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Anton Graff Portr채ts eines Portr채tisten


Über 2000 Gemälde, über 800 verschiedene Gesichter, über 80 Selbstbildnisse: Dies ist das beachtliche Œuvre des Schweizer Malers Anton Graff (1736– 1813). Als wohl prominentester Porträtist seiner Zeit schuf er Werke, die in ihrer bildnerischen Aussagekraft, psychologischen Tiefe und handwerklichen Präzision ihresgleichen suchen. Graff avancierte zum Schöpfer des bürgerlichen Frauen- und Männerporträts im Deutschland des 18. und 19. Jahrhunderts. Kaum ein Regent, Staatsmann, Gelehrter, Dichter oder Künstler fehlt in der langen Liste der von ihm porträtierten Personen.   Anlässlich des 200. Todestages des Künstlers vereint dieser Band Gemälde Graffs mit Texten von Schriftstellern und Wissenschaftlern und bietet damit ein buntes Kaleidoskop des 18. Jahrhunderts.


7

Robert Eberhardt (Hrsg.)

Anton Graff Portr채ts eines Portr채tisten


8


9

Inhalt

15

44

Robert Eberhardt | Einleitung

Tafel 4 Gotthold Ephraim Lessing | Rolf

19

Hochhuth | Aufblick zu Lessing

Johann Georg Sulzer | Portrait. (Mahlerey.)

50 Tafel 5 Juliane Caroline, Sophie Juliane Elisabeth und Juliane Charlotte

26

von Vieth und GolSSenau | Kerstin

Tafel 1

Maria Pahl | Einheit und Variation

Selbstbildnis | Andrea Lutz | Neue Aspekte zu einem frühen Selbstbildnis von

54

Anton Graff

Tafel 6 Maria Antonia Walpurgis

32

Kurfürstin von Sachsen |

Tafel 2

Helmut Börsch-Supan | Anton Graff, der Eid-

Adam Friedrich Oeser | Maja

genosse, porträtiert die verwitwete Kurfürstin

Chotiwari | Zwei Maler – Ein Porträt 60 38

Tafel 7

Tafel 3

Johann Georg Sulzer | Reimar F.

Johann Thomas Richter | Sven

Lacher | »Vortrefflich« – Das Sulzer-Porträt fast

Pabstmann | Der Blick des Kenners

im Profil in Gleims Freundschaftstempel


10

68

108

Tafel 8

Tafel 15

Conrad Ekhof | Timo Trümper | Durch

Prinz Heinrich XIV. ReuSS zu

Kunst die Natur nachahmen

Greiz ältere Linie | Rainer Michaelis | Ein Thüringer Musensohn in Preußen

72 Tafel 9

112

Johanna Friederike Karoline

Tafel 16

von Hohenthal, geb. Gräfin Rex

Otto Carl Friedrich Fürst von

| Dorit Kluge | Es sollte Porträt seyn, und war

Schönburg | Gerd-Helge Vogel | Ein

Ideal

aufgeklärter Fürst im Zwickauer Muldenland

78

118

Tafel 10

Tafel 17

Friedrich der GroSSe | Robert

Friedrich Schiller | Friedrich Dieck-

Eberhardt | Preußens Herrscherikone

mann | Anton Graff malt Friedrich Schiller

84

122

Tafel 11

Tafel 18

Salomon Gessner |

Gottfried August Bürger | Ann

David Schmidhauser | Wort und Bild –

Cotten | Anton Graff anblicken

Salomon Gessner und Anton Graff 126 92

Tafel 19

Tafel 12

Elisabeth Petrowna Diwowa |

Wilhelm Friedrich Adolph

Sebastian Borkhardt | Die bekannte Unbekannte

Gerresheim | Carsten Eckert | Naturkundliches von Anton Graff

132 Tafel 20

100

Christoph Martin Wieland | Klaus

Tafel 13

Manger | In der Wahrheit der Natur

Stanislaw-Kostka Potocki | Philipp Hindahl | Physiognomik

140

der Vernunft, Physiognomik des Wahns

Tafel 21 August Friedrich von Sivers |

104

Kadi Polli | Ein livländischer Gutsherr der

Tafel 14

Aufklärungszeit

Königin Elisabeth Christine von PreuSSen | Anna Seidel |

148

»... die Darstellung einer guten alten Tante, die

Tafel 22

Ihnen mit Herz und Seele verbunden ist...«

Elisa von der Recke | Bruno


11

Preisendörfer | Brief eines Zeitreisenden an

176

Frau von der Recke

Tafel 26 Heinrich von Kleist | Philipp Ramer |

154

Ein Bild des bekannten Unbekannten?

Tafel 23 Johanna Margarethe Christine

182

Gräfin von Brühl | Boris Roman

Tafel 27

Gibhardt | Seifersdorfer Serenade – Zur

Selbstbildnis | Johannes Grave |

Musen-Ikonographie in Graffs Porträt der

Gegenwärtigkeit und Entfremdung

Gräfin von Brühl 186 160

Tafel 28

Tafel 24

Karl Ludwig Kaaz | Jonas Beyer |

Johann Gottlob ReinhardT |

Vom Zusammenspiel zweier Bildgattungen

Florian Scherübl | Im Fokus des Malers, im Licht der Geschichte 191 | Anmerkungen 166 Tafel 25

215 | Autorenverzeichnis

Selbstbildnis im hohen Alter | Harald Marx | Anton Graff in Dresden

219 | Bildnachweise


12


13

Den Stoff sieht jedermann vor sich, den Gehalt findet nur der, der etwas dazu zu tun hat, und die Form ist ein Geheimnis den meisten. Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen, Aus »Kunst und Altertum«, Fünften Bandes drittes Heft, 1826


15

Robert Eberhardt Einleitung

»[...] und begreift man seinen Stil, dann weiß man, daß Graff nicht bloß für den formalen und ästhetisierenden Kunstgeschichtler vorhanden ist, sondern in seinem Werk wie in seinem eigenen menschlichen Wesen eine knappe, scharfe Formel der besten Art seiner Periode darstellt«. Theodor Heuss, Anton Graff, 1910

Sie blicken uns an, erzählen schweigend von sich und ihrem Schicksal, berichten aus ferner Zeit und sind uns mit ihren Augen und Gesichtszügen bisweilen näher als der uns den Weg kreuzende Museumsbesucher. Sie hängen an herrschaftlichen Wänden und lagern in klimatisierten Depots. In ihrer Gesamtheit bewahren die Porträts aus Anton Graffs Hand ein Generationsbild und bieten eine physiognomische Vermessung des 18. Jahrhunderts. Kein Relikt und kein Text erlaubt einen derart menschlichen, ja sinnlichen Zutritt in das alte Europa samt der Erscheinungen seiner markanten Protagonisten. Wir stehen den Tableaus gegenüber und möchten vielleicht sprechen, diesen Menschen antworten oder ihnen gar die Ehre erweisen.   Der 1736 in Winterthur geborene Graff erhielt seine Ausbildung in seiner Heimatstadt, seit 1756 in Augsburg und seit 1757 in Ansbach. Seit 1759 führte


16

er in Augsburg selbstständig Porträtaufträge aus und wurde 1766 vom Direktor der Dresdner Akademie, Christian Ludwig von Hagedorn, als Porträtmaler mit dem Titel eines kurfürstlichen Hofmalers nach Dresden berufen, wo er 1789 Professor für das Porträtfach wurde und fast 50 Jahre bis zu seinem Tod am 22. Juni 1813 lebte.   200 Jahre nach seinem Tod unternimmt dieser Band den Versuch, genau hinzuschauen und anhand von achtundzwanzig Werken den Porträtisten und seine Arbeit zu beleuchten. Im Jubiläumsjahr, in dem in Winterthur und Berlin eine große Graff-Schau gezeigt wird, ist es Anliegen, auf seine Bilder zu blicken und dieses Buch von einer breiten Schar Schreibender sich addieren zu lassen. Die dargebrachte, chronologisch geordnete Auswahl aus dem mehr als 2000 Bilder umfassenden Œuvre Graffs verdankt sich dem speziellen Interesse der Beiträger an dem jeweiligen Bild, so dass eine möglichst große Nähe zwischen Autor und Gegenstand gegeben sein mag. Kunstwissenschaftliche Arbeiten stehen neben literarischen Annäherungen und geben dem Buch Empirisch-Fundiertes wie Kreativ-Erdachtes. Anhand der achtundzwanzig behandelten Werke treten wir ein in eine ferne Welt, die vielfach erforscht wurde und doch nicht von allen innerlich durchdrungen und angeeignet zu werden vermag. Achtundzwanzig Überlegungen sind auch achtundzwanzig unterschiedliche Blicke auf Anton Graff, den Schweizer Maler in sächsischen Diensten. Einige Gemälde werden erstmals außerhalb des Werkkatalogs und zerstreuter Notizen behandelt, bei anderen bringt der Text neue Kenntnisse, gar korrigierte Datierungen ans Licht.   Die Übersicht über Graffs Œuvre gab Ekhart Berckenhagen 1967 heraus und Studien mögen Details einzelner Werke schildern. In einem methodisch offenen Antasten möchte dieses Buch anhand der Porträtierten in die Vergangenheit lunsen. Vorsicht und Takt sind geboten, denn wie der höfliche Mensch sich dem Gegenüber fragend und zurückhaltend nähert, so gebieten es auch die Abbilder der schon längst Verblichenen.   Die Autoren dieses Bandes führen zu bildwürdigen Personen: anhand von Selbstbildnissen zum Künstler selbst, zu seinem Schwiegervater Johann Georg Sulzer ebenso wie zu seinem Schwiegersohn Karl Ludwig Kaaz, zu eleganten Damen wie der Gräfin von Brühl oder der kecken Elisabeth von der Recke, ins klassische Weimar zu Christoph Martin Wieland und weiteren viri illustres, zu aufgeklärten Regenten Mitteldeutschlands, zur Herrscher- und Bildikone Friedrich dem Großen oder auch zu einem alten Dresdner Schuster. Graffs Porträtierte zeigen sich uns immer – auch die schwachen und trockenen Gestalten – lebensbejahend, besonnen und würdevoll.   Als »Lenbach seiner Zeit« malte Graff das geistige und gesellschaftliche Personal jener Jahrzehnte, und nur ein Querschnitt dieser Ebenbilder konnte Eingang in diesen Band finden. Zur Sprache kommt auch die Kunstkritik jener Jahre, die Überlieferung einiger Werke, nicht zuletzt der Verlust durch Krieg.


17

Die einzelnen Texte widmen sich großen Auftragswerken und Standesporträts ebenso wie kleineren Arbeiten und Entwurfsskizzen. Den einzelnen Bildtexten ist ein Quellentext vorangestellt: Johann Georg Sulzers Porträt-Artikel aus seiner Allgemeinen Theorie der schönen Künste, weil dieser das so viele Male in Bezug auf Graff bedachte »Physiognomische« abhandelt. In den Beiträgen lesen wir von Anton Graffs Bedeutung: Er hat keine neuen Porträttypen geschaffen, doch Schemata repräsentativer Standesporträts durch die Seelenkunde, das Charakterbild, ersetzt. Seine Porträts sind gleichermaßen Abbild wie höhere Idee, Bildnis des gesehenen Modells wie des erkannten Charakters.   Anton Graffs Epoche besaß eine Porträtmanie, gespeist aus dem Verlangen nach Präsentation, Andenken und Verbindung. Viele Bildnisse entstanden aus dem sehr persönlichen Wunsch des Auftraggebers, eine geliebte Person im Bilde festzuhalten, und in nicht wenigen Gesichtern blitzt eine Ahnung ihres Schicksals hervor. Freundschaft und Liebe blicken noch heute von dieser Graffschen Gemeinschaft der Interessanten, die Weltweite, Geistigkeit und Einfühlung verband. Eine solche Art von Empfindsamkeit versank nicht viel später als Graffs Tod 1813 in einem anderen 19. Jahrhundert. Ein Maler dieser Qualität, der sich beinahe ausschließlich der Porträtkunst zuwandte, konnte nachfolgend nicht wieder aufkommen, denn wirklichkeitsnahe Abbilder schuf nun die Photographie mit ihrer aggressiven Authentizität, bei der das persönliche Element eine technische Mittelbarkeit erfährt.   Dieses Buch entstand im kalten Winter 2012/13 im Verlagsbüro des Wolff Verlags Unter den Linden in Berlin, der Stadt, von der Graff zu Recht behauptete, er habe ihr viel zu verdanken. Auch wir haben zu danken all jenen, die ihre Fähigkeit des Hinschauens, Einfühlens und Schreibens mit Kenntnis und Wissen zu Texten für dieses Buch verbanden. Alle Autoren besitzen einen Blick für bestimmte Aspekte dieses Künstlers und seiner Gegenwart, in der etwas Bewahrenswertes ruht. Ein Teil der Schreibenden folgte der Einladung des Verlags, andere wurden durch eine öffentliche Ausschreibung unter zahlreichen Bewerbern ausgewählt. Ergebnis dieses Verfahrens ist ein buntes Kaleidoskop, ein vielgestaltiger Blick auf Anton Graff, seine Zeit und die Porträtkunst, die doch immer vor allem eine natürliche und lebendige Kunst vom Menschen ist.


19

Johann Georg Sulzer Portrait. (Mahlerey.)

Ein Gemählde, das nach der Aehnlichkeit einer lebenden Person gemacht ist, und vornehmlich deren Gesichtsbildung zeiget. Es ist eine nicht erkannte, aber gewisse Wahrheit, daß unter allen Gegenständen, die das Auge reizen, der Mensch in allen Absichten der interessanteste ist. Er ist das höchste und unbegreiflichste Wunder der Natur, die einen Klumpen todter Materie so zu bilden gewußt hat, daß er Leben, Thätigkeit, Gedanken, Empfindungen und einen sittlichen Charakter sehen läßt. Daß wir nicht beym Anblik eines Menschen voll Bewundrung und Erstaunen stille stehen, kommt blos daher, daß die unabläßige Gewohnheit den größten Wundern ihre Merkwürdigkeit benimmt. Daher hat die menschliche Gestalt und das Angesicht des Menschen selbst, für gemeine, unachtsame Menschen nichts, das sie zur Aufmerksamkeit reizet. Wer aber über das Vorurtheil der Gewohnheit sich nur einigermaaßen wegsetzen, und beständig vorkommende Gegenstände noch mit Aufmerksamkeit und Nachdenken ansehen kann, dem ist jede Physionomie ein merkwürdiger Gegenstand. Wie ungegründet den meisten Menschen die Physiognomik, oder die Wissenschaft aus dem Gesicht und der Gestalt des Menschen seinen Charakter zu erkennen, vorkommen mag: so ist doch nichts gewissers, als daß jeder aufmerksame und nur einigermaaßen fühlende Mensch, etwas von dieser Wissenschaft besitzt; indem er aus dem Gesicht und der übrigen Gestalt der Menschen etwas von ihrem in demselben Augenblik vorhandenen Gemüthszustand mit Gewißheit erkennt. Wir sagen oft mit der größten Zuversicht, ein Mensch sey traurig, fröhlich, nachdenkend, unruhig, furchtsam u.s.f. auf das bloße Zeugniß seines Gesichts, und würden uns sehr darüber verwundern, wenn jemand uns darin widersprechen wollte.


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 Nichts ist also gewisser, als dieses, daß wir aus der Gestalt der Menschen, vorzüglich aus ihrer Gesichtsbildung etwas von dem erkennen, was in ihrer Seele vorgeht; wir sehen die Seele in dem Körper. Aus diesem Grunde können wir sagen, der Körper sey das Bild der Seele, oder die Seele selbst, sichtbar gemacht.   Da nun kein einziger Gegenstand unsrer Kenntniß wichtiger für uns seyn kann, als denkende und fühlende Seelen: so kann man auch daran nicht zweifeln, daß der Mensch nach seiner Gestalt betrachtet, wenn wir auch das Wunderbare darin, dessen wir oben gedacht haben, beyseite setzen, der wichtigste aller sichtbaren Gegenstände sey.  Ich habe für nöthig erachtet, diese Betrachtungen dem, was ich über das Portrait zu sagen habe, vorangehen zu lassen, weil das, was ich zu sagen habe, sich größtentheils darauf gründet.   Woher mag es doch kommen, daß man an einigen Orten einen schlechten Portraitmahler im Spaß einen Seelenmahler nennt, da der gute Künstler dieser Gattung ein eigentlicher wahrer Seelenmahler ist? Es folget aus obigen Anmerkungen, daß jedes vollkommene Portrait ein wichtiges Gemählde sey, weil es uns eine menschliche Seele von eigenem persönlichen Charakter zu erkennen giebt. Wir sehen in demselben ein Wesen, in welchem Verstand, Neigungen, Gesinnungen, Leidenschaften, gute und schlimme Eigenschaften des Geistes und des Herzens auf eine ihm eigene und besondere Art gemischt sind. Dieses sehen wir sogar im Portrait meistentheils besser, als in der Natur selbst; weil hier nichts beständig, sondern schnell vorübergehend und abwechselnd ist: zu geschweigen, daß wir selten in der Natur die Gesichter in dem vortheilhaften Lichte sehen, in welches der geschikte Mahler es gestellt hat.   Hieraus läßt sich also leicht die Würde und der Rang, der dem Portrait unter den Werken der Mahlerey gebühret, bestimmen. Es steht unmittelbar neben der Historie. Diese selbst bekommt einen Theil ihres Werths von dem Portrait. Denn der Ausdruk, der wichtigste Theil des historischen Gemähldes, wird um so viel natürlicher und kräftiger seyn, je mehr würklicher aus der Natur genommener Physionomie in den Gesichtern ist. Eine Sammlung sehr guter Portraite ist für den Historienmahler eine wichtige Sache zum Studium des Ausdruks.   Der Portraitmahler intereßirt uns durch seine Arbeit vielfältig; weil er uns mit Charakteren der Menschen bekannt macht. Ist er selbst ein Kenner der Menschen, und dieses ist gewiß jeder gute Portraitmahler, und hat der, welcher das Portrait betrachtet, Gefühl genug, die Seele in der Materie zu sehen, so ist jedes gute Portrait, selbst von unbekannten Personen, ein merkwürdiger Gegenstand für ihn. Er wird, so wie durch die Tragödie, Comödie und das Heldengedicht, bald Hochachtung, bald Zuneigung, bald Verachtung, Abneigung und jede Empfindung, wodurch Menschen mit andern verbunden, oder von ihnen getrennt werden, dabey fühlen. Noch mehr wird es ihn intereßiren, wenn die Urbilder ihm persönlich, oder aus andrer Erzählungen bekannt sind.


21

  Hiezu kommt noch die fast in allen Menschen vorhandene Neigung, Personen, deren Charakter und Thaten uns aus Erzählungen wol bekannt sind, aus ihrer Gesichtsbildung und Gestalt kennen zu lernen. Es macht uns ein großes Vergnügen, so oft es sich trift, daß wir Menschen, deren Ruhm uns schon lange beschäftiget hat, zu sehen bekommen. Was würde man nicht darum geben, einen Alexander, Sokrates, Cicero, Cato, Cäsar und dergleichen Männer, so wie sie gelebt haben, zu sehen? Diese Neigung kann durch das Portraitmahlen befriediget werden.   Zu dem allem kommt noch, daß diese Mahlerey ein sehr kräftiges Mittel ist, die Bande der Hochachtung und Liebe, nebst allen andern sittlichen Beziehungen zwischen uns und unsern Vorältern, und den daher entstehenden heilsamen Würkungen auf die Gemüther so zu unterhalten, als wenn wir die Verstorbenen bisweilen würklich noch unter uns sähen. Ich habe im Artikel Opera ein Beyspiel angeführt, woraus zu sehen ist, daß ein Portrait beynahe eben so starken Eindruk auf den Menschen machen kann, als die Person selbst. Und aus einer neuern Anekdote kann man sehen, was für wichtige Würkungen bisweilen ein Portrait haben kann. Man erzählt nämlich, daß das Portrait von dem nachherigen König Heinrich dem III. in Frankreich, das Monlüc, Bischoff von Valence in Pohlen ausgetheilt hat, viel beygetragen habe, diesem Prinzen die Pohlnische Krone zu verschaffen, da es den Pohlen den Verdacht, als ob er Urheber der verfluchten St. Bartholomäus Mordnacht gewesen, völlig benommen haben soll.   Darum verdienet dieser Zweig der Kunst so gut, als irgend ein anderer, mit Eifer befördert zu werden, und der Portraitmahler behauptet einen ansehnlichen Rang unter den nützlichen Künstlern. Nicht blos die Wichtigkeit seiner Arbeit, sondern auch die zu diesem Fache erforderlichen Talente berechtigen ihn, Anspruch darauf zu machen. Es müssen mancherley und große Talente zusammentreffen, um einen Portraitmahler wie Titian und Van Dyk waren, zu bilden. Was irgend die Kunst zur Täuschung des Auges vermag, muß der Portraitmahler besitzen. Aber das, was eigentlich zur Kunst gehöret, und gelernet werden kann, ist das Wenigste. Vorzüglich muß er das scharfe Auge des Geistes haben, die Seele ganz in dem Körper zu sehen. Die Physionomie gründet sich auf so mancherley kaum merkliche Züge, daß ein jede Kleinigkeit empfindendes Auge, und eine auch die geringsten Eindrüke richtig fassende und beurtheilende Vorstellungskraft dazu gehöret, sie richtig zu fassen, und überhaupt eine höchst empfindsame Seele, sie zu verstehen. Der Portraitmahler, wenn er ein Meister in seiner Kunst seyn will, muß Dinge, die andere Menschen kaum dunkel fühlen, wenigstens in einem ziemlichen Grade der Klarheit sich vorstellen: da er sie im Gemählde nachahmen muß, kein Mensch aber das nachahmen kann, was er sich nicht klar vorstellt. Das Feuer oder die sanfte Zärtlichkeit des Auges; das Leben, welches man auch ohne Bewegung, und ohne das Gefühl der Wärme empfindet; der Scharfsinn oder die Trägheit des Geistes; Sanftmuth, oder Rohigkeit


215

Autorenverzeichnis

Dr. des. Jonas Beyer,

Ann Cotten,

geboren 1981, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter

geboren 1982 in Iowa, lebte seit 1987 in Wien,

an der Hamburger Kunsthalle.

seit 2006 in Berlin. Für ihre Arbeiten wurde die studierte Germanistin und Lyrikerin bereits mehrfach ausgezeichnet.

Sebastian Borkhardt, M.A., geboren 1984, ist Doktorand am Kunsthistorischen Institut der Eberhard Karls Universität

Dr. Friedrich Dieckmann,

Tübingen.

geboren 1937, ist Schriftsteller und wurde u.a. 1983 mit dem Heinrich-Mann-Preis sowie 2001 mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis ausge-

Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan, geboren

1933,

Kunsthistoriker

und

Autor

grundlegender Werke zur deutschen Kunst des

zeichnet. Dr. phil. h. c. der Humboldt-Universität zu Berlin.

18. und 19. Jahrhunderts. Von 1961 bis 1995 war er bei den Staatlichen Schlössern und Gärten in

Robert Eberhardt,

Berlin beschäftigt, seit 1982 als Stellvertreten-

geboren 1987, ist Verleger des Wolff Verlags, Au-

der Direktor.

tor und Kunstberater.

Maja Chotiwari, M.A.,

Carsten Eckert,

geboren 1980, studierte Kunstgeschichte, Musik-

geboren 1969, wissenschaftlicher Mitarbeiter

wissenschaft und Gender Studies in Berlin, Ma-

der Historischen Arbeitsstelle am Museum für

drid und Tbilissi, war wissenschaftliche Mitarbei-

Naturkunde Berlin, Leibniz-Institut für Evolu-

terin bei der Klassik Stiftung Weimar und zeitweise

tions- und Biodiversitätsforschung.

am Musée du Louvre, derzeit Promovendin.


216

Dr. Boris Roman Gibhardt,

Andrea Lutz, lic. phil.

wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen

geboren 1982, im Frühjahr 2012 Lizentiat an der

Forum für Kunstgeschichte, Paris, im For-

Universität Zürich in den Fächern Germanistik,

schungs- und Ausstellungsprojekt »Sinnlichkeit

Kunstgeschichte und Geschichte mit Lizentiatsar-

– Materialität – Anschauung. Ästhetische Di-

beit bei Prof. Dr. Sabine Schneider mit dem Titel

mensionen kultureller Übersetzungsprozesse in

»Die literarische Rezeption der Kunsterfahrung

der Weimarer Klassik« (Bundesministerium für

als ein Seh- und Galerieerlebnis im 18. Jahrhun-

Bildung und Forschung/Deutsches Forum für

dert«. Seit Oktober 2012 wissenschaftliche Assis-

Kunstgeschichte/Klassik Stiftung Weimar/Mu-

tentin im Museum Oskar Reinhart.

sée du Louvre, Paris). Prof. Dr. Klaus Manger, Prof. Dr. Johannes Grave,

geboren 1944, ist Professor am Institut für

geboren 1976, ist seit 2012 Professor für Histo-

Germanistische Literaturwissenschaft an der

rische Bildwissenschaft und Kunstgeschichte an

Friedrich-Schiller-Universität Jena und u.a.

der Universität Bielefeld. Seit 2009 ist er Mit-

Herausgeber der historisch-kritischen Wieland-

glied im Vorstand des Zentrums für Klassikfor-

Edition (Oßmannstedter Ausgabe).

schung Weimar. Prof. Dr. Harald Marx, Philipp Hindahl,

geboren 1942, war seit 1966 an der Gemäldega-

geboren 1986, studiert Kunstgeschichte, Ger-

lerie »Alte Meister« der Staatlichen Kunstsamm-

manistik, Philosophie und Anglistik und ist seit

lungen Dresden tätig, seit 1980 als Kustos und

November 2012 Mitherausgeber des E-Journals

von 1991 bis 2009 als deren Direktor.

artefakt. Dr. Rainer Michaelis, Rolf Hochhuth,

geboren 1954 in Berlin, Studium der Kunstge-

geboren 1931, ist einer der bekanntesten

schichte, klass. Archäologie, Philosophie und Fran-

deutschen Dramatiker und erlangte mit seinem

zösisch an der Humboldt Universität. Seit 1983

Schauspiel »Der Stellvertreter« (1963) weltweite

an der Gemäldegalerie SMB tätig. Referent für

Bekanntheit.

deutsche-, englische- und französische Malerei des 18. Jahrhunderts sowie der Miniaturmalerei 16. –

Dr. Dorit Kluge,

19. Jahrhundert. Oberkustos und stellv. Direktor.

geboren 1976, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kunstgeschichte und Germanistik an der

Sven Pabstmann,

Université Blaise Pascal Clermont-Ferrand.

geboren 1981, ist Doktorand am Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas

Dr. Reimar F. Lacher,

an der Martin-Luther-Universität Halle-Wit-

geboren 1969, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des

tenberg mit einer Arbeit zur Leipziger Samm-

Gleimhauses Halberstadt. Zu seinen Forschungs-

lungsgeschichte des 18. Jahrhunderts (Arbeits-

gebieten gehören die Porträtkunst und -kultur des

titel: »Gottfried Winckler (1731–1795) Bankier,

18. Jahrhunderts, die deutsche Malerei des 18. und

Kunstsammler und Mäzen in Leipzig. Eine Stu-

19. Jahrhunderts, Akademiewesen und Künstler-

die zur Sammlungsgeschichte und Geschmacks-

gruppen, Künstlerschriften und Künstlerviten.

kultur im Zeitalter der Aufklärung«).


217

Kerstin Maria Pahl, M.A.,

Dr. des. David Schmidhauser,

geboren 1984, promoviert an der Humboldt-Uni-

geboren 1984, studierte Kunstgeschichte und

versität zu Berlin und arbeitet bei der Kulturstif-

Germanistik an der Universität Bern und

tung der Länder.

der Sorbonne in Paris. Er ist Doktorand zum Thema Landschaftsmalerei um 1800, wissen-

Kadi Polli,

schaftlicher Mitarbeiter am Museum Oskar

geboren 1973, arbeitet an der Universität Tartu,

Reinhart, sowie freier Mitarbeiter am Centre

Lehrstuhl der Kunstgeschichte und war von 2000

Dürrenmatt Neuchâtel mit den Forschungs-

bis 2013 Direktorin des Kunstmuseums Kadri-

schwerpunkten Ölskizzen, Anton Graff und

org, Tallinn.

Schweizer Gegenwartskunst.

Dr. Bruno Preisendörfer,

Anna Seidel, M.A.,

geboren 1957, ist freier Schriftsteller, Zuletzt er-

geboren 1975, ist Wissenschaftliche Volontärin

schien »Der waghalsige Reisende«, eine Biogra-

am Herzog Anton Ulrich-Museum Braun-

phie über Johann Gottfried Seume.

schweig und Lehrbeauftragte an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

Philipp Ramer, geboren 1987, ist Student der Germanistik und

Dr. Timo Trümper,

Kunstgeschichte an der Universität Zürich

geboren 1976, ist Kurator für Gemälde und

sowie freier Kulturjournalist, u. a. für die Neue

Skulptur der Stiftung Schloss Friedenstein in

Zürcher Zeitung.

Gotha.

Florian Scherübl,

PD Dr. Gerd-Helge Vogel,

geboren 1987 in Niederbayern, studierte Ger-

geboren 1951, ist Privatdozent im Departement

manistik und Philosophie in Regensburg und ge-

Design an der Zürcher Hochschule der Künste

genwärtig Deutsche Literatur an der Humboldt

und am Kunsthistorischen Institut der Ernst-

Universität in Berlin. Freier Mitarbeiter im Ver-

Moritz-Arndt-Universität Greifswald.

lagswesen und Verfasser von Rezensionen zu geisteswissenschaftlichen Publikationen. 2012 war er Preisträger des Oskar-Seidlin-Preises der Eichendorff-Gesellschaft.


219

Bildnachweise

Tafel 1

Tafel 4

Anton Graff, Selbstbildnis, 1756/58, Öl

Anton

auf Leinwand, 28 x 22,5 cm, Kunstmuseum Win-

Lessing, 1771, Öl auf Leinwand, 56 x 47 cm,

terthur, Inv.-Nr. 799.

Kunstsammlung der Universität Leipzig.

Tafel 2

Tafel 5

Graff,

Gotthold

Ephraim

Anton Graff, Adam Friedrich Oeser,

Anton Graff, Juliane Caroline, So-

um 1770, Öl auf Leinwand, 56 x 48 cm, Museum

phie Juliane Elisabeth und Ju-

der bildenden Künste Leipzig, Inv.-Nr. G 755.

liane Charlotte von Vieth und GolSSenau, um 1773, Öl auf Leinwand, 85 x

Tafel 3

70 cm, Kunsthalle Karlsruhe.

Anton Graff, Johann Thomas Richter, um 1770, Öl auf Leinwand, 62 x 51 cm,

Tafel 6

ehemals vermutlich sächsischer Privatbesitz,

Anton

Verbleib unbekannt. Abbildung entnommen aus:

Walpurgis

Auktionskatalog 1693 Lepke: Gemälde des 15.

Sachsen,

bis 18. Jahrhunderts. Die nachgelassenen Samm-

Privatbesitz.

Graff,

Maria

Antonia

Kurfürstin 1773,

Öl

auf

von Leinwand,

lungen des Herrn Geheimen Rats Demiani, Dresden, des Herrn H. von der Kuhlen, Kalden-

Tafel 7

kirchen und Beiträge aus anderem Besitz, Berlin

Anton Graff, Johann Georg Sulzer,

1913, Nr. 126, Taf. 3.

1774, Öl auf Leinwand, 55 x 44,5 cm, Gleimhaus Halberstadt.


220

Tafel 8

Friedrich Prinz von Preußen, SPSG. Fotograf:

Anton Graff, Conrad Ekhof, 1774, Öl auf

Roland Handrick.

Leinwand, 62,8 x 51,7 cm, Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, Schlossmuseum, Inv.-Nr. SG 54.

Tafel 15 Anton Graff, Heinrich XIV. Prinz ReuSS ältere Linie, 1789, Öl auf Leinwand, 150,5

Tafel 9 Anton

x 99,5 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Graff,

Johanna

Friederike

Karoline von Hohenthal, geb.

Preußischer Kulturbesitz, Gemäldegalerie, Kat. Nr. 52.1.

Gräfin Rex, um 1777/1778, Öl auf Leinwand, 66 cm x 55,3 cm, Museum der bilden-

Tafel 16

den Künste Leipzig [Replik nach dem Exemplar

Anton Graff, Otto Carl Friedrich

der Sammlung Leo von Hohenthal und Bergen,

Fürst

Schloss Maxlrain bei Bad Aibling].

Waldenburg, um 1785/90, Öl auf Lein-

von

Schönburg-Stein/

wand, ehem. Bes.: Alexander Fürst von SchönTafel 10

burg, Schloss Hartenstein/Erzg., am 20. April

Anton Graff, Friedrich der GroSSe,

1945 bei der Bombardierung des Schlosses

um 1781, Öl auf Leinwand, 62 x 51 cm, Stiftung

Hartenstein zerstört. Repro aus: Schmidt, Otto

Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Bran-

Eduard: Fürst Otto Karll Friedrich und die Sei-

denburg, Schloss Sanssouci, Potsdam.

nen, Leipzig 1931, S. 175.

Tafel 11

Tafel 17

Anton Graff, Salomon Gessner, 1782, Öl

Anton Graff, Brustbild Friedrich

auf Leinwand, 66 x 51 cm, Kunsthaus Zürich.

Schillers, 1786/91, Öl auf Leinwand, 71 x 57 cm, Kügelgenhaus – Museum der Dresdner Romantik, Dresden, Städtischen Galerie

Tafel 12 Friedrich

Dresden – Kunstsammlung, Museen der Stadt

Adolph Gerresheim, 1783, Öl auf Lein-

Dresden, Inv.-Nr. 1978/k5, Fotograf: Franz

wand, 80,5 x 66,5 cm, Privatbesitz.

Zadnicek.

Tafel 13

Tafel 18

Anton Graff, Stanislaw-Kostka Po-

Anton Graff, Gottfried August Bür-

tocki, 1785, Öl auf Leinwand, 68 x 55 cm, Na-

er, 1792, Öl auf Leinwand, 45 x 40 cm, Stadt-

tionalmuseum Warschau.

museum Dresden.

Tafel 14

Tafel 19

Anton

Graff,

Wilhelm

Anton Graff, Königin Elisabeth Chris-

Anton Graff, Porträt der Elisabeth

tine von PreuSSen als Witwe, 1789,

Petrowna Diwowa, um 1794, Öl auf

Öl auf Leinwand, 148 x 98 cm, Stiftung Preu-

Leinwand, 132 x 99 cm, Staatliches Puschkin-

ßische Schlösser und Gärten Berlin-Branden-

Museum für Bildende Künste, Moskau, Inv.-Nr.

burg, GK I 1202, Schloss Schönhausen, Berlin;

2774.

Eigentum des Hauses Hohenzollern SKH Georg


221

Tafel 20

(Schuster Johann Gottlob Rein-

Anton Graff, Christoph Martin Wie-

hardt), 1802, Öl auf Leinwand, 70,6 x 56,2

land, 1794, Öl auf Leinwand, 70,5 x 56,5

cm, Museum der bildenden Künste Leipzig.

cm, Klassik Stiftung Weimar, Wittumspalais Weimar.

Tafel 25 Anton Graff, Selbstbildnis im hohen

Tafel 21

Alter, 1805/06, Öl auf Leinwand, 71 x 56,5

Anton Graff, August Friedrich von

cm, Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden, Gal.-

Sivers, 1794/95, Öl auf Leinwand, 74,5 x 59

Nr. 2168.

cm, Kunstmuseum Kadriorg, Estland, VM 553. Tafel 26 Tafel 22

Anton Graff, Heinrich von Kleist, um

Anton Graff, Elisabeth von der Recke,

1808, Kreide und Kohle, weiß gehöht auf grauem

1795, Öl auf Leinwand, 97 x 76 cm, National-

Papier, 40,4 x 27 cm, Kunsthaus Zürich.

galerie, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Inv.-Nr. A II 48, bbk,

Tafel 27

Fotograf: Andres Kilger.

Anton Graff, SelbstBildnis, um 1808/09, schwarze und weiße Kreide, Kohle, 36,4 x 27 cm

Tafel 23

Klassik Stiftung Weimar, Inv.-Nr. Schuchardt I,

Anton Graff, Johanna Margarethe

S. 287, Nr. 630.

Christine Gräfin Brühl, 1796, Öl auf Leinwand, 134 x 98,5 cm, Gemäldegalerie Alte

Tafel 28

Meister, Staatliche Kunstsammlung Dresden,

Anton Graff, Karl Ludwig Kaaz, 1809, Öl

Dresden.

auf Leinwand, 76 x 62,5 cm, Hamburger Kunsthalle, Inv.-Nr. HK-65, bpk, Fotografin: Elke

Tafel 24 Anton Graff, Betender alter Mann

Walford.


Copyright Š 2013 Wolff Verlag, Berlin, Unter den Linden 40 Herausgeber: Robert Eberhardt Mitarbeit: Andrea Vogel, Joanna Iwanowski, Lina Raake, Sigrid Schulz Lektorat: Anika Meier Gestaltung: Fine Heininger Gesetzt in der Cochin von Georges Peignot. Papier: Munken Pure von Arctic Paper Gedruckt und gebunden in der Europäischen Union. ISBN: 978-3-941461-12-3


28 Kunstwissenschaftler und Schriftsteller widmen sich 28 Gemälden des prominenten Porträtisten Anton Graff (1736–1813), darunter Friedrich Schiller, Friedrich der Große, Christoph Martin Wieland. Wie durch ein Kaleidoskop erblicken wir das Antlitz des 18. Jahrhunderts und entdecken 28 exemplarische Menschen der klassischen Epoche.

Mit Beiträgen von: Jonas Beyer, Sebastian Borkhardt, Helmut Börsch-Supan, Maja Chotiwari, Ann Cotten, Friedrich Dieckmann, Robert Eberhardt, Carsten Eckert, Boris Roman Gibhardt, Johannes Grave, Philipp Hindahl, Rolf Hochhuth, Dorit Kluge, Reimar F. Lacher, Andrea Lutz, Klaus Manger, Harald Marx, Rainer Michaelis, Sven Pabstmann, Kerstin Maria Pahl, Kadi Polli, Bruno Preisendörfer, Philipp Ramer, Florian Scherübl, David Schmidhauser, Anna Seidel, Timo Trümper, Gerd-Helge Vogel.

Anton Graff – Porträts eines Porträtisten  

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