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altstadtkinos.de

Nr. 284 - Feb. '12

NOMINIERT FÜR DIE

„Wer kein Herz hat, dem geht es auch hier nicht über.“ ZEIT ONLINE

Cécile de France Thomas Doret

EIN FILM VON

Jean-Pierre und Luc Dardenne www.derjungemitdemfahrrad.de

AB 9. FEBRUAR IM KINO


THEATERSPIELPLAN Theater am Bismarckplatz Mo 1 Do 2 Fr 3 Sa 4 So 5 Mo 6 Di 7 Mi 8 Do 9 Fr 10 Sa 11 So 12 Mo 13 Di 14 Mi 18 15 Do 16 Fr 17 Sa 18 So 19 Mo 20 FR Di 26 27 21 Mi 22 Do 23 Fr 24 Sa 25 So 26 Mo 27 Di 28 Mi 29 Do 1 Mi 2

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19.30 Uhr FV, Abo EPA,W

PREMIERE

ELEKTRA

Oper von Richard Strauss

19.30 Uhr FV, VB

Ballett v. Olaf Schmidt, Musik v. Carl Orff

19.30 Uhr FV, Abo A

Oper von Richard Strauss

10.30 Uhr Schulvor.

Einführung in das Musiktheater

19.30 Uhr FV, VB, Abo C

Oper von Richard Strauss

19.30 Uhr FV, Abo D

Komödie von S. Sinclair u. A. McCarten

19.30 Uhr FV, Abo M

Operette von Franz Lehár

19.30 Uhr FV, Abo S

Komödie von S. Sinclair u. A. McCarten

CARMINA BURANA ELEKTRA

ICH UND DU: ELEKTRA ELEKTRA

Velodrom

Theater am Haidplatz

Andere Spielstätten

19.30 Uhr FV, Abo B

Drama von Christoph Nußbaumeder

19.30 Uhr FV, Abo Q

Drama von Christoph Nußbaumeder

19.30 Uhr FV, Abo H

Drama von Christoph Nußbaumeder

19.30 Uhr FV, Abo O

Drama von Christoph Nußbaumeder

15 Uhr FV, Abo N

Drama von Christoph Nußbaumeder

16 Uhr FV

19.30 Uhr FV

DER BRANDNER KASPAR UND DAS EWIG‘ LEBEN

10 Uhr Schulvor.

19.30 Uhr FV, Abo I 19.30 Uhr FV 19.30 Uhr FV

EISENSTEIN

11 Uhr Schulvor.

Probebühne Bismarckplatz

... UND MORGEN DIE GANZE WELT v. Jürgen Eick ab 14 J.

EISENSTEIN EISENSTEIN EISENSTEIN

19.30 19.30 Uhr Uhr FV, FV Abo X

PREMIERE

DIE ACHT FRAUEN

LEONCE UND Kriminalkomödie vonLENA Robert Thomas Lustspiel von Georg Büchner

EISENSTEIN

Komödie von K. Wilhelm nach F. von Kobel

DER BRANDNER KASPAR UND DAS EWIG‘ LEBEN

19.30 Uhr FV

DER BRANDNER KASPAR UND DAS EWIG‘ LEBEN

19.30 Uhr FV

DER BRANDNER KASPAR UND DAS EWIG‘ LEBEN

19.30 Uhr FV

Komödie von K. Wilhelm nach F. von Kobel

Komödie von K. Wilhelm nach F. von Kobel

Komödie von K. Wilhelm nach F. von Kobel

DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM

Probebühne Bismarckplatz

OH, WIE SCHÖN IST PANAMA von Janosch

ab 4 J.

Probebühne Bismarckplatz

HEXE HILLARY GEHT IN DIE OPER von Peter Lund ab 6 J.

nach Heinrich Böll

DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM

nach Heinrich Böll

ZUM LETZTEN MAL

DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM

LADIES NIGHT

DIE LUSTIGE WITWE LADIES NIGHT

19.30 Uhr FV 19.30 Uhr FV, VB, Abo JA, JA

LEONCE UND LENA

Lustspiel von Georg Büchner

DER NUSSKNACKER –

ERINNERUNGEN AN DAS VERGESSEN Ballett v. O. Schmidt; Musik v. P. I. Tschaikowsky 19.30 Uhr FV, VB

Lustspiel von Georg Büchner

DIE LUSTIGE WITWE

19.30 Uhr FV, Abo HP

Lustspiel von Georg Büchner

HÄNSEL UND GRETEL

19.30 Uhr FV

Lustspiel von Georg Büchner

19.30 Uhr FV

Lustspiel von Georg Büchner

19.30 Uhr FV, Abo Q

Lustspiel von Georg Büchner

19.30 Uhr FV, Abo Q

Lustspiel von Georg Büchner

19.30 Uhr FV, Abo Q

Lustspiel von Georg Büchner

19.30 Uhr FV

Lustspiel von Georg Büchner

19.30 Uhr FV, Abo E

Komödie von S. Sinclair u. A. McCarten

19.30 Uhr FV, Abo F

Operette von Franz Lehár

19.30 Uhr FV, Abo G

Oper von Engelbert Humperdinck

19.30 Uhr FV, Abo J, L

Komödie von S. Sinclair u. A. McCarten

19.30 Uhr FV, Abo U

Komödie von S. Sinclair u. A. McCarten

19.30 Uhr FV, Abo Z

Oper von Richard Strauss

19.30 Uhr FV, VB

FEBRUAR 2012

19 Uhr FV, Abo KK

Neuhaussaal

11 Uhr Eintritt frei

MATINEE – Foyer Neuhaussaal

4. KAMMERKONZERT STREICH-

QUARTETTE MIT DEM DALBERG QUARTETT

LEONCE UND LENA

HÄNSEL UND GRETEL

LADIES NIGHT

LEONCE UND LENA LEONCE UND LENA

LADIES NIGHT LADIES NIGHT ELEKTRA

LEONCE UND LENA

EVITA

Das Regieteam informiert (Plätze begrenzt)

LEONCE UND LENA LEONCE UND LENA

LADIES NIGHT

LADIES NIGHT

Komödie von S. Sinclair u. A. McCarten

LEONCE UND LENA

LADIES NIGHT

19.30 Uhr FV

Komödie von S. Sinclair u. A. McCarten

19.30 Uhr FV, Abo R, P

Operette von Franz Lehár

DIE LUSTIGE WITWE

SEHEN SIE DIE TRAILER ZU DEN PRODUKTIONEN

DIE LUSTIGE WITWE LA TRAVIATA EISENSTEIN THE ROCKY HORROR SHOW DER BRANDNER KASPAR LADIES NIGHT HÄNSEL UND GRETEL DR. WAHN

19.30 Uhr FV, Abo EPA,W

PREMIERE

EVITA

O.m.Ü. 19.30 Uhr

Musical v. A. Lloyd Webber und Tim Rice

EVITA

O.m.Ü.

EVITA

O.m.Ü.

19.30 Uhr FV, Abo E, Y

Musical v. A. Lloyd Webber und Tim Rice

19.30 Uhr FV, Abo B

Musical v. A. Lloyd Webber und Tim Rice

19.30 Uhr FV, Abo H

EVITA

LEONCE UND LENA

FV

Lustspiel von Georg Büchner

19.30 Uhr FV

Lustspiel von Georg Büchner

O.m.Ü. 19.30 Uhr

Musical v. A. Lloyd Webber und Tim Rice

LEONCE UND LENA

FV

LEONCE UND LENA

19.30 Uhr FV, Abo X

PREMIERE – Turmtheater

SONNY BOYS

Komödie von Neil Simon

LEONCE UND LENA

Lustspiel von Georg Büchner

www.theaterregensburg.de Alle Vorstellungen im freien Verkauf = FV. Ausnahmen sind bei der jeweiligen Vorstellung angegeben. Abkürzungen: EV = Eingeschränkter Verkauf / VV = Vorverkauf / AK = Abendkasse / RK = Restkarten / TR = Theaterring / VB = Volksbühne / TdJ = Theater der Jugend / SV = Schulvorstellung / = Theater Regenbogen / O.m.Ü. = Original m. Übertitel

Kartenreservierung (0941) 507 - 24 24

Kartenkauf online: www.theaterregensburg.de


O.m.U.-VORPREMIERE (22.2.)

VORPREMIERE (22.2.) Am 22. Februar zeigen wir im Garbo um 20.15

Am 22. Februar zeigen wir im Ostentor um 19.00

Eine 30-jährige (Polit-)Karriere komprimieren Regisseurin Phyllida Lloyd („Mamma Mia!“) und ihre vorzügliche Drehbuchautorin Abi Morgan („Shame“) auf 105 Minuten. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelt das elegant gestaltete Biopic, das den Menschen hinter der Politikerin sichtbar macht. Nostalgische Sepiabilder für das Gestern, verwaschene, kalte Aufnahmen für das Heute. Dazu Wochenschauclips, verwegene Kamerawinkel, hohes Tempo, eine furiose Montage und mittendrin bestechen als Paar Oscar-Preisträgerin Meryl Streep und Jim Broadbent. Großes, wuchtiges Schauspielerkino. Offizieller Start ist der 1. März

KINO KAFFEE KUCHEN (7.2.) Jeden ersten Dienstag (außer Feiertags) zeigen wir im Ostentor um 13.00 Uhr einen ausgewählten (neuen) Film. Im Anschluss lädt Sie die Firma Hörgeräte Reichel ins Chaplin-Restaurant - gleich nebenan zu Kaffee und Kuchen ein. Und alles gibt es für nur 6,-!

Am 7. Februar zeigen wir im Ostentor um 13.00 die Komödie

In seiner eindringlichen Psychostudie „Shame“ über Beziehungsunfähigkeit und Einsamkeit zeigt Videokünstler Steve McQueen beunruhigend, wie sich ein Mensch, gefangen in seiner Sexualität, haltlos verliert. Brillant verkörpert der deutsch-irische Schauspieler Michael Fassbender dabei einen New Yorker Großstadthelden, der ständig nach der schnellen Befriedigung giert. Nicht umsonst wurde der 34jährige Charakterdarsteller mit der nonchalanten Ausstrahlung eines Gentlemans dafür auf dem Filmfest Venedig mit der Coppa Volpi als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet und bereits als Oscar-Kandidat gehandelt. Offizieller Start ist der 1. März

SNEAK PREVIEW (29.2.) Nach dem großen Erfolg beim letzten Mal, präsentieren wir am 29.2. eine weitere Sneak-Preview im Garbo (20.30 Uhr). Welcher Film gezeigt wird, muss natürlich geheim bleiben. Wir können nur soviel verraten, daß er erst Ende März in den deutschen Kinos anlaufen wird. Um das Ganze etwas schmackhafter zu machen, verlangen wir nur 5,- Eintritt. Falls der Film nicht gefallen sollte, bekommt jeder bis 15 Minuten nach Start des Hauptfilms sein Geld zurück! Wir würden uns über einen regen Besuch sehr freuen.

ALLE FILME VON A-Z Abendland Amer Der atmende Gott Bauer sucht Pfau Bezaubernde Lügen Boccaccio 70 Cabaret Dame König As Spion Drive Eine ganz heiße Nummer

(S. 23) (S. 27) (S. 28) (S. 25) (S. 28) (S. 15) (S. 15) (S. 8+9) (S. 7) (S. 16)

Ein Sommer auf Haifa (S. 23) Die eiserne Lady (S. 13) Faust (S. 29) Gott des Gemetzels (S. 16) ALTSTADTKINOS Helden des ALTSTADTKINOS Polarkreises (S. 24+29) Jane Eyre F RFERIEKIAKRATRET E (S. 28) John Irving (S. 25) ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOS Der Junge mit dem Fahrrad (S. 5+27) Kriegerin F RFERIEKIAKRATRET E (S. 26) Mad Circus (S. 24) gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

Nicht gültigNicht bei Überlängenfilmen gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften und ausverkauften Vorstellungen. Vorstellungen.

gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

Nicht gültigNicht bei Überlängenfilmen gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften und ausverkauften Vorstellungen. Vorstellungen.

ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOS

The Real American Mama Africa (S. 25) Tournée Mein liebster Alptraum (S. 28) Die Unsichtbare MI 4 - Phantom Protokoll (S. 17) Verblendung Shame (S. 11) Vermißt Summe m. einzelnen Teile DIE (S.KINO-SCHECKKARTE 11+24) DIE KINO-SCHECKKARTE Weiherer Tage die bleiben (S. 25) €€50,– 50,– William S. Burroughs The Artist (S. 7) (10 (10Gutscheine Gutscheine àà€€5,–) 5,–) Wyssozki The Black Power Mixtape (S. 24) gültig gültigimimOSTENTOR, OSTENTOR,GARBO GARBO Zauberberg The Descendants (S. 5) und undTURM-THEATER. TURM-THEATER. Ziemlich beste Freunde The Ides of March (S. 17)

GUTSCHEINE UND GESCHENKE DIE KINO-SCHECKKARTE DER DERKINOTALER KINOTALER KINO-SCHECKKARTE € 50,– F RFERIEKIA KR ATRET E gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

Voll Vollübertragbar! übertragbar!

(S. 27) (S. 25) (S. 26) (S. 11) (S. 15) (S. 25) (S. 27) (S. 23) (S. 15) (S. 13)

Dazu Dazugibt's gibt's3Freikarten. 3Freikarten.

Nicht gültigNicht bei Überlängenfilmen gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften und ausverkauften Vorstellungen. Vorstellungen.

ALTSTADTKINOS

FREIKARTE gültig bis 12/2005

Nicht gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften Vorstellungen.

ALTSTADTKINOS

FREIKARTE gültig bis 12/2005

Nicht gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften Vorstellungen.

ALTSTADTKINOS

FREIKARTE gültig bis 12/2005

6,50 Euro (10à Gutscheine à6,50 5,-) €€ (1050 Gutscheine € 5,–)

incl. 3 Freikarten · gültig in den ca Altstadtkinos (Originalgröße (Originalgröße ca3cm 3cmØ)Ø) und TURM-THEATER. (Garbo und Ostentor) Voll übertragbar!

gültig im OSTENTOR, GARBO

Gültig Gültigininallen allen ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOSund undOPEN OPENAIR AIR

Voll übertragbar!

KINOTALER

6,50 Euro gültig in den Altstadtkinos (Garbo und Ostentor)

Dazu gibt's 3Freikarten.

Nicht gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften Vorstellungen.

DER KINOTALER Erhältlich im Garbo, Ostentor, Chaplin, in der Touristinfo im Alten Rathaus (nur Kinotaler), in der Dombrowsky Buchhandlung (Kassiansplatz), 6,50 € Kartenvorverkauf im DEZ, im Plattenladen Shadilac (Kramgasse 1) und Mittelbayerischer Kartenvorverkauf im DEZ. Mittelbayerischer (Originalgröße ca 3cm Ø)

Gültig in allen ALTSTADTKINOS und OPEN AIR

KINO-QUIZ Die Lösung dieses Monats (Vorname eines Schauspielers) erscheint in den grauen Kästchen, wenn Sie die Antworten zu folgenden Fragen eingetragen haben. 1) Er (Vorname) spielt den Ehemann der Eisernen. 2) Diese Brüder lieben das soziale Drama. 3) Sie (Vorname) schrieb die Drehbücher zwei unserer Filme.

4) Für ihn (Vorname) sind die fetten Jahre noch nicht vorbei. Zu gewinnen gibt es 1x10 Altstadtkinos-Freikarten. Einsendeschluss ist der 17. Februar Die Lösung von Nr. 283: REFN (1. Ryan, 2. Ulmen, 3. Doof, 4. Payne) Die Gewinnerin (von 57): Christl Gradl aus Regensburg

ALTSTADTKINOS-IMPRESSUM OSTENTOR: NFS Neue Filmstudio GmbH · Geschäftsführung: Achim Hofbauer, Claudia Eis · Tel 09 41 / 57 95 2 · Fax 56 76 76 9 Watmarkt 7 · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de GARBO: Achim Hofbauer · Tel 09 41 / 57 58 6 · Weißgerbergraben 11a · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de WOHIN: Achim Hofbauer · Tel 09 41 / 57 95 2 · Watmarkt 7 · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de · Auflage: 12 000 Druck: KARTENHAUS KOLLEKTIV Grafische Dienste GmbH · Auerbacher Straße 12 · 93057 Regensburg · Tel 0941/ 208 22-0 Anzeigenschluß für das März-Wohin ist am 17.2. · Anzeigenpreise auf Anfrage · Das März-Wohin erscheint am 22.2. 3


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Originaltitel: Le gamin au vélo; Belgien / Frankreich / Italien 2011 - 87 Min.; ab 6; Regie: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne; Darsteller: Thomas Doret, Cécile De France, Jérémie Renier, Egon Di Mateo, Fabrizio Rongione.

C

yril (Thomas Doret) will nicht wahrhaben, dass sein Vater (Jérémie Rennier) ihn ins Heim abgeschoben hat. Immer wieder bricht der 12jährige aus. Verzweifelt sucht der Junge nach ihm und seinem geliebten Fahrrad. Dieses Fahrrad ist sein Anker in eine Welt, in der für ihn noch alles in Ordnung schien. Als plötzlich Samantha (Cécile de France) im Heim auftaucht und ihm sein verschwundenes Rad zurückbringt schöpft der verschlossene Junge neue Hoffnung. In der Friseurin gewinnt er eine Verbündete, die echtes Interesse an ihm zeigt. Die lebenslustige Frau nimmt Cyril an den Wochenenden zu sich. Behutsam

versucht sie, sein Vertrauen zu gewinnen und macht sich mit ihm auf die Suche nach seinem Vater. Doch der will nichts von seinem Sohn wissen. Obwohl Samantha merkt, dass sie die Rolle als Ersatzmutter an ihre Grenzen bringt, gibt sie nicht auf. Sie wird nicht müde, Cyril so lange Wärme und Zuneigung zu schenken, bis sie endlich das Gefühl hat, zu ihm durchzudringen. Gerade als Cyril beginnt, ihre Nähe zuzulassen, schlägt das Schicksal jedoch noch einmal unbarmherzig zu. Seit ihren Filmen „Rosetta“ (1999) und „Das Kind“ (2005), die jeweils mit der Goldenen Palme von Cannes ausgezeichnet wurden, gelten die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne als Meister des realistischen Sozialdramas. Es sind immer die Verlierer am Rande der Gesellschaft, von denen die „Sozialarbeiter des Kinos“ in ihren eindringlichen Milieustudien erzählen. Stets streben sie dabei größtmöglichen Realismus an. Meist arbeiten die beiden mit eher unbekannten Schau-

spielern oder Laiendarstellern. Zum ersten Mal drehten die Autorenfilmer nun mit einem prominenten Star in der Hauptrolle, der in Frankreich überaus populären und erfolgreichen Cécile de France. Obwohl nicht ganz klar wird, welches Motiv ihre Figur im Film antreibt, überzeugt die belgische Schauspielerin in jeder Szene. Mit Cédric Klapischs Komödie „L‘ auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr“ feierte die 36jährige Wahlfranzösin ihren Durchbruch. Ebenso überzeugend war ihr Auftritt in „Hereafter - Das Leben danach“, dem übersinnlichen Thriller von Clint Eastwood. „Sei nicht traurig, wenn es anders wird, als du es dir erträumst“, sagt Samantha zu Cyril, als sie auf dem Weg zum abgetauchten Vater sind. „Ich träume nie“, antwortet er. Tatsächlich ist in Cyrils Leben kein Platz für Träume. In seiner Welt fehlt die Unbeschwertheit. Nur auf seinem Fahrrad fühlt Cyril so etwas wie Freiheit und Unabhängigkeit. Der junge Thomas

Doret, eine Entdeckung der europäischen Autorenfilmer, spielt seine Jagd nach Zuneigung sehr authentisch. „Es geht darum, ob die Liebe einer Frau stärker ist“, verrät das Regisseurs-Duo Dardenne, „als die Wut und Enttäuschung eines Jungen“. Mit der Kamera bleiben die einstigen engagierten Video-Pioniere auch jetzt wieder dicht an ihren Schauspielern. Vom Anfang bis zum Ende beobachten die Wallonen ihre Protagonisten so intensiv, bis sich die Geschichten wie von selbst entfalten. Von voyeuristischer Effekthascherei oder Sentimentalität keine Spur. Perfekt verbinden sie radikale Nüchternheit und tiefste Empfindsamkeit. Raum für Hoffnung gab es auch schon in ihren früheren Filmen. Diesmal freilich endet ihr sehenswertes, modernes Märchen wohltuend optimistisch. Und die Botschaft lautet mehr denn je: Wir brauchen andere, um im Leben klar zu kommen. Luitgard Koch (programmkino.de)

USA 2011 - 110 Min.; ab 12; Regie: Alexander Payne; Darsteller: George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges, Robert Forster, Judy Greer, Matthew Lillard, Nick Krause, Amara Miller, Mary Birdsong, Rob Huebel.

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ie Comedie humaine mit ihrer genauen Beobachtung menschlicher Sehnsüchte und Schwächen ist das Spielfeld von Alexander Payne, der sich mit seinen Vorgängern „About Schmidt“ und „Sideways“ den Ruf erarbeitet hat, der vermutlich bedeutendste amerikanische Chronist der Marotten des einfachen Mannes in seinen besten Jahren zu sein. „The Descendants“

fügt sich nun nach siebenjähriger Pause nahtlos in das Oeuvre des Filmemachers, nur geht die Verfilmung des Romans von Kaui Hart Hemmings noch weiter als seine bisherigen Filme, noch tiefer unter die Haut und ist noch souveräner in ihrer Betrachtung ihrer Figuren und des Ortes, an dem sie sich bewegen und der sie definiert. Sein Matt King, von George Clooney als nachvollziehbarer Jedermann gespielt, wie es nur ein Superstar kann, ist ein hawaiianischer Geschäftsmann und Patriarch einer Familie, die bis zu den Anfängen der Inselgruppe zurückreicht. Für den Verbund soll er entscheiden, ob und an wen ein bislang unberührtes Stück Land verkauft werden soll. Allerdings hat er viel drängendere Sorgen: Seine von ihm entfremdete Frau liegt nach einem Bootsunfall im Koma,

und Matt erfährt, dass sie eine Affäre hatte und ihn verlassen wollte. Als ihm die Ärzte mitteilen, dass sie nicht mehr aus dem Koma erwachen wird, macht Matt sich mit seinen beiden Töchtern auf die Suche nach dem anderen Mann. Die gemeinsame Reise bildet das Kernstück des Films, der seinen Figuren eine Widersprüchlichkeit zugesteht, wie man sie nur noch selten findet im Kino. Wenn Matt mit seinen Mädchen und dem etwas tumben Surferjungen Sid, den die aufmüpfige Ältere im Schlepptau hat, schließlich auf Kauai landet, nimmt die Handlung immer wieder unerwartete Wendungen, die einerseits tief in die Figuren blicken lassen, die einem immer mehr ans Herz wachsen, andererseits die Erfahrungen Kings unterwegs immer stärker an seine Aufgabe als oberster Schiedsrichter über den Verbleib des

Stücks Landes binden. Alle Figuren wachsen an ihren Erlebnissen, manche offensichtlich wie Sid, der vom tumben Beachboy zum philosophischen Helden dieser bittersüßen Ballade über das Abschiednehmen wird, andere, wie die beiden Töchter und letztlich auch Matt selbst, eher subtil. Payne will unterhalten, und das tut er wie wenige Filme in diesem Jahr. Aber er will auch etwas erzählen, unaufdringlich, über Tradition, Wurzeln, das Sterben und das Leben und letzten Endes Familie und Liebe. Wie es ihm gelingt, das Ergebnis in einer scheinbar ganz einfachen letzten Einstellung zusammenzufassen, ist so schön und weise, wie es nur das Kino sein kann. ts. (Blickpunkt Film)

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Achtung-frischgestrichen-Liebe

ORPHEE direkt bei der Bodega

KUNSTFORUM OSTDEUTSCHE GALERIE REGENSBURG

SCHATTENSEITEN AUGUST BRÖMSE & KATHRIN BRÖMSE 20.11.2011-26.2.2012

BODEGA

direkt beim Orphée

PROGRAMM NOVEMBER FEBRUAR 2012 PROGRAMM 2011

Samstag, 4.2., und Sonntag, 5.2., jeweils 13.30 bis 16.30 Uhr Ins Holz geschnitten: Tiere Menschen Mittwoch, 2. November, bis und Freitag, 4. November, 35 € Workshop zur Grafikausstellung SCHAUFENSTER Novemberwetter – Schirme blühen in der Stadt 1 für 10- bis 16-Jährige Herbstferien-Workshop Technik: Holzschnitt, 35 13 € inkl. € Geschwisterermäßigung Kurs I jeweils von 10 bis Uhr Material, für 7- bis 510-Jährige Max. II 10jeweils Teilnehmer. 0941/297 14-0 Kurs von 14Anmeldung bis 17 Uhr für 9- bis 14-Jährige Max. 10 Teilnehmer. Anmeldung: Tel. 0941/297 14-0 Sonntag, 5.2., 15 Uhr Führung zur Schattenseiten 2 € + Eintritt Dienstag, 15. Ausstellung November, 14 Uhr, 6 €

Schwarzer Torso, M. Uhr Moll - Stehendes Liebespaar, R. Bednorz Donnerstag, 9.2., 20 Führung für Senioren aus Sehnsucht der Reihe Hören und Sehen. August Brömse als Maler. nach Farbe und Ringen um Form Vortrag von PhDr. Gabriela Kašková, Kunsthistorikerin 6/4 € Samstag, 19. und 26. November, 3. und 10. Dezember Sonntag, Uhr 10.30 bis 12.2., 12.3015Uhr Führung zur Ausstellung Schattenseiten 2 € + Eintritt Traumbilder. Atelierkurs für 10- bis16-Jährige zur Ausstellung Schattenseiten Samstag, 18.2., und Sonntag, 19.2., jeweils 10 bis 1614-0 Uhr Max. 10 Teilnehmer. Anmeldung: Tel. 0941/297 Ins Holz geschnitten, auf Papier gedruckt Workshop19. zur Grafikausstellung Samstag, November, 19 Uhr SCHAUFENSTER 1 für Erwachsene August mit der Brömse Künstlerin Gisela Griem Schattenseiten. und Kathrin Brömse Technik: Holzschnitt, 50 € inkl. Material Eröffnung der Ausstellung Max. 8 Teilnehmer. Anmeldung 0941/297 14-0

Sonntag, Eintrittsfreier Sonntag, 20. 19.2.November Eintrittsfreier Sonntag Sonntag 11 Kostenlose Führung 11 Uhr Uhr Kostenlose Führungdurch durchdie dieSammlung Sammlung 15 Kuratorenführung mit PhDr. Gabriela Kašková, 15 Uhr Uhr Führung zur Ausstellung Schattenseiten 2 € Kunsthistorikerin Dienstag, 21.2., Uhr Donnerstag, 24.14November, 18 Uhr, 2 € Führung für die Senioren Blick hinter Kulissen. August Brömse als Grafiker Die Neuerwerbung „Frühlingsmorgen im Lauterbrunner Tal“ (1827) Führung mit PhDr. Gabriela Kašková, Kunsthistorikerin, von Ludwig € fürPapierrestaurator Eintritt, Kaffee und Gebäck und Michael Richter Kotterer6M.A.,

KUNSTFORUM OSTDEUTSCHE GALERIE REGENSBURG Dr.-Johann-Maier-Str. 5 (Stadtpark), 93049 Regensburg Di bis So 10 bis 17 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr, www.kunstforum.net

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Samstag, 25.2., 19 bis 23 Uhr Samstag, 26. November, 14 bis 16 Uhr, Eintritt frei Nacht im Museum. Weißröckchen Finissage zur Ausstellung Schattenseiten Schneeflöckchen, Kurzführungen, Musik, Workshops und mehr. Eintritt frei Integrativer Workshop für 7- bis 15-Jährige Programm siehe Tagespresse und www.kunstforum.net Sonntag, 15 Uhr, 2 € + Eintritt, Sonntag, 27. 26. November, 2. Führung zur Ausstellungzur Schattenseiten Letzter Ausstellungstag Ausstellung Schattenseiten Führungen um 11, 14 und 15 Uhr, 2 € + Eintritt

19.01.2012 11:50:33 12:01:20 Uhr 21.10.2011


F 2011 - 100 Min.; ab 12; Regie: Michel Hazanavicius; Darsteller: Jean Dujardin, Bérénice Bejo, John Goodman, James Cromwell, Penelope Ann Miller, Missi Pyle, Ed Lauter, Beth Grant, Ken Davitian, Bitsie Tulloch, Bob Glouberman.

A

ls die Bilder laufen lernten und das Kino noch eine ganz besondere Faszination besaß, eroberten Stars wie Emil Jannings, Pola Negri oder Errol Flynn die Herzen des Publikums. Der Stummfilm war das Medium jener Zeit, in der sich das heutige Studiosystem Hollywoods zu formieren begann. Allein über ihre exaltierte Gestik und Mimik drückten die Schauspieler die Gefühle und Stimmungen ihrer Figuren aus. Unterstützt wurden sie dabei von einer meist orchestralen Filmmusik und expressionistischen Bildern. Erzählt wurde ausschließlich in Schwarz und Weiss. George Valentin (Jean Dujardin) ist in diesen Jahren ein gefeierter Star. Ende der 1920er Jahre gehören Filme

mit ihm zu den absoluten Straßenfegern. Blockbuster würde man heute dazu sagen. Mit der Einführung des Tonfilms, den die Zuschauer begeistert aufnehmen, steht Georges Karriere dann jedoch vor dem Aus. Er weigert sich vehement, die neue Zeit anzuerkennen und sich den veränderten Arbeitsbedingungen anzupassen. Während das von ihm entdeckte Starlet Peppy Miller (Bérénice Bejo) in Hollywood Karriere macht und zum Darling der Massen avanciert, entwickelt sich sein neuer Film zu einem veritablen Flop. George ist am Boden zerstört. Seine Ehe steht vor dem Aus, als Schauspieler ist er nicht mehr gefragt und allein der Alkohol vermag ihn noch zu trösten. So deprimierend und düster diese letzten Sätze auch klingen mögen, „The Artist“ ist so ziemlich das Gegenteil eines deprimierenden und düsteren Films. Michel Hazanavicius’ mutiges Experiment, im Jahr 2011 mit den Mittel des Stummfilms von der Ära des Stummfils zu erzählen, versprüht

vielmehr unglaublich viel Witz, Charme und gute Laune. Dabei waren Zweifel durchaus angebracht, denn heutzutage eine Geschichte ausschließlich über die Bilder und Musik zu transportieren, widerspricht letztlich all unseren Sehgewohnheiten. Von solchen Bedenken ließ sich Hazanavicius augenscheinlich nicht beirren. Er glaubte an die Stärke seines filmischen Konzepts, an dessen Ideenreichtum und an seine allesamt großartigen Darsteller. Insbesondere Jean Dujardin, der für seine Rolle des gescheiterten Leinwandhelden bei den Filmfestspielen von Cannes mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet wurde, scheint aus „The Artist“ beinahe im Alleingang den verdienten Publikumserfolg zu machen. Er ist Herz und Seele des Films, in dem sich Reflexionen über das Kino ebenso wie pure Albernheiten, feine Ironie und die Seele eines leidenschaftlichen Cineasten wiederfinden. In Frankreich eröffnete Hazanavicius’ wunderbar aus der Zeit gefallene Geschichte verdientermaßen auf Platz 1 der Kinocharts.

Dujardin lässt seinen zunehmend von Selbstzweifel geplagten Star trotz typischer Stummfilm-Gesten nie wie eine Karikatur wirken. Dieser Typ, eine Mischung aus Errol Flynn, Fred Astaire und George Clooney, ist auf der Suche, wobei ihn Versagensängste und Wehmut stets begleiten. „The Artist“ lebt überdies von seiner detailreichen Mimikry der Stummfilmära. Musik, Bildsprache und Lichtsetzung erschaffen im Zusammenspiel mit den Darstellern die perfekte Illusion. Dabei spielt Hazanavicius immer wieder auf sehr fantasievolle Art mit den Gesetzmäßigkeiten des Stummfilms (Stichwort: Wasserglas) und dem anstehenden Wechsel in ein neues Kinozeitalter. In nicht wenigen Augenblicken ist die Geschichte unprätentiöses, intelligentes Meta-Kino. Der dramatische Übergang von den „Goldenen Zwanziger“ in die Weltwirtschaftskrise von 1929 liefert schließlich die Kulisse für ein unkonventionelles, vollauf geglücktes Kinoexperiment. Marcus Wessel (programmkino.de)

USA 2011 - 101 Min.; ab 18; Regie: Nicolas Winding Refn; Darsteller: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston, Albert Brooks, Oscar Isaac, Ron Perlman, Christina Hendricks, Tina Huang, Joe Pingue, Cesar Garcia.

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as Kino von Walter Hill und Michael Mann, Filme wie „Leben und Sterben in L.A.“ und „Der Einzelgänger“ werden eindringlich in Erinnerung gerufen in der ersten großen Hollywoodproduktion des dänischen Regiewunderkinds Nicolas Winding Refn, das es mit seinem achten Film erstmals - endlich! - auf deutsche Leinwände schafft. Es ist ein cooler, kühler, unendlich faszinierender und hypnotisierender Film geworden, eine

Reise buchstäblich ans Ende der Nacht, ein L.A.-Neo-Noir, vorangetrieben von einem pumpenden Eurosynth-Soundtrack, seinem lakonischen, zupackenden Ton und einer Besetzung, die so hip ist, dass es fast wehtut. Ein mit großem Stilwillen realisiertes Krimimärchen, dessen namenloser Held - er wird einfach „Driver“ genannt und von Ryan Gosling als Steve McQueen mit Poker- und Babyface gespielt - ein einsamer Wolf mit einem ganz eigenen Ehrenkodex ist, wie die Hauptfiguren von Refns vorangegangenen Filmen „Bronson“ und „Walhalla Rising“, die den 41-jährigen Regisseur ganz nach oben in der Riege der jungen Wilden katapultierten. Während diese knorrigen Kerle sich jedoch in archaischen Machoritualen ergingen, ist Driver gezwungen, als erster Refn-Hero

die Deckung aufzugeben: Er wickelt seine Arbeit - tagsüber als Stuntman für Hollywood und nachts als Fahrer für die Mafia - mit unbeteiligter Präzision ab, verliebt sich dann jedoch in seine Nachbarin, als würde er urplötzlich von einem William-Friedkin Movie in einen John-Hughes-Film stolpern. Diese Liebe ist es, die Driver befreit, aber schließlich auch seinen Niedergang herbeiführt: Um sie zu retten, beteiligt er sich an einem riskanten Raubzug, der prompt schiefgeht und ihn auf einmal auf einen Kollisionskurs mit denen schickt, die eigentlich seine Auftraggeber sind. In einer jetzt schon legendären - und in Cannes mit Applaus bedachten - Szene in einem Fahrstuhl liegen heiße Küsse und exzessive Ultragewalt so nahe beisammen, wie man es seit „Wild at

Heart“ nicht mehr erlebt hat. Und doch verliert „Drive“ nie den Boden unter den Füßen oder gar die Kontrolle übers Lenkrad: Refn steuert seinen Film mit der Übersicht eines Schachspielers durch sein Plotlabyrinth, bis hin zum intensiven Showdown, in dem Driver gegen seine Nemesis - ausgerechnet der sprichwörtliche Nebbish Albert Brooks gibt den unnachgiebigen Bösewicht - antritt. Auf dem Weg dahin werden angesagte Fernsehstars aus „Breaking Bad“ und „Mad Men“ verschlissen, kleine Tragödien am Rande erzählt und das Kino mit originellen Verfolgungsjagden und eindringlichen Bildern zelebriert, die einem Augen und Herz übergehen lassen: Mit Bleifuß rast „Drive“ zum ewigen Kultstatus. ts. (Blickpunkt Film)

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Originaltitel: Tinker, Tailor, Soldier, Spy; GB 2011 - 127 Min.; ab 12; Regie: Tomas Alfredson; Darsteller: Gary Oldman, Colin Firth, Tom Hardy, Mark Strong, John Hurt, Toby Jones, Benedict Cumberbatch, Ciarán Hinds, Stephen Graham.

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iner muss es sein, einer von fünf Männern in der obersten Chefetage des „Circus“ – wie der Geheimdienst MI6 intern genannt wird. Einer von ihnen ist der Maulwurf, der Verräter, der für die Gegenseite arbeitet. Also macht sich George Smiley ans Werk. Beharrlich, gründlich und ohne eine Miene zu verziehen, recherchiert und ermittelt er. Um ihn herum toben Intrigen, Gerüchte über tatsächliche und vermutete Doppelagenten. George Smiley wird ausgekundschaftet, bedroht und erpresst. Aber er lässt nicht locker. Akribisch forscht er in den Unterlagen und befragt Kollegen. Er beklebt Schachfiguren mit den Fotos der Verdächtigen und bringt seine eigenen Leute in Stellung, doch kann er ihnen trauen? Ein junger Agent hat Informationen über einen Überläufer, aber ist er verlässlich? Nichts ist, wie es scheint. Der Verräter kann überall sein. Ein klassischer, ehrlicher Thriller aus der Zeit des Kalten Krieges. Erstklassig besetzt, exzellent inszeniert und mit grandiosen Bildern kommt hier ganz großes Kino auf die Leinwand. Atemlose Spannung garantiert! Ein toller Film! Gaby Sikorski (programmkino.de)

ir schreiben das Jahr 1973. Der Kalte Krieg zwingt die Geheimagenten von Ost und West, immer mehr Vorsicht vor Doppelspionen walten zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt erschüttert den englischen Geheimdienst die Nachricht, es gäbe einen „Maulwurf“ in den eigenen Reihen. Daher wird Ex-Agent George Smiley kurzerhand wieder in den Dienst berufen, um den Verräter zu entlarven. Doch wem kann Smiley jetzt noch trauen? Und wer traut ihm? John le Carrés meisterhafter Spionageroman wird von Thomas Alfredson extrem werkgetreu und mit historischer Authentizität verfilmt. Die Riege der Darsteller liest sich wie ein Who is Who des aktuellen britischen Kinos, bis in die kleinsten Nebenrollen glänzt die hervorragende Besetzung. Der Film kommt mit reduzierter Action aus und lässt sich Zeit, die labyrinthische Handlung zu entschlüsseln. Spannung vermittelt sich vor allem durch starke Dialoge, eine ausgeklügelte Montage und die exzellente Kamera. Ein atmosphärisch dichter und distinguiert britischer Thriller über eine Welt voller „Ehrenmänner“ ohne Moral – schnörkellos genial! FBW-Gutachten: Prädikat besonders wertvoll

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n ruhigen Kamerafahrten, eingetaucht in kühlen und trostlosen Bildern in Brauntönen, in einer ausgewählten Sprache und einer Ausstattung vom Feinsten - da stimmt alles vom Feuerzeug bis zur Lampe aus den 1970er Jahren, von den furchtbaren Tapeten ganz zu schweigen - kreiert der Film eine klaustrophobische und dichte Atmosphäre in der Paranoia des Kalten Krieges. Wie die einsamen Männer in Trenchcoats, die ständig einen Whiskey kippen und eine Zigarette nach der anderen paffen, sich gegenseitig misstrauisch beäugen, weder glamourös wie Bond durch die Welt jetten oder schöne Frauen verführen, sondern einen drögen Bürojob erledigen, dennoch Interesse wecken, das liegt an der klugen Anordnung des streckenweise undurchschaubaren Puzzles ohne große Action. Der Fokus liegt auf dem komplizierten Innenleben der Protagonisten, von denen jeder bei näherem Hinschauen verdächtig scheint. Einfach nostalgisch schön. mk. (Blickpunkt Film) 8

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lfredsons Film wirkt frisch und unverbraucht, was erstaunlich ist, wenn man in Betracht zieht, dass gerade dieses le Carré-Werk schon relativ häufig Pate für prominente Verfilmungen stand. Am bekanntesten ist da vielleicht noch die britische Fernsehserie aus den 80er Jahren. Aber Tomas Alfredson verfolgt seine ganz eigenen Ideen und Visionen mit dem Stoff. Als Schwede erweist er sich zudem als erstaunlich genauer Beobachter des britischen Benehmens, so dass man Dame, König, As, Spion auch gerne als hochunterhaltsame und sehr intuitive Verhaltensstudie akzeptiert. Wer hätte gedacht, dass da erst ein Schwede kommen muss, der mit einem Vampirfilm (So finster die Nacht) für einiges Aufsehen gesorgt hat, um einen der besten und unterhaltsamten Spionagefilme der letzten Zeit zu drehen. Patrick Wellinski (kino-zeit.de)


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spielplan februar 12 Weitere Informationen zu diesen und allen anderen Vorstellungen im Turmtheater finden Sie online unter >>>> www.regensburgerturmtheater.de

oberösterreich | Eine heitere, nachdenkliche und sehr menschliche Groteske aus dem Leben eines nicht mehr jungen Ehepaares von Franz Xaver Kroetz.

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D 2011 - 120 Min.; ab 12; Regie: Hans Weingartner; Darsteller: Peter Schneider, Henrike von Kuick, Timur Massold, Andreas Leupold, Julia Jentsch, Eleonore Weisgerber, Robert Schupp.

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it „Das weiße Rauschen“ hat er sein überaus eindrucksvolles Debüt vorgelegt. Mit „Die fetten Jahre sind vorbei“ gelang Hans Weingartner danach 2004 in Cannes der große Coup – der alsbald zum gefeierten Kultfilm avancierte. Von goldenen Zeiten ist auch sieben Jahre später nichts zu spüren, ganz im Gegenteil. In seinem neuen Drama erzählt der Regie-Rebell die Geschichte des erfolgreichen Mathematikers Martin Blunt (Peter Schneider), der dem Leistungsdruck nicht mehr gewachsen

ist, in der Psychiatrie landet und danach Freundin und gutdotierten Job verliert. Wer nicht funktioniert wird aussortiert. Wer nicht passt, wird passend gemacht – oder landet ganz schnell ganz unten. Der Arbeitslosigkeit folgt der Absturz in Alkohol und Obdachlosigkeit. Erst in dem ukrainischen Straßenkind Victor findet der Held der traurigen Gestalt einen Verbündeten. Die beiden bauen eine Hütte im Wald und träumen von einem besseren Leben ohne Zwänge. Auch die Zahnarzthelferin, der das ungleiche Duo einen weggeworfenen Liebesbrief hinterträgt, lässt sich spontan von der Utopie des selbstbestimmten Daseins begeistern – vor dem Aussteiger-Happy End im sonnigen Portugal erfolgt allerdings der erbarmungslose Zugriff der Staatsmacht. Hans Weingartner ist gewissermaßen der Anti-Schweiger des deutschen

Kinos im doppelten Sinn. Zum einen macht er das Gegenteil von gefälligem „Keinohrhasen“-Kuschelkomödien. Zum anderen schweigt er nicht über gesellschaftliche Missstände, wie beim „Weißen Rauschen“ geht es erneut um psychisch fragile Figuren und ihren Kampf gegen die Windmühlen des Systems – nicht umsonst verweist der Name des „verrückten“ Helden auf „Blunt, oder der Gast“, das erste deutsche Schicksalsdrama überhaupt, das Carl Moritz anno 1781 veröffentlichte. Damit nicht genug der Anspielungen, auch der neue Titel (der die ursprüngliche „Hütte im Wald“ ersetzt), ist eine hübsche Verbeugung vor dem guten alten Aristoteles, für den „das Ganze mehr als die Summe seiner Teile“ war. Solche Referenzen sind freilich nur die Sahnehäubchen einer Story, die auch ganz schlicht und einfach funktioniert und bewegt. Neben

dem gelungenen visuellen Konzept gebührt ein entscheidender Anteil daran dem Hauptdarsteller Peter Schneider, der den sensiblen Außenseiter mit überzeugender Glaubwürdigkeit und Charisma ausstattet – wie einst mit dem unbekannten Daniel Brühl ist dem Regisseur mit dieser Entdeckung ein bemerkenswerter Talent-Coup gelungen. Zynische Zeitgenossen mögen das ambitionierte Werk routinemäßig als Gutmenschenkino abtun. Als zu plakativ und botschaftsträchtig. Beim geneigten Publikum dürfte freilich auch dieser Weingartner wieder einen Nerv der Zeit treffen. Umso mehr, als dieses packende Psychodrama auf naheliegende Gefühlsduseleien konsequent verzichtet und lieber auf Wahrhaftigkeit setzt. Mutiges Kino mit allerhand Nachhaltigkeitsfaktor. Dieter Oßwald (programmkino.de)

GB/USA 2011 - 100 Min.; ab 18; Regie: Steve McQueen; Darsteller: Michael Fassbender, Carey Mulligan, James Badge Dale, Hannah Ware, Amy Hargreaves, Nicole Beharie, Mari-Ange Ramirez, Alex Manette, Elizabeth Masucci, Rachel Farrar .

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enn jemand aus der bildenden Kunst ins Filmfach wechselt, kommen nicht selten überfrachtete Filme heraus. Nicht so bei dem britischen Quereinsteiger und Turner-Preisträger Steve Mc Queen. Bereits sein Regiedebüt „Hunger“ über den Hungerstreik des IRA-Aktivisten Bobby Sands war unglaublich fesselnd. Für seinen Hauptdarsteller Michael Fassbender bedeutete das klaustrophobische Kammerspiel, das die Qualen der Haft und den unbedingten Willen der Gefangenen weiterzumachen beinahe wortlos erzählt, eine körperliche Tour de Force. Diesmal zeigt der britische Regisseur seinen Helden zwar in Freiheit. Das

Gefängnis für Körper und Seele heißt jetzt jedoch: Zwanghafte Sexualität, die ihn fast zerstört. Formale Kühnheiten, wie die sehr lange Gesprächsszene in „Hunger“ versagte sich McQueen. Sein Vertrauen zu Fassbenders grandioser Schauspielleistung ist freilich erneut mehr als gerechtfertigt. Der 30jährige Brandon (Michael Fassbender) wirkt nach außen hin erfolgreich. Willkürlich verführt der attraktive New Yorker Yuppie wahllos Frauen. Da er keine emotionale Nähe aushält flüchtet er in schnellen Sex mit Unbekannten, kauft sich Prostituierte, konsumiert Internetpornos. Um seine Sucht loszuwerden joggt der einsame Midnight Cowboy verzweifelt durch die nächtliche Stadt. Vergeblich. Seine harten Wutausbrüche richten sich gegen seine jüngere Schwester (Carey Mulligan), die sich bei ihm einquartiert. Er hasst es, dass sie ihre Schwächen zeigt, glaubt an ihrer Zuneigung zu ersticken. Als sie in einer Bar eine traumhaft traurige Version von „New York, New York“

singt, durchbricht sie für einen Moment seinen emotionalen Panzer. „Ich fühle mich wohl in meiner Haut“, sagt Fassbender. „Deshalb macht es mir nichts aus, beim Sex in ,Shame‘ hässlich auszusehen.“ Der 34jährige liest Drehbücher wieder und wieder, bereitet sich akribisch vor – um sich dann in die Rolle wie in ein Extremabenteuer zu stürzen. Nicht zuletzt deshalb gilt der Deutsch-Ire als große Hoffnung unter den Charakterdarstellern. Mit „Inglourious Basterds“ und „Eine dunkle Begierde“ landete er bereits zwei beachtliche Publikumserfolge. „Die Körpersprache ist mein wichtigstes Werkzeug“, erklärt der in Heidelberg geborene Schauspieler. „Mit ihr kann ich den Gemütszustand eines Menschen besser zum Ausdruck bringen als mit einer Dialogzeile.“ Seine nonchalante Ausstrahlung eines Gentlemans, gepaart mit irischem Raubein und deutscher Akkuratesse kommt derzeit gut an. Kein Wunder, dass er bereits für einen Oscar im Gespräch ist. Das

und die Rolle als neuer Bond würde ihn endlich in die erste Liga Hollywoods katapultieren. Regisseur Steve McQueen zeigt alles, ohne es je voyeuristisch auszustellen. Seine kühlen Bilder eines leeren, gefühlskalten Lebens, die dennoch wohlkomponiert sind verraten seine große Stilsicherheit. Sein Faible für lange Einstellungen in Schlüsselszenen zahlt sich nach „Hunger“ einmal mehr aus. Eine selten intime Dialogszene zwischen Bruder und Schwester wirkt fast wie sein Kommentar zur sexualisierten Gesellschaft, der die transzendierende Kraft fehlt. Übrig bleibt das wahnsinnigverzweifelte Suchen nach dem Körper, dem eigenen und dem des anderen, in einer fremd gewordenen Welt. Ein Abgesang auf die moderne Gesellschaft, der an Bertoluccis Kult-Klassiker „Der letzte Tango“ erinnert. Auch seine Figuren, wurden zu deformierten, schmerzerfüllten Kreaturen, auf der Suche nach Freiheit und Identität. Luitgard Koch (programmkino.de)

Originaltitel: The Girl with the Dragon Tattoo; USA 2011 - 155 Min.; ab ?; Regie: David Fincher; Darsteller: Daniel Craig, Rooney Mara, Christopher Plummer, Stellan Skarsgård, Steven Berkoff, Robin Wright, Yorick van Wageningen, Joely Richardson.

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erade hat Mikael Blomkvist, Aushängeschild des Enthüllungsmagazins „Millennium“, eine bittere juristische Niederlage erlitten. So nimmt er das lukrative Angebot eines schwedischen Industriellen an, den Fall von dessen seit 40 Jahren spurlos verschwundener Großnichte zu klären. Die Ermittlungen führen den Journalisten ins vergiftete Herz einer Großfamilie, aber auch an

die Seite der smarten Punk-Hackerin Lisbeth Salander, die nach traumatischen Erfahrungen rotzig und abweisend wirkt, aber mit Blomkvist ein schlagkräftiges Team bildet. Wie schon die schwedische Erstverfilmung hält sich David Finchers Bestseller-Verfilmung eng an Stieg Larssons Vorlage. Ungewöhnlich für eine US-Produktion, die ein großes Publikum

anspricht, verzichtet „Verblendung“ auf reißerische Ergänzungen, passt sich im Tempo dem lähmenden skandinavischen Winter an. Zentrale Attraktion bleibt die Beziehung zweier eigentlich inkompatibler Protagonisten, überzeugend gespielt von Daniel Craig und Rooney Mara, die die Kultfigur Lisbeth Salander etwas zugänglicher als Noomi Rapace anlegt. Blickpunkt Film 11


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Originaltitel: The Iron Lady; GB 2011 - 105 Min.; ab 12; Regie: Phyllida Lloyd; Darsteller: Meryl Streep, Jim Broadbent, Alexandra Roach, Harry Lloyd, Olivia Coleman, Anthony Head, Richard E. Grant, Roger Allam, Nicholas Farrell.

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eryl Streep brilliert als Ex-Premierministerin Margaret Thatcher in Phyllida Lloyds elegant gestaltetem Biopic, das den Menschen hinter der Politikerin sichtbar macht. „Über den Hut könnte man eventuell sprechen, die Perlenkette werde ich aber sicherlich nicht ablegen...“ Legendär wie dieser Spruch ist auch „Die Eiserne Lady“ selbst, Margaret Thatcher, erster weiblicher Premier Großbritanniens und (politisch) höchst umstritten - für die einen wirtschaftlicher Heilsbringer, für die anderen rücksichtsloser Machtmensch, der mit der Politik der Deregulierung den

„Casino Kapitalismus“ förderte und so der britischen Mittelklasse den Todesstoß versetzte. Meryl Streep leiht ihr in Phyllida Lloyds Biopic Gesicht und Stimme, ihren Ehemann spielt Jim Broadbent. Auf das berühmte Paar legt die Regisseurin ihren Fokus, alle anderen Mitspieler fungieren vornehmlich als Stichwortgeber. Im Hier und Jetzt setzt der Film ein. Die hoch betagte Ms. Thatcher ist ihren Bewachern entschlüpft. Im Haus fehlt die Milch zum Tee. Unerkannt betritt sie ein kleines Lebensmittelgeschäft, ersteht das Molkereiprodukt und beschwert sich anschließend beim Ehemann über den hohen Preis. Eine ganz normale Unterhaltung, die jedes Paar führen könnte. Aber Gatte Denis lebt nicht mehr, Margaret führt Zwiegespräche mit einem Geist. Die Frau ist verwirrt, vielleicht sogar schon etwas dement. Das Prinzip von Regisseurin Lloyd („Mamma Mia!“) und ihrer Drehbuchautorin Abi Morgan („Shame“) ist ebenso einfach wie effizient: Die Story springt in der Zeit hin und her. Der gebrechlichen alten Dame bringt

man leicht Sympathie und Verständnis entgegen, den homo politicus hasst oder bewundert man - je nach Geisteshaltung und politischer Gesinnung. Eine 30-jährige Karriere wird in 105 Minuten „durchgespielt“. Ende der 1950er Jahre ist Thatcher Kandidatin der Konservativen in einem Nordlondoner Wahlkreis. 1961 Parlamentssekretärin, 1970 Kultus- und Wissenschaftsministerin, nach der Wahlschlappe der Konservativen wird sie 1974 nach einer Kampfabstimmung gegen Amtsinhaber Edward Heath Parteivorsitzende und 1979 schließlich erster weiblicher Premierminister, ein Amt, das sie bis 1990 bekleidet. Ein paar kleine Niederlagen, viele große Siege. Denis, ein erfolgreicher Geschäftsmann, ist ihr Freund, Liebhaber, Berater und Stütze. Radio Moskau gibt ihr 1976 ihren Spitznamen „Iron Lady“, nachdem sie in einer Ansprache die „bolschewistische Sowjetunion“ attackiert hat - ein Ehrentitel findet sie und macht dann 1982 als Argentinien die britischen Falklandinseln besetzt, diesem Namen alle Ehre. Sie erklärt den

Krieg und findet in US-Präsident Reagan einen mächtigen Verbündeten. Nostalgische Sepiabilder für das Gestern, verwaschene, kalte Aufnahmen für das Heute. Dazu Wochenschauclips, verwegene Kamerawinkel, hohes Tempo, eine furiose Montage und mittendrin die zweifache Oscar-Preisträgerin Meryl Streep („Sophies Entscheidung“, „Kramer gegen Kramer“), die einmal mehr ganz in ihrer Rolle aufgeht. Nicht zu Unrecht ist sie wieder für einen Golden Globe nominiert, sie spielt Thatcher nicht, sie ist Thatcher. In Mimik, Gestik und Ton - und genauso überzeugend agiert Partner Broadbent („Another Year“). Großes Schauspielerkino, das streckenweise wie ein Dokudrama anmutet - erstklassiges Produktionsdesign von Simon Elliott („Eine zauberhafte Nanny“), perfekte (schreckliche) Kostüme von Consolata Boyle („Immer Drama um Tamara“) und ein treibender Score von Thomas Newman („The Help“) inklusive. Ms. Thatcher muss man nicht mögen, diesen Film schon. geh. (Blickpunkt Film)

Originaltitel: Intouchables; F 2011 - 110 Min.; ab 6; Regie: Olivier Nakache, Eric Toledano; Darsteller: François Cluzet, Omar Sy, Audrey Fleurot, Joséphine de Meaux, Clotilde Mollet, Anne Le Ny, Alba Gaïa Kraghede Bellugi.

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och dann kommt alles anders. Philippe findet spontan Gefallen an der Direktheit des Burschen und engagiert ihn – erst mal für zwei Wochen Probezeit. Driss zieht staunend in die prunkvoll antiken Gemächer des Pariser Stadt-Palais‘ ein und versorgt erst widerstrebend, dann immer selbstverständlicher den reichen Patienten. Nach anfänglicher Skepsis müssen auch die übrigen - ausschließlich weißen – Haus-

angestellten einsehen, dass Driss seinem latent depressiven Arbeitgeber verdammt gut tut. Und umgekehrt ... Diese zwei sind wirklich das netteste ungleiche Paar seit Richard Gere und „Pretty Woman“! Vielleicht ist die Freundschaft zwischen dem unvoreingenommenen Pariser Aristokraten und dem gutmütigen Ex-Knasti aus dem Brennpunktviertel auch genau so unrealistisch wie einst die Liaison zwischen steinreichem Geschäftsmann und reizend unverdorbener Prostituierter. Aber als Filmmärchen funktioniert’s ganz großartig! Wie hier kernige Bodenständigkeit auf großbürgerliche Attitüde, gesunder Menschenverstand auf bourgeoisen Kunstbegriff, Cool & the Gang auf Chopin und ein unverschämter Mutterwitz auf distinguierten Humor trifft, das ist ein

großes Vergnügen. Nicht zuletzt, weil beide Darsteller – Routinier Francois Cluzet und Neuling Omar Sy – ihre Rollen mit so viel Herz und Charme spielen. Man kann gut nachvollziehen, warum der vermögende, noble, aber körperlich hilflose Herr sich ausgerechnet bei diesem kräftigen, ungehobelten schwarzen Riesen in guten Händen fühlt. „Er hat kein Mitleid mit mir“ – und genau darauf kann der schwer Leidende gut verzichten! Dass Driss sich kein bisschen zusammenreißt und dem Querschnittsgelähmten die bösesten Behinderten-Witze an den Kopf schmeißt; dass er ihm ständig das Telefon reicht, weil er vergisst, dass Philippe die Arme nicht bewegen kann – das gefällt dem Patienten, während seine Umwelt sorgenschwer den Kopf schüttelt. Man kann als ZuschauerIn ja selbst kaum glauben,

dass ein schwarzer Junge aus der Pariser Vorstadt in einem Film mal grundanständig sein darf und wartet ständig darauf, dass er die Villa ausräumt oder von seiner kriminellen Vergangenheit eingeholt wird … Was Driss im Überfluss hat – wenn schon sonst nichts – ist Lebensfreude, Gefallen an schönen Frauen, Lust an grooviger Musik und ein unendliches Repertoire an coolen Sprüchen. Und all das beflügelt nicht nur den ganzkörpergelähmten Philippe, sondern auch das Publikum. In Frankreich war die Komödie mit rund 16 Millionen Zuschauern der Kassenhit des Jahres. Fazit: Vielleicht zu schön, um wahr zu sein - aber die Freundschaft zwischen Underdog und Millionär ist herzerwärmend, glaubwürdig gespielt und ein ganz wunderbarer Kino-Spaß! Walli Müller (Bayern3)

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VOR 30/40/50 JAHREN Filmklassiker, die vor 30, 40, 50 Jahren ihre Premiere feierten. Im Garbo - Eintritt frei!

Italien/Frankreich 1962 - 126 Min.; ab 6; Regie: Federico Fellini, Luc. Visconti, Vittorio de Sica; Darsteller: Sophia Loren, Anita Ekberg, Romy Schneider.

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talienischer Episodenfilm, der viermal in teils unbeschwertem, teils hintergründigem Komödienton von Liebe und Erotik im modernen Leben handelt. Die Zahl 70 im Titel ist ironisch gemeint: Die Hersteller vermuteten (zu Unrecht), mit dem 1961 gedrehten Film nicht vor 1970 durch die Zensur zu kommen. - Renzo e Lucia“: Weil die weiblichen Angestellten nicht verheiratet sein dürfen, heiraten

zwei junge Betriebsangehörige heimlich in der Mittagspause. (Diese Episode ist in der deutschen Fassung entfernt.) „Le Tentazione del Dottor Antonio“: Ein heuchlerischer Pharisäer läuft zu den Behörden, um eine anstößige Werbewand mit Anita Ekberg vor seinem Haus entfernen zu lassen, doch die Reklamedame steigt auf die Erde und nimmt den Doktor wortwörtlich auf

den Arm. - „Il Lavoro“: Der erste Kunde einer Gräfin, die als Callgirl arbeiten will, wird ihr eigener Mann sein. - „La Riffa“: Ausgerechnet der mickrige Dorfsakristan gewinnt den höchsten Preis einer Schießbude, eine Nacht mit Sophia Loren. Der gestalterisch durchweg beachtliche Film wurde vom italienischen Verleih auf 190 Minuten und vom deutschen Verleih dann noch einmal stark gekürzt.“

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USA 1972 - 107 Min.; ab 16; Regie: Bob Fosse; Darsteller: Liza Minnelli, Michael York, Helmut Griem, Fritz Wepper.

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erlin 1931, zwei Jahre vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten: Der englische Schriftsteller Brian Roberts zieht in eine heruntergekommene Pension. Dort lernt er die amerikanische Sängerin Sally Bowles kennen, die im „Kit Kat Klub“ auftritt. In dem Nachtclub geht jeden Abend

ein glänzendes, erotisches Nummernkabarett über die Bühne. Sally hat viele Verehrer, die sie alle auf Distanz hält. Nur mit Brian kommt es zu einer engen Beziehung. Die scheitert jedoch, als Sally das gemeinsame Kind abtreiben lässt. Während Sally in Berlin bleibt, verlässt Brian die Stadt.

Originaltitel: Missing; USA 1981 - 117 Min.; ab 12; Regie: Constantin Costa-Gavras; Darsteller: Jack Lemmon, Sissy Spacek, Melanie Mayron.

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er junge amerikanische Fotograf Charles Horman und seine Frau Beth leben in der chilenischen Hauptstadt Santiago. Während der Unruhen im Verlauf des Militärputsches 1973 versuchen sie, das Land zu verlassen. Dabei verschwindet Charles spurlos.

Beth wendet sich hilfesuchend an dessen Vater, den konservativen Geschäftsmann Ed Horman. Bei ihrer gemeinsamen Suche nach dem Verschollenen erfahren sie weder von amerikanischen noch von chilenischen Behörden Unterstützung. Vielmehr

AT/FR/IT/DE 1982 - 146 Min.; ab 16; Regie: Hans W. Geissendörfer; Darsteller: Rod Steiger, Marie-France Pisier, Christoph Eichhorn.

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eiden und Erfahrungen eines jungen Hamburgers, der bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges, ohne selbst krank zu sein, sieben Jahre lang in einem Schweizer Luxussanatorium für Lungenkranke ein inselhaftes Dasein führt und durch einen literarisierenden Freimaurer und einen

Jesuiten enzyklopädisch unterwiesen und engagiert zum Leben erzogen wird. Aufwendige Literaturverfilmung von unterschiedlicher Qualität, die die großen Themenverschachtelungen des Lebensbuches“ von Thomas Mann zugunsten vordergründiger Betriebsamkeit verwischt. Von der Studie

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müssen beide erkennen, dass die USA in den Putsch verstrickt sind.

30 europäischer Seelenverfassungen und der geistigen Problematik im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts bleiben jedoch nur Spuren übrig. Bemerkenswert vor allem auf Grund glänzender Schauspielerleistungen und wegen des hohen handwerklichen Niveaus.

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Filme, die wahrscheinlichein letztes Mal im

Originaltitel: 30 Minutes or Less; USA 2011 - 83 Min.; ab 16; Regie: Ruben Fleischer; Darsteller: Jesse Eisenberg, Aziz Ansari, Danny McBride, Bianca Kajlich, Nick Swardson, Michael Peña.

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er arglose Pizzabote Nick gerät in die Fänge des Ganovenduos Dwayne und Travis. Um die für einen Auftragskiller benötigten 100.000 Dollar zu besorgen, schnappen sich die beiden ausgerechnet Nick, stecken ihn in eine mit einer Bombe versehene Weste und zwingen ihn, für sie eine Bank auszurauben. Er bekommt zehn Stunden Zeit. Sonst wird er in die Luft gesprengt.

Temporeiche Krimikomödie von Ruben Fleischer, der u.a. mit seinem „Zombieland“-Star Jesse Eisenberg und Danny McBride aus dem ähnlich gelagerten „Ananas Express“ ebenso souverän einen frenetischen Wettlauf gegen die Zeit mit zahlreichen Komplikationen wie die Komik gleich zweier Buddy-Paare in Szene setzt. Besonders unterhaltsam sind die

Actionsequenzen, die mit trockenem Humor aufwarten. Improvisiert klingende Dialoge und ein eklektisch zusammengestellter Soundtrack mit Songs von den Beastie Boys über Billy Squier bis zu R. Kelly runden den Spaß ab. Blickpunkt Film

D 2011 - 96 Min.; ab 12; Regie: Markus Goller; Darsteller: Gisela Schneeberger, Bettina Mittendorfer, Rosalie Thomass, Monika Gruber, Sigi Zimmerschied, Cleo Kretschmer.

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ie Wirtschaftskrise grassiert und hat die bayerische Provinz erreicht: Nachdem im beschaulichen Marienzell die Glasgießerei ihre Tore schloss, ist auch bald Waltrauds Tante-Emma-Laden an der Reihe. Als die Bank den Kredit kündigt, bleiben ihr und den Verkäuferinnen Maria und Lena vier Wochen Zeit, das Geld zu beschaffen. Da scheint die Schnapsidee, eine Sexhotline -

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vorsichtshalber heimlich - zu gründen, bald wie die Rettung. In dem streng katholischen Dorf ein schlüpfriges Geschäft zu führen, beschwört freilich einen Skandal herauf. Heitere Regionalkomödie, mit der „Friendship!“-Regisseur Markus Goller ein frivoles Sittenbild tiefster bayerischer Provinz zeichnet. Nach dem gleichnamigen Roman von Andrea Sixt, die auch das Drehbuch verfasste,

kollidieren konservativ-katholische (Doppel-)Moral mit dem Sextalk dreier Damen unterschiedlichen Alters, die eigene Schamgrenzen überwinden und sich nicht nur finanziell emanzipieren. Traditionelles wie Modernes wird gleichermaßen glossiert in einem melancholischen wie komischen Frauenfilm, verkleidet als fideler Schwank. Blickpunkt Film


P R I C E

m Kino zu sehen sind. Im Garbo - Nur 4,-!

Originaltitel: Mission: Impossible - Ghost Protocol; USA 2011 - 132 Min.; ab 12; Regie: Brad Bird; Darsteller: Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Paula Patton, Josh Holloway, Michael Nyqvist.

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ei einem Einsatz des IMF im Kreml kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall: IMF-Anführer Ethan Hunt wird Zeuge eines verheerenden Bombenattentats, das der IMF in die Schuhe geschoben wird. Die Regierung verleugnet die Elite-Abteilung und initiiert das Phantom-Protokoll, ihr einziger Kontakt zur Kommandostruktur wird ermordet. Mit seinen Leuten geht

Ethan in den Untergrund, um auf eigene Faust den Drahtzieher zu stellen. Die Spur führt nach Dubai, wo sie dem undurchschaubaren Hendricks auf die Schliche kommen. Fünf Jahre nach dem letzten Einsatz der IMF kehrt Tom Cruise mit einem neuen Team zur vierten unmöglichen Mission zurück, die auch als Reboot verstanden werden will. An Schauplätzen in Kanada,

Indien, Prag und - in einer spektakulären Sequenz - Dubai gedreht, übernahm Pixars bester Filmemacher Brad Bird („Ratatouille“, „Die Unglaublichen“) in seiner ersten Realfilmarbeit die Regie und unterzieht das Franchise einer Verjüngungskur, in dem der Humor eine wichtigere Rolle einnimmt, aber immer noch hinlänglich Platz für Spektakel ist. Blickpunkt Film

USA 2011 - 97 Min.; ab 12; Regie: George Clooney; Darsteller: Ryan Gosling, George Clooney, Evan Rachel Wood, Paul Giamatti, Marisa Tomei, Philip Seymour Hoffman, Max Minghella, Jeffrey Wright.

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ie Iden des März“, der Eröffnungsfilm der 68. Biennale Venedigs, präsentieren von und mit George Clooney einen spannenden Politthriller, bei dem am Ende alle verlieren. Die eindrucksvolle Starriege des Films mit Clooney, Ryan Gosling, Paul Giamatti, Philip Seymour Hoffman, Marisa Tomei und Evan Rachel Wood steht im Dienste einer Anklage, wie im Wahlkampf Anstand, Moral

und Glaubwürdigkeit verkauft werden. Clooney gibt den hoffnungsvollen Präsidentschaftskandidaten, Ryan Gosling den naiven Mitarbeiter, der sich zum Königsmörder wandelt. Ein in jeder Hinsicht gelungenes, kluges wie kurzweiliges Werk. programmkino.de Ein Moralstück im besten Sinne: konzentriert, düster ohne Zynismus, sehnsüchtig in seinem Glauben an

ein besseres, aufrechteres Amerika. In sehenswerten Nebenrollen glänzen Philip Seymour Hoffman, Evan Rachel Wood und Paul Giamatti. Der Spiegel Eine mit furiosen Dialogen glänzende Studie von Menschen, die sich in der Grauzone zwischen Idealen und Interessen, moralischen Ansprüchen und ‚Machbarkeiten’ verirren. film-dienst

Grafik und Foto: www.PhiSta.de

… so, etz sind wieder Plätze frei !

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PROGRAMM FEBRUAR 2012

SA 20.00 H

04 02

BRASS & BIGBAND WINTER 2012 MOOP MAMA URBAN BRASS

MI 20.00 H

08 02

ANNETTE NEUFFER QUINTET THE MUSIC OF BILLIE HOLIDAY AND LESTER YOUNG

02 02

CHRISTOPH STIEFEL INNER LANGUAGE TRIO KLAVIERTRIO

SO 20.00 H

CHRISTOPH STIEFEL INNER LANGUAGE TRIO KLAVIERTRIO

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BRASS & BIGBAND WINTER 2012 PIU PIU LATIN ORQUESTA SALSA, LATIN Y MAS

DO 20.00 H

DO 20.00 H

02 02

DO 20.00 H

JAZZ CLUB Regensburg e.V. | Bertoldstraße 9 | 93047 Regensburg | Tel. +49 (0)941 563375 | Fax +49 (0)941 5999715 info@jazzclub-regensburg.de | www.jazzclub-regensburg.de

23 02

ZAKEDY MUSIC IMAGO - A MODERN SUITE

kursieren momentan durch die (Fach)Presse, wenn von CHRISTOPH STIEFEL und seinem INNER LANGUAGE TRIO die Rede ist. Der Schweizer Christoph Stiefel ist seit mehr als 20 Jahren in der europäischen Jazzszene präsent und hat sich einen Namen gemacht mit seinen interessanten Band- und Solo-Projekten. Zu seinen Wegbegleitern gehören namhafte Größen wie Peter Erskine, Charlie Mariano, Dieter Ilg, Marilyn Mazur.

Christoph Stiefel – p Thomas Lähns – b Lionel Friedli – dr

Christoph Stiefel befasst sich seit vielen Jahren intensiv mit der Verschiebung und Überlagerung rhythmischer Muster, inspiriert von einer Kompositionstechnik aus dem Mittelalter, der Isorhythmik, die er seit 1990 in seinem eigenen Trio manifestiert. Unterstützt wird er dabei von zwei ebenfalls hochbegabten Schweizer Musikern mit internationaler Erfahrung: Thomas Lähns am Kontrabass und Lionel Friedli am Schlagzeug. „Hochgradig eigenständige Kammermusik, die sich als große Kunst entpuppt“, „... gehört zum Spannendsten, was der Pianojazz zur Zeit zu bieten hat!“, „Weltklasse Klangerlebnis!“, „Funky, superheiß und hochkomplex: der Kopf versucht die Struktur zu durchdringen während die Knie kaum still halten können…”, solche und ähnliche Phrasen

Das Inner Language Trio bewegt sich zwischen Präzision und Entfesselung in einem modernen Jazz-Piano-Trio Sound, der unwiderstehliche rhythmische Energie produziert. Es entsteht eine Musik, die gleichzeitig komplex und einfach, intellektuell und emotional, abstrakt und sinnlich ist. Nicht ohne Grund wurde das Inner Language Trio von der deutschen Zeitschrift Stereo als bestes Klavier-Trio der Schweiz betitelt. Veranstaltungsort: Leerer Beutel AK 18 €, VV 17 €, E 16 €, S&S 9 €, M 9 €

jazz restaurant club galerie leerer beutel rayk amelang familienbild in der „familienbild“ amelang neue um die familie. seiner serie „fate“, in der er nach fotografien

ausstellung zeigt rayk arbeiten rund anders als in miliengeschichausschließlich seiner eigenen

familie malte, setzt er nun auch fotos auch von fremden familien um. dazu besorgte er sich fotos von freunden, bekannten, vom flohmarkt oder aus dem internet. aber auch in der ausstellung „familienbild“ verzichtet amelang nicht auf bilder seiner eigenen familie. nur auf welchen sie sich befinden, wird nicht verraten. in den rund 15 arbeiten, die allesamt im herbst und winter 2011 entstanden sind, reduziert amelang gewohnt weiter. die kontraste werden stärker, ein wenig farbe kommt hinzu und es wird mehr weggelassen als bisher. in den arbeiten von rayk amelang wird der betrachter gefordert, mitzuwirken und das bild selbst zu vollenden. erstaunlich einfach geht das, dennoch muss man sich kurz zeit für jedes bild nehmen und einen zweiten oder sogar dritten blick riskieren, um alles zu erkennen. öffnungszeiten: mo 19 – 23 uhr di – so 11 – 23 uhr ausstellungsdauer: 23. januar – 16. märz 2012


BRASS & BIGBAND WINTER 2012 MOOP MAMA URBAN BRASS

MI 20.00 H

SA 20.00 H

04 02

Keno Langbein – voc Martin Hutter – tr Philipp Staud – tr Johannes Geiss – as Marcus Kesselbauer – ts Jan RÜssler – trb Peter Palmer – trb Peter Laib – sousaphon Christoph Holzhauser – dr Lukas Roth – dr JÜrg Mayr – mixing

08 02

ANNETTE NEUFFER QUINTET THE MUSIC OF BILLIE HOLIDAY AND LESTER YOUNG

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Annette Neuffer – voc, tr, flh Claus Koch – ts Claus Raible – p Giorgos Antoniou – b Steve Brown – dr

„Und plĂśtzlich hĂśrst du diesen schrägen Ton, du siehst ´ne Blaskapelle näherkomm‘ und einer der vorne läuft hat ein Megaphon und fragt: Kommst du mit? Wir gehen jetzt los!“ (aus dem Song: „Geh mit uns“) MOOP MAMA ist eine Marching Band: sieben Bläser, zwei Drummer und ein MC. Seit der GrĂźndung im Jahr 2009 ist die Band unterwegs. Guerilla Gigs auf Plätzen, in Parks, vor Unis, in besetzten Häusern, doch auch in Clubs, auf Festivals. Die ZurĂźckeroberung des Ăśffentlichen Raumes ist Konzept: Urban Brass. „Lasst uns die StraĂ&#x;en benutzen, sie gehĂśren nicht Lastwagen und Bussen, die die Luft mit Abgasen verschmutzen, sie gehĂśren uns!“ (aus dem Song: „Bullenwägen“) Moop Mama ist immer und Ăźberall einsatzbereit. Auch unverstärkt. Brachial laut. Heimlich leise. Raps durch das Megaphon. Geschrien oder geflĂźstert. Moop Mama bringt die Musik dahin wo sie gebraucht wird. „Die Hardrockband unter den Blaskapellen“ (Moop Mama: „Bullenwägen“) Moop Mama sucht den Popsong zwischen Intimität und Aufstand, zwischen Polemik und Vielschichtigkeit. Rausgehen, mitreden, Fragen stellen, unbequem sein, Standpunkt beziehen. Die SĂźddeutsche Zeitung schreibt: „...eine Truppe, die als der nächste groĂ&#x;e Geheimtipp gelten darf. Moop Mama das ist die Verbindung von StraĂ&#x;enmusik-Philosophie, Brass Band und dem funkigen ProtestHardcore-Hip-Hop, wie ihn die Amerikaner von Rage against the Machine etablierten. MĂźnchens derzeit fetteste Bläsersätze und krasseste Rhymes.“ Veranstaltungsort: WeiĂ&#x;bierstadl Abensberg Kombiticket Moop Mama & Piu Piu Latin Orquesta

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Natß rl ich f ßr d i e Die REWAG setzt konsequent auf erneuerbare Energien. Der Wald-Windpark Fasanerie und die Biogasanlage Kallmßnz liefern seit Mai rund 44 Millionen Kilowattstunden regenerativen Strom jährlich. Natßrlich mit gutem Beispiel voran: Ihre REWAG.

ANNETTE NEUFFER, von der Presse gefeiert als „Deutschlands eleganteste Trompeterin und Sängerin“ und als „Ausnahmeerscheinung der Jazzszene“, studierte an den Musikhochschulen Graz und Stuttgart. Dort machte sie als erste Frau in Deutschland ihr Diplom im Hauptfach Jazztrompete. Zudem hatte sie während ihres Studiums Ăźberraschend eine vĂśllig unerwartete Gesangskarriere begonnen, als sie von dem legendären amerikanischen Leadtrompeter Al Porcino als Vokalistin fĂźr seine Bigband engagiert wurde. Ihre kongenialen Mitmusiker sind: Der Saxofonist CLAUS KOCH arbeitete mit Musikern wie Brad Leali, Ben Dixon, Charly Antolini, Dusko Goykovic, Al Porcino, Pete York und Larry Gillespie. CLAUS RAIBLEs brillantes Pianospiel ist besonders von Bud Powell und Thelonius Monk inspiriert und besticht durch eine enorme harmonische Intelligenz und melodische Originalität. Der aus Athen stammende Ausnahmebassist GIORGOS ANTONIOU studierte und lebt in Bern in der Schweiz. STEVE BROWN ist seit 2000 Schlagzeuger des Scott Hamilton Quartets. Billie Holiday und Lester Young verband eine innige persĂśnliche und musikalische Freundschaft. Auf vielen legendären Aufnahmen der 30er und 40er Jahre ist der seelenvolle Charme ihrer Musik dokumentiert. Lester Young brachte Billie Holiday bei, ihre Stimme wie ein Instrument zu gebrauchen und ihren persĂśnlichen Stil zu entwickeln. Lester Young wiederum spielt sein Saxophon wie eine Singstimme, der Billie Holidays Gesang umschmeichelt und ergänzt. Er gab ihr den Spitznamen „Lady Day“ und sie nannte ihn „Pres“, die AbkĂźrzung fĂźr „President“. ANNETTE NEUFFER und CLAUS KOCH verstehen es wie wenige andere, die Musik von Billie Holiday und Lester Young aufleben zu lassen und in die Gegenwart zu transportieren. Beide verfĂźgen Ăźber die melodischen Qualitäten und das blinde Verständnis fĂźr einander, um mit ihrer phantastischen Rhythmusgruppe den Charme der Musik der beiden einzufangen und in neuem Gewand erklingen zu lassen. Veranstaltungsort: Leerer Beutel AK 18 â‚Ź, VV 17 â‚Ź, E 16 â‚Ź, S&S 12 â‚Ź, M 9 â‚Ź

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BRASS & BIGBAND WINTER 2012 PIU PIU LATIN ORQUESTA SALSA, LATIN Y MAS

Franzi Forster, Christoph Hörmann, Möpl Jungmayer, Juri Smirnov, Steffi Kreilinger – sax Reinhard Greiner, Dominik Glöbl, Stefan Lang, Andi Mederl – tr Peter Palmer, Peter König, Wolfgang Dersch, Ferdinand Baer – trb Ulli Forster – p Paulo Morello – g Hans Attenberger – b Scotty Gottwald – timbales Charly Böck – congas & perc

DO 20.00 H

SO 20.00 H

12 02

23 02

ZAKEDY MUSIC IMAGO - A MODERN SUITE

Walter Bittner - dr, sampling, voc Stephan Holstein - cl, bcl, as Daniel Mark Eberhard - p, acc, melodion Uli Fiedler - b

Gerwin Eisenhauer – dr Ulli Forster & Gerwin Eisenhauer – Leitung

…..... PIU PIU PROUDLY PRESENTS ......... Endlich ist es wieder soweit: Nach den legendären Auftritten auf dem Mars und dem Mond gibt nun das PIU PIU LATIN ORQUESTA sich und Ihnen die Ehre zu einem Konzert am 12.2.2012 beim Jazzclub im Leeren Beutel. Die beiden Bandleader Ulli Forster und Gerwin Eisenhauer scharen ca. 20 Musiker aus dem Raum Regensburg um sich, um feurigen Salsa, Cha Cha, Bolero und Mambo dem geneigten Liebhaber der lateinamerikanischen Klänge darzubieten. Das Repertoire dieser aussergewöhnlichen Latin Big Band besteht aus Arrangements & Kompositionen von Tito Puente, Paquito D‘Rivera, Poncho Sanchez, Paulo Lopez, Maynard Ferguson u.a. ........ SALSA, LATIN y Mas ........ Fetzige Kompositionen, raffinierte Arrangements, gutgelaunte Musiker, wilde Improvisationen, spritzige Ansagen, enorme Lautstärke - kurz gesagt: Die Zuhörer können sich auf einen phänomenalen und äusserst unterhaltsamen Konzertabend freuen. Veranstaltungsort: Leerer Beutel AK 18 €, VV 17 €, E 16 €, S&S 12 €, M 12 €

Unerhörte Vielfalt...

Walter Bittners ZAKEDY MUSIC präsentiert eine vielschichtige, moderne Mischung aus Jazz, Songwriting und Volksliedbearbeitungen, teils akustisch vorgetragen, teils mit elektronischen Sounds und Loops angereichert, welche Bittner vom Drumset aus live in die musikalischen Abläufe integriert. Er ist ein Grenzgänger, kreativer Klangarbeiter und Musikerpersönlichkeit mit universeller Bandbreite. Mehr ein „musician on the drums“ als ein konventioneller Jazz-Drummer überwindet der rhythmische Kosmopolit die Grenzen musikalischer Stile und Kategorien mit kalkulierter Leichtigkeit. Für die CD „IMAGO – A MODERN SUITE“ hat er die Rolle des timegebenden Schlagzeugers mit der des open-minded Leaders getauscht, um gemeinsam mit seinem Quartett „Zakedy Music“ Neuland zu finden. IMAGO ist eine Entdeckungsreise, die überrascht und begeistert. Im konzeptionellen dreigliedrigen Aufbau einer Suite wird diese inhaltliche Herausforderung durch elf Songs verwirklicht. Der Rückgriff auf Tradition bleibt jedoch nicht in einer nostalgischen Retrospektive hängen, sondern nutzt das inspirierende Prinzip stilistischer Freiheit für einen „Jazz ohne Grenzen“, in dem Vergangenes in die Welt von Heute transformiert wird – wie überhaupt Walter Bittner Jazz mehr als Arbeitsprinzip denn als Musikstil begreift. Walter Bittner gibt mit Schlagzeug und elektronischen Soundfiles die jeweilige Richtung der musikalischen Wegstrecke vor. In der Live-Performance arbeitet er editierte Samples aus dem Laptop in differenzierte Beckensounds und feinfühlige Besen- und Stockarbeit ein, bis das präsente Spiel die digitale Konserve unmerklich ablöst oder Elektronik und Akustik zum subtilen rhythmischen Soundteppich verschmolzen sind. Veranstaltungsort: Leerer Beutel AK 18 €, VV 17 €, E 16 €, S&S 9 €, M 9 €

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LOCATION Der Jazzclub Regensburg e.V. ist ein gemeinnßtziger Verein ohne Gewinnabsichten. Er pflegt die Jazzkultur und -tradition in Regensburg. Und das mit Erfolg: Jazz in Regensburg ist ein Garant fßr gute Musik. Nicht zufällig sind das Bayerische Jazzinstitut, die JazzZeitung des ConBrio Verlages und das Jazz-Weekend in Regensburg beheimatet. Sie prägen das Image der Stadt als Jazzmetropole. Der Jazzclub arbeitet eng mit Dona Dona u u ma den anderen Institutionen im rkt Haus (Städtische Galerie, Arbeitskreis Film) zusammen Os gas tenund versteht sich als Teil des se Kulturzentrums Leerer Beutel. Leerer

JAZZCLUB Regensburg e. V. | BertoldstraĂ&#x;e 9 | 93047 Regensburg Tel. +49 (0)941 563375 | Fax +49 (0)941 5999715 info@jazzclub-regensburg.de | www.jazzclub-regensburg.de AK Abendkasse VV Vorverkauf E ErmäĂ&#x;igung S&S SchĂźler und Studenten M Mitglieder Karten sind im Vorverkauf im DB-Reisecenter im Hauptbahnhof, bei der Tourist-Information (Altes Rathaus), im MZ-Pavillon (DEZ), bei okticket.de und im JazzclubbĂźro von Montag bis Freitag 13.00 â&#x20AC;&#x201C; 17.00 Uhr sowie an der Abendkasse erhältlich. Redaktion: Jazzclub Regensburg e. V. | Gestaltung: JANDA+ROSCHER, Die WerbeBotschafter


Februar 2012 WySSozkI - DANkE, füR mEIN lEbEN Wyssozki, Russland, 2011, 137 min, OmU, Regie: Piotr Buslow, mit: Oksana Akinshina, Andrej Smoljakow, Ivan Urgant u.a. Vladimir Wyssozki ist Dichter, Schauspieler, Musiker, Systemkritiker und hat ein ernstes Drogenproblem. Keine guten Voraussetzungen in der UdSSR der siebziger Jahre: Seine Konzerte finden meist illegal statt, seine Tonbandaufnahmen werden unter der Hand getauscht und kopiert, seine Gedichte werden nicht veröffentlicht. Und trotzdem - oder gerade deswegen - ist er damals einer der bekanntesten Männer des Sowjetreiches. "Wyssozki" ist großes, anspruchsvolles und trotzdem tempo- und spannungsreiches Kino. Stets schlagen KGB und Musiker-Crew neue Haken, umtänzeln sich, versuchen den Gegner listig übers Ohr zu hauen. Dazwischen steht Wyssozki, benebelt oder im schmerzhaften Entzug, entrückt von der Realität als Spielball im Duell um Rubel, Macht und Freiheit. Doch mittlerweile ist der charismatische Wyssozki gezeichnet von seiner Morphium-Sucht: Schweißausbrüche, Wegdämmern und Schmerzen am ganzen Körper plagen den Künstler. Keine guten Vorraussetzungen, um das nächste anstehende illegale Konzert in Usbekistan zu bestreiten. Doch Wyssozki beschließt dennoch aufzutreten und macht sich mit seiner Crew auf den Weg nach Usbekistan. Was keiner ahnt: Der Konzertveranstalter kooperiert mit dem KGB. Das ganze Konzert ist eine Falle: Wyssozkis Verhaftung wegen Einfuhr illegaler Drogen scheint nur noch Formsache zu sein… 2. - 8.2. 20.45 Uhr + So. 5.2. 16.00 Uhr

AbENDlAND Österreich, 2011, 90 min, Regie: Nikolaus Geyrhalter Für sein letztes Werk, die sehenswerte Dokumentation über die Nahrungskette, “Unser täglich Brot” (2005), erhielt Nikolaus Geyrhalter den Grimme-Preis. Seinem strengen Stil bleibt er auch im neuen Film treu, der sich mit dem aktuellen Zustand Europas befasst: Kommentarlos, in sorgsam komponierten Bildern, zeigt Geyrhalter Szenen, Vorgänge, Prozesse. Von den Rändern geht es ins dunkle Herz des Okzidents, gefilmt hat er zudem nur nachts: ein Abendland. Was man zu sehen bekommt, tut weh, von der Schweizer Abschiebungsexpertin und slowakischen Grenzwächtern über schmierige Pornodrehs zu stumpfen Volksfest-Exzessen. Ein Kontinent zeigt sich da, der sich radikal abschottet gegen das Äußere, gegen die kaum nennenswerte Bedrohung und sich im Inneren in seriellen Routinen erschöpft. Natürlich ist Geyrhalters Vorgehen manipulativ, pessimistisch. Nicht immer muss man ihm folgen in seiner nachtfinsteren Weltsicht. Aber als Einblick in sonst unbeachtete Arbeits- und Lebenswelten auf diesem unseren krisengepeinigten Erdteil ist seine Doku geradezu einzigartig. Eine aufregende Diskussionsvorlage. Politisch, poetisch, sehenswert. 2. - 8.2. 18.45 Uhr

EIN SommER IN HAIfA Israel, 2010, 118 min, OmU, Regie: Avi Nesher, mit: Tuval Shafir, Adir Miller, Maya Dagan u.a. Die israelische Hafenstadt Haifa im Sommer 1968. Teenager Arik nimmt einen Ferienjob an. Er arbeitet für Yankele Braid, einen Ehevermittler. Yankele, ein mysteriöser Holocaust-Überlebender, hat sein Büro im Hinterzimmer eines Filmtheaters, das nur Liebesfilme zeigt. Das Kino wird von einer rumänischen Familie von Kleinwüchsigen betrieben und liegt in der schäbigen Gegend am Hafen. Arik lernt durch Yankele eine neue Welt kennen, die auf die Ruinen einer alten gebaut ist. Durch seine Arbeit lernt er die Geheimnisse des menschlichen Herzens und die Widersprüchlichkeiten der Liebe kennen. Ariks Job besteht darin, potentielle Ehepartner von Yankeles Kundschaft auf etwaige dunkle Geheimnisse zu untersuchen, er ist ein Detektiv in Sachen perfekter Verbindung zwischen zwei Menschen. Arik erlebt einen Sommer, der ihn für immer verändern wird. Avi Neshers anrührender Film spielt zwischen den Polen des Nachkriegstraumas und der kulturellen und sexuellen Revolution der 1960er Jahre und kreiert so ein perfektes Klima für Entdeckungen aller Art. EIN SOMMER IN HAIFA ist ein magischer, herzerwärmender und zutiefst menschlicher Film. 23. - 29.2. 18.30 Uhr

GERHARD RICHTER in der Matinee im Februar An den vier Sonntagen im Februar geben wir Ihnen nochmals die Gelegenheit, den Dokumentarfilm über den großartigen Maler Gerhard Richter anlässlich seines achzigsten Geburtstages zu sehen.

GERHARD RICHTER PAINTING Deutschland, 2011, 97 min, Regie und Drehbuch: Corinna Belz, mit Gerhard Richter, Norbert Arns, Hubert Becker, Sabine Moritz-Richter, Konstanze Ell, Marian Goodman, Benjamin Buchloh, Kasper König, Ulrich Wilmes, Sandy Nairne, Paul Moorhouse

5.2. / 12.2./ 19.2. / 26.2. jeweils um 11 Uhr

KINO filmgalerie Bertoldstr. 9 | 93047 Regensburg Tel. 0941 298 45 63 BÜRO Arbeitskreis Film Regensburg e.V. Bertoldstr. 9 | 93047 Regensburg Tel. 0941 298 45 63 BÜRO Kurzfilmwoche: Andreasstr. 28 | 93059 Regensburg Tel. 0941 56 09 01 KINO Eintritt: normal: 6 € | ermäßigt: 5 € Aufschlag bei Überlänge-Filmen: 1€ Ermäßigung gibt es mit Schüleroder Studentenausweis, außerdem mit der »filmgaleriekarte«. Diese kann zu einem Preis von 5 € an der Abendkasse erworben werden und ist ein Jahr lang gültig. ••• Programmänderungen vorbehalten ••• gefördert von:

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mAD CIRCuS - EINE bAllADE voN lIEbE uND ToD DIE SummE mEINER EINzElNEN TEIlE BAlADA TRISTE DE TROMPETA, Spanien, Frankreich 2010, 107 min, OmU, Regie: Álex de la Iglesia, mit: Carlos Areces, Antonio de la Torre, Carolina Bang u.a.

Deutschland, 2011, 109 min, Regie : Hans Weingartner, mit: Peter Schneider, Henrike von Kuick, Timur Massold, Andreas leupold, Julia Jentsch u.a.

Spanien während der Franco-Ära: Als sein Vater, ein Zirkusclown, in die Wirren des Bürgerkriegs gerät und im Gefängnis endet, ergreift auch der Sohn diesen Beruf. Anfang der 1970er-Jahre gerät er in eine unglückliche Liebesaffäre mit einer Trapezkünstlerin. Ein Film voller Metaphern, Symbole und Momente von verstörender Poesie, der als bildgewaltige Groteske beeindruckt. Die Geschichte vom traurigen Clown ist eine Metapher, für Iglesia sind alle Spanier traurige Clowns, weil sie unter der Last der faschistischen Vergangenheit leiden, die sie verschweigen, der sie sich nicht stellen, die sie verfolgt. Ein Albtraum, den er als bombastische Bilder- und Gewaltorgie auf die Leinwand zaubert mit der Absicht, Wut und Schmerz durch grotesk-überdrehten Witz zu vernichten, gleichzeitig aufzuwühlen und zum Lachen und Weinen zu bringen. Das Besondere an Mad Circus ist, dass er Genreelemente miteinander kombiniert, die eigentlich nichts gemeinsam haben. De la Iglesia schafft es, dass der Schritt vom Historienfilm zum Liebesdrama, von der schwarzen Komödie bis zum Splatterfilm immer schlüssig erscheint. 9.2. 18.45 Uhr + 10. - 15.2. 20.45 Uhr

Martins einzige Sicherheit sind die Zahlen. Vor nicht allzu langer Zeit war er ein genialer Mathematiker auf Karrierekurs in einem großen Unternehmen, verdiente gut, hatte eine Freundin. Ein geordnetes Leben. Er arbeitete bis zur Erschöpfung - bis er zusammenbrach und die Welt in tausend Einzelteile zerfiel. Nach der Entlassung aus der Psychiatrie verliert Martin seine Stelle, holt seine Sachen von der Exfreundin ab und isoliert sich. Er fühlt sich verfolgt und es fällt ihm immer schwerer, die Wirklichkeit mit seinen Zahlen zu bändigen. Jenseits der Zahlenkolonnen, am Rande der Stadt trifft er auf einen geheimnisvollen Jungen, der nur russisch spricht. Gemeinsam flüchten sie in den Wald. Fern von den Zwängen des Alltags beginnen sie ein neues Leben, bauen eine Hütte, werden Freunde. Sie streifen durch den Wald, über Wiesen und an Seeufer, erleben die in Millionen Farben glitzernde Wildnis. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Martin auch dort finden wird... 23. - 29.2. 20.45 Uhr

TASTE THE WASTE Dokumentarfilm, Deutschland, 2011, 91 min, Regie: Valentin Thurn

HElDEN DES PolARkREISES NAPAPIIRIN SANKARIT, Finnland/Island/Schweden, 2010,95 min, dt. F., Regie: Dome Karukoski, mit: Jussi Vatanen, Jasper Pääkönen, Konsta Mäkelä u.a. Ein ebenso arg- wie orientierungsloser junger Finne ohne Arbeit gibt am Tag vor der Abschaffung des analogen Fernsehens das Geld seiner Geliebten lieber für Bier als für einen neuen Digitalreceiver aus. Um seine Beziehung zu retten, macht er sich mit zwei Freunden auf den von Widrigkeiten und Verlockungen gepflasterten Weg in die Stadt. Ein Road Movie als lakonisch-komisch erzählte, gelegentlich auch tragische Momente antippende Odyssee durch Schnee und Dunkelheit, geprägt von geschicktem Timing, Slapstick und Dialogwitz. Nebenbei handelt der Film auch von der Mentalität und dem Leben der Menschen jenseits des Polarkreises. 16. - 22.2. 20.45 Uhr

THE blACk PoWER mIxTAPE 1967-1975 Schweden/USA 2011, 94 min, OmU Einige der bedeutendsten amerikanischen Bürgerrechtler wie Stokley Carmichael und Angela Davies, schwarze Künstler der Sechziger und Siebziger und der Gegenwart wie Danny Glover und Harry Belafonte, Augenzeugen und Historiker sprechen über die Zeit, in der die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung die US-Gesellschaft für immer veränderte. 16-mm-Format, Dutzende packender Interviews, unzählige Meter Archivmaterial und Originalaufnahmen. Das sind die Eckdaten des unvergesslichen Zeitdokuments, welches der Schwede Göran Hugo Olsson von seiner 1967 angetretenen USA-Reise gewann. Über dreißig Jahre später lässt Olsson die Bewegung, welche das Land prägte wie kaum eine andere politische Strömung, auf Zelluloid wieder lebendig werden. Mitreißend, hintergründig und energetisch dokumentiert die packende Momentaufnahme die wohl bewegtesten Jahre des farbigen Widerstands gegen soziale Unterdrückung und Diskriminierung. 13. - 15.2. 18.45 Uhr

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Der Film liefert Fakten, die kaum jemandem bekannt sind. Etwa, daß jeder zweite Kopfsalat und jede zweite Kartoffel schon bei der Ernte aussortiert und jedes fünfte Brot ungekauft weggeschmissen werden.Über 50 Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen, das sind in Deutschland allein 20 Millionen Tonnen im Jahr. Das Ausmaß der Verschwendung an sich ist schon erschreckend – absurd wird der Gedanke, wenn man betrachtet, wie wenig Lebensmittel in anderen Regionen der Erde vorhanden sind. In Zusammenarbeit mit dem Evang. Bildungswerk. 1.2. 19.00 Uhr


bAuER SuCHT PfAu Deutschland, 2011, 70 min, Regie: Erik Grun, mit: Hans Schröck, Berenika Kmiec, Günter Brenner u. a. Bauer Franz ist auf der Suche nach einer passenden Frau, sein Bruder Gerhard steht ihm dabei mit Rat und Tat zur Seite. Bei einem Brautschauausflug nach Tschechien findet er Gefallen an der flippigen Barkeeperin Irena. Doch die startet bald zum Gegenbesuch, und Franz war während ihres ersten Treffens nicht besonders ehrlich zu ihr... 16. - 19.2. 18.45 Uhr

WEIHERER - koANA voN EANA

Ein Film aus Bayern, für Bayern, von Bayern, über Bayern. Deutschland, 2011, 89 min, mit: Christoph Weiherer, Keller Steff, Matthias Matuschik, Roland Hefter, Michael Dietmayr, Janina, Monsters of liedermaching Weiherer. Knapp und einfach. So redet man in Bayern einen an, den man akzeptiert. Und auf so einen können wir stolz sein. Weiherer macht Folk im weiteren, und bayerische Musik im engeren Sinne. Da braucht man eine Gitarre, eine Harp - und gute Texte vor allem. Seit nunmehr zehn Jahren tourt der Radikalpoet mit seiner Gitarre und seiner bayerischen Revolverschnauze durch den deutschsprachigen Raum, spielt in Kleinkunstbühnen, Clubs oder auf Festivals, tritt vor fünfzehn Zuschauern genauso auf wie vor fünfzehnhundert. Der Film begleitet Weiherer 2010/2011 ein knappes Jahr lang auf, vor und hinter der Bühne. Wir erleben Weiherer auf Tour, daheim, ganz privat, mit Familie, Freunden und Kollegen. Es ist alles da, Mut und Kraft, die Sterne und der Mond. Und der Weiherer. Gott sei Dank. Christoph Weiherer stellt seinen Film persönlich vor. 9.2. 20.45 Uhr

JoHN IRvING uND WIE ER DIE WElT SIEHT Deutschland 2012, 90 min, Regie: André Schäfer Am 2. März 2012 feiert der Autor John Irving seinen 70. Geburtstag. Wir feiern das mit einem großen, international koproduzierten und von der Filmstiftung NRW, Media und der FFA geförderten Kino-Dokumentarfilm. Im Herbst war John Irving auf großer Lesereise durch Europa. Der Film begleitet ihn dabei, wie er auf der Bühne die Menschen nicht nur mit seiner Literatur verzaubert, sondern auch als großer mündlicher Erzähler. John Irving hat das Drehteam zu sich nach Hause in Vermont eingeladen. Beim Schreiben in seinem Büro, beim Kochen, beim Fitnesstraining in seiner hauseigenen Turnhalle erklärt er sein Handwerk, seine Herangehensweise, die Konstruktion seiner eigenartigen Charaktere. ab. 1.3. 18.45 Uhr

mAmA AfRICA mIRIAm mAkEbA Deutschland/Südafrika/Finnland, 2011, 89 min. OmU, Regie: Mika Kaurismäki

Entdeckungen:

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Kurzfilmprogramm Oberhausen Im Archivprogramm „Surreal/Political“ haben die Oberhausener Kurzfilmtage preisgekrönte politische Animationen aus ihrem Archiv geholt, darunter Klassiker wie Helmut Herbsts „Schwarz-weiß-rot“, Zbigniew Rýbczynskis „Tango“, Walerian Borowczyks „Les Jeux des anges“ oder Jan Švankmajers „The Death of Stalinism in Bohemia“. Diese präsentieren wir am 31. Januar um 20.45 h in der Filmgalerie. 31.1. 20.45 Uhr

Ein Dokumentarfilm über die weltbekannte südafrikanische Sängerin Miriam Makeba ( PATA PATA ), die zeit ihres Lebens die Welt bereiste und ihre politische Botschaft gegen Rassismus und Armut, für Gerechtigkeit und Frieden verbreitete. Der Film ist eine Hommage an die im November 2008 verstorbene südafrikanische Ikone. Eine Frau, die die Hoffnung und die Stimme Afrikas verkörperte. 20. - 22.2. 18.45 Uhr

TouRNéE

TAGE DIE blEIbEN

Frankreich, 2010, 111 min, OmU, Regie: Mathieu Amalric, mit Mathieu Amalric, Miranda Colclasure, Suzanne Ramsey, linda Marraccini, Julie Ann Muz, Angela de lorenzo, Alexander Craven

Deutschland, 2011, 95 min, Regie: Pia Strietmann, mit: lena Stolze, Max Riemelt, Michael Kranz, Götz Schubert, Mathilde Bundschuh

Der glücklose französische Fernsehproduzent Joachim ist vor Jahren in die USA ausgewandert. Nun kehrt er mit großen Plänen in die Heimat zurück. Er will mit einer Burleskshow endlich Erfolg haben. Doch sein Geschäftspartner haut ihn übers Ohr, und er muss mit seinen Damen von einem drittklassigen Club in den nächsten tingeln und in Absteigen übernachten. Auch in der Liebe hat er kein Glück. Zwischen Hass und Liebe pendeln seine Gefühle für den Star seiner Truppe, dem Vollweib Mimi. Dieses grandiose Vaudeville-Stimmungsbild ist nicht nur pittoresk, sondern zeitweise bitter und voll trotzigem Lebensmut. Es erzählt von Menschen, die dauernd lärmen, um ihre Einsamkeit zu übertönen, von berauschten Kostümparty-Girls, die im nüchternen Zustand ihre Depressionen nicht ertragen. Und mitten drin dieser Heimatlose, der am Wegesrand doch noch ein wenig Glück findet. Als hätte John Cassavetes sich der Kinder des Olymp angenommen. Kein einfacher, aber ein schöner Film über unsortierte Lebenslagen. tk 26. - 30.1. 20.45 Uhr

Die Dewenters sind schon lange keine richtige Familie mehr. Mutter Andrea versucht vergeblich, die Familie zusammenzuhalten. Als sie durch einen Autounfall aus dem Leben gerissen wird, gerät das Leben der Hinterbliebenen aus den Fugen. Ungeahnte Dynamiken treten zu Tage, alte Wunden brechen auf, neue Freundschaften werden geschlossen. In den wenigen Tagen zwischen Tod und Beerdigung müssen Ehemann Christian, Sohn Lars und Tochter Elaine lernen, wieder Vertrauen zu finden, um die Familie zu retten. Die Stärke von "Tage die bleiben" liegt in der sensiblen und realistischen Entfaltung eines Beziehungsgeflechts, das sich durch kleine Erfahrungen entscheidend verändert. Der Film besticht durch die genaue Beobachtung von Wechselwirkungen und Widersprüchen. Pia Strietmann schickt ihre Figuren auf den Abgrenzungstrip und erkundet gerade dadurch, was die Familie noch zusammenhält. Zusätzlich zu den eh’ schon absurden Momenten der bürokratischen Bewältigung eines Todesfalls nutzt Pia Strietmann die Ausflüge ihrer Figuren zu humoristischen Seitenhieben, die das unterhaltsame Anliegen des Films ein wenig übertreiben. Aber das sind kleine Einwände gegenüber dem Verdienst, ein schweres Thema mit einer verblüffenden Leichtigkeit zu meistern. 26. - 31.1. 18.45 Uhr, 1.2. 20.45 Uhr, 10. - 12.2. 18.45 Uhr

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Nach NOVEMBERKIND der zweite Film von Christian Schwochow: Selten ist das Wesen der Schauspielerei derart packend und in seiner Detailgenauigkeit überzeugend filmisch beschrieben worden. [swr.de/blog/filmspaicher] DIE UNSICHTBARE

9.-10. FEB 18.30

11.-22.FEB 21.00

»Du bist unsichtbar!« wird der jungen Schauspielschülerin Josephine, genannt Fine gesagt, nachdem sie bei einem wichtigen Vorspiel auf der Bühne eingeschlafen ist. Doch gerade dieses Malheur, dieses Andersartige, fasziniert den ebenso berühmten wie egozentrischen Regisseur Kaspar Friedmann [Ulrich Noethen]. Am Schauspielhaus der Stadt – unschwer als Volksbühne in Berlin zu erkennen – will er mit Schauspielstudenten ein Stück inszenieren. »Camille« heißt dieses fiktive Drama, das mit seiner latent selbstzerstörerischen Hauptfigur, die sich in wahllose sexuelle Abenteuer stürzt, ein wenig an Wedekinds »Lulu« erinnert. Die introvertierte, fast mäuschenhafte Fine bekommt zur Überraschung aller die Hauptrolle der Camille anvertraut – und sieht sich schnell mit ihren Grenzen konfrontiert. Immer mehr fordert Friedmann von ihr, immer tiefer will er in ihre Seele blicken, ihre tiefsten Verletzungen anbohren, um sie für die Rolle zu benutzen … Die Verschmelzung von Bühne und Realität, von Rolle und wahrer Identität ist ein beliebtes Sujet, das zuletzt etwa Darren Aronofsky in BLACK SWAN umgesetzt hat. So ist es kaum zu vermeiden, dass in DIE UNSICHTBARE oft Motive, Figuren, Situation zu erkennen sind, die man so oder so ähnlich schon oft gesehen hat. Im Gegensatz zu Aronofsky bemüht sich Schwochow um Realismus. Besonders die Schilderung der Arbeit am Theater, die mühsamen Proben, die Versuche, sich dem Wesen der Rolle mit allen Mitteln zu nähern, zählen dadurch zu den stärksten Momenten des Films, nicht zuletzt dank der exzellenten Darstellung Ulrich Noethens als Regisseur. »Die Furchtlosigkeit, mit der Ulrich Noethen und die Dänin Stine Fischer Christensen , die hier zum ersten Mal auf Deutsch spielt, die Abgründe ihrer Figuren ausloten, raubt einem den Atem.« [cinema.de] Deutschland 2011, 113 min, dtF, Regie: Christian Schwochow, mit: Stine Fischer Christensen, Ulrich Noethen, Dagmar Manzel, Ronald Zehrfeld, Anna Maria Mühe, Ulrich Matthes, Gudrun Landgrebe, Corinna Harfouch

KRIEGERIN ist ein provokanter Film, der uns drastisch vor Augen führt, was Rechtsextremismus mit Menschen macht, wie sie sich verändern, verrohen, nur noch hassen können, ohne jegliche Perspektive. [programmkino.de] KRIEGERIN 16.-21. FEB 19.00 24.-28. FEB 19.00

Marisa ist Anfang 20, Neonazi und rast durch ihre Welt wie ein offenes Rasiermesser. Sie ist aggressiv und schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Sie hasst Ausländer, Politiker, den Kapitalismus, die Polizei und alle anderen, denen sie die Schuld daran gibt, dass ihr Freund Sandro im Knast sitzt und dass alles um sie herum den Bach runter geht: Ihr Leben, ihre Stadt, das Land und die ganze Welt. Dieser Sommer hält noch mehr Ärger für Marisa parat: Die bürgerliche Svenja drängt in Marisas Clique, und der afghanische Flüchtling Rasul sucht sich ausgerechnet ihren Badesee zum Schwimmen aus. Als die Welten der drei aufeinander prallen, setzt sich eine Kette von Ereignissen in Gang, die ihr Leben auf den Kopf stellt. »Schockierend gut. Schockierend aktuell … KRIEGERIN ist ein Cliquenfilm über familiäre Ruinen und ostdeutsche Dörfer, in denen es normal ist, Nazi zu sein wie Fußball zu spielen. Und wie es beim Fußball ums Toreschießen geht, geht es bei den Nazis darum, Ausländer zu verprügeln … KRIEGERIN ist ein Film des jungen Regisseurs David Wnendt, der für die Geschichte monatelang unter Neonazis recherchierte und sich dabei auf die jungen Frauen konzentrierte.« [Stern] COMBAT GIRLS, Deutschland 2011, 103 min, dtF, Regie: David Wnendt, mit: Alina Levshin, Jella Haase, Sayed Ahmad Wasil Mrowat, Gerdy Zint, Lukas Steltner, Uwe Preuss

PECHA KUCHA NIGHT REGENSBURG VOL. 7 In nur 20 Bildern à 20 Sekunden einen mitreißenden Vortrag halten – geht das überhaupt? Eine wachsende Fangemeinde, ausverkaufte Vorstellungen in Regensburg und 250 weiteren Städten weltweit behaupten: Ja! Und wie! Pecha Kucha – so heißt diese rasante und kurzweilige Präsentationstechnik aus Japan – lässt Raum für Kreatives, Nachdenkliches und Erheiterndes. Der Fantasie der Vortragenden sind keine Grenzen gesetzt. Was? Pecha Kucha Regensburg Vol. 7 Wann? Am Donnerstag, den 09. Februar 2012 um 20:30 Uhr Wo? Kinos im Andreasstadel, Andreasstraße 28, Regensburg Eintritt: 3 Euro Pecha Kucha Regensburg wird präsentiert von Hôtel des Artistes, Bürogemeinschaft für Grafikdesign Vortragsanmeldungen unter: pk@hotel-des-artistes.org Weitere Infos unter: http://www.hotel-des-artistes.org http://www.facebook.com/pages/PechaKucha-Regensburg/129870813734612 http://www.pecha-kucha.org/night/regensburg

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Allen Ginsberg, Andy Warhol, David Cronenberg, Gus Van Sant, Iggy Pop, John Waters, Laurie Anderson, Patti Smith WILLIAM S. BURROUGHS – A MAN WITHIN Kultfigur der Beat-Generation, Pionier der Gegenkultur, Drogenpapst: William S. Burroughs riss Grenzen des Mainstream ein, erhob den Drogenrausch zum künstlerischen Medium, wurde zum ungewollten Wortführer der schwulen Befreiungsbewegung. Sein Roman »Naked Lunch« wurde zur Bibel von Punks, Hippies, der Queer-Bewegung, von Revolutionären, Künstlern und Musikern in aller Welt. So ziemlich jede gegenkulturelle Bewegung des 20. Jahrhundert beruft sich auf ihn: WILLIAM S. BURROUGHS: A MAN WITHIN ist der liebevoll-forschende Versuch, den Menschen zu ergründen, der aus Versehen seine Frau erschoss, dessen Werk den Konservatismus seiner Zeit bis ins Mark erschütterte, dessen kreative Gewalt die Kultur des 20. Jahrhunderts beben ließ. Wie kaum eine Künstlerfigur steht Burroughs für einen radikalen Widerspruch, den Regisseur Yony Leyser in seinem Film vorbehaltlos auslotet: zwischen Individualismus und Abhängigkeit, zwischen Unabhängigkeit und Vereinnahmung entsteht das intime Porträt eines großen Schriftstellers, getragen vom genialen Score von Patti Smith und Sonic Youth. Leyser bekam die Großen und Bekannten, die Jünger, Weggefährten, Kritiker und Bewunderer vor die Kamera: In exklusiven Interviews und Archivmaterial erzählen Patti Smith, Iggy Pop, Gus Van Sant, John Waters, Genesis Breyer P-Orridge, Sonic Youth, Laurie Anderson, Amiri Baraka, David Cronenberg und Allen Ginsberg Geschichten aus dem Reich eines extremen Grenzgängers.

9.-15. FEB 20.30 16.-22. FEB 18.30

USA 2011, 87 min, OmU, Regie: Yony Leyser, mit: Allen Ginsberg, Andy Warhol, David Cronenberg, Gus Van Sant, Iggy Pop, John Waters, Laurie Anderson, Patti Smith

17.-22. FEB 20.30

2.-7. FEB 18.00

23.-28. FEB 20.00

DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD Cyril will nicht wahrhaben, dass sein Vater ihn ins Heim abgeschoben hat. Immer wieder bricht der 12jährige aus. Verzweifelt sucht der Junge nach ihm und seinem geliebten Fahrrad. Dieses Fahrrad ist sein Anker in eine Welt, in der für ihn noch alles in Ordnung schien. Als plötzlich Samantha [Cécile de France] im Heim auftaucht und ihm sein verschwundenes Rad zurückbringt schöpft der verschlossene Junge neue Hoffnung. In der Friseurin gewinnt er eine Verbündete, die echtes Interesse an ihm zeigt. »Vom Anfang bis zum Ende beobachten die Brüder Dardenne ihre Protagonisten so intensiv, bis sich die Geschichten wie von selbst entfalten. Perfekt verbinden sie radikale Nüchternheit und tiefste Empfindsamkeit. Raum für Hoffnung gab es auch schon in ihren früheren Filmen. Diesmal freilich endet ihr sehenswertes, modernes Märchen wohltuend optimistisch.« [programmkino.de]

Visuelle und visionäre Anarchie. [horror.it] AMER Ana ist noch ein kleines Mädchen, als sie im verwunschenen Anwesen ihrer Eltern dem Leichnam ihres Großvaters begegnet. Zwischen Angst und Neugier ist sie dem schweigenden Haus ausgesetzt, in dem eine düstere Gestalt umherwandert. Als Teenager im Sommerurlaub erlebt sie erotisches Begehren und Begehrt-Werden, für das sie von ihrer Mutter hart bestraft wird. Als junge Frau schließlich kehrt sie in das Haus ihrer Eltern zurück. Hier verlassen die Dämonen ihrer Vergangenheit das Reich der Fantasie und werden zu einer realen Bedrohung. Die Regisseure Hèléne Cattet und Bruno Forzani dringen tief in die Dunkelkammern der Seele und bringen psychische Abgründe, einen Rausch der Symbole und eine traumgleiche Soundlandschaft hervor.

Brillantes Dokudrama. [faz.net] THE REAL AMERICAN – JOE MCCARTHY Vor gut fünfzig Jahren, im Jahre des Sputnikschocks, starb Senator Joseph Raymond McCarthy im Alter von nur 48 Jahren. Offizielle Todesursache: Hepatitis. In Wahrheit hatte der gebürtige Wisconsiner aus Appleton mit deutschirischen Wurzeln sich buchstäblich zu Tode getrunken. Der nach ihm benannte Ismus allerdings überlebte den McCarthy aus Fleisch und Blut – zu präsent sind die audiovisuellen Bilder des McCarthy-Komitees, dem tatsächliche sowie mutmaßliche Kommunisten Rede und Antwort stehen mussten.

»Die Dardennes inszenieren diese Geschichte mit einer Direktheit und einer Unmittelbarkeit, die jedes Abgleiten ins Sentimentale verhindern und LE GAMIN AU VÉLO trotz seines märchenhaften Ansatzes Echtheit und Wahrhaftigkeit verleihen.« [451.ch]

»Eine alptraumhafte Vision von Angst und Hoffnung. Großartig, aufregend, schillernd.« [The Los Angeles Times] – »Ein brillanter Kraftakt.« [Libération] – »Was für eine Offenbarung! AMER, ein visuelles Gedicht und Musical … Eine sinnliche Reise in die Geschichte der italienischen B-Serie.« [Le Monde]

»Lutz Hachmeisters Film macht es sich nicht leicht. Wie schon in seiner vorigen Dokumentation über Joseph Goebbels untersucht der Berliner Wissenschaftler und Filmemacher die Wechselwirkungen zwischen individueller Ambition, den Gesetzen der Medien und der psychischen Dynamik der Öffentlichkeit mit feinem Gespür für individuelle Befindlichkeiten. Hierzu schrieb Hachmeister kammerspielartige Szenen, die mit großer Intensität gerade auch das Gewinnende an McCarthy, dargestellt von John Sessions, nahebringen.« [faz.net]

LE GAMIN AU VÉLO, Belgien, Frankreich 2011, 87 min, dtF, Regie: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne, mit: Thomas Doret, Cécile De France, Jérémie Renier, Egon Di Mateo

Belgien, F 2009, 90 min, dtF, Regie: Hélène Cattet, Bruno Forzani, mit: Cassandra Forêt, Charlotte Eugéne-Guibbaud, Marie Bos, Bianca Maria D ‘Amato, Harry Cleven

Deutschland 2011, 95 min, OmU, Regie: Lutz Hachmeister, mit: John Sessions, Justine Waddell, Trystan Gravelle, James Garnon, Philip Bulcock, Al Gregg, Robert Lyons

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Regisseur Pierre Salvadori macht aus einem einfachen Plot einen lockeren und luftigen Feel-Good-Film mit sanften melancholischen Untertönen. Fantasieträchtig und federleicht fliegt dieser etwas andere Ménage à trois durch den Kinosaal. [cineman.ch] 26.-31. JAN 19.00 2.-7. FEB 19.00 2.-8. FEB 17.00 11.-14. FEB 19.00 BEZAUBERNDE LÜGEN

Für die 30-jährige Émilie [Audrey Tautou] ist ihr Friseursalon mehr als nur ein Ort zum Haareschneiden. Voller Wonne mischt sie sich in das Leben ihrer Kundinnen, Angestellten und Freundinnen ein. Und meistens tut sie es mit Erfolg, egal ob es um den richtigen Schnitt oder Rat in Liebesfragen geht. Nur ihrer Mutter Maddy [Nathalie Baye], die von ihrem Mann verlassen wurde und ihre Lebensfreude verloren hat, scheint sie nicht helfen zu können. Eines Tages erhält Émilie einen anonymen Liebesbrief – dass er von Jean stammt, der als Hausmeister in ihrem Friseursalon arbeitet und zu schüchtern ist, um sich ihr zu offenbaren, ahnt sie nicht. Die gefühlvollen Zeilen beeindrucken Émilie so wenig, dass sie kurzerhand im Papierkorb landen. Doch dann kommt ihr eine Idee: Warum nicht ihrer Mutter eine Freude damit machen? Doch Émilie freut sich zu früh über den Erfolg, denn Maddy wartet voller Sehnsucht auf weitere Zeichen von ihrem anonymen Verehrer … DE VRAIS MENSONGES, Frankreich 2010, dtF, 104 min, Regie: Pierre Salvadori, mit: Audrey Tautou, Nathalie Baye, Sami Bouajila, Stéphanie Lagarde, Judith Chemla

11.-15. FEB 17.00

DER ATMENDE GOTT – REISE ZUM URSPRUNG DES MODERNEN YOGA Was ist Yoga? Ein urtümlicher Ritus? Indische Gymnastik? Regisseur Jan Schmidt-Garre folgt seiner persönlichen Neugier und findet allseits Überraschendes.DER ATMENDE GOTT – REISE ZUM URSPRUNG DES MODERNEN YOGA zeigt erstmals die maßgeblichen Erfinder des modernen Yoga vor einer Kamera vereint: Noch nicht gesehene historische Aufnahmen des Urvaters Krishnamacharya, seines Schülers Pattabhi Jois, der während der Dreharbeiten verstarb, sowie des legendären Iyengar, der bereits Yehudi Menuhin die Lehre des Atmenden Gottes beibringen durfte. Deutschland 2011, 105 min, Regie: Jan Schmidt-Garre, mit: K. Pattabhi Jois, B.K.S. Iyengar, Indra Devi, T.K. Sribhashyam, Alexander Medin

MY REINCARNATION MY REINCARNATION ist die Geschichte des tibetanischen Meisters Chöegyal Namkhai Norbu einer der letzten großen reinkarnierten und in Tibet ausgebildeten Lehrer - und seines Sohnes Yeshe, dessen hartnäckige Weigerung, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, dessen spirituelle Tradition aufs Spiel setzt. Niemals zuvor hat ein hoher tibetanischer Meister einen so umfassenden Einblick in sein Leben erlaubt. Dieser intime Zugang ermöglicht einen einzigartigen authentischen Einblick sowohl in die Welt der Familie, als auch in die der religiösen Idole, den Dalai Lama eingeschlossen. Jennifer Fox hat meisterhaft aus einem jahrzehntelangen Drama eine universelle Geschichte über Liebe, Verwandlung und Schicksal entwickelt USA, Deutschland 2010, 102 min, OmU, Regie: Jennifer Fox, mit: Chögyal Namkhai Norbu, Khyentse Yeshe

24.-29. FEB 18.00 28

26. JAN - 1. FEB 17.00 + 21.00 2.-8. FEB 21.00

16.-22. FEB 17.00 24.-29. FEB 17.00

MEIN LIEBSTER ALPTRAUM

JANE EYRE

Sie [Isabelle Huppert] lebt mit ihrem Mann [André Dussollier] und dem gemeinsamen Sohn in einem schicken Appartement gegenüber vom Jardin du Luxembourg. Er [Benoît Poelvoorde] lebt alleine mit seinem Sohn in einem Lieferwagen. Sie ist eine renommierte Galeristin, Chefin einer angesehenen Sammlung moderner Kunst. Er lebt von Gelegenheitsarbeiten. Sie hat sieben Jahre lang an der Universität studiert. Er ist fast sieben Jahre lang hinter Gittern gesessen. Sie steht mit dem Kultusministerium auf du und du. Er ist jedem alkoholischen Getränk zugeneigt, dessen er habhaft werden kann. Sie hätten sich eigentlich nie treffen sollen … In ihrer neuesten Komödie MEIN LIEBSTER ALPTRAUM führt die geborene Luxemburgerin Anne Fontaine vor Augen, was alles passieren kann, wenn in einer Ehe die Gefühle erloschen sind und die Partner sich entschließen, ihr Liebesleben etwas »aufzupeppen«. Drei der bekanntesten und beliebtesten französischen Schauspieler – Isabelle Huppert, Benoît Poelvoorde und André Dussollier – hat Anne Fontaine vor der Kamera versammelt. Geistreich, humorvoll, schlagfertig und hintersinnig liefern sie sich etwas andere Szenen einer Ehe – mit überraschendem Ausgang. MON PIRE CAUCHEMAR, Frankreich, Belgien 2010, dtF, 102 min, Regie: Anne Fontaine, mit: Isabelle Huppert, Benoît Poelvoorde, André Dussollier, Virginie Efira, Corentin Devroey, Donatien Suner, Aurélien Recoing, Éric Berger

England im 19. Jahrhundert: Die Waise Jane Eyre sollte eigentlich bei ihrer reichen Tante Mrs. Reed [Sally Hawkins] aufwachsen; da diese das Mädchen jedoch für lasterhaft und hinterhältig hält, schiebt sie ihre Nichte kurzerhand in eine strenge Mädchenschule ab. Nach leidvollen Jahren verlässt Jane [Mia Wasikowska] die Schule als gebildete, junge Erwachsene und erhält eine Anstellung als Gouvernante eines kleinen französischen Mädchens auf Thornfield Hall. Die Haushälterin Mrs. Fairfax [Judi Dench] nimmt sie wohlwollend auf, und erstmals darf Jane das Gefühl erleben, ein Zuhause zu haben. Nachts ereignen sich jedoch seltsame Dinge; man munkelt sogar, in Thornfield Hall treibe ein Geist sein Unwesen. Als der Herr des Hauses, der unberechenbare Mr. Rochester [Michael Fassbender], in sein Landhaus zurückkommt, findet er schnell Gefallen an Jane. Eine der ergreifendsten Liebesgeschichten der Weltliteratur in Aufsehen erregendem, neuem Gewand! Regie-Shootingstar Cary Fukunaga, dessen Erstling SIN NOMBRE international für Furore sorgte, bringt Charlotte Brontës berühmten viktorianischen Liebesroman ausgesprochen unviktorianisch, frisch und aufregend auf die Leinwand. Großbritannien 2011, dtF, 120 min, Regie: Cary Fukunaga, mit: Mia Wasikowska, Michael Fassbender, Judy Dench, Sally Hawkins, Jamie Bell, Imogen Poots, Amelia Clarkson


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Für diesen Flop senken wir den Preis! 5 Euro, ermäßigt 4 Euro

24.-29. FEB 21.00

Der Film hatte seinen Deutschland-Start am 12. Januar und ist furchtbar gefloppt. Das darf in Regensburg nicht passieren! Kommen Sie massenweise, am besten gruppenweise und genießen Sie echte finnische Lebensart – an den ersten beiden Tagen [Freitag und Samstag, 24. und 25. Februar] werden Sie mit Wodka empfangen.

HELDEN DES POLARKREISES Worum geht's? Jannes Stärke sind nicht gerade die Arbeitslust und die Energie. Seine Freundin Inari kann ein Lied davon singen. Nun wird in ihrem Dorf im nördlichsten Lappland das analoge Fernsehen eingestellt. Künftig bedarf es also unbedingt eines digitalen Receivers. Inari gibt ihrem Freund das Geld dafür. Doch plötzlich ist es weg. Versoffen. Jetzt brennt es zuhause lichterloh. Inari: »Besorge bis morgen früh einen Digitalempfänger – oder es ist aus.«

Ein echter Flop, den Sie sich jetzt bitte

Das gibt Janne natürlich zu denken. Mit seinen Kumpels Kapu und Räihänen macht er sich auf den Weg. Was die drei in dieser Nacht unterwegs nun erleben, geht auf keine Rentierhaut … Es reicht aber – vorerst – zum Digitalreceiver.

alle anschauen …

Ein einfaches, fast einfältiges Thema und eine ebensolche Handlung. Aber wie skurril, wie originell, wie amüsant und wie unterhaltsam ist das gemacht! Die Schauspieler sind hier nicht wirklich bekannt, was der Sache aber keinen Abbruch tut: stoisch, halb eingeschlafen wirkend, aber darstellerisch hellwach. Und wie gesagt in ihrer unterkühlten Art sehr komisch. Preise gab es deshalb schon eine ganze Reihe. Durchgeknallt, turbulent und richtig komisch. Und das Schönste: Es darf sogar gedacht werden. Auch anspruchsvolle Filmfans werden sich hier wohl fühlen.

im Kino selten von der hohen Kunst

NAPAPIIRIN SANKARIT, Finnland 2010, 92 min, dtF, Regie: Dome Karukoski, mit: Pamela Tola, Jussi Vatanen, Jesper Pääkönen, Timo Lavikainen, Kari Ketonen, Mia Nuutinen

[Tip]

KURZFILMPROGRAMM ZUM VALENTINSTAG

»So humorvoll und beglückend wird des Scheiterns erzählt.« [cinema] »Melancholisch, lakonisch und immer ein bisschen am Rand des Irrsinns.«

26.JAN-1. FEB 17.00 + 19.30 3.-8. FEB 20.00 9.-13. FEB 18.00

14.-15. FEB 18.45

im Andreasstadel jeweils 11.00, 14.00 und 15.00 Uhr

Samstag 04.02.12 Häwelmann Sonntag 05.02.12 Frau Holle Samstag 11.02.12 Froschkönig Sonntag 12.02.12 Rotkäppchen Samstag 18.02.12 Häwelmann Sonntag 19.02.12 Frau Holle Samstag 25.02.12 voraussichtlich Premiere: Johannchen und die Hexe [Volksmärchen, gemischte Figuren, ab 4 Jahre]

Kontakt: gudula.zientek@web.de

Samstag 28.01.12 Froschkönig Sonntag 29.01.12 Rotkäppchen

Sonntag 26.02.12 Johannchen und die Hexe

www.pupille-schief.de

AM 14. FEBRUAR MIT 1 GRATISGLAS WEIN ZUM BETRINKEN

EIN ZAUBERHAFTER ABEND Folgenden Vorschlag erhielten wir vom KurzFilmVerleih Hamburg, den wir prompt und gerne umsetzen: »Liebe Kinobetreiberinnen, liebe Kinobetreiber, Am 14. Februar ist Valentinstag! Was kann es da Schöneres geben, als sich in einen bequemen Kinosessel plumpsen zu lassen, nachdem man sich gemeinsam bei Kerzenschein die Bäuchlein vollgeschlagen hat. Den Tag der Liebesbeweise feiern wir mit elf kurzen Filmen aus Europa: Zuneigungsbekundungen aller Art, aber auch Konflikte werden herrlich ungeniert ausgelebt. Dabei können wir uns viel über die Liebe wundern und letzten Endes mit einer Top-Überraschungsidee für die Liebste nach Hause gehen.« In dem Programm EIN ZAUBERHAFTER ABEND sind folgende elf Kurzfilme enthalten: Ein zauberhafter Abend Schweden 2001

FRAUENSALON Immer am ersten Donnerstag im Monat treffen sich um 21 Uhr im Theater im Akademiesalon Frauen, um sich neben allerlei Handfestem auch etwas für das Herz und das Hirn zu gestatten. Diesmal: »Eine bestürzend realistische, packend inszenierte und vor allem in der weiblichen Hauptrolle überzeugend gespielte Familientragödie.«

DO, 2. FEBRUAR, 21 UHR

C4 Frankreich 1996 Nie solo sein Deutschland 2004 Caravan Norwegen 2002 Love You More England 2008 Rosarot Deutschland 2009 Die Liebenden vom Hotel Osman Deutschland 2001 Ich warte auf den Nächsten Frankreich 2002 Für dich mein Herz Deutschland 2001 Love is all England 1999 Surprise Deutschland 1995

FAUST Venedig 2011: Der Goldene Löwe der Filmfestspiele geht an FAUST von Alexander Sokurow. Sokurows FAUST ist nicht nur die Verfilmung von Johann Wolfgang von Goethes Klassiker, sondern auch eine radikale Neuinterpretation des Mythos. In deutscher Sprache mit deutschen, österreichischen und russischen Schauspielern gedreht, schuf Russlands Regiestar Alexander Sokurow einen magischen und zugleich verstörenden Film. Einen FAUST, wie man ihn kennt, aber doch noch nie mit solcher Wucht auf der Leinwand gesehen hat – mit Johannes Zeiler als Faust, Isolda Dychauk als Gretchen, Anton Adassinsky als Pfandleiher/Mephisto und Hanna Schygulla. Gedreht in Tschechien, Island und Russland ist er einer der aufwendigsten Filme in Russlands Filmgeschichte. Für die Kameraarbeit zeichnet Bruno Delbonnel [Die fabelhafte Welt der Amélie] verantwortlich. Ein Film wie ein Trip, mit Sicherheit eines der außergewöhnlichsten Filmwerke des Jahres. »Es gibt Filme, die dich zum Träumen, zum Weinen, Lachen und Nachdenken bringen, und es gibt Filme, die dein Leben für immer verändern. Dies ist einer dieser Filme. [Darren Aronofsky, Präsident der Jury, Venedig 2011] Russland 2011, dtF, 134 min, Regie: Alexander Sokurow, mit: Johannes Zeiler, Anton Adassinsky, Isolda Dychauk, Georg Friedrich, Hanna Schygulla, Antje Lewald, Florian Brückner

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Live: Howard Alden & Helmut Nieberle nen, der hinter dem großen Teich womöglich doch der bessere ist: Django Reinhardt …

Do, 23.02.2012, 19 Uhr Kino Wintergarten Film und Konzert

EIN DOUBLE FEATURE FÜR WOODY ALLEN'S SWEET AND LOWDOWN Das Konzert mit den 7-string Jazz Guitar Duo Howard Alden & Helmut Nieberle um 21 Uhr wird live vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten. Der Film Mit SWEET AND LOWDOWN hat Woody Allen einen der schönsten Jazzfilme über den Swing gedreht, wie es ihn »once upon an time« im Amerika der 30er Jahre gab. Im Stil einer Dokumentation erzählt er komisch, drastisch und melancholisch aus dem Leben eines fiktiven Jazzgitarristen namens Emmet Ray. Immer auf der Jagd nach Geld, Gigs und Girls, die ihm bewundernd auf den Fuß folgen, erklärt sich dieser Emmet großspurig zum besten Jazzgitarristen der Welt. Insgeheim kennt er allerdings ei-

Musikalisch stimmig wird die ganze Geschichte durch den Soundtrack von Dick Hyman, eingespielt von legendären Jazzmusikern. Allen voran durch Howard Alden, der als wahrer Meister der swingenden Jazzgitarre auch im Idiom Django Reinhardts den Gitarrenpart Emmet Rays akustisch spielend darstellen konnte. … und das Konzert zum Film Howard Alden & Helmut Nieberle spielen nach dem Film nun auf zwei siebensaitigen Jazzgitarren live die Highlights aus dem Soundtrack von SWEET AND LOWDOWN. Howard Alden hat in Helmut Nieberle, der sich seinerseits von Django Reinhardt wie von den »Great American Guitars« inspiriert, der 7-saitigen Jazzgitarre verschrieben hat, einen kongenialen Konterpart an der Seite. Aus einer traumhaft korrespondierenden musikalischen Auffassung heraus erzählt das transatlantische Duo in Echtzeit seine swingenden Jazz Guitar Stories: die schönste konzertante Fortsetzung von SWEET AND LOWDOWN, die es je gab. Eintritt Film & Konzert: 16 Euro, erm. 14 Euro, nur Film gratis.

Reservierungen unter Tel. 0176 52 17 68 51

CINOCHE Es ist so mit dem Französischen: Es ist eine schöne Sprache, die man aber, wenn man noch im Gebiet des Erlernens sich befindet, kaum versteht, wenn Franzosen und Franzö-

ARCHITEKTUR IM KINO IN KOOPERATION MIT BUND DEUTSCHER BAUMEISTER, ARCHITEKTEN UND INGENIEURE E.V. REGENSBURG

TALL – DIE AMERIKANISCHEN WOLKENKRATZER UND LOUIS SULLIVAN TALL, der Film des in Saarbrücken geborenen Regisseurs Manfred Kirchheimer ist eine lyrische Dokumentation über die Entstehung der amerikanischen Wolkenkratzer und deren berühmtesten Architekten Louis Sullivan. Sullivan, bekannt als Frank Lloyd Wrights »lieber Meister« ist heute anerkannter 'Vater der Wolkenkratzer', damals jedoch wurde er im Alter von 43 Jahren völlig ignoriert. USA 2004, 85 min, Regie: Manfred Kirchheimer, Walter Hess 1. Feb, 19 Uhr

FRANK LLOYD WRIGHT Frank Lloyd Wright ist das Portrait eines der größten Architekten der Moderne. In seinem langen, fruchtbaren, aber auch von Zwiespälten gekennzeichneten Leben schuf Frank Lloyd Wright mehrere brilliant konzipierte und höchst originelle öffentliche und private Gebäude, welche geschützt und erhalten werden.

den Abend mit dem französischen Film mit französischen Untertiteln, ausgesucht und eingeführt und erläutert von Marianne Mion. DO, 16. FEBRUAR, 20 UHR

23. FEB 18.00 FILM 20.00 DISKUSSION

UNSER TÄGLICH GIFT Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt nach dem Film um 20 Uhr zum 40. Regensburger Gespräch mit Experten aus Politik, Umweltschutz, Gewerkschaften und Ernährungswirtschaft ein. Im Andreasstadel diskutieren Sie zu den Themen »Gift in Nahrungsmitteln« und »Gentechnologie und Lebensmittelindustrie«. Näheres unter www.fes-regensburg.de

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Die Häuser von John Lautner gehören zum Aufregendsten, was die amerikanische Architektur hervorgebracht hat. INFINITE SPACE – DER ARCHITEKT JOHN LAUNTER ist das Porträt eines visionären Architekten und erscheint in Deutschland zu seinem 100. Geburtstag. Der Film führt durch die Karriere Lautners USA 2008, 91 min, Regie: Murray Grigor 22. Feb, 19 Uhr

HOW MUCH DOES YOUR BUILDING WEIGH, MR. FOSTER?

Auf vielfachen Wunsch, wieder mit im Programm: Oscar Niemeyer ist der letzte noch lebende Vertreter der klassischen Architektur-Moderne des letzten Jahrhunderts. Entstanden 2007 zu seinem 100. Geburtstag lässt der Dokumentarfilm OSCAR NIEMEYER – DAS LEBEN IST EIN HAUCH den Stararchitekten selbst die Geschichte seiner großen Bauprojekte erzählen.

Seine Entwürfe bestechen durch ihre Logik und sind keine langweiligen Funktionskonglomerate. Der Hearst Tower in New York City, Hongkongs Flughafen Chek Lap Kok, die Reichstagskuppel in Berlin, das Viaduc de Millau über dem südfranzösischen Tarntal, das renovierte Grand Hotel Dolder in Zürich oder die in Bau befindliche Masdar City in Abu Dhabi sind wahre Oden an die Technik. Der Film erzählt Norman Fosters Weg vom Arbeitersohn aus Stockport, südöstlich von Manchester, der sich früh für Architektur begeistert und nach Royal Air Force und Architekturstudium an der Yale School of Art and Architecture mit Richard Buckminster Fuller zusammenarbeitet und anschliessend mit seiner Frau Wendy sowie Sue und Richard Rogers ein Architekturbüro gründet. Es ist eine rasante Geschichte …

BR 2007, 85 min, Regie: Fabiano Maciel, Sacha 15. Feb, 19 Uhr

UK, ES 2010, 73 min, Regie: Carlos Carcas, Norberto López Amado 29. Feb, 19 Uhr

USA 1998, 110 min, Regie: Ken Burns, Lynn Novick 8. Feb, 19 Uhr

OSCAR NIEMEYER – DAS LEBEN IST EIN HAUCH

sinnen sie benutzen. Dafür gibt es seit vielen Monaten CINOCHE –

INFINITE SPACE – DER ARCHITEKT JOHN LAUTNER

BüfA – Bündnis für Atomausstieg und erneuerbare Energien Regensburg präsentiert

on mit dem Regisseur des Films, Helge Cramer, und Beteiligten von damals.

EIN JAHR NACH FUKUSHIMA

7. März 2012, 19.45, Film

Veranstaltungsreihe zum Atomausstieg in der Region

SPALTPROZESSE

29. Februar 2012, 19.45, Film Kinos im Andreasstadel

WAAHNROCK Das politische Video über das friedlichste Festival in der Rockgeschichte: Das fünfte Anti-WAAhnsinns-Festival – nur 90 Tage nach der Katastrophe von Tschernobyl. Anschließend kurze Diskussi-

Kinos im Andreasstadel

14. März 2012, 19.30 Restaurant Andreasstadel freier Eintritt

PODIUMSDISKUSSION Ein Jahr nach Fukushima – Wie steht es um die Energiewende in Regensburg? Näheres siehe März-Programm.


22.09.2003 4:01 Uhr

■ = CLUB · ▼= UNDERGROUND · ▲= THEATER · A = ANTONIUsHAUs · UNI = UNI-MENsEN

SA 28 ■

HEIMSPIEL-FESTIVAL

MO 30 ■ DO 2 ■

CHAMÄLEON VS. LUX THEATER ASTRONAUTALIS, BLEUBIRD WISHBONE ASH

FR 3 ■ BaoBeats

▼ DuB CluB

DI 7 ■

All kinds of dark music 21:00 4,50 Die Theateroffenbarung ... 20:00 19,-/21,Dichterwettstreit 20:00 5,Dub, Reggae, Dancehall 23:00 3,-/5,-

LEATHERFACE, IRISH HANDCUFFS

SA 11 ■

BEMBERS FASTFOOD

▼ BavarIan Bass statIon

MO 13 ■ DO 16 ■

Punkrock 21:00 9,-/13,Hardcore 20.30 9,Heavy-Metal-Comedy 20:30 15,-/18,Best of Improtheater 20:00 10,-/13,Drum‘n‘Bass 23:00 3,-/5,-

Tour musste leider abgesagt werden 22 PISTEPIRKKO CASHLESS, FOUR GOODMAN, THE HOLY KINGS

FR 17 ▼ FrIenDly FIre

20:00 8,-/10,-

Reggae, Dancehall 23:00 3,-/5,-

SA 18 UNI

DER GROSSE UNI-FASCHINGSBALL 2012 in allen Mensen der Uni

u.a. mit ERWIN & DIE HECKFLOSSEN, LUIS TRINKERS HÖHENRAUSCH,

GONG FM BAND, DJ-Teams und großer Maskenprämierung

20:00

BEATCLUB-FASCHING MIT THE MYSTIC EYES

21:00 10,-/14,-

▼ sonIC stereo CluB - Come BaCk harrIet Psychedelic-Punk 20:00 6,-

MO 20 ▼ stoP CommerCIal - Come home Tech-House-Minimal-Techno 23:00 3,-/5,DI 21 ■ DO 23 ■ FR 24 ■

SA 25 ■

Oldie-Kehraus MIDLIFE CRISIS LTD. JUSTIN SULLIVAN & DEAN WHITE (NEW MODEL ARMY) Liedermacher KELLER STEFF

▼ WorDz uP?!

MATHIAS TRETTER

▼ Blast From the Past

SO 26 ■ MI 29 ■ DO 1 ■ FR 2 ■ SA 3 ■ MI 7 ■ FR 9 ■ SA 10 ■ SO 11 ■ DI 13 ■ MI 14 ■ DO 15 ■ SA 17 A DO 22 ■ SA 24 ■ FR 30 ■ SA 31 ■

Mi 1. + Fr 3. 19.30 Uhr DINGS Impro Improvisationstheater

Rock-Legende 21:00 24,-/28,-

▼ XkInGDomX - WronG ansWer

FR 10 ■

HipHop 20:30 9,-/12,-

KULTUR AN DER UNI KULTUR Februar 2012 AN Theater DER UNI

Benefizkonzert für Baobab Family e.V. 21:00 9,-/12,-

CAVEMAN POETRY SLAM

Impro-Match 20:00 9,-/11,-

▼ Dark Green

SA 4 A

8,-

60/70er Party mit DJ Norbert 22:00 4,-

▼ Blast From the Past

SO 29 ■

STATTTHEATER STATTTHEATER Regionalbandfestival 20:00

ALTEMÄLZEREI

2012 FEB MRZ

Seite 1

20:30 12,21:00 15,-/18,20:30 17,-/20,-

Electro-HipHop 21:30 3,Kabarett/Neues Programm 20:30 14,-/17,-

Mi 8. + Do 9. 20 Uhr JazzNuts „Summer on the Rocks“ Fr 17. – Mi 22. 19.30 Uhr Germanistentheater „Nathan der Weise“ frei nach Gotthold Ephraim Lessing Theater an der Universität Info zum Kartenvorverkauf: Tel. 943-3270 (Mo – Do 9 – 12 Uhr) www.stwno.de

Video Für studentische Filmemacher: „Medienstudio“ im Studentenhaus, SH 1.39

AUSSTELLUNGEN:

20:00 15,-/18,-.

Bis einschließlich 17.02.2012. Besichtigung immer während der Café-Öffnungszeiten.

20:30 11,-/14,21:00 16,-/19,20:30 15,-/18,-

20:00 6,20:30 15,-/18,20:30 15,-/18,20:30 12,-/15,20:30 19,-/23,-

Kurse & Equipment: Workshop „Campus TV“ vom 21. – 23.02. Info: weber.c@stwno.de oder telefonisch: 943-2198, Mi 12 – 14 Uhr, SH 1.39

21:00 19,-/23,20:00 17,-/20,20:30 11,-/14,20:00 10,-/13,20:00 14,-/17,20:00 14,-/17,-

Einlass ab 20 Uhr, Beginn ca. 21 Uhr. 16.02.2012 Human Tetris / Magnetic Poetry

20:00 9,-/11,-

21:00 13,-/16,-

KONZERTE:

10.02.2012 No Way To Vegas

60/70er Jahre Party 22:00 4,-

Impro-Match CHAMÄLEON VS. EXTASE Kabarett ZINNER Soul-Reggae JAHCOUSTIX & BAND Salsa-Son-Cuba-Party LOS DOS Y COMPANEROS Geschichtenerzähler-Kabarett FERRUCCIO CAINERO Punk-Legenden UK SUBS - TV SMITH Internationaler Dichterwettstreit POETRY SUPER SLAM Live-Synchronisation/TV-Satire MASCHEK CARRINGTON & BROWN Best of British-Music-Comedy Punk, Reggae, Ska, Rock CHE SUDAKA Weltmusik AL ANDALUZ PROJECT Blues-Rock-Funk ANA POPOVICH Neues Kabarett: Nicht mit mir HELMUT SCHLEICH Bastard-Pop RAINER VON VIELEN Bayerische Volksimpro FASTFOOD liest und erzählt HARRY ROWOHLT THURN UND TAXIS KABARETTPREIS Wettbewerb/Vergabe

FEBRUAR IM W1

Universität Campus Buslinien 6 und 11 Studentische Kulturprojekte Theater, Studentenhaus (SH): gefördert vom In der Zeit von 17.12.2011 Nähe Mensa und Audimaxbis einschließlich 10.01.2012 ist das W1 Studentenwerk wegen Winterpause geschlossen!

Niederbayern/Oberpfalz Studentische Kulturprojekte Albertus-Magnus-Straße 4 gefördert vom 93053 Regensburg Studentenwerk www.stwno.de

Niederbayern/Oberpfalz Albertus-Magnus-Straße 4 93053 Regensburg www.stwno.de

“Lieblingsplätze” Junge Menschen zeigen in 24 Schaukästen ihre Lieblingsorte in Regensburg.

KURSE:

Anmeldung bis 10 Tage vor Kursbeginn. Kontaktdaten siehe unten. Maskenbau und Maskenspiel 11. und 12.02.2012 von 9 bis 17.30 Uhr (Sa.) bzw. von 9 bis 15 Uhr (So.) Teilnahme kostenlos!

KULTURCAFE:

Mi. und Do. von 16 bis 22 Uhr sowie Fr. von 16 bis 20 Uhr (ausser an Veranstaltungs- und Feiertagen) Specials jeweils ab ca. 19 Uhr: 02.02.2012 Strickcafé 09.02.2012 Strickcafé Weitere Termine und Angebote im Februar werden per Aushang bekannt gegeben! W1 - Zentrum für junge Kultur Weingasse 1 93047 Regensburg Tel.: 0941/507-2555 Fax: 0941/56 16 10 E-Mail: jungekultur@regensburg.de www.jungekultur-regensburg.de


16.45 (6,-) + 19.00 (7,50)

40

17.30 (0,-)

1 DO

18.00 (4,-)

20.30 (5,-) 22.30 (0,-) MI 29 MI SNEAK-PREVIEW BOCCACCIO 70 Ab 1. März im Garbo M i c h a e l Fa s s b e n d e r u n d C a r e y M u l l i g a n i n S H A M E 1 DO

28 DI

28 DI

30 ZAUBERBERG

MO 27 MO

27 MO

29 MI

26 SO

24 FR

23 DO

MI 22 MI

21 DI

25 SA

22.00 (6,-)

22.15 (4,-)

MO 20 MO

19 SO

26 SO

„Eine Liebeserklärung an das Kino.“ SZ

Vorpremiere 20.15 (5,-) Liza Minelli in CABARET SH A ME 17.45 (4,-) 20.00 (7,50) + Sa/So auch 14.30 (6,-)

18.00 (0,-)

19.45 (7,50) + So auch 14.45 (6,-)

25 SA

24 FR

23 DO

22 MI

21 DI

20 MO

17.15 (6,-)

18 SA

18 SA

19 SO

17 FR

16 DO

17 FR

16 DO

MI 15 MI

15 MI

22.00 (6,-)

14 DI

14 DI

19.30 (7,50) + Sa auch 14.30 (6,-)

MO 13 MO

13 MO

11 SA

10 FR

9 DO

12 SO

17.15 (6,-)

21.15 (7,50) + So-Mi auch 16.30 (6,-)

12 SO

11 SA

10 FR

9 DO

8 MI

Ausgezeichnet mit 2 Golden Globes

7 DI

7 DI MI 8 MI

MO 6 MO

6 MO

19.00 (7,50) + Do-Sa auch 16.45 (6,-)

5 SO

5 SO

Visuell und inhaltlich erstaunlich faszinierender Thriller: Fesselnd, hart, bewegend, außergewöhnlich ... einfach großartiges Kino!

4 SA

4 SA

1 MI

3 FR

MO 30 MO

3 FR

30 Minuten oder weniger

23.00 (4,-)

2 DO

21.00 (7,50)

31 DI 23.00 (0,-) VERMISST 30 1 MI MI 21.00 (7,50) + 23.00 (6,-) + Sa/So auch 14.30 2 DO

31 DI

30 MO

29 SO

27 FR

26 DO

28 SA

Visuell und inhaltlich erstaunlich faszinierender Thriller: Fesselnd, hart, bewegend, außergewöhnlich ... einfach großartiges Kino!

21.00 (7,50) + 23.00 (6,-) + Sa/So auch 14.30

29 SO

„Die erste Sensation des jungen Kinojahres.“ KinoKino „Eine Leinwandrarität zum Staunen - rührend, charmant und voller Eleganz“ Cinema „Eine Liebeserklärung an das Kino.“ SZ

28 SA

27 FR

26 DO OmU

20.45h

18.45h

20.45h

So 5.2. auch 16 Uhr

OmU

siehe März-Programm

John Irving

dtF

OmU

20.45h

OmU

20.45h

20.45h

20.45h

18.45h

18.30h

OmU

Miriam Makeba

MAMA AFRICA

18.45h

BAUER SUCHT PFAU

Erik Grun

18.45h

18.45h

Tage die bleiben

18.45h

Mad Circus OmU Weiherer - Koana von eana

18.45h

Tage, die bleiben

Taste the Waste OmU

20.45h

Kurzfilme Oberhausen

20.45h

20.45h

19.00h

18.45h

Tage die bleiben

„Eine Leinwandrarität zum Staunen rührend, charmant und voller Eleganz“ Cinema

17.30 (6,-)

„Eine Liebeserklärung an das Kino.“ SZ

„Die erste Sensation des jungen Kinojahres.“ KinoKino

18.00 (7,-)

Ausgezeichnet mit 2 Golden Globes

16.30 (7,-)

16.30 (7,-)

1 DO

29 MI

28 DI

27 MO

26 SO

25 SA

24 FR

21.45 (7,-)

M e r y l St r e e p a l s

21.15 (7,-)

21.15 (7,-)

21.45 (7,-)

D I E E I S E R N E L A DY

Ab 1. März im Ostentor

O.m.U.-Vorpremiere 19.00 (7,-) Meryl Streep as THE IRON LADY 19.00 (7,-)

19.30 (7,-)

16.00 (6,-) + 20.00 (7,-)

Ausgezeichnet mit 2 Golden Globes

19.00 (7,-) + Sa auch 14.00 21.15 (7,-) + So auch 14.00

Ausgezeichnet mit 2 Golden Globes

15.00 + 19.00 (7,-) nicht 31.12. (6,-) 17.15 (6,-) (6,-) + 19.30 (7,-) + Sa/So 15.00

17.00 (6,-) 22 MI Der Junge mit dem Fahrrad voraussichtlich 17.00 (6,-) 23 DO

21 DI

20 MO

19 SO

18 SA

17 FR

16 DO

15 MI

14 DI

13 MO

12 SO

11 SA

10 FR

9 DO

8 MI

7 DI

6 MO

5 SO

4 SA

3 FR

2 DO

1 MI

31 DI

30 MO

29 SO

28 SA

27 FR

26 DO

am 7.2 13 Uhr 6,‚The s‘ Descendant

KINO K AFFEE KUCHE. N

1 DO

29 MI

28 DI

27 MO

26 SO

25 SA

24 FR

23 DO

22 MI

21 DI

20 MO

19 SO

18 SA

17 FR

16 DO

15 MI

14 DI

13 MO

12 SO

11 SA

10 FR

19.00 architektur

ARCHITEKTUR IM KINO

JANE EYRE täglich WILLIAM S. BURROUGHS täglich KRIEGERIN Do-Di ARCHITEKTUR IM KINO

ARCHITEKTUR IM KINO

NORMAN FOSTER nur Mi. 29.2. BÜFA WAAHNROCK nur Mi. 29.2. DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD täglich KONZERT NIEBERLE & ALDEN nur Do. 23.2. DER FLOP HELDEN DES POLARKREISES Fr-Mi P RO G R A M M K I N O W O C H E D O 0 1 . M Ä R Z - M I 7. M Ä R Z s i e h e M Ä R Z- P r o g r a m m

19.45 20.00 20.30 21.00

DO 23. FEB - MI 29. FEB

NEU

NEU

JANE EYRE Fr-Mi 0 hard :line MY REINCARNATION Fr-Mi Sa 22.0 FES UNSER TÄGLICH GIFT nur Do, 23.2. KRIEGERIN Fr-Di SWEET AND LOWDOWN nur Do. 23.2. Eintritt frei

P RO G R A M M K I N O W O C H E

17.00 18.00 18.00 19.00 19.00 19.00

NEU

NEU

DO 16. FEB - MI 22. FEB

JOHN LAUTNER nur Mi. 22.2. 20.00 CINOCHE nur Do. 16.2. 20.30 AMER Fr-Mi 21.00 DIE UNSICHTBARE täglich

17.00 18.30 19.00 19.00

P RO G R A M M K I N O W O C H E

Mein liebster Alptraum

21.00

Mein liebster Alptraum

17.00 + 21.00

FRANK L. WRIGHT DO 9. FEB - MI 15. FEB

BEZAUBERNDE LÜGEN Do-Fr DER ATMENDE GOTT Sa-Mi FAUST Do-Mo DIE UNSICHTBARE Do-Fr EIN ZAUBERHAFTER ABEND Di-Mi BEZAUBERNDE LÜGEN Sa-Di

KINOWOCHE

Lügen

Bezaubernde

1 7. 0 0 + 1 9 . 0 0

TA L L

19.00 architektur

Lügen

Bezaubernde

So auch 15.0 0

19.00

OSCAR NIEMEYER nur Mi. 15.2. 20.30 PECHA KUCHA nur Do. 9.2. 20.30 WILLIAM S. BURROUGHS täglich 21.00 DIE UNSICHTBARE Sa-Mi

16.30 17.00 18.00 18.30 18.45 19.00 19.00

20.00

FRAUENSALON

21.00

FAUST 8 MI UNI FILMREIHE P RO G R A M M 9 DO

1 7. 0 0

JOE 7 DI McCARTHY

6 MO AMERICAN

18.00

FAUST

TAGUND NACHT

0h Es gibt Filme, die dein Leben für immer verändern …

17.00 + 19.30 22.00 ausser Sa

5 SO THE REAL

4 SA

3 FR

2 DO

1 MI

31 DI

30 MO

29 SO

28 SA

27 FR

26 DO

FEBRUAR ‘12 · 26.1. – 1.3. · altstadtkinos.de · filmgalerie.de · 26.1. – 1.3. · altstadtkinos.de · FEBRUAR ‘12 · kinos-im-andreasstadel.de


Februar Wohin 2012