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Nr. 2 / SS 09

04. Mai 2009

mitteilungen www.wiso-buero.de

So schön ist NRW! Rückblick O-Phase Study Tour Köln - Moskau

aktuell

Deine Uni. Deine Infos. Dein Sprachrohr.


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Editorial

Es ist soweit…

Impressum WiSo-Mitteilungen der Fachschaft WiSo Universitätsstr. 16b, 50668 Köln

Nach langem Warten und einmaligem Verschieben wurde schließlich in der Sitzung des Studierendenparlaments am 22. und 23. April der neue AStA gewählt. Wie, was und wer könnt ihr in unserem StuPa-Bericht erfahren. Frischen Wind bringen hoffentlich auch die nun angelaufenen Renovierungsarbeiten an unserer Uni, in unsere Uni. Wir haben einige von euch um euren Standpunkt gebeten. Wo seht ihr Mängel und wo wünscht ihr Verbesserungen?

Herausgeber: Studierendenschaft der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln Verantwortlich: Der Fakultätsrat: Karina Copil (1.Vorsitzende), Ann-Kristin Lautenschlag (2.Vorsitzende), Christoph Kaufmann (Finanzer), Michael Müller (Bürokoordinator)

Redaktion:

Falls eure Freizeitplanungen nach neuen Anregungen schreien, dürft ihr euch gerne von den vorgestellten NRW-Zielen inspirieren lassen. Dieses Mal weiß unsere Redakteurin um die besten Ecken und Kanten in Duisburg. Aber auch hier in Köln haben wir für euch eine der derzeit angesagtesten Weggehmöglichkeit getestet: Die Wohngemeinschaft.

Johanna Füllmann (Leitung), Viktoria Cassens, Felix Holtermann, Andreas Klöcker, Sonja Müller, Miriam Schleifer, Daniel Schütz, Judith Siekiera, Axel Wiegand

Grafik: Alexander Fritsch, Liu Yang (Layout), Jonas Letschert (Fotos)

Also, wenn ihr soweit seid: Hinsetzen, lesen und bei Bedarf Neues ausprobieren, vielleicht werden ja Besserungen gelobt.

Anzeigen: Nina Bauer • Tel.: 0177/8674688 werbung@wiso-buero.uni-koeln.de

Druck: Johanna Füllmann

Aachener Druck, Köln

Redaktionsleitung

WiSo-Fachschaft im Internet: www.wiso-buero.de wiso-mitteilungen@uni-koeln.de

nächste Redaktionssitzung: 20. Mai, 18:30 Uhr, WiSo-Büro Namentlich gekenntzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der gesamten Redaktion wieder


Ohne Worte

Oliver Jesper Ex-AStA-Vorsitzender

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„Denkst du, dass du deiner Aufgabe als 1. AStAVorsitzender gerecht geworden bist?“

„Was wirst du am meisten an diesem Amt vermissen?“

„Wie siehst du deinen Nachfolger?“

„Mit welchem Gefühl trittst du ab?“

„Wo siehst du deinen Arbeitsschwerpunkt im AStA für die Zukunft?“

„Wie stimmen dich die aktuellen Wahlergebnisse?“

„Wie reagierst du auf Kritik von der Opposition an deiner Person?“

„Was bringt das Leben als Person in einem öffentlichen Amt mit sich?“

„Würdest du das Amt jederzeit wieder besetzen wollen?“


Inhalt

WM Nr. 02 • Sommersemester 2009

Inhaltsverzeichnis Fachschaft

12

06 Der Frühling ist da! 07 Nachlese O-Phase 08

Fakultät

Universität

19

Renovierungsarbeiten an der Uni Köln 14

Bericht aus der Engeren Fakultät 09

Standpunkt

Ausland

Test the best Die Wohngemeinschaft

21

Kolumne 30 Jahre Bologna - zum Glück?!

Study Tour Köln-Moskau 17

Schönes NRW Unterwegs in Duisburg

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Aktuell Infos zur Amokdrohung

Neuer AStA-Vorsitzender

O-Phase und E(ntwicklungs)-Phasen

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Fachschaft

Die Sonne scheint, der Frühling ist da…

…die Wintersachen sind eingepackt, überall sind kurze Röcke zu sehen und die ersten Sonnenbrände haben die Haut auf die kommenden Monate vorbereitet. So kann das Sommersemester 2009 beginnen! Wir hoffen, ihr hattet einen guten Start und habt die ersten sonnigen Wochen des Semesters genossen. Leider wurde die Sonne ab und an auch mal von Wolken bedeckt, eine davon heißt „Klips“. Zum ersten Mal wurde Klips dieses Semester als Belegungssystem verwendet, und es herrschte große Verwirrung, was denn nun zu belegen sei. Die andere Wolke heißt „Online-Vorlesungsleitfaden“. Durch die aktuellen Entwicklungen an der gesamten Uni (KLIPS) ist es für uns schwierig, unseren Vorlesungsleitfaden in gewohnter Form weiterzuführen. Um mit den Veränderungen an der Uni Schritt halten zu können, wäre es sogar notwendig, den Online-VLF völlig neu zu programmieren. Daher können wir dieses Semester keinen Online-VLF anbieten. Auch die gedruckten Vorlesungsverzeichnisse wird es nicht mehr geben. Wir bemühen uns um eine alternative Lösung zum Wintersemester. Falls Ihr über IT-Kenntnisse verfügt und Spaß daran hättet, uns zu unterstützen, würden wir uns freuen, wenn Ihr Euch mit uns in Verbindung setzt (wiso-buero(at)uni-koeln.de). Weiterhin könnt ihr eure Veranstaltungen

aber manuell in unseren VLF eintragen. Wir hoffen, dass ihr euren Stundenplan trotz all der Schwierigkeiten erstellen konntet und zu allen Veranstaltungen gefunden habt. Für über 600 Erstsemester begann in diesem Frühling ihr Studium an der Universität zu Köln. Und für die allermeisten von ihnen war der Start nicht so schwer wie befürchtet, denn sie haben an unserer großen Orientierungsphase teilgenommen. So durchstreiften zwei Tage lang Gruppen von Erstis die Uni, geführt von furchtlosen Tutoren. Neben den bewährten inhaltlichen Starthilfen gab es natürlich auch dieses Mal wieder die legendäre Hellers-Party und Spiel, Spaß und Spannung auf der Stadtrallye. Mehr dazu erfahrt ihr in dieser Ausgabe der WiSo-Mitteilung. Nun aber schnell wieder zum Aachener Weiher (oder in die Vorlesung...) bevor die guten Plätze alle weg sind!

Euer Fakultätsrat Karina Copil Ann-Kristin Lautenschlag Christoph Kaufmann Michael Müller

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Fachschaft

Orientierungsphase

Nachlese der O-Phase (06. – 08. April) Ein neues Semester und mit diesem auch viele neue Gesichter – fast 700 Bachelor-Ersties durften wir dieses Mal an unserer Fakultät willkommen heißen. Das ist für ein Sommersemester eine ganze Menge, genau genommen hat die Uni ihre Kapazitäten hoffnungslos überbucht. Nach eigener Aussage wird das aber kein Problem darstellen. „Stimmt!“, sagen wir. Auf dem Boden von HS I und in der Aula war in den vergangenen Semestern ja auch immer noch eine ganze Menge Platz frei. Sauineffizient wäre es, diesen zu verschwenden. Wie dem auch sei: Damit auch niemand im akademischen Dschungel verloren ging, boten wir natürlich unsere Orientierungsphase (a.k.a. O-Phase) an. Die erfrischende Begrüßungsrede im HS I wurde dieses Mal von unserem Prodekan Prof. Mosler gehalten, gefolgt von einer charmanten rhetorischen Darbietung unserer beiden Vorsitzenden des Fakultätsrats. Nach der Einteilung in Kleingruppen wurden unsere Neulinge von erfahrenen Tutoren zwei Tage lang durch die Uni geführt, wo hoffentlich alles Wissen vermittelt werden konnte, um einen reibungslosen Start ins Uni-Leben zu gewährleisten. „Neuerungen“, wie KLIPS (weiterhin bleibt unsicher, ob man ruhigen Gewissens von Verbesserungen sprechen kann) sorgten dabei selbst bei gestandenen Fachschaftern für temporäre Verwirrung.

Doch nicht nur die inhaltliche Arbeit, auch das Partyprogramm stellte höchste Anforderungen an Mensch und Material. So wurde in diesem Semester zum ersten Mal die Stadtrallye in die OPhase integriert. Davor fand am Montagabend der legendäre Ersti-Abend im Hellers Brauhaus statt, am Dienstag folgte unmittelbar die O-Phasen-Party im Unikum. Pünktlich um 11:00 Uhr am Mittwochmorgen ging es dann auch schon mit der Stadtrallye weiter, die zur allgemeinen Auflockerung mit einer riesigen Kleiderkette auf dem Albertus-Magnus-Platz startete. Für viele Neu-Kölner bot sich somit direkt die Gelegenheit, ihre neue Wahlheimat ein wenig besser kennen zu lernen. Alle Veranstaltungen waren, wie nicht anders zu erwarten war, sehr erfolgreich, obgleich sich Mittwochabend eine gewisse müdigkeitsbedingte Lethargie breit machte (wir befinden uns noch in der Ursachenanalyse!). Wir hoffen, ihr hattet ähnlich viel Spaß in der O-Phase wie wir und fühlt euch gut informiert. Wenn es noch Fragen, Probleme, Anregungen, Verbesserungsvorschläge oder Ähnliches gibt, stehen euch die Tore der Fachschaft natürlich jederzeit offen. Nicht vergessen möchten wir alle helfenden Hände, die an der Vorbereitung oder als Tutoren maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben. Danke noch einmal! Euer E-Team

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Fakultät

Bericht aus der Engeren Fakultät Am 27. April fand die erste Sitzung der Engeren Fakultät in diesem Semester statt. Die Engere Fakultät ist das zentrale Entscheidungsgremium der Fakultät für alle Fragen, die nicht in der Verantwortung des Dekans stehen. Hier werden unter anderem Prüfungsordnungen beschlossen oder auch Forschungsfreisemester für die Professoren genehmigt. Um Eure Interessen im kommenden Jahr zu vertreten, wurden von Euch Michael Loch, Inge Vogt und Philip Gross als studentische Vertreter in die Engere Fakultät gewählt. Damit wir uns für Euch aber noch besser einsetzen können, haben wir ab diesem Semester Nachwuchs bekommen. Zusätzlich zu den drei ordentlichen Vertretern können wir nun einen vierten studentischen Vertreter in die Engere Fakultät schicken, der als beratendes Mitglied allerdings kein Stimmrecht hat. Diese Rolle übernimmt Karina Copil aus dem Fakultätsrat. Gleich zu Beginn des Semesters gab es einige wichtige Tagesordnungspunkte die wir euch nicht vorenthalten wollen. Ein wichtiger Punkt war die Wahl eines neuen Prodekans für Studium und Lehre, bisher wurde dieses Amt von Prof. Buschfeld übernommen, bei dem wir uns für die konstruktive Zusammenarbeit bedanken möchten. Ihm folgt nun Prof. Mellis, der einigen von euch aus der Wirtschaftsinformatik bekannt sein könnte. Des Weiteren wurde Prof. Delfmann wieder als Prodekan für Internationale Beziehungen und Öffentlichkeitsarbeit gewählt. Prof. Wambach wurde ebenso als Prodekan für Forschung 8

und wissenschaftlichen Nachwuchs bestätigt. Das zusätzlich geschaffene Amt der Fakultätsbeautragten für Marketing übernahm Prof. Völckner. Während es bei der diesmaligen Änderung der Diplomprüfungsordnung keinerlei Schwierigkeiten gab, ging es bei der Bachelor- und Masterprüfungsordnung durchaus kontrovers zu. So sollte es nicht mehr möglich sein, Bachelorarbeiten anzurechnen, falls diese nicht an der Uni Köln geschrieben wurden. Nach einiger Diskussion über das für und wider konnten wir einige Professoren überzeugen gegen diesen Vorschlag zu stimmen. So kam es einer kleinen Revolution gleich, als das Abstimmungsergebnis fünf Stimmen dafür und sechs Stimmen dagegen aufwies. Somit ist diese Änderung erst einmal vom Tisch. Außerdem sollte die Möglichkeit gestrichen werden, im Master freiwillig Zusatzmodule zu belegen. Als Grund wurde eine Verlängerung der Studienzeit angegeben. Auch hier konnten wir mit Hilfe einiger Professoren diesen Änderungsantrag ablehnen. Zum Thema Klips wurde uns zugesagt, dass eine flächendeckende Einbindung zum WS 09/10 nicht bevorsteht. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Klipsanmeldung nicht verpflichtend wird. Michael Loch Inge Vogt Philip Gross und Karina Copil


Universität

Was macht eigentlich das Studierendenparlament?!

Das Geheimnis ist gelüftet: Und der neue AStA ist... selber Besetzung durch Arne Freisfeld Wir erinnern uns: Nach den Wahlen (FachschafterInnenliste LUST) und koin Wintersemester und der ersten ordiniert im AStA u.a. die Kritik an der konstituierenden Sitzung des Stugeplanten Reform der Lehrerausbildierendenparlaments war die Wahl dung. Andreas Weber (FachschafterIndes AStA verschoben wurden. Dies nenliste LUST) wurde als Referent für wird jetzt nachgeholt. Internationales, Integration und AntiGleich in zwei aufeinander folgendiskriminierung bestätigt und wird sich den Tagungen tritt das Studierenweiterhin für eine denparlament der diskriminierungsUniversität zusamfreie Universität einmen um nicht nur setzen. den Haushalt zu Aber nicht nur ernsbeschließen, sonte Themen werden dern auch endlich dieses Mal im StuPa den AStA zu wähdiskutiert. So wird len. die Einrichtung eiDabei bilden die ner Schnitzeltheke Hochschulgruppen Freuen sich auf ihr neues Amt: in der Mensa ins Die Unabhängigen, Christian Poell und Jana Jellen Auge gefasst und die Juso-Hochauch das Problem schulgruppe und der nicht vorhandenen kleinen Löffel, die FachschafterInnenliste LUST in eiganz zu schweigen von den unhandliner Koalition den neuen AStA. chen Pfeffertütchen, wird aufgegriffen. Gewählt wird nach langen Frage-undHierbei verspricht Christian Poell perAntwortspielchen letztendlich Christisönliches Engagement. Aber auch Vean Poell als erster AStA-Vorsitzender getarier und Veganer dürfen sich freuund als zweite Vorsitzende Jana Jellen, en: Ein Ausbau der Mensa in dieser beide von den Unabhängigen. Hinsicht soll ebenfalls vorangetrieben Unterstützt werden sie dabei von Matwerden. thias Gerber (Unabhängige) als FinanzZudem stehen einige Anträge auf dem referent. Zur neuen Sozialreferentin Plan: Diese betreffen zum einen den wurde Fabienne Mainz von der Jusobald anstehenden IslamisierungskonHochschulgruppe gewählt, während gress (Alternative Liste), zum anderen als Bildungspolitikreferent Merih Ates den Erhalt des Kindergarten Knusperin Zukunft von sich reden machen häuschens (Campus Grün), als auch wird. Das Faschaftenreferat verbleibt in 9


Universität

den behindertengerechten Ausbau der Uni (Jusos). Nach zwei langen, verhandlungsreichen Tagen und Nächten beendet das StuPa fürs erste die Sitzung. Welche Richtung der neues Asta einschlagen wird und wie die Opposition darauf reagieren, wird bleibt abzuwarten. Man darf auf jeden Fall gespannt sein, was das neue Semester politisch so mit sich bringt. Wer hautnah dabei sein will, der sei

herzlich zur nächsten StuPa-Sitzung eingeladen. Der Termin wird vorher bekannt gegeben.Empfehlenswert für jeden der Politik live erleben will.Das Studierendenparlament der Universität zu Köln freut sich über euren Besuch! Miriam Schleifer

Amokdrohung hat Folgen Am Donnerstag, 23.04.09 traf ein Telefax mit einer in gebrochenem Deutsch verfassten, sehr unkonkreten Ankündigung eines Amoklaufes am darauffolgenden Montag oder Dienstag auf dem Campus der Universität zu Köln ein. Die Universitätsleitung informierte daraufhin umgehend die Polizei; das Kriminalkommissariat 13 nahm die Ermittlungen auf. Einige Lehrveranstaltungen fanden nicht statt, wobei ein Ausfall im eigenen Ermessen der Lehrenden lag. Die Studenten wurden von der Universitätsleitung nicht informiert. Weder über die Drohung, noch über den Ausfall von Veranstaltungen. Nachdem sich die Nachricht jedoch bereits am Wochenende herumgesprochen hatte, gingen viele aus Angst nicht zur Uni. Die Amokdrohung hat Folgen: Zumindest für den Studenten, der die Ankündigung versandte. Vorgeworfen werden könnte ihm Vortäuschung einer Straftat. Laut Polizei müssen Trittbrettfahrer wegen „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldstrafe rechnen. Die Ermittlungen dauern noch an, fest steht aber, dass der Täter die Nummer eines Fremden in sein Fax-Gerät eingetippt hatte, der für die Tat nicht in Frage kommt.

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Bekanntmachung Die 2. ordentliche Sitzung der Fakultätsvertretung der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät findet statt am: 25.05.2008 um 19.00 Uhr (s.t.) im WiSo-Büro Tagesordnung: 1. 2. 3. 4. 5. 6.

Formalia Genehmigung des Protokolls Bericht des Fakultätsrates Bericht der Mag Bericht aus der Engeren Fakultät Abschlüsse  Haushaltsabschluss 2008/2009  Semesterabschluss der Mag WS 2008/2009  Jahresabschluss der Mag 2008/2009  Jahresabschluss WiSo/mag BGA 2008/2009 7. Haushalt 2008/2009 8. Verschiedenes

Der Fakultätsrat


Standpunkt

Renovierungsarbeiten an der Uni Köln Umfassende Umbaumaßnahmen dauern voraussichtlich bis Oktober 2010

„Der Lack is aff“ würde sicherlich manch Kölscher sagen, sollte er das derzeitige Erscheinungsbild der Universität zu Köln kommentieren. Keine Frage: das denkmalgeschützte Gebäude ist in die Jahre gekommen und hat eine Sanierung bitter nötig. Galt die Uni nach ihrer Fertigstellung im Jahre 1934 (Grundsteinlegung 1929) noch als „Hochschulpalast“, wirkt die riesige Fassade des Hauptgebäudes heute eher trist und grau. Auch das Inventar zeigt deutliche Altersschwächen, genau wie die Sanitäranlagen, Böden und Decken. Trotz aller Kritik ist dieser Bau geprägt von einer langen Geschichte, und bestimmt ist es auch dieser altehrwürdige Charakter, der unsere Uni von manch hochmodernem Neubau unterscheidet. In diesem Jahr wurden nun die von langer Hand geplanten Sanierungsarbeiten aufgenommen, die der Universität zu Köln zu neuem Glanz verhelfen sollen. Seit Januar 2009 laufen die Renovierungsarbeiten an der Ostfassade, die Instandsetzung der Sanitäranlagen beginnt im Mai 2009. Geplant sind außerdem die Erneuerung von Süd- und Westfassade sowie der Treppenanlagen und die Dachsanierung. Bis Oktober 2010 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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Wir haben euch gefragt, was ihr an der Uni renovieren/umbauen/verbessern würdet und haben einige interessante Ideen gesammelt… Sonja Müller

Arton, 3. Semester BWL „Mein Verbesserungsvorschlag wäre, die Fußböden zu erneuern. Ich finde auch, dass Hörsaal B zu eng ist, hier könnte man mehr Platz schaffen. Insgesamt sollten viele Hörsäle heller und freundlicher gestaltet werden.“

Yasmin, 2. Semester Wirtschaftsinformatik „Ich würde im Hörsaalgebäude Fenster einbauen lassen, damit wir ein bisschen mehr frische Luft in den Räumen haben und buchstäblich ein anderer Wind weht. Außerdem würde so das einströmende Tageslicht die Lernatmosphäre verbessern. Eine weitere Maßnahme wäre die Erneuerung der Außenfassade des Hauptgebäudes – sie sieht definitiv so aus, als könnte sie einen neuen Anstrich gebrauchen.“


Margarita, 6. Semester BWL „Zum einen würde ich die Sitzgestaltung etwas ändern, sodass man etwas mehr Platz bekommt an seinem „Schreibtisch“, dieser könnte doppelt so lang und etwas breiter sein. Vor allem sollte man seine Tasche ordentlich verstauen können. Vielleicht an einem Haken oder separaten Abstellplatz, zumal der Boden meist schmutzig ist. Auch wäre es bequemer, wenn es entlang der Sitzplätze Durchgänge gäbe, damit man nicht andauernd aufstehen muss, wenn irgendjemand vorbei muss. Im Winter könnte die Beheizung besser verteilt sein, sowohl in den Fluren als auch in den Toiletten. Ich finde, die Akustik lässt in manchen Hörsälen zu Wünschen übrig. Die zudem unzureichende Belichtung trägt dazu bei, dass man in manchen Veranstaltungen einschlafen könnte - vor allem am Abend. Es wäre wünschenswert, das Licht so zu koordinieren, dass man gute Sicht auf den Projektor hat und dennoch nicht im Dunkeln sitzt. Eine weitere Idee ist die Einrichtung von Infoständen, denn manchmal weiß man nicht, wo sich der entsprechende Veranstaltungsraum befindet und es ist schwer, jemanden zu finden, der einem den Weg ordentlich erklären kann. Außerdem würde ich den O-Raum nur für Studenten zugänglich machen, vielleicht durch einen speziellen Eingang. Es wäre studentenfreundlicher wenn die Preise dort wie in der Mensa etwas günstiger wären.“

Hamed, 3. Semester BWL „Ich wundere mich generell, wo die ganzen Gelder aus unseren Studiengebühren hinfließen. Bei so vielen Studenten müsste doch eine enorme Summe zusammenkommen, also könnte auch viel mehr erneuert werden. Ich wünsche mir z.B. mehr Computerplätze. Auf alle Fälle bräuchten wir mehr davon - über die gesamte Uni verteilt. Neben den Kopierern im Hauptgebäude gibt es z.B. nur 4 Stück, hier bilden sich regelmäßig Schlangen. Genauso begehrt sind die PC-Plätze, an denen man ausdrucken kann. Hiervon sollten auch mehr zur Verfügung gestellt werden, auch in Bibliotheksnähe, um lange Wege zu vermeiden. Als Renovierungsmaßnahme würde ich das Philosophikum neu anstreichen.“

Frank, 9. Semester Wirtschaftsgeographie „Meiner Meinung nach sollten zum einen die sanitären Anlagen renoviert werden. Die schlechte Belüftung im Sommer macht sicherlich einigen Studenten zu schaffen, hier wäre eine verbesserte Klimatisierung vorteilhaft. Die Tische und Stühle in der Uni sind nicht gerade die Besten: häufig bricht was ab, Schreibauflagen fehlen, die Möbel sind schief oder gar nicht mehr nutzbar. Ich würde mir zudem eine Erweiterung der Bibliothek um ein bis zwei Räume wünschen. Vor allem am Anfang des Semesters ist sie übertrieben voll, man findet kaum einen Platz! Die bereits vorhandenen Lernplätze sind nicht ausreichend mit Steckdosen ausgestattet. Sie reichen nicht aus und wenn man einen Laptop dabei hat, muss man am Fenster sitzen - die anderen Plätze haben gar keinen Anschluss.“ 13


Ausland

Study Tour Köln - Moskau Study Tour Köln- Moskau ist eine studentische Austauschkooperation zwischen der Uni Köln und Finanzakademie Moskau, die in diesem Jahr bereits das vierte Mal veranstaltet wird. Im Rahmen des Projektes finden gegenseitige Besuche der Studenten in beiden Städten statt. Doch Study Tour ist kein gewöhnliches Austauschprojekt. Das Besondere ist dabei, dass die ganze Tour angefangen mit der Teilnehmerauswahl bis auf die Akquise von Sponsoren und Programmgestaltung ausschließlich von Studenten organisiert wird. Dabei wird der Schwerpunkt auf das Erkunden der Karierremöglichkeiten beider Länder und den Vergleich der Ausbildungssysteme beider Hochschulen gelegt, was durch Besuche renommierter Unternehmen, Vorlesungen, Diskussionen und Planspiele durchgesetzt wird. Das 14-köpfige Team wird von Anfang an von der studentischen Organisation INET Cologne und dem Zentrum 14

für internationale Beziehungen (ZIB) der WISO- Fakultät betreut, die bereits Erfahrung und viele schlaue Tipps mit parat haben. Denn nicht immer haben die Teilnehmer Erfahrung in solchen Bereichen wie Suche der Sponsoren, Verwaltung der Finanzen oder Kommu-

nikation mit Unternehmensvertretern. Die Studenten werden auch jedes Jahr von den Schirmherren unterstützt. Das Study Tour-Team möchte somit nochmal einen lieben Dank an unsere Schirmherren Herrn Prof. Dr. Heinrich R. Schradin, Herrn Prof. Dr. Tassilo Küpper und Herrn Herbert Gey sagen, die uns geholfen haben, unseren russischen Gästen einen sehr abwechslungsreichen und unvergesslichen Aufenthalt zu ermöglichen.


intensive Tage in einer freundschaftlichen Atmosphäre erwarten werden. Mit vollem Programm ging es dann gleich los. Zusammen haben wir die Geschichte von Köln und dem Kölner Dom erkundet und in Veranstaltungen an der Universität viel Neues über aktuelle Trends auf den Versicherungs- und Finanzmärkten erfahren. Ein Blick hinter die Kulissen in der Form von Verträgen und Betriebsbesichtigungen haben uns unsere Kooperationsunternehmen er-

Ausland

In diesem Jahr finden die Besuche im April (Köln) und Mai (Moskau) statt, und da der Aufenthalt der russischen Studenten in Köln bereits vorbei ist, können wir ein wenig über den Verlauf des ersten Teils des Projektes berichten. Am 19. April war es soweit. Voll von Neugier sind wir am Morgen zum Düsseldorfer Flughafen gefahren, um unsere russischen Gäste zu empfangen. Schon beim ersten „Privet“ und „Hallo“ war es sicher, dass uns alle in Köln zehn

möglicht: Deutsche Bank Research, Oerlikon, Schüco, MLP, Cap Gemini, RheinEnergie, Deutsche Post, KVB, Oper Köln. Ein Besuch der Kölner Oper, eine Führung durch eine der kölschen Brauereien sowie gemeinsame Abendessen mit traditionellen kölnischen Spezialitäten haben unser Programm von der kulturellen und kulinarischen Seite abgerundet. Dass Deutschland mehr als eine Reise wert ist, haben unsere Fahrten nach Bonn, Düsseldorf und Heidelberg bestätigt. Man sagt, dass die Zeit „schneller läuft“, wenn man sich intensiv mit interessanten Sachen beschäftigt. Unsere gemeinsame Zeit in Köln ist extrem schnell gelaufen. Wir können bestätigen, dass der erste Teil der diesjährigen Study Tour sein Ziel erfüllt hat und uns, den Gastgebern und unseren Gästen neue Freundschaften und unvergessliche Momente mitgebracht hat. Deswegen verabschieden wir uns wieder an dem Düsseldorfer Flughafen mit einem „Do svidaniya“ und bis in zwei Wochen wieder zusammen in Moskau. Liene Gaile und Michaela Petkova

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!!!WANTED!!!

!!!WANTED!!!

!!!WANTED!!!

Examensfeier am 20. Juni 2009 Liebe Absolventen und liebe Studenten! Auch in diesem Sommer findet wieder unsere allseits bekannte und beliebte Examensfeier statt. Die Fachschaft zusammen mit anderen Studenten und jetzigen Absolventen organisiert für alle Absolventen des Semesters einen feierlichen Abend zur Zeugnisübergabe und Verabschiedung von der Uni. Damit auch diese Feier wieder so unvergesslich wird wie die vergangenen, brauchen wir Euch als tatkräftige Verstärkung! @Absolventen: Gestaltet Eure eigene Examensfeier aktiv mit! Dazu gibt es zahlreiche Möglichkeiten beim Festakt und beim Examenskurier, Eurer persönlichen Jahrgangszeitung! Nähere Infos findet Ihr auf www.wiso-buero.de unter der Rubrik Examensfeier oder schickt uns eine E-Mail an: examensfeier@wiso-buero.uni-koeln.de @Studenten: Ihr habt Eure Abendgarderobe seit dem Abi nicht mehr aus Eurem Kleiderschrank geholt? Ihr möchtet mal eine Party an dem Ort erleben, an dem sonst nur gebüffelt wird? Ihr möchtet Euch neben dem Studium auch ehrenamtlich engagieren? Dann seid Ihr bei uns genau richtig! Wer Lust hat die glamouröse und legendäre Examensfeier für ca. 1000 Personen selbst zu organisieren, dabei vielfältige (Lebens-) Erfahrungen zu sammeln und Ideen einzubringen, kann uns jederzeit per E-Mail erreichen und ist herzlich zu den nächsten Treffen eingeladen! Wer nur am 20. Juni dabei sein möchte, kann sich im WiSo-Büro im 1. Raum in die Examensfeier Helferliste eintragen: - z.B. Aufbau und Deko - Kartenverkauf - Sektverkauf Für nur ca. 2-3 Stunden Arbeit bekommt Ihr: - freien Eintritt zur Feier - freies Buffet - frei Sekt - ganz viel Spaß und könnt neue Leute kennenlernen! Bei der Helferliste gilt: First Come, First Served! Bei Rückfragen schreibt einfach an: examensfeier@wiso-buero.uni-koeln.de Eure Kathi und Claudia


Schönes NRW

Dieses Mal in

Duisburg Wer glaubt, dieser Artikel wird ein Loblied auf eine Heimatstadt, den muss ich direkt enttäuschen. Denn wer als geborene Kölnerin in Duisburg aufwächst, leidet unter permanentem Kulturschock. Auch schon im zarten Alter von sechs Jahren. „Wieso?“ haben mich schon viele gefragt, „Duisburg hat doch so einen schönen Ruhrpott-Charme“. Also erst mal ist das nicht nur ein Euphemismus, sondern auch ein Oxymoron, denn Ruhrpott und Charme lassen sich eigentlich nicht verbinden. Aber nur eigentlich, denn schließlich sind mir doch einige Dinge eingefallen, für die es sich lohnt, das NRW Ticket auszukramen und sich in den Zug zu setzen. Etwa 40 Minuten dauert es, dann kommt man in eine Stadt, die weder chic noch „in“ ist. Wenn man am Hauptbahnhof ankommt, kommen einem sofort Grönemeyers Zeilen aus „Bochum“ in den Kopf: „Du bist keine Schönheit, vor Arbeit ganz grau, du liebst dich ohne Schminke, bist ´ne ehrliche Haut, leider total verbaut, aber grade das macht dich aus“. Trotz der neu umgebauten Innenstadt gibt es nicht mehr als die üblichen 08/15-Geschäfte. Shoppen lohnt also nicht. Aber für alle, die sich für Geschichte des „Reviers“ interessieren, hat Duisburg einiges zu bieten. Zum Beispiel den Landschaftspark

Nord. Bei einem Besuch der um alte Hochöfen gebauten Grünanlage kann man nicht nur viel über die Industriegeschichte lernen. Auch an Kultur- und Sportangeboten hat der Landschaftspark einiges zu bieten. Aktive können an den alten Gemäuer und Hallen unter Aufsicht klettern oder im alten Gasome-

Suchbild Ruhrpott-Charme Foto: Viktoria Cassens

ter in Europas größtem künstlich angelegten Tauchsportzentrum ihre Kondition unter Beweis stellen. Im Sommer ist ein Besuch im integriertem Freilichtkino eigentlich unerlässlich, allerdings müs17


Schönes NRW

sen die Karten früh genug reserviert werden. Wem das an Industriegeschichte noch nicht genug ist, sollte sich in der weiteren Umgebung die Stadtteile Hamborn und Beeckerwerth ansehen. Hier befinden sich sowohl stillgelegte Stahlanlagen als auch intakte Anlagen, die vielen Bürgern von Duisburg einen Arbeitsplatz bieten. Auch die skandalösen Berichte des Journalisten Günther Wallraff als Arbeiter „Ali“ sind hier entstanden. Duisburg ist eine sehr sportliche Stadt. Gut, fußballtechnisch läuft mit den Zebras nicht viel, auf dem Wasser dafür umso mehr. Duisburg hat eine weltbekannte Regattabahn, die häufig Schauplatz von Weltmeisterschaften, Worldgames und Veranstaltungen jeglicher Art ist. Überhaupt ist Duisburg bekannt für seine Gewässer. Wir haben auch heute noch einen der größten Binnenhäfen der Welt, der abends viele Besucher in Kneipen und Bars lockt. Apropos Kneipen. Eine der besten Kneipen in Duisburg ist das „Hundertmeister“, ein Geheimtipp für neue Bands und kleine Theaterstücke.

Kulturzentrale Hundertmeister

Wer lieber tanzen geht, kann das vor allem in zwei großen Diskotheken tun. Im „Delta Musik Park“ (zwar gemischte Musik, aber eher für Schlager-/ Charts-/ House- und R`n`B-Fans) oder im „Pulp“ (auch gemischt aber eher für Leute, die Rock und Alternative mögen). Also schönes Wetter abwarten, NRW-Ticket schnappen und dann ab in den Zug und selber entdecken! Viktoria Cassens

www.hundermeister.de www.pulp-duisburg.de www.delta-duisburg.de

Philosophie kontrovers Unter dem Rahmenthema „Evolutionäres Denken“ hält Dr. Thomas Junker (Tübingen) mit dem Titel „Wer hat Angst vor der evolutionären Psychologie?“ am 27. Mai von 17:30 bis 19:00 im Hörsaal XXIV einen Vortrag. Respondent ist Prof. Dr. Dr. Kai Vogeley (Köln).

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Im Herzen von Köln (Richard-Wagner-Strasse 39) hat vor nicht allzu langer Zeit ein Cafe bzw. eine Bar eröffnet, die sich durch eine besondere Idee auszeichnet und daher mal genauer unter die Lupe genommen wird. Die Idee ist simpel und gut: Im Inneren der Wohngemeinschaft findet der neugierige Besucher verschiedene Räume vor, die sich jeweils stark voneinander unterscheiden und alle ihren eigenen Stil und Charme haben. Eine große Bar durchzieht den Eingangsbereich, die eine Art Café repräsentiert, wo viele Tische stehen und die Gäste durch die Fenster die Schönheit der Richard-Wagner-Strasse bewundern können. Ebenso ist ein kleines Schlafzimmer inklusive Bett vorzufinden, wo es sich die Gäste etwas gemütlicher machen können. Sicherlich ein Highlight des Ladens ist ein kleiner Bus, der irgendwie dort hineingeschafft wurde und mit seinen Sitzmöglichkeiten im Inneren des Buses die Hippiezeit auferstehen lässt. Dazu kommt noch ein bunt gemischter Raum mit Sitzmöglichkeiten auf dem Boden, alten bequemen Sesseln und einer Bar, die sich durch den Raum zieht. Für die sportlichen Gäste gibt es auch noch ein Schmankerl: eine Tischtennisplatte steht jedem Gast zur Verfügung, die auch immer

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Test the best

reichlich genutzt wird. Über die Lautsprecher kommen passende Lounge-Sounds, die sogar manchmal von einem DJ aufgelegt werden. Die Einrichtung variiert jeweils mit den unterschiedlichen Räumlichkeiten, wobei eine Mischung

aus 70s-Style und einem Touch Moderne gewagt wurde: Eine moderne Bar, poppige Farben an den Wänden und dazwischen Omas alte Sessel sind eine sehr schräge Mischung, die nicht immer gut zueinander passt. Man hat das Gefühl, dass ausschließlich Studenten zu den Besuchern dieses Etablissements gehören, was für die einen sicherlich als schön empfunden wird, allerdings das Publikum als zu homogen erscheinen lässt, so dass die Wohngemeinschaft jetzt schon den Ruf eines „scheiß StudentenSchuppens“ hat. Allerdings sicherlich 19


Campus in Studentenkreisen schnell in einen Szenetreff mutieren kann, wenn dies nicht bereits der Fall ist. Es ist möglich, die Räumlichkeiten für geschlossene Gesellschaften zu reservieren, was auch nötig ist, wenn man mit vielen dort feiern möchte, da der Laden in der Regel relativ voll ist. Eine schöne Sache ist sicherlich noch der Büchermarkt: für die geneigten Gäste besteht die Möglichkeit, Bücher mit nach Hause zu nehmen oder dort zu lesen. Man wird lediglich gebeten, auch mal ein Buch mitzubringen und dieses zur Verfügung zu stellen. Ein Glas Mühlen-Kölsch (0,2l) kostet

1,50 €, die Cola 2 €, der Kaffee 1,80 € und Longdrinks zwischen 5-6 €. Es bleibt zu sagen, dass jeder der Wohngemeinschaft mal einen Besuch abstatten sollte, um sich sein eigenes Urteil über den schrägen Stil zu bilden.Vielleicht gefällt er euch, vielleicht auch nicht! Bewertung: 

Daniel Schütz

Stellenausschreibungen Studentische Hilfskräfte Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Management im Gesundheitswesen für 8 Wochenstunden. Bewerbungsschluss ist der 8. Mai. Alle Infos unter: www.mig.uni-koeln.de (Aktuelles)

Evaluationszentrum der WiSo-Fakultät http://www.wiso-evaluation.uni-koeln.de/aktuell.html

Seminar für Finanzierungslehre für 8-10 Wochenstunden, ab dem 01.07.2009

Universitäts- und Stadtbibliothek für 10 Wochenstunden, ab Juni 2009

WiSo-IT-Services ab 01.06.2009

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10 Jahre Bologna-Prozess. Zum Glück?! In der aktuellen Ausgabe der „Zeit“ wird gefragt: „Macht Studieren dumm?“ Damit wird auf das 10-jährige Jubiläum des Bologna-Prozesses angespielt und auf die neuen Abschlüsse Bachelor und Master. Ich selbst studiere noch auf Diplom und nicht nur in unseren Kreisen, den „Noch-Diplomen“, sondern auch in den Medien wird oft das Vorurteil eines Schmalspurstudiums verbreitet. Dass der Bachelor-Abschluss zu ökonomisiert sei, kaum Freiheiten vorhanden seien und völlig gegen den Humboldtschen Geist gehe, sind die meistgehörten Vorwürfe. Oft wird das neue System auch dafür verantwortlich gemacht, dass außeruniversitäres Engagement nicht mehr wahrgenommen wird. Der Stress sei so ausgeprägt, dass keine Zeit zum Nachdenken mehr bleibe und eine Überbelastung vorprogrammiert sei. Verschiedene Umfragen kommen da zu verschiedenen Ergebnissen. Allerdings zeigt keine Zahl eine gravierend angestiegene Arbeitsbelastung für Bachelor-Studenten. Das Studentensurvey weist eine Arbeitsbelastung von 34,6 Stunden pro Woche auf, was knapp unter der Arbeitsbelastung von Diplomstudiengängen liegt (35,5). Andere Umfragen kommen auf 36 Stunden pro Woche. Also kann diese Kritik grundsätzlich nicht aufrechterhalten werden. Häufig wird auch darauf verwiesen, dass mit einem Bachelor alleine kaum etwas anzufangen ist in der Arbeitswelt und

dass es deshalb dazu kommen wird, dass alle Bachelor-Studenten auch ein Masterprogramm wahrnehmen möchten. Auch hierzu gibt es unterschiedliche Fakten. Die Schätzungen gehen von 50-90 % der Studenten eines Jahrgangs aus, die dann auch ein Masterprogramm machen möchten. In Köln können allerdings nur 50% der Bachelor-Studenten auch einen Master machen, in München an der TU hingegen 100%. Hier muss sich dementsprechend etwas ändern. Allerdings fehlt hier auch noch die Erfahrung. Viele Professoren und Arbeitgeber sprechen sich mittlerweile für den Bachelor als Abschluss aus und somit ist er vermutlich doch wesentlich besser als sein Ruf. Nur gewisse Probleme können nicht von der Hand gewiesen werden. Vielen Bachelor-Studenten wird ein vorgefertigter Stundenplan vorgelegt oder empfohlen, der kaum Platz lässt für Nebenjobs, die einem das Studium finanzieren. Dann müsste man dann konsequenterweise ein entsprechendes Stipendienprogramm gegenüberstellen. Ein weiteres Problem ist die oft unverständliche Bewertung der Veranstaltungen mit Credit-Points. Denn wenn man eines aus der bisherigen Erfahrung sagen kann, ist es, dass die Punkte keinesfalls etwas über den Arbeitsaufwand der jeweiligen Vorlesung oder des jeweiligen Seminars aussagen, was die Planung des kommenden Semesters unmöglich macht. Grundsätzlich scheint der Bologna21


Campus Prozess nicht falsch zu sein, nur könnte an der Umsetzung noch gefeilt werden. Für viele sind die klarere Struktur und ein gewisser Leistungsdruck auch ein Segen. Und die Vergangenheit wird zu gerne iIdealisiert. Der Humboldtsche Bildungsgedanke wurde wohl nie von der Mehrheit der Universitäten gelebt. Die Einheit von Lehre und Forschung war und ist meistens nicht vorhanden. Das liegt aber grundsätzlich daran, dass die Anreize aus der Politik falsch gesetzt werden und es sich für Profes-

soren kaum lohnt sich in der Lehre zu engagieren. Hier helfen nur Investitionen in neue Anreize, sodass es für Professoren auch rational ist, sich für die Lehre zu engagieren. Dies ist so lange nicht realistisch, so lange die Gelder grundsätzlich nach Forschungsleistung verteilt werden. Andreas Klöcker

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts bedeutet kein Ende der Proteste Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 29.04.09 die Klage der Studierenden aus NRW gegen die Erhebung von Studiengebühren abgelehnt. Laut Gericht verstoßen die Gebühren nicht gegen den UN-Sozialpakt und würden die grundgesetzlich garantierte freie Wahl des Ausbildungsplatzes nicht einschränken. Deutschland unterstützt jedoch nach Meinung der Studierenden durch die Unterzeichnung des Paktes die Forderung nach der „Unentgeltlichkeit von Bildung“. Der AStA der Universität zu Köln zeigt sich zwar enttäuscht, aber kämpferisch: „Auch wenn Studiengebühren in NRW nun rechtlich haltbar sein sollen, bleiben sie gesellschaftspolitischer Unsinn!“, kommentiert Christian Poell, AStA-Vorsitzender, die heutige Entscheidung. 22

„Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels werden potentielle Studierende von den Hochschulen ferngehalten,“ so Poell weiter. „Wir werden auch weiterhin jede Möglichkeit nutzen, um gegen Studiengebühren zu kämpfen. Die Landesregierung muss bei den nächsten Wahlen für ihre Gebührenpolitik abgestraft werden!“ fordert Patrick Schnepper, Landes-Asten-Koordinator in NRW. „Selbst die CDU in Sachsen hat erkannt, dass Studiengebühren gesellschaftlicher ‚Blödsinn‘ sind und wird diese nicht einführen,“ so Schnepper. Vor dem Gerichtsgebäude in Leipzig versammelten sich Studierende und SchülerInnen, um gegen die Gebühren zu demonstrieren. Darunter befanden sich auch VertreterInnen des Kölner AStA.


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Rückblick O-Phase aktuell Köln - Moskau Nr. 2 / SS 09 04. Mai 2009 www.wiso-buero.de Deine Uni. Deine Infos. Dein Sprachrohr....

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