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Nr. 4 / WS 09/10 04. Januar 2009

mitteilungen

StuPa-Wahl Jeder zweite Parlamentarier ist von der WiSo

l h a W r u z l a i Spez

Test the best Café Krümel Unterwegs in Köln Ehrenfeld WieSo-Mensch Was bringt 2010? Deine Uni. Deine Infos. Dein Sprachrohr.


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Editorial

Impressum

UFO kann nicht landen

WiSo-Mitteilungen

Man musste nicht unbedingt die Profilgruppe Wahlforschung belegt haben, um vorauszusagen, dass bei der aktuellen Wahl des Studierendenparlaments einiges durchgerüttelt werden würde. Schließlich traten mit den Gurilla Grrlz und der UFO zwei völlig neue Hochschulgruppen das erste Mal an. Mit dem Ergebnis hatte dann aber doch keiner gerechnet: Während campus:grün von sechs auf zehn Sitze aufstieg, verlor die Fusion aus LUST und LiLi, UFO, drei Plätze und blieb, getreu dem Namen, beim Wähler unbekannt. Auch die Alternative Liste fällt von sieben auf vier Mandate. Sollten Grüne und Unabhängige nicht wider erwarten doch Verhandlungen über die Bildung des Allgemeinen Studierendenausschusses aufnehmen, stellt eine DreierKonstellation das Minimum für eine Koalition dar. Damit haben viele Listen bei den AStA-Verhandlungen rein rechnerisch gute Aussichten. Wir sind auf die Koalitionsgespräche gespannt. Auch dieses Jahr blieb die Wahlbeteiligung enttäuschend niedrig mit einer leichten Erhöhung um 3,2 Prozentpunkte auf 20,2 Prozent. Der Bildungsstreik und die wachsenden Proteste zeigten nicht die erwartete Wirkung. Erfreulicherweise war die Wahlbeteiligung mit 29,1 Prozent an der WiSo-Fakultät am höchsten. In dieser Ausgabe der WM fassen wir für euch die Schlaglichter der Wahl zusammen. Darüber hinaus erholt sich unser Kolumnist Andreas noch vom Weihnachtsstress, während der WieSo-Mensch schon über das kommende Jahr sinniert. Unsere Kölnentdeckerinnen Judith und Kyra haben sich zum Jahreswechsel in Ehrenfeld umgeschaut. Alexander Fritsch Redaktionsleitung

Universitätsstr. 16b, 50937 Köln

Herausgeberin: Studierendenschaft der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln.Verantwortlich ist der Fakultätsrat

Redaktion: Redaktionsleitung: Alexander Fritsch, Andreas Klöcker und Miriam Schleifer

Nina Bauer,Viktoria Cassens, Felix Holtermann, Lydia Kaiser, Sonja Müller, Judith Siekiera, Niklas Veltkamp, Axel Wiegand, Alexander de Vivie, Kyra Wilke

Grafik: Layout: Alexander Fritsch, Liu Yang Fotos: Alexander Krabes

Anzeigen: Julia Rösch • Tel.: 0179/1000980 werbung@wiso-buero.uni-koeln.de

Druck: Druckhaus Moradi, Mühlenbach 14, 50676 Köln

WiSo-Fachschaft im Internet: www.wiso-buero.de wiso-mitteilungen@uni-koeln.de

nächste Redaktionssitzung: 13. Januar, 19:30 Uhr, WiSo-Büro

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder der Fachschaft wieder


Hallo liebe Studis, Laufende Mitschriften für BWL-Fächer des ersten Terms können ab sofort als Empfehlung-also direkt zum Mitnehmenin der mag erworben werden. Die laufenden Mitschriften für alle weiteren Fächer (BWL im zweiten Term, VWL, Spezielle, Sonstige,...) könnt Ihr noch bis zum 22. Januar 2010 abonnieren. Auch diese wird es dann für den zweiten Prüfungstermin als Empfehlungen direkt zum Mitnehmen geben.

Euer mag -Team


Inhalt

WM Nr. 04 • Wintersemester 2009/10

Inhaltsverzeichnis

Fachschaft 06

Fakultät 07 08

10

Studium

12

Wahlen

Vorwort

Wir besetzen eine Fakultät neu! Studienreformkommission prüft EQUIS-Akkreditierung

Zählen bis zur Dämmerung 18

19

Café Krümmel 20

Kolumne Homo oeconomicus

Köln Unterwegs in Ehrenfeld

Test the best

21

WieSo-Mensch Was bringt 2010?

Unterwegs in Ehrenfeld

Fotos: Alex Krabes

5


Fachschaft

Vorwort

Wahlen ‘09, Klausuren ‘10 daran liegt, dass wir nicht mehr sämtliche Willkommen im neuen Jahr wünschen wir Blockklausuren aus den frühen 2000eran erster Stelle! Jahren von Dozenten, die teilweise in Köln Und kommen gleich zu den Ergebnissen gar nicht mehr lehren, aufgenommen hader studentischen Wahlen im Dezember. ben. Außerdem fällt leider wieder auf, dass Ihr erinnert Euch sicher an eine Woche insbesondere aus den Spezialisierungs- und mit buntbeklebter Uni, Flyern und allerlei Wahlpflichtfächern wenige Klausuren vorWahl-Snacks. Genaue Übersichten, wer wo handen sind. Das ist der wieviele Stimmen bekomTatsache geschuldet, dass men hat, findet Ihr auf der Seite des Wahlausschusses Auch unter Entscheidungs- uns diese Klausuren von unter www.wahlen.uni-koträgern macht sich mittler- den Lehrstühlen einzeln zugeschickt werden, was eln.de. Für die Fachschaften weile die Erkenntnis breit, diese leider nicht immer am wichtigsten sind wohl die dass bei Bachelor/Master machen (im Gegensatz Wahlen zu den Fakultätsnoch Optimierungsbedarf zu Haupt- und Nebenvertretungen (FV). Dieses besteht fach-Klausuren, die wir „Fakultätsparlament“ wird direkt vom Prüfungsamt in den kommenden Wochen bekommen). Wir riskieren einen kleinen seine konstituierende Sitzung durchführen, Ausblick auf das kommende Jahr und meiauf der dann auch der neue Fakultätsrat nen: Die Chancen stehen nicht schlecht, (mit unseren Nachfolgern) gewählt wird. In dass sich die Studiensituation verbessert. der FV WiSo sieht die Sitzverteilung dieses Auch unter Entscheidungsträgern macht Jahr folgendermaßen aus: „Die Unabhänsich mittlerweile die Erkenntnis breit, gigen“ 11 Sitze, „RCDS“ 2 Sitze, „Jusos“ 1 dass bei Bachelor/Master noch OptimieSitz, „Kritische Hochschulgruppenaktive, rungsbedarf besteht, um die hochgelobten F. u. A.“ 1 Sitz, von insgesamt 15 zu verteiBologna-Ziele zu erreichen. Auch für die lenden Sitzen. Wie die Sitzungen des StuPa KLIPS-Probleme ist man stärker sensibilisind auch die FV-Sitzungen öffentlich, die siert. Wie es auch weitergeht, wir werden Termine werden von uns bekannt gegeben. uns auf jeden Fall für eure Interessen einKommen wir zum nächsten Thema, das setzen! uns alle wohl oder übel in den nächsten Wochen beschäftigen wird, die KlausurenPhase. Um euch zu helfen , haben wir unEuer Fakultätsrat sere Klausuren-DVD neu aufgelegt, neues Karina Copil Design und übersichtlichere Darstellung Ann-Kristin Lautenschlag inklusive. Sicherlich wird die neue DVD Christoph Kaufmann einigen alten Hasen weniger umfachreich Michael Müller vorkommen als in der Vergangenheit, was

6


Fakultät

Bericht zur Sitzung der Engeren Fakultät am 14.12.09

Wir besetzen eine Fakultät neu! So lautet momentan wohl das Motto unserer WiSo-Fakultät. Über 15 sogenannte Berufungsverfahren laufen zur Zeit, verteilt auf alle Bereiche, - BWL, VWL und SoWi. Dass derart viele Vakanzen auf einmal auftreten, hat verschiedene Ursachen. So werden einige Professoren emeritiert (d. h. sie gehen in Rente), wie es beispielsweise bei Prof. Pierenkemper der Fall ist; einige bekommen einen Ruf an eine andere Uni und wechseln, so im Fall vom Prof ’in Gedenk; oder es finden „Umstrukturierungsmaßnahmen“ statt. Letztere sorgen insbesondere im Bereich der VWL für die meisten unbesetzten Lehrstühle. Und gerade hier bewegt sich nur wenig, da Berufungsverfahren bürokratische Hürden nehmen müssen. So stehen von den insgesamt sechs neu zu schaffenden Professuren für das „Center for Macroeconomic Research“ immer noch drei aus.

Zur Zeit laufen 15 Berufungsverfahren an der WiSo-Fakultät Auch im Bereich Finanzwissenschaft, der auf eine Stelle heruntergekürzt wurde, dauert das Verfahren weiterhin an. Nach erfolgreicher Entscheidung der zuständigen Berufungskommission vor Weihnachten zur Nachfolge von Prof. Fuest, muss auch hier das Verfahren erst den Marsch durch die Institutionen überstehen. Optimistische Schätzungen gehen davon aus, dass sich die Lage im WS 10/11 bessern wird. Man kann aber fragen, warum es überhaupt so lange gedauert hat, bis diese Stelle neu ausgeschrieben wurde. Der Fall von Prof. Pierenkemper zeigt, dass es auch anders geht. Er wird unsere Fakultät

nach diesem Semester verlassen und unmittelbar von Prof. Carsten Burhop abgelöst. Da dieser andere Forschungsschwerpunkte hat, wird das Seminar in Zukunft „Seminar für Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte“ heißen. Immerhin wurde auch eine sogenannte Lehr-Professur für Mikroökonomik mit Prof. Oliver Gürtler besetzt. Er soll dafür sorgen, dass „Grundzüge der Mikroökonomik“ nicht mehr so überfüllt ist und in kleineren Hörsälen gelesen werden kann. Leider nichts anderes als eine Randnotiz: Prof. Ockenfels hat einmal mehr seine Vertretung in der Lehre genehmigt bekommen. Unsere Gegenstimmen standen dabei allein. Gerüchten (oder Sagen?) zufolge soll er ja durchaus ein sehr guter Dozierender sein; es ist also schade, dass er diesen Teil seines Berufes weiterhin völlig ausspart. Zumindest über ein Hauptseminar würden wir uns doch sehr freuen! Erfreuliches gab es aber auch zu hören. So stellte die Leiterin des WiSo-Career-Service, Julia Monzel ihre Pläne vor. Der Career Service möchte als Schnittstelle zwischen uns Studierenden und potenziellen Arbeitgebern dienen. So ist ein ausführliches Beratungs- und Informationsangebot rund um Karriereeinstieg und Bewerbung im Aufbau – der sogenannte Career Tuesday sollte bereits ein Begriff sein. Außerdem soll etwa eine umfangreiche Praktikumsbörse aufgebaut werden. Für genauere Informationen könnt Ihr den Career Service unter www. wiso-career.uni-koeln.de erreichen. Karina Copil, Christoph Kaufmann, Michael Loch und Philip Gross

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Fakultät

Studienreformkommission prüft EQUIS-Akkreditierung Merih Ates und Karina Copil

Am Montag, dem 30.11.09, fand die erste Sitzung der Studienreformkommission in diesem Semester statt. Im Laufe der dreieinhalb Stunden wurden zahlreiche Themen angesprochen, die Auswirkungen auf unser Studium haben. So soll im Zuge einer möglichen EQUISAkkreditierung der WiSo-Fakultät ein Programm-Management eingeführt werden. EQUIS (European Quality Improvement System) hat zum Ziel, europäische Qualitätsstandards an wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten einzuführen. Im Rahmen des Programm-Managements sollen für jeden Studiengang ein akademischer (zuständig für die fachliche Gestaltung) und ein administrativer Leiter (zuständig für alle weiteren administrativen Aufgaben) bestimmt werden, die sich mit den Problemen und Möglichkeiten des Studiengangs beschäftigen. Hierzu könnte unter anderem ein regelmäßiges Review der Studiengänge gehören, in welchem alle bekannten Probleme, wie beispielsweise hohe Durchfallquoten, aber auch erreichte Ziele betrachtet werden. Da solche Reviews komplex und arbeitsintensiv sind, soll ein erster Versuch lediglich im Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik stattfinden. Wir werden euch diesbezüglich auf dem laufenden halten.

Ein vom Musterstundenplan abweichendes Studium kann zu Überschneideungen führen. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Auflaufplanung sämtlicher Wahlpflichtver8

anstaltungen der Bachelor-Studiengänge für die ersten vier Semester. So wurde ein Vorlesungsraster erstellt, welches festlegt, wann welche Veranstaltung im Semester stattfinden soll. Diese Planung orientiert sich an den vom Studienberatungszentrum herausgegebenen Musterstundenplänen und ist auch für die Lehrenden verbindlich. Problematisch ist die Tatsache, dass ein vom Musterstundenplan abweichendes Studium zu Überschneidungen führen kann. Jedoch soll das Vorlesungsraster auch eine über das jeweilige Semester hinausgehende Planung des Studiums ermöglichen. Dies begrüßen wir sehr. In der Sitzung der Engeren Fakultät am 14.12.09 wurde allerdings berichtet, dass eine vollständige Einführung des Rasters aufgrund der Raumvergabe im kommenden Semester noch nicht möglich ist. Desweiteren sollen im Laufe der nächsten Sitzungen einige Änderungen der Studienordnungen im Bereich Marketing vorgenommen werden, um eine erfolgreiche Abwicklung der Speziellen BWL im Bereich Marketing und Marktforschung sowie der entsprechenden Veranstaltungen der Profilgruppe von Frau Gedenk zu ermöglichen. Diese hat einen Ruf nach Hamburg angenommen und verlässt die WiSo-Fakultät zum Sommersemester 2010. Im Zuge von Neubesetzungen sollen einige Veranstaltungen umbenannt werden. So heißt die Profilgruppe Wirtschafts- und Sozialgeschichte demnächst voraussichtlich Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte. Entsprechendes gilt für die zugehörige Grundlagenveranstaltung. Auch im


Eignungstest statt starrer Zulassungsvoraussetzungen Auch im Bereich der BWL-Zulassungsvoraussetzungen sollen Änderungen folgen. Bereits vor einigen Semestern wurde über die Einführung eines Eignungstests nachgedacht und ein entsprechender Passus in der Zulassungsordnung verankert. In diesem Semester fanden weitere Überlegungen zur Entwicklung dieses Tests statt; bei Einführung sollen gleichzeitig die Zulassungsvoraussetzungen gelockert werden. Ziel ist, mehr Studenten anderer Universitäten ein Master-Studium an der Uni Köln zu ermöglichen. Gleichzeitig soll dies auch die Chan-

Fakultät

Diplom werden Anpassungen im Bereich Allgemeine und Spezielle Volkswirtschaftslehre stattfinden. Schließlich wurden Änderungen der Masterzulassungsordnungen beschlossen. So soll die Bewerbungsfrist für alle Master vom 15. Juli auf den 15. Juni vorgezogen werden, um ein früheres Versenden der Zulassungen zu ermöglichen. Desweiteren wurden die Zulassungsvoraussetzungen für die Masterstudiengänge Information Systems und Wirtschaftspädagogik gelockert, da die Anzahl der Bewerber bisher sehr gering war.

ce der Kölner Absolventen erhöhen, da deren Noten im nationalen Vergleich verhältnismäßig schlechter sind. Die Studentenvertreter äußerten zahlreiche Bedenken, die mit der Einführung eines Eignungstests verbunden sind. Nicht zuletzt würden beispielsweise Teilnahmekosten für den Bewerber entstehen. Da dies eine zusätzliche und womöglich hohe Belastung darstellt, insbesondere da sich Studenten häufig an mehreren Universitäten bewerben, lehnen wir dies ab. Auch ist zum Beispiel noch nicht klar, wie ein entsprechender Test aussehen und gestaltet werden soll. Aufgrund zahlreicher ungeklärter Fragen auch unter den Professoren wird der Test zum kommenden Wintersemester voraussichtlich noch nicht eingeführt. Fest steht jedoch, dass die Senkung der Zulassungsvoraussetzungen nur dann erfolgt, wenn zeitgleich der Eignungstest eingeführt wird. Das Feld der potentiellen Bewerber wird also ohne Test nicht erweitert. Sobald wir mehr erfahren, werden wir euch dies mitteilen. Außerdem werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass sich die Zulassungsvoraussetzungen verbessern und möglichst viele Absolventen der WiSo-Fakultät die Möglichkeit bekommen, den gewünschten Master in Köln studieren zu können.

Kritik an Akkreditierungspraxis Der Deutsche Hochschullehrerverband, die Interessenvertretung der Professoren, ruft seine Mitglieder offen zum Boykott der Akkreditierungs-Verfahren auf. Seit 1999 müssen alle neuen Studiengänge von einer Gutachtergruppe geprüft werden. Diese besteht aus zwei Professoren, einem Berufspraxisvertreter und einem Studenten. Besonders die Umstellung auf Bachelor-

Master hatte für eine Vielzahl von Neueinführungen von Studiengängen geführt. Im Interview mit der „Zeit“ wehrt sich Achim Hopbach, Geschäftsführer des Akkreditierungsrats, gegen die Kritik, das Verfahren sei ein „bürokratisches Monstrum“. „Akkreditierungen sind mittlerweile der internationale Standard. Es geht nicht mehr ohne“, so Hopbach. (afr) 9


Studium

Studentenproteste

Bildungsgipfel

Studenten fordern für 2010 weitere Reformen

„Studenten werden wieder einmal vertröstet“

Das Audimax in Wien gilt als Ausgangspunkt der zahlreichen Studentenproteste in Deutschland und Europa. Nun wurde der Hörsaal kurz vor Weihnachten von der Polizei friedlich geräumt. Uni-Präsidentin Sabine Kunst stellte den Streikenden die nahegelegenen Foyer-Räume zur Verfügung, befand aber auch: „Nach dem, was jetzt erreicht ist, wäre eine weitere Besetzung Willkür“. Österreichische Studierende sehen das allerdings anders und fordern ein Einlenken der Politik wie in Deutschland. Währenddessen fordern die Leitungen mehrerer österreichischer Unis die Einführung eines sogenannten „Notfallparagrafen“, auf dessen Basis Zulassungsbeschränkungen für besonders beliebte Fächer eingeführt werden können. In Österreich gibt es generell keinen Numerus-Clausus, weshalb besonders Deutsche in die Alpenrepublik strömten, so die Begründung. Auf einem bundesweiten Treffen kurz vor Weihnachten an der Uni Potsdam wurde die Einrichtung von Streikbüros und weiteren Diskussionsrunden beschlossen, teilte die Sprecherin der Audimax-Besetzer mit. Zu dem Treffen waren 250 Studenten aus 45 Städten angereist. (afr) 10

Opposition, Studentenvertreter und Wissenschaftler kritisieren die Ergebnisse des Bildungsgipfel als zu vage. Obwohl Bildung Ländersache ist, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel das Thema bereits 2008 unter großem Medienspektakel zur Chefsache ernannt. Beim zweiten nationalen Bildungstreffen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer ging es wieder hauptsächlich um die Festlegung zusätzlicher Ausgaben. So einigten sich Bund und Länder, spätestens 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Bildung und Forschung aufzuwenden. Das entspricht zusätzlichen Ausgaben von 13 Milliarden Euro im Jahr. Der Mehrbedarf laut OECD-Angaben beträgt 20 Milliarden Euro. Die Bildungsgewerkschaft GEW sprach von einem „inhaltsleeren, unwürdigen Geschachere um Milliarden“. Auch Rolf Dobischat, Präsident des Deutschen Studentenwerks kritisierte das Fehlen von Inhalten: „Dieser Bildungsgipfel ist von viel Nebel umhüllt. Die Studierenden werden einmal mehr vertröstet.“ (afr)

Kultusministerkonferenz

Nur eine Prüfung pro Modul Auf der Kultusministerkonferenz (KMK) einigten sich Rektoren und Kultusminister auf eine Reform der Bachelor-Master-Studiengänge. Damit sei ein großer Schritt getan, sagte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel. Um die Arbeitsbelastung


Düsseldorf/Essen/Berlin (ots). 29 von insgesamt 33 staatlichen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen erheben Studienbeiträge. Gegenüber den zahlenden Studierenden müssen die Hochschulen besser und transparenter kommunizieren, wofür sie die Studienbeiträge konkret verwenden. Einen stärkeren Wettbewerb unter den Hochschulen, wie ihn die Landesregierung befürwortet, haben die Studienbeiträge bisher nicht ausgelöst. Zu diesen Schlüssen kommt eine gemeinsame Studie des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, der für Studienbeiträge bzw. -gebühren eintritt, und des Deutschen Studentenwerks, das Studiengebühren ablehnt. Der nordrhein-westfälische Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Andreas Pinkwart (FDP) hat die beiden Organisationen zum zweiten Mal nach 2008 damit beauftragt, die Verwendung der Studienbeiträge an den NRWHochschulen zu überprüfen. Berichtszeitraum ist diesmal vom Sommersemester 2008 bis zum Sommersemester 2009. Befragt wurden die Hochschulleitungen sowie

zu reduzieren, soll es ab sofort nur noch eine Prüfungsleistung pro Modul geben, auch wenn dieses sich aus mehreren Veranstaltungen zusammensetzt. Keine Einigung konnte beim Thema Studiengebühren erreicht werden. Die Sprecherin der Studenten-Dachorganisation fzs, Anja Gadow, übte darüber hinaus grundsätzliche Kritik: „Das mehrgliedrige Schulsystem, Bildungsgebühren und unzureichende Studienfinanzierung fördern die soziale Selektion“. (afr)

Studium

NRW-Hochschulen verwenden Studienbeiträge zweckgemäß, aber phantasielos die Studierenden, die auf zentraler oder dezentraler Ebene in Gremien tätig sind, die über die Studienbeiträge entscheiden. Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, erklärte heute vor Journalisten: „Die Hochschulen sollten noch mehr Mut aufbringen, die Einnahmen für zusätzliches Lehrpersonal und eine zusätzliche Lehrinfrastruktur zu verwenden. Angesichts von teils hohen Rückstellungen rät der Stifterverband den Hochschulen, die Studienbeiträge noch aktiver einzusetzen, damit der Gegenwert der Studienbeiträge den Studenten auch langfristig zugute kommt.“ Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, griff die in der Studie geäußerte Kritik auf, dass die Hochschulen die zahlenden Studierenden besser und transparenter über die Verwendung ihrer Studienbeiträge informieren müssten. Er sagte: „Auf dezentraler Ebene, also in den Fachbereichen, beteiligen sich die Studierenden mit eigenen Vorschlägen und wissen genau, wofür ihre Studienbeiträge ausgeben werden. Auf zentraler Ebene, also zum Beispiel in den Senaten, mangelt es an Transparenz gegenüber den Studierenden.“ Insgesamt aber, so Meyer auf der Heyde, empfänden sich die Studierenden auch fünf Semester nach Einführung der Studienbeiträge trotz erheblicher Mitwirkungsrechte „nicht als wirkmächtige Partner, die auf die Gestaltung der Lehr- und Studiensituation an der eigenen Hochschule entscheidend Einfluss nehmen.“ Auch könnten die Mittel noch phantasievoller zugunsten der Studierenden und einer Lehrverbesserung eingesetzt und nicht nur der beispielhafte Gesetzeskatalog abgearbeitet werden. 11


Wahlen

StuPa-Wahl

Zählen bis zur Dämmerung Dort wo sich sonst hunderte Studenten beim Essen drängen, sind 14 riesige Tische zusammengestellt worden. Es sieht eher aus wie Superbingo, was sich hier im EG Nord der Mensa ereignet. Casino-Stimmung kommt auf, als um kurz nach neun jemand vom Wahlausschuss mit „begebt euch zu den Tischen“ die Auszählnacht eröffnet. Über 140 Wahlhelfer zählen die Stimmzettel aus, mit denen in der letzten Vorlesungswoche vor den Ferien rund 8500 Studierende ihre Stimmen abgegeben hatten. Es gibt jedoch viereinhalb mal so viele Stimmzettel, weil gleich mehrere Gremien gewählt werden. Hier zeigt sich die andere Seite der niedrigen HumF Wahlbeteiligung von nur (8) 20 Prozent: Würden 16% viel mehr Studierende wählen, wäre der MatNat (6) organisatorische und 12% finanzielle Aufwand um einiges höher. Phil (5) Während der kalte 10% Winter draußen das Gebäude einschneit, Jura (7) steigt die Temperatur im 14% Saal an. Gegen Mitternacht ist es nicht mehr auszuhalten. Eine Wahlhelferin öffnet die Tür ins Freie, zum Unmut ihrer Kollegen. Der Luftzug fegt die Wahlunterlagen unter den Tisch und zerstört die Arbeit der letzten Stunde. Die Stimmung ist zwar ausgelassen, aber konzentriert. „Wir nehmen die Arbeit sehr ernst. Auch wenn wir bei einigen Gremien nur zehn Stimmzettel haben, die mehrfach 12

ausgezählt werden müssen“, erklärt Wahlhelferin Julia. Die Arbeitsbelastung der Auszählgruppen ist gegen Ende der Nacht so unterschiedlich wie die Verfahren ihrer Tischleiter. Einige Wahlhelfer rennen um den Tisch, andere rufen sich Zahlen zu und reichen gleichzeitig Zettel weiter. 23 verschiedene Wahlgänge werden in dieser Nacht ausgezählt, da jeder Studierende je nach Studiengang andere Gremien und Vertretungen wählt. Frauen wählen zusätzlich noch den Gleichstellungsbeirat, der die Gleichstellungsbeauftragte berät. Draußen im Foyer der Mensa ist die Stimmung ausgelassener, hier beobachten die Hochschulgruppen die aktuellen Hochrechnungen auf WiSo (24) der Leinwand. Mal 48% sind Jubelschreie, manchmal aber auch Ausdrücke des Entsetzen die Folge.

Fast jeder zweite Parlamentarier ist ein WiSo* Allen sind die Anstrengungen der letzten Tage anzumerken, zu Charts und minimalistischen Tönen klingt hier die arbeitsintensive Wahlkampf-Woche aus. Als die Internationale, ein Kampflied der Arbeiterbewegung, von einigen Hochschulgruppen angestimmt und textsicher vollendet wird, können einige nur mit dem Kopf schütteln. Die Ansichten der Hochschul-

*eine Kandidatin konnte nicht eindeutig einer Fakultät zu geordnet werden


Wahlen

Sitzverteilung im Studierendenparlament

Guerilla Grrls! 1

LINKE.SDS - 2

AL - 4

LHG - 1

UNABS - 17

GRÜNE - 10

RCDS - 4

Gewinne und Verluste

JUSOS - 8 UFO - 4

7,8%

2,6%

1,5%

-1,4%

-1,5%

Diff. zu 2008 in %-Pkt.

-0,3% -3,8%

UNABS

JUSOS

-4,0% UFO*

RCDS

GRÜNE

LHG

LINKE

AL

-1,5%

2,6%

-4,0%

1,5%

7,8%

-1,4%

-0,3%

-3,8%

*im Vergleich zur LUST. UFO ist ein Zusammenschluss aus LUST, LiLi und anderen.

Veränderung der Wahlbeteiligung 3,2%

4,1%

2,1%

4,1%

11,1% 3,6%

3,4%

4,5%

0,4% -0,9%

-2,9% -6,8%

-15,4% StuPa

FV WiSo

FV Jura

FV Medizin

FSR Zahnmedizin

FV Phil

20,2%

29,1%

14,8%

18,2%

14,9%

17,4%

FSR Biologie FSR Chemie 19,4%

19,5%

FSR FSR FSR Geowissensc FSR Physik Geographie Mathematik haften 13,4%

8,5%

21,3%

20,4%

FV HumF 21,0%

Wahlbeteiligung 2009 13


Wahlen

gruppen sind unterschiedlich, die einen treten als serviceorientierte Dienstleister an, andere würden gerne AKW-Demos oder Anti-Nazi-Kundgebungen organisieren. Im Kern sind fast alle der gleichen Meinung: Studiengebühren gehören besser heute als morgen abgeschafft, der Bachelor-MasterProzess muss dringend überarbeitet, die Anzahl der Lernarbeitsplätze ausgebaut werden. Jusos und Grüne sind in Höchstform, sie sind die Gewinner des Abends, konnten zwei beziehungsweise vier Sitze mehr als letztes Jahr erreichen. Thomas Heise von

campus:grün bereitet mit Wahlgeschenken schon einmal auf Weihnachten vor: Jedes Wahlversprechen der anderen Gruppen kann schnell erfüllt werden. Für den RCDS gibt es eine Mehrfachsteckdose, schließlich forderten sie mehr Arbeitsplätze für Laptopbesitzer. Für die neuangetretene Gruppe UFO, die sich vor allem aus der LUST speist, gibt es als Anspielung auf den neuen Namen ein Legoraumschiff. Die Umbenennung sei mutig, aber nötig gewesen, erklärt ein Kandidat das neue Konzept. Auf die Frage, warum sie es nicht Fusionen auf Bundestagsebene nachtun und als

Liste 2: Jusos

Ergebnis der Wahl zur Fakultätsvertretung der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät

ListenKandidat/in platz 1 Sievers, Michael 2 Mond, Sarah 3 Rehfeldt, Christian 4 Maslo, Annabelle 5 Schindler, David 6 Bechtle, Helena 7 Pinnen, Maximilian 8 Önel, Yasemin 9 Pöttgen, Andreas 10 Steimer, Henrike 11 Suchomsky, Alexander

8.757

Wahlberechtigte:

2.546

abgegebene Stimmen:

29,1 %

Wahlbeteiligung:

(+ 4,1 %)

58

ungültige Stimmen:

2.488

gültige Stimmen:

47

Enthaltungen:

Stimmen

Anteil in %

228

9,3

1

Jusos

280

11,5

1

Liberale Hochschulgruppe Köln (LHG Köln)

103

4,2

0

1.549

63,5

11

281

11,5

2

2.441

100,0

15

RCDS - Die Christdemokraten gesamt

79 39 10 6 24 16 2 24 18 11 5

Rang 1 2 8 11 3 6 19 3 5 7 13

Sitze

Kritische Hochschulgruppenaktive, FachschaftlerInnen u. Andere

Die Unabhängigen an der Uni Köln

Stimmen

Liste 3: Liberale Hochschulgruppe Köln (LHG ListenKandidat/in platz 1 Klefenz, Maximilian 2 Noritzsch, Susanne 3 Steinfort, Tobias

Stimmen 48 26 7

Rang 1 2 5

Liste 4: Die Unabhängigen an der Uni Köln Liste 1: Kritische Hochschulgruppenaktive, FachschaftlerInnen u. Andere ListenKandidat/in platz 1 Heise, Thomas 2 Reich, Franziska 3 Lüth, Ralf Maxime 4 Görgen, Benjamin 5 Bethge, Jan Per 6 Hassler, Rico 7 Cai, Yi Fan 8 Gedlich, Timo 9 Prosinger, Jana 10 Tietjen, Oliver 11 Stumpf, Hannah-Sophie

14

Stimmen 56 25 8 10 8 9 33 6 4 21 2

Rang 1 3 8 6 8 7 2 10 12 5 17

ListenKandidat/in platz 12 Yin, Yugiao 13 Zhang, Yan 14 Skell, Florian 15 Paul, Nadja 16 Adam, Jan 17 Reger, Fabian 18 Lingenfelder, Julia 19 Sass, Katharina 20 Ebel, Thomas 21 Stoop , David

Stimmen 4 1 4 1 6 1 1 22 3 3

Rang 12 18 12 18 10 18 18 4 15 15

ListenKandidat/in Stimmen platz 1 Copil, Karina 206 2 Kaufmann, Christoph 124 3 Engelsberg, Patrick 35 4 Lautenschlag, Ann-Kristin "Tine" 50 5 Hartrampf, Johannes 60 6 Pfarr, Ines 27 7 Wingender, Andreas 26 8 Müller, Michael 15 9 Kuss, Alexander 33 10 Schlunsky, Johannes 18 11 Jellen, Jana 47 12 Poell, Christian 39 13 Hindemith, Jasmin 8 14 Bergert, Anna Lena 19 15 Wellmann, Sebastian 18 16 Vogt, Inge 27 17 Nordhausen, Philipp 4 18 Weber, Katharina 5 19 Brand, Tim 28 20 Miksa, Malgorzata 7

Rang 1 2 10 5 4 16 18 32 12 27 6 9 47 24 27 16 69 63 14 54


Sitzverteilung FV WiSo

Wahlen

G

Ufo.Lust auftreten, entgegnet er: „Das wäre nicht fair gewesen, UFO-Kandidaten kommen von verschiedenen Listen“. Als gegen vier Uhr morgens die letzten Tischgruppen ihre Arbeit einstellen, ist es im Foyer still geworden. Für die Konstellation des amtierenden AStA aus Unabs, LUST und Jusos hat es nicht mehr gereicht, die fehlenden Stimmen der UFO sorgen für neue Verhandlungen im StuPa.

RCDS - 2

KRITISCHE WISOS - 1 JUSOS - 1

UNABS - 11

6,0%

Alexander Fritsch 2,8%

0,5%

ListenKandidat/in platz 12 Wollenweber, Vanessa 13 Dogan, Aytek 14 Schultz, Anna 15 Wergen, Clemens 16 Ahrend, Nadine 17 Sturma, Alexander 18 Ben-Jannet, Mirijam 19 Stürmer, Volker 20 Razaei, Puyan 21 Künnemann, Max

Stimmen 7 8 5 4 5 1 4 1 5 6

Rang 10 9 13 17 13 20 17 20 13 11

Köln) ListenKandidat/in platz 4 Ollmann, Mathias 5 Mouritz, Frank 6 Pezus, Phil

ListenKandidat/in platz 21 Löser, Zoe 22 Zernig, Alexandra 23 Schmidt, Waldemar 24 Bublier, Stephan 25 Kerschke, Christian 26 Pitz, Tobias 27 Schönherr, Nancy 28 Hartwig, Artur 29 Balazy, Patryk 30 Blomenkamp, Olaf 31 Blank, Oliver 32 Kloppich, Sarah 33 Maretzke, Karoline 34 Gillissen, Alexander 35 Vogt, Kristina 36 Kastner, Elisabeth 37 Eichholz, Tobias 38 Rist, Adrien 39 Rösch, Julia 40 Rosengarten, Tamus

Stimmen 9 9 4

Stimmen 6 11 3 1 3 8 28 7 1 6 14 12 3 5 16 5 8 8 20 9

Rang 3 3 6

Rang 58 41 71 76 71 47 14 54 76 58 34 38 71 63 31 63 47 47 23 44

Gewinne und Verluste Fakulträtsvertretung WiSo

-3,0%

-6,3%

Diff. zu 2008 in %-Pkt.

JUSOS

LHG

UNABS

RCDS

KRITISCHE WISOS

2,8%

-3,0%

-6,3%

6,0%

0,5%

Liste 4: Die Unabhängigen an der Uni Köln (Fortsetzung) ListenKandidat/in platz 41 Paulsen, Svenja 42 Zajac, Viktor 43 Wali, Ahmad 44 Ruhrmann, Alexander 45 Bauer, Nina 46 Römer, Peter 47 Malek, Norbert 48 Böning, Sarah-Lena 49 Steins, Ulrike 50 Gerstein, Vadim 51 Zimmermann, Carla 52 Otten, Raphael 53 Smith, Henry 54 Sudyka, Kathrin 55 Knoblauch, Till-Moritz 56 Adler, Marc 57 Kaufmann, Guido 58 Mohr, Fabian 59 Gerber, Matthias

Stimmen

Rang

12 21 8 7 17 3 5 15 4 6 14 5 13 8 23 14 8 46 3

38 22 47 54 29 71 63 32 69 58 34 63 37 47 21 34 47 7 71

ListenKandidat/in platz 60 Stein, Fabian 61 Kosch, Mareike 62 Lühr, Nils Lennart 63 Wessels, Antje 64 Schneider, Victoria 65 Winkler, Nils 66 Ludwig, Johannes 67 Hemel, Manuela 68 Loch, Michael 69 Gross, Christian 70 Löwer, Frederik 71 Zimmermann, Steffi 72 Wörndl, Daniel 73 Günther, Jens 74 Ates, Merih 75 Heyer, Thilo 76 Gross, Philip 77 Fischer, Frederik 78 Jesper, Oliver

Stimmen 5 6 19 6 7 29 17 25 19 10 10 9 9 0 42 34 25 12 63

Rang 63 58 24 58 54 13 29 19 24 42 42 44 44 78 8 11 19 38 3

Liste 5: RCDS - Die Christdemokraten ListenKandidat/in platz 1 Hauck, Tobias 2 Kandathil, Kevin 3 Lier, Jutta 4 Skorpil, Jörg 5 Metin, Hidayet 6 Meumertzheim, Julia 7 Schmitz, Stefan 8 Hahn, Daniel

Stimmen 99 21 23 29 24 17 6 3

Rang 1 5 4 2 3 6 11 16

ListenKandidat/in platz 9 Marleau, Alexandre 10 Bernhardt, Christin 11 Schützeichel, Paul 12 Birkenhagen, Arnd 13 Lewalder, Florian 14 Müller, Andrea 15 Klütt, Matthias 16 Veltkamp, Niklas

Stimmen 9 5 7 8 4 6 4 16

Rang 8 13 10 9 14 11 14 7


Wahlen

Wahlergebnisse Studierendenparlament DieUnabhängigenanderUniKöln

Jusos

ChristianPoell JanaJellen KerstinOesterreich JohannesHartrampf ChristophKaufmann MerihAtes FelixErler FabianMohr SibelEyrek JuliaRösch PatrickEngelsberg TimBrand AlexanderKuss NilsWinkler ViktorZajac AnnaLenaBergert

SarahMond ThomasKöppen MarcRodermund JanS.Weber HelenaBechtle SerkanDogan AndreasPöttgen DavidSchindler

339 107 83 77 63 62 57 54 50 48 45 42 41 39 37 34

W W R W W W R W R W W W W W W W

218 63 54 51 43 40 31 29

W N N N W N W W

UFO–dieFachschaftsliste PeterHacke MaikSchössow PatrickSchnepper JuliaLange

75 67 40 22

P N N .

458 122 118 111 100 84 68 68 68 56

R H H W H H H W R H

campus:grün AlternativeListe EvelynHinze YuqiaoYin EdithTillack AxelAnlauf

115 50 43 35

H W H P

140 28

W P

JannikaJahn JonasThiele JanBurchard ThomasHeise JudithDauth MaruschkaSchmitz FabianKaska OliverTietjen NilsJanson KatjaBauch

DieLinke.SDS KatharinaSass JasharErfanian

LiberaleHochschulgruppeKöln(LHG)

RCDS–DieChristdemokraten

TorstenRekewitz

CorinnaSimon KarlBrauer HidayetMetin JuttaLier

83

R

GuerillaGrrls!DiefeministischeListe MeikeWerner

64

214 65 38 34

R P W W

P alle Wahlergebnisse unter www.wahlen.uni-koeln.de

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Die

mag warnt: Mitschriften ag

der Studierendenschaft der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln

Mitschreiben fügt Ihnen und den Kommilitonen in Ihrer Umgebung erheblichen Nutzen zu Für das SS 2010 suchen wir bereits Mitschreiber! Bei Interesse kommt einfach in der mag vorbei oder schreibt uns eine Email: kontakt@mitschriftenag.de


Köln

Unterwegs in Köln

Ehrenfeld Wir hoffen, ihr habt die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel gut überstanden und seid jetzt fit für die heiße Phase: die Klausuren stehen an. Jetzt müssen nicht nur überschüssige Pfunde abgebaut werden, sondern auch längst vergessener Stoff aufgearbeitet werden. Allerdings weiß jeder Student, dass man durchschnittlich nur zehn Stunden am Tag lernen kann, bevor das Gehirn anfängt zu qualmen. Damit ihr euch in der übrigen Zeit nicht langweilen müsst, stellen wir euch heute den Stadtteil Ehrenfeld vor. Ehrenfeld ist ein Stadtteil im Kölner Westen, der zum gleichnamigen Stadtbezirk gehört. Der ehemalige Arbeiter- und Industriestadtteil hat heute einen hohen Anteil von Migranten und ist somit multikulturell geprägt. Auch diese Eigenschaft macht das Viertel so interessant für in- und ausländische Studenten. Neben überwiegend türkischen und italienischen Geschäften und Betrieben sowie Gastronomie findet man hier auch Einflüsse aus dem nahen und fernen Osten und Afrika. Dazu findet der Stadtteil wegen seiner expandierenden Kulturszene immer mehr Freunde.

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Vor allem im Winter lädt das 1912 erbaute Neptunbad (Health Club & Spa) am Neptunplatz zum Erholen und Entspannen ein. Der Innenbereich ist auch nach der Renovierung im Jugendstil gestaltet und erinnert an die Gründerzeit. Neben Sauna und Fitness gibt es dort auch einen Massage-, Beauty- und Hamambereich. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Bei einem Spaziergang durch die Stadt sieht man einige sogenannte Dreifensterhäuser. Die Gebäude wurden so schmal gebaut, da Häuser mit einer maximalen Breite von 6,28 nach der preußischen Bauordnung von Steuerabgaben befreit waren. Auffällig ist auch das 31-stöckige Herkuleshochhaus, benannt nach der benachbarten Herkulesstraße. Die Fassade ist mit orangenen, blauen und roten Blechen verkleidet, welche dem Gebäude auch den Spitznamen „Villa Kunterbunt“ verleihen. Der Heliosturm an der Heliosstraße wird oft als Wahrzeichen Ehrenfelds betrachtet. Der 1885 erbaute Binnenleuchtturm hatte keine Funktion als Seezeichen, sondern gehörte zur Helios AG. Außerdem nett anzusehen sind einige der Stadtbahnhaltestellen in Ehrenfeld, die 1989 von Künstlern gestaltet wurden. Wie oben erwähnt wird Ehrenfeld auch für Kulturfreunde immer interessanter. Vier freie Bühnen laden zur abendlichen Unter-


ner Weg 1b). Jeden ersten Freitag im Monat steigt hier die legendäre Trashpop, mit allen unseren (heimlichen) Lieblingsliedern der 90er und Goldstücken des Eurodance. Das Programm ist generell sehr abwechslungsreich. Das Herz der Werkstatt schlägt aber insgeheim für Indie und Electro. Das war es fürs Erste. Wir hoffen ihr habt Lust auf Ausgehen und Party bekommen. Viel Spaß dabei!

Köln

haltung (Arkadas-Theater, Kölner-KünstlerTheater, TheaterHaus Köln und Artheater). Wer sich nicht für Theater interessiert, kann sich stattdessen die neuesten Filme im Cinenova anschauen (Herbrandstraße 11). Für aktivere Menschen stehen zahlreiche Clubs zur Verfügung, in denen auch oftmals LiveMusik gespielt wird. Da gibt es zum Beispiel die Live-Music-Hall, die je nach Party Musik von 80ern bis Rock spielt (Lichtstr. 30). An der Vogelsanger Straße 200 liegt das rockige Underground mit wechselnder Musik. Hier werden sowohl Partys als auch Konzerte veranstaltet. Außerdem lädt im Sommer ein Biergarten zum Entspannen ein. Im Herbrand’s (Herbrandstraße 21) kann man Livemusik hören, Comedy sehen, Partys feiern und Salsa tanzen. Besonders zu erwähnen ist aber auch die Werkstatt (GrüText: Judith Siekiera und Kyra Wilke Fotos: Alex Krabes

Test the best

Café Krümmel Nicht erst seit heut oder gestern wird das Café Krümel auf der Zülpicher (207) von Studenten aufgesucht. Das Angebot des Frühstücks reicht vom üblichen Brötchenkorb, Müsli mit frischen Früchten bis hin zu zig verschiedenen Varianten von Rührei, die preislich ok, vom Geschmack top sind. Wöchentlich wechselnde Speisekarten bringen für jeden Geschmack das Richtige. Täglich angeboten und zu empfehlen ist die hausgemachte Quiche, z.B vegetarische Variante ohne Salat um die vier Euro. Zum Kaffee darf ein Stück Kuchen, natürlich selbst gemacht, nicht fehlen. Preise ab 2,30 Euro sind dafür vollkommen angemessen und im Vergleich zu anderen Ca-

fés zahlbar. Das Angebot an Essen wird bis 23 Uhr geboten, für Spätesser und spontane Snacks optimal. Schlichte Tische und Stühle geben dem Krümel erst richtig Flair, wenn die Sonne untergeht und jeder Tisch mit Kerzen verziert wird. Personal ist flott und stets zuvorkommend und freundlich. Lange Wartezeiten beim Bestellen sind eher die Ausnahme, serviert wird selbst bei einem vollen Laden ohne lange Warten, was man nicht bei jedem Café in Köln behaupten kann. Wenn ihr also auf einen Kaffee außerhalb des Campus Lust habt, bietet sich das Krümel durch seine Uninähe an. Also: Auf und testen! Axel Wiegand 19


Campus

Kolumne Homo oeconomicus

Andreas Klöcker

Weihnachten ist gerade an uns vorbeigezogen. Und wie jedes Jahr gibt es zur Weihnachtszeit auffällig viele Spendenaufrufe. Es scheint als ob die Spendeneintreiber der Auffassung sind, dass zum Fest der Liebe die Menschen grundsätzlich uneigennütziger sind als zu anderen Zeiten – wahrscheinlich nicht zu unrecht. Eigentlich müsste uns Ökonomen das wundern. Ich meine, welchen rationalen Grund können wir erkennen, zu Weihnachten zu spenden, - oder überhaupt zu spenden.

Der Homo oeconomicus, ein rationales und seinen Nutzen maximierendes Wesen, beschäftigte auch den Lehrstuhl von Prof. Axel Ockenfels, der als Erster auch einen Fairnessfaktor in Entscheidungssituationen einbezog: Die sogenannte ERC-Theorie entstand. Karrikatur: Bolton und Ockenfels, erstmals in der Financial Times Deutschland, März 2001 erschienen

Seit dem ersten Semester wird uns ein bestimmtes Menschenbild nahe gebracht. Das des Homo oeconomicus, ein rationales und seinen Nutzen maximierendes Wesen. Natürlich wird immer darauf hingewiesen, dass es sich dabei nur um Modelle und Vereinfachungen handelt. Trotzdem scheint in den meisten Ökonomen dieses Menschenbild tief verwurzelt zu sein. Und auch in der Gesellschaft scheint dieses Menschenbild

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angekommen zu sein. Stellt sich die Frage: zurecht? Nicht umsonst scheinen zum Beispiel erfolgsabhängige Lohnbestandteile für die meisten Unternehmen die größte Motivationshilfe ihrer Mitarbeiter zu sein. Mehr Geld bei mehr Erfolg führt zu mehr Engagement. Eine einfache Gleichung eigentlich. Aber manifestiert dies nicht das egoistische Handeln und vergiftet die Teamarbeit? Oder gilt die einfache Regel: wenn jeder sich selbst hilft, ist jedem geholfen? Die Ansicht, dass individueller Nutzen nicht mit kollektivem Nutzen identisch sein muss, vertrat als einer der ersten Bernard Mandeville mit seiner Bienenfabel. Die Essenz dieser Fabel ist, dass alles was der Mensch tut, getrieben ist aus Eigennutz. Mandeville geht noch weiter. Er behauptet, dass genau dieses Verhalten dem Allgemeinwohl zugute käme. Man kann dieser Ansicht positiv und negativ gegenüberstehen, aber revolutionär war diese Überlegung zu seiner Zeit auf jeden Fall und es lohnt sich, darüber nachzudenken. Spenden wir nur um unser Gewissen zu bereinigen oder tatsächlich um zu helfen? Neueste Erkenntnisse vor allem aus der experimentellen Wirtschaftsforschung haben herausgefunden, dass die wenigsten Menschen sich rein eigennutzenorientiert verhalten. Sie weisen zum Beispiel in Ultimatumsspielen Zahlungen ab, wenn sie diese für ungerecht halten, und gehen lieber leer aus. Oder teilen ihr Guthaben ohne einen institutionellen Anreiz oder einen pekuniären Vorteil daraus zu ziehen. Es gibt sogar Studien, die solche Experimente in verschiedenen Kulturkreisen


Campus

durchführen ließen, um herauszufinden, ob dieses Verhalten am kulturellen Hintergrund liegt. So wurden Ultimatumsspiele auf allen Kontinenten, in entwickelten und unentwickelten Gesellschaften durchgeführt, und überall zeigten sich die Menschen überraschend großzügig. In den Industrieländern und den städtischen Gebieten der Entwicklungsländer ergab die Studie, dass im Durchschnitt zu 50/50 geteilt wird. In einigen Gesellschaften behielten die Menschen durchschnittlich dreiviertel des Betrags, in anderen wiederum gaben sie zweidrittel ab. Was aber deutlich zu unterstreichen ist, ist,

dass kein Volk sich wie der Homo oeconomicus verhalten hat. Diese Beobachtungen lassen darauf schließen, dass es wohl in der Natur des Menschen liegt, nach Gerechtigkeit oder Fairness zu streben. Eigentlich ja ein sehr beruhigender Gedanke. Nur für uns Ökonomen nicht ganz so schön. Denn der Homo oeconomicus hat unsere Modelle schön einfach gemacht. Gerechtigkeitsempfinden und uneigennütziges Verhalten in die Modelle einzubauen, macht sie bestimmt nicht durchschaubarer. Aber das ist wohl ein Preis, den man ganz gerne für diese Erkenntnis zahlen möchte.

WieSo-Mensch

Was bringt 2010? Alles ist so seltsam vertraut. Ein Schreibtisch, Übungsunterlagen für ein beliebiges VWLFach, eine Tasse Kaffee und die letzten Kekse von Mutti. Ich löse gerade zum zweiten Mal ein mehr oder weniger lineares Gleichungssystem und zum zweiten Mal habe ich wieder nicht das richtige Ergebnis. Mein Blick schweift zum Fenster heraus, das nasse Wetter in Köln macht sich nur durch das ständige „Tok-Tok“ der Regentropfen gegen meine Scheibe bemerkbar und der Rest der Welt ist schon gefühlt seit dem Mittag in Dunkelheit getaucht. Langsam beschleicht mich das Gefühl, dass ich vor einem Jahr genau an dieser Stelle saß, mit einer Tasse Kaffee, Muttis Keksen, und in irgendwelchen Gleichungen Variablen hin und her schob bis sich eine Lösung einstellte. Das Wetter war regnerisch und dunkel, alles war wie vorher. Woran habe ich damals eigentlich gedacht, wenn ich mich mal kurz in Gedanken flüchten wollte um dem Lernen zu entkommen? Auch damals war Weihnachten kurz vorbei,

ich war gerade aus der Heimat wieder zurück in Köln und beschloss, vor Silvester schon mal mit dem Lernen zu beginnen, schließlich war das letzte Semester notentechnisch eher suboptimal verlaufen und dieses Semester würde ja alles anders werden. Im Fernsehen liefen schon wieder die letzten Jahresrückblicke, dazu die ganzen Wiederholungen von „Ein Herz und eine Seele“ und das unvermeidliche „Dinner For One“. Ich lies in Gedanken noch einmal das Jahr Revue passieren:

Die Kanzlerin glänzt auf den Bühnen der Welt, innenpolitisch bleibt sie aber herrlich nichtssagend, während die SPD mal wieder eine Führungskrise hat. Die Milchbauern wollen mehr Geld, genauso die Gewerkschaften. In den Talkshows von Illner bis Will werden Wertedebatten geführt. Es gab tragische Umweltkatastrophen, die Bilder von den Opfern gingen um die Welt.

21


WIESO-Mensch

Diese Bilder wurden natürlich wieder in jedem TV-Jahresrückblick (strategisch günstig in der ersten Dezember-Woche gesendet) mehrmals durchgekaut, und nach einer kurzen Werbepause ging es dann direkt weiter mit den neuen Freundinnen von Boris Becker und Paris Hilton oder dem erneuten Entzug von Amy Whinehouse. Auch erneute Anschläge von Terroristen erschütterten die Menschen und in Deutschland brach mal wieder die Debatte über schärfere Kontrollen von-wem-auch-immer los. Die bestehenden Gesetze zum Schutz der Sicherheit müsste man überdenken (das heißt verschärfen, falls man CSU-Politiker ist). Die Bayern haben mal wieder einen neuen Trainer, Vergleiche mit dem Messias und/ oder Ottmar Hitzfeld stehen an der Tagesordnung. Er gilt zwar als Dickkopf, aber seine früheren Erfolge geben ihm recht. Und wenn Ribery gesund bleibt, ist eh alles super. Auch wenn es mit der Herbstmeisterschaft nicht geklappt hat. Van Gaal wird es schon… Moment, Van Gaal? War das 2008 nicht der Klinsmann?

ertappe mich dabei, wie ich die „ Ich Ereignisse der beiden letzten Jahre vergleiche und bestimmte Ereignisse im Kopf vertausche. Irgendwie ist alles austauschbar. Schlagzeilen, Menschen, Ereignisse in der Politik oder im Sport. Irgendwie ist alles schon einmal dagewesen, auch im Privaten.

Freunde von außerhalb kamen und gingen, genauso diverse flüchtige Party-Bekanntschaften. Mein Drucker ging wie jedes Jahr genau an dem Tag kaputt, als ich meine Hausarbeit ausdrucken wollte. In der einen lauen Sommernacht, als ich ausnahmsweise mal ohne Licht am Fahrrad nach Hause fuhr,

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geriet ich natürlich in eine Polizeikontrolle und musste zahlen. Als ich meine Anmeldung für die Klauseinsicht vergas, war man beim Lehrstuhl wenig kulant und gab mir ein nettes „wenn Sie später im Berufsleben etwas erreichen möchten, dann müssen sie auch lernen Fristen einzuhalten“ auf den Weg. Die große Midterm-Klausuren-Rum-Party endete mal wieder im Ding (obwohl man sich fest vorgenommen hatte, dieses Mal wirklich woanders hinzugehen). Alles irgendwie schon einmal dagewesen. Natürlich gab es auch dieses Jahr einprägsame Momente: Der erste farbige Präsident der USA tritt sein Amt an. Robert Enke und Michael Jackson sterben und ihre Tode ziehen ein gewaltiges mediales Echo hinter sich her. In ganz Deutschland gehen Studenten auf die Straßen für ein besseres Bildungssystem. Dank Twitter, Flickr und Facebook schaffen es iranische Protestanten, dass ihre Proteste trotz Zensur in aller Welt Gehör finden und das Regime in Teheran zum ersten Mal seit langer Zeit wieder wirklichen Gegenwind verspürt. Und der FC Köln gewinnt tatsächlich mal wieder ein Heimspiel. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass irgendwie nicht wirklich viel Neues geschehen ist im Jahr 2009. Wird sich das 2010 ändern? Oder werde ich mich in 12 Monaten wieder an meinem Schreibtisch wiederfinden und Schwierigkeiten haben, mich zu erinnern, was in dieser Zeit passiert ist? Ich lehne mich in meinem Stuhl zurück, der Kaffee ist mittlerweile kalt und der Regen hat aufgehört. Vielleicht wird 2010 ja doch ein gutes Jahr? Das dachte ich auch von diesem Jahr und eigentlich hat es mich auch nicht enttäuscht. Zumindest nicht zu Beginn des Jahres… Der Wieso-Mensch wünscht euch allen einen guten Start ins neue Jahr!


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Unterwegs in Köln Ehrenfeld mitteilungen WieSo-Mensch Was bringt 2010? Test the best Café Krümel Nr. 4 / WS 09/10 04. Januar 2009 Deine Uni....

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