen Richtung Vevey (Seeseite) und Genf (Bergseite) – war von der Grössenordnung und vom Zeitplan her eine grosse Herausforderung für unser Profitcenter Waadt. Zwei Monate Nachtarbeit Um den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten, wurden die Belagsarbeiten in der Nacht von 20 bis 6 Uhr durchgeführt. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60/80 km/h sowie eine Anpassung der Strassenführung und provisorische Markierungen gewährleisteten die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Im Rahmen des Projekts wurde der Belag der drei Fahrspuren und des Pannenstreifens (beide Fahrbahnen) sowie der Ein- und Ausfahrten La

Bécherette und Vennes erneuert. Die alte Fahrbahn wurde abgetragen (4,5 bzw. 5,5 cm) und anschliessend durch einen neuen «Flüsterbelag» ersetzt. Zum Schluss wurde die Sprinkleranlage für Salzlake, die dem Schmelzen des Schnees nach der Salzstreuung dient, saniert und die neue Strassenmarkierung angebracht. Die Arbeiten wurden in zwei Phasen ausgeführt: 1. Phase mit Probebelag in Montreux: Hier mussten wir zunächst der Bauherrschaft unsere Kompetenz beweisen und nachweisen, dass der von uns vorgeschlagene Belag den Vorgaben des ASTRA (Bundesamt für Strassen) entspricht. 2. Phase mit der Belagserneuerung Umfahrung Lausanne: Die Arbeiten dauerten vom 2. August bis 26. September 2011. Dabei war der Aufwand erheblich, um alle Beteiligten und die Nachtarbeit bei optimalen Wetterbedingungen perfekt zu koordinieren und zu organisieren. Unser Werk Trois Ponts in Ecublens lieferte rund 80% des Asphalts. Das war nur dank einem ununterbrochenen 24-Stunden-Betrieb während der gesamten zwei Monate möglich. Den «Flüsterbelag» bauten wir mit Hilfe von drei bzw. vier parallel laufenden Fertigermaschinen


Bauprojekte und Baustellen

Systematisch arbeiteten sich die Belagsmaschinen während 44 Nächten Schritt für Schritt voran.

Auszug aus dem Newsletter 05 des ASTRA vom 13.10.2011: A9 Umfahrung Lausanne Ende der ­Nachtbaustelle «Die abschliessenden Arbeiten sowie die Markierung sind fertig. Die Umfahrung Lausanne hat jetzt einen neuen Belag. Dank des Einsatzes aller an der überaus komplexen Baustelle beteiligten Parteien und der äusserst günstigen Wetterbedingungen konnte der Belagseinbau früher als geplant abgeschlossen werden.»

und vier Walzen ein, die für eine sorgfältige Verdichtung sorgten. Dabei gelangten ausschliesslich Maschinen aus unserem eigenen Bestand zum Einsatz. Ausgezeichnete interne Kooperation Das Projekt war für alle Beteiligten eine ausserordentliche Erfahrung – von der Ausschreibung über die Organisation bis zur Ausführung. Die Zusammenarbeit zwischen den Profitcentern Genf, Wallis, Neuenburg, Freiburg und Waadt verlief mustergültig, ganz nach unserem Motto «One company, one goal, one spirit». Für die Westschweizer Niederlassung stellt die Umfahrung Lausanne ein wichtiges Referenzprojekt im Bereich Belagseinbau dar und verschaffte Implenia eine weitere Profilierungschance gegenüber der Konkurrenz. Olivier Mouron, Leiter Tiefbau, Implenia Bau AG, Echandens olivier.mouron@implenia.com

Olivier Schneider, Leiter Belagsarbeiten, Implenia Bau AG, Echandens olivier.schneider@implenia.com

Christophe Charbonnet, Leiter Profitcenter Waadt/Neuenburg christophe.charbonnet@implenia.com

Zahlen und Fakten Bauherr: Bundesamt für Strassen (ASTRA) Bauleitung: CSD Ingénieur M. Saugy Umsetzung: Implenia Bau AG, Echandens Bauperiode Juli bis September 2011 Nachtarbeiten Nettobetrag der Ausschreibung Abgefräste Fläche Probebelag Abgefräste Fläche Umfahrung Abgefrästes Material Einbau Belag PA 11 Einbau Belag AC MR 11 Anzahl geleistete Nächte Anzahl LKW pro Nacht Anzahl Beteiligte pro Nacht

18,1 Mio. CHF 19 000 m² 250 000 m² 40 000 t 21 000 t 4 200 t 44 Nächte 45 LKW 100 Personen

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Bauprojekte und Baustellen

Die grösste Herausforderung beim Bau der Fisch­ treppe war deren Lage: Links fliesst die Rhone vorbei, und rechts erschwert ein Hügel die Bauarbeiten.

Stauwehr Chancy-Pougny: den Fischen zuliebe Auf ihrem langen Weg von den Alpen bis zur Camargue wird die Rhone intensiv genutzt: zur ­Energiegewinnung, für die Schifffahrt und als Erholungsgebiet. Dies beeinflusst die Umwelt, was sich mit wissenschaftlichen Methoden feststellen lässt, weshalb man versucht, Beeinträchtigungen so gut wie möglich zu kompensieren.

dagegen sehr ermutigende Ergebnisse erzielen. Im vorliegenden Fall geht es darum, den Fischen die Migration zwischen dem Staubecken Génissiat und dem Genfersee wieder zu ermöglichen. In diesen Gewässern sind vor allem Bachforellen (Wildforellen), Äschen, Barben, Rötel und Rohrkarpfen anzutreffen.

Im Rahmen der Konzessionserneuerung für das Stauwehr ChancyPougny, eine französisch-schweizerische Infrastruktur, hat die ­Société des Forces Motrices de Chancy-Pougny eine Studie zur Erstellung einer sogenannten Fischtreppe als Umweltschutzmassnahme durchgeführt. Das Projekt wurde schliesslich an eine Bietergemeinschaft von ­Implenia Bau AG und Famy SA übertragen. Baubeginn war im Januar 2011, die Inbetriebnahme ist im Juni 2012 vorgesehen.

Und so funktioniert es Die Bauherrschaft entschied sich für eine Fischtreppe mit mehreren aufeinanderfolgenden Becken, der besten Lösung, wenn mehrere Wanderfischarten betroffen sind. Diese Art der Fischwanderhilfe unterteilt die Höhendifferenz zwischen Unter- und Oberwasser in mehrere Abschnitte. Das Kraftwerk ist 12 m hoch. Die Fische überwinden dieses Hindernis mit Hilfe von 65 Becken mit einem Höhenunterschied von jeweils 20 cm, was das Bild einer eigentlichen Treppe ergibt. Die Stahlbetonbecken sind so angeordnet, dass sie sich perfekt in das bestehende Umfeld integrieren. Die Auskerbungen zwischen den einzelnen Becken nehmen dem Wasser Strömungsenergie und schaffen gleichzeitig günstige Voraussetzungen, damit die Tiere die 250 m lange Treppe problemlos durchschwimmen können. Drei Ruhebecken ermöglichen es, eine Rast einzulegen. Parallel zur Fischtreppe verlaufen Lockwasserleitungen, die die Fische zu den ersten Becken der Fischtreppe locken sollen.

Projekt zum Schutz der Fische In den letzten Jahrhunderten wurde der Lauf der Rhone immer wieder korrigiert, um die Schifffahrt zu erleichtern, die Anwohner vor Überschwemmungen zu schützen und mit Wasserkraft Strom zu produzieren. Dabei werden durch die sich drehenden Turbinen der Wasserkraftwerke, zum Beispiel das Laufwasserkraftwerk Chancy-Pougny, zahlreiche stromaufwärts schwimmende Fische verletzt. Die langfristigen Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht wurden bisher unterschätzt. Mit Fischtreppen der neusten Generation lassen sich


Bauprojekte und Baustellen

Dank der neuen Fischtreppe können die Bachforellen, Äschen, Barben, Röteln und Rohrkarpfen wieder unverletzt stromaufwärts wandern, was sich langfristig positiv auf das ökologische Gleich­ gewicht auswirken wird.

Technische Lösungen für eine anspruchsvolle Aufgabe Die grösste Herausforderung stellte das Gelände dar. Da die Fischtreppe sehr eng und auf der linken Seite durch die Rhone, auf der rechten durch einen Hügel begrenzt ist, muss die Baustelle stromaufwärts angelegt werden. Weitere Herausforderungen waren die ­eingeschränkte Lagerfläche und die Unmöglichkeit, eine fixe Hebevorrichtung zu installieren. Zudem musste ein Teil der Arbeiten in einer Spundwand ausgeführt werden. Angesichts dieser Problemstellungen griff man für die Seitenwände auf Fertigelemente zurück. Die Innenwände wurden vor Ort in speziell dafür vorgesehenen Formen hergestellt. Die Fertigwandelemente, bestehend aus zwei dünnen Wänden von jeweils 7 cm mit einem Abstand von 16 cm und als Halbfabrikate angeliefert, bilden eine Art Schalung. Sie werden auf der Sohle angebracht, stabilisiert und dann mit Beton gefüllt. Lucas Pugin, Bauführer, Implenia Bau Infra, Onex lucas.pugin@implenia.com

Zahlen und Fakten Bauherrschaft: SFMCP Société des Forces Motrices de Chancy-Pougny Gesamtkosten: Bauleitung:

3,9 Mio. EUR CNR Compagnie Nationale du Rhône

Ingenieur:

Bietergemeinschaft Implenia/ Famy

Fertigwand­ elemente:

248 Stück bzw. 2650 m²

Ortbeton:

1350 m³

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Bauprojekte und Baustellen

Mit diesem Auftrag legt Implenia ­gemeinsam mit ihren internationalen Partnern einen wichtigen Grundstein für die erfolgreiche Ausführung der späteren Tunnelarbeiten.

Brenner-Basistunnel: Berlin und Palermo rücken näher zusammen Im April 2011 startete in den österreichischen Zentralalpen die Hauptbauphase des Brenner-Basistunnels. Ihr Abschluss ist für das Jahr 2025 vorgesehen. Das geplante Tunnelsystem bildet auf der Achse Berlin – Palermo ein wichtiges Element der Teilstrecke zwischen München und Verona. Es besteht aus zwei eingleisigen Hauptröhren, drei Multifunktionsstellen sowie der bereits bestehenden Umfahrung Innsbruck, die im Norden an den Basistunnel anschliesst. Die beiden Hauptröhren sind je 55 km lang, bei einem lichten Durchmesser von 8,1 m. Sie verlaufen in einem Abstand von 70 m und werden alle 333 m über Querschläge miteinander verbunden. Die Querschläge dienen in Notfallsituationen als Fluchtweg. Dieses Konzept entspricht höchsten Sicherheitsstandards im Tunnelbau. Erkundungsstollen als erste Phase Eine Besonderheit ist der durchgehende Erkundungsstollen. Er befindet sich in der Mitte zwischen den zwei Haupttunnels, liegt 12 m tiefer und hat einen Durchmesser von 5 bis 6 m. Die derzeit laufenden Vortriebsarbeiten sollen Aufschluss über die Beschaffenheit des Gebirges geben, die anschliessend ins Ausführungsprojekt einfliessen. Damit sollen Kosten- und Terminrisiken beim Bau der Haupttunnels reduziert werden. Während der Hauptbauzeit dient der Erkundungsstollen dem Materialtransport und der Entwässerung des Tunnelsystems. In der

Betriebsphase wird er zusätzlich als Medienkanal für die Installation verschiedener Werkleitungen genutzt. Die Arbeiten am Erkundungsstollen sind seit 2008 im Gang und sollen 2013 abgeschlossen sein. Im August 2011 erhielt das Konsortium «Brennero 2011», zu dem die Implenia Construction SA gehört, den Zuschlag für die Realisierung des Stollens im Abschnitt der sogenannten Periadriatischen Naht (vgl. Karte), wo die vorgesehene Linienführung einen Bereich mit kom­ plexen geologischen und hydrologischen Verhältnissen quert. Höchste bautechnische Herausforderungen Dieser Abschnitt gehört zu den bautechnisch schwierigsten des gesamten Brenner-Basistunnels. Die Periadriatische Naht ist eine der bedeutendsten tektonischen Trennflächen der Alpenkette und erstreckt sich über eine Länge von rund 700 km von Norditalien durch das Tessin und entlang der österreichischen Südgrenze bis nach Slowenien. Sie bildet die Kollisionszone der europäischen und der afrikanischen Kontinentalplatten, wo das Gebirge während Jahrmillionen von starken Spannungen beansprucht wurde. Die Tunnelbauer müssen hier mit stark zerklüftetem und brüchigem Gestein sowie einem hohen Wasservorkommen rechnen.


Bauprojekte und Baustellen

Brenner-Basistunnel – wichtiges Verbindungsglied auf der Strecke Berlin – Palermo

Entsprechend drängten sich besondere Massnahmen zur Voraussicherung und Stützung des Stollens, der Entwässerung sowie der Verringerung von Verformungen durch den Gebirgsdruck auf. In der Periadriatischen Naht wird ein Wasserdruck bis 85 bar erwartet. Dabei kann Implenia auf ihr Know-how im Einsatz von sogenannten Preventern zurückgreifen, wie diese beim Bau des Gotthard-Basistunnels gebraucht wurden. Preventer sind technische Vorrichtungen, welche bei Vorausbohrungen in Felsformationen mit hohem hydrostatischen Druck Wassereinbrüche verhindern. Neben dem Bau des Sondierstollens im Abschnitt der Periadriatischen Naht und weiteren vorbereitenden Baumassnahmen ist das Konsortium «Brennero 2011» für ein aufwendiges Erkundungsprogramm sowie Lieferung und Einbau der dazu erforderlichen Ausrüstung verantwortlich. Das Programm umfasst unter anderem Sondierbohrungen, die Messung der Gebirgsverformungen, seismische Messungen, akustische Messungen zur Erfassung von Bergschlag-Phänomenen sowie Gasund Radioaktivitätsmessungen. Gute Ausgangslage für Haupttunnels Mit diesem Auftrag legt Implenia gemeinsam mit ihren internationalen Partnern einen wichtigen Grundstein für die erfolgreiche Ausführung

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Das Tunnelsystem des Brenner-Basistunnels zwischen Nord- und Südportal

der späteren Tunnelarbeiten. Das Projekt gibt uns Gelegenheit, unser Können unter besonderen geologischen und terminlichen Herausforderungen unter Beweis zu stellen und damit unsere Chancen für die spätere Akquisition der Haupttunnels zu erhöhen. Jürg Bernold, Projektleiter, Implenia Industrial Construction, Wallisellen juerg.bernold@implenia.com

Zahlen und Fakten Bauherr:

Gemeinschaftsprojekt der Republiken Österreich und Italien

Gesamtlänge: Baukonsortium Erkundungsstollen:

55 km P.A.C. S.p.A. Oberosier Cav. Pietro S.p.A. Implenia Construction SA Cogeis S.p.A.

Voraussichtliche Gesamtkosten Basistunnel:

8,1 Mrd. EUR

Voraussichtliche Fertigstellung Basistunnel:

2025


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Bauprojekte und Baustellen

Neuzeit in der Kanti «Halde» (Bild oben). Viel Raum für ein aktives «Wir» der Schülerinnen und Schüler (Bild unten).

Neuzeit – die Bündner Kantonsschule «Halde» in Chur ist modernisiert Die Generalunternehmung in Chur gewann 2005 den vom Kanton Graubünden ausgeschriebenen Gesamtleistungswettbewerb. Ein Jahr später bewilligte der Grosse Rat den Kredit von 50 Mio. CHF. Die Vorbereitungsarbeiten waren intensiv, im Juni 2007 startete die dreijährige Bauzeit. Vielseitige Aufgabe Die Schule wurde unter Teilbetrieb umfassend saniert. Dazu wurden auf dem Areal Provisorien mit 40 Klassenzimmern und einer Mensa in Holzelementbauweise erstellt. Auch in der ehemaligen Rudolf-SteinerSchule konnten weitere provisorische Klassenräume eingerichtet werden. Beim Bau aus den 70er Jahren wurden Fugendichtungsmassen und Farben mit sehr hohem PCB-Gehalt verwendet. Dieser Schadstoff und der ebenfalls im Gebäude enthaltene Asbest mussten mit sehr aufwendigen Sanierungsverfahren fachgerecht ausgebaut und entsorgt werden. Diese Schadstoffsanierung im Klassen- und Aulatrakt dauerte neun Monate. Die vom Kanton vorgegebenen sehr strengen ­Schadstoff-Sanierungsziele wurden erreicht und durch Kontroll­ messungen bestätigt.

Zu den nicht alltäglichen Aufgaben gehörte, die sich im Gebäude befindende Grabkapelle aus dem 5. und 6. Jahrhundert zu schützen. Dazu wurden auch diverse Rückbauarbeiten früherer Anpassungen vorgenommen. Vor der Sanierung der Kantonsschule befand sich die Anlage in einem sehr schlechten Zustand. Das Monument des frühen Christentums kann nun vom Pausenplatz durch Scheiben betrachtet werden. Durch Anpassungen und einen direkten Zugang ist die Besichtigung der Grabkammer möglich. Von der Grabstätte der früheren Churer Bischöfe sind bedeutende Reste erhalten geblieben. Sie wurden von der Eidgenossenschaft als Denkmal von internationaler Bedeutung anerkannt. Der gesamte Gebäudekomplex ist an die Vorschriften zur Erdbebensicherheit angepasst. Da sich das Areal direkt auf und am Fels befindet, wurden umfassende Felssicherungsarbeiten notwendig. Den Vorschriften über behindertengerechtes Bauen wurde besondere Aufmerksamkeit beigemessen. Der Zugang zu sämtlichen Räumen ist nun hindernisfrei möglich. Mehrwert durch Solarzellen und Gebäudeautomatisation Die Schule produziert seit der Sanierung einen Teil des Strombedarfs selbst. Die auf dem Dach montierte Photovoltaik-Anlage deckt etwa


Bauprojekte und Baustellen

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Eine Symbiose zwischen Licht, Farbe und Architektur prägt das Treppenhaus (Bild links). Die Unterrichtsräume sind auf dem neusten Stand der Technik eingerichtet (Bild oben). Die Grabkapelle aus dem 5. und 6. Jahrhundert ist ein Denkmal von inter­nationaler Bedeutung (Bild unten). Zahlen und Fakten Bauherr:

Kanton Graubünden, vertreten durch Hochbauamt GR

Nutzer: Totalunternehmer:

Kantonsschule Graubünden, Chur Generalunternehmung AG, Chur (PL Albert Knaus; BL/PL Stv. Roland Willauer/ BL Thomas Ziegler/BL Markus Foi)

Architekt: Bauingenieur: Schadstoffsanierung: Photovoltaikanlage: Haustechnik – ­Koordination:

Jüngling und Hagmann, Chur Liesch Ingenieure,Chur Carbotech AG, Basel Solarstatt GmbH, Chur Hans Hermann, HLK-Ing., Chur

Unternehmer:

über 90% der Vergaben an Unternehmer im Kanton GR

Gesamtleistungswettbewerb:

2005

Bausumme: Baubeginn: Bauende:

50 Mio. CHF Juni 2007 Juli 2010

15% des elektrischen Energiebedarfs der Schule ab. Die Kollektoren sind nicht wie das Gebäude nach Westen, sondern nach Süden ausgerichtet. Somit kann ein rund 10% höherer Ertrag erzielt werden.

individuelles Lernen geschaffen. Die Gruppenarbeitsräume und die Praktikumsräume für naturwissenschaftliche Fächer ermöglichen neue Lernformen.

Durch gesteuerte Motoren, eingebaut in das Gebäudeautomatisationssystem, werden die Fenster in den Klassenräumen individuell geöffnet bzw. geschlossen. Dies in Abhängigkeit von Witterungseinflüssen und der Raumluftqualität (CO²-Gehalt). In jedem Zimmer können zwei Fensterflügel manuell bedient werden. Zusätzlich sind in den Räumen für den Chemieunterricht mechanische Lüftungsanlagen installiert, damit die Luftqualitätsverhältnisse in den Laborräumen nie eine ­Gesundheitsgefährdung darstellen.

Etappenweise Inbetriebnahme Im August 2009 wurde der Betrieb in den Klassenräumen und im Verwaltungstrakt aufgenommen. Auf Beginn des Schuljahres 2010 konnte auch der Naturwissenschaftstrakt der Bauherrschaft und den Schülern übergeben werden.

Zeitgemässe Infrastruktur Die Kantonsschule erfüllt die heutigen methodisch-didaktischen Anforderungen einer modernen Schule. Die Klassenzimmer werden zum interaktiven Lernzentrum. In allen Räumlichkeiten gibt es Zugang zum Internet, zur schulinternen Kommunikationsplattform und zu den ­eigenen Daten. Zusätzliche Gruppen- und Lernräume wurden eingerichtet und damit Platz für Teamarbeiten, Schulprojekte oder

Die enge Zeitvorgabe der Sanierung in zwei Etappen über den Zeitraum von drei Jahren konnte eingehalten werden. Dank der hervorragenden und konstruktiven Zusammenarbeit im Team der Implenia, wie auch zwischen Implenia, dem Hochbauamt und der Bündner Kantons­ schule konnte die komplexe Sanierung erfolgreich abgeschlossen werden. Gaby Indermaur, Assistentin Regionenleitung Ost, Implenia Real Estate, St. Gallen gaby.indermaur@implenia.com


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Umfrage bei den Aargauer Strassenbauern

Was wollten Sie schon immer Ihrem Chef sagen? «Ich rechne unserem Unternehmen hoch an, dass wir auf den Baustellen viel für die Arbeits­ sicherheit leisten. In diesem Punkt sind wir anderen Firma weit voraus. Was mir aber wichtig erscheint, ist, dass wir uns mit der Gewerkschaft einigen können. Gelingt dies nicht, wäre dies ein Schritt zurück. Ebenso gut fände ich, wenn sich die Chefs mehr auf den Baustellen zeigen und mit den Arbeitern sprechen würden. So hätten diese die Möglichkeit, dem Chef kurz zu sagen, was ihnen auf dem Herzen liegt, und müssten nicht extra bei ihm im Büro vorbeigehen.»

«Wenn der grosse Chef vorbei­ käme, würde ich ihm sagen, dass alles gut ist. Ich hatte Glück. Ich musste mich nur für die Schnupperwoche bewerben, und dann erhielt ich von Implenia die Lehrstellenzusage. Und es gefällt mir gut: Die Baustelle am Kreisel in Wildegg ist sehr abwechslungsreich, mein Vorgesetzter und die anderen Kollegen sind sehr nett, wir machen immer ZnüniPausen. Und als es im Sommer sehr heiss war, durften wir sogar am Nachmittag eine Extra-Pause einlegen.»

«Wir sind mit unseren Bauführern ziemlich unterdotiert und entsprechend am Limit. Gut wäre, wir könnten interne Schulungen für potenzielle Bauführer und Quereinsteiger anbieten. Ein ähnliches Modell, wie es dies nun für Baukostenplaner gibt. Sonst finde ich alles okay. Der Lohn kommt, meistens stimmt er, wenn nicht, wird der Fehler korrigiert. Im Vergleich zu anderen Firmen läuft es gut bei uns. Ausser vielleicht bei der Kommunikation des neuen Salärsystems.»

«Seit 31 Jahren bin ich in der Firma, seit 31 Jahren fahre ich in den Ferien zu meiner Familie nach Spanien, und seit über 6 Jahren arbeite ich mit Polier Roman Grob zusammen. Wenn man mich fragt: Ich habe nichts auszusetzen. Mir gefällt es hier, sonst wäre ich nicht so lange geblieben. Mit zwei anderen Arbeitern aus Spanien teile ich eine Wohnung: Immer einer von uns dreien kocht am Abend und an den Wochenenden, und wir essen gemeinsam Kotelett, Paella oder andere spanische Gerichte.»

Roman Grob Polier Strassenbau

Sandro Leuenberger Strassenbau-Lehrling, 1. Lehrjahr

Markus Roth Projektleiter Strassenbau, Kreisel Wildegg

Chaime Zuarez Strassenbauer


Umfrage bei den Aargauer Strassenbauern

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«Die Chefs interessieren mich nicht gross, viel wichtiger ist mir der Zusammenhalt untereinander auf der Baustelle. Ich habe bei Implenia Strassenbauer gelernt, und hier arbeite ich nun schon das zweite Jahr. Das ist echt gut. Alle sind nett: Bauführer Markus Roth, Polier Roman Grob und alle anderen Kollegen. Am meisten mag ich, wenn meine Arbeit abwechslungsreich ist: Mal kann ich mit Stein, dann mit Beton arbeiten, und am Schluss kommt der Belag drauf.»

«Was vielleicht in unserer riesigen Firma etwas zu kurz kommt, ist die Menschlichkeit. Es wäre schön, die Chefs würden sich mehr zeigen und mal mit den Arbeitern zusammen essen. Früher war dies anders. Seit sechs Jahren bin ich schon bei Implenia. Wer wie ich eine gewisse Arbeitserfahrung hat, kann sehr selbständig arbeiten und hat viel Freiraum. Auch untereinander ist die Stimmung angenehm, und den Bau dieses Strassenkreisels in Wildegg finde ich sehr interessant.»

«Heute hat der oberste Personalchef auf unserer Baustelle gearbeitet und gesehen, wie es hier draussen läuft. Das finde ich eine super Idee. Ich selber bin erst seit zwei Monaten bei Implenia, vorher bei Strabag. Der CEO-Wechsel hat eine gewisse Verunsicherung ausgelöst, und die Auftragslage ist bedrückend, das Arbeitsklima aber sehr gut. Schön finde ich, dass in der Schweiz der Umgang mit den Auftraggebern viel eher auf gegenseitigem Vertrauen und weniger auf Papierkrieg basiert.»

«Bei mir läuft im Moment alles sehr gut. Das Klima in unserer Strassenbauer-Gruppe ist tipptopp. Als gebürtiger Serbe fühle ich mich auch gut integriert und spüre keine Ausländerfeindlichkeit mir gegenüber. Auch mit den anderen Ausländern in unserer Firma verstehe ich mich gut und kann gut zusammenarbeiten. Eine ganz tolle Sache war für mich, dass ich nach der Lehre in unserer grossen Firma bleiben durfte. Mein nächstes Ziel in rund zwei Jahren wäre die PolierAusbildung.»

Steven Sele Strassenbauer

Manuel Casillo Maschinist

Klaus Theismann Bauführer

Zeljko Sestakovic Strassenbauer


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Umfrage

Die Implenianer und ihr Verhältnis zur Mobilität (III) In den letzten zwei Ausgaben von «Impact» haben wir die Beziehung von Mitarbeitenden zum Auto beleuchtet. Statt zum Abschluss unserer kleinen Reihe nochmals weitere Autos mit ihren Besitzern zu porträtieren, wollen wir uns diesmal auf alternative Fortbewegungsmittel konzentrieren. Unseren Gesprächspartnern stellten wir deshalb die folgenden vier Fragen: 1. Wie fährst du mit deinem Verkehrsmittel? 2. Was ist deine Haltung zum Auto und zum öffentlichen ­Verkehr? 3. Wie wird die Mobilität in der Schweiz in 20 Jahren ­aussehen? 4. Was könnte Implenia zum Thema Mobilität unternehmen? Bret Kraus Leiter Integrales Management-System, Implenia Real Estate, Dietlikon bret.kraus@implenia.com

Albert Knaus, 43 Leiter Geschäftsstelle Implenia Generalunternehmung, Chur, fährt E-Bike 1. Mein Elektro-Bike bringt mich morgens zur Arbeit (ich wohne in Chur) sowie zu unseren Baustellen in der Stadt und den Nachbargemeinden, bis hin zu einer Distanz von rund 10 km. Vor allem in den Stosszeiten bin ich deutlich schneller als mit dem Auto und tue nebenbei noch etwas für die Gesundheit. Pro Jahr lege ich rund 1000 km zurück. Ich finde, wir sollten nicht nur von der Nachhaltigkeit reden, sondern sie auch leben, und der Chef muss vorangehen. Mein Elektrovelo ist eine High-Tech-Maschine, verkörpert den Fortschritt und ist gleichzeitig ein positiver Werbeträger für unsere Firma. 2. In Graubünden muss ein Auto viel können: vom Kundenbesuch bis zum Transportmittel für die Jagd. Obwohl es für mich eher ein Mittel ist, um von A nach B zu kommen, sehe ich auch dessen Imagewirkung, die man aktiv steuern kann. Den öffentlichen Verkehr beurteile ich sehr positiv, vor allem Knotenpunkte sind gut erreichbar. Nach Zürich fahre ich fast immer mit dem Zug, da kann ich ungestört arbeiten. 3. Das Umweltbewusstsein nimmt generell zu. Einerseits werden die Verbrennungsmotoren noch effizienter, andererseits wird es deutlich mehr alternative Antriebsarten geben. Weil aber die Strassen zunehmend überlastet sind, wird der öffentliche Verkehr immer wichtiger, vor allem entlang den Hauptachsen. Auch Geschäftsreisen werden mehr als heute mit der Bahn stattfinden. 4. Ganz wichtig sind Anreizsysteme für die Benützung von Velo, Zug oder besonders ökologischen Fahrzeugen, zum Beispiel ein Beitrag zum Generalabonnement oder ein Velo-Bonus. Ebenso wichtig ist die Vorbildfunktion der obersten Unternehmensleitung.


Umfrage

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Claudia Steinmann, 28

Hansueli Dür, 56

Human Resources Business Partner, Dietlikon, fährt Inlineskates

Leiter Key Account Management, Dietlikon, fährt Bahn

1. Diesen Frühling fuhr ich fast täglich mit meinen Inlineskates zur Arbeit nach Dietlikon. So konnte ich während des Arbeitswegs auch meinen sportlichen Teil des Tages erledigen. Nur wenn ich abends einen Termin auswärts hatte, liess ich die Skates zu Hause. Pro Weg waren dies 30 Minuten, in vier Monaten legte ich rund 1000 km zurück. Als mich Autofahrer ein paar Mal übersahen und es zu brenzligen Situationen kam, habe ich vernünftigerweise damit aufgehört. Heute skate ich nur noch in meiner Freizeit. 2. Mit dem Auto kommt man schnell zum Zielort. Es bietet Komfort, Luxus und eine hohe Flexibilität. Mit dem Auto bin ich aber sofort für Abgas- und Umweltbelastung verantwortlich. In der Schweiz haben wir ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz, welches jedoch teuer ist und je nach Verbindung viel Zeit braucht. 3. In den nächsten Jahren wird der Autoverkehr weiterhin sehr beliebt bleiben und nicht abnehmen. Das Strassennetz wird man weiter ausbauen müssen. Es dürfte aber auch viel in den öffentlichen Verkehr investiert und das Angebot ausgebaut werden – also ein noch besseres Netz und modernere Züge. 4. Ein Reglement für Leasing-Fahrzeuge genügt nicht, es braucht unbedingt ein konzernweites Mobilitätskonzept. Damit sollten zum Beispiel auch Generaloder Verbundabonnemente unterstützt werden. Bei den Fahrzeugvorgaben bin ich für eine klare Botschaft, die signalisiert, dass die Flotte von Implenia in Zukunft nur noch aus wirklich ökologischen Fahrzeugen besteht.

1. Die Bahn – plus Bus und Tram – brauche ich täglich für den Arbeitsweg. Je nach Lage und Anbindung absolviere ich auch einige geschäftliche Kontakte mit dem öffentlichen Verkehr. Pro Jahr bin ich so rund 30 000 km unterwegs. In Analogie zu den Meilensammlern in der Luftfahrt bin ich also ein «Frequent Railer». Die Gründe für die Bevorzugung des öffentlichen Verkehrs sind für mich vielfältig: Ich kann die Zeit besser nutzen, bin rechtzeitig und vor allem ohne Stress am Ziel. 2. Das Auto soll vor allem am richtigen Ort und in vernünftigem Mass eingesetzt werden. Ich fahre zum Beispiel ein motortechnisch fortschrittliches Auto. Der öffentliche Verkehr ist in der Schweiz top, stösst aber in den Hauptverkehrszeiten an Grenzen. Man findet nicht immer einen Sitzplatz, egal ob in der 1. oder 2. Klasse. Neue, andere Lösungen für die Pendlerströme müssten gefunden werden. 3. Im Jahr 2031 dauert die Fahrt von Basel nach Luzern nur noch 20 Minuten. Möglich wird dies durch die SwissMetro, ein unterirdisches Bahnsystem mit Teil-Vakuum, das Geschwindigkeiten von bis zu 500 km/h erlaubt. Diese neue Technologie wurde übrigens nach dem Startschuss im Jahre 2013 durch ­Implenia entwickelt. Diese enorme Geschwindigkeit hat zahlreiche Autofahrer zum Umsteigen auf die Swiss Metro motiviert. 4. Implenia sollte nur noch sparsame Autos unterstützen. Daneben ist aber auch die Geothermie (energetische Nutzung der Erdwärme mit Tiefenbohrungen) zu einem Produkt auszubauen. Mit dieser Technologie können Gemeinden ihren Strom- und Energiebedarf dezentral selber erzeugen.


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Vermischtes

Nur für schwindelfreie Arbeiter. Diese Zwillingstürme sind der neue Blickfang im Westen der Stadt Chur. Die beiden Gebäude sind 40 m im Boden verankert. Sie bilden das Herzstück des neuen Gewerbe- und Einkaufszentrums City West, das rechtzeitig am 11.11.11 eröffnet wurde. Auf den 22 Stockwerken sind ein Hotel, Büros sowie Wohnungen geplant. 70 m in die Höhe gebaut hat das Profitcenter Graubünden.

Stolz auf alle Highlights und ein grosses ­Dankeschön. Wie jedes Jahr stand am 4. Dezember wieder die Heilige Barbara im Zentrum der Tunnelbauer. Auch in der Multifunktionsstelle in Faido wurde mit Stolz auf zahlreiche Höhepunkte des vergangenen Jahres zurückgeblickt: den zweiten Hauptdurchschlag am Gotthard-Basistunnel mit dem Durchschlag der Tunnelbohrmaschine West am 23. März, die Rekord-Wurmleistung von 1500 m Innengewölbe im Monat März, die letzte Querschlagssprengung am 19. Mai, den letzten Gewölbeblock mit dem Wurm in der Oströhre am 13. Oktober, gefolgt vom letzten Block in der Weströhre am 27. Oktober – notabene mit 5 Wochen Vorsprung auf den Terminplan. All dies war wiederum nur möglich dank dem unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wofür sich Daniel Spörri, Baustellenchef Bodio – Faido, ganz herzlich bedankte. Und er fuhr fort: «Auch wollen wir uns erneut darauf besinnen, dass unsere Arbeit Gefahren birgt. Deshalb wollen wir den heutigen Tag nutzen, die Heilige Barbara darum zu bitten, uns stets schützend beizustehen, damit alle von der Arbeit gesund zu ihren Familien zurückkehren können.»

Lesen Sie das Impact gern? …haben wir Sie in der letzten Ausgabe gefragt und Sie gebeten, uns den Umfragetalon einzuschicken. Über 150 Einsendungen sind in der Zwischenzeit bei uns eingetroffen. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die wertvollen Inputs zum Themenmix oder zu neuen Rubriken. Diese Anregungen werden wir nächstes Jahr umsetzen, damit das Mitarbeitermagazin, das übrigens allen 6000 Mitarbeitenden nach Hause geschickt wird, noch attraktiver und noch lieber gelesen wird. Denn gemäss Umfrage lesen alle Teilnehmenden das Impact heute schon gerne, mehr als die Hälfte davon sogar sehr gerne. Das freut uns natürlich.


Vermischtes

DEFI-1: Antonio Teixeira, Genf; Yves Semadeni (Coach), Angelo Santacroce und Reynald Goumaz, Renens; Cosimo Mazzotta, Lugano; Reto Hönger, Luzern; Didier Maigre (Begleiter) und Christel Desbiolles, Genf (Physiotherapeutin).

Im Team zum Sieg. Das «DEFI, Trophée des entreprises», ein sportlicher Wettbewerb zwischen Teams von Mitarbeitenden aus verschiedensten Unternehmen, fand im September in Leysin bereits zum 22. Mal statt. Nicht zuletzt dank der tatkräftigen Unterstützung und Vermittlung – vor allem durch CFO Beat Fellmann und HR-Chef Thomas Foery – gelang es, Mitarbeitende aus unseren Niederlassungen in Aarau, Luzern, Zürich und im Tessin von einer Teilnahme zu überzeugen, so dass gleich zwei Fünferteams an den Start gingen. Implenia übernahm ausserdem das Sponsoring. Der Wettbewerb war eine sportliche und emotionale Herausforderung zugleich, die ein gros­ses persönliches Engagement ver-

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DEFI-2: Maurizio Giovanelli, Iris Harnisch, Stephan Suter (Begleiter), PC Aargau; ­Patrick Caviezel, Andy Galliker und Irini Marinis, Zürich; Jean-Michel Gautier (Coach); Sabine Guckert (Physiotherapeutin).

langte. Jeder Teilnehmende hat für die drei Wettkampftage während mehrerer Monate intensiv trainiert, galt es doch, gleich 13 Disziplinen zu absolvieren, darunter Bahnvelo, BMX, Rennvelo, Mountainbike, Laufen, Orientierungslauf, Trekking, Kanu, Bogenschiessen, Karabinerschiessen, Schlittschuhlaufen und Holzfällen. Insgesamt mussten 130 km und 6000 Höhenmeter überwunden werden. Der Geist, der die Implenia-Teams zu Höchstleistungen antrieb, steht gleichsam für unser Motto, das über alle Konzernbereiche hinweg gilt: «One company, one goal, one spirit». Auf Anhieb auf Rang eins Dem gemischten Team mit zwei Frauen und drei Männern ist es gelungen, in seiner Kategorie gleich bei der ersten Teilnahme Rang

Geschickte Akquisitionsstrategie brachte Erfolg. Seit rund drei Jahren realisiert die Arbeitsgemeinschaft Groupement Marti Implenia unter der Federführung von Marti das unterirdische Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance im Unterwallis (siehe Impact Nr. 13, Herbst 2010). Im September konnte eine Auftragserweiterung unterzeichnet werden. Der Leistungsumfang wird unter anderem ergänzt durch die Erhöhung der bestehenden Staumauer, die Vergrös­ serung der Maschinen- und der Trafokavernen für zwei weitere Maschinengruppen und die Vergrösserung von Triebwasserwegen und Druckschächten im Zusammenhang mit der Leistungserhöhung des Kraftwerks von den ursprünglich geplanten 600 MW auf 900 MW. Für

eins zu erobern. Die Konzernleitung, unsere Mitarbeitenden sowie die verschiedenen Geschäftsbereiche haben die Teilnehmenden während der drei Tage immer wieder mit ­grossem Applaus unterstützt. Mehrere Bereichsleiter haben interne Meetings bewusst in die Nähe des Wettkampfgeschehens gelegt, sozusagen die ideale Verbindung von Arbeit und Freizeit. Allen, die sich in irgendeiner Weise engagiert haben, sei auch an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt. Yves Semadeni, Implenia Generalunternehmung, Renens, und Jean-Michel Gautier, Sicherheitsbeauftragter Westschweiz, Onex

den Teil der Staumauererhöhung ist nun auch der Konzernbereich Bau Infra am Bau beteiligt. Dank der Bündelung konzernbereichsübergreifender Kompetenzen und einer geschickten Akquisitionsstrategie im Sinne des Leitsatzes «One company, one goal, one spirit» ist es bei diesem Projekt gelungen, den Bauherren vom Mehrwert der ImpleniaOfferte zu überzeugen: mit der erfreulichen Erhöhung der ursprünglichen Werkvertragssumme um 218 Mio. CHF (Implenia-Anteil für Zusatzauftrag: 109 Mio. CHF) Jürg Bernold, Projektleiter, Implenia Industrial Construction, Wallisellen


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Vermischtes

Bei diesem Event ging’s drunter und drüber. Anstelle eines Ausflugs durften die Poliere und Bauführer des Profitcenters Basel dieses Jahr an einem speziellen Event teilnehmen. Zwei halbe Tage voller Überraschungen an zwei Standorten, mit zwei Gruppen, grossen Herausforderungen, Teamwork, viel Spass und ein gemeinsamer Abschluss warteten auf sie. Der Event ging zum einen im Driving-Center in Safenwil über die Bühne. Die Fachleute vor Ort zeigten auf witzige und spritzige Weise, wie man sich in brenzligen Situationen verhält, wie man sich selbst und andere im Strassen-

Im neuen Tunnel der Zentralbahn lief etwas. Die Tunnelportale in Luzern öffneten sich, die Leute strömten in Massen rein. Mit gutem Grund: Sie hatten am letzten Oktober-Wochen­ ende die einmalige Gelegenheit, das Implenia-Werk zu begutachten, das sie ab 2013 in der Zentralbahn durchqueren werden. Heute führt die Linie der Zentralbahn in der Stadt Luzern über vier Strassen und einen Fussweg. Dank der Tieflegung wird damit bald Schluss sein. Implenia war mit einem Stand vor Ort präsent, durfte viele positive Feedbacks entgegennehmen und in staunende Gesichter blicken. Einen Film zu diesem interessanten Untertagbau-Projekt finden Sie in der Mediathek auf www.implenia.com (Menüpunkt Medien/Mediathek/Filme). Einem grossen Belastungstest wurde der neue Tunnel als Teilstrecke des 5. Lucerne Marathon unterzogen. Rund 10 000 Läuferinnen und Läufer durchquerten ihn und kamen so zu einem nicht alltäglichen Lauferlebnis. Selbstverständlich bestand der Tunnel den Belastungstest mit Bravour. Auf die Strecke wagte sich auch ein Implenia-Halbmarathon-Team. Es belegte den guten 45. Rang unter 145 Teilnehmenden.

verkehr schützt und wie man schonend mit Umwelt und Material umgeht. Beim anderen Standort, dem Werkhof in Augst, galt es beim «Spiel ohne Grenzen» an fünf Stationen, verschiedenste Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und die Aufgaben als Team zu meistern. Beim abschlies­senden gemeinsamen Essen konnten Erfahrungen und Erkenntnisse ausgetauscht, Kontakte geknüpft oder schlicht und einfach gefeiert werden. Ein Ausflug, der keiner war. Eine Schulung, die sich nicht so anfühlte. Am Ende hatten alle Spass! Wiederholung erwünscht!

Ungewöhnliches Kinderlachen am Hauptsitz. Früher hiess er Vater-Tochter-Tag, als die Mädchen ihren Vater an die Arbeit begleiteten. Heute ist es der Nationale Zukunftstag und es sind Boys und Girls eingeladen. Am Hauptsitz in Dietlikon kam eine rechte Menge an jungen Implenianerinnen und Implenianern zusammen. Über 20 Buben und Mädchen im Alter von 5 bis 14 Jahren aus Bern, Wallisellen, Luzern, Winterthur und Oerlikon liessen sich von einer engagierten Crew von Lernenden die ungewöhnlichsten Ecken des Hauptsitzes zeigen, wie zum Beispiel den Fitnessraum, das Materiallager, das Copycenter usw. Sie bekamen Informationen über Implenia, bastelten mit viel Kreativität ein kleines Haus und liessen sich von der Fotografin ablichten. Den Nachmittag verbrachten die Kinder am Arbeitsplatz ihrer Eltern. Ziel des Zukunftstags ist es, Mädchen und Jungen die Chance zu geben, untypische Arbeitsfelder und Lebensbereiche kennenzulernen.


Vermischtes

Kreuzworträtsel 6

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Horizontal 1. Wie heisst der neue CEO? 2. Welche Fahrkurse bietet Implenia an? 3. Welche Autobahn wurde nachts saniert? 4. Bei welchem Wettbewerb kam unser Team auf Rang eins? 5. Was ist die neuste Methode im Spezialtiefbau? 6. Was wurde in Genf für die Fische gebaut?

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Vertikal 7. Wie heisst der neue Konzernbereichsleiter von Implenia Industrial Construction? 8. In welchem nordischen Land wächst die ImpleniaBlume? 9. In welchem Kanton befragten das Impact die Strassenbauer? 10. Welches Fahrzeug bringt den Geschäftsstellenleiter in Chur an die Arbeit? 11. Wo wirbt ein Schlüsselkunde mit Implenia-Helmen?

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Gewinnerin des letzten Wettbewerbs: Françoise Badertscher, Bau Infra, Luzern

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Lösungswort: Norwegen

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Ausgeraucht. Markus Christen, Beat Liem, Werner Waser und Robert Wigger (v.l.n.r.) arbeiten alle im Profitcenter Zentralschweiz der Bau Infra. Im Durchschnitt haben sie während 31,5 Jahren mehr als zwei Päckchen Zigaretten pro Tag geraucht. Ende September besuchten sie gemeinsam einen von Implenia organisierten Kurs, der ihnen helfen sollte, das Rauchen in Zukunft aufzugeben. Seit diesem Tag sind sie alle rauchfrei. Respekt! Einfacher, als mit dem Rauchen aufzuhören, ist, gar nicht erst zu beginnen. Da viele Lernende im ersten Lehrjahr anfangen, hat die Lungenliga Aarau das Projekt «1. Lehrjahr rauchfrei» ins Leben gerufen. Als gesund-

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heitsbewusster Ausbildungsbetrieb möchte Implenia all ihre gewerblichen und KVLernenden zur Teilnahme an diesem Projekt motivieren. Und so funktioniert’s: Die Lernenden unterzeichnen eine Vereinbarung, mit der sie sich verpflichten, während des gesamten ersten Lehrjahrs weder bei der Arbeit noch in der Freizeit zu rauchen. Wer sich an die Vereinbarung hält, verdient sich eine grosszügige Belohnung in Form von Ferien oder Gut­scheinen. Mehrere Lernende haben die Vereinbarung unterzeichnet, unser Konzern ist stolz auf sie. Das erfolgreiche Programm wird nun schweizweit angeboten. Mehr Informationen unter www.1-lehrjahr-rauchfrei.ch und www.rauchfreielehre.ch.

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Vermischtes

Kein Arbeitsort für Seekranke. «Als Bauplattform dient ein auf der Aare schwimmender, rund 260 m² grosser Ponton, mit einer Eigenlast von 70 t. Vom Ponton aus bohrt sich das Drehbohrgerät bei einer Wasserhöhe von 3 m 9,25 m tief in den Aaregrund. Nachdem die Fuss- und Bohrrohre im Boden verankert sind, werden die Träger in die 800 mm breiten Bohrlöcher herabgelassen. Zur Stabilisation der Träger füllt die Bauequipe die Bohrlöcher mit Split auf, woraufhin mit dem Munggmischer Beton in die Zwischenräume des Splits injiziert wurden.» So beschreibt Melanie Gabler, lernende Kauffrau, ihren Baustellenbesuch beim Kernkraftwerk Mühleberg, wo ­Implenia zum Schutz der Reaktorkühlung bei Extremhochwasser zusätzliche Ansaugstutzen angebracht hat, indem sie sechs Träger im Aaregrund verankerte. Mit der Einsendung ihrer Text- und Fotodokumentation hat sich Melanie Gabler von der Redaktion ein herzliches Dankeschön verdient.

Lehrlingsausflug: auf den Spuren der Schalungsplatten. Die gewerblichen Lernenden aus den Regionen Aargau und Zürich machen jedes Jahr einen gemeinsamen Ausflug. Dieses Jahr wollten sie genauer wissen, wie Schalungsplatten hergestellt werden. Luca Fröhlich, Maurer-Lehrling im dritten Lehrjahr, berichtet: «Pünktlich um 7.30 Uhr fuhren wir in unserem Magazin ab in Richtung Buttisholz LU zur Tschopp Holzindustrie AG. Sie ist die einzige einheimische Herstellerin von Schalungsplatten. Wir erfuhren, wie die Verkaufsware hergestellt wird, wie gross die Produktionsvolumen (5900 m² Schalungsplatten pro Tag) sind und wie die Vertriebsnetze aussehen. Es folgte eine Besichtigung des Produktionswerks, wo rund 100 Leute arbeiten. Sie sind dafür zuständig, dass die Schalungsplatten die Qualität aufweisen, wie wir sie auf den Baustellen kennen und einsetzen. Was bei der Produktion der Schalungsplatten an Restholz übrigbleibt, wird zu Pellets für Holzheizungen weiterverarbeitet.»

Hoch oben, wo die Freiheit grenzenlos ist… Urs Oppliger arbeitet unter der Woche als Polier im Strassen- und Tiefbau, doch am Wochenende ist er der Höhe keineswegs abgeneigt, wie dieses Bild beweist. Die Redaktion kann sich nicht erinnern, jemals zuvor einen so schicken Gleitschirm am Himmel ausgemacht zu haben… Wir wünschen Urs Oppliger noch viele problemlose Starts, tolle Flugstunden, beste Thermik und sanfte Landungen.

St. Moritzer Schlüsselkunde steht auf unsere Marke. Und nicht nur auf die Marke, sondern vor allem auch auf die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserer Churer Generalunternehmung. Auch dieses Jahr war das Projektteam mit René Schwarzmann, Renzo Lisi und Mario Bearth erfolgreich auf einer Baustelle des St. Moritzer Fünf-SternPlus-­Hotels tätig. Das Suvretta House wirbt nun mit Implenia-Helmen und BaustellenInterieur in ihrem aktuellen Prospekt über ihre Skischule und ihr Skileiterteam (siehe Bild). Das sollte unserer Marke öfter passieren.


Impact 17