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Schulheft 1/ 2011


WLS-Schulheft

WLS in der f체nften Jahreszeit. Was w채re das Leben ohne Narren!

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WLS-Schulheft Schulleitung

Ana Viehmann neue Schulleiterin der WLS ie Neue ist für uns die längst bekannte. Seit August diesen Jahres ist Ana Viehmann Schulleiterin der WLS. Nach vier Jahren als Stellvertreterin und langjähriger Tätigkeit im Schulamt und in verschiedenen Schulen und Funktionen ist sie dafür bestens gerüstet. Seit 1986 ist sie im Schuldienst tätig und geht gerade mit viel Elan daran, ihre Erfahrungen einzubringen auf dem Weg zu ihrem Ideal von Schule. Wie das aussieht, in welche Richtung es gehen soll, hat sie unlängst in einem Artikel der HNA beschrieben: Nicht nur die reine Wissensvermittlung sei

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ihr wichtig, genau so wichtig sei es, die Motivation der Schüler zu stärken, ihnen Spaß am eigenständigen Lernen zu vermitteln, sie fit für die Zukunft zu machen. Den Erfolg des Lehrers messe sie daran, inwieweit jeder einzelne Schüler einer Klasse seine Ziele erreicht. Und auf den Weg dahin gemacht hat sie sich bereits. Mit viel Schwung und der nötigen Beharrlichkeit sind wir mit dem neuen Schulprogramm gestartet, für eine noch bessere WLS. Also, wir wünschen ihr und uns allen Erfolg dabei und freuen uns auf die Zusammenarbeit! Bettina Homann

Ein fiktives Pausengespräch im Lehrerzimmer A: „Und? Was hältst du von der Neuen? So als Typ?“ B: „Powerfrau, würde ich sagen.“ A: „Und als Vorgesetzte? Du kennst sie ja schon als stellvertretende Schulleiterin.“ B: „Ja, sie hat sich mit dem Vertretungsunterricht viel Arbeit gemacht. Und wenn man doch einmal einspringen musste, dann hat sie einen direkt angesprochen und das Problem ausführlich erklärt. Dafür hat sie sich immer viel Zeit genommen. Das finde ich schon mal gut.“ A: „Stimmt. Sie hat überhaupt eine angenehm direkte Art. Wenn sie mich mal anspricht, habe ich das Gefühl, dass sie voll engagiert mit mir redet, man nimmt ihr das ab, was sie sagt, selbst wenn es sich um Routine- Kleinkram handelt, weil sie das Gefühl vermittelt, dass sie tatsächlich dahintersteht und einen auch ernst nimmt.“ B: „Das kann aber auch mal schwierig werden, wenn sie einen quasi an die Wand redet.“ A: „Sie hat ja auch was zu sagen, will schon führen, die Schule leiten. Das erwarte ich auch von ihr. Aber sie braucht dazu keine erzwungene Autorität oder Machtgehabe. Sie kann zwar sehr klar und fordernd sein und Grenzen setzen. So habe ich sie Schülern gegenüber schon erlebt und fand das gut. Aber eigentlich steht sie viel mehr auf Einigkeit und Gemeinsamkeit. Sie gibt ja auch ab. Sie bietet es sogar an. Beispiel Konferenzleitung durch Kollegen und so.“ B: „Als wir gemeinsam in einer AG zur Schulentwicklung saßen, da hat sie die Geschichte aber ganz schön dominiert. Sie hatte da vorher schon ziemlich klare Vorstellungen und als es im Diskussionsprozess zäh wurde, da hat sie dann ihre Linie auch durchgezogen.“ A: „Aber das darf auf der anderen Seite nicht heißen, dass gute Argumente und inhaltliche Kompetenz zurückstehen sollten. Für kompetent halte ich sie auf jeden Fall, und in deiner AG war sie wahrscheinlich auch gut vorbereitet.“ B: „Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die angekündigten Mitarbeitergespräche. Mal sehen, was die Kollegen für Erfahrungen machen. Wie sie diese Aufgabe zu erfüllen gedenkt, hat sie ja in der letzten Konferenz öffentlich dargelegt. Das hörte sich gut an. Wenn die Praxis dann so ist, wie die verkündete Theorie, können wir echt zufrieden sein.“ A: „Das müssen echte Gespräche sein und keine Kontrollgespräche. Das ist klar.“ B: „Im Grunde können sie trotz aller Ängste, die sich unter den Betroffenen einschleichen, eine hilfreiche Chance für beide Seiten sein. Da kann Vertrauen entstehen, können Ängste abgebaut werden.“ A: „Sicher. Wie man mit jemandem dran ist, das erweist sich erst in der täglichen Praxis. Mir hat sie mal sinngemäß gesagt, es gäbe keine faulen Kollegen oder Schüler. Das seien Symptome, es gäbe nur Menschen, die vielleicht das eine oder andere Problem hätten. Davon sei sie überzeugt. Und sie sei sich für die pure Kontrolle zu schade, sie sei in erster Linie einmal dafür da, diese Menschen und ihre Probleme zu verstehen. So ein Rollenverständnis und dieses Menschenbild gefällt mir, muss ich sagen. Und ich finde, das ist eine gute Voraussetzung für eine gedeihliche Atmosphäre und Akzeptanz in unserer Schule.“ 4


WLS-Schulheft Gütesiegel Hochbegabung

WLS ist Gütesiegelschule Hochbegabung PASST DAS ZU UNS? „Gütesiegel Hochbegabung“, mit einigem Erstaunen und eher abwehrend haben wir reagiert, als uns Frau Steinheider vom Staatlichen Schulamt vorschlug, „bei allem was Sie schon tun“, uns um dieses Gütesiegel des Hessischen Kultusministeriums zu bewerben. Schnell war klar, dass das, was zunächst wie ein Gegensatz zum Prinzip „Eine Schule für alle“ (also der IGS) klang, eigentlich sogar ein Muss für uns sein muss, heißt es doch in unserem Leitbild ganz deutlich: „Wir sind eine Schule für alle Begabungen.“ Es folgte, bis der Entschluss zur Bewerbung feststand, eine intensive Beschäftigung insbesondere mit unserem Begriff, unserer Idee von Begabung. Hilfreich, wenn auch teilweise erschlagend, war hierbei der Vortrag von Herrn Walther Diehl vom Hessischen Kultusministerium im Rahmen einer Gesamtkonferenz im vergangenen Schuljahr. Seine Ausführungen liegen den folgenden Überlegungen zugrunde. VON DER BEGABUNG … Der Begriff „Begabung“ lässt sich nicht eindeutig definieren. Auch in der Wissenschaft wird "Begabung" unterschiedlich gebraucht. Falsch wäre es in jedem Fall, diesen Begriff mit dem Begriff „Leistung“ oder „Leistungsvermögen“ gleichzusetzen. Als „Begabung“ sehen wir eine relativ stabile Eigenschaft (ein Persönlichkeitsmerkmal) an, die sich in der Regel schon im Grundschulalter herauskristallisiert und im Entwicklungsverlauf verfestigt und entfaltet. Dabei ist es sinnvoll, die intellektuelle Begabung oder Intelligenz (Denkvermögen, Sprachverständnis, Merkfähigkeit, Problemlösefähigkeit usw.) von nicht-intellektueller Begabung (praktisch-handwerklich, musikalisch, künstlerisch, tänzerisch, sportlich z.B.) zu unterscheiden, obwohl es auch hier Überschneidungen gibt. … ZUR HOCHBEGABUNG Der von der Wissenschaft benutzte Begriff „Hochbegabung“ wird verwendet um ein besonders hoch ausgeprägtes Begabungspotenzial zu kennzeichnen. Als „hochbegabt“ wird also z.B. eine Person bezeichnet, die das Potenzial hat, ihr bisheriges Wissen effektiv zu nutzen, individuell unbekannte Probleme rasch zu erkennen und diese schnell und zielführend

zu lösen. Dieses Potential kann sich in überdurchschnittlich guten Leistungen äußern, aber auch das genaue Gegenteil kann der Fall sein. Wichtig ist es zu erkennen, dass diese Schülerinnen und Schüler häufig besondere Bedürfnisse haben und eigene Lernzugänge brauchen. So kann ihnen z.B. die Komplexität ihrer Fähigkeiten auch den Zugang zu Neuem erschweren, oder sie gehen z.B. ein Problem vom Ergebnis, von der Lösung aus an. „BEGABUNGSFÖRDERUNG“ AN DER WLS Diese Kinder zu identifizieren, dafür gibt es mittlerweile verschiedene Anlaufstellen, auch in Hessen. Die Frage ist, ob dieses Identifizieren Nutzen bringt, zum Wohle der Kinder. Wir an der WLS können das nicht leisten, bieten aber durch die Individualisierung des Unterrichts durch Selbstorganisiertes Lernen die Möglichkeit, eigene Lernzugänge zu finden und den Lernweg selbst zu bestimmen. Dies bedeutet mehr Zeit, Kinder im Unterricht individuell zu begleiten und zu fördern. Hinzu kommen Unterstützungs- und Förderangebote sowohl für schwache, als auch für besonders begabte Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Angebote im sozialen Bereich, wie das FreestyleProjekt oder die Klassenräte. All diese Maßnahmen gemeinsam waren Grundlage für die Verleihung des Gütesiegels. Für uns ist es Ansporn, die besonderen Begabungen einzelner Kinder noch genauer in den Blick zu nehmen. Damit das besser gelingen kann, planen wir derzeit ein ganzes Maßnahmenpaket, das vom Aufbau fester Teamstrukturen über Änderungen in unsrem Beratungssystem bis zu regelmäßigen Fortbildungen sowie intensivem Austausch mit anderen Schulen reicht. Bettina Homann 5


WLS-Schulheft Schulprogramm

Auf ein Neues, das Schulprogramm geht in die zweite Runde! Viel gearbeitet und einiges erreicht, so hat es die Schulinspektion im vergangenen Schuljahr festgestellt. Auf Grundlage der Ergebnisse wurde dann mit dem Schulamt eine Vereinbarung entwickelt, wie’s denn weitergehen soll mit der WLS. Erhaltungs – und Entwicklungsziele wurden formuliert. Da Papier aber bekanntlich geduldig ist und geschrieben noch lange nicht getan bedeutet, galt es zu Beginn des Schuljahres, das Vereinbarte kleinzuarbeiten in notwendige, umsetzbare Teilstücke. Nicht alles dabei ist neu, einiges brennt schon lange „unter den Nägeln“, wie man so schön sagt, und soll jetzt - endlich sagen manche angegangen werden. Anderes, das schon richtig gut läuft, gilt es zu erhalten und ggf. auszubauen. Herausgekommen sind sieben Arbeitsgruppen, manche ganz neu zusammengesetzt, andere altbewährt und mit neuen Mitgliedern ergänzt, die jetzt an den Etappenzielen arbeiten. Die AG Äußere Differenzierung befasst sich mit dem Kurssystem (A/B/C und E/G) in den Hauptfächern und dem optimalen Weg zum bestmöglichen Schulabschluss. Die AG Binnendifferenzierung hat als erstes Vorhaben damit begonnen, Kolleginnen und Kollegen besser zu vernetzen und die vorhandenen Lernarrangements bezüglich SOL, Wochenplanarbeit oder Stationenlernen allen zugänglich zu machen.

diesem Thema. Bewährtes wird fortgeführt und überprüft, Neues soll hinzukommen. Die AG Eventmanagement hat gerade eine technische Schülerfortbildung organisiert, sodass diese bereits beim Herbstfest in der technischen Betreuung mitarbeiten konnten. Feste und Feiern an der WLS werden von dieser AG geplant, durchgeführt und ausgewertet. Die AG Individuelle Förderung hat das selbständige Lernen und die Veränderung von Unterricht auf dem Weg dahin zum Thema, auch das Beratungssystem für Schüler und Eltern soll überprüft und Änderungsvorschläge sollen erarbeitet werden. Die AG Schule und Gesundheit kümmert sich um die zahlreichen Vorhaben im Rahmen des Gesamtzertifikats „Gesunde Schule“ und arbeitet derzeit an den Schwerpunkten Lärmprävention und Lehrergesundheit. Die AG Teamentwicklung arbeitet an einem Konzept zur Umwandlung der WLS in eine Teamschule mit festen Jahrgangsteams. Derzeit werden die in anderen Schulen gesammelten Erfahrungen ausgewertet. Also, keine großen Absichtserklärungen, sondern überschaubare, konkrete Schritte, die derzeit angegangen werden. Dabei freuen wir uns über Unterstützung durch weitere Eltern und Schüler, einige sind schon mit viel Engagement dabei.

Die AG Berufsorientierung kümmert sich um die zahlreichen Aktivitäten an der WLS zu

Bettina Homann

Termine: Studientag Woche für besondere Vorhaben Betriebspraktikum H9 Jahreshauptversammlung des Fördervereins Informationsveranstaltung „Jugendmedienschutz“ Kleiderbasar Betriebspraktikum Jg. 8 Abschlussprüfungen Frühlingsfest Miniplaybackshow Theateraufführungen 6

31.1.2011 1.2. - 4.2.1011 1.2. - 11.2.2011 22.3.2011 31.3.2011 4./5.3.2011 9.5. - 27.5.2011 2.5. - 6.5.2011 8.4.2011 20.6.2011 24./25./26.5.2011


WLS-Schulheft Aktuelle Schülerbefragung in den Jahrgängen 5-7

„Mir geht es an der Wilhelm-Leuschner-Schule gut.“

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mfrageergebnisse sollte man immer kritisch betrachten, - kluge Sätze verweisen zuhauf darauf. Wozu also überhaupt solche Ergebnisse erheben, wo liegt der Nutzen? Von Tyll Necker, einem deutschen Unternehmer, stammt der Satz: „Trends und Exemplarisches erkennen, Zufälliges und Flüchtiges verdrängen - das kann und sollte die Statistik leisten.“ Ein gutes Beispiel hierfür sind Umfragen vor Wahlen. Seit dem Schuljahr 2008/09 erheben wir an der WLS mit Hilfe der unten abgebildeten Feststellungen Trends und Exemplarisches, zunächst im Jahrgang 5 und mittlerweile bis hoch zum Jahrgang 7. Ausgewertet werden sowohl die Ergebnisse der einzelnen Klassen als auch die der Jahrgänge. Die Jahrgangsergebnisse des aktuellen Schuljahres zeigt die folgende Tabelle. Welche Trends sind daraus abzulesen, wo findet sich Exemplarisches? Wenn mehr als 90% der befragten Schülerinnen und Schüler sagen, dass der Satz „Mir geht es an der Wilhelm-Leuschner-Schule gut“ voll oder oft auf sie zutrifft, dann zeigt dies mindestens den Trend, dass hier eine der wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen oft in hohem Grad erreicht wird. Wenn knapp 80% der Schülerinnen und Schüler das Essensangebot der Mensa oft gut finden, so zeigt

auch das eine Tendenz, trotzdem gibt es Tage an denen es auch einmal nicht schmeckt. Die Umfrageergebnisse gehen nach der Zusammenstellung an die Jahrgangsteams und auch an die einzelnen Klassen, sie werden im Klassenrat diskutiert. Dies ist wichtig um die Entstehung mancher Ergebnisse nachvollziehen zu können und keine falschen Schlüsse zu ziehen. So könnte man zum Beispiel aus den Ergebnissen der Feststellung „Wenn ich Probleme in der Schule habe, spreche ich mit meinen Lehrern darüber“ schließen, dass die Schülerinnen und Schüler zu den Lehrern keinen Zugang oder nicht genügend Vertrauen haben. Nachfragen dazu in mehreren Klassen ergaben ein verändertes Bild: Die Schülerinnen und Schüler gaben an, natürlich, wenn nötig, auch mit dem Lehrer darüber zu sprechen, aber erste Ansprechperson bei Problemen seien für sie ihre Eltern, gute Freunde oder auch Geschwister, daher hätten sie „trifft kaum oder nicht zu“ angekreuzt. Vor diesem Hintergrund überlassen wir es an dieser Stelle dem Leser, Trends und Exemplarisches in unserer Umfrage aufzuspüren. Uns dient sie als Stimmungsbarometer und, im Austausch mit den Schülerinnen und Schülern, als Diskussionsgrundlage für die Weiterentwicklung der WLS. Bettina Homann

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WLS-Schulheft Vorlesewettbewerb 2010

Lesen macht Spaß

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ast 600.000 Schüler haben mitgemacht, über 7.300 Schulsieger wurden ermittelt, beim Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels, der in diesem Schuljahr zum 52. Mal stattfand. An der WLS ist der Vorlesewettbewerb fester Bestandteil des

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Leseförderkonzepts für den Jahrgang 6, denn auch gutes Vorlesen kann und muss man trainieren. Dabei ist der Vorlesewettbewerb viel mehr als nur Vorlesen, - jeder Schüler stellt zunächst das Buch vor, aus dem er oder sie liest und das, was dann vorgelesen wird, macht häufig Lust auf selber lesen. Am 7. Dezember hatten sich die fünf Klassensieger des 6. Jahrgangs mit ihren Unterstützern in der Schülerbücherei der WLS versammelt um ihren Schulsieger zu ermitteln. Für mich als Jurymitglied ist das jedes Mal spannend, weil es doch immer wieder ein tolles neues Buch gibt, das man so kennenlernt. In diesem Jahr war es das Buch „Ismael und der Auftritt der Seekühe“, für das sich Chris Kleeberg entschieden hatte. Dass ihm dieses Buch auch selbst viel Spaß gemacht hat, war deutlich zu hören bei seinem Vorlesen. Damit sowie mit seinem Vortrag eines unbekannten Textes hat er die Jury überzeugt und darf die WLS jetzt beim Regionalentscheid im Februar vertreten. Wir drücken ihm natürlich die Daumen! Alle Sieger erhielten als Anerkennung einen Büchergutschein, gestiftet vom Förderverein der WLS, für noch mehr Lesestoff. Bettina Homann


WLS-Schulheft Woche für besondere Vorhaben im September 2010

Steinzeit-Tag im Jahrgang 6 In einer Woche für besondere Vorhaben, wie sie an der WLS mehrmals im Schuljahr stattfindet, ist Zeit für besondere Lernformen: So gab es im September im Jahrgang 6 zum Beispiel einen GL–Tag zum Thema „Steinzeit“. Einen Tag lang konnte jeder Erfahrungen sammeln, wie sich die Steinzeit so „anfühlt“: töpfern,

Korn mahlen, spinnen, weben, Werkzeuge aus Feuerstein herstellen oder sich wie Steinzeitfrauen kleiden… So waren die Schülerinnen und Schüler mit viel Spaß und Konzentration dabei und um viele Erfahrungen und Erkenntnisse reicher. Bettina Köhler

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WLS-Schulheft Englischunterricht, Jahrgang 6

Stinking cheese and ‘Bienenstich’-cake Lehrerinnen und Lehrer, die viele Korrekturen haben, haben nichts zu lachen. Das muss nicht sein! Im Jahrgang 6 werden zurzeit die ersten Geschichten auf Englisch geschrieben. In einem Englisch-Test schrieb Janika Tolksdorf aus der Klasse 6A die folgende Story.

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esterday it was a funny day. Hildegard and Brigitte went to the supermarket. Hildegard bought chocolate and biscuits. Brigitte bought stinking cheese. Hildegard asked, “Brigitte, why do you buy stinking cheese?” Brigitte answered, “I want to cook a stinking cheese soup!” “Oh, Brigitte!”, said Hildegard. “Let´s go home.” They went home. Later Brigitte phoned Hildegard. She said, “Do you want to come and eat cheese soup?” Hildegard shouted, “I don´t want your stinking cheese soup! I´d rather go to a café or go shopping in Harrods!” Later they met in Harrods and ate `Bienenstich´-cake. The End ! Janika Tolksdorf

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WLS-Schulheft Theateraufführung der 6a in der Lutherkirche in Kassel

„Das Traumfresserchen“ wanderte nach Kassel

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ie Klasse 6a hatte das Theaterstück „Das Traumfresserchen“ nach einem Märchen von Michael Ende für das Frühlingsfest 2010 eingeübt und bereits im April ein großes Publikum eine Stunde lang in ihren Bann gezogen. Daraufhin wurde das junge Ensemble für ein Theaterwochenende im September in der Lutherkirche angeworben. Solch eine „Wiederaufnahme“ bedeutete für die Kinder nicht nur das Hervorkramen von längst verdrängten Textpassagen, Absprachen und Requisiten, sondern vor allem die Umstellung auf eine völlig neue Spielsituation: eine viel kleinere Bühne als gewohnt, andere Aufund Abgänge auf der Bühne und eine andere Akustik in der Kirche. Aber die neuen

Bedingungen der fremden Bühne schienen die Kreativität der jungen Darsteller nur anzuregen. Sie hatten sich sehr schnell mit der neuen Situation arrangiert und einen Blick dafür entwickelt, wie man Kleinigkeiten umändern kann, damit alles auf die neuen Räumlichkeiten passt. Die Theateraufführung selbst war noch beeindruckender als im Frühjahr. Das Publikum war fasziniert davon, wie die Kinder über eine Stunde lang mit großer Konzentration und Perfektion die Spannung in dem Theaterstück aufrecht erhalten konnten. Eine große Leistung! Bettina Köhler

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WLS-Schulheft Deutschunterricht, Jahrgang 6

Phantasiegeschichte nach einer Abbildung von einem alten Fluggerät

Die Flugshow

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rüh am Morgen wachte ich auf. Ich drehte mich um und starrte an die Wand. Plötzlich fiel mein Blick auf die Uhr. „Was? Schon neun Uhr?“. Ich sprang aus meinem Bett, überlegte kurz und ließ mich wieder zurückfallen. „Samstag“, ging mir durch den Kopf „schulfrei, na klar, wie konnte ich es nur vergessen?“. Ich freute mich, dass ich keine Schule hatte, doch dann fiel mir ein, dass heute diese Flugshow war, wo mein Opa unbedingt mit mir hin wollte, weil er doch Flugzeuge und so einen Kram liebt. Sofort war meine Stimmung verdorben. Ich quälte mich aus dem Bett und zog mich an. Unten am Frühstückstisch saß Opa und las Zeitung. Er strahlte wie ein Honigkuchenpferd: „Guten Morgen, meine Lieblingsenkelin!“. Dabei war ich seine einzige Enkelin. „Guten Morgen, Opa“, antwortete ich. Opa fragte: „Und? Freust du dich schon auf heute? Heute machen sie die Flugshow mit einem der ältesten Flugzeuge der Welt, toll, was?“ „Ja, aber... Opa, ich habe doch so viele Hausaufgaben auf und du, ehm, du sagst doch selber immer “Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. „Da hast du wohl recht“, erwiderte Opa. Die Enttäuschung sah man ihm an. Plötzlich bekam ich ein schlechtes Gewissen und dachte nach. Opa ging mit mir auch immer zum Reiten, obwohl ich längst wusste, dass ihn das

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überhaupt nicht interessierte. „Ehm..., Opa, weißt du was? Ich komme trotzdem mit“. „Aber die Hausaufgaben?“, fragte Opa. „Ach so, ja die können warten. Außerdem ist Sonntag auch noch genügend Zeit“, antwortete ich. „Das ist ja super, also zieh dich schon mal warm an. In 15 Minuten geht es los!“, rief Opa noch, als er gerade im Schlafzimmer verschwand. „Och, nö, warum habe ich nur ja gesagt? Na, toll, viel Spaß beim Langweilen“. Eine Viertelstunde später saßen wir im Auto. Die Fahrt dauerte ungefähr 30 Minuten, dann waren wir auf dem kleinen Segelflugplatz. Endlich da! Ich versuchte, nicht so einen gelangweilten Eindruck zu machen. Mein Opa war ganz aufgeregt, schnell stieg er aus dem Auto und lief zu einer kleinen Menschenmasse. Ich ging langsam hinterher. Ich wollte einfach nur schnell wieder nach Hause. Vor den Menschen stand ein Mann, das war der Pilot. Er redete und redete so viel, dass ich nicht mehr zuhörte, nur den letzten Satz bekam ich noch mit. „Zwei Personen dürfen mitfliegen.“ Ich schaute zu meinem Opa rüber. Der starrte den Flieger an, und ich wusste sofort, was ihm durch den Kopf ging: „Ich darf mit so einer alten Maschine mitfliegen?“. Jetzt schaute ich den Flieger ebenfalls an. „Oh, mein Gott, der sah ganz schön alt aus. Könnte das Ding abstürzen? Oh, Gott!“. Ich bekam Angst.


WLS-Schulheft Mein Herz schlug ganz schnell. Die Flugmaschine sah sehr wackelig aus. Die Räder erinnerten an die von einem Fahrrad und die komischen Flügel sahen dünn und instabil aus. Über den Sitzen waren noch einmal zwei Flügel angebracht. Die sahen noch dünner aus. Da hörte ich den Piloten wieder fragen: „Wer möchte gerne mitfliegen?“. Keiner außer meinem Opa meldete sich. Ich glaube, die hatten alle Schiss. „Sie? Sehr gerne. Haben Sie denn noch einen Begleiter?“, fragte der Pilot. „Ja, meine Enkelin“, sagte Opa stolz und zog mich an der Kapuze zu sich hinüber. „Okay, dann mal rauf auf das alte Ding!“. „Aber Opa“, stammelte ich, „ich, ich will nicht. Kann ich nicht hier unten auf dich warten?“. „Klar willst du, los, komm schon!“, drängte Opa. Oh Gott, jetzt würde ich sterben! Der Pilot startete die Motoren. Jetzt gab es kein Zurück. Schon hoben wir von der Erde ab. Höher und höher flogen wir, doch plötzlich... Aua, wir fielen. Ich hörte kein Motorengeräusch. Nein, nichts! Mein Herz raste genau so schnell, wie wir an Höhe verloren Ich bekam kaum Luft. Ich schloss die Augen und traute mich keine Be-

wegung. Doch auf einmal ..., ja, wir waren wieder oben. Ich hörte die Menschen unten klatschen. Ich öffnete die Augen und merkte, dass alles wieder in Ordnung war. Gerade flog ein Schwarm Vögel an uns vorbei. Wow, toll, einfach toll! Wie schön es hier oben war! Der Wind streichelte sanft meine Wangen und der Bart von meinem Opa wehte nach hinten. Alles unter uns war so winzig. Hier oben war es einfach wunderschön. Ich fühlte mich super. Ich war richtig glücklich. Doch schon bald landeten wir und Opa und ich stiegen aus. Auch Opa war vor Staunen sprachlos. Der Pilot flog noch weiter und machte Loopings und so. Ich ließ keine Sekunde von dem Flieger ab. Die Flugshow neigte sich dem Ende zu. Zum Abschluss bekam jeder von den vielen Gästen ein kleines Modellflugzeug. Das war vielleicht putzig! Ich schaute es mir lange an und dachte: „Zum Glück bin ich doch mitgekommen. Fliegen ist ja so schön!“ Lea Scholl, 6c

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WLS-Schulheft Deutschunterricht, Jahrgang 8

Um den literarischen Nachwuchs müssen wir uns nicht sorgen …

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rstmals lobte das Hessische Ministerium für Kunst und Wissenschaft im Herbst 2010 den Wettbewerb „Jugend schreibt“ aus. Der von der Kinder-Akademie Fulda konzipierte und organisierte Wettbewerb forderte Jugendliche in Hessen zwischen 12 und 15 Jahren auf, sich literarisch mit dem Motto „Alleinsein“ auseinander zu setzen. Der Deutsch A-Kurs des Jahrgangs 8 von Herrn Dr. Gillessen folgte dem Ruf und jede Schülerin und jeder Schüler beteiligte sich mit einem eigenen Beitrag. Dabei entstanden Texte, mit denen vielfältige Erfahrungen kunstvoll zum Ausdruck gebracht wurden - stellenweise auf sehr hohem Niveau! Stellvertretend seien an dieser Stelle drei Arbeiten vorgestellt, die exemplarisch für die literarische Kreativität und Individualität des Deutschkurses stehen.

Toni, das weiße Kamel von Noah Kahlke Der erste Sonnenstrahl des Tages spiegelte sich im Wasser der Oase inmitten der Sahara wieder. Die Männer schliefen noch in ihren Zelten, die Kamele lagen unter den Schatten der Palmen, außer Toni. Das strahlend weiße Kameljunge nahm in dem Tümpel zwischen den Palmen ein Bad, aber er tat dies nicht zur Abkühlung. Nein, er wollte genauso braun sein, wie die anderen. Klatschnass wälzte er sich im Sand, welcher dann an seinem Fell kleben blieb. Jetzt sah er so aus, wie er sich ein normales Kamel vorstellte. Er hielt die ewigen Neckereien seiner Cousins nicht mehr aus. Tudor und Lewis ließen keine Gelegenheit aus, um ihn wegen seinem schneeweißen Fell zu ärgern. Ihr Vater war das Leitkamel. Toni hatte nur einen Freund, den Sohn des Karawanenführers. Sein Name war Ali. Er war ein schmächtiger 10-jähriger Junge, der bei jeder Reise der Karawane zwischen den zwei Höckern des jungen Kamels saß. Dem Jungen machte es nichts aus, dass Toni ein weißes Fell hatte, denn auch Ali hatte keine Freunde. Die anderen Jungen der Karawane waren viel stärker als er, so dass er nach jedem Spiel Prügel von ihnen einstecken musste. Toni legte sich zu seiner Mutter Sara, von der er sein weißes Fell geerbt hatte. Sie wusste, was in ihm vorging. Er legte seinen Kopf zwischen die Vorderfüße seiner Mutter und wartete auf das Signal zum Aufbruch. Es dauerte nicht lange und die Händler bauten ihre Zelte ab, füllten Wasserkanister und verstauten ihre Waren in den Satteltaschen der Kamele. Auch Tonis Eltern bekamen solche 14

Taschen umgehängt. Er selber war noch zu jung dazu, so konnte er bei jeder Reise mit seinem Freund Ali herumtollen. Als sich der Trupp in Bewegung setzte, sah er Tudor und Lewis neben ihrem Vater, der ganz vorne lief, herumstolzieren. Das goldene Halfter des Leitbullen glänzte wie ein paar Edelsteine in der Sonne. Toni seufzte bei dem Gedanken, dass er niemals in der ersten Reihe laufen dürfte. Doch als ob Ali die schlechte Laune des Kamels spüren würde, kam er angelaufen. Die nächsten Stunden verflogen, während die zwei Freunde zusammen spielten. Doch plötzlich kehrte unheimliche Ruhe ein, der Himmel veränderte sich, ein Sandsturm zog auf. Das Schlimmste was einem in der Wüste passieren konnte!! Als schließlich der Leitbulle auf das Wetter aufmerksam wurde, war es schon zu spät. Die Alarmsignale ertönten, alle Kamele erschraken vor Angst. Toni verlor seine Eltern aus den Augen. Jetzt war er auf sich allein gestellt. Doch er erblickte Ali im Augenwinkel, wie er unter einem Berg von Sand zu ersticken drohte. Tonis Freund war in tödlicher Gefahr! Er zögerte keinen Augenblick. Er hetzte zu seinem Freund und packte ihn mit seinen Zähnen am Umhang und zog ihn unter der Sandschicht hervor. Als der Junge gerettet war, flossen ihm Tränen über die Wangen, so verängstigt war er. Doch von Minute zu Minute nahm der Sandsturm an Stärke zu. Mittlerweile hatten die beiden ihre Orientierung verloren. Sie wussten nicht in welche Richtung die Karawane gegangen war. Toni ließ sich von seinem Gefühl leiten. Er stupste Ali an und deutete ihm, auf


WLS-Schulheft seinen Rücken zu klettern. Nach ein paar hundert Metern legten sie sich hinter eine Düne, die den größten Teil des Sandes abhielt. Zusammen harrten sie aus, bis der Sandsturm erstarb. Als Toni den Kopf vorsichtig hob, war es still und dunkel geworden. Ali öffnete ebenfalls die Augen und hustete den Sand aus seiner Lunge. Die zwei stapften stundenlang durch die Wüste. Die Spuren der Karawane waren verweht. Als sie schon aufgeben wollten, erblickten Tonis scharfe Augen ein Feuer in der Ferne. Konnte das die Rettung sein? Oder war es nur eine Fata Morgana? Ali zog sich mit letzter Kraft auf den Rücken des Kamels. Auch Toni war sehr erschöpft. Er kämpfte sich Schritt für Schritt zum Licht. "Ich muss es unbedingt schaffen", sagte er immer wieder zu sich selbst. Schwankend schleppte das Kamel sich und

seinen Freund in den Lichtschein des Feuers. Alis Vater sprang ihnen entgegen. Mit einem Freudenschrei hob er seinen Sohn von Tonis Rücken und wirbelte ihn durch die Luft. Nie hätte er geglaubt, sein verloren gegangenes Kind noch mal wieder zu sehen. Tonis Eltern sprangen von ihren Schlafplätzen auf und begrüßten ihren Jungen voller Stolz. Toni sank nieder und genoss, wie die aufgegangene Sonne ihm ins Gesicht schien. Als Alis Vater plötzlich vor ihn trat und ein goldenes Halfter in den Händen hielt. Er legte es um Tonis Hals und wischte sich eine Träne aus dem Auge. Tonis Artgenossen sahen ihn bewundernd an. Er erblickte Tudor und Lewis, die mit offenen Mäulern dastanden. Schließlich legte sich das weiße Kamel zu seinen Eltern und schlief sanft mit dem Wissen, dass er einen wahren Freund gerettet hatte, ein.

ICH BIN ALLEIN von Annkathrin Spohr Warum fühle ich mich manchmal allein, obwohl viele Menschen in meiner Nähe sind? Warum fühle ich mich manchmal stark, obwohl ich allein bin? Mein Lehrer sagte zu mir: "Schreib bitte eine Geschichte über das ALLEINSEIN." Also setze ich mich allein in mein Zimmer und frage mich: "Wann fühle ich mich eigentlich allein?" "Bin ich jetzt in diesem Moment allein?'' Ja, denn keiner teilt in diesem Moment meine Gedanken, keiner ist wirklich für mich da, keiner unterstützt mich. Nein, denn unsere Katze schläft auf meinem Sessel, ich höre meine Mutter staubsaugen und meine Schwester singen. Wenn ich aus dem Fenster gucke, sehe ich die Nachbarin im Garten arbeiten. "Bin ich nachts allein?'' Nein, denn ich fühle mich geborgen, kuschele mich in mein Kissen und habe unterschiedliche Gedanken und Träume. Ja, denn keiner ist in meiner Nähe und bei einem plötzlichen lauten Geräusch bekomme ich Herzklopfen. Egal, was ich mich frage, ich habe immer unterschiedliche Gefühle und Meinungen. Irgendwie macht mich das sehr nachdenklich. Ich bin froh, dass ich in diesem Moment allein bin. Niemand soll mich jetzt stören oder mich mit seinen Wünschen und Fragen belagern. Ich bin froh, dass mein Lehrer mich dazu aufgefordert hat, mich mit dem Thema ALLEINSEIN zu beschäftigen, allein in meinem Zimmer. Denn ich weiß genau: Bin ich allein, bin ich nicht allein! 15


WLS-Schulheft

Alleinsein von Melanie Lenze Du schläfst und träumst vom fernen Land, so wunderschön und unbekannt, Mango, Kokos und das Meer, alles ist im Traume hier. Du tanzt am gelblich weichen Strand, die Tänzerinnen an der Hand, es spielt hawaiianische Musik, die Insel deiner Träume ist voller Exotik. Fünfzig, nein hundert, nein eintausend Menschen, mehr kann man sich im Leben nun wirklich nicht wünschen, singen, tanzen, fröhlich lachen, all dass kann man mit anderen machen. Die Musik noch nicht ganz verklungen, schon ist alles das verschwunden, du wachst auf und dir fällt ein: "Mist, ich bin allein."

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WLS-Schulheft Wahlpflichtkurs „Welt aktuell“, Jahrgang 10

„Welt aktuell“-Kurs nimmt am Schülerwettbewerb zur politischen Bildung teil

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ach den Sommerferien lasen die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses „Welt aktuell“ des Jahrgangs 10 die Broschüre zur Ausschreibung des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung 2010. Dieser Wettbewerb wird nun schon zum 40. Mal von der Bundeszentrale für politische Bildung durchgeführt. Für Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 standen sechs Aufgabenstellungen zur Wahl, die ihnen die Möglichkeit boten, politischen Themen nachzuspüren, die ihren Alltag berühren. Selbst organsiertes Lernen heißt das Erfolgsprinzip des Wettbewerbs. Sehr bald hatte sich der Kurs entschieden, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Die Jugendlichen wählten aber keines der vorgeschlagenen Themen („Südafrika heute - mehr als Schwarz und Weiß“ • „Treffpunkt? Lieblingsplatz!“ • „Straßennamen - Nachgeforscht“ • „Arm trotz Arbeit“ • „Traumfabrik Castingshow“), sondern nahmen die Möglichkeit in Anspruch, ein freies, brandaktuelles Thema zu wählen. Zu dieser selbst gewählten Aufgabe sollte in Gruppen mit mindestens fünf Personen eine Wandzeitung, eine Dokumentation oder eine Homepage in einer Offline-Version entstehen. Noch aber war kein aktuelles Thema in Sicht und Gruppen hatten sich auch noch nicht gebildet. So machten sich die Schüler auf Themensuche und lasen Zeitungsberichte zu aktuellen Themen. Die Artikel der Frankfurter Rundschau „Pass auf, du klaust mir was - Sabrina Setlur kämpft gegen das illegale Downloaden ihrer Musiktitel“ und „SPD gibt Rente mit 67 auf“ waren schließlich die interessantesten unter vielen weiteren ebenfalls in Frage kommenden Themen. Zur Problematik illegaler Musikdownloads bildete sich eine Neunergruppe und mit der Auseinandersetzung um die Rente mit 67 wollten sich sechs Schülerinnen und Schüler beschäftigen.

Meine Rolle als Lehrer war nun die eines Beraters, der sich zurücknimmt, um die Eigenständigkeit der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Ich motivierte, half beim Koordinieren und Strukturieren der anstehenden Arbeitsaufgaben und achtete am Ende auf das geforderte Format der Einsendung und korrigierte letzte Rechtschreibfehler. Die Schüler lasen Zeitungsartikel zu ihrem Thema und sammelten Informationen aus dem Internet, stellten Leitfragen auf, strukturierten den Inhalt, teilten die Arbeit untereinander auf und formulierten am Ende eine eigene Meinung. Rechtzeitig vor Abgabeschluss Anfang Dezember brachten sie das Projekt zu Ende und die beiden Dokumentationen waren fertig gestellt. Zwar waren beide Gruppen nicht ganz zufrieden, weil die Absprachen untereinander in beiden Gruppen nicht immer ganz klappten. Manchmal erledigten verschiedene Gruppenmitglieder etwas doppelt oder gar nicht. Insgesamt aber können sich die Arbeiten sehen lassen. Der Kurs hätte mit diesen Arbeiten einen der ausgelobten Geld- oder Sachpreise verdient. Und auch, wenn keine der beiden Projektarbeiten in einer Gewinnerarbeit mündet, so gilt: Der Weg war das Ziel! Hartmut Schweiger Lehrer des WP 10-Kurses „Welt aktuell“ 17


WLS-Schulheft


WLS-Schulheft Klassenfahrten

6a und 6b in der Jugendherberge Waldeck

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m Montag, den 20.9.2010, stiegen wir in den Bus, der uns zum Edersee bringen sollte. Dann mussten wir erst einmal eine gute Stunde fahren, bis wir endlich in unserer Jugendherberge waren. Da wurden wir gleich als erstes vollgequatscht: Regeln, Regeln, Regeln. Dann durften wir endlich rein. Da sah ich es: die Treppen, 38 Stück, jeden Tag hoch und runter! Das Gute war, wir hatten das beste und größte Zimmer von allen (fanden wir). Jetzt hieß es erst einmal Taschen auspacken. Wenig später fuhren wir zum Baumwipfelpfad. Das war naja, ganz OK. Als wir zurückkamen, mussten wir unsere Betten beziehen. Oh mein Gott, wenn ich daran denke. J. und S. sind voll ausgerastet. Die haben vielleicht rumgeschrien. Als auch das geschafft war, haben manche im Edersee gebadet. Nach dem Essen haben wir eine Nachtwanderung gemacht. Unheimlich! Das war so dunkel… Um 22 Uhr war eigentlich Nachtruhe. Aber ehrlich gesagt, hat sich daran fast keiner gehalten. Wir waren noch gut dabei, als wir um 24 Uhr geschlafen haben. Dienstag: Um 6.30 Uhr war die Nacht auch schon wieder vorbei. S. und ich waren als erste wach. Wir haben die anderen gleich geweckt. Nach dem Frühstück sind wir zu den Klippen gegangen und nachmittags an der Staumauer vorbei bis in den Wildpark. Im Wildpark fand ich es gut. Wir waren bei der Vogelschau. Da waren ganz schön große Vögel. Die sind über uns geflogen, da musste man sich natürlich ducken. Aber als die riesigen Geier über uns geflogen sind, hat ein Junge das anscheinend vergessen, denn der Geier ist genau vor den Kopf des Jungen geflogen… Danach durften wir alleine durch den Wildpark gehen. Die großen Damhirsche waren ganz schön frech. Als wir wieder in der Jugendherberge waren, sind wir wieder im Edersee baden gegangen. Später war die Disko. Die war auch ganz gut, außer der Nebel, urgh! Am Abend war wieder nichts mit 22 Uhr Bettruhe. Mittwoch: Morgens mussten wir uns ein Lunchpaket machen. Am Anfang war es noch gut. Da sind

Auf dem Baumwipfelpfad

wir mit der Standseilbahn gefahren. Doch dann haben wir uns ein Wasserbecken angeguckt und sind bei 23° Celsius gefühlte 25 Kilometer wieder runtergelaufen. Das war anstrengend. Zum Glück sind wir mit einem Schiff zurückgefahren. Und zur Belohnung durften wir wieder baden, diesmal war es auch nicht so kalt wie die Male davor. Am Abend hatten wir mal kein Programm und wir sind fast ausgehungert. Irgendwo haben wir dann doch noch ein paar Salzstangen gefunden. Ob das ohne Programm so gut war, weiß ich nicht, denn viele haben sich gestritten. Die meisten aus unserem Zimmer hielten sich beim Strei19


WLS-Schulheft ten aber raus, wir mussten uns um J. kümmern, die hatte Heimweh. Am Ende war alles geklärt, dann ist uns die Lampenschüssel von der Decke gefallen, einfach so. Zum Glück war sie aus Plastik. Donnerstag: Da wollten wir doch einmal länger schlafen, da kommt Frau Köhler, bumm, bumm, bumm! „In einer Viertelstunde gibt´s Frühstück!“ – „Oh!“ Also gingen wir alle noch total verschlafen runter. Wir gingen gleich nach dem Frühstück zur Seilbahn, denn wir wollten hoch zum Schloss Waldeck. Als wir oben angekommen waren, standen wir im strahlenden Sonnenschein und unter uns war alles voll Nebel. Später, als der Nebel weg war, hatten wir einen tollen Ausblick. Der Mann, der mit uns die Führung gemacht hat, hat uns am Anfang so einen Brunnen gezeigt. Der war, wenn ich mich recht erinnere, 120 m tief. Dann haben wir so etwas Ähnliches wie ein Telefon bekommen. Da konnte man eine Nummer eingeben und dann hat jemand einem etwas erzählt. Eigentlich sollten wir wieder runter laufen, aber wir haben Herrn Truß überredet, mit der Seilbahn wieder runter zu fahren !!! Nachmittags sind wir mit einem Segelboot gefahren, das hat auch Spaß gemacht. Abends hatten wir einen „gemischten Abend“, da musste jedes Zimmer etwas vorführen. Wir hatten drei Sachen: ein Theaterstück ohne Worte, ein Streitgespräch und J. und ich wurden gezwungen noch etwas zu machen. Hinterher wurden noch Bilder auf einer Leinwand gezeigt. An dem Abend hat keiner daran gedacht, so früh schon zu schlafen. Freitag: Am Freitag war die Reihenfolge: Packen, Frühstücken, Aufräumen, Bett abziehen und losfahren. Die Klassenfahrt war ganz schön, aber ich habe mich trotzdem gefreut auf zu Hause. Und so ging die Klassenfahrt zu Ende. Lena Heere, 6a

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WLS-Schulheft Jahrgang 9

Kennenlerntreffen der Neuntklässler am Bootshaus egen war bereits angesagt worden. Die Schüler des Jahrgangs 9 befanden sich erst seit 11 Tagen in ihren neu zusammengesetzten Klassen des Realschulund des Gymnasialzweiges. Nun sollte der 30. August ein Kennenlernhappening werden. Ein Sport- und Spieltag am Bootshaus des RGK mit Übernachtung in Zelten war bei zwei Vorläufer-Veranstaltungen in den Jahren zuvor ganz erfolgreich verlaufen. Und nun sollte sich alles in Regen auflösen?

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sche Rot der Geranien leuchtete im Sonnenschein. Glück gehabt. Glück gehabt? Denkste. Nachdem alle restlichen Schüler beisammen waren und wir mit dem großen Gelände-Stationenspiel beginnen wollten, fing es gerade an zu nieseln. Doch die gute Stimmung ließen wir uns nicht nehmen.

Bevor es am Montag der Woche der besonderen Vorhaben losging, trafen bereits die ersten fürsorglichen Krankmeldungen ein. Als die Lehrer sich im Bootshaus einfanden, war aber alles ganz anders. Die Morgensonne schien in die offene Hochterrasse des Bootshauses und brachte wohlige Wärme. Die jungen Schwalben verließen erstmals ihre Nester, ohne sich an uns zu stören, und boten ein friedliches Schauspiel, wie sie im Fliegen trainiert wurden. Das fri-

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WLS-Schulheft Das Zelten wurde gecancelt und die Übernachtung auf die Turnhalle verlegt. Und dann gings los. Die Schüler sollten in Gruppen, ausgestattet mit einem Wegeplan, einzelne Stationen in der Aue und im Buga-Gelände finden und dort Aufgaben lösen, um

Kopf und Schulter trocken, aber die Feuchte kroch durch die Schuhe und in die Hosenbeine. Plastikplanen aus dem Kofferraum würden mir und den Stationsleitern der Dartstation unter einem Baum in der Aue vielleicht etwas Schutz bieten. Die Wolken verschwammen allmählich in ein graues Einerlei. Das Gefühl wärmender Sonnenstrahlen war nicht mehr zu aktivieren. Klamme Feuchte breitete sich weiter aus. Die Tropfen trommelten regelmäßig auf die Plane, spritzten in den kleinen Pfützen auf dem sandigen Weg. Endlich kamen die ersten über den Rasen der Karlswiese. Klatschnasse Figuren. Wie in einem Krimi. Und es regnete nur noch in Schnüren. Aber die Kids kamen alle in bester Stimmung zur Station und sie gaben ihr Allerbestes. Einige Gruppen gingen sogar noch einmal im Dauerregen zurück über die kleine Fulda, weil sie das erste Kunstwerk der kommenden Documenta, den Stein auf den Aststümpfen des Baumes, nicht gefunden hatten. Gleichwohl waren alle froh, als sie sämtliche Aufgaben gelöst hatten, das Spiel zu Ende war und sie die verdiente Pause auf der trockenen Hochterrasse beim Genuss der mitgebrachten Kuchen und Leckereien genießen konnten. Als die Pause vorüber war und Zeltausrüstungen und Schlafsäcke in die Autos der Lehrer verstaut werden sollten, ließ auch der Regen pünktlich nach. Der Marsch in die Innenstadt wärmte ein wenig die kalten Knochen, und als wir die reservierte Pizzeria in der Treppenstraße lärmend füllten, die Cappriciosi und Quatro Stagioni in uns hineinschaufelten, löste sich auch der letzte Rest von Frust in dampfendes Wohlbefin-

ausgelobte Preise zu erringen. Und so machten wir uns zuversichtlich auf den Weg, das Gefühl der wärmenden Sonne im Gesicht erinnernd. Vor der Orangerie gab es eine Boule-Station. Es war klar, dass es eine Weile dauern würde, bis die erste Gruppe diese Station erreichen würde. Die Bäumchen in den Pflanzkübeln würden keinen Schutz vor Regen bieten. Die Weile zog sich in die Länge. Das Herumstehen mit dem Regenschirm wurde zur Last. Mit zunehmender Wartezeit wandelte sich der Nieselregen in kühle Regenschauer. Der Schirm hielt 22

den auf. Mit dem Bus gings in die WLS, dem nächsten Schock entgegen. Die Turnhalle, die in so mancher Film- oder Sportnacht schon gute Dienste geleistet hatte, war inkontinent, unbewohnbar. Flächige Pfützen breiteten sich aus und überall standen noch Leitern und Geräte der Bauarbeiter herum, die mit der Dachsanierung noch nicht fertig waren. Wieder war situationsangepasste Flexibilität gefordert und führte schnell zu dem Beschluss, den Jahrgangsbereich der 9er in ein Übernachtungslager zu verwandeln. Und es


WLS-Schulheft gelang auch in kürzester Zeit, die gerade erst neu bezogenen Klassenräume in eine Art unbeschreiblich neobarockes Partisanenlager zu verwandeln, das alle Ansprüche an klassenübergreifende Integration und allseitige Kommunikation mit einem Schlag erfüllte, alle Ansprüche an Ordnung und Kultur aber ebenso schnell zerstäubte. Die Kultur aber wurde im Abendprogramm noch eben gerettet, als Julio Merz als Entertainer und Tanzlehrer den gesamten Jahrgang in der Aula mit seiner Einführung in die tänzerischen Grundlagen und philosophischen Wurzeln des Hiphop stundenlang beeindruckte und die Schüler erfolgreich zu verschiedenen Tanzszenen animierte. Das sich anschließende Filmangebot in der Aula wurde nicht mehr so rege genutzt. Einige lagen auf ihren Schlafmatten, um das Geschehen noch zu verfolgen. Bei den meisten überwog wohl das Bedürfnis, sich im Jahrgangsbereich aufzuhalten, miteinander zu quatschen und Quatsch zu machen. Nachdem aber der Film durchgelaufen war und spät genug das Gute auf der DVD-Scheibe wieder einmal gesiegt hatte, wurde in der Aula das Licht ausgeknipst. Schlafen war endlich angesagt. Waren es die bösen Geister der Überdrehtheit, war es purer Übermut? Bis auf einige, die trotz des Gelärmes den Schlaf der Seligen schliefen, wurde eine Schlafruhe morgens um vier immer noch von einem harten Kern besonders unsensibler Egoisten verhindert, die noch so lange ihr eigenes Spiel spielten, das da hieß „Aufmischen“ und Unfug anstellen, bis es ernsten Ärger gab. Gerade die fehlten beim und nach dem Frühstücken, als es nämlich ums Aufräumen ging. Da war jegliche gute Stimmung wie weggewischt und einer allseitigen tristen Katerstimmung gewichen. Und so stellt sich nach einer unter den verwässerten Umständen im Großen und Ganzen durchaus noch gelungenen Veranstaltung schlussendlich doch die Prioritätenfrage, was Vorrang haben sollte. Sollten wir durch eine Schuljahresanfangsveranstaltung die Integration der neuen Klassen fördern oder versuchen, eine Jahrgangsidentität zu verbessern?

Beide Fliegen mit einer Klappe zu fangen, ist schwierig. Wolfgang Grebe 23


WLS-Schulheft Abschlussfahrt der R10b nach Saló am Gardasee

Satirisches Reisetagebuch BUSFAHRT (Maximilian Spangenberg) Unsere lang ersehnte Abschlussfahrt mit Herrn Müller-Stengele, seiner Tochter Lisa und ihrem Hund Emma ging bombig los: Als wir an der Busschleife der WLS die Koffer in den Bus luden, fing es zum Glück an in Strömen zu regnen. Patschnass saßen wir dann im Bus und hatten großen Spaß daran, uns wie triefende Tiere zu schütteln.

sehr interessanten Rastplatz bei Bad Hersfeld wurde nicht nur unser Bus ausgetauscht, sondern auch unser Busfahrer. Die restliche kurze Reisezeit (ca. 16 Stunden) durfte man mit dem Ärgern übermüdeter Sitznachbarn totschlagen. In den häufigen Pausen konnte man sehr delikate und preiswerte italienische Spezialitäten in den noblen Restaurants an der Autostrada ergattern... ANKUNFT IM HOTEL (Marvin Möller) Als wir nach der problemlosen Busfahrt in Saló ankamen, wurden wir sofort von den Gepäckträgern empfangen, die schon den roten Teppich für uns ausgerollt hatten. So konnten wir entspannt unsere Zimmer suchen und uns in dem wunderschönen Hotel und in dem noch viel schöneren Zimmer umsehen. Wir hatten ein sehr schönes großes Bad mit einer bequemen Mini-Badewanne, die Herr Müller liebevoll “Bidet” nannte. Matthias bezog das schönste Bett von allen, wir wollten ja nicht so sein. Ein komplett frisch bezogenes Klappbett. Was will man mehr ? Das Essen löste bei jedem von uns ein Feuerwerk der Geschmacksnerven aus. Im Bett durften wir von so viel Alkohol träumen, wie wir nur konnten und kamen auch deshalb keine Nacht in den Schlaf. Morgens um 7 Uhr stellten wir uns dann vor, wir dürften so lange schlafen, wie wir wollten und das Frühstück würde uns von hübschen Italienerinnen ans Bett gebracht...

Als uns die lieben Eltern bei der Abfahrt mit Freudentränen in den Augen nachwinkten, kamen wir uns vor wie eine Horde klatschnasser Schafe bei Dauerregen. Die Freudentränen der Eltern waren natürlich begründet... Eine Woche lang keine nervenden Wänste zu Hause, juhuu. Nach einer halben Stunde dann schon die Riesenpanne. Die Scheibenwischer gaben im Wolkenbruch ihren Dienst auf. Nach fast zwei Stunden Zwangsaufenthalt in stockdunkler Nacht auf einem touristisch 24

DIE NÄCHTE (Matthias Ziegler) Die Nächte auf dem Zimmer mit Marvin und Steven, mit denen man sooooooooo viel Spaß haben kann, wurden zum Horror. In der ersten Nacht hat keiner von uns ein Auge zugemacht. Ich war todmüde und sie ließen einen nicht schlafen. Wir haben die ganze Nacht das Licht an- und ausgemacht und glucksten vor unterdrücktem Gelächter. In der zweiten Nacht hielt uns ein Geräusch wach, das aus den Toiletten kam. Wir überlegten, unseren Lehrer zu wecken, aber dazu hatten wir nicht den Mut. Steven versuchte, das Wassergeplätscher abzustellen, es gelang ihm dann nach zehn Versuchen. In der dritten Nacht hatten wir dann ein Insektenproblem. Steven kam auf die glorreiche Idee, mein gutes Deodorant zu nutzen, um Mücken und Fliegen, die um die Lampe kreisten, umzubringen. Erfolglos, stattdessen fiel uns auf, dass der Rauchmelder an der Decke leuchtete, und wir bekamen uns vor Lachen nicht mehr ein. Vor Angst, dass bald eine ganze


WLS-Schulheft Horde blinkender Feuerwehrautos vor unserem Hotel stehen könnte, weckten wir lieber doch unseren Lehrer. Der hielt uns sehr wahrscheinlich für total durchgeknallt und machte uns klar, dass diese Rauchmelder immer gleichmäßig blinken, wenn sie in Betrieb sind . Die Nacht danach hatte es auch in sich. Da M. wegen seiner aromatischen Füße aus jedem Zimmer geworfen wurde, wollte ihm Steven etwas von meinem guten Parfüm auf die Füße schütten. Da es aber stockdunkel war, stolperte er und das Parfüm ging zu Bruch. Steven räumte die Scherben gleich weg und dabei schnitt er sich fast den Finger ab. Ich wollte ihn nicht verbluten lassen, ging zu unserer Betreuerin, Lisa Stengele, und bat sie um Pflaster, Verband und ihre Hilfe. Lisa und ich klebten und wickelten es ihm um den Finger. Am nächsten Morgen trübte der Geruch von dem Parfüm unsere Sinne und Stevens Finger war kalkweiß wegen dem starken Druckverband, der die Blutzirkulation unterbrochen hatte. Aber er spürte noch Schmerzen darin, also war er nicht ganz abgestorben. Später, als wir wieder zu Hause waren und die erste Nacht in unseren Betten verbrachten, merkte ich: Wir haben die verrückte Zeit in Salo sehr genossen und wir vermissen sie... TAG IN VERONA (Adrian Zenker) Der Dienstag begann mit einer langen Fahrt nach Verona. Dort angekommen, stieg plötzlich eine Frau hinzu, die ohne Punkt und Komma zu reden begann.

Jeder Schüler verfolgte natürlich unglaublich wissbegierig, was die Frau zu sagen hatte, und so kam es, dass sie uns quer durch die ganze Stadt führte und dauernd weiterredete. Unser Weg führte an einem Markt vorbei, voll mit billigen Klamotten, an einer Statue vorbei bis hin zu Julias Balkon, auf dem sie ihrem Romeo einst entgegenschmachtete. Sowohl der Torbogen, der zum Innenhof unter dem Balkon führt, als auch das Treppenhaus waren mit kulturell wertvollen und wichtigen Liebesschwüren verziert. Im Innenhof dann der Schock! Hunderte von Perversen, die einer goldenen Julia-Statue einfach an die nackte Brust packten. Das sollte wohl Glück in der Liebe bringen... Die Frau, die uns quer durch die Stadt geführt und uns bequatscht hatte, ging beim römischen Amphitheater von uns und wir wurden für 1 ½ Stunden für „vogelfrei“ erklärt. Es zog manch einen von uns zum Markt, während andere lieber preiswert und schnell bei den fliegenden Händlern kauften, welche selbstverständlich nur höchste Qualitätsware zu geringsten Preisen anboten. Diese Händler waren sogar so freundlich, dass sie jeden von uns dreimal fragten, ob wir denn wirklich nichts kaufen wollten, und uns bis zu den Bussen begleiteten. GESUNDHEIT (Jana Brekau) Was ganz harmlos mit einem Niesen im Bus angefangen hatte, entwickelte sich bei Amelie und mir, Jana, zu einem astreinen grippalen Infekt mit allen Schikanen. Die Zwangspause wegen dem schrottigen Scheibenwischer in Regen und Kälte gab uns den Rest. Nach und nach fing mein Hals immer mehr an zu schmerzen und meine Nase lief immer stärker. Egal, dann musste ich halt meine paar Taschentücher dreimal benutzen. Ich sah die dicke Erkältung für die nächste Woche schon kommen und freute ich mich mehr als alle anderen, als wir völlig fertig in Saló ausstiegen. Ich fühlte mich schlechter, die Ohrenschmerzen und der Schnupfen wurden schlimmer. Lena, Amelie und ich gingen erstmal Taschentücher, Raumspray und Toilettenpapier einkaufen. Meine Nase lief und meine Ohren bedankten sich für das ständige Geschrei meiner rücksichtsvollen Klasse mit einem Stechen. Ich gab also mein Geld, wie geplant, für Taschentücher und Medizin aus. Amelie ging es genauso super wie mir. Sie und ich verbrachten ein paar recht spannende Stunden auf unserem Zimmer. Wir vertrieben uns die Zeit mit: Schlafen, Meckern, Schmerztablettennehmen und Naseputzen, alles Dinge, die man auf einer Klassenfahrt gerne macht. Wer will schon ins Gardaland?

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WLS-Schulheft Sportsfun-Team-Day

Vom Blinden Mathematiker, vom Giftigen Kelch und anderen Spielereien – oder: Von der Kraft, die aus dem Chaos erwächst Fun Irgendwie war mir schon der Titel der Unternehmung durch das Wörtchen „fun“ ganz sympathisch vorgekommen. Außerdem hatte ich am Rande mitbekommen, wie enorm sich Sabrina Albert und ihr Partner Claus Cusig bei der Organisation ins Zeug gelegt hatten, so dass meine Erwartungen recht hoch ge-

die ästhetischen Fußballtechniker, die die Kugel in dem engen Spielfeld sanft wie ein kostbares Ei mit dem Fuß bewegten. Xlider war mir bis dahin völlig unbekannt, aber ich war sehr schnell genötigt, Bewunderung für Ivo aus der Sechs zu entwickeln, dass er mit seinen beiden Füßen auf zwei einzelne, kleine Platten mit untermontierten Rollen überhaupt aufsteigen, geschweige denn damit fahren konnte. Beim Biathlon habe ich mich auch versucht: Schießen liegend. Das wäre eine Sportart für mich - wenn die Laufrunden um den Platz nicht dazugehörten. Das Umwerfen eines Blechschildes mit Hilfe der Feuerwehrspritze (C-Rohr?) habe ich mir geschenkt. Ich hätte das vermutlich geschafft, aber der Wind erzeugte doch die meiste Zeit eine recht ungünstig wehende Wasserfahne. Auch auf das Boxen habe ich aus bestimmt nachvollziehbaren Gründen verzichtet. Frisbee-Golf hat mir dagegen richtig Spaß gemacht. Wieviel Würfe benötigt man bis um „Einlochen“, wenn der Weg dahin z.B. ein Hindernis in Form der Löcher einer Torwand und enge Kurven enthält? Talent Nicht alles konnte ich erproben. Manches, wie das Abseilen und das Klettern an der Kletterwand kannte ich bereits aus eigener Erfahrung. Nichts desto weniger war es interessant zuzuschauen und festzustellen, wie schnell man doch das Talent eines Menschen für eine Sportart erkennt. Ob Menschenkicker oder Le Parkour, allein das Zuschauen machte Spaß. Das Baseball-Areal, ringsum zugehängt mit dichten Netzen, so dass man kaum den Eingang fand, war besonders interessant. Hier konnte man das Geschick des Spielers an der Handhabung des Baseballschlägers und der Anzahl der Treffer mit selbigem besonders gut erkennen, und es wurde schnell klar, weshalb der Netzkäfig so hermetisch verschlossen war.

schraubt waren. Ich sah mich unter den freien Spielund Sportangeboten um und stieß auch auf die Teamzirkel-Stationen, die zum Pflichtbereich gehörten. Insgesamt ein Riesenangebot. Freie Stationen So traf ich, um ein paar Beispiele zu nennen, bei Street-Soccer auf die „Ballermänner“, aber auch auf 28

Pädagogischer Impetus Es war offensichtlich, dass hinter Sport und Fun der pädagogische Impetus hervorlugte. Hier ging es hintergründig um spielerisches Hineinschnuppern in Neues, um allseitige Körpererfahrung und Geschicklichkeit, um Schulung der Sinne, Überwindung von Ängsten, Erkennen von Grenzen. Ausdauer, Kraft, individuelle Hochleistung waren weniger ausschlaggebend. Meistens brachte nur Teamgeist und gute Zusammenarbeit die Schüler zum Ziel.


WLS-Schulheft

Teamzirkel Darauf waren vor allem die beiden Teamzirkel mit den überaus bildhaften Stationennamen zugeschnitten. Im Teamzirkel 1 wäre das Spinnennetz ohne Team nicht berührungslos zu durchklettern gewesen. Auch das Überwinden des Schokoflusses mit Hilfe von Trittplatten beinhaltete qua Aufgabenstellung bereits die Teamarbeit, sollte das doch die ganze Klasse schaffen. Teamfähigkeit Zu den Höhepunkten in diesem Teamzirkel zählte ich das Teamklettern und den Giftigen Kelch. Beide Aufgaben ließen sich nur in der großen Gruppe lösen. Bei ersterem mussten zwei Gruppen einer Klasse zwei Taue ziehen, an denen ein Mitschüler befestigt war. Mit Hilfe der Gruppen musste dieser in vier Meter Höhe einen Pfad an der senkrechten Hallenwand ablaufen. Auch der Giftige Kelch hatte es in sich. Ausgebreitet lag eine große Plastikplane auf dem Boden, in der Mitte ein gefüllter Plastikbecher. Die Klasse musste nun die Plane in alle Richtungen stramm ziehen, ohne dass der Becher umkippte. Nun galt es, den Becher auf diese Weise unbeschadet über eine Hindernisstrecke ins Ziel zu bringen. Säureteich Inzwischen war meine Klasse 9 versammelt, die ich nun durch den anderen Teamzirkel, den Säureteich, begleiten wollte. Zunächst mussten sie einen Gegenstand unversehrt aus einem Eimer fischen, der mitten im idyllisch zu Füßen der großen Kiefer gelegenen Säureteich stand. Einzige Hilfsmittel: ein kürzeres Seil und ein langes Tau. Meine Neun war aber noch nicht so richtig auf Sportgeist eingestellt. Sie musste warten, bis sie an die Reihe kam, und in wenigen Minuten war Lustlosigkeit und Desinteresse bei einigen ausgebrochen, ein paar waren plötzlich in die Cafeteria verschwunden. Die Spielidee, einen Plan im Team auszubaldowern, hatte noch keinen Anklang gefunden. Als sie an der Reihe waren, ging aber plötzlich alles ganz schnell. In dem Moment, wo jeder das Tau in der Hand spürte, kam Motivation auf. Sofort war klar, dass Yannik am Seil hangeln musste und die Klasse würde das am Baum angebundene Tau so straff wie nötig halten, bis er über dem Eimer angelangt war. Dann würden sie dem Tau 29


WLS-Schulheft nachgeben, bis das Leichtgewicht Yannik den Gegenstand greifen könnte. Das gelang gleich beim ersten Versuch und war eine prima Bestätigung für ihn. Blind Das gleiche Theater beim Blinden Mathematiker. Alle sollten in einer Reihe hinter dem lang auf dem Boden liegenden Seil stehen. Es fiel meinen herumalbernden Experten recht schwer, das hinzukriegen. Dann mussten sie sich die Augen verbinden lassen und ruckzuck war die Reihe wieder völlig aufgelöst, es wurde geblödelt und gelinst. Meine Geduld und die der Station- Betreuer wurde auf eine harte Probe gestellt. Die Aufgabe war zwar vorher erklärt worden, doch nur wenige hatten wirklich zugehört. Mit verbundenen Augen musste die Klasse aus der langen Reihe heraus ein Quadrat bilden. Als das Startkommando gegeben war, wussten einige natürlich immer noch nicht, was Plan war. Nur ein paar Schüler hatten vorher gerätselt, wie man die Aufgabe sinnvoll angehen könnte. Die forderten brüllend das Durchzählen,

damit bei jedem 6. Schüler ein rechter Winkel gebildet werden könnte, was schließlich auch tatsächlich eine passable Lösung brachte. Seilbrücke Danach war die Seilbrücke zu bewältigen. Über einen gespannten, leeren Feuerwehrschlauch mussten so viele Schüler wie möglich in einem bestimmten Zeitraum eine imaginäre Schlucht überwinden und dabei das Gleichgewicht auf schwankendem Seil bewahren. Fiel einer bei der Anwendung der Sitz-Rück-Technik oder der Hängeschwein-Hangeltechnik runter oder berührte den Boden, so musste die gesamte Gruppe noch einmal von vorne beginnen. Auch diese Regeln wurden erklärt und mussten eingehalten werden. 30

Eigenwillige Interpretation Ich hatte aber wiederum nicht den Eindruck, dass alle Mitglieder meiner Chaostruppe richtig zuhörten, geschweige denn die Tücken dieser Station zu verstehen versuchten. Verstand man hier die Teamarbeit falsch und schwang sich direkt hinter dem Vordermann auf das Seil, brachte man den Vordermann in Gefahr. Stürzte der, dann geriet das Tau so sehr in Bewegung, dass auch der Nachfolgende dran glauben musste. Aufgeregt, schreiend, überheblich cool, Quatsch machend, also mit anderen Worten den Begriff „Fun“ eigenwillig interpretierend, stürzten sie sich dann immer wieder scheiternd auf die Aufgabe. Irgendwann kamen sie aber durch Versuch und Irrtum dahinter, dass vielleicht die untalentierteste Person zuerst das Seil betreten sollte, damit die Aufgabe zeitgerecht gelöst werden konnte. Aber wer kann schon zurückstecken, wenn er überzeugt ist, dass er selbst die Aufgabe gut lösen und sich als Könner produzieren kann? Als man schon die Punkte entschwinden sah, rissen aber jene auf den letzten Drükker dann doch noch,mit Affengeschwindigkeit unter Anfeuerungsrufen am Seil hangelnd, das Ruder herum. Zaubertrank So hieß nicht nur die Station, einen Zaubertrank schienen meine Schüler wahrhaftig eingenommen zu haben. Das Chaos war nach wie vor gegenwärtig, doch es schien inzwischen ein wenig mehr Raum für Konstruktivität zu lassen. Und das war gut so, denn der Zaubertrank funktionierte nur, wenn man das Köpfchen einschaltete und kreative, über das Normale hinausgehende Lösungsansätze fand. Das Zauberwasser in einem Blechnapf musste in einen Messbecher auf einen Liter genau umgegossen werden. Klingt einfach, ist aber schwierig, wenn man bedenkt, dass der Napf durch kreisförmig am Rand angebrachte und strahlenförmig ausgelegte, lange Seile bewegt werden musste. Und Zauberwasser darf natürlich nicht verplempert werden. Höchste Vorsicht und Konzentration waren gefragt. Die Jungs und Mädchen meiner Neun schienen inzwischen etwas Übung darin bekommen zu haben, aus dem Chaos lupenreine Lösungen zu entwickeln. Das Durcheinander löste sich auf in geordnete Strukturen, das lärmige Geschrei verwandelte sich in klare Ansagen, Teinahmslosigkeit in funktionierende, sorgfältige Teilhabe. Erstaunlich, wie unmerklich und unerwartet sie plötzlich als Gruppe agieren konnten. Preis Für diese bemerkenswerte Leistung hat die R9b tatsächlich verdientermaßen den Siegertitel erhalten. Sie war die einzige Gruppe, die diese Aufgabe perfekt gelöst hatte. Ich gratuliere! Oder lag das nur am Zaubertrank? Wolfgang Grebe


WLS-Schulheft Auf dem Weg ins Berufsleben

Berufseinstiegsbegleitung an der WLS ie Berufseinstiegsbegleitung ist ein neues Instrument, das als Modell der Bundesagentur für Arbeit seit dem 1.2.2009 an mehr als 1000 Schulen bundesweit in der Arbeit mit Jugendlichen im Übergang Schule-Ausbildung umgesetzt wird. Im Landkreis Kassel sind insgesamt 9 Schulen beteiligt. Trägerin der Maßnahme ist die BuntStift GmbH.

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Zielgruppe sind Hauptschüler, die voraussichtlich Schwierigkeiten haben werden, den allgemeinbildenden Schulabschluss zu erreichen oder Orientierung bei der Berufswahl und Unterstützung auf dem Weg in das Berufsleben benötigen. Das Angebot beginnt in der Regel in der Vorabgangsklasse und endet ein halbes Jahr nach Ausbildungsaufnahme, längstens aber 24 Monate nach Beendigung der 9. Klasse. Nach knapp 2 Jahren Laufzeit möchten wir einen ersten Rückblick und eine Bestandsaufnahme vornehmen. An der Wilhelm-Leuschner-Schule sind zwei Diplom-Sozialpädagoginnen für dieses Projekt verantwortlich, die jeweils zehn Schüler individuell betreuen.

Frau Marlies Böhm hat im Februar 2009 mit zehn Schüler aus der 8. Klasse begonnen und diese zum Schulabschluss begleitet. Vier dieser zehn Schüler haben zum 1.8.2010 einen Ausbildungsplatz gefunden (zwei Elektroanlagenmonteure, ein Dachdecker, eine Altenpflegehelferin), zwei Schüler besuchen die weiterführende Berufsfachschule, vier weitere Schüler besuchen ein Berufsvorbereitungsjahr oder ein Berufsgrundbildungsjahr. Die Auszubildenden werden bis zur bestandenen Probezeit von Frau Böhm weiter begleitet. Sie steht ihnen für Fragen jederzeit zur Verfügung und hält regelmäßig Rücksprache mit dem Betrieb und den Berufsschullehrern über den Verlauf der Ausbildung. Die Schüler, die weiterhin die Schule besuchen, werden regelmäßig unterstützt, ihre schulischen Leistungen zu verbessern und einen Ausbildungsplatz zu finden. Frau Katja Bernhardt ist im August 2009 eingestiegen und begleitet 10 Schüler, die zurzeit die 9. Hauptschulklasse besuchen. Die

Schüler erhalten Unterstützung bei der Selbstorganisation, der Berufsorientierung sowie beim Erstellen von Bewerbungen. Zudem konnte die Hälfte der Schüler motiviert werden, über das Pflichtpraktikum hinaus noch weitere freiwillige Praktika in den Ferien zu absolvieren, um die Berufe (Bäkker, Autolackierer, Fachlagerist, Arzthelferin, Elektroniker, Tischler, Automechaniker) genauer kennen zu lernen. Frau Bernhardt besuchte die Praktikumsbetriebe und bekam durchweg gute Rückmeldungen aus der Praxis. Bis zum Sommer 2011 wird es in der Hauptsache darum gehen, einen indiviFrau Böhm duell passenden Übergang zu organisieren. Von den Lehrkräften und der Schulleitung erfahren wir jede Unterstützung, die wir für unsere Arbeit mit den Schülern benötigen. Wir hospitieren im Unterricht, nehmen an Klassen- und Fachkonferenzen teil, begleiten zu außerschulischen Lernorten (z.B. Ausbildungsmesse). Wir Berufseinstiegsbegleiterinnen arbeiten eng mit den Frau Bernhardt Eltern zusammen an dem Ziel, einen für jede Schülerin und jeden Schüler passenden Einstieg in das Berufsleben zu finden. Marlies Böhm, Katja Bernhardt 31


WLS-Schulheft Berufsorientierung

Zum fünften Mal „Café Beruf“ in der WLS Berufsorientierung ist an der WLS ein wichtiges Anliegen. Im September fand an unserer Schule deshalb zum fünften Male in Folge das Café Beruf statt. Café Beruf richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen und der Abgangsklassen des Jahrgangs 9 sowie deren Eltern. Hier stellen Firmen der Region, manchmal mit Unterstützung durch ihre Auszubildenden, Berufe vor und machen Anforderungen und Erwartungen an ihre zukünftigen Auszubildenden deutlich.

Diesmal präsentierten fünf Betriebe ihre Berufe únd halfen damit, eine Brücke zu schlagen zwischen Schule, Lehrern, Schülern, Eltern und der Wirtschaft. Herr Schwandt und Auszubildende seiner Garten- und Landschaftsbaufirma in Bettenhausen stellten Berufe aus dem zugehörigen Berufsfeld vor. Frau Wasmuth von den Kasseler Entwässerungsbetrieben verdeutlichte das breite Feld an Berufen, die in ihrem Betrieb ausgebildet werden. Ihre anschaulichen Ausführungen reichten von der Fachkraft für Abwassertechnik, über den Chemielaboranten, den Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, den Bauzeichner bis zum Feinwerkmechaniker. Frau Becker, Beraterin von Berufen im Gesundheitswesen mit eigener Agentur, stellte die Anforderungen ihrer Tätigkeit dar und gab Einblicke in Gesundheitsberufe. Dem Beruf des Steuerfachangestellten widmete sich Herr Guthardt, Ausbildungsberater der Steuerberaterkammer Hessen. Die Anforderungen an einen Bürokaufmann / eine Bürokauffrau und an eine(n) Elektroniker(in) für Maschinen- und Antriebstechnik stellte Herr Minich, Inhaber der Elektromaschinenbau GmbH in Heiligenrode, dar. Beide Berufe werden in seinem Betrieb ausgebildet. Nach diesen Kurzvorträgen hatten die Schülerinnen und Schüler mithilfe der ihnen vorgegebenen Erkundungsaufträge eine gute Gelegenheit, sich über den einen oder anderen Beruf direkt bei Praktikern zu informieren und aus erster Hand Informationen zu sammeln. Am Stand der Kasseler Entwässerungsbetriebe konnte jeder, der wollte, sogar etwas praktisch ausprobieren.

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WLS-Schulheft

Mit dieser Veranstaltung wurde die gerade im Jahrgang 8 so bedeutsame Berufsorientierung, die ihren Höhepunkt im dreiwöchigen Betriebspraktikum im 2. Halbjahr findet, etwas praxisnäher als im Arbeitslehreunterricht in der Schule.

Vielen Dank allen beteiligten Vertretern von Firmen, aber Dank sage ich auch Frau Zypries, die die Veranstaltung zusammen mit den Klassenlehrern des Jahrgangs 8 organiserte, und den Eltern, die für ein reichhaltiges Angebot an Kuchen, Torten und Getränken sorgten. Hartmut Schweiger, Klassenlehrer im Jg. 8

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WLS-Schulheft Kooperationsprojekt der Sozialarbeit der WLS und der Jugendpflege Niestetal

Tag der Idole – Projektvorstellung und Vernissage von starker Intensität

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ine Veranstaltung der besonderen Art versprachen die Organisatoren und was die ca. 150 eingeladenen Gäste erwartete, war ein kultureller Leckerbissen. Nahezu 60 SchülerInnen präsentierten und stellten sich und ihre Projekte vor. Im Mittelpunkt standen an diesem Abend die Kinder und Jugendlichen, welche von Herrn Gakovic und Herrn Biscosi in der AG Niestetal Freestyle trainiert und angeleitet werden. Außerdem konnte

Fotos: zwischen den Säulen an schwarzen Stellwänden und Staffeleien platziert; das Publikum: wie in einer Manege mittendrin.

In das Kulturprogramm wurden fast alle SchülerInnen einbezogen. Marius Adolf und Hüseyin Gürleyen führten charmant durch das Programm. Die Mädchen AG zeigte Marius führt durch das eine leidenschaftliche Model- und Programm Tanzchoreografie und strahlte jede Menge Freude sowie Spaß dabei aus. Eine Luft-Fußball-Show, dargeboten von vier Jungs aus der Jahrgangsstufe 5, brachte viele zum Schmunzeln. Mertcan Cikla und Burak Erenulug überzeugten durch eine fulminante und technisch brillante Beat-Box-Performance. Eine weitere Augenweide war der Auftritt von zwei ehemaligen WLSlern: Elvis und Dilara tanzten sich in die Herzen des Publikums. Zum Schluss spielten und sangen Enver Gakovic und Carmine Biscosi gemeinsam mit den „BeatBoxern“ den Song „Wo willst Du hin?“ von Xavier Naidoo. Ein rundum gelungener Abend, an Darbietung der Mädchen-AG dem auch die Spieler des Tages gekürt und ausgezeichnet wurden, denn in dem der Fotograf Sven Heine aus Kassel hinzugewonnen Gemeinschaftsprojekt von Sozialarbeit in der WLS werden, welcher die SchülerInnen fotografisch ins und der Jugendförderung Niestetal wird nach jeder rechte Licht rückte. Seine schwarzweißen Porträts im AG-Einheit eine Spielerin oder ein Spieler zum Großformat rahmten die Veranstaltung bildlich und „Spieler des Tages“ gewählt. Kevin Bachmann und räumlich ein. Die Bühne: in der Mitte der Aula; die Martin Kruppa verliehen voller Stolz die „Oskars“ an u.a. Frau Viehmann, Frau Homann und Grete Petrauskaite. Eine Geste der gegenseitigen Wertschätzung – darum geht es auch beim „Tag der Idole“ – Alle für Einen und Einer für Alle. Carmine Biscosi

Verleihung der „Oskars“

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Wir danken Sven Heine für die Fotos


WLS-Schulheft

Ein gutes Team: Carmine Biscosi (links) und Enver Gakovic (rechts)

Fotos: Sven Heine

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WLS-Schulheft Schülervertretung

Unsere SV 2010/11

Wir sind immer für euch da: Magdalena Korzuchowski, Laura Vogeley, Bercem Bektas, Sinem Yaman, Sabur Safi, Mona Jochheim, Jacqueline Ahlborn, Lena van Dromme, Fardin Noori, Steven Dallmann, Maja Brekau, Sabrina Marquardt, Andreas Markeli. Es fehlen: Katarina Babic und Johanna Kindler

Schulsprecher: Mona Jochheim Jacqueline Ahlborn Fardin Noori Andreas Markeli Sabur Safi

Stufensprecher 5/6: Sinem Yaman Bercem Bektas

Stufensprecher 9/10: Laura Vogeley Magdalena Korzuchowski Lena van Dromme Steven Dallmann

Wenn ihr Probleme habt, könnt ihr gerne zu uns kommen. Wir helfen euch in allen Situationen. Wenn ihr Ideen habt, versuchen wir das gerne umzusetzen. Wir werden versuchen, viele tolle Aktionen mit euch zu starten. Wir bedanken uns dafür, dass ihr uns gewählt habt.

Euer SV-Team

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Stufensprecher 7/8: Maja Brekau Sabrina Marquardt Katarina Babic Johanna Kindler


WLS-Schulheft SV-Fete

Das war nicht von schlechten Eltern

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ie diesjährige SV-Fete war sehr gut organisiert. Frühzeitig schon hatten die SchulsprecherInnen sich der Zusagen von Lehrern versichert, an dem Abend Aufsicht zu führen. Auch die praktische Organisation war astrein. Die Garderobe war ebenso durch SVLeute besetzt wie die Abendkasse und der Getränke- und Imbissstand. Für kräftige Nebelwerfer und Lichtkugeln war ebenfalls gesorgt und zwei ehemalige WLS-Schüler fungierten am Mischpult als DJ’s und Animateure. Sie sorgten für den richtigen Sound und beamten auch digitale Animationsspiele an die Leinwand. Tanz- und Spieleinlagen brachten die Teilnehmer auf Trab. Der Rahmen war also okay, die Stimmung gut. Die Organisatoren hatten den Abend in einen ersten Teil für die jüngeren Mitschüler und einen zweiten Teil für die höheren Jahrgänge gegliedert. Es war schon ein bisschen bedauerlich, dass zumindest zuerst nur wenige Schüler da waren. Das änderte sich aber im Laufe der Zeit und die Stimmung steigerte sich mit der Anzahl der Gäste und der eingesetzten Menge des Bühnennebels zu ausgewachsener Disco- Atmosphäre. Auch den neuralgischen Punkt, den bei solchen Feten der Eingangsbereich und das Außengelände darstellen, hatte die SV vorsorglich abgesichert. Die strenge Einhaltung der Einlassregeln sorgte dafür, dass außerschulische, erfahrungsgemäß meist ältere Jugendliche die Party nicht umdefinieren oder aufmischen konnten. Die Niestetaler Streetworker waren ebenso vor Ort, wie die Polizeistreife Präsenz zeigte.

Alles zusammen führte zu einem erfreulichen Discoabend. Das gut gemeinte Motto allerdings, „Die goldenen Siebziger“, blieb zu 90 Prozent unbeachtet. Man sieht, es ging auch ohne. Wolfgang Grebe 37


7ˆÀʓ>V…i˜Êi`i˜

ÀÕVŽÊ“Ÿ}ˆV…t Teamsport Sportbekleidung Textildruck Beflockung

Jisf!Xfscvo h!bvg; ! ! !Tqpsucfl mfjevoh! ! ! !Bscfjutc flmfjevoh! ! ! !Bchboht tijsut! ! ! !voe!wjfmf n!nfis


WLS-Schulheft Schulelternbeirat

Neuer Vorsitzender des Schulelternbeirats, Herr Thomas Heß

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ein Name ist Thomas Heß. Ich bin 42 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Töchter, die die WLS besuchen. In der Elternarbeit engagiere ich mich seit der Zeit meiner Kinder im Kindergarten. Insgesamt bin ich seit ca. 11 Jahren nun in diesem Bereich tätig.

Hier in der WLS kam es dann vor zwei Jahren dazu, dass ich als stellvertretender Kassierer in den Vorstand gewählt wurde. Nachdem im letzten Jahr das Amt des Kassierers ganz auf mich übertragen wurde, bin ich noch mehr in die Vorstandsarbeit eingebunden gewesen. Da mir diese damit verbundenen Aufgaben Freude bereiten, habe ich mich auf der letzten Elternbeiratssitzung dazu entschlossen, mich zum Vorsitzenden wählen zu lassen. Hier bin ich nun und freue mich ganz besonders darauf, mit dem Schulteam und „meinem“ Elternbeiratsteam gemeinsam noch manchen - vielleicht auch nicht immer leichten - Weg zu gehen.

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WLS-Schulheft Herbstfest 2010

„Graue Nebel wallen, kühler weht der Wind...“

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raue Nebel wallen, kühler weht der Wind… Unter diesem Motto wurde für den Abend des 12. November zu einem schaurig-schönen Fest in die WLS eingeladen. Das ungemütliche Wetter war wie bestellt, umso gemütlicher sollte es in der Aula der WLS werden: prasselndes Kaminfeuer und kleine ansprechend dekorierte Gruppentische waren vorbereitet… Die Tische waren schnell besetzt und es mussten noch viele Stühle angestellt und eng zusammengerückt werden, weil so viele Eltern, Lehrer und Schüler der Einladung gefolgt waren. Wie gut, dass es den Besuchern auf diese Weise warm wurde, denn die moderne, digitale Kaminfeuertechnik versagte ihre Dienste. Und warm sollte es den Besuchern des Herbstfestes schon sein, bevor ihnen die „eiskalten Schauer des Grauens“ über den Rücken laufen würden. Für die Gänsehaut sorgten die Schülerinnen und Schüler mit einem stimmigen, gut vorbereiteten Programm: Schauerballaden und Moritaten wurden von einem Deutschkurs aus dem Jahrgang 8 abgestaubt und wirksam in Szene gesetzt. 3 Schülerinnen aus dem Jahrgang 6 lasen selbst geschriebene Schauergeschichten vor und die Musical-AG verzauberte mit wirkungsvoll geschminkten Gesichtern und schaurig-schönen Bildern und Effekten im Schwarzlichttheater. Merklich kühler wehte der Wind, als der Theaterkurs des Jahrgangs 9 die schaurige Realität des 18./19. Jahrhunderts ans Licht zerrte und Texte und Szenen zu physikalischen Experimenten an Geköpften auf die Bühne brachte. Da war es gut, dass zum Schluss an-

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WLS-Schulheft sprechend kostümierte Damen aus dem Jahrgang 10 ein beruhigendes Menuett tanzten. Für eine stimmungsvolle Beleuchtung sorgte das junge Ton- und Lichttechnik-Team und die Eltern des

Jahrgangs 7 und das Cafeteria-Team verwöhnten mit zauberhaften kulinarischen Köstlichkeiten. Vielen Dank an all diejenigen, die zum Gelingen des schaurig-schönen Herbstfestes beigetragen haben! Bettina Köhler

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Region sicher und zukunftsfähig.

Wir vernetzen die

Die Gründung der EAM durch Landkreise und Kommunen im Jahr 1929 basierte auf der Erkenntnis, dass eine flächendeckende und sichere Energieversorgung im großen Verbund effizienter funktioniert. Heute gewährleisten wir in über 200 Städten und Gemeinden, dass Energie störungsfrei fließt. Sicher koordiniert von einer der modernsten Netzleitstellen Deutschlands, die die Region rund um die Uhr mit über 300 Mitarbeitern im Blick hat. E.ON Mitte – ein starkes Netz für die Region. www.eon-mitte.com


WLS-Schulheft

Förderverein der Wilhelm-Leuschner-Schule e.V. 34266 Niestetal, Karl-Marx-Straße 32 Tel.: 0561 – 952770 Fax: 0561 – 9527726 Bankkonto: 209 000 995 BLZ: 520 503 53 Kasseler Sparkasse Vorstand:

Bernd-Günter Ullrich, Vorsitzender Petra Eichhorn-Reineke, Stellv. Vors. Susanne Vasel, Kassenwartin i.V. Martina Elsebach, Schriftführerin Eva Diegel, Beisitzerin Hans-Jürgen Elsebach, Beisitzer Ute Frege, Beisitzerin Vera Morrissey, Beisitzerin Ina Schön, Beisitzerin Annegret Zieße, Beisitzerin

Tel.: Tel.: Tel.: Tel.: Tel.: Tel.: Tel.: Tel.: Tel.: Tel.:

0561 / 403376 05543 / 999737 0561 / 526915 05543 / 910007 0561 / 524377 05543 / 910007 05543 / 4519 0561 / 527327 0561 / 523060 05605 / 7669

Termine: Jahreshauptversammlung, Dienstag, 22.3.2011, Mensa, Beginn 20 Uhr Mitgliedschaft: Jahresbeitrag für Erwachsene ab 12 €, für Schüler ab 14 Jahren 6 €. Je nach eigener Möglichkeit zahlen viele Mitglieder einen höheren Beitrag. Beitrittsformulare über die Klassen oder vom Vorstand. Die Mitgliedschaft ist jährlich zum 31.12. fristlos kündbar. Spenden: Der Verein verfolgt satzungsgemäß gemeinnützige Zwecke. Mitgliedsbeiträge und Spenden werden ausschließlich für Anschaffungen der Schule verwendet. Spenden mindern das zu versteuernde Einkommen. Bis 200 € je Einzelspende genügt der Bankbeleg. Bei höheren Beträgen oder auf besonderen Wunsch stellen wir gern eine formelle Zuwendungsbescheinigung aus.

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WLS-Schulheft Welt aktuell-Kurs, Jahrgang 9

Spendenaktion f端r die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan

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m vergangenen November 端bergaben Sch端lerinnen und Sch端ler des Welt aktuell-Kurses des Jahrgangs 9 dreihundert Euro an die Kinderhilfsorganisation Unicef, die durch ihre Spendensammlung zusammengekommen waren. Das Geld soll den Opfern der verheerenden Flutkatastrophe in Pakistan zugute kommen.

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WLS-Schulheft Kleiderbasar

Die Magie der Haufen

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s ist Freitag. Häufeltag. Der eigentliche Basar findet erst morgen statt. Die Aula ist schon vollgestellt. Die Hausmeister haben mit Hilfe einiger Schüler aus den höheren Jahrgängen bereits große Klapptische in langen Reihen aufgestellt. Der erste sichtbare Teil der Vorbereitungen ist damit erledigt. Hoffentlich sind die anderen Vorbereitungen auch in trockenen Tüchern. Wenn auch die Heftpistolen gereinigt und erprobt sind, dann kann es ja losgehen. Ich bin pünktlich gekommen, um hier eine Stunde freiwilligen Dienst zu leisten. Es ist ja nicht so, dass ich nicht wüsste, was hier in wenigen Minuten passieren wird. Ich komme ja nicht zum ersten Mal. Allerdings bin ich nicht gerade voller Enthusiasmus. Dem gesamten Metier der Textilien kann ich nicht so viel abgewinnen und selbst das Kaufen von Klamotten ist mir in der Regel eine eher entnervende Angelegenheit. Ich komme aber auch nicht völlig missgelaunt daher. Die Organisation des Kleiderbasars, dieses durchentwickelte Handelssystem. Es funktioniert, obwohl es nicht leicht durchschaubar ist. Eine sympathische Handelsvariante jenseits realkapitalistischer Marktgesetze zum allseitigen Nutzen von Käufern, Verkäufern und der WLS. Sie funktioniert allerdings nur durch die Ausschaltung der Lohnseite. Lohn ist vielleicht eine Pizzaschnitte am Samstagabend. Freiwillige Helfer, unter ihnen eine große Zahl absoluter Laien, setzen sich für eine gute Sache ein: die materielle Begünstigung unserer Schulen. Das ist immer wieder ein Faszinosum für mich. So, wo muss ich hin? Ich werde meine Arbeitskraft jetzt bei irgendwem, der nach kompetentem Mitarbeiter ausschaut, anbieten und dann werde ich mich in eine Tätigkeit einweisen lassen und mich mit einer, es ist nicht zu leugnen, gewissen insgeheimen Lust als irgendein kleines Rädchen in dem Uhrwerk bewegen und bewegen lassen. Ich lasse mir sagen, was ich tun soll, und dann tu ich es. Doch ich weiß noch nicht, welches Rädchen ich sein werde. Das ist ein gewisser Spannungsfaktor, denn schließlich gibt es wie überall, so auch hier durchaus langweilige Tätigkeiten. Das letzte Mal hatte ich es gut getroffen. Ich durfte mein bescheidenes technisches Verständnis einbringen, indem ich die nicht funktionierenden Heftpistolen reparieren konnte. Eine wunde Stelle des Häufchensystems, denn

ein Kleiderbasar ohne Pistolen ist gewissermaßen ein Schuss in den Ofen. Vielleicht habe ich ja Glück.

Oh, es ist so weit. Die Türen sind geöffnet und die ersten Verkäufer und Verkäuferinnen kommen teils schwer beladen an die Aufnahmetische gekeucht. Man muss wissen, dass an diesem Basarsystem vor allem die Haufen das Beeindruckende sind. Die haben ihre eigene Magie. Oder genauer gesagt: In den Haufen von Klamotten steckt die Magie der Haufen und des Häufelns. Wer heute einen Haufen Kleidungsstücke auf dem Arm hereinschleppt, wird morgen am späten Nachmittag einen kleineren Haufen derselben Klamotten wieder 45


WLS-Schulheft nach Hause tragen. Doch in der Zwischenzeit hat der ursprüngliche Haufen eine beeindrukkende Metamorphose mitgemacht. Er wurde von vielen Händen zerpflückt, durchwühlt, gemustert, definiert (benamt), gepierct (beschossen und beschildert), zerlegt, herumgetragen, verteilt, sortiert, zusammengelegt und neu gehäufelt - und Samstagnachmittag die Rückwärtsmetamorphose.

„Könntest du der Frau X bei der Nachkontrolle der Bestandslisten zur Hand gehen?“ Jäh werde ich aus meinen philosophischen Betrachtungen gerissen und höflich, aber bestimmt, am Ärmel zu Frau X gezerrt. Die sitzt, wie sollte es anders sein, hinter und zwischen Haufen, hat einen Stift in der Hand und eine große Liste vor sich. Das war’s dann wohl mit dem Reparieren von Schießgeräten. Aber ich darf nicht meckern, ich wollte ja Rädchen sein. Frau X begrüßt mich sehr freundlich und weist mich in ihre Tätigkeit ein, die wir uns nun aufteilen, damit sich dieses Rädchen schneller dreht. Ich kapiere nicht gleich, was hier nachkontrolliert werden muss, denn es sieht doch 46

alles ganz okay aus. Aber wie so oft liegt der Teufel im Detail. Man muss genau hingucken, dann stellt man fest, dass die Helfer an der Aufnahme nicht immer gut hingeguckt haben. Es ist ja so: Ein Haufen ist ja per kleiderbasarischer Definition eine sammelsuriumierte Menge unterschiedlichster Teilhaufen und Einzelstücke, vergleichbar dem Wust, besser: dem Gewüste eines Mädchenzimmers auf Klassenfahrt kurz nach der Ankunft bis kurz vor der Abreise. Aber jedes Mädchen soll ja am Ende seine eigenen Sachen in seinem Koffer haben. Und dazu muss eine jede ihre Sachen selbst identifizieren können. Es soll Fälle gegeben haben, da hat das bei sechs Mädchen auch tatsächlich geklappt. Nun stellen Sie sich aber einmal vor, jede der etwa 74.000 Beschickerinnen des Kleiderbasars sollte ihre und die Sachen ihrer Kinder in dem Gehäufe in der Aula wiederfinden. Nun, um Mord und Totschlag vorzubeugen - wir befinden uns schließlich an einer Schule, die sich der Gewaltprävention verschrieben hat, sonst könnte es uns ja schiet egal sein - haben die Systementwicklerinnen des Kleiderbasars die Etikettierung erfunden. Das hat mit höflicher Etikette nichts zu tun, wohl aber mit der Magie der Haufen. Das Etikett ist also ebenso wichtig wie die Pistole, derer es bedarf, um selbiges mit Hilfe eines Plastiknippels an ein Kleidungsstück zu schießen. Jedes Einzelteil eines Haufens wird daher als Bestandteil desselben erkannt und etikettiert. Das tun Menschen, und deshalb liegt hier eine weitere Schwachstelle des Systems vor. Denn dieses Schildchen sollte ein Steckbrief jenes Objektes sein und folglich Auskunft geben über Verkäufername, Größe, Farbe, Material und Art und Zustand und Preis des Stücks. Sollte ich sagen „sollte“ oder müsste oder könnte? Hier wird meine Rolle als lustvolldumpfes Rädchen in Frage gestellt, überschneiden sich hier doch Häufchentheorie, Kommunikationstheorie und die Mengenlehre. Ich fühle mich mehr und mehr gefordert, zunehmend tritt das Schießinstrument in den Hintergrund, denn auch hier wird ein ganzer Mann gefordert und insbesondere der sprachtheoretisch ausgebildete. Ich soll, ähnlich der Korrektur von Ausdrucksfehlern in Deutschaufsätzen, als der Empfänger der unverständlichen Information des Senders, das Gemeinte erkennen und in verständlich Gesagtes umwandeln. Ich lerne viel von Frau X. Sie hat zig Tipps, wie ich mich, das ständig stockende Rädchen, wieder in Schwung bringe. Ich lerne, dass das, was ich für pink halte, von anderen als orange, lila, rosa, altrosa, rosenrosa, violett oder rost-


WLS-Schulheft braun bezeichnet wird. Ich fuchse mich mit Hilfe von Frau X in Zahlen ein, die wie Buchstaben und in Buchstaben, die wie altägyptische Hieroglyphen aussehen. Zwischendurch erfahre ich, dass Frau X auch Schülerin der WLS war und bei mir im Deutschunterricht saß. Wir klären unter Begutachtung des Objekts, ob es sich tatsächlich um einen Frotteestrampler handelt oder doch eher um einen seidenen Strampelsack oder gar um einen BaumwollHosenanzug. Wir stellen eine gute Arbeitsbeziehung her. Hatten wir die damals auch? Stimmt das Komma? Kostet das Strampelteil 1,50 €, 15,00 € oder 150 € oder doch nur 15 Cent? Heute jedenfalls sind Frau X und ich ein gutes Team. Wir harmonieren, wir verzeihen uns Fehler, wir entscheiden flott. Ich krame mein gesamtes textiles Wissen aus meinen Gehirnwindungen. Sagt man zu dem Teil Jakkett, Jacke, Blazer, Blouson oder Janker? „Was sagen Sie, Frau X?“ Wir definieren es als Trachtenjacke. Und die Anglizismen machen mir zu schaffen: Shirt, Muscleshirt, Top, Bluse, Body, T-shirt? Frau X hat’s voll drauf, macht einen prima Job. Der Haufen wäre geschafft, er kann zur Metamorphose gebracht werden.

Niki versagt der Mechanismus, die Munition klemmt. Ich muss reparieren. Zum Glück weiß ich noch gut, wie es geht. Der nächste Schuss in ein nachtblaues Hochglanztopp aus luftigem Kunstfaser-Mischgewebe sitzt. Gut gezielt, schlecht geschossen. Die Nadel sitzt – in meinem Finger und im Saum des Topps. Sie durchsticht die Hornhaut am Nagelbett. Ich bin etikettiert: Größe 38, Preis 2,50 €, aber topp!

Ein neuer Haufen. Am Annahmetisch muss ein anderer Annehmer sitzen, denn plötzlich gibt’s Probleme mit den Etiketten: Sie fehlen, hängen am falschen Kleidungsstück, sind abgerissen oder drohen jeden Moment abzureißen und im Haufen zu verschwinden. Ein offensichtlich ängstlicher Etikettenschießer, ein Schisser? Wir müssen nachetikettieren. Ich komme doch noch zu meinem Lieblingsjob. „Wir brauchen eine Pistole! Hat jemand eine Pistole für uns? Und Munition!?“ Wir bekommen eine blaue Plastikpistole herübergereicht. Schon beim ersten Schuss in einen olivgrünen

Hab ich es nicht selbst so gewollt? Mein Dienst ist abgeleistet. Meine Ablösung ist da. Ich verabschiede mich von Frau X, die noch durchmacht. Mein Rückweg führt mich durch die Haufenhalle. Unglaubliche Berge von Klamotten liegen da. Nur die Schuhe stehen ordentlich gereiht auf der Bühne. Aber Reihen sind nichts anderes als geordnet ausgestreckte Haufen, oder? Morgen wird alles wieder enthäufelt sein. Ich allerdings trage heute schon ein Häufchen hinaus: einen dicken Packen Sympathien für all die kleinen und großen Helfer und für Frau X. Wolfgang Grebe 47


WLS-Schulheft Verabschiedungsfeier

Eva Diegel als Schulleiterin verabschiedet Kurzweilig wünschte sie es sich, und das war sie auch, die Verabschiedungsfeier für unsere Schulleiterin Eva Diegel. Viele, auch ehemalige Weggefährten, hatten es sich nicht nehmen lassen zu kommen. Die zahlreichen Beiträge von Gästen, Schülerinnen und Schülern, Kollegium, Schulpersonal und Elternbeirat zeigten Ausschnitte aus den vielen Facetten von Eva Diegels Leben in und mit ihrer Wilhelm-LeuschnerSchule. Und so haben’s denn auch alle gemeinsam geschafft, - sie zu Tränen zu rühren und ihr den Abschied nicht zu leicht zu machen. Alles Gute, Eva Diegel, schön, dass du uns durch deine Arbeit im Förderverein weiter verbunden bleibst!

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Öffnungszeiten: Montag - Freitag 7 - 21 Uhr • Samstag 7 - 16 Uhr

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WLS-Schulheft Chronik

1. Schulhalbjahr: August 2010 – Januar 2011

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och in den Sommerferien, am 13. August, findet die erste Gesamtkonferenz im neuen Schuljahr statt. Die Schulamtsdirektorin, Frau Sabine Schäfer, führt die neue Schulleiterin offiziell ein. In Anlehnung an die Zielvereinbarung mit dem Staatlichen Schulamt startet an diesem Tag auch das neue Schulprogramm der WLS. Zwei Schwerpunkte werden in den nächsten zwei Jahren von der gesamten Schulgemeinde unter die Lupe genommen: die Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität und der Erhalt von gut laufenden Konzepten.

Einen Tag später werden 140 neue Schülerinnen und Schüler im Jahrgang 5 aufgenommen. Ende des Monats fahren die Jahrgänge 7 und 10 auf Klassenfahrt. Der Jahrgang 7 fährt nach Rotenburg und Würzburg. Die Schüler verbringen schöne und erlebnisreiche Tage und kommen voller Tatendrang zurück. Die Klassen des Jahrgangs 10 sind in Italien auf der Spur der alten Künstler und Geschichten. In Vorbereitung auf das große Praktikum Ende der Klasse 8 gehen die Achtklässler zwei Tage ins „Schnupperpraktikum“.

Nach 6 Wochen erholsamen Sommerferien beginnt am 16.8. das Schuljahr 2010/2011.

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er September beginnt mit einem Sporttag an der WLS. In Zusammenarbeit mit dem Sportjugendbund organisiert die WilhelmLeuschner-Schule am 2.9. einen SportsfunTeam-Day, an dem Klassenteams ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen konnten. Gesponsert wurde die Aktivität von der Kasseler Sparkasse. Gewinner ist die Klasse 5c, die am 4.11. einen zusätzlichen Teamtrainingstag durchführt. Am 3. und 4. September findet der traditionelle Kleiderbasar statt. Eine Menge Kinderkleidung wechselt den Besitzer. Nicht nur die Kunden, sondern auch die Veranstalter sind mit dem Geschäft sehr zufrieden. Eine gute Sache für alle Beteiligten! Im September trifft sich das neue Steuerungsteam der WLS zum ersten Mal und berät über die Weiterentwicklung an der WilhelmLeuschner-Schule. Es setzt sich zusammen aus den Leiterinnen und Leitern der Schulprogramm-Arbeitsgruppen und sorgt so dafür, dass der aktuelle Arbeitsstand jederzeit zwischen den Gruppen ausgetauscht wird. Mitte September ist auch für den Jahrgang 6 Reisezeit angesagt. In strömendem Regen fahren sie an der Schule los und erleben dann einige sehr schöne Tage am Edersee und im Vogelsberg.

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Am Dienstag, den 23.9., treffen sich die Schulleitungen der Grundschulen aus dem Schulverbund mit der WLS zum Austausch und beraten über gemeinsame Aktivitäten in diesem Schuljahr. Informationen über Schulentwicklung, Projekttage und Unterrichtserneuerungen sind weitere Schwerpunkte dieser Verbundkonferenz. „Über den Tellerrand gucken“ ist das Motto, unter dem das Kollegium der WLS am 27.9. an vier hessischen Schulen hospitiert. Lernen aus den Erfahrungen anderer Schulen und gucken, wie besondere pädagogische Ansätze laufen können, ist das Ziel dieses Studientages, an dem 47 von 54 Kolleginnen und Kollegen teilnehmen. Mit Hilfe eines Beobachtungsbogens und mitgebrachter Materialien wird am 6. Oktober eine Austauschkonferenz organisiert. Nachdem die Schule gänzlich saniert wurde, wird nun in diesem Schuljahr auch die Turnhalle saniert. Die Dacharbeiten starten gleich nach Schuljahresbeginn. Bevor weitere Arbeiten vorgenommen werden, folgen die Sanitäranlagen. Die gesamte Sanierung dauert etwa ein Jahr und so müssen sich die Sportler noch einige Monate mit eingeschränkten Möglichkeiten arrangieren. Im Oktober 2011 soll die neue Halle eingeweiht werden.


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er Monat Oktober startet mit einem „Erste Hilfe“ Kurs für die Sport- und Naturwissenschaftskollegen. Um im Ernstfall die richtigen Griffe zu können, müssen die Kenntnisse regelmäßig erneuert werden. Nahezu alle Sportund Naturwissenschaftskollegen lassen sich hierzu schulen. Am 6. Oktober findet die Austauschkonferenz zum Studientag vom 27.9. statt. Alle Gruppen hatten entsprechende Stelltafeln gestaltet und dabei die neuen Erkenntnisse untereinander ausgetauscht. In einem Rundgang informieren sich Kolleginnen und Kollegen untereinander über die neuen Erkenntnisse und stellen erste Vorüberlegungen zu Übertragungsmöglichkeiten auf die WLS an. Ein Tag vor den Ferien treffen sich die Schulleitungen der Verbundsschulen Kassel Ost zu

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m 3./4.11. findet die alljährliche Herbsttagung der hessischen Gesamtschuldirektoren in Frankfurt statt. „Jugendmedienschutz“ und „Das kleine Budget“ sind die Hauptthemen dieser Tagung. Der richtige Umgang mit modernen Medien kann Lernprozesse fördern, der falsche aber hemmt diese in verstärkter Form. Zu diesem Thema hat Herr Steppert ein lehrreiches und beeindruckendes Referat vorgetragen. Wir freuen uns, ihn am 31. März 2011 bei uns zu Gast zu haben und hoffen, dabei viele Eltern, Kollegen und Jugendarbeiter begrüßen zu können. Der Umgang mit der neuen Technik nach der Sanierung der Aula verlangt eine detaillierte Schulung, um die Vielfalt der Möglichkeiten nutzen zu können. In zwei Seminarnachmittage können sechs Schülerinnen und Schüler aus den jüngeren Jahrgängen, einige Kolleginnen und Kollegen sowie ein Hausmeister Einblick in die Welt der Ton- und Lichttechnik gewinnen. Sie machen sich fit für die technische Begleitung von Veranstaltungen an der WLS. Die neu erworbenen Kenntnisse stellen sie zeitnah beim Herbstfest unter Beweis. Die fünfte Jahreszeit beginnt an der WLS in Karnevalskostümen. Zum ersten Mal an unserer Schule kommen am 11.11. Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer ko-

einem Austausch in der IGS Kaufungen. Die Herbstferien in der Zeit vom 11.10. – 22.10. sind eine willkommene Abwechslung zu dem arbeitsreichen „ersten Schulabschnitt“ im Schuljahr 2010/2011. Gleich nach den Herbstferien ist die WilhelmLeuschner-Schule Gastschule für die Auszeichnungsfeier der Umweltschulen in Hessen. Neunundsechzig Schulen aus Nord- und Mittelhessen sind an diesem Tag für ihre Umweltprojekte ausgezeichnet worden. Die WLS bekommt zum zwölften Mal die Umweltfahne und kann sich mit einer Chronik der letzten 12 Projekte sehr gut präsentieren. Das verdanken wir Frau Körner-Schmolders und Herrn Matthies, die auch in den Herbstferien für die Vorbereitung fast durchgearbeitet haben.

stümiert zum Unterricht. Die schönsten Kostüme werden von der SV fotografiert und prämiert. Das diesjährige Herbstfest am 12.11.2010 ist ein voller Erfolg. Unter dem Motto „Graue Nebel wallen, kühler weht der Wind...“ entführen die kleinen und großen Akteure das Publikum ins Reich der Finsternis, wo Geister und Gespenster, Mörderbuben und Spießgesellen aufeinander treffen. Eltern, Schüler und ein großer Teil des Kollegiums feiern gemeinsam und bewundern gespannt die gruseligen Darbietungen der Schülerinnen und Schüler. Am 17.11. findet die erste Gesamtelternbeiratssitzung in diesem Schuljahr statt. Ein neuer Schulelterbeiratsvorsitzender ist gewählt – Herr Thomas Heß. Frau Elsebach, die am Ende des Schuljahres kein Kind mehr an der WLS haben wird, verabschiedet sich aus diesem Amt und bekommt viel Dank für die geleistete Arbeit in den letzten vier Jahren. Zum Volkstrauertag beteiligt sich ein Teil der Klasse G10a unter der Leitung von Frau Herrmann-John an der Programmgestaltung zum diesjährigen Gedenktag. Wie auch in den Jahren zuvor ist das ein Zeichen der guten Kooperation und Zusammenarbeit mit der Gemeinde Niestetal.

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WLS-Schulheft In Vorbereitung auf das kommende Schuljahr findet am 23.11. die Infoveranstaltung für die Eltern der Klassen 4 statt. Am Montag, den 22.11., und am Dienstag, den 23.11., besuchen uns die Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 unserer Verbundsschulen mit ihren Klassenlehrerinnen und –lehrern. Sie besuchen Unterricht und überzeugen sich von der Schulatmosphäre. Einige Grundschüler begleiten am Dienstagabend die Eltern zur Infoveranstaltung der WLS. Die Resonanz der Eltern an diesem Abend ist durchaus positiv.

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leich Anfang Dezember beginnt für die Hauptschüler des Jahrgangs 9 die Durchführungsphase der Projektprüfungen. Sie müssen in Selbstverantwortung mit ihrer Gruppe ein Projekt planen, durchführen und reflektieren. So manchem wird dabei zum ersten Mal „der Ernst des Lebens“ richtig bewusst. Am 10.12. zeigen die Teams der Projektgruppen in der Prüfung ihr Können. „Tag der Idole“ heißt die gemeinsame Veranstaltung des Schulsozialarbeiters und der Jugendpflege der Gemeinde Niestetal am 2. Dezember. In enger Kooperation versuchen Schule und Gemeinde, Kinder und Jugendliche auf einen guten Weg für ihre Zukunft zu bringen. An diesem Abend zeigen die Jugendlichen in beeindruckender Art und Weise, was sie in den gemeinsamen AGs lernen: Zusammenhalt, Selbstsicherheit und respektvollen Umgang miteinander. Ein wirklich schöner Abend! Die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 müssen am 2.12. ihr mathematisches

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ie Präsentationsprüfungen der Realschüler des Jahrgangs 10 finden kurz nach den Weihnachtsferien am Donnerstag, den 13.1. statt. Als Vorbereitungsgrundlage für die Präsentation gaben die Schüler vor den Weihnachtsferien ihre Hausarbeiten ab. Dreizehn Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang 8 haben sich zum „Busbegleiterseminar“ angemeldet. Vom 18. bis zum 27.1. wer-

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Auch die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 werden jetzt schon auf den Wechsel am Ende des Schuljahres vorbereitet. Am 30.11. findet ein Infotag zum Thema „Berufliches Gymnasium“ bzw. „Gymnasiale Oberstufe“. Oberstufenschüler der Herderschule stehen den Zehntklässlern Frage und Antwort und beraten sie auf einen Schulwechsel aus Schülersicht vor.

Können unter Beweis stellen. Der landesweite Mathematikwettbewerb startet an diesem Tag und alle Schüler sind sehr aufgeregt. Auch dieses Jahr ist Café Beruf sehr gut besucht. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und ihre Eltern informieren sich über Lehrstellenangebote nach der Schule. Fünf Betriebe stellen ihre Anforderungen und Angebote an die Auszubildenden vor und stehen anschließend für persönliche Gespräche zur Verfügung. Am 7.12. findet die erste Schulkonferenz in diesem Schuljahr statt. Hauptthemen sind „Das kleine Budget“ und weitere Schulentwicklungsschwerpunkte der WLS. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WLS verabschieden das Jahr 2010 mit einem gemeinsamen Weihnachtsfest in der Cafeteria. Bei Weihnachtsgeschichten und musikalischen Darbietungen verschiedener Mitarbeiter lassen sie das alte Jahr ausklingen und freuen sich auf die anstehenden Ferientage.

den sie in der Schule und bei der KVG ausgebildet und auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Im Februar werden sie in feierlichem Rahmen ausgezeichnet und offiziell in ihr Amt eingeführt. Mit der Ausgabe der Zeugnisse am 28.1. geht das erste Schulhalbjahr 2010/2011 zu Ende. Ana Viehmann Schulleiterin


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Personelles Zum neuen Schuljahr 2010/2011 gibt es viele Veränderungen im Kollegium. Die Fachbereiche Englisch und Sport bekommen Unterstützung durch Frau Eva Thiemann, die ihre erste feste Stelle an der Wilhelm-Leuschner-Schule bekommt und gleich eine Klasse 5 als Klassenlehrerin übernimmt. Frau Simone Wenz wurde auf eigenen Wunsch zu uns versetzt. Durch ihre mehrjährige Erfahrung als Lehrerin eignet sie sich besonders für das Amt einer Klassenlehrerin. Sie übernimmt eine Klasse 5 mit den Fächern Englisch und Mathematik. Frau Susan Methe wechselt ihre Dienststelle. Sie ist mit Beginn des Schuljahres zur Rektorin als Ausbilderin beim Studienseminar GHRF in Kassel ernannt worden. Wir gratulieren ihr ganz herzlich zu ihrer Beförderung und freuen uns sehr, sie mit einigen Stunden im Fach Physik an unserer Schule behalten zu dürfen. Mehrere Kolleginnen bekamen in diesem Schuljahr einen Lehrauftrag bei uns. Frau Lena Kramer unterrichtet die Fächer Deutsch und GL. Sie übernimmt die Co-Klassenlehrerschaft in der G9 und engagiert sich besonders im Bereich „Selbstorganisiertes Lernen“. Frau Ursula Schlösser unterstützt uns in den Fächern Biologie und Französisch. Sie hat fast den ganzen Biologieunterricht im Jahrgang 6 übernommen und unterrichtet im Jahrgang 10 Französisch. Hier bereitet sie mit einer Zusatzstunde auch die Gymnasiasten auf ihren Übergang vor. Den Spanischunterricht im Jahrgang 9 übernimmt Frau Katharina Vasel. Sie vertritt Frau Hempelmann im ersten Schulhalbjahr. Des weiteren unterrichtet Frau Vasel Englisch in der R10 und bereitet die Schülerinnen und Schüler auf die im Mai 2011 anstehende Abschlussprüfung vor. Für den Ethikunterricht in diesem Schulhalbjahr ist Frau Jennifer Gerke zuständig. Sie unterrichtet auch Sport und Gesellschaftslehre an der WLS und hat sich gut in ihre neuen Aufgaben eingefunden. Mit Beginn des Schuljahres startet auch Frau Maria Löber in die zweite Ausbildungsphase. Sie ist die siebte Referendarin unserer Schule und unterrichtet die Fächer Deutsch und Musik. Wir wünschen ihr viel Erfolg für die kommenden zwei sicherlich anstrengenden Jahre. Auch in diesem Schuljahr freut sich die WLS, zwei junge Frauen im Freiwilligen Sozialen Jahr begrüßen zu können. Mit ihnen werden die guten Erfahrungen der letzten zwei Jahre fortgesetzt. Wir wünschen Frau Lisa Stengele und Frau Leonie Wagner viel Freude an den neuen Aufgaben. Wir

sind froh über zwei engagierte junge Frauen, die uns in vielen Bereichen des Ganztagsangebotes eine Bereicherung sind. Nach der Pause in der Elternzeit kehrt Frau Svenja Thies an die Wilhelm-Leuschner-Schule zurück. Ihre Unterstützung im Schulleitungsteam ist sehr willkommen, da wir im ersten Schulhalbjahr die Arbeit des stellvertretenden Schulleiters unter uns aufteilen müssen. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen Schulleitungsmitgliedern, Kolleginnen/Kollegen und Eltern bedanken, die mich beim Übergang von der stellvertretenden Schulleiterin zur Schulleiterin begleitet und unterstützt haben. Ich freue mich auf weiterhin gute Zusammenarbeit. Frau Sabine Krell hat am 1. Dezember 2010 mit dem zweiten Staatsexamen ihre Ausbildungszeit erfolgreich abgeschlossen. Wir wünschen ihr viel Erfolg auf ihrem weiteren Berufsweg. Unterstützung in den Fachbereichen Mathematik und Physik bekommen wir durch Herrn Florian Huber. Nachdem eine neue Kollegin ihre Stelle aus Krankheitsgründen nicht antreten konnte, sind wir sehr froh, dass Herr Huber schnell und unkompliziert den Umzug von Braunschweig nach Kassel organisieren konnte, um uns mit einem Lehrauftrag auszuhelfen. Eine weitere Unterstützung im Fachbereich Mathematik bekommen wir durch Frau Sybille Niebuhr, die mit einer halben Stelle von unserer Verbundsgrundschule Niestetal-Sandershausen zu uns abgeordnet ist. Sie unterstützt uns in Mathematik im Jahrgang 5 und begleitet somit einen Teil ihrer Schüler nach der Grundschule weiter. Achtunddreißig Jahre war Frau Margit Merz Lehrerin an der WLS. Sicherlich werden sich viele Schülergenerationen gerne an den Sport-, Deutsch- und GL-Unterricht bei Frau Merz erinnern. Als Klassenlehrerin hat sie viele Jahre lang junge Menschen auf dem Weg zum Erwachsenwerden begleitet. Ihre fürsorgliche und konsequente Art hat ihnen Halt und Perspektive gegeben und sie sicher durch das Schulleben geführt. Frau Merz hat sich während ihrer Tätigkeit stark für die Leseförderung an unserer Schule eingesetzt. Lesen als Basiskompetenz war für sie ein wichtiges Anliegen. Sie hat den Aufbau unserer Schülerbücherei über Jahre wesentlich mitgestaltet und die Entwicklung eines schuleigenen Lesekonzepts unterstützt und begleitet. Zum 31. Januar 2011, fast auf den Tag genau nach 38 Jahren, geht Frau Merz in die Altersteilzeit. Wir bedanken uns herzlich für ihre Arbeit und ihren Einsatz an unserer Schule. Ana Viehmann, Schulleiterin

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Neu an der Schule Frau Eva Thiemann Ich bin seit diesem Schuljahr eine der „neuen“ Kolleginnen der WLS. Meine Fächer sind Englisch, Sport, GL und Deutsch. Diese Fächer unterrichte ich größtenteils in meiner eigenen Klasse, der 5b. Ich bin zurzeit 28 Jahre jung und lebe in Kassel. Geboren wurde ich in Hofgeismar. Kindheit und Jugend verbrachte ich in Gre-

benstein. Kassel wurde ab 2002 zu Beginn des Lehramtsstudiums an der Universität Kassel meine neue Heimat. Meine sportlichen Hobbys sind Wasserskiund Wakeboardfahren im Sommer und Snowboardfahren im Winter. Ansonsten treffe ich mich gerne mit Freunden zum Kochen oder Kaffeetrinken.

Frau Simone Wenz Geboren und aufgewachsen in Limburg/ Lahn, verschlug es mich zum Studium nach Kassel. Ich studierte dort Mathematik und Gesellschaftslehre. Meine erste feste Stelle trat ich in Paderborn an. Von da ab unterrichtete ich an Schulen im Kreis Höxter (Nordrhein-Westfalen).

Da ich in Kassel wohne, bin ich froh, nun an dieser Schule zu unterrichten. In meiner Freizeit bin ich gerne unterwegs, mache Sport, gehe ins Kino oder ins Theater. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit meinen Schülern, den Eltern sowie den Kollegen.

Frau Lena Kramer Mein Name ist Lena Kramer. Seit dem Sommer unterrichte ich Deutsch und Geschichte an der Wilhelm-Leuschner-Schule. Ich habe an der Universität Kassel studiert und mein Referendariat an der ValentinTraudt-Schule in Großalmerode absolviert.

Zur Zeit lebe ich in Kassel Wilhelmshöhe und teile mir meine Wohnung mit meinen lieben Hauskatzen Emil und Paula. In meiner Freizeit spiele ich gerne Badminton, reite, treffe mich mit meinen Freunden und telefoniere für mein Leben gerne (stundenlang).

Frau Maria Löber Ich bin 1977 in der Nähe von SanktPetersburg geboren. Mit sieben Jahren kam ich mit meinen Eltern nach Polen und lebte dort fünf Jahre lang. Später sind wir nach Uljanowsk (eine russische Stadt an der Wolga) umgezogen, wo ich nach dem Gymnasialabschluss an einer pädagogischen Hochschule Deutsch und Englisch studiert habe. Außerdem habe ich dort die Musikschule absolviert. Während des Studiums und danach habe ich als Journali-

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stin in der Redaktion der deutschen Zeitung „Rundschau“ gearbeitet. Danach habe ich eine Stelle als Deutschlehrerin an einer Wirtschaftsberufsschule bekommen. Seit sieben Jahren lebe ich in Deutschland. Nach meinem Lehramtsstudium, habe ich in der Fa. SMA gearbeitet. Dort hatte ich schon während des Studiums einen Studentenjob gemacht. Nun habe ich eine Referendariatsstelle an der WLS und fühle mich hier wie zu Hause.


WLS-Schulheft Frau Sybille Niebuhr Ich unterrichte Mathematik in drei Klassen im Jahrgang 5. Viele Schüler kennen mich schon, da ich außerdem noch an der Grundschule Sandershausen unterrichte, an der ich seit acht Jahren Lehrerin bin.

Ich freue mich sehr, jetzt auch an der WLS zu unterrichten und viele „alte“ Schüler wiederzusehen, auch wenn ich sie nicht immer gleich erkenne, weil sie sich so verändert haben.

Herr Florian Huber

Ich bin bin 29 Jahre alt und in Hannover aufgewachsen. Nach dem Studium in Hildesheim und dem Vorbereitungsdienst in Haverlah und Braunschweig habe ich hier an der WLS einen Lehrauftrag erhalten.

Meine Fächer sind Mathematik und Geschichte. Hier habe ich zudem die Möglichkeit mich im Fach Physik weiterzuentwickeln. Ich freue mich jetzt auf die gemeinsame Zeit an unserer Schule.

Frau Ursula Schlösser Nach Studium und Referendariat in Bonn gründete ich erst einmal eine Familie und zog aus dem Rheinland nach Kassel. Heute wohne ich mit meiner Familie (vier Kinder, davon drei erwachsene Kinder im Beruf und Studium) in Söhrewald. Seit vier Jahren bin ich im Schuldienst und seit Anfang des Schuljahres an der WLS. Ich unterrichte die Fächer Biologie und Französisch.

Frau Lisa Stengele Ich bin 20 Jahre alt. Vor etwa einem Jahr habe ich mein Abitur an der Friedrich-List-Schule in Kassel gemacht und mich dann sehr spontan für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden.

In meiner Freizeit spiele ich Cello in einem Orchester und singe gern im Chor. Ich wurde sehr nett vom Kollegium der WLS empfangen, was mir den Beginn meiner Arbeit und das Einleben erleichtert hat. Ich wünsche mir eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Kollegen, den Schülern und den Eltern.

Frau Leonie Wagner Ich bin 20 Jahre alt und eine ehemalige Schülerin der WLS. Nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr möchte ich Soziale Arbeit an der Universität Kassel studieren.

Im Schuljahr 2010/2011 absolvieren wir ein Freiwilliges Soziales Jahr an der WLS. Wir versprechen uns davon vor allem eine Hilfe bei der beruflichen Orientierung und einen Einblick in das Schulleben. Die Erfahrungen, die wir bisher mit Vertretungssunterricht, Hausaufgabenbetreuung, Leseförderung, MusicalAG, Sekretariatsdienst und vielen anderen Tätigkeiten gesammelt haben, sind sehr aufschluss- und lehrreich. Wir möchten sie nicht missen. Besonders die Arbeit mit Schülern macht viel Spaß. Ein FSJ können wir jedem empfehlen. In der Schule wurden wir von Anfang an sehr herzlich und offen aufgenommen. Alle stehen uns mit Rat und Tat zur Seite. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.

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WLS-Schulheft Impressum Herausgeber: Förderverein der Wilhelm-Leuschner-Schule e.V. Karl-Marx-Str. 32, 34266 Niestetal 0561-952770; Fax: 0561-9527726 Redaktion: Wolfgang Grebe (v.i.S.d.P.), Bettina Homann, Hartmut Schweiger Titel-Illustration: Wolfgang Grebe Gestaltung: Hartmut Schweiger Auflage: 1150 Exemplare Erscheinungsweise: Zweimal jährlich, jeweils am Ende des Schulhalbjahres Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 30. Mai 2011

Ferientermine Schuljahr 2010/2011 Osterferien: 18.4. - 30.4.2011 Sommerferien: 27.6. - 6.8.2011 Bewegliche Ferientage: Mo., 31.01.2011 (erster Tag im neuen Halbjahr) Fr., 3.6.2011 (Tag nach Christi Himmelfahrt)

Schuljahr 2011/2012 Herbstferien 10.10. - 22.10.2011 Weihnachtsferien 21.12. - 6.1.2012 Osterferien 2.4. - 14.4.2012 Sommerferien 2.7. - 10.8.2012 Hinzu kommen drei bewegliche Ferientage

Neue Schülerinnen und Schüler 2010

Sechs neue Klassen 5 . . . wurden am 17.8.2010 in die Wilhelm-Leuschner-Schule aufgenommen. Für insgesamt 140 Schülerinnen und Schüler war dieser 17. August der erste Schultag in ihrer neuen Schule. Mit einer kleinen Feier, gestaltet vom ehemaligen Jahrgang 5, wurden die „Neuen“ begrüßt. Am Ende wurden sie auf sechs Klassen mit jeweils 22 bis 25 Schülerinnen und Schülern verteilt. Hier sind sie, unsere Jüngsten:

Klasse 5a - Klassenlehrerin Frau Krüger Hintere Reihe: Jannic Gail, Eric Lünstroth, Thomas Gerber, Lukas-Martin Feldpusch, Marius Fuhrländer, Juan Jimenez Canales, Pascal Reuß Mittlere Reihe: Ben-Joshua Riehm, Christin Thöne, Vanessa Ferber, Kristian Koslow, Nico Thölke, Jason Koch, Miguel Schlosser, Frau Krüger Vordere Reihe: Cassandra Hartig, Lina Gerke, Sarah Ferber, Alexandra Riesen, Anna-Lena Schesky, Verena Meyer, Hanna Lea Schurig. Es fehlt: Matti Brinkmann 59


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Klasse 5b - Klassenlehrerin Frau Thiemann Hintere Reihe: Alexander Hoppe, Jannik Thaller, Michael Salman, Jannik Weigend, Emanuel Stanoiu, Maximilian Springer, Jannik Wicke Mittlere Reihe: Max Bauer, Carolin Fuchs, Annika Juhlke, Michelle Özdemir, Jessica Dal, Luca Francis, Timo Klug, Ivo Krauspenhaar, Frau Thiemann Vordere Reihe: Luca Marie Degen, Theresa Bank, Jessica Diehl, Celina Zwicker, Alina Kuhn, Emily Ratke, Justin Schaub, Lucas Schuwirth

Klasse 5c - Klassenlehrer Herr Braukhof Hintere Reihe: Sarah Mogge, Julia Spohr, Jan-Niclas Kayser, Maurice Oelschlägel, Gabriel Salman, Sebastian Borrmann, Lino Loriz Mittlere Reihe: Herr Braukhof, Charline Muraro, Jana-Marie Cäsa, Jana Seifert, Hatidja Sokolji, Marcel Reinhardt, Leon Trolldenier, Elias Trabelsi Vordere Reihe: Johanna Böttcher, Jelena Kroh, Lena Riese, Scheribana Sokolji, Morice Berge, Philipp Pinder, Maximilian Kühn Es fehlt: Jan Rading 60


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Klasse 5d - Klassenlehrer Herr Matthies Hintere Reihe: Julius Mander, Julian Raschka, Torben Krybus, Leon Ries, Jonas Wielert, Vincenc Wilke Mittlere Reihe: Marco Damm, Dennis Apostoli, Dennis Deußing, Rebecca Bartoschig, Merdian Jusofoski, Mike Pohl, Leon Gündershein, Tim Holzapfel, Herr Matthies Vordere Reihe: Rabab El-Araibi, Michelle Ehrhardt, Celina Römmelt, Isabelle Köhler, Michelle Köhler, Laura-Marie Lietz, Stefanie Frege, Jacqueline Saalfeld. Es fehlt: Kristina Koslow

Klasse 5e - Klassenlehrerin Frau Wenz Hintere Reihe:Tom Haeder, Mathis Reichenbächer, Marvin Ullrich, Jan Bischoff, Antonia Emmeluth, Kim Stöbener, Julia Walter Mittlere Reihe: Frau Wenz, Nick Schönewald, Sabrina Rieth, Anna-Sophia Fromm, Sascha Glebe, Janine Heß, Anna Vollmann, Charlotte Kaufhold, Dana Weller Vordere Reihe: Leon Avdullahu, Onur Eren, Maximilian Sobocinski, Lukas Glänzer, Anika Attendorn, Lea Eisenberg, Susan Herbort Liegend: Can Özdemir, Okan Öztürk 61


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Klasse 5f - Klassenlehrer Herr Wiedenfeld Hintere Reihe: Justin Jüttemann, Tim Schneegans, Samuel Haida, Nico Öner, Tamara Ciechanowicz, Moritz Arend, Ben Pippert, Michelle Marx Mittlere Reihe: Niko Hansmann, Wahidulla Ansari, Jendrik Ludwig, Tobias Vogel, Robin Jensen, Sinem Yaman, Lidia Gackowska, Leonie Raithel, Herr Wiedenfeld Vordere Reihe: Jonas Koch, Laura Schmelz, Marleen Knobloch, Lea Weißhaar, Isabell Bollrath, Anna-Katharina Siebert, Joyce Fiebig. Es fehlt: Leon Dieterich

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Schulheft 2010/2011 Nr. 1  

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