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Vision DAS MAGAZIN VON WORLD VISION SCHWEIZ nr. 1 / aPril 2012 www.worldvision.ch

Eine bessere Welt für Kinder

nachhaltiGe hilfe

verÄnDert leBen

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30 JAHRE

Einsatz zeigen Wirkung

Urs Winkler bei einem Projektbesuch in Vietnam

Unserer Vision einer besseren Welt für notleidende und benachteiligte Kinder kommen wir jeden Tag ein Stück näher. Seit 30 Jahren steht die Unterstützung von Kindern und Familien im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit im Mittelpunkt unserer Arbeit. In dieser Zeitspanne konnte World Vision Schweiz durch die weltweite Projektarbeit mehrere Millionen Menschen unterstützen. Profitiert haben Kinder, Familien und Dorfgemeinschaften in den Bereichen Gesundheit, Nahrungssicherung, Bildung und Einkommens­ förderung. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die langfristige Entwick­ lungsarbeit mit Patenschaften. Über 50 000 Menschen in der Schweiz unterstützen zurzeit unsere Projekte mit einer oder mehreren Patenschaften. Beim Besuch meines Patenkindes in Vietnam hat mich die persönliche Begegnung sehr berührt. Zu sehen, dass die Hilfe ganz konkret im Leben eines jungen Mädchens, in ihrer Familie und ihrem Dorf positive Auswir­ kungen hat, ist ein tolles und unvergessliches Erlebnis.

Landwirtschaftliche Unterstützung in Peru

Schulförderung in Bangladesch

Soforthilfe für die Bevölkerung nach dem Erdbeben in Haiti

World Vision ist auch in der Not­ und Katastrophenhilfe tätig. Dank der internationalen Vernetzung der World Vision­Part­ nerschaft in 97 Ländern sind im Katastrophenfall speziell ausgebildete Nothilfeteams innert weniger Tage im Krisen­ gebiet, um lebenswichtige Nothilfe zu leisten und später beim Wiederaufbau zu helfen. Nach der Dürrekatastrophe in Ostafrika droht nun eine Hungersnot in der Sahelzone in Westafrika. Besonders Klein­ kinder leiden unter der Trockenheit und zu wenig Nahrung. Mit einem humanitären Nothilfe­Programm unterstützen wir mangelernährte Mütter und ihre Kleinkinder mit vitamin­ reicher Nahrung. Helfen Sie mit einer 30­Franken­Spende (siehe Seite 11). Nur gemeinsames Handeln schafft eine bessere Welt für Kinder!

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe

Gesundheitsvorsorge für Kleinkinder in Mali

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Urs Winkler Geschäftsführer World Vision Schweiz

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eine Bessere Welt

für kinDer

Aussicht auf ein besseres Leben

Mit Patenschaften werden benachteiligte Kinder und Familien in Entwicklungsländern in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Bildung unterstützt. Ein Beispiel aus Ghana zeigt, wie dieses Ziel erreicht wurde.

Kinder und Jugendliche machen heute bereits mehr als die Hälfte der Weltbevöl­ kerung aus. Die weltweite Situation ist prekär: 130 Millionen Kinder unter fünf Jahren haben nicht genügend zu essen. Rund 70 Millionen Kinder im Primarschul­ alter können nicht in die Schule gehen, und 125 Millionen Kinder haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Patenschaften verändern leben Die Lebensbedingungen von Kindern wer­ den am wirkungsvollsten verbessert, wenn sich ihr Umfeld verändert. World Vision macht seit über 30 Jahren die Erfahrung, dass dies am besten mit Patenschaften erreicht wird. Dabei unterstützen Paten die Projektarbeit mit einer monatlichen Spende von 50 Franken und fördern so ihr Patenkind, dessen Familie und die gesamte Gemeinschaft.

Das Spendengeld wird für Projektaktivitäten in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung und Einkommensförderung einge­ setzt. Durch eine Patenschaft erhält Ent­ wicklungszusammenarbeit für beide Seiten ein Gesicht. Sie baut eine Brücke von Mensch zu Mensch. Die Entwicklung des Paten­ kindes sowie des Projektes kann durch jähr­ liche Fortschrittsberichte verfolgt werden. Zurzeit unterstützt World Vision Schweiz in 19 Entwicklungsländern 44 Patenschafts­ projekte. Ziel ist es, Kinder und Familien sowie das gesamte lokale Umfeld über einen Zeithorizont von 15 Jahren zu befähi­ gen, ihre Entwicklung selber weiterzuführen. hilfe zur selbsthilfe in Ghana Wie dieses Ziel erreicht werden kann, zeigt das Beispiel eines Patenschaftsprojektes in Ghana. Als World Vision 1996 in der Region Bongo in Ghana das Projekt begann, hat­ ten nur wenige der rund 78 000 Menschen Vision nr. 1 | 2012

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Zugang zu sauberem Trinkwasser. Viele Kinder starben an Malaria und Durchfall. Nur wenige Kinder besuchten die Schule. Zudem verhinderten baufällige Schulhäuser, Lehrermangel und fehlendes Schulmaterial einen effektiven Unterricht. Die Analpha­ betenrate war hoch, die Armut deutlich sichtbar. In der ersten Projektphase bildete das Hilfs­ werk mit der Bevölkerung lokale Komitees, um die dringendsten Probleme zu identifizieren. Gemeinsam erarbeiteten sie Lösungs­ ansätze und begannen, diese schrittweise umzusetzen.

verschiedene Projektaktivitäten In der Folge entstanden vier Ernährungs­ zentren. World Vision rüstete mehrere Gesundheitsstationen mit medizinischen Materialien und Geräten aus. Für Gesund­ heitshelfer und Mütter gab es Schulungen, um Erkrankungen zu erkennen und richtig zu reagieren. Gemeinsam mit der Bevölkerung hat das Hilfswerk in der Region Bongo sieben neue Schulhäuser gebaut sowie zwei Internate eingerichtet, damit Jugendliche aus den weit entfernten Dörfern die Sekundar­ schule besuchen können. Um dem grossen Lehrermangel abzuhelfen, wurden 140 Hilfslehrer ausgebildet. Ein Berufsbildungs­

zentrum entstand, in dem junge Menschen Catering­, Schneider­ und Computerkurse besuchen können. Den Bauern vermittelten Experten prakti­ sches Wissen darüber, wie Anbaumetho­ den optimiert und damit die Ernteerträge erhöht werden können. Jetzt können sie auch in der Trockenzeit Gemüse verkau­ fen, und sie haben mehr Geld für die Ver­ sorgung ihrer Familien. Das Projekt erfolgreich übergeben In der letzten Projektphase lag der Schwer­ punkt darauf, einheimische Partner zu schu­ len, die die Verantwortung für die weitere Entwicklung der Region übernehmen.

neUe zUkUnfts­ PersPektiven Die beeindruckende Geschichte von Mary aus Ghana

Ganzheitliche förderung Mary besuchte neben der Schule ver­ schiedene Freizeitaktivitäten, die World Vision anbot, um die Kinder und Jugend­ lichen aus benachteiligten Familien besser zu fördern. Besonders gern mach­ te Mary in der Theatergruppe mit. Dies und die diversen Seminare zu Kinder­ rechten und zu Themen, wie man sein Leben gestalten kann, halfen ihr, ihr Potenzial zu entwickeln. Mary mit ihrem Bild von 1996, als sie in das Patenschaftsprogramm aufgenommen wurde.

Mary ist jetzt ausgebildete Primarlehrerin.

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Mary Asanyoori (24) lebt mit ihrer Mutter und den Geschwistern im Gebiet des Paten­ schaftsprojekts Bongo. Als Mary drei Jahre alt war, starb ihr Vater und die Mutter musste alleine für sechs Kinder sorgen. Sie arbeitete hart, um all ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Als World Vision 1996 die Arbeit in Bongo aufnahm, war Marys Mutter kurz davor, ihre Tochter nicht mehr zur Schule zu schicken. Sie hat­ te einfach zu wenig Geld. Mary wurde darum in das Patenschaftsprogramm auf­ genommen. Sie erhielt die obligatorische Schuluniform und das benötigte Schulma­ terial. So konnte sie dank der Hilfe von World Vision weiterhin zur Schule gehen.

Weitergeben, was man erhalten hat In der Zwischenzeit ist Mary zu einer jungen, selbstbewussten Frau herange­ wachsen. Sie hat ihre Ausbildung erfolg­ reich abgeschlossen und ist nun selber Lehrerin an einer Primarschule in Bongo. Daneben betreut sie einzelne sozial schlecht gestellte Kinder und leitet ein Team von Freiwilligen, die benachteilig­ te Kinder und Familien besuchen und ihnen zur Seite stehen. So setzt Mary sich dafür ein, dass auch nach dem Rück­ zug von World Vision die Vision weiter lebt, Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

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Clement Akugre, Direktor der Distriktbe­ hörde von Bongo, sagte bei der Übergabe­ feier im September 2011: «Wir sind bereit, die Entwicklung in Bongo weiterzuführen und innovative Wege einzuschlagen. World Vision hat uns gezeigt, was es heisst, mit Fokus auf unsere Kinder Hilfe zur Selbst­ hilfe zu leisten.» Nach 15 Jahren Engagement hat sich die Lebenssituation in der ghanesischen Region Bongo nachhaltig verbessert. Die durch Patenschaften geförderten Kinder, ihre Familien und die Dorfgemeinschaften in der Region haben gelernt, Eigenverant­ wortung für sich und ihre Entwicklung zu übernehmen.

Vision Village Wie baut man ein Schulhaus, betreibt Malaria-Prävention und verbessert die Trinkwasserversorgung, wenn es an den nötigen Mitteln fehlt? Vision Village ermöglicht einen spie­ lerischen Einblick in den Alltag von Spielen Sie e g World Vision. Vision Villa

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« Die Begegnung mit meinem Paten­

kind Salanthi in Bangladesch war überwältigend. Salanthi ist nun neun Jahre alt und besucht zurzeit die Schule. Die Arbeit von World Vision überzeugt mich sehr.»

Denise Biellmann, mehrfache Weltmeisterin im Eiskunstlauf

Perspektiven für ein Leben in Würde Interview mit Roland Diethelm, Teamleiter für Entwicklungsprogramme bei World Vision Schweiz.

Was heisst für Sie Entwicklungs­ zusammenarbeit? In der Entwicklungszusammenarbeit sehen wir jeden Menschen als gleich­ wertig an. Es geht darum, den Wert und die Möglichkeiten, die Gott in jeden Menschen gelegt hat, freizuset­ zen. Das gilt speziell für die Ärmsten und Benachteiligten. Die Fähigkeiten liegen in ihnen selber. Wir können Katalysator sein, um ihnen einen Weg aus der Armut zu einem Leben in Würde zu ermöglichen. Den Weg müssen sie selber gehen. Darum ist es auch wichtig, dass es eine Zusammenarbeit ist. Das Engagement kann nicht einseitig sein. Was sind die grössten Heraus­ forderungen in der Projektarbeit? Manchmal kann es sehr schwierig sein, Menschen zu einer Veränderung ihres Verhaltens zu bewegen. Sie bauen auf Vertrautem auf, weil ihnen Vergleichs­ möglichkeiten und Informationen fehlen, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Da braucht es viel Geduld, Menschen zu finden, die unter den Problemen leiden und bereit sind, andere Möglichkeiten auszuprobieren und umzusetzen. Woran erkennen Sie, dass die Entwick­ lungszusammenarbeit erfolgreich ist? Am Anfang eines Projektes steht eine sorgfältige Analyse der Situation vor

Ort. Untersucht werden unter anderem folgende Fragen: Wie hoch ist die Mütterund Kindersterblichkeit in der Region? Wie viele Kinder im schulpflichtigen Alter gehen in die Schule? Wie viele Menschen leben unter der Armuts­ grenze? Alle vier bis fünf Jahre werden zusammen mit der Bevölkerung Aus­ wertungen durchgeführt, um zu sehen, ob die Projektaktivitäten zu einer Ver­ besserung der Situation führen. Als wir das Projekt Bongo in Ghana begannen, starben von 1 000 Kindern 112 vor ih­ rem fünften Geburtstag. Jetzt sind es nur noch vier. Nach 15 Jahren hat World Vision das Projekt Bongo in Ghana in die Hände der Bevölkerung übergeben. Wie wird sichergestellt, dass die Projekt­arbeit weitergeht? Wir beraten weiterhin die lokalen Komitees, wie sie neue Entwicklungs­ projekte bei staatlichen Stellen und anderen Organisationen einreichen können. Im März erzählte mir die World Vision-Leiterin von Bongo, dass eine Gruppe Bauern dank ihrer guten Erfahrungen mit Tropfbewässerung anderen Bauern half, darauf umzu­ stellen. Von der Schweiz aus werden wir Bongo in drei Jahren besuchen und auswerten, wie sich das Projekt und die Region ohne uns weiterent­ wickelt haben.

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Nicole Bächtold besucht ihr Patenkind Maria José in Nicaragua.

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familienmitGlieD

Während einer Projektreise hat Nicole Bächtold ihr Patenkind Maria José in Nicaragua besucht und ausserdem noch eine ganze Menge über Entwicklungsarbeit gelernt.

Stolz führt die kleine Maria José ihren Besuch durchs Klassenzimmer, zeigt Tische, Bänke und die Tafel. Hier, in diesem einfa­ chen Gebäude, geht die Neunjährige zur Schule, lernt Rechnen, Schreiben, Lesen, und das zum Teil sogar an einem Computer. Nicole Bächtold ist weit gereist, um das zu sehen, denn die bei Lausanne lebende Schweizerin ist seit achteinhalb Jahren Maria Josés Patin. «Der Besuch stand schon so lange auf meiner Wunschliste», erklärt Nicole Bächtold, «doch irgendwie hat es nie geklappt.» Jetzt ist sie mit World Vision nach Nicaragua gereist, um dort Maria José im Patenschaftsprojekt Xochiltlepec zu treffen und sich ausserdem über die Projektarbeiten vor Ort zu informieren. «Vor dem Treffen war ich schon ein kleines bisschen nervös», erinnert sich die 27­Jäh­ rige. Würde alles klappen und die Chemie stimmen? Sorgen, die sich während des Besuchs ganz schnell verflüchtigten. «Nach ein paar Minuten hatten wir einen Draht zueinander gefunden.» Ein Vorteil in dieser Situation war sicherlich, dass Nicole Bächtold Spanisch spricht und so der Verständigung 6

nichts im Wege stand. So führte Maria José ihre Patin nicht nur durch die Schule, sondern zeigte ihr auch ihr Zuhause. «Ich ‹musste› mir alles anschauen», erzählt die junge Frau lachend. «Es war so schön, Maria José persönlich zu treffen und zu sehen, wie gut es ihr geht. Ich wurde wie ein Familien­ mitglied empfangen.» Maria José lebt gemeinsam mit ihrem Bruder und ihren Eltern rund 30 Kilometer südlich der Hauptstadt Managua. Seit mehr als zehn Jahren ist World Vision in der Region aktiv und unterstützt dort 16 300 Menschen in 14 Dörfern. Das Mädchen profitiert gemeinsam mit den anderen Kindern von Massnahmen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung und Kompetenzent­ wicklung. entwicklungsarbeit live erleben Eine Woche lang war Nicole Bächtold mit der Reisegruppe unterwegs und hat dort unter anderem ein Förderprojekt besucht, bei dem Kleinbauern und Familien durch verbesserte Anbaumethoden ihre landwirt­ schaftlichen Erträge steigern konnten.

Womit sich gleichzeitig ihre Ernährungs­ situation deutlich verbessert hat und so die Mangelernährung der Kinder reduziert werden konnte. «Es war unglaublich ein­ drücklich. Mit einfachen Mitteln wird vor Ort so viel bewirkt», erklärt Nicole Bächtold. eindrückliche erlebnisse, die in erinnerung bleiben Neben den Projekterlebnissen erinnert sich die Marketing­Expertin vor allem an die Begegnungen mit den Menschen Nicara­ guas. «Die Dankbarkeit der Menschen hat mich sehr bewegt.» Trotz einfachster Lebensbedingungen, so beschreibt es Nicole Bächtold, strahlten die Menschen eine tiefe Zufriedenheit aus. «Es gab keinen Ort, und war er auch noch so abgelegen, an dem wir nicht herzlich, offen und voller Freude empfangen wurden. Das war für mich eine sehr schöne Erfahrung, an die ich mich auch jetzt noch gerne erinnere.»

Sie Besuchen ion» is V d rl o «MyW unter

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myWorldvision Mit ein paar Klicks zum Patenkind: Ein­ fach die wichtigsten Infos zum Paten­ kind online anschauen, zusätzlich mehr über das Land erfahren, in dem Ihr Patenkind mit seiner Familie lebt, oder Ihrem Patenkind eine E­Mail schreiben. Mit dem Online­Angebot «MyWorld­ Vision» geht das jetzt einfach, schnell und unkompliziert per Mausklick. My­ WorldVision ist auch als App für iPhone erhältlich.

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Eine dreifache Hilfe Mit einer Patenschaft unterstützen Sie ein Kind, seine Familie und das ganze Dorf. Die Lebensumstände von Kindern kön­ nen am wirkungsvollsten verbessert werden, wenn sich ihr ganzes Umfeld verändert. Aus diesem Grund unter­ stützen Paten mit ihrer Patenschaft nicht nur ein Patenkind, sondern auch dessen Familie und die ganze Dorfoder Quartiergemeinschaft. Die Hilfe erreicht das Kind über die Gemein­ schaft, in der es lebt. Mit 50 Franken pro Monat helfen Sie einem Kind, seiner Familie und dem gesamten Dorf. Sie sorgen für eine langfristige und nachhaltige Entwick­ lung einer ganzen Region und leisten damit einen wertvollen Beitrag für eine bessere Welt.

Was bewirkt eine Patenschaft? Interview mit Urs Winkler, Geschäftsführer von World Vision Schweiz

Weshalb bietet World Vision personifizierte Patenschaften an? Mit der persönlichen Patenschaft geben wir der Entwicklungszusammenarbeit ein Gesicht. Man erlebt am Beispiel seines Patenkindes, wie sich die Lebens­ umstände im Laufe der Jahre positiv verändern. Mit einer Patenschaft unter­ stützt der Pate oder die Patin ein regio­ nales Entwicklungsprojekt und hilft damit dem Patenkind, seiner Familie und der Dorfgemeinschaft. Wie viel Spendengeld fliesst tatsächlich ins Entwicklungsprojekt? Von jedem Spendenfranken sind es über 80 Rappen. Konkret werden 81,5 % der Spenden in die Projektarbeit investiert, 12,6 % in Information und Werbung und 5,9 % in die Administration. Wofür wird das Spendengeld eingesetzt? Der Spendenbetrag einer Patenschaft wird im Patenschaftsprojekt investiert, in dem das Patenkind lebt. Die wesent­ lichen Aktivitäten finden in den Berei­ chen Bildung, Gesundheit und Hygiene sowie Ernährung und Landwirtschaft statt. Die Paten in der Schweiz erhalten jährlich einen Fortschrittsbericht.

Weitere Informationen zu Patenschaften erhalten Sie per Telefon 044 510 12 12 oder unter www.worldvision.ch

Schauen f unse Sie sich au e-Kanal b rem YouTu tenschaftsa P in e rld an, wie oniert: Wo ti k n fu t k n te proje a P weiz Vision Sch aft sch

Wie profitiert das Patenkind von der Patenschaft? Es nimmt wie alle anderen Kinder der Region an den Projektaktivitäten teil. Darüber hinaus wird es mehrmals im Jahr von einem Sozialarbeiter besucht, der seine Bedürfnisse abklärt. Ist Kontakt zum Patenkind möglich? Die Paten haben die Möglichkeit, mit dem Patenkind Briefkontakt aufzuneh­ men. Bei frühzeitiger Planung sind auch Projektbesuche möglich. Diese werden vor Ort von World Vision-Mitarbeitern begleitet, um die Übersetzung der Lan­ dessprache zu vereinfachen, aber auch um den Kinderschutz zu gewährleisten. Patenschaften werden auch im Fernsehen beworben. Sind TV-Spots im Fernsehen nicht teuer? Als Hilfswerk erhalten wir von den Fern­ sehsendern grosszügige Preisnachlässe auf alle TV-Spots. Zudem haben wir einen TV-Sponsor, der die Produktion mitfinanziert. Durch die grosse Verbrei­ tung ist das Fernsehen ein kostengüns­ tiger Werbekanal, um neue Patenschaf­ ten zu gewinnen.

«Wenn ich durch meine Arbeit Kindern helfen kann, denen es nicht so gut geht, sehe ich das als Privileg. World Vision leistet mit ihren Entwicklungs­ projekten gute Arbeit.»

Mia Aegerter, Sängerin

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Patenschaften: Unsere ProJekta Eine bessere Welt für Kinder

Westafrika

« In der Entwicklungsarbeit

leisten wir einen nachhal­ tigen Beitrag zur Steigerung des Wohls aller. Dabei sind uns speziell die Kinder im städtischen Umfeld mit all seinen Herausforderungen wichtig.» oUmoU sylla, leiterin des Patenschaftsprojektes arafat ii in mauretanien

Dominikanische Republik

lateinamerika

Mauretanien

« Viele Eltern haben dank

unserer Kurse und Gespräche gelernt, besser auf die Bedürfnisse ihrer Kinder einzugehen. Gerade bei Familien mit behinderten Kindern sehen wir grosse Fortschritte. »

nilDa GonzÁlez DomÍnGUez, koordina torin des Patenschafts­ projektes mancos in Peru

Mali

Senegal Nicaragua

Peru

Bolivien

Mehr nen Informatio f jetzt au n.ch orldvisio

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verwendung der spenden 81,5 % Projektarbeit 12,6 % Mittelbeschaffung 5,9 %

Verwaltung und Administration

Durchschnitt der letzten 5 Jahre

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ektarbeit zeigt weltweit Wirkung

Europa und Mittlerer Osten

« Das Geld der Schweizer Paten trägt dazu bei, das Leben von Kindern zu verbessern. Es berührt mich, wenn die Eltern der Kinder mir sagen, dass sie den Unterschied zu vorher deutlich sehen.»

David Chkhobadze,

Asien

Leiter des Patenschaftsprojektes Imereti in Georgien

«Zu sehen, wie Kinder und Georgien

Erwachsene durch die Projekt­­aktivitäten gestärkt werden und ermutigt in die Zukunft gehen, macht mich glücklich.»

Mongolei

Rumänien

Armenien Nepal

 setsegsaikhan Enkhbayar, T Leiterin des Patenschaftspro­j ektes Khentii in der Mongolei

Indien Bangladesch Mali

Niger

Tschad Vietnam

Ostafrika Tansania

«In den letzten 15 Jahren hat die gute Zusammen­arbeit

mit der Schweiz die Umsetzung unserer Vision ermög­ licht, die Armut in Mzundu zu bekämpfen und Kindern und Familien ein besseres Leben zu ermög­lichen.»

Mosambik

Adolph Noya,

Koordinator des Patenschafts­p rojektes Mzundu in Tansania

Gesundheit

Ernährung

Bildung

Um die hohe Kinder- und Mütter­ sterblichkeit zu senken, schult World Vision die Bevölkerung in Hygiene und Prävention. Weiterbildungen für das Gesundheitspersonal und ver­ besserte Infrastrukturen erhöhen die Qualität der Behandlung. Je nach Bedarf wer­ den Trinkwasserbrunnen gebaut, Impf­ kampagnen durchgeführt oder imprä­ gnierte Moskitonetze verteilt.

Nur wer gut ernährt ist, kann sich opti­ mal entwickeln. Darum schult World Vision die Bevölkerung in gesun­der Er­ nährung. Für Kleinbauern gibt es Kurse, wie sie ihre Erträge erhöhen können. Gemeinsam mit der Bevölkerung wer­ den Strategien entwickelt, um drohen­ den Nahrungsmangel durch Dürren oder Überschwemmungen vorzubeugen.

Eine gute Bildung ist eine wichtige Voraussetzung, um aus dem Teufels­ kreis der Armut herauszukommen. World Vision unterstützt den Bau von Schulhäusern und die Ausbildung von Lehrpersonen. Den Eltern wird aufge­ zeigt, wie wichtig der Schulbesuch ist, gerade für Mädchen. Berufs- und Alpha­betisierungskurse ergänzen das Angebot.

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Kinder malen im World Vision­ Kinderzentrum Bilder zum Thema «Meine Hoffnung für Haiti».

Marceline Philibert und ihre Tochter Sabine vor ihrem neuen, erdbebensicheren Haus.

Schauen f unse ic Sie s h au anal an, -K be rem YouTu ision in Haiti V d rl o W ision wie t: World V a h n e lf o h ge aiti Schweiz H

WieDeraUfBaU

in haiti

Zwei Jahre nach dem schweren Erdbeben können immer mehr Menschen ihre neuen Hütten beziehen.

not­ und katastrophenhilfe Als weltweit operierende Hilfsorgani­ sation verfügt World Vision über ein internationales Netz an Partnerbüros, das dazu beiträgt, humanitäre Krisen und Naturkatastrophen gezielt vorzu­ beugen, sofort auf Katastrophen zu reagieren und den Wiederaufbau zu unterstützen. Im Katastrophenfall steht World Vision der betroffenen Bevölke­ rung in den drei Bereichen Prävention, Nothilfe und Wiederaufbau zur Seite.

Die Zahlen bleiben eindrücklich: Beim Erdbeben vom 12. Januar 2010 starben über 200 000 Menschen, mehr als eine Million Menschen wurde obdachlos, ins­ gesamt waren 3,2 Millionen Personen betroffen. Die Hauptstadt Port­au­Prince wurde nahezu zerstört. World Vision leis­ tete bereits am Abend nach dem Beben Nothilfe. Bis heute hat World Vision 27 Obdachlosenzentren eingerichtet, 2,5 Millionen Menschen mit Nahrungsmittel­ hilfe unterstützt, Hunderttausende mit sauberem Wasser versorgt und 7 000 Kinder in Kinderzentren psychosozial betreut. Zum ersten Jahrestag malten über 2000 Kinder in den Kinderzentren ihre «Hoff­ nung für Haiti». Der zehnjährige Pierre Paul malte ein Haus mit Bäumen. Wie viele andere Kinder lebte er bereits ein Jahr in einem Zelt. Die fünfjährige Sabin freut sich, dass ihre Mutter Marceline Philibert

von World Vision den Schlüssel zu einem kleinen, erdbebensicheren Holzhaus erhal­ ten hat. Das neue Zuhause von Sabin steht in Corail, 15 Kilometer von Port­au­Prince entfernt. fokus Wiederaufbau Zwei Jahre nach der Katastrophe hat World Vision alle gesammelten Spenden für huma­ nitäre Nothilfe und den Wiederaufbau eingesetzt. Alleine in der Schweiz konnte das Hilfswerk 2,8 Millionen Spenden sam­ meln. Schon vor der Katastrophe war World Vision während 30 Jahren in Haiti tätig und wird auch weiterhin den Wieder­ aufbau des Landes begleiten. Im Fokus steht, dass Menschen wie Sabin und ihre Mutter Marceline Philibert aus den Ob­ dachlosenlagern in permanente Siedlun­ gen umziehen können. In einem nächsten Schritt werden Entwicklungsprojekte aus­ gearbeitet.

Erdbeeben

24 h

7 Tage

30 Tage

90 Tage

2 Jahre

Innerhalb weniger Stunden geben lokale Mitarbeiter von World Vision erste Einschätzungen zum benötigten Hilfsbedarf ab

Ein internationales Team von Nothilfe-Experten leitet die humanitäre Nothilfe ein

Verteilung von Hilfsgütern wird in Zusammenarbeit mit den Behörden und/oder der UNO ausgeweitet

Stabilisierung des Lebensumfelds der Bevölkerung und Eröffnung von Kinderschutzzentren

Schwerpunkt der Arbeit verschiebt sich von lebensrettenden Massnahmen zum Wiederaufbau der Infrastruktur

Übergang von der Nothilfe zur längerfristigen Entwicklungsarbeit

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tÖDliche Dürre

Weitet sich aUs

Nach der Dürrekatastrophe in Ostafrika droht nun eine Hungersnot in Westafrika. Besonders Kleinkinder leiden unter der Trockenheit und zu wenig Nahrung. Der stark mangelernährte Hassane erhält eine nährstoffreiche Erdnusspaste.

Was bereits vor mehr als einem Jahr in Ostafrika begann, hat sich nun auch in den Westen des Kontinents ausgebreitet. «Ausbleibende Regenfälle und eine ertragsarme Ernte haben dazu geführt, dass die Nahrungsmittel knapp werden», erklärt World Vision­Mitarbeiter Lutz Hahn, der bereits mehrfach selbst in der Region unterwegs war. Bereits sind über 15 Millionen Menschen in der Sahelzone rund um Niger davon betroffen. Die Nahrungsvorräte der Familien gehen zur Neige, die stark ge­ stiegenen Preise für Lebensmittel belas­ ten die Budgets.

World Vision unterstützt bedürftige Familien mit Nahrungsmitteln, führt Impfungen von Nutztieren durch, ver­ teilt Saatgut an Bauern und verbessert die Versorgung mit Wasser. kleinkinder brauchen dringend hilfe In einigen Regionen brauchen Kleinkin­ der dringend lebensrettende Aufbau­ nahrung, da sie von schwerer Mangeler­ nährung geschwächt sind. World Vision setzt innerhalb der Initiative «Gesunde Kinder weltweit» auf vitaminreiche Ernährung von Kleinkindern sowie schwangeren und stillenden Müttern. Die ersten 1000 Tage von Beginn der

Schwangerschaft bis zum Erreichen des zweiten Geburtstags ist das wichtigste Zeitfenster, um Unterernährung mit ihren potenziell lebenslänglichen Folgen vorzubeugen. Ein Schaden, den Kinder in dieser Zeit erleiden, wirkt sich erheb­ lich auf das physische Wachstum und die Hirnentwicklung aus und ist zum grossen Teil irreversibel. World Vision arbeitet mit den Regierun­ gen, dem World Food Programme (WFP) der UNO und anderen Hilfswerken zu­ sammen, um die Hungerkatastrophe zu bekämpfen.

mit 30 franken 30 taGe helfen mit einem nothilfe­Programm hilft World vision gezielt mangelernährten kleinkin­ dern und ihren müttern in afrika. täglich sterben weltweit mehr als 7500 kinder unter fünf Jahren infolge von Unterernäh­ rung. Das muss nicht sein, 30 franken machen einen Unterschied. nken Mit 30 Fra Sie fünf n e unterstütz e Kleinkinder rt h ä rn e l e ika mang ütter in Afr und ihre M gen mit vitamin0 Ta während 3 er Nahrung. h ic re 0-142-0 onto PC 8 Spendenk «Nahrung» Vermerk .ch/30 n

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it's my Part! –

für

GesUnDe kinDer WeltWeit

World Vision hat der Kindersterblichkeit den Kampf angesagt und die globale Gesundheitskampagne «Gesunde Kinder Weltweit» lanciert.

Weltweit sterben 22 000 Kinder pro Tag, eines alle vier Sekunden. Mindestens ein Drittel der Todesfälle ist durch Mangeler­ nährung bedingt. Die Dunkelziffer liegt weit höher, denn Menschen, die durch Unterernährung geschwächt sind, sterben an Krankheiten, die sie im Normalfall über­ lebt oder gar nicht erst bekommen hätten. Naheliegend, dass vor allem unterernährte Kinder und Kleinkinder besonders anfällig sind. Mit der weltweiten Kampagne gegen Kindersterblichkeit «Gesunde Kinder Welt­ weit» fokussiert World Vision daher unter anderem die ausgewogene und ausrei­ chende Ernährung von Kindern. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden 1,5 Milliarden Dollar in spezifische Gesundheitsprojekte investiert, um in Zusammen­ arbeit mit lokalen Regierungen und Nicht­ regierungsorganisationen die Kindersterb­ lichkeit bis 2015 von 9 auf 3 Millionen Todesfälle pro Jahr zu senken. 12

Zu den Massnahmen gehören unter ande­ rem praktische Schulungen für Mütter zur gesunden Ernährung, Vorbeugen und Erkennen von Krankheiten sowie die medi­ zinische Versorgung von Schwangeren, Müttern und Kleinkindern. Aber auch die landwirtschaftliche Entwicklung der be­ troffenen Länder wird aktiv gefördert, um die ausreichende Versorgung zu sichern. Dazu arbeitet World Vision in den Partner­ ländern eng mit Vertretungen der Gesund­ heits­ und Landwirtschaftsministerien auf lokaler bis nationaler Ebene zusammen, wirkt beratend und in der Umsetzung mit. In vielen Ländern und Entwicklungspro­ grammen werden die Massnahmen bereits effektiv umgesetzt, wie World Vision in seinem kürzlich veröffentlichten Report «Der beste Start ins Leben» zeigt. Dennoch bleibt die Herausforderung, die örtlichen Gesundheitssysteme auf die Bedürfnisse der Ärmsten auszurichten und so eine breite Versorgung sicherzustellen.

mit initiative gegen hunger Mit «It’s my part» engagiert sich World Vision aktiv im Kampf gegen den weltweiten Hunger und rückt dabei den lokalen Fleischkonsum in den Fokus. Denn, um Fleisch zu produzie­ ren, braucht man rund zehnmal so viel Boden und Wasser wie beispielsweise für Getreide. Für den Einzelnen ist die Umsetzung ganz einfach, denn es gilt «weniger ist mehr». Weniger Fleisch auf den hiesigen Tellern hilft, die Hun­ gersituation in Entwicklungsländern zu entschärfen.

« It’s my part ist eine sinnvolle Aktion,

denn wenn wir nur schon einmal pro Woche auf Fleisch verzichten, dann leisten wir einen bedeutenden Beitrag zur globalen Ernährungs­ sicherung.»

rolf hiltl, inhaber des gleichnamigen vegetarischen restaurants in zürich

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DIÄT

Spielend Leben retten

FÜR MALARIAMÜCKEN

Spielen e Sie ByeBy f au o it u q s o M h squito.c ebyemo www.by . pp oder als A

Jeder sechste Malariatote ist ein Kind unter fünf Jahren. Malaria ist vermeidbar und soll langfristig ausgerottet werden.

Malaria ist die häufigste Tropenkrankheit. Etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung lebt mit einem Infektionsrisiko. 2010 sind gemäss Weltgesundheitsorganisation (WHO) 655 000 Menschen an Malaria gestorben. Am stärksten betroffen ist das subsaharische Afrika. 86 Prozent der Opfer in dieser Region sind Kinder unter fünf Jahren. Wirkungsvolle Prävention Malaria kann man wirkungsvoll mit einfachen Mitteln vermeiden, z.B. mit einem mit Insektizid behandelten Netz. Durch die gezielte Aufklärungsarbeit hat sich in Afrika in den letzten sechs Jahren der Gebrauch von Moskitonetzen verdreifacht. «2010 konnten dadurch täglich rund 500 Kindern das Leben gerettet werden», erklärt Stefan Germann, Experte von World Vision für globale Gesundheit. In

Senegal hat World Vision mitgeholfen, sechs Millionen Moskitonetze zu verteilen, und so dazu beigetragen, die Erkrankungen bei Kindern um 75 Prozent zu senken. Globale Initiativen Um die Krankheit zu bekämpfen, sind globale Anstrengungen nötig. So wurde 1988 der globale Malaria-Aktionsplan «Roll Back Malaria» ins Leben gerufen. Bis 2015 will diese globale Vereinigung mit über 500 Mitgliedern, zu der auch World Vision gehört, die Malariaerkrankungen um drei Viertel senken und langfristig ausrotten.

Mit ByeBye Mosquito führt World Vision den Kampf gegen Malaria weiter und fördert die Verteilung von Moskitonetzen. Die Spieler klatschen Moskitos, aber aufgepasst, nicht den Marienkäfer oder das Mobiliar treffen! Nach dem Spiel besteht die Möglichkeit, für nur fünf Franken ein Netz zu spenden und in der Realität Leben zu retten. Übrigens: Den fünf besten Spielern des Highscores winken attraktive Preise.

Hier geht's los!

Möglichst viele Mücken treffen

Wer will, kann ein Moskitonetz spenden.

Wasserträger gesucht Helfen kann spielend einfach sein. Nachdem die Spieler den Amanzivision-Brunnen virtuell gebaut haben, errichtet ihn World Vision tatsächlich in Afrika. Im vergangenen Jahr wurde Amanzivision rund 300 000 Mal gespielt, sechs Brunnen konnten in Mosambik gebaut werden. Alles Weitere auf www.amanzivision.ch

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mein einsatz für eine

Bessere Welt für kinDer

« Mir ist es ein gros

ses Anliegen, meine berufl ichen Fähigk eiten auch ausserha lb meiner Firm a einzusetzen und zusamm en mit einem motiv ierten Team die Ärmsten dies er Welt proa ktiv zu unterstützen . Wir haben sc hon viele Aktivitä ten umgesetz t; zusammen er reichen wir m ehr als jeder alle ine.» Ja cQ Ue lin e Bü hl m an n, re gi o­ te am le ite rin , Be rn

« Soziales Engagement gehört

aus christlicher Überzeugung seit langem zu unserer Unter­ nehmensphilosophie. «Wir haben, weil wir geben» ist ein zentraler Leitsatz unseres Hauses. Die Lebensbedingungen von mehreren hundert Familien in Mosambik durch einen Brun­ nenbau verbessern zu können, erfüllt uns mit Freude.» Pete r rahm , aG, rimu ss­ und Wein kelle rei rahm halla u

unser « Wir sind überzeugt, dassVisi on

Engagement bei World isen­ dazu beiträgt, dass es Wa geht. ser bes ia san Tan in n der kin se die en hab Mit den Projekten iche ufl ber sere bes Kinder eine ützen Perspektive. Darum unterst ren Jah i wir World Vision seit dre ­ rten tska ach mit unserer Weihn Aktion.» ren É Ban hol zer , er Gmb h, Ges chäf tsfü hrer Ban holz kart env erla g, Base l

« Meine Motivation, m

ich ehren­ amtlich für Wor ld Vision zu engagieren, ist meine positive Einstellung zu r Entwicklung s­ hilfe und zur Pr ojektarbeit vo n World Vision. Das angenehm e Arbeitsklima, aber auch die Wertschätzung meines Dienst es als älteres Sem ester schätze ich sehr. Bis letzte n Sommer hatt en wir ein Patenk ind in Ghana. Neu unterstütz en wir nun ein Kind in Mali, vo n dem wir bereits einen Br ief erhalten haben.» Ge rh ar D Bo hl i, eh re na mt lic he r m ita rb eit er se it 16 Ja hren

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« Nach meinem Besuch in Viet­

nam bin ich jetzt noch me hr vom Projekt und von der Paten­ schaft überzeugt. Es hat sich bestätigt, dass das, was vor Ort bewirkt wird, eine solide und hilfreiche Sache ist. World Vision gibt dort Starthilfe , wo sie gebraucht wird. Später sind die Menschen in der Lage, sich selbst etwas aufzubauen. »

martha Bisc hof, Pati n aus ebn at­k app el

« Ich habe sechs Jahre mit meiner

Familie in Westafrika gelebt. Dort habe ich wertvolle Erfah­ rungen mit landwirtschaftlichen Projekten und deren Nachhal­ tigkeit gemacht. Es begeistert mich, dass ich diese Berufserfah­ rung bei World Vision für eine professionelle und langfristige Entwicklungszusammenarbeit zum Wohle des Kindes, der Familie und der lokalen Bevöl­ kerung einsetzen kann.» DaviD schWitt er, verantwo rtlicher entwicklu ngs­ projekte, World vision schweiz

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Gemeinsam

hanDeln

Engagieren Sie sich gemeinsam mit World Vision für eine bessere Welt für Kinder. Wählen Sie aus einer Handvoll Möglichkeiten, etwas Gutes zu tun.

Eine bessere r Welt für Kinde

Seit 30 Jahren reicht World Vision den Menschen in den Entwicklungsländern die Hand, führt sie in ein Leben mit Würde und befähigt sie, die Armut zu überwinden. Teilen Sie mit uns die Vision einer besseren Welt für Kinder. HANDeln wir gemeinsam.

mit einer Patenschaft helfen Unterstützen Sie ein Kind, seine Fami­ lie und die Dorfgemeinschaft mit einer Patenschaft von 50 Franken im Monat. Mehr Informationen finden Sie auf www.worldvision.ch 30 tage nahrung für kleinkinder Unterstützen Sie mit 30 Franken fünf mangelernährte Kleinkinder und ihre Mütter in Afrika mit vitaminreicher Nahrung. Verwenden Sie dafür den beiliegenden Einzahlungsschein. ein moskitonetz rettet leben Spenden Sie fünf Franken für ein Moskitonetz und helfen Sie, das Leben eines Kindes zu retten: Senden Sie eine SMS netz 5 an 339. Der Betrag ist frei wählbar (Zahl entsprechend anpassen).

team World vision Gemeinsam in einer engagierten Gruppe laufen, Spass haben und sich gleichzeitig für eine gute Sache ein­ setzen: Das ist Team World Vision. Die Läufer des Teams World Vision nehmen an verschiedenen Laufevents teil, lassen sich für jeden gelaufenen Kilometer von Freunden und Kollegen sponsern und unterstützen somit Wasserprojekte in Afrika. Laufen Sie auch mit beim Team World Vision: www.teamworldvision.ch regio­team: Persönliches engage­ ment für eine bessere Welt für kinder Die Regio­Teams sind eine wichtige Stütze für World Vision. Unter eigen­ ständiger Leitung treffen sich ehren­ amtliche Mitarbeiter eines Regio­ Teams mehrmals jährlich, um gemein­ sam lokale Aktivitäten durchzuführen. Durch diese Einsätze machen Sie auf die Not von Menschen aufmerksam und sammeln Spenden für Hilfs­ projekte von World Vision. Haben Sie auch Interesse, bei einem Regio­Team mitzuarbeiten? www.worldvision.ch/regioteam

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veranstaltUnGs

WorlD vision informationsanlÄsse

imPressUm

An den Abendveranstaltungen erhalten Sie einen interessanten Einblick in die Projekte verschiedener Länder Afrikas, Lateinamerikas, Asiens sowie Osteuropas. Erleben Sie live, wie World Vision mit Patenschaften die Hilfe zur Selbsthilfe konkret fördert.

ProGramm

redaktion Yves Baer, Simone Kral, Monika Lukas, Roland Stangl (Leitung) Grafik/Layout evoq communications AG, Zürich Bildnachweis Alle Fotos von World Vision

termine 1. Juni 2012 15. Juni 2012 14. September 2012 5. Oktober 2012 2. November 2012

herausgeber World Vision Schweiz Kriesbachstrasse 30 8600 Dübendorf 044 510 15 15 spenden Pc­konto 80­142­0

18.45 Uhr: herzlich willkommen Mit Livemusik und Infoständen 19.30 Uhr: Offizieller Beginn Kurzvorträge, Erlebnisberichte und Filme aus unseren Projekten 21.00 Uhr: apéro Austausch mit World Vision­Mitarbeitern

Bern – National zürich – Volkshaus cham – Lorzensaal lausanne – Beaulieu Basel – Stadtcasino

www.evoq.ch

kalenDer

Druck Ostschweiz Druck AG

fos Weitere In ion.

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Papier Gedruckt auf REFUTURA: 100% Altpapier, FSC-zertifiziert, CO2­neutral

World Vision Schweiz ist ein christlich­humanitäres Hilfswerk. Im Mittel­ punkt der Arbeit steht die Unterstützung von Kindern, Familien und ihrem Umfeld im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit. World Vision leistet langfristige Entwicklungszusammenarbeit, Not­ und Katastrophenhilfe sowie entwicklungspolitische Anwaltschaft.

PUBlikUmsmessen Besuchen Sie uns am World Vision­Messestand Bea Bern 27. April bis 6. Mai 2012 züsPa zürich 21. bis 30. September 2012

Qualitätsmanagement World Vision Schweiz verfügt über das NPO-Label für Management Excellence und ist ISO-9001-zertifiziert.

kontakt WorlD vision schWeiz facebook.com / WorldVisionSchweiz twitter.com / WorldVisionCH youtube.com / WorldVisionSchweiz

044 510 15 15 info@worldvision.ch www.worldvision.ch

ement Ihr Engag Unteren macht ein eben von L im schied Kindern!

Danke

für ihre hilfe!

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Patenmagazin Vision Frühjahr 2012  

In seinem Jubiläumsjahr und mit der ersten Ausgabe der überarbeiteten Magazins, zieht World Vision Bilanzen: Nachhaltige Hilfe verändert Leb...

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