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Wolfgang SchĂśmbs

Sei ganz dabei - jetzt

Durch Konzentration Stress meistern Mehr Energie, Erfolg und GlĂźck Zen im Alltag


Beeindrucken Denke an Gespräche. An Präsentationen. Examensarbeiten. An Audits. Ans Entwickeln von Ideen. An Vorbereitungen einer Rede. Eines Auftritts. An Reden. Auftritte selbst. Situationen, in denen du angespannt bist. Innerlich gespalten. Nicht genügend locker, gelassen bei dir. Ein Gedanke geht mir hier durch den Kopf. Ich habe ihn mir einmal auf eine Karte notiert. Sie hängt neben meinem Bett an der Wand. „Es gibt Augenblicke, da vergessen wir unseren Wunsch, andere zu beeindrucken oder Gutes zu tun, da ist nur das Fließen vom einen zum anderen. (Zen in der Kunst des Helfens. Brandon).“ Hinzugefügt habe ich: Nicht beeindrucken wollen. Nichts Besonderes sein wollen. Einfach tun. Dann bist du du selbst. Bist. Ganz. Kreativ. Produktiv. Wir wollen andere beeindrucken. Wollen besonders gut sein. Auch besonders helfen. Mehr tun, als in der Situation

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gefragt ist. Das ist es, was uns in vielen Situationen angespannt macht. Wenig gelassen und souverän sein lässt. Ob in Präsentations-, Rede- oder ähnlichen Situationen. Lange Zeit erlebte ich das beim Klavierspiel vor anderen. Da war nicht einfach das Spiel. Gelassen. Locker. Konzentriert. Mit allen Gedanken und Gefühlen nur in den Tasten. Konnte es nicht einfach fließen lassen. Im Spiel mich ausdrücken. Zu Hause war alles anders. Wenn ich für mich allein spielte. Da sprudelte es. Hier aber wollte ich andere beeindrucken. Gut sein. Klavierstundenerinnerungen. Vorspielabende hingen noch in mir. Meine Gedanken waren dort förmlich geteilt. Mehr bei den versammelten Eltern. Beim Publikum. Mehr in der Angst vor Fehlern als im Spiel. Ein ungeheurer Stress. Spiele mit heißem, hochrotem Kopf. Der Druck ist mir noch immer gegenwärtig. Schmerzhaft in Erinnerung. Schier wahnsinnige Doppelanstrengung. Auf Kosten befriedigender Musik. Es fließt nicht einfach in mir und aus mir heraus. Zu Hause, wie gesagt, war es immer anders. Locker. Frei. Wer kennt so etwas nicht? Von dem Moment an, als ich das erkenne. Nicht mehr perfekt sein will. Ich anfange, mein Spiel zu spielen. Meinen Stil. Nicht mehr frage, ob es anderen gefällt. Ob es sie beeindruckt. Als ich aufhöre zu fragen, wie Mozart es gespielt haben mag. Das weiß ohnehin keiner. Von dem Augenblick an spüre ich, wie es in mir und aus mir heraus sprudelt. Wie ich in mir konzentriert bin. In meinem Spiel. Meinen Händen. In den Tasten. Im Klang der Töne. In den Harmonien. Im Rhythmus. Wie es fließt. Und wie es andere erreicht. Keine Ängste mehr. Kein Zwang. Kein Druck. Nur positive Spannung und Energie in mir. 60


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