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Vorwort ganze Stadt stand Kopf. Ein Titel, über den sicherlich noch viele Generationen reden werden. Das nächste sportliche Großereignis kündigt sich unterdessen bereits für 2011 an, wenn während der FIFA-Frauen Fußball-WM in Deutschland insgesamt vier Begegnungen in der Volkswagen-Arena ausgetragen werden. Der Wolfsburger Sportszene stehen vielseitige Sportstätten zur Verfügung, allen voran die Volkswagen-Arena. Außerdem weitere Stadien, über 100 Sportplätze, etlichen Sporthallen, Fitnessstudios, die Eissporthalle, Tennis-, Reit- und Golfanlagen. Darüber hinaus am Allersee die Bootshäuser der Ruderer und Kanuten. Das BadeLand als Norddeutschlands größtes Erlebnisbad sowie zwei Hallenbäder und drei Freibäder komplettieren das umfangreiche Angebot. Die Sportstadt Wolfsburg freut sich auf Sie. Schauen Sie doch einfach einmal vorbei! Ihr

Prof. Rolf Schnellecke Sport macht Spaß, hält fit, schafft Kontakte und hebt die Stimmung. Wolfsburg ist eine Stadt mit einem reichhaltigem und attraktivem Sport- und Freizeitangebot. Hier bieten sich jede Menge Sportmöglichkeiten an und das nicht nur für Aktive, sondern auch für Zuschauer und Fans. Rund 450 Sportvereine bieten Sport aller Leistungsklassen, unter anderem im Bundesliga-Fußball und -Eishockey. Die Auswahl an Sportarten ist dabei so gut wie lückenlos. Jedes Jahr locken die großen Wolfsburger Sportveranstaltungen Tausende von Zuschauern an. Viele Sportlerinnen und Sportler starten zu ihrer persönlichen Herausforderung. Im Sommer bietet der Wolfsburger Stadtmarathon Hobbysportlern die Chance für ein „Gänsehauterlebnis“, wenn es auf der Strecke auch durch die Autostadt und das Volkswagen-Werk geht. Höhepunkt des vergangenen Jahres war ohne Zweifel die Deutsche Fußballmeisterschaft des VfL Wolfsburg, die 100.000 Menschen in ihren Bann zog und gemeinsam feiern ließ. Die

Prof. Rolf Schnellecke

Oberbürgermeister - Stadt Wolfsburg

Liebe Leserinnen und Leser, eigentlich wollten wir euch in dem Vorwort berichten, dass es tolle Berichte über zahlreiche Sportarten, das Tanzende Theater und als Highlight ein Interview mit Diego Benaglio auf Seite 15 gibt. Aber wir dachten uns, dass der Oberbürgermeister viel besser aufzeigen kann, dass Wolfsburg eine Sportstadt ist. Aus diesem Grunde existiert unser Magazin überhaupt erst. Viel Spaß mit der ersten Ausgabe wünscht euch,

Luigi Laita Herausgeber

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Inhaltsverzeichnis Grußwort Seite 1

3 Nicht nur AutoBauern Seite Seite 4-5 burger inmitten der Löwen lfs Wo Ein – ns Lio ig we ch ns Brau ite 6-7 lys mischen die DEL auf Se izz Gr Die – sse kla en itz Sp r Eishockey de

Deutschlands erste Freizeit-Flatrate Eventkalender Seite 9

Mit dem VfL durch Europa

startet durch Seite 8 Seite 10-11

WM-Spezial Seite 12-23

ite 12-14 Cup der guten Hoffnung Se VfL Wolfsburg 2 Nationalspieler über den rniere: und die anstehenden WM-Tu 7 Navina Omilade Seite 16-1 Diego Benaglio Seite 15 & pp Roy Präger Seite 20 WM-Planer Seite 19 & WM-Ti zur WM auf den Markt t m m ko ke ar m all ßb Fu ue Eine ne en drin Seite 22-23 und ein Wolfsburger ist mitt

10 Seite 24-25 AIRWAVES GolfPunk Tour 20

Gewinnspiel Seite 26

Fitness Extra Seite 28-30

den Job Seite 28 Wie mache ich mich fit für alität Seite 29 Was ist eigentlich Lebensqu ite 30 Wohlfühlen in Wolfsburg Se

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-3 Das Tanzende Theater Seite 31

Impressum Seite 32

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Nicht nur

AutoBauern

Mit dem Erfolg des VfL Wolfsburg und weiteren kulturellen Institutionen wandelt sich die Wahrnehmung der Stadt in Deutschland. Als ich vor etwa 15 Jahren zum Studieren von einem Dorf bei Wolfsburg nach Braunschweig gezogen bin, habe ich, wenn mich irgendwo in Deutschland jemand gefragt hat, wo ich herkomme, „Braunschweig“ geantwortet. Langer Satz, kurzer Sinn: Ich fand, dass das weltmännischer klingt und schämte mich für meine provinzielle, Auto-reduzierte Herkunft. Das ist nun nicht mehr so. Mittlerweile antworte ich auf die Frage mit herausforderndem Stolz: „Wolfsburg“. Neben einer hoffentlich eingetretenen Reifung meinerseits liegt das auch am VfL. Mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga im Jahre 1997 veränderte sich die Wahrnehmung der VW-Stadt in der Republik von Jahr zu Jahr. Nachdem sich herauskristallisierte, dass es sich beim VfL nicht um eine Eintagsfliege handeln sollte, streifte der Verein, der in den ersten Bundesliga-Jahren in etwa so beliebt war wie Energie Cottbus außerhalb der Lausitz, sein Graue-Maus-Image ab. Heute steht der VfL für Offensiv-

Fußball. Viele Menschen, die sich in Deutschland für Fußball interessieren, verbinden mit Wolfsburg in erster Linie den VfL und nicht mehr den größten Autokonzern Europas. Aber die Stadt Wolfsburg punktet auch auf anderen Ebenen. Mit der Eröffnung des Kunstmuseums im Jahre 1994 - und nach einer Vielzahl von bedeutenden Ausstellungen dort - ist die Stadt auch für Kunstliebhaber kein weißer Fleck mehr auf der Landkarte. Das gleiche gilt für Liebhaber des modernen Tanzes und der modernen Architektur: Das jährlich stattfindende Tanzfestival „Movimentos“ und das Erlebnis-Museum „Phaeno“, gebaut von der Star-Architektin Zaha Hadid, lenken den Blick weg von der Retortenstadt, deren einzige Daseinsberechtigung das Autobauen ist. Sie setzten Akzente in anderen Bereichen und bestechen dabei durch Qualität. Als Beleg dafür steht unter anderem die Deutsche Meisterschaft des VfL im letzten Jahr, bei der die Stadt auch noch gezeigt hat, dass sie feiern kann. Fazit: Auch wenn bei vielen im Lande die erste Assoziation mit Wolfsburg noch immer der VW-Konzern und die damit verbundene Tristesse ist, das Bild wandelt sich.

Thomas Pietsch ist geboren in Wolfsburg und arbeitet heute als Journalist in München. Er ist leidenschaftlicher VfL Fan und reist zu Auswärtsspielen und Heimspielen gerne an, um das Team anzufeuern und alte Weggefährten zu treffen.

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Braunschweig Lions

Ein Wolfsburger inmitten der Löwen

Wie kommt man dazu sich für American Football zu ent scheiden? Warst du früher in den USA?

Ich kam übers Fernsehen zu dem Sport als ich mir erstmals den Superbowl anschaute. Als 15 Jähriger war ich dann live in Braunschweig bei einem Footballspiel. Seitdem bin ich immer mit dem Sport in Kontakt geblieben. Zuerst habe ich aber fünf Jahre Eishockey gespielt, wobei ich aber nie der talentierteste Schlittschuhläufer war und mir bei der Sportart was gefehlt hat. Über meinen guten Freund Stefan Trienke, derzeit Headcoach der Blue Wings Wolfsburg, kam ich zum Football und endlich war ich die Schlittschuhe los (lacht). Ich mag hierbei besonders den Körperkontakt und das Mann gegen Mann. Durch die Kontakte meiner amerikanischen Mitspieler und Trainer spielte ich 1997 in den USA an insgesamt vier Colleges vor. Bei zwei Vorspielen habe ich ein Halbstipendium angeboten bekommen, allerdings lag das noch weit außerhalb meiner finanziellen Möglichkeiten. Schweren Herzens bin ich dann nach 2 Monaten wieder zurück nach Deutschland gekehrt. Du sprichst vom Körperkontakt, den es ja auch bei anderen Sportarten gibt. Was ist für dich der größte Unterschied zum Fußball?

Eindeutig der Umgang untereinander im Team und die unterschiedlichen Typen in einem Team mit 50 Spielern. Der Kader ist sehr vielschichtig und interessant, da die Spieler groß und klein, dick und dünn sind. Außerdem ist der Körperkontakt erwünscht und keiner lässt sich theatralisch fallen und liegt dann gefühlte 5 Minuten auf dem Platz. Hast du auch ein Ritual? Viele Fußballer ziehen sich den linken Schuh zuerst an oder stecken einen Cent in die Schuhe. Seite 4

Ich habe eine Art Glücksshirt, was aber langsam seinen Geist aufgibt. Ich konnte meine Freundin schon mehrmals davon abbringen, es wegzuschmeißen, da es nur nur noch aus zusammenhängenden Fetzen besteht. Glücksshirt klingt nach vielen tollen Augenblicken in deiner Karriere. Was war denn der schönste Moment als Spieler und als Coach?

Ja, es gab einige wirklich tolle Momente, wobei der German Bowl in Frankfurt am Main im Jahr 2008 besonders war, weil die Starting Defense einzelnd eingelaufen ist und 16.000 Zuschauer deinen Namen rufen. Dazu kommt das erste Länderspiel gegen Schweden. Wenn die Nationalhymne gespielt wird, bekomme ich Gänsehaut pur und bin unglaublich stolz für Deutschland auflaufen zu dürfen. Als Coach zählen für mich andere Augenblicke, z.B. wenn sich ein Jugendspieler von damals noch heute an mich erinnert und man weiß, dass man sie in ihrer Entwicklung entscheidend prägen konnte. Werden deine Erfolge in der Presse wahrgenommen und wie haben deine Freunde auf diese tolle Karriere reagiert?

In der Presse werden die Erfolge weniger wahrgenommen. Leider ist es immer noch eine Randsportart, wobei der Aufwand für Football, verglichen mit einigen populären Sportarten, mehr als gleichwertig ist. Familie und Freunde sehen das aber und wissen das zu würdigen. Die sehen natürlich die blauen Flecken und Verletzungen nach jedem Spiel, aber auch die Begeisterung in meinen Augen. Warum sollten junge Menschen mal American Foot ball probieren?

Football ist mehr als nur ein Sport. Es hat mir Werte wie Disziplin,


Mut und Gemeinschaft beigebracht. Man lernt seinen Körper und auch dessen Grenzen kennen. Außerdem kann ich mich da fair aber hart mit Größeren und Stärkeren messen. Man glaubt gar nicht, wie entspannt und friedlich man nach einem Training ist. Außerdem gibt es keine falsche Größe oder Gewicht, denn jede Position braucht andere Arten von Spielern. Jeder findet seinen Platz, um dem Team zu helfen. Was sind deine weiteren sportlichen Ziele oder beendest du deine Karriere nach der Saison?

Wichtig ist mir, so gut wie möglich aufzuhören. Ich möchte nicht, dass man irgendwann mal hört: vor 3 Jahren war der mal gut. Bisher schlag ich mich aber erfolgreich gegen die jungen Kerle, die nachrücken. Daher lass ich mir das noch offen. Ziel ist für mich dieses Jahr mit den Lions wieder ins Endspiel zu kommen und als persönliches Ziel die Teilnahme bei der EM im Sommer 2010 in Frankfurt am Main. Das wäre dann natürlich ein toller Rahmen, um den Helm an den berühmten Nagel zu hängen. A propos Saison. Die ist seit kurzem in Gange. Bist du zufrieden?

Teilweise zufrieden. Mit meiner Leistung zufrieden, aber mir ist das Ergebnis fürs Team immer wichtiger. Hätten gegen Dresden nicht verlieren müssen. Man muss halt in bestimmten Situation den Sack zumachen. Das haben wir nicht getan und daher den Sieg verschenkt. Dagegen haben wir das letzte Spiel echt dramatisch bei auslaufender Zeit gewonnen. Solche Spiele machen den Sport aus und bringen viel Selbstbewußtsein für die weitere Saison. Bin gespannt auf die nächsten Spiele und wie sehr wir uns steigern können.

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Als letzte Frage: Als Wolfsburger in Braunschweig gab es sicher doch mal ein paar Sprüche, oder?

Und wie. Gerade in der Anfangszeit. Man merkt die gesunde Rivalität zwischen den Städten, wobei man auch spürt, wer da auf wen neidisch ist. Der eine Verein hat mehr Tradition, dafür der andere mehr Erfolge (lacht). Das Schöne ist aber, das Sport verbindet.

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Eishockey der Spitzenklasse

Die Grizzlys mischen die DEL auf

Der Frühling hält Einzug in Wolfsburg, die ersten Sonnenstrahlen locken die Menschen nach draußen, vor allem der Allerpark ist bevölkert, hier herrscht reges Treiben, soweit das Auge reicht. Nur die Volksbank BraWo EisArena scheint verwaist. Es ist Sommerpause und nichts deutet mehr auf die packenden und spannenden Spitzeneishockeyspiele hin, die die Grizzly Adams hier noch bis Mitte April austrugen. Doch es ist die Ruhe vor dem Sturm, der ab September wieder in der Höhle der Grizzlys herrschen wird. Zur Zeit befinden sich die Profis im wohlverdienten Sommerurlaub, die neue Saison befindet sich in der Vorbereitung. Und auf diese muss man gespannt sein, liegt hinter den Grizzlys doch die erfolgreichste Saison seit Bestehen. Es reichte in der abgelaufenen Spielzeit zwar nicht für die Sensation, aber für ein deutliches Ausrufezeichen in Eishockeydeutschland und in der Sportregion Wolfsburg. Nach dem Pokalsieg und dem Erreichen des Play-off-Viertelfinales in der Saison 2008/2009 setzten die Grizzly Adams in dieser Spielzeit noch eins drauf. Erst im vierten Spiel der Halbfinal-Serie musste sich die Mannschaft von Trainer Toni Krinner nach einer unglaublich engen und ausgeglichenen Serie dem Sensationsteam aus Augsburg geschlagen geben. Zwar verließen die Spieler nach dem entscheidenden Spiel, das mit 2:3 im CurtFrenzel-Stadion von Augsburg verloren ging, mit hängenden Köpfen das Eis, doch schon zwei Tage später konnten sie mit Stolz auf ihre Leistung zurückblicken. Immerhin beendeten sie nicht nur die Hauptrunde als Tabellendritter, sondern sie besiegten auch den bis dato amtierenden Vizemeister im Viertelfinale deutlich in drei Spielen und ließen auch den Meister der Saison 2008/2009, die Eisbären Berlin, die bereits im Viertelfinale ausschieden, hinter sich. Seite 6

Doch beginnen wir von vorne: Bereits weit vor Saisonbeginn 2009/2010 arbeiteten Trainer Toni Krinner und Manager KarlHeinz Fliegauf fleißig an der Zusammenstellung des neuen Kaders, mit dem die Grizzlys den Angriff auf einen der ersten zehn Tabellenplätze starten wollten. Dazu verstärkte Fliegauf die Mannschaft mit bekannten DEL-Größen wie Blake Sloan (wechselte von den Adler Mannheim an die Aller) in der Verteidigung und Peter Sarno (Hamburg Freezers) im Angriff, aber auch mit weniger bekannten Spielern, wie Christopher Fischer, der ebenfalls aus Mannheim nach Wolfsburg kam. Während Fischer in Mannheim nicht über eine „Mitläuferrolle“ in der Verteidigung hinaus kam, entpuppte sich der 21jährige in Wolfsburg als absoluter Volltreffer und avancierte nach anfänglichen Startschwierigkeiten zum absoluten Leistungsträger. (Anm.: Fischer erhielt am Saisonende als Belohnung für seine starken Leistungen von Nationaltrainer Uwe Krupp eine Einladung zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im eigenen Land.) Einen weiteren Volltreffer landete Fliegauf mit der Verpflichtung von John Laliberte. Der smarte US-Boy wechselte aus der eher unbekannten dänischen Eliteliga zu den Grizzly Adams und sollte sofort zu den gefährlichsten Angreifern der Liga gehören. Nicht umsonst wählte ein Eishockeyfachmagazin Laliberte zum „Besten Neuling der Liga“. Neben Laliberte und Fischer spielte sich aber noch ein weiterer Grizzlys in den Vordergrund und durfte sich dank hervorragender Leistungen über ein Ticket für Olympia freuen. Kai Hospelt wechselte vor der Saison 2008/2009 von den Kölner Haien zu den Grizzly Adams und galt in Köln schon fast als „ewiges Talent“. Doch erst in Wolfsburg, wo das Management und die Verantwortlichen bewusst auf die junge deutsche Karte setzen, explodierte die Leistung von Hospelt förmlich. In der ersten Saison noch


Center der vierten Reihe und eher defensiv ausgerichtet, schlug Hospelts Stunde in dieser Saison als sich Peter Sarno schwer verletzte und er in den ersten Sturm beordert wurde. An der Seite von Norm Milley und Neuling John Laliberte blühte der Kölsche Jung förmlich auf und avancierte zum absoluten Leistungsträger und einem Topscorer.  Dies ließ auch Uwe Krupp aufhorchen und mit starken Auftritten im Januar und Februar sicherte sich der 24-jährige das Olympiaticket. Im Tor setzten die Verantwortlichen ebenfalls auf junge deutsche Torhüter und so bildeten Jochen Reimer, Daniar Dshunussow und Etienne Renkewitz das Wolfsburger Torhütertrio und zahlten das in sie gesetzte Vertrauen durch gute Leistungen zurück. Dshunussow führte mit einer Fangquote von 92,1% zum Ende der Hauptrunde sogar die DEL-Torhüterwertung an und ließ gestandene Goalies wie Travis Scott (Hannover) und Jean-Sebastien Aubin (Düsseldorf) hinter sich. Und der Saisonverlauf bewies, dass EHC-Sportdirektor Fliegauf mit der Zusammenstellung seiner Mannschaft einen echten Glücksgriff getätigt hatte. Zwar schafften es die Grizzly Adams nicht ganz so schnell wie die Eisbären Berlin, die sich gleich zu Saisonbeginn an der Tabellenspitze festsetzten, aber grundsätzlich führte der Weg der Grizzlys nur nach oben. Im November bekamen dies sowohl die Panther aus Augsburg, als auch die aus Ingolstadt zu spüren. Die einen fegte man mit 7:2, die anderen mit 8:3 aus der jeweiligen fremden Halle und setzte nicht nur durch diese zwei Partien deutliche Ausrufezeichen. Im Januar folgte eine Siegesserie von fünf Spielen, die erst die Eisbären stoppen konnten und im März stand das SKODA-Team als zweites Team - natürlich waren die Eisbären eine Spur schneller - frühzeitig als Viertelfinalist mit Heimrecht fest. Die Zielvorgabe war mit dem dritten Tabellenplatz und dem Erreichen der Play-offs also mehr als erfüllt. Die Playoffs, die in Eishockeykreisen als fünfte und schönste Jahreszeit gelten, waren für Mannschaft und Verantwortliche das Tüpfelchen auf dem i. Und auch hier bewiesen die Grizzlys, wie erfolgreich man mit Disziplin, Kampfgeist und Zusammenhalt sein kann. Die Mannschaft begeis-

terte ab der ersten Play-off-Spielminute Fans, Zuschauer und Verantwortliche gleichermaßen. Und genau diesen Schwung will man mit in die bevorstehende Spielzeit nehmen. „Wir haben es geschafft, 70% der Mannschaft zu halten, nur sechs Profis werden uns verlassen“, freut sich Fliegauf. „Wir haben gesehen, was dieses Team zu leisten in der Lage ist. Ich bin froh, dass wir so viele Spieler noch weiter an uns binden konnten, “ blickt der Sportdirektor positiv auf die neue Saison. Doch hinter den Kulissen werden trotzdem nicht die Füße hochgelegt. Der erste Neuzugang und Ersatz für Verteidiger Arvids Rekis steht bereits fest. Robbie Bina, seines Zeichens Amerikaner, wird ab September 2010 mit den Grizzlys auf Punktejagd gehen. Er und die anderen Profis werden dann vom bisherigen Assistenz-Coach Pavel Gross trainiert, der den nach Hannover abwandernden Krinner ersetzt und neuer Cheftrainer im Lager der Grizzlys wird. „Pavel kennt die Mannschaft und das Umfeld bereits. Ich halte große Stücke auf seine Arbeit und ich denke, dass er diese auch als Headcoach zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllen wird“, unterstreicht Fliegauf das Vertrauen in Pavel Gross. Ihm wird Mike Pellegrims als Co-Trainer assistieren. Doch bevor es wieder aufs Eis geht, nutzen Spieler und Verantwortliche die Zeit, um sich perfekt auf die neue Saison vorzubereiten, um dem Wolfsburger Publikum packende Spiele und Eishockey der Spitzenklasse bieten zu können. www.ehc-wolfsburg.de

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Deutschlands erste

Freizeit-Flatrate startet durch Es ist Sonntag und ich habe heute Lust Fußball zu spielen. Nach ein paar Anrufen im Freundeskreis stelle ich ernüchternd fest, dass niemand Zeit oder Lust hat oder selbst im Verein spielt. Es wäre nicht so ernüchternd, wenn das auch bei anderen Aktionen auftreten würde. Ich höre Antworten wie „Squash ist mir zu teuer“ oder „ich kann kein Billard spielen“. Das war Ende Januar 2009 und ich war gerade dabei mich beruflich neu aufzustellen. Plötzlich war sie da, die Idee! Die Idee, dass man alle Ausreden mit einem Schlag ausradiert und ein Angebot gestaltet das abwechslungsreich und bezahlbar ist. Durch meine bisherigen Tätigkeiten in Wolfsburg kannte ich viele Sportanbieter und überlegte mir einen Mix, der eine große Zahl von Sportbegeisterten ansprechen könnte. Nach ersten Gesprächen mit dem Billard á Go Go und INJOY (Squash) stieß ich auf positive Rückmeldung, da beide an gewissen Tagen weniger Zuspruch hatten, als sonst in der Woche. Ich befragte meinen Freundeskreis, ob sie für einen fixen Monatsbeitrag von 14,95 Euro in ein Netzwerk eintreten würden, um jeden Wochentag einem anderen Sport nachzugehen. Die Resonanz war riesig und mit einer Testgruppe von 10 Freunden arrangierte ich ein Wochenprogramm mit Fußball, Billard und Bowling. Nach dieser Woche und der Begeisterung der Teilnehmer stand für mich fest, dass ich hier eine Chance habe ein Programm anzubieten, was es in Wolfsburg noch nicht gibt. Bis zum Sommer 2009 sprach ich mit verschiedenen Anbietern, um ein attraktives Programm zusammenzustellen und startete im August 2009 das Projekt wobfreun.de mit dem Claim „Der Unterschied zwischen existieren und leben liegt im Gebrauch der Freizeit.” Freizeit ist genügend vorhanden in der VW-Stadt und die sinnvolle Gestaltung scheitert meist an der Motivation oder dem Geld. Das Projekt soll aufzeigen, dass es in Wolfsburg ein riesiges Freizeitangebot gibt und man viele Möglichkeiten hat seinen Interessen nachzugehen, auch wenn es im eigenen Freundeskreis keine Gleichgesinnten gibt. Seit vergangenem Sommer zählen wir 60 Mitglieder. Einer von ihnen ist Steve Rottine, der von Anfang an dabei ist und bereits neue Freundschaften schließen konnte. Jeden Sonntag ist er in der SoccaFive Arena dabei, um mit den anderen Fußballverrückten 90 Minuten zu kicken. „Das ist für mich die ideale Freizeitgestaltung, da sonntags niemand Zeit hat.“ sagt Steve und fügt hinzu „vor allem finanziell ist das wobfreun.de Angebot top, denn Hallenfußball ist recht teuer.“ Die Mitglieder können bereits ab Seite 8

14,95 Euro Mitglied werden und soviel Sportangebote nutzen, wie sie möchten. Selbst für Steve lohnt sich die Mitgliedschaft, da er ansonsten bei 10 Spielern mit 33,00 Euro Eigenanteil dabei wäre. Optimal ist dazu, dass man die Spieler nicht selbst suchen muss, sondern jedes Mitglied zum fixen Termin kommt. So hat sich eine Truppe von 15 - 20 Spielern gefunden, die manchmal auch komplett anwesend sind und sich dann auf zwei Spielfelder aufteilt, damit jeder spielen kann. Seit diesem Jahr bietet wobfreun.de auch Vorteile bei unseren Partnern an, um dort weiter kräftig zu sparen. Neben dem Restaurant Neptun und himmelrot.de profitieren die Mitglieder auch bei mobilfunktion.de. Mit diesem zusätzlichen Angebot ist das Ziel für die nächsten Jahre klar: wobfreun.de soll kurzfristig die 100 Mitgliederzahl überspringen und langfristig der Freizeitanbieter Nr. 1 in Wolfsburg werden. Luigi Laita (29) ist in Wolfsburg aufgewachsen und begeisterter Sportler, der neben Fußball auch Billard spielt und gerne neue Sportarten testet. Er ist Gründer des Projekts wobfreun.de und Inhaber von mobilfunktion.de – einem Komplettanbieter für Telefon und Internet. Er ist zudem auch Gründer von „everybody home“, die sich zum Ziel gesetzt haben Geld zu sammeln, um Obdachlosen in Deutschland zu helfen.

Steve Rottine (28) ist Gründungsmitglied bei wobfreun.de und spielt regelmäßig Fußball, Bowling und Squash. Ausschlaggebend für Steve ist das Preis-Leistungsverhältnis und die Möglichkeit neue Leute kennenzulernen. „wobfreun.de ist eine sehr gute Idee. Ich habe die Gelegenheit bekommen Menschen kennen zu lernen und meiner sportlichen Leidenschaft nachzugehen. Jeden Tag eine andere Aktion ist für mich etwas Tolles und es wird nie langweilig.“


Eventkalender präsentiert von

Ausstrahlung von allen WM-Spielen im Bowlingcenter! Special: Bei allen Deutschland-Spielen 10% Nachlass auf Bowling und Gastro! Datum/Uhrzeit Ort Event 03.–05.06. 20.00 Uhr Autostadt - Movimentos Hofesh Schechter Company 05.–06.06. Ganztägig Schloss Wolfsburg Internationale Sommerbühne 08.–09.06. 20.00 Uhr Autostadt - Movimentos Nederlands Dans Theater I & II - Programm I 11.06. 20.00 Uhr Autostadt - Movimentos Nederlands Dans Theater I & II - Programm II 11.06. 20.30 Uhr Kino im Hallenbad Inglourious Basterds 12.06. 20.00 Uhr Tanzendes Theater Wolfsburg TaKeTiNa - Konzert 12.06. 20.00 Uhr Autostadt - Movimentos Nederlands Dans Theater I & II - Programm I 12.–13.06. Ganztägig Schloss Wolfsburg Internationale Sommerbühne 13.06. 20.30 Uhr FIFA Fussballweltmeisterschaft Südafrika Deutschland - Australien 18.06. 13.30 Uhr FIFA Fussballweltmeisterschaft Südafrika Deutschland - Serbien 19.06. 20.00 Uhr Phaeno Mittersommernachtsball 19.06. Ganztägig GP Steinhuder Meer (bei Hannover) Golfpunktour 19.06. 19:00 Uhr Braunschweig - Eintracht Stadion Braunschweig Lions vs. Berliner Adler 19.–20.06. Ganztägig Tankumsee Gifhorn - Wolfsburg 10. Beach-Soccer-Cup 19.–20.06. Ganztägig Schloss Wolfsburg Internationale Sommerbühne 20.06. Ganztägig Rethmar Golf Links (bei Hannover) Golfpunktour 21.06. Ganztägig Autostadt SchülerFestival 2010 23.06. 20.30 Uhr FIFA Fussballweltmeisterschaft Südafrika Deutschland - Ghana 25.06. 15.00 Uhr Volkswagen Arena Stadionführung 26.–27.06. Ganztägig Schloss Wolfsburg Internationale Sommerbühne 04.07. 19:00 Uhr Braunschweig - Eintracht Stadion Braunschweig Lions vs. Berlin Rebels 28.–29.08. Ganztägig Wolfsburger Drachenbootrennen 10. The Ritz-Carlton Cup 28.08. 19.00 Uhr Soccafive Arena - Wolfsburg Soccafive Pokernight 25.09. 11.00 Uhr Hochhaus Rabenbergstr. 99 4. VWI Treppenhauslauf 30.10. 19.00 Uhr Soccafive Arena - Wolfsburg Soccafive Pokernight 03.12. 20.00 Uhr CongressPark Ralf Schmitz 04.12. 19.00 Uhr Soccafive Arena - Wolfsburg Soccafive Pokernight 11.12. Ganztägig BadeLand 6. Niedersächsische Landesmeisterschaften

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Mit dem VfL durch Europa Nachdem der VfL im letzten Jahr erstmals die Meisterschaft nach Wolfsburg geholt hatte, war damit auch noch ein weiteres Novum geschafft. Erstmals war man auch für die Champions League qualifiziert. Gebannt wartete man auf die Auslosung. Gemeinsam traf man sich im Fanhaus um live mit zu verfolgen auf wen unser VfL in der Königsklasse treffen würde. Nach Besiktas Istanbul und ZSKA Moskau dann noch eins der erhofften Traumlose Manchester United. Nach dem auch die Terminierungen feststanden, konnten die Reisen geplant und auch gebucht werden. Als erstes der drei Auswärtsspiele ging es dann auch gleich nach Manchester ins „Theatre of dreams“. Die Tour dahin habe ich mit einer Gruppe von 16 Leuten bestritten. Am Spieltag morgens mit zwei Bullis nach Düsseldorf, mit dem Flieger nach Manchester und am darauf folgenden Morgen ohne Übernachtung wieder zurück… eine Hammertour. Aber der Reihe nach. Da wir schon am Vormittag in Manchester waren, konnte der eine oder andere Pub aufgesucht werden. In großer Gruppe ging es dann rechtzeitig zum Stadion. Das Spiel verlief dann ebenso ernüchternd wie die Stimmung der Engländer. Nach zwischenzeitlicher Führung konnte ManU das Spiel noch drehen und mit 2:1 gewinnen. Das einzige Mal das uns das Heimpublikum überraschte war, als die über 70.000 Zuschauer es schafften drei Minuten nach Schlusspfiff komplett das Stadion verlassen zu haben. Wer dagegen Dauergesänge und Gänsehautstimmung erwartete, wurde arg enttäuscht. Wenigstens auf das englische Wetter konnte man sich verlassen, es regnete die ganze Zeit so vor sich hin. Als nächste Etappe ging es dann Anfang November nach Istanbul. Auch hier fand sich schnell eine Gruppe von Interessierten, die zusammen buchten. Diesmal sollte das Ganze aber

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ein bisschen entspannter sein und so ging es für vier Tage an die Bospurus Metropole: Tolle Stadt, sehr nette Menschen, ein touristisch lohnenswerter Trip. Pünktlich zum Spiel trafen wir im Inönü-Stadion ein. Mit uns leider auch ein ziemlich ungemütlicher Dauerregen, der Mangels eines Daches, auch die ganze Zeit auf uns einprasselte. Anfang November ist es halt auch in Istanbul wettertechnisch nicht so toll. War es das klare 3:0 oder die fanatische Stimmung der Istanbuler Fans? Auf jeden Fall waren alle durchgenässt und zufrieden. Das vorerst letzte Spiel in der Champions League auf fremden Platz musste dann leider ohne mich stattfinden und so verfolgte ich dies zusammen mit vielen Daheimgebliebenen im rappelvollen Fansaal des Fanhauses. Da man ja bekannterweise das Achtelfinale knapp verpasste, kam es nochmals zu einer Premiere, da der UEFA Cup ja jetzt Euro League heißt. Die Auslosung führte uns nun nach Villareal (Spanien). Da es kein offizielles Reiseangebot gab, sprangen wir von den Supporters ein, um unseren Mitglieder den drei Tages-Trip zu ermöglichen. Hilfreich hierfür war es, dass wir zurzeit ein Mitglied haben, welches im nahegelegenen Valencia studiert. So bezogen wir für die drei Tage auch Unterkunft in Valencia und sind nur für den Tag des Spieles ins kleine aber gemütliche Villareal gefahren. Relativ klein und mitten in ein Wohnviertel eingebettet war dann auch das Stadion, welches zum Spiel leider nur gut zur Hälfte gefüllt war. Tja und wie sollte es auch anders sein, nach zwei schönen Tagen in Valencia fing es rechtzeitig zum Spiel natürlich wieder an zu regnen… Mit einem verdienten 2:2 wurde der Grundstein zum späteren Weiterkommen gelegt. Die nächste Runde bereitete uns einen weiteren Stolperstein auf unserer Tour durch Europa: Kazan. Kazan??? Genau eine


Millionenstadt mitten in Russland etwa auf halber Strecke zwischen Moskau und Ural gelegen. Billigflieger gingen noch bis Moskau, aber von dort aus waren es immer noch ca 850 Kilometer. Da ich nach Moskau berufsbedingt nicht reisen konnte, wollte ich hier unbedingt mit. Zum Glück konnte hier der VfL etwas für seine Fans machen. Zusammen mit den Vertretern der Presse ging es für 24 Fans per Charterflug für zwei Tage in die Stadt des russischen Meisters. Die Stadt ist eine eher moderne, aufstrebende Industriestadt mit westlichen Einflüssen. Das erste Mal auf dieser Europa Tournee konnten wir hier ein Spiel ohne den obligatorischen Regen verfolgen. Bei handgestoppten -12C wäre dies auch zu einem ziemlichen Schneechaos ausgeartet. Unterkühlt wie das Wetter, war dann auch das Spiel. Unser Team konnte sich aber auch hier ein Unentschieden erkämpfen, was dank des folgenden 2:1 Heimspielerfolges zum Weiterkommen reichen sollte. Zum vorzeitigen Abschluss der Tour kreuz und quer durch Europa ging es dann wieder nach England, genauer nach London und noch genauer in den Vorort Fulham. Hier erwartete uns ein tolles Stadion. Mit 25.700 Plätzen eher klein, aber sehr kultig. So konnten wir das Spiel in der ersten Reihe hautnah verfolgen. Trotz eines späten Auswärtstores reichte es am Ende nicht für den VfL, auch

im folgenden Heimspiel unterlag das Team. Ich denke der VfL Wolfsburg hat sich in dieser Saison in Europa gut verkauft und wir haben tolle Städte, Stadien und Spiele gesehen. Auch wenn wir im nächsten Jahr zuschauen müssen, bin ich mir sicher, Europa wir kommen wieder… Peter Haller ist gebürtiger Wolfsburger und im Vorstand des Supporters Fanclubs. Er ist bei allen Heimspielen im Stadion. Diese Saison verfolgte er den VfL auf seiner Europatournee.

Supporters Wolfsburg e. V. In den Allerwiesen 1 D-38446 Wolfsburg Tel.: +49-5361-8903-499 e-Mail: info@supporters-wolfsburg.de Internet: www.supporters-wolfsburg.de Der Supporters Wolfsburg e.V. ist der Fandachverband aller Fans des VfL Wolfsburg. Wir möchten den Fans eine starke Stimme geben und Interessen gegenüber dem VfL Wolfsburg und der Öffentlichkeit vertreten. Mit nun fast 480 Mitgliedern sind wir eine der stärksten Fangruppierungen in der Wolfsburger Fanszene und wollen diesen Anspruch geltend machen. Dabei schreiben wir uns Begriffe wie Toleranz und Akzeptanz auf die Fahnen und verurteilen jede Art des Rassismus.

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Cup der guten Hoffnung Studierende auf großer Tour Unter Anleitung von Prof. Dr. Florian Riedmüller, der selbst über langjährige Erfahrungen im internationalen Sportmanagement verfügt, ergriffen Studenten des Studiengangs Sportmanagement an der Ostfalia Hochschule am Campus Salzgitter die Möglichkeit, die erste internationale Exkursion mit sehr viel Eigeninitiative zu starten. Wir baten Projektleiterin Annika Gehlen für einen Rückblick auf diese einmalige Reise.

Das WM-Gastgeberland als Projektstart

Aus aktuellem Anlass der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 wurde Südafrika als erstes Reiseziel für die internationale Exkursion gewählt. Die Aufgabe von uns Studenten lag in der selbstständigen Planung, Durchführung und Berichterstattung der Exkursion. Im Vorfeld beschäftigten wir uns zuerst mit den theoretischen Erkenntnissen rund um Südafrika. So untersuchten wir beispielsweise die historische Entwicklung des Sports in Südafrika im Kontext der Apartheid, beleuchteten eine Auswahl sportbezogener Entwicklungs- und Hilfsprogramme und analysierten den aktuellen Stand des Marktes für Sportrechte in Südafrika. Einen weiteren Schwerpunkt bildete natürlich die Fußball WM 2010 mit ihren Chancen und Risiken für Politik und Gesellschaft sowie der speziellen Bedeutung für die Entwicklung des Sportmarktes in Südafrika. Die Reise entstand aus der Idee von Prof. Dr. Florian Riedmüller, eine internationale Landkarte des Sportmanagements zu entwickeln. Hierfür wird jedes Jahr eine Gruppe von Studierenden der Ostfalia in ein anderes Land mit besonderer Bedeutung für das Sportmanagement reisen.

Aufbau einer Landkarte des Sportmanagements

Uns Sportmanagementstudenten interessierte vor allem wie der südafrikanische Sportmarkt mit seinen Teilbereichen für aktiven Sport, Zuschauersport und den daraus ableitbaren Rechtehandel strukturiert ist. Durch Fachvorträge, Diskussionen und kulturelle Besichtigungen sollte der Erfahrungs- und Wissensaustausch sichergestellt werden. Auf unserer Reise besuchten wir unter anderem adidas und erhielten einen Einblick in den lokalen Händlermarkt, sahen uns ein Fußballspiel Seite 12

der Mannschaft Ajax Cape Town gegen die Golden Arrows an, besichtigten die WM-Stätte in Port Elizabeth und hörten verschiedene Fachvorträge an renommierten Universitäten. Sportlich gesehen traten wir zum Fußball(-länderspiel) gegen eine Auswahl des Walmer Townships in Port Elizabeth an – was mit einem fairen Unentschieden endete.

Südafrika mit großem Potenzial

Wir haben dabei nicht nur theoretische Einblicke in den Sportmarkt Südafrika gewonnen, sondern auch hautnah miterlebt, mit welcher Leidenschaft sich die Kinder aus den Townships für Fußball begeistern. Besonders beeindruckend war unser Besuch eines Townships von Kapstadt, wo wir hinter die Kulissen der Arbeit der Hilfsorganisation ‚Score’ schauen konnten. Score fördert die Entwicklung benachteiligter Kinder und Jugendliche durch sportliche Projekte. Trotz ihrer schweren Lebensumstände hatten die Kinder beim Trainieren immer ein Lächeln auf dem Gesicht.

Ein unvergessliches Erlebnis

Mit unzähligen Erfahrungen, viel Wissenswertem und insbesondere jeder Menge bewegender Eindrücke reisten wir zurück nach Deutschland. Nun begann die Auswertung unserer Daten und der gewonnen Erkenntnisse. Dazu haben wir einen Berichtsband inklusive eines Videos erstellt, um allen Interessenten die Möglichkeit zu geben, einen Einblick in den dortigen Sportmarkt, insbesondere im Hinblick auf die FußballWeltmeisterschaft, zu bekommen. Wir wollen aufzeigen, in welche Bereiche sich Sport in Südafrika gliedert, wo die Probleme liegen, aber auch welche Entwicklungschancen es geben kann. Die Universitäten verfügen beispielsweise bereits über ein sehr hohes Niveau und haben eine Ausstattung, die mit großen Sporthochschulen in den USA verglichen werden kann. Weiterhin kann die Entwicklung des Sportmarktes anhand der sich zunehmend ausbreitenden Fitnessstudioketten beobachtet werden. Allerdings befinden sich viele Strukturen noch in der Aufbauphase, so dass das Niveau, verglichen mit europäischen Standards, ein relativ niedriges Level aufweist.


Welche Erfahrungen haben euch besonders beeindruckt? Gab es besonders bewegende oder überraschende Momente?

Aus der Fülle der Erlebnisse ein besonderes hervorzuheben, ist sehr schwer. Besonders bewegt hat aber meiner Ansicht nach jeden von uns der Besuch bei der Hilfsorganisation Score in den Townships von Kapstadt. Direkt aus dem Flieger gestiegen, besuchten wir am Freitagvormittag das Township Kayalitsha. Hier hat das Unternehmen Score eines seiner vielen Hilfsprojekte angesiedelt. Score ist eine südafrikanische, nicht-regierungs- und Non-Profit Organisation, die durch Sport und körperliche Aktivität die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen unterstützen will. Auf dem Weg zu dem Township waren wir sehr unsicher, wie wir mit den Kindern umgehen sollten bzw. wie die Kinder auf uns reagieren würden. Doch wir waren noch nicht einmal aus dem Bus gestiegen, da kamen bereits alle Kinder auf uns zugestürmt. Es war unglaublich, mit was für einer Begeisterung und Vorfreude wir dort begrüßt wurden und wie die Kinder während ihrer Zeit auf dem Gelände (auch uns gegenüber) auftraten. Völlig ohne Berührungsängste und immer mit einem Lächeln im Gesicht. Und

das trotz ihrer „schweren“ Lebensumstände. Auf den Fußball- und Netballplätzen spielten wir über zwei Stunden lang unterschiedliche Spiele mit den einheimischen Kindern. Und obwohl sich über 100 Kinder dort befanden, war es beeindruckend zu sehen, wie organisiert und geregelt der Sportbetrieb ablaufen konnte und wie gleichzeitig Werte wie Fairness oder Teamgeist vermittelt wurden. Wir haben wirklich gemerkt, dass die Kinder jede Menge Spaß haben und Score diesbezüglich eine unglaublich gute Arbeit leistet. Welchen Profit zieht ihr aus der Reise? Welcher Nutzen ergibt sich für euch sowohl persönlich als auch für euer Studium?

Auch wenn wir durch die Erfahrung vor Ort eine Menge für das Studium und interkulturelle Aspekte des Sportmanagements gelernt haben, überwiegen letztlich doch die persönlichen Eindrücke. Wir haben einen für uns völlig neuen Sportmarkt kennengelernt und sind nun in der Lage, diesen mit den Bedingungen in Deutschland und Europa zu vergleichen. Aber dennoch waren die Erfahrungen mit der afrikanischen Kultur, der wunderschönen Landschaft und den menschlichen Begegnungen besonders prägend. Darüber

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hinaus konnten wir ein Land kennenlernen, was noch Unmengen an Entwicklungspotenzial besitzt. Die Mithilfe bei dieser Entwicklung kann für jeden von uns ein Ziel sein. Oft wurde uns vor Augen geführt, wie gut es uns in Deutschland geht und das wir ein Stück dazu beitragen sollten, anderen Menschen zu helfen. Die Art und Weise, in der diese Menschen ihr Leben meistern, ist wirklich sehr beeindruckend. Glaubt ihr nach euren Eindrücken vor Ort, dass Südaf- rika in der Lage ist, die WM so perfekt durchzuführen, wie wir es 2006 vorgemacht haben?

Ich finde es sehr schwierig einen Vergleich zwischen der Organisation der Fußball-WM in Deutschland und in Südafrika herzustellen. Denn aufgrund der geschichtlichen, politischen und infrastrukturellen Gegebenheit steht Südafrika meiner Meinung nach vor einer viel größeren Herausforderung bei der Durchführung der WM als Deutschland jemals gestanden hat. Wir konnten bei unserer Exkursion viele unterschiedliche Erfahrungen machen: So erlebten wir z.B. bei einem Fußballspiel von Ajax Cape Town, trotz eines Eintrittspreises von nur 2,50 Euro, sehr wenig Zuschauer (4000 in einem 40000 Zuschauer umfassenden Stadion), sehr fahrlässige Sicherheitskontrollen und kaum vorhandenes Catering und Merchandising. Im Stadion hingen Coca-Cola Banner direkt neben Pepsi und Vodafone, ein originärer Rugby-Sponsor im Stadion war nur notdürftig abgedeckt. Eine fehlende Exklusivität in der Darstellung für Sponsoren, die es in deutschen Stadien nie geben würde. Auch die öffentliche Infrastruktur, die Kriminalität und die Sicherheit bilden eine schwer einzuschätzende Variable. So sahen wir bei der Besichtigung des WM-Stadions in Port Elizabeth z.B., dass es auf der Tribüne keine Abtrennung zwischen den verschiedenen Fangemeinden gibt, und auch die gegnerischen Mannschaften sich einen Duschraum teilen müssen. Dennoch finde ich, dass die positiven Eindrücke unserer Exkursion eindeutig überwiegen und wir auch in Südafrika eine beeindruckende WM erleben werden. Durch viele verschiedene Hilfsprojekte wurde eine Menge im Bereich der Infrastruktur getan. Ebenso entsprach das Nelson Mandela Bay WM-Stadion in Port Elizabeth absolut den europäischen Standards und auch die geplanten Sicherheitsmaßnamen sind sehr durchdacht. Die Genrealprobe mit der Durchführung des Konföderationen-Pokals 2009 verlief weitestgehend problemlos. Viele wissen zudem nicht, dass Südafrika sich als Ausrichter von sportlichen Großveranstaltungen in verschiedensten Sportarten bereits etabliert hat. Als Gastgeber des Seite 14

Rugby World Cup im Jahr 1995 organisierte Südafrika eine gelungene Veranstaltung, welche mit einem Sieg der heimischen Mannschaft endete. In neun Stadien wurden insgesamt 32 Spiele mit einem Durchschnitt von 34.400 Zuschauern ausgetragen. Im Jahr 2003 konnte der ICC Cricket World Cup (gemeinsam mit Kenia und Zimbabwe) ausgerichtet werden und Südafrika stellte 12 der 15 Austragungsstätten. Im Durchschnitt besuchten 12.100 Zuschauer die 52 Spiele. Aufgrund unserer Exkursion vor Ort erscheint mir Südafrika also gerüstet für die Durchführung des Mega-Events der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2010. Ich freue mich sehr über die Chance, die diesem Land gegeben wird und denke, dass die WM das Land in seiner Entwicklung nach vorne bringen wird. Ich drücke auf jeden Fall die Daumen und bin zuversichtlich. Annika Gehlen studiert Sportmanagement im 6. Semester an der Ostfalia in Salzgitter und leitete das Projekt gemeinsam mit Raphael Dornieden. Das Team bestand aus 19 Studenten und finanzierte die Reise mit Unterstützung der Ostfalia-Hochschule aus eigenen Mitteln. Weitere Informationen zu der Reise gibt es unter www.cup-der-guten-hoffnung-2009.de


2 Nationalspieler über den VfL Wolfsburg und die anstehenden WM-Turniere Diego Benaglio, in zwei Wochen startet die WM in Südafrika. Wissen Sie schon, was Sie dort erwartet an Begeisterung, Fanaufkommen und Organisation?

A propos wohlfühlen. Kommen Sie überhaupt dazu das Freizeitangebot in Wolfsburg zu nutzen? Wo zieht es Sie dann am ehesten hin?

Nein, so richtig vorstellen kann ich mir das noch nicht. Wir waren ja mit dem VfL im Januar in einem Kurz-Trainingslager in Port Elizabeth. Und dort war zumindest die Vorfreude der Menschen auf das Turnier schon deutlich zu spüren.

Ab und zu komme ich schon dazu, etwas in Wolfsburg zu unternehmen. Bei schönem Wetter gehe ich gerne mit meiner Frau zum Allersee. Da ist es im Sommer sehr schön.

In Gruppe H mit Spanien, Honduras und Chile klingt Platz 2 machbar. Was erhoffen Sie sich von der WM?

Vielen Dank und viel Erfolg bei der WM.

Spanien ist klarer Favorit, nicht nur in der Gruppe. Aber auch die anderen Gegner sind nicht zu unterschätzen. Unser Ziel ist es, die Gruppenphase zu überstehen. Danach sehen wir weiter. Es ist Ihre erste WM. Verspüren Sie schon Nervosität oder überwiegt die Vorfreude auf das Abenteuer?

Eigentlich ist es ja meine zweite WM. 2006 in Deutschland war ich als dritter Torhüter dabei. Deshalb habe ich eine ungefähre Vorstellung, wie das alles abläuft. Es ist noch zu früh, um nervös zu sein. Aber die Vorfreude ist auf jeden Fall da, schließlich findet nicht jedes Jahr eine WM statt. Und wer holt am Ende den Titel?

Es gibt viele Mannschaften, die eine gute Rolle spielen können. Spanien ist sicher Favorit. Aber auch Italien und Deutschland haben immer wieder bewiesen, dass sie sich im Laufe eines Turniers steigern können. Vor Ihrem Wechsel nach Wolfsburg haben Sie wohl eher nicht mit den erreichten Zielen gerechnet. Sie fühlen sich sicherlich wohl im Verein?

Das ist richtig. Nicht nur im Verein, auch in der Stadt und der Region sind die Menschen sehr angenehm. Das macht es einfach, sich hier wohl zu fühlen. Seite 15


Navina Omilade Navina Omilade, dein Vater kommt aus Nigeria – dein Name bedeutet so viel wie „die Neue, die Ersehnte“ – ist es für dich etwas Spezielles, dass die WM 2010 auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet?

Ja, klar. Alle haben sehnlichst darauf gewartet, dass die WM auf diesen schönen Kontinent vergeben wird. Es wird sicherlich ein freudiges Fest. Und ich bin mir sicher und drücke auch die Daumen, dass alle geplanten Sicherheitsvorkehrungen greifen. Leider habe ich nicht die Zeit, nach Südafrika zu fliegen, werde aber als großer Fan selbstverständlich alle Spiele verfolgen. Für wen schlägt dein Herz? Deutschland oder Nigeria?

Nun, beide Teams könnten frühestens im Viertelfinale aufeinander treffen. Dies ist ja schon einmal Erfolg für beide. Darum kann ich wunderbar für beide mitfiebern, wobei ich schon hoffe und auch denke, dass Deutschland ins Finale kommt. Die deutschen Frauen belegen zurzeit hinter den USA den 2. Platz in der aktuellen FIFA Weltrangliste. Weißt du, wie gut Nigeria ist?

Den genauen Rang weiß ich nicht, aber sie sind immer bei den großen Turnieren (WM und Olympia) dabei, das heißt, sie sind wohl die Nummer 1 in Afrika. Richtig, Nigeria ist auf Rang 27 der Weltrangliste und taucht als erstes afrikanisches Team auf. Wir Schweizer belegen übrigens Rang 26 – waren dafür noch nie an einer Endrunde, nicht einmal EM, dabei.

Ja, die Weltspitze ist sehr europäisch – in den Top20 sind 14 Europäer – da ist es schwierig für kleine Nationen wie euch, an ein Endturnier zu kommen. Wenigstens seid ihr bei der U-20WM in Deutschland diesen Sommer dabei. Wird eine Mitspielerin von dir für Deutschland bei der U-20 WM auflaufen?

Ja, Selina Wagner. Ich bin mir sicher, dass sie eine tolle WM spielen wird.

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Wer wird U-20 Weltmeister?

Deutschland natürlich. Was für eine Frage (lacht). Wir leisten sehr gute Nachwuchsarbeit. Sprechen wir von der Bundesliga. Kann man sagen, dass die Bundesliga die beste Liga Europas ist?

Meiner Meinung nach ist die Bundesliga sogar die beste Liga der Welt. Nur die Profiliga der USA kann da mithalten. Das zwei deutsche Vereine in der Champions League im Halbfinale aufeinander trafen und in den letzten Endspielen in diesem Wettbewerb immer mindestens ein deutscher Teilnehmer vertreten war, zeigt, wie stark die Bundesliga ist. Wird die WM 2011 noch einmal einen Schub im Frauenfußball in Deutschland bringen?

Ja, sicherlich. Die „WM-Welle“ hat aber bereits angefangen. Viele bekannte Vereine wie Bayer Leverkusen oder der 1. FC Köln setzen nun auch auf den Frauenfußball. Aber ist dies nicht eher kritisch zu sehen? Schließlich kaufen sich diese Vereine etablierte Frauenfußballvereine, welche aus Tradition und Überzeugung entstanden sind – und wer weiß, was nach 2011 sein wird?

Ich sehe diese Entwicklung, dass „große Vereine“ nun in der Bundesliga zu finden sind als positiv. Gerade Köln und Leverkusen haben ein längerfristig angelegtes Konzept – und 2011 war für die ein Startschuss, aber garantiert keine Eintagsfliege. Gerade Köln weist einen beachtlichen Zuschauerschnitt vor und schafft es, viele Fans der Männermannschaft zu den Spielen zu bringen. Das typische „Frauenfußball-Publikum“, was normalerweise Freunde, Bekannte und Familien sind, mischt sich langsam. Es ist cool, wenn es auf den Fan-Rängen laut ist. Außerdem sieht es einfach attraktiv aus, wenn der 1. FC Köln gegen Bayern München spielt oder Bayer Leverkusen gegen VfL Wolfsburg. Du sprichst deinen Verein an, den VfL Wolfsburg. Ein Verein, der den Frauenfußball schon lange entdeckt hat.

Ja, der VfL ist für mich so etwas wie der Vorzeigeverein, der


schon lange in der Bundesliga zu finden ist. Als ich 2007 beim VfL unterschrieb, war ich überzeugt von der langfristigen Planung und dem nachhaltigen Konzept. Der VfL erkannte früh, dass im Frauenfußball ein großes Potenzial steckt. Dass 2011 die WM in Deutschland sein würde, war noch gar nicht bekannt und spielte damals auch gar keine Rolle im Konzept, dass sich Wolfsburg langsam aber sicher an die Bundesligaspitze herantastet. Aber natürlich nehmen wir die WM als tolle Plattform für Wolfsburg mit und machen das Beste daraus. Es lief sehr gut diese Saison..

Ja. Die Saison war eine Bestätigung dessen, dass wir mit dem Verein auf dem richtigen Weg sind. Wir haben eine gesunde Mischung aus alt und jung – wir haben viele Spielerinnen, die in den U-Nationalmannschaften spielen – doch auch gestandene Nationalspielerinnen aus Deutschland, Finnland und Norwegen sind mit an Bord, in deren Schatten sich die jungen Spielerinnen entwickeln können. Wann kommt der erste Titel?

Langsam, langsam. Wir bauen hier etwas Standhaftes und Längerfristiges auf. Mit attraktiven Neuverpflichtungen für die neue Saison ist ein weiterer Schritt getan. Wir haben wirklich unseren Stamm gefunden und zeigen schönen Fußball. Bleiben wir uns selbst treu, dann wird der Erfolg von alleine kommen. Du wurdest zu Beginn der Saison zur Innenverteidigerin „umfunktioniert“.

Nun ja, eine so große „Umfunktionierung“ war es auch nicht, als gelernter „6er“ bin ich es gewohnt, defensiv und mit taktischer Disziplin zu spielen. Deine Spielintelligenz ist ja als eine deiner Stärken bekannt – aber ich wusste nicht, dass du auch ein Kopfballungeheuer bist.

Ich würde mich auch nicht als Ungeheuer bezeichnen. Aber ich ziehe nicht zurück. Ich musste mich nach Luftduellen schon zweimal nähen lassen, weil ich eine Platzwunde hatte. Wie jede echte Volleyballerin einen Bänderriss vorweisen muss, muss eine Innenverteidigerin mindestens einmal genäht werden – ich bin also sozusagen „geprüfte Innenverteidigerin“. Als defensiver Allrounder hast du sicherlich auch gute Karten für die WM 2011?

Ich gebe auf jeden Fall alles dafür und trainiere sehr hart. Die WM ist mein Ziel – allein schon der Gedanke daran motiviert mich und macht Gänsehaut. Ich freue mich, dass ich beim VfL Wolfsburg dafür die idealen Bedingungen finde, um zu trainieren – nicht nur

für die Nationalmannschaft, sondern auch für den Verein. Vielen Dank für das Gespräch und genieße die WM.

Navina Omilade wurde am 3. November 1981 in Mönchengladbach geboren. In ihrer Karriere spielte sie unter anderem für die Vereine FFC Brauweiler Pullheim und Turbine Potsdam, mit welchem sie zweimal die Meisterschaft, dreimal den Pokal und einmal den UEFA Cup gewann. Seit 2007 steht sie in den Diensten des VfL Wolfsburg. 1996 trug Omilade das erste Mal das Trikot der deutschen U-Nationalmannschaft. Mittlerweile hat sie mehr als 60 A-Länderspiele absolviert. Sie ist zweimalige Europameisterin und gewann die Bronze Medaille bei den Olympischen Spielen in Athen 2004. Omilade studiert Sportmanagement und engagiert sich bei GEMEINSAM FÜR AFRIKA (gemeinsam-fuer-afrika. de) und verschiedenen Projekten gegen Rassismus. Kathrin Lehmann (30) spielt aktuell beim Zweitligisten FFC Wacker München und stand davor unter anderem bei Turbine Potsdam, FC Bayern München und FCR Duisburg im Tor. Auch in Schweden und den USA war die Schweizerin (31 Länderspiele) unter Vertrag. Kathrin Lehmann ist auch Captain und Stürmerin der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft (192 Länderspiele, 94 Tore) und ist die einzige Frau, die den Europacup sowohl im Eishockey als auch im Fußball gewann. Für die Olympischen Spiele in Vancouver textete und sang sie den offiziellen Schweizer Olympia Song „The time is now“. Die vielseitige „Ka“ ist Magister der Deutschen Literaturwissenschaft und studiert BWL im Fernstudium bei der AKAD. Sie organisiert ihre eigenen maedchenfussballcamp.de und engagiert sich für schulebewegt. ch und sos-kinderdoerfer.de.

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– 11.06.2010 Für Dauerkartenbesitzer: 08.05. – 18.06.2010 6. Für WölfeClub-Mitglieder: 14.0 10 6.20 21.0 Freier Verkauf ab

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0 1 0 2 p p i T M W Gruppe A

Südafrika Uruguay Südafrika Frankreich Mexiko Frankreich

Name: Land: Mein Weltmeister:

Gruppe F Dänemark Kamerun Japan Dänemark Japan Niederlande

Gruppe G

Achtelfinale 1 Sieger A

Sieger C

Achtelfinale 4

Sieger E

Sieger H

Zweiter E

Viertelfinale 2 Sieger AF 1

Sieger AF 3

Halbfinale 1 Sieger VF 1

Sieger AF 5

Spiel um Platz 3 Sieger VF 1

Sieger VF 2

Zweiter H

Sieger AF 6

Viertelfinale 4

Sieger AF 4

Sieger AF 7

Halbfinale 2 Sieger VF 2

Zweiter C

Viertelfinale 1

Zweiter G

Viertelfinale 3

Sieger AF 2

Chile Schweiz Schweiz Honduras Spanien Honduras

Achtelfinale 6 Sieger G

Zweiter F

Achtelfinale 8

Achtelfinale 7 Sieger F

Gruppe H Honduras Spanien Chile Spanien Chile Schweiz

Sieger D

Zweiter D

Achtelfinale 5

Zweiter A

Australien Ghana Serbien Australien Deutschland Serbien

Achtelfinale 3

Achtelfinale 2

Zweiter B

Sieger B

Portugal Nordkorea Elfenbeinküste Nordkorea Brasilien Elfenbeinküste

Nigeria Griechenland Nigeria Südkorea Südkorea Argentinien

Gruppe D

Deutschland Serbien Deutschland Ghana Ghana Australien

USA Slowenien USA Algerien England Algerien

Paraguay Elfenbeinküste Slowakei Brasilien Paraguay Brasilien Neuseeland Portugal Italien Portugal Neuseeland Nordkorea

Italien Neuseeland Slowakei Italien Slowakei Paraguay

Gruppe B

Argentinien Südkorea Griechenland Argentinien Nigeria Griechenland

Gruppe C

England Algerien Slowenien England Slowenien USA

Gruppe E Niederlande Japan Niederlande Kamerun Dänemark Kamerun

Mexiko Frankreich Uruguay Mexiko Uruguay Südafrika

Sieger VF 3

Sieger VF 1

Finale

Sieger AF 8

Sieger VF 4

Sieger VF 2

Seite 19


0 1 0 2 p p i T M W Gruppe A

Südafrika Uruguay Südafrika Frankreich Mexiko Frankreich

Name: Land: Mein Weltmeister: Unterschrift:

Dänemark Kamerun Japan Dänemark Japan Niederlande

Sieger C

Achtelfinale 4 Sieger B

Sieger H

Viertelfinale 2

Halbfinale 1 Sieger VF 1

Sieger AF 3

Sieger AF 6

Sieger AF 5

Viertelfinale 4

Sieger AF 4

Sieger AF 7

Halbfinale 2 Sieger VF 2

Spiel um Platz 3 Sieger VF 1

Zweiter G

Viertelfinale 3

Sieger AF 2

Sieger VF 2

Zweiter H

Viertelfinale 1

Achtelfinale 8

Achtelfinale 7

Sieger AF 1

Zweiter C

Achtelfinale 6 Sieger G

Zweiter F

Zweiter E

Chile Schweiz Schweiz Honduras Spanien Honduras

Achtelfinale 3 Sieger D

Zweiter D

Sieger E

Sieger F

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Honduras Spanien Chile Spanien Chile Schweiz

Achtelfinale 5

Zweiter A

Australien Ghana Serbien Australien Deutschland Serbien

Gruppe H

Portugal Nordkorea Elfenbeinküste Nordkorea Brasilien Elfenbeinküste

Achtelfinale 2

Zweiter B

Nigeria Griechenland Nigeria Südkorea Südkorea Argentinien

Gruppe D

Deutschland Serbien Deutschland Ghana Ghana Australien

Gruppe G

Paraguay Elfenbeinküste Slowakei Brasilien Paraguay Brasilien Neuseeland Portugal Italien Portugal Neuseeland Nordkorea

Italien Neuseeland Slowakei Italien Slowakei Paraguay

Achtelfinale 1 Sieger A

USA Slowenien USA Algerien England Algerien

Gruppe B

Argentinien Südkorea Griechenland Argentinien Nigeria Griechenland

Gruppe C

England Algerien Slowenien England Slowenien USA

Gruppe F

Gruppe E Niederlande Japan Niederlande Kamerun Dänemark Kamerun

Mexiko Frankreich Uruguay Mexiko Uruguay Südafrika

Sieger VF 3

Sieger VF 1

Finale

Sieger AF 8

Sieger VF 4

Sieger VF 2


Ausdruckslos.de


Pelé Sports

Eine neue Fußballmarke kommt zur WM auf den Markt und ein Wolfsburger ist mitten drin Wir müssen ehrlich sein: Dzeko ist ein grandioser Knipser, Zwetsche macht das Spiel und Grafite… ja, wir alle denken immer noch an sein Tor gegen Bayern München zurück. Herrlich. Aber denken wir auch noch in einigen Jahrzehnten daran zurück? Werden ihre Bilder auch noch bei Weltmeisterschaften in zig Jahren gezeigt? Wer weiß… aber eines wissen wir sicher: An Pelé denkt man noch in allen Fußballstadien dieser Welt zurück. Und auch bei der anstehenden Fußball-WM in diesem Jahr. Mag seine aktive Laufbahn auch schon ganz schön lange vorbei sein, so steht sein Name doch immer noch für „The Beautiful Game“. Das Idol. Der Held. Der Wunderfußballer. Das Synonym für brasilianische Fußballfreude. Ein Stück Wunderfußballer und brasilianisches Gefühl gibt es pünktlich zur WM nun auch zu kaufen– für uns alle! Denn mit Pelé Sports startet in diesem Jahr eine Sportartikelmarke, die nicht nur den Namen des brasilianischen Superstars trägt, sondern an der er auch aktiv mitarbeitet. Ganz nah an Pelé ist dabei ein Wolfsburger: Gunnar Clauß, mitverantwortlich bei Pelé Sports für den Vertrieb und das Sponsoring der neuen Marke in Deutschland. Wir haben ihn getroffen und ein bisschen nachgehakt, was sich hinter Pelé Sports denn verbirgt.

Vorneweg: Was für ein Gefühl ist es, Pelé zu treffen und dann auch noch mit ihm zusammen zu arbeiten? Wenn ich sagen würde „ach, das ist ganz normal, man begegnet sich unter Kollegen“, dann müsste ich lügen. Als Fußballfan war ich natürlich wahnsinnig gespannt auf unser erstes Treffen in Zürich – und dann steht er plötzlich da – der größte Fußballer aller Zeiten. Seine Begeisterung für den Fußball ist ungebrochen. Er ist freundlich, witzig und interessiert an seinen Gesprächspartnern und seine Anekdoten sind einfach faszinierend. Man möchte am liebsten gleich ein Autogramm holen, obwohl man ja Geschäftspartner ist. Es war großartig, ihn zu treffen und ich freue mich, dass es nicht das einzige Mal sein wird.

Wie kam es überhaupt zu dem Treffen? Anlass war die Vorstellung des Teams von Pelé Sports, der neuen Fußball-Marke, an der ich mitarbeite. Pelé Sports trägt nicht nur seinen Namen, sie trägt auch viel von seiner Liebe zum Fußball, Seite 22

seiner langen Erfahrung auf und neben dem Platz sowie seinen brasilianischen Esprit. Wir verbinden diese Leidenschaft und dieses Gefühl mit einem bislang einzigartigen Aspekt im Bereich von Fußballschuhen: Der Schuh passt zum Fuß und nicht der Fuß irgendwie in den Schuh! Dafür arbeiten wir mit einem Team von Experten, um einen Schuh zu entwickeln, der natürlich cool und modern aussieht, aus den besten Materialien besteht, aber auch nach 90 Minuten Dauereinsatz noch keine Schmerzen verursacht. Geschweige denn nach einer Saison.

Kam die Idee von Pelé selbst, dass man auf die Füße der Fußballer achten soll? Nein, das ist schon in unserem Team aus Sportartikel- und Fußspezialisten entstanden. Aber es gibt dazu eine schöne Anekdote von unserem Treffen: Nachdem Pelé die Schuhe bisher nur vom Computer aus kannte, präsentierten wir ihm die ersten Prototypen unserer Kollektion. Bevor er über die Funktionalität reden konnte, war er begeistert von dem Design und der Liebe zum Detail, die Pelés Erfolge im Schuh absolut super abbilden. Unser Fußexperte bat ihn dann seine Füße zu zeigen. Da schaute Pelé schon etwas irritiert, machte aber mit. Und unser Fachmann checkte seine Füße, erklärte ihm, welche Schmerzen und Probleme aus welchen Fehlstellungen resultierten und warum unsere Schuhe z.B. aus diesen Gründen eine Mittelsohle haben. Ich gebe zu, ich hatte in diesem Moment ein bisschen Bedenken, ob Pelé diese „Schulstunde“ so passt. Aber dann stand er plötzlich auf, umarmt unseren Fußspezialisten und sagte: „Während meiner ganzen Karriere hat mir nie


jemand auch nur einmal eine Frage über meiner Füße gestellt. Du bist der Erste, der sich um meine Füße kümmert. Vielen Dank!“. Und da wussten wir: Unser Ansatz, was Schuhe leisten müssen, ist vollkommen richtig.

wir bereits zum Markenlaunch einige Profis in unseren Schuhen haben, die in den Tests von unseren Produkten so begeistert waren, dass sie auf Ausrüsterverträge anderer Fußballmarken verzichten.

Heißt das, dass ihr Gesundheits-Schuhe macht, die Gunnar, vielen Dank für das Gespräch und viel Erich nur im Orthopädie-Geschäft bekomme? folg bei Pelé Sports! Wir sind gespannt auf euren Nein, Pelé Sports ist eine Fußballmarke, die ab Sommer neu im Markenlaunch und drücken dir die Daumen. Sportfachhandel erhältlich ist. Wir haben auch schon viele Anfragen von Fachhändlern, die sich auf Fußanalysen spezialisiert haben, wie man es ja schon lange aus dem Running-Bereich kennt: Denn unsere Fußball-Schuhe bieten diese Erkenntnisse nun auch erstmals für den ambitionierten Spieler, genauso wie für den Freizeitkicker. Neben der vorher genannten Performance Kategorie bieten wir auch noch zwei weitere Kollektionen: Zum einen ist das „Pelada“ und dreht sich komplett um den trendigen Straßenfußball, was sich in den stylischen und bunten Klamotten widerspiegelt, zum anderen Pelé Story – unsere Lifestyle-Linie – wo wir den Weltfußballer des 20. Jahrhunderts zelebrieren und zwar so, dass Pelé auch für die jüngere Zielgruppe, die ihn nicht spielen gesehen hat, greifbar ist.

Danke und nächstes Mal bring ich nicht nur einen Musterschuh, sondern die ganze Kollektion mit und dann kannst du unsere Produkte beim Kicken ausprobieren. Versprochen! Gunnar Clauß ist gebürtiger Wolfsburger und spielte über 20 Jahre im Jugend- und Herrenbereich beim VfB Fallersleben. Während seines Sportmanagementstudiums arbeitete er als Geschäftsführer beim 3. Ligisten BSV Kickers Emden und danach als Assistent der Geschäftsleitung sowie Leiter der Beschaffung bei unserem Deutschen Meister, der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH. Heute ist er regionaler Vertriebsleiter und Leiter Sponsoring der Pelé Sports GmbH mit Sitz in Bensheim (Hessen).

Klingt spannend – aber wo kann ich denn mehr über die Marke erfahren bzw. Produkte sehen? Ein bisschen Geduld musst Du noch haben, denn wir starten erst zur Fußball-WM im Handel. Aber ich kann Dir nur empfehlen, mal auf www.pele-sports.com vorbei zu schauen, denn dort wird im Blog über die aktuelle Entwicklung der Marke und über Pelé gesprochen. Bezüglich Händler kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, wo es uns geben wird, da wir noch in Verhandlungen sind. Ich gehe davon aus, dass du unsere Schuhe und Textilien zeitnah auch in Wolfsburg kaufen kannst, was mir als Wolfsburger besonders am Herzen liegt.

Und um die VfL-Spieler kümmerst du dich dann auch gleich noch persönlich, oder? Als Sponsoring-Manager akquiriere und betreue ich für Pelé Sports die Profispieler. Es wäre für mich als gebürtiger Wolfsburger natürlich super, wenn Dzeko oder ein anderer VfL-Spieler zukünftig in Pelé Sports Schuhen auf Torejagd geht. Allerdings ist unsere Philosophie eine grundlegend andere, da wir kein Geld dafür zahlen, dass ein Profispieler unsere Schuhe trägt. Dennoch werden Seite 23


Endlich Sommer, endlich Sonne, endlich wieder AIRWAVES GolfPunk Tour! Den ganzen Winter 체ber mussten die Fans der wohl schrillsten, lautesten und erfolgreichsten Golftour Europas in der K채lte bibbern, nun hat das Warten ein Ende: Nach dem Saisonstart Mitte April ist die Tour in ganz Deutschland unterwegs, um zusammen mit allen GolfPunks der Republik die Golfclubs so richtig zu rocken! Seite 24


Mit am Start natürlich unsere super-schnuckeligen Bunker Babes sowie DJ Rollo mit neuester Mucke und noch mehr Power (5000 Watt) … lauter, druckvoller und gnadenloser als je zuvor! Kenner wissen, was diese hochexplosive Mischung bedeutet – und lassen sich rechtzeitig vor Beginn der Tour von ihrem Hausarzt noch einmal gründlich durchchecken, um die langen Partynächte zu überstehen. „Jedes Jahr besser, jedes Jahr was Neues!“, so umreißt Tourchef Henning Krüger, ein gebürtiger Wolfsburger, die Maxime der AIRWAVES GolfPunk Tour. Und er und seine Crew halten Wort: In diesem Jahr werden es 30 Events sein, die wieder Tausende von Golfverrückten aus Deutschland, der Schweiz und Österreich begeistern. Da wird gegolft und gefachsimpelt, geflirtet und getextet, gegessen und getrunken, getanzt und gefeiert, bis der Tourarzt kommt! Es gibt einen eigenen GolfPunk Golf Club, schräge Wettbewerbe vor Ort, hammermäßige Siegerpreise und am Ende der Saison natürlich Masters, Ryder Cup und die 2. GolfPunk EM in Belek/Türkei zu unglaublichen Preisen ab € 799,- für 6 Tage, all inclusive! Dazu kommen Sonderaktionen für alle Ladies, Newcomer und Begleiter(innen), so dass auch der ambitionierte Viel- bzw. Allesspieler zu Hause keinen Ärger mehr riskiert, wenn er/sie mal eben 20 Wochenenden im Jahr nicht da ist. Absolutes Novum und eine Weltsensation ist die 1. AIRWAVES GolfPunk Night Tour mit 5 Nachtturnieren und eigenem Masters. Alle Details sind schon online – am besten gleich checken und anmelden! Die AIRWAVES GolfPunk Tour 2010 wird also für jeden Golfverrückten, gleich welchen Handicaps, eine echte Showbühne werden. Hier kann jeder zeigen, was in ihm steckt und es auch rauslassen – ob nun beim Golf, beim Outfit oder auf der Tanzflä-

che. Von Beginn an dabei zu sein heißt natürlich im Kampf um die Punkte für Masters und Ryder Cup auch ganz vorn zu sein – also wetzt die Eisen, schnürt die Schuhe und packt einen Sack voller Bälle ein … die Konkurrenz schläft nicht. Wer sich selbst ein Bild vom bunten und lauten Treiben vor Ort machen möchte – unsere nächsten Stopps in Niedersachsen sind am 19./20. Juni in Steinhude bzw. Hannover-Rethmar. Das Kommen lohnt sich doppelt: Jeder, der diesen Artikel mitbringt, erhält ein tolles Geschenk! Alle weiteren Infos sind zu finden unter: www.golfpunktour.de

Der Ober-GolfPunk kommt aus Wolfsburg

Henning Krüger, geboren 1961 in Wolfsburg-Vorsfelde, ist der Organisator der AIRWAVES GolfPunk Tour. Nach dem Abitur am Ratsgymnasium ging er zum BWL-Studium nach Hamburg und machte sich danach mit seiner Sport- und Event-Firma selbständig. Nach vielen Veranstaltungen im Bereich Tennis, wo er u.a. Schaukämpfe mit Boris Becker, Thomas Muster, Henri Leconte u.a. veranstaltete, sattelte er im Jahre 2003 auf den boomenden Golfsport um – mit Erfolg! Heute hat die AIRWAVES GolfPunk Tour rund 3000 Mitspieler im Jahr, einen eigenen Golf Club, eine interne EM … und Fans weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Punk on, Henning!

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l e i p s n Gewin Grizzly Adams 1 Schal im Wert von 13 € 1 Gutschein für 2 Sitzplätze

NOVOTERGUM 1 Gutschein für ein präventives Rückentraining mit 8 Einheiten á 1 Stunde

Hauptrunde 2010/2011)

Einsendeschluss 31.07.2010

im Wert von 36 € (Block5 Einsendeschluss 31.07.2010

im Wert von 160 €

Frage: Wofür eignet sich präventives Frage: Welchen Erfolg erreichten die

Grizzly Adams in der Saison 2009/2010?

Antwort:

A. Keine verletzten Spieler B. Einzug ins Halbfinale der DEL

VfL Wolfsburg 1 Autogrammkarten-Set 1 Sitzkissen im Wert von 10 € 1 Fußball im Wert von 20 € 1 Schal im Wert von 15 € Einsendeschluss 31.07.2010

Rückentraining?

Antwort:

A. Heilung von Erkältungskrankheiten B. Aufbau von Ausdauer, Koordination, Kraft und Beweglichkeit

Pelé Sports 1 T-Shirt im Wert von 35 € Einsendeschluss 31.07.2010

Frage: Wie heißen die drei Kategorien

mit denen Pelé Sports in den Markt kommt?

Antwort:

A. Performance, Pelada, Pelé Story B. Performance, Tennis, Soccer

Frage: Für welches Land steht Diego

Benaglio im Tor?

Antwort:

A. Schweiz B. Deutschland

wobfreun.de Kostenloser Schnuppermonat im Wert von 20 €

Einsendeschluss 31.07.2010

Frage: Was bietet wobfreun.de den

1 Startplatz für 19. oder 20.06.2010 im Wert von 75 € Einsendeschluss 15.06.2010

Frage: Was startet erstmals auf der

GolfPunk Tour 2010?

A. Golfen ohne Handicap

Antwort:

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B. 1. AIRWAVES GolfPunk Night Tour

Mitgliedern?

Antwort: A. Ein kostenloses Monatsticket für

den öffentlichen Nahverkehr B. Die erste Freizeit-Flatrate mit sieben verschiedenen Sportarten

Schicke deine Antworten mit der dazugehörigen Frage an:

gewinnspiel@wobfreun.de


Der Hammer im Herbst GolfPunk-EM 2010 offen für alle HCP-Klassen 30.11. - 05.12.2010 in Belek / Türkei

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Wie mache ich mich fit für den Job? Vielen Unternehmen ist die Wichtigkeit der Gesundheitsvorsorge noch nicht bewusst, denn die Arbeitnehmer kommen auch mit auffälligen Symptomen zur Arbeit und schleppen sich durch den Arbeitstag. Aber warum sollte der Arbeitgeber Wert darauf legen, dass seine Mitarbeiter fit für den Job sind? Wir haben den Experten Mathias Dreyer gefragt, ob er die wichtigsten Schritte beschreiben kann.

Analysiere den aktuellen Stand

Es gibt zwei einfache Möglichkeiten für eine schnelle Analyse, um herauszufinden, ob die Mitarbeiter körperlich und geistig nicht auf dem erforderlichen Niveau für effektive Arbeitsergebnisse sind. Die Gesundheitsbefragung kann (anonym) durchgeführt werden, um die Privatsphäre der Mitarbeiter zu schützen. So ermittelt man die Ursachen für Stress und Fehlbelastungen. Beim Arbeitsplatz-Check (Ergonomie) kann zudem überprüft werden, ob die Büromöbel (Schreibtisch, Schreibtisch-Stuhl) dem Mitarbeiter eine korrekte Sitzhaltung ermöglichen. Immerhin verbringt der durchschnittliche Büroangestellte 80.000 Stunden während des Berufslebens am Schreibtisch.

Motivieren der Mitarbeiter

Um auf die Effektivität der Gesundheitsförderung aufmerksam zu machen, sollte die Geschäftsführung den Mitarbeitern durch Workshops, Schnupperkurse oder einen Gesundheitstag die Möglichkeit geben mehr über Gesundheitsprävention am Arbeitsplatz zu erfahren.

Wie aktiviere ich die Mitarbeiter?

Es gibt verschiedene Ansätze für die Umsetzung am Arbeitsplatz. Mit dem hier dargestellten 4-Stufen Programm kann sichergestellt werden, dass die Mitarbeiter weniger durch Krankheiten fehlen und sich (gesundheits-) bewusster am Arbeitsplatz verhalten. In Stufe 1 wird durch einen Schnupperkurs erreicht, dass sich die Mitarbeiter an das Programm gewöhnen und erhalten erstmal Seite 28

eine kurze Einführung in die Physiotherapie (z.B. Nackenmassage direkt am Arbeitsplatz). In Stufe 2 erfolgt die Physiotherapie auf monatlicher Basis, so dass die Mitarbeiter auf Dauer erkennen, dass diese Maßnahmen den Körper langfristig entspannen. In Stufe 3 ergänzt man die Physiotherapie mit Bewegungs-Workshops in der Gruppe und vertieft in Stufe 4 mit weiteren Workshops das Wissen zum Thema Gesundheitsprävention. Hier bieten sich Themen wie Ernährung, Stoffwechsel, Stress-Management, Rücken-Management, Entspannungstechniken oder auch weitere Bewegungstipps an.

Erfolgskontrolle der Mitarbeiter

Zum einen kann der behandelnde Physiotherapeut oder durchführende Workshop Coach beurteilen wie sich einzelne Mitarbeiter entwickelt haben. Zum anderen kann man die Kontrollen auch durch Tests konkret überprüfen. Bei der Bewegung gibt es z.B. den bekannten Laktattest und im Ernährungsbereich hilft ein Stoffwechseltest. Durch die Kontrolle erhalten die Mitarbeiter auch ein wichtiges Feedback, ob Ihre Teilnahme erfolgreich verläuft. Zudem hilft es Schwachpunkte aufzudecken und diese in den weiteren Monaten zu optimieren. Mathias Dreyer ist ausgebildeter Physiotherapeut, Masseur und medizinischer Bademeister. Mit seiner Firma Mathias Dreyer Mobile Physiotherapie bietet er Unternehmen Programme der Gesundheitsprävention an. Weitere Informationen gibt es unter: www.mathiasdreyer.de


Was ist eigentlich Lebensqualität? Wir haben uns gefragt, was ist Lebensqualität? Heißt das ich mache ein bisschen Sport und esse mal einen Apfel oder gehe mal früh ins Bett oder steckt hier vielleicht mehr dahinter? Natürlich ist es nicht ganz so einfach und deshalb haben wir den Experten Roger Lange gefragt, der sich mit dem Thema schon seit Jahren befasst und auch Firmen zum Thema Mitarbeitermotivation berät. Leider gibt es immer noch Menschen, die denken das Thema Lebensqualität oder auch Work-Life-Balance betrifft sie nicht, weil sie glauben alles richtig zu machen. Doch das ist genau der falsche Ansatz, denn es betrifft alle Menschen. Es ist zudem ein sehr komplexes Thema und sollte körperlich und geistig betrachtet werden. Ich möchte euch hier einen ersten Einblick in das Thema geben und frage zuerst, ob du mit deiner Tätigkeit und aktuellen Lebenssituation zufrieden bist? Wenn du es nicht bist solltest du dir überlegen woran das liegt und wie du dich verhältst. Denn die Unzufriedenheit kann sich zum einen körperlich und zum anderen geistig bemerkbar machen. Laut verschiedensten Studien sind nur 30% der Bevölkerung mit sich und ihrem Leben zufrieden, d.h. sie stehen morgens auf und freuen sich auf den Tag, weil sie einer Tätigkeit nachgehen, die sie begeistert. Sie schlafen ohne Probleme, sind in der Lage sich zu motivieren, denn sie sind entspannt und sind der (Arbeits-) Belastung gewachsen. Das ist die gute Seite! Was ist aber wenn du zu den anderen 70% gehörst? Dann hast du eher Symptome wie Müdigkeit, Krankheit, Lustlosigkeit oder auch Appetitlosigkeit, der durch negativen Stress (Disstress) hervorgerufen wird. Oft geht es Jahre lang gut bis der Körper ernsthaft und dauerhaft reagiert. Neben körperlichen Problemen wie Herz- und Kreislaufproblemen kommt es auch zu mentalen Problemen wie Burn Out Syndrom. Leider ist hier auch zu betonen, dass gerade jüngere Menschen an solchen Problemen leiden, weil sie in sehr kurzer Zeit ein Vielfaches an Stress erfahren, d.h. nach der Schule, die vielleicht noch einfach zu meistern war, geht es direkt ins Studium inkl. der Umzug in eine fremde Stadt oder gar ein fremdes Land. Dadurch verändert sich das Umfeld und vielleicht auch die Sprache und Kultur. Ein Stress, den man nicht gewohnt ist und der kompensiert werden muss neben den jetzt höheren Anforderungen einer Universität. Es gäbe viele Beispiele in allen Altersgruppen. Allerdings möchte ich hier darauf eingehen, was man dagegen unternehmen kann. Natürlich kann man sich sagen „ach das wird schon wieder“ und es immer weiter verschleppen. Die möglichen Folgen habe ich bereits skizziert. Eine gute und sehr einfach anzuwendende Methode ist das mentale Training. Mental bedeutet, dass es den Geist oder das Denken betrifft und aus dem Denken hervorgeht. Ergo, durch

meine innere Stärke und Kraft kann ich den negativen Stress positiv beeinflussen. Im Mentaltraining lernst du deinen Körper, deine Emotionen, deine Fähigkeiten kennen und kannst selbst erfahren wie du dein Verhalten besser beeinflussen kannst. Wenn wir aufhören die Fehler bei anderen zu suchen und Verantwortung für unser Leben übernehmen, finden Änderungen statt, die uns selbst und unsere Umgebung nachhaltig verändern. Nutze deinen Kopf, um deine Lebensqualität zu erhöhen. Denn wie sagte schon Francis Picabia im Jahr 1922: „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“

Als erste Maßnahmen kannst du diese 11 Punkte nutzen: 1. In Sekunden entspannen 2. Emotionen managen 3. Positive Ausstrahlung entwickeln 4. Selbstbewusstsein stärken 5. Ziele definieren und erreichen 6. Entspannen egal wann und wo 7. Ängste und Hemmungen überwinden 8. Schneller und einfacher lernen 9. Stress abbauen 10. Gewohnheiten ändern (Rauchen, Ernährung) 11. Neue Kunden gewinnen oder Arbeitgeber wechseln Roger Lange ist seit 1986 wohnhaft in Wolfsburg und diplomierter Trainer und Berater für Personal- und Unternehmensentwicklung. Er gibt Seminare / Coaching für Firmen und Privatpersonen zu den Themen Führung, Organisation, Entwicklung, Emotionsmanagement und Mentales Training.

Roger Lange Dipl. Trainer und Berater für Personal- und Unternehmensentwicklung

Telefon 0170.5853802 roger.lange@lqn24.net

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Präventives Rückentraining Medizinische Gerätetherapie

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Individuelle Therapiebegleitung

Physiotherapie NOVOTERGUM Schachtweg 22 · 38440 Wolfsburg · Telefon 05361 27 26 130 · www.novotergum.de

Wohlfühlen in Wolfsburg

Gestärkt durch den Alltag mit NOVOTERGUM Für die meisten von uns sieht der Tagesablauf wohl ähnlich aus –Aufstehen, fertig machen, mit dem Auto oder Bus zur Arbeit oder zur Schule. Mehrere Stunden in einer häufig erzwungenen und wenig abwechslungsreichen Körperhaltung – sei es im Büro, in der Werkstatt oder in der Schule. Nach der Arbeit ein paar Termine. Abendessen. Noch ein wenig den Sommeranfang auf dem Balkon genießen. Ab ins Bett. So weit so gut. Nicht wenige kennen dabei das kurze Zwicken oder Ziehen beim Heben der Einkaufstüten oder beim Aufstehen aus der Hängematte. Mal hier, mal da. Kein Grund zur Panik, denken wir uns. Wir sind ja noch jung. Richtig! Umso wichtiger ist es, die Hinweise, die unser Körper in solchen Momenten aussendet, richtig zu deuten. Mit zunehmendem Alter nimmt die Häufigkeit von Rückenschmerzen und deren Dauer zu. Doch auch bereits Kinder und Jugendliche kennen das Phänomen Rückenbeschwerden. Das ist auch kein Wunder. Seit dem Beginn unserer Schulzeit bewegen wir uns in monotonen Tagesrhythmen mit wenig Spielraum für einen körperlichen Ausgleich. Rückenbeschwerden sind in der überwiegenden Mehrheit nicht unabänderliches Schicksal. Sie sind meist die Folge längerer Fehlbelastungen im Beruf, in der Freizeit und oft auch beim Sport. Der Mensch braucht Bewegung - dafür ist er bestimmt. Der Wunsch, Seite 30

Schmerzen und deshalb bestimmte Bewegungen zu vermeiden, kann Rückenbeschwerden nur noch schlimmer werden lassen. Gegen die „Barriere im Kopf“ hilft ein sport- und krankengymnastisches Training. Die Physiotherapiepraxis NOVOTERGUM hat aus ihrer jahrelangen Erfahrung mit Rückenschmerzpatienten heraus ein Programm entwickelt, dass es sowohl einem Bewegungs(wieder)einsteiger als auch einem Freizeitsportler ermöglicht, gezielt an der Ausdauer, Koordination, Kraft sowie der Beweglichkeit seiner Muskulatur zu arbeiten. Teilnehmer dieses präventiven Trainings sind so in der Lage, den alltäglichen Anforderungen an die Muskulatur besser begegnen zu können. Im Rahmen des Programms werden Inhalte des sanften Rückentrainings mit einem gesundheitsorientierten Krafttraining an Geräten kombiniert. Im Vordergrund dieses ganzheitlichen Konzeptes steht die optimal vorbereitete Ausführung von Alltags- und Freizeitbewegungen. Die gesetzlichen Krankenkassen haben das Präventive Rückentraining von NOVOTERGUM als Präventionskurs zertifiziert. Die Zertifizierung ermöglicht es allen Mitgliedern einer gesetzlichen Krankenkasse, sich für ihr Engagement für die eigene Gesundheit eine finanzielle Belohnung abzuholen –bei regelmäßiger Teilnahme erstatten die Krankenkassen einen Teil der Kosten.


Das Tanzende Theater Schon immer war Vielfalt ein Stichwort, welches das Tanzende Theater Wolfsburg charakterisiert. Auch nach 26 Jahren, die es das TTW in diesem Jahr gibt, streben wir dies bei den Auftritten genauso wie in unserem Unterricht an. Begonnen hat alles mit einer Schultheater-AG, wurde dann im Sportverein fortgeführt und ist seit Oktober 2007 ein eigenständiger Verein mit über 200 aktiven Mitgliedern von 4 bis 55 Jahren, der sich die tänzerische und ästhetische Bildung von Kindern und Jugendlichen als einen Schwerpunkt gesetzt hat. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden bei Bühnenauftritten vorgestellt, indem musikalische Theaterinszenierungen erarbeitet und im Raum Wolfsburg und überregional zur Aufführung gebracht werden. Ziel aller Aktivitäten des Vereins ist es, das Interesse in der Gesellschaft an aktiver künstlerischer Betätigung und am MusikTanzTheater zu fördern. Dabei ist uns der Tanz so wichtig, da er eine wunderbare Möglichkeit bietet, Gefühle, Beziehungen, Situationen, ja, ganze Geschichten über soziale oder sprachliche Barrieren hinweg darzustellen und für den Betrachter emotional erfahrbar zu machen. Unser Anspruch ist es, den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen das Gefühl für den eigenen Körper näherzubringen, die persönlichen Stärken zu erkennen und diese nach ihren Interessen zu fördern. Kleine Auftritte stärken das Selbstbewusstsein und das Gefühl für die Gruppe. Es gibt Freiräume für Kreativität und eigene Ideen werden oft in die Tänze eingebaut. Das Auftrittsensemble umfasst 25 Mitglieder, die sowohl Tanz, als auch Gesang und Schauspiel machen, je nach Talent und Interesse. Die Musical-Kids werden ebenfalls in allen drei Sparten unterrichtet, sind allerdings ein paar Jahre jünger. Zum TTW gehören Erwachsenenkurse, Videodance, TanzBewegungMusik für Kinder ab vier Jahren und Ballettklassen in unterschiedlichen Altersstufen. Unser letztes großes Projekt war das MusikTanzTheater Stück „Iss oder stirb“. Das Thema: Essstörungen. Wir wurden von der Deutschen BKK angesprochen, ob wir begleitend zu einem Schulprojekt ein Tanzstück erarbeiten könnten. Sabine Thanner, die Leiterin des TTW, war anfangs skeptisch aber auch fasziniert,

ein Thema anzufassen, von dem gerade heute besonders viele Jugendliche betroffen sind. Nach kurzer Zeit entdeckten wir im Tanzenden Theater, dass viele im Familien- oder Freundeskreis Betroffene kennen oder sogar selbst betroffen sind, bzw. waren. „Ich esse fast nichts mehr. Ich halte niemanden nahe um mich aus. Bei jedem Bissen habe ich ein schlechtes Gewissen.“ Am Anfang von „Iss oder stirb“ stand die Beschäftigung mit beklemmenden Originalzitaten Betroffener und der Tatsache, wie viele Menschen essgestört sind. Dem Ensemble wurde schnell die Herausforderung bewusst, dass dieses Stück keine fiktive Geschichte, sondern reale Krisen von Menschen thematisieren wird. Wir lasen Berichte und Bücher von Betroffenen, führten Gespräche mit Helfern und überlegten, wie wir eigentlich selber mit dem Thema Essen und Selbstbild umgehen. Wir fragten uns: Warum finden Menschen sich nicht schön und richtig, genau so, wie sie sind? „Iss oder stirb“ stellt die Dramatik dar, durch die ein Mensch geht, der seine natürliche Beziehung zum Essen verloren hat. Es ist das stille Leiden, sich selbst und anderen scheinbar nie zu genügen. Auf der anderen Seite zeigt es auch den Anteil, den unsere Gesellschaft hat. Perfekte Körper und lückenlose Leistungsfähigkeit überfordern die Seelen vor allem junger Leute. Essstörungen betreffen das Innerste eines Menschen – für das sich oft nur schwer Worte finden lassen. Wir nutzen die Sprache der Bewegung, den Tanz und den Gesang, um emotionales Auf und Ab, verzerrte Selbstwahrnehmung, aber auch verletzende Situationen nachfühlbar zu machen. Szenische Darstellungen – teils amüsant überzeichnet, teils erschreckend direkt – zeigen äußere Einflüsse oder innere Kämpfe. Medizinische Hintergrundinformationen ergänzen die bewegenden authentischen Ich-Texte. Wir wollten ein Stück mit einem derartigen Thema entwerfen, bei dem kein erhobener Zeigefinger über allem schwebt, bei dem man lachen kann und doch tief berührt wird. Zusätzlich zu unserem Auftrittsensemble haben wir eine unserer Jugendgruppen einbezogen und extra für dieses Stück einen Tanz mit Kids erarbeitet, die sich in der Schule gerade mit diesem Thema auseinandersetzten. Seite 31


Es war wahnsinnig spannend, wie besonders diese Mädchen sich zu dem Thema äußerten und wie präsent es bei allen war. Natürlich waren alle sehr aufgeregt, wie dieses Stück beim Publikum ankommt, denn schon der Titel schien einige Leute abzuschrecken. Doch nach den ersten fünf Vorstellungen im Theater Wolfsburg haben wir unglaublich viel positives Feedback bekommen. Menschen, die noch nie darüber geredet haben, dass es in ihrer Familie Betroffene gibt, Betroffene, die das Thema passend umgesetzt fanden, Leute, denen nicht klar war, wie früh Essstörungen unter Umständen beginnen und viele, die sich einfach bedankt haben, dass wir gerade dieses Thema in dieser Art und Weise umgesetzt haben. Die Nachfrage nach weiteren Vorstellungen war so groß, dass wir im April 2010 in einer kleineren Besetzung weitere Aufführungen für Schulklassen auf der Bühne des Hallenbads angeboten haben. Alle waren ausverkauft und so haben bis jetzt knapp 4500 Zuschauer das Stück „Iss oder stirb“ gesehen. Weitere Vorstellungen nicht ausgeschlossen...

Impressum Herausgeber wobfreun.de Inh. Luigi Laita Thorner Weg 21 38448 Wolfsburg Telefon: 0 53 63 - 81 83 99 Fax: 0 53 63 - 81 83 98 Email: redaktion@wobfreun.de Steuernummer: 19/126/10954 Redaktionsleitung Luigi Laita (v.i.S.d.P.) Ingo Bartels (Beratung)

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Layout & Design Ausdruckslos.de Sascha Hahne Fotonachweis Wir bedanken uns bei Roland Krüger, der Stadt Wolfsburg, J. Korth, VfL Wolfsburg, Braunschweig Lions, Supporters Wolfsburg, Annika Gehlen, Kathrin Lehmann, Pelé Sports, Tanzendes Theater, Boris Schmelter und Nina Stiller (Cover). Verteilung & Heftpreis Die kostenlose Verteilung der

Britta Rollar (34), in Wolfsburg geboren, studierte an der Palucca Schule und ist heute freischaffende Dipl. Tanzpädagogin und Choreographin. Sie schreibt erfolgreich Choreos für Stücke an Theatern in Wolfsburg und Braunschweig und gibt seit 2002 zusätzlich Choreos für das Weihnachtsmärchen im Wolfsburger Theater. Britta arbeitete bereits mit Tanzendes Theater, Autostadt, phaeno, Kunstmuseum und verschiedenen Schulen in Wolfsburg (Workshops und/ oder Choreos und/ oder selbst getanzt). Seit 2007 ist sie im Vorstand des Tanzenden Theaters. www.tanzendestheater.de

Druckausgabe erfolgt im Großraum Wolfsburg. Das E-Book liegt auf wobfreun.de gratis zum Download. Inhaltliche Konzeption & Anzeigenvermarktung Ingo Bartels | Sports Consulting www.ingobartels.com Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr.1/ April 2010 Rechtliches Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht die Meinung des Herausgebers bzw. der Redaktion wieder. Für

die Richtigkeit der Beiträge kann der Herausgeber bzw. die Redaktion keine Verantwortung übernehmen. Sämtliche Texte und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise, mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Fotos können nicht zurückgeschickt werden. Wir übernehmen keine Haftung und distanzieren uns ausdrücklich für alle genannte Links im Magazin und machen diese Inhalte nicht zu eigen.


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