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500 Jahre Kirche Weisslingen Bilder von damals, heute erz채hlt

Ausstellung Vortr채ge F체hrungen

Vom 19. September bis 1. November 2009 Kirchgemeinde Weisslingen


500 Jahre Kirche Weisslingen Bilder von damals, heute erzählt Um 1500 datieren die ersten Dokumente der Kirche Weisslingen. Im spätgotischen Stil erbaut, vermittelt ihre fünfhundertjährige Holzdecke ein schmuckes Zeugnis des christlichen Lebens von damals. Die Kirchgemeinde Weisslingen organisiert anlässlich dieses Jubiläums zahlreiche Veranstaltungen.

Ausstellung Öffnungszeiten Vernissage

Finissage

Vom 19. September bis 1. November 2009, in der Kirche Weisslingen Dienstag bis Sonntag, 09.00 bis 18.00 Uhr Oder nach Absprache, Eintritt frei Samstag 19. September, 19.00 Uhr Pfr. Dr. Ruedi Reich, Kirchenratspräsident «Zürcher Landeskirche – damals und heute» Sonntag 1. November, 09.30 Uhr Gottesdienst zum Reformationssonntag «Mensch, gedenck …» mit Pfr. Dr. Daniel Rüegg

Vorträge Mittwoch, 23. September 2009 20.00 Uhr Mittwoch, 21. Oktober 2009 20.00 Uhr

Mittwoch, 28. Oktober 2009 20.00 Uhr

Begleitend zur Ausstellung finden Vorträge in der Kirche statt: «Leben und Glauben am Vorabend der Reformation» Pfr. Dr. Jochen Eber, Deutschland «Belehrendes und Vergnügliches am Rande: die spätgotischen Flachschnitzfriese an der Kirchendecke Weisslingen und in anderen Zürcher Landkirchen» Dr. phil. Regine Abegg, Kunsthistorikerin, Diessenhofen «Kirchturmpolitik und Baustreitigkeiten – Weisslingen und der spätmittelalterliche Kirchenbauboom» Peter Niederhäuser, Historiker, Winterthur Christoph Peter aus Theilingen umrahmt die Referatsabende und den Gottesdienst mit Musik, gespielt auf Instrumenten des Mittelalters und der Renaissance.

Mittwoch, 30. September 2009 18.00 Uhr

Kontakt Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Weisslingen Pfr. Daniel Rüegg Dettenriederstrasse 27 8484 Weisslingen Tel. 052 384 11 20

Begehung Von Theilingen nach Weisslingen, «Streifzug durch Orte christlichen Lebens» mit Robert Widler, Jürg Gilly, Daniel Rüegg Treffpunkt: Kindergarten Theilingen

Führungen Sonntag, 20. September, 10.45 Uhr Mittwoch, 30. September, 20.00 Uhr Oder nach Absprache


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urch den Glauben ergeben wir uns in Christo an Gott als an den einigen Nothelfer und Brunnquell alles Guten, bei dem allein wir alles das finden, was wir bedürfen, und der uns auch gern alles das geben will, was uns nützlich und heilsam ist. Heinrich Bullinger, 1552

Die Kirchendecke Das Kreuz über uns

Markant ist die kreuzförmige Unterteilung der Kirchendecke Die Kirchendecke in der Kirche Weisslingen ist fünfhundert Jahre alt und stellt neben dem Kirchturm die Verbindungslinie zur ursprünglich gebauten Kirche dar. Auch sie hat manche Restaurierung erfahren. Im Jahr 1661, 1882 und 1951 wurde sie jeweils restauriert und farblich verändert. Trotz aller Eingriffe, die nötig wurden, um die Kirchendecke zu erhalten, ist die Grundstruktur der Decke gleich geblieben, beispielsweise ihre kreuzförmige Anordnung. Dies dürfte in einer christlichen Kirche kein Zufall sein. Gewiss war diese Anordnung zu einer Zeit, als die Kirche weit prunkvoller mit Altar, Wandmalereien und Heiligenbildern ausgestattet war, weniger auffällig. Es dürfte sich wie ganz selbstverständlich eingefügt haben in die mancherlei Kreuzesdarstellungen, die sich damals in der Kirche fanden. Heute jedoch ist im Kirchenraum einzig dieses Kreuz übrig geblieben. Vielleicht fällt es der Gemeinde kaum auf. Es ist aber da, mächtig und gross und doch muss das Auge es suchen, um es wahrnehmen und sehen zu können. 1882 wurde die Kirche um etwas über 3,5 Meter verlängert, damit auch die Kirchendecke um diese Länge ergänzt. Die Wände sind höher geworden, die Decke mit den teilweise zierlichen Details dadurch angehoben. Dies brachte eine grössere Distanz zum Betrachter. Dennoch, die Grundstruktur der Decke oder «tilly», wie man 1661 sagte, ist geblieben: die Gemeinde feiert Gottesdienst unter dem Zeichen des Kreuzes und dies seit fünfhundert Jahren. Damit ist die Gemeinde seit dieser Zeit auch und gerade vom Kirchenraum eingeladen, ihr Sinnen und Denken vom Evangelium von Jesus Christus gestalten zu lassen und Gott allein zu leben. Dieses ist der Schmuck und die Freude der Christen, wie der Apostel Paulus sagt: Denn das Wort vom Kreuz ist Torheit für die, die verloren gehen; für die aber, die gerettet werden, für uns, ist es Gottes Kraft (1. Korinther 1,18).

Das Deckenfeld hat womöglich ein Marienbild getragen, worauf die Verzierung mit Heckenröschen hinweisen dürfte. Das 1882 gestaltete Feld ist dadurch besonders, dass Schrift und Wappen nicht in dieselbe Richtung weisen.


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nsere Tage zu zählen, lehre uns, damit wir ein weises Herz gewinnen Psalm 90,12.

Die Kirchendecke Ein Leitspruch der Kirche?

Zentral läuft ein Text von Nord nach Süd über die Kirchendecke Die Kirchendecke ist ein Kunstwerk. In diesem Bewusstsein hat Tischmacher Peter Kalin den Schriftzug geschnitzt. Gebürtig in Ulm und wohnhaft in Zug, hat er der Gemeinde einen Moralspruch hinterlassen, der die fünfhundert Jahre überdauerte. Die Bauzeit der Kirche fällt in eine Epoche, in der in der Kirche baldige Reformen zu erwarten waren. Das Bild auf dem Deckenfeld dürfte um das Jahr 1524 bereits wieder entfernt worden sein, der Spruch jedoch blieb stehen. Die Reformation hat ihn gebilligt und dies mit Recht. Das «Jahr des Herrn», in dem die Decke entstand, macht den Anfang des Textes. Darauf folgen Angaben zum Künstler, sein Name, seine Herkunft und sein Wohnort. Der Moralspruch ist ein der damaligen Zeit typisches Memento mori, eine Mahnung, sich der eigenen Vergänglichkeit zu erinnern: Mensch, gedenke an dein «Serben» alle Tage. «Serben» dürfte wohl «serbeln» oder eben sterben meinen. Der Zusammenhang mit den Darstellungen auf den Friesen scheint offenkundig. Vieles weist dort auf Bedrohung, auf Sterben und auf Versuchung hin. Der Spruch korrespondiert somit nicht nur mit den Friesen, sondern gibt uns auch den Schlüssel zu deren Verständnis. Beachten wir die Bildszenen im Kontext von Tag und Nacht, dann ist die Mahnung Kalins zum täglichen Memento mori in diesem Zusammenhang zu sehen. Kalins Spruch scheint geradezu einer Auslegung von Psalm 90,12 in Verbindung mit Hebräer 3,13 gleichzukommen, denn das tägliche Erinnern an die eigene Vergänglichkeit bewahrt vor Sünde, wie er betont. Die Bekräftigung dieses Spruchs mit «fürwahr, ich dir das sag» erinnert ans biblische «Amen». Lobend schliesst Kalin den Spruch ab. IHS bedeutet die ersten drei Buchstaben des Namens Jesu in griechischer Sprache. Das Lob der Maria, bestätigt die Andeutungen an sie auf den Friesen und nimmt auf, was das Magnifikat bezeugt (Lukas 1,48).

Ano DUM M ccccc 9 JAR PeTeR KAlIn Anno domini (im Jahr des herrn) 1509 Peter Kalin

TISMAcheR Von UlM VoInhAfT ZU ZUG Tischmacher (Schreiner) von Ulm wohnhaft zu Zug

MenSch GeDencK An DIn SeRBen Alle Mensch gedenke an dein Dahinserbeln alle Tage

So SUnDeST nIT fIR WAR Ich DIR DAS so sündigst nicht fürwahr ich dir das sage

IhS MARIA RIne MAGT GRoS loB UnD IhS (Jesus) Maria, reine Magd gross lob und ehre

TAG

SAG

eRe


Die Kirchendecke Gott ist Licht

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ie eine Hirschkuh lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele nach dir, o Gott! (Psalm 42,2).

Gottes Volk ist bedrängt, aber Christus weist ihm den Weg Beide friese auf der nordseite der Kirche scheinen das Geschehen des Tages zeigen zu wollen. Wie die Vögel sich tagsüber im Rebberg aufhalten, so hat der Jäger zur Jagd licht nötig, die eule bleibt am Tag passiv, Drachen scheuen das licht. In der christlichen Kunst findet sich die Geschichte häufig, die diese Darstellung erzählen will. Der Hirsch1. ist ein Symbol Christi, ein Sinnbild der Erlösung und der Taufgnade. Die Darstellung der Hindin2. dürfte hier die nach Gnade dürstende Seele bedeuten. Die Hirschjagd3. bezieht sich in der christlichen Kunst auf die Verfolgung Christi durch die Unwissenden. Sollte die Pflanze unter dem Hirsch eine Lilie darstellen, so würde sich die Annahme bestätigen, dass auf Christus hingewiesen sein soll, gilt sie doch auch als Christussymbol. Die Blumen unter der Hindin dürften als Gänseblümchen zu bestimmen sein, was auf das ewige Leben hinweist. Die Heckenrosenblüten geben dem gesamten Fries das Gepräge. Sie sind ein Hinweis auf Maria, die Mutter Jesu. Die mittig angeordnete Eule4. kann ein Mehrfaches bedeuten, jedoch in diesem Kontext nur Negatives. Die Eule scheut das Licht, sie ist nachts aktiv und ist ein Sinnbild geistiger Finsternis, jedoch auch der Trauer und des Todes. In der christlichen Kunst spielt die Darstellung der Eule auf diejenigen an, die es ablehnen, das wahre Licht anzuerkennen. Der Wiedehopf findet sich als auf die Eule einredend, mit dem Rücken gegen Osten. Die beiden Drachen5. auf der linken Seite sind gefangen und verängstigt dargestellt. Die Zeit des Tages behagt ihnen nicht. Der weibliche, grössere Drache mit dem Katzenkopf kauert und scheint sich verbergen zu wollen, den Schwanz ängstlich zwischen die Beine gehalten.

Östliches Fries auf der Nordseite

1.

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4.

Die Geschichte dieser Szene dürfte der Gemeinde die kräftigende Botschaft vermitteln, dass Gott in dieser Welt gegenwärtig ist. Christus führt seine Gemeinde trotz und in den Gefahren, die in dieser Welt lauern. 5.

2.

Der Jäger trägt ein Schützenmäntelchen und zielt mit einer Jagdflinte. Die flachen Schuhe und die enganliegende Hose des Jägers weisen auf die Zeit des beginnenden 16. Jahrhunderts hin (vgl. Albrecht Dürers Kupferstich «Die sechs Krieger» von 1495 oder Abbildungen der Burgunderkriege von 1476).


Die Kirchendecke Vögel im Weinberg

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inen Weinstock hast du in Ägypten ausgehoben, hast Nationen vertrieben und ihn eingepflanzt. … Seine Triebe hat er ausgestreckt bis ans Meer und bis zum Strom seine Schosse. Warum hast du seine Mauern eingerissen, so dass alle, die des Weges kommen, von ihm pflücken? … Gott der Heerscharen, wende dich um, blicke vom Himmel herab und sieh, nimm dich dieses Weinstocks an! Psalm 80,9.12–13.15

Weinberg, Rebe, Trauben sind Hinweise auf Christus, auf Gottes Volk, aufs Abendmahl christus sagt den Aposteln im Weinstockgleichnis: Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht (Johannes 15,5). Die frucht, die aus der Arbeit der Apostel werden durfte, ist die Kirche. Sowohl im Alten wie im Neuen Testament sind Weinberg und Rebe ein Bild für Gottes Volk. Die Schnitzerei stellt eine Rebe dar. Sie ist reich an Blättern und an Trauben1.. Die Vögel geben der Szene Lebendigkeit und dem Betrachter zunächst den Eindruck von Idylle und Friede. Beschaut man die Vögel2. hingegen in ihrem Tun, so muss dieser erste Eindruck wohl Korrektur erfahren. Fünf Vögel picken Früchte, einer 3. greift mit der Kralle nach einer Traube. Auffällig sind die beiden Vögel, die ein Federschöpfchen auf dem Kopf tragen. Sollen hier Wiedehopfe dargestellt sein4., dann ist ein Motiv aufgenommen, das sich in ähnlicher Weise auch sonst in der christlichen Kunst findet. Wiedehopfe symbolisieren das Böse. Den Rücken gegen Osten gekehrt, von wo das Heil zu erwarten ist, schädigen sie zusammen mit den nicht zu bestimmenden Vögeln den Weinberg Gottes. So scheint die Schnitzerei das gewachsene Volk Gottes zeigen zu wollen. Es ist von Gott gepflanzt worden und ist aufgrund seiner Fürsorge gediehen. Der Weinberg Gottes jedoch muss Heimsuchung erleiden. Leiden und Bedrängnisse dringen auf die Kirche ein, denn, wie Christus es sagt: Ein Knecht ist nicht grösser als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen (Johannes 15,20). Wie in symbolischen Darstellungen üblich, dürften gerade auch hier sich einander ergänzende Motive vorliegen. Die Weinrebe weist im christlichen Kontext auf Jesu Leiden und insbesondere aufs Abendmahl hin. Es drängt sich somit auf, dieses Fries der Kirchendecke auch christologisch-sakramental zu deuten, wie der Apostel Paulus in Anspielung auf den Abendmahlskelch fragt: Der gesegnete Kelch, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? (1. Korinther 10,16a).

Westliches Fries auf der Nordseite

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Die Kirchendecke Bewährung in Versuchung

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rüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. Epheser 5,10 –11

Drachen und Tiere kämpfen und streiten – der Christenmensch ist in der Bedrängnis zur Geduld und zur Bewährung geführt Der westliche fries auf der Südseite zeigt Tiere und Drachen im Kampf. Mitten im Kampf gottwidriger Kräfte bleibt jedoch ein Symbol der hoffnung. Ist der Vogel, der am Rand des Frieses einsam auf einem Ast sitzt1. derjenige, der von der Eule angegriffen aber nicht überwunden worden ist? Jedenfalls würde eine solche Deutung mit dem Motiv des Storches übereinstimmen, der die Kröte im Schnabel hält 2.. Die Kröte verkörpert durchweg Negatives, meistens Laster. Der Storch als Feind der Schlangen kann für den Christen stehen, der sich gegen Versuchungen des Teufels wehrt: der Storch bändigt die Kröte, er frisst sie nicht, hat es auch nicht vor, was der gewundene Hals zeigt. Umgeben ist der Storch von zwei Pflanzen. Es könnten Disteln sein, womit die irdische Mühsal ausgedrückt wäre, welche den Christen in seinem Glauben bedrängt. Eindrucksvoll ist der Kampf der beiden Drachen abgebildet 3.. Sie sind ineinander verschlungen, einer beisst sich in den eigenen Schwanz. Sie stehen auf Inseln festen Bodens, gerade wie Hirsch, Hindin und Jäger dies nordseitig tun. Auffällig sind die Blüten, die sich unter den Drachen finden. Das Kreuzblatt ist schwierig zu bestimmen, jedoch findet sich das Gänseblümchen, welches darauf hinweisen soll, dass die Kraft der Erlösung Christi selbst dort, wo Drachen kämpfen, gegenwärtig ist. Drachen meinen die bösen Mächte, Drangsale und Plagen aller Art. Der Drache ist auch Symbol für die Verfolger der Kirche und der Inbegriff der Versuchung und Verführung.

Westliches Fries auf der Südseite

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Den beiden streitenden Vögeln zur Rechten soll der sich selbst zerstörende Kampf der Drachen Warnung sein. 4.

Mit dem Kampf der Drachen zeigt die Schnitzerei die Uneinigkeit des Reiches, dem sie dienen, wie Christus sagt: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird verwüstet, und jede Stadt oder jede Familie, die in sich gespalten ist, hat keinen Bestand (Matthäus 12,25). 4.


Die Kirchendecke Finsternis der Welt

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angt uns die Füchse, die kleinen Füchse, die Weinberge verwüsten; denn unsere Weinberge blühen. Hohelied 2,15

Gottes rettende Gegenwart in einer streitenden Welt Die Schnitzereien auf der Südseite der Kirche drücken Düsteres aus. Auf der schattigen Seite des Kircheninnern zeigen die Motive die nacht und ihre Gefahren, jedoch fehlt auch darin das hoffnungsvolle und Tröstende nicht. Von Osten her betrachtet, fällt der Blick auf den Vogel1., der mit geöffneten Flügeln den Schnabel zum eigenen Bauch hin richtet. Dies ist in der christlichen Kunst des Mittelalters ein gängiges Motiv und dürfte den Pelikan zeigen. Von ihm heisst es, dass er sich an der Brust verletzt, um die eigene Brut ernähren zu können. So erscheint der Pelikan als Symbol des Todes und der Auferstehung Christi. Daneben dürfte der Wiedehopf 2. dargestellt sein, der seinen Kopf von Osten weggedreht hält. In der Mitte des Frieses ist ein kleiner Fuchs3. zu erkennen, der als Symbol des Bösen und des Lasters gilt. Von Osten weggekehrt scheint er mit seiner List und Verschlagenheit Streit und Kampf anzuregen. Der Weinberg, der von dem als Häretiker gekennzeichneten Fuchses zerstört wird, findet sich in der Kunst wiederholt. Dem Motiv der Rebe gegenüberliegend ist so der Fuchs in diesem Sinn ganz klein aufgenommen.

Östliches Fries auf der Südseite

1.

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Die in der Nacht aktive Eule4. wird hier kämpfend dargestellt. Sie ist im Vergleich mit der nordseitigen Darstellung nach Westen verschoben und scheint einen Vogel mit Krallen und Schnabel zu bekämpfen und zu bedrohen. Wie auch die anderen Friese, so erzählt auch dieser Fries die Geschichte der Kirche in der Welt. In der Nacht ist das Verderbende aktiv am Werk. Gleichwohl steht die ganze Szene unter dem Eindruck des Pelikans, der für die Überwindung des Bösen in Christus steht. Noch ist Streit in der Welt, Gott jedoch wendet sich als der Erlösende in Christus der Welt zu.

3. Der Fuchs steht in christlicher Kunst für das Böse, den Häretiker oder das Laster. Hier für ersteres und letzteres.

Jesus sagt: In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden (Johannes 16,33).

4.


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o kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi. Römerbrief 10,17

Die Kirche Die Kanzel

Kunstwerk von seltener Schönheit und Zierlichkeit eines einheimischen Tischmacher Meisters Der name Kanzel kommt von lat. cancelli (Schranken des Altarbereichs). Die Kanzel ist seit der Reformation ausschliesslich der ort der Predigt. hier werden die Worte der heiligen Schrift übersetzt und erklärt. Sie dient der guten hörbarkeit und Sichtbarkeit des Predigers. Die Kanzel stammt aus dem 17. Jahrhundert. Sie wurde in den Jahren 1683 –1687 in total 142 Tagen vom einheimischen Tischmacher Ulrich Temperli geschaffen. Die schöne Leistung des einfachen Handwerkmannes bewog den Kyburger Landvogt Holzhalb, der Kirchenpflege die Ausrichtung einer Gratifikation von 3 Pfund 16 Schilling an den Künstler zu empfehlen. In Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich wird die Kanzel wie folgt beurteilt: «Der besonders reich geschmückte, fünfseitige Kanzelkorb (beachte: der Kanzelkorb ist siebenseitig) entspricht im Aufbau mit den Blendfeldern und der Pilastergliederung dem üblichen Typus des 17. Jahrhunderts. Auffallend ist der Reichtum an Dekorationsformen.» Der Zugang zur Kanzel erfolgte über eine Treppe vom Chor her. Die Kanzel befand sich etwa ein Meter höher als heute und war frei hängend. Rechts neben dem Aufstieg befand sich der grosse Pfarrstuhl. Dieser befindet sich heute im Ortsmuseum. Anlässlich der Kirchenrenovation von 1951 wurde die Kanzel an den heutigen Standort, auf einen Sandsteinsockel versetzt. Der Taufstein wurde gleichzeitig von der Mitte nach links verschoben. Der Zahn der Zeit und vor allem der Holzwurm nagten an der Kanzel und führten zu deren Restaurierung im Jahr 1993. Die Kirchenpflege vergab diese anspruchsvolle Arbeit an den erfahrenen Antikschreiner Walter Denzler, Weisslingen. Dabei kam die Jahreszahl 1687 als Einweihungsdatum zum Vorschein. Diese sollte nun für die Gemeinde gut sichtbar angebracht werden. Seither findet man die Jahreszahl in der Türmitte.

Blick von der südlichen Schiffseite her Zeichnung: G. Weiss, «Vom Rheinfall zum Schnebelhorn» Pfarrstuhl im Ortsmuseum Weisslingen Bild: R. Widler, Weisslingen


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r isch miin Hirt, ich chume nöd z churz. Er laat mi waiden im saftige graas und füert mi a s wasser, won i cha trinke und won i cha uusrue. «De dreiezwänzgischt Psalm» Übersetzt ins Züritüütsch 1988 von Josua Boesch, Pfarrer von Niederweningen

Die Kirche Wappenscheibe der Regierung

Rat und Bürgermeister der Stadt Zürich spenden der neuen Kirche Weisslingen ein Glasfenster Im Spätmittelalter und in der frühen neuzeit gehörten Glasfenster neben Wein und Geld zu den häufigsten Geschenken zwischen Angehörigen der eidgenössischen eliten und repräsentierten durch die in ihnen dargestellten Wappen die Schenkenden. Kirchenfenster waren fast immer Stiftungen und bevorzugte Träger für die Selbstdarstellung ihrer Stifter. Gegen Ende der Bauzeit, im Jahre 1507, schenkte der Rat und der Bürgermeister von Zürich auch unserer Kirche ein Glasfenster mit dem Wappen der Stadt Zürich. Dieses befindet sich rechts im Chor der Kirche. Es gibt keine direkten Quellen, welche uns die Gründe für diese Vorliebe erklären, aber aus überlieferten Texten lassen sich doch vier charakteristische Eigenheiten der Glasfenster erkennen, welche gerade für die Stifter wichtig waren: Erstens wurde vom Schenkenden den Glasfenstern ein fester Platz im Kirchenbau, nämlich im Chor, zugewiesen. Somit lagen sie immer in der Nähe von Altären und Reliquien, was sowohl dem Glasfenster wie auch dem Stifter eine besondere Aufmerksamkeit und Bedeutung zusicherte. Zweitens üben Glasfenster auch heute noch durch ihr Leuchten eine starke Faszinationskraft aus. Da es abschliesst und dennoch lichtdurchlässig ist, war es damals wie heute eine Kostbarkeit und war im Spätmittelalter auch Symbol für das Göttliche und das Jenseits. Drittens besitzen Glasfenster aufgrund ihrer Herstellungsart die besondere Eigenschaft, dass die Farben und Formen für den Betrachter viel deutlicher und kräftiger sichtbar sind als etwa auf einem gemalten Bild. Viertens haben Glasfenster ein unbeeinflussbares «Eigenleben». Die Bilder in den Fenstern zeigen sich dem Betrachter nämlich erst bei aufkommendem Tageslicht, sie verändern sich bei wechselnden Lichtverhältnissen und «erlöschen» wieder bei Einbruch der Dunkelheit.

Das Stadtwappen von Zürich, der von Silber und Blau schräg geteilte Schild, ist zum ersten Mal auf einem Siegel von 1389 nachgewiesen. Die bis heute gebräuchliche weissblaue Fahne erscheint 1434 zum ersten Mal. Die Herkunft der Farben Blau und Weiss ist nicht bekannt.


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Chileli staht uf em Bergli, mit em Friedhof näbedzue, wo me still die müede Wandrer bettet zu der letschte Rue. Eusers Chirchli gfallt mer ebig, isch es au nu alt und chli, s lueget früntli uf mis Wislig, uf mis Heimatdörfli mi. Hch. Peter, Wisliger Lied, Strophe 4

Die Kirche Wappenscheibe der Gemeinde

Im östlichen Fluchtpunkt der Kirche findet sich die Wappenscheibe der Gemeinde Während die Wappenscheibe der Stadt Zürich etwas versteckt auf der Südseite des chors angebracht ist, präsentiert sich die Wappenscheibe der Gemeinde gut sichtbar im ostfenster des chors. Seit wann aber befindet sie sich dort? Angaben zum Stifter oder zum Jahr, wann dieses fenster im chor angebracht worden ist, sind nicht dokumentiert. Das Wappen der Freiherren von Weisslingen findet sich erstmals im Wappenbuch von Gerold Edlibach 1488. Auffallend ist das Fehlen des Wappens in Murers Kantonskarte von 1566, obgleich es in der Chronik von Johannes Stumpf von 1547 erwähnt ist. Es findet sich auch in Gigers Karte von 1664/1667. In allen diesen Abbildungen sind die drei Sterne sechsstrahlig, auf der Wappenscheibe sind sie fünfstrahlig, im Wappen, das seit 1882 die Kirchendecke ziert, sechsstrahlig. 1927 definierte der Gemeinderat das Wappen wie folgt: «In Silber eine aufrechte, eingebogene schwarze Spitze mit drei sechsstrahligen Sternen in gewechselten Farben.» Aufschlussreich wäre es, die Bedeutung des Wappens zu erfahren. Dazu findet sich zu Weisslingen oder zu den Freiherren von Weisslingen scheinbar jedoch nichts. In diesem Zusammenhang ist es hingegen bemerkenswert, dass der Karmeliterorden seit dem Jahr 1499 dasselbe Wappen trägt. Ob dies Zufall ist oder ob die Freiherren von Weisslingen mit dem im 12. Jahrhundert gegründeten und im 13. Jahrhundert auch in Mittel- und Westeuropa anzutreffenden Bettelorden in irgendeiner Verbindung standen, lässt sich nicht sagen. Die Karmeliten jedenfalls deuten ihr Wappen so: der Berg, der mittig mit halbrunden Seiten bis an den Himmel reicht, ist der Berg Karmel. Der silberne Stern stellt den Karmeliter, die Karmeliterin dar, die auf dem Weg zum Gipfel des Berges ist. Die beiden dunkeln Sterne stellen Karmeliten dar, die das Ende ihrer Reise bereits erreicht haben. Die goldene Krone steht für das Königreich Gottes.

Das Gemeindewappen von Weisslingen ist hier auffallend mit fünfstrahligen Sternen gezeichnet. Ansonsten sind sie überall sechsstrahlig. Bemerkenswert ist, dass der Karmeliterorden dasselbe Wappen trägt. Eine Verbindung der Freiherren von Weisslingen mit dem Bettelorden hat bisher jedoch nicht nachgewiesen werden können.


I

m Gebiet der Zürcher Herrschaft errichtete zwischen 1470 und 1525 jede zweite der gut hundert Landpfarreien eine neue Kirche. Auch die Weisslinger Pfarrei wurde von diesem Fieber ergriffen.

Die Kirche Der Kirchenbau

Die Gemeinde baut eine spätgotische Kirche ohne grosse Unterstützung der Patronatsherren Um 1470 brach ein eigentliches Kirchenbaufieber aus, das ein halbes Jahrhundert anhielt, mit Beginn der Reformation aber abrupt zum Stillstand kam. Vorbild in der unmittelbaren Umgebung dürfte der Neubau der Pfäffiker Kirche (1484 –1488), sowie die Umbauten und Erneuerungen in Fehraltorf gewesen sein. Eine führende Rolle beim Bau wird der Leutpriester Hans Buntz eingenommen haben. Er begleitete den Bau von etwa 1500 bis zum Bauende (dokumentierte Amtszeit 1488 –1508). Ausserdem war er während seiner letzten Amtsjahre auch Kämmerer des Wetzikoner Pfarrkapitels. Der Bau Die spätgotische Kirche Weisslingen wurde etwa zwischen 1500 und 1509 als Chorturmanlage errichtet. Das Schiff weist eine West-Ost- Ausrichtung auf und war vor 1882 etwas weniger lang und hoch. Anfang und Ende der Bauzeit sind nur indirekt belegt. Der Baubeginn kann auf Grund der Streitigkeiten um die Baupflicht an Chor und Turm zwischen der Gemeinde und den Patronatsherren Hug von Hegi und Friedrich von Hinwil abgeschätzt werden. Rat und Bürgermeister der Stadt Zürich entschieden diesen Streit mit Brief vom 20. November 1500 zu Gunsten der Gemeinde (heute Original im Staatsarchiv Zürich). Das Bauende ist 1507 belegt durch die übliche Spende der «Gnädigen Herrn» für ein «Schilt» in den Chor. Ebenso weist die Datierung der Schnitzdecke 1509, die von Tischmacher Peter Kalin von Ulm erstellt wurde, auf den Bauabschluss hin. Ältere Bauten Eine Kirche ist bereits für 1188 bezeugt. Ein Teil derselben war vor 1216 von Freiherr Rudolf von Weisslingen aus seinem Erbe an das Kloster St. Johann im Thurtal vergabt worden. Für 1217 ist ein «Bruno plebanus de Wizenanch» (Priester Bruno von Weisslingen) nachgewiesen. Der Steuerrodel des Bistums Konstanz von 1275 belegt ein Einkommen des Leutpriesters von 31 Pfund.

Flaschenzug beim Bau des Berner Münsters Illustration aus der Chronik von Diebold Schilling, um 1484

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Die Weisslinger Kirchgenossen waren Ende 1500 unzufrieden mit ihrem Kollektor Friedrich von Hinwil und zogen diesen vor den Zürcher Rat. Letzterer entschied: «dass der von Hünwyl schuldig sin sölle, den kor und das glogghus zu tecken», falls die bereits gemachte Zahlung nicht reiche. Das Original des Briefes ist heute im Staatsarchiv des Kantons Zürich.

In der Kirche finden sich zahlreiche Steinmetzzeichen, die abgebildeten befinden sich am Sakramentshäuschen bzw. links und rechts der Sakristeitüre.


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ie Ausdehnung der zürcherischen Herrschaft ist der dominierende geschichtliche Prozess um diese Zeit. 1452 kam die Stadt Zürich zum zweiten Mal durch Verpfändung in Besitz der Grafschaft Kyburg. Dadurch konnte sie ihre Herrschaft bis 1525 (Reformationszeit) ungefähr an die heutige Kantonsgrenze ausdehnen.

Weisslingen Vor 500 Jahren

Die damalige Zeit, eine andere Welt

Die Religion durchdrang damals das leben der Menschen in einer Intensität, die wir uns heute nur noch schwer vorstellen können. Feste, Fasten und Wallfahrten bestimmten den Jahresverlauf. Hatten die Leute damals zwar keine Ferien, so hatten sie neben den Sonntagen aber 56 Feiertage. Die Vorsorge für das Jenseits war für die Menschen sehr wichtig. Zur Tilgung ihrer «Schulden» konnten «Gute Werke» wie Gebetsleistungen, Fasten, Wallfahrten, Bezahlung zusätzlicher Messen und Jahrzeitstiftungen erbracht werden. Alltagsnöte und -probleme: - Der Kampf ums tägliche Brot / Hungersnöte - Krankheiten / Pestepidemien - Soziale Unrast: Juden-, Ketzer-, Aussätzigenund Hexenverfolgungen - Mandate und Gebote der Obrigkeit, wie das Sittenmandat von 1488 und die Anordnung der Tötung der Bauernhunde 1489, führten schliesslich zum Aufstand und zur Hinrichtung von Bürgermeister Hans Waldmann 1489

Tötung der Bauernhunde 1489 Quelle: Luzerner Chronik des Diebold Schilling, 1513

Einwohnerzahl Weisslingens im Jahre 1467: 78 Steuerpflichtige (etwa 160 Einwohner), um 1500 vermutlich 240 Personen. Die Regierung verbot, auf eigene Initiative in fremde Kriege zu ziehen oder sich von jemandem ohne Pensionenberechtigung anwerben zu lassen. 1502 werden die Weisslinger Andreas Bucher und Wilhelm Burri zu Bussen von je 10 Pfund verurteilt, weil sie gegen dieses Verbot verstiessen. Hans Buntz amtet 1488 als Leutpriester in Weisslingen. Er dürfte für den Kirchenbau verantwortlich gewesen sein, denn er war bis nach 1508 im Amt. Mindestens 24 Personen aus der Gemeinde Weisslingen besuchen 1504 das Fest des Zürcher Freischiessens. Sie nehmen an der Lotterie des Glückshafens teil. Zweimal wird dabei auf «unsere liebe Frau und ihren neuen Altar» gesetzt. Ein Gewinn bleibt allerdings aus.

Gygerkarte 1667 mit den Hauptverkehrsrouten

Losziehung aus dem Glückshafen am Zürcher Schützenfest 1504 Buchillustration aus: Kopienband zur Zürcherund Schweizer Geschichte, ZB Zürich


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ie Schwestern- oder Bruderhäuser waren halbklösterliche Ansiedlungen. Solche gab es im 14. und 15. Jahrhundert in der Umgebung mehrere. Sie standen meist in loser Verbindung mit einem Bettelorden.

Weisslingen Orte christlichen Lebens

Neben der Kirche sind in Weisslingen mehrere Orte christlichen Lebens bekannt Vor der Reformation bestanden neben der Kapelle von Theilingen je ein Bruderhaus in der hard und ein Schwesternhaus im lindenberg. Die Kapelle von Theilingen

Flurnamenkarte B. Boesch 1956: Ausschnitt Hard «Bruederweg» und «Bruederhaus» rot markiert

Das Bruderhaus in der hard In den ausführlichen Akten eines Prozesses (1493 – 1495) zwischen der Gemeinde Weisslingen und dem Schultheissen Russinger von Rapperswil, wird das Bruderhaus mehrfach genannt, da es an der Grenze des umstrittenen Holzes stand. Es befand sich im Grenzgebiet zwischen Agasul und Weisslingen. Ein weiterer Hinweis ist der Flurname «Bruederweg». Dieser Weg führte vom «Bruederhaus» Richtung Brauiweier nach Weisslingen.

Kapelle Theilingen Ausschnitt aus Murerkarte 1566

Flurnamenkarte B. Boesch 1956: Ausschnitt Tollenstrasse Schwesternhaus am Lindenberg rot markiert

Nach Lendikon

Das sogenannte Markenbuch des Bistums Konstanz aus dem Jahre 1353 erwähnt die Kirche Weisslingen mit dem Vermerk: «Wissnang cum filia Teilang» (Wissnang mit Filiale Theilingen). In dieser Kapelle las der Leutpriester an gewissen Tagen die Messe. Das Kirchengütlein verkauften «die gemeinen Insässen und Pfleger» von Weisslingen und Theilingen um 1500 an Heinimann Stiefel. Mit der Reformation verlor die Kapelle ihre kirchlich-religiöse Zweckbestimmung und wurde in ein Bauernhaus umgebaut. 1790 wurde der Turm vom Blitz getroffen und erlitt einen Spalt von oben bis unten. Das Glöcklein wurde den drei Glocken im Kirchturm in Weisslingen zugesellt und diente noch bis 1840. 1895 brannte das Doppelwohnhaus bis auf die Grundmauern nieder. Es entstand kein Neubau auf der Brandstätte.

Nach Weisslingen

Das Schwesternhaus auf dem lindenberg Zwischen Weisslingen und Neschwil bestand ein Schwesternhaus, was ein Eintrag ins Jahrzeitbuch der Pfarrkirche Winterthur aus dem 15. Jahrhundert belegt. Interessant ist die Häufung von Flurnamen mit religiösem Bezug in der näheren Umgebung: St. Katri, Chrüzweg, Chilchweg, Ölberg. Das Schwesternhaus lag an einer alten Landstrasse, der Rapperswilerstrasse.

Nach Rumlikon

Fehrkarte 1788 Weisslingen-Theilingen: Ausschnitt Theilingen, roter Kreis = Kapelle


Kirchenjubiläum Weisslingen