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Ostdeutschland

East German Activity According to a CAR-Institute of the University of Duisburg-Essen study, car sales have exceeded the 2009 sales figures by 7.9 percent. The study also predicts a record year in 2011. The commercial vehicle industry is also slowly recovering, admittedly capacity is currently at only 60-80 percent.

There is also ample East German activity in the area of new drive systems. For example the company FRÄGER is very active in the electrification field and there are also East German battery, electric motors and performance electronics production facilities. ACOD is not only involved in driving these issues, but also supports, among others, the e-SolCar project of the Brandenburg Uni versity of Technology (BTU) in Cottbus, which the FRÄGER group is also involved in. This project is primarily concerned with gaining an insight into electric energy supply. The ACOD expertise cluster “Powertrain” is currently in the project definition stage for power train configuration with range extender. On the question of whether or not the load capacity of trucks should be enlarged, due to the increase in transport activity, Bacher contemplates: “The use of mega trailers that can already be found in various countries, with their larger load capacity theoretically also mean a saving of both fuel and CO2 emissions. An unchanged load per axle would also not lead to an increase in road surface wear. Unfortunately these vehicles are considerably bigger and less manoeuvrable, which makes them relatively unsuitable for the German road network. An alternative could for instance be an efficient rail hub or an increase in efficiency of the logistic sector.

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www.acod.de

Dietmar Bacher, Geschäftsführer des Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD)

Aktivitäten in Ostdeutschland Laut einer Studie des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen liegt der Pkw-Absatz im Jahr 2010 7,9 Prozent über den Verkaufszahlen von 2009. Es wäre das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der Automobilindustrie. Auch für 2011 prognostiziert die Studie ein Rekordjahr. Die Nutzfahrzeugindustrie erholt sich ebenfalls langsam, allerdings liegt die Auslastung hier derzeit bei 60 bis 80 Prozent. Die Automobilindustrie Ostdeutschlands hatte weniger Insolvenzen, da hier eine geringere Export abhängigkeit vorliegt und die Kundenstruktur der Zulieferer vielfältiger ist, weiß Dietmar Bacher, Geschäftsführer des ACOD zu berichten. Wirtschaftsspiegel: Ist das Thema Kreditklemme auch ein Thema für die mittelständischen Zulieferer in den neuen Ländern? Bacher: „Die Kreditvergaben sind in Ostdeutschland nicht zurückgegangen, allerdings sind durch Basel II erhöhte Anstrengungen der Unternehmen nötig. So müssen beispielsweise Absatzstrategien und Geschäftsausrichtung deutlich präziser, fundierter und überzeugender dargestellt werden. Hinzu kommt, dass auf Grund der durch die Krise verursachten schlechteren Zahlen mit Zinsaufschlägen zu rechnen ist.“ Wirtschaftsspiegel: Welchen Stellenwert nimmt Ostdeutschland beim Thema neue Antriebe, wie Hybrid- oder Elektroantrieb, ein? Bacher: „In diesem Bereich gibt es auch in

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Ostdeutschland zahlreiche Aktivitäten. Beim Thema Elektrifizierung ist zum Beispiel die Firma FRÄGER sehr aktiv und auch für den Bereich Batterien, Elektromotoren und Leistungselektronik gibt es in Ostdeutschland Produktionsstätten. Der ACOD ist sehr am Vorantreiben dieser Themen interessiert und unterstützt daher unter anderem das Projekt e-SolCar der BTU Cottbus, an dem auch die FRÄGER-Gruppe beteiligt ist. Hierbei geht es darum, Erkenntnisse zur Elektro-Energieversorgung zu gewinnen. Auch der ACODKompetenzcluster ‚Powertrain‘ befindet sich in der Projektdefinition für die Antriebskonfiguration mit Rangeextender.“ Wirtschaftsspiegel: Sollten die Zuladekapazitäten von Lkw erhöht werden oder sehen Sie andere Möglichkeiten, den Gütertransport auf den Straßen weiterhin zu bewältigen? Bacher: „Megatrailer, wie es sie bereits in vielen Ländern gibt, bedeuten durch ihre erhöhte Nutzlast prinzipiell auch eine Einsparung an Kraftstoff und CO2-Emissionen. Eine gleichbleibende Achslast würde zudem auch nicht zu einer Erhöhung der Straßenbelastung führen. Leider sind die Fahrzeuge jedoch wesentlich größer und weniger wendig, was sie für das deutsche Straßennetz relativ ungeeignet macht. Alternativen würden beispielsweise effiziente Bahn-HUBs darstellen oder eine Effizienzsteigerung in der Logistikbranche.“

Foto: ACOD

Yet the East German Automobile Industry has had fewer bankruptcies, since the sector is less dependent on exports and the customer structure of the established suppliers is much more versatile, reports Dietmar Bacher, the Managing Director of the Auto motive Cluster of East Germany (ACOD).

Automotive 2/2010  

Wirtschaftsspiegel Thüringen - Wir schaffen Verbindungen! Der Wirtschaftsspiegel Thüringen verlegt jedes Jahr das Branchenspecial Automotive...

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