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Wonnegau / Rheinhessen 7

Mittwoch, 03.07.2013 | KW 27

Wonnegauschule wird noch mobiler Neuer Schulbus erleichtert Ausflüge Von Joachim Bonath OSTHOFEN So macht Schule erst richtig Spaß: Anstatt im Frontalunterricht in der Klasse zu büffeln, raus ins Freie und vor geladenen Gästen jonglieren. Die Jonglier-AG unter Federführung der freien Künstlerin Birgit Höhn macht es möglich. So geschehen in der Wonnegauschule in Osthofen. Anlass war die feierliche Übergabe des nagelneuen Fiat Scuda an die Förderschule. Der neunsitzige Schulbus „ermöglicht auch Schule außerhalb“, so Guido Paliot, Vorsitzender des Fördervereins. „Betriebserkundungen, Ausflüge in den Tierpark, ins Schwimmbad, Klassenfahrten, alles ermöglicht der Bus auch in Zeiten, an denen es nicht oder nur schwer möglich ist, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen“, freut sich Schulleiterin Waltraud Fahl. Auch Bürgermeister Wolfgang

Itzerodt ist voll des Lobes: Gerade die Wonnegauschule habe ständig Überraschungen parat. „Unser neuer Schulbus ist jetzt da“, erklingt zwischenzeitlich das Lied, von den Klassen vier bis sechs selbst gedichtet und intoniert. Professionelle Hilfe gab es natürlich bei der Beschaffung des 30.000 Euro teuren Schulbusses auch: Die Firma „Pro Humanis“ ist darauf spezialisiert, Sponsoren einzutreiben, und über Werbung die unterschiedlichsten Dinge zu finanzieren. Mit einem großen blauen Tuch verdeckt stand der Bus da, und als die Schulkinder das Geheimnis lüfteten, wurde die Vielfalt der Werbung ersichtlich: Selbst die Seitenfenster sind mit einer – vom Bundesamt für Verkehrswesen zugelassenen – Spezialfolie beklebt. Für die nächsten fünf Jahre ist somit der „Durchblick“ gesichert, danach heißt es neue Sponsoren suchen…

Die Kinder der Wonnegauschule enthüllen den neuen Schulbus, der neun Passagiere befördern kann. Foto: Joachim Bonath

KURZ NOTIERT

Boulespaß im Café Treff WESTHOFEN

Die Initiative Treff aktiv lädt am Donnerstag, 4. Juli, ab 14.30 Uhr ein zum Boulen auf dem Marktplatz. Alle Interessierten - Anfänger oder Fortgeschrittene - sind willkommen. Das Café Treff befindet sich im Haus St. Michael, Am

Markt 16. Das Cafe Treff öffnet während der Sommermonate im 14-tägigen Rhythmus. Am Donnerstag, 11. Juli, bleibt das Café Treff geschlossen. Vorabinformationen gibt es im Caritaszentrum unter Telefon 06731/941598.

Summerbreak bei der TGO OSTHOFEN Auch in diesem Jahr veranstaltet die TG Osthofen im Rahmen der Ferienspiele am Samstag, 6. Juli, das Event Summerbreak. Zehn Stunden lang geht es mit Spiel, Spaß und Sport in die Sommerferien. Die 10- bis 16jährigen können sich neben einem Brennballturnier auch in Trend- und Spaßsportarten wie Bungee-Run, Slackline,

Speedstacking und vielem mehr messen. Ein warmes Mittagessen, das Abschlussgrillen am Abend sowie die Zwischenmahlzeit und die Getränke sind im Teilnehmerbeitrag von zehn Euro inbegriffen. Die Veranstaltung findet im Sommerriedstadion Osthofen statt und beginnt ab 10 Uhr. Weitere Infos und Anmeldung online unter www.tg-osthofen.de.

Ferienfreizeit mit der AWO Hamm HAMM Bei der AWO-Hamm ist wieder eine Ferienfreizeit mit netten jungen Leuten zu erleben. Gemäß dem Motto „Der Langeweile keine Chance“ geht es hinein ins Ferienvergnügen. Folgende Veranstaltungen sind geplant: Montag, 8. Juli, Zeltübernachtung bei „Harry“ in Kirchberg bei Grünstadt, Dienstag, 9. Juli Laubhüttenbau, Spurensuche und Outdoorkochen, Donnerstag, 11. Juli, Freizeitpark Tripsdrill in Cleebron, Samstag, 13. Juli, „Spiel und Spaß“ mit der Hammer Feuerwehr in der Gemeindescheune, Montag, 15. Juli Schwimmbad „Salinarium“ in Bad Dürkheim, Dienstag, 16. Juli Kanufahrt auf der Glan, Mittwoch, 17. Juli Europa-Park in Rust, Freitag, 19. Juli „Soccergolf“ in Dirmstein, Dienstag, 23. Juli Schwimmbad mit See in Lampertheim (bei Regen „Basinus-Bad“ in Bensheim), Mittwoch, 24. Juli „Legoland“ in Günzburg, Freitag, 26. Juli „Aquadrom“ in Hockenheim, Montag, 29. Juli „Rheinwelle“ in Gau-Algesheim, Mittwoch, 31. Juli „Fort-Fun-Abenteuerland“ – Freizeitpark in Bestwig, Freitag, 2. August Miramar in

Weinheim, Montag, 5. August Freizeitbad “La Ola” in Landau, Mittwoch, 7. August Freizeitpark „Geiselwind“, Nähe Würzburg, Samstag, 10. August „Starlight-Express“ in Bochum (Vorstellungsbeginn 15 Uhr, Kartenoption bis Freitag, 5. Juli in Kategorie zwei und drei), Montag, 12. August „Rebstockbad“ in Frankfurt, Dienstag, 13. August Geocoaching in Koblenz, Mittwoch, 14. August „Freizeitpark Efteling“, Niederlande, Freitag, 16. August Maislabyrinth, Dahlheim. An den Tagen, an denen der Besuch eines Freibades geplant ist und der „Wettergott“ einen Strich durch die Rechnung macht, wird alternativ ein Hallenbad besucht. Diejenigen Kinder, die im letzten Jahr an Ferienspielveranstaltungen teilgenommen haben, erhalten das „Ferienspielheft“ direkt in ihren Briefkasten. Alle anderen können es bei der Ersten Vorsitzenden, Ursula Orth (Lutherstraße 14) abholen. Außerdem sind in örtlichen Geschäften der VG Eich die Hefte zum Abholen ausgelegt. Infos auch unter Telefon 06246/522, oder per E-Mail unter awo.hamm-orth@web.de.

Die Kapazitäten von Wonnegauhalle und Carl-Schill-Turnhalle (im Bild) reichen für die zahlreichen Abteilungen der TG Osthofen nicht aus. Deswegen wünscht sich der Verein einen Hallen-Neubau auf einem Grundstück hinter der Wonnegauhalle. Archivfoto: Rudolf Uhrig

Der TG Osthofen drückt der Schuh

Wonnegauhalle und Carl-Schill-Turnhalle bieten dem Verein nicht genügend Kapazitäten für seine Angebote Von Bea Witt OSTHOFEN „Wie sehr uns der Schuh drückt“, das heißt, wie dringend der Hallenneubau auf dem Grundstück hinter der Wonnegau-Halle für die Zukunft des Vereins notwendig ist, dazu hatte der TGO-Vorstand Stadtchef Wolfgang Itzerodt und Stadtratsmitglieder zu einem Gesprächsaustausch eingeladen. Umfangreich beschrieb Ralf Müller vom Vorstand der TGO Handball die Situation, die schon seit Jahren vorherrscht: die Hallenkapazität der Wonnegauhalle und der Carl-SchillTurnhalle sind für Training und Spielbetrieb bei weitem nicht ausreichend. Angesichts des Zuzugs von Familien wünsche sich der Verein eine Expansion, so Müller, was allerdings an

den vorhandenen Möglichkeiten scheitert. Man müsse potentielle Spieler, Kinder und Jugendliche, abweisen. Das bestätigten auch die Leiter der Abteilungen Badminton, Volleyball und Tischtennis. Die TGO sei schon lange an ihre Grenzen gestoßen. Viele Sportler trainieren in Hallen von Nachbargemeinden, um in Osthofen spielen zu können, so Müller. Eine neue Halle würde rund 2,5 Millionen Euro kosten Um allen Anforderungen gerecht zu werden, sei eine neue Halle dringend notwendig. Für das 2,5 Millionen Euro teure Vorhaben habe der Verein bereits Rücklagen gebildet, informierte Vereinsvorsitzende Gabi Naumann, was allerdings, auch mit

dem Erlös aus dem Verkauf der vereinseigenen Carl-Schill-Halle, nicht ausreichend sei. Der Hallenneubau, der doppelt so groß wie die Carl-Schill-Turnhalle sein soll, kann nicht alleine gestemmt werden. Deshalb hoffe man auf die finanzielle Unterstützung der Stadt Osthofen. Man brauche eine konkrete Zusage, ob und in welcher Höhe ein Zuschuss gewährt werden kann, so Naumann. Eine Diskussion wert sei der Anbau an die Wonnegauhalle, der wesentlich kostengünstiger wäre, betonte CDU-Ratsglied Günter Sum. „Hier könnten vorhandene Ressourcen genutzt werden, wie Umkleideräume oder Heizungsanlage, die nur zu erweitern wäre.“ Ebenso wie FWG-Fraktionschef Klaus Mehring machte er die finanzi-

elle Situation der Stadt deutlich. Beispielsweise sind Kita-Neubau, der S-Bahn-Anschluss und Mehrbelastungen durch Umlagezahlungen an die VG Wonnegau zu stemmen. TGO- und SPD-Stadtratsmitglied Rolf Kommer informierte: „Das Land hat einen Zuschuss von 40 Prozent zugesagt, allerdings nur für förderfähige Beträge, die also direkt mit dem Sport zusammenhängen.“ Mehring mahnte zur Vorsicht, beim Finanzierungskonzept des Bauvorhabens Landeszuschüsse einzubeziehen. „Die Kassen sind alle klamm und ich glaube erst daran, wenn der Bewilligungsbescheid da ist.“ Eine Lanze für die kleinen Sportgruppen brach die Beigeordnete Gabriela Terhorst. „Bei allem Verständnis für die Anliegen der Sportler, insbesondere der TGO-

Handballer, darf man auch die Frauen- und Seniorengruppen, die in der Carl-Schill-Halle ihren Platz gefunden haben, nicht aus den Augen verlieren.“ Stadt will Finanzierungskonzept der TGO abwarten Stadtchef Itzerodt appellierte an alle 1.600 TGO-Vereinsmitglieder „selbst den Spaten in die Hand zu nehmen“ und ein hohes Maß an Eigenleistung zu erbringen. Auf diese Weise hatten örtliche Vereine oder die Christusgemeinde große Bauvorhaben gestemmt. Weiterhin gäbe es die Möglichkeit, Sponsoren zu finden, die das Projekt unterstützen. Die Stadt wolle das Finanzierungskonzept der TGO abwarten, um dann zu entscheiden, ob eine Unterstützung möglich ist.

Die Ära des Rock ‘n‘ Roll wird wieder lebendig The Nannys begeistern bei Musik im Park / Rekordverdächtiger Besuch und hervorragendes Wetter Von Gunter Weigand OSTHOFEN Zeitsprung in die 1950er Jahre: bei Musik im Park, veranstaltet von der Stadt Osthofen und der Volksbank AlzeyWorms, beförderten die Nannys sich und ihr Publikum direkt in die Ära des klassischen Rock ’n‘ Roll. Bei herrlichem Kaiserwetter drehte das Quintett voll auf und bot ein gleichermaßen gut musiziertes wie unterhaltsames Programm. Rock ’n‘ Roll ist bei den Nannys nicht einfach nur ein Musikstil, den man einfach so auf der Bühne herunterrockt – die fünf Musiker im besten Alter transportieren das Lebensgefühl des ersten Nachkriegsjahrzehnts auf allen Ebenen. Das fängt bei der Instrumentierung an und zieht sich durch das äußere Erscheinungsbild mit der adretten, einheitlichen Bühnenkleidung und den mit Pomade gestylten Frisuren. Und im Gegensatz zu den seinerzeit als skandalös empfundenen Rock ’n‘ Rollern sind die sympathischen Herren auch noch der Traum aller Schwiegermütter – lässt man Seitenhiebe gegen Rheindürkheim einmal außer Acht – und begeistern ein mehrere Generationen umspannendes Publikum. Obwohl sich die Formation vor fast zehn Jahren gegründet hat, sind keinerlei Abnutzungserscheinungen festzustellen. Mit Gusto werden Klassiker und Geheimtipps des Rock ’n’ Roll

Rock ‘n‘ Roll is King: Thorsten Mühlberger, Martin Holl und Ralf Orth (von links) von der Wormser Band „The Nannys“ in Aktion bei Musik im Park. Foto: Rudolf Uhrig wie zum Beispiel „I‘m walkin‘“ und „Highschool Confidential“ aus der Versenkung geholt, aber auch Hits der 1980er und

1990er Jahre einer radikalen Umwandlung unterzogen, was für interessante Klangresultate sorgt. „Paradise City“ (Guns ’n‘

Roses) swingt hier lässig vor sich hin, „All that she wants“ (Ace of Base) wird von einem krachenden Saxophon-Riff angetrieben.

Die Umsetzung ist wie gewohnt hervorragend: Mit Martin Holl (Saxophon), Ralf Orth (Kontrabass) und Thorsten Mühlberger (Klavier) verfügen die Nannys gleich über drei ausgezeichnete Lead-Sänger, die jeden Song überzeugend darbieten können. Mühlberger ist eher für die klassischen Uptempo-Nummern zuständig, macht aber auch bei gefühlvolleren Titeln stimmlich eine gute Figur. Holl überzeugt vor allem als „Crooner“ bei Songs mit einer gewissen Schmalz-Tendenz, wie unter anderem zu hören bei „Just a gigolo“ oder „Life could be a dream“. Und wenn Orth seinen Falsett-Gesang erklingen lässt, fühlt man sich mehr als nur ein wenig an Little Richard erinnert. Komplettiert wird die Band durch den Gitarristen Matthias Schärf und Schlagzeuger Falko Eckey, die sich an den gelungenen mehrstimmigen Gesangsarrangements beteiligen. Humor wird bei den Nannys ebenfalls groß geschrieben. So bauen sie zwischendurch kleine Werbe-Jingles ein, bei denen wahlweise Ralf Orth und Matthias Schärf zu lässigen Klängen der Band mit lasziven Bewegungen die beiden bisher veröffentlichten Studio-Alben präsentieren. Ein gelungener Nachmittag im Osthofener Stadtpark, der dieses Mal so gut besucht war, dass sowohl die Sitzgelegenheiten als auch das kulinarische Angebot bei weitem nicht ausreichten.

Gedenkfeier für alle in der Schwangerschaft verstorbenen Kinder auf der „Sternenwiese“ ALZEY Die Kindergrab- und Gedenkstätte ist ein Ort des Gedenkens an alle verstorbenen Kinder und speziell für Kinder, die nicht bleiben konnten, weil sie schon in der frühen Schwangerschaft verstorben sind und aufgrund ihres geringen Gewichtes nicht der Bestattungspflicht unterliegen. Hier finden sie einen würdigen Platz und werden unter Anteilnahme vieler Menschen beigesetzt. Der Hospizverein DASEIN

und das Frauenbüro des Landkreises haben die finanzielle und organisatorische Patenschaft, die Gestaltung des Platzes und die Organisation von Gedenkfeiern übernommen, die zwei Mal jährlich stattfinden. Am Samstag, 6. Juli, 11 Uhr, laden die Organisatorinnen zu einer Gedenkfeier und anschließenden Beisetzung für „Kinder, die nicht bleiben konnten“ auf den Hauptfriedhof Alzey ein. Mit der „Sternenwie-

se“ gibt es einen Ort für Mütter, Väter, Familienangehörige, die eine Fehlgeburt betrauern und dort kostenfrei beisetzen können. Angehörige, können einen von der Keramikkünstlerin Rita Breuder gestalteten Gedenkstein erwerben und ihrem Kind widmen. Mit ausgewählten Texten zum Thema „gelebte Trauer“ werden Abschied und Trauer um ein verlorenes Kind thematisiert, aber auch Bilder der Hoffnung

und des Neubeginns vermittelt. Die Gedenk- und Beisetzungsfeier wird musikalisch von der Gitarristin und Sängerin Birgit Rehse umrahmt. Pfarrerin Anja Krollmann nimmt die Beisetzung vor. Eingeladen sind alle Menschen, die sich an das Gedenken an ein Kind anschließen möchten. Im Anschluss trifft sich der Gesprächskreis „Sternenkinder“ um 12 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Schlossgasse 14. Hier

können Betroffene in Begleitung hospizerfahrener Frauen, sich untereinander austauschen oder auch nur zuhören. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen aktuellen oder länger zurückliegenden Verlust eines Babys handelt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Informationen erteilen das Frauenbüro der Kreisverwaltung Alzey-Worms, Telefon 06731/4081251, E-Mail frauenbuero@kreis-alzey-worms.de.

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