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WSW KLIMAFONDS

Wir fördern Ihr Engagement Die Förderfibel für mehr lokalen Klimaschutz in Wuppertal


wsw klimafonds förderprogramm MIT RENDITE fürs KLIMA

»Die Umwelt zu schützen, bedeutet vor allem, das Klima zu schonen. Damit mehr Menschen sich dazu entschließen, in ihrem Alltag das Klima zu schützen, zeigen wir, wie einfach das ist. Jeder kann sich engagieren. Wir fördern Sie dabei.«


Von Ihrem Engagement für die Umwelt profitieren alle. Wir möchten Sie dabei unterstützen – mit dem Förderprogramm WSW Klimafonds der WSW Energie & Wasser AG (WSW). Verantwortungsbewusst handeln Der Klimaschutz und der Ausbau erneuerbarer Energien sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Deshalb prüfen wir uns selbst kontinuierlich und kritisch, um Möglichkeiten der sparsamen und umweltschonenden Energienutzung weitgehend auszuschöpfen. So nehmen wir unsere Umweltverantwortung wahr: • Bei der Stromerzeugung entsteht Wärme. Sie wird in Wuppertal genutzt, um Wohnungen zu heizen und Indus­ trieprozesse zu unterstützen. Möglich machen dies WSWeigene Heizkraftwerke (HKW). Sie arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, das heißt, sie speisen Heizenergie ins Fernwärmenetz ein. • Die Sanierung des HKW Barmen erspart dem Klima Jahr für Jahr 120 000 Tonnen CO2 und der Wuppertaler Luft viele Schadstoffe. • Heizen mit Wärme, die schon da ist: Der Ausbau der Fern­ wärmetrasse Süd erschließt neue Potenziale zur Nutzung der vorhandenen Wärme aus dem Müll-HKW Küllenhahn.


wsw klimafonds förderprogramm MIT RENDITE fürs KLIMA

• An Talsperren, Wasserwerken und Gasübernahmestationen nutzen wir mit Turbinen vorhandene Energiepotenziale zur Stromgewinnung. • WSW-Förderungen für die Nutzung erneuerbarer Energien ebneten den Weg für über 600 Photovoltaikanlagen, mehr als 700 thermische Solaranlagen und ein Windkraftprojekt in Wuppertal – Tendenz steigend! • Mit finanzieller Unterstützung aus dem WSW Klimafonds wurde das Wuppertaler Solarkataster 2010 ins Leben geru­ fen. Mehr erfahren Sie im Kapitel Solarenergie. • Mit Energiedienstleistungs-Angeboten wie WSW Wärme oder WSW Druckluft erleichtern die WSW Investitionen in die Optimierung der Energieeffizienz: Durch die Erneuerung von Wärme- oder Druckluftanlagen und kompetenten Service werden Unternehmen zukunftsfähig gemacht. • Unsere Energieberatung hilft vielen Menschen im Alltag, weniger Energie zu verbrauchen. • Unsere Erdgaszapfsäulen und der Holzenergiehof öffnen neue Türen für die alternative Nutzung von Energien. Autofahren mit Erdgas und Heizen mit Holz aus der Region spielen dadurch im Bergischen Land eine größere Rolle.

• Ein Schnupperangebot für neuen Radfahrspaß machen die WSW in Zusammenarbeit mit Fahrrad Dickten. Leihweise können Interessierte hier Räder mit elektrischer Tretkraft­ unterstützung, sogenannte Pedelecs, ausleihen und kennen­lernen. • Anerkannt wird unser Engagement regelmäßig im Rahmen der Umweltmanagement-Zertifizierungen und des European Energy Award. Wir sehen unsere Verantwortung auch über unser eigenes Unternehmen hinaus. Mit dem Förderprogramm WSW Klima­ fonds wollen wir die Umsetzung von lokalen Maßnahmen vorantreiben. Je mehr Menschen sich entscheiden, Energie sparsam und umweltschonend zu nutzen, desto näher kom­ men wir diesem Ziel.


WSW STROM GRÜN Wuppertaler Kunden von WSW Strom Grün unterstützen den WSW Klimafonds mit einem Umweltbeitrag, den sie zusätzlich pro Kilowattstunde Strom zahlen. Der Umwelt­ beitrag dient zur Deckung der höheren Bezugskosten und zur Finanzierung der Zertifizierung durch externe Gutachter. Der Überschuss fließt in den WSW Klimafonds. Dadurch können mehr Klimafonds-Projekte umgesetzt werden, als es alleine mit der finanziellen Grundausstattung der WSW möglich wäre. Alle Nutznießer von Fördermitteln werten ihren Strombezug zu WSW Strom Grün auf. Dadurch er­ möglichen sie weitere lokale Klimaschutzprojekte.

Fördermaßnahmen des WSW KLIMAFONDS • Regenerative Energienutzung • Umstellung auf energieeffiziente Heizsysteme • Mini-Blockheizkraftwerke • Stromsparende Kühl- und Gefriergeräte • Umweltschonende Mobilität • Heizungs-Check Leichter kalkulieren Wenn Sie wissen möchten, welche Förderungen es für Wuppertaler WSW-Kunden gibt und wie hoch die Zuschüsse sind, können Sie die beiliegenden Informationsblätter nutzen. Weitere Zuschüsse können Sie gegebenenfalls auch aus Bundes- und Landesmitteln erhalten.

Vielfältige Möglichkeiten Klimaschutz ist ein globales Thema. Für uns bedeutet das: Weltweit muss vor Ort gehandelt werden. Mit dem WSW Klimafonds wollen wir einen Beitrag zur Senkung der CO2Emissionen leisten. Wir haben ein vielfältiges Förderpaket für unsere Wuppertaler Kunden geschnürt. Die Angebote richten sich an Privat- und Geschäftskunden. Bezuschusst werden größere Projekte wie der Bau einer Anlage zur Nut­ zung regenerativer Energien, aber auch einfache, effiziente Maßnahmen wie die Umstellung auf energiesparende Haus­ haltsgeräte. Uns ist es wichtig, dass jeder sein Engagement für den Klimaschutz persönlich gestalten kann, entsprechend seinen individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten.

Klimawirksamkeit von Einsparmaßnahmen Maßnahmen

Photovoltaikanlage Thermische Solaranlage Umstellung von Öl auf Holzbrennstoffe Umstellung von Öl auf Gas-Brennwerttechnik Umstellung von Öl auf Fern­wärme 

Annahmen: Anlagengröße oder Leistung

Durchschnittliche jährliche CO2-Einsparung (in kg CO2/a) 1 600

4 kW

700

10 qm

10 600

20 kW

2 800

20 kW

10 600

20 kW

Wärmepumpe

2 688

8 kW

Mini-BHKW

3 025

12,5 kWth

787

15 000 km/a

Erdgasfahrzeug (im Vergleich zum Benzinmotor) Eigene Berechnungen nach diversen Quellen.


Regenerative Energienutzung Solarenergie

Thermische Solaranlagen Mit einer thermischen Solaranlage wird Wasser erwärmt. Damit auch nachts und in der dunkleren Jahreszeit die Warm­ wasserbereitung zuverlässig funktioniert, wird die Solaranlage von einem Heizkessel unterstützt. In geeigneten Häusern können die Überschüsse der Solarenergie im Frühjahr und Herbst mithilfe von sogenannten Kombispeichern auch einen Beitrag zum Betrieb der Heizungsanlage leisten.

Die Sonne ist eine unerschöpfliche Kraftquelle: Jedes Jahr strahlt sie Energie auf die Erde, 7 000- bis 10 000-fach mehr, als in der Welt an Primärenergie gebraucht wird. Es gibt zwei effektive Methoden, Sonnenenergie direkt zu nutzen: thermi­ sche Solaranlagen und Photovoltaikanlagen. Mit thermischen Solaranlagen wird Sonnenenergie in nutzbare Wärme um­ gewandelt. Eine Photovoltaikanlage hingegen wandelt die Sonnenenergie in elektrische Energie um. Umsetzung Die jeweilige Anlage wird meist auf dem Hausdach installiert. Um die Sonnenenergie optimal zu nutzen, sollte die Anlage • eine Südausrichtung mit höchstens 45° Abweichung in eine Richtung haben • einen Neigungswinkel von 20° bis 60° haben und • nicht durch Schatten beeinträchtigt werden. Der Bau der Anlage sollte von einem Fachbetrieb durch­ geführt werden, der die Gegebenheiten vor Ort prüft.

Klimaschutz Eine thermische Solaranlage verursacht im Vergleich zur konventionellen Wärmeerzeugung nur geringfügige CO2Emissionen. Ein weiteres Plus für die Umwelt ist die positive Energiebilanz: Eine Solaranlage produziert ein Vielfaches an Energie im Vergleich zu dem Energieaufwand, der beim Bau und Betrieb anfällt. Die Anschaffung von solarthermischen Anlagen wird von den WSW mit einem Investitionskosten­ zuschuss gefördert. Photovoltaik Photovoltaikanlagen wandeln Lichtstrahlen durch Solarzellen in Strom um. Der produzierte Strom wird in das Hausnetz des Betreibers oder das öffentliche Netz der WSW Netz GmbH eingespeist und nach dem EEG (Erneuerbare-EnergienGesetz) vergütet. Klimaschutz Solarstromerzeugung ist besonders umweltschonend. Die Umwandlung von Sonnenlicht in Strom erfolgt direkt, ohne klimaschädliche Nebenprodukte wie zum Beispiel Abgase. Auch Photovoltaikanlagen erzeugen ein Mehrfaches der Energie, die gebraucht wird, um sie zu bauen. Hinzu kommt die positive Bilanz für Ihre persönliche Rechnung: Die Module der Anlage haben eine sehr lange Lebensdauer von bis zu 30 Jahren und sind zudem praktisch wartungsfrei. WSW unterstützen Sie bei der Installation des erforderlichen Ein­ speise-Zählers

Solarpotenzial Dächer (Jahressumme) Eignung für Stromerzeugung

sehr gut: > = 800 kWh/m2 gut: 700 – < 800 kWh/m2 mäßig: 400 – < 700 kWh/m2 ungeeignet: < 400kWh/m2

nur in Detailmaßstäben 79,5 m2 Flächengröße der Dachfläche

Die Bereitstellung des Wuppertaler Solarkatasters wurde mit Geldern aus dem WSW Klimafonds ermöglicht. Es hilft einzuschätzen, wie gut Dach­ flächen geeignet sind, Wärme oder/und Strom aus Sonnenenergie zu gewinnen. Sie finden das Solarkataster unter www.geoportal.wuppertal.de in der Rubrik Umweltdaten.


»Die wohl konsequenteste Art, natürliche Ressourcen zu schonen, ist die Umstellung auf erneuerbare Energien. «

Die Solaranlage von Susanne Nitsch und Markus Bertram wurde mit einem Zuschuss aus dem WSW Klimafonds gefördert und spart jetzt jährlich bis zu 700 Kilogramm CO2 ein.


Regenerative Energienutzung Holzenergieanlagen

»Holz ist bei der Erzeugung von Heizenergie wieder ein zeitgemäßer nachhaltiger Rohstoff.«


Energie aus Holz Das Heizen mit Holz wird immer beliebter. Zu Recht, denn es ist eine preiswerte Alternative zu Erdgas oder Öl und eine umweltfreundliche Heiztechnologie. Die Pelletheiztechnik eignet sich für kleinere Ein- und Mehrfamilienhäuser. Für Pellets nimmt man industrielle Holzreste: Dazu werden Sägeund Hobelspäne unter großem Druck zu Pellets gepresst. Die Holzhackschnitzelheizung ist interessant für Wohnkom­ plexe oder eine industrielle Nutzung. Für Holzhackschnitzel werden Abfallhölzer aus heimischen Wäldern verwendet. Klimaschutz Holz verbrennt CO2-neutral. Das bedeutet, beim Verbrennen wird genau so viel CO2 freigesetzt, wie durch Photosynthese beim Pflanzenwachstum gebunden wurde. Hinzu kommt der niedrige Energieaufwand bei der Produktion des Heiz­ materials. Die Energie, die zur Herstellung von Pellets einge­ setzt wird, entspricht gerade mal drei Prozent ihres Heiz­ werts. Bei Holzhackschnitzeln ist die Bilanz noch etwas besser. Für die Holzhackschnitzel werden Hölzer gesammelt, die bisher nicht wirtschaftlich genutzt wurden.

Auch beim Thema Feinstaub können Holzfeuerungsanlagen eine gute Bilanz vorweisen. Bei der Prüfung der Kessel für Pelletfeuerung zeigen Messungen in den letzten Jahren, dass die Werte um das Fünffache unter den DIN-Vorgaben liegen. Bei modernen Holzhackschnitzelanlagen spielt das Thema Feinstaub ohnehin keine Rolle. Gesetzlich vorgeschriebene Filter verhindern den Schadstoffausstoß weitestgehend. Umsetzung Der Holzenergiehof Wuppertal der gemeinnützigen Gesell­ schaft für Entsorgung, Sanierung und Ausbildung gGmbH (GESA) liefert Holzbrennstoffe wie zum Beispiel Pellets, Holz­ hackschnitzel und Scheitholz. Im Rahmen unseres Angebotes WSW Wärme errichten, betreiben und finanzieren die WSW gegen einen monatlichen Grundbetrag Wärmeversorgungs­ anlagen. Hausbesitzer bekommen dafür neue Heizsysteme und einen Rundum-Service. Die Umstellung auf eine zentrale Anlage für Heizung und Warmwasser mit dem Brennstoff Holz fördern die WSW mit einem Investitionskostenzuschuss. Die Umsetzung von Projekten ohne eigene Investition unter­ stützen die WSW gerne mit dem Produkt WSW Wärme als Contracting-Modell.


Umstellung auf ENERGIEEFFIZIENTE Heizsysteme Wärmepumpen

»Sie können Ihr Zuhause mit Erdwärme heizen.

Ganz ohne Brennstoff, ganz umwelt­freundlich.«

Energie aus Erdwärme Erdwärme ist eine natürliche regenerative Ressource. Sie kann bereits im oberen Teil der Erdkruste zur Wärmever­ sorgung genutzt werden. Erdwärme aus tieferen Gesteins­ schichten (Geothermie) lässt sich zusätzlich auch zur Strom­ produktion verwenden. Als Wärmequelle dient die in der Erde gespeicherte Wärme oder tief liegende heiße Wasser­ reservoirs.

Umsetzung Immer mehr Bauherren schätzen diese umweltschonende und brennstoffunabhängige Heiztechnik. Die Anschaffungs­ kosten sind zwar höher als bei einem konventionellen Heiz­ system, die Betriebskosten dafür geringer. Aufgrund der niedrigen Vorlauftemperatur ist diese Technik vor allem für Neubauten interessant, insbesondere bei einer Ausstattung mit Fußbodenheizungen.

Klimaschutz Bei dieser Heizmethode wird nur Strom zum Antrieb der Wärmepumpe gebraucht. Um 100 Prozent Nutzwärme zu gewinnen, wird je nach System nur bis zu einem Viertel an elektrischer Energie benötigt, um die Wärmepumpe zu betreiben. Eine sehr gute Bilanz. Durch den Einsatz unseres 100 Prozent regenerativen Ökostromproduktes WSW Strom Grün zum Antrieb der Pumpe fällt keinerlei Kohlen­dioxid an.

Die Umstellung auf ein zentrales Heizsystem mit Wärme­ pumpe fördern die WSW mit einem Investitionskosten­ zuschuss. Die Umsetzung von Projekten ohne eigene Investition unter­ stützen die WSW gerne mit dem Produkt WSW Wärme als Contracting-Modell.


Umstellung auf ENERGIEEFFIZIENTE Heizsysteme Fernwärme-heizsysteme

Wärmebereitstellung durch Fernwärme (Dampf und Heizwasser) Wer mit Fernwärme heizt, setzt auf eine moderne Umwand­ lungstechnologie. Statt die Abwärme der Stromerzeugung verpuffen zu lassen, wird sie als Heizenergie in die Haushalte geleitet. Klimaschutz Die Energieeffizienztechnik Kraft-Wärme-Kopplung kommt im Müll-Heizkraftwerk Küllenhahn sowie in den Heizkraft­ werken in der Talachse zum Einsatz und liefert einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Wärme, die ansonsten bei der Strom­ produktion in Großkraftwerken ungenutzt verloren geht, wird hierbei sinnvoll verwertet. Entlang der Fernwärme­leitungen steht die Wärme zur Beheizung von Häusern zur Verfügung. Die angeschlossenen Häuser können auf eine eigene Kessel­ anlage verzichten, und der Umwelt bleiben die Abgase aus der zusätzlichen Verbrennung erspart. Umsetzung Vorhandene Heizkörper und Rohrleitungen können weiterhin verwendet werden. Da Sie keinen Brennstoff mehr lagern müssen, entsteht Platz für die neue Wärmeübergabestation (von der Größe eines Kühlschranks) und, falls notwendig, für einen Warmwasserspeicher.

Mit dem Dienstleistungspaket WSW Wärme erledigen wir für Sie die Umstellung gegen einen monatlichen Grundbetrag. Dies umfasst auch die jährliche Wartung und, falls nötig, die Instandhaltung. Wer ein Mehrfamilienhaus hat, muss sich nicht um die Heizkostenabrechnung der einzelnen Wohnungen kümmern. Die Wärmekosten werden direkt mit den Mietern abgerechnet. Die Umstellung von Öl-, Flüssiggas- oder Nachtstromspei­ cherheizungen auf Fernwärme durch den Einbau einer Übergabestation fördern die WSW mit einem Investitions­ kostenzuschuss. Die Umsetzung von Projekten ohne eigene Investition unter­ stützen die WSW gerne mit dem Produkt WSW Wärme als Contracting-Modell.


Umstellung auf ENERGIEEFFIZIENTE Heizsysteme Erdgas-heizsysteme

»Wer von Öl oder Flüssiggas auf eine moderne und hocheffiziente

Nutzung von Erdgas umrüstet, zeigt Verantwortung für unser Klima.«

Energie aus Erdgas Erdgas ist der emissionsärmste und umweltschonendste fos­ sile Brennstoff. Über 70 Prozent der Wuppertaler Haushalte heizen zurzeit mit Erdgas. Wer dabei auch noch auf moderne Heiztechnik setzt, spart zusätzlich Energie. Klimaschutz Die CO2-Bilanz von Erdgas ist mindestens 30 Prozent günsti­ ger als bei anderen fossilen Brennstoffen. Wer diese Ressource optimal nutzen will, greift auf die besonders energiesparenden Erdgas-Brennwertgeräte zurück. Im Vergleich zu einem klas­ sischen Erdgaskessel werden bis zu 15 Prozent Energie ein­ gespart. Verglichen mit älteren Geräten, die die Kesseltempe­ ratur konstant hoch halten, werden sogar bis zu 30 Prozent weniger Energie verbraucht. Das bedeutet nicht nur eine Kostensenkung, mit dieser Technik schonen Sie auch die natürliche Ressource Erdgas und tragen zur Senkung der CO2-Belastung bei.

Umsetzung Eine Umstellung auf Erdgas ist mit den WSW ganz einfach. Mit dem Produkt WSW Wärme bekommen Hausbesitzer eine neue Heizkesselanlage, einen Rundum-Service (Planung, Wartung, Inspektion, Überwachung) und werden mit Erdgas versorgt. Wir planen, bauen und betreiben die Anlage für Sie. Sie zahlen dafür einen monatlichen Grundbetrag sowie die Erdgaskosten. Die Umstellung von Öl-, Flüssiggas- oder Nachtstromspeicher­ heizungen auf Erdgas-Brennwerttechnik fördern die WSW mit einem Investitionskostenzuschuss. Die Umsetzung von Projekten ohne eigene Investition unter­ stützen die WSW gerne mit dem Produkt WSW Wärme als Contracting-Modell.


Mini-Blockheizkraftwerke (bis 30 kWel)

Wärme und Strom Mini-Blockheizkraftwerke (Mini-BHKW) haben eine gute Kohlendioxid-Bilanz. Erdgas liegt aus Umweltsicht bei den fossilen Brennstoffen ganz vorne; bei der Nutzung von Biogas oder Pflanzenölen kann eine nahezu aus­geglichene Umweltbilanz erreicht werden. Klimaschutz Diese Form der Energiegewinnung ist extrem effizient. 90 Prozent der aufgewendeten Energie gelangen dorthin, wo sie gebraucht werden: direkt in Ihr Haus. Zum Vergleich: Von einem klassischen Kraftwerk zur reinen Stromerzeu­gung kommen nur 40 Prozent der eingesetzten Energie beim Ver­braucher an. Die Klimabilanz der BHKW-Technologie ist hervorragend. Umsetzung Mini-BHKW werden im Heizungskeller neben dem Heizkessel aufgestellt. Der Verbrennungsmotor treibt einen Generator zur Stromerzeugung an. Die im Motor anfallende Wärme wird zur Versorgung des Hauses genutzt. Der Heizkessel dient als zusätzliche Wärmequelle zur Sicherstellung der Wärme­ ver­sorgung insbesondere in der kälteren Jahreszeit. In Kom­ bination mit einem Pufferspeicher wird die Laufzeit des

»Energie aus dem eigenen kleinen Kraftwerk im Heizungskeller: effiziente Energiegewinnung direkt vor Ort.« BHKWs verbessert und die Anlage optimal genutzt. Der gleichzeitig mit der Wärme erzeugte Strom kann selbst ver­ braucht werden. Die Strombezugskosten werden in dieser Zeit eingespart. Durch die Kopplung der Mini-BHKW-Anlage an das öffentliche Netz der WSW Netz GmbH über den Hausanschluss ist gewährleistet, dass Sie automatisch Strom erhalten, wenn zu wenig produziert wird. Wird mehr Strom hergestellt, als Sie benötigen, wird der Überschuss einge­ speist und von der WSW Netz GmbH vergütet. Der Einbau von Erdgas-Mini-BHKWs wird von den WSW mit einem Investitionskostenzuschuss gefördert.


Heizungs-check Der erste Schritt zur Einsparung

»Jedes Jahr in den Monaten Oktober bis April steht die Heizungsanlage unter besonders großer Belastung.«

Um zu überprüfen, ob die Komponenten Ihres Heizungssys­ tems energieeffizient zusammenarbeiten, haben die Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Wuppertal und die WSW ein spezielles Verfahren entwickelt: den Heizungs-Check. Durchgeführt wird er von Fachbetrieben der Innung. Der Heizungs-Check verläuft in drei Schritten 1. Bei der Bewertung des Heizkessels wird festgestellt, ob die Abgas- und Oberflächenverluste zu hoch sind. Es werden die Brennwertnutzung, die Größe des Heizkessels und die Rege­ lung des Kesselthermostats geprüft. 2. Bei der Bewertung der Wärmeverteilung wird geprüft, ob auf dem Weg vom Kessel über die Pumpe zu den Heiz­ körpern vermeidbare Energieverluste auftreten. 3. Bei der Bewertung der Heizkörper wird geprüft, ob die Heizkörper und Thermostate fehlerfrei funktionieren und ob die Raumtemperaturregelung optimiert werden kann. Die Ergebnisse liegen direkt nach dem Heizungs-Check vor und sind der Auftakt zur energetischen Optimierung. Ent­ sprechende Maßnahmen können direkt eingeleitet werden. Die Überprüfung von Heizungsanlagen, die mit WSW Erdgas betrieben werden, fördern die WSW mit Gutscheinen. Den Prospekt „Heizungs-Check vom Profi“ mit Gutschein erhal­ ten Sie in allen WSW KundenCentern.


Stromsparende Haushaltsgeräte

A++++ A+++ I

A++

II

A+

Energieeffizienz Das Einsparpotenzial beim häuslichen Stromverbrauch ist aufgrund der Vielzahl an elektrischen Geräten enorm. Dabei sind alte Haushaltsgeräte häufig Stromfresser. Durch den Betrieb effizienter Geräte kann Ihre Stromrechnung merklich sinken. Hilfestellung bei der Auswahl von vielen Neugeräten bietet die Kennzeichnung der Energieeffizienzklassen. Wenn Sie beim Neukauf von Haushaltsgeräten konsequent auf die Energieeffizienzklasse achten, machen Sie Ihren Haushalt fit für die Zukunft. Klimaschutz Klimaschutz durch niedrigen Energieverbrauch lautet die Devise. Die Rechnung ist ganz einfach: Wird weniger Strom verbraucht, muss weniger erzeugt werden, Ressourcen wer­ den geschont und gleichzeitig der CO2-Ausstoß gesenkt. Ein moderner Kühlschrank kühlt beispielsweise mit 80 Prozent weniger Energie als vor 25 Jahren. Umsetzung Kennen Sie den Energiebedarf Ihrer Kühlgeräte? Um ein besseres Gespür dafür zu bekommen, welche Geräte viel Strom benötigen, leihen wir Ihnen in den WSW Kunden­ Centern kostenlos Energiemessgeräte aus. Investitionen in Neuanschaffungen rechnen sich durch geringere Betriebs­ kosten meist schon nach wenigen Jahren.

A B

XYZ

Das Etikett für Kühl- und Gefriergeräte

I : Hersteller II: Modellbezeichnung Energieeffizienzklasse des Geräts.

Farbbalken zur Kennzeichnung der Energieeffizienzklasse von A+++ = grün bis D = rot.

Energieverbrauch in kWh/a.

Nettovolumen des Kühlschranks bzw. des Kühlteils in Litern.

XYZ L 2010/1060

YZ L

YZ dB

Nettovolumen des Gefrierschranks bzw. des Gefrierteils in Litern. Maximale Geräuschentwicklung im Betrieb in Dezibel. Gültigkeitszeitraum.

Die WSW fördern die Umstellung auf stromsparende große Haushaltsgeräte zum Kühlen und Gefrieren mit Gutscheinen. Näheres zu unserem Bonus für die Umstellung auf sparsame Geräte finden Sie in dem Prospekt „Unser Beitrag für mehr lokalen Klimaschutz“, den Sie in allen WSW KundenCentern erhalten. Er enthält auch eine Liste der teilnehmenden Händ­ ler, bei denen Sie Gutscheine einlösen können.


UMWELTSCHONENDE MOBILITÄT Erdgasfahrzeuge

»Wer mit Erdgas fährt, verbessert unsere Luft direkt vor Ort.«

Autofahren mit Erdgas Mit einem Erdgasauto zu fahren, ist eine Möglichkeit, ganz direkt die Luft in Wuppertal zu verbessern. Es werden im Vergleich zu einem Benzin- oder Dieselmotor wesentlich weniger Schadstoffe ausgestoßen. Ansonsten unterscheiden sich Erdgasautos kaum von herkömmlichen. Die Motorleis­ tung ist ähnlich. Fahrer von Erdgasautos profitieren vor allem von günstigen Treibstoffpreisen. Dabei ist zu beachten, dass der Erdgaspreis an der Tankstelle technisch bedingt in Kilogramm angegeben ist. In einem Kilogramm Erdgas steckt 1,5-mal so viel Energie wie in einem Liter Benzin beziehungsweise 1,3-mal so viel wie in einem Liter Diesel. Um Preise realistisch zu vergleichen, ist der Kilo­ preis Erdgas also durch den entsprechenden Faktor zu teilen.

Die höheren Anschaffungskosten rechnen sich aufgrund der niedrigeren Verbrauchskosten oft schon nach kurzer Zeit. Im günstigen Erdgasbetrieb fahren moderne Fahrzeuge bis zu 500 Kilometer mit einer Tankfüllung. In der Regel schaltet das Auto bei leerem Erdgastank automatisch auf Benzin­ betrieb um. Je nach Größe des vorhandenen Benzintanks sind dann weitere 150 bis 600 Kilometer Wegstrecke möglich. Klimaschutz Erdgas ist der umweltschonendste fossile Treibstoff. Die Klimabilanz ist im Vergleich zu einem Benzinmotor beacht­ lich: Erdgas verursacht bis zu einem Viertel weniger Kohlen­ dioxid und trägt bis zu 80 Prozent weniger zur Ozonbildung bei. Der Ausstoß von Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Rußund anderen Partikeln wird fast vollständig vermieden. Tankstellen Inzwischen gibt es über 900 Erdgastankstellen in Deutsch­ land. Auch in vielen anderen europäischen Ländern ist das Tanken von Erdgas möglich. In Wuppertal gibt es zwei Erd­ gaszapfsäulen: Barmen, Aral-Tankstelle Märkische Straße 29 Elberfeld, Esso-Tankstelle, Friedrich-Ebert-Straße 434 Umsetzung Einen Finanzierungsanschub von den WSW gibt es, wenn Sie ein neues oder umgerüstetes Erdgasauto in Wuppertal zulassen.


UMWELTSCHONENDE MOBILITÄT PEDELECS

Fahrradfahren mit Pedelecs Sich einfach mal aufs Rad schwingen und eine Tour ins Grüne machen oder kurz mal in die Stadt fahren, kann in Wuppertal schnell zu einer sportlichen Höchstleistung werden. Mit Pede­ lecs holt man sich den Fahrspaß auf zwei Rädern zurück. Pedal Electric Cycles oder kurz Pedelecs, das sind Fahrräder, die per Elektromotor den Tritt des Fahrers verstärken und somit Steigungen für alle zu einer leichten Aufgabe machen. Der Motor wird dabei aus einem Akku gespeist, der bei star­ ker Beanspruchung eine Fahrt von bis zu 90 Kilometern unterstützen kann. Verwendet werden meist leistungsstarke NiMH-, NiCd- oder Lithium-Ionen-Akkus. Je nach Modell lässt sich der Unterstützungsgrad entweder in verschiedenen Stufen oder stufenlos einstellen. Die meisten Pedelecs werden von einem Gleichstrommotor angetrieben, der am Vorder- oder Hinterrad für zusätzlichen Antrieb sorgt. Einige Modelle laufen auch über einen Mittelmotor, der im Bereich des Tretlagers angebracht ist. Die Elektroräder sind, vom Akku einmal abgesehen, von normalen Fahrrädern optisch kaum zu unterscheiden. Die Nutzung von Pedelecs trägt aktiv zu einer verbesserten Luftqualität und weniger Verkehr in Wuppertal bei.

Klimaschutz Die absolut geräusch- und emissionsarmen Räder werden ganz einfach über ein Ladegerät und eine übliche Steckdose aufgeladen – am besten mit WSW Strom Grün. Pedelecs sind eine absolut zeitgemäße Form, sich in der Stadt fortzubewegen und außerdem gut für die eigene Gesundheit. Mehr Radver­ kehr entlastet die Innenstädte und verbessert die CO2-Bilanz. Nutzt man zusätzlich den Komfort von Bus- und Bahnverkehr, kann manch einer vielleicht sogar ganz auf den eigenen Wagen verzichten. Umsetzung Einen Finanzierungsanschub von den WSW gibt es, wenn WSW Strom-Kunden ein neues Pedelec kaufen.


Bedingungen, Abläufe und Beratung

Voraussetzungen für die WSW-Fördermittel Wer von den WSW-Förderungen profitieren will, muss Vertragspartner der WSW sein und in Wuppertal wohnen. Pro Haushalt, Gewerbe oder Person gibt es eine Förderung je Förderbereich pro Jahr. Damit es keine Probleme bei der Bewilligung der Fördergelder gibt, sollten Sie beachten, dass • die Auftragserteilung zum Bau einer Anlage erst nach der Förderzusage erfolgt • die Erstellung einer Anlage innerhalb von sechs Monaten nach der Bewilligung erfolgt; ein Übertrag der Fördermittel auf das nächste Kalenderjahr ist grundsätzlich nicht möglich

• die zu fördernden stromerzeugenden Anlagen netz­ gekoppelt sind • die Förderung im Rahmen der vom Aufsichtsrat der WSW für diesen Zweck genehmigten Mittel erfolgt; es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung • das Förderprogramm im Rahmen der gesetzlichen Bestim­ mungen gilt; ändern sich verbindliche Vorschriften oder Normen, wird WSW eine entsprechende Anpassung vor­ nehmen • der gesamte Energiebedarf fünf Jahre lang ausschließlich von der WSW Energie & Wasser AG bezogen wird; gleichzeitig ist eine Förderung während dieser Frist daran gebunden, dass Sie Ihren Strombedarf über unser Öko­ stromprodukt WSW Strom Grün abdecken Beratung Bei Fragen sind wir natürlich für Sie da. Wir unterstützen Sie gerne bei der Beantragung der WSW-Fördermittel. Unsere Energieberatung ist Ihr Ansprechpartner für die technischkonzeptionelle Ausgestaltung. Die Kontaktdaten finden Sie auf der Rückseite dieser Förderfibel.


Noch Fragen? Wir helfen Ihnen gerne weiter! Petra Hentschel Tel.: 0202 569-7342 petra.hentschel@wsw-online.de WSW Energieberatung Tel.: 0202 569-5151 energieberatung@wsw-online.de KundenCenter Elberfeld, Turmhof 6 Barmen, Alter Markt 10 www.wsw-online.de/klimafonds

Herausgeber WSW Energie & Wasser AG Bromberger Straße 39 – 41 42281 Wuppertal www.wsw-online.de wsw@wsw-online.de


WSW Klimafonds Förderfiebel