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4­ 2012 . 5. Jahrgang

Thüringens Magazin für junge Köpfe

Wirtschaft und Du

Automobile Perspektive Berufe in der Automotive­Branche

Schwerpunkt

Berufe in Energiewirtschaft WiYou.Rock.Block

The Voice of Max Giesinger WiYouLogie

So funktioniert ein Pumpspeicherwerk


weil ich bei Kaufland eine echte Zukunftsperspektive habe!

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Aus dem Inhalt

3

Aus dem Inhalt 04

Müllfahrer für einen Tag

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WiYou im Selbstversuch

06

WiYou.Rock.Block

Ausgebildet gut in Form – Verfahrensmechaniker

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Max Giesinger im Interview

Schwerpunkt: Energiewirtschaft Renewable Resources Engineering – Studium an der FH Schmalkalden

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Titel: Automotive Diese Branche ist AUTOMOTIViErt

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Der richtige Riecher – Fachkraft für Abwassertechnik

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Kraft und Köpfchen – Zerspanungsmechaniker

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23

Starthilfe –

.Unser Titelbild. Montage auf der Baustelle – Anlagenmechaniker für Sanitär,

Seit Anfang der 1990­er Jahre ist Opel am

Heizung, Klima

Standort Eisenach ansässig. Neben der Pro­

Kfz­Servicemechaniker

duktion des Corsa wird in Zukunft auch der

28 17

WiYou­Lexikon

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Was Volt ihr denn?

WiYouLogie

neue Kleinwagen ADAM – hier ein Blick auf ei­

Pumpspeicherwerk Hohenwarte II

nen Cockpitentwurf – in Westthüringen vom Band laufen. Seinen Bestellstart hat der Kleine

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Studium Elektrotechnik

Dein Engagement

zur Weltpremiere in Paris, in den Verkaufs­

Landesschülertag in Erfurt

räumen der Händler wird er ab Anfang 2013 zu sehen sein.

WiYou­Patenschaften Thüringer Unternehmen zeigen Flagge!

WiYou wurde unterstützt durch:

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012

Foto: GM Company


Müllfahrer für einen Tag .Ich wollte schon als Kind gerne hinten auf einem Müllauto mitfahren.. .Lässig aufspringen, locker mit einer Hand festhalten und los geht es zur. Der Tag der Berufskraftfahrer be­

.nächsten Station, während der Wind ins Gesicht weht. In den.

und schwer ist er außerdem. Alles

ginnt pünktlich um 6 Uhr mor­

.Sommerferien war es soweit. Einen Tag lang habe ich als Praktikant der.

Quatsch! Zumindest fast alles!

gens. Nicht ganz einfach für mich,

.Stadtwerke Erfurt den Müll von Gisperslebens Straßen geholt. Und was soll.

Denn körperlich anstrengend ist er

aber nach einem ordentlichen

.ich sagen, das ist ein echt anstrengender Job, aber hinten drauf mitzufahren.

in der Tat. Kurz nach 6 Uhr rollen

Kaffee schnell vergessen. Alles

.ist genau so cool, wie ich es mir vorgestellt habe!.

wir also mit den anderen Fahrzeu­

trifft sich in orange­grüner Arbeits­

gen vom Hof der Stadtwerke in un­

montur in der Zentrale, wo der

ser Einsatzgebiet. Julian checkt auf

Meister die jüngsten Änderungen der Teamzusammensetzungen oder der

einem Monitor im Cockpit noch einmal die Route, die vor uns liegt. Auf der

Fahrzeuge bekanntgibt. Etwa 50 Mitarbeiter und entsprechend zugehörige

Liste stehen 627 Biotonnen, die geleert werden müssen. Später werde ich

Fahrzeuge muss jeder Meister – insgesamt gibt es drei von ihnen für je eine

merken, dass noch ein weiterer Punkt in der Klischeeliste zutrifft: manchmal

Müllsorte – koordinieren. Hier lerne ich mein heutiges Team kennen: Julian

stinkt es auch ein bisschen.

Diebas ist mein direkter Vorgesetzter und hat das Sagen im Team. Der 20­ Jährige hat bei den Erfurter Stadtwerken vor gut einem Jahr seine Ausbildung

Im Einsatzgebiet angekommen, erklärt mir Azubi Robert die Funktionen des

zum Berufskraftfahrer abgeschlossen und lenkt den Müllwagen. Der zweite

Müllfahrzeugs. Mit einer Reihe von Knöpfen und Lämpchen wird die Vor­

im Bunde ist der sogenannte „Stammbeifahrer“ Lutz Gebhardt. Und Nummer

richtung am hinteren Ende des Lkw startklar gemacht. Im Prinzip wird dann

drei in dem Gespann ist Robert Schilling – der Azubi in der Runde, der nach zehn Jahren als Einzel­

nur noch die Tonne – oder „der .Mein. .„Firmenwagen“.

Topp“, wie er in der Erfurter Fach­ sprache heißt – an die Halterung

handelskaufmann lieber „etwas

gefahren, um automatisch nach

Handfestes mit guter Bezahlung

oben gehoben und entleert zu

und Perspektive“ gesucht hat.

werden. Kommt sie wieder runter, wird sie an ihren vorherigen Platz

Das sind in der Tat gute Gründe,

zurückgestellt und es geht weiter

sich für den Job zu entscheiden,

zur nächsten.

aber wie sieht es nun aus mit dem Image, den er mit sich bringt?

Das zumindest ist der Idealfall,

Ungehobelte Männer, schlechte

aber es gehört noch eine Menge

Noten in der Schule , ein stinkiger

mehr dazu: Die Teams bestehen

Job, den keiner machen möchte

immer aus drei Leuten – heute mit

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012


.Mein Team:. .Lutz Gebhardt,. .Robert Schilling und. .Julian Diebas.

mir im Schlepptau ausnahmsweise mal aus vier. Und die müssen gut koordi­

während Lutz und Julian hinter uns die „Töppe“ leeren. Robert ist gerade am

niert werden, denn die Verletzungsgefahr ist in dem Beruf recht hoch. Unser

Ende seines ersten Ausbildungsjahres und weiß, worauf es ankommt, wenn

Weg führt nicht selten durch enge, zugeparkte Gassen. Da haben der

man sich für diesen Job entscheidet. „Du brauchst auf jeden Fall technisches

Kraftfahrer und seine Lader ordentlich zu tun. Ständig müssen sie auf den

Interesse und Verständnis, denn jeder Lkw ist anders und hat eine andere

Verkehr und Fußgänger achten, sie müssen sich gegenseitig im Blick haben,

Ladevorrichtung. Außerdem brauchst du Durchhaltevermögen und natürlich

damit klar ist, ob und wann der Fahrer weiterfahren kann. Dafür gibt es in der

eine gewisse körperliche Fitness“, sagt er. Letzteres wird mir gegen Ende der

Fahrerkabine eine Menge Spiegel und Kameras, die jeden Winkel rund um das

Schicht immer deutlicher bewusst werden. Und letztlich brauche man auch

Fahrzeug sichtbar machen. Eine große Verantwortung lastet dabei vor allem

gute Nerven und müsse in allen Situationen Ruhe bewahren können, sagt er

auf dem Fahrer.

und meint damit die Situationen im Straßenverkehr und im Umgang mit Passanten. Sehr leicht fällt Robert übrigens die Berufsschule. Alle drei Wochen

Mittlerweile ist es 8 Uhr und Zeit für das Frühstück. Hier hat das Team Zeit,

muss er dafür nach Mühlhausen. „Bisher habe ich nur Einsen“, sagt er stolz.

sich über die weitere Route, Probleme oder private Sachen auszutauschen.

Den Rest des Tages geht es für mich dann wieder nach hinten, wobei das

Die meisten Fahrer, so erfahre ich, kennen sich untereinander und die Arbeit

Mitfahren auf dem Tritt bis zum Schluss seinen Reiz nicht verliert. Gegen 15

läuft sehr harmonisch ab, egal wie die Teams zugeordnet werden. Das ist ir­

Uhr heißt es schließlich: „Das war die Letzte. Ab zur Deponie.“ Klar, der Müll

gendwie auch naheliegend, denn schließlich sind sie den gesamten Tag auf

muss ja auch wieder raus. Also fahren wir nach Schwerborn, wo der Inhalt un­

sich allein gestellt und müssen sich hundertprozentig aufeinander verlassen

seres Müllwagens ausgekippt wird, um später in der Verwertungsanlage ver­

können. Allenfalls ein Anruf aus dem Büro des Meisters stellt mal eine Ver­

goren und in Strom umgewandelt zu werden. Der Lkw ist leer und wir haben

bindung zur Zentrale her. Ich jedenfalls beschließe, den Job einfach zu mögen

Zeit, Bilanz zu ziehen: 627 Töppe, knapp zwölf Tonnen Müll und eine Stunde

und eine Art Harmonie zu entdecken – ich nenne das Gefühl „Müllfahrer­

Verspätung.

romantik“. Mal im Ernst – du bist den ganzen Tag an der frischen Luft (klar, auch bei schlechtem Wetter, aber dafür gibt es Klamotten), das Fitnessstudio

Mein Fazit für den Job als Berufskraftfahrer: Anstrengend. Aber auch schön.

kannst du dir schenken, du arbeitest in einem coolen kleinen Team und wenn

Das ist ein handfester Job, bei dem man am Ende des Tages sieht, was man

alles gut läuft, dann sitzt du 15.30 Uhr auf der Couch. Und ganz nebenbei be­

geschafft hat. Man ist Dienstleister und braucht neben Muskeln auch das nö­

freist du auch noch eine Stadt vom Müll.

tige Feingefühl im Umgang mit Menschen und natürlich der Technik. Man ist den ganzen Tag frei – sozusagen – und verbringt seine Zeit in einem kleinen

Apropos Müll: Die Romantik hat ein Ende, denn es geht weiter zu den Bio­

Team auf den Straßen seiner Stadt. Ganz ehrlich – das hat was.

tonnen. Während der Pause wird Robert als Azubi zum neuen Fahrer ernannt.

Mein Dank gilt den Jungs aus meinem Team, die mit einer Stunde Verspä­

Julian will ihm ein bisschen was beibringen. Eine gute Gelegenheit für mich,

tung in den Feierabend kamen, und den Verantwortlichen der Stadtwerke

ein wenig über das Leben eines Azubis bei den Stadtwerken Erfurt zu erfahren,

Erfurt, die den Praktikumstag ermöglichten!

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012

Autor:René Weigel

Fotos: René Weigel


Erfurt, Ju li 2012, 1 0.000 Fan drin Max s. Und m Giesinger itten ! Erst wir Bühne be d er auf d jubelt, da er nn im Au bestürmt togramm . Mädels zelt kreischen stehen sic , drängeln h die Bein und e in den B ihrem Ido auch, um l nur einm al nah zu Autogram sein, ein m zu bek ommen, knipsen. e in Foto zu Klar, dass da auch W ist. Sie tr iYou nich otzt dem t weit Trubel un den 23­Jä d schnappt hrigen zu sich m Intervie w.

Bist du auch so aufgeregt?* *aus dem Song „Dach der Welt“ Und Max, „bist du auch so aufgeregt“?

dem Heimweg stand fest: Ich werde studieren. Was

„Ja, klar. Das hier ist bis jetzt der größte Liveauftritt für mich. Ich hatte zwar

genau, das wusste ich aber auch nicht so genau. Das

schon viele kleinere Livegigs. Aber so richtig mit Band und vor so vielen Leuten

waren wohl nicht die besten Voraussetzungen und so

ist schon was ganz anderes. Gerade wie heute bei einem Festival, da muss

verlief sich das dann auch bisschen. Im Grunde habe ich

man auch die überzeugen, die eigentlich wegen anderen Acts da sind. Aber

zwei Jahre komplett Musik gemacht.“

wenn die skeptischen Gesichter vom Anfang am Ende kräftig mitfeiern, dann ist das ein irre gutes Gefühl.“

Hilfe, unser Kind will Musiker werden! Vielen Eltern sehen künstlerische Karrierepläne eher mit – nennen wir es –

Ein irre gutes Gefühl bei dir hatten die Zuschauer der Castingshow „The

Bauchschmerzen. Wie war das bei dir? Gab es von Zuhause

Voice of Germany“, für viele warst du der Favorit. Auch wenn es am Ende

Unterstützung oder eher Gegenwind?

„nur“ der vierte Platz geworden ist, war es rückblickend trotzdem ein

„Meine Eltern wussten, dass die Musik meine große Leidenschaft

Gewinn?

ist, aber sie haben dann schon ein wenig Druck gemacht und gesagt,

„Unter dem Schnitt war es eine echt gute Geschichte, die fair ablief. Es wäre

ich könne doch nicht einfach nur so Musik machen, auch wenn es

mir zwar lieber gewesen, schon früher eigene Songs zu singen, aber das Co­

ganz gut laufen würde. Ich sollte mir noch ein zweites Standbein

vern gehört nun mal zu einer Casting­Show dazu. Und ab dem Halbfinale durf­

aufbauen.“

ten dann ja auch die eigenen Sachen mit auf die Bühne, das war toll. Ich hätte gern gewonnen, aber auch so hat es mich ein ganzes Stück weiter gebracht.“

Junge, du musst doch auch was Vernünftiges lernen? „Ja, genau. Ich hatte noch einen Trumpf im Ärmel: die Be­

Es hat dich weiter gebracht, aber es war nicht der Anfang, oder?

werbung an der Popakademie. Leider gab es eine Absage.

„Nein. Ich mache schon seit meiner Jugend Musik. Mit 13 habe ich angefan­

Und so hab ich auf meine Eltern gehört und eine Lehre

gen, Gitarre zu spielen, mit 14 eigene Songs zu schreiben, und dann ein, zwei

angefangen. Bankkaufmann. Eine Fehlbesetzung, wie

Jahre später auch die ersten, die man ernst nehmen konnte. Musikmachen ist

sich schnell herausstellte. Ich habe den ganzen Tag vor

wie ein Weg, den man geht und auf dem man mit jedem Schritt ein bisschen

mich hingetrommelt, an die Musik gedacht und konnte mich

besser wird.“

nicht für das Bankwesen begeistern. Nach vier Arbeitstagen war klar, das wird nichts. Das haben auch meine Eltern ein­

Wie sah denn dieser Weg bei dir aus?

gesehen. Zum Glück lief da schon Plan B: The Voice of

„Am Anfang war es ja nur ein Hobby, dann ein sehr geliebtes Hobby und bald

Germany.“

war es mir fast zu wichtig, zumindest was den Vergleich mit der Schule angeht. Meine Mutter musste mir schon öfter mal sagen, ‚Junge, leg die Gitarre weg

Das ist jetzt fast ein dreiviertel Jahr her. Du bist inzwi­

und mach deine Hausaufgaben.‘ Das hab ich dann aber auch gemacht, und bis

schen in Deutschland einem Millionenpublikum

zum Abi durchgezogen.“

bekannt, mit deinen Songs in den Charts, aber auch so weit, dass du von der Musik

Und nach der Schule?

leben kannst?

„Bin ich in den Flieger gestiegen und für ein halbes Jahr ‚Work and Travel‘ erst

„Ich habe ja schon als Straßenmusiker

nach Australien und dann nach Neuseeland gezogen. Ich hab mich dort als

Geld verdient, aber jetzt läuft das in einer

Straßenmusiker durchgeschlagen und über meine Zukunft nachgedacht. Auf

anderen Liga. Ich nehme das mittlerweile

Fotos: Oli Hennemann, SAT.1/ProSieben/Bernd Jaworek

onxlgiienseinger.de a www.m Albumeint D ersch Seine C sichtlich voraus 2013. Anfang


WiYou.Rock.Block

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auch ernster und weiß, dass es richtig Arbeit ist. Nur dass sie mir eben immer noch irre viel Spaß macht.“ Richtig Arbeit? Das heißt, morgens um sieben klingelt dein Wecker und dann geht’s durch bis vier Uhr Feierabend? „Nein, ganz so ist es nicht. Ich schlafe schon etwas länger. Die Auftritte sind eben auch meist am späten Nachmittag oder abends. Da dauert es dann noch eine Weile, bis ich ins Bett komme. Ein bisschen Schlaf brauch ich ja auch. Aber ich muss natürlich schon meine sieben, acht Stunden täglich investieren.“ Welches Label, welcher Produzent, welcher Auftritt – In einer „normalen Ausbildung“ hat man einen Lehrer, einen Meister, der einem zur Seite steht. Wer sagt dir, wo es lang geht? Wer hilft dir, wenn du mal nicht weiter weißt? „Man muss die richtigen Leute finden, denen man vertraut, gerade das Musik­ business ist sehr krass. Da muss man schon aufpassen, mit wem man sich zu­ sammentut. Sehr gute Berater sind einige „Söhne Mannheims“. Aber auch meine Freude, die mich schon viele Jahre kennen und begleiten. Ein paar von ihnen spielen ja auch mit in meiner Band. Vor allem aber muss man lernen, auf sein Bauchgefühl zu vertrauen.“ Du bist auch Songschreiber. Wovon lässt du dich inspirieren? „Ich schreibe über Stories aus meinem Leben und gerade im Moment passiert ja auch immer was Neues.“ Hast du keine Angst, dass dir irgendwann mal die Geschichten ausgehen? „Klar, es gibt ein paar Themen, die wurden schon öfter durchgekaut. Aber es gibt so viele Wörter, so viele Möglichkeiten, etwas auszudrücken. Ich setz mich ja auch nicht hin, und versuche, etwas komplett Neues zu kreieren, sondern erzähle einfach meine Geschichte. Wichtig ist mir, dass ich mich später auf der Bühne hundertprozentig mit meinem Song identifizieren kann. Ich brauche immer eine ganze Zeit, bis meine Texte fertig sind, bis es sich richtig anfühlt. Und gerade deutsche Texte sind da eine Herausforderung. Es soll ja nicht nur etwas aussagen, sondern auch phonetisch gut klingen. Das kann schon mal eine Weile dauern. Aber dann, wenn die Leute vor der Bühne auf mein Zeug anspringen, das, was ich mache, gut finden und vielleicht auf dem Heimweg noch einen meiner Songs im Kopf haben, dann sag ich: Ziel erreicht!“ Eigene Tour und eigenes Album in Planung, unzählige Festivalauftritte vor zum Teil bis zu 50.000 Menschen – es läuft! Machst du dir Gedanken darüber, dass das alles auch wieder vergehen könnte? „Also ich hab mich jetzt dafür entschieden, und ich bin der Meinung, wenn man sich – egal was man macht – wirklich reinhängt, kann man immer damit, und vor allem davon leben. Ich muss nicht die ganz großen Bühnen ansteuern. Ich muss nur von meiner Musik leben können. Selbst wenn sie mal nicht mehr so erfolgreich ist, wie jetzt gerade. Ich weiß, ich bin jetzt in meinen besten Jahren als Musiker. Ich will auf jeden Fall ein gutes Album machen. Das erwar­ te ich einfach von mir selbst. Mein Anspruch ist, dass ich mir meine Sachen anhöre und denke, cool, genau so sollte es sein.“ Und was rätst du denen, die es auch mit der Musik versuchen wollen? „Wenn man es wirklich will, dann darf man nicht aufgeben!“ Zum Abschluss die Starfrage aller Starfragen: Kannst du noch unerkannt beim Bäcker Brötchen kaufen? „Das ist ganz unterschiedlich, zu Hause und generell im Süden Deutschlands ist mein Bekanntheitsgrad etwas höher, da werde ich echt häufig erkannt. Es gibt aber auch Städte, da falle ich kaum auf. Nur dass jetzt immer öfter Paparazzi auftauchen, daran muss ich mich wohl gewöhnen.“ (mü)


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Dein Engagement

.Für 65 Jugendliche beginnt derzeit. .die Ausbildung im BMW Werk Leipzig.

Der neue Ausbildungsjahrgang hat Anfang September die Berufsausbildung

Mehr als einhundert junge Frauen und Männer begannen zum 1. September

im BMW Werk Leipzig begonnen. BMW hat die Anzahl der Ausbildungsplät­

eine Ausbildung in einer der 160 Mitgliedseinrichtungen des bpa Thüringen,

ze in seinem sächsischen Werk von 55 auf 65 pro Ausbildungsjahr erhöht.

dem mitgliederstärksten Verband im Bereich Pflege. Dies sind mehr als je

Die Auszubildenden teilen sich auf die fünf Ausbildungsberufe Kfz­Mecha­

zuvor. Trotzdem blieben Ausbildungsplätze unbesetzt und die Fachkräfte­

troniker mit Schwerpunkt Kommunikationstechnik, Fertigungsmechaniker,

lücke wächst weiter. Wenn bei Landesregierung und Pflegekassen kein Um­

Mechatroniker, Industriemechaniker und Verfahrensmechaniker für Kunst­

denken einsetzt, befürchtet der bpa Versorgungsengpässe und Qualitäts­

stoff­ und Kautschuktechnik mit Schwerpunkt Faserverbundwerkstoffe auf.

einbußen auf Kosten der Pflegebedürftigen.

Joblinge bei BMW

In Zukunft pflegen

Mit Beginn des Ausbildungsjahrs 2012 erhöht die BMW Group die Anzahl

Margit Benkenstein, Vizevorsitzende des bpa in Thüringen, blickt auf eine

der Ausbildungsplätze in Deutschland um über zehn Prozent auf insgesamt

märchenhafte Situation der negativen Art: „Es ist wie bei der Geschichte vom

1.200 und unterstreicht damit erneut ihr langfristiges Engagement für den

Hasen und vom Igel. Unsere Mitglieder bemühen sich nach Kräften, Aus­

Nachwuchs. „Ich freue mich, dass die Berufsausbildung bei BMW insgesamt

bildungsstellen zu schaffen, Stellen zu besetzen und Menschen für die Weiter­

und im Werk Leipzig einen solch hohen Stellenwert besitzt. Denn jeder gut

bildung und Umschulung zu gewinnen, doch am Ende droht ständig die Fach­

ausgebildete Facharbeiter bedeutet ein Stück Zukunft“, sagte Hans­Helmut

kräftenot.“ Margit Benkenstein betreibt ein Pflegeheim und einen ambulanten

Schaaf, Leiter der Berufsausbildung im BMW Werk Leipzig.

Pflegedienst an der thüringisch­hessischen Grenze in Gerstungen und hat diesmal keine Interessenten für ihre zwei Ausbildungsstellen gefunden. Grund

Unter den 65 neuen Auszubildenden in Leipzig befinden sich zehn Teilneh­

ist die geringere Zahl der Schulabsolventen.

mer aus dem Einstiegs­Qualifizierungs­Programm in Zusammenarbeit mit der Industrie­ und Handelskammer zu Leipzig und der Agentur für Arbeit

Mit Informationstagen an Schulen und Schnupperpraktika werben die bpa­

Leipzig. Hier werden Jugendliche zur Ausbildungsreife geführt, um danach ei­

Mitglieder seit langem für den Pflegeberuf, der zukunftssicher ist, mensch­

ne reguläre Berufsausbildung beginnen zu können. Die Gruppe beinhaltet zu­

liche Kontakte und langfristige Aufstiegsmöglichkeiten bietet. Vor allem für

dem drei Absolventen der Initiative Joblinge gAG Leipzig. Joblinge Leipzig wur­

die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen und Pflegesätze erwartet Thomas

de von der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG, der Boston

Engemann, Landesbeauftragter des bpa, mehr Engagement von Politik und

Consulting Group und der Stadt Leipzig zu Beginn des Jahres ins Leben geru­

Pflegekassen: „Wir fordern von den Pflegekassen angemessene Pflegesätze,

fen, um Jugendliche mit multiplen Vermittlungshemmnissen in eine berufliche

damit konkurrenzfähige Gehälter gezahlt werden können. Nur so kann die

Ausbildung zu bringen. „Mit unserem Engagement bei der Einstiegs­

Abwanderung gestoppt werden. Darüber hinaus muss sich die Landes­

qualifizierung und bei den Joblingen helfen wir den Jugendlichen, ihren Weg

regierung weiter dafür starkmachen, dass die Bundesagentur für Arbeit bei

in das Berufsleben zu finden und eine Perspektive für ihre Zukunft aufzubau­

Umschulungen endlich wieder auch das dritte Ausbildungsjahr finanziert.

en“, ergänzte Schaaf. (em/mü)

Auch die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland kann eine Chance für Thüringen sein. Nur so können wir dem leergefegten Fachkräfte­

www.bmw­werk­leipzig.de

Fotos: Martin Klindtworth/BMW AG, JMG/pixelio

markt etwas entgegensetzen.“ (em/mü)

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012


Personalerfrühstück

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Das große WiYou.Personalerfrühstück

Denn sie wissen nicht, was sie wollen! Und da steht er jetzt, der kleine Hans, mit seinem Abschlusszeugnis in der Hand vor der Qual der Wahl. Welche Ausbildungsstelle soll es denn werden: Mechatroniker? Fleischer? Bankkaufmann? Die Auswahl ist riesig. Hans ist sich nicht sicher. „Vielleicht erstmal den Mechatroniker anfangen? Könnte passen, und wenn nicht, breche ich halt ab und probiere es mit Fleischer“, denkt er sich mit jugendlicher Leichtigkeit. „Einfach eine zweite oder dritte Ausbildung anfangen, ist sicher kein Problem.“ Oder? Nun, fragen wir beim WiYou.Personalerfrühstück doch einmal die Personaler selbst, wie sie das sehen. (mü)

Kristin Hönniger, Personalleiterin GERAER BANK eG

„Ich sehe in einem zweiten Ausbildungsweg kein Problem. Im Gegenteil, so haben Menschen auf dem zweiten Bildungsweg oft schon eine ganz andere Einstellung zur Ausbildung. Sie sind dankbar, dass sie noch einmal eine Chance bekommen und nutzen diese in der Regel auch verstärkt. Im Gegensatz dazu hat so manch frisch gebackener Schulabgänger von seiner beruflichen Laufbahn keine sehr klare Vorstellung oder setzt sich zu spät damit auseinander. Auch da hilft eine gute Berufsvorbereitung, etwa durch Praktika. Außerdem gestalten unsere Azubis in vielen Schulen den Wirtschaft/Recht­Unterricht mit und berichten auch über ihre Ausbildung und den Beruf der Bankkaufleute.“

Kai Loudovici, Industrie­ und Handelskammer Manfred Schubach,

Ostthüringen

Präzisionsoptik Gera GmbH

„Man darf beim Thema berufliche Zukunft nicht vergessen, dass „Die Unsicherheit der Schüler ist auch für uns als

Jugendliche mit 13, 14 Jahren noch nicht wie Erwachsene denken.

Personalverantwortliche ein Problem. Wir investieren Zeit

Man muss sie dort abholen, wo sie sich selbst gerade sehen. Dazu

und Arbeit in die Besetzung der Lehrstellen. Und wir können

haben wir in einem Workshop Schüler gefragt, was sie sich von einer

uns heute immer weniger erlauben, dass Azubis erst zu spät

guten Berufsorientierung erwarten. Wie sich herausstellte, wollen

merken, den falschen Beruf zu erlernen. Viele Schüler wissen

viele von ihnen in der Region bleiben, aber wissen gar nicht, welche

aber nicht, welche Möglichkeiten es gibt, Schülerpraktika

Möglichkeiten sie hier haben. Da müssen wir ansetzen. Die

und Ferienjobs sollten stärker genutzt werden. Die Berufs­

Jugendliche wünschen sich konkrete Angebote, aber sie wollen selbst

vorbereitung ist noch nicht ausreichend. Das belegen auch

entscheiden, was davon sie wahrnehmen. Man darf ihnen nichts

die vielen Studienabbrecher, die sich bei uns bewerben. Es

‚aufdrücken‘. Von den Schülern dabei auch ausdrücklich gewünscht

gibt zu viele junge Menschen, die gar nicht wissen, wo sie

ist bezahlte Ferienarbeit. Auch das ist eine Möglichkeit,

beruflich hinwollen und was sie überhaupt für

Berufsbilder bekannt zu machen und Beziehungen zu den

Möglichkeiten haben. Allerdings müssen auch

Unternehmen herzustellen, die wir stärker nutzen sollten, um

wir als Personaler uns daran gewöhnen, dass

der Orientierungslosigkeit nach dem Schulabschluss

Lebensläufe nicht mehr so gradlinig sind

entgegenzuwirken.“

wie früher.“

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012

Illustrationen: Dzmitry Shashko/123rf


Titelthema

Diese Branche ist AUTOMOTIViErt Es war im Jahr 1885, als der Ingenieur und – aus heutiger Sicht Automobilpionier – Karl Friedrich Benz den Benz Patent­ Motorenwagen Nummer 1 auf die Straße losließ. So richtig wie ein Auto sah das dreirädrige Fahrzeug von damals al­ lerdings noch nicht aus. Aber: Es hatte schon einen Verbrennungsmotor, genauer einen Einzylinder­Viertaktmotor, und der sorgte mit seinen rund einhundert Kilogramm Gewicht für immerhin rund 0,7 Pferdestärken (PS). Das ist im heutigen Vergleich nicht besonders viel, eher sogar sehr, sehr wenig. Allerdings hat Karl Friedrich das damals auch fast alles ganz allein gebaut. Er selbst tüftelte an der Zündung, grübelte über Möglichkeiten der Motorkühlung, baute vollgummibe­ reifte Speichenräder … Heute – gut 130 Jahre später – hat ein Auto auch mal locker 250 PS. Aber dafür arbeiten daran dann allein in Thüringen fast 50.000 Menschen. Gut, nicht immer an jeweils einem Auto, aber sie alle sind Teil einer ganzen Industrie, der soge­ nannten „Automotive“, die sich rund um die Herstellung der Automobile dreht. Seit dem ersten Benz hat sich die gesamte Technologie der Automobile sprichwörtlich rasend weiterentwickelt – ein Formel­1 Rennwagen zum Beispiel schafft bis zu 370 Kilometer pro Stunde. Es geht aber nicht allein um PS und Höchstgeschwindigkeiten, sondern auch um Hybridantriebe, Leichtbauweise oder LED­Scheinwerfer. Für ein einzelnes Unternehmen wäre es bei den heutigen Anforderungen an das Auto kaum möglich, alle Bauteile in Eigenproduktion so herzustellen, dass es sich am Markt behaupten kann. Jedes Feld für sich ist eine große Herausforderung. Also sucht man sich für jedes einzelne Teil ein extra Unternehmen. Da gibt es die Spezialisten für Scheinwerfer, Kurbelwellen, Motorgehäuse, Seitenverkleidungen, für Reifen, für Zündspulen – jeder dieser Zulieferer trägt seinen Teil dazu bei, dass am Ende alles in einem Werk, wie zum Beispiel Opel in Eisenach, zusammenkommt, und dort dann ein modernes und zukunftsfähiges Fahrzeug vom Fließband rollt. Und die Automobilindustrie ist dann noch nicht am Ende, nur weil ein Fahrzeug fertig gebaut wurde. Jemand muss es verkaufen, jemand es warten und reparieren, und zum Beispiel dafür sorgen, dass auch für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben Tankstellen zur Verfügung stehen. Und da sich der Fortschritt – oder besser die Fortfahrt – auch 140, 150, 160 Jahre nach Benz nicht bremsen lässt, sind natürlich auch immer wieder Ingenieure und Entwickler gefragt. Jede Menge zu tun, also: motiviert rein in die Berufe rund ums Auto. (mü)

Foto: Rainer Plendl/123rf.com


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Titel

Was wären die Deutschen ohne ihre Autos. Eine Nation der Radfahrer? Wohl kaum. Nicht auszudenken, wenn wir nicht in den elegant geformten und vor Kraft strotzenden Autos unterwegs sein könnten. All die Technik, die im Auto steckt, ist das Werk kreativer Ingenieure. Aber erst die äußere Hülle macht ein Auto zum Hingucker.

Kraft und Köpfchen gs­ n u n a p s Zer iker n a h c e m (m/w)

Zerspanungsmechaniker fertigen Präzisionsbauteile meist aus Metall durch spanende Verfahren wie Drehen, Fräsen, Bohren oder Schleifen. Dauer: 3,5 Jahre Voraussetzung: Realschulabschluss, Computer­ kenntnisse und gute Noten in Mathe und Physik Chancen: Weiterbildung zu Techniker oder Meister möglich

Das Design eines Autos wird durch viele Faktoren bestimmt. Der Luft­

zeug präzise und passgenau herstellt. „Ein Schüler, der sich bei uns bewerben

widerstand muss gering sein, Knautschzonen sorgen für Sicherheit, alles muss

möchte, sollte gut in Mathe und Physik sein, er sollte Computerkenntnisse

stabil sein und auch Schönheit ist wichtig. In den großen Werkhallen der

mitbringen, analytisch denken können und ein gutes räumliches Vorstel­

Autohersteller stanzen riesige Maschinen Karosserieteile aus großen Blech­

lungsvermögen mitbringen. Kommunikations­ und Teamfähigkeit sind natür­

rollen. Pressen bringen sie dann in die richtige Form, damit das Auto am Ende

lich auch sehr wichtig“, sagt die Ausbildungsverantwortliche Christina Wolf­

auch modern und chic aussieht. Dafür brauchen diese Pressen die passenden

Scherwinski. Mathe ist deshalb wichtig, weil viele Einstellungen von den

Werkzeuge. Sven Hattenbach aus Treffurt im Westen Thüringens produziert

Zerspanungsmechanikern selbst berechnet werden müssen. Und da darf

diese Werkzeuge. Oder besser, er ist dabei es zu lernen, und das nun schon

nichts schief gehen, denn so ein Werkzeug kostet 100.000 Euro und mehr.

im 3. Lehrjahr. Er lernt den Beruf des Zerspanungsmechanikers bei der BMW

„Wenn man sich für diese ganzen technischen Abläufe interessiert, braucht

Fahrzeugtechnik GmbH in Eisenach. BMW stellt überall auf der Welt Autos

man keine großen Vorkenntnisse. Das kann man alles hier lernen“, ergänzt

her, viele der Werkzeuge dafür kommen aus Krauthausen. „Wir bauen Werk­

Sven. „In der Lehrwerkstatt lernen wir das Drehen und Fräsen auf die konven­

zeuge. Aber nicht, wie man es sich vielleicht vorstellt, Hammer und Zange, wir

tionelle Art. Das macht natürlich heute kein Mensch mehr, denn das überneh­

bauen Großwerkzeuge für Pressen. Daraus entstehen dann die Karosserieteile

men hier die CNC­Maschinen. Wenn man aber gleich an der CNC­Maschine

für die Autos. Alles was am Auto aus Blech ist eben. Und dafür fräsen wir aus

anfängt, weiß man gar nicht, wie alles funktioniert und man kann sich nicht

riesigen Metallgussteilen die Werkzeuge“, erklärt Sven. Diese Werkzeuge sind

mit dem Material vertraut machen.“ Der 23­Jährige lernt also in der Lehrwerk­

wirklich richtig groß. Über 50 Tonnen schwer können sie werden, sagt er.

statt das klassische Handwerk und bei BMW selbst, wie es an modernen Ma­ schinen abläuft. Sven ist begeistert von seiner Ausbildung und die Ausbil­

Sven bekommt aus der Konstuktionsabteilung Daten mit den genauen

dungsverantwortliche stellt auch für 2013 wieder zwei Ausbildungsplätze zum

Maßen der Werkzeuge auf seine Maschine geladen. Die Logistik im Unter­

Zerspanungsmechaniker in Aussicht. Insgesamt arbeiten bei BMW in Kraut­

nehmen kümmert sich darum, dass alle Materialien am Arbeitsplatz bereit­

hausen 20 Auszubildende in den Berufen Mechatroniker, Werkzeugmecha­

liegen, um die Maschinen auszurüsten. In der Software der CNC­Maschine ste­

niker, Zerspanungsmechaniker sowie Maschinen­ und Anlagenführer. (su)

hen auch schon alle Abläufe und Maße und dann kann die Produktion für Sven losgehen. Er muss die Fräser, die dann die Gussteile bearbeiten und vermes­ sen, einbauen. Er programmiert seine Maschine dann so, dass sie das Werk­

Foto: Sascha Uthe

www.bmw­werk­eisenach.de

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012


Titel

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Wie man mit einer Pferdestärke (PS) umgehen muss, war der 19­jährigen Lisa schon vor ihrer Ausbildung klar. Denn ihre Leidenschaft galt schon damals dem Pferdesport. Der Traumberuf hieß Pferdewirtin. „Ob es wirklich sinnvoll ist, das Hobby zum Beruf zu machen?“, fragte sie sich nach einem Schülerpraktikum im BMW Autohaus Pörlitz in Ilmenau. In der Werkstatt an Autos mit bis zu 300 PS schrauben – da funkeln noch heute Lisas Augen. Sie entschied sich für eine Ausbildung als KFZ­Mechatronikerin. WiYou verriet Lisa, warum sie als Mädchen einen Handwerksberuf wählte und was die vielseitige Arbeit alles bereit hält.

PS kommt von Pferdestärke Kfz­Mechatroniker warten Kraftfahrzeuge, setzen sie instand und rüsten sie mit Zusatz­ systemen, Sonderausstattungen und Zubehör­ teilen aus. Dauer: 3,5 Jahre Ausbildung Vorraussetzungen: Haupt­ oder Realschulab­ schluss, solide Kenntnisse in Mathe und Physik, handwerkliches Geschick, Ordnungsbewusst­ sein, selbstständiges Arbeiten Chancen: nach erfolgreicher Aus­ bildung interne Weiterbildungs­ möglichkeiten, Besuch der Meisterschule oder ein Hoch­ schul­ oder BA­Studium mit entsprechender Qualifikation

Kfz­ ­ a Mech r tronike (m/w)

Das Handwerk wurde Lisa in die Wiege gelegt. „Meine Mutter ist Gold­

Elektrik, angewandte Mathematik und Physik, aber auch Deutsch, Wirtschafts­

schmiedin, da wurde mir viel handwerkliches Geschick mitgegeben und wir

und Sozialkunde. „Es werden viele Inhalte vermittelt, die auch für unsere

haben früher schon viel gebastelt“, berichtet sie. Während eines Wartungs­

Ausbildungsbetriebe nützlich sind. Wir sprechen über aktuelle Themen, wie

besuchs mit ihrem Vater konnte Lisa den Mechatronikern im Autohaus erst­

zum Beispiel über Abgasuntersuchungen und können die Tipps direkt an un­

mals über die Schultern schauen. Es gefiel ihr, was sie sah und am liebsten

sere Betriebe weitergeben“, erzählt uns Lisa. Es sei interessant, sich mit ande­

hätte sie sofort mitgemacht. Nach dem Realschulabschluss begann Lisa die

ren auszutauschen, die zum Teil auch in freien Werkstätten arbeiten und dort

Ausbildung als Kfz­Mechatronikerin. Mit Leidenschaft montiert sie Anhänger­

Autos verschiedener Hersteller reparieren. Da lerne sie viel dazu, sagt Lisa.

kupplungen oder Auspuffanlagen: „Ich erhalte vollen Einblick in die Karos­

Und es wird auch kräftig angepackt. In den Lehrwerkstätten geht es direkt an

seriearbeiten, die Elektrik und darf auch schon Servicearbeiten, wie Ölwechsel

die Hebebühne. Für Lisa sei es kein Problem, sich allein unter 32 Jungs zu be­

oder Bremskontrollen, begleiten“, so Lisa. Aber ohne diese Leidenschaft und

haupten: „Im Gegenteil, ich werde akzeptiert und weiß mir zu helfen“.

Engagement solle man sich die Entscheidung für die Ausbildung gründlich überlegen, fügt sie hinzu.

Nach der Ausbildung stehen Lisa verschiedene Wege offen. Sie hat die Mög­ lichkeit, als Serviceassistentin eingesetzt zu werden oder die Meisterschule zu

Die Ausbildung zum Kfz­Mechatroniker ist harte Arbeit. Reifenwechsel bei

besuchen. Mit der entsprechenden Qualifikation wäre auch ein Hochschul­

Wind und Wetter, da wird man auch als Mädchen nicht geschont: „Damit hat­

oder BA­Studium möglich. Lisa möchte noch eine weitere Ausbildung als Auto­

te ich oft zu kämpfen, aber da muss man die Zähne zusammenbeißen, und

mobilkauffrau machen und die bisherigen Kenntnisse dann in der Kundenbe­

man wächst mit diesen Aufgaben“. Außerdem muss man Geduld mitbringen.

treuung einbringen. „Die Arbeit in der Werkstatt macht zwar riesigen Spaß,

Viele kleine „Krankheiten“ des Autos sind nicht sofort zu lösen, da heißt es,

doch sie ist körperlich sehr anstrengend. Meist komme ich völlig erschöpft

Ruhe zu bewahren und Lösungen zu suchen. Bestenfalls hilft das Diagnose­

nach Hause und darunter leidet meine Energie für den Pferdesport. Ich weiß

gerät. Damit wirst du als Kfz­Mechatroniker oft zu tun haben. Bei neueren

nicht, wie lange ich in diesem Beruf arbeiten könnte“, erklärt Lisa. Die Be­

Autos hilft es, alle elektronisch weitergeleiteten Fehler sofort festzustellen.

geisterung für verschiedene Pferdestärken ist ihr deutlich anzumerken. Aber

Für alle mechanischen Fehler heißt es dann: Hand anlegen. Hier den Kühl­

richtig wohl fühlt sie sich dann doch bei ihrem Pferd – mit einem PS. (en)

schlauch flicken, da die Scheibenbremsen ausbauen oder auch mal die Kupp­ lung nachstellen. In der Berufsschule warten Lernfelder von Technik bis

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012

www.poerlitz.com

Foto: Eric Neumann


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Da gibt es auch zu Beginn des neuen Lehrjahres noch hunderte unbesetzter Lehrstellen – und trotzdem auch immer noch viel zu viele Jugendliche, denen der erste Schritt in Richtung Berufsleben einfach nicht gelingt. Mal fehlt der Schulabschluss, mal die Orientierung und manchmal auch nur ein bisschen Glück, so wie bei Abdu, dem einfach niemand eine Chance geben wollte.

Starthilfe! Kfz­Servicemechaniker pflegen Kraftfahrzeuge aller Art, setzen diese instand und führen Aus­ und Umrüstungs­ sowie die standardisierten Wartungs­, Prüfungs­ und Einstellarbeiten durch. Dauer: 2 Jahre Voraussetzungen: handwerkliches Geschick, sorgfältiges Arbeiten, Zuverlässigkeit Chancen: Arbeitgeber sind beispiels­ weise Autohäuser und Werkstät­ ten. Wer motiviert ist und gute Leistungen zeigt, für den ist im Anschluss der Übergang in die Ausbildung zum Kfz­Mecha­ troniker möglich.

ice­ v r e S ­ z f K iker n a h c e m (m/w)

„Mein Berufswunsch stand schon lange fest: Ich wollte Kfz­Mechatroniker

fügung“, erklärt Geschäftsführer Bernd Friedrich. „Der Beruf des KFZ­Mecha­

werden. Ich habe in der Schulzeit ein Praktikum gemacht, und wusste, das ist

tronikers wird immer anspruchsvoller, da steigen auch die Anforderungen an

das, was ich machen möchte“, erzählt der 23­Jährige. „Ich habe mich bewor­

die Auszubildenden. Wir bilden auch aus, sind da sehr kritisch und können

ben, zur Probe gearbeitet und sogar zwei Zusagen bekommen. Als es dann

selbst nicht jedem, der noch eine spezielle Betreuung braucht, eine Chance

aber ernst wurde und ein Vertrag unterschrieben werden sollte, haben sich

geben.“ Die IB­Azubis gehen ganz normal in die Berufsschule, nur brauchen

die Unternehmen wieder zurückgezogen und ich stand ohne Lehrstelle da.“

sie hin und wieder etwas mehr Hilfe, auch in Bereichen, die nicht direkt etwas

Abdu war enttäuscht, aber gab nicht auf und schrieb Bewerbung um

mit der Ausbildung zu tun haben. Das kann ein Unternehmen allein meist

Bewerbung; ohne Erfolg. So verging ein ganzes Jahr. Beim Arbeitsamt riet man

nicht leisten, aber der IB hat Sozialpädagogen und Lehrer, die zum Beispiel bei

ihm, den Weg über die zweijährige Ausbildung zum Kfz­Servicemechaniker zu

den Prüfungsvorbereitungen helfen. In Abdus Fall war das gar nicht nötig. In

versuchen. „Das war zwar weniger als ich wollte, aber besser, als noch länger

der Berufschule gehörte er schnell zu den Besten, und durch Engagement und

mit leeren Händen da zu stehen“, fand Abdu. Er bekam eine Lehrstelle beim

sehr gute Leistungen fiel er auch den Glinicke­Mitarbeitern auf. Die Azubis des

Internationalen Bund (IB). „Wir als Bildungsträger versuchen junge Menschen,

IB arbeiten dort zwar als eigenständige Gruppe, aber sie gehören auch mit

die nicht die besten Voraussetzungen auf dem freien Ausbildungsmarkt ha­

zum Team. Sie durchlaufen die verschiedenen Abteilungen wie Lager, Verkauf

ben, zu unterstützen“, erklärt Dr. Karin Fiebig als Vertreterin des IB. „Egal, ob

und Service. Und sie können „richtig“ arbeiten. Das heißt, sie können hier die

sie die Schule abgebrochen oder soziale und psychische Probleme haben, ihre

neueste Technik an teils fabrikneuen Wagen kennenlernen, Inspektionen be­

Sprachkenntnisse nicht ausreichend sind oder sie, wie Abdu, zwar einen

gleiten, in Kundenkontakt treten und sich eben auch dem Arbeitgeber em­

Realschulabschluss haben, aber trotz langer Suche keine Lehrstelle finden.“

pfehlen. So wie Abdu, der so das Angebot bekam, sich nach seinem Abschluss zum Kfz­Servicemechaniker für weitere eineinhalb Jahre ausbilden zu lassen,

Der IB übernimmt die praktische Ausbildung, die sonst im Betrieb stattfindet.

diesmal direkt bei Glinicke. „So konnte ich doch noch Kfz­Mechatroniker wer­

„Wir versuchen natürlich, so praxisnah wie möglich zu lehren“, so Dr. Fiebig,

den.“ Und ein anschließender Arbeitsvertrag ist schon in Sicht. „Er ist ein tolles

„aber wir haben nun mal ‚nur‘ eine Lehrwerkstatt, und sind ein ganzes Stück

Vorbild für seine Mitschüler“, sagt Dr. Fiebig stolz. Abdu hat zwar ein bisschen

vom realen Markt entfernt.“ Ein Umstand, dem das Erfurter Autohaus Glinicke

Starthilfe gebraucht, aber den Rest hat er ganz allein geschafft. (mü)

abhelfen kann. Seit vier Jahren unterstützt es als Kooperationspartner den IB bei der betrieblichen Ausbildung. „Wir stellen uns als Praxiseinsatzort zur Ver­

Foto: Manuela Müller

www.glinicke­erfurt.de

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012


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Du stehst auf der Automesse, vor dir der neueste Lamborghini Gallardo. Der Innenraum ist mit feinstem Luxusleder ausgekleidet. Du staunst und denkst: „Ob ich das mal anfassen darf?“ Neben dir steht die 23­jährige Luise. Sie denkt: „Hey, das Lenkrad habe ich bezogen! Und das Verdeck, und das Armaturenbrett und die Mittelkonsole und die Türen …“ – Denn Luise ist Fahrzeugsattlerin. Das heißt, sie sorgt dafür, dass mit Schnitterstellung, Zuschneiden, Nähen, Aufkleben und Beziehen Leder ins Auto beziehungsweise in Form gebracht wird.

Luxusleder Fahrzeugsattler beziehen und polstern Auto­ sitze, bringen Inneneinrichtungen für Fahrzeuge an und montieren Verdecke für Cabriolets sowie Planen für Lkws. Dauer: 3 Jahre (im Einzelfall ist eine verkürzte Ausbildungszeit möglich) Voraussetzungen: handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, genaues und sorgfältiges Arbeiten Chancen: Nach der Ausbildung sind Weiterbildungen zum Techniker oder Meister möglich, ebenso wie zum Beispiel ein Studium.

Sattle) r (m/w

Aber wie kommt man – beziehungsweise Frau – auf den Beruf des Sattlers?

Maschinen, doch es bleibt ein großer Teil Handarbeit. „Beim Nähen zum Bei­

Ganz klar, über die Liebe zu den Pferden. Genau so war es zumindest bei Luise:

spiel die Schließnähte, oder auch ganze Bauteile, wie ein Lenkrad, das kann

„Der Pferdesport ist meine Leidenschaft. Ich wollte deshalb gern auch beruf­

noch keine Maschine“, erklärt Luise. Übrigens war ein Lenkrad auch Luises

lich etwas in dieser Richtung machen. Luise sah sich auf dem Ausbildungs­

Gesellenstück zur Abschlussprüfung. Die hat sie dann auch mehr als nur ge­

markt um. „Der Sattler schien ganz interessant.“ Sie absolvierte ein Schnup­

meistert: So sicherte sie sich mit ihrem Abschlusszeugnis auch gleich den Titel

perpraktikum in einer Sattlerei und entschied: „Ja, das ist das Richtige für

„Beste Auszubildende Sattlerin des Jahres“, und zwar deutschlandweit. Und

mich.“ Mit Dagro Eissmann in Gera war auch schnell der passende Betrieb in

das, obwohl sie – dank Abi – ihre Ausbildung von drei auf zwei Jahren verkürzt

der Region gefunden. Dass es dann statt dem Reitsport­ der Fahrzeugsattler

hatte. Den Unterrichtsstoff des dritten Jahres musste sich Luise dann selbst

geworden ist, sieht Luise inzwischen als Vorteil: „Der Reitsportsattlerberuf ist

erarbeiten. „Das hab ich immer noch nach der Schule gemacht, klar war das

körperlich weitaus anstrengender, für mich als Frau ist das nicht so ideal.“ Und

eine Menge Arbeit, aber es hat sich gelohnt.“ Danach ging es in die weite Welt

Gerhard Fritzsch, Leiter Musterbau und Luises ehemaliger Ausbildungsleiter,

hinaus. Amerika rief. Ein Tochterunternehmen der Eissmann Group suchte für

erklärt: „Der Fahrzeugsattler ist universeller. Viele handwerkliche Handgriffe

seinen Standort in Pell City, Alabama, eine Sattlerin, und Luise kam. Sie arbei­

aus den anderen Sattlerberufen werden hier vereint.“ Außerdem komme im

tete an neuen Entwürfen mit und stellte die Muster her. „Meine Sachen ka­

Automobilbau mit jedem technischen Fortschritt auch immer mehr Theorie

men gut an, und brachten auch einige Großaufträge ein, unter anderem für

dazu. Und so wird in Luises Ausbildung auch vermittelt, wie man Bauteile di­

eine komplette Fahrzeuginnenausstattung. Das war eine tolle Erfahrung und

gital erfasst, technisch bearbeitet und Bauteillebensläufe dokumentiert.

hat mich sehr in meiner Arbeit bestätigt.“

Neben dem Berufschulunterricht war Luise vom ersten Tag an im Unterneh­

Inzwischen ist Luise wieder zurück bei Dagro Eissmann in Gera. Allerdings

men eingesetzt. „Angefangen habe ich im Musterbau; unter anderem damit,

auch erst einmal wieder nur auf Zeit. „Ich möchte noch studieren. Textil­ und

einfache Bauteile, wie eine flache Abdeckung, zu beziehen. Und das zunächst

Ledertechnik an der Fachhochschule in Zwickau. In den USA habe ich gesehen,

nur mit einfachen Stoffen. Leder kam dann erst später dazu.“ Bis zum Ende

was noch alles dazugehören kann, und den Spaß daran entdeckt, mein Wissen

des ersten Lehrjahres sollen die Azubis dann aber auch mit den teuren Leder­

zu erweitern. Ich möchte in Zukunft mehr in Richtung Entwicklung gehen.“

stoffen umgehen können, sie zum Beispiel kleben, nähen, umlegen, formen

Was dabei das Schöne an ihrem Beruf ist? „Die Abwechslung und der Stolz, in

und faltenfrei aufziehen. Zwar laufen auch bei Dagro Eissmann dazu fleißig die

einem fertigen Fahrzeug die eigene Arbeit sehen zu können.“ (mü)

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012

Foto: Manuela Müller


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31.08.12 WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012 12:40


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WiYou∙Lexikon Fach∙kraft für Stra∙ßen­ und Ver∙kehrs∙tech∙nik (m/w) Die Fahrt zur Schule, zur Arbeit oder in den Urlaub, all das findet zum großen Teil auf der Straße statt. Damit der Verkehr reibungslos rollen kann, müssen neue Straßen geplant und bestehende Straßen instand gehalten werden. Dafür sorgst du als Fachkraft für Straßen­ und Verkehrstechnik gemeinsam mit Inge­ nieuren und Verkehrsplanern. Voraussetzung: Mitbringen solltest du Spaß am Umgang mit Zahlen und Organisationstalent. Neben guten Noten in Mathematik und Geometrie wäre auch Freude am Arbeiten im Team mit technischen Geräten und Computern nicht fehl am Platz. Chancen: Nach zwei Jahren Berufs­ erfahrung sind Weiterbildungen, unter anderem zum Ausbilder oder zum staatlichen Techniker in der Fachrichtung Tiefbau, möglich. Ebenso kannst du auch ein Studium an einer Fachhochschule zum Diplom­ bauingenieur in der Fachrichtung Tiefbau anschließen.

Fahr∙zeug∙in∙nen∙aus∙stat∙ter (m/w) Spätestens auf langen Fahrten im Auto oder mit der Bahn merkt man, ob man gut gepolstert sitzt oder nicht. Der Fahrzeuginnenausstatter ist ein Allround­Experte für die verschiedensten Materialien und Ar­ beitsmittel: Leder, Kunststoffe und Textilien werden zu Sitzen, Seitenteilen, Bodenbelägen, Verkleidungen und Innenausstattungsteilen verarbeitet. Zur Materialvielfalt kommen noch verschiedene Werkzeuge hin­ zu, zum Beispiel Nähmaschine, Schaumstoffsäge, Schleifgeräte, Drucklufttacker und Kunststoff­Schweiß­ geräte. Voraussetzung: Gute Noten in Mathe, Geometrie und Zeichnen, handwerkliches Geschick und Freude an der Verarbeitung verschiedener Materialien sind für den Job von Vorteil, sowie Kreativität und Spaß an der Montage diverser Materialien. Chancen: Nach mehrjähriger Berufserfahrung sind verschie­ dene Fort­ und Weiterbildungen wie der Industriemeister oder auch ein Studium möglich.

Fahr∙zeug∙la∙ckie∙rer (m/w) Auch ein noch so teures Auto fällt erst richtig ins Auge, wenn die Lackierung stimmt. Fahrzeuglackierer la­ ckieren Fahrzeuge und Aufbauten aller Art und gestalten sie gegebenenfalls mit Beschriftungen oder Motiven. Allerdings müssen sie die verschiedenen Lackmaterialien und Lackiertechniken kennen, mit mo­ dernen Mess­ und Farbmischgeräten umgehen können und auch Ahnung von Lackpflege haben. Voraus­ setzung: Du solltest ein gutes Farbsehvermögen besitzen, Spaß an Farben und Mustern, technisches Ver­ ständnis sowie handwerkliches Geschick haben. Chancen: Du kannst dich mit etwas Berufserfahrung zum Maler­ und Lackiermeister sowie zum Industriemeister Fachrichtung Lack weiterbilden.

Ka∙ros∙se∙rie­ und Fahr∙zeug∙bau∙me∙cha∙ni∙ker (m/w) Sie sind Spezialisten für Unfallreparaturen und für Fahrzeuge nach Maß wie Behindertenfahrzeuge mit Hebebühnen, gepanzerte Geldtransporter, rollende Imbissbuden oder Wohnmobile – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Arbeit an Karosserie und Fahrzeugrahmen erfordert viel Spezialwissen. Ka­ rosserie­ und Fahrzeugbaumechaniker beurteilen Schäden an Fahrzeugen, stellen Mängel und Fehler fest und dokumentieren deren Gründe. Sie beraten ihre Kunden und kümmern sich um die Wiederaufwertung. Voraussetzung: Du bist handwerklich geschickt, hast technisches Interesse, kannst gut sehen und hören und arbeitest zuverlässig und genau. Chancen: Nach deiner Ausbildung kannst du beispielsweise selbst Ausbilder werden oder mit etwas Berufserfahrung unter anderem den Meister anschließen.

Tank∙wart (m/w) Heute werden an Tankstellen neben Kraft­ und Schmierstoffen verschiedenste Waren und Dienstleistungen angeboten. Du als Tankwart versorgst Kraftfahrzeuge mit Treib­ und Schmierstoffen, verkaufst Ersatz­ und Zubehörteile sowie Waren des täglichen Bedarfs und bietest Servicedienstleistungen rund ums Auto an. Hauptsächlich arbeitest du in Tankstellen, aber auch in Autowerkstätten oder ­waschanlagen mit ange­ schlossener Tankstelle. Voraussetzung: Du kannst selbständig arbeiten, bist kontaktfreudig und besitzt technisches und kaufmännisches Verständnis. Wenn du mindestens einen Haupt­ oder Realschulabschluss mitbringst, Interesse an einem vielseitigen handwerklichen Beruf im Kfz­Bereich hast und Motivation und Zuverlässigkeit zu deinen Stärken zählen, bist du genau richtig. Chancen: Nach dreijähriger Ausbildung hast du die Möglichkeit, dich durch Lehrgänge zum Handelsfachwirt, Kfz­Kaufmann oder durch ein Studium zum Diplomingenieur weiterzubilden. (mo) Illustration: Elena Kozlova/123rf.com


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Ein Studium, das im wahrsten Sinne Spannung zu bieten hat? Die Gelegenheit, euer Interesse für Naturwissenschaft als Lernmotivation zu nutzen und dabei gleichzeitig ein weites Feld an späteren Beschäftigungsmöglichkeiten zu eröffnen? Na dann, die Elektrotechnik könnte genau das Richtige für euch sein! Aber Vorsicht, als Ingenieurwissenschaft ist sie nicht zu unterschätzen.

Was Volt ihr denn?

­ Elektroik techn Studium

Ob an der Uni, wie in Ilmenau, oder dual an einer FH, wie in Schmalkalden

wie Automatisierungstechnik, Fahrzeugelektronik, Technische Mechanik,

– die Elektrotechnik gehört zu den Studiengängen, die sich ständig weiter­

Regelungstechnik, Messtechnik sowie Mikrosystemtechnik und Mikroelek­

entwickeln. Im Grunde soll das Studium die Grundlagen vermitteln, die man

tronik, die meist zu den Pflichtmodulen gehören. Und damit es dir auch ganz

braucht, um elektronische Geräte entwerfen, bauen und anwenden zu kön­

bestimmt nicht langweilig wird, gibt es noch jede Menge Wahlpflichtmodule

nen, oder anders ausgedrückt: Sie beschäftigt sich mit allen Aspekten der

wie beispielsweise Datenkompression, Gebäudesystemtechnik, drahtloser

Elektrizität. Das wäre aber bei der Anzahl an elektronischen Geräten, die es

Übertragungstechnik oder auch schienengebundene Verkehrssysteme.

heute gibt, viel zu umfangreich für nur einen Studiengang. Deshalb gibt es vie­ le Spezialisierungsmöglichkeiten. Wie etwa elektrische Energietechnik, Infor­

So vielfältig wie die Lehrinhalte sind später auch die beruflichen Einsatz­

mations­ und Kommunikationstechnik oder Automatisierungstechnik. Die ge­

möglichkeiten. Elektrotechniker entwickeln, berechnen, konstruieren und

naue Ausrichtung ist dabei von der jeweiligen Hochschule abhängig. So gibt

erproben Bauelemente, Geräte, Maschinen, Anlagen und Systeme oder Ver­

es in Ilmenau zum Beispiel auch den Schwerpunkt biomedizinische Technik,

fahren zu ihrer Herstellung. Sie überwachen die Herstellung, Montage, Inbe­

während die Ausbildung in Schmalkalden durch die Anbindung an die vielen

triebnahme, Instandhaltung und den Betrieb von elektrotechnischen Anlagen

verschiedenen Praxisunternehmen gar nicht allgemein gefasst werden kann.

und Systemen. Auch in der Forschung, Softwareproduktion, der technischen Kundenbetreuung, der Qualitätssicherung und der Betriebsorganisation erge­

Aber ganz unabhängig davon, in welche Richtung es mal gehen soll. Man

ben sich Tätigkeitsfelder. In interdisziplinären Fachgebieten wie Mechatronik,

sollte den Lernstoff nicht unterschätzen und eine gute Portion Durchhaltever­

Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik und in der Medientechnik

mögen mitbringen. Denn die Elektrotechnik hat jede Menge Theorie im

sind ihre Kenntnisse ebenfalls gefragt. Das klingt ganz toll, aber aufhören,

Gepäck. Da diese zum Großteil aus den Naturwissenschaften besteht, sollten

wenn man grad so unter (Studien­)Spannung steht? Keine Sorge, für alle, die

Mathe und Physik eher Freund als Feind sein, und auch ein Interesse an Tech­

nach dem erfolgreichen Abschluss gern weiter machen möchten: Ein Master­

nik und Elektronik ist von Vorteil. Insgesamt warten auf dem Weg zum Bache­

studium verschafft weitere vier Semester Spannung und ermöglicht einen

lor dann sechs bis acht gut gefüllte Semester. Am Anfang werden die schuli­

Schritt nach oben auf der Karriereleiter. (mü)

schen Kenntnisse in Mathe, Physik und Informatik aufgefrischt, wobei der

www.tu­ilmenau.de

Mathematik im Vergleich zu anderen Ingenieurfächern erhöhte Bedeutung zukommt. Dazu kommen, je nach genauer Fachrichtung, Unterrichtsfächer

Foto: Klicker/pixelio

www.fh­schmalkalden.de

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012


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Jung, männlich, Autofan – was kann einem da besseres passieren, als tagtäglich zwischen den neuesten Mercedes­Benz­Modellen sein „Handwerk“ zu lernen. „Na eigentlich nichts!“, das dachte sich auch der inzwischen 23­jährige Philipp damals und begann eine Ausbildung zum Automobilkaufmann beim Mercedes­ Benz­Partner Russ und Janot in Erfurt.

Ausbildung zwischen den Sternen Automobilkaufleute übernehmen organisato­ rische und kaufmännische Aufgaben im Kraft­ fahrzeughandel. Dauer: 3 Jahre Voraussetzungen: gute Noten in Mathe, Deutsch und Wirtschaft; Interesse an kauf­ männischen, organisatorischen und beratenden Kenntnissen; Einfühlungsvermögen und Serviceorientierung Chancen: Nach der Ausbildung bist du in Verkauf, Buchhaltung oder Martketing

bil­ Automonn/ kaufma ­frau

einsetzbar. Durch die grundlegende kaufmännische Ausbildung bist du nicht an die Automobilbranche gebunden, sondern kannst auch in anderen Bereichen Fuß fassen.

„Eigentlich stand der Berufswunsch Automobilkaufmann schon nach dem

Bei Philipp ist es aufgrund der Verkürzung etwas anders. „Ich war zum Beispiel

Abitur fest. Aber dann kamen doch irgendwie Zweifel auf – ist Autoverkäufer

nicht so lange in der Werkstatt, aber da ich in der Freizeit selbst gern an Autos

nicht zu unsicher? Dass da viel mehr dahinter steckt als nur Verkaufen, wusste

rumschraube, war das kein Problem. Wenn ich später ein Auto verkaufe, sollte

ich damals noch nicht“, sagt Philipp heute. „Ich hab mich dann für einen an­

ich schon wissen, wie es funktioniert und deshalb auch selbst schon mal zum

deren Weg entschieden und eine Ausbildung zum Vermessungstechniker ge­

Beispiel eine Bremsanlage eingebaut haben.“ Allerdings sei der Verkauf nur

macht, dabei aber schnell gemerkt, dass das nichts für mich ist.“ Er habe die

ein Aspekt seines Berufs. „Es gibt hier so viele verschiedene Einsatzbereiche.

Lehre zwar abgeschlossen, sich aber im Anschluss nach einer Lehrstelle im

Ich habe schon in der Disposition, also dem Einkauf gearbeitet und dort Daten

Bereich Automobilkaufmann umgesehen. „Im Nachhinein nicht der schlech­

eingepflegt und Fahrzeuglisten geführt, genauso war ich auch im Teile­ und

teste Weg, denn ich denke, gerade für diesen Beruf muss man eine gewisse

Zubehörbereich und habe Bremsscheiben rausgesucht oder an der Informa­

Reife mitbringen.“ Und auch wenn er aus der ersten Ausbildung fachlich nichts

tion gesessen und Kundenanfragen entgegengenommen und Probefahrten

einbringen könne, habe er sich auf jeden Fall menschlich weiterentwickelt.

organisiert.“ Auch auf Info­Veranstaltungen Stände aufbauen und Werbe­ maßnahmen unterstützen, Autos für die Übergabe an den Kunden aufbereiten

„Dass ich dann hier zwischen den (Mercedes)Sternen gelandet bin, lag da­

oder die Fahrzeuge auf dem Parkplatz neu arrangieren gehört zu seinen Auf­

ran, dass ich unbedingt in ein größeres Autohaus wollte, weil man dort ein­

gaben. Spaß gemacht habe ihm bisher alles, aber seine Zukunft sei der Ver­

fach mehr Möglichkeiten hat. Russ und Janot hat mir dabei als Unternehmen

kauf. Während der Ausbildung darf Philipp noch nicht selbst verkaufen. Aber

sehr gut gefallen.“ Es hat dann auch gleich mit der ersten Bewerbung geklappt:

er ist bei den Gesprächen dabei, erledigt Zuarbeiten für die Verkäufer und be­

Dank Abitur und bereits abgeschlossener Berufsausbildung stieg Philipp direkt

reitet Verträge vor. Wichtig dabei sei nicht nur das kaufmännische Wissen,

mit dem zweiten Lehrjahr ein. Das hieß, er musste den Lernstoff des ersten

sondern auch der Umgang mit den Kunden. „Man muss sich auf jeden einzeln

Jahres eigenständig nachholen. „Zum Teil war das schon richtig viel Arbeit.

einstellen können, kommunikativ und offen auf Leute zugehen und auch in

Aber die Mühe lohnt sich, wenn man dafür ein Jahr Ausbildung sparen kann“,

schwierigeren Situationen einen kühlen Kopf bewahren.“ Das sei eine

findet Philipp. Nicht nur in der Berufsschule dreht sich für ihn seitdem nun al­

Herausforderung, aber es mache auch richtig viel Spaß. Und es ist ein Beruf,

les um Rechnungswesen, Buchhaltung, Personalwirtschaft, Marketing, Wirt­

den Philipp sich für seine Zukunft sehr gut vorstellen kann. (mü)

schaftslehre und Co. Im Autohaus durchläuft Philipp alle Abteilungen des Unternehmens – normalerweise sind dafür jeweils sechs Monate angesetzt.

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012

www.russ­janot.de

Foto: Manuela Müller


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Titel

Thermoplastische Elastomere. Klingt erstmal komisch. Und auch nur die wenigsten wissen, dass sie so etwas täglich in der Hand haben; bis man es ins „Normalsprachliche“ übersetzt. Denn dann ist es nichts anderes als formbarer Kunststoff. „Na klar. Der ist überall“, weiß man sofort. Morgens auf dem Frühstückstisch der Joghurtbecher, mittags der Stuhl im Schnellrestaurant, abends die Fernbedienung bei Fernsehen – Kunststoff gibt es in allen Farben und Formen. Das heißt, nur wenn es jemand in Form bringt. Jemand, wie der 19­jährige Ernst zum Beispiel.

Ausgebildet gut in Form Verfahrensmechaniker für Kunststoff­ und Kautschuktechnik der Fachrichtung Formteile stellen aus polymeren Werkstoffen geformte Werkstücke und Fertigteile her. Dauer: 3 Jahre Vorraussetzungen: gute Noten in den Naturwissenschaften, technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, sorgfältiges Arbeiten, Teamfähigkeit Chancen: Weiterbildungen zum Techniker oder Meister sind ebenso möglich wie ein fachspezifisches Studium.

ens­ Verfahr iker mechantstoff­ s für Kun tschuk­ und Kauhnik tec (m/w)

Um Kunststoffteile zu produzieren, bedient sich die Industrie moderner Ma­

der Kunststoff eingefüllt werden. Soll das Endprodukt eine andere Farbe als

schinen und Anlagen. Die sind meist ziemlich groß und teuer. Und deshalb

der Rohstoff haben, wird auch die Farbe noch zugesetzt. Und dann heißt es

auch so konstruiert, dass sie durch ein paar gekonnte Handgriffe umgebaut

Knöpfchen drücken und genau beobachten: Läuft alles so wie es soll, und vor

werden und dann die verschiedensten Produkte herstellen können. So braucht

allem: entspricht das fertige Produkt, also zum Beispiel die Seitenverkleidung,

man nicht jedesmal eine komplett neue Anlage zu kaufen, nur weil statt eines

den genauen Vorgaben? „Das ist die sogenannte Anlaufprobe, die auch noch

großen Joghurtbechers nun ein kleiner produziert werden muss. Für die Be­

in meinen Zuständigkeitsbereich fällt. Es dürfen keine Risse oder Kanten ent­

dienung und den Umbau dieser Maschinen sind unter anderem die Verfah­

stehen, die Farbe muss gleichmäßig, die Oberfläche eben sein. Stimmt alles,

rensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik verantwortlich. So wie

kann ich die Maschine übergeben und mich selbst auf zur nächsten machen.“

Ernst, der in diesem Beruf gerade seine Ausbildung absolviert. „Eigentlich

Insgesamt sind das pro Schicht schon mal bis zu 23 Wechsel.

wollte ich Kfz­Mechatroniker werden. Dann war ich zum Tag der Berufe beim Automobilzulieferer Möllertech in Ohrdruf und fand das auch ganz spannend.“

„Am Anfang war es schwierig, alles zu überblicken. Die vielen Maschinen,

Hier werden Kunstoffteile hergestellt, ohne die einem Auto ganz schön was

die unterschiedlichen Materialien, Werkzeuge und Bezeichnungen – ich

fehlen würde. Eine Seitenverkleidung zum Beispiel oder die Mittelkonsole

brauchte ein wenig Zeit, bis ich mich richtig auskannte. Aber jetzt komme ich

oder die Sonnenblenden. „Ich bin jetzt im dritten Lehrjahr und darf schon als

gut klar. In der Berufsschule sieht dass leider noch ein bisschen anders aus“,

‚Einrichter‘ arbeiten“, erzählt Ernst. Das heißt, zu Beginn seiner Schicht holt

gibt Ernst zu. „Mein Zwischenzeugnis war nicht so gut. Ich muss da jetzt Gas

er sich den sogenannten Rüstplan. „Darin steht, welche Maschine wann und

geben.“ Die Theorie sei aber auch nicht ohne. So sind neben Mathe auch

wie umgebaut werden muss. Als nächstes hole ich mir den entsprechenden

Physik und Chemie die fachspezifischen Lernfelder. Da geht es dann um die

Hefter. Da sind nicht nur alle Informationen und Anweisungen zur Maschine

Maschinen, deren Aufbau, Funktion und Wartung; um Chemikalien, Mate­

drin, sondern auch eine Diskette, die nach den Auftragsdaten programmiert

rialien und andere Betriebsmittel und auch um technisches Zeichnen. „Ich ha­

wurde.“ In der Werkhalle sucht sich Ernst dann die erste Maschine auf dem

be das am Anfang unterschätzt. Aber ich bin mir sicher, ich kann auch die

Plan und macht sich an die Arbeit. Werkzeuge wechseln, Maschine reinigen,

Theorie bestehen. Ich weiß ja, wofür. Ich habe hier eine tolle Arbeit gefunden.

die Greifarme des Roboters, der die fertigen Produkte entnimmt, austauschen

Es gibt immer etwas neues zu tun, man ist ständig in Bewegung und hat Anteil

– und schließlich die neue Diskette einlegen und die Einstellungen an der

daran, dass Produkte entstehen, die am Ende überall im Alltag wiederzufinden

Maschine überprüfen und wenn nötig nachstellen. Dann muss natürlich noch

sind.“ Das mache nicht nur Spaß, sondern auch ein wenig stolz. (mü)

Foto: Sascha Uthe

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012


Schwerpunkt

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Riesige Windräder am Horizont, unzählige Solarzellen auf dem Hausdach und modernste Erdwärmepumpe hinterm Haus – die regenerativen Rohstoff­ und Energieträgerquellen sind allgegenwärtig. Klar, dass da auch die gesamte Branche um die neuen Energien Schritt halten muss und sich auch die Ausbildungs­ möglichkeiten dahingehend immer weiterentwickeln. So zum Beispiel an der Fachhochschule Schmalkalden.

Renewable Resources Engineering

ble Renewarces Resou ring Enginee Studium

Dort gibt es ab dem kommenden Herbstsemester den Bachelorstudiengang

vieren, aber noch lange nicht alles wissen: So bekommst du in den ersten drei

Renewable Resources Engineering. Bevor du nun aufgeregt im Wörterbuch

Theoriesemestern nicht nur die ersten Fachkenntnisse, sondern auch die nö­

blätterst: dahinter verbergen sich die erneuerbaren Energien in Verbindung

tigen Grundlagen vermittelt. Das übrigens nicht nur im Hörsaal, sondern auch

mit dem klassischen Maschinenbau. Für dein Studium heißt das: Neben einer

von Beginn an schon in Laboren und Praxisräumen. Ab dem vierten Semester

soliden praxisorientierten Ausbildung im konstruktiven Maschinenbau wird

wird dann die fachspezifische Ausbildung in den Mittelpunkt gestellt, im fünf­

auch eine Ingenieurqualifikation auf dem Gebiet der Technologien und Ver­

ten bekommst du im Ingenieurpraktikum die Gelegenheit, bisher Erlerntes an­

fahren zur Nutzung natürlicher regenerativer Rohstoff­ und Energieträger­

zuwenden und sogar Auslandserfahrungen zu sammeln – eben dort kannst

quellen geboten. Und dabei geht es längst schon nicht mehr nur um die

du das Praktikum nämlich auch absolvieren. Im sechsten Semester geht’s dann

Energieformen aus regenerativen Quellen sondern auch um biogene Roh­

weiter mit dem Studium an der FH, bevor im siebten und damit letzten dann

stoffe, die sich neben der traditionellen Nahrungsmittel­, Textil­ und Holz­

dein Abschluss in Form der Bachelorarbeit in Sicht ist.

produktion auch für andere Wirtschaftszweige wie den Maschinen­ und Fahrzeugbau, aber auch die Konsumgüterindustrie nutzen lassen.

Wofür die ganzen Mühen, fragst du dich? Deine potenziellen Arbeitgeber ha­ ben die Antwort: Ob bei der Entwicklung und Erprobung neuer Maschinen,

Ein weites Feld, das zeigt auch ein Blick auf die Studieninhalte: Unter dem

Verfahren und Produkte, beim Betreiben, Inbetriebnehmen und Warten von

Schwerpunkt Produkt­ und Werkzeugentwicklung stehen Maschinen­ und

Anlagen, bei Entwerfen, Begutachten oder Beraten; egal, ob du nach dem Stu­

Apparatebau, Werkzeug­ und Vorrichtungsbau, Konstruktion, Berechnung. Für

dium bei produzierenden und betreibenden Unternehmen, bei technischen

die Energietechnik stehen Energielehre, Elektrotechnik, Speicherung und

Dienstleistern, Ingenieurbüros, öffentlichen Arbeitgebern, Forschungsgesell­

Wirtschaftlichkeit auf dem Lehrplan. Und schließlich die Verfahrenstechnik,

schaften oder Aufsichtsbehörden und technischen Überwachungsvereinen ei­

die sich auf Thermik, Chemie, Mechanik und Agrartechnik bezieht. Das klingt

ne Arbeitsstelle bekommst – deine Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und

nicht nur alles sehr naturwissenschaftlich­technisch, sondern ist es auch.

vor allem: eine sichere Zukunft. Denn im Bereich der erneuerbaren Energien

Mathe, Physik und Co. sollten dir keine Angstausbrüche bereiten, sonst wirst

wird eben diese keinem so schnell ausgehen. Ach und: Keine Sorge, auch

du in den sieben Semestern bis zum Bachelorabschluss sicher keinen Spaß ha­

wenn Englisch auf dem Studium drauf steht, ist Deutsch drin. (mü)

ben. Allerdings ist auch noch kein Meister vom Himmel gefallen. Also keine Angst, du musst vor Studienbeginn zwar ein zehnwöchiges Praktikum absol­

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012

www.fh­schmalkalden.de

Foto: Seggy (www.seggy.tel)


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Schwerpunkt

Den richtigen Riecher in Sachen Ausbildung hatte der 22­jährige Konstantin. Auch wenn das erstmal komisch klingt – ist sein Ausbildungsplatz doch ein Klärwerk gewesen. Es stinkt, man wühlt den ganzen Tag in Schlamm und steht bis zu den Knien in – nennen wir es mal – „organischen Abfällen.“ Das sind wohl die gän­ gigsten Klischees, mit denen solche Anlagen zu kämpfen haben. Beim Blick hinter die Klärkulisse bleibt allerdings nicht mehr viel von diesen Vorurteilen übrig.

Der richtige Riecher Fachkräfte für Abwassertechnik bereiten Ab­ wässer auf und warten Abwasserrohrsysteme. Dazu überwachen und steuern sie die Betriebs­ abläufe in Kläranlagen und Kanalbetrieben. Dauer: 3 Jahre Voraussetzungen: gute Noten in Mathe, Bio, Chemie; Interesse für Technik; körperliche Belastbarkeit und eine nicht allzu sensible Nase Chancen: Deine Arbeitgeber sind entweder Städte und Gemeinden oder auch private Unternehmen im Bereich Wasser und Abwasser. Zudem stehen Wege zu Meister, Techniker oder Studium offen.

ft Fachkrasser­ a für Abw technik (m/w)

„Stimmt schon, der Geruch in einem Klärwerk ist nicht gerade das, was man

sein Ausbildungsleiter Christian Wenzel: „Die Ansprüche in diesem Beruf stei­

Parfüm nennt. Aber das ist eigentlich auch das einzige, was nicht ganz optimal

gen stetig. Deshalb gibt es seit einigen Jahren unter anderem eine Zusatz­

ist“, sagt Konstantin, der in diesem Jahr seine Ausbildung zur Fachkraft für

qualifikation im Bereich Elektrotechnik.“ Für Konstantin ein echter Pluspunkt,

Abwassertechnik bei den Stadtwerken Jena erfolgreich abgeschlossen hat und

denn diese Bandbreite bietet eben auch jede Menge Abwechslung.

gleich im Anschluss auch dort in ein Arbeitsverhältnis übernommen wurde. Er habe sich aber schnell an die „besondere“ Luft gewöhnt und findet die

Zu den Hauptaufgaben der Fachkraft für Abwassertechnik mit Spezialisie­

Arbeit überhaupt nicht eklig oder schmutzig. Rückblickend kann er sogar sa­

rung auf den Bereich Werke, für den sich Konstantin entschieden hatte, ge­

gen: „Das war genau der richtige Weg für mich. Ich stand damals nach mei­

hört das Überwachen und Steuern der Betriebsabläufe in der Kläranlage.

nem Realschulabschluss vor der Wahl: noch weiter Schule bis zum Abi oder

Konstantin sitzt entweder am Computer – immer mit Blick auf die Schalt­

Lehre.“ Für die Ausbildung sprach der Wunsch, doch lieber „richtig“ arbeiten

tafelwand und ihre Kontrolllämpchen, oder er ist auf dem Außengelände un­

zu wollen. „Die Arbeit in einem Klärwerk kannte ich von Freunden, die Anlage

terwegs. „Da muss ich auch mal in die Kanalrohre hinabsteigen oder ein

hier in Jena durch einen früheren Besuch mit der Schule. Ich dachte, das alles

Klärbecken reinigen.“ Das gehöre eben dazu, sagt er. „Ich bin eine Art Prozess­

passt ganz gut.“ Er bewarb sich, bestand Vorstellungsgespräch und

überwacher. Gibt es zum Beispiel in einem der Becken einen Gebläseausfall,

Einstellungstest und bekam seine Wunschlehrstelle.

sehe ich das hier, vermerke die Störung und versuche sie selbst zu beheben. Entweder durch eine Umprogrammierung oder direkt an der Maschine. Läuft

Los ging es allerdings erstmal in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte.

alles wieder, muss ich überprüfen, ob sich die Wasserwerte geändert haben

Das heißt, neben der Berufsschule fand der praktische Teil der Ausbildung in

und gegebenenfalls die Einstellungen korrigieren.“ Konstantin weiß, dass er

den ersten anderthalb Jahren in einer externen Ausbildungsstelle statt. „Da

eine sehr große Verantwortung trägt, denn das Umweltamt kontrolliert regel­

lerne ich die Grundlagen für die verschiedenen Arbeitsbereiche, die zum Teil

mäßig, ob alle Grenzwerte eingehalten werden. Und wie wichtig das ist, hat

nicht jeder Lehrbetrieb selbst vermitteln kann.“ Neben Klär­ und Pumpwerken

halb Thüringen in diesem Sommer durch die Probleme mit Colibakterien bei

sowie Kanalnetzen warten nämlich auch Laborarbeit und Metallverarbeitung

der Fernwasserversorgung feststellen müssen. „Das hatte zwar nichts mit uns

auf die Azubis. Ich muss nicht nur wissen, wie eine Anlage funktioniert und

zu tun, zeigt aber, wie wichtig unsere Arbeit ist“, so Konstantin. Und außerdem

wie ich sie bediene, sondern muss auch Wasserwerte analysieren und aus­

mache er sie richtig gern. Kein Wunder also, dass er bei den Stadtwerken Jena

werten oder selbstständig eine Pumpe anschließen“, erklärt Konstantin. Dazu

bleiben möchte und vielleicht noch eine Meisterausbildung anschließt. (mü)

Foto: Manuela Müller

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012


Deine Region: Ostth端ringen

I

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WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4足2012

Foto: Stefan Bayer/pixelio


II

Deine Region: Ostthüringen

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ten Schulhalbjahr in den Werkstätten der Schule, ab dem zweiten Schul­

ressanten und anspruchsvollen Beruf des Kfz­Mechatronikers zu qualifizieren.

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Innung Ostthüringen oder der Berufsschule Technik in Gera melden.

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WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012


Deine Region: Ostthüringen

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IV

Deine Region: Ostthüringen

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In den nächsten drei beziehungsweise dreieinhalb Jahren werden 23 Jugend­

Die neuen Auszubildenden und dualen Studenten der Standorte Jena und

liche im „Jenaer Bildungszentrum – Schott, Carl Zeiss, Jenoptik“ (JBZ) zum

Triptis wurden am 30. August 2012 im Jenoptik­Konzern willkommen gehei­

Feinoptiker, Mechatroniker, Fachinformatiker, Industriemechaniker und zur

ßen. Sie wurden von der Jenoptik­Personalleiterin Melanie Jaklin sowie dem

Industriekauffrau ausgebildet. Mit ihnen starten weitere vier junge Men­

Konzernbetriebsratsvorsitzenden Thomas Klippstein begrüßt.

schen, die an der Berufsakademie ein Studium der Produktionstechnik, Technisches Management und Logistik beginnen.

27 Neue bei Carl Zeiss

Jenoptik begrüßt

„Bei Carl Zeiss erhalten die Nachwuchskräfte eine qualitativ hochwertige

An diesem von der Personalabteilung organisierten Begrüßungstag lernten

Ausbildung", erklärte Peter Popp, Geschäftsführer der Carl Zeiss Jena GmbH,

die Neuankömmlinge den Konzern, ihren Einsatzbereich und ihre Mitstreiter

und begrüßte die neuen Auszubildenden im Namen der Carl Zeiss Unterneh­

kennen. Insgesamt beginnen in diesem Jahr 33 neue Azubis und 6 Berufs­

men am Standort Jena. „Die beruflichen Perspektiven bei Carl Zeiss sind sehr

akademie­Studenten ihre Ausbildung an den deutschen Standorten des

gut“, erklärte er.

Optoelektronik­Konzerns. Damit beschäftigt Jenoptik ab August dieses Jahres 130 Auszubildende inklusive Berufsakademie­Studenten.

Ihre Praxisausbildung erhalten die Jugendlichen zunächst im JBZ bevor sie im dritten Ausbildungsjahr in den Betrieben an ihren zukünftigen Arbeits­

In Thüringen starten in dieser Woche neun Auszubildende und drei

plätzen eingesetzt werden. Um den benötigten Nachwuchs an hoch qualifi­

Studenten der Berufsakademie bei Jenoptik. Der überwiegende Teil davon

zierten Mitarbeitern auszubilden, biete das Bildungszentrum die besten Vor­

absolviert seine Ausbildung in einer der Jenoptik­Sparten in Jena. An den

aussetzungen, so Popp. Michael Kannegießer, Geschäftsführer des JBZ,

Thüringer Standorten wird der Fachkräfte­Nachwuchs in Kooperation mit dem

bedankte sich bei den Betrieben für ihre Unterstützung und versprach den

„Jenaer Bildungszentrum gGmbH – Schott, Carl Zeiss, Jenoptik“ ausgebildet.

neuen Auszubildenden: „Dadurch können wir eine Ausbildung gewährleisten,

Dort werden zur Zeit insgesamt 250 Auszubildende und Studenten ausgebil­

die in Thüringen eine Spitzenposition einnimmt.“

det und betreut. Außerdem ist die Gesellschaft für Umschulung, Fortbildung, Anpassungsqualifikation und Weiterbildung im Bereich der Erwachsenen­

Bei der Begrüßung thematisierte Popp allerdings auch den kontinuierlichen

qualifizierung in der Region in und um Jena zuständig.

Rückgang geeigneter Bewerber: „Es gibt immer weniger Jugendliche, die gute Noten haben, im Gespräch klare Vorstellungen über den gewählten Beruf zei­

Im Jenoptik­Konzern werden vorwiegend gewerblich­technische Berufe wie

gen und in ihrem persönlichen Auftreten zum Unternehmen passen könnten.“

Elektroniker, Mechatroniker und Feinoptiker sowie duale Studiengänge im Bereich Engineering ausgebildet. Darunter befinden sich auch deutschland­

Carl Zeiss in Jena stellt derzeit insgesamt 75 Ausbildungsplätze für eine qua­

weit seltene Berufsbilder wie der Mikrotechnologe. Aber auch kaufmännische

lifizierte Facharbeiterausbildung zur Verfügung. Hinzu kommen 17 Studenten

Auszubildende und BA­Studenten absolvieren im Konzern ihre Ausbildung.

der Berufsakademie und eine Volontärin. (em/mü)

(em/mü)

www.zeiss.de

Foto: Carl Zeiss

www.jenoptik.de

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Ausbildungsbörse Gotha

I

Ein Duft nach Kakao weht einem schon um die Nase, wenn man nur in die Nähe des Werksgeländes kommt, und er lässt Großartiges vermuten. Zu Recht! Denn öffnet sich dann eines der großen Werkhallentore, steht man mittendrin, im Schlaraffenland. Ein riesiges Fließband voll mit Schokoriegeln, meterhohe Bottiche mit feinster Kakaomasse oder Unmengen köstlicher Waffelschnitten – wohin man auch schaut, verführerische Süßigkeitenberge soweit das Auge reicht!

Maria­Magdalena und die Schokoladenfabrik Fachkräfte für Süßwarentechnik, Fachrichtung Schokolade, stellen Hohlkörper aus Schokolade, Schokoladenriegel und ­tafeln her, aber auch Kakaomasse, Kakaobutter und Kakaopulver. Sie verantworten die Bedienung von Maschinen und Anlagen sowie die Verpackung, Lagerung und Qualitätsbeurteilung von Süßwaren. Ausbildungsdauer: 3 Jahre Voraussetzungen: Guter Realschulabschluss, handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein,

ft Fachkra ren­ wa für Süß nik tech (m/w)

gute Kenntnisse in Mathematik und Naturwissenschaften. Chancen: Du kannst Weiterbildun­ gen zum Techniker oder Meister anschließen, ebenso ein Studium im Bereich Lebensmitteltechnik.

Das ist ein Traum für alle Naschkatzen und: der Arbeitsplatz von Maria­

packt, gelagert – welche Maschinen sind dazu nötig, wie funktionieren sie,

Magdalena. Denn die 23­Jährige macht bei der August Storck KG in Ohrdruf

wie werden sie bedient und gewartet. Der Lehrplan in der Berufsschule ist

eine Ausbildung zur Fachkraft für Süßwarentechnik und hat hier ihren Traum­

vollgepackt mit jeder Menge notwendigen Wissens. Dabei darf man beson­

beruf gefunden. „Als ich auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz war, habe

ders die technischen Inhalte nicht unterschätzen. Und man muss wissen, dass

ich mich durch die ganzen Berufslisten gearbeitet und bin dann dabei auf die

man große Verantwortung trägt. Wenn es um Lebensmittel geht, sind viele

Süßwarentechnik gestoßen. Das kannte ich nicht und mit Süßigkeiten arbei­

Vorschriften zu beachten und Sicherheitsstandards einzuhalten. „Wenn man

ten, das klang einfach zu gut. Auf einer Berufsmesse kam ich am Storck­Stand

sich nicht dafür interessiert, kann einem das schnell über den Kopf wachsen“,

vorbei, die hatten auch tatsächlich noch einen Ausbildungsplatz in diesem

erklärt Maria­Magdalena, die selbst aber so viel Leidenschaft für die Arbeit

Bereich frei. Ich hab‘ mich beworben und den Platz bekommen.“ Inzwischen

mitbringt, dass sie sich mit Begeisterung durch den Lernstoff ackert. „Ich finde

ist Maria­Magdalena im zweiten Ausbildungsjahr und in der Produktion tätig.

das alles so faszinierend, da motiviert mich schon die eigene Neugier, weiter

Sie stellt aktuell Pralinen her – was und wie genau, das darf sie aber nicht ver­

zu lernen. Ich liebe Schokolade, sie ist für mich eine Art Lebenseinstellung, ein

raten – ein süßes Betriebsgeheimnis. Die Süßwarenherstellung ist ein tradi­

Glücklichmacher und ich darf hier in einer echten Schokoladenfabrik arbeiten,

tionelles Handwerk. In kleineren Manufakturen ist auch noch vieles Hand­

das ist perfekt.“ So perfekt, dass sie die Arbeit auch gerne mal mit nach Hause

arbeit, aber in den großen Unternehmen läuft heute das Meiste maschinell

nimmt und in der heimischen Küche ganz traditionell Pralinen von Hand füllt

ab. Maria­Magdalenas Hauptaufgabe ist es, die verschiedenen Schokoladen­

und mit Schokolade experimentiert. „Man hat dabei auch so viele Möglich­

anlagen und ­maschinen zu bedienen und die Produktion zu überwachen.

keiten, etwas Neues auszuprobieren.“ Trotzdem ist auch Maria­Magdalena

Während ihrer Ausbildung durchläuft sie alle Bereiche des Werkes, da geht es

manchmal nicht ganz so motiviert, wenn morgens der Wecker allzu früh klin­

unter anderem an die Verpackungsstraße, die Warenannahme, ins Lager oder

gelt. „Wenn ich mal wirklich keine Lust habe, sage ich mir einfach ‚Hey, irgend­

in die Qualitätskontrolle – wobei, die erledigt sie manchmal auch so ganz frei­

wo auf der Welt packt grad jemand sein Frühstückchen aus, beißt in sein

willig nebenbei: „Ja, wir dürfen bei der Arbeit auch naschen“, verrät sie uns.

Knoppers und ist total glücklich. Und das geht nur, weil wir es hergestellt ha­

Doch auch wenn es ein bisschen so aussieht, in einer Schokoladenfabrik ist

ben. Das ist ein toller Gedanke! Und spätestens, wenn ich ans Werktor komme

die Arbeit nicht immer nur ein Zuckerschlecken. „Es gibt auch viel zu lernen“,

und die Luft nach Schokolade duftet, bin ich wieder voll dabei.“ (mü)

sagt Maria­Magdalena. Welche Rohstoffe gibt es, woher kommen sie, wie wird beispielsweise Schokolade hergestellt, weiterverarbeitet, die Ware dann ver­

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012

www.storck.de

Foto: Storck


II

Ausbildungsbörse Gotha

Kennst du das? Deine Bestellung im Onlineshop hast du bequem abgeschickt und du fragst dich: Wann wird das Paket endlich da sein und woher kommt es eigentlich? Solche Fragen stellte sich Daniela Beckert (20), als sie meist ungeduldig auf den Postmann wartete. Und heute könnte sie dein Paket bereits in den Händen halten. Denn Daniela absolviert gerade das dritte Ausbildungsjahr als Fachkraft für Lagerlogistik im Fiege Mega Center zwischen Erfurt und Gotha. Mit WiYou sprach sie über die Mission Kommission, das „Pick by Voice“, den Onlinehandel und künstlerische Leidenschaften.

Mission Kommission Die Fachkraft für Lagerlogistik nimmt Ware an, sortiert, findet geeignete Lagerplätze, ent­ nimmt Ware, verpackt und versendet sie an den Kunden. Dauer: 3 Jahre Vorraussetzungen: Haupt­ oder Realschulabschluss, gute Noten in Mathe und Englisch, Ordnungsbewusstsein, gutes Auge, selbstständiges Arbeiten Chancen: nach erfolgreicher Aus­ bildung interne Weiterbildungs­ möglichkeiten, Fachwirt oder ein Studium im Bereich Logistik mit entsprechender Hochschulreife

t für f a r k h c Fa gistik Lagerlo (m/w)

Daniela erwartete im Fiege Mega Center ein Möbelhaus – doch weit gefehlt.

Genauso verlief es auch mit dem Kommissionsverfahren „Pick by Voice“.

Der weltweit agierende Logistiker bietet verschiedene individuelle Logistik­

Dabei wird die Entnahme von Ware mit Hilfe der Stimme gesteuert. Über das

dienstleistungen an. „Ich dachte wirklich, ich komme in ein Möbelhaus, doch

Headset erhältst du Befehle, die bestätigst du mit deiner Antwort, das Gerät

die riesigen Lagerhallen verrieten etwas anderes und mir wurde sofort klar –

dokumentiert die Vorgänge und lästige Zettel sind nun Vergangenheit. Daniela

hier bewegt sich etwas“, erzählt Daniela. Und so wird es dann auch während

berichtet, sie habe anfangs Skrupel vor der neuen Technik gehabt, doch die

der Ausbildung ablaufen. Als Fachkraft für Lagerlogistik bist du ständig in

Bedienung macht ihr heute keine Probleme mehr und erleichtert die Arbeit.

Bewegung. Neue Ware annehmen, prüfen, positionieren, verwalten oder auch schon wieder versenden. Solltest du dich auch für eine Ausbildung zur Fach­

Früher wollte Daniela eigentlich die Kunst zu ihrem Beruf machen. Doch ihre

kraft für Lagerlogistik entscheiden, wirst du alle Prozesse mitsteuern können

gestalterische Leidenschaft kann sie auch heute noch unter Beweis stellen.

und jeden Schritt genau kennenlernen. „Ich durchlaufe alle Abteilungen, be­

Sie erzählt, dass ihre Kreativität sowohl bei der Gestaltung der Lagerräume,

komme die Prozesse hautnah mit und werde voll ins Team integriert“, freut

als auch beim Verpacken der Ware immer wieder gefragt sei. Kommission ist

sich Daniela. Und fügt hinzu, es sei enorm wichtig, gut im Team zu arbeiten,

Danielas Mission: „Am schönsten ist es doch, wenn alles sicher und passend

denn es wird sehr viel gemeinsam erledigt und die Kommunikation unterei­

verpackt ist. Das motiviert mich. Und der Kunde freut sich, wenn er unbescha­

nander könnten selbst die modernsten Geräte nicht ersetzen. „Als späterer

dete und schön verpackte Ware erhält.“

Facharbeiter muss man Lagerplätze selbstständig bestücken, da sollte man schon ein Volumen oder eine Fläche selbstständig berechnen können“, verrät

Nach der Ausbildung geht Danielas Weg bei Fiege weiter. Sie wird ein unbe­

uns Daniela. Für die dreijährige Ausbildung solltest du also gute mathemati­

fristetes Arbeitsverhältnis erhalten und hat dann mehrere Aufstiegsmöglich­

sche Kenntnisse mitbringen. Die Berufsschule vermittelt dir dann die nötigen

keiten. Sie könnte als Schichtleiterin eingesetzt oder mit entsprechender

fachlichen Inhalte. Du berechnest Lagerbestände, Lagerumschlagshäufig­

Berufserfahrung auch zur Fachwirtin für Lagerlogistik weitergebildet werden.

keiten, Lagerdauern oder Lagergebühren. Außerdem erhältst du Grund­

Mit dem Abitur wäre auch ein BA­Studium im Bereich Logistik möglich.

kenntnisse der Buchhaltung und arbeitest mit Datenverarbeitungsprogram­

Daniela hat bei Fiege ihr berufliches Glück gefunden. (en)

men. Durch die zunehmend internationalen Geschäftsfelder, wie den Onlinehandel, seien aber auch Englischkenntnisse nötig. Aber hierfür zähle das Prinzip „learning by doing“, so Daniela weiter.

Foto: Eric Neumann

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WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012


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Fachschule Bau

Raiffeisenbank e.G.

Bundespolizei

VR Bank Westthüringen

BA Eisenach

Kreishandwerkerschaft

GOBI

Thür. Bauernverband/

Grone Bildungszentrum

Landwirtschaftsamt

Geat

Handwerkskammer Erfurt

Lingl Hotel Apfelstädt

IHK Erfurt

Wald-Hotel Luisenthal

Föbi

Ahorn Berghotel Friedrichroda

Gotha Druck

HOGA Verbund

Agentur für Arbeit

Krankenkassen:

WiYou

AOK, DAK, IKK, MH Plus

Firmenausbildungsverbund

BWG Reimer

Phoenix Compounding

RCL Hörselgau

HIWESO

Bildungswerk unternehmens-

August Storck AG

bezogene Ausbildung

Brandt Zwieback B&H Spedition Kraftverkehr Nagel Fiege Apfelstädt SIG Sonneborn Landratsamt Gotha


SCHRAUBEN SIE AN IHRER ZUKUNFT!!! WER SIND W WIR IR? Die EJOT Gruppe ist ein mittelständisches Unternehmen mit zahlreichen Gesellschaften im In- und Ausland, welches sich mit überdurchschnittli chschnittlichen Wachstumsraten entwickelt. EJOT Ta ambach ist Te eil der EJOT Ve erbindu erbindungstechnik mit Stammsitz im nordrheinwestfälischen Bad Berleburg und je drei weiteren Werken in Deutschland und international. Am Standort Ta amb ambach-Dietharz fertigen wir mit ca. 400 Mitarbeitern Kunststoffff-Baugrup f-Baugruppen für die Automobilindustrie. Zu unseren Kompetenzen gehören die kundenindividuelle Entwicklung unserer Produkte sowie deren Fertigung unter höchsten Ansprüchen an Funktionalität und Qualität. $OV 6WDUWSXQNW IÙU ,KUH EHUXƅLFKH /DXIEDKQ HUJHEHQ VLFK KLHUDXV YLHle Entwicklungsmöglichkeiten und große Gestaltungsspielräume auch über den Ta ambache ambacher Standort hinaus und machen EJOT zu einem atat traktiven Arbeitgeber. Wir sind an einem hohen Ausbildungsniveau unserer Beschäftigten inteinte ressiert und fördern eine kontinuierliche individuelle Weiterbildung.

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WARUM SIE? n Sie sind neugierig auf ein innovatives Unternehmen und haben Interesse, sich für die Unternehmensziele einzusetzen

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X

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WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012


Die Deuna Zement GmbH, ein Tochterunternehmen der Dyckerhoff AG Wiesbaden, ist ein erfolgreiches Unternehmen der Zementindustrie mit Sitz im Raum Nordthüringen. Ausgezeichnet mit dem IHK­Titel „Hervorragender Ausbildungsbetrieb“ suchen wir auch zukünftig verstärkt Auszu­ bildende in den Ausbildungsberufen

Industriemechaniker/­in Fachrichtung Instandhaltung Elektroniker/­in Fachrichtung Betriebstechnik

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Schwerpunkt

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Und Dienstage und Mittwoche … aber darum geht es hier eigentlich gar nicht, denn statt der Wochentage steht für Azubi Tom und seine Kollegen vom THS Hausservice die Montage, also der Zusammenbau vorproduzierter Teile vor Ort, im Vordergrund. So sorgen sie als Anlagenmechaniker für Heizung, Sanitär und Klima dafür, dass Heizungs­, Belüftungs­ und Wasserleitungen fachgerecht verlegt und angeschlossen werden.

Montage auf der Baustelle Anlagenmechaniker für Sanitär­, Heizungs­ und Klimatechnik planen und installieren versor­ gungstechnische Anlagen und Systeme. Sie warten diese auch und setzen sie instand. Dauer: 3,5 Jahre Voraussetzungen: körperliche Belastbarkeit, handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Beobachtungsgenauigkeit und Teamfähigkeit Chancen: Ob für private Unternehmen

­ Anlagenr für ike mechan, Sanitär HeizungKlima und

oder in der Industrie, gerade durch die aktuelle Entwicklung im Bereich Energie und Energieversorgung sind Anlagenmechaniker auch in Zukunft stark nachgefragt.

(m/w)

So wie jetzt gerade, auf einer Baustelle im Erfurter Süden. Hier hilft Tom da­

dungszeit von zwei auf dreieinhalb Jahre angehoben. Und da warten unter an­

bei, das Belüftungssystem in einer neuen Feuerwache zu montieren. „Ich brin­

derem Mathe, Technik, Physik, Materialkunde, technisches Zeichnen und

ge Schellen an der Zimmerdecke an. Die dienen später als Halterung für die

Gerätetechnik.

Rohre“, erklärt Tom in wackeliger Höhe. „Ich arbeite oft überkopf, das ist an­ strengend. Wie überhaupt die ganze Arbeit einen körperlich ganz schon for­

Allein alles rund um die erneuerbaren Energien mache einen großen Anteil

dern kann. Das weiß man spätestens, wenn man mal eine ganzen Tag lang

aus. „Das gehört dazu, auch wenn ich selbst noch keine Solarthermieanlage

Heizkörper geschleppt hat.“ Aber das müsse man ja nicht jeden Tag. Manch­

aufgebaut habe.“ Jedes Unternehmen sei anders ausgerichtet. Tom ist zum

mal seien es auch beispielsweise kniffligere Denkaufgaben: Wie verbinde ich

Beispiel sehr oft im Kundendienst unterwegs. Er holt sich in der Zentrale eine

die Rohre, wenn es nicht auf Anhieb passt? Wie berechne ich die Winkel, die

Auftragsliste und fährt dann durch die Stadt um Mischbatterien zu wechseln,

Deckendurchbrüche, die Ausdehnungen bei Hitze? Denn hier geht es nicht nur

Dichtungen zu reparieren, verstopfte Abflüsse wieder frei zu machen oder Ba­

um das reine Handwerk. Allerdings sollte man schon ein wenig Geschick dafür

dewannen einzubauen. „Am liebsten mache ich die Endmontage, wenn alles

mitbringen. Tom selbst hatte das zwar dabei, wie sich im Nachhinein heraus­

fertig ist, nur noch Silikonfugen gezogen oder Armaturen angebracht werden

stellte, aber dafür damals noch keinerlei handwerkliche Erfahrungen. „Ich ha­

müssen. Wenn man etwa ein Bad fertig hat und der Kunde zufrieden ist, ist

be auf der Suche nach der richtigen Ausbildung verschiedene Praktika ge­

das toll. Allerdings muss man mit Menschen umgehen können, egal, ob sie

macht. Unter anderem bei einem Anlagenmechaniker. Das hat mir wirklich

unzufrieden sind, weil etwas nicht funktioniert, sie beraten werden wollen

gut gefallen, wobei ich nicht gedacht hätte, dass das etwas für mich sein könn­

oder man einfach nur Wartezeit mit Smalltalk überbrücken muss“, erklärt Tom.

te.“ Er habe sich früher nie dafür interessiert, zuhause nie etwas selbst repa­

Auf der Baustelle sind inzwischen alle Schellen angebracht. Als nächstes legt

riert, nie eine Bohrmaschine in der Hand gehabt. „Da musste ich in der Aus­

Tom die Rohre bereit und dichtet die Gewinde ein. „Die kann der Monteur

bildung dann einiges nachholen.“ Mittlerweile klappt das ganz gut. Auch dank

dann eindrehen.“ Das klingt nicht nur nach Teamarbeit, sondern ist auch wel­

der Berufschule und verschiedener IHK­Lehrgänge, die Tom die Grundlagen

che. „Hier arbeiten sehr viele Leute. Es ist wichtig, aufeinander Rücksicht zu

verschiedener Arbeitsverfahren vermitteln. Neben diesen gibt es natürlich

nehmen, um sich nicht gegenseitig im Weg zu stehen und auch dort mal mit

auch die Theorie. „Es gibt heute keinen Gas­, Wasser­ oder Heizungsmonteur

anzupacken, wo eine Hand gebraucht wird, auch wenn es nicht zum eigenen

mehr. Denn all das gehört nun zum Berufsbild des Anlagenmechanikers“, er­

Einsatzbereich gehört.“ Und egal, ob allein beim Kunden oder hier zwischen

klärt Tom. „Das bedeutet, man muss mehr wissen.“ Dafür wurde die Ausbil­

so vielen anderen Kollegen, Spaß mache es ihm eigentlich immer. (mü)

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012

Foto: Eric Neumann


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Dein Service

.Ein großes Thema gerade in Thüringen.

.Anreisewege haben?.

.ist die Demografie. Wie beobachten.

„‚Berufsschulen als Kompetenzentren‘ ist

.Sie im Landkreis Gotha diese.

eine Vision, die auf eine optimale Aus­

.Entwicklung?.

nutzung der materiellen, technischen

„Die Demografie ist sicher ein Problem,

und personellen Ressourcen der Berufs­

gerade im Bereich Fachkräftenachwuchs,

schule abzielt. Auf vergrößerte Anreise­

allerdings zeigen die Zahlen der Absol­

wege für Schüler hat diese inhaltliche

venten der Regelschulen und des Gym­

Entwicklung keine Auswirkung.“

nasiums im Landkreis eine durchaus po­ sitive Entwicklung. So werden bis zum

.Ist denn eine Zusammenarbeit oder.

Schuljahr 2013/14 935 Schüler die

.vielleicht auch ein.Ausbildungs­.

Schule abschließen. Letztes Jahr lagen

.verbund mit anderen Landkreisen.

wir noch bei 632 Schulabgängern.“

.denkbar?. „Die Zusammenarbeit mit anderen Land­

.Nach der Schule ist vor der.

kreisen ist seit 2008 bereits realisiert.

.Ausbildung. Wie steht es aktuell um.

Gemeinsam mit dem Ilmkreis, dem

.die Bildungsangebote der Berufsbil­.

Wartburgkreis, der Stadt Eisenach ist ei­

.denden Schulen im Kreis, mit beson­.

ne Berufsbildungsregion West gegründet

.derem Blick auf den Bereich der. .erneuerbaren Energien?. „Im Landkreis existieren drei Berufs­ schulen, davon befinden sich zwei in Trä­ gerschaft des Landkreises Gotha und ei­

Schule aus und dann?

worden. Innerhalb dieser Region wird das Schulnetz intensiv abgestimmt. Ein eventueller Ausbildungsverbund hinge­ gen fällt in den Zuständigkeitsbereich der Industrie­ und Handelkammern.“

ne in Trägerschaft des Freistaates. Im Bereich der erneuerbaren Energien gibt

.Wird es trotz der verschiedenen.

es in der Gewerblich­Technischen BBS

.Landkreiszugehörigkeiten und der.

den Ausbildungsberuf ‚Anlagenmecha­

Ausbildung vielleicht. Dafür brauchst du aber

niker für Sanitär­, Heizung­ und Klima­

nicht nur einen guten Ausbildungsplatz in

.Zusammenarbeit mit Hochschulen.

technik‘. Dieses Berufsbild befasst sich

einem Unternehmen, sondern auch eine

.geben? Wie beispielsweise mit der.

unter anderem mit dem Aufbau und der

entsprechende Berufsbildende Schule.

.TU Ilmenau oder FH Nordhausen?.

Installation sogenannte Solarthermie­

Wie es um diese im Landkreis Gotha bestellt ist,

„Eine Zusammenarbeit mit den Hoch­

erklärt Thomas Fröhlich, 2. Beigeordneter des

schulen liegt im Verantwortungsbereich

Landkreises im WiYou­Interview.

der Schulen selbst. Wir sind da aber si­

anlagen.“

.geographischen Entfernung eine.

.Was gibt es für Pläne zum Ausbau der.

cher nicht abgeneigt.“

.Ausbildungskapazitäten in diesem. .Bereich – kommen neue Berufsbilder.

.Ausbildung, und dann? Werden auch.

.hinzu? Und inwieweit werden.

.Berufsperspektiven in dem.

.Unternehmen dabei einbezogen?.

.Bereich erneuerbare Energien.

„Der Landkreis Gotha ist als Schulträger

.geboten?.

für den theoretischen Teil der Berufsausbildung in der Berufsschule verant­

„Das wünschen wir uns natürlich. Aber grundsätzlich sind die Berufsperspek­

wortlich. Wie sich die Ausbildungskapazitäten der Betriebe entwickeln, das

tiven in den Bereichen erneuerbare Energien mit den Ausbildungsbetrieben

hängt natürlich von den Unternehmen selbst ab. Genügend Kapazitäten in

und den zuständigen Kammern zu klären. Wir als Landkreis versuchen, die

den Berufsschulen sind aber auf jeden Fall vorhanden.“

Voraussetzungen zu schaffen, die den Jugendlichen eine zukunftsfähige Ausbildung gewährleisten kann.“

.Es wird vom Aufbau eines Kompetenzzentrums gesprochen.. .Für die Unternehmen ist so etwas vielleicht sinnvoll. Aber was ist mit. .den Schülern, die dann beispielsweise zum Teil sehr weite.

Foto: LRA Gotha

www.landkreis­gotha.de

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012


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ANZEIGE

.GeAT­Inhaber Helmut Meyer, Vorstand Diethard Nolte sowie. .Personalreferentin Angelika Schulz empfangen die neuen Auszubildenden.

Alles aus einer Hand Die GeAT AG besticht durch Vielfältigkeit, sowohl für Kunden als auch für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen

Seit über 17 Jahren schätzen die Kunden, Arbeitnehmer und Arbeitneh­

aus eigener Erfahrung. Doch der Optimist Helmut Meyer hat sich genau diese

merinnen die GeAT AG als wahren Allrounder, der sich vor allem durch seine

Situation zu Nutze gemacht und vor acht Jahren die GeAT Akademie aufge­

Flexibilität auszeichnet. Deutlich machte dies auch eine anonyme Voll­

baut. Sie ermöglicht seitdem eine arbeitsplatzorientierte Qualifizierung und

befragung der Arbeitnehmer/­innen durch die Uni St. Gallen, in der die GeAT

Weiterbildung. Der Kunde profitiert so von Maßnahmen, die sich speziell nach

AG mit hervorragenden Ergebnissen überzeugen konnte. Somit wurde die

den Erfordernissen des Unternehmens richten. Aber nicht nur in der GeAT AG

GeAT AG nach 2009 erneut als bester Thüringer Arbeitgeber im deutschen

finden die Betriebe einen kompetenten Partner. Denn seit gut einem Jahr wird

Mittelstand mit dem TOP JOB­Award geehrt.

dank der Meyer Fachkräfte noch mehr Flexibilität geboten. Im Gegensatz zur GeAT, die ausschließlich in der Region agiert, ist die Tochtergesellschaft au­

Als Inhaber der GeAT trägt Helmut Meyer damit eine große gesellschaftliche

ßerhalb der Grenzen Thüringens aktiv und seit Anfang August sogar außerhalb

Verantwortung, weshalb für ihn die Nachwuchsförderung eine bedeutsame

Deutschlands. Mit einem eigenständigen Unternehmen in Jawor, Polen, wer­

Rolle spielt. Bereits seit 2004 ist die Gesellschaft für Arbeitnehmerüber­

den nun auch qualifizierte Fachkräfte für die hiesige Wirtschaft rekrutiert.

lassung anerkannter IHK­Ausbildungsbetrieb. Seitdem haben schon 16 junge Menschen die Chance ergriffen und ihre neue berufliche Zukunft bei der GeAT

Einen noch schnelleren Service, vor allem für Arbeitnehmer und Arbeitneh­

AG gestartet. Nun öffnete der größte Thüringer Personaldienstleister mit sei­

merinnen, bietet die GeAT AG seit Juli. Mit der kostenfreien App ist der Per­

nen 14 Niederlassungen – das achte Mal in Folge – vier neuen Auszubildenden

sonaldienstleister der einzige Thüringer Anbieter, der mit so einem mobilen

die Türen in die Berufswelt. Durchgesetzt haben sich die neuen Azubis gegen

Service aufwarten kann. Schnell, unkompliziert und unabhängig vom Standort

insgesamt 80 Konkurrenten. Und so sicherten sich Sindy Möbius, Anna Schnei­

können sich Interessierte über News aus der Branche oder Aktuelles aus der

der, Otto Bräuer sowie Oliver Steinmetz einen der begehrten Ausbildungsplät­

GeAT AG informieren, aber selbstverständlich auch über freie Stellen und eine

ze. „Die hohe Zahl der Bewerber/innen ist auch ein Indiz für die Beliebtheit

Niederlassung in ihrer Nähe kontaktieren. Kundennah, verlässlich, sympa­

unseres Unternehmens“, so Helmut Meyer. Das liegt nicht zuletzt daran, dass

thisch und innovativ – so schätzen die Partner die GeAT AG ein.

ein familiäres Arbeitsumfeld sowie individuelle Qualifizierungsmaßnahmen für die GeAT sprechen. Zudem wartet auf jeden Ausbildungsabsolventen mit einem Abschluss von 2,0 ein BA­Stipendium, das von Helmut Meyer spendiert wird. Dass gut ausgebildetes Personal und vor allem Fachkräfte gegenwärtig ein mangelndes Gut sind, weiß der Inhaber des Thüringer Personaldienstleisters

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012

www.geat.de

Foto: Carl


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Dein Service

012 19.09.22012 20.09. Uhr 09 – 15rke Erfurt e Stadtw

012 18.10.2 Uhr 18 – 2s0centrum

congreseimarhalle neue w

Du weißt noch nicht, was du werden willst, was du studieren und aus dei­

Zum Abend der Berufe, am 18. Oktober 2012 von 18 bis 20 Uhr im congress

nem Leben machen willst? Dann bist du hier genau richtig! Vom 19. bis 20.

centrum neue weimarhalle, stellen regionale Unternehmen und Institu­

September 2012 findet die 13. Berufsmesse der Stadtwerke Erfurt in der

tionen ihre Ausbildungsberufe vor. Eltern und Schüler der Regelschulen der

Magdeburger Allee 34, 99086 Erfurt statt. Beginn ist 9 Uhr und die Türen

Stadt Weimar und der Landkreise Weimar und Sömmerda sind herzlich ein­

sind bis 15 Uhr geöffnet.

geladen.

13. Berufsmesse der Stadtwerke Erfurt

Berufe erleben in Weimar

Hier gibt es für dich und alle anderen Schüler ab der achten Klasse umfang­

Bereits zum achten Mal findet der Abend der Berufe statt. Aufgrund der

reiche Informationen zu Ausbildungsberufen in Thüringen. Und zwar sowohl

Vielzahl an Ausbildungsunternehmen laden die Veranstalter, die Regelschul­

von den Unternehmen, wie den Stadtwerken, als auch von den Azubis selbst.

lehrer der Stadt und der Landkreise, auch in diesem Jahr Jugendliche und de­

Und auch die Thüringer Hochschulen und Berufsakademien sind vertreten

ren Eltern von 18 bis 20 Uhr in das congress centrum neue weimarhalle ein.

und informieren dich über Studiengänge, Studienabschlüsse und Co. „Der ‚Abend der Berufe‘ hat sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe Doch dir werden nicht nur Berufsbilder und Studiengänge vorgestellt. Denn

im Kalender der Berufsorientierungsveranstaltungen entwickelt. Es ist eine

auf dem Programm stehen auch zahlreiche Vorträge und Workshops, die dir

sehr gute Möglichkeit für Jugendliche und Eltern zu erfahren, welche Ausbil­

helfen, dich optimal auf Berufsauswahl und Bewerbung vorzubereiten.

dungsmöglichkeiten es in der Region gibt und was ein Arbeitgeber erwartet“, sagt André Bunge, Schulleiter der Regelschule „J.H. Pestalozzi“ in Apolda und

Zudem bieten dir einige Stände die Möglichkeit, dich gleich vor Ort einmal

Organisator.

an verschiedenen berufsspezifischen Aufgaben auszuprobieren, so wie bei­ spielsweise beim Löten oder beim Bau kleiner elektrischer Schaltungen. Wer

Der Abend der Berufe wird von allen 17 Regelschulen aus Weimar, dem

sich mal richtig in einem Beruf ausprobieren will, für den werden neben

Weimarer Land und dem Landkreis Sömmerda als gemeinsamer Berufs­

Schnuppertagen auch Schülerpraktika angeboten.

informationsabend organisiert. Eingeladen sind Eltern, Schüler und Lehrer der Regelschulen. „Schule hat den Auftrag, die jungen Menschen auf das

Und nicht vergessen: Deinen Thüringer Berufswahlpass solltest du unbedingt

Leben und Berufsleben vorzubereiten. Ein wichtiger Meilenstein ist dabei

dabeihaben, damit du ihn mit Nachweisen über persönlich geführte Infor­

auch der Abend der Berufe. Mit der Veranstaltung möchten wir auch den

mationsgespräche, besuchte Vorträge oder Workshopteilnahmen füllen

Eltern die Möglichkeit geben, sich über Ausbildungsmöglichkeiten und ­chan­

kannst. Die Stadtwerke Erfurt Gruppe freut sich über dein Kommen.

cen in der Region mit ihren Kindern zu informieren. Schließlich sind Eltern bei der Berufswahlentscheidung eine sehr wichtige Stütze“, sagt Bunge.

PS: Du darfst natürlich auch gern deine Eltern mitbringen. (mo/mü) Im letzten Jahr informierten sich über 500 Schülerinnen und Schüler zu zirka 160 Ausbildungsberufen. Über 50 Unternehmen stellten ihre Ausbildungen www.stadtwerke­erfurt.de

Fotos: Udo Bauer/SWE, Maja Hitij/dapd

vor. (em/mü)

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Ausbildung bei Bystronic

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schäftigt Bystronic 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Außerdem lernen 30 Lehrlinge in der Firma. Ausbildung wird bei Bystronic von Anfang an groß geschrieben. Die gute Ausbildungsqualität wird durch die wiederholten Aus­ zeichnungen der Industrie­ und Handelskammer immer wieder bestätigt.

Pünktlich zum Schulstart haben zehn junge Menschen ihre Ausbildung bei

„Natürlich ist die Suche von Auszubildenden jedes Jahr eine neue Heraus­

der Bystronic Maschinenbau GmbH in Gotha begonnen. In der dreitägigen

forderung", sagt die Personalleiterin Sabine Gustke. Doch Bystronic Maschi­

Einführungswoche erhalten sie einen ersten Einblick in das Unternehmen.

nenbau GmbH hat seit Beginn dieses Jahres mit Facebook einen weiteren Kommunikationskanal für sich entdeckt, der besonders Jugendliche anspricht

Bystronic ist ein Hersteller von Abkantpressen (Biegemaschinen). Jedes Jahr

und rege und erfolgreich genutzt wird. Wer im nächsten Jahr eine Ausbildung

lernen hier junge Menschen ganz verschiedene Berufe. So werden die Jugend­

bei der Bystronic Maschinenbau GmbH beginnen möchte, kann sich auf

lichen als Elektroniker für Betriebstechnik, Industriekaufleute, Konstruktions­

Facebook über die Produkte, die in Gotha hergestellt werden und über die an­

mechaniker für Ausrüstungstechnik, Zerspanungsmechaniker, Teilezurichter

gebotenen Ausbildungen informieren. Die Bewerbungsunterlagen sollten bis

und Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik ausgebildet. Zurzeit be­

Ende dieses Jahres eingereicht werden. (em/mü)

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WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012

Foto: Bystronic


gie

WiYouLo

Fußball­EM, Deutschlandspiel. Millionen Fans schalten zur gleichen Zeit den Fernseher an. Und plötzlich schnellt nicht nur der nationale Zusammenhalt, sondern auch der nationale Stromverbrauch in die Höhe. Auf eine sogenannte Verbrauchsspitze. Das heißt, ein Zeitraum, in dem viel mehr Strom verbraucht wird, als im Durchschnitt. Damit der Sportfan aber kurz vor dem vielleicht ent­ scheidenden Elfmeter nicht plötzlich vor einem schwarzen Bildschirm sitzt, wird zusätzlicher Strom gebraucht. Nur kann man den im normalen Netz nicht

.Blick auf Rohrbahnen und Maschinenhaus.

einfach auf Vorrat speichern.

Eine Wasserladung Strom Damit diese Verbrauchsspitzen, zum Beispiel auch der Morgen, wenn überall

Zum Aufbau eines PSW gehören ein Oberbecken, ein Unterbecken, Rohr­

in Deutschland das Licht angeht, oder der Mittag, wenn Herdplatten und

leitungen und ein Krafthaus. Das Oberbecken wurde künstlich angelegt und

Mikrowellen für ein warmes Essen sorgen, aufgefangen werden, gibt es so­

hat auch keinen natürlichen Zufluss. Das Unterbecken entstand durch die

genannte Pumpspeicher­Kraftwerke (PSW). Anders als zum Beispiel die

Stauung der Saale. Es dient dabei auch noch dem Laufwasserkraftwerk Ei­

Kohlekraftwerke, die zu den Grundlastkraftwerken gehören, und immer eine

chicht als Speicherbecken und fasst 5,21 Millionen Kubikmeter Wasser. Die

gleichbleibende Energiemenge erzeugen, oder Windkraftanlagen, die auf äu­

Rohrleitungen verbinden das Ober­ und das Unterbecken und münden im

ßere Umstände angewiesen sind, können die PSW flexibel eingesetzt werden.

Krafthaus. Insgesamt gibt es acht dieser Rohre, die einen Durchmesser von

Sie funktionieren wie riesige Akkus, die Strom speichern können, wenn etwa

1,9 bis 2,61 Metern und eine Länge von jeweils 672 Metern haben. Im

in den Grundlastkraftwerke mehr erzeugt wird, als man gerade braucht, wie

Krafthaus führt dann jedes einzelne Rohr zu einer eigenen Maschine. Und die­

zum Beispiel in der Nacht, und können bei Bedarf flexibel entladen werden.

se wiederum besteht aus einem Generator, einer Turbine und einer Pumpe.

Das Energieunternehmen Vattenfall Europe betreibt neben zahlreichen

Wird nun, wie zum Übertragungsbeginn eines Deutschlandsspiels, beson­

Kohlekraftwerken unter anderem genau solche Pumpspeicherkraftwerke.

ders viel Strom für die Fernsehgeräte gebraucht und die Grundlastkraftwerke

Und das zum Beispiel auch hier in Thüringen. Im Südosten des Freistaates ste­

können den allein nicht mehr liefern, läuft in der Vattenfall Europe Steuer­

hen entlang der Saale neben verschiedenen Laufwasserkraftwerken auch drei

zentrale ein Meldung ein. Hier weiß man, wann, wie und wo welches (Wasser­)

PSW, wie zum Beispiel Hohenwarte II.

Kraftwerk ausgelastet ist. Soll Hohenwarte II einspringen, geht ein Auftrag an den Schaltwart im Kraftwerk, und gibt die Informationen, wann, wie viele und

Es ist seit 1966 in Betrieb und heute das leistungsfähigste Wasserkraftwerk

wie lange die Anlagen laufen sollen, an den Maschinisten weiter. Der hat sein

der Region. „Wir können hier eine Gesamtleistung von 320 Megawatt erzeu­

Büro direkt im Krafthaus und kann von dort die Anlagen steuern und überwa­

gen. Unser Oberbecken fasst 3,3 Millionen Kubikmeter Wasser. Damit könnten

chen.

wir die Stadt Jena einen ganzen Tag lang mit Strom versorgen“, erklärt der Vattenfall Europe­Azubi Kevin. Und auch, wie genau denn aus Wasser nun

Kevin erklärt: „Um eine der Maschinen zur Energieerzeugung in Betrieb zu

Strom wird, weiß der 18­Jährige.

nehmen und Strom zu erzeugen, braucht man nur 115 Sekunden.“ In dieser Zeit wird durch eine mechanische Vorrichtung, den Kugelschieber, ein Rohr

Wasserkraftwerke gehören zum Bereich der regenerativen Energien. Es wer­

geöffnet, so dass das Wasser aus dem Oberbecken abfließen kann. 16 Kubik­

den nämlich keine Rohstoffe verbraucht und auch keine Emissionen erzeugt.

meter pro Sekunde rauschen dann das 300­Meter­Gefälle hinab und treffen

Fotos: Manuela Müller, Vattenfall

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012


durch einen weiteren Kugelschieber auf die Turbine. Die schafft angetrieben durch das Wasser bis zu 428 Umdrehungen pro Minute. Die an sie angeschlos­ sene Welle überträgt diese Bewegung dann auf einen Generator und erzeugt Energie. Diese wird über eine 220­Kilovolt­Doppelleitung zum Umspannwerk Remptendorf und von dort aus ins deutschlandweite Stromnetz eingespeist, so dass unter anderem auch jedes Fernsehgerät mit Strom versorgt werden kann. Das Wasser wird dann durch die Turbine direkt aus dem Krafthaus in das Unterbecken geleitet. Aber das ist nur die eine Richtung, denn bevor Energie abgegeben werden kann, muss sie erst einmal gespeichert werden. In der Nacht ist der Strom­ verbrauch geringer als am Tag. Von der Energie, die die Kohlekraftwerke er­ zeugen, bleibt dann oft ein Überschuss. Den nutzt das PSW, um das Wasser wieder aus dem Unterbecken hinauf in das Oberbecken zu Pumpen. Und auch hier weiß Kevin genau, wie das funktioniert: „Der Strom aus dem Netz wird dazu verwendet, den Generator anzutreiben. Der setzt dann eine Pumpe in Gang, die das Wasser aus dem Unterbecken ansaugt und durch die Rohrlei­ tung hinauftreibt ins Oberbecken.“ So kann Energie problemlos für eine län­ gere Zeit gespeichert werden. Wird der Strom wieder benötigt, lässt man das Wasser ganz einfach wieder ablaufen und es wird wieder Strom erzeugt, der ins Netz zurückgeleitet werden kann. Ein Umstand, der gerade mit dem Wachsen der erneuerbaren Energien immer wichtiger wird. Denn Wind und Sonne etwa können Energie nicht nach Vorgabe erzeugen und bringen damit manchmal „Unruhe“ ins Netz. Die PSW sind flexibel zwischen Erzeugung und Speicherung umzustellen und können somit schnell für Entlastung sorgen, wenn etwa aus einem Windpark sehr viel Energie ins Netz fließt. Das alles funktioniert aber nur, wenn die Maschinen einwandfrei laufen, und genau da kommt Kevin wieder ins Spiel, denn er ist angehender Industrie­ mechaniker/Fachrichtung Instandsetzung. „In der Hauptsache bin ich damit beschäftigt, die Maschinen und Maschinenteile zu warten und zu reparieren.“ Dazu ist Kevin entweder direkt an der Maschine am Werk, oder er lässt sich die Teile in die Werkstatt bringen. „Das hängt immer von der jeweiligen Auf­ gabe ab.“ Es geht von Schraube nachziehen über Maschinenteile neu fertigen, wenn etwa ein Gewinde kaputt oder ein Verbindungsstück gebrochen ist, bis hin zur Wartung der riesigen Rohrbahnen. „Das heißt bei uns Revision, und

.Einer von Kevins Arbeits­ und Ausbildungsplätzen ist die Werkstatt..

sorgt dafür, dass alles bis in den kleinsten Winkel überprüft und gegebenen­

.Hier dreht er gerade ein Ersatzteil für die laufende Revision..

falls ausgebessert wird.“ Dazu muss Kevin dann auch schon mal selbst in die Rohre klettern und nach Rissen oder Korrosion suchen. „Gibt es tatsächlich mal einen Schaden irgendwo in der Anlage, wird das sofort in der Schaltzent­ rale gemeldet. Unser Ziel ist es aber, die möglichen Störungen schon im Vor­ feld zu bemerken und zu verhindern“, so Kevin. Das wäre für ihn allein bei so einer großen Anlage aber viel zu viel zu tun, deshalb hat er noch eine ganze Menge Kollegen. „Die Industriemechaniker und Schlosser sind für alle Maschi­ nen außer den Generatoren verantwortlich. Um diese kümmern sich dann die Elektroniker, genauso wie um die Stromanschlüsse und ­leitungen. Das Kraft­ werk kann nur laufen, wenn die ganze Besatzung gut zusammenarbeitet.“ Das weiß man bei Vattenfall, und legt deshalb einen besonderen Wert auf eine gute, fundierte Ausbildung. Kevin ist bereits im dritten Lehrjahr und weiß das sehr zu schätzen. „Man ist nicht nur hier am Standort überall im Einsatz, sondern lernt auch andere Kraftwerke kennen. Ich war so auch schon in den Kohlekraftwerken, das war auch interessant, aber mehr Spaß macht es mir hier.“ (mü) www.vattenfall.de

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Dein Engagement

Der Traum, bei einem echten Spielfilm mitzumachen, treibt viele junge Menschen vor allem in den Großstädten an. Mit gerade mal rund 30.000 Einwohnern ist in Ilmenau etwas gelungen, was niemand dieser kleinen Stadt im Thüringer Wald zugetraut hätte. Studenten der TU Ilmenau haben ihre Uni einfach zu Babelsberg gemacht und mit wenig Budget, aber viel Ehrgeiz und Leidenschaft in Rekordzeit einen professionellen Spielfilm auf die Beine gestellt.

Medienstudenten hauchen Ilmenau ein Stück Babelsberg ein

Mit „Die Vierte Gewalt“ wollen die rund 150 jungen Filmemacher von Ilm­

hochschule wie Babelsberg oder die DFFB in Berlin ist er noch zu jung gewe­

pressions auf die Schattenseiten der Leistungsgesellschaft aufmerksam ma­

sen. In Ilmenau konnten seine Kommilitonen und er sich ausprobieren und

chen. Er spiegelt die Situation vieler Bachelorstudenten in ganz Europa wider,

entwickeln. Der Autor von „Die Vierte Gewalt“ ist ein Freund und Kollege,

die dem erhöhten Druck und Stress voll ausgesetzt sind, und verzweifelt

auch bei junge medien thüringen dabei. Henryk Balkow ist aber auch Lehr­

Möglichkeiten suchen, ihre Leistung beispielsweise durch Medizin und Drogen

beauftragter an der TU Ilmenau. „Der Stoff ist wirklich fiktiv, Ilmenau nur die

zu erhöhen. In dieser Tragikomödie geht es speziell um eine Studentin, die oh­

Produktionsstätte. Aber die Problematik ist real in weiten Teilen Europas und

ne Aufputschmittel mit reinem Ehrgeiz alles tut, um ihren Traum zu verwirk­

der Welt. Der Gutenberg­Amoklauf ist zehn Jahre her. Ich war damals selbst

lichen, Reporterin zu werden. Ihre schwierige Herkunft holt sie ein und die

Journalist und habe auch einige Freunde unter den Augenzeugen. Unsere

Willkür ihres Professors und der Leistungsdruck wachsen ihr über den Kopf.

Gesellschaft lernt nicht genug aus solchen Katastrophen“, findet Balkow. Es

Der Film fängt mit einem Amoklauf und einem spektakulären SEK­Einsatz an.

reiche nicht, jährlich Kränze niederzulegen. Das Bildungssystem hat noch viel

Harter Tobak für viele. Regisseur Benjamin Schmidt kommt aus Erfurt. Der 22­

zu lernen, finden die jungen Medienmacher. Man müsse sich deshalb häufiger

Jährige ist sich bewusst, wie sensibel dieses Thema ist. Beim junge medien

trauen, solche Themen aufzugreifen. Dafür sei der Film als Kunstmedium ide­

thüringen e.V. ist er im Vorstand, engagiert sich in der Jugendarbeit und mit

al. Das könne jeder schon mit dem eigenen Kurzfilm im Internet. „Wir sollten

dem Mediennachwuchs. „Wir mussten viele Hürden überwinden, weil das

uns aber auch genauso trauen, mal leichtere Unterhaltung zu produzieren“,

Thema nicht einfach ist und wir keine Filmförderung bekommen haben, son­

findet der Mediencoach. Beim junge medien thüringen e.V. werden Musik­

dern alles über Crowdfunding und viel Ehrgeiz ermöglichen wollten und muss­

videos, Magazine und Kurzfilme produziert. „Das sind nicht nur Referenzen

ten“, weiß der junge Spielfilmregisseur. „Im November haben wir angefangen,

und Erfahrungen, sondern auch viele Leute, die man so kennenlernt“, weiß

das Treatment und das Drehbuch zu schreiben, im Juni war schon die Pre­

Ben. Einen goldenen Weg in die Filmbranche gebe es ohnehin nicht. „Man

miere. Wir haben neben dem Studium das Unmögliche möglich gemacht, aber

muss eine Idee haben und es einfach machen.“ Gute Produktionen seien aber

das hat uns echt gefordert.“ Der Stress im Studium an der TU Ilmenau und der

immer auch gutes Teamwork. Die Drehbuchadaption für den Spielfilm kam

Inhalt des Films haben nichts miteinander zu tun, bekräftigt er. Im Gegenteil:

von Bens Mutter Doris, die als Theaterdramaturgin in Erfurt arbeitet. Viele

Das Studium an der TU Ilmenau gibt den Studierenden Möglichkeiten, sich zu

Freunde haben bei der Produktion zusammengearbeitet. Das ist das schöne

entfalten, wie jedes Jahr der Bergfestfilm als professionelle Spielfilmpro­

in Thüringen: gemeinsam kann man so viel.

duktion zeige. Deshalb ist Ben auch nach Ilmenau gekommen. Für eine Film­

Den Film gibt’s demnächst auf DVD. Mehr Infos: www.ilmpressions.de

Foto: junge medien thüringen

Autor: Niklas Phillip

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!O@ 3N;NCIHm @?LNCAm FIMf Gd=BN? PC?FF?C=BN (?S +;NB;LCH;m C=B <CH 7C9IOr,?M?L OH> HMN >O GCL ?CH ;O=B '?MOH>B?CNMJ@F?A?L Q?L>?Ho +;H Hg )=B <CH GCL `BF? <CMM=B?H Q;M b<?L >C? !OM<CF>OHA ?LT >;M >;M 2C=BNCA? I< ?Lm MC=B T H`GFC=B HI=B HC=BN MI A;H @bL GC=B CMNo Ich habe deshalb ein

E;NB;LCH ; ;<MIFP C?LN CG 2 ?CH? !OM I<?LN r+I <CF>OHA T =B r+L;HE OL '?MOH ?HB;OM >B?CNMJ@ F?A?LCH

bei mir damals auch so. Katharina: „Ja, sicher, gern. Das war ch­Krankenhaus. auch hier auf einer Station im Robert­Ko paar Praktika gemacht. Unter anderem Beruf ist das richtige für mich.“ Da war mir dann aber schnell klar: Der

O@ MI M?BLg

7;M A?@`FFN >CL >?HH ;H >C?M?G "?L

n Aufgaben zu es mit anderen Menschen und neue ich und interessant. Jeden Tag hat man Verband zu einen Katharina: „Es ist sehr abwechslungsre , geht helfen. Egal, ob es nur darum s für andere tun zu können, ihnen zu en tun. Und es ist eine tolles Gefühl, etwa werd Angehörige zu trösten. Außerdem zuzuhören, einen Rat zu geben oder noch ein wechseln, oder auch mal ein bisschen nftsperspektiven und wenn man mal gebraucht, man hat also sehr gute Zuku er imm r flege kenp Kran und its­ Gesundhe erbildungsmöglichkeiten.“ wenig mehr möchte, auch viele Weit

r HE?HJ@F?A?Lg 5H> QC? QCL> G;H '?MOH>B?CNM OH> +L; g. Dazu gehe ich ins Berufschulzentrum in Weimar. Und für die e schulische Ausbildun Katharina: „Ich mache eine dreijährig in Apolda.“ praktische Ausbildung bin ich dann hier

FNg r r OM B;MN >O >C=B ;O=B AF?C=B QIBFA?@bB traurig, wie 5H> BC?L CG 2I<?LN +I=B +L;HE?HB; und grau so kalt, nfroh, hell und freundlich und nicht

altung hier, alles ist farbe Patient ist oder Katharina: „Ja total, ich mag die Gest h herzlich willkommen, egal ob man auch das Personal hier heißt einen gleic Und ellt. vorst r äuse kenh Kran sich man hier arbeitet.“

ALIe?M +L;HE?HB;OMg 7IFFN?MN >O HC=BN FC?<?L CH ?CH LC=BNCA Atmosphäre. Jeder kennt jeden, jeder hilft jedem. Wir sind nicht nur

ist gerade die familiäre Fachbereiche Katharina: „Nein. Das Besondere hier Wir haben hier die ganzen wichtigen s. Und auch fachlich fehlt hier nichts. ie, kolog Azubis, sondern ein echter Teil des Team Gynä e, kund rheil sivmedizin, Kinde onen, internistische Abteilungen, Inten rricht unte wie zum Beispiel die chirurgischen Stati Fach n sche rakti n wir auch den medizinp e und Palliativpflege. Außerdem habe e ernst Psychiatrie, Rehabilitation, Altenpfleg mod gibt für die Schüler nehmen. Es on Praxisanleiter, die sich ganz viel Zeit s. Es gab 2009 direkt hier im Haus und auf jeder Stati ert sich hier sehr um den Nachwuch kümm den neuesten Erkenntnissen. Man Ausstattungen und Schulungen nach erung.“ es Engagement bei der Nachwuchsförd g dafür sogar ein Zertifikat für besonder H @bL >C?M?H "?LO@ M?BL PC?F F?LH?H >?H G;H M GOM L ;<? dHm M=B L M?B AN Körper $;M EFCH rie. Man lernt, wie der menschliche ge. In der Praxis und auch in der Theo und en Katharina: „Es ist schon eine ganze Men kheit Kran he welc ert, aufgebaut ist und funktioni n und hme aßna ngsm ndlu Krankheitsursachen, welche Beha welche und ht umge nten Pflegemittel es gibt; wie man mit Patie .“ Q`L? ;O=B ?NQ;M @bL >C=Bg 5N; $O=E? muss igen organisatorischen Aufgaben man erled

$;M @L?ON MC=B ;O@ >?CH?H !HLO@m >?CH? -;CFm >?CH? "?Q?L<OHAn Robert­Koch­Krankenhaus Apolda GmbH Uta Ducke, Pflegedienstleitung Jenaer Str. 66, 99510 Apolda Telefon: 03644 571004 eMail: u.ducke@rkk­apolda.de www.rkk­apolda.de

r $?HEMN >O >?HHm '?MOH>B?CNM OH> GC=Bg +L;HE?HJ@F?A?Lm >;M Q`L? ?NQ;M @bL

it mit und für den Menschen Katharina: „Wenn du Spaß an der Arbe svoll arbeitest und offen auf hast, zuverlässig und verantwortung st du es bei einem andere Menschen zugehen kannst, sollte ren.“ Praktikum einfach mal ausprobie

$;HE? +;NB;LCH;! Illustration: illustrart/123rf


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Dein Service

Dein Start als Sternazubi bei Auto-Scholz-AVS!

Wir bilden in folgenden Berufen aus: - KFZ Mechatroniker/-in - Mechatroniker/-in für Karosserieinstandhaltungstechnik - KFZ-Mechatroniker mit Zusatzqualifikation „Technischer Fachwirt“ - Lackierer/-in - Fachkraft für Lagerlogistik - Automobilkauffrau/-mann - Bachelor of Arts (BA) Handel

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung für den Ausbildungsbeginn 2013. Stichtag: 28. Februar 2013 Auto-Scholz-AVS GmbH & Co. KG Deine Ansprechpartnerin: Regina Zingel Tel. 0365/4883212 Email: regina.zingel@auto-scholz-avs.de

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Dein Engagement

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Wer schon immer mal seine eigene Geschäftsidee entwickeln wollte, ist im iVenture camp der Deutschen Kinder­ und Jugendstiftung genau richtig. Hier können Jugendliche ausprobieren, wie es ist, Unternehmer zu sein: Sie überlegen sich, welches Produkt oder welche Dienstleistung markttauglich sein könnte und spielen dies in einem Businessplan durch. Eine Disco nachhaltig gestalten, eine Alternative zum Pappbecher to go finden oder Jung und Alt mit gegenseitigen Dienstleistungen zusammenbringen – das waren drei von sechs Vorschlägen der Teilnehmenden aus dem letzten Jahr.

Eigene Ideen umsetzen und selber mal Chef sein? Dann mitmachen beim iVenture camp in den Herbstferien 2012

Im Herbst 2011 bewiesen die Jugendlichen bei der Vorstellung ihrer Ge­

euch alle ein, mit Yogamatten in die Leipziger Passagen zu kommen und mit

schäftskonzepte reichlich Unternehmergeist. „CUP“, ein wiederverwendbarer

uns gegen die Hektik in der heutigen Zeit zu protestieren!“ Und dem inzwi­

Heißgetränkebecher, lautet die Antwort auf ein Problem, das die Jugendlichen

schen 18­jährigen Daniel hat die Camp­Zeit geholfen, sich auf seine Bewer­

aus ihrem Alltag kennen. „Weil wir selbst regelmäßig „Coffee to go“ konsu­

bungen für einen Ausbildungsplatz vorzubereiten: „Im Camp habe ich gelernt,

mieren, wollten wir das Wegwerf­Problem lösen und den täglichen Verbrauch

lösungsorientiert zu denken. Diese Denkweise habe ich auch in meinem Vor­

von Millionen Pappbechern reduzieren.“ Der Clou an dem Produkt: Der „CUP“

stellungsgespräch angewendet – und ich bekam den Ausbildungsplatz.“ Neben

ist zusammenfaltbar und wird mit einem Deckel verschlossen. So passt er in

der eigenen Ideen­Entwicklung stehen im iVenture camp Betriebserkun­

jede Hosentasche und ist immer dabei. Mit Flexibilität punktet auch das

dungen, Gespräche mit Experten und Freizeitaktivitäten auf dem Plan.

Konzept „StudiBox“. Unter dem Motto „Box dich schlau!“ bot das Camp­ Unternehmen mobile Container an, in denen Seminar­ und Aufenthaltsräume

.Neugierig geworden? – Jetzt noch bewerben für das iVenture camp 2012.

untergebracht sind, um so dem chronischen Platzmangel an den Unis Abhilfe

Mitmachen können Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren

zu verschaffen. Eine von den Schülerinnen, die bereits Vorwissen mitbrachte,

aus den sechs östlichen Bundesländern. Das Camp für Jugendliche aus Thü­

ist Tine: „Ich bin schon an einer Schülerfirma beteiligt und kenne mich deshalb

ringen findet in Bad Lausick (Sachsen) statt. Die Teilnahme kostet 50 Euro

ein bisschen mit Finanzplänen aus. Aber was das Zeitmanagement betrifft,

inklusive organisierter An­ und Abreise, Unterkunft und Begleitung durch

habe ich viel dazu gelernt. Da war vieles neu für mich.“ Im Gegensatz zu ihr

ein qualifiziertes Team.

hatte Cynthia kaum Vorstellungen davon, was in einem Unternehmens­

iVenture camp ist ein Programm der Deutsche Kinder­ und Jugendstiftung

gründungs­Camp auf sie zukommen würde. „Ich bin überrascht, wie viel Spaß

(DKJS), gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Tech­

es macht, ein Geschäftskonzept zu entwerfen. Ich weiß jetzt, welche Schritte

nologie (BMWi).

zu einer Unternehmensgründung gehören“, berichtet sie selbstbewusst. Aber

.Kontakt und Anmeldung.

die Idee kann noch so gut sein: Ohne eine wirksame Marketingstrategie blei­

Deutsche Kinder­ und Jugendstiftung . Claudia Ruttge

ben Kunden und damit der Geschäftserfolg aus. Deshalb setzten die Gründer

Tempelhofer Ufer 11, 10963 Berlin . Mail: claudia.ruttge@dkjs.de

und Gründerinnen der Café­Kette „Work’n’Stressless“, die exklusive Ent­

www.iventure­camp.de

spannung und stressfreie Arbeitsatmosphäre vereint, auf umfangreiche Werbemaßnahmen. Der erste Werbespot ist bereits konzipiert, Plakate, Web­

.Eigene Ideen langfristig umsetzen? In Schülerfirmen jederzeit!.Wie das.

site und ein Facebook­Auftritt haben die Jungunternehmer entworfen. Und

.geht? Einfach die Schülerfirmenberaterin kontaktieren:.

Marketing­Chefin Rebecca weiß, wie man Aufmerksamkeit erregt. Bei der

DKJS . Christiane Knebel . Philsophenweg 26 . 07745 Jena

Präsentation ruft sie zum ersten Work’n’Stressless­Flashmob auf. „Wir laden

Tel.: 03641 489480 . E­Mail: christiane.knebel@dkjs.de

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Foto: DKJS, Danny Ibovnik


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Dein Engagement

Kaum sind die Ferien vorbei, geht der Trott im Alltag wieder los. Jeden Tag Schule, Lernen, Tests und Lehrer. Dabei liegt der Sommer gerade noch in seinen letzten Zügen und der Blick durch das Fenster im Klassenraum weckt Erinnerungen an die Zeit ohne Unterricht. Doch was sein muss, muss nun einmal sein und für den perfekten Start ins Berufsleben braucht es einen guten Schulabschluss. Und das, was die Thüringer Schulen an Bildung vermitteln, ist spitze. Das sagt zumindest eine aktuelle Studie.

Karrieretypen und Talenteschmieden

In Thüringen wartet das zweitbeste Schulsystem Deutschlands auf dich. Nur

tigstes Lehr­ und Lernprinzip verankert und unsere Hochschulen besser aus­

die Nachbarn in Sachsen haben besser abgeschnitten. Zu diesem Ergebnis

gestattet. All das beginnt sich nun auszuzahlen“, erklärt der Minister.

kommt der neunte Bildungsmonitor, den das Deutsche Institut der Wirtschaft in Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) im

Und dann rechnet er vor, dass seit dem Jahr 2000 rund 24.400 Jungakade­

August veröffentlicht hat. Die Experten haben sich die Bildungssysteme aller

miker mehr die Thüringer Hochschulen verlassen haben, als unter der da­

Länder angesehen, über einhundert verschiedene Einzelheiten untersucht und

maligen Absolventenquote zu erwarten gewesen wäre. „Mehr Absolventen,

bewertet und die Ergebnisse dann miteinander verglichen.

das heißt mehr hoch qualifizierte Fachkräfte. Unsere Hochschulen sind Talenteschmieden und Zuwanderungsmagneten. Dieses Profil schärfen wir

„Mit Platz 2 im Ländervergleich wird dem Thüringer Bildungssystem erneut

weiter“, so Matschie. Damit meint er, dass bis 2015 1,56 Milliarden Euro an

seine hohe Wettbewerbsfähigkeit bescheinigt. Die Tatsache, dass wir uns mit

die Hochschulen fließen. Für dich als Schüler heißt das, du kannst beruhigt die

einem Plus von 3,5 Punkten gegenüber dem Vorjahr besonders stark verbes­

Schulbank drücken und dir nach dem Abi eine Hochschule im Land aussuchen

sert haben, bestätigt den bildungspolitischen Kurs der Landesregierung. Un­

und studieren. Egal wo, egal was – die Unis und Fachhochschulen machen aus

sere Reformen wirken.“ So stolz klingt Thüringens Kultusminister Christoph

dir einen Karrieretypen.

Matschie. Mit den „Reformen“ meint er, dass sich die Betreuungsbedingungen und die Ausstattung der Schulen in den letzten Jahren immer weiter verbes­

Wenn man die Daten, die aus der Studie hervorgehen vergleicht, sieht man,

sert haben.

dass in keinem anderen Bundesland, gemessen an der Einwohnerzahl, mehr Geld in Bildung investiert wird, als in Thüringen. Hier ist der Freistaat ganz

Wenn du dich nun in deiner Klasse oder deiner Schule umschaust, wirst du

oben. „Ein zentrales Ziel nachhaltiger Bildungspolitik sollte es sein, Bildungs­

sicher manchmal etwas anderes erkennen. Aber in Thüringen hat ein Lehrer

armut zu vermeiden und allen Kindern und Jugendlichen eine gute schulische

in einer Realschule im Durchschnitt zehn Schüler zu betreuen. Im Bundes­

und berufliche Ausbildung zu ermöglichen. Soziale Marktwirtschaft braucht

durchschnitt sind es fast 15. Aber das sind eben Durchschnittszahlen. Und die

Teilhabechancen für alle“, fasst einer der Autoren der Studie, der INSM­

beziehen sich nicht nur auf die normalen Schulen, sondern auch die Hoch­

Geschäftsführer Hubertus Pellengahr, die Ergebnisse zusammen. Thüringen

schulen und die Betreuung von Kindern in der Grundschule. „Wir haben unser

mit seinem soliden zweiten Platz garantiert dir also, dass du es im Leben zu

Kita­Angebot verbessert, in den Schulen die individuelle Förderung als wich­

etwas bringen kannst. Wenn du es nur möchtest. (su)

Foto: Candy Welz/dapd

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Dein Engagement

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Während die meisten Schüler schon der Zeugnisausgabe entgegenfieberten, lud die Landesschülervertretung Thüringen (LSV) kurz vor Beginn der Sommerferien zum Landesschülertag ins Erfurter Regierungsviertel! Fast einhundert Schülersprechen waren der Einladung gefolgt und fanden sich gemeinsam mit Vertretern der Thüringer Landesregierung unter anderem zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Lehrermangel zusammen. WiYou traf den Landesschülersprecher Paul im Anschluss zum Interview.

Landeschülertag in Erfurt

.hinten: Paul Muschiol, vorne v.l.n.r.: Luisa Otto, Philipp Hentrich,. .Carolin Heckroth, Chantal Schmalkoke, Maraike Strenge, Marcel Schwetschenau.

.Paul Muschio l.

.Wie zufrieden seid ihr als LSV mit der Beteiligung der Schülersprecher?.

.Was hat sich ein Jahr nach in Kraft treten der neuen Schulordnung getan?.

„Mit über einhundert Anwesenden sind wir hoch zufrieden. Das stellt für uns

„Im Schulleben merkt man noch keinen gravierenden Unterschied zur vergan­

einen neuen Rekord dar. Leider mussten wir erkennen, dass die Beteiligung

genen Schulordnung. Welche Folgen die Veränderungen haben, ist momentan

zwar ausgesprochen gut, aber in der Fläche immer noch nicht ausreichend ist.

noch nicht absehbar und wird sich erst in den folgenden Jahren zeigen. Jedoch

In Thüringen existiert so gut wie keine Schülervertretungsarbeit in den

sind die Probleme, die schon vor zwei Jahren bestanden, noch dieselben. Die

Kreisen. Das wollen wir ändern. Im nächsten Schuljahr werden wir die Kreis­

Personalsituation an den Schulen ist immer noch nicht befriedigend gelöst.

schülervertretungen aktiv begleiten und somit auch unsere Arbeit auf einen

Leider liegt hier ein Mangel an Kommunikation seitens des Ministeriums mit

breiten Sockel stellen.“

den Betroffenen vor.“

.Zu welchen Ergebnissen seid ihr heute hier gekommen?.

.Eine Neuerung, die die LSV auf den Weg gebracht hat, ist die Direktwahl.

„Die Schülervertreter wollen mitarbeiten. Das ist für uns als LSV eine positive

.an den Thüringer Schulen. Wie ist der aktuelle Stand? Wie kommt sie an?.

Erkenntnis. Weiterhin haben wir viele unserer Standpunkte bestätigt und auch

„Im neuen Schuljahr werden zum ersten Mal Direktwahlen von Thüringer

viele neue Inputs bekommen. Dies hat uns in unserer Arbeit bestätigt und er­

Schülern durchgeführt. Wir können noch nicht sicher sein, dass die Direktwahl

mutigt, weiterzumachen.“

in der Praxis so ablaufen wird, wie in der Theorie angedacht, doch erwarten wir eine positive Resonanz. Die Hauptziele, dass die Schüler sich besser mit

.Fühlt ihr euch als Vertreter der Thüringer Schüler in der Politik ernst.

ihrem Vertreter identifizieren können und eine Stärkung des Demokratie­

.genommen? Gerade, wenn wie zum Landesschülertag der Minister absagt?.

verständnisses, werden wir erreichen.“

„Unser Einfluss hat sich in den letzten Jahren verbessert. Doch leider können wir im großen politischen Kalkül nicht mitwirken. Wir sind keine Experten wie

.Was steht für die Zukunft auf dem Plan?.

die Mitarbeiter des Ministeriums, sondern Interessenvertreter der Schüler

„Das Grundgerüst stimmt! In Zukunft müssen Kleinigkeiten angepasst wer­

Thüringens. Und in dieser Aufgabe fühlen wir uns ernst genommen. Selbst­

den. Wir raten davon ab, große Veränderungen durchzuführen und wollen in

verständlich ist es ein herber Rückschlag, wenn der Herr Minister zu solch ei­

erster Linie die vorangegangenen Änderungen umsetzen.“ (mü)

nem Event absagt, doch haben wir auch kompetente Mitarbeiter aus dem Ministerium als Vertretung.“

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www.lsv­thueringen.de

Fotos: Manuela Müller


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Dein Service

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Meine Ausbildung – einfach spitze! u/ Kauffra im ­mann del an Einzelh

Dauer: 3 Jahre Beginn: 1. August und 1. September Voraussetzung: guter Schulabschluss Ziel der Ausbildung: Nach erfolgreichem Abschluss Deiner Ausbildung übernehmen wir Dich als Fach­ oder Führungskraft in einer unserer Filialen.

Ich heiße Martin Möbius, bin 22 Jahre alt und komme aus der Nähe von

bildung unterhalten und austauschen. Gemeinsam organisierten und planten

Chemnitz. Noch während meiner Schulzeit startete ich bei Kaufland mit einem

wir Aktionen, Verkostungen und Außenverkäufe und konnten zeigen, was wir

Nebenjob in der Tiefkühlabteilung. Nach dem Abschluss der mittleren Reife

bis dahin gelernt hatten.

und dem Grundwehrdienst motivierte mich mein damaliger Hausleiter dazu, eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel zu absolvieren.

Derzeit bin ich als Vertretung der Abteilungsleiterin in Altenburg eingesetzt und unterstütze die dortigen Mitarbeiter, bei der Vorbereitung zur REORGA.

So durchlief ich in meinen ersten beiden Ausbildungsjahren alle Abteilungen

Hier wird die bestehende Filiale im laufenden Betrieb auf den neuesten Stand

wie zum Beispiel Obst & Gemüse, Kasse und Wareneingang. Die verantwort­

gebracht.

lichen Mitarbeiter schulten mich in den täglichen Aufgaben und Besonder­ heiten ihrer Abteilung, gaben mir viele Informationen und vermittelten mir

Nicht nur die hervorragenden Karrierechancen, sondern auch die täglich

die praktischen Grundlagen meiner Ausbildung. Im dritten Ausbildungsjahr

wechselnden Aufgaben, der Umgang mit den Kunden sowie die Mitarbeit in

begann die Spezialisierung auf einen ausgewählten Bereich, bei dem das

anderen Filialen machen mir großen Spaß und motivieren mich jeden Tag

Erlernte angewendet und vertieft wurde und

aufs Neue. Aufgrund meines Einsatzwillens,

wo man die Chance erhielt, seine selbst ge­

meiner Lernbereitschaft und meines erlang­

steckten Ziele zu erreichen.

BEWERBERTIPPS

ten Wissens werde ich nun zum Abteilungs­

.Wähle einen Ausbildungsberuf oder dualen Studiengang.

leiter Food eingearbeitet.

Neben verschiedenen Informationsveran­

.nach Deinen persönlichen Stärken und Interessen. Kaufland.

staltungen und Wissenstagen war für mich

.hat ein umfangreiches und vielseitiges Angebot, ob in der.

Meine Ausbildung war spitze, ich habe noch

das Azubiprojekt 2011 in der Filiale in Grim­

.Filiale, im Restaurant oder in unseren Fleischbetrieben..

keinen einzigen Tag meine Entscheidung be­

ma ein Höhepunkt meiner Ausbildung. Hier­

.Hier ist für jeden etwas dabei!.

bei leiteten wir Azubis vier Wochen lang völlig

reut. Ganz im Gegenteil, meine tägliche Ar­ beit macht mir riesigen Spaß. Für meine Zu­

eigenständig die Filiale. In dieser Zeit fand ich

.Informiere Dich unter: www.kaufland.de/jobs.

kunft hoffe ich auf viele weitere interessante

viele neue Freunde, knüpfte Kontakte und

.oder frag uns, was Du schon immer wissen wolltest auf:.

Herausforderungen und habe das Ziel, eines

konnte mich mit den anderen über die Aus­

.ww.facebook.com/kauflandkarriere..

Tages Hausleiter zu werden.

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Dein Service

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Dein Engagement

Unendliche Weiten, soweit das Auge reicht. Traumhafte Sonnenaufgänge und immer nah an Tieren, die noch wild und frei sind. Ein Team, das Natur und Wet­ ter kennt und dir die Augen für das Besondere öffnet. Ein Beruf, der jeden Tag zur echten Herausforderung macht. Deine Chance zu einer Ausbildung, die zum größten Erlebnis deines Lebens werden kann.

Von der Schulbank in die Prärie Land­ und Tierwirte erzeugen land­ und tier­ wirtschaftliche Produkte in marktgerechter Qualität. Daneben wickeln sie Geschäftsvor­ gänge in landwirtschaftlichen Betrieben ab. Dauer: 3 Jahre Vorrausetzungen: Freude am Umgang mit Tieren und am Arbeiten in der Natur, körper­ liche Belastbarkeit, technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, sorgfältiges und umsichtiges Arbeiten

t Tierwirirt Landw (m/w)

Chancen: Wenn du etwas Berufserfahrung gesammelt hast, kannst du dich zum staatlich geprüften Wirt­ schafter oder Meister weiterbilden.

Crawinkel ist ein kleiner Ort, der zwischen Ohrdruf (bei Gotha) und Arnstadt

ren Welt, die noch niemals berührt wurde. Man könnte sich wünschen, nur

liegt. Rund herum nichts als Wald, Wiesen, Felder und Koppeln. 2.500 Hektar

einen kleinen Teil davon mit nach Hause nehmen zu können.

davon gehören Heinz Bley. Einem engagierten Landwirt, der dieses Gebiet in Thüringens Arche Noah verwandelt hat und damit die Aufmerksamkeit na­

Das alles kannst du auch haben. Und zwar jeden Tag, denn Heinz Bley bildet

menhafter Organisationen auf sich gezogen hat. Denn seine „Thüringethi“ be­

bereits seit 1997 Lehrlinge als Tierwirt und Landwirt aus. Jedes Jahr werden

herbergt nicht nur 700 Rinder, 500 Pferde, 400 Schafe und 300 Ziegen, sie ist

fünf Lehrstellen frei. Eine davon könnte schon in diesem Jahr deine werden.

auch Heimat für viele bedrohte Tierarten, die Heinz Bley mit seinem Team und

Alles, was du dazu brauchst, ist ein klarer Verstand und ein waches Auge.

seinem Einsatz schützen möchte. Und das Beste daran: Es kommen ständig

Deine Schulnoten hingegen sind nicht so wichtig. Viel mehr solltest du

neue Tierarten dazu.

Flexibilität mitbringen, dich nicht vor harter Arbeit scheuen und in Kauf neh­ men, dass deine Hände schmutzig werden. Du solltest im Einklang mit Natur

Gern ist Heinz Bley bereit, mit uns hinaus zu fahren und uns seine Ranch zu

und Tier leben wollen und am Besten schon einmal etwas mit Tieren zu tun

zeigen. Mehr als zwei Stunden dauert die Fahrt, dabei kommt man sich vor,

gehabt haben. Dabei kann dir auch ein Praktikum bei Heinz Bley helfen. Zwei

wie in den gigantischen Weiten von Alaska. Im Sonnenaufgang schillern die

Einstellungen pro Jahr sind bei guten Leistungen garantiert. Dich erwartet „ein

Rücken wilder Pferde, die scheu und neugierig zugleich sind. Im Tau schillern­

Leben, das nicht an der weißen Linie verläuft“ und der wahrscheinlich größte

der Wiesen zieht die Morgensonne ein violett­rosafarbenes Band am Himmel

Ausbildungsplatz Thüringens.

Autorin: Bianca Albrecht

und nirgendwo ein Mensch, eine Grenze oder Lärm. Hier draußen ist nichts als Natur und Himmel, soweit man sehen kann. Es ist noch kühl und so wär­ men sich Schafe und wilde Rinder in kleinen Gruppen aneinander und beob­ achten uns nur von Weitem. Im Unterholz des Waldes entdecken wir sogar ei­ ne Wildschweinfamilie mit ihren Jungen. Hirsche, Rehe und Hasen verlassen schnell die Wege, wenn sie uns sehen. Ganze Rudel fliehen vor uns, während bunte Schmetterlinge bereits das erste, goldene Sonnenlicht ausnutzen und ihre Flügel ausbreiten, um sich zu wärmen. Eine solche Vielfalt an Kontrasten kenne ich sonst nur aus Filmen. Nun stehe ich mitten drin, wie in einer ande­

Fotos: Bianca Albrecht

WiYou . Wirtschaft und Du . Ausgabe 4­2012


Sie haben Post. Verschickt. Mal wieder Montagmorgen. Ich bin noch allein im Büro. Der erste Kaffee läuft durch. Jetzt den Computer hoch­ fahren. Programme starten, E­Mails runterladen und: Na huch. Post vom Chef. Er schrieb am Sonntag. Schneller als die E­Mail selbst öffnet sich ein ungutes Gefühl. Und findet in einer wenig netten, in zwei Halbsätzen unhöflich formulierten Kritik Bestätigung. Danke. Und das zum Start in die Woche. Mürrisch überlese ich das womöglich Konstruktive und mache das, was man in dieser Situation eben macht: meinem Ärger Luft! Leider bin ich immer noch allein im Haus. Egal, nutze ich eben die elektronische Vorlage. Schnell die wichtigsten Stellen im Text markiert, zwei drei persönlich­herzliche Kommentare dazu und zack weiterleiten an die beste Freundin. So, jetzt geht es mir schon besser. Zeit für einen Kaffee. Ein wenig schadenfroh erhebe ich mich, als ich im Augenwinkel gerade noch sehe, wie Outlook verkündet: Ihre E­Mail wird versendet an ... Und dann wird mir schlecht, richtig schlecht. Ich hab nicht weitergeleitet, ich hab geantwortet. Geantwortet! Das heißt: zurück an den Absender. Den Chefabsender! Nein. Nein! Naaahein! Auf keinen Fall! Es sendet immer noch. Abbrechen! Wo ist die Abbrechentaste? Nein! Ich drücke alle Tasten, einzeln, zweifach, mehrfach, alle auf einmal. Panik. Ich hyperventiliere! Noch ist sie im Post­ ausgang. „Bleib, bitte bleib“, bettle ich. Doch der Ladebalken wächst einfach hämisch weiter! Ich denke: „Netzwerk­ kabel!“ Dann: „W­Lan!“ Dann: „Strom.“ Und „flong“. Aus! Mit dem Stecker in der Hand hocke ich unterm Schreib­ tisch. „Bitte, lass das gerade nicht passiert sein“­betend klettere zurück in auf mein Sitzmöbel und starre gelähmt auf den schwarzen Bildschirm. „OK, ruhig bleiben, alles halb so wild“, quietscht mich meine innere Stimme nicht sehr überzeugend zurück ins Geschehen. Vielleicht ist sie ja gar nicht rausgegangen! Ich rutsche wieder unter den Schreibtisch und zittere den Stecker in die Dose. Hier ist es doch eigentlich auch ganz gemütlich. Aber bevor ich in Embryostellung verfallen und meine hier­unten­bleib­ich­jetzt­für­immer­Gedanken richtig ausmalen kann, gibt der Rechner wieder Lebenszeichen von sich und ich quäle mich nach oben. Und werde nervös. Na los! Mach hin! Dank des unerwartet plötzlichen „Absturzes“ dauert es ewig, bis alles wieder bereit und das E­Mailprogramm ge­ laden ist. Endlich, es öffnet sich. Und der Postausgang? Ist leer! Sie ist weg. Naja, nicht ganz weg, nur leider da, wo ich sie hinverschickt hab. So hat laut Sendebericht meine durch einen falschen Klick vom unbedachten Gemecker zum Kündigungsgesuch gewachsene elektronische Post ihren Empfänger bereits erreicht. Das war´s! Warum schreibt man eigentlich keine Briefe mehr? Oder kleine Zettelchen, wie in der Schule. Das hat doch super funktioniert. Und falls doch mal nicht, dann stand nicht nur kein Absender darauf, sondern man hatte auch noch ein Chance, sie aufzuhalten, abzufangen, wegzuwerfen oder zur Not einfach runterzuschlucken. Aber eine E­Mail. Die lässt sich nicht aufhalten. Oder doch? Ha, Google ist mein Freund, er wird es wissen. Doch die Minirecherche ergibt: Pech gehabt. Geht, wenn überhaupt, mit Programmen wie unserem offenbar nicht. Aber erstaunlich, wie oft diese und ähnliche Fragen gestellt werden. Was es da nicht alles gibt: SMS an die falschestmögliche Person, via Facebook versehentlich beim Onlinestalken eine Freundschaftsanfrage gestellt oder unabsichtlich (?) ein Nacktfoto im Forum gepostet. Und nichts lässt sich spurlos rückgängig machen. Böses Internet! Was aus den an­ deren Missgeschickern wohl geworden ist? Was wohl aus mir werden wird?? Noch sind es eineinhalb Stunden, bis zum Chefetagendienstbeginnsrechnerhochfahren. Schätze, die werden lang. Aber so kann ich wenigstens an einer aufrichtigen Entschuldigung, einer logischen Erklärung oder einer rührenden Abschiedsrede arbeiten.

Schussi, eure Mamu


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Dein Engagement

Im Garten des Elternhauses, bei sommerlich heißen Temperaturen empfing uns Philipp Knoll zur Übergabe seines neuen iPads. Er hat an unserem Gewinnspiel zur JOBfinder Messe teilgenommen und konnte nun als glücklicher Gewinner ermittelt werden. Eric Neumann von WiYou hat ihm seinen Gewinn überreicht und die Gelegenheit genutzt, ihn nach seinen Zukunftsplänen zu befragen.

iPad dank WiYou.de­Ausbildungsabriss .Philipp Knoll (l.) ist der Gewinner unserer Gewinnspiels.

Das Gewinnspiel zum WiYou.de­Ausbildungsabriss fand erstmals zur JOB­ finder­Messe statt. Der Ausbildungs­Abriss bot allen Messeteilnehmern die

.zum WiYou.de­Ausbildungsabriss.

Chance, schnell und direkt verschiedene Aussteller kennenzulernen, sich Direktgewinne an den Ständen abzuholen, nebenbei Fragen zu den Unter­ nehmen zu beantworten und mit der Abgabe eines finalen Lösungswortes am Gewinnspiel um ein neues iPad teilzunehmen. Philipp hat teilgenommen und präsentiert sich als stolzer Gewinner. „Eigent­ lich war ich mit meiner Freundin da, um für sie einen dualen Studienpartner zu suchen. Dann bekamen wir den Ausbildungs­Abriss und ich fand, das wäre doch die ideale Möglichkeit, um direkt mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen und so war es dann auch. Wir hatten gute Gespräche und zusätzlich beide die Chance auf das iPad. Coole Aktion. Und ich habe gewonnen.“ Philipp fügt hinzu, er habe leider noch nie großes Glück bei Gewinnspielen gehabt und jetzt gleich ein iPad – Wahnsinn! Was Philipp mit dem iPad machen wird, ist bereits klar. „Das kann ich für meine Ausbildung sehr gut gebrauchen, da sehe ich große Vorteile.“ Ab dem 1. Oktober beginnt Philipp eine Ausbildung bei der Thüringer Polizei in Mei­ ningen. Er wird die Kommissarlaufbahn des gehobenen Dienstes absolvieren und ist schon total gespannt. Philipp ist einer von 20 Auserwählten, die noch in diesem Jahr ihre Karriere bei der Polizei beginnen. „Die Tests waren sehr anspruchsvoll und ich bin froh, es geschafft zu haben. Ich hatte auch noch an­ dere Optionen, doch die Polizei ist ein guter Praxispartner und bietet optimale Übernahmechancen – ich freue mich auf diese Aufgabe.“ (en) Das WiYou­Team wünscht Philipp viel Erfolg und einen guten Karrierestart mit dem neuen iPad.

Wir fertigen als Systemlieferant innovative Lösungen für die internationale Automobilindustrie. Für interessante Ausbildungsberufe suchen wir motivierte Schulabgänger, die auch nach der Lehrzeit unser Team ergänzen werden.

AUSBILDUN

IVE G MIT PERSPEKT

Kreative Köpfe für

en ¬ Aufgaben von Morg

Get it flowing

siehe www.gpm.eu Techn. Produktdesigner / in Industriekaufmann / frau Werkzeugmechaniker / in Zerspanungsmechaniker / in Mechatroniker / in GPM GmbH Schwarzbacher Straße 28 98673 Merbelsrod | Thüringen Tel. 036878 64-0 | www.gpm.eu

Foto: Sascha Uthe

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Dein Service

     

  

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Die Johannes Menz GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen. Unsere Hauptkunden kommen aus den Bereichen Automobil, Haushaltsgeräte, Maschinen­ und Anlagenbau, Medizin, Armaturen sowie Mess­ und Regeltechnik. Dank einer hohen Fertigungstiefe und einer Vielzahl unterschiedlichster Fertigungsverfahren sind wir in der Lage, unseren Kunden vom Spritzguss­Werkzeug Ăźber die Fertigung von präzisen Kunststoffteilen bis hin zur Montage komplexer Baugruppen â&#x20AC;&#x17E;Alles aus einer Handâ&#x20AC;&#x153; zu bieten. Eine nachträgliche Oberflächenveredlung in der eigenen Lackiererei sowie eine keim­ und staub­ freie Fertigung in unserem Reinraum mit modernsten Spritzgussmaschinen runden unser Profil ab. Ab Herbst diesen Jahres bieten wir interessierten Jugendlichen eine Ausbildung an als:

Verfahrensmechaniker/in â&#x20AC;&#x201C; Kunststoff­ und Kautschuktechnik Werkzeugmechaniker/in Folgende Voraussetzungen sollten Sie mitbringen: â&#x20AC;˘ Realschulabschluss mit Prädikat â&#x20AC;&#x17E;befriedigendâ&#x20AC;&#x153; oder Hauptschulabschluss mit Abschluss â&#x20AC;&#x17E;gutâ&#x20AC;&#x153; â&#x20AC;˘ in den Fächern Mathematik und Physik nicht schlechter als Note â&#x20AC;&#x17E;befriedigendâ&#x20AC;&#x153; â&#x20AC;˘ handwerkliches Geschick und Interesse am Beruf sowie Lernbereitschaft, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit â&#x20AC;˘ Bewerber/­innen sollten vorzugsweise aus einem Umkreis von Steinbach­Hallenberg kommen (max. 50 km Entfernung) Es erwartet Sie eine sehr interessante und abwechslungsreiche Ausbildung im Kunststoffbereich bzw. Werkzeugbau. Bei erfolgreichem Abschluss der Lehre bieten wir die Ă&#x153;bernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, einen sicheren Arbeitsplatz und die MĂśglichkeit der beruflichen Weiterbildung an. Der zuständige Berater der Arbeitsagentur vermittelt Ihnen auf Wunsch gerne weitere Details zum Berufsbild des Verfahrensmechanikers sowie des Werkzeugmechanikers. Gerne kĂśnnen Sie sich auch bei uns vor Ort ein Bild machen â&#x20AC;&#x201C; vereinbaren Sie einfach einen Termin mit unserer Frau Bähr (Tel.: 036847­516119). Haben wir mit den zu besetzenden Stellen ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich bei uns! Ihre ausfĂźhrlichen Unterlagen senden Sie bitte an: Johannes Menz GmbHâ&#x20AC;&#x201A;â&#x2C6;&#x2122;â&#x20AC;&#x201A;z. Hd. Frau Bährâ&#x20AC;&#x201A;â&#x2C6;&#x2122;â&#x20AC;&#x201A;Stiller Berg 22­24â&#x20AC;&#x201A;â&#x2C6;&#x2122;â&#x20AC;&#x201A;98587 Steinbach­Hallenbergâ&#x20AC;&#x201A;â&#x2C6;&#x2122;â&#x20AC;&#x201A;info@johannesmenz.deâ&#x20AC;&#x201A;â&#x2C6;&#x2122;â&#x20AC;&#x201A;www.johannesmenz.de

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THÜRINGENS KARRIEREMAGAZIN FÜR JUNGE KÖPFE

Impressum

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VERLEGER WiYou Medien GmbH Geschäftsführer: Jürgen Meier Josef­Ries­Str. 78, D­99086 Erfurt

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und s f u chen : r o e B W r e n e g t s n i h r Deine Thü smessen in den näc g Ausbildun

HERAUSGEBER im Auftrag der WiYou Medien GmbH Meier Verlags­GmbH Geschäftsführer: Jürgen Meier Josef­Ries­Str. 78, D­99086 Erfurt

- 20.09.2012, 9-18 Uhr Ausbildungsbörse Sömmerda Unstruthalle - 22.09.2012, 9-13 Uhr „Zukunft Saalebogen“ Rathaus Rudolstadt - 22.09.2012, 10-13 Uhr „Mein JOB!“ Multihalle Meiningen - 22.09.2012, 10-14 Uhr Ausbildungsmesse Sonneberg Staatl . Berufsbildende Schule Sonneberg - 13.10.2012, 13-17 Uhr JAP-Börse Roßleben Mehrzweckhalle Roßleben - 13.10.2012, 9-13 Uhr Berufe aktuell Ostthüringerhalle Schmölln - 07.11.2012, 10-19 Uhr 08.11.2012, 8.30-14 Uhr Berufsinfotage Sondershausen Bundeswehrhalle Sonderhausen - 10.11.2012, 8.30-13 Uhr Ausbildungsmarkt Schleiz AWZ - 24.11.2012 9-13 Uhr Ausbildungsbörse Greiz Altstadtgalerie

Tel.: 0361 663676­0 Fax: 0361 663676­16 E­Mail: info@wiyou.de Internet: www.wiyou.de Sitz der Gesellschaft: Erfurt WEITERE VERLAGSPRODUKTE DER MVG

REDAKTION Chefredakteur: Daniel Bormke ­ V.i.S.d.P. (bo) Tel.: 0361 663676­17 E­Mail: d.bormke@ws­thueringen.com Redaktion: Sascha Uthe (su) Tel.: 0361 663676­14 E­Mail: sascha@wiyou.de Redaktion: Manuela Müller (mü) Tel.: 0361 663676­11 E­Mail: manu@wiyou.de Redaktion: Eric Neumann (en) Tel.: 0361 663676­13 E­Mail: eric@wiyou.de Externe Mitteilung (em) WEITERE AUTOREN DIESER AUSGABE Bianca Albrecht, Sophie Morhard, Niklas Phillip, René Weigel REDAKTIONSSCHLUSS DIESER AUSGABE 05.09.2012 PROJEKTLEITUNG René Weigel Tel.: 0171 3004802 E­Mail: rene@wiyou.de ASSISTENZ DER PROJEKTLEITUNG Juliane Kummer Tel.: 0361 663676­0 Fax: 0361 663676­16 E­Mail: media@wiyou.de VERTRIEBSLEITUNG Projekt WiYou: Götz Lieberknecht Tel.: 0170 3084577 E­Mail: goetz@wiyou.de ANZEIGEN/VERKAUF Südwestthüringen: Andreas Lübke Tel.: 0173 6825207 E­Mail: a.luebke@ws­thueringen.com Nord­und Mittelthüringen: René Weigel Tel.: 0171 3004802 E­Mail: rene@wiyou.de Südthüringen: Petra Krannich Tel.: 0172 8777738 E­Mail: p.krannich@ws­thueringen.com Titelbild: GM Company Layout: Susanne Stader, Kommunikations­ und Mediendesign, Leipzig Druck: Druckhaus Gera GmbH Jacob­A.­Morand­Str. 16 07552 Gera Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Der Verlag übernimmt keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen. Die nächste Ausgabe erscheint in der 45. KW 2012 Anzeigenschluss: 19.10.2012

Illustration: kudryashka/123rf


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Unsere Serviceline: 0800 4680022 www.internationale-ba.com

WiYou - Ausgabe 04/12  

WiYou ist das Karrieremagazin für Jugendliche in Thüringen

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