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STUDIERENDEN DER

SCHAFT UNIVERSITÄT ZU KÖLN

Ausgabe 5/12 52. Jahrgang

Mitteilungen

lesen,

wählen, genießen. Und dazu noch über die Akkreditierung Bescheid wissen.

Wählen an der Uni So geht‘s ! S.6

Akkreditierung WHAT? S.12

Klettenberg Schön da. S.30


Editorial Pünktlich zur Vorweihnachtszeit können wir euch wieder eine neue WM vollbepackt mit Unterhaltung und Informationen präsentieren. Nachdem sich unser Team über jede Menge kreative und hoch motivierte Verstärkung freuen konnte, haben wir die jungen Nachwuchsjournalisten direkt mit Stift und Block bewaffnet auf die aktuellen Brennpunkte an unserer schönen Uni losgelassen. Fragen, die zu klären sind, gibt es wie immer genug: Was ist eine Akkreditierung und wieso komm ich auch ohne aus? Wer sind eigentlich diese ganzen Menschen, deren Poster ab dem 10.12. jede freie Wand der WisoFakultät zieren werden und warum sollte ich ein paar von ihnen wählen? Natürlich sind auch wieder unsere „alteingesessenen“ Kolumnen wie der Veedel-Check dabei (diesmal an der Reihe: Klettenberg) und auch das Studentenleben außerhalb der Uni soll nicht vernachlässigt werden: in einem exklusiven Interview verraten die Macher der beliebten LeDebut-Party was die Veranstaltung so besonders macht. Dies wird die letzte WM des Jahres 2012 sein und das ganze Team wünscht allen treuen Lesern eine schöne Weihnachtszeit voll mit Entspannung, Liebe und Glühwein. In der Hoffnung, dass die Mayas sich mindestens um ein Jahr verrechnet haben verabschieden wir uns mit einem optimistischen: Bis nächstes Jahr!

WiSo Mitteilungen

Ausgabe 5/12

Impressum WiSo Mitteilungen der Fachschaft WiSo Universitätsstraße 16b, 50937 Köln

Herausgeberin Studierendenschaft der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln. Verantwortlich ist der Fakultätsrat:

Lisa Runkler (1. Vorsitzende), Rabea Schäfer (2. Vorsitzende), Anne-Marie Schappler (Finanzerin), Dustin Preick (Bürokoordinator)

Redaktion Leitung René Bartz Bastian Jaeger

Autoren Mussa Keaei, Lisa Runkler, Jason Krstić, Leona Schmitz, Julia Nennewitz, Alex Reiplinger, Bastian Jaeger, Marc Lehmann

Schlussredaktion Fakultätsrat der WiSo Fakultät Fotos Bastian Jaeger Svenja Rotter Layout Dustin Preick

Fachschaft Vorwort 4 Info: Wahlen 6 Fakultät

0 12 der 1 s ? au ät ng u ht Fakult r c 18 i r ie Be ren t i 22 d l d e e g e f n r E n k ch sin Ak m us n 24 B u e r h . t n f i a e u o b r W he mh De view tP le i u lic e a t r L m n m D er or ew ige Int i n e v r t eck er De s is elsch d Int a e e V rg W enbe Klett WiSo Mensch

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Anzeigen Karen Schormann Druck Häuser KG, Köln Auflage 1000 Online www.wiso-mitteilungen.de wiso-mitteilungen@uni-koeln.de

Die Redaktionsleitung der WiSo Mitteilungen

Nächste Ausgabe!

facebook.com/wiso-mitteilungen

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Fachschaft

V.L.n.R.: Anne-Marie Schappler (Finanzerin), Rabea Schäfer (2. Vorsitzende), Dustin Preick (Bürokoordinator), Lisa Runkler (1. Vorsitzende)

Hallo liebe Studis,

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In diesem Sinne wünschen wir euch weiterhin alles Gute und ein erfolgreiches Restsemester!

Die mag ist ein Teil Deiner Fachschaft und bietet Service von Studenten für Studenten. Bei uns bekommst Du laufende (aktuelle) Mitschriften, alte Mitschriften aus unserem reichhaltigen Archiv, sowie „Specials“, das sind Folien- bzw. Literatursammlungen verschiedener Lehrstühle. Außerdem kannst Du, abgesehen von laufenden Mischriften, all unsere Angebote auch im neuen Online-Shop bestellen und bekommst sie dann zugeschickt!

Univ

Unsere Amtszeit endet nun im Januar wir möchten uns daher an dieser Stelle für euer Vertrauen bedanken. Wir haben ein tolles Jahr hinter uns und es hat uns wahnsinnig viel Spaß gemacht. In der nächsten Ausgabe der WM werden euch also vier neue Gesichter begrüßen.

Was ist die mag?

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viel Spaß wie wir. Auch die Soft-SkillKurse sind wieder angelaufen - neben Kursen zu Präsentationstechniken oder Zeit- und Selbstmanagement gibt es in diesem Semester auch Sprachkurse. Es sollte also für jeden etwas dabei gewesen sein. Am 23. November haben wir wie in jedem Semester unsere Absolventen gebührend auf der Examensfeier verabschiedet. Und dann stehen schon die ersten Mid-Terms an. Denkt daran: Zu unseren Büro-Öffnungszeiten könnt ihr euch die Klausuren-Disc mit Altklausuren für 1,50Euro abholen und in der Mag gibt‘s bestimmt die

richtige Mitschrift - da können die Klausuren kaum schief gehen. Wir wünschen euch ganz viel Erfolg! In der letzten Semesterhälfte steht aber noch etwas anderes Wichtiges an. In der Woche vom 10. bis 14. Dezember sind wieder Uni-Wahlen an der Universität zu Köln. Dort habt ihr die Möglichkeit eure studentischen Vertreter im Senat, im Studierendenparlament in der Engeren Fakultät und in der Fakultätsvertretung zu wählen. Außerdem dürfen die Frauen unter euch auch die Vertreterinnen in den Gleichstellungsbeirat wählen. Ihr habt somit also auch die Möglichkeit, eure Fachschaftsvertreter zu legitimieren. Der Gang zur Wahlurne ist gar nicht schwer, aber dafür umso wichtiger. Also: Wählen gehen und eure Stimme abgeben!

Hau

die Tage werden kürzer, es wird kälter ganz klar: der Winter steht vor der Tür. Und damit dürfen wir euch ein letztes Mal an dieser Stelle begrüßen. Warum zum letzten Mal? Dazu kommen wir später. In den letzten Wochen ist schon einiges passiert - das Semester ist gestartet und kaum dass wir uns versehen konnten, befinden wir uns schon in der Mitte des Semesters. Die O-Phase, ob für Master oder Bachelor, samt Stadtrallye, E-Fahrt, Kneipenbummeln und E-Fete liegen nun hinter uns. Vielen Dank an alle, die beteiligt waren! Wir hoffen, ihr hattet mindestens genau so

Fachschaft

KStW

Herzlichst, euer Fakultätsrat! Lisa Runkler, Rabea Schäfer, Anne-Marie Schappler, Dustin Preick 5

& AStA


Fachschaft

Fachschaft Dabei geht es dann z.B. um die Mittel für die WiSo-Mitteilung, die ihr gerade lest, oder um alle möglichen anderen Veranstaltungen der Fachschaft wie die O-Phase. Alle wichtigen Aktionen müssen daher vorher von der Fakultätsvertretung abgesegnet werden.

Die Engere Fakultät (EngFak)

Die Fachschaft informiert: Wahlen 2012 Spätestens wenn die Hochschulgruppen wieder Ihre Stände im WiSoSchlauch aufgebaut haben, wird es jeder merken: Die alljährlichen Wahlen stehen an. Ab dem 10. Dezember können alle Studierenden Ihre Stimme abgeben und sollten das auch tun. Gewählt werden das Studierendenparlament, die Fakultätsvertretung sowie die studentischen Mitglieder in den universitären Gremien: Senat, Gleichstellungsbeirat für Frauen und der Engere Fakultät. Nun wird sich der ein oder andere fragen, was diese Gremien machen- weshalb Ihr hier einen Überblick findet, wofür die einzelnen Gremien zuständig sind. 6

Fakultätsvertretung (FV) In die Fakultätsvertretung werden 15 Vertreter gewählt, die sich dann regelmäßig in der Vorlesungszeit treffen um darüber zu reden, welche Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten es für das Studieren an der jeweiligen Fakultät gibt. In der ersten Sitzung wird außerdem der drei- bis fünf köpfige Fakultätsrat gewählt, der dann dafür sorgt, dass die Beschlüsse der Fakultätsvertretung auch umgesetzt werden. Eine weitere wichtige Aufgabe der Fakultätsvertretung ist die Verwendung der Semesterbeiträge, die der Studierendenschaft zur Verfügung stehen.

Die Engere Fakultät wird für jede Fakultät gewählt und ist das höchste beschlussfassende Gremium auf Fakultätsebene. Ihr gehören neun Professoren, ein wissenschaftlicher und ein nichtwissenschaftlicher Mitarbeiter sowie drei Studierende an. Dazu kommen noch der Dekan, der Pro-Dekan als beratende Mitglieder und ein beratendes Mitglied aus dem Fakultätsrat. In diesem Gremium werden alle Angelegenheiten auf Fakultätsebene diskutiert und entschieden. Dazu gehören zum Beispiel Änderungen an der Prüfungs- oder Studienordnung, die Einstellung neuer Professoren oder die Besetzung der Prüfungsausschüsse. Um diesen wichtigen Aufgaben gerecht zu werden, bildet die Engere Fakultät Kommissionen, an denen auch Studierende die nicht Mitglied der Engeren Fakultät sind, teilnehmen können. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Wahl des Dekans. Der Dekan ver-

tritt die Fakultät nach außen und universitätsintern.

Studierendenparlament / AStA Diese beiden Organe sind die uniweite Vertretung der Studierenden. Das Studierendenparlament ist dabei so etwas wie der „Bundestag“ und das oberste beschlussfassende Organ der Verfassten Studierendenschaft. Der AStA wird vom Studierendenparlament gewählt und ist die „Bundesregierung“. Die Aufgaben des Studierendenparlaments umfassen unter anderem die Bestimmung von Satzungen und Ordnungen, die Kontrolle der Arbeit des AStA, sowie die Bestimmung von Höhe und Zweck des Semesterbeitrags. Die Zusammensetzung des Studierendenparlaments wird direkt durch die abgegebenen Stimmen der Studierenden über eine Verhältnisverteilung bestimmt.

Senat Der Senat ist universitätsweit das höchste beschlussfassende Gremium mit Studierendenbeteiligung. Hier werden alle universitätsweiten Belange behandelt. Der Senat hat zudem die Aufgabe den Hochschulrat zu beraten und gibt außerdem Empfehlungen zu Finanz- oder Hochschulentwicklungs7


Fachschaft plänen heraus. In diesem Gremium sitzen zwei studentische Vertreter, die direkt von den Studierenden gewählt werden.

Gleichstellungsbeirat Dieser kann nur von Frauen gewählt werden und hat die Aufgabe die Gleichstellungsbeauftragte zu wählen und zu beraten. Außerdem verabschiedet der Rat Frauenförderungspläne und verfügt über den Fonds zur Förderung von Frauen. Dieses Gremium soll dazu beitragen die Situation von Frauen an der Uni zu verbessern. Die beiden studentischen Vertreterinnen werden direkt von den Studentinnen gewählt.

Im letzten Jahr lag die Wahlbeteiligung an der WiSo nur bei 23,8 Prozent. Da die Gremien die beste Möglichkeit für uns Studierende sind, Einfluss auf die Gestaltung der Studiengänge und der Universität im Allgemeinen zu nehmen, ist es unser Ziel die Wahlbeteiligung dieses Mal deutlich zu steigern. Gewählt werden kann an allen Wahlurnen in der gesamten Uni und alles was ihr dafür braucht ist euer Studentenausweis. 8

Legitimert

EURE

Fachschafts vertreter Bei

den

Studentischen

Wahlen 2 0 1 2 10. bis 14. Dezember 27 Urnen. Eure Stimme. Eure Chance! Kommt, wir gehen wählen!

Mehr Informationen auf Seite 35

WiSo Fakultät


Fakultät

Bericht aus der Engeren Fakultät

Die Vorlesungszeit ist schon wieder halb vorbei und so langsam kündigt sich der Winter auch in unseren Breitengraden an. Neben dem normalen Studierendenalltag arbeiten die Mitglieder der Engeren Fakultät Woche für Woche im Hintergrund an der Verbesserung der WiSo. Dort werden alle wichtigen Entscheidungen für unsere Fakultät getroffen. Wir, eure studentischen Vertreter, sitzen dort mit den Professoren und anderen Mitarbeitern der Fakultät zusammen und setzen uns für eure Interessen ein. Damit wir auch im kommenden Jahr stark gegenüber den anderen Mitgliedern auftreten können, ist es wichtig, dass ihr zwischen dem 10.12.12 und dem 14.12.12 zur Wahl geht und uns als eure Fachschafts-Vertreter legitimiert! Wir sind froh mitteilen zu können, dass die Bleibeverhandlungen von Herrn Gürtler (VWL) und Herrn Wambach (VWL) positiv für die Uni Köln verlaufen sind und sie der Fakultät erhalten bleiben. Herr Schlüter (Soziologie) ist dem Ruf nach Gießen gefolgt. Wie schon in der letzten Ausgabe beschrieben, bleibt die geplante Modellakkreditierung ein Dauerthema unseres Gremiums und wird dies auch über die nächsten Jahre bleiben. Um die Kommunikation zwischen der Fakultät und der Fachschaft weiter zu verbessern, ist unser Studiendekan Herr Buschfeld zu einem unserer wöchentlichen Fachschaftstreffen gekommen und

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Fakultät hat mit uns über mögliche Veränderungen und Pläne gesprochen. Vieles ist noch nicht Spruchreif und bedarf weiterer Gespräche. Unter anderem sind Themen wie die Einrichtung neuer Studiengänge oder die Vorund Nachteile der aktuellen Maluspunkteregelung besprochen worden. Alternativen zu den Maluspunkten in den Bachelorstudiengängen werden von uns schon seit langem diskutiert. Nach Abwägung aller relevanten Faktoren, wie der Studiendauer, der Studienbelastung, Planbarkeit, etc. haben wir dafür gestimmt, diese beizubehalten. Die prominenteste Alternative hierzu ist die Drei-Versuche-Regelung. Wir sind der Meinung, dass dem Studierenden mit den Maluspunkten ein höherer Freiheitsgrad gegeben wird, und der Druck zu Bestehen bei nur drei Versuchen schon nach dem erstmaligen Durchfallen drastisch steigt. Das „Konto“ kann für die schwächeren Bereiche eingesetzt werden und ermöglicht eine hohe Versuchszahl für die kritischen Fächer. Im Zuge der Reakkreditierung unserer Studiengänge setzen wir uns dafür ein, dass die Grenzen nach oben erweitert werden und im Bachelor sowie im Master mehr Maluspunkte zur Verfügung stehen. Diese und viele andere Dinge konnten wir konstruktiv mit Herrn Buschfeld erörtern und bedanken uns für seinen Besuch. Ein anderes Ziel konnten wir bereits jetzt für euch erreichen. Auch, wenn es die Fortgeschrittenen unter euch nicht mehr betrifft,

möchten wir euch trotzdem nicht vorenthalten: Wer seit diesem Semester einen Prüfungsausweis beantragen möchte, muss dafür nicht mehr zweimal, sondern nur noch einmal beim Prüfungsamt anstehen. Dieses Beispiel zeigt, dass unsere Arbeit hilft, kontinuierlich die Studienbedingung zu verbessern. Es gibt viele andere solcher Beispiele, die unsere Vorgänger bereits erreicht haben, uns aber selbstverständlich erscheinen, da wir es gar nicht mehr anders kennen. Denkt dabei nur an die jetzt verfügbare Online-Anmeldung zu den Klausuren. Erstsemester werden sich in Zukunft Fragen: „Wie sollte es denn anders sein?“. Da sich das Jahr dem Ende nähert, endet damit auch die Legislaturperiode des aktuellen Fakultätsrates. Dies wird also die letzte Ausgabe mit Lisa als beratendem Mitglied der Engeren Fakultät sein. Wir möchten ihr für das Engagement danken! Nicht nur bei uns gibt es Personalwechsel, sondern auch bei der Fakultät. Herr Zander wechselt vom Studiendekanat zum Dekanat der WiSoFakultät. Wir danken Herrn Zander für die stets offenen und zielführenden Sitzungen, und hoffen auch in der neuen Konstellation weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit. Frau Oeter wird nun die Leitung des Studiendekanates übernehmen und ist uns Studierenden bereits durch ihre vorherige Tätigkeit dort bekannt. Wir gratulieren zu ihrer neuen Position und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. 11


Fakultät

Fakultät

Akkreditierung?

des Akkreditierungsrates benötigen. Die Mitglieder des Akkreditierungsrates werden von der Hochschulrektorenkonferenz und der Kultusministerkonferenz für vier Jahre bestellt. In den Akkreditierungsverfahren sind neben den einzuhaltenden gesetzlichen Bestimmungen (wie z.B. das Hochschulgesetz NRW) auch Vorgaben und Empfehlungen der Kultusministerkonferenz (wie z.B. die Ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen) sowie Beschlüsse des Akkreditierungsrates zu berücksichtigen.

Diesen Artikel verdanken wir der freundlichen Unterstützung von Herrn Daniel Kramp vom Zentrum für LehrerInnenbildung (ZFL).

Link: http://www.akkreditierungsrat.de/ index.php?id=44&L=%271

Was ist eigentlich eine

Akkreditierungen im Hochschulbereich dienen der Qualitätssicherung einzelner Studiengänge (Programmakkreditierung) oder dem Nachweis eines umfassenden hochschulinternen Qualitätssicherungssystems (Systemakkreditierung), das die Hochschule in die Lage versetzt, die Qualität der eigenen Studiengänge selbst sicherzustellen. Die Akkreditierung soll Hochschulen dabei unterstützen, die Qualität von Lehre und Studium weiter zu entwickeln, die internationale Vergleichbarkeit von Studienabschlüssen und damit 12

auch die Mobilität der Studierenden zu verbessern und die Transparenz der Studiengänge gegenüber Studierenden, Hochschulen und ArbeitgeberInnen zu erhöhen. Das deutsche Akkreditierungssystem sieht vor, dass im Fall der Programmakkreditierung alle Bachelor- und Masterstudiengänge vor Aufnahme des Studienbetriebes eine Erstakkreditierung durchlaufen und dann in regelmäßigen Abständen einer Reakkreditierung unterzogen werden. Die Akkreditierungsverfahren werden von Akkreditierungsagenturen durchgeführt, die wiederum eine Zulassung

Wie läuft eine Akkreditierung ab?* Momentan überwiegt das Instrument der Programmakkreditierung, wobei einige Hochschu-len bereits eine Systemakkreditierung durchlaufen haben, um sich größere Gestaltungsspielräume bei der Einrichtung und Weiterentwicklung von Studiengängen zu eröffnen. Für das Programmakkreditierungsverfahren reicht die Hochschule eine Selbstdokumentation des Studiengangs ein. Hierbei ist es durchaus üblich, mehrere affine Studiengänge in

einem gemeinsamen Verfahren akkreditieren zu lassen (z.B. Lehramtsstudiengänge). Die genaue Ausgestaltung der Selbstdokumentation variiert je nach beauftragter Akkreditierungsagentur. In der Regel werden aber Beschreibungen der jeweiligen Studienprogramme, Modulhandbü-cher und Prüfungsordnungen sowie weitere Dokumente (z.B. zu Ressourcen oder Studien-gangsevaluationen) vorgelegt. Nachdem die Akkreditierungsagentur das Verfahren formal eröffnet hat, stellt sie eine Gutachtergruppe zusammen. Diese besteht in der Regel aus ProfessorInnen und Studierenden anderer Hochschulen sowie VertreterInnen der Berufspraxis. Sind alle GutachterInnen gefunden, beginnt die Terminkoordination für die Vor-Ort-Begehung der Studiengänge. Eine solche Begehung dauert meist ein bis zwei Tage und umfasst verschiedene Gesprächsrunden. Nach einem internen Vorgespräch der Gutachtergruppe wird zunächst die Hochschulleitung gehört, die zu strategischen Aspekten Stellung nimmt (z.B. Stellung des Studiengangs im Kontext der Hochschulentwicklungsplanung). Nach einer Gesprächsrunde mit den Studiengangsverantwortlichen und VertreterInnen der Fakultätsleitung werden Gespräche mit Lehrenden und separate Gesprä13


Fakultät che mit Studierenden der (Teil-)studiWas ist die Modellakkreditieengänge geführt und gegebenenfalls rung an der Universität zu Köln? auch Räumlichkeiten besichtigt (z.B. Labore). Nach einer internen Diskussion der Gutachtergruppe erhalten alle Beteiligten ein erstes Feedback aus der Begehung. Die GutachterInnen formulieren einen gemeinsamen Bericht, der sich auf die Selbstdoku-mentation und die Begehung stützt. Auf Basis dieses Berichts und einer Stellungnahme der Hochschule spricht die Akkreditierungskommission der Agentur eine Akkreditierungsent-scheidung aus. Diese Entscheidung kann Auflagen vorsehen, die innerhalb einer bestimmten Frist (in der Regel neun Monate) umgesetzt werden müssen. Die Akkreditierung mit Auflagen wird am häufigsten ausgesprochen. Oft handelt es sich um Auflagen bezüglich einzelner Formulierungen in den Modulhandbüchern, Prüfungsformen oder Ähnliches. In weniger als einem Prozent der Verfahren fällt die Entscheidung negativ aus, d.h. der betroffene Studien-gang weist so eklatante Mängel auf, dass er nicht akkreditiert wird. *Die vorliegende Ablaufschilderung bezieht sich auf Verfahren mit der Akkreditierungsagentur AQAS.

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Das Format Modellakkreditierung hat sich aus der Akkreditierung der Lehramtsstudiengänge heraus entwickelt. Hierbei werden die gemeinsamen, fakultätsübergreifenden Aspekte der Studiengänge in einem gemeinsamen Modellbericht „Studieren in Köln“ zusammengefasst. Wesentliches Ziel ist, die zeitlich versetzten Reakkreditierungszyklen der schulischen und außerschulischen Studiengänge zu synchronisieren und so eine bessere Abstimmung und Verzahnung der jeweiligen (Teil-)studiengänge sowie vergleichbare und transparentere Studienbedingungen, insbesondere in Verbundstudiengängen, zu erreichen. Das Modell „Studieren in Köln“ soll Anfang 2013 als Selbstbericht ausformuliert und im Rahmen einer Begehung Ende des Jahres einer Gutachtergruppe vorgestellt werden. Die Gut-achterInnen werden ihrerseits eine Bewertung des Modells vornehmen – auf Ebene des Modells wird aber keine Akkreditierungsentscheidung ausgesprochen. Dieser Schritt erfolgt erst im Zusammenhang mit den zeitlich nachgelagerten Akkreditierungsverfahren der Fächercluster. Für die Hochschule hat dieses Verfahren zwei

Fakultät

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erhebliche Vorteile: Einerseits ermöglicht die Synchronisierung der Akkreditierungsprozesse, die durch versetzte Akkreditie-rungszyklen hervorgerufenen Schwächen zu überwinden und die Stärken und Profilmerkma-le der Universität zu Köln stärker herauszuarbeiten. Andererseits können die Akkreditie-rungsverfahren der einzelnen Studiengänge vereinfacht und verschlankt werden, indem ge-meinsame Rahmenbedingungen formuliert werden, auf die in der Akkreditierung verwiesen werden kann. An dieser Stelle soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass dieser Prozess die Universität zu Köln und alle am Prozess beteiligten Personen vor große Herausforderungen stellt: Immerhin gilt es bis Ende 2015 über 200 Studiengänge in insgesamt 16 Fächerclustern durch die Akkreditierungsverfahren zu begleiten. Von Februar bis August 2014 werden die am Modell beteiligten Studiengänge mehrere tausend Seiten Selbstberichte zur Akkreditierung vorlegen und sich ab August 2014 bis Juni 2015 an circa 30 Begehungstagen den Fragen der rund 100 am Verfahren beteiligten GutachterInnen stellen. Doch der Einsatz lohnt, denn es geht um nicht weniger als das Studium an der Universität zu Köln von morgen. 15


Fakultät

Und was sagt der Chef? Studiendekan Prof. Dr. Buschfeld im Interview zum Thema Modellakkreditierung Die Universität plant einen Wechsel von der Programm- zur Modellakkreditierung. Was ist eine Akkreditierung überhaupt genau? Eine Akkreditierung ist ein TÜV-Zeichen für Studiengänge oder Universitäten. Was wir derzeit mit der Modellakkreditierung planen, ist eine Art Siegel, dass die Universität zu Köln ihre Studiengänge nach vereinheitlichten Prinzipen bzw. Kriterien aufbaut, die 16

den allgemein anerkannten Standards entsprechen und diese in gewissen Punkten auch übersteigen.

Wie können sich die Studenten die Modellakkreditierung im Speziellen vorstellen? Die Modellakkreditierung ist der Versuch für alle Studiengänge einen Rahmen zu schaffen, der die Studienbedingungen harmonisiert und vergleichbar macht. Das bezieht sich

Fakultät etwa auf Möglichkeiten der Prüfungsordnung, beispielsweise die Frage wie viele Prüfungsleistungen pro Modul erwartet werden können. Insofern ist die Modellakkreditierung besonders wichtig für alle Verbundstudiengänge und insbesondere auch für die Lehramtsstudiengänge.

gibt ein paar Auflagen“ oder „das ist gar nicht prima“. Im letzteren Fall würde man dann in der normalen Akkreditierung kein Gütesiegel bekommen. Im Modell selbst ist das noch einmal komplizierter. Hier wird dann nur gesagt das geht in die richtige Richtung oder das geht nicht in die richtige Richtung.

Welche Vorraussetzungen müssen erfüllt werden, damit die Uni die Modellakkreditierung erhält?

Wie wird sichergestellt, dass die Vorraussetzungen erfüllt werden?

Bis Juni 2013 verfasst die Universität, insbesondere das Prorektorat für Studium und Lehre einen Selbstbericht, in dem beschrieben wird, was das Modell ausmacht. Ein derzeit sehr heiß diskutierter Punkt ist die Angleichung der Modulgröße auf Module, die alle durch drei teilbar und größer als sechs sind. Dieser Bericht wird verfasst und beschreibt das Modell. Daraufhin kommt eine Gutachterkommission, die sich die Bedingungen vor Ort anschaut und überprüft, ob die im Modell genannten Maßnahmen und Standards auch tatsächlich gegeben sind. Die bewertet sie dann hinsichtlich ihrer Qualität und den externen Standards, die zu erfüllen sind. Dafür gibt es dann normalerweise drei Kategorien: „Das ist prima“, „das ist an sich ganz gut aber es

Der Selbstbericht hat die Aufgabe, Anforderungen und Ansprüche, auch an sich selbst, darzustellen. Aber es ist gut, dass dieser Bericht von der Universität selbst geschrieben wird, denn man sollte dort auch nur das reinschreiben, was man glaubt erfüllen zu können. Insofern ist der Selbstbericht das Maß der Dinge, was die Uni glaubt sich selbst zumuten und auch bezahlen zu können. Daher ist klar, dass im Selbstbericht keine Phantasie stehen wird, sondern nur das was machbar erscheint. Dass dann, nach dem Modell, möglicherweise ein paar Umverteilungen innerhalb der Ressourcen notwendig sind, beispielsweise in Richtung stärkeres Qualitätsmanagement an der Universität, ist die Folge des Berichtes.

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Fakultät

Viele Studenten haben sich wegen des guten Rufes der Fakultät für ein Studium in Köln entschieden. Nun werden die Studiengänge der WiSo eine Zeit lang nicht akkreditiert sein. Wie gewährleistet die Universität, dass daraus keine Nachteile für Absolventen entstehen? Wir bemühen uns derzeit darum, dass jedem Zeugnis ein offizielles Schreiben des Rektors und des Ministeriums beiliegt, dass die Studiengänge zwischen 2013 und 2015 nach dem alten Modell, das akkreditiert war, fortgeführt werden und nur durch einen vom Land genehmigten Modellversuch derzeit keine aktuelle Akkreditierung vorliegt. Dieses Schreiben soll auch beinhalten, dass die Studiengänge als akkreditiert gelten können und gleichwertig mit anderen akkreditierten Studiengängen sind.

Durch die Modellakkreditierung werden einige Kosten eingespart. Wie profitiert die Qualität von Studium und Lehre davon? Das Argument, das aus Studierendensicht immer wieder für die Modellakkreditierung angeführt wird, ist vor 18

allem, dass man sich nicht in unterschiedlichen Bedingungen des Studiums bei Verbundstudiengängen verheddert und man in dem Studium des Faches an der Fakultät A etwas anderes hört und machen muss als in dem Studium des Faches B an der Fakultät B. Insofern sollte die Modellakkreditierung Transparenz und Vereinheitlichung schaffen. Das betrifft dann nicht den Studiengang, der nur von einer Fakultät, z.B. der Wiso-Fakultät, organisiert wird, denn dort können wir eigentlich selbst für Transparenz und Einheitlichkeit sorgen. Bei den Verbundstudien ist das schwieriger und genau dafür soll das Modell sorgen.

Gibt es noch andere Vorteile der Modellakkreditierung? Die Universität zu Köln führt in einem großen Projekt eine zweite Version des Lehr- und Prüfungssystems Klips ein, welches insbesondere eine einheitliche Lehrraum- und Platzvergabe gewährleisten soll und desweiteren eine einheitliche Verwaltung der Prüfungsdaten. Insofern hängt die Modellakkreditierung auch mit der Idee einer uniweiten Verwaltung und Optimierung der Abläufe von Studium und Lehre zusammen.


Fakultät gänge, die im Juni 2014 beginnt, etwas Wieso ist es nicht möglich die aufwendiger wird. Dort müsste dann Modellakkreditierung direkt jeder Studiengang beweisen, dass er nach Auslaufen der Einzelakkredas Gütesiegel bekommt. Da bin ich ditierung durchzuführen? für die WiSo an sich zuversichtlich, dass Der Anlass für die Modellakkreditierung war, dass sich die bestehenden Akkreditierungen aus dem Jahr 2007/2008 mit den neu anzustrebenden Akkreditierungen aus dem neuen Lehramt um etwa zwei Jahre verschoben haben, sodass wir uns an der Universität zu Köln in einer Art dauerhaftem Akkreditierungszustand befanden. Die Modellakkreditierung ist auch deshalb als Vorschlag ins Spiel gebracht worden, damit wir diese beiden Prozesse einmal zusammenführen können, so dass es dann eine einheitliche Reakkreditierung ab 2015/2016 gibt, die dann sieben Jahre für Ruhe sorgt. Sonst wäre es so, dass wir 2012/2013 hätten akkreditieren müssen und direkt danach beginnen müssten, die Lehrämter wieder zu akkreditieren. Dazu sollte die Modellakkreditierung einen zeitlichen Korridor schaffen, der das verbindet.

Welche Folgen hätte ein Scheitern der Akkreditierung? Ein Scheitern der Modellakkreditierung hätte nur zur Folge, dass die anschließende Reakkreditierung der Studien20

wir das auch ohne Modell schaffen würden. Das Modell ist aber wichtig, damit wir die Prozesse insgesamt vereinheitlichen können.

Andere Bundesländer verzichten komplett auf eine Akkreditierung. Wie wichtig und sinnvoll ist eine Akkreditierung überhaupt? Da gehen die Meinungen weit auseinander. Das hängt auch davon ab, wie und von wem die Akkreditierung dann durchgeführt wird. Ich glaube schon, dass die Akkreditierung die Verantwortlichen der Studiengänge ein Stück weit dazu zwingt, stärker zu reflektieren was sie anbieten und warum sie es anbieten, als wenn es keine Akkreditierung gäbe. Deshalb ist der Grundgedanke sich externen Begutachtungen und Bewertungen auszusetzen aus meiner Sicht richtig. Es ist eine andere Frage, ob dafür so viel Aufwand, Energie und Vorgaben notwendig wären. Darüber kann man streiten.

Drumherum


Drumherum

Drumherum noch die U-Bahn. Wer nach zweimaligem Umsteigen schon mal am Zülpicher Platz auf selbige gewartet hat, weiß, dass das ein schwacher Trost sein kann. So kommt es dann auch mal öfter vor, dass der Rest der Strecke einfach gelaufen wird.

Der ganz normale Wahnsinn: So komm‘ ich zur Uni Die Universität zu Köln ist eine Massenuni. Das wusste man auch bevor man sich hier eingeschrieben hatte. Die wirkliche Überraschung ist, wie die KVB darauf reagiert. In Zeiten zunehmender Mietpreise und Gentrifizierung, kann es schon mal sein dass man als Studierender keine Wohnung in Lindenthal oder Sülz bekommt. Macht ja nichts, die Verkehrsanbindung ist ja auch in Kalk oder Nippes gut. Theoretisch stimmt das auch. Tatsache ist, dass ich selbst für eine Strecke von etwa 3,5 Kilometern 22

im Kölner Stadtgebiet auch mal gut 40 Minuten brauchen kann. Ein gutes Beispiel ist Ehrenfeld, Heimatviertel zahlreicher Studenten. Diese kloppen sich zusammen mit mir jeden Morgen zu den Stoßzeiten um einen Bus, der aus unerklärlichen Gründen nur alle 20 Minuten fährt. Solche, die nicht schon in Ehrenfeld zusteigen und an den weiteren Stationen warten, gucken schon mal dumm aus der Wäsche, wenn der Bus einfach an ihnen vorbeifährt.

Man würde meinen das Verkehrsunternehmen einer Großstadt könnte den täglichen Rush-Hour Ansturm bewältigen. Falsch gedacht. Die die Regierung bildenden Hochschulgruppen haben es dieses Semester noch nicht einmal geschafft, sich mit der KVB konsequent im Rahmen der jährlichen Verhandlungen zum Semesterticket zusammenzusetzen, und stattdessen auf eine fristgerechte Planung verzichtet. Resultat ist, dass die KVB dem AStA ein „Frissoder-stirb“-Angebot machen wird, dessen Nicht-Akzeptanz zu einem Verlust des trotz aller Umstände beliebten Semestertickets führen könnte.

Das Fahrrad wäre natürlich eine Alternative. Allerdings für Studierende aus Nippes oder Höhenberg natürlich nicht die allerbeste. Abgesehen von der, freilich baulich bedingten, furchtbaren Situation der Radwege rund um die Uni und den Temperaturen um den Gefrierpunkt, die irgendwann zusammen mit Schnee und Eis die kleine Radtour zu einem ähnlichen Horrortrip werden lassen, den man teilweise ohnehin schon von öffentlichen Verkehrsmitteln gewohnt ist. Wenn ich mich dann zu guter Letzt doch nicht durch zahlreiche Behinderungen, Verzögerungen und sonstige Steine auf dem Weg zu meinem Ziel habe abbringen lassen, stehe ich schlussendlich doch vor dem Ziel meiner Träume, das alle Sorgen wie weggewischt erscheinen, und mich das alles jeden Tag aufs Neue auf mich nehmen lässt: Vor Meiner Uni.

Komme ich dann nicht mehr in den Bus hinein, habe ich ja aber immer 23


Drumherum

Drumherum gelohnt hat. Mit mehreren Bereichen ist das Bootshaus als Location einfach perfekt geeignet. Durch zwei abgetrennte Bereiche mit Musik aus den 90ern, Main, Trash und House ist für unterschiedliche Musikgeschmäcker gesorgt. Großes Kompliment auch an die DJ’s: Langsame und nicht tanzbare Segmente werden gekonnt aus den Liedern rausgeschnitten und sogenannte „awkward moments“, in denen man sich sonst umsehen und darauf warten würde, wieder richtig loszulegen, entstehen dadurch gar nicht erst. Specials

Le Debut 25 Die legendäre Le Debut ging dieses Jahr schon in die 25. Runde und das musste natürlich ausgelassen gefeiert werden: Die Tradition der letzten Jahre wurde erfolgreich weitergeführt, denn uns erwartete zum Jubiläum im Bootshaus eine einzigartige Stimmung mit vielen angesagten Beats, Hunderten von Leuten aus ganz Deutschland und jeder Menge Gute-Laune-Specials. Location Die ersten Flyer werden verteilt. Die Spannung steigt. Wann und wo findet die Party statt? 26.Oktober, Bootshaus. Bootshaus?! Für ein paar von euch ist 24

das bestimmt ein Stimmungsdämpfer: Die Lage des Bootshauses ist nicht gerade zentral. Doch halt, keine Panik! An diesem Abend ist für alles gesorgt: Ein Bus-Shuttle erwartet alle PartyGäste am Deutzer Bahnhof und fährt direkt vor die Tore des Bootshauses. Schon im Bus steigt die erste Party: Wer bis dahin noch der Meinung ist, dass die Le Debut „ganz ok“ werden wird, wird definitiv während der Fahrt vom Gegenteil überzeugt… Musik Die Vorfreude steigt. Endlich angekommen, zeigt sich, dass sich das Warten

Wer irgendwann einfach nicht mehr tanzen kann, gönnt sich eine Erfrischungspause. Bei studentenfreundlichen Preisen gehen hier zahlreich die Le Debut Dollar über die Theken. Der Stand mit freien Shots inklusive PartySonnenbrille von Sourz oder auch die beliebten Flipperstationen auf dem oberen Deck sind nur zwei der vielen Extras: Wer Glück hatte, konnte schon vorher viele kleine Preise und einen sagenhaften Hauptpreis gewinnen, der eine Limousinen-Fahrt direkt vor’s Bootshaus versprach. Wer von diesen Specials immer noch nicht beeindruckt ist, der wird auf der Tanzfläche fündig: Passend zum Jubiläum wird man hier mit Glitter beregnet und bekommt

Gänsehaut durch das Feuer, das in regelmäßigen Abständen hoch über unseren Köpfen in die Luft geblasen wird und den Raum in ein einzigartig beeindruckendes Licht hüllt. Alle tanzen, trinken und haben Spaß. Eine Welt außerhalb des Bootshauses gibt es nicht, alles dreht sich nur noch um die Le Debut… Interview Im Nachhinein fragt man sich zu Recht, wie und durch wen so etwas Einzigartiges überhaupt entstehen kann. Ich habe die Organisatoren der Le Debut besucht und mal für euch ausgefragt: Für alle, die euch nicht kennen: Wer seid ihr eigentlich und was habt ihr mit der legendären Party „Le Debut“ am Hut? Hallo, wir sind Matthias und Marc. Unser dritter Mann, der Thilo, weilt gerade in Bali und absolviert dort ein Auslandspraktikum. Wir sind alle drei seit vielen Jahren in der Fachschaft aktiv. Ich [Marc] war schon Fakultätsrat und habe in einigen Teams, wie z.B. dem E-Feten-Team mitgearbeitet. Matthias organisiert regelmäßig unsere Examensfeier mit und Thilo saß bereits in der Fakultätsvertretung. Wir sind alle auf unterschiedlichen Wegen zur Le Debut gekommen. Thilo 25


Drumherum und Matthias sind schon seit der 19, bzw. 20 dabei. Matthias wollte seit seinem ersten Semester im Orga-Team mitarbeiten und hatte dann als AStAFinanzer erstmals die Möglichkeit sich einzubringen. Thilo wurde von Freddy Löwer, seinem Vorgänger als Hauptorganisator, ins Boot geholt. Ich wiederum bin das Küken im Team und war das erste Mal zur Le Debut 23, am 26.10.2010 mit dabei, weil noch ManPower benötigt wurde. Von da an war ich im Team mit verankert und konnte nicht mehr aufhören: Die Le Debut hat mich total mitgerissen! Es waren so viel Leute aus verschiedenen Fakultäten und aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands, z.B. aus München, Frankfurt, Stuttgart und sogar Berlin mit dabei, die alle extra wegen der Le Debut nach Köln gekommen sind. Wir waren damals bis zu 3.800 Menschen in der Mensa und hatten, auch wenn man seine Leute oft stundenlang nicht wieder gefunden hat, sehr viel Spaß! Besonders die Organisationsleistung der Le Debut hat mich fasziniert: Ein komplett nacktes Gebäude, dass zur Essensausgabe genutzt wird, in eine Partylocation mit 5-6 Areas, 40 Securities, etc. verwandeln – Hallo?! Großartig!

26

Drumherum

Die 25 war ja die große GeburtstagsLe Debut? Wie und wann ist die Party eigentlich entstanden? Die Le Debut ist als Fachschaftsparty der Jura und der WiSo gestartet und fand zunächst im AStA-Café statt. Die Party ging - natürlich - schon damals richtig durch die Decke. Seitdem die Unabhängigen 1999 bis 2010 den AStA gestellt haben, wuchs die Party immer weiter und hat nach und nach die ganze Uni Mensa erobert. Und woher kommt der Name „Le Debut“ (franz.:„Der Anfang“) überhaupt und was hat das mit euren Partys zu tun? Wir wissen nicht genau, warum sich der Urheber damals genau diesen Namen überlegt hat. Mit dem Namen ‚Le Debut‘ ist einfach „DIE Semesteranfangsparty“ gemeint. Nur klingt das auf Deutsch nicht so schön. Die Party ist primär auch an Erst- und Zweitsemester gerichtet, damit man die Möglichkeit hat, neue Leute aus der ganzen Uni kennen zu lernen. Aber natürlich ist jeder willkommen. Trotz unterschiedlicher Musikgeschmäcker fühlen sich Menschen aus ganz Deutschland von eurer Party angesprochen. Würdest du sagen, dass das die Le Debut so einzigartig macht?

Die Le Debut im Bootshaus ist eine Le Debut genau wie damals in der Mensa, weil unsere DJs die Musik weit gestreut spielen und somit auch für jeden etwas dabei ist: Der Hip-Hopper wird Spaß haben, der Mainstream-Party-Mensch wird Spaß haben, wer Trash oder 90er mag, wird auch Spaß haben. Wir versuchen innerhalb der Floors eine Mischung herzustellen, so dass jeder auf seine Kosten kommt. Ist natürlich nichts Halbes und nichts Ganzes, aber den Leuten gefällt die Mischung. Wenn wir mal auf die letzte Le Debut zurückblicken: Was waren deine per-

sönlichen Highlights? Bei dieser Party hatten wir dank Matthias, unserem Mensch für die Technik wieder Spielereien und atemberaubende Spezialeffekte, wie Laser, Glitter, CO2-Kanonen und Feuerfontänen! Vor allem das Feuer war beeindruckend: Kurzfristig wird es um dich herum 140°C heiß und der ganze Club flimmert in rot und gelb! Unser Titelbild auf unserer Facebook-Seite gibt einen kleinen Eindruck davon. Aber der schönste Moment ist für mich immer, wenn ich irgendwann einmal irgendwo ruhig stehen kann, z.B. auf 27


Drumherum der Empore, und einfach die Stimmung genieße. Ich konnte hinunter gucken und fühlen, wie die Leute Spaß haben und mit dem DJ mitgehen. Alle erfreuen sich an der Party, quatschen, lachen und keiner hat schlechte Laune. Das ist dann auch das, was am Ende die monatelange Arbeit aufwiegt. Was sind eure Träume oder Visionen für die nächsten Partys, die aber bisher z.B. aus finanziellen Gründen noch nicht verwirklicht werden konnten? Also, wir hätten am liebsten eine große Partylocation direkt neben der Mensa, in der 5000 Menschen gleichzeitig auf sechs Floors feiern können. Das wird aber leider niemand finanzieren können. Was wir gerade an Visionen haben: Die Le Debut im Bootshaus ging ursprünglich ‚on tour‘. Das heißt, wir wollten eigentlich verschiedene Clubs in Köln durchprobieren. Aber zunächst hat sich das Bootshaus als beste Lösung für uns und unsere Gäste etabliert. Wir werden die Le Debut 26 mit sehr großer Wahrscheinlichkeit im April wieder dort machen. Danach haben wir uns für den Winter vorgenommen, eine große off-Location zu finden, sprich eine veranstaltungsfremde Location, die normalerweise einen völlig anderen Zweck erfüllt. 28

Einmal abgesehen von der Location, was meint ihr, hat sich seit den letzten paar Malen verändert? Gibt es etwas, wo ihr noch einen Schritt weiter gegangen seid? Auf jeden Fall! Früher war das eine reine AStA-Veranstaltung. Außerdem gab es nicht so strenge Richtlinien, bezüglich der maximalen Besucheranzahl, der Rettungswege, etc. Bei den früheren Le Debuts wurde sehr viel Geld eingenommen. Dieses Polster wurde dann aber langsam mit den Le Debuts der jüngeren Vergangenheit aufgebraucht. Spätestens nach der Love Parade-Tragödie sind die Ausgaben für Infrastrukturmaßnahmen, wie z.B. Rettungswege, Zählsysteme und Security-Personal drastisch gestiegen. Es war dadurch kaum mehr möglich, die Party ohne Verlust durchzuführen. Darüber waren wir uns natürlich auch bewusst, als wir die Orga übernommen haben. Aber aufgrund meiner Tätigkeit als Veranstaltungskaufmann und der Erfahrungen der Jungs mit den letzten Le Debuts konnten wir das Konzept so ausgestalten, dass sogar ein Polster für die nächste Party übrig bleibt. Und das ist das, was sich ganz dramatisch geändert hat: Nämlich dass die Finanzierung nicht mehr beim AStA liegt, sondern sich komplett über die Party tragen muss.

Drumherum Wir haben, Gott sei Dank, viele Unterstützer und Helfer in der Fachschaft WiSo und Fachschaft Jura. Ohne diese Unterstützung wäre eine Party in dieser Größenordnung kaum umsetzbar. Und wir wollen das Engagement unser Vorgänger auch zukünftig in Ehren halten und die Idee der Le Debut mit den kommenden Studentengenerationen leben lassen. Woher kommen eigentlich eure Ideen für das Motto der Le Debuts? Unsere Ideen kommen uns eher zufällig in der Freizeit zugeflogen, z.B. dann, wenn wir gerade mit Freunden unterwegs sind. Im Zuge der Plakatgestaltung kann sich unser Konzept aber auch noch einmal ändern. Die eigentliche Ausgestaltung des Abends kommt erst im zweiten Schritt dran, weil man dann vielmehr Möglichkeiten hat. Steht einmal das Grundgerüst, kann man danach super weiterarbeiten. Das nächste Motto kommt wahrscheinlich in den nächsten 1-2 Wochen in unseren Köpfen an und dann schauen wir, dass es wieder richtig gut wird!

Le Debut viel Zeit, starke Nerven und Enthusiasmus fordert. Doch vor allem erfordert sie viel Herz, damit sie nicht so gewöhnlich wird, wie jede andere Party auch. Es spricht für sich, dass das Orga-Team -Marc, Matthias und Thiloes geschafft haben, der Le Debut ein einzigartiges Image zu geben, das niemand so schnell wieder vergessen wird! Nächstes Jahr wird sich zeigen, ob sich die diesjährige Le Debut überhaupt noch toppen lässt. Ich bin auf jeden Fall wieder dabei. Ihr hoffentlich auch!?

Man glaubt es kaum, aber nach monatelanger Vorbereitung und Planung ist der Abend wieder schnell vorübergezogen. Doch was euch in Erinnerung bleiben sollte, ist dass die Organisation einer so großen Party wie die 29


Drumherum

„En unserm Veedel“ Klettenberg. kelte auf mich zu, beugte sich über Neulich lief ich durch Mühlheim, zu gar mein Fahrrad und nuschelte mir was nicht allzu später Stunde. Ob ich das ins Ohr. Ich hatte verstanden. Die wieder tun würde? Vermutlich nicht. U-Bahn ist nicht für junge Frauen Dunkle Gestalten ziehen um die Häugeschaffen. ser, die Straßen versinken im Müll, Kinder spielen im Dreck und über Allem Endlich wieder in Klettenberg lassen hängt ein stickiger Geruch. Natürlich Unruhe und Angespanntheit wieder übertreibe ich gerade. nach. Hier ist Es gibt vieles, was ich gerne mag es friedlich, hier Trotzdem machte ich in ander‘n Städten und Ländern. herrscht Sitte die Erfahrung, dass Bis zum heutigen Tag und Ordnung. die Gegend für einen konnt ich‘s trotzdem nicht ändern: Da ist es doch Wochenendausflug Ich fühl‘ mich hier wohl gar nicht übernicht geeignet ist und trotz KVB und FC, raschend, dass nahm mein Rad mit in trotz Geklüngel und Filz: der Frauendie Bahn. Leider stellte Kölsch ist besser als Pils! anteil den der ich schnell fest, dass ich Ich kann‘s nicht beschreiben, Männer domiauch schon mal bessere doch ich werd‘ wohl hier bleiben, niert – oder? Ideen hatte. Betrunkene egal, ob‘s dir schmeckt: Männer torkelten durch Nebenbei ist Köln ist einfach korrekt! die Sitzreihen und verKlettenberg suchten – sofern sie auch der KölWise Guy - Köln ist einfach korrekt überhaupt noch der ner Stadtteil deutschen (oder überhaupt einer) mit der zweitgrößten Fläche an ErhoSprache mächtig waren – sich gegenlungsparks (41,2%, Quelle: Wikipeseitig mit Anzüglichkeiten gegenüber dia). Aber da Generation facebook die der Frauenwelt zu übertrumpfen. Sonne nicht mehr sieht, spielt diese Info nur noch für Familien mit Kindern Ich versteckte mich hinter meinem eine Rolle. Hier fällt mir übrigens sponFahrrad. Funktionierte auch nicht, ich tan der Spielplatz vor meinem Haus wurde entdeckt. Rote, glasige Augen ein. Kinder. Sie sind unsere Hoffnung, richteten sich auf mich, ein Mann tor30

Drumherum unsere Zukunft, wer sonst zahlt unsere Renten. Aber je nach Laune und Tageszeit würde auch ich nicht gegen ein Spiel- oder Lärmverbot auf öffentlichen Plätzen stimmen. So vor 11 Uhr morgens… oder zur Siesta-Zeit… Apropos Wählen. Die SPD konnte stolze 42,56% bei der Landtagswahl 2012 erreichen, und die Grünen lagen mit 20,44% der Wählerstimmen nicht weit hinter der CDU (24,08%) (http:// www.stadt-koeln.de/1/wahlen/). Das kann jetzt jeder nach Wunsch interpretieren. Wo wir nun schon bei der Klettenberger Mentalität sind. Neben all der friedlichen Gelassenheit, kann das hiesige Umfeld auch stolz darauf sein, eben jene Besserwisser hervorgebracht zu haben, die ganz Deutschland mit ihren Liedern über „Schiller“, „Kölsche Jung in New York“ und „Meine Deutschlehrerin“ erheitern. Ja, hier in Klettenberg liegen die Ursprünge der Wise Guys. Wen ich jetzt noch nicht von der außergewöhnlichen Schönheit dieses Stadtteils überzeugen konnte, dem sei geraten bei ein oder zwei Kölsch und gutem Essen im ABS oder bei Café Rosemarie vorbeizuschauen und zur Abwechslung mal die Atmosphäre abseits der Zülpicher oder des Neumarkts zu genießen. 31


Drumherum

Der WiSoMensch Schön. Auf den WiSo-Menschen kann man sich einfach verlassen. Obwohl man so vieles nicht weiß über ihn. Oder sie. Mit wem hat man es hier zu tun? Was macht der den ganzen Tag, um sich oft so einen Quark auszudenken? Ist er groß, klein, dick, dünn, clever, smart, belesen oder nur bauernschlau? Bourgeoisie, Proletariat, Landei, Immigrant (Düsseldorfer) oder Asiate (aus Deutz)? Ist auch völlig egal. Herkunft, Hintergrund und Geschlecht spielen keine Rolle. Daher wird hier vor allem als Protest gegen die immerwährende Genderdebatte kein Binnen-I (StudentInnen) eingefügt, kein Gendergap (Student_Innen), kein noch größerer Unsinn (StudentAußen), kein Gender-Sternchen (Student*innen) 32

und auch kein generisches Maskulinum (Student) verwendet. Hier wird heute niemand direkt angesprochen, und im Umkehrschluss auch nicht ausgeschlossen – schöne neue Welt. Die amüsantesten Erklärungen für und gegen die einzelnen Varianten findet ihr übrigens im Internet oder demnächst im Gespräch mit vielen der Hochschulgruppenvertreter in der Wahlwoche. Probiert es aus und fragt nach. Zurück zum WiSo-MannFrauPistazie: Er/Sie/Es findet sich immer hier auf der letzten Seite. Er/Sie/Es ist mitfühlend und wortgewandt. Er/Sie/Es ist meistens eher sarkastisch und manchmal auch ein bisschen gemein. Anonyme

Drumherum Profilierung ist sein Metier. Feine Stichelei sein Sonntags-NachmittagsPläsir. Und unzureichende Rechercheleistung macht er/sie/es am liebsten mit Haltung und Attitüde Wett. Motto der Wahl: „Eine steile These ist besser als eine schwache Behauptung.“ Eines gleichwohl, kann ich Euch versprechen: Ich schreibe euch nie ohne Herzblut. Meistens gehen dieser Kolumne einige hitzige Debatten voran und es wird sich ordentlich gestritten. Mit Freunden oder nur dem inneren Schweinehund. In der WG-Küche, im E-Raum, Mensa, oder im Studierendenparlament. Politikverdrossenheit? Das können wir uns nicht leisten. In vielen Teilen der Welt sterben auch heute noch Menschen für das Recht, ihre Staatsvertreter wählen zu dürfen. Und wir an der Uni, der höchsten Bildungseinrichtung des Staates, müssen mit gutem Beispiel voran gehen. Bei knapp 20% Wahlbeteiligung an der WiSo im letzten Jahr sind bei uns vielleicht relativ zu den anderen Fakultäten mehr Studenten an die Urne gegangen, trotzdem ist das verdammt nochmal ein Armutszeugnis*innen. Ja, das geht jetzt mal an Alle. Ihr bekommt nicht mit, was eure Vertreter da das ganze Jahr für euch leisten? Freut euch drüber. Ihr müsst nur einmal vier bis fünf Kreuze machen,

Glühwein trinken und schon ist die Mindestanforderung eures Jobs erfüllt. Da ist es nur fair, auch mal zuzuhören, nachzudenken und dann nochmal kritisch nachzufragen. Und ich gebe allen Kritikern Recht. Das Schöne und auch ätzende an unserer hart erkämpften Demokratie sind die elendig langen Diskussionen; über Alles und Jeden. Die schöne Seite: „Will jemand mitkommen? Ich will nur kurz zehn Minuten Milch holen gehen.“ 80 Minuten später findet man sich auf einer Couch wieder mit einem festlichen Mahl, Wein und Kerzenschein. „Ok… überredet.“ Die anstrengende Seite: „Nein, ich hab‘ Recht!!“ Aber, das gehört dazu. Und wer nicht offen diskutieren will ist selber schuld. Schön, wenn man Menschen findet, die vor allem Argumente und nicht Ideologien austauschen wollen. „Nein, Mao hat Recht!!“ „…“ Aber, bei aller geäußerten Kritik in der langen Tradition des WiSo-Menschen (a.k.a. Wieso-Mensch) gehört es sich, am Ende zu sagen, was wichtig, richtig und gut ist. Und das ist – konstant und unbestritten – eure Fachschaft. An unserer Fakultät geht Gott sei Dank seit Jahrzehnten in EngFak und Fakultätsvertretung nichts am WiSo-Büro vorbei. Ihr seid dankbar für eure O-Phase? 33


Drumherum Für die Knaller-E-Fahrt? Die Stadtrallye war ein echt verrückter Tag? An Deine E-Fete kannst Du Dich kaum noch erinnern? Auf Deine Examensfeier freust Du Dich schon wie Bolle? Aber damit Du dahin kommst, musst Du Dir noch schnell die aktuelle Lieferung in der mag abholen? Na, wer hat’s erfunden? Hast Du lieber Professoren, die Wert auf gute Lehre legen, als bloß auf exzellente Forschung? Du möchtest Nachschreibetermine und neue Lehrkonzepte? Transparente Benotung? Kompetente Ansprechpartner in der Studierendenschaft mit dem nötigen Hebel? Eine umfassende Klausuren-Disc und einen günstigen Büchermarkt? Dann unterstütze Deine Fachschaftsvertreter bei den Uni- und Fakultäts-Wahlen, damit sie im nächsten Jahr weiter für Dich in Gremien und Teams sitzen können und sich für Dich den Mund fusselig reden dürfen. Und erzähl Deinen Freunden davon. Ich muss sagen, es fühlt sich gut an, auch mal was Nettes zu sagen. ;-) Freu mich schon auf’s nächste Mal. Dann auch wieder mit mehr Pauschal und so. Geh jetzt Uni. Ach ja, noch eine Korrekturanmerkung von mir für Zeile 1. Besser muss es heißen: „Schön. Auf die Fachschaft kann man sich einfach verlassen.“ 34

Wählen!

aber wie?

Im Grunde ist es ganz E I N FA C H in der Wahlwoche geht ihr an eine der 27 Urnen, packt den Studierendenausweis aus, bekommt die 4-5 Wahlzettel (Frauen dürfen noch den Gleichstellungsbeirat wählen), geht in die „Kabine“ und macht die Kreuze. Es gibt 4 Kategorien Studentisch Studentisch Universitär Universitär

Uniweit Fakultätsintern Uniweit Fakultätsintern

In den Universitären Gremien sitzen zuätzlich zu den Studierenden noch Mitarbeiter (Profs etc.) der Uni.

Gremien der Studierendenschaft (Nur Studierende)

Gremien der Universität (Studierende, Professoren, etc.)

Universitätsweit AStA Exekutive, Repräsentation und Interessenvertretung der StuWählt dierendenschaft.

Studierendenparlament

Rektorat Leitet die Hochschule und vertritt sie nach Außen.

Entscheidet über Haushalt der Studierendenschaft, Semesterticket und grundsätzliche Angelegenheiten

Beraten

Senat Gleichstellungsbeirat

Fakultätsweit Fakultätsrat

Dekan

Vertritt die Studierendenschaft der Fakultät nach innen und außen.

Vertritt die Fakultät innerhalb und außerhalb der Hochschule und führt ihre Geschäfte.

Wählt

Wählt

Fakultätsvertretung

Engere Fakultät

BeschlussfassendesOrgan der Studierendenschaft, geleitet vom Fakultätsrat.

Beschlussfassendes Gremium der Fakultät.

Wählen Wählen

Studierende der Uni

Wählen Wählen

Mitglieder der Uni: Studierende, Professoren etc.


STUDIERENDEN

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WiSo-Mitteilungen Nr. 2 im Wintersemester 1213

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