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SPREEWÄLDER Freizeit-Magazin der WIS Nr. 48

September 2009

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Fragen an die WIS

Wir haben sehr schnell reagiert Die Wirtschaft kriselt, die Banken haben alle Hände voll zu tun, um sich zu sanieren. Die Krise erfasst immer mehr Branchen. Wie gefährlich ist sie für die WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald? Der Spreewälder sprach mit dem Geschäftsführer der WIS, Michael Jakobs, und der Prokuristin des Unternehmens,Steffi Alburg. Muss man sich Sorgen um die WIS machen? Michael Jakobs: Nein muss man nicht. Wir haben sehr schnell auf die Bankenkrise reagiert und uns sofort darum gekümmert, jene Kredite, deren Zinsfestschreibung abläuft, umzuschulden. Wir haben bei 5 Banken und einer Versicherung nachgefragt, ob und zu welchen Konditionen sie die Darlehen fortführen würden, alle haben sofort ein günstiges Angebot gemacht. Das haben wir dann genutzt, um die Umschuldung von Krediten in Höhe von 6,5 Millionen Euro vorzunehmen. Wieso hat die WIS Schulden? Michael Jakobs: Die WIS hat in den letzten zehn Jahren mehr als 50 Millionen Euro investiert. Das hätten wir gar nicht machen können, wenn wir nur eigene Mittel verwendet hätten. Ohne diese Darlehen sähen Lübbenau und Altdöbern heute noch ganz anders aus. Und warum mussten die Kredite umgeschuldet werden? Steffi Alburg: Das ist ein ganz normaler Vorgang: Die Bank gibt Geld und man vereinbart einen Zinssatz und einen Zeitraum, über den dieser Zinssatz unveränderlich ist. Wenn dieser Zeitraum vorbei ist, dann verhandelt man neu. Entweder man einigt sich zu neuen Konditionen oder ein anderer bietet günstigere Bedingungen. Dann geht man zu dem, der die günstigeren Konditionen anbietet. Das ist das, was man Umschulden nennt.

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Es ist also, wie Sie sagen, ein ganz normaler Prozess, heute so wie gestern und morgen so wie heute… Steffi Alburg: Moment, das ist nicht ganz so. Sie müssen bedenken, dass wir mitten in einer Finanzkrise stecken. Das bedeutet, dass Kredite schwer zu bekommen sind. Die Banken schauen drei- und viermal öfter aufs Geld und auf den, der es haben will. Zur Zeit findet man niemanden, der freiwillig günstige Konditionen anbietet. Das versetzt die Banken, die die Darlehen mal ausgereicht haben, in die Lage, die Bedingungen zu diktieren. Unter Umständen heißt das eine deutliche Erhöhung der Zinsen. Dem ist die WIS entgangen. Soweit ich gehört habe, haben sie zu relativ guten Bedingungen neue Verträge abgeschlossen. Michael Jakobs: Das ist wahr. Wir haben viele, lange und intensive Verhandlungen mit vielen Banken geführt, und wir haben gute Konditionen erhalten. Wir sparen eine Menge Geld durch günstige Zinsen. Das werden wir für die weitere Entwicklung von Lübbenau und Altdöbern einsetzen. Die bekannteste Krisenbank in Deutschland ist die Hypo Real Estate Bank. Hat die WIS auch mit dieser Bank zu tun? Steffi Alburg: Als sich die Krise abzeichnete, haben wir sofort reagiert. Schon im vergangenen Jahr sind sämtliche Darlehen, die wir mit der Hypo Real Estate hatten, auf andere Kreditgeber übergegangen. Ein Zusammenbruch dieser Bank würde uns nichts mehr

anhaben können. Bei der Umschuldung haben wir darauf geachtet, dass wir die Darlehen auf verschiedene krisensichere Banken verteilen, um die Risiken zu minimieren. Der Fachmann nennt das Vermeidung von »Klumpenrisiken«. Außerdem haben wir für einen Teil der Kredite längere Zinsfestschreibungen vereinbaren können, wodurch wir über längere Zeiträume Sicherheit hinsichtlich der Zinshöhe haben. Klingt nach cleverem Management. Michael Jakobs: Ja, ich denke, auch in dieser Situation haben wir clever gehandelt. Schon ein paar Monate später wäre das nicht mehr gelungen. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte der Wahrheit ist unsere Geschäftspolitik der letzten zehn Jahre. Wir haben uns bei der Kreditbeschaffung immer sehr konservativ verhalten und haben immer auf Konditionen und Banken geachtet, die langfristig stabil und gut sind. Steffi Alburg: Und wir haben im sanierten Wohnungsbestand – also in jenen Gebäuden, in die das Geld der Banken geflossen ist – einen Leerstand von 2,7 %. Dieser geringe Wert ist weit und breit eine Sensation. Und er zeigt, dass wir in die

richtigen Vorhaben investiert haben. Was ich sagen will: Wir haben in den letzten zehn Jahren solide und weitsichtig gewirtschaftet und in der Krise professionell reagiert. Das klingt beruhigend. Sind die Aussichten auch so rosig? Steffi Alburg: Man bescheinigt der WIS seit vier Jahren in Folge die Notenbankfähigkeit. Das heißt, ohne dabei ins Detail zu gehen: Wir sind kreditwürdig, trotz Krise, weil die Banken sehen, dass wir die Kredite in die richtigen Projekte investieren. Fragen Sie mal rum: Notenbankfähig sind wenige ostdeutsche Wohnungsunternehmen. Laut Bundesbank in Berlin ist unsere Bewertung vergleichbar mit einem Bankrating von A und die Insolvenzgefährdung wird mit nur 0,1 % bewertet. Und was hat der Mieter davon? Michael Jakobs: Zwei Dinge haben die Mieter davon. Erstens die Gewissheit, dass die WIS ein fairer und stabiler Partner bleibt. Und zweitens eine sichere Zukunft: Die WIS wird weiter investieren, wird weiter sanieren, wird weiter die Stadtentwicklung vorantreiben. Lübbenau mit seinen Ortsteilen, Altdöbern und all die Menschen, die dort wohnen, können auf uns zählen.


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Wer alles ü b

wissen will: wis www.wisspreewald .de er die

Spreewiesel-Center zieht ins »Haus der Harmonie« Das neue Dienstleistungshaus mit Clubcharakter

Es ist zwar noch nicht ganz fertig, doch der Flachbau an der Straße der Jugend 34 ist schon jetzt ein Schmuckstück und kaum mehr wiederzuerkennen. In den vergangenen neun Monaten hat die WIS das eher unscheinbare Gebäude zu einem attraktiven Geschäfts- und Clubhaus umgebaut. Die Einweihungsfeier für die Öffentlichkeit, zu der Groß und Klein eingeladen sind, findet am 12. September statt. Die spreewiesel sind bereits ab dem 31. August im neuen Dienstleistungshaus tätig. Der Name ist Programm – diese Adresse soll künftig ein Treffpunkt für alle Lübbenauer werden. Altstädter sind genauso gern gesehen, wie die Neustädter aus der Nachbarschaft. Und weil solch ein Haus mit Clubcharakter nicht im Selbstlauf funktioniert, werden die spreewiesel das Haus mit Leben erfüllen. Außer dem spreewiesel-Center, das ins Erdgeschoss neben Optiker Schmidt und dem Dentallabor Glaser einzieht, betreiben sie die Konferenz- und Festräume im Obergeschoss, einschließlich der

Eventküche und der Club-Bibliothek. »Mit diesem Haus wollen wir einen Anlaufpunkt für die Lübbenauer schaffen, wo sie miteinander ins Gespräch kommen und selbst aktiv werden können, einen Treffpunkt außerhalb der eigenen vier Wände«, erläutert Martina Broschinski, die Leiterin des spreewiesel-Centers. Die Bedingungen dafür sind ideal, zumal sich die Räumlichkeiten bequem und barrierefrei über einen Aufzug erreichen lassen. Der große Veranstaltungsraum, in dem bis zu 45 Personen Platz finden, kann für große Familienfeiern, für Tagungen, Seminare, Workshops oder aber für Tanzkurse, kleine Konzerte, Puppentheater und Buchlesungen genutzt werden. »Beinahe alles ist denkbar, das kommt ganz auf die Ideen und Interessen der Lübbenauer an. Die notwendige Technik, wie Beamer, Leinwand, Musikanlage, etc. kann gemietet werden.« Der kleine Veranstaltungsraum wiederum eignet sich z.B. für YogaSeminare, Spielenachmittage, Malkurse, Vorträge zu Gesundheitsthemen. Und da wäre noch die knapp 40 m² große Eventküche, die bestens ausgestattet ist. Hier sind Kochkurse zu den verschiedenen Themen wie »Nach Omas Rezepten« oder »Grüne Küche«, »KrimiDinner« oder aber Küchenpartys mit Kochduell geplant. Noch ist das »Haus der Harmonie« nicht eröffnet, doch die ersten Buchungen für die Veranstaltungsräume liegen schon vor.

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Kritische Beobachter Die Bürgerinitiative »Drüber oder Drunter« begleitet die Planungen für die Lübbenauer Bahnübergänge weiterhin aktiv Mein

schönster

Platz

Auf Anhieb könne Michael Hoffmann die Frage nach dem schönsten Platz nun wirklich nicht beantworten. Das will gut überlegt sein, meint der 49jährige Malermeister. Seine Wahl fällt schließlich auf die runde Bank an der alten Linde, die am Mühlenwehr in der Altstadt steht. »Dieser kleine, aber feine Platz ist schon auf den alten Postkarten von Lübbenau zu sehen. Von hier aus kann man in drei Richtungen gleichzeitig schauen: Der Blick aufs Wasser in Richtung Hafen verspricht Ruhe, drehe ich mich um, habe ich die Altstadt im Visier und in der anderen Richtung lassen sich schon das Schloss und der Schlossgarten erahnen«, schwärmt er. »Ich bin oft hier in der Nähe, aber leider nehme ich mir nur selten Zeit, um die Blicke zu genießen.« Als Chef von sechs Mitarbeitern hat Michael Hoffmann alle Hände voll zu tun. Seine Firma übernimmt Maler- und Tapezierarbeiten aller Art, unter anderem gestaltet er Räume mit Schmuck- und Spachteltechniken. In Lübbenau hat er schon viele Häuser gestaltet. Gegenwärtig arbeitet seine Firma im Mehrgenerationenhaus der WIS in der Straße der Jugend 13–15.

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Die klassische Bahnschranke soll zukünftig in Lübbenau verschwinden und die Schienen werden in ein paar Jahren entweder über- oder unterquert – soviel steht schon einmal fest. Für eine akzeptable Lösung hat sich die Bürgerinitiative »Drüber oder Drunter – für Bahnlösungen mit Zukunft« zwei Jahre lang eingesetzt, mit den Verantwortlichen von Bahn, Land und Stadt das Gespräch gesucht. »Wir haben um diese Lösung gerungen, etliche Gespräche mit den Verantwortlichen geführt und sehen das jetzige Ergebnis als großen Erfolg. Doch die Hände können und wollen wir noch lange nicht in den Schoß legen«, sagt der Vorsitzende der Bürgerinitiative Uwe Pielenz. »Wir werden den weiteren Prozess als kritische Beobachter begleiten und wenn es notwendig

wird, die Politiker beim Wort nehmen und an ihre Versprechen erinnern.« Durch die Mitarbeit im Arbeitskreis »Niveaufreies Verkehrskonzept Lübbenau« werde man auf dem Laufenden bleiben, auf kurzem Weg Fragen klären können und notfalls eingreifen, wenn es irgendwo klemmt. Noch läuft das Genehmigungsverfahren für das umfangreiche Vorhaben. Das kann sich bis zu zwei Jahre hinziehen. In diesem Zeitraum müsse auch die Finanzierung gesichert werden. Erst dann kann der erste Spatenstich erfolgen, geplanter Baubeginn ist 2011. Also bleibt noch genug Arbeit für die Bürgerinitiative. Bis 2015 soll die Lösung dann Stück für Stück umgesetzt werden. Bis dahin müssen die Lübbenauer aber auch Ein-

schränkungen und Umwege in Kauf nehmen. Um z.B. den Ausbau der Überführung zu ermöglichen, werden leider auch einige Bürger ihre Gartenparzelle verlieren. Für diese Kleingärtner müssen nicht allein Ausweichmöglichkeiten gesucht werden, sondern das Wie und Warum muss erläutert werden. »Auch das geht uns als Bürgerinitiative an, betroffene Bürger mit ins Boot zu holen und ihnen die Zusammenhänge zu erläutern.« Anfang Dezember, wenn die Bahn ihr elektronisches Stellwerksystem in Betrieb nimmt, wird als erstes der Bahnübergang Straße des Friedens geschlossen. Für die motorisierten Lübbenauer werden die Wege dann erst einmal länger. Die Umwege führen über die Bahnübergänge der Berliner Straße bzw. über die Kraftwerkstraße. Fahrradfahrer und Fußgänger umgehen die Straße des Friedens durch den Bahnhofstunnel. »Doch mit dem Ziel im Blick wird auch diese Zeit zu überstehen sein« so Pielenz.

Musterwohnung im Spreewaldhaus

Wer sich über die Möglichkeiten des Wohnens im Spreewaldhaus informieren möchte, dem macht es die WIS jetzt ganz leicht: In einer Musterwohnung kann man sich nicht nur von den Vorteilen des »Servicewohnens« berichten lassen, sondern sich auch selbst ein Bild machen. Zu sehen ist eine Wohnung mit einer Wohnfläche von 70,30 m², geeignet für einen 2-Personen-Haushalt. Die Wohnung ist mit Dusche, hochwertigem Fußbo-

denbelag sowie Einbauküche ausgestattet. Würde man eine solche Wohnung mieten wollen, müsste man für Miete und Betriebskosten, für die 2,20 € pro Quadratmeter angesetzt sind, 545,07 € zahlen. Aber damit bezahlt man nicht nur die vier Wände, die man bewohnt. Darin enthalten sind auch die Dienste des Concierge, der Stellplatz, die Einbauküche, die Renovierung der Wohnung und drei (!) Balkone. Damit noch nicht genug: Ebenfalls in der Warmmiete enthalten ist eine ebenerdige Möglichkeit, um das Fahrrad unter zu stellen. Zum Haus gehören ein eigener Park, eine Dachterrasse, die von den Mietern genutzt werden kann, und ein Café,

dessen Torten inzwischen auch über Lübbenau hinaus bekannt sind.

Wer sich hier eine Wohnung mietet, der erhält aber noch mehr: Eine kontaktfreudige, unternehmungslustige Nachbarschaft und einen Super-Ausblick über den Spreewald. Und da beides unbezahlbar ist, bekommt man das von der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald sogar gratis. Musterwohnung »Servicewohnen im Spreewaldhaus« Straße des Friedens 22 03222 Lübbenau.


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Schwester Agnes heißt in Lübbenau Gabi Gabriela Marx ist ständig auf Achse. Zwölf Hausbesuche und zwischendurch ein kurzer Abstecher zum Labor stehen heute auf ihrem »Tourenplan«. Die 45-Jährige ist Gemeindeschwester am Medizinischen Zentrum Lübbenau und im Auftrag der Ärzte jeden Tag zwischen Vetschau und Lübbenau mit ihrem blauen Flitzer unterwegs: »Ich fahre vor allem zu jenen Patienten, denen es schwer fällt, in die Praxis zu kommen«, erklärt die agile Frau. »Meine Aufgaben sind vielfältig: Wunden kontrollieren, Blutzucker messen, Demenz testen, Blut abnehmen, ins Labor bringen, Rezepte an die Apotheke weiterleiten, überprüfen, ob die Medikamente eingenommen wurden, Spritzen geben, sich mit dem Pflegedienst abstimmen und bei Patienten, die gerade aus dem Krankenhaus entlassen wurden, den Allgemeinzustand einschätzen.« Die Krankenakten hat sie immer dabei, auf ihrem Laptop sind die wichtigsten

net werden. Mittlerweile lautet ihre offizielle Bezeichnung »nichtärztliche Praxisassistentin«. »Egal wie ich genannt werde, ich mache die Arbeit einer Gemeindeschwester.« Sie weiß wovon sie spricht, schon vor 20 Jahren ist sie über die Spreewalddörfer zu den Patienten gefahren, anfangs mit der Schwalbe, später mit dem Trabi.«

Herzgruppe – Sport auf Rezept

Daten der Patienten sofort abrufbar. Sind die Hausbesuche geschafft, berichtet sie ihren Chefs davon - Gabriela Marx ist für mehrere Ärzte im Einsatz – nimmt ihre Anordnungen entgegen und trifft neue Absprachen. Seit mehr als drei Jahren betreut die gelernte Krankenschwester Patienten in und um Lübbenau. Die erste Zeit als Schwester Agnes.

Gemeinsam mit zwei weiteren Krankenschwestern hat sie am Medizinischen Versorgungszentrum am Modellprojekt »AgnES« teilgenommen – was nichts anderes als arztentlastende, gemeindenahe, E-Health-gestützte, systemische Intervention heißt. Das Modellprojekt hat sich bewährt und ihre Arbeit kann seit diesem Jahr bei den Krankenkassen abgerech-

Einmal in der Woche, immer dienstags, trifft sich im Spreeweltenbad die Herzgruppe zum Training. Keine passionierten Sportler versammeln sich hier, sondern Patienten, die an Herzkrankheiten leiden, oft schon einen Herzinfarkt oder eine By-PassOperation hinter sich haben. Sie treiben Sport auf Rezept. »Die Herzgruppe ist nur ein Baustein, wenn auch ein wichtiger, der umfassenden Therapie«, erläutert MR Dr. Stadelmayer, der als Facharzt für Inneres die Herzgruppe leitet.

Platz für Schulung und Beratung Ausbau des Medizinischen Zentrums wird im Herbst beendet Das Medizinische Zentrum Lübbenau wird gegenwärtig ausgebaut. Im Hof des Komplexes entsteht ein neues Gebäude. Im Juni wurde Richtfest gefeiert, mittlerweile sind Dach und Fenster komplett und als nächstes steht der Innenausbau an. Im Spätherbst soll das Haus bezogen werden.

»Das wird in gewissem Sinn unsere Patientenakademie«, erläutert Verwaltungsleiterin Karin Linke. Denn das Gebäude soll in Zukunft vor allem für Schulungen von Patienten genutzt werden. »Der Bedarf ist groß. So wollen wir als Medizinisches Zentrum etwa Informationsveranstaltungen für Patienten anbieten, die an Diabetes oder an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden«, sagt Karin Linke. Dabei gehe es nicht nur darum, die Patienten darüber aufzuklären, wie sie mit ihrer Krankheit umgehen können und müssen. Angebote wird es auch zur Vorbeugung von Krankheiten geben. Verschiedene medizinische Sportgruppen werden im neuen Haus Kurse durchführen. So sollen künftig Rückenschulen für Erwachsene und Kinder mit Problemen des Bewegungsapparates stattfinden, ebenso sollen ein Kardio-Training für Herz-Kreislauf-Patienten sowie

Abnehmkurse für übergewichtige Kinder und Erwachsene auf dem Programm stehen. Darüber hinaus sind Vorträge zu unterschiedlichen medizinischen Themen geplant – etwa Vorträge für junge Mütter, für Angehörige von Demenzkranken, Ernährungsberatungen oder Reiseimpfberatungen, um nur einige zu nennen. Die Räumlichkeiten werden dafür großzügig gestaltet. »Bisher mussten wir unsere Schulungen in den Warteräumen durchführen. Dadurch hatten wir nur wenig Platz und konnten auch nur außerhalb der Sprechzeiten Schulungstermine anbieten.« Nicht nur für die Weiterbildung der Patienten werden die neuen Räumlichkeiten genutzt. Künftig sollen hier ebenso Schulungen und Vorträge für die 12 Ärzte des Medizinischen Zentrums und die Arzthelferinnen organisiert werden.

Nach einem Krankenhausaufenthalt, womöglich einer Operation und der Rehaklinik, unterstützt die Herzgruppe die Nachsorge. »Kardiologische Rehabilitation betrifft jeden chronisch Herzkranken und bedeutet für ihn, mit seiner Krankheit leben zu lernen.« Die Patienten treffen sich regelmäßig, um gemeinsam durch Bewegungstherapie, Entspannungsübungen, Gespräche in der Gruppe die Risikofaktoren zu reduzieren. »Was zählt, ist nicht allein die Bewegung, sondern auch der menschliche Rückhalt, das Gefühl der Geborgenheit in der Gruppe« weiß Dr. Stadelmayer, der bereits seit 1976 Herzguppen leitet, aus Erfahrung.

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Schloss auf neuem Fundament Das Schloss Altdöbern erhält derzeit ein neues Betonfundament. Unter dem kulturhistorisch bedeutenden Barockschloss war das alte, aus Holzbohlen bestehende Fundament stark beschädigt worden, als bei der Flutung des benachbarten Tagebaus das Grundwasser angestiegen war. Die im Mai 2008 begonnenen Arbeiten, bei denen eine 50 Zentimeter dicke Betonplatte unter dem Schloss eingezogen wird, sind fast abgeschlossen. Um die Arbeiten im Trockenen durchführen zu können, musste das Grundwasser wieder abgesenkt werden, immerhin um drei Meter. Täglich wurden bis zu 1.400 Kubikmeter Wasser aus einer Tiefe von 16 bis 20 Metern gepumpt. Für die Errichtung des neuen Fundaments wurden rund 3,2 Millionen Euro investiert. Zwar hat das Schloss aufgrund der großen Lastenverteilung einige Risse bekommen. Damit sei jedoch gerechnet worden. In den kommenden Mona-

Calauer ten wird die historische Innenausstattung des Schlosses weiter restauriert. Schon ab Ende 2010 soll ein Teilbereich nutzbar sein. Aber schon jetzt ist das Schloss einen Besuch wert: Es wurde in der Blütezeit des Sächsischen Barock gebaut. 1717/18 entstanden Schloss und Park, 1749/50 wurde das Schloss erheblich vergrößert und aufwändig ausgestattet. In der außergewöhnlich großzügigen Parkanlage des Schlosses findet man den »Französischen Garten«, den 13 Hektar großen »Salzteich«, alten Baumbestand, zahlreiche Wasserspiele und Plastiken. Weitere Informationen finden Sie hier: www.schloesser-gmbh.de www.amt-altdoebern.de www.altdoebern.de

Zum 10. Mal in Folge nahm die WIS am Kahnkorso des Spreewaldund Schützenfestes am 5. Juli teil. Bekannt für ihre – zum Teil prämierten Kähne – nahm die WIS auch in diesem Jahr mit drei Kähnen teil. Neben der WIS präsentierten sich die Spreewiesel (hier im Bild) und die Spreewelten GmbH. Wie in jedem Jahr waren die Plasteenten, die man in die Zuschauermenge warf, ein echter Renner. Wer keine abbekommen hat: Auch im nächsten Jahr wird die WIS wieder dabei sein. Und ganz sicher gibt es dann auch wieder kleine Plasteentchen.

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Kalauer Geni

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Grundstein Lebe sse das n stä für die Bedenn ndig, liebtheit bist länge du des Kalauleben r tot als ers gelegt. dig… Zwar kennen Eine Wanderroute soll den gu- und schätzen ten alten Kalauer und die Se- viele Menschen den henswürdigkeiten der Kalauer, aber die wenigstens wisStadt miteinander sen um seine Herkunft. Der KalauerBesser verbinden. Gäste Rundweg der Calauer wird damit Schluss machen. arm dran, sollen dann die Noch in diesem Stadt mit Hilfe als Arm Sommer soll das einer neuen ab! ins Genitiv ils Konzept diskuStadtkarte , we tiert werden, selbst erkunden Wasser t... in 2010 sind für s i v i t a können. Die Stadtkarte führt sie D die Realisierung dann von einem Kalauer zum 20.000 Euro geplant. nächsten: An den Gebäuden werden die Touristen auf Tafeln Infor- Mögliche Orte, um Stadtgeschichte mationen zur Historie der Bauwer- und Wortwitz miteinander zu verbinden, sind unter anderem der ke finden und den Röhrkasten auf dem Marktplatz, dazu passenden Geige der Anatol-Findling neben der Kalauer. Das wän kaste n auf Sparkasse, das Gottschalkre nicht nur italie nisch Denkmal, die Anwandter-Apowitzig, das wä? Fidel theke und das Heimatre wohl auch Cast ro museum. einzigartig. Nachgedacht Ob die Kalauer bel, wird auch über aus Calau kommen icht ü Dübel N oder nicht, ist zumindest in der Lau- eine Erweiteder sagte rschwand sitz unbestritten. Im deutschspra- rung des Runde chigen Raum hat die Satirezeit- gangs für länund v r Wand. d in e schrift Kladderadatsch (sie erschien gere Rad- und seit 1848) den Wortwitz bekannt Wandertouren. Aber mit Tafeln gemacht. Unter Rubriken wie »Aus Kalau wird berichtet …« konnten und neuer Stadtkarte wird es nicht die Leser deutschlandweit allerlei getan sein. Auf der Homepage der Amüsantes, aber auch Haarsträu- Stadt wird Bürgermeister Norwin bendes lesen. Märkisch mit den Worten zitiert: So wurde »Bis zur Umsetzung unseres VorhaWas bens üben hoffentlich die Calauer der haben ein e ein paar Kalauer, damit sie jedem und ein r e t m a Touristen auch einen erzählen e B gemeinu a r f g können«. n Ju n

Calau macht nun Ernst: Mit einem Witzerundweg will die Stadt eine neue touristische Attraktion schaffen.

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Eine ganze Stadt voller Träume Spreewaldatelier lädt zum Schauen, Staunen, Mitmachen und Kaufen ein Ab 18. September ist es wieder so weit: Dann wird die Lübbenauer Altstadt zu einem riesigen Atelier unter freiem Himmel und die Kunst zu einem Erlebnis für alle. 14 namhafte Bildhauer und 6 Karikaturisten aus Deutschland, aus der Schweiz und Finnland kommen nach Lübbenau, um bis zum 27. September öffentlich zu arbeiten und um sich selbst, ihre Arbeitsweise und ihre Arbeiten zur Schau zu stellen. Die Besucher des Ateliers können bei einem Spaziergang durch die Altstadt den Künstlern bei der

Arbeit zuschauen und sie zu ihrer Arbeit befragen. Wer Lust auf mehr hat, der kann sich selbst ausprobieren. In der Kreativschule kann man seine eigenen Ideen mit Holz oder Gasbeton umsetzen. Dabei muss man sich nicht einmal vor scharfen, spitzen oder schwerwiegenden Werkzeugen fürchten, denn natürlich werden die Kreativschüler fachkundig und künstlerisch angeleitet. Das Thema des diesjährigen Spreewaldateliers, das alle zwei Jah-

re von der LÜBBENAUBRÜCKE organisiert wird, lautet »Träumereien«. Alle Künstler werden sich mit dem Thema auseinander setzen und es in ihrer jeweils eigenen Art umsetzen. Und so darf man gespannt sein, was jeder der zwanzig Künstler traumhaft findet, kann man doch ebenso süße Träume wie auch Albträume haben. Interessant wird es auch sein, wie die verschiedenen Künstler das Thema in ihrer Handschrift umsetzen: in

feinen Pinselstrichen auf einem Blatt Papier, mit Axt und Motorsäge an einem nach Wald duftenden Holzklotz oder mit Hammer und Meißel an einem Block Stein. Im Rahmen des Spreewaldateliers kann man auch Künstlerisches und Kunsthandwerk erwerben. Am Sonnabend, den 19. September, lädt ab 10 Uhr ein Kunst- und Kunsthandwerkermarkt in die Lübbenauer Altstadt ein. Bis 18 Uhr dauert dieser »Markt der schönen Dinge«. Am 26. September kann man die während des SpreewaldAteliers gefertigten Arbeiten ersteigern. Ab 15 Uhr heißt es dann: »Zum ersten, zum zweiten und zum dritten!« Wer noch mehr wissen will, kann sich unter www.spreewaldatlier.de informieren.

Der Storch auf Feuerflug Das Lübbenauer Spreewaldatelier bietet auch was für Jugendliche: Der Künstler Mark Howett baut und inszeniert mit 10 bis 12 jungen Interessenten eine Feuerskulptur. Die brennende Skulptur wird den Namen »Der Flug des Storches« tragen. Im Verlaufe einer Woche wird sie aufgebaut, um sie dann im Rahmen einer Peformance zum Brennen zu bringen. Mark Howett, der 2002 eine Feuerskulptur für die Eröffnungszeremonie des Adelaide Festival of the Arts gebaut hat, wird mit den Jugendlichen gemeinsam das Design der Skulptur entwickeln, die bis zu 12 Meter hoch sein soll. Im Verlaufe der Woche werden kleinere Skulpturen gebaut und entzündet, um das Material und seine Brenneigenschaften kennen zu lernen. Dabei werden sich die Jugendlichen auch über inhaltliche Fragen auseinander setzen: Was bedeutet der Storch für Lübbenau? Welche Legenden gibt es über ihn? Wohin fliegen die Störche des Spreewaldes im Herbst? Welche Musik hört man dort? Welche Musik hören die Jugendlichen? Was bedeutet das Feuer für Lübbenau? Wie präsentiere ich ein vergängliches Kunststück den Zuschauern? Mark Howett freut sich auf interessante Diskussionen: »Der Storch ist ein kraftvolles Symbol des Spreewaldes. Er verbindet den Spreewald mit verschiedenen anderen Teilen der Welt.« Am Samstag, den 26.09., geht der Storch auf Reisen: Um 19 Uhr beginnt die Feuerperformance in der Lübbenauer Poststraße, zu der alle Schaulustigen herzlich eingeladen sind. Wer sich für den Workshop interessiert: Die Teilnehmer sollten zwischen 14 und 18 Jahre sein und ein wenig Englisch können. Das Büro der LÜBBENAUBRÜCKE findet man in der Lübbenauer Güterbahnhofstraße 57, man erreicht es telefonisch unter 03542 40 36 92 und per Mail unter info@luebbenaubruecke.de.

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Das ganze Paradies im Netz:

www.spreeweltenbad.de Programm September 05. + 06.09. Mission Olympic Lübbenau will sportlichste Stadt werden und wir sind dabei 19.09. Sauna-Abend mit Lesungen im Hamam und am Kamin

Sonntag, 13.09. BB Radio im Bad mit vielen Überraschungen! Außerdem: Pinguintaufe und Vorstellung zweier neuer Pinguine.

Keine Langeweile am Feiertag:

Kinderfest und Entenrennen im Spreewelten Bad

Oktober 03.10. - Kinderfest und Entenrennen - Besondere Aufgüsse in der Saunawelt 17.10. Sauna-Abend mit Geschichten aus dem Spreewald

Am 3.10.2009 sind alle Kinder und Familien recht herzlich zu einem tollen Kinderfest ins Spreewelten Sauna- & Badeparadies Lübbenau eingeladen. Kinderanimationen mit lustigen Wasserspielen und viele Überraschungen warten auf sie. Spaß und Spannung sind garantiert, wenn sie ihre eigene En-

ten ins Rennen schicken. Das Schwimmvögelchen mit der größten Ausdauer gewinnt und beschert ihrem Besitzer einen tollen Preis. Mit dem Eintrittspreis ins Bad erhält jeder Gast automatisch eine nummerierte Ente und somit seine Startberechtigung. Dann heißt es für alle »Daumendrücken«.

19. –30.10 Ferienclub für Kinder täglich 9 - 16 Uhr 31.10. Halloween-Party

Literarischer Saunaabend

November

Lesungen am Kamin in den Spreewelten

07.11. Sauna-Abend unter einem besonderen Motto 13.11. Kinonacht 21.11. Romantiknacht ab 20 Uhr im Kerzenschein mit vielen bekannten Märchen

Feierabendtarif Von Montag bis Donnerstag können Sie von 19 Uhr bis 22 Uhr für 10,00 Euro baden und saunieren.

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Zu einem entspannenden Saunaabend der besonderen Art sind alle Literatur-Interessierten eingeladen. Am 19.9.2009 werden in der Saunawelt des Spreewelten Saunaund Badeparadieses Lübbenau ab 18.00 Uhr spannende Geschichten vorgetragen. Und das am Kamin und im orientalischen Haman-Bereich! Genießen Sie die besondere Atmosphäre und schenken Sie dem Vorleser Ihre Aufmerksamkeit. Ein Schmunzeln wird wohl ab und an nicht zu unterdrücken sein. Lassen Sie sich überraschen…

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Pinguin Schaufütterung

Tilly und ihr neues Kleid Die Pinguine haben ihre erste Mauser hinter sich Sind Pinguinweibchen wohl genauso eitel wie ihre menschlichen Verwandten? Wenn man Tilly über die Anlage watscheln sieht, dann kommt als Antwort ein klares Ja. Voller Stolz präsentiert die Vogeldame ihren neuen Frack. Offensichtlich genießt sie wieder die Blicke der Badegäste, wenn sie elegant im Wasser ihre Kreise zieht. Verständlich. Für zwei Wochen sah Tilly aus wie ein gerupftes Huhn und hat ums Wasser eher einen weiten Bogen gemacht. Tilly und Co. haben sich gemausert. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Pinguine haben ihre alten Federn verloren und sich ein erwachsenes Gefieder zugelegt – klassisch in schwarz-weiß mit einem breiten Band über der Brust. Was nicht heißt, dass Tilly und Paul nun auch

schon erwachsen wären. »Unsere drei Jungtiere sind gerade sechszehn Monate alt. Geschlechtsreif werden Pinguine aber erst mit drei oder vier Jahren«, klärt »Pinguinmutter« Laura Schäfer die Unwissenden auf. Doch die Mauser machen alle Pinguine – egal ob alt oder jung – einmal im Jahr durch und zwar immer im Sommer. Dann wird der alte, etwas verblichene und zerschlissene Anzug Stück für Stück abgelegt. Überall waren die Federn verteilt – auf der Anlage, im Nachtquartier, sogar im Wasser. Manch ein Badegast hatte sich Sorgen gemacht, ob die witzigen Tiere wohl krank wären. Der Kleiderwechsel dauert bis zu zwei Wochen. Während dieser Zeit sehen die Pinguine regelrecht aufgeplustert aus, weil ihr Gefieder,

anders als sonst, mehrere Zentimeter absteht. Und sie meiden das Wasser, ihr eigentliches Element.

2 x täglich, jeweils 11:00 und 15:30 Uhr können Sie dabei sein, wenn die Humboldtpinguine gefüttert werden. Das hat seinen guten Grund: Dadurch, dass die Federn stellenweise ausfallen, wird ihr Gefieder durchlässig und das kalte Wasser dringt an ihre Haut. Allerdings herrschen im Pinguinbecken des Spreeweltenbades mit 24 Grad ganz andere Temperaturen als in der freien Natur. So dass sich die fünf Frackträger, trotz der nicht ganz korrekten Anzugordnung, ins Wasser getraut haben. »Doch sogar beim Schwimmen sahen sie mit ihrem aufgeplusterten Gefieder etwas dick und unbeholfen aus«, berichtet Laura Schäfer. Allerdings, die Zeiten sind vorbei, inzwischen toben die lustigen Vögel durchs Wasser.

Neue Mitbewohner im Pinguinbecken Schopfenten mischen sich unter die Frackträger

Die Ankunft zweier Schopfenten war eine große Überraschung für die Kinder des Ferienclubs im Spreewelten Sauna- und Badeparadies Lübbenau, aber auch für alle anderen Besucher des Bades. Gestaunt haben auch die Pinguine über ihre neuen Freunde. Am Freitag, 7.8.2009 trafen die beiden Vö-

gel aus unterschiedlichen Heimaten ein. Der Erpel kam aus dem Tierpark Cottbus in die Lübbenauer Anlage. Seine ihm auserwählte Herzensdame trat eine längere Reise an. Sepp Müller, ehemaliger Lübbenauer Pinguinpfleger, ließ es sich nicht nehmen die Lady höchstpersönlich aus dem Dresdener Zoo an

www.spreewelten-bad.de

die Seite ihres neuen Partners zu bringen. Das Pärchen wird fortan gemeinsam mit den Pinguinen in der Anlage leben. Schopfenten und Pinguine bewohnen auch in der Natur einen gleichen Lebensraum. Kommen Sie doch mal wieder vorbei und lernen Sie unsere Bewohner persönlich kennen.

SchopfentenAlmanach Die Schopfente (Lophonetta specularioides) ist ein südamerikanischer Entenvogel, der zu den Schwimmenten zählt. Sie wird heute als einzige Art der Gattung Lophonetta zugerechnet, da sie sich in ihrer Entwicklung sehr frühzeitig von den übrigen Arten der Anatinae abspaltete. Früher zählte sie zu der Gattung der Eigentlichen Enten. Es werden zwei Unterarten unterschieden. Die Nominatform Patagonische Schopfente (Lophonetta specularioides specularioides) ist im südlichen Chile, Argentinien sowie auf den Falkland-Inseln verbreitet. Die Unterart Anden-Schopfente (Lophonetta specularioides alticola) kommt in den Bergregionen Perus, Boliviens, Nordchiles und Argentinien vor. Beide Unterarten sind nicht bestandsbedroht. Quelle: wikipedia.de

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Lübbenau bewegt an 150 Plätzen

LüBBenau Bewegt Festival des Sports in Lübbenau vom 04.09.– 06.09.09 Programm Freitag, 04.09.09 09:00–14:00 Uhr Schulsporttag im Spreewaldstadion, der Oberschule »Ehm Welk« mit Turnhalle und dem »Delphin« in Lübbenau Samstag, 05.09.09 10:00 Uhr Festivalumzug durch die Straße der Jugend 11:00–17:00 Uhr Vereinssporttag auf dem Oer-Erkenschwick-Platz und am Grossen Spreewaldhafen in der Altstadt 18:00 Uhr Festivalverlosung auf dem Kirchplatz 19:00 Uhr Große ANNEMARIE POLKA im Schlosspark 20:00 Uhr Kahnkorso der Sportvereine am Grossen Hafen 21:00 Uhr Tanznacht auf dem Kirchplatz Sonntag, 06.09.09 11:00–17:00 Uhr Aktion Familie auf dem Oer-Erkenschwick-Platz, Neustadt und am Grossen Spreewaldhafen, Altstadt 18:00 Uhr Festivalverlosung auf der Bühne am OE-Platz 19:00 Uhr »Lindenzappeln«-Tanz auf dem OE-PLatz und Feuerwerk

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Lübbenau ist bereit für das Finale des deutschlandweiten Wettbewerbs Mission Olympic: Das »Festival des Sports« findet zwischen dem 4. und 6. September an 150 Stationen statt. Neben bewährten Sportangeboten werden neue, spannende und auch verrückte Angebote für Bewegung stehen. So kann man Gurken in die Kiepe legen, Paddelboot-Tauziehen oder Kürbisse zu Haufen stapeln. Lübbenau wird am ersten September-Wochende vor allem mit spreewaldtypischen Sportarten und Aktivitäten punkten. So sind die Wasserarme des Spreewaldes

Schauplatz für einen abendlichen Korso der Spreewaldkähne. In Vorbereitung ist auch eine RiesenAnnemarie-Polka im Schlosspark, für die bis zu tausend Paare gewonnen werden sollen. Hinzu kommen spezialisierte Angebote, wie beispielsweise im Behindertensport, der u.a. mit einem SlalomParcours aufwartet. Es gibt viele Angebote und ganz sicher ist für jeden Geschmack etwas dabei. Unter dem Motto »LüBBenau Bewegt« präsentieren zahlreiche Vereine und Initiativen an drei Tagen die Vielfalt des Breitensports mit Angeboten zum Mitmachen und Ausprobieren. Dabei zählt jede Aktivität! Alle Bewegungen der Teilnehmer werden gezählt und der Stadt auf einem Aktivitätskonto gutgeschrieben. Je mehr Aktivitäten Lübbenau erlangt, desto näher rückt der Gewinn von 100.000 Euro.

Denn genau das ist das Ziel des »Festivals des Sports«: Möglichst viele Einwohner und Gäste der Stadt in Bewegung zu bringen. Die niedersächsische Stadt Norden, ähnlich groß wie Lübbenau, hat es mit seinen rund 28.000 Einwohnern auf etwa 36.000 Teilnehmer gebracht. Es ist der Stadt gelungen, rein statistisch gesehen, 8.000 Gäste zu aktivieren. Das müsste doch auch im Spreewald zu schaffen sein! Das Finale von Mission Olympic in Lübbenau vom 4. bis zum 6. September ist das größte Brandenburger Breitensportevent des Jahres. Gemeinsame Initiatoren des Wettbewerbs, bei dem neben Lübbenau Stuttgart, Göttingen, Norden und Neubrandenburg um den Titel »Deutschlands aktivste Stadt« kämpfen, sind Coca-Cola Deutschland und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB).

Mission Olympic: Ob Jung oder Alt, ob Trainierte, Profis oder Stubenhocker, ob Dicke oder Dünne, ob Mann oder Frau: Alle werden an diesem Wochenende etwas finden, dass sie bewegt und Spaß macht. Und das sind nur einige der 1.000 Möglichkeiten:

Angeln Schwungvoll den Köder ausgebracht, konzentriert abgewartet und dann mit Ruhe oder mit `nem Ruck den Fang eingeholt. Der Spreewald Angelverein präsentiert sich im Schloßpark und freut sich über jeden, der mitmacht.

Bogenschießen Pfeil und Bogen stellt die TSG Lübbenau am Oer Erkenschwick-Platz

Hüpfburgen zur Verfügung. Wer es braucht, erhält Anleitung, Rat und Hilfe.

Darts Am Oer Erkenschwick-Platz laden die Power Darter aus Gross Klessow zum Mitmachen ein.

Gibt es am Sonnabend und Sonntag überall in der Stadt. Sie werden die Jüngsten in Bewegung halten.

Judo Einen Regionalausscheid richtet die Abteilung Judo der TSG Lübbenau auf dem Oer Erkenschwick-Platz aus. Für Ungeübte eher nichts zum Mitmachen, aber auf jeden Falle etwas zum Zuschauen.


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4. bis 6. September Und hier einige weitere Disziplinen, die das »Festival des Sports« ausmachen werden: Treppenlauf, Nordic-Walking, Inline-Hockey, Angeln, Annemarie Polka, Body-Twister, Badminton, Büchsenwerfen, Behindertensport, Bungee-Run, Billard, Eisklettern, Hahnrupfen, Bobanschub, Foodbag, Kahnkorso, Fun-Tower, Kartoffeldarts, Boxen, Hau den Lukas, Pukalle, Curling, Hulareifen, Disc-Golf, Fun-Sport, Jonglieren, Fußball, Gymnastik, Kletterseile, Handball, Pedalos, Inline- Hockey, Powerrad, Karate, Twister, Strickleiter, Kraftsport, Tischkicker, jede Menge Leichtathletik, Trampolin, Motorsport, Nordic-Walking, Paddeln, Radsport, Reiten, Schießsport, Skisport, Sporttanz, Streetball, Tischtennis, Quatertramp, Entenlauf, Medizinballstoßen, Froschkarren, Gurkenfass rollen.

Treppenlauf im Spreewaldhaus Während des Mission-Olympic-Wochenendes kann man auch im Spreewaldhaus einer besonderen Sportart nachgehen: Dem Hochhauslauf. Gesucht werden nicht nur Treppenläufer, denen es um Zeit und Schnelligkeit geht, sondern solche, die auch Spaß am Spiel und an der Bewegung haben. Rund um das Hochhaus und das Treppensteigen wird es viele andere Angebote geben: So kann man kegeln, Ringe werfen, auf der Dachterrasse Sport machen oder auch Karten spielen. Im Café Melange kann man anschließend bei einem besonderen sportlichen kulinarischen Angebot neue Kräfte sammeln. Wer mitmachen will: 6. September, 10–17 Uhr, Spreewaldhaus am Roten Platz

Jede Bewegung zählt Kegeln Kegeln kann man mit dem Seniorenclub der AWO im Lübbenauer Schlosspark oder mit der WIS am Spreewaldhaus.

Popgymnastik

Volleyball

mit Prominenten und Gästen

Hier spielt die TSG, Abteilung Volleyball: Turnhalle Otto-GrotewohlStraße und auf dem Oer Erkenschwick-Platz.

Hier gibt die WIS den Ton an und hält den Oer Erkenschwick-Platz in Atem.

Showtanz

Lindenlauf Zum Lauf über verschiedene Distanzen und zum Familien-Staffellauf lädt die Leichtatlethik-Abtei-

Ringewerfen Mit der WIS am Spreewaldhaus am Roten Platz. lung des TSG. Die Strecken verlaufen durch die Lindenallee, Treffpunkt ist das Einkaufszentrum Colosseum.

Auf dem Marktplatz der Altstadt geht es um rhythmische Bewegung. Mit dabei sind Linedancer, die Funkengarde des Karnevalclubs Lübbenaus und einige andere. Sehenswert und gut für den Hüftschwung!

Wandern Zu Fuß geht es bis zu 10 km, mit dem Rad zwischen 15 und 40 km. Veranstalter der Wanderung ist die Sportgemeinschaft Spree e.V. Am Oer Erkenschwick-Platz geht es los.

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Spreewelten Bahnhof Lübbenau

Jedes ihrer Zimmer ist ein Kunstwerk, in dem man schlafen kann. Auf dieser Seite stellen wir unseren Lesern die preisgekrönte Pension Spree-welten vor – Zimmer für Zimmer. Diesmal geht es um das von Uta Zepnick gestaltete Zimmer »Lieblingsplatz des Schlangenkönigs«

Die Pension

Spreewelten Bahnhofstraße 3d 03222 Lübbenau Telefon:

03542 889977 Fax: 03542 875990 E-Mail: info@spreewiesel.de Internet: www.spreewelten.de

Die Künstlerin Uta Zepnick Vita 1961 in Hoyerswerda geboren 1978–1982 Lehre als Porzellanmalerin in Meißen / Abendstudium der Malerei in Dresden 1988–1992 Studium der Malerei in Berlin, Diplom 1992 seit 1992 freischaffende Malerin und Wandgestalterin in Berlin seit 2006 in Altlandsberg mit Atelier und Werkstatt für Wand- und Fliesengestaltung Ausstellungen (Auswahl) Ahlborg/Dänemark Kunsthalle Ständige Ausstellung: Galerie »Büddnerei« Lehsten Galerie Rodolfo Berlin Multimediacenter Telecom Dresden Kunstpreise 2002 Hochschule für Maschinenbau Ilmenau 2005 Brückestipendium Moritzburg Gestaltungsarbeiten Diskothek Chalet Berlin Privates Schwimmbad Waren Müritz mehr als 20 Restaurants, Bars, Cafés, Bistros vor allem in Berlin Franziscuskinderhaus Meißen Ladengestaltung "Fleischerei" Großdobritz Bühnenbild für Robinson-Club Fuerteventura Bühnenbild für Seebühne Hiddensee Privataufträge in Deutschland und Spanien Spreewelten Sauna-& Badeparadies Lübbenau

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Das war schon immer da Uta Zepnick ist ein Multitalent, ein fleißiges noch dazu: Sie malt Stilleben und Porträts in großen Formaten, arbeitet grafisch und bemalt Fliesen. Sie gestaltet Wände und Räume, die sie in Landschaften verwandelt. Und hier ist sie eine begnadete Zauberin: Man geht über die Schwelle ihrer Zimmer und tritt ein in eine andere Welt. Von einer Sekunde zur anderen ist man entführt, überwältigt und in eine fremde Landschaft ausgesetzt. Eine solche Landschaft ist das Zimmer »Lieblingsplatz des Schlangenkönigs«. Die Idee für die Gestaltung des Raumes entstammt einer Sage aus dem Spreewald. Der Schlangenkönig legt irgendwo seine Krone ab und dem, der sie findet, bringt sie Glück und Zufriedenheit.

Die Stimmung des Zimmers lebt von den Farben Grün und Rot, von floralen Formen, die sich miteinander verbinden, einander halten. Das vermittelt Ruhe und Geborgenheit. Ein »verzauberndes Gefühl« will Uta Zepnick erzeugen. Sie wünscht sich: »Der Bewohner des Raumes soll sich in eine friedvolle und harmonische Situation begeben. Der Raum soll zu einer Oase werden.« Die Künstlerin hat viele Räume gestaltet. Es gibt Fleischerläden, die ihre Handschrift tragen, Restaurants und Cafés, Schwimmbäder, sogar eine Diskothek. Die Herausforderung liegt in der dreidimensionalen Gestaltung: Es reicht nicht, hier eine Wand und da eine Decke zu bemalen, ein paar bunte Möbel und einige neckische Zutaten in den Raum zu stellen.

Es muss ein dreidimensionales Bild entstehen, ein räumliches Kunstwerk, in das sich der Besucher hinein begeben kann. Er steht nicht vor einem Bild, sondern inmitten einer Inszenierung. Indem er sich bewegt, wechselt seine Perspektive ständig. Gleichgültig, von welchem Platz im Zimmer er schaut, und gleichgültig, in welche Richtung er sieht: Das Kunstwerk muss immer erlebbar und in sich stimmig sein. Uta Zepnick spricht davon, »den Raum ganzheitlich zu gestalten, wobei die Gestaltung weder aufgesetzt noch künstlich wirkt«. Es soll der Eindruck entstehen, dass alles »immer schon so gewesen« sei. Die Wände des »Lieblingsplatzes des Schlangenkönigs« sind zart bemalt, dem angepasst sind die unikaten Möbel und Accessoires gestaltet. Wie überall finden sich auch in den Lampen und Stoffen die Farben Grün und Rot wieder. Die Motivfliesen im Bad variieren das Thema. Sie sind etwas kräftiger im Ausdruck und erinnern an Gestaltungen des Jugendstils. Interpretiert man Uta Zepnick richtig, dann ist der Lieblingsplatz des Schlangenkönigs ein ruhiger, friedlicher und schöner Platz. Ein Platz, an dem man gut schlafen kann. Was will der Gast mehr?


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Mein persönlicher Reisetipp

Spreewelten Reisecenter

Der Steckbrief Schweden:

SCHWEDEN:

Grenzenlose Wildnis unter der Krone Diesmal lade ich Sie in das Königreich Schweden ein. Unser Nachbarland auf der anderen Seite der Ostsee halten nicht nur die Einheimischen für eines der schönsten Länder dieser Erde. Auch ich bin begeistert und kann Schweden nur empfehlen. Ihre Ellen Braun Das skandinavische Land verfügt über eine einzigartige Landschaft mit Wäldern, Seen, kleinen Gebirgen und weiten Ebenen. Die knapp neun Millionen Einwohner leben auf einer Fläche von mehr als 450.000 Quadratkilometern. Im Vergleich dazu: In Deutschland leben 82 Millionen, also 9 mal so viele Menschen, auf 100.000 Quadratkilometern weniger! Vielleicht ist das der Grund für die ruhige und ausgeglichene Lebensart der Schweden. Man hetzt hier nicht von einem Ort zum anderen, hier nimmt man sich Zeit. Ein ruhiges Land für einen ruhigen Urlaub: Wandern, Fischen, Far-

radfahren, Ausruhen und die Natur genießen... Was will man mehr? Die Beschaulichkeit und beruhigende Weite der Natur, wie man sie in Schweden erleben kann, findet man nur selten auf dieser Erde. Und dies ist zu jeder Jahreszeit ein Genuss: Im Frühjahr, wenn die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht und explosionsartig alles aufblüht, ist es ein Erlebnis, die blühende Vielfalt zu beobachten. Im Sommer bis in die Nacht auf einem Felsen am Wasser sitzen und das Abendrot der Sonne in allen Facetten zu genießen, im Herbst im bunten Blätterwald spazieren gehen und im

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Spreewelten-Reisecenter Bahnhofstraße 3d 03222 Lübbenau Tel.: 03542 / 889977 Fax: 03542 / 875990 www.spreewelten.de Winter in der schneeweißen Landschaft frieren – all das ist Schweden. Wenn man von Schweden schwärmt, darf man die Hauptstadt Stockholm nicht vergessen. Sie ist die stolzeste, geschichtsträchtigste und größte Stadt des Landes. Stockholm ist das Zentrum des Landes und das nicht nur, weil hier die Königsfamilie, das Parlament und die Regierung residieren. Stockholm ist auf 14 Inseln gebaut, welche durch 53 Brücken verbunden sind. Etwa 30% der Stadtfläche sind mit Wasser bedeckt. Die Wasserqualität ist so hoch, dass in der Innenstadt Lachse geangelt werden können. Gamla

Fläche: 449.964 km² Einwohner: 9.082.995 Hauptstadt: Stockholm Landessprache: Schwedisch große Städte: Stockholm, Göteborg, Malmö, Uppsala, Västerås Klima: Schweden hat ein zum Teil recht raues Klima, vor allem im Norden des Landes. Durch die Nähe zum Golfstrom haben große Teile Schwedens auch ein temperiertes feuchtes Klima mit reichlich Niederschlag und geringen Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter. Im Südschwedischen Hochland hingegen findet man ein eher kontinental beeinflusstes Klima. Stan, die Altstadt, ist das Herz von Stockholm. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten laden zum Staunen ein. Für viele ist Stockholm eine der schönsten Städte der Welt. Es gibt hier uralte Altstadthäuser, gepflegte Parkanlagen sowie unzählige Cafés und Eisdielen. Und natürlich auch das Meer und viel Sonne, die im Sommer kaum untergeht. Es gibt noch andere attraktive Ziele in Schweden, zum Beispiel das Wintersportgebiet Åre mit 44 Liftanlagen, den Nationalpark Sarek, das Eishotel in Jukkasjärvi (Nordschweden) oder die Insel Gotland mit der mittelalterlichen Hauptstadt Visby.

Reise-Angebote Schweden

»Minitrip Göteborg«

Die neuen Winterkataloge sind da! Ob Sonne oder Schnee, der Reisewinter 2009/2010 wird spannend! Wer sich auf Schnee und einen zünftigen Ski-Urlaub freut, den werden die Angebote in Tschechien, Österreich, Schweiz oder auch Italien interessieren. Wer eher in die Sonne fliehen möchte, dem stehen Tunesien, Ägypten, Marokko, Gran Canaria oder auch Tenerif-

fa offen. Aber die Winterkataloge von ITS, DERTOUR, Jahn Reisen und vielen anderen Reiseveranstaltern, die gerade im Spreewelten Reisebüro im Bahnhof Lübbenau eingetroffen sind, bieten noch viele andere Reiseideen. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch für Deutschland- und Städtereisen gibt es in der kommenden Win-

tersaison interessante Angebote, ebenso bei Kreuzfahrten und Schiffsreisen. Wir beraten Sie gern in unserem Reisebüro im Bahnhof. Kommen Sie doch einfach mal vorbei. Kontakt: info@spreewiesel.de Tel.: 03542/88 99 77 Fax: 03542/87 59 90

Freitag bis Sonntag Ab / bis Kiel 2 Personen ab

200,00 € Italien

Gardasee 7 Tage / Halbpension Panorama *** / Garda 2 Personen ab

786,00 € D er S pree wä lder Nr. 4 82

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WieselCardAngebot September

Loch in der Lieblingsjeans oder dem heiß geliebten Pulli? Keine Zeit zum Waschen oder Gäste im Anmarsch? All das soll kein Problem sein, denn auch in diesem Monat heißt es wieder »Gespart mit der WieselCard!«. Bei einem Aktionsrabatt von 5 % gibt es für alle Besitzer der beliebten grünen Karte Vorteile bei der Wäschereinigung oder bei Schneiderei- und Näharbeiten. Eine schnelle Bearbeitung und saubere Ausführung ist in jedem Fall garantiert. Eine qualifizierte Näherin holt ein Mal wöchentlich die Arbeiten ab, um sie zu reparieren oder Änderungswünsche vorzunehmen. Interessenten melden sich im spreewiesel–Center am Roten Platz oder telefonisch unter Tel.: 03542 – 2000.

Impressum Wohnungsbau gesellschaft im Spreewald mbH

Herausgeber WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH Alexander-von-Humboldt-Straße 1 03222 Lübbenau Tel.: 08000 89 81 89 www.wis-spreewald.de Redaktion Steffi Alburg, Prokuristin der WIS (verantwortlich), Projektkommunikation Hagenau GmbH, Anke Ziebell Fotos Tina Merkau, WIS-Archiv, fotolia.de, photocase.com, wikipedia.de Gestaltung und Repro Norbert Haftka Druck DMP, Digital- u. Offsetdruck GmbH

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So viele wie noch nie – Azubioffensive Die WIS kennt keine Nachwuchssorgen. Kein Wunder, denn das Wohnungsunternehmen bildet seit Jahren aus, mittlerweile in fünf verschiedenen Berufen. Insgesamt werden neun junge Frauen und Männer ihre dreijährige Ausbildung bzw. zweijährige Umschulung bei der WIS, bei der Spreewelten GmbH und den Spreewieseln beginnen. Damit hat das Unternehmen einen neuen Rekord aufgestellt. So viele Auszubildende wie in diesem Jahr waren es noch nie. Ohnehin ist die WIS einer der größten und auch gefragtesten Ausbildungsbetriebe in der Region. Die Zahlen sprechen für sich: Jeder sechste Mitarbeiter des Unternehmens ist ein Auszubildender. Praxiserfahrungen sammeln die angehenden Veranstaltungskaufleute, Kaufleute für Tourismus und Freizeit, Immobilienkaufleute, Kaufleute für Bürokommunikation und Fachangestellte für Bäderbetriebe sowohl im Spreeweltenbad, im Spreewiesel-Center, am Spreewelten-Bahnhof, als auch bei der WIS in der Vermietung oder im Sekretariat. Julia Lehmann wird bei den Spreewieseln zur Veranstaltungskauffrau ausgebildet. Vor allem Organisieren mache ihr Spaß. Darum wollte die Lübbenauerin den Beruf gerade im spreewiesel-Center erlernen. Und mit dem Umzug ins Haus der Harmonie ergeben sich noch viele Möglichkeiten in diesem Bereich.


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Internationale Muskelspiele Am 31.10.2009 lassen Bodybuilderinnen und Bodybuilder aus dem In- und Ausland im Spreewald ihre Muskeln spielen. Ab 9.00 Uhr kann man dieses Sportereignis in der Lübbenauer Sporthalle in der Otto-Grotewohl-Straße verfolgen. Gekämpft wird in acht Wertungsklassen. Und so dürfen sich nicht nur Freunde des gezielten Muskelaufbaus und alle Sportliebhaber auf einen spannenden Wettkampf freuen, sondern alle diejenigen, die gerne schöne und durchtrainierte Körper sehen möchten. Natural Bodybuilding steht für einen dopingfreien Sport. »Anabolika, Wachstumshormone und alle anderen verbotenen Substanzen sind beim Training und Wettkampf tabu«, sagt Berend Breitenstein, Präsident der German Natural Bodybuilding & Fitness Federation, kurz GNBF e. V., die die 6. Deutsche Meisterschaft zusammen mit der Spreewelten GmbH in Lübbenau organisiert. Alle Athleten unterziehen sich deshalb nach US-Vorbild einem Test mit Lügendetektor. Eigens dafür reist der New Yorker Al Lombardo, Experte bei amerikanischen Strafgerichten, an. Zusätzlich absolvieren die Sieger der einzelnen Klassen einen Urintest. Auch Lübbenauer gehen an den Start. So bereiten sich derzeit die Athleten Sebastian Scherz, Daniel und Matthis Begert für die 6. Deutsche Meisterschaft im Natural Bodybuilding vor. Weitere Highlights der

Veranstaltung sind die Moderation durch Frank Kaerger, dem Weltmeister im Natural Bodybuilding 2007 und Deutschen Meister 2006/2007, sowie die Showattraktionen am Nachmittag. Seien Sie dabei, wenn die Natural Bodybuilderinnen und Bodybuilder ihre durchtrainierten Körper präsentieren und um den Titel des deutschen und internationalen Deutschen Meisters kämpfen. Karten für die 6. Deutsche Bodybuilding Meisterschaft gibt es im spreewieselCenter Lübbenau, Straße des Friedens 18 und im Spreewelten Bahnhof Lübbenau, Bahnhofstraße 3d sowie am Veranstaltungsort. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter der Service - Nummer 03542-2000.

Unterwegs mit den Wieseln 1. September Tagesausflug nach Niederfinow zum Schiffshebewerk Mit dem Kleinbus fahren Sie nach Niederfinow und lernen den größten Schiffsaufzug Europas kennen. Bei einer Führung erfahren Sie interessante Dinge über dessen Geschichte und Bauweise sowie über das historische Krafthaus. Nach dem Mittagessen besuchen Sie das so genannte Senfland, ganz in der Nähe des Schiffshebewerkes. Im dortigen Hofladen, finden Sie 44 verschiedene Senfspezialitäten aus eigener Herstellung. Anschließend geht es in die malerische Landschaft des Biosphärenreservates SchorfheideChorin. Inmitten der reizvollen Wälder und Seen des Barnim liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Chorin. Noch heute kann man den Hauch des Vergangenen in den alten Gängen und Gemäuern spüren. 13. September Hengstparade Moritzburg Erfreuen Sie sich an der Vorstellung von Zuchtpferden. Sie können gespannt sein auf verschiedene temperamentvolle und historische Schaubilder, wie zum Beispiel die waghalsigen Kosakenreiter. Schauplatz ist der große Hengstparadeplatz mit seinen Tribünen. 29. September Sächsische Schweiz: Festung Königstein & Bad Schandau Bei einer Fahrt durch die Sächsische Schweiz gibt es Bekanntes zu sehen und Neues zu erfahren. Bewundern Sie die einzigartige Landschaft mit ihrer Formenvielfalt im Elbtal und den Nebentälern, einigen Basaltbergen sowie die bewaldeten Felsreviere mit den eigenartigen Felsformen und Gründen. Sie besuchen die Festung Königstein, die Elbstadt Bad Schandau, den Kunsthandwerkermarkt in Langenwolmsdorf und natürlich die Seidenblumenstadt Sebnitz. Weitere Informationen und Buchungen unter 03542 2000 oder direkt im spreewiesel–Center.

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Einzigartig in Europa Gras gemäht und gewendet wurde, muss es in einer bestimmten Technik auf ein Gestell gepackt werden, so dass weder Regen noch Schnee eindringen können. Bis ein Heuschober steht, sind zwei bis drei Leute einen Tag lang beschäftigt. Solche Aktivitäten, die den bäuerlichen Charakter des Dorfes bewahren, werden vom Förderverein unterstützt. »In letztem Jahr haben wir mit 12.000 € Projekte wie den Bau von Heuschobern, die Haltung von Groß- und Kleinvieh oder die

Der Förderverein Lehde bewahrt traditionelle Bewirtschaftung der Wiesen und Felder Manuela Filko ist eine echte Lehdsche. Wenn auch nicht von Geburt an, könnte manch einer einwenden, allerdings hält sie das nicht davon ab, sich von ganzem Herzen für ihr Heimatdorf einzusetzen. Mit gutem Grund: Lehde ist nicht irgendein Spreewalddorf. Lehde, 1315 zu gehört auch die historische Bausubstanz und die ursprüngliche Bewirtschaftung der Höfe und Wiesen zu erhalten. Wir Bewohner wollen uns und unseren Kindern hier eine Perspektive geben«, erklärt Manuela Filko, die seit der Gründung des Vereins 1992 im Vorstand aktiv ist. Die wenigen produzierenden Landwirte - 1989 zählte Lehde noch 15 aktive Bauerngehöfte, heute sind es gerade einmal zwei Bauern, die Viehwirtschaft betreiben – versuchen die Struktur dieser einzigartigen Kulturlandschaft zu sichern. Ihre Arbeit wiederum ist für den gesamten Spreewaldtourismus von unerstmals urkundlich erwähnt, ist etwas Besonderes – wegen seiner idyllischen Lage inmitten der Spreewaldfließe, der einzelnen Gehöfte, die auf Inseln liegen und der traditionellen Bewirtschaftung der Wiesen und Felder. Fontane bezeichnete es vor 150 Jahren gar als Lagunenstadt im Taschenformat. »Diese einzigartige Kulturlandschaft findet man nur hier, in dieser Region, es gibt nichts Vergleichbares in Mitteleuropa«, behauptet die 45-Jährige und in ihrer Stimme schwingt Stolz mit. Als Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung und Förderung des Spreewalddorfes Lehde e.V. – so lautet der korrekte Name liegt ihr wie allen anderen 150 Einheimischen daran, den Ort in seiner Eigenart zu erhalten. »Unser Verein hat sich das Ziel gesetzt, die kulturellen Traditionen zu bewahren. Da-

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schätzbarem Wert. Allerdings ist Landwirtschaft hier äußerst aufwendig, oft nur in Handarbeit möglich und damit nicht rentabel. Einzelne Anwesen kann man nach wie vor nur auf dem Wasserweg oder zu Fuß erreichen, wie das der Familie Filko. »Und damit ist und bleibt der Kahn das wichtigste Transportmittel«, sagt die Kahnfährfrau. Doch ohne die traditionelle Bewirtschaftung sind die überkommene Vielfalt des Landschaftsbildes und damit die touristische Attraktivität nicht zu erhalten. »Es geht uns nicht darum Überholtes zu konser-

vieren, sondern die besondere Form der Landnutzung nachhaltig zu gestalten«, so das erklärte Ziel des Vereins. Schon aus diesem Grund arbeitet der Förderverein mit zahlreichen Firmen und Institiutionen zusammen, die ihr Geld mit touristischen Angeboten verdienen. Lehde ist trotz seines bekannten Freilandmuseums kein Museumsdorf, sondern ein Ort, der Leben ausstrahlt. Davon kann man sich jederzeit überzeugen. Entlang der Fließe stehen Heuschober auf den Wiesen. Durch die Insellage kann das Heu nicht mit dem Traktor in den Stall eingefahren werden und wird darum auf diese Art und Weise am Rand der Wiesen gelagert. Im Winter wird es mit dem Kahn oder dem Heuschlitten eingefahren. »Die Kunst, solch einen Heuschober aufzugabeln, beherrschen heute nicht mehr viele Bauern«, weiß Manuela Filko. Nachdem das

Bewirtschaftung von Gemüseackerflächen unterstützt.« Ein Teil der Mittel kommt aus Spendengeldern, eine stattliche Summe erwirtschaftet der Verein selbst. »Mit unserem traditionellen Lehdefest immer Ende September finanzieren wir einen Teil unserer Vorhaben. An diesem Wochenende bekommt jeder Besucher Einblick in das dörfliche Leben mit dem Kahn.« 33 I N F O

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18. Lehde-Fest AM 26. UND 27. SEPTEMBER

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Schauschobern Schaudreschen Historische und aktuelle Feuerwehrtechnik Vorführung des Feuerwehrkahns Wettfahrten mit dem Einbaum Nächtliche Geisterfahrt am Samstag, ab 20 Uhr »Puckalle«-Schießen Heuhaufentragen sowie Spiele für Große und Kleine Speewälder Trachten

Höhepunkt: Der Kahnkorso mit 35 Traditionskähnen des Dorfes Lehde am Sonntag, 27.09. ab 14 Uhr www.spreewald-lehde.de


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