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Ausgabe 2 2010/11 - Juni

Tel. 0472 831472 Fax 0472 802114 ms.bx-wolkenstein@schule.suedtirol.it

Mittelschule Oswald von Wolkenstein 39042 Brixen

10 Jahre Musikzug

10 Jahre Musikzug Das Intermezzo war der musikalische Höhepunkt eines runden Geburtstags. Unser Musikzug wurde im heurigen Schuljahr 10 Jahre alt. Mehr dazu auf

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Computercontest´´ 10 Schüler qualifizierten sich auch heuer wieder für den Computercontest im oberösterreichischen Linz. Wie die spannenden Wettbewerbstage verliefen und welche Besonderheiten die Schulsieger in Linz erlebten auf

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Mini-Anne

Wie eine aufblasbare Puppe zum wichtigen Hilfsmittel in der HerzLungen-Wiederbelebung wird auf

Neustift lässt die Puppen tanzen! „Du bist ja weiß wie eine Mozzarella!“, muss sich Nico immer wieder anhören, als er bei seinem Onkel Giovanni in Süditalien die Ferien verbringt, um besser Italienisch zu lernen. Irgendwann reicht’s ihm und er bricht auf, um eine echte Heldentat zu vollbringen. Ausgehend von dem Kinderbuch „Nico findet einen Schatz“ von Ali Mitgutsch erarbeiteten die Schüler der Klasse 1I über mehrere Wochen ein vollständiges Puppentheater. In Technik bauten sie eine Bühne, in Musik studierten sie Lieder ein, in Kunst bastelten sie Puppen und Kulissen und in Italienisch und Deutsch übten sie die Texte der verschiedenen Figuren effektvoll darzubieten. Das Ergebnis war ein Gesamtkunstwerk, das sich durchaus sehen lassen kann. Das Stück über Respekt, Mut und Selbstvertrauen, das sowohl vor den Grundschülern in Neustift als auch vor Eltern und Interessierten auf dem „Tag der Heimgemeinschaft“ des Schülerheims Neustift gespielt wurde, erntete großen Applaus. Daniel Mascher

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Sommerliche Lesetipps aus unserer gut bestückten und bestens informierten Bibliothek finden sich auf

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Abschiedsworte

unserer Schulratsvorsitzenden auf

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Siegerin bei „Wolki sucht den Superstar“ in der voll besetzten und tobenden Aula des Realgymnasiums: Mara Kerschbaumer mit „Beautiful“.

Wie schnell die Zeit doch fliegt... „Zeit haben“, so lautete der Leitsatz des heurigen Schuljahres. Und jetzt ist es schon wieder abgeschlossen. Zeit haben. Hatten wir Zeit? Zeit zum Innehalten? Zeit zum Nachdenken? Wofür nahmen wir uns Zeit? Das Jahr hat uns wieder einiges gebracht. Eine Besonderheit stellte sicherlich das Projekt „10 Jahre Musikzug“ dar, dessen Höhepunkt die Aufführung des klassen- und stufenübergreifenden „Intermezzo“ war, zu dem wir viele Gäste begrüßen durften. Wir landeten auf dem 2. Platz der Tanzolympiade und auch „Wolki sucht den Superstar“ fand bei den Schülerinnen und Schülern

großen Anklang. Bei den sportlichen Veranstaltungen schnitten wir allgemein hervorragend ab und holten uns in einigen Disziplinen sogar den Landesmeistertitel. Auch beim Computercontest schlossen wir sehr gut ab. Weiters richtete eine Klasse im Internet einen eigenen „Blog“ ein. Die Bibliothek bot sowohl den Schülerinnen und Schülern hier im Haus als auch jenen in Neustift interessante Aktivitäten. In Neustift bildete der Tag der Heimgemeinschaft den krönenden Abschluss. Für mich als „neue“ Schuldirektorin war es ein sehr interessantes Schuljahr. Ich lernte den Ablauf dieser Schule kennen und machte viele tolle Erfahrungen. Und auch für mich ging die Zeit... viel zu schnell vorbei! Die Schuldirektorin Dr. Gabriela Engl


Der Oswald 2 - 2010/11 | Seite 2

Rosie und der Urgroßvater (2010)

Was läuft an der Wolki?

Mini-Anne rettet Leben

Monika Helfer und Michael Köhlmeier

Der internationale Girl´s & Boys Day zeigt Mädchen und Buben, dass man nicht unbedingt einen Beruf wählen muss, der typisch ist für Männer bzw. für Frauen. Heuer organisierte die Kommission für Chancengleichheit der Gemeinde Brixen dazu eine „Zukunftskonferenz“ in der Berufsschule Tschuggmall. Bujar Hasani (3H) und Nicholas Gelio (3A) waren mit 20 anderen Wolki-Schülern dort:

Wenn Rosie ihren Urgroßvater besucht, erzählt er ihr von Hohenems in Österreich, woher seine jüdische Familie stammt

Die Schlawiner (2010)

Michael de Guzman Eine spannende Gaunerkomödie für kleine und große Schlawiner! Wendell Rosendale ist anders als andere Großväter. Als Wendell seinen zwölfjährigen Enkel übers Wochenende nach Seattle einlädt, ist Albert sofort Feuer und Flamme…

Luke und Jon (2010)

Robert Williams Das Buch erzählt von der Freundschaft zweier Außenseiter, Luke und Jon, die sich einander in ihren jeweils schwierigen Lebenslagen Halt geben.

Von den Sternen bis zum Tau (2011) Eine Entdeckungsreise durch die Natur.

Mit 120 Phänomenen und Experimenten von Jens Soentgen und Vitali Konstantinov. Naturwissenschaft macht glücklich! Eine umwerfende Reise durch die Natur. Erhellend und beglückend. Nach dieser Lektüre sieht alles aus wie neu!

Die 1. Zukunftskonferenz zum Girl´s and Boy´s Day 2011

Dass spontanes Helfen nicht so einfach ist, zeigte das Erste-Hilfe-Porjekt „Mini-Anne“, das von Manuela Unterhtiner und Christian Meraner in allen 3. Klassen der Wolki durchgeführt wurde. Mithilfe von Übungspuppe und Film wurden dabei die lebensrettenden Sofortmapnahmen rund um die Herz-Lungen-Wiederbelebung eingeübt. Was einfach aussah, erwies sich laut den Teilnehmer als äußerst anstrengend. Ihre Mini-Anne durften die SchülerInnen dann mit nach Hause nehmen, um die wichtigen Schritte immer wieder einzuüben.

Am 14. April fand zum internationalen Girl´s and Boy´s Day in Brixen eine Zukunftskonferenz statt. Organisiert wurde sie von der Kommission für Chancengleichheit der Gemeinde Brixen. Aus unserer Schule durften 20 Schüler hingehen. Zuerst hörten wir uns viele wichtige Informationen darüber an, welche Kompetenzen man in der Zukunft am Arbeitsplatz brauchen wird, und lernten geschlechtsuntypische Vertreter von Berufen kennen. Auch der einzige Tagesvater Südtirols, eine Kaminkehrerin, eine Fußballerin und eine Dachdeckerin waren dabei und erzählten aus ihrem Berufsleben. Dann kam die Showeinlage der Wolki-Mädchen mit Erich Meraner. Sie rockten, sangen und tanzten und rissen die Zuschauer fast vom Hocker! Im zweiten Teil der Konferenz mussten die Teilnehmer Plakate gestalten. Also malten wir:

Für alle Fälle: Unser Care Team Nicht erst der tragische Unfall des jungen Alexander, für den wir gebetet und um den wir geweint haben, hat dazu geführt, dass auch wir an der Wolki ein Care Team gegründet haben. Die Ausbildung des sechsköpfigen Care Teams hat ein ganzes Schuljahr gedauert und ist nun abgeschlossen. Das Care Team unserer Schule besteht aus Manuela Unterthiner, Ulli Bertagnolli, Kerstin Schmid, Margherita Überbacher, Christine Gartner und Erich Meraner. Südtirolweit gibt es bereits an verschiedenen Schulsprengeln Care Teams. Manuela, die ehrenamtlich als Notfallseelsorgerin tätig ist, und Ulli als Sozialpädagogin hatten in diesem Bereich bereits Erfahrungen und bringen damit beste Voraussetzungen mit. Sie waren es auch, die die Initiative ergriffen. Mit ihrer Meinung, dass ein Kriseninterventionsteam für eine so große

Edwards Augen (2010)

Patricia Maclachlan Ein einziger Moment kann alles verändern. Menschen verschwinden nicht mit dem Tod, sagt dieses traurige, aber am Ende tröstliche und sehr empfehlenswerte Buch.

Mittelschule besonders wichtig sei, standen sie nicht alleine da. Plötzlich auftretende Notfallsituationen kommen leider immer wieder vor. Dazu gehören Unfälle, Todesfälle oder lebensgefährliche Erkrankungen von Schülern, Schulpersonal oder Eltern, denen die Mitglieder der Schulgemeinschaft meist hilflos gegenüberstehen. Da gilt es, mit solchen Situationen behutsam und einfühlsam umzugehen, aber auch, einen kühlen Kopf zu bewahren. Unser Care Team hat sich in diesem Schuljahr grundsätzlich mit dem Thema „Krisen“ befasst und einen Notfallkoffer zusammengestellt. Darin befinden sich verschiedene Materialien, um in einer schwierigen Situation gerüstet zu sein und Erstmaßnahmen zu ergreifen. Mehrere Lehrpersonen werden sich im kommenden Schuljahr im Bereich Krisenbewältigung und Notfallsituation fortbilden.

Eine tolle Vision unserer beruflichen Zukunft, der wir den Titel gaben „Lebe deinen Traum - träum´ nicht dein Leben!“. Wir landeten damit prompt auf dem dritten Platz. Gar nicht schlecht: Immerhin machten 102 Schüler aus allen Brixner Mittel- und Berufsschulen mit!

Contest-Sieger in Linz Super! Für das Finale des Alpe-Adria-Computercontests in Linz qualifizierten sich rund 300 SchülerInnen aus Österreich, Bayern und Südtirol. Michael Hofer (3A) schaffte es auf den 7., Nicholas Gelio (3A) auf den 13., Jana Obkircher (3A) auf den 15. Platz! Der Alpe-Adria-Computercontest, an dem heuer ganze 1.200 SchülerInnen teilnahmen, fand im März auch an unserer Schule statt. Zehn Schüler - acht Buben und zwei Mädchen - qualifizierten sich für das Finale in Linz vom 20. Mai bis 21. Mai. Die Reise mit den Lehrern Anton Klement, Alexander Chiusole und der Schulsekretärin Beatrix Chiusole war Begabtenförderung der besonderen Art. Gleich am ersten Tag war das Finale zu bewältigen. „Recht schwierig!“, so der Kommentar danach. Abends gab man sich den „Höhenrausch“, eine Ausstellung über den Dächern von Linz und einen Kinobesuch, am nächsten Tag das Zukunfts- und Technologiemuseum „ARS Electronica“ und machte sich anschließend müde auf die Heimreise. Bestplatzierungen auch für die anderen Wolkis: 17. Patrick Agostini, 22. Sebastian Beikircher, 34. Andreas Wieser, 38. Jonas Kostner, 47. Daniel Vitroler, 56. Alexander Pichler.

Manuela Unterthiner

MI RICORDERÒ DI QUEST’ANNO SCOLASTICO PERCHÈ ….

Lesetipps für den Sommer Kontakt:

Mittelschule Oswald von Wolkenstein 39042 Brixen Dantestraße 39 Tel. 0472 831 472 Fax 0472 802114 ms.bx-wolkenstein@schulesuedtirol.it www.schule.suedtirol.it/ms-bx2

Impressum:

Redaktion: Daniel Mascher, Manuela Unterthiner, Annegreth Kerschbaumer, Alessandra Luciani, Elisabeth Giacomuzzi, Daniel Tirler. Layout: Monika Leitner

Noi, la classe 2F, dopo aver letto due libretti del commissario Bongo, abbiamo avuto l’idea di scrivere in piccoli gruppi un caso inventato da noi stessi. Questo lavoro ci è piaciuto molto, perché ci siamo divertiti a trovare la soluzione. Alla fine abbiamo stampato un bel libretto con i casi e i disegni fatti da noi. Lara Bressan, Lara Letrari Mirjam Schwarz e Nicole Pietragalla

Ho partecipato al corso “Italiano in cucina”. Mi è piaciuto molto perché ogni volta abbiamo cucinato qualcos’altro e potevamo portare nuove ricette. Julian Überbacher, 2F

Il 30 settembre 2010 la nostra classe, la 2C, insieme alla 2E è andata a Pozza di Fassa per incontrare i nostri amici di penna. Quando siamo arrivati, gli scolari di Pozza hanno preparato una bella merenda. La gita mi è piaciuta molto, perché ho conosciuto la val di Fassa e ho incontrato l’amico di lettera. Peter Dejakum, 2C

Il signor Scaggiante il 24.04.11 ci ha presentato il suo libro “Le avventure di Jim Jimmy“. Per un’ora circa ci ha raccontato la storia del libro. Chi gli ha dato la spinta per scrivere sono stati gli alunni delle sue classi, quando lui ha insegnato nella nostra scuola. A noi è piaciuta la storia perché insegna che per avverare i propri sogni si deve inseguirli! Lisa e Michela 1C

Il 27 gennaio abbiamo ascoltato una presentazione proposta dall‘ OEW. La signora Katja ha raccontato delle sue esperienze nel terzo mondo, soprattutto in Africa. Lei ha partecipato a un progetto per rieducare i bambini soldato in Uganda e in Sudan. In quei paesi i bambini vanno in guerra perché non hanno soldi per vivere, oppure sono rapiti e portati lontano dalle famiglie. Per loro poi esiste solo la paura, l‘obbedienza e la violenza. La presentazione era molto interessante e ci ha fatto capire la fortuna che abbiamo noi ragazzi. Julian Profanter, Gabriel Daum, Tobias Pichler 3I

Der Orientierungstag Am 5. April sind wir mit Frau Unterthiner in die Franziskaner Kirche gegangen. Dort wurden wir von einem jungen Pater erwartet. Er führte uns durch das Kloster und erzählte uns vom Leben der Ordensleute, von seinem Leben und warum er Pater wurde. Nach der Führung gingen wir in den Jugendhort und bekamen ein Brot mit Bratwurst. Nachher verbrachten wir noch etwas Zeit mit den anderen dritten Klassen, die mit ihren Lehrpersonen auch in einer der vielen Kirchen in Brixen waren und dort mit einem Referenten zwei Stunden verbrachten. Am meisten beeindruckt hat uns, dass es so junge Ordensleute gibt, die mit so viel Einsatz und Überzeugung ihren Glauben leben. Jana, 3A


Was läuft an der Wolki?

10 Jahre Musikzug an der Wolki Die musikalische Ausrichtung an der Wolki wurde im Jahr 2000 auf Initiative der damaligen Direktorin, Frau Roswitha Dander, eingeführt. Ein Resümee über 10 Jahre Musikzug zieht Elisabeth Angerer, musikalische Leiterin im E-Zug: Der Aufbau des Musikzugs erforderte vor allem in der Anfangszeit viel Arbeit. So mussten inhaltliche Schwerpunkte gesetzt, Instrumente ausgewählt und angekauft und die Musikräume ordentlich ausgestattet werden. Vor allem aber musste der Instrumentalunterricht organisiert und koordiniert werden. Anfangs gab es noch häufigen Lehrerwechsel unter den Instrumentallehrpersonen; mittlerweile hat sich aber ein recht beständiges Team entwickelt, das gut zusammen arbeitet. Neben dem Instrumentalunterricht und der vertieften musikalischen Ausbildung sind die Besonderheiten des E-Zugs vor allem der stufenübergreifende Kontakt der Schüler/in-

nen untereinander und die Umsetzung von musikalischen Projekten. Um in den E-Zug zu kommen, ist ein Eignungstest vorgesehen, der die musikalische Eignung überprüft. Manchmal melden sich so viele Interessierte, dass manche

gar nicht aufgenommen werden können, obwohl sie musikalisches Talent besitzen. Die tragenden Säulen des Musikzugs sind natürlich die dort unterrichtenden Lehrpersonen. Gerade im Zusammenhang mit den Projekten sind neben Frau Angerer besonders Hildegard Haas (Szenen), Laura Ognibeni (Tänze), Dietmar Oberhollenzer (Technik, Licht) zu nennen. Diese Lehrpersonen identifizieren sich mit der musikalischen Ausrichtung, sind tatkräftig bei der Sache und bringen sich seit vielen Jahren mit kreativen Ideen und Beiträgen ein. Die gute Zusammenarbeit ist ein entscheidender Faktor und zeigt sich in den hervorragenden Aufführungen des E-Zugs.

Intermezzo: Ein Interview-Bericht Frau Angerer, beim Intermezzo, dem Jubiläumskonzert im heurigen März, war von Seiten der SchülerInnen des E-Zuges sehr viel Begeisterung zu spüren. Stimmt. Aber Begeisterung allein reicht nicht. Damit ein Konzert gelingt, braucht es vor allem Selbstdisziplin, Teamgeist, Konzentration und Respekt vor der Musik und der musikalischen Leistung anderer, dazu Ausdauer und DurchDie Mittelschuljahre waren für mich eine große Bereicherung, ich habe u. a. die nötige Disziplin und Ausdauer gelernt, ohne die nichts weitergeht. Sehr gut gefallen haben mir die Reise nach Wien und generell die Musikprojekte.

Laura, 3 E, über ihre Zeit im Musikzug

Wir bekamen viel Applaus und der Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder gab uns sogar 150€. Nach dem Konzert gab es draußen noch etwas zum Trinken und zum Essen. Ohne die Unterstützung unserer Lehrer wäre dies nie zu Stande gekommen: Frau Haas lernte mit den Spielern die Texte, Frau Ognibeni studierte mit uns die Tänze ein, Herr Oberhollenzer sorgte für die Technik und Frau Angerer übernahm natürlich die musikalische Leitung…

Rebekka 2E, nach dem Jubiläumskonzert „Intermezzo“

haltevermögen bei den Proben im Vorfeld. Bei der heurigen Premiere entdeckte man besonders viele Ehrengäste im Publikum. Es hat uns gefreut, dass auch unser Landeshauptmann, Luis Durnwalder, anwesend war und uns herzlich gratuliert hat. Er hat sich sehr positiv über die Leistung der SchülerInnen ausgesprochen. Dann war das heurige Projekt, passend zum

Und was sagen Sie zu m Musikzug... liebe Hildegard Haas? Es gefällt mir als Literatin sehr gut, bei den Projekten aktiv dabei zu sein. Alle drei Klassen gemeinsam bilden ein homogenes Ganzes und jeder Einzelne gibt auf seine Weise sein Bestes. Ich habe in den letzten Jahren die szenische Arbeit übernommen (gemeinsam mit Daniel Mascher, Chris Aigner, Monica Zoro) und es hat mir, obwohl es „Knochenarbeit“ ist, großen Spaß gemacht. Ist Musikalität Voraussetzung, um im E-Zug zu unterrichten? Sie hilft! Ich singe im Brixner Chor novAntiqua und kann mich sehr gut in meine Schüler hineinfühlen. Es ist ein tolles Gefühl, wenn die Aufführung gut über die Bühne gegangen ist.

Mir gefällt der Instrumentalunterricht am Nachmittag gut und die vielen Veranstaltungen, die im Musikzug immer wieder gemacht werden.

Elias, 1 E, über die Besonderheiten des E-Zuges

Im Instrumentalunterricht, ich spiele Gitarre, habe ich den Lehrer für mich allein, dadurch kann er gut auf mich eingehen.

Daniel, 1 E, auf die Frage, was ihm am besten gefällt

Vor den Aufführungen war immer viel los. Einigen mussten die Haare gerichtet, andere geschminkt werden. Jeder musste kontrollieren, dass sein Instrument auf dem richtigen Platz ist, und dass die Blasinstrumente nicht kalt waren. Dann mussten wir die Instrumente stimmen und uns einsingen. Ich war froh, dass wir die Aufführen nachher erfolgreich abschlossen.

Aaron 2E, über die Zeit vor den Aufführungen

10jährigen Bestehen, ein Konzert der Superlative? In gewisser Weise ja. Der Chor war sehr gut, es gab viele phantastische Solisten und die Beiträge waren sehr abwechslungsreich. Vor allem aber war das Publikum bei den Schüleraufführungen so aufmerksam und ruhig wie noch nie zuvor. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut.

Können Sie ein Highlight nennen? Das erste Stück „Hilfe, die Herdmanns kommen“ war für mich etwas Besonderes. Wir hatten noch wenig Erfahrung, konnten aber die Zuschauer zu Tränen rühren. Auch das Stück „Ich, Wolferl“ anlässlich des Mozartjahres 2006 habe ich noch gut in Erinnerung.

lieber Chris Aigner ? Wo liegt für Sie als Instrumentallehrer die Besonderheit, im E-Zug zu unterrichten? Jeder Schüler hat einmal in der Woche Einzelinstrumentalunterricht. Gelehrt werden Querflöte, Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Saxofon, Klarinette, tiefes Blech und Trompete. Für mich ist es sehr wichtig, dass man eine persönliche Beziehung zum Schüler aufbaut, dass man seine Talente kennenlernt, seine musikalischen Fähigkeiten, seine Vorlieben und dass man ihn dann auf seiner musikalischen Reise begleiten und unterstützen kann. Können sie uns ein persönliches Highlight nennen? Für mich gibt es in einem Jahr immer wieder verschiedene Highlights, und zwar nach einem gelungenen Konzert, nach einer erfolgreichen Aufführung, wenn die Organisation eines Konzertes (etwa zu Weihnachten, Fasching oder zum Schulabschluss) besonders geglückt ist und extra viel Freude bereitet hat. Und nicht zuletzt kann man bei diesen Highlights auch den Fortschritt der Schüler sehen. Daniel Tirler/Annegreth Kerschbaumer

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Lebensschule musikalische Bildung Gastkommentar von Barbara Fuchs, Elternvertreterin 3E Das zu Ende gehende Schuljahr hat vielfach Anlass gegeben, auf die zehn vergangenen Jahre zurückzublicken. Es waren - Skeptiker und Zweifler müssen es eingestehen – nach Jahren des Aufbaus, der Erprobung, des Experimentierens schließlich Jahre des Gelingens und des Erfolgs. Als Mutter zweier Kinder, die in diesem Schulzweig ihre schwierigen Jahre der Pubertät verbringen durften bzw. dürfen, kann ich mich glücklich schätzen, dass sie neben den kognitiven Fächern wie Mathematik und Informationstechnische Bildung auch mit Fächern Kontakt aufnehmen konnten, in denen das Geheimnisvoll-Vielschichtige, das Rätselhafte unseres Lebens zum Tragen kommt. Ich darf dazu den berühmten Musiker und Musiktheoretiker Nikolaus von Harnoncourt zitieren, der in einem Essay mit dem Titel „Was ist Wahrheit?“ folgendes schreibt:„Ja oder nein, 1 oder 0, die radikale Sprache der Logik scheint zu unserer Denkgrundlage zu werden. In einem jahrhundertelangen Prozess, der zu immer klareren, unmissverständlichen Formulierungen geführt hat, wird unserer Sprache der Zweifel ausgetrieben. Alles, was wir sagen, ist nun entweder richtig oder falsch, gut oder schlecht. Das Gespräch, die alte Form der suchenden Einkreisung von Gedanken und Ideen, und mit ihm der Reichtum der Sprache, verschwindet nach und nach. …Wie froh müssen wir sein, solange man uns die magischen Sprachen, die ohne Worte, nicht nehmen kann: die Musik, die Architektur, die bildende Kunst – und natürlich auch die Dichtung. Hier lebt noch das Phantastische, hier gibt es noch Zweifel, Vielschichtiges, Vieldeutiges.“ Die vielfältigen Erlebnisse mit Musik dürften sich zunächst nur unsichtbar und erst in einem längeren Prozess auf die Persönlichkeit der jungen Menschen auswirken. In Zahlen wird sich der Erfolg auch nicht messen lassen. Denn die musikalische Ausrichtung ist nicht einer Mode, einem Zeitgeist oder einer Quote verpflichtet. Heutige Sparpolitiker und Oberschulreformer täten allerdings gut daran, dieses Erfolgsmodell zu studieren und weiter darauf aufzubauen! Wie seelisch krank und sozial entfremdet erscheinen uns oft besonders intelligente und gebildete Menschen! „Das Lebendige“, meint der bereits zitierte Harnoncourt, findet sich, „wo es lebendige Kunst gibt. Dieses Leben würde erlöschen, wenn das Ja und Nein die Antwort auf alles ist. Weil man mit musikalischen Kenntnissen keine Autos konstruieren oder Formulare ausfüllen kann, meint man, sie sei nur eine „schöne Kunst“ und man könne sie aus der Erziehung entfernen. Wir müssen unsere Erziehungssysteme neu durchdenken, bevor es zu spät ist. Ein Computer kann nicht musizieren, er kann auch nicht lieben.“

Die kleine K unstgalerie: Originale - oder doch nicht?

Beckmann: Quappi in Blau &Grün. Sonja, 3A

Matisse: Die Musik. Von Julia Troi, 3A

Pechstein: Am Strand von Nidden. Von Esther, 3A

Klimt: Erwartung. Von Francesca, 3A

Haring: Bild ohne Titel. Von Thomas Reifer, 3A


Sportliches & Spannendes

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Und sonst...

Sportliche Ergebnisse Wir sind Landesmeister: in Triathlon, Ski Alpin, Handball und Leichtathletik!

Küken: Die 1F züchtete mit Naturkundelehrer Toni Klement im Brutkasten Küken, die dann sogar eine Zeit lang in der Klasse lebten. Süß!

In der Landesmeisterschaft Leichtathletik ergatterten die Mädchen der Wolki den 3. Platz. V.l.: Bacher Delia, Monopoli Asia, D`Alberto Laura, Rigger Verena, Zelger Petra, Auer Annares (es fehlt: Profanter Elisa). Die Buben konnten mit Hofer Lukas, Purzer Gianluca, Kerschbauer Samuel, Baú Alex, Edenhauser Peter, Schmitt Matthias, Kostner Jonas den 2. Platz belegen.

clara Jakob konnte den 5. Platz erreichen. Jahrgang 1998: Unterweger Mara erzielte den vierten Platz bei den Mädchen, Baú Alex siegte bei den Knaben, Dejakum Peter kam auf den vierten Platz, Fellin Lukas auf den fünften. Jahrgang 1997: Den Sieg sicherte sich Purzer Gianluca vor Bacher Markus. Besonders gut schnitt die Mannschaft der Knaben ab. Sie konnte mit Purzer Gianluca, Bacher Markus und Baú Alex den Landesmeistertitel gewinnen.

Ski Alpin

Unsere Landesmeister in Ski Alpin: v.l.: Schmidt Matthias, Messner Johannes, Hofer Michael.

Handball Aktion Stadtlandfluss: Am Samstag, 28. Mai 2011 fand in der Brixner Altstadt ein Aktionstag zum Hochwasserschutz statt. Dazu gab es zwei Kunstaktionen. Eine davon war eine Installation beim Weißen Turm mit SchülerInnen der 3. Wolki-Klassen und den Kunstlehrern Maria Stockner und Hubert Profanter. Sie schnürten symbolisch einen großen Treibholzstamm gegen die Kraft des Wassers fest, mit Stoffen aus dem eigenen Alltag, die in Streifen gerissen wurden. Die Aktion verursachte gar einiges an Aufsehen!

Unsere Mädchen sind Landesmeister! V.l. stehend: Auer Annares, Profanter Elisa, Klement Miriam, Pfitscher Vivien, Wierer Vivien, Prader Sonja. V.l. hockend: Peintner Teresa, Rigger Verena, Bielak Hanna, Mitterrutzner Anna.

Leichtathletik Platzierungen Mädchen: 1. Platz Sader Isabel, Hochsprung. 3. Platz Vikoler Carmen, 600 m. 2. Platz in der Staffel. Platzierungen Knaben: 1. Platz Baú Alex, 80 m. 2. Platz Purzer Gianluca (Hochsprung), Schmidt Matthias (300 m), Purzer Gianluca (1000 m) sowie in der Staffel.

Triathlon

Jahrgang 1999: Der Sieg ging an Fischnaller Greta, die Silbermedaille an Bacher Laura, De-

Volleyball

Die Mädchen der Wolki belegten in der Landesmeisterschaft Volleyball den 4. Platz. Thomas Crepaz, Manuela Ianesi

Ergebnisse der Bezirksmeisterschaften

Termine

Leichtathletik - Mädchen

Petri Heil: Die 2F ging fischen - zum Fischerteich nach Vahrn, wo es von Forellen nur so wimmelt. Mitglieder des Fischervereines halfen beim Angeln, Toni Klement, der Naturkundelehrer, zeigte dann in der Schule, wie man Forellen ausnimmt und sezierte sie zusammen mit den SchülerInnen.

1. Plätze: Sader Isabel (Hochsprung, im Bild rechts), Vikoler Carmen (600 m), Zelger Barbara (1000 m), Staffel (4x100 m B). 2. Plätze: Rigger Verena (80 m), Monopoli Asia (Weitsprung), Bacher Laura (600 m), Oberhuber Sarah (60 m), Staffel (4x100 m A). 3. Plätze: Auer Annares (Vortex), Oberhauser Sarah (Triathlon), Peintner Carmen (Hochsprung), Oberhuber Sarah (Weitsprung).

Juni 2011 15. 06.: 16. 06.:

Lehrer-Schüler-Spiel Letzter Schultag

Abschlussprüfungen 3. Klasse: 17.06.: Freitag, 8.00 Uhr: Deutsch, 4 Stunden 18.06.: Samstag, 8.00 Uhr: Englisch, 2 Stunden 20.06.: Montag, 8.30 Uhr: INVALSI, 2 Stunden 21.06.: Dienstag, 8.00 Uhr: Italienisch, 4 Stunden 22.06.: Mittwoch, 8.00 Uhr: Mathematik, 3 Stunden 23.-30.06.: Mündliche Prüfungen

Leichtathletik - Knaben

1. Plätze: Gianluca Purzer (Hochsprung), Schmidt Matthias (300 m), Hofer Lukas (1000 m), Baú Alex (80 m), Grassl Simon (Vortex). 2. Plätze: Kerschbaumer Samuel (Vortex), Edenhauser Peter (Weitsprung), Staffel (4x100 m A), Meraner Marc (60 m Hürden), Staffel 4x 100 m B) 3. Plätze: Schwienbacher Christoph (Hochsprung), Pitscheider Jason (Weitsprung), Huber Daniel (60 m).

September 2011 12. 09.:

Thomas Crepaz

8.00 Uhr Schulbeginn für das Schuljahr 2010/2011.

Aus den Gremien Elternbrief von Maria Schmiedhofer

In der Busschule und im Safety Park: Alle ersten Klassen lernten auch heuer wieder, wie Busfahren wirklich sicher wird - an der Bushaltestelle, beim Überqueren der Straße, im Bus und aus der Sicht des Busfahrers. 65 Schüler der 3. Klassen beteiligten sich am Wahlangebot „Mopedführerschein“ und besuchten den Safety-Park Bozen. 35 von ihnen traten zur Prüfung an.

Für mich geht mit diesem Schuljahr die Zeit als Schulratsvorsitzende zu Ende. In erster Linie möchte ich mich bei Ihnen für das Vertrauen bedanken, das Sie mir in den letzten drei Jahren geschenkt haben. Ein herzliches Dankeschön auch den Lehrpersonen, die mit viel Einsatz unseren Schülern den Schulalltag immer wieder verschönern. Man denke nur an die diversen Veranstaltungen, die immer wieder organisiert werden. In diesen drei Jahren gab es so manches Problem zu lösen, man denke da nur an unser leidiges Thema Schulhof, das wir bis heute nicht lösen konnten. Ich hoffe, dass ich in der verbleibenden Zeit doch noch die Gemeinde dazu bringe, den Schulhof, wenn es auch keine Neugestaltung gibt, zumindest über den Sommer zu begrünen und einige Verbesserungen vorzunehmen. Thema 5-Tage-Woche: Hier zeichnet sich nun endlich eine Lösung auf Landesebene ab. Wie in den Medien berichtet, denkt man daran, das Schuljahr zu verlängern bzw. im Herbst früher zu beginnen, um so landes-

weit eine 5-Tage-Woche zu ermöglichen. Auch ich erachte die 5-Tage-Woche nur dann für sinnvoll, wenn sie landesweit eingeführt wird. Im heurigen Jahr hatten wir auch die Oberschulreform. Ich glaube, für uns Eltern und auch für die Schüler gab es ausreichend Möglichkeiten, sich zu informieren. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass die Veranstaltungen für Eltern sehr schwach besucht sind. Im Herbst stehen wieder Neuwahlen des Schulrates an. Ich möchte schon heute an Sie, liebe Eltern, die Bitte richten, sich darüber Gedanken zu machen oder sich sogar selbst der Wahl zu stellen. In meinen neun Jahren, die ich in den Elterngremien gearbeitet habe, kann ich es nur weiterempfehlen, da man einen guten Einblick in den Schulalltag erhält. Wichtig an unserer Arbeit ist es, dass wir Eltern möglichst viel Informationen, sei es von Seiten der Schule als auch von den Eltern, erhalten, um so einen guten Einblick zu haben und Entscheidungen auch zu verstehen. Sollte man sich zur Mitarbeit in den Elterngremien entscheiden, sollte man sich aber auch die Zeit nehmen und bei den Sitzungen anwesend sein. Nun wünsche ich Ihnen allen einen erholsamen Sommer.

Auch wir Lehrer bedanken uns bei Frau Schmiedhofer für ihren Einsatz und für ihre ausgewogene Sichtweise. Stets bemühte sie sich, die unterschiedlichen Standpunkte zu berücksichtigen und in ruhiger und ausgleichender Weise zu Entscheidungen zu gelangen. Ihre Mitarbeit war geprägt von Wohlwollen und Wertschätzung für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft. Herzlichen Dank!

Aus dem Elternrat Da das Gremium des Elternrates nur für ein Jahr gewählt wurde, gilt es, dieses das kommende Jahr neu zu bestimmen. Vielleicht können sich die einen oder anderen von Ihnen dazu entschließen, dieses Amt im Herbst zu übernehmen. In der Zwischenzeit möchte ich mich recht herzlich bei Ihnen für das Vertrauen bedanken, das Sie mir und den anderen Mitgliedern des Rates entgegengebracht haben. Der scheidenden Schulratsvorsitzenden Maria Schmidhofer gilt ein herzliches Vergelts Gott für ihren wunderbaren Einsatz an unserer Schule! Für den Elternrat Norbert Nössing

Oswald 6  

Schulzeitung Schülerzeitung der Mittelschule Oswald von Wolkenstein Brixen Südtirol mit Beiträgen von Schülern und Lehrern über Pädagogische...

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