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FRÜHLINGSKATALOG 2020 ÖSTERREICHISCHE KUNST


Vorwort Liebe Freunde und Kunden, wir alle fragen uns derzeit, wann „Corona“ vorbei sein wird und alles wieder zu einer „neuen Normalität“ zurück kehrt. Bestimmt wird es noch länger dauern, aber die Zeit bis dahin möchten wir möglichst sinnvoll und nicht nur mit Sorge, sondern mit Zuversicht und Freude überbrücken. Wir empfinden es gerade jetzt als besonderes Glück, sich so intensiv mit bildender Kunst beschäftigen zu dürfen. Gerade in einer Krise, die uns stark in die eigenen vier Wände zwingt, werden uns die Vorzüge der Auseinandersetzung mit Kunst besonders bewusst. Bildende Kunst hält zuverlässig, was sie verspricht: geistige Herausforderung, ästhetisches Empfinden und Freude an bleibenden Werten.

Insgesamt ist Kunst eine sehr schöne Möglichkeit, positive Aspekte in unser Leben zu bringen. Deshalb haben wir eine attraktive Online – Kunstpräsentation zusammengestellt, die Ihnen hoffentlich viele Anregungen geben wird – eine echte Gelegenheit, ein besonderes Kunstwerk mit bleibendem Wert zu erwerben. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Entdecken. Ebi Kohlbacher & Lui Wienerroither


Gliederung

Werke bis € 10.000

ab Seite 6

€ 10.000 bis € 25.000

ab Seite 30

€ 25.000 bis € 50.000

ab Seite 58

Werke ab € 50.000

ab Seite 78


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ELKE SILVIA KRYSTUFEK *1970 Wien

Selbstportrait , 1990 Bleistift auf Papier 44 x 30 cm Signiert und datiert unten rechts

Provenienz Privatsammlung, Wien Preis € 3.500 jetzt € 2.100

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OSKAR KOKOSCHKA Pöchlarn/Niederösterreich 1886 - 1980 Montreux/Schweiz

Drei Hirten, Hund und Schafe, Wiener Werkstätte Postkarte Nr. 116, 1907 Farblithographie 14 x 9 cm vgl. Weidinger WVZ Nr. 122

Provenienz Privatbesitz, Deutschland Preis € 3.500 jetzt € 2.500

Literatur Weidinger, Alfred und Strobl, Alice, Oskar Kokoschka: Die Zeichnungen und Aquarelle 1897-1916, Hrsg. Albertina, Verlag Galerie Welz, 2008 Salzburg. S. 70. (vgl.)

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Nach dem Besuch der k.u.k. Staatsrealschule in Wien/Mödling tritt er 1904 in die Wiener Kunstgewerbeschule ein und arbeitet bereits während des Studiums 1907–1909 für die Wiener Werkstätte. Auf den Ausstellungen der "Internationalen Kunstschau" in Wien 1908 und 1909 erregen seine Werke besonderes Aufsehen. 1910 reist er nach Berlin, um Herwath Walden bei der Herausgabe der progressiven Zeitschrift "Der Sturm" zu unterstützen, wo Kokoschka neben zahlreichen Tuschfederzeichnungen sein Drama "Mörder, Hoffnung der Frauen" veröffentlicht. 1912 beginnt sein Liebesverhältnis mit Alma Mahler–Schindler, ab Oktober ist er für ein Jahr Assistent an der Wiener Kunstgewerbeschule. Nachdem seine Beziehung zu Alma Mahler gescheitert war, meldet er sich bei Kriegsbeginn freiwillig zum Militärdienst, wird aber 1915 in Galizien schwer verwundet. Nach seiner Rekonvaleszenz in Wien begleitet er 1916 an der Isonzo– Front eine Gruppe von Kriegsmalern, wo zahlreiche Farbkreidezeichnungen entstehen. Im Jahre 1917 findet er Anschluss an den Künstler– und Literatenkreis um die Schauspielerin Käthe Richter, von 1919 bis 1924 ist er Professor an der Dresdener Akademie. Anschließend unternimmt Kokoschka ausgedehnte Reisen durch Europa, nach Nordafrika, Palästina, Istanbul und Jerusalem. Die politischen Er-

eignisse in Österreich zwingen Kokoschka schließlich 1934 dazu, seinen Wohnsitz nach Prag zu verlegen. 1937 werden im Zuge der "Aktion Entartete Kunst" 417 Werke Kokoschkas aus deutschen Museen entfernt, zahlreiche Arbeiten werden dabei vernichtet. Aufgrund der immer prekärer werdenden Situation für Künstler in der Zeit des Nationalsozialismus emigriert er 1938 nach London und entschließt sich 1947 für die englische Staatsbürgerschaft. Nach dem Krieg erhält er zahlreiche Ehrungen und nimmt an vielen bedeutenden Ausstellungen teil. Auch unterrichtet er in der von ihm mitbegründeten „Schule des Sehens“ an der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst in Salzburg. 1953 übersiedelt er nach Villeneuve am Genfer See, wo er neben einer umfassenden Reisetätigkeit, seine letzten Lebensjahre verbringt.


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WALTER VOPAVA * 1948 Wien

o. T., 2018 Acryl auf Papier 62 x 48,5 cm Signiert und datiert am verso unten rechts: Vopava 2018

Provenienz Atelier des Künstlers Preis € 3.850 jetzt € 2.900

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Von Beginn an hat sich Walter Vopava einer mehr stillen und existenziellen Seite der Bilder zugewandt. Er verweigert allen Glanz und Prunk, den Malerei zu entfalten vermag. Seinen Zugang zur Malerei fand Vopava ursprünglich über Naturstudien. In seinen Arbeiten der 1980er Jahre versuchte der Künstler noch über die Realität zu Resultaten zu finden. Nie galt es dabei, die absolute Abbildung der Realität in den Vordergrund zu stellen, sondern stattdessen etwas zu transformieren oder und aus dem Vorwand der Realität heraus zu kristallisieren. Früh verabschiedete sich Walter Vopava so vom Gegenstand, ohne ihn jedoch zur Gänze aus seinen Bildern auszublenden. In seinen Arbeiten ab 2000 geht es Vopava primär um eine Konstruktion des piktoralen Raumes, wobei er jedoch einer homogenen Dreidimensionalität

entgegensteuert und jegliche Assoziation zum Gegenständlichen vermeidet. Zumeist wählt Vopava für seine Werke das aufstrebende, bisweilen monumentale Hochformat und vermeidet so zudem die gedankliche Verknüpfung zu Landschaft und Horizont. Material und Technik spielen daher in seinem Schaffen eine untergeordnete Rolle, sind aber wichtig für ihn, um sein Vorhaben zu artikulieren. Sie stellen ein Produkt der Forderung dar, dessen was der Künstler mit seiner Arbeit realisieren möchte. Somit arbeitet Vopava zumeist mit Acryl auf Leinwand oder Papier, aus seiner Sicht sehr dankbare Kombinationen, die sich dieser Forderung unterordnen.


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JOSEF MIKL 1929 - Wien - 2008

o. T., 1986 - 1987 Öl auf Papier 44 x 44 cm

Provenienz Privatbesitz, Österreich. Preis € 6.500 jetzt € 4.500

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WILHELM THÖNY Graz 1888 - 1949 New York

New York, um 1935 Bleistift auf Papier 31,7 x 35,8 cm Signiert rechts oben: W. Thöny

Provenienz Privatsammlung, Wien. Preis € 12.000 jetzt € 4.900

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OTTO MUEHL Mariasdorf, Österreich 1925 - 2013 Moncarapacho, Portugal

Liebesakt mit Ziege, 8.8.84 Aquarell auf Papier 49,7 x 69,9 cm Signiert und datiert unten rechts: M. 8.8.84

Provenienz Sammlung Friedrichshof, Österreich. Preis € 14.000 jetzt € 7.500

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WALTER VOPAVA * 1948 Wien

o. T., 2020 Acryl auf Leinwand 100 x 100 cm Provenienz Atelier des Künstlers. Preis € 14.000 jetzt € 9.500

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OTTO MUEHL Mariasdorf, Österreich 1925 - 2013 Moncarapacho, Portugal

o. T., 1985 Aquarell auf Papier 60 x 43,5 cm Signiert rechts unten

Provenienz Sammlung Friedrichshof, Burgenland. Preis € 11.000 jetzt € 7.500

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OTTO MUEHL Mariasdorf, Österreich 1925 - 2013 Moncarapacho, Portugal

o. T., 1985 Aquarell auf Papier 43 x 30,5 cm Signiert und datiert rechts unten: muehl 12.7.85

Provenienz Sammlung Friedrichshof, Burgenland. Preis € 11.000 jetzt € 7.500

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Von 1948 bis 1952 studiert Muehl zunächst Deutsch und Geschichte auf Lehramt an der Universität Wien, bevor er ab 1953 das Studium der Kunstpädagogik an der Akademie der bildenden Künste beginnt. Nach seiner ersten Einzelausstellung im Jahr 1960 wendet er sich jedoch von der Malerei ab und schafft erste Aktionskunstwerke in dem er Leinwände aufschlitzt, Gegenstände einarbeitet und Kunstwerke aus Schrott fertigt. Muehl trägt gemeinsam mit anderen Künstlern durch sein Manifest „Die Blutorgel“ im Jahr 1962 entscheidend zum Beginn des „Wiener Aktionismus“ bei. Im Zuge dessen lässt er sich gemeinsam mit Hermann Nitsch und Adolf Frohner in seinem Atelier drei Tage lang einmauern. Abgeneigt von der bürgerlichen Gesellschaft, wollen Künstler wie Muehl, Nitsch und Günther Brus den traditionellen Kunstbegriff mit verstörenden und radikalen Körperkunstaktionen zertrümmern. 1966 schafft Muehl mit Brus einen neuen Aktionstyp, der den Körper als das eigentliche Material in den Vordergrund stellt. Muehl beteiligt sich an einer Vielzahl von Kunstaktionen, unter anderem an der Aktion „Kunst und Revolution“ 1968 und an der Schlachtung eines Schweins und dessen Blut-Schütt-

Kunst zusammen mit Nitsch im Jahr 1969. Zur Abgrenzung seiner Kunst von der „Happening-Kunst“ gründet Muehl die von Wilhelm Reich inspirierte Kommune Aktionsanalytische Organisation (AAO) und später die Kommune Friedrichshof im Jahr 1974, die eine eigene Schule, verschiedene Werkstätten und Landwirtschaft betreibt. Am Höhepunkt im Jahr 1983 umfasst die Kommune 600 Mitglieder. Obwohl die Kommune nach Prinzipien der freien Sexualität, Gemeinschaftseigentum, Abschaffung der Kleinfamilie und der Weiterentwicklung der Aktionskunst gegründet wird, scheitert das Projekt auf Grund autoritärer Führung. Muehl schafft eine Vielzahl von Gemälden und Zeichnungen, die jedoch nicht außerhalb der Kommune ausgestellt werden. Nach Verurteilung im Jahr 1991 auf Grund verschiedener Sittlichkeitsdelikte wird er zu einer siebenjährigen Haft verurteilt, während der ungefähr 300 Bilder entstehen. Nach seiner Freilassung zieht er nach Portugal, wo er bis zu seinem Tod 2013 in einer „Art & Life Family“-Kommune lebt.


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AROTIN & SERGHEI * 1994 Wien

White Pyramide, 2018 intermedial painting, white gold 60 x 60 cm

Provenienz Direkt vom Künstler Preis € 12.000 jetzt € 8.000

Literatur - Arotin&Serghei. Metamorphosis, Hrsg. Alois Wienerroither, Eberhard Kohlbacher, Wien, 2018, S. 41 (Abb.).

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Arotin & Serghei - Kunst am Puls der Zeit—Das Künstlerduo AROTIN & SERGHEI kreiert seine Werke aus Farbe und Licht, welche sich durch Überlagerung und Spaltung in ständiger Umwandlung / Metamorphose darstellen. Durch die Kombination der Techniken wie Zeichnung, Komposition und Montage, integrieren sie Elemente von Klang, Architektur, sowie philosophische und wissenschaftliche Konzepte in ihre digitalen Unikate und lassen sogenannte intermedial paintings entstehen.


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AROTIN & SERGHEI * 1994 Wien

Red Tone, 2016 intermedial painting 60 x 60 cm

Provenienz Direkt vom Künstler Preis € 12.000 jetzt € 8.000

Literatur - Arotin&Serghei. Metamorphosis, Hrsg. Alois Wienerroither, Eberhard Kohlbacher, Wien, 2018, S. 14 (Abb.).

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OTTO MUEHL Mariasdorf, Österreich 1925 - 2013 Moncarapacho, Portugal

El Cabrito, 1983 Acryl auf Papier 76 x 56 cm Signiert und datiert rechts unten: El Cabrito muehl 28.3.83

Provenienz Sammlung Friedrichshof, Burgenland. Preis € 12.000 jetzt € 8.500

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GUSTAV KLIMT 1862 - Wien - 1918

Spiegelhaltender Engel und Kind als Dame verkleidet, 1881-82 Tuschfeder und Bleistift auf Papier 8,8 x 20,7 cm Im Schild mit Bleistift bezeichnet "Mode", im linken weißen Rand ein kleines Ornament verso: Nachlaßstempel (Sammlung R. Zimpel) Strobl WVZ Nr. 44 Provenienz Sammlung Christian M. Nebehay, Wien. Preis € 14.000 jetzt € 9.500

Literatur - Christian M. Nebehay, Klimt Dokumentation, 1969, Abb. 9. - Strobl, Alice, Gustav Klimt, Band I, Die Zeichnungen 1878-1903, Verlag Galerie Welz, Salzburg, 1980, S. 30 und 31 (Abb.) WVZ Nr. 44. - Marian Bisanz-Prakken, Gustav Klimt. Drawings, Wienerroither & Kohlbacher (Hg.), Wien 2018, Kat. Nr. 2.

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AROTIN & SERGHEI * 1994 Wien

Genesis 1, 2016 intermedial painting 98 x 98 cm

Provenienz Direkt vom Künstler Preis € 18.000 jetzt € 11.000

Literatur - Arotin&Serghei. Metamorphosis, Hrsg. Alois Wienerroither, Eberhard Kohlbacher, Wien, 2018, S. 33-35.

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WALTER VOPAVA * 1948 Wien

o. T., 2018 Acryl auf Leinwand 150 x 100 cm Signiert verso: Vopava, Vopava

Provenienz Atelier des Künstlers Preis € 18.000 jetzt € 14.000

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GÜNTER BRUS * 1938 Ardning in der Steiermark

Helia, 1978 Farbstift und Ölkreide auf Packpapier 29,5 x 21 cm Signiert und datiert unten rechts

Provenienz Günther Brus – Sammlung Giger - Philip Konzet – 2004 Sammlung Kasperak – 2009 FDM - 2019 Privatbesitz, Wien Preis € 22.000 jetzt € 16.000

Literatur - Wienerroither/Kohlbacher/Grabner, Günter Brus. Die Einsamkeit des Spätklassikers, W&K Palais Schönborn-Batthyany (Hg.), Wien 2019, S. 114 (Abb.).

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Seine Ausbildung absolviert Günter Brus von 1954-1957 an der Kunstgewerbeschule in Graz in der Klasse für Gebrauchsgrafik. 1958 beginnt er ein Studium an der Akademie für angewandte Kunst in Wien, das jedoch unvollendet bleibt. Während der Zeit in Wien wird Brus vom österreichischen Frühexpressionismus, insbesondere von Egon Schiele, beeinflusst. 1964 findet seine erste Aktion, die Malerei auf Körper und Raum überträgt, mit dem Titel “Ana” statt. Weitere Aktionen, wie der “Wiener Spaziergang” folgen 1965. 1968 führt die Aktion “Kunst und Revolution” (auch bekannt als “Uni Ferkelei”) von Günter Brus, Otto Muehl, Peter Weibel und Oswald Wiener in der Universität Wien zum Strafurteil von sechs Monaten Haft. Daraufhin flieht Günter Brus mit seiner Familie nach Berlin. 1970 führt er in München seine letzte Aktion “Zerreißprobe” aus. Er findet eine neue künstlerische Ausdrucksweise - die “BildDichtungen”. Dabei handelt es sich um ein grafisches Zusammenspiel von Bild und Text. Der Inhalt bleibt weiterhin kritisch, sorgt aber für weniger Aufsehen. 1979 kehrt Familie Brus zurück in die Steiermark. Neben Ausstellungen in Eindhoven, Paris, Barcelona und Berlin wird

der Künstler auch in Österreich wieder gewürdigt: 1986 stellt das Museum Moderner Kunst Wien seine Werke mit dem Titel “Der Überblick” aus. Er nimmt an der documenta 5 und der documenta 7 in Kassel teil und 1980 stellt er im Rahmen der Biennale in Venedig aus. 1997 wird ihm für seine künstlerischen Leistungen der Große Österreichische Staatspreis verliehen. 2004 erhält er den OskarKokoschka-Preis und 2008 schließlich mit dem “BRUSEUM” ein eigenes Museum und Forschungszentrum in Graz. Ein Auszug seines Zitates „Mein Körper ist die Absicht, mein Körper ist das Ereignis, mein Körper ist das Ergebnis,“ wird sogar Ausstellungstitel im MUMOK, Wien 2015. 2018 zeigt das Belvedere 21 eine Retrospektive und er erhält das große Ehrenzeichen des Landes Steiermark sowie Ehrenzeichen für Wissenschaft, Forschung und Kunst.


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JOSEF FLOCH Wien 1894 - 1977 New York

Still Life with Plate and Flowervase, 1955 Öl auf Leinwand 45,7 x 38,1 cm Sign. r. u.: Floch

Pallauf WVZ Nr. 541 Provenienz Vera Sharpe Kohn Sammlung - Princeton, New Jersey - Galerie W&K - Wienerroither & Kohlbacher, Wien, New York. Preis € 28.000 jetzt € 16.000

Literatur Karl Pallauf, Josef Floch. Leben und Werk, 18941977, Wien, 2000, S. 324, WVZ Nr. 541.

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WALTER VOPAVA * 1948 Wien

o. T., 1992 Mischtechnik auf Leinwand 200 x 160 cm Auf der Rückseite zweifach signiert, datiert Vopava 92

Provenienz Privatsammlung, Wien; W&K - Wienerroither & Kohlbacher (2018). Preis € 22.000 jetzt € 12.000

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GÜNTER BRUS * 1938 Ardning in der Steiermark

Tag-Nacht-Gleiche, 1975 Farbstift und Ölkreide auf Papier 29 x 40 cm Signiert und datiert unten rechts

Provenienz Günther Brus – GHC – 2007 Sammlung Kasperak – 2009 FDM Ausgestellt: St Etienne 2008, Mak Abgebildet: Katalog St Etienne Privatbesitz, Wien Preis € 22.000 jetzt € 17.000

Literatur - Wienerroither/Kohlbacher/Grabner, Günter Brus. Die Einsamkeit des Spätklassikers, W&K - Palais SchönbornBatthyany (Hg.), Wien 2019, S. 110 (Abb.).

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FRANZ WEST 1947 - Wien - 2012

o.T. (Annemarie Moser Pröll) - beschriftet schwer leserlich „Euch“ (?) Fotokopie, mit rotem Kugelschreiber überarbeitet 29,7 x 21 cm Bezeichnet und signiert am linken Rand Franz West Privatstiftung Archiv Nr. 7223 Provenienz Privatsammlung, Wien. Preis € 25.000 jetzt € 15.000

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ELKE SILVIA KRYSTUFEK *1970 Wien

My Heart Was Always With You (Bas Jan Ader), 2007 Buntstifte auf Papier 42,3 × 30 cm

Provenienz Atelier der Künstlerin, Wien Preis € 20.000 jetzt € 17.000

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Elke Silvia Krystufek wird 1970 in Wien geboren. Gleich nach ihrem Schulabschluss widmet sie sich dem Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Sie studiert von 1988 bis 1993 in der Klasse von Arnulf Rainer. Bereits in ihren künstlerischen Anfängen inszeniert Krystufek ihr Leben selbst. Öffentliche Performances, in denen sie ihren Körper als Medium einsetzt, erzeugen großes mediales Aufsehen und führen zur Kontroverse. Sie fügt sich beispielsweise in „Aktion“ selbst Wunden zu, um mit dem Blut ihren nackten Körper zu bemalen. Bereits 2001 unterrichtet sie auch als Gastprofessorin an der Kunstuniversität Linz und ab 2005 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Im selben Jahr belegt sie eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. 2009 gründet sie ihr eigenes Archiv und stellte im Österreich Pavillon der 53. Biennale di Venezia aus. Ab 2011 verwendet die Künstlerin den Künstlernamen Elke Silvia Krystufek, welcher auch als eigenes Kunstwerk angelegt ist. Eine Differenzierung in der

Wahrnehmung zwischen der Privatperson und der Kunstfigur ist durch die stringente Inszenierung schwer zu fassen. Die Vielseitigkeit von Elke Silvia Krystufek zeigt sich bereits in ihren künstlerischen Tätigkeiten. In ihrer Kunst beschäftigt sie sich mit Malerei, Installation und Fotografie. Darüber hinaus schreibt sie literarische Texte, Bücher und Theaterstücke, inspiriert von dem Künstler Josef Albers, dem Schriftsteller H.G. Wells und der Designerin Cathy Pill. Die Irritation, das Brechen von Tabus und die Konfrontation mit alltäglichen, politischen und kulturellen Themen sind stetig präsent in ihrer künstlerischen Auseinandersetzung. Der Betrachter kann sich einer Reaktion nicht entziehen – ob Scham, Aggression, Begeisterung oder Bewunderung.


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GÜNTER BRUS * 1938 Ardning in der Steiermark

El Museo De Los Suplicios (Escalera), 1994 Graphit und Ölkreide auf Papier 55,5 x 42 cm Signiert und datiert links unten, betitelt mittig unten

Provenienz Privatsammlung, Österreich. Preis € 22.000 jetzt € 17.000

Literatur - Wienerroither/Kohlbacher/Grabner, Günter Brus. Die Einsamkeit des Spätklassikers, W&K - Palais SchönbornBatthyany (Hg.), Wien 2019, S. 172 (Abb.).

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EDUARD ANGELI * 1942 Wien

Fünf Lichter, 2019 Pastell auf Jute 100 x 100 cm

Provenienz Atelier des Künstlers Preis € 25.000 jetzt € 18.000

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Der zeitgenössische Maler Eduard Angeli wurde im Jahr 1942 in Wien geboren. Als Teil der Klasse von Robin Christian Andersen studierte er von 1960 bis 1965 Malerei und Kunsterziehung an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Nach Abschluss seines Studiums übersiedelte Angeli 1967 nach Istanbul, wo er bis 1971 als Gastprofessor für Malerei an der Staatsakademie für bildenden Künste tätig war. Angeli lebt und arbeitet in Wien und Venedig.

achtziger Jahre seine Sommer mit Freunden in der Türkei. Sein Fokus wechselte im Jahr 1974 von der Acrylmalerei zur Ölmalerei, zu der Ende der achtziger Jahre ein verstärktes Interesse für Pastell auf Leinwand trat. Ab dem Jahr 2002 verbrachte Angeli seine Sommer in Venedig und verlegte schließlich seinen Wohnsitz dorthin. Erste Erfolge konnte Eduard Angeli schon während seines Studiums verzeichnen, unter anderem erhielt er im Jahr 1963 den Kunstförderpreis der Zentralsparkasse der Gemeinde Wien. Es folgten weitere Preise Nach seinem Studium in Wien zog es den Maler nach Istanbul, und schließlich wurde dem Künstler im Jahr 2003 das Golwo er in seinem Atelier nahe des Bosporus seine ersten Wer- dene Ehrenzeichen für Verke in Mischtechnik schuf. 1968 dienste um das Land Wien verfand in Istanbul seine erste gro- liehen. Seine Ausstellungen ße Ausstellung in der Staatsaka- umfassten u.a. Albertina Museum (1986, 2006, 2017) und in demie für bildende Künste der Österreichischen Galerie im statt, auf die eine vierjährige Gastprofessur folgte. Während Oberen Belvedere in Wien (2003). dieser Zeit stand Angeli in engem Kontakt mit der Künstlergruppe „Wirklichkeiten“, mit der er 1969 in Istanbul eine gemeinsame Ausstellung organisierte. Auch nach seiner Rückkehr nach Wien im Jahr 1971 verbrachte Angeli bis in die


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EDUARD ANGELI * 1942 Wien

Schwarzer Frühling, 1989 Öl auf Leinwand 160 x 200 cm Signiert, datiert Angeli 89

Provenienz Galerie Würthle, Wien (auf der Rückseite Etikett) Preis € 25.000 jetzt € 17.000

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ZORAN MUSIC Gorizia/Görz 1909 - 2005 Venedig

Cavallo, 1951 Aquarell und Gouache auf Papier 35 x 50 cm Signiert und datiert unten Mitte

Provenienz David Grob, London; Wildenstein & Co, London; Connaught Brown, London; Galleria Contini, Venedig. Preis € 24.000 jetzt € 19.000

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ALFRED KUBIN Leitmeritz/Böhmen 1877 - 1959 Zwickledt bei Wernstein am Inn

Mörser, 1914 Pinsel und Feder in Tusche, Aquarell und Gouache auf Katasterpapier 31,3 x 25,2 cm (39,8 x 31,5 cm) Signiert unten rechts "Kubin", betitelt unten links; Stempel der Max Morgenstern Sammlung am verso

Provenienz Maximilian (Max) & Hertha Morgenstern, Wien (direkt vom Künstler erworben); Dr. Kurt Otte, Hamburg (von Vorgenannten im Juni 1938 erworben); Städtische Galerie im Lenbachhaus, München (von Vorgenanntem 1971 erworben); An die Erben von Max & Hertha Morgenstern restituiert (2019). Preis € 32.000 jetzt € 22.000

Ausstellungen - Alfred Kubin, Handzeichnungen, Aquarelle und druckgraphische Arbeiten, Albertina Wien, Wien 1937, Nr. 149. - Alfred Kubin 1877-1959, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München & Hamburger Kunsthalle, Hamburg 1990-91, Nr. 152 (mit Abb.). - Lenbachhaus, München 2008 (als Teil der Blaue Reiter Ausstellung). - Der Blaue Reiter, Tanz der Farben, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik aus dem Lenbachhaus, Lenbachhaus, München & Albertina Wien, Wien 2010-11, Nr. 152 (mit Abb.).

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FRANZ WEST 1947 - Wien - 2012

Am Brunnen vor dem Tore, 1982 Gouache auf Zeitschriftenseite, collagiert 28 x 20,5 cm Bezeichnet unten links; signiert und datiert unten rechts

Franz West Privatstiftung Archiv Nr. 7222 Provenienz Privatsammlung, Wien. Preis â‚Ź 45.000 jetzt â‚Ź 25.000

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KURT "KAPPA" KOCHERSCHEIDT Klagenfurt 1943 - 1992 Wels

Whiteleg, 1983 Öl auf Leinwand 100 x 115 cm Signiert und datiert rechts unten: KAPPA 83 Rückseitig bezeichnet am Keilrahmen: Afrikan. Stilleben II Morat WVZ Nr. 1983/16 Provenienz Sammlung A. & A. Riedl, Brunnenthal, Oberösterreich; Privatbesitz, Österreich. Preis € 35.000 jetzt € 27.000

Literatur - Franz Armin Morat, Kurt Kocherscheidt. Catalogue raisonné. Malerei und Holzarbeiten 1966-1992. Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft (Hg.), Freiburg im Breisgau 2006, WVZ.-Nr. 1983/16, Abb. S. 171.

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KURT "KAPPA" KOCHERSCHEIDT Klagenfurt 1943 - 1992 Wels

o. T., 1989 Öl auf Leinwand 115 x 140 cm Sign. u. r.: K89

Morat WVZ Nr. 1989/29 Provenienz Sammlung E. B., Wien; Privatsammlung, Hamburg. Preis € 45.000 jetzt € 32.000

Literatur Franz Armin Morat, Kurt Kocherscheidt, Werkverzeichnis, Malerei und Holzarbeiten 1966-1992, Hg. Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg in Breisgau, 2006 Wien, WVZ Nr. 1989/29, Abb. S. 260.

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OSKAR KOKOSCHKA Pöchlarn/Niederösterreich 1886 - 1980 Montreux/Schweiz

Liegender Akt, 1922 Aquarell auf dünnem Bütten 52 x 70 cm Links unten mit Bleistift in Kurrent: "Aus Besitz des Prof. Robert Sterl Dresden", r-u. mit Bleistift: "14.2.22", darunter ausradiert: "Os", daneben: " Kar Kokoschka"

Provenienz Sammlung Werner, Wien Preis € 45.000 jetzt € 29.000

Literatur Klaus Albrecht Schröder, Marietta Mautner Markhof (Hg.): Kirchner, Heckel, Nolde - Die Sammlung Werner. Ausstellungskatalog der Albertina Wien, 1.6. - 26.8.2012, S. 166f, Nr. 77.

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Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges und Kokoschkas schwere Kriegsverletzung 1914 sowie das schmerzliche Ende der Beziehung zu Alma Mahler im Jahr 1915 führten zu einer örtlichen und künstlerischen Neuorientierung: 1917 übersiedelte er nach Dresden, bekam 1919 eine Professur an der dortigen Kunstakademie und entwickelte in seiner Malerei eine völlig neue, intensive Farbenkraft. Die Werke der Dresdener Jahre leuchten und die Kompositionen wirken wie aus kubischen Bildbausteinen konstruiert. Das vorliegende Aquarell ist ein eindrucksvolles Beispiel für die bildhafte Monumentalität der Aquarelle dieser Jahre. Kokoschka reduzierte die Komposition des weiblichen Aktes auf wenige, blockhaft schematisierte Körperbausteine, die sich aus lichtdurchfluteten Farbbalken zusammensetzten. Die Figur umhüllt eine Farbhöhle aus farbigen Kissen und Flächen, harmonisch formen helle und dunkle Farbakzente den Bildraum und schaffen Volumen, Transparenz und eine irisierende Atmosphäre. Mit den in Dresden entstandenen Arbeiten erzielte Kokoschka Anerkennung bei Sammlern und Liebhabern und feierte große Erfolge im In- und Ausland, so u. a. 1922 auf der Biennale von Venedig. Doch all das machte ihn auf Dauer nicht glücklich. Zu stark war sein Drang frei zu sein und zu reisen. Zunächst nur auf zwei Jahre beurlaubt, blieb Kokoschka schließlich der Kunstakademie vollkommen fern. Dort sah man sich genötigt, seine Professur neu zu besetzen: 1927 trat Otto Dix seine Nachfolge an.


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ALFRED KUBIN Leitmeritz/Böhmen 1877 - 1959 Zwickledt bei Wernstein am Inn

Orientalische Begräbnisstätte, um 1910 Tusche und Aquarell auf Papier 26 x 34,5 cm Signiert rechts unten: AKubin Widmung unten: für Wolfgang Gurlitt, auf der Stätte des Lebens v/s A Kubin Verso: Karl Russ etw. 20.1.1968

Provenienz Sammlung Wolfgang Gurlitt; Sammlung Berggruen, Paris. Preis € 45.000 jetzt € 37.000

Literatur - Alfred Kubin. Vingt Dessins, Berggruen, Paris 1986, Kat. Nr. 19. - Alfred Kubin, Ausstellungskatalog, Shepherd W&K Galleries New York, W&K Edition (Hg.), New York 2014, S. 63. - Wolfgang Gurlitt Zauberprinz. Kunsthändler - Sammler, Ausstellungskatalog, LENTOS Kunstmuseum Linz (Hg.), Linz 2019, S. 389, Abb. 5. Ausstellungen - Wolfgang Gurlitt Zauberprinz. Kunsthändler - Sammler, LENTOS Kunstmuseum Linz, Linz 04.10.2019-19.01.2020.

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Fast wie in einem Horizontal-vertikalRaster eingespannt erscheint diese Szenerie, bei der Kubin den Betrachter wiederum in die Phantasiewelt des Ostens entführt. Das Geschehen erinnert an die verschlungenen Märchenwege aus „1001 Nacht“, die Handlung ist aufgesplittet auf einzelne Teilbereiche, die Akteure wirken wie von einer fremden Macht dirigiert. Im Sinne eines horror vacui füllt der Künstler die gesamte Bildfläche. Die gleichmäßige Farbgebung wie auch die verschlungenen und vielfach irreal erscheinenden Ortsbeziehungen der vorgestellten Raumeinheiten lassen das gesamte Bildgeschehen mehr im Sinne eines Flächenereignisses wirken, gleichsam ein wenig an die ornamentalen Muster eines orientalischen Teppichs erinnernd. In diesen stilistischen Beobachtungen wie auch den charakteristisch gelängten Figuren und einer spezifisch nervösen Strichführung verweist das Blatt auf eine Entstehungszeit um 1910. In diesen Jahren hatten Paul Klee und Alfred Kubin enge Beziehungen, wie mehrfache Besuche, Fotografien und der erhaltene Briefwechsel beweisen. Nicht zuletzt verweisen auch die in diesem Zeitraum entstandenen Werke der beiden Künstler auf die wechselseitig hohe Wertschätzung und behutsame Beeinflussung. Alfred Kubin hat es zwar stets abgelehnt, an einer Kunstschule zu unterrichten, den drängenden Einladungen seiner nunmehr am Bauhaus unterrichtenden Künstlerkollegen vom „blauen Reiter“ folgte er jedoch schließlich nach vielen Jahren zu einer kleinen Präsentation in dieser Institution nach Dessau im Jahre 1932. Peter Assmann

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ALFRED KUBIN Leitmeritz/Böhmen 1877 - 1959 Zwickledt bei Wernstein am Inn

Authentische Ansicht von Perle, Der Haupt- und Residenzstadt des Traumreichs, 1909 Tusche auf cremefarbenem Velinpapier 35,4 x 26,3 cm Signiert unten rechts “AKubin” und betitelt oben rechts; Stempel der Max Morgenstern Sammlung am verso

Provenienz Maximilian (Max) & Hertha Morgenstern, Wien (direkt vom Künstler erworben); Dr. Kurt Otte, Hamburg (von Vorgenannten im Juni 1938 erworben); Städtische Galerie im Lenbachhaus, München (von Vorgenanntem 1971 erworben); An die Erben von Max & Hertha Morgenstern restituiert (2019). Preis € 45.000 jetzt € 35.000

Literatur - Paul Raabe, Alfred Kubin, Rowohlt 1957, S. 31.

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JOANNIS AVRAMIDIS Batumi 1922 - 2016 Wien

Rechter Halbkopf, 2003 Kunstharz auf Aluminiumkonstruktion 42,8 x 23 x 15 cm Signiert am Sockel: AVRAMIDIS

Provenienz Nachlass des Künstlers. Preis € 55.000 jetzt € 39.000

Literatur - Joannis Avramidis. Ausstellung zum 90. Geburtstag, Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Ausstellungskatalog Galerie bei der Albertina Zetter, Wien 2012, S. 74, Abb. 33.

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KURT "KAPPA" KOCHERSCHEIDT Klagenfurt 1943 - 1992 Wels

o. T., 1989 Öl auf Leinwand 160 x 120 cm Monogrammiert und datiert unten rechts: K89

Morat WVZ Nr. 1989/15 Provenienz Helmut Lang, Privatsammlung, New York. Preis € 55.000 jetzt € 39.000

Literatur - Franz Armin Morat, Kurt Kocherscheidt, Werkverzeichnis: Malerei und Holzarbeiten 1966-1992, Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft (Hg.), Freiburg in Breisgau, Wien 2006, WVZ Nr. 1989/15, Abb. S. 253.

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JOANNIS AVRAMIDIS Batumi 1922 - 2016 Wien

Kopf I, 1966 Bronze 36 x 13,2 x 16,8 cm

Provenienz Nachlass des Künstlers. Preis € 60.000 jetzt € 49.000

Literatur - Avramidis. Köpfe, Ausstellungskatalog 66 Galerie Thomas, München 1999, S. 12.

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Mit seinen vom menschlichen Körper abstrahierten monumentalen Figuren aus Kreissegmenten erlangte der Künstler schon Ende der 1950er Jahre Bekanntheit. Nach einem Gleichgewicht zwischen Betonung der Figur und gleichzeitiger Abstraktion der Form strebend, entwickelte Avramidis nach dem Vorbild griechisch-archaischer und klassischer Skulpturen einen höchst eigenständigen Stil. Weitere Quellen der Inspiration waren die Werke von Künstlern wie Hans von Marées, Constantin Brancusi oder Wilhelm Lehmbruck. Avramidis repräsentierte Österreich im Jahr 1962 auf der 31. Biennale in Venedig gemeinsam mit Friedrich Hundertwasser, wo es auch zur ersten Begegnung mit Alberto Giacometti kam. Nach seiner Tätigkeit als Leiter der Klasse für Aktzeichnen an der Wiener Akademie und einer Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste in Hamburg

übernahm Avramidis von 1968 bis 1992 die Leitung der Meisterklasse für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Zu seinen Schülern zählten unter anderen Reinhard Puch und Wolfgang Götzinger. Avramidis verstarb am 16. Jänner 2016 im Alter von 93 Jahren in Wien. Avramidis wurde neben dem Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst (1964) und dem Großen Österreichischen Staatspreis für Bildende Kunst (1973) im Jahr 1985 das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst verliehen. Neben zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen zeigte das Leopold Museum in Wien 2017 eine Retrospektive des Künstlers.


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ZORAN MUSIC Gorizia/Görz 1909 - 2005 Venedig

Alberi (Arbres), 1973 Acryl auf Leinwand 92 x 73 cm Signiert und datiert unten links "Music 73" Signiert und datiert am verso "Music 1973" Katalog S. 149 Provenienz Sammlung Gianni de Marco, Venedig; Auktion, Rom, Christie's, 21.03.1989, Lot 152; Galerie Bourdon, Paris; Privatsammlung, Paris. Preis € 65.000 jetzt € 49.000

Literatur - Peter Handke, Nataša Ivanović,Siegbert Metelko und Ivan Ristić, Zoran Music. Faszination der Malerei, Hrsg. Siegbert Metelko und Wilfried Magnet, Völkermarkt, Galerie Magnet, 2019, S. 149.

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JOSEF FLOCH Wien 1894 - 1977 New York

Homme avec chien II, 1928 Öl auf Leinwand 93 x 65 cm Sign. l. u.: Floch Pallauf, WVZ Nr. 160 Provenienz Privatbesitz Preis € 95.000 jetzt € 55.000

Literatur Thomas Yoseloff (Hg.), Joseph Floch, New York, South Brunswick, London, Nr. 16 (Abb.) - Karl Pallauf, Josef Floch, Leben und Werk, 1894 - 1977, Österreichischer Kunst- und Kulturverlag, Wien, S. 168, WVZ Nr. 160.

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MAX WEILER Absam 1910 - 2001 Wien

Wie eine Landschaft, wie abgebrannt, 1963 Bleistift und Eitempera auf Leinwand 50 x 115 cm Bezeichnet unten rechts: Weiler63 Krapf WVZ Nr. 550

Provenienz Nachlass des Künstlers; Privatsammlung, Wien. Preis € 75.000 jetzt € 55.000

Literatur - Almut Krapf: Max Weiler. Werkverzeichnis der Bilder von 1932 bis 1974, Residenz Verlag, Salzburg 1975, S. 289 WVZ Nr. 550 (mit Abb.). - Sammlung Essl Privatstiftung (Hg.), Max Weiler (1910 2001). Die Natur der Malerei, Hirmer Verlag, Klosterneuburg 19.03. - 29.08.2010, S. 97 (mit Abb. in Farbe). Ausstellungen - Max Weiler (1910 - 2001). Die Natur der Malerei, Sammlung Essl Privatstiftung, Klosterneuburg 19.03. 29.08.2010.

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ZORAN MUSIC Gorizia/Görz 1909 - 2005 Venedig

Interno di Cattedrale, 1985 Öl auf Leinwand 81 x 60 cm Signiert und datiert unten rechts signiert, bezeichnet und datiert am verso Katalog S. 247 Provenienz Private Sammlung, gekauft aus dem Atelier des Künstler, Vicenza. Preis € 85.000 jetzt € 65.000

Literatur - Peter Handke, Nataša Ivanović,Siegbert Metelko und Ivan Ristić, Zoran Music. Faszination der Malerei, Hrsg. Siegbert Metelko und Wilfried Magnet, Völkermarkt, Galerie Magnet, 2019, S. 247.

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JOSEF FLOCH Wien 1894 - 1977 New York

Terrace in New York III, 1945 Öl auf Leinwand 90 x 66 cm Sign.r.u.: Floch Verso: Nachlassstempel Pallauf WVZ Nr. 370 Provenienz Privatbesitz, Wien. Preis € 110.000 jetzt € 75.000

Literatur Karl Pallauf, Josef Floch. Leben und Werk 1894 - 1977. Wien, 2000, S. 254, WVZ Nr. 370.

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Flochs `Terrassenbilder` zählen zu den Höhenpunkten in seinem Oeuvre. Als `Pièce silencieuse` finden sich mehrere Personen in einer Architektur, gleich einem rechtwinkeligen Raster. Die geheimnisvolle Geometrie, eine Reflexion über die beeindruckende Architektur New York´s, gepaart mit der stillen Melancholie der dargestellten Figuren zählt zu den markantesten Gemälden des Künstlers. Ein Manifest der Einsamkeit der Mensch in einer urbanen Welt, die bis heute Gültigkeit besitzt.


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GUSTAV KLIMT 1862 - Wien - 1918

Akt mit angewinkeltem linken Bein, Studie für "Die Braut", um 1917 Bleistift auf Papier 56,5 x 37,2 cm Bezeichnet rechts unten in schwarzer Tusche: Nachlass meines Bruders Gustav | Hermine Klimt Provenienz Privatsammlung, Wien. Preis € 120.000 jetzt € 85.000

Literatur - Marian Bisanz-Prakken, Gustav Klimt. 14 Drawings, Wienerroither & Kohlbacher (Hg.), W&K Edition, Wien 2015, S. 47, Kat. Nr. 13. - Horncastl M./Schreiber D.J. (Hg.), Ausst. Kat. Klimt und Shunga. Explizit Erotisches aus Wien und Japan, Buchheim Museum de

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Innerhalb Klimts weiblicher Aktdarstellungen spielt der rundliche, von ausladenden Formen geprägte Körpertypus vor allem in den späten Jahren eine große Rolle. Seine besondere Aufmerksamkeit galt dabei bis zum Schluss der Gesäßpartie – ein Körperteil, der bereits im Gemälde „Goldfische“ (1901) das provozierende Hauptmotiv bildet. In seinem letzten Hauptwerk, dem unvollendet gebliebenen Gemälde „Die Braut“ (1917/18), leuchtet links unten, inmitten von schillernden Gewändern und Körperfragmenten, die Gesäß- und Rückenpartie einer üppigen Aktfigur hervor.1 Ein bunt gemustertes Tuch bedeckt die Schultern und die untere Gesichtshälfte der Frau. Als Inbegriff der fleischlichen Lust steht diese Figur der mädchenhaften, hageren Traumgestalt im rechten Bildteil diametral gegenüber. Durch mehrere Studien bereitete Klimt dieses Sinnbild der weiblichen Versuchung vor, so auch in der vorliegenden, hier erstmals präsentierten Zeichnung.2 Während bei der gemalten Figur die Beine unsichtbar bleiben, zieht das hier gezeichnete, auf dem Bauch liegende

Modell ihr abgewinkeltes linkes Bein an sich und hält das rechte gerade gestreckt. Auf Grund dieser extremen Pose bietet sich die Körpermitte – bis hin zum erotischen Detail der zentralen, leicht angedeuteten Behaarung – in voller Breite dar. Gleichzeitig vermittelt die Figur durch die sie umgebende Leere und wie auch durch ihre sich gleichsam in Luft auflösenden Füße den Eindruck einer beschwingten Metaphysik. Mit abwechselnd harmonisch fließenden Linien und flüchtigen, nervös wiederholten Strichen erfasst Klimt – charakteristisch für seinen späten Zeichenstil - die Körper- und Gesichtsumrisse sowie die Falten des um die Schultern geworfenen Tuchs. Das pulsierende Vor- und Rücktreten von kräftig und zart akzentuierten Stellen lässt die leeren Hautflächen gleichsam atmen und sinnlich aufleuchten. Marian Bisanz-Prakken


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ERNST FUCHS 1930 - Wien - 2015

Die Versuchung des Heiligen Antonius, 1949 Mischtechnik auf Holztafel 75 x 107 cm

Provenienz Vom Künstler an Manfred Mautner-Markhof; Privatbesitz, Wien. Preis € 150.000 jetzt € 95.000

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GÜNTER BRUS * 1938 Ardning in der Steiermark

Rückblick auf erschlagene Zeiten, 1988 Ölkreide auf Karton 99 x 70 cm

Provenienz diethARdT collection Preis € 125.000 jetzt € 95.000

Literatur - Wienerroither/Kohlbacher/Grabner, Günter Brus. Die Einsamkeit des Spätklassikers, W&K - Palais SchönbornBatthyany (Hg.), Wien 2019, S. 156 (Abb.).

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GUSTAV KLIMT 1862 - Wien - 1918

Sitzende im Lehnsessel nach links, 1904/05 Bleistift auf Papier 55,5 x 35 cm Verso: bezeichnet: Von Gustav Klimt gezeichnet | Georg Klimt Dieses Werk wird in das kommende WVZ von Marian Bisanz-Prakken aufgenommen. Provenienz Galerie Würthle, Wien; Sammlung C. J. Rittmansberger, Wien (1960er); W&K - Wienerroither & Kohlbacher, Wien (2008); Privatsammlung, Stuttgart (2012). Preis € 125.000 jetzt € 95.000

Literatur - Marian Bisanz-Prakken, Gustav Klimt – Egon Schiele, Wienerroither & Kohlbacher (Hg.), Band 13, Wien 2008, Kat. Nr. 6. - Marian Bisanz-Prakken, Gustav Klimt. Drawings/ Zeichnungen, Wienerroither & Kohlbacher (Hg.), Wien 2012, Kat. Nr. 11.

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Im Unterschied zu den Studien für die Porträtgemälde vermittelt dieses bequem im Lehnstuhl sitzende Modell eine gewisse Intimität. Die hier erstmals präsentierte, autonome Arbeit zeigt sich mit vielen um 1904–05 entstandenen Zeichnungen verwandt, sei es in der Haltung der Figur, im üppigen Rüschenkleid oder überhaupt im Zeichenstil (vgl. etwa Strobl Nr. 1300, 1300a). Das streng stilisierte Profilgesicht mit dem geschlossenen Mund und dem gesenkten Augenlid verweist auf den Umstand, dass Klimt sich damals mit vielen Ausdrucksformen der Meditation befasst hat. Innerhalb der Skala an unterschiedlich geführten Linien – von den bewegten Schlingen bis zu den sparsamen, gestrafften Konturen – bildet das Gesicht mit der introvertierten Mimik den Ruhepol. Mit einigen kräftigen Akzenten verankerte Klimt den Nacken und den Hinterkopf

der Frau in ihrem Umfeld. Wie immer spielt die Positionierung der Figur in der Fläche eine wichtige Rolle. Der in schlichten Konturen angelegte Lehnstuhl umfasst die ganze Papierbreite, wobei die etwas schräge Position des massiven Möbelstücks eine leicht räumliche Wiedergabe des Modells zur Folge hat. Links vorne ragen die Beine mit den eleganten Schuhen kokett hinaus; der weite Rock breitet sich über die Basis des Sessels aus, die Lehne wiederum schiebt sich wie eine Barriere zwischen die Sitzende und die Außenwelt. Dieses pulsierende, wechselweise Vor- und Rücktreten der Raumschichten – ein Wesensmerkmal der Zeichnungen Gustav Klimts – kommt im vorliegenden Blatt besonders zur Geltung. Marian Bisanz–Prakken


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MAX WEILER Absam 1910 - 2001 Wien

Lagen, 1960 Eitempera auf Leinwand 155 x 115 cm Bezeichnet unten links: W; unten rechts lagen Verso: M Weiler 60, lagen Krapf, WVZ Nr. 431 Provenienz Nachlass des Künstlers, Wien. Preis € 140.000 jetzt € 95.000

Literatur - Almut Krapf, Max Weiler. Werkverzeichnis der Bilder von 1932 bis 1974, Residenz Verlag, Salzburg 1975, Abb. S. 265, WVZ Nr. 431. - Verein der Freunde von Max Weiler (Hg.), Max Weiler. Aus der Natur gemacht: Bilder von 1927 – 1997, Innsbruck, Wien 1997,

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Das Geistige in der Natur—1960 schafft Max Weiler den gestisch informellen Zyklus „Als alle Dinge…“ . Zu jedem Wort aus dem Buch der Weisheit Salomons von Meister Eckhart malt Weiler ein Gemälde. Die Folge von Meditationsbildern, die Versinnbildlichung einer spirituellen Erfahrung setzt er ohne figurative oder abstrahierte Darstellung um. Ein unerreicht einzigartiges Kunstwerk voll geistiger Kraft entsteht und zählt zur bedeutendsten Schaffensphase von Max Weiler. „Als alle Dinge in tiefem Schweigen lagen und die Nacht in der Mitte ihres Laufes war, da kam vom Himmel, vom königlichen Throne, O Herr, Dein allmächtiges Wort.“ Meister Eckhart


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EGON SCHIELE Tulln 1890 - 1918 Wien

Sitzender weiblicher Akt, 1912 Bleistift auf Papier 47,5 x 30,9 cm Signiert und datiert rechts oben: EGON | SCHIELE | 1912 Dieses Werk wird mit der Nr. D 1053a in das Werkverzeichnis von Jane Kallir aufgenommen. Provenienz - Sammlung Rössler, Wien; - Sammlung Josef Riedl, Wien (am 15.01.1923 als Geschenk von Frau Rössler erhalten); - Sammlung Dr. Rupert Riedl, Wien (am 22.02.1958 als Geschenk von seinem Vater Josef Riedl erhalten); - Sammlung Barbara Schweder, Wien (im Mai 2003 von ihrem Vater Ruper Riedl als Geschenk erhalten); - W&K - Wienerroither & Kohlbacher, Wien; - Privatsammlung, Stuttgart (2012). Preis € 140.000 jetzt € 115.000

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Schiele erreichte seine künstlerische Reife 1910, kurz vor seinem 20. Geburtstag. Im Laufe der darauf folgenden fünf Jahre entwickelte er sich sehr rasch weiter. Sein Stil wandelte sich immer wieder auch innerhalb eines einzigen Jahres. Ende 1911 und Anfang 1912 änderte sich der feste und relativ dunkele Strich Schieles und wurde lockerer und heller. Er verwendete ab nun einen härteren Bleistift (ähnlich dem Stift, den sein Mentor Gustav Klimt verwendete), der viel zartere Linien entstehen ließ. Möglicherweise übte auch Auguste Rodin einen Einfluss auf ihn aus. Die ätherischen Zeichnungen des französischen Meisters, die in Wiener Künstlerkreisen bekannt waren, zeigen Ähnlichkeiten mit Schieles Arbeit.

del bewegte, da ihre Haare vor ihrem Gesicht zu hängen scheinen. Diese stilistische Phase setzte sich nicht in der zweiten Hälfte von 1912 fort, da Schiele zu einem weicheren, dunklerem Bleistift zurückkehrte, und seine Zeichnungen anfingen sich zu verdichten. Wie auf der Rückseite des Blattes angemerkt, wurde Weiblicher Akt von Ida Roessler, der Frau des anerkannten Kunstkritikers Arthur Roessler, dem österreichischen Bildhauer Josef Riedl im Jänner 1923 geschenkt. Arthur Roessler war ein enger Freund und Förderer Egon Schieles und möglicherweise bekam er die Zeichnung direkt vom Künstler. Die bestehende Beziehung zwischen Riedl und den Roesslers ist in Riedls Tagebuch 1920 dokumentiert. Weiblicher Akt blieb seit dieser Zeit im Besitz der Familie Riedl.

Weiblicher Akt ist sehr typisch für die Akte, die Schiele in der ersten Hälfte von 1912 schuf. Sein Bleistift bewegte sich so Jane Kallir schnell, dass der Künstler beinahe die Kontrolle über die Konturen seines Sujets verlor. Es ist auch möglich, dass sich das Mo-


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GÜNTER BRUS * 1938 Ardning in der Steiermark

Unbeugsamer Todesstolz (Im Angedenken Rafael Alberti), 1986 Graphit, Ölkreide und Gouache auf Papier 110 x 75,5 cm Signiert und datiert rechts oben: Brus 86 Bezeichnet am oberen Rand: Unbeugsamer Todesstolz (Im Angedenken Rafael Alberti)

Provenienz Privatsammlung, Österreich. Preis € 145.000 jetzt € 115.000

Literatur - Wienerroither/Kohlbacher/Grabner, Günter Brus. Die Einsamkeit des Spätklassikers, W&K - Palais SchönbornBatthyany (Hg.), Wien 2019, S. 154 (Abb.).

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ARNULF RAINER * 1929 Baden bei Wien

Kreuz, 1993-95 Öl auf Holz mit Applikation 133,5 x 65,5 cm Signiert und datiert am verso "ARainer 93/95"

Provenienz Atelier des Künstlers; Privatbesitz, Wien. Preis € 180.000 jetzt € 145.000

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Da Arnulf Rainer in der Schule zum naturgetreuen Malen gezwungen wird, verlässt er diese recht bald wieder. Im Jahr 1947 begegnet er Maria Lassnig und kommt zum ersten Mal mit zeitgenössischer Kunst in Kontakt. Von den „Surrealistischen Publikationen“ angeregt entstehen seine ersten surrealistischen Porträts. Er wird an der Akademie der bildenden Künste sowie an der Hochschule für Angewandte Kunst aufgenommen, verlässt aber beide nach nur wenigen Tagen wieder. Zusammen mit Maria Lassnig, Arik Brauer, Ernst Fuchs u.a. gründet er die „Hundsgruppe“, mit der er 1951 nur ein einziges Mal ausstellt. Zu dieser Zeit unterzeichnet Rainer seine Bilder nur mit TRR. Um 1953 entstehen „Reduktionen“ und erste Übermalungen, wenige Jahre später die ersten übermalten Kreuzformen. Ende der 50er Jahre übersiedelt Rainer nach Wien in die Wollzeile. In den folgenden Jahren verwendet er erstmals Ultraphan und Pausleinen. Zudem bezieht er ein Atelier in Berlin. Er beginnt, sich für die Kunst von Geisteskranken zu interessieren und es entstehen Kunstwerke unter Einfluss halluzinogener Drogen. Seine ersten Gesichtsbemalungen entstehen, in weiterer Folge fängt er an, Fo-

tografien seines Gesichts zu übermalen. In den 1970er Jahren fängt Rainer an auch mit Filmmedien zu arbeiten. Er übermalt nun nicht mehr nur sein Gesicht, sondern auch andere Abbildungen, zum Beispiel Drucke von berühmten Gemälden. Ein alter Bauernhof in Oberösterreich wird von ihm 1980 erworben und in ein Atelier umgebaut, dort nimmt er auch die Arbeit an seinen Kreuzen wieder auf. Im folgenden Jahr erhält er eine Professur an der Akademie der bildenden Künste in Wien. In den 1980er und 1990er Jahren entstehen mehrere Zyklen und Serien, u.a. „Aus der Schlangengrube“ und die „KatastrophenSerie“. Arnulf Rainers Werke erfahren mehr und mehr Bekanntheit durch diverse Einzelausstellungen in Amerika und Europa. Anfang der 2000er bekommt Rainer das Ehrendoktorat in Theologie verliehen, 2009 wird das Arnulf Rainer Museum in Baden bei Wien eröffnet. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Oberösterreich und auf Teneriffa.


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MAX WEILER Absam 1910 - 2001 Wien

Wasserfall, 1982 Eitempera auf Leinwand 230 x 115 cm Signiert und datiert links unten: Weiler 82

Provenienz Privatsammlung, Wien. Preis â‚Ź 230.000 jetzt â‚Ź 190.000

Literatur - Gottfried Boehm, Der Maler Max Weiler - Das Geistige in der Natur, Springer-Verlag, Wien 2001/2010, S. 353 (Abb.).

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EGON SCHIELE Tulln 1890 - 1918 Wien

Sitzende Frau, 1916 Bleistift auf Papier 45,2 x 28,8 cm Signiert und datiert unten rechts: Egon Schiele 1916 Kallir WVZ Nr. 1825 Provenienz Galerie Würthle, Wien; C.J. Rittmannsberger Sammlung, Wien. Preis € 330.000 jetzt € 295.000

Literatur - Jane Kallir, Egon Schiele: The Complete Works, New York, 1990, WVZ Nr. 1825, Abb. S. 561. - Buchhart, Egon Schiele, Fondation Louis Vuitton, Paris 2018, S. 63, Nr. 9. Ausstellungen Egon Schiele. Fondation Louis Vuitton, Paris 03.10.2018-14.01.2019.

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EGON SCHIELE Tulln 1890 - 1918 Wien

Akt mit abgewinkeltem Knie, 1918 Schwarze Kreide auf Papier 29,5 x 43 cm Signiert und datiert links unten: EGON SCHIELE 1918 Kallir WVZ Nr. 2253a Provenienz Galerie Brachmann, München; Nachlass Eberhard von Hanfstaengl. Preis € 420.000 jetzt € 320.000

Literatur - Jane Kallir, Egon Schiele. The Complete Works. Including a Biography and a Catalogue Raisonné, New York 1990 und 1998, WVZ Nr. 2253a.

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W&K—Wienerroither & Kohlbacher Strauchgasse 2 1010 Vienna Austria

W&K—Palais Renngasse 4 1010 Vienna Austria

Shepherd W&K Gallery 58 East 79th Street New York, NY 10075 USA

+43 1 533 99 77 office@w-k.art www.w-k.art

+43 1 533 99 77 palais@w-k.art www.w-k.art

+1 (212) 861-4050 shepherdNY@aol.com www.shepherdgallery.com

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W&K - Frühlingskatalog 2020 - Österreichische Kunst  

Dieses Jahr präsentieren wir im Rahmen unseres Frühlingskataloges ausgewählte Werke der Österreichischen Kunst - von Elke Silvia Krystufek ü...

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