Issuu on Google+

Implenia in Kürze

Implenia entwickelt und baut die Schweiz von morgen. Implenia ist das führende Bau- und Baudienstleistungsunternehmen der Schweiz. Mit ihrem integrierten Businessmodell sowie dem umfassenden Leistungs- und Produkt­ port­folio ist Implenia in der Lage, ein Bauwerk über dessen gesamten Lebenszyklus zu begleiten – wirtschaftlich, nachhaltig, integriert und kundennah. Entstanden 2006 aus dem Zusammenschluss von Zschokke und Batigroup, blickt Implenia auf eine über 140-jährige Bautradition zurück. Erfahrung, Know-how, Grösse und finanzielle Stärke befähigen Implenia, ihre Leistungen sowohl in der Schweiz als auch auf internationaler Ebene anzubieten. Für anspruchsvolle Immobilien- und Infrastrukturprojekte stehen sämtliche Fähigkeiten und Kapazitäten des Gesamtkonzerns zur Verfügung. Implenia fasst das Know-how aus drei Konzernbereichen unter einem Dach zusammen:

Industriestrasse 24 CH-8305 Dietlikon Tel. + 41 44 805 45 55 Fax + 41 44 805 45 56 www.implenia.com

Implenia | Geschäftsbericht 2010

Implenia AG

− Implenia Real Estate deckt als Gesamtdienstleisterin sämtliche Bereiche im Lebens­z yklus einer Immobilie ab, von der Kapitalbeschaffung über die Entwicklung und Realisation bis zur Betriebsoptimierung und Promotion, und ist im Bereich Generalunternehmung Marktführerin in der Schweiz. − Implenia Bau Infra bietet sämtliche Leistungen der Bauproduktion an, vom klassischen Strassen- und Tiefbau über den Hochbau bis hin zum Ingenieur- und Spezialtiefbau. Auch hier ist sie Markt­führerin in der Schweiz. − Implenia Industrial Construction ist Spezialistin für Untertage-Infrastrukturprojekte und anspruchsvolle Real-Estate-Projekte und bedient sowohl die Schweiz als auch internationale Zielmärkte. Implenia mit Hauptsitz in Dietlikon bei Zürich verfügt über rund 100 Geschäftsstellen in der Schweiz und Vertretungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Russland, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Katar. Im Jahr 2010 beschäftigte der Konzern 5424 Mitarbeitende und erzielte einen Umsatz von 2,4 Mrd. Franken. Implenia ist an der SIX Swiss Exchange kotiert (IMPN, CH0023868554). Geschäftsbericht 2010

Weitere Informationen unter www.implenia.com.


IMPLENIA IN KÜRZE

Implenia entwickelt und baut die Schweiz von morgen. Implenia ist das führende Bau- und Baudienstleistungsunternehmen der Schweiz. Mit ihrem integrierten Businessmodell sowie dem umfassenden Leistungs- und Produktportfolio ist Implenia in der Lage, ein Bauwerk über dessen gesamten Lebenszyklus zu begleiten – wirtschaftlich, nachhaltig, integriert und kundennah. Entstanden 2006 aus dem Zusammenschluss von Zschokke und Batigroup, blickt Implenia auf eine über 140-jährige Bautradition zurück. Erfahrung, Know-how, Grösse und finanzielle Stärke befähigen Implenia, ihre Leistungen sowohl in der Schweiz als auch auf internationaler Ebene anzubieten. Für anspruchsvolle Immobilien- und Infrastrukturprojekte stehen sämtliche Fähigkeiten und Kapazitäten des Gesamtkonzerns zur Verfügung. Implenia fasst das Know-how aus drei Konzernbereichen unter einem Dach zusammen:

Industriestrasse 24 CH-8305 Dietlikon Tel. + 41 44 805 45 55 Fax + 41 44 805 45 56 www.implenia.com

Implenia | Geschäftsbericht 2010

Implenia AG

− Implenia Real Estate deckt als Gesamtdienstleisterin sämtliche Bereiche im Lebenszyklus einer Immobilie ab, von der Kapitalbeschaffung über die Entwicklung und Realisation bis zur Betriebsoptimierung und Promotion, und ist im Bereich Generalunternehmung Marktführerin in der Schweiz. − Implenia Bau Infra bietet sämtliche Leistungen der Bauproduktion an, vom klassischen Strassen- und Tiefbau über den Hochbau bis hin zum Ingenieur- und Spezialtiefbau. Auch hier ist sie Marktführerin in der Schweiz. − Implenia Industrial Construction ist Spezialistin für Untertage-Infrastrukturprojekte und anspruchsvolle Real-Estate-Projekte und bedient sowohl die Schweiz als auch internationale Zielmärkte. Implenia mit Hauptsitz in Dietlikon bei Zürich verfügt über rund 100 Geschäftsstellen in der Schweiz und Vertretungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Russland, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Katar. Im Jahr 2010 beschäftigte der Konzern 5424 Mitarbeitende und erzielte einen Umsatz von 2,4 Mrd. Franken. Implenia ist an der SIX Swiss Exchange kotiert (IMPN, CH0023868554). Geschäftsbericht 2010

Weitere Informationen unter www.implenia.com.


SCHLÜSSELZAHLEN

HIGHLIGHTS 2010

Operatives Ergebnis

0,3% 0,7% 7%

0%

0

0%

2. Semester 1. Semester Marge * 1. Semester inkl. Privera-Verkauf CHF 11,3 Mio.

2010

2009

2008 *

2007

2006

2010

2009

2008 *

2007

–20 2006

–20

2%

1,1% 1%

1,6% 6%

20

20

2,1% 1%

6,1

17,0

2%

0

52,5

47,1 40,0

40 25,5

40

2010 stand für Implenia im Zeichen der Fortführung ihrer Erfolgsgeschichte. Bei einem leicht höheren Umsatz konnte Implenia das Konzernergebnis auf einen neuen Rekordwert steigern. Die vollen Auftragsbücher lassen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Der erfolgreiche Geschäftsgang bestätigt Implenia in ihrem integrierten Geschäftsmodell. Die erfolgte Akquisition der Sulzer Immobilien AG verstärkt das Projektentwicklungsportfolio massgeblich und wird damit die Entwicklung des Unternehmens positiv beeinflussen. Implenia hat 2010 der Nachhaltigkeit hohe Beachtung geschenkt. Es wurden zehn Nachhaltigkeitsprojekte vorangetrieben, mit denen sich das Unternehmen als Vorbild innerhalb der Branche positioniert. Parallel dazu hat Implenia die internen Prozesse weiter optimiert und wichtige Schlüsselpositionen im Management neu besetzt. Zudem lag der Fokus im Berichtsjahr auf einer schlanken Bilanz, die sich in der erfreulichen Entwicklung des investierten Kapitals widerspiegelt.

4%

1,7% 7%

3,0% 0%

60

2,6%

38,7

3,3% 3%

59 59,0

60

4%

2,2% 2%

77,7

(in Mio. CHF)

67,6

80

Das Jahr im Überblick

Konzernergebnis

(in Mio. CHF)

IMPRESSUM

2. Semester 1. Semester Marge * 1. Semester inkl. Privera-Verkauf CHF 11,3 Mio.

Schlüsselzahlen Konzern

2010

2009

Δ

1000 CHF

1000 CHF

in %

2 388 418

2 279 835

4,8%

72 649

75 534

(3,8%)

5 009

(7 891)

Operatives Ergebnis

77 658

67 643

14,8%

Konzernergebnis

52 458

47 055

11,5%

112 552

104 603

7,6%

92 654

(56,9%)

Konzernumsatz (like for like) EBIT vor Sonderkosten (like for like) Sonderkosten und -erträge

EBITDA Free Cashflow

39 920*

Produktionsleistung

2 716 205

2 637 277

3,0%

Auftragsbestand

3 070 314

3 445 184

(10,9%)

5 424

5 350

1,4%

Netto-Cash-Position

149 514

85 896

74,1%

Eigenkapital

495 484

426 340

16,2%

Personalbestand (Vollzeitstellen)

* Free Cashflow ohne Akquisition Sulzer Immobilien AG (TCHF 107 064)

Fundament des Geschäftserfolgs bilden die Bauprojekte von Implenia. Sie dokumentieren das Vertrauen der Kunden ins Unternehmen, und sie machen den Stolz der Mitarbeitenden aus. Stellvertretend für eine Vielzahl von Projekten werden in diesem Geschäftsbericht drei ausführlich dargestellt: − Beim NEAT-Projekt, das mit dem Durchstich des Gotthardtunnels einen Höhepunkt erreichte, ist Implenia für drei der fünf Tunnelbaulose zuständig. Der Innenausbau des Tunnels wird voraussichtlich bis 2014 dauern. − In Arbon baut Implenia bis 2012 das Zentrum Rosengarten mit über 70 Wohnungen, Büros und einem Einkaufszentrum. Am Projekt sind sämtliche Geschäftsbereiche von Implenia Real Estate und mehrere Bereiche der Bau Infra interdisziplinär beteiligt. − Im Rahmen des Projekts «Beaulieu 2020» für die Erneuerung des Kongress- und Messezentrums in Lausanne ist Implenia als Generalunternehmerin für die erste Etappe, die Erneuerung der zweistöckigen südlichen Ausstellungshallen, verantwortlich.

Impressum Herausgeberin: Implenia AG, Dietlikon Konzept und Gestaltung: schneiter meier külling AG, Zürich Fotos: Martin Stollenwerk, Zürich (Bildstrecke, Roundtable und Konzernleitung) Druck: Linkgroup, Zürich


SCHLÜSSELZAHLEN

HIGHLIGHTS 2010

Operatives Ergebnis

0,3% 0,7% 7%

0%

0

0%

2. Semester 1. Semester Marge * 1. Semester inkl. Privera-Verkauf CHF 11,3 Mio.

2010

2009

2008 *

2007

2006

2010

2009

2008 *

2007

–20 2006

–20

2%

1,1% 1%

1,6% 6%

20

20

2,1% 1%

6,1

17,0

2%

0

52,5

47,1 40,0

40 25,5

40

2010 stand für Implenia im Zeichen der Fortführung ihrer Erfolgsgeschichte. Bei einem leicht höheren Umsatz konnte Implenia das Konzernergebnis auf einen neuen Rekordwert steigern. Die vollen Auftragsbücher lassen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Der erfolgreiche Geschäftsgang bestätigt Implenia in ihrem integrierten Geschäftsmodell. Die erfolgte Akquisition der Sulzer Immobilien AG verstärkt das Projektentwicklungsportfolio massgeblich und wird damit die Entwicklung des Unternehmens positiv beeinflussen. Implenia hat 2010 der Nachhaltigkeit hohe Beachtung geschenkt. Es wurden zehn Nachhaltigkeitsprojekte vorangetrieben, mit denen sich das Unternehmen als Vorbild innerhalb der Branche positioniert. Parallel dazu hat Implenia die internen Prozesse weiter optimiert und wichtige Schlüsselpositionen im Management neu besetzt. Zudem lag der Fokus im Berichtsjahr auf einer schlanken Bilanz, die sich in der erfreulichen Entwicklung des investierten Kapitals widerspiegelt.

4%

1,7% 7%

3,0% 0%

60

2,6%

38,7

3,3% 3%

59 59,0

60

4%

2,2% 2%

77,7

(in Mio. CHF)

67,6

80

Das Jahr im Überblick

Konzernergebnis

(in Mio. CHF)

IMPRESSUM

2. Semester 1. Semester Marge * 1. Semester inkl. Privera-Verkauf CHF 11,3 Mio.

Schlüsselzahlen Konzern

2010

2009

Δ

1000 CHF

1000 CHF

in %

2 388 418

2 279 835

4,8%

72 649

75 534

(3,8%)

5 009

(7 891)

Operatives Ergebnis

77 658

67 643

14,8%

Konzernergebnis

52 458

47 055

11,5%

112 552

104 603

7,6%

92 654

(56,9%)

Konzernumsatz (like for like) EBIT vor Sonderkosten (like for like) Sonderkosten und -erträge

EBITDA Free Cashflow

39 920*

Produktionsleistung

2 716 205

2 637 277

3,0%

Auftragsbestand

3 070 314

3 445 184

(10,9%)

5 424

5 350

1,4%

Netto-Cash-Position

149 514

85 896

74,1%

Eigenkapital

495 484

426 340

16,2%

Personalbestand (Vollzeitstellen)

* Free Cashflow ohne Akquisition Sulzer Immobilien AG (TCHF 107 064)

Fundament des Geschäftserfolgs bilden die Bauprojekte von Implenia. Sie dokumentieren das Vertrauen der Kunden ins Unternehmen, und sie machen den Stolz der Mitarbeitenden aus. Stellvertretend für eine Vielzahl von Projekten werden in diesem Geschäftsbericht drei ausführlich dargestellt: − Beim NEAT-Projekt, das mit dem Durchstich des Gotthardtunnels einen Höhepunkt erreichte, ist Implenia für drei der fünf Tunnelbaulose zuständig. Der Innenausbau des Tunnels wird voraussichtlich bis 2014 dauern. − In Arbon baut Implenia bis 2012 das Zentrum Rosengarten mit über 70 Wohnungen, Büros und einem Einkaufszentrum. Am Projekt sind sämtliche Geschäftsbereiche von Implenia Real Estate und mehrere Bereiche der Bau Infra interdisziplinär beteiligt. − Im Rahmen des Projekts «Beaulieu 2020» für die Erneuerung des Kongress- und Messezentrums in Lausanne ist Implenia als Generalunternehmerin für die erste Etappe, die Erneuerung der zweistöckigen südlichen Ausstellungshallen, verantwortlich.

Impressum Herausgeberin: Implenia AG, Dietlikon Konzept und Gestaltung: schneiter meier külling AG, Zürich Fotos: Martin Stollenwerk, Zürich (Bildstrecke, Roundtable und Konzernleitung) Druck: Linkgroup, Zürich


01.DE.001.03.11

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsbericht 2010

3

97 Corporate Governance

Vorwort des Präsidenten

4

105 Verwaltungsrat

Roundtable 20

113 Konzernleitung

Jahresbericht 2010 28

Real Estate 36

Bau Infra 40

Industrial Construction 44

Profil 50

Mitarbeiterstimmen 53

Vision und Werte 56

Mitarbeitende 59

Nachhaltigkeit 65

Informationen für Investoren 76

Corporate Center 48

135 Finanzbericht 136 Konzernrechnung der Implenia Gruppe 236 Jahresrechnung der Implenia AG 250 Standorte, Kontakte und Termine

Der Geschäftsbericht ist auch in französischer und englischer Sprache erhältlich. Verbindlich ist die deutsche Originalfassung.


Unsere Vision Wir entwickeln und bauen die Schweiz von morgen. Wir etablieren uns als anerkannter internationaler Experte f端r anspruchsvolle Infrastrukturprojekte. Nachhaltigkeit ist unsere Leidenschaft. Wir sind der Wunschpartner f端r Kunden und Mitarbeitende.


Geschäftsbericht 2010

2-3

Vorwort des Präsidenten 4 – Roundtable 20 – Jahresbericht 2010 28 – Real Estate 36 – Bau Infra 40 – Industrial Construction 44 Corporate Center 48 – Profil 50 – Mitarbeiterstimmen 53 – Vision und Werte 56 – Mitarbeitende 59 – Nachhaltigkeit 65 Informationen für Investoren 76


Vorwort des Präsidenten

Sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär Implenia konnte ihre Erfolgsgeschichte auch 2010 fortschreiben. Zum fünften Mal in Folge blicken wir auf ein gutes Geschäftsjahr zurück, unser Konzernergebnis kletterte auf einen neuen Rekordwert. Die eingeschlagene Strategie hat sich bewährt, und unsere ehrgeizigen Ziele konnten erreicht beziehungsweise übertroffen werden. Unser Geschäftsmodell des integrierten Baudienstleisters im Sinne von «One company, one goal, one spirit» ist heute – fünf Jahre nach der Fusion – eine erfolgreiche Realität. Implenia schafft Werte Durch die stetige Ertragssteigerung seit der Fusion hat Implenia nachhaltig Werte geschaffen. So legten wir wieder den Fokus auf die Verbesserung der Margen und die Optimierung der Kapitalnutzung. Ein Kernelement unserer Strategie liegt in der Verstärkung der dem Bau vor- und nachgelagerten Aktivitäten. Dies liegt im Interesse einer höheren Rentabilität in unserer gesamten Wertschöpfungskette. Vor diesem Hintergrund stellt die Übernahme der Sulzer Immobilien AG mit ihren Grundstücken, Immobilien und Entwicklungsprojekten einen strategischen Meilenstein dar. Mit dieser Akquisition baut Implenia ihr Geschäftsfeld Projektentwicklung markant aus. Strategiekonform ist die erste der mit der Transaktion übernommenen Renditeliegenschaften bereits veräussert worden. Der Nachhaltigkeit verpflichtet Wir wollen zukunftsfähig sein und sind überzeugt, dass dies nur möglich ist, wenn wir unsere Strategie im Einklang mit der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Umwelt erarbeiten und umsetzen. Darum haben wir Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil unserer Geschäftsstrategie verankert. Wir haben im vergangenen Geschäftsjahr Schwerpunktthemen identifiziert, die für den Konzern von besonderer Relevanz sind. Daraus wurden zehn konkrete Projekte abgeleitet, die wir aktiv vorantreiben. Erste wichtige Zwischenziele haben wir erreicht, weitere Ziele und Massnahmen werden wir in den kommenden Monaten intensiv weiterverfolgen. Highlight am Gotthard Ein Höhepunkt des Geschäftsjahrs 2010 war am 15. Oktober sicherlich der Durchstich des Gotthardtunnels, des mit 57 Kilometern längsten Tunnels der Welt. Implenia nimmt bei diesem Jahrhundertwerk eine Schlüsselrolle ein: Arbeitsgemeinschaften unter unserer Federführung sind für drei der fünf Tunnelbaulose, nämlich Sedrun, Faido und Bodio, zuständig. Entsprechend stolz sind wir auf die Leistung unserer Tunnelbauer.


4-5

Management verstärkt Im vergangenen Geschäftsjahr ist es uns zudem gelungen, wichtige Schlüsselpositionen im Management neu zu besetzen. So bin ich glücklich, dass wir mit Hanspeter Fässler als CEO eine Persönlich­- keit mit internationaler Management-Erfahrung sowie umfassendem Technik- und Prozess-Know-how gewinnen konnten. Er hat die operative Führung unseres Konzerns per 1. September 2010 über­ nommen. Bereits seit 1. März 2010 hat René Zahnd als neues Mitglied der Konzernleitung die Führung des Implenia Konzernbereichs Real Estate inne. Er konnte diesen Bereich im Berichtsjahr bereits positiv prägen. Es sei hier auch erwähnt, dass wir viele weitere neue, kompetente Mitarbeitende von intern und extern für spannende Aufgaben gewinnen konnten. Dies ist eine der Stärken von Implenia und unterstreicht gleichzeitig unsere Position als attraktiver Arbeitgeber. Zwei neue Verwaltungsräte Mit dem Antrag des Verwaltungsrates, an der kommenden Generalversammlung die Herren Moritz Leuenberger und Theophil Schlatter in den Verwaltungsrat zu wählen, macht Implenia einen weiteren Schritt hin zu einer konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Strategie und verstärkt die Industrie- sowie Finanzkompetenz des Verwaltungsrates. Moritz Leuenberger gehört zu den profiliertesten Verfechtern der Nachhaltigkeit und ist durch sein Engagement international bekannt geworden. Theophil Schlatter verfügt seinerseits über langjährige Industrie- und Finanzerfahrung im internationalen Umfeld. Wir schätzen uns glücklich, dass sie sich bereit erklärt haben, diese Aufgabe wahrzunehmen. Höhere Dividende Der Verwaltungsrat der Implenia legt grossen Wert darauf, dass Sie als Aktionärinnen und Aktionäre angemessen am Erfolg des Unternehmens beteiligt sind. In Anbetracht des Rekordergebnisses 2010 und der weiterhin positiven Aussichten beantragt er deshalb der Generalversammlung eine erneute Dividendenerhöhung – in Form einer Nennwertreduktion – auf 0.90 Franken je Aktie, gegenüber 0.70 Franken je Aktie im Vorjahr. Zuversichtlicher Ausblick In die Zukunft blicken wir zuversichtlich und optimistisch. Unsere Auftragsbücher sind gefüllt. Wir verfolgen die eingeschlagene Strategie konsequent weiter, setzen uns auch weiterhin mit voller Kraft für eine nachhaltige Verbesserung in allen Konzernbereichen ein und sind überzeugt, dass wir diese erreichen werden. Dank Ich bin stolz auf den hervorragenden Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auch 2010 mit ihrem Know-how, ihrem Engagement und ihrer Leidenschaft zu diesem ausgezeichneten Ergebnis beigetragen haben. Im Namen des ganzen Verwaltungsrates bedanke ich mich ganz herzlich dafür. Unseren Kunden und Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, danke ich für Ihr Vertrauen und Ihre Treue.

Anton Affentranger Verwaltungsratspräsident


ren

I dee 1 9 4 7 D ie

19

/6 61

2

s

ie li n l sis er ne Ba et e m un lo in st Ki re si ü 45 Ba tf d n ek en ru . oj in en Pr nem re eit fü ein t ei rb i e n sa m au än se Pl la s a s c a n e l e i n st BB – B tu Er ie S eld a si s m D stf n B yste e ens Er u g s a h B c lan sit a t den ra n men nel es T Pa rla sis tu n neu dem e m Ba t für je ein t ra g n ra t m s mit t b ea des n s y s te B u n u n d e s ra ach s e e. 0 er B Ke rn stü ck Tra n s it D b e rg als neuen a m Lö ts ch ein e s hard u n d a m G o tt ah n

i s t g eb o

De de r Inge di r Zei nie u r tsc Ed a eI d h u l a s rd G Te e e e rif t « run il e i n e Pri sm er s i n G b a e e » o s ch s t t S reib c hn hard t in e ll - Ba b

els

nn

sis tu

. ms

ys te

19 9

1992 Ja zur NEAT

19 95

sc

sF

a in

di

nz

en

er u

n ru

ng

it ke

si

o sk

us

g

sk Di

ie

V

äl

on d

ss

tn

ys

ie

ru

te m

n

Pi

n

ge n

or a

r

ra I nf

rN

r

.

du

rc

Di e hr

h

Er

ge f

k

üh

un d

rt

un

.

g

n

tu

r r vo

zi e

t

eid

an

eg

h tsc

Fin

e.

el

uk

e di

v

s tr

ir d

Te EA

w

e üb

t ep

de

e on

nz

e

ue

g or

be

ng

ha

et

ru

, AT en ich NE e , d n he l 0 g e ss 00 äi s c ti te n af t ro p n2 ri s hal t s ch e g ro u h f e a s i B ir ng an ,d s an r– lu s L a a c h i e W s r a t r ke h s ch ner n N d d n d e nv e A n ei un r Bu nb ah g u n d z–i t e d it sn d e Ei s e i e r u n n un g ke te ll e im m s an in di nzu s e w h r m c m L ä hges zu s a es H o c mt s chau f ris tig g a n s la e G in e lk ule g e n . o ze p t vo rz dem V ru n g sko n Finanzie

In d e r Volk s a b s tim m 6 3 ,6 u ng spr e chen %f d sich ü e r r d 19 un N eue en B 93 da nA au m lp e Lö Er n t ra tsc nsv A ste hb er s er So S m g a l e a de pat Got ndie us (N E ( 27 AT ) r g en tha ru .S am n s r t e e p G ol ich d w g sb te m ot t o o har h b gi für e rd er d en rung 19 9 s d a 2 ). en er s hw S o n s te S ch

i

er ig

er h

is s

da

t5

Ja

n


Zwi s In S chenang rif f S den edrun e dru n D e e r s t s t ar te n die zu r B u n e n Z w Bau is ch de arb de m B s ena eite Ba s ö au u ra t v ngr n fü e ra nd hn f fe i r f f. bsc zu re n tl hie rF ich fo i d rm n e et die , d n Ve anzi eru Bo ie r tsc ng 19 ke h ha rs 98 d ft e ( r In Fin vo f ra öV m s tr )u Vo uk nd lk tu an jen r ge ez no ur m m en w ird .

7-7

19

99

g

d

S

n la

ge

tB

h ne

au

m

i

h sc

ei

n gu

be

te

g

rg

n

fü Ba

r sis

n tu

s Am

t i m ie P Lö n eh t d den ti s n l i i e d e r n sg er t n be -u n g EK rd m u a gin e n V th e v a b Pl as U Got au No D en 4 . ll e r B d

ne

l.

te

s de

g

Ba

si s

n tu n

els

.

Amfizie of

20 09

2010

en a rb e it in Bia sc a e c h nik t n h a A rb eite n B e r e rs te n Be ginn d ik. für die Ba hn techn Durchschlag am Baulos Erstfeld–Amsteg am 16. Juni.

D er D ur c h s ch

20 16

. ird et w f fn el rö nn 6e tu 01 sis r2 Ba g d - r ke h un ar e fn t t h h nv a öf o Er er G e n B D rd fü

Am im 15 . O k G to Um o t th a r d b e r fi n d e - Ba t di di 14 eD sis t urch unn . 1 la e 5 s chl 7 e ng l st ag s 7 U at t e h feie K . r Os r i is t t rö lo m hr e e te du r rc hb ro ch en .

la g i s t gesc h af f t

Quelle: UVEK (www.uvek.admin.ch)

19 9 6

n gu

un

r ta

b ar


UR

SED RUN

ETZ LITAL CHRUETZ LISTOCK

AMSTEG

OFITAL

ERST FELD

Gotthard | Via Ischi 7188 Sedrun

G


GR

BO DIO

PIZZO DEL’UOMO FAIDO LEV EN TI NA

LUKMANIERPASS

VAL NALPS

N

9-9

TI


Zwischenangriff |

Via Drun Sedrun

10-11


13-13


Projekt |

Am 15. Oktober 2010 um 14.17 Uhr ist es so weit: Im Innern des Gotthards wird der mit 57 Kilometern längste Tunnel der Welt durchschlagen. Rund 300 Beteiligte und Ehrengäste sind vor Ort, 2300 Meter unter dem Berggipfel. Hunderttausende verfolgen das spektakuläre Ereignis am Bildschirm. Implenia nimmt beim Jahrhundertwerk Gotthard-Basistunnel eine Schlüsselrolle ein: Arbeitsgemeinschaften unter ihrer Federführung sind für den Ausbruch und den Innenausbau von drei der fünf Tunnelbaulose zuständig, nämlich Sedrun, Faido und Bodio. Mit dem Durchschlag ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Flachbahn durch die Schweizer Alpen erreicht. Bis im Dezember 2016 die ersten Züge durch den ausgebauten Tunnel verkehren, bleibt allerdings noch viel zu tun. Spätestens im März 2011 wird die zweite, parallel verlaufende Weströhre des Gotthard-Basistunnels durchstossen. Bis Ende 2014 sollen alle Röhren, Stollen und Schächte ausgekleidet und fertig betoniert und die Baustellen geräumt sein. Die Spezialisten der Rohbau-Ausrüstung bestücken den Tunnel mit mechanischen und elektromechanischen Anlagen wie Türen, Toren und Lüftungen. Parallel dazu erfolgt der Einbau der Bahntechnik. Implenia ist zusammen mit der ganzen Schweiz stolz auf den längsten Tunnel der Welt. Letztendlich sind es die Mineure, Betonbauer, Elektriker, Mechaniker, Maschinisten, Lokführer und andere, die durch ihre Arbeitskraft, ihren Willen und ihren Mut die Erstellung dieses Jahrhundertbauwerks ermöglicht haben. Ihnen gebührt unser aller Dank, und vor ihnen ziehen wir den Hut. Gottharddurchschlag Sedrun


Projekt |

DATEN UND FAKTEN Auftraggeber: AlpTransit Gotthard AG (100%-Tochter der SBB) L채nge des Basistunnels: 57 Kilometer L채nge des Tunnelsystems: 151,8 Kilometer (inklusive Verbindungsstollen und Sch채chte) Menge des ausgebrochenen Gesteins: 28 Mio. Tonnen Investitionen: CHF 9,8 Mrd. Realisierung: 1996 bis 2016 Website: www.alptransit.ch

14-15


17-17


Festgel채nde |

Via Ischi Sedrun

18-19


Roundtable

Moderator Medard Meier im Gespräch mit Beat Fellmann (CFO), Hanspeter Fässler (CEO) und Anton Affentranger (Verwaltungsratspräsident) (von links).

Auf Nachhaltigkeitskurs Die Erfolgsstory der Implenia geht weiter. Der Gotthard-Durchschlag ist geschafft, die Zahlen sind erneut erfreulich, und wichtige Weichen für die Zukunft sind gestellt. Verwaltungsratspräsident Anton Affentranger, der neue CEO Hanspeter Fässler und CFO Beat Fellmann blicken gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück, das auch zahlreiche Highlights zu bieten hatte. Was hat Sie 2010 am allermeisten gefreut? Anton Affentranger: Der Geist, der an unserer internen Tagung «Top 100» zum Thema Nachhaltigkeit in Saanen geherrscht hat. Es war sehr eindrücklich, wie sich unser Kader, rund 100 Persönlichkeiten im Konzern, mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Beat Fellmann: Wir haben nicht nur ein gutes Jahr hinter uns, wir haben auch sehr viel erlebt. Dazu gehört die gelungene Akquisition der Sulzer Immobilien wie auch die Herausgabe der ersten Anleihe von Implenia. Es verging keine Viertelstunde, und die 200 Mio. Franken waren gezeichnet. Das ganz grosse Erlebnis war jedoch selbst für den Finanzchef, der gewöhnlich weit weg von den Baustellen operiert, klar der Durchstich des Neat-Tunnels am Gotthard.


20-21

Affentranger: Ja, dieser Moment war äusserst berührend. Ein Jahrhundertbauwerk und Implenia als einer der führenden Partner dabei! Die Neat ist die grösste Tunnelbaustelle der Welt. Wir realisieren den weltweit längsten Tunnel. Eine gewaltige Leistung, auf die nicht nur wir, sondern die ganze Schweiz stolz sein darf.

Für Sie, Herr Fässler, war der Gotthard-Durchschlag sicherlich ein eindrücklicher Einstand als neuer CEO der Implenia. Hanspeter Fässler: Allerdings! Für mich ein unvergesslicher Höhepunkt. Während meiner zwei­ monatigen Einarbeitungszeit besuchte ich aber auch zahlreiche weitere Baustellen. Beeindruckend, wie die technisch höchst komplexen Aufgaben bewältigt werden. Davon legt auch der Allmendtunnel für die Zentralbahn Luzern Zeugnis ab, wo unter Überdruckbedingungen gearbeitet wird. Alleine das Ein- und Ausschleusen der Arbeitenden, des Aushubmaterials und sämtlicher Geräte ist enorm aufwendig und komplex. Affentranger: Auf unseren Grossbaustellen wie beispielsweise am Gotthard oder mitten in Turin, wo unsere Margerite leuchtet, kann man Gänsehaut bekommen. Auch freut es mich jedes Mal, wenn ich in den Zürcher Hauptbahnhof einfahre und die schnellen Fortschritte sehe, die wir auf der sogenannten Europa-Allee erzielen. Implenia lebt aber ebenso sehr von den vielen Klein- und Kleinstbaustellen quer durch die ganze Schweiz, auf denen tagtäglich ebenfalls imposante Leistungen erbracht werden. Fellmann: Unsere guten Ergebnisse haben wir unseren Mitarbeitenden in allen Bereichen zu verdanken. Sie haben einen enormen Einsatz geleistet. Das konjunkturelle Umfeld hilft uns zwar und treibt den Umsatz. Der Preiskampf ist jedoch sehr hart und drückt auf die Margen. Die Erträge können praktisch nur mit Mehrleistungen gehalten werden, die jeden Tag an der Front erbracht werden. Dank diesem aussergewöhnlichen Einsatz konnten wir 2010 unsere Erfolgsstory weiterschreiben. Das kommt an den Finanzmärkten gut an, wie ich an unseren Roadshows jeweils feststellen darf.

Wie präsentieren Sie das Unternehmen Ihren Anlegern? Fellmann: Implenia ist eine Schweizer Erfolgsgeschichte. Wir sind glaubwürdig, transparent und halten, was wir versprechen. Unsere Profitabilität ist zwar gut, das Ende der Fahnenstange ist jedoch längst noch nicht erreicht. Unsere Erfolgsgeschichte wird weitergehen.

In jeder Erfolgsbilanz gibt es auch Schwachpunkte. Wo finden sich diese bei Implenia? Affentranger: Die Herausforderungen sind alltäglich – auf jeder Baustelle. Es können niemals alle ideal laufen. Es ist unsere permanente Aufgabe, professionell mit Herausforderungen umzugehen. Nicht verborgen geblieben ist die Auseinandersetzung mit der Stadt Zürich wegen des Stadions Letzigrund. Man musste zu einem Ausgleich der Erwartungen aller involvierten Parteien kommen.


Roundtable

Sie hatten auch einen starken Aderlass im Topmanagement zu verzeichnen. Affentranger: Es ist richtig, dass wir gewisse Abgänge zu verzeichnen hatten. Andererseits ist es uns gelungen, sie gut zu ersetzen, wie das Beispiel an diesem Tisch, unser neuer CEO Hanspeter Fässler, zeigt. Eine Freude ist auch, dass wir gewisse Positionen sehr gut intern besetzen konnten. Die Tatsache, dass wir immer mehr junge Talente von extern anziehen, zeigt uns, dass wir als Arbeitgeber attraktiv sind.

Auch haben Sie konzernintern einen Code of Conduct eingeführt. Fellmann: Eine nicht immer leichte Aufgabe ist die Umsetzung unseres Code of Conduct. Hier stecken wir in einem Changeprozess. Unsere ethischen Standards, die wir 2009 verabschiedet haben, sollen flächendeckend Gültigkeit erhalten. Auf diesen Wandel hat natürlich niemand gewartet. Es ist viel Erklärungsbedarf nötig, um die neuen Verhaltensweisen zu verankern. Wir sind aber überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und zuversichtlich, dass wir den begonnenen Kulturwandel zügig vorantreiben werden. Fässler: Es ist ein jahrelanger Prozess, es braucht Zeit, bis die Botschaft alle erreicht hat. Und wenn in gewissen Märkten nicht nach unseren Standards gearbeitet werden kann, muss man auf Geschäfte verzichten. Punkt. Affentranger: Wir operieren in einer Industrie, in der teilweise immer noch gewissen Usanzen nachgelebt wird, die heute mit guter Governance nicht mehr zu vereinbaren sind. Das sage ich, ohne zu werten, ich stelle es nur fest. Als führendes Unternehmen im Bausektor liegt es in unserer Ver­ antwortung, voranzugehen und von unseren Mitarbeitenden Transparenz einzufordern. Wir sind uns bewusst: Es ist eine Daueraufgabe, die ethischen Richtlinien durchzusetzen. Unser Verwaltungsrat lässt diesbezüglich nicht locker.

«Wir entwickeln und bauen die Schweiz von morgen. Bei Implenia ist dies nicht nur ein Spruch, es formuliert einen Anspruch.» Hanspeter Fässler

Herr Fässler, wie haben Sie Ihren Eintritt erlebt? Fässler: Es war ganz klar ein Neustart, eine Herausforderung in einem Wirtschaftssektor, den ich nur bedingt kannte. Ein Kaltstart war es gleichwohl nicht. Ich habe mich sehr willkommen gefühlt. Implenia ist eine bodenständige Firma, in der Aufbruchstimmung herrscht. Die Leute wissen, wofür sie arbeiten. «Wir entwickeln und bauen die Schweiz von morgen» ist bei Implenia nicht nur ein Spruch, es formuliert einen Anspruch. Zahlreiche Reaktionen auf meinen Wechsel zu Implenia zeigen mir, dass das Bild eines dynamischen Unternehmens zunehmend auch von aussen gesehen wird.


22-23

Hanspeter Fässler (CEO)

Sie sind beim Grosskonzern ABB gross geworden, wo Sie zuletzt für Italien und die Mittelmeerregion zuständig waren. Von welchem Wissen, das Sie sich bei ABB aneignen konnten, kann Implenia besonders profitieren? Fässler: Was die Optimierung von Prozessen, Prozesssicherheit, die Prozessausgestaltungen, aber auch das Risikomanagement betrifft, bringe ich viel Know-how und Erfahrung ein. In einem global tätigen Unternehmen wie ABB sind diese Aspekte verständlicherweise schon sehr ausgereift. Meine Erfahrung in einem internationalen Konzern hilft mir ebenfalls, wenn Implenia noch verstärkt im Ausland wachsen wird.

Herr Fellmann, wie beurteilen Sie als CFO die Leistungen im Geschäftsjahr 2010 konkret? Fellmann: Wir haben zu Jahresbeginn zwei Prognosen abgegeben: erstens, dass wir das Konzern­ ergebnis von 2009 sicher wieder erreichen werden, und zweitens, dass wir als Immobilienentwickler erneut auf ein Niveau von über 20 Millionen Franken kommen werden. Beide Ziele haben wir über­ troffen und damit unsere Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Auch die Strategie einer leichteren Bilanz konnten wir fortführen. Wir legen den Fokus auf das investierte Kapital. Selbst nach der Akquisition von Sulzer Immobilien haben sich unsere diesbezüglichen Kennzahlen verbessert. Unsere Rendite auf das eingesetzte Kapital, ROIC – Return on invested capital, konnten wir klar steigern. Dank des Bonds sind wir auch bilanzmässig stabiler aufgestellt. Sicherheit auf der Finanzierungsseite plus schöner Cashflow – wir dürfen stolz sein.


Roundtable

Anton Affentranger (Verwaltungsratspräsident)

«Wir realisieren den weltweit längsten Tunnel. Eine gewaltige Leistung, auf die nicht nur wir, sondern die ganze Schweiz stolz sein darf.» Anton Affentranger

Wie sieht es bei den Marktleistungen aus, die Implenia 2010 erbracht hat? Affentranger: Wir haben unsere führende Position als Generalunternehmerin zumindest halten können. Die Zahl unserer Aufträge befindet sich auf Rekordhöhe. Der Bereich Projektentwicklung konnte sein Portfolio stärken und dank Sulzer Immobilien substanziell ergänzen. Ebenfalls gut abgeschlossen hat der Konzernbereich Bau Infra, obwohl der Markt äusserst umkämpft ist mit gedrückten Preisen und Margen. Unser Ansatz «One company», das heisst Bauleistungen aller Stufen aus einer Hand, hat das Geschäft sehr positiv beeinflusst.

Wie steht es um das Geschäftsfeld Tunnelling? Affentranger: Unsere operativen und technischen Leistungen waren einmal mehr ausgezeichnet. Erwartungsgemäss sind die Auftragsbücher nicht mehr so voll. Mit jedem verbauten Franken, insbeson-


24-25

dere am Gotthard und bei der Durchmesserlinie in Zürich, geht der Auftragsbestand zurück. Es ist uns noch nicht gelungen, diese beiden Grossprojekte mit neuen Bauvorhaben zu kompensieren. Für uns wird dies die grosse strategische Herausforderung der nächsten Jahre werden. Wir suchen den Erfolg insbesondere auch im Ausland. Dabei fokussieren wir auf Europa sowie den Mittleren Osten. Was haben Ihre Anstrengungen, im Ausland generell besser Fuss zu fassen, bis jetzt gefruchtet? Affentranger: Wir konnten bereits erste Früchte ernten. Sowohl in Russland als auch in Italien konnten wir bedeutende Projekte bearbeiten.

Was wird die Zukunft bringen? Fässler: Wir sind zuversichtlich und erwarten im Tiefbau und im Infrastrukturbau auf die nächsten Jahre hinaus ein konstantes Marktniveau. Die Finanzkraft der öffentlichen Hand ist intakt, und die Bedürfnisse nach Bauleistungen sind schweizweit gross. Der positive Migrationssaldo in der Schweiz stärkt die Nachfrage auf breiter Front durch alle Sektoren des Baus – insbesondere natürlich im Hochbau. Affentranger: Wenn Sie auf die Prognosen abstellen, welche für die Schweiz neun bis zehn Millionen Einwohner voraussagen, kann unsere Industrie wirklich optimistisch zu Werke gehen. Solange wir für das Land optimistisch sind, dürfen wir auch für die Bauindustrie optimistisch sein.

Müssten Sie nicht die zunehmende Wachstumsfeindlichkeit in Ihr Kalkül einbeziehen? Fellmann: Allein um die Infrastruktur der Schweiz auf dem jetzigen Niveau zu halten, müssen laufend substanzielle Erneuerungsinvestitionen getätigt werden. Unser Standortvorteil ist zu einem guten Teil das hohe Niveau unserer Infrastruktur. Das will doch kein Politiker mutwillig aufs Spiel setzen. Affentranger: Nur schon die nötigen Energieinvestitionen, die sich aus dem Konsum ergeben, sind gewaltig. Das Energiesparpotenzial, das alleine durch die Renovation der Bauten erschlossen werden kann, ist enorm. Hier liegt auch einer der Gründe, warum wir uns einer konsequenten Nachhaltigkeitsstrategie verschrieben haben. Wenn wir es nicht tun würden, hätten wir einerseits als Unternehmen keine Berechtigung und würden andererseits auf hochinteressante Geschäftsfelder verzichten.

Sie stellen sich – neu wohl auch im Einklang mit alt Bundesrat Leuenberger – hinter das Konzept einer 2000-Watt-Gesellschaft. Dieses wird jetzt aber gerade vor dem Hintergrund des von der ETH portierten Null-Emissions-Ansatzes heftig kritisiert. Fässler: Man kann mit guten Gründen beide Sichtweisen vertreten. Sie schliessen sich nicht aus. Im Gegenteil, sie stehen komplementär zueinander. Wir bauen so, dass wenig Energie verbraucht wird. Zusätzlich stellen wir sicher, dass die Energie aus erneuerbaren Quellen kommt. Wenn wir die Energie direkt aus dem Boden gewinnen, kann man gewisse Isolationsanforderungen reduzieren und damit zusätzliche gestalterische Freiheiten für die Architekten schaffen.

Der Weg, den Sie mit Implenia gehen, scheint der richtige zu sein. Sehen Sie gleichwohl strategische Anpassungen, die sich aufdrängen?


Roundtable

«Die wahren Geschichten werden auf unseren Baustellen geschrieben, wo unsere Mitarbeitenden unter grösstem Einsatz Spitzenleistungen vollbringen.» Beat Fellmann

Affentranger: Eine Strategie ist nie abschliessend definiert. Sie ist eigentlich das Resultat der Tagesarbeit. Aus der Umsetzung einer Strategie gibt es laufend Rückkoppelungen, die zu Anpassungen führen müssen. Vor fünf Jahren haben wir uns für einen Weg entschieden, der in erster Linie die organisatorische Stärkung des Unternehmens im Fokus hat. So haben wir strategiekonform nicht das Wachstum forciert, sondern die Verbesserung der Prozesse, der Governance und der Kultur. Inzwischen haben wir unsere Hausaufgaben ein schönes Stück weit gemacht. Das erlaubt uns, die Strategie in gewissen Punkten neu zu formulieren. Wir werden in Zukunft nicht darum herumkommen, auch dem Wachstum mehr Beachtung zu schenken. Ich sehe diesbezüglich weitere Möglichkeiten in der Schweiz wie auch im Ausland.

Was heisst das konkret? Fässler: Wir werden unsere internationale Präsenz offensiver angehen. Im Vordergrund stehen unsere Beratungs- und Projektmanagementleistungen bei anspruchsvollen Hochbauprojekten und der Infrastrukturbau. Ich bin überzeugt, dass der Umsatzanteil des Auslands in den nächsten fünf Jahren wachsen wird. In der Schweiz setzen wir insbesondere auf die Projektentwicklung, die uns ermöglicht, die Pipeline für den GU- und Baubereich zu füllen.

Planen Sie Akquisitionen? Fellmann: An ganz normalen Baugeschäften sind wir nicht interessiert. Den Markt zu kaufen, ist keine intelligente Strategie. Ich kann mir aber beispielsweise gut vorstellen, dass wir Nischen-Knowhow erstehen werden, über das wir noch nicht verfügen.

Ein spezielles Augenmerk schenkt Implenia – auch in Anbetracht ihrer Wurzeln – der Westschweiz. Was planen Sie dort? Affentranger: Unsere relative Marktpräsenz ist in der Romandie höher als in der Deutschschweiz. Auch im Projektentwicklungsgeschäft hat der Genferseeraum einen Vorsprung. Unsere Herausfor­ derung ist es, den Bedürfnissen der Westschweizer Mitarbeitenden als Konzern genügend Rechnung zu tragen. Dabei geht es auch um alltägliche Sensibilitäten und Mentalitätsunterschiede, mit denen noch besser umzugehen wir lernen müssen, denn damit fördern wir auch das Geschäft. Wie überall kommt das lokale Geschäft von den lokalen Mitarbeitenden. Und das Potenzial ist gross: Der «Arc lémanique» boomt. Das Gebiet zwischen Vevey und Genf ist in Europa eine der kräftigsten Wirtschaftsregionen.


26-27

Beat Fellmann (CFO)

Implenia feiert dieses Jahr ihr 5-Jahre-Jubiläum. Wie stellen Sie sich das Unternehmen zum 10. Geburtstag vor? Affentranger: Aktuell sind wir auf grossen Plakaten mit dem Titel «Transparenz» der Zürcher Kan­ tonalbank vertreten, die für einen ihrer Fonds wirbt. Das lese ich mit grosser Genugtuung. Dies lässt mich von einem Plakat für Nachhaltigkeit mit uns als Referenz träumen. Zwar sind wir heute noch nicht so weit, werden es jedoch spätestens in fünf Jahren sein – davon bin ich überzeugt. Dann bewegen wir unser Land nachhaltig – und ein wenig auch die Welt. Fellmann: Spätestens bis dann werden wir auch für alle unsere Mitarbeitenden Ausbildungsprogramme nach ihren individuellen Bedürfnissen anbieten können und damit unsere Position als attraktiver Arbeitgeber stärken. Die Finanzinvestoren möchten zu Recht immer wieder Geschichten hören, wohin die Reise geht. Diesen sage ich, dass die wahren Geschichten tagtäglich auf all unseren Baustellen geschrieben werden, wo unsere Mitarbeitenden unter grösstem Einsatz Spitzen­leistungen vollbringen. Fässler: Für mich besteht bereits eine recht klare Vorstellung, wohin die Reise gehen wird. Ich sehe uns in der Schweiz in einer Leaderposition in der Projektentwicklung, was insbesondere den Nach­ haltigkeitsaspekt einschliesst. Denn in einem integrierten Geschäftsmodell wird am Anfang definiert, ob etwas konventionell gebaut wird oder aber nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit, wie wir sie vertreten. Im Ausland ist die Voraussage schwieriger. Aber wir werden unser 10-Jahre-Jubiläum sicher nicht nur in unseren Landessprachen feiern! Moderation: Medard Meier


Konzernergebnis (in Mio. CHF)

40

0,3% 0, 3% 0,7% %

1,1% 1, ,1% ,1 1% %

1,6% 1, 6%

20

20 0

0

2%

1,7% 7% %

17,0

6,1

2%

2,1% 2,1% %

25,5 25

40

4%

40,0

47,1

60

2,6% 2, ,6% ,6 6% %

38,7

3,0% 3, 0% %

60

4%

3,3% 3, 3% %

59 59,0

67,6

80

2,2% 2, 2% %

77,7

Operatives Ergebnis (in Mio. CHF)

52,5

JahresBERICHT 2010

0%

0%

* 1. Semester inkl. Privera-Verkauf CHF 11,3 Mio.

2010

2009

2008 *

2007

2010

2009

2008 *

2007

2006

2. Semester 1. Semester Marge

2006

–20

–20

2. Semester 1. Semester Marge * 1. Semester inkl. Privera-Verkauf CHF 11,3 Mio.

Ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 Implenia blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 zurück. Die Ziele wurden erreicht oder sogar übertroffen. Bei einem leicht höheren Umsatz konnten sowohl beim operativen Ergebnis als auch beim Konzernergebnis Rekordwerte realisiert werden. Implenia hat die Umsetzung ihrer Strategie weiter vorangetrieben und vor dem Hintergrund des anhaltenden Preisdrucks Massnahmen zur Prozess­ verbesserung und Effizienzsteigerung konsequent umgesetzt. Ein Auftragsbestand auf weiterhin hohem Niveau lässt zuversichtlich in die Zukunft blicken.


28-29

Robuste Entwicklung der Bauwirtschaft 2010 Die Baukonjunktur in der Schweiz entwickelte sich im Geschäftsjahr 2010 weiterhin robust. Gegen­ über dem Vorjahr nahm das Volumen im Bauhauptgewerbe erneut zu. Verantwortlich dafür war in erster Linie der Tiefbau, der von grossen öffentlichen Infrastrukturprojekten getragen wurde. Der Wohnungsbau entwickelte sich langsamer und wies zudem beträchtliche regionale Unterschiede auf. Im gewerblich-industriellen Bau war als Folge der Krise von 2009 weiterhin ein zögerliches Investi­ tionsverhalten der Unternehmen zu spüren.

Obschon im Berichtsjahr der Baumarkt weiter anzog, war bei den Preisen insgesamt eine gegen­ läufige Tendenz festzustellen. Grund dafür ist die atomistische Angebotsstruktur in der Baubranche mit zahlreichen Kleinfirmen, die einen intensiven Preiswettbewerb zur Folge hat. Die gute Lage der Baukonjunktur hat auch auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Die Beschäftigtenzahlen erreichten einen Höchststand, und bei qualifiziertem Fachpersonal traten Engpässe auf. Schlüsselzahlen Konzern 2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

in %

2 388 418

2 279 835

4,8%

72 649

75 534

(3,8%)

5 009

(7 891)

Operatives Ergebnis

77 658

67 643

14,8%

Konzernergebnis

52 458

47 055

11,5%

112 552

104 603

7,6%

92 654

(56,9%)

Konzernumsatz (like for like) EBIT vor Sonderkosten (like for like) Sonderkosten und Erträge

EBITDA Free Cashflow

39 920*

Anzahl Aktien

18 472 000

18 472 000

Ausstehende Aktien

18 260 983

16 945 816

7,8%

* Free Cashflow ohne Akquisition Sulzer Immobilien AG (TCHF 107 064)


JahresBERICHT 2010

(in Mio. CHF)

169,1

200

92,7

39,9*

50

23,8

4,6% 4,6% %

100 4%

3,6% 3, 6%

54,4

60

4,2% 4, 2% %

80

6%

150

84 84,7

100

4,7% % 4,7%

98,5

120

112,6

Free Cashflow

(in Mio. CHF)

104,6

EBITDA

2% –50

20

2. Semester 1. Semester Marge

2010

2009

2008

–150

2010

2009

2008 *

2007

2006

0%

2007

0

–113,3

–100

2006

40

2,3% %

0

Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit Geldfluss aus Investitionstätigkeit Geldfluss aus Investition Sulzer Immobilien AG Free Cashflow

* 1. Semester inkl. Privera-Verkauf CHF 11,3 Mio. * Ohne Akquisition Sulzer Immobilien 107,1 Mio.

Implenia mit Rekordergebnis Implenia erzielte im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 2388 Mio. Franken, 4,8% mehr als im Vorjahr (2009: 2280 Mio. Franken). Das operative Ergebnis vor Netto-Finanzaufwand und Steuern erreichte mit 77,7 Mio. Franken ein Rekordniveau (2009: 67,6 Mio. Franken), ebenso das Konzern­ ergebnis mit 52,5 Mio. Franken (2009: 47,1 Mio. Franken). Die überproportionale Ergebnisverbesserung um 14,8% bzw. 11,5% ist nebst dem Umsatzwachstum auf ein striktes Kostenmanagement sowie auf einen konsequenten Fokus auf profitable Aufträge zurückzuführen. Gleichzeitig sorgte die gute operative Performance dafür, dass Implenia die EBITDA-Marge im Mehrjahresvergleich auf das neue Spitzenniveau von 4,7% steigern konnte.

Auf einer mit dem Vorjahr vergleichbaren Basis beträgt der Free Cashflow 107,1 Mio. Franken (2009: 92,7 Mio. Franken). Unter Berücksichtigung der Akquisition der Sulzer Immobilien AG, die zu einem Nettogeldabfluss im Umfang von 67,1 Mio. Franken führte und die vollumfänglich aus dem Cashflow finanziert werden konnte, weist Implenia für das vergangene Geschäftsjahr einen guten Free Cashflow von 39,9 Mio. Franken aus. Dieser Erfolg ist eine Bestätigung für das konsequente Management des Netto-Umlaufvermögens (NUV) und der Liquidität sowie für die disziplinierte Investitionstätigkeit.


30-31

Implenia solide und langfristig finanziert Mitte April 2010 hat Implenia erstmals eine Obligationenanleihe herausgegeben und erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Mit der Anleihe über 200 Mio. Franken, einem Coupon von 3,125% und einer Laufzeit von sechs Jahren ist es Implenia gelungen, das attraktive Kapitalmarktumfeld zu nutzen. Damit ist die Finanzierung der Unternehmensentwicklung langfristig sichergestellt.

Implenia verfügt weiterhin über eine schlanke und starke Bilanz. Durch den Mittelzufluss aus der Obligationenanleihe nahmen die flüssigen Mittel markant zu. Der Netto-Cash-Bestand beträgt zum Ende des Berichtsjahrs CHF 149,5 Mio. Franken (2009: CHF 85,9 Mio. Franken). Die zur Jahres­ mitte hohen offenen Forderungen konnten mittels eines konsequenten Debitoren-Managements auf das Niveau des Vorjahrs reduziert werden. Die Relation von Fremdkapital zu Eigenkapital bleibt trotz Obligationenanleihe nahezu unverändert, da sich das Eigenkapital durch den erfolgreichen Verkauf eigener Aktien erhöht hat. Entsprechend liegt die Eigenkapitalquote mit 29,5% auf Vorjahresniveau (2009: 30,9%). Schlüsselzahlen Bilanz 2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

in %

Flüssige Mittel

349 274

128 749

171,3%

Immobiliengeschäfte

217 983

168 732

29,2%

Übriges Umlaufvermögen

734 230

726 769

1,0%

Anlagevermögen

375 516

357 544

5,0%

1 677 003

1 381 794

21,4% 366,2%

Total Aktiven Verzinsbare Schulden

199 760

42 853

Übriges Fremdkapital

981 759

912 601

7,6%

Eigenkapital

495 484

426 340

16,2%

1 677 003

1 381 794

21,4%

149 514

85 896

74,1%

Investitionen Immobiliengeschäfte (exkl. Akquisition Sulzer Immobilien AG)

50 848

88 317

(42,4%)

Investitionen in Sachanlagen

39 496

36 421

8,4%

Eigenkapitalquote in %

29,5%

30,9%

(1,4%)

Total Passiven Netto-Cash-Position


JahresBERICHT 2010

Netto-Cash-Position

Rendite des investierten Kapitals (ROIC)

(in Mio. CHF)

(in Mio. CHF)

400

35%

600

300

30%

300

25% 20%

15,3% 1 5, 3%

10,5 10 ,5

36,7 36,,7 36

100

22,4%

400

85 5,9 5, 9 85,9

200

19,9% 19,9

149,5

500

15%

0 200

10%

100

5%

4,8% %

–200

7,4% 7 , 4%

–117,3 3

–100

–300

0%

Cash Schulden Netto-Cash-Position

2010

2009

2008

2007

2006

2010

2009

2008

2007

2006

0

Investiertes Kapital ROIC (operatives Ergebnis / investiertes Kapital) WACC vor Steuern

Implenia schafft Werte Implenia ist es im Geschäftsjahr 2010 gelungen, die Rendite auf dem investierten Kapital (ROIC) weiter zu steigern auf nunmehr 22,4% (2009: 19,9%). Die durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) von 9,3% wurden somit vor Steuern um 13,1 Prozentpunkte übertroffen. Das bedeutet, dass Implenia erneut in erheblichem Umfang Wert generiert hat. Dieser Erfolg ist nebst der gesteigerten Ertragskraft auch darauf zurückzuführen, dass Implenia das investierte Kapital – bereinigt um den Effekt der Akquisition Sulzer Immobilien AG – nochmals reduzieren konnte. Die konsequente Steuerung des Nettoumlaufvermögens und eine disziplinierte Investitionstätigkeit zeigten Wirkung. So wurde noch vor Jahresende bereits eine erste Renditeliegenschaft aus dem Erwerb der Sulzer Immobilien AG planmässig veräussert, weitere werden strategiekonform folgen. Zuversichtlicher Marktausblick 2011 Die Bauwirtschaft in der Schweiz dürfte im laufenden Jahr an die Entwicklung von 2010 anknüpfen. Im Marktsegment Tiefbau bzw. Infrastrukturbau dürfte sich die Nachfrage auf dem erreichten hohen Niveau stabilisieren, während der Wohnungsbaumarkt zu früherer Dynamik zurückfinden sollte. Diese Entwicklungen werden für ein weiterhin gutes Marktumfeld sorgen, in dem allerdings auch der Preisdruck anhalten wird. Ein Wiedererstarken des Wirtschaftsbaus könnte dem Baugewerbe zusätzliche Impulse verleihen.


32-33

Optimistischer Ausblick Vor dem Hintergrund der stabilen Baukonjunktur, gestützt auf die vollen Auftragsbücher und personell gut aufgestellt, erwartet Implenia für 2011 einen Geschäftsgang im Rahmen des Vorjahrs. Implenia wird ihre erfolgreiche Strategie konsequent weiterverfolgen: Das integrierte Geschäftsmodell mit bereichsübergreifender Zusammenarbeit, die Verstärkung von Aktivitäten, die der Bauproduktion voroder nachgelagert sind, der selektive und risikogerechte Auf- und Ausbau des Auslandgeschäfts sowie die Industrialisierung von Prozessen schaffen die Voraussetzungen, um die führende Marktposition weiter auszubauen und sich im Preiswettbewerb zu behaupten. Schliesslich wird es eine der zentralen Aufgaben sein, die Position von Implenia als attraktive Arbeitgeberin weiter zu stärken.

Investiertes Kapital 2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

Umlaufvermögen ohne flüssige Mittel

952 213

895 501

Anlagevermögen

375 516

357 544

(981 759)

(912 601)

345 970

340 444

Abzüglich Fremdkapital (ohne Finanzverbindlichkeiten) Total investiertes Kapital

Operatives Ergebnis 2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

Real Estate

35 403

36 385

Bau Infra

25 090

24 378

Tunnelling

17 787

23 529

Prime Buildings

(3 069)

(7 904 )

2 447

(8 745)

77 658

67 643

Diverses / Sondereinflüsse Total operatives Ergebnis


JahresBERICHT 2010

Produktionsleistung

2716

2637

2705 2007

2542

2745

3000

2006

(in Mio. CHF)

2500

2000

1500

1000

500

2010

2009

2008

0

2. Semester 1. Semester

Produktionsleistung 2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

Real Estate

1 310 500

1 238 755

Bau Infra

1 344 886

1 292 545

335 572

325 153

Tunnelling

13 989

6 121

Diverses / Eliminierung konzerninterner Leistungen

(288 742)

(225 297)

Total Produktionsleistung

2 716 205

2 637 277

Prime Buildings


34-35

Auftragsbestand (in Mio. CHF)

3070 808

419

695 875

2198

3000

2513

2959

3445

4000

1875

1843

2010

1000

2009

2000

2008

2007

2006

0

Total Auftragsbestand Umsatz im dritten Folgejahr ff. Umsatz im zweiten Folgejahr Umsatz im ersten Folgejahr

Auftragsbestand 2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

1 663 196

1 799 006

Bau Infra

712 278

825 413

Tunnelling

598 959

815 267

Real Estate

Prime Buildings Total Auftragsbestand

95 881

5 498

3 070 314

3 445 184


Real Estate

Konzernbereich Real Estate Real Estate blickt auf ein gutes Jahr zurück mit einem hervorragenden Ergebnis der General­unternehmung im zweiten Halbjahr sowie einem erfreulichen Geschäftsgang in der Projektentwicklung. Real Estate verzeichnete im Jahr 2010 einen guten Geschäftsgang und steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5,8% auf CHF 1311 Mio. Franken. Dass der EBIT vor Sonderkosten auf ver­ gleichbarer Basis dennoch leicht unter Vorjahr liegt, ist auf das schwache Umbaugeschäft im ersten Semester 2010 zurückzuführen. Der Auftragsbestand konnte auf dem hohen Niveau von rund 1,7 Mrd. Franken gehalten werden.

«Implenia Real Estate ist mit der Übernahme der Sulzer Immobilien ein Quantensprung gelungen. Wir haben unsere Stellung im attraktiven Wirtschaftsraum Winterthur ausgebaut, unsere Projektpipeline gefüllt und können unsere künftigen Erträge verstetigen.» René Zahnd Leiter Konzernbereich Real Estate


36-37

4,2

2009

10,3

1,2

6,1

2010

2008

9,1

2009

6,4

6,6

2008

2. Semester 1. Semester EBIT-Marge

–4 2006

3,6

2007

0%

–3,5

0 –2

2007

2

5,5

20,9

10,3 9,1

4

2010

1%

2006

10,6

21,4 17,2

15,4 9,0

6,0

6

2 0

9,5

8

1,4%

1,4%

1,6%

10

0,9%

1,0%

4

14 12

6,6 6,6

8 6

16

12,1

10

22

18

2%

10,2

12

6,6

14

EBIT (vor Sonderkosten) Immobilien (Projektentwicklung) (in Mio. CHF)

20

9,3

8,9

16

3% 15,4

15,5

18

8,3

17,4

EBIT (vor Sonderkosten) Generalunternehmung / Dienstleistungen (in Mio. CHF)

2. Semester 1. Semester

Schlüsselzahlen Real Estate 2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

1 310 500

1 238 755

EBIT Generalunternehmung / Dienstleistungen

15 385

17 448

EBIT Immobilien (Projektentwicklung)

20 925

21 407

EBIT vor Sonderkosten (like for like)

36 310

38 855

1 663 196

1 799 006

464

488

Umsatz (IFRS, like for like)

Auftragsbestand Personalbestand (Vollzeitstellen)


Real Estate

Produktionsleistung 2010 nach Sparten

1,6%

Produktionsleistung 2010 nach Regionen

1,6%

13,0%

12,7%

37,3%

46,4%

9,6% 20,8%

29,4%

Generalunternehmung – Wohnungsbau Generalunternehmung – Gewerblicher Bau Generalunternehmung – Infrastrukturbau Immobilien (Projektentwicklung) Reuss

27,6%

West Zürich Mitte Ost Reuss ganze Schweiz

Rekordergebnis der Generalunternehmung im zweiten Semester Die Generalunternehmung verzeichnete im Berichtsjahr einen Rückgang des EBIT vor Sonderkosten auf 15,4 Mio. Franken (2009: 17,4 Mio. Franken). Während sich der Neubau robust entwickelte, verzeichnete der Sektor Umbau im ersten Halbjahr einen deutlichen Volumenrückgang als Folge von strukturellen und personellen Problemen. Dem konnte in der zweiten Jahreshälfte erfolgreich entgegen­ gewirkt werden. Als Folge realisierte die Generalunternehmung für das zweite Semester mit 9,3 Mio. Franken ein Rekordergebnis (2009: 8,3 Mio. Franken). Die auf Engineering und Nachhaltigkeitsthemen spezialisierte Einheit Reuss Engineering AG konnte ihr Geschäft weiter und in Richtung einer höheren Profitabilität ausbauen.


38-39

Projektentwicklungsgeschäft auf gutem Vorjahresniveau Das Immobiliensegment (Projektentwicklung) konnte das gute Resultat des Vorjahres bestätigen und weist mit 20,9 Mio. Franken einen EBIT vor Sonderkosten auf Vorjahresniveau aus (2009: 21,4 Mio. Franken). Diese erfreuliche Entwicklung bestätigt die eingeschlagene Strategie. Das breit aufgestellte Projektentwicklungsportfolio sichert nachhaltige Entwicklungserträge und erhöht gleichzeitig den Anteil der intern generierten Generalunternehmungsaufträge sowie die durch unsere Baufirma ausgeführten Projekte. Dadurch sichern wir kurz-, mittel- und langfristig – qualitativ wie aber auch quantitativ – gute Aufträge. Die im Berichtsjahr erfolgte Akquisition der Sulzer Immobilien AG ist vor diesem Hintergrund zu sehen. Die Übernahme umfasst rund 230 000 Quadratmeter Grundstücksflächen an attraktiven Lagen auf dem Sulzer-Areal in Winterthur und Oberwinterthur mit insgesamt 15 Projekten, die über die nächsten Jahre realisiert werden.

Projekt-Highlights 2010 UEFA-Servicegebäude, Nyon – Implenia wird als Totalunternehmerin das neue Servicecenter der UEFA an deren Hauptsitz in Nyon realisieren. Das zweistöckige Gebäude inklusive unterirdischer Parkgarage wird nach dem Minergie-Standard «ECO» gebaut, der eine besonders ökologische Bauweise und hohe Nutzungsqualität garantiert. ETH-Rechenzentrum, Lugano – Beim Centro Svizzero di Calcolo Scientifico (CSCS) bei Lugano, dem nationalen Hochleistungsrechenzentrum der ETH Zürich, muss Implenia als Generalunternehmerin höchste Anforderungen an Gebäudetechnik, Microtunnelling sowie eine nachhaltige Bauweise miteinander in Einklang bringen. Der Übergabetermin des fertigen Baus ist für Ende Dezember 2011 geplant. Hauptsitz Fonds Mondial, Genf – «The Global Fund» zur weltweiten Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria, dessen Verwaltungssitz sich in Vernier (GE) befindet, hat mit Implenia Mitte August den Vertrag für die Projektentwicklung seines neuen Verwaltungsgebäudes unterzeichnet, das 2015 fertiggestellt werden soll.


bau infra

Konzernbereich Bau Infra Bau Infra blickt auf ein positives Geschäftsjahr zurück. Sowohl Umsatz als auch EBIT übertreffen die Vorjahreswerte. Der Konzernbereich Bau Infra verzeichnete mit einem EBIT vor Sonderkosten in Höhe von 25,1 Mio. Franken (2009: 24,6 Mio. Franken) ein gutes operatives Ergebnis. Das entspricht einer stabilen EBIT-Marge von 2,1%, was vor dem Hintergrund des verschärften Preiskampfs im Markt als Erfolg zu werten ist. Der Umsatz erhöhte sich um 6,9% auf 1201 Mio. Franken (2009: 1123 Mio. Franken). Die Produktionsleistung nahm um 4,0% zu und erreichte ein Volumen von 1345 Mio. Franken (2009: 1293 Mio. Franken). Die saisonale Entwicklung verlief normal mit einem schwächeren ersten und einem starken zweiten Halbjahr.

«Implenia Bau Infra hat sich 2010 in einem anspruchsvollen Umfeld gut behauptet. Wir haben trotz des harten Preiswettbewerbs mehr Gewinn erzielt.» Arturo Henniger Leiter Konzernbereich Bau Infra


40-41

EBIT (vor Sonderkosten)

20

24,6

25,1

32,0

31,8

24,4 30,4

27,9

25

25,4

30

8,8

35

21,5

(in Mio. CHF)

6%

4%

2,1%

2,2%

–6,7

–7,4

–6,0

2008

–15

–16,6

–5

–6,4

0%

2007

0

–10

2%

0,8%

5

2,2%

1,9%

15 10

2010

2009

2006

–20

2. Semester 1. Semester EBIT-Marge

Schlüsselzahlen Bau Infra

Umsatz (IFRS) EBIT vor Sonderkosten (like for like) Produktionsleistung Auftragsbestand Personalbestand (Vollzeitstellen)

2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

1 200 636

1 123 329

25 117

24 639

1 344 886

1 292 545

712 278

825 413

4 140

4 028


Bau Infra

Produktionsleistung 2010 nach Sparten

4,6%

Produktionsleistung 2010 nach Regionen

24,0%

13,2%

25,6%

43,5% 3,0% 4,5%

Strassen- und Tiefbau Hochbau Ingenieurbau Betriebe und Diverses

15,3%

13,2%

38,7%

14,4%

West Ost Mitte Alpen Ingenieurbau ganze Schweiz Ausland Diverses

Gutes Ergebnis trotz anhaltendem Preisdruck Der Preisdruck im Markt war weiterhin hoch. Der Konzernbereich Bau Infra hat sich auf profitable Aufträge konzentriert und weitere Massnahmen zur Produktivitätssteigerung vorangetrieben. So wurde vermehrt in den anspruchsvollen Spezialtiefbau investiert, der ein spezifisches Know-how und Spezialgeräte verlangt. Entsprechend konnte Implenia ihre führende Stellung in diesem Marktsegment festigen und eine gute Profitabilität erzielen.

Mit 712,3 Mio. Franken liegt der Auftragsbestand per Ende Dezember 2010 um 13,7% unter dem Vergleichswert des Vorjahrs (2009: 825,4 Mio. Franken), befindet sich aber auf einem nach wie vor hohen Niveau.


42-43

Projekt-Highlights 2010 Durchmesserlinie, Zürich – Die Durchmesserlinie soll ab 2013 die Stadt Zürich von Altstetten über den Haupt­ bahnhof bis nach Oerlikon durchqueren. Im Tunnel unter dem Hauptbahnhof hat Implenia unter schwierigen Bedingungen Schlitzwände für den neuen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse eingefügt. Autobahnzubringer Flurlingen – Kleinandelfingen – Die bestehende Autostrasse N 4.2.1/2 / 3 wurde im Abschnitt Kleinandelfingen  – Flurlingen zur richtungsgetrennten, vierspurigen Autobahn ohne Standstreifen erweitert. Der am 20. Oktober 2010 eröffnete Abschnitt wurde über die gesamte Nutzungsdauer als Hoch­ leistungsstrasse genutzt und stellte an Implenia als federführendes Bauunternehmen deshalb besondere logistische Anforderungen.


Industrial Construction

Konzernbereich Industrial Construction Der 2010 neu geschaffene Konzernbereich Industrial Construction erzielte im Geschäftsbereich Tunnelling 2010 ein gutes Ergebnis. Im Rahmen des inter­ nationalen Beratungsgeschäfts im Bereich Prime Buildings konnten zusätzliche Deckungs­beiträge erwirtschaftet werden. Der zu Jahresbeginn 2010 neu geschaffene Konzernbereich Industrial Construction mit den Geschäftsbereichen Tunnelling und Prime Buildings blickt auf ein gutes Jahr zurück. Der Umsatz von 166,0 Mio. Franken liegt um 16,1% über dem Vorjahr, und die Produktionsleistung wurde um 5,5% auf 350 Mio. Franken gesteigert (2009: Umsatz 143 Mio. Franken; Produktionsleistung 331 Mio. Franken). Der Auftragsbestand zum Jahresende beträgt 695 Mio. Franken gegenüber 821 Mio. Franken per Ende 2009. Das widerspiegelt die Tatsache, dass sich das Volumen im Tunnelbau in den kommenden Jahren wieder am Vor-NEAT-Niveau orientieren wird.

«Der Weltrekord ist geschafft, mein persönlicher Traum ist wahr geworden. Wir haben mit dem Gotthard-Basistunnel nicht nur den längsten Tunnel der Welt gebohrt – wir haben Geschichte geschrieben!» Luzi R. Gruber Leiter Konzernbereich Industrial Construction


44-45

(in Mio. CHF)

2. Semester 1. Semester EBIT-Marge

–2,1 –3,1

–1.0

–3,0

–3,4

–7,9

–4,9

2010

–8 2007

2010

2009

2008

2007

2006

0%

2009

0

–3,2

–7

11,5

13,2

17,1

12,0

2

9,8

4

–6

–3,2

10%

–6,6

–5 12,3% %

6

–4

2008

17,, 8% 17 17,8%

17 17, , 4% 17,4%

16,, 2% 16 16,2%

4,5% 4, 5% 14,5%

12 8

–3 20%

14

–2

–4,1

18,6

11,2

9,4

22,1

16

10

30%

7,1

18

10,9

20

0 –1

10,1

22

20,7

26 24

40%

24,4

28

–0,9

EBIT (vor Sonderkosten) Prime Buildings

(in Mio. CHF) 26,5

EBIT (vor Sonderkosten) Tunnelling

1. Semester 2. Semester

«Prime Buildings ist im Jahr 2010 erneut gut vorangekommen. Mit Projekten wie dem von Renzo Piano gebauten neuen Sitz der Banca Intensa in Turin oder dem Eishockey-Stadion für die Olympiade in Sochi ist Prime Buildings die internationale Visitenkarte von Implenia.» Peter E. Bodmer Co-Leiter Konzernbereich Industrial Construction


Industrial Construction

Tunnelbau mit gutem Ergebnis Der Tunnelbau in der Schweiz entwickelte sich im Berichtsjahr erfolgreich. Mit einem EBIT vor Sonderkosten von 18,6 Mio. Franken konnte das gute Ergebnis des Vorjahres, bereinigt um den Weg- fall des Lötschbergs, bestätigt werden. Der Bau der NEAT-Lose sowie weitere Projekte in der Schweiz lasteten die Kapazitäten voll aus. Das NEAT-Projekt erreichte mit dem Durchstich des Gotthardtunnels den Höhepunkt. Die Arbeiten für den Innenausbau der Tunnel werden bis 2014 weitergehen. Schliesslich hat sich Implenia im Berichtsjahr an internationalen Ausschreibungen für Tunnel- und Infrastrukturprojekte beteiligt und ist zuversichtlich, bald erste Projekte realisieren zu können. Prime Buildings auf Kurs Der Bereich Prime Buildings, der Projekt- und Construction Management auf internationaler Ebene für anspruchsvolle Real-Estate-Projekte anbietet, kommt planmässig voran. Nebst der Abwicklung der bisher akquirierten Projekte konnte Prime Buildings zusätzliche Deckungsbeiträge erwirtschaften, die insbesondere aus verschiedenen Beratungsaufträgen in Russland stammen. Als positive Konsequenz konnte der operative Verlust im Vergleich zum Vorjahr auf –3,1 Mio. Franken mehr als halbiert werden. Die nicht durch die Projekte gedeckten Aufwendungen sind als Investition zum Aufbau der Zielmärkte zu betrachten. Schlüsselzahlen Industrial Construction

Umsatz (IFRS)

2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

166 024

143 047

EBIT Tunnelling

18 639

24 381

EBIT Prime Buildings

(3 069)

(7 904)

EBIT vor Sonderkosten (like for like)

15 570

16 477

Produktionsleistung

349 561

331 274

Auftragsbestand

694 840

820 765

631

655

Personalbestand (Vollzeitstellen)


46-47

Produktionsleistung 2010 nach Sparten

Produktionsleistung 2010 nach Regionen

0,7% 1,1%

11,8%

10,6%

44,4%

15,9% 50,3%

43,8%

Tunnelbau – NEAT Tunnelbau – übrige Microtunnelling + Totalunternehmung

21,4%

Alpen Ost / Zürich West Mitte Ausland Diverse

Projekt-Highlights 2010 Durchschlag Weinbergtunnel Durchmesserlinie, Zürich – Die Durchmesserlinie soll ab 2013 die Stadt Zürich von Altstetten über den Hauptbahnhof bis nach Oerlikon durchqueren. Mit dem Bau des 4537 Meter langen Weinbergtunnels ist Implenia für das Herzstück verantwortlich und konnte mit dem Durchschlag am 22. November 2010 einen wichtigen Meilenstein realisieren. Hochwasser-Entlastungsstollen, Lyss – Mit einem Vorsprung von zwei Wochen auf das Bauprogramm konnte am 22. November der Durchstich des 4,75 Meter breiten Stollens gefeiert werden, der die Bevölkerung von Lyss dereinst im Falle eines Hochwassers vor Fluten schützen wird. Bolshaya, Sochi (RUS) – Das Eisstadion wird dank seiner Architektur an den Olympischen Winterspielen in Sochi 2014 besondere Akzente setzen. In Kooperation mit der Botta Management Group International ist Implenia beratend für die LEED/GRI-Zertifizierung sowie das Innendesign-Konzept zuständig.


Corporate Center

Corporate Center Das Corporate Center übernimmt für das erfolgreiche Funktionieren des Konzerns zentrale Aufgaben. Dazu gehören Finanzen und Controlling, Investment Management, Versicherungswesen, Rechtsdienst, Human Resources, IT sowie Marketing und Kommunikation. Im Berichtsjahr standen weitere Optimierungen der Prozesse sowie des Risikomanagements im Fokus. Das Corporate Center hat im Geschäftsjahr 2010 seine Prozesse weiter verbessert und damit effi­ zienter gestaltet. Ziel ist es, in allen Bereichen noch bessere Dienstleistungen zu erbringen, um den Konzernbereichen optimalen Support zu bieten. Exemplarisch umgesetzt wurde diese Zusammenarbeit im Rahmen der Akquisition der Sulzer Immobilien AG, die durch den Konzernbereich Real Estate durchgeführt und seitens der Abteilungen Finanzen und Controlling (F + C), Investment Management, Rechtsdienst und Kommunikation erfolgreich begleitet wurde. Finanzen und Controlling optimieren Workflow Der Funktionsbereich F + C hat im vergangenen Geschäftsjahr die konzernweite Umstellung des Kreditorenprozesses auf einen elektronischen Workflow abgeschlossen. Diese Automatisierung ermöglicht eine erhebliche Effizienzsteigerung sowie eine bedeutende Verbesserung des Netto-Umlaufvermögens sowie der Liquidität. Die erfolgreiche Platzierung der Obligationenanleihe über 200 Mio. Franken bildete aus Sicht von F + C einen weiteren Schwerpunkt des Berichtsjahrs. Neues Salärsystem und Effizienzsteigerung bei der Pensionskasse Der Funktionsbereich Human Resources (HR) hat 2010 ein neues Salärsystem entwickelt, das die Grundlage für eine faire, marktgerechte und langfristig tragfähige Entschädigungspolitik legt. Das neue System gilt ab dem Geschäftsjahr 2011. Aus Effizienzgründen wurden zudem die Pensionskassen juristisch und örtlich zusammengelegt, jedoch unter Beibehaltung getrennter Leistungspläne. Rechtsdienst ausgebaut und unter neuer Leitung Ebenfalls mit Blick auf eine bessere Unterstützung der Konzernbereiche und eine weitere Professionalisierung hat Implenia den Rechtsdienst ausgebaut und mit einem ausgewiesenen Experten als neuem Leiter verstärkt. Dem Nachtragsmanagement wird künftig noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt.


48-49

Kosteneinsparungen und Automatisierung der Prozesse Mit einer Neuordnung sämtlicher Versicherungsverträge konnte die Abteilung Versicherungen des Corporate Centers signifikante Kosteneinsparungen erzielen. Zudem trägt die im Berichtsjahr implementierte Automatisierung der Prozesse dazu bei, den Abschluss von Versicherungen im Bereich Bau- wesen erheblich zu beschleunigen und zu vereinfachen. Neue Kommunikationsinstrumente entwickelt Im Funktionsbereich Marketing und Kommunikation standen im Berichtsjahr der Ausbau der internen Kommunikationsinstrumente sowie die Intensivierung der externen Kommunikationsaktivitäten im Fokus. Der neu gestaltete Geschäftsbericht wurde gleich zweimal ausgezeichnet – mit Silber im europäischen Best-of-Corporate-Publishing-Wettbewerb sowie mit Platz drei in der Rubrik Gestaltung im «Bilanz»-Geschäftsberichte-Rating. Erste Devestition aus Sulzer-Portfolio und Aufbau Corporate Real Estate Management Nur knapp zwei Monate nach dem Erwerb der Sulzer Immobilien AG konnte Implenia unter der Leitung des Investment Managements im Zuge eines mehrstufigen Bieterverfahrens ein Büroobjekt an einen renommierten institutionellen Schweizer Investor veräussern. Weitere Devestitionen von Objekten, die für den Konzern nicht strategierelevant sind, sind für die kommenden 12 bis 24 Monate geplant. Um das Management der Betriebsimmobilien weiter zu optimieren, hat Implenia eine zentrale Abteilung für das Corporate Real Estate Management aufgebaut.

«2010 stand im Corporate Center im Zeichen von Prozessverbesserungen und effizientem Support für die Front. Indem es für operative Exzellenz und Best-in-Class-Standards sorgt, leistet das Corporate Center einen wichtigen Beitrag zur Wertgenerierung bei Implenia.» Beat Fellmann Leiter Corporate Center und CFO


Profil

Implenia entwickelt und baut die Schweiz von morgen Implenia fasst das Know-how aus den drei Konzernbereichen Real Estate, Bau Infra und Industrial Construction unter einem Dach zu einem national und international agierenden Unternehmen zusammen. Mit ihrem integrierten Businessmodell sowie dem umfassenden Leistungs- und Produktportfolio entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Bauwerks ist Implenia als Gesamtdienstleisterin in der Lage, alle Leistungen nachhaltig aus einer Hand anzubieten. Entstanden 2006 aus dem Zusammenschluss von Zschokke und Batigroup, blickt Implenia auf eine über 140-jährige Bautradition zurück. Erfahrung, Know-how, Grösse und finanzielle Stärke befähigen Implenia, ihre Leistungen sowohl in der Schweiz als auch auf internationaler Ebene anzubieten. Für anspruchsvolle Immobilien- und Infrastrukturprojekte stehen sämtliche Fähigkeiten und Kapazitäten des Gesamtkonzerns zur Verfügung. Im Sinne der Nachhaltigkeit und zum Wohle der Gesellschaft gestaltet Implenia die Schweiz von morgen mit. Implenia baut Neues und erneuert Altes, baut für das Wohnen, das Arbeiten, den Verkehr, die Freizeit, den Sport, die Gesundheit, baut traditionell oder industriell, als Totalunternehmerin oder als Spezialistin. Was Implenia baut, plant oder betreibt, soll den Menschen dienen: ihrer Sicherheit, ihrer Mobilität, ihrem Komfort, ihren wirtschaftlichen Interessen und ihrer nachhaltigen Entwicklung. Real Estate

Bau Infra

Industrial Construction*

General- und Totalunter­ nehmung Development Engineering Technisches Facility Management

Hochbau (Neu- und Umbau) Strassen- und Tiefbau Ingenieurtiefbau Spezialtiefbau Brückenbau Betoninstandsetzung Kies- und Belagsaufbereitung

Tunnelling (Schweiz und international)

Untertagebau Kraftwerkbau Bahntechnik Microtunnelling Prime Buildings

Consulting sowie Projekt- und Construction Management für anspruchsvolle Real-EstateProjekte

* Neue Konzernstruktur nach Zusammenlegung Tunnel + TU mit Global Solutions


50-51

Real Estate Als Gesamtdienstleisterin innerhalb des Konzerns deckt Implenia Real Estate von der Kapital­ beschaffung über die Entwicklung und Realisation bis zur Betriebsoptimierung und Promotion sämtliche Bereiche im Lebenszyklus einer Immobilie ab. Im Einzelnen setzt sich der Konzernbereich aus der Implenia Development AG, der Reuss Engineering AG und der Implenia Generalunternehmung AG zusammen. Die einzelnen Geschäftsbereiche operieren unabhängig und eigenständig, können also individuell beansprucht werden oder für komplexe Projekte interdisziplinäre Lösungen anbieten. Bau Infra Im Konzernbereich Bau Infra bietet Implenia sämtliche Leistungen der Bauproduktion an, sei dies im Strassen- oder Tiefbau, im Hochbau, bei Infrastrukturanlagen, im Ingenieurtiefbau, im Untertagebau oder im Spezialtiefbau. Als Marktführerin in der Schweiz verfügt Implenia Bau über die Erfahrung und die erforderliche Unternehmensgrösse, um jederzeit situationsgerecht auf spezifische Fachkräfte, finanzielle Ressourcen und bestes technisches Equipment zurückzugreifen. Industrial Construction Der Konzernbereich Industrial Construction ist der Spezialist für institutionelle und private Infrastrukturprojekte in der Schweiz und in internationalen Zielmärkten. Industrial Construction entstand Anfang 2010 aus der Zusammenlegung der bisherigen Bereiche Tunnel + Totalunternehmung sowie Global Solutions und ist organisatorisch in die Einheiten Tunnelling und Prime Buildings aufgeteilt. Tunnelling konzentriert sich auf anspruchsvolle Infrastrukturbauten, in erster Linie Tunnelbauten (für Verkehrstunnel, Wasserkraftwerke oder Abwassersysteme usw.). Prime Buildings ist vor allem im Bereich Consulting sowie Projekt- und Construction Management bei anspruchsvollen Real-Estate- Projekten, sogenannten «Prime Buildings», aktiv.


Profil / Mitarbeiterstimmen

Integriertes Businessmodell Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Real Estate, Bau Infra und Industrial Construction bündelt das gesamte im Konzern vorhandene Wissen. Zur Realisierung komplexer, interdisziplinärer Projekte sind so integrierte Lösungen entlang des gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks möglich. Das im Konzern vorhandene Know-how wird nicht nur addiert, sondern multipliziert und ergibt mehr als die Summe seiner Teile.

Idee/ Konzept

Finanzierung

Projektentwicklung

Planung/ Engineering

Ausführung

Investment Management Development Engineering Generalunternehmung Bauproduktion Industrial Construction*

* Tunnelling & Prime Buildings

Bewirtschaftung

Renovation/ Umbau/ Rückbau


52-53

Das macht Implenia einzigartig Die Erfolgsgeschichte der Implenia hat gute Gründe. Mitarbeitende aus den verschiedenen Konzernbereichen erzählen, in welchen Aspekten sich Implenia als Konzern aus ihrer Sicht abhebt.

Lokale Verankerung, nationale Ausrichtung «Das Tolle an Implenia ist, dass wir trotz unserer Grösse mit unseren über 100 Standorten sehr dezentral organisiert sind. Dies erlaubt uns, optimal auf die regionalen Eigenheiten und Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen. Mit gegen 4000 Baustellen in der ganzen Schweiz sind wir am Puls des Markts.» Christian Wick, Leiter Region Ost, Real Estate, St. Gallen

Nachhaltigkeit «Es spricht für uns, dass wir Nachhaltigkeit sehr breit fassen – wirtschaftlich, gesellschaftlich und umweltbezogen. Für Implenia ist Nachhaltigkeit ein integraler Bestandteil der Geschäftsstra­ tegie und zieht sich durch alle Geschäftsprozesse wie beispielsweise die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeitenden, die finanzielle Führung, unsere Verhaltensrichtlinien oder Kunden- und Lieferantenbeziehungen.» Stéphanie Castella Cave, Stellvertretende Verantwortliche Implenia Development Region West


Mitarbeiterstimmen

Organisation komplexer Bauprojekte «Mit unserer langjährigen Erfahrung und unserem Know-how sind wir Partner der Wahl, wenn es darum geht, sehr komplexe und anspruchsvolle Projekte zu realisieren. Dies kommt beispielsweise auf der Baustelle Europa-Allee im Herzen von Zürich zum Tragen, wo die zentrale Lage ganz besondere Anforderungen etwa an die Logistik stellt.» Pascal Parrotto, Chef-Bauführer Europa-Allee, Bau Infra, Zürich

Hohe Finanzkraft erlaubt die Realisierung von Grossprojekten «Implenia verfügt dank ihrer Grösse über die personellen und materiellen Ressourcen, die zur Definition und Umsetzung professioneller Geschäftsprozesse und zur Abwicklung von grossen und komplexen – auch internationalen – Projekten einschliesslich der notwendigen Finanzierung erforderlich sind.» Yvonne Brunner, Leiterin Rechnungswesen, Finanzen & Controlling, Aarau

Kleine und grosse Projekte für den Erfolg «Für uns sind die kleinen Baustellen in den Tälern und Dörfern für das Geschäft ebenso wichtig wie die auffälligen und oft prestigeträchtigen Grossbaustellen wie beispielsweise die NEAT. Ich bin überzeugt, dass dies einen grossen Teil unseres Erfolgs ausmacht. Denn dadurch sind wir sehr breit aufgestellt und nicht nur von einzelnen Grossprojekten abhängig.» André Hagmann, Leiter Westschweiz, Bau Infra, Onex


54-55

Innovation «Innovation wird bei Implenia grossgeschrieben. Sie ist eine Voraussetzung, dass wir uns als Firma laufend verbessern und weiterentwickeln können. Unser neues Innovationsteam wird Innovationsprozesse bei Implenia in Zukunft noch stärker fördern, neue Ideen aufnehmen und, soweit notwendig, deren Umsetzung und Finanzierung sicherstellen.» Daniel Hardegger, Profit-Center-Leiter Tiefbau und Mitglied des Innovationsteams, Zürich

Führend bei vielen Spezialitäten «Implenia hat einen klaren Vorsprung bei Spezialitäten wie beispielsweise dem Microtunnelling. So kann in Ballungsräumen, wo kein Platz an der Oberfläche zur Verfügung steht, die Infrastruktur nur unterirdisch durch Microtunnelling, Rohrvortrieb und Horizontalbohrungen erstellt, unterhalten und saniert werden. Kein anderer Baudienstleister in der Schweiz verfügt über so viel Know-how in dieser zukunftsweisenden Technologie.» Guido Meier, Projektleiter, Special Tunnel Works, Wallisellen

Internationale Standards, lokale Kompetenz «Implenia verfügt über weltweit gefragtes Know-how sowie über die Grösse, um auch international erfolgreich tätig zu sein. Die lokale Kompetenz verbinden wir mit internationalen Standards – gepaart mit Schweizer Werten wie Qualität und Zuverlässigkeit. Die jüngsten Projekterfolge bestätigen uns in dieser Strategie.» Sandra Guetg, Leiterin Marktkommunikation, Industrial Construction, Wallisellen


Vision und Werte

Mit klarer Vision in die Zukunft Hinter dem Erfolg von Implenia als führendem Baudienstleistungsunternehmen der Schweiz stehen eine überzeugende Vision, eine klare strategische Stossrichtung sowie eine gemeinsame Wertebasis ihrer Mitarbeitenden. Implenia verfügt über eine klare Vision, welche die langfristigen Ambitionen als national führendes und international agierendes Bau- und Baudienstleistungsunternehmen zusammenfasst: Wir entwickeln und bauen die Schweiz von morgen. Wir etablieren uns als anerkannter internationaler Experte für anspruchsvolle Infrastrukturprojekte. Nachhaltigkeit ist unsere Leidenschaft. Wir sind der Wunschpartner für Kunden und Mitarbeitende.

«Wir entwickeln und bauen die Schweiz von morgen» unterstreicht die Bedeutung von Implenia für die Schweiz, aber auch die Bedeutung des Heimmarkts für Implenia. Dank ihrer Grösse ist Implenia bei vielen für die Schweiz bedeutsamen Projekten an vorderster Front dabei. Das Bekenntnis zur Schweiz äussert sich in den rund 100 Niederlassungen im Land. Im Auslandgeschäft will sich Implenia als Experte für anspruchsvolle Infrastrukturprojekte etablieren. Nachhaltigkeit ist ein integraler Aspekt der Unternehmenstätigkeit, der systematisch in alle Entscheide einfliesst. Mit dem Anspruch «Wir sind der Wunschpartner für Kunden und Mitarbeitende» bringt Implenia zum Ausdruck, dass die Kundenzufriedenheit für den Erfolg des Unternehmens entscheidend ist und dass es die Mitarbeitenden sind, die diese Kundenzufriedenheit sicherstellen.


56-57

Nachhaltigkeit als Weg zur Vision Auf dem Weg zur Erreichung der Vision sind für Implenia mittel- und langfristig eine Reihe von strategischen Stossrichtungen von zentraler Bedeutung. Nachhaltigkeit nimmt in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle ein, da sie als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie im Sinne einer Richtschnur für das gesamte unternehmerische Handeln der Implenia dient. So werden eine noch umfassendere Abdeckung der Kundenbedürfnisse, die Festigung der klaren Führungsposition im Schweizer Markt, der Aufbau im Ausland, die Steigerung der Ertragskraft sowie die Sicherung der Arbeitsplätze und die Weiter­entwicklung der Arbeitskräfte konsequent nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit vorangetrieben. Nachhaltigkeit als Unternehmensstrategie

Überzeugt davon, dass nachhaltige Wertschöpfung ein zentraler Faktor für die Zukunftsfähigkeit und den Erfolg des Unternehmens ist, richtet Implenia ihre Unternehmensstrategie sowie ihr gesamtes unternehmerisches Handeln an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit aus, baut bestehende Kompetenzen gezielt aus und führt den begonnenen Prozess konsequent weiter.

Integriertes Geschäfts­ modell erhöht Kunden­ nutzen: «One company, one goal, one spirit»

Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Real Estate, Bau Infra und Industrial Construction bündelt das gesamte im Konzern vorhandene Wissen, schöpft zum Nutzen der Kunden Synergien aus und stellt sicher, dass Implenia als Gesamtdienstleisterin auftreten kann.

Mehr Ertrag durch Stärkung des Projektentwicklungsgeschäfts

Implenia ist in der Lage, ein Bauwerk über den gesamten Lebenszyklus zu begleiten – von der Projektidee über die Planung und Organisation bis hin zum eigentlichen Bau. Die dem Bau vorgelagerten Aktivitäten im Bereich Projektentwicklung werden mit Blick auf die Verwirklichung der Vision («Wir entwickeln und bauen die Schweiz von morgen») sowie im Interesse einer höheren Ertragsintensität gezielt ausgebaut.

Wachstum durch selektiven und risiko­ gerechten Auf- und Ausbau des Ausland­ geschäfts

Implenia positioniert sich im Ausland als kompetenter Partner für komplexe Projekte in den Bereichen Infrastruktur und Prime Buildings. Durch den Fokus auf bestehende Kompetenzen im Projektmanagement, im Stadionbau sowie im Tunnelbau, Ingenieurtiefbau und Microtunnelling begrenzt Implenia das Risiko im Auslandgeschäft.

Effizienzgewinn durch Industrialisierung von Prozessen

Implenia nutzt die Synergien, die sich aus der Zusammenfassung verschie­ dener Zentralfunktionen im Corporate Center ergeben. Dazu gehören: Beschaffung, Finanzen & Controlling, Human Resources, Informatik, Investment Management, Marketing & Kommunikation, Rechtsdienst sowie Versiche­ rungen.


Vision und Werte / Mitarbeitende

Gemeinsame Werte als Fundament Die Vision und die dazu nötigen strategischen Stossrichtungen lassen sich nur realisieren, wenn alle Mitarbeitenden auf einer einheitlichen Wertebasis aufbauen können. Implenia hat deshalb Grund­sätze formuliert, die das Fundament der Unternehmenskultur bilden und quer durch den gesamten Konzern aktiv und konsequent gelebt werden sollen:

Verlässlichkeit

Auf uns kann man sich verlassen.

Nachhaltigkeit

Aus Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und uns selbst.

Integrität

Sie ist Kern unseres Handelns.

Chancen- und Risikobewusstsein

Unternehmerisch handelnd wollen wir Chancen und Risiken frühzeitig erkennen.

Transparenz

Gegenüber unseren Anspruchsgruppen.

Operative und finanzielle Exzellenz

Messbar und als Voraussetzung unserer Aktivitäten.

Lösungs- und kundenorientiertes Handeln

Lösungen für unsere Kunden stehen im Vordergrund.

Innovation

Unsere Zukunft liegt in unserer Fähigkeit, uns laufend zu erneuern und weiterzuentwickeln.


58-59

Gemeinsam für den Erfolg Implenia hat viele Gesichter: Rund 6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 55 Nationen arbeiten für den Konzern. Ihre Fähigkeiten stellen den künftigen Erfolg des Unternehmens sicher. Entsprechend wichtig sind für Implenia die stetige Optimierung der Arbeitssicherheit, die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden und Führungskräfte sowie eine offene Kommunikation. Rund 6000 Mitarbeitende waren per Ende 2010 für Implenia in der Schweiz, im grenznahen und im übrigen Ausland tätig. In Vollzeitstellen umgerechnet entspricht dies für die Schweiz und das grenz­ nahe Ausland 5151 Stellen. Damit lag der vergleichbare Personalbestand leicht über dem Vorjahreswert von 5115. Die Fluktuationsrate betrug 13,9% (ohne saisonale Ein- und Austritte), ein Rückgang um 1,2% gegenüber dem Vorjahr. Ein Personalaufbau erfolgte im Konzernbereich Bau Infra, der im vergangenen Geschäftsjahr ein grösseres Arbeitsvolumen zu bewältigen hatte. In den Konzernbereichen Real Estate und Industrial Construction ging der Personalbestand etwas zurück. Erfreulich ist, dass die Anzahl Frauen deutlich zugenommen hat, wenngleich auf immer noch tiefem Niveau. Bei den Männern ging die Beschäftigtenzahl hingegen etwas zurück. Die überwiegende Zahl der Implenia Mitarbeitenden, nämlich 45,3%, stammt aus der Schweiz. Weitere rund 40% stammen aus Portugal, Italien und den Balkanländern. Personalbestand (Vollzeitstellen) per Ende 2010 Technisch-kaufmännisches und gewerbliches Personal

Real Estate Bau Infra

Personalbestand (Vollzeitstellen) per Ende 2009 Anzahl Mitarbeitende

464 3 867

Technisch-kaufmännisches und gewerbliches Personal

Real Estate Bau Infra

Anzahl Mitarbeitende

488 3 793

Industrial Construction

631

Industrial Construction

655

Diverse

189

Diverse

179

Total Vollzeitstellen (Schweiz und grenznahes Ausland) Übriges Ausland Total Vollzeitstellen

5 151 273 5 424

Total Vollzeitstellen (Schweiz und grenznahes Ausland) Übriges Ausland Total Vollzeitstellen

5 115 235 5 350


Mitarbeitende

Vollzeitstellen 2010 nach Herkunftsland*

5151

5115

5192

357

6000

5212

5942

Vollzeitstellen*

20,3% 414

351

359

358

5000 45,3%

4000

9,9%

3000 5585

4854

4833

4764

4737

2006

2007

2008

2009

2010

9,6% 4,1% 3,0% 3,3%

2000

4,6%

1000

0

Anzahl Frauen (Vollzeitstellen) Anzahl Männer (Vollzeitstellen) * Schweiz und grenznahes Ausland

Schweiz (45,3%) Portugal (20,3%) Italien (9,9%) Balkan (9,6%)

Deutschland (4,6%) Spanien (3,3%) Frankreich (3,0%) Andere (4,1%)

Engagement für Arbeitssicherheit und Gesundheit Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz geniessen bei Implenia nicht zuletzt aufgrund der berufsbedingt erhöhten Unfallgefahr in der Baubranche höchste Priorität. Die Grundlage dafür schaffen die Gesundheits- und Arbeitssicherheitspolitik des Unternehmens sowie die Zertifizierung nach der Norm OHSAS 18001. Implenia investiert zudem laufend in Verbesserungsmassnahmen und in die Schulung der Mitarbeitenden. Für die Betreuung verunfallter oder erkrankter Mitarbeitender und deren Wiedereingliederung arbeitet Implenia mit Case-Management-Spezialisten zusammen.

Die Entwicklung der Betriebsunfälle (BU) über die letzten vier Jahre zeigt nach einem Rückgang von 2007 auf 2008 für die Folgejahre ein nahezu konstantes Niveau. Für 2010 liegt der Wert bei 154 Betriebsunfällen pro 1000 Vollzeitstellen. Am stärksten exponiert für Betriebsunfälle sind die gewerblichen Mitarbeitenden der Konzernbereiche Bau Infra und Industrial Construction, die direkt auf Baustellen tätig sind. Gleichzeitig lässt sich ein kontinuierlicher Rückgang der Suva-Prämiensumme für Betriebsunfälle feststellen. Dies ist ein Indikator dafür, dass die Schwere der Unfälle seit 2007 abgenommen hat. Bei den Nichtbetriebsunfällen (NBU) war in den letzten beiden Jahren ein leichter Anstieg zu verzeichnen, für 2010 hingegen wieder ein Rückgang auf 107 Ereignisse pro 1000 Vollzeitstellen.


60-61

Nichtbetriebsunfälle*

300

300

127 109 83

71

76

19

31

0

5

27 0

23 0

104

50

83

50

146 145

100

118

100

99

150

110

150

143 159

200

113

167

170

176

177

200

250

135

218

250

223

238

276

Betriebsunfälle*

Management Real Estate Bau Infra Industrial Construction

2010

2009

2008

2007

2010

2009

2008

0 2007

0

Management Real Estate Bau Infra Industrial Construction

* Schweiz und grenznahes Ausland

Eine der häufigsten Unfallursachen für Berufsunfälle sind Fehltritte oder Stürze. Implenia beteiligt sich deshalb seit 2010 an der mehrjährigen Suva-Kampagne «stolpern.ch». Um die Mitarbeitenden hinsichtlich Gefahren und Schutzmassnahmen zu sensibilisieren, hat Implenia im April 2010 eine Sicherheitsaktion zum Thema auf Baustellen und im Oktober eine Aktion zur Nichtberufsunfallprävention durchgeführt. Auch in diesem Herbst wird das Thema wieder aufgenommen. Nebst solchen spezifischen Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz-Aktionen finden je nach Konzernbereich jährlich die im Integralen Managementsystem (IMS) verankerten Schulungen nach einem festgelegten Durchführungsintervall statt. Diese Schulungen werden dezentral in den einzelnen Regionen durchgeführt. Sie umfassen Module wie eine Sicherheitsweisung für sämtliche neuen Mitarbeitenden, ein zweitägiges Kaderseminar mit der Suva für alle neuen Poliere, Meister und das technische Kader, einen Sicher­heits- bzw. Unfallverhütungsparcours für das Baustellenpersonal sowie einen Notfallbewältigungs- und Ersthilfekurs.


Mitarbeitende

Trotz den bereits getroffenen Massnahmen weist die Entwicklung der Unfallzahlen darauf hin, dass noch Optimierungspotenzial vorhanden ist. Jeder Unfall ist einer zu viel. Implenia wird die einzelnen Schulungsmodule in Zukunft noch besser auf das Risikoprofil der im Konzern relevanten Tätigkeiten abstimmen, die Grundsätze der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes noch stärker in der Planung von Baustellen berücksichtigen und im täglichen Verhalten der Mitarbeitenden verankern. Ziel ist, dass die Arbeitssicherheit nicht als isoliertes Thema betrachtet wird, sondern schon bei der Projektplanung systematisch in die einzelnen Arbeitsschritte integriert wird. Die bereits bestehenden Module werden deshalb 2011 gezielt ergänzt, und Implenia wird in Zusammenarbeit mit externen Spezialisten und der Suva zusätzliche Aktionen durchführen. In verschiedenen Regionen werden beispielsweise auf den Baustellen das «Richtige Heben und Tragen» thematisiert sowie die «Acht lebenswichtigen Regeln für den Hochbau» instruiert. Ähnliche Module sind für den Tief- und Strassenbau, den Spezialtiefbau und den Untertagebau in Arbeit. Auch an den Bürostandorten sind Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wichtige Themen. Dort wird eine Überprüfung der Arbeitsplatz-Ergonomie vorgenommen sowie die Notfallorganisation getestet und, wo nötig, ergänzt.

Gesundheitsschutz bei Arbeiten unter Druckluft Die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen stellen teilweise besondere Anforderungen an die Arbeitssicherheit. Beim Bau des Allmendtunnels für die Zentralbahn Luzern beispielsweise wendete Implenia erstmals in der Schweiz das Tagebauverfahren mit Druckluft an. Um das Grundwasser aus dem Tunnel fernzuhalten und dem Erddruck entgegenzuwirken, wurde ein Überdruck von 0,68 bar aufgebaut. Das belastet den menschlichen Organismus stärker als Arbeiten unter normalen atmosphärischen Bedingungen. Alle Mitarbeitenden wurden deshalb auf ihren Gesundheitszustand und die körperliche Belastbarkeit untersucht. Nur wer diese medizinischen Tests erfolgreich absolviert hatte, wurde von der Suva für Arbeiten unter Druckluft zugelassen. Um den Körper langsam an den erhöhten Druck anzupassen, konnte die Tunnelbaustelle nur über eine Personenschleuse betreten und verlassen werden. Zudem wurde die Arbeitszeit unter Druck­ luftbedingungen strikt limitiert.


62-63

Mehr Angebote für die Aus- und Weiterbildung Die Produktionsverfahren in der Baubranche sind personalintensiv und erstrecken sich über die verschiedensten Berufssparten, vom gewerblichen über den technischen bis hin zum kaufmännischen Bereich. Gerade bei qualifizierten Fachkräften ergeben sich immer wieder Engpässe auf dem Arbeitsmarkt. Implenia hat deshalb den Anspruch, Fach- und Führungspositionen vermehrt intern zu besetzen. Gleichzeitig sollen potenziellen Mitarbeitenden und Kadern interessante Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten geboten werden.

Der Einstieg bei Implenia erfolgt oft über eine Berufslehre. Das Lehrlingswesen hat deshalb einen wichtigen Stellenwert. Gegenwärtig absolvieren 230 junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Lehre bei Implenia, davon 22 im technisch-kaufmännischen Bereich sowie 208 im gewerblichen Bereich, beispielsweise in den Berufen Baumaschinenmechaniker, Baupraktiker, Grundbauer, Haustechnikplaner Heizung, Haustechnikplaner Lüftung, Haustechnikplaner Sanitär, Maurer, Mechaniker, Schreiner, Strassenbauer, Verkehrswegbauer oder Zimmermann. Mit der Ausbildung eigener Nachwuchskräfte investiert Implenia nicht nur in ihre Zukunft, sondern nimmt auch eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe wahr. Für die Mitarbeiterentwicklung arbeitet Implenia intensiv an einem modular aufgebauten Aus- und Weiterbildungsprogramm. Je nach Aufgabenbereich stehen unterschiedliche Schulungsmodule zur Verfügung. Der Tunnelbau etwa stellt andere Anforderungen als die Projektentwicklung oder der Wohnungsbau. Ab 2011 wird das bestehende Aus- und Weiterbildungsprogramm durch zusätzliche Module erweitert. Neu hinzu kommt beispielweise ein Trainee-Programm für Baukostenplaner. Da es zurzeit keinen Lehrgang für Baukostenplanung gibt, hat sich Implenia entschlossen, Bewerber mit geeigneten Vorkenntnissen und Erfahrungen selbst auszubilden. Dabei zieht Implenia im Rahmen des Projekts «Silberfäden» pensionierte Baukostenplaner als Ausbildner der Kandidaten bei. Dieses kreative Ausbildungskonzept bietet allen Seiten Vorteile: Die Pensionierten übernehmen die Rolle von Mentoren und geben ihre Kenntnisse weiter, die Trainees profitieren von diesem reichen Erfahrungsschatz, und Implenia kann das Wissen im Unternehmen behalten. Die Führungsausbildung von Implenia basiert auf einem dreistufigen Programm: Die erste Stufe (Führungstraining) ist für Mitarbeitende vorgesehen, die neu in eine Führungsfunktion eintreten sollen. Die zweite (Kaderschulung) und dritte (Senior Management) Stufe sind weiterführende Programme für Mitarbeitende, die bereits Kaderverantwortung tragen. In diesen Führungsausbildungen geht es sowohl um Managementwissen als auch um soziale Kompetenzen rund um Verhalten, Motivation und Kommunikation. Um den erhöhten Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung gerecht zu werden, hat Implenia die nötigen Ressourcen bereitgestellt.


Mitarbeitende / Nachhaltigkeit

Dialog mit den Mitarbeitenden Implenia ist überzeugt vom Wert einer offenen und direkten Kommunikation. Dies fördert die Identifikation mit den Unternehmenszielen und sorgt dafür, dass die Mitarbeitenden unternehmerische Entscheide verstehen und mittragen. Alle Führungskräfte von Implenia sind deshalb angehalten, den Dialog mit ihren Mitarbeitenden aktiv zu pflegen. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über verschiedene interne Kommunikationsinstrumente und -kanäle, die je nach Informationsziel eingesetzt werden − unter anderem die Mitarbeiterzeitschrift «Impact», das Intranet, regelmässige Mitarbeiterveranstaltungen und elektronische Newsletter. Neu lanciert wurde im Berichtsjahr der Nachhaltig­keits-Newsletter, der die Mitarbeitenden über die Fortschritte des Projekts «Nachhaltigkeit Implenia» informiert.

Besonderes Augenmerk lag im Berichtsjahr auf der CEO-Kommunikation. Dem direkten Draht zwischen oberster Konzernleitung und Mitarbeitenden kommt eine Schlüsselrolle zu, wenn es darum geht, über Zielsetzungen, Werte und wichtige Entwicklungen bei Implenia zu informieren. Gleichzeitig sind für die Konzernleitung die Rückmeldungen und Inputs der Mitarbeitenden eine wichtige Informationsquelle. 2010 wurden deshalb neue Plattformen geschaffen, über die sich der CEO mit den Mitarbeitenden austauschen kann. So wurde als Ergänzung zum CEO-Newsletter «Persönlich» ein elektronischer Briefkasten für direkte Fragen an die Konzernleitung eingerichtet. Für die persönliche Diskussion über interne Themen wurde zudem eine Referenzgruppe mit Mitarbeitenden etabliert, die sich in regelmässigen Abständen mit dem CEO trifft.


64-65

Markus Koschenz im Gespräch

«Wir wollen die Baukultur verändern» Über die Hälfte des heutigen Bruttoenergieverbrauchs wird direkt oder indirekt für die Erstellung und den Betrieb von Bauten benötigt – alleine 60% davon für Wohngebäude. Die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft trägt diesem Umstand Rechnung, indem der Energiebedarf jedes Erdenbewohners langfristig einer durchschnittlichen Leistung von 2000 Watt entsprechen soll. Markus Koschenz, Autor des Werks «Potenzial Wohngebäude. Energie- und Gebäudetechnik für die 2000-Watt-Gesellschaft» im Interview zu den Entwicklungen der letzten Jahre und den aktuellen Trends im Bereich nachhaltiges Bauen. Vor fünf Jahren haben Sie ein umfassendes Werk zur 2000-Watt-Gesellschaft verfasst. Sie plädieren darin für eine neue Baukultur, die das Reduktionspotenzial beim Bau von Wohngebäuden erkennt. Wo stehen wir heute mit der 2000-Watt-Vision und der Reduktion des Energieverbrauchs? Wir haben damals dargelegt, dass technisch ein grosses Potenzial vorhanden ist, die Erschliessung dieses Potenzials aber massgeblich von der Umbauaktivität abhängig ist. Heute liegen die Umbauakti-


Nachhaltigkeit

vitäten weiterhin deutlich hinter den Erwartungen. Auch wir sind gefordert, Lösungen für die Aktivierung der Umbautätigkeit aufzuzeigen. Punkto Realisierung der 2000-Watt-Gesellschaft ist mit dem Effizienzpfad des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) eine Grundlage vorhanden, welche die Ziele im Hochbau quantitativ fixiert. Damit kann die Umsetzung stimuliert und in Projekten messbar gemacht werden. Technik allein genügt aber nicht – wir wollen die Baukultur verändern. Es muss uns gelingen, nachhaltiges Bauen als Teil unserer Lebensqualität zu verstehen und es nicht nur auf die nötigen Verhaltensänderungen zu reduzieren. Wo kann Implenia als grösstes Baudienstleistungsunternehmen der Schweiz noch mehr zu dieser Vision beitragen? Die grössten Hebel für ein umfassend nachhaltiges Bauwerk – nicht nur im Sinne der Energie- und Ressourceneffizienz, sondern auch bezüglich der gesellschaftlichen und ökonomischen Auswirkungen – werden in der frühen Planungsphase und damit in der Projektentwicklung umgelegt. Implenia hat das erkannt und unternimmt bereits in einer frühen Projektphase Anstrengungen, um objektive Mess­werte für die Nachhaltigkeit eines Projekts zu erheben. Weiter müssen wir durch geeignete «Unternehmervarianten» unseren Kunden, nicht nur im Hochbau, sondern auch im Tiefbau und im Infrastrukturbau, objektspezifische Lösungen für nachhaltige Bauten aufzeigen.

«Nachhaltig sein heisst zukunftsfähig sein. Nur eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Implenia kann langfristig erfolgreich sein.» Markus Koschenz Vorsitzender der Geschäftsleitung Reuss Engineering und Projektleiter «Nachhaltige Implenia»

Wie positioniert sich Implenia im Firmenvergleich punkto Nachhaltigkeit? Bei Implenia verstehen wir Nachhaltigkeit umfassend. Für uns sind das die Bereiche finanzielle Exzellenz, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen, schonender Umgang mit der Umwelt, ein attraktives Arbeitsumfeld, gesellschaftliches Engagement und Compliance. In mehreren dieser Themen sind wir seit Längerem aktiv, beispielsweise im Bereich schonender Umgang mit der Umwelt, wir verfügen über Know-how im nachhaltigen Bauen und haben einen umfassenden Verhaltenskodex (Code of Conduct) eingeführt. Damit stehen wir am Anfang. Heute positionieren wir uns im Mittelfeld vergleichbarer Unternehmungen, mit dem klaren Anspruch, künftig einen Spitzenplatz einzunehmen. Mit der Konzern­ initiative «Nachhaltige Implenia» haben wir die Basis dafür geschaffen.


66-67

Das Departement Architektur der ETH Zürich hat kürzlich mit dem «Zero-Emission-Ansatz» einen Paradigmenwechsel beim nachhaltigen Bauen gefordert: Gebäude sollen so gebaut oder saniert werden, dass sie im Betrieb keine Schadstoffe mehr produzieren. Die Energie­ bilanz sei dabei zweitrangig. Wie stehen Sie dazu? Energie, insbesondere die nicht erneuerbare Energie, und CO2 sind aneinander gekoppelt. Aus diesem Grund ist eine Trennung zwischen Energiebilanz und CO2-Ausstoss nicht möglich. Der CO2-Aufwand für ein Gebäude setzt sich aus dem CO2-Aufwand der Gebäudekonstruktion – mit dem Ziel der Bedarfsreduktion – und dem CO2-Ausstoss durch die eingesetzten Energieträger im Betrieb zusammen. Um die CO2-Bilanz zu verbessern, sind also zwei Stellschrauben vorhanden: die Gebäudekonstruktion und die eingesetzten Energieträger. Es gilt folglich, ein Optimum dieser beiden Grössen zu finden. Dieses Optimum ist nicht vorgegeben, sondern vom jeweiligen Standort sowie von den baulichen Möglichkeiten abhängig. Dies bedeutet, dass an einem Ort die Bedarfsreduktion über die Gebäudekonstruktion im Vordergrund steht, weil der Einsatz erneuerbarer Energien eingeschränkt ist, und im anderen Fall – zum Beispiel im Umbau – die Bedarfsreduktion mit erneuerbaren Energien im Fokus liegt, da die Bedarfsreduktion an Grenzen stösst, weil bauliche Massnahmen nur eingeschränkt möglich sind. Es gilt also nicht entweder oder, sondern sowohl als auch. Beim Bauen rückt die Betrachtung und Optimierung der Lebenszykluskosten zunehmend ins Zentrum. Was hat es damit auf sich? Die Lebenszykluskosten sind ein entscheidender Kostenfaktor und entstehen vor allem in der Betriebs­ phase des Bauwerks. Es geht aber nicht nur um Energie, sondern auch um Wartung oder Unterhalt wie beispielsweise die Reinigung. Um diese Faktoren zu optimieren, sind einerseits aussage­kräftige Daten über die effektiv anfallenden Kosten nötig. Andererseits muss auf Seiten der Bauherren ein Umdenken stattfinden: Entscheide müssen vermehrt anhand der Lebenszykluskosten gefällt werden, sonst konzentrieren sich Planer und Ausführende weiterhin einseitig auf die Optimierung der Investi­ tionskosten. Der Konzernbereich Real Estate hat bei der Erarbeitung eines entsprechenden Werkzeugs mitgearbeitet, das nun in der Kostenplanung und der Projektentwicklung erfolgreich eingesetzt wird.

Reuss Engineering Die Implenia Tochter ist aktiv im Bereich technisch anspruchvoller Bauwerke. Das Leistungsangebot umfasst die Nachhaltigkeitsplanung, Energie- und Umweltkonzepte, Generalplanung, Betriebs- und Logistikplanung, Gebäudetechnikplanung sowie das Energiemanagement. Innerhalb der Implenia übernimmt Reuss Engineering die Rolle eines Kompetenzcenters für die nachhaltige Entwicklung des Gesamtkonzerns.

Markus Koschenz ist Vorsitzender der Geschäftsleitung der Implenia Tochter Reuss Engineering AG in Gisikon und Projektleiter «Nachhaltige Implenia». Zusammen mit Andreas Pfeiffer, Leiter Energie und Umwelt bei Reuss, zeichnet er als Autor des Buchs «Potenzial Wohngebäude. Energie- und Gebäudetechnik für die 2000-Watt-Gesellschaft». (Faktor Verlag, Zürich 2005; ISBN 978-3-905711-00-4)


Nachhaltigkeit

Von der Initiative zu konkreten Ergebnissen Implenia hat 2010 die Grundlage für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung geschaffen. Ausgehend von der Überzeugung, dass ein Unternehmen nur dann zukunftsfähig ist, wenn es nachhaltig Wert schöpft, und dass wirtschaftlich erfolgreiches Handeln sowie soziale und ökologische Verantwortung nicht im Wider- spruch zueinander stehen, wurde die Initiative «Nachhaltige Implenia» gestartet. Erste wichtige Zwischenziele wurden erreicht.

Mit dem Start der Konzerninitiative «Nachhaltige Implenia» hat Implenia im Berichtsjahr den Grundstein für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gelegt. Im Rahmen von Workshops mit der Konzernleitung sowie mit dem erweiterten Management wurden in der ersten Jahreshälfte die Ziel­ setzung und Erwartungen für eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Konzernstrategie erarbeitet. Daraus entstanden zehn Nachhaltigkeitsschwerpunkte (siehe unten). Diese wurden im Rahmen einer Projektorganisation unter der Leitung der Mitglieder der Konzernleitung bearbeitet. Die zehn Nachhaltigkeitsschwerpunkte der Implenia

Verhaltenskodex «Code of Conduct» Kundenbeziehungen Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen Schonender Umgang mit der Umwelt Wertorientierte Führung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Aus- und Weiterbildung / Talentmanagement Lieferantenbeziehungen Innovation Kommunikation

Transparenz bei nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen ausgebaut Implenia will durch das Angebot nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen auch ihre Kunden bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategien unterstützen. Zu diesem Zweck wurde eine Produkte- und Dienstleistungsübersicht erarbeitet, die sämtliche Nachhaltigkeitsleistungen der Implenia konzernweit aufzeigt und damit Transparenz für Mitarbeitende und Kunden schafft.


68-69

Instrumentarium zur Bewertung der Nachhaltigkeit verfeinert Der grösste Hebel für nachhaltiges Bauen befindet sich in der Phase der Projektentwicklung. Aus diesem Grund hat Implenia das Portfolio an Entwicklungsprojekten dahingehend überprüft, welche Projekte grosses Potenzial, beispielsweise hinsichtlich der Kriterien der 2000-Watt-Gesellschaft, aufweisen. In der Projektentwicklung werden so Wege definiert, um einen hohen Nachhaltigkeits­ standard zu realisieren. Implenia verfügt mit der Gesamtbewertung Nachhaltiges Bauen (GeNaB®) bereits über ein Instrument zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Hochbauten (siehe GeNaB® am Beispiel Rosengarten in Arbon auf Seite 74 ff.). Damit die Nachhaltigkeitsperformance einer Immobilie auch zu einer Erhöhung ihres Marktwerts führt, ist jedoch eine weitere Vereinheitlichung der Bewertung nötig. Aus diesem Grund beteiligt sich Implenia direkt an der Ad-hoc-Gruppe «Zertifizierungs­ system für nachhaltige Immobilien in der Schweiz» unter der Federführung des «Center for Corporate Responsibility and Sustainability» der Universität Zürich und des Lehrstuhls für Nachhaltiges Bauen der ETH Zürich.

Analog zum Hochbau wird auch der nachhaltige Tief- und Infrastrukturbau weiterentwickelt. Deshalb engagiert sich Implenia im Projekt «SIA 112/2 Nachhaltiges Bauen – Tiefbau / Infrastruktur» der Hochschule Rapperswil. Ziel ist es, einen dem Hochbau analogen Kriterienkatalog zur Festlegung der Anforderungen an nachhaltige Tiefbau- und Infrastrukturprojekte zu definieren. Implenia bringt dort im Rahmen der Begleitgruppe sowohl theoretisches Wissen als auch Praxiserfahrung ein. Hebel für schonenden Umgang mit der Umwelt identifiziert In der Startphase der Konzerninitiative «Nachhaltige Implenia» war insbesondere die Frage relevant, ob und wo Implenia die Kontrolle über eine nachhaltige Entwicklung in ihrem Kerngeschäft besitzt: Die massgeblichen Hebel liegen im «Entwickeln und Bauen». Mit den Vorgaben auf dem «Reissbrett» ist jedoch nur der erste Schritt getan. Nebst dem Anspruch, Gebäude für die Betriebsphase so energieund ressourceneffizient wie möglich zu realisieren, ist der Umgang mit den Ressourcen und der Energie in der Erstellungsphase entscheidend. Da die meisten Mitarbeitenden der Implenia in der Realisierung tätig sind, verfügt das Unternehmen in diesem Bereich über ein grosses Potenzial. Deshalb wurden im Rahmen des Projekts «Schonender Umgang mit der Umwelt» die wichtigsten Energie- und CO2Treiber identifiziert sowie eine erste Erfassung der Verbrauchsdaten vorgenommen (siehe Seite 71 ff.).


Nachhaltigkeit

Innovation gezielt fördern Als Gesamtdienstleisterin verfügt Implenia über grosses Know-how in den verschiedensten Phasen eines Projekts. Dieses bereichsübergreifende Know-how soll für die Entwicklung und Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen stärker genutzt werden. Dazu wurde im Berichtsjahr ein Innovationsteam gebildet. Das Innovationsteam rapportiert direkt an die Konzernleitung; Auftraggeber ist der CEO der Implenia. Die Innovationsprojekte, die ab Anfang 2011 von den Mitarbeitenden eingereicht werden können, beziehen sich in erster Linie auf konzernbereichsübergreifende Themen. Nachhaltigkeit nachhaltig kommunizieren Eine nachhaltige Implenia zu schaffen, erfordert den Beitrag jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedes einzelnen Mitarbeiters. Kontinuierliche Kommunikation ist deshalb zwingend. Der Newsletter «Nachhaltige Implenia» informiert die Mitarbeitenden regelmässig über den aktuellen Stand der Schwerpunktprojekte und deren Umsetzungsstand. Thematische Beiträge durch Projektbeteiligte geben einen vertieften Einblick in den Projektinhalt. Am Ball bleiben Die zehn Nachhaltigkeitsschwerpunkte werden konsequent weiterbearbeitet, und die Projektorganisation wird in eine ständige Organisation überführt. Damit wird sichergestellt, dass Nachhaltigkeit ein Kernelement der Strategie von Implenia bleibt.


70-71

Schonender Umgang mit der Umwelt Das Thema «Schonender Umgang mit der Umwelt» stellt einen Pfeiler der Nachhaltigkeitsstrategie der Implenia dar. Ein Team hat sich deshalb intensiv mit der Identifikation der massgeblichen Ressourcenverbraucher sowie der Energie- und CO2-Treiber befasst. Dabei wurden folgende Einflussgrössen identifiziert: Massgebliche Einflussgrössen auf den Energie- und CO2-Verbrauch

Eingesetzte Materialien Anteil Recyclingmaterial am Gesamtmaterialeinsatz Energieverbrauch Wasserverbrauch Direkte und indirekte Treibhausgasemissionen

Anhand einer ersten Erhebung des Ist-Verbrauchs1 der identifizierten Treiber wurde die Grundlage für deren Vergleich bezüglich Relevanz und Reduktionspotenzial geschaffen. In einem nächsten Schritt sollen nun konkrete Ziele definiert, Massnahmen zur Verbrauchsoptimierung umgesetzt und deren Wirksamkeit mittels regelmässiger Messungen kontrolliert werden. 1 F ür die Analyse wurden die Verbrauchsdaten für das Jahr 2009 verwendet. In Zukunft können die Verbrauchsdaten durch eine Steigerung des Automatisierungsgrads bereits für die jeweilige Berichtsperiode ausgewiesen werden.


Nachhaltigkeit

CO2-Emissionen der ausgewerteten Verbraucher1

0,2%

17,9%

9,7%

72,2%

Mobilität (Treibstoffe) Energie Baustellen (Strom) Energie Gebäude und Anlagen (Strom und Wärme) Büromaterial, Abfall und Wasser

1 In der ersten Analyse wurden die verbauten Baumaterialien erst überschlägig quantifiziert und sind in diesem Bericht nicht dargestellt. Für eine Auswertung ist eine detaillierte Analyse notwendig.

Analyse der Energie- und Ressourcenverbraucher Die Analyse wird gemäss der nachfolgenden Tabelle strukturiert. Da die Datenbasis teilweise noch unvollständig ist, konnten in der ersten Erhebung noch nicht alle Verbraucher mit der gleichen Datenqualität ausgewertet werden. Die in der Erhebung ausgewerteten Ressourcen sind in der Tabelle markiert (•). Name

Beschreibung

Ressource

Verbraucher auf den Baustellen

Baumaterial Aushub Wasser Strom Abfall

Gebäude und Anlagen

Verbraucher in den Werkhöfen, Asphaltanlagen, Bürostandorten

Büromaterial Wasser Strom Wärme Abfall

• • • • •

Mobilität

Verbrauch für Baumaschinen, Dienstfahrten und -reisen

Treibstoff

Baustellen


72-73

Identifikation der massgebenden CO2-Emissions-Treiber Die in spezifischen Grössen ermittelten Verbrauchsmengen werden in CO2-Emissionswerte umgerechnet. Erst das ermöglicht den Vergleich der verschiedenen Ressourcen, bezogen auf deren CO2-Emissionen. Aus der Sicht «Schonender Umgang mit der Umwelt» ist das Hauptziel die Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs sowie der CO2-Emissionen. Deshalb wird sowohl nach Möglichkeiten für die Verbrauchsreduktion als auch für die Effizienzsteigerung gesucht. Konkrete Massnahmen geplant oder umgesetzt Auf Basis der Analyse wurden Massnahmen beschlossen bzw. bereits implementiert, die zu einer bedeutenden Einsparung von Energie und CO2 beitragen werden: – Durch die Schulung der Maschinisten (Ecodrive) soll eine Einsparung von ca. 10% des Treibstoffverbrauchs für Baumaschinen erreicht werden. – Der Energieverbrauch auf den Baustellen wird durch effizientere Geräte und Baucontainer mit angepassten Betriebszeiten optimiert. – Die Umrüstung einer Asphaltanlage von Öl auf Gas wurde bereits umgesetzt, wodurch die CO2-Emissionen um rund 400 Tonnen reduziert werden. – Eine weitere bereits umgesetzte Massnahme, insbesondere auch zur Sensibilisierung der Mitar­ beitenden, ist die konzernweite Umstellung auf Recyclingpapier.

Weitere konkrete Massnahmen sind für 2011 geplant. Der eingeschlagene Weg wird über die nächsten Jahre kontinuierlich weiterverfolgt. Mittelfristig wird der Fokus insbesondere auf folgenden Aspekten liegen: – Kontinuierliche Erhebung der Verbrauchsdaten zur Steigerung der Datenqualität. – Erfolgskontrolle der umgesetzten Massnahmen. – Festlegung des Vorgehens bezüglich der Auswertung der Baumaterialien.


Nachhaltigkeit

Rosengarten Arbon – nachhaltiges Bauen in die Praxis umgesetzt Die Zentrumsüberbauung «Rosengarten» (Projektbeschrieb siehe Bildstrecke) in Arbon ist eines jener Projekte der Implenia, die von Anfang an unter den Aspekten des nachhaltigen Bauens entwickelt und geplant wurden und nun realisiert werden. Die Herausforderung bestand darin, die kosteneffizientesten Massnahmen auszuwählen, die den grössten Mehrwert für die Immobilie erzielen. Pionier des nachhaltigen Bauens Bereits in der ersten Projektphase im Jahr 2007 wurde die Nachhaltigkeit des Vorhabens analysiert, beurteilt und mit allen Projektbeteiligten diskutiert. Da die Genossenschaft Migros Ostschweiz (GMOS) als grösste Nutzerin besonders hohe Anforderungen bezüglich Nachhaltigkeit bei ihren eigenen Bauten stellt, stiess das Konzept auf grosses Interesse. Das Vorhaben war eines der ersten überhaupt, die mit dem damals neu entwickelten und im Konzernbereich Real Estate eingeführten Beurteilungswerkzeug GeNaB® konzipiert wurden.

Die Zielerreichung wurde in den sechs Kriterienbereichen unterschiedlich beurteilt. Ausgezeichnet ist die Zielerreichung der Kriterien des Werterhalts, des Standorts und der Architektur sowie der Gemeinschaft. Auf den Werterhalt wirken sich der wachsende Siedlungstrend und die hohe Alterungsbeständigkeit der Gebäudehülle positiv aus. Beim Kriterium Standort und Architektur sind es die zentrale Lage und die Nähe zu Bildung, Sport und Kultur. Der Studienwettbewerb führte zu einer umfassenden Auseinandersetzung mit dem städtebaulichen und architektonischen Konzept, was ge­samthaft zu einer hohen Einstufung in diesem Kriterium führt. Die hohe Durchmischung der Nutzung und die zertifizierte Eco-Bauweise tragen zur hohen Bewertung der Gemeinschaft bei. Beim Boden sind die hohe Bodennutzung und die begrünten Dachflächen Aspekte, die zu einer nach wie vor guten Bewertung des Projekts in diesem Kriterium beitragen. Bei Kosten und Ressourcen hingegen besteht Optimierungspotenzial, beispielsweise im Bereich der Ressourcen bei der sogenannten grauen Energie, der Bauweise sowie weiteren energetischen Verbesserungen der Gebäudehülle. Der Kriterienbereich der Kosten wurde durchgehend als mittelmässig eingestuft. Dies aufgrund der Leerstandsquote von über 1% und einem Marktpreisquantil, das über 60% liegt. Ausgezeichnet mit Zertifikaten Das gesamte Bauprojekt hat für alle Nutzungen das provisorische Minergie-Zertifikat erhalten und wird nun nach diesem Standard realisiert. Nebst einer sehr gut gedämmten Gebäudehülle und einer kompakten Bauweise hilft besonders die energieeffiziente Wärme- und Kälteversorgung, die Anforderungen nach Minergie zu erfüllen. In Arbon wurde bereits vor zehn Jahren durch die GMOS in eine Seewasserleitung zur effizienten Rückkühlung der gewerblichen Kälte investiert. Um diese auch weiterhin zu nutzen, wird sie bis zum neuen Migros-Standort in den Rosengarten verlängert. Das jährlich konstante Temperaturniveau von 6 °C erlaubt eine hohe Effizienz der Kälteerzeugung. Durch die verschiedenen Nutzungen lässt sich im Winter die Abwärme aus den Anlagen der Produktkühlung zum grössten Teil für die Heizung nutzen.


74-75

GeNaB®: Gesamtbewertung Nachhaltiges Bauen (NhB) Ressourcen

Boden

Gemeinschaft

0

1

Standort und Architektur

2

3

4

5

6

Kosten

Werterhalt

NhB hervorragend

NhB gut

NhB befriedigend

NhB mangelhaft

NhB ungenügend

Spinnendiagramm und Punkteskala aus der Beurteilung mit GeNaB ® für den Wohnbereich der Überbauung Rosengarten in Arbon

Nachhaltiges Bauen ist aber weit mehr als nur Minergie und Energieeffizienz. Ebenso wichtig sind Bauökologie und Gesundheit der Bewohner. Aus diesem Grund wurde von Anfang an das Ziel verfolgt, den gesamten Gebäudekomplex nach den Eco-Anforderungen (Minergie-Eco) zu realisieren und zu zertifizieren. Derzeit ist eine solche Zertifizierung nur für die Nutzungen Wohnen, Verwaltung und Schulen, nicht aber für den Handel möglich. Aus diesem Grund wurde eine Zertifizierung nur für den Wohn- und Büroteil realisiert, obwohl die getroffenen materialökologischen Massnahmen auf alle Baukörper angewendet wurden. Die Eco-Beurteilung zeigte deutlich, dass trotz einer massiven Bauweise mit einer Beton-Elementfassade eine Zertifizierung möglich ist. Dies besonders dank der flexiblen und zugänglichen Versorgungszone und dem Verzicht auf Lösungsmittel im Innenraum.


Informationen für investoren

Informationen für Investoren Die Aktien der Implenia werden seit dem 6. März 2006 am Hauptsegment der SIX Swiss Exchange in Zürich gehandelt.

Eckdaten Symbol

IMPN

Valorennummer

2.386.855

ISIN-Code

CH0023868554

Aktienkapital

Aktienkapital (in 1000 CHF) Anzahl ausgegebener Namenaktien

31.12.2010

31.12.2009

31.12.2008

31.12.2007

31.12.2006

51 722

64 652

73 888

83 124

89 589

18 472 000

18 472 000

18 472 000

18 472 000

18 472 000

Davon eigene Aktien

211 017

1 526 184

163 943

52 563

465 074

Anzahl ausstehende Namenaktien

18 260 983

16 945 816

18 308 057

18 419 437

18 006 926

2.80

3.50

4.00

4.50

4.85

25 861

32 326

36 944

41 562

44 795

31.12.2010

31.12.2009

31.12.2008

31.12.2007

31.12.2006

Ergebnis je Aktie (in CHF)

2.88

2.56

2.13

1.37

0.31

Kurs-Gewinn-Verhältnis

10,1

10,7

14,9

26,0

82,7

Eigenkapital pro Aktie (in CHF)

26.8

24.8

22.8

21.7

20.2

Bruttodividende 1 (in CHF)

0.90

0.70

0.50

0.50

0.35

2,8%

2,4%

1,7%

1,4%

1,4%

31.7%

27.5%

23.1%

36,2%

105.3%

Nennwert pro Namenaktie (in CHF) Bedingtes Kapital (in 1000 CHF)

Kennzahlen

Dividendenrendite 2 Ausschüttungsquote

1 Die Gewinnausschüttung erfolgte 2006 – 2010 in Form einer Nennwertreduktion. 2 ohne Berücksichtigung Steuereffekt.

Ausschüttungspolititk Das Ziel besteht in einer Ausschüttungsquote von rund einem Drittel des Konzernergebnisses. Gleichzeitig soll darauf geachtet werden, dass die Dividende möglichst stabil ausfällt.


76-77

Verteilung Aktienkapital auf Aktionärskategorien

Verteilung Aktienkapital auf Aktionäre

(Aktien mit und ohne Stimmrecht)

(Aktien mit und ohne Stimmrecht)

10,6% 36%

1,4% 0,4%

21,0%

46%

11%

6%

1%

Juristische Personen Pensionskassen Fonds / Stiftungen Banken / Versicherungen Natürliche Personen

66,6%

972 Aktionäre mit 1 –100 Aktien 3084 Aktionäre mit 101 –1000 Aktien 493 Aktionäre mit 1001 –10 000 Aktien 64 Aktionäre mit 10 001 –100 000 Aktien 17 Aktionäre mit über 100 000 Aktien

Aktionärsstruktur Aktionäre im Besitz von mehr als 3% des Aktienkapitals (per 31. Dezember 2010) Name

Anzahl Aktien

Anteil am Aktienkapital (in %)

Gruppe Parmino Holding AG / Max Rössler

2 952 200

15,98%

Rudolf Maag

2 000 000

10,83%

Gruppe Ammann

1 556 438

8,43%

Ernst Göhner Stiftung (über EGS Beteiligungen AG)

1 552 356

8,40% 1

Chase Nominees Ltd.

997 222

5,40%

Gruppe BlackRock, Inc.

969 511

5,25% 2

Cazenove Capital Management Ltd.

950 000

5,14%

Gruppe The Capital Group Companies, Inc.

655 000

3,55%

1 Die Beteiligung der Ernst Göhner Stiftung bzw. der EGS Beteiligungen AG beträgt per 6. Januar 2011 6,43% (1 187 114 Aktien). 2 Die Gruppe BlackRock, Inc., hat Erwerbspositionen von insgesamt 5,31% (abgesehen vom oben erwähnten Aktienanteil ein CFD-Anteil im Umfang von 11 888 Aktien [0,06%]) gemeldet.


Informationen für investoren

Entwicklung Aktie Kursentwicklung Aktie (1 Jahr) (mit Indexvergleich SPI) 115% 110% 105% 100% 95% 90% Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Implenia N

Okt

Nov

Dez

SPI

Quelle: Datastream

Kursentwicklung Aktie (5 Jahre) (mit Indexvergleich SPI) 240% 220% 200% 180% 160% 140% 120% 100% 80% 60% 2006

2007

2008

2009

Implenia N

2010

SPI

Quelle: Datastream

Entwicklung Aktienkurs 2010

2009

2008

2007

2006

32.00

30.10

34.60

44.70

30.00

Tiefst (in CHF pro Aktie)

26.50

20.25

27.00

26.40

27.85

Kurs per 31.12. (in CHF pro Aktie)

31.95

29

29

34.60

25.45

19 487

10 809

11 688

38 277

33 544

590 180

535 688

535 688

639 131

470 112

Höchst (in CHF pro Aktie)

Durchschnittlich gehandelte Aktien pro Tag Börsenkapitalisierung per 31.12. (in 1000 CHF)


78-79

Obligationenanleihe Kursentwicklung Obligation 2010 105 104 103 102 101 100 Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Obligationenanleihe Im April 2010 begab Implenia zum ersten Mal eine Obligationenanleihe (ISIN-Nr.: CH0112193518). Der Bond über 200 Mio. Franken mit einem Coupon von 3,125% und einer Laufzeit von sechs Jahren (Verfall: 12. Mai 2016) konnte erfolgreich am Markt platziert werden, wurde er doch rund sechs Mal überzeichnet. Mit der Anleihe verbessert Implenia das Fälligkeitsprofil ihrer Finanzschulden und stärkt ihre Finanzierungsstruktur. Die Obligation der Implenia wird von der UBS mit «BBB- / stable» sowie von der ZKB mit «BBB- / stable» eingestuft.


Informationen für investoren

Übersicht Schlüsselzahlen Fünf-Jahre-Übersicht Konzern

Auftragsbestand

2010

2009

2008

2007

2006

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

3 070 314

3 445 184

2 958 904

2 512 783

2 198 259

Erfolgsrechnung Produktionsleistung (like for like)

2 716 205

2 637 277

2 541 911

2 704 968

2 745 020

Konzernumsatz (like for like)

2 388 418

2 279 835

2 299 465

2 315 804

2 440 761

Konzernumsatz IFRS EBIT vor Sonderkosten (like for like)

2 388 418

2 279 835

2 324 465

2 380 625

2 413 868

Sonderkosten und -erträge Operatives Ergebnis Abschreibungen EBITDA Konzernergebnis

72 649

75 534

62 111

61 979

44 528

5 009

(7 891)

(3 108)

(23 311)

(27 484)

77 658

67 643

59 003

38 668

17 044

34 894

36 960

39 525

46 010

37 326

112 552

104 603

98 528

84 678

54 370

52 458

47 055

39 983

25 534

6 142

Geldflussrechnung Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit

138 516

119 138

183 600

(70 176)

37 567

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

(98 596)

(26 484)

(14 484)

(43 108)

(13 747)

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

181 872

(82 333)

(97 517)

52 827

(15 756)

39 920

92 654

169 116

(113 284)

23 820

Free Cashflow Investitionstätigkeit Investitionen in Immobiliengeschäfte Devestitionen in Immobilien­geschäfte Investitionen in Sachanlagen

50 848

88 317

69 257

43 198

42 835

(108 681)

(103 104)

(67 961)

(44 125)

(76 949)

39 496

36 421

38 019

58 235

32 610


80-81

2010

2009

2008

2007

2006

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

Bilanz Flüssige Mittel

349 274

128 749

118 364

47 153

107 346

Immobiliengeschäfte

217 983

168 732

180 157

168 049

165 077

Übriges Umlaufvermögen

734 230

726 769

695 586

747 396

630 427

Anlagevermögen

375 516

357 544

366 709

379 270

381 799

1 677 003

1 381 794

1 360 816

1 341 868

1 284 649

Total Aktiven Verzinsbare Schulden

199 760

42 853

81 677

164 425

96 814

Übriges Fremdkapital

981 759

912 601

855 901

772 549

819 285

Eigenkapital Total Passiven Netto-Cash-Position

495 484

426 340

423 238

404 894

368 550

1 677 003

1 381 794

1 360 816

1 341 868

1 284 649

149 514

85 896

36 687

(117 272)

10 532

28,7%

Kapitalstruktur Eigenkapitalquote in %

29,5%

30,9%

31,1%

30,2%

Langfristiges Fremdkapital in %

16,5%

3,0%

2,3%

2,0%

3,8%

Kurzfristiges Fremdkapital in %

54,0%

66,1%

66,6%

67,8%

67,5%

EBITDA-Marge in %1

4,7%

4,6%

4,2%

3,6%

2,3%

Marge des operativen Ergebnisses in %1

3,3%

3,0%

2,5%

1,6%

0,7%

Return on Invested Capital (ROIC) in %

22,4%

19,9%

15,3%

7,4%

4,8%

5 424

5 350

5 439

5 444

6 171

Kennzahlen

1 Basis: Konzernumsatz IFRS

Personalbestand (Vollzeitstellen)2 2 Personal inkl. Ausland


Informationen für investoren

Kommunikation, Kontakt und Termine Kommunikation Implenia verfolgt eine offene, transparente und zeitgerechte Informationspolitik im Interesse ihrer Aktionäre, Investoren und der Öffentlichkeit. Im Rahmen der periodischen wie auch der laufenden Berichterstattung stellt Implenia eine zeitliche wie inhaltliche Gleichbehandlung ihrer Anspruchsgruppen sicher.

Auf www.implenia.com sind unter der Rubrik «Investor Relations» umfangreiche Informationen für sämtliche Marktteilnehmer, Medienschaffende und Interessierte verfügbar. Zudem findet sich hier die aktuell gültige Investorenpräsentation. Es besteht zudem in der Rubrik «News Service» die Möglichkeit, unsere Ad-hoc-Mitteilungen zu abonnieren sowie ein physisches Exemplar unseres Geschäfts­ berichts sowie des Halbjahresberichts zu bestellen. Kontakt Für die laufende Kommunikation mit den Aktionären, Investoren und Analysten ist der CFO, Beat Fellmann, zuständig:

Telefon +41 44 805 45 00 – Fax +41 44 805 45 01 – E-Mail beat.fellmann@implenia.com


82-83

Termine Generalversammlung 2011 Ex-Datum Payment-Date Presse- und Analystenkonferenz zum Halbjahresergebnis 2011

19. April 2011 8. Juli 2011* 13. Juli 2011* 1. September 2011

Presse- und Analystenkonferenz zum Jahresergebnis 2011

6. M채rz 2012

Generalversammlung 2012

4. April 2012

* Termine gelten unter Vorbehalt der Genehmigung der Gewinnaussch체ttung durch die Generalversammlung und des Ergebnisses aus dem Schuldenruf.


Rebhaldenstrasse 9320 Arbon

ALBERT SAUTE

BAHNHOFSTRASS

WALHALLASTRASSE ERGLISTRASSEHAUPTSTRASSE

HAFEN MAYR STRASS POSTGASSE

REBENSTRASSE PROMENADEN STRASSE

WASSERGASSE FISCHERGASSE

Rosengarten |

STRASSE

GASSE

SCHLOS STRASS

GASSE PROMENADEN

WAAGSTR

METZGER

LINDENH RATHAUS PARKSTR

MANSHORNERSTRASSE

TURMGASSE

ZELG STRASSE

STRASSE FRIEDENSTR A SSE

KIRCHWEG

BRAUER

REBHALDEN

NELKEN

BRUHL

STRASSE SEEFELDSTRASSE

STRASSE

STRASSE STRASSE

GARTENALEMANNEN


N

85-85

QUAI

ER

SE

N

SE SS SE

QUAISTRASSE HALDE T.GALLER

TRASSE

BAHNHOFSTRASSE RASSE STICKEREISTRASSE RASSE

N

E

L

E

N

TG

SG


Bodensee |

Adolph-Saurer-Quai Arbon

86-87


89-89


Projekt | Eine kleine Stadt in der Stadt zum Wohnen, Arbeiten und Einkaufen – mit dem Projekt Rosengarten entsteht mitten in Arbon ein neues Zentrum mit über 70 Wohnungen, Büros und einem Einkaufszentrum. Inspiriert von den historischen Gebäudeformen und Fassadenstrukturen der Stadt Arbon hat das Büro Max Dudler Architekten sechs Gebäude entworfen, die in zwei Reihen zueinander versetzt angeordnet sind. Die von Implenia als Totalunternehmerin realisierten Bauten nehmen Bezug zur umliegenden Baustruktur. Als Identifikationsmerkmal sind alle Fassaden in einheitlichen Materialien gehalten. Die gitterartige Fassadenstruktur schafft ein Wechselspiel zwischen massivem Mauerwerk und Verglasungen. Zusammengehalten wird das Ensemble durch einen Sockel, in dem die Verkaufsflächen untergebracht sind. Das Dach des Sockelgeschosses bildet das Herz der Überbauung mit Begegnungszonen, Gehwegen, Kinderspielplätzen und den namengebenden Rosengärten. Grosszügige Abstände zwischen den einzelnen Bauten sorgen für Freiraum und Sicht auf den Bodensee. Die Gebäude werden nach den Grundsätzen von Minergie-Eco bzw. Minergie im Bereich der Verkaufsfläche realisiert. So wird beispielsweise Seewasser aus dem Bodensee als Wärmequelle für die Wärmepumpen genutzt. Das Projekt Rosengarten ist ein gelungenes Beispiel für die konzernübergreifende Zusammenarbeit bei Implenia. An der Entwicklung und Planung waren sämtliche Geschäftsbereiche von Implenia Real Estate, die Generalunternehmung, das Investment Management, Reuss Engineering sowie eine Vielzahl von Bereichen der Bau Infra mit dem Rohbau, Tiefbau, Holzbau sowie der Wärmedämmung beteiligt. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit sorgt für ein Bauwerk mit hoher Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Rosengarten Arbon


Projekt |

DATEN UND FAKTEN Auftraggeber: Immobiliengesellschaft Manuela AG, Immo Helvetic Immobilienfonds Architekt: Max Dudler Architekten AG, Zürich Nutzfläche Retail: 4500 m2 Nutzfläche Büros: 300 m2 Wohnungen: 74 Mietwohnungen (2½ bis 4½ Zimmer) Bauvolumen: 100 000 m3 Investitionen: CHF 65 bis 70 Mio. Realisierung: Januar 2010 bis Juli 2012 Eröffnung Retail 1–6: 30. November 2011 Bezug Häuser 5+6: 30. November 2011 Bezug Häuser 3+4: 29. Februar 2012 Bezug Häuser 1+2: 31. Mai 2012 Übergabe Gesamtanlage: 31. Juli 2012

90-91


93-93


Weitegasse |

Hotel Wunderbar Arbon

94-95


Corporate Governance

96-97

Konzernstruktur und Aktionariat 98 – Kapitalstruktur 101 – Verwaltungsrat 105 – Konzernleitung 113 – Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen 117 – Mitwirkungsrechte der Aktionäre 118 – Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen 120 Revisionsstelle 120 – Informationspolitik 121 – Wesentliche Änderungen seit Bilanzstichtag 121


CORPORATE GOVERNANCE KONZERNSTRUKTUR

Implenia AG Verwaltungsrat

Konzernleitung* Hanspeter Fässler, CEO

Corporate Center / CFO Beat Fellmann

Real Estate René Zahnd

Bau Infra Arturo Henniger

Industrial Construction1 Luzi R. Gruber Peter E. Bodmer

* Mitglieder der Konzernleitung: Hanspeter Fässler, Beat Fellmann, René Zahnd, Arturo Henniger, Luzi R. Gruber und Peter E. Bodmer.

1 Implenia hat zu Beginn der Berichtsperiode die früheren Konzernbereiche Tunnel + Totalunternehmung sowie Global Solutions zum Konzernbereich Industrial Construction zusammengelegt. Dieser Konzernbereich steht unter der Leitung von Luzi R. Gruber. Der Leiter des früheren Konzernbereichs Global Solutions, Peter E. Bodmer, ist Co-Leiter und ebenfalls Mitglied der Konzernleitung.


98-99

Präambel

Dieses Kapitel beschreibt gemäss der Richtlinie betreffend Informationen zur Corporate Governance der SIX Swiss Exchange vom 29. Oktober 2008 (Richtlinie Corporate Governance, RLCG) die wesentlichen Grundsätze der Organisation und Struktur der Implenia Gruppe, soweit sie direkt oder indirekt die Interessen der Aktionäre und weiterer Anspruchsgruppen betreffen. Die Angaben erfolgen, soweit nicht anders angegeben, per Bilanzstichtag (31. Dezember 2010). Struktur und Nummerierungen des Kapitels entsprechen denjenigen der oben erwähnten Richtlinie. 1. Konzernstruktur und Aktionariat 1.1 Konzernstruktur Die als Holdinggesellschaft organisierte Implenia AG kontrolliert direkt oder indirekt sämtliche Gesellschaften, die zur Implenia Gruppe gehören.

1.1.1 Operative Konzernstruktur Die operative Konzernstruktur der Gruppe präsentiert sich per 31. Dezember 2010 gemäss Seite 98. 1.1.2 Kotierte Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis gehören Implenia AG, mit Sitz in Dietlikon (ZH), ist eine seit dem 6. März 2006 an der SIX Swiss Exchange kotierte Schweizer Gesellschaft (Valorennummer: 002386855, ISIN-Code: CH0023868554, Valorensymbol: IMPN). Ihre Börsenkapitalisierung betrug per 31. Dezember 2010 CHF 590 180 400.–. Sie besitzt keine Beteiligungen an kotierten Gesellschaften in ihrem Konsolidierungskreis. 1.1.3 Nicht kotierte Gesellschaften im Konsolidierungskreis Die Liste der nicht kotierten Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis gehören, ist mit Angabe von Firmennamen, Sitz und Aktienkapital sowie der Beteiligung des Konzerns auf den Seiten 230 und 231 im Anhang der Finanzberichterstattung ersichtlich.


CORPORATE GOVERNANCE

1.2 Bedeutende Aktionäre Im Folgenden sind die Namen der bekannten bedeutenden Aktionäre und Aktionärsgruppen aufgeführt, die per 31. Dezember 2010 einen Anteil von mehr als 3% des Aktienkapitals halten. Gemäss letzter Offenlegungsmeldung Name des Aktionärs

Datum der Veröffentlichung

Anzahl Aktien

Beteiligung am Aktienkapital

Gruppe Parmino Holding AG / Max Rössler

23.11.2009

2 936 950

15,90%

Rudolf Maag

23.11.2009

2 000 000

10,83%

Ernst Göhner Stiftung (über EGS Beteiligungen AG)

04.12.2010

1 840 487

9,96%

Gruppe Ammann 2

04.03.2008

1 156 438

6,26%

Gruppe BlackRock, Inc.3

28.12.2010

969 511

5,25% 4

Cazenove Capital Management Ltd.

20.03.2010

950 000

5,14%

Gruppe The Capital Group Companies, Inc.5

10.07.2010

655 000

3,55%

Gemäss Aktienregister per 31.12.2010 Name des Aktionärs

Anzahl Aktien Total

Beteiligung am Aktienkapital

Aktien mit Stimmrecht

Gruppe Parmino Holding AG / Max Rössler

2 952 200

15,98%

2 952 200

Rudolf Maag

2 000 000

10,83%

2 000 000

Gruppe Ammann Ernst Göhner Stiftung (über EGS Beteiligungen AG) 6 Chase Nominees Ltd. Gruppe BlackRock, Inc. Cazenove Capital Management Ltd.

1 556 438

8,43%

1 556 438

1 552 356 997 222 kein Eintrag 7 kein Eintrag 7

8,40% 5,40%

1 552 356

Gruppe The Capital Group Companies, Inc.

kein Eintrag 7

Aktien ohne Stimmrecht

997 222

2 Die Gruppe Ammann umfasst die Ammann Group Holding AG, die Madisa AG, die Pensionskasse der Ammann-Unternehmungen, die Arthur und Emma Ammann Stiftung sowie Katharina Ammann-Schellenberg. 3 Die Gruppe BlackRock, Inc., umfasst neben BlackRock, Inc., als Muttergesellschaft BlackRock Holdco 2, Inc., BlackRock Financial Management, Inc., BlackRock Advisors Holdings, Inc., BlackRock International Holdings, Inc., BR Jersey International Holdings LP, BlackRock Group Ltd., BlackRock Holdco 4, LLC, BlackRock Holdco 6, LLC, BlackRock Delaware Holdings, Inc., BlackRock Luxembourg Holdco S.à r.l., BlackRock Advisors UK Ltd., BlackRock Institutional Trust Company, N.A., BlackRock (Luxembourg) S.A. und BlackRock Investment Management (UK) Ltd. 4 Die Gruppe BlackRock, Inc., hat Erwerbspositionen von insgesamt 5,31% (abgesehen vom oben erwähnten Aktienanteil ein CFD-Anteil im Umfang von 11 888 Aktien [0,06%]) gemeldet. 5 Die Gruppe um die Holdinggesellschaft The Capital Group Companies, Inc., besteht neben dieser aus The Capital Research and Management Company, Capital Guardian Trust Company, Capital International Ltd., Capital International S.à r.l. und Capital International K.K. 6 Die Beteiligung der Ernst Göhner Stiftung bzw. der EGS Beteiligungen AG beträgt per 6. Januar 2011 6,43% (1 187 114 Aktien). 7 Die betreffenden Aktien sind nicht im Aktienregister eingetragen (Dispo-Bestand).


100-101

Vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 hat die Implenia AG folgende Meldungen betreffend Offenlegung von Beteiligungen im Sinne von Art. 20 und 21 Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel (Börsengesetz, BEHG) vom 24. März 1995 erhalten: Datum der Meldung

Name des Aktionärs

Anzahl Aktien

Beteiligung am Aktienkapital

17.03.2010 18.03.2010

Cazenove Capital Management Ltd.

950 000

5,14%

Implenia AG

672 931

3,64%

18.03.2010 19.03.2010

LB (Swiss) Investment AG LB (Swiss) Investment AG

630 000

3,41% <3,0%

06.07.2010

Implenia AG

07.07.2010 25.11.2010

Gruppe The Capital Group Companies, Inc. Gruppe BlackRock, Inc. Ernst Göhner Stiftung (über EGS Beteiligungen AG) Gruppe BlackRock, Inc.

03.12.2010 24.12.2010

<3,0% 655 000 573 615

3,55% 3,11%8

1 840 487 969 511

9,96% 5,25%9

Vom 1. Januar bis 22. Februar 2011 sind der SIX Swiss Exchange keine Meldungen erstattet worden. 1.3 Kreuzbeteiligungen Es bestehen keine Kreuzbeteiligungen.

2. Kapitalstruktur 2.1 Kapital Das Aktienkapital beträgt per 31. Dezember 2010 CHF 51 721 600.–, aufgeteilt in 18 472 000 Namenaktien mit einem Nominalwert von CHF 2.80. Die Aktien sind voll liberiert. Der Betrag des bedingten Kapitals beläuft sich auf CHF 25 860 800.–. Es gibt kein genehmigtes Kapital. 2.2 Bedingtes und genehmigtes Kapital im Besonderen Das Kapital kann bedingt um maximal CHF 25 860 800.– durch Ausgabe von höchstens 9 236 000 voll zu liberierenden Namenaktien zu je CHF 2.80 Nennwert erhöht werden. Die Kapitalerhöhung erfolgt durch Ausübung von Wandel- und / oder Optionsrechten, die in Verbindung mit Anleihensobligationen oder anderen Finanzmarktinstrumenten der Implenia und / oder ihrer Konzerngesellschaften ausgegeben werden. Das Bezugsrecht der bisherigen Aktionäre ist ausgeschlossen. Zum Bezug der neuen Namenaktien sind die jeweiligen Inhaber von Wandel- und / oder Optionsrechten berechtigt. Die Wandel- und / oder Optionsbedingungen sind durch den Verwaltungsrat festzulegen. 8 Die Gruppe BlackRock, Inc., hat Erwerbspositionen von insgesamt 3,14% (neben dem oben erwähnten Aktienanteil ein CFD-Anteil im Umfang von 5832 Aktien [0,03%]) gemeldet. 9 Vgl. Fussnote 4.


CORPORATE GOVERNANCE

Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, bei der Ausgabe von Anleihensobligationen oder anderen Finanzmarktinstrumenten, mit denen Wandel- und / oder Optionsrechte verbunden sind, das Vorwegzeichnungsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschliessen, falls die Ausgabe zum Zweck der Finanzierung einschliesslich Refinanzierung der Übernahme von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder neuen Investitionsvorhaben und / oder der Begebung auf nationalen oder internationalen Kapitalmärkten erfolgt. Wird das Vorwegzeichnungsrecht durch Beschluss des Verwaltungsrates weder direkt noch indirekt gewahrt, sind (1.) die Anleihensobligationen oder anderen Finanzmarktinstrumente zu den jeweiligen Marktbedingungen auszugeben, erfolgt (2.) die Ausgabe neuer Namenaktien zu Marktbedingungen unter angemessener Berücksichtigung des Börsenkurses der Namenaktien und / oder vergleichbarer Instrumente mit einem Marktpreis und dürfen (3.) Wandel- und Optionsrechte während höchstens zehn Jahren ab dem Zeitpunkt der betreffenden Emission ausübbar sein. Der Erwerb von Aktien durch Ausübung von Wandel- und / oder Optionsrechten sowie eine spätere Übertragung von Namenaktien unterliegen der Eintragungsbeschränkung gemäss Art. 7 Abs. 4 der Statuten von Implenia (siehe auch Ziff. 2.6). Im Berichtsjahr 2010 fanden keine bedingten Kapitalerhöhungen statt. Ausserdem besteht per 31. Dezember 2010 kein genehmigtes Kapital. 2.3 Kapitalveränderungen während der letzten drei Jahre 31.12.2010

31.12.2009

31.12.2008

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

51 721

64 652

73 888

6 292

38 890

5 313

– Agio

40 873

40 873

40 873

– übrige Reserve

13 686

13 686

13 686

Freie Reserve

20 780

20 780

20 780

113 616

60 465

54 138

21 359

20 553

39 905

Eigenkapital

268 327

259 899

248 583

Total

681 830

677 340

621 910

Aktienkapital 10 Reserve für eigene Aktien Gesetzliche Reserve

Bilanzgewinn – Gewinnvortrag – Jahresgewinn

10 Die Veränderungen des Aktienkapitals während der letzten drei abgebildeten Jahre sind auf Nennwertreduktionen zurückzuführen.


102-103

2.4 Aktien und Partizipationsscheine Das Aktienkapital per 31. Dezember 2010 ist aufgeteilt in 18 472 000 voll liberierte Namenaktien mit Nominalwert von je CHF 2.80. Jede Aktie gibt Anrecht auf eine Stimme an der Generalversammlung der Aktionäre sowie Anrecht auf Dividenden. Es bestehen keine Stimmrechtsaktien oder andere mit analogen Vorteilen ausgestattete Aktien. Es existieren keine Partizipationsscheine. 2.5 Genussscheine Es existieren keine Genussscheine. 2.6 Beschränkung der Übertragbarkeit und Nominee-Eintragungen

2.6.1 Prozentklausel Es besteht keine Prozentklausel, welche eine Beschränkung der Übertragbarkeit von Implenia Aktien erlauben würde. Gemäss Art. 7 Abs. 4 lit. b der Statuten der Implenia AG kann der Verwaltungsrat den Eintrag eines Besitzers von Namenaktien als Aktionär mit Stimmrecht ablehnen, wenn die Anerkennung als Aktionär die Gesellschaft und / oder ihre Tochtergesellschaften gemäss den der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Informationen daran hindert oder hindern könnte, gesetzlich geforderte Nachweise über die Zusammensetzung des Kreises der Aktionäre und / oder der wirtschaftlich Berechtigten zu erbringen. In Zusammenhang mit dem durch Tochtergesellschaften der Gesellschaft betriebenen Projektentwicklungs- und Immobiliengeschäft ist die Gesellschaft insbesondere berechtigt, die Eintragung von Personen im Ausland im Sinne des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1983 über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (BewG) zu verweigern, wenn der Nachweis der schweizerischen Beherrschung der Gesellschaft und / oder ihrer Tochtergesellschaften infolge der Eintragung gefährdet sein könnte. Die Ausführungsbestimmungen zu diesem Artikel sind im Reglement des Verwaltungsrates «Eintragung der Namenaktien und Führung des Aktienregisters der Implenia AG» (nachfolgend «Eintragungsreglement») definiert. Das Eintragungsreglement ist erhältlich unter www.implenia.com (unter der Rubrik «Über Implenia» – «Eintragungsreglement»). Das Eintragungsreglement sieht vor, dass der Verwaltungsrat einen ausländischen Aktionär als Aktionär mit Stimmrecht im Aktienbuch einträgt, sofern: (i) der ausländische Aktionär die Voraussetzungen erfüllt, welche für alle Aktionäre gelten (Ziff. 2 bis 4 des Reglements), (ii) die Gesamtzahl der mit Stimmrecht eingetragenen Aktien ausländischer Aktionäre (die Aktien des entsprechenden ausländischen Aktionärs miteingerechnet) gemessen an der Gesamtzahl der mit Stimmrecht eingetragenen Aktien aller Aktionäre den Grenzwert von 20% nicht überschreitet und (iii) die Anzahl der vom entsprechenden ausländischen Aktionär gehaltenen, mit Stimmrecht eingetragenen Aktien gemessen an der Gesamtzahl der mit Stimmrecht eingetragenen Aktien aller Aktionäre den Grenzwert von 10% nicht überschreitet. Über diesen Grenzwert hinaus werden ausländische Aktionäre nur eingetragen, wenn eine Verfügung der zuständigen Bewilligungsbehörde am Sitz der Gesellschaft beigebracht wird, wonach die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften auch nach der Eintragung des zusätzlichen ausländischen Aktionärs im Aktienbuch nicht ausländisch beherrscht wird. Als ausländischer Aktionär im Sinne dieser Bestimmung gelten alle Aktionäre, welche gemäss Art. 5 Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (BewG) in Verbindung mit Art. 6 BewG als Personen im Ausland gelten, sowie Nominees, welche die dahinterstehenden Aktionäre nicht offengelegt haben.


CORPORATE GOVERNANCE

2.6.2 Gründe für die Bewilligung von Ausnahmen Im Berichtsjahr wurden keine Ausnahmen gemacht. 2.6.3 Zulässigkeit von Nominee-Eintragungen Als Nominee gelten nach Ziff. 4 des Eintragungsreglements Personen, die im Eintragungsgesuch nicht ausdrücklich erklären, die Aktien für eigene Rechnung zu halten. Gemäss Art. 7 Abs. 4 lit. a der Statuten der Gesellschaft wird ein Nominee als Aktionär mit Stimmrecht im Aktienbuch eingetragen, wenn er sich schriftlich bereit erklärt, die Namen, Adressen und Aktienbestände derjenigen Personen offenzulegen, für deren Rechnung er Aktien hält. Art. 7 Abs. 4 lit. a der Statuten lautet wie folgt: «Erwerber von Namenaktien werden auf Gesuch als Aktionäre mit Stimmrecht im Aktienbuch eingetragen, sofern: (a) sie nachweisen, diese Namenaktien im eigenen Namen und für eigene Rechnung erworben zu haben und zu halten. Personen, die diesen Nachweis nicht erbringen, werden als Nominee nur dann mit Stimmrecht im Aktienbuch eingetragen, wenn sie sich schriftlich bereit erklären, die Namen, Adressen und Aktienbestände derjenigen Person offenzulegen, für deren Rechnung sie Aktien halten bzw. wenn sie diese Informationen auf erste Aufforderung hin unverzüglich schriftlich offenlegen. Die übrigen Bestimmungen der Statuten, insbesondere die Artikel 4, 11 und 13, gelten sinngemäss auch für Nominees. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, mit Nominees Vereinbarungen über deren Meldepflichten abzuschliessen.» Der Verwaltungsrat trägt gemäss Ziff. 4 des Eintragungsreglements einen Nominee bis zu einer Anerkennungsquote von 1% des im Handelsregister eingetragenen Namenaktienkapitals als Aktionär mit Stimmrecht im Aktienbuch ein, sofern dieser sich schriftlich bereit erklärt, die Namen, Adressen und Aktienbestände derjenigen Personen offenzulegen, für deren Rechnung er Aktien hält bzw. wenn er diese Informationen auf erste Aufforderung hin unverzüglich schriftlich offenlegt. Der Nominee muss mit dem Verwaltungsrat eine Vereinbarung über seine Stellung abgeschlossen haben. Über die 1%-Limite hinaus wird der Verwaltungsrat Namenaktien von Nominees mit Stimmrecht im Aktienbuch eintragen, sofern der betreffende Nominee den Namen, die Adresse, den Wohnort oder Sitz und die Aktienbestände derjenigen Person bekannt gibt, für deren Rechnung er 0,25% oder mehr des im Handelsregister eingetragenen Namenaktienkapitals hält. Eine Eintragung als Nominee setzt voraus, dass vom Nominee ein Gesuch gemäss Anhang «Eintragungsgesuch für Nominees» rechtsgültig gestellt wird (das betreffende Formular ist erhältlich unter www.implenia.com, Rubrik «Über Implenia» – «Eintragungsreglement» – «Eintragungsgesuch für Nominees»). 2.6.4 Verfahren und Voraussetzungen zur Aufhebung von statutarischen Privilegien, und Beschränkungen der Übertragbarkeit Es bestehen keine statutarischen Privilegien, und eine Aufhebung der Beschränkungen der Übertragbarkeit setzt einen Beschluss der Generalversammlung der Aktionäre mit einer Stimmenmehrheit von mindestens zwei Dritteln der vertretenen Aktien voraus.


104-105

2.7 Wandelanleihen und Optionen Es existieren weder ausstehende Wandelanleihen noch Optionen.

3. Verwaltungsrat 3.1 Mitglieder des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat wurde während des Berichtsjahres verkleinert und setzt sich nun aus sechs Mitgliedern zusammen. Anlässlich der ordentlichen Generalversammlung vom 14. April 2010 sind Verwaltungsratspräsident Anton Affentranger und die Verwaltungsräte Markus Dennler, Patrick Hünerwadel, Toni Wicki und Philippe Zoelly wiedergewählt worden. James Lionel Cohen und Ian Andrew Goldin traten aus dem Gremium zurück. Claudio Generali und Urs Häner haben sich nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung gestellt. Hans-Beat Gürtler ist als neues Mitglied gewählt worden. Kein Verwaltungsratsmitglied nimmt für den Emittenten oder eine Konzerngesellschaft des Emittenten operative Führungsaufgaben wahr. Anton Affentranger war vom 6. April 2009 bis 31. August 2010 als Verwaltungsratspräsident und CEO sowie als Mitglied der Konzernleitung bis 30. September 2010 exekutives Verwaltungsratsmitglied von Implenia. Sonst hat während der letzten drei Jahre vor der Berichtsperiode kein Verwaltungsratsmitglied der Konzernleitung der Implenia AG oder einer Konzerngesellschaft angehört. Kein Verwaltungsratsmitglied unterhält wesentliche Geschäftsbeziehungen mit der Implenia Gruppe.


CORPORATE GOVERNANCE VERWALTUNGSRAT

1

2

3

4

1 Anton Affentranger (Geburtsjahr 1956, Schweizer) Anton Affentranger ist seit März 2006 Präsident und war vom 6. April 2009 bis zum 31. August 2010 (als Verwaltungsratspräsident und CEO) bzw. bis zum 30. September 2010 (als Konzernleitungsmitglied) exekutives Mitglied des Verwaltungsrates. Er ist auch Gründer und Präsident der Affentranger Associates AG sowie Präsident von verschiedener Start-up-Firmen. Er war für die UBS in New York, Hongkong und Genf tätig sowie in der Generaldirektion am Hauptsitz in Zürich. Er war zudem Partner und CEO der Privatbank Lombard Odier & Cie und CFO der Roche Holding AG. 1999 trat er in den Verwaltungsrat der Zschokke Holding AG ein und übernahm die Präsidentschaft im Jahr 2003. Anton Affentranger erwarb das Lizenziat der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Genf.

5

6

2 Markus Dennler (Geburtsjahr 1956, Schweizer) Markus Dennler ist Vizepräsident des Verwaltungsrates seit März 2006. Er ist Mitglied der Verwaltungsräte der Swissquote Holding AG, der Petroplus Holdings AG und der Allianz Suisse sowie auch Vorstandsmitglied der British-Swiss Chamber of Commerce. Er trat 1986 in die Credit Suisse Group ein und stieg dort in die Generaldirektion der Winterthur Versicherung und der Credit Suisse Financial Services auf. Anfang 2005 machte er sich in Zürich als Rechtsanwalt selbstständig. Seit 2005 bis zur Fusion mit der Zschokke Holding AG im Jahr 2006 hatte er die Präsidentschaft des Verwaltungsrates der Batigroup Holding AG inne. Markus Dennler erwarb das Lizenziat und Doktorat der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich und erwarb auch sein Anwaltspatent in Zürich.


106-107

3 Hans-Beat Gürtler (Geburtsjahr 1946, Schweizer) Hans-Beat Gürtler ist seit April 2010 Mitglied des Verwaltungsrates. Er ist Management-Partner bei Varuma, einer privaten Beteiligungsfirma in Basel. Zudem ist er Mitglied des Verwaltungsrates der Basilea Pharmaceutica AG in Basel sowie Mitglied und Präsident der Verwaltungsräte mehrerer privater Schweizer Firmen, wovon die meisten Start-ups und KMU sind, vorwiegend im Bereich Pharma / Biotech. Bevor er zu Varuma stiess, war er CEO des weltweiten Geschäfts von Novartis Tiergesundheit, die Medikamente für Haus- und Nutztiere erforscht, entwickelt, produziert und vermarktet. Davor besetzte er bei Ciba-Geigy verschiedene Managementpositionen mit stetig wachsender Verantwortung. Als CEO von Mahissa, dem Saatgutgeschäft von Ciba-Geigy in Spanien, lebte er mehrere Jahre in Barcelona. Hans-Beat Gürtler verfügt über eine kaufmännische Ausbildung. 4 Patrick Hünerwadel (Geburtsjahr 1959, Schweizer) Patrick Hünerwadel ist seit März 2006 Mitglied des Verwaltungsrates. Er ist Partner bei Lenz & Staehelin Rechtsanwälte in Zürich (seit 1994) und Lehrbeauftragter für Gesellschafts- und Allgemeines Obligationenrecht an der Universität St. Gallen. Seit 1997 war er Mitglied des Verwaltungsrates der Batigroup Holding AG, ab 1999 und bis zur Fusion mit Zschokke Holding AG als Vizepräsident. Er erwarb das Lizenziat und Doktorat der Rechtswissenschaften an der Universität St. Gallen. Patrick Hünerwadel erwarb sein Anwaltspatent in Zürich.

5 Toni Wicki (Geburtsjahr 1944, Schweizer) Toni Wicki ist seit März 2006 Mitglied des Verwaltungsrates. Von April 2009 bis August 2010 war er Independent Lead Director des Verwaltungsrates. Er ist Mitglied des Aufsichtsrates der Rheinmetall AG, des Verwaltungsrates der Nitrochemie AG sowie des Stiftungsrates der Stiftung Museum und historisches Material der schweizerischen Luftwaffe. Er war CEO und Delegierter des Verwaltungsrates der RUAG Holding und übte zuvor verschiedene Funktionen in Technologieunternehmen wie zum Beispiel ABB und Leica aus. Er war Rüstungschef der Schweizer Armee. Bis zur Fusion mit der Batigroup Holding AG war er Vizepräsident des Verwaltungsrates der Zschokke Holding AG. Toni Wicki ist Maschineningenieur mit einem Diplom der ETH Zürich. 6 Philippe Zoelly (Geburtsjahr 1948, Schweizer) Philippe Zoelly ist seit März 2006 Mitglied des Verwaltungsrates. Er ist Partner in einer Anwaltspraxis in Genf. Sein Tätigkeitsfeld umfasst hauptsächlich Beratung, Verhandlungen und Vertretung vor Gericht im Bereich des Wirtschafts- und Handelsrechts, insbesondere auf den Gebieten Haftpflicht- und Versicherungsrecht, Konkursrecht sowie die Verwaltung von Autorenrechten. Er übernimmt auch offizielle Mandate als Treuhänder und Nachlassverwalter von Firmen. Er ist Verwaltungsratsmitglied der Schweizerischen Autorengesellschaft (SSA) und Vorsitzender des Hilfsfonds der SSA. Er war seit 2005 Mitglied des Verwaltungsrates der Zschokke Holding AG. Sein Rechtsstudium schloss Philippe Zoelly mit dem Lizenziat an der Universität von Freiburg i.Ue. ab, und sein Anwaltspatent erwarb er in Genf.


CORPORATE GOVERNANCE

3.2 Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen Diese Angaben figurieren in den vorgängig erwähnten persönlichen Lebensläufen der Mitglieder des Verwaltungsrates. 3.3 Wahl und Amtszeit

3.3.1 Grundsätze des Wahlverfahrens und Amtszeitbeschränkung Die Generalversammlung vom 14. April 2010 hat fünf Verwaltungsratsmitglieder einzeln wiedergewählt und Hans-Beat Gürtler als neues Verwaltungsratsmitglied gewählt. Die Amtsdauer der Mitglieder des Verwaltungsrates beträgt zwei Jahre. Sie beginnt mit der Wahl und endet mit dem Tag der ordentlichen Generalversammlung am Ende der Amtsperiode; vorbehalten bleiben vorheriger Rücktritt oder vorherige Abberufung. Die Mitglieder des Verwaltungsrates sind jederzeit wieder wählbar, unterstehen aber einer oberen Altersgrenze von 70 Jahren; das Ausscheiden erfolgt auf die dem Geburtstag folgende ordentliche Generalversammlung. Der Präsident, der Vizepräsident und der Sekretär werden vom Verwaltungsrat ernannt. 3.3.2 Erstmalige Wahl und verbleibende Amtsdauer Die Daten der Erstwahl, der Wiederwahl sowie die verbleibende Amtsdauer der einzelnen Mitglieder des Verwaltungsrates gehen aus nachstehender Zusammenstellung hervor: Mitglieder des Verwaltungsrates

Erstwahl

Wiederwahl

Ablauf des Mandats

Anton Affentranger

20.12.2005

14.04.2010

GV 2012

Markus Dennler

20.12.2005

14.04.2010

GV 2012

Hans-Beat Gürtler

14.04.2010

Patrick Hünerwadel

20.12.2005

14.04.2010

GV 2012

Toni Wicki

20.12.2005

14.04.2010

GV 2012

Philippe Zoelly

20.12.2005

14.04.2010

GV 2012

GV 2012

3.4 Interne Organisation

3.4.1 Aufgabenteilung im Verwaltungsrat Ausser den im Folgenden aufgeführten Kompetenzen des Präsidenten besteht keine Aufgabenverteilung im Verwaltungsrat. Allgemein stehen dem Präsidenten die aus Gesetz, Statuten, dem Organisations- und Geschäftsreglement der Implenia AG (nachstehend «OGR Implenia») und dem Funktionendiagramm sowie allenfalls aus besonderen Verwaltungsratsbeschlüssen übertragenen Aufgaben und Kompetenzen zu (Ziff. 2.8 lit. a Abs. 1 OGR Implenia). Der Präsident führt den Vorsitz in den Sitzungen des Verwaltungsrates. Er hat die Kompetenz zur Nominierung der Verwaltungsratsmitglieder der Gesellschaften, in denen Implenia eine Beteiligung von mindestens 50% hält. Er ist berechtigt, bei Dringlichkeit die Aufgaben des Verwaltungsrates wahrzunehmen, sofern ein Beschluss des Verwaltungsrates nicht mehr zeitgerecht möglich ist und wenn er dessen Einverständnis erwarten darf. Er hat in diesem Fall die Mitglieder des Verwaltungsrates sofort darüber zu informieren. Ausserdem hat der Präsident ein jederzeitiges Auskunftsrecht gegenüber den Mitgliedern der Konzernleitung (Ziff. 2.3 lit. c und 2.8 OGR Implenia). Der Vizepräsident oder im Bedarfsfall ein zu bestimmendes Verwaltungsratsmitglied nimmt bei Verhinderung des Präsidenten dessen Aufgaben und Kompetenzen wahr (Ziff. 2.8 lit. d OGR Implenia).


108-109

3.4.2 Personelle Zusammensetzung sämtlicher Verwaltungsratsausschüsse, deren Aufgaben und Kompetenzabgrenzung Der Verwaltungsrat hat drei Komitees gebildet – das Audit-Komitee, das Nominations- und Entschädigungs-Komitee sowie das Strategie-Komitee. Diese Komitees analysieren die entsprechenden Bereiche und erstatten dem Verwaltungsrat zur Vorbereitung seiner Beschlüsse oder zur Wahrnehmung seiner Aufsichtsfunktion Bericht. Dabei informieren die Präsidenten der einzelnen Komitees den Verwaltungsrat über sämtliche wesentlichen Punkte und sprechen Empfehlungen für die Entscheidungen aus, die vom Gesamtverwaltungsrat zu treffen sind. Die Kompetenzen der Komitees sind im OGR Implenia sowie im Reglement jedes Komitees festgelegt. Das Lead Director Committee wurde im Berichtsjahr im Zusammenhang mit der Übergabe der Funktion CEO vom Verwaltungsratspräsidenten an Hanspeter Fässler aufgelöst und durch das Strategie-Komitee ersetzt. In der nachfolgenden Tabelle sind die verschiedenen Komitees und ihre Zusammensetzung aufgeführt: Mitglieder des Verwaltungsrates

Audit-Komitee

Anton Affentranger

Nominations- und EntschädigungsKomitee

Strategie-Komitee

• (Präsident)

Markus Dennler

• (Präsident)

Hans-Beat Gürtler

Patrick Hünerwadel

Toni Wicki Philippe Zoelly

• (Präsident) •

Das Audit-Komitee besteht aus mindestens drei Verwaltungsratsmitgliedern. Es ist als KontrollKomitee des Verwaltungsrates für die internen Kontrollen und die korrekte Anwendung der anerkannten und gesetzlich vorgeschriebenen Rechnungslegungsgrundsätze verantwortlich. Es koordiniert und stimmt die Arbeiten der internen und externen Revision ab. Es ist für eine regelmässige Kommunikation zwischen der internen und externen Revisionsstelle und dem Verwaltungsrat zuständig. Es formuliert die Aufträge für die interne und externe Revision. Es hat die Kompetenz, im Bedarfsfall Sonderprüfungen anzuordnen (Ziff. 3.1 OGR Implenia). Das Nominations- und Entschädigungs-Komitee setzt sich aus mindestens drei Mitgliedern des Verwaltungsrates zusammen. Es bereitet die Nachfolgeplanung für den Verwaltungsrat sowie für die Konzernleitung vor und unterstützt den Verwaltungsrat bei der Selektion geeigneter Kandidaten für die Einsitznahme in den Verwaltungsrat und für die Besetzung von Konzernleitungspositionen. Das Nominations- und Entschädigungs-Komitee steht dem Verwaltungsrat und CEO bei der Festlegung der Entschädigungen auf oberster Unternehmensebene (Verwaltungsrat und Konzernleitung) bei (Ziff. 3.2 OGR Implenia). Das Strategie-Komitee besteht aus mindestens drei Verwaltungsratsmitgliedern. Es unterstützt den Verwaltungsrat und die Konzernleitung bei der Festlegung der Unternehmensentwicklung und der Strategie. Es nimmt alle weiteren Aufgaben wahr, die ihm der Verwaltungsrat diesbezüglich delegiert (Ziff. 3.3 OGR Implenia).


CORPORATE GOVERNANCE

Die Mitglieder des Audit-, des Nominations- und Entschädigungs- sowie des Strategie-Komitees werden vom Verwaltungsrat bestimmt. Jedes dieser Komitees organisiert sich selbst und erstellt ein eigenes Reglement, das vom Verwaltungsrat genehmigt werden muss. Die Komitees haben beratende Funktion, die Entscheidkompetenz bleibt dem Gesamtverwaltungsrat vorbehalten. 3.4.3 Arbeitsweise des Verwaltungsrates und seiner Ausschüsse Der Verwaltungsrat und seine Komitees tagen, so oft es die Geschäfte erfordern, mindestens jedoch sechsmal (Verwaltungsrat) bzw. zweimal (Komitees) im Jahr. Die Sitzungen erfolgen auf Einladung des jeweiligen Präsidenten, die zusammen mit einer Traktandenliste und den Sitzungsunterlagen ergänzt wird. Ausserdem kann jedes Mitglied die Einberufung einer Sitzung und die Aufnahme zusätzlicher Traktanden verlangen. In den Sitzungen hat der jeweilige Präsident den Vorsitz. Zur Beschlussfähigkeit bedarf es der Anwesenheit der Mehrheit der Mitglieder, und der Verwaltungsrat sowie seine Komitees fassen ihre Beschlüsse und treffen Wahlen mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen der anwesenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit hat der Vorsitzende (zusätzlich zu seiner üblichen Stimme) den Stichentscheid. Alle Sitzungen werden protokolliert. An den Sitzungen des Verwaltungsrates und seiner Komitees nehmen ohne Stimmrecht regelmässig auch Mitglieder der Konzernleitung teilweise teilweise teil bei den Sitzungen des Audit-Komitees auch die Revisionsstelle (Ziff. 2.3 und 2.4 OGR Implenia). Der Verwaltungsrat hat im Berichtsjahr auf Einberufung durch den Präsidenten acht Sitzungen abgehalten, wovon eine in Form einer Telefonkonferenz stattfand. Die mittlere Dauer der Sitzungen betrug fünf Stunden, diejenige der Telefonkonferenz eine Stunde. Die Konzernleitung war vor der Übergabe der Funktion CEO an Hanspeter Fässler in Person von Anton Affentranger als Verwaltungsratspräsident und CEO an den Sitzungen anwesend. Nach der Funktionsübergabe nahm der neue CEO an den beiden restlichen Verwaltungsratssitzungen teilweise teil. Der CFO nahm im Berichtsjahr an allen Sitzungen teilweise teil. Das Audit-Komitee traf sich im Berichtsjahr zu drei Sitzungen. Die mittlere Dauer der Sitzungen betrug drei Stunden. Der neue CEO bzw. der Verwaltungsratspräsident und frühere CEO, der CFO sowie der Leiter F&C (Finanzen und Controlling) nahmen an sämtlichen Sitzungen des Audit-Komitees teil. Die Revisionsstelle hat im Berichtsjahr an allen Komiteesitzungen teilweise teilgenommen. Das Nominations- und Entschädigungs-Komitee traf sich zu sieben Sitzungen. Die mittlere Dauer der Sitzungen betrug drei Stunden. Der neue CEO bzw. der Verwaltungsratspräsident und frühere CEO nahmen an den Komiteesitzungen teilweise teil. Zusätzlich haben der CFO sowie der Leiter Human Resources an den Sitzungen teilweise teilgenommen. Das Strategie-Komitee hat im Berichtsjahr nicht getagt. Anstelle des Strategie-Komitees bestand vor dem CEO-Funktionswechsel das Lead Director Committee, welches sich zu zwei Sitzungen getroffen hat, ohne Teilnahme des Verwaltungsratspräsidenten und früheren CEO. Die durchschnittliche Sitzungsdauer betrug drei Stunden. Zudem fanden zwischen dem Independent Lead Director sowie dem Verwaltungsratspräsidenten und früheren CEO monatliche Besprechungen statt.


110-111

3.5 Kompetenzregelung Der Verwaltungsrat hat die Geschäftsführung der Implenia AG und ihrer Tochtergesellschaften, ausser den ihm gemäss Gesetz, Statuten und OGR Implenia vorbehaltenen Kompetenzen, auf der Basis des OGR Implenia wie folgt an den CEO delegiert: Der CEO nimmt die Geschäftsführung wahr, soweit sie nicht durch Gesetz, Statuten und das OGR Implenia anderen Organen zugewiesen ist. Er ist für die Geschäftsführung und die Vertretung des Konzerns verantwortlich, insbesondere für dessen operationelle Führung sowie für die Umsetzung der Strategie. Er ist befugt, die ihm gemäss dem OGR Implenia zugewiesenen Aufgaben und Kompetenzen zu ordnen und / oder wahrzunehmen, soweit sie nicht dem Verwaltungsrat vorbehalten sind. Der CEO delegiert die Geschäftsführung im Rahmen des OGR Implenia an die Mitglieder der Konzernleitung (Ziff. 4.2 lit. a OGR Implenia). Der CEO informiert den Präsidenten des Verwaltungsrates und den Verwaltungsrat nach Bedarf und auf Verlangen über den allgemeinen Geschäftsgang sowie über besondere Geschäfte und Entscheide, die er getroffen hat. Ausserordentliche Vorfälle sind dem Verwaltungsratspräsidenten und allenfalls den Mitgliedern des Verwaltungsrates unverzüglich schriftlich oder mündlich zur Kenntnis zu bringen (Ziff. 4.2 lit. b OGR Implenia). Die Mitglieder der Konzernleitung führen die ihnen anvertrauten Geschäftsbereiche operationell mit voller Verantwortung. Sie tragen die Ergebnisverantwortung des ihnen anvertrauten Bereichs und rapportieren an den CEO (Ziff. 4.3 OGR Implenia). Nebst den nach Art. 716a Obligationenrecht (OR) vorbehaltenen Kompetenzen entscheidet der Verwaltungsrat gemäss Funktionendiagramm insbesondere über folgende bedeutsamen Geschäfte: Produktion im In- und Ausland von über CHF 150 Mio. (Anteil Implenia), Anteil an Generalunternehmungs- und Totalunternehmungs-Geschäften im In- und Ausland von über CHF 200 Mio., Beratung, Engineering oder Bewirtschaftung im In- und Ausland von über CHF 15 Mio. (Anteil Implenia), Partnerwahl für die Zusammenarbeit in Projekten aller Art (Arbeitsgemeinschaften und ähnliche Formen) von über CHF 200 Mio., Promotions- und Entwicklungsprojekte (Standardpromotionen) mit einem maximalen Mittelbedarf (Real Case) über CHF 15 Mio., nicht budgetierter Kauf und Verkauf von Grundstücken bzw. Gebäuden und Arealen (betriebliche Objekte) von über CHF 15 Mio., nicht budgetierte Sachanlagen von über CHF 15 Mio., Erwerb bzw. Verkauf von Beteiligungen (Enterprise Value) von über CHF 10 Mio., Abschluss oder Auflösung langfristiger Joint Ventures bzw. strategischer Partnerschaften, Beschaffung von Fremdkapital von über CHF 50 Mio., Gewährung von Darlehen an Dritte ab einem Betrag von CHF 2 Mio., langfristige Anlage (mehr als drei Monate) von Finanzmitteln über CHF 15 Mio., Abgabe von Konzernbürgschaften, Garantien, Bid-, Performance- und Paymentbonds etc., sonstigen Sicherheiten und Eingehen von Eventualverbindlichkeiten ausserhalb der normalen Geschäftstätigkeit ab einem Betrag von CHF 2 Mio. und Einleitung von Prozessen oder Abschluss von Vergleichen, die einen Betrag von über CHF 15 Mio. betreffen.


CORPORATE GOVERNANCE

3.6 Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Konzernleitung Zur Überprüfung, wie der CEO und die Mitglieder der Konzernleitung die ihnen zugewiesenen Kompetenzen wahrnehmen, stehen dem Verwaltungsrat folgende Informations- und Kontrollinstrumente zur Verfügung: jährlich

MIS (Management Information System) Abschluss (Bilanz, Erfolgsrechnung, Betriebsrechnung, Mittelflussrechnung, nach Konzernbereichen und konsolidiert) Budget (nach Konzernbereichen und konsolidiert) Rollender Dreijahresplan (nach Konzernbereichen und konsolidiert) Bericht zum Risikomanagement

halbjährlich

quartalsweise

monatlich

• • • •

Das MIS (Management Information System) gewährleistet die monatliche Berichterstattung über den Geschäftsgang. Das Reporting gibt Auskunft über Umsatz, Margen, Kosten und das operative Resultat, ergänzt mit Informationen zum Auftragsbestand, zu Investitionen, zum investierten Kapital, zur Liquidität und zum Mitarbeiterbestand. Mit einer Kommentierung und einer quartalsweise aktualisierten Schätzung für das ganze Geschäftsjahr versehen werden die entsprechenden Dokumente der Konzernleitung und dem Verwaltungsrat zugestellt. Die Berichterstattung für den Abschluss erfolgt quartalsweise mit dem IFRS-Finanzbericht und dem Internal Reporting, welches den operativen Geschäftsgang und die Endjahresschätzung erläutert. Im Rahmen der Budgetplanung für das Folgejahr werden die Kennzahlen analog MIS jeweils aufgrund der erwarteten Wirtschaftsentwicklung ermittelt und mit den Unternehmenszielen pro Konzernbereich festgelegt. Auf deren Grundlage werden die Bilanz, die Erfolgs- und Geldflussrechnung sowie die Liquiditätsentwicklung budgetiert. Die jährliche Planung der kommenden drei Kalenderjahre (rollender Dreijahresplan) wird wie die Budgetplanung vorgenommen. Die operativen und finanziellen Risiken werden pro Konzernbereich halbjährlich durch die operativ Verantwortlichen beurteilt und durch die Finanzabteilung konsolidiert. Der Leiter F&C kommentiert und erläutert den Bericht zum Risikomanagement direkt dem Audit-Komitee. Das interne Kontrollsystem wird gemäss den gesetzlichen Bestimmungen von der externen Revisionsstelle mit Berichterstattung an den Verwaltungsrat geprüft (Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 und 728b Abs. 1 OR).


112-113

Die Reportings vorstehender Informationsinstrumente werden durch die Finanzabteilung aufbereitet und konsolidiert gleichzeitig dem Verwaltungsrat und der Konzernleitung zugestellt. Anlässlich der Konzernleitungs- und Audit-Komitee-Meetings werden die Reportings durch den CFO und den Leiter F&C präsentiert und kommentiert. Die Konzernleitung präsentiert dem Verwaltungsrat an jeder Sitzung eine detaillierte Analyse. Der CEO, der CFO sowie auch der Leiter F&C nehmen an allen Sitzungen des Audit-Komitees teil. Sie liefern detaillierte Angaben über den Geschäftsgang, kommentieren diesen und beantworten die Fragen der Mitglieder des Audit-Komitees. Der Verwaltungsrat hat eine renommierte Revisionsgesellschaft mit der internen Revision beauftragt. Entsprechende Berichte sind erstellt und dem Audit-Komitee zusammen mit den notwendigen Kommentaren und Empfehlungen überreicht worden. Die interne Revision erstattet an jeder Sitzung des Audit-Komitees direkt Bericht. Die Berichte der internen Revision werden der externen Revision ohne Einschränkung zugestellt. Ein regelmässiger Informationsaustausch zwischen der internen und externen Revision findet statt. 4. Konzernleitung Im Berichtsjahr war Verwaltungsratspräsident Anton Affentranger bis 31. August 2010 auch CEO und gehörte bis 30. September 2010 der Konzernleitung an. Seit 1. September 2010 ist Hanspeter Fässler CEO. In dieser Funktion ist er für die Geschäftsführung der Implenia AG und ihrer Tochtergesellschaften verantwortlich. Er ist Vorsitzender der Konzernleitung, die sich auf verschiedene Bereiche mit entsprechenden Bereichsverantwortlichen aufteilt. Des Weiteren ist René Zahnd seit 1. März 2010 Mitglied der Konzernleitung. 4.1 Mitglieder der Konzernleitung (vgl. nächste Seite) 4.2 Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen Diese Angaben sind aus den nachfolgend aufgeführten persönlichen Lebensläufen der Mitglieder der Konzernleitung ersichtlich. 4.3 Managementverträge Es existieren keine Managementverträge mit Dritten.


CORPORATE GOVERNANCE KONZERNLEITUNG

René Zahnd, Beat Fellmann, Arturo Henniger, Hanspeter Fässler, Peter E. Bodmer und Luzi R. Gruber (von links)


114-115

Hanspeter Fässler (Geburtsjahr 1956, Schweizer) Hanspeter Fässler hat am 1. September 2010 die Funktion als CEO übernommen. Nach dem Abschluss seiner Studien als Maschineningenieur an der ETH Zürich, wo er auch doktorierte, und an der Stanford Universität in den USA übernahm er ab 1989 bei ABB in Schweden und in der Schweiz sukzessive immer anspruchsvollere Führungsaufgaben, namentlich in den Bereichen Automation und Gebäudetechnik. Im Jahre 2004 wurde ihm die Führung der ABB Schweiz übertragen und seit 2006 war er verantwortlich für die Mittelmeerregion von ABB mit 14 000 Mitarbeitenden sowie für die Führung von ABB Italien. Seit 2004 ist Hanspeter Fässler Mitglied des Verwaltungsrates der Dätwyler Holding AG sowie der damit verbundenen Pema Holding AG und Dätwyler Führungs AG. Beat Fellmann (Geburtsjahr 1964, Schweizer) Beat Fellmann trägt die Verantwortung als CFO und Leiter des Corporate Centers der Implenia seit Oktober 2008. Er schloss sein Studium an der Universität St. Gallen als lic. oec. HSG ab und ist dipl. Wirtschaftsprüfer. Er begann seine Karriere bei der international tätigen Industriegruppe Bühler in der internen Revision, dann wurde er Assistent des CEO und Verwaltungsratspräsidenten und arbeitete zuletzt als Spezialist für Finanzierungsprojekte. 1998 wechselte er zur Holcim Gruppe, wo er als Leiter der Financial Holdings tätig war. In dieser Funktion rapportierte er an den CFO und trug die Verantwortung für alle Finanz- und Holdinggesellschaften weltweit. Im Januar 2005 wurde Beat Fellmann zum stellvertretenden CFO Konzern ernannt und zusätzlich mit den Bereichen Konzernsteuern sowie IT und Finanzen & Controlling der Managementgesellschaft betraut.

Luzi R. Gruber (Geburtsjahr 1951, Schweizer) Luzi R. Gruber ist verantwortlich für den Bereich Industrial Construction, welcher in der Implenia Bau AG die Bereiche Untertagebau und Totalunternehmen umfasst. Er ist Diplomingenieur ETH / SIA und arbeitete 1976 bis 1979 als Assistent und wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Christian Menn an der ETH Zürich, 1979 bis 1993 als Baustellenleiter, Projektverantwortlicher und Direktor bei LGV Impresa Costruzione SA, 1993 bis 1996 als Leiter Produktion Region Ost der Aktiengesellschaft Conrad Zschokke, 1996 bis 1997 als Leiter der Division IV der Gruppe Stuag AG und seit 1997 als Verantwortlicher des Bereichs Tunnel und Brücken sowie Direktionsmitglied der Batigroup Gruppe. In dieser Eigenschaft leitete er die Bereiche Grossprojekte und Infra Ost. Luzi R. Gruber ist Präsident des Lenkungsausschusses der Swissconditions (Normen SIA 118) der Schweizerischen Normenvereinigung (SNV), Mitglied des Direktionskomitees der Gruppe Fachverband INFRA und der für den Untertagebau spezialisierten Gruppe / SIA (GTS) sowie Mitglied des Normenbeirats Bau (NBB). Arturo Henniger (Geburtsjahr 1956, Schweizer) Arturo Henniger ist für den Bereich Infra verantwortlich, welcher in der Implenia Bau AG die Bereiche Hochbau, Strassenbau, Tiefbau, Kunstbauten sowie auch die Spezialarbeiten umfasst. Nach seiner Ausbildung zum Diplomingenieur an der ETH Zürich war er von 1982 bis 1988 als technischer Direktor für verschiedene Firmen in Südafrika und Italien tätig. Von 1988 bis 1997 arbeitete er für die Locher & Cie AG bei verschiedenen grossen Tunnelprojekten als Baustellenleiter. Er trat 1998 in die Zschokke-Gruppe ein. Arturo Henniger leitete als Verantwortlicher des Bereichs Industrielle Bauproduktion die Zschokke Locher AG bis zur Fusion mit der Zschokke Bau AG im Jahr 2005 und übernahm dann die Konzernleitung dieser Gesellschaft.


CORPORATE GOVERNANCE KONZERNLEITUNG

Peter E. Bodmer (Geburtsjahr 1964, Schweizer) Peter E. Bodmer ist als Co-Leiter verantwortlich für den Konzernbereich Industrial Construction (internationale Aktivitäten). Seit 2006 ist er Mitglied des Verwaltungsrates der Züblin Immobilien AG und seit 2008 auch des Verwaltungsrates der Peach Property Group AG. Nach seiner Maschinenmechanikerlehre und dem Grundstudium Maschinenbau an der ETH Zürich studierte er an der Universität Zürich, wo er 1993 als lic. oec. publ. abschloss. 2003 erlangte er den MBA beim IMD Lausanne. Nach verschiedenen Positionen in zwei Industriegesellschaften arbeitete er 1995 als stellvertretender Geschäftsführer und CFO bei der Krebsöge Groupe (damals ein Unternehmen der MaagGroup) in Deutschland. Später übernahm er ein Mandat des Käufers der Krebsöge Gruppe (zuerst der amerikanischen Sinter Metals Inc. und später der britischen GKN plc) als CFO Europa und Leiter der Abteilung Information Systems sowie als Manager Human Resources und Leiter der Integration aller europäischen Gruppengesellschaften der GKN Sinter Metals / Europe Gruppe. 1999 übernahm er bis zur Fusion mit der SPS Swiss Prime Site die Funktionen als CFO und COO bei der börsenkotierten Maag Swiss Real Estate Group. Peter E. Bodmer ist 2005 der Zschokke-Gruppe beigetreten, wo er den damaligen Konzernbereich Real Estate leitete. René Zahnd (Geburtsjahr 1966, Schweizer) René Zahnd leitet seit dem 1. März 2010 den Konzernbereich Real Estate. In dieser Funktion führt er die Implenia Generalunternehmung AG, die Implenia Development AG, die Implenia Immobilien AG, die Reuss Engineering AG und die Tetrag Automation AG. Er verfügt über eine juristische Ausbildung mit einem Abschluss als Rechtsanwalt. Als solcher hat er sich in einer Anwaltskanzlei sowie bei der Berner Kantonalbank insbesondere mit Fragen zum Bau-, Planungs- und Immobilienrecht beschäftigt. Seine vertiefte Erfahrung in der Bau- und Immobilienindustrie als Leiter des Rechtsdienstes der Losinger Construction AG erweiterte er ab 2004 mit der operativen Verantwortung für die Projektentwicklung der Region Mitte bei Losinger. 2007 wechselte er als Verantwortlicher für die Projektentwicklung Deutschschweiz zum Berner Generalunternehmen Marazzi. Ab Mai 2009 war René Zahnd für die Projektentwicklung Deutsche Schweiz von Implenia verantwortlich und in dieser Funktion Mitglied der Konzernleitung von Implenia Real Estate.


116-117

5. Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen 5.1 Inhalt und Festsetzungsverfahren der Entschädigungen und der Beteiligungsprogramme Die Entschädigungen an die amtierenden Mitglieder des Verwaltungsrates und der Konzernleitung werden vom Verwaltungsrat auf Vorschlag des Nominations- und Entschädigungs-Komitees hin unter Berücksichtigung der Marktsituation alle zwei Jahre (Verwaltungsrat) bzw. jährlich (Konzernleitung) festgesetzt. Für den Verwaltungsrat sind die Entschädigungen während des Berichtsjahres überprüft und aufgrund von Benchmark-Analysen mit anderen Schweizer Unternehmen, die in der Bauindustrie oder der baunahen Industrie tätig sind, wie etwa Forbo Holding AG, Geberit AG und Sika AG, neu angepasst worden. Die Entschädigungen wurden während des Berichtsjahres für die nächsten zwei Jahre, d.h. bis zur ordentlichen Generalversammlung im Jahr 2012, festgelegt. Während des Berichtsjahres wurden im Rahmen der Ausarbeitung eines neuen Managementsystems, welches im Verlauf des Jahres 2011 eingeführt wird, für das gesamte technisch-kaufmännische Personal auch die Entschädigungen der Konzernleitungsmitglieder durch die externe Beratungsfirma Hay Group analysiert. Sie hat die Funktionen der Mitglieder der Konzernleitung nach der Hay-Stellenwert-Profil-Methode bewertet. Dabei hat sie einen Referenzmarkt gebildet, in dem Funktionen vergleichbarer Wertigkeit enthalten sind, für diesen Referenzmarkt jeweils Median- und Quartilswerte für die einzelnen Vergütungsbestandteile ermittelt und diese Werte mit den aktuell gezahlten Vergütungen für die Konzernleitungsmitglieder verglichen. Der Referenzmarkt enthält vergleichbare Funktionen aus dem Schweizer Top-Executive-Markt. Ein Schwerpunkt wurde auf Unternehmen aus der Industrie und industrienahen Dienstleistungen gelegt, wie Caterpillar S.A.R.L., Hilti (Schweiz) AG, Holcim Group Support Ltd., Honeywell AG, Karl Steiner AG, Schindler, Siemens Switzerland Ltd. Building Technologies Group, Sika AG und Treuhand Liegenschafts Immobiliengesellschaft. Die Beratungsfirma verfügt über keine zusätzlichen Mandate beim Emittenten. Der Verwaltungsrat hat beschlossen, der ordentlichen Generalversammlung vom 19. April 2011 in einer konsultativen Abstimmung den Antrag zu stellen, die Vergütungen des Verwaltungsrates und der Konzernleitung zu genehmigen. Verwaltungsrat Die Entschädigungen an die amtierenden Mitglieder des Verwaltungsrates sind fix. Die Verwaltungsratsmitglieder erhalten eine jährliche Entschädigung für die erbrachten Dienstleistungen, welche die Periode zwischen zwei ordentlichen Generalversammlungen abdeckt. Die Höhe der Entschädigung hängt von der Funktion des einzelnen Mitgliedes innerhalb des Verwaltungsrates und der Mitarbeit in den verschiedenen Komitees sowie dem tatsächlichen Aufwand ab. Sie setzt sich zu zwei Dritteln aus Barauszahlungen und zu einem Drittel aus Aktien zusammen, mit Ausnahme derjenigen von einem Verwaltungsratsmitglied, welche ausschliesslich in einer Barzahlung besteht. Die Aktien sind während einer Periode von drei Jahren blockiert. Konzernleitung Die Entschädigungen der Mitglieder der Konzernleitung setzen sich aus zwei Teilen zusammen, einem Teil in Form von Barzahlung und einem Teil in Form von Aktien, welche zu Beginn des Folgejahres ausbezahlt werden und für drei Jahre gesperrt sind. Der bar ausbezahlte Teil setzt sich aus einer fixen (monatlich ausbezahlten) und einer variablen Komponente zusammen; der in Form von Aktien entrichtete Teil ist fix. Die bar ausbezahlte variable Komponente der Entschädigung ist von der Erreichung der vom Verwaltungsrat definierten Finanzziele abhängig. Die Vorgaben werden aufgrund des Jahresbudgets festgesetzt; als Bemessungsgrundlagen gelten: a) zu 50% die Erreichung des budgetierten EBITDA und b) zu 50% die Erreichung des budgetierten investierten Kapitals.


CORPORATE GOVERNANCE

Nach Vorliegen des Jahresergebnisses beurteilt das Nominations- und Entschädigungs-Komitee die Zielerreichung. Die variable Komponente der Barentlöhnung wird bei Erreichen der festgesetzten Ziele ausgerichtet. Eine Überschreitung eines oder beider Ziele hat eine proportionale Zunahme der variablen Komponente zur Folge (begrenzt auf maximal 200%), eine Unterschreitung eine entsprechende proportionale Kürzung (begrenzt bis null). Im Monat Dezember legt der Verwaltungsrat auf Vorschlag des Nominations- und EntschädigungsKomitees den fixen Teil der Entschädigung an die Konzernleitungsmitglieder für das folgende Jahr fest. Das Nominations- und Entschädigungs-Komitee erarbeitet einen Vorschlag betreffend die Höhe der Entschädigung jedes Konzernleitungsmitglieds, welcher vom Verwaltungsrat analysiert und ratifiziert wird. Zusätzliche Angaben zu den Entschädigungen gemäss den Anforderungen von Art. 663b bis OR finden sich im Anhang zur Jahresrechnung auf den Seiten 240 – 245 der Finanzberichterstattung. Die Entschädigungsmodalitäten des CEO basieren auf den gleichen Vergütungsgrundsätzen wie jene der übrigen Konzernleitungsmitglieder, enthalten aber zusätzlich eine variable Komponente in Form von Aktien, und der fixe Aktienanteil wird statt einmal im Jahr quartalsweise überwiesen. Der variable Vergütungsanteil wird nach den vorhergehend beschriebenen Kriterien ermittelt. Sowohl für den fixen als auch den variablen Aktienanteil der Entschädigung gilt eine Sperrfrist von drei Jahren. Ausserdem erhält der CEO eine Einmalentschädigung in drei Raten, die ihm jeweils per Ende Jahr ausgerichtet werden. Die Entschädigung des Verwaltungsratspräsidenten während der Zeitperiode, in der er auch die Funktion des CEO ausübte, war fix. Sie setzte sich aus einem Teil in Form von Barzahlung sowie einem Teil in Form von Aktien zusammen und wurde monatlich ausgerichtet, abgesehen vom Aktienanteil, der quartalsweise überwiesen wurde. Für die Aktien gilt eine Sperrfrist von drei Jahren. Für die Mitarbeitenden der Implenia Gesellschaften und Implenia Vorsorgestiftungen mit Sitz in der Schweiz wurde im Berichtsjahr ein neues Aktienbeteiligungsprogramm eingeführt, das seit März 2010 gilt. Mit diesem Beteiligungsprogramm haben auch die Mitglieder der Konzernleitung die Möglichkeit, jedes Jahr im Frühling und im Herbst Namenaktien der Implenia AG zu Vorzugsbedingungen (derzeit mit einer Vergünstigung von 30% auf den durchschnittlichen Börsenkurs des betreffenden Kampagnen-Monats) zu erwerben. Die Konzernleitungsmitglieder können pro Kalenderjahr für maximal ein Brutto-Monatsgehalt Aktien kaufen. Die erworbenen Aktien sind für drei Jahre gesperrt. Das Aktienbeteiligungsprogramm wurde vom Verwaltungsrat genehmigt; die Verwaltungsratsmitglieder sind nicht teilnahmeberechtigt. Das Programm und dessen Konditionen werden periodisch von der Konzernleitung überprüft und können jederzeit angepasst werden. Änderungen, welche die Konzernleitungsmitglieder betreffen, werden vom Verwaltungsrat genehmigt. 6. Mitwirkungsrechte der Aktionäre 6.1 Stimmrechtsbeschränkung und -vertretung 6.1.1 Das Stimmrecht kann (i) einem Aktienbesitzer verweigert werden, sofern dieser auf Verlangen der Gesellschaft nicht nachweist, die Aktien im eigenen Namen und auf eigene Rechnung erworben zu haben und zu halten, oder sofern er als Nominee auftritt, wenn er sich nicht schriftlich bereit erklärt, die Namen, Adressen und Aktienbestände derjenigen Personen offenzulegen, für deren Rechnung er die Aktien hält bzw. wenn er diese Informationen auf erste Aufforderung hin nicht unverzüglich schriftlich offenlegt (Art. 7 Abs. 4 lit. a der Statuten der Implenia AG) und (ii) wenn die Anerkennung als Aktionär die Gesellschaft gemäss den ihr zur Verfügung stehenden Informationen daran hindern könnte, gesetzlich geforderte Nachweise über die Zusammensetzung des Kreises der Aktionäre und / oder der wirtschaftlich Berechtigten zu erbringen (Art. 7 Abs. 4 lit. b der Statuten der Implenia AG). Ferner ist der Verwaltungsrat wie oben erwähnt ermächtigt, mit den Nominees Vereinbarungen über deren Meldepflichten abzuschliessen (siehe Ziff. 2.6 dieses Berichts sowie www.implenia.com, unter der Rubrik «Über Implenia» – «Eintragungsreglement»).


118-119

6.1.2 Im Berichtsjahr wurden keine Ausnahmen gewährt. 6.1.3 Die vorgehend beschriebenen statutarischen Stimmrechtsbeschränkungen können mittels Statutenänderung aufgehoben werden. Letztere verlangt einen Beschluss der Generalversammlung mit einer Stimmenmehrheit von mindestens zwei Dritteln der vertretenen Aktienstimmen (Art. 16 der Statuten der Implenia AG). 6.1.4 Gemäss Art. 13 Abs. 3 – 5 der Statuten kann sich ein Aktionär durch einen anderen Aktionär mit Stimmrecht (durch Ausübung des mit der Zutrittskarte verbundenen Stimmrechts) oder durch seinen rechtlichen Repräsentanten vertreten lassen. Organ- und Depotvertreter sowie die von der Gesellschaft bestimmten unabhängigen Stimmrechtsvertreter sind nicht verpflichtet, gleichzeitig Aktionäre der Gesellschaft zu sein. Unmündige oder Bevormundete dürfen durch ihren Rechtsvertreter vertreten werden, verheiratete Personen durch ihren Ehepartner und juristische Personen durch Unterschriftsoder sonstige Vertretungsberechtigte, auch wenn diese Vertreter nicht Aktionäre der Gesellschaft sind. Der Vorsitzende der Generalversammlung entscheidet über die Zulässigkeit einer Vertretung. 6.2 Statutarische Quoren Die Beschlüsse der Generalversammlung erfolgen gemäss den gesetzlich vorgeschriebenen Mehrheiten. Die Statuten sehen keine abweichenden Mehrheiten vor, mit Ausnahme der Aufhebung und der Erleichterung von statutarischen Übertragungsbeschränkungen, welche einer Stimmenmehrheit von zwei Dritteln der vertretenen Aktienstimmen bedürfen (Art. 16 der Statuten der Implenia AG). Beschlüsse betreffend Fusion, Spaltung und Umwandlung unterliegen den im Fusionsgesetz dargelegten Bestimmungen. 6.3 Einberufung der Generalversammlung Die Einladung zur Generalversammlung erfolgt durch Bekanntgabe im Schweizerischen Handelsamtsblatt. Namenaktionäre können überdies schriftlich orientiert werden (Art. 11 der Statuten der Implenia AG). Der Entscheid zur Bestimmung des Standortes der Generalversammlung wird vom Verwaltungsrat getroffen. 6.4 Traktandierung Aktionäre, die zusammen Aktien im Nennwert von mindestens CHF 1 000 000.– vertreten, können die Traktandierung eines Verhandlungsgegenstandes beantragen. Solche Anträge müssen spätestens 45 Tage vor der Generalversammlung schriftlich bei der Gesellschaft eintreffen. 6.5 Eintragungen im Aktienbuch Den am 23. März 2011, 12.00 Uhr, im Aktienbuch eingetragenen stimmberechtigten Aktionären wird die Einladung zur Generalversammlung zugesandt. Denjenigen Aktionären, die nach diesem Datum, jedoch vor dem 7. April 2011 in das Aktienregister eingetragen werden, wird die Einladung nach erfolgter Eintragung zugestellt. Vom 7. April 2011 bis und mit 19. April 2011 werden im Aktienbuch keine Eintragungen mit Stimmrecht vorgenommen. Der Stichtag für die Stimmberechtigung an der Generalversammlung ist der 6. April 2011, 17.00 Uhr.


CORPORATE GOVERNANCE

7. Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen 7.1 Angebotspflicht Die Statuten der Implenia AG enthalten keine Opting-out- oder Opting-up-Klausel. 7.2 Kontrollwechselklausel Unter Vorbehalt folgender Bestimmung bestehen weder mit den Mitgliedern des Verwaltungsrates und der Konzernleitung noch mit weiteren Mitgliedern des Managements Vereinbarungen betreffend eine Kontrollübernahme. Der CFO hat gemäss Arbeitsvertrag ein vorzeitiges Kündigungsrecht für den Fall des Verlustes des Charakters der Implenia AG als grosse, börsenkotierte Unternehmung. Dieses Kündigungsrecht besteht ausschliesslich bei Dekotierung der Implenia AG infolge eines öffentlichen Übernahmeangebots, bei Verkauf oder Abspaltung wesentlicher Geschäftsbereiche oder falls Implenia eine Tochtergesellschaft eines ausländischen Konzerns wird. Im Fall der Kündigung erhält der Betroffene das Fixgehalt (ohne variable Anteile) für die ordentliche Kündigungsfrist und eine Periode von zwölf Monaten (mit Verdienstanrechnung bei Neubeschäftigung). Diese Regelung gilt noch bis 1. Oktober 2011.

8. Revisionsstelle 8.1 Dauer des Mandats und Amtsdauer des leitenden Revisors Revisionsstelle ist seit dem Geschäftsjahr 2006 die PricewaterhouseCoopers AG (Zürich). Die Dauer des an die PricewaterhouseCoopers AG vergebenen Mandats beträgt ein Jahr. Dieses hat am 14. April 2010 begonnen. Der leitende Revisor, Willy Wenger, hat das Revisionsmandat am 2. März 2006 übernommen. Die maximal zulässige Mandatsdauer des leitenden Revisors beträgt sieben Jahre. 8.2 Revisionshonorar Im Berichtsjahr betrug die von der Revisionsgesellschaft in Rechnung gestellte Honorarsumme insgesamt CHF 1 045 000.–. 8.3 Zusätzliche Honorare Die Gesamtsumme der zusätzlichen Honorare beträgt für das laufende Geschäftsjahr CHF 693 860.–. Diese betrafen Beratungsmandate im Zusammenhang mit Due-Diligence-Arbeiten (CHF 315 260.–) und Steuerberatung (CHF 378 600.–). 8.4 Informationsinstrumente der externen Revision Das Audit-Komitee hat im Besonderen die Aufgabe, die Berichterstattung der Revisionsstelle regelmässig und effektiv zu überwachen, um sich über deren Qualität, Integrität und Transparenz vergewissern zu können. Vertreter der Revisionsstelle nahmen während des Geschäftsjahres an allen Sitzungen des AuditKomitees teilweise teil. Die Revisionsplanung inklusive Honorierung wird den Mitgliedern des AuditKomitees präsentiert und mit diesen abgesprochen. Die Revisionsstelle legt dem Audit-Komitee an den Sitzungen die wesentlichen Feststellungen zusammen mit den entsprechenden Empfehlungen schriftlich vor.


120-121

9. Informationspolitik Implenia verfolgt eine offene und transparente Informationspolitik. Die wichtigsten Informationen werden regelmässig wie folgt kommuniziert: – Jahresergebnis: März (Publikation des Geschäftsberichts, Pressekonferenz und Analystenveranstaltung) – Halbjahresergebnis: August / September (Publikation des Halbjahresberichts, Pressekonferenz und Analystenveranstaltung) – Generalversammlung: April

Für weitere Informationen verweisen wir auf unsere Pressemitteilungen und / oder Aktionärsbriefe sowie auf unsere Website www.implenia.com, wo unter den Rubriken «Investor Relations» sowie «Medien»–«Medienmitteilungen» und «Medien»–«News» die für Investoren wichtigen Informationen zugänglich sind. Investoren können sich auch auf unserer Website unter der Rubrik «News Service» registrieren, um wichtige Informationen per E-Mail zu erhalten. Allgemeine Informationen sind erhältlich unter folgender Kontaktadresse: Philipp Bircher Implenia Management AG Industriestrasse 24 CH-8305 Dietlikon Telefon + 41 (0)44 805 45 23 Fax + 41 (0)44 805 45 20 E-Mail philipp.bircher@implenia.com Wesentliche Änderungen seit Bilanzstichtag: Keine.


LA CHABLIERE

AVENUE DU CHASSERON

DE PRANGINS

CHEMIN GUIGUER

CHEMIN

PIERREFLEUR

DUBOISY

AVENUE DE

CHEMIN DES

CHEMIN DE BARBERINE LA VALLOMBREUSE AVENUE

CHEMIN DE

BEAU SITE

CHEMIN DE

CHEMIN

AVENUE

DE

CHEMIN

GRINDOZ

PAUL AVENUE

CHEMIN

GRANDES R

CHARMILLES

SALEVE CHEMIN DES

CHEMIN DES

Avenue Bergières 1004 Lausanne

DE SAINT

Beaulieu | ROUTES DES PLAIN

AUBEPINES

DE FRANC

AVENUE


S

S

CERISIER

CEAVENUE COLONGES

ERUEBEAULIEU

ROCH

RUE SAINT

DE BEAULIEU

AVENUE

JANVIER

AVENUE VINGT–QUATRE

AVENUE

VINET

DU PETIT

DEBULLE

RUE DE CLOS

DU MARCHE

CHEMIN DE CEDRES RUE PRE

BLANC AVENUE DRUEY AVENUE DES CASERNES

DU MONT

ROCHES N

CRETES

AVENUECHEMIN DES EGRALETS JOMINI RUEDES

BERGIERES

RUE DU JURA

AVENUE

NDES NES DU LOUP 123-123

AVENUE

DAVEL


Lausanne |

Pont Bessières

124-125


127-127


Projekt |

Das Palais de Beaulieu mit rund 50 000 m2 Ausstellungsfläche, 30 Sälen sowie einem grossen Theater gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt Lausanne. Im Rahmen des Projekts «Beaulieu 2020» wird das Kongress- und Messezentrum vollumfänglich erneuert. Implenia hat als Generalunternehmerin den Auftrag für die zweite Etappe, die Erneuerung der zweistöckigen südlichen Ausstellungshallen, erhalten. Die grösste Herausforderung stellte der äusserst enge Zeitrahmen dar: Die Gebäude mussten Anfang März 2011 bereitstehen, damit die Ausstellung «Habitat-Jardin 2011» wie geplant durchgeführt werden konnte. Implenia startete Mitte März 2010 mit den Bauarbeiten. Im Oktober 2010 stand der Rohbau, für den 10 000 m³ Beton und 1100 Tonnen Armierungsstahl benötigt wurden. Eine Besonderheit des Projekts ist die nachhaltige Bauweise gemäss Minergie-Standard. So müssen die Baumaterialien ökologische Kriterien erfüllen, die rund 150 Fenster verfügen über Dreifachverglasung, und die Gebäude sind ans Fernwärmenetz der Stadt Lausanne angeschlossen. Implenia bringt im Rahmen dieses Projekts ihre Erfahrungen auf unterschiedlichen Gebieten zusammen. Dazu gehören die Kompetenz als Generalunternehmerin, die Erfahrung bei anspruchsvollen Bauarbeiten mit Stahlbeton sowie die Führung einer Baustelle mitten in der Stadt mit den entsprechenden Anforderungen an Logistik, Arbeitssicherheit und Minimierung der Lärm- und Staubemissionen. Und nicht zuletzt machte es die enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Konzernbereichen Bau Infra und Real Estate erst möglich, das Projekt innerhalb der geforderten elf Monate abzuschliessen. Messehallen Beaulieu Lausanne


Projekt |

128-129

DATEN UND FAKTEN Auftraggeber: Stiftung Fondation de Beaulieu, Lausanne Architekt: Pont 12 architectes SA, Lausanne Nutzfläche: 13 600 m2 (brutto, ohne Lagerräume und Technik) Investitionen: CHF 45 Mio. (Projektsumme Implenia: 35 Mio.) Realisierung: Mitte März 2010 bis Anfang März 2011 Website: www.beaulieu2020.ch


131-131


Place Riponne |

Rue Pierre Viret Lausanne

132-133


Finanzbericht

134-135

Konzernrechnung der Implenia Gruppe – Konsolidierte Erfolgsrechnungen 136 – Konsolidiertes Gesamtergebnis 137 – Konsolidierte Bilanzen 138 – Veränderungen des konsolidierten Eigenkapitals 140 – Konsolidierte Geldflussrechnungen 142 – Anhang der Implenia Konzernrechnung 144 – Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung 234 – Jahresrechnung der Implenia AG – Erfolgsrechnung 236 – Bilanz 237 – Anhang zur Jahresrechnung 238 – Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung 248


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Konsolidierte Erfolgsrechnungen

Erläuterungen

1.1.–31.12. 2010

1.1.–31.12. 2009

1000 CHF

1000 CHF

Konzernumsatz

5

2 388 418

2 279 835

Material und Unterakkordanten

6

(1 480 942)

(1 412 677)

Personalaufwand

7

(655 035)

(639 828)

Übriger Betriebsaufwand

9

(147 030)

(126 887)

(34 894)

(36 960)

Abschreibungen und Amortisationen Ergebnis aus assoziierten Gesellschaften

7 141

4 160

5

77 658

67 643

Finanzaufwand

10

(13 791)

(7 173)

Finanzertrag

10

4 174

2 163

68 041

62 633

(15 583)

(15 578)

52 458

47 055

51 470

45 918

988

1 137

Operatives Ergebnis

Ergebnis vor Steuern Steuern

11

Konzernergebnis Zuzurechnen auf: Aktionäre der Implenia AG Nicht beherrschende Anteile Konzernergebnis der Aktionäre pro Aktie (CHF) Unverwässertes Konzernergebnis pro Aktie

30

2,88

2,56

Verwässertes Konzernergebnis pro Aktie

30

2,88

2,56

Die Erläuterungen im Anhang sind Bestandteil der Konzernrechnung.


136-137

Konsolidiertes Gesamtergebnis

Erläuterungen

Konzernergebnis Währungsumrechnungsdifferenzen Marktanpassung der Finanzinstrumente Steuern auf Marktanpassung der Finanzinstrumente Konsolidiertes Gesamtergebnis

23

1.1.–31.12. 2010

1.1.–31.12. 2009

1000 CHF

1000 CHF

52 458

47 055

(11 464)

(159)

3 262

(518)

43 738

46 896

42 750

45 759

988

1 137

Zuzurechnen auf: Aktionäre der Implenia AG Nicht beherrschende Anteile Die Erläuterungen im Anhang sind Bestandteil der Konzernrechnung.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Konsolidierte Bilanzen

AKTIVEN

31.12.2010

31.12.2009

Erläuterungen

1000 CHF

1000 CHF

128 749

Flüssige Mittel

12

349 274

Wertschriften

13

346

1 042

Forderungen aus Leistungen

14

395 234

408 903

Objekte in Arbeit

15

228 891

246 836

Arbeitsgemeinschaften

16

23 770

2 613

Übrige Forderungen

17

39 989

20 809

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

18

21 843

20 754

Immobiliengeschäfte

19

217 983

168 732

Rechnungsabgrenzungsposten Total Umlaufvermögen

24 157

25 812

1 301 487

1 024 250 222 574

Sachanlagen

20

221 053

Investment Property

21

7 732

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften

22

42 675

36 274

Übrige Finanzanlagen

23

16 712

15 755

Vorsorgeaktiven

27

12 411

5 177

Immaterielle Vermögenswerte

24

73 323

75 269

Latente Steuerforderungen

28

Total Anlagevermögen Total Aktiven Die Erläuterungen im Anhang sind Bestandteil der Konzernrechnung.

1 610

2 495

375 516

357 544

1 677 003

1 381 794


138-139

Konsolidierte Bilanzen (Fortsetzung)

PASSIVEN Erläuterungen

Finanzverbindlichkeiten

25

Verbindlichkeiten aus Leistungen

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

1 605

42 180

217 347

240 579 477 452

Objekte in Arbeit

15

499 204

Arbeitsgemeinschaften

16

44 218

45 113

Übrige Verbindlichkeiten

44 577

37 018

Steuerverbindlichkeiten

18 495

7 007

Rechnungsabgrenzungsposten

70 867

64 510

Rückstellungen

26

Total kurzfristiges Fremdkapital

8 873

905 186

913 859

Finanzverbindlichkeiten

25

198 155

673

Latente Steuerverbindlichkeiten

28

47 950

30 299

Rückstellungen

26

30 228

10 623

276 333

41 595

Total langfristiges Fremdkapital Aktienkapital

29

51 722

64 652

Eigene Aktien

29

(6 292)

(38 890)

392 094

348 757

Reserven Konzernergebnis der Aktionäre Aktienkapital und Reserven der Aktionäre Nicht beherrschende Anteile Total Eigenkapital Total Passiven Die Erläuterungen im Anhang sind Bestandteil der Konzernrechnung.

51 470

45 918

488 994

420 437

6 490

5 903

495 484

426 340

1 677 003

1 381 794


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Veränderungen des konsolidierten Eigenkapitals

Erläuterungen

Eigenkapital per 1.1.2010

Aktienkapital

Eigene Aktien

1000 CHF

1000 CHF

64 652

(38 890)

Konsolidiertes Gesamtergebnis Dividenden Nennwertrückzahlung

31

(12 930)

396

Veränderung eigene Aktien

32 202

Aktienbasierte Vergütungen

Veränderung nicht beherrschende Anteile

Veränderung Konsolidierungskreis

(12 930)

32 598

Total Eigenkapital per 31.12.2010

51 722

(6 292)

Eigenkapital per 1.1.2009

73 888

(5 312)

Total übrige Eigenkapitalveränderungen

Konsolidiertes Gesamtergebnis –

(9 236)

146

Veränderung eigene Aktien

(33 724)

Aktienbasierte Vergütung

Total übrige Eigenkapitalveränderungen

(9 236)

(33 578)

Total Eigenkapital per 31.12.2009

64 652

(38 890)

Dividenden Nennwertrückzahlung

Die Erläuterungen im Anhang sind Bestandteil der Konzernrechnung.

31


140-141

Reserven Kapitalreserven

Neubewertungsreserven

Währungsumrechnungsdifferenzen

Gewinnreserven

Total Eigenkapital Aktionäre

Nicht beherrschende Anteile

Total Eigenkapital

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

127 120

2 906

(4 302)

268 951

420 437

5 903

426 340

2 744

(11 464)

51 470

42 750

988

43 738

(396)

(396)

(12 534)

(12 534)

5 693

(3 433)

34 462

34 462

3 433

3 433

3 433

(5)

(5)

446

446

446

5 693

446

25 807

(401)

25 406

132 813

5 650

(15 766)

320 867

488 994

6 490

495 484

127 120

2 906

(4 143)

223 796

418 255

4 983

423 238

(159)

45 918

45 759

1 137

46 896

(217)

(217)

(9 090)

(9 090) (36 119)

(2 395)

(36 119)

1 632

1 632

1 632

(763)

(43 577)

(217)

(43 794)

127 120

2 906

(4 302)

268 951

420 437

5 903

426 340


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Konsolidierte Geldflussrechnungen

Erläuterungen

1.1.–31.12. 2010

1.1.–31.12. 2009

1000 CHF

1000 CHF

Konzernergebnis

52 458

47 055

Abschreibungen

34 894

36 960

Veränderung des Vorsorgeaktivums Sonstige liquiditätsunwirksame Positionen

34

Ausschüttungen von assoziierten Gesellschaften

22

Ergebnis aus Sachanlagen / Finanzanlagen Veränderung Umlaufvermögen

34

Bezahlte Zinsen

(7 234)

1 430

4 610

7 869

3 705

3 119

(6 621)

(3 178)

57 627

30 999

(2 662)

(3 357)

Erhaltene Zinsen

2 013

823

Bezahlte Steuern

(274)

(2 582)

Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit

138 516

119 138

Investitionen in Sachanlagen

20

(39 496)

(36 503)

Desinvestitionen von Sachanlagen

20

7 910

8 353

(6 447)

(5 112)

Investitionen in übrige Finanzanlagen und assoziierte Gesellschaften Desinvestitionen von übrigen Finanzanlagen und assoziierten Gesellschaften

6 605

7 049

Investitionen in immaterielle Anlagen

24

(24)

(271)

Desinvestitionen von immateriellen Anlagen

24

34,3

(67 144)

(98 596)

(26 484)

Erwerb von Geschäften Geldfluss aus Investitionstätigkeit Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten

25

630 223

650 240

Reduktion der Finanzverbindlichkeiten

25

(473 316)

(689 374)

(22 311)

(36 264)

Kauf von eigenen Aktien Verkauf von eigenen Aktien Nennwertrückzahlung Nicht beherrschende Anteile (Veränderung Konsolidierungskreis / Dividenden) Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit Währungsumrechnungsdifferenzen auf flüssigen Mitteln Veränderung der flüssigen Mittel

31

60 205

2 408

(12 533)

(9 125)

(396)

(218)

181 872

(82 333)

(1 267)

64

220 525

10 385


142-143

Konsolidierte Geldflussrechnungen (Fortsetzung)

1.1.–31.12. 2010

1.1.–31.12. 2009

Erläuterungen

1000 CHF

1000 CHF

Flüssige Mittel zu Periodenbeginn

12

128 749

118 364

Flüssige Mittel zu Periodenende

12

349 274

128 749

220 525

10 385

Veränderung der flüssigen Mittel Die Erläuterungen im Anhang sind Bestandteil der Konzernrechnung.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

1

Allgemeine Informationen

Implenia AG ist eine Schweizer Gesellschaft mit Sitz an der Industriestrasse 24 in Dietlikon (Zürich). Die Aktien der Implenia AG sind an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die deutsche Fassung des Finanzberichtes ist die Originalversion. Bei der englischen und französischen Version handelt es sich um unverbindliche Übersetzungen. Die Geschäftstätigkeit der Implenia ist in den Erläuterungen Nr. 2.4 und Nr. 5 Segmentberichterstattung erläutert. Der Konzernbericht per 31. Dezember 2010 wurde durch den Verwaltungsrat der Implenia AG am 3. März 2011 zuhanden der Generalversammlung verabschiedet. Die Generalversammlung hat gemäss Art. 698 des Obligationenrechts über die Konzernrechnung zu befinden. Die Konzernrechnung wurde durch die externe Revisionsstelle PricewaterhouseCoopers AG, Zürich geprüft. Die Zahlen des Jahresabschlusses sind, wo nicht anders bezeichnet, in tausend Schweizer Franken aufgeführt.

2

Zusammenfassung wesentlicher Bewertungs- und Bilanzierungsgrundsätze

Die Konzernrechnung der Implenia steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie vom International Accounting Standards Board (IASB) publiziert, sowie mit den IFRIC-Interpretationen. Basis der Konzernrechnung sind historische Kosten, mit Ausnahme der mit den Markt- bzw. Fair Values zu bewertenden Bilanzpositionen (Wertschriften und Beteiligungen). Die Rechnungslegung erfordert vom Management Schätzungen und Beurteilungen, welche die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Eventualverbindlichkeiten und -forderungen zum Bilanzstichtag, aber auch Aufwendungen und Erträge der Berichtsperiode beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Die für den konsolidierten Jahresabschluss 2010 angewandten Rechnungslegungsgrundsätze sind identisch mit den im Jahresbericht 2009 publizierten und beschriebenen Normen, mit Ausnahme der folgenden Standards, sowie Änderungen und Interpretationen von Normen, die für das ab dem 1. Januar 2010 beginnende Geschäftsjahr neu angewandt wurden:


144-145

– IFRS 3 (Änderungen) «Unternehmungszusammenschlüsse» und entsprechend die Änderungen zu IAS 27 «Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS», IAS 28 «Anteile an assoziierten Unternehmen» und IAS 31 «Anteile an Joint Ventures» sind prospektiv anwendbar für Unternehmungszusammenschlüsse mit einem Erwerbszeitpunkt nach dem ersten Geschäftsjahr beginnend am oder nach dem 1. Juli 2009. Der überarbeitete Standard erfordert die Einbeziehung vereinbarter, von künftigen Ereignissen abhängiger Anpassungen der Anschaffungskosten im Kaufpreis und die Neubewertung vorher gehaltener Anteile an einer erworbenen Gesellschaft zum fairen Wert über die Erfolgsrechnung. Ausserdem werden Transaktionskosten im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst und sind nicht mehr Bestandteil des Kaufpreises. Änderungen von IAS 27 «Konzern- und separate Einzelabschlüsse»: Auswirkungen von Änderungen des Eigentumsanteils von Implenia an einer Konzerngesellschaft, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, werden im Eigenkapital erfasst. Folgende neue Normen sowie Änderungen und Interpretationen von Normen wurden für das ab dem 1. Januar 2010 beginnende Geschäftsjahr neu angewandt: – IFRIC 17 – IFRIC 18 – IFRIC 19 – Amendment zu IAS 32 – Annual improvements project 2009 Das International Accounting Standard Board (IASB) hat folgende neue Norm publiziert. Diese ist für das Geschäftsjahr 2010 nicht zwingend anzuwenden. Auf eine vorzeitige Anwendung wurde verzichtet. – IFRS 9 Finanzinstrumente – Annual improvements project 2010 – AS 24 (überarbeitet)

2.1

Konsolidierungskreis

Die konsolidierte Konzernrechnung der Implenia umfasst die Abschlüsse der in der Schweiz domizilierten Implenia AG und ihrer Tochtergesellschaften. Tochtergesellschaften sind Gesellschaften, welche die Implenia AG direkt oder indirekt kontrolliert. Kontrolle bedeutet die Möglichkeit der Beherrschung der finanziellen und operativen Geschäftstätigkeiten, um daraus entsprechenden Nutzen ziehen zu können. Dies ist üblicherweise der Fall, wenn die Implenia AG direkt oder indirekt mehr als 50% der Stimmrechte oder der potenziellen, momentan ausübbaren Stimmrechte einer Gesellschaft besitzt. Im Laufe des Berichtsjahrs erworbene Gesellschaften werden ab dem Datum der Übergabe der Kontrolle der Geschäftstätigkeiten an den Konzern und alle verkauften Gesellschaften bis zum Datum der Übergabe der Kontrolle an den Käufer in die konsolidierte Rechnung einbezogen. Guthaben, Verbindlichkeiten, Transaktionen und nicht realisierte Gewinne zwischen den Tochtergesellschaften werden in der konsolidierten Rechnung vollständig eliminiert. Veränderungen der Beteiligungsquote an Tochtergesellschaften werden als Transaktion im Eigenkapital bilanziert, sofern die Beherrschung bereits vorher gegeben war und weiterhin besteht.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften (definiert als Gesellschaften, an deren stimmberechtigten Aktien Implenia einen Anteil in der Höhe von 20 – 50% hat oder über die Implenia anderweitig massgeblichen Einfluss ausüben kann) werden nach der Equity-Methode erfasst.

2.2

Wesentliche Veränderung Konsolidierungskreis

Akquisition Russian Land Implenia Holding Ltd., Nicosia (CY): Per 31. Dezember 2009 hielt die Implenia 50% an der Russian Land Implenia Holding Ltd., Nicosia (CY). Diese Gesellschaft hält 100% der Aktien der Russian Land Implenia Ltd., Moskau (RU). Da keine Beherrschung ausgeübt werden konnte, wurde die Russian Land Implenia Holding Ltd., Nicosia (CY), als assoziierte Gesellschaft bewertet und ausgewiesen (siehe dazu Anhang 36 der Konzernrechnung per 31. Dezember 2009). Nach der Auflösung des Joint Ventures in Russland hat Implenia den Anteil der Aktien des Partners (50% der Russian Land Implenia Holding Ltd., Nicosia (CY) am 13. April 2010 zu einem Kaufpreis von TCHF 0 übernommen. Es sind keine wesentlichen Transaktionskosten angefallen. Da die Implenia 100% der Aktien der Russian Land Implenia Holding Ltd., Nicosia (CY), sowie der Russian Land Implenia Ltd., Moskau (RU), hält, werden beide Gesellschaften voll konsolidiert. Die Russian Land Implenia Holding Ltd., Nicosia (CY) wurde dem Segment Implenia Industrial Construction (IIC) zugeordnet. Akquisition Sulzer Immobilien AG, Winterthur (CH): Am 31. August 2010 hat die Implenia die Übernahme der Sulzer Immobilien AG, Winterthur (CH) bekannt gegeben. Am 27. Oktober 2010 wurde informiert, dass die Wettbewerbskommission den Kauf genehmigt hat. Damit hält Implenia 100% des Aktienkapitals der Sulzer Immobilien AG, Winterthur (CH) mit ihren Immobilien, Grundstücken und Entwicklungsliegenschaften in Industrie- und Zentrumszonen in der Stadtmitte von Winterthur und in Oberwinterthur. Somit wird diese Gesellschaft ab dem 27. Oktober 2010 voll konsolidiert. Der Kaufpreis für den Erwerb des gesamten Aktienpakets beträgt CHF 83,2 Mio. Der Kaufpreis wurde am 27. Oktober und am 10. November 2010 beglichen. Basierend auf der endgültigen Kaufpreisaufteilung beliefen sich die identifizierbaren Nettovermögenswerte von Sulzer Immobilien AG, Winterthur (CH) auf CHF 83,2 Mio. (davon betragen die flüssigen Mittel CHF 16 Mio.) Aus der Transaktion entstand kein Goodwill. Die Transaktionskosten betragen CHF 1,8 Mio. (diese wurden der Position «übriger Betriebsaufwand» belastet). Die Sulzer Immobilien AG hat im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 ein Nettoergebnis von CHF 22,9 Mio. bei einem Umsatz von CHF 15,8 Mio. erwirtschaftet. Die Sulzer Immobilien AG wurde per 27. Oktober 2010 voll konsolidiert. Für den Zeitraum vom 27. Oktober bis am 31. Dezember 2010 weist die Sulzer Immobilien AG ein Nettoergebnis von CHF 1,3 Mio. und einen Umsatz von CHF 2,3 Mio. aus.


146-147

Die Sulzer Immobilien AG, Winterthur (CH) wurde dem Segment Real Estate (Immobilien) zugeordnet. Mit dem Kauf der Sulzer Immobilien AG, Winterthur hat Implenia zusätzlich ein Portefeuille von Immobilien im Wert von CHF 65 Mio. erworben, für welche bereits Verkaufsverträge bestehen. Die Abwicklung erfolgt durch die übernommene Sulzer Immobilien AG, hat jedoch keinen Einfluss auf die Liquidität und Erfolgsrechnung der Implenia. Der Kaufpreis in Höhe von CHF 65 Mio. für die Immobilien ist erst bei Vollzug (Abgabe der Grundbuchanmeldung zur Eintragung des jeweiligen Grundstückkaufvertrages im Grundbuch) fällig, gleichzeitig wird Implenia der Kaufpreis durch den Dritterwerber der Immobilie erstattet. Nach dem Geldeingang erfolgt die Bezahlung an die Sulzer Gruppe. Entsprechend wird der Wert dieser Liegenschaften mit den ausstehenden Verbindlichkeiten verrechnet.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

2.2

Wesentliche Veränderung Konsolidierungskreis (Fortsetzung)

Identifizierbares erworbenes Nettovermögen 2010 1000 CHF

Flüssige Mittel Forderungen aus Leistungen Objekte in Arbeit und Vorräte Übrige Forderungen Immobiliengeschäfte Rechnungsabgrenzungsposten Sachanlagen Investment Property Übrige Finanzanlagen Goodwill Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Leistungen Objekte in Arbeit Übrige Verbindlichkeiten Steuerverbindlichkeiten

16 050 – – 336 110 178 3 790 – 1 606 250 – (54) (1 440) – (624) (1 693)

Rechnungsabgrenzungsposten

(7 576)

Latente Steuerverbindlichkeiten

(15 120)

Rückstellungen

(22 219)

Identifizierbares erworbenes Nettovermögen

83 484

Kaufpreis

83 194

Fair Value der alten Anteile Identifizierbares erworbenes Nettovermögen Ergebnis aus Veränderung Konsolidierungskreis Erhaltene flüssige Mittel

290 (83 484) – 16 050

Abgegebene flüssige Mittel

(83 194)

Nettoabgang von flüssigen Mitteln

(67 144)

Das dargestellte identifizierbare erworbene Nettovermögen widerspiegelt die Akquisition der Russian Land Implenia Holding Ltd., Nicosia (CY) und der Sulzer Immobilien AG, Winterthur (CH).


148-149

2.3

Konsolidierungsgrundsätze

Die jährliche Berichtsperiode der einzelnen Konzerngesellschaften endet am 31. Dezember. Die Erwerbsmethode (Purchase-Methode) wird auf Unternehmungszusammenschlüsse angewandt, bei denen der Konzern die Kontrolle über eine andere Gesellschaft übernimmt. Die Kosten einer Akquisition werden als Summe der Fair Values der an den Verkäufer zu entrichtenden Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Transaktion ermittelt. Der überarbeitete IFRS 3 erfordert die Einbeziehung vereinbarter von zukünftigen Ereignissen abhängige Anpassungen der Anschaffungskosten in den Kaufpreis und die Neubewertung vorher gehaltener Anteile an einer erworbenen Gesellschaft zum Fair Value über die Erfolgsrechnung. Ausserdem werden Transaktionskosten im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst und sind nicht mehr Bestandteil des Kaufpreises. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten werden zu ihrem Fair Value im Zeitpunkt der Akquisition, unabhängig vom Ausmass der Minderheitsanteile, in der Bilanz angesetzt. Die den Anteil des Konzerns am Fair Value des identifizierbaren Nettovermögens übersteigenden Kosten einer Akquisition werden als Goodwill bilanziert. Die im Verlauf des Geschäftsjahres erworbenen oder veräusserten Gesellschaften werden ab dem Datum ihrer Übernahme bzw. bis zum Zeitpunkt ihrer Veräusserung in der Konzernrechnung erfasst. 2.3.1 Faktoren mit Einfluss auf die Vergleichbarkeit der Jahresergebnisse Implenia Industrial Construction (IIC) – neuer Konzernbereich Im Zuge einer Neudefinition der Konzernvision wurde per Anfang 2010 die Organisationsstruktur angepasst und dabei der neue Konzernbereich Industrial Construction (IIC) geschaffen. Er verbindet die Aktivitäten der bisherigen Bereiche Tunnel + Totalunternehmung (neu Tunnelling) und Global Solutions (neu Prime Building Ausland), entsprechend erfolgt der Ausweis in der Segmentsberichterstattung. Da sich lediglich die Benennungen der Segmente geändert haben, wurden die Zahlen nicht geändert. Dadurch ändert sich die Zuteilung des Goodwills auf die Cash generierenden Einheiten nicht. Um verlässlichere und relevantere Informationen zu erhalten, wurde die Kostenzuweisung der allgemeinen Kostenarten innerhalb der Position «Übriger Betriebsaufwand» (Aufriss Anhang 9) der Erfolgsrechnung für den Zeitraum 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 neu definiert. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

2.4

Segmentberichterstattung

Die Festlegung der operativen Geschäftssegmente des Konzerns basiert auf den Organisationseinheiten, für welche dem Verwaltungsrat des Konzerns Bericht erstattet wird. Der Konzern besteht aus folgenden Segmenten: 2.4.1 Real Estate Das Segment Real Estate umfasst den Bereich Generalunternehmung, Dienstleistungen und Immobilien. Als Gesamtdienstleisterin deckt die Real Estate von der Kapitalbeschaffung über die Entwicklung und die Realisation bis zur Betriebsoptimierung und Promotion sämtliche Bereiche im Lebenszyklus einer Immobilie ab. 2.4.1.1 Generalunternehmung / Dienstleistungen Dieser Bereich umfasst Tätigkeiten wie die Koordination, das Engineering und die Planung von Projekten im Immobiliensektor, die Abwicklung von Bauwerken als General- und Totalunternehmer sowie das technische Facility Management. 2.4.1.2 Immobilien (Projektentwicklung) Der Bereich Immobilien umfasst die Tätigkeiten wie die Konzeption und Erstellung von Immobilienprojekten. Der Bereich transformiert Visionen und Ideen in nachhaltige Immobilienprojekte und erbringt weiter Dienstleistungen im Bereich Investment Management und Investorensuche. 2.4.2 Infra Bauproduktion Dieser Bereich ist in allen Sparten der klassischen Bauproduktion tätig. Dazu gehören das Realisieren von Strassen- und Tiefbauprojekten, Infrastrukturanlagen sowie Ingenieurtiefbau, Betoninstandsetzung, Brückenbau, Galerien, Spezialtiefbau, Hochbauten (Neu- und Umbauten) und die Belags- und Kiesaufbereitung. 2.4.3 Implenia Industrial Construction (IIC) 2.4.3.1 Tunnelling (Vorjahr Tunnel +TU Bauproduktion) Zur Hauptaufgabe dieses Bereichs gehört die Realisierung komplexer Bauprojekte im In- und Ausland als Bauund Totalunternehmer. Zu den Kernkompetenzen gehören der Tunnelbau, der Untertagebau, das Erstellen von Kraftwerken im Gebirge und an Flüssen und die Bahntechnik. 2.4.3.2 Prime Buildings Ausland (Vorjahr Global Solutions) Dieser Bereich umfasst Tätigkeiten wie Planung, Projektmanagement und Consulting von Projekten im Prime Building-Sektor Ausland.


150-151

2.4.4 Diverses / Holding Der Bereich beinhaltet diejenigen Kosten der Implenia, welche nicht einem Segment zugeordnet werden. Darin enthalten sind die Gruppengesellschaften ohne Aktivitäten, die Gemeinkosten der Holding, die auf Konzernstufe erfassten latenten Steuern und Vorsorgeverpflichtungen. In der Erläuterung Nr. 37 ist die Segmentszugehörigkeit der einzelnen Gruppengesellschaften aufgeführt. Die Segmente verfügen über eigene Führungsstrukturen und interne Berichtserstattungssysteme und werden deshalb als separat auszuweisende operative Geschäftssegmente betrachtet. Bestimmte Funktionen des Hauptsitzes werden unter «Diverses / Holding» ausgewiesen. Diese umfassen die Beschaffung, Finanzen & Controlling, Human Resources, Informatik, Investment Management, Marketing / Kommunikation, Rechtsdienst und Versicherungen. 2.4.5 Erläuterungen zur Segmentsberichterstattung Die Transferpreise zwischen den operativen Geschäftssegmenten werden «at Arm’s-length» Basis festgelegt. Das ausgewiesene operative Vermögen und die Verbindlichkeiten der Segmente beinhalten Sachanlagen, immaterielles Anlagevermögen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Leistungen sowie Vorräte und sonstiges Vermögen sowie sonstige Verbindlichkeiten, wie zum Beispiel Rückstellungen, die den ausgewiesenen Segmenten zuverlässig zugeordnet werden können. Die nicht den Segmenten zugewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beinhalten vor allem Forderungen und Verbindlichkeiten aus laufenden und latenten Ertragssteuern sowie Guthaben / Verbindlichkeiten gegenüber Personalvorsorgeeinrichtungen. Der Verwaltungsrat übernimmt die Rolle des Chief operating decision maker gemäss IFRS 8. Der Verwaltungsrat erhält in regelmässigen Abständen das interne Reporting, um die Leistungsbeurteilung sowie die Ressourcenallokation der Gruppe vorzunehmen. Das dazu verwendete interne Reporting gliedert die Implenia in die vorgängig dargestellten Segmente. Der Chief operating decision maker erhält die Segmentsinformationen im gleichen Detaillierungsgrad wie in der Segmentsberichterstattung dargestellt.

2.5

Nahestehende Personen und Unternehmen

Diese umfassen die Arbeitsgemeinschaften, assoziierte Gesellschaften sowie übrige nahestehende Personen und Unternehmen. Bezüglich Arbeitsgemeinschaften und assoziierte Gesellschaften wird auf die entsprechenden Abschnitte verwiesen. Die übrigen nahestehenden Personen und Unternehmen umfassen vor allem die Organmitglieder der Implenia (Schlüsselpersonen) und diesen nahestehenden Personen sowie die Gesellschaften, bei denen diese Personen eine leitende Funktion ausüben. Ein wesentlicher Einfluss wird insbesondere angenommen, wenn eine Person eine leitende Funktion in einer anderen Gesellschaft (Mitglied des Verwaltungsrates oder der Konzernleitung) wahrnimmt und dabei explizit, d.h. auftragsgemäss, die Interessen der Implenia vertritt bzw. als Vertreterin der Implenia fungiert.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

Ein wesentlicher Einfluss kann im Übrigen dann angenommen werden, wenn eine oder mehrere leitende Person(en) der Implenia ihre (leitende) Stellung in der anderen Gesellschaft benützen kann bzw. können, um auf die Konditionen der konkreten Transaktionen mit Implenia (zum Beispiel Vertragsbedingungen, Preise etc.) direkt Einfluss zu nehmen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn zusätzlich eine signifikante Kapitalbeteiligung von Implenia oder der leitenden Person gegenüber der anderen Gesellschaft besteht oder auch wenn die andere Gesellschaft signifikante Geschäftstransaktionen mit Implenia abwickelt. Es sind weitere Konstellationen denkbar, die zu einem wesentlichen Einfluss führen können. Die Organmitglieder umfassen die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Konzernleitung der Implenia.

2.6

Fremdwährungen

Die Implenia Konzernrechnung wird in Schweizer Franken (CHF) dargestellt. Die funktionale Währung der ausländischen Konzerngesellschaften ist die jeweilige lokale Währung. In den Konzerngesellschaften werden auf Fremdwährungen lautende monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Wechselkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Transaktionen werden zum Tageskurs bilanziert. Sämtliche daraus resultierenden Wechselkursdifferenzen werden in der Erfolgsrechnung dieser Gesellschaften erfasst. Erträge, Aufwendungen und Geldflüsse der konsolidierten Gesellschaften werden zu monatlichen Durchschnittskursen der Berichtsperiode in CHF umgerechnet. Die Umrechnung der Bilanzpositionen erfolgt zu Stichtageskursen. Umrechnungsdifferenzen auf dem Eigenkapital, auf langfristigen konzerninternen Finanzierungstransaktionen im Zusammenhang mit den Nettoinvestitionen in ausländische Konzerngesellschaften, auf einbehaltenen Gewinnen sowie auf weiteren Eigenkapitalpositionen und auf dem Reingewinn der Berichtsperioden werden unmittelbar in den kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen in der Aufstellung «Konsolidiertes Gesamtergebnis» erfasst. Währungsgewinne und -verluste, die in der Aufstellung «Konsolidiertes Gesamtergebnis» kumuliert wurden, werden bei Dekonsolidierung in der Erfolgsrechnung berücksichtigt.

2.7

Umsatz

Der Konzernumsatz beinhaltet sämtliche Erlöse aus den verschiedenen Tätigkeiten der Implenia. In den Segmenten Generalunternehmung und Bauproduktionen werden kundenspezifische Aufträge nach dem Fertigungsfortschritt (percentage of completion) erfasst. Die Umsatzerfassung inklusive Gewinnanteil erfolgt im Verhältnis von im Geschäftsjahr erbrachter zu insgesamt zu erbringender Leistung. Zukünftig erwartete Auftragsverluste werden im Berichtsjahr im Rahmen der Auftragsbewertung berücksichtigt bzw. zurückgestellt und als Mehrkosten erfasst. Andererseits werden Preisüberschreitungen, Zusatzleistungen und Prämien beim Fertigungsfortschritt berücksichtigt. Für Aufträge in Arbeitsgemeinschaften werden nur die eigenen Leistungen an die Arbeitsgemeinschaften und der Anteil am Erfolg der Arbeitsgemeinschaften als Umsatz ausgewiesen. Der Umsatz «Dienstleistungen» wird aufgrund der am Bilanzstichtag für den Kunden erbrachten Leistung ermittelt.


152-153

IFRIC 15 stellt Leitlinien zur Verfügung wie bestimmt werden kann, ob eine Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien in den Anwendungsbereich von IAS 11 Fertigungsaufträge oder in den Anwendungsbereich von IAS 18 Erträge fällt. Daraus ergibt sich, wann die Erträge aus der Errichtung erfasst werden sollen. Eine Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien ist nur dann ein Fertigungsauftrag, der in den Anwendungsbereich von IAS 11 fällt, wenn der Erwerber in der Lage ist, die Hauptelemente zu beinflussen, bevor die Errichtung beginnt, und / oder Änderungen der Hauptelemente zu bestimmen, wenn die Errichtung begonnen hat (unabhängig davon, ob er von dieser Möglichkeit Gebrauch macht). Wenn der Erwerber diese Möglichkeit hat, ist IAS 11 anzuwenden. Wenn der Erwerber diese Möglichkeit nicht hat, ist IAS 18 anzuwenden. Für das Segment Immobilien beinhaltet der Umsatz den Erlös aus Immobilienverkäufen und Totalunternehmerverträgen sowie temporäre Mieterträge (in Erwartung des Verkaufs des Objektes). Der Verkaufsertrag wird im Moment des Übergangs von Nutzen und Risiko erfasst, d.h. grundsätzlich im Zeitpunkt der Eigentumsübertragung (entspricht in der Regel dem Grundbucheintrag). Erlösminderungen wie Rabatte und Skonti in direkter Verbindung mit verrechneten Leistungen werden vom Umsatz in Abzug gebracht.

2.8

Pensionsverpflichtungen

Die Verpflichtung bezüglich Renten wird bei leistungsorientierten Plänen jährlich durch unabhängige Versicherungsexperten nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ermittelt. Sie entspricht dem Barwert der zu erwartenden künftigen Zahlungen, die zur Begleichung der Verpflichtung aus Dienstzeiten von Mitarbeitenden im laufenden Zeitraum und in früheren Zeiträumen erforderlich sind. Das Planvermögen wird zum Fair Value erfasst. Aus Änderungen der Pensionspläne resultierender verfallbarer nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand einschliesslich der Beträge, die sich auf die sich im Ruhestand befindenden Mitarbeitenden beziehen, wird sofort in der Erfolgsrechnung erfasst. Gewinne oder Verluste, die im Zusammenhang mit Plankürzungen oder -abgeltungen entstehen, werden sofort erfolgswirksam berücksichtigt. Der Einfluss von Änderungen in den versicherungsmathematischen Annahmen und erfahrungsbedingten Anpassungen auf den Wert von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen wird unter Berücksichtung der Methode des Korridors nach IAS 19 in der Erfolgsrechnung erfasst.

2.9

Aktienbasierte Vergütung

Die Leistungen aus aktienbasierten Vergütungen (Differenz zwischen Börsenwert der abgegebenen Aktien und dem Verkaufserlös) sind als Personalaufwand ausgewiesen. Der Aufwand betreffend Aktien, die erst im Folgejahr abgegeben werden, wird vollständig im Jahr der Arbeitsleistung erfasst, da er nicht von zukünftigen Leistungen abhängig ist. Die Modalitäten werden jedes Jahr vom Verwaltungsrat festgesetzt. Alle Mitarbeitenden stehen im Genuss eines Mitarbeiterbeteiligungsplans gemäss Reglement. Im Rahmen dieses Plans haben die Mitarbeitenden die Möglichkeit, zweimal pro Jahr eine reglementarisch festgesetzte Anzahl von Aktien der Implenia AG zu einem Vorzugspreis zu beziehen.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

2.10 Steuern Die Ertragssteuern werden in derselben Periode wie die Erlöse und Aufwendungen, auf die sie sich beziehen, erfasst. Latente Steuern werden gemäss der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet. Dementsprechend erfolgt die Berechnung auf Basis der temporären Differenzen zwischen dem steuerlichen und dem für die Konsolidierung massgebenden bilanziellen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit, es sei denn, eine solche temporäre Differenz beziehe sich auf Beteiligungen an Konzerngesellschaften, bei denen die Aufhebung der Differenz zeitlich gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass diese in absehbarer Zukunft nicht erfolgen wird. Darüber hinaus werden, insofern als keine Ausschüttungen von Gewinnen vorgesehen sind, Quellensteuern und andere Steuern auf mögliche spätere Ausschüttungen nicht berücksichtigt, da die Gewinne in der Regel reinvestiert werden. Latente Steueransprüche bzw. -schulden des Konzerns, berechnet auf Basis der zum Zeitpunkt der Besteuerung erwarteten anwendbaren lokalen Steuersätze, sind im Anlagevermögen bzw. beim langfristigen Fremdkapital ausgewiesen. Deren Veränderung im Verlauf des Jahres wird in der Erfolgsrechnung oder im Eigenkapital erfasst oder, sofern sie sich auf eine Position bezieht, die in der Aufstellung «Konsolidiertes Gesamtergebnis» enthalten ist, in dieser ausgewiesen. Ein Ausweis von latenten Steuerforderungen für alle nicht beanspruchten steuerlichen Verlustvorträge erfolgt, sofern wahrscheinlich ist, dass diese mit zukünftigen steuerlichen Gewinne verrechnet werden können. Für die Festlegung der Höhe der latenten Steuerforderungen, die verbucht werden können, wird vom Management ein bedeutendes Mass an Urteilskraft verlangt. Die Annahmen basieren auf dem wahrscheinlichen Zeitpunkt und dem Umfang zukünftiger steuerlicher Gewinne zusammen mit zukünftigen Strategien der Steuerplanung. Diverse Kantone erheben auf dem Verkauf von Liegenschaften und Grundstücken aus dem Geschäftsvermögen eine separate, bei den ordentlichen kantonalen Gewinnsteuern anrechenbare Grundstückgewinnsteuer. Der steuerbare Grundstückgewinn wird aufgrund der anwendbaren kantonalen Gesetze ermittelt. Der anwendbare Grundstückgewinnsteuersatz ist abhängig von der Besitzdauer und der Höhe des steuerbaren Grundstückgewinns. Die Grundstückgewinnsteuer wird im Zeitpunkt des Verkaufs abgerechnet.

2.11 Flüssige Mittel (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) Die liquiden Mittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Depositengelder bei Banken und bei der Post und sonstigen Finanzinstituten. Diese werden nur in den liquiden Mitteln ausgewiesen, sofern sie jederzeit in zum Voraus bestimmbare Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können, nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen sowie ab dem Zugangsdatum eine Laufzeit von maximal drei Monaten haben. Diese Definition wird auch in der Geldflussrechnung angewandt bzw. dies ist der Fonds, welcher in der Geldflussrechnung nachgewiesen wird.


154-155

2.12 Forderungen aus Leistungen Forderungen aus Leistungen werden zum Fair Value erfasst, d.h. zu den fakturierten Beträgen abzüglich Wertberichtigungen für veranschlagte Mindereinnahmen, wie z.B. Rabatte, Rückvergütungen und Skonti. Die Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen werden aufgrund der Differenz zwischen dem erfassten Wert der Forderungen und dem geschätzten einbringbaren Nettobetrag ermittelt. Der entsprechende erwartete Verlust wird der Erfolgsrechnung belastet. Sobald eine Forderung uneinbringlich wird, wird sie abgeschrieben.

2.13 Objekte in Arbeit Die Bilanzierung von Kundenaufträgen auf Baustellen erfolgt nach der Percentage-of-completion-Methode. Der jeweilige Fertigungsstand wird durch die auftragsbezogene Fortschrittsbestimmung festgelegt. In der Bilanz werden – nach Anrechnung von Kundenzahlungen – die Kundenaufträge als Nettoaktiven bzw. Nettopassiven aus Objekten in Arbeit ausgewiesen. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich geschätzt werden kann, wird der Erlös nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringbar sind bei gleichzeitiger Erfassung der angefallenen Auftragskosten als Aufwand in der entsprechenden Periode. Dies entspricht einer Bewertung zu Herstellungskosten. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, werden die erwarteten Verluste sofort als Aufwand erfasst.

2.14 Arbeitsgemeinschaften Arbeitsgemeinschaften werden eingegangen um mit anderen Bauunternehmen zeitlich befristete Projekte durchzuführen. Die Übernahme der Arbeiten erfolgt mit Abschluss eines gemeinsamen Vertrages mit dem Vertragspartner. Die Arbeitsgemeinschaften sind als einfache Gesellschaften organisiert; der Gesellschaftsvertrag (ARGE-Vertrag) ordnet das Verhältnis unter den einzelnen Mitgliedern. Die Bewertung der Arbeitsgemeinschaften erfolgt nach der gemäss IAS 31 «Anteile an Joint Ventures» erlaubten Equity-Methode (gemäss IAS 28 «Anteile an assoziierten Unternehmen»). Die Arbeitsgemeinschaften werden in der Erstbewertung zu Anschaffungskosten bewertet. In den darauffolgenden Jahren erhöhen die anteiligen Gewinne und reduzieren die anteiligen Verluste erfolgswirksam den Buchwert. Die Liquiditätseinzahlungen und Auszahlungen erhöhen respektive reduzieren erfolgsneutral den Buchwert. Je nach Sachverhalt resultiert eine Forderung oder eine Verbindlichkeit, welche als Aktivum oder Passivum ausgewiesen wird. Die Forderungen und Verbindlichkeiten der Implenia gegenüber den Arbeitsgemeinschaften werden in der entsprechenden Forderungs- oder Verbindlichkeitsposition getrennt ausgewiesen.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

Der Ausweis des Erfolgs aus den Arbeitsgemeinschaften erfolgt als Teil des «operativen Ergebnisses», da es sich um eine operative Tätigkeit handelt, um Kundenaufträge auszuführen.

2.15 Assoziierte Unternehmen Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf die der Konzern massgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Kontrolle besitzt. Es handelt sich grundsätzlich um Gesellschaften, an denen die Implenia mit 20% bis 50% beteiligt ist. Diese Gesellschaften werden nach der Equity-Methode behandelt und sind in der konsolidierten Bilanz separat ausgewiesen. Die Berechnung der Equity-Beteiligung erfolgt grundsätzlich aufgrund von Jahresrechnungen per Konzernabschlussdatum. Sofern keine Jahresrechnung auf das Konzernabschlussdatum vorhanden ist, erfolgt die Bewertung aufgrund der letzten vorhandenen Jahresrechnung unter Berücksichtigung allfälliger inzwischen festgestellter Entwicklungen. Der Einbezug assoziierter Unternehmen in die Konsolidierung erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften. Die langfristigen Arbeitsgemeinschaften zum Betrieb von Produktionsstätten zur Beton- und Asphaltproduktion mit einer Kapitalbeteiligung der Implenia von 20% und mehr werden getrennt von den übrigen Arbeitsgemeinschaften, welche auch nach IAS 28 «Anteile an assoziierten Unternehmen» bewertet werden als assoziierte Unternehmen bilanziert und bewertet. Der Ausweis des Erfolgs aus den assoziierten Unternehmen erfolgt als Teil des «operativen Ergebnisses», da es sich um eine operative Tätigkeit handelt, um Kundenaufträge auszuführen.

2.16 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Zugekaufte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung dieser Position in der Bilanz bzw. die Belastung der «Materialkosten» erfolgt zu historischen Kosten gemäss dem «Prinzip des durchschnittlichen Einstandspreises». Bei schwer verkäuflichen Vorräten und bei Vorräten mit tieferen Marktpreisen werden Wertberichtigungen vorgenommen. Bei Vorräten mit einem Marktpreis unter den von Implenia angesetzten Kosten, erfolgt eine Wertberichtigung falls das Fertigprodukt nicht mehr kostendeckend ist. Wenn absehbar ist, dass die abgeschriebenen Vorräte wieder genutzt werden können, werden die Wertberichtigungen durch Zuschreibung des Vorratsvermögens bis zum tieferen Wert des geschätzten Fair Value oder der historischen Anschaffungskosten rückgängig gemacht. Unverkäufliche Vorräte werden vollständig wertberichtigt.


156-157

2.17 Immobiliengeschäfte Die unter dieser Rubrik ausgewiesenen Immobilien sind zum Verkauf bestimmt und werden gemäss IAS 2 als «Vorräte» bewertet. Fertiggestellte, aber noch nicht verkaufte Objekte können zwischenzeitlich Mieterträge generieren, sie bleiben aber weiterhin in dieser Rubrik ausgewiesen, da sie zum Verkauf bestimmt sind. Die Objekte werden einzeln bewertet. Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert der Herstellkosten des Objektes einschliesslich eigener Arbeiten oder des Nettoveräusserungswertes. In den Herstellkosten sind die an Dritte bezahlten und bis zur Inbetriebnahme des Bauwerks berechneten Finanzierungskosten inbegriffen. Die gemäss den oben genannten Bewertungsgrundsätzen festgestellten Minderwerte werden direkt als Wertberichtigung der Position Immobiliengeschäfte belastet. Die Verkaufserlöse aus Immobiliengeschäften werden als Umsatz ausgewiesen. Die Bestandesveränderungen sowie die Veränderungen der Wertberichtigungen auf Immobiliengeschäften werden im Aufwand erfasst. Gewisse Immobiliengeschäfte werden gemeinsam mit einem oder mehreren Partnern ausgeführt. Diese unter gemeinschaftlicher Führung und im gemeinsamen Eigentum stehenden Objekte werden anteilig als Immobiliengeschäfte bilanziert.

2.18 Sachanlagen Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet und linear über die geschätzte Nutzungsdauer zulasten der Erfolgsrechnung abgeschrieben: – Betriebsgebäude 25 – 50 Jahre – Produktionsstätten 15 – 20 Jahre – Maschinen und Fahrzeuge 6 – 15 Jahre – Mobiliar 5 – 10 Jahre – Informatik 3 – 5 Jahre – Investment Property 25 – 50 Jahre Zusätzliche Kosten, die den wirtschaftlichen Nutzen einer Sachanlage verlängern, werden separat aktiviert. Anteilige Finanzierungskosten für im Bau befindliche Sachanlagen werden aktiviert. Die Werthaltigkeit von Sachanlagen wird immer dann überprüft, wenn aufgrund veränderter Umstände oder Ereignisse eine Wertminderung der Buchwerte vorhanden sein könnte.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

2.18.1 Investment Property Grundstücke und Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder mit noch nicht definierter Nutzungsabsicht gehalten werden, werden gesondert als Investment Property gemäss IAS 40 ausgewiesen. Das Kriterium zur Klassifizierung als Investment Property bei allen Grundstücken ist die nicht gegebene Entwicklungs– oder Verkaufsabsicht. Der Ansatz und die Bewertung erfolgen nach dem Anschaffungskostenmodell. Investment Property werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und linear (bei Immobilien) abgeschrieben. Liegen die Barwerte der zukünftigen Einzahlungsüberschüsse unter den Buchwerten, erfolgt gemäss IAS 36 eine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Wert. Der beizulegende Wert dieser Immobilien wird gesondert angegeben. Die Ermittlung erfolgt nach anerkannten Methoden wie der Ableitung aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien oder der Discounted Cashflow Methode. 2.18.2 Financial Lease Geleaste Sachanlagen, an denen die Implenia im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen trägt, werden zum jeweils niedrigeren Betrag des Marktwertes der geleasten Anlagen oder des Barwertes der Mindestleasingzahlungen bei Vertragsbeginn aktiviert und über den kürzeren der beiden Zeiträume, Leasinglaufzeit oder geschätzte Nutzungsdauer, abgeschrieben. 2.18.3 Operating Lease Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Teil der mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen beim Leasinggeber verbleibt, werden als operative Leasingverhältnisse (Operating leases) klassifiziert. Sie werden im Allgemeinen linear über die Leasingdauer der Erfolgsrechnung belastet.

2.19 Immaterielle Vermögenswerte 2.19.1 Goodwill Unternehmenszusammenschlüsse werden gemäss der Purchase method of accounting erfasst. Die Akquisitionskosten umfassen die Entschädigung, die im Austausch gegen die Kontrolle über die identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens geleistet wurde. Die Entschädigung umfasst Zahlungen in bar sowie den Verkehrswert der abgegebenen Vermögenswerte, der eingegangenen oder übernommenen Verpflichtungen und der vom Konzern ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente am Transaktionsdatum. Verbindlichkeiten in Abhängigkeit von künftigen Ereignissen, die auf vertraglichen Vereinbarungen beruhen (contingent considerations arrangements) werden zum Verkehrswert bei der bilanziellen Behandlung des Kaufs berücksichtigt. Direkt zuordenbare Transaktionskosten werden als Aufwand verbucht. Das erworbene Nettovermögen, das sich aus den identifizierten Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zusammensetzt, wird zu seinem Verkehrswert erfasst.


158-159

Sofern der Konzern nicht eine 100%-Beteiligung am Unternehmen erwirbt, werden die nicht beherrschten Anteile entsprechend ihrem Anteil am Verkehrswert des erworbenen Nettovermögens erfasst. Der Goodwill entspricht dem Überschuss der Akquisitionskosten über der Beteiligung des Konzerns am Verkehrswert des erworbenen Nettovermögens. Goodwill wird nicht abgeschrieben, aber an jedem Bilanzstichtag auf mögliche Wertminderungen untersucht. Goodwill kann auch bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen entstehen und entspricht dem Überschuss der Erwerbskosten der Beteiligung über dem anteiligen Verkehrswert des identifizierbaren Nettovermögens. Dieser Goodwill wird in den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen erfasst. Bei der Beurteilung des Goodwills hinsichtlich einer möglichen Wertminderung hin wird der realisierbare Wert auf der Basis der Geldfluss generierenden Einheit, dem der Goodwill zugerechnet wird, ermittelt. Der realisierbare Wert ergibt sich aus dem höheren von Fair Value less cost to sell und Value in use. Übersteigt der Buchwert den realisierbaren Wert, wird die Differenz als Wertminderung erfasst. Die Schätzung der künftigen diskontierten Geldflüsse, der entsprechenden Diskontierungssätze und der Wachstumsraten basiert in hohem Masse auf Einschätzungen und Annahmen des Managements. Die tatsächlich erzielten Geldflüsse und Werte können demnach stark von den erwarteten künftigen Geldflüssen und den damit in Verbindung stehenden, mittels Diskontierungstechniken ermittelten Beträgen abweichen. 2.19.2 Übriges immaterielles Anlagevermögen Zugänge von Lizenzen, Software, IT-Entwicklungen, Marken und Kundenbeziehungen werden zu ihren Anschaffungskosten erfasst. Das immaterielle Anlagevermögen wird ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern es nutzen kann, in gleichmässigen Raten verteilt über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte wird regelmässig überprüft. Sämtliche identifizierbaren immateriellen Güter (zum Beispiel Marken und Kundenbeziehungen), die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden anlässlich der Ersterfassung zu ihrem fairen Wert bilanziert. Das übrige immaterielle Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet und linear über die geschätzte Nutzungsdauer zulasten der Erfolgsrechnung abgeschrieben: – Entwicklungskosten 3–6 Jahre – Lizenzen, Patente 3–5 Jahre – Software 3–5 Jahre – Marken 3–5 Jahre – Kundenbeziehungen 10–15 Jahre


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

2.20 Übrige finanzielle Vermögenswerte Bei den finanziellen Vermögenswerten, hauptsächlich Finanzanlagen inklusive Wertschriften, wird zwischen den Kategorien «erfolgswirksam zum Verkehrswert», «zur Veräusserung verfügbar», «bis zur Fälligkeit zu halten» und «Kredite und Forderungen» unterschieden. Als «erfolgswirksam zum Verkehrswert» klassifizierte finanzielle Vermögenswerte werden entweder zu Handelszwecken gehalten oder bei der erstmaligen Erfassung als solche definiert. Die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte werden hauptsächlich mit der Absicht erworben, einen Gewinn aus kurzfristigen Kursschwankungen zu erzielen. Finanzielle Vermögenswerte werden als «erfolgswirksam zum Verkehrswert» designiert, sofern dies zur Aufhebung von Inkonsistenzen bei der Bewertung und Erfassung zu relevanteren Informationen führt. Die «bis zur Fälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerte» sind Wertschriften mit einer festen Laufzeit, die der Konzern bis zu deren Endfälligkeit halten will und kann. Die «Kredite und Forderungen» sind finanzielle Vermögenswerte, die vom Konzern gewährt oder vom Aussteller in einem Primärmarkt erworben wurden. Diese sind nicht derivate finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, welche nicht im aktiven Markt notiert sind. Alle sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden den zur Veräusserung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten zugeordnet. Alle finanziellen Vermögenswerte werden erstmalig zu ihren Verkehrswerten inklusive Transaktionskosten erfasst, mit Ausnahme der als «erfolgswirksam zum Verkehrswert» klassifizierten finanziellen Vermögenswerte, bei denen die Transaktionskosten nicht einbezogen werden. Alle Käufe und Verkäufe werden am Erfüllungstag verbucht. Nach der erstmaligen Erfassung werden die als «erfolgswirksam zum Verkehrswert» klassifizierten finanziellen Vermögenswerte zu ihren Verkehrswerten bilanziert und alle Verkehrswertänderungen im Finanzertrag oder -aufwand der betreffenden Berichtsperiode ausgewiesen. Die bis zur «Fälligkeit zu haltenden» finanziellen Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung zu ihren amortisierten Kostenwerten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Die «zur Veräusserung verfügbaren» finanziellen Vermögenswerte werden nach ihrer erstmaligen Erfassung zu Verkehrswerten bilanziert und alle nicht realisierten Verkehrswertänderungen im Gesamtergebnis / OCI erfasst mit Ausnahme von Zinsen, die basierend auf der Effektivzinsmethode berechnet werden, und Fremdwährungsschwankungen. Bei Verkauf, Wertminderung oder anderweitigem Abgang der «zur Veräusserung gehaltenen» verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden die seit dem Kauf im «konsolidierten Gesamtergebnis» erfassten kumulierten Gewinne und Verluste im Finanzertrag oder -aufwand der laufenden Berichtsperiode ausgewiesen. Kredite und Forderungen werden nach der erstmaligen Erfassung zu ihren amortisierten Kostenwerten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden an jedem Bilanzstichtag auf Wertminderung überprüft. Bei objektiven Anzeichen für eine Wertminderung, wie Konkurs, Zahlungsverzug oder sonstige bedeutende finanzielle Schwierigkeiten des Ausstellers, wird dem Konzernergebnis eine Wertminderung belastet. Ein finanzieller Vermögenswert wird nicht mehr bilanziert, wenn der vertragliche Anspruch auf Geldflüsse aus dem Vermögenswert erlischt oder der Konzern die Rechte am Erhalt der Geldflüsse aus den finanziellen Vermögenswerten in einer Transaktion überträgt, in der alle massgeblichen Risiken und Nutzen des Besitzes des finanziellen Vermögenswertes übertragen sind.


160-161

Vermögenswerte und Schulden sowie Erträge und Aufwendungen werden nicht miteinander saldiert, soweit dies nicht durch einen Standard bzw. eine Interpretation gefordert oder erlaubt wird. Saldierungen vermindern die Fähigkeit der Adressaten, Geschäftsvorfälle, sonstige Ereignisse oder Bedingungen zu verstehen und die künftigen Cashflows des Unternehmens abzuschätzen, es sei denn, die Saldierung spiegelt den wirtschaftlichen Gehalt eines Geschäftsvorfalls, eines Ereignisses oder sonstiger Bedingungen wider. Die Bewertung von Vermögenswerten nach Abzug von Wertberichtigungen – beispielsweise Abschläge für veraltete Bestände und Wertberichtigungen von Forderungen – stellt keine Saldierung dar. Gemäss IAS 18 müssen Erträge zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung abzüglich der vom Unternehmen gewährten Preisnachlässe bewertet werden. Die Implenia unternimmt im Verlauf der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auch solche Geschäftsvorfälle, die selbst zu keinen Erträgen führen, die aber zusammen mit den Hauptumsatzträgern anfallen. Die Ergebnisse solcher Geschäftsvorfälle sind durch die Saldierung aller Erträge mit den dazugehörigen Aufwendungen, die durch diesen Geschäftsvorfall entstehen, darzustellen, wenn diese Darstellung den Gehalt des Geschäftsvorfalles oder Ereignisses widerspiegelt: a) Gewinne und Verluste aus der Veräusserung langfristiger Vermögenswerte einschliesslich Finanzinvestitionen und betrieblicher Vermögenswerte werden erfasst, indem von den Veräusserungserlösen der Buchwert der Vermögenswerte und die damit in Zusammenhang stehenden Veräusserungskosten abgezogen werden. b) Aufwand in Verbindung mit einer Rückstellung, die gemäss IAS 37 (Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen) erfasst wird und gemäss einer vertraglichen Vereinbarung mit einem Dritten (z.B. Lieferantengewährleistung) erstattet wird, darf mit der entsprechenden Rückerstattung saldiert werden. Ausserdem werden Gewinne und Verluste, die aus einer Gruppe von ähnlichen Geschäftsvorfällen entstehen, saldiert dargestellt, beispielsweise Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung oder solche, die aus Finanzinstrumenten entstehen, die zu Handelszwecken gehalten werden. Solche Gewinne und Verluste werden jedoch, sofern sie wesentlich sind, gesondert ausgewiesen. Die Werthaltigkeit der finanziellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer muss lediglich bei Vorliegen eines Triggering Event überprüft werden. Ein «Triggering Event» liegt beispielsweise vor, wenn sich die Marktwerte der Vermögenswerte in einer Weise verschlechtern, dass davon ausgegangen werden muss, dass sie permanent sind.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

2.21 Finanzverbindlichkeiten Finanzverbindlichkeiten werden erstmalig zu ihren Kostenwerten erfasst und danach zu ihren amortisierten Kostenwerten bilanziert. Ein allfälliger Differenzbetrag, welcher der Differenz zwischen dem erhaltenen Nettoerlös und dem bei Fälligkeit rückzahlbaren Nettowertes entspricht, wird über die Laufzeit des Instrumentes amortisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. An Kapitalvermittler (in der Regel Banken) bezahlte Transaktionskosten werden gemäss dem Prinzip der amortisierten Kostenwerte über die Laufzeit des zugrunde liegenden Finanzinstrumentes amortisiert. 2.22 Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gesetzliche oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Mitteln zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Restrukturierungsrückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern über einen detailierten formalen Restrukturierungsplan verfügt, mit dessen Umsetzung entweder begonnen wurde oder über den der Konzern die Betroffenen informiert hat. Die gebildeten Rückstellungen stellen die bestmögliche Einschätzung der endgültigen Verpflichtung dar. Für zukünftige operative Verluste werden keine Rückstellungen gebildet. Bei einer Vielzahl von ähnlichen Verpflichtungen wird die Wahrscheinlichkeit eines Mittelabflusses bestimmt, indem die Gruppe der Verpflichtungen als Ganzes betrachtet wird. Mögliche Verpflichtungen, deren Eintreten zum Bilanzstichtag nicht beurteilt werden kann, oder Verpflichtungen, deren Höhe nicht zuverlässig eingeschätzt werden kann, werden als Eventualverbindlichkeiten offengelegt. Bei einer wesentlichen Wirkung des Zinseffektes wird der Barwert der erwarteten Ausgaben angesetzt.


162-163

2.23 Eigenkapital Das Aktienkapital widerspiegelt den Nennwert der ausgegebenen Aktien der Implenia AG. Die eigenen Aktien sind die am Markt zurückerworbenen Aktien der Implenia AG. In der Neubewertungsreserve enthalten sind CHF 2,9 Mio. Reserven, welche aus der Fusion der Zschokke und der Batigroup entstanden sind. Die Währungsumrechnungsdifferenzen entstehten aus der Bewertung der ausländischen Tochtergesellschaften. Beim Ausscheiden der erwähnten Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis wird der entsprechende Anteil an der Währungsumrechnungsdifferenz über die Erfolgsrechnung rezykliert. Bei den Gewinnreserven handelt es sich um einbehaltene Gewinne des Konzerns, welche grösstenteils frei verfügbar sind. Nicht beherrschende Anteile beinhalten die von Drittaktionären gehaltenen Anteile am Eigenkapital (inklusive Jahresgewinn) von Tochtergesellschaften.

2.24 Dividenden und Nennwertrückzahlungen Dividenden und Nennwertrückzahlungen werden in der Konzernrechnung in der Periode ausgewiesen, in der sie durch die Generalversammlung der Aktionäre beschlossen werden.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

3

Risikobeurteilung

Die konzernweite Risikobeurteilung, welche eine frühzeitige Erkennung und Beurteilung sowie die Ergreifung entsprechender risikoreduzierender Massnahmen ermöglicht, wird quartalsweise durchgeführt und fokussiert sich im Wesentlichen auf die Projektrisiken und die finanziellen Risiken. Mit einem Bottom-up-Prozess, basierend auf projekt- und einheitsbezogenen Risk Maps, werden die Resultate der Risiko- und Chancenbeurteilungen konsolidiert. Im Rahmen des Abschlussprozesses rapportiert das Konzern-Risk-Management zweimal jährlich an die Konzernleitung, das Audit Committee und den Verwaltungsrat.

3.1

Finanzielles Risikomanagement

Die Grundsätze des finanziellen Risikomanagements sind auf Konzernstufe festgelegt und gelten für alle Konzerneinheiten. Sie beziehen sich unter anderem auf Regelungen betreffend Haltung und Anlage flüssiger Mittel, Aufnahme von Schulden sowie Absicherung gegen Fremdwährungs-, Preis- und Zinsrisiken. Die Einhaltung der Richtlinien wird laufend und zentral überwacht. Die Gruppe verfolgt insgesamt einen konservativen und risikoaversen Ansatz. Die hauptsächlichen Finanzinstrumente der Gruppe umfassen die liquiden Mittel, Forderungen aus Leistungen, finanzielle und übrige Forderungen sowie kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leistungen. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Leistungen werden im Rahmen der ordentlichen Geschäftstätigkeit generiert. Die Finanzverbindlichkeiten dienen ausschliesslich zur Finanzierung der operativen Tätigkeit. Die Finanzanlagen werden hauptsächlich für die Finanzierung assoziierter Gesellschaften (Darlehen) verwendet. Derivative Finanzinstrumente dürfen in der Gruppe lediglich zur Absicherung operativer Geschäfte eingesetzt werden. Aufgrund der geringen Fremdwährungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente selten eingesetzt. Die Gruppe hielt zum Bilanzstichtag keine derivativen Finanzinstrumente (Vorjahr: keine). Die hauptsächlichen Risiken, die sich aus den Finanzinstrumenten für die Gruppe ergeben, sind das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko und das Marktrisiko. Umsätze und Beschaffung der Konzerngesellschaften erfolgen zu knapp 99% und die Finanzierung zu 100% in der gleichen Währung, sodass die Gruppe aus der operativen Tätigkeit kein signifikantes Fremdwährungsrisiko trägt. Ein Fremdwährungsrisiko besteht in den auf Fremdwährung lautenden Nettoinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften.


164-165

3.2

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko besteht in Ausfällen von Forderungen aus Leistungen sowie von Finanzforderungen. 3.2.1 Forderungen aus Leistungen Die Zahlungskonditionen für die Kunden lauten in der Regel auf 30 bis 90 Tage. Vor Vertragsabschluss wird die Kreditwürdigkeit der Kunden überprüft. Der Umsatz wird zum überwiegenden Teil mit der öffentlichen Hand sowie Schuldnern mit überdurchschnittlicher Bonität (Banken, Versicherungen, Pensionskassen u.ä.) erzielt. Es werden in der Regel keine Sicherheiten eingeholt. Es besteht bei grundstückbezogenen Leistungen jedoch die rechtliche Möglichkeit der Pfändung des Grundstücks («Handwerkerpfandrecht»). Fällige Forderungen werden in standardisierten Verfahren gemahnt. Es besteht ein laufendes Reporting zur Überwachung der Forderungsbestände, insbesondere der überfälligen Forderungen. Die Forderungsausfälle der Gruppe sind im Vergleich zum Konzernumsatz unbedeutend. 3.2.2 Finanz- und übrige Forderungen Bei den Finanz- und übrigen Forderungen besteht das Kreditrisiko im Ausfall der Forderung bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners. Die Bonität der Schuldner wird regelmässig durch die Prüfung der finanziellen Situation der Schuldner festgestellt. Bei den flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten muss die Gegenpartei zudem ein minimales Rating oder eine Staatsgarantie aufweisen. Bei einer Anzahl von Schweizer Kantonalbanken besteht weiterhin die so genannte Staatsgarantie. Diese bedeutet, dass der Kanton (Staat) als Besitzer der Bank im Falle des Konkurses der Bank für alle nach der Verwertung aller Aktiven noch offenen Verbindlichkeiten garantiert. Dem Gläubiger wird somit eine vollständige Sicherheit gewährt. Von dieser Regel ausgenommen sind nachrangige Anleihen und das Partizipationskapital (ein bestimmter Teil des Eigenkapitals). Durch die Staatsgarantie ist die Einteilung in die jeweiligen Klassen nicht von Bedeutung, da die Guthaben somit entweder durch die eigenen Mittel der Bank oder – subsidiär – durch den Staat gesichert sind. Die Position je Gegenpartei ist bei diesen Positionen auf einen maximalen Betrag begrenzt. Die laufende Bonitätsentwicklung wird durch marktnahe Informationen (z.B. CDS Spreads) verfolgt, und bei Bedarf werden entsprechende Massnahmen ausgelöst. Das maximale Kreditrisiko besteht im Ausfall der einzelnen Forderungspositionen. Die drei grössten Forderungsbeträge je Gegenpartei bei den Kundenforderungen und übrigen Forderungen betragen CHF 47,9 Mio. (Vorjahr: CHF 34,3 Mio.). Dies entspricht 8,4% des Buchwertes der gesamten Kundenund übrigen Forderungen (Vorjahr: 8,5%). Die drei grössten Forderungen je Gegenpartei bei den Finanzforderungen und flüssigen Mitteln betragen CHF 278 Mio. (Vorjahr: CHF 81,2 Mio.). Dies entspricht 79,6% des Buchwertes der gesamten Finanzforderungen und flüssigen Mittel (Vorjahr: 56,0%). Altersstruktur der Kundenforderungen: siehe Erläuterung Nr. 14.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

3.2

Kreditrisiko (Fortsetzung)

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Forderungen gegenüber den grössten Gegenparteien am Bilanzstichtag: Rating2

Bestand 1000 CHF

Situation per 31.12.2010 Gegenpartei1 Kunden- und übrige Forderungen: Öffentliche Hand und deren Betriebe

n.a.

33 333

Finanzinstitut

Aa3

8 511

Sonstige

n.a.

6 096

Finanzinstitut

Aa3

186 924

Finanzinstitut

Aa1

70 987

Finanzinstitut

A1

20 055

Sonstige

n.a.

13 000

Sonstige

n.a.

11 258

Sonstige

n.a.

10 000

Finanzinstitut

Aa2

41 086

Finanzinstitut

AA

20 065

Finanzinstitut

AA-

20 022

Finanzforderungen und liquide Mittel:

Situation per 31.12.2009 Gegenpartei1 Kunden- und übrige Forderungen:

Finanzforderungen und liquide Mittel:

1 Gegenparteien sind in folgende Klassen gegliedert: – Finanzinstitute (Banken, Versicherungen, Pensionskassen) – Öffentliche Hand und deren Betriebe – Sonstige 2 Moody’s bzw. Standard & Poor’s rating


166-167

3.3

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht im Wesentlichen darin, dass die Verbindlichkeiten nicht per Fälligkeit erfüllt werden können. Die zukünftige Liquiditätsentwicklung wird mit rollierenden Planungen mit verschiedenen Zeithorizonten prognostiziert. Die Gruppe ist bestrebt, jederzeit über ausreichende Kreditlinien zu verfügen, um die geplanten Mittelbedürfnisse abdecken zu können. Die Gruppe verfügte per 31.12.2010 über Zahlungsmittel von CHF 349,3 Mio. (Vorjahr: CHF 128,7 Mio.) und freie Kreditlimiten von CHF 176,3 Mio. (Vorjahr: CHF 242,9 Mio.). Die Gruppe strebt eine angemessene Mindestliquidität (bestehend aus Zahlungsmitteln und freien Kreditlimiten) an.

Kurzfristig

Langfristig

0 – 3 Mt.

4 – 12 Mt.

2 – 5 Jahre

>5 Jahre

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

(251 009)

(10 915)

2010 Lieferanten- und übrige Verbindlichkeiten Finanzverbindlichkeiten

(1 464)

Obligationsanleihe

(141)

(316)

(98)

(6 250)

(25 000)

(206 250)

2009 Lieferanten- und übrige Verbindlichkeiten Finanzverbindlichkeiten

(271 468)

(6 129)

(42 180)

(673)


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

3.4

Marktrisiko / Zinsänderungsrisiko

Die Gruppe hat kaum langfristige verzinsliche Aktiven. Das Zinsänderungsrisiko der Gruppe ergibt sich somit aus Finanzierungsstruktur und -volumen der Gruppe. Da sich die Gruppe mit dem Bond fix finanziert hat und entsprechend die Bankfinanzierungen reduziert hat, ist das Risiko bei einer Zinsänderung gering; das Risiko von Schwankungen des Fair Value ist vernachlässigbar. Dabei führen Zinserhöhungen grundsätzlich zu keiner Verschlechterung des Konzernergebnisses. Die Verschuldung erfolgt generell in der Funktionalwährung der sich finanzierenden Einheit und somit nahezu vollständig in CHF. Die Fälligkeitsstruktur der verzinslichen Finanzinstrumente per 31.12.2010 ist wie folgt: Bis 1 Jahr

2 – 5 Jahre

Über 5 Jahre

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

Variabel verzinste Flüssige Mittel Finanzforderungen Finanzverbindlichkeiten

349 274

462

5 170

389

(1 605)

(316)

(98)

287

3 621

245

(197 741)

Fix verzinste Finanzforderungen Finanzverbindlichkeiten


168-169

Fälligkeitsstruktur per 31.12.2009: Bis 1 Jahr

2 – 5 Jahre

Über 5 Jahre

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

128 749

9 625

(42 180)

(432)

Finanzforderungen

1 185

Finanzverbindlichkeiten

(241)

Variabel verzinste Flüssige Mittel Finanzforderungen Finanzverbindlichkeiten Fix verzinste

Die nachfolgende Tabelle stellt den Einfluss von Zinsänderungen auf das Ergebnis vor Steuern der Implenia dar. Es wird unterstellt, dass die Zinsänderung über das ganze Jahr gültig war. Da sich die Implenia nahezu ausschliesslich in CHF verschuldet, wird lediglich der Einfluss von Zinsänderungen in CHF dargestellt. Zinsänderung

Veränderung EBT

Prozentpunkte

1000 CHF

Sensitivität 2010

+ / – 0.5

+ / – 98

Sensitivität 2009

+ / – 0.5

+ / – 1010

Im Geschäftsjahr 2010 wurde eine Obligation am Kapitalmarkt platziert (siehe dazu Anhang 25). In Höhe von CHF 200 Mio. ist daraus der Finanzierungsbedarf fest verzinst. Nach Elimination der fest verzinslichen Positionen ergibt sich im Geschäftsjahr 2010 ein variabel verzinsliches Nettoguthaben (Vorjahr: variabel verzinsliche Nettoverschuldung). Basierend darauf ergibt sich ein umgekehrter Effekt aus einer Zinserhöhung.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

3.5

Marktrisiko / Fremdwährungs- und andere Risiken

Das Risiko aus Fremdwährungsschwankungen ist nicht signifikant und besteht im Wesentlichen aus dem Translationsrisiko auf den in Fremdwährung lautenden Nettoinvestitionen in ausländischen Tochtergesellschaften. In der Implenia Gruppe entstehen Fremdwährungsrisiken durch die internationale Ausrichtung, durch Investitionen in ausländische Tochtergesellschaften oder durch die Gründung ausländischer Betriebsstätten (Translationsrisiko). Des Weiteren entstehen Fremdwährungsrisiken aus zukünftigen Geschäftstransaktionen oder bilanzierten Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten aus Währungen, die nicht der funktionalen Währung der betroffenen Gesellschaft entsprechen. Der Implenia Konzern ist im Wesentlichen Risiken gegenüber dem Euro ausgesetzt. Unter der Annahme, dass der Euro gegenüber dem Schweizer Franken per 31. Dezember 2010 um 10% stärker notiert hätte, wäre das Konzernergebnis nach Steuern um CHF 0,7 Mio. (1%) und die Gewinnreserven um CHF 4,2 Mio. (1%) höher. Da die Gruppe nur einen geringen Bestand an Wertschriften hält, ist das Preisrisiko ebenfalls nicht signifikant.

3.6

Ausfälle auf finanziellen Verbindlichkeiten und Verletzung von Covenants

Im Berichtsjahr sind keine Ausfälle auf finanziellen Verbindlichkeiten eingetreten (Vorjahr: keine). Die in den Finanzierungsvereinbarungen festgelegten Bedingungen (Financial Covenants) wurden eingehalten (Vorjahr: eingehalten).

3.7

Politik der Kapitalstruktur / Verschuldungspolitik

Die Gruppe strebt einen Eigenfinanzierungsgrad in der Grössenordnung von 30% (Vorjahr: 30%) an. Zum Berichtszeitpunkt beträgt der Eigenfinanzierungsgrad 29,5% (Vorjahr: 30,9%). Das Netto-Umlaufvermögen soll mit kurzfristigen Fremdfinanzierungen finanziert werden. Das Anlagevermögen soll mit langfristigem Fremdkapital sowie nach Möglichkeit aus den laufenden Cashflows finanziert werden. Das wirtschaftliche Eigenkapital entspricht dem in der konsolidierten Bilanz ausgewiesenen Wert. Der Konsortialkredit ist an diverse Financial Covenants geknüpft. Die Überwachung der Vermögens- und Ertragslage erfolgt monatlich, basierend auf konsolidierten Werten. Mit den Ist-Zahlen sowie den vorhandenen Hochrechnungen und Business-Plänen wird die Einhaltung der Financial Covenants überwacht.


170-171

3.8

Fair-Value-Schätzungen Klasse gemäss IAS 39*

Buchwerte

Fair Values

31.12.2010

31.12.2009

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

Ford. / Verb.

349 274

128 749

349 274

128 749

zVv

346

1 042

346

1 042

Kundenforderungen

Ford. / Verb.

395 234

408 903

395 234

408 903

Übrige Forderungen

Ford. / Verb.

27 989

20 809

27 989

20 809

Übrige Finanzanlagen (ohne Beteiligungen)

Ford. / Verb.

10 196

10 832

10 196

10 832

zVv

6 516

4 923

6 516

4 923

789 555

575 258

789 555

575 258

Aktive Finanzinstrumente Flüssige Mittel Wertschriften

Beteiligungen Total Passive Finanzinstrumente Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

übr. Verb.

1 605

42 180

1 605

42 180

Lieferantenverbindlichkeiten

übr. Verb.

217 347

240 579

217 347

240 579

Übrige Verbindlichkeiten

übr. Verb.

44 577

37 018

44 577

37 018

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

übr. Verb.

198 155

673

208 600

673

461 684

320 450

472 129

320 450

Total * Klassen gemäss IAS 39: – Ford. / Verb.: Forderungen und Verbindlichkeiten – ZVv: zum Verkauf verfügbar – übr. Verb.: übrige Verbindlichkeiten

Betrag der zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinstrumente: Die Gruppe hielt im Berichtsjahr keine zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinstrumente (Vorjahr: keine).

3.8.1 In der Erfolgsrechnung erfasste Gewinne und Verluste

a) aus Forderungen und Verbindlichkeiten b) aus zum Verkauf verfügbaren Finanzinstrumenten c) aus zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinstrumenten

2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

(11 736)

(4 802)

530

632


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

3.8

Fair-Value-Schätzungen (Fortsetzung)

Die Implenia verfügt lediglich über die vorgängig dargestellten Wertschriften, welche nach dem Prinzip des Fair Value bewertet werden. Die unten stehende Tabelle zeigt die Datenquellen für die Festlegung der Fair Values: IAS 39*

Level 1

Level 2

Level 3

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

2010 Aktive Finanzinstrumente Wertschriften

zVv

346

Beteiligungen

zVv

6 516

Wertschriften

zVv

1 042

Beteiligungen

zVv

2009

* Langfristig gehaltene Beteiligungen im Betrag von TCHF 6 515 (Vorjahr: TCHF 4 923) werden nicht auf aktiven Märkten gehandelt. Der Wert wurde in 2010 erstmals anhand einer Discounted Cash Flow Berechnung bestimmt (Vorjahr: zu Anschaffungskosten). Der Erfolg aus dieser Bewertung von TCHF 2 744 wurde im Gesamtergebnis erfasst. Zukäufe sind im Berichtsjahr keine erfolgt.

Fairer Wert nach Hierarchiestufen Seit dem 1. Januar 2009 werden Finanzanlagen und -verbindlichkeiten, die in der Konzernrechnung zum fairen Wert erfasst sind, entsprechend dem Ermessensspielraum bei den zur Ermittlung des fairen Werts verwendeten Inputfaktoren kategorisiert. IFRS 7 sieht entsprechend dem Ausmass an Subjektivität, das mit den Inputfaktoren für die faire Bewertung dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verbunden ist, folgende Hierarchiestufen vor: Stufe 1 – Als Inputfaktoren dienen notierte nicht bereinigte Preise, die am Bewertungsstichtag an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ermittelt werden. Stufe 2 – Inputfaktoren (mit Ausnahme der unter Stufe 1 erwähnten notierten Preise), welche für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind. Diese Inputfaktoren werden vornehmlich durch Korrelation oder andere Mittel am Bewertungsstichtag und für die Dauer der erwarteten Laufzeit der Instrumente von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet oder durch diese bestätigt. Vermögenswerte, die generell zu dieser Hierarchiestufe zählen, sind Festgelder, Devisen- und Zinsderivate sowie bestimmte Anlagefonds. Devisen und Zinsderivate werden anhand beobachtbarer Marktdaten bewertet. Verbindlichkeiten, die generell zu dieser Hierarchiestufe zählen, sind Devisenderivate und Optionen auf Aktien. Stufe 3 – Die Inputfaktoren sind nicht beobachtbar. Sie spiegeln die bestmögliche Einschätzung des Konzerns in Bezug auf die Kriterien wider, die Marktteilnehmer bei der Bestimmung des Preises für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit am Bewertungsstichtag anwenden würden. Dabei werden die inhärenten Risiken der Bewertungsverfahren und der Inputfaktoren für die Modelle berücksichtigt. Vermögenswerte, die generell zu dieser Hierarchiestufe zählen, sind nicht auf aktiven Märkten gehandelte Papiere. Die Bewertung erfolgt aufgrund einer Discounted Cash Flow Berechnung.


172-173

4

Wesentliche Entscheidungen und Einschätzungen des Managements

4.1

Bei der Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze vom Management getroffene Entscheidungen

4.1.1 Erfassung von Erträgen Die Art der Geschäftstätigkeit des Konzerns bringt es mit sich, dass viele Verkaufstransaktionen nicht einfach strukturiert sind. Verkaufsvereinbarungen können aus vielen Elementen, die zu verschiedenen Zeitpunkten stattfinden, bestehen. Erträge werden nur dann erfasst, wenn gemäss Beurteilung des Managements die massgeblichen Risiken und der Nutzen auf den Käufer übergegangen sind, der Konzern weder an der Führung der weiteren Geschäftstätigkeiten beteiligt ist noch die tatsächliche Kontrolle über die verkauften Güter behält und die Verpflichtungen erfüllt wurden. Für bestimmte Transaktionen bedeutet dies, dass die erhaltenen Zahlungen oder die geleisteten Arbeiten in der Bilanz abgegrenzt und in zukünftigen Abrechnungsperioden bei Erfüllung der Vertragsbedingungen den Erträgen der Erfolgsrechnung gutgeschrieben werden. 4.1.2 Konsolidierung von Tochtergesellschaften, assoziierten Gesellschaften und Arbeitsgemeinschaften Der Konzern führt Geschäfte aus, durch welche das Kontrollrecht oder ein signifikanter Einfluss auf die operativen Geschäfte oder das Unternehmen entsteht. Diese Geschäfte beinhalten die Akquisition des gesamten Eigenkapitals oder von Teilen desselben anderer Gesellschaften, den Kauf bestimmter Anlagevermögen und die Übernahme bestimmter Verbindlichkeiten oder Eventualverbindlichkeiten. In allen solchen Fällen trifft das Management eine Einschätzung darüber, ob der Konzern die Kontrolle oder einen signifikanten Einfluss über die operativen Geschäfte der Gesellschaft besitzt. Auf Basis dieser Einschätzung wird die Gesellschaft als Konzerngesellschaft oder als assoziiertes Unternehmen konsolidiert. Diese Einschätzung wird anhand der zugrunde liegenden ökonomischen Substanz des Geschäfts und nicht einzig anhand der Vertragsbedingungen getroffen. 4.1.3 Leasing Die Implenia tritt bei Leasingverträgen als Leasingnehmerin auf. Die Behandlung von Leasingtransaktionen in der konsolidierten Jahresrechnung hängt hauptsächlich davon ab, ob eine Leasingbeziehung als Operating lease oder Finance lease klassifiziert wird. Bei seiner Beurteilung untersucht das Management sowohl die Art als auch die rechtliche Form der Leasingbeziehung und trifft einen Entscheid darüber, ob alle massgeblichen Risiken und der Nutzen des geleasten Objektes auf die Leasingnehmerin übergehen. Verträge, welche nicht die rechtliche Form einer Leasingbeziehung haben und trotzdem das Recht zur Nutzung eines Vermögensgegenstandes ermöglichen, sind ebenfalls Bestandteil solcher Beurteilungen.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

4.2

Wichtigste Annahmen und Quellen von Unsicherheiten bei den Einschätzungen

Bei der Erstellung der konsolidierten Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den IFRS müssen vom Management Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf die Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze und auf die in den Vermögenswerten, Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen ausgewiesenen Beträge sowie auf deren Darstellung haben. Die Einschätzungen und Annahmen beruhen auf Erkenntnissen der Vergangenheit und verschiedenen sonstigen Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Diese dienen als Basis für die Bilanzierung jener Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht direkt aufgrund anderer Quellen gegeben ist. Die tatsächlichen Werte können von diesen Einschätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Änderungen der Einschätzungen sind allenfalls notwendig, sofern sich die Gegebenheiten, auf denen die Einschätzungen basieren, geändert haben oder neue Informationen oder zusätzliche Erkenntnisse vorliegen. Solche Änderungen werden in jener Berichtsperiode erfasst, in der die Einschätzung angepasst wurde. Die wichtigsten Annahmen über die zukünftige Entwicklung sowie die wichtigsten Quellen von Unsicherheiten bei den Einschätzungen, die bei den bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in den nächsten zwölf Monaten bedeutende Anpassungen erforderlich machen, sind nachfolgend dargestellt. 4.2.1 Sachanlagen, immaterielles Anlagevermögen (inklusive Goodwill) Der Konzern verfügt über Sachanlagen mit einem Bilanzwert von CHF 221,1 Mio. (Vorjahr CHF 222,6 Mio.), einen Goodwill mit einem Bilanzwert von CHF 69,2 Mio. (Vorjahr CHF 69,2 Mio.) und sonstiges immaterielles Anlagevermögen mit einem Bilanzwert von CHF 4,1 Mio. (Vorjahr CHF 6,1 Mio.). Der Goodwill sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden wie oben beschrieben jährlich auf Wertminderung überprüft. Zur Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, werden Einschätzungen der zu erwartenden zukünftigen Geldflüsse aus der Nutzung und eventuellen Veräusserung dieser Vermögenswerte vorgenommen. Die tatsächlichen Geldflüsse können von den auf diesen Einschätzungen basierenden diskontierten zukünftigen Geldflüssen bedeutend abweichen. Faktoren wie Veränderungen in der geplanten Nutzung von Gebäuden, Maschinen und Einrichtungen, technische Veraltung oder unter den Prognosen liegende Umsätze können die Nutzungsdauer verkürzen oder eine Wertminderung zur Folge haben. Änderungen in den verwendeten Diskontierungssätzen, Bruttomargen und Wachstumsraten können ebenfalls zu Wertminderungen führen.


174-175

4.2.2 Personalvorsorgeeinrichtungen Die Mitarbeiter des Konzerns sind bei Personalvorsorgeeinrichtungen mitversichert, die nach IAS 19 als leistungsorientierte Pläne gelten. Die Berechnungen der bilanzierten Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber diesen Einrichtungen basieren auf statistischen und versicherungsmathematischen Berechnungen der Aktuare. Dabei sind insbesondere der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen von Annahmen wie Diskontierungssatz, der zur Berechnung des Barwertes der zukünftigen Rentenverpflichtungen verwendet wird, zukünftigen Gehaltssteigerungen und Erhöhungen der Leistungen an die Arbeitnehmer abhängig. Zusätzlich verwenden die vom Konzern unabhängigen Aktuare für ihre Annahmen statistische Daten wie Austrittswahrscheinlichkeit und Lebenserwartung der Versicherten. Die Annahmen der Implenia können wegen Änderungen der Marktbedingungen und des wirtschaftlichen Umfeldes, höherer oder niedrigerer Austrittsraten, längerer oder kürzerer Lebensdauer der Versicherten sowie wegen anderer geschätzter Faktoren substanziell von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen. Diese Abweichungen können einen Einfluss auf die in zukünftigen Berichtsperioden bilanzierten Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Personalvorsorgeeinrichtungen haben. 4.2.3 Rückstellungen Implenia Bau AG ist zurzeit im regionalen Markt des Strassen- und Tiefbaus im Kanton Aargau, zusammen mit zahlreichen anderen Bauunternehmen, in eine im 2009 begonnene Untersuchung der Eidgenössischen Wettbewerbskommission involviert (siehe dazu Medienmitteilung vom 10. Juni 2009). Implenia kooperiert in dieser Untersuchung mit der Wettbewerbskommission. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Eine Einschätzung des Ausgangs und der Höhe der Sanktion ist aus Sicht des Managements zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nicht zuverlässig möglich. Auf eine Bildung von Rückstellungen wurde demzufolge verzichtet.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

5

Segmentsberichterstattung

Die Segmentsberichterstattung, wie sie dem Verwaltungsrat vorgelegt wurde per 31.12.2010 Real Estate

Segmentumsatz

GU / Dienstl.

Immobilien

1000 CHF

1000 CHF

1 136 717

173 783

(85 720)

(17 049)

Konzernumsatz mit Dritten

1 050 997

156 734

davon Dienstleistungen

1 040 678

2 489

davon Güter

10 319

154 245

Operatives Ergebnis vor Sonderkosten gemäss interner Berichterstattung

15 385

20 925

108

25

Konzerninterne Umsätze

Im operativen Ergebnis enthalten sind: Abschreibungen auf Sachanlagen (ohne immaterielle Anlagen) Wertberichtigung auf Finanzanlagen Ergebnis aus assoziierten Unternehmen Ergebnis aus Verkauf Gruppengesellschaft Investitionen in Sach- und immaterielle Anlagen Total Vermögenswerte

473 815

316 510

Total Verbindlichkeiten

(437 037)

(111 951)

(36 778)

(204 559)

Total Eigenkapital


176-177

IIC Infra Bauprod.

Tunnelling

Prime Buildings Ausland

Total

Diverses / Holding

Total

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

2 738 511

1 200 636

152 035

13 989

2 677 160

61 351

(178 598)

(10 944)

(3 021)

(295 332)

(54 761)

(350 093)

1 022 038

141 091

10 968

2 381 828

6 590

2 388 418

1 008 154

134 286

10 968

2 196 575

6 590

2 203 165

13 884

6 805

185 253

185 253

25 117

18 639

(3 069)

76 997

(4 348)

72 649 (32 924) (117) 7 141 –

38 144

621

22

38 920

600

39 520

697 930

166 750

9 811

1 664 816

12 187

1 677 003

(495 203)

(90 982)

(28 042)

(1 163 215)

(18 304)

(1 181 519)

(202 727)

(75 768)

18 231

(501 601)

6 117

(495 484)


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

5

Segmentsberichterstattung (Fortsetzung)

Die Segmentsberichterstattung, wie sie dem Verwaltungsrat vorgelegt wurde per 31.12.2009 Real Estate

Segmentumsatz

GU / Dienstl.

Immobilien

1000 CHF

1000 CHF

1 111 342

127 413

(42 106)

(25 624)

Konzernumsatz mit Dritten

1 069 236

101 789

davon Dienstleistungen

1 004 593

21 833

davon Güter

64 643

79 956

Operatives Ergebnis vor Sonderkosten gemäss interner Berichterstattung

17 448

21 407

126

218

Konzerninterne Umsätze

Im operativen Ergebnis enthalten sind: Abschreibungen auf Sachanlagen (ohne immaterielle Anlagen) Wertberichtigung auf Finanzanlagen Ergebnis aus assoziierten Unternehmen Ergebnis aus Verkauf Gruppengesellschaft Investitionen in Sach- und immaterielle Anlagen Total Vermögenswerte

552 105

227 338

Total Verbindlichkeiten

(423 894)

(84 712)

Total Eigenkapital

(128 211)

(142 626)


178-179

IIC Infra Bauprod.

Tunnelling

Prime Buildings Ausland

Total

Diverses / Holding

Total

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

2 560 581

1 123 329

136 926

6 121

2 505 131

55 450

(148 003)

(13 109)

(3 148)

(231 990)

(48 756)

(280 746)

975 326

123 817

2 973

2 273 141

6 694

2 279 835

965 340

123 604

2 973

2 118 343

6 691

2 125 034

9 986

213

154 798

3

154 801

24 639

24 381

(7 904)

79 971

(4 437)

75 534 (34 769) (2 001) 4 160 –

32 155

3 804

36 303

389

36 692

698 092

132 871

5 069

1 615 475

(233 681)

1 381 794

(540 414)

(73 687)

(22 513)

(1 145 220)

189 766

(955 454)

(157 678)

(59 184)

17 444

(470 255)

43 915

(426 340)


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

5

Segmentsberichterstattung (Fortsetzung)

Überleitungsrechnung Total Segment Vermögenswerte zu Total Aktiven Abweichungen Total Aktiven Überleitungsrechnung Total Segment Verbindlichkeiten zu Total Verbindlichkeiten Abweichungen Total kurz– und langfristige Verbindlichkeiten

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

1 677 003

1 381 794

1 677 003

1 381 794

(1 181 519)

(955 454)

(1 181 519)

(955 454)

Überleitungsrechnung vom operativen Ergebnis vor Sonderkosten zum Konzernergebnis Operatives Ergebnis vor Sonderkosten gemäss interner Berichterstattung Sonderkosten Laxey Abschreibung immaterielle Werte Rechtsstreitigkeiten Vorsorgeertrag / -aufwand Operatives Ergebnis Finanzaufwand Finanzertrag Ergebnis vor Steuern Steuern Konzernergebnis

72 649

75 534

(2 405)

(1 871)

(2 075)

(1 000)

6 880

(2 411)

77 658

67 643

(13 791)

(7 173)

4 174

2 163

68 041

62 633

(15 583)

(15 578)

52 458

47 055


180-181

Die Implenia AG ist in der Schweiz domiziliert. Der in der Schweiz erwirtschaftete Umsatz gegenüber Dritten beträgt CHF 2313 Mio. (Vorjahr: CHF 2194 Mio.). Der im Ausland erarbeitete Umsatz beträgt CHF 73 Mio. (Vorjahr: CHF 86 Mio.). Das in der Schweiz liegende Anlagevermögen (ohne Finanzinstrumente und aktive latente Steuern) beträgt per 31.12.2010 CHF 359,1 Mio. (Vorjahr CHF 347,7 Mio.). Das sich im Ausland befindliche Anlagevermögen (ohne Finanzinstrumente und aktive latente Steuern) beträgt CHF 7,1 Mio. (Vorjahr CHF 7,7 Mio.).

6

Material und Unterakkordanten

Materialaufwand Drittleistungen Übriger Materialaufwand Total

7

2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

296 837

276 311

1 138 369

1 098 303

45 736

38 063

1 480 942

1 412 677

Personalaufwand

Löhne, Gehälter, Honorare

2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

464 417

458 526

Sozialaufwand

61 933

62 830

Aufwand für Personalvorsorge

27 546

36 748

Aufwand für Stiftung FAR

11 148

10 976

Temporärpersonal

67 438

46 752

Übriger Personalaufwand Total

22 553

23 996

655 035

639 828


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

8

Mitarbeiterbeteiligungsprogramme

8.1

Plan zugunsten der Mitarbeitenden

Am 25. März 2010 wurde das neue Reglement des Implenia Konzerns über die Beteiligung der Mitarbeitenden verabschiedet. Dabei haben die bezugsberechtigten Personen pro Kalenderjahr die Möglichkeit, Aktien der Implenia AG in Höhe eines halben Brutto-Monatsgehaltes zu beziehen. Es ist möglich, das jährliche Bezugsrecht auf die Kaufkampagnen von März und September aufzuteilen. Für die März-2010-Kaufkampagne wurde die Differenz zwischen dem Börsenkurs von durchschnittlich CHF 27.67 pro Aktie und dem Vorzugspreis von CHF 19.35 pro Aktie zulasten der Erfolgsrechnung erfasst. Für die September-2010-Kampagne wurde die Differenz zwischen dem Börsenkurs von durchschnittlich CHF 28.50 pro Aktie und dem Vorzugspreis von CHF 19.95 pro Aktie zulasten der Erfolgsrechnung erfasst.

Anzahl gezeichnete Aktien Betrag zulasten der Jahresrechnung

2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

84 743

848

Die Aktien sind während einer Periode von 3 Jahren gesperrt. Während dieser Zeit haben die Mitarbeitenden Anrecht auf die Dividenden und das Stimmrecht. Nach der Sperrfrist stehen die Aktien zur freien Verfügung der Mitarbeitenden.

8.2

Aktienentschädigung zugunsten der Konzernleitung

Die Mitglieder der Konzernleitung erhalten einen Teil ihrer Entschädigung in Aktien der Implenia AG ausbezahlt. Der Aufwand wird vollumfänglich dem laufenden Jahr belastet. Der Aufwand zulasten der Gruppe wird aufgrund des Börsenkurses der Aktien im Moment der Zuteilung bemessen. Die notwendigen Aktien können auf dem Markt beschafft oder den eigenen Aktien entnommen werden.


182-183

2010 wurden diese zu einem Preis von CHF 31.95 pro Aktie zugeteilt (2009: CHF 29.00 pro Aktie).

Ausgegebene Aktien

Anzahl

2010

2009

75 261

67 917

Zuteilung Aktien

1000 CHF

2 374

1 959

Geschätzter Wert

1000 CHF

(1 731)

(2 200)

Geschätzter Wert für das Geschäftsjahr

1000 CHF

1 808

1 731

Betrag zulasten der Jahresrechnung

1000 CHF

2 451

1 490

8.3

Aktien zugunsten der Mitglieder des Verwaltungsrates

Einige Mitglieder des Verwaltungsrates erhalten ihre Vergütung in Aktien. Der entsprechende Aufwand wird analog der Berechnung des Aufwands für Aktien der Konzernleitung ermittelt und verbucht.

Zuteilung Aktien

Anzahl

2010

2009

5 324

5 863

Zuteilung Aktien für Vorjahr

1000 CHF

151

152

Geschätzter Wert für Vorjahr

1000 CHF

(108)

(118)

Geschätzter Wert für das Geschäftsjahr

1000 CHF

115

108

Betrag zulasten der Jahresrechnung

1000 CHF

158

142


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

9

Übriger Betriebsaufwand 2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

Mietaufwand

41 760

36 039

Infrastrukturkosten

17 847

15 402

Unterhalt und Reparaturen

37 231

22 768

Versicherungen

3 184

5 495

Verwaltung und Beratung

16 707

16 219

Büroaufwand und Kommunikation

16 984

17 562

Steuern / Gebühren

5 632

5 818

Marketing / Werbekosten und übrige Verwaltungskosten

6 660

7 421

Sonstiger Betriebsaufwand

1 025

163

147 030

126 887

Total


184-185

10

Finanzaufwand und -ertrag 2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

Zinsaufwand

1 157

3 167

Zins Obligationsanleihe

4 171

Finanzaufwand

Bankspesen

524

503

Garantiefixkosten

1 268

751

Übriger Finanzaufwand

3 335

2 452

Fremdwährungsverluste Total

3 336

300

13 791

7 173

Finanzertrag Zinsertrag

701

851

Beteiligungsertrag

531

632

Übriger Finanzertrag

1 860

469

Fremdwährungsgewinne

1 082

211

Total

4 174

2 163

(9 617)

(5 010)

Netto-Finanzergebnis

Die Zunahme der Fremdwährungsverluste und -gewinne ist auf den markanten Rückgang des Euros, der wichtigsten Währung für Auslandsaktivitäten der Implenia, im zweiten Halbjahr 2010 zurückzuführen. Sie betrifft im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Projekten von Schweizer Konzerngesellschaften im Ausland sowie die Anteile an Arbeitsgemeinschaften, die Aufträge im Ausland abwickeln.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

11

Steuern 2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

Ergebnis vor Steuern Schweiz

66 012

64 975

Ausland

2 029

(2 342)

68 041

62 633

Schweiz

10 001

5 186

Ausland

1 763

1 390

11 764

6 576

Schweiz

3 819

9 133

Ausland

(131)

3 819

9 002

Total Steuern

15 583

15 578

Steuerbelastung in %

22,9%

24,9%

Total Ergebnis vor Steuern Aufwand für laufende und latente Steuern

Total laufender Ertragssteueraufwand

Total latenter Steueraufwand / Ertrag


186-187

Analyse des Steuersatzes Die folgenden Elemente erklären im Wesentlichen die Differenz zwischen dem erwarteten Konzernsteuersatz (dem gewichteten Durchschnittssteuersatz, basierend auf dem Gewinn vor Steuern einer jeden Konzerngesellschaft) und dem effektiven Steuersatz. 2010

2009

%

%

Erwarteter Steuersatz aus Geschäftsbereichen

22,2%

21,7%

Auswirkung der nicht steuerbaren Bestandteile

(1,2%)

0,0%

Auswirkung der nicht absetzbaren Bestandteile

0,1%

0,9%

Auswirkung der während des Jahres entstandenen nicht aktivierten steuerlichen Verluste

1,6%

2,6%

Effekt der Veränderung der anwendbaren Steuersätze

(0,9%)

0,5%

Auswirkung der Verwendung von nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen

(0,1%)

0,0%

Steuern aus früheren Perioden

0,9%

0,0%

Ertragsbestandteile mit abweichenden Steuersätzen

0,3%

0,0%

Übrige Steuern

0,0%

(0,8%)

22,9%

24,9%

Effektiver Steuersatz aus Geschäftsbereichen

Der erwartete Steuersatz aus Geschäftsbereichen errechnet sich aus den voraussichtlichen anwendbaren Gewinnsteuersätzen der einzelnen Konzerngesellschaften in den jeweiligen Steuerhoheitsgebieten. Die Veränderung des erwarteten Steuersatzes beruht im Wesentlichen auf der veränderten Zusammensetzung der Gewinne der Konzerngesellschaften in den entsprechenden Kantonen bzw. Ländern.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

12

Flüssige Mittel (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente)

Kasse Banken und Post Übrige geldnahe Mittel Total

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

357

398

345 330

113 746

3 587

14 605

349 274

128 749

In der Position Banken sind Treuhandguthaben in Verbindung mit Projekten der Generalunternehmung im Betrag von CHF 3,4 Mio. (2009: CHF 2,4 Mio.) enthalten. Diese Guthaben können ausschliesslich für Zahlungen an Unterakkordanten des entsprechenden Projekts verwendet werden, für welches die finanzierende Bank des Bauherrn die Mittel freigegeben hat.

13

Wertschriften 31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

661

Fondsanlagen

Besitzwechsel

346

381

Total

346

1 042

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

317 379

338 714

56 254

49 597

4 692

999

14

Forderungen aus Leistungen

Drittkunden Arbeitsgemeinschaften Assoziierte Gesellschaften Nahestehende Gesellschaften und Personen

683

29 488

31 513

Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen

(12 579)

(12 603)

Total

395 234

408 903

Garantierückbehalte

davon verpfändet


188-189

Den Forderungen, welche einen Zahlungsverzug aufweisen, wird mittels Einzel- und Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen, was auf Basis aktueller Erfahrungswerte erfolgt. Die Erfahrungswerte der Vergangenheit zeigen, dass dieses Risiko als eher gering eingestuft werden kann. Das Wertberichtigungskonto wird nur bei den Forderungen aus Leistungen verwendet. Bei allen übrigen Positionen werden allfällige Wertminderungen direkt verrechnet.

Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen

1. Januar

31.12.2010

31.12.2009

CHF 1000

CHF 1000

12 603

12 539

Bildung

6 472

8 301

Verwendung

(516)

(1 685)

(5 833)

(6 552)

Auflösung Währungsumrechnungsdifferenzen Total

(147)

12 579

12 603

Implenia hat 2006 / 2007 das Stadion Letzigrund in Rekordzeit gebaut, damit es wie verlangt auf die Euro 08 hin homologiert und eingesetzt werden konnte. Im Rahmen des dicht gedrängten Baufahrplans hat die Stadt Zürich 1392 Änderungen bzw. Anpassungen von Planungsvorgaben verlangt, über die Hälfte davon in den letzten zwölf Monaten des Stadionsbaus. Dies hat erhebliche Mehraufwendungen verursacht, die lückenlos dokumentiert und nachgewiesen sind. Bereits im Frühjahr 2006 und danach in regelmässigen Abständen hat Implenia die Stadt auf die finanziellen Konsequenzen aufmerksam gemacht. Diese summierten sich schliesslich auf CHF 22,9 Mio. Die Schlussabrechnung von Implenia weist einen Betrag von CHF 119,5 Mio. aus. Davon hat die Stadt Zürich bis heute CHF 96,6 Mio. bezahlt, es sind also noch Leistungen in der Höhe von CHF 22,9 Mio. offen. Nachdem zahlreiche Versuche von Implenia, eine gütliche Einigung in der Auseinandersetzung um die Begleichung dieser Mehrkosten zu finden, von der Stadt zurückgewiesen wurden, hat Implenia nun Klage auf die vollständige Begleichung der geschuldeten Ausstände von CHF 22,9 Mio. eingereicht.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

14

Forderungen aus Leistungen Überfällig Total Buchwerte

Drittkunden Arbeitsgemeinschaften Assoziierte Gesellschaften Nahestehende Gesellschaften und Personen Zwischentotal Garantierückbehalte

31.12.2010

Nicht verfallen

1 – 30 Tage

31 – 60 Tage

61 – 90 Tage

> 90 Tage

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

317 379

156 058

50 386

17 140

5 795

88 000

56 254

25 162

7 607

4 988

3 016

15 481

4 692

2 452

740

257

276

967

378 325

183 672

58 733

22 385

9 087

104 448

29 488

Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen

(12 579)

Total

395 234

Das Total der überfälligen Forderungen beträgt per 31.12.2010 CHF 194,7 Mio. (31.12.2009: CHF 146,3 Mio.). Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch sich in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen aus Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.


190-191

Forderungen aus Leistungen (Fortsetzung) Überfällig Total Buchwerte

Drittkunden Arbeitsgemeinschaften Assoziierte Gesellschaften Nahestehende Gesellschaften und Personen Zwischentotal Garantierückbehalte

31.12.2009

Nicht verfallen

1 – 30 Tage

31 – 60 Tage

61 – 90 Tage

> 90 Tage

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

338 714

216 794

31 290

12 411

9 804

68 415

49 597

26 172

4 281

3 577

3 336

12 231

999

694

9

296

683

683

389 993

243 660

35 580

15 988

13 140

81 625

31 513

Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen

(12 603)

Total

408 903

Zum Bilanzstichtag wurden keine Sicherheiten (collaterals) gehalten (Vorjahr: keine). Ebenso wurde keine dieser Forderungen nachverhandelt (Vorjahr: keine). Es sind keine Forderungen verpfändet.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

15

Objekte in Arbeit

Die Objekte in Arbeit beinhalten Abgrenzungen für ausgeführte, aber noch nicht fakturierte Arbeiten, einschliesslich Vorräte auf Baustellen, Vorauszahlungen von Kunden und an Lieferanten für noch nicht ausgeführte Arbeiten, Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen von Lieferanten und Unterakkordanten sowie Rückstellungen für Verluste auf dem Auftragsbestand und auf Objekten in Arbeit. 31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

Bilanznachweis Objekte in Arbeit aktiv

228 891

246 836

Objekte in Arbeit passiv

(499 204)

(477 452)

Objekte in Arbeit netto

(270 313)

(230 616)

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

Angefangene Arbeiten aktiv (erbrachte Leistung, noch nicht fakturiert) Angefangene Arbeiten passiv (fakturierte, noch nicht erbrachte Leistung) Wertberichtigung auf Auftragskosten Auftragskosten bezogen auf zukünftige Leistungen von Lieferanten und Unterakkordanten

240 397

238 165

(203 316)

(194 535)

(14 950)

(17 395)

72 106

60 327

Auftragskosten bezogen auf vergangene Leistungen von Lieferanten und Unterakkordanten

(364 550)

(317 178)

Objekte in Arbeit netto

(270 313)

(230 616)

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

Auftragserlöse auf bestehende Projekte (seit Baubeginn)

9 403 891

8 117 331

Auftragserlöse der Periode

2 026 798

1 707 330

29 488

31 513

Garantierückbehalte


192-193

16

Arbeitsgemeinschaften

Die Arbeitsgemeinschaften werden in der Erstbewertung zu Anschaffungskosten bewertet. In den darauffolgenden Jahren erhöhen die anteiligen Gewinne und reduzieren die anteiligen Verluste erfolgswirksam den Buchwert. Die Liquiditätseinzahlungen und Auszahlungen erhöhen respektive reduzieren erfolgsneutral den Buchwert. Je nach Sachverhalt resultiert eine Forderung oder eine Verbindlichkeit, welche als Aktivum oder Passivum ausgewiesen wird. Aktivenüberschuss

Aktivenüberschuss

Passivenüberschuss

Passivenüberschuss

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

2010

Stand 1.1.

2009

2010

2009

2 613

13 642

45 113

54 968

Veränderung

21 157

(11 029)

(895)

(9 855)

Total

23 770

2 613

44 218

45 113

Nettobetrag der gesamten Forderungen (Schulden) gegenüber Arbeitsgemeinschaften: 31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

Arbeitsgemeinschaften, Aktivsalden

23 770

2 613

Arbeitsgemeinschaften, Passivsalden

(44 218)

(45 113)

Verrechnete, noch nicht einkassierte Leistungen an Arbeitsgemeinschaften

56 254

49 597

Von Arbeitsgemeinschaften verrechnete, noch nicht bezahlte Leistungen

(2 368)

(2 753)

Total

33 438

4 344


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

Die Anteile der Implenia an den Aktiven, Passiven (die Bilanz wiederspiegelt die Aktiven und Passiven der Arbeitsgemeinschaften welche per Stichtag bestehen), am Umsatz (anteiliger Umsatz der Implenia) und am Aufwand der Arbeitsgemeinschaften betragen:

Total Aktiven

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

381 319

408 123

Total Fremdkapital

(394 176)

(406 030)

Nettovermögen

(12 857)

2 093

Umsatz der laufenden Periode Aufwand der laufenden Periode Ergebnis der laufenden Periode

533 782

574 623

(522 486)

(554 780)

11 296

19 843

Die an die Arbeitsgemeinschaften verrechneten Leistungen (im Umsatz der Implenia erfasst) werden im Anhang 33 offen gelegt. Ohne gegenseitige Abmachungen haften die Partner der Arbeitsgemeinschaften solidarisch für die Schulden der Arbeitsgemeinschaften.

Solidarhaftung zugunsten der Partner der Arbeitsgemeinschaften

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

191 467

214 785

Die bezogen auf den Anteil von Implenia am Jahresumsatz wichtigsten Arbeitsgemeinschaften:

Anteil

Anteil

Consorzio TAT Tunnel Alp Transit Ticino

25,0%

25,0%

ARGE Transco Gottardo Sedrun

40,0%

40,0%

ARGE Tunnel Weinberg ATW

45,0%

45,0%

Groupement Marti-Implenia (Nant de Drance, Emosson)

50,0%

50,0%

ARGE Umfahrung Lungern

60,0%

60,0%

ARGE 2.1 Bahnhof Löwenstrasse

31,0%

31,0%


194-195

17

Übrige Forderungen 31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

Verrechnungssteuer

1 094

868

Übrige Steuern und Abgaben

2 574

3 297

Sozialkassen, Personalversicherungen

3 275

1 508

WIR-Schecks

13 338

8 475

Übrige Debitoren

19 708

6 661

Total

39 989

20 809

Die Stadt Zürich hat die im Rahmen der Realisierung des Stadions Letzigrund abgegebene Gewährleistungsgarantie in Anspruch genommen und so eine Zahlung von Implenia in der Höhe von CHF 12 Mio. erzwungen, welche zurückgefordert wird und daher in den Übrigen Debitoren ausgewiesen wird.

18

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Rohmaterial und Hilfsstoffe Wertberichtigung Total davon verpfändet

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

21 843

20 754

21 843

20 754

Im Jahr 2010 betrugen die dem Konzernergebnis im Zusammenhang mit den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen belasteten Kosten CHF 297 Mio. (Vorjahr: 276 Mio.). Die Vorräte bestehen zu gleichen Teilen aus Rohmaterial und Hilfsstoffen. Der Aufwand für die Wertberichtigungen beträgt für das laufende Jahr CHF 0 (Vorjahr: CHF 0). Es wurden keine (Vorjahr: keine) Wertberichtigungen aufgelöst.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

19

Immobiliengeschäfte

Anschaffungskosten per 1.1.

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

181 556

196 417

Zunahme

50 848

88 317

Abnahme

(108 681)

(103 104)

5 199

Umbuchungen Veränderung Konsolidierungskreis

110 178

Währungsumrechnungsdifferenzen

(4 365)

(74)

Kumulierte Anschaffungskosten

234 735

181 556

Kumulierte Wertberichtigungen per 1.1.

(12 824)

(16 260)

Zunahme

(499)

Abnahme

3 730

3 434

Umbuchungen

(7 395)

Währungsumrechnungsdifferenzen

236

2

Kumulierte Wertberichtigungen

(16 752)

(12 824)

Nettobuchwert

217 983

168 732

davon verpfändet

15 293

19 691

davon aktivierte Fremdkapitalkosten Der Immobilienerfolg aus den während der Berichtsperiode verkauften Immobiliengeschäften ergibt sich wie folgt: Verkaufserlös Buchwert der verkauften Objekte Immobilienerfolg1 1 (ohne Berücksichtigung der Kosten des Segments Immobilien)

141 600

136 823

(104 951)

(99 670)

36 649

37 153


196-197

20

Sachanlagen Betriebsliegenschaften

Produktionsstätten

Geräte, EDV

Total

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

426 837

31.12.2010 135 155

48 322

243 360

Zunahme

Anschaffungskosten per 1.1.2010

4 776

2 626

32 094

39 496

Abnahme

(4 496)

(225)

(29 882)

(34 603)

(19 945)

6 420

(13 525)

(477)

(1 089)

(2 322)

(3 888)

Kumulierte Anschaffungskosten per 31.12.2010

115 013

56 054

243 250

414 317

Kumulierte Abschreibungen per 1.1.2010

Umbuchungen Veränderung Konsolidierungskreis Währungsumrechnungsdifferenzen

(47 146)

(26 339)

(130 778)

(204 263)

Zunahme

(4 186)

(2 857)

(25 881)

(32 924)

Abnahme

2 614

10

28 823

31 447

12 946

(3 351)

9 595

199

869

1 813

2 881

(35 573)

(31 668)

(126 023)

(193 264)

79 440

24 386

117 227

221 053

44 284

44 284

Umbuchungen Währungsumrechnungsdifferenzen Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2010 Nettobuchwert per 31.12.2010 davon Finanzierungsleasing davon verpfändet davon im Bau davon aktivierte Fremdkapitalkosten

2 101

2 101


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

20

Sachanlagen (Fortsetzung) Betriebsliegenschaften

Produktionsstätten

Geräte, EDV

Total

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

417 962

31.12.2009 131 752

46 775

239 435

Zunahme

Anschaffungskosten per 1.1.2009

6 711

1 837

27 873

36 421

Abnahme

(3 808)

(442)

(23 279)

(27 529)

506

152

(658)

(6)

(11)

(17)

Kumulierte Anschaffungskosten per 31.12.2009

135 155

48 322

243 360

426 837

Kumulierte Abschreibungen per 1.1.2009

Umbuchungen Währungsumrechnungsdifferenzen

(42 268)

(23 714)

(124 930)

(190 912)

Zunahme

(5 122)

(2 924)

(27 690)

(35 736)

Abnahme

425

420

21 531

22 376

(182)

(121)

303

1

8

9

(47 146)

(26 339)

(130 778)

(204 263)

88 009

21 983

112 582

222 574

2 247

2 247

35 406

35 406

Umbuchungen Währungsumrechnungsdifferenzen Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2009 Nettobuchwert per 31.12.2009 davon Finanzierungsleasing davon verpfändet davon im Bau davon aktivierte Fremdkapitalkosten

5 806

5 806


198-199

20

Sachanlagen (Fortsetzung)

Leasingverträge, bei denen der Konzern Leasingnehmer ist Finance leases: zukünftige Leasing-Mindestzahlungen für nicht kündbare Leasing- und leasingähnliche Verträge: Zukünftige Leasing-Mindestzahlung

Barwert Leasing-Mindestzahlung

2010

2009

2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

478

Innerhalb 1 Jahr

275

526

241

Zwischen 2 und 5 Jahren

159

431

139

376

Total

434

957

380

854

Operating leases: zukünftige Leasingmindestzahlungen für nicht kündbare Leasing- und leasingähnliche Verträge: Zukünftige Leasing-Mindestzahlung

2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

Innerhalb 1 Jahr

13 531

17 398

Zwischen 2 und 5 Jahren

44 244

54 672

Zwischen 6 und 9 Jahren

13 056

17 539

Total

70 831

89 609

Die Konzerngesellschaften halten zahlreiche Verträge für Operating leases, hauptsächlich für kurzfristige Mietverträge von Baumaschinen. Der Gesamtaufwand für Operating leases betrug TCHF 41 758 (2009: TCHF 51 600).


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

21

Investment Property 31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

Anschaffungskosten per 1.1.

Zunahme

Abnahme

14 028

Umbuchungen Veränderung Konsolidierungskreis

1 606

Währungsumrechnungsdifferenzen

Kumulierte Anschaffungskosten

15 634

Kumulierte Wertberichtigungen per 1.1.

Zunahme

(7 902)

Abnahme Umbuchungen Veränderung Konsolidierungskreis

Währungsumrechnungsdifferenzen

Kumulierte Wertberichtigungen

(7 902)

7 732

Nettobuchwert

In der Position Investment Property ist Landwirtschaftsland mit einem Nettobuchwert von CHF 5,4 Mio. bilanziert. Der Marktwert der Investment Property entspricht dem Buchwert.


200-201

22

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften

Buchwert per 1.1.

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

36 274

34 757

Zunahme

6 289

1 293

Abnahme

(2 910)

(872)

Umbuchung Anteil am Ergebnis Ausschüttungen Währungsumrechnungsdifferenzen Buchwert per 31.12. davon verpfändet

364

55

6 495

4 160

(3 705)

(3 116)

(132)

(3)

42 675

36 274

Sofern die assoziierten Gesellschaften des Konzerns nicht bereits IFRS anwenden, werden deren Ergebnisse auf IFRS übergeleitet. Da zum Zeitpunkt der Erstellung der Implenia Konzernrechnung jeweils noch keine aktuellen Finanzdaten vorliegen, basiert deren Reingewinn und dementsprechend der auf Implenia entfallende Anteil auf Schätzungen des Managements. Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen werden in der Konzernrechnung des Jahres 2011 erfasst.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

Da für das Geschäftsjahr 2010 noch keine Daten vorliegen, basieren die Zahlen auf dem Vorjahr angepasst um die Erwartungen zum Geschäftsverlauf des aktuellen Jahres. Finanzinformationen per

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

Aktiven

344 683

239 316

Passiven

(208 129)

(120 898)

136 554

118 418

Nettovermögen Umsatz

215 931

211 013

Aufwand

(190 185)

(194 486)

Ergebnis

25 746

16 527

Bei den dargestellten Zahlen handelt es sich um die gesamten Bilanz- und Erfolgsrechnungspositionen und nicht nur um den Anteil der Implenia. Die fünf wesentlichsten (bezogen auf den Buchwert) assoziierten Gesellschaften des Geschäftsjahres sind: – MOAG Baustoffe Holding AG, Mörschwil – Reproad AG, Bremgarten – Catram AG, Chur – Argobit AG, Schafisheim – Parking Port d’Ouchy SA Die fünf wesentlichsten (bezogen auf den Buchwert) assoziierten Gesellschaften des Vorjahres sind: – MOAG Baustoffe Holding AG, Mörschwil – Reproad AG, Bremgarten – Catram AG, Chur – Argobit AG, Schafisheim – SEBAL Belagswerk Biel-Büttenberg (EG) Die assoziierten Gesellschaften sind in der Erläuterung Nr. 38 aufgelistet.


202-203

23

Übrige Finanzanlagen

Buchwert per 1.1.

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

15 755

20 165

Zugänge

158

3 539

Abgänge

(1 828)

(5 893)

Umbuchungen

(364)

(55)

Wertberichtigung

(117)

(2 001)

Marktwertanpassung von Wertschriften

2 862

Veränderung Konsolidierungskreis

250

Währungsumrechnungsdifferenzen

(4)

16 712

15 755

1,4%

2,6%

Buchwert per 31.12. Gewichtete Effektivverzinsung Aufteilung: Nicht kotierte Beteiligungen Darlehen*

6 516

4 923

10 174

10 810

Übrige Finanzanlagen

22

22

Buchwert per 31.12.

16 712

15 755

davon verpfändet * Der Buchwert entspricht approximativ dem Fair Value.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

24

Immaterielle Vermögenswerte

Anschaffungskosten per 1.1.2010

Marken

Kundenbez. und Auftragsvolumen

Erworbener Goodwill

Total

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

IT-Projekte

Lizenzen und Software

1000 CHF

3 812

3 666

2 881

13 290

69 193

92 842

Zunahme

24

24

Abnahme

Währungsumrechnungsdifferenzen

(1)

(1)

Kumulierte Anschaffungskosten per 31.12.2010

3 812

3 689

2 881

13 290

69 193

92 865

Kumulierte Abschreibungen per 1.1.2010

(3 812)

(3 329)

(2 482)

(7 950)

(17 573)

Zunahme

(212)

(199)

(1 559)

(1 970)

Abnahme

Währungsumrechnungsdifferenzen

1

1

Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2010

(3 812)

(3 540)

(2 681)

(9 509)

(19 542)

Nettobuchwert per 31.12.2010

149

200

3 781

69 193

73 323

davon verpfändet

davon mit unbegrenzter Nutzungsdauer

69 193

69 193

Restnutzungsdauer (in Jahren)

1

1

3

n.a.


204-205

24

Immaterielle Vermögenswerte (Fortsetzung)

Anschaffungskosten per 1.1.2009

Marken

Kundenbez. und Auftragsvolumen

Erworbener Goodwill

Total

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

IT-Projekte

Lizenzen und Software

1000 CHF

3 812

3 395

2 881

13 290

69 193

92 571

Zunahme

271

271

Abnahme

Währungsumrechnungsdifferenzen

Kumulierte Anschaffungskosten per 31.12.2009

3 812

3 666

2 881

13 290

69 193

92 842

Kumulierte Abschreibungen per 1.1.2009

(3 600)

(3 110)

(2 282)

(6 391)

(15 383)

Zunahme

(212)

(219)

(200)

(1 559)

(2 190)

Abnahme

Währungsumrechnungsdifferenzen

Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2009

(3 812)

(3 329)

(2 482)

(7 950)

(17 573)

Nettobuchwert per 31.12.2009

337

399

5 340

69 193

75 269

davon verpfändet

davon mit unbegrenzter Nutzungsdauer

69 193

69 193

Restnutzungsdauer (in Jahren)

2

2

4

n.a.

Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills Der aktivierte Goodwill stellt die positiven Differenzen zwischen dem Anschaffungswert und dem Zeitwert der Nettoaktiven von Tochtergesellschaften bei deren Übernahme dar, abzüglich eventueller Wertberichtigungen aufgrund jährlicher Überprüfung seiner Werthaltigkeit (Impairment-Tests), d.h. seines Nutzwertes. Der Goodwill wird auf die betreffenden Cash generierenden Einheiten des Konzerns aufgeteilt; der bei der Übernahme der Batigroup-Gruppe aktivierte Goodwill ist auf die nach internen Restrukturierungen entstandenen entsprechenden Bereiche aufgeteilt.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

Der erzielbare Betrag einer Cash generierenden Einheit bestimmt sich durch die Berechnung von deren Nutzungswerten nach der Discounted Cashflow Methode (DCF). Diese Berechnungen basieren auf dem Budget 2011 und prognostizierten Cashflows, die aus dem vom Management verabschiedeten Businessplan 2011 bis 2013 abgeleitet wurden. Cashflows nach dem Zeitraum des Businessplans werden unter Anwendung der unten dargestellten Wachstumsraten extrapoliert. Der Goodwill ist auf folgende Cash generierende Einheiten aufgeteilt: 31.12.2010

Veränderung

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

Implenia Bau AG – Infra

12 835

12 835

Implenia Bau AG – Tunnel und TU

15 596

15 596

Implenia Generalunternehmung AG

30 467

30 467

Reuss Engineering AG

10 295

10 295

Total

69 193

69 193

Annahmen bei der Berechnung des Nutzwertes: Implenia Bau AG Infra Bauproduktion

Tunnelling

Implenia GU AG

Reuss Eng. AG

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

Bruttomarge

6,5%

8,9%

4,7%

28,7%

Diskontierungssatz vor Steuern

7,1%

9,9%

10,1%

10,1%

Wachstumsrate zur Extrapolation nach der Zeitperiode des Businessplans

1,0%

1,0%

1,0%

0,5%

Das Management hat die budgetierten Bruttomargen basierend auf Entwicklungen in der Vergangenheit und auf Erwartungen bezüglich der künftigen Marktentwicklung bestimmt. Die gewogenen durchschnittlichen Wachstumsraten entsprechen jenen der Schweizer Bauindustrie. Die angewandten Diskontierungssätze sind Zinssätze vor Steuern und reflektieren die spezifischen Risiken der betreffenden Segmente. Aufgrund der Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.


206-207

25

Kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten

Stand per 1.1.

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

42 853

81 677

Zunahme

630 169

647 876

Abnahme

(473 316)

(686 700)

Veränderung Konsolidierungskreis Total Finanzverbindlichkeiten

54

199 760

42 853

Nachweis Obligationsanleihe Verbindlichkeiten gegenüber Banken und anderen Finanzinstitutionen

197 741

1 077

41 283

Finanzierungsleasing-Verbindlichkeiten

376

855

Übrige Finanzverbindlichkeiten

566

715

199 760

42 853

1 605

42 180

Total Finanzverbindlichkeiten Fälligkeit Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (weniger als 1 Jahr) Langfristige Finanzverbindlichkeiten (zwischen 2 und 5 Jahren)

198 155

673

Total Finanzverbindlichkeiten

199 760

42 853

Die Implenia verfügt per 31. Dezember 2010 über eine Barmittellimite von CHF 150 Mio. und eine Kautionslimite von CHF 450 Mio. Der Konsortial-Kreditvertrag läuft bis am 30. September 2012. Im Nachgang zur Ausgabe der Obligationenanleihe wurde die Barmittellimite am 16. Juli 2010 um CHF 100 Mio. reduziert und die Kautionslimite um CHF 100 Mio. erhöht. Im Weiteren verfügt die Implenia über bilaterale Kreditvereinbarungen mit diversen Banken im Betrag von CHF 28,3 Mio. (Vorjahr: 34,5 Mio.). Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten (zwischen 1 und 5 Jahren) beinhalten die am 12. Mai 2010 platzierte Obligationenanleihe über CHF 200 Mio. Die Anleihe wird mit 3,125% verzinst und läuft über 6 Jahre bis zum Endverfall am 12. Mai 2016. Ein Bankenkonsortium, bestehend aus der Züricher Kantonalbank und der UBS AG, hat die Anleihe zu einem Emissionspreis von 100,269% platziert. Die Anleihe wird an der SIX Swiss Exchange gehandelt (Valor 11219351). Der effektive Zinssatz für die Ermittlung der amortisierten Kostenwerte beträgt 3,356%.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

26

Kurz- und langfristige Rückstellungen

Rechtsfälle

Instandsetzung und Altlasten

Übrige

Total

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

575

3 613

1 771

976

10 623

64

200

5 989

1 570

7 823

(80)

(724)

(7)

(811)

Auflösung

(529)

(14)

(543)

Umbuchungen

Veränderung Konsolidierungskreis

1 800

20 419

22 219

Leistungsgarantien

Belastende Verträge

Integrationskosten

1000 CHF

1000 CHF

3 688 –

31.12.2010 Stand per 1.1.2010 Bildung Verwendung

Währungsumrechnungsdifferenzen

(44)

(5)

(161)

(210)

Total Rückstellungen 31.12.2010

3 564

46

64

5 608

27 455

2 364

39 101

8 873

8 873

3 402

849

606

3 804

1 594

780

11 035

377

1 000

220

290

1 887

(6)

(45)

(52)

(43)

(65)

(211)

(84)

(229)

(84)

(1 139)

(550)

(2 086)

davon kurzfristig 31.12.2009 Stand per 1.1.2009 Bildung Verwendung Auflösung

(522)

522

Währungsumrechnungsdifferenzen

Umbuchungen

(1)

(1)

(2)

Total Rückstellungen 31.12.2009

3 688

575

3 613

1 771

976

10 623

davon kurzfristig

Mit dem Kauf der Sulzer Immobilien AG, Winterthur hat die Implenia Rückstellungen in Höhe von CHF 22,2 Mio. übernommen (siehe dazu 2.2. Veränderung Konsolidierungskreis). Die Leistungsgarantien betreffen abgeschlossene Projekte. In der Regel fallen die entsprechenden Kosten innerhalb von 2 bis 5 Jahren an.


208-209

Die belastenden Verträge betreffen Mietgarantien. Sie erstrecken sich im Allgemeinen über eine Periode von 2 bis 3 Jahren. Im Jahr 2010 hat die Implenia ihren Kunden keine neuen Mietgarantien gewährt. In einem Fall konnte die Rückstellung für Mietgarantien herabgesetzt werden. Die Rückstellungen für Rechtsfälle betreffen vorwiegend Rechtsstreitigkeiten inaktiver Gesellschaften. Die Rückstellung für Instandsetzung und Altlasten betrifft zukünftige Wiederinstandstellungskosten von Grundstücken, hauptsächlich Kiesgruben, nach Ende ihrer Ausbeutung.

27

Vorsorgeaktiven

Bestand 1. Januar

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

5 177

6 596

(27 345)

(35 997)

Arbeitgeberbeiträge

34 579

34 578

Total

12 411

5 177

Gebuchter Vorsorgeaufwand

Mit dem Kauf der Sulzer Immobilien AG, Winterthur wurden gesamthaft 5 Personen übernommen. Aufgrund des geringen Umfangs ist der Einfluss auf die Vorsorgekosten und auf das Vorsorgeaktivum unwesentlich. Personalvorsorgeeinrichtungen sind entsprechend den IFRS als «Personalvorsorgestiftungen mit Beitragsprimat» ausgewiesen, sofern der Konzern festgelegte Beiträge in einen gesonderten Fonds oder an eine dritte Finanzinstitution zahlt und sich daraus keine gesetzlichen oder faktischen Verpflichtungen zu weiteren Beitragszahlungen ergeben. Alle anderen Personalvorsorgeeinrichtungen werden als «Personalvorsorgeeinrichtungen mit Leistungsprimat» bezeichnet, selbst wenn die möglichen Verpflichtungen des Konzerns oder die Wahrscheinlichkeit des Eintritts gering sind. Folglich sind die meisten Personalvorsorgeeinrichtungen des Konzerns innerhalb dieser konsolidierten Jahresrechnung als «Personalvorsorgeeinrichtung mit Leistungsprimat» klassifiziert, da in der Schweiz die entsprechenden gesetzlichen oder faktischen Verpflichtungen bestehen.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

Personalvorsorgeeinrichtung mit Leistungsprimat Die grösste Vorsorgeeinrichtung mit Leistungsprimat (leistungsorientiert) befindet sich in der Schweiz. Die Vorsorgeeinrichtung finanziert sich aus Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen. Für die Vorsorgeeinrichtung besteht eine unabhängige Stiftung. 2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

20 537

21 277

Personalvorsorgeeinrichtung mit Leistungsprimat: Aufwand Net Service Cost Amortisation der unrealisierten versicherungsmath. Gewinne und Verluste

4 997

8 830

(40 214)

(35 328)

Zinsaufwand

42 025

41 218

Total Aufwand erfasst in der Erfolgsrechnung

27 345

35 997

Erwarteter Ertrag aus dem Vermögen der Personalvorsorgeeinrichtung

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beträgt für das Geschäftsjahr 2010 CHF 21,9 Mio. (Vorjahr CHF 132,1 Mio.). Aufgrund der Unwesentlichkeit wurden bei der Berechnung der Vorsorgekosten die Implenia Italia S.p.A (Italien) und die Russian Land Implenia Ltd. (Russland) nicht berücksichtigt. Qualifizierte, unabhängige Aktuare nehmen regelmässige Einschätzungen sowie eine jährliche Bewertung zum Bilanzstichtag vor. Die ausgesonderten Personalvorsorgeeinrichtungen stellen vom Konzern unabhängige Stiftungen dar. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Nettovermögenswerte / -verbindlichkeiten entsprechen der Über- bzw. Unterfinanzierung der Personalvorsorgeeinrichtung, angepasst an den nicht berücksichtigten Past Service Cost. In der Bilanz erfasste Beträge für Personalvorsorgeeinrichtungen mit Leistungsprimat sind überwiegend langfristig und werden im Anlagevermögen bzw. in den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.


210-211

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

Personalvorsorgeeinrichtung mit Leistungsprimat: Finanzierung Verkehrswert des Vermögens der Personalvorsorgeeinrichtung Leistungsorientierte Verpflichtungen Unterdeckung Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) Erfasste Nettoforderung

1 138 224

1 149 830

(1 346 324)

(1 326 694)

(208 100)

(176 864)

220 511

182 041

12 411

5 177

Detaillierte Informationen zum Vermögen der Personalvorsorgeeinrichtung und den leistungsorientierten Verpflichtungen sind nachstehend dargestellt. 31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

1 149 830

1 013 295

Personalvorsorgeeinrichtung mit Leistungsprimat: Verkehrswert des Vermögens der Personalvorsorgeeinrichtung Per 1. Januar Erwarteter Ertrag aus dem Vermögen der Personalvorsorgeeinrichtung Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste)

40 214

35 328

(18 328)

96 786

Arbeitgeberbeiträge

34 580

34 578

Arbeitnehmerbeiträge

30 540

29 466

Ein- / ausbezahlte Leistungen Per 31. Dezember

(98 612)

(59 623)

1 138 224

1 149 830

Im Verkehrswert des Vermögens der Personalvorsorgeeinrichtung sind keine Aktien des Konzerns enthalten.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

Personalvorsorgeeinrichtung mit Leistungsprimat: leistungsorientierte Verpflichtungen Per 1. Januar

(1 326 694)

(1 213 529)

Net Service Cost

(20 537)

(21 277)

Zinsaufwand

(42 025)

(41 218)

Arbeitnehmerbeiträge

(30 540)

(29 466)

Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste)

(25 140)

(80 827)

Ein- / ausbezahlte Leistungen Per 31. Dezember

98 612

59 623

(1 346 324)

(1 326 694)

Die voraussichtlichen Arbeitgeberbeiträge für das Jahr 2011 belaufen sich auf geschätzte CHF 34,5 Mio. (Vorjahr: CHF 34,5 Mio.).


212-213

27

Vorsorgeaktiven (Fortsetzung)

Versicherungsmathematische Annahmen Versicherungsmathematische Annahmen sind erwartungstreue Schätzungen von Variablen, welche die endgültigen Kosten der Unterstützung von Personalvorsorgeeinrichtungen mit Leistungsprimat bestimmen. Die Schätzungen werden jährlich vom Management neu festgelegt. Die versicherungsmathematischen Annahmen beinhalten demografische Erwartungen hinsichtlich der Mortalität oder der Fluktuation der Mitarbeitenden. Ausserdem sind finanzielle Annahmen wie Gehaltssteigerungen, Zinssatz und Kapitalrendite berücksichtigt. Die finanziellen Annahmen basieren auf Markterwartungen für den Zeitraum, in dem die Verpflichtungen beglichen werden. Für die Bewertung der wichtigsten Personalvorsorgeeinrichtung mit Leistungsprimat wurden die nachfolgend dargestellten Annahmen verwendet: 31.12.2010

31.12.2009

%

%

Diskontsätze

3,00%

3,25%

Erwartete Rendite auf dem Vermögen der Vorsorgeeinrichtung

3,50%

3,50%

Erwartete Gehaltssteigerungsrate

1,25%

1,25%

Inflation

1,25%

1,25%

Zukünftige Rentensteigerungen

0,00%

0,00%

Um den diskontierten Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen zu berechnen, werden Diskontierungssätze verwendet, die unter Berücksichtigung von Marktrenditen erstklassiger Industrieanleihen festgelegt werden. Der erwartete Ertrag aus dem Vermögen der Personalvorsorgeeinrichtung basiert auf Markterwartungen hinsichtlich des erwarteten Ertrags aus dem Vermögen der Personalvorsorgeeinrichtung, bezogen auf die Laufzeit der entsprechenden Verpflichtung. Die Berechnung beinhaltet Annahmen bezüglich zu erwartender Dividenden- und Zinserträge, realisierter und nicht realisierter Gewinne aus dem Vermögen der Personalvorsorgeeinrichtung und Steuern sowie Administrationskosten, die durch die Einrichtung getragen werden. Die Annahmen basieren auf langfristigen Markterwartungen.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

Die erwarteten Gehaltssteigerungen basieren auf den neuesten Erwartungswerten und historischen Entwicklungen innerhalb der Konzerngesellschaften. Sie werden verwendet, um die leistungsorientierten Verpflichtungen und den in der Erfolgsrechnung enthaltenen Current Service Cost zu berechnen. 31.12.2010

31.12.2009

%

%

16,3%

Zusammensetzung des Planvermögens: Immobilien

17,6%

Eigenkapitalinstrumente Schweiz

11,2%

11,1%

Eigenkapitalinstrumente Ausland

17,5%

17,2%

Fremdkapitalinstrumente Inland

33,7%

35,7%

Fremdkapitalinstrumente Ausland

16,2%

16,6%

3,8%

3,1%

Flüssige Mittel

In den Planvermögen sind keine Eigenkapitalinstrumente der Implenia AG (Vorjahr: keine) enthalten. Ferner enthält das Vorsorgevermögen durch Implenia genutzte Immobilien im Wert von CHF 21,8 Mio. (Vorjahr: CHF 19,9 Mio.).

Mehrjahresangaben

Marktwert des Planvermögens Barwert der Verpflichtung Unterdeckung

2010

2009

2008

2007

2006

Mio. CHF

Mio. CHF

Mio. CHF

Mio. CHF

Mio. CHF

1 138

1 150

1 013

1 236

1 194

(1 346)

(1 327)

(1 214)

(1 271)

(1 222)

(208)

(177)

(200)

(35)

(28)

Erfahrungsanpassungen Planvermögen

(18)

97

(213)

(8)

22

Erfahrungsanpassungen Verpflichtungen

8

(34)

42

42


214-215

Personalvorsorgeeinrichtung mit Beitragsprimat (Stiftung für den flexiblen Altersrücktritt FAR) Für das dem Gesamtarbeitsvertrag unterstehende gewerbliche Personal der Implenia besteht die Möglichkeit zum freiwilligen frühzeitigen Altersrücktritt ab 60 Jahren. Die bis zur ordentlichen Pensionierung gewährten Überbrückungsleistungen werden von der eigens dafür errichteten Stiftung für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptgewerbe (FAR) entrichtet. Die FAR wurde durch die GBI (Gewerkschaft Bau und Industrie), die Gewerkschaft SYNA und den Schweizerischen Baumeisterverband gegründet und wird durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge finanziert. Da die Leistungen der FAR nach dem Rentenwert-Umlageverfahren finanziert werden, liegen die für eine Behandlung als leistungsorientierter Plan nach IAS 19 erforderlichen Angaben nicht vor. Entsprechend wird die FAR als beitragsorientierter gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber behandelt. Die FAR erstellt ihre Rechnungslegung nach Massgabe des Schweizer Vorsorgerechts. Auf dieser Basis wies die FAR per 30. Juni 2010 einen Deckungsgrad von 112,8% auf (per Juni 2009: 100,7%). Die Implenia erwartet, keine über die ursprünglich vorgesehenen Beiträge hinaus gehenden Zahlungen leisten zu müssen. 2010 entrichtete die Implenia Beiträge von CHF 11,1 Mio. (Vorjahr: CHF 11,0 Mio.) an die FAR.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

28

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten

Latente Steuerforderungen

Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte

Vorsorgeverpflichtung

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

Am 1.1.2010

dem Reingewinn belastet / gutgeschrieben

Buchwert per 31.12.2010

Am 1.1.2009

dem Reingewinn belastet / gutgeschrieben

Buchwert per 31.12.2009

Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte

Vorsorgeverpflichtung

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

5 029

1 222

1 074

401

(485)

1 569

Latente Steuerverbindlichkeiten

Am 1.1.2010 dem Reingewinn belastet / gutgeschrieben Veränderung Konsolidierungskreis

Stand per 31.12.2010

5 430

737

2 643

Am 1.1.2009

4 842

1 211

1 434

187

11

(360)

5 029

1 222

1 074

dem Reingewinn belastet / gutgeschrieben Stand per 31.12.2009


216-217

Vorräte

Steuerliche Verlustvorträge

Angefangene Arbeiten

Rückstellungen

Übrige Positionen

Total

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

2 495

2 495

(885)

(885)

1 610

1 610

953

953

1 542

1 542

2 495

2 495

Vorräte

Steuerliche Verlustvorträge

Angefangene Arbeiten

Rückstellungen

Übrige Positionen

Total

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

30 299

1 158

10 525

5 217

6 074

(1 499)

240

1 087

1 218

2 531

11 323

3 797

15 120

10 982

10 765

10 101

7 292

47 950

1 091

3 145

3 998

4 034

19 755

67

7 380

1 219

2 040

10 544

1 158

10 525

5 217

6 074

30 299


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

28

Latente Steuerforderungen und -verpflichtungen (Fortsetzung)

Temporäre Differenzen ohne latente Steuern 31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

225 490

210 631

69 193

69 193

Temporäre Differenzen, für die keine latenten Steuern gebildet wurden, da sie permanent sind: Beteiligungen Goodwill aus Akquisition

Die Bruttobeträge der ungenutzten Verlustvorträge, auf die latente Steueransprüche aktiviert bzw. nicht aktiviert wurden, gegliedert nach Verfallsdatum, lauten wie folgt: Nicht aktiviert

Aktiviert

Total

Nicht aktiviert

Aktiviert

31.12.2010 1000 CHF

Total

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1 Jahr

1

1

2 Jahre

3 Jahre

4 395

4 395

4 Jahre

1

8

9

9 324

9 324

2

2 086

2 088

Über 5 Jahre

5 Jahre

102 821

3 595

106 416

113 190

510

113 700

Total

102 822

7 998

110 820

113 193

11 920

125 113

Steuerliche Verlustvorträge werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass künftige zu versteuernde Gewinne erzielt werden. Die in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge betreffen hauptsächlich die Auslandsgesellschaften, die keine operativen Tätigkeiten mehr ausüben. Die Abnahme der ungenutzten Verlustvorträge ist insbesondere auf den Kursrückgang des EUR zurückzuführen.


218-219

29

Eigenkapital

29.1 Veränderung des Aktienkapital Die Generalversammlung 2010 hatte eine Nennwertrückzahlung von CHF 0.70 pro Aktie genehmigt, was insgesamt zu einer Zahlung in Höhe von CHF 12,9 Mio. führte (Vorjahr: Nennwertrückzahlung CHF 0.50). Das für die Nennwertrückzahlung zur Verfügung stehende Aktienkapital entspricht dem Aktienkapital der Implenia AG, Dietlikon. Die vorgenommene Nennwertrückzahlung wurde in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des schweizerischen Obligationenrechts festgelegt. 29.2 Verkauf der eigenen Aktien Insgesamt wurden im Laufe des Jahres 2010 1 891 637 Aktien im Wert von CHF 49,4 Mio. an Dritte verkauft. Im Rahmen der aktienbasierten Vergütung wurden zudem 194 090 Aktien im Wert von CHF 5 Mio. an Mitarbeitende verkauft, sodass insgesamt ein Rückgang von 2 085 727 Aktien im Wert von CHF 54,4 Mio. zu verzeichnen war. Der daraus resultierende Gewinn in Höhe von CHF 5,7 Mio. aus dem Verkauf der eigenen Aktien wird erfolgsneutral in der Kapitalreserve erfasst. 29.3 Ausstehende Aktien 31.12.2008

Total Aktien Implenia AG Aktien reserviert für aktienbasierte Vergütung Nicht reservierte eigene Aktien Total eigene Aktien Total ausstehende Aktien

Veränderungen

Veränderungen

2009

31.12.2009

2010

31.12.2010

Anzahl Aktien

Anzahl Aktien

Anzahl Aktien

Anzahl Aktien

Anzahl Aktien

18 472 000

18 472 000

18 472 000

80 000

80 000

(80 000)

163 943

1 282 241

1 446 184

(1 235 167)

211 017

163 943

1 362 241

1 526 184

(1 315 167)

211 017

18 308 057

(1 362 241)

16 945 816

1 315 167

18 260 983

Im Rahmen der Platzierung des von Laxey gehaltenen Aktienkapitals hat Implenia am 26. November 2009 Aktien im Wert von CHF 30 Mio. (6,5% des Aktienkapitals) erworben. Alle Aktien sind gezeichnet und voll liberiert. Am 31. Dezember 2010 waren mit Ausnahme von 211 017 eigenen Aktien (2009: 1 526 184) alle Aktien stimm- und dividendenberechtigt.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

Veränderungen

31.12.2008 Nominalwert Aktien

Veränderungen

2009

31.12.2009

2010

31.12.2010

Nominalwert Aktien

Nominalwert Aktien

Nominalwert Aktien

Nominalwert Aktien

51 722

Aktienkapital

73 888

(9 236)

64 652

(12 930)

Eigene Aktien

(656)

(4 686)

(5 342)

4 751

(591)

73 232

(13 922)

59 310

(8 180)

51 131

Total ausstehendes Aktienkapital

Der Nominalwert einer Aktie beträgt per 31. Dezember 2010 CHF 2.80 (31.12.2009: CHF 3.50).

30

Ergebnis je Aktie 31.12.2010

31.12.2009

Basisinformationen für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie: Konzernergebnis der Aktionäre in TCHF

51 470

45 918

Anzahl Aktien im Umlauf

18 260 983

16 945 816

Gewichtetes Mittel der Anzahl Aktien im Umlauf

17 880 142

17 959 908

Ergebnis je Aktie (unverwässert)

CHF 2,88

CHF 2,56

Ergebnis je Aktie (verwässert)

CHF 2,88

CHF 2,56

Der unverwässerte Gewinn pro Aktie (EPS) wird mittels Division des auf die Aktionäre der Implenia AG entfallenden Reingewinns durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode ausstehenden Aktien ermittelt. Dabei wird die durchschnittliche Anzahl der vom Konzern erworbenen und als eigene Aktien gehaltenen Aktien von den ausgegebenen abgezogen.

31

Dividende / Nennwertrückzahlung pro Aktie

Für das Geschäftsjahr 2009 erfolgte eine Nennwertrückzahlung von CHF 0.70 pro Aktie (2008: CHF 0.50 pro Aktie). Für das Geschäftsjahr 2010 wird der Generalversammlung vom 19. April 2011 durch den Verwaltungsrat eine Nennwertrückzahlung in Höhe von CHF 0.90 pro Aktie vorgeschlagen. Die dargestellte Bilanz per 31. Dezember 2010 widerspiegelt nicht den Gewinnverwendungsvorschlag 2010.


220-221

32

Eventualverpflichtungen 31.12.2010

31.12.2009

Mio. CHF

Mio. CHF

Stand 1.1.

271,3

238,9

Veränderung

(54,5)

32,4

Total Garantien

216,8

271,3

Die Eventualverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Garantie-Engagements (Bietungs-, Werks- und Gewährleistungsgarantien) für laufende eigene Projekte, Projekte in Arbeitsgemeinschaften und Rechts- / Steuerstreitigkeiten. Implenia Bau AG ist zurzeit im regionalen Markt des Strassen- und Tiefbaus im Kanton Aargau, zusammen mit zahlreichen anderen Bauunternehmen, in eine im 2009 begonnene Untersuchung der Eidgenössischen Wettbewerbskommission involviert (siehe dazu Medienmitteilung vom 10. Juni 2009). Implenia kooperiert in dieser Untersuchung mit der Wettbewerbskommission. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Eine Einschätzung des Ausgangs und der Höhe der Sanktion ist aus Sicht des Managements zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nicht zuverlässig möglich. Auf eine Bildung von Rückstellungen wurde demzufolge verzichtet.

Vertragliche Investitionsverpflichtungen

Immobiliengeschäfte Sachanlagen Total

31.12.2010

31.12.2009

Mio. CHF

Mio. CHF

17,6

25,5

0,4

17,6

25,9


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

33

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Gem채ss Aktienregister halten per Abschlussstichtag folgende Aktion채re mehr als 3% des Aktienkapitals: 31.12.2010 31.12.2009 %

%

Parmino Holding AG

16,0%

15,9%

Maag Rudolf

10,8%

10,8%

Gruppe Ammann

8,4%

8,4%

EGS Beteiligungen AG

8,4%

10,0%

5,4%

<3.0%

<3.0%

8,2%

Chase Nominees Ltd. Implenia AG


222-223

33

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Fortsetzung)

Konzern- und assoziierte Gesellschaften Eine Übersicht über die grösseren Konzern- und assozierten Gesellschaften ist im Anhang Nr. 37 / 38 dargestellt. Die Transaktionen zwischen der Muttergesellschaft und den Tochtergesellschaften sowie zwischen den Tochtergesellschaften des Konzerns wurden in der konsolidierten Rechnung eliminiert. Zwischen dem Konzern und den assozierten Gesellschaften / Arbeitsgemeinschaften / Personalvorsorgeeinrichtungen und übrigen nahestehenden Personen haben folgende Transaktionen stattgefunden: 31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

19 132

3 968

Verkäufe an Nahestehende Assoziierte Gesellschaften Von einem Organmitglied wesentlich beeinflussbare Gesellschaften Arbeitsgemeinschaften

5

2

253 928

251 528

39 861

22 493

Käufe von Nahestehenden Assoziierte Gesellschaften Von einem Organmitglied wesentlich beeinflussbare Gesellschaften Arbeitsgemeinschaften

1 043

6 329

21 714

22 781

4 692

999

Guthaben gegenüber Nahestehenden Assoziierte Gesellschaften Von einem Organmitglied wesentlich beeinflussbare Gesellschaften Arbeitsgemeinschaften

683

56 254

49 597

9 171

4 595

Schulden gegenüber Nahestehenden Assoziierte Gesellschaften Von einem Organmitglied wesentlich beeinflussbare Gesellschaften Arbeitsgemeinschaften

1

52

2 368

2 753


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

Schlüsselpersonen Die Mitglieder des Verwaltungsrates der Implenia AG erhalten für ihre Tätigkeit eine jährliche Entschädigung sowie zusätzliche Zeit- und Aufwandsentschädigungen für ihre Mitgliedschaft in Verwaltungsratsausschüssen. Die Gesamtentschädigung des nicht exekutiven Verwaltungsrates im laufenden Geschäftsjahr 2010 belief sich auf TCHF 1129 (2009: TCHF 872, ohne Verwaltungsratspräsident). Die Mitglieder der Konzernleitung erhalten eine Entschädigung, die sich aus einem fixen Jahressalär sowie einer variablen Entschädigung und Auslagenerstattung zusammensetzt. Der Konzern zahlt Sozialversicherungsbeiträge auf obige Aufwandsentschädigungen sowie Beiträge an die Pensionkasse. Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung partizipieren auch an bestimmten anteilsbasierten Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen. Die Bedingungen sind im Anhang 2.9 beschrieben. Insgesamt wurden für ehemalige Konzernleitungsmitglieder Entschädigungen in Höhe von TCHF 1719 (Vorjahr TCHF 1352) ausbezahlt.

Kurzfristig fällige Leistungen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

5 445

6 296

413

394

Andere langfristige fällige Leistungen

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Aktienbasierte Vergütungen

2 455

1 858

Total

8 313

8 548


224-225

34

Einzelheiten zu den konsolidierten Geldflussrechnungen

34.1 Veränderung Umlaufvermögen 2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

Veränderung der Forderungen

(8 821)

(8 618)

Veränderung der Objekte in Arbeit (netto), Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

37 484

31 579

Veränderung der Immobiliengeschäfte

54 103

10 850

Veränderung der Lieferanten- und übrigen Verbindlichkeiten

(17 791)

9 263

Veränderung Rechnungsabgrenzung und Arbeitsgemeinschaften

(7 348)

(12 075)

Total Veränderung Umlaufvermögen

57 627

30 999

34.2 Sonstige liquiditätsunwirksame Positionen

Ergebnis assoziierte Gesellschaften

2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

(6 495)

(4 215)

Veränderung latente Steuern

3 416

9 002

Veränderung Rückstellungen

7 070

(349)

619

3 431

4 610

7 869

Veränderung Arbeitsgemeinschaften und übrige Positionen Total sonstige liquiditätsunwirksame Positionen

Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit Der Geldfluss wird nach der indirekten Methode, das heisst durch Anpassungen des Konzernergebnisses um die nicht geldwirksamen betrieblichen Erträge und Aufwendungen (z.B. Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellem Anlagevermögen) berechnet. Der operative Geldfluss beinhaltet auch die auf alle Geschäftstätigkeiten bezahlten Ertragssteuern. Geldfluss aus Investitionstätigkeiten Der Geldfluss aus Investitionstätigkeiten umfasst vor allem Geldflüsse des Konzerns für den Kauf und Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Anlagevermögen sowie aus dem Kauf und Verkauf von Konzerngesellschaften. Ebenso wird der Geldfluss aus den sonstigen Finanzanlagen des Konzerns in den Geldfluss aus Investitionstätigkeit einbezogen. Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit zeigt die in das Betriebsvermögen netto reinvestierten Mittel und die finanziellen Auswirkungen von Unternehmungsveräusserungen.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

34

Einzelheiten zu den konsolidierten Geldflussrechnungen (Fortsetzung)

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit Der Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit umfasst primär die Zahlungen aus den vom Konzern erhaltenen oder zurückbezahlten Kreditinstrumenten. Der Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit dient dem Ausweis der zwischen dem Konzern und den Fremdkapitalgebern erfolgten Transaktionen. Die Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der voll konsolidierten ausländischen Tochtergesellschaften werden innerhalb des Geldflusses aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Position «Währungsumrechnungsdifferenzen auf flüssigen Mitteln» am Ende der Geldflussrechnung widerspiegelt lediglich den Effekt auf den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (das Vorjahr wurde entsprechend angepasst).


226-227

34.3 Geldflüsse aus Akquisitionen In der folgenden Tabelle sind die Auswirkungen von Akquisitionen auf den Geldfluss dargestellt: 1000 CHF

Flüssige Mittel Forderungen aus Leistungen Objekte in Arbeit und Vorräte Übrige Forderungen Immobiliengeschäfte Rechnungsabgrenzungsposten Sachanlagen Investment Property Übrige Finanzanlagen Goodwill Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Leistungen Objekte in Arbeit Übrige Verbindlichkeiten Steuerverbindlichkeiten

(16 050) – – (336) (110 178) (3 790) – (1 606) (250) – 54 1 440 – 624 1 693

Rechnungsabgrenzungsposten

7 576

Latente Steuerverbindlichkeiten

15 120

Rückstellungen

22 219

Fair Value der alten Anteile Identifizierbares erworbenes Nettovermögen Erworbene flüssige Mittel

290 (83 194) 16 050

Nettogeldfluss aus Erwerb von Geschäften gemäss Geldflussrechnung 1.1. – 31.12.2010

(67 144)

Noch nicht fälliger Verkaufspreisanteil

(65 782)

Geldeingang aus pendenten Immobilienverkäufen Nettogeldfluss (Erwerb von Geschäften)

65 782 (67 144)


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

34.4 Free Cashflow Implenia definiert Free Cashflow als Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit, abzüglich des Erwerbs oder Verkaufs von Anlagevermögen sowie vor Dividendenzahlungen. Erhaltene oder bezahlte Geldbeträge für Akquisitionen und Desinvestitionen von Konzerngesellschaften werden bei der Berechnung des Free Cashflow nicht berücksichtigt. Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über den Free Cashflow: 2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

Free Cashflow Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit

138 516

119 138

Investitionen in Anlagevermögen

(45 967)

(41 886)

14 515

15 402

Free Cashflow vor Nettogeldfluss aus Erwerb von Geschäften

Desinvestionen von Anlagevermögen

107 064

92 654

Nettogeldfluss aus Erwerb von Geschäften

(67 144)

39 920

92 654

Free Cashflow nach Nettogeldfluss aus Erwerb von Geschäften

Free Cashflow ist keine in den IFRS definierte Finanzkennzahl und soll dementsprechend auch nicht als solche interpretiert werden. Der Free Cashflow entspricht nicht dem gemäss IFRS definierten Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit.

35

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Verwaltungsrat der Implenia AG hat die vorliegende Konzernrechnung am 3. März 2011 genehmigt. Am 3. März 2011 schlug der Verwaltungsrat eine Nennwertrückzahlung in Höhe von CHF 0.90 pro Aktie vor, die der am 19. April 2011 stattfindenden Generalversammlung zur Genehmigung vorgelegt werden soll. Wenn der Antrag angenommen wird, beläuft sich der Gesamtbetrag der Nennwertrückzahlung auf CHF 16,6 Mio.


228-229

36

W채hrungsumrechnungskurse Erfolgsrechnung Durchschnitt

Bilanz Stichtag

2010

2009

31.12.2010

31.12.2009

1 EUR

CHF 1.36

CHF 1.51

CHF 1.25

CHF 1.49

100 XOF

CHF 0.21

CHF 0.23

CHF 0.19

CHF 0.23

USA

1 USD

CHF 1.02

CHF 1.07

CHF 0.94

CHF 1.03

Grossbritannien

1 GBP

CHF 1.58

CHF 1.66

CHF 1.45

CHF 1.66

Qatar

100 QAR

CHF 27.95

CHF 29.36

CHF 25.72

CHF 28.35

Vereinigte Arabische Emirate

100 AED

CHF 27.70

CHF 29.11

CHF 25.49

CHF 28.10

Europ채ische Union Elfenbeink체ste / Mali


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

37

Wesentliche voll konsolidierte aktive Gesellschaften

Name

Beteiligungssatz Sitz

Développements transfrontaliers SA

100% Lyon

Gravière de La Claie-aux-Moines SA Implenia (Tessin) AG Implenia Bau AG

66,67% Savigny 100% Bioggio 100% Genf

Staat

Währung

F

EUR

CH CH CH

CHF CHF CHF

Implenia Bau GmbH Implenia Cyprus Ltd.1 Implenia Generalunternehmung AG Implenia Development AG Implenia Global Solutions AG

100% 100% 100% 100% 100%

Rümmingen Nicosia Basel Dietlikon Dietlikon

D CY CH CH CH

EUR EUR CHF CHF CHF

Implenia Holding GmbH Implenia Immobilien AG2 Implenia Italia S.p.A. Implenia Management AG Implenia Österreich GmbH Reprojet AG Reuss Engineering AG

100% 100% 100% 100% 100% 100% 100%

Rümmingen Dietlikon Basiliano Dietlikon Wien Zürich Dietlikon

D CH I CH A CH CH

EUR CHF EUR CHF EUR CHF CHF

Russian Land Implenia Ltd.1 SAPA, Société Anonyme de Produits Asphaltiques Sisag AG Socarco Bénin Sàrl1 Socarco Burkina Sàrl1 Socarco Mali Sàrl Tetrag Automation AG Trachsel AG

100% 75% 100% 100% 100% 100% 100% 100%

Moskau Satigny Abidjan Cotonou Burkina Bamako Dietlikon Heimberg

RU CH CI BJ BF RMM CH CH

RUB CHF XOF XOF XOF XOF CHF CHF

Zschokke Construction Sàrl Zschokke France SA

100% Lyon 100% Lyon

F F

EUR EUR

1 Vollkonsolidierung per 30.6.2010 (siehe dazu 2.2) 2 Fusion der Implenia Immobilien AG / Implenia Investment Management AG / Sulzer Immobilien AG


230-231

Kapital Segment

14 663 800 Immobilien 1 500 000 Infra Bauproduktion 150 000 Infra Bauproduktion 40 000 000 Infra +Tunnelling 2 556 459 3 001 20 000 000 30 000 000 100 000

Infra Bauproduktion Prime Buildings Ausland Generalunternehmung / Dienstleistungen Immobilien Prime Buildings Ausland

3 067 751 30 600 000 250 000 500 000 35 000 100 000 100 000

Infra Bauproduktion Immobilien Prime Buildings Ausland Gemeinkosten Holding und Diverses Tunnelling Infra Bauproduktion Generalunternehmung / Dienstleistungen

70 000 000 500 000 492 000 000 1 000 000 10 000 000 100 000 000 100 000 100 000

Prime Buildings Ausland Infra Bauproduktion Infra Bauproduktion Infra Bauproduktion Infra Bauproduktion Infra Bauproduktion Generalunternehmung / Dienstleistungen Infra Bauproduktion

76 225 Infra Bauproduktion 914 694 Gemeinkosten Holding und Diverses

Beteiligung von

Implenia Development AG Implenia AG Implenia AG Implenia AG Implenia Holding GmbH Implenia AG Implenia AG Implenia AG Implenia AG Implenia Immobilien AG Implenia AG Implenia Bau AG Implenia AG Implenia AG Implenia AG Implenia AG Russian Land Implenia Holding Ltd. Implenia AG Implenia AG SISAG SISAG SISAG Implenia AG Implenia AG Zschokke France SA Implenia AG


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Anhang der Implenia Konzernrechnung

38

Wesentliche assoziierte Gesellschaften

Name

Beteiligungssatz Sitz

Staat

Währung

Argo Mineral AG

50,0% Aarau

CH

CHF

300 000

Kapital

Argobit AG

40,0% Schafisheim

CH

CHF

1 200 000

Asfatop AG

50,0% Unterengstringen

CH

CHF

1 000 000

Associés Poste Enrobage en Commun (APEC) SA

20,0% Hauterive

CH

CHF

300 000

Bawag, Belagsaufbereitungsanlage Wimmis AG

24,0% Wimmis

CH

CHF

100 000

Belagswerk Rinau AG

25,0% Kaiseraugst

CH

CHF

1 000 000

Betonwerk Vispe (EG)

20,0% Stalden

CH

CHF

89 659

Bewo Belagswerk Oberwallis (EG)

25,0% Niedergesteln

CH

CHF

1 500 000

Bioasfa SA

50,0% Bioggio

CH

CHF

900 000

Bipp Asphalt AG

27,5% Niederbipp

CH

CHF

1 000 000

BRZ Belags- und Recycling-Zentrum (EG)

33,3% Horw

CH

CHF

1 500 000

Catram AG

24,0% Chur

CH

CHF

1 000 000

Deponie Eglisau (EG)

37,0% Eglisau

CH

CHF

Deponie Vorderland AG

33,3% Rehetobel

CH

CHF

150 000

Garage-Parc Montreux Gare SA

26,0% Montreux

CH

CHF

2 050 000

GU Kies AG

33,3% Schaffhausen

CH

CHF

450 000

Holcim Bétondrance SA

46,0% Martigny

CH

CHF

300 000

Kieswerk Oldis AG

21,4% Haldenstein

CH

CHF

1 200 000

Léchire S.A.

33,0% Freiburg

CH

CHF

100 000

Microlog SPA

50,0% San Giorgio

I

EUR

500 000

MIFAG Mischgutwerk Frauenfeld AG

10,0% Frauenfeld

CH

CHF

600 000

MOAG Baustoffe Holding AG

14,3% Mörschwil

CH

CHF

300 000

Mobival (EG)

26,0% Massongex

CH

CHF

Parking Port d’Ouchy S.A.

24,0% Lausanne

CH

CHF

6 986 000

Prébit, Centre d’enrobage (EG)

25,0% Marin-Epagnier

CH

CHF

500 000

Pro Quarta (EG)

42,0% Alvaneu

CH

CHF

500 000

Remora AG

18,3% St. Gallen

CH

CHF

300 000

(EG) Einfache Gesellschaft


232-233

38

Wesentliche assoziierte Gesellschaften (Fortsetzung)

Name

Beteiligungssatz Sitz

Staat

Währung

CH

CHF

Kapital

Reproad AG

33,3% Bremgarten

1 500 000

Sebal (EG)

22,0% Lyss-Büttenberg

CH

CHF

Sebal Lyss AG

22,0% Lyss

CH

CHF

500 000

Seval – Société d’Enrobage du Valais central (EG)

83,0% Vétroz

CH

CHF

SFR Société Fribourgeoise de Recyclage SA

21,0% Hauterive

CH

CHF

1 200 000

Siseg SA

20,1% Genf

CH

CHF

500 000

Société Coopérative Les Terrasses

41,8% Versoix

CH

CHF

775 500

Société de recyclage de matériaux pierreux (EG)

40,0% Savigny

CH

CHF

95 443

Société d’exploitation du Mégastore d’Archamps – SEMA (EG)

30,0% Archamps

F

EUR

37 000

Société Romande de Recyclage – SRREC (EG)

37,5% Satigny

CH

CHF

Tapidrance (EG)

52,0% Martigny

CH

CHF

1 000 000

Urner Belagszentrum (UBZ) (EG)

50,0% Flüelen

CH

CHF

1 000 000

Valbéton (EG)

50,6% Sitten

CH

CHF

100 000

Valver (EG)

27,9% Martigny

CH

CHF

1 729 936

Wohnpark an der Kander GmbH

40,0% Rümmingen

D

EUR

204 517

wsb AG

50,0% Rafz

CH

CHF

500 000

(EG) Einfache Gesellschaft

Die assoziierten Gesellschaften sind gemäss der Equity-Methode bewertet (siehe Erläuterung 2.15). Obwohl an den Gesellschaften Seval, Tapidrance und Valbéton Beteiligungen von über 50% gehalten werden, werden diese als assoziierte Gesellschaften bilanziert und gemäss der Equity-Methode bewertet, da Implenia nicht über die Kontrolle verfügt. Die Zusammensetzung der Konzernleitungen der genannten Gesellschaften erlaubt Implenia nicht diese wesentlich zu beeinflussen. Im Weiteren sind einige Gesellschaften, an denen Implenia eine Beteiligung von weniger als 20% hält, als assoziierte Beteiligungen eingestuft, da Implenia bei diesen über einen wesentlichen Einfluss verfügt.


KONZERNRECHNUNG DER IMPLENIA GRUPPE

Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung

Bericht der Revisionsstelle an die Generalversammlung der Implenia AG, Dietlikon Als Revisionsstelle haben wir die Konzernrechnung der Implenia AG, bestehend aus Erfolgsrechnung, Gesamtergebnis, Bilanz, Geldflussrechnung, Aufstellung über die Veränderung des Eigenkapitals und Anhang (Seiten 136 bis 233), für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Konzernrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Konzernrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards sowie den International Standards on Auditing vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Konzernrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Konzernrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Konzernrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Konzernrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Konzernrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und entspricht dem schweizerischen Gesetz.


234-235

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert. Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen.

PricewaterhouseCoopers AG

Willy Wenger Revisionsexperte Leitender Revisor

Zürich, 3. März 2011

Nicolas Mayer


JAHRESRECHNUNG DER IMPLENIA AG

Erfolgsrechnung

1.1. – 31.12. 2010

1.1. – 31.12. 2009

1000 CHF

1000 CHF

ERTRAG 25 310

24 235

Ertrag aus Verkauf Beteiligungen

Ertrag aus Beteiligungen

7 522

(282)

Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen (netto)

3 978

15 044

9 770

Finanzertrag Übriger Ertrag TOTAL

3 104

800

54 958

34 523

6 172

3 307

4 230

27 103

6 137

AUFWAND Verwaltungsaufwand Bildung von Wertberichtigungen und Rückstellungen (netto) Finanzaufwand Steuern

324

296

Jahresgewinn

21 359

20 553

TOTAL

54 958

34 523


236-237

Bilanz

Erläuterungen

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

AKTIVEN Flüssige Mittel Eigene Aktien

1

Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften

174 517

96 773

6 292

38 890

221 741

261 092

Übrige Forderungen

4 432

4 428

Rechnungsabgrenzungsposten

5 780

6 477

412 762

407 660

Umlaufvermögen Beteiligungen an Konzerngesellschaften

2

265 512

265 243

Assoziierte Gesellschaften und übrige Beteiligungen

2

1 556

2 197

Übrige Finanzanlagen

2 000

2 240

Anlagevermögen

269 068

269 680

TOTAL

681 830

677 340

PASSIVEN Bankverbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften Verbindlichkeiten aus Leistungen Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten

40 000

199 994

354 212

91

60

8 274

22 362

5 144

807

Kurzfristiges Fremdkapital

213 503

417 441

Langfristige Verbindlichkeiten

200 000

Langfristiges Fremdkapital

200 000

51 721

64 652

6 292

38 890

Aktienkapital

3

Reserve für eigene Aktien Gesetzliche Reserve

40 873

40 873

– übrige Reserve

13 686

13 686

Freie Reserve

20 780

20 780

113 616

60 465

– Agio

4

Bilanzgewinn – Gewinnvortrag – Jahresgewinn

21 359

20 553

Eigenkapital

268 327

259 899

TOTAL

681 830

677 340


JAHRESRECHNUNG DER IMPLENIA AG

Anhang zur Jahresrechnung

1

Eigene Aktien (Implenia AG)

Stand am 1.1. Veränderung

2010

2010

2009

Anzahl

1000 CHF

1000 CHF

1 526 184

38 890

5 312

(1 315 167)

(32 202)

33 724

(396)

(146)

211 017

6 292

38 890

Nennwertreduktion Stand am 31.12.

Im Rahmen der Neuplatzierung des von Laxey gehaltenen Aktienkapitals hat die Implenia AG am 26. November 2009 Aktien im Wert von CHF 30 Mio. (6,5% des Aktienkapitals) erworben.

2

Beteiligungen

Konzerngesellschaften (siehe Aufstellung auf der letzten Seite des Anhangs) Assoziierte Gesellschaften und übrige Beteiligungen

3

2010

2009

1000 CHF

1000 CHF

265 512

265 243

1 556

2 197

Aktienkapital

Die Generalversammlung vom 2. März 2006 hat eine bedingte Kapitalerhöhung von maximal CHF 32 326 000 (9 236 000 voll liberierte Namenaktion zu je CHF 2.80) beschlossen. Bis zum heutigen Zeitpunkt bestehen keine Tatbestände zur Umwandlung von bedingtem Kapital. Die Generalversammlung vom 14. April 2010 hat eine Teilrückvergütung von CHF 0.70 des Aktiennennwertes beschlossen. Das Aktienkapital wurde um CHF 12 930 000 auf CHF 51 722 000 reduziert.


238-239

3

Aktienkapital (Fortsetzung)

Aktionäre, die per 31. Dezember eine Beteiligung von mehr als 3% des Aktienkapitals halten: Gemäss Aktienregister

31.12.2010

31.12.2009

%

%

Parmino Holding AG

16,0%

15,9%

Maag Rudolf

10,8%

10,8%

Gruppe Ammann

8,4%

8,4%

EGS Beteiligungen AG

8,4%

10,0%

Chase Nominees Ltd.

5,4%

<3%

Implenia AG

<3%

8,2%

4

Agio

Im Hinblick auf eine mögliche Ausschüttung aus Kapitaleinlagen wird neu die Position Agio als Teil der gesetzlichen Reserven gesondert ausgewiesen. In Anwendung des seit dem 1. Januar 2011 eingeführten Kapitaleinlageprinzips sollten künftige Ausschüttungen aus diesem Agio von der Schweizer Einkommens- und Verrechnungssteuer befreit sein. Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung fehlt noch eine diesbezügliche Bestätigung der Steuerverwaltung. 5

Stille Reserven

Netto-Auflösung im Sinne von Art. 663b OR

6

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

3 710

31.12.2010

31.12.2009

1000 CHF

1000 CHF

19 600

56 500

p.m.

p.m.

Eventualverpflichtungen

Garantien / Eventualverpflichtungen Bürgschaft für die Solidarhaftung aufgrund der MWST-Gruppenbesteuerung

Die Implenia AG hat im Rahmen des am 12. August 2009 abgeschlossenen Konsortial-Kredits eine Garantie in Höhe von CHF 660 Mio. zugunsten des Bankenkonsortiums für Verpflichtungen von Gruppengesellschaften geleistet.


JAHRESRECHNUNG DER IMPLENIA AG

Anhang zur Jahresrechnung

7

Obligationenanleihe

Am 12. Mai 2010 hat die Implenia AG, Dietlikon eine Obligationenanleihe über CHF 200 Mio. emittiert. Die Anleihe wird mit 3,125% verzinst und läuft über 6 Jahre bis zum Endverfall am 12. Mai 2016. Ein Bankenkonsortium, bestehend aus der Zürcher Kantonalbank und der UBS AG, hat die Anleihe zu einem Emissionspreis von 100,269% platziert. Die Anleihe wird an der SIX Swiss Exchange gehandelt (Valor 11219351).

8

Risikobeurteilung

Die konzernweite Risikobeurteilung, welche eine frühzeitige Erkennung und Beurteilung sowie das Ergreifen entsprechender risikoreduzierender Massnahmen ermöglicht, wird halbjährlich durchgeführt und fokussiert sich im Wesentlichen auf die Projektrisiken und die finanziellen Risiken. Mit einem Bottom-up-Prozess, basierend auf projekt- und einheitsbezogenen Risk Maps, werden die Resultate der Risiko- und Chancenbeurteilungen konsolidiert. Im Rahmen des Abschlussprozesses rapportiert das Konzern-Risk-Management zweimal jährlich an die Konzernleitung, das Audit Committee und den Verwaltungsrat.

9

Vergütungen an den Verwaltungsrat und die Konzernleitung

9.1

Entschädigungen an amtierende Organmitglieder

Die Summe aller Entschädigungen, die an die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Konzernleitung im Jahr 2010 ausgerichtet wurden, beträgt TCHF 7890 (2009: TCHF 8548), inkl. Aktienzuteilung, Abgangsentschädigungen, Sozialaufwand und zusätzliche Honorare. Die Summe aller Entschädigungen, die an die amtierenden Mitglieder der Konzernleitung ausgerichtet wurden, ist nachfolgend aufgeführt.


240-241

Konzernleitung 2010

Hanspeter Fässler Übrige amtierende Mitglieder der Konzernleitung

Fixe Entschädigungen

Variable Entschä- Sozialaufdigungen wand

Zugeschriebene Aktien1

Zusätzliche Honorare

Total

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

Anzahl

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

300

193

144

14 338

449

1 086

1 873

813

782

28 523

911

4 379

32 400

945

Aus der Konzernleitung ausgeschiedene Mitglieder – Anton Affentranger

450

– Übrige

208

53

63

2 831

1 059

989

Total

1 395

– 75 261

324

2 305

7 184

Anton Affentranger war für den Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis 31. August 2010 als exekutiver Verwaltungsrat und CEO der Implenia tätigt, bis 30. September 2010 war er Mitglied der Konzernleitung. Per 1. Juli 2010 ist Hanspeter Fässler eingetreten und seit dem 1. September 2010 als CEO tätig. Anton Affentranger übt seit dem 1. Oktober 2010 die Funktion als nicht exekutiver Verwaltungsrat aus. Konzernleitung 2009

Anton Affentranger Übrige amtierende Mitglieder der Konzernleitung Aus der Konzernleitung ausgeschiedene Mitglieder Total

Fixe Entschädigungen

Variable Entschä- Sozialaufdigungen wand

Zugeschriebene Aktien1

Zusätzliche Honorare

Total

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

Anzahl

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

580

18

24 304

699

59

1 356

1 929

1 237

909

29 956

893

4 968

554

254

188

13 657

356

1 352

3 063

1 491

1 115

67 917

1 948

59

7 676

1 Aktien der Implenia AG, Valoren-Nr. 00238 6855, zum Nennwert von CHF 2.80 (2009: CHF 3.50)

Anton Affentranger war für den Zeitraum von 1. April 2009 bis 31. Dezember 2009 als exekutiver Verwaltungsrat und CEO der Implenia tätig. Der variable Teil der Entschädigung wird jeweils im Folgejahr in bar oder in Aktien ausbezahlt.


JAHRESRECHNUNG DER IMPLENIA AG

Anhang zur Jahresrechnung

9.1

Entschädigungen an amtierende Organmitglieder (Fortsetzung)

Die Summe aller Entschädigungen an die amtierenden nicht exekutiven Mitglieder des Verwaltungsrats setzt sich wie folgt zusammen: Nicht exekutiver Verwaltungsrat 2010 Honorare

Sozialaufwand

1000 CHF

1000 CHF

Anzahl

Anton Affentranger

168

26

Markus Dennler, Vizepräsident

Zusätzliche Honorare

Total

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

1 703

48

242

Aktien1

187

26

852

24

237

James Lionel Cohen, Mitglied

21

3

24

Claudio Generali, Mitglied

22

4

639

18

44

Ian Andrew Goldin, Mitglied

21

3

24

Hans-Beat Gürtler, Mitglied

72

10

82

Urs Häner, Mitglied

16

3

639

18

37

Patrick Hünerwadel, Mitglied

121

17

138

Toni Wicki, Mitglied

134

19

852

24

177

Philippe Zoelly, Mitglied Total

92

14

639

18

124

854

125

5 324

150

1 129


242-243

Nicht exekutiver Verwaltungsrat 2009

Markus Dennler, Vizepräsident

Honorare

Sozialaufwand

1000 CHF

1000 CHF

Anzahl

Zusätzliche Honorare

Total

1000 CHF

1000 CHF

1000 CHF

Aktien1

105

14

977

25

144

James Lionel Cohen, Mitglied

88

12

100

Claudio Generali, Mitglied

73

10

733

19

102

Ian Andrew Goldin, Mitglied

84

12

96

Urs Häner, Mitglied

57

8

733

19

84

Patrick Hünerwadel, Mitglied

93

13

106

Toni Wicki, Mitglied

107

15

733

19

141

Philippe Zoelly, Mitglied Total

70

10

733

19

99

677

94

3 909

101

872

1 Aktien Implenia AG, Valoren-Nr. 00238 6855, zum Nennwert von CHF 2.80 (2009: 3.50)

In den Jahren 2010 und 2009 wurden keine Austrittsentschädigungen ausbezahlt.

9.2

Entschädigungen an ehemalige Organmitglieder

Es wurden TCHF 1719 (Vorjahr: TCHF 1352) an ehemalige Organmitglieder ausgerichtet, welche ihre Organfunktion beendet haben.

9.3

Aktienzuteilung im Berichtsjahr

Im Jahr 2010 wurden den Mitgliedern der Konzernleitung sowie diesen nahestehenden Personen 75 261 (2009: 67 917) Aktien zugeteilt. Im Jahr 2010 wurden den nicht exekutiven Mitgliedern des Verwaltungsrates sowie diesen nahestehenden Personen 5324 (2009: 3909) Aktien zugeteilt.


JAHRESRECHNUNG DER IMPLENIA AG

Anhang zur Jahresrechnung

9.4

Aktienbesitz

Am 31. Dezember 2010 hielten die Mitglieder der Konzernleitung sowie diesen nahestehende Personen 75 953 oder 0,4% des Aktienkapitals (2009 mit exekutivem VRP Anton Affentranger 213 021 Aktien oder 1,15%). Diese Zahl schliesst die privat erworbenen Aktien ein. Mitglieder der Konzernleitung Anzahl Aktien per

Wovon Aktien blockiert bis

31.12.2009

31.12.2010

5 000

Arturo Henniger, Konzernbereichsleiter Bau Infra

24 500

22 227

7 421

6 201

8 605

Luzi Reto Gruber, Leiter Konzernbereich Industrial Construction

9 490

16 890

4 490

5 000

7 400

Peter Bodmer, Co-Leiter Konzernbereich Industrial Construction

23 972

20 986

7 092

6 572

7 322

2 333

10 600

2 333

8 267

Hanspeter Fässler

Beat Fellmann, CFO René Zahnd, Leiter Konzernbereich Real Estate Total

2011

2012

2013 5 000

250

250

60 295

75 953

19 003

20 106

36 844

Am 31. Dezember 2010 hielten die nicht exekutiven Mitglieder des Verwaltungsrates sowie diesen nahestehende Personen 225 962 oder 1,2% der Aktien (2009: 18 625 oder 0,10% ohne Anton Affentranger). Diese Zahl schliesst die privat erworbenen Aktien ein.


244-245

9.4

Aktienbesitz (Fortsetzung)

Nicht exekutive Mitglieder des Verwaltungsrates Anzahl Aktien per

Wovon Aktien blockiert bis

31.12.2009

31.12.2010

2011

2012

2013

152 726

209 179

1 462

23 554

34 853

Markus Dennler, Vizepräsident

3 432

4 284

731

977

852

James Lionel Cohen, Mitglied*

1

3 449

Ian Andrew Goldin, Mitglied*

1

Hans-Beat Gürtler, Mitglied

734

Patrick Hünerwadel, Mitglied

1 340

1 340

Toni Wicki, Mitglied

6 779

7 631

549

733

852

Anton Affentranger, Präsident**

Claudio Generali, Mitglied*

Urs Häner, Mitglied*

Philippe Zoelly, Mitglied Total

2 889

3 528

549

733

639

171 351

225 962

3 291

25 997

37 196

* An der GV 2010 aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden ** Im Geschäftsjahr 2009 exekutiver VR

Diese Zahl schliesst die privat erworbenen Aktien ein.

9.5

Optionen

Die Implenia AG hat keinen Entlöhnungsplan mit Optionen. 9.6

Zusätzliche Honorare und Vergütungen

Die Summe der im Geschäftsjahr 2010 von den Mitgliedern des Verwaltungsrates oder der Konzernleitung oder von einer diesen nahestehenden Person verrechneten zusätzlichen Honorare und Entschädigungen beträgt CHF 0 (Vorjahr: TCHF 59). 9.7

Organdarlehen

Weder den Mitgliedern des Verwaltungsrates noch Mitgliedern der Konzernleitung oder einer diesen nahestehenden Person wurden Darlehen gewährt. 9.8

Höchste Gesamtentschädigung

Das Mitglied der Konzernleitung mit der höchsten Gesamtenschädigung ist in den dargestellten Tabellen unter 9.1 ersichtlich.


JAHRESRECHNUNG DER IMPLENIA AG

Tochtergesellschaften

Wesentliche Tochtergesellschaften

Name

Bâtiments industriels du Haut-Rhin Sàrl Gebr. Ulmer GmbH Gravière de La Claie-aux-Moines SA Gust. Stumpf Verwaltungs GmbH & Co KG Implenia (Tessin) AG Implenia Bau AG Implenia Cyprus Ltd.1 Implenia Generalunternehmung AG Implenia Development AG Implenia Global Solutions AG Implenia Immobilien AG2 Implenia Management AG Implenia Österreich GmbH Reprojet AG Reuss Engineering AG SAPA, Société Anonyme de Produits Asphaltiques Sisag AG Swiss Overseas Engineering Company Tetrag Automation AG Trachsel AG Zschokke France SA Zschokke Holding Deutschland GmbH

Beteiligungssatz Sitz

100% Mülhausen (F) 100% Bruchsal (D) 66,67% Savigny

Währung

Kapital

EUR EUR CHF

195 000 25 565 1 500 000

100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100%

Bruchsal (D) Bioggio Genf Nicosia (CY) Basel Dietlikon Dietlikon Dietlikon Dietlikon Wien (A) Zürich Dietlikon

EUR CHF CHF EUR CHF CHF CHF CHF CHF EUR CHF CHF

511 292 150 000 40 000 000 3 001 20 000 000 30 000 000 100 000 30 600 000 500 000 35 000 100 000 100 000

75% 100% 100% 100% 100% 100% 100%

Satigny Abidjan (CI) Genf Dietlikon Heimberg Lyon (F) Berlin (D)

CHF XOF CHF CHF CHF EUR EUR

500 000 492 000 000 200 000 100 000 100 000 914 694 3 067 751

1 Vollkonsolidierung per 30.6.2010 (siehe dazu 2.2) 2 Fusion der Implenia Immobilien AG / Implenia Investment Management AG / Sulzer Immobilien AG


246-247

Antrag des Verwaltungsrates

Antrag des Verwaltungsrates über die Verwendung des Bilanzgewinns 2010 1000 CHF

Gewinnvortrag

113 616

Jahresergebnis

21 359

Bilanzgewinn

134 975

Vortrag auf neue Rechnung

134 975

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 19. April 2011 eine Teilrückvergütung von CHF 0,90 je Aktie vor. Das Aktienkapital wird um CHF 16.6 Mio. auf CHF 35.1 Mio. reduziert. Die Statuten werden dementsprechend angepasst.

Entwicklung des Aktienkurses (kotiert an der Schweizer Börse SIX)

Extremkurse Kurse am 31. Dezember

2010

2009

CHF

CHF

32.70 / 25.85

30.45 / 20.15

31.95

29.00


JAHRESRECHNUNG DER IMPLENIA AG

Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung

Bericht der Revisionsstelle an die Generalversammlung der Implenia AG, Dietlikon Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung der Implenia AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang (Seiten 236 bis 247), für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen.


248-249

In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert. Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

PricewaterhouseCoopers AG

Willy Wenger Revisionsexperte Leitender Revisor

Zürich, 3. März 2011

Nicolas Mayer


STANDORTE, KONTAKTE UND TERMINE

Schaffhausen

Augst

La Chaux-de-Fonds

Diessenhofen

Rümmingen (DE)

Kreuzlingen Romanshorn Kradolf/Schönenberg a.d.T. Goldach Bischofszell St. Margrethen Wil St. Gallen Rümlang/Regensd. Algetshausen Lenzburg Liestal Teufen Gossau Dietlikon/ Aarau/Buchs Bühler Zürich/Oerlikon Wallisellen Herisau Delémont Altstätten Oberentfelden Affoltern a.A. Ebnat-Kappel Appenzell Olten Balsthal Jona Moutier Steinhausen Uznach Gams Reiden Solothurn Zug/Cham Pfäffikon/ Buchs SG Freienbach Siebnen Biel/Bienne Gisikon Grabs Inwil Studen Mels Luzern Schwyz Basel

Neuchâtel

Baden

Frauenfeld

Winterthur

Glarus

Hergiswil

Bern

Alpnach

Konolfingen Fribourg

Rafz

Engelberg

Wattenwil

Altdorf Schattdorf

Chur Davos

Spiez

Interlaken

Andermatt

Zweisimmen Echandens

St. Moritz

Renens

Sierre Genève/Onex

Vétroz

Scuol Zernez

Meiringen

Visp

Sion

Martigny Bioggio Lugano

Details zu den Standorten sind unter www.implenia.com zu finden.

Kontakte Kontakt für Investoren Beat Fellmann, Leiter Corporate Center und CFO Telefon +41 44 805 45 00 – Fax +41 44 805 45 01 – E-Mail beat.fellmann@implenia.com Kontakt für Medien Philipp Bircher, Leiter Kommunikation Telefon +41 44 805 45 23 – Fax +41 44 805 45 20 – E-Mail philipp.bircher@implenia.com

Termine Presse- und Analystenkonferenz zum Halbjahresergebnis 2011 – 1. September 2011 Presse- und Analystenkonferenz zum Jahresergebnis 2011 – 6. März 2012


SCHLÜSSELZAHLEN

HIGHLIGHTS 2010

Operatives Ergebnis

0,3% 0,7% 7%

0%

0

0%

2. Semester 1. Semester Marge * 1. Semester inkl. Privera-Verkauf CHF 11,3 Mio.

2010

2009

2008 *

2007

2006

2010

2009

2008 *

2007

–20 2006

–20

2%

1,1% 1%

1,6% 6%

20

20

2,1% 1%

6,1

17,0

2%

0

52,5

47,1 40,0

40 25,5

40

2010 stand für Implenia im Zeichen der Fortführung ihrer Erfolgsgeschichte. Bei einem leicht höheren Umsatz konnte Implenia das Konzernergebnis auf einen neuen Rekordwert steigern. Die vollen Auftragsbücher lassen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Der erfolgreiche Geschäftsgang bestätigt Implenia in ihrem integrierten Geschäftsmodell. Die erfolgte Akquisition der Sulzer Immobilien AG verstärkt das Projektentwicklungsportfolio massgeblich und wird damit die Entwicklung des Unternehmens positiv beeinflussen. Implenia hat 2010 der Nachhaltigkeit hohe Beachtung geschenkt. Es wurden zehn Nachhaltigkeitsprojekte vorangetrieben, mit denen sich das Unternehmen als Vorbild innerhalb der Branche positioniert. Parallel dazu hat Implenia die internen Prozesse weiter optimiert und wichtige Schlüsselpositionen im Management neu besetzt. Zudem lag der Fokus im Berichtsjahr auf einer schlanken Bilanz, die sich in der erfreulichen Entwicklung des investierten Kapitals widerspiegelt.

4%

1,7% 7%

3,0% 0%

60

2,6%

38,7

3,3% 3%

59 59,0

60

4%

2,2% 2%

77,7

(in Mio. CHF)

67,6

80

Das Jahr im Überblick

Konzernergebnis

(in Mio. CHF)

IMPRESSUM

2. Semester 1. Semester Marge * 1. Semester inkl. Privera-Verkauf CHF 11,3 Mio.

Schlüsselzahlen Konzern

2010

2009

Δ

1000 CHF

1000 CHF

in %

2 388 418

2 279 835

4,8%

72 649

75 534

(3,8%)

5 009

(7 891)

Operatives Ergebnis

77 658

67 643

14,8%

Konzernergebnis

52 458

47 055

11,5%

112 552

104 603

7,6%

92 654

(56,9%)

Konzernumsatz (like for like) EBIT vor Sonderkosten (like for like) Sonderkosten und -erträge

EBITDA Free Cashflow

39 920*

Produktionsleistung

2 716 205

2 637 277

3,0%

Auftragsbestand

3 070 314

3 445 184

(10,9%)

5 424

5 350

1,4%

Netto-Cash-Position

149 514

85 896

74,1%

Eigenkapital

495 484

426 340

16,2%

Personalbestand (Vollzeitstellen)

* Free Cashflow ohne Akquisition Sulzer Immobilien AG (TCHF 107 064)

Fundament des Geschäftserfolgs bilden die Bauprojekte von Implenia. Sie dokumentieren das Vertrauen der Kunden ins Unternehmen, und sie machen den Stolz der Mitarbeitenden aus. Stellvertretend für eine Vielzahl von Projekten werden in diesem Geschäftsbericht drei ausführlich dargestellt: − Beim NEAT-Projekt, das mit dem Durchstich des Gotthardtunnels einen Höhepunkt erreichte, ist Implenia für drei der fünf Tunnelbaulose zuständig. Der Innenausbau des Tunnels wird voraussichtlich bis 2014 dauern. − In Arbon baut Implenia bis 2012 das Zentrum Rosengarten mit über 70 Wohnungen, Büros und einem Einkaufszentrum. Am Projekt sind sämtliche Geschäftsbereiche von Implenia Real Estate und mehrere Bereiche der Bau Infra interdisziplinär beteiligt. − Im Rahmen des Projekts «Beaulieu 2020» für die Erneuerung des Kongress- und Messezentrums in Lausanne ist Implenia als Generalunternehmerin für die erste Etappe, die Erneuerung der zweistöckigen südlichen Ausstellungshallen, verantwortlich.

Impressum Herausgeberin: Implenia AG, Dietlikon Konzept und Gestaltung: schneiter meier külling AG, Zürich Fotos: Martin Stollenwerk, Zürich (Bildstrecke, Roundtable und Konzernleitung) Druck: Linkgroup, Zürich


Implenia in Kürze

Implenia entwickelt und baut die Schweiz von morgen. Implenia ist das führende Bau- und Baudienstleistungsunternehmen der Schweiz. Mit ihrem integrierten Businessmodell sowie dem umfassenden Leistungs- und Produkt­ port­folio ist Implenia in der Lage, ein Bauwerk über dessen gesamten Lebenszyklus zu begleiten – wirtschaftlich, nachhaltig, integriert und kundennah. Entstanden 2006 aus dem Zusammenschluss von Zschokke und Batigroup, blickt Implenia auf eine über 140-jährige Bautradition zurück. Erfahrung, Know-how, Grösse und finanzielle Stärke befähigen Implenia, ihre Leistungen sowohl in der Schweiz als auch auf internationaler Ebene anzubieten. Für anspruchsvolle Immobilien- und Infrastrukturprojekte stehen sämtliche Fähigkeiten und Kapazitäten des Gesamtkonzerns zur Verfügung. Implenia fasst das Know-how aus drei Konzernbereichen unter einem Dach zusammen:

Industriestrasse 24 CH-8305 Dietlikon Tel. + 41 44 805 45 55 Fax + 41 44 805 45 56 www.implenia.com

Implenia | Geschäftsbericht 2010

Implenia AG

− Implenia Real Estate deckt als Gesamtdienstleisterin sämtliche Bereiche im Lebens­z yklus einer Immobilie ab, von der Kapitalbeschaffung über die Entwicklung und Realisation bis zur Betriebsoptimierung und Promotion, und ist im Bereich Generalunternehmung Marktführerin in der Schweiz. − Implenia Bau Infra bietet sämtliche Leistungen der Bauproduktion an, vom klassischen Strassen- und Tiefbau über den Hochbau bis hin zum Ingenieur- und Spezialtiefbau. Auch hier ist sie Markt­führerin in der Schweiz. − Implenia Industrial Construction ist Spezialistin für Untertage-Infrastrukturprojekte und anspruchsvolle Real-Estate-Projekte und bedient sowohl die Schweiz als auch internationale Zielmärkte. Implenia mit Hauptsitz in Dietlikon bei Zürich verfügt über rund 100 Geschäftsstellen in der Schweiz und Vertretungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Russland, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Katar. Im Jahr 2010 beschäftigte der Konzern 5424 Mitarbeitende und erzielte einen Umsatz von 2,4 Mrd. Franken. Implenia ist an der SIX Swiss Exchange kotiert (IMPN, CH0023868554). Geschäftsbericht 2010

Weitere Informationen unter www.implenia.com.