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Nr. 301 - Juli '13

altstadtkinos.de


VORSCHAU Ab 8. August

The Lone Ranger ist die Kinofassung einer alten US-amerikanischen Radiosendung und TV-Serie um einen maskierten Texas Ranger im Wilden Westen. Mit seinem Pferd Silver ritt er durch die Gegend und kämpfte gegen das Unrecht, immer unterstützt von seinem indianischen Freund Tonto. Im Kinofilm übernimmt Armie Hammer die Rolle des Rangers, während Johnny Depp seinen Sidekick Tonto spielt.

Ab 8. August

In Sebastián Lelios viertem Spielfilm, einem wunderbaren Publikumsliebling, der so rhythmisch komponiert ist wie ein Bossa Nova, durchlebt die sympathische Heldin Höhen und Tiefen, intensiv begleitet von der Kamera. Paulina García (Silberner Bär als Beste Darstellerin), spielt diese Frau ohne falsches Pathos ehrlich, humorvoll und mit großer Empathie. Wenn ihre Gloria am Ende lauthals Umberto Tozzis „Gloria“ schmettert, stimmt man fröhlich ein und ist hingerissen von dieser bärenstarken Liebeserklärung an das Leben.

Ab 22. August

Mit entwaffnender Direktheit verkörpert Carla Juri die Hauptfigur Helen, sie wird mit ihrer Darstellung zur Leinwand-Entdeckung des Kinojahres. Ihr gelingt es, dass Helen trotz aller Tabubrüche nicht eine Sekunde ihre Unschuld verliert. Helens verkorkstegomanische Eltern spielen Meret Becker und Axel Milberg, als Helens beste Freundin ist Marlen Kruse zu sehen, als Krankenpfleger Robin Christoph Letkowski.

Ab 22. August

Der westschweizer Autorenfilmer Gaël Métroz zeigt in einem stilistisch und formal großartigen Werk die Kulminationsphase der Entwicklung eines sogenannten indischen Wahrheitssuchers, der sich in eine Höhle im Himalaya zurückgezogen hat, um zur spirituellen Erkenntnis zu gelangen. Bis zuletzt lässt der Regisseur sein Publikum aber im Ungewissen, ob er tatächlich einen echten Sâdhu filmen durfte oder ob ihm eine brillante Farce gelungen ist. So oder so: Das Publikum kann auf verschiedenen Ebenen profitieren.

Ab 29. August

Ab 5. September Thomas Müller (Olli Dittrich) ist der „durchschnittlichste Deutsche“ und führt eine ganz durchschnittliche Ehe mit Sabine (Veronica Ferres), hat die durchschnittlichen Verständnisprobleme mit seinem durchschnittlich pubertierenden Sohn Alexander und dessen Freundin Mira und steht, wie so viele, am Rande des ganz durchschnittlichen Abgrundes: Job verloren, Immobilienkredit am Hals, kriselnde Ehe. Von seiner Verzweiflung fast überwältigt, trifft Thomas auf den charismatischen Stefan Schmidt (Wanja Mues), der nicht nur für all seine Sorgen Verständnis und ein offenes Ohr hat, sondern Thomas kurzerhand einen neuen Job anbietet. Zum vierten Mal arbeitet Michael Winterbottom mit seinem famosen Hauptdarsteller Steve Coogan zusammen und lässt mit ihm die bizarre Welt eines berühmt-berüchtigten Sexmaniacs wiederauferstehen. Die moderne König-Midas-Story beruht auf Tatsachen, im Zentrum steht ein Mann, der als „King of Soho“ in die britische Skandalgeschichte einging. In wunderbaren Bildern fängt Kameramann Hubert Taczanowski in diesem tragikomischen Biopic Zeit und Zeitgeist ein.


ZU GAST (9.7. 17.30 + 20.00 im Garbo) Wir freuen uns sehr am Dienstag 9.7. die Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg zum vierten Mal nach ‚Neuseeland auf eigen Faust‘, ‚Portugals Algarve auf eigene Faust‘ und ‚Australien in 100 Tagen‘ im Garbo begrüßen zu dürfen. Diesmal präsentieren sie persönlich ihre Dokumentation ‚Die Ostsee von Oben‘. Weitere Infos zum Film auf Seite 13.

DOUBLE FEATURE (17.7. 20.45 im Garbo)

VORPREMIERE (10.7. 19.30 im Garbo)

Eine Liebeserklärung an Rom Weitere Infos zum Film finden Sie auf Seite 9.

ORIGINALFASSUNGEN IM JULI KINO KAFFEE KUCHEN (3.7. 13.00 im Garbo) Jeden ersten Mittwoch (außer Feiertags) zeigen wir im Garbo um 13.00 Uhr einen ausgewählten Film. Im Anschluss lädt Sie die Firma Hörgeräte Reichel zu Kaffee und Kuchen ein. Und alles gibt es für nur 6,-! In diesen Monat zeigen wir:

ALLE FILME VON A-Z 7 Tage in Havanna (S. 7+21) BB King (S. 16) Before Midnight (S. 11) Berbarian Sound Studio (S. 22) Blondinen bevorzugt (S. 15) Confession (S. 11) Die mit dem Bauch tanzen (S. 22) Ein Freitag in Barcelona (S. 19) Fliegende Liebende (S. 7) Freier fall (S. 20)

Gambit (S. 13) Hangover 3 (S. 11) Haus Tugendhat (S. 16) His & Hers (S. 22) ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOS Ihr werdet auch noch wundern (S. 17) Jackie (S. 9) F RFERIEKIA KR ATRET E Die Jungfrau, die Kopten u. ich (S. 20) ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOS Kampf der Welten (S. 15) La Grande Bellezza (S. 9) F RFERIEKIA KR ATRET E Laurence Anyways (S. 29) gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

Nicht gültigNicht bei Überlängenfilmen gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften und ausverkauften Vorstellungen. Vorstellungen.

gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

Nicht gültigNicht bei Überlängenfilmen gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften und ausverkauften Vorstellungen. Vorstellungen.

(S. 21) Layla Fourie (S. 16) Papadopoulos und Söhne (S. 17) Die Lebenden (S. 16) Peak (S. 15) Die Lyrikmaschine (S. 19) Staying Alive (S. 21) Man for a day (S. 19) Tango Libre (S. 20) Der Mann mit der Todeskralle (S. 15) The Deep DIE DIEKINO-SCHECKKARTE KINO-SCHECKKARTE The Grandmaster (S. 5) Max Beckmann (S. 22) €€50,– 50,– The Place beyond the Pines (S. 13) Das Meer in mir (S. 17) (10 (10Gutscheine Gutscheineàà€€5,–) 5,–) Nate & Margaret (S. 19) Verboten - Verfolgt - Vergessen (S. 22) gültig gültigimimOSTENTOR, GARBO GARBO der Ruth Klüger (S. 17) Only God forgives (S.OSTENTOR, 5) D. Weiterleben und undTURM-THEATER. TURM-THEATER. Zelig (S. 15) Die Ostsee von Oben (S. 13)

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KINO-QUIZ Die Lösung dieses Monats (Vorname eine Schauspielers) erscheint in den grauen Kästchen, wenn Sie die Antworten zu folgenden Fragen eingetragen haben. 1) Sie (Nachname) lernt endlich ihre Töchter kennen. 2) Mal wieder was lustiges von ihm (Vorname). 3) Er (Vorname) bleibt seinem Regisseur treu. 4) Sie (Nachname) kann das Kämpfen nicht lassen. Zu gewinnen gibt es 1x10 Altstadtkinos-Freikarten. Einsendeschluss ist der 15. Juli Bitte die Lösung an diese Adresse schicken:

Achim Hofbauer Altstadtkinos Minoritenweg 29 93047 Regensburg oder in den Kinos (Garbo oder Ostentor) abgeben. Die Lösung von Nr. 300: RYAN (1. Doherty, 2. Delpy, 3. Diaz, 4.Colin) Die Gewinnerin (von 23): Gabriele Seifert aus Regensburg Wir möchten uns für den Fehler in Frage 2. entschuldigen. Sorry!

ALTSTADTKINOS-IMPRESSUM OSTENTOR: NFS Neue Filmstudio GmbH · Geschäftsführung: Achim Hofbauer, Claudia Eis · Tel 09 41 / 57 95 2 · Fax 56 76 76 9 Minoritenweg 29 · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de GARBO: Achim Hofbauer · Tel 09 41 / 57 58 6 · Weißgerbergraben 11a · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de WOHIN: Achim Hofbauer · Tel 09 41 / 57 95 2 · Minoritenweg 29 · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de · Auflage: 12 000 Druck: KARTENHAUS KOLLEKTIV Grafische Dienste GmbH · Auerbacher Straße 12 · 93057 Regensburg · Tel 0941/ 208 22-0 Anzeigenschluß für das August-Wohin ist am 19.7. · Anzeigenpreise auf Anfrage · Das August-Wohin erscheint am 25.7. 3


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USA/F/Dänemark 2013 - 90 Min.; ab 18; Ab 18. Juli Deutsch und O.V. Regie: Nicolas Winding Refn; Darsteller: Ryan Gosling (Julian), Kristin Scott Thomas (Crystal), Vithaya Pansringarm (Chang), Tom Burke (Billy), Rhatha Phongam (Mai), Byron Gibson (Byron).

A

lbtraumhafte Reise ans Ende der Nacht der „Drive“-Macher über einen jungen Amerikaner in Bangkok, der auf einen Rachefeldzug geschickt werden soll. Wie man auf „Only God Forgives“ reagiert, hängt vermutlich stark von der persönlichen Erwartungshaltung hat. Wer sich einen zweiten „Drive“ gewünscht hat, mit dem der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn 2011 seinen Durchbruch feierte und der ihm den Regiepreis des 64. Festival de Cannes einbrachte, ein Lehrstück in cooler Action, wird von dem lang-

samen Tempo und der bestenfalls in Fragmenten existierenden Geschichte irritiert sein. Wer Refn schon davor schätzte, für seine enigmatischen Meditationen über männliche Gewalt in „Bronson“ und „Valhalla Rising“, wird sich wohl auch in „Only God Forgives“ und seiner so aufreizend artifiziellen Welt der Macho-Riten zurecht finden, auch wenn Refn hier seinen Fetisch für überbordende Gewaltexzesse mit einem Maximum an Nihilismus auslebt: Seine in Blut ertränkte, hyperstilisierte Reise ans Ende der Nacht in Bangkok wirkt, als hätte Wong Kar Wai sich an einem Stoff von Gaspar Noé versucht: Fast der komplette Film, wie immer bei Refn chronologisch gedreht, spielt bei Nacht, ist in kräftige Neonfarben getaucht und ist aufgeladen mit überdeutlicher Symbolik. Selten war so viel Rot in einem Film, der Showdown von „Taxi Driver“ zum einen in Zeitlupe gedreht und gleichzeitig auf Spielfilmlänge gestreckt. Die Brüder Julian und Billy haben sich aus den USA abgesetzt hat, um

in Bangkok einen Muay-Thai-Boxclub zu betreiben, der allerdings nur Vorwand ist, um harte Drogen an den Mann zu bringen. Beide Brüder sind wenig zimperlich, doch während Julian seine Regungen hinter einem Pokerface verbirgt, lebt Billy seine Psychosen ungezügelt aus. „Zeit, den Teufel zu besuchen“, sagt er und gibt damit die Losung für die kommenden 80 Minuten aus. Er vergewaltigt und tötet eine 16-jährige Prostituierte und ruft damit die zwei dämonischsten Figuren des Films auf den Plan: zum einen den scheinbar allmächtigen Polizeibeamten Chang, der mit seinem Samuraischwert nicht nur eine Schneise der Furcht schneidet, sondern auch menschliche Körper mit geringem körperlichen Aufwand tranchiert, zum anderen Julians Furcht erregende Mutter Crystal, die keine Gelegenheit auslässt, ihren jüngeren Sohn spüren zu lassen, dass sie seinen Bruder immer bevorzugt hat, und die Dinge in die Hand nimmt, als Julian die geplante Rache abbläst.

Fortan unterläuft der Film alle Erwartungen: Mit einem infernalischen Dröhnen als Dauersoundtrack im Hintergrund, was nicht der einzige Verweis auf David Lynchs „Blue Velvet“ und „Lost Highway“ ist, folgt eine Reihe nicht unbedingt logisch bedingter, bewusst antiklimaktischer Konfrontationen, aus denen ein Duell zwischen Julian und Chang herausragt, in dem Julian, schick im Dreiteiler mit Krawatte, nicht einen Schlag landen kann und von seinem Kontrahenten traktiert wird, bis sein Antlitz mehr wie Hackfleisch aussieht als das so zarte Babyface Goslings. Es ist ein Film voller hoch erhobener Schwerter und Klingen und abgetrennter Gliedmaßen, eine einzige Kastrationsfantasie, deren eigenwilliger und kompromissloser Vision man sich entgegen stemmen mag, aber nicht entziehen kann. Refn hat den Film Alejandro Jodorowsky gewidmet. Wer dessen subversiv-surreale Bilderstürme „El Topo“ und „Montana Sacra“ kennt und nun „Only God Forgives“ sieht, weiß warum. ts. (Blickpunkt Film)

Hongkong/China/Frankreich 2013 - 123 Min.; ab 12; Regie: Wong Kar Wai; Ab 27. Juni Darsteller: Tony Leung Chiu-wai (IP Man), Zhang Ziyi (Gong Er), Chang Chen (The Razor), Song Hye-kyo (Zhang Yong-Cheng), Wang Qingxiang (Gong Bao-Sen), Benshan Zhao (Ding Lian-Shan).

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itten im Kampf ziehen die Gesichter wie zwei sich kreuzende Züge aneinander vorbei. Der Höhepunkt der einzigen direkten Konfrontation der beiden Helden aus The Grandmaster ist ein flüchtiger Moment. Ip Man (Tony Leung) und die Tochter des Martial-Arts-Altmeisters, Gong Er (Zhang Ziyi, bekannt aus Crouching Tiger, Hidden Dragon) messen sich in einer Szene, die zwischen erotischer Verführung, subli-

mer Gewalt und tänzerischer Eleganz oszilliert. Die Kamera hebt immer wieder Details hervor - etwa die Füße, die ständig neue Stellungen suchen; die Montage passt sie dann in eine Bewegung ein, die in einer fragilen Balance zur Ruhe kommt. Nicht allen Schaustücken aus Wong Kar-wais Kung-Fu-Historiendrama, das die 63. Berlinale eröffnet hat, gelingt es, so souverän Erzählung und Attraktion zusammenzuführen. Der mit großer Spannung erwartete Film des Hongkong-Regisseurs, der in den 1990er-Jahren mit seinen NeoMelodramen (Chungking Express u. a.) zum Star des Weltkinos avancierte, ist ein weitschweifiges Epos, das seinen hohen Ansprüchen nicht immer gerecht wird. Martial-Arts-Drama,

Biopic und Geschichtsmelo in einem, verlieren sich die großen Erzählbögen darin mitunter in Sackgassen. Als Zuschauer ist man weniger involviert, als man sich das wünscht. Ip Man, ein Meister des Wing Chun, einer Spielart des Kung-Fu, wurde vor allem als Lehrer von Bruce Lee zur Berühmtheit. In The Grandmaster, der in den 1930er-Jahren im republikanischen China beginnt und über die Kriegsjahre bis in die 1950er von Hongkong führt, ist er ein Held im Strudel der Geschichte. Eigentlich auserkoren, die konkurrierenden Kampfsport-Clans mit Kompetenz und Weitsicht zu einen, kommen ihm die weltpolitischen Ereignisse zuvor. Seine Spuren verlieren sich, erst viel später werden seine Fähigkeiten,

unter veränderten Bedingungen, wiederentdeckt. Wong Kar-wai hat in seinen Filmen stets einen nostalgisch-elegischen Blick bevorzugt. Entsprechend traditionsbewusst und ehrfürchtig agieren die Figuren auch hier. Die Stärke des Films liegt in der visuellen Grandezza, die er für diese im Übermaß bereithält: Die Szene, in der sich Gong Er mit einem Verräter vor einem fahrenden Zug duelliert, ist ein inszenatorisches Meisterstück - dynamisch, wuchtig, ausdrucksstark. The Grandmaster ist ein Film aus vielen funkelnden Stücken, die sich zu keinem Ganzen zusammenfügen. Dominik Kamalzadeh (Der Standard)

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theaterspielplan JUli 2013

Kartentelefon: 0941/507 24 24

Karten online: www.theaterregensburg.de theater am Bismarckplatz

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Zeit.Raum! 10:00–11:40 theater am haidplatz Preis 5,50 € | ausverkauft tschick [12+]

19:30–21:20 Preise C | Abo A the fairy Queen

Oper von Henry Purcell In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

von Wolfgang Herrndorf

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Die spitzeder 19:30 Preise C | Abo C | Vb the fairy Queen 21:00 eingang bismarckplatz | Preis 7,50 € nachtdienst folge 9: ›expedition 20.6‹ Mit dem Ensemble des Jungen Theaters und dem Schauspielensemble

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Kabanova fr12 Katja Oper von Leoš JanáČek; in tschechischer

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Sprache mit deutschen Übertiteln

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Anreise nur mit Eintrittskarte

Und über uns der himmel

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Ab 18.00 walhalla | Preise 40 € | 34 € | 30 € | 24 € Ein musikalisch-literarisches Hochgefühl auf der Walhalla

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Ein musikalisch-literarisches Hochgefühl auf der Walhalla Samstag 6.7.2013, ab 18 Uhr, theater regensburg auf der walhalla

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Die spitzeder

2013/14

Und über uns der himmel

von Werner Fritsch

19:30–21:30 ua | Preise C ich, Wagner. sehnsucht

19:30–20:25 ZuM letZten Mal in dieser spielZeit | probebühne bismarckplatz Preis 12 €

Tanzstück von Yuki Mori mit Orchester

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Wir Wünschen ihnen einen schönen sommer! Das Theater Regensburg ist vom 22. Juli 2013 bis 5. September 2013 in der Sommerpause. Die Theaterkasse und das Abo-Büro öffnen wieder am Montag, 9. September 2013. An diesem Tag gehen alle Vorstellungen bis zum 9. Oktober in den Vorverkauf.

19:30–21:20 Preise C | Abo S

so14 the fairy Queen

19:00 Einführung »7. Sinfoniekonzert« | EF 19:30 velodrom | Preise C | Abo k1, k2 7.sinfoniekonzert

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Werke von Antonín Dvoˇrák und George Gershwin

19:30–21:30 Preise C | Abo e, Y

Di16 Katja Kabanova

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schaulust festival Junges theater vom 28.6.–7.7.2013

Den Festivalkalender mit allen Stücken und Workshops erhalten Sie an unseren Spielstätten.

mo01

19:30–21:00 ZuM letZten Mal in dieser spielZeit Preise b | rk | Abo t

Anmeldung bitte bis 15.6. unter theaterpaedagogik@theaterregensburg.de

Schauspiel von Henrik Ibsen

19:30–21:30 ZuM letZten Mal Preise C | Abo H Katja Kabanova

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10:00–11:20 theater am haidplatz | Preis 5,50 € | ausverkauft tschick [12+]

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10:00–11:20 theater am haidplatz | Preis 5,50 € | ausverkauft tschick [12+]

19:30–21:20 Preise C | Abo u

dieser spielZeit Preise C | freier Verkauf | Abo M

so21 the fairy Queen

20:00 Kooperation | neuhaussaal Theaterfreunde Regensburg | Preise 25 € | 20 € (Mitglieder Theaterfreunde) Viva Wagner –Viva Verdi Benefizkonzert zu Gunsten der Aktion U.T. – »Ein Platz für Ihr Kind«

von Wolfgang Herrndorf

von Wolfgang Herrndorf

16:00 treffpunkt theatercafé | Eintritt frei theaterkritiker [12+] – teil 3: Das festival

sa20 the fairy Queen

19:30–21:20 ZuM letZten Mal in

Ein Theaterstück zur Toleranz im Miteinander von Mirjam Avellis und Ruth Wahl theater mit Haut und Haaren regensburg

16:00 treffpunkt theatercafé | Eintritt frei theaterkritiker [12+] – teil 2: Das interview

Do18 ein Volksfeind

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10:00–10:45 Gastspiel | foyer neuhaussaal | Preis 5,50 € | erm. 3,50 € hellblau ist auch rot [5+]

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Anmeldung bitte bis 15.6. unter theaterpaedagogik@theaterregensburg.de 10:00–11:20 ZuM letZten Mal in dieser spielZeit | theater am haidplatz | Preis 5,50 € | ausverkauft

tschick [12+]

von Wolfgang Herrndorf

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16:00 foyer neuhaussaal | Teilnahmegebühr 5,50 € schauspielworkshop: mehr als ein spiel [8+]

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Anmeldung bitte bis 1.7. unter theaterpaedagogik@theaterregensburg.de 19:30–20:45 Gastspiel | foyer neuhaussaal | Preis 5,50 € von Per Nilsson, Bühnenfassung Michael Müller, deutsch von Brigitte Kircherer Fränkisches theater Schloss Maßbach

16:00–16:55 Gastspiel | foyer neuhaussaal | Preis 5,50 € | erm. 3,50 € Weiß nich [6+] von Joke van Leeuwen theater pfütze nürnberg

14:00–15:10 | 17:00–18:10 Kooperation | velodrom | Preis 14 € | erm. 7 € Das fliegende Kästchen [6+]

nach einem Märchen von Franz Xaver von Schönwerth, Musik: Mathias Wehr, Idee u. Libretto: Erika Eichenseer Cantemus Chor Regensburg | Eine Kooperation der Schönwerth Gesellschaft e.V. und Theater Regensburg

6Alle Vorstellungen im freien Verkauf. Ausnahmen sind bei der jeweiligen Vorstellung angegeben. A b k ü r z u n g e n :

rk = Restkarten / VVk = Vorverkauf läuft / eF = Eintritt frei / Vb = Volksbühne / Z.l.M. = zum letzten Mal / ua = Uraufführung. S p i e l o r t e: nhs = neuhaussaal | tdp = thon-dittmer-palais

20:00 foyer neuhaussaal Preis 12 € 5. sonatenabend

Werke von Sofia Gubaidulina, Johann Sebastian Bach, Wilhelm Friedemann Bach, Karlheinz Stockhausen und Wolfgang Amadeus Mozart

er ptemb 15. se rfest e en theatten | Alle Spielstätt ar alle sp


Originaltitel: Los amantes pasajeros; Spanien 2013 - 81 Min.; ab 16; Ab 4. Juli Regie: Pedro Almodóvar; Darsteller: Antonio de la Torre (Alex Acero), Hugo Silva (Benito Moron), Antonio Banderas (Leon), Penélope Cruz (Jessica) Miguel Angel Silvestre (Bräutigam), Laya Martí (Braut), Javier Cámara (Joserra), Carlos Areces (Fajas), Raúl Arévalo (Ulloa), José María Yazpik (Señor Infante).

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chrill-vergnügliche Komödie des Regie-Exzentrikers Pedro Almodóvar, dessen Flugreisende nebst Crew hier „am Rande des Nervenzusammenbruchs“ stehen. Horror, Thriller, (Melo-)Drama, Groteske... Es gibt kaum ein Genre, das Oscar-Preisträger Pedro Almodóvar („Alles über meine Mutter“) nicht schon (erfolgreich) bediente. Barock, laut, schräg und schwul sind die Arbeiten des iberischen Regie-Exzentrikers, der sich mit kompromisslosem Stilwillen aus der Madrider Subkultur zur Galionsfigur des europäischen Kinos hochgearbeitet hat. Zu seinen Anfängen, der durchgeknallten Komödie, sprich „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ (1988), kehrt er nun mit „Fliegende Liebende“ zurück.

Auf eine irrwitzige Reise in einem total verrückten Flugzeug schickt er seine Schauspieler diesmal. Auf dem Rollfeld geben sich - nach einem vom TopDesigner Mariscal elegant animierten Vorspann - als Bodenpersonal Penélope Cruz und Antonio Banderas als (Liebes-)Paar kurz und witzig die Ehre. Dann hebt der Linienjet der (fiktiven) Fluggesellschaft „Peninsula“ ab. Die Passagiere der Holzklasse werden kurz darauf mit Schlaftabletten außer Gefecht gesetzt, in der Business-Class reichen die formschönen Stewardessen zum Tomatensaft Meskalin. Grund: Ein Fahrwerk lässt sich nicht mehr ausfahren und eine Bruchlandung droht. In die höchsten Regionen der Hysterie steigt Almodóvar in seiner „leichten, sehr leichten Komödie“ auf. Den 1980er Jahren zollt er im Look Tribut, Elemente klassischer US-Screwball-Comedies

baut er ein. So fällt etwa in einer Szene ein Handy von einem Viadukt in den Fahrradkorb einer Frau, die gerade die Straße entlang radelt. Sie nimmt das Gespräch an - und am anderen Ende ist ihr Ex-Liebhaber, der in der Unglücksmaschine sitzt. Die Unterhaltungen über den Wolken kreisen derweilen primär um Sex. Wer, wann, wo mit wem und selbst im Cockpit - hier kommt der Kabine die wortwörtliche Bedeutung zu - findet man noch Zeit für eine schnelle Nummer. Viel Wert, wie stets bei den Filmen des Spaniers, wird auf Design und Kostüme gelegt, Kameramann José Luis Alcaine hält die Konturen der Räume nicht allzu scharf und achtete darauf, dass die (vorherrschenden) Pastelltöne nicht zu weich wirken. Eine chromatische Atmosphäre à la Hitchcock ist die Folge - wenig verwunderlich, ist der

Filmemacher doch erklärter Fan des Master of Suspense. Befeuert wird der temperamentvolle Ensemblespaß - als Passagiere sind zahlreiche alte Bekannte aus dem Almodóvar-Universum wie Cecilia Roth, Lola Dueñas und Blanca Suárez mit an Bord - von Alberto Iglesias‘ flottem Soundtrack, der von der psychedelisch angehauchten Tanzmusik der peruanischen Cumbia inspiriert ist. Als optischer wie akustischer Höhepunkt gefällt die Revue-Einlage der drei tuckigen Flugbegleiter, herrlich gespreizt angelegt von Javier Cámara, Carlos Areces und Raúl Arévalo, die eine aberwitzige Playback-Choreographie zum Pointer-Sisters-Hit „I‘m so excited“ zum Besten geben. „I‘m about to lose control and I think I like it“ heißt‘s da - eine Liedzeile, die durchaus für das gesamte Werk steht. geh. (Blickpunkt film)

Originaltitel: 7 días en La Habana; Frankreich/Spanien 2013 - 129 Min.; ab 6; 11. - 17. Juli Regie: Benicio Del Toro, Pablo Trapero, Julio Medem, Elia Suleiman, Gaspar Noé, Juan Carlos Tabío, Laurent Cantet; Darsteller: Josh Hutcherson (Teddy Atkins), Vladimir Cruz (Angelito), Magali Wilson (Cambista), Daisy Granados (Delia), Emir Kusturica, Alexander Abreu (Fahrer), Arianela Pupo (Assistentin), Daniel Brühl (Leonardo), Leo Benitez (José), Melvis Estévez (Cecilia), Elia Suleiman, Irene del Valle (Zimmermädchen), Jorge Perugorría (Daniel), Cristela de la Caridad Herrera (Mädchen), Othello Rensoli (Babalao), Dunia Matos Hernandez (Freundin), Alberto Arceo Kindeland (Vater).

S

ieben Filmemacher erzählen fiktive Geschichten aus der vibrierenden kubanischen Hauptstadt. Von Montag bis Sonntag entdecken sieben Regisseure (Benicio Del Toro, Pablo Trapero, Julio Medem, Elia Suleiman, Gaspar Noé, Juan Carlos Tabio und Laurent Cantet) aus verschiedenen Ländern und mit ganz verschiedenen kinematografischen Stilen Havanna auf ihre ganz spezielle Weise. Ein roter Faden war nicht vorgegeben, aber

in den meisten Kurzfilmen kommen Fremde in ein fremdes Land, versuchen es zu erkunden, lassen sich treiben oder bringen ihre Sorgen mit. Am Montag wirft sich ein naiver junger amerikanischer Tourist in die kubanische Nacht und schielt nach schönen Mädchen. Am Dienstag landet ein ständig am Handy hängender Emir Kusturica auf der Zuckerinsel, um einen Preis abzuholen, der ihm nichts bedeutet. Am Mittwoch versucht Daniel Brühl als Musikmanager eine kubanische Sängerin zu überzeugen, mit ihm nach Spanien zu reisen und dort Karriere zu machen, statt mit ihrem Freund in ärmlichen Verhältnissen zu leben. Am Donnerstag streift in dem wohl interessantestem Beitrag der Palästinenser Elia Suleiman durch die Stadt am Malecón. Er wartet auf einen

Termin, vielleicht mit Fidel Castro. Er verirrt sich im berühmten Hotel Nacional, schlendert wachen Auges durch die verwinkelten Gassen und saugt den Alltag mit seinen kleinen Dramen und fröhlichen Momenten auf. Ein fabelhafter Trip, der ihn zu sich selbst bringt. Etwas irritierend ist der Beitrag über Exorzismus wegen gleichgeschlechtlicher Liebe (Freitag) ebenso wie der über die Beziehung einer älteren Dame zu Mutter Maria und ihre Mühe, Nachbarn für einen Festakt zu gewinnen (Sonntag). Manchmal dominieren Postkartenbilder und Klischees karibischer Lebensfreude, dann taucht der Zuschauer plötzlich in die Wirklichkeit mit den Problemen des täglichen Überlebens. Das gelingt am Samstag: Eine Psychologin muss wie die meisten ihrer Landsleute mehrere Jobs

bewältigen, um das Nötigste zu haben. Einmal pro Woche gibt sie persönliche Tipps im Fernsehen. Nebenbei backt sie Kuchen, um die Familie über Wasser zu halten, ein endloser Kampf um Zutaten inmitten von Stromausfall und Sonderwünschen der hochgestellten Klientel. Als dann noch die Tochter heimlich das Land verlassen will, weil sie keine Zukunft sieht, ist der Film im Kuba von Heute angekommen. Das kollektiv gefilmte Porträt einer fast mythischen Stadt in sieben Kapiteln ist eine poetische, manchmal auch humorvolle und musikalisch aufregende Reise, die Lust macht, dieses verrückte Kaleidoskop aus Wünschen und Sehnsüchten, angestaubten Sozialismus und Aufbruch selbst kennen zu lernen. mk. (Blickpunkt Film)

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Griechische Liebe

SPAIN MEETS GREECE

THE BURGER PROJECT Athens heißeste Partyband Dienstag ǀ 30.7.2013 ǀ 21.30 Uhr ǀ in der BODEGA ǀ Einlass 21 Uhr ǀ Eintritt 8,- €

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Lovis Corinth im Fokus. Zum 155. Geburtstag des Künstlers Sonntag, 21. Juli, 14 Uhr

Kunst im Grünen. Plastik im Stadtpark Sonntag, 28. Juli, 14 Uhr

VERANSTALTUNGEN KOG-tail: Dokoupils Filmbilder. Kunst und Kino Donnerstag, 4. Juli, 18 Uhr, mit Dr. Agnes Matthias

KunstFrühstück zu „Dokoupil. Lovis-Corinth-Preis 2012“ Sonntag, 7. Juli, 11 Uhr, Reservierung unter Tel. 0941-29714 0

Führung für Senioren: Bronze und Stahl. KOG-Objekte im Grünen Donnerstag, 11. Juli, 17 Uhr

Offene Werkstatt – Aquarell Aus Anlass des 100. Geburtstages von Heribert Losert Samstag, 13. Juli, 13 bis 17 Uhr, Kooperation mit der Heribert-Losert-Akademie

REWAG-Nacht in Blau Samstag, 27. Juli, ab 17 Uhr Das detaillierte Programm finden Sie im Flyer zur REWAG-Nacht in Blau und unter www.kunstforum.net

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20.06.2013 11:19:07 Uhr


Niederlande/USA 2012 - 100 Min.; ab 12; Regie: Antoinette Beumer; Darsteller: Holly Hunter (Jackie), Carice van Houten (Sofie), Jelka van Houten (Daan), Mary Woods (Judy), Howe Gelb (Paul), Chad E. Brown (Travis).

H

olly Hunter begegnet in der liebenswerten Roadmovie-Dramödie erstmals ihren beiden holländischen Töchtern. Die Niederländerin Antoinette Beumer („Loft“) lässt ein hervorragendes Aktricen-Trio - neben Hunter agieren die beiden van-HoutenSchwestern Carice und Jelka - zu einem sympathischen Roadtrip durch New

Mexiko aufbrechen, wo sie zu sich selbst und zueinander finden: aus einer Komödie schält sich ein warmherzigwunderbares Drama über eine Familie. Das Ende der erfrischenden Dramödie verblüfft und darf sich seiner emotionalen Wirkung sicher sein. Zunächst stellt Beumer im Stil konventioneller Job- und Beziehungskomödien die als Kind zur Adoption freigegebenen, bei einem Väter-Pärchen aufgewachsenen Geschwister Sofie (Carice van Houten, „Black Book“) und Daan (ihre international noch unbekannte Schwester Jelka van Houten) als vom modernen Leben gestresste Frauen vor, die sich für Karriere (Sofie) und Partner (Daan) verbiegen. Als sie die Nachricht ihrer alleinstehenden biologischen Mutter ereilt, die nach einem Unfall Hilfe benötigt, brechen sie spontan

nach Amerika auf, um ihre Erzeugerin kennen zu lernen. Jackie (mutig Holly Hunter) erweist sich als Hexe, die meist vor sich hin stiert und ihr Schweigen nur unterbricht, um zu schimpfen. In ihrem klapprigen RV tuckern sie zu dritt durch die Halbwüste New Mexikos zu einem entfernten Reha-Zentrum. Es mag kalkulierten Mustern folgen, wie sich zwischen den Töchtern und der verhärmten Mutter eine langsame Annäherung anbahnt. Da Beumer zwar auf Komik pocht, die Gefühle ihrer Figuren aber ernst nimmt und es mühelos schafft, alltägliche Probleme einfühlsam zu behandeln, gewinnt das Roadmovie minütlich an herzerwärmender Klasse, was auch an den sensiblen Songs liegt. Zugleich amüsiert sich das von zwei Autorinnen geschriebene Skript kräftig über die

Macken ihrer Geschlechts und lässt sie gegen vornehmlich als sexistische Unsympathen gezeichnete Männer bestehen, wobei Jackie eine fast maskuline Beschützerrolle zufällt. Als der Wohnwagen im Niemandsland liegen bleibt, lernt die bislang an ihren Laptop gekettete Karrierefrau das NeinSagen und das verschreckte Hühnchen beim Fahr-Crashkurs Selbstvertrauen. Kurzum sie legen ihre ZivilisationsNeurosen ab und lernen das entspannte (Land)Leben kennen. Ein unbekannter Bruder und ein trauriges Geheimnis lässt diese Familie weiter zusammenwachsen und zaubert nicht nur in die Gesichter des stark spielenden Trios ein Lächeln, sondern auch dem Publikum, egal ob männlich oder weiblich. tk. (Blickpunkt Film)

Italien 2013 - 142 Min.; ab 12; Regie: Paolo Sorrentino; Darsteller: Toni Servillo (Jap Gambardella), Carlo Verdone, Sabrina Ferilli (Ramona), Carlo Buccirosso, Iaia Forte, Pamela Villoresi, Galatea Ranzi.

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eb Gambardella (Toni Servillo) verkörpert das sprichwörtliche Dolce Vita auf idealtypische Weise: Trotz seiner 65 Jahre ist der stets makellos gekleidete Star-Journalist eine Augenweide, feiert auf dekadenten Partys mit den reichen und schönen (und solchen, die sich dafür halten) ausgelassene Feste, schläft mit schönen Frauen – und steckt doch in einer Lebenskrise. Irgendwie scheint ein Leben, das aus Feiern und Glamour besteht doch zu oberflächlich für jemanden zu sein, der vor Jahrzehnten einmal einen Roman schrieb und mit einer Karriere als Schriftsteller liebäugelte. So zieht Jab voller Melancholie durch die

ewige Stadt, begegnet interessanten, merkwürdigen, bizarren Menschen, lernt für kurze Zeit die Liebe kennen, um doch immer wieder allein auf seine mondänen Terrasse über den Dächern von Rom zurückzukehren: Allein, und dem Tod ein bisschen näher. Mit seiner bitterbösen Polit-Satire „Il Divo-Der Göttliche“, in der er die Machenschaft Giulio Andreotti sezierte, wurde der italienische Regisseur Paolo Sorrentino auch in Deutschland bekannt. Es folgte „This Must be the Place“, ein mit befremden aufgenommener Ausflug nach Amerika, wo Sorrentino Sean Penn als alternder Rockstar auf Sinnsuche inszenierte. So unterschiedlich diese Filme auch waren zeigten sie dennoch, dass Sorrentino manches ist, aber gewiss kein feingeistiger, subtiler Regisseur. Und so geht er auch in „La Grande Belleza“ vom ersten Bild an in die Vollen: Die Kamera schwebt und fliegt durch die Straßen von Rom, in allen

möglichen und unmöglichen Perspektiven wird die ewige Stadt von ihrer schönsten Seite eingefangen, so dass man sich bisweilen in einem Werbeclip des Fremdenverkehrsamtes wähnt. Vor allem aber geht der Gedanke ein paar Jahrzehnte in die Filmgeschichte zurück, zur offensichtlichen Inspirationsquelle „La Dolce Vita.“ Hier wie da geht es um einen Journalisten, der mit sich und seinem Leben hadert, von schönen Frauen umgeben und doch unglücklich ist. Doch die Leichtigkeit Fellinis ist nicht Sorrentinos Ziel, er strebt nach Anderem: Wenn sich seine Hauptfigur Jeb Gambardella im Verlauf seiner Erlebnisse mehr und mehr an seine Jugendliebe erinnert, dann wird deutlich, dass sich der Titel „La Grande Belleza-Die große Schönheit“ nicht nur auf Rom bezieht. In seiner typischen mäandernden Erzählweise, die weniger einer klaren Dramaturgie folgt als einem impressionistischen Reigen, in dem sich

Ab 18. Juli

Ab 25. Juli

Realität und Traumsequenzen kaum unterscheiden, erzählt Sorrentino von der Suche nach einem Lebenssinn. Wie er die Selbstherrlichkeit der Oberschicht zeigt, sich über ihre Macken und Gelage lustig macht, ist zwar nicht unbedingt subtil, trifft mit ihrer offensichtlichen Anlehnung an die berühmt-berüchtigten Gelage Silvio Berlusconis aber den Nerv der Zeit. Allein in ihrer Selbstwahrnehmung ist diese Elite abgehoben vom normalen Leben, losgelöst von den Sorgen und Problemen des einfachen Mannes. Doch wie Jeb Gambardella im Laufe des Films langsam versteht: Auch unermesslicher Reichtum kann an der Unausweichlichkeit des Todes nichts ändern. Doch bei aller Melancholie, trotz diverser Todesfälle und Beerdigungen: „La Grande Belleza“ ist kein düsterer Film, sondern ein verspielter, bunter, bisweilen bizarrer Reigen, schwelgerisch inszeniert und sowohl eine Ode ans Leben, als auch an Rom. Michael Meyns (programmkino.de)

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USA/Griechenland 2013 - 108 Min.; ab 6; Regie: Richard Linklater; 4. bis 7. Juli in O.V. Darsteller: Ethan Hawke (Jesse), Julie Delpy (Celine), Seamus Davey-Fitzpatrick (Hank), Jennifer Prior (Ella), Charlotte Prior (Nina), Walter Lassally (Patrick), Xenia Kalogeropoulou (Natalia), Athina Rachel Tsangari (Ariadni), Panos Koronis (Stefanos), Ariane Labed (Anna), Yannis Papadopoulos (Achilleas).

A

m Ende von „Before Sunset“ hat er seinen Flug verpasst. Jetzt erfahren wir, wie es weiterging

mit Jesse und Céline, deren erste Begegnung mittlerweile 18 Jahre zurückliegt und die vor neun Jahren in Paris erneut aufeinandertrafen. Jesse (Ethan Hawke) hat tatsächlich seine Familie in Chicago verlassen und ist bei Céline (Julie Delpy) geblieben. Mit ihren siebenjährigen Zwillingstöchtern und Jesses Sohn aus erster Ehe haben die beiden einen langen Sommerurlaub in Griechenland verbracht. Jesse würde den 14-jährigen Hank gern

häufiger sehen, doch Céline weigert sich, in die USA zu ziehen. Es kommt zu ersten Unstimmigkei­ ten, die am Abend zu einer Beziehungskrise eskalieren. „Before Midnight“ ist der schwächste Teil der Trilogie. Ein Essen unter Freunden erschöpft sich in banalen Lebensweisheiten. Und allzu oft wirkt das Spontane und Leichte aufgesetzt und prätentiös. Doch auch diesmal gibt es eine Reihe von Momenten, die mit verletzender

Ehrlichkeit von der Vergänglichkeit des Glücks erzählen. Richard Linklaters Film zeigt auf bewegende Weise, wie schwer es ist, den Menschen nah zu sein, die man liebt. In „Before Sunset“ hatten Jesse und Céline das Gefühl, sie seien füreinander bestimmt. „Before Midnight“ endet mit der Frage, ob die beiden zusammenbleiben. In neun Jahren bekommen wir darauf vielleicht eine Antwort. Cinema

Originaltitel: La confession d’un enfant du siècle; Bis 7. Juli GB/D/F 2012 - 115 Min.; ab 12; Regie: Sylvie Verheyde; Darsteller: Charlotte Gainsbourg (Brigitte), Pete Doherty (Octave), August Diehl (Desgenais), Lily Cole (Elise), Volker Bruch (Henri Smith), Guillaume Gallienne (Mercanson), Karole Rocher (Marco).

P

rominent besetztes Drama mit Rockstar Pete Doherty und Charlotte Gainsbourg nach einem autobiografischen Roman des französisches Romantikers Alfred de Musset. Dekadenz und Verzweiflung, Romantik und Leidenschaft und vor allem die gequälte Seele sind alles Zeichen der Romantik, einer kulturgeschichtlichen Epoche, die vom Ende des 18. bis weit in das erste Drittel des 19. Jahrhunderts reichte.

Der französische Romanautor Alfred de Musset gilt als ein typisches Produkt dieser Zeit. Auf seiner stürmischen Beziehung zur sechs Jahre älteren Literatin George Sand beruht das bekannte Werk „Bekenntnis eines jungen Zeitgenossen“. Aber warum verfilmt eine französische Regisseurin dieses auf englisch? Die Antwort heißt wohl, weil Pete Doherty den in sich zerrissenen Dandy mimt 1830 erfährt er als Octave von der Untreue seiner Geliebten und verliert den Glauben an die Liebe, er gibt sich Ausschweifungen hin - immer unterstützt von seinem Freund Desgenais (August Diehl). Der ist ein Zyniker, dem nichts heilig ist bis auf Opernarien, da fließen bei ihm die Tränen. Doch alle

Orgien und Exzesse können die Sehnsucht nach wahrer Zuneigung bei Octave nicht überdecken. Als er nach dem Tod seines Vaters auf dem Land die junge Witwe Brigitte (Charlotte Gainsbourg) kennenlernt, hofft er auf längst verloren geglaubte Gefühle. Aber Misstrauen und (Selbst) Zweifel lassen ihn nicht los, Wollust, Entsetzen und Mitleid dominieren und zerstören die Verbindung. Das emotionale Feuer teilt sich nicht nur fragmentarisch mit, auch wenn Sylvie Verheyde sehr gut, die Ambivalenz einer desillusionierten Jugend einfängt, die ihre Träume begraben hat. Die Regisseurin bleibt nahe an der literarischen Vorlage, die meisten Dialoge stammen von de Musset. Deren kultivierte

Eleganz fasziniert noch heute. Doherty taucht spielerisch in die Figur ein, aber die Chemie zwischen ihm und der charmanten, hier zumeist tristen Charlotte Gainsbourg stimmt im Gegensatz zum wahren Leben während des Drehs auf der Leinwand nicht so ganz, auch der Rhythmus zwischen ihnen ist ein anderer. Den Hut sollte man ziehen vor dem Mut der Produzenten, die diese diffizile Besetzung akzeptierten, und vor der Kostümbildnerin (Esther Waltz). Doherty wollte sich auf die Arbeit als Schauspieler konzentrieren und keine Filmmusik schreiben, nur „Birdcage“, der melancholische Song am Ende des Films ist von ihm. Der trifft mitten ins Herz. mk. (Blickpunkt Film)

USA/Griechenland 2013 - 108 Min.; ab 6; Regie: Richard Linklater; 4. bis 7. Juli in O.V. Darsteller: Ethan Hawke (Jesse), Julie Delpy (Celine), Seamus Davey-Fitzpatrick (Hank), Jennifer Prior (Ella), Charlotte Prior (Nina), Walter Lassally (Patrick), Xenia Kalogeropoulou (Natalia), Athina Ra

O

hne den Rückhalt seines gerade verstorbenen Vaters und ohne seine Medikamente, die er abgesetzt hat, ist Alan so instabil geworden, dass ihn Doug, Stu und Phil ins Sanatorium bringen wollen. Doch ankommen werden sie dort nie, weil Doug auf der Strecke von einem Gangster entführt und fortan als Druckmittel eingesetzt wird. Wenn er überleben soll, muss

das Wolfsrudel einen alten Bekannten finden und ausliefern, den Alan zwar ins Herz geschlossen hat, Stu und Phil aber mit gutem Grund fürchten: Mr. Chow. Nicht mehr ganz so überdreht präsentiert sich der vorläufige Abschluss des „Hangover“-Franchises, der sich in seinem dünnen Plot von den traditionellen Rausch- und BlackoutElementen der Vorgängerfilme

verabschiedet und sich auf die Erledigung eines Auftrags wie auch seinen albern-verrückten, schwarzen und absurden Humor konzentriert. Noch stärker in den Vordergrund rückt Zach Galifianakis‘ kindlicher Chaosstifter, aber das Finale gehört Ken Jeong, der als komisch durchgeknallter Kokser und Gangster begeistert. Blickpunkt Film

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elle 2013/14 r u t l Ku punkte in Regensburg Höhe 13.07.13 28.09.13 25.10.13 26.10.13 30.10.13 02.11.13 07.11.13 09.11.13 30.11.13 12.12.13 31.01.14 15.02.14 23.03.14

DONAU-ARENA

DANIELE NEGRONI “Bulletproof” - Tour 2013 ANDREAS GABALIER Deutschland-Tour 2013 DEEP PURPLE & PETER FRAMPTON „NOW what?!“ THE BOSSHOSS Tour 2013 RAINHARD FENDRICH „Besser wirds nicht“ Tour 2013 LA BRASS BANDA Tour 2013 MARTIN RÜTTER „Der tut nix“ SHADOWLAND “Traumwelten im Schatten” SANTIANO “Mit den Gezeiten” SASCHA GRAMMEL “Keine Anhung” ABBA - THE SHOW Die grösste ABBA-Show aller Zeiten! HANSI HINTERSEER Tour 2014 SEMINO ROSSI Das Konzertereignis 2014

UNI-MENSA

27.07.13 WE LOVE SUMMER Campus Invasion mit Super Flu, Maertini Broes & Felix Kröcher

WIESE AM WESTBAD 24.08.13 HOLI REGENSBURG Fest der Farben

AUDIMAX

30.11.13 CHIPPENDALES “Unleashed” 08.12.13 CHIPPENDALES Zusatztermin

KOLPINGHAUS

16.03.14 CHIEMGAUER VOLKSTHEATER “Die Töchter Josefs”

AIRPORT

13.07.13 DELUX PARTY 80er/90er Musik 27.07.13 ROCK REVIVAL PARTY 70er & 80er mit DJ Supersepp & DJ Tom Schindler ab 22h 07.09.13 MZ-30plus PARTY ab September jeden Freitag ab 21h: MAXIMUM ROCK NIGHT Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Karten im Internet: www.mittelbayerische.de/tickets

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USA 2012 - 140 Min.; ab 16; Regie: Derek Cianfrance; Darsteller: Ryan Gosling (Luke), Bradley Cooper (Avery Cross), Eva Mendes (Romina), Mahershalalhashbaz Ali (Kofi), Ben Mendelsohn (Robin Van Der Zee), Dane DeHaan(Jason), Emory Cohen (AJ), Ray Liotta (Deluca), Rose Byrne (Jennifer).

M

otorrad-Stuntman Luke (Ryan Gosling) reist mit einem Jahrmarkt von Stadt zu Stadt. In der Kleinstadt Schenectady nahe New York erfährt Luke von Romina (Eva Mendes), mit der er eine Affäre hatte, dass er der Vater ihres kleinen Sohnes ist. Er will für ihn sorgen, aber Romina lebt in einer neuen Bezehung. Um sie zumindest finanziell zu unterstützen, verlegt Luke sich auf Banküberfälle, die er mit seinem Motorrad ausführt. Der ehrgeizige Polizist Avery (Bradley Cooper), Sohn eines einflussreichen Richters, will derweil die Karriereleiter nach oben klettern. Seine Familie versteht nicht, warum er sich dazu den Gefahren des Streifendienstes

aussetzt. Nach einem misslungenen Überfall kreuzen sich die Wege von Luke und Avery. Das nachfolgende Drama wird alle Beteiligten über Jahre hinaus prägen. Schon der Beginnn dieses Films macht es dem Zuschauer unmöglich, sich seiner ungeheuren Intensität zu entziehen: In einer langen, ungeschnittenen Sequenz folgt die Handkamera Luke von seinem Trailer über den Jahrmarkt bis zu dem Zelt, in dem er sich auf sein Motorrad setzt und an die Arbeit geht. Hier kommt die ausgeprägte stilistische Handschrift zum Ausdruck, die allein schon Cianfrance zu einem der spannendsten amerikanischen Regisseure der Gegenwart macht. Er schneidet selten und liebt lange Plansequenzen. Cianfrance kommt vom Dokumentarfilm, und seine filmische Sprache ist davon geprägt. Cianfrances Spielfilme streben aber gleichzeitig in zwei Richtungen: Er verankert sie tief in der Realität, während jederzeit der tiefe Drang zu spüren ist, Geschichten zu erzählen, die größer sind als das Leben.

Ebenfalls zugute kommt Derek Cianfrance, daß er sein Handwerk bei Experimantalfilmern gelernt hat. So ist „The Place Beyond The Pines“ einerseits tief im klassischen Erzählkino verwurzelt, traut sich andererseits aber eine große Freiheit in der dramaturgischen Struktur zu. Cianfrance erweist einem seiner Lieblingsfilme, Scorseses „Goodfellas“, seine Reverenz, und er ließ sich von Abel Gances Stummfilm „Napoleon“ inspirieren. Er wollte, so Cianfrance, so wie Gance „drei Leinwände zum Singen bringen“. So entspinnt sich ein episches Drama, dass 15 Jahre umfasst und mit drei überraschenden Perspektivwechseln fasziniert. Vor der Kamera präsentiert sich eine neue Generation amerikanischer Schauspieler. Mit Ryan Gosling dreht Cianfrance hier zum zweiten Mal – vielleicht wird ihre Beziehung einmal ähnlich fruchtbar werden wie die zwischen Martin Scorsese und Robert De Niro. Gosling gelingt hier das Kunststück, gleichzeitig

Bis 24. Juli

cool, hart und durchdringend traurig zu wirken. Er ist geboren für die Leinwand, seine Charisma wirkt wie ein Magnet. Gosling ist der klassische Außenseiter und Einsame, der schon Marlon Brando zur Legende machte. Dagegen steht das nicht minder faszinierende Spiel von Bradley Cooper, der seiner Figur eine brütende Energie verleiht, die eher implodiert als sich expressiv äußert. Beide Darsteller heben diese Geschichte um die Geheimnisse, die vom Vater auf den Sohn übergehen und mit Zeitverzögerung zerstörerische Kraft entfalten, auf eine beinahe mythologische Ebene, zu der auch der Filmtitel passt. Mit „The Place Beyond The Pines“ kommt ein Film in die Kinos, der beweist, dass das amerikanische Erzählkino abseits vom Hollywood-Mainstream alles andere als tot ist – und das eine große Tradition in einer neuen Generation weiterleben wird. Oliver Kaever (programmkino.de)

USA 2012 - 89 Min.; ab 12; Regie: Michael Hoffman; Bis 7. Juli Darsteller: Colin Firth (Harry Deane), Cameron Diaz (PJ Puznowski), Alan Rickman (Lionel Shahbandar), Tom Courtenay (Major Wingate), Stanley Tucci (Martin Zaidenweber), Togo Igawa (Takagawa).

T

op-besetzte und höchst vergnügliche Caper Comedy aus der Feder der CoenBrüder. Das Remake der Krimikomödie „Das Mädchen aus der Cherry-Bar“ weist nur vage Ähnlichkeiten mit dem für drei Oscars nominierten Geheimtipp von 1966 auf. Deutlich näher steht der Heist-Spaß um Rache, Liebe und Geld dem „rosaroten Panther“ „The Italian Job“ und „Ocean‘s 11“. Colin Firth als kultivierter Kunstkurator, Alan Rickman als sein

E

ine Naturdokumentation, die die Zuschauer in Scharen in die Kinos lockt – das gibt’s nur selten. Als “Die Nordsee von oben“ lief, platzten die Kinosäle aus allen Nähten. Die Macher Silke Schranz und Christian Wüstenberg haben zwei Jahre mit der gleichen Leidenschaft an ihrem neuen Film „Die

um Shabander um viele Millionen zu erleichtern. Doch das Vorhaben fliegt auseinander, der manipulative Charmeur macht Harry den Lockvogel mit seinem Geld abspenstig und während der arme Schlucker seinen letzten Spargroschen für teure Auftritte opfert, träumt das unbekümmerte Glamour-Girl von den oberen Zehntausend, während der teutonische Kunstexperte Zaidenweber Harrys Betrug aufzudecken droht. Joel und Ethan Coen, als Drehbuchautoren in einer späten Phase des mit langen Verzögerungen geschlagenen Projekts eingestiegen, bewegen sich zwischen „Burn After Reading“ und „Ladykillers“, Michael Hoffmans („Ein Sommernachtstraum“) Regie punktet mit Eleganz, Esprit und hübschen Produktionswerten. Die hochklassigen Mimen passen mit grotesken Eigenarten - darunter Rickman

als Nudist - perfekt in das kurzweilige Werk, das schon mit einem stilvollen Cartoon-Vorspann einnimmt, danach Harrys Coup als schwungvolle Imagination demonstriert, um ihn anschließend an der Wirklichkeit zerschellen zu lassen. Der Kulturkampf mag nicht neu sein, funktioniert gleichwohl gut geölt als munteres Spiel mit Stereotypen. Zum Sprachwitz des polyglotten Business-Talk, hinter dessen Manieren die Missgunst lauert, gesellen sich Screwball-Duelle, Fassaden-Balanceakte mit Ming-Vasen (einer Hommage an das Original) und ein Löwen-Rodeo. Allesamt dargeboten mit verspielt-ironischer Rasanz und komödiantischem Timing, einschließlich des augenzwinkernden Beweises, dass manchmal die Queen hinter Kunstfälschungen steckt. tk. (Blickpunkt Film)

D 2013 - 85 Min.; ab 0; Regie: Silke Schranz, Christian Wüstenberg.

Nur am 9. Juli

Küstenstädte wie Kiel, Lübeck, Rostock, Stralsund oder Greifswald. „Die Zuschauer zeigen mit dem Finger auf die Leinwand und fangen an zu tuscheln, weil immer wieder Orte auftauchen, die ihnen vertraut sind. Die Leute haben großen Spaß daran, aus der Luft ihre Lieblingsorte neu zu entdecken“, sagt Silke Schranz. Der Film beschränkt sich dabei nicht nur auf schöne Landschaftsbilder. Er gibt Antworten auf die Fragen der Zuschauer, die oftmals Strukturen oder Dinge sehen, die sie aus der unge-

wöhnlichen Perspektive nicht zu deuten wissen. Die Macher hinterfragen, erklären und geben aufschlussreiche Kommentare. Silke Schranz und Christian Wüstenberg haben das ganz Filmprojekt von der Recherche über Schnitt bis hin zu Vertonung und Filmverleih zu zweit gestemmt. Nur bei der Kameratechnik holten Sie sich Hilfe bei den Spezialisten der Firma Vidicom in Hamburg. Zum Einsatz kam eine Spionagekamera, die für den amerikanischen Geheimdienst CIA entwickelt wurde.

exzentrisch-ekelhafter Chef, Cameron Diaz als quirlig-proletarische Rodeo-Queen und Stanley Tucci als exaltierter deutscher Kunstkenner markieren ein Spannungsfeld aus Sitten, Sprachen und (Finanz-)Klassen, aus deren amüsantem Culture Clash humoreske Funken sprühen. Und aus dem keineswegs idiotensicheren Plan, mit dem Harry (Firth ersetzt Michael Caine gleichwertig) an der unberechenbaren Realität scheitert: Bald kämpft der Pechvogel mit den Zufällen, menschlichen Faktoren und tückischen Gegenständen wie den Stühlen seines exzentrischen Arbeitgebers Shahbandar (Rickman). An dem blasierten Nabob, der ihn stets demütigte, will er sich rächen: Er bestellt von seinem alten Freund, dem Meisterfälscher Major, einen verschollenen Monet, den sie im Trailer eines unbedarften Texas Cowgirls „finden“,

Ostsee von oben“ gearbeitet. Mehr als 400 Kinos in ganz Deutschland wollen die Ostsee aus der Vogelperspektive zeigen. Von Flensburg bis Usedom folgt die Flugroute der gesamten deutschen Ostseeküste. Dicht bevölkerte Strände wechseln sich ab mit einsamer Natur, der faszinierenden Boddenlandschaft und den vielen kleinen und großen Ostseeinseln. Neben den ungewöhnlichen Landschaftsaufnahmen erlaubt sich der Film immer wieder einen Schlenker in die

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17. 7.

Originaltitel: Gentlemen Prefer Blondes; USA 1953 - 90 Min.; ab 6; Regie: Howard Hawks; Darsteller: Jane Russell (Dorothy Shaw), Marilyn Monroe (Lorelei Lee).

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orelei Lee und ihre Freundin Dorothy Shaw sind Showgirls und stets auf der Suche - Dorothy nach der wahren Liebe, die blonde Lorelei nach einem Millionär, ungefähr von der Sorte von Gus Esmond, einem wohlhabenden Nerd, der unter der Fuchtel seines Vaters steht. Als Lorelei und Dorothy eine Kreuzfahrt nach Frankreich unternehmen, folgt ihnen ein Under-

24. 7.

in außerirdisches Raumschiff landet an der kalifornischen Küste. Ein Prediger, der sich den Fremden vom Mars mit Friedensbotschaft nähert, wird getötet. Beiboote schwärmen aus, vernichten, was sich ihnen in den Weg stellt. Die Armee ist machtlos, die Atombombe wirkungslos. Atomphysiker Forrester, Freundin Sylvia und andere

ampfkunstmeister Lee soll im Auftrag der Hongkong-Polizei Drogendealer und Mädchenhändler Han, Mann mit der Todeskralle, ausschalten, der im Chinesischen Meer auf einer Insel alljährlich ein Karate-Turnier abhält. Han‘s Vertrauter O‘ Hara hatte vor Jahren Lees Schwester ermordet. Als Teilnehmer getarnt, reist Lee

geworden. Der Film von Produzent George Pal (Wells‘ „Die Zeitmaschine“) veränderte gewisse Details: Aus dreibeinigen Kampfmaschinen wurden rochenähnliche Ufos, die zu jener Zeit im Kino beliebt waren; die achtbeinigen Marsianer wurden krötenartige Geschöpfe. Oscar für die Spezialeffekte.

mit einem wegen Spielleidenschaft verschuldeten Amerikaner und einem schwarzen Champion, der von Han ermordet wird, auf die Insel. Lee besiegt O‘ Hara, befreit die Mädchen, zerstört Hans Labor und tötet Han im Zweikampf. Bruce Lee unterbrach 1973 Dreharbeiten zu dem von ihm inszenierten „Game of Death“, um in

eonard Zelig aus dem New York der 30er Jahre ist ein menschliches Chamäleon, d.h. er kann sich innerlich wie optisch binnen weniger Sekunden jeder Umgebung vollständig anpassen. Geht Zelig in eine Jazzkneipe, wird er zum Musiker, sitzt er zum Mittagessen beim Chinesen, mutiert er zum Asiaten. Als ihm nach kurzfristigen Ruhm in der Heimat Verfolgung droht, emigriert er nach Nazi-Germany, wo er gar zum

SA-Mann wird. Seine Geliebte, die Psychologin Dr. Fletcher, läßt darauf nichts unversucht, ihr Chamäleon aus Adolfs Klauen zu befreien. Woody Allens urkomische Abhandlung über den Wunsch des Menschen nach Konformität sowie die Mechanismen einer sensationsgeilen Medienwelt galt bereits 13 Jahre vor Robert Zemeckis‘ Effektwunder „Forrest Gump“ als das herausragende Beispiel für

isco-Startänzer Tony Manero, vor fünf Jahren von Brooklyn nach Manhattan gezogen, jobbt als Kellner und Tanzlehrer, wartet auf die Chance am Broadway. Tänzerin Jackie ermuntert ihn. Als er bei einer ihrer Shows Tänzerin Laura, Star des Ensembles. kennenlernt, beginnen die beiden eine Affäre. Jackie ist verletzt. Als Laura Tony fallen lässt, trainiert er härter, versöhnt

sich mit Jackie, ersetzt den überforderten männlichen Star und liefert trotz Feindseligkeit mit Tanzpartnerin Laura eine brillante Leistung ab, die zum sensationellen Broadway-Triumph wird. Fortsetzung von „Nur Samstag Nacht“, mit dem John Travolta sechs Jahre zuvor zum Star geworden war. Unter der Regie von „Rocky“ Sylvester Stallone wurde Travolta als Manero

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perfekte Bildmontage. Die in Wochenschauartigen Nachrichtenclips erzählte Story vermittelt glaubwürdig das Bild eines authentischen Zeitdokuments und ist bevölkert von prominenten Geistesmenschen (wie z.B. Susan Sontag oder Bruno Bettelheim), die mit offenkundiger Wonne an der Groteske teilnehmen.

USA 1983 - 79 Min.; ab 12; Regie: Sylvester Stallone; Darsteller: John Travolta (Tony Manero), Cynthia Rhodes (Jackie), Finola Hughes (Laura), Steve Inwood (Jesse), Julie Bovasso (Mrs. Manero).

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Hollywood zu reüssieren. Er starb kurz danach an einer Gehirnblutung. „Enter the Dragon“ wurde sein größter Erfolg. Lee zeigt seine atemberaubende Kunst in einem Thriller, der Elemente von James-Bond-Filmen, einen Showdown im Spiegelkabinett und die tolle Kulisse nutzt. Einer der vier unerlässlichen Lee-Filme.

USA 1983 - 79 Min.; ab 12; Regie: Woody Allen; Darsteller: Woody Allen, Mia Farrow, Garrett M. Brown, Stephanie Farrow, Will Holt, Sol Lomita, Mary Louise Wilson.

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Überlebende verstecken sich in einer alten Kirche. Plötzlich verstummen die Motorengeräusche der Raumschiffe vom Mars. Die Invasoren sind von einer Virenerkrankung dahin gerafft worden. Der Roman von H.G. Wells (1898) war zuerst durch Orson Welles‘ legendäre Hörspielfassung von 1938, die eine Massenpanik ausgelöst hatte, berühmt

Originaltitel: Enter the Dragon; USA 1973 - 98 Min.; ab 18; Regie: Robert Clouse; Darsteller: Bruce Lee, John Saxon, Jim Kelly, Ahna Capri, Shih Kien.

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3. 7.

hervorragenden Kameraarbeit wurde „Blondinen bevorzugt“, basierend auf einem Broadway-Hit, zu einem der charmantesten, unterhaltsamsten Film-Musicals der 50er Jahre. Marilyn Monroe war nie besser als in ihrer Paraderolle der naiven Blondine, und ihre Performance des Klassikers „Diamonds Are a Girl‘s Best Friend“ bleibt unvergessen.

Originaltitel: The War of the Worlds; USA 1953 - 85 Min.; ab 6; Regie: Byron Haskin; Darsteller: Gene Barry, Ann Robinson, Les Tremayne, Robert Cornthwaite, Sandro Giglio.

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10. 7.

coveragent, der herausfinden will, ob Lorelei eine Juwelendiebin ist. Leider verknallt er sich dabei in die hinreißend naive Blondine und befindet sich schon bald im Konkurrenzkampf mit einem Rivalen, Sir Francis Beekam, dem Besitzer einer Diamantenmine. Dank des Talents seiner Stars Jane Russell und Marilyn Monroe sowie von Regisseur Howard Hawks und der

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zum muskelbepackten ehrgeizigen Kraftpaket. Weitere Parallelen zur Boxer-Saga ergeben sich durch die Story um Manero als zähen Aufsteiger. Die Bee Gees steuerten den Titelsong bei, die restliche Musik stammt von Stallones Bruder Frank (in der Nebenrolle des Carl). Travoltas Partnerin Cynthia Rhodes (Jackie) tanzte in „Flashdance“ und „Dirty Dancing“. 15


JULI 2013 Die LebenDen A/D, 2012, 112 Min., teilw. OmU, R: Barbara ALBERT, mit: Anna Fischer, Hanns Schuschnig, August Zirner , Itay Tiran, Winfried Glatzeder u.a. „Eine Germanistikstudentin wird aus der Bahn geworfen, als sie erfährt, dass ihr Großvater als SS-Mann in Auschwitz diente. Sie macht sich auf eine Spurensuche nach dem Ausmaß der Schuld. Mit bewegter Kamera den Suchbewegungen der Protagonistin folgend, lässt sich der Film auf eine spannungsvolle Auseinandersetzung mit der Verantwortung für die Verbrechen des Holocaust ein. Auch wenn dabei Unschärfen bleiben, gelingen unter die Haut gehende Denkanstöße.“ ( filmdienst ) 11. - 17.7. 20.00 Uhr

LAYLA FOURie D/ZA/F/NL, 2013, 105 Min., OmU, Regie Pia Marais, mit: Rayna Campbell, August Diehl, Hendricks Kane, Constanze Viljoen u.a. Layla ist eine alleinerziehende Mutter, die in Johannesburg mit ihrem Sohn von Gelegenheitsjobs lebt. Sie lässt sich zur Polygraphistin ausbilden und erkämpft sich einen Job in einer Sicherheitsfirma, die auf Lügendetektoren spezialisiert ist. Auf dem Weg zum neuen Arbeitsplatz wird sie in einen Unfall verwickelt, der ihr Leben radikal verändert. Layla verstrickt sich in einem Netz aus Lügen und Täuschungen. Die Wahrheit könnte die Trennung von Mutter und Sohn bedeuten. Mit ihrem dritten Spielfilm kehrt die seit langem in Berlin lebende Regisseurin Pia Marais nach Südafrika zurück, an den Ort ihrer Kindheit, um einen klassischen Thriller zu drehen. Dabei nutzt sie das Genre, um sich in einem Land umzuschauen, in dem noch immer Spuren der Apartheid zu finden sind. So verstärkt der südafrikanische Alltag die Spannung des zusammen mit Horst Markgraf verfassten Skripts. Ganz beiläufig entwickelt sich LayLa Fourie auch zu einer Politstory, die dem Zuschauer die Paranoia und das Misstrauen in einer Gesellschaft vorführt, in der Rassenkonflikte weiter bestehen. 18. - 24.7. 20.00 Uhr

HAUS TUGenDHAT D, 2013, 109 Min., R: Dieter Reifarth Das Haus Tugendhat im tschechischen Brno ist ein Solitär moderner Architektur. Es verkörpert den sozialutopischen Anspruch des Architekten Mies van der Rohe und den weltoffenen großbürgerlichen Lebensentwurf seiner Auftraggeber Grete und Fritz Tugendhat. Der Film erzählt die wechselvolle Geschichte des singulären Bauwerks und seiner Bewohner. Regisseur und Produzent Dieter Reifarth verwebt in seinem Dokumentarfilm HauS TuGeNDHaT Gespräche mit Familienmitgliedern, einstigen Benutzern des Hauses, Kunsthistorikern und Restauratoren mit historischen Foto- und Filmaufnahmen zur facettenreichen Biographie eines Bauwerks. Vor dem Hintergrund der politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts erzählt der Film von den persönlichen Erfahrungen der Bewohner und Nutzer des einzigartigen Hauses, dessen Schönheit und Ausstrahlung bei Generationen von Menschen tiefe Spuren hinterlassen hat. "Es ist auf den ersten Blick nur die Geschichte eines außergewöhnlichen Bauwerks. In Wahrheit ist Dieter Reifarths Dokumentarfilm über den Bau von Mies van der Rohe aber so episch und spannend wie ein Entwicklungsroman, der ein ganzes Jahrhundert umspannt." ( programmkino ) 25. - 28.7. 20.00 Uhr

KINO filmgalerie Bertoldstr. 9 93047 Regensburg Tel. 0941 298 45 63 BÜRO Arbeitskreis Film Regensburg e.V. Bertoldstr. 9 93047 Regensburg Tel. 0941 298 45 63 info@filmgalerie.de www.filmgalerie.de BÜRO Kurzfilmwoche Andreasstr. 28 93059 Regensburg Tel. 0941 56 09 01 info@kurzfilmwoche.de www.kurzfilmwoche.de gefördert von:

bb KinG: THe LiFe OF RiLeY GB, 2012, 117 Min., OmU, R: Jon Brewer Eine herzerwärmende, aufschlussreiche und berührende Dokumentation über den legendären Bluesmusiker BB King. Erzählt von Morgan Freeman und mit Beiträgen von Eric Clapton, Bono, Ringo Starr, Carlos Santana, Slash, Bonnie Raitt, Buddy Guy, Ronnie Wood, Mick Jagger und Bruce Willis. 29. - 31.7. 20.00 Uhr

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31. Regensburger Stumm Stummfilme mit Live-Musik film 8. bis 17. August 2013 woche Open Air im Museumscafé – Klosterhof des Historischen Museums


iHR weRDeT eUcH nOcH wUnDeRn

Patient Alpen PeAK D/I, 2011, 91 Min., R: Hannes Lang Skifahren – eine der beliebtesten Freizeitsportarten im Winterurlaub: perfekter Pulverschnee, Sonne, Berge, frische Luft und am Abend feiern beim Après Ski. Das heutige Gebiet der Alpen ist zu einem bizarren Hybriden aus Technik und Natur geworden, gleichzeitig aber auch zu einem Spiegelbild unserer Gegenwart. Die Skigebiete müssen technisch ständig aufgerüstet werden, damit der Ski- und Snowboard-Tourismus weiterhin auf seine Kosten kommt. PeaK beobachtet über ein Jahr lang die Bau- und Produktionsprozesse rund um den Ski-Tourismus und offenbart, was den Wintertouristen sonst unter der dichten Kunstschneedecke verborgen bleibt. Er zeigt die Modifikation von Landschaft und die bleibenden Spuren, die diese Eingriffe hinterlassen. PeaK fragt nach dem Verhältnis von Technik und Natur. Wie künstlich darf oder kann eine Landschaft sein? Oder: Wie künstlich muss sie sein, damit sie unserer Sehnsucht nach Urlaubsspaß und Erholung gerecht wird? Gleichzeitig erfährt der Zuschauer von den Protagonisten, wie schwierig das Überleben in den Alpen ist, wenn man sich nicht mehr auf das Wetter verlassen kann. 4. - 5.7. 19.00 Uhr

DAS weiTeRLeben DeR RUTH KLüGeR Österreich / Deutschland, 2011, 82 Min., Regie: Renata Schmidtkunz, mit: Ruth Klüger, Percy Angress, Dan Angress, Laurie Angress, Gail Hart, Herbert Lehnert, Sigrid Löffler, Thedel von Wallmoden, Eva Geber. Ruth Klüger hat ein bewegtes Leben hinter sich. Die Zeiten in Wien, Kalifornien, Israel und Göttingen haben ihre Spuren hinterlassen. Mehr noch, sie hat den Holocaust überlebt. In der Biografie erzählt sie, wie sie als aus Wien stammende amerikanische Schriftstellerin ihr Leben nach dem Holocaust bestreiten musste. Sie berichtet über ihr eigenes Muttersein und wie sich ihr Verhalten und ihre Identität als Frau nach den Erfahrungen veränderten. Die Regisseurin Renata Schmidtkunz schuf ein sehr persönliches Portät über die Autorin Ruth Klüger, dass über die Grenzen des sachlichen Aneinanderreihens von Fakten hinausgeht. Sie begleitet die Autorin wie ein Schatten und nimmt den Kinobesucher mit auf eine Reise in ihre schicksalshafte Vergangenheit, in der auch der Kampf gegen das Vergessen seinen Platz findet. Entstanden ist eine schonungslos-ehrliche Dokumentation, die den Zuschauer noch lange in Erinnerung bleibt. 6. - 7.7. 19.00 Uhr

JANDA+ROSCHER, Die Werbe

Nach dem Tod des gefeierten Theaterautors Antonie d’Anthac erhalten seine Freunde eine Einladung in sein Landhaus. Hier teilt ihnen der Verstorbene per Video seinen letzten Wunsch mit. Alle der versammelten Freunde haben über Jahre in Antoines Stück „Eurydike“ mitgewirkt und sollen für ihn eine letzte Entscheidung treffen: Eine junge Theatertruppe hat einen Mitschnitt ihrer Proben zu „Eurydike“ geschickt, um von Antoine die Erlaubnis zur Aufführung zu bekommen. Kaum sehen die Freunde ihre Figuren auf der Leinwand, sind auch sie wieder in ihren Rollen gefangen, aber das bleibt nicht die letzte Überraschung, die an diesem Abend auf sie wartet. iHr WerDeT euCH NoCH WuNDerN gleicht einem filmischen Abschiedsbrief – mit einem Augenzwinkern inszeniert der französische Meisterregisseur Alain Resnais (LeTZTeS JaHr iN MarieNBaD) humorvoll bis leise-melancholisch Reflexionen über das Leben, das Theater und den Tod. Seine wichtigsten und treuesten filmischen Weggefährten versammelt Alain Resnais in diesem Werk. 27.6. - 3.7. 20.00 Uhr 4. - 7.7. 20.45 Uhr 8. - 9.7. 20.00 Uhr

Botschafter

VOUS N'AVEZ ENCORE RIEN VU, F, 105 Min., OmU, R: Alain Resnais, mit: Mathieu Amalric, Lambert Wilson, Anne Consigny, Sabine Azéma, Michel Piccoli, Hippolyte Girardot, Denis Podalydès, Pierre Arditi u.a.

online oder live: » Jetztand tenstraße

Ges um Donau-Einkaufszentr Universität (Audimax)

Filmisches Philosophieren: „Das Meer in mir“ Verursacht durch einen leichtsinnigen Sprung ins Meer ist der ehemalige Seefahrer Ramón Sampedro (Javier Bardem) seit über 25 Jahren vom Hals abwärts querschnittsgelähmt an sein Bett in einem galicischen Bauernhaus gefesselt. Vollständig abhängig von der Pflege seiner Familie und seinem geliebten Meer nur noch in Träumen nahe, hat er nur noch einen Wunsch: Sampedro möchte sterben. Mit diesem Verlangen stößt er jedoch bei Angehörigen und Freunden auf Ablehnung und auch sein Kampf vor Gericht für eine Legalisierung des selbstgewählten Todes bleibt erfolglos… „Das Meer in mir“ erzählt die reale Geschichte Ramón Sampedros (1943-1998), die das Thema Sterbehilfe in das Bewusstsein der spanischen Öffentlichkeit brachte. Es zeichnet den Film aus, dass er sich einer eindeutigen moralischen Bewertung des assistierten Suizids enthält und stattdessen mittels der verschiedenen Akteure – wie der ambivalenten Schwägerin Sampedros, seinem Sterbehilfe kategorisch ablehnenden Bruder, der Kirche oder der Vereinigung „Würdevoll sterben“ – einem breiten Spektrum an Einstellungen Ausdruck verleiht. Wie dessen Umfeld so ist auch der Zuschauer hin und hergerissen angesichts der Todessehnsucht des zum Teil so lebensfroh scheinenden und von Bardem eindrucksvoll verkörperten Protagonisten. „Das Meer in mir“ ist Teil der Reihe „Filmisches Philosophieren“, die der AK Film zusammen mit dem Institut für Philosophie der Universität Regensburg veranstaltet. Es soll damit ein Forum geboten werden, Film als Medium der Reflexion und Diskussion philosophischer und gesellschaftlicher Fragen zu begreifen. Zur Anregung der Diskussion um Tod und Sterben wird Herr Prof. Dr. med. Matthias Edinger, Hämato-/Onkologe am Universitätsklinikum Regensburg, im Anschluss an den Film einen Kurzvortrag halten. MAR ADENTRO, Spanien/Italien, 2004, 126 min., dt. Fassung, Regie: Alejandro Amenábar, mit: Javier Bardem, Lola Dueñas, Belen Rueda u.a. Informationen und Kontakt: Andrea.Klonschinski@ur.de 10.7. 19.30 Uhr

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JULI 2013

www.kinos-im-andreasstadel.de

Mit Ricardo Darin [IN IHREN AUGEN, CHINESE ZUM MITNEHMEN] und Luís Tosar [UND DANN DER REGEN]

EIN FREITAG IN BARCELONA Ein zufälliges Aufeinandertreffen zweier alter Freunde: J. hat scheinbar alles, eine tolle Familie, einen guten Job, leidet aber dennoch an Depressionen und Phobien – ein gefundenes Fressen für seinen Therapeuten. – E. ist nichts geblieben, geschieden und ohne einen Cent wohnt er wieder bei seiner Mutter. – S. setzt seinen Sohn bei seiner Exfrau ab und bringt in umständlichen Reden den Mut auf, sie um eine zweite Chance zu bitten. – Der depressive und mit Medikamenten ruhig gestellte G. observiert gerade das Haus des Geliebten seiner Ehefrau, als er zufällig im Park auf L. trifft. – P. ist auf eine schnelle Nummer mit seiner Kollegin Mamen aus, während Frau und Kind Zuhause auf ihn warten. – Und M. und A. erhalten von der jeweils anderen Ehefrau eine ironische Lektion fürs Leben. Man mag sie lieben oder hassen – diese acht Männer um die 40 kommen einem irgendwie bekannt vor und fügen sich zu einem amüsanten, emotionalen Mosaik: dem Geheimnis der männlichen Identität. »Acht Männer um die 40, ratlos, rastlos, geschieden, therapiert, untherapiert, verwirrt und verloren auf der Suche nach einer neuen oder alten Identität. Unfähig in alltäglichen Situationen zu bestehen und auszudrücken, was sie fühlen. Das ist komisch, bedauernswert, erstaunlich, scharfsinnig und herzerwärmend zugleich – in jedem Fall aber unterhaltsam … auch für Frauen! Eine Komödie voll erfrischender Selbstironie und ohne Mitgefühl für Makel, Schwächen und Wehwehchen von Männern im mittleren Alter und deren Identitätskrise.« [Camino Filmverleih] Spanien 2012, 95 min, dtF und OmU, Regie: Cesc Gay, mit: Ricardo Darín, Luis Tosar, Javier Cámara, Eduardo Noriega, Leonor Watling, María Candela Peña, Cayetana Guillén Cuervom, Eduard Fernández

[2] LAURENCE ANYWAYS · THE DEEP · DIE JUNGFRAU, DIE KOPTEN UND ICH · FREIER FALL [3] 7 TAGE IN HAVANNA · TANGO LIBRE · PAPADOPOULOS & SÖHNE [4] MAX BECKMANN – DEPARTURE · DIE MIT DEM BAUCH TANZEN · HIS & HERS · VERBOTENVERFOLGT-VERGESSEN · BERBERIAN SOUND STUDIO

NACHRICHTEN UND EXTRAS

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GAY-FILMNACHT NATE & MARGARET FRAUENSALON Immer am ersten Donnerstag im Monat treffen sich um 21 Uhr im Theater im Akademiesalon Frauen, um sich neben allerlei Handfestem auch etwas Audiovisuelles für das Herz und das Hirn zu gestatten. Männer sind zugelassen. Do 4. Juli 21.00h

CINOCHE Französisch ist eine schöne Sprache und bei CINOCHE können Sie es noch besser [verstehen] lernen. CINOCHE wird wieder in seiner »Originalversion« gezeigt: Ein schöner französischer Film in Originalsprache mit französischen Untertiteln – mit Einführung.

Sie sind ein ziemlich seltsames Paar: Nate, ein schwuler 19-jähriger Filmstudent, der ängstlich auf sein erstes Mal wartet, und Margaret, eine spröde, 52-jährige Junggesellin, die als Kellnerin arbeitet und Stand-up-Comedy über Themen wie Missbrauch und Inzest betreibt. Aber: Nate & Margaret sind die besten Freunde. Gemeinsam durchwühlen sie die Chicagoer Trödelläden, trinken Rotwein aus Tetra-Paks, überstehen langweilige Geburtstagspartys und helfen einander bei uninspirierten Dreharbeiten und erfolglosen Auftritten. Eine Freundschaft, die man nur einmal erlebt. Doch genau die steht plötzlich auf dem Spiel, als Nate den gleichaltrigen James kennen lernt … USA 2012, 77 min, OmU, Regie: Nathan Adloff, mit: Natalie West, Tyler Ross, Conor McCahill, Gaby Hoffmann

der Männer und Frauen unterscheidet – oder nicht doch eher das Auftreten und die eingeübten Rollen. Katharina Peters hat einige mutige Teilnehmerinnen mit der Kamera begleitet und lässt sich u.a. von einer ehemaligen Miss Spreewald, einer Politikberaterin, einer Männermodendesignerin und einer alleinerziehenden Migrantin zeigen, wie aufregend es sein kann, einmal breitbeinig durch die Straßen Berlins zu laufen. Außerdem ist MAN FOR A DAY, der Eröffnungsfilm der Perspektive Deutsches Kino (Berlinale 2012) ein faszinierendes Porträt der Gender-Pionierin Diane Torr geworden. Deutschland 2012, 96 min, OmU, Regie: Katarina Peters Do 25. Juli 21.00h

DIE LYRIKMASCHINE

Fr 5. Juli 20.30h

Do 18. Juli 21.00h

Poesie von A bis Z heißt das erste Projekt der Künstlergruppe DIE LYRIKMASCHINE.

POZVÁNKA DO KINA TSCHECHISCHE FILMREIHE

L-FILMNACHT MAN FOR A DAY

Die Filme werden im Original mit deutschen, manchmal auch englischen Untertiteln gezeigt und sind ein Muss für jeden Tschechien- und/ oder Filmliebhaber!

Die legendäre Diane Torr kann aus Frauen Männern machen. Oder ihnen zumindest für einen Workshop lang das Gefühl geben, einer zu sein. In handfesten Experimenten geht man dort der Frage nach, ob es wirklich der Körper ist,

Geboten wird ein fulminanter Streifzug durch die deutsche Dichtkunst – ein Muss für Kenner und Liebhaber gehobener literarischer Unterhaltung! Kino Wintergarten im Andreasstadel.

Do, 18.Juli 2013, 20.30h

Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Mi 10 / Do 11 / Mi 24 / Do 25 Juli, jeweils 21.00 Uhr Bitte umblättern.

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LAURENCE ANYWAYS 1989: Der Schriftsteller und Lehrer Laurence [Melvil Poupaud] und die Werbefilm-Regisseurin Frédérique – kurz Fred – sind ein Paar. Die beiden führen eine glückliche und leidenschaftliche Beziehung. Wenn sie nicht gerade Liebe machen, albern sie herum und erstellen gemeinsam allerlei sinnige und unsinnige Listen. Doch Laurence hat ein dunkles Geheimnis: Seit frühester Kindheit fühlt er sich als Frau und somit in seinem männlichen Körper gefangen. Eines Tages realisiert Laurence, dass er so nicht mehr weiterleben kann und entschliesst sich zu einer Geschlechtsumwandlung. Als er dies Fred eröffnet, fällt sie aus allen Wolken. Doch nach einigem Zögern entschliesst sie sich, die Beziehung mit dem Mann, den sie liebt, weiterzuführen – auch wenn es künftig eine Frau sein wird. Dies ist der Anfang einer turbulenten Liebesgeschichte mit vielen Aufs und Abs. Gleichzeitig versucht Laurence, die schwierige und distanzierte Beziehung zu seiner Mutter [Nathalie Baye] aufzuarbeiten. »Eine sehr wild und heterogen inszenierte Lovestory der etwas anderen Art, die mit eingen wunderbar bild- und tonprächtigen Szenen aufwartet. Gleichzeitig geht aber auch die Geschichte selbst zu Herzen und wird bis zum Ende immer stärker. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt den Schauspielern. Dabei droht der Hauptdarsteller Melvin Poupaud – obwohl er als Frau im Männerkörper überzeugt – hinter seinen zwei Kolleginnen Suzanne Clément und Nathalie Baye fast ein wenig zu verblassen.« [outnow.ch] »Dolan ist ein Meister der ästhetischen Bildkomposition und verzaubert den Zuschauer mit perfekten Retro-Looks, hinreißenden Frisuren und einem 80 Jahre-Soundtrack, wie er hipper nicht sein könnte. Die Augenblicke, die Dolan mit der Kamera einfängt, sind einfach magisch.« [programmkino.de] – »Ein tief berührender Film.« [Männer 6/13] Kanada, Frankreich 2012, 159 min, dtF, Regie: Xavier Dolan, mit: Melvil Poupaud, Suzanne Clément, Nathalie Baye, Monia Chokri

THE DEEP Eisige See, klirrende Kälte: Gullis Schiff ist gekentert, die Besatzung ertrunken oder erfroren. Nur Gulli schwimmt weiter und weiter, den Blick gen Himmel; beinahe in Trance, im Zwiegespräch mit einer Möwe. Es ist der Beginn eines dramatischen Abenteuers, so unglaublich wie es wahr ist.

Glaubensfragen.

DIE JUNGFRAU, DIE KOPTEN UND ICH

»THE DEEP ist ein bemerkenswerter Film, der auf lebhafte und intime Weise eine Geschichte erzählt, die auf Film zu bannen fast unmöglich erscheint. Das Schiffsunglück und die Szenen in denen Gulli schwimmt, sind visuell beeindruckend, aber dieser Film geht sowohl im Umgang mit diesen Sequenzen, als auch in der Art wie er sich auf die Nachwirkungen seines wundersamen Überlebens auf Gullis Leben konzentriert, weit über das seelenlose Spektakel in Filmen wie DER STURM hinaus.« [Filmmaker magazine]

Regisseur Namir Abdel Messeeh untersucht das Phänomen der Marienerscheinungen koptischer Christen in Ägypten. Da wäre zum Beispiel Namirs Mutter, die eine solche koptische Christin ist. Sie selbst ist der Überzeugung, auf einem Video, welches in ihrer Heimat Ägypten aufgenommen wurde, eine dieser Marienerscheinungen gesehen zu haben. Im Gegensatz zu seiner Mutter ist Namir in Frankreich aufgewachsen und weitaus weniger religiös verwurzelt als sie. Um der Sache mit Maria auf den Grund zu gehen, besucht Namir seine Verwandten in Ägypten. Seine Eltern halten nicht besonders viel von dem investigativen Vorgehen ihres Sohnes, mischen sich in seine Arbeit am Film ein und kritisieren sein Vorhaben. Unter Zeitdruck beschließt Namir, eine eigene Marienerscheinung zu inszenieren und die Hauptrolle spielt niemand Geringeres als seine Mutter …

Inspiriert von wahren Begebenheiten und dem Bühnenstück von Jón Atli Jónasson. Die Szenen im Meer wurden on Location im Atlantischen Ozean und ohne Spezialeffekte gefilmt. THE DEEP war auf der Shortlist für den Oscar® für den Besten fremdsprachigen Film 2013.

»Am Ende einer Filmvorführung in Kairo ist ein ägyptischer Priester zu mir gekommen und hat gesagt: 'Dieser Film ist ein Spiegel Ägyptens. Jeder kann darin seine eigene Wahrheit lesen.'« [Namir Abdel Messeh] – Publikumspreis bei den Visions du Réel in Nyon.

Island, Norwegen 2012, 95 min, dtF, Regie: Baltasar Kormákur, Þorbjörg Helga Þorgilsdóttir, Jóhann G. Jóhannsson, Ólafur Darri Ólafsson

LA VIERGE, LES COPTES ET MOI, Frankreich, Katar, Ägypten 2012, 85 min, dtF, Regie: Namir Abdel Messeeh, mit: Siham Abdel Messeeh, Manir Abdel Messeh

Islands Kultregisseur Baltasar Kormákur [101 REYKJAVIK] verfilmt eine wahre Begebenheit, die sich 1984 in seiner Heimat zugetragen hat – eine reale Heldengeschichte, ein moderner Mythos.

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Ein vergnüglicher Film, nicht nur über

Die deutsche Antwort auf BROKEBACK MOUNTAIN. [3sat] Mit Hanno Koffler, Max Riemelt, Katharina Schüttler

FREIER FALL Karriereaussichten bei der Bereitschaftspolizei, Nachwuchs unterwegs, die Doppelhaushälfte von den Eltern vorfinanziert: Marcs Leben ist gut eingerichtet. Doch dann lernt er bei einer Fortbildung den Kollegen Kay kennen. Der bringt ihm beim gemeinsamen Lauftraining ein neues Gefühl von Leichtigkeit bei – und wie es ist, Gefühle für einen Mann zu entwickeln. Hin- und hergerissen zwischen der ihm vertrauten Welt und dem Rausch der neuen Erfahrung gerät ihm sein Leben zusehends außer Kontrolle. Im freien Fall kann Marc es niemandem mehr recht machen. Am wenigsten sich selbst. »Das schönste Liebespaar der Berlinale.« [Knut Elstermann, RBB Radio Eins] – »Eine vibrierende Darstellungskraft bis in die Nebenrollen – beeindruckend!« [FAZ] – »Eine Verwirrung der Gefühle, die einen fatalen Sog entwickelt.« [Der Tagesspiegel] Deutschland 2013, 100 min, dtF, Regie: Stephan Lacant, mit: Hanno Koffler, Max Riemelt, Katharina Schüttler


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7 TAGE IN HAVANNA ist eine faszinierende Momentaufnahme der pulsierenden kubanischen Metropole. 7 bekannte Regisseure den Zuschauer mit ihren lebendigen und sehr verschiedenen Geschichten in das Abenteuer Havanna.

7 TAGE IN HAVANNA Sieben Regisseure drehen je einen Kurzfilm in und über diese Stadt, einzige Verabredung: die Geschichte darf nicht länger dauern als einen Tag. Und so sehen wir an sieben Tagen einer Woche Bilder dieser ramponierten Schönheit Havanna, und in ihr Menschen, die auf abenteuerlichste Weise ihr Leben zu meistern versuchen oder im Begriff sind, zu fliehen, um ihr Glück in der Ferne zu finden. Wir erleben die Stadt aber auch mit dem Blick von Menschen, die nur für einen kurzen Besuch in die Arme dieser Grande Dame HAVANNA sinken, um sie, irgendwie verwandelt oder wenigstens zu sich gekommen, wieder zu verlassen. Die sieben Geschichten sind sehr unterschiedlich in ihrer Emotionalität, ihrem Tonfall und ihrer Bildsprache. Was sie zusammenhält ist ein loser roter Faden, an dem sich manchmal auch eine Person von der einen in die nächste Geschichte hangelt. Vor allem aber sind es die für Havanna so typischen Bilder von Schönheit und Verfall, von Lebendigkeit und Tristesse, von pulsierendem Leben auf den Straßen und in den Musikclubs, und auf der anderen Seite der Melancholie des stetig mit der gleichen Wucht an die Mauern brandenden Meeres …Alles in allem ein sympatischer Film, wenn man nicht erwartet, dass er dem Anspruch auf ein vollständiges Porträt auch nur im Ansatz genügt. Stattdessen macht er neugierig auf das, was verborgen scheint unter der lebensfrohen, lauten und erotisch aufgeladenen Oberfläche dieser besonderen Stadt zwischen Salsa und Totentanz. 7 DÍAS EN LA HABANA, Frankreich, Spanien 2012, 129 min, dtF, Regie: Benicio del Toro, Pablo Trapero, Julio Medem, Elia Suleiman, Gaspar Noé, Juan Carlos Tabío, Laurent Cantet, mit: Josh Hutcherson, Vladimir Cruz, Emir Kusturica, Daniel Brühl

TANGO LIBRE Jean-Christophe, von allen nur »JC« genannt, ist ein überkorrekter Gefängniswärter. Er bewegt sich lautlos durch die Gefängnisräume und wird selbst kaum von seiner Umwelt beachtet. Der Wärter fügt sich voll und ganz in die Rolle des Beobachters, er überwacht und kontrolliert – sich selbst ebenso wie andere – mit strengster Akribie. JC ist der klassische Einzelgänger, emotionale Beziehungen zu anderen gibt es bei ihm nicht. Außer zu seinem Goldfisch, den er seit 15 Jahren besitzt. Ein Hobby hat er jedoch: JC nimmt an einem wöchentlichen Tangokurs teil. Doch auch dort findet er keine sozialen Kontakte. Bis Alice auftaucht, eine attraktive Frau, der es nach dem ersten gemeinsamen Tanz gelingt, JC aus seiner selbstgewählten Isolation zu locken … »Was wie ein Krimi beginnt, erweist sich als ein genau gezeichnetes Drama von fünf Menschen, deren Schicksal sich mehr und mehr verknüpft im Rhythmus des argentinischen Tango. Dabei bietet das Drehbuch immer wieder überraschende Wendungen, um die Geheimnisse hinter den Figuren Stück für Stück zu entblättern.

PAPADOPOULOS & SÖHNE Harry Papadopoulos hat es geschafft. Dem englischen Geschäftsmann mit griechischen Wurzeln bleibt kaum etwas zu wünschen übrig: eine riesige Villa, Auszeichnungen ohne Ende, der Lebensstil der oberen Zehntausend. Alles seins. Doch kurz bevor er den Deal seines Lebens abschließt, bricht die Finanzkrise aus und die Banken fordern die sofortige Rückzahlung aller Kredite. Harry verliert über Nacht alles. Ihm bleibt nur ein kleines, vernachlässigtes Fish&Chips-Restaurant in einer fiesen Ecke Londons, das aber zur Hälfte seinem Bruder Spiros gehört, mit dem er kaum noch zu tun hat. Flankiert von seinen Kindern, zieht Harry beim reichlich chaotischen Onkel Spiros ein. Mit wohl oder übel geeinten Kräften beschließen sie, das Restaurant wieder auf Vordermann zu bringen. Misstrauisch beäugt von Harrys altem Rivalen Hassan von der Dönerbude gegenüber und unterstützt von der bezaubernden Anwältin Sophie, wollen die Papadopoulosens das Unmögliche möglich machen.

TANGO LIBRE ist eine berührende Geschichte von der Liebe und dem Mut, für sie die eigenen Grenzen zu überwinden. Gleichzeitig zeichnet der Film ein faszinierendes Porträt von Männlichkeit, das alle gängigen Klischees spielend auf den Kopf stellt.« [programmkino.de]

Mit fröhlicher Untergangsbegeisterung verortet der griechisch-britische Regisseur Marcus Markou die Krise zur Abwechslung mal mitten im Zentrum Europas. Voll Selbstironie und grandioser Situationskomik gelingt ihm ein zauberhaftes Schelmenstück über Wendepunkte und zweite Chancen.

Frankreich, Belgien 2012, 105 min, dtF, Regie: Frédéric Fonteyne, mit: Anne Paulicevich, François Damiens, Sergi López, Jan Hammenecker

Großbritannien 2012, 109 nin, dtF, Regie: Marcus Markou, mit: Stephen Dillane, Cosima Shaw, Georges Corraface, Thomas Underhill, Frank Dillane, Georgia Groome, Ed Stoppard

Poesie von A bis Z heißt das erste Projekt der Künstlergruppe: DIE LYRIKMASCHINE Geboten wird ein fulminanter Streifzug durch die deutsche Dichtkunst, Bekanntes und Seltenes, von heiter bis todernst, von leicht und beschwingt bis kraftvoll und heldenhaft! Mit viel Herzblut deklamiert von Christoph Maltz, moderiert und in Szene gesetzt von Sigrid Grün. Ein Muss für Kenner und Liebhaber gehobener literarischer Unterhaltung!

Mi 10 / Do 11 / Mi 24 / Do 25 Juli jeweils 21.00 Uhr Kino Wintergarten im Andreasstadel 21


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MAX BECKMANN – DEPARTURE Wie für andere Künstler seiner Generation war es die Erfahrung des Ersten Weltkriegs, die den Werdegang Max Beckmanns in neue, bis dato unbekannte Bahnen lenkte. Das Erlebnis existentieller Einsamkeit und der Verlust aller tragenden Konventionen machen ihn zu einem radikalen Wahrheitssucher. Direkt und unerbittlich »sieht« er seine Zeit und immer wieder auch sich selbst an, um einen gültigen Ausdruck, eine bleibende Form zu finden, auf der Suche nach einer modernen Form der figurativen Malerei. So sehr Max Beckmanns Werke in ihrer Zeit, in der Erfahrung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verwurzelt sind, so wenig haben sie bis heute an Wucht und Geheimnis verloren.

DIE MIT DEM BAUCH TANZEN

MAX BECKMANN – DEPARTURE ist ein Film der vielfachen Bewegung: An die Orte seines Wirkens, von Berlin über Frankfurt, Paris und Amsterdam bis nach New York; in eine ruhelose Zeit, dokumentiert in den vielfach erst kürzlich erschlossenen Selbstzeugnissen; besonders aber in Beckmanns Kunst selbst, deren Entwicklung sichtbar und erfahrbar wird. Entstanden in Zusammenarbeit mit Mayen Beckmann, der Enkelin des Künstlers, ist MAX BECKMANN – DEPARTURE das faszinierende Porträt eines einzigartigen Künstlers.

Was sich in der Gerüchteküche hartnäckig hält, muss ja irgendwie auch stimmen, oder nicht? Alt werden ist hässlich, Hitzewallungen lauern auf Schritt und Tritt, und die Antifaltencreme wird zum wichtigsten Kosmetikartikel. In Würde altern mag ja noch angehen, aber in Schönheit? Bleibt also nur, den Lauf der Zeit zu akzeptieren und die Fettpolster unter einem weiten Pulli zu verstecken? Die 28-jährige Filmemacherin ist jedenfalls gründlich verstört, als sie vom neuen Hobby ihrer Mutter in der fernen Provinz erfährt: Bauchtanz. Einmal in der Woche legen Mama und einige Freundinnen ohne Hemmungen die Kleider ab, ziehen sich bunte Kostüme an und ehe man sichs versieht, kreisen Hüften, wackeln Brüste und rollen Bäuche. Liebevoll, selbstironisch und mit einer leicht koketten Panik in Bezug auf das eigene Alter nähert sich die Regisseurin Carolin Genreith ihrer Mutter und deren Freundinnen an. Anregender Blick über den Tellerrand des coolen und jungen Hauptstadt-Lifestyles hinaus auf die Schwierigkeiten der Wechseljahre und die Kunst, die Angst vor dem Alter mit einem gekonnten Hüftkick in die Flucht zu schlagen. [Berlinale 2013]

Deutschland 2012, 70 min, dtF, Regie: Michael Trabitzsch

Deutschland 2013, 79 min, dtF, Regie: Carolin Genreith

Regisseur Daniel Burkholz ist zur Vorführung am 4. Juli im Kino anwesend. – In Kooperation mit DIE LINKE, VVN/BdA, DIE LINKE-SDS, DKP

VERBOTEN-VERFOLGT-VERGESSEN

HIS & HERS Der preisgekrönte Dokumentarfilm His & Hers des irischen Regisseurs Ken Wardrop erzählt eine Liebes- und Lebensgeschichte, die Geschichte von Männern und Frauen.Ein herzerwärmendes, schillerndes Potpourri über das älteste Thema unserer Welt: die feinen Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Mit seinem Glanzstück gewann der irische Regisseur Ken Wardrop den Publikumspreis beim Dublin International Film Festival. 70 Frauen unterschiedlichen Alters und verschiedenster Lebenssituationen berichten über ihre wichtigsten männlichen Bezugspersonen: Väter, Söhne, Brüder, Ehemänner, Freunde oder gar Liebhaber. Sie erzählen direkt in ihren Wohnzimmern, Küchen, Schlafzimmern oder Fluren von ihren positiven und negativen Erfahrungen, von der großen Liebe oder einfach nur nüchternen Alltagsszenarien. Am Ende entsteht ein Mosaik über das Verhältnis zwischen Mann und Frau – obwohl kein einziger Mann auftaucht. Irland 2009, 80 min, OmU, Regie, Buch: Ken Wardrop

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Bereits kurz nach Ende des 2. Weltkriegs begann der Kalte Krieg. Vor diesem Hintergrund plante die Bundesregierung unter Kanzler Adenauer schon 1950 den Aufbau einer Armee. Gegen dieses Vorhaben gab es in der Bevölkerung große Proteste. Die Regierung Adenauer reagierte schnell. Innerhalb weniger Wochen wurde ein politisches Strafrecht eingeführt, das seine Wurzeln im Strafrecht der Nazizeit hatte. Alle BürgerInnen, die gegen die Wiederbewaffnung oder für die Wiedervereinigung waren, galten nun als Staatsfeinde. Über 200.000 Menschen wurden politisch verfolgt – häufig von Polizisten, Staatsanwälten oder Richtern, die ihr Handwerk noch in der Nazizeit gelernt hatten – und ca. 10.000 von ihnen zu teils langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Oftmals wurde ihre Existenz zerstört. Verboten-Verfolgt-Vergessen erzählt die Geschichte dieser Menschen. »Unbedingt ansehen, keine Sekunde langweilig. Notwendiges Wissen über den 'Unrechtsstaat' der Bonner Republik.« [Anja Röhl] – »Der Film macht die Gründungsgewalt der BRD mit Originalaufnahmen anschaulich …« [Matthias Reichelt, Junge Welt] – »Die Stärke des Films liegt darin, dass er auf jede Heroisierung verzichtet und aufzeigt, wie sich die Verfolgung auch auf das Umfeld der Betroffenen auswirkte.« [Peter Nowak, der Freitag] Deutschland 2012, 58 min, dtF, Regie: Daniel Burkholz

BERBERIAN SOUND STUDIO Italien 1976: Der schüchterne Brite Gilderoy hat einen Job als Sounddesigner in einem Tonstudio angenommen. Worauf er sich eingelassen hat, wird ihm erst bei seiner Ankunft bewusst, denn das Berberian Sound Studio produziert »Giallo«-Filme, bizarre Horrorstreifen voll von Gewalt und Erotik. Gilderoy nimmt sich pflichtbewusst und detailversessen seiner neuen Aufgabe an und verliert sich zusehends in der alptraumhaften Klangwelt der Filme – bis sich Wirklichkeit und Fiktion schmerzvoll überlagern. BERBERIAN SOUND STUDIO ist ein versponnenes Grusel-Fest für Filmliebhaber, eine Hommage an das Giallo-Genre, ein verstörender Ritt durch die menschliche Psyche. Regisseur Peter Strickland macht in seinem Sound-Thriller die Geräusche zu Protagonisten, die ihre Zuschauer fest im Griff haben. Ein wahrlich sinnliches Erlebnis! »Erinnert an den frühen Lynch oder Polanski. Absolut unverwechselbar und in keine Schublade zu quetschen, ein Musique-concrète-Alptraum, eine psycho-metaphysische Implosion der Angst … wirklich merkwürdig und wirklich gut.« [The Guardian] »Es ist unmöglich, sich oder den Film in irgendeiner Weise zu verorten. Man wird genau wie die Hauptfigur in einen Strudel aus Wahnsinn, Geräuschen und Angst gerissen, an deren Ende nur eine große Frage steht: Wer ist hier verrückt geworden? Der Regisseur, die Hauptfigur oder der Zuschauer? Oder vielleicht alle zusammen?« [kino-zeit.de] GB 2012, 94 min, OmU, Regie: Peter Strickland, mit: Toby Jones, Antonio Mancino, Tonia Sotiropoulou


22.09.2003 4:01 Uhr

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STATTTHEATER STATTTHEATER

KULTUR AN DER UNI KULTUR ANJuli DER UNI 2013 Theater Mo 1. – Fr 5. 19.30 Uhr Babylon „Shakespeare dringend gesucht“ ein satirisches Lustspiel von Heinar Kipphardt

Di 9. – Sa 13. 19.30 Uhr RUPs, too „One Mad Night“ von James Reach

Fr. 26. – Di 30. 19.30 Uhr Eintritt frei Germanistentheater „Die Stützen der Gesellschaft“ von Henrik Ibsen

Theater an der Universität Info zum Kartenvorverkauf: Tel. 943-3270 (Mo – Do 9 – 12 Uhr) www.stwno.de

Für studentische Filmemacher: „TF Medienstudio“ im Studentenhaus, SH 1.39

JULI IM W1 KONZERTE:

Einlass ab 20 Uhr, Beginn ca. 21 Uhr. 11.07.2013 General Sherman / Fat Fairy Konzert mit Infoabend der United Nations Society Regensburg e.V.

THEATER:

21. und 24.07.2013, 19.30 Uhr, Eintritt frei. Operetka - Ein experimenteller Theaterabend mit der Schauspielgruppe des W1 unter der Leitung von Ruth Wahl.

Kurse & Equipment: Info: weber.c@stwno.de oder telefonisch: 943-2198, Mi 12 – 14 Uhr, SH 1.39 Universität Campus Buslinien 4, 6, 11, C1, C2, C4 und C6 Theater, Studentenhaus (SH): Nähe Mensa und Audimax

Studentische Kulturprojekte gefördert vom

Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz Studentische Kulturprojekte Albertus-Magnus-Straße 4 gefördert vom 93053 Regensburg Studentenwerk www.stwno.de

Niederbayern/Oberpfalz Albertus-Magnus-Straße 4 93053 Regensburg www.stwno.de

LESUNGEN: 04.07.2013 Schreibwerkstatt Salamander

KULTURCAFE:

Mi. und Do. von 17 bis 22 Uhr sowie Fr. von 17 bis 20 Uhr (außer an Veranstaltungs- und Feiertagen). In der Zeit vom 05.08.2013 bis einschließlich 24.09.2013 bleibt das W1 u.a. wegen der Beteiligung bei Mini Regensburg geschlossen. Danach gibt es wieder Konzerte, Kurse, Café, Handmade-Days u.v.m.!

W1 - Zentrum für junge Kultur Weingasse 1 93047 Regensburg Tel.: 0941/507-2555 Fax: 0941/56 16 10 E-Mail: jungekultur@regensburg.de www.jungekultur-regensburg.de


17.30 (0,-) 19.00 (0,-)

20.00 (8,-)

JULIUS CAESAR

16.30 (8,-)

16.15 (8,-)

O.V.

19.30 (8,-) THE GRANDMASTER 19.00 (8,-)

22.00 (0,-)

GLÜCKSRITTER

21.00 (8,-)

22.00 (0,-)

30 26 MI 26 MI 19.00 (8,-)

18.30 (8,-)

21.15 (8,-)

20.45 (8,-)

26 MI

28 FR BECKMANN

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29 SA

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30 SO

20.00h DAS WEITERLEBEN DER RUTH KLÜGER 20.00h OmU

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8 MO

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20.00 FREIER FALL

JAZZWEEKEND

21.15 15 MO 19.15 FREIER FALL BERBERIAN SOUND STUDIO

16 DI

17 MI

21.00

20.30 POZ18 DO 18.45 VÁNKA DO KINA DIE MIT 19 FR DEM BAUCH 20.30 PAPADOPOUTANZEN LOS & SÖHNE

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18.45 TANGO LIBRE

19.00 | dtF EIN FREITAG IN BARCELONA

THE DEEP

21.00 WILDE ZEIT 20.45 | So 20.00

20.45 THE DEEP

21.00 7 TAGE IN HAVANNA

21.00 MALTZ.GRÜN.DIE

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18.30 7 TAGE IN HAVANNA

21.00 GAY NIGHT

19.00 | OmU LYRIKMASCHINE POESIE VON A-Z EIN FREITAG IN 20.45 | dtF BARCELONA EIN FREITAG IN BARCELONA

19.00 21.00 THE DEEP MALTZ.GRÜN.DIE

21.00 19.00 FRAUENSALON DIE JUNGFRAU, DIE 20.30 KOPTEN UND ICH CINOCHE

18.30 19.00 20.30 TAKE MOCKUMENTARY THIS WALTZ TANGO LIBRE 21.00 19.00 | So 18.00 19.15 LESBIAN NIGHT DIE JUNGFRAU, DIE MAX Fr-So 17.30 KOPTEN UND ICH Sa + Mo-Mi 21.00

29 SA

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4 DO

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4 DO

3 MI

1 MO

20.15 (8,-) + Do-So 16.00 (7,-)

1 MO

18.00 (8,-)

1 MO

OmU

Alain Resnais

Ein Film von 20.45h

5 FR 6 SA

18.45 VERBOTEN, VERFOLGT, VERGESSEN

2 DI

19.00h

PEAK

2 DI

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4 DO

Woody Allen ist ZELIG 30 3 MI

21.00 (8,-)

5 FR

OmU

8 MO 9 DI

18.00 (8,-)

19.00 (8,-)

TANGO LIBRE

JULI ’13 · altstadtkinos.de · JULI ’13 · filmgalerie.de · JULI ’13 · altstadtkinos.de · JULI ’13 · kinos-im-andreasstadel.de

26 MI 27 DO 28 FR 29 SA 30 SO 1 MO

O.V.

2 DI KinoKaffeeKuchen 13.00 (6,-) 3 MI DER GROSSE GATSBY 16.45 (7,-) 4 DO 5 FR

Über allen Gipfeln 19.00h

19.15 21.15 6 SA Sa nur 17.15 BERBERIAN SOUND BECKMANN STUDIO

6 SA 20.00h

Ihr werdet euch

10 MI 11 DO

16 DI 17 MI 18 DO 19 FR

18.00 (8,-)

19.00 (8,-)

7 SO MAX

6 SA

9 DI 10 MI

6 noch wundern OmU 19.30h Filmisches Philosophieren Das Meer in mir 20.00h

7 SO

12 FR

DAS WEITERLEBEN DER RUTH KLÜGER

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13 SA

18.30 (8,-)

7 SO 18.15 (8,-) 8 MO Live-Präsentation 17.00 (7,-) + 19.30 (8,-) 9 DI DIE OSTSEE VON OBEN (in Anwesenheit der Filmemacher) Vorpremiere 19.30 (7,-) 22.30 (0,-) LA GRANDE BELLEZZA DER MANN MIT DER TODESKRALLE 40 10 MI 17.00 (7,-) 19.30 (8,-) + Sa/So 14.30 (7,-) 22.15 (7,-) 11 DO

13 SA

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20.45 (8,-)

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13 SA

Meine Geschichte meines Großvaters 20.00h OmU

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August Diehl 21 SO

20 SA

22 MO

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Rayna Campbell

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O.V. 21 SO

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23 DI 20.00h

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23.00 (7,-)

16 DI Double Feature 20.45 (10,-) DRIVE + ONLY GOD FORGIVES 17 MI 23.00 (7,-) 18 DO

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16.00 (0,-) 18.00 (8,-) BLONDINEN BEVORZUGT 7 Tage in Havanna 21.00 (8,-)

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RYAN GOSLING 23.00 (0,-) KAMPF DER WELTEN 22.45 (7,-)

21.00 (8,-)

15 MO

15 MO 16 DI 17 MI 18 DO 19 FR 20 SA 21 SO 22 MO 23 DI

20.45 (8,-)

25 DO 18.45

18.00 (8,-) + Sa/So 15.00 (7,-)

25 DO

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20.30 LAURENCE ANYWAYS

HIS & HERS LESBIAN NIGHT

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BB KING THE LIFE OF RILEY

26 FR 27 SA

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O.V. 28 SO RYAN GOSLING

30 DI

STAYING ALIVE 30 31 MI

22.45 (0,-)

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18.00 (8,-) O.V.LA GRANDE BELLEZZA

29 MO 30 DI 31 MI

Juli Wohin 2013  

Kino und Bühne in Regensburg

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