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Das Wirtschaftsmagazin für Thüringen www.wirtschaftsspiegel.com Nr. 04 /2007 · 3. Jahrgang A 13358 2,90 EURO

TRAGENDE SÄULE MASCHINENBAU Rekordjahr für Thüringens wichtigsten Industriezweig VERANSTALTET

VERPFLICHTET

VERLIEHEN

Thüringen als attraktiver Messestandort

ab 2008 neue Gesetze für Unternehmer

Thüringens Unternehmer des Jahres 2007


Beratungsprodukte

„Die Lösung, mit der wir unsere Energiekosten im Griff haben: Consult.plus“ Torsten Albrecht, Hirschvogel Eisenach GmbH „Für unser Thüringer Unternehmen ist es besonders wichtig, die Energiekosten im Griff zu behalten. Dabei unterstützt uns Consult.plus: Der EnergieManager macht den Stromverbrauch unserer Anlagen sichtbar. Dank des Geräts verfolgen wir jederzeit die Verbrauchsgänge – und haben unsere Energiekosten im Griff.“ Mit Consult.plus sind Unternehmen bestens beraten und haben dank des EnergieManagers stets ihre Kosten im Griff. Informieren Sie sich jetzt über Consult.plus und das Engagement von E.ON Thüringer Energie für die Thüringer Wirtschaft: T 0180-2 69 69 61. (6 Cent pro Anruf aus dem Festnetz der DTAG. Für Anrufe aus dem Mobilfunknetz können abweichende Preise gelten.)

www.eon-thueringerenergie.com


EDITORIAL

AUS DEM INHALT Titelthema Boomender Industriezweig 11 Interview TU Ilmenau 12 Instandhaltung für Großtriebwerke 14 Interview mit Hauptgeschäftsführer 18 des VMET Textilzentrum in Zeulenroda 23 International Märkte in Asien und Russland

8–9

Verbände

Gute Aussichten! „Auch wenn das Jahr 2007 noch nicht ganz beendet ist; insgesamt war es doch ein gutes Jahr für die Thüringer Wirtschaft. Die Basis dafür war nicht zuletzt der Thüringer Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau: Über 6.000 Unternehmen dieser exportstarken Branche zeugen deutschlandweit vom durch die Politik oftmals proklamierten Aufwärtstrend.

BVMW ehrt Unternehmer Mittelstand plant ohne Fördermittel

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Messe Thüringer Unternehmen auf der IAA Filetstücke auf EXPO REAL

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Frauen Nach nun vier Jahren dieses Aufschwungs, sind die Prognosen für das Jahr 2008 auch weiterhin durchweg positiv. Die traditionell überwiegend mittelständischen Unternehmen zeichnen sich in Thüringen besonders durch Qualität, Termintreue und Flexibilität aus. Damit das so bleibt, unterstützen dreizehn FuE-Einrichtungen die Thüringer Unternehmen, den immer kürzer werdenden Innovationszyklen gerecht zu werden. Der traditionelle Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau im Freistaat hat viele Gesichter - und die meisten davon lächeln. In dieser Ausgabe zeigen wir Ihnen einige Beispiele dafür und dokumentieren die Entwicklung der Branche. Allerdings sind auch im Jahre 2008 noch einige Baustellen zu bearbeiten. Junge, leistungsbereite Unternehmer und Existenzgründer werden ebenso gebraucht, wie motivierte und qualifizierte Mitarbeiter. Beides erfordert mehr, als nur Förderprogramme und finanzielle Unterstützung. Den Freistaat Thüringen auch für junge Familien als Wirtschaftsstandort mit Lebensqualität zu präsentieren und das Image des engagierten Unternehmers in der Gesellschaft zu verbessern, ist dabei sicher auch von Nöten. Die Bereitschaft Visionen zu entwickeln und diese auch umzusetzen, ist milde gesagt, noch ausbaufähig. Im Gegensatz zu manch anderen Bereichen in unserer Gesellschaft haben wir hier zu viele Indianer und leider zu wenig Häuptlinge.

Standortvorteil Kinderbetreuung Weltfrauenkonferenz in Berlin

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Südthüringen Ministerpräsident im Landkreis Sonneberg

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Kultur „Schöne neue Welt“ in Jena „Brücke“-Sammlung in Apolda

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Tourismus Erholung im früheren Grenzgebiet 50 Rubriken

Der Wirtschaftsspiegel Thüringen wird auch im kommenden Jahr Tendenzen beobachten und reflektieren. Wir bedanken uns an dieser Stelle schon jetzt bei all unseren treuen Lesern und Partnern für die gute Zusammenarbeit in 2007. Ich freue mich sehr darauf, Sie im kommenden Jahr wieder als Leser zu begrüßen. Ich wünsche, stellvertretend für das gesamte Team Ihres Thüringer Wirtschaftsspiegel, einen erfolgreichen Jahresabschluss und ein gutes Jahr 2008.“

Editorial Nachrichten Personalien Kommunikation Service Impressum

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Jürgen Meier Geschäftsführer Wirtschaftsspiegel

WIRTSCHAFTSSPIEGEL THÜRINGEN OKTOBER 2007

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NACHRICHTEN

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www.fliegl.com

Mehr Platz für Kunststoffe Waltershausen (bo) Die Schuster Kunststofftechnik GmbH erweitert Produktions- und Entwicklungskapazitäten. Dazu investiert das Unternehmen in den folgenden zwei Jahren 800.000 Euro (davon sind 104.000 Euro Thüringer Fördermittel) und schafft damit 16 neue Arbeitsplätze. Im ersten Jahr soll vorrangig die Verfahrens-Technologie weiterentwickelt werden. Die Schuster Kunststofftechnik GmbH ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von technischen Kunststoffteilen, vorrangig mit dekorativem Anspruch.

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www.schuster-de.com

Solar-Joint Venture Jena (ul) Ein Werk zur Produktion von Silizium-Wafern für die Solarindustrie soll noch ab diesem Jahr in Jena gebaut werden. Dafür haben die Schott Solar GmbH Alzenau und die Wacker Chemie AG München ein gemeinsames Unternehmen in Jena gegründet. Insgesamt sollen mehr als 300 Millionen Euro in die neue Produktionsstätte investiert werden und rund 600 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Die Fertigung von multikristallinen Siliciumblöcken (Ingots) und Wafern, welche Ausgangsmaterial für die Herstellung von Solarzellen sind, soll bereits 2008 beginnen. Bis 2012 soll die Fertigungskapazität für Solarwafer schrittweise auf rund ein Gigawatt pro Jahr erweitert werden. Derzeit sind 17 Photovoltaik-Unternehmen mit etwa 1.500 Mitarbeitern im Freistaat ansässig und erwirtschaften einen Umsatz von rund 250 Millionen Euro jährlich. ! www.wacker.com www.schott.com 4

WIRTSCHAFTSSPIEGEL THÜRINGEN OKTOBER 2007

Foto: LEG Thüringen

20 EuroCombis für Russland Triptis (bo) Derzeit liefert der Nutzfahrzeughersteller Fliegl erneut eine größere Stückzahl seiner „EuroCombis“ nach Russland aus. Damit bestätigt sich die Kompetenz des thüringischen Herstellers, der bereits seit vielen Jahren in dem Markt überlanger Zugmaschinen aktiv ist. Im Gegensatz zu anderen Herstellern wird bei Fliegl nicht nur darüber gesprochen, sondern in Serienfertigung produziert und ausgeliefert. Bei den 20 Zügen handelt es sich um Aufbauten mit Trockenfrachtkoffern für die Zugmaschine und die gleiche Anzahl Anhänger.

Ein glanzvolles Comeback Ein architektonisches Schmuckstück in bester Geschäftslage kehrt nach Erfurt zurück Erfurt (bo) Die Sanierung des Traditionshauses „Erfurter Hof“ gegenüber dem Hauptbahnhof der Landeshauptstadt Erfurt ist erfolgreich abgeschlossen worden. „Nach eineinhalbjähriger Bauzeit geben wir den ‚Erfurter Hof‘ den Bürgern zurück“, betonte Frank Krätzschmar, Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG) bei der offiziellen Übergabe Anfang September. „Der ‚Erfurter Hof‘ wird jetzt wieder zu dem, was er früher einmal war: zu einem attraktiven Anziehungspunkt inmitten der Landeshauptstadt“, so Krätzschmar. Das Objekt ist wieder modernes Büro- und Geschäftshaus. Hauptmieter sind die Sparkasse Mittelthüringen, die Thüringer Touris-

musgesellschaft (TTG) und die Anwaltskanzlei „Dithmar, Westhelle, Assenmacher, Zwingmann & Partner“. Im Erdgeschoss, das schon zu früheren Zeiten mit vielfältigem gastronomischem Angebot lockte, laden wieder verschiedene Gastronomen und Dienstleister zum Verweilen und Kaufen ein. Die Nutzfläche beträgt insgesamt rund 10.000 Quadratmeter. Für den Umbau wandte die LEG rund 15 Millionen Euro auf. Nachdem die LEG den „Erfurter Hof“ auch mit Unterstützung des Landes im Jahre 2004 von der Deutschen Interhotel GmbH erworben hatte, konnte 2005 mit der Entkernung begonnen werden. Im Jahre 2006 er-

folgte der Baubeginn. Dabei wurde dem Grundsatz gefolgt, soviel Bausubstanz wie möglich zu erhalten und zugleich mit verantwortungsvoller Sanierung das Haus für moderne Anforderungen aufzubereiten. Die Attraktivität der Immobilie erwies sich schon früh bei den Vermarktungsaktivitäten. Bereits Mitte 2005 waren sämtliche Nutzflächen vermietet. Die Sanierung des Traditionshauses fügt sich in die Maßnahmen zur Aufwertung des Bahnhofsviertels. „Wir denken, dass das wiedereröffnete Haus ein Impulsgeber für die Entwicklung des Bahnhofsareals werden wird“, ist sich Krätzschmar sicher.

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www.ef-hof.de

Verdopplung der Produktion Die internationale Nachfrage macht umfangreichen Produktionsausbau bei QSIL AG notwendig Langewiesen (bo) Gemeinsam mit Thüringens Wirtschaftsminister Reinholz legten Anfang Oktober die beiden Vorstände der QSIL AG Quarzschmelze Ilmenau, Stephan Behr und Michael Keitz, den Grundstein für ein neues Produktionsgebäude. Um die Produktion von Quarzglas zu verdoppeln, investiert die QSIL AG bis 2010 rund 19,4 Millionen Euro in ein neues Schmelzgebäude, zwei Schmelzanlagen und eine Aufbereitungsanlage. Der Freistaat Thüringen unterstützt das Vorhaben mit etwa 2,7 Millionen Euro. Zusätzlich ist am Hauptsitz in Langewiesen der Aufbau eines Spurenlabors zur Qualitätssicherung geplant. Mit der Investition entste-

hen 39 neue Arbeitsplätze. Damit erhöht QSIL die Mitarbeiterzahl bis zum Jahr 2010 auf über 150 Beschäftigte. Das Unternehmen ist einer der wenigen Quarzglashersteller weltweit und auf die Produktion von Hohlzylindern, Rohren und Sonderanfertigungen aus Quarzglas spezialisiert. Im Halbleiterbereich ist die QSIL AG einer der wesentlichen Weltmarktlieferanten und dank flexibler Technologie in weiteren Branchen Nischenanbieter für Quarzglasprodukte. Dazu zählen beispielsweise die chemische Industrie im Bereich Analytik, Anwendungen für Hochtemperaturprozesse, die Umweltindustrie und die Lichtquellen-Industrie, welche das Glas bei-

spielsweise für Xenon-Scheinwerfer von Autos verwendet. Zu den Kunden zählen weltweit tätige Großunternehmen aus Europa, Asien und Amerika. In den USA hat das Unternehmen eine eigene Vertriebsniederlassung. QSIL wurde 1992 aus einem Teilbereich der Ilmenauer Glaswerke GmbH herausgegründet. Dieser Bereich startete bereits 1977 mit der industriellen Fertigung von Quarzglas. Seit 1996 produziert das Unternehmen am Standort Langewiesen. Im Jahr 2006 erzielte die QSIL AG einen Umsatz von 18,6 Millionen Euro.

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www.qsil.de


NACHRICHTEN

Thüringer setzen US-Standards Neue in Jena entwickelte Therapien bei Prostataerkrankungen werden zum Standard in den USA Jena (bo) Die Jenaer biolitec AG entwickelte den stärksten BPH-Laser der Welt zur Behandlung gutartiger Prostatavergrößerung. Vor wenigen Wochen erhielt das Unternehmen durch die Zulassung der US-Behörde Food and Drug Administration (FDA) die Zugangsberechtigung für den amerikanischen Markt. Die ambulante Behandlung der BPH mit Prostata-Laser-Therapie unter Verwendung des neuartigen biolitecDiodenlasers soll damit in USKliniken und -Praxen Standard werden. Durch den Erhalt der FDAZulassung für den 150 Watt Diodenlaser zur Behandlung der Prostatahyperplasie/ BPH baut die biolitec AG ihre Position als Innovationsführer auf dem US-amerika-

nischen Urologiemarkt aus. Die biolitec AG präsentiert die Funktionsweise der Prostata-Laser-Therapie regelmäßig in Internetkonferenzen. Diese vorgeführten Eingriffe sind zur wichtigen Informationsquelle für Ärzte weltweit geworden.

Der US-Markt für BPH-Laser-Behandlungen wird insgesamt auf 85.000 Eingriffe p.a. geschätzt. biolitec hält gegenwärtig bereits einen Marktanteil von etwa 20 Prozent mit seinem 100 Watt-Laser. In den USA sparen Patienten bei der Behandlung in der Arztpraxis - wie er erstmalig mit der biolitec-Methode möglich ist - den Eigenbeitrag für einen Krankenhausbesuch von etwa 600 US-Dollar - bei gleichzeitig fast schmerzfreier Behandlung und ohne Narkoserisiko. Der US-Markt ist weltweit Vorreiter bei Adaptionen neuer medizinischer Innovationen und Behandlungsmethoden.

Die Hochleistungsfähigkeit des Lasers reduziert die Behandlungszeit am Patienten. In vielen Fällen reichen zehn Minuten aus, um das Prostatagewebe bei beispielsweise einer Harnabflussstörung ausreichend abzutragen. Das ermöglicht schnelle ambulante Behandlung lediglich unter lokaler Betäubung der Prostata. Eine Narkose ist nicht mehr notwendig und der Patient bleibt bei vollem Bewusstsein.

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www.biolitec.de

Produktionsausbau Obermehler (bo) Die Rosskopf & Partner AG im nordthüringischen Obermehler (bei Schlotheim) weitet ihre Produktionskapazitäten aus. Mit einer Gesamtinvestition von 1,24 Millionen Euro (davon 220.000 vom Land Thüringen) werden unter anderem neue Maschinen angeschafft. Außerdem entstehen zehn neue Arbeitsplätze. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 59 Mitarbeiter und sieben Auszubildende. Die Rosskopf & Partner AG ist europäischer Marktführer bei der Verarbeitung von Mineral- und Quarzwerkstoffen. In Obermehler werden damit beispielsweise Arbeitsplatten für den Einsatz in Küche und Bad verarbeitet. Der Absatz erfolgt über ein flächendeckendes Vertriebsnetz in Deutschland, eigene Büros in Österreich und Großbritannien sowie Partner in Europa und USA.

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www.rosskopf-partner.com

Ein Beispiel mit Vorbildfunktion

Simulation unter echten Bedingungen

Nordhausen (bo) Thomas Schlüfter (Bild unten) ist ein Schachtbau-Urgestein. Über eine Ausbildung zum Instandhaltungsmechaniker Anfang der 80er Jahre qualifizierte sich der heute 41jährige zum Vorarbeiter. Im September 2002 ereilte ihn eine Erkrankung, die zur Aufgabe der Tätigkeit führte. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH bot ihrem Mitarbeiter deshalb ein zweijähriges Studium zum „Staatlich geprüften Techniker“ in der Fachrichtung Maschinentechnik an. Vor einem Jahr konnte Thomas Schlüfter die Ausbildung erfolgreich abschließen und ist seitdem als Arbeitsvorbereiter tätig. An diesem Beispiel zeigt sich deutlich die Personalpolitik des traditionsreichen Unternehmens, welche schon mit der Ausbildung des eigenen Nachwuchses beginnt. So begannen zum 1. September 19 Jugendliche ihre Ausbildung; insgesamt sind es nun 52 Azubis. „In den Metallberufen waren Anfang dieses Jahres alle ausgelernten Azubis übernommen worden.", bestätigt Heino Kupfer, Leiter des Personalwesens. Zusätzlich wird auf Kooperation mit Fachhochschulen und Berufsakademien, wie der in Eisenach, gesetzt. Dort gibt es seit Mitte des Jahres „Mittelständische Industrie“ als neue Studienrichtung. Kupfer sieht darin großes Potenzial neuer Mitarbeiter. ! www.schachtbau.de

Erfurt (su) Schon in der theoretischen Ausbildung können angehende Feuerwehrmänner in Erfurt den realen Verlauf eines Brandes verfolgen. Dazu wurde, wie auch schon in anderen Städten Deutschlands, ein Container zur Brandsimulation installiert. Ein Flash-Over-Container besteht aus zwei aneinander gesetzten Metallcontainern und ist etwa zehn Meter Lang, 2,50 Meter Breit und 2,50 Meter Hoch. Die Anlage besteht aus einem Brandraum und einem Beobachtungsraum, in dem die Feuerwehrmänner sitzen. Im Container hat der Feuerwehrmann die Möglichkeit, alle Phasen eines Brandes, die Verteilung von Rauch, Wärme und Strömungen zu beobachten. Dabei kommt es innerhalb des Containers zu einem kontrollierten und kurzzeitigen so genannten „Flash-Over“ mit einer Stichflammenausbildung. Unter Aufsicht und Anleitung eines Trainers erleben die Feuerwehrleute die Auswirkungen sehr hoher Temperaturen auf den eigenen Körper und erfahren die Schutzwirkung ihrer Einsatzbekleidung. Die Kosten für die Beschaffung der Container, des Werkzeuges sowie des benötigten Ausbaumaterials beliefen sich auf 25.000 Euro. Das Brand- und Katastrophenschutzamt stellte 15.000 Euro zur Verfügung. www.iwmgmbh.eu

Foto: IWM GmbH

Foto: Schachtbau Nordhausen

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PERSONALIEN

DIETER KAISER (53) ist neuer Leiter der Erfurter Geschäftsstelle Landverkehre/Logistik der Schenker Deutschland AG in Arnstadt. Der Diplom-Ingenieur für Verkehrswesen soll die Präsenz Deutschlands größten Dienstleisters für integrierte Logistik in der Region Thüringen weiter ausbauen. Parallel zu dieser neuen Position wird Kaiser seine langjährige Tätigkeit als Geschäftsleiter und Prokurist der Chemnitzer Schenker-Niederlassung fortsetzen. Schenker investiert zur Zeit in großem Umfang am Standort Erfurt/ Arnstadt. (uf)

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Foto: Asklepios

KLAUS-PETER HANSEN (44) übernahm am 1. September 2007 den Vorsitz der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Erfurt und trat damit die Nachfolge des langjährigen Leiters der größten Arbeitsagentur in Thüringen, Kurt Keiner, an, der in die Altersteilzeit eintrat. Der gebürtige Zittauer Hansen ist seit 1991 bei der Bundesagentur für Arbeit und war dort unter anderem in Pirna und Bautzen tätig. Im Jahre 1999 wechselte er für ein dreiviertel Jahr als Mitarbeiter im Arbeitsstab „Neue Länder“ ins Bundeskanzleramt. (uf)

BJÖRN PESTINGER (31) ist neuer Geschäftsführer im Asklepios Fachklinikum Stadtroda. Er wechselt aus Bad Oldesloe, wo er stellvertretender Geschäftsführer war, nach Thüringen. In Stadtroda will er die Erfolgsstory des Fachklinikums für Psychiatrie und Neurologie fortführen und setzt dabei auf die enge Zusammenarbeit mit den über 575 Mitarbeitern an den Standorten Stadtroda, Pößneck und Gera. Pestinger folgt Jens Betker nach, der die Geschäfte eines neuen AsklepiosKrankenhauses in Niedersachsen übernahm. (ul)

Mit PROFESSOR DR. ULRICH SCHUBERT (38) wechselte einer der international bekanntesten jungen Chemiker auf den Lehrstuhl für Organische und Makromolekulare Chemie an die Universität Jena. Der gebürtige Tübinger kann unter anderem auf zwölf Patente verweisen. Sein Grundlagenwissen fließt auch in eigene Firmen-Ausgründungen. In Jena will er auf seine bisherigen erfolgreichen Forschungen auf dem Gebiet der supramolekularen Polymerchemie, der Nanolithographie und dem Inkjet-Druck von Materialien aufbauen. (ul)

ERIKA SCHMIDT (54) leitet die Thüringer Niederlassung der Innovationsberatungsgesellschaft EurAConsult GmbH, die 2007 in ZellaMehlis neu eröffnet wurde. Seit 2005 betreut sie für EurA-Consult Kunden in Thüringen, SachsenAnhalt und Sachsen und unterstützt vorwiegend kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung und Finanzierung von Forschungsund Entwicklungsprojekten. Die Diplom-Mathematikerin bringt langjährige Erfahrung aus der ITBranche im Bereich der Softwareentwicklung mit. (as)

STEFAN BUNGARTEN (44) wird offenbar Nachfolger des in den Ruhestand verabschiedeten Helaba-Vorstandsmitglieds, Dr. Norbert Bräuer. Bungarten soll in den Vorstand berufen werden, sobald er die Geschäftsleitereigenschaft nach Maßgabe der BaFin erworben hat. Bereits im Mai 2007 wurde Bungarten vom Vorstand zum Generalbevollmächtigten ernannt. Zuvor war er in Luxemburg Sprecher der Geschäftsleitung der Bankgesellschaft Berlin International S.A. Seine Karriere begann 1992 bei der Landesbank Berlin. (bo)

Foto: Helaba

Der Aufsichtsrat der MDR Werbung GmbH hat NIELS N. VON HAKEN (57) Anfang Juli zum hauptamtlichen Geschäftsführer berufen. Damit bildet er mit Holger Tanhäuser (nebenamtlicher Geschäftsführer) eine Doppelspitze bei der MDRW. Bevor der gelernte Journalist und Vater einer Tochter 1991 zum MDR kam, war er beim Saarländischen Rundfunk in der Kulturredaktion, bei Radio Bremen als Regionalchef, aber auch für die Nachrichtenagentur Reuters als freier Korrespondent und verschiedene Tageszeitungen tätig. (bo)

Foto: FSU

JENS HOMMEL (47) leitet seit dieser Spielzeit das Theaterhaus Jena als kaufmännischer Geschäftsführer. Der gebürtige Dresdener studierte Pädagogik und Philosophie. Jens Hommel wechselt von der HeinrichBöll-Stiftung nach Jena, deren sächsisches Büro er bereits 1992 gründete und seither auch leitete. Der bislang in Leipzig wohnende zweifache Vater war zudem von 1998 bis zum Jahre 2000 Geschäftsführer des Trägervereins der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ im Hamburger Institut für Sozialforschung. (ul)


PERSONALIEN STEFAN SEILER (38) ist seit Anfang September 2007 Direktor des Hotels Dorint Am Goethepark in Weimar. Geboren und aufgewachsen in Bern, lernte er den Beruf eines Kochs und besuchte eine Hotelfachschule. Nach seiner Ausbildung arbeitete er als Direktor in verschiedenen Häusern überwiegend in den neuen Bundesländern, zuletzt in Chemnitz. Gera und Potsdam. Sein Ziel ist es, das Dorint in Weimar für Kongresse attraktiver zu machen und das überregionale Geschäft zu intensivieren. Seiler ist verheiratet und hat zwei Kinder. (uf)

HELMUT KLEMME ist neuer Präsident des Verbandes Deutscher Großbäckereien. Darin sind Lieferund Filialbäckereien zusammengeschlossen. Klemme arbeitet – nach dem Rückzug aus dem aktiven Geschäft – heute mit seiner Firma „Die Bäckerei Consultants“ als Berater für die Backwarenbranche. Zu weiteren Mitgliedern des Präsidiums wurden Jaap Schalken, Kamps Bakeries GmbH, für den Bereich der Filialbäckereien und Hans-Jochen Holthausen, HarryBrot, für die Lieferbäckereien, bestimmt.(bo)

Die Philosophische Fakultät der Universität Erfurt hat einen neuen Dekan. PROFESSOR DR. CARSTEN HELD (44) hat Anfang September sein Amt angetreten. Held wurde 1963 in Hürth bei Köln geboren. Er studierte Philosophie, Physik und Germanistik in München, Freiburg und Princeton. Danach folgten Lehrtätigkeiten in Straßburg und Freiburg, wo er promovierte und habilitierte. Nach Forschungsaufenthalt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) folgte 2004 der Ruf für Wissenschaftsphilosophie der Universität Erfurt. (bo)

Foto: Intershop AG

MANFRED WITTENSTEIN wurde Anfang Oktober auf der Mitgliederversammlung zum Präsidenten des Verbands Deutscher Maschinenund Anlagenbau e.V. (VDMA) gewählt. Wittenstein, Vorstandsvorsitzender der Wittenstein AG in Igersheim, war seit 2004 Vizepräsident des VDMA, seit acht Jahren Mitglied des Hauptvorstands und seit fünf Jahren Mitglied des engeren Vorstands. Sein Unternehmen, die Wittenstein AG, hat von 1996 bis 2006 den Umsatz von gut 12 Millionen auf jetzt 148 Millionen Euro erhöht. (bo)

Foto: Universität Erfurt

KATI DOMKOWSKY, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Erfurt, wechselt ab 01. November 2007 als stellvertretende Pressesprecherin der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt / Thüringen der Bundesagentur für Arbeit nach Halle. Die DiplomVerwaltungswirtin zog es als gebürtige Geraerin nach Studium und gut einem Jahr Tätigkeit im sachsen-anhaltinischen Staßfurt zurück nach Thüringen. Im März 2003 begann Kati Domkowsky, damals mit 22 Jahren als wohl jüngste Pressesprecherin Deutschlands, in der Erfurter Agentur für Arbeit. (bo)

ANDREAS RIEDEL (48) ist seit 10. Oktober 2007 neuer Vorstandsvorsitzender der Intershop Communications AG mit Sitz in Jena. Nach seinem Studium der VWL, BWL und Jura in Hamburg arbeitete er über 25 Jahre im Handel. Er hat in Top-Führungspositionen bei den Firmen Schott Zwiesel AG, Möbel Höffner GmbH, bei der Deutschen Telekom AG als Vorsitzender der Geschäftsführung der T-PunktVertriebsorganisation und zuletzt als Vorsitzender der Geschäftsführung der Vertriebslinie Real bei der Metro AG gearbeitet. (bo)

Foto: VDMA

Foto: Verband Deutscher Großbäckereien e.V.

Foto: Invest in Germany

Die in Berlin ansässige Standortmarketinggesellschaft der Bundesrepublik Deutschland, Invest in Germany GmbH, hat mit MICHAEL PFEIFFER seit Anfang Oktober einen neuen Geschäftsführer. Der diplomierte Volkswirt leitete zuletzt den Bereich International/AHK im Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Frühere Stationen führten ihn unter anderem nach Beirut und Brüssel. Die Invest in Germany GmbH begleitet unter anderem ausländische Investoren bei Standortfragen und Ansiedlungen. (bo)

MICHAEL KESSLER ist seit 1. September neuer Marketing-Direktor des Radisson SAS Hotels in der Landeshauptstadt Erfurt. Zuvor war Kessler drei Jahre lang ebenfalls in Erfurt, im Mercure Grand Hotel als Front Office Manager und Senior Sales Manager tätig. Im Hotelgeschäft ist Kessler bereits seit 1991 tätig. So war er unter anderem in unterschiedlichen Häusern in Frankfurt/Main, Frammersbach und Offenbach in verschiedenen Funktionen tätig. Mit Aufenthalt in London war Kessler auch im europäischen Ausland beschäftigt. (uf)

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INTERNATIONAL Anzeige

Partner bei der Erschließung neuer Märkte

Foto: im>puls

Begleitung beim Aufbau von Auslandskontakten

Dr. Gilbert Metzger Projektleiter Internationale Beziehungen – Asien Kontakt – Asien Dr. Gilbert Metzger Projektleiter Internationale Beziehungen – Asien Mainzerhofstraße 12 D-99084 Erfurt Tel.: +49 (0) 361 - 5603 476 Fax: +49 (0) 361 - 5603 328 E-Mail: gilbert.metzger@ leg-thueringen.de Internet: www.leg-thueringen.de

China hat nach 14 Jahren Vorbereitung ein modernes Kartellgesetz verabschiedet. Es soll der Förderung des Wettbewerbs dienen. Zugleich wird sich jedoch weder am Einfluss der Behörden noch am Umgang mit dem Schutz geistigen Eigentums etwas wesentlich ändern. Gerade Letzteres thematisieren die Vereinigten Arabischen Emirate gegenüber internationalen Unternehmen. Dubai betont vehement, wie ernst man Urheber- und Markenrechte nehme. Ernst zu nehmen ist wiederum die Entwicklung der Sozialistischen Republik Vietnam. Der zu Jahresbeginn erfolgte Beitritt zur Welthandelsorganisation erhöht zunehmend die Attraktivität dieses Marktes. Chancen und Risiken schwer abzuschätzen Welche Chancen und Risiken all diese Entwicklungen haben, vermag ein Unternehmer hierzulande kaum einzuschätzen. Doch dem am Außenhandel interessierten Mittelständler aus Thüringen muss deshalb nicht bange sein. Hilfe bieten die Aus-

landsbüros der LEG (Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen). In jedem der genannten Länder arbeiten Berater für die Wirtschaftsfördergesellschaft des Freistaates. Neben der Akquise von Investoren für Ansiedlungen in Thüringen sorgt die wachsende Nachfrage des asiatischen Marktes dort für reichlich Arbeit.

frei. „Erst wenn die Projekte intensiver werden, stellen die Berater ihre Leistungen in Rechnung“, benennt Metzger eines der Hauptargumente, warum sich für hiesige Unternehmen der Weg über die LEG lohnt. Und nicht nur der finanzielle Aspekt spiele eine Rolle. „Was bei den Chinesen angebrachtes Verhalten in Verhandlungen ist, kann in den Emiraten grundfalsch sein. Unsere Berater sind alle sehr erfahren und können die Thüringer den richtigen Umgang mit dem Kunden lehren“, erklärt er.

Unterstützung und Begleitung bei den ersten Schritten „Unterstützung von Thüringer Firmen bei der Erschließung neuer Märkte, Hilfe bei der Suche nach Geschäftspartnern, das Herstellen von Kontakten zu wirtschaftspolitischen Entscheidungsträgern und die VorOrt-Betreuung sind die wichtigsten Aufgaben der Büros“, umreißt Dr. Gilbert Metzger das Aufgabenfeld. Als Projektleiter Internationale Beziehungen – Asien ist er Ansprechpartner für interessierte Unternehmen. Die ersten Schritte in den neuen Markt begleiten dann die Mitarbeiter in den Büros in Xi’an, Dubai und Hanoi. Und zwar kosten-

Firmensitz in Thüringen ist Voraussetzung Lohnenswert seien Bestrebungen von kleinen und mittleren Unternehmen. Voraussetzung, um die Dienste der LEG in Anspruch nehmen zu können, ist: Es muss ein Unternehmen mit Firmensitz in Thüringen sein. Die Branche spiele dabei eine untergeordnete Rolle. „Hauptsächlich gibt es aber Bestrebungen aus den Bereichen Gewerbe und industrienahe Dienstleistung“, so Metzger. (sk)

Vertrauen in den Experten vor Ort zahlt sich aus

„langer Atem“ nötig Vielmehr kommt der Ratschlag von einem Experten, der nahezu schon 15 Jahre Kontakte nach Asien pflegt. Karsten Juchert, Leiter Export bei der Erfurter Samen und Pflanzenzucht GmbH N.L. Chrestensen, spricht mit Respekt von den Geschäftsbeziehungen zu China. Und von einem „langen Atem“, den man hierfür braucht. „Wer in China Fuß fassen will, muss mit bürokratischen Hürden rechnen, die Monate kosten können. Dank der LEG lässt sich das zumindest einschränken“, lobt Juchert den Einsatz der Thüringer Wirtschaftsfördergesellschaft vor Ort. Sei es die sprachliche Unterstützung oder auch die Hilfe im Umgang mit der Mentalität der Chinesen – der Ansprechpartner in 8

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Xi`an weiß die wirtschaftlichen Beziehungen insbesondere zwischen der Partnerprovinz und dem Freistaat Thüringen wohl zu koordi-

nieren. Seit Anfang des Jahres 2006 forciert Chrestensen aufgrund von Umstrukturierungen im eigenen Unternehmen wie auch bei der LEG

die Zusammenarbeit mit der LEG. „Wir sind im September vergangenen Jahres quer durch China gereist und haben viele Gespräche geführt. Hier hat sich insbesondere das Dolmetschen bezahlt gemacht. In den ländlichen Gebieten spricht ja kaum jemand Englisch“, erzählt Karsten Juchert.

Foto: LEG

„China ist ein riesiger Markt und derart komplex, dass es besser ist, man vertraut auf jemanden, der sich auskennt.“ Wer glaubt, hier argumentiert ein kleiner ehrfurchtsvoller Mittelständler, der irrt.

Zhang Wanfeng, Ansprechpartner der LEG in Xi`an und Koordinator der wirtschaftlichen Beziehungen zur Partnerprovinz des Freistaats Thüringen

professionelle Unterstützung vor Ort unverzichtbar Thüringer Mittelständlern, die über Investitionen im bevölkerungsreichsten Land der Erde nachdenken, legt er den Kontakt zur LEG unbedingt nahe. „Das LEG-Büro vor Ort ist eine unverzichtbare Schnittstelle. Wer ernsthaft Kunden in China sucht, ist auf diese Zusammenarbeit angewiesen“, ist Juchert überzeugt und untermauert seine Erfahrungen noch: Auch Vietnam ist für Chrestensen kein uninteressanter Markt – und so will sich das Erfurter Traditionsunternehmen in naher Zukunft erneut vertrauensvoll an die LEG wenden. (sk)


INTERNATIONAL Der Thüringer Außenhandel im Jahr 2006, angegeben sind die wichtigsten Partner sowie China, Russland, die VAE und Vietnam 9237,643 Mio. 843,943 Mio. 741,155 Mio. 682,883 Mio. 610,241 Mio. 575,766 Mio. 472,416 Mio. 461,996 Mio. 447,021 Mio. 405,099 Mio. 375,080 Mio. 249,910 Mio. 147,595 Mio. 32,315 Mio. 8,736 Mio.

100,0 % 9,1 % 8,0 % 7,4 % 6,6 % 6,2 % 5,1 % 5,0 % 4,8 % 4,4 % 4,1 % 2,7 % 2,2 % -

Import gesamt VR China Spanien Polen Österreich Italien Niederlande Frankreich Tschechien Russland Belgien Vietnam VAE

5942,505 Mio. 651,904 Mio. 344,066 Mio. 315,692 Mio. 476,632 Mio. 244,530 Mio. 237,406 Mio. 215,893 Mio. 198,596 Mio. 147,692 Mio. 134,606 Mio. 7,089 Mio. 0,518 Mio.

Moskauer Büro: auf Wunsch von Unternehmern

Alle Chancen ausloten

Aller guten Dinge sind drei. Und so brauchte es eben diese Anzahl von Reisen nach Russland, bis auf Seite Thüringer Unternehmen der Wunsch nach einer festen Anlaufstelle in Moskau zunächst laut und anschließend umgesetzt wurde.

Foto: im>puls

„Geschäftspartnersuche, Marktrecherche, Informationsbeschaffung, Kontaktanbahnung und -pflege, Begleitung von Vorverhandlungen und Sondierungsgesprächen sowie Vorbereitung und Betreuung von Geschäftsbesuchen in Russland“, benennt Hans-Jörg Hoffmann die wichtigsten Aufgaben des LEG-Büros. Der Teamleiter Internationale Kontakte und Projektleiter Osteuropa ist Ansprechpartner für an Russland interessierte Unternehmen aus Thüringen. Bei ihm bekommen sie einen ersten Überblick in den Leistungskatalog und das, was die Unternehmen vom Büro der LEG erwarten

können. Konkretisieren sich die Vorhaben und Unternehmensinteressen vermittelt Hoffmann weiter an den Berater nach Moskau. Anfangs erhalten die Firmen unter Vertrag die beschriebenen Leistungen für einen geringen monatlichen Mitgliedsbeitrag. Was darüber hinausgeht, wird gesondert zwischen Berater und Unternehmer geregelt. „Der Beitrag ermöglicht eine qualitativ hochwertige Arbeit, aber auch eine personelle Erweiterung in Moskau“, erklärt Hoffmann. Das wachsende Interesse der Thüringer am russischen Markt, 2006 stieg der Export aus Thüringen nach Russland um 42 Prozent im Vergleich zu 2005, mache dies über kurz oder lang notwendig. Zwei Unternehmen sind dem LEG-Firmenpool bereits beigetreten, fünf weitere folgen in Kürze, ein weiteres Dutzend hat angefragt. „Russland ist ein interessanter Markt mit jährlich verbesserten und sich stabilisierenden Rahmenbedingun-

Eigentlich wollte Roswitha Hergenhan sich von einem anstrengenden Arbeitstag erholen. Doch was dann vor ihr über den Fernsehbildschirm flimmerte, brachte die Geschäftsführerin der Ilmvac GmbH auf eine Idee, die sie zurück ins Büro trieb.

Foto: im>puls

Seit Juli dieses Jahres unterhält die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) ein „Büro der Thüringer Wirtschaft“ in der russischen Hauptstadt. Und schon jetzt zeichnet sich ab, dass es nicht bei einem einzigen Angestellten bleiben kann.

100,0 % 15,7 % 8,3 % 7,6 % 6,7 % 5,9 % 5,7 % 5,2 % 4,8 % 3,8 % 3,2 % Quelle: LEG

Export gesamt Frankreich Italien USA Großbritannien Niederlande Österreich Belgien Tschechien Polen Spanien Russland China VAE Vietnam

Hans-Jörg Hoffmann Teamleiter Internationale Kontakte und Projektleiter Osteuropa gen. Mit einem gut aufgestellten Netzwerk, das vom Nordwesten über die zentralrussische Region bis weit in den Süden reicht, trägt das Büro in Moskau dazu bei, dass der Thüringer Mittelstand hier kostengünstig Fuß fassen kann“, so Hoffmann. Sein Beispiel für eine erfolgreiche Marktsondierung: die Königsee Implantate GmbH in Aschau bei Rudolstadt. Aus ersten Gesprächen bei einer LEG-organisierten Kontaktbörse in St. Petersburg im Sommer 2005 haben sich bis heute feste Geschäftsbeziehungen entwickelt. (sk)

Kontakt – Russland Hans-Jörg Hoffmann Teamleiter Internationale Kontakte Projektleiter Osteuropa Mainzerhofstraße 12 D-99084 Erfurt Tel.: +49 (0) 361 - 5603 478 Fax: +49 (0) 361 - 5603 328 E-Mail: hans-joerg.hoffmann@ leg-thueringen.de Internet: www.leg-thueringen.de

„Der Beitrag war wie ein Hilfeschrei aus Vietnam an deutsche Firmen, die bereits vor 1990 Medizin- und Labortechnik geliefert haben. Und da wir schon früher Geschäftsbeziehungen dorthin gepflegt haben, entschloss ich mich, nähere Informationen einzuholen.“ Doch das war leichter gesagt als getan. Drei Jahre sind inzwischen vergangen. Seite an Seite mit der LEG erkundet der Ilmenauer Hersteller von Vakuumtechnik und Vakuumpumpen nun seit zwei Jahren den Markt vor Ort. Prüft, welche ehemaligen Kunden noch und welche Investoren schon da sind. „Die Unterstützung der LEG hat uns enorme Kosten gespart“, betont Hergenhan. „Von Deutschland aus hätten wir niemals unsere Möglichkeiten und Chancen richtig ausloten können.“ Dank eines Büros der Wirtschaftsfördergesellschaft in Vietnam konnte das Unternehmen nach der ersten Markt-Analyse zu günstigen Konditionen einen Mitarbeiter verpflichten. Und heute weiß Hergenhan von einem ersten kleinen Auftrag aus Vietnam zu berichten. Wenn die LEG übrigens im November diesen Jahres mit einer neuen Wirtschaftsdelegation nach Vietnam aufbricht, müssen die Interessenten auf den Hergenhanschen Erfahrungsbericht verzichten. Sie wird diesmal der Kundenbetreuung in anderen Ländern den Vorrang geben. (sk)

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Grundlage der Industrie Der überwiegend mittelständisch strukturierte Maschinen-, Werkzeug- und Anlagenbau ist eine der tragenden Säulen der deutschen Volkswirtschaft. Mit seinen innovativen Leistungen und seiner Exportstärke bestimmt er die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschland ganz wesentlich mit. Als größter industrieller Arbeitgeber sichert die Branche zugleich eine Vielzahl von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Thüringens Maschinenbau hat sich zu einem der wichtigsten Zweige der Thüringer Industrie entwickelt. Insgesamt erwirtschaftet die Branche, die nach der Wende einen drastischen Umbruch erlebte, mittlerweile mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz und beschäftigt rund 20.000 Mitarbeiter. Einen besonders guten Ruf genießt der Werkzeugmaschinenbau, der auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Auch im Bau von Präzisionsgeräten und -maschinen ist der mittelständische Thüringer Maschinenbauer international anerkannt. Von der guten Entwicklung profitieren auch Unternehmen vieler anderer Branchen wie die Automobil- und Autozulieferindustrie, die Nahrungsmittelindustrie, die Kunststoffindustrie und die optische und feinmechanische Industrie. (uf/bo) Foto: Bosch


MASCHINENBAU

Boom eines ganzen Industriezweiges Der Maschinenbau entwickelt sich in Thüringen zu einem immer wichtigeren Standbein des Verarbeitenden Gewerbes. In ganz Deutschland feiert die Branche das zweitbeste Jahr der Nachkriegsgeschichte.

Der Maschinenbau ist eine boomende Branche. Die Konjunktur läuft so gut, dass die Maschinenbauer die Nachfrage gar nicht mehr befriedigen können, schätzt der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie (VMET), Lotar Schmidt, ein: „Wer heute eine Maschine bestellt, muss geduldig sein.“ Die jüngsten Konjunkturdaten der Branche bestätigen das. Im ostdeutschen Maschinenbau lag nach einer Erhebung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die durchschnittliche Kapazitätsauslastung im dritten Quartal bei 94,4 Prozent. Damit arbeiteten die Unternehmen dicht an der Kapazitätsgrenze. Die Aufträge reichen für mehr als fünf Monate im Voraus. Fast jeder zweite Betrieb hat seinen Auftragsbestand im Vergleich zum zweiten Quartal gesteigert. Nach Angaben des Instituts der Wirtschaft Thüringens gibt es im Freistaat derzeit rund 100 Maschinenbauunternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Mitarbeitern. Ihr Anteil am Verarbeitenden Gewerbe in Thüringen macht stolze 7,7 Prozent aus. Die Exportquote liegt bei rund 33 Prozent.

Die Landesentwicklungsgesellschaft LEG schätzt die Zahl der Unternehmen, die ganz oder teilweise im Maschinenbau angesiedelt sind, auf insgesamt rund 500 mit mehr als 20.000 Beschäftigten. Und nach Angaben des VDMA konnten die Thüringer Maschinenbauer ihren Umsatz zwischen 2004 und 2006 um über 30 Prozent auf rund zwei Milliarden Euro steigern. Der Maschinenbau ist in Thüringen schon lange zu Hause. Seine Ursprünge reichen mit langen Traditionen im Werkzeugbau bis ins Mittelalter zurück. Bereits Mitte des 14. Jahrhunderts wurde beispielsweise in Südthüringen Eisenerz abgebaut und verarbeitet. Besonders berühmt waren seinerzeit die „Schmalkalder Artikel“, Stahlwaren, die in der gleichnamigen Stadt gefertigt und in alle Welt exportiert wurden. Mitte des 16. Jahrhunderts gab es in Schmalkalden bereits 225 Schmiedewerkstätten. Hergestellt wurden Bohrer, Messer, Sägen, Äxte, Sicheln und Scheren ebenso wie Geschirr, Hufeisen, Zangen und Spieße. Für die im 19. Jahrhundert aufkommende industrielle Fertigung waren jedoch entsprechende Maschinen notwendig. Diese wurden dann auch in Thüringen entwickelt und gefertigt. Kein Zufall also, dass die Branche bereits damals florierte.

Noch läuft alles rund!

Die Branche kann mit über 90-prozentiger Auslastung die Auftragslage kaum bewältigen. Also wird immer öfter in Schichten geschweisst, gedreht und gehämmert. Hinter den Fassaden der Entwicklungsabteilungen leisten unzählige Ingenieure ebenso unzählige Überstunden, um den Bedarf zu decken. Die Branche mit deutschlandweit etwa 6.000 Betrieben schreibt mit stolzen 39 Prozent erstmals seit etwa 50 Jahren wieder zweistellige Zuwachsraten. Doch die noch rund laufenden Lager der sich immer schneller drehenden Aufschwung-Antriebswellen sind gefährdet. Denn auch an dieser Branche geht der Fachkräftemangel nicht spurlos vorüber. Immer mehr Schreibtische in Forschungs-

Ganz wichtig für die Entwicklung des Thüringer Maschinenbaus ist das Umfeld hiesiger Universitäten und Fachhochschulen. Sie bilden nicht nur die von der Industrie benötigten Ingenieure aus, sondern sind für die Unternehmen auch ein wichtiger Kooperationspartner bei der Entwicklung neuer Technologien und Anlagen. Besonders profitiert die Branche von der Technischen Universität Ilmenau und der Fachhochschule Schmalkalden, aber auch mit wirtschaftsnahen Instituten wird zusammen gearbeitet. Diese Kooperation ist vor allem für die klein- und mittelständischen Unternehmen wichtig, die sich kaum eine eigene Forschung und damit die Entwicklungen eigener Innovationen leisten können. (uf)

Der Thüringer Maschinen- und Werkzeugbau im Überblick

Kommentiert

In zahlreichen Unternehmen des Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbaus verhandeln die Geschäftsführer bereits heute Aufträge für das Jahr 2010 und darüber hinaus. Bis dahin stoßen die Produktionskapazitäten vielerorts bereits jetzt an ihre Grenzen.

Die umsatzträchtigste Teilbranche im Maschinenbau stellt heute die Werkzeugmaschinenindustrie, gefolgt von Bergwerksausrüstungen und der Bauund Baustoffmaschinenindustrie. Doch auch ganz moderne Teilbranchen haben im Freistaat Fuss gefasst. Denn auch in den Bereichen Lasertechnologie, dem Rapid Tooling, und der Robotik setzt Thüringen Akzente. Darüber hinaus hat sich der Freistaat nach Baden-Württemberg zum bedeutendsten Standort der Bildverarbeitungsindustrie entwickelt.

abteilungen bleiben leer. Immer weniger Führungspersonal muss immer mehr Verantwortung übernehmen. Der Kollaps droht! Trotz rückläufiger Absolventenzahlen können Universitäten in fast panikartigen Werbekampagnen immer noch Studenten für Maschinenbau begeistern. Gelingt dies nicht mehr, geht dem Aufschwung der Atem aus.

Zahl der Unternehmen (mit mehr als 50 Mitarbeitern) 103 Zahl der Beschäftigten 11.965 Umsatz 1.071,3 Mio. Euro davon Inland 733,6 Mio. Euro davon Ausland 337,7 Mio. Euro Beschäftigte je Betrieb 116 Umsatz je Beschäftigter, mtl. 12.788 Mio. Euro Die Mehrzahl der Betriebe im Thüringer Maschinen- und Werkzeugbau ist mittelständisch geprägt. Die Exportquote lag bis Mitte 2007 bei 32 Prozent. Tendenz weiter steigend. Bedeutende Thüringer Ausfuhrgüter sind Werkzeugmaschinen für die Metallverarbeitung, Maschinen für die Kunststoff- und Gummibe- und -verarbeitung, Bergwerks- und Baumaschinen sowie Lager, Getriebe, Zahnräder und Antriebselemente. QUELLEN: INSTITUT DER WIRTSCHAFT THÜRINGENS - STAND JULI 2007

Und eine weitere Gefahr droht. Der momentan starke Euro ist dafür verantwortlich, dass viele Aufträge an die Dollarund Yen-Handelszonen verloren gehen. Durch Fachkräftemangel einerseits und Auftragsverlust andererseits, könnte vom Aufschwung schnell nur noch ein klägliches Röcheln übrig bleiben. Doch auch wenn die Zahl der Ingenieure rückläufig ist, sie gehören zu den Besten ihrer Zunft weltweit und werden sicher auch dafür passende Lösungen entwickeln – damit die Getriebe des Aufschwungs weiterhin rund laufen. KOMMENTIERT VON DANIEL BORMKE

Umsatz der WZ der M+E-Industrie in Thüringen 2007

in 1.000 EUR (Veränderung zum Vj.-Zeitraum) Metallerzeugung u. -bearbeitung 639.021 (k. A.)

Sonstiger Fahrzeugbau 31.538 (k. A.) Kraftwagen und -teile 1.938.238 (+7,0 %)

Medizin-, Mess-, Steuerund Regelungst., Optik 742.835 (0,3 %)

Metallerzeugnisse 1.510.856 (+11,9 %)

Maschinenbau 1.141.785 (+17,5 %) Rundfunk und Nachrichten 411.245 (+3,0 %)

Geräte der Elektrizitätserzeugung 1.237.245 (+0,2 %)

Büromaschinen u. Datenverarbeitung; k. A.

Die Statistik umfasst Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten, eigene Hochrechnung.

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MASCHINENBAU Lexikon Was ist eigentlich ... ?

Der Maschinenbau ist klassische Ingenieurwissenschaft und beschränkt sich längst nicht mehr auf den reinen Bau von Maschinen, Motoren oder Getrieben. Aus ihm gingen viele spezifizierte Fachrichtungen hervor, die sich teils auch in vielen Bereichen überschneiden. Er setzt physikalische Gesetzmäßigkeiten, insbesondere aus den Teilgebieten Technische Mechanik und Thermodynamik, für die Konstruktion und die Simulation technischer Anlagen ein. In den heutigen Ingenieurwissenschaften ist der Maschinenbau oft Kernbereich der Produktionstechnik und ist geprägt von Ingenieuren und Technikern. Diese arbeiten je nach Unternehmensgröße und Schwerpunkt an Idee, Entwurf, Kalkulation, Design, Forschung und Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Maschinen aller Art und deren Bauteilen. (bo) QUELLE: TU ILMENAU /AKADEMISCHES SERVICE CENTER

Die Fakultät für Maschinenbau Sie wurde an der Hochschule für Elektrotechnik als Fakultät für Feinmechanik und Optik gegründet und umfasst 19 Fachgebiete. Darunter u.a.: Mikro- und Feinbearbeitung, Präzisionstechnologien, Nanotechnik, Fahrzeugtechnik, Mensch-Maschine-Interaktion und Biomechatronik, Mechatronik, Optik und Lichttechnik, Mess-, Sensor- und Antriebstechnik, Mikrosystemtechnik, Konstruktionstechnik Zudem wird in folgenden Studiengängen ausgebildet: Maschinenbau, Mechatronik Fahrzeugtechnik, Optronik Nanotechnik, Fahrzeugtechnik Lehramt berufsbildende Schulen Gemeinsam mit der Fakultät Elektround Informationstechnik wird auch die Ausbildung in der Werkstoffwissenschaft im fakultätsübergreifenden Institut für Werkstofftechnik angeboten. Zum Fortbildungsangebot gehören die Weiterbildungsstudiengänge Lichtanwendung und Innovative Produktentwicklung im Maschinen- und Gerätebau. (uf) 12

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Foto: TU Berlin

„Maschinenbau“

Ein einzigartiges Angebot Der Wirtschaftsspiegel Thüringen sprach mit dem Dekan der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Ilmenau, Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Kurtz, über Charakteristika und Kooperationsmodelle im Maschinenbau Wirtschaftsspiegel: Was ist das besondere an der Fakultät für Maschinenbau der TU Ilmenau? Prof. Dr. Kurtz: „Eine Fakultät für Maschinenbau mit einem derartig feinwerktechnisch-mechatronisch ausgerichteten Profil wie an der TU Ilmenau ist an deutschen Universitäten nicht üblich. Dieses Profil ist nicht auf den energie- und leistungsorientierten Maschinenbau, sondern auf Gerätetechnik, Mechatronik in Verbindung mit Informationstechnologien und Steuerungstechnik orientiert. Zwar ist die Integration moderner Technologien in den Maschinenbau ein genereller Trend, aber in Bezug auf die Struktur ist die Ilmenauer Fakultät ganz speziell ausgerichtet. Die Verbindung klassischer Maschinenbau-Disziplinen mit Gebieten wie der Biomechatronik, mit Mikromechanischen Systemen (Mikrosystemtechnik), Lichttechnik und Technischer Optik führt zur besonderen Ilmenauer Kompetenz in Forschung und Lehre.“ Wirtschaftsspiegel: Sowohl bei der Ausbildung als auch in der Forschung spielt die Kooperation mit der Wirtschaft eine große Rolle. Wie arbeiten Sie mit den Unternehmen der Region zusammen? Prof. Dr. Kurtz: „Diese Zusammenarbeit klappt bereits ganz gut, was in der Drittmitteleinwerbung auch zum Ausdruck kommt. Wir haben gute Erfahrungen mit Partnern, die neben den Tagesaufgaben die Forschung nicht vernachlässigen. Der dringende Bedarf nach Diplomingenieuren sollte jedoch die Unternehmen ver-

anlassen sich noch intensiver mit in den Ausbildungsprozess einzubringen. Das betrifft beispielsweise gemeinsame Forschungsprojekte, die auch von Studenten im Studium bearbeitet werden können oder mögliche Förderung über Stipendien für Studenten und Graduierte. So ist es wichtig, dass sich die Unternehmen langfristig in der Ausbildung engagieren, bis hin zur Förderung von Stiftungsprofessuren, um mögliche Profilausrichtungen zu stärken.“ Wirtschaftsspiegel: Wie können Sie noch zielgenauer die Leute ausbilden, die die Industrie braucht? Prof. Dr. Kurtz: „Unsere Absolventen haben aufgrund ihrer guten Ausbildung honorige Aussichten auf gute

Stellen in der Industrie. Mit der Umstellung auf Bachelor/Master- Studiengänge werden wir Universitäten den Gebrauchswert unserer Absolventen und unsere Exzellenz vor allem in entsprechend angepassten Master-Kursen zu beweisen haben. Dazu schaffen wir derzeit die notwendigen Voraussetzungen. Ein gemeinsames ingenieurwissenschaftliches Grundstudium im Bachelor gibt zum Beispiel Studierenden die Flexibilität, noch im 4. Semester in einen anderen Ingenieurstudiengang zu wechseln, wenn dies in ihrem Interesse liegt.“ DAS GESPRÄCH FÜHRTE REDAKTEUR UWE FROST

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www.tu-ilmenau.de

Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Kurtz Dekan der Fakultät für Maschinenbau / Technische Universität Ilmenau


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Präzision Made in Thüringen PME bietet innovative Lösungen im Bereich Umformtechnik

Erfurt (mi) Überall in Industrie und Handwerk werden sie benötigt – kleine, große, einfache, komplizierte Stanz- oder Pressteile in zig Varianten. Keine Maschine kann ohne solche Pressteile funktionieren. Kaum jemand macht sich Gedanken, wie viele solche Präzisionsteile in Lichtschaltern, Lampen, Computern oder gar Autos stecken. Diese Teile werden mit effizienten, hochmodernen Maschinen gefertigt. Der Bedarf ist groß, der Einsatz unbegrenzt. Erfurt – traditioneller Standort des Pressenbaus Die Landeshauptstadt Erfurt ist seit mindestens 100 Jahren ein historischer Standort zur Entwicklung und Produktion von Pressen. Und heute noch ist der Pressenbau hier präsent. Im Jahr 1990 gründeten der Erfurter Heinz Schubert und der aus Göppingen stammende Helmut Nickl die Pressen- und Maschinenbau Erfurt GmbH (PME). Seit zehn Jahren ist dieses Unternehmen im Gewerbegebiet Kerspleben ansässig. Die Grundidee war, ein Service-Unternehmen für Stanzen und Pressen – Automaten der spanlosen Metallverarbeitung – zu etablieren und Reparaturen, Wartungen, Überholung von Maschinen, inklusive TÜVPrüfung anzubieten. Doch der wissenschaftlich-technische Fortschritt kennt keinen Halt, die Kunden fragten immer stärker nach neuen Maschinen, um am Markt Bestand zu haben. Um diesen Forderungen nachzukommen suchte PME nach einem Hersteller von Rohmaschinen, die dann in Erfurt mit kompletter

technischer Ausrüstung bestückt werden können. Es gelang. Nun werden in Kerspleben in Handfertigung die Maschinen mit einem hochmodernen Innenleben nach Kundenwünschen ausgestattet. Das Spektrum umfasst Exzenterpressen bis 800 Tonnen Presskraft und hydraulische Pressen bis 250 Tonnen Presskraft. Alle Maschinen werden mit eigener Automatisierungstechnik ausgestattet. Zu den Kunden des Thüringer Pressenherstellers zählen mittelständige Unternehmen, Zulieferer für die Automobilindustrie und Hersteller von Emballagen (Metallverpackungen). europaweiter Kundenkreis Der Kundenkreis von PME erstreckt von Deutschland, Schweiz, Kroatien, Polen, Tschechien bis Ungarn. In den letztgenannten drei Ländern ist PME bemüht zukünftig noch verstärkt

Fuß zu fassen. In Deutschland selektierte sich der Markt in den letzten 15 Jahren. Viele einstige Hersteller solcher Pressen sind nicht mehr am Markt, doch PME konnte sich kontinuierlich entwickeln und Kapazitäten erweitern. Einst startete das Unternehmen mit sechs Mitarbeitern, heute wirken 30 Fachkräfte und 6 Auszubildende (Mechantroniker und Automatisierungs-Elektroniker) in der Werkhalle. Und dass das Unternehmen selbst Fachkräfte ausbildet, liegt auf der Hand, denn diese Spezialisten sind rar. Deshalb wohl auch der Ausspruch des Geschäftsführers Frank Schubert: „Man ‚adoptiert' doch einen Azubi fürs Leben“. Wurde 1997 die erste eigene Presse gebaut, verlassen in diesem Jahr 70 bis 80 Maschinen das Werk. Heute werden pro Jahr so viele Pressen gefertigt wie bei der Gründung in drei

Jahren. Insgesamt konnte PME bisher rund 450 dieser PräzisionsMaschinen am Markt platzieren. Seit dem Jahr 2005 lenken die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter Frank Schubert und der aus Nordrheinwestfalen stammende Jörg Sorhage die Geschicke des Unternehmens PME gemeinsam mit dem Leiter der Automatisierungstechnik Ronny Förster, der gleichzeitig Prokurist und Gesellschafter des Unternehmens ist. Das Führungsteam freut sich über die momentane Phase mit einer guten Auftragslage, die allerdings überschattet ist von Engpässen bei Zulieferern und dem Fachkräftemangel. Eine Entwicklung, die zurzeit die gesamte Wirtschaft erfasst hat und im Sinn der Produzenten hoffentlich bald beendet ist – damit das „Pflänzchen“ Aufschwung gedeihen kann.

Kontakt PME PRESSEN- UND MASCHINENBAU ERFURT GmbH Gewerbepark Fichtenweg 14 D-99198 Erfurt-Kerspleben Tel.: +49 (0) 36203 - 730 30 Fax: +49 (0) 36203 - 730 318 E-Mail: pme@pme-pressen.de Internet: www.pme-pressen.de Frank Schubert und Jörg Sorhage, Geschäftsführende Gesellschafter (v.l.)

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MASCHINENBAU

Sicherheit für Luftgiganten

Wolfgang Tiefensee Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Länder „Die ostdeutsche Industrie ist der starke Motor – seit Jahren mit deutlich höheren Wachstumsraten als in Westdeutschland. Der Umsatz des verarbeitenden Gewerbes überstieg im ersten Halbjahr 2007 den des Vorjahreswerts um 11,7 Prozent. Der Auslandsumsatz stieg sogar um 17,1 Prozent. Damit schließt sich der Abstand in der Wirtschaftsleistung zwischen Ost und West weiter. Besonders erfreulich daran ist: Durch diese Entwicklung schafft die ostdeutsche Industrie kontinuierlich neue Arbeitsplätze.“ Anzeige

Arnstadt (bo) „Diese Werkseröffnung ist ein gutes Beispiel für die positive wirtschafliche Entwicklung in den neuen Ländern und deren Attraktivität für in- und ausländische Investoren“ betonte der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder bei der Werkseröffnung in Arnstadt. N3 Engine Overhaul Services, so der Name des Jointventure, hat sich auf die Überholung der Rolls-Royce Triebwerke Trent 500, 700 und 900 spezialisiert. Damit geht mit den Antrieben der Airbus-Modelle A340 und A330, aber auch mit dem neuen Luftgiganten A380, künftigt jeweils ein Stück Thüringen in die Luft. Weltweit werden sich nun immer mehr Luftpassagiere aber auch Flugkapitäne des Frachtverkehrs auf das Können der momentan 270 Thüringer Spezialisten verlassen. Dass Thüringen beste Branchenvoraussetzungen liefert, erläuterte Wolfgang Mayrhuber,

Foto: N3 Engine Overhaul Services

Foto: Telekom

Das Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Technik AG und Rolls-Royce plc. zur Reparatur und Überholung von Flugzeugtriebwerken, gab zur Eröffnung Mitte September erstmals Einblicke in die Produktion in das neu errichtete Werk. Das deutsch-britische JointVenture etabliert damit einen neuen Industriezweig im Thüringer Maschinenbau. Entstanden ist einer der modernsten Instandhaltungsbetriebe der Welt für zivile Großtriebwerke.

Vorstandsvorsitzender der Lufthansa AG: „Das Beispiel N3 Engine Overhaul Services zeigt, dass Unternehmen hochqualifizierte Arbeitsplätze in Deutschland schaffen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Bei N3 werden es 500 Arbeitsplätze

sein.“ Mehr als 80 Prozent der Belegschaft kommt derzeit aus Thüringen, darunter 15 Prozent „Rückkehrer“, welche ihre alte Heimat wiederentdecken.

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www.n3eos.com

SMM erweitert Produktionsprogramm Die Schmalkaldener Maschinenmesser GmbH blickt optimistisch in die Zukunft.

Die Schmalkaldener Maschinenmesser GmbH hat die ersten Jahre seit ihrer Neugründung am 1. April 2003 solide gemeistert und blickt nun mit großem Optimismus in die Zukunft. Die SMM GmbH ist Spezialist für die Herstellung von Industriemessern. Schneidewerkzeuge wie Hobel-, Zerspaner-, Schrottscheren- oder Recyclingmesser werden vor allem in der Holzindustrie, Papiererzeugenden- und -verarbeitenden Industrie sowie in der Metall- und Kunststoffindustrie benötigt. Trotz des intensiven Wettbewerbs konnte sich das mittelständische Unternehmen am Markt durchsetzen und erreicht 2007 erstmals die Umsatzmarke von 5,5 Millionen Euro. „Der Erfolg lässt sich auch darauf zurückführen, dass sich unsere Firma einen guten Namen erarbeitet hat“, betont Geschäftsführer Peter Bamberger. Inzwischen werden rund 400 Stammkunden bedient. Diese schätzen neben der Produktqualität vor allem die Flexibilität und Schnelligkeit des 53 Mitarbeiter starken 14

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Schmalkaldener Unternehmens. Mit Lieferzeiten von circa acht Wochen übertrifft die SMM GmbH den branchenüblichen Durchschnitt, der in der Regel bei mindestens 13 Wochen liegt. „Dies ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil gegenüber den größeren und global agierenden Mitbewerbern“ argumentiert Produktionsleiter und Gesellschafter Detlef Märker. Aufgrund der anhaltend positiven Umsatzentwicklung konnte Ende 2006 die Entscheidung getrof-

fen werden, das Firmengelände zu kaufen. Damit war gleichzeitig der Abriss einer leerstehenden Halle und die Investition in ein neues CNCFräszentrum beschlossene Sache. Die Gesamtinvestitionen beliefen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Das neue Fräszentrum ermöglicht neben der Messerproduktion die Bearbeitung von Maschinenbauteilen bis zu einer Dimension von 6.500 x 1.500 x 2 000 Millimetern. Damit gehört SMM zu den wenigen Thürin-

ger Firmen, die Schweißbaugruppen in dieser Größenordnung bearbeiten können. Die Nachfrage nach Maschinenbauteilen bei regional ansässigen Maschinenbauunternehmen wächst. Deshalb läuft die neue Maschine bereits im 3-Schicht-System. Weitere Planungen für Investitionen in eine zusätzliche CNC-Fräsmaschine sowie in den Neubau einer Schleifhalle liegen bei der Schmalkaldener Maschinenmesser GmbH bereits in der Schublade. (as)

Kontakt SMM Schmalkaldener Maschinenmesser GmbH Gothaer Straße 1 D-98574 Schmalkalden Tel.: +49 (0) 3683 - 6977 0 Fax: +49 (0) 3683 - 6977 30 E-Mail: info@smmschmalkalden.de Internet: www.smmschmalkalden.com


MASCHINENBAU Spatenstich für Ausbau Gera (ul) Die Geraer Batterie Dienst GmbH muss infolge ständig wachsender Nachfrage die Produktionskapazitäten erweitern. Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Reinholz setzte Geschäftsführer Dieter Bock dafür Anfang September den symbolischen ersten Spatenstich. Insgesamt werden in die Erweiterung der Produktions- und Lagerkapazitäten rund 820.000 (davon sind 137.550 Euro vom Land Thüringen) investiert. Damit will das Unternehmen sechs neue Arbeitsplätze schaffen. Die Geschichte der Geraer Batterie Dienst GmbH begann 1946, als Siegfried Siegmund mit fünf Mitarbeitern den Grundstein für die Firma legte. Nach der Wende ließ er sich die alte Firma rückübertragen, baute den Firmensitz neu, in dem er 1994 mit 22 Beschäftigten einzog. 2003 musste bereits eine weitere Produktionsstätte errichtet werden. Heute fertigen in Gera etwa 40 Mitarbeiter ortfeste sowie Antriebsund Starterbatterien für fast jede Anwendung.

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www.gbd-gera.de

Bewerbungen noch möglich Leipzig (bo) Die intec - Fachmesse für Fertigungstechnik, Werkzeug- und Sondermaschinenbau startet durch. Bereits sechs Monate vor Messebeginn ist die Vorjahresfläche vermietet. Auf der vorigen intec hatten sich im März 2007 über 500 Aussteller auf mehr als 20.000 Quadratmetern präsentiert, und dies das erste Mal auf dem Leipziger Messegelände. „Die Branche nimmt die Werkzeugmaschinenmesse in Leipzig sehr gut an“, erläutert Dr. Deliane Träber, Geschäftsbereichsleiterin der Leipziger Messe die internationale aber auch regionale Bedeutung. Für die bevorstehende intec vom 26. bis 29. Februar 2008 erwartet sie eine Ausstellungsfläche von etwa 30.000 Quadratmetern. Etliche der bereits 2007 vertretenen Unternehmen haben mit Verdopplung der Ausstellungsfläche auf der 2008er intec reagiert, darunter der japanische Marktführer Mori Seiki und die Och Präzisionstechnik aus Sachsen. Neben Altausstellern haben sich neue Firmen angemeldet, so beispielsweise der weltweit agierende Technologiekonzern DECKEL MA-

HO GILDEMEISTER und die in der Drehmaschinenherstellung führenden Index-Werke. „Mit der in der Nachbarhalle stattfindenden internationalen Zuliefermesse Z wurde ein Messeverbund geschaffen, der auf technologische Synergien setzt“, betont Projektdirektorin Kersten Bunke-Njengué den Erfolg der Maschinenbaumesse. Erneut wird der intec-Preis ausgelobt, mit dem seit 1999 herausragende Entwicklungen von ausstellenden Unternehmen gewürdigt werden. Dabei geht es nicht Innovationen, sondern auch um unternehmerisches Geschick bei der wirtschaftlichen Umsetzung des Produkts. Erstmals ist der Preis in zwei Kategorien ausgeschrieben: für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter und für solche mit über 50 Mitarbeitern, wobei jeder Preis mit 6.000 Euro dotiert ist. Darüber hinaus wird ein mit 1.500 Euro dotierter Nachwuchs-Preis vergeben, mit dem innovative Leistungen von Berufseinsteigern honoriert werden. Einsendeschluss für den intec-Preis ist der 9. Januar 2008.

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www.messe-intec.de

Gera (ul) Innovationen Der Bedarf etablieren an hochwertiger Batterie- und Ladetechnik, die Merbelsrod (bo) Das beabsichtigt der GBD seinen vorwiegend in die Geräte- und Pumpenbau GmbH Mitteldeutschland ansässigen Kun(GPM) in Merbelsrod und investiert den in verschiedensten Ausführun11,3anbietet, Millionen in die Anschafgen istEuro mittlerweile so groß, fungeine vonneue neuen Maschinen und dass Produktionshalle geAnlagen undmuss. einenGemeinsam Hallenneubau. baut werden legDieGeschäftsführer 1939 als „KarlDieter Schmidt ten BockPräund zisions-Flugzeugteile“ gegründete Thüringens Wirtschaftsminister Firma Reinholz – nach der Verstaatlichung Jürgen Anfang September 1972 unddes der ersten Reprivatisierung 1990 in From Spatenstiches vom an. Sohn des UnternehmensHand Reinholz war bei diesem gründers geleitet entwickelt und symbolischen Akt–nicht von ungeproduziert Ölpumfähr mit vonWasserpumpen, der Partie. Er hatte impen, Umwälzpumpen und Gleitmerhin 137 550 Euro in Gestalt eines ringdichtungen sowie komplette Zuwendungsbescheides dabei. Module mit integrierten Pumpen. Mit der Investition GPM seine Mittel aus demwill Topf der Produktionskapazität erhöhen und Gemeinschaftsaufgabe zur OptimierVoraussetzungen fürWirtschaftsdie Einfühung der regionalen rung neuer Produkte struktur und innovativer aus dem Europäischen schaffen. Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), mit denen das Land den Zusätzlich stellt dasImmerhin Unternehmen Neubau unterstützt. inve24 neue ein. Derzeit stiert das Mitarbeiter Geraer Unternehmen 820 sindEuro, 461 Beschäftigte bei GPM tä000 um seine Kapazitäten zu tig, davon 36 Gebaut im Bereichwird Forschung erweitern. eine und Entwicklung sowie 46 AusProduktionsund Lager-halle für zubildende. Zu den Kunden von Industriebatterien mit einer GPM zählen alle großen AutoLadestation. Außerdem wird mit der mobil- und Lkw-Hersteller. Anschaffung neuer Maschinen und Anlagen die Produktion von ! Gabelstaplerbatterien www.gpm-merbelsrod.de und ent-

Globalisierung – akzeptieren und meistern Der Name ZWERRENZ steht in der Automobilzulieferbranche seit vielen Jahren für beste Qualität, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Was Anfang der 90er Jahre in einer schlicht ausgestatteten Suhler Garage begann, setzen die Macher der ZWERRENZ Automatisierungstechnik GmbH heute im Gewerbegebiet SuhlFriedberg in eigenen modernen Fertigungshallen fort. Sie entwickeln, konstruieren und bauen Montage- und Prüfautomaten auf höchstem Qualitätsniveau für inund ausländische Kunden. Die von ZWERRENZ gefertigten Automaten sind beispielsweise in Suhl, Budapest, Manila, Shanghai und Mexiko Stadt zu finden und werden von Automobilzulieferern unter anderem für das Montieren und Prüfen von Sensoren, ABS-Systemen oder Bremsen benötigt.

der Energie- und Solarbranche sowie in der Medizintechnik auf breites Interesse. Geschäftsführer Wolfgang Zwerrenz und Junior Gunnar Zwerrenz, der noch in diesem Jahr zum zweiten Geschäftsführer ernannt werden soll, sehen hier neue lukrative Geschäftsfelder für ihr Unternehmen. Erklärtes Ziel ist es, auch in diesen Branchen „Fuß zu fassen“. Einzelaufträge konnten bereits erfolgreich abgewickelt werden.

Neue Geschäftsfelder in der Energie- und Solarbranche Mit der Entwicklung und Herstellung von bis zu 30 großen Anlagen pro Jahr schafft ZWERRENZ Umsatzwachstumsraten, die zwischen zehn und 20 Prozent jährlich liegen. Das umfassende technologische Knowhow in der Automatisierungstechnik, dass den Suhler Mittelständler auszeichnet, stößt zunehmend auch in

Politik ist gefordert Zu den größten Herausforderungen zählt Geschäftsführer Wolfgang Zwerrenz die Bewältigung der komplexen Aufgaben, die durch die Globalisierung entstehen. Dafür wünscht er sich zukünftig vor allem mehr Unterstützung für kleinund mittelständische Unternehmen durch die Politik, die schließlich die

Rahmenbedingungen dafür schaffen muss. „Schließlich tragen gerade solche Unternehmen wie die ZWERRENZ Automatisierungstechnik GmbH zur Sicherung der Arbeitsplätze im eigenen Lande bei, nicht zuletzt auch mit ihrer Investitionsbereitschaft“, so der Geschäftsführer und ließ verlauten, dass bereits eine Erweiterung der Fertigungskapazitäten für 2008 am Standort Suhl-Friedberg geplant sei.

Kontakt ZWERRENZ Automatisierungstechnik GmbH Gewerbepark Suhl-Friedberg Sommerbergstraße 5 D-98527 Suhl Tel.: +49 (0) 3681 - 803130 Fax: +49 (0) 3681 - 803131 E-Mail: wolfgang.zwerrenz@ zwerrenz.com Internet: www.zwerrenz.com

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„ …wir können mehr “ Die Scholpp Montagetechnik Sachsen GmbH – Zuverlässiger Partner des Maschinenbaus

„Großer Bahnhof“ am 1. August im Güterverkehrszentrum Erfurt-Vieselbach. In unmittelbarer Nachbarschaft zu renommierten Firmen der verschiedensten Branchen hat sich eine weitere angesiedelt – die Scholpp Montagetechnik Sachsen GmbH. Und natürlich wurde die Eröffnung der neuen Niederlassung des in Chemnitz ansässigen Unternehmens gebührend gefeiert. „Nach zweieinhalb Jahren Vorbereitung haben wir nun die sprichwörtlichen Nägel mit Köpfen gemacht“, freut sich Diplom-Ingenieur Martin Iser. Der 27-jährige Thüringer zeichnet als Verkaufsingenieur für den neuen Erfurter Servicepoint verantwortlich, dessen Etablierung er in den vergangenen Monaten massiv mit vorangetrieben hat. Rasante Entwicklung seit der Expansion nach Thüringen „Vor Ort sein ist wichtig“, fasst der Manager seine in dieser Zeit gemachten Erfahrungen zusammen, schließlich kann sich ein Außenstehender kaum etwas unter „Montagetechnik“ vorstellen. Und die Entwicklung seit Eröffnung der Niederlassung in der Thüringer Landeshauptstadt scheint ihm Recht zu geben. Die Anfragen nach den Offerten von Scholpp, dem führenden Dienstleister für Montage und Verlagerung von Maschinen und Anlagen, sind seither sprunghaft gestiegen. Dabei wissen zahlreiche Thüringer Unternehmen die Angebote des Systemdienstleisters Scholpp seit langem zu schätzen und griffen schon wiederholt darauf zurück. Schließ16

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lich sind dessen Mitarbeiter als Allroundgenies bekannt und haben das vielfach unter Beweis gestellt. Ob die Carl Zeiss Jena GmbH oder die Jenoptik AG, der Spezialmaschinenbauer Dörfel, der Halbleiterhersteller X-Fab Erfurt, der Solarzellen-Produzent Ersol mit seinen Tochterun-

technik GmbH in Gera-Hermsdorf, die hochpräzise Teile für den Einsatz in der Premiumklasse von BMW bis Porsche fertigt und für die ScholppMitarbeiter die entsprechenden Maschinen montierten. „Die Wünsche unserer regionalen Kunden sind vielfältig, aber vom neuen Standort

Projekte und Tageseinsätze im Umkreis von 150 Kilometern nun direkt von Erfurt aus koordiniert. Bislang geschah das vom Stammsitz Chemnitz aus. Dorthin expandierte die in Stuttgart ansässige Alfred Scholpp GmbH & Co. KG – weltweit eines der führenden Dienstleistungsunterneh-

ternehmen, der Leichtmetallgussproduzent Trimet Sömmerda oder E.on - die Liste der Projekte ist lang und die dafür erhaltenen Referenzen hervorragend. Auch der Wurstproduzent Sauels reiht sich dort ein, für den Scholpp bei fünf Wochenendeinsätzen die komplette Produktion von Kempen nach Arnstadt verlagerte. Oder die AGA Zerspanungs-

aus, quasi aus ihrer Mitte heraus, können wir jetzt schneller darauf reagieren, sind zudem wettbewerbsfähiger.“

men für die herstellerunabhängige Montage und Verlagerung von Maschinen und Anlagen sowie Schwerlastlogistik – 1992 und gründete die Scholpp Montagetechnik Sachsen GmbH als hundertprozentige Tochtergesellschaft. Diese hat sich seither rasant entwickelt. Mauserte sich von anfangs acht Mitarbeitern in den 15 Jahren ihres Bestehens

Aus der Mitte heraus agieren Mit der vorhandenen Technik, einem großen Kontingent an Spezialwerkzeugen und gut ausgebildeten Fachmonteuren vor Ort, werden lokale


MASCHINENBAU Unsere Dienstleistungen · Verlagerung von Produktionsanlagen bis zur Inbetriebnahme, weltweit · Fabrik-, Werks- und Betriebsumzüge, weltweit, Maschinenund Anlagenverlagerungen · Montage und Demontage von Rolltreppen · Konservierung und Verpackung, auch überseefähig · Tresor-, Geldschrank- und Geldautomatenumsetzungen · Kranarbeiten, Schwertransporte, weltweite Logistik · Flexible Baustellenlogistik für Industriebaustellen · Reinraumlogistik bis Reinraumklasse 1 · Instandhaltung, Wartung und PVI-Konzepte · Softwareerstellung für IndustriePC und SPS-Steuerungen

zum international agierenden Systemanbieter mit inzwischen knapp 200 Fachleuten am Stammsitz sowie in den eigenen Niederlassungen in Dresden, Berlin, Hamburg und nun auch in Erfurt. Darüberhinaus unterhält sie Vertretungen im polnischen Poznan und im tschechischen Prag. Neue Arbeitsplätze für die Region Insgesamt werden pro Jahr 1.600 Projekte in diesen Standorten termintreu und fachgerecht umgesetzt. „... und die Tendenz ist steigend“, macht Geschäftsführer Steffen Kühn deutlich. Er geht davon aus, dass sein Unternehmen auch in den kommenden Jahren per anno bis zu zwanzig neue Arbeitsplätze schaffen wird. Entsprechend soll sich auch der Umsatz entwickeln. Im laufenden Geschäftsjahr haben die Chemnitzer 20 Millionen Euro angepeilt. Damit würden sie ein Fünftel des Gesamtumsatzes realisieren, den die gesamte Scholpp-Unternehmensgruppe im 51. Jahr ihres Bestehens mit mehr als 1.000 Mitarbeitern an weltweit 20 Standorten erwirtschaften will. „Es gibt für alles eine Lösung“, war die Maxime von Firmengründer Alfred Scholpp. Anfangs führender Anbieter ausschließlich für Kranarbeiten und Schwertransporte, umfasst das Leistungsspektrum der Scholpp-Dienstleistungsgruppe heute die gesamte Montagetechnik. Viele würden Scholpp nur im Bereich der Schwerlastlogistik wahrnehmen, bedauert Steffen Kühn. „Aber wir können mehr“, bringt er mit dem zum 15-jährigen Bestehen der Chemnitzer Scholpp-Tochter kreierten Motto de-

· Inbetriebnahmen und Bedienerschulungen sowie Produktionsbegleitung · Hardwarekonstruktion auf CAD, Schaltschrankfertigung · Maschinenmodernisierung und Retrofitting · Maschinenentsorgung, Maschinenverwertung, Anlagenrückbau · Arbeitnehmerüberlassung von Industriepersonal

· Maschinentransportwagen bis 220 Tonnen · Kranwaagen mit Lastausdruck für Kollilisten bis 150 Tonnen · Spezialhubgeräte: Manghi, Ormig, Valla, Octopus, bis 30 Tonnen · 2500 m2 beheizbare Lagerfläche für Schwerkolli mit Brückenkran bis 120 Tonnen

... und unser Equipment? · Hydraulische Hubgerüste, Hubportale bis 1200 Tonnen Hubleistung · Luftkissensysteme bis 500 Tonnen, Autokrane bis 650 Tonnen, Achslinien · LKWs und Tieflader mit Ladekränen bis 20 Tonnen · Gabelstapler bis 20 Tonnen mit langen Gabeln und Kranarm

ren Offerten auf den Punkt. „Wir sind oft die verlängerte Werkbank unserer Partner im Maschinen- und Anlagenbau, übernehmen deren Außenmontage. Unsere SPS-Fachleute, unsere Inbetriebnehmer und unsere Mechaniker sieht man leider viel zu selten, weil sie immer in Fabrikhallen arbeiten – unsere Technik auf den Straßen prägt sich jedem schnell ein.“ Immerhin reicht die Palette dessen, was die Chemnitzer – nun auch in Thüringen – zu bieten haben von der

Kontakt Scholpp Montagetechnik Sachsen GmbH, Servicepoint Erfurt In der Hochstedter Ecke 2 D-99098 Erfurt Tel.: +49 (0) 361 - 555 986 0 Fax: +49 (0) 361 - 555 986 25 E-Mail: info@scholpp.de Internet: www.scholpp.de

Planung und Projektierung, der Organisation und Demontage, über Transport und Remontage der Maschinen samt Anlagentechnik bis hin zu Inbetriebnahme und Service, der die Instandhaltung und etwaige Reparaturen einschließt. „Und das alles aus einer Hand, weil man sich da den berühmten ‚Schwarzen Peter‘ nicht gegenseitig zuschieben kann“, macht der Geschäftsführer den Anspruch deutlich. Nicht zu vergessen der umfangreiche Fuhrpark und die vielseitige Spezialtechnik, die das breite Angebot ergänzen. (ul)

Steffen Kühn, Geschäftsführer Scholpp Montagetechnik Sachsen GmbH

Schritt in die Zukunft „Die Scholpp Montagetechnik Sachsen GmbH hat sich in den 15 Jahren ihres Bestehens einen guten Ruf als der führende Systemdienstleister für Montage und Verlagerung von Maschinen und Anlagen erworben. Wir sind in dieser Zeit stetig gewachsen, haben mehrere Niederlassungen in Ostdeutschland und in Hamburg etabliert. Die Entscheidung für den neuen Standort Erfurt haben wir ganz bewusst getroffen. Über die Nähe zu potenziellen Kunden hinaus waren die günstige zentrale Lage in Thüringen und die sehr gut ausgebaute Infrastruktur dafür ausschlaggebend. Mit dieser Ansiedlung stärken wir unsere Präsenz in Thüringen und Mitteldeutschland gleichermaßen. Das ist für unser Unternehmen zugleich ein weiterer wichtiger Schritt in die Zukunft. Kunden wie Ersol, X-Fab oder E.on, mit denen wir teilweise schon seit längerem zusammenarbeiten, haben uns gezeigt, dass der Freistaat ein interessanter Standort für die Zukunft ist. Deshalb planen wir, unseren guten Namen in den nächsten Jahren auch in Thüringen als unserem nun fünften Standort fest zu etablieren. Ihn wollen wir mittelfristig nicht nur in technischer Hinsicht ausbauen, sondern mittelfristig auch bis zu 40 Arbeitsplätze schaffen.“

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MASCHINENBAU

Die umfassenden Investitionen gehen auf Der Wirtschaftsspiegel Thüringen erfährt im Gespräch mit Lotar Schmidt, dem Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Thüringens (VMET), die aktuelle Situation und daraus folgende Perspektiven des Maschinenbaus.

Wirtschaftsspiegel: Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Thüringer Maschinenbaus? Schmidt: „Sehr gut. Die Branche boomt. Wenn Sie heute eine Maschine bestellen, weil Ihre Auftragsbücher gefüllt sind, müssen Sie geduldig sein.

Lotar Schmidt Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metallund Elektroindustrie Thüringens (VMET)

Die Maschinenbauer selbst investieren angesichts der guten Konjunktur ebenfalls kräftig. 2005 – das sind die letzten vorliegenden Zahlen – investierten fast 80 Prozent der Maschinenbauunternehmen insgesamt rund 62 Millionen Euro oder 3,6 Prozent ihres Umsatzes. Damit sind zwar noch nicht die hohen Werte von 2001 erreicht, als immerhin 101 Millionen Euro investiert wurden. Aber der Trend zeigt eindeutig nach oben.“ Wirtschaftsspiegel: Wie andere Branchen auch klagen die Maschinenbau-

unternehmen über einen wachsenden Mangel an Fachkräften. Schmidt: „Schaut man sich die Zahl der Schulabgänger an, sieht man, dass sich das Problem eher noch verschärfen wird. 2011 wird mit etwas mehr als 15.000 Schulabgängern ein Tiefpunkt in Thüringen erreicht. Ich kann daher nur an die Unternehmen appellieren, schon jetzt über Bedarf auszubilden. Hinzu kommt, dass es noch eine erhebliche Zahl Schüler gibt, die in den vergangenen Jahren keine Lehrstelle gefunden haben. Wir brauchen intelligente Programme, um auch diesen Jugendlichen zu einer Ausbildung zu verhelfen.“ Wirtschaftsspiegel: Neben Facharbeitern werden aber auch qualifizierte Spezialisten gebraucht. Der Maschinenbau ist dabei eine der Branchen mit einem überdurchschnittlich hohen Bedarf.

Schmidt: „Das ist richtig. Wir müssen uns in Thüringen fragen, was wir selbst tun können. Eine der Initiativen, die die Wirtschaft unterstützt, ist das so genannte Frühstudium. Die TU Ilmenau, das auf Sprachen spezialisierte Gymnasium Schnepfenthal und das Institut der Wirtschaft wollen damit begabte Jugendliche fördern. Dafür sind bereits 15 Projektpatenschaften von Unternehmen mit einer Laufzeit von drei Jahren vereinbart. Ich wünsche mir, dass wir ein solches Frühstudium auch für mathematisch-naturwissenschaftliche und technische Richtungen anbieten können, vielleicht schon im kommenden Jahr 2008. Aber dazu müssen noch bürokratische Hemmnisse überwunden werden.“ DAS GESPRÄCH FÜHRTE REDAKTEUR UWE FROST

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www.vmet.de

Der Maschinenbau befindet sich im Jahr der Rekorde Erfolg spricht für sich – Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist auch im Jahr 2007 weiter auf Wachstumskurs

Thüringer MaschinenbauUnternehmen erhöhen Investitionsplanungen Viele Unternehmen planen deshalb, ihre internen Kapazitäten auszubauen. Knapp ein Drittel der an der Konjunkturumfrage beteiligten Unternehmen gaben an, dass sie ihre Investitionsplanungen aufgrund der Marktentwicklung in den letzten sechs Monaten nach oben korrigiert haben. Nur knapp fünf Prozent der 18

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Unternehmen haben die Planungen nach unten angepasst. Ebenfalls ein klares Signal für einen weiteren Aufschwung ist die Aussage der meisten Unternehmen, im nächsten halben Jahr die Mitarbeiteranzahl aufstocken zu wollen. Danach werden 41 Prozent der Unternehmen zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Der Anteil der Unternehmen, welche Personalabbau planen, kann mit unter einem Prozent vernachlässigt werden. Eines der besten Jahre der Nachkriegszeit Insgesamt ist das Jahr 2007 für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau eines der besten Jahre in der Nachkriegszeit, wie der scheidende VDMA-Präsident Dr. Dieter Brucklacher auf der VDMA-Mitgliederversammlung Anfang Oktober in Hamburg bilanzierte. Die Produktion liege in den ersten sieben Monaten mit 12,1 Prozent im Plus. Die Kapazitätsauslastung lag Ende Juni bei 91,8 Prozent. Im laufenden Jahr liege das geschätzte Investitions-

volumen bei etwa 5,1 Milliarden Euro und übertreffe damit das Ergebnis des Jahres 2003 um rund 40 Prozent. Für das kommende Jahr rechnet die Branche aufgrund der Auftragslage mit einem weiteren Wachstumsjahr. „Wir rechnen mit einem realen Plus in der Größenordnung von fünf Pro-

zent“, sagte Brucklacher. „Sollte sich diese Prognose erfüllen, hätten wir in fünf Aufschwungsjahren in Folge insgesamt ein Wachstum von knapp 40 Prozent gestemmt. Eine solch dynamische Wachstumsphase haben wir zuletzt im Zeitraum 1958 bis 1962 erlebt. Damals stieg die Produktion real fast um die Hälfte.“ (uf)

Entwicklung der Kapazitätsauslastung in den neuen Bundesländern

Quelle: VDMA

Der ostdeutsche Maschinenbau befindet sich nach einer Umfrage des VDMA auf der Überholspur. Die wichtigsten Konjunkturbarometer stehen weiterhin auf Wachstumskurs und verharren auf hohem Niveau, ergab die Konjunkturumfrage des Verbandes für das III. Quartal 2007. Der Saldo der positiven und negativen Geschäftsaussichten liegt bei 25 Prozent und damit fast acht Prozentpunkte über dem Wert aus dem II. Quartal 2007. Zu erwarten ist deshalb laut VDMA, dass der ostdeutsche Maschinenbau 2007 als 5. Wachstumsjahr in Folge abschließen wird.


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Beyeler Maschinenbau GmbH Abkantpressen aus Thüringen für den Weltmarkt Spitzentechnologie für die Blechumformung produziert die Beyeler Maschinenbau GmbH. Gefertigt werden im Werk in Gotha Abkantpressen der Ober- und Spitzenklasse, die in Betrieben rund um den Globus zum Einsatz kommen. Das Unternehmen hat eine über sechzigjährige Tradition in der Herstellung von Blechbearbeitungsmaschinen. Seit 2002 gehört die Beyeler Maschinenbau GmbH zur schweizerischen Bystronic Gruppe, einem Weltmarktführer für Laser- und Wasserstrahlschneidanlagen sowie Abkantpressen, mit einem Umsatz von 403 Millionen Euro in 2006 und einem weltweiten Personalbestand von rund 1.400 Mitarbeitenden zum Ende des vergangenen Jahres. Innerhalb der Bystronic ist die Beyeler Maschinenbau GmbH das Kompetenzzentrum für die Produktion von Abkantpressen der Produktserien Beyeler und Hämmerle, die im Markt einen ausgezeichneten Ruf genießen. Stetige Investitionen schaffen moderne Arbeitsplätze Die Infrastruktur und die Arbeitsplätze für die deutlich mehr als 200 Beschäftigten des Unternehmens sind hochmodern, was die Beyeler Maschinenbau GmbH zu einem attraktiven Arbeitgeber für eine Vielzahl an Berufsgruppen macht. Die hohe Nachfrage nach Bystronic Produkten und die strategische Bedeutung der Produktionsstätte in Gotha für die Bystronic Gruppe stellen sicher, dass regelmäßig Investitionen in das Werk fließen. Damit wird die

Wettbewerbsfähigkeit auf höchstem Niveau gehalten beziehungsweise weiter ausgebaut. So wurde im Mai 2006 eine neue Halle im zeitgemäßen Design eingeweiht, in der auf rund 700 Quadratmeter Grundfläche Blechteile für die eigenen Produkte gefertigt werden sowie ein Vorführzentrum für Bystronic Abkantpressen und Biegesoftware untergebracht worden ist. Vorsprung durch Entwicklung und Innovation Abkantpressen der Beyeler Produktserie werden dem oberen Leistungssegment zugerechnet und finden in den unterschiedlichsten Industrien Anwendung. In den Maschinen kommen herausragende Technologien zum Einsatz, die aus der Bystroniceigenen Entwicklung stammen, wie beispielsweise die automatische Pressdrucksteuerung, die hydraulisch dynamische Bombierung oder die integrierte Prozesskontrolle, die bereits mit dem anerkannten «Metalworking Production Award» ausgezeichnet wurde. Vor wenigen

Tagen, im Oktober 2007 feierte die Beyeler Xpert als jüngste Maschineninnovation der Beyeler Maschinenbau GmbH ihre Premiere und wurde im Rahmen der Bystronic Kompetenztage der Öffentlichkeit präsentiert. Die Abkantpressen der

Hämmerle Serie gelten hinsichtlich der Wiederholgenauigkeit, der Präzision, der Flexibilität und der Einfachheit als das Maß aller Dinge und werden überall dort verwendet, wo herausragende Fertigungsergebnisse benötigt werden.

Hochmoderne Infrastruktur: Die neue Halle mit Blechfertigung und Vorführzentrum wurde im vergangenen Jahr eingeweiht.

Kontakt

Die Hämmerle Serie: hinsichtlich Wiederholgenauigkeit, Präzision, Flexibilität und Einfachheit das Maß aller Dinge.

Die jüngste Abkantpressen-Innovation wurde im Oktober 2007 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Beyeler Maschinenbau GmbH Mühlhäuser Straße 3 D-99867 Gotha Tel.: +49 (0) 3621 - 383 0 Fax: +49 (0) 3621 - 383 383 E-Mail: info.beyeler@bystronic.com Internet: www.bystronic.com

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MASCHINENBAU

Tausende neue Stellen entstehen Die Maschinenbaubranche boomt, die Auftragsbücher sind voll. Der Wirtschaftsspiegel Thüringen sprach darüber mit dem Haupteschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Dr. Hannes Hesse.

Foto: VDMA

men wollen auch in den kommenden sechs Monaten zusätzliches Personal einstellen und reagieren damit auf die nachhaltigen Anforderungen des Marktes.“

Dr. Hannes Hesse Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)

Wirtschaftsspiegel: Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Maschinenbaus in den neuen Ländern? Dr. Hesse: „Wir spüren weiterhin eine ungebrochene Dynamik in unserer Branche. Alle Konjunkturbarometer zeigen deutlich in Richtung Wachstum. Auftragseingang, Umsatz und Auslastung haben sich in den letzten Jahren beispiellos gut entwickelt. Trotz hoher Stahlpreise und den gegenüber US-Dollar und Yen ungünstigen Wechselkursen haben sich für viele Unternehmen auch die Erträge verbessert. Die ostdeutschen Unternehmen der Branche tragen aktiv zu dieser positiven Entwicklung bei. In Mittel-

deutschland erweist sich der Maschinenbau als Konjunkturlokomotive und 2007 wird das vierte Wachstumsjahr in Folge werden. Die Auftragsbücher sind bis Ende 2007 gut gefüllt, viele Firmen haben bereits einen großen Teil ihrer Kapazitäten für 2008 am Markt platziert.

Wirtschaftsspiegel: In Thüringen ist der Maschinenbau – wie generell die Industrie - stark mittelständisch geprägt. Wo sehen Sie die Chancen, sich dennoch im internationalen Wettbewerb zu behaupten? Dr. Hesse: „Allein zwischen 2004 und 2006 konnte der Branchenumsatz in Thüringen um über 30 Prozent gesteigert werden. Die Exportquote kam im letzten Jahr mit fast 29 Prozent sehr nahe an den historischen Höchststand von 1997 heran. Die umsatzträchtigste Teilbranche im Maschinenbau stellt heute die Werkzeugmaschinenindustrie, gefolgt von Bergwerksausrüstungen und der Bau- und Baustoffmaschinenindustrie. Aber auch in den Bereichen Lasertechnologie, dem Rapid Tooling, und der Robotik setzt Thüringen Akzente. Die derzeit ausgezeichnete Entwicklung der Branche darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Maschinenbau eine zyklische Branche ist und wir gut daran tun, uns insbesondere auf die zukünftigen Wachstumszentren wie Russland, Indien und China zu konzentrieren und hier zu punkten.“

Sowohl die durchschnittliche Kapazitätsauslastung mit 94,6 Prozent, als auch die durchschnittliche Reichweite des Auftragsbestandes mit 5,7 Monaten erreichen Höchststände. Aufgrund der hohen Auslastung und der vollen Auftragsbücher hat die Branche in den letzten zwölf Monaten über viertausend neue Stellen geschaffen. Vier von zehn Unterneh-

Wirtschaftsspiegel: Unternehmen klagen zunehmend über Probleme, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Was ist

aus Ihrer Sicht notwendig, um dieses Problem zu lösen? Dr. Hesse: „Die exzellente Infrastruktur an Hoch- und Fachhochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen haben einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass sich der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau in den vergangenen Jahren so erfolgreich entwickelt hat. In den nächsten Jahren wird es wichtig sein, dass die Unternehmen intensiv mit den Forschungseinrichtungen kooperieren. Es muss uns gelingen, noch mehr Wissen aus der Forschungslandschaft in die Unternehmen zu transferieren und dieses Wissen in marktfähige Produkte umzusetzen. Um den Fachkräftemangel zu beheben, werden die Unternehmen verstärkt ausbilden und ihre Mitarbeiter intern weiter qualifizieren müssen. Außerdem werben wir seit Jahren in vielen Kampagnen für die Branche und versuchen, das Interesse an technischen Berufen und Studiengängen bei den Jugendlichen zu erhöhen. Bei den Studienanfängern macht sich das bereits positiv bemerkbar. Im nächsten Jahr werden wir außerdem ein neues Berufsbild, den Produktionstechnologen, etablieren, der an der Schnittstelle zwischen Produktentwicklung und Fertigung angesiedelt ist.“ DAS GESPRÄCH FÜHRTE REDAKTEUR UWE FROST

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www.vdma.org

Konjunkturbild des ostdeutschen Maschinenbaus

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Quelle: VDMA

Entwicklung des Auftragsbestandes in den neuen Bundesländern

Quelle: VDMA

Entwicklung der Beschäftigtenzahlen in den neuen Bundesländern


Die DECKEL MAHO Seebach GmbH ist eine Tochter des GILDEMEISTER-Konzerns, dem weltweit führenden Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen. Wir entwickeln und fertigen Werkzeugmaschinen für die metallverarbeitende Industrie und beschäftigen derzeit an zwei Produktionsstandorten etwa 530 Mitarbeiter. Das Produktportfolio reicht von kleinen Universal-Fräsmaschinen über Vertikal-Bearbeitungszentren bis zu Fahrständermaschinen mit 5.000 mm Verfahrweg. Dabei lösen unsere Produkte täglich auf der ganzen Welt unterschiedlichste Bearbeitungsaufgaben: Sie fertigen Präzisionsteile für die Automobilindustrie und bearbeiten Spritzgussformen für Handygehäuse in der Telekommunikationsbranche. Sie produzieren Formteile für die Herstellung von Getränkeflaschen, bearbeiten Triebwerksteile für die Aerospace-Industrie und fertigen künstliche Kniegelenke für die Medizintechnik mit höchster Genauigkeit und bester Oberfläche. Mit Spindeldrehzahlen bis 42.000 min-1 , linearer Antriebstechnologie, Eilgängen bis 100 m/min und der Möglichkeit der 5-achsigen Simultanbearbeitung zählen unsere Produkte zu den genauesten und innovativsten Werkzeugmaschinen auf dem Markt. DECKEL MAHO Seebach verfügt über moderne Fertigungshallen und wurde im Jahr 2002 zum Gesamtsieger des Wettbewerbs „Die beste Fabrik - Industrial Excellence Award 2002“ von INSEAD, WHU und Wirtschaftswoche gewählt. DECKEL MAHO Seebach GmbH Neue Strasse 61 D-99846 Seebach www.gildemeister.com

Auch Spritzgussformen aus Werkzeug-Stahl, wie zum Beispiel für die Spielwarenindustrie entstehen auf Bearbeitungszentren von DECKEL MAHO.


Helmut Meyer, Vorstandssprecher der GeAT AG (l.) und Hartfried Wachtel, Vorstand der GeAT AG Anzeige

Dynamische Fortschritte im Wirtschaftszweig Zeitarbeit Neuer Entgelttarifvertrag im Anwendungsbereich der GeAT AG öffnet die Türen für mehr hochmotivierte, qualifizierte Fachkräfte in der Zeitarbeit Die Verhandlungspartner der DGBGewerkschaften und die Tarifdelegation des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ e.V.), dessen Mitglied auch der Vorstandssprecher der GeAT AG, Helmut Meyer ist, haben nach einem siebenmonatigen Verhandlungsmarathon bei der sechsten Tarifrunde am 18. September 2007 einen neuen Entgelttarifvertrag abgeschlossen, der allen Beteiligten und somit auch Kundenunternehmen weiterhin Planungssicherheit bis über das Jahr 2008 hinaus gibt. Die Entgelte der Zeitarbeitnehmer steigen in drei Stufen bis November 2008. Im Kern fallen die Tariferhöhungen für die Arbeitnehmer im Helfer- und Anlernbereich niedriger aus, als ab der Qualifikation Facharbeiter aufwärts. Die tarifliche (und übertarifliche Entlohnung) richtet sich somit immer forcierter nach der Qualifikation des Zeitarbeitnehmers. „Es handelt sich insgesamt um moderate Erhöhungen zwischen durchschnittlich drei Prozent und 7,6 Prozent bis November 2008, womit einerseits in den neuen Bundesländern durch die abgesenkte Basis Zeitarbeit bezahlbar bleibt. Andererseits durch eine deutlichere Tariferhöhung für Arbeitnehmer mit Facharbeiterqualifikation aufwärts es interessanter wird, Beschäftigung im Wirtschaftszweig Zeitarbeit zu suchen“, so Meyer, Vorstandssprecher der GeAT AG und Bundesvorstandsmitglied des iGZ e.V.. Der Vorstandssprecher bewertet die 22

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Laut dem neuen Entgelttarifvertrag erhöht sich der Verdienst für Zeitarbeitnehmer bereits ab dem 1. November 2007 über alle neun Entgeltgruppen. Auch wenn diese tariflichen Lohnerhöhungen zu einer Erhöhung der Stundenverrechnungssätze für Firmenkunden der GeAT AG führen müssen, profitieren dennoch gerade Kundenunternehmen direkt von der Anhebung der Entgelte, weil damit gerade die Zeitarbeitsbranche den drohenden Diskrepanzen zwischen Anforderungsprofilen der Unternehmen und Leistungsprofilen der Arbeitnehmer (Facharbeitermangel) entgegenwirken kann.

gen zu wirken“ erklärt Meyer. „Bessere Qualifikationen eröffnen unseren Zeitarbeitnehmern zukunftsgerechte Perspektiven“, diese Aussage hat oberste Priorität beim Vorstandssprecher der GeAT AG, Helmut Meyer. Dabei ist die GeAT AG mit verschiedenen Projekten in Thüringen auf einer Vorreiterposition und setzt innovative Maßstäbe. Als regionaler Personaldienstleister und Arbeitsplatzbeschaffer Nummer eins in Thüringen können die Einsätze überwiegend in Thüringen gehalten werden. Sehr erfolgreiche Einsätze unserer Zeitarbeitskräfte sind in Branchen der Automobilzulieferindustrie, Lebensmittelindustrie, Logistikbereich und in der gewerblich technischen Industrie. Zeitarbeit ist der Zukunftsjob mit Perspektiven für den beruflichen Aufstieg, beweisen gerade Zeitarbeitnehmer mit ihren wechselnden Einsätzen ein Höchstmaß an Flexibilität, Lernbereitschaft und sozialer Kompetenz. Sie unterstützen zudem die Firmenkunden dabei, flexibel am Markt zu bleiben.

Weiterbildung der Mitarbeiter für Zeitarbeitsfirmen unabdingbar Zeitarbeitnehmer der GeAT AG erhalten weiterhin eine tarifliche Bezahlung nach dem iGZ/DGBTarifwerk im Wirtschaftszweig Zeitarbeit sowie umfangreiche Sozialleistungen. „Für Zeitarbeitsfirmen ist es wichtig, in die Qualifikation ihrer Beschäftigten zu investieren, um individuelle und bedarfsgerechte Weiterbildung der Zeitarbeitnehmer zu unterstützen und damit dem Fachkräftemangel langfristig entge-

Grundsätzlich rechnet sich Zeitarbeit bei allen zeitlich befristeten Einsätzen, da aufwendige Auswahlverfahren und Bürokratie für Unternehmen teuer sind. Kundenunternehmen profitieren von der Abrechnung nach der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit des Zeitarbeitnehmers. Direkte Personalkosten beispielsweise Lohnfortzahlung bei Krankheit oder indirekte Personalkosten beispielsweise Personalwerbungskosten oder Kündigungsfristen trägt der Personaldienstleister. Mittels der Zeitarbeit

erreichten Abschlüsse als sehr positiv: „Gerade vor dem Hintergrund der geführten Diskussionen im Niedriglohnsektor, sind die Ergebnisse für Zeitarbeitsfirmen wirtschaftlich rechenbar. Auf der anderen Seite wurden die Arbeitnehmer bezüglich ihrer Forderungen nach fairen und sozialverträglichen Lohnbedingungen ausreichend berücksichtigt.“

der GeAT AG steigern die Firmenkunden ihre Wettbewerbsfähigkeit und Standorte, konzentrieren sich auf ihr operatives Geschäft und halten ihre Arbeitsplätze in Deutschland. „Höchste Qualität, Auftragstreue, hohes Vertrauen und umfassender Service sind für GeAT-Kundenunternehmen Standard, der in einem ständigen Qualitätsverbesserungsprozess steht. Die Interessen und Bedürfnisse unserer Kundenunternehmen stehen bei der GeAT AG im Mittelpunkt. Der Wert der GeATPersonaldienstleistungen übersteigt in allen Bereichen den Preis, den unsere Kundenunternehmen dafür zahlen“, berichtet Meyer weiter über die Zeitarbeits-Tarifbranche. Gleichzeitig fordern der mitgliederstärkste Arbeitgeberverband iGZ e.V. und die DGB-Gewerkschaften die Politik auf, den Mindestlohn für die Zeitarbeitsbranche zu realisieren.

Kontakt

GeAT AG Vorstand Juri-Gagarin-Ring 152 D-99084 Erfurt Tel.: +49 (0) 361 - 558 460 Fax: +49 (0) 361 - 558 4610 E-Mail: vorstand-erfurt@geat.de Internet: www.geat.de


MASCHINENBAU

Neues Textilzentrum entsteht in Zeulenroda Gera (ul) Ein neues Textilzentrum entsteht in der Bauerfeind Produktion GmbH & Co. KG in Zeulenroda. Mit Investitionen von 3,5 Millionen Euro – zehn Prozent kommen als Fördermittel vom Land – will das Unternehmen am Standort in Ostthüringen sieben neue Arbeitsplätze schaffen. Ziel ist es, die seit Jahrzehnten gewachsenen Erfahrungen in den Bereichen Rund- und Flachstrick sowie Metallbearbeitung auf Basis zukunftsorientierter Technologien weiter auszubauen. Mit 321 Beschäftigten und 17 Lehrlingen ist Bauerfeind einer der wichtigsten Arbeitgeber in Ostthüringen. Sie stellen medizinische Hilfsmittel – Kompressionsstrümpfe, Bandagen und prothetische Passteile – her. Damit zählt das

Unternehmen auch zu den offiziellen Ausstattern der deutschen Olympiamannschaften. Mit dem neuen Textilzentrum soll der Weg eines Produkts von der Entwicklung bis zur Produktionsreife deutlich verkürzt werden. Das Familienunternehmen Bauerfeind geht auf die Gründung einer Spezialfirma für die Herstellung von medizinischen Kompressionsstrümpfen im Jahr 1929 zurück. Heute zählt die weltweit agierende Bauerfeind AG mehr als 1.800 Mitarbeiter an drei Produktionsstandorten in Deutschland sowie in zwölf Tochtergesellschaften in Europa und den USA.

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www.bauerfeind.com

Mit Investitionen weltweit konkurrenzfähig Gera (ul) Die Electronicon Kondensatoren GmbH Gera baut aus. Mit rund 2,55 Millionen Euro, davon gut ein Zehntel Fördermittel des Landes, will das Unternehmen die Bereiche Vorfertigung, Wickelei und Produktprüfung ausbauen und damit die Produktivität erhöhen. Die Mittel fließen vor allen in neue Maschinen und Anlagen, mit denen die Kapazität erweitert werden soll. Parallel entstehen fünf zusätzliche Ausbildungsplätze. Derzeit werden 335 Mitarbeiter – doppelt so viele wie bei der Gründung 1992 – und 15 Lehrlinge beschäftigt. Electronicon Gera entwickelt und produziert Wechsel- und Gleichspannungskondensatoren für Haushaltsgeräte, Leuchten, Motoren, Hochgeschwindigkeitszüge sowie Anzeige

für Anwendungen in der alternativen Energiegewinnung und gehört zu den europäischen Marktführern. Etwa 70 Prozent der Erzeugnisse werden weltweit exportiert; in die EU, nach Australien, China, Indien, Russland und in die USA. Electronicon Gera entstand im Herbst 1992 durch Ausgründung aus dem ehemaligen ostdeutschen Elektrokonzern RFT/VEB Elektronik Gera mit zuletzt rund 7.000 Beschäftigten. Seit Gründung wurde der Umsatz um das Dreieinhalbfache auf aktuell 35,5 Millionen Euro gesteigert und ist damit mehr als ein Viertel des Vorjahres.

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www.electronicon.de

Richtfest mit Erfolgsaussichten Hörselberg (bo) Nach vier Monaten Bauzeit steht nun mit knapp 6.000 Quadratmetern die zweite Produktionshalle der Firma Emitec in Hörselberg. Die Fertigung von Oxidationskatalysatoren und DieselPartikelfiltern für PKW und Nutzfahrzeuge wird wie geplant anlaufen. Mit 25 neuen Arbeitsplätzen steigt die Belegschaft auf 170 Beschäftigte. In den Ausbau wurden 10 Millionen Euro investiert.

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www.emitec.de

Mehr Platz für Vakuum Jena (bo) Die Firma VACOM nahm Anfang September eine neue Produktionshalle in Betrieb. VACOM entwickelt und produziert Vakuumkomponenten und Vakuummesstechnik. Das vor 15 Jahren von Dr. Ute Bergner in Jena gegründete Unternehmen gehört mit 60 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern von Vakuumtechnik in Europa. Das neue Produktionsgebäude hat eine Grundfläche von 573 Quadratmetern. Die Investition beträgt zwei Millionen Euro.

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www.vacom.de

Seit 15 Jahren Spezialist in Blech UTR Umformtechnik Ronneburg GmbH nimmt Firmenneubau mit neuer Laserstrecke in Betrieb

Eine neue Produktionshalle für neue Technik zu bauen, avisierte Reinhard Schröter Mitte November 2006. Inzwischen ist aus der Ankündigung des Geschäftsführers der UTR Umformtechnik GmbH Ronneburg Realität geworden. Eine Millionen Euro investierte das Unternehmen in das neue Gebäude – eine andere große Produktionshalle samt Sozialtrakt war erst 2005 in Betrieb genommen worden – und natürlich in neue Technik. Rechtzeitig zum 15-jährigen Firmenjubiläum konnte das neue Objekt eingeweiht werden. Anlass genug, beides Ende September mit Mitarbeitern und Partnern zu feiern. Schließlich mauserte sich der mittelständische Betrieb seit seiner Gründung zum Thüringer Spezialisten für das Umformen großer Teile und hat auch über die Region hinaus einen guten Ruf. UTR startete 1992 am heutigen Standort, stellte noch im gleichen Jahr eine 630-Tonnen-Presse auf. Diese enorme Kraft überbietet inzwischen eine Maschine, die mit der

Herr Scholtysek, Herr Lutz Schröter, Herr Reinhard Schröter (GF) und Herr Hofmann (v.l.) bei der Einweihung der neuen Produktionshalle am 29.09.2007. Power von 800 Tonnen arbeitet und das Unternehmen in die Lage versetzt, große Teile bis zu einer Blechstärke von 12 Millimetern umzuformen. Überhaupt verfügt UTR über einen hochmodernen Maschinenpark mit hydraulischen ExzenterPressen, innovativen Schweißroboteranlagen und Widerstandsschweißtechnik. Die neue Halle beherbergt zudem eine Laserschneidmaschine und eine CNCGesenkbiegepresse. Dadurch erwei-

tert sich das bisherige Hauptgeschäftsfeld von UTR, das Umformen, um die entsprechenden Aktivitäten. „Unser Unternehmen ist seit langem anerkannter Kooperationspartner und Zulieferer für verschiedene Industriezweige und kann die speziellen Wünsche der Kunden flexibel, zuverlässig und in hoher Qualität erfüllen“, betont der Geschäftsführer. Das Spektrum umfasst dabei die Verarbeitung von Stahl und

Edelstahl ebenso wie von Aluminium, Kupfer und Messing, reicht bei der Blechstärke von 0,5 bis 12 Millimeter und bei der Bandbreite bis zu 630 Millimeter. Die erfolgreiche Entwicklung des Ronneburger Unternehmens lässt sich auch an der Zahl der Mitarbeiter festmachen. Aus den fünf Beschäftigten beim Start waren 2005 schon 22 geworden und mit der Inbetriebnahme des Neubaus kamen weitere acht hinzu. Darunter auch ein Lehrling, denn seit 1995 bildet UTR auch aus und bietet zudem Maschinenbau-Studenten von Fachhochschulen die Chance, Erfahrungen in der Praxis zu sammeln. (ul) Kontakt Umformtechnik Ronneburg GmbH Press-, Zieh- und Stanzprodukte Laser- und Abkantteile Brunnenstraße 11 D-07580 Ronneburg Tel.: +49 (0) 36602 - 500 890 Fax: +49 (0) 36602 - 500 8941 E-Mail: info@utr-umformtechnik.de Internet: www.utr-umformtechnik.de

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Foto: Sylvia Kreyßel, Erfurt

VERBÄNDE

Thüringer Unternehmer des Jahres geehrt

Foto: Sylvia Kreyßel, Erfurt

Im Rahmen einer „Italienischen Ballnacht“ würdigte der Bundesverband mittelständische Wirtschaft BVMW Thüringen Dr. Wolfgang Maruschky und Peter Glinicke für deren Engagement in Wirtschaft und Gesellschaft.

Foto: Sylvia Kreyßel, Erfurt

Im Rampenlicht: Günter Richter (BVMW Thüringen), Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus, Unternehmer des Jahres Dr. Wolfgang Maruschky, Mario Ohoven (BVMW-Präsident), Peter Glinicke und Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (von links)

„Bella Italia“ auch auf dem Teller: Fantasievolle Kreationen für den Gaumen schufen der mehrfach preisgekrönte Meisterkoch Claus Alboth und sein Team vom Kaisersaal Erfurt.

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WIRTSCHAFTSSPIEGEL THÜRINGEN OKTOBER 2007

Erfurt (sk) Mit der Wahl des Thüringer Unternehmers 2007 und der Vergabe eines Ehrenpreises fürs Lebenswerk fand die positive Stimmung in der Wirtschaft des Landes im Oktober ihren gesellschaftlichen Höhepunkt. Zur nunmehr 14. Auflage des Thüringer Wirtschaftsballs im Erfurter Kaisersaal wurden im Kreise von etwa 480 Gästen zwei Unternehmerpersönlichkeiten für ihr herausragendes Engagement als Leistungsträger in Wirtschaft und Gesellschaft geehrt. Aus 22 regionalen Preisträgern kürte eine zentrale Jury diesmal ein Unternehmen an der Schnittstelle zwischen Forschung und Entwicklung sowie praktischer Umsetzung zum Gewinner. Dr. Wolfgang Maruschky, Geschäftsführer und Gesellschafter der Kundengießerei Silbitz Guss GmbH im Saale-HolzlandKreis, fand zunächst kaum Worte. Doch dann nutzte der 64-Jährige die Gelegenheit und schwang sich zum Fürsprecher der nachfolgenden Generationen auf. Die jungen Menschen im Land halten, ausbilden und einstellen – so seine eindringliche Forderung. „Bei mir gibt es seit kurzem Arbeitsverträge mit einer Laufzeit von fünf Jahren. So gehe ich sicher, dass sie hier bleiben“, nannte er ein Beispiel aus dem eigenen Unternehmen.

Mit hoch gereckten Siegerfäusten bahnte sich anschließend Peter Glinicke (Bild links) seinen Weg durch die Reihen ins Rampenlicht. Der 74-jährige geschäftsführende Gesellschafter der Glinicke Automobilhandelsgruppe Kassel mit Autohäusern in Erfurt, Bad Langensalza und Weimar geht als erster Ehrenpreisträger fürs Lebenswerk in die Geschichte des BVMW-Landesverbundes Hessen-Thüringen ein. Veranstalter des 14. Wirtschaftsballs war der Bundesverband mittelständische Wirtschaft, BVMW. Der Landesgeschäftsführer Thüringens, Günter Richter, hatte den Abend unter das Motto „Bella Italia – eine italienische Nacht“ gestellt. Entsprechend temperamentvoll wurde bis in die Morgenstunden gefeiert. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus mit Gattin Katharina, der Präsident des BVMW und Präsident des europäischen Mittelstands, Mario Ohoven mit Ehefrau Ute-Henriette, Thüringer Minister und Landtagsabgeordnete, Bürgermeister und Landräte drehten ihre Runden Seite an Seite mit Unternehmern übers Parkett, kamen miteinander ins Gespräch oder spendeten Showacts von Schlagerstar Pippo Azzurro und dem MDR Fernsehballett begeistert Beifall.

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www.thueringen.bvmwonline.de


VERBÄNDE

Konjunktur auch nach 2020 Schon heute rüstet sich Mitteldeutschland auf die Zeit nach dem Auslaufen der europäischen Fördermittel Merseburg (su) Wirtschaftsexperten und Vertreter der Politik aus Mitteldeutschland diskutierten zum 1. Wirtschaftstag Mitteldeutschland in Merseburg (Sachsen-Anhalt) über die Chancen und den weiteren wirtschaftlichen Aufschwung der Region. Neben Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus reiste auch sein sachsen-anhaltischer Kollege Wolfgang Böhmer in die Domstadt an der Saale. Vorrangig wurde in den Gesprächen das Auslaufen der Fördermittel in den kommenden Jahren behandelt. Trotz teils hoher Produktivität in einigen Branchen sei die hohe Arbeitslosigkeit ein Problem, dass sich vor

allem im Bruttoinlandsprodukt widerspiegelt, das nur bei etwas mehr als 60 Prozent von dem der alten Länder liege. So stand der Unternehmertag in Merseburg unter dem Motto „Mitteldeutschland 2020 – Zukunft und Wohlstand in der Mitte Deutschlands“. Althaus brachte auf der vom Wirtschaftsrat der CDU veranstalteten Tagung ins Gespräch, dass mit finanzieller Unterstützung allein kein Aufschwung von Dauer erreicht werden kann. Vielmehr müsse nach seiner Meinung offensiv in Bildung investiert werden. Bildung, aber auch Forschung und Entwicklung können dazu führen, dass innovative Industrien wie die Solarbranche in Thüringen und Sachsen-

Anhalt oder die Mikroelektronik in Sachsen neben den bestehenden Industriezweigen zu einem bedeutenden Wachstumsmotor werden. Ulrich Blum vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) brachte den Satz vom „überholen ohne einzuholen“ in die Runde und meinte damit, dass bereits heute in künftig wachstumsstarke Technologien investiert werden muss, um sich beispielsweise mit starken Regionen wie Baden-Württemberg messen zu können. Einhellig waren die rund 400 Gäste der Meinung, dass Mitteldeutschland allen Grund hat, optimistisch in die Zukunft zu sehen.

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www.wirtschaftsrat.de

Kein Aufschwung ohne Bildung Weimar (su) „Ohne gute Bildung und Ausbildung haben wir keine Zukunft“ ruft der Präsident des Verbandes der Wirtschaft Thüringens, Walter Botschatzki, den Gästen des 10. Unternehmertages in Weimar entgegen. Dem sollte das Motto „Mehr Bildung – mehr Ausbildung – mehr Chancen für die Wirtschaft“ auch Thüringen als Denkfabrik gerecht werden. Gute Ansätze, die Qualität der Bildung zu steigern gibt es im Freistaat bereits. Aber gravierende Defizite bei den Schulabgängern sind dennoch unübersehbar. In einer Industrie, die im weltweiten Wettbewerb bestehen will, müssen Fachkräfte im Umgang mit Maschinen und Computern auf eine solide Basis an Grundwissen zurückgreifen können. Dass hohe Leistungsbereitschaft und gute Kenntnisse von klein auf anerzogen und vermittelt werden müssten, sei eine uralte Weisheit, nur leider nicht immer berücksichtigt worden, gibt Botschatzki zu bedenken. Die Arbeitgeber stellen sich ihrer Verantwortung in der Bildung und sind nach Aussage von Botschatzki bereit, die Kindergärten ebenso zu unterstützen, wie auch in den Schulen stärker präsent zu sein.

So gibt es das Angebot an Schüler, Betriebspraktika zu machen, der Girls Day wird immer besser genutzt, auch den Lehrern bietet man an, sich in den Unternehmen umzusehen, damit alte Klischees über die Industriebetriebe endlich verschwinden. „Wir haben eine Welt, in der die Technik immer stärker unseren Alltag prägt, damit brauchen wir auch mehr junge Menschen, die mit dieser Technik umgehen und sie weiterentwickeln können. Die Initiative Think.Ing. ist ein Anfang, aber wir brauchen noch mehr Interessenten für die technischen Fächer“, so Botschatzki. Der Präsident des Verbandes der Wirtschaft Thüringens betonte in Weimar sehr deutlich, dass es in einer globalisierten Welt mit hartem Wettbewerb und damit hohen Anforderungen an das Wissen und Können der Mitarbeiter in den Unternehmen, aber auch kulturvollem Umgang mit- und untereinander keinerlei Alternativen zu einer qualitätsvollen Bildung und Ausbildung gäbe.“Wir können auch nicht immer nur von anderen fordern, wir müssen selbst im Rahmen unserer Möglichkeiten aktiv werden.“

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www.vwt.de

Kommunikation mit Nachbarn Leipzig (su) Nachdem in den beiden zurückliegenden Jahren der sächsische Unternehmertag, ausgerichtet vom Bundesverband mittelständischer Wirtschaft Sachsen (BVMW), ein voller Erfolg war, weiteten die Veranstalter die Unternehmerschau in diesem Jahr deutlich aus. Im CCL der Leipziger Messe trafen sich Verbände, Vereine, Unternehmen und Kommunen aus Mitteldeutschland. Mehr als 1.500 Teilnehmer aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Hessen nutzen den Unternehmertag, um sich zu informieren. „Ich bin überzeugt, dass diese gemeinsame Mittelstandsveranstaltung der Superlative einen wichtigen Beitrag zur Bildung überregionaler Kooperationen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit leistet.“ meint Günther Richter, Landesgeschäftsführer des BVMW Hessen-Thüringen. Da Leipzig in der Mitte dieser Region liegt, wurde die Messestadt dem bisherigen Veranstaltungsort Chemnitz vorgezogen. An den im gesamten Foyer des CCL aufgebauten Präsentationsständen stellten sich Unternehmer der Region bei ihren Kollegen aus der Nachbarschaft vor. Aus Thüringen präsentierten sich unter anderem die Analytik Jena, die Bauerfeind AG, die Bürgschaftsbank Thüringen sowie der Landkreis Greiz und der TÜV Thüringen. Neben Dieter Althaus übernahmen die beiden anderen Ministerpräsidenten Mitteldeutschlands Wolfgang Böhmer aus Sachsen-Anhalt und Georg Milbradt aus Sachsen die Schirmherrschaft.

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www.unternehmertag-2007.de

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Tagung der Fachjury des Innovationspreises Thüringen 2007 in Altenstein, Bad Liebenstein.

Mit Unterstützung des TÜV Thüringen innovativ sein Innovationen sind der Motor der Wirtschaft und der wirtschaftlichen Entwicklung von Ländern und Regionen. Sie sichern in Thüringen nicht nur die Zukunft der Unternehmen, sondern auch die Zukunft des Wirtschaftsstandortes. Nur durch innovative Produkte und Leistungen gelingt es, die Kunden auf den globalisierten Märkten zu halten und neue zu gewinnen. Dass das wirklich so funktioniert, entspricht den Erfahrungen des TÜV Thüringen. Wir erbringen innovative Dienstleistungen für unsere Kunden, nicht nur flächendeckend in Thüringen, sondern darüber hinaus in ganz Deutschland und in zahlreichen Ländern der Welt. Mit verschiedenen innovativen Verfahren und Projekten unterstützen wir unsere Kunden effektiv bei der Produktentwicklung, der Qualitätssicherung oder bei der Sicherstellung der Produktionsumgebung. Engagierte Förderung und Unterstützung bei Innovationen Die Unterstützung innovativer Entwicklungen ist auch eines der wichtigsten Vorhaben der Wirtschaftsförderung in Thüringen. Dafür wurde im Frühjahr diesen Jahres bereits zum 10. Mal der Innovationspreis Thüringen ausgelobt. Das Preisgeld von 50.000 Euro soll für Projekte Thüringer Unternehmen in den Kategorien „Produkte, Verfahren und Dienstleistungen“, „Design“ sowie „Kooperation“ vergeben werden. Der TÜV Thüringen gehört auch in diesem Jahr neben dem Thüringer 26

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Innovationstag Thüringen 2007 14. November 2007, Messe Erfurt

Innovationsmesse 10.00 Uhr – 17.00 Uhr Innovationsmesse Thüringen 2007 Podium 10.00 Uhr 10.15 Uhr 12.30 Uhr 14.45 Uhr

Eröffnung der Innovationsmesse STIFT-Technologieforum 2007 TÜV Thüringen e.V.-Wirtschaftsforum 2007 10. Thüringer Businessplan-Wettbewerb 2007

Festakt 17.00 Uhr – 19.00 Uhr Festakt zur Preisverleihung, Carl-Zeiss-Saal ab 19.00 Uhr Thüringer Innovationsabend: Ausklang des Tages mit innovativem Buffet und magischer Unterhaltung

Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit sowie der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) zu den Stiftern des „Innovationspreises Thüringen 2007“. Innovationspreis Thüringen 2007 Anliegen des Wettbewerbs um den Innovationspreis Thüringen 2007 ist es, die wirtschaftliche Bedeutung von Innovationen, Design und Kooperationen herauszustellen und hervorragende Leistungen bei der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren zu würdigen. Gleichzeitig sollen durch den Preis die Unternehmen motiviert werden, diese Wettbewerbsfaktoren noch stärker in ihre Firmenphilosophie einzubeziehen und strategisch anzuwenden.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihr Unternehmen in der erfahrungsgemäß eindrucksvollen Leistungsschau zur Innovationsmesse am 14. November 2007 zu präsentieren und interessierte und potenzielle Geschäftspartner auf Ihr Unternehmen und die Innovationen Ihres Hauses aufmerksam zu machen. Anmeldungen für die Messe sind kurzfristig noch möglich und können per E-Mail an die Adresse: innovationstag@carl-haueis.de eingereicht werden. Der TÜV Thüringen als innovatives Unternehmen wird sich zur Innovationsmesse in Erfurt nicht nur als Stifter präsentieren, sondern auch seine neuen und innovativen Leistungen vorstellen. Unsere Erfahrungen und unser Know-how haben

Eingang in verschiedene neue Produkte und Leistungen Thüringer Unternehmen gefunden. Möglich wurde das insbesondere durch die aktive Arbeit in Netzwerken der gewerblichen Wirtschaft sowie in zahlreichen projektbezogenen Kooperationen. Dadurch kennen die Experten des TÜV Thüringen sehr genau die Wünsche und Anforderungen ihrer Kunden. Effektive Wirtschaftsförderung Das Engagement für den Innovationstag und die Würdigung herausragender Innovationen in Thüringen ist für den TÜV Thüringen der Jahreshöhepunkt. Dabei fungiert der TÜV Thüringen nicht nur als Preisstifter, sondern auch als Organisator und Gestalter des Wettbewerbs. Nicht zuletzt ist diese Form der Kooperation zwischen Privatunternehmen, dem Staat und öffentlichen Institutionen ein hervorragendes Beispiel für eine effektive Wirtschaftsförderung.

Kontakt

TÜV Thüringen e.V. Melchendorfer Str. 64 D-99096 Erfurt Tel.: +49 (0) 361 - 42830 Fax: +49 (0) 361 - 4283242 E-Mail: info@tuev-thueringen.de Internet: www.tuev-thueringen.de


Foto: Messe Erfurt AG

Willkommen im Messeland Thüringen Deutschlands Messewirtschaft rangiert an der Spitzenposition und mittlerweile auf Weltniveau. Thüringens Unternehmer sind weltweit auf allen wichtigen Branchenmessen zahlreich vertreten. Die Messelandschaft im Freistaat ist vielfältig und bietet stets das Richtige für Interessen aller Couleur. Ob kleinere Veranstaltungen oder große Messen bis hin zum Open-Air-Event, der Freistaat ist gut aufgestellt. Zu Recht und Stolz heißen Hotels, Messen, Politiker und Veranstalter aus ganz Thüringen ihre Besucher: Herzlich Willkommen im Messeland Thüringen!

Förderinstrumente nutzen Um gerade junge sowie klein- und mittelständische Unternehmen bei der Teilnahme an Messen zu unter-

Der unter dem Dach des Thüringer Handwerkstages gebildete Messebeirat und das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit haben sich darüber hinaus darauf verständigt, Messebeteiligun-

gen von Handwerksunternehmen zu fördern, um diese bei der Erschließung neuer Absatzkanäle im In- und Ausland zu unterstützen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt im Jahr 2008 auf 14 Auslandsmessen deutsche Aussteller im Rahmen der „Exportinitiative Erneuerbare Energien“. Für Gemeinschaftsstände auf diesen Messen stehen für diesen Zweck voraussichtlich 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Seit Juni 2007 können junge innovative Unternehmen beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie einen Förderantrag zur Teilnahme an ausgewählten internationalen Messen in Deutschland stellen. Ziel ist dabei den Export neuer Produkte, Innovationen und Verfahren zu stärken. (as)

Grafik: AUMA Bilanz der Messewirtschaft 2006

Angesichts dieser Untersuchungen wird die Bedeutung der Messewirtschaft in Deutschland und ihre unmittelbaren Effekte auf ganze Wirtschafts-Regionen deutlich. Dies gilt nicht nur für die „Großen“ sondern auch für kleinere Standorte mit regionaler und überregionaler Bedeutung.

stützen, werden jährlich neue Förderprogramme von Bund und Ländern aufgelegt. Gefördert werden unter anderem über das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit einzelbetriebliche Beteiligungen an internationalen Fachmessen in Deutschland. Außerdem sind gemeinschaftliche Beteiligungen in Form von Firmen-Gemeinschaftsausstellungen, Informationsoder Katalog-Ausstellungen an internationalen oder nationalen Messen förderungswürdig.

Grafik: AUMA Bilanz der Messewirtschaft 2006

Dazu kommt ein dichtes Netz regionaler Fach- und Verbraucherausstellungen. Allein auf den Veranstaltungen, die von Unternehmen aus dem Mitgliederkreis des AUMA organisiert werden, treffen sich jährlich

über 50.000 Aussteller und sieben bis acht Millionen Besucher. Von den rund 56.000 ausstellenden Unternehmen im B2B-Sektor sind es vor allem die mittelständischen Unternehmen, die Präsenz zeigen.

Grafik: AUMA Bilanz der Messewirtschaft 2006

Untersuchungen des Ausstellungsund Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (AUMA) belegen es. Der Messeplatz Deutschland ist weltweit die Nummer Eins in der Durchführung internationaler Messen. Von den global führenden Messen der einzelnen Branchen finden etwa zwei Drittel in Deutschland statt. Jährlich werden rund 150 internationale Messen und Ausstellungen mit über 160.000 Ausstellern und rund zehn Millionen Besuchern durchgeführt.

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MESSEN & VERANSTALTUNGEN

Messeoffensive in Frankfurt

Horst Köhler Bundespräsident „Der Wirtschaftsaufschwung bietet die Chance, die Position Deutschlands im internationalen Wettbewerb um Arbeitsplätze und hohe Wertschöpfung dauerhaft zu stärken“, erklärte Bundespräsident Horst Köhler Anfang Mai 2007 in Berlin zum einhundertjährigen Bestehen des AUMA_Ausstellungsund Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. Es sei wichtig, für Schutz vor Produktfälschern zu sorgen, die die Präsentationen der Konkurrenz nur nutzten, um deren Ideen abzukupfern und später als Kopien selbst anzubieten. An die Messegesellschaften richtete Köhler die Bitte, in Schulen und Hochschulen, aber auch auf Veranstaltungen der Politik und Gesellschaft mehr über Bedeutung und Erfolge der Messewirtschaft zu berichten. Der Vorsitzende des AUMA, Thomas H. Hagen, betonte im Gegenzug, dass Messen trotz der starken Verbreitung des Internet stabile und führende Position in der Business-to-Business-Kommunikation deutscher Unternehmen einnehmen. Sie vermittelten Emotionen und sprächen alle Sinne an. Aussteller und Besucher sollten einen weiterhin kritischen Blick dafür behalten, wer auf Dauer die beste Leistung bietet, ob im Vergleich der Messen untereinander oder im Wettbewerb mit anderen Kanälen der Kundenansprache. „Heute zählen oft der schnelle Erfolg und der schnelle Preisvorteil. Ob man damit immer perspektivisch gut fährt, wage ich zu bezweifeln.“ so Hagen weiter. An das Bundeswirtschaftsministerium appellierte Hagen, die Messewirtschaft weiter frei von gesetzlichen Regelungen zu halten. Denn diese Handlungsfreiheit habe zum Erfolg beigetragen. (bo)

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www.auma.de

Frankfurt (su) Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz wird nicht müde, den erstarkenden Fahrzeugbau im Freistaat zu loben. In den 450 Unternehmen arbeiten mehr als 44.000 Menschen, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro erwirtschafteten. „Der Fahrzeugbau ist der umsatzstärkste Wirtschaftszweig in Thüringen. Der Freistaat zählt heute zu den modernsten und produktivsten Automobil- und Zulieferzentren der europäischen Wirtschaft“, betonte Reinholz. Rund eine Millionen Besucher zählte die 62. Internationale Automobilausstellung IAA in Frankfurt am Main. Tagesbesucher und Fachpublikum informierten sich dort neben den zahlreichen neuen Fahrzeugmodellen der Hersteller auch über die Rolle Thüringens. Aus dem ganzen Freistaat präsentierten sich mehrere Firmen. „Die Thüringer Unternehmen sind auf den Märkten präsent, sie sind Teil eines globalen Netzwerkes, und das birgt für die Thüringer Industrie großartige Entwicklungschancen.“ meinte der über die Erfolge sichtlich erfreute Ministerpräsident. Auch auf dem Gemeinschaftsstand des Automotive Cluster Ostdeutschland ACOD, auf dem neben SachsenAnhalt, Sachsen, Berlin/Brandenburg / Mecklenburg-Vorpommern auch Thüringen vertreten war, zeigten sich Thüringer Unternehmen im Verbund von den rund 350 weiteren aus ganz Ostdeutschland. Hierher zog es auch die meisten Besucher,

die im offiziellen Auftrag nach Frankfurt reisten. Neben Wirtschaftsminister Reinholz und Ministerpräsident Althaus informierten sich auch Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) Matthias Wissmann über den wirtschaftlichen Aufschwung der ostdeutschen Automobilbranche und deren Engagement beim Klimaschutz. „Die deutsche Automobilindustrie – Hersteller wie Zulieferer – ist in der umweltpolitischen Offensive. Sie hat mit harten Fakten, klaren Konzepten und Terminangaben zur Einführung neuer Produkte selbst hartnäckige Kritiker überzeugt. Dies ist die Leistung unserer Unternehmen, für die Klimaschutz heute eindeutig Chefsache ist“, betonte Wissmann. Sein Vorgänger, Prof. Bernd Gottschalk, ebenfalls

Besucher des ACOD-Standes, erläuterte, er beobachte seit dem VDA-Tag in Thüringen mit besonderem Interesse die Entwicklung im Freistaat und sei über den repräsentativen und modernen Messestand überrascht. Der Vorstand des „automotive thüringen e.V.“, Dr. Militzer, mit MITEC Automotive AG selbst Aussteller, erklärte die Thüringer Branche zum „Erfolgsmodell“ und zeigte sich über den Messeverlauf zufrieden. Ministerpräsident Althaus sagte im Rahmen der Messe zu, in den nächsten beiden Jahren den „automotive thüringen e.V.“ mit weiteren finanziellen Mitteln zu unterstützen. Somit hat die Branche in Thüringen bis zur nächsten IAA 2009 die Möglichkeit, die Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben.

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www.iaa.de

Thüringen und Mitteldeutschland auf der IAA 2007 ACC Automotive Competence Center GmbH u.a. mit den Firmen: Lantzsch VVWBC GmbH Hörselberg, Umwelt Sensortechnik GmbH Geschwenda; Ifert Plastics Technologies GmbH Schweina ACOD Automobilcluster Ostdeutschland e.V. mit automotive thüringen e.V. und Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mit den Firmen: Fräger Gruppe Immenhausen, Grafe Gruppe Blankenhain, Hasenthaler Kunststoffverarbeitung GmbH, Mitec Automotive AG Eisenach, Samag Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH, TWB Fahrzeugtechnik GmbH & Co. KG Artern Aalflex Gotha GmbH BMW AG Adam Opel GmbH A.K.Tec GmbH Hörselberg Robert Bosch GmbH Bertrandt Technikum AG Altenburg Borbet-Group Bad Langensalza FER GmbH Eisenach-Stockhausen Emitec GmbH Wenigenlupnitz ZF GmbH Gotha GAT-Euroschall GmbH Großenlupnitz Hirschvogel GmbH Marksuhl Inergy GmbH Eisenach-Stockhausen Mann+Hummel GmbH Sonneberg Paragon AG Suhl Siemens AG Erfurt Plastic Omnium GmbH Eisenach-Stockhausen GPM Geräte- und Pumpenbau GmbH Merbelsrod

Foto: ACOD

Foto: AUMA

Thüringens Unternehmen nutzten eine der weltgrößten Messen und warben für ihre Wachstumsbranche


Foto: Philips/Bernd Weingart

Kommunikative Kleidung

Dass in der vergleichsweise kleinen Werkstatt der 32-jährigen Unternehmerin höchst innovative Textilien kreiert werden, hat sich inzwischen herumgesprochen. Der jüngste Auftrag stammt von Philips: textile interfaces entwickelte eine Jacke, in die ein textiler Monitor auf LED-Basis integriert ist. Die Technologie selbst stammt vom Auftraggeber. Für De-

sign, Integration und Produktionsvorbereitung zeichnet Baum verantwortlich. „Das ist eine tolle Referenz für uns, die wir natürlich gern auf Messen wie zuletzt der IFA in Berlin präsentieren“, erklärt die Unternehmerin in Bezug auf das Projekt „Lumalive“. In der Tat sorgten die kommunikativen Kleidungsstücke in der Bundeshauptstadt für gehöriges Aufsehen. Und so wird Philips nach derzeitigem Stand zu Beginn des kommenden Jahres mit der Vermarktung der exklusiven Eventbekleidung beginnen. Dass Highlight-Outfits von textile interfaces für Gesprächsstoff sorgen, wissen zunehmend auch Thüringer Mittelständler - beispielsweise aus Ilmenau - zu nutzen. Ein Umstand, dem Alexandra Baum einen hohen Stellenwert zuschreibt. „Wer sein Standpersonal schick kleidet, zieht Blicke auf sich. Gerade auf Messen und Events ist es ratsam, sich vom Einheitsgrau abzuheben. Klamotte von der Stange oder innovative, individuelle Kleidung aus der Heimat. Es gibt eine Wahl.“ (sk)

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Die Messetermine vom 13.10.2007 bis 05.09.2008 Anuga* Taipei International Hardware & DIY Show*, Taipei, Taiwan China International Hardware Show* Powered by PRACTICAL WORLD Shanghai, China FSB* aquanale* COLOGNE FINE ART EXPONATEC COLOGNE SOLARIA* Imaging Expo Singapore**, Singapur CARBON FORUM ASIA*, Singapur Wine & Gourmet Asia 2007* Macau, China Sweets Middle East 2007*, Dubai, VAE Annapoorna – World of Food India* Mumbai, Indien International Foodservice India* Mumbai, Indien IMB-Forum* Reisemesse Köln International – RKI ISFE*, Peking, China imm cologne** ISM* spoga horse* domotechnica* CARBON FORUM AMERICA* San Francisco, USA ecclesia INTERNATIONALE EISENWARENMESSE*/PRACTICAL WORLD interzum guangzhou* Guangzhou, China Kölner FoodTec Tage* IDEM Singapore*, Singapur ART COLOGNE CARBON EXPO* interzum moscow/Interkomplekt* Moskau, Russland Thaifex – World of Food Asia** Bangkok, Thailand InterKarneval Imaging Expo / Interphoto Shanghai*, Shanghai, China spoga+gafa* International FoodTec China* Shanghai, China Sweets China*, Shanghai, China World of Food China* Shanghai, China

www.textile-interfaces.com

13.10. – 17.10.2007 18.10. – 20.10.2007

23.10. – 25.10.2007 31.10. – 02.11.2007 31.10. – 03.11.2007 31.10. – 04.11.2007 31.10. – 03.11.2007 01.11. – 03.11.2007 02.11. – 04.11.2007 06.11. – 07.11.2007 07.11. – 09.11.2007 18.11. – 20.11.2007 19.11. – 21.11.2007 19.11. – 21.11.2007 21.11. – 22.11.2007 30.11. – 02.12.2007 05.12. – 07.12.2007 14.01. – 20.01.2008 27.01. – 30.01.2008 09.02. – 11.02.2008 18.02. – 21.02.2008 26.02. – 27.02.2008 28.02. – 01.03.2008 09.03. – 12.03.2008 27.03. – 30.03.2008 02.04. – 03.04.2008 04.04. – 06.04.2008 16.04. – 20.04.2008 07.05. – 09.05.2008 13.05. – 17.05.2008 21.05. – 25.05.2008 13.06. – 15.06.2008 03.07. – 06.07.2008 31.08. – 02.09.2008 03.09. – 05.09.2008 03.09. – 05.09.2008 03.09. – 05.09.2008

* Zutritt nur für Fachbesucher Stand: 28.09.2007 ** Zutritt nur für Fachbesucher mit Publikumstagen Samstag und Sonntag Petra Ritter Weidenweg 60 10247 Berlin Tel.: +49 30 54 98 43 40 Fax: +49 30 54 98 43 38 koelnmesse.PR@firstweb.de

Grafik: AUMA

Was wäre die weltgrößte Mobilitätsmesse IAA ohne ihre Hostessen! Schöne Frauen und eine noble Karosse – da schlagen die Herzen der Zielgruppe höher. Für ein Highlight bei den Outfits in diesem Jahr sorgte eine Unternehmerin aus Gotha. Das Team um Alexandra Baum, Inhaberin von textile interfaces, kleidete Hostessen und Hosts, aber auch Service- und Security-Personal von General Motors Europe GME ein. Zur „International Premiere Night“ des Konzernriesen setzten die Kleidungsstücke aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais und aus recycelten Polymeren Akzente zum Thema Nachhaltigkeit. 400 Kleider, Hosen, Jacken und Shirts hatte GME über eine Agentur in Auftrag gegeben – die aufwändigsten Teile wurden in Gotha gefertigt.

Wir geben Ihrem Geschäft Impulse

www.koelnmesse.de

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MESSEN & VERANSTALTUNGEN

Foto: SELGROS Großhandel

„Spezialitäten aus Deutschland – starke Marken aus vier Bundesländern“ Unter diesem Motto startete Anfang September eine große verkaufsfördernde Aktion in allen 44 Fegro/Selgros-Märkten deutschlandweit. Erstmalig präsentierten sich dabei auch Thüringer Unternehmen der Ernährungswirtschaft mit Unternehmen aus Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern gemeinsam. „Die Thüringer Unternehmen befinden sich dabei in guter Gesellschaft. Bei einer bundesweiten Umfrage der CMA zum Thema Spezialitäten stellte sich heraus, dass Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen den besten Ruf haben, wenn die deutschen Verbraucher nach regionalen Spezialitäten gefragt werden“, betonte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar. (links im Bild). Gemeinesam mit Henrik Walther von der Fegro/Selgros-Niederlassung Erfurt (rechts im Bild), gab in Thüringen Sklenar den Startschuss für die 14tägige Aktion. (bo) ! www.fegro-selgros.de www.thueringen.de/de/tmlnu

Börsentag in Erfurt Bereits zum dritten Mal fand auf der Erfurter Messe der Börsentag Erfurt statt. Die Besucher konnten sich am 29. September in Vorträgen über das ganze Spektrum von Anlagemöglichkeiten informieren. Das Programm reichte von den Feinheiten der ab 2009 wirksam werdenden Abgeltungssteuer über den Umgang mit Zertifikaten bis hin zur richtigen Handhabung des offenen Orderbuchs und zur Entwicklung der passenden Anlagestrategie. Die Börsenjournalistin Katja Dofel vom Nachrichtensender n-tv gab zudem einen Ausblick auf das Börsenjahr 2008. Im Rahmen einer Ausstellung von Banken und Anlageinstituten präsentierten sich auch mit der Analytik Jena AG, der ErSol AG, der Funkwerk AG und der Jenoptik AG auch vier der zwölf Thüringer börsennotierten Unternehmen. (uf)

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www.messe-erfurt.de


MESSE & EVENT

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Messe Erfurt AG erwartet Erfolgsjahr 2008 Die Landwirtschaftsmesse „Grüne Tage Thüringen“ und die Internationale Kochkunstausstellung (IKA) mit der inoga laufen nur alle zwei Jahre beziehungsweise im Vier-JahresRhythmus. Für die Landesmesse beweisen diese etablierten Themen, dass es gelingt, Kunden langfristig zu binden. Auf diese Kunst scheint sich Vorstand Johann Fuchsgruber zu verstehen: „Wir konzentrieren uns auf die Geschäftsfelder Ausstellungen, Kongresse und Events und optimieren unsere Profitabilität weiter.“ Im Fokus steht dabei der Deckungsbeitrag, schließlich ist die Messe Erfurt gleichzeitig Steuerzahler und Wirtschaftsfaktor der Region. Die Umwegrentabilität wird mit einem Faktor 3,7 beziffert. Auch wenn diese Zahl auf Vergleichsrechnungen basiert, verdeutlicht sie die ökonomische Bedeutung einer Messestadt. Sechs Millionen Euro Umsatz sind für 2008 geplant. Aus dem Blickwinkel der Umwegrentabilität betrachtet, werden aus diesem Eigenumsatz der Messe 22 Millionen Euro für die gesamte Region Erfurt. In zehn Jahren entwickelte sich das Messezentrum positiv. Rund 150 Veranstaltungen ziehen pro Jahr etwa eine halbe Million Besucher an. Die 46.670 Quadratmeter Ausstellungsfläche verteilen sich auf zwei Hallen inklusive Freigelände, die

Gerade Jahre sind profitable Messejahre. Dieses Prinzip gilt zumindest für das Messezentrum Erfurt. Allein sieben Eigenveranstaltungen finden 2008 statt, darunter Besuchermagneten, wie die Landwirtschaftsmesse „Grüne Tage Thüringen“ und die Internationale Kochkunstausstellung (IKA) mit der inoga, Fachmesse für Branchen der Gastronomie.

Mehrzweckhalle und das CongressCenter. Hinzu kommen bis Anfang 2008 insgesamt 3.800 Parkplätze. Der zweitgrößte Messestandort der neuen Bundesländer spiegelt auf vielfältige Art die Attraktivität Thüringens wider. „Die Landwirtschaft spielt im Agrarland Thüringen eine starke Wirtschaftsrolle. Dementsprechend erfüllt die Landwirtschaftsmesse in unserem Programm auch wichtige Standortmarketingaufgaben“, behält Johann Fuchsgruber unter anderem das Kundenpotenzial der im Umkreis von 100

Kilometern angrenzenden Bundesländer im Blick. Überregionale bis internationale Aufmerksamkeit lässt sich über Fachmessen, beispielsweise auf dem Gebiet der Rapid-Technologien erreichen. Allein fünf Großkongresse vom Deutschen Archivartag bis zum Deutschen Juristentag mit jeweils bis zu 3.000 Teilnehmern stehen für 2008 auf dem Veranstaltungsplan. „Zunehmend entdecken auch Veranstalter von Tagungen für 200 bis 500 Teilnehmer die Vorzüge unseres

Messetermine 2008 1. Automobilmesse Erfurt 15. – 17. Februar 2008 Reiten-Jagen-Fischen 14. – 16. März 2008 Rapid.Tech 27. – 28. Mai 2008

Internat. Rassehunde-Ausstellung 14. – 15. Juni 2008 Grüne Tage Thüringen 05. – 07. September 2008 Haus + Technik 12. – 14. September 2008

IKA / inoga 19. – 22. Oktober 2008 sport.aktiv 01. – 02. November 2008

Gebäudekomplexes“, freut sich der Messe-Vorstand. Vorteilhaft wirken neben räumlicher Nutzungsflexibilität und zentraler Lage auch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und persönlicher Kundenservice. Das überzeugt auch den Verband der Köche Deutschlands e.V. immer wieder. Zum dritten Mal in Folge lässt der Veranstalter das olympische Feuer der Internationalen Kochkunstausstellung in Erfurt auflodern. Vom 19. bis 22. Oktober 2008 kämpfen rund 1.000 Köchinnen und Köche aus 40 Nationen auf dem Messegelände wieder um Edelmetalle. Dieser weltweit größte Wettbewerb für Profi-Köche serviert den Besuchern Genüsse aus aller Welt und den Hoteliers und Reiseveranstaltern ergiebige Einnahmequellen. Die Vorzeichen für das Erfurter Messejahr 2008 sind mehr als günstig. Erfüllen sich die Umsatzerwartungen, nehmen auch der Bau einer vierten Halle und vielleicht sogar eines Messehotels in naher Zukunft Gestalt an.

Kontakt Messe Erfurt AG Gothaer Straße 34 D-99094 Erfurt Tel.: +49 (0) 361 - 400 0 Fax: +49 (0) 361 - 400 1111 E-Mail: www.messe-erfurt.de Internet: info@messe-erfurt.de

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MESSEN & VERANSTALTUNGEN

Geschäftige Lebensart in der Denkfabrik Thüringen bot auf der EXPO REAL in München Filetstücke für Investoren und den Charme der Gastfreundschaft München (rds) „Solch´ein Gewimmel ...“ hätte vermutlich der alte Goethe angesichts der Bier und Thüringer Würstchen vertilgenden zahllosen Gäste und Aussteller am Stand Thüringens auf der EXPO REAL in München erstaunt ausgerufen. Die größte und teuerste Immobilienmesse der Welt, so behauptet zumindest die Messegesellschaft, war auch in diesem Jahr Portal für Investoren aus aller Welt und natürlich für Anbieter von Gewerbeimmobilien vor allem aus den neuen Bundesländern. Thüringen ließ sich da nicht lumpen und konnte mit der wohl größten Gaststättenfreifläche mitten in der Halle C2 ganz in der Art des gerade in der bajovarischen Landeshauptstadt zu Ende gegangenen Oktoberfestes punkten. Bei soviel Thüringer Lebensart kam aber auch das eigentliche Geschäft nicht zu kurz.

Freistaat optimale Bedingungen. „Das ist die Botschaft, mit der wir in München punkten wollen.“ Aussteller auf dem Gemeinschaftsstand des Freistaats waren das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, die Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft, die Bundesvereinigung der Landes- und Stadtentwicklungsgesellschaften, die Thüringer Aufbaubank sowie verschiedene Thüringer Regionen und Städte: Die ImPuls-Region Erfurt-Weimar-Jena, die Wartburgregion und die Stadt Gera. „Gemeinsam wollen wir zeigen, dass es sich lohnt, in Thüringen zu investieren, zu arbeiten und zu leben“, betonte Reinholz.

Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) ließ es sich nicht nehmen, die Aussteller des Thüringer Gemeinschaftsstands zu besuchen und das offizielle „Thüringen-Event“ zu eröffnen. Und da ein Minister an so einem exponierten Ort gern mit Wohltaten glänzt, stand die Investition am Erfurter Kreuz bei Arnstadt natürlich im Mittelpunkt seiner Ausführungen. Am 2. Mai erfolgte die Grundsteinlegung für das größte und modernste europäische Instandhaltungswerk für Flugzeug-

Foto: Rolf-Dietmar Schmidt

Unter der Dachmarke „Willkommen in der Denkfabrik“ präsentierte sich der Freistaat als attraktiver Wirtschafts- und Investitionsstandort. Das Bundesland war in diesem Jahr bereits zum achten Mal vertreten – in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Wissenschaft.

triebwerke, „N3 Engine Overhaul Services“, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Technik AG und Rolls-Royce. „Thüringen ist ein hervorragender Wirtschaftsstandort und zugleich eine Region mit Charme und hoher Lebensqualität“, sagte Reinholz wohl auch mit Blick auf das rege gastronomische Leben auf der Messe. Für Investitionen und Neuansiedlungen biete der

Das traditionelle Thüringen-Event zu Beginn der Messe ließ sich der Freistaat durchaus einiges kosten. Die lockere Atmosphäre bot eine Plattform für gute Gespräche mit Entscheidern aus dem In- und Ausland. Bei Live-Musik mit der Köstritzer Jazzband und Thüringer Köstlichkeiten stellt sich außerdem Jena als Deutschlands „Stadt der Wissenschaft 2008“ vor. Einen Tag später präsentierte sich die Wartburgregion als Zukunftsstandort für nachwachsende Rohstoffe und deren Nutzung. Die EXPO REAL findet jährlich Anfang Oktober auf dem Gelände der Neuen Messe München statt. Sie ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen, im vergangenen Jahr zählte sie 1.630 Aussteller und mehr als 21.000 Besucher. Diesmal waren es rund 100 Aussteller mehr und sie kamen aus 41 Ländern.

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Nächste EXPOREAL: 6. – 8. Oktober 2008 www.exporeal.de

Unter einem Dach Plovdiv (rds) Die Internationale Messe in Plovdiv, der zweitgrößten Stadt der Republik Bulgarien mit rund 500.000 Einwohnern, ist traditionell eine Industrie- und Gewerbemesse. Ihre Bedeutung seit Jahren erlangte sie vor allem als Drehscheibe zwischen Ost und West. Deutschland ist für Bulgarien schon seit vielen Jahren mit derzeit jährlich 3,6 Milliarden Euro Außenhandelsbilanz der wichtigste Außenhandelspartner. Das Bundesland Sachsen-Anhalt unterhält seit mehr als einem Jahrzehnt enge Kontakte in die Region Plovdiv, hat in der Exzard-Jossiv-Straße eine Begegnungsstätte eingerichtet und kurbelt mit einem eigens dafür zuständigen ehrenamtlichen Wirtschaftsreferenten die geschäftlichen

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WIRTSCHAFTSSPIEGEL THÜRINGEN OKTOBER 2007

Beziehungen zwischen deutschen und bulgarischen Unternehmen an. Da in diesem Jahr eine offizielle Messepartnerschaft mit Deutschland im Mittelpunkt des Ausstellungsgeschehens stand, reiste Prominenz aus dem Bundeswirtschaftsministerium in Gestalt des Parlamenarischen Staatssekretärs, Hartmut Schauerte, des deutschen Botschafters in Bulgarien, Michael Geier, und des Wirtschaftsstaatssekretärs SachsenAnhalt, Thomas Pleye, an. Sie begleiteten eine Delegation von Unternehmern aus Mitteldeutschland, die vor allem aus Sachsen-Anhalt, aber auch aus Sachsen und Thüringen kamen. So entstand in der Halle 11 ein Beispiel für mitteldeutsche Gemeinsamkeit über Landesgrenzen hinweg.

Foto: Rolf-Dietmar Schmidt

Mitteldeutscher Gemeinschaftsstand im bulgarischen Plovdiv

Hoher Besuch am Stand von GINO ESE aus Eisenach: Hier erläutert Verkaufsdirektor Bernd Heß (rechts im Bild) dem deutschen Botschafter in Bulgarien Michael Geier (li.) und dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Hartmut Schauerte (2.v.li.) die Erzeugnisse seines Unternehmens.


MESSEN & VERANSTALTUNGEN

„Auf unser gutes Image kommt es an“ Gegenüber dem Wirtschaftsspiegel Thüringen erläutert Brigitte Schulze, Geschäftsführerin der CCS - Congress Centrum Suhl - Tourismus und Congress GmbH, wie der Messestandort Thüringen durch Servicequalität und Anbietervielfalt deutschlandweit auf großes Interesse stößt. Wirtschaftsspiegel: Die Anforderungen an Messestandorte steigen. Wie hält das Congess-Center-Suhl (CCS) als eher kleines Messe- und Kongresszentrum den Anschluss an den Wettbewerb? Schulze: „Unsere Kunden achten besonders auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Deshalb sind unsere Preisangebote hart kalkuliert. Wir geben faire Preise weiter, ohne dass Service und Qualität leiden. 2005 wurden wir mit dem ‚Q‘, welches für besondere Servicequalität in Thüringen vom Wirtschaftsministerium des Freistaates Thüringen verliehen wird, ausgezeichnet.

nen durchsetzen. Je größer die Vielfalt der qualitativ hochwertigen Messe- und Kongressstandorte in einer Region, desto attraktiver für Veranstalter. Letztendlich profitieren alle vom guten Image. Unser Vorteil gegenüber den ‚Großen‘ ist, dass Dienstleistung ‚gelebt‘ wird. Wir geben unseren Gästen das Gefühl des ‚umsorgt-seins‘, verbunden mit dem Charme überschaubarer Hallenund Raumgrößen. Das kommt an.“ Wirtschaftsspiegel: Konnte das CCS aufgrund der neuen Autobahnanbindung an die A71/A73 bereits konkret profitieren? Schulze: „Auf jeden Fall! Wir konnten unser Einzuggebiet erweitern. Zum Beispiel haben wir seit der Freigabe der A71 mehr Tagungs- und Kongressanfragen aus dem Freistaat Bayern.“

Brigitte Schulze Geschäftsführerin Congress Centrum Suhl (CCS) Tourismus und Congress GmbH

Wirtschaftsspiegel: Wie bestehen Sie gegenüber den „Großen“, zum Beispiel der Messe Erfurt? Gibt es überhaupt eine Konkurrenzsituation? Schulze: „Natürlich bestehen Konkurrenzsituationen. Ich sehe das aber durchaus positiv. Letztendlich muss sich Thüringen als Messe- und Tagungsstandort auch gegenüber anderen Regio-

Wirtschaftsspiegel: Welche Auswirkungen hat die kürzlich bekannt gewordene Haushaltsmisere der Stadt Suhl auf die Situation des CCS? Schulze: „Wir sind als 100-prozentige Tochter der Stadt Suhl natürlich stets und ständig aufgefordert, unter strengen wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu handeln. Dies ist also grundsätzlich oberstes Gebot unserer Geschäftstätigkeit. Trotzdem dürfen und wollen wir in unseren Anstrengungen auch künftig in bewährter Art und Weise für unsere Kunden und Gäste keine Abstriche machen. Wir wissen, dass dies eine schwierige Aufgabe ist, aber keinesfalls unlösbar, Optimismus gehört eben auch dazu!“ DAS GESPRÄCH FÜHRTE REDAKTEURIN ANTJE STEINHORST

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www.ccs-suhl-gmbh.de

Über 90 Vertreter der Thüringer Wirtschaft nahmen Ende September am mittlerweile sechsten Unternehmerfrühstück der jobs in time Thüringen GmbH im Dorint Sofitel Hotel in Weimar teil. Das Team um Jens-Uwe Einert (Geschäftführer), Carsta-Maria Fleischmann (Geschäftsführerin), und Andreas Hildinger (Niederlassungsleiter Suhl) – v.l.n.r.- luden unter dem Motto „Ziele sind erreichbar“, zum bunten Programm mit Modenschau und anschließender Präsentation zum Thema Motivation. Sprichwörtlich querbeet war der Bogen zu Motivationsstrategien zwischen Ausdauersport und unternehmerischem Alltag gespannt. Jens-Uwe Einert: „Gerade der

Foto: fotostudio arlene knipper

Foto: fotostudio arlene knipper

Wirtschaftsspiegel: Können Sie dazu ein Beispiel nennen? Schulze: „Ein ganz besonderes Event 2008 wird sicher wieder die Kulturmesse im Thüringer Wald – die ‚forum K‘ – werden, die zum ersten Mal 2007 im Congress Centrum Suhl statt fand. Über 60 Aussteller der verschiedensten Genre nutzten die Chance, sich an den Messeständen sowie auf den Bühnen zu präsentieren. Die ‚forum K‘ ist Branchentreff und Fachmesse zugleich und spiegelte die Breite und Vielfalt der Kulturlandschaft Thüringens wieder. Ob Kabarett, Comedy, Gesang, Bands, Kapellen, Theater, Percussion, Literarische Programme, Puppentheater, Tanz oder Feuerwerk – die Kulturmesse hatte für jeden Geschmack Interessantes zu bieten.“

Foto: CCS

Darüber hinaus konzentrieren wir uns auf Messeschwerpunktthemen wie ‚Bauen‘ und ‚Medizin‘. Aber auch spezielle Themen aus dem Kulturbereich finden in unserem Hause immer eine außergewöhnliche Plattform.“

Ausdauersport macht deutlich, dass ohne langen Atem, klare Ziele und unseren eigenen Willen Erfolge begrenzt sind.“ Seine Kollegin Carsta-Maria Fleischmann erläutert das Anliegen der Veranstaltung: „Mit dem jährlichen Frühstück wollen wir unsere Kunden nicht nur kulinarisch verwöhnen, sondern vielmehr auch persönliche Impulse und Anregungen geben“. jobs in time Thüringen GmbH ist Personaldienstleiser für Fach- und Führungskräfte im Freistaat. !

www.jobsintime.de

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NACHBARN - CHANCEN - SYNERGIEN

Aus Nachbarn Partner machen Das Bundesland Hessen ist mittlerweile mehr als nur Landesnachbar.

Die Wirtschaft beider Bundesländer verbindet mittlerweile mehr als nur eine gemeinschaftliche Landesbank. Entscheidend für eine verbesserte Kooperation sind die Kenntnis der speziellen Branchenkompetenzen und persönliche Kontakte. „Hier sollten die bereits bestehenden Netzwerke in Nordhessen und Thüringen genutzt und noch stärker miteinander verknüpft werden“ fordert Holger Schach, Geschäftsführer der in Kassel ansässigen Regionalmanagement Nordhessen GmbH. Kontakte bestehen bereits zur LEG Thüringen und

der Automotive-Branche, so Schach. So könnten künftig beispielsweise gezielte Kooperationsanfragen zwischen den Clustern ausgetauscht werden. Wenn hierdurch neue Aufträge in Thüringen oder Nordhessen realisiert werden, profitieren die Unternehmer beider Regionen. So fand beispielsweise 2006 zum dritten Mal im hessischen In dus triepark Hanau-Wolfgang ein Tag der mittelständischen Wirtschaft statt. Etwa 1.000 Unternehmer aus Hessen, Thüringen und darüber hinaus waren der Einladung des BVMW Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V., gefolgt. Ein Anfang; doch der BVMW verwies dabei auch auf die absolute Notwendigkeit des weiteren Ausbaus von Wirtschaftskontakten, Kooperationen und Netzwerken zwischen Unternehmen der gesamten Region, da die Wirtschaft vor politischen Grenzen nicht Halt machen dürfe. (bo)

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www.regionnordhessen.de

Foto: Regionalmanagement Nordhessen GmbH

Hessen und Thüringen sind Teil eines historisch gewachsenen Wirtschaftsraumes, der nach der politischen Trennung wieder zusammen wächst. Gerade in den Grenzbereichen Nordhessens und Westthüringens werden diese Verflechtungen besonders deutlich. Thüringer Arbeitnehmer arbeiten in nordhessischen Betrieben, nordhessische Unternehmen investieren aufgrund der attraktiven Förderkonditionen in Thüringen.

Holger Schach, Geschäftsführer Regionalmanagement Nordhessen GmbH „Nordhessen mit dem industriellen Schwerpunkt Kassel ist stark in den Kernkompetenzen Mobilitätswirtschaft, Dezentrale Energietechnologien/Energieeffizienz und Tourismus-/ Gesundheitswirtschaft. Vor allem in den Branchenfeldern Automotive und Bahntechnik gibt es bereits enge Kooperationen mit Zulieferern aus Thüringen. Die Unternehmen in unseren Kompetenzfeldern haben sich, koordiniert durch das Regionalmanagement, als Cluster organisiert, über die sie zusätzliche Informationen, Kontakte und Aufträge erhalten. Auch Thüringen verfügt über exzellente Cluster, beispielsweise in den

Branchen Automotive, Mikrotechnik, Optoelektronik oder Biotechnologie. Darüber hinaus entstehen in Thüringen, nicht zuletzt durch die interessanten Förderkonditionen, neue Industrieunternehmen beispielsweise im Bereich der Solartechnologie, die wiederum von der nordhessischen FuE Kompetenz profitieren können. Auch das neue Anwendungszentrum Metallformgebung METAKUS in Nordhessen bietet innovative FuE-Dienstleistungen auch für thüringische Unternehmen, die damit ihre Fertigungsprozesse beschleunigen und kostengünstiger gestalten können.“ (bo)

Zusammen neue Wege finden

Individuelle Wünsche sind bei uns gern gesehene Herausforderungen. Sie fördern gemeinsame Stärken und innovative Lösungen. 34

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KOMMUNIKATION

Daten: Keine Sicherheit ohne Sicherung Was genau Mitte dieses Jahres zu einem erheblichen Datenverlust im Bundesverteidigungsministerium führte, ist noch nicht klar. Das Thema „Datensicherheit“ rückte aber wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zurück. Naturkatastrophen, Hackerangriffe, Hardwarefehler und menschliches Versagen: Die Gefahrenquellen für Datenverluste sind vielfältig und können auch für Unternehmer schnell zur Katastrophe auswachsen – im ITJargon kurz „K-Fall“ genannt. Richtig ist natürlich, dass eine hochtechnisierte Gesellschaft extrem anfällig für Störungen aller Art ist. Schutz vor Diebstahl, versehentlichem Verlegen der Datenträger, unbeabsichtigtem

Löschen wichtiger Daten oder auch der versehentlichen Entsorgung noch aktiver Datenträger ist heutzutage für Unternehmer überlebensnotwendig. Moderne Magnetbänder sind in der Lage, die unvorstellbare Datenmenge von 1,6 Terabyte an Daten zu fassen – das entspricht der Speicherkapazität von rund 340 DVDs oder über einer Million Disketten. (bo)

Ursachen Datenverlust 59% Hardwareprobleme

2% 2%

2% 9%

26% Anwenderfehler 9% Softwarefehler

26%

59%

2% Viren ı Würmer 2% Naturkatastrophen 2% Sonstiges Quelle: Kroll Ontrack 2006

QUELLE: NEWS AKTUELL

Wie Unternehmen Ausfälle im „K-Fall“ vermeiden können Informationen sind der wichtigste Bestandteil eines Unternehmens und sollten unbedingt geschützt werden. Bei Datenverlusten kann dem Unternehmer ein erheblicher Schaden drohen – bis hin zum Konkurs. Eine Erhebung in den USA ergab, dass 90 Prozent der Firmen, deren Datenbestand für zehn oder mehr Tage durch Datenverlust ausfiel, das darauf folgende Geschäftsjahr nicht überlebten. Andrea Hengstwerth, Inhaberin von kingnetz.de Erfurt erläutert im Gespräch mit dem Thüringer Wirtschaftsspiegel, welche Maßnahmen Unternehmen zur Sicherung ihres wichtigsten Kapitals, den Daten, ergreifen können. Wirtschaftsspiegel: Was kann man tun, wenn Daten versehentlich gelöscht wurden? Hengstwerth: „In umständlichen Verfahren können gelöschte Daten unter bestimmten Voraussetzungen wiederhergestellt werden. Doch eine Datenwiederherstellung bringt einen Systemausfall über mehrere Stunden oder Tage mit sich, was bei vielen Branchen einen ebenfalls erheblichen Schaden bedeutet.“ Wirtschaftsspiegel: Aber wie hoch ist die Gefahr, Datenverluste zu erleiden? Hengstwerth: „Es ist davon auszugehen, dass jede Firma ohne geeignete Sicherungsmethoden im Verlauf von wenigen Jahren Datenverluste erleidet. Die entstehenden Schäden werden oftmals unterschätzt. Sie überschreiten in der Regel Beträge von mehreren tausend Euro.“ Wirtschaftsspiegel: Welche Ursachen führen zu Datenverlusten? Hengstwerth: „Etwa 59 Prozent der Ursachen liegen an der Hardware, da die Festplatten sehr komplexe Geräte sind, auf denen große Daten auf kleinsten Platz gepresst werden. Die Fehleranfälligkeit nimmt damit zu. Auch Stromausfälle, Überspannungen oder dauerhafter Einsatz bringen Fehler mit sich. Die zweithäufigste Ursache sind Anwenderfehler, indem der Nutzer versehentlich wichtige Daten löscht, formatiert, oder gar die ganze Festplatte Erschütterungen aussetzt. Auch Diebstähle zählen hierzu. Software kann Fehler herbeiführen, durch fehlerhaftes Ausführen eines Sicherungs- oder Reparaturprogramms kann die 36

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Festplattenstruktur zerstört werden. Eine weitere Gefahr stellen Viren, Würmer und Erpressungsprogramme dar. Auch höhere Gewalt spielt eine Rolle. Durch beispielsweise Brände oder Hochwasser sind Daten meist unwiderruflich zerstört.“ Wirtschaftsspiegel: Welche Möglichkeiten gibt es noch, sich vor Datenverlusten zu schützen? Hengstwerth: „Zum einen sind regelmäßige interne Datensicherungen oder das Spiegeln von Daten zu empfehlen. Einen hohen Grad an Sicherheit bieten so genannte externe Datensicherungen. Dies sind Datensicherungen an einem anderen Ort, die das Risiko von Hardwarefehlern, Feuerund Wasserschäden splitten. Zusätzlich bieten sie Schutz vor Software- und Anwenderfehlern, Viren, Würmern.“ Andrea Hengstwerth Inhaberin kingnetz.de Erfurt

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KOMMUNIKATION

happy birthday, barcode! Seit 30 Jahren erleichtert der „Zebrastreifen“ auf Verpackungen den Alltag im Handel

Auch die Wirtschaft profitiert bis heute von dem neuen System. Der Barcode ist die Basis für den elektronischen Datenaustausch zwischen Handel und Industrie. Von der Bestellung der Waren per Computer über die sichere Identifikation im Lager bis zur ständigen Verfügbarkeit im Verkaufsregal: Mithilfe der international gültigen, dreizehnstelligen

Artikelnummer können die Unternehmen Geschäftsabläufe aufeinander abstimmen. „Das weltweit überschneidungsfreie Artikelnummernsystem ist der Schlüssel für eine transparente und lückenlos verfolgbare Lieferkette“, sagt Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. Das Kölner Unternehmen gab vor 30 Jahren den Startschuss für die Modernisierung des Handels in Deutschland – und arbeitet, wie viele andere Unternehmen der Logistik auch, an den Standards von morgen. Zum Beispiel an der Hightech-Version des Barcodes, dem Elektronischen Produkt-Code (EPC), dem die Radiofrequenztechnologie (RFID) zu Grunde liegt. Er ist auf einem Mini-Chip gespeichert und funktioniert wie ein Personalausweis für Konsumgüter. Anhand einer eigenen Seriennummer kann nun jedes einzelne Produkt auf seinem Weg vom Hersteller bis zum Verkauf elektronisch identifiziert werden. (bo)

Damals: BARCODE

Heute: RFID/EPC

Foto: Degussa GmbH

Mit der Einführung des Barcodes am 1. Juli 1977 begann eine neue Zeitrechnung in der Einkaufswelt. Musste bislang jeder Artikel einzeln ausgezeichnet und der Preis an der Kasse mühsam eingetippt werden, funktioniert das von nun an weitgehend automatisch. Das schwarz-weiße Balkenmuster auf den Verpackungen enthält die verschlüsselten Informationen über Produkt und Hersteller, die an der Scannerkasse schnell und fehlerfrei ausgelesen werden. Erstmals gibt der Kassenbon Aufschluss über jeden Artikel und seinen Preis – ein Riesenvorteil für den Verbraucher.

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RUBRIKZEILE

Foto: Heiner Müller-Elsner

Bei der Arbeit die Kinder gleich nebenan Viele Thüringer Unternehmen wollen jungen Fachkräften auch in der Elternrolle optimale Bedingungen bieten.

Jena (ul) Ein Betriebskindergarten der besonderen Art öffnete kürzlich im Gewerbegebiet Jena-Göschwitz seine Pforten. Mit zwei Millionen Euro von der Jenoptik AG finanziert, steht die Einrichtung „Saaleknirpse“ allen dort ansässigen Firmen offen. Er sichert eine flexible Betreuung der Kinder nahe der Arbeitsstätte und bietet den Mitarbeitern so die Möglichkeit, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Zugleich mache das den Standort attraktiver, für sein Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsfaktor, betont Jenoptik-Vorstand Michael Mertin. In dem Jenaer Gewerbegebiet arbeiten rund 5.000 Menschen, davon etwa 1.200 bei Jenoptik. Das Unternehmen übernimmt 60 Prozent der laufenden Betriebskosten, den Rest die Kommune. Das Jenaer Zentrum für Familie und Alleinerziehende ist Träger des Kindergartens, in dem bis zu 60 Mädchen und Jungen zwischen 13 Monaten und dem Schul-

eintritt, darunter auch behinderte Kinder, zweisprachig betreut werden. Zentrum der eingeschossigen Kindertagesstätte ist eine riesige Spielhalle. Standortvorteil Kinderbetreuung „Das Rennen um die besten Köpfe hat längst begonnen“, weiß auch Jenas Bürgermeister Frank Schenker. „Hochqualifizierte gehen dorthin, wo sie optimale Bedingungen finden.“ Das gelte auch für das Angebot an Kindertagesstätten. Grund genug für die Stadt, den Bau einer weiteren, ihrer dann 58. Einrichtung ins Auge zu fassen. Sie soll direkt auf dem Beutenberg-Campus oder in unmittelbarer Nähe entstehen. Schenker könne sich vorstellen, dass sie schon in zwei Jahren Realität sei. Bis 45 Kinder sollen dann dort bei flexiblen Öffnungszeiten zweisprachig und nach anspruchsvollem pädagogischem Konzept betreut werden. Derartiges betriebliches Engagement steckt deutschlandweit noch in den

Kinderschuhen. Auch in Thüringen werden von den insgesamt 1.371 Kindergärten derzeit nur ganze sieben von Wirtschaftsunternehmen getragen. Sie betreuen rund 500 der insgesamt etwa 80.000 Mädchen und Jungen. Ein solches Konstrukt wie in Jena ist bislang in Thüringen einmalig. Andere Varianten sind beispielsweise die Übernahme der Elternbeiträge durch Unternehmen oder das Reservieren einer bestimmten Zahl an Kita-Plätzen. Zu den Unternehmen mit eigenem Kindergarten gehört die Zentralklinik Bad Berka mit ihren aktuell rund 1.400 Beschäftigten. „Wir haben 1992 eigentlich nahtlos an Vorhandenes angeknüpft“, macht Geschäftsführer Jörg-Rudolf Lanig deutlich. Die Einrichtung, die im Schichtsystem von 5:30 bis 17:30 Uhr arbeitet, wird nach wie vor vom Krankenhaus betrieben, bei dem auch die Erzieherinnen angestellt sind. Allerdings beteiligt sich die Kommune zu vier

Siebtel an den Personalkosten und nutzt im Gegenzug über 40 der insgesamt 72 ausgebuchten Plätze. „Eigentlich müssten wir erweitern“, aber konkrete Pläne gebe es noch nicht. Auch das Kreiskrankenhaus Altenburg führt seinen kürzlich eröffneten Kindergarten in eigener Regie. Er wurde für 1,5 Millionen Euro direkt auf dem Betriebsgelände errichtet. Es sei absehbar, dass der Kindergarten schon 2008 an die Kapazitätsgrenze gelange, sagte Geschäftsführerin Gundula Werner. Deshalb stehen die 54 Plätze vorrangig den rund 700 Mitarbeitern zur Verfügung. Ausgangspunkt war auch dort der Wunsch der Mitarbeiter nach einer flexiblen Betreuung ihrer Kinder in der Nähe des Arbeitsortes. Über den regulären Betrieb hinaus hat diese Kita bei Bedarf auch abends und an Wochenenden geöffnet. !

www.jenoptik.de

In 10 Jahren zur Top-Adresse Jena (ul) Das Jenaer Max-PlanckInstitut für Chemische Ökologie (ICE) hat sich in den zehn Jahren seines Bestehens zur weltweiten TopAdresse auf diesem Gebiet entwikkelt. Als Institut der Spitzenklasse ist es nach Worten von Dr. Barbara Bludau, Generalsekretärin der MaxPlanck-Gesellschaft, heute „D e r Forschungsstandort für chemische Ökologie in der Welt“. Das Institut, das 38

WIRTSCHAFTSSPIEGEL THÜRINGEN OKTOBER 2007

die Wechselwirkung zwischen Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen sowie deren Kommunikation mittels chemischer Substanzen erforscht, nahm im Herbst 1997 seine Arbeit auf. Aus einer Handvoll Mitarbeitern wurden inzwischen fast 300 Wissenschaftler und Servicepersonal, fast die Hälfte davon Ausländer und 48 Prozent Frauen. Das seien mehr als je geplant waren, betont der Ge-

schäftsführende Direktor, Jonathan Gershenzon. Nun strebt das Institut, welches bereits 2001 auf dem Jenaer Beutenberg-Campus einzog, eine Erweiterung an. Sie soll ebenfalls auf dem Beutenberg-Campus entstehen, weil die Nähe zu anderen biologischchemischen und biologisch-physikalischen Instituten das Potenzial für wissenschaftliche Kooperationen gegeben ist. Die Max-Planck-Gesell-

schaft fördert das ICE jährlich mit 10,5 Millionen Euro. Darüber hinaus warb die Einrichtung allein in den letzten fünf Jahren Drittmittel in Höhe von jährlich rund einer Million Euro ein. Zudem gibt das Land Thüringen pro Jahr 18 Millionen Euro – allerdings an die drei Jenaer MaxPlanck-Institute insgesamt. !

www.ice.mpg.de


FRAUEN & WIRTSCHAFT

Denn Frauen müssen sich mehr trauen Führungsposition in einer Männerdomäne – Frau Dr. Tanja Zschach leitet das Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank in Thüringen

Wenn der Chef eines mittelständi- Umbruch kam, wurde sie selbst ak- nender ist, sondern auch, weil wir schen Unternehmens in Thüringen tiv. „Ich fand das Leben außerhalb als Ostdeutsche sehr viel flexibler, finanzielle Unterstützung bei der des akademischen Forschens auch vielleicht auch initiativreicher sind. Deutschen Bank sucht, kommt er an sehr spannend.“ Ihr damaliger Ne- Und wir haben alle diese Brüche in Dr. Tanja Zschach nicht vorbei. benjob als Dolmetscherin – neben unseren Biografien“. Fortan hat die Früher oder später sitzt er der zierli- Russisch spricht sie Englisch und Geisteswissenschaftlerin jede Chanchen Frau gegenüber, die als Direk- Französisch – machte ihr klar, wie ce ergriffen, sich im Bankgeschäft torin Firmenkunden für das den wichtig Kommunikation auch in der weiterzuentwickeln. Dabei hat sie erFreistaat umfassende Marktgebiet Wirtschaft ist. Und sie hat erkannt, kannt, dass man immer sagen muss, verantwortlich zeichnet. Gemeinsam dass sie eigentlich selbst können was man will. Frauen würden oft mit ihrem fünfköpfigen, ausschließ- müsste, was sie da für andere mit viel warten, bis man sie frage. „Ich habe lich männlichen Team steht sie dem Fingerspitzengefühl übersetzte. Auf nie erfahren, dass ich nicht befördert Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur ihrer Suche nach einer beruflichen wurde, weil ich eine Frau bin“, resüSeite. „Banker sind die Sparrings- Zukunft, bei der sie ihre „östliche miert sie. Aber eines unterscheide partner der Unternehmer. Sie brau- Seite“ mit ihren aus wissenschaftli- die Geschlechter im Berufsleben chen unser Wissen über schon: „Männer kennen „Männer kennen die Spielregeln die internationalen Märkdie Spielregeln besser. te“, macht sie deutlich. besser. Frauen interessieren sich erst Frauen interessieren sich Immerhin betreuen sie erst dafür, wenn sie sie dafür, wenn sie diese brauchen.“ von Jena aus, wo ihr Bebrauchen.“ Ihre eigenen reich konzentriert ist, aktuell rund cher Arbeit resultierenden analyti- Erfahrungen hat die Managerin un160 Firmenkunden. Dass sie einmal schen Fähigkeiten verbinden konn- ter anderem in das von der Deutals Bankerin Karriere machen wür- te, erinnerte sie sich der Deutschen schen Bank initiierte Programm für de, hätte sich die gebürtige Sächsin Bank und deren Engagement in „Führungsfrauen“ eingebracht, steht nicht träumen lassen. Schließlich hat Russland schon seit den 70er Jahren. als Mentorin anderen Frauen zur sie fünf Jahre in Russland Sprache Seite. Alles in allem ein Pensum, dass und Literatur studiert, „meine Uni- Der Bewerbung 1991 folgte eine Zeit die warmherzige Frau viel Kraft koversität des Lebens“, wie sie sagt. Mit als Trainee sowie verschiedene stet – auch, weil die Freizeit immer einem Diplom in der Tasche kehrte Stationen – von Beginn an im geringer wird. „Aber wenn’s dicke sie zurück, promovierte an der Leip- Firmenkundengeschäft. Auch im kommt, werde ich besonders humorziger Universität. „Ich hab schon ein Westen, doch Dr. Tanja Zschach voll. Weil ich genau weiß, wenn heubisschen Leben hinter mir, und das kehrte immer wieder in den Osten te etwas schief geht, geht morgen nicht nur bei der Bank.“ Denn als der zurück. Nicht nur, „weil es dort span- wieder etwas gut“, erzählt sie, und

Dr. Tanja Zschach Direktorin Thüringer Firmenkunden Deutsche Bank AG ihre lebhaften Augen leuchten. Außerdem helfe ihr ihre große Familie, die Dinge wieder ins Lot zu bringen. Vor allem ihre Nichten und Neffen, die sie eng begleiten, würden sie immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Neben regelmäßigem Fitnessprogramm sind da natürlich Kunst und Kultur. Um sie zu erleben, müsse man in Thüringen ja nicht weit fahren, freut sich Dr. Tanja Zschach. „Dabei tanke ich auf.“ (ul)

Weltfrauenkonferenz erstmals in Berlin Zum ersten Mal ging auf dem Weltfrauenkongress der „Women's Entrepreneurship Award“ an eine deutsche Unternehmerin

Berlin (bo) Der jährlich stattfindende Global Summit of Women (GSW) fand Mitte des Jahres erstmals in Deutschland statt. Der GSW ist eine Konferenz von Business-Frauen aus aller Welt, die den Vergleich mit „Davos“ – dem alljährlichen Stelldichein führender Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Forschung im schweizerischen Kurort – nicht scheuen muss. 2006 wurde der Weltfrauengipfel in Kairo veranstaltet. Dieses Jahr in Berlin nahmen etwa 900 Frauen aus 89 Ländern teil, unter ihnen 44 Ministerinnen. Insgesamt haben sich in der Bundeshauptstadt rund 1.000 Führungsfrauen zusammengefunden. Große internationale Sponsoren wie Microsoft, IBM, Deutsche Telekom, und Mc Kinsey unterstrichen mit ihrem Engagement die Bedeutung die-

ser Veranstaltung. Die Unternehmerin und Wirtschaftsprofessorin Dr. Ulrike Detmers bekam vom Weltfrauengipfel den „German Women's Entrepreneurship Award“ zugesprochen. Anlässlich des mittlerweile 17. Weltfrauengipfels erhielt damit erstmals eine deutsche Business-Frau diese Auszeichnung. Detmers hat nach Meinung der Mehrheit deutscher Führungsfrauen mit ihrer Arbeit Herausragendes geleistet. Sie engagiert sich seit Jahren unbeirrt für die Gleichstellung von Frau und Mann in der Wirtschaft. Der Weltfrauengipfel 2007 hatte Geschäftsmöglichkeiten beleuchtet, welche der globale Marktplatz des 21. Jahrhunderts bietet, wie auch die Herausforderungen, die der globale

Arbeitsmarkt für Frauen und Unternehmerinnen darstellt. Jedes Jahr werden Schwerpunkte der Weltfrauenkonferenzen auf Best Practices und Lösungen konzentriert, die es Frauen ermöglichen, ihre wirtschaftliche Entwicklung zu beschleunigen. Laut Verein für deutsche Unternehmerinnen e. V. (VdU) werden etwa 28 Prozent der cirka vier Millionen deutschen Unternehmen von Frauen geleitet. Die meisten Unternehmerinnen engagieren sich im Dienstleistungssektor, gefolgt von Handel, Gastronomie, Hotelfachwesen und Logistik, aber auch im Herstellungsund Baugewerbe. Der Veranstaltungstermin und -ort des nächsten Weltfrauenkongresses ist derzeit noch offen. !

www.globewomen.com

Prof. Dr. Ulrike Detmers Der diesjährige Weltfrauengipfel in Berlin zeichnete die Unternehmerin und Wirtschaftsprofessorin als erste Deutsche mit dem „Women's Entrepreneurship Award“ aus.

WIRTSCHAFTSSPIEGEL THÜRINGEN OKTOBER 2007

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SÜDTHÜRINGEN

Ministerpräsident auf „Thüringen Tour“

So bat die Geschäftsführerin der Firma VitraBio, Monika Hermann, den Ministerpräsidenten sich für ihre Entwicklungsprojekte bei der Thüringer Aufbaubank einzusetzen, damit diese schneller vorangetrieben werden können. Beim Besuch der Raumag Janich-Systemtechnik GmbH in Rauenstein zeigte sich Althaus sichtlich

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Der „Frischmilch-Test“ mit dem Vorstandsvorsitzenden der AGROPRODUKT-Sonneberg e.G., Volker Ehrlicher.

Besichtigung der RAUMAG JANICH-Systemtechnik GmbH, dessen Geschäftsführender Gesellschafter Hans-Jürgen Janich (l.) vom Bundesverband der mittelständigen Wirtschaft als „Unternehmer des Jahres 2007“ im Landkreis Sonneberg ausgezeichnet wurde. (bo)

Medizinischer Fortschritt mit Glas aus Steinach ...

Bei seiner Reise durch den Landkreis Sonneberg macht Ministerpräsident Dieter Althaus auch bei der VitraBio GmbH in Steinach Station. Der exklusive Besuch eines produzierenden Unternehmens galt dem international erfolgreichen Spezialhersteller von Träger- und Trennmaterialien auf Glasbasis mit Nano- und Mikroporosität. Die einzigartigen Produkteigenschaften nutzen führende Unternehmen der Chemie- und Pharmaindustrie vor allem in den USA, China und Westeuropa für den Einsatz in der Aufrei40

Am Ende der mittlerweile zweiten Sonneberger Landkreisbereisung durch Althaus gab es überwiegend positive Stimmen. „Sein Besuch ist eine Wertschätzung unseres Landkreises und wir hatten Gelegenheit, ihm zu demonstrieren, dass unser Herz für Thüringen schlägt und sich auch bei uns in Sachen Innovation einiges bewegt. Und, wir konnten verdeutlichen, dass auch die Landwirtschaft zu den wichtigen Wirtschaftsfaktoren in Thüringen zählt“, freut sich Volker Ehrlicher, Vorsitzender der AGROPRODUKT-Sonneberg e.G. über den Besuch. Kritische Worte merkte unter anderem Landrätin Christine Zitzmann an. Sie betonte bei den Gesprächen gegenüber dem Ministerpräsidenten die negativen Auswirkungen aktueller Gesetzesänderungen seitens des Landes aber auch des Bundes auf den Haushalt der Kommunen und Landkreise. Trotz des bleibenden Handlungsbedarfs sei die Tour des Ministerpräsidenten dennoch ein „riesiger Erfolg“ für den Landkreis Sonneberg, so Zitzmann. (as)

Foto: Andreas Lübke, Suhl

Entsprechend facettenreich waren die Stationen seiner Reise, die mit dem Besuch der Neuhäuser Rennsteig Werkstätten begann und mit einem Bürgerabend in Neuhaus am Rennweg endete. Dazwischen hatte Thüringens Ministerpräsident Althaus Gelegenheit, mit Unternehmern des Landkreises über deren Ergebnisse und innovativen Errungenschaften, aber auch über ihre Erwartungen gegenüber der Landespolitik zu diskutieren. So standen beispielsweise Themen zur Infrastrukturverbesserung in Südthüringen und die Landesförderpolitik auf der Tagesordnung.

beeindruckt von der Unternehmensentwicklung bis hin zum heutigen Weltmarktführer für Kraftwerkarmaturen. Stippvisiten im Sonneberger Deutschen Spielzeugmuseum in Verbindung mit dem Restaurierungsprojekt „Thüringer Kirmes“ und dem Museum für Glaskunst in Lauscha mit der Sonderausstellung „Lauscha aktuell 4“ rundeten die „Thüringen Tour“ ab.

Foto: Andreas Lübke, Suhl

„Einen ganzen Tag in einer Region, einem Landkreis unterwegs zu sein und ein möglichst breites Spektrum an Informationen aus der Wirtschaft, sozialen Einrichtungen und Bildungseinrichtungen aufzunehmen und um mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen“, kommentierte Ministerpräsident Dieter Althaus im Gespräch mit dem Amadeus Verlag das Anliegen seiner „Thüringen Tour“ Ende August dieses Jahres.

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nigung und Immobilisierung von Biomolekülen. Durch die gezielte Auswahl von geometrischer Form, Partikelgröße, Texturparametern und Oberflächenbeschaffenheit erhält der Kunde für seine jeweiligen Anwendungsgebiete maßgeschneiderte Glaspartikel aus modernster Pro-

duktion, bei der Ressourcenschonung und Umweltsicherung hohe Priorität haben. Wenige Mitarbeiter steuern die hochmoderne, weitgehend automatisierte Anlage, die auch dank ihrer ISO-Zertifizierung höchsten Ansprüchen an Reproduzierbarkeit genügt. Auf diese Weise tragen Produkte aus Thüringen wesentlich zur erfolgreichen Herstellung neuartiger oder verbesserter Medikamente bei. Intensive Kooperation des Unternehmens mit Forschungseinrichtungen wie der MLU HalleWittenberg und for-

schenden Diagnostikaherstellern wie der Clondiag in Jena stellen sicher, dass auch künftig die pipeline mit neuen Produkten nicht versiegt.

Kontakt VitraBio GmbH Monika Herrmann Tröbach 2 D-96523 Steinach/ Thüringen Tel.: +49 (0) 36762 - 281 86 Fax: +49 (0) 36762 - 281 87 E-Mail: info@vitrabio-gmbh.com Internet: www.vitrabio-gmh.com


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15 Jahre RAUMAG-JANICH 40 Jahre JANICH-Spezialarmaturen Grußwort der geschäftsf.Gesellschafter Dipl.-Ing. (FH) Hans- Jürgen Janich (l.) und Dipl.-Ing. Winfried Deppe (r.)

Veröffentlichung auf der Hompage des Freistaates Thüringen (Thüringen Tour am 30.08.2007)

Nach fünfzehnjähriger Aufbauarbeit an unserem neuen Standort in Thüringen blicken wir zurück auf eine erfolgreiche, überdurchschnittliche Entwicklung unseres Unternehmens. Allein in den Jahren 2003 bis Ende 2007 werden wir unseren Umsatz um 150 % steigern. Die Zahl unserer eigenen, voll beschäftigten Mitarbeiter stieg von 7 auf 71. Davon sind 10 % Auszubildende. Außerdem werden in Vertragsunternehmen im Inund Ausland unter unserer Kontrolle ständig 120 bis 130 Arbeitskräfte beschäftigt. Auf der Basis der langjährigen Erfahrungen unseres 1952 gegründeten Schwesterunternehmens der JANICH Spezialarmaturen GmbH & Co KG und unter Einbeziehung unserer Kunden entwickelten wir ein neues, in wesentlichen Details verbessertes, innovatives Programm verschiedener Systeme für die Regelung und Absperrung von Heißgasströmen in Kohlekraftwerken, GUD- Kraftwerken, Hüttenwerken, Zementwerken, OffShore Anlagen, Rauchgasreinigungsanlagen und sonstigen Industrieanlagen. Durch die Entwicklung von so genannten Bpass- Systemen für GUD- Kraftwerke, auf der Basis unserer patentierten DIVERTER, öffneten wir uns den Weg vom Komponentenlieferanten hin zum Lieferer kompletter Anlagenmodule. RAUMAG-JANICH verfügt über die umfangreichste, sowie technisch überlegene Produktpalette unter allen Wettbewerbern auf diesem Tätigkeitsfeld. Unsere Konstruktionen sind in wesentlichen Details weltweit patentiert, finden bei unseren internationalen Kunden hohe Anerkennung und machen uns zu einem internationalen Technologieführer. Lieferungen an den führenden internationalen Anlagenbau und internationale Anlagenbetreiber sowie Lizenzverträge unterstreichen unsere Fachkompetenz.

Hans-Jürgen Janich (2.v.r.), Geschäftsführender Gesellschafter der RAUMAG JANICH-Systemtechnik GmbH, wurde vom Bundesverband der mittelständigen Wirtschaft als „Unternehmer des Jahres 2007“ im Landkreis Sonneberg ausgezeichnet. Erste Gratulanten waren: Ministerpräsident Dieter Althaus (r.), Landrätin Christine Zitzmann und Günther Richter, Landesgeschäftsführer des BVMW(l.). Der Unternehmer Janich führt nicht nur eine weltweit erfolgreich tätige Firma, sondern bewies auch mit über 80 eigenen Patenten (Schwerpunkte sind Regelsysteme für Heißgasströme in Kraftwerken sowie Rauchgasreinigungsanlagen) hohe Kreativität.

Ebenso erfolgreich hat sich unsere Abteilung Teleskopbau entwickelt. Der erfahrene Mitarbeiterstab, der auf diesem Gebiet seit 1970 tätig ist, hat das Programm durch ständige, innovative Verbesserungen auf einen hohen technologischen und qualitativen Stand gebracht. Dies geschah in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden. RAUMAG- JANICH zählt heute auch zu den führenden Herstellern von Stahl- Teleskopabdeckungen für die Führungsbahnen an Werkzeugmaschinen. Auf das Erreichte sind wir stolz. An dieser Stelle möchten wir allen Kunden, Partnern und Mitarbeitern danken, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Glück auf!

RAUMAG JANICH– Systemtechnik GmbH Im Grund 6 96528 Rauenstein/ Thüringen Telefon: +49 (0) 36766 881-0 Fax: +49 (0) 36766 81032 Mail: info@raumag-janich.de Web: www.raumag-janich.de

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SÜDTHÜRINGEN

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus; Helmut Adamy, Präsident der Handwerkskammer Südthüringen; Christine Zitzmann, Landrätin des Landkreises Sonneberg und Hans-Jürgen Janich, Geschäftsführer der RAUMAG-JANICH Systemtechnik GmbH Rauenstein (v.l.n.r.).

Foto: Andreas Lübke / Suhl

Foto: Andreas Lübke / Suhl

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus besuchte Unternehmen im Landkreis Sonneberg

Foto: Andreas Lübke / Suhl

Foto: Andreas Lübke / Suhl

Aufbauend auf über 30 Jahre Erfahrung der JANICH Spezialarmaturen wurde Dieter Althaus gezeigt, wie unter anderem Spezialarmaturen für Rauchgase, Brenngase und Flüssigkeiten am Unternehmenssitz in Rauenstein gefertigt werwww.raumag-janich.de den. (bo) !

Auch für Produzenten der Landwirtschaft im Kreis Sonneberg interessierte sich Althaus. Im Dreischichtbetrieb liefern Milchkühe der AGROPRODKT Sonneberg e.G. auf modernem Melkkarussell mit 40 Plätzen täglich 23.000 Kilogramm Milch. (as) ! www.agroprodukt-sonneberg.de

Von der Geschäftsführerin der VitraBio GmbH, Monika Hermann (im Bild rechts), wurden der Ministerpräsident und seine Begleitung durch die Produktionsanlage für „TRISO-Produkte“ geführt. Es folgte ein Eintrag in das Besucherbuch www.vitrabio-gmbh.com der Firma. (bo) !

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Frische und Qualität garantiert die Selbstvermarktung der Agroprodukt Sonneberg e.G. Die im Jahr 1991 gegründete AGROPRODUKT Sonneberg e.G. bewirtschaft im südlichen Teil des Landkreises Sonneberg insgesamt 2.154 Hektar Nutzfläche. Mit 88 Beschäftigten erzielt die Genossenschaft einen Jahresumsatz von rund fünf Millionen Euro. Regelmäßige Investitionen zur Modernisierung der Anlagen tragen zum wirtschaftlichen Betrieb und damit der Zukunftsfähigkeit der AGROPRODUKT Sonneberg bei. Über den eigenen Hofladen werden vor allem 42

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die aus eigener Herstellung stammenden Produkte wie Futtergetreide sowie Fleisch- und Wurstwaren vermarktet. Aber auch Käse, hergestellt von der Genossenschaftsmolkerei in Wiesenfeld aus AGROPRODUKT-Milch, zählt zum Verkaufssortiment. Die Regionalität bei Herstellung und Vermarktung garantiert Frische und Qualität der Produkte – eine wichtiges Kriterium angesichts des steigenden Qualitätsbewusstseins beim Konsumenten. (as)

Kontakt AGROPRODUKT Sonneberg e.G. Sichelreuther Straße 8 D-96524 Föritz OT Gefell Tel.: +49 (0) 36764 - 795 0 Fax: +49 (0) 36764 - 795 95 E-Mail: kontakt@agroproduktsonneberg.de Internet: www.agroproduktsonneberg.de


Foto: Spielkartenfabrik Altenburg GmbH

Buben, Damen und Könige in Feierlaune ASS Altenburger wurde modernisiert und begeht nun als älteste Spielkartenfabrik Deutschlands ihr 175-jähriges Jubiläum ganz besonderen Jubiläums: Die Spielkartenfabrik besteht am 9. November 175 Jahre und ist damit die älteste in deutschen Landen. Bereits seit 1832 werden dort Spielkarten und Kartenspiele in allen Formen und Größen hergestellt – aktuell bis zu 50 Millionen Spiele pro Jahr. In Spitzenzeiten sind das bis zu 300.000 Stück täglich. Damit ist das Unternehmen deutscher Marktführer

Wie weiter nach der Buga? Gera hat Hausaufgaben gemacht – Konzepte in Ronneburg fehlen Gera/Ronneburg (ul) Die Bundesgartenschau (Buga) in Gera und Ronneburg ist ein Riesenfortschritt für die Region. Ob am Ende eine „schwarze Null“ steht oder ein Defizit: Neue Straßen, restaurierte historische Gebäude, sanierte Sportstätten bleiben auf Dauer erhalten. Auch der 43 Hektar große Geraer Hofwiesenpark, der künftig als Stadtgarten und Volkspark genutzt wird, und die 60 Hektar große Neue Landschaft Ronneburg, die aus der vom Uranerzbergbau hinterlassenen „Mondlandschaft“ erblühte, sollen den Bürgern weiterhin offen stehen. In Gera können Einheimische und Gäste nach dem Rückbau temporärer Einrichtungen und teilweise Umsetzen des Zaunes ab Frühjahr 2008 wieder im Hofwiesenpark flanieren, Sport treiben, Fahrrad fahren. Außer bei gesondert ausgewiesenen Veranstaltungen müssen sie dafür keinen Eintritt zahlen. Zwei Parkwäch-

ter führen dann die Aufsicht, und gepflegt wird das Gelände von einem extra gegründeten Integrationsbetrieb mit gemeinnützigem Charakter. Anders in Ronneburg. Es gebe zwar fünf Entwürfe, aber noch kein tragfähiges Konzept für die Nachnutzung, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende der Buga GmbH und Greizer Landrätin Martina Schweinsburg. Sicher sei, dass die Stadt Ronneburg mit 5.500 Einwohnern das Areal nicht allein unterhalten könne. Die geschätzten Kosten lägen bei 400.000 Euro jährlich. Deshalb soll es auf eine „akzeptable Fläche“ zurückgebaut und für größere regionale Veranstaltungen genutzt werden. Neben der Ausstellung zu Geschichte und Zukunft der Wismut, die noch zehn Jahre zu besichtigen ist, soll auch das „Grüne Klassenzimmer“ erhalten bleiben.

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im Bereich Spielkarten und mit derzeit 161 Mitarbeitern in Vertrieb, Produktion und Marketing – nach der Wende waren es knapp 70 – zudem einer der wichtigsten Arbeitgeber im Altenburger Land. Durch Zukäufe soll die Zahl der Beschäftigten auf über 170 steigen. Zudem hat die Ausbildung bei ASS Altenburger höchste Priorität. Davon zeugen 15 Lehrlinge in den verschiedenen Bereichen. Über sechs Millionen

Euro wurden in den vergangenen drei Jahren in neue Druckanlagen und Maschinen investiert. Sie garantieren leistungsstarke Kartenproduktion in den Geschäftsfeldern Handel, Werbespielkarten sowie Zulieferungen für Spieleverlage. Damit erzielt die Spielkartenfabrik Altenburg nach eigenen Angaben derzeit Umsätze von über 24 Millionen Euro. (ul)

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www.spielkarten.com

Endlich ein eigenes Domizil Jena (ul) Das werden die rund 60 Mitarbeiter der Asclepion Laser Technologies GmbH sagen, wenn sie im Frühjahr 2008 in ihr neues Firmengebäude in JenaMaua einziehen. 3,8 Millionen Euro investiert das Unternehmen in das Objekt, das auf einer Nutzfläche von fast 3.000 Quadratmetern eine eingeschossige Produktionshalle und ein zweigeschossiges Bürohaus über ein zentrales Foyer samt zweier Lichthöfe miteinander verbinden wird. Asclepion Laser Technologies wurde 1977 gegründet, ist seit 1995 in Jena tätig und hat sich ab 2002 auf Lasertechnik für medizinische und kosmetische Anwendungen spezialisiert. Auf diesem Gebiet ist das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweiter Technologieführer und Marktprimus in Deutschland. Das Produktspektrum umfasst Lasergeräte für Anwendungen in der Dermatologie, Chirurgie und Zahnmedizin. Die Einzelteile dafür bezieht Asclepion von etwa 300 Zulieferfirmen, viele davon aus Jena und dem Umland. ! www.asclepion.com

Bild: Asclepion

Altenburg (ul) Die Altenburger Spielkartenfabrik will von Thüringen aus nun auch den Pokermarkt erobern. Seit dem James-Bond-Film „Casino Royal“ erlebt das Spiel einen echten Boom – und die Karten und Sets dazu kommen vielfach aus dem traditionsreichen Altenburger Unternehmen. Das hat nicht nur wegen des rasanten Wachstums in den zurückliegenden Jahren allen Grund zum Feiern, sondern auch wegen eines

www.buga2007.de

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SERVICE Wirtschaft trifft Wissenschaft Wie Unternehmen von universitärem Wissen profitieren Weimar (bo) Viele kleine und mittelständische Unternehmen stehen immer wieder vor dem gleichen Problem: Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen ständig innovative Produkte entworfen werden. Oft haben die Unternehmen keine Ressourcen frei für eigene Forschung und Entwicklung. Die Gründerwerkstatt neudeli der Bauhaus-Universität Weimar und die Universität Jena haben dieses Problem erkannt und bieten den Unternehmen eine Lösung an. Im kommenden Semester veranstalten die beiden Universitäten das Prototypenseminar. Grundlage sind unternehmerische Problemstellungen in innovativen Feldern. Ziel ist, den Unternehmen einen Lösungsvorschlag zu präsentieren und diesen mit der Realisierung eines ersten Prototyps der Kommerzialisierung näher zu bringen. Mit der Beteiligung beider Universitäten kann ein breites inhaltliches Spektrum an Aufgabenstellungen bearbeitet werden. So liegen die Schwerpunkte der Bauhaus-Universität Weimar mit den Fakultäten Medien und Gestaltung im kreativwirtschaftlichen Bereich, wohingegen die Universität Jena wirtschafts- und naturwissenschaftliche Bereiche abdecken kann. Die Ergebnisse werden den Unternehmensvertretern in einer Zwischenpräsentation dargestellt. So können erneut Schwerpunkte gesetzt werden, was in der finalen Darstellung eines Lösungsansatzes mündet. Die ausgewählten Studierenden profitieren von der Chance, neueste theoretische Erkenntnisse an konkreten Problemstellungen anzuwenden sowie unternehmerisch zu denken. Durch den interdisziplinären Ansatz und intensive Phasen der Gruppenarbeit werden neben der Fachkompetenz auch Softskills vermittelt. Schließlich können sich engagierte Studierende für Folgeprojekte empfehlen.

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Gefahr hoher Ordnungsgelder Durch das Gesetz über das elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister (EHUG) drohen Unternehmen ab dem 1. Januar 2008 scharfe Sanktionen bei der Verletzung der elektronischen Offenlegungspflichten von Jahresabschlüssen im Internet. Der Erfurter Steuerberater und Finanzexperte Dipl.-Kfm. Norbert Pließ erläutert im Wirtschaftsspiegel Thüringen riskante Fallen. Wirtschaftsspiegel: Wer ist von den Sanktionen des EHUG betroffen? Pließ: „Betroffen sind insbesondere alle Kapitalgesellschaften (GmbH, AG), eingetragene Genossenschaften und Personenhandelsgesellschaften ohne natürliche Person als Komplementär (GmbH & Co. KG) unabhängig von ihrer Größenklasse.“

verändert offen zu legen. Diesem gilt daher im Rahmen der Aufstellung besondere Beachtung. Sofern mittelgroße Gesellschaften zum Beispiel von der Möglichkeit Gebrauch machen wollen, die GuV beginnend mit dem Rohergebnis offen zu legen, sollten auch keine Umsatzzahlen im Lagebericht enthalten sein.“

Wirtschaftsspiegel: Für welche Jahresabschlüsse gilt die elektronische Offenlegung und Bekanntmachung? Pließ: „Dies gilt für alle Abschlussunterlagen für nach dem 31.12.2005 beginnende Geschäftsjahre; das bedeutet Geschäftsjahr ist gleich Kalenderjahr und gilt erstmals für das Geschäftsjahr 2006.“

Wirtschaftsspiegel: Gibt es Vermeidungsstrategien für die Offenlegung? Pließ: „Ja, insbesondere für Tochtergesellschaften von Unternehmensgruppen, wenn der Konzernabschluss offen gelegt wird und zumindest eine freiwillige Verlustübernahmeverpflichtung der Muttergesellschaft besteht. Diese Materie ist sehr komplex.“

Wirtschaftsspiegel: Bis wann müssen die Unterlagen offen gelegt und bekannt gemacht werden? Pließ: „Innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag, also spätestens bis zum 31.12.2007 für das Geschäftsjahr 2006.“ Wirtschaftsspiegel: Welche Unterlagen müssen offengelegt und bekannt gemacht werden? Pließ: „Das ist rechtsformabhängig. Grundsätzlich gilt für alle Rechtsformen, dass der handelsrechtliche Jahresabschluss (Bilanz; Gewinnund Verlustrechnung (GuV) sowie der Anhang offen zu legen ist. Mittelgroße und große Gesellschaften müssen auch den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers offen legen.“ Wirtschaftsspiegel: Kann ich den Jahresabschluss für die Offenlegung verkürzen? Pließ: „Ja. Beispielsweise brauchen kleine Gesellschaften keine GuV offen zu legen und können den Anhang verkürzen. Auch für mittelgroße Gesellschaften gibt es einige Verkürzungsmöglichkeiten. Davon sollte Gebrauch gemacht werden, um den Informationsgehalt auf das absolut Notwendige zu reduzieren.“ Wirtschaftsspiegel: Kann ich auch den Lagebericht verkürzen? Pließ: „Nein, der Lagebericht ist un-

WP/StB Dipl.-Kfm. Norbert Pließ ist in eigener Kanzlei in Erfurt tätig. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die Jahresabschlussprüfung sowie die steuerliche Gestaltungsberatung bei Unternehmensumstrukturierungen im Mittelstand.

! Wirtschaftsspiegel: Für wen sind offen gelegte Unterlagen abrufbar? Pließ: „Auf jeden Fall im Internet unter www.ebundesanzeiger.de sind die Unterlagen für jedermann kostenlos und ohne jegliche Anmeldung einsehbar. So können sich zum Beispiel Kunden, Lieferanten, eigene Arbeitnehmer, Banken aber auch das Finanzamt und andere Behörden die Unterlagen anonym ansehen. Es ist nicht nachvollziehbar, wer sich die Unterlagen angesehen hat.“ Wirtschaftsspiegel: Wie lange stehen diese Unterlagen im Internet? Pließ: „Grundsätzlich für immer!“ Wirtschaftsspiegel: Wer prüft, ob ich offen gelegt habe? Pließ: „Es erfolgt ein elektronischer Abgleich über die Handelsregisternummer, ob die Unterlagen offengelegt und bekannt gemacht wurden.“

Tel: E-Mail:

+49 (09) 0361 - 6464411 Steuerberater@pliess.de

Ordnungsgelder? Pließ: „Das Ordnungsgeld kann mindestens 2.500 Euro und bis zu 25.000 Euro betragen. Die Ordnungsgelder können gegen die Gesellschaft sowie gegen jeden Geschäftsführer mehrfach festgesetzt werden und sind steuerlich nicht abzugsfähig.“ Wirtschaftsspiegel: Was ist, wenn falsch oder unvollständig erklärt wird? Pließ: „Der Bundesanzeiger ist verpflichtet, die eingehenden Unterlagen auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu prüfen. Auch hier werden Verstöße mit Ordnungsgeldern in der genannten Höhe geahndet.“

Wirtschaftsspiegel: Was passiert, wenn ich keine oder unvollständige Unterlagen einreiche? Pließ: „Werden keine Unterlagen bis 31.12.2007 eingereicht, so erfolgt ab Januar 2008 eine kostenpflichtige Aufforderung innerhalb kürzester Frist. Wird dieser nicht gefolgt, wird von Amts wegen ein Ordnungsgeld festgesetzt.“

Wirtschaftsspiegel: Was bedeutet das für Sie als Wirtschaftsprüfer/ Steuerberater in der Praxis? Pließ: „Bilanzpolitik durch Ausnutzung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten hat stark an Bedeutung gewonnen. Das gleiche gilt für Gestaltungsberatung zur Vermeidung der Offenlegung und der Minimierung offenlegungspflichtiger Informationen; ein sehr komplexes aber dennoch ein interessantes Betätigungsfeld.“

Wirtschaftsspiegel: Wie hoch sind die

REDAKTEUR DANIEL BORMKE


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Mehr Rechtssicherheit im Medienbereich

IHR ANLIEGEN kommt uns gerade RECHT!

Die Gothaer Rechtsanwälte Thomas Dahmen und Thomas Unger verstärken ihr Engagement im Bereich des Medien- und Urheberrechts. Die Kanzlei Dahmen & Unger hat ihren Sitz in Gotha, einer Kleinstadt in Westthüringen mit cirka 46.000 Einwohnern. Mit welchen Problemen kommen die Mandanten zu Ihnen? Das ist sehr unterschiedlich und von den Anforderungen her breit gefächert – es reicht vom Verkehrsunfall über eine Kündigungsschutzklage oder über die Verteidigung eines Geschäftsführers wegen einer behaupteten Insolvenzverschleppung bis hin zur Betreuung mittelständischer Unternehmen – zunehmend auch aus dem Medienbereich. Wir beide sind in den jeweiligen Vorständen der Mittelstandsvereinigung der CDU in Gotha und Erfurt tätig und insoweit spielt natürlich der Mittelstand eine große Rolle. Die Verbindung zu den Medien ist kontinuierlich gewachsen, nicht zuletzt weil ich, Rechtsanwalt Dahmen, auch als Autor, Zeitungskolumnist und als Vorsitzender des Programmbeirates von Radio Landeswelle Thüringen tätig bin. Stichwort Medien: Einen Bereich, den Sie jetzt persönlich verstärkt ausbauen möchten, ist der des Urheber- und Medienrechts. Warum gerade in Thüringen? Die ständigen Veränderungen der Medienlandschaft, aber auch der fortschreitende technische Wandel mit immer anderen Nutzungsmöglichkeiten bringt neue Rechts- und Anwendungsprobleme mit sich. Dies zeigen auch die zahlreichen gesetzgeberischen Aktivitäten. Aktuelles Beispiel ist der verstärkte Schutz des geistigen Eigentums und seinem Anspruch auf angemessene Vergütung oder aber auch die Reglementierungen ungehinderten Downloadens aus dem Internet. Stichwort: Illegale Tauschbörsen. Wer etwas entwickelt, will die finanziellen Früchte auch selbst ernten und wer Knowhow verkauft, braucht rechts-

sichere, vertragliche Gestaltungen. Denn es geht letztlich um die Sicherung von Arbeit – und das betrifft alle Unternehmen. Hätten Sie beispielsweise gewusst, dass auch die Planung des Architekten Urheberrechtsschutz genießt? Welche Folgen das haben kann, haben die jüngsten Auseinandersetzungen um die Gestaltung des Berliner Hauptbahnhofes mehr als deutlich gezeigt. Dies, aber auch die zunehmende Bedeutung des Medienstandortes Erfurt, und das nicht nur wegen des Kindermedienzentrums, wollen wir mit begleiten und gleichermaßen für Programmverantwortliche, Medienund Filmemacher, Verlage, Kommunikationsanbieter, Künstler und all die, die kreativ tätig sind, ein kompetenter Ansprechpartner sein. Wir wollen damit eine sicherlich bestehende Lücke hier in Thüringen schließen. Sie, Herr Rechtsanwalt Dahmen, arbeiten derzeit an einem Projekt mit dem Namen „Der Radio- und Fernsehanwalt“. Was steckt dahinter? Die Verrechtlichung der Gesellschaft nimmt zu und damit auch der Wunsch nach verständlichen Informationen. Zusammen mit Partnern aus der Medienbranche wollten wir rechtliche Themen und Zusammenhänge einmal ganz anders darstellen, nämlich kompakt, informativ und vor allem unterhaltend. Boulevardthemen, Geschichten mit Stars und Sternchen, aktuelle Gesellschaftsfragen, aber auch klassische typische Alltagssituationen – wir machen Recht zum „anfassen“. So wird es auch einen Blick hinter die Rechtswelt der Reichen und Schönen geben. Ich hoffe, dass Sie sehr bald vom Radio- und Fernsehanwalt noch viel hören und sehen werden. www.derradioanwalt.de ! www.derfernsehanwalt.de

RECHTSANWALT THOMAS DAHMEN Arbeitsrecht Mietrecht Wirtschaftsrecht Urheber- und Medienrecht

RECHTSANWALT THOMAS UNGER Erb- und Scheidungsrecht Verkehrszivilrecht Ordnungswidrigkeitenrecht Strafrecht

Gartenstr. 34 · 99867 Gotha Telefon: 0 36 21 - 40 44 00 · Telefax: 0 36 21- 40 44 01 E-Mail: dahmen-unger@t-online.de Internet: www.dahmen-unger.de

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Überschaubarer Aufwand – großer Nutzen Eine nachhaltige Investition Vorausdenkende Unternehmer wissen längst um den Wert guter Mitarbeiter, nicht erst seit die Klagen über den zunehmenden Fachkräftemangel lauter werden. Qualifiziertes und engagiertes Personal langfristig an das eigene Unternehmen zu binden, war ihnen schon immer wichtig.

die Werte für jeden einzelnen Pulsschlag, also 60–80 mal in der Minute, mit bislang ungekannter Präzision ermittelt. Das patentierte Verfahren ist weltweit einzigartig. Partnerfirmen der SBK können das Angebot im Wert von rund 150 Euro je Untersuchung für ihre Mitarbeiter kostenfrei nutzen.

Vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen auf dem Arbeitsmarkt einerseits und der Heraufsetzung des Renteneintrittsalters andererseits sind Chefs heute jedoch stärker denn je gefordert, die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit ihrer Arbeiter und Angestellten dauerhaft sicherzustellen.

Gesundheitspartner in der Region Mandy Heine, Expertin für Gesundheitsmanagement, sieht in der Unterstützung der betrieblichen Gesundheitsförderung in Thüringen den Schwerpunkt ihrer Arbeit. „Diese Exklusiv-Kooperation mit MEDX5 ist ein gutes Beispiel dafür, was wir für unsere Unternehmer hier in der Region leisten können. Neben der individuellen Zusammenarbeit nehmen wir es den Arbeitgebern ab, die Vielzahl von Angeboten und Entwicklungen im Gesundheitsmanagement laufend beobachten zu müssen. Als Unternehmer hat man schließlich noch viele andere Aufgaben zu erledigen. Der MEDX5 BioVital Stress-Check ist ein wirklich innovatives Angebot und wir sind stolz darauf, es unseren Partnern anbieten zu können. Den einzelnen, medizinisch nicht vorgebildeten Unternehmer hätte es vielleicht gar nicht erreicht. Wir von der SBK erledigen das eben, halten uns permanent auf dem Laufenden und prüfen auch genau, was wir empfehlen. So können Unternehmer immer wieder sicher sein, nicht nur ein die neuesten, sondern auch qualitätsgesicherte Angebote zu nutzen.“ Die Berater in den SBK-Geschäftsstellen in Erfurt/Sömmerda und in Jena sind Ansprechpartner in der Region. Mandy Heine (Erfurt/Sömmerda) und ihre Kolleginnen Nicole Riedel und Karin Gräser (Geschäftstelle Jena) informieren gern über den Einsatz von MEDX5.

Gesundheit ist Chefsache Aktuelle Untersuchungen zeigen nämlich, dass im Arbeitsumfeld durchgeführte Programme vergleichsweise erfolgreicher sind als private Bemühungen Einzelner. Besonders effektiv ist es, das Maß an körperlicher Aktivität durch betriebliche Sportangebote zu steigern. Die Auswertung der Programme zeigte, dass im Laufe von 8–12 Wochen der BMI (Body-Mass-Index) der teilnehmenden Mitarbeiter um bis zu sechs Prozent sank und der Körperfettanteil im Durchschnitt um 13 Prozent schmolz. Muskelstärke und -flexibilität steigerten sich um 20 Prozent, im Gegenzug verringerten sich das kardiovaskuläre Risiko (35–45%), der Cholesterinspiegel (15%) und der Blutdruck. In den beteiligten Betrieben fielen die Personalabwesenheitszeiten um 12–36 (!) Prozent, personelle und finanzielle Ressourcen wurden geschont. Das Kosten-/Nutzen-Verhältnis bei Investitionen in die betriebliche Gesundheitsförderung liegt bei 1:2,5 bis hin zu 1:4,85, das heißt, für einen eingesetzten Euro lassen sich bis zu 4,85 Euro einsparen. So lässt sich zusammenfassend feststellen: - Die betriebliche Interaktion im Rahmen der Gesundheitsförderung verbessert die Kommunikation im Unternehmen. Auftretende Probleme, etwa im Bereich des Arbeitsschutzes, werden lösungsorientierter und effektiver angegangen. Eine Reduzierung der Unfälle und des Krankenstandes sind die Folge. - Dadurch wiederum verringern sich nicht nur die Kosten für Entgeltfortzahlungen, die anfallende Arbeit wird auch gleichmäßiger auf die Beschäftigen verteilt; Belastungs46

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Mandy Heine, Siemens-Betriebskrankenaksse SBK spitzen werden vermieden. Planbarkeit, Produktivität und Betriebsergebnis verbessern sich. - Die von den Arbeitnehmern positiv empfundene Fürsorge und damit Wertschätzung ihrer Leistung führt zur verstärkten Identifikation mit dem Unternehmen und dessen Zielen. Leistungsbereitschaft, Qualität, Produktivität wachsen. - Ein verbessertes Betriebsklima wirkt sowohl nach innen als auch nach außen imagefördernd. Im Umgang mit Kunden, insbesondere im Dienstleistungssektor, sind die Mitarbeiter motivierter und belastbarer. Zufriedene Kunden sind die Basis Ihres Erfolgs als Unternehmer. Immer auf dem neuesten Stand: die Angebote der SBK Angesichts dieser Erkenntnisse wächst seitens der Arbeitgeber die Bereitschaft, sich für die Gesunderhaltung ihrer Beschäftigten einzusetzen. Aber gerade das Problem „Stress“, über das oft geklagt wird, lässt sich oft nur schwer konkret beim Schopfe packen – zu individuell sind die Befindlichkeiten der Betroffenen. Eine brandneue und exklusive Kooperation der SBK mit dem Medizintechnik-Unternehmen MEDX5, das unter anderem auch Partner der NASA ist, ermöglicht hier ab sofort eine optimale Diagnose: Der BioVital Stress-Check. Innerhalb von nur zehn Minuten werden die fünf wichtigsten Biovitalwerte in Echtzeit gemessen: Puls, EKG, Blutdruck, Blutdruckregulationsfähigkeit und der Stressindex, und zwar völlig schmerzfrei und ohne körperlichen Eingriff. Mit Hilfe hoch sensitiver Mess-Elektroden, einer Oberarm-Manschette und eines Blutdruck-Moduls am Finger werden

Kontakt Mandy Heine Geschäftstellenleiterin Siemens-Betriebskrankenkasse Geschäftstelle Sömmerda Erfurter Straße 43 D-99610 Sömmerda Tel.: +49 (0) 3634 - 330 2185 Fax: +49 (0) 3634 - 330 2190 E-Mail: mandy.heine@sbk.org Internet: www.sbk.org

Weniger Arbeitsunfälle Erfurt (su) Die Zahl der Arbeitsunfälle hat sich in Thüringen in den zurückliegenden zehn Jahren halbiert. Während im Jahr 1995 noch über 20.500 Menschen zu Schaden kamen, waren es im vergangenen Jahr nur noch etwas mehr als 10.500. Auch die Zahl der tödlichen Unfälle ging zurück. Starben vor zehn Jahren noch 41 Menschen bei der Arbeit, so waren 2006 nur noch 14 Opfer zu beklagen. Ein Schwerpunkt der Arbeitsunfälle ist nach wie vor das Baugewerbe. Landesweit wurden im vergangenen Jahr 8.600 Firmen kontrolliert und insgesamt fast 19.000 Überprüfungen vorgenommen. Dabei kamen zirka 35.000 Mängel zutage. Gegen schwere Verstöße wurde 86 Mal eine sofortige Beseitigung verordnet. Es wurden 2.800 Bußgeldbescheide und 2.200 Verwarnungen registriert. Schwerpunkte waren Baustellen und technische Anlagen, sowie Lenk- und Ruhezeiten von Berufskraftfahrern. Freistaat fördert Klinikneubau Rudolstadt (su) Mit der symbolischen Grundsteinlegung am 10. September geht der Neubau der Thüringen-Kliniken in Rudolstadt in eine entscheidende Phase. Bereits Ende 2008/2009 soll die neue Klinik in Betrieb gehen. Gefördert vom Freistaat Thüringen entsteht ein Klinikneubau im Umfang von etwa 33 Millionen Euro, der künftig die Klinik für Innere Medizin und die Klinik für Geriatrie beherbergen soll. Der Neubau war notwendig geworden, da die Kosten für eine Sanierung des Altstandortes um mehrere Millionen höher gelegen hätten. Der Freistaat übernimmt mit 31 Millionen Euro den Großteil der Baukosten für den Neubau mit seinen 150 Betten. Darmzentrum zertifiziert Erfurt (su) Als erste Einrichtung dieser Art in Thüringen wurde das Erfurter Darmzentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Bisher sind in Thüringen bereits sieben Brustzentren für ihre Krebstherapie ausgezeichnet worden. Das Darmzentrum Erfurt, eines von insgesamt 35 zertifizierten Zentren deutschlandweit, ist ein Zusammenschluss des Katholischen Krankenhauses, Rehaeinrichtungen, des Tumorzentrums sowie niedergelassenen Ärzten und Selbsthilfegruppen.


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Effiziente Ideen für mehr Energieeffizienz Kein anderes Thema beherrscht derzeit das politische wie gesellschaftliche Klima so wie das eine: das Klima. Immer neue Forderungen nach Grenzwerten sind zu hören, und ehrgeizige Klimaschutzziele werden gesetzt. Sogar die Automobilindustrie zieht mit: Neue, sparsamere Motoren sind in Sicht. Gut so. Schließlich ist

nach jüngsten Klimaschutzberichten allen klar, dass sich in Sachen Energieeffizienz etwas ändern muss - nicht nur, um das Klima zu retten, sondern auch, um Kosten zu senken. Doch bei allen Forderungen, Maßnahmen und Initiativen wird eine Frage oft ausgeklammert: das Wie? Wie können die ehrgeizigen Ziele er-

reicht werden? Natürlich, Ziele sind schnell gesteckt - doch ihr Erreichen braucht ein Vielfaches an Anstrengungen. Unternehmen wie beispielsweise E.ON Thüringer Energie dachten hierüber schon nach, als Politik und Gesellschaft sich noch mit ganz anderen Themen beschäftigten. Ob intelligente Solartechnik, hocheffi-

ziente Wärmepumpen oder Hightech-Produkte wie der EnergieManager – Unternehmen wie E.ON Thüringer Energie bieten schon heute Produkte, die das Klima von morgen nachhaltig verbessern. Schließlich nehmen sie die Herausforderung an und entwickeln effiziente Ideen für mehr Energieeffizienz.

Energiepotenziale optimal ausschöpfen „Energieeffizienz“ – ein Wort, das im täglichen Sprachgebrauch mittlerweile einen festen Platz hat. Der Grund wird täglich geliefert: Kein Tag vergeht, ohne dass auf die Notwendigkeit des effizienten Einsatzes von Energie hingewiesen wird – sei es im Zusammenhang mit drohenden Klimaveränderungen oder im Kontext des Energieweltmarktes und der Verknappung von Ressourcen. Gefragt sind bei diesem Thema alle – und auch das ist allen klar. Besonders jedoch steht die Industrie vor einer großen Herausforderung. Die Verknappung von Energie auf dem Weltmarkt macht sich auch in den regionalen Märkten bemerkbar – kleinere und mittlere Betriebe sind ebenso betroffen wie Großkonzerne. Doch gerade mittelständische Unternehmen stehen mehr und mehr vor der Frage, wie bestehende Potentiale besser genutzt werden können, um Kosten zu senken – und das Klima zu schonen. Die Forderungen der Politik hinsichtlich der Energieeffizienz sind umfangreich, ganz im Gegensatz zu den von der Politik angebotenen Lösungen. Und genau hier setzt beispielsweise Thüringens größter Energiedienstleister, die E.ON Thüringer Energie, an. Das Unternehmen entwickelt seit Langem praxisnahe Lösungen, die seinen Kunden helfen, die Energieeffizienz zu steigern. Dazu gehört unter anderem der EnergieManager.

gieManager der E.ON Thüringer Energie auch, um den Energieverbrauch aktiv zu senken. Das Managementsystem greift dazu in die einzelnen Arbeitsprozesse von Maschinen und Anlagen ein, ohne sie negativ zu beeinflussen. Zudem erlaubt es der EnergieManager, Lastgrenzen des Energieverbrauches festzulegen. Werden diese erreicht, wird darauf mittels optischer und akustischer Signale hingewiesen. Die Warnung kann auch per Handy übermittelt werden.

nem einfachen Prinzip: Er erfasst und analysiert Informationen zum Strom-, Gas- und Wasserverbrauch. Darüber hinaus registriert er Prozessdaten wie Druck-, Temperatur und Schaltzustände. Zeitnah werden all diese gesammelten Daten aufgegliedert und analysiert. Der Energieverbrauch wird sowohl monats-, als auch tages- und stundengenau aufgeschlüsselt. Ein Mausklick genügt, um alle relevanten Zahlen aufzurufen und zusätzlich in übersichtlichen Grafiken darstellen zu lassen. Somit haben Unternehmen stets ihren gesamten Energieverbrauch im Blick und können schnell reagieren. Die gesammelten Daten nutzt der Ener-

Das Besondere am EnergieManager der E.ON Thüringer Energie: Dank moderner Technologien können die aktuellen Daten jederzeit und an jedem Ort der Welt abgerufen werden. Möglich wird das durch ein zusätzliches Modul, mit dem per Internet auf den EnergieManager zugegriffen werden kann. Das Onlineportal MyJEVis listet dem registrierten Nutzer alle aktuellen Zahlen auf - auch in Monats-, Tages- oder Stundenübersichten. Zudem bietet My-JEVis eine Alarmüberwachung und verursachergerechte Kostenzuweisungen. Kunden der E.ON Thüringer Energie können doppelt vom EnergieManager profitieren: Er macht nicht nur den Energieverbrauch deutlich trans-

parenter, sondern schont auch die Unternehmenskasse. Der EnergieManager kann sowohl gemietet, als auch gekauft werden. Wer sich für einen Kauf entscheidet, kann verschiedene Abschreibungsmodelle nutzen. Ein detaillierter Überblick zum Energieverbrauch einzelner Anlagen und Maschinen, deren aktive Steuerung und eine dauerhafte Senkung von Kosten – all das macht der EnergieManager der E.ON Thüringer Energie möglich. Das Beispiel EnergieManager zeigt, dass Unternehmen wie E.ON Thüringer Energie bereits die Herausforderung angenommen haben, den effizienten Einsatz von Energie möglich zu machen. Sie entwickeln praxisnahe Lösungen, die den Kunden wirklich helfen, Kosten zu senken, Energiepotentiale optimal auszuschöpfen und das Klima zu schonen.

Kontakt E.ON Thüringer Energie Schwerborner Straße 30 99087 Erfurt Tel.: +49 (0) 0361 - 652 2551 E-Mail: energieservice@ eon-thueringerenergie.com Internet: www.eonthueringerenergie.com

Entstanden im Rahmen des Konzeptes Consult.plus, ist der EnergieManager seit mehreren Jahren in zahlreichen Thüringer Unternehmen der Metall-, Kunststoff- und Lebensmittelbranche im Einsatz. Er eröffnet Möglichkeiten, Strom, Gas, Wasser und Wärme optimaler zu nutzen und zu managen, kurz: Energieeffizienz zu praktizieren. Dabei arbeitet der EnergieManager der E.ON Thüringer Energie nach ei-

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KULTUR & LEBENSQUALITÄT

Sonnenkinder, Internet und Terror Das Theaterhaus Jena erkundet in dieser Spielzeit die „Schöne neue Welt“ mit ihren unterschiedlichsten Facetten Ein gedrucktes Spielzeitheft ist in der 16-jährigen Geschichte des Theaterhauses Jena ein Novum. Kein üppiges, das lässt das schmale Budget der Bühne von nur 1,55 Millionen Euro nicht zu. Wohl aber eines, das im gefalteten A2-ZieharmonikaFormat auf humorvolle Weise einen Überblick über die Vorhaben der Spielzeit gibt. Analog dazu ein neuer Internetauftritt, künftig sogar mit Videos aus den Produktionen. Dazu einige personelle Veränderungen. „Schöne neue Welt“ möchte man meinen. Denn genau diese will die Jenaer Truppe ihrem Publikum in den nächsten Monaten gemäß dem bei Aldous Huxley entliehenen Spielzeitmotto bieten. Eine heile Welt ist es keinesfalls, die da in elf neuen Inszenierungen auf die Bühne kommen soll. Da geht es um Terror und Flüchtlingsdramen, um Sonnenkinder und Aliens, um die Parallelwelt des Internets, um Urlaubsgelüste und Aussteiger.

Mit acht Uraufführungen von acht Autoren gibt es so viele wie noch nie zuvor in einer Spielzeit an diesem Haus. Darunter auch das Stück „Knock out“, für das Autorin Katharina Schmitt im vergangenen Jahr den von Stadt und Theaterhaus Jena vergebenen Jakob-Michael-Reinhold-LenzPreis erhielt. In die Spielzeit gestartet ist das Theaterhaus mit der Uraufführung „Second Life“. Auf Huxley's „Schöne neue Welt“ muss das Publikum noch geraume Zeit warten. Es setzt als Open-Air-Spektakel im Juli 2008 den Schlusspunkt unter die Saison. Einziger Klassiker unter den Neuinszenierungen ist Maxim Gorkis „Kinder der Sonne“. Doch selbst das ist eine Uraufführung, nämlich der Neubearbeitung des Stoffes durch Werner Buhss. Die Premiere von „Knock out“ am 1. November gibt zugleich den Auftakt für das viertägige Festival „Heißer Herbst“. Stücke, Lesungen, Filme,

Mit „LSD – Lieder statt Depressionen“, dem kinderHaus, in dem die Jüngsten Theater spielerisch entdecken können, und dem jugendHaus, das Teenagern hilft, die Bühne zu erobern, setzt das Theaterhaus Bewährtes fort. Verstärken wollen die Theaterleute ihre Arbeit mit Schulen. Verschiedene theaterpädagogische Angebote sollen vor allem den Lehrern einen Insider-Blick in den Spielplan und den direkten Kontakt zu den Akteuren geben. (ul)

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www.theaterhaus-jena.de

Jazz für Thüringen

Herbstgeflüster

Ein heißer Herbst steht allen Freunden des Jazz ins Haus. Noch bis zum 26. November beteiligen sich insgesamt 18 Thüringer Städte an der nunmehr 14. Jazzmeile. Länderschwerpunkt des Festivals ist in diesem Jahr die Schweiz. Entsprechend wurde der Eidgenossenschaft auch ein eigenes Projekt unter dem Titel „Kreative Reservate“ gewidmet. Das Hauptaugenmerk liegt wie schon in den Vorjahren auf der Nachwuchsförderung.

Das Wochenende steht vor der Tür und der Wetterbericht verspricht noch ein paar Sonnenstrahlen? Wie wäre es dann mit einem Ausflug in den Urwald? Keine Sorge – dazu bedarf es keiner anstrengenden Flugreise. Denn ganz im Westen Thüringens findet sich ein solcher; wohlgemerkt der einzige in Deutschland. Zehn Jahre gibt es den Nationalpark Hainich nun schon. Und gerade jetzt, wenn sich das Laub im Herbst färbt, lohnt ein Besuch. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder hoch zu Ross, es gibt unendlich viele Möglichkeiten, die Natur zu entdecken. Als absolutes Muss gilt für junge Naturforscher eine Entdeckungstour durch den Wildkatzenkinderwald. Hier hat schon so mancher Knirps mit Waldgeistern diskutiert, den possierlichen Bewohnern des „Mausoleums“ einen Besuch abgestattet oder sich auf der Vogelnestschaukel zu den höchsten Baumkronen aufgeschwungen. Apropos. Kein Ausflug in den Urwald, ohne ihn von Oben zu bestaunen. Der Baumkronenpfad schlängelt sich in 44 Metern Höhe auf 308 Metern Länge über die Wipfel der Bäume und bietet damit einen fantastischen Blick über das Thüringer Becken. (sk)

Unterstützung gibt es hierbei unter anderem von der Musikhochschule Franz Liszt Weimar. Für Schlagzeug, Gospel und Bigband wurden entsprechend Workshops organisiert. „Seit Jahren arbeiten verschiedene Jazzclubs und Veranstalter mit den Kulturämtern der Städte Hand in Hand und haben so die Jazzmeile zu einem anerkannten internationalen Festival profiliert“, erklärte Thomas Eckardt, Geschäftsführer der Jazzmeile AG im Vorfeld. Und so haben auch in diesem Jahr Besucher aus ganz Deutschland die Qual der Wahl aus mehr als 100 Konzerten. Integriert in das Programm sind unter anderem das 24. Nordhäuser Jazzfest und die 1.internationalen Sonneberger Jazztage. (sk) ! www.jazzmeile.org 48

Liederabende und Diskussionen werden sich dann um die Formen des Widerstandes in der deutschdeutschen Geschichte, um Visionen und Utopien, um Chancen und Scheitern bis heute ranken. Als ein zweites Festival geht dann im November die Biennale „Theater in Bewegung“ in Kooperation mit der Kommune über die Bühne.

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www.nationalpark-hainich.de


KULTUR & LEBENSQUALITÄT

Aufbruch zu neuen Ufern Kunsthaus Apolda zeigt erstmals öffentlich Duisburger „Brücke“-Sammlung Apolda (ul) Mit einer außergewöhnlichen Ausstellung wartet das Kunsthaus Apolda Avantgarde derzeit auf. Die Galerie präsentiert erstmals öffentlich überhaupt die Sammlung von Werken der Brücke-Künstler aus der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg. „Wir zeigen den kompletten Bestand an Arbeiten auf Papier“, freut sich Kurator Hans-Dieter Mück. Lediglich acht Gemälde fehlen aus restauratorischen Gründen. So vereint die Apoldaer Exposition „Auf der Suche nach dem verlorenen Paradies“ mehr als 130 Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälde der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe „Brücke“. Dazu gehören Werke der Mitbegründer Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff ebenso wie solche von Otto Mueller, Emil Nolde, und Max Pechstein. Darüber hinaus wartet die Schau mit Arbeiten von Expressionisten aus dem Umfeld der Gruppe auf, etwa

Ernst Barlach, Max Beckmann, Franz Marc und Wilhelm Lehmbruck selbst. Die „Brücke“ markiert den Beginn des Expressionismus, der einzigen Kunstrichtung, die je von Deutschland ausging. Ihr Ziel war die radikale Abkehr von Akademie, zeitgenössischer Kunst und bürgerlicher Selbstgenügsamkeit, ihre Themen Landschaften, Akte und Gegenstände. Die hielten sie unmittelbar, unverfälscht und ganz subjektiv fest. Dadurch sowie mit intensiven reinen Farben und direkten Formen forderten sie die etablierten Sehgewohnheiten des bürgerlichen Publikums. Lange sei ihnen die Anerkennung verwehrt geblieben, macht der Kurator deutlich. Erst 1913, dem Jahr als sich die inzwischen in Berlin ansässige Gruppe auflöste, erfuhr sie erstmals Zustimmung. Geblieben sind die Werke – die Aquarelle mit ihren intensiven reinen Farben, die feinstrichigen Radierungen, die vielfach kantigen Holzschnitte, die scheinbar flüchtig hingeworfenen Zeichnungen. Zu-

mindest jene, die die Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ von 1937 überdauerten. Über die Kunstwerke hinaus wartet die Exposition mit Fotos und Zeitdokumenten auf. Darunter auch Katalog und eine Preisliste einer Luzerner Auktion, auf der im Juni 1939 im Auftrag der Nationalsozialisten zahlreiche der Kunstwerke aus der Aktion „Entartete Kunst“ versteigert wurde. „Ein Ausverkauf des deutschen Geistes“, bedauert Mück. Das Kunsthaus Apolda Avantgarde, das seit seiner Eröffnung 1995 bereits mehr als 300.000 Besucher zählte, öffnet dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr sowie montags nach telefonischer Vereinbarung. Die Apoldaer Ausstellung „Auf der Suche nach dem verlorenen Paradies“ will das leihgebende Duisburger Lehmbruck-Museum selbst samt dem als Katalog vorgelegten Bestandsverzeichnis 2008 übernehmen.

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www.kunsthausapolda.de

Mitteldeutsche Zeitgenossen Der mittlerweile 5. Grafikpreis der Nordhäuser Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung wurde im Oktober als einziger regelmäßig verliehene Kunstpreis Thüringens verliehen. Nordhausen (bo) „Die Stadt Nordhausen ist stolz, heute zum 5. Mal den Nordhäuser Grafikpreis der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung hier im Kunsthaus Meyenburg zu verleihen“, sagte die Dezernentin für Bau, Wirtschaft und Umwelt, Inge Klaan, zur Preisverleihung Mitte Oktober. Dieser Preis ist mittlerweile auch über Thüringens Landesgrenzen hinaus be- und anerkannt. Den mit 1.500 Euro dotierten Preis erhielt in diesem Jahr der Weimarer Künstler Horst Peter Meyer. Er präsentiert neue, teils großformatige Kaltnadelradierungen zum Thema „Paare“ das Verhältnis von Mann und Frau und dem damit verbundenem Widerstreit von Distanz und Vertrautheit. Seine Figuren sind kraftvoll, monumental, aber auch vieldeutig. So auch seine beiden Radierungen zu Christoph Martin Wieland, der neben Goethe, Schiller und Herder als bedeutendster Autor

der Zeit der Aufklärung zählt. Einen mit 1.000 Euro dotierten Förderpreis der Kreissparkasse Nordhausen wurde an den in Braunschweig lebenden Künstler Krysztof Baranski für seine ungewöhnlichen Materialdrucke übergeben. Er arbeitet mit gefundenen Materialien aus Metall und erkundet dessen Materialeigenschaften und deren Einwirkungen von Umwelt und Zeit. Der junge Künstler und gebürtiger Pole spielt dabei mit Wirklichkeit und Abstraktion. Die Ausstellung zum Grafikpreis präsentiert noch bis 25. November diesen Jahres im Kunsthaus Meyenburg in Nordhausen neben den Preisträgern auch Werke der acht besten Künstler und bietet damit einen Querschnitt durch zeitgenössische Kunst Mitteldeutschlands. Zu sehen sind 80 groß- und kleinformatige Werke unter anderem von: Erik Buchholz (Gera), Bernd Rückert (Lauscha), Ekkehard Claus Engel-

mann (Jena), Martina Kaul (Wiesbaden) oder Sabine Sauermilch (Erfurt). Die ausgestellten Werke zeigen verschiedene grafische Techniken wie Radierung, Holzschnitt, Zeichnungen oder Linoltuschedruck, welche jedoch durch die persönliche Handschrift des jeweiligen Künstlers geprägt sind. Für den Grafikpreis haben sich 138 Künstler aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Niedersachsen beworben. Die Initiative startete die gebürtige Nordhäuser Künstlerin Ilsetraut Glock, die der Stadt Nordhausen neben dem Stiftungskapital für den Grafikpreis auch eine umfangreiche Kunstsammlung übereignete. Leider war es der jetzt bei Bonn lebenden Künstlerin, aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich an der Verleihung teilzunehmen.

Günter Kreienbrink Kulturpreisträger der Stadt Erfurt

Kulturschätze erhalten Alle zwei Jahre verleiht die Stadt Erfurt einen Preis für außergewöhnliches Engagement im Bereich der Kultur. Nun hat die Landeshauptstadt einen weiteren Kulturpreisträger. Für seine Leistungen auf dem Gebiet der Papierrestaurierung wurde der 75-jährige Günter Kreienbrink im Rahmen einer Festveranstaltung geehrt. Weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden ist der Erfurter mit seinen Arbeiten an der Bibliotheca Amploniana, einer der bedeutendsten Handschriftensammlungen auf deutschem Boden. Zudem widmete sich der Restaurator unter anderem Adam Ries` Rechenbuch aus dem 16. Jahrhundert und dem Gebetbuch der Heiligen Elisabeth. Kreienbrink engagiert sich darüber hinaus seit Jahren im Restauratorenfachverband und setzt sich aktiv für die Ausbildung des Berufsnachwuchses ein. Mit der Verleihung des Kulturpreises an Kreienbrink würdigt Erfurt eine Persönlichkeit, die sich mit außergewöhnlichem Engagement für den Erhalt wertvoller Kulturschätze einsetzt. Kreienbrink ist der nunmehr sechste Preisträger. Seit 1997 wird die Auszeichnung in Erfurt alle zwei Jahre vergeben. Mit Alfred Traugott Mörstedt, Jürgen Kehrt, Ernst August Zimmermann, Professor Dr. Gerd Frischmuth und Dieter König wurden bislang ausschließlich Männer geehrt. (sk)

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www.erfurt.de

www.nordhausen.de

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TOURISMUS „Zentrales Thema zur touristischen Vermarktung des Grünen Bandes ist die ‚Ruhe‘. Somit wird das Grüne Band immer eher ein Nischen- beziehungsweise Ergänzungsprodukt zu weiteren touristischen Attraktionen der Region sein. Für den Ausbau des sanften Tourismus in Südthüringen ist das Grüne Band ein wichtiges Standbein und zugleich ein interessantes Reisemotiv, dass durch die bundesweite Aufmerksamkeit des Projektes sicherlich einige Gäste in die Region zieht.“

Christa Velten

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www.thueringer-wald.com Tel: +49 (0) 36842 - 529 817 E-Mail: velten@thueringer-wald.com

Marketingleitung Tourismus Regionalverbund Thüringer Wald e.V.

Vom Eisernen Vorhang zum Grünen Band Naturgenuss als Reisemotiv steht bei Urlaubs- und Erholungssuchenden zunehmend an erster Stelle. Dies belegt auch eine 2007 durchgeführte Gästebefragung der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) unter 500 Internetnutzern. Auch in einigen schwach entwickelten Regionen Südthüringens setzt man verstärkt auf sanften, naturnahen Tourismus. Abseits der bekannten touristischen Routen liegt im äußersten südöstlichen Zipfel Südthüringens der Ort Heinersdorf. Ein aus touristischer Sicht kaum nennenswertes, beschauliches Dorf – so scheint es. Doch jetzt wurde die ehemalige deutsch-deutsche Grenzregion um Heinersdorf als eine von drei Modellregionen ausgewählt, um sie als Erfahrungsraum im Kontext Natur-Kultur-Geschichte nachhaltig touristisch zu entwickeln sowie als naturnahen und schützenswerten Erholungsraum erlebbar und wahrnehmbar zu machen. Dieses Ziel verfolgt das Erprobungs- und

Entwicklungsvorhaben „Erlebnis Grünes Band“ im Zeitraum 2007 bis 2010. Initiiert und gefördert wird das ehrgeizige Projekt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums und fachlich begleitet vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND). Das länderübergreifende Modellprojektgebiet umfasst eine Strecke von rund 120 Kilometern und tangiert die Naturparks Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale sowie den Frankenwald. Um den Tourismus in diesem ehemaligen Grenzstreifen nachhaltig zu entwickeln, wollen die regionalen Partner Regionalverbund Thüringer Wald e.V. sowie Frankenwald Tourismus buchbare, attraktive touristische Angebote kreieren. Geplant ist unter anderem auch der Ausbau von Radund Wanderwegen. An speziell ausgewiesenen Informationspunkten können sich Gäste dann über Ge-

schichte und Natur informieren oder sich einen „Audio-Guide“ ausleihen. Diese Geräte dienen der Orientierung auf den Erlebnis-Routen. An besonders geschichtsträchtigen „Point-ofInterests“, zu denen auch das südthüringische Heinersdorf zählt, kann der Audio-Guide-Hörer auch Tondokumente von Zeitzeugen abspielen. Im Jahr 2009 rückt das Projekt „Erlebnis Grünes Band“ in den Mittelpunkt der Vermarktungsaktivitäten der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Der 20. Jahrestag des Mauerfalls ist Schwerpunktthema einer bundesweiten und internationalen Öffentlichkeitsarbeit. Der „GrüneBand-Tourismus“ soll als Impulsgeber für eine nachhaltige Landwirtschaft, Handel und Handwerk dienen und damit die regionale Wertschöpfung steigern – gute Perspektiven also für eine zukunftsfähige Regionalentwicklung. (as)

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www.bund.net/ aktionen/gruenesband

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Das Wirtschaftsmagazin für Thüringen Josef-Ries-Str. 78, D-99086 Erfurt Tel.: 0361 6019132 Fax: 0361 5504466 E-Mail: wirtschaftsspiegel@ws-thueringen.com Internet: www.wirtschaftsspiegel.com Medienverbund regionaler Wirtschaftszeitschriften für Thüringen und Sachsen-Anhalt. Der WIRTSCHAFTSSPIEGEL erscheint im Wirtschaftsspiegel Verlag Sachsen-Anhalt KG, Magdeburg Geschäftsführer Jürgen Meier, Gert Hohlwein Redaktion Chefredakteur: Daniel Bormke (bo) Tel.: 0177 3866168 E-Mail: bormke@web.de Uwe Frost (uf) Tel.: 0171 1587484 E-Mail: info@uwe-frost.de Sylvia Kreyßel (sk) Tel.: 0172 3666791 E-Mail: s.kreyssel@impuls-texte.de Uschi Lenk (ul) Tel.: 0173 3904220 E-Mail: uschilenk@freenet.de Sascha Uthe (su) Tel.: 0151 11631055 E-Mail: saschauthe@web.de Antje Steinhorst (as) Tel.: 0176 41089851 E-Mail: info@spa-business.eu Rolf-Dietmar Schmidt (rds) Tel: 0391 7280912 miScha (mi) Sekretariat Juliane Kummer Vertriebsleitung/Abonnenten-Service Tel.: 0361 6019132 Fax: 0361 5504466 E-Mail: wirtschaftsspiegel@ws-thueringen.com Werbefachberater Süd/West-Thüringen Andreas Lübke Tel.: 0173 6825207 E-Mail: luebke68@aol.com Ost-Thüringen Gunter Lungershausen Tel.: 0162 2505685 E-Mail: gc.lungershausen@web.de Mittel-Thüringen Anett Greyer Tel.: 0170 2907407 E-Mail: Anett.Greyer@t-online.de Titelbild Andritz AG Layout

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Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Der Verlag übernimmt keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen. Einzelpreis: 2,90 Euro Jahresabonnement: 11,50 Euro ISSN: 1860-8558 Der nächste WIRTSCHAFTSSPIEGEL erscheint in der 04. KW 2008 Anzeigenschluss: 21.12.2007


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GeAT AG, Vorstand Juri- Gagarin- Ring 152, 99084 Erfurt  03 61 / 5 58 46 - 0, Fax: - 10 e-Mail: Vorstand-EF@geat.de


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