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Nr. 276 - Juni '11

KINO UND BÜHNE IN REGENSBURG

AB 9. JUNI IM OSTENTOR

altstadtkinos.de


THEATERSPIELPLAN Theater am Bismarckplatz Mi 1 Do 2 Fr 3 Sa 4 So 5 Mo 6 Di 7 Mi 8 Do 9 Fr 10 Sa 11 So 12 Mo 13 Di 14

JUNI 2011

Velodrom

Theater am Haidplatz

19.30 Uhr DIE FLEDERMAUS FV, Operette von Johann Strauß VB 19.30 Uhr LA TRAVIATA FV, Oper von Giuseppe Verdi Abo G

15 Uhr EV

10.30 Uhr Schulvor.

O.m.Ü.

DIE FLEDERMAUS

19.30 Uhr FV

18 Uhr FV

Operette von Johann Strauß

19.30 Uhr LA TRAVIATA FV, Oper von Giuseppe Verdi Abo S

O.m.Ü.

16 Uhr FV

19.30 Uhr FV

19.30 Uhr ROMEO UND JULIA FV, Ballett mit Orchester von Olaf Schmidt Abo L

LA TRAVIATA

CREATIVE ATTACK –

JUNGE CHOREOGRAFEN VII

VERMIETUNG CANTEMUS CHOR

EMIL UND DIE DETEKTIVE DAS MUSICAL

O.m.Ü.

Oper von Giuseppe Verdi

19.30 Uhr FV

16 Uhr FV 19.30 Uhr FV

VERMIETUNG CANTEMUS CHOR

EMIL UND DIE DETEKTIVE DAS MUSICAL

VERMIETUNG TAGE ALTER MUSIK

ENSEMBLE EX (IRLAND)

Leitung: Caitriona O‘Leary

VERMIETUNG TAGE ALTER MUSIK

LA VENEXIANA (ITALIEN)

Leitung: Claudio Cavina

NORWAY.TODAY v. Igor Bauersima

19.30 Uhr FV

Zum letzten Mal

DER GUTE TOD

von Wannie de Wijn

11 Uhr FV

20.30 Uhr IPHIGENIE 9 und FV, Abo A 11 Uhr NICHT DAS KLEINSTE BISSCHEN WIND 19.30 Uhr Schulvor. A. Mallmann u. M. Mezgolich nach Euripides FV 20.30 Uhr IPHIGENIE 9 und FV, Abo F 11 Uhr NICHT DAS KLEINSTE BISSCHEN WIND 19.30 Uhr Schulvor. A. Mallmann u. M. Mezgolich nach Euripides FV 10 Uhr Schulvor. 19.30 Uhr FV 20.30 Uhr FV, Abo D 19.30 Uhr FV 16 Uhr FV

IPHIGENIE

Neuhaussaal

2. NOTENSCHLÜSSEL

Die Sinfonie – Geschichte und Geschichten

Freilichttheater –Thon-Dittmer-Palais

DAS WIRTSHAUS IM SPESSART

Probebühne Bismarckplatz

NORWAY TODAY

Freilichttheater –Thon-Dittmer-Palais

DAS WIRTSHAUS IM SPESSART

Probebühne Bismarckplatz

NORWAY TODAY

Probebühne Bismarckplatz

OH WIE SCHÖN IST PANAMA

Probebühne Bismarckplatz

NORWAY TODAY

Freilichttheater –Thon-Dittmer-Palais

DAS WIRTSHAUS IM SPESSART

Probebühne Bismarckplatz

NORWAY TODAY

20.30 Uhr Freilichttheater – Thon-Dittmer-Palais DAS WIRTSHAUS IM SPESSART NICHT DAS KLEINSTE BISSCHEN WIND FV, A. Mallmann u. M. Mezgolich nach Euripides Abo U von C. H. Gutbrod / Franz Grothe

FÜR STUDIERENDE BILLIGER! THEATERKARTE ZUM SPARTARIF

Ermäßigung von 30% für StudentInnen/ SchülerInnen auf den Grundkartenpreis

JUGENDABO ODER SECHSER-CARD FÜR 54 € LAST-MINUTE-TICKET

Mi 15 Do Mi 16 18 Fr 17 Sa 18 So 19 Mo 20 Di 21 FR Mi 26 27 22 Do 23 Fr 24 Sa 25 So 26 Mo 27 Di 28 Mi 29 Do 30

Die Sinfonie – Geschichte und Geschichten

19.30 Uhr TheaterJugendClub FV

FASZINATION BALLETT & DANCE FASZINATION BALLETT & DANCE

2. NOTENSCHLÜSSEL

Premiere – Probebühne Bismarckplatz

VERMIETUNG REGENSBURGER MUSIKPODIUM VERMIETUNG REGENSBURGER MUSIKPODIUM

Neuhaussaal

20.30 Uhr Freilichttheater – Thon-Dittmer-Palais FV, VB, DAS WIRTSHAUS IM SPESSART Abo C von C. H. Gutbrod / Franz Grothe

Choreografien der Tänzer/innen des Ensembles

VERMIETUNG CANTEMUS CHOR 9 und 19.30 Uhr EMIL UND DIE DETEKTIVE FV DAS MUSICAL

Romeo und Julia

15 Uhr FV, Abo N

Andere Spielstätten

15 Minuten vor Vorstellungsbeginn für nur 7,50 € für Restkarten an der Abendkasse

20 Uhr FV 20.30 Uhr FV, Abo Z 11 Uhr Eintritt frei

Neuhaussaal – VERM. TAGE ALTER MUSIK

HARMONY OF NATIONS BAROQUE ORCHESTRA

Freilichttheater –Thon-Dittmer-Palais

DAS WIRTSHAUS IM SPESSART

Matinee – Foyer Neuhaussaal

SINGIN‘ IN THE RAIN

20.30 Uhr Freilichttheater – Thon-Dittmer-Palais FV, DAS WIRTSHAUS IM SPESSART Abo Q von C. H. Gutbrod / Franz Grothe 20.30 Uhr Freilichttheater – Thon-Dittmer-Palais FV, DAS WIRTSHAUS IM SPESSART Abo E von C. H. Gutbrod / Franz Grothe 19 Uhr FV

Neuhaussaal

SONDERKAMMERKONZERT

m. Musikern des Philh. Orch. u. d. Ostbay. Jugendorch. 20.30 Uhr Freilichttheater – Thon-Dittmer-Palais FV, Abo B

DAS WIRTSHAUS IM SPESSART

von C. H. Gutbrod / Franz Grothe

Kinder- und Jugendtheaterwoche „Schaulust“ vom 1. bis 10. Juli 20.30 Uhr Freilichttheater – Thon-Dittmer-Palais FV, DAS WIRTSHAUS IM SPESSART Abo H von C. H. Gutbrod / Franz Grothe

THE ROCKY HORROR SHOW

19.30 Uhr Buch, Musik und Songtexte von Richard FV

O‘Brian

20.30 Uhr Freilichttheater – Thon-Dittmer-Palais FV, DAS WIRTSHAUS IM SPESSART Abo GA von C. H. Gutbrod / Franz Grothe

19.30 Uhr Premiere FV, SINGIN‘ IN THE RAIN Abo EPA,W Musical von N. H. Brown und A. Freed 19.30 Uhr LA TRAVIATA FV, Abo R, P Oper von Giuseppe Verdi 15 Uhr EV

O.m.Ü.

DIE FLEDERMAUS

Operette von Johann Strauß

19.30 Uhr DER STURM FV, von William Shakespeare VB 19.30 Uhr ROMEO UND JULIA FV, Ballett mit Orchester von Olaf Schmidt Abo C 19.30 Uhr SINGIN‘ IN THE RAIN FV, Musical von N. H. Brown und A. Freed Abo D 19.30 Uhr SINGIN‘ IN THE RAIN FV, Abo M, J Musical von N. H. Brown und A. Freed

19.30 Uhr THE ROCKY HORROR SHOW FV, Buch, Musik und Songtexte von Richard TR O‘Brian

19.30 Uhr SINGIN‘ IN THE RAIN FV Musical von N. H. Brown und A. Freed

19.30 Uhr THE ROCKY HORROR SHOW FV, Buch, Musik und Songtexte von Richard TR O‘Brian

19.30 Uhr DER STURM FV, VB, von William Shakespeare Abo O

Der Sturm

19.30 Uhr DIE TOTE STADT FV, Oper von Erich Wolfgang Korngold Abo A

18 Uhr FV

19.30 Uhr LA TRAVIATA FV, Oper von Giuseppe Verdi Abo F

18 Uhr FV

O.m.Ü.

Premiere – Albrecht-Altdorfer-Gymn. TheaterJugendClub KOMA von V. Schmidt / G. Staudacher Albrecht-Altdorfer-Gymnasium

KOMA

von V. Schmidt / G. Staudacher

19.30 Uhr SINGIN‘ IN THE RAIN FV, Musical von N. H. Brown und A. Freed Abo G

Alle Vorstellungen im freien Verkauf = FV. Ausnahmen sind bei der jeweiligen Vorstellung angegeben. Abkürzungen: EV = Eingeschränkter Verkauf / VV = Vorverkauf / AK = Abendkasse / RK = Restkarten / TR = Theaterring / VB = Volksbühne / TdJ = Theater der Jugend / SV = Schulvorstellung / = Theater Regenbogen / O.m.Ü. = Original m.Übertitel

Kartenreservierung (0941) 507 - 24 24

Kartenkauf online: www.theaterregensburg.de


KOSMOS OST

ZU GAST

PREMIERENABEND

Kalenderpräsentation am 1. Juni ab 22 Uhr im Ostentor. Programmpunkte wären: - der einmalige Kosmos Ost Singkreis - Stargast - Kosmos Ost Kalender Quiz - Lesung aus einem sensationellen, wiederentdeckten Tagebuch eines ehemaligen Fußballprofis - fantastische Showeinlagen - Präsentation der Kalenderbilder - und vieles mehr... Der Eintritt ist frei!

Am Fr 3. Juni um 19.00 wird der Regisseur und Oscar-Preisträger Pepe Danquart seine neue Dokumentation ‚Joschka und Herr Fischer‘ vorstellen. Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion im Anschluß des Films. Deutscher Regisseur, Produzent und Oscar-Preisträger Pepe Danquart hat mehrfach Filmgeschichte geschrieben. Als Mitbegründer des Medienkollektivs Freiburg gehörte er in den 80er-Jahren zu den Pionieren des Videofilms. Für seinen Kurzfilm „Schwarzfahrer“ erhielt er 1994 (als einer von sieben Deutschen bis 2007) den Oscar. Als Dokumentarfilmregisseur prägte er das Genre mit der Sporttrilogie „Heimspiel“ (Eishockey), „Höllentour“ (Tour de France) und „Am Limit“ (Extremkletterer). Zwischendurch inszenierte er Kurz- und Spielfilme verschiedener Genres, darunter „Basta. Rotwein oder Totsein“ mit Josef Hader, eine schwarzhumorige Gaunerkomödie.

Am Mi 8. Juni um 21.30 legt die Kinotour zu dem Film ‚Die letzte Lüge‘ im Garbo einen Stop ein. Der Regisseur Jonas Grosch, Hauptdarstellerin Katharina Wackernagel und die Band Black Cat Zoot, die im Anschluß des Films ein paar Takte unplugged performen werden, freuen sich auf euch. Der Eintritt beträgt 7 Euro. Filminfo: „Die letzte Lüge“ ist eine Screwball Comedy mit Musical Elementen und handelt von unausgesprochenen Wahrheiten, von versteckten Leidenschaften und von der alles in sich vereinenden letzten Lüge der Menschheit. Ein verrücktes Screwball-Musical über die Liebe – mit viel Musik, philosophischen Klempnern und einer nicht unbeträchtlichen Portion Wahrheit. Der perfekte Film für den Frühling – und die dazugehörige Affären. Musik spielt in „Die letzte Lüge“ eine tragende Rolle. Beiträge zum Soundtrack kommen von bekannten Independent Bands wie The Busters, Mardi Gras BB, den kroatischen Billie & the Kids und einer Band des bekannten Frankfurter Indie Labels Hazelwood Studios, Black Cat Zoot.

ALLE FILME VON A-Z Arrietty Beginners Benda Bilili Der Biber Boarisch Erpressn Four Lions

(S. 23) Das Hausmädchen (S. 5) Im Himmel, unter der Erde (S. 24) Im Regen des Südens ALTSTADTKINOS (S.ALTSTADTKINOS 11) I phone you F(S. RFERI13) EKIA KR ATRET EJoschka und Herr Fischer (S. 13) La Lisière - Am Waldrand ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOS

F RFERIEKIA KR ATRET E gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

Nicht gültigNicht bei Überlängenfilmen gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften und ausverkauften Vorstellungen. Vorstellungen.

gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

Nicht gültigNicht bei Überlängenfilmen gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften und ausverkauften Vorstellungen. Vorstellungen.

ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOS

GUTSCHEINE UND GESCHENKE

(S. 25) (S. 24) (S. 22) (S. 25) (S. 11) (S. 19)

LarryDIE Crowne (S. 13) DIE KINO-SCHECKKARTE KINO-SCHECKKARTE Life in a day €€50,– (S. 23) 50,– Der(10 Mann der über Autos sprang (S. (10Gutscheine Gutscheineàà€€5,–) 5,–) 5) Max Frisch. Citoyen (S. 18) gültig gültigimimOSTENTOR, OSTENTOR,GARBO GARBO Polnische Ostern (S. 22) und undTURM-THEATER. TURM-THEATER. Schlafkrankheit (S. 25) Voll Vollübertragbar! übertragbar!

Shaft The Tree of Life Unter Kontrolle Waste Land Wer ist Hanna? Wir sind, was wir sind

(S. 13) (S. 7) (S. 9 + 24) (S. 18) (S. 9) (S. 25)

Dazu Dazugibt's gibt's3Freikarten. 3Freikarten.

F RFERIEKIA KR ATRET E gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

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FREIKARTE gültig bis 12/2005

Nicht gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften Vorstellungen.

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FREIKARTE

DIEKINOTALER KINO-SCHECKKARTE DER DER KINOTALER € 50,– 6,50 6,50€€à € 5,–) (10 Gutscheine

(Originalgröße (Originalgröße caca 3cm 3cmØ)Ø) gültig im OSTENTOR, GARBO

gültig bis 12/2005

Nicht gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften Vorstellungen.

ALTSTADTKINOS

FREIKARTE gültig bis 12/2005

Nicht gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften Vorstellungen.

Erhältlich im Garbo, Ostentor, Chaplin in der Konditorei Opera (Drei-Mohren-Straße 3), in der Dombrowsky Buchhandlung (Kassiansplatz), im Plattenladen Shadilac (Kramgasse 1) und im Café Allora (hinterm Garbo).

und TURM-THEATER.

Gültig Gültig ininallen allen Voll übertragbar! Dazu gibt's 3Freikarten. ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOS und undOPEN OPENAIR AIR

DER KINOTALER

6,50 € KINO-SCHECKKARTE

ca 3cm Ø)à 5,-) 50(Originalgröße Euro (10 Gutscheine Gültig in allen incl. 3 Freikarten ALTSTADTKINOS und OPEN AIR gültig in den Altstadtkinos (Garbo und Ostentor) Voll übertragbar! Zusätzlich gibt es alles kleines Geschenk (nur im Ostentor und Garbo) einen Filmhandbuch über die Geschichte des Films: Kompakt & Visuell Film - Geschichte, Genres, Regisseure, Top 100 Filme, Kino International von Ronald Bergan (für 3,- auch käuflich zu erwerben)

KINOTALER

6,50 Euro gültig in den Altstadtkinos (Garbo und Ostentor)

KINO-QUIZ Die Lösung von Nr. 274: GRUN (1. Gibson, 2. Saoirse, 3. Lumet, 4. Senna) Der Gewinner (von 31): Erich Bründl aus Barbing Die Lösung dieses Monats () erscheint in den grauen Kästchen, wenn Sie die Antworten zu folgenden Fragen eingetragen haben. 1) Er (Nachname) spielt den Sohn seines Schauspielkollegen.

2) Sein (Nachname) zweiter Film ist einfach wunderschön! 3) Über was soll er sonst springen!? 4) Er (Nachname) sollte jetzt ziemlich verstrahlt sein. Zu gewinnen gibt es 1x10 Altstadtkinos-Freikarten. Einsendeschluss ist der 19. Juni

ALTSTADTKINOS-IMPRESSUM OSTENTOR: NFS Neue Filmstudio GmbH · Geschäftsführung: Achim Hofbauer · Tel 09 41 / 57 95 2 · Fax 56 76 76 9 Watmarkt 7 · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de GARBO: Achim Hofbauer · Tel 09 41 / 57 58 6 · Weißgerbergraben 11a · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de WOHIN: Achim Hofbauer · Tel 09 41 / 57 95 2 · Watmarkt 7 · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de · Auflage: 12 000 Druck: KARTENHAUS KOLLEKTIV Grafische Dienste GmbH · Auerbacher Straße 12 · 93057 Regensburg · Tel 0941/ 208 22-0 Anzeigenschluß für das Juli-Wohin ist am 19.6. · Anzeigenpreise auf Anfrage · Das Juli-Wohin erscheint am 23.6. 3


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USA 2011 - 105 Min.; ab 12; Regie: Mike Mills; Darsteller: Ewan McGregor, Christopher Plummer, Mélanie Laurent, Goran Visnjic, Bill Oberst Jr., Mary Page Keller, Jessica Elder, China Shavers, Kai Lennox, Jodi Long, Jennifer Hasty, Jose Yenque.

E

ine autobiographische Komödie, in der man vor Freude weinen will: Mike Mills‘ zweiter Film ist wie ein Blättern durch ein ganz persönliches Familienalbum. Mike Mills war Anfang 30, als seine Mutter starb und sein 75-jähriger Vater sein Comingout erklärte: Nach 50 Jahren der Geheimnistuerei hatte er keine Lust mehr, im Verborgenen leben zu müssen. Bis zu seinem Tod fünf Jahre später lebte er als glücklicher schwuler Mann, der seinem Sohn in dieser Zeit näher kam als all die Jahre davor. „Beginners“ könnte nicht autobiographischer sein. Mills,

einer der einflussreichsten und kreativsten amerikanischen Grafikdesigner und Künstler der letzten 20 Jahre, der Albumcover für Sonic Youth entwarf und Videos für die Beastie Boys drehte, erzählt in seiner zweiten Arbeit als Filmregisseur - das Debüt war „Thumbsucker“ aus dem Jahr 2005 seine eigene Geschichte. Und er macht es auf die zutiefst persönliche Weise, die möglich erscheint. Bisweilen mutet sein Film an wie ein Blättern durch ein Tagebuch, angefüllt mit Randnotizen, abschweifenden Gedanken und absurden Ideen. Parallel erzählt der Regisseur von der Zeit nach dem Tod der Mutter - und danach dem Tod des Vaters. Mit Hilfe seines Alter egos, des von Ewan McGregor gespielten Grafikdesigners Oliver, erzählt Mills von der eigenen Orientierungslosigkeit, seiner Trauer, seiner Schwierigkeit, wieder Fuß im Leben zu fassen nach dem Verlust, und seinen Problemen, sich auf eine Beziehung mit einer jungen französischen Schauspielerin, gespielt von „Inglourious Basterds“-

Entdeckung Melanie Laurent, die er in einer wunderbaren Sequenz auf einer Party in den Hollywood Hills kennenlernt, einzulassen. Das klingt zunächst nach einem problembeladenen Drama, ist aber ein entwaffnend hinreißender Film mit einem Sinn für absolut menschlichen Humor. Mills ist frei im Einsatz der Mittel, lässt seinen traurigen Helden Gespräche mit dem Hund des Vaters führen (und den Hund in Untertiteln antworten), er fügt Einschübe ein, die im Stil eines Kalenderblattes von entscheidenden Jahren im Leben der Hauptfiguren berichten. Alles, was dazu beiträgt, ein Verständnis für die Menschen in „Beginners“ und ihre Gefühlswelt zu vertiefen, ihre ganz intimen Anliegen in einen Kontext zu setzen und damit nachvollziehbar zu machen, ist erlaubt. Die Freiheit überträgt sich auf die Schauspieler. McGregor und Laurent sind wunderbare Sympathieträger, aber die eigentliche Offenbarung ist Hollywood-Legende Christopher Plummer, der als Olivers Vater, der es

sich erlaubt, die letzten Jahre seines Lebens in vollen Zügen zu genießen, die vielleicht mutigste und beste Leistung seiner an ikonischen Rollen nicht gerade armen Karriere abliefert. „Beginners“ ist von der ersten bis zur letzten Sekunde pure Magie, überraschend, aufrichtig, sentimental, ein bisschen drollig, komisch, traurig, immer wahrhaftig - eine wunderbare Arbeit eines Mannes, dessen bekanntestes Kunstprojekt nicht von ungefähr den Titel „Humans“ trägt: Nachhaltig erzählt er, dass wir alle in unserem Leben immer Anfänger sind, egal wie alt und erfahren wir auch sein mögen. Und das ist im ureigenen und ursprünglichen Sinne schön. ts. (Blickpunkt Film)

D 2010 - 105 Min.; ab 12; Regie: Nick Baker-Monteys; Darsteller: Robert Stadlober, Jessica Schwarz, Martin Feifel, Anna Schudt, Mark Waschke, Robert Schupp, Irene Rindje, Justus Carrière, Simon Licht.

E

ine Tasche wird über eine Mauer geworfen, ein junger Mann im Anzug klettert hinterher. Julian (Robert Stadlober) bricht auf, und: bricht aus. Er flieht aus der Psychiatrie, in die er vier Jahre zuvor eingeliefert wurde, um hunderte Kilometer zu Fuß von

Berlin nach Tuttlingen zu gehen. Seine Anstrengungen sollen dem herzkranken Vater eines verstorbenen Freundes neue Kraft geben. Schnell finden sich Gefährten, geeint durch die Zweifel an dem Leben, das sie führen; eine Ärztin (Jessica Schwarz), eine junge Mutter (Anna Schudt) und ein Polizist, der Julian wieder einfangen soll (Martin Feifel). Der Mann, der über Autos sprang ist der Erstlingsfilm von Regisseur und Autor Nick Baker-Monteys, der für sein Drehbuch mit dem Max-OphülsPreis ausgezeichnet wurde, und eine Gratwanderung gleichermaßen in inhaltlicher wie dramaturgischer Sicht. Die Motivation der Hauptfigur ist als Ausgangslage nicht unproblematisch,

die Fragen nach Schicksal und Zufall, Gedankenlesen und übertragenen Energien nicht weniger. Der Grat zwischen tiefen Beweggründen der Figuren und milden Phrasen ist denkbar schmal konstruiert, philosophische Überlegungen bilden zwar den Rahmen der Erzählung, bleiben jedoch bloße Behauptung. Dann aber sieht man Stadlobers Julian, wie er frohen Mutes vorneweg wandert und dabei wirkt wie ein freundliches Alien und zugleich wie der einzig normale Mensch auf der Welt. Auch ihm ist es zu verdanken, daß die Gratwanderung des Films letztlich dauerhaft gelingt. Ihm und Baker-Monteys’ ruhiger, pointierter Inszenierung, die es versteht, eine skurrile und gleichsam

interessante Atmosphäre aufzubauen und dabei manch erklärendes Wort überflüßig macht. Der Mann, der über Autos sprang erzählt eine ungewöhnliche Geschichte über Menschen, die auf der Suche nach einer Auszeit unverhofft am Scheideweg ihres Lebens landen. Es ist nachdenkliches, trauriges, optimistisches Autorenkino, das Raum für Interpretationen läßt ohne dies dem Filmgenuß als Bedingung zu stellen. Hat man ein Herz für Verrückte und Verirrte, darf man Der Mann, der über Autos sprang vorbehaltlos dort einschließen. Christian Simon (Schnitt)

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GOLDENE PALME CANNES 2011


USA 2011 - 138 Min.; ab 12; Regie: Terrence Malick; Darsteller: Brad Pitt, Sean Penn, Jessica Chastain, Fiona Shaw, McCracken, Laramie Eppler, Tye Sheridan, Joanna Going, Jackson Hurst, Crystal Mantecon, Kimberly Whalen, Zach Irsik, Will Wallace.

D

er ambitionierteste Film seit „2001 - Odyssee im Weltraum“: In einer Sinfonie berauschender Bilderfolgen stellt sich Terrence Malick anhand der Geschichte einer Kindheit in den Fünfzigerjahren den großen Fragen des Wunders Leben. Selbst, wenn man sich der imposanten Vision von Terrence Malick nicht verschreiben will und den philosophischen Überbau seines fünften Films als Regisseur seit seinem Debüt „Badlands“ im Jahr 1973 als prätentiöses, womöglich gar religiös verklärtes Wolkenkuckucksheim abtut, wird man zugestehen müssen, dass es zu „The Tree of Life“, entstanden in vierjähriger Arbeit, an Ambition, Einzigartigkeit und visueller Extravaganz im Kino von heute nichts Ebenbürtiges gibt. Filme wie dieser werden eigentlich nicht gemacht. Nicht einmal in der kreativen Hochphase des amerikanischen Kinos zu Zeiten des New Hollywood gab es Vergleichbares. Dass er heutzutage entstehen konnte, wo Film kaum noch als Kunstwerk sondern als vermarktbares Produkt zu funktionieren hat, grenzt an ein Wunder. Wenn man denn nach Referenzen für dieses, in endlosen, perfekt aufeinander abgestimmten Bilderkaskaden (Kamera: Emmanuel Lubezki) frei fließende Poem über das Wesen der menschlichen Seele sucht, das nach Ordnung strebt, wo keine Ordnung bestehen kann, und nach Sinn, wo alle Fragen unbeantwortet bleiben müssen, dann kann man Kubricks „2001“ nennen und vielleicht noch „Koyaanisqatsi“. In erster Linie ist sich Malick selbst verpflichtet. „The Tree of Life“ ist aus dem Holz geschnitzt, das auch Malicks vorangegangene Filme, „Der schmale Grat“ und „The New World“, zu singulären Ereignissen gemacht hat. In ihnen finden sich bereits in Grundzügen Stil und Vokabular des neuen Films, die der nunmehr 67-jährige Texaner aber so sehr verfeinert und perfektioniert hat, dass er sich noch weiter von den Konventionen des Erzählkinos entfernt hat. „The Tree of Life“ ist ein einzigartiges Erlebnis, ein kosmischer Trip, der erfühlt und erspürt werden will und erst dann intellektuell aufgearbeitet. Man muss sich auf seine entfesselten Bilderfolgen einlassen, begleitet von klassischer Musik, sich in die Höhe schraubenden Choräle und eingestreuten Kommentaren verschiedener Figuren aus dem Off, die mit ganz simplen Aussagen oder Fragen ihr Innerstes offenbaren. Natürlich finden sich auch Malicks stetige Themen wieder: Der Mensch, der von der Gnade abgefallen ist. Die Unschuld, die auf dem schmerzhaften Weg zum Erwachsensein auf der Strecke bleibt. Die Natur, die dem menschlichen Treiben ungerührt

zusieht, als müsste sie schmunzeln ob des Lärms und der Raserei, die am Ende doch nichts bedeuten. Doch diesmal spiegelt Malick sie an nicht mehr und nicht weniger als der Schöpfungsgeschichte, das Ringen mit Gott, ausgelöst von der Frage danach, warum er zulassen konnte, dass ein 19-jähriger Junge aus dem Leben gerissen wurde. Ein Zitat aus dem Buch Hiob eröffnet den Film: „Wo warst du, als ich die Erde gründete?“ Gleich wird Malick eine mögliche Antwort darauf geben, nachdem der Junge Jack und seine Eltern in einer texanischen Kleinstadt Mitte der Fünfzigerjahre in einer Art Ouvertüre vorgestellt wurden. Ein Brief informiert die Familie davon, dass einer von Jacks beiden Brüdern ums Leben gekommen ist, ein traumatisierendes Ereignis, das Jack, gespielt von Sean Penn, selbst in der Gegenwart noch verfolgt: Er ist beruflich erfolgreich, aber er leidet am Leben, geht durch ein persönliches Fegefeuer und schließlich auf eine Entdeckungsreise, nachdem die Frage nach dem Sinn eines so sinnlosen und frühen Todes gestellt wird. Es folgt nach etwa 20 Minuten eine unfassbare und völlig unerwartete Bildersequenz, die den Vergleich mit „2001“ förmlich herausfordert: Aus Spiralnebeln und Zellteilungen und einem Urknall entsteht die Erde, Vulkane erheben sich und brechen aus, Wasser und Leben entsteht, erste Fische bewegen sich an Land, ein Raubsaurier kann ein schwächeres Tier töten, entscheidet sich aber dagegen - der erste Akt der Gnade auf der Erde. Der Mensch kann entstehen. Schnitt zu Vater und Mutter O‘Brien, die ihren ersten Sohn Jack auf der Welt willkommen heißen. Sicher gibt es viel auch beabsichtigen Spielraum bei der Interpretation dieser Sequenz. Sinnvoll erscheint die Erklärung, dass jeder Mensch bei der Geburt die Geschichte der Erde in sich trägt und weitergeben wird. Der ewige Kreislauf. Fortan bleibt der Film nahe bei Jack und wie er die Welt sieht, immer seinem jeweiligen Alter entsprechend: die Mutter - Jessica Chastain - als unbeschwertes Feenwesen, der Vater - Brad Pitt - zunächst als liebevolle Größe im Leben des Jungen, später immer strenger und bestimmter, unnachgiebig beim Einfordern von Respekt und Einhaltung der von ihm aufgestellten Regeln. Wer es zu etwas bringen will, der muss Härte zeigen. Zwischen dem weiblichen und männlichen Pol oszilliert der Film, lässt seine Hauptfigur Erfahrungen machen, mit dem Tod, mit der Kunst, mit seiner aufkeimenden Sexualität, mit Gewalt, mit der Versuchung - um schließlich an einem Ort der spirituellen Erlösung anzugelangen.

2011 - Odyssee auf dem Planet Erde: Indem Malick diesmal den Fokus nicht auf ein historisches Ereignis richtet wie in seinen letzten beiden Filmen, sondern auf eine ganz normale Kindheit, erhalten die abgehandelten Themen ein noch stärkeres Gewicht. Sein Streben, in der Auflösung von Zeit und Raum, Sinn zu finden, eine Quelle der menschlichen Seele, das trägt Züge von Größenwahn. Aber was für ein Größenwahn! Voll von großer Erhabenheit und unendlicher Schönheit. 56-mal hintereinander habe Mantovani ein Stück aufnehmen lassen, erzählt der Vater seinem Sohn Jack in einer gemeinsamen Szene. Danach habe er gesagt: Ich kann es noch besser. Das Streben nach Perfektion ist ein ewiger künstlerischer Impetus, wie auch das Bedürfnis danach, Antworten auf Fragen zu finden und damit Gott näher zu kommen. Vielleicht also kann es Terrence Malick noch besser. Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es gut genug. Allemal. ts. (Blickpunkt Film)

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Elefantenliebe

ORPHEE

BODEGA

direkt beim Orphée

direkt bei der Bodega

MAX PECHSTEIN Ein Expressionist aus Leidenschaft. Retrospektive 6.3. bis 26.6.2011

PROGRAMM JUNI 2011 Jeden So

15 Uhr Führungen durch die Ausstellung Max Pechstein. Ein Expressionist aus Leidenschaft 2 ¤ + Eintritt

Do 9.6.

20 Uhr Max Pechsteins „Blauer Tag“ – Utopie einer Lebensreformbewegung Vortrag von Dr. Gerhard Leistner, Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg, 6/4 ¤

Mo 13.6.

15 Uhr Führung zum Pfingstmontag Max Pechstein. Ein Expressionist aus Leidenschaft 2 ¤ + Eintritt

Mi 15.6. bis Fr 17.6.

So 19.6.

Eintrittsfreier Sonntag 11 Uhr Sammlung im Freien. Führung zu den Plastiken des Kunstforums im öffentlichen Raum Regensburgs Treffpunkt: Portikus des Museums, Eintritt frei

Di

10-13 Skulpturentage. Pfingstferien-Workshop für 9- bis Uhr 16-Jährige Anmeldung: Tel. 0941/297 14-0 40 ¤ inkl. Material, 5 ¤ Geschwisterermäßigung

21.6. bis Mi 22.6. Di

KUNSTFORUM OSTDEUTSCHE GALERIE REGENSBURG Dr.-Johann-Maier-Str. 5 (Stadtpark), 93049 Regensburg Di bis So 10 bis 17 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr, www.kunstforum.net

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Wohin-06-2011.indd 1

Mein Freund, der Baum. Pfingstferien-Workshop für 7- bis 14-Jährige zum internationalen Jahr der Wälder. Kurs I jeweils von 10 bis 13 Uhr Anmeldung: Landratsamt, Tel. 0941/4009-451 Kurs II jeweils von 14 bis 17 Uhr Anmeldung: Tel. 0941/297 14-0 35 ¤ inkl. Material, 5 ¤ Geschwisterermäßigung

21.6.

So 26.6.

14 Uhr Aufbruch einer Schreitenden, H. J. Albrecht Montana III., B. Heiliger Führung für Senioren aus der Reihe Hören und Sehen. Bildhauerei im Innen- und Außenraum Mit Bettina Bauer-Spandl M.A., Kunsthistorikerin 6 ¤ für Eintritt, Kaffee und Gebäck 10-18 Max Pechstein. Ein Expressionist aus Leidenschaft Uhr Letzter Ausstellungstag Führungen um 11, 14 und 15 Uhr, 2 ¤ + Eintritt

12.05.2011 9:44:10 Uhr


D 2011 - 98 Min.; ab 6; Regie: Volker Sattel

D

ie Männer in den Schlappen und blauen Bademänteln sehen aus, als würden sie in einem Mittelklassehotel von der Sauna zurück zum Pool spazie-

ren. Tatsächlich sind sie Arbeiter eines Atomkraftwerks, die in spezieller Schutzkleidung auf dem Weg zur Kantine sind. Der Dokumentarfilm „Unter Kontrolle“ von Volker Sattel enthält viele solcher grotesken Momente. Etwa wenn die Kamera ein Kettenkarussell zeigt, das sich im Inneren eines nie in Betrieb genommenen Kühlturms befindet. Da friert man vor Gemütlichkeit. Volker Sattel („Unternehmen Paradies“) arbeitete drei Jahre an seiner Doku über den Alltag in deutschen Nuklearanlagen. Die Tragödie von Fukushima verleiht dem Film ungeahnte Brisanz und Aktualität. Sattel vermeidet bewusst jeden Kommentar und lässt

nur Betreiber der Atomkraft oder Wissenschaftler und Risikoforscher zu Wort kommen. In Bildern von rigoros nüchterner Präzision vermittelt der Film die unwägbaren Gefahren, die mit der angeblich sichersten Technik der Welt verbunden sind. Die Menschen, die in den Anlagen an riesigen Schalt­tafeln und blinkenden Konsolen hantieren, wirken wie die sprichwörtlichen Zauberlehrlinge, die scheinbar sorglos mit der monströsesten Materie der Welt umgehen. Einmal schrillen im Reaktor vor laufender Kamera die Alarmsirenen, und schnell wird klar, das dies keine für das Filmteam inszenierte Übung ist.

Die Männer an den Armaturen suchen ruhig und konzentriert nach dem Fehler im System. Den Ernstfall hätten sie im Griff, versichern sie hinterher, die Wahrscheinlichkeit, dass es zur Kernschmelze kommt, sei so gut wie ausgeschlossen. Und dann zeigen sie stolz eine Vernebelungsanlage vor, mit der sie hoffen, im GPS-Zeitalter Flugzeugattacken durch Terroristen verhindern zu können. „Unter Kontrolle“ ist ein Film, der Atomkraftgegnern keine neuen Argumente liefert, und dem man sogar ein Publikum von Befürwortern der strahlenden Energie wünscht. Sie werden ihr Wunder erleben. Cinema

Originaltitel: Hanna; USA / Großbritannien / Deutschland 2011 - 111 Min.; ab 12; Regie: Joe Wright; Darsteller: Cate Blanchett, Saoirse Ronan, Eric Bana, Tom Hollander, Olivia Williams, Jason Flemyng, Jessica Barden, Michelle Dockery, Jamie Beamish.

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anna (Saoirse Ronan) ist so ziemlich das Gegenteil eines normalen Teenagers. Dieses Anderssein erklärt sich bereits mit dem Ort, an dem sie aufwächst. Sie und ihr Vater Erik (Eric Bana) leben in einem kleinen Holzhaus mitten im Nirgendwo, genauer in den meist schneebedeckten Wäldern nahe des Polarkreises. Während andere Mädchen in ihrem Alter sich das erste Mal vorsichtig für Jungs zu interessieren beginnen, geht sie auf die Jagd nach Rentieren. Ihr Wissen über die Welt da draußen gründet sich nahezu ausschließlich auf die Erzählungen ihres Vaters. Hanna erscheint hungrig auf neue Erfahrungen und Begegnungen. Beim Anblick eines Flugzeugs packt sie endgültig das Fernweh. Sie will fort, auch wenn sie weiß, dass sie sich dadurch in große Gefahr begibt. Die Gefahr erscheint jedoch zunächst weit weg und ist für Hanna nur in Gegenstand eines kleinen, unscheinbaren Ortungsempfängers sichtbar. Um von hier wegzukommen, muss sie dessen Peilsender aktivieren. Es ist

der Beginn einer atemberaubenden, schweißtreibenden zugleich aber auch immer faszinierenden Hatz quer durch Europa, bei der sie und ihr Vater versuchen, auf getrennten Wegen an den zuvor ausgemachten Treffpunkt zu gelangen. Gejagt wird das Duo von mächtigen Verfolgern. Die resolute Geheimdienstlerin Marissa Wiegler (Cate Blanchett), die es augenscheinlich vor allem auf Hannas Vater abgesehen hat, will einen Erfolg um jeden Preis. Zu brisant erscheint das Geheimnis, dass in der DNA des Mädchens verborgen liegt. Die Dynamik und Spannung, die Joe Wrights „Wer ist Hanna?“ von Beginn an ausstrahlt, ist selbst im Suspensekino eine Seltenheit. Dabei setzt der bislang nicht gerade im Actionfach anzutreffende Regisseur von Filmen wie „Stolz und Vorurteil“ und „Abbitte“ weniger auf aufwändige Materialschlachten denn auf faszinierende Charaktere und die Kraft einer mitreißenden, gleichwohl recht geradlinigen Story. Im Mittelpunkt steht dabei die 16-jährige Hanna. Mit einer Mischung aus Ronja Räubertochter und Lara Croft verkörpert „Abbitte“Entdeckung Saoirse Ronan ihren physisch überaus anspruchsvollen Part. Ihr gelingt das Kunststück, dass wir das Interesse

an Hanna nie verlieren. Schon in ihren Augen spiegelt sich Hannas faszinierende Wildheit und Kompromisslosigkeit, die beide als Motor und Antriebskraft des Films über die ganzen 110 Minuten hinweg glänzend funktionieren. Aber auch ihre Gegenspieler – und da vor allem Cate Blanchetts eiskalte VaterTochter-Jägerin – entwickeln in diesem erbarmungslos geführten, tödlichen Katz-und-Maus-Spiel eine beeindruckende Durchschlagskraft. Meisterhaft ist schließlich auch die Verpackung. Die Ideen, die „Wer ist Hanna?“ in Bezug auf die Gestaltung von Bild, Ton und Schnitt durchziehen, sind mit dafür verantwortlich, dass sich die Geschichte so vehement in unser Gedächtnis einbrennt. Wright erschafft ein intensives Kinoerlebnis aus schnellen und bewusst entschleunigten Passagen, aus einerseits kinetischen Verfolgungssequenzen, die von den harten Bässen der „Chemical Brothers“ und einer vollkommen entfesselten Montage angetrieben werden, und andererseits ruhigen, intimen Momenten, in denen wir das Mysterium Hanna zu entschlüsseln versuchen. Die Choreografie der einzelnen, sehr harten und direkten Actioneinlagen setzt auf Handgemachtes

und verzichtet gleichzeitig auf die schon länger ziemlich angesagte Wackeloptik – ein Segen und eine Seltenheit. Nicht fehlen darf bei Wright hingegen ein längerer One-Take-Shot, den man nach „Abbitte“ fast schon als sein Erkennungszeichen definieren könnte. „Wer ist Hanna?“ ist letztlich ein Arthousefilm im Gewand eines rasanten Agententhrillers. Dort, wo andere Vertreter des Genres keinen Tiefgang, keine Seele und kein Gefühl entwickeln, schlägt hier ein vitales, sperriges und bisweilen finsteres Herz, das sich nur schwer bändigen oder in Kategorien einordnen lässt. Wrights visuell aufregender Trip quer durch Europa und Nordafrika – Hannas Abenteuer beginnt am Polarkreis und geht von dort aus über Marokko, Südspanien und Frankreich weiter bis nach Berlin – beinhaltet zwar manche Züge eines verschachtelten Geheimdienststücks, viel mehr als das ist er aber ein dunkles Märchen, in dem der böse Wolf ein besonders gerissenes Rotkäppchen jagt. Spätestens mit dem surrealen Finale in einem geschlossenen Freizeitpark dürfte klar sein, dass diese „Hanna“ mehr von den Gebrüder Grimm als von Jason Bourne in sich trägt. Marcus Wessel (programmkino.de)

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Deutschland / Schweiz 2010 - 140 Min.; ab 6; Regie: Pepe Danquart; Darsteller: (Mitwirkende) Joschka Fischer, Hans Koschnick, Katharina Thalbach, Peter Grohmann, Norbert Erich “Knofo” Kröcher, Johnny Klinke, Daniel Cohn-Bendit, Marie-Reine Haug.

„M

ir war das Ganze eher peinlich“, meint Joschka Fischer „dieser ganze Rummel“. Der einstige Grüne Abgeordnete gibt sich rückblickend bescheiden. „Ich hätte lieber andere Schuhe angezogen“, verrät der inzwischen 62 jährige Unternehmensberater, „als diese Turnschuhe“. Damals als der einstige Frankfurter Sponti und Taxifahrer zum hessischen Umweltminister aufstieg waren sie das Markenzeichen des früheren Straßenkämpfers, Indiz von Nonkonformität. Inzwischen werden sie im Deutschen Ledermuseum in

Offenbach ausgestellt, sind Geschichte, wie das bewegte Leben des ehemaligen Außenministers der rot-grünen Koalition. Der Metzgerssohn aus dem Schwäbischen ist angekommen. „Für mich ist das die außergewöhnlichste Biografie“, weiß Regisseur Pepe Danquart, „die ich kenne.“ Über ein Jahr lang führte er Videogespräche mit der gewieften, polarisierenden Persönlichkeit, die zeitweise ihre Partei spaltete. Geschickt kompromierte der ehemalige Mitbegründer des preisgekrönten Filmkollektivs Medienwerkstatt Freiburg Archivmaterial von über 300 Stunden, projiziert Sequenzen aus Fischers Leben und seiner Umgebung auf Glaswände und lässt ihn dazu erzählen. Und so erscheint auf der Leinwand zeitweise der doppelte Fischer: auf der Glasfläche jung und draufgängerisch, davor der staatstragende Politiker, gealtert und behäbig im dunklen Anzug,

der seinen verschlungenen Lebensweg nonchalant kommentiert. Gedreht wurden diese bahnbrechenden Videoinstallationen in einem riesigen ehemaligen Heizkraftwerk in Berlin, dem legendären Techno-Club „Tresor“. Dramaturgisch weitgehend eingängig aufeinander aufgebaut fesselt die exzellente Montage des Bild- und Tonmaterials. Genial verschränken stimmige Schnittfolgen die spannende Collage. Cutter Toni Froschammer leistete hier Großartiges. Nicht zuletzt das Sounddesign vermittelt wunderbar den jeweiligen Zeitgeist. Freilich erreicht der visuelle Ritt durch die Geschichte, trotz aller Finesse, nicht das Niveau des legendären Dokumentarfilms „When we were kings“ über Boxweltmeister Muhammed Ali, auch wenn Regisseur Pepe Danquart sein Werk damit vergleicht.

Interessant sind auch die Exkurse mit Zeitzeugen angefangen von Wegbegleiter und Männerfreund Daniel Cohn-Bendit, dem Urgestein der Nachkriegs-SPD Hans Koschnik, dem ehemaligen ZEITChefredakteur Roger de Weck bis hin zur profilierten Schauspielerin Katharina Thalbach und der NDW-Band Fehlfarben. Sie steuern immer wieder ihren Teil zur Geschichtsbeschreibung bei. Diese eingespielten Szenen runden das dokumentarische Biopic zu einem gleichermaßen kontroversen wie kurzweiligen Kaleidoskop ab, obwohl Privates, wie wechselnde Ehefrauen, Anzuggrößen und profunde Kritikerinnen wie Jutta Ditfurth außen vor bleiben. Eine lebendige Zeitreise durch sechs Jahrzehnte samt subjektivem Geschichtsunterricht, der durch Spannungen und Irritationen zum Nachdenken anregt. Luitgard Koch (programmkino.de)

Originaltitel: The Beaver; USA 2010 - 91 Min.; ab 6; Regie: Jodie Foster; Darsteller: Mel Gibson, Jodie Foster, Anton Yelchin, Riley Thomas Stewart, Jennifer Lawrence, Cherry Jones, Zachary Booth, Michelle Ang, Paul Hodge, Jeff Corbett, John Bernhardt.

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achdem er zuletzt als explosiver Privatmann Schlagzeilen machte, zeigt Mel Gibson in der Rolle eines depressiven Familienvaters seine Qualitäten als introvertierter Schauspieler. Die Kontroverse um den angezählten Superstar wurde bisher als Belastung für den Erfolg von „Der Biber“ angenommen. In der Tat nehmen die privaten Krisen Gibsons Einfluss auf die Wahrnehmung seiner Rolle,

allerdings mit positiver Konsequenz, weil der persönliche Bezug die Entdeckung denkbarer Parallelen und die Vertiefung der emotionalen Erfahrung für den Zuschauer möglich macht. Man sympathisiert mit Protagonist Walter Black, der seine Dämonen nicht benennen kann und in ein tiefes Loch gestürzt ist. Wie ein lebender Toter treibt er im Eingangsbild im dampfenden (Höllen-) Pool, eine Variation der Ouvertüre von „Boulevard der Dämmerung“ als Metapher für ein in Leere dahindümpelndes Leben. Was den Absturz des Spielzeugfabrikanten, der bisher Freude in das Leben von anderen brachte, in die chronische Apathie, in eine rätselhafte Depression verursachte, enthüllt das Drehbuch von Newcomer Kyle Killen nicht und trägt damit dem Krankheitsbild Rechnung, das sich schneller Ursachendiagnose oft entzieht. Was war, spielt in der Dramaturgie eine Rolle, viel schwerer aber wiegt

im Plot, was sein könnte, ob eine Rückkehr in die Normalität für Black möglich ist. „Der Biber“ ist vielleicht der Schlüssel dazu, ist eine plüschbezogene Handpuppe, die Black im Müll findet und zum Medium für sein Austreten aus seiner Stasis wird. Der Biber wird Blacks Sprachrohr, ist all das, was er nicht ist oder nicht mehr sein kann - dynamisch, charmant, frech und voller Leben. Durch ihn findet er wieder zu seiner Frau (Jodie Foster), zu seinem jüngsten Sohn und zu beruflichem Erfolg zurück, bis die Toleranz für das Exzentrische bei seiner Frau erlischt und die Verwundungen wieder aufbrechen. Fosters dritte Regiearbeit ist erneut ein Familienfilm der etwas anderen Art, eine Komödie, die ernste Themen (Alkoholismus, Depression) beleuchtet, die Lachen ermöglicht, ohne das Absurde ins Alberne abgleiten zu lassen. In den Händen Fosters, mit der er seit „Maverick“ eng befreundet

ist, liefert sich Gibson furchtlos einer Rolle aus, die er als Schauspieler und Puppenspieler überzeugend bewältigt. Im Fokus steht dabei die Annäherung an seinen ältesten Sohn (Anton Yelchin), der zahllose Parallelen zu seinem Vater und damit auch eine vergleichbare Perspektive für sich selbst sieht, gerade als ihm eine bisher unerreichbare Schulschönheit (erneut stark: Jennifer Lawrence) Hoffnung auf gemeinsames Glück macht. Am Ende stiehlt sich der Film etwas aus der aufgebauten Problematik davon, bleibt aber ein gelungenes und berührendes Beispiel für die Harmonisierung von Komödie, Romanze und Drama. kob. (Blickpunkt Film)

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Die Juni-Ausgabe ist da.

reibt h c s t s i n ompo K e n r der e d f o u a e i s Der m r indem e , e k r e W ut. seine a b f u a t i e Wahrh Claudio Monteverdi italienischer Komponist (1567 - 1643)

Kulturjournal Regensburg

Das Ostentor sucht einen Vorf端hrer (auf 400,- Basis) mit Vorkenntnissen. Bitte unter 01794734669 melden.

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GB 2010 - 97 Min.; ab 16; Regie: Christopher Morris; Darsteller: Riz Ahmed, Arsher Ali, Nigel Lindsay, Kayvan Novak, Adeel Akhtar, Benedict Cumberbatch, Julia Davis, Craig Parkinson, Preeya Kalidas, Wasim Zakir, Ohammad Aqil.

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ine Komödie über muslimische Selbstmordattentäter - geht das? Und wie! „Four Lions“, das politisch absolut unkorrekte Regiedebüt des TV-Satirikers Christopher Morris,

gehörte zu den Publikumsfavoriten zahlreicher internationaler Festivals und ist die ultimative Antwort auf den dänischen Karikaturenstreit. Morris greift das Tabuthema des „homegrown terrorism“ auf, der Bombenleger, die im eigenen Land geboren wurden. Vier halbwegs integrierte, aber nicht minder vertrottelte Wüstensöhne proben den Dschihad, um auf dem schnellsten Weg zu Allah zu gelangen. Leider stellen sich die Terroristen in spe schon bei den Vorbereitungen

ihres Anschlags reichlich dämlich an, was zu Lasten eines unbeteiligten Schafs, einer Selbstmordkrähe und eines Al-Kaida-Ausbildungscamps geht. Bei der finalen Terrorattacke auf ein sportliches Großereignis in London läuft dann alles schief. Es ist gar nicht so leicht, ein (h)eiliger Krieger zu sein. Satire geht in Tragik über, Slapstick wechselt mit Entsetzen: Die netten Fanatiker von nebenan treiben den Wahnsinn auf die Spitze. Morgan und seine drei Co-Autoren verbinden

die überdrehte Provokationslust von Monty Python mit den rabiaten Scherzen eines Sacha Baron Cohen. Man kann diesen Film als geschmacklos empfinden, man kann seine bittere Konsequenz infrage stellen, eines aber ist nicht zu bestreiten: Der schwarze Humor der Engländer schreckt einfach vor nichts zurück. Cinema

D 2011 – 90 Min.; Drehbuch u. Regie: Erik Grun; Kamera: Oliver Gilch, Erik Grun; Musik: Jashu Oku; Ton: Sitzmann, Münch; Darsteller: Wolfgang Berger, Peter Leitner, Erik Gun, Tanja und Susi Raith, Thomas Frischhut, Sepp Hobelsberger, Werner Rösch, Hans Schröck, Sabine Hautz, Schwafi, Rolf Stemmle.

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rmutigt durch den großen Erfolg von „Boarisch Verbrechen“ hat sich das Team von Erik Grun an einen zweiten Teil gewagt. Selbst das Risiko, am ersten Teil gemessen zu werden, konnte es nicht zurückschrecken. Diesmal wird rücksichtslos und auf bayrische Art und Weise erpresst – nicht nur von den Gruber-Buam. Aber der Reihe nach: Durch ihren ausschweifenden Lebenswandel

verlieren die Gruber-Buam wieder ihre Jobs, und wieder ist es Maxi (Wolfgang Berger), der weiß, wie sich die Brüder aus ihrer prekären Situation retten könnten. Doch der kriminellen Energie der Muhackl Schwestern (Tanja und Susi Raith), die sich in das Gruber-Revier wagen, sind sie nicht gewachsen. Eine der beiden skrupellosen Damen, natürlich die Rothaarige, wird Rudi zum Verhängnis.

Für Aufregung sorgt ferner Seppi (Erik Gun), der zum Logopäden muss und dort das erhoffte Ergebnis verfehlt. Der Dorfpolizist (Sepp Hobelsberger) und sein ehemaliger Kollege, jetzt Privatdetektiv (Thomas Frischhut), treffen in neuer Gegnerschaft aufeinander. Chaos ist also vorprogrammiert! - Ein niederbayrisch-oberpfälzischer Filmspaß – übrigens auch für jene, die den ersten Teil noch nicht gesehen haben.

D 2011 - 99 Min.; ab 6; Regie: Tom Hanks; Darsteller: Tom Hanks, Julia Roberts, Bryan Cranston, Gugu Mbatha-Raw, Cedric the Entertainer, Taraji P. Henson, Wilmer Valderrama, Pam Grier, Rami Malek, Nia Vardalos, Maria Canals-Barrera, Jon Seda.

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eit Jahren arbeitet Larry Crowne (Tom Hanks) als Manager einer Supermarktkette, war sogar mehrfach Mitarbeiter des Monats. Bis er eines Tages aus heiterem Himmel gefeuert wird. Angeblich, weil er kein Studium vorweisen kann. Von heute auf morgen arbeitslos entschließt er sich kurzerhand, wieder die Schulbank zu drücken und seinen Abschluss nachzuholen. Eine Entscheidung, die sein Leben verändern wird. Denn dort trifft er nicht nur auf einen bunten Haufen Mitschü-

ler in allen Lebenslagen - sondern vor allem auf seine bezaubernde Lehrerin Mercedes Tainot (Julia Roberts). Die hat sowohl die Lust an ihrem Beruf als auch an ihrer Ehe verloren und steckt selbst mitten in einer handfesten Krise. Doch Larrys unbeholfenem Charme kann sie auf Dauer nicht widerstehen. Und Larry lernt seine Lektion: Gerade wenn du denkst, dass alles verloren ist, kann es passieren, dass du das Wesentliche im Leben findest. „Larry Crowne“ ist das romantischste Zusammentreffen des

Sommers: Zum ersten Mal seit „Der Krieg des Charlie Wilson“ haben die Oscar-Preisträger Tom Hanks und Julia Roberts wieder gemeinsam einen Film gedreht. Hanks führte selbst Regie in dieser wunderbar romantischen Komödie über das Scheitern und die Kraft, wieder aufzustehen. Er schrieb das Drehbuch in Zusammenarbeit mit Nia Vardalos, aus deren Feder „My Big Fat Greek Wedding - Hochzeit auf Griechisch“ stammt - eine der wohl temperamentvollsten Komödien der letzten Jahre.

USA 1971 - 100 Min.; ab 16; Regie: Gordon Parks; Darsteller: Moses Gunn, Stirling Silliphant, Richard Roundtree, Charles Cioffi, Christopher St. John.

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ordon Parks führte 1971 Regie bei dieser Kriminalgeschichte um

John Shaft (Richard Roundtree), den afro-amerikanischen Privatdetektiv, der eine schwierige Beziehung zur Polizei, eine noch weitaus schwierigere Beziehung zur Unterwelt in Harlem sowie ein gesundes Sex-Leben pflegt. Die Handlung dreht sich um Shafts Versuch, die entführte Tochter eines schwarzen Gangsters aus Harlem aufzuspüren. Die Qualität des Films liegt jedoch mehr in seiner Haltung, im kompromisslosen Spiel von Richard Roundtree und in der aufregenden Musik von Isaac Hayes, die mit einem Oscar prämiert wurde. Parks scheint

zwar etwas für bestimmte Klischees des Genres übrig zu haben (zum Beispiel, dass der Held eine Frau vorfindet, die mit ihm reden will, wenn er sein heruntergekommenes Büro betritt), aber er und Roundtree machen diese Stereotypen zu ihren eigenen. Shaft fand mehrere Fortsetzungen und lebte als Serie im Fernsehen weiter. Aber keines der Imitate hatte die Wirkung des Originals. Tom Keogh

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PROGRAMM SOMMER 2011

Marcos Meléndrez – voc Gastón Rodríguez – g

DI 19.30 H

TANGOBAR TANGOKLASSIKER MODERN INTERPRETIERT

ZICK SISTERS & BAND SENSATIONS-COMEBACK DER LADIES-FORMATION

DO 20.30 H

01 06

KLAZZ BROTHERS & CUBA PERCUSSION CLASSIC MEETS CUBA

DO 19.30 H

TANGOBAR TANGOKLASSIKER MODERN INTERPRETIERT HANS HUBER DUO / TRIO KLASSIK UND JAZZ

DO 20.30 H

01 06 07 06 09 06 13 06

DI 20.00 H

MI 20.00 H

MO 20.00 H

DO 20.00 H

DI 20.00 H

MI 20.00 H

JAZZ CLUB Regensburg e.V. | Bertoldstraße 9 | 93047 Regensburg | Tel. +49 (0)941 563375 | Fax +49 (0)941 5999715 info@jazzclub-regensburg.de | www.jazzclub-regensburg.de

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BMW CHARITY BENEFIZKONZERT. A TRIBUTE TO PAUL SIMON JAZZSESSION IM LOKSCHUPPEN SESSIONLEITER: HANS YANKEE MEIER

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HANS HUBER DUO / TRIO KLASSIK UND JAZZ

SUSANNE POINTINGER SINGT DEUTSCHE CHANSONS DER 20ER BIS 60ER JAHRE XALA – THE FIVE ELEMENTS SYNTHESE AUS MUSIK UND BEWEGUNG IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEN MUSEEN DER STADT REGENSBURG

Hans Huber – p Christoph Frankerl – p Manfred „General“ Hartlieb – b

Platzreservierung möglich!

TANGOBAR, das sind der galicische Sänger Marcos Meléndrez und der argentinische Gitarrist Gastón Rodríguez. Ihr Repertoire umfasst Tangoklassiker der 30er und 40er Jahre, denen sie durch eine moderne Interpretation und ihre persönlichen Note neuen Glanz verleihen. Der klassische Tango wird an den speziellen Klang der E-Gitarre angepasst, mit den Elementen Jazz, Improvisation und Performance kombiniert, und auf diese Weise in ein Klangerlebnis ganz besonderer Art verwandelt! CinEScultura, das spanische Film- und Kulturfestival, lädt den ganzen Monat Juni über ein zu Konzerten, Ausstellungen und Filmreihen. Kulturelle Leckerbissen nicht nur für Spanienfans! Veranstaltungsort: Leerer Beutel AK 15 EUR, VV 13 EUR, E 12 EUR, S&S 9 EUR, M 8 EUR

Die beiden Pianisten HANS HUBER und CHRISTOPH FRANKERL werden die Verknüpfung zwischen der klassischen Musik und dem Jazz anhand der musikalischen Entwicklung von J. S. Bach über Debussy, Ravel, Brahms, bis hin zur 12-Tonreihe darstellen. Hans Huber ist einer der vielseitigsten Musiker zwischen Klassik und Moderne. Christoph Frankerl spielt erste Geige im Philharmonischen Orchester der Stadt Regensburg und liebt musikalische Ausflüge in die Welt jenseits der Klassik. Im zweiten Teil wird der Bassist MANFRED „GENERAL“ HARTLIEB einsteigen und es kommen Gershwin, Ellington, Shearing, Coltrane, Raksin, Jobim, Huber und v.a. zu Gehör. Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen Abend! Veranstaltungsort: Leerer Beutel AK 16 EUR, VV 15 EUR, E 14 EUR, S&S 9 EUR, M 8 EUR


KLAZZ BROTHERS & CUBA PERCUSSION CLASSIC MEETS CUBA

MO 20.00 H

DO 20.00 H

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ZICK SISTERS & BAND SENSATIONS-COMEBACK DER LADIES-FORMATION

Steffi Denk – voc Lucy Frank – voc Petra Fierlbeck – voc Martin Jungmayer – sax Robert Prill – g Ulli Forster – p Markus Fritsch – b Scotty Gottwald – dr

Die KLAZZ BROTHERS trafen auf einer Kubatournee die kubanischen Perkussionisten Alexis Herrera Estevez und Elio Rodriguez Luis. In einer spontanen Session fanden die in so unterschiedlichen Kulturkreisen verwurzelten Musiker intuitiv und wie selbstverständlich zu einer gemeinsamen Tonsprache. Seit dieser legendären Begegnung sorgen KLAZZ BROTHERS & CUBA PERCUSSION mit beispielloser Kreativität weltweit für musikalische Furore. Aus der einzigartigen Verbindung von klassischer europäischer Musiktradition mit Elementen des Swing und Latinjazz und der nahezu unendlichen Vielfalt kubanischer Rhythmen hat das Quintett ein völlig neues Klangbild kreiert.

Mit ihrem herausragendem Chorgesang im Stil der Andrew-Sisters, einer gehörigen Portion Witz und Selbstironie und einem untrüglichen Gespür für die richtigen Songs schaffen es die ZICK SISTERS bei all ihren Konzerten ein begeistertes Publikum zu hinterlassen. Somit kann man sich auf einen höchst unterhaltsamen Abend freuen, der die Zuhörer direkt ins New York der 30er und 40er Jahre entführen wird, oder man findet sich im Deutschland der 50er und 60er Jahre mit seinen unvergesslichen, charmant swingenden Schlagern wieder. Endlich ein Sensations-Comeback auf das Lappersdorf, Ostbayern und die ganze Welt wirklich gewartet hat!

Zeltfestival Lappersdorf AK 29 EUR, VV 24 EUR + VVK-Gebühr, M je 5.00 EUR Ermäßigung!

Zeltfestival Lappersdorf AK 24 EUR, VV 19 EUR + VVK-Gebühr, M je 5.00 EUR Ermäßigung!

DI 19.30 H

Bruno Böhmer Camacho – p Kilian Forster – b Tim Hahn – dr Alexis Herrera Estevez – perc Elio Rodriguez Luis – perc

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BMW CHARITY BENEFIZKONZERT. A TRIBUTE TO PAUL SIMON

Die Übergaben der Spenden erfolgt im Rahmen eines Benefizkonzerts, dessen Erlös ebenfalls den Spendenprojekten zugutekommt.

Das BMW Werk Regensburg setzt sich mit der BMW Charity für die Verbesserung der medizinischen Versorgung in Ostbayern ein. In diesem Jahr werden Spenden für das Rettungszentrum und die SchlaganfallInitiative Regensburg gesammelt. Unterstützt werden Projekte für eine schnelle Hilfe beim Schlaganfall. Angeschafft werden soll ein Tele-Neuroschallgerät, außerdem wird ein Forschungsprojekt zur Sofort-Therapie beim Schlaganfall gefördert. Die Spenden kamen bei einem TelefonSpendentag zusammen, unter allen Anrufern wurde als Hauptpreis ein neuer BMW 116d verlost.

Beim Konzert A TRIBUTE TO PAUL SIMON werden neben den herausragenden Sängern Lisa Wahlandt und Markus Engelstädter eine 10-köpfige Band um den Pianisten Bernd Meyer und dem Schlagzeuger Gerwin Eisenhauer ein „Best of“ des Werkes von Paul Simon auf der Bühne des Herzogssaals präsentieren. Paul Simon gilt seit den 60er Jahren als einer der weltweit interessantesten und herausragendsten Songwriter. Wohl am bekanntesten durch das legendäre Duo „Simon & Garfunkel“ und Songs wie „Bridge over troubled waters“, „Sounds of silence“ oder „50 ways to leave your lover“ hat sich das Werk Paul Simons immer von anderen Musikern seines Genres unterschieden. Von Anfang an suchte Paul Simon Kontakte zu Musikern aus der Jazz, Latin und Worldmusicszene. Die aus dieser Zusammenarbeit entstandenen Alben „Graceland“, „Rhythm of the saints“ und „The Capeman“ mit Songs wie „Diamonds on the sole of her shoes“, „Call me Al“, „Graceland“ und vielen anderen, gelten als Meilensteine der Verschmelzung von Songwriting mit afrikanischen, brasilianischen und afrokaribischen Rhythmen. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Herzogssaal im Weltenburger am Dom; Einlass ist ab 18.30 Uhr. Veranstaltungsort: Herzogssaal Tickets gibt es zum Charity-Preis von 25 Euro

jazz restaurant club galerie leerer beutel silvia jilg das tier in mir SAMO SALAMON ist einer der talentiertesten, interessanten jungen Gitarristen und Komponisten der zeitgenössischen Jazzszene. Er Laufbahn mit einem Studium der klasbegann seine musikalische sischen Gitarre in Maribor und studierte anschließend Jazzgitarre in Klagenfurt und New York, bei John Scofield. Samo Salamon hat in den letzten Jahren sehr viele Tourneen absolviert, davon zeugen seine acht CDs mit seinen Kompositionen. MICHEL GODARD gehört zu den besten Tubisten der Welt und weiß in jedem Genre mit fantastischer Technik, individuellem Stil und grandiosem Einfühlungsvermögen zu überzeugen. Er setzt auf der Tuba mehrstimmige Spieltechniken (Multiphonics) ein und spielt „es ist meine liebe zu den tieren, und ich male auch zeitgenössische und Alte Musik. eigentliches sie so, wie ich„Michel sie liebe.Godards die ausdruckskraft ihrer Hauptinstrument nämlich ist die Tuba ...regt fürmich deren in befindlichkeit zumSpiel malen sein an; sieName darzustellen ist meine herausforderung. die natur ist bestimmten Kreisen fast schon als Synonym gilt“. mein thema und meine identifikation.“ ROBERTO DANI ist einer der kreativsten und gefragtesten Schlagzeuger Europas. Sein Schaffen umfasst drei Alben als Bandleader und er war an mehr als 60 Einspielungen beteiligt. austellungsdauer: 15. mai – 6.durch august stilistische 2011 Das Trio verspricht zeitgenössischen Jazz, der sich öffnungszeiten: mo Eigenschaften 19 – 23 uhr und rhythmische Vielfalt auszeichnet, mystische verdi – so 11 – 23 uhr mittelt und Salamon als gewitzten Visionär zeigt.


JAZZSESSION IM LOKSCHUPPEN SESSIONLEITER: HANS „YANKEE“ MEIER

DO 19.30 H

DO 20.30 H

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SUSANNE POINTINGER SINGT DEUTSCHE CHANSONS DER 20ER BIS 60ER JAHRE

Hans Yankee Meier – g

Kalle Kalima – g Chris Dahlgren – b Eric Schaefer – dr

Die letzte Session vor der Sommerpause leitet der Gitarrist HANS „YANKEE“ MEIER. Der gebürtige Niederbayer ist Dozent für Gitarre, Ensembleleitung und Gehörbildung am „Music College“ in Regensburg sowie Leiter verschiedener internationaler Workshops. Seit über 20 Jahren gibt er Konzerte im In und Ausland und ist fester Bestandteil der lokalen Szene! Seine neuesten erfolgreichen Projekte sind VOICE & STRINGS mit Steffi Denk und THE FOLKPROJECT. Alle Musiker und Zuhörer sind herzlich eingeladen einen schönen und klangvollen Abend mitzugestalten!

Tauchen Sie ein in die Welt deutscher Chansons, frecher Gassenhauer und bekannter Filmmelodien von den 20er bis zu den 60er Jahren. Die ausdrucksstarke Sängerin SUSANNE POINTINGER interpretiert allseits beliebte Stücke von Zarah Leander bis Hildegard Knef, von Marlene Dietrich bis Margot Werner. Sie versteht es, durch ihr Temperament und durch ihren Wortwitz zu gefallen und wird durch ihre warme Stimme mit melancholischen Momenten auch Ihr Herz berühren. Am Klavier begleitet die russische Pianistin ELENA TOMILOVA aus St. Petersburg. Schifffahrt startet am Donaumarkt | Einlass: 18.30 Uhr | Abfahrt: 19.30 Uhr

DO 20.30 H

Veranstaltungsort: Lokschuppen Eintritt frei

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XALA – THE FIVE ELEMENTS SYNTHESE AUS MUSIK UND BEWEGUNG

IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEN MUSEEN DER STADT REGENSBURG G

Axel Prasuhn – voc, sax, fl Toby Mayerl – p Michael Dandorfer – g Wolfgang Berger – b Frank Holderied – dr Ania Losinger – Xala II Mats Eser – Marimba/Percussion

Veranstaltungsort: MS Regensburg AK 24 EUR, VV 22 EUR

VORSCHAU: HERBST 2011 DO 22.09. JAZZPISTOLS SO 25.09. GROOVE INN MI 28.09. RADIO EUROPA DO 06.10. MILAN SVOBODA QUARTET DO 13.10. BORIS GAMMER QUINTETT SO 30.10. JAZZ ORCHESTER REGENSBURG DO 03.11. HELMUT KAGERER QUARTETT DO 10.11. LYNNE ARIALE QUARTET DO 17.11. YANKEE MEIERS FOLK PROJECT SO 11.12. CURIOSITIES OF NATURE

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Veranstaltungsort: MS Regensburg AK 24 EUR, VV 22 EUR

XALA – das sind zwei raumeinnehmende Instrumente. Ania Losinger tanzt und spielt auf dem ersten Bodenxylophon der Welt - Xala. Sie kreierte dieses Unikat 1998/99 zusammen mit dem Instrumentenbauer Hamper von Niederhäusern. Zum Klingen gebracht wird das Xala mit Flamencoschuhen und menschenhohen Stöcken. Im Zentrum von Matthias Eser‘s Instrumentarium steht die Marimba, erweitert durch verschiedene Trommeln, Becken und asiatische Gongs. Der Zusammenklang der beiden Instrumente offenbart ein breites Spektrum: von poetisch leiser Kammermusik bis hin zu magisch orchestraler Kraft.

Erleben Sie die größte Auswahl Ostbayerns. Denn in 140 Geschäften finden Sie immer das Richtige.

Die fünf Elemente oder Wandlungsphasen Beide Künstler hegen ein großes Interesse für repetitive Zyklen und polymetrische Rhythmen sowie deren Wirkung und Aussagekraft. Im Zyklus der fünf Elemente oder fünf Wandlungsphasen, die in der chinesischen Medizin und Naturphilosophie ihren Ursprung haben, finden Ania Losinger und Matthias Eser eine inspirierende Vorlage zu ihrer Komposition. Die Musik folgt darin dem kreisförmigen Zyklus. Dies ermöglicht, das Konzert mit jedem der fünf Teile zu beginnen. Die chinesische Zahlensymbolik hat jedem der fünf Elemente bestimmte Zahlen zugeordnet, welche die Energien und Prinzipien der Wandlungsphasen repräsentieren. Sie bildet die rhythmisch-metrische Grundgestalt von The Five Elements. Die fünf Elemente sind Holz (für Frühling, Morgen, Osten, sauer, schreien, Wind, grün, Wachstum, Dynamik), Feuer (für Sommer, Mittag, Süden, bitter, lachen, Hitze, Freude, rot, Chaos, Lust, Expansion), Erde (für Nachsommer, Nachmittag, Mitte, süss, singen, gelb, Feuchtigkeit, Sammlung, verbinden, Friede, Wärme), Metall (für Herbst, Abend, Westen, scharf, weinen, Trockenheit, Austausch, Trauer, weiss, Abgrenzung, Abschied, Atem) und Wasser (für Winter, Nacht, Norden, salzig, stöhnen, Kälte, Stille, Tiefe, dunkel, Ordnung, Leere, Erstarrung, schwarz). Diese Zuordnungen beeinflussen die Klangfarbe, Harmonik, Bewegung und Dynamik der Musik- und Tanzperformance The Five Elements. Veranstaltungsort: Minoritenkirche AK 18 EUR, VV 17 EUR, E 16 EUR, S&S 14 EUR, M 14 EUR

donaueinkaufszentrum.de. Mo.- Sa. bis 20.

00

Uhr geöffnet . Kostenlos parken


Do., 14. Juli 2011, sowie

JOUR FIXE

Do., 11. August 2011

mit Weinpräsentation Anmeldungen erforderlich!

Öffnungszeiten: Mittwoch – Freitag 9 – 19 Uhr und Samstag 10 – 14 Uhr Telefon 0941/3075755 | info@weinkontor-sinzing.de | www.weinkontor-sinzing.de

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JAZZCLUB IM LEEREN BEUTEL

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LOCATION Der Jazzclub Regensburg e.V. ist ein gemeinnßtziger Verein ohne Gewinnabsichten. Er pflegt die Jazzkultur und -tradition in Regensburg. Und das mit Erfolg: Jazz in Regensburg ist ein Garant fßr gute Musik. Nicht zufällig sind das Bayerische Jazzinstitut, die JazzZeitung des ConBrio Verlages und das Jazz-Weekend in Regensburg beheimatet. Sie prägen das Image der Stadt als Jazzmetropole. Der Jazzclub arbeitet eng mit Dona Dona u u ma den anderen Institutionen im rkt Haus (Städtische Galerie, Arbeitskreis Film) zusammen Os gas tenund versteht sich als Teil des se Kulturzentrums Leerer Beutel. Leerer

JAZZCLUB Regensburg e. V. | BertoldstraĂ&#x;e 9 | 93047 Regensburg Tel. +49 (0)941 563375 | Fax +49 (0)941 5999715 info@jazzclub-regensburg.de | www.jazzclub-regensburg.de AK Abendkasse VV Vorverkauf E ErmäĂ&#x;igung S&S SchĂźler und Studenten M Mitglieder Karten sind im Vorverkauf im DB-Reisecenter im Hauptbahnhof, bei der Tourist-Information (Altes Rathaus), im MZPavillon (DEZ) und im JazzclubbĂźro von Montag bis Freitag 13.00 â&#x20AC;&#x201C; 17.00 Uhr sowie an der Abendkasse erhältlich. Redaktion: Jazzclub Regensburg e. V. | Gestaltung: JANDA+ROSCHER, Die WerbeBotschafter


JUNI 2011 Nachruf

Waste Land Großbritannien/Brasilien, 2010, 98 min, OmU, Regie: Lucy Walker Ein Land wird „Jardim Gramacho“ von einem Besucher genannt. Das so benannte "Waste Land“ ist eine jener in sich geschlossenen Welten, wie sie überall existieren. Manche offen, andere versteckt. Der „Jardim Gramacho“ ist beides: unübersehbar ob seiner enormen Ausmaße, verborgen vor den Augen der Welt hinter den Slums Rio de Janeiros. Ein Elendsort am Rande einer Millionenmetropole – wer schaut dort schon hin? Lucy Walker hat hingesehen und zwingt in „Waste Land“ dazu, den Blick des Kameraauges zu teilen. Wie ein Land aus Müll sei der Ort, heißt es in einer Szene. „It‘s where everything not good goes“, sagt Vik Munitz, mit dem Walker zu einer außergewöhnlichen Kunstaktion aufbricht. „Including the people.“ Die Menschen sind die „rag pickers“, die sich mit dem Einsammeln und Recyceln verwertbarer Abfälle erhalten. Der „Garten Gramacho“, den sie durchstöbern, ist kein Landschaftspark, sondern die größte Mülldeponie der Welt. Am Himmel überfliegen Aasvögel das Waste Land. Am Boden überfliegt es Munitz – mit den Augen auf einem Stadtplan. Dort will er mit den „rag pickers“ Kunst aus Abfall kreieren. Er hasse es zu sagen, Brasiliens erfolgreichster Künstler zu sein. Nun wolle er etwas zurückgeben. Doch wie alle, die ins Waste Land kommen, nimmt er. Der Fokus wandert von den Menschen, die für mehr Rechte und soziale Verbesserungen kämpfen, auf Munitz und seine Werke. Waste Land ist einer jener Filme, die meist nur für kurze Zeit in kleine Kinos gelangen. Dabei gehört Waste Land in den größten Vorführraum. Dorthin, wo sichtbar wird, wie der Abfall vor der Kamera auf Munitz‘ Leinwand zu Kunst wird und sich gleichzeitig Quadratmeter für Quadratmeter über die Leinwand in den Saal ergießt. Dem Land des Mülls, dem Waste Land zum Greifen nah zu sein ist so verstörend, weil sie das letzte ist, was man berühren will. Trotz seiner Ambivalenz ist Waste Land ein ungeheuer sehenswerter Film. Weil er sich nicht scheut, irritierend, provokant und innovativ zu sein und zeigt, wovor man nur zu gern die Augen verschließt. (Lida Bach) ab 30.6.

Zum 100-jährigen Geburtstag von Max Frisch

"Warte, bis es dunkel ist", Michael Althens education sentimentale im Lichtspieltheater, enthält wunderbare Passagen über das Glück der Bilder und ihre unerschöpfliche sinnliche Sensation. "Die wahre Geschichte des Kinos ist natürlich unsere eigene. Man sieht nicht mehr die ganzen Filme (...), sondern ihre Bestandteile: ein Gesicht hier, eine Geste dort, einen Satz vielleicht oder einen ganzen Dialog, ein Schattenspiel oder einen Sonnenuntergang, eine Parklandschaft oder einen Metroeingang, ein Frauenbein oder einen Blutfleck, eine Hutkrempe oder eine Spielkarte, ein Lächeln oder eine Träne, eine Leiche oder einen Kuss. Und es ist mit all diesen Bildern, als sei ein großer Regen über uns niedergegangen, und wir waten durch die Pfützen der Erinnerung, ehe sie versickern." Michael Althen war einer der bekanntesten deutschen Filmkritiker und ist mit nur 48 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit am 12. Mai in Berlin gestorben. KINO: filmgalerie Bertoldstr. 9 | 93047 Regensburg Tel. 0941 298 45 63 BÜRO Arbeitskreis Film Regensburg e.V. Bertoldstr. 9 | 93047 Regensburg Tel. 0941 298 45 63

Max Frisch, citoyen Schweiz, 2008, 94 min, Regie: Matthias von Gunten, Interviewpartner: Helmut Schmidt, Christa Wolf, Peter Bichsel u.a. Der Titel nimmt vorweg, um wen es in diesem Film geht: Max Frisch (1911-1991), doch nicht an erster Stelle als Schriftsteller, sondern als politisch engagierter Staatsbürger, als Citoyen. Eine gewisse Enttäuschung über das Schweigen der Intellektuellen heute ist einer der Ausgangspunkte des Films. Dabei bezieht Regisseur Matthias von Gunten dieses Schweigen vor allem auf die Situation in der Schweiz, in der es heute, trotz großer innenpolitischer Spannungen, kaum Intellektuelle gibt, die sich zu diesen Problemen äußern. Wobei, so von Gunten, gerade die Meinung von Intellektuellen unerlässlich sei. Unerlässlich, da sie die Möglichkeit besitzen, das politische Geschehen aus einer anderen Sicht zu betrachten als es Politiker oder Journalisten tun können, aus einer langfristigeren Sicht und auch aus einer, die über genug Einfallsreichtum und Originalität verfügt, um die Menschen sprachlich zu erreichen. Ein Beispiel in dieser Hinsicht beschreibt der Film in jener Episode, in der es um die italienischen Gastarbeiter geht, die 1966 in die Schweiz kamen. „Ein kleines Herrenvolk sieht sich in Gefahr: Man hat Arbeitskräfte gerufen und es kamen Menschen“, schrieb Frisch damals, Worte, die bis heute immer wieder zitiert werden und von ihrer Aktualität nichts eingebüßt haben. Mit vielen Überblendungen und Verlangsamungen verfremdet von Gunten die von ihm benutzten Archivaufnahmen, über denen Texte von Max Frisch zu hören sind. Viele der Bilder, im Zusammenspiel mit der Musik, rufen eine etwas melancholische Atmosphäre hervor. Sehr sehenswert und interessant sind die Interviews, die mit Freunden und Bekannten von Max Frisch wie Peter Bichsel und Gottfried Honegger, Günther Grass oder Christa Wolf geführt wurden, aber auch mit bekannten Politikern wie Helmut Schmidt und Henry Kissinger. Gerade die Auseinandersetzung mit letzterem stellt die Problematik der Freiheit und des Zwangs, in der sich Intellektuelle und Politiker jeweils befinden, sehr gut, wenn auch nur knapp dar. Auch in den Gesprächen mit Schmidt zeigt sich eine gewisse Distanz zu, aber auch ein großer Respekt gegenüber dem Schriftsteller und Intellektuellen Max Frisch. Entstanden ist ein Film, der eine interessante Perspektive auf Max Frisch eröffnet, ein Film, der Sätze von Frisch mittels der gezeigten Bilder und der Musik geradezu zelebriert und damit auch eine gewisse, sorgfältige Art des Nachdenkens in den Mittelpunkt rückt. Doch es ist nicht nur ein Film über Frisch, sondern auch über dessen Heimat. 1991 starb Frisch und nun, nach diesem Film weiß man, dass sie mehr verloren hat als nur einen großen Schriftsteller. (Paul Mittelsdorf) 24. - 26.6. um 20.00 Uhr

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BÜRO Kurzfilmwoche: Andreasstr. 28 | 93059 Regensburg Tel. 0941 56 09 01 KINO Eintritt: normal: 6 € | ermäßigt: 5 € Aufschlag bei Überlänge-Filmen: 1€ Ermäßigung gibt es mit Schüleroder Studentenausweis, außerdem mit der »filmgaleriekarte«. Diese kann zu einem Preis von 5 € an der Abendkasse erworben werden und ist ein Jahr lang gültig. ••• Programmänderungen vorbehalten ••• gefördert von:


La Lisière - aM WaLdrand Deutschland, Frankreich, 2010, 102 min, OmU, Regie: Géraldine Bajard, mit: Hippolyte Girardot, Melvil Poupaud, Audrey Marnay, Phénix Brossard Am Waldrand liegt die Neubausiedlung „Die Hügel von Beauval“, eine in sich geschlossene Gesellschaft, in der alles geregelt ist und der Investor als Übervater Sorge für seine Bewohner trägt. Ein neuer Arzt wird gesucht und so kommt François, ein junger Arzt aus Paris in die französische Provinz. Seine Freunde, seine Freundin und auch er selbst können nicht konkret sagen, was ihn dazu treibt. Aber François lässt sich treiben und gerät schnell in die von subtilen Machtproben und Intrigen durchzogene Gesellschaft von „Beauval“. Es ist vor allem die verschworene Gemeinschaft der Jugendlichen, die François sehr schnell zum Spielball ihrer undurchsichtigen Rituale macht. Bei den Mädchen, besonders bei der schüchternen Claire, löst der gut aussehende Arzt schwärmerische Fantasien aus. Die Mädchen simulieren Krankheiten und lassen den Arzt der Reihe nach zu nächtlichen Hausbesuchen antreten. Die Jungs betrachten ihn als Eindringling und provozieren ihn bei jeder Gelegenheit mit unverhohlener Feindseligkeit. Nachts treffen sich die Jugendlichen regelmäßig am Waldrand, um sich in undurchschaubaren Ritualen und riskanten Spielen auszuprobieren, die geprägt sind von Verführung, Erniedrigung und subtiler Gewalt. Cédric treibt die Mädchen zu immer gefährlicheren Mutproben an, mit denen er Beweise ihrer Zuneigung und Ergebenheit fordert. Bis es zu einem tödlichen Unfall kommt und François in den Verdacht gerät, daran beteiligt zu sein ... 26. + 27.5. um 18.30 Uhr 28.5.-1.6. um 21.00 Uhr

Entdeckungen:

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CinEScultura zeigt eine Weltpremiere aus Regensburg in der Filmgalerie

KondensstreiFen Deutschland, 2011, 70 min, Regie: Eric Grun und Holger M. Wilhelm In der schwarzen Komödie „Kondensstreifen“ sitzen drei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, auf Mallorca in einem Hotelzimmer fest. Holger Wilhelm, der in der BR-Seifenoper „Dahoam is Dahoam“ den Gregor Brunner gibt, spielt einen Psychologiestudenten, die Regensburger Schauspielschülerin Luisa Zimmermann ein 20-jähriges Model und Grun selbst einen 45-jährigen Alkoholiker, der auf Mallorca Selbstmord begehen will. (MZ) 30.6. um 18.30 Uhr

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27.05. – 30.06. 18.30 Uhr FILMGALERIE SA

28.05.

Zu Fuß nach Santiago de Compostela

SO

29.05.

Zu Fuß nach Santiago de Compostela

MO

30.05.

18.15 wg. Überlänge: Tres en el camino

DI

31.05.

18.15 wg. Überlänge: Tres en el camino

21.00 Uhr FILMGALERIE

MI

01.06.

Finisterrae

DO

02.06.

Finisterrae

La torre de Suso – Susos Turm

FR

03.06.

La torre de Suso – Susos Turm

Kurzfilmauswahl – Eintritt frei

SA

04.06.

Oviedo Express

Rowing with the wind

SO

05.06.

Oviedo Express

Rowing with the wind

MO

06.06.

El portero – Der Torhüter

Der Detektiv und der Tod

DI

07.06.

18.00 im WiOS: ¡Adiós, Cordera! Epílogo – Schlusswort

Parranda – Kneipentour

MI

08.06.

Aoom

Ditirambo

DO

09.06.

Der merkwürdige Fall des Doktor Faustus

Resistencia – Widerstand

FR

10.06.

„Sangre“ und „Estratexa“ *

El paisano – Der Landsmann *

SA

11.06.

La carta de Bárbara – Barbaras Brief *

El fulgor *

SO

12.06.

Cenizas del cielo – Federicos Kirschen *

Objetivo Braila – Ziel: Braila *

MO

13.06.

Solas en la tierra *

„Chasco“ und „Gran Casal“ *

DI

14.06.

L’Escaezu. Recuerdos del 37.

Objetivo Braila – Ziel: Braila

MI

15.06.

Volver a empezar – Neu anfangen

Stell den König zur Rede *

DO

16.06.

Aupa Etxebeste

El secreto de sus ojos – In ihren Augen

FR

17.06.

El secreto de sus ojos – In ihren Augen

Carne de gallina – Gänsehaut

SA

18.06.

El secreto de sus ojos – In ihren Augen

El secreto de sus ojos – In ihren Augen

SO

19.06.

Kurzfilme Gijón 1

Kurzfilme Gijón 2

MO

20.06.

La amiga *

Amigomío *

DI

21.06.

Amigomío

La amiga

MI

22.06.

Kurzfilme Alcine

Kurzfilme Jim-Box

DO

23.06.

Silencio roto

LT 22 Radio La Colifata

MO

27.06.

Im Land meiner Eltern

Desembarcos – Es gibt kein Vergessen

Jim-Box

ASTURIEN und ARGENTINIEN Das spanische Film- und Kulturfestival stellt in diesem Jahr die nordspanische Region Asturien in den Mittelpunkt. Gezeigt wird eine umfangreiche Hommage an Gonzalo Suárez, ein Urgestein des modernen spanischen Filmes, zwei Retrospektiven und eine bunte Mischung aus Kurz- und Langfilmen sowie Dokumentationen aus jener Gegend Spaniens. Außerdem öffnet das Festival ein Fenster nach Lateinamerika und präsentiert das argentinische Gegenwartskino. Hier findet man u.a. internationale Erfolge wie den Oscar-Preisträger El secreto de sus ojos und eine Retrospektive der angesehenen Filmemacherin Jeanine Meerapfel. Bewegende Dokumentationen wie die Überraschungserfolge LT 22 Radio La colifata (mit Manu Chao) oder 12 Tangos vermitteln Einblicke in das größte spanischsprachige Land Südamerikas.

19.45 im Akademiesalon: De Profundis DI

28.06.

Mosconi – oder wem gehört die Welt

12 Tangos – Adiós Buenos Aires

MI

29.06.

Es liegt nicht an dir sondern an mir

Señora Beba – Frau Beba

DO

30.06.

Kondensstreifen (Erik Grun)

SO

3.07.

21.30 Akademiesalon: Carmen Finisterrae > Zu allen Filmen sowie Konzerten, Tagungen und Ausstellungen finden Sie ausführliche Informationen auf unserer Website: www.cinescultura.de

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ASTURIEN > hoMMAgE AN goNZAlo SUáREZ Dieser asturische Filmemacher ist einer der bedeutendsten Intellektuellen der spanischen Gegenwart. Als Regisseur, Schriftsteller und Journalist hat er die kulturelle Landschaft seiner Heimat seit den 1960er Jahren bereichert wie kaum ein anderer. Sein humorvolles Erstlingswerk Ditirambo gilt vielen als erster Film des modernen spanischen Kinos. In seinen Werken, die praktisch alle Genres von der Komödie bis zum Thriller bedienen, gibt sich die Crème de la crème des spanischen Filmes ein Stelldichein: von Paco Rabal (Epílogo) bis Javier Bardem (El detective y la muerte). In seinem preisgekrönten Meisterwerk Remando al viento ist außerdem der junge Hugh Grant als Lord Byron zu sehen.

Ditirambo. E 1967, 93 min, spanOF Aoom. E 1969, 89 min, spanOF Parranda / Kneipentour. E 1977, 90 min, spanOF Epílogo / Schlusswort. E 1984, 90 min, spanOF Remando al viento /Rowing with the wind. E 1987, 96 min, engOFmitspanU El detective y la muerte /The Detective and Death. E 1994, 114 min, spanOFmitengU El portero. E 2000, 90 min, spanOFmit engU Oviedo Express. E 2007, 115 min, spanOF El extraño caso del doctor Fausto E 1969, 78 min, spanOF

> SpIElFIlME AUS UNd übER ASTURIEN ¡Adiós, Cordera! E 1969, 82 min, OF, Regie: Pedro María Herrero.

Drama aus dem ländlichen Milieu des späten 19.Jhs. Nach einer Erzählung von Leopoldo Alas „Clarín“. Carne de gallina / Gänsehaut. Spanien 2001, 96 min, OFmengU, Regie: Javier Maqua

Turbulente Komödie um einen aberwitzigen Erbfall. La torre de Suso/Susos Turm. Spanien 2007, 100 min, OFmitdtU, Regie: Tom Fernández

Bittersüße Komödie, in der es um Erinnerung und Freundschaft geht. Resistencia / Widerstand. E 2006, 82 min, OF, Regie: Lucinda Torres

Dokumentarfilm über den Arbeitskampf asturischer Metallarbeiter Ende des 20 Jhs. Volver a empezar / Neu anfangen. E 1982, 87 min, OFmit engU, Regie: José Luis Garcí

Objetivo Braila Deutschland-Premiere Melodram über eine Heimkehr. Erster spanischer Oscar-Preisträger der Filmgeschichte. L´escaezu / Das Vergessen. Erinnerungen an 1937. E 2008, 104 min, OFmitengU, Regie: Juan Luis Ruiz und Lucía Herrera

Bewegende Dokumentation über die Kinder, die während des spanischen Bürgerkrieges in die ehemalige Sowjetunion geschickt wurden.

> RAhMENpRogRAMM

El detective y la muerte

Oviedo Express

> RETRoSpEKTIvE RAMóN llUíS bANdE Ramón Lluís Bande wurde u.a. durch sein Bandprojekt mit dem Liedermacher Nacho Vegas, der in El fulgor die Hauptrolle spielt, bekannt. Er hat Dokumentarfilme über den Widerstand gegen die Franco-Diktatur gedreht und den Spielfilm La carta de Bárbara über die Verbrechen der argentinischen Militärdiktatur.

Estratexa. E 2003, 25 min. OF + Sangre/Blut. E 2010, 12 min. OF La carta de Bárbara/Barbaras Brief. E 2006, 90 min, OF

El paisano. Un retrato colectivo. /Der Landsmann. E 2005, 90 min, OF El Fulgor / Der Glanz E 2002, 100 min, OV

El Fulgor

> RETRoSpEKTIvE JoSé ANToNIo QUIRóS Der asturische Regisseur José Antonio Quirós ist mit seiner international erfolgreichen „Öko-Komödie“ Federicos Kirschen auch außerhalb Spaniens bekannt geworden. Wir präsentieren sein Werk von den ersten skurrilen Kurzfilmen bis zu seinen sozialkritischen, oft humorvollen Dokumentationen, darunter seinen letzten Film Objetivo Braila als Deutschlandpremiere. Kurzfilme: Sólo quiero disfrutar contigo. E 1991, 8 min, OF. Comamos y bebamos todos de Él. E 1992, 14 min, OF. Chasco. E 1994, 8 min, OFmitengU

Qué me hagan lo que quieran. E 1993, 12 min, OF. Langfilme: Solas en la tierra. E 1997, 81 min, OF Pídele cuentas al rey / Stell den König zur Rede. E 2000, 90 min, OFmitengU Gran Casal – me como el mundo/ Großer Casal – ich erobere die Welt. E 2003, 75 min, OFmitengU Cenizas del cielo / Federicos Kirschen. E 2008, 96 min, OFmitdtU Objetivo Braila / Ziel: Braila. E 2010, 80 min, OFmitengU

Finisterrae.

Aupa Etxebeste/Es lebe Etxebeste.

E 2010, 74 min, russOFmiteng./ span.U, Regie: Sergi Caballero.

E 2005, 97min, OmengU, Regie: Telmo Esnal und Asier Altuna

Die skurrile Reise zweier Gespenster auf dem Jakobsweg.

Rasante Komödie über eine Familie, die um ihr gesellschaftliches Ansehen fürchtet.

ARgENTINIEN > WERKSchAU JEANINE MEERApFEl Die Filme der renommierten argentinisch-deutschen Filmemacherin Jeanine Meerapfel handeln von Menschen, die auf der Suche nach ihrer Identität oder auf der Flucht vor Verfolgung sind, wie z.B. in Amigomío. Sie greifen u.a. die Erinnerung an den Holocaust (Im Land meiner Eltern) und die Gräueltaten der argentinischen Militärdiktatur (Desembarcos und La Amiga) auf. Ihr preisgekrönter Welterfolg La Amiga zeigt Liv Ullmann in der Hauptrolle.

Im Land meiner Eltern / En la tierra de mis padres. D 1981, 88 min, dtOF

Amigomio / Amigomío. AR 1995, 108 min, OFmitdtU

Desembarcos Es gibt kein Vergessen. AR 1989, 74 min, OFmdtU

La Amiga / La amiga. AR/D 1988, 109 min, OFmitdtU

Mosconi – oder wem gehört die Welt / Mosconi – o a quien le pertenece el mundo

La Amiga

AR/D 2007, 77 min, OFmitdtU

> WEITERE FIlME AUS UNd übER ARgENTINIEN In ihren Augen El secreto de sus ojos

Señora Beba (Cama adentro) /Frau Beba.

AR 2009, 127 min., OmitdtU, Regie: Juan José Campanella

Arg. 2004, 82 min, OFmitengU, Regie: Jorge Gaggero

Psychothriller mit Tiefgang um einen lange zurückliegenden Mord. OscarPreisträger 2010. 12 TANGOS – Adiós Buenos Aires.

Vielschichtige Komödie mit tragischen Untertönen über die Folgen der argentinischen Wirtschaftskrise. Preisträger des Sundance Filmfestivals. LT 22 Radio La Colifata

D/Arg. 2005, 86 min, OFmitdtU, R: Arne Birkenstock

E 2007, 94 min, OFmitengU, Regie: Carlos Larrondo

Bewegende Dokumentation über die Tangoszene im heutigen Buenos Aires: Buena Vista Tango Club.

Bewegende Dokumentation über den legendären Radiosender einer Klinik für Neuropsychiatrie.

> KURZFIlMpRogRAMME

No sos vos, soy yo / Es liegt nicht an dir, sondern an mir.

Kurzfilme Jim-Box Der international erfolgreiche Werbefilmer und Surf-Fanatiker Jim-Box hat mehrere preisgekrönte Kurzfilme gedreht. Wir zeigen 15 von ihnen, entstanden zwischen 2003 und 2011, viele davon in zweisprachiger Fassung. Gesamtlänge: ca. 75 min. Kurzfilme Internationales Filmfestival von Gijón: 2 Kurzfilmprogramme eines der wichtigsten spanischen Filmfestivals: Gezeigt werden jeweils fünf Kurzfilme mit Untertiteln. Gesamtlänge jeweils ca. 75 min. Kurzfilme ALCINE Gezeigt werden die acht Preisträger des Festivals Alcalá de Henares 2010, des größten Kurzfilmfestivals Spaniens. Die meisten haben englische Untertitel. Gesamtlänge: ca. 120 min.

Arg. 2004, 105 min, OFmU, Regie: Juan Taratuto

International gefeierte Komödie über einen jugendlichen Spätzünder. Eine Art Woody Allen aus Buenos Aires.

12 Tangos > AUSSERdEM: EINE WElTpREMIERE AUS REgENSbURg Kondensstreifen. D 2011, ca. 70min, dtOF, Drehbuch und Regie: Eric Grun und Holger M.Wilhelm

Drei deutsche Urlauber wollen nix wie weg von Mallorca.

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K I N O S I M A N D R E A S S TA D E L kinos im andreasstadel · andreasstr. 28 · 93059 regensburg · tel: 0176 52 17 68 51 · ab 16 Uhr auch: 0941 89 799 169

Eine warmherzige Culture-ClashKomödie mit Henry Hübchen … POLNISCHE OSTERN Nach ALLES AUF ZUCKER, WHISKEY MIT WODKA und LILA LILA die neue Komödie mit Henry Hübchen. Bäckermeister Werner Grabosch bricht es das Herz: nach dem Unfalltod seiner Tochter soll seine einzige Enkelin Mathilda bei ihrem polnischen Vater aufwachsen. Mathilda wird nach Polen geschickt, doch Grabosch hat schon einen Plan. Zum Osterfest wird er sich bei der polnischen Familie einnisten, Beweise sammeln, die unhaltbaren Zustände vor Ort dokumentieren und so dafür sorgen, dass die Polen das Sorgerecht verlieren. Anfangs läuft alles nach Plan, doch dann fühlt sich Grabosch eigenartigerweise immer wohler … POLNISCHE OSTERN von Regisseur Jakob Ziemnicki beschäftigt sich unverkrampft, warmherzig und humorvoll mit dem manchmal schwierigen Verhältnis der Nachbarn Polen und Deutschland.

Es mag Zufall sein, aber wieder ist es eine Regisseurin, die das Roadmovie gewitzt neu erfindet und so ihrer leisen Geschichte einen besonderen cineastischen Reiz verleiht. [medientipp.ch] Großer Preis beim Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2008 IM REGEN DES SÜDENS An einem chaotischen Freitag in Buenos Aires begegnen sich Alma und Roberto im strömenden Regen. Mitten im Verkehrschaos öffnet sich die Tür von Almas Auto. Roberto steigt ein, verletzt und nass bis auf die Knochen. »Bitte schliess die Tür! Sobald das alles vorbei ist, steige ich wieder aus.« Zwei Lebenswege, die sich überraschend kreuzen und doch eines gemeinsam haben: Beide wissen nicht wohin. Alma hat vor ein paar Tagen ihren Mann verlassen und dreht seitdem ziellos Runden mit dem Auto in der Stadt. Roberto ist nach 30 Jahren in Europa in sein Land zurückgekehrt, fühlt sich aber heimatlos in Buenos Aires. Im Regen, in dieser zufälligen Begegnung, fallen die Würfel, die ihr weiteres Leben bestimmen werden, überraschende Entwicklungen nicht ausgeschlossen.

Augenzwinkernd, aber niemals platt werden die jeweiligen Unzulänglichkeiten aufs Korn genommen, Vorurteile scheinbar bestätigt, um dann wieder voller Witz entkräftet zu werden. Gleichzeitig erzählt der Film die berührende Geschichte eines Mannes auf der Suche nach Familie, verloren gegangenen Gefühlen und einem Sinn in seinem Leben. Mit Henry Hübchen und Grazyna Szapolowska, der Grande Dame des polnischen Films, stehen dem jungen polnischstämmigen Regisseur in dieser klugen und einfühlsamen Komödie zwei schauspielerische Schwergewichte zur Seite. Deutschland, Polen 2011, 94 min, dtF, Regie: Jakob Ziemnicki, mit: Henry Hübchen, Grazyna Szapolowska, Paraschiva Dragus, Adrian Topol, Barbara Wysocka, Violetta Bronner, Leonie Brandis, Doris Kunstmann

Das neue argentinische Kino erzählt Geschichten mitten aus dem Leben. Da wird der Verkehrsstau zum atmosphärisch dichten Kammerspiel und die zögernde Annäherung zum Tanz im südlichen Regen. Alles ist wieder möglich. Die junge Regisseurin Paula Hernández gewann mit ihrem Film den Großen Preis beim Filmfestival Mannheim-Heidelberg. Und die grandiosen Hauptdarsteller Valeria Bertuccelli und Ernesto Alterio spielen mit einer Intensität, die wirklich ans Herz greift. »Eine Art Kammerspiel im Raum der Großstadt – die Regisseurin selbst bezeichnet ihren Film als urbanes Roadmovie – eine Charakterstudie, getragen von zwei starken Hauptdarstellern – und ein weiterer sehr sehenswerter Film aus Argentinien, gerade weil er sich nicht komplett dem Minimalismus des zeitgenössischen Festivalkinos hingibt, sondern es wagt, wenn auch unter der Oberfläche, sehr emotional zu erzählen.« [programmkino.de] Argentinien 2008, 110 min, OmU, Regie: Paula Hernández, mit Valeria Bertuccelli, Ernesto Alterio

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EIGENTLICH SIND KEINE NEUEN MELDUNGEN EINGETROFFEN.

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KINO WÄRE SCHON WAS GEWESEN.


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Ein globales Filmexperiment, das quer über den Erdball reist, um intime Blicke in jeden Kontinent und unzählige Kulturen zu werfen. LIFE IN A DAY EIN TAG AUF UNSERER ERDE Ein Blick auf alle Kontinente, in 190 Länder, in unzählige Leben: Das globale Filmprojekt bringt über YouTube hochgeladene Privatvideos verschiedenster Kulturen zusammen, zeigt Schicksale und Alltagssituationen hautnah und authentisch. Es sind kurze Momentaufnahmen eines einzigen Tages, des 24. Juli 2010. Enthalten sind auch verschiedene deutsche Beiträge, darunter bedrückende Szenen vom Loveparade-Unglück, das sich an diesem Tag ereignete. Das Ergebnis ist manchmal simpel und belanglos, manchmal schockierend, ergreifend und komisch. Denn am Ende fühlt es sich genau so an – das Leben. LIFE IN A DAY – EIN TAG AUF UNSERER ERDE ist ein globales Filmexperiment. Die Idee dazu entstand unter der Zusammenarbeit von Ridley Scotts Produktionsfirma Scott Free Films und dem Online-Portal YouTube. Es folgte ein weltweiter Aufruf, am 24. Juli 2010 besondere Momente mit der Kamera festzuhalten. Die Antwort waren über 80.000 bei YouTube eingegangene Videos aus der ganzen Welt. Von Australien bis Zimbabwe, von den Herzen der pulsierendsten Großstädte bis zu den abgelegensten Orten auf dieser Erde – die Mitwirkenden schufen über 4.500 Stunden zutiefst persönlicher und bewegender Filme. Die beeindruckendsten Momente dieser Sammlung wurden von Regisseur Kevin Macdonald zu einem 95-Minuten-Film zusammengefasst. Entstanden ist ein interkulturelles Kaleidoskop des heutigen Lebens auf unserer Erde. Großbritannien 2011, 95 min, OmU, Regie: Kevin Macdonald, Dokumentarfilmü

Ab 2. Juni sind Schulvorstellungen von ARRIETTY möglich. Buchungen unter Tel 0176 52 17 68 51.

»Arrietty« wurde beim diesjährigen 34. Japanischen Academy Preis in der Kategorie »Animation of The Year« ausgezeichnet. ARRIETTY Mit Zeichentrick-Filmen wie DAS WANDELNDE SCHLOSS oder CHIHIROS REISE INS ZAUBERLAND berührte der Japaner Hayao Miyazaki Kinder und Erwachsene in der ganzen Welt. Nun hat sein Schüler Hiromasa Yonebayashi seinen ersten Film herausgebracht. Acht Millionen Japaner sahen ARRIETTY, eine Fabel von kleinen Wesen, die versteckt in der Welt der Menschen leben. Seit 35 Jahren bereichert das von Hayao Miyazaki gegründete Animationsstudio Ghibli die Welt mit seinen ökologischen Fabeln. Die Borgerin Arrietty setzt diese Tradition fort. Es ist die Geschichte einer Familie winziger Wesen, die sich das Wenige, das sie zum Leben brauchen, von den Menschen »borgen«. Diese Winzlinge hausen unter Bodendielen. Bei ihrer Tour trifft die unternehmungslustige Arrietty den jungen Sho, der von einer Krankheit geschwächt ist. »In dem Film geht es um den Kampf ums Leben, sagt der Regisseur Hiromasa Yonebayashi. Ich finde, man muss zuerst einmal leben wollen. Mit ihrem Lebenswillen entwickelt meine Figur eine Vision der Zukunft. Deswegen spielt auch die Hoffnung in dem Film eine wichtige Rolle.« Nach einem Drehbuch von Hayao Miyazaki entwickelt dessen Zögling, Hiromasa Yonebayashi, eine Welt in der Krise. Im Visier: Der Massenkonsum. »Der Film könnte eine Lösung für unsere wirtschaftliche Situation bieten. Die Borger nehmen Sachen, die von den Menschen benutzt wurden, und verfremden sie zu anderen Dingen. Sie sind unglaublich erfinderisch und zeigen, was man mit Ideenreichtum alles machen kann.« Es ist der erste Film, in dem der Ex-Animator der Filme von Miyazaki selbst Regie führt. Auch er hat sich für ein ökologisches Thema entschieden. Die Natur und die reinen Gefühle seiner jungen Protagonisten machen den Film zu einem poetischen Meisterwerk. [arte] KARI-GURASHI NO ARRIETTY, Japan 2010, dtF, 94 min, Regie: Hiromasa Yonebayashi

> > > WAS IST LOS IN STADTAMHOF? PROTESTE GEGEN DEN GEPLANTEN AUSBAU DER STADTAMHOFER HAUPTSTRASSE ZUR VIERSPURIGEN AUTOBAHN ZEICHNEN SICH NICHT AB.

EIN BIER IST UMGEFALLEN.

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K I N O S I M A N D R E A S S TA D E L kinos im andreasstadel · andreasstr. 28 · 93059 regensburg · tel: 0176 52 17 68 51 · ab 16 Uhr auch: 0941 89 799 169 sen von Kinshasa, singen von Armut, Krankheit und der Hoffnung auf ein besseres Leben und lassen im Rhythmus ihrer bescheidenen Instrumente die Zuhörer für einige Momente ihr Elend vergessen. Die französischen Filmemacher Renaud Barret und Florent de la Tullaye haben diese ungewöhnliche Band über fünf Jahre lang begleitet und die Aufnahme ihres ersten Albums ermöglicht, dessen Erfolg sie dann auf Welttour brachte: eine Story, traumhaft wie ein Märchen, indes real und unglaublich zugleich.

Rumba und Funk in Kinshasa … BENDA BILILI Ricky hat einen Traum: aus »Staff Benda Bilili« die beste Band von Kinshasa im Kongo zu machen! Roger, ein Straßenjunge, möchte sich unbedingt diesen Stars des Ghettos anschließen, die sich auf ganz besonderen Dreiradkutschen durch die Stadt bewegen. »Und so ziehen Ricky und seine Musiker in ihren aus Fahrrädern und Mopeds zusammengebauten Rollstühlen allabendlich durch die Stras-

Das Schicksal der Strassenmusiker und ihre ergreifende Musik aus Rumba, Funk, Blues und warmherzigem Gesang gehören zu den bemerkenswerten Komponenten des Dokumentarfilms.« [www.cineman.de] Der in Cannes umjubelte Musikfilm ist das herzergreifende Zeugnis des unerschütterlichen Glaubens der Musiker an die eigene Kraft. Eines Glaubens, der über widrigste Bedingungen siegt und zeigt, dass »die Musik den Himmel ausgräbt«. Kongo, Frankreich 2010, 84 min, OmU, Regie: Renaud Barret, Florent de La Tullaye, mit: Léon »Ricky« Likabu, Roger Landu, Coco Ngambali Yakala, Theo »Coude« Nsituvuidi

EINE ARCHÄOLOGIE DER ATOMKRAFT

vom 16. bis 29. Juni sind Schulvorstellungen möglich. Buchungen unter Tel 0176 52 17 68 51

IM HIMMEL, UNTER DER ERDE Im Norden der Stadt, versteckt in einem Wohngebiet, umgeben von Mauern und bedeckt von einem Urwald aus Bäumen, Rhododendron und Efeu liegt der Jüdische Friedhof Berlin-Weißensee. Er wurde 1880 angelegt, ist 42 Hektar groß, hat derzeit 115.000 Grabstellen, und immer noch wird auf ihm bestattet. Weder der Friedhof noch sein Archiv sind je zerstört worden – ein Paradies für Geschichten-Sammler. Britta Wauer und ihr Kameramann Kaspar Köpke waren immer wieder auf dem Jüdischen Friedhof und haben einen höchst lebendigen Ort vorgefunden. Menschen aus aller Welt kommen dort hin und können von jüdischer, Berliner und zugleich deutscher Geschichte erzählen, von der dieser Ort erfüllt ist. »An keiner Stelle ist diese Dokumentation langatmig, nirgendwo trist und starr. Nicht zuletzt wegen der Musik von Karim Sebastian Elias … Was kann Menschen dazu bringen, die Angst vor dem Tod zu verlieren? Vielleicht dieser Film, mit seiner liebevollen Vorstellung eines Laubwalds in Berlin, der geschichtsträchtiger ist, als manches Museum. Und der trotzdem ein Geheimnis bleibt.« [spiegel.de] Deutschland 2011, 90 min, dtF, Regie: Britta Wauer, mit: Rabbiner William Wolff, Harry Kindermann, Ron Kohls, Gabriella Naidu, Reinhard Männe, Familie Pobbig-Schulz, Hermann Simon, Alfred Etzold, Benny Epstein

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UNTER KONTROLLE Der Traum von einer sorgenfreien, sauberen Atomkraft ist ausgeträumt. Der tiefe Glaube an den unaufhaltsamen technischen Fortschritt ist nachhaltig erschüttert. Was passiert wirklich hinter den Mauern der Kernkraftwerke? Regisseur Volker Sattel besuchte deutsche Atomkraftwerke und konnte – noch unbelastet von kommenden Ereignissen – unglaubliche Einblicke gewinnen. UNTER KONTROLLE zeigt in Cinemascope mit außergewöhnlicher Kraft und Klarheit den Mensch als irritierendes Fremdteilchen in der von ihm selbst geschaffenen Welt. Die Kamera erfasst die Menschen an ihren Arbeitsplätzen, an denen sie scheinbar selbstverständlich mit der gefährlichsten Materie der Welt umgehen. Es sind Bilder, die die monströse Technik sichtbar machen – zwischen Science Fiction und alltäglichem Wahnsinn. »Die Faszination und das Grauen der Technik – der Blick in Atomkraftwerke und in das Leben mit und für Kernenergie bietet nicht nur überraschende und aufschlussreiche Einsichten, sondern auch die Bekanntschaft mit Menschen, deren Beruf es ist, das Nichtbeherrschbare zu beherrschen. Ein eminent wichtiger, unterhaltsamer und bestechend gut gemachter Dokumentarfilm zum Thema Kernenergie in Deutschland.« [programmkino.de] Deutschland 2011, 94 min, dtF, Regie: Volker Sattel, Dokumentarfilm, Prädikat: besonders wertvoll

3. – 5. JUNI 2011 JAMES GRAY WORKSHOP Fr 03.06. / 20h Eröffnung [Sascha Keilholz] anschließend LITTLE ODESSA Sa 04.06. / 12h THE YARDS Sa 04.06. / 14h Vortrag David Gaertner [FU Berlin]: »The Yards – Stadtinszenierung als audiovisueller Empfindungsraum« Sa 04.06. / 15.30h WE OWN THE NIGHT Sa 04.06. / 17.30h Vortrag Dr. Herbert Schwaab [Uni Regensburg]: »We own the Night – James Gray und das 'Independent'-Genre-Kino« Sa 04.06. / 18.30h Podiumsdiskussion: James Gray – Der filmische Raum zwischen Nähe und Distanz [Prof. Reinhold Zwick, Dr. Silke Roesler-Keilholz, Dr. Herbert Schwaab, David Gaertner, Alfred Stumm. Moderation: Sascha Keilholz] So 05.06. / 12h TWO LOVERS So 5.06. / 14h Vortrag Dr. Silke Roesler-Keilholz: »MedienRäume in Two Lovers« LITTLE ODESSA Die Rückkehr des verlorenen Sohnes: In seinem Kinodebüt widmet sich Regisseur James Gray den Abgründen des jüdisch-russischen Viertels in New York. THE YARDS Queens. Der Kampf um Schienen-Reparaturen nimmt mafiöse Züge an. Gray inszeniert die Kriminalgeschichte als Familiendrama, in dem er Schauspielergenerationen aufeinander treffen lässt. WE OWN THE NIGHT Family of Cops. Mark Wahlerg und Joaquin Phoenix als ungleiche Brüder im Brooklyn der 1980er Jahre. TWO LOVERS Leonard stürzt sich von einer Dunkelheit in die nächste. Aus den Fluten des East River in die Flure der elterlichen Wohnung. Dort trifft er zunächst Sandra, dann, auf dem Flur, Michelle. Mit TWO LOVERS ist James Gray der beeindruckendste Liebesfilm der jüngeren Kinogeschichte gelungen.


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Kannibalismus als Allegorie für urbane Gewalt und soziale Verwahrlosung in Mexiko [critic.de] WIR SIND,WAS WIR SIND Nach dem plötzlichen Tod des Vaters müssen sich die Mutter und ihre drei Teenager-Kinder um den Familienunterhalt kümmern. Dass sie Kannibalen sind und ohne menschliches Fleisch nicht leben können, macht die Sache nicht gerade einfacher. Keiner der älteren Brüder fühlt sich bereit, den Platz des Vaters einzunehmen. Doch einer muss die Verantwortung tragen, sonst droht der Familie der sichere Hungertod. So enthüllen die aufkommenden Aggressionen und Rivalitäten nicht nur eine aus der Balance geratene Familienstruktur, sondern auch die Verzweiflung gesellschaftlicher Außenseiter, die nun mal sind was sie sind. WIR SIND WAS WIR SIND ist konsequentes Arthouse-Kino. Dieses furiose Debüt steht in der Tradition kompromissloser, junger mexikanischer Filme wie AMORES PERROS und SIN NOMBRE, nutzt aber auch Elemente des Horror-Genres. Doch indem Jorge Michel Grau oberflächliche Effekte nur reduziert einsetzt, ist er dem subtilen Horror eines Michael Haneke näher als dem expliziten Genrekino. In Stil und Inhalt erinnert der Film an SO FINSTER DIE NACHT: Am originellen Beispiel einer Kannibalenfamilie zeigt der junge Regisseur den täglichen Kampf ums Überleben in einem Umfeld, dem jegliche soziale Empathie abhanden gekommen ist. »Eine konsequent grimmige Kannibalen-Nocturne, die leise beginnt, als blutiger Chiller endet und so poetisch-verstörend ist, dass es einem den Atem raubt.« [Fantasy Filmfest Archiv] Somos lo que hay, Mexiko 2010, 90 min, dtF, Regie: Jorge Michel Grau, mit: Francisco Barreiro, Alan Chávez, Paulina Gaitán, Carmen Beato

SCHLAFKRANKHEIT Seit fast 20 Jahren leben Ebbo und Vera Velten in verschiedenen afrikanischen Ländern. Ebbo leitet ein Schlafkrankheitsprojekt. Seine Arbeit füllt ihn aus. Vera hingegen fühlt sich zunehmend verloren. Sie leidet unter der Trennung von ihrer Tochter Helen, die in Deutschland ein Internat besucht. Ebbo muss sein Leben in Afrika aufgeben, oder er verliert die Frau, die er liebt. Aber mit jedem Tag wächst seine Angst vor der Rückkehr in ein Land, das ihm fremd geworden ist. Jahre später. Alex Nzila, ein junger französischer Mediziner mit kongolesischen Wurzeln, reist nach Kamerun. Er soll ein Entwicklungshilfeprojekt evaluieren. Schon lange hat er den Kontinent nicht mehr betreten. Doch statt auf neue Perspektiven trifft er auf einen destruktiven, verlorenen Menschen: Wie ein Phantom entzieht sich Ebbo seinem Gutachter. »Der Filmemacher zeigt sowohl in seinem überraschenden Erzählstil als auch in atmosphärischer Dichte und vielschichtiger Durchdringung des Themas einen sehr reifen und psychologisch spannenden Film.« [programmkino.de] »Köhler zeigt – weder mit arrogantem noch bemitleidendem Blick auf Afrika – die Schwierigkeit eines Europäers, sich heute auf dem afrikanischen Kontinent zurecht zu finden.« [arte.tv] Deutschland, Frankreich 2011, 91 min, OmU, Regie: Ulrich Köhler, mit: Pierre Bokma, Jean-Christophe Folly, Jenny Schily, Maria Elise Miller, Hippolyte Girardot, Sava Lolov, Nathalie Richard

Sozialdrama und Erotik – raffiniert und mit klirrender Bosheit präsentiert Regisseur Sang-soo die Upperclass … DAS HAUSMÄDCHEN Die hübsche Eun-yi wird von einer reichen koreanischen Familie als neues Hausmädchen eingestellt. Sie soll sich um die kleine Tochter des Hauses und die mit Zwillingen schwangere Mutter kümmern. Der Hausherr Hoon ist es gewohnt, sich zu nehmen was ihm gefällt. Eines Abends verführt er das neue Hausmädchen und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit ihr … Im Sang-Soos Remake des gleichnamigen koreanischen Klassikers ist ein facettenreicher Thriller, im Stile Hitchcocks und Chabrols. Gefeierter Wettbewerbsfilm in Cannes 2010 und gleichzeitig einer der erfolgreichsten koreanischen Filme der letzten Jahre, überzeugt DAS HAUSMÄDCHEN mit einer exzellenten Besetzung, opulenter Ausstattung und einer betörenden Bildsprache. »Eine bittere Analyse der heutigen koreanischen Gesellschaft, eine soziale Anklage im Gewand einer Chabrolschen Milieustudie.« [tagesspiegel.de] HANYO, Südkorea 2010, 106 min, dtF, Regie: Im Sang-soo, mit: Jeon Do-yeon, Lee Jung-jae, Seo Woo, Ahn Seo-hyun, Youn Yuh-jung

Eine amüsante chinesisch-deutsche Liebesgeschichte nach einem Drehbuch von Lola-EhrenpreisTräger 2011 Wolfgang Kohlhaase [Sommer vorm Balkon, Whisky mit Wodka, Solo Sunny] I PHONE YOU Ling, Mitte zwanzig, lebt in Chongqing. Dort lernt sie Yu kennen, einen chinesischen Reisenden in Geschäften, der in Berlin wohnt. Zum Abschied hat er ihr ein iPhone geschenkt. Sie beginnen eine zärtliche Beziehung per Telefon. Als Ling nach Berlin fliegt, um Yu zu sehen, erwartet sie ein anderer Mann, Marco. Er ist Yus deutscher Bodyguard. Er soll sich darum kümmern, dass Ling wieder zurückfliegt. Zwei Tage lang lernt Ling Türken, Polen und Berliner kennen, Kellner, Polizisten und Huren, auch ein Hund schließt sich ihr an. Dem Bodyguard macht sie mehr Kummer als Freude, doch sie beginnt ihm zu gefallen. Am Ende hat Ling Yu gefunden und trennt sich von ihm im selben Augenblick auf eine Art, die sie beide überrascht. Liebe in Zeiten von World Wide Web. Fern ist man sich nah. Nah ist man sich fern. Deutschland, China 2011, 95 min, dtF, Regie: Dan Tang, mit: Jiang Yiyan, Florian Lukas, Wu Da Wei, Wang Hai Zhen, Nicole Ernst, Deng Jia Jia

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CINOCHE

KUBANISCHE FILMTAGE 18. MAI – 8. JUNI

Marianne Mion präsentiert in der

in Kooperation mit der Freundschaftsgesellschaft BRD – KUBA e.V.

Reihe »Cinoche« jeden Monat ei-

Regionalgruppe Regensburg – Kontakt: bernhard.ostermeier@web.de

nen französischen Film mit französischen Untertiteln in französischer Sprache. Do, 9. Juni, 20 Uhr.

FRAUENSALON Der FRAUENSALON findet die-

Mi, 1. Juni, 21.00h

CLANDESTINOS

Havanna, kurz vor dem Sturz des Batista-Regimes. Überall finden sich junge Menschen zum Widerstand gegen das von den USA unterstützte Batista-Regime zusammen, ohne Kontakt zum organisierten Widerstand zu haben. Sie leben in ständiger Gefahr, entdeckt zu werden. Ein realistisch erzähltes Revolutionsdrama über Havanna in den 1950er Jahren, das an seine namenlosen Helden erinnern will. Cuba 1987, 91 Min, dtF, Regie: Fernando Pérez

ROMANTISCHE KOMÖDIE Das Programm dieser Filmreihe, begleitend zum medienwissenschaftlichen Seminar »Philosophische Lesarten der klassischen und postklassischen romantischen Filmkomödie«, zeichnet die Entwicklung eines Genres nach, das einige der unterhaltsamsten Filme der Filmgeschichte hervorgebracht hat.

ses Mal am Do, 2. Juni um 21 Uhr statt.

Mi, 8. Juni, 19.00h

KUBANISCHE TRÄUME

Der Dokumentarfilm nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch das heutige Kuba. Zwischen Havanna und der Sierra Maestra begegnen wir unterschiedlichen Menschen, die Einblicke in ihr Leben, ihre Hoffnungen, Träume, Probleme, Freuden und Leiden geben. Allen gemeinsam ist die Bereitschaft, offen über sich und Kuba zu sprechen. BRD, Cuba 2009, 95 Min, OmU, Regie: Hans-Peter Weymar

Mi, 8. Juni, 21.00h

SUITE HABANA

Fernando Pérez lässt uns 24 Stunden am Leben in seiner Heimatstadt teilhaben. Er begleitet ein Dutzend „durchschnittliche« Kubaner vom Aufstehen bis zum Schlafengehen und zeichnet damit zugleich ein Porträt der Stadt Havanna. – SUITE HAVANNA ist eine Liebeserklärung an eine Stadt und ihre Bewohner – und an das Kino. Auf dem Filmfestival in Havanna wurde der Film 2003 als bester lateinamerikanischer Film und mit dem Preis der internationalen Filmkritik ausgezeichnet . Cuba 2003, 80 Min, Regie: Fernando Pérez

Im Rahmen der Spanischen Filmund Kulturwoche

DE PROFUNDIS Es war einmal ein Haus mitten im Meer. Das Haus hatte nach Westen einen Turm und eine Treppe, die sich im Wasser verlor sowie im Osten einen Baum, der zwischen März und April blühte. Hier lebten eine Frau, die Cello spielte, und ein Maler, der fasziniert war vom Meer, von den Geheimnissen, die in seinen Tiefen verborgen waren, von den wunderbaren Wesen, die es in seiner Vorstellung bevölkerten und von den Küsten ferner Länder. Der Schriftsteller Manuel Rivas zu DE PROFUNDIS: »Miguelanxo Prados DE PROFUNDIS besteht aus etwa 20.000 handgefertigten, digital vernähten Illustrationen. Dieser erstaunliche Film ist eine Seereise zum geheimsten Winkel des menschlichen Wesens, bis in die unruhigen Tiefen des Meeres und der Psyche. Traum und Albtraum. Sturm, Schiffbruch und Paradies«. Spanien 2007, 71 min, ohne Dialog, Regie: Miguelanxo Prado > Mo, 27.06., 19.45h

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SPOTLIGHTS AMERICAN INDEPENDENT

15.06. /// 20h /// BARTON FINK (USA 1991) Die Brüder Joel und Ethan Coen haben mit Barton Fink den Höhepunkt ihrer Schaffenskraft erreicht. Die monströse Geschichte um einen Theaterautor, der 1941 den verhängnisvollen Weg nach Hollywood einschlägt, besticht durch ihren Einfalls- und Detailreichtum.

01.06. /// 20h /// RETURN OF THE SECAUCUS SEVEN (USA 1980) Mit seinem Regiedebüt reanimierte Drehbuchautor John Sayles das amerikanische Independent-Kino. Eine Clique ehemaliger College-Kommilitonen, mittlerweile Thirty-Somethings, trifft sich in New Hampshire. Nach und nach legen sie ihre politischen Überzeugungen, ihre Ideale und Emotionen auf den Prüfstand.

22.06. /// 20h /// THE INDIAN RUNNER (USA 1991) Sean Penns Regiedebüt basiert auf einem Songtext Bruce Springsteens und erzählt die Geschichte zweier gegensätzlicher Brüder. Penn orientiert sich an seinem Mentor Cassavetes, konzentriert sich stark auf die Figuren und inszeniert Viggo Mortensen in seiner ersten Kinohauptrolle als paradigmatischen Außenseiter.

08.06. /// 20h /// PERMANENT VACATION (USA 1980) Allie liebt Jazz und lebt in den New Yorker Tag hinein. Jim Jarmusch schlägt eine Brücke zu den frühen Independent-Filmen um 1960, folgt seiner Figur, einem Drifter, beobachtet dessen Begegnungen und zelebriert den Blick auf Manhattan.

29.06. /// 20h /// RESERVOIR DOGS (USA 1992) Als ein Videothekar seine Weltkarriere begann. Style, Style und nochmal Style. Der Look von Quentin Tarantinos RESERVOIR DOGS prägte die Neunziger, bis über das Kino hinaus. Das zynische ultrabrutale Kino war geboren.

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Medienwissenschaft Dozent: Sascha Keilholz

ADAM'S RIB Das Ehepaar Adam und Amanda Bonner werden als Staatsanwalt und Anwältin in einem von ihnen vertretenen Fall zu Gegnern und tragen während der Verhandlung immer intensiver ihre privaten Konflikte vor der Öffentlichkeit des Gerichts aus. Diese Komödie aus der Endphase des klassischen Hollywoodkinos setzt sich auf interessante und amüsante Weise mit den Motiven der Anerkennung und der Emanzipation auseinander. EHEKRIEG, USA 1949, 98 min, OmU, Regie: George Cukor > 26.5.2011, 18.15h

LOVER COME BACK Während einer Kampagne für das fiktive Produkt VIP bekommt der skrupellose Werbeagent Jerry Webster (Rock Hudson) durch eine Verwechslung die Gelegenheit, für seine ehrgeizige Konkurrentin Carol Templeton (Doris Day) einen weltfremden Wissenschaftler vorzuspielen und ihr Herz zu gewinnen. Der oberflächliche und aufdringliche Glanz des Werbemilieus in LOVER COME BACK verweist auf die Modernisierung des Genres der romantischen Komödie und dessen Mutation zur Sexkomödie. EIN PYJAMA FÜR ZWEI, USA 1961, 107 min, OmU, Regie: Delbert Mann > 16.06.2011, 18.15h


22.09.2003 4:01 Uhr

2011 Juni

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STATTTHEATER STATT 22:00 THEATER

ALTEMÄLZEREI

■ = CLUB · ▼= UNDERGROUND · ▲= THEATER · A = ANTONIUsHAUs · RZ = ROCkZIpfEL / GRIEsER spITZ

DO 2 ■▼ Bad TasTe ParTy FR 3 ■ POETRY SLAM (60) ▼ dark Green SA 4 A CAVEMAN ▼ duB CluB DI 7 ■ LEATHERFACE DO 9 ■ CamPusfesT reGensBurG FR 10 ■

FLORIAN SCHROEDER FASTFOOD

4,-

Dichterwettstreit 20:00 5,Dark Wave, New Wave, NDW 21:00 3,50 Die Theateroffenbarung ... 20:00 19,-/21,Reggae, Dub, Dancehall 23:00 3,-/5,Punkrock 21:00 10,-/13,After Show-Party 21:00 3,-/5,Kabarett-Comedy 20:00 18,-/23,-

SA 11 ■ Best of Improtheater 20:00 10,-/13, ▼ rIOT In Cell BlOCk 10, PrOOf Of lIfe, u.a. 20:00 5,SO 12 ■ POwPOw mOvemenT SA 18 ■ CONTEST 11 ▼ Ü30 rOCkT!

Mortal Kombat Sound 23:00 8,Bandcontest 21:00 Frei Rockparty 22:00 5,-

FR 24 RZ SENSATIONAL SKYDRUNK, FANFARA KALASHNIKOV 18:00 Frei SA 25 RZ U.A. ZT:OS, ZARATE, FIDDLER‘S GREEN 14:00 Frei ▼ BlasT frOm The PasT 60/70er Party mit DJ Norbert 22:00 4,SO 26 RZ DO 30 ■

U.A. SNAKEHUNTER, AC/DC-REVIVAL BAND Cumbia-Latino-Ska KARAMELO SANTO

14:00 Frei 21:00 14,-/17,-

VORSCHAU: 21.9. TITO & TARANTULA 20.10. CLAUDIA KORECK - 25.10. ERDMÖBEL

KULTUR AN DER UNI KULTUR Juni 2011 AN Theater DER UNI Fr 3. 20 Uhr Sa 4. 18 Uhr Lunatiki „Alltägliche Kurzgeschichten“ von Viktor Ljapin in russischer Sprache Mi 8. – Fr 10. 19.30 Uhr ueTheater „SOLO FÜR DEN TEUFEL“ Was Sie schon immer über den Glauben wissen wollten! von Kurt Raster, als Teufel: Sigrid Grün Do 16. + Fr 17. Mo 20. + Di 21. 20.30 Uhr mut (Modernes Uni Tanztheater) „SPIEGEL. Literarische Tanzperformance“ Do 23. – So 26. 20 Uhr Teewinkel/SH Germanistentheater „Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück“ frei nach Gotthold Ephraim Lessing Mo 27. – Do 31. 19.30 Uhr RUPs, too „Move over Mrs. Markham“ by Ray Cooney and John Chapman

■ = CLUB · ▼= UNDERGROUND · ▲= THEATER · A = ANTONIUsHAUs · RZ = ROCkZIpfEL / GRIEsER spITZ

Theater an der Universität Info zum Kartenvorverkauf: Tel. 943-3270 (Mo – Do 9 – 12 Uhr) www.stwno.de

Video Für studentische Filmemacher: Videostudio „Filmwerk S“ im Studentenhaus, SH 1.39 Kurse & Equipment: Workshop Drehbuch-FilmenSchnitt: Info: menzel@stwno.de oder telefonisch: 943-1949, Mo u. Do 12.15 – 13 Uhr, SH 0.11 Universität Campus Buslinien 6 und 11 Theater, Studentenhaus (SH): Studentische Nähe Mensa Kulturprojekte und Audimax gefördert vom

Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz Studentische Kulturprojekte Albertus-Magnus-Straße 4 gefördert vom 93053 Regensburg Studentenwerk www.stwno.de

Niederbayern/Oberpfalz Albertus-Magnus-Straße 4 93053 Regensburg www.stwno.de


19.30 (7,-) + 21.45 (7,-) + Sa/So auch 15.00 (6,-)

12 SO

13 MO

24 24 FR 25 25 SA 26 26 SO

27 MO Im Land meiner Eltern 27 MO 28 28 DI DI

24 FR

25 SA

26 SO

27 MO

28 DI

30 DO

ab 30.6. LARRY CROWNE mit Julia Roberts und Tom Hanks

23 23 DO DO

23 DO

30 30 DO DO

29 29 MI MI

22 22 MI MI

22 MI

29 MI

21 21 DI DI

21 DI

Der ambitionierteste Film seit „2001 - Odyssee im Weltraum“ Blickpunkt Film Anfangszeiten siehe Juli-Programm

20 20 MO MO

20 MO

OmU

Kondensstreifen

No sos vos, soy yo

Mosconi

18.30h

Waste Land

20.30h OmU

Señora Beba

12 Tangos

Desembarcos

21.00h

LT 22 Radio La Colifata

Silencio roto 20.00h

Kurzfilme Jim-Box

La amiga

Kurzfilme Alcine

Amigomío

La amiga

Kurzfilme Gijón 2

El secreto de sus ojos

Carne de gallina

El secreto de sus ojos

Pídele cuentas al rey

Objetivo Braila

Chasco/Gran Casal

Objetivo Braila

El fulgor

El paisano

Resistencia

Ditirambo

Parranda

El detective y la muerte

Rowing with the wind

Kurzfilme Eintritt frei

La torre de Suso

21.00h

21.00h

20.30h

Amigomío

Kurzfilme Gijón 1

19 19 SO

19 SO

El secreto de sus ojos (In ihren Augen)

18 18 SA

GOLDENE PALME CANNES 2011

Aupa Etxebeste

Volver a empezar

L'Escaezu

Solas en la tierra

Cenizas del cielo

La carta de Bárbara

Sangre / Estratexa

Doctor Fausto

Aoom

Epílogo

El portero

Oviedo Express

La torre de Suso

Finisterrae (engl. U)

Finisterrae (span. U)

18.30h

Tres en el camino

18.15h

Zu Fuß n. Santiago de Compostela

18.30h

18.30h

Sekunde pure Magie, überraschend, aufrichtig, sentimental, ein bisschen drollig, komisch, traurig, immer wahrhaftig. Blickpunkt Film

19.30 (7,-)

18.30 (7,-)

Am Fr 3.6. in Anwesenheit des Regisseurs!

19.00 (7,-)

19.00 (7,-)

30 DO

29 MI

28 DI

27 MO

26 SO

25 SA

24 FR

23 DO

22 MI

21 DI

Ein packender Selbsterfahrungstrip mit mystischem Idealismus, leisem Humor und großartigen Schauspielern, die ihren Rollen Charakter und Präsenz verleihen.“ FBW-Gutachten: Prädikat besonders wertvoll

21.45 (7,-) + bis 23.6. auch 17.15 (7,-)

20.30 (7,-) + Sa/So/Mo auch 16.00 (6,-)

22.00 (6,-)

COSMOS OST - Kalenderpräsentation

22.00 (0,-)

20.45 (7,-) + Sa/So auch 16.00 (6,-) „Eine lebendige Zeitreise durch 60 Jahre, die dieses Land geformt haben. Mal bewegend, mal witzig, oft lehrreich, immer unterhaltsam.“ ZDF Heute Journal

ab 30.6. LARRY CROWNE mit Julia Roberts und Tom Hanks

Anfangszeiten siehe Juli-Programm

20 MO "Beginners" ist von der ersten bis zur letzten

19 SO

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17 FR

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29 SO

28 SA

BAD BOY KUMMER 26 DO La Lisière - Am 21.00h Waldrand OmU 27 FR Sneak Preview

18 SA

17 FR

16 DO

15 MI

14 DI

17 17 FR

12 12 SO

13 MO MO „Ein Erfolg auf ganzer Linie.“ 13 programmkino.de 14 14 DI DI ‚vor 40 Jahren‘ 21.15 (0,-) SHAFT 15 15 MI MI 16./17./18./22. auch 22.45 (6,-) 16 16 DO DO

11 SA

16./17./18./19./23. auch 17.00 (6,-)

11 11 SA

10 FR

9 DO

8 MI

20.00 (8,-)

10 10 FR

6 MO

7 DI

55 SO

MO „Keine Sekunde Langweile!“ 66 MO Blickpunkt Film 77 DI DI 19.00 (7,-) 21.30 (7,-) Filmpremiere „Die letzte Lüge“(Film + Gäste + Livekonzert) 88 MI WER IST HANNA? MI 19.00 (7,-) + Sa/So/Mo auch 16.30 (6,-) 21.15 (7,-) 99 DO DO

5 SO

44 SA

4 SA

22 DO DO

11 MI MI

33 FR

20.45 (7,-)

3 FR

2 DO

18.45 (6,-)

31 DI 31 DI

31 DI

1 MI

30 MO 30 MO

30 MO

„Kino wie eine Achterbahnfahrt.“ KinoKino

29 29 SO

27 27 FR

26 DO 26 DO

29 SO

SAOIRSE RONAN CATE BLANCHETT ERIC BANA 28 28 SA

Do-So 17.00 (6,-)

17.15 (6,-)

28 SA

27 FR

26 DO

30 DO

29 MI

28 DI

27 MO

26 SO

25 SA

24 FR

23 DO

22 MI

21 DI

20 MO

19 SO

18 SA

17 FR

16 DO

15 MI

14 DI

13 MO

12 SO

11 SA

10 FR

9 DO

8 MI

7 DI

6 MO

5 SO

4 SA

3 FR

2 DO

1 MI

31 DI

30 MO

29 SO

28 SA

27 FR

26 DO

20.30 ai

20.00 us

I PHONE YOU

21.00

JAMES GRAY

20.00

FRAUENSALON

21.00

INDEPENDENTS

20.00 us

DIE MONDVERSCHWÖRUNG

21.30

19.00 kuba 7

19.00 kuba 5 LA ANUNCIACIÓN 19.45

19.00

LISANKA

19.00 kuba 3

Do 18.00 / Fr 19.00

21.30

SCHLAFKRANKHEIT

21.30

19.45

SCHLAFKRANKHEIT WIR SIND, WAS …

WIR SIND, WAS WIR SIND NAOKOS LÄCHELN

18.00 und 20.30

ein eindringliches sittengemälde des atomzeitalters tagesthemen

urbane Gewalt

21.00

21.00

IM REGEN DES SÜDENS

Neues argentinisches Kino

21.00

21.00 kuba 8 SUITE HABANA 21.00

DAS HAUSMÄDCHEN

21.00 kuba 6 CLANDESTINOS 21.30 Sozialdrama und Erotik

DAS HAUSMÄDCHEN

21.00

KURZFILME

21.30 kuba 4

DAS HAUSMÄDCHEN

21.00

20.00

PECHA KUCHA

UNTER Kannibalismus KONTROLLE als Allegorie für

19.00

20.00 us juni sind schulINDEPENDENTS vorstellungen möglich

UNTER

HENRY HÜBCHEN IN POLEN 19.00

19.00

Das große KONTROLLE You-Tube- eine archäologie Projekt: Was der atomkraft geschah am 24. Juli 2010 vom 16. bis 29.

21.30

INDEPENDENTS

20.00 us

21.30

WUNSCHKINO

21.30 20.00 CINOCHE 21.00

IM HIMMEL, 20.00 us UNTER DER ERDE INDEPENDENTS

18.15

DE PROFUNDIS

IM HIMMEL, UNTER DER ERDE 19.45 spanien

IM HIMMEL, UNTER DER ERDE 19.45

Der jüdische Friedhof BerlinWeißensee

19.45 Mi 18.15

KOMÖDIE 3

18.00 ARRIETTY 18.15

ARRIETTY

Die wundersame Welt der Borger

18.00 + 19.45 So auch 16.00

ARRIETTY

18.00

WUNSCHKINO INDEPENDENTS KUBANISCHE TRÄUME

ARRIETTY

Die wundersame Welt der Borger

16.00 + 18.00

I PHONE YOU

19.45 Mi 18.15

KOMÖDIE 2 THE GREEN WAVE

18.15

JUNI ‘11 · 26.5. – 30.6. · altstadtkinos.de · JUNI ‘11 · filmgalerie.de · 26.5. – 30.6. · altstadtkinos.de · JUNI ‘11 · kinos-im-andreasstadel.d

Juni-Wohin 2011  

Kino und Bühne in Regensburg

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