Page 1

altstadtkinos.de

Nr. 304 - Okt. '13

UNBESCHREIBLICH SCHÖN! LE PARISIEN

Poetisch! ELLE

AB 3. Oktober im Kino /ARTHAUS www.derschaumdertage.de


VORSCHAU Wir freuen uns sehr, daß wir wieder die neuen Filme von Woody Allen (7.11.) und Roman Polanski (21.11.) in den Altstadtkinos präsentieren dürfen. Viele weitere bekannte Regisseure bringen im Herbst/Winter ihre neuen Werke heraus: Coen Brothers, Ridley Scott, Jim Jarmusch, Martin Scorsese, George Clooney, Peter Jackson, Robert Rodriguez, Jean Pierre Jeunet, Alexander Payne u.s.w. Wir freuen uns darauf!

Ab 31. Oktober

Ab 31. Oktober Atemlos und rasend erzählt Bill Condon („Breaking Dawn 1 & 2“) die Geschichte von WikiLeaks als modernen Politthriller, der „Die Unbestechlichen“ als Krimi für das Computerzeitalter auf den heutigen Stand der Dinge bringt. Parallel zu den weltpolitischen Fakten rückt aber auch die Geschichte einer Freundschaft und ihres Scheiterns in den Fokus. Dank der großartigen Benedict Cumberbatch und Daniel Brühl in den Hauptrollen wirkt dieser Aspekt besonders stark nach: Erst hier entwickelt der Film die nötige dramatische Fallhöhe. Damit das Land Taboulistan bekannt wird, schickt der Diktator zwei unbedarfte Ziegenhirten nach Paris, um als Selbstmordattentäter den Eifelturm in die Luft zu sprengen. Das Flugzeug landet durch einen Zufall in Korsika. Auf ihrem schwierigen Trip in die Hauptstadt erlebt das Duo ziemlich durchgeknallte und unfreundliche Einheimische, bis ihnen eine junge Journalistin ihre Heimat von einer ganz anderen Seite zeigt, sodass sie sich über ihre tödlichen Pläne noch einmal Gedanken machen.

Ab 7. November

Öko ist immer Trumpf, auch im Kino. Dokumentationen über die Natur erweisen sich allemal als Publikumsmagnet. Die oscarprämierte Produzentin von „Die Bucht - The Cove“ präsentiert nun die abenteuerliche Expedition des „National Geographic“-Fotografen James Balog, der das Schmelzen der globalen Gletscher mit seinen Kameras dokumentiert. Begleitet wird er dabei von Regisseur Jeff Orlowski. Das Ergebnis sind atemberaubende Aufnahmen von majestätischer Schönheit. Bei solch überwältigenden Bildern stört es wenig, dass die Botschaft des drohenden Klimawandels hierzulande bereits weitgehend im Bewusstsein präsent ist. Woody Allen zeichnet den Niedergang einer Frau, die sozialen Status, Geld, Familie und auch sich selbst verloren hat, in einem herzergreifenden, manchmal auch tragikomischen Porträt. Cate Blanchett als mental und emotional gestörte Heldin im freien Fall manövriert sich sehenden Auges in den Abgrund und verdrängt die Wirklichkeit. Für die bisher beste Performance ihrer Karriere wird sie für den nächsten Oscar gehandelt.

2

Ab 7. November


VORPREMIERE (2.10. 20.30 im Garbo)

LIVE - MULTIVISION (15.10. 19.00 im Garbo)

5 Jahre Afrika rund um

Weitere Infos zum Film finden Sie auf Seite 7.

36 Länder - über 120.000 km Abenteuer im Ex-Feuerwehr Eigenbau 4x4 Fernreisemobil

DOUBLE FEATURE (9.10. 21.30 im Garbo)

Im Januar 2008 startete ich mit der Vision in 12 Monaten über Afrikas Westküste auf eigene Faust bis nach Kapstadt zu fahren. Der Kontinent zog mich jedoch rasch in seinen Bann und so sind aus dem Vorhaben über 5 Jahre geworden! Meine Reise war nie als kommerzielle Vortragsreise geplant und versteht sich vielmehr als Einladung, einige Stationen dieser außergewöhnlichen Tour mit mir zu besuchen. Kommen Sie mit auf eine spannende Reise und erleben Sie Afrika aus meiner Perspektive.

0 0 SC H N E I D E R

JAGD AUF NIHIL BAXTER + IM WENDEKREIS DES KREBSES von und mit Helge Schneider

SONDERVORSTELLUNG (2.10. 22.30 im Garbo)

KINO KAFFEE KUCHEN (2.10. 13.00 im Garbo)

IRON SKY Directors Cut

Jeden ersten Mittwoch (außer Feiertags) zeigen wir im Garbo um 13.00 Uhr einen ausgewählten Film. Im Anschluss lädt Sie die Firma Hörgeräte Reichel zu Kaffee und Kuchen ein. Und alles gibt es für nur 6,-! In diesem Monat zeigen wir:

Die Mondnazis sind zurück! Seit Veröffentlichung genießt IRON SKY weltweit Kultstatus. Regisseur Timo Vuorensola hat in diesen Director´s Cut ganze 20 Minuten zusätzliches Material integriert und bringt den modernen Sci-FiKlassiker damit auf ein ganz neues Level.

ORIGINALFASSUNGEN IM OKTOBER ELYSIUM, PRINCE AVALANCHE, LIBERACE, GRAVITY, DER BUTLER, DRECKSAU, MR. MORGAN‘S LAST LOVE

ALLE FILME VON A-Z 00 Schneider - Im Wendekreis… (S. 7) Albert Nobbs (S. 27) Die andere Heimat (S. 25) Auf den zweiten Blick (S. 21) Badlands (S. 15) Bottled Life (S. 23) Der Butler (S. 9) Dead Zone (S. 15) Draußen ist Sommer (S. 22) Drecksau (S. 9) Einfach Leben (S. 22)

Endstation Schafott (S. 15) Finsterworld (S. 27) Freakonomics (S. 11) Der Fremde am See (S. 26) Gravity (S. 7) ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOS Hexenkessel (S. 17) I won‘t go quietly (S. 23) F RFERIEKIA KR ATRET E Liberace (S. 5 + 27) ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOS Liebesgrüße aus Moskau (S. 17) F RFERIEKIA KR ATRET E Michael Kohlhaas (S. 11) Die Möwe Jonathan (S. 17) ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOS gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

Nicht gültigNicht bei Überlängenfilmen gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften und ausverkauften Vorstellungen. Vorstellungen.

gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

Nicht gültigNicht bei Überlängenfilmen gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften und ausverkauften Vorstellungen. Vorstellungen.

Mr. Morgans Last Love (S. 13) Shadow Dancer Naked Opera (S. 22) Slow food story Oben ist es still (S. 23) The Legend of Kaspar Hauser Das Osterman Weekend (S. 17) Ummah - Unter Freunden Prince Avalanche (S. 13 + 27) Unter dem Regenbogen DIE DIEKINO-SCHECKKARTE KINO-SCHECKKARTE Room 237 (S. 11) Die Verachtung €€50,– 50,– Verloren in Dolores Rumble Fish (S. 15) (10 (10Gutscheine Gutscheine àà€€Leben 5,–) 5,–) Sag niemals nie (S. 17) Zwei Der Schaum der Tage gültig (S. 5) gültigimimOSTENTOR, OSTENTOR,GARBO GARBO Die schönen Tage (S. 26) und undTURM-THEATER. TURM-THEATER. Stein der Geduld (S. 21) Voll Vollübertragbar! übertragbar!

GUTSCHEINE UND GESCHENKE

F RFERIEKIA KR ATRET E gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

(S. 21) (S. 22) (S. 23) (S. 11) (S. 26) (S. 15) (S. 22) (S. 26)

Dazu Dazugibt's gibt's3Freikarten. 3Freikarten.

Nicht gültigNicht bei Überlängenfilmen gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften und ausverkauften Vorstellungen. Vorstellungen.

ALTSTADTKINOS

FREIKARTE gültig bis 12/2005

Nicht gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften Vorstellungen.

ALTSTADTKINOS

FREIKARTE gültig bis 12/2005

Nicht gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften Vorstellungen.

ALTSTADTKINOS

FREIKARTE gültig bis 12/2005

Nicht gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften Vorstellungen.

DIE KINO-SCHECKKARTE

DER DERKINOTALER KINOTALER KINO-SCHECKKARTE

€ 50,– (10 Gutscheine à € 5,–)

50 Euro (10 Gutscheine6,50 à6,50 5,-) €€ gültig im OSTENTOR, GARBO (Originalgröße (Originalgröße ca3cm 3cmØ)Ø) incl. 3 Freikarten · gültig in den ca Altstadtkinos und TURM-THEATER. Voll übertragbar! (Garbo und Ostentor)Gültig Voll übertragbar! Gültigininallen allen

KINOTALER

6,50 Euro gültig in den Altstadtkinos (Garbo und Ostentor)

ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOSund undOPEN OPENAIR AIR

Dazu gibt's 3Freikarten.

DER KINOTALER Erhältlich6,50 im Garbo, Ostentor, Chaplin, in der Touristinfo im Alten Rathaus (nur Kinotaler), in der Dombrowsky Buchhandlung (Kassiansplatz), € 3cm Ø) (Kramgasse 1) und Mittelbayerischer Kartenvorverkauf im DEZ (nur Kinotaler). im(Originalgröße Plattenladen ca Shadilac Gültig in allen ALTSTADTKINOS und OPEN AIR

KINO-QUIZ Die Lösung dieses Monats (Vorname eines Schauspielers) erscheint in den grauen Kästchen, wenn Sie die Antworten zu folgenden Fragen eingetragen haben. 1) Er (Vorname) spielt einen schwulen Entertainer. 2) Er (Vorname) drehte in der Schwerelosigkeit. 3) In ihr (Nachname) wächst eine Seerose. 4) Er (Vorname) spielt die Tante. Zu gewinnen gibt es 1x10 Altstadtkinos-Freikarten. Einsendeschluss ist der 15. Oktober

Bitte die Lösung an diese Adresse schicken: Achim Hofbauer Altstadtkinos Minoritenweg 29 93047 Regensburg oder in den Kinos (Garbo oder Ostentor) abgeben. Die Lösung von Nr. 303: MADS (1. Moritz, 2. Lau, 3. Dittrich, 4. Schneider) Der Gewinner (von 33): Manfred Kitzel aus Regensburg

ALTSTADTKINOS-IMPRESSUM OSTENTOR: NFS Neue Filmstudio GmbH · Geschäftsführung: Achim Hofbauer, Claudia Eis · Tel 09 41 / 57 95 2 · Fax 56 76 76 9 Minoritenweg 29 · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de GARBO: Achim Hofbauer · Tel 09 41 / 57 58 6 · Weißgerbergraben 11a · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de WOHIN: Achim Hofbauer · Tel 09 41 / 57 95 2 · Minoritenweg 29 · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de · Auflage: 12 000 Druck: KARTENHAUS KOLLEKTIV Grafische Dienste GmbH · Auerbacher Straße 12 · 93057 Regensburg · Tel 0941/ 208 22-0 Anzeigenschluß für das November-Wohin ist am 18.10. · Anzeigenpreise auf Anfrage · Das November-Wohin erscheint am 24.10. 3


4


Originaltitel: L’ écume des jours; Frankreich/Belgien 2013 - 94 Min.; ab 12; Ab 3. Oktober Regie: Michel Gondry; Darsteller: Romain Duris (Colin), Audrey Tautou (Chloé), Gad Elmaleh (Chick), Omar Sy (Nicolas), Aïssa Maïga (Alise), Charlotte Le Bon (Isis), Sacha Bourdo (Die Maus).

H

erzzerreißende und traurig-schöne Verfilmung des surrealen Kultromans von Boris Vian. Aale, die aus Wasserleitungen kriechen und zu feinen Pasteten verarbeitet werden, eine Geburtstagsfeier für einen Pudel, eine im Lungenflügel wachsende Seerose, deren Wachstum

nur durch den Duft anderer Blumen aufgehalten werden kann, Pianos, die je nach Ton Cocktails mischen können, ein Stuhl der schrumpft, bevor man sich auf ihn setzen kann, eine Wohnung, die mit wachsender Armut und Krankheit enger und kleiner wird und immer wieder die Musik von Duke Ellington. Kinomagier Michel Gondry hat sich einiges einfallen lassen bei der Verfilmung von Boris Vians gleichnamigen Kultroman aus dem Jahre 1947 und entführt in fantastische Gefilde. Um die tragische Liebesgeschichte zwischen dem reichen jungen Müßiggänger Colin und der zarten nach der Hochzeit erkrankten Chloé rankt sich ein surreales Universum mit wahnwitzigen Wortschöpfungen, eine visionäre

Welt, in der die optischen Effekte und Ausstattungsdetails fast wichtiger sind wie die Akteure: Der charmante Romain Duris als Tagträumer verliebt sich in die entzückende Audrey Tautou, die trotz tödlicher Krankheit in ihrer Sanftheit und Lebensfreude stark an „Amélie“ erinnert, Omar Sy aus „Ziemlich beste Freunde“ gibt den Schutzengel, Koch und Vertrauten, der die wildesten kulinarischen Skurrilitäten serviert. Gad Elmaleh als verarmter Anhänger von Jean-Sol Partre hängt an Devotionalien des berühmten Existentialisten wie der Junkie an der Nadel, seine Freundin (Aissa Maiga) zündet am Ende vor Zorn die gesammelten Werke des Meisters an. Die Handlung des zeitlosen Films spielt in Paris irgendwann zwischen

1947 und 2013 mit vielen Anspielungen auf die 1970er Jahre. Fehlen darf auch nicht „das Loch von Paris“, früher mal das Hallenviertel als Bauch von Paris. Darüber schwebt das Paar wie auf einer verzauberten Wolke in einer gläsernen Gondel. Gondry zieht den Gefühlsbogen von großem Optimismus und heiterer Unbeschwertheit bis hin zu tiefster Verzweiflung, dabei lenken fein sortierte Retro-Patina und visuelles Überangebot streckenweise vom menschlichen Schicksal ab, machen die verletzbaren Protagonisten zu VerzierFigurinen, zu schmückendem Beiwerk eines außergewöhnlichen Schauwerts. Den genießt man aus vollem Herzen. mk. (Blickpunkt Film)

Originaltitel: Behind the Candelabra; USA 2013 - 118 Min.; ab 12; Ab 3. Oktober Regie: Steven Soderbergh; Darsteller: Michael Douglas (Liberace), Matt Damon (Scott Thorson), Scott Bakula (Bob Black), Rob Lowe (Dr. Jack Startz), Dan Aykroyd (Seymour Heller).

I

n Deutschland kennen ihn nur wenige, in den USA ist er einer der größten Stars der Entertainer-Geschichte: Liberace. In die Rolle des extravaganten Ausnahmepianisten schlüpft Michael Douglas, der hier gemeinsam mit Matt Damon als schwules Paar durch glitzernde Sets voller Prunk wandeln darf. Nicht minder pikant ist die Tatsache, dass Steven Soderberghs Drama sämtlichen US-Studios „zu heikel und zu schwul“ sei. In Cannes noch gefeiert, läuft „Behind the Candelabra“ in Amerika nur beim Qualitätssender HBO. In Deutschland startet der Film dagegen auf den Kinoleinwänden. Es ist ein Film von überbordender Extravaganz: Glitzernde Kronleuchter,

üppiges Antiquitätenmobiliar und Kisten voller Schmuck säumen die Villa von Wladziu Valentino Liberace. Ein Hausdiener mit dunklem Teint und enganliegendem weißen Outfit serviert Getränke und bringt kleine Snacks. In der Garage steht ein halbes Dutzend sündhaft teurer Sportwagen und Limousinen. Der Spitzname „Ludwig der XIV. von Las Vegas“ eilt dem betagten Entertainer mit polnisch-italienischen Wurzeln landesweit voraus, während er Ende der 70er Jahre allabendlich vor einem Gala-Publikum mit einer sonderbaren Varité-Show auftritt, die seine Vorliebe für ausgefallene Kostüme und wunderbare Klavier-Partituren umschreibt. Dieser trällernde EntertainmentParadiesvogel war in den 50er und 60er Jahren tatsächlich einer der größten Stars der amerikanischen Unterhaltungsbranche, weil er zum einen mit fabelhaftem Klavier-Talent, zum anderen mit zügelloser Grandezza und Maßlosigkeit gesegnet war. Basierend auf den Memoiren von Scott Thorson, dem langjährigen Geliebten von Liberace,

erzählt Steven Soderbergh die tragikomische Geschichte einer verbotenen Affäre mit allerhand Sonderbarkeiten. Beflügelt von der Vitalität seines 30 Jahre jüngeren Partners, überredet der selbstverliebte Liberace den Jungspund zu zahlreichen Schönheitsoperationen, damit die beiden sich optisch angleichen. Die beiden verbringen ein paar Jahre miteinander, die beiden genießen das Leben, bis es zu ersten Spannungen kommt. Liberace fühlt sich jüngeren Männern hingezogen, Thorson will dem goldenen Käfig entfliehen. In der Tradition von „Brokeback Mountain“ und „Milk“ (über den homosexuellen Bürgerrechtler Harvey Milk) beschreibt auch „Behind the Candelabra“ auf intime und feinfühlige Weise die Umstände einer komplizierten Männerliebe, ohne das Thema Schwulsein zu stigmatisieren. Ohnehin fragt man sich, woran sich die Produzenten amerikanischer Studios gestört haben, werden doch explizite Szenen homoerotischer Liebelei fast vollkommen ausgespart und stattdessen mit Finesse lediglich umschrieben. Ein

Beispiel: Als der schüchterne Scott (Matt Damon) zum ersten Mal eine Nacht im Bett von Liberace verbringt und sich seiner Gefühle noch unsicher lieber auf Sicherheitsabstand geht, begrüßt ihn der Schwarm am nächsten Morgen mit einem Blick unter die Bettdecke Richtung erogener Zone: „Oh, look who is up!“, sagt er mit schwülstiger Doppeldeutigkeit. Matt Damon und Michael Douglas changieren hier auf beeindruckende Weise zwischen eindringlicher Charakterrolle und flamboyantem Ausschweifertum ohne dabei tuntigalbern zu werden. In stilsicheren 70er-Jahre-Kostümen und toupierten Fönfrisuren kann man sich kaum an dieser karnevaleskem Outfit sattsehen. Kaum wiederzuerkennen ist auch Dan Aykroyd als Liberaces Manager, der sein Gesicht meist hinter einer tellergroßen Sonnenbrille verbirgt. Und diese wunderbare Maskerade ist nur die Oberfläche – der Film ist einer der großen Highlights des diesjährigen amerikanischen Autorenfilms. David Siems (ptrogrammkino.de)

5


theaterspielplan oKtober 2013

Kartentelefon: 0941/507 24 24

Karten online: www.theaterregensburg.de

di01

theater am bismarckplatz 19:00 foyer neuhaussaal | Eintritt frei einführung 19:30 Preise C | Abo A the raKe’s progress (der Wüstling)

Velodrom

theater am haidplatz

19:30 Preise b | Abo e romeo und Julia

Tragödie von William Shakespeare

Oper von Igor Strawinsky In engl. Sprache mit deutschen Übertiteln

mi02 do03 fr04

19:30 Preise b | Abo o romeo und Julia 19:00 foyer neuhaussaal | Eintritt frei 19:30 Preise b | Abo C, Volksbühne einführung romeo und Julia 19:30 Preise C | Abo M, J the raKe’s progress (der Wüstling) 19:30 Preise b | Abo H romeo und Julia

sa05

probebühne bismarckplatz sonstige spielstätten 10:00 + 19:30 ua | Preis 5,50 € papa ist pleite [13+] von Kai Hensel Zeit.Raum!

19:30 ua | Preis 5,50 € papa ist pleite [13+]

10:00 ua | Preis 5,50 € papa ist pleite [13+] 19:30–20:45 wiederaufnahMe | Preise H 19:30 ua | Preis 5,50 € frau müller muss Weg papa ist pleite [13+] von Lutz Hübner

19:30–21:00 wiederaufnahMe

19:30–20:45 Preise H | freier Verkauf frau müller muss Weg

Preise b | Abo z

so06 ein VolKsfeind

16:00 ua | Preis 5,50 € papa ist pleite [13+]

Konzert

Schauspiel von Henrik Ibsen

Mit Werken von Bernstein, Strawinsky u. Dvořák

19:30 Preise b | Volksbühne romeo und Julia

mo07

19:30 zu gast im stadttheater amberg Karten über www.stadttheater-amberg.de und 09621/10-233 19:00 foyer neuhaussaal | Eintritt frei einführung 19:30 neuhaussaal | Preise A | Abo k1 1. sinfonieKonzert

Mit Werken von Strawinsky, Respighi und Vivaldi

di08

19:00 foyer neuhaussaal | Eintritt frei 19:30 Preise b | Abos JA, Je, Volksbühne einführung romeo und Julia

mi09 19:30 Preise C

do10

| Abo F, V

the raKe’s progress (der Wüstling) 19:30–21:00 Preise b | Abo g ein VolKsfeind

19:30–20:45 Preise H frau müller muss Weg

Schauspiel von Henrik Ibsen

19:30–21:00 Preise b | Abo D

19:30–20:45 Preise H frau müller muss Weg

fr11 ein VolKsfeind

19:30–21:45 wiederaufnahMe West side story

19:00 foyer neuhaussaal | Eintritt frei einführung

so13 19:30 Preise C

Musical von Leonard Bernstein Deutsche Dialoge, englische Gesangstexte mit deutschen Übertiteln

mo14

19:30–21:45 Preise D West side story

di15 19:30 Preise b | Abo l romeo und Julia

mi16 do17 fr18 19:30–21:00 Preise b | Abo u ein VolKsfeind Schauspiel von Henrik Ibsen

15:00–16:30 Preise b | Abo n

so20 ein VolKsfeind

19:30 ua | Preise H mensch maschine

Schauspiel von Konstantin Küspert

| Abo S

the raKe’s progress (der Wüstling)

sa19

West side story

Preise D

sa12

19:00 foyer neuhaussaal | Eintritt frei einführung 19:30 neuhaussaal | Preise A | Abo k2 1. sinfonieKonzert

19:30 ua | Preise H | Abo Q mensch maschine 19:30 ua | Preise H | Abo Q mensch maschine 19:30 ua | Preise H | Abo Q mensch maschine

19:30–21:45 Preise D West side story 19:30–21:45 Preise D West side story

19:30 ua | Preis 5,50 € papa ist pleite [13+]

19:30–21:45 Preise D West side story

16:00 ua | Preis 5,50 € papa ist pleite [13+]

11:00 neuhaussaal | Matinee | Eintritt frei frau luna Operette von Paul Lincke

20:00 foyer neuhaussaal | Preis 15 € 1. sonatenabend

»Benjamin Britten in memoriam« Mit Werken von Britten, Pawollek, Skweres

19:30 ua | Preise H

mo21 19:30 Preise b | Abo A romeo und Julia 19:30 Preise b | Abo b romeo und Julia

di22 mi23 do24 19:30 kino iM theater

mensch maschine 19:30 ua | Preise H mensch maschine 19:30 ua | Preise H mensch maschine 19:30 ua | ZuM letZten Mal | Preise H mensch maschine

10:00 ua | Preis 5,50 €

papa ist pleite [13+] 10:00+19:30 ua | Preis 5,50 € papa ist pleite [13+] 10:00–11:00 Preis 5,50 € | erm. 3,50 € die geschichte Von lena [9+] von Michael Ramløse

11:00 Preise b | Schulvorstellung romeo und Julia

10:00–11:00 Preis 5,50 € | erm. 3,50 € die geschichte Von lena [9+]

22:00 Preis 7,50 € nachtdienst folge 10 ›spiel des lebens‹ [16+] 19:30 preMiere | Preise D | Abo pA, W 19:30 Preise b | Abo r, t frau luna romeo und Julia

16:00–17:00 Preis 5,50 € | erm. 3,50 € die geschichte Von lena [9+]

Preise 7 € | erm. 5 €

fr25 zauber der Venus

Film von István Szabó, GB/J/USA 1991

sa26

Operette von Paul Lincke

19:30 Preise b | Abo i romeo und Julia

so27 mo28

16:00–17:00 Preis 5,50 € | erm. 3,50 € die geschichte Von lena [9+] von Michael Ramløse

19:30 Preise D | Abos e, Y

di29 frau luna

19:00 foyer neuhaussaal | Eintritt frei 18:00 öffentliche probe | Eintritt frei einführung zWischen.Welten!

mi30 19:30 Preise C do31

6

| Volksbühne

the raKe’s progress (der Wüstling) 19:30 | Preise D | Abo C, Volksbühne frau luna

Tanzabend mit Choreographien von Yuki Mori und Shumpei Nemoto

Alle Vorstellungen im freien Verkauf. Ausnahmen sind bei der jeweiligen Vorstellung angegeben. A b k ü r z u n g e n : rk = Restkarten / VVk = Vorverkauf läuft / eF = Eintritt frei / Vb = Volksbühne / Z.l.M. = zum letzten Mal / ua = Uraufführung. S p i e l o r t e: nhs = neuhaussaal | tdp = thon-dittmer-palais

19:00 foyer neuhaussaal Preis 15 € | Abo kk

1. KammerKonzert

Mit Werken v. Haydn, Bax u. Schostakowitsch


USA 2013 - 90 Min.; ab 12; Regie: Alfonso Cuarón; Darsteller: Sandra Bullock (Dr. Ryan), George Clooney (Matt Kowalsky).

O

dyssee im Weltraum: Alfonso Cuaron schickt Sandra Bullock und George Clooney in einen Überlebenskampf auf der schwerelosen Umlaufbahn der Erde. Einst galt es als Adelsschlag für einen Film, wenn man sich fragte: Wie haben sie das gemacht? Oft denkt man das heute nicht mehr. Im Zweifelsfall steht fest: Hat einer im Computer gepixelt. „Gravity“, der erste Film des mexikanischen Regisseurs Alfonso Cuaron seit „Children of Men“, geschrieben mit seinem Sohn Jonas, gibt dem Kino das Staunen und Wundern zurück, die Lust, sich an den Bildern nicht satt sehen zu können. Cuaron braucht dafür kaum mehr als 90 Minuten, in denen er vor der Kulisse der Weiten des Weltalls, stets mit dem imposanten Anblick von Mutter Erde im Hintergrund, in unmittelbarer Nähe und doch so fern, von einem Überlebenskampf erzählt, wie man ihn im Kino noch nie gesehen hat. Er erfüllt ein Versprechen, das er mit den ersten Meldungen über

das Projekt vor vier Jahren gab, in denen noch Universal das Studio sein sollten. Nun ist es eine 80-Mio.-Dollar-Produktion von Warner Bros. geworden, mit Sandra Bullock und George Clooney als ums Überleben kämpfende Space-Cowboys, aber immer noch ein vermeintlich unmögliches Filmprojekt, das seine inhärenten Widersprüche als Tugend feiert. Der Film heißt „Schwerkraft“, spielt aber fast komplett in der Schwerelosigkeit. Er ist mit denkbar wenigen Schnitten in langen Einstellungen gedreht, hat aber dennoch ein Tempo, dass einem schwindlig wird. Und er spielt im geräuschlosen Weltraum, und doch ist die geniale Tonspur ebenso wichtig wie die Bilder, gerade weil man dem wenigen, das man hört, noch mehr Aufmerksamkeit schenkt. „Gravity“ wurde nach seiner Premiere als Eröffnungsfilm der 70. Mostra in Venedig als Meisterwerk bejubelt. Selbst mit Stanley Kubricks seinerzeit revolutionären Klassiker „2001: Odyssee im Weltraum“ wurden Vergleiche gezogen, aus naheliegenden inhaltlichen Gründen,

aber auch, weil Cuarons Film technisch in einer völlig eigenen Liga spielt, als Vorreiter für ein neues Kino: kreative Befreiung durch neue technologische Möglichkeiten.

„Atemloses Unterhaltungskino.“ programmkino.de

„Gravity“ ist als Thriller konzipiert. Der Film packt das Publikum und lässt es bis zum Ende nicht mehr los. Aber das ist nur die Oberfläche. Darunter brodelt es gewaltig. Es ist auch ein Film über das Sterben, über Einsamkeit und das Gezwungen sein, sich damit auseinanderzusetzen, wer man ist und was man zurücklassen wird. Die Lautlosigkeit des Weltraums und die langen Einstellungen unterstützen das Gefühl der Isolation und Hilflosigkeit, die die Hauptfigur zwingen, in Erwartung des Endes nach innen zu blicken und sich den Dingen zu stellen, die ihr Leben belastet haben - und zu entdecken, dass man nicht aufgeben wird. Denn „Gravity“ ist, auf einer unschwer auszumachenden Metaebene, auch ein Film über das Leben.

Ab 2. Oktober

Oder genauer gesagt: die Schöpfung, ein Film mit zahllosen Verweisen auf den Weg ins Leben. Wenn Bullock sich in fötaler Stellung in einer Raumstation zusammenrollt, ist das Bild vom gerade befruchteten Ei und heranwachsenden Embryo überdeutlich. Wie sich eben auch der Rest der Handlung an den Stationen einer Geburt orientiert, immer wieder mit Kabeln und Schläuchen als lebensspendenden Nabelschnüren, mit den Gängen von Raumstationen als Geburtskanälen, platzenden Wasserblasen, dem ersten eigenen Luftzug, ersten Schritten in einem neuen Leben: Während die Technologie der einen überlebenden Hauptfigur um die Ohren fliegt, als gelte es Antonionis in Zeitlupe zerberstende Villa in „Zabriskie Point“ zu toppen, und als Weltraummüll übrig bleibt, feiert „Gravity“ die Genese des neuen Menschen - wie der Film selbst seine Technologie hinter sich lässt, um das neue Kino zu feiern, in dessen Mittelpunkt doch einzig und allein der Mensch steht. bf. (Blickpunkt Film)

D 2013 - 94 Min.; ab 12; Regie: Helge Schneider; Ab 9. Oktober Darsteller: Helge Schneider (00 Schneider), Tyree Glenn Jr. (Tante Tyree), Rocko Schamoni (Eidechse), Peter Thoms (Elli Hartmann), Willy Ketzer (Staubsaugervertreter), Rudi Olbrecht (Sittenstrolch).

„L

achst du noch oder denkst du schon? Denkst du noch oder lachst du schon?“ - so ließe sich, frei nach „Ikea“, Schneiders fünfter Kinostreich überschreiben, in dem sich der hintersinnig lässige Clown wiederum als Doppel-00-Kommissar Roy Schneider präsentiert. Kaum hat er, in aufreizenden Frauenkleidern getarnt, einen Po grabschenden Sittenstrolch auf frischer Untat erwischt, muss er sich schon auf die Suche nach einem reptilienhaften Hühner- und Zigarettendieb machen. „Dorfpunk“Autor Rocko Schamoni gibt diesen zischelnden, schleimige Flüssigkeiten spuckenden Gaga-Bösewicht JeanClaude Pillemann als tapsiges, kettenrauchendes Ungeheuerchen,

das geradewegs aus dem Ed WoodKabinett entsprungen scheint. Hochgradige Nikotinabhängigkeit herrscht gleichfalls unter den ständig paffenden Polizeikräften, allein der verschroben coole 00-Kommissar agiert völlig rauchfrei. Seine Leidenschaft gilt dem Kaffee („mit ein bis zwei Dutzend Stück Zucker“), dem alten, hydropneumatischen Citroën DS sowie seinem orangebraunen Pomeranian-Spitz, der auf den Namen Zorro hört und farblich prima zum Ledermantel des Ermittlers passt. „Die Weiterentwicklung von Spannung ist Entspannung“, beschreibt Schneider sein Krimi-Credo. Entsprechend lässig bis jazzig lässt er seinen Kommissar den absurden Kriminalfall lösen. Aus dem Füllhorn der schrägen Figuren purzeln unter anderem ein

gnadenloser Zahnarzt (mit bartloser Hitler-Maske!), ein penetranter Staubsaugervertreter, ein palavernder Psychologe, ein Patient mit Sack über dem Kopf, ein rustikales Bauernpärchen, zwei Klatschreporter im Schottenrock, ein einsamer Verkehrsposten auf seinem Podest, ein unglaublich junger Bankräuber sowie jene dicke Tante aus Amerika, deren Brüste aus umgeschnallten KokosnussSchalen bestehen. Während der Held beim Ausfüllen des Lottozettels gern die bequemste Variante wählt, ist ihm beim Transport einer Waschmaschine kein Weg zu weit. Das unaufdringliche Angebot zum Zitate-Raten reicht von Eddie Constantin über Schimanski bis zum „Elefantenmensch“, von ‚film noir’ über Chaplin bis Tati - „alles

unbewusst eingebaut“, wie der Entertainer versichert. Visuell setzt Regisseur Schneider auf grobkörniges 16-mm Material mit ausgebleichtem Retro-Look und beim Soundtrack gibt’s natürlich Selbstgemachtes. Musikalisch kommt ohnehin das ganze Ensemble daher, statt Schauspielern übernehmen Musiker-Kollegen die Rollen. Nur beim Polizeichef gibt es eine Ausnahme - den spielt der Wirt aus Schneiders heimatlicher Lieblingspizzeria. Zu Deutschlands fadem ComedyEinheitsbrei bietet der kuriose Clown aus dem Ruhrpott seit über zwei Jahrzehnten eine amüsante Alternative. Auf der Leinwand braucht es solch eigenwillig einzigartige PointenFeinkost allemal. Dieter Oßwald (programmkino.de)

7


Strebsame Liebe

ORPHEE

BODEGA

direkt beim Orphée

direkt bei der Bodega

Kunstforum Ostdeutsche Galerie Oktober 2013 Ausstellungen Käthe Kollwitz – Akt im Fokus

Käthe Kollwitz

Akt im Fokus

bis 3. November, Führungen jeden Samstag und Sonntag, 15 Uhr

sCHAuFensteR 5. landschaft als Idee bis 6. Oktober

sCHAuFensteR 6. Die lithografie – Künstlerbildnisse auf stein ab 31. Oktober

VeRAnstAltungen Filmabend: „Käthe Kollwitz – Bilder eines lebens“ Donnerstag, 3. Oktober, 19 Uhr

24. August bis 3. November 2013

seniorenführung: Rodin, Maillol, Meunier und Kollwitz Dienstag, 8. Oktober, 14 Uhr

KOg-tail: Max Pechstein – Akt in der landschaft Donnerstag, 10. Oktober, 18 Uhr

Filmabend: „Käthe Kollwitz – Zeugin ihrer Zeit“ Donnerstag, 10. Oktober, 19 Uhr

sonderführung: Käthe Kollwitz und die französische Avantgarde Donnerstag, 17. Oktober, 18 Uhr

Vortrag: Über den künstlerischen entstehungsprozess beim Modellieren eines menschlichen Aktes Donnerstag, 24. Oktober, 19 Uhr Prof. Dr. Birgit Eiglsperger, Universität Regensburg

FÜHRungen DuRCH DIe sCHAusAMMlung Die Berliner sezession und Käthe Kollwitz Sonntag, 6. und 20. Oktober, 14 Uhr

Zeitgenossen von Käthe Kollwitz Sonntag, 13. Oktober, 14 Uhr

Dr.-Johann-Maier-Str. 5 D-93049 Regensburg www.kunstforum.net

8

Wohin-10-2013.indd 1

Das vollständige Veranstaltungsprogramm unter www.kunstforum.net

20.09.2013 9:46:26 Uhr


USA 2013 - 130 Min.; ab 12; Regie: Lee Daniels; Ab 24. Oktober Darsteller: Forest Whitaker (Cecil Gaines), Oprah Winfrey (Gloria Gaines), John Cusack (Richard Nixon), Jane Fonda (Nancy Reagan), Cuba Gooding Jr. (Carter Wilson), Terrence Howard (Howard), Lenny Kravitz (James Holloway), James Marsden (JFK), David Oyelowo (Louis Gaines), Vanessa Redgrave (Annabeth Westfall), Alan Rickman (Ronald Reagan), Liev Schreiber (Lyndon B. Johnson), Robin Williams (Dwight D. Eisenhower).

D

er Überraschungshit des amerikanischen Kinosommers verknüpft gefühlsbetont die Geschichte einer amerikanischen Familie und der Bürgerrechtsbewegung. Ein schwarzer Butler, der acht weißen US-Präsidenten loyal zu Diensten war, erteilt aktuell mit einer sentimentalen Reise durch sein Leben eine Lektion. Auf der Schulbank sitzen die Verantwortlichen teurer Effektproduktionen, die staunen, wie ein Film ohne echte visuelle Kraft kommerziell durchstartet, aber auch der Durchschnittszuschauer, der offenkundig vom staatlichen Bildungssystem im Stich gelassen

wurde und die skizzenhafte kulturgeschichtliche Nachhilfe umarmt, als hätte sie ihm erstmals die Augen geöffnet. Dabei bietet „Der Butler“ nur einen episodischen Abriss der leidvollen Geschichte der Schwarzen - von Rassentrennung und Unterdrückung in den 1920er Jahren über Rebellion und Emanzipation bis hin zu Barack Obamas Amtszeit. Fünf von acht US-Präsidenten werden von Schauspielern in Erinnerung gerufen, sind im Grunde nur ein erzählerischer Kunstgriff, der die Stationen der Zeitreise festmacht und Schlüssellochperspektiven ermöglicht, die Klischees und bizarre Momente nicht scheuen. Eisenhowers künstlerische Ader, Kennedys Rückenprobleme, Johnsons Toilettensitzungen oder Nixons Zusammenbruch, umringt von entlarvenden Tapes - plakativ ist eine dramaturgische Vokabel, die Regisseur Lee Daniels („Precious - Das

Leben ist kostbar“) furchtlos einsetzt, um ein großes Publikum für ein schwieriges Thema zu gewinnen. Auch in der gezeigten Familiengeschichte von Cecil Gaines (Forest Whitaker), die traumatisch mit Vergewaltigung und Mord beginnt und Jahrzehnte später mit Gaines‘ Empfang bei Obama endet. Dazwischen entwickelt das Drehbuch die Entfremdung des Vaters, der ab 1952 in den Diensten des Weißen Hauses steht, und seines Sohns, der nicht den Weg der Anpassung, sondern den der Konfrontation sucht. Wirklich kämpferisch zeigt sich der Film selbst selten, zu groß ist der

erzählerische Bogen, den er zu umspannen versucht, zu fokussiert ist er auf die Familiengeschichte, die in ihren besten Momenten durchaus zu berühren weiß. Gelegentliche Dialoge mit Witz und Gift („Hier im Weißen Haus sprechen wir nicht über Politik“), Szenen, die die Schwarzen in der Gesellschaft von Weißen als „Invisible Men“ zeigen, und Forest Whitakers sanft-eindringliche Erzählerstimme sind Positiva dieses Dramas, das nicht nur stilistisch auf Innenaufnahmen setzt und dabei das Außen nur streifen kann. kob. (Blickpunkt Film)

GB 2013 - 90 Min.; ab 16; Regie: Jon S. Baird; Ab 17. Oktober Darsteller: James McAvoy (Bruce Robertson), Jamie Bell (Ray Lennox), Eddie Marsan (Bladesey), Jim Broadbent (Dr. Rossi), Gary Lewis (Gus Bain), Joanne Froggatt (Mary).

D

ass die Schotten ein eigenwilliges, stolzes und manchmal ziemlich verrücktes Volk sind, ist hinlänglich bekannt. Von „Braveheart“ bis „Trainspotting“ reicht die filmische Auseinandersetzung mit diesem ganz besonderen Fleckchen Erde, das der Welt Männer in Röcken, ein mysteriöses Seemonster und natürlich Whiskey schenkte. In der Literatur zählt Kultautor Irvine Welsh zu den Heiligen seines Landes. Nach der grandiosen Drogengroteske „Trainspotting“ schaffte es nun ein weiterer seiner Romane zu uns ins Kino. Wer seine bitterböse Kriminalgeschichte mit dem eingängigen Titel „Drecksau“ kennt, der wird sich vermutlich wundern, wie es gelang, diese vollkommen enthemmte, zynische, radikale und nicht selten obszöne Aneinanderreihung von Flüchen und Kraftausdrücken in eine filmische Form zu überführen. Regisseur Jon S. Baird („Cass“) hat nicht nur dieses Kunststück vollbracht

sondern zugleich mit James McAvoy („Abbitte“) einen ungemein populären schottischen Schauspieler konsequent gegen sein bisheriges Image besetzt. McAvoy spielt einen misanthropischen, intriganten, drogenabhängigen und depressiven Polizisten, der mit allen Mitteln um seine Beförderung kämpft, die Frau eines Kollegen vögelt und währenddessen Unmengen Kokain konsumiert. Kurzum: Detective Sergeant Bruce Robertson ist ein ziemliches Arschloch. Da fällt es nicht schwer zu verstehen, warum seine Frau (Shauna Macdonald) ihn verlassen hat. Mit der Aussicht auf eine baldige Beförderung hofft er, sie zurückgewinnen zu können. Doch dazu muss er erst einmal den Mord an einem japanischen Studenten aufklären. Das scheint leichter gesagt als getan, wenn man wie er ständig high und auf Psychopharmaka ist. Selbst sein Psychiater (Jim Broadbent) ahnt nicht, mit welchen inneren Dämonen Bruce zu kämpfen hat. Und seinem angeblich besten Freund (Eddie Marsan) spielt er über eine Reihe anonymer Anrufe besonders übel mit. Es grenzt an ein Wunder, dass man Bruce angesichts dieser Charakterzüge und inneren Abgründe nicht komplett aufgibt sondern bis zur perfiden Schlusspointe, die ganz nebenbei Monty Python zu zitieren scheint („Just remember that the last laugh

is on you“), die Treue hält. Mehr noch als das: Baird gelingt es, dass man sich sogar für Bruce mit all seinen miesen Seiten brennend interessiert. Während der Roman nicht genau klärt, ob hierfür eine psychische Erkrankung die Ursache ist, lässt der Film an einer solchen Diagnose keine Zweifel. Bruce ist ein manisch-depressiver Charakter, der längst nur noch unkontrolliert durch sein eigenes Leben taumelt. Dabei erweist sich vor allem die Besetzung als cleverer Schachzug. Einem Sympathieträger wie McAvoy lässt der Zuschauer vermutlich mehr als anderen durchgehen. Hinzu kommt, dass sich der gebürtige Schotte hier die Seele aus dem Leib spielen darf. So gut hat man ihn bislang noch nicht gesehen. McAvoy grimassiert, kotzt, heult, brüllt und randaliert wie ein Berserker. Was sich in einem anderen Umfeld schnell nach Overacting anfühlen könnte, passt perfekt in dieses böse Satirefenster. So nahm Baird neben typischen Verdichtungen und Kürzungen auch deutliche Akzentverschiebungen auf

der Handlungsebene vor. Der bei Welsh stark im Vordergrund stehende Mordfall wird bei ihm zur Randnotiz. Sein Interesse gilt ausschließlich Bruce und dessen emotionaler Achterbahnfahrt. Kaum eine Szene kommt ohne ihn aus. Er ist immer präsent und stets – so scheint es – eine Gefahr für sich und andere. Gelegentlich zeigt er aber auch eine andere Seite, die versteckt hinter Exzessen und Obszönitäten sogar Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen erkennen lässt. Dabei arbeitet „Drecksau“ selbst für britische Verhältnisse mit einer durchaus rabiaten Art von Humor. Böse, frech und unangepasst gibt sich Bairds Film, der dem Geist der populären Vorlage trotz mancher Freiheiten bis zum Schluss verbunden bleibt. Mit „Trainspotting“ – der ersten Verfilmung eines Welsh-Romans –teilt er sich nicht zuletzt einen grandiosen Soundtrack, der auch als Zeitreise in die Achtziger und Neunziger bestens funktioniert. Marcus Wessel (programmkino.de)

9


Spielplan OktOber 13 Weitere Informationen zu diesen und allen anderen Vorstellungen im Turmtheater finden Sie online unter >>>> www.regensburgerturmtheater.de di. 01.

Mei Fähr l ady

Mi. 02.

Mei Fähr l ady

do. 03.

Mei Fähr l ady

Fr. 04.

FaltSch WagOni

Sa. 05.

bOll andS Valentinaden

So. 06.

bOll andS Valentinaden

do. 10.

geyer Singt kreiSler

Fr. 11.

Wir kriegen die kriSe!

Sa. 12.

Wir kriegen die kriSe!

So. 13.

Wir kriegen die kriSe!

di. 15.

lOriOtabend

Mi. 16.

lOriOtabend

do. 17.

SteinMaSSl‘S Schl aMaSSl

Fr. 18.

lOriOtabend

Sa. 19.

lOriOtabend

So. 20.

lOriOtabend

Mi. 23.

pOl. MittWOch | reden über ... cryStal

do. 24.

illuSiOnen einer ehe | Pr emIer e

Fr. 25.

Ox VOrM berg

Sa. 26.

Mei Fähr l ady

bOllandS Valentinaden Karl Valentin, ein Mensch der nicht die Worte zerlegt, sondern die Welt. Mit Alex und Birgit Bolland und Peter Eigner.

So. 27.

Wir kriegen die kriSe!

Mo. 28.

Wir kriegen die kriSe!

beginn | 19.30 Uhr (wenn nicht anders angegeben) kartenVOrVerkauF unter | 0941 – 56 22 33 ( 10.00 Uhr – 14.00 Uhr ) oder im Tourist Büro Regensburg / Altes Rathaus und online unter www.okticket.de. turMtheater regenSburg | Watmarkt 5 | 93047 Regensburg

di. 29.

Mei Fähr l ady

Mi. 30.

Mei Fähr l ady

do. 31.

illuSiOnen einer ehe

FaltSch WagOni – ladieS FirSt, Männer FörSter. Musikkabarett und Sprachakrobatik – Mit Sprachwitz, Selbstironie und fabelhaften Songs gehen Faltsch Wagoni ans Ein- und Zweigemachte.

Ox VOrM berg Komödie von Tobias Öller (Franz Ringseis Kulturpreis 2012) In Ox vorm Berg treffen zwei Welten aufeinander, die auf den ersten Blick gar nicht so viel gemein haben: Kunst und Finanzmarkt.

W. Schönfeld KG Donaustaufer Str. 93 93059 Regensburg Telefon 0941/48097 Telefax 0941/400647

wir vermieten Gewerberäume und verkaufen Industrieputzlappen 10

Die UNICEF-Gruppe Regensburg ist umgezogen! Sie finden uns ab 01.02.2013 in der Donaustaufer Str. 93 Wollen Sie sich bei UNICEF engagieren? Wir suchen noch nette Ehrenamtliche für unser Team Kontakt: 0176 / 61 60 44 50


USA 2010 - 89 Min.; ab 12; Regie: Heidi Ewing, Seth Gordon, Rachel Grady, Eugene Jarecki, Morgan Spurlock; FREAKONOMICS gibt Aufschluss über diese und andere Fragen. Was steckt wirklich hinter vielen Themen des Alltags? Oft ist die naheliegende nicht

Ab 24. Oktober

die richtige Erkenntnis.Sechs renommierte Dokumentarfilmregisseure befassen sich mit den eigenwilligen Thesen des bekannten Ökonomen

Steven Levitt und des erfolgreichen Schriftstellers Stephen Dubner aus dem gleichnamigen Sachbuch-Bestseller.

USA 2013 - 107 Min.; ab 16; Regie: Rodney Ascher;

20. bis 22. Oktober

S

tanley Kubricks Horrorfilm „The Shining“ sorgte 1980 für großes Aufsehen und wird auch heute noch viel diskutiert. Zahlreiche Theorien haben sich mit der Bedeutung der Chiffren beschäftigt und noch immer stehen Kritiker vor einem Rätsel. Viele sind der Meinung, der Film enthalte verborgene Botschaften. Die Dokumentation beleuchtet fünf sehr unterschiedliche Ansätze von

begeisterten Fans bzw. Intellektuellen, die vom Genozid der amerikanischen Ureinwohner über Holocaust bis hin zur Apollo 11-Landung reichen. Der Dokumentarfilm von Rodney Ascher lässt Szenen aus „The Shining“ und anderen Kubrick-Filmen einfließen und stellt damit einen Dikurs der unterschiedlichen Theorien her. Daraus ergibt sich nicht nur ein Bild über die Vielschichtigkeit von „The

Shining“, sondern gleichermaßen von der sehr aktiven Fangemeinde des Films. Eine eigene Interpretation nimmt die Dokumentation dabei nicht vor. Ein gelungenes Porträt über eines der wohl mysteriösesten und faszinierendsten Werke des HorrorGenres, das bis heute noch zahlreiche Regisseure zu inspirieren vermag. Blickpunkt Film

F/D 2013 - 122 Min.; ab 12; Regie: Arnaud des Pallières; Bis 14.10. Darsteller: Mads Mikkelsen (Michael Kohlhaas), Bruno Ganz (Gouverneur), Denis Lavant (Theologe), Mélusine Mayance (Lisbeth), David Kross (Prediger), Delphine Chuillot (Judith), Sergi Lopez (Manchot), Amira Casar (Äbtissin), David Bennent (César).

P

ferdehändler Kohlhaas führt mit seiner Familie auf dem eigenen Hof ein glückliches Leben. Da verlangt der Verwalter des neuen Barons eines Tages ohne rechtliche Grundlage einen Passierschein. Kohlhaas muss zwei Rappen als Pfand zurücklassen, die er später in miserablem Zustand zurücknehmen soll. Gegen dieses Unrecht reicht der Mann erfolglos Klage ein. Als seine Frau dann noch nach

Misshandlungen der Untergebenen des Lehnsherrn stirbt, begibt er sich mit seinen Getreuen auf einen Feldzug gegen die Herrschenden und hält das Land in Atem. Feinfühlig und zugleich fulminant verfilmt der Franzose Arnaud des Pallières Heinrich von Kleists Novelle, verlegt die Handlung aus dem 16. Jahrhundert von Brandenburg und Sachsen in die Cevennen, eine karge Region wie

geschaffen für diese Tragödie eines aufrechten Mannes, dargestellt vom ideal besetzten, groß aufspielenden Mads Mikkelsen. Ein kraftvoller Film mit entschleunigter Action, starken Emotionen und einer atemberaubenden Bildsprache (Kamera: Jeanne Lapoirie), die sich stark an der des rigiden Stilisten Robert Bresson („Lancelot, Ritter der Königin“) orientiert. Blickpunkt Film

D 2012 - 103 Min.; ab 12; Regie: Cüneyt Kaya; Darsteller: Frederick Lau (Daniel Klemm), Kida Khodr Ramadan (Abbas), Burak Yigit (Jamal), Mona Pirzad (Dina), Sami Nasser (Hasan), Robert Schupp (Herr Hartmann).

M

it einem Bauchschuss überlebt V-Mann Daniel seinen Undercover-Einsatz im Neonazi-Milieu denkbar knapp. Frustriert will er den Dienst quittieren, seine skrupellosen Vorgesetzten schicken ihn aber nach Berlin-Neukölln, wo er in einer Bruchbude monatelang untertauchen und dabei Verletzung sowie Zweifel kurieren soll. Der deprimierte Drogenabhängige lernt Elektrohändler Abbas

und seinen Kumpel Jamal kennen, die ihn gastfreundschaftlich in ihr familiäres Netz aufnehmen. Als Daniel ganz aussteigen will, schlägt der Verfassungsschutz zurück. Namhaft besetztes, eigenständig finanziertes Milieu-Drama in Neukölln, mit dem Spielfilmdebütant Cüneyt Kaya die arabische Community - Ummah - als hilfsbereit, liebenswert und tolerant darstellt. Das mit vielen komischen

Bis 2.10.

Elementen aufgelockerte Drama will Vorurteile abbauen und schießt dabei manchmal über das Ziel hinaus, reißt dank gelungener Dramaturgie und tollen Schauspielern aber emotional mit und geht auch stilistisch immer wieder interessante Wege. Blickpunkt Film

11


elle 2013/14 r u t l Ku punkte in Regensburg Höhe 28.09.13 25.10.13 26.10.13 30.10.13 02.11.13 07.11.13 09.11.13 30.11.13 12.12.13 31.01.14 15.02.14 09.03.14 23.03.14

DONAU-ARENA

ANDREAS GABALIER Deutschland-Tour 2013 DEEP PURPLE & PETER FRAMPTON „NOW what?!“ THE BOSSHOSS Tour 2013 RAINHARD FENDRICH „Besser wirds nicht“ Tour 2013 LA BRASS BANDA Tour 2013 MARTIN RÜTTER „Der tut nix“ SHADOWLAND “Traumwelten im Schatten” SANTIANO “Mit den Gezeiten” SASCHA GRAMMEL “Keine Anhung” ABBA - THE SHOW Die grösste ABBA-Show aller Zeiten! HANSI HINTERSEER Tour 2014 FEST DER FESTE mit Florian Silbereisen SEMINO ROSSI Das Konzertereignis 2014

AUDIMAX

30.11.13 CHIPPENDALES “Unleashed” 08.12.13 CHIPPENDALES Zusatztermin

KOLPINGHAUS

16.03.14 CHIEMGAUER VOLKSTHEATER “Die Töchter Josefs”

AIRPORT

07.09.13 MZ-30plus PARTY 21.09.13 ROCK REVIVAL PARTY mit Hotwire, DJ Schindler, DJ Supersepp 09.11.13 STAHLZEIT Live 2013 15.11.13 PUSSY SISSTER „Ein Herz voll Rock´n´Roll“ 23.11.13 KOLLEGAH exclusiv Konzert 2013 06.12.13 ERIC BURDON „´Till Your River Runs Dry“ 20.12.13 CHRISTMAS METAL SYMPHONY 14.02.14 SIRO-A technodelic comedy show 04.04.14 AXXIS & GUESTS 25-jähriges Bandjubiläum ab September jeden Freitag ab 21h: MAXIMUM ROCK NIGHT Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Karten im Internet: www.mittelbayerische.de/tickets 12


USA 2013 - 94 Min.; ab 12; Regie: David Gordon Green; Bis 2.10. Darsteller: Paul Rudd (Alvin), Emile Hirsch (Lance), Lance LeGault (Truck Driver), Joyce Payne (Lady), Gina Grande (Madison), Larry Kretschmar (Holzarbeiter), Enoch Moon (Holzarbeiter).

Z

wei gegensätzliche Männer, Alvin und Lance, verbringen den Sommer 1988 in einem von Bränden verwüstetem Waldgebiet. Sie erneuern die Fahrbahnmarkierungen der Landstraße. Eine monotone Arbeit. Der lebenslustige Lance leidet unter der Isolation, der ernste Alvin schreibt lange Briefe an seine Freundin und erkundet die Gegend. Die beiden streiten, prügeln und vertragen sich

wieder. Zwischendurch treffen sie einen mysteriösen Lastwagenfahrer, der sie mit selbstgebranntem Schnaps versorgt, und ebenso unerwartet verschwindet, wie er aufgetaucht ist. US-Remake des isländischen Films „Ein anderer Weg“ von Hafsteinn Gunnar Sigurosson, mit viel Gespür für seine Figuren inszeniert von David Gordon Green, den man hierzulande hauptsächlich durch respektlose

Bad-Taste-Späße wie „Bad Sitter“ oder „Ananas Express“ kennt. Etwas seriöser und ruhiger geht er hier bei seiner lakonischen Komödie zur Sache, die durchaus auch als philosophisches Roadmovie funktioniert. Großartige Darstellerleistungen liefern Paul Rudd („Our Idiot Brother“) und Emile Hirsch („Into the Wild“) als „odd couple“ ab. Blickpunkt Film

Deutschland/Belgien/Frankreich/USA 2013 - 116 Min.; ab 12; Bis 23.10. Regie: Sandra Nettelbeck; Darsteller: Sir Michael Caine (Matthew Morgan), Clémence Poésy (Pauline Laubie), Justin Kirk (Miles Morgan), Jane Alexander (Joan Morgan), Gillian Anderson (Karen Morgan).

M

atthew Morgan ist Amerikaner und lebt in Paris. Vor einiger Zeit ist er mit seiner Frau Joan hierhergezogen, eine Art Altersruhesitz sollte es

werden. Doch seit drei Jahren ist Joan nun schon tot und Matthew zieht allein durch die Straßen der Stadt, unwillens, die französische Sprache zu sprechen, und unfähig, in seinem Leben noch einen Sinn zu sehen. Doch eines Tages begegnet Matthew Pauline, einer jungen aufgeweckten Frau, deren lebensbejahende Art ihn beflügelt und die ihm zeigt: Mr. Morgan mag mit dem Leben abgeschlossen haben. Aber das Leben nicht mit ihm. Regisseurin Sandra Nettelbeck gelingt es, ganz ohne Kitsch berührende echte Gefühle

wie Trauer, Hoffnungslosigkeit und Enttäuschung mit einer lockeren Nonchalance und Leichtigkeit zu verbinden. Der Zuschauer fühlt mit Mr. Morgan und seinem Schmerz und begibt sich doch hoffnungsvoll mit ihm auf den Weg in eine letzte große Liebe. Michael Caine als Matthew Morgan liefert eine brillante Darstellung zwischen trauerndem Witwer und hoffnungsvollem Verehrer ab. Vor allem ein Blick in sein ausdrucksvolles Gesicht, welches die Kamera beinahe zärtlich einfängt, lässt die Gefühle echt

werden. Ihm gegenüber stehen eine bezaubernd entwaffnende Clemence Poesy als Pauline und Justin Kirk als enttäuschter Sohn, der seinen Vater ganz neu kennenlernen muss. Am Ende steht die Hoffnung auf einen Neuanfang und die alte Wahrheit, dass das Leben weitergeht. Bis alle Rätsel gelöst sind. Ein zauberhafter und tief berührender Film über die Liebe und das Leben. FBW-Gutachten: Prädikat besonders wertvoll

13


24. Literarischer Herbst in Regensburg 2013 30 Jahre Buchhandlung Dombrowsky 1983 - 2013

© David San Millan

Max & Laura Braun (Konzert) Do 31. Oktober 2013, 20.30 h Buchhandlung Dombrowsky

© Inge Zimmermann

Uwe Timm Mo 11. November 2013, 20 h Leerer Beutel

DIE ANDERE BIBLIOTHEK Do 21. November 2013, 20 h Buchhandlung Dombrowsky

© Peter von Felbert

Foto: Lilo Rinkens

Wolf Wondratschek Di 15. Oktober 2013, 20 h Buchhandlung Dombrowsky

© Alice Schauhoff

© Lotte Hansen

Paul-Auster-Abend Di 8. Oktober 2013, 20 h Buchhandlung Dombrowsky

Robert Hültner Do 24. Oktober 2013, 20 h Buchhandlung Dombrowsky

Endlich!

© Regine Mosimann

© Privat

Pascal Mercier/Peter Bieri Do 14. November 2013, 20 h Thon-Dittmer-Palais

Urs Widmer Di 26. November 2013, 20 h Leerer Beutel Kofelgschroa (Konzert) Sa 30. November 2013, 20.30 h Alte Mälzerei

© Manfred Grohe

Verlagsabend: Beck, München Di 3. Dezember 2013, 20 h Buchhandlung Dombrowsky Inge Jens/Uwe Naumann Mi 15. Januar 2014, 20 h Thon-Dittmer-Palais

Jeder sollte etwas haben, auf das er gerne wartet.

Buchhandlung

Dombrowsky

hugo-magazin.de

Rege nsburg

St.-Kassians-Platz 6 93047 Regensburg Tel. 09 41 / 56 04 22 Fax 09 41 / 5 04 17 85 ulrich.dombrowsky@t-online.de

www.dombrolit.de

14

Das Magazin.

JEdEn Monat nEu

Emily‘s Poetry Trio (Konzert) Di 5. November 2013, 20.30 h Buchhandlung Dombrowsky


VOR 30/40/50/60 JAHREN Filmklassiker, die vor 30, 40, 50 oder 60 Jahren ihre Premiere feierten. Im Garbo - Eintritt frei!

1.10.

USA 1983 - 102 Min.; ab 16; Regie: David Cronenberg; Darsteller: Christopher Walken, Brooke Adams, Martin Sheen, Tom Skerritt, Herbert Lom.

L

ehrer John Smith verfügt über das zweite Gesicht und kann, wenn er einen Menschen berührt, Ereignisse aus dessen Zukunft erkennen. Seine Gabe macht ihm wenig Freude und Freunde, aber bisweilen ist er in der Lage, Menschenleben zu retten. Als der Pädagoge eines Tages dem frischgebackenen Präsidentschafts-

9.10.

ber der Arbeit an einem Film über die Irrfahrten des Odysseus zerbricht die Ehe des Drehbuchautors Paul: Seine Frau Camille glaubt, dass sich der Autor von dem Produzenten des Films, Prokosch, kaufen lässt und zudem sie selbst an ihn abtreten wolle, um seine eigene Position sichern zu können. Camille empfindet

den Außenaufnahmen, Rot, Blau und Weiß in den Innenräumen. Ein auf der Handlungsebene schlichter, beinahe belangloser Film, der seinen inszenatorischen Reichtum in einer Vielzahl von Zitaten und Anspielungen, Dopplungen und Brechungen offenbart.

30

Originaltitel: Deux hommes dans la ville; F/I 1973 - 96 Min.; ab 16; Regie: José Giovanni; Darsteller: Alain Delon, Jean Gabin, Mimsy Farmer, Michel Bouquet.

40

usty-James und seine Straßengang stellen sich in einem Bahndepot Rivalen zum Kampf, als Rustys älterer Bruder Motorcycle Boy auftaucht und Rusty verletzt wird. Sie pflegen die Wunde, reden mit dem Vater, brechen in ein Haus ein und feiern eine wilde Party, weshalb er von Freundin Patty verstoßen wird, die sich einem anderen Gangmitglied zuwendet. Rusty wandert

G

ino Strabiggli, 38 Jahre, wegen Raub- und Banküberfall im Gefängnis, wird nach zehn Jahren wegen guter Führung auf Bewährung entlassen. Während sich der ehemalige Polizist Germain seiner annimmt und ihm einen Job verschafft, versucht Inspektor Goitreau mit allen Mitteln, Gino die Mittäterschaft an einem Überfall von Ginos alter Bande nach-

16.10.

daraufhin nur noch Verachtung für Paul. Einer der besten Filme von Jean-Luc Godard - eine Satire auf das System Hollywood, eine unermüdliche Selbstreflexion über das Filmemachen und die Welt des Films und zugleich komplexes Beziehungsdrama, komponiert in auffälliger Farbdramaturgie: Braun, Gelb und Grün dominieren bei

USA 1983 - 94 Min.; ab 16; Regie: Francis Ford Coppola; Darsteller:Matt Dillon, Mickey Rourke, Diane Lane, Dennis Hopper, Nicolas Cage, Tom Waits. .

R

16.10.

als halbsatirsche Anspielung auf das politische Klima unter der ReaganAdministration lesbar. In der Rolle des von Gott so reich beschenkten Dutzendbürgers John Smith (!) brilliert der damals noch recht unbekannte Christopher Walken („King of New York“).

Originaltitel: Le mépris; F 1963 - 95 Min.; ab 16; Regie: Jean-Luc Godard; Darsteller: Brigitte Bardot, Michel Piccoli, Jack Palance, Fritz Lang.

Ü

15.10.

kandidaten Stillson die Hand schüttelt und dabei einen Atomkrieg sieht, wird er zum Attentäter. Düsterer Psi-Thriller nach einer Vorlage von Stephen King. Nicht eben ein typischer Film für den kanadischen Horrormeister David Cronenberg („Die Fliege“, „Videodrome“), aber eine der besten King-Adaptionen und durchaus

30

durchs Vergnügungsviertel, wird von Junkies überfallen und von Motorcycle Boy gerettet, der beim Einbruch in eine Tierhandlung erschossen wird. Rusty fährt mit seinem Motorrad zum Meer. Francis Ford Coppolas in Schwarzweiß gedrehter stilisierter Jugendbandenfilm ist die existenzialistische Version des vorher entstandenen „The Outsiders“ und spielt mit zahlreichen Symbolen,

zuweisen und erpresst alte Freunde und Ginos Geliebte Lucie. Gino kann seine blinde Wut nicht zügeln und erschießt Goitreau. Der dritte Film und letzte Film, den Alain Delon an der Seite von Jean Gabin spielte. Das Drama um die drei Protagonisten ist als Plädoyer gegen die Todesstrafe zu lesen. Regisseur und Autor José Giovanni hat sie als

USA 1973 - 90 Min.; ab 16; Regie: Terrence Malick; Darsteller: Martin Sheen, Sissy Spacek, Warren Oates.

I

m ländlichen South Dakota der späten 50er Jahre flieht ein jugendliches Liebespaar, der unangepasste Tagträumer Kit und die behütete Bürgerstochter Holly, unter Zurücklassung ermordeter Eltern aus den Zwängen miefiger Provinzialität und versucht sich eine Weile am alternativen Leben in freier Natur. Bis die Polizei dem trügerischen Idyll ein entschlossenes Ende bereitet, muss

noch ein halbes Dutzend weiterer Erwachsener gewaltsam das Zeitliche segnen. Terrence Malicks beeindruckend photographierte Gewaltmeditation zählt längst zu den Klassikern des New Hollywood Cinema. Inspiriert von dem realen Amoklauf des juvenilen Serienkillerpaares Charlie Starkweather und Caril Ann Fugate im Jahr 1958 schuf Malick eine zutiefst anrührende

von denen die Turmuhr ohne Zeiger das deutlichste ist. Der Titel bezieht sich auf siamesische Zierfische der Spezies Rumble Fish, die sich gegenseitig töten und die Motorcycle Boy aus der Tierhandlung befreien will. In einer Billardkneipe philosophiert Barmann Tom Waits über die Zeit. Jungstars Matt Dillon, Diane Lane, Nicolas Cage und Mickey Rourke wurden Weltstars.

psychologische und menschliche Tragödie inszeniert. Delon legt Gino nicht als mythische Figur, sondern als realistischen Charakter an, dem es nicht gelingt, wieder in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Unter Giovannis Regie spielte Delon noch in „Wie ein Bumerang“ und „Der Zigeuner“.

40 Geschichte über Liebe, Orientierungslosigkeit und die Ursachen von Gewalt, in der Martin Sheen und Sissy Spacek die mithin besten Leistungen ihrer an Großtaten nicht eben armen Karriere hinlegten. Inspirierte seinerseits Oliver Stone zu „Natural Born Killers“.

15


VOR 30/40/50/60 JAHREN Filmklassiker, die vor 30, 40, 50 oder 60 Jahren ihre Premiere feierten. Im Garbo - Eintritt frei!

23.10.

Im Auftrag von CIA-Chef Danforth nimmt Agent Fassett Kontakt mit dem TV-Journalisten Tanner auf, der einflussreiche Personen bloßstellt. Tanner soll bei einem gemeinsamen Wochenende seine drei alten Freunde Osterman, Tremayne und Cardone als vermeintliche KGB-Agenten ans Messer liefern. Das von Fassett überwachte Treffen der Ehepaare in Ostermans

23.10.

ie Möwe Jonathan ist eine ganz besondere Möwe. Jonathan will nur eines: schneller, höher und weiter fliegen können als seine Artgenossen. Mutig überwindet er seine Angst und stößt bis an die Grenze seiner Kräfte vor, durchbricht alle Naturgesetze und erlebt eine andere Dimension von Raum und Zeit. Denn als er einsam

eil MI 6-Chef M mit der Fitness seines Agenten 007 unzufrieden ist, muss dieser in eine Klinik. Hier findet Bond heraus, dass eine gewisse Fatima Blush einen cleveren Luftwaffenpiloten unter Drogen gesetzt hat. Beim Testflug verschwinden zwei Cruise Missiles, gelangen in die Hände von SPECTRE-Adjutant Largo, der zehn Mio. Dollar fordert, andernfalls zwei

harlie ist ein junger Ganove, der sich in Little Italy langsam in der Mafia nach oben zu arbeiten hofft. Dem stehen die zwei Menschen im Weg, die dem weichen, nachdenklichen Charlie am nächsten sind. Zum einen ist er in die junge Epileptikerin Teresa verliebt, was von seiner Familie abgelehnt wird. Weil er aber doch nicht widerstehen kann, sie zu sehen, leidet der gläubige Katholik unter Schuldkomplexen. Und

Großstädte gesprengt werden. Bond folgt Largo auf die Bahamas, tötet Fatima Blush, verliebt sich in Largos Freundin Domino, entdeckt das Lager der Raketen und macht es unschädlich. Das 1983 gedrehte Remake von „Feuerball“ lieferte sich mit dem „echten“ Bond „Octopussy“ (weil von Albert R. Broccoli erstmals allein produ-

Teresas Bruder, der unberechenbare, gewalttätige Johnny Boy, sorgt mit seinen leichtsinnigen Aktionen dafür, dass nicht nur er, sondern auch Charlie schnell ins Visier rivalisierender Mafiosi geraten. Unverkennbar autobiographisch gefärbt, etablierte dieses unter schwierigen Umständen entstandene Gangsterdrama Martin Scorsese als größtes Talent des New Hollywood.

40

Schönheit. Basierend auf dem Bestseller von Richard Bach, öffnet diese zeitlose Geschichte das Herz und lädt zum Träumen ein. Musiker-Legende Neil Diamond schrieb den Soundtrack zu diesem Oscar®-nominierten Film und wurde dafür mit dem Grammy® und dem Golden Globe® ausgezeichnet.

30

ziert) ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der Kasse, welches „Octopussy“ gewann. Sean Connery trat nach zwölf Jahren wieder als 007 vor die Kamera und spielte herrlich selbstironisch. Produzent Kevin McClory musste die Idee, Roger Moore als Bond und Connery als M spielen zu lassen, aufgeben. Ein Action-Höhepunkt ist die MotorradVerfolgungsjagd durch Monaco.

40

Ungeschminkt und einfallsreich zeigt er den Alltag in Little Italy und porträtiert seine Figuren und ihre Nöte, Sorgen und Schwächen in einer Inszenierung, die alle wichtigen Themen des Regisseurs aufgreift - und Harvey Keitel und vor allem Robert De Niro als Zeitbombe Johnny Boy als große Schauspieler mit Starpotential empfiehlt.

GB 1963 - 111 Min.; ab 12; Regie: Terence Young; Darsteller: Sir Sean Connery, Daniela Bianchi, Pedro Armendáriz, Lotte Lenya.

V

erbrecherorganisation Phantom will MI 6 und KGB gegeneinander ausspielen, um an die Dechiffriermaschine Lector, Lockmittel für die Briten, zu gelangen. M schickt James Bond nach Istanbul, wo er sich mit Kerim Bey, Chef des türkischen Geheimdienstes, anfreundet und Kontakt mit Russin Tatjana Romanova aufnimmt, die nach 16

stirbt, wacht Jonathan inmitten einem Schwarm leuchtend weißer Möwen auf. Und jetzt beginnt für Jonathan sein Leben eigentlich erst richtig. „Du hast die Freiheit, du selbst zu sein, dein wahres Ich, hier und jetzt, und nichts kann dir im Weg stehen.“ Die Möwe Jonathan ist ein visionäres Filmerlebnis von atemberaubender

Originaltitel: Mean Streets; USA 1973 - 110 Min.; ab 16; Regie: Martin Scorsese; Darsteller: Robert De Niro, Harvey Keitel, David Proval, Amy Robinson, Robert Carradine.

C

30.10.

auf die Manipulationsmöglichkeiten moderner Medien zielt. Rutger Hauer, der wegen Peckinpahs Krankheit einige Szenen inszenierte, erlebt als Tanner, wie die Apparate zum Zweck der Rache oder Karriere instrumentalisiert werden. Drei Agenten werden mit Armbrust, Pfeil und Bogen getötet. In einer seiner letzten Rollen ist Burt Lancaster als CIA-Chef zu sehen.

Originaltitel: Never Say Never Again; USA 1983 - 133 Min.; ab 12; Regie: Irvin Kershner; Darsteller: Sir Sean Connery, Klaus Maria Brandauer, Max von Sydow, Kim Basinger.

W

29.10.

Waldhaus wird zur tödlichen Falle für fast alle Beteiligten. Tanner konfrontiert Danforth in seiner Sendung und tötet Fassett, der Frau und Kind entführt hatte. Sam Peckinpahs letzter Film und nach „Die Killer-Elite“ sein zweiter Spionage-Thriller, der außerordentlich spannend Geheimdienste als gefährliche Machtzentralen schildert und

Originaltitel: Jonathan Livingston Seagull; USA 1973 - 99 Min.; ab 6; Regie: Hall Bartlett; Musik: Neil Diamond.

D

23.10.

30

USA 1983 - 102 Min.; ab 16; Regie: Sam Peckinpah; Darsteller: Rutger Hauer, John Hurt, Craig T. Nelson, Dennis Hopper.

England fliehen will. Sie stehlen die Lector. Im Orientexpress ermordet Grant, Killer von Phantom, Kerim Bey. Bond tötet Grant. Mit Tatjana und der Lector erreicht er Venedig, wo er gegen Phantom-Planerin Rosa Klebb antritt. Nach dem Überraschungserfolg von „Dr. No“ drehte Terence Young

mit doppelt so hohem Budget einen weiteren Thriller mit dem smarten Geheimagenten, der in Deutschland nach „Goldfinger“ richtig beliebt wurde. Der zweite Bond ist der erste, in dem Q für 007 eine Erfindung bereit hält, den berühmten Aktenkoffer mit Messer, Gaspatrone und Goldstücken.


powered by

BMW Werk Regensburg

PROGRAMM OKTOBER 2013

03 ZENTRALQUARTETT POPSTARS DES FREE JAZZ 10

SO 20.00 H MI 20.00 H DI 20.00 H DO 20.00 H

03 ZENTRALQUARTETT POPSTARS DES FREE JAZZ 10 – VOLVO BIG BAND | GASTSPIEL: 06 JOR ED PARTYKA JAZZ ORCHESTRA 10 PLAYS ED PARTYKA ANDERSON POCKET BRASS BAND 09 RAY MODERNER MAINSTREAM: 10 WITZIG, ORIGINELL, VIRTUOS JAHRE DIE NEGERLÄNDER 17 30 THE FOURTH DECADE 10 JAHRE DIE NEGERLÄNDER 18 30 THE FOURTH DECADE 10

SO 20.00 H

DO 20.00 H

FR 20.00 H

DI 20.00 H

MI 20.00 H

SO 20.00 H

DO 22.00 H

JAZZ CLUB Regensburg e.V. | Bertoldstraße 9 | 93047 Regensburg | Tel. +49 (0)941 563375 | Fax +49 (0)941 5999715 info@jazzclub-regensburg.de | www.jazzclub-regensburg.de

20 10 23 10 29 10 31 10

TRIO TRIKOLORE PIAF

06 10

JOR – VOLVO BIG BAND | GASTSPIEL: ED PARTYKA JAZZ ORCHESTRA PLAYS ED PARTYKA

PAULO MORELLO / JERMAINE LANDSBERGER TRIO FEAT. RANDY BRECKER JAZZ FUNK CINDY BLACKMAN SANTANA GROUP „ANOTHER LIFETIME“ A TRIBUTE TO TONY WILLIAMS 15 JAHRE MUDESTRA UNA VOCE – UN MANDULIN – UNA CHITARRA MUSICA DELLA STRADA

Ernst-Ludwig Petrowsky – as Konrad Bauer – tb Ulrich Gumpert – p Günter Baby Sommer – dr, perc

Julia Oschewsky – voc Oliver Leicht, Petr Kalfus, Mark Wyand, Tini Thomsen, Edgar Herzog – sax, cl Tobias Weidinger, Benny Brown, Jörg Engels, Martin Auer, Florian Menzel – tp | Linus Bernoulli – flh Simon Harrer, Lukas Wyss, Juliane Gralle, Jan Schreiner – tb Hendrik Soll – p | Paul Imm – b | Reini Schmölzer – dr Ed Partyka – cond, comp, arr

1973 unter dem Titel Synopsis gegründet, entwickelte sich die zunächst gänzlich ungebunden improvisierende Formation bald zu einer Instanz des deutschen Jazz mit internationaler Bedeutung. Dabei unterstreicht der Name ZENTRALQUARTETT seit 1984 das Bild einer Gruppe von führenden Jazzern der DDR. Die Musiker sind in der Lage, in einem wohlproportionierten Gefüge aus volksliedhaften Formelementen und avantgardistischen Instrumentalpassagen eine höchst vitale Musik zu erzeugen. Die Arrangements ergeben mustergültige Freejazz-Lieder, deren Dynamik eine emotionale Tiefe erlebbar macht. Möglicherweise sind dadurch die Zentralquartett-Mannen zu so etwas wie die Popstars des Free Jazz geworden.

Das Jazzorchester Regensburg erweitert in diesem Jahr seinen Radius – musikalisch, künstlerisch, geografisch. Für das Herbstkonzert lädt es das Orchester seines Bandleaders, des Bassposaunisten und Professor für Jazztheorie, Ed Partyka, zu einem Gastspiel ins Weltkulturerbe ein. Eine Eigenheit des ED PARTYKA JAZZ ORCHESTRA (EPJO) ist die Fokussierung auf die Musik und Arrangements des Leaders, der alles selbst schreibt und für seine junge, kraftvolle Band arrangiert. Ed Partykas einzigartige Musik fordert Musiker wie Hörer: Kompositionen und Interpretationen sprühen Funken überbordender Spielfreude und feiner Ironie. Darauf dürfen sich die Regensburger Bigbandfans im Oktober freuen.

Veranstaltungsort: Jazzclub im Leeren Beutel AK 20 €, VV 19 €, E 18 €, S&S 14 €, M 14 € €

Veranstaltungsort: Jazzclub im Leeren Beutel AK 20 €, VV 19 €, E 18 €, S&S 14 €, M 14 €

jazz restaurant club galerie leerer beutel sandra loeffler ´verborgen´

öffnungszeiten: mo 19 – 23 uhr di – so 11 – 23 uhr ausstellungsdauer: 09. 09. – 21.10.2013

fischmond, 2013, 50 x 50 cm tusche, marker, acryl, collage


Ray Anderson – trb, voc Lew Soloff – tr Matt Perrine – tu Eric McPherson – dr

17 10

&

FR 20.00 H

RAY ANDERSON POCKET BRASS BAND MODERNER MAINSTREAM: WITZIG, ORIGINELL, VIRTUOS

DO 20.00 H

MI 20.00 H

09 10

18 10

30 JAHRE DIE NEGERLÄNDER FESTIVAL AVANTGARDE-JAZZ

Mit einem zweitägigen Festival feiern Regensburgs Botschafter des Avantgarde-Jazz ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum im Leeren Beutel. Mit ihrer Experimentierfreude, Spiellust, Spontaneität, Intensität, Spielwitz, Sensibilität und grenzüberschreitenden Projekten begeisterten sie das Publikum in den vergangenen Jahren in Schottland, Frankreich, Schweiz, Österreich, Tschechien, Ungarn genau so wie das von Osnabrück bis Berchtesgaden.

unterstützt von:

17 10

30 JAHRE DIE NEGERLÄNDER FESTIVAL THE FOURTH DECADE

Norbert Vollath – saxes, bcl, loops Heinz Grobmeier – saxes, schlappophon, div. Bertl Wenzl – saxes, violin Roland HH Biswurm – dr, perc Gäste: Thomas Gundermann – dudelsack Walter Weißenborn – perc

Jubiläumskonzert mit vielen neuen, energiegeladenen Kompositionen und Improvisationen – aber auch einige „Negerländer-Klassiker“ werden neu aufbereitet. Veranstaltungsort: Jazzclub im Leeren Beutel AK 15 €, VV 15 €, E 15 €, S&S 12 €, M 12 €

FR 20.00 H

Das Konzert der RAY ANDERSON POCKET BRASS BAND zählt sicherlich zu den Highlights des Herbstes 2013! Mit dem All-Star-Ensemble nimmt der wandlungsfähige Musiker aus Chicago Bezug auf die Tradition der Marching Bands in New Orleans und bläst der Musik der Großväter so richtig den Marsch! RAY ANDERSON pflegt trotz eines mehrstimmigen Spiels (multiphonics) einen rotzig frechen Spielstil, er ist außerdem bekannt für seine witzigen Kompositionen und Soli. Dabei lotet er alle Möglichkeiten der Posaune aus. 1981 war Anderson Mitbegründer der Band Slickaphonics, die für ihren Avantgarde-Funk bekannt wurde. Ebenfalls in den 1980er Jahren gründete er zusammen mit dem Bassisten Mark Helias und dem Schlagzeuger Gerry Hemingway ein Trio, das sich nach der zweiten Platte 1985 BassDrumBone nannte. Seit Mitte der 1990er Jahre gründete Ray Anderson immer wieder erfolgreiche Bandprojekte wie THE ALLIGATORY BAND, THE LAPIS LAZULI BAND, SLIDERIDE (Posaunenquartett zusammen mit Craig Harris, George Lewis und Gary Valente) oder THE POCKET BRASS BAND. Seiner Pocket Brass Band gehören mit ERIC MCPHERSON am Schlagzeug, dem Tubaspieler MATT PERRINE und Altmeister LEW SOLOFF an der Trompete richtige Giganten der Szene an. Auch wenn Jüngere nur noch wenig mit den funky Jazzrockern von „Blood, Sweat & Tears“ anfangen können, die Soloff mit gegründet hat, Barbara Streisand und Marianne Faithfull, für die er Leadtrompete gespielt hat, sind auch heute noch allen ein Begriff. Noch schillernder ist die Welt, in welcher sich der in New Orleans lebende Matt Perrine (contrabass, ebass, sousaphon) bewegt. Von Rock‘n‘Roll bis Avantgarde, von Fusion bis Reggae, spielte er mit Aaron und Charles Neville, Branford Marsalis, Lillian Bouteé und den „Loose Strings“. Der hochvirtuose Trommler Eric McPherson spielte mit Jackie McLean, Pharaoh Sanders, Andrew Hill, Richard Davies, Claudia Acuno, Jason Moran, Greg Osby und Avishai Cohen. Ein Ensemble also, das ein musikalisches Feuerwerk zünden wird und das mehr Erfahrung im kleinen Finger hat, als andere auf dem ganzen Buckel.

DO 20.00 H

KINOS IM ANDREASSTADEL

18 10

30 JAHRE DIE NEGERLÄNDER FESTIVAL THE FOURTH DECADE

Jeder der vier „NEGERLÄNDER“-Musiker stellt ein Festival- Projekt vor.

BISIS BUM BUM RAGA ROLL ROLAND HH BISWURM Nasir Aziz – sitar Mounir Aziz – tabla Fjoralba Turku – voc

Jeannette Lakèl – fl Roland HH Biswurm – dr, perc, voc

West-Östlicher Divan

Veranstaltungsort: Jazzclub im Leeren Beutel AK 22 €, VV 21 €, E 20 €, S&S 15 €, M 15 €

Schön hier.

BMW

Werk Regensburg

Freude am Fahren

Hier liefern wir seit vielen Jahren zuverlässig Energie und Trinkwasser. Hier fördern wir Sport und Kultur, alles was Ihr Leben lebenswert macht. Hier sind Sie und wir daheim. Gut für Regensburg. Gut für die Region. Ihre REWAG.

Energie Trinkwasser

DOPPELTE FREUDE. Das BMW Werk Regensburg unterstützt als Sponsor den Jazzclub Regensburg e.V. Wir wünschen allen Besuchern der Veranstaltungen viel Vergnügen. Weitere Infos: www.bmw-werk-regensburg.de

Leben


Eva Sixt – rezitation Mike Reisinger – bcl, acc, voc Georg Janker – b, electronic

Fredi Pröll – dr Norbert Vollath – bcl, saxes

„Shut Your Eyes And See“ (James Joyce, Ulysses)

ACOUSTIC CALEIDOSCOPE HEINZ GROBMEIER

DI 20.00 H

ULYSSES NORBERT VOLLATH

29 10

CINDY BLACKMAN SANTANA GROUP „ANOTHER LIFETIME“ A TRIBUTE TO TONY WILLIAMS

Cindy Blackman Santana – drums Marc Cary – keys Aurelien Budynek – guitar Rashaan Carter – bass

Jana Koubkova – voc Peter Knoll – maultrommel, balafon Thomas Hahner – kora, khaen Fredy Granzer – acc Frank Wendeberg – udu, perc Heinz Grobmeier – saxes, eigenbauten Helmut C. Kaiser – steeldrum, perc

handish BERTL WENZL Stoarg – b X-tof – g Bertl – saxes

Lud – dr, vibes Assanger – dr, vibes

Genreübergreifende Instrumentalmusik, irgendwo zwischen Postrock, Jazz, Metal, Hard und Easy Listening

SO 20.00 H

Veranstaltungsort: Jazzclub im Leeren Beutel AK 15 €, VV 15 €, E 15 €, S&S 12 €, M 12 €

20 10

TRIO TRIKOLORE PIAF

Eva Sixt – voc Rainer J. Hofmann – acc, b, voc Sepp Frank – b, acc, voc

Mit Piafs „L’accordéoniste“ begann vor über 13 Jahren die Karriere des TRIO TRIKOLORE. Seither sind viele weitere Chansons der Sängerin ins Repertoire des Trios eingegangen. Anlässlich des 50. Todestags von Edith Piaf haben Eva Sixt, Rainer J. Hofmann und Sepp Frank ein Programm zusammengestellt, das sich ausschließlich der Ikone des Chansons widmet. Bekannte Klassiker wie „La vie en rose“, aber auch Abgelegenes wie „C‘est pour ça“ – sie alle werden vom TRIO TRIKOLORE auf unverwechselbare Weise neu interpretiert.

MI 20.00 H

Veranstaltungsort: Jazzclub im Leeren Beutel AK 16 €, VV 15 €, E 14 €, S&S 12 €, M 10 €

23 10

PAULO MORELLO / JERMAINE LANDSBERGER TRIO FEAT. RANDY BRECKER JAZZ FUNK

Randy Brecker – tr Jermaine Landsberger – organ Paulo Morello – g Christoph Huber – dr

BLACKMAN begann ihre Karriere als Straßenmusikerin in New York City. In den 1980er Jahren kehrte sie nach New York zurück, wo sie eine eigene Band leitete, unter anderem mit der Bassistin Kim Clarke. Bekannt wurde sie als Schlagzeugerin des Rocksängers Lenny Kravitz, mit dem sie von 1993 bis 2004 arbeitete. Daneben trat sie mit Musikern wie Jackie McLean, Joe Henderson, Don Pullen, Hugh Masekela, Pharoah Sanders, Sam Rivers, Cassandra Wilson, Angela Bofill, Bill Laswell und Buckethead auf. Im Frühjahr 2009 tourte Blackman mit Socialibrium durch Europa, unter anderem mit Bernie Worrell und TM Stevens. Am 9. Juli 2010 gaben Blackman und Carlos Santana während eines Konzerts seiner Universal Tone Tour in Chicago bekannt, demnächst zu heiraten. Die Hochzeit fand am 21. Dezember 2010 auf Maui statt. Veranstaltungsort: Jazzclub im Leeren Beutel AK 22 €, VV 21 €, E 20 €, S&S 12 €, M 12 €

DO 20.00 H

Ein farbenfrohes Panoptikum avantgardistischer Ethno-Musik

© Jimmy Bruch

31 10

Thomas Tezzele – mand, voc Clemens M. Peters – g, voc Gustavo Martin Sanchez – tenor Gast: Reinhold Bauer – perc

Die CANZONI NAPOLITANE kommen aus den Herzen der Menschen, finden ihren Ursprung in unerfüllten Sehnsüchten und Wünschen, in den alltäglichen großen und kleinen Problemen der Menschen. Der Klang des lyrischen Tenors und die sparsame Instrumentierung unterstreichen die Leichtigkeit und den manchmal ironischen Unterton, der in den Sprachbildern der Canzoni versteckt ist. MUDESTRA beherrschen den fliegenden Wechsel zwischen Traurigkeit und Festtagsstimmung mühelos. Egal ob Tenor oder Mandoline, die Stimmung wechselt von einem zum anderen Lied völlig und behält doch immer den Charme der italienischen Straße. Sie reduzieren die gefühlvoll sentimentalen, oft auch versteckt sarkastischen Lieder auf ihren Kern: die Melodie und den Text. Veranstaltungsort: Jazzclub im Leeren Beutel AK 18 €, VV 16 €, S&S 14 €, M 14 €

VORSCHAU: NOVEMBER SO 03.11. KAISEI: PAUL VAN KEMENADE – AKI TAKASE – HAN BENNINK MI 06.11. SVÄNG DI

unterstützt von:

JERMAINE LANDSBERGER, PAULO MORELLO und CHRISTOPH HUBER holen den legendären Sound der Hammond-B3-Gitarren-Besetzung in den Jazz der Gegenwart. Auf dem neuen Album „Hammond Eggs – Back In The Pan“ jonglieren sie mit ungeraden und geraden Taktarten, sich überlappenden Rhythmen und einer Funkiness, die aus der Begegnung von Jazzimprovisation, der rhythmischen Intensität des Rock und der Hitze des Funk rührt. Live wie im Studio haben sie sich dazu mit RANDY BRECKER einen der gefragtesten und für dieses Projekt geradezu idealen US-Jazzmusiker auf die Bühne geholt. Der Trompeter und Flügelhornist, der den Fusion- und Jazz-Rock-Sound aufmischte, hat mit H. Silver, G. Benson, Zappa oder Lou Reed gespielt. Veranstaltungsort: Jazzclub im Leeren Beutel AK 28 €, VV 27 €, E 26 €, S&S 18 €, M 18 €

15 JAHRE MUDESTRA UNA VOCE – UN MANDULIN – UNA CHITARRA MUSICA DELLA STRADA

12.11. PANZERBALLETT

DO 14.11. TALENTS ON STAGE DO 21.11. STEAMBOAT SWITZERLAND SA 23.11. AIDSTANZGALA MI 27.11. MANFRED BRÜNDL SILENT BASS DO 28.11. JAZZSESSION IM LOKSCHUPPEN


Haus Heuport

„Roter Abend“ SLOW FOOD Veranstaltung

Regensburg

Europäische Spitzenwinzer präsentieren persönlich ihre Weine.

So, 03.11. 2013

Öffnungszeiten: Mittwoch – Freitag 9 – 19 Uhr und Samstag 10 – 14 Uhr Telefon 0941/3075755 | info@weinkontor-sinzing.de | www.weinkontor-sinzing.de

Bei uns

e

für Mod Ihre Adresse in Regensburg

geben Sie den Ton an! …140 Geschäfte unter einem Dach, ein umfangreiches Gastronomieangebot und Service total!

Kostenlos parken BETTY BARCLAY STORES: REGENSBURG UNTERE BACHGASSE 12 UND DONAUEINKAUFSZENTRUM

28.9. – 12.10.2013 Fo tog raf isc he Lan de sau sst ell un g www.donaueinkaufszentrum.de . Mo.- Sa. bis 20. 20 00 Uhr geöffnet

JAZZCLUB IM LEEREN BEUTEL LOCATION Die gemeinnützige, nichtkommerzielle Institution realisiert regelmäßig ein hochkarätiges Musikprogramm von beachtlichem Niveau. Namhafte deutsche und internationale Künstler, aber auch Newcomer und noch unbekannte Talente präsentieren im „Leeren Beutel“ die volle Bandbreite des Jazz.

Öffentliche Verkehrsmittel: Haltestelle Dachauplatz Haltestelle Ostengasse

Dona

Dachauplatz

Os gas tense

Leerer Beutel

Ber t oldst

Histor. Museum

u

H ga allersse

Dom

Trothe ngass e

Dona u ma rkt

D.-Martin-Luther-Str.

Das Stammhaus des Jazzclubs bietet in seinen historischen Mauern und seinem stilvollen Ambiente hierzu den idealen Rahmen.

JAZZCLUB Regensburg e. V. | Bertoldstraße 9 | 93047 Regensburg Tel. +49 (0)941 563375 | Fax +49 (0)941 5999715 info@jazzclub-regensburg.de | www.jazzclub-regensburg.de AK Abendkasse VV Vorverkauf E Ermäßigung S&S Schüler und Studenten M Mitglieder

r.

Karten sind im Vorverkauf bei der Tourist-Information (Altes Rathaus), bei eventim.de und im Jazzclubbüro von Montag bis Freitag 13.00 – 17.00 Uhr sowie an der Abendkasse erhältlich. Redaktion: Jazzclub Regensburg e. V. | Gestaltung: JANDA+ROSCHER, Die WerbeBotschafter


OKTOBER 2013 STEIN DER GEDULD Frankreich/Deutschland/Afghanistan, 2012, 100 min., dt. F. u. OmU, Regie: Atiq Rahimi, mit: Golshifteh Farahani, Hamid Djavadan, Massi Mowrat u. a. Sie sitzt jeden Tag da und wartet, dass er erwacht. Seit Wochen schon liegt ihr Mann im Koma. Sie pflegt ihn zuhause, ärztliche Versorgung kann sie sich nicht leisten. Es ist Krieg in Afghanistan und der Mann war Soldat. Nun muss sie sehen, wie sie und die Kinder überleben. Und eines Tages beginnt sie zu sprechen. Sie erzählt ihm alles. Alle Geheimnisse, alle Sorgen und Nöte. Denn zum ersten Mal kann sie frei reden. Der Stein der Geduld ist ein der persischen Mythologie entliehenes Bild. Die Sage erzählt von einem Stein, der sich alle Sorgen eines Menschen anhört, bis er aufgrund der Last am Jüngsten Tag in tausend Stücke zerbricht. Regisseur und Autor Atiq Rahimi nutzte die Metapher bereits in seiner gefeierten Buchvorlage, um einer unterdrückten Frau, die für viele Frauen in diesem Kulturraum steht, eine Stimme zu geben. Wie in einem Kammerspiel fängt die Kamera auch hier die wenigen Figuren in engstem Raum miteinander ein und leitet den Zuschauer durch die Stimme und die visualisierten Erinnerungen der Hauptdarstellerin Golshifteh Farahani, die durch ihr faszinierendes und intensives Spiel ein Schicksal schmerzhaft erlebbar macht. Wie in einem Sog folgt man der Figur und realisiert nach und nach das ganze Ausmaß der Unterdrückung, Fremdbestimmung und Unfreiheit, die Frauen in Afghanistan erleiden müssen. Präzise beobachtet und sorgfältig arrangiert hat in diesem spärlichen Setting alles seine ganz genaue Bedeutung, sodass kein Bild zuviel erscheint. Ein wichtiges filmisches Plädoyer für die Emanzipation. 10. - 13.10. 19.00 Uhr dt. Fassung 14. - 16.10. 19.00 Uhr OmU

AUF DEN ZWEITEN BLICK Deutschland, 2013, 90 min., R: Sheri Hagen, mit: Anita Olatunji, Michael Klammer, Ingo Naujoks, Nele Rosetz u.a. Berlin, Metropole von Deutschland; Integration von Ost und West; multikulturelle Gesellschaft, Aufbruch, Bewegung, Kreativität, aktives Leben – Aber auch Alleinsein, Einsamkeit und Anonymität. Jeder sehnt sich nach Zweisamkeit und jede Liebe ist möglich – man muss sie nur finden und leben. AUF DEN ZWEITEN BLICK ist ein Film über Kay und Falk, Benjamin und Elena, Till und Pan – drei sehbehinderte Paare im Großstadtmoloch Berlin – die sich begegnen, entdecken und zueinander hingezogen fühlen. „AUF DEN ZWEITEN BLICK ist ein sehr bemerkenswerter Erstlingsfilm der jungen Regisseurin Sheri Hagen. Der fein ineinander gewobene Episodenfilm nutzt die Sehbehinderung seiner Protagonisten als lose Klammer, um die Erzählfäden zusammenzuhalten. Er entwickelt gleichzeitig die eingeschränkte Sehfähigkeit seiner Hauptfiguren als elegante Metapher für menschliche Defizite und Verletzungen und die Chance, die sich ergibt, wenn man sein Schicksal selbst in die Hand nimmt. So gelingt Sheri Hagen mit „Auf den zweiten Blick“ ein stimmungsvolles Plädoyer dafür, seine Begrenzungen zu überwinden, sich seinen Ängsten zu stellen, neuen Mut zu schöpfen, über sich selbst hinauszuwachsen und Liebe zu wagen. Die Quintessenz: Liebe ist möglich – man muss sie nur finden und leben.“ (www.filmfest-emden.de) 10. - 16.10. 20.45 Uhr

SHADOW DANCER GB/IR, 2012, 92 min., OmU, R: James Mars, mit: Clive Owen, Andrea Riseborough, Gillian Anderson u.a. Im Belfast des Jahres 1973 soll die 10jährige Collette für ihren Vater Zigaretten kaufen. Statt selbst zu gehen, schickt sie aber ihren kleinen Bruder, der in ein Feuergefecht zwischen Katholiken und Protestanten gerät und angeschossen wird. Ihr Bruder stirbt. Collette lebt. 20 Jahre später in London: Collette trägt eine Tasche offensichtlich gefährlichen Inhalts in die Londoner U-Bahn. Der Anschlag scheitert, Collette wird gefaßt und vom MI5-Agenten Mac angeworben, ihn mit Informationen über die Pläne ihrer Brüder Gerry und Conor zu versorgen. Besonders Gerry ist für den britischen Geheimdienst wichtig, der führende IRA-Mann gilt als gefährdende Komponente bei den laufenden Friedensverhandlungen mit der IRA-Führung. Collette, alleinerziehende Mutter eines 9jährigen Jungen, läßt sich auf den Deal mit Mac ein...... Andrea Riseborough vermag es in jeder Szene, ihrer Figur zugleich Verletzlichkeit und Stärke zu verleihen und sie trotz steter emotionaler Zugänglichkeit undurchschaubar bleiben zu lassen. Auch Clive Owen zeigt sich als Mac in Bestform und sorgt dafür, dass seine Figur beinahe jede Klischeevorstellung eines britischen Geheimagenten gekonnt umschifft. Wie der Film alle Facetten dieser komplexen Beziehung bis zum Schluss ausreizt, ist vorbildhaft. Der Schluss selbst in seiner Konsequenz ein Statement in Erzählmut. Und der Film in seiner Gesamtheit der Beweis: Perfektion muss nicht langweilig sein. Spannender als hier wird man sie selten erleben. 17. - 21.10. 19.00 Uhr + 22. - 23.10. 20.45 Uhr

KINO filmgalerie Bertoldstr. 9 93047 Regensburg Tel. 0941 298 45 63 BÜRO Arbeitskreis Film Regensburg e.V. Bertoldstr. 9 93047 Regensburg Tel. 0941 298 45 63 info@filmgalerie.de www.filmgalerie.de BÜRO Kurzfilmwoche Andreasstr. 28 93059 Regensburg Tel. 0941 56 09 01 info@kurzfilmwoche.de www.kurzfilmwoche.de gefördert von:

21


SLOW FOOD STORy

NAKED OPERA

Italien, 2013, 76 min., OmU, R: Stefano Sardo

Luxembourg/Deutschland, 2013, 85 min., OmU, R: Angela Christlieb

Die ganze Welt ist von Fast-Food-Filialen besetzt... Die ganze Welt? Nein! Eine von unbeugsamen Italienern bevölkerte kleine Stadt hört nicht auf, den erdumspannenden Burgern und ihrem Gefolge Widerstand zu leisten. Was in der kleinen Stadt Bra im Nordwesten Italiens vor 25 Jahren als fast aussichtsloser Kampf gegen Fast-Food-Konzerne begann, ist heute zu einer internationalen Bewegung geworden: „Slow Food“. Ihr Zaubertrank ist der gute italienische Wein und ihr Kampfgeist kann sich mit dem der berüchtigten Gallier allemal messen. In über 150 Ländern setzt sich Slow Food mittlerweile für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln ein – in der Produktion ebenso wie in der Zubereitung. Spannend und amüsant erzählt Regisseur Stefano Sardo die SLOW FOOD STORY und zeigt, dass hinter „Slow Food“ mehr steht, als die Liebe zu gutem Essen: Es geht um den Erhalt kultureller und biologischer Vielfalt, um den Schutz des Planeten und um bewusste Entschleunigung im eigenen Leben. Wir haben es schon geahnt: Schneller, höher, weiter ist nicht immer besser. Aber wie sich aus dem Wahnsinn ausklinken? SLOW FOOD STORY zeigt, dass es möglich ist. 24. - 30.10. 19.00 Uhr 31.10. 20.00 Uhr

NAKED OPERA erzählt die Geschichte eines Mannes mit vielen Gesichtern. Marc ist talentiert, intelligent, eloquent und wohlhabend, aber seit Kindheitstagen leidet er an einer unheilbaren Krankheit. Auf den Spuren Don Giovannis ist er stets auf der Suche nach der perfekten Inszenierung seines Lebens und seiner Lieblingsoper. Er entkommt jedes Wochenende aufs Neue seinem geregelten, bürgerlichen Alltag, indem er auf der Jagd nach der ultimativen Aufführung von „Don Giovanni“ die Welt bereist. Marc umgibt sich mit jungen hübschen Männern, residiert in den schönsten Hotels der Welt und genießt die Freuden des Lebens. Regisseurin Angela Christlieb begibt sich mit Marc auf eine Reise von Luxemburg bis nach Venedig, auf der sich Marc in einen jungen Pornodarsteller verliebt. Mit NAKED OPERA gelingt ihr ein ebenso konfrontatives wie intimes Porträt einer tragisch faszinierenden Person. NAKED OPERA ist visuell beeindruckend – ein Film, der zugleich in einen brillanten Geist und in ein hedonistisches Universum eintaucht. 17. - 21.10. 20.45 Uhr

DRAUSSEN IST SOMMER D/CH, 2012, 90 min. R: Friederike Jehn, mit: Nicolette Krebitz, Wolfram Koch, Maria-Victoria Dragus

EINFACH LEBEN Deutschland, 2013, 60 min, Drehbuch / Regie: Grun / Brändle, Kamera: Ole Swenson, Musik: Sitzmann / Kö, mit: Hannah Baus, Johannes Eichinger, Sepp Hobelsberger, Marlene Tahedl „Einfach leben ist die bayerische Antwort auf den französischen Bestseller Film „Ziemlich beste Freunde“. Der Unterschied ist, dass unser Film ohne Geld, ohne die Kontraste arm/ reich und ohne den Unterschied schwarz / weiß auskommen muss. Dieser Film wird und einfach nur über zwei Geschwister erzählt. Merle (Hannah Baus) ist eine vor Leben sprühende Überlebenskünstlerin. Sie fährt mit ihrem VW Bus durch die Gegend und versucht sich mit Aushilfsjobs durchs Leben zu schlagen. Sie tut einfach das, wozu sie Lust hat. Merle lebt schon lange nicht mehr zu Hause. Als jedoch ihr Bruder Martin (Johannes Eichinger) den 25. Geburtstag feiert, möchte sie ihr Versprechen einlösen und ihn auf einen Trip durch den bayrischen Wald mitzunehmen. Da der Bruder weiß, wie chaotisch seine Schwester ist, möchte er lieber auf dieses Geburtstagsgeschenk verzichten. Merle ahnt das schon und entführt schlichtweg ihren Bruder. Nach anfänglicher Unlust, bekommt Martin immer mehr Freude an dem Trip. In der Nähe von Roding ist ihre Zentrale. Von da aus erkunden sie die Gegend. Leider hat Merle nicht mit ihrem etwas überempfindlichen Vater (Sepp Hobelsberger) gerechnet, der die Suche nach dem Sohn aufnimmt. Einfach leben, ist ein kleiner charmanter Film, der uns zeigt, dass es noch Menschen gibt, die Dank ihrer unkonventionellen Lebensweise andere Menschen mitreißen können.“ ( Erik Grun ) 4.10. 18.00 Uhr + 5. - 9.10. 18.30 Uhr

VERLOREN IN DOLORES! Deutschland, 2012, 60 min., Regie: Erik Grun, Tanz: Carlos Osatinsky, Mercedes Appugliese, Silke Woschnjak, Berenika Kmiec, Company Raum B und weitere Darsteller aus Regensburg 22. - 23.10. 19.00 Uhr

22

Der deutsche Film hat ein Pfund, mit dem er wuchern kann: junge und brillante Schauspieler. Als bestes Beispiel gilt die 18jährige Maria-Victoria Dragus, die schon in Michael Hanekes "Das weiße Band" oder Emily Atefs "Töte mich" großes Talent bewies. In Friederike Jehns Coming-of-Age-Drama spielt sie die 14jährige Wanda, die mit ihrer Familie zum Neuanfang von Berlin in die Schweiz zieht. Im großen Haus mit verwildertem Garten in kleinstädtischer Idylle soll alles besser werden, vor allem die verkorkste Beziehung zwischen den Eltern (Nicolette Krebitz, Wolfram Koch), aber die Gattin kann den Seitensprung ihres Ehemannes nicht vergessen und verzeihen. Es bleibt, wie es ist. Vorwürfe, Geschimpfe, Misstrauen. Auf den Konflikt reagieren die Kinder ganz unterschiedlich. Wanda flüchtet sich in erste sexuelle Erfahrungen, ihre Schwester vergrault durch unerträgliche Dominanz Freunde und der kleine Bruder verweigert sich sprachlicher Kommunikation und zieht sich in seine eigene Welt zurück.

Friederike Jehn ("Weitertanzen") erzählt leise und konsequent vom schmerzhaften Prozess des Erwachsenwerdens und dem fast aussichtslosen Kampf um eine intakte Familie und festen Halt in einer haltlosen Zeit. Dabei konzentriert sie sich auf die inneren Widersprüche und Unsicherheiten der Protagonistin, die retten will, was nicht mehr zu retten ist, ihrer Neugier auf das Leben und gleichzeitig die Angst vor dem Unbekannten. Sie spielt gekonnt mit Symbolen und optischen Kontrasten, setzt die Schönheit eines bunten und hellen Sommers draußen gegen familiäre Eiszeit drinnen, schmucke und schicke Räume gegen emotionale Verwahrlosung, seelische Traurigkeit und tiefe Verletzungen. Es gibt in dieser Alltagsgeschichte keine Schuldzuweisungen an die Erwachsenen, auch die würden gerne dem Idealbild von sich liebenden und für die Kids sorgenden Eltern entsprechen, scheitern aber an nicht zu kittenden Brüchen. Die gefrorenen Gefühle sind auch durch den heißesten Sommer nicht mehr aufzutauen. Dieser Abgesang auf die Kindheit geht zu Herzen. (mk.) 24. - 30.10. 20.45 Uhr


BOTTLED LIFE - DAS GESCHäFT MIT DEM WASSER Deutschland, 2012, 90 min., R: Urs Schnell; "Im Märchen spinnt die Müllerstochter aus Stroh Gold. Eine moderne Version dieser von den Gebrüdern Grimm im "Rumpelstilzchen" festgehaltenen Fantasie setzt Nestlé dieser Tage in die Tat um. Der einst von einem deutschen Auswanderer gegründete Schweizer Nahrungsmittelmulti hat einen Weg gefunden, aus Grundwasser satte Gewinne zu destillieren und seine Wassersparte auf dem Weltmarkt für Flaschenwasser so in die Pole-Position gebracht – mit Zynismus, mit Hilfe von Anwälten, Lobbyisten sowie auf Kosten von Umwelt und Bevölkerung in den betroffenen Schwellen- und Entwicklungsländern. Die These vertreten Urs Schnell und Res Gehriger in "Bottled Life", und damit sorgt der Dokumentarfilm in der Schweiz seit der Uraufführung an den Filmtagen Solothurn für reichlich Diskussion" (Badische Zeitung) 26.9. - 3.10. 19.00 Uhr + 7. - 8. 10. 20.00 Uhr Medizin kontrovers

I WON’T GO qUIETLy Deutschland, 2012, 80 min., teilw. OmU, R: Anne Sono ( Anne Blumenthal ) „Sechs Frauen und eine Diagnose. HIV positiv und doch nicht krank. Der Film widmet sich den offenen Fragen um HIV. Er zeigt exemplarisch am Leben von sechs Frauen, wie diese Diagnose zustande kommt, welche Auswirkungen sie auf das Leben der Frauen hat und wie sie jede für sich selbst diese Krankheit überwunden haben. Müssen wir sterben, wenn die Ärzte uns sagen, wir werden sterben?“ ( Pressetext ) „Ist HIV eine Todesdiagnose? Muss man sterben, weil die Experten sagen, dass man krank werden und sterben wird? Es gibt Menschen, die trotz dieser Diagnose nicht krank werden, teilweise seit Jahrzehnten nicht. Was ist das Geheimnis ihrer Gesundheit? Warum erfahren wir nichts von ihnen? Wir sollten meinen, dass diese Menschen im Zentrum des medizinischen Interesses stehen und gründlich erforscht werden. Aber das Gegenteil ist der Fall: sie werden ignoriert, bekämpft, bedroht und kriminalisiert. Warum? Könnte doch ihr Leben eine Antwort beinhalten, die uns alle und die Weltgesundheit weiterbringt.“ ( gesundheitsaufklaerung.de ) 6.10. 20.00 Uhr Die Regisseurin ist anwesend und stellt sich gerne den Fragen des Publikums.

OBEN IST ES STILL BOVEN IS HET STIL, NL/D, 2013, 93 min., dt. F., R: Nanouk Leopold, mit Jeroen Willems, Henri Garcin,Wim Opbrouck, Martijn Lakemeier u.a. Der Landwirt Helmer verfrachtet seinen über 80jährigen Vater, mit dem ihm mehr Hass und Gleichgültigkeit als Liebe verbindet, zum Sterben nach oben in den ersten Stock. Es ist ein Schritt der Befreiung für ihn. Dass er sich nie wirklich für Frauen interessiert hat, wollte sich der Mittfünfziger nie eingestehen, so wie er auch die zaghaften Annäherungsversuche des Milchfahrers abblockt. Erst als ein junger Knecht auf den Hof kommt, entdeckt er die physische Liebe zwischen Männern. Nach dem Tod des Vaters ist er bereit für einen Neuanfang. 3. + 5.10. 20.00 Uhr

THE LEGEND OF KASPAR HAUSER LA LEGGENDA DI KASPAR HAUSER, Italien, 2012, 93 min., OmU, R: Davide Manuli, mit: Vincent Gallo, Claudia Gerini, Elisa Sednaoui, Silvia Calderoni u.a. Am Strand einer namenlosen Mittelmeerinsel wird ein mysteriöses Zwitterwesen aufgefunden, auf dessen weiblicher Brust "Kaspar Hauser" tätowiert steht und das sich auf wenig mehr als wortloses Tanzen versteht. Da der Jugendliche sich nicht erklären kann, macht jeder Inselbewohner sich seinen eigenen Reim auf dessen Existenz. Eine surreale, schwarz-weiße Interpretation der Waisenkindgeschichte, die in wunderschönen Plansequenzen die Versatzstücke der Kaspar-Hauser Legende durchdekliniert und um futuristische Aspekte ergänzt. 26.9. - 2.10. 20.45 Uhr

Spanische Kurzfilme - zu Gast: Pedro Palacios Der Filmproduzent Pedro Palacios stellt fünf seiner Kurzfilme vor, die alle auf nationalen und internationalen Festivals mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Palacios ist auch Co-Regisseur des viel beachteten Kurzfilmes "Las viudas de Ifni", der dieses Jahr Finalist bei den spanischen Filmpreisen „Goya“ wurde. LOS PLANETAS (2005), 16 min., R: José Carlos Ruiz, OF mit engl. Untertiteln Ana schnappt zufällig eine Bemerkung ihres Mannes Carlos auf. Diese Begebenheit löst in ihr einen Strudel von obsessiven Gedanken aus. LAS VIANDAS (2004), 20 min., R: José Antonio Bonet, OF mit dt. Untertiteln Ein einsames Restaurant mitten in den Bergen: Ein einsamer Gast und ein Koch, der seine besten Gerichte auftischt... CUADRILÁTERO (2004), 16 min., R: José Carlos Ruiz, span. OF Vier Personen, die unfähig sind, ihre Gefühle auszudrücken: Ein Film über Liebe und unerwiderte Zuneigung. CLASES DE RUSO (2001), 20 Minuten, R: José Antonio Bonet, OF mit engl. Untertiteln Eine russische Frau trifft einen Mann in Madrid. Zwei Fremde teilen ihre Erinnerungen und Geheimnisse: Poesie oder normale Realität? LAS VIUDAS DE IFNI (2012), 27 min., R: Pedro Palacios und Pacheco Iborra Dokumentarfilm, span. OF 1969 trat Spanien die nordafrikanische Provinz Ifni an Marokko ab. Damit verloren die Witwen der Soldaten, die in der ehemaligen spanischen Kolonie Dienst taten, ihren Anspruch auf eine Rente. Der Film spürt diesen marokkanischen Frauen, die heute unter erbärmlichen Bedingungen leben, nach. 9.10. um 20.00 Uhr

Grusel, Grauen, Gänsehaut Wir haben wieder unsere aktuellen Einreichungen zur Kurzfilmwoche durchwühlt und ein ganz besonderes Halloween-Paket zusammengeschnürt. Jedes nur erdenkliche Grausige wird in dieser besonderen Nacht Einzug in Regensburg erhalten: Zombies, Vampire, Geister, Aliens, Axtmörder! Wir garantieren: Kurzweiliges aus aller Welt! Und als Bonus: Wer in halloweenesker Verkleidung kommt, zahlt keinen Eintritt. 31.10. um 22.30 Uhr

23


MITTELBAYERISCHE CLUB

Großes Kino für kleines Geld Der Mittelbayerische Club, der große Kunden-Club der Region. Kostenlos und exklusiv für Abonnenten.

1,-

de Rabatt auf je trittskarte Standard-Ein

24


K I N O S I M A N D R E A S S TA D E L kinos im andreasstadel · andreasstr. 28 · 93059 regensburg · tel: 0176 52 17 68 51 · ab 16 Uhr auch: 0941 89 799 169

OKTOBER 2013

www.kinos-im-andreasstadel.de

Wieder ein Stück unserer Geschichte: Der großartige vierte HEIMAT-Film erzählt von der Auswanderung aus dem Hunsrück nach Brasilien vor 170 Jahren. Reitz hat ein magisches Kinokunstwerk geschaffen. [welt.de]

DIE ANDERE HEIMAT Edgar Reitz ist mit seinem neuen Film ein Ausnahmewerk, ein filmisches Epos gelungen, das in der heutigen Filmlandschaft kaum einen Vergleich finden wird: gewaltige Bilder, die ein Hunsrückdorf aus dem 19. Jahrhundert lebendig werden lassen und den Zuschauer auf eine Zeitreise einladen. Als in der Mitte des 19. Jahrhunderts Hungersnöte, Armut und Willkürherrschaft die Menschen niederdrückten, sind Hunderttausende aus Deutschland ins ferne Südamerika ausgewandert. Auch Jakob versucht alle Grenzen hinter sich zu lassen, die einem Bauernjungen in dieser Zeit gesetzt sind. Er liest jedes Buch dessen er habhaft werden kann, er studiert die Sprachen der Urwaldindianer, er entwirft Pläne für die romantischsten Abenteuer in den Wäldern Brasiliens und beschreibt seinen Aufbruch aus dem Hunsrück in einem erstaunlichen Tagebuch, das nicht nur seine Geschichte und seine Gedanken wiedergibt, sondern das Lebensbild einer ganzen Zeit. In den Strudel von Jakobs Träumen werden alle gesogen, die ihm begegnen: Seine von Mühsal und Arbeit geplagten Eltern, sein streitbarer, älterer Bruder Gustav und vor allem das schöne Jettchen … Die Sehnsucht der jungen Menschen droht immer wieder zu zerbrechen – an der Unwissenheit der Zeit und an Krankheiten; an Tod und Naturkatastrophen, die über das Land hereinbrechen. Die Rückkehr des Bruders Gustav aus dem preußischen Militärdienst gibt den Anstoß für Ereignisse, die die Liebe zwischen Jakob und Jettchen jäh erschüttern und Jakobs Leben in eine völlig unerwartete Richtung lenken wird. »Edgar Reitz ist ein großes episches Werk gelungen, das zeitlos in die Filmgeschichte eingehen wird.« [Jury der FBW zur Vergabe des Prädikats »besonders wertvoll«] D 2013, 225 min, dtF, Regie: Edgar Reitz, mit: Jan Schneider, Maximilian Scheidt, Antonia Theresa Bill, Philine Lembeck, Marita Breuer, Werner Herzog u.v.a.

Sa 28. September 20.00h | Stummfilm mit Live-Musik | Minoritenkirche

DIE NEGERLÄNDER vertonen BUSTER KEATON'S »DER GENERAL« 16. – 23. Oktober 2013

11. FRANZÖSISCHE FILM- UND KULTURWOCHE Das Programm finden Sie hier weiter hinten.

NACHRICHTEN UND EXTRAS GAY-FILMNACHT EXTRA LIBERACE Text zum Film: Einmal umblättern. Mi 2. Oktober 21.00h

ZUR HEINZ BRAUN AUSSTELLUNG ATLANTIKSCHWIMMER Zwei Münchner wollen, von Leben und Liebe ermattet, der quälenden Enge ihrer Heimat entfliehen, indem sie den Atlantik durchschwimmen. [In Kooperation mit dem Kunst- und Gewerbeverein] D 1975, 81 min, dtF, Regie: Herbert Achternbusch, mit Heinz Braun, Herbert Achternbusch

Mi 2. Oktober 20.30h

FRAUENSALON Immer am ersten Donnerstag im Monat treffen sich um 21 Uhr im Theater im Akademiesalon Frauen, um sich etwas Audiovisuelles für das Herz und das Hirn zu gestatten. Do 3. Oktober 21.00h

1VON5

ECCENTRIC CINEMA VALERIE – EINE WOCHE VOLLER WUNDER Text: Zweimal umblättern. Do 10. Oktober 21.00h

GAY-FILMNACHT ICH FÜHL MICH DISCO Turmspringtrainer Hanno Herbst hat sich das mit seinem Sohn irgendwie anders vorgestellt. Denn Florian ist moppelig, ungeschickt, unsportlich und mit Mädchen kann er auch nicht viel anfangen. Regisseur Axel Ranisch zeigt auf sehr humorvolle Weise, dass zwei völlig unterschiedliche Menschen zueinander finden können – nicht zuletzt dank der Hilfe von Schlagerstar Christian Steiffen und Sexualtherapeut Rosa von Praunheim. D 2013, 95 min, dtf, Regie: Axel Ranisch

Do 24. Oktober 21.00h

POZVÁNKA DO KINA KOLYA CINOCHE Ein schöner französischer Film in Originalsprache mit französischen Untertiteln – mit Einführung.

Die Filme werden im Original mit deutschen, manchmal auch englischen Untertiteln gezeigt und sind ein Muss für jeden Tschechien- und/ oder Filmliebhaber!

Fr 4. Oktober 20.30h

Do 24. Oktober 20.30h

PSYCHIATRIE 1 DIE DÜNNEN MÄDCHEN Text zum Film: Zweimal umblättern. Do 24. Oktober 19.00h

POPKULTURKINO EFTERKLANG – THE GHOST OF PIRAMIDA Text: Zweimal umblättern. Fr 25. Oktober 21.15h

PSYCHIATRIE 2 SUICIDE CLUB Text zum Film: Zweimal umblättern. Do 31. Oktober 19.00h

L-FILMNACHT REACHING FOR THE MOON 1951 sucht die New Yorker Dichterin Elizabeth Bishop neue Inspiration für ihre Lyrik. Sie reist nach Rio de Janeiro und besucht dort ihre Studienfreundin Mary. In ihrer Schüchternheit fühlt sie sich von der brasilianischen Sinnlichkeit geradezu überrumpelt. Sie ist das ganze Gegenteil von Marys schneidiger Lebensgefährtin, der Architektin Lota de Macedo Soares … BR 2013, 114 min, dtF, Regie: Bruno Barreto

Do 31. Oktober 21.00h

25


K I N O S I M A N D R E A S S TA D E L kinos im andreasstadel · andreasstr. 28 · 93059 regensburg · tel: 0176 52 17 68 51 · ab 16 Uhr auch: 0941 89 799 169

Herrlich! Einmal mehr eine Komödie par excellence und ein Fest der pointierten Dialoge. [Player] – Ein wunderbar eigensinniger Film, der das heutige Paris mit den märchenhaften Elementen kontrastiert, die in jedem Leben stecken – sofern man nur genau hinschaut. Sehenswert. [spielfilm.de]

UNTER DEM REGENBOGEN Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri sind das Traumpaar des französischen Arthouse-Kinos. Für ihre warmherzigen Ensemble-Dramödien unter Pariser Intellektuellen wie LUST AUF ANDERES wurden sie gefeiert. Elegante Tragikomödien mit anspielungsreichen Dialogen und schönen, schlauen Figuren. Und es geht natürlich um die Liebe. Jetzt kehren die beiden nach längerer Kreativpause wieder zurück auf die Leinwand. In UNTER DEM REGENBOGEN bleiben sie den verkrachten Existenzen und strapazierten Beziehungsgeflechten treu. Laura ist 24 Jahre alt und glaubt fest daran, dass ihr Märchenprinz eines Tages ihren Weg kreuzen wird. Bei einer Party ist sie sicher, ihm gegenüber zu stehen: Sandro studiert Musik und wartet auf seinen Durchbruch als Komponist. Dummerweise spielt er für seine Mama auch den Chauffeur und muss ganz plötzlich los, um sie von der Arbeit abzuholen. Kurz verlieren sich Laura und Sandro aus den Augen, nur um dann noch heftiger zusammenzustoßen. Sandros Vater Pierre ist dagegen wegen einer Wahrsagerin überzeugt davon, dass seine Zeit abgelaufen ist. Die Laune des Fahrlehrers und Stinkstiefels verbessert diese Aussicht nicht gerade, und das Verhältnis zu seinem Sohn auch nicht. Ausgerechnet jetzt nervt ihn auch noch Lauras Tante Marianne, die endlich ihre akute Fahrangst überwinden will … AU BOUT DU CONTE, Frankreich 2013, 112 min, dtF und OmU, Regie: Agnès Jaoui, mit: Agathe Bonitzer, Arthur Dupont, Jean-Pierre Bacri, Agnès Jaoui, Banjamin Biolay

25.10.2013 – 27.10.2013

1ST HARD:LINE FESTIVAL Fr, 25.10. / 20.00h

MANIAC Frank Zito muss es tun. Nacht für Nacht zieht der junge Schaufensterpuppen-Restaurateur durch die Straßen, immer auf der Jagd nach neuen weiblichen Opfern, die er erbarmungslos tötet. Eines Tages lernt er die charmante Fotografin Anna kennen … USA/Frankreich 2012 | 89 Min. | R: Franck Khalfoun

Fr, 25.10. / 22.30h

S-VHS Eine Vermisste, zwei Detektive und tonnenweise auf Video gebanntes Grauen: Die Suche nach einer verschollenen Frau führt ein Ermittler-Duo in ein heruntergekommenes Haus, das eine Filmsammlung der besonderen Art beheimatet … USA/Kanada/Indonesien 2013 | 96 Min. | R: Simon Barrett

Sa, 26.10. / 20.00h

CHAINED Der Taxifahrer Bob hat ein dunkles Geheimnis. In sein abgelegenes Haus verschleppt er regelmäßig junge Frauen, die er dort bestialisch ermordet. Als eines Tages bei seiner Jagd auch ein neunjähriger Junge mit in seinem Taxi landet, ändert sich alles … Kanada 2012 | 94 Min. | R: Jennifer C. Lynch

Sa, 26.10. / 22.30h

A FIELD IN ENGLAND Ein Feld mitten im englischen Bürgerkrieg: Vier Männer schließen sich zusammen, um dem Wahnsinn des Krieges zu entfliehen. Wahnsinn ist es jedoch, der sich in den Köpfen der Deserteure einstellen wird, nachdem sie eine selbstgebraute Pilzsuppe verspeist haben … Großbritannien 2013 | 91 Min. | R: Ben Wheatley

So, 27.10. / im PLAN9 Country Club

ABSCHLUSSFEIER 26

DIE SCHÖNEN TAGE Hals über Kopf wirft Caroline ihren Job hin. Grund: Eine arrogante Patientin verärgert die 60jährige, überaus attraktive Zahnärztin. Plötzlich soll die Mutter zweier erwachsener Töchter ihre neue Freiheit im Ruhestand genießen. Von allen Seiten bekommt sie Ratschläge, um ihren Alltag aktiv zu gestalten. Als ihre Töchter ihr einen Probegutschein für einen Senioren-Club schenken, um sie abzulenken, ist sie wenig begeistert. Nur widerwillig versucht sie es mit Töpferkursen, Yoga- und Schauspielkursen. Und plötzlich begegnet ihr ein junger Typ und macht ihr unmissverständlich Avancen. Dem charmanten Computerlehrer und notorischen Frauenheld Julien gelingt es, sie aus ihrer Lethargie zu reißen. Doch soll sie etwa in ihrem Alter trotz Ehe und erwachsener Kinder noch eine Affaire anfangen? Sanft, mit leisem Humor blickt Regisseurin Marion Vernoux auf diese schöne, starke Frau, die im Alter ausbricht, aber die Zeit nicht zurückdrehen kann. Weder sentimental noch kitschig, sondern wunderbar leicht. LES BEAUX JOURS, Frankreich 2012, 94 min, dtF, Regie: Marion Vernoux, mit: Fanny Ardant, Laurent Lafitte, Patrick Chesnais, Féodor Atkine, Marie Rivière

ZWEI LEBEN ZWEI LEBEN ist die intensive und packende Geschichte einer Frau, deren privates Glück in Gefahr gerät, als ein politisches System zerbricht und damit ihre gesamte Familie erschüttert. Mit dem Fall der Berliner Mauer und der politischen Neuordnung Europas gerät Katrines Leben in Norwegen aus dem Ruder. Plötzlich ist alles anders, ihre Familie, ihre Liebe, ihr Glück sind bedroht. Um zu verhindern, dass ihr Geheimnis ans Licht kommt, muss sie gegen ihren Willen in ihr früheres Leben zurückkehren. Wer ist sie wirklich? Geschickt und professionell verwischt Katrine die Spuren ihrer Vergangenheit, verfängt sich aber zusehends in einem Netz von Lügen und Widersprüchen. Ihr Geheimnis droht

ans Licht zu kommen. Verzweifelt versucht sie ihr fragiles Glück zu schützen. Dabei ist sie Täterin und Opfer zugleich. Es geht um Wahrheit und Lüge, um Tod oder Leben. Kann es wahres Glück im falschen Leben geben? BRD, Norwegen 2012, 97 min, dtF, Regie: Georg Maas, mit: Juliane Köhler, Liv Ullmann, Ken Duken, Sven Nordin

DER FREMDE AM SEE Alain Guiraudies neuer Film und Gewinner der Queer Palme des Festivals in Cannes. Hochsommer in Frankreich. Sonne, Wind, das Rauschen der Bäume, ein idyllisch abgelegener türkisgrüner See mit angrenzendem Waldstück. Der gutaussehende Franck kommt fast täglich an den beliebten Cruising Spot. Die Tage, Nachmittage und Abende vergehen zwischen Schwimmen, Gesprächen, gepflegter Langeweile und Sex. Sommer eben. Franck trifft Henri, den kauzigen Sonderling, der immer etwas abseits sitzt und so gar nicht zum schwulen Treiben des Strandes passen will, und er trifft den attraktiven Michel: Franck ist von der ersten Sekunde elektrisiert. Doch Michel ist nicht nur charismatisch, sondern auch äußert gefährlich – Franck weiß das, doch er will seine Leidenschaft um jeden Preis ausleben. DER FREMDE AM SEE ist ein gleichsam poetischer, erotisch-expliziter und spannungsgeladener Film. L'INCONNU DU LAC, Frankreich 2013, 97 min, dtF, Regie: Alain Guiraudie, mit: Pierre Deladonchamps, Christophe Paou, Patrick d’Assumçao, Jérôme Chapatte


K I N O S I M A N D R E A S S TA D E L kinos im andreasstadel · andreasstr. 28 · 93059 regensburg · tel: 0176 52 17 68 51 · ab 16 Uhr auch: 0941 89 799 169

Subversiv, lakonisch, wahrhaftig – mit sehr viel Wärme und verspielter Leichtigkeit! [Anke Sterneborg, Kuturradio]

PRINCE AVALANCHE Alvin und Lance haben das Vergnügen, eine schier endlose Straße durch abgebrannten Wald mit gelben Mittelstreifen zu verzieren. Alvin der Grübler [Paul Rudd] schätzt die Natur und schreibt Freundin Madison lange Briefe. Der lebenslustige Lance [Emile Hirsch] hasst den Job und die einsame Gegend und sehnt das Wochenende herbei, um in der Stadt zu feiern und Mädels aufzureißen. Schon bald geht sich das merkwürdige Gespann mächtig auf die Nerven und fast an die Gurgel, da laufen ihnen ein trinkfester Trucker und eine geisterhafte Lady über den Weg … PRINCE AVALANCHE ist eine lakonische Komödie über Männer, denen die Frauen fehlen – von Regiechamäleon David Gordon Green mit poetischen Bildern an einem bizarren Naturschauplatz in Texas inszeniert. »Ein sehr sinnlicher Film über die schönen und manchmal auch bizarren Dinge am Wald- und Wegesrand, ein eher humoristisches als existentialistisches Tête-à-Tête, das zwischen milder Melancholie und leiser Komik changiert, darunter auch surreale Töne. Paul Rudd präsentiert den Spagat zwischen Nachdenklichkeit und Hysterie, Einfalt und Einfühlsamkeit wunderbar lakonisch!« [epd Film] »Die vergnügt lakonische Charmeoffensive der Berlinale – pures Kino mit gewitzten Dialogen, knallbunten Farben und verspielten Details!« [Tagesspiegel] – »Grandios komisch, mit wunderbaren Dialogen!« [SZ] – »Eine warmherzige Komödie, der vielleicht schönste Film der diesjährigen Berlinale!« [RBB] USA 2013, 94 min, dtF, Regie: David Gordon Green, mit: Paul Rudd, Emile Hirsch

ab 31. Oktober ALPHABET Vorpremiere am 30. Oktober, 17h und 19h

ab 31. Oktober DIE NONNE Vorpremiere am 20. Oktober, 19h

ab 31. Oktober ICH FÜHL MICH

DISCO

FINSTERWORLD

LIBERACE

Mit Glenn Close …

FINSTERWORLD spielt in einem scheinbar aus der Zeit gefallenen Deutschland. Ein Land, in dem immer die Sonne scheint, Kinder Schuluniformen und Polizisten Bärenkostüme tragen, und Fußpfleger alten Damen Kekse schenken. Jedoch lauert hinter der Schönheit dieser Parallelwelt der Abgrund, und dorthin geht die Reise.

»In Deutschland kennen ihn nur wenige, in den USA ist er einer der größten Stars der Entertainer-Geschichte: Liberace. In die Rolle des extravaganten Ausnahmepianisten schlüpft Michael Douglas, der hier gemeinsam mit Matt Damon als schwules Paar durch glitzernde Sets voller Prunk wandeln darf. In Cannes noch gefeiert, läuft der Film in Amerika nur beim Qualitätssender HBO – fürs Kino 'zu heikel und zu schwul'.

ALBERT NOBBS

FINSTERWORLD verwebt komische und bizarre Geschichten. Absurd bis amüsant, zärtlich bis zerstörerisch, zeichnet Regisseurin Frauke Finsterwalder ihre Helden, die sich durch das Deutschland von heute schlagen müssen und erschafft eine neue Art idyllesabotierenden Heimatfilm. Das Drehbuch zu FINSTERWORLD entstand in Zusammenarbeit mit Bestsellerautor Christian Kracht [»FASERLAND«]. Gemeinsam erzeugen sie ein Universum von schlafwandlerischer Schönheit, mit einer nachhaltigen poetischen Wucht. »FINSTERWORLD ist eine Komödie, eine böse, schwarze, satirische, aber auch unglaublich witzige Komödie. Der Film steckt voller bösartiger Beobachtungen, karikierter Figuren, klarsichtiger Apperçus, scharfer Bonmots. Was daran ernst gemeint ist, was ironisch, was banal ist und was ganz einfach Quatsch: Das herauszufinden ist Aufgabe des Zuschauers. Eine Aufgabe, die nicht leicht, vielleicht unmöglich ist. Die aber Spaß macht.« [kino-zeit.de] Deutschland 2013, 91 min, dtF, Regie: Frauke Finsterwalder, mit Ronald Zehrfeld, Sandra Hüller, Corinna Harfouch, Michael Maertens

Es ist ein Film von überbordender Extravaganz: Glitzernde Kronleuchter, üppiges Antiquitätenmobiliar und Kisten voller Schmuck säumen die Villa von Wladziu Valentino Liberace. Ein Hausdiener mit dunklem Teint und enganliegendem weißen Outfit serviert Getränke und bringt kleine Snacks. Der Spitzname 'Ludwig der XIV. von Las Vegas' eilt dem betagten Entertainer mit polnisch-italienischen Wurzeln landesweit voraus, während er Ende der 70er Jahre allabendlich vor einem Gala-Publikum mit einer sonderbaren Varité-Show auftritt. In der Tradition von BROKEBACK MOUNTAIN und beschreibt auch LIBERACE auf intime und feinfühlige Weise die Umstände einer komplizierten Männerliebe, ohne das Thema Schwulsein zu stigmatisieren. Matt Damon und Michael Douglas changieren hier auf beeindruckende Weise zwischen eindringlicher Charakterrolle und flamboyantem Ausschweifertum, ohne dabei tuntig-albern zu werden. BEHIND THE CANDELABRA, USA 2013, 92 min, dtF, Regie: Steven Soderbergh, mit: Michael Douglas, Matt Damon, Rob Lowe, Dan Aykroyd, Scott Bakula

Irland im 19. Jahrhundert: Das Morrisons ist eines der exklusivsten Hotels in Dublin. Hier arbeitet seit 20 Jahren der zurückhaltende und scheue Albert Nobbs [Glenn Close] als Butler. Jeder schätzt den stillen Kollegen, der seine Arbeit perfekt erledigt und auch bei den Gästen gern gesehen ist. Keiner ahnt, dass Albert in Wahrheit eine Frau ist, die sich als Mann verkleidet. Frauen, besonders wenn sie alleinstehend sind, haben es in dieser Zeit sehr schwer. Doch die Frau, die seit über zwei Jahrzehnten als Mann lebt, konnte sich damit nicht abfinden und versuchte sich mittels Maskerade einen Platz in der Gesellschaft zu erkämpfen. Und das hat Albert geschafft. Trotzdem ist die Frau hinter Albert natürlich nicht glücklich, zu gern möchte sie auch als Frau die Freiheiten genießen, die ihr das Männerleben ermöglicht. Eines Tages steigt der Künstler Hubert Page im Hotel ab und Albert spürt zum ersten Mal die Möglichkeit, sich zu offenbaren … Regisseur Rodrigo Garcia stellt nach seinem Drama MÜTTER UND TÖCHTER erneut eine starke Frau in den Mittelpunkt seines Filmes. Glenn Close übernahm nicht nur die Hauptrolle des ALBERT NOBBS, sie schrieb auch das Drehbuch, welches auf einer Kurzgeschichte von George Moore basiert. UK, IE 2012, 114 min, dtF, Regie: Rodrigo Garcia, mit Glenn Close, Mia Wasikowska, Janet McTeer

27


ECCENTRIC CINEMA Es gibt nichts, was das Kino nicht kann. Und manchmal können wir uns einfach nur wundern über das, was es uns zeigt. Die Reihe Eccentric Cinema möchte Raum geben für Filme, die die Grenzen von Vernunft, Realität und Konvention sprengen, genussvoll verhöhnen und den Zuschauer in ihren wahnwitzigen Welten gefangen nehmen. Hier gibt es Kino, das aus der Reihe tanzt. Tanzen Sie mit uns zu Filmen jenseits aller Vorstellungskraft.

VALERIE – EINE WOCHE VOLLER WUNDER Als der jungen Valerie eines Nachts ein paar Ohrringe gestohlen werden, erwacht sie gerade noch rechtzeitig, um den Dieb davonlaufen zu sehen. Sie läuft ihm nach, doch auf ihrem nächtlichen Streifzug wirkt alles auf einmal seltsam fremd. Als am nächsten Tag eine Truppe Schausteller in ihr Dorf kommt, um für ein Hochzeitsfest zu spielen, bekommt die bisher heile Welt von Valeries wohlbehütetem Zuhause langsam Risse. Eine furchterregende Fratze lächelt sie aus der Menge an und auch ihre Großmutter scheint verändert, während Vampire, lüsterne Priester und Dämonen im Dorf plötzlich ihr Unwesen treiben. CSSR 1970, 74 min, OmU, Regie: Jaromil Jireš, mit: Jaroslava Schallerová, Helena Anýzová, Petr Kopriva,

FILMREIHE PSYCHIATRIE 1, 2 1 DIE DÜNNEN MÄDCHEN Zum Thema Esstörungen. Dieser Dokumentarfilm zeigt den oft sehr nervenaufreibenden Kampf mit einer der tödlichsten psychischen Krankheiten – Magersucht. Besonders eindrücklich wird der Film, weil er den persönlichen Eindrücken der Betroffenen viel Raum gibt, die Darstellung der persönlichen Gefühle und des Erlebens mit der Erkrankung sehr behutsam mit der Kamera begleitet wird. 2009, 94 min, Regie: Maria Camoglio

2 SUICIDE CLUB Zum Thema Depression und Suizid. Bei Sonnenaufgang treffen sich fünf Menschen auf einem Hochhausdach, um gemeinsam in den Tod zu springen. Fünf völlig unterschiedliche Charaktere. Keiner weiß vom anderen, warum und weshalb dem Leben ein jähes Ende gesetzt werden soll. Nicht einmal die Namen wissen sie voneinander. Nur der unmittelbar bevorstehende gemeinsame Suizid verbindet alle auf eine tragische und bizarre Weise. Doch durch eine absurde Verkettung von Ereignissen, müssen sie ihren Plan verschieben und gemeinsam dort oben bis zum Abend ausharren. Ein Tag, den keiner der Fünf vergessen wird. 2010, 96 min, Regie: Olaf Sommer

POPKULTURKINO: EFTERKLANG – THE GHOST OF PIRAMIDA Der Regisseur Andreas Koefoed dokumentiert die für ihre klangverliebten, experimentellen Popsongs bekannte dänische Band Efterklang auf deren Reise in die verlassene sowjetische MinenEnklave Pyramiden auf Spitzbergen, wo sie zwischen verlassenen Gebäuden, leeren Ölfässern, Seevögeln und Eisbären sowie mit einem dort gefundenen Konzertflügel Töne sammelte, die in ihr letztes Album PIRAMIDA Einzug gefunden haben. So entstand ein beeindruckendes audio-visuelles Porträt der Arbeit der Band – und der nördlichsten Geisterstadt der Welt. THE GHOST OF PIRAMIDA reizt, wie zum Beispiel auch HEIMA von Sigur Rós oder die dokumentarischen Kurzfilme zu den Songs von PJ Harveys Album LET ENGLAND SHAKE neue Möglichkeiten des Musik-Filmens jenseits der klassischen Musik-Doku und der reglementierten 4-MinutenClips aus. Dänemark 2012, 65 min, OmU, Regie: Andreas Koefoed

28

FRANZÖSISCHE FILM & KULTUR WOCHE Samia Samia Ein 15-jähriges Mädchen algerischer Abstammung lebt mit seiner großen Familie in Marseille und ist dem ständigen Konflikt zwischen der französischen Lebenswirklichkeit und den Traditionen seiner Familie ausgesetzt. Nur langsam gelingt es ihm, sich gegen die Beschränkungen zur Wehr zu setzen und seinen Weg aus eigenem Willen zu gehen. F 2000, 70 min, OmeU, Regie: Philippe Faucon, mit: Lynda Benahouda, Mohamed Chaouch, Kheira Oualhaci

Nénette und Boni Nénette et Boni Die in Marseille angesiedelte Beziehungsgeschichte eines Geschwisterpaares, das sich nach langer Trennung und trotz gegenseitiger Ablehnung immer intensiver annähert. Der Film »verweigert er sich dem Diktat eines streng austarierten Handlungsgerüsts und offenbart gerade dadurch jene Freiräume, die intelligentes Kino ausmachen.« [Filmdienst] F 1996, 103 min, OmU, Regie: Claire Dennis, mit: Grégoire Colin, Alice Houri, Valéria Bruni-Tedeschi, Jacques Nolot

Marius und Jeannette Marius et Jeannette Die Liebesgeschichte zwischen einer arbeitslosen Mutter zweier Kinder und dem Wachmann einer stillgelegten Fabrik vor dem Hintergrund eines Hafenviertels von Marseille. Eine überzeugende Balance aus der realistischen Darstellung der Lebensumstände in dem Arbeiterviertel, ironisch gebrochenen politischen Diskursen und einer fast operettenhaften Stilisierung der nachbarschaftlichen Verhältnisse sowie auch der mit Leichtigkeit erzählten Liebesgeschichte. F 1998, 102 min, OmU, Regie: Robert Guédiguian, mit: Gérard Meylan, Ariane Ascaride, Pascale Roberts

Der Schnee am Kilimandscharo Les neiges du Kilimandjaro Als er arbeitslos wird, arrangiert sich ein alter Gewerkschaftler in Marseille neu und genießt gemeinsam mit seiner Frau, mit der er seit 30 Jahren verheiratet ist, das bescheidene Glück. Dann aber werden die beiden in ihrem Häuschen überfallen; mit der Ruhe und Zufriedenheit scheint es vorbei zu sein, bis der Zufall Licht in die Angelegenheit bringt. Der zunächst realistisch wirkende Film nimmt unverhofft eine märchenhafte Wendung und wandelt sich zum heiteren Klassenkampf-Märchen. F 2011, 107 min, OmU, Regie: Robert Guédiguian, mit: JeanPierre Darroussin, Ariane Ascaride, Gérard Meylan, Marilyne Canto

Couscous mit Fisch La graine et le mulet Sinnlicher Einblick in das Leben einer entzweiten franko-arabischen Familie, die in der dritten Generation in Südfrankreich lebt, wobei sowohl Vorurteile gegen die so genannten »beurs« als auch die Mythen der Emigranten un-

terlaufen werden. Im Mittelpunkt steht das 60jährige ehemalige Oberhaupt, das nun mit einer anderen Frau und deren Tochter zusammenlebt. Als er entlassen wird, ermutigt diese ihn, ein Restaurant zu eröffnen. Ein ebenso unterhaltsamer wie intellektueller Film. F 2007, 151 min, OmU, Regie: Abdellatif Kechiche, mit: Habib Boufares, Hafsia Herzi, Farida Benkhetache, Abdelhamid Aktouche, Bouraouïa Marzouk

Pagnol: Marius Marius Marius aus Marseille sehnt sich nach dem Meer und den Abenteuern der Welt. Sein alter Vater und seine Verlobte versuchen ihn zurückzuhalten, aber nichts kann den jungen Mann davon abhalten, zur See zu fahren und seine Heimatstadt zu verlassen. Darstellerisch hervorragende Verfilmung des Theaterstücks von Pagnol. F 1931, Omu, 121 min, Regie: Alexander Korda, mit: Raimu, Pierre Fresnay, Fernand Charpin Eintritt frei

French Cancan French Cancan Die Tänzerin Lola, die ihre Gunst zwischen Danglard und Walter verteilt, ist durch ihre Eifersucht auf Nini, eine Kollegin, »schuld« am Entstehen des French Cancan im neugegründeten »Moulin Rouge«. Die Eröffnung wird für ganz Paris zum außergewöhnlichen Ereignis. Jean Renoir's Film lässt wie kaum ein anderer die »Belle Epoque« erstrahlen; die Ausstattung wird dabei zum Handlungselement. F 1954, 100 min, OmeU, Regie: Jean Renoir, mit: Jean Gabin Eintritt frei

Die anonymen Romantiker Les émotifs anonymes Ein Mann und eine Frau, die beide hochempfindsam auf ihre Umwelt reagieren, lernen sich kennen, als sie als neue Verkaufsleiterin in seiner finanziell angeschlagenen Schokoladenmanufaktur zu arbeiten beginnt. Über eine Reihe charmanter Missverständnisse kommen sie sich schließlich näher. Eine liebenswert-turbulente Liebesgeschichte mit anrührend gezeichneten Hauptfiguren. F, BE 2010, 80 min, OmU, Regie: Jean-Pierre Améris, mit: Darsteller: Benoît Poelvoorde, Isabelle Carré

Leb wohl, meine Königin Les adieux à la reine Versailles, kurz nach dem Sturm auf die Bastille 1789: Eine junge Frau, Vorleserin der Königin Marie Antoinette, beobachtet die zwischen Ignoranz, Angst und Unverständnis wechselnden Reaktionen der Hofgesellschaft auf die anbrechende Revolution. Präzise schildert der Film aus der Perspektive einer Figur, die sich zwischen der Sphäre der Dienstboten und der Pracht der königlichen Gemächer bewegt, den Zerfall eines Herrschaftssystems. F 2012, 105 min, OmU, Regie: Benoît Jacquot, mit: Diane Kruger, Léa Seydoux, Virginie Ledoyen, Xavier Beauvois, Noémie Lvovsky


• Mittwoch, 16. Oktober 2013 ERÖFFNUNG 19.00 APÉRITIF 19.30 MARSEILLE REVISITÉE: BILDER LIEDER TEXTE 19.30 PIAF: LA VIE EN ROSE 21.30 MIT CLAIRE VOYANCE &

LE LIVE: RAP DE MARSEIL

M.A.R.T.O. & DJ cREESTAL

21h Samstag 19. Oktober Kino Wintergarten

Als im Jahr 1936 ein Musiktheater aus dem Pariser Arbeiterviertel Faubourg schließen muss, nehmen die Mitarbeiter den Betrieb in ihre eigene Regie. Chanson-Ensemble-Komödie mit beschwingt-romantischer Musik, die Zeitkolorit und Milieu wunderbar einfängt. F 2008, 121 min, OmU: Christophe Barratier, mit: Gérard Jugnot, Clovis Cornillac, Kad Merad, Nora Arnezeder, Pierre Richard

Und jeder sucht sein Kätzchen Chacun cherche son chat Eine junge Frau im Pariser Wohnviertel um die Bastille macht sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen Katze und lernt dabei immer mehr Menschen kennen. Eine charmant entwickelte Alltagsbeschreibung, die mit fast ethnografisch anmutender Genauigkeit dem Leben und den Veränderungen im Arrondissement nachspürt. F 1995, 90 min, Omu, Regie: Cédric Klapisch, mit: Garance Clavel, Olivier Py, Zinedine Soualem

Nur für Personal! Les femmes du 6e étage

Paris gehört uns Paris nous appartient Eine junge Studentin kommt aus der Provinz nach Paris und folgt den Spuren eines rätselhaft verstorbenen Exil-Spaniers … Das Kinodebüt des einstigen Filmkritikers Jacques Rivette. Eine vielschichtige Filmfantasie auf der Grenze zwischen Schein und Wirklichkeit und darüber hinaus eine faszinierende Reise durch die Schattenzonen der Metropole Paris. F 1960, 140 min, Omu: Regie: Jacques Rivette, mit: Betty Schneider, Françoise Prévost

Chanson der Liebe Les chansons d'amour Nach dem plötzlichen Tod seiner Geliebten kapselt sich ein junger Mann in seinen Schmerz und seine Trauer ein und ist unempfänglich für Freunde und Verwandte, die ihn aus seiner Lethargie führen wollen. Ein stilsicher inszenierter Liebesfilm über große Gefühle und eine Hommage an die Filme der Nouvelle Vague. F 2007, 92 min, Omu, Regie: Christophe Honoré, mit: Louis Garrel, Ludivine Sagnier, Chiara Mastroianni, Clotilde Hesme

Ein großbürgerlicher Pariser Börsenmakler blüht auf, als er die spanischen Dienstmädchen näher kennen lernt, die die oberste Etage seines großen Stadthauses bewohnen. Eine mit sozialen und kulturellen Gegensätzen spielende, leicht und ein wenig märchenhaft erzählte Komödie.

Die fabelhafte Welt der Amélie Amélie Poulain

F 2010, 107 min, Omu, Regie: Philippe Le Guay, mit: Fabrice Luchini, Sandrine Kiberlain, Natalia Verbeke, Carmen Maura

F 2001, 121 min, OmU, Regie: Jean-Pierre Jeunet, mit: Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz, Rufus, Yolande Moreau

Eine schüchterne Kellnerin träumt sich fantasievoll durch den tristen Alltag im Pariser Stadtteil Montmartre.

Vive la France Vive la France

Die Nonne La religieuse Frankreich 1765. Suzanne Simonin ist ein reizendes, begabtes Mädchen aus gutem Haus. Aber anstatt wie ihre beiden älteren Schwestern als angesehenes Mitglied der Gesellschaft eine Familie zu gründen, haben ihre Eltern für Suzanne ein Leben im Kloster vorgesehen, um ihre Mutter von einer weit in der Vergangenheit liegenden Schuld zu befreien. Erschüttert von dieser Enthüllung tritt Suzanne ins Kloster ein. Für die junge Frau beginnt damit ein langer Kampf um Selbstbestimmung und für ihr individuelles Glück … DIE NONNE ist ein leidenschaftliches Plädoyer für ein unabhängiges Leben, für Courage und die Kraft, die durch die Gewissheit entsteht, das Richtige zu tun. F, DE, BE 2012, 114 min, dtF, Regie: Guillaume Nicloux, mit Pauline Etienne, Isabelle Huppert, Louise Bourgoin, Martina Gedeck

18.30 CINOCHE I COMME UN AIMANT 20.45 CINOCHE II LA CUISINE AU BEURRE • Sonntag, 20. Oktober 2013 VORMITTAGSPROGRAMM 11.00 FRENCH CANCAN 13.00 DIE ANONYMEN ROMANTIKER 15.00 LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN

FRANÇOIS DU VAR IN DER HAFENBAR

Paris, Paris Faubourg 36

• Donnerstag, 17. Oktober 2013

Muzafar und Ferouz sind zwei arglose Hirten aus Taboulistan, einem winzigen Staat im Nahen Osten, von dem bisher kaum ein Mensch Notiz genommen hat. Um Taboulistan endlich auch international bekannt zu machen, beschließt der Sohn des Präsidenten mit einem Akt des Terrors für sein Land zu werben: Er beauftragt die beiden Hirten, die vielmehr dumm als böse sind, in einer verdeckten Operation den Eiffelturm zu sprengen. Doch um nach Paris zu gelangen, müssen sie zunächst eine der schlimmsten und gefährlichsten Gegenden überhaupt durchqueren: die französische Provence mitsamt ihren Einwohnern … F 2013, 95 min, OmU, Regie: Michaël Youn, mit: Michaël Youn, José Garcia, Isabelle Funaro

Unter dem Regenbogen Au bout du conte

Die schönen Tage Les beaux jours Weder sentimental noch kitschig, sondern wunderbar leicht inszeniert Marion Vernoux ihre scheinbar klassische Dreiecksgeschichte. Zum ausführlichen Text bitte einmal zurückblättern. F 2012, 94 min, OmU, Regie: Marion Vernoux, mit: Fanny Ardant, Laurent Lafitte, Patrick Chesnais, Féodor Atkine

Portugal, mon amour La cage dorée Maria und José Ribeiro leben schon seit fast 30 Jahren zusammen mit ihrer Tochter in einem kleinen Apartment im Erdgeschoss eines Pariser Wohnhauses aus dem 19. Jahrhundert. Das Emigrantenpaar aus Portugal ist allgemein beliebt – Maria als Concierge und José als Hausmeister sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil des täglichen Lebens der Menschen um sie herum geworden. Umso grösser ist die Überraschung, dass Maria und José eine Rückkehr nach Portugal planen. Und schon bald stellt sich das ganze Viertel die Frage: wie kann man die beiden in Frankreich behalten? F, POR 2013, 91 min, OmU, Regie: Ruben Alves, mit: Rita Blanco, Joaquim de Almeida, Barbara Cabrita, Alex Alves Pereira, Roland Giraud, Lannick Gautry, Maria Vieira

Paulette Paulette Paulette ist eine ruppige 80-jährige Dame, die weiß, was sie will – und auch, was sie nicht will. Dass sie ganz allein in einem zwielichtigen Pariser Vorort lebt, kann sie nicht schrecken. Nur ihre allzu schmale Pension bringt Paulette immer wieder auf die Palme. Als ihr eines Abends beim Müllrausbringen ein Päckchen Marihuana in den Schoß fällt, beschließt Paulette, ihrer Geldmisere ein Ende zu machen. Paulette wird Haschisch-Dealer! F 2012, 87 min, dtF und OmU, Jérôme Enrico, mit:Bernadette Lafont, Carmen Maura, Dominique Lavanant

Eröffnung La vie en rose La môme Biografischer Film über die französische Chanson-Ikone Edith Piaf (1915-63) von ihrer entbehrungsreichen Kindheit im Bordell ihrer Großmutter und beim alkoholsüchtigen Vater bis zu ihrer Karriere von der Pariser Straßensängerin zum Weltstar. F 2007, 140 min, OmU, Regie: Olivier Dahan, mit Narion Cotillard, Sylvie Testud

Marseille Extra French Connection II

»Ein wunderbar eigensinniger Film, der das heutige Paris mit den märchenhaften Elementen kontrastiert, die in jedem Leben stecken.« [spielfilm.de] Zum ausführlichen Text bitte einmal zurückblättern.

Ein amerikanischer Polizeidetektiv in Marseille auf der fanatischen Suche nach einem mit 50 Kilogramm Rauschgift verschwundenen Gangster. John Frankenheimer inszeniert gute Action und betont den Mentalitätskonflikt zwischen Amerikanern und Franzosen betont.

F 2013, 112 min, dtF und OmU, Regie: Agnès Jaoui, mit: Agathe Bonitzer, Arthur Dupont, Jean-Pierre Bacri

USA 1974, 112 min, dtF, Regie: John Frankenheimer, mit: Gene Hackman, Fernando Rey Eintritt frei

29


30


22.09.2003 4:01 Uhr

Seite 1

STATTTHEATER STATTTHEATER

KULTUR AN DER UNI KULTUR Oktober AN DER 2013 UNI Theater

Fr 18. 19.30 Uhr Sprechkunstabend „Sprechflimmern“

Theater an der Universität www.stwno.de =>Kultur =>Kulturförderung Musikprogramm an der Universität www.ur.de/musik/konzertprogramm

Für studentische Filmemacher: „TF Medienstudio“ im Studentenhaus, SH 1.39

OKTOBER IM W1 KONZERTE:

Einlass ab 20 Uhr, Beginn ca. 21 Uhr. 05.10.2013 The Dope 11.10.2013 Kill Your Boyfriend 12.10.2013 Bernhard Eder 31.10.2013 Joasihno

FILM:

17.10.2013, Beginn 20 Uhr. Herr Behemot lädt zum Bankett Jetzt ist Schluss mit Guten Appetit! Ein Film von David Liese über das Fressen. Ungeschönt, direkt, schräg…

Kurse & Equipment: weber.c@stwno.de oder telefonisch: 943-2198, Mi 12 – 14 Uhr, SH 1.39 www.stwno.de =>Kultur =>Kulturförderung Universität Campus Buslinien 4, 6, 11, C1, C2, C4 und C6 Theater, Studentenhaus (SH): Nähe Mensa und Audimax

Studentische Kulturprojekte gefördert vom

Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz Studentische Kulturprojekte Albertus-Magnus-Straße 4 gefördert vom 93053 Regensburg Studentenwerk www.stwno.de

Niederbayern/Oberpfalz Albertus-Magnus-Straße 4 93053 Regensburg www.stwno.de

AUSSTELLUNG:

Ab 24.10.2013 jeweils während der Caféöffnungszeiten sowie nach Vereinbarung. TAM TAM Live-Painting, Installationen und Bilder von und mit Jim Avignon, Mario Lukas, Anne Pfeifer, Andreas Oettinger und soViele. Vernissage am 24.10.2011 um 20 Uhr.

HANDMADE: Messe: Handmade in Regensburg 26.10.2012, 15 bis 21 Uhr Ausstellung, Vorführungen, Workshops u.v.m. Eintritt frei.

KULTURCAFE:

Mi. und Do. von 17 bis 22 Uhr sowie Fr. 17 bis 20 Uhr (ausser an Veranstaltungs- und Feiertagen) W1 - Zentrum für junge Kultur Weingasse 1 93047 Regensburg Tel.: 0941/507-2555 Fax: 0941/56 16 10 E-Mail: jungekultur@regensburg.de www.jungekultur-regensburg.de


17.00 (7,-)

16.00 (7,-)

O.V.

18.30 (8,-)

18.30 (8,-)

Prince Avalanche

18.00 (7,-)

Mr. Morgan‘s Last Love

Sa/So 13.30 (7,-)

KinoKaffeeKuchen 13.00

21.00 (8,-)

Vorpremiere 20.30 (7,-) GRAVITY 16.00 (7,-) + 20.00 (8,-)

O.V.

23.00 (7,-)

23.00 (7,-)

23.00 (0,-)

Dead Zone

22.30 (7,-)

Sa/So 15.00 (6,-)

17.00 (7,-) + 19.30 (8,-)

21.45 (8,-)

27 FR KÖCHE

26 DO

28 SA

20.45h

27 FR

19.00h

28 SA

26 DO 27 FR

20.45 ALLES BANANE? 21.15 POPKULTURKINO

20.45

ZWEI VON ERIK GRUN LEBEN

GUERILLA KÖCHE

28 SA

2 MI

1 DI

29 SO

20.45 (8,-)

29 SO

18.30 (8,-) + Sa/So 14.00

O.V. 29 SO 1 DI 2 MI

3 DO 17.15 DIE

SCHÖNEN

3 DO

4 FR TAGE

21.00 PRINCE AVALANCHE

20.30 ACHTERNBUSCH 21.00 19.00 FRAUENSALON PRINCE 20.30 AVALANCHE CINOCHE

4 FR

6 SO

19.00 21.00 L-NIGHT DIE ALBERT NOBBS 21.00 SCHÖNEN TAGE DER FREMDE AM SEE

MIT FANNY 21.00 G-NIGHT ARDANT LIBERACE

DIE ANDERE HEIMAT

13.00

17.00 19.00 ZWEI LEBEN und Do+So

17.00

ausser So

DIE SCHÖNEN TAGE

17.00

21.15

20.00 LIBERACE MIT MICHAEL DOUGLAS

LIBERACE

20.30 ECCENTRIC CINEMA VALERIE

PRINCE DIE ANDERE AVALANCHE HEIMAT

So nur15.00 So nur19.15

5 SA

7 MO

9 MI

6 SO

20.45 (8,-) + Sa/So 14.30

7 MO

18.45 (8,-)

8 DI 16.30 (7,-)

8 DI 9 MI

23 MI

24 DO

19.45 21.30 ZWEI LEBEN ausser So

19.15 5 SA 17.15 ZWEI LEBEN DIE SCHÖNEN TAGE

16.15 (7,-)

30 MO 18.45

Keine Vorstellung 20.00h ObEn iSt ES Still dt.F. 20.00h

Bottled Life

20.00h

hiV: i WOn't GO quiEtlY

OmU OmU 20.00h ObEn iSt ES Still dt.F.

30 MO

Einfach lEbEn

Erik Grun

OmU 18.00h Erik Grun Einfach lEbEn 18.30h

30 MO

2 MI

30 1 DI

IRON SKY Directors Cut

22.00 (7,-)

26 DO 17.00 18.45 GUERILLA- ALLES BANANE?

OKTOBER ’13 · 26.9. – 31.10. · altstadtkinos.de · filmgalerie.de · 26.9. – 31.10. · altstadtkinos.de · OKTOBER ’13 · kinos-im-andreasstadel.de

26 DO 27 FR 28 SA 29 SO 30 MO 1 DI 2 MI 3 DO

30 8 DI

7 MO

6 SO

3 DO

O.V.

4 FR

22.00 (7,-)

Sag niemals nie

22.00 (0,-)

LIBERACE

4 FR

15.30 (7,-) + 19.30

5 SA

17.30 (0,-)

5 SA 6 SO 7 MO 8 DI

20.00h Span. Kurzfilme PalaciOS 20.45h

10 DO

19.00h

mit Hannah Baus und Johannes 6 Eichinger

11 FR

9 MI 10 DO

(8,-) Helge Schneider-Double Feature 21.30 (10,-) 00 Schneider Jagd auf Nihil Baxter + Im Wendekreis der Eidechse 21.30 (8,-) + 23.30 (7,-)

11 FR

17.30 (7,-)

Die Verachtung

10 DO

9 MI

11 FR

12 SA

10 DO 18.00 DIE 11 FR SCHÖNEN TAGE

13 SO

23.00 (7,-)

12 SA

21.00 (8,-) + Sa/So 14.30

13 SO

19.00 (8,-)

20 SO

19 SA

18 FR

17 DO

16 MI

12 SA

16.30 (7,-)

22.00 (7,-)

20.45 (8,-)

13 SO

12 SA 13 SO

16.30 (7,-)

18.45 (8,-) + Sa/So 14.45

14 MO

16 MI 17 DO 18 FR 19 SA

20.00 (8,-)

21 MO

18.00 (7,-)

22 DI 16.00 (7,-)

21 MO

24 DO

23 MI

22 DI

20 SO

16.45 (7,-)

14 MO

20.45h

20.45h

OmU

NAKED OPERA

20.45h

14 MO

14 MO

30 15 DI

23.00 (0,-)

Rumble Fish

40 16 MI

23.00 (0,-) Badlands

OmU

Do - So dt. F. Mo - Mi OmU 19.00h

15 DI

Live-Multivision 19.00 (6,-)

O.V.

23.00 (7,-)

19.00h

Erik Grun 19.00h

OmU

15 DI

19.00 (8,-)

15 DI 5 Jahre Afrika rund um 17.00 (0,-) 19.00 (8,-) 16 MI 40 Endstation Schafott 16.30 (7,-)

24 DO

30 23 MI VERlOREn in DOlORES!

22 DI

21 MO

20 SO

19 SA

17 DO

23.00 (0,-)

23.00 (7,-)

Das Osterman-Weekend

23.00 (7,-)

18 FR

21.00 (8,-)

17 DO

16.30 (7,-)

19.00 (0,-)

18.30 (8,-) + Sa/So 13.45

25 FR WORLD

16.30 (7,-)

40 Die Möwe Jonathan

18 FR 19 SA 20 SO 21 MO 22 DI 23 MI

25 FR

24 DO

25 FR

26 SA

21.00 L-NIGHT

20.30 UNTER DEM REGENBOGEN

FINSTERWORLD

16.45 19.00 21.15 ALPHABET PSYCHIATRIE 2 FINSTERWORLD

16.45 + 19.00 PREMIERE ALPHABET

17.00 19.00 FINSTER- FRANCES HA WORLD

15.00 21.15 DIE ANDERE HEIMAT So nur19.15

HARD:LINE HARD:LINE FESTIVAL FESTIVAL

19.00 APÉRITIF 19.30 MARSEILLE REVISITÉE: BILDER LIEDER TEXTE 19.30 PIAF: LA VIE EN ROSE 21.30 MIT CLAIRE VOYANCE & FRANCOIS DU VAR IN DER HAFENBAR 17.00 PARIS, PARIS 18.45 MARSEILLE CINOCHE I 19.00 21.00 NUR FÜR PERSONAL 21.15 MARSEILLE CINOCHE II Do-So dtF 17.00 PAULETTE 18.30 PARIS, PARIS Mo-Mi OmU 20.45 COUSCOUS MIT FISCH 21.00 PORTUGAL, MON AMOUR UNTER DEM 16.45 MARIUS 18.30 NUR FÜR PERSONAL 20.45 DER SCHNEE AM REGENBOGEN KILIMANDSCHARO 21.00 LIVE RAP DE MARSEILLE M.A.R.T.O. 11.00 | 13.00 | 15.00 [SIEHE INNEN] 16.45 FRENCH CONNECTION II 17.00 UND JEDER SUCHT SEIN KÄTZCHEN 19.00 DIE NONNE 17.00 PAULETTE 18.45 SAMIA 20.45 PORTUGAL, MON AMOUR 21.00 PARIS GEHÖRT UNS 17.00 DER SCHNEE AM KILIMANDSCHARO 18.45 NENETTE UND BONI 20.45 DIE SCHÖNEN TAGE 21.00 CHANSON DER LIEBE 17.00 PAULETTE 18.45 MARIUS UND JEANNETTE 20.45 VIVE LA FRANCE 21.00 DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE 19.00 21.00 20.30 POZ18.45 17.00 PSYCHIATRIE 1 G-NIGHT VÁNKA DO KINA UNTER DEM FINSTER21.15 POP20.00 22.30 REGENBOGEN KULTURKINO

25 FR

26 SA

18.45 DIE NONNE

ALBERT

26 SA

.m.U.

22.30 (7,-) O DRECKSAU

26 SA 20.30 (8,-)

27 SO 18.30 18.30 (8,-)

31 DO

30 MI

27 SO

O.V.

30 MI

27 SO

27 SO 16.00 (7,-)

mit Maria-Victoria Dragus (Das weiße band)

31 DO

INSIDE WIKILEAKS

28 MO NOBBS OmU

hallOWEEn-nacht der Kufi

Anfanszeiten siehe November-Programm

29 DI

40 29 DI 30 MI

31 DO SlOW fOOD StORY OmU

22.30h

28 MO 22.30 (0,-) Hexenkessel

22.30 (0,-)

Liebesgrüße aus Moskau

VIVE LA FRANCE

20.00h

29 DI

DER BUTLER

Anfanszeiten siehe November-Programm

28 MO

28 MO 29 DI 30 MI 31 DO

17.00 ZWEI LEBEN

Oktober Wohin 2013  

Kino und Bühne in Regensburg

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you