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SPREEWÄLDER

F r e i z e i t - M a g a z i n d e r W I S N r. 5 2

September 2010

GmrMaittneihsmen

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w w w. w i s - s p r e e w a l d . d e

Service aus einem Guss in den Spreewelten auf Seite 8–9

RETTER IM AUFZUG GURKIGE SAUNASCHAUKEL TOTALER QUATSCH RELOADED STADTVIERTEL-PREISAUSSCHREIBEN SCHMIERIGE ZEITEN * LINDENLÄUFER * * TSG UND WIS: EIN STARKES TEAM KÜRBIS IN*DER KÜCHE * * *


Julia Tobien, Melanie Schuppan und Anni Rothe

Neue Azubis Retter im Aufzug Was der Hausmeister alles macht... zum Beispiel in Aufzugsschächte klettern. Die Hausmeister der WIS absolvierten jüngst einen Kurs als Aufzugswärter. Dort wurden technische Kenntnisse aufgefrischt, Handgriffe geübt und auch die Personenbergung simuliert und trainiert. Denn unsere Hausmeister sind kompetent und befähigt, Mieter im Notfall aus Aufzügen zu befreien und eilen innerhalb kürzester Zeit zur Hilfe. Rund um die Uhr.

Ihre Meinung! Liebe Leserin, lieber Leser, wir freuen uns, dass Sie die neue Ausgabe unseres Freizeitmagazins in den Händen halten und wünschen Ihnen viel Spaß beim Entdecken. Haben Sie vielleicht Anregungen, Lob oder Kritik? Dann senden Sie uns einfach eine E-Mail an info@wis-spreewald.de. Wir freuen uns auf Ihre Meinung.

Fünf junge Menschen haben im August und September ihre Ausbildungen bei uns angefangen. Sehen werden sie sich – wenn nicht gerade ein Fototermin ansteht – nicht so häufig. Denn ausgebildet wird nicht nur direkt bei der WIS, sondern such im Spreewiesel-Center, im Spreewelten Bahnhof und im Spreewelten Bad. Dort hat am im August Julia Tobien ihre Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit begonnen. Ein Praktikum im Bad hat die 21-jährige bereits absolviert, nun freut sie sich auf das Arbeiten im Besucherservice. Melanie Schuppan wird seit

dem 1. August im Spreewiesel-Center zur Veranstaltungskauffrau ausgebildet, gefunden hatte die Cottbuserin ihren Ausbildungsort im IHK-Verzeichnis. Das breite Dienstleistungssprektrum der Spreewiesel hat sie bereits bestens im Blick – und freut sich, dass Veranstaltungskauffrau mehr ist, als nur Tickets zu verkaufen. Anni Rothe wird hingegen in Jahren ihre Ausbildung zur Bürokauffrau bei der WIS abgeschlossen haben. Dass momentan

2/3 der Zeit für Buchhaltung draufgehen, findet die 19-jährige nicht abschreckend: „Mir macht das sogar richtig Spaß. Vielleicht hänge ich an die Ausbildung sogar noch ein BWL-Studium an.“ Sagt’s und lächelt. Was übrigens alle drei jungen Damen machen und sich auf die kommende Zeit freuen. Nicht mit im Bild, aber trotzdem neu und ehrgeizig: Die Auszubildenden Fr. Krause (Spreewelten Bahnhof ) und Hr. Richard (WIS).

des Baumaterials sondern stellte mit Hr. Radnick, dem Leiter des Bereichs Hausmeister bei der WIS, den Jugendlichen auch einen technischen Betreuer zur Seite. Eine wich-

tige, unkomplizierte und unbürokratische Hilfeleistung, wie Diana Tietze vom Sozialwerk betont. Am Standort Lübbenau des Sozialwerkes sind momentan 12 junge Menschen beschäftigt, die größtenteils aus der Langzeitarbeitslosigkeit kommen und in der Werkstatt nicht nur arbeiten, sondern auch sozialpädagogisch werden, um wieder eine reelle Zugangschance zum 1. Arbeitsmarkt zu erhalten.

Platz gemacht 2 Tischtennisplatten, ein Großschachfeld und mehrere Bänke schmücken seit kurzem den Schulhof des Paul-Fahlisch-Gymnasiums. Die gestalterischen Ideen dafür kamen von den Gymnasiasten selbst, umgesetzt wurden die Arbeiten zum größten Teil von Jugendlichen des Horizont Sozialwerks. Die WIS half nicht nur bei der Beschaffung

Prognosen, Kompetenzen, Engel Drei Antworten von Michael Jakobs, Geschäftsführer der WIS

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Die WIS setzt auf Entwicklung: Sie baut in Altdöbern, das Deutsche Haus am Lübbenauer Marktplatz, sie entwickelt das Schweitzer Eck. Alle Prognosen gehen aber von einer weiteren Schrumpfung der Bevölkerung aus. Haben Sie nicht Angst, dass Ihnen die Nutzer der vielen modernen Wohnungen ausgehen?

dass man auch für weniger werdende Bewohner die richtigen Wohnungen hat. Und außerdem: Mit unseren innovativen Angeboten versuchen wir auch, die Leute in Lübbenau zu halten. Entwickeln wir die richtigen Wohnangebote, dann werden vielleicht nicht ganz so viele Menschen weggehen.

Die WIS hat einen sehr geringen Leerstand und wir verzeichnen in einigen Segmenten eine starke Nachfrage, die wir nicht befriedigen können. Das betrifft vor allem 2-Raum-Wohnungen und Wohnungen mit gehobenen Standard. Deshalb ist es aus heutiger Sicht richtig, dass wir die genannten Projekte verfolgen. Es ist aber auch mit Blick in die Zukunft richtig: Wir haben zwar eine negative Prognose, aber man muss natürlich aufpassen,

Die Spreewiesel schwärmen aus, werden künftig öfter in den Neustädter Quartieren zu sehen sein. Was wollen sie da tun?

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Wir suchen mehr Kundennähe, insbesondere zu den WIS-Mietern. Die Idee ist, dass wir das Dienstleistungsangebot von Spreewiesel besser bekannt machen und die Kompetenzen der Mieterbetreuer der WIS mit denen der SpreeWiesel stärker verbin-

den. Auf diese Weise werden wir Wohnen und Service besser verknüpfen können. Im Spreewelten Sauna- und Badeparadies gibt es neuerdings Engel... Die gab es schon immer, die haben wir lediglich befördert. Unsere Stammgäste haben die Mitarbeiter des Bades schon immer als „gelbe Engel“ bezeichnet, jetzt haben wir zwei Mitarbeiterinnen zu „Engeln aus Leidenschaft“ gemacht. Sie kümmern sich ausschließlich um das Wohlbefinden der Gäste, sind für deren Fragen und Bedürfnisse da, erläutern die Angebote, sind immer ansprechbar. Die beiden Gästebetreurinnen sorgen für die familiäre, freundschaftliche Atmosphäre.


Das SCHWEITZER ECK – Mittelpunkt Mensch Seit Mitte Juli weht ein Hauch von Afrika durch die Lübbenauer Neustadt. An der Ecke Chausseestraße / Rudolf-Breitscheid-Straße begrüßt ein Mann mit Tropenhut, umgeben von zutraulichen Antilopen, freundlich die Menshen im Viertel. Doch die Fassadengestaltung des Wohnhauses Dr.-Albert-Schweitzer-Straße 25–32 mit dem Konterfei des berühmten Arztes und Nobelpreisträgers ist nur der Auftakt zu einer ehrgeizigen Umgestaltung des gleichnamigen „SCHWEITZER ECKS“. Ganz im Sinne Albert Schweitzers möchte die WIS zum ersten Mal ein Quartier speziell für Familien attraktiv machen – insbesondere für die Bewohner, die mit schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen zu kämpfen haben. In den kommenden drei Jahren soll im Quartier nicht nur bezahlbarer Wohnraum erhalten werden, sondern durch umfangreiche und kreative Umgestaltungen des Wohnumfeldes auch Lösungen für die sozialen Herausforderungen im Quartier präsentiert werden. Die Renovierungsarbeiten am ersten der vier Wohnhäuser haben bereits begonnen. Umbaumaßnahmen Die Wohnhäuser im Quartier wurden vor etwa 15 Jahren saniert. Deshalb werden im Zuge der Umgestaltung in und an den Häusern vor allem Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Neben der Renovierung der Treppenhäuser werden auch neue Rufanlagen installiert, Kellerfenster ausgewechselt und das Dach instand gesetzt. Außerdem umfasst die Verjüngungskur eine Überarbeitung der gesamten Fassade: Die Wohnhäuser der Dr. Albert-Schweitzer-Straße 9–32 erhalten einen freundlichen Anstrich zum Thema „Schweitzer“. Pro Wohngebäude belaufen sich die Sanierungskosten auf 800.000 Euro. Doch es geht noch weiter: In einem momentan leer stehenden Gebäude (ehemaliger Wäschestützpunkt) plant die WIS ein Begegnungszentrum mit vielfältigen Angeboten für

Kinder und Jugendliche. Dort soll mit Unterstützung von sozialen Trägern sowohl Präventionsarbeit an sozialen Brennpunkten geleistet werden, aber auch das „Schweitzer“-Thema gelebt werden. Ganz besonders will man sich zudem auf die Außengestaltung des SCHWEITZER ECKS konzentrieren.

Parksituation entschärfen Aufgrund von Straßenbaumaßnahmen hat sich die Parkplatzsituation dramatisch verschlechtert. Besonders für Kinder hat diese teilweise chaotische Situation ein hohes Gefahrenpotenzial. Deshalb entsteht im Zuge der Neugestaltung des Quartiers ein Parkplatz mit 138 Pkw-Stellplätzen. An den Kosten dieser Maßnahme, rund

Wer alles ü ber

die w wissen will: is www.wisspreewald. de

Das WIS-Magazin im Kabelnetz

Dschungel-Spielplatz: Im kommenden Jahr soll an der Dr. Albert-SchweitzerStraße ein 720 m²-Eldorado für Urwaldabenteurer entstehen Die Außenanlagen Zwischen den Wohnhäusern werden die Höfe komplett neugestaltet. Wichtige Elemente wie Wäscheplätze, Sitzbereiche, Abstellplätze für Fahrräder und Kinderwagen, Spielbereiche für Kleinkinder und Grünbereiche rücken in der Nähe der Wohnanlagen. Neue Wege lockern das Ensemble zusätzlich. Auf der Brachfläche südlich der Wohnhäuser, zwischen Schweitzerund Giebelstraße, möchte die WIS einen Ort schaffen, der genug Platz für Betreuungsangebote bietet und das Thema „Albert Schweitzer“ in eine kreative Erlebnislandschaft umsetzt. Deren Zentrum bildet ein öffentlicher Dschungelspielplatz mit Dschungelburganlage, Pfahlhäusern, Seilbahn und einem Kletterdschungel. Der Bau dieses etwa 720 qm großen Spielareals ist für 2011 geplant.

330.000 Euro, beteiligen sich nicht nur die Stadt und die WIS, sondern auch die Lübbenauer Wohnungsgenossenschaft GWG. Mit der Umgestaltung des Quartiers möchte die WIS gezielt ihrer sozialen Verantwortung im Stadtumbau mehr als nur gerecht werden. Blickt man sich um, entdeckt man in der Lübbenauer Neustadt inzwischen an vielen Ecken die Ergebnisse eines kreativen, experimentellen Wohnungs- und Städtebau. Mit der Umgestaltung des SCHWEITZER ECKS setzt die WIS nun erneut ein Zeichen und geht die sozialen Herausforderungen im Quartier und den angrenzenden Wohnvierteln innovativ und mutig an. Es gäbe für dieses ambitionierte Projekt wohl keinen geeigneteren Namenspatron als Albert Schweitzer.

Neuigkeiten von der WIS, Wissenswertes aus Lübbenau, Spreewiesel-News und natürlich Günni's Welt – das und noch viel mehr bekommen die Zuschauer Monat für Monat im WIS-Magazin präsentiert. Wenn man denn zuschauen kann. Zwar können alle bisher gedrehten Folgen auf der Homepage der WIS angesehen werden, wer jedoch lieber gemütlich vorm Fernsehgerät über Aktuelles der WIS informiert werden wollte, guckte in der Vergangenheit des Öfteren in die sprichwörtliche Röhre. Schluss damit. Ab sofort kann das WIS-Magazin per Kabelnetz im Spreewaldfernsehen empfangen werden. Die neue Ausgabe geht am 24. September auf Sendung und wird dann für eine Woche in die Sendeschleife integriert. Das „Spreewaldfernsehen“ ist allerdings nicht terrestrisch empfangbar und daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt den Nutzern des Kabelfernsehens in Lübbenau, Calau und Vetschau vorbehalten.

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cydonna / photocase.com

Die Gespensterstadt geht um

Man hatte sich eigentlich schon von ihr verabschiedet: Die Geisterstadt mit leerstehenden Wohnblocks inmitten der Stadt, die Ende der 90er Jahre aufgrund drastisch schwindender Einwohnerzahlen prophezeit wurde, konnte mit viel Kraft, Engagement und Innovationsgeist vereitelt werden. Im Rahmen des Stadtumbaus in Lübbenau konnten bisher 1.369 Wohneinheiten rückgebaut und damit

Tag der offenen Tür in Altdöbern Die Umgestaltung des Gebäudes am Hans-Beimler-Ring 12-15 in Altdöbern naht dem Ende. Die Arbeiten an Dach, Fassade, Balkone, Fenster sowie die Installationsarbeiten in den Wohnungen sind abgeschlossen. Momentan sind in den 19 Wohneinheiten noch Maler, Fußbodenleger und Fliesenleger beschäftigt. Ende September werden dann die Heizungs- und Elektroanlagen in Betrieb gehen. Auch im Außenbereich tut sich einiges: Zur Zeit werden noch die Regen- und Schmutzwasserleitungen vor dem Gebäude verlegt, mit der Gestaltung der Hauseingangsbereiche wurde ebenfalls schon begonnen. Von den 19 Wohnungen sind bisher 17 vermietet. Die Resonanz der Mieter ist durchweg positiv und die Vorfreude auf die neu rekonstruierten Wohnungen ist groß, Mietbeginn ist offiziell am 1. November. Und wer sich selbst einen Eindruck vom innovativen Umbau in Altdöbern machen möchte, ist herzlich zum Tag der offenen Tür am 9. Oktober eingeladen.

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der Leerstand von 19% (2002) auf 4,7% gesenkt werden. Dank den bisher gewährten Bundesmitteln und der Altschuldenentlastung, die jeden abgerissenen Quadratmeter von der Schuldenbelastung befreite, hat sich Lübbenau zwar zu einem deutlich geschrumpften aber attraktiven Ort zum Wohnen und Leben entwickelt. Geht es nach den Plänen Peter Ramsauers, scheint ein Happy End dieser Erfolgsgeschichte jedoch akut gefährdet. Der Bundesbauminister kündigte an, die Mittel für den Stadtum-

bau Ost in 2010 auf 40 Millionen und in 2011 auf 20 Mio Euro zu reduzieren. Außerdem stellte er die Altschuldenentlastung in Frage. Faktisch stünde damit laut BBU (Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.) das Stadtumbau-Ost-Programm vor dem Aus. Denn ohne Abrissförderung bzw. Altschuldenentlastung wird es zukünftig kaum noch möglich sein, ungenutzten Wohnraum wirtschaftlich rückzubauen. Und das hätte wiederum weitreichende Konsequenzen, sowohl für Wohnungsunternehmen als auch für die Stadtentwicklung: Zum einen könnten Altschulden durch Abriss nicht mehr gemindert werden und verbleiben bei den Wohnungsunternehmen. Zum anderen wird die Demografie weiter erbarmungslos zuschlagen. Im Jahr 2030 soll es in Lübbenau 24 % weniger Einwohner als heute geben. Will man angesichts dieser Entwicklung weiter am „integrierten Stadtentwick-

lungskonzept” festhalten, das für die verbleibenden Bürger attraktiven und bezahlbaren Wohnraum beinhaltet, müssten in der Neustadt noch etwa 1.000 Wohnungen weg. Ohne die volle StadtumbauFörderung und die Altschuldenhilfe wird das in Lübbenau nicht zu schaffen sein, in vielen anderen Städten Ostdeutschlands sieht es genauso oder schlimmer aus. Die WIS wird weiter um den Erhalt der Fördermittel kämpfen. Als „Einen Anschlag auf die Stadtentwicklungspolitik“ kritisierte jüngst Brandenburgs Minister für Infrastruktur Jörg Vogelsänger die Kürzungen des Bundesbauministeriums. Dort möchte man die gesparten Mittel gerne für Infrastruktur einsetzen. Nur was nützen Autobahnen, wenn sie zukünftig Geisterstädte verbinden? Oder wie Maren Kern, Vorstandsmitglied beim BBU die Situation kommentierte: „Autobahnen können keine Heimat ersetzen.“

GOLDENE MEDAILLE FÜR GRÜNEN STADTUMBAU Die Bewertungskommission hatte sich ja schon kurz nach der Besichtigungstour ein bisschen in die Karten gucken lassen: „Auf Lübbenau kommt unweigerlich eine Preisverleihung zu“ schätzte Kommissionschef Adolf Meinung die Medaillenchancen Lübbenaus beim diesjährigen Wettbewerb „Entente Florale Deutschland“ ein. Per Rad hatte man da im Juli alle bekannten und versteckten Kleinode erkundet. Am 24. August wurde es dann amtlich: Lübbenau bekommt als Finalstadt des 10. Bundeswettbewerbes „Unsere Stadt blüht auf“, dem Qualifikationswettbewerb für Entente Florale Europe, eine Goldmedaille verliehen. Damit erhält Lübbenau nach 2007 bereits zum wiederholten Mal die höchste offizielle Anerkennung für hochwertige gartenbauliche Planungen sowie hervorragendes Engagement beim Einsatz von Grün und Blumen. „Mit dem nachhaltigen „grünen“ Ausbau der Stadt, der Verbesserung der Wohnverhältnisse in ehemali-

Die Auszeichnung wurde entgegengenommen von Ute Radnitz, Kämmerin der Stadt Lübbenau und Dr. Jürgen Othmer, Projektleiter LÜBBENAUBRÜCKE gen Plattenbausiedlungen und einem professionellen Management der LÜBBENAUBRÜCKE als zentralem Bürgerforum setzt Lübbenau neue Maßstäbe bei der Realisierung einer Stadtverwandlung“ begründete die Jury ihre Entscheidung. Mit Hilfe großartiger Grünprojekte wie der Apfel- und der Lindenallee oder dem Stadtviertel-Projekt sei Lübbenau der Umbau eines durch Tagebau und Verstromung geprägten Ortes zur liebenswerten Kleinstadt

im Spreewald geglückt. Das sei, so das Urteil, auch ein Verdienst der Wohnungsunternehmen, die konsequent an einer gelungenen „grünen“ Wohnsituation arbeiten. Lediglich ein klitzekleiner Wermutstropfen bleibt, denn für die Teilnahme am Europawettbewerb „Entente Florale 2011“ hat es dann doch nicht ganz gereicht: Die Jury wählte aus den 10 Finalstädten das thüringische Bad Langensalza zum deutschen Vertreter.


So etwas gibt es nicht noch einmal Dr. Peter Danckert ist Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis 64, zu dem auch Lübbenau gehört. Seit 8 Jahren hat er Anteil an der Entwicklung der Stadt, ist er „ihr Mann“ in Berlin. DER SPREEWÄLDER sprach mit dem 70-jährigen Politiker über Lübbenau, die Arbeit als Abgeordneter und seine Beziehung zum Pferdesport. Seit 2002 gehört Lübbenau zu Ihrem Wahlkreis. Wie erleben Sie die Entwicklung der Stadt? Es gibt keine der größeren Städte in meinem Wahlkreis, die sich derart positiv entwickelt hat. Das gilt insbesondere für die Neustadt. Hier hat man den Stadtumbau als ein Projekt der Umwandlung begriffen und man war, als der Stadtumbau kam, gut vorbereitet. Welches sind die wichtigsten Veränderungen in Lübbenau, sagen wir mal die Top 5? Erstens: die Veränderungen in der Neustadt. Hier leben die Menschen inzwischen in einer ganz neuen Umgebung. Zweitens ist es die Umgestaltung des Marktplatzes, der sehr schön geworden ist. Drittens: der Große Hafen. Viertens: Die gute Integration des Schlosses und des Schlossareals in die Stadt. Und fünftens steht noch aus, da arbeiten wir noch dran: Hoffen wir, dass wir die Umgestaltung der Verkehrsführung entlang der Bahnanlagen in guter Qualität hinbekommen. Welche Rolle spielt bei diesen Veränderungen die WIS? Die WIS hat im Rahmen des Stadtumbaus Außergewöhnliches geleistet. Sie hat nicht nur die Notwendigkeit des Stadtumbaus erkannt, sondern auch die Möglichkeiten und Chancen. Und diese hat sie genutzt. Heute gibt die Neustadt ein völlig verändertes Stadtbild ab, das die WIS geprägt hat: Sie ist zu einem lebens- und liebenswerten Wohnort geworden. Und ich weiß, dass das die Lübbenauer genau so sehen. Ich selbst habe seinerzeit

Überzeugungsarbeit vor Ort geleistet und mit Menschen geredet, die ihre Wohnung nicht verlassen wollten, obwohl das Haus abgerissen wird. Und ich glaube, die Menschen, die ich überzeugt habe, da mit zu machen, haben das nicht bedauert. Gibt es einen Ort in Lübbenau, der für Sie die Veränderungen symbolisiert? Das ist die Neustadt. Nicht der Marktplatz in der Altstadt? Ich bin gern auf dem Lübbenauer Marktplatz. Der ist wirklich wunderbar geworden. Aber ich sage mal so: Schön gestaltete Marktplätze gibt es viele. So etwas wie die Neustadt gibt es nicht noch einmal. Sie sind eigentlich Berliner. Welcher Weg hat Sie in die Region geführt? Ganz einfach: Die Erweiterung meines Wahlkreises. Aber ich muss schon sagen, dass das ein Glücksfall war. Ich bin ja Sportpolitiker. Und Lübbenau ist eine unglaublich sportliche Stadt. Das hat man ja im vergangenen Jahr gesehen, als Lübbenau im bundesweitem Wettkampf Mission Olympic Sieger wurde. Sie meinen, Sie und Lübbenau passen ganz gut zusammen? Ja, das meine ich, aber nicht nur wegen des Sports. Der Spreewald ist ein alter Traum von mir, den ich 1975 das erste Mal geträumt habe. Damals war ich ganz weit entfernt vom Spreewald; trotz der räumlichen Nähe schien es völlig ausgeschlossen, dass man einmal beruflich mit dem Spreewald zu tun hat. Und heute bin ich der Abgeordnete der Menschen,

Dr. Peter Danckert ist Jahrgang 1940, verheiratet und Vater von 4 Kindern. Seine Promotion schloss er 1967 ab. Er arbeitete seit 1968 als Rechtsanwalt in Berlin, 1978 bis 2010 als Notar. Mitglied der SPD wurde er 1975, seit 1998 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Viermal hintereinander errang Peter Danckert ein Direktmandat im Bundestag. Wer mehr über unseren Gesprächspartner wissen möchte: Man findet ihn auch im Internet: www.peter-danckert.de. die hier wohnen. Das macht mich wirklich glücklich. Sie sind seit 12 Jahren Mitglied des Bundestages. Welche Bedeutung haben diese Jahre in Ihrem Berufsleben? Ich war vorher Anwalt, das habe ich mit Leidenschaft gemacht. Nun bin ich Abgeordneter und auch das mache ich mit Leidenschaft. Und ich möchte diese letzten 12 Jahre nicht missen. Sie haben mir sehr viel gegeben und ich hoffe, dass ich den Menschen auch viel gegeben habe. Wenn man diese Aufgabe ernst nimmt, dann kann man als Bundestagsabgeordneter viel bewegen. Was ich will und immer wollte: im wahrsten Sinne des Wortes ein Volksvertreter sein. Was ist das Spannende daran, diese Region im Bundestag zu vertreten? Das ist die Vielfalt der Region. Wissen Sie, jeder Abgeordnete sagt ja, dass sein Wahlkreis der schönste ist. Das sage ich auch. Aber an meinem Wahlkreis ist dessen Vielfalt einzigartig. Im Südosten der Spreewald – das ist ein Traum. In Nordwesten Luckenwalde mit seiner erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung –

das ist der andere Traum. Und dazwischen findet sich eine ungeheure Vielfalt. Was ist das Schöne an Ihrem Beruf? Wenn Menschen sagen: Das haben Sie gut gemacht, Herr Danckert. So etwas macht mich glücklich und motiviert mich. Sie haben einen riesigen Wahlkreis, sind ständig unterwegs, hinzu kommen Ausschüsse, jede Menge Verpflichtungen.. Wie erholen sie sich? Ich habe vor kurzem zwei Reisen gemacht, eine mit meiner Frau, eine mit einem meiner Söhne. Das war sehr entspannend. Haben Sie eine besondere Beziehung zu Pferden? Weil ich Präsident des Landesverbandes Pferdesport Berlin-Brandenburg e.V. bin? Naja, ich kann schon reiten, aber zum Präsidentenamt bin ich durch meine Frau gekommen. Man hat mich gefragt, ob ich diese Arbeit machen würde, aber ich habe erst abgelehnt. Und dann hat meine Frau gesagt: Du machst so viel, da kannst du das doch auch noch machen.

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Ein starkes Team Mit 17 Sportarten in 21 Abteilungen ist die Turn- und Sportgemeinschaft Lübbenau 63 e.V. gesetzter Anlaufpunkt für alles, was in Lübbenau mit Bewegung zu tun hat. Von Kicken bis Kegeln, Aerobic bis Volleyball ist bei der TSG vieles möglich. Seit 2007 gibt es sogar eine Abteilung für die Chearleader, die die TSG-Handballer lautstark bei Heimspielen unterstützen. Damit solch ein qualitatives und breites sportliches Angebot aufrecht erhalten werden kann, braucht es nicht nur viel Zeit und Einsatzbereitschaft von Trainern, Übungsleitern und den Aktiven selbst, sondern auch Unterstützung von außen – wie das Engagement der WIS. Gute Aufstellung Seit Jahren unterstützt die WIS aktiv die Nachwuchsfußballer der TSG. Sei es bei der Organisation von Kleinbussen, finanziellen Hilfen oder der Unterstützung von Kindern aus einkommensschwachen Familien. „Dank der Unterstützung der WIS kann den Kindern und Jugendlichen ein sehr gutes Umfeld zur sportlichen Betätigung in

Frische Ideen gesucht Die Arbeitsgruppe „Wir für Lübbenau“ wird Ende des Jahres erstmalig einen Innovationspreis ausloben. Angesprochen sind vor allem kleinere und mittlere Unternehmen, die mit unverbrauchten touristischen Ideen die ausgetretenen Pfade verlassen haben um die Tourismusregion Lübbenau anders, neu und innovativ zu gestalten. Die detaillierten Teilnahmebedingungen zum Innovationspreis werden im Dezember bekannt gegeben, die Preisträger dann pünktlich zur Saisoneröffnung 2011 gekürt. Wichtig ist, dass die zukunftsweisenden Services, Angebote, Produkte oder Initiativen bereits umgesetzt sein müssen.

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Die „Spreewaldkicker” – begeisterte Freizeitkicker mit internationaler Turniererfahrung Lübbenau ermöglicht werden. Das spüren vor allem auch die Kinder sozial schwächerer Familien, da die WIS viel zur Reduzierung der Unkosten beiträgt“ freut sich Frank Zelder über die sehr gute Zusammenarbeit von TSG und WIS. Zelder ist Vorstandsvorsitzender der Abteilung Fußball, die im Nachwuchsbereich momentan 10 Mannschaften mit insgesamt etwa 130 Kindern und Jugendlichen betreut. Trainiert wird zweimal wöchentlich. Und das mit einigem sportlichen Erfolg: Eigengewächse wie Laura Lindner kicken inzwischen erfolgreich für Turbine Potsdam oder verfolgen ihren weiteren Weg an Sportgymnasien. Erfolgreicher Doppelpass Zusammenarbeiten funktioniert auch andersrum: Braucht die WIS

Unterstützung, etwa die fußballerische und kampfrichterliche Expertise bei der Veranstaltung von Turnieren, ist natürlich die TSG zur Stelle. So betreuen beispielsweise Mitglieder der TSG auf dem Lindenfest den Soccercup, stellen Manpower in Form von Schiedsrichtern und Helfern zur Verfügung oder sorgen für gute Laune am Spielmobil. „Das ist doch selbstverständlich“, sagt Zelder und betont das bereits über Jahre hinweg andauernde gute und erfolgreiche Zusammenspiel von WIS und TSG. So schön kann’s manchmal gehen. Freie Platzwahl Seit August 2009 kooperiert die TSG mit den „Spreewaldkickern“. Die Mannschaft setzt sich aus Menschen mit kognitiver Behinderung

zusammen und wurde 2008 unter dem Dach der AWO ins Leben gerufen. Für die kognitiv eingeschränkten Menschen ist der Sport und das Trainieren im Team sowohl eine psychische als auch körperliche Herausforderung, der sie sich gerne stellen. Einmal pro Woche trainieren nun etwa 15 fußballbegeisterte Männer und Frauen zusammen mit anderen geistig Behinderten auch bei der TSG. Die „Spreewaldkicker“ nahmen vor zwei Jahren bereits an einem internationalen Turnier für geistig behinderte Menschen in Spanien teil. Ein großes Abenteuer, das auch die WIS als Trikotsponsor unterstützte. Seitdem wird leidenschaftlich in gelb-blau aufgelaufen. Mit Fußball im Herzen und der WIS auf der Brust.


Sportlich zum Elften Nach der einmaligen Pause im vergangenen Jahr, wo die Veranstalter WIS, GWG und Stadt die Aktion „Mission Olympic“ unterstützten, ging es am 3. und 4. September 2010 wieder rund am Oer-Erkenschwick-Platz. Traditionell am ersten Septemberwochenende erlebten Tausende Besucher wieder ein buntes Treiben mit Musik, Magie, Artistik und Sport. Es war bereits die 11. Auflage des Lindenfestes. Im vergangenen Jahr pausierte das Lindenfest wegen „Mission Olympic“, den Sportsgeist wolle man jedoch gerne weiter in das Fest integrieren. So knüpfte das Lindenfest nahtlos an den großen Erfolg der Stadt an und forderte mit Streetsoccer, Bogenschießen, TeppichCurling, Sommer-Biathlon, „LindenBaumstammwerfen“ und zahllosen anderen Attraktionen die Gäste zu athletischen Höchstleistungen heraus. Die jüngeren LindenfestBesucher tobten sich derweil im Spielepark mit Riesenrutsche aus. Der sportlich-vergnügliche Freitag klang bei einem gemütlichen Grillfest aus und stärkte schon mal für Samstag. Gegen 13:00 Uhr eröffnete der Spielmannszug der TSG das bunte Bühnenprogramm, das nonstop für artistische Höchstleistungen, humorvolle Einlagen und knackige Musik sorgte. Gestandene Künstler wie Hochradjongleur Maik M. Paulsen oder Leiter-Akrobat Jean Ferry versetzten das Publikum mit ihren Balanceakten in Staunen, aber auch örtliche Vereine und Institutionen wie der Männerchor 1956 e.V. oder die Kita Findus zeigten, was Lübbenau kulturell zu bieten hat. Viele Besucher kreuzten die richtigen 10 Antworten beim Lindenquiz an und verfolgten gespannt die Verlosung von Fahrrad, Entdeckungstour, Probefahrtund Einkaufsgutschein. Auch der Trödelmarkt am Kolosseum wurde sehr gut angenommen. Am Abend brachten die beiden Bands „Twitch“ und „The Victories“ mit Oldies und aktuellen Hits die Stimmung – trotz des leider etwas kühlen Wetters – auf dem Festplatz zum Kochen, bevor das diesjährigen Lindenfest mit einem atemberaubenden Feuerwerk beendet wurde.

Dank an die Sponsoren für die Unterstützung des Lindenfestes 2010 Mehr als 30 Firmen haben sich das Lindenfest in diesem Jahr unterstützt und dafür gesorgt, dass die meisten Angebote der Veranstaltung kostenlos angeboten werden konnten. Neben den Hauptsponsoren Sparkasse Niederlausitz, Einkaufscenter Kolosseum und Spreewelten Sauna- und Badeparadies Lübbenau haben folgende Firmen zum Gelingen des Festes beigetragen: Alba Lausitz GmbH, AOK Berlin-Brandenburg, Autohaus Bernd Lowka, Baumund Grün-Service Michael Stein, Bauplanungs- und Ingenieurbüro Schiementz, Bau- und Dienstleistungs GmbH Thomas Böhm, Datascript, DS Heizung & Sanitär GmbH, EPP Planung- und Projektierung GmbH, Expert Heitmann, Fahrrad Kowalsky, Firma Thoralf Brand, Galeria Kaufhof Cottbus, Glas- und Industriereinigung Zimmermann, H & S Lübbenau GmbH, Helmut Franke & Sohn GbR, Ingenieurbüro Dr. Humpal & Wonneberger GmbH, Ingenieurbüro Frank Springer, Ingenieurbüro für E-Technik, V. Weschke, Ingenieurbüro HLS Siegfried Bauer, Ingenieurbüro M. Frank Tragwerks- und Hochbauplanung, Jurischka & Schubert, Kreissportbund, Kreisvolkshochschule, Kruse Kälte- und Klimatechnik, Landschaftsarchitekturbüro Christian Plachetka, Perka Zimmerei/Holzhandlung GmbH & Co.KGLTL Landschafts- und Tiefbau GmbH, MKS Architekten-Ingenieure GmbH, Notarin Christina Grafe, Roblick und Scherz GbR

Lindenläufer Insgesamt 1.274 Läufer haben sich zum Lindenfest die Schuhe für einen guten Zweck geschnürt und gemeinsam am 4. September 1.600 Euro erlaufen. Möglich hat das die Aktion „Lindenlauf“gemacht. Man wollte mit dem Lindenlauf zum einen erneut den sportlichen Ehrgeiz der Lübbenauer heraufbeschwören, gleichzeitig aber das kollektive Kalorienverbrennen in den Dienst einer guten Sache stellen. Das Spreewelten Sauna- und Badeparadies spendete für jede gelaufene Runde (500 Meter) einen Euro. Da der Regen am frühen Nachmittag den Wettbewerbsfluss etwas verzerrte, legte Michael Jakobs vom Spreeweltenbad am Ende auf die 1.274 erlaufenen Euro noch was drauf, so dass eine Gesamtspendensumme von 1.600 Euro zusammenkam. Das Geld kommt zwei Projekten zu gute. Die Hälfte der Spendensummer erhält die 3. Grundschule Lübbenau für den Ausbau der Bewegungsmöglichkeiten in der Schule. Gleichwohl darf sich die Abteilung Leichtathletik der TSG 63 e.V. über 800 Euro freuen. Die Sportler werden das Geld für ihr NachwuchsSommerlager verwenden.

Impressum Herausgeber WIS Wohnungsbau-

Wohnungsbau gesellschaft im Spreewald mbH

gesellschaft im Spreewald mbH Alexander-von-Humboldt-Straße 1 03222 Lübbenau Tel.: 08000 89 81 89 info@wis-spreewald.de, www.wis-spreewald.de Redaktion Steffi Alburg, Prokuristin der WIS (verantwortlich), Projektkommunikation Hagenau GmbH Fotos Tina Merkau, WIS-Archiv, S. 4 Entente Florale Deutschland, S. 6 M. Rusch, S. 11 unten Ralf Bösch, S. 13 oben thx, S. 16 Schloss Lübbenau, fotolia.de Gestaltung und Repro Norbert Haftka Druck Das Druckteam

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Engel aus Leidenschaft Gut durch den

Eine eigene Gästebetreuung, ähnlich einem Concierge in einem Hotel, ist nicht unbedingt üblich in der Bäderbranche – in den Spreewelten schon.

Herbst

3. Oktober Entenrennen und Saunafest Legendär! Feuern Sie Ihre Start-Ente im Kampf um den Sieg an und gewinnen Sie tolle Preise! Saunagänger erwartet ein „Erntedanksaunafest” mit allerhand Überraschungen.

9. Oktober Saunaabend der besonderen Düfte Ab 18.00 Uhr laden wir zu einem ganz besonderen Saunaabend unter dem Motto "Besondere Düfte" ein. Lassen Sie sich von der Kreativität unserer Saunameister überraschen und erleben Sie einen unvergesslichen Abend in unserer Wellnesslandschaft.

Das ganze Paradies im Netz:

www.spreeweltenbad.de 31. Oktober Halloween-Party und Saunaabend Wir laden Sie ein zu einer HalloweenParty der besonderen Art. Hexen, Teufel und Gespenster – im Spreeweltenbad ist an diesem Tag einiges los! Aber fürchten müssen Sie sich dennoch nicht. Mit schaurigen Aufgüssen werden am Abend alle Dämonen vertrieben. 13. November Romantiknacht und Saunaabend mit Geschichten aus dem Spreewald Wie wäre es mal wieder mit einem romantischen Abend zu Zweit? Kerzenschein zaubert eine besondere Atmosphäre. Lauschen Sie Geschichten aus dem mystischen Spreewald. Erleben Sie spezielle Aufgüsse mit romantischen Duftnoten und netten Überraschungen.

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Denn wann immer Fragen offen bleiben, bleibt auch meist die Entspannung auf der Strecke. Katrin Kanter und Doris Hegewald sorgen dafür, dass es nicht soweit kommt. Sie arbeiten an einem Ort, an dem es sich Andere richtig gut gehen lassen. Als Gästebetreuerinnen im Spreewelten Sauna- & Badeparadies Lübbenau tragen die beiden enorm zum Wohlbefinden der Gäste bei. Mit einer kleinen Führung durch die Saunawelt nehmen sie Erstbesuchern die Orientierungslo-

sigkeit oder auch eventuell vorhandende Scheu. „Wir sehen schon die Fragezeichen im Gesicht, wenn die Leute in den Saunabereich kommen. Dann bieten wir Ihnen einen kleinen Rundgang an, den die meisten dankbar annehmen.“ erzählt Doris Hegewald. Durch die freundliche Art der Mitarbeiter fühlen sich die Gäste sofort wohl. Als Ansprechpartner sind Frau Katrin Kanter und Frau Doris Hegewald für jedes Anliegen da. Sei es das nette Gespräch mit den Stammgästen, das Anbieten eines Liegeplatzes je nach Wunsch

Gurkige Saunaschaukel Seit neuestem ist das Spreewelten Sauna- & Badeparadies Lübbenau um ein ganz spezielles Erlebnis reicher: Schaukeln in der Gurkensauna. Wer also jetzt während des Saunagangs recht gediegen etwas wippen möchte, kann das ab sofort in der neu gestalteten Gurkensauna tun. Der Cottbuser Künstler Steffen Mertens hat das Konzept der Gurkensauna wörtlich genommen und den Innenbereich der Sauna zu einer kleinen Gurkeneinlegerei umgestaltet. Nun schwitzt man zwischen Einweckgläsern, Gemüsestiegen und allerlei verrückt-gurkigen Dingen, die alle aus Holz geschnitzt sind. Nicht nur von der Schaukel aus lassen sich immer wieder neue Dinge entdecken, die der Künstler mit viel Liebe zum Detail bei der Umgestaltung eingebracht hat. Die Gurkensauna ist bereits die zweite Schwitzhütte, die im Bad neu gestaltet wurde. Drei weitere sollen noch bis Ende des Jahres folgen.

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des Saunagängers oder die Beantwortung vieler Fragen. Die zwei Frauen sorgen für eine gleichbleibende Qualität innerhalb des hohen Anspruchsniveaus der Spreewelten. Wenn sie im Saunabereich unterwegs sind und „ihren“ Gästen ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht gezaubert haben, sind auch sie glücklich. „Uns macht die Arbeit eben Spaß. Wir möchten, dass sich die Gäste hier wohlfühlen.“ so Katrin Kanter. Und das sieht man eben auch. Der Betreuungsservice soll fortan auch verstärkt nach außen getragen werden. Demnächst wird es eine neue Werbekampagne mit dem Titel „Engel aus Leidenschaft“ geben. Auf witzige Art werden die beiden Gästebetreuerinnen bei ihrer Arbeit zu sehen sein.

Ein Heudach für die Sagensauna Seit neuestem ist die Lutki-Höhle nicht nur von innen eine Sagensauna, auch von außen macht die Schwitzstube dank 8 Ballen Heu eine unverkennbar märchenhafte Figur. 5 Meter in der Höhe und 7 Meter in der Breite misst die Schwitzstube in Form eines Heuschobers mit seinen neuen Dach und bereichert damit die Saunalandschaft der Spreewelten um eine weitere typische Attraktion des Spreewaldes. Der Plan ist, insgesamt fünf der sieben Außensaunen themenbezogen umzugestalten und so der Saunalandschaft den Charakter eines richtigen, kleinen Spreewalddorfs zu geben. Bereits im Februar 2010 wurde die „Lutki-Höhle“ als neue Erlebnissauna eröffnet. Der Gestaltungskünstler Steffen Mertens verwandelte die ehemalige Kräuter-Erdsauna in eine Märchenstube mit handgeschnitzten Büchern, Holzwürmern und unzähligen anderen liebevollen Details. In der etwa 85 °C warmen Sauna kann man Sagengeschichten aus dem Spreewald lauschen, während getrocknete Kräuter ein wundersam-märchenhaftes Aroma verbreiten.


Immer für die Pinguine da

Patricia (9) aus Luckau: „Ich finde alles toll im Ferienclub. Ich komme gern her, weil es Spaß macht, wir schwimmen gehen, viel basteln und tolle Spiele machen. “ Tobias (12) aus Groß Klessow (Stammgast im Club): „Ich komme her wegen der tollen Betreuung, dem leckeren Essen und dem vielen Spaß, den ich hier habe. Am coolsten finde ich das Pizzabacken!“ Vati von Max-Willy (8) aus Lübbenau: „Mein Sohn ist sehr gerne hier, weil sein Kumpel Oli auch im Ferienclub ist. Auch von der Betreuungszeit her ist es optimal, da wir als Eltern berufstätig sind und unser Kind trotzdem seine Ferienerlebnisse hat.“ Natürlich will der Spaß auch organisiert sein. In den Spreewelten kümmert sich Kinderanimateurin Yvonne Lux um den Ferienclub samt Ferienkids. Der 30-Jährigen macht ihr Job sichtlich Freude: Was macht Ihnen besonders Spaß an Ihrer Arbeit? Yvonne: „Kreativ zu sein. Und dass man seine eigenen Idee einbringen kann.“

Warum machen Sie das gern? Yvonne: „Ich wollte schon immer einen kreativen Beruf ausüben. Mein eigentlicher Traumberuf war Innenarchitektin.“ (lacht) “Das Allerschönste bei meiner derzeitigen Aufgabe ist das Strahlen in den Augen der Kinder, wenn Sie Spaß bei

Neue PinguinPatenschaft Am 20.8. hat die pro gastra Gastgewerbe GmbH Cottbus die Patenschaft für den jüngsten Pinguin der SpreeweltenAnlage übernommen. Er hört fortan auf den Namen Papageno. Mit ihrem Projekt „Rad-Reise-Partner Spreewald-Lausitz” bietet das Unternehmen Radtouren mit Rundum-Service und hat dafür den diesjährigen Brandenburgischen Tourismuspreis erhalten. So kooperieren die neuen Paten auch mit der Spreewelten GmbH, um den Gästen ganzheitliche Angebote zu offerieren. Am 3.10. wird der KultuRegio e. V. auch einen Frackträger unter seine Obhut nehmen. Der Name wird noch nicht verraten. Er ist aber eng verbunden mit dem Verein.

uns haben, auch die unterschiedlichen Charaktere der Kids und wenn sich neue Freundschaften im Ferienclub bilden. Auch die Zufriedenheit der Eltern spricht für sich, da die Nachfrage nach dem Ferienclub sehr groß ist. Es gibt auch schon viele Kinder, die sich auf die nächsten Ferien freuen, weil es immer wieder Neues zu erleben gibt.“ Was machst du mit den Kindern und was sind generell deine Aufgaben? Yvonne: „An erster Stelle steht für mich die Betreuung der Zwerge. Die Eltern sollen ihre Kinder gut behütet bei uns wissen. Aber natürlich spielt auch Spiel und Spaß eine große Rolle. Immer wieder abwechslungsreich soll es sein, damit die Kinder stets auf den neuen Tag gespannt sein können. Neben dem Badespaß machen wir z. B. eine Kahnfahrt, damit es auch mal raus in die Natur geht, 1. Hilfe, einen Besuch der Feuerwehr, fahren mit dem Polizeiauto, grillen Marshmallows oder Knüppelteig oder machen Pizza selber. Hier basteln die Kids auch viele verschiedene Sachen, die sie ihren Eltern dann zu Hause voller Stolz zeigen und mit voller Begeisterung von ihrem erlebnisreichen Tag bei uns in den Spreewelten berichten.“

Verschattung im im Bad Bad Verschattung Der sonnige Kleinkinderbereich des Spreeweltenbades wird ab sofort auf Knopfdruck zum schattigen Plätzchen. Aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung im diesjährigen Hochsommer stiegen die Temperaturen im Bereich des Kleinkinderbeckens in ungeahnte Höhen – selbst ein Sprung ins kühle Nass sorgte da nur kurzzeitig für

Erfrischung. Da der Bereich auch im Sommer sehr gut besucht wird und die Gewährleistung eines ausreichenden Sonnenschutzes gerade für Kleinkinder wichtig ist, wurde dort nun eine automatische Verschattungsanlage installiert. Mit der neuen Anlage wird nicht nur die Qualität des Bades weiter erhöht, sondern auch der aktiven

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Gesundheitsvorsorge für die Kleinkinder Vorschub geleistet. Die erforderlichen Arbeiten wurden während der Schließzeit des Bades vom 30.8 bis 10.9. durchgeführt. Das fachliche Know-How lieferte die Cottbuser Firma TEGE Planen & Zelte GmbH, die bereits die großen Sonnensegel im Außenbereich installiert hat.

PINGUIN-

Da war ja mächtig was los in den Sommerferien: Unzählige Spiele und Basteleien, Themenwochen vom Wikinger bis zum Pinguin, Abenteuergeschichten und noch tausend andere Dinge standen auf den Programm des Ferienclubs im Bad. Wir wollten natürlich aus erster Hand wissen, ob's denn auch Spaß gemacht hat.

Gut geht’s den gefiederten Freunden im Spreewelten-Bad. Damit das auch so bleibt, kümmern sich insgesamt drei Tierärzte um das Wohlergehen der Pinguine. Margit und Antje Kloß sowie Bernd Paulenz aus Lübbenau stellen die ärztliche Betreuung – wenn es sein muss, rund um die Uhr – sicher. Schon in die Planungsphase wurden die Tierärzte einbezogen, um auch aus medizinischer Sicht eine optimale Betreuung zu gewährleisten. „Obwohl Pinguine recht unkomplizierte Tiere sind, habe ich mich im Vorfeld natürlich eingehend mit Ihnen beschäftigt“, sagt Bernd Paulenz und verweist auf Bücher, Fachzeitschriften und Studienkontakte, die ihm dabei geholfen haben. Etwa einmal im Monat schaut der Arzt zu Routineuntersuchungen im Bad vorbei. Das ist in

Schaufütter ung

Pizzabacken ist cool!

2 x täglich, 11:00 Uhr und 15:30 Uhr können Sie dabei sein, wenn die Humboldtpinguine gefüttert werden.

der Regel ausreichend, zumal die Lübbenauer Pinguine gegenüber vielen Artgenossen in zoologischen Gärten einen Vorteil besitzen: Sie baden in einer Salzwasserlösung. „Durch das Salzwasser ist das Risiko zur Bildung von Keimen und anderen Krankheitserregern von vornherein minimiert“, weiß Paulenz. Lediglich in der Eingewöhnungsphase waren die Pinguine noch den Stressfaktoren von der neuen Umgebung ausgesetzt. Das hat sich jedoch rasch gegeben. Bei kleinen WehWehchen, beispielsweise in der halbjährlichen Mauser, gibt es Vitaminpräparate zur Unterstützung und der Arzt schaut den kleinen Freunden etwas genauer auf den Schnabel. Jeder Pinguin bekommt übrigens auch eine Malaria-Prophylaxe. Es sind eben doch Exoten.

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Vergessene Welt

Drücken sich die Mücken?

Die Spreewaldsaison 2010: Keine Gäste, keine Touristen, eine leergefegte Stadt. Und das alles wegen der Streckensperrung der Deutschen Bahn von Mai 2010 bis April 2011 zwischen Königs Wusterhausen und Lübbenau. Eine vom Rest der Welt vergessene und abgeschnittene Stadt. Zumindest im Film. „Die Frage war, wie man die Bahnsperrung auf positive und humorvolle Weise mit der Botschaft verbindet, dass Lübbenau natürlich trotzdem gut zu erreichen und zahlreiche touristische Attraktionen bietet“, so die Geschäftsführerin der Tourismusinformation Nicole Müller. Da kam die Idee, das prophezeite Schre-

Der Clip „Totaler Quatsch“ macht schon einmal das Szenario klar: Ein Spreewald ohne Mücken. Paradiesisch wäre dieser Zustand vielleicht nur auf einen ersten, kurzen Blick. Denn ohne Mücken gäbe es zwar keine juckenden Stiche mehr – allerdings auch keine Frösche und Fische. Die ökologische Funktion der Blutsauger wird angesichts der lästigen Sticheleien gemeinhin unterschätzt: Mücken sind besonders für ein so sensibles natürliches System wie den Spreewald äußerst wichtig. Beispielweise fressen die Mückenlarven viele Bakterien und Giftstoffe, die sie aus dem Wasser herausfiltern können. Auch sind sind sie als Teil der Nahrungskette selbst ein wertvolles Fressen für Frösche und die Fischbrut. Allerdings ist die Mückenpopulation in der Vergangenheit stark zurückgegangen. Grund dafür sind die verstärkten Maßnahmen zum Hochwasserschutz der letzten Jahrzehnte. Da Mücken es gern warm

Nach Lübbenau trotz Streckenbau: So fährt sich's gut: Mit dem PKW über die A13, mit Schnellbussen des Schienenersatzverkehrs ebenso über die A13 oder ganz bequem weiterhin mit dem Zug. Mit dem RE2 ab Berlin Hauptbahnhof gelangen sie nach Calau, ab Calau geht es weiter mit der RB14 bis Lübbenau.

ckensszenario in Slapstick-Form zu drehen. Im Videoclip legen sich die Pinguine mangels Besucher auf die lange Bank, sterben Mücken aufgrund des Frischblutmangels aus oder spielen Wirte, vom Nichtstun geplagt, mit den Angestellten MauMau. Der kurze Spot kippt aber die negative Darstellung der Streckensperrung und rückt sie ins rechte Licht: Gäste auf beschaulicher Kahnfahrt, aktive Paddler, emsige Radler, eifrige Museumsbesucher und glückliche Badegäste - in Lübbenau herrscht quirliges Urlaubstreiben. Den Spot finden Sie bei YouTube unter: „Wir sind Spreewald - Totaler Quatsch aus Lübbenau“.

und feucht möchten, gab es vor allem in den Jahren, die mit größeren Überschwemmungen im Frühjahr und Sommer zu kämpfen hatten, regelrechte Mückenplagen. Heutzutage haben sich die Überschwemmungsgebiete stark verkleinert, so dass es im Spreewald inzwischen nicht mehr Mücken als in anderen wassernahen Gebieten gibt. Dass sie jedoch nicht komplett verschwunden sind, freut Küchenchefs genauso wie die Touristikbranche. Denn einerseits gibt es, sprichwortgemäß, „Ohne Mücken im Sommer kein Karpfen zu Weihnachten“, andererseits gehören für viele Besucher die Insekten genauso zum Spreewald-Image wie die Gurken, die Fließen oder das sorbische Brauchtum. Eine Marketingstudie der FH Potsdam erhob die Mücke sogar zur Spreewald-Ikone: Neben Gurke, Kahn und Heuschober könnte nämlich auch die Mücke als Botschafter der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft bestens taugen.

Schmierige Zeiten in Lübbenau

Totaler Quatsch reloaded Lübbenau setzt noch einen drauf: Nach dem großen Erfolg des ersten Teils haben Vertreter der Lübbenauer Touristikbranche mitten im Hochsommer schon einmal Mütze, Schal und Handschuhe angelegt und den großen Wintercheck gemacht: Sind die Heißgetränke zur Glühweinkahnfahrt auch gut gewürzt? Ist das Saunaparadies geheizt? Und sind die Federbetten im Schloss auch bequem? Wie das Urteil der winterharten Testmannschaft ausfällt, kann man ab Mitte September auf YouTube ansehen.

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Klammheimlich haben die bekannt-berüchtigten Zeichnerinnen und Zeichner der „Cartoonlobby“, einer bundesweiten Vereinigung von Protagonisten des visuellen Humors, ein leer stehendes Ladenlokal in der Altstadt genutzt, um unter dem Titel „Schmierige Zeiten“ eine viel versprechende Karikaturenschau zusammenzustellen. Über 200 kritische Arbeiten zu Zeitgeist und Zeitgeschehen erwarten den Besucher in der zweimonatigen Sonderausstellung. Jedes Thema ist den Zeichnern recht: ob Zickenalarm im Kanzleramt, die Flucht des Bun-

despräsidenten, das Bankenmanagement, die Krise, der Aufschwung, Missbrauchskandale, Ölkatastrophen, Atomkraft, Medien, Umwelt, Endzeitstimmung, die neue Oberflächlichkeit, Erziehung, Familie, all die zwischenmenschlichen Schwierigkeiten, Gevatter Tod – gnadenlos wird mit spitzer Feder karikiert, was bei drei nicht bereits von StreetView gepixelt wurde. Eine Ausstellung mitten aus dem prallen Leben und das von gestandenen und prominenten Zeichnerinnen und Zeichnern. Hier seien stellvertretend Barbara Henniger, F.W. Bernstein, Reiner

Schwalme, Freimut Woessner, Rainer Ehrt, Kriki, Andreas Prüstel und Rainer Hachfeld genannt. Die Ausstellung der „Cartoonlobby“ entstand in Zusammenarbeit mit der LÜBBENAUBRÜCKE und kann noch bis zum 3. Oktober besichtigt werden. Geöffnet ist Dienstag-Sonntag in der Zeit von 11-19 Uhr, bei moderatem Eintritt (2 Euro, erm.: 1 Euro). Ort: Ehm-Welk-Straße 21 Zeitraum: 6. August – 3. Oktober Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, 11–19 Uhr


Spreewaldgespräche Am 19. September ist es wieder soweit: Im Lübbenauer Gasthaus “Zum grünen Strand der Spree“, direkt am Hafen, wird aufs Neue geplaudert und gesungen. An sich nichts besonderes, nur dass sich zum „Spreewald-Talk“ regelmäßig bekannte Künstler, Musiker, Politiker und Sportler ein Stelldichein geben. Bereits zum 8. Mal laden die vier Musiker der Lübbenauer Band „UnConditional“ zum ungezwungenen Gespräch über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges in den Biergarten des Gasthauses ein. Vier bis fünf Prominente nehmen pro „Spreewald Talk“ an der lockeren Runde teil, in der die Gäste nicht reden, sondern oft auch ans Gesangsmikrofon gebeten werden. „Wir möchten die Leute hinter ihrer jeweiligen Aufgabe oder Profession kennenlernen und vorstellen. Daher reden wir auch eher über Hintergründe, Lebensbiografien und oft auch die persönlichen Erlebnisse, die einen Menschen prä-

gen als über die aktuelle Tagespolitik“ fasst Danny Radfan, Moderator und Organisator des zweimal im Jahr stattfindenden „SpreewaldTalks“ die Intention zusammen. Das funktioniert erstaunlich gut, selbst wenn gestandene Politiker wie Gregor Gysi oder Matthias Platzeck in der Runde begrüßt werden. Wie man auf die Idee kam, hier in Lübbenau vor fünf Jahren eine TalkShow ins Leben zu rufen? „Wir als Musiker wollten hier gerne ein Format schaffen, das einerseits den Besuchern großen Unterhaltungswert bietet, im gleichen Atemzug aber die Möglichkeit eröffnet, aktiv und direkt hier in der Region Menschen zu helfen“ klärt Danny Radfan auf. Denn neben den Gästen steht auch der Verein „Wir helfen“ im Mittelpunkt. Dieser unterstützt finanziell Menschen in der Spreewaldregion, die sich nicht auf der Sonnenseite des Lebens befinden. Alle Teilnehmer des Talks verzichten auf ihre Gage und die

sind viel zu neugierig auf all die Hintergrundgeschichten, die wir unseren Gästen entlocken können“ blickt Radfan zuversichtlich schon auf den 9. Spreewald-Talk im Frühjahr. 33 I N F O

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8. Spreewald-Talk Besucher der kostenfreien Veranstaltung werden um eine Spende für den Verein gebeten. Selbst die Landtagsabgeordneten Roswitha Schier und Werner-Siegwart Schippel, die dem Spendenbeirat des Vereins angehören, sind sich nicht zu schade, beim „Spreewald-Talk“ die Klingelbüchse herum zu reichen. Sicherlich nicht zum letzten Mal: „Der Zuspruch ist groß, die Besucher mögen den Talk samt Kleinkunstbühne und wir

Wann? 19.09.2010, 15 Uhr Wo? Im Biergarten des Gasthauses “Zum grünen Strand der Spree“ Dammstraße 77, Lübbenau Wer? Mit den Gästen – André Stade (Schlagersänger) – Ines Adler (Schlager- und Popmusikerin) – Eddy Steinfatt (Berufsbauchredner, Kunstpfeifer und Entertainer) – 3 Steps Up (Pop-Duo) – Monika Herz & David (Schlager-Duo)

Erst unter Strom, jetzt unter Wasser

Panta rhei – dass alles fließt, wusste schon der griechische Philosoph Heraklit vor gut 2.500 Jahren. Die Bedeutung des Sinnspruchs lässt sich auch gut auf die Veränderungen in der Region zwischen Lübbenau und Cottbus übertragen. Wo einst dem Boden Kohle abgewonnen wurde, siedeln heute seltene Vogelarten, wo sich vor 15 Jahren noch Maschinen in die Erde fraßen, spiegelt sich heute Sonnenlicht auf klaren Wasseroberflächen. Wo gearbeitet wurde, wird heute erholt – und gearbeitet. Denn die veränderten Umstände fordern nach neuen Ideen. Und so kommt es, dass man in Lübbenau mit Pinguinen

schwimmen oder im Gräbendorfer See nordöstlich von Altdöbern auf Tauchgang gehen kann. Der Gräbendorfer See in Höhe des Vetschauer Ortsteils Laasow gehört zu den 23 neuen Seen, die im ehemaligen Tagebaugebiet der Lausitz zwischen Berlin und Dresden entstehen. Die Flutung wurde 2007 vollständig abgeschlossen, das Wasser hat, im Gegensatz zu den meisten anderen, relativ sauren, Gewässern des Lausitzer Seenlandes, eine gute Badequalität. Gute Bedingungen also, um hier ein Freizeitcenter nebst Beachbar und Bootsverleih zu errichten. Das Besondere am Gräbendorfer See schwimmt aber auf

dem Wasser: Vor drei Jahren wurde hier Europas erste schwimmende Tauchschule eröffnet. Die Internationale Bauausstellung „Fürst-Pückler-Land 2000–2010“ verfolgte von Beginn an die Idee, im Lausitzer Seenland schwimmende Häuser zu präsentieren. Beim ehemaligen NVA-Marinetaucher Gunther Walter entstand so die Idee mit der schwimmenden Tauchschule, den See hatte er vorher bereits beim Inline-Skaten entdeckt. Aus dem Traum vom Tauchen wurde so Wirklichkeit. 55 Meter tief ist der See, unter Wasser findet man einen versunkenen Wald sowie Barsche, Hechte und Karpfen. Zu Ausbildungszwecken wurde eine Unter-

wasser-Plattform installiert, auf 24 Meter Tiefe ist seit 2008 auch ein Segelbootwrack zu finden. Und wer nicht taucht, skatet eben. Oder segelt, fährt Treetboot, genießt die Sonne oder an der Strandbar einen Kaffee. Oder einen dieser Drinks mit Schirmchen. Ein Besuch des Tauch- und Freizeitcenter Laasow lohnt sich jedenfalls auch für einen gemeinsamen Ausflug mit nicht tauchenden Familienangehörigen. Und sei es nur, um in der Seenlandschaft für ein paar Stunden aus dem Alltag abzutauchen. Weitere Informationen unter: www.waldi-tauchen.de

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Spreewelten Bahnhof Lübbenau

Ruth Baumann 1965 in Köln geboren 1985 – 1993 Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf 1992 Meisterschülerin bei Prof. Günther Uecker 1989 – 1993 Bühnenbildassistenzen im In- und Ausland 1995 – 1997 Lehraufträge an der Hochschule der Künste Berlin, FB Architektur, Experimentelles Entwerfen

Die Pension

Spreewelten Bahnhofstraße 3d 03222 Lübbenau Telefon:

03542 889977 Fax: 03542 875990 E-Mail: info@spreewiesel.de Internet: www.spreewelten.de Einzelausstellungen: 1994 Stahlskulptur für den Garten des „Mies van der Rohe-Hauses“ 1995 >DINformAT<, Wandarbeiten für das „Mies van der Rohe-Haus“ 1996 >zwielicht<, Leßmann-Lenser Galerie, Rodgau 2001 >Volumen<, Zehn Positionen zeitgenössischer Skulptur, Erzbischöfliches Diözesanmuseum Köln (Einzelkatalog) 2005 >Der weiße Faden<, „Mies van der Rohe-Haus“, Berlin 2005 >beiderseits<, Deutsche Werkstätten Hellerau, Werkstättengalerie mit Dirk Rathke 2005 >Ruth Baumann<, Galerie Axel Holm, Ulm 2007 Gestaltung der Lichtdecke für das Liliencarre Wiesbaden 2009 „vviissiibbllee”, Galerie Akira Ikeda, Berlin

Jedes ihrer Zimmer ist ein Kunstwerk, in dem man schlafen kann. Auf dieser Seite stellen wir unseren Lesern die preisgekrönte Pension Spreewelten vor – Zimmer für Zimmer. Diesmal geht es um das von Ruth Braun gestaltete Zimmer »unterüberrocküberunterrock «

Unter und über Ruth Baumann ist eine Künstlerin, der man nicht leicht nahe kommt. Dabei sind die Dinge, mit denen sie umgeht, ganz nah. Sie arrangiert Kunstgegenstände aus Stoffen, die uns täglich umgeben: Stahl, Papier, Textilien, Wachs, Korb... Sie nimmt sie und setzt sie in Szene, formt sie, ohne das Material zu verfremden. Weil ihre Arbeiten den Kopf brauchen, sind sie nicht leicht zu nehmen. Nichts scheint die Künstlerin der Spontanität zu überlassen, nichts erscheint ungewollt oder zufällig. Dabei, so sagt sie selbst, gelänge ihr nicht alles: Das Material hätte seine eigene Art, lasse nicht alles mit sich machen. Sie achtet seine Eigenheiten, nimmt es, wie es ist und formt es neu: Aus einer Ebene wird ein Raum, aus einem Strich eine Figur, aus dem Bogen Papier ein Objekt... Das wirkt sehr minimalistisch, reduziert und strikt. Für den eiligen Kunstgenuss ist das nichts. Ganz schnell ist da der Satz, dass man so etwas doch selber machen könnte. Aber dieser Satz ist Quatsch. Die Ideen zu ihren Werken scheinen lange im Kopf von Ruth Baumann zu arbeiten, ehe sie den Weg nach draußen finden. Und hier kommen sie nur an, wenn der Betrachter bereit ist, sich drauf einzulassen. Das ist keine fast-foodKunst, das will seine Zeit. Und es braucht Kopf und Seele des Betrachters: Was sehe ich? Was macht das, was ich sehe, mit mir? Was fühle ich? Hier fängt das Unberechenbare an: Was ein Werk mit mir macht, kann Ruth Baumann nicht

wissen. Sie kann nur anregen, zum Beispiel zur Ruhe. Das macht sie mit ihrem Zimmer unterüberrocküberunterrock in der Pension Spreewelten. Der Titel, ein Durcheinander, eher zum Singen als zum Sprechen geeignet, nennt das Motiv: Es geht um den Rock, der vor Blicken und Kälte schützt, der warm hält. Ein riesiger Rock bestimmt den Raum, der so groß ist, dass zwei Betten unter ihn passen. Die Form entlehnt Ruth Baumann den Trachten der Region, das Material dem Spreewald. Es sei dahingestellt, ob es ein Über- oder ein Unterrock ist. Wichtig ist: Das 33 I N F O

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Mehr über die Pension Spreewelten gibt es hier: www.spreewelten.de Eine faktenreiche Broschüre mit vielen farbigen Abbildungen stellt unter dem Titel »Spreewelten. Bahnhof Lübbenau« die Pension, ihren Werdegang als Kunstwerk, die Zimmer und ihre Schöpfer vor. Die Broschüre erhält man im Lübbenauer Bahnhof, Bahnhofsstraße 3 d, für 5 Euro.

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man unter dem riesigen Rock aus Korbweide schläft, den Rock über sich. Und dabei ist nichts doppeldeutig gemeint, wie Ruth Baumann schreibt: „Der Rock ist groß, sehr groß! Angezogen werden kann er nicht direkt, aber auseinander schieben können Sie ihn. Sie können hineingehen, auch durchgehen, sich ausruhen, und bevor Sie sich im Rock schlafen legen, sehen Sie, wie licht und ornamental er ist. Die grüne Weide, geflochten in vieler Stunden Hände Arbeit bildet diese archaische Plastik, die den Raum bestimmt.“ Das Braun der Weide findet seinen Kontrast in der Eierschalenfarbe der Wände. Sie macht das Zimmer hell, den riesigen Rock noch größer. Und weil ein Rock – zumindest ein Trachtenrock in dieser Gegend – eine Stickerei hat, findet man die an der Decke und an den Wänden. Sie kreist um den Gast und Ruth Baumann empfiehlt: „Legen Sie sich lieber im Rock ein wenig zur Ruhe, bevor Ihnen schwindelig wird.“


Mein persönlicher Reisetipp

UNGARN:

Sonnenstaat zwischen Puszta und Pullovermarkt

Spreewelten Reisecenter

Der Steckbrief Ungarn … … ist 93.036 km² groß

Isten hozta!

… hat 10.005.000 Einwohner

Fast schon zehn Jahre ist mein letzter Urlaub in Ungarn her. Aber noch immer bin ich fasziniert von diesem Land. Ihre Ellen Braun Das sonnenreiche Land im Karpatenbecken hat viele Gesichter, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Von den bewaldeten Mittelgebirgen im Norden geht es hinunter in die große Tiefebene mit der einmaligen Puszta. Während im Norden Ungarns gemäßigtes Klima herrscht, zeigt der Süden seinen Besuchern eine fast schon mediterrane Seite. Das Land blickt auf eine lange Geschichte zurück: Die magyarischen Ungarn wanderten gegen Ende des 9. Jh. n. Chr. in das Karpatenbecken ein und gründeten im Jahre 1000 ein christliches Königreich. Damit war die große Wanderung vom Ural ins Herzen Europas abgeschlossen. Seit 2004 ist Ungarn Mitglied in der europäischen Union, was auch das Reisen erheblich vereinfacht: Ein gültiger 33 I N F O

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Spreewelten-Reisecenter Bahnhofstraße 3d 03222 Lübbenau Tel.: 03542 / 889977 Fax: 03542 / 875990 www.spreewelten.de

Personalausweis genügt, um das facettenreiche Land kennenzulernen. Ungarn ist ein Paradies für Familien und junge Leute. Jährlich lockt der Balaton (Plattensee) unzählige Urlauber an. Mit einer Länge von 75 km ist der Balaton der größte See Mitteleuropas. Und mit einer Wassertemperatur von 21 bis 27 Grad im Hochsommer wie geschaffen für Sonnenanbeter. Rund um den Plattensee gibt es Ferienwohnungen, Hotels und Pensionen für jeden Geldbeutel. Am östlichen Südufer liegt der Ort Siófok. Die zahlreichen Kneipen, Discos, Restaurants und Bars machen Siófok zu einem beliebten Urlaubsort für junge oder jung gebliebene Gäste. Wer es ruhiger möchte sollte nach Zalakaros fahren. Das Naturschutzgebiet Zalakaros bietet europaweit eine einzigartige Vogel- und Pflanzenwelt. Ebenfalls befinden sich ein Thermalbad sowie diverse Wellness-, Kur- und Sporteinrichtungen in der malerischen Stadt, deren leicht hügelige Umgebung mit Weinbergen ideal für idyllische Spazier-, Wander- und Radtouren ist.

… ist seit 2004 EU-Mitglied … gehört zusammen mit Finnland einer Sprachfamilie an … erreicht man mit dem Flugzeug in rund 90 min Am Nordufer des Balaton liegt der älteste Badeort am Plattensee: Balatonfüred. Der Ort mit der malerischen Uferpromenade war früher ein beliebter Treffpunkt für die Budapester Prominenz. Ungarn empfängt seine Besucher mit herzlicher Gastfreundschaft, schmackhafter ungarischer Küche, hervorragenden Weinen und lebensfroher Zigeunermusik. Die Weite der Puszta lässt sich traumhaft per Rad oder Pferd genießen. Und auch kulturell hat Ungarn viel zu bieten. Neben der historischen Hauptstadt Budapest und der europäischen Kulturhauptstadt Pécs gibt es noch weitere Bilderbuchstädte zu erkunden, deren Sehenswürdigkeiten eine ereignisreiche Geschichte widerspiegeln. Neugierde geweckt? Dann kommen Sie doch bei mir im Spreewelten-Reisecenter vorbei – ich berate Sie gern.

Ungarn

Balatonfüred Silver Resort Balatonfüred**** DZ / HP, 7 Tage / eigene Anreise ab 294,-

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Reisen der Superlative: Der heißeste Ort der Welt Im Death Valley, am Rande der Mojave-Wüste im Westen Nordamerikas, klettert das Thermometer tagsüber auf bis zu 65 Grad und sinkt nachts nicht unter die 40 Grad Marke. Seinen Namen hat das „Tal des Todes“ der Legende nach übrigens von einem Goldgräber-

trupp, der im Jahr 1849 bei der Suche nach einer Abkürzung durch die Wüste nur eine Abkürzung des Lebens fand. Heute, im Zeitalter von Autos und Handynetzen, hat das Death Valley etwas von seiner Gefährlichkeit, aber nichts von seiner Faszination und Hitze verloren.

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Trotz Schienenersatzverkehr Seit dem 1. Mai 2010 besteht zwischen Lübbenau und Königs Wusterhausen für ein Jahr Schienenersatzverkehr. Trotz der Bauarbeiten stehen wir Ihnen im Bahnhof gerne täglich für Fahrplanauskünfte und Fahrkarten zur Verfügung. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Bitten haben, kommen Sie doch einfach vorbei! Unsere Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8–19 Uhr, Samstag & Sonntag: 9–19 Uhr

Tarzan – Das Musical Nach einem Schiffbruch wird ein kleiner Junge mit seinen Eltern an einem menschenleeren Strand im Nirgendwo gespült. Nach einem Leopardenangriff bleibt Tarzan als Waise allein zurück auf der Insel. Ein Gorilla-Weibchen findet den Jungen und zieht ihn gemeinsam mit anderen Affen groß. Jahre später treffen Expeditionsreisende auf der Insel ein und Tarzan steht zum ersten Mal seinen Artgenossen gegenüber. Dabei begegnet er Jane – der Anfang einer großen Liebe. Mit einer spektakulären Luftakrobatik hoch über den Köpfen der Besucher wird die Geschichte Tarzans erzählt. Seien Sie live dabei, wenn die weltbekannten Hits von Phil Collins, der für das Musical Musik und Texte schrieb, im Theater Neue Flora erklingen. Die Veranstaltung läuft Dienstag bis Sonntag im Theater Neue Flora in Hamburg. Tickets gibt es ab 49 Euro, Gruppenund Familienermäßigung auf Anfrage.

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Haus der Harmonie wird der Herbst bunt und herzhaft!

Mit tollen Angeboten machen die Spreewiesel das Haus zu einem Treffpunkt für alle Lübbenauer. Hier ein kleiner Überblick, was in den kommenden Wochen auf dem Programm steht. 29.09. Themenkochabend Ein herbstlicher Wind weht durch die Küche! Am 29.09. findet ab 18:00 Uhr ein ThemenKoch-Abend statt. Die Rezepte drehen sich jahreszeitkonform um das beliebte und vielseitige Gartengewächs – den Kürbis. Wer also Lust auf farbenfrohe Zutaten und köchelnde Töpfe hat, sollte sich schnell anmelden. 05.10. Tanzkurs Zwei Schritte vor, einen zurück, Sidestep und Drehung – so schwer ist das gar nicht. Tanzen hält jung, macht Spaß und hat Stil. Und vielleicht haben auch Sie wieder einmal Lust, das Tanzbein zu schwingen und Ihr Repertoire an Tanzschritten zu erweitern. Der nächste Kurs findet ab dem 5. Oktober jeden Dienstag um 19:30 Uhr statt. 10.10. Tanztee Wer nicht kommt, verpasst das Beste: Am 10. Oktober bittet das Haus der Harmonie zum Tanztee. Dort kann sich in gemütlicher Atmosphäre nicht nur mit neuen Leuten und alten Bekannten ausgetauscht werden, sondern auch eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt werden. Los geht’s um 15:00 Uhr. 5.11. Lust auf Pokern? Dann kommen Sie zum Pokerabend in die Neustadt Lübbenau. Gespielt wird nach der bekannten Variante „Texas Hold em“. Gefragt sind passionierte Kartenspieler, ein gutes Blatt und natürlich ein steinhartes „Pokerface“. Fruchtige Cocktails und Pizza runden den Abend ab. Viel Spaß bei der Jagd nach Royal Flush, Full House oder Straight! Anmeldung bis zum 4. 11., Startgeld 5 Euro. Anmeldungen und weitere Informationen im spreewieselCenter, Straße der Jugend 34 in Lübbenau oder unter der Telefon-Nummer: 03542 2000.

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ERNÄHRUNGSTIPPS

Quer durch das Herz Asiens Auf einer Länge von 9.288 km frisst sich die Transsibirische Eisenbahn quer durch Russland, von der russischen Hauptstadt bis an die Strände des Pazifiks. Eine Reise auf der längsten durchgehenden Eisenbahnverbindung der Welt gehört sicherlich zu den letzten großen Abenteuern, die vielen Fernwehgeplagten ein Blitzen in die Augen zaubert. Am 22. September um 18:00 Uhr haben Sie die Möglichkeit, in die faszinierende Welt Sibiriens einzutauchen und einen Reisebericht der ganz besonderen Art zu erleben. Herr Diehr erzählt von seiner Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn und zeigt Bilder von China, der Mongolei und Russland. Im Verlauf des Abends wird Herr Diehr über eine

ganz individuelle Erfahrung mit diesen Ländern berichteten. Damit die Reise mit der „Transsib“ zu einem Erlebnis für alle Sinne wird, bereiten die spreewiesel an diesem Abend regional typische Leckereien frisch zu, die von den Gästen verkostet werden können. Kommen Sie an diesem Abend in das „Haus der Harmonie“ und lassen Sie sich inspirieren von den abenteuerlichen Erlebnissen einer Reise quer durch das Herz eines ganzen Kontinents. Entdecken Sie den Zauber einer fernöstlichen Welt und betrachten Sie deren traditionelle Kultur nicht nur durch das Zugfenster. Anmeldung sowie weitere Infos: unter 03542 2000. (Preis p.P.: 10 €)

Oft bringt es der Alltag einfach mit sich: Zu viel Stress, zu wenig Zeit – und ab zur Grillbude oder Burgerstation, um wenigstens irgendetwas im Magen zu haben. Wenn überhaupt. Dabei ist ein guter Ernährungsstatus eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit und Lebensqualität. Häufig können Erscheinungen wie Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme oder Schlaflosigkeit die Auswirkungen ungesunder oder ungenügender Ernährung sein. Auch viele andere Symptome wie Depressionen und sogar bestimmte Krebsarten führen Experten gehäuft auf Mangelernährung zurück. Das Haus der Harmonie bietet im September zwei Veranstaltungen zum Thema an. Udo Kohls wird Möglichkeiten für eine optimale Ernährung aufzeigen und wertvolle Tipps geben, unter welchen Umständen eine Nahrungsergänzung gegebenenfalls sinnvoll ist. Donnerstag, 23.09., 10:00 Uhr Donnerstag, 30.09., 18:00 Uhr

KÜRBISZEIT IN DER KÜCHE

Gnocchi mit gebackenem Kürbis

Das hauseigene Kochstudio möchte Ihnen, passend zur Saison, drei leckere Rezeptideen rund um das beliebte Fruchtgemüse vorstellen. Wir wünschen jetzt schon Guten Appetit!

Schritt 1: Den Kürbis sauber waschen und trocknen. Stiel und Blütenansatz abschneiden, halbieren und entkernen. Fruchtfleisch in 1 cm dicke Spalten schneiden. Fein gehackte Knoblauchzehe mit dem Öl mischen. Schritt 2: Die Kürbisspalten mit Salz, Pfeffer und Knoblauchöl marinieren und auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Speckscheiben vierteln und darüber verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 25 Minuten backen. Schritt 3: Die Gnocchi in reichlich kochendem Salzwasser garen. Schritt 4: Basilikumblättchen abzupfen, grob hacken. Pesto in eine Pfanne geben und erwärmen. Abgetropfte Gnocchi und etwas Kochwasser zufügen. Alles mischen und heiß werden lassen, Basilikum zugeben. Gnocchi auf Teller verteilen. Den Kürbis mit Speck darauf verteilen und servieren.

Kürbissuppe Zutaten für 4 Personen: 300g Kartoffeln, 600g Kürbisfleisch, 2–3 Karotten, 300ml Milch, 500ml Gemüsebrühe Salz, Pfeffer, Muskat, 1 Becher Creme fraiche je nach Geschmack, ½ Becher süße Sahne, eventuell eine Stange Lauch Lauch in Ringe schneiden, Kartoffeln und Kürbis in Würfel schneiden, Karotten schälen und in Stücke schneiden. Alles in einen Topf, Milch und Gemüsebrühe zugießen, 20-30 Minuten kochen, pürieren und abschmecken. Mit Sahne und Creme fraiche verfeinern.

Kürbis-Lasagne Zutaten für 3 Portionen: 500g Kürbisfleisch, 1 Schalotte, 1 Knoblauchzehe, 125g Mozzarella, 2 EL Pflanzencreme, 1 Packung Pasta-Sauce – Bolognese, 6 Stk. Lasagneplatten Zubereitung Schritt 1: Kürbisfleisch in ca. 1x1 cm große Würfel schneiden. Schalotte und Knoblauch schälen und fein würfeln. Mozzarella ebenfalls würfeln. Schritt 2: Pflanzencreme in einer Pfanne erhitzen, Schalotten-, Knoblauch und Kürbiswürfel darin etwa 5 Minuten braten. Alle Zutaten abwechselnd mit den Lasagneplatten in eine Auflaufform (ca. 20x26 cm) schichten. Mit Pasta-Sauce beginnen und mit Kürbis und Mozzarella abschließen. Schritt 3: Die Lasagne im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten backen.


Spreewiesel im Herbst Guten Tag, ich möchte Sie betreuen! Die WIS möchte in einem zukünftigen Projekt zusammen mit dem Spreewiesel-Center den Service für ihre Mieter weiter ausbauen. In einer gezielten Zusammenarbeit zwischen Mieterbetreuer und Spreewiesel-Azubi soll eine wohngebietsbezogene Betreuung der Mieter etabliert werden. Dadurch können spezielle Angebote für Mieter besser abgestimmt sowie auf persönliche Wünsche direkter

eingegangen werden. Neben verschiedenen Diensleistungsangeboten werden auch neue Freizeitangebote erarbeitet, die an die Mieterstruktur in den Wohngebieten optimal angepasst ist. Die Auszubildenden haben bereits erste Kontakte in Ihren zuständigen Wohngebieten für Tipps und Anregungen genutzt. Sie sollten sich also nicht wundern, wenn sich demnächst in Ihrem Wohngebiet

Reise-Rabatt mit der WieselCard

her im Bahnhof Lübbenau oder im Spreewiesel-Center für 5 Euro erworben hat, und spart nun auch bei seinen Urlaubsreisen. Die kompetente Beratung und Betreuung gibt es wie immer kostenfrei dazu. Hereinspaziert!

Die ersten Winterreiseangebote liegen schon druckfrisch in den Regalen und da das Spreewelten Reisebüro im kommenden Jahr seinen 5. Geburtstag feiert, können sich dessen Kunden auf viele Jubiläumsangebote freuen. Das erste Highlight gilt ab sofort: Im Spreewelten Reisebüro im Bahnhof Lübbenau werden bis zum 01.03.2011 auf alle dort buchbaren Reisen 3% Rabatt gewährt. Der Kunde legt bei Buchung einfach seine Wieselcard vor, die er vor-

Weihnachtsmänner gesucht! Auch in diesem Jahr suchen die Spreewiesel für Ihren Weihnachtsmannservice wieder aufgeschlossene Menschen, die in die Rolle des Weihnachtsmannes schlüpfen. Gesucht sind zuverlässige, verantwortungsvolle und kinderliebe Menschen. Der Weihnachtsmann des Spreewiesel-Centers ist in der Advents- und Weihnachtszeit in privaten Haushalten, Kinder und Jugendeinrichtungen in Lübbenau im Einsatz, um Geschenke zu überreichen und kleinen sowie großen Weihnachtsfans jede Menge Freude zu bereiten. Haben Sie Interesse ein Weihnachtmann zu sein oder benötigen sie einen? Dann melden Sie sich einfach unter der 03542-2000 oder direkt im Spreewiesel-Center in der Straße der Jugend 34 in Lübbenau.

Feste Feiern im Herbst Allerhand Herbstliches für Groß und Klein gibt es am 2. Oktober ab 14:00 Uhr im Haus der Harmonie zum Herbstfest. Die spreewiesel bereiten typisch herbstliche Leckerein zu. Außerdem können jahreszeitliche Dekorationen gebastelt

gemeinsam mit Ihrem Mieterbetreuer folgende Azubis vorstellen: Neustadt West: Herr Jank (Mieterbetreuer), Valentin Brendel (spreewiesel-Azubi) Neustadt Ost: Frau Haase, Melanie Schuppan Neustadt Mitte: Frau Reimann, Julia Lehmann Altstadt/Neustadt/OT: Frau Ludwig, Robert Köhler bzw. erworben werden. Besonders kreative Kürbisschnitzereien können an diesem Nachmittag sogar einen Preis abstauben. Und am 22. Oktober wird es ein zünftiges Oktoberfest geben. Ab 18:00 Uhr krümmen sich die Dielen im Haus der Harmonie beim einem bayrischen Abend. Liebhaber der typisch bayrischen Küche werden von Haxn, Weißwurscht, Brez'n und den dazu passenden Getränken nicht enttäuscht werden, kredenzt wird das Ganze mit bayrischem Gaudi zum Mitmachen und Mitlachen.

Mit Spreewiesel unterwegs 29.09.Sächsische Schweiz Mit dem Bus geht es ins Elbsandsteingebirge. Auf dem Programm steht unter anderem ein Besuch der Festung Königsstein. Die Anlage beherbergt nicht nur den zweittiefsten Burgbrunnen Europas, sondern bietet den Besuchern auch einen herrlichen Panoramablick über die Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz. 06./07.11. Berliner Militärmusikfest Mit Trommelwirbel, rhythmischen Fanfarenklängen marschieren Soldaten im Paradeschritt in die Berliner Max-Schmeling-Halle zum 16. Berliner Militärmusikfest ein. Von Klassik, über Tagesschlager, landestypischer Folklore bis hin zum Marsch wird am 6. und 7. November 2010 alles geboten, was das Herz eines Musikliebhabers höher schlagen lässt. 28.11. Advent im Erzgebirge Willkommen im Weihnachtsland! Besuchen Sie das traumhafte Erzgebirge zur Weihnachtszeit, wenn alle Fenster hell erleuchtet sind und Räuchermänner ihre wohl duftenden Schwaden in die Luft blasen, wenn Schwibbbögen brennen und sich Pyramiden drehen. Auch die traditionelle Bergparade werden wir besuchen.

13. Oktober: 1. Selbsthilfetag in Lübbenau Spreewiesel unterstützt den 1. Selbsthilfetag in Lübbenau. Gemeinsam mit der Koordinierungsstelle für Ehrenamt und Selbsthilfe, SHG der Region OSL und verschiedenen Trägern präsentieren wir Ihnen Eckdaten über die Selbsthilfearbeit in Lübbenau und Umgebung. Erfahren Sie mehr zu den verschiedenen Angeboten und Themenkreisen, wie etwa Demenz oder Vorsorge im Alter. Bei Kaffee und Kuchen, zubereitet von den Schülern des Gymnasiums Lübbenau, und guter Unterhaltung mit der Jazz-Dance-Gruppe der Jenaplanschule wünschen wir allen Interessenten informative Gespräche und einen guten Nachmittag. 13.10., 14:00 Uhr, Haus der Harmonie

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Elf Viertel sind ein Ganzes. Elf Viertel machen die Vielfalt und die Attraktivität von Lübbenau aus. Ein jedes hat seinen eigenen Charakter und ein ursprüngliches Flair. Auf dieser Seite stellen wir unseren Lesern die elf Viertel der Spreewaldstadt vor. www.elf-viertel-luebbenau.de

Der Schlossbezirk

Es ist ein Fingerzeig auf die Schlossbesitzer. Die ehemalige Standesherrschaft Lübbenau ist seit 1621 im Besitz der Grafen zu Lynar, eines Adelsgeschlechtes aus der Toskana, deren Wappen Turm und Schlange zieren. Der letzte Standesherr, Wilhelm Friedrich Graf zu Lynar, wurde 1944 wegen seiner Beteiligung am gescheiterten Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 von den Nazis hingerichtet und der Familienbesitz daraufhin enteignet. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands erlangte die Familie ihren Besitz 1992 teilweise zurück und hat heute ihren Stamm- und Wohnsitz wieder in Lübbenau. Der Schlossbezirk, als erhaltenes geschlossenes Ensemble aus dem 17. Jahrhundert, ist der älteste Teil der Stadt, dessen Mittepunkt die Residenzanlage Schloss Lübbenau bildet. Sie gilt als eine der imposantesten Anlagen dieser Art in Brandenburg. Die Grafen zu Lynar betreiben heute das Schloss, den Marstall und die Orangerie als Hotel mit zwei ausgezeichneten Restau-

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Schon der Zugang scheint vom zarten Edelrost einer langen Geschichte überzogen und möchte Besuchern bereits einen Teil der Historie vorweg nehmen: Denn will man den Schlossbezirk, der sich nur einen Steinwurf entfernt westlich der Altstadt befindet, erkunden, muss man zuerst das große schmiedeeiserne Tor passieren, das mit einem Turm und einer gekrönten Schlange verziert ist. über 50 Miterbeiter, die so genannten „Schlossgeister“, die sich um das Wohl der Gäste kümmern. Damit zählt das Schloss Lübbenau zu den größeren Arbeitgebern der Region. Neben dem Schloss, das seine heutige Form in den Jahren 1817 bis 1820 erhielt, bilden Orangerie, rants. Im Schlossgewölbe steht Gästen ein 280 qm großer Wellnessbereich zur Verfügung, der auch einen Blick auf das freigelegte ursprüngliche Mauerwerk zulässt. Das VierSterne Haus gehört mittlerweile zu den beliebtesten Schlosshotels in Brandenburg. In der Hauptsaison beschäftigt das Schloss Lübbenau der erst kürzlich restaurierte Marstall, eine Kanzlei und der große Schlosspark den Schlossbezirk, der bis 1928 sogar ein selbständiger Gutsbezirk war. Der neun Hektar große Park bildet einen nahtlosen Übergang in den Spreewald und erfreut jeden Spaziergänger vor allem des alten Baumbestandes wegen. Hotelgäste können im Schatten ihres Lieblingsbaums auf Liegen dösen und die Schlosswiese bietet eine bezaubernde Kulisse für festliche Anlässe. Die Parkanlage wird zu den frühen Beispielen englischer Gartenkunst in der Niederlausitz gezählt und wurde zur Zeit des Schlossneubaus um 1820 zeitgemäß im Stil des englischen Landschaftsgartens angelegt. Entspannung, Kultur, Geschichte, Baukunst und Natur warten im Schlossbezirk nur darauf, entdeckt zu werden.

Preisausschreiben Sie kennen sich aus in Lübbenau? Ein Viertel ist für Sie nicht nur eine Maßeinheit für Wein oder der Wert einer Note? Dann machen Sie mit bei unserem Preisausschreiben. Senden Sie uns eine Postkarte mit den richtigen Antworten oder eine E-Mail an info@wis-spreewald.de. Unter allen richtigen Einsendungen werden folgende Gewinne verlost: 1. Preis: Verwöhnpaket für 2 Personen in dem Spreewelten Saunaund Badesparadies 2. Preis: 2 Eintrittskarten für „Rock in Wotschowska“ 2011 3. Preis: Gutschein für ein Angebot Ihrer Wahl des Spreewiesel-Centers 1. Welches Viertel gibt es nicht in Lübbenau? a) Donauviertel b) Spreewalddorf Lehde c) Schlossbezirk d) Hafenviertel 2. Welche Viertel liegen nicht in der Neustadt? a) Altstadtviertel b) Viertel Grüner Stadtumbau c) Spreeweltenviertel d) Skulpturenpark – Alter Friedhof 3. Welcher Viertelname wurde für die Lübbenauer Vorstadt gewählt? a) Gurkenviertel b) Apfelviertel c) Bananenviertel d) Erdbeerviertel 4. Das Viertelkonzept Lübbenaus im Spreewald hat wie viele Viertel? a) 0 b) 5 c) 11 d) 15 Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Auszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Alle Gewinner sind mit der evtl. Veröffentlichung ihres Namens und Wohnortes einverstanden. Einsendeschluss ist der 20.10.2010 .


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