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Nr. 283 - Jan. '12

altstadtkinos.de


THEATERSPIELPLAN Theater am Bismarckplatz So 1 Mo 2 Di 3 Mi 4 Do 5 Fr 6 Sa 7 So 8 Mo 9 Di 10 Mi 11 Do 12 Fr 13 Sa 14 Mi So 15 18 Mo 16 Di 17 Mi 18 Do 19 Fr 20 FR Sa 26 27 21 So 22

JANUAR 2012

Velodrom

Theater am Haidplatz

Andere Spielstätten 17 Uhr FV

LADIES NIGHT

19.30 Uhr FV, Abo K1

WIEDERAUFNAHME

CARMINA BURANA

Ballett v. Olaf Schmidt, Musik v. Carl Orff

14 und 16 Uhr FV

Kriminalkomödie von Robert Thomas

19.30 Uhr FV

Kriminalkomödie von Robert Thomas

DIE LUSTIGE WITWE

19.30 Uhr FV

Musical von Richard O‘Brien

HÄNSEL UND GRETEL

19.30 Uhr FV

Musical von Richard O‘Brien

19.30 Uhr FV

Operette von Franz Lehár

15 Uhr FV, Abo N

Oper von Engelbert Humperdinck

19.30 Uhr FV, VB

Komödie von S. Sinclair u. A. McCarten

19.30 Uhr FV, Abo A

Operette von Franz Lehár

19.30 Uhr FV, Abo F

Oper von Engelbert Humperdinck

14 und 16 Uhr FV

ab 5 J.

THE ROCKY HORROR SHOW

19.30 Uhr FV

von und mit Paul Kaiser

THE ROCKY HORROR SHOW

19.30 Uhr FV

von und mit Paul Kaiser

LADIES NIGHT

LADIES NIGHT

Komödie von S. Sinclair u. A. McCarten

SEHEN SIE DIE TRAILER ZU DEN PRODUKTIONEN

HÄNSEL UND GRETEL

DIE LUSTIGE WITWE

19.30 Uhr FV, Abo G 19.30 Uhr FV, Abo H

Oper von Engelbert Humperdinck

LA TRAVIATA

19.30 Uhr FV, Abo U

Oper von Giuseppe Verdi

DER NUSSKNACKER

19.30 Uhr FV, Abo S

Oper von Engelbert Humperdinck

HÄNSEL UND GRETEL

THE ROCKY HORROR SHOW

LADIES NIGHT

DER BRANDNER KASPAR

HÄNSEL UND GRETEL

LADIES NIGHT

LA TRAVIATA

O.m.Ü.

19.30 Uhr FV, Abo Q

Komödie von S. Sinclair u. A. McCarten

19.30 Uhr FV, Abo E, Y

Oper von Engelbert Humperdinck

19.30 Uhr FV, Abo B

Komödie von S. Sinclair u. A. McCarten

LADIES NIGHT

19.30 Uhr FV, VB, Abo C

Oper von Engelbert Humperdinck

19.30 Uhr FV

Operette von Franz Lehár

HÄNSEL UND GRETEL

Oper von Engelbert Humperdinck

19.30 Uhr FV

Ballett v. Olaf Schmidt, Musik v. Carl Orff

HÄNSEL UND GRETEL

DER GESTIFELTE KATER www.theaterregensburg.de

FV, Abo X, EPA

Kriminalkomödie von Robert Thomas

19.30 Uhr FV

von und mit Paul Kaiser

19.30 Uhr FV

Kriminalkomödie von Robert Thomas

19.30 Uhr FV

DR. WAHN

11 Uhr FV

Oper von Engelbert Humperdinck

ab 4 J.

Neuhaussaal

ab 4 J.

DIE GESCHICHTE VON BABAR, DEM KLEINEN ELEFANTEN 2. KINDERKONZERT

DIE ACHT FRAUEN

ZUM LETZTEN MAL

DIE ACHT FRAUEN

Kriminalkomödie von Robert Thomas

16 Uhr FV 11 Uhr Eintritt frei

19.30 Uhr FV

DER NUSSKNACKER – ERINNERUNGEN AN DAS VERGESSEN

10 Uhr SV, FV

Probebühne Bismarckplatz

OH WIE SCHÖN IST PANAMA

ab 4 J.

MATINEE – Foyer Neuhaussaal EISENSTEIN Das Regieteam informiert

Probebühne Bismarckplatz

... UND MORGEN DIE GANZE WELT v. Jürgen Eick ab 14 J. Probebühne Bismarckplatz

OH, WIE SCHÖN IST PANAMA von Janosch

ab 4 J.

Probebühne Bismarckplatz

WESTINDISCHE FRÜCHTE

von Norbert Ebel

ab 8 J.

EISENSTEIN

Drama von Christoph Nußbaumeder 11 Uhr Schulvor., FV

19.30 Uhr FV, VB

Drama von Christoph Nußbaumeder

11 Uhr SV, FV

19.30 Uhr FV, VB, Abo JA, JE

Komödie von K. Wilhelm nach F. von Kobel

DER BRANDNER KASPAR UND DAS EWIG‘ LEBEN

10.30 Uhr SV, FV

19.30 Uhr FV

19.30 Uhr FV, Abo Z

OH, WIE SCHÖN IST PANAMA von Janosch

19.30 Uhr PREMIERE

19.30 Uhr FV, Abo T

Oper von Engelbert Humperdinck

Probebühne Bismarckplatz

DIE ACHT FRAUEN

19.30 Uhr FV

11 Uhr Schulvor. FV

CARMINA BURANA

19.30 Uhr FV, Abo J, M

3. SINFONIEKONZERT – NEUJAHRSKONZERT

DR. WAHN

16 Uhr FV 19 Uhr FV, Abo KK

Mo 23 Di 24 Mi 25 Do 26 Fr 27 Sa 28 So 29 Mo 30 Di 31

Neuhaussaal

DR. WAHN

HÄNSEL UND GRETEL

DIE LUSTIGE WITWE

19.30 Uhr FV, Abo R, P

3. SINFONIEKONZERT – NEUJAHRSKONZERT

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DIE LUSTIGE WITWE HÄNSEL UND GRETEL

Neuhaussaal

DIE ACHT FRAUEN

DER GESTIEFELTE KATER

von Gunnar Kunz nach den Gebrüdern Grimm

3. SINFONIEKONZERT – NEUJAHRSKONZERT

DIE ACHT FRAUEN

19.30 Uhr FV

19.30 Uhr FV, VB, Abo K2 19.30 Uhr FV, Abo I

Neuhaussaal

EISENSTEIN

Neuhaussaal

ab 4 J.

DIE GESCHICHTE VON BABAR, DEM KLEINEN ELEFANTEN 2. KINDERKONZERT Probebühne Bismarckplatz

OH WIE SCHÖN IST PANAMA

ab 4 J.

Foyer Neuhaussaal

3. KAMMERKONZERT Probebühne Bismarckplatz

... UND MORGEN DIE GANZEWELT v. Jürgen Eick

ab 14 J.

Probebühne Bismarckplatz

TÜRKISCH GOLD

von Tina Müller

DER BRANDNER KASPAR UND DAS EWIG‘ LEBEN

ab 13 J.

Komödie von K. Wilhelm nach F. von Kobel

DER NUSSKNACKER –

ERINNERUNGEN AN DAS VERGESSEN Ballett v. O. Schmidt; Musik v. P. I. Tschaikowsky

HÄNSEL UND GRETEL

19.30 Uhr FV

Musical von Richard O‘Brien

HÄNSEL UND GRETEL

19.30 Uhr FV

Musical von Richard O‘Brien

19.30 Uhr FV, Abo R, P

ERINNERUNGEN AN DAS VERGESSEN Ballett v. O. Schmidt; Musik v. P. I. Tschaikowsky

10 Uhr Schulvor. FV

Probebühne Bismarckplatz

11 Uhr Eintritt frei

MATINEE – Foyer Neuhaussaal

DONNERWÄTTER

v. Bischof, Bodinek u. Beeler

ab 5 J.

THE ROCKY HORROR SHOW THE ROCKY HORROR SHOW

ELEKTRA

Das Regieteam informiert (Plätze begrenzt)

DER NUSSKNACKER –

Alle Vorstellungen im freien Verkauf = FV. Ausnahmen sind bei der jeweiligen Vorstellung angegeben. Abkürzungen: EV = Eingeschränkter Verkauf / VV = Vorverkauf / AK = Abendkasse / RK = Restkarten / TR = Theaterring / VB = Volksbühne / TdJ = Theater der Jugend / SV = Schulvorstellung / = Theater Regenbogen / O.m.Ü. = Original m. Übertitel

Kartenreservierung (0941) 507 - 24 24

Kartenkauf online: www.theaterregensburg.de


O.m.U.-VORPREMIERE

VORPREMIERE

Am 11. Januar zeigen wir im Ostentor um 20.30 den Agententhriller

Agententhriller nach John Le Carrés Bestseller, der John Irvin 1979 schon als Vorlage zur hoch gepriesenen gleichnamigen Miniserie diente. Brisant, Volten schlagend und vielschichtig geht es in diesem stimmungsvollen Spionagefilm alter Schule zu, den Regisseur Tomas Alfredson mit viel Gespür für Atmosphäre und Spannung in Szene gesetzt hat. Als Smiley brilliert auf den Spuren von Sir Alec Guinness Gary Oldman, als Gegenspieler/Mitarbeiter glänzen unter anderem Colin Firth, John Hurt und Ciarán Hinds. Offizieller Start ist der 2. Fabruar.

KINO KAFFEE KUCHEN Jeden ersten Dienstag (außer Feiertags) zeigen wir im Ostentor um 13.00 Uhr einen ausgewählten (neuen) Film. Im Anschluss lädt Sie die Firma Hörgeräte Reichel ins Chaplin-Restaurant - gleich nebenan zu Kaffee und Kuchen ein. Und alles gibt es für nur 6,-!

Am 3. Januar zeigen wir im Ostentor um 13.00 die Komödie

Am 18. Januar zeigen wir im Ostentor um 20.30 die Komödie

Alexander Payne („Sideways“, „About Schmidt“) gelingt eine bewegende Comédie humaine, die noch tiefer unter die Haut geht als seine vorherigen Arbeiten und in der er noch souveräner seine Figuren und ihre Sehnsüchte und Schwächen beobachtet. Unterstützt wird er von einem starken Ensemble, angeführt von George Clooney, der nachvollziehbar einen Jedermann spielt, wie es nur ein Superstar kann. Wunderbares und weises Kino über Tradition, das Sterben und das Leben und letzten Endes Familie und Liebe. Offizieller Start ist der 26. Januar. Die ersten 75 MZ-Clubcard Besitzer erhalten freien Eintritt! Ausführliche Infos zum Film gibt es auf Seite 9.

SCHULE IM KINO Am 5.1. startet ‚JONAS‘ im Garbo und wir finden, daß sich der Film sehr gut für Schulvorstellungen eignet. Falls Sie einen Terminwunsch haben bitte unter 01794734669 melden oder eine Mail an achim_hofbauer@t-online.de schicken. Ausführliche Infos gibt es auf Seite 7.

ALLE FILME VON 3-V 30 Minuten und weniger Am Anfang war das Feuer Anonymus Atmen Der atmende Gott Aushilfsgangster Bauer sucht Pfau Bezaubernde Lügen Brand Bullhead Chinese zum Mitnehmen Die Cowboys

(S. 17) (S. 15) (S. 16) (S. 28) (S. 9, 29) (S. 16) (S. 11) (S. 9, 29) (S. 29) (S. 24) (S. 9, 27) (S. 15)

Dem Himmel ganz nah Dirty Harry Drive Eine ganz heiße Nummer Faust Fritz the Cat ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOS Grenzpatrouille F RFERIEKIA KR ATRET E Habemus Papam Die Haut, inALTSTADTKINOS der ich wohne ALTSTADTKINOS Huhn mit Pflaumen F RFERIEKIA KR ATRET E Ich reise allein In guten Händen ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOS gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

Nicht gültigNicht bei Überlängenfilmen gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften und ausverkauften Vorstellungen. Vorstellungen.

gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

Nicht gültigNicht bei Überlängenfilmen gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften und ausverkauften Vorstellungen. Vorstellungen.

(S. 24) (S. 15) (S. 5) (S. 17) (S. 27) (S. 15) (S. 15) (S. 13) (S. 24) (S. 11) (S. 25) (S. 13)

Rubbeldiekatz Jane Eyre (S. 13, 29) Sanjuro Jonas (S. 7) Sarahs Schlüssel Jules und Jim (S. 15) Tage die bleiben Killer Elite (S. 16) Tag und Nacht Kondensstreifen (S. 25) The Artist Le Havre (S. 25) DIE DIEKINO-SCHECKKARTE KINO-SCHECKKARTE The Descendants Mama Africa (S. 25) €€50,– 50,– Tournee Meek‘s cutoff (S. 25) (10Gutscheine Gutscheine àà€€5,–) 5,–) Turistas Mein liebster Alptraum (10 (S. 26) UndGARBO dann der Regen Michel Petrucciani (S.imOSTENTOR, 23) gültig gültigim OSTENTOR, GARBO Verblendung Die Mühle und das Kreuz und (S.TURM-THEATER. 25) und TURM-THEATER. Vergiss dein Ende Over cities grass grass will grow (Voll S. 25) Voll übertragbar! übertragbar!

GUTSCHEINE UND GESCHENKE DIE KINO-SCHECKKARTE DER DERKINOTALER KINOTALER KINO-SCHECKKARTE € 50,– F RFERIEKIA KR ATRET E gültig bis gültig 12/2005 bis 12/2005

(S. 11) (S. 15) (S. 28) (S. 23) (S. 24, 28) (S. 5) (S. 9) (S. 25) (S. 24) (S. 13, 26) (S. 7) (S. 23)

Dazu Dazugibt's gibt's3Freikarten. 3Freikarten.

Nicht gültigNicht bei Überlängenfilmen gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften und ausverkauften Vorstellungen. Vorstellungen.

ALTSTADTKINOS

FREIKARTE gültig bis 12/2005

Nicht gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften Vorstellungen.

ALTSTADTKINOS

FREIKARTE gültig bis 12/2005

Nicht gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften Vorstellungen.

ALTSTADTKINOS

FREIKARTE gültig bis 12/2005

6,50 Euro (10à Gutscheine à6,50 5,-) €€ (1050 Gutscheine € 5,–)

incl. 3 Freikarten · gültig in den ca Altstadtkinos (Originalgröße (Originalgröße ca3cm 3cmØ)Ø) und TURM-THEATER. (Garbo und Ostentor) Voll übertragbar!

gültig im OSTENTOR, GARBO

Gültig Gültigininallen allen ALTSTADTKINOS ALTSTADTKINOSund undOPEN OPENAIR AIR

Voll übertragbar!

KINOTALER

6,50 Euro gültig in den Altstadtkinos (Garbo und Ostentor)

Dazu gibt's 3Freikarten.

Nicht gültig bei Überlängenfilmen und ausverkauften Vorstellungen.

DER KINOTALER Erhältlich im Garbo, Ostentor, Chaplin, in der Touristinfo im Alten Rathaus (nur Kinotaler), in der Dombrowsky Buchhandlung (Kassiansplatz), 6,50 € Kartenvorverkauf im DEZ, im Plattenladen Shadilac (Kramgasse 1) und Mittelbayerischer Kartenvorverkauf im DEZ. Mittelbayerischer (Originalgröße ca 3cm Ø)

Gültig in allen ALTSTADTKINOS und OPEN AIR

KINO-QUIZ Die Lösung dieses Monats (Nachname eines Regisseurs) erscheint in den grauen Kästchen, wenn Sie die Antworten zu folgenden Fragen eingetragen haben. 1) Er (Vorname) spielt einen Stuntman. 2) Er (Nachname) will nochmal in die Schule. 3) Schule ist …!

4) Er (Nachname) drehte auf Hawaii. Zu gewinnen gibt es 1x10 Altstadtkinos-Freikarten. Einsendeschluss ist der 18. Dezember Die Lösung von Nr. 282: LARA (1. Piccoli, 2. Max 3. McGregor, 4. Matthias) Der Gewinner (von 45): Erwin Homeier aus Thalmassing

ALTSTADTKINOS-IMPRESSUM OSTENTOR: NFS Neue Filmstudio GmbH · Geschäftsführung: Achim Hofbauer, Claudia Eis · Tel 09 41 / 57 95 2 · Fax 56 76 76 9 Watmarkt 7 · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de GARBO: Achim Hofbauer · Tel 09 41 / 57 58 6 · Weißgerbergraben 11a · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de WOHIN: Achim Hofbauer · Tel 09 41 / 57 95 2 · Watmarkt 7 · 93047 Regensburg · achim_hofbauer@t-online.de · Auflage: 12 000 Druck: KARTENHAUS KOLLEKTIV Grafische Dienste GmbH · Auerbacher Straße 12 · 93057 Regensburg · Tel 0941/ 208 22-0 Anzeigenschluß für das Februar-Wohin ist am 20.1. · Anzeigenpreise auf Anfrage · DasFebruar-Wohin erscheint am 25.1. 3


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F 2011 - 100 Min.; ab 12; Regie: Michel Hazanavicius; Darsteller: Jean Dujardin, Bérénice Bejo, John Goodman, James Cromwell, Penelope Ann Miller, Missi Pyle, Ed Lauter, Beth Grant, Ken Davitian, Bitsie Tulloch, Bob Glouberman.

A

ls die Bilder laufen lernten und das Kino noch eine ganz besondere Faszination besaß, eroberten Stars wie Emil Jannings, Pola Negri oder Errol Flynn die Herzen des Publikums. Der Stummfilm war das Medium jener Zeit, in der sich das heutige Studiosystem Hollywoods zu formieren begann. Allein über ihre exaltierte Gestik und Mimik drückten die Schauspieler die Gefühle und Stimmungen ihrer Figuren aus. Unterstützt wurden sie dabei von einer meist orchestralen Filmmusik und expressionistischen Bildern. Erzählt wurde ausschließlich in Schwarz und Weiss. George Valentin (Jean Dujardin) ist in diesen Jahren ein gefeierter Star. Ende der 1920er Jahre gehören Filme

mit ihm zu den absoluten Straßenfegern. Blockbuster würde man heute dazu sagen. Mit der Einführung des Tonfilms, den die Zuschauer begeistert aufnehmen, steht Georges Karriere dann jedoch vor dem Aus. Er weigert sich vehement, die neue Zeit anzuerkennen und sich den veränderten Arbeitsbedingungen anzupassen. Während das von ihm entdeckte Starlet Peppy Miller (Bérénice Bejo) in Hollywood Karriere macht und zum Darling der Massen avanciert, entwickelt sich sein neuer Film zu einem veritablen Flop. George ist am Boden zerstört. Seine Ehe steht vor dem Aus, als Schauspieler ist er nicht mehr gefragt und allein der Alkohol vermag ihn noch zu trösten. So deprimierend und düster diese letzten Sätze auch klingen mögen, „The Artist“ ist so ziemlich das Gegenteil eines deprimierenden und düsteren Films. Michel Hazanavicius’ mutiges Experiment, im Jahr 2011 mit den Mittel des Stummfilms von der Ära des Stummfils zu erzählen, versprüht

vielmehr unglaublich viel Witz, Charme und gute Laune. Dabei waren Zweifel durchaus angebracht, denn heutzutage eine Geschichte ausschließlich über die Bilder und Musik zu transportieren, widerspricht letztlich all unseren Sehgewohnheiten. Von solchen Bedenken ließ sich Hazanavicius augenscheinlich nicht beirren. Er glaubte an die Stärke seines filmischen Konzepts, an dessen Ideenreichtum und an seine allesamt großartigen Darsteller. Insbesondere Jean Dujardin, der für seine Rolle des gescheiterten Leinwandhelden bei den Filmfestspielen von Cannes mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet wurde, scheint aus „The Artist“ beinahe im Alleingang den verdienten Publikumserfolg zu machen. Er ist Herz und Seele des Films, in dem sich Reflexionen über das Kino ebenso wie pure Albernheiten, feine Ironie und die Seele eines leidenschaftlichen Cineasten wiederfinden. In Frankreich eröffnete Hazanavicius’ wunderbar aus der Zeit gefallene Geschichte verdientermaßen auf Platz 1 der Kinocharts.

Dujardin lässt seinen zunehmend von Selbstzweifel geplagten Star trotz typischer Stummfilm-Gesten nie wie eine Karikatur wirken. Dieser Typ, eine Mischung aus Errol Flynn, Fred Astaire und George Clooney, ist auf der Suche, wobei ihn Versagensängste und Wehmut stets begleiten. „The Artist“ lebt überdies von seiner detailreichen Mimikry der Stummfilmära. Musik, Bildsprache und Lichtsetzung erschaffen im Zusammenspiel mit den Darstellern die perfekte Illusion. Dabei spielt Hazanavicius immer wieder auf sehr fantasievolle Art mit den Gesetzmäßigkeiten des Stummfilms (Stichwort: Wasserglas) und dem anstehenden Wechsel in ein neues Kinozeitalter. In nicht wenigen Augenblicken ist die Geschichte unprätentiöses, intelligentes Meta-Kino. Der dramatische Übergang von den „Goldenen Zwanziger“ in die Weltwirtschaftskrise von 1929 liefert schließlich die Kulisse für ein unkonventionelles, vollauf geglücktes Kinoexperiment. Marcus Wessel (programmkino.de)

USA 2011 - 101 Min.; ab 18; Regie: Nicolas Winding Refn; Darsteller: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston, Albert Brooks, Oscar Isaac, Ron Perlman, Christina Hendricks, Tina Huang, Joe Pingue, Cesar Garcia.

D

as Kino von Walter Hill und Michael Mann, Filme wie „Leben und Sterben in L.A.“ und „Der Einzelgänger“ werden eindringlich in Erinnerung gerufen in der ersten großen Hollywoodproduktion des dänischen Regiewunderkinds Nicolas Winding Refn, das es mit seinem achten Film erstmals - endlich! - auf deutsche Leinwände schafft. Es ist ein cooler, kühler, unendlich faszinierender und hypnotisierender Film geworden, eine

Reise buchstäblich ans Ende der Nacht, ein L.A.-Neo-Noir, vorangetrieben von einem pumpenden Eurosynth-Soundtrack, seinem lakonischen, zupackenden Ton und einer Besetzung, die so hip ist, dass es fast wehtut. Ein mit großem Stilwillen realisiertes Krimimärchen, dessen namenloser Held - er wird einfach „Driver“ genannt und von Ryan Gosling als Steve McQueen mit Poker- und Babyface gespielt - ein einsamer Wolf mit einem ganz eigenen Ehrenkodex ist, wie die Hauptfiguren von Refns vorangegangenen Filmen „Bronson“ und „Walhalla Rising“, die den 41-jährigen Regisseur ganz nach oben in der Riege der jungen Wilden katapultierten. Während diese knorrigen Kerle sich jedoch in archaischen Machoritualen ergingen, ist Driver gezwungen, als erster Refn-Hero

die Deckung aufzugeben: Er wickelt seine Arbeit - tagsüber als Stuntman für Hollywood und nachts als Fahrer für die Mafia - mit unbeteiligter Präzision ab, verliebt sich dann jedoch in seine Nachbarin, als würde er urplötzlich von einem William-Friedkin Movie in einen John-Hughes-Film stolpern. Diese Liebe ist es, die Driver befreit, aber schließlich auch seinen Niedergang herbeiführt: Um sie zu retten, beteiligt er sich an einem riskanten Raubzug, der prompt schiefgeht und ihn auf einmal auf einen Kollisionskurs mit denen schickt, die eigentlich seine Auftraggeber sind. In einer jetzt schon legendären - und in Cannes mit Applaus bedachten - Szene in einem Fahrstuhl liegen heiße Küsse und exzessive Ultragewalt so nahe beisammen, wie man es seit „Wild at

Heart“ nicht mehr erlebt hat. Und doch verliert „Drive“ nie den Boden unter den Füßen oder gar die Kontrolle übers Lenkrad: Refn steuert seinen Film mit der Übersicht eines Schachspielers durch sein Plotlabyrinth, bis hin zum intensiven Showdown, in dem Driver gegen seine Nemesis - ausgerechnet der sprichwörtliche Nebbish Albert Brooks gibt den unnachgiebigen Bösewicht - antritt. Auf dem Weg dahin werden angesagte Fernsehstars aus „Breaking Bad“ und „Mad Men“ verschlissen, kleine Tragödien am Rande erzählt und das Kino mit originellen Verfolgungsjagden und eindringlichen Bildern zelebriert, die einem Augen und Herz übergehen lassen: Mit Bleifuß rast „Drive“ zum ewigen Kultstatus. ts. (Blickpunkt Film)

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Hasenliebe „ ... endlich ausspannen, die Ostervorbereitungen laufen.“

ORPHEE direkt bei der Bodega

KUNSTFORUM OSTDEUTSCHE GALERIE REGENSBURG

SCHATTENSEITEN AUGUST BRÖMSE & KATHRIN BRÖMSE 20.11.2011-26.2.2012

BODEGA

direkt beim Orphée

PROGRAMM JANUAR 2012 Dienstag, 3.1., und Mittwoch, 4.1.2012, 10 bis 13 Uhr 25 € inkl. Material, 5 € Geschwisterermäßigung Silvester: Winterferien-Workshop für 9- bis 16-Jährige Freitag, 6.1., Sonntag, 8., 15., 22. u. 29.1., 15 Uhr, 2 € + Eintritt Führung zur Ausstellung Schattenseiten Donnerstag, 12.1., 20 Uhr, 6/4 € Kein Kostverächter. Der Tod und die Mädchen Vortrag von Dr. Uli Wunderlich, Präsidentin der Europäischen Totentanz-Vereinigung e.V., Köln Samstag, 14.1., und Sonntag, 15.1., jeweils 13.30 bis 16.30 Uhr Ins Holz geschnitten: Winterlandschaft Workshop für 10- bis 16-Jährige zur Grafikausstellung SCHAUFENSTER 1 Samstag, 14.1., 19 Uhr, 18/15 €, 15 € VVK Im Himmel frei. Vokalmusik der Moderne und Renaissance Neujahrskonzert mit Stimmwerck Sonntag, 15.1. Eintrittsfreier Sonntag 11 Uhr Kostenlose Führung durch die Sammlung 15 Uhr, 2 € Führung zur Ausstellung Schattenseiten Dienstag, 17.1., 14 Uhr, 6 € für Eintritt, Kaffee und Gebäck Der Holzschnitt – Facetten eines Mediums Führung für Senioren zur Grafikausstellung SCHAUFENSTER 1 Donnerstag, 19.1., 18 Uhr, 2 € Der Holzschnitt – Facetten eines Mediums Kuratorenführung zur Grafikausstellung SCHAUFENSTER 1 Samstag, 21.1., 14 bis 16 Uhr, Eintritt frei Körper – gewickelt und verpuppt. Integrativer Workshop für 7- bis 15-Jährige zur Ausstellung Schattenseiten

KUNSTFORUM OSTDEUTSCHE GALERIE REGENSBURG Dr.-Johann-Maier-Str. 5 (Stadtpark), 93049 Regensburg Di bis So 10 bis 17 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr, www.kunstforum.net

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Wohin-01-2012.indd 1

Donnerstag, 26.1., ab 18 Uhr Die dunkle Seite des Mondes. Ein Abend mit Kathrin Brömse 18 Uhr, 10 € Monotypie-Workshop mit der Künstlerin 20 Uhr, 6/4 € Künstlergespräch

15.12.2011 14:34:09 Uhr


Deutschland 2011 - 106 Min.; ab 6; Regie: Robert Wilde; Darsteller: Christian Ulmen, Schüler und Lehrer der Musikbetonten Gesamtschule Paul Dessau, Zeuthen.

S

chule ist doof. Es ist ein Satz, den vermutlich viele Schüler unterschreiben würden, so auch Jonas (Christian Ulmen), der nach zwei Ehrenrunden vor seiner letzten Chance auf einen Abschluss steht. Dazu besucht er zunächst für einen Probezeitraum eine ziemlich durchschnittliche Gesamtschule im Speckgürtel Berlins. Neue Mitschüler, neue Lehrer, ein neues Umfeld, auf den 18-jährigen, der anders als seine Klassenkameraden bereits mit dem Auto zum Unterricht kommt, wartet eine Reise ins Ungewisse. Vor allem Mathe scheint nicht Jonas’ Stärke zu sein. Was ein Logarithmus ist, hat er trotz aller Bemühungen bis heute nicht verstanden. Mehr als für die Welt der Zahlen interessiert er sich für Musik und für seine neue Musiklehrerin Frau Maschke. Um sie zu beeindrucken, beschließt er, eine Schulband zu gründen.

Die Paul-Dessau-Gesamtschule in Zeuthen ließ sich auf ein bemerkenswertes filmisches Experiment ein. Denn Jonas’ Lieben und Leiden mag fiktiv und erdacht sein, doch alle anderen, die in diesem Film vorkommen, sind es nicht. Hier treffen echte Schüler und Lehrer auf eine Kunstfigur. Gedreht wurde dann auch im ganz normalen Unterricht, ohne ein klassisches Drehbuch und mit einem nur sehr dünnen roten Faden wie Autor Johannes Boss zu berichten weiß. Als wäre diese Versuchsanordnung nicht bereits außergewöhnlich genug, so übernahm ausgerechnet Multitalent Christian Ulmen die Rolle des zweifachen Sitzenbleibers Jonas. Der Mittdreißiger wird dank erstaunlicher Make-up-Künste und seines schauspielerischen Talents wieder zum pubertierenden Teenager. Ulmen hat bereits mehrfach in innovativen Formaten wie „Mein neuer Freund“ und „Ulmen TV“ seine fast bis zur Selbstaufgabe reichende Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Als schnöseliger Adeliger Alexander von

Eich oder Dosenbier trinkender Prolet strapazierte er nur zu gerne die Geduld seines Gegenübers. Bei „Jonas“ ging es ihm und Regisseur Robert Wilde jedoch nicht um Provokation. Jonas sollte sich in die Schulklasse integrieren, sich mit Mitschülern anfreunden und eher unauffällig am Unterreicht teilnehmen. Das Drehbuch kannte nur wenige Vorgaben, wie Jonas’ Matheschwäche, die noch nicht einmal gespielt war. Ob einige der Lehrer und Schüler wussten, wer sich in Wahrheit hinter der Person Jonas verbirgt – in dieses Geheimnis weihte sie das Filmteam ganz bewusst nicht ein –, wird nie wirklich aufgelöst. Eigentlich spielt das auch keine Rolle, denn Ulmen geht in seiner Filmfigur vollkommen auf. Er spielt nicht nur, er scheint fortan dieser Jonas zu sein. Dafür betrinkt er sich mit anderen Jugendlichen auch schon mal auf dem Parkplatz des örtlichen Supermarktes. „Jonas“ beschreibt nicht nur mit einem Augenzwinkern die Sorgen, Freuden und Ängste des Schulalltags, die große Stärke des Films liegt in

seinem Mut, Genregrenzen einfach zu ignorieren und seine dokumentarischen Einblicke mit Comedy-Elementen zu vermischen. Dabei wird die Grenze zum Fremdschämen gelegentlich mit voller Absicht übertreten. Das Prinzip des realen Raumes, der von einer Kunstfigur besetzt und übernommen wird, hat der Engländer Sacha Baron Cohen als „Borat“ perfektioniert. Ulmen und Wilde übertragen dieses Konzept auf einen zumeist von Problemdebatten besetzten Ausschnitt deutscher Lebenswirklichkeit. Der Film zeigt das Engagement der Lehrer, auch ihren gelegentlichen Frust, er beobachtet äußerst zurückhaltend den Umgang der Schüler miteinander und ihre versteckten Talente, die in Projekten wie der Schulband plötzlich sichtbar werden. Früher oder später fühlt man sich dann wie Jonas als Teil dieses Klassenverbands. Man lacht, bangt und hofft mit ihnen. Und man erinnert sich an die eigenen Schulzeit, die gar nicht so viel anders war. Marcus Wessel (programmkino.de)

Originaltitel: The Girl with the Dragon Tattoo; USA 2011 - 155 Min.; ab ?; Regie: David Fincher; Darsteller: Daniel Craig, Rooney Mara, Christopher Plummer, Stellan Skarsgård, Steven Berkoff, Robin Wright, Yorick van Wageningen, Joely Richardson.

W

enn europäische Buch- oder Filmphänomene für ein internationales Publikum aufbereitet werden sollen, stellt sich oft schon bei der Ankündigung Abweisung ein. Diese klassisch konditionierte Reaktion setzte Fincher außer Kraft, denn der smarte Fürst der Finsternis und Larssons leicht reißerische, aber effektive Exkursion in menschliche Abgründe wirkte wie ein Traumpaarung, die den Bestseller auch zu einem Kinophänomen erheben könnte. Tatsächlich ordnet sich Fincher der Vorlage unter, womit keine Sixtinische Kapelle erwartet werden darf, wo Larsson grob vorzeichnete, wohl aber ein namhaft besetzter Thriller für ein Millionenpublikum, der keine Zugeständnisse an die Sehgewohnheiten von

Zuschauern macht, die Schlüsselreize im Staccato-Rhythmus serviert bekommen wollen. In dieser Hinsicht ist die faszinierende, zu einer Coverversion von Led Zeppelins Wikinger-Hymne „Immigrant Song“ geschnittene Creditsequenz, die im düster-metallischen Look, mit dickflüssigem Öl, das wie Blut in den Adern der Weltwirtschaft fließt, alle Motive des Films vorwegnimmt, ein Versprechen an das Spektakuläre, das der Film, der den schwedischen Schauplatz beibehält, nicht einlösen will. Denn „Verblendung“ passt sich im Erzähltempo dem lähmenden skandinavischen Winter an, lässt sich Zeit in der Entfaltung seiner Geschichte, die sich auf eine detaillierte Ermittlung im Umfeld eines zerrütteten, vergifteten Clans konzentriert, der im

Kontrast zur kommunikativen Großfamilie aus Finchers „The Social Network“ steht. Steven Zaillians Drehbuch folgt exakt der Vorlage, von Nuancen, Verschiebungen in der Zeitlinie und einer etwas veränderten Auflösung nach dem Showdown einmal abgesehen. Etwa 75 Minuten vergehen, bis „Verblendung“ die zwei Hauptfiguren und Handlungsstränge zusammenführt die Aufklärung des über vier Jahrzehnte zurückliegenden Verschwindens der Großnichte eines Industriellen und den Kampf von Punk-Hackerin Lisbeth Salander um ein selbständiges Leben und gegen einen Vormund, der sie vergewaltigt und finanziell abhängig macht. Die Zusammenarbeit dieses unorthodoxen Teams füllt die zweite Hälfte des Zweieinhalbstünders aus.

Wie schon in der Erstverfilmung gibt es wenige klassische Thrillerelemente, entwickelt sich Spannung aus den Figuren, manchmal nur aus Blicken und natürlich der Lösung einer grausamen Mordserie. Finchers Inszenierung ist elegant, aber stets ökonomisch und nie plakativ - gerade auch in den harten Szenen, die nicht ausgespart werden. Ein Plus gegenüber der skandinavischen Verfilmung ist der Verstörung betonende elektronische Score und die etwas sanftere Zeichnung von Rooney Maras stark gespielter Protagonistin, die rotzig und abweisend, aber auch offener in ihren Gefühlen ist. Mit Daniel Craig, viriler als Mikael Nyqvist, bildet sie ein Paar, das auch in dieser Adaption eine Attraktion ist. kob. (Blickpunkt Film)

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USA 2011 - 110 Min.; ab 12; Regie: Alexander Payne; Darsteller: George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges, Robert Forster, Judy Greer, Matthew Lillard, Nick Krause, Amara Miller, Mary Birdsong, Rob Huebel.

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ie Comedie humaine mit ihrer genauen Beobachtung menschlicher Sehnsüchte und Schwächen ist das Spielfeld von Alexander Payne, der sich mit seinen Vorgängern „About Schmidt“ und „Sideways“ den Ruf erarbeitet hat, der vermutlich bedeutendste amerikanische Chronist der Marotten des einfachen Mannes in seinen besten Jahren zu sein. „The Descendants“ fügt sich nun nach siebenjähriger Pause nahtlos in das Oeuvre des

Filmemachers, nur geht die Verfilmung des Romans von Kaui Hart Hemmings noch weiter als seine bisherigen Filme, noch tiefer unter die Haut und ist noch souveräner in ihrer Betrachtung ihrer Figuren und des Ortes, an dem sie sich bewegen und der sie definiert. Sein Matt King, von George Clooney als nachvollziehbarer Jedermann gespielt, wie es nur ein Superstar kann, ist ein hawaiianischer Geschäftsmann und Patriarch einer Familie, die bis zu den Anfängen der Inselgruppe zurückreicht. Für den Verbund soll er entscheiden, ob und an wen ein bislang unberührtes Stück Land verkauft werden soll. Allerdings hat er viel drängendere Sorgen: Seine von ihm entfremdete Frau liegt nach einem Bootsunfall im Koma, und Matt erfährt, dass sie eine Affäre hatte und ihn verlassen wollte. Als ihm die Ärzte mitteilen, dass sie nicht mehr aus dem

Koma erwachen wird, macht Matt sich mit seinen beiden Töchtern auf die Suche nach dem anderen Mann. Die gemeinsame Reise bildet das Kernstück des Films, der seinen Figuren eine Widersprüchlichkeit zugesteht, wie man sie nur noch selten findet im Kino. Wenn Matt mit seinen Mädchen und dem etwas tumben Surferjungen Sid, den die aufmüpfige Ältere im Schlepptau hat, schließlich auf Kauai landet, nimmt die Handlung immer wieder unerwartete Wendungen, die einerseits tief in die Figuren blicken lassen, die einem immer mehr ans Herz wachsen, andererseits die Erfahrungen Kings unterwegs immer stärker an seine Aufgabe als oberster Schiedsrichter über den Verbleib des Stücks Landes binden. Alle Figuren wachsen an ihren Erlebnissen, manche offensichtlich wie Sid, der vom tumben Beachboy zum philosophischen Helden dieser bittersü-

ßen Ballade über das Abschiednehmen wird, andere, wie die beiden Töchter und letztlich auch Matt selbst, eher subtil. Payne will unterhalten, und das tut er wie wenige Filme in diesem Jahr. Aber er will auch etwas erzählen, unaufdringlich, über Tradition, Wurzeln, das Sterben und das Leben und letzten Endes Familie und Liebe. Wie es ihm gelingt, das Ergebnis in einer scheinbar ganz einfachen letzten Einstellung zusammenzufassen, ist so schön und weise, wie es nur das Kino sein kann. ts. (Blickpunkt Film)

Originaltitel: aka Asana Travelogue; Deutschland 2011 - 105 Min.; ab 0; Regie: Jan Schmidt-Garre; Darsteller: (Mitwirkende) K. Pattabhi Jois, B.K.S. Iyengar, Indra Devi, T.K. Sribhashyam, Alexander Medin.

Y

oga hat sich in Deutschland mit nunmehr über drei Millionen Praktizierenden zu einem regelrechten Trend entwickelt. Hinter dem Begriff des Asana-Yoga verbirgt sich nach alter hinduistischer Tradition und als Teil des Raja-Yoga eine große Anzahl von Körperpositionen, die erst im 20. Jahrhundert von Heiler Tirumalai Krishnamacharya zu einer Meditationslehre zusammengefasst wurden. Regisseur Jan Schmidt-Garre begibt sich auf eine Spurensuche nach Indien, um die

Entwicklungsgeschichte des zeitgenössischen Yoga zu verfolgen. Als der Opern- und Tanzfilm-Regisseur Jan Schmidt-Garre seine Frau zu ihrem Yoga-Kurs begleitete, wurde schnell ein tiefgehendes spirituelles Interesse bei ihm geweckt. So beschloss er, den Ursprung dieser Lehre zu erkunden und einen Film fernab jeglicher esoterischer Abwandlungen und Klischees zu drehen. Die Erklärungen wollte er bei den Urvätern und den Nachfahren Tirumalai Krishnamacharya selbst finden. Zurück-

haltend und unaufgeregt wird hier statt einer religiös-kulturellen Begegnung vielmehr ein geduldiger Blick auf die Körperkunst an sich geboten. Blickpunkt Film

F 2010 - 105 Min.; ab 12; Regie: Originaltitel: De vrais mensonges; Darsteller: Audrey Tautou, Nathalie Baye, Sami Bouajila, Stéphanie Lagarde, Judith Chemla, Cécile Boland, Didier Brice, Paul Morgan.

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milie ist ein zierliches Persönchen, aber sie verfügt über mindestens so viel Energie wie eine ganze Grundschulklasse bei Ferienbeginn und ist ähnlich spontan. Sie hat sich gerade mit ihrer Partnerin Sylvia selbständig gemacht und hat große Pläne. Erstmal will sie den Salon umbauen. Dafür ist der Handwerker Jean zuständig. Was Émilie nicht weiß: Jean ist unsterblich in sie verliebt. Und weil er eine scheue Seele

mit poetischen Neigungen ist, schreibt er der Angebeteten einen wunderschönen und selbstverständlich anonymen Liebesbrief. Dies ist das Startzeichen für eine romantische Geschichte über Missverständnisse, Lügen und die generelle Verwirrung der Liebesgefühle. In Jeans Gegenwart wirft die ahnungslose Émilie den zerknüllten Brief einfach weg. Aber bald erinnert sie sich wieder daran. Um ihre einsame Mutter Maddy aufzuheitern, tippt Émilie Jeans Brief sorgsam ab und wirft ihn in den Briefkasten. Der gewünschte Effekt tritt umgehend ein: Maddy blüht auf wie eine Rose im Spätsommer, aber bald verlangt sie nach mehr. Émilie wird gezwungen, der einen Lüge weitere folgen zu lassen, und es ist wie verhext: Alles, was Émilie sich ausdenkt, sorgt nur dafür, dass sich die Irrtümer vermehren.

Auch wenn die romantische Verwechslungskomödie sich ziemlich offensichtlich an Audrey Tautous fabelhafter Amelie orientiert – dem Vergnügen tut das keinen Abbruch. Mit ihrem spitzbübischen Lächeln und den riesigen Puppenaugen ist Audrey Tautou die perfekte Protagonistin für die Rolle der Émilie, die es eigentlich gut meint, aber durch ihre Neigung zum Schwindeln, gepaart mit einem Hang zum Aktionismus, fatale Entwicklungen in Gang setzt, die sie schon bald nicht mehr steuern kann. Vor der herrlichen Kulisse der Hafenstadt Sète gibt es viel zu lachen, und erfreuli-

cherweise hält der Film seine angenehm alberne Stimmung bis zum glücklichen Happy End durch. Bis dahin amüsiert man sich blendend. Auch wenn sich der Kultstatus einer Amélie vermutlich mit Émilie nicht erreichen lässt, kommt hier ein Film ins Kino, der wie geschaffen ist für trübe, kalte Winterabende – spaßig, charmant und ebenso geistvoll wie vergnüglich. Und Audrey Tautous Lächeln strahlt mit der Sommersonne am Mittelmeer um die Wette. Gaby Sikorski (programmkino.de)

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SPIELPLAN JANUAR 12 Weitere Informationen zu diesen und allen anderen Vorstellungen im Turmtheater finden Sie online unter >>>> www.regensburgerturmtheater.de

DUO CALVA | Cellolite – zwei Celli beim Vorspiel, ein nicht sehr nach-denkliches Kabarett, mit zwei be-denklichen Musikern.

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BEGINN | Um 19.30 Uhr (Soweit nicht anders angegeben!) KARTENVORVERKAUF UNTER | 0941 – 56 22 33 ( 10.00 Uhr – 14.00 Uhr ) oder im Tourist Büro Regensburg / Altes Rathaus und online unter www.okticket.de. TURMTHEATER REGENSBURG | Watmarkt 5 | 93047 Regensburg

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D 2011 - 70 Min.; ab 12; Drehbuch, Regie: Erik Grun; Kamera: Erik Grun, Christoph Sitzmann; Musik, Ton: SitzGru; Darsteller: Hans Schröck, Berenika Kmiec, Maxi Neßlauer, Günther Brenner, Katarina Knopp, Josef Stepan, Susanne Senke.

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ach dem es so viele „reale Serien“ im TV gibt, hat sich die Gruppe um Grun gedacht, das wäre doch mal ein Anlaß, die wahre Realität des ländlichen Heiratsmarkt zu zeigen. Mit viel Fantasie und interessanten Figuren erspinnen sie eine äußerst skurile Geschichte. Bauer Franz (Hans Schröck) hat natürlich Probleme die passende Frau zu

finden. Sein Bruder Gerhard (Günther Brenner) etwas gewiefter, hat sich eine aus Thailand geholt. Mit primitiven Ratschlägen, versucht er seinen Bruder immer wieder die Ausweglosigkeit seiner Situation zu zeigen. Bei seinem Brautschauausflug in die Tschechei, gefällt dem Franz nicht die von der Agentur ausgesuchte, sondern die flippige Barkeeperin (Berenika Kmiec).

Leider eröffnet eine Lüge sein Liebescomback. Da Irena ihn besuchen will, muß er seinen Sohn, (Maxi Nesslauer) den er als Flüchtlingskind ausgegeben hat, herhalten. Da Irena auch noch Kulturinteressiert ist, fängt Bauer Franz jetzt auch noch an eine wahre Kulturhauptstadt aus seinem Dorf zu machen. Das große Drama nimmt seinen Lauf.

Originaltitel: Poulet aux prunes; Frankreich / Deutschland / Belgien 2011 - 90 Min.; ab 12; Regie: Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud; Darsteller: Mathieu Amalric, Edouard Baer, Maria de Medeiros, Golshifteh Farahani, Chiara Mastroianni.

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nrührende Tragikomödie aus dem Teheran der 1950er Jahre nach der Graphic Novel von Marjane Satrapi. Mit dem ambitionierten Animationsfilm „Persepolis“ gelang dem Regie-Duo Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud ein Riesenerfolg - neben dem Preis der Jury in Cannes gab es u.a. noch eine Oscar- und eine Golden Globe Nominierung. Erneut operieren die beiden nach dem gleichen System

wie bei dem witzig-politischen Rückblick auf Satrapis Kindheit im Iran. Wieder geht es um Familie, diesmal um einen Großonkel, die bewährte Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor bleibt, auch die schwebenden Jasminblüten finden sich wieder, ein Kino in Teheran heißt gar Persepolis. Statt auf schwarz-weiß setzen sie auf exzessive Farbenpracht und bedienen damit die Märchenhaftigkeit der romantischen Geschichte, umgarnen Herz und Hirn. Ihr erstes Live-Action-Movie mit nur wenigen animierten Sequenzen spielt im Teheran des Jahres 1958. Beim heftigen Streit zwischen dem begnadeten Geiger Nasser Ali und seiner Frau geht das wertvolle Instrument zu Bruch. Ein Moment, in dem auch seine Seele in tausend Stücke zerspringt. Er macht sich auf die Suche nach einem

Ersatz, aber selbst die angeblich von Mozart stammende Stradivari kann ihn nicht trösten. Seine Violine bedeutet ihm das Leben, wenn er sie zum Klingen brachte, war er seiner großen und unerfüllten Liebe Irâne ganz nah, sie erfüllte sich in der Musik. Nun will er sterben und lässt die wichtigsten Ereignisse noch einmal Revue passieren. Unter den Augen des Todesengels Azrael entwickelt sich die Tragödie eines Mannes mit gebrochenem Herzen, der sich in Selbstzerstörung flüchtet. In diversen Kapiteln begegnen sich in der Erinnerung Vergangenheit und Gegenwart, verbunden durch die Sehnsucht nach der Einzigen und dem ihm verwehrten Glück. Das harmonisch inszenierte Vor und Zurück passt sich dem Fluss der Erzählung an. Satrapi und Paronnaud verlassen den Rahmen des Realistischen und führen bei der

Erkundung des Imaginären in eine längst vergangene und vergessene Epoche, in der die vom westlichen Stil beeinflusste Mittelschicht nach ihren traditionellen Moralcodices handelt. Das in Babelsberg rekonstruierte Teheran atmet eine diffuse und nostalgische Atmosphäre von Hoffnung, Aufbruch und Restriktion, wirkt durch die (manchmal farblich gewagten) Bildkompositionen von Christophe Beaucarne wie verwunschen. Großer Kitsch, aber unwiderstehlich schön. mk. (Blickpunkt Film)

Originaltitel: Un cuento chino; Argentinien / Spanien 2011 - 93 Min.; ab 12; Regie: Sebastián Borensztein; Darsteller: Ricardo Darín, Ignacio Huang, Muriel Santa Ana, Pablo Seijo, Iván Romanelli, Vivian El Jaber, Enric Rodríguez.

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er eigenbrötlerische Roberto, Inhaber eines Eisenwarengeschäfts in Buenos Aires, führt ein belangloses, abgeschiedenes Leben. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit sich selbst und einer Sammlung von Zeitungsausschnitten zu kuriosen Geschehnissen. Bis eines Tages der Chinese Jun in sein Leben tritt und dieses gehörig auf den Kopf stellt. Jun spricht kein Wort Spanisch, ist

noch völlig orientierungslos in der Stadt und wurde schon bei seiner Ankunft ausgeraubt. Missmutig nimmt sich Roberto seiner an und lernt sich dabei selbst neu kennen. Ein modernes Märchen mit südamerikanischem Lokalkolorit über die Tragik der Einsamkeit und den unverhofften Weg aus derselben, der durch den Zusammenprall mit etwas Gegensätz-

lichem ermöglicht wird. Gerade die Konfrontation mit einer anderen Kultur bewirkt bei dem festgefahrenen Roberto, dass ihm seine eigene Misere bewusst wird und er nun anfängt, an sich selbst zu arbeiten. Eine universelle, tragikomische Geschichte von Regisseur Sebastián Borensztein mit sympathischen Protagonisten, die einem sofort ans Herz gehen. Blickpunkt Film

Deutschland 2011 - 113 Min.; ab 12; Regie: Detlev Buck; Darsteller: Matthias Schweighöfer, Alexandra Maria Lara, Maximilian Brückner, Denis Moschitto, Max von Thun, Max Giermann, Sunnyi Melles, Milan Peschel, Detlev Buck.

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lex ist Schauspieler und ziemlich erfolglos. Aufgrund einer „genialen“ Idee seines Manager-Bruders erhält er dennoch das Angebot, in einem großen Hollywood-Film mitzuspielen – als Frau! Dumm nur, dass Alex in seiner neuen Rolle so gut ankommt, dass der Regisseur ihn gar nicht mehr gehen lassen will. Und noch dümmer, dass Alex sich in seinen weiblichen Co-Star verliebt. Eine Satire

über Hollywood in Deutschland, eine rasante Verwechslungskomödie und dazu noch eine Liebesgeschichte mit überzeugenden Darstellern – das schafft nur Detlev Buck. Er inszeniert den als Frau überzeugenden Matthias Schweighöfer mit Selbstironie und Mut zur Peinlichkeit. Dazu kommen ein stimmungsvoller Soundtrack, witzige Nebenfiguren, allen voran Max Giermann als Hitler-Darsteller,

sowie ein Drehbuch voller überraschender Wendungen und trockenem Humor. Man spürt die Spielfreude der Darsteller und die immer wieder subtil eingestreute Kritik des Regisseurs am amerikanischen Studiosystem. Eine Komödie, wie sie sein soll – trocken, witzig, einfach „Rubbeldiekatz“! FBW-Gutachten: Prädikat besonders wertvoll 11


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Originaltitel: También la lluvia; Mexiko / Spanien / Frankreich 2010 - 103 Min.; ab 12; Regie: Icíar Bollaín; Darsteller: Gael García Bernal, Luis Tosar, Juan Carlos Aduviri, Karra Elejalde, Carlos Santos, Raúl Arévalo.

E

in engagiertes Filmteam will in Bolivien die Geschichte von Christoph Kolumbus und seiner gewaltvollen Eroberung des amerikanischen Kontinents verfilmen. Bereits nach wenigen Drehtagen stellen sich Probleme bei den Dreharbeiten ein. Denn gleichzeitig rumort es in der Stadt, da der Staat die lokale Wasserversorgung privatisiert hat. Und auf einmal findet sich das Filmteam inmitten einer Revolte wieder. Regisseurin Iciar Bollain gelingt

ein packendes Sozialdrama einer Gesellschaft, die sich wehrt gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Gespiegelt wird diese Situation in der Handlung des Films im Film, durch die Darstellung des Kolumbus-Konflikts mit den unterjochten Ureinwohnern. Fließend gehen die verschiedenen Ebenen ineinander über und erhalten ihre mitreißende Kraft durch die brilliante Inszenierung und den exzellenten Einsatz aller filmischen Mittel.

Ein brisanter und beeindruckender Brückenschlag zwischen Historie und Gegenwart. FBW-Gutachten: besonders wertvoll

Originaltitel: Hysteria; Großbritannien / Frankreich / Deutschland 2011 - 100 Min.; ab 12; Regie: Tanya Wexler; Darsteller: Maggie Gyllenhaal, Hugh Dancy, Jonathan Pryce, Rupert Everett, Ashley Jensen, Sheridan Smith, Felicity Jones, Gemma Jones.

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m 1880 entwickelte ein englischer Tüftler den ersten elektrischen Staubwedel - eine Erfindung, die schon bald zum erfolgreichsten Sexspielzeug aller Zeiten werden sollte Manchmal scheint es, als seien alle Geschichten

bereits erzählt. Aber das täuscht. Oder wussten Sie, wann und unter welchen Umständen der erste Vibrator entwickelt wurde? Verantwortlich für diese Erfindung war der englische Medi­ziner Mortimer Granville, der um 1880 bei der Suche nach einer Anstellung angeblich auf Dr. Robert Dalrymple traf. Der Frauenarzt behandelt in seiner Praxis eine Krankheit, die es eigentlich gar nicht gibt: die weibliche Hysterie. Die „Beschwerden“ seiner Patien­ tinnen lindert Dalrymple (Jonathan Pryce) durch vaginale Stimulation. Seine Heil-

methode ist bei den Londoner Frauen so beliebt, dass er einen Assistenten einstellen muss. Doch Mortimer (Hugh Dancy) ist seiner Aufgabe nur bedingt gewachsen. Weil er schon bald in beiden Händen von heftigen Krämpfen geplagt wird, ist er seinen Job schnell wieder los. Dalrymples rebellische Tochter Charlotte (Maggie Gyllenhaal), die im Londoner East End ein Armenhaus leitet, würde den idealistischen Arzt gern für ihre Arbeit gewinnen, doch der kommt durch die elektrischen Experimente seines Freundes Edmund (Rupert

Everett) auf eine zukunftsweisende Idee... „In guten Händen“ verbindet die sozialen und technischen Umwälzungen des späten 19. Jahrhunderts zu einer amüsanten Gesell­schafts­komödie. Dass sich die Ereignisse gegen Ende regelrecht überschlagen, wirkt nicht immer gefühlsecht. Doch die frechen, mit feiner Ironie gewürzten Dialoge sorgen für ein überaus befriedigendes Kinoerlebnis. Fazit: Ein frivoler Kostümfilm, dessen Thema Männer und Frauen gleichermaßen elektrisiert Cinema

Großbritannien 2011 - 120 Min.; ab 12; Regie: Cary Fukunaga; Darsteller: Mia Wasikowska, Michael Fassbender, Judy Dench, Sally Hawkins, Jamie Bell, Imogen Poots, Amelia Clarkson, Holliday Grainger, Tamzin Merchant.

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ls Jane Eyre Mitte des 19. Jahrhunderts ihre erste Stellung als Erzieherin in Schloss Thornfield antritt, erwähnt die Waise ihre Leidenszeit bei Verwandten und im Internat mit keinem Wort. Dieses Schweigen und Janes furchtlose Direktheit imponieren Rochester, Janes launischem, aber charismatischem Arbeitgeber. Denn er verbirgt selbst ein Geheimnis, das schließlich gefährdet,

was keiner der beiden und auch das konservative Umfeld anfangs nicht für möglich gehalten hatte: eine aufrichtige, leidenschaftliche Liebe. Cary Fukunagas Debüt „Sin Nombre“ war ein Film der Bewegung, seine Adaption von Charlotte Brontës Klassiker, zelebriert die Langsamkeit, besticht durch geschliffene Dialoge, reduzierte Ausstattung und eine düster-strenge

Atmosphäre. Diese „Jane Eyre“ ist kein Kostüm-, sondern ein Gefühlsdrama, das in den Szenen zwischen den Protagonisten vor Spannung knistert. Als Rochester überzeugt Michael Fassbender mit einer starken, Mia Wasikowska mit einer zurückgenommenen und deshalb bisher besten Darstellung dieser Figur. Blickpunkt Film

Originaltitel: Habemus Papam; Italien / Frankreich 2011 - 110 Min.; ab 0; Regie: Nanni Moretti ; Darsteller: Michel Piccoli, Nanni Moretti, Margherita Buy, Jerzy Stuhr, Renato Scarpa.

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ie Kirchenglocken läuten, weißer Rauch steigt in den Himmel und Abertausende auf dem Platz vor dem Petersdom harren in froher Erwartung. Doch Kardinal Melville (Michel Piccoli) ist panisch. Man hat ihn zum Papst gewählt. Was soll er bloß tun? Er kann sich der Welt nicht zeigen – und tut es auch nicht. Schon bald ist die ganze Welt in Sorge, während der Vatikan verzwei-

felt nach Lösungen sucht. Wie der Papst selbst auch, nur eben auf seine Art: Er büxt aus. Wenn man dem ehemaligen SPDVorsitzenden Franz Müntefering glauben darf, dann ist das Amt des Papstes das schönste der Welt. Noch schöner als das Amt des SPD-Vorsitzenden. Beim italienischen Regisseur Nanni Moretti sieht das ganz anders aus. Der weiß zwar nicht, wie es um den SPD-Vorsitz steht, das Amt des Papstes jedoch stellt er sich schrecklich vor. Man wird vom Menschen zu etwas irgendwie Göttlichem, steigt in Sphären der Unfehlbarkeit auf – aber wie um Gottes Willen soll ein einzelner Mensch diese riesige Last tragen?

Der Papst ist tot. Auf dem Petersplatz warten die Christen auf den weißen Rauch, das Zeichen, dass ein neuer Pontifex gewählt ist. Die Kardinäle ziehen sich zum Konklave zurück. Sie singen Liturgien. Dann beten sie und flehen darum, verschont zu bleiben von dieser Bürde. Am Ende trifft es dann doch einen, Kardinal Melville – wunderbar gespielt von Michel Piccoli. Doch er kann und will nicht, er hat Angst; selbst ein Psychoanalytiker (gespielt von Regisseur Nanni Moretti selbst) kann ihm die nicht nehmen. Der Papst haut ab und lässt die Kardinäle ratlos zurück. Moretti ist ein Spezialist dafür, die Neurosen seiner Landsleute überspitzt auf die Leinwand zu bringen. Das hat

er schon bei der italienischen Linken gemacht und bei Berlusconi. Jetzt ist der Vatikan dran, dieser Staat im Staat, der mit all seinen Intrigen und Geheimnissen italienischer nicht sein könnte. Und doch geht es im Film um viel mehr als nur um das Konklave. Moretti nimmt die PapstWahl als Rahmen, um die Geschichte eines Mannes zu erzählen, der verstehen will, was das überhaupt heißt: Leben. Trotz aller Überspitzung ist der Film des bekennenden Atheisten Moretti keine plumpe Komödie, die sich über Gläubige lustig macht. Und obwohl alles erfunden ist, wurde das Innenleben des Vatikans wohl noch nie so menschlich dargestellt. Lenz Koppelstätter (Zitty Berlin) 13


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VOR 30/40/50 JAHREN

Filmklassiker, die vor 30, 40, 50 Jahren ihre Premiere feierten. Montags und Mittwochs im Garbo - Eintritt frei! Originaltitel: La Guerre du feu; USA / Kanada / F / GB 1981 - 100 Min.; ab 12; Regie: Jean-Jacques Annaud; Darsteller: Everett McGill, Ron Perlman, Rae Dawn Chong.

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rei junge Männer eines urzeitlichen Stammes ziehen aus, um das erloschene Feuer für ihr Volk zurückzuholen und so das Weiterleben zu garantieren. Nach vielen Abenteuern kehren sie

zurück und bringen das Wissen mit, wie man Feuer selbst entfacht. Ein Versuch, in eingängiger erzählerischer Verkürzung mehrere Jahrtausende der Menschheitsgeschichte zu umreißen.

Der handwerklich sorgfältig gestaltete Abenteuerfilm ist aufwendig, spannend und auch anregend, schockiert aber auch mit einigen krassen Gewaltszenen.

USA 1971 - 102 Min.; ab 16; Regie: Don Siegel; Darsteller: Clint Eastwood, Andrew Robinson, Harry Guardino.

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arry Callahan vom San Francisco Police Department hat in doppelter Hinsicht Ärger. Während ein anonymer Killer die Stadt um hohe Beträge erpreßt und andernfalls wahllos mordet, machen ihm Vorgesetzte und Kommunalpolitiker wegen seiner unorthodoxen Ermittlungsmethoden den Alltag zur Hölle. Als der

Killer in Harry einen ernstzunehmenden Gegner erkennt, beginnt er ein gewagtes Katz-und-Mausspiel mit dem Cop. Der Film, der dem Modell des unangepaßten Außenseitercops in Hollywood zum großen Durchbruch verhalf und der Clint Eastwood zu jener amerikanischen Kultur-Ikone machte, die er ist. Von

einigen Kritikern als zwar gut gemachtes, aber durchaus gefährliches Plädoyer für Selbstjustiz interpretiert, steht Don Siegels vierte und vorletzte Zusammenarbeit mit Eastwood nichtsdestotrotz als ein Meilenstein in der Geschichte des Polizeifilms, dessen Auswirkungen bis zum heutigen Tag auf der Leinwand präsent sind.

USA 1971 - 78 Min.; ab 16; Regie: Ralph Bakshi;

I

nspiriert von den anarchistischen Comics des legendären UndergroundZeichners Robert Crumb, inszenierte Ralph Bakshi („Der Herr der Ringe“) diesen Kult-Cartoon über die geistigen und sexu-

ellen Ausschweifungen des titelgebenden „slacker“-Idols. Deutlich als Anti-DisneyZeichentrickfilm konzipiert, machte dieses freche Sixties-Porträt vor allem wegen seiner freizügigen Szenen Geschichte. In

den Zeiten japanischer Erotik-Mangas wirken diese heute zwar etwas weniger gewagt, doch der ungestüme Zeichenstil und die originellen, witzigen Figuren sind noch heute sehenswert.

Originaltitel: Jules et Jim; F 1961 - 107 Min.; ab 12; Regie: François Truffaut; Darsteller: Jeanne Moreau, Oskar Werner, Henri Serre.

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rançois Truffauts berühmtester Film basiert auf einem weitgehend unbekannten Roman Henri-Pierre Rochés, in dem drei mutige Freunde neue Formen des Zusammenlebens von Mann und Frau finden möchten. Ebenso unermüdlich wie

seine Helden sucht auch Truffaut nach unerprobten Wegen filmischen Erzählens und wendet dabei außergewöhnliche Stilmittel an, wie z.B. die Illustration des Vergehens der Zeit durch Kunstwerke aus verschiedenen Schaffensperioden

Picassos - während die Protagonisten selbst äußerlich nicht altern. Unter den Darstellern brilliert Jeanne Moreau, die dem Film in der Rolle der Cathérine zu unvergleichlicher Leichtigkeit und Melancholie verhilft.

Japan 1962 - 96 Min.; ab 12; Regie: Akira Kurosawa; Darsteller: Toshirô Mifune, Yuzo Kayama, Tatsuya Nakadai, Takashi Shimura, Reiko Dan, Takako Irie, Kamatari Fujiwara.

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in heruntergekommener Samurai befreit einen hohen Beamten aus der Gewalt einer korrupten Fürstenclique. Eine geistreiche, spannende und amüsante Auseinandersetzung mit dem

Ehrenkodex einer stolzen japanischen Kriegerkaste und der allzu vorschnellen Trennung von Begriffen wie Gut“ und „Böse“. Durch die in brillante Bildkompositionen übertragene Fabel wird die

Sinnlosigkeit von Gewalt dargelegt.“

Originaltitel: The Cowboys; USA 1971 - 128 Min.; ab 16; Regie: Mark Rydell; Darsteller: John Wayne, Roscoe Lee Browne, Bruce Dern, Charles Tyner, Colleen Dewhurst, Slim Pickens, Lonny Chapman.

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in Rancher, der seine Cowboys verlor, engagiert für einen Viehtreck Schuljungen. Sie bewähren sich nach einem Überfall, bei dem der Rancher getötet wird, als echte Cowboys und rächen den hinterhältigen Mord. Sorg-

fältig inszenierter und gut gespielter Western mit dem Wandel der Zeiten und menschlichem Beharrungswillen als Thema. Seine Tendenz, die Pionierzeit als endgültig vergangen auszuweisen, wird durch den Schluss aufgehoben,

der klarzumachen versucht, dass der Fortbestand geistiger Verhältnisse und Wesenstraditionen zu sichern sei.

Originaltitel: The Border; USA 1981 - 109 Min.; ab 16; Regie: Tony Richardson; Darsteller: Jack Nicholson, Harvey Keitel, Valerie Perrine, Warren Oates, Elpidia Carrillo.

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ozialkritisches Melodram mit Actionelementen des englischen Regisseurs Tony Richardson, der den „amerikanischen Traum“ von zwei Seiten beleuchtet: während er für die illegalen Einwanderer die vergebliche

Hoffnung auf eine bessere Zukunft bedeutet, leben ihn Figuren wie Jack Nicholsons Filmfrau Valerie Perrine in gedankenlosem Konsum aus. Im Jahr nach „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ bietet Nicholson unter Verzicht

auf sein teuflisches Grinsen eine beeindruckende Leistung als frustrierter Grenzpolizist, dem Harvey Keitel und Warren Oates auf der gewissenlosen Seite kaum nachstehen. 15


N I C E

Filme, die ein letztes Mal im Kino zu sehen

Originaltitel: Tower Heist; USA 2011 - 105 Min.; ab 12; Regie: Brett Ratner; Darsteller: Ben Stiller, Eddie Murphy, Matthew Broderick, Casey Affleck, Téa Leoni, Alan Alda.

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er Job wird sie vermutlich ins Gefängnis bringen oder sogar ihr Leben kosten und doch zögern sie keine Sekunde, ihn anzunehmen. Die Angestellten des teuersten Apartmenthauses in Manhattan wurden von Wall-Street-Titan Arthur Shaw (Alan Alda), dem reichsten Bewohner des Gebäudes, um ihre Ersparnisse betrogen. Doch sie sind bereit zurückzuschlagen. Manager Josh Kovacs

(Ben Stiller) hat eine illustre Truppe von Angestellten (u. a. Gabourey Sidibe und Casey Affleck) versammelt, um den Gentleman-Betrüger Shaw um 20 Millionen Dollar zu erleichtern, die er irgendwo in seinem Apartment versteckt hat. Unterstützt werden die Nachwuchsganoven dabei von einem arbeitslosen Banker (Matthew Broderick) und einem professionellen Gangster (Eddie Murphy). Der Coup

von „Rush Hour“-Regisseur Brett Rattner hat gute Chancen, als eine der sympathischsten Gauner­ komödien in die Filmgeschichte einzugehen. Nicht nur, weil Rattner Ernst und Komik nahezu perfekt ausbalanciert, sondern vor allem, weil alle finanzkrisengeplagten Kleinsparer den Aushilfsgangstern die Daumen drücken. Cinema

USA / Australien 2011 - 110 Min.; ab 16; Regie: Gary McKendry; Darsteller: Jason Statham, Clive Owen, Robert De Niro, Dominic Purcell, Aden Young.

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rzählt wird die Geschichte, die auf Tatsachen beruhen soll, einer geheim operierenden Söldnertruppe unter Führung von Danny Bryce (Jason Statham). Das Team soll im Auftrag eines arabischen Scheichs ehemalige britische Elitesoldaten töten. Dass die Morde zudem wie Unfälle aussehen sollen, macht die Sache nicht gerade leichter. Zu allem Überfluss halten die Araber noch Dannys Mentor und besten Freund Hunter (Robert De Niro) gefangen, um 100 Prozent sicherzustellen,

dass der Job auch wirklich bis zum Ende durchgeführt wird. Danny hat keine Wahl: Er muss die Kommandoeinheit um Spike (Clive Owen) auslöschen. Es ist nicht nur die Action, mit der „Killer Elite“ seinen Thrill erzeugt. Auch die Szenen, in denen die Männer ihre Morde planen und vorbereiten, erzeugen intensive Spannung - dem klugen Skript sei Dank. Tadellos wie die Inszenierung geriet auch das Spiel der Darsteller. Dass hochkarätige Namen wie Clive Owen („Inside Man“) und

Robert De Niro („Ohne Limit“) Jason Statham zur Seite stehen, hat dessen Performance nicht geschadet. Im Gegenteil. Nie war er so gut wie heute. Cinema

USA 2011 - 129 Min.; ab 12; Regie: Roland Emmerich; Darsteller: Rhys Ifans, Vanessa Redgrave, Joely Richardson, David Thewlis, Xavier Samuel.

S

eit Jahrzehnten regiert Queen Elizabeth I in England. Wie aus dem Nichts reift Schauspieler William Shakespeare zum Theaterautor, der mit seinen Stücken die menschliche Natur wie auch die politische Situation im Land spiegelt und damit das Volk begeistert. Nur wenige wissen, dass der Earl of Oxford, Erzfeind von Elizabeths intrigantem Berater, der eigentliche Verfasser dieser Werke ist. Aufgrund seiner Stellung darf sich Oxford nicht als Autor outen, doch das

bleibt nicht die einzige Tragödie im Leben des Aristokraten. Wie schon bei „Der Patriot“ greift Roland Emmerich bei seinem in Babelsberg gedrehten Lieblingsprojekt auf ein Skript eines Fremdautors zurück. Das Resultat ist sein bester Film, ein wild spekulierendes Drama über ein geheimes Künstlerleben, das in Figuren, Charakterbeschreibungen und Emotionen Shakespeares Tragödien spiegelt. Die zu erwartenden Debatten über Fakt und Fiktion

werden für Aufmerksamkeit, die optische Gestaltung und Dramaturgie für Emmerichs Anerkennung jenseits eines Meister des Spektakels sorgen. Blickpunkt Film

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P R I C E sind. Jeden Dienstag im Garbo - Nur 4,-!

Originaltitel: 30 Minutes or Less; USA 2011 - 83 Min.; ab 16; Regie: Ruben Fleischer; Darsteller: Jesse Eisenberg, Aziz Ansari, Danny McBride, Bianca Kajlich, Nick Swardson, Michael Peña.

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er arglose Pizzabote Nick gerät in die Fänge des Ganovenduos Dwayne und Travis. Um die für einen Auftragskiller benötigten 100.000 Dollar zu besorgen, schnappen sich die beiden ausgerechnet Nick, stecken ihn in eine mit einer Bombe versehene Weste und zwingen ihn, für sie eine Bank auszurauben. Er bekommt zehn Stunden Zeit. Sonst wird er in die Luft gesprengt.

Temporeiche Krimikomödie von Ruben Fleischer, der u.a. mit seinem „Zombieland“-Star Jesse Eisenberg und Danny McBride aus dem ähnlich gelagerten „Ananas Express“ ebenso souverän einen frenetischen Wettlauf gegen die Zeit mit zahlreichen Komplikationen wie die Komik gleich zweier Buddy-Paare in Szene setzt. Besonders unterhaltsam sind die

Actionsequenzen, die mit trockenem Humor aufwarten. Improvisiert klingende Dialoge und ein eklektisch zusammengestellter Soundtrack mit Songs von den Beastie Boys über Billy Squier bis zu R. Kelly runden den Spaß ab. Blickpunkt Film

D 2011 - 96 Min.; ab 12; Regie: Markus Goller; Darsteller: Gisela Schneeberger, Bettina Mittendorfer, Rosalie Thomass, Monika Gruber, Sigi Zimmerschied, Cleo Kretschmer.

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ie Wirtschaftskrise grassiert und hat die bayerische Provinz erreicht: Nachdem im beschaulichen Marienzell die Glasgießerei ihre Tore schloss, ist auch bald Waltrauds Tante-Emma-Laden an der Reihe. Als die Bank den Kredit kündigt, bleiben ihr und den Verkäuferinnen Maria und Lena vier Wochen Zeit, das Geld zu beschaffen. Da scheint die Schnapsidee, eine Sexhotline - vorsichtshalber heimlich - zu gründen, bald wie

die Rettung. In dem streng katholischen Dorf ein schlüpfriges Geschäft zu führen, beschwört freilich einen Skandal herauf. Heitere Regionalkomödie, mit der „Friendship!“-Regisseur Markus Goller ein frivoles Sittenbild tiefster bayerischer Provinz zeichnet. Nach dem gleichnamigen Roman von Andrea Sixt, die auch das Drehbuch verfasste, kollidieren konservativ-katholische (Doppel-)Moral mit dem Sextalk dreier

Damen unterschiedlichen Alters, die eigene Schamgrenzen überwinden und sich nicht nur finanziell emanzipieren. Traditionelles wie Modernes wird gleichermaßen glossiert in einem melancholischen wie komischen Frauenfilm, verkleidet als fideler Schwank. Blickpunkt Film

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PROGRAMM JANUAR 2012

08 01

ANDREAS DOMBERT – STEPHAN WEISER DUO THE ART OF GUITAR AND PIANO

Andreas Dombert – g Stephan Weiser – p

Während ANDREAS DOMBERT mit seinem Gitarrenquartett „Night Of Jazz Guitars“ international Zuhörer und Kritiker begeistert, ist sein Duopartner STEPHAN WEISER am Piano eine feste Größe in der Münchener Jazzszene. Beide Musiker haben Jazz- und Popmusik studiert, beide schöpfen aus der großen Jazztradition, verschließen sich aber der Moderne keineswegs, sondern arbeiten an ihrer eigenen Geschichte und ihrem eigenen Sound. Sie lassen lyrische Melodien entstehen und verschwinden, brechen eruptive Klangräume auf – improvisiert, komponiert, gängige Jazzstandards und spannende Eigenkompositionen. Immer voller Seele und Liebe zur Musik! Veranstaltungsort: Leerer Beutel AK 16 €, VV 15 €, E 14 €, S&S 9 €, M 8 €

DI 20.00 H DO 20.00 H DO 20.30 H SO 20.00 H

DOMBERT – 08 ANDREAS STEPHAN WEISER DUO 01 THE ART OF GUITAR AND PIANO – 19 PLIMLEY-GUY-NIGGLI DAS HEXEN TRIO 01 MODERN CREATIVE MUSIC PETRUCCIANI – LEBEN 19–25 MICHEL GEGEN DIE ZEIT 01 01 BODY AND SOUL DRAUGELATES AND 21 ANKA FRIENDS OF SURPRISE 01 LIEDER VON LIEBE UND LEBEN

DO 20.00 H

SO 20.00 H

SA 20.00 H

18.45 H

DO 20.00 H

SO 20.00 H

JAZZ CLUB Regensburg e.V. | Bertoldstraße 9 | 93047 Regensburg | Tel. +49 (0)941 563375 | Fax +49 (0)941 5999715 info@jazzclub-regensburg.de | www.jazzclub-regensburg.de

24 01 26 01 26 01 29 01

UR JAZZ NIGHT SEMESTERKONZERT DER UNI JAZZ ORCHESTER KAGERER/PETROCCA/GOTTWALD BOP AND BEYOND

19 01

PLIMLEY-GUY-NIGGLI – DAS HEXEN TRIO MODERN CREATIVE MUSIC

JAZZSESSION IM LOKSCHUPPEN SESSIONLEITER: ANDREAS SEDLMEIER YARA LINSS QUARTETT POEMS

Paul Plimley – p Barry Guy – b Lucas Niggli – dr, perc

PAUL PLIMLEY gehört zu den Veteranen der kanadischen Free Jazz und Avantgarde Jazzszene. Er ist einer der seltenen Interpreten von Ornette Colemans Musik auf dem Klavier, einem Instrument, das ansonsten antithetisch zu Colemans Musik steht. Sein Klavierspiel ist von Richard Cook, Brian Morton, Cecil Taylor und Don Pullen beeinflusst.


18.45 H

BARRY GUY ist ein innovativer Bassist und Komponist, dessen kreative Diversität, die von der Improvisation über die Kammermusik bis hin zur orchestralen Performance reicht, aus einer ungewöhnlichen Lust am Experimentieren, von der Hingabe zum Instrument und der Idee der musikalischen Kommunikation gespeist wird. LUCAS NIGGLI, Schlagzeuger und Komponist, ist einer der maßgeblichen Drummer der zeitgenössischen europäischen Szene. Dieses Hochenergie –Trio pflegt einen entstaubten Umgang mit der belasteten und doch großartigen Besetzungsformel des Jazz: das Piano-Trio, vielleicht vergleichbar mit der Symbolträchtigkeit eines Streichquartetts in der klassischen Musik, ist immer noch ein an Farben und Interaktionsmöglichkeiten reiches Spielfeld. In dieser Konstellation treffen aber hier nicht nur drei mit vielen Wassern gewaschene Improvisatoren aufeinander (die allesamt auch zu den Erneuerern der Spielweisen ihrer Instrumente gehören), sondern hier begegnen sich drei Musiker, die sich alle auch als Komponisten im Bereich von zeitgenössischer Musik, Performance und aktuellen Formen des Jazz betätigen. Der Pianist wird hier nicht von einer Rhythmussektion begleitet, die eingefahrenen Rollen werden konstant demontiert, und es entsteht so eine äußerst agile, intensive Triomusik, die geprägt ist von hohem formalen Bewusstsein, flinken Wendungen, schönen Klängen, Witz und einer Disziplin, die den Improvisationen eine besondere Dringlichkeit gibt.

„Sein Leben würde kurz sein und das wusste er, also hat er es mit doppelter Energie gelebt: Michel Petrucciani. Seine Musik war zeitlose Magie, sie schien direkt aus seiner Seele zu kommen. Alle, die das Glück hatten, ihm zu begegnen, schwärmen heute noch von seinem unersättlichen Hunger nach Leben. „Michel Petrucciani – Leben gegen die Zeit“ erzählt anhand von Interviews mit den Menschen, die ihn durch sein Leben begleitet haben – wie seine Familie, Charles Lloyd, Aldo Romano und Roger Willemsen – die ungewöhnliche Geschichte eines Mannes, der von einem unstillbaren Hunger nach Leben getrieben war und alles ausprobierte was es zu bieten hat: Frauen, Reisen, Drogen und seine Kunst.“ (24 Bilder) Filmgalerie im Leeren Beutel AK 6 €, E 5 €

ANKA DRAUGELATES AND FRIENDS OF SURPRISE LIEDER VON LIEBE UND LEBEN

DI 20.00 H

SA 20.00 H

MICHEL PETRUCCIANI – LEBEN GEGEN DIE ZEIT BODY AND SOUL

Frankreich/Deutschland/Italien 2011 Laufzeit: 99 Min. FSK: ohne Altersbeschränkung Regie: Michael Radford

Veranstaltungsort: Leerer Beutel AK 18 €, VV 17 €, E 16 €, S&S 12 €, M 9 €

21 01

19–25 01 01

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UR JAZZ NIGHT SEMESTERKONZERT DER UNI JAZZ ORCHESTER

Anka Draugelates – va, p, voc, Wasser und Objekte suprising friends – sax, ob, acc, perc, voc

Mit den unterschiedlichsten Stimmen singt ANKA DRAUGELATES von der Liebe und dem Leben. Neben einer klassisch ausgebildeten Sopran-Stimme verfügt sie über eine variantenreiche Palette von Klangfarben und Vokalstilen aus diversen Genres. Sie singt voller Hingabe, während sie sich selbst mit der Bratsche, die sie u.a. wie eine Gitarre spielt, oder mit dem Klavier begleitet. In einigen Momenten erinnert sich der Hörer hier an Iva Bittova oder Mari Boine. In dem aktuellen Liederzyklus „Dance of Love“ werden Texte von der irischen Lyrikerin Ann Egan zu hören sein. Das Programm ist abwechslungsreich und reicht von selbst komponierten Songs bis zu freien Improvisationen mit „suprising friends“.

im Theater an der Uni

Zur großen UR JAZZ NIGHT lädt das UJO am 24.01.2012 um 20 Uhr ins Theater an der Uni. UJO. Drei Buchstaben, die s(ch)wingen. Und klingen. Kraftvoll. Unverwechselbar. UJO ist die Abkürzung des akademisch beseelten Namens Uni Jazz Orchester Regensburg.

Veranstaltungsort: Leerer Beutel AK 15 €, VV 14 €, E 13 €, S&S 12 €, M 12 €

N atü rl ich f ür d i e Die REWAG setzt konsequent auf erneuerbare Energien. Der Wald-Windpark Fasanerie und die Biogasanlage Kallmünz liefern seit Mai rund 44 Millionen Kilowattstunden regenerativen Strom jährlich. Natürlich mit gutem Beispiel voran: Ihre REWAG. r Sie: G-Strom tige fü r Rich atur: REWAergien. e d u a Gen io.strom.n rbaren En rewar 0% erneue aus10

jazz restaurant club galerie leerer beutel rayk amelang familienbild in der ausstellung „familienbild“ zeigt rayk amelang neue arbeiten rund um die familie. anders als in seiner serie „familiengeschichte“, in der er ausschließlich nach fotografien seiner eigenen familie malte, setzt er nun auch fotos auch von fremden familien um. dazu besorgte er sich fotos von freunden, bekannten, vom flohmarkt oder aus dem internet. aber auch in der ausstellung „familienbild“ verzichtet amelang nicht auf bilder seiner eigenen familie. nur auf welchen sie sich befinden, wird nicht verraten.

in den rund 15 arbeiten, die allesamt im herbst und winter 2011 entstanden sind, reduziert amelang gewohnt weiter. die kontraste werden stärker, ein wenig farbe kommt hinzu und es wird mehr weggelassen als bisher. in den arbeiten von rayk amelang wird der betrachter gefordert, mitzuwirken und das bild selbst zu vollenden. erstaunlich einfach geht das, dennoch muss man sich kurz zeit für jedes bild nehmen und einen zweiten oder sogar dritten blick riskieren, um alles zu erkennen.

vernissage: sonntag 22. januar 2012, 11 uhr öffnungszeiten: mo 19 – 23 uhr di – so 11 – 23 uhr ausstellungsdauer: 23. januar – 16. märz 2012 www.rewag.de


DO 20.30 H

Veranstaltungsort: Theater an der Uni AK 8 â‚Ź, Studierende 5 â‚Ź

26 01

JAZZSESSION IM LOKSCHUPPEN SESSIONLEITER: ANDREAS SEDLMEIER

Andreas Sedlmeier – p

DO 20.00 H

KAGERER/PETROCCA/GOTTWALD BOP AND BEYOND

Helmut Kagerer – g Davide Petrocca – b Michael Scotty Gottwald – dr

Im Dezember 2009 fand die IntialzĂźndung des Trios KAGERER/PETROCCA/GOTTWALD, bei der Vernissage der Ausstellung „Andreas Feininger – New York In The Forties“ in der Städt. Galerie Leerer Beutel, statt. Das Repertoire des Trios besteht aus swingenden Klassikern der Bebop-Ă„ra, also StĂźcken von Charlie Parker und Dizzy Gillespie oder Oscar Pettiford und Sam Jones. Juwelen der Jazzgeschichte, manche davon vergessen, werden von diesem Gitarren-Jazz-Trio wieder zum Leben erweckt und man spielt Jazz jenseits von modischen Erscheinungen – it‘s the melody that counts. Veranstaltungsort: Leerer Beutel AK 16 â‚Ź, VV 15 â‚Ź, E 14 â‚Ź, S&S 9 â‚Ź, M 8 â‚Ź

SO 20.00 H

In seiner knapp 30-jährigen Geschichte durchlief die 19-kĂśpfige Big Band viele Entwicklungsphasen und Bandleader. Das Ensemble lebt und atmet, auch und wegen seiner Veränderungen. Das UJO steht seit 2007 unter der Leitung des renommierten Regensburger Bassposaunisten und Jazzmusikers Christian Sommerer. Seit 2009 ist er der erste hauptamtliche Big Band Leiter und Jazzdirektor einer deutschen Universität. Aus dem UJO entwickelten sich in den letzten Jahren aufgrund der hohen Nachfrage zahlreiche weitere Ensembles. Die Studierenden engagieren sich derzeit in zwei Jazz Orchestern, diversen Combos sowie der „UR Slide Show“, einer Big Band bestehend aus zehn Posaunen und Rhythmusgruppe. Die ca. 50 beteiligten MusikerInnen zeigen, auch dank der UnterstĂźtzung durch Volvo Bauer und einer Kooperation mit dem Jazzclub Regensburg e.V, in vier Ensembles die gesamte Bandbreite ihres KĂśnnens. Neben dem UJO I und II erleben Sie das UR Jazz Trio sowie unsere legendäre Posaunenbigband, die „UR Slide Show“. Das Programm dieses auĂ&#x;ergewĂśhnlichen Abends besteht unter anderem aus Arrangements und Kompositionen von Thad Jones, Duke Ellington, Count Basie, Benny Goodman oder Bill Holman. Musiker in blendender Spiellaune, raffinierte Kompositionen, swingende Arrangements, heiĂ&#x;e Improvisationen und Big Band-Infotainment: freuen Sie sich einen unterhaltsamen Konzertabend!

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YARA LINSS QUARTETT POEMS

Yara Linss – voc Peter Fulda – p Alex Bayer – b Werner Treiber – dr

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ANDREAS SEDLMEIER ist studierter Musikwissenschaftler und Musikpädagoge. Neben seiner Tätigkeit als Dozent bei der Music Academy arbeitet er als Pianist bei ASQ, „Margot Gerlitz & Zimmer 4“, Mokkasinn und 45 Dynamite. Sedlmeier liebt alle Nuancen des Jazz und tritt mit einer unbändigen Spielfreude auf. Alle Musiker und ZuhĂśrer sind herzlich eingeladen, einen schĂśnen und klangvollen Abend mitzugestalten! Veranstaltungsort: Lokschuppen Eintritt: frei

Unsere Antwort auf die Finanzkrise und die steigende Inflation.

Romantische bis moderne Gedichtvorlagen aus dem 19.Jahrhundert bis in die Gegenwart inspirierten die junge, deutsch-brasilianische Sängerin YARA LINSS zu ihrer aktuellen CD „Poems“. Musik, die beweglich durch Genres gleitet und sich so elegant eindeutiger Kategorisierung entzieht - federnde Jazz-Chansons auf der Skala von traumverlorenmädchenhaft bis energisch-expressiv. Nuanciert und farbenreich ihr Quartett - ob im angedeuteten Tango, im romantischen Gestus des 21. Jahrhunderts oder im Jazzrock-Groove. Zwischen den Polen Zartheit und Stärke entfaltet sich so der berĂźhrende, kĂźnstlerische Charakter einer jungen Sängerin, die mit ihrer Musik den Moment so fassen mĂśchte, wie er nie wieder sein wird. Veranstaltungsort: Leerer Beutel AK 16 â‚Ź, VV 15 â‚Ź, E 14 â‚Ź, S&S 10,50 â‚Ź, M 10 â‚Ź

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Histor. Museum

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Dachauplatz

Trothe ngass e

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D.-Martin-Luther-Str.

LOCATION Der Jazzclub Regensburg e.V. ist ein gemeinnßtziger Verein ohne Gewinnabsichten. Er pflegt die Jazzkultur und -tradition in Regensburg. Und das mit Erfolg: Jazz in Regensburg ist ein Garant fßr gute Musik. Nicht zufällig sind das Bayerische Jazzinstitut, die JazzZeitung des ConBrio Verlages und das Jazz-Weekend in Regensburg beheimatet. Sie prägen das Image der Stadt als Jazzmetropole. Der Jazzclub arbeitet eng mit Dona Dona u u ma den anderen Institutionen im rkt Haus (Städtische Galerie, Arbeitskreis Film) zusammen Os gas tenund versteht sich als Teil des se Kulturzentrums Leerer Beutel. Leerer

JAZZCLUB Regensburg e. V. | BertoldstraĂ&#x;e 9 | 93047 Regensburg Tel. +49 (0)941 563375 | Fax +49 (0)941 5999715 info@jazzclub-regensburg.de | www.jazzclub-regensburg.de AK Abendkasse VV Vorverkauf E ErmäĂ&#x;igung S&S SchĂźler und Studenten M Mitglieder Karten sind im Vorverkauf im DB-Reisecenter im Hauptbahnhof, bei der Tourist-Information (Altes Rathaus), im MZ-Pavillon (DEZ), bei okticket.de und im JazzclubbĂźro von Montag bis Freitag 13.00 â&#x20AC;&#x201C; 17.00 Uhr sowie an der Abendkasse erhältlich. Redaktion: Jazzclub Regensburg e. V. | Gestaltung: JANDA+ROSCHER, Die WerbeBotschafter


Januar 2012 tage die bleiben Deutschland, 2011, 95 min, Regie: Pia Strietmann, mit: Lena Stolze, Max Riemelt, Michael Kranz, Götz Schubert, Mathilde Bundschuh Die Dewenters sind schon lange keine richtige Familie mehr. Mutter Andrea versucht vergeblich, die Familie zusammenzuhalten. Als sie durch einen Autounfall aus dem Leben gerissen wird, gerät das Leben der Hinterbliebenen aus den Fugen. Ungeahnte Dynamiken treten zu Tage, alte Wunden brechen auf, neue Freundschaften werden geschlossen. In den wenigen Tagen zwischen Tod und Beerdigung müssen Ehemann Christian, Sohn Lars und Tochter Elaine lernen, wieder Vertrauen zu finden, um die Familie zu retten. Die Stärke von "Tage die bleiben" liegt in der sensiblen und realistischen Entfaltung eines Beziehungsgeflechts, das sich durch kleine Erfahrungen entscheidend verändert. Der Film besticht durch die genaue Beobachtung von Wechselwirkungen und Widersprüchen. Pia Strietmann schickt ihre Figuren auf den Abgrenzungstrip und erkundet gerade dadurch, was die Familie noch zusammenhält. Zusätzlich zu den eh’ schon absurden Momenten der bürokratischen Bewältigung eines Todesfalls nutzt Pia Strietmann die Ausflüge ihrer Figuren zu humoristischen Seitenhieben, die das unterhaltsame Anliegen des Films ein wenig übertreiben. Aber das sind kleine Einwände gegenüber dem Verdienst, ein schweres Thema mit einer verblüffenden Leichtigkeit zu meistern. 26.1. - 1.2. 18.45 Uhr

Vorschau Februar Es sind mehr oder weniger verdeckte Krisenszenarien, die Nikolaus Geyrhalter ("Unser täglich Brot") in seinen Dokumentarfilmen genauer unter die Lupe nimmt. Jetzt hat sich der Filmemacher nichts weniger vorgenommen, als einen Zustandsbericht Europas abzuliefern. Den Titel "Abendland" nimmt der Film dabei wörtlich, denn er zeigt unseren Kontinent ausschließlich in den Abend- und Nachtstunden. Freuen wir uns auf einen außergewöhnlichen Dokumentarfilm (ab 2. Februar).

Die Regisseurin ist bei uns am 13.1. um 20.45 Uhr bei unserer Vorpremiere zu Gast.

Michel Petrucciani Leben gegen die Zeit

Deutschland/Frankreich/Italien, 103 min, Regie: Michael Radford Der 1999 verstorbene Michel Petrucciani gehört zu den bedeutendsten Jazzpianisten. Er wurde 1962 in eine Musikerfamilie geboren. Trotz seiner Glasknochenkrankheit wurde er dank seines Ehrgeizes und Talents bereits mit 13 Jahren Berufsmusiker, spielte mit Größen wie Lee Konitz oder Wayne Shorter, erhielt Preise, verkaufte etliche Platten. Auch wenn Musik das Wichtigste für ihn war, lebte er auch das Leben eines Bohemien, liebte die Frauen - war mehrfach verheiratet - und Partys samt Alkohol und anderer Drogen. Michael Radford, für „Der Postmann“ preisgekrönt, liefert einen Dokumentarfilm, der so unterhaltsam und berührend ist wie ein Spielfilm. Natürlich ist sein Porträt des Ausnahmepianisten auch ein Musikfilm, doch reißt der Humor, das Selbstbewusstsein und die Lebenslust des Protagonisten am meisten mit. Sein Porträt als Mensch und Künstler entsteht aus einer Collage alter und neuer Interviews mit Petrucciani, seinen Musikerkollegen, Frauen, Freunden und Verwandten und enthält Material von Roger Willemsen, der auch als Mitproduzent auftritt. 19. - 25.1. 18.45 Uhr

Vergiss dein ende Deutschland, 2011, 100 min, Regie: Andreas Kannengießer, mit Renate Krößner, Dieter Mann, Hermann Beyer, Eugen Krößner, Nadine Pasta Das Leben der 64-jährigen Hannelore hat sich von Grund auf verändert, als ihr Mann Klaus vor vier Jahren an Demenz erkrankt ist und sie seitdem rund um die Uhr für ihn da sein muss. Nun steht die erschöpfte Frau selbst kurz vor einem Zusammenbruch. Als ihr Nachbar Günther eines Tages völlig überstürzt abreist, geht es mit Hannelores Neugier durch: Sie folgt ihm heimlich und lässt Klaus allein zurück - um dann herauszufinden, dass Günthers Lebensgefährte an Krebs gestorben ist. Nun will Günther sich das Leben nehmen. „Vergiss dein Ende“ ist eine ergreifende Geschichte einer von Demenz betroffenen Familie, die durch ein großartiges Schauspielerensemble besonders authentisch verkörpert wird. Mit seinem Abschlussfilm verarbeitet der Nachwuchsregisseur Andreas Kannengießer jenen beunruhigenden Gedanken, der sich still und heimlich quer durch die Gesellschaft zieht: Was passiert, wenn man plötzlich mit einem Pflegefall konfrontiert wird? Nachdem die wenigsten die nötigen finanziellen Mittel für eine externe Betreuung aufbringen können, ist die häufigste Konsequenz die häusliche Pflege. Ein schonungslos ehrlicher, sensibel inszenierter Film über ein unterrepräsentiertes Thema. 4. - 9.1. 18.45 Uhr

KINO filmgalerie Bertoldstr. 9 | 93047 Regensburg Tel. 0941 298 45 63 BÜRO Arbeitskreis Film Regensburg e.V. Bertoldstr. 9 | 93047 Regensburg Tel. 0941 298 45 63 BÜRO Kurzfilmwoche: Andreasstr. 28 | 93059 Regensburg Tel. 0941 56 09 01 KINO Eintritt: normal: 6 € | ermäßigt: 5 € Aufschlag bei Überlänge-Filmen: 1€ Ermäßigung gibt es mit Schüleroder Studentenausweis, außerdem mit der »filmgaleriekarte«. Diese kann zu einem Preis von 5 € an der Abendkasse erworben werden und ist ein Jahr lang gültig. ••• Programmänderungen vorbehalten ••• gefördert von:

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turistas

bullhead

Chile, 2009, 105 min, omu, Regie: Alicia Scherson, mit: Aline Kuppenheim, Marcelo Alonso, Diego Noguera

RuNDSKoP, Belgien, 2010, 129 min, omu, Regie: Michaël R. Roskam, mit: Matthias Schoenaerts, Sam Louwyck, Barbara Sarafian, Juda Goslinga, Jeroen Perceval, Tibo Vandenborre, Erico Salamone, Jeanne Dandoy, Frank Lammers

Carla ist 37 Jahre alt, verheiratet, vielleicht schwanger und eigentlich sollte sie glücklich sein, als sie mit ihrem Mann und einem Wasserscooter von Santiago aus Richtung Süden in die Sommerferien aufbricht. Die beiden plaudern, wie das Paare in Autos so tun mögen. Und plötzlich verändert eine Kleinigkeit die ganze Stimmung grundlegend. Vielleicht möchte Carla ja gar nicht da sein, wo sie ist. Vielleicht möchte sie lieber mit dem norwegischen Rucksacktouristen Ulrik an einer Landstrasse stehen, auf dem Weg zum Nationalpark, wo sie zwischen grossen Bäumen wandeln, im Zelt übernachten und sich mit dem Parkaufseher über Vögel und alte Popsongs unterhalten könnte. Vielleicht wäre das wirklich besser, und sei’s ganz einfach deshalb, weil etwas frische Luft manchmal gut tut. Carla wird jedenfalls von ihrem Mann am Wegrand sitzen gelassen und muss schauen, wie sie wieder zurückfindet - weniger nach Santiago, also zu sich selber. Fast ein Film ohne äußere Handlung ist „Turistas“ von Alicia Scherson, dem es auf sehr subtile Weise gelingt, das Innere seiner Figuren anzudeuten. Starkes lateinamerikanisches Kino. 12. - 17.1. 18.45 Uhr

deM hiMMel ganz nah Deutschland/Rumänien 2010, 97 min, 0mu, Regie: Titus Faschina Dumitru Stanciu ist Berghirte in den Karpaten Transsilvaniens - und wohl einer der letzten seiner Art. Sein Lebensmittelpunkt sind die Tiere und ihr Wohlergehen, er ist in der rauen Berglandschaft der Karpaten bei Wind und Wetter an ihrer Seite. Obwohl sein Beruf wohl einer der ältesten der Menschheit ist, wird er nunmehr bald ein Stück europäischer Geschichte sein - zumal die aktuellen EU-Bestimmungen zunehmend seine Arbeit erschweren. Es sei denn, sein Sohn Radu führt ihn fort, doch auch ihn hat es, wie so viele andere auch, bereits in die Stadt gezogen. Einen ganzen Jahreszyklus lang begleitet die Dokumentation von Titus Faschina den Hirten Dumitru Stanciu und seine Familie bei der täglichen Arbeit im Angesicht der faszinierenden Wildnis der transsilvanischen Karpaten, die so einige Mythen birgt. Gleichzeitig erzählt der Film vom Verlust des Lebensraums vor dem Hintergrund eines sich rasant verändernden Europas. Der Zuschauer wird entführt in eine gänzlich entschleunigte Welt - eine Welt, wie es sie nicht mehr lange geben wird. 1. - 4.1. 17.00 Uhr und Matinee am Sonntag, 8.1. 11.00 Uhr

tag und nacht Österreich, 2010, 101 min, Regie: Sabine Derflinger, mit: Adrian Topol, Philipp Hochmair, Manuel Rubey, Anna Rot, Magdalena Kronschläger, Martina Spitzer Die beiden Studentinnen und Freundinnen Lea und Hannah sind pleite, doch sie denken gar nicht erst daran, sich mit miesen Brotjobs über Wasser zu halten. Sie halten es für eine bessere Idee, in das Callgirl-Geschäft einzusteigen und dabei ordentlich zu verdienen. Anfänglich zeigt sich die Idee als lukrativ und spannend: Frustrierte Ehemänner, gestresste Businessmänner oder einfach einsame Herzen gehören zu ihrer Kundschaft. Doch nach und nach wird der Drahtseilakt zwischen Studium und Nachtschwärmerei immer schwieriger und spätestens, als Grenzen überschritten werden, droht die Lage zu eskalieren. Stark und eindringlich von den beiden deutschen Schauspielerinnen Anna Rot und Magdalena Kronschläger gespielt, wird der ungeschminkte Charme von Sabine Derflingers („Schnelles Geld“) Film wohl niemanden kalt lassen. Sogar die Freier strahlen auf ihre eigene verquere Weise Sympathie aus. Dennoch bleibt die Geschichte stets glaubwürdig und deckt so manches Tabu über den Arbeitsalltag als Prostituierte auf, ohne moralisch zu werten. Ein kleines Glanzstück des deutschen Films. 19. - 25.1. 20.45 Uhr

Kurzfilmprogramm Oberhausen

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Im Archivprogramm „Surreal/Political“ haben die Oberhausener Kurzfilmtage preisgekrönte politische Animationen aus ihrem Archiv geholt, darunter Klassiker wie Helmut Herbsts „Schwarz-weiß-rot“, Zbigniew Rýbczynskis „Tango“, Walerian Borowczyks „Les Jeux des anges“ oder Jan Švankmajers „The Death of Stalinism in Bohemia“. Diese präsentieren wir am 31. Januar um 20.45 h in der Filmgalerie. 31.1. 20.45 Uhr

Dem jungen Limburger Rinderzüchter Jacky wird ein zwielichtiger Deal mit einem berüchtigten Hormonhändler angeboten. Er steht unter Druck, pumpt sich zudem selbst mit Testosteron auf. Bei ersten Verhandlungen trifft er auf den Polizeiinformanten Diederik, ein Freund aus vergangenen Tagen. Sie teilen ein verstörendes Ereignis aus ihrer Kindheit, das nun ein dunkles und fatales Ende heraufbeschwört. BULLHEAD, der Debütfilm des Belgiers Michael R. Roskam, ist ein packender Krimi und eine klug inszenierte Tragödie über die Willkür des Schicksals und Menschen, die zu Extremen getrieben werden. 14. - 18.1. 20.45 Uhr

die haut, in der ich wohne LA PIEL quE HABITo, Spanien, 2011, 120 min, omu, Regie: Pedro Almodóvar, mit: Antonio Banderas, Elena Anaya, Marisa Paredes, Blanca Suárez, Jan Cornet, Eduard Fernández, Ana Mena, Roberto Álamo Eine bildhübsche Frau ist die einzige Patientin in einer spanischen Schönheitsklinik, wo sie ihr Chirurg eifersüchtig bewacht. Ihre durch zahllose Operationen perfektionierte Haut ist dabei Schutz wie Gefängnis. Die um groteske Einsprengsel und Figuren ergänzte Adaption eines Kriminalromans, den Pedro Almodóvar zu einem souverän verschachtelten Rachethriller erweitert und diesen mit einem hohen Trash-Anteil versieht. Eine kühl inszenierte, vielfach gebrochene Reflexion über Rache und Kreativität, Liebe und sexuelle Identität, in dem alle Beziehungen von dunklen Erinnerungen oder obskuren Macht- und Ohnmachtsverhältnissen geprägt sind. 5. - 11.1. 20.45 Uhr


tournée Frankreich, 2010, 111 Min., omu, Regie: Mathieu Amalric, mit Mathieu Amalric, Miranda Colclasure, Suzanne Ramsey, Linda Marraccini, Julie Ann Muz, Angela de Lorenzo, Alexander Craven Der glücklose französische Fernsehproduzent Joachim ist vor Jahren in die USA ausgewandert. Nun kehrt er mit großen Plänen in die Heimat zurück. Er will mit einer Burleskshow endlich Erfolg haben. Doch sein Geschäftspartner haut ihn übers Ohr, und er muss mit seinen Damen von einem drittklassigen Club in den nächsten tingeln und in Absteigen übernachten. Auch in der Liebe hat er kein Glück. Zwischen Hass und Liebe pendeln seine Gefühle für den Star seiner Truppe, dem Vollweib Mimi. Dieses grandiose Vaudeville-Stimmungsbild ist nicht nur pittoresk, sondern zeitweise bitter und voll trotzigem Lebensmut. Es erzählt von Menschen, die dauernd lärmen, um ihre Einsamkeit zu übertönen, von berauschten Kostümparty-Girls, die im nüchternen Zustand ihre Depressionen nicht ertragen. Und mitten drin dieser Heimatlose, der am Wegesrand doch noch ein wenig Glück findet. Als hätte John Cassavetes sich der Kinder des Olymp angenommen. Kein einfacher, aber ein schöner Film über unsortierte Lebenslagen. tk 26.- 30.1. 20.45 Uhr

Kondensstreifen D, 2011, ca. 80 min, Regie: Erik Grun und Holger M. Wilhelm, mit: Darsteller: Holger M. Wilhelm, Luisa zimmermann, Erik the Gun, Pedro Álvarez olañeta, Santos Torres, Sergio Muñoz, Begoña Ayala, Blanca Serrano Martín, Sepp Hobelsberger, Gregor zimmerman Eine Reise nach Mallorca endet für Magnus, Tine und Bernhard in einem Albtraum. Die drei haben genug von der Insel und wollen nach Hause, doch das ist gar nicht so einfach, denn eine Laune der Natur zwingt sie, noch weitere Tage auf der Insel auszuharren. Während Magnus als angehender Psychologe mit Coolness und diplomatischen Worten eine Lösung sucht, sieht die verzweifelte Tine ihren Traum von einer Karriere als Model platzen und zerbricht sich den Kopf darüber, wie sie die nächsten Tage über die Runden kommen soll. Nur der lebensmüde Alkoholiker Bernhard bleibt gelassen: ihm ist alles recht, wenn er nur seine Ruhe hat. Was wie eine heitere Komödie beginnt, nimmt nach und nach tragische Formen an ... 12.1. 20.45 Uhr + 18.1. 18.45 Uhr

MaMa africa MiriaM MaKeba Deutschland/Südafrika/Finnland, 2011, 89 min. omu, Regie: Mika Kaurismäki Ein Dokumentarfilm über die weltbekannte südafrikanische Sängerin Miriam Makeba ( PATA PATA ), die zeit ihres Lebens die Welt bereiste und ihre politische Botschaft gegen Rassismus und Armut, für Gerechtigkeit und Frieden verbreitete. Der Film ist eine Hommage an die im November 2008 verstorbene südafrikanische Ikone. Eine Frau, die die Hoffnung und die Stimme Afrikas verkörperte. 27. - 30.12. 17.00 Uhr + 1. - 4.1. 20.45 Uhr

die Mühle und das Kreuz MLyN I KRzyz, Schweden / Polen, 2011, 92 min, omu, Regie: Lech Majewski, mit: Rutger Hauer, Charlotte Rampling, Michael york, u.a. Die Kreuztragung Christi ist ein Gemälde von Pieter Bruegel dem Älteren aus dem Jahr 1564, das die Passionsgeschichte Jesu vor dem Hintergrund der spanischen Besetzung Flanderns zeigt. Der polnische Regisseur Lech Majewski erweckt ein Dutzend der dort abgebildeten Charaktere zum Leben und erzählt in seinem neuen Film Die Mühle und das Kreuz ihre Geschichten. Im Zentrum des Geschehens stehen der Maler Bruegel, sein Freund Nicholas Jonghelinck und die Jungfrau Maria. Außerdem werden die Entstehung des Gemäldes und die religiöse Verfolgung im damaligen Flandern thematisiert, sowie das Leiden Christi. 5. - 8.1. 17.00 Uhr

oVer Your cities grass will grow Frankreich/Niederlande/Großbritannien, 2010,105 min, omu, Regie: Sophie Fiennes. Mitwirkende: Anselm Kiefer, Klaus Dermutz Ein bildmächtiger Dokumentarfilm über das Werk und das künstlerische Schaffen Anselm Kiefers. Fiennes realisiert mit diesem Film keine filmische Biografie, kein Biopic und auch kein klassisches Künstlerportrait. Mit der Kamera taucht sie hautnah in den alchemistischen Schaffensprozess eines der bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstler ein. Den poetischen Titel entlehnt Anselm Kiefer einem Kapitel aus dem biblischen Buch des Jesaja, in dem es heißt: »Über euren Städten wird Gras wachsen«. Den Künstler fasziniert der darin innewohnende Kreislauf von Schaffen, Werden und Vergehen. 10. - 11.1. 18.45 Uhr

Entdeckungen:

BUCHER PUSTET GESANDTENSTRASSE Tel. 0941 5697-0 Fax 569736 DONAU-EINKAUFSZENTRUM Tel. 0941 46686-0 Fax 4668666 UNIVERSITÄT Tel. 0941 91069790 Fax 9455629 www.pustet.de

le haVre Finnland/Frankreich/Deutschland, 2011, 93 min, omu, R: Aki Kaurismäki; mit: André Wilms, JeanPierre Darroussin, Kati outinen u. a. Nach wie vor sind Aki Kaurismäkis Filme cineastisches Slow Food für die geschundene Kinogängerseele. Die Zutaten (das schleppende Tempo, die typischen Interieurs, die herrlich maulfaulen Dialoge, seine ganz besondere Art, statt der Worte die wunderbar fotografierten Gesichter der Akteure sprechen zu lassen) sind bekannt und kommen aus eigenem Anbau. Das Rezept seit Jahren erprobt und doch schmeckt es immer wieder verlässlich und hat genügend Eigensinn und Profil, um gegen seelenlos durchdesignte Hollywoodprodukte (gewissermassen das Fast Food des Kinos) einen deutlichen Kontrapunkt zu setzen und zugleich einen treffenden Kommentar zur Flüchtlingsproblematik in Europa abzugeben - ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit viel trockenem Humor. Ein durch und durch erfreuliches Filmmärchen! 27.12. - 30.12. 18.45 Uhr Am 31.12. um 19.00 Uhr Sylvestervorstellung mit einem

Freigetränk.

MeeK's cutoff uSA, 2010, 102 min, omu, Regie: Kelly Reichardt; mit Michelle Williams, zoe Kazan, Paul Dano u.a. Die Independent-Regisseurin Kelly Reichardt zieht es in ihren Filmen immer wieder in zivilisationsferne, von der Außenwelt abgeschirmte Gebiete. Fernab jeglicher Wildwestromatik drehte sie ihren ersten Western und bereichert ihn um eine weibliche Perspektive: 1845, in den frühen Tagen des Oregon-Trails, heuert ein kleiner Treck mit 3 Familien den Trapper Stephen Meek an, um sie über die Cascade Mountains zu führen. Meek gibt vor, eine Abkürzung zu kennen, und führt die Gruppe auf einen unmarkierten Weg über die Hochebene, wo sie sich in der Felsenwüste verlaufen. Die Wasservorräte gehen langsam zur Neige, und die Siedler beginnen, Meek zu misstrauen. Ein Indianer kreuzt ihren Weg, und die Gruppe muss sich entscheiden, ob sie sich diesem, von ihnen als natürlicher Feind angesehenen Eingeborenen anschließen soll, oder weiterhin dem Mann vertrauen, der sich bisher als zutiefst unzuverlässig erwiesen hat. Ein intensiver Film über stille Zweifel. 27. - 30.12. 20.45 Uhr + 1. - 3.1. 18.45 Uhr

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Regisseurin Anne Fountaine spielt in ihrem köstlichen Liebesschwank genüsslich mit gesellschaftlichen Klischeebildern aus Großbürgertum und Unterschicht. Eine Filmperle aus Frankreich mit Witz und Biss. [programmkino.de] MEIN LIEBSTER ALPTRAUM Sie [Isabelle Huppert] lebt mit ihrem Mann [André Dussollier] und dem gemeinsamen Sohn in einem schicken Appartement gegenüber vom Jardin du Luxembourg. Er [Benoît Poelvoorde] lebt alleine mit seinem Sohn in einem Lieferwagen. Sie ist eine renommierte Galeristin, Chefin einer angesehenen Sammlung moderner Kunst. Er lebt von Gelegenheitsarbeiten und der Wohlfahrt. Sie hat sieben Jahre lang an der Universität studiert. Er ist fast sieben Jahre lang hinter Gittern gesessen. Sie steht mit dem Kultusministerium auf du und du. Er ist jedem alkoholischen Getränk zugeneigt, dessen er habhaft werden kann. Sie genießt intellektuelle Debatten. Er liebt gelegentlichen Sex mit vollbusigen Bettgenossinnen. Sie leben in zwei verschieden Welten und können den Anblick des jeweils anderen nicht ertragen. Sie hätten sich eigentlich nie treffen sollen, aber sie haben beide heranwachsende Söhne, die trotz unterschiedlichster Herkunft die besten Freunde sind. Und schließlich werden sie auch verstehen, warum … In ihrer neuesten Komödie MEIN LIEBSTER ALPTRAUM führt die geborene Luxemburgerin Anne Fontaine [COCO CHANEL – DER BEGINN EINER LEIDENSCHAFT, DAS MÄDCHEN AUS MONACO] was alles passieren kann, wenn in einer Ehe die Gefühle erloschen sind und die Partner sich entschließen, ihr Liebesleben etwas »aufzupeppen«. Drei der bekanntesten und beliebtesten französischen Schauspieler – Isabelle Huppert, Benoît Poelvoorde und André Dussollier – hat Anne Fontaine vor der Kamera versammelt. Geistreich, humorvoll, schlagfertig und hintersinnig liefern sie sich etwas andere Szenen einer Ehe – mit überraschendem Ausgang. MON PIRE CAUCHEMAR, Frankreich, Belgien 2010, dtF, 102 min, Regie: Anne Fontaine, mit: Isabelle Huppert, Benoît Poelvoorde, André Dussollier, Virginie Efira, Corentin Devroey, Donatien Suner, Aurélien Recoing, Éric Berger

»Die Mischung sozialer Schichten scheint gerade Thema im französischen Film zu sein. Mit ZIEMLICH BESTE FREUNDE und MEIN LIEBSTER ALPTRAUM laufen im deutschen Kino fast zeitgleich zwei Filme an, in denen sich jeweils zwei Menschen aus dem Arbeitermilieu und der Upper Class begegnen und näher kommen … Neue Gefühle verdrängen erloschene Emotionen, alte Denkmuster werden umgestülpt. Es wird viel geredet, gestritten und geliebt – so wie wir es aus dem französischen Kino kennen und lieben. « [kino-zeit.de]

Iciar Bollain ist mit ihrem neuesten Werk ein überzeugendes und packendes Drama gelungen, das den Zuschauer in eine spannende und wenig beachtete Welt eintauchen lässt. [filmstelle.ch] UND DANN DER REGEN Sebastián [Gael García Bernal] ist ein junger idealistischer Filmregisseur. Er hat sich vorgenommen, einen aufrichtigen Film über eine der bedeutendsten Gestalten der Weltgeschichte zu drehen – Christoph Kolumbus. Sebastián ist entschlossen, den Mythos zu entlarven. Er will zeigen, was Kolumbus in Gang gesetzt hat: Gier nach Gold, Sklavenhandel, entsetzliche Gewalt gegen die Ureinwohner. Costa [Luis Tosar], Sebastiáns Produzent, ist vor allem daran interessiert, dass der Film pünktlich und innerhalb des Budgets abgedreht wird. Costa wählt als Drehort Bolivien – günstige Kosten schieben die historische Genauigkeit etwas in den Hintergrund. Doch während der Dreharbeiten in Cochabamba drohen soziale Unruhen. Die Wasserversorgung der Stadt ist an einen multinationalen Konzern verkauft worden. 500 Jahre nach Kolumbus kommt es erneut zu gewalttätigen Konfrontationen zwischen der indianischen Bevölkerung und einer hochgerüsteten modernen Armee. Das Drehteam von Sebastián und Costa kann den aktuellen Konflikten kaum ausweichen: Ausgerechnet ihr indianischer Hauptdarsteller Daniel [Juan Carlos Aduviri] ist einer der Anführer des Wasseraufstands … TAMBIÉN LA LLUVIA, Mexiko, Spanien, Frankreich 2010, 103 min, dtF, Regie: Icíar Bollaín, mit: Gael García Bernal, Luis Tosar, Juan Carlos Aduviri, Karra Elejalde, Carlos Santos

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Es gibt Filme, die dich zum Träumen, zum Weinen, Lachen und Nachdenken bringen, und es gibt Filme, die dein Leben für immer verändern. Dies ist einer dieser Filme. [Darren Aronofsky, Präsident der Jury, Venedig 2011] Premiere am Mi, 18. Jan, 19.15h mit Bockbierempfang ab 18.45h

FAUST Venedig 2011: Der Goldene Löwe der Filmfestspiele geht an FAUST von Alexander Sokurow. Sokurows FAUST ist nicht nur die Verfilmung von Johann Wolfgang von Goethes Klassiker, sondern auch eine radikale Neuinterpretation des Mythos. In deutscher Sprache mit deutschen, österreichischen und russischen Schauspielern gedreht, schuf Russlands Regiestar Alexander Sokurow einen magischen und zugleich verstörenden Film. Einen »Faust«, wie man ihn kennt, aber doch noch nie mit solcher Wucht auf der Leinwand gesehen hat – mit Johannes Zeiler [Wiener Schauspielhaus] als Faust, Isolda Dychauk als Gretchen, Anton Adassinsky [Derevo-Theater] als Pfandleiher/Mephisto und Hanna Schygulla. Gedreht in Tschechien, Island und Russland ist er einer der aufwendigsten Filme in Russlands Filmgeschichte. Für die Kameraarbeit zeichnet Bruno Delbonnel [DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE] verantwortlich. Ein Film wie ein Trip, mit Sicherheit eines der außergewöhnlichsten Filmwerke des Jahres. Russland 2011, dtzF, 134 min, Regie: Alexander Sokurow, mit: Johannes Zeiler, Anton Adassinsky, Isolda Dychauk, Georg Friedrich, Hanna Schygulla, Antje Lewald, Florian Brückner

Eine köstliche Globalisierungskomödie. [dw-world.de] CHINESE ZUM MITNEHMEN

VORPREMIERE SYLVESTER, 19h

Roberto [Ricardo Darin] lebt isoliert und einsam, Verwandte gibt es nicht mehr, auch keine Freunde. Er lässt keinen nah an sich heran, noch nicht einmal die nette und quirlige Mari [Muriel Santa Ana]. Mürrisch führt er einen kleinen Metallwarenladen. Das einzige was ihn ernsthaft aufregt, sind die ungenauen Schrauben-Lieferungen. Jede einzelne wird gezählt, nie stimmt das Ergebnis mit den Angaben überein. Seine einzigen Hobbys sind das Sammeln merkwürdiger Geschichten, die er aus diversen Zeitungen ausschneidet und das Beobachten von Flugzeugen. So geht es Tag für Tag – bis der junge Chinese Jun [Ignacio Huang] ihm zufällig über den Weg läuft. Er ist erst kurze Zeit in Argentinien, scheint in Not zu sein, kann aber kein Spanisch und Roberto kein Chinesisch. Trotzdem nimmt Roberto den geheimnisvollen Chinesen unter seine Fittiche, um mit ihm dessen Verwandte ausfindig zu machen. Damit beginnt eine, zuerst widerwillige Annäherung, eine Überwindung sprachlicher und kultureller Hürden, die beiden Einzelgängern allmählich neue Wege zu einem glücklicheren Leben ebnen könnte. Man fühlt sich an die Stilistik eines Aki Kaurismäki erinnert. Spärliche Dialoge, trockener Humor – genauestens platziert, Komik, die sich mit melancholischen Sequenzen mischt. [programmkino.de] Unter der Regie von Sebastián Borenzstein läuft Argentiniens Star Ricardo Darín in dieser warmherzigen Komödie erneut zu Hochform auf: Er spielte bereits die Hauptrolle im Film IN IHREN AUGEN, der 2010 den Oscar als bester ausländischer Film erhielt. CHINESE ZUM MITNEHMEN bereits jetzt als erfolgreichste Latino-Produktion des Jahres. UN CUENTO CHINO, Argentinien 2011, 93 min, dtF, Regie: Sebastián Borensztein, mit: Ricardo Darín, Ignacio Huang, Muriel Santa Ana, Pablo Seijo, Iván Romanelli, Vivian El Jaber, Enric Rodríguez

SILVESTER 1 ****** 17 UHR SARAHS SCHLÜSSEL SILVESTER 2 ****** 18 UHR ICH REISE ALLEIN SILVESTER 3 ****** 19 UHR VORPREMIERE CHINESE ZUM MITNEHMEN RESERVIERUNG UNTER TEL 017652 17 68 51

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Ein energiegeladener und herrlich schräger Film voller Wut, voller Leben und voller Hoffnung, dass irgendwann einmal alles gut sein wird. KINO-NEWS ICH REISE ALLEIN Der Student Jarle fühlt sich zwischen Literaturtheorie, Partys und Affären ziemlich wohl. Eines Morgens flattert ihm ein Brief ins Haus und das Leben, wie Jarle es kannte, ist vorbei. Der Brief erklärt ihn zum Vater einer Tochter. Eine ganze Woche und ihren 7. Geburtstag soll Charlotte Isabel mit ihm verbringen. So will es die Mutter, ein One-Night-Stand aus Jugendtagen, die im Supermarkt arbeitet und endlich einmal Urlaub möchte. Beim Anblick ihres Papa und seiner verwüsteten Studentenbude voller Bücher und Zigaretten ist »Lotte« alles andere als begeistert. Und auch Jarle wehrt sich vehement gegen den plötzlichen Erziehungsauftrag. Sein Wissenschaftler-Dasein reagiert allergisch auf das Familienidyll mit Kind und Kassiererin. Doch während Lotte sein Leben auf den Kopf stellt und seine Freunde über die Macht der Biologie philosophieren, wächst ihm das Mädchen immer mehr ans Herz. Pünktlich zur Geburtstagsparty taucht dann auch Lottes Mutter auf und Jarle wird wieder klar, was ihn einst so an ihr fasziniert hat … ICH REISE ALLEIN erzählt von einer aufbrausenden Zeit wilder Lebensfreude und stürmischer Zukunftspläne – eine Zeit, die vergessen lässt, dass man nicht alles kontrollieren kann. Mit Songs von Pixies, Pulp, Mathias Rust Band, Bob Hund, Ognatun, The Sundays, Stereo 21. JEG REISER ALENE, Norwegen 2011, 94 min, dtF, Regie: Stian Kristiansen, mit: Rolf Kristian Larsen, Amina Eleonora Bergrem, Pål Sverre Valheim Hagen, Ingrid Bolsø Berdal, Trine Wiggen

Leidenschaftlich, bewegend und voller Wahrheit. LE FIGARO SARAHS SCHLÜSSEL Paris im Juli 1942. Sarah, ein zehnjähriges jüdisches Mädchen, wird mit ihren Eltern mitten in der Nacht von der französischen Polizei zur Deportation aus ihrer Wohnung geholt. Verzweifelt schließt sie ihren kleinen Bruder in ihrem Geheimversteck hinter der Tapetentür im Schlafzimmer ein und verspricht, ganz schnell wieder bei ihm zu sein. Den Schlüssel nimmt sie mit, nicht ahnend, welche Katastrophe ihrer Familie und fast 20.000 weiteren verschleppten Pariser Juden bevorsteht. Siebenundsechzig Jahre später verwebt sich Sarahs Geschichte mit der von Julia Jarmond, einer amerikanischen Journalistin, die für einen Artikel die damalige Razzia und ihre furchtbaren Folgen recherchiert. Bei dieser Arbeit stößt sie auf das Schicksal einer jüdischen Familie, die aus der Wohnung vertrieben wurde. Je mehr Wahrheit Julia ans Licht befördert, um so mehr erfährt sie über Bertrands Familie, über Frankreich und schließlich über sich selbst. Nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Tatiana de Rosnay. ELLE S'APPELAIT SARAH, Frankreich 2010, 104 min, dtF, Regie: Gilles Paquet-Brenner, mit: Kristin Scott Thomas, Mélusine Mayance, Niels Arestrup, Frédéric Pierrot, Michel Duchaussoy, Dominque Frot

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ATMEN Der 19-jährige Roman Kogler verbüßt in einer Sonderstrafanstalt für Jugendliche eine achtjährige Freiheitsstrafe wegen Totschlags. Er könnte nach der Hälfte der Zeit auf Bewährung entlassen werden. Doch er hat schlechte Karten: Verschlossen, einzelgängerisch, mit Hang zu jähen Wutausbrüchen scheint er für eine Resozialisierung nicht in Frage zu kommen. Mehrere Versuche, ihn in Betrieben außerhalb der Haftanstalt unterzubringen, scheiterten bereits nach wenigen Tagen. Doch dann bringt ein dummer Streich alles ins Rollen. Ein Mithäftling klebt Roman eine Stellenanzeige ans Zellenfenster: »Bestattung Wien sucht Mitarbeiter für den Abholdienst«. Der Täter bleibt anonym, doch Roman nimmt den Spaß für Ernst. Walter Fakler, ein Sozialarbeiter, fährt mit ihm zum Vorstellungsgespräch, und Roman bekommt den Job. Karl Markovics wurde für sein beeindruckendes Regiedebüt, angesiedelt zwischen Strafanstalt und Friedhof und mit nicht wenig morbidem Witz, in der renommierten Cannes-Nebenreihe »Quinzaine des Realisateurs« mit dem Preis »Label Europa Cinema« ausgezeichnet.

TAG UND NACHT Zwei junge Frauen vom Land, die zum Studium nach Wien gekommen sind. Die große Stadt. Ihr Ort für Abenteuer. Warum soll eine Studentin nicht als Callgirl arbeiten? Solange sie das freiwillig tut, nur des Geldes wegen, vielleicht für das Prickeln im Bauch, jedenfalls aber ohne Zwang von außen? »Come on, Baby!« Ein Mann fotografiert eine halbnackte Frau, die sich lustvoll auf einem Bett räkelt. Seine Anweisungen sind unmissverständlich. Die Bilder sollen Lust auf ihren Körper machen. Später wird ein Fragebogen ausgefüllt. »What flowers you like?« Keine Antwort, außer einem bereitwilligen Lächeln. »Egal. Schreib ma Rosen hin.« Der Mann heißt Mario. Er ist der zukünftige Arbeitgeber von Lea [Anna Rot] und Hanna [Magdalena Kronschläger]. Ein kleiner Escort-ServiceBetreiber, der mit käuflichem Sex ans schnelle Geld kommen will. Lea und Hanna wollen das auch …

»Ein famoses Debüt.« [critic.de] »Markovics erzählt so konzentriert und intensiv, dass einem immer wieder der Atem stockt.« [Cinema]

In TAG UND NACHT wirft die österreichische Regisseurin Sabine Derflinger einen ungeniert normalen Blick auf zwei junge Frauen, die Prostitution als Abenteuer verstehen und dabei von der Realität überrollt werden.

Österreich 2011, 93 min, dtF, Regie: Karl Markovics, mit: Thomas Schubert, Karin Lischka, Gerhard Liebmann, Georg Friedrich, Stefan Matousch, Georg Veitl, Klaus Rott

Österreich 2010, dtF, 101 min, Regie: Sabine Derflinger, mit: Anna Rot, Magdalena Kronschläger, Philipp Hochmair, Martina Spitzer, Adrian Topol, Manuel Rubey, Martin Brambach


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Sally Hawkins, Judi Dench, Michael Fassbender, Mia Wasikowska JANE EYRE England im 19. Jahrhundert: Die Waise Jane Eyre sollte eigentlich bei ihrer reichen Tante Mrs. Reed [Sally Hawkins] aufwachsen; da diese das Mädchen jedoch für lasterhaft und hinterhältig hält, schiebt sie ihre Nichte kurzerhand in eine strenge Mädchenschule ab. Nach leidvollen Jahren verlässt Jane [Mia Wasikowska] die Schule als gebildete, junge Erwachsene und erhält eine Anstellung als Gouvernante eines kleinen französischen Mädchens auf Thornfield Hall. Die Haushälterin Mrs. Fairfax [Judi Dench] nimmt sie wohlwollend auf, und erstmals darf Jane das Gefühl erleben, ein Zuhause zu haben. Nachts ereignen sich jedoch seltsame Dinge; man munkelt sogar, in Thornfield Hall treibe ein Geist sein Unwesen. Als der Herr des Hauses, der unberechenbare Mr. Rochester [Michael Fassbender], in sein Landhaus zurückkommt, findet er schnell Gefallen an Jane. Rochester geniesst es, eine junge, kluge Frau um sich zu haben, die es wagt, ihre Meinung zu sagen. Auch Jane hat sich bald in Rochester verliebt, glaubt jedoch, dass Rochester plant, eine Adlige zu heiraten. Was Jane jedoch nicht weiss: In Rochesters Vergangenheit lauert ein düsteres Geheimnis, dessen Aufdeckung sie bald zur Flucht aus Thornfield Hall veranlassen wird. Eine der ergreifendsten Liebesgeschichten der Weltliteratur in Aufsehen erregendem, neuem Gewand! Regie-Shootingstar Cary Fukunaga, dessen Erstling SIN NOMBRE international für Furore sorgte, bringt Charlotte Brontës berühmten viktorianischen Liebesroman ausgesprochen unviktorianisch, frisch und aufregend auf die Leinwand. Großbritannien 2011, dtF, 120 min, Regie: Cary Fukunaga, mit: Mia Wasikowska, Michael Fassbender, Judy Dench, Sally Hawkins, Jamie Bell, Imogen Poots, Amelia Clarkson, Holliday Grainger

PREMIERE AM DO, 5. JANUAR, 18.45h GAST: PRODUZENTIN MARIEKE SCHROEDER, REGENSBURG

DER ATMENDE GOTT – REISE ZUM URSPRUNG DES MODERNEN YOGA Schon lange vor der wachsenden Wellnessbewegung sind durch Yoga fernöstliche Denkweisen im Westen salonfähig geworden. Doch was ist das eigentlich, was geschieht, während man das macht? Was ist Yoga? Ein urtümlicher Ritus? Indische Gymnastik? Eine Art Religion – oder doch eher exotisches Variété, im Irgendwo angesiedelt zwischen Schlangenmenschen und Allheilmittel für uns Zivilisationsgeplagte? Regisseur Jan Schmidt-Garre folgt seiner persönlichen Neugier und findet allseits Überraschendes. Es wird der Blick auf ein ungewohntes, ungewöhnlich normales Indien geöffnet, das jenseits schriller Farben von Holi-Festen und Kräftemessen aschebestäubter Gurus eine ganz eigene Magie entfaltet.

BEZAUBERNDE LÜGEN Für die 30-jährige Émilie [Audrey Tautou] ist ihr Friseursalon mehr als nur ein Ort zum Haareschneiden. Voller Wonne mischt sie sich in das Leben ihrer Kundinnen, Angestellten und Freundinnen ein. Und meistens tut sie es mit Erfolg, egal ob es um den richtigen Schnitt oder Rat in Liebesfragen geht. Nur ihrer Mutter Maddy [Nathalie Baye], die von ihrem Mann verlassen wurde und ihre Lebensfreude verloren hat, scheint sie nicht helfen zu können. Eines Tages erhält Émilie einen anonymen Liebesbrief – dass er von Jean stammt, der als Hausmeister in ihrem Friseursalon arbeitet und zu schüchtern ist, um sich ihr zu offenbaren, ahnt sie nicht. Die gefühlvollen Zeilen beeindrucken Émilie so wenig, dass sie kurzerhand im Papierkorb landen. Doch dann kommt ihr eine Idee: Warum nicht ihrer Mutter eine Freude damit machen?

A IM WELTRAUM GIBT ES KEINE GEFÜHLE Der 18-jährige Simon hat das Asperger-Syndrom. Sein Leben gerät durcheinander, als sein Bruder Sam von seiner Freundin verlassen wird. Ein Film, der mit leisem, nordisch-kühlem und trockenem Humor, einer Prise Slapstick und gekonnter Situationskomik ins Schwarze trifft. I RYMDEN FINNS INGA KÄNSLOR, Schweden 2010, dtF, 90 min, Regie: Andreas Öhman, mit: Bill Skarsgård, Martin Wallström, Cecilia Forss, Sofie Hamilton

BRAND Der Schriftsteller Brand verliebt sich in Angela, die Pflegerin seiner todkranken Frau, und gerät in eine Spirale aus Leidenschaft und Eifersucht. Josef Bierbichler glänzt in einem Thriller von Thomas Roth.

DER ATMENDE GOTT – REISE ZUM URSPRUNG DES MODERNEN YOGA zeigt erstmals die maßgeblichen Erfinder des modernen Yoga vor einer Kamera vereint: Noch nicht gesehene historische Aufnahmen des Urvaters Krishnamacharya, seines Schülers Pattabhi Jois, der während der Dreharbeiten verstarb, sowie des legendären Iyengar, der bereits Yehudi Menuhin die Lehre des Atmenden Gottes beibringen durfte.

Doch Émilie freut sich zu früh über den Erfolg, denn Maddy wartet voller Sehnsucht auf weitere Zeichen von ihrem anonymen Verehrer …

Österreich, Deutschland 2010, 108 min, dtF, Regie: Thomas Roth, mit: Josef Bierbichler, Angela Gregovic

»Regisseur Pierre Salvadori macht aus einem einfachen Plot einen lockeren und luftigen FeelGood-Film mit sanften melancholischen Untertönen. Fantasieträchtig und federleicht fliegt dieser etwas andere Ménage à trois durch den Kinosaal.« [cineman.ch]

DER FALL CHODORKOWSKI

Deutschland 2011, 105 min, Regie: Jan Schmidt-Garre, mit: K. Pattabhi Jois, B.K.S. Iyengar, Indra Devi, T.K. Sribhashyam, Alexander Medin

DE VRAIS MENSONGES, Frankreich 2010, dtF, 104 min, Regie: Pierre Salvadori, mit: Audrey Tautou, Nathalie Baye, Sami Bouajila, Stéphanie Lagarde, Judith Chemla

Der Aufstieg und Fall des ehemaligen russischen Oligarchen Michail Chodorkowskij. Spannend wie in einem Politthriller portraitiert der Berliner Filmemacher Cyril Tuschi in seinem Dokumentarfilm einen der schillerndsten und umstrittensten Männer des neuen Jahrtausends. Deutschland 2011, 111 min, dtF, Regie: Cyril Tuschi

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Premiere am Mi, 18. Jan, 19.15h mit Bockbierempfang ab 18.45h Kino Wintergarten

im Andreasstadel jeweils 11.00, 14.00 und 15.00 Uhr

Sonntag 08.01.12 FRAU HOLLE nach den Brüdern Grimm (Bauchladentheater) Samstag 14.01.12 FROSCHKÖNIG nach den Br. Grimm (Bauchladentheater, ab 5 Jahre) Sonntag 15.01.12 ROTKÄPPCHEN nach den Brüdern Grimm (Fingertheater) Samstag 21.01.12 HÄWELMANN

Kontakt: gudula.zientek@web.de

Samstag 07.01.12 HÄWELMANN nach Theodor Storm (gemischte Figuren ab 4 Jahre)

Sonntag 22.01.12 FRAU HOLLE Samstag 28.01.12 FROSCHKÖNIG Sonntag 29.01.12 ROTKÄPPCHEN

www.pupille-schief.de

VORTRAG DR. HELMUT HEIN: DIE GROSSEN PHILOSOPHEN 3 »DU MUSST DICH ENTSCHEIDEN!« – SARTRE UND DER EXISTENZIALISMUS Dass wir zur Freiheit verdammt sind, ist vielleicht die elementarste Einsicht des Existenzialismus. Jeder muss permanent wählen und er muss die Verantwortung dafür übernehmen – Ausflüchte und Ausreden zählen nicht. Dr. Helmut Hein entwickelt anhand des Werks von Sartre und Camus die entscheidenden und

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bis heute gültigen Konzepte des Existenzialismus: seine Subjekt- und Erotik-Theorie, seine Faszination durch den »Blick«, seine Analyse des Nihilismus (und seiner Überwindung) und seine weitgehend voraussetzungslose politische Ethik. Wir alle sind in eine Welt und in ein Dasein »geworfen«, die wir uns nicht ausgesucht haben. Aber zum existenzialistischen Pathos gehört auch die Behauptung: Wir müssen diese Situation annehmen und wir können sie (und uns) verändern.

MI, 18. JANUAR, 20 UHR

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FRAUENSALON

CINOCHE

Immer am ersten Donnerstag im Monat treffen sich um 21 Uhr im Theater im Akademiesalon Frauen, um sich neben allerlei Handfestem auch etwas für das Herz und das Hirn zu gestatten. Das gemeinsame Rundumvergnügen, von dem die Männerwelt grundsätzlich nicht ausgeschlossen ist, ist in der Regel enorm. Dieses Mal geht's wahrscheinlich kriminell zu.

Es ist so mit dem Französischen: Es ist eine schöne Sprache, die man aber, wenn man noch im Gebiet des Erlernens sich befindet, kaum versteht, wenn Franzosen und Französinnen sie benutzen. Dafür gibt es seit vielen Monaten CINOCHE – den Abend mit dem französischen Film mit französischen Untertiteln, ausgesucht und eingeführt und erläutert von Marianne Mion.

DO, 5. JANUAR, 21 UHR

DO, 12. JANUAR, 20 UHR


22.09.2003 4:01 Uhr

Seite 1

KULTUR AN DER UNI KULTUR Januar 2012 AN Theater DER UNI

STATTTHEATER STATTTHEATER

ALTEMÄLZEREI

2012 JAN

■ = CLUB · ▼= UNDERGROUND · ▲= THEATER · A = ANTONIUsHAUs · UNI = UNI-MENsEN

DO 5 ■ FR 6 ■

JANUAR SICK SICK SICK, ALISON STEEL, RAVENRYDE Die Improtheater-Könige FASTFOOD

▼ Dark Green

FR 13 ■ SA 14 ■ DO 19 ■ FR 20 ■

FR 27 ■

MO 30 ■

DO 2 ■

FR 3 ▼ Dark Green SA 4 A

CAVEMAN POETRY SLAM

▼ Dub Club

20:30 14,-/17,20:30 10,-/13,20:30 12,-/15,-

Samba Bateria / CD Präsentation 21:00 12,-/15,Musikkabarett 20:30 17,-/20,House, Techno, Electro 22:00 5,Regionalbandfestival 20:00 8,60/70er Party mit DJ Norbert 22:00 4,Impro-Match 20:00 9,-/11,HipHop 20:30 9,-/12,-

Rock-Legende 21:00 24,-/28,Gothic, Alternative 21:00 3,50 Die Theateroffenbarung ... 20:00 19,-/21,Dichterwettstreit 20:00 5,Dub, Reggae, Dancehall 23:00 3,-/5,-

DO 9 ■

SA 18

20:30 FOUR GOODMAN, CASHLESS, HOLY KINGS ■ BEMBERS Heavy-Metal-Comedy 20:30 ■ FASTFOOD Best of Impro 20:00 ■ 22 PISTEPIRKKO Indie-Rock / Neues Album 20:30 UNI DER GROSSE UNI-FASCHINGSBALL 2012 in allen Mensen der Uni

7,-

FR 10

15,-/18,-

u.a. mit ERWIN & DIE HECKFLOSSEN, LUIS TRINKERS HÖHENRAUSCH,

GONG FM BAND, DJ-Teams und großer Maskenprämierung

SA 11 MO 13

DO 23 ■ SA 25 ■

SA 3 ■ FR 9 ■ SA 10 ■ SO 11 ■ DI 13 ■ MI 14 ■ SA 17 A FR 30 ■ SA 31 ■

Di 24. 20 Uhr „UR Jazz Night“ mit dem Uni Jazz Orchester 1, Uni Jazz Orchester 2, der UR Jazz Combo und der UR Slide Show

Electro-HipHop 21:30 3,-

CHAMÄLEON VS. LUX THEATER ASTRONAUTALIS, BLEUBIRD FEBRUAR WISHBONE ASH

20:00 5,-

Mo 16. – Sa 21. 19.30 Uhr RUPS,too „A Tomb with a View” von Norman Robbins

Kabarett-Jahresrückblick 20:30 13,-/16,-

HEIMSPIEL-FESTIVAL 2012

▼ blast From the past

SO 29 ■

SARARÁ MONACO BAGAGE

20:30 23,-/27,-

Reggae, Dancehall 23:00 3,-/5,-

ANNY HARTMANN

▼ Dimension 1.0

SA 28 ■

Bluesbarde & Isarindianer WILLY MICHL Dichterwettstreit POETRY SLAM Deutscher Kleinkunstpreis 2012 MAX UTHOFF US-Psychedelic-Rock SIMEON SOUL CHARGER DAS BLAUE EINHORN Musik aus Süd- und Osteuropa

▼ WorDz up?!

DO 26 ▲

Dub, Reggae, Dancehall 23:00 3,-/5,-

▼ FrienDly Fire

SA 21 ■

20:00 10,-/13,-

Gothic, Alternative 21:00 3,50

SA 7 ▼ Dub Club DO 12 ■

20:00 8,-

10,-/13,14,-/17,-

20:00 15,-/19,-

JUSTIN SULLIVAN & DEAN WHITE (NEW MODEL ARMY) Politisches Kabarett MATHIAS TRETTER MÄRZ Geschichtenerzähler-Kabarett FERRUCCIO CAINERO Internationaler Dichterwettstreit POETRY SUPER SLAM Live-Synchronisation/TV-Satire MASCHEK British-Music-Comedy CARRINGTON & BROWN Punk, Reggae, Ska, Rock CHE SUDAKA Weltmusik AL ANDALUZ PROJECT Neues Kabarett: Nicht mit mir HELMUT SCHLEICH liest und erzählt HARRY ROWOHLT THURN UND TAXIS KABARETTPREIS Wettbewerb/Vergabe

21:00 15,-/18,20:30 14,-/17,-

20:30 15,-/18,20:00 6,20:30 15,-/18,20:30 15,-/18, 20:30 12,-/15,20:30 19,-/23,20:00 17,-/20,20:00 14,-/17,20:00 14,-/17,-

Do 26. 19.30 Uhr Comedy Slam Der lustige, kleine Bruder des Poetry Slams So 29. 15 Uhr Tanz Forum Regensburger Stadt- und Donausagen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unter der Leitung von Elisabeth Herrmann

JANUAR IM W1 KONZERTE:

Einlass ab 20 Uhr, Beginn ca. 21 Uhr.

Theater an der Universität Info zum Kartenvorverkauf: Tel. 943-3270 (Mo – Do 9 – 12 Uhr) www.stwno.de

Video Für studentische Filmemacher: Videostudio „Filmwerk S“ im Studentenhaus, SH 1.39 Kurse & Equipment: Info: menzel@stwno.de oder telefonisch: 943-1949, Mo u. Do 12.15 – 13 Uhr, SH 0.11 Universität Campus Buslinien 6 und 11 Theater, Studentenhaus (SH): Nähe Mensa und Audimax

Studentische Kulturprojekte gefördert vom

Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz Studentische Kulturprojekte Albertus-Magnus-Straße 4 gefördert vom 93053 Regensburg Studentenwerk www.stwno.de

Niederbayern/Oberpfalz Albertus-Magnus-Straße 4 93053 Regensburg www.stwno.de

28.01.2012 Velochrome / Mortimer

AUSSTELLUNGEN:

Vom 19.01.2012 bis 17.02.2012. Besichtigung immer während der Café-Öffnungszeiten. “Lieblingsplätze” Junge Menschen zeigen in 24 Schaukästen ihre Lieblingsorte in Regensburg. Eröffnung am 19.01.2012 um 20 Uhr.

KURSE:

Anmeldung bis 10 Tage vor Kursbeginn. Kontaktdaten siehe unten. Let’s stomp - Rhythmuspower mit Alltagsmaterialien 28. und 29.01.2012 von 9 bis 15 Uhr Teilnahme kostenlos!

KULTURCAFE:

Mi. und Do. von 16 bis 22 Uhr sowie Fr. von 16 bis 20 Uhr (ausser an Veranstaltungs- und Feiertagen) Specials jeweils ab ca. 19 Uhr: 11.01.2012 Schrottwichteln 12.01.2012 Strickcafé 26.01.2012 Strickcafé In der Zeit von 17.12.2011 bis einschließlich 10.01.2012 ist das W1 wegen Winterpause geschlossen! W1 - Zentrum für junge Kultur Weingasse 1 93047 Regensburg Tel.: 0941/507-2555 Fax: 0941/56 16 10 E-Mail: jungekultur@regensburg.de www.jungekultur-regensburg.de


www.habemuspapam-derfilm.de

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Nanni moretti

30

Nanni moretti

15.45 (4,-)

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in

Michel Piccoli

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Michel Piccoli

MATER 1 2 Spalter, 90 x 130 mm

Nanni moretti

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– Ein papst büxt aus –

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MATER 7 1 Spalter, 45 x 17 mm

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Habemus Papam

MATER 6 1 Spalter, 45 x 90 mm

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Nanni moretti

40

23.00 (0,-)

31 DI

Eine ganz heiße Nummer

DRIVE

30 Minuten oder weniger

23.00 (4,-)

DI 31 DI

MO 30 MO

21.00 (7,50)

30 MO

17.00 (4,-)

SO 29 SO

26 DO DO

28 SA

23.00 (6,-)

MI 30 GRENZPATROUILLE 25 MI

+

DI 24 DI

29 SO

21.00 (7,50)

23.00 (0,-)

28 SA

16.45 (6,-) + 19.00 (7,50)

23.00 (4,-)

30 Minuten oder weniger

27 FR

14.30 (6,-)

BAU ER SUCHT PFAU

27 FR

26 DO

25 MI

24 DI

DIE COWBOYS 23 MO MO

SO 22 SO

18.30 (6,-)

Eine bayerische Komödie von Erik Grun

22 SO

15.30 (6,-)

21 SA

21 SA

23 MO

20 FR

20 FR

DI 17 DI

MO 16 MO

SO 15 SO

14 SA

13 FR

20.45h

MEEK'S CUTOFF

OmU

20.45h

vergiss dein ende

18.45h

MEEK'S CUTOFF

18.45h

18.45h

OmU

Vorpremiere mit der regisseurin Pia strietmann am 13.1. 20.45h

Tage die bleiben

18.45h

Leben gegen die Zeit

MICHEL pETRUCCIAnI

18.45h

Eric Grun Kondensstreifen

OmU

OmU

OmU

Kurzfilme ObErhausEn

20.45h

taG und nacht

20.45h

20.45h

VorpremiereTage die bleiben

20.45h

Eric Grun Kondensstreifen

20.45h

OmU

DIe HAUT, In DeR ICH wOHne

20.45h

DIe HAUT, In DeR ICH wOHne

20.45h

OmU

Miriam Makeba

OmU MAMA AFRICA

18.45h

18.45h 22.15 (4,-) DI AnSELM KIEFER ANONYMUS 10 DI 22.15 (0,-) Over your cities grass... JULES UND JIM 11 MI MI 18.45h 21.15 (7,50) 12 DO DO

19 DO DO

MATER 10 1 Spalter, 45 x 45 mm

MATER 10 1 Spalter, 45 x 45 mm

19.00h

OmU Thema Demenz

17.00h

+ Matinee So 8.1. 11h

HIMMEL GANZ NAH

OmU

9 MO MO vergiss dein ende

8 SO SO

7 SA

6 FR

19 DO

MATER 9 2 Spalter, 90 x 26 mm

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– Ein papst büxt aus –

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MATER 7 1 Spalter, 45 x 17 mm

20.00 (7,50)

MATER 5 1 Spalter, 45 x 120 mm

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MATER 4 1 Spalter, 45 x 17 moretti mm Nanni

4 MI MI

SANJURO

5 DO DO

3 DI DI

22.30 (0,-)

17.00h

OmU

OmU

18.45h

LE HAVRE (OmU) mit einem Freigetränk

2 MO MO DEM

KILLER ELITE

22.30 (4,-)

FRITZ THE CAT

15.45 (6,-) + 20.15 (7,50) + 22.30 (6,-)

Habemus Papam

Habemus Habemus Papam – EinPapam papst büxt aus –

MATER 4 1 Spalter, 45 x 17 mm

MATER 8 1 Spalter, 45 x 60 mm

ein Film von

Nanni moretti

Habemus Papam

ein Film von

40

MATER 10 1 Spalter, 45 x 45 mm

22.30 (0,-)

1 SO SO

31 SA

30 FR

29 DO DO

18 MI MI

MATER 8 1 Spalter, 45 x 60 mm

Nanni moretti

ein Film von

– Ein papst büxt aus –

Habemus Papam

MATER 3 2 Spalter, 90 x 55 mm

Nanni moretti

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MATER 1 2 Spalter, 90 x 130 mm

Nanni moretti Michel Piccoli

MATER 3 2 Spalter, 90 x 55 mm

MATER 2 2 Spalter, 90 x 90 mm

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Nanni moretti

ein Film von

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Nanni moretti

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MATER 2 2 Spalter, 90 x 90 mm

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MATER 9 2 Spalter, 90 x 26 mm

22.30 (6,-)

– Ein papst büxt aus – – Ein papst büxt aus –

– Ein aus –(7,50) 18.00 (4,-)papst büxt20.15

MATER 10 1 Spalter, 45 x 45 mm

Papam Habemus Habemus PapamPapam

in

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MATER 7 1 Spalter, 45 x 17 mm

– Ein papst büxt aus – – Ein(4,-) papst büxt aus – 17.30 20.00 (7,50) Habemus Papam ANONYMUS – Ein papst büxt aus – Habemus Nanni moretti Habemus 17.30 (0,-) Papam Habemus Habemus Papam – EinPapam – Ein papst büxt aus – JULES UND JIM papst büxt aus – Habemus Papam – EinPapam – Ein papst büxt aus – büxt aus – – Ein papst büxt aus – 19.00 (7,50) + Sa/So papst 13.45 (6,-) 16.00 (6,-) +

15.15 (6,-)

JONAS

15.45 (6,-)

Nanni moretti

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MATER 5 1 Spalter, 45 x 120 mm

17.00h

MAMA AFRICA

DIRTY HARRY 28 MI MI Miriam Makeba

– Ein papst büxt aus –

Nanni moretti

40

ein Film von

DI 27 DI

18 MI

17 DI

16 MO

15 SO

14 SA

13 FR

12 DO

11 MI

10 DI

9 MO

in

– Ein papst büxt aus –

ein Film von

22.15 (4,-)

22.15 (0,-)

AUSHILFSGANGSTER

MATER 6 1 Spalter, 45 x 90 mm

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– Ein papst büxt aus –

Sylvestervorstellung (7,- incl.Michel ein Piccoli Glas Sekt) ein Film von19.00 Nanni moretti Habemus

MATER 4 1 Spalter, 45 x 17 mm

Papam Habemus Papam Habemus – Ein papst büxt aus –

13.30 (6,-)

Michel Piccoli

15.45 (6,-)

15.45 (6,-)

AUSHILFSGANGSTER

MATER 8 1 Spalter, 45 x 60 mm

15.45 (6,-)

6 FR

8 SO

ein Film von

Nanni moretti

JONAS

7 SA

– Ein papst büxt aus –

www.habemuspapam-derfilm.de – Ein papst büxt aus –

– Ein papst büxt aus –

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Nanni moretti

ein Film von

Nanni moretti

Habemus Papam

Nanni (7,50) moretti 15.45 (6,-) + 20.15 + 22.30 (6,-) Habemus Papam

Habemus Papam

MATER 7 1 Spalter, 45 x 17 ein mm Film von

Habemus Habemus

– Ein papst büxt aus –

– Ein papst büxt aus –

Habemus Papam

Michel Piccoli

14.45 (6,-) + 19.45 (7,50)

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Nanni moretti

Habemus Papam

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MATER 6 1 Spalter, 45 x 90 mm

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moretti

Papam Habemus Papam Papam

ein Film von

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MATER 5 1 Spalter, 45 x 120 mm

Nanni moretti

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18.00 (6,-)

– Ein papst büxt aus –

Habemus AMPapam ANFANG DAS90FEUER MATERWAR 3 2 Spalter, x 55 mm

ein Film von

17.15 (0,-)

KILLER ELITE

– Ein papst büxt aus – Nanni

17.15 (4,-)

MATER 4 1 Spalter, 45 x 17 mm

ein Film von

Nanni moretti

– Ein papst büxt aus – Habemus – Ein papst büxt aus – ein Film von Papam

Michel Piccoli

Habemus Habemus Papam Papam

5 DO

4 MI

3 DI

2 MO

1 SO

1 Spalter, 45 x 60 mm

31 SA

30 FR

Nanni moretti

ein Film von

29 DO

papst büxt aus –

28 MI bemus apam

2 Spalter, 90 x 55 mm

27 DI

Nanni moretti

ein Film von

– Ein papst büxt aus –

abemus Papam

2 Spalter, 90 x 130 mm

MATER 1 2 Spalter, 90 x 130 mm

MATER 2 2 Spalter, 90 x 90 mmwww.habemuspapam-derfilm.de

www.habemuspapam-derfilm.de

31 DI

30 MO

29 SO

28 SA

27 FR

26 DO

25 MI

24 DI

23 MO

22 SO

21 SA

20 FR

19 DO

18 MI

17 DI

16 MO

15 SO

14 SA

13 FR

12 DO

11 MI

10 DI

9 MO

8 SO

7 SA

6 FR

5 DO

4 MI

3 DI

2 MO

1 SO

31 SA

30 FR

29 DO

28 MI

27 DI

17.30 (6,-) + 19.45 (7,-)

18.30 (7,-)

21.45 (7,-)

19.30 (7,-) + Sa/So 15.30 (6,-)

Nominiert für 5 Golden Globes

voraussichtlich 21.45 (7,-)

21.30 (7,-)

Vorpremiere 20.30 (7,-)

20.45 (7,-)

George Clooney in THE DESCENDANTS

19.00 (7,-) + Sa/So 15.00 (6,-)

21.45 (7,-)

O.m.U. Vorpremiere 20.30 (7,-) Gary Oldman und Colin Firth in DAME KÖNIG AS SPION

20.00 (7,-) + Do-So 15.45 (6,-)

17.00 (6,-) + 21.00 (7,-) nicht 31.12.

voraussichtlich 17.15 (6,-) + 19.30 (7,-)

17.45 (6,-)

HUHN MIT PFLAUMEN

17.00 (6,-)

HUHN MIT PFLAUMEN

18.30 (6,-)

17.45 (6,-)

15.00 (6,-) + 19.00 (7,-) nicht 31.12.

am 3.1. 13 Uhr 6,‚In guten Händen‘

KINO K AFFEE KUCHEN

DI 27. - MI 28. DEZEMBER 2011

nur Sylvester

18.00 + 20.00

1 7. 0 0

Ursprung des modernen Yoga

18.00

JANE

EYRE

ATMENDE

31 DI

30 MO

29 SO

28 SA

27 FR

20.00

22.00 ausser Sa

FAUST

20.00

FAUST

So auch 15.0 0

TAGUND NACHT

0h

FAUST

18.00

25 MI UNI FILMREIHE 17.00 + 19.30 26 DO

24 DI GOTT

23 MO DER

22 SO

21 SA

20 FR

1 7. 0 0

21.00

21.00

JANE EYRE

Chinese

17.00 + 19.00

Mitnehmen

21.00

ICH REISE ALLEIN

Lügen

liebster Alptraum

17.00 + 21.00

FAUST

Es gibt Filme, die dein Leben für immer verändern …

20.45

FAUST

19.15 premiere

Bezaubernde Mein

So auch 15.0 0

19.00

Mein liebster Alptraum

17.00 + 19.00

und dann der regen

1 7. 0 0

ICH REISE zum UND DANN Mitnehmen DER REGEN ALLEIN 18 MI UNI FILMREIHE PHILOSOPHIE 1 7. 3 0 19.30 19 DO

ATMENDE 17 DI GOTT

20.00

CINOCHE

20.00

WUNSCHKINO

20.00

Do auch 17.15 0

1 9 .1 5

So auch 15.0 ICH REISE Chinese UND DANN ALLEIN DER REGEN zum

Mi auch 18.0 0

FRAUENSALON DER ATMENDE GOTT

Do 5. Jan 15.00

21.00

1 8 .4 5

19.00 JANE EYRE nicht Sylvester 20.00 ATMEN nicht Sylvester 21.15 ICH REISE ALLEIN nicht Sylvester

16.45 JANE EYRE nur am 1.1.12 17.00 SARAHS SCHLÜSSEL nicht am 1.1.12 18.00 ICH REISE ALLEIN 19.00 CHINESE ZUM MITNEHMEN

PROGRAMM KINOWOCHE DO 29.12.2011 - MI 4. JANUAR 2012

16.45 DIE REISE DES PERSONALMANAGERS 17.00 DER FALL CHODORKOWSKY 18.45 IM WELTRAUM GIBT ES KEINE GEFÜHLE 19.00 SARAHS SCHLÜSSEL 20.30 BRAND 21.00 ATMEN

16 MO DER

15 SO

14 SA

13 FR

12 DO

11 MI

10 DI

9 MO

8 SO

7 SA

6 FR

5 DO

4 MI

3 DI

2 MO

1 SO

31 SA

30 FR

29 DO

28 MI

27 DI

JANUAR ‘11 · 27.12. – 31.1. · altstadtkinos.de · filmgalerie.de · 27.12. – 31.1. · altstadtkinos.de · JANUAR ‘11 · kinos-im-andreasstadel.de


Januar Wohin 2012