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UC-Journal

Foto: iStock

Das Magazin für Partner des Umwelttechnik-Clusters und Mitwirkende im Netzwerk Energieeffizienz

Einfach zum Nachdenken „Es geht bergauf“, sagen die Optimisten.

mer konvergenter. Das geschlossene Innovations-

öffnen, sich austauschen und Synergien nutzen,

„Geht’s wirklich bergauf“, fragen die Skep-

modell hat ausgedient, Innovationsprozesse müs-

wird Parameter für zukünftige Entwicklungen sein.

tiker. „Und was ist, wenn es wieder bergab

sen den veränderten Marktbedingungen folgen.

Das voranzutreiben und in die Köpfe der Entschei-

geht“, hinterfragen die Pessimisten. „Und

dungsträger zu transportieren, ist und bleibt obers-

welche Blase platzt als nächste“, fürchten sich

Die Schaufel der Goldgräber: Cross Innovation

die Neurotiker. Die Unruhen der letzten Monate

Grundvoraussetzung für einen ‚Sichtwechsel’:

ist in den Unternehmen deutlich zu spüren und

Sich von dem Gedanken verabschieden, alles sei

die Lage noch nicht stabilisiert. Wenige tun

minderwertig, was nicht selbst erfunden wurde.

das, was längst hätte getan werden müssen,

Vielmehr sollte der Wunsch des Kooperierens

spätestens aber in Zeiten des Wandels: ­einen

und dadurch so viel Know-how wie möglich von

Paradigmenwechsel vollziehen.

außen ins Unternehmen zu holen, Vater des neuen Ge­d ankenmusters sein. Der Cross-Innovation-

Gemeint ist neue Sicht- und Arbeitsweisen aufgrei-

Ansatz unterscheidet sich in zwei verschiedene

fen. Zur Erklärung: Im letzen Jahrhundert galt es

Umsetzungsformen: Der Transfer von Know-how

Innovationsprozesse innerhalb der Unternehmens-

und Lösungsansätzen durch Branchenanalogien

mauern zu kontrollieren und die generierten geis-

und die Innovationsentwicklung durch branchen-

tigen Schöpfungen als Erster und Einziger nach-

übergreifende Kooperationen. Beispiel gefällig?

haltig auszuschöpfen. Das wurde zu Beginn des

Das Nike+ iPod Sportkit – ein vernetztes Angebot

neuen Jahrtausends wirtschaftlich gesehen jedoch

aus Nike-Sportschuh mit Sensor und dem iPod

immer problematischer. Grund: Die zunehmende

von Apple, der sowohl als Schrittzähler dient

Mobilität der Wissensarbeiter und die immer kürzer

als auch den Zugang zu einer weltweiten On-

werdenden Innovationszyklen. Zudem wurden die

line-­L auf-Community ermöglicht. Resümee: Das

verschiedenen Branchen und Wissensgebiete im-

Ausmaß in dem sich Unternehmen für einander

CLUSTERLAND OBERÖSTERREICH GmbH

tes Prinzip des Umwelttechnik-Clusters.

Inhalt Umwelttechnik ie:ku – der Innovationspreis Biogasanlage „MobiGas“

Seite 2 Seite 3

Partner & Wirtschaft Intrest OG FH Wels Aigner GmbH sattler energie consulting GmbH

Seite 4 Seite 4 Seite 5 Seite 6

Fokus Energieeffizienz Forum Energieeffizienz 2010 Die energieautarke Region

Seite 6 Seite 7

kurz notiert Veranstaltungstermine Impressum/Offenlegung

Seite 8 Seite 8

www.umwelttechnik-cluster.at


Liebe Cluster-Partner, sehr geehrte Damen und Herren! Lassen Sie mich zu Beginn einen kurzen Blick zurück ins Jahr 20 0 9 werfen, genauer gesagt zum 17. November. Ein historisches Datum für

Gelegenheit macht Sieger:

ie:ku

2010

Der Innovationspreis des Umwelttechnik-Clusters und des Netzwerks Energieeffizienz

Der Innovationspreis des Umwelttechnik-Cluster & des Netzwerks Energieeffizienz

die Netzwerk-Initiative Umwelttechnik: KommR Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl hat uns an diesem

Wie heißt es doch ironisch korrekt: „Geh‘ mit der

nur ausgezeichnet, ­sondern auch mit Projektma-

Tag offiziell zum Cluster umgewandelt und damit

Zeit, sonst gehst du mit der Zeit“. Ein alter Schüt-

nagement-Leistungen des Umwelttechnik-Clusters

den immer stärker werdenden Anforderungen der

telreim, der aber besser den je in unsere schnellle-

und des Netzwerks Energieeffizienz begleitet.

Branche Rechnung getragen. Natürlich gaben hier

bige Zeit passt. Und er bringt es klar auf den Punkt:

Außerdem werden wir bemüht sein, Ihre Idee in

mehrere Faktoren den Ausschlag. Letztlich sind es

Mit Cross Innovation können alle Beteiligten nur

eine entsprechende Förderschiene einzubinden.

aber treue Partner wie Sie, die uns täglich fordern

gewinnen – und das in jeder Hinsicht.

Ihr Ideenreichtum wird es letztendlich sein, der

und somit unsere Leistungen und den Netzwerk­

Und gewinnen können ab sofort auch Sie, mit

Oberösterreichs Stärkefelder ‚Umwelttechnik und

Ihrer ­originellen, neuartigen, wirtschaftlich nach-

Energieeffizienz‘ festigen und ausbauen wird.

gedanken voran­ treiben. An dieser Stelle ein herzli­

„fair play“ in allen Belangen

haltigen und – die zwei wichtigsten Kriterien – noch nicht realisierten Projektidee, bei der der Koope­-

Anmeldung / information

ra­tionscharakter eine Schlüsselrolle spielt. Melden

Katharina Neuburger

Es bestätigt uns nur, dass gegenseitige Inspiration

Sie sich am besten gleich, spätestens jedoch bis

Tel.: +43 732 79810-5182

und „fair play“ in allen Belangen nicht nur Pla-

4. August an und reichen Sie Ihre Idee bis zum 18.

katharina.neuburger@clusterland.at

titüden und Zweck zu kurzbeinigen Populismus

August 2010 ein. Das Sieger-Konzept wird nicht

www.umwelttechnik-cluster.at

ches Dankeschön!

sind, sondern ein Selbstverständnis, das gelebt wird – auch dem (noch so eloquenten) Mitbewerb gegenüber. Was vertrauensvolle Zusammenarbeit bedeuten

Überlegt in unsere Zukunft

und bewerkstelligen kann, beweist nur zu gut unser

Die Bereiche Umwelttechnologie und Energieeffizienz sind die Wirt-

Bericht auf Seite 3 über das Kooperationsprojekt

schaftstreiber und Wachstumsmärkte des 21. Jahrhunderts. Fakt ist

„MobiGas“.

auch, dass die Energiegewinnung und die Versorgungssicherheit mit

Genau solche Vorzeigeprojekte sollen das Resultat

Rohstoffen in naher Zukunft mit derzeitigen Mitteln nicht mehr si-

des zukünftigen Innovationspreises „ ie:ku “ sein.

chergstellt werden kann – und wenn überhaupt, dann nur zu horrenden

Wie es dazu kommen kann, lesen Sie in unserer

Preisen. Um dem entgegenzuwirken, müssen grundsätzlich natürliche

Titelstory, in der eindrucksvoll gezeigt wird, wie

Ressourcen geschont und neue Wege eingeschlagen werden. Natürlich

Paradigmenwechsel zu bahnbrechenden Innovati-

nicht um jeden Preis – Technologien müssen sich früher als später rechnen. Apropos Preis: Ab sofort

onen führen können.

sind Sie und Ihr kreativer Geist gefordert, uns Ihre Idee für ein innovatives, schlagkräftiges und neues

Nicht nur unser Name, Logo, Farbe, sprich das

Kooperations­projekt im Rahmen des Innovationspreises „ ie:ku “ vorzustellen.

Corporate Design hat sich seit Herbst 2009 verändert. Wie Sie bemerken, hat sich auch der Titel

Wagen Sie neue Wege. Wir freuen uns, wenn wir Sie dabei unterstützen können!

unseres Magazins geändert. Warum? Wir sind der Auffassung, er spiegelt die Positionierung, Identität und den Qualitätsanspruch unserer Publikation wesentlich besser wider. Zusammengefasst sind das lauter Gründe zur Freude!

Jürgen Dienstl Manager Umwelttechnik-Cluster Manager Netzwerk Energieeffizienz

UC-journal 1/2010 Seite 2

Ihr KommR Viktor Sigl Wirtschaftslandesrat Oberösterreich


360° Umwelttechnik

MobiGas – die intelligente Biogasanlage

Illustrationen der semimobilen Biogasanlagen „MobiGas“.

In Schlüßelberg wird Ende des Jahres eine Biogas-Pilotanlage installiert, bei der man sich Fragen zu Risiken und Lösungspotenzialen einer semimobilen Biogasanlage, genauer gesagt einer Trockenfermentationsanlage in Containerbauweise, für die Entsorgung fester organischer Abfälle. Drei Partner des Umwelttechnik-Clusters (Müller Abfallprojekte GmbH, Pöttinger Entsorgungstechnik GmbH & CO KG, Profactor GmbH) haben dabei verschiedene biotechnologische, verfahrenstechnische, logistische und wirtschaftliche Aspekte betrachtet. Die Ergebnisse lesen Sie hier. Die Produktion von Biogas ist oft sehr eng mit dem

verarbeitende Bioabfallmenge von 500 – 2.000 t

Brot und Gras, mit einer maximalen Gasausbeute

landwirtschaftlichen Bereich verknüpft. Stand

ausgelegt, wobei die Anlage aus einem Steuercon-

von 525 Nl/kg oTS. Dieser Wert liegt im Vergleich

der Technik ist, dass bestehende Biogasanlagen

tainer und zwischen drei und 10 Reaktorcontainer

zu den Literaturwerten für organische Siedlungs-

aufgrund ihrer Konstruktion als zentrale statio-

besteht.

abfälle im höheren Bereich. Die bessere Substratzusammensetzung ist sicherlich ein Grund dafür,

näre Anlagen ausgeführt sind, die in Größe und Ausstattung dem Bedarfsfall individuell angepasst

Die Logistik

sind. Jede Anlage ist ein Unikat, nicht mobil und

Das Pilotprojekt ist eine semimobile Trockenvergä-

nur schwer auf sich ändernde Anforderungen

rungsanlage, der Bereich Logistik also ein zentraler

Die Wirtschaftlichkeit

anzupassen.

Punkt: Wie wird das Substrat angeliefert und wie

Die Investitionskosten der Anlage verteilen sich auf

viele Container müssen mobil sein, um optimal auf

Technikcontainer, Bioreaktoren und die Verwer-

dass die zweite Probe besser abgeschnitten hat.

Der Weg zur mobilen Einheit

sich ändernde Abfallmengen reagieren zu können.

tungsanlage. Dem gegenüber steht der Erlös aus

Verfügbarkeit der ausgewählten Substrate

Dazu wurde die Steuerung so programmiert, dass

Strom- und Wärmeverkauf. Die Wirtschaftlichkeit

In diesem Stadium wurden biogener Abfall, Bio-

ein neu angeschlossener Container automatisch

wurde nun in einem BHKW (Blockheizkraftwerk),

tonne und Grünabfälle als Einsatzsubstrate für

erkannt und in die Anlage integriert wird.

in einer Mikroturbine, im Stirlingmotor und in einer

die im Projekt angewandte Technologie vorrangig

Das angelieferte Substrat wird auf einer Kom-

Gastherme ermittelt. Außerdem prüfte man die

behandelt, weil die Projektidee aus den Überle-

postmiete angehäuft und mit einem Wendegerät

Einspeisung von Biogas in ein vorhandenes Erd-

gungen heraus entstand, auf welche Art man die

vermischt, um dem Materialgemisch die optimale

gasnetz sowie die direkte Nutzung als Treibstoff

Verwertung dieser Materialien ökologisch und

Struktur zu geben. Danach wird das Material

vor Ort. Den Berechnungen zufolge ist mit 6,5

­ökonomisch effizienter gestalten kann. Ziel dabei

mittels Hoftrac und Förderband in einen Reak­

Jahren Amortisationszeit die Verwertung in einem

war es, die benötigte Energie zur Verwertung zu

torcontainer gefüllt. Warum Hoftrac und Förder­

BHKW am besten, mit über 19 Jahren ist jene in

reduzieren und den Umwandlungsoutput zu er-

band? Diese sind meist auf Kompostanlagen

einer Gasturbine am schlechtesten.

höhen. Eine Erhöhung des Outputs im Gegensatz

vorhanden, außerdem ist nur eine Öffnung im

Übrigens: Eine der effizientesten Formen Biogas

zur Kompostierung ergibt sich aus der zusätzli-

Behälter notwendig.

zu nutzen ist, es in ein öffentliches Netz einzuspeisen. Das ist jedoch erst ab einer Größe von

chen Energie­gewinnung in Form von Biogas bei gleichblei­bendem Energieinput.

Die Ergebnisse

500 m3/h wirtschaftlich.

Die beste Gasausbeute der ersten Probencharge Verfahrenstechnische Auslegung der Anlage

erzielte eine Probe aus gemischtem Bioabfall mit

Mehr darüber: www.umwelttechnik-cluster.at

Die Größe wurde nach dem Vorbild bestehender

394 Nl/kg oTS. Die besten Ergebnisse der zweiten

Rubrik: Referenzprojekte

Kompostieranlagen konzipiert und auf eine zu

Probencharge lieferte gemischter Bioabfall, v.a.

www.umwelttechnik-cluster.at

UC-Journal 1/2010 Seite 3


Partner & Wirtschaft

ITEQ – Intrest Transport Emission Quantification „Nur wer weiß wo Emissionen entstehen kann diese auch reduzieren.“

rechnung sämtliche Emissionen

Effiziente Logistik wird immer mehr zum Thema.

enlos darzustellen.

entlang der Transportkette lück­

Nicht nur Kundenanforderungen generell, vor allem die Kosten erzwingen eine nachhaltigere Gestal-

Mit Maß zum Ziel

tung der Supply Chains. Ob staatliche CO2-Abgabe,

Die Software ist so flexibel, dass

Emissionshandel oder eine Erhöhung der Mine-

es sogar konzernweit möglich

ralölsteuer – eines ist sicher: Emissionen werden

ist, nicht nur CO2 Emission, son-

zum Kostenfaktor. Wer zuerst handelt, lukriert den

dern noch 14 weitere Kenngrö-

größeren Vorteil.

ßen wie etwa Feinstaubpartikel, Methan oder Stickstoffoxide aufzuzeigen. Kein

Mit ITEQ bietet die INTREST OG eine neuartige, voll

Wunder also, dass dieses Berechnungstool am

Bereich Unternehmensberatung und IT mit Sitz in

integrierbare Softwareanwendung, die eine lücken-

besten Weg ist, nationaler Standard in diesem

Linz. Der Betrieb hat sich auf nachhaltiges Supply

lose Berechnung von Transportemissionen entlang

Bereich zu werden.

Chain Management, Organisationsentwicklung,

der gesamten Supply Chains von Unternehmen

Green IT und Emissionsreduktion spezialisiert.

mit einer bisher ungekannten Realitätstreue und

Intelligent Resource Management

höchstem Detailgrad ermöglicht. ITEQ ist imstande

Die INTREST OG steht für Intelligentes Ressour-

Erfahren Sie mehr über ITEQ sowie die weiteren

von einer Näherungsrechnung der Gesamtemissio-

cenmanagement sowie Nachhaltigkeit und ist

innovativen Lösungen der INTREST OG auf

nen bis hin zur realitätsgetreuen Versandstückbe-

ein kreatives mittelständisches Unternehmen im

www.intrest.at

Kostenintensive PhotovoltaikAnlagen optimieren Photovoltaikanlagen produzieren Strom aus Sonnenlicht und haben eine Lebenserwartung von über 25 Jahren. 173 m² dieses Speichersystems befinden sich am Dach der FH OÖ-Campus Wels, mit der eine Gesamtleistung von 17 kWp erreicht wird. Damit kann der jährliche Energieverbrauch von drei Einfamilienhäusern ­vollständig gedeckt werden. Bei dieser Anlage beispiels-

mieren. Das Technologieunternehmen iPLON – ein

weise kommen fünf ver-

Unternehmen der PSG technology group – stellte

schiedene Modultypen und

kürzlich dem Studiengang Öko-Energietechnik an

Wechselrichter zum Einsatz,

der Fakultät für Technik und Umweltwissenschaf-

die alle getrennt vermessen

ten der FH OÖ in Wels ein Energiemanagement-

werden. Zusätzlich werden

system für das Monitoring der hauseigenen 17

iPLON stellte dem Welser FH-Studiengang ÖkoEnergietechnik ein Energiemanagementsystem zur zur Verfügung.

im Monitoringsystem die Wetterdaten erfasst, um

kWpeak-Photovoltaik-Anlage zur Verfügung. Damit

die theoretische Leitungsfähigkeit der Module zu

erfolgt eine automatisierte Gegenüberstellung und

errechnen, die dann mit den tatsächlich gemes-

Überwachung der fünf unterschiedlichen PV- und

v.l.n.r.: Victor Thamburaj, Michael Vogelmann (beide iPLON), Daniel Neyer (FH OÖ), Franz Vilsecker, Bernhard Dufter (beide PSG technology group)

senen Daten verglichen werden. Da sowohl die

vier Wechselrichtertypen. Mit den gelieferten Da-

Anschaffungskosten als auch die damit verbunde-

ten ist eine Langzeitüberwachung garantiert und

nen Ertragserwartungen von solchen Anlagen sehr

der optimale Betrieb der Anlage sichergestellt.

hoch sind, ist es sinnvoll, die Leistungsfähigkeit durch professionelle Monitoring-Systeme zu opti-

UC-Journal 1/2010 Seite 4

www.fh-ooe.at/campus-wels


Partner & Wirtschaft Kaum zu glauben, aber wahr: Staub kann unter gewissen Voraussetzungen explodieren. Im Wesentlichen hängt es nur von der Korngrößenverteilung und dem Vorhandensein von Sauerstoff und einer Zündquelle ab. Speziell Metallstäube werden oft nicht als Risikostäube erkannt. Aber gerade das sehr gebräuchliche Aluminium kann mit enormer Wirkung äußerst rasch Verbrennen = Explodieren.

Staub explodiert! Die Richtlinie 99/92/EG ist eine europaweit homogenisierte Arbeitsschutzrichtlinie. Sie regelt Mindestvorschriften, die zum Schutz der Gesundheit und der Sicherheit von Arbeitnehmern, die durch explosionsfähige Atmosphären gefährdet werden könnten, dient. In Österreich ist diese Richtlinie in

Aluminiumschleifen mit Nassabscheider

der Verordnung explosionsfähige Atmosphären – VEXAT in Kraft gesetzt. Als ein Ergebnis der VEXAT

Trockenverfahren mit Nassabscheidung durch

Die Aigner GmbH

ist der Unternehmer (Anlagenbetreiber) verpflich-

sofortiges benetzen oder benetzen des Staubes

1987 Ing. Heinz Aigner gründet Einzelfirma

tet, die Risiken in einem Ex-Schutzdokument zu

im Nassabscheider und Trockenverfahren mit

1999 umfirmiert zur Aigner GmbH

beschreiben und Maßnahmen zu dokumentieren.

Trockenabscheidung des Staubes als mögliche

2001 neues Firmengebäude in Gunskirchen

Bei Aluminiumstäuben gibt die BGR 109 Aus-

Varianten genannt. Beachtet man die in der BGR

2002 Aigner Tunneltechnologie GmbH für den

kunft über die richtige Planung und Ausführung

weiter beschriebenen Verfahrenshinweise lässt

Geschäftsbereich Tunnelfilteranlagen

von Anlagen zum „Schleifen, Bürsten und Po-

sich das Risiko einer Staubexplosion auf ein Mini-

2004 Landesinnovationspreis Oberösterreich für

lieren von Aluminium“. Dabei werden Nass- und

mum reduzieren. www.aigner.at

die Entwicklung eines neuartigen Filterkonzepts.

www.umwelttechnik-cluster.at

UC-Journal 1/2010 Seite 5


Partner & Wirtschaft und Unternehmen, Kommunen n! che bu zt Jet : ­Institutionen 99 7 73 / 12 76 (0) 3 +4 t www.energie-consulting.a

erklärt Geschäftsführer Peter Sattler, der das Programm gemeinsam mit Kabarettisten entwick­ elte. Staubtrockene Materie wie Stromsparen, Druckluft, Licht, Stand by-Betrieb oder Thermo­ graphie wird mit einer gelungenen Mischung aus Sketches im Dialekt und flotten, bekannten Melodien appetitlich sowie witzig und daher leicht verdaulich serviert. Die aktiv eingebundenen Zuhörer werden pointiert auf essentielle Dinge hingewiesen, wobei jene zentralen Gedanken hängen bleiben, die jeder praktisch umsetzen

Lachen

kann, denn: Der Name „TuDu“ ist ein Appell an die Eigenverantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters, beim Energiesparen mitzumachen: Tu Du ...

hilft beim Energiesparen Informativ, unterhaltsam und nachhaltig wirksam: Das Kabarett-Programm „TuDu“.

es selbst und schieb es nicht auf andere ... sattler energie consulting gmbh aus Gmunden berät seit fünfzehn Jahren

Seit letztem Jahres geht sattler energie consul­ting

„Angesichts steigender Energiekosten ist der

Betriebe in Punkto

einen ungewöhnlichen Weg, Mitarbeiter von In-

effi­ziente Umgang mit Energie und das Nutzen

Energieeffizienz

dustrie- und Gewerbebetrieben zum Energiespa-

von Sparpotenzialen ein Gebot der Stunde. Das

checken • optimieren

ren zu motivieren: „TuDu“ heißt das Schulungs­

wissen die Manager. Aber: Um nachhaltig Ener-

erhalten • leben

programm, das durch gezielte Angriffe auf die

giekosten zu senken, müssen auch die Mitarbei-

Mit diesem „Evolutionssystem“ werden Schritt

Lachmuskeln den Verstand in Schwung bringen

ter mitziehen. Und hier setzt unser Programm

für Schritt alle Einsparungspotentiale ermittelt

und das Bewusstsein zur Thematik stärken soll.

an: Energiebewusstsein wecken und schärfen“,

und konkrete Lösungswege aufgezeigt.

17. März 2010

Forum Energieeffizienz hatte ein Ziel: Hagenberg Dieser Leitgedanke spiegelte sich in den informativen wie technisch brillanten Vorträgen wider. Denn egal, ob vom „ÖsterReich der wachsenden Energieeffizienz“ berichtet wurde oder das Thema „energieautarke Region“ (Lesen Sie mehr dazu auf der nächsten Seite) die Gemüter erhitzte. Ob es um DIN EN Wertvorstellungen, glasklare Ansätze für eine energieeffiziente Zukunft oder um die gnadenlose Abrechnung mit der teilweise immer noch üblichen Verschwendung von Ressourcen aller Art ging: Unisono wurde von den rund 30 Teilnehmern angemerkt, dass dieses ­Veranstaltungsformat samt Rahmenprogramm v.l.n.r.: Ing. ZM Christof Müller, Ing. Jürgen Dienstl, DI Siegfried Keplinger, Markus Rothberger, DI Dr. Rudolf Kanzian, Ing. Christian Lindner, Mag.a Petra Lackner, MMag. Alexander Cizik

UC-Journal 1/2010 Seite 6

Im März 2009 wurde das Forum Energieeffizienz

großes Potenzial hat.

erfolgreich in die Clusterlandschaft geboren.

Das Netzwerk Energieeffizienz bedankt sich bei al-

Im kleineren und gerade deshalb feinen Rah-

len Teilnehmern sehr herzlich. Und übrigens: Nach

men setzte im vergangenen Monat das Netzwerk

dem Forum ist vor dem Forum!

Energieeffizienz dieses junge Format fort. Fokus:

Für Leser, die mehr Wissen wollen: „Nachlese

Energieeffizienz in der industriellen Produktion, mit

und Fotogalerie“ auf www.netzwerk-energieeffi-

willkommenen Seitenblicken über den Tellerrand.

zienz.at, Rubrik: Veranstaltungen


Fokus Energieeffizienz

Die energieautarke Region: Lösung der Zukunft? Gastbeitrag von MMag. Alexander Cizik

„Die energieautarke Gemeinde / Region“ wurde

solaren Anwendungen erkennen. Das Thema Ver-

Auch hier braucht es das Bewusstsein der Be-

in den letzten Jahren immer mehr zum Thema.

kehr kommt bei diesen Projekten jedoch schwer in

völkerung aber auch der regionalen Betriebe. Sie

Waren Projekte wie jenes in Bruck an der Leitha

Fahrt. Die Möglichkeiten biogene Treibstoffe zu er-

werden in dieser Hinsicht eine Schlüsselrolle über-

oder Güssing vor Jahren noch exotisch, so gibt

zeugen sind hier eher eingeschränkt, lässt man die

nehmen – als Energieproduzenten oder Rohstoff-

es heute eine Vielzahl von Gemeinden, die sich

derzeitigen Experimente wie beispielsweise die Er-

lieferanten für die Nahwärmenetze. Darüberhinaus

ihren energetischen Unabhängigkeitstraum

zeugung von Fischer-Tropsch Treibstoffen aus Holz

spielen die Auswirkungen auf die lokale Wert-

erfüllen wollen. Die Politik reagiert und fördert

oder andere Probeläufe der so genannten biogenen

schöpfung eine zentrale Rolle. Gerade der Gedan-

solche Projekte sowohl auf Bundesebene, durch

Treibstoffe der 2. Generation mal außer Acht.

ke, dass die Energiegewinnung lokal passiert und

den Klien in Form der Modellregionen als auch

Anderes Segment: Das Thema Elektromobilität

nicht aus Saudi Arabien oder Russland bezogen

auf Landebene in Oberösterreich durch das

hat derart an Dynamik gewonnen, dass selbst für

wird, ist ein wesentliches Argument für die Idee

Programm EGEM.

ländliche Regionen in den kommenden Jahren zu-

der energieautarken Regionen. Als Projektleiter

Im Ennstal haben bislang acht Gemeinden gemeinsam mit dem TDZ Ennstal und der denkstatt GmbH

„Es ist schwer zu sagen, was unmöglich ist, denn der Traum von gestern ist die Hoffnung von heute und die Wirklichkeit von morgen.“ (Robert Gaddard)

beschlossen beide Förderschienen zu nutzen, um ihren Traum der Energieautarkie zu realisieren.

sätzliche Möglichkeiten für alternative Verkehrslö-

dieses ambitionierten Projektes hoffe ich, dass das

Wobei, eigentlich sind sie es ja schon. Denn die

sungen entstehen könnten. Deshalb analysiert

Ennstal eines Tages als wahres Vorzeigemodell

Wasserkraftwerke der Enns liefern bereits heute

man auch die Fahrgewohnheiten der Bevölkerung.

für andere Regionen in Oberösterreich aber auch

mehr Energie als die umliegenden Gemeinden

darüberhinaus stehen wird.

verbrauchen können. Dazu kommen bereits beste-

Das Kollektiv ist entscheidend

hende erneuerbare Anlagen wie Biomassenahwär-

Der Erfolg des Projekts hängt ganz wesentlich von

menetze, Pelletswerk und Windräder.

der Integration der lokalen Bevölkerung ab. Viele Konzepte zur Umsetzung erneuerbarer Energieträ-

Weit ist nicht weit genug

ger scheitern entweder an Protesten, verursacht

Auf diesen historischen Lorbeeren will man sich

durch mangeldes Wissen über mögliche Emissi-

allerdings nicht ausruhen: Man möchte jetzt das

onen und Landschaftsbildveränderungen oder an

komplette Potenzial der Region nutzen. In einem

langen Genehmigungsverfahren. Nur wenn jeder

Gebiet wie dem Ennstal mit bis zu 70 Prozent

einzelne diesen Traum der Autonomie teilt, kann er

Waldanteil liegt naturgemäß Biomasse an erster

auch verwirklicht werden.

„Die hochgesteckten globalen Klima­ziele werden am Ende nur erreicht, wenn Leute auf lokaler und regionaler Ebene die Ärmel hochkrempeln und das umsetzen, was sonst nur totes Papier und heiße Luft ist.“ Sie wollen mehr Wissen über dieses Thema? alexander.cizik@denkstatt.at

namische Hügel und kleinere Zuflüsse zur Enns

Bevor aber neue Energieanlagen gebaut werden,

MMag. Alexander Cizik ist Rechts- und Handels­ wissenschafter bei Denkstatt Wien und für erneuerbare Energie, regionale Energie­systeme und e-mobility verantwortlich.

lassen Reserven für Wind und Wasserkraft sowie

muß zunächst die Effizienz gesteigert werden.

www.denkstatt.at

Stelle. Aber: Fast nebelfreie Wintertage, aerody-

www.netzwerk-energieeffizienz.at

UC-Journal 1/2010 Seite 7


kurz notiert / Events

IFAT ENTSORGA 2010 – viel mehr als eine Messe 13.-17. September 2010 IFAT ENTSORGA – die Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, verzeichnet bereits sechs Monate vor Messebeginn einen höheren Anmeldestand als zum vergleichbaren Zeitpunkt im Jahr 2008. Für Interessenten heißt das: Schnell anmelden! Am besten gleich online unter www.ifat.de/de/Aussteller/Onlineanmeldung Auszug der Themen und Angebotsbereiche 2010 Wassergewinnung und -aufbereitung, Abwasserbehandlung Abfallentsorgung und Recycling, Energiegewinnung aus Abfallstoffen Altlastensanierung/Bodenaufbereitung, Abgas- und Abluftreinigung/Luftreinhaltung

Der aktuelle Umwelt- und Energietechnologie-Katalog 2009/10 Ein eindrucksvolles Druckwerk und gigantische Bühne für heimische Unternehmen. Ende November 2009 erschien erstmals die Druckversion des Umwelt- und EnergietechnologieKatalogs mit österreichweiter Beteiligung – herausgegeben vom Umwelttechnik-Cluster, dem Dachverband Energie-Klima, der Eco World Styria, der Außenwirtschaft Österreich, ACT Austrian Clean Technology. Als Auftraggeber fungierten Wirtschafts- sowie Lebensministerium. Jetzt anfordern: katahrina.neuburger@clusterland.at oder downloaden auf www.umwelttechnik-cluster.at Ihre Werbefläche im UC-Journal Das UC-Journal berichtet drei Mal jährlich anspruchsgruppenorientiert aus der Welt der Umwelttechnologie sowie über Aktivitäten aus dem Umwelttechnik-Cluster und dem Netzwerk Energieeffizienz. Nutzen Sie diese Präsentationsplattform auch für Ihr Unternehmen. Inseratengröße Normalpreis Satzspiegel 1/6 Seite (190 x 42,5 mm) 1/4 Seite (190 x 63,5 mm) 1/3 Seite (190 x 85 mm) 1/2 Seite (190 x 120 mm) 1/1 Innenseite (190 x 255 mm)

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E 208,– E 302,– E 402,– E 499,– E 629,–

termine Termine 28. April 2010

Fachtagung „Emission / Immission“

26. Mai 2010

NEE Schwerpunktabend „Wärme“

23. Juni 2010

UC Schwerpunktabend „legal compliance“

1. Juli 2010

Impressum & Offenlegung gem. § 25 Mediengesetz Blattlinie Information über aktuelle Entwicklung aus den Bereichen Umwelttechnologie und Energieeffizienz. Die Clusterland Oberöstereich GmbH ist Träger von Cluster-Initiativen in den Bereichen Automobil, Gesundheitstechnologie, Kunststoff, Mechatronik, Möbel- und Holzbau sowie Umwelttechnik und von Netzwerken in den Bereichen Design & Medien, Energieeffizienz und Humanressourcen Medieninhalber/Verleger und Herausgeber Clusterland Oberöstereich GmbH Redaktionsadresse Hafenstraße 47 – 51, 4020 Linz, Telefon +43 70 79810-5156, Fax +43 70 79810-5160 E-Mail umwelttechnik-cluster@clusterland.at Web www.umwelttechnik-cluster.at Für den Inhalt verantwortlich DI (FH) Werner Pamminger MBA Redaktion/Grafik/Umsetzung Hubert Loderbauer Bildmaterial Aigner GmbH, sattler energie consulting GmbH, fotolia.com, privat. Gastbeiträge müssen nicht die Meinung des Herausgebers wiedergeben. Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr; jegliche Haftung ausgeschlossen.

CLUSTERLAND OBERÖSTERREICH GmbH

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Der Umwelttechnik-Cluster wird im Rahmen des EU-Programms „Regionale Wettbewerbsfähigkeit OÖ2007-2013 (Regio 13) aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Landesmitteln gefördert.

ERFA* Industriedialog

www.umwelttechnik-cluster.at

UC-Journal 1/2010


UC-Journal 1/2010