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Ausgabe 4, September 2011

Wirtschaftszeitung

Auflage

20.000 Jetzt auch in

Delmenhorst und Stuhr

für bremen und umgebung

Unternehmen im Fokus

Im Interview

Sonderbeilage

IPS

Stephan Albani

Außenwirtschaftstag

Der Bremer Unternehmer Subhash Chopra will Bremen zum IT-Zentrum machen | Seite 4

Der Geschäftsführer der Oldenburger HörTech feiert 10-jähriges Jubiläum | Seite 5

Bundesministerin von der Leyen spricht im Exclusivinterview mit der WZ über Fachkräftesicherung.

monatszeitung für unternehmer und geschäftsführer Liebe Leserinnen, liebe Leser, sind auch Sie auf der Suche nach Fachkräften? Damit stehen Sie nicht allein. Ingenieure, IT-Spezialisten und Techniker sind aktuell Mangelware. Immer mehr Unternehmen gehen daher im Ausland auf die Suche nach hochqualifizierten Mitarbeitern. Nicht wenige von ihnen werden in Spanien, Frankreich oder Polen fündig. Arbeitskräfte aus dem europäischen Ausland zu „importieren“ ist einfach, denn es gilt „EUBürger ist wie Inländer“. Es bedarf also nicht der Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit. Was aber, wenn der gewünschte Experte aus Mexiko kommt? „Unglaublich kompliziert“ oder „besonders für zeitlich begrenzte Projekte kaum machbar“, so sagten es uns Unternehmer. Das von der Bundesregierung beschlossene Fachkräftekonzept widmet sich der Zuwanderung qualifizierter Arbeitnehmer allenfalls halbherzig. Ein paar bürokratische Erleichterungen reichen nicht aus, damit sich Deutschland in Zukunft in der Konkurrenz mit anderen Industrienationen behaupten kann. Der Wettbewerb um die Besten hat längst begonnen. Und während andere Nationen schon Imagekampagnen fahren und ihre Späher in die ganze Welt aussenden, wird hierzulande noch diskutiert ob Zuwanderung überhaupt nötig ist. Ein solch zögerliches Vorgehen sendet nicht nur die völlig falschen Signale. Es verschafft den anderen Industrienationen auch einen möglicherweise nicht einzuholenden Vorsprung. Mehr zum Thema „Fachkräfte aus dem Ausland“ lesen Sie in unserem Themenschwerpunkt.

„Bremen steht recht gut da“ Die Hansestadt hält sich trotz leichter Verschlechterung nach Plätzen im Städteranking des Wirtschaftsmagazins Capital im Mittelfeld. Einer der Gewinner der Studie ist Oldenburg.

Bremen macht sich langsam. Einige Pronleme gilt es aber dennoch zu lösen. Foto: WFB

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n Zeiten der wirtschaftlichen Schieflage klingt das doch schon fast wie eine gute Nachricht: „Bremen steht ganz gut da“, analysiert Sebastian Nawrath, Economist des Feri-Instituts, das aktuelle Städteranking des Wirtschaftsmagazins Capital. Im Auftrag des Magazins haben die Experten untersucht, wie sich in den 60 wichtigsten Kommunen zwischen 2011 und 2017 Wirtschaftsleistung, Arbeitsplätze, Bevölkerung und Kaufkraft entwickeln. Bremen ladete auf Platz 29. In einigen Bereichen habe sich die Wirtschaft in der Hansestadt gut entwickelt. Positiv gestalte sich zum Beispiel die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in

den unternehmensnahen Dienstleistungen sowie im Sektor Verkehr und Nachrichten. So verzeichneten zum Beispiel die unternehmensnahen Dienstleistungen in den letzten sechs Jahren ein Plus von 4,5 Prozent pro Jahr. Klingt doch gut, oder? „Ja, das allein hört sich gut an. Allerdings gibt es auch dämpfende Faktoren im Bereich Beschäftigung und Einkommensentwicklung. Insbesondere das verarbeitende Gewerbe und der Handel hinken hier in ihrer Entwicklung noch hinterher. In beiden Bereichen wurden in den letzten Jahren sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze abgebaut. Zudem sei das ProKopf-Einkommen in der Stadt vergleichsweise nied-

rig. „Bremen ist eine Universitätsstadt. Das bringt einen großen Anteil an Single-Haushalten mit relativ geringem Einkommen mit sich“, erklärt der Experte. Dazu kommt die starke Konkurrenz aus dem Speckgürtel. Familien, die es sich leisten können, ziehen in die Umlandgemeinden – samt ihrem Einkommen. Für das Jahr 2010 bescheinigte das Feri-Institut Bremen eine Wirtschaftsleistung von 19,3 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2017 soll diese um 17, 8 Prozent steigen. Im gleichen Zeitraum soll es einen Kaufkraftzuwachs von 8,7 Prozent geben. „Insgesamt kann man sagen, scheint es aufwärts zu gehen mit Bremen“, analysiert Nawrath. „Andere

Standorte weisen im Vergleich aber mehr Dynamik auf. Eine dieser Städte ist Oldenburg. Der Einwohnerzahl nach gehört die Stadt Oldenburg zu den 50 größten deutschen Städten. An ihrer Wirtschaftskraft, Innovation und Dynamik gemessen liegt sie spürbar weiter vorne. So sieht es das Wirtschaftsmagazin Capital. Demnach verbesserte sich Oldenburg um zehn Plätze gegenüber der letztmaligen Untersuchung 2009 nun auf Platz 24. Die Stadt erwarte einen Einwohnerzuwachs um 1,1 Prozent bis 2017, 6,3 Prozent mehr Arbeitsplätze im gleichen Zeitraum und einen Kaufkraftzuwachs von 10,2 Prozent. In punkto Wirt-

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schaftskraft bescheinigt die Prognose Oldenburg einen Schub von plus 16,2 Prozent bis 2017. Oberbürgermeister Gerd Schwandner dazu: „Mit unserem Standortmarketing setzen wir positive Rahmenbedingungen für die Unternehmen in Oldenburg. Das Branding als Übermorgenstadt und die Strategie seit der Auszeichnung als Stadt der Wissenschaft gehen auf.“ Die Stadt mit den besten ökonomischen Aussichten ist Hamburg. Die Stadt ist laut Capital besonders gut für die Globalisierung und den internationalen Handel aufgestellt. Die Wirtschaftsleistung wächst dort bis zum Jahr 2017 um gut 19 Prozent. Die Kaufkraft legt 13,6 Prozent zu. (jsl)


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Fachkräfte aus dem Ausland

Ausgabe 4; September 2011

Fachkräftemangel bremst Aufschwung am Arbeitsmarkt

Unternehmer fordern leichtere Zuwanderung ausländischer Fachkräfte

Der deutsche Mittelstand will weiter Personal aufbauen. Die Personalpläne der kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern (KMU) sind fast so expansiv wie im Konjunkturboom des Sommers 2007. 23 Prozent wollen in den kommenden Monaten Personal einstellen, nur neun Prozent ihre Belegschaften verkleinern, 68 Prozent planen mit gleichbleibender Personalstärke. Das zeigt der DIHK-Mittelstandsreport, dem mehr als 20.000 Unternehmensantworten zugrunde liegen. Auf dieser Basis rechnet der DIHK damit, dass der Mittelstand in den nächsten Monaten bis zu 300.000 neue Arbeitsplätze schaffen wird. Die erfreuliche Entwicklung am Arbeitsmarkt wird von der gesamten Breite der Wirtschaft getragen. Binnenorientierte, aber nach wie vor auch exportstarke Unternehmen wollen einstellen. Die Betriebe sind gut aufgestellt, die Standortbedingungen günstig. Die Kehrseite der Medaille: Mit der insgesamt noch guten Konjunktur spüren die Unternehmen immer stärker den Mangel an Fachkräften. Immer mehr offene

Stellen können nicht oder nur schwer besetzt werden. Das trifft auch auf Bremen zu. Die Arbeitsmarktexperten der Bremer Agentur für Arbeiten beobachten aktuell vor allem Engpässe bei Ingenieuren, Technikern und Elektroberufen. „Aus unseren Unternehmen hören wir zunehmend, dass erheblicher Bedarf besteht“, sagt Frank-Dieter Lutz von der Handelskammer Bremen. „Gesucht werden Hochqualifizierte, aber auch immer

mehr Auszubildende.“ Die DIHK meint, der Fachkräftemangel verhindere bereits jetzt, dass noch mehr Stellen entstehen. Können Aufträge aufgrund von Fachkräftemangel nicht angenommen werden, schlägt das letztlich auch beim Wirtschaftswachstum negativ zu Buche. Insgesamt spüren kleinere Unternehmen noch nicht ganz so große Schwierigkeiten bei der Fachkräftesuche wie größere Unternehmen,

da die Personalfluktuation in kleinen Betrieben häufig geringer ist. Sie sind bestrebt, ihre eingespielten Teams zu halten. Daher sind kleine Betriebe weniger häufig auf Personalsuche als größere Unternehmen. Mit vielfältigen Strategien begegnet der Mittelstand der Herausforderung, die Fachkräftebasis zu sichern. Doch die Unternehmen sehen auch die Politik in der Pflicht. Sie fordern unter anderem eine bessere Integration auslän-

discher Fachkräfte – etwa mittels eines vereinfachten und transparenten Verfahrens zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Auch die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte sollte in einem Gesamtkonzept zur Fachkräftesicherung eine wichtige Rolle spielen. „Die Unternehmen brauchen Experten“, sagt der Bremer Handelskammerexperte Lutz. „Zunehmend gehen sie überregional auf die Suche. Mehr und mehr wer-

den auch im Ausland Stellen ausgeschrieben.“ Das zeige sich unter anderem in der ansteigenden Zahl der Anfragen zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen. Viele Ausländer, die bereits in Deutschland leben, haben in Ihren Heimatländern einen hochwertigen Berufsabschluss erlangt. Weil dieser aber in Deutschland nicht anerkannt wird, arbeiten sie hier weit unter ihren Möglichkeiten. „Daher muss nun bald eine abschließende Regelung zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen getroffen werden“, so Lutz. „Zudem müssen Zuwanderungshürden wie der Einkommensnachweis oder die Vorrangregelung auf den Prüfstand.“ (jsl)

Fachkräfte sind Mangelware auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Immer Mehr Unternehmer gehen daher im Ausland auf die Suche. Fotos: dapd

„Wir suchen hochqualifizierte Mitarbeiter, keine billigen Arbeitskräfte“ Die abat-Gruppe ist ein führendes internationales SAP-Beratungs- und Produkthaus für Logistik, Produktion und Ersatzteilmanagement. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bremen ist auf AutomotiveUnternehmen und Logistikdienstleister spezialisiert. Die Suche nach den geeigneten Mitarbeitern führt Vorstand Hinrich Meisterknecht und seine Kollegen immer wieder ins Ausland. Nach welchen Fachkräften sucht die Firma abat? Hinrich Meisterknecht: Wir sind in verschiedenen Bereichen immer auf der Suche nach Verstärkung. Das sind zum einen die bereits ausgebildeten Leute. Hier brauchen wir vor allem SAP-Berater und -Entwickler. Zum anderen stellen wir gern auch Nachwuchskräfte ein, die sogenannten Azudenten und Azubis.

2. Welche Schwierigkeiten haben sich dabei aufgetan? Hinrich Meisterknecht: Zuletzt haben wir 17 Leute aus Deutschland eingestellt. Wir brauchen aber noch deutlich mehr. Ich könnte heute gut und gerne noch 10 weitere Mitarbeiter einstellen. Das Problem ist, diese Jobs verlangen einiges an Erfahrung und Know-how. Unsere Mitarbeiter müssen mit einer anspruchsvollen Technologie umgehen können. Gleichzeitig erfordert der Job absolute Mobilität. Als Berater sind meine Leute vier bis fünf Tage in der Woche unterwegs. Das will einfach nicht jeder. Wichtig sind auch gute Präsentationsfähigkeiten und ein professionelles Auftreten beim Kunden. Wie kam es zu der Idee Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben? Hinrich Meisterknecht: Wir haben schon seit vielen Jahren auch Mitarbeiter aus dem Ausland. Einer von ihnen ist Spanier und der machte den Vorschlag, mal in Spanien auf die Suche zu gehen. Wir haben dann eine deutschsprachige Anzeige in einem spanischen Jobpor-

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tal eingestellt. Die Resonanz war sehr groß. Letztlich haben wir in Spanien acht Gespräche mit Bewerbern geführt. Drei Verträge konnten wir danach abschließen. Die neuen Kollegen kommen jetzt nach und nach zu uns und werden bei unseren deutschen Kunden arbeiten. Deshalb war es uns so wichtig, dass sie gut deutsch sprechen. Ist es schwierig die ausländischen Kollegen nach Deutschland zu holen? Hinrich Meisterknecht: Für EU-Bürger ist das eigentlich recht einfach. Sie können hier anfangen wie die deutschen Kollegen. Für NichtEU-Bürger ist es allerdings sehr kompliziert. Da muss man mit dem Ausländeramt, Visastellen und der Bundesagentur für Arbeit reden. Das ist langwierig und aufwändig. Wir haben Geschäftsstellen im Ausland. Wenn wir zum Beispiel Kollegen aus Weißrussland oder Mexiko nach Deutschland holen wollen, ist das viel Arbeit. Dabei könnten wir die Kollegen hier für einige zeitlich begrenzte Projekte gut gebrauchen. Denn das sind Leute, die seit Jahren für uns

arbeiten und wissen, worauf es ankommt. Wir würden gern von ihren Erfahrungen profitieren. Aber das geht im Moment einfach nicht. Wie viele ausländische Mitarbeiter konnten Sie bisher gewinnen?

Geschäft läuft. Wie werden die neuen Mitarbeiter in das Unternehmen integriert? Hinrich Meisterknecht: Wir haben ein Konzept für die Integration in die Firma. Wir organisieren regelmäßig eine Veranstaltung, in der wir unser Unternehmen vorstellen, zeigen den Neuen wie alles funktioniert und an wen sie sich wenden können. Jeder neue, ganz gleich ob Deutscher oder Ausländer, bekommt einen Mentor an die Seite gestellt. So hat jeder eine Ansprechperson, wenn mal Schwierigkeiten auftreten. Gibt es auch Kritik an Ihrer internationalen Personalsuche? Hinrich Meisterknecht: Ja, die gibt es. Es wurde viel über unsere Personalsuche in Spanien berichtet. Darauf habe ich E-Mails bekommen mit der Frage, warum ich denn nicht erst mal Deutsche einstellen würde. Da kann ich nur sagen, Deutschsein allein ist keine Qualifikation. Wir suchen ganz spezielle Leute, die hochqualifiziert

Deutschsein allein ist keine Qualifikation. Hinrich Meisterknecht: Das kann ich in Zahlen schwer sagen. Unser Team ist insgesamt einfach sehr international. Bei uns arbeiten Chinesen, Russen, Spanier, Franzosen, Engländer, Polen, Türken, Südafrikaner und natürlich eine Menge Deutsche. Welchen Nutzen hat so eine Multi-Kulti-Belegschaft? Hinrich Meisterknecht: Das bringt uns ungemein viel. Wir machen zum Beispiel seit 1999 Geschäfte mit China. Anfangs haben wir richtig Lehrgeld bezahlt. Für Aufträge im Ausland ist es einfach hilfreich, wenn man Leute hat, die sich mit Gepflogenheiten vor Ort auskennen und wissen, wie das

und sehr mobil sind. Und davon finden wir in Deutschland nicht genug. Wichtig ist uns übrigens auch, dass alle zu den gleichen Konditionen eingestellt werden. Wir suchen im Ausland also nicht nach billigen Arbeitskräften. Wer in Deutschland lebt und arbeitet, braucht auch das Geld dafür. Wer mit seinen Fähigkeiten unser Unternehmen stärken kann, bekommt hier eine Chance, egal wo er herkommt. (jsl)

Hinrich Meisterknech

Geschäftsführer abat AG abat AG Admiralstraße 54 28215 Bremen Fon: 0421 / 43 04 6-0 Fax: 0421 / 43 04 6-77

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Ausgabe 4; September 2011

Fachkräfte aus dem Ausland

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Anerkennung von Berufsabschlüssen

Der zu erwartende Fachkräftemangel hat die Diskussion um die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen neu belebt. Anfang diesen Jahres hat das mit der Evaluation des SGB II beauftragte Forschungskonsortium eine Studie veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass knapp 30 Prozent der über 25-jährigen Erwerbsfähigen mit Migrationshintergrund über einen im Ausland erworbenen Berufsabschluss verfügen, der in Deutschland nicht anerkannt wurde. Ohne Anerkennung bleibt oft nur die Möglichkeit berufsfremd oder unterwertig eine Beschäftigung zu finden oder eben staatliche Unterstützung zu beziehen. Damit leben bereits Fachkräfte in Deutschland, deren Potential aber nicht genutzt wird. Im März diesen Jahres wurde der Gesetzesentwurf zum sogenannten „Anerkennungsgesetz“ vom Bundeskabinett verabschiedet. Zuwanderern, die im Ausland einen Beruf erlernt haben, soll es damit leichter gemacht werden, in Deutschland eine ihrer Qualifikation entsprechende Beschäftigung aus-

zuüben. Die Anerkennung eines im Ausland erworbenen schulischen, beruflichen oder universitären Abschlusses ist aber dennoch kein einfaches Unterfangen. Lediglich bei den sogenannten reglementierten Berufen (z. B. als Ärztin bzw. Arzt, als Ingenieur/in, als Schiffsmechaniker/in, etc.) ist für die Ausübung des Berufs in Deutschland eine Anerkennung erforderlich und grundsätzlich möglich. Die meisten Berufe in Deutschland, insbesondere in Handwerk, gehören jedoch zu den nicht-reglementierten Beru-

fen, für die es keine Pflicht zur Anerkennung gibt. Sie empfiehlt sich aber, da zu den gängigen Bewerbungsunterlagen immer auch Zeugnisse zählen. Zudem sind anerkannte Abschlüsse oft eine Voraussetzung für gute Verdienst- und Karrierechancen. Schwierigkeiten bereitet bei der Anerkennung, dass die konkreten Inhalte der Ausbildungen erst ermittelt werden müssen, um einen Abgleich vornehmen zu können. Das „Zentrum für die Förderung der Berufsbildung“ erarbeitet sogenannte

Die Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen ist ein wichtiger Schritt in Richtung Integration ausländischer Zuwanderer.  Foto: dapd

Arbeitnehmer importieren: So geht’s Der Zugang für ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist durch das Aufenthaltsgesetz geregelt. Für die Beschäftigung von Staatsangehörigen der EU-Mitgliedstaaten gilt in der Regel der Grundsatz „EU-Bürger wie Inländer“. Das heißt, Arbeitnehmer aus der EU brauchen grundsätzlich keine Arbeitsgenehmigung. Lediglich für Zuwanderer aus den NeuEU-Staaten Rumänien und Bulgarien gelten hier noch Übergangsregelungen: Sie können ohne Visum nach Deutschland einreisen und brauchen keinen Aufenthaltstitel. Für die Aufnahme einer Beschäftigung benötigen diese Staatsangehörigen für eine Übergangszeit jedoch weiterhin eine Ar-

Entsprechungslisten, über die die Handwerks- und die Industrie- und Handelskammern verfügen. Diese sollen es den Arbeitgebern ermöglichen selbst einen Abgleich vornehmen zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass teilweise deutsche Berufsbezeichnungen in anderen Ländern nicht bekannt sind, wie z. B. die Kinderkrankenpflegerin, oder das Berufsbild und die Ausbildung zur Altenpflegerin, die es nur in Deutschland gibt. Grundsätzlich wird bei der Frage der Anerkennung von Abschlüssen die Gleichwer-

beitsgenehmigung, die von der Zentralen Auslandsund Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit erteilt wird. Wesentlich komplizierter gestaltet sich dagegen der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt für Drittstaatsangehörige, also für Nicht-EU-Bürger. Sie brauchen für die Arbeitsaufnahme einen Aufenthaltstitel. Diesen können sie bei der deutschen Auslandsvertretung oder bei einer Ausländerbehörde in Deutschland beantragen. Die Genehmigung zur Aufnahme einer Beschäftigung wird nicht gesondert sondern als Nebenbestimmung des Aufenthaltstitels von der Ausländerbehörde erteilt, wenn die BA der Beschäftigung

zugestimmt hat. Diese Zustimmung wird in einem internen Verfahren bei der zuständigen Dienststelle der BA eingeholt. Ausländer, die neu zur Arbeitsaufnahme nach Deutschland einreisen möchten, müssen grundsätzlich vor der Einreise bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung im Herkunftsland für die Arbeitsaufnahme ein Visum beantragen. Das Visum sollte möglichst frühzeitig vor der beabsichtigten Arbeitsaufnahme beantragt werden, da die Bearbeitungszeit oftmals einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. (jsl)

tigkeit des Abschlusses mit einem vergleichbaren deutschen Abschluss geprüft. Dazu kommt in der Regel noch eine Bewertung des bisherigen beruflichen Werdegangs. Diese Bewertungen erfolgen in der Regel durch die zuständigen Stellen. Für die nicht-reglementierten Ausbildungsberufe sind Kammern und Behörden wie z. B die Handwerkskammer, die Handelskammer oder die senatorischen Stellen zuständig. Die Anerkennung erfolgt auf Antrag und nach Prüfung durch die jeweils zuständige Stelle. In den meisten Fällen sind Anerkennungsverfahren kostenpflichtig. Wird im Verfahren keine Gleichwertigkeit der Auslandsqualifikationen festgestellt, werden die vorhandenen sowie die fehlenden Berufsqualifikationen im Verhältnis zur deutschen Referenzausbildung dokumentiert. Diese Informationen sollen den Zuwanderern die Möglichkeit eröffnen, sich gezielt weiter zu qualifizieren. Neben der fachlichen Qualifikation spielt aber gerade im Mittelstand, der überwiegend projektorientiert und

in Teams Aufgaben bearbeitet, die gemeinsame Sprache eine wichtige Rolle. Außerdem lohnt es sich auch das bereits vorhandene Personal darauf vorzubereiten, dass eine andere Kultur ungewollt zu Missverständnissen führen kann, wenn nicht beide Seiten offen aufeinander zugehen.

Autorin

Dr. Susanne Sürken

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Rechtsgrundlagen Folgende Gesetze und Verordnungen sind für die Entscheidung über die Erteilung des Aufenthaltstitels, der zur Arbeitsaufnahme berechtigt, maßgebend: ▪▪ Gesetz zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung und zur Regelung des Aufenthalts und der Integration von Unionsbürgern und Ausländern (Zuwanderungsgesetz) ▪▪ Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die

Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz – AufenthG –Teil des Zuwanderungsgesetzes) ▪▪ Verordnung über die Zulassung von neu einreisenden Ausländern zur Ausübung einer Beschäftigung (Beschäftigungsverordnung – BeschV) ▪▪ Verordnung über das Verfahren und die Zulassung von im Inland lebenden Ausländern zur Ausübung einer Beschäftigung (Beschäftigungsverfahrensverordnung – BeschVerfV) sowie für die Erteilung der Ar-

beitsgenehmigung-EU: ▪▪ Sozialgesetzbuch Drittes Buch – SGB III ▪▪ Verordnung über die Arbeitsgenehmigung für ausländische Arbeitnehmer (Arbeitsgenehmigungsverordnung – ArGV) ▪▪ Verordnung über Ausnahmeregelungen für die Erteilung einer Arbeitserlaubnis an neuein-reisende ausländische Arbeitnehmer (Anwerbestoppausnahmeverordnung – ASAV) in der jeweils gültigen Fassung. (jsl)

Prüfung der Zustimmungsvoraussetzungen durch die ZAV markt ergeben, zur Verfügung stehen (VorrangDer Erteilung eines Aufenthaltsti▪▪ für die Beschäftigung deutsche prüfung), tels zur Ausübung einer BeschäfArbeitnehmer, Staatsangehöri▪▪ der Ausländer nicht zu ungünstigung darf nur zugestimmt ge aus EU/ EWR-Ländern, der tigeren Arbeitsbedingungen als werden, wenn Schweiz, sowie Ausländer, die vergleichbare deutsche Arbeit▪▪ sich durch die Beschäftigung des deutschen Arbeitnehmern nehmer beschäftigt wird. Ausländers keine nachteiligen hinsichtlich der Arbeitsaufnahme Auswirkungen auf den Arbeitsrechtlich gleichgestellt sind, nicht (jsl)

WP 3spalter 9_11_anzeigeWIB 01.08.11 15:42 Seite 1

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Unternehmen im Fokus

Ausgabe 4; September 2011

IPS – Hard- und Softwarelösungen

Subhash Chopra bringt internationales Know-How zu seinen Kunden

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chon früh wurde Subhash Chopra internationalen Einflüssen ausgesetzt und dementsprechend geprägt. Geboren wurde er in Indien, aufgewachsen ist er in Uganda. Sein Studium der Ingenieurswissenschaften absolvierte er an der London University und an der Oxford Polytechnic, ehe er als beratender Ingenieur tätig wurde. Nach Bremen kam der IT-Spezialist 1976. Hier arbeitete er zunächst beim Raumfahrtunternehmen ERNO (heute EADS). 1989 gründete Subhash Chopra in der Hansestadt die Vertriebsgesellschaft für innovative EDV-Produkte und -Systeme mbH - kurz IPS. Diese liefert seit mehr als 20 Jahren IT-Infrastrukturen, -Lösungen und -Konzepte an Unternehmen aus verschiedensten Branchen, wie beispielsweise der Forschung, der Raumfahrt- und Automobilindustrie. „Wir bieten individuelle ITLösungen für Unternehmen“, erklärt Subhash Chopra. „Zu unseren Kunden gehören die ganz Großen, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen.“ Spezialität des Bremer Unternehmens ist das Schnüren von ganz individuellen Paketen: „Wir verkaufen dem Kunden, was er braucht, nicht weniger und vor allem nicht mehr“, sagt Chopra. IPS arbeitet bedarfs- und lösungsorientiert, was die Angebote besonders für mittelständische Firmen interessant und erschwinglich macht. „Dabei betreuen wir ein Projekt von der Lieferung der Soft- oder Hardware bis hin zur Inbetriebnahme und Schulung der Mitarbeiter“, so Chopra. Neben der IT-Infrastruktur kommen dann IT-Lösungen, wie SAP R/3 oder SAP Business ByDesign, für den Mittelstand zum Einsatz. IPS und seine Kunden profitieren auch von den internationalen Kontakten des Firmengründers. Denn vor allem Länder wie die USA oder Großbritannien haben einen Wissensvorsprung von einigen Jahren gegenüber Deutschland. Diesen Wissensvorsprung importiert Chopra in die Unternehmen seiner Auftraggeber. Über seine erstklassigen Kontakte ist er immer auf dem neusten Stand der technologischen Entwicklung. Außerdem sind firmeninterne Trendscouts ständig und global auf der Suche nach Innovationen auf dem ITMarkt. „Für unsere Kunden hat das auch den Vorteil, dass wir neue oder seltene Produkte weltweit beschaffen können und diese dann außerdem zum oft günstige-

ren Weltmarktpreis anbieten können“, sagt Chopra. Eine weitere Zutat im Erfolgsrezept von Chopra sind seine Mitarbeiter. „Wir be-

schäftigen seit mittlerweile über 23 Jahre hochqualifizierte Experten. Zudem bilden wir im Unternehmen aus“, erklärt Chopra. „So ist

Die IPS-Firmenzentrale: Das Gebäude hat Sudhash Chopra eigens für sein florierendes Unternehmen errichten lassen.

über die Jahre ein soziales Netzwerk entstanden, das wir aktiv als Know-HowPool nutzen können“. 2002 gründete er den Unter-

nehmensbereich Consulting & Services, der sich auf die Vermittlung und Überlassung von Ingenieuren und hochqualifizierten Fachkräften in den Bereichen Automobil, Luft- und Raumfahrt sowie IT und Elektronik spezialisiert hat. Der internationale Mitarbeiterstamm der IPS umfasst mittlerweile verschiedenste Nationalitäten, vom türkischen Techniker bis hin zu Vertriebsmitarbeitern aus den unterschiedlichsten Ländern. Er fördert wichtige Kontakte ins Ausland und sorgt für neue Denkanstöße im Unternehmen. „Das hält uns in ständiger Bewegung. Hier herrscht große Freiheit im Denken“, sagt Chopra, der seit mittlerweile mehr als drei Jahrzehnten in Deutschland lebt und 2008 Deutscher geworden ist. Subhash Chopra legt viel Wert auf offene Strukturen. Die Hierarchien sind flach und seine Bürotür selten geschlossen. Auch das ist ein Erfolgsgeheimnis der IPS, die mittlerweile fünf Niederlassungen und über 160 Mitarbeiter ihr eigen nennt und in den nächsten zwei Jahren das Team auf 300 Mitarbeiter auszubauen plant. Doch nicht nur mit seinem Unternehmen hat Chopra noch viel vor. Auch Bremen will er nach vorne bringen. „In unseren Arbeitsfeldern ist Bremen noch hinterher“, meint Chopra. „Unternehmen, auch aus Bremen, tun

sich schwer, IT-Aufträge nach Bremen zu vergeben, weil sie hier einfach nicht die entsprechende Kompetenz vermuten.“ Daher will Chopra die IT-Branche in Bremen weiterentwickeln. „Große internationale IT-Firmen sollen hier Dependancen eröffnen, vielleicht sogar ihren Hauptsitz in Bremen einrichten“, sagt Chopra. So soll die Hansestadt zum Zentrum für komplexe Software und Systeme werden. (jsl).

Subhash Chopra Der Deutsche indischer Herkunft hat ergeizige Ziele und zwar nicht nur für sein unternehmen. Auch Bremen will er durch die gezielt Ansiedlung von international agierenden IT-Firmen zu einem Branchenzentrum machen. Kontakt

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Interview

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HörTech: Das Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik feiert das 10-jährige Bestehen Das Oldenburger Unternehmen HörTech wurde vor zehn Jahren aus einem Wettbewerb gegründet. Zum Jubiläum blickt Geschäftsführer Stephan Albani auf eine Dekade HörTech zurück und erklärt den Stellenwert des Unternehmens in der nationalen und internationalen Hörforschung und seine Bedeutung für den Raum Oldenburg. WZ: Das Kompetenzzentrum für Hörgerätesystemtechnik feiert im September das zehnjährige Bestehen. Angefangen hat alles mit einem Wettbewerb. Stephan Albani: Das stimmt. Das Unternehmen HörTech wurde aus einem Wettbewerb heraus gegründet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat 1999 „Kompetenzzentren in der Medizintechnik“ gesucht. Aufgabe war es, Strukturen zu entwickeln, die den Brückenschlag zwischen Forschung und Wirtschaft schaffen. Acht Gewinnerzentren wurden ausgewählt und mit 7,5 Million D-Mark über fünf Jahre gefördert. Von den acht Siegern sind heute noch drei aktiv. Einer sind wir, das Kompetenzzentrum für Hörgerätesystemtechnik in Oldenburg (HörTech). WZ: Warum wurde das Unternehmen als gemeinnützige GmbH gegründet? Albani: Die gemeinnützige GmbH wurde 2001 gegründet. Gesellschafter sind die Universität Oldenburg zu 51 Prozent und das Hörzentrum Oldenburg zu 49 Prozent. Als gemeinnütziges Unternehmen haben

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Das Oldenburger Unternehmen HörTech entwickelt modernste Hörgerätetechnik. Hörgeräte, die mit Mobiltelefonen verbunden sind oder gar per Gedanken gesteuert werden, sind für die Nutzer noch Zukunftsmusik. In Oldenburg wird bereits daran gearbeitet.

wir sowohl zu privaten als auch zu öffentlichen Mitteln Zugang. Gemeinnützigkeit bedeutet bei uns aber auch, dass wir alle Erlöse wieder in unsere Projekte zur Hörforschung stecken. WZ: Forschung ist also einer der Unternehmenszwecke. Was macht die HörTech darüber hinaus? Albani: In der Tat bieten wir eine Forschungsplattform, auf der öffentlich und privatwirtschaftlich geförderte Forschungsprojekte abgewickelt werden. Hierzu haben wir zum Beispiel die CTOKonferenz ins Leben gerufen, eine Veranstaltung bei der sich die Entwickler der sechs großen Hörgerätehersteller treffen und gemeinsam Themen erarbeiten, die dann in vorwettbewerblichen Projekten bearbeitet werden. Aus dieser Arbeit heraus sind schon zahlreiche Forschungsprojekt realisiert worden. Bezahlt wird das von der Industrie, die dann gemeinschaftlich von den Lösungen profitiert. Außerdem entwickeln wir Testverfahren zur modernen

Hördiagnostik. In der Audiologie besteht ein großer Bedarf an Verfahren zur Diagnose von Hörproblemen verschiedenster Art. Wir entwickeln Tests wie den

fahren. WZ: Welche Rolle spielt HörTech als Kompetenzzentrum für den Raum Oldenburg? Albani: In den vergangenen Jahren haben sich eine Reihe von Unternehmen und Institutionen der audiologischen Hörforschung in Oldenburg angesiedelt. Mittlerweile arbeiten mehr als 125 Mitarbeiter in der Hörforschung und Hörversorgung. Angesichts der Tatsache, dass es innerhalb der Medizintechnik eine kleine Teilbranche ist, ist das schon eine ordentliche Zahl. Zudem hat sich aus der HörTech, der Universität Oldenburg, der Jade Hochschule, dem Hörzentrum Oldenburg und der Frauenhoferabteilung „Hör, Sprach- und Audiotechnologie“ zusammen mit der Medizinischen Hochschule Hannover sowie dem Hörzentrum Hannover ein kompetentes Netzwerk - das Auditory Valley - gebildet. Wir,

Hörgeräte könnten in der Zukunft über die Gedanken gesteuert werden. sogenannten „Oldenburger Kinderreimtest“ oder den „Oldenburger Satztest“ bis zur Marktreife und vertreiben die Produkte dann auch. Zu unseren Kunden in diesem Geschäftsfeld gehört im Prinzip die gesamte professionelle Community, also etwa HNO-Ärzte und Hörgeräteakustiker. Hierzu hat HörTech sich als Medizinproduktehersteller zertifiziert. Der dritte Geschäftsbereich ist Fort- und Weiterbildung. Aus unserem umfangreichen Netzwerk heraus gestalten wir Seminare und Schulungen zu unseren modernen Techniken und Ver-

also die HörTech, koordinieren dieses Netzwerk und vertreten es nach außen. In der intensiven Zusammenarbeit ist es uns gelungen, die Region Niedersachsen als deutsches Zentrum des Hörens zu etablieren. Mit Einrichtungen wie dem Haus des Hörens und dem Hörgarten entstand eine Marke, die national und sogar international bekannt und anerkannt ist. WZ: Nach zehn Jahren haben Sie als Geschäftsführer sicher mal Bilanz gezogen. Auf welche besonderen Erfolge blicken Sie zurück? Albani: Rund um unser Unternehmen ist ein großes Forum der Audiologie entstanden. Es ist uns gelungen, technische und medizinische Kompetenzen zusammen zu bringen und zahlreiche Projekte erfolgreich abzuschließen. In der Abstimmung zwischen Forschung & Entwicklung und den praktizierenden Medizinern an den Kliniken können wir heute zudem Produktentwicklungen deutlich besser gestalten. WZ: Und wie geht es weiter? Was haben Sie sich für die nächsten zehn Jahre vorgenommen? Albani: Ein Projekt, das auf die Zukunft gerichtet ist, haben wir bereits begonnen. Gemeinsam mit der Abteilung des Frauenhofer Instituts arbeiten wir daran, die medizinische Hörgerätetechnik mit Consumertechnologie zu verbinden. Das heißt, in näherer Zukunft wollen wir es zum Beispiel möglich machen, ein Hörgerät mit einem Smartphone zu kombinieren. Hier können wir unsere Erkenntnisse zu Hauptanwendungen von Hörgeräten wie das Herausfiltern von Umgebungslärm oder die Spracherkennung einbringen. Daraus ergeben

sich völlig neue Möglichkeiten für Hörgeschädigte, aber auch für andere technische Anwendungen wie zum Beispiel Konferenzsysteme. Zukunftsmusik ist das Projekt 'Hearing 4 all'. Hier wollen wir weiter an Fragen forschen wie 'Wie funktioniert Hören?'. Daraus könnten irgendwann einmal Technologien entstehen, die sich direkt an das Gehirn anbinden lassen. Das heißt, Hörgeräte könnten in der Zukunft über die Gedanken gesteuert werden. Aber wie gesagt, dieses Projekt ist visionär angelegt. (jsl)

Stephan Albani … ist der Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für Hörgeräte-Systemtechnik (HörTech) in Oldenburg. Seit 10 Jahren wird hier Hörforschung betrieben. Und das mit Erfolg: Zehn Jahre nach Unternehmensgründung ist die HörTech ein international renommiertes Unternehmen und die Region Oldenburg das deutsche Zentrum den Hörens. Kontakt HörTech gGmbH Marie-Curie-Straße 2 D-26129 Oldenburg Telefon: (0441) 21 72-200 Telefax: (0441) 21 72-250 E-Mail: info@HoerTech.de

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Zukunftsmarkt Hörtechnologie

m weltweit einzigarti- systeme, Hördiagnostik) gen Forschungs- und zusammen und greift in KoE n t w i c k l u n g s c l u s t e r operation mit den weltweit Auditory Valley arbeiten führenden IndustrieunterWissenschaftler, Mediziner nehmen das volkswirtschaftund Industrievertreter ge- lich wichtige Problem der meinsam an der medizini- Kommunikationsstörungen schen und audiologischen durch Schwerhörigkeit auf. Optimierung von Hörsyste- „Unser Ziel ist ’Hören für men. Mit der Medizinischen alle’, also für alle Menschen Hochschule Hannover, dem in jeder Hörsituation, mithilKompetenzzentrum für fe moderner Hörsysteme zu Hörgeräte-Systemtechnik realisieren“, erklärt Stephan „HörTech“, der Abteilung Albani, Geschäftsführer des medizinische Physik der Kompetenzzentrums für Universität Oldenburg so- Hörgeräte-Systemtechnik wie den Hörzentren Han- „HörTech“, das für die Koornover und Oldenburg führt dination im Clusterverbund der Cluster die umfassenden zuständig ist. Bisher tragen Expertisen in der Region nur drei Millionen der ca. 15 Oldenburg/ Hannover rund Millionen Hörgeschädigten um das Thema Hören (Hör- ein Hörgerät. Das entspricht wirtschaftszeitung für bremen und umgebung

einer Marktdurchdringung Anwendung von Hörhilfen von nur 20 Prozent. Damit für viele Menschen erhebbesitzt der Markt für Hör- lich einfacher und selbstsysteme ein enormes Wachs- verständlicher – auch für Mitmentumspotenzial, das vor dem normalhörende Hintergrund des demogra- schen“, erhofft sich Prof. fischen Wandels in Zukunft Dr. Dr. Kollmeier, wissennoch weiter ansteigen dürfte. schaftlicher Leiter der HörDie im Auditory Valley be- Tech gGmbH, der Abteilung stehende Verbindung der „Medizinische Physik“ der Hörsystemkompetenz aus Universität Oldenburg und dem medizinischen Bereich der neuen Fraunhofer Promit der Audiotechnologie jektgruppe „Hör-, Sprach-, aus dem Consumer-Bereich und Audiotechnologie“. In hält zukunftsweisende Per- internationalen Fachkreisen spektiven im Markt für gilt die Region Oldenburg/ Hörsysteme bereit. Im Au- Hannover als führende Regiditory Valley arbeitet man on der Hörforschung. Zum z.B. daran, die Technologie Wohle der Patienten und zur von Hörgeräten in Handys Stärkung des Medizintechoder Fernseher zu integ- nik- Standorts Deutschland rieren. „Dadurch wird die möchte man im Auditory

Valley den Forschungstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungs-

kette auf regionaler und nationaler Ebene noch weiter ausbauen und vorantreiben. (pm/jsl)

Mit modernster Technik und innovativen Hörtests schwingt sich die Region Oldenburg auf ein internationales Zentrum der Hörforschung zu werden.  Fotos: HörTech

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Bremen

Ausgabe 4; September 2011

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Bremen-Tourismus wächst weiter

Übernachtungszahlen steigen im ersten Halbjahr 2011 um knapp zehn Prozent

B

remen wird für Touristen immer interessanter: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 stieg die Zahl der Übernachtungen in der Stadt um 9,9 Prozent auf insgesamt 721.085. Im Land Bremen verzeichnete das Statistische Landesamt 892.345 Übernachtungen, das sind plus 9,5 Prozent

im Vergleich zum Vorjah- ländischen Gäste (+ 8,5 Proreszeitraum und damit die zent). Zu den stärksten Aushöchsten Übernachtungs- landsmärkten gehören auch zahlen, die je von Januar wie in den Vorjahren Großbis Juni in Bremen gemeldet britannien (16.850 Überwurden. nachtungen, + 0,8 Prozent), Die Gäste aus Deutschland die Niederlande (13.189, buchten etwa drei Viertel - 6,7 Prozent) und Norwealler Übernachtungen, ihre gen (11.144, + 2,4 Prozent). Zahl stieg dabei etwas stär- Auch die USA sind wieder ker (+ 10,4 Prozent) als die zurück an der Spitze. Mit Übernachtungen der aus- einem Plus von 26,4 Prozent

Mehr als 720.000 Touristen besuchten Bremen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011. Die meisten von ihnen kamen aus Deutschland. Stark vertreten waren aber auch Besucher aus Großbritannien, den USA und China. „Der chinesische Reisemarkt boomt und wird so für uns immer interessanter“, sagt Peter Siemering, Geschäftsführer der Bremer Touristik-Zentrale.  Foto: BTZ

Bremische Industrie im ersten Halbjahr 2011

Gute Auftragslage sorgt für Beschäftigungswachstum Im ersten Halbjahr 2011 erzielten die Industriebetriebe im Land Bremen ein um 14,9 Prozent höheres Auftragsvolumen und setzten 9,2 Prozent mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die anhaltend gute Auftragslage wirkte sich auch auf die Beschäftigtenzahlen aus. Im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2011 arbeiteten für die bremischen Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten 129 Personen (+0,3 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung war am aktuellen Rand spürbar stärker im Plus: So waren im Juni 541 Personen (+1,2 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat beschäftigt. Der Umsatz mit dem Ausland stieg im

ersten Halbjahr 2011 um 5 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. Die Exportquote lag bei 54,2 Prozent. Vor allem bei den stadtbremischen Betrieben zog die Entwicklung im ersten Halbjahr 2011 kräftiger an. Bei einem um 899 Millionen Euro höheren Umsatz (+9,7 Prozent) waren 296 Personen mehr (+ 0,7 Prozent) als im Vorjahr beschäftigt. In Bremerhaven verzeichnete die Industrie nur ein leichtes Umsatzplus von 9 Millionen Euro (+1,5 Prozent). Jedoch waren dort 167 Personen (-3,8 Prozent) weniger beschäftigt als im Vorjahreszeitraum. Fast alle Branchen profitierten im Land Bremen von der Verbesserung der konjunkturellen Grundtendenz,

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insbesondere die Anzahl von Großaufträgen nahm zu. Auch der Fahrzeugbau konnte an die bereits im Vorjahr überdurchschnittlich gute Auftragslage anknüpfen und erwirtschaftete im ersten Halbjahr um 4,1 Prozent höhere Umsätze. In der ersten Jahreshälfte wurden durchschnittlich 604 Personen mehr beschäftigt (+3 Prozent). Zudem wurden 6,6 Prozent mehr Arbeitsstunden im Fahrzeugbau geleistet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. In der gesamten bremischen Industrie stieg die Zahl der Arbeitsstunden um 3,2 Prozent. Zu berücksichtigen ist, dass es im ersten Halbjahr 2011 einen Arbeitstag mehr als 2010 gab. (pm/jsl)

und insgesamt 9.849 Übernachtungen liegen sie an Platz vier. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg der Übernachtungen aus China. 2.195 Gäste aus der Volksrepublik verzeichneten die Bremer Hoteliers, das sind bei durchschnittlich zwei Nächten Aufenthalt knapp 5.000 Übernachtungen. Ein stattlicher Anstieg von 85,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Peter Siemering, Geschäftsführer der Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) führt dies auf die verstärkten Marketingaktivitäten in Asien zurück: „Der chinesische Reisemarkt boomt und wird so für uns immer interessanter. Wir waren auf der Expo in Shanghai, haben mehrere Roadshows in Peking, Hongkong und Shanghai hinter uns, knüpfen viele Kontakte zu chinesischen Reiseveranstaltern und haben sogar ein Büro vor Ort, das uns tatkräftig unterstützt. Toll, dass sich diese Bemühungen nun auch in den Zahlen niederschlagen.“ Bis auf den Februar wurden in allen Monaten des ersten Halbjahres zweistellige Steigerungsraten bei den Übernachten registriert. Besonders herausragend war der Mai 2011, der mit einem Plus von 13,2 Prozent und 148.753 Übernachtungen fast an den Oktober 2010 heranreichte. Damals fanden in Bremen die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit statt und es gab einen Übernachtungsrekord. Damit ist der Mai auf Platz zwei der Monate mit den höchsten Übernachtungszahlen in der Hansestadt und das sogar ohne eine besonders herausragende einzelne Großveranstaltung, die Gäste an die Weser zog. „Wir hatten im ersten HalbPR-Bericht

jahr jedoch wieder eine Rei- Journalisten aus aller Herhe von großen Kongressen, ren Länder, schalten Anzeiwie den Deutschen Wund- gen, sprechen mit Reiseverkongress und den 7. Bremer anstaltern und haben sogar Pflegekongress mit etwa einen eigenen Außendienst, 3.000 Teilnehmern oder das der Firmen in ganz Deutsch21. Symposium Intensivme- land besucht“, zählt Siemedizin mit etwa 4.000 Gästen“, ring auf. Außerdem wird berichtet Siemering. „Diese die BTZ ab Mitte Oktober und andere Geschäftsrei- mit einem komplett neuen sende machen einen Groß- Internetauftritt verstärkt im teil der Übernachtungsgäste Social Media Bereich akin der Stadt aus. tiv werden. „Wir twittern Auch bundesweit stiegen schon seit über einem Jahr die Übernachtungszahlen. und haben ein eigenes PorDas Statistische Bundesamt tal bei Youtube. Jetzt wollen vermeldet ein Plus von 4,5 wir aber noch stärker in das Prozent. „Besonders der Empfehlungsmarketing einStädtetourismus liegt nach steigen.“ wie vor im Trend“, so Sie- Der Ausblick auf das zweite mering. „In Bremen bringen touristische Halbjahr 2011 aber auch die vielen neuen ist ebenfalls vielverspreHotels mit ihrem eigenen chend. Allein drei GroßkonMarketing mehr Gäste in gresse finden im September die Stadt. So kommt es auch, in Bremen statt. So kommt Wissenschaftsforum dass trotz eines gestiegenen das Bettenangebotes die Zim- Chemie der Gesellschaft merauslastung bei guten Deutscher Chemiker mit 40,6 Prozent liegt. Damit etwa 2.000 Teilnehmern, können wir uns im Städte- der Deutscher Archivtag vergleich gut sehen lassen.“ erwartet 1.000 Gäste, und Deutlich wird allerdings zum 60. Kongress der Deutauch, dass nicht alle Hotels schen Gesellschaft für Luftgleichmäßig von dem Boom und Raumfahrt werden bis profitieren. Die Zahlen des zu 700 Besucher erwartet. Statistischen Landesamtes Auch im Kulturbereich tut belegen, dass die Gäste- sich einiges. So kann sich zahlen in den mittelgroßen die Hansestadt auf einen Hotels mit 30 bis 99 Betten regelrechten „Kunstherbst“ eher rückläufig sind, wäh- freuen, wenn die Kunstrend die großen Hotels ab halle am 15.10. ihre heiß Munch-Ausstel100 Betten ein Plus von 14,3 ersehnte Prozent bei den Übernach- lung eröffnet. Bereits einen tungen verzeichnen. „Dies Monat vorher lädt die Wegilt aber wiederum nicht für serburg zur Sonderschau alle Häuser. Es gibt durch- „Farbe im Fluss“ anlässlich 20jährigen Besteaus Hotels auch in dieser ihres Größenordnung mit rück- hens ein, und das Überseeläufigen Zahlen“, ergänzt Museum verzaubert mit der „Vodou“-Ausstellung. Siemering. Ein intensives Marketing „Wenn es so weitergeht, ermit vielen Partnern soll für wartet uns mit 2011 ein weiweiter steigende Zahlen teres Rekordjahr im Tourissorgen, gerade auch im Ge- mus“, blickt Peter Siemering schäftsreiseverkehr. „Wir optimistisch in die Zukunft. sind auf vielen Messen welt- (pm/jsl) weit unterwegs, betreuen

HALLE 7

Bremens größte Freimarktparty mit attraktiven Angeboten für Firmen und VIPs Bald ist wieder Freimarktzeit und das heißt gleichzeitig HALLE 7 Partyzeit. Auf Bremens größter Freimarktparty wird auch in diesem Jahr wieder einiges geboten. Im letzten Jahr feierten weit mehr als 100.000 Party-People in der HALLE 7 Bremens Freimarktparty. Das attraktive Partyprogramm in Kombination mit einer spektakulären Lichtshow, hochwertiger Gastronomie und angenehm gestaltetem Ambiente wird sicherlich großen Anklang finden und auch in 2011 wieder zum angenehmen Partyaufenthalt einladen. Auf der Website www. halle-7.de werden ab sofort sukzessive das Partyprogramm 2011 und alle weiteren relevanten Infos bekanntgegeben. Der Eintrittspreis wurde dieses Jahr auf lediglich

5,00 € pro Partytag gesenkt, was Anlass genug sein sollte, um mal wieder ausgelassen in bester Partyatmosphäre gemeinsam mit Freunden & Kollegen zu feiern. Wer darüber hinaus als VIP feiern möchte, kann ein attraktives VIP-Party-Angebot buchen und im sogenannten „Bootshaus“ rundum sorglos feiern. Für kleine und große Unternehmen wird zudem in diesem Jahr ein Ermäßigungsgutschein für Firmen angeboten. Montag – Donnerstag kostet der Eintritt dann nur noch 3,00 € und beinhaltet zudem ein Freigetränk. HALLE 7 Partyzeit vom 14.10. – 29.10.2011! Jeweils ab 21:00 Uhr - Sonntags ist Ruhetag. Bisher bestätigte Künstler sind u.a. City, Mickie Krause,

Die Atzen, Peter Wackel, Extrabreit, Klaus & Klaus, Wohnraumhelden, Cosmo Klein, Finger & Kadel, Markus Becker 

Halle 7 Kontakt für VIP-Buchungen im Bootshaus und für Ermäßigungsgutscheine für Firmen: Bremer Veranstaltungs- & Event GmbH Timo Bahr Hamfhofsweg 133 28357 Bremen Fon: Fax: E-Mail: Web:

0421-27 86 212 0421-27 14 55 bahr@bve-gmbh.com www.halle-7.de

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KAEFER

 Bauen für die Kunsti  Aufwändige Ausbauarbeiten beim Erweiterungsbau der Kunsthalle Bremen

Bauen ist eine Kunst. Manchmal wird aber auch für die Kunst gebaut. So wie jüngst der Erweiterungsbau der Kunsthalle Bremen. In gut zwei Jahren Bauzeit wurde das alte Gebäude von 1849 komplett saniert sowie um Anbauten an der West- und Ostseite erweitert. Damit hat die Kunsthalle ihre Fläche um ein Drittel erweitert und wichtige Bereiche wie Anlieferung, Sicherheit, Klimatechnik, Depots und Restaurierungswerkstätten modernisiert. Am 20. August 2011 wurde die Kunsthalle wieder eröffnet, ab Oktober ist dort die nächste große Ausstellung „Edvard Munch – Rätsel hinter Leinwand“ zu sehen.

Wenn die Besucher der Kunsthalle nicht nur auf die Bilder an der Wand, sondern auch mal hoch an die Decke blicken, dann sehen sie das Werk der KAEFER Construction GmbH. Der Spezialist für komplette Innenausbauten im Alt- und Neubau hat im Auftrag der Kunsthalle diverse Trockenbauarbeiten ausgeführt. So wurden insgesamt rund 1.300 Quadratmeter Wände und rund 3.000 Quadratmeter Decken montiert. Zudem hat KAEFER für das gesamte Gebäude brandschutztechnische Lösungen erarbeitet und dem Brandschutzgutachter vorgeschlagen. „Im Altbau war es eine große Herausforderung, kostengünstige Lösungsvorschläge zu entwickeln“, sagt

halle hat KAEFER eine aufwändig nachgebildete Kassettendecke montiert sowie weitere runde und geschwungene Decken, zum Teil mit verschiedenen Stilelementen. Die Wände wurden überwiegend „Das war kein 08/15-Trockenbau, in den Bereichen der Verwaltung sondern schon sehr anspruchsmontiert und zum Teil mit Holz volle Arbeiten“, sagt Projektleiteverkleidet. Das klingt nach klassi- rin Melanie Schick, die zusammen schem Trockenbau – doch bei den mit Bauleiter Thomas Wisniewski Decken war durchaus besondere das Projekt für KAEFER betreut Kompetenz gefragt: So wurden hat. im Altbau in zwei großen Ausstellungssälen im Erdgeschoss und im Von November 2010 bis Au1. Stock Akustikdecken montiert, gust 2011 war KAEFER auf der die zudem Rundungen und eine Baustelle aktiv, ein recht kurzer umlaufende, integrierte Licht- Zeitraum für die Arbeiten, aber leiste haben, so dass die Decke durch einige Verschiebungen quasi von unten angestrahlt wird. in der Zusammenarbeit mit anIm Eingangsbereich der Kunst- deren Unternehmen bekam KAEFER-Mitarbeiter Hans-Dieter Schulz, der die Projektleitung und den Brandschutzgutachter in diesem Bereich unterstützte.

KAEFER den Auftrag erst verspätet. „Wir sind während der laufenden Arbeiten eingestiegen und hatten somit nur wenig Zeit für die Planungen“, sagt Melanie Schick. Doch durch das umfassende Know-how und die weit reichenden Erfahrungen von KAEFER in Planung, Management und Ausführung von komplexen Projekten habe man die Aufgaben gut meistern können. Dazu kam noch, dass insbesondere das Brandschutzkonzept noch erweitert werden musste, im Laufe der Bauarbeiten hat sich das Leistungsvolumen für KAEFER nahezu verdoppelt. „Es war nicht immer leicht, alle Gewerke zu koordinieren, aber auch in der Abstimmung mit den anderen Unternehmen hat uns unsere Erfahrung sehr geholfen.“ Zu Spitzenzeiten hatte KAEFER 22 Mitarbeiter auf der Baustelle. „Es ist auch für den Bauherrn eine Herausforderung, einen Altbau mit einem Neubau zu verbinden“, erklärt die Projektleiterin. „Die Schnittstelle zwischen alt und neu ist immer schwierig und da ergeben sich oftmals zusätzliche Arbeiten, die erst im Laufe der Bauzeit deutlich werden.“ Die Kunsthalle in den Wallanlagen

wurde 1849 gebaut, 1902 umgebaut und 1982 wurde der Anbau an der Ostseite errichtet. Dieser Anbau ist nun abgerissen und durch einen sechsgeschossigen, tiefer in die Erde eingelassenen Kubus ersetzt worden. In dem Anbau sind heute unter anderem die Sicherheitsschleuse für die Anlieferung von Kunstwerken, Werkstätten, Depots, Technikzentrale und Büroräume untergebracht. Auf der Westseite gibt es ebenfalls einen sechsgeschossigen Anbau, in dem beispielsweise Ausstellungsräume, das Kupferstichkabinett und die Museumsbibliothek sind. Durch die zwei Anbauten bekommt die Kunsthalle Bremen ihre ursprüngliche Symmetrie von 1849 wieder. KAEFER ist der weltweit größte Anbieter sämtlicher Leistungen rund um Isolierung. Das Bremer Unternehmen ist in den Geschäftsbereichen Industry, Offshore, Shipbuilding und Construction tätig. 2010 hat KAEFER weltweit 1,2 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet. KAEFER ist in über 50 Ländern aktiv, beschäftigt derzeit mehr als 17.000 Mitarbeiter und wird von Peter Hoedemaker (Vorsitzender der Geschäftsführung) geleitet.

Ein anspruchsvoller Rahmen für die Kunst

Perfektes Licht, außergewöhnliche Architektur, maximale Sicherheit. Das sind die Anforderungen an den neuen Erweiterungsbau der Kunsthalle Bremen, bei dem KAEFER einmal mehr anspruchsvolle Ausbauleistungen präsentieren kann. Und das nicht nur in Bremen. Mehr als 17.000 KAEFER-Mitarbeiter in über 50 Ländern rund

um die Welt sorgen mit einem großen Spektrum von Leistungen unter anderem für eine gute Raumatmosphäre, geringere Energieverluste und optimalen Brandschutz. In den Geschäftsfeldern Industry, Offshore, Shipbuilding und Construction ist KAEFER der weltweit größte Anbieter für alle Leistungen rund um das Thema Isolierungen.

KAEFER Construction GmbH Bürgermeister-Smidt-Str. 70 28195 Bremen, Germany Tel. +49 421.61 09-0 construction@kaefer.com www.de.kaefer.com

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Bremen

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Tradition trifft Moderne

Mit einer rauschenden Party wurden die neuen Veranstaltungsräume am 25. August eingeweiht. In Zukunft sollen hier aber nicht nur gefeiert werden. Auch für Seminare, Konferenzen und andere geschäftliche Veranstaltungen können der „Goldene Saal“ (o.), der „Scotland Saal“ (u.l.) und „das Zelt“ (u.r.) gebucht werden. Fotos: Atlantic Hotel

Das Atlantic Grand Hotel Konzeption und Gestaltung Bremen präsentiert der neuen Räume knüpfen an die Tradition der Gesellneue Veranstaltungsräu- schaftsräume der 1920er me auf rund 1.000 Qua- Jahre an, verschließen sich dratmetern. Wo einst aber keineswegs der Modas Casino in der Bött- derne. „Tagsüber arbeiten, abends feiern“, erklärt Carl cherstraße zum Spielen die Idee. „Um dieser Dopverleitete, kann jetzt pelfunktion gerecht werden im „Goldenen Saal“, zu können, sind sie mit moim „Scotland Saal“ und dernster Technik ausgestattet.“ So können im „Goldeim sogenannten „Zelt“ nen Saal“, dem „Scotland gefeiert oder gearbeitet Saal“ und dem „Zelt“ neben werden. festlichen Anlässen auch Ta-

gungen und Konferenzen ausgerichtet werden. Das „Mein Vater ist fast 95. Er hat variable Raumkonzept biein diesen Räumen seinen tet Platz für Veranstaltungen Abschlussball gefeiert“, sagt unterschiedlichster Art und Ursula Carl, die Direktorin Größe. des Bremer Atlantic Grand Bereits bei der Planung des Hotels. Sie präsentiert den Hotels kam die Idee auf, wieder auferstandenen die angrenzenden Räume „Goldenen Saal“. Bevor das des Casinos für das Hotel Casino Bremen vor 30 Jahren zu nutzen. Im März dieses in die erste Etage des Hau- Jahres konnten die Verhandses St. Petri in der Böttcher- lungen mit der Böttcherstrastraße einzog, wurden hier ßen GmbH erfolgreich zum Bälle, Hochzeiten und eben Abschluss gebracht werden. auch Abschlüsse gefeiert. „Wir haben die Räume für 30 Und so soll es wieder sein. Jahre gepachtet“, sagt Carl.

Die Innenarchitektur hat das Lübecker Architekturbüro Ralf Kraus entworfen. Das Büro hat auch schon das Hotel geplant. Umgesetzt wurde das Erdachte von der Bremer Niederlassung der Zechbau GmbH und einigen Subunternehmern. Da

das Gebäude unter Denkmalschutz steht galt es bei den Bauarbeiten einige kleine Tücken zu überwinden. Kleine Fenster oder Schrägen wurden erhalten. „An der Fassade und der Bausubstanz durfte ja nicht verändert werden“, erklärt Carl.

Allerdings sei es auch sehr reizvoll gewesen diese alten Elemente zu entdecken und sie in die moderne Architektur einzubeziehen. Ein besonderes Highlight bietet sich den Besuchern der neuen Räume schon im Eingangsbereich. „Wir

haben am Zugang von der Böttcherstraße wieder die alte Tür eingesetzt“, sagt Carl. „Jahrelang wurde sie im Staatsarchiv gelagert. Jetzt ist sie wieder ein echter Hingucker.“ (jsl) Webinfo ||www.atlantic-hotels.de/grandhotel

BVMW-Veranstaltung Ziel der ersten Bremer Netz- „FOKUS. KOMMUNIKATION“ werk-Wissensbilanz war es,

Bremer Experten-Netzwerk fokussiert eigenes intellektuelles Kapital Mit der ersten Bremer Netzwerk-Wissensbilanz beschloss die Apandia GmbH und das seit ca. 2 Jahren bestehende Apandia-Experten-Netzwerk, seine immateriellen Werte und deren intern und extern treibenden Prozesse und Wirkungen erfassbar, sicht und messbar zu machen. So konnte das gerade für Netzwerke sehr wertvolle und kaum greifbare immaterielle Kapital erfasst, definiert und anschließend zielgerichtet eingesetzt werden. Um das netzwerkinterne intellektuelle Kapital nachhaltig und systematisch zu analysieren und maximal zu entwickeln, durchlief

das Apandia-Netzwerk in vier Wissensbilanz-Treffen innerhalb von ca. 6 Wochen eine von der WISSENSBILANZ-NORD intensiv, dynamisch und methodisch klar moderierte Wissensbilanzierung. Methodisch orientiert sich die Bremer WISSENSBILANZ-NORD dabei am Wissensbilanz-Modell des Arbeitskreises Wissensbilanz (AK-WB). Das bei der Apandia-Netzwerk-Wissensbilanz angewendete bewährte „InCaSWissensbilanz - Made in Europe“Verfahren beschreibt eine empirisch anerkannte, präzise und im Untersuchungsverlauf

vernetzende Methode zur Analyse der „weichen“ und „harten“ Wirkungs-Faktoren und Prozesse einer Organisation. Diese Wirkungsfaktoren stellen das sogenannte „immaterielle Kapital“, das laut aktuellen Studien des Fraunhofer Institutes IPK schon längst die Bedeutung des materiellen Kapitals für den Unternehmenserfolg überholt hat. Für den Standort Deutschland ist das methodisch vergleichbare Analyse-Instrument „Wissensbilanz - Made in Germany“ deshalb vom Bundestag als strategisch bedeutsam ausgezeichnet und nimmt daher einen besonderen Stellenwert ein.

vorhandene Potenziale des Apandia-Experten-Netzwerkes und der damit vernetzten Apandia GmbH zu erkennen sowie zu erschließen und damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit sowohl des Netzwerkes nachhaltig zu steigern. Hierzu wurden im Rahmen der Wissensbilanz die Zusammenhänge zwischen den NetzwerkZielen und Erfolgsfaktoren, den laufenden Geschäftsprozessen, dem vorhandenen intellektuellen Kapital gebildet aus Humankapital, den internen Strukturen und den Unternehmensbeziehungen untersucht.(pm/jsl)

Warum Piloten versagen stürmischen Zeiten die richund Manager Fehler ma- tigen Prioritäten setzen, mochen erklärte Fachreferent tiviert handeln und sich auf Klaus Brandl den Teilneh- das Wesentliche konzentriemern der Veranstaltungsrei- ren. he „Fokus.Kommunikation“ Vor und nach dem Vortrag im August in Bremen. Der gab es ausreichend GeleBundesverband mittelstän- genheit zum Networking. dische Wirtschaft e.V. hatte „Das sehr schöne Ambiente 40 Unternehmer und Un- des Direkt Marketing Centernehmerinnen eingeladen ters und die ausgesprochen zu erfahren, wie sie in her- professionelle Organisation ausfordernden Situiationen durch die Crew haben zum sicher kommunizieren und Erfolg der Veranstaltung Fehler vermeiden. Außer- beigetragen.“, freute sich dem erklärte Klaus Brandl der BVMW-Leiter der Metden Teilnehmern wie sie ropolregion, Detlef Blome. unter Stress Aufgaben sou- (pm/jsl) verän managen und aus Webinfo: Fehlern lernen, wie sie in ||www.bvmw.de

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Bremen

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Willenbrock Arbeitsbühnen liefert größten Auftrag der Firmengeschichte ab Für verschiedenste Einsätze novativen Technologien. eine Mietflotte von 60 Hu- nen mit einer Hubhöhe von auf dem Werftgelände liefert Für eine mehrjährige Dauer barbeitsbühnen des Unter- sieben bis 40 Metern werden die Willenbrock Arbeitsbüh- übernimmt ND Coatings nehmens WAB. Die Maschi- auf dem Werftgelände in den nen GmbH & Co. KG (WAB) Docks im Rahmen verschieaus Bremen 60 Hubarbeitsdener Fertigungsprozesse, bühnen an die ND Coatings aber auch direkt an Bord der GmbH, ein Partneruntersich Bau befindlichen Kreuznehmen der Meyer Werft in fahrtschiffe eingesetzt. Papenburg. Alle Fahrzeuge Alle Fahrzeuge wurden auf wurden gemäß vorgegeKundenwunsch mit Rußparbener Anforderungen in tikelfiltern ausgerüstet, um den Schadstoffausstoß zu punkto Umweltschutz und minimieren. Zudem wurde Arbeitssicherheit speziell für jede Bühne zum Schutz der den Betrieb auf der Meyer Mitarbeiter mit einer RundWerft ausgerüstet. umleuchte sowie einem Das Papenburger Unternehakustischem Signal ausgemen setzt seit Jahren konstattet, das bei schnellem sequent auf den umweltFahren ertönt. Besonderes verträglichen Einsatz von technisches Highlight ist die Arbeitsgeräten sowie auf (v.li.) ND Coatings Betriebsleiter Manfred Ossevorth bei der FlottenüberArbeitssicherheit und zeigt gabe mit Willenbrock Arbeitsbühnen-Geschäftsführer Fabian Markmann. Ausrüstung jeder Bühne mit Foto: Willenbrock „Mobile Easy Key“. Dabei sich stets interessiert an in- 

handelt es sich um ein elek- der Meyer Werft Papenburg tronisches Zugangssystem durch den WAB-Geschäftszur berührungslosen Frei- führer Fabian Markmann an schaltung und Benutzerer- ND Coatings Betriebsleiter fassung von Fahrzeugen und Manfred Ossevorth sowie Maschinen mittels Transpon- ND Coatings Projektkoordidertechnologie. Die ND Coa- nator Kai Betker. tings-Mitarbeiter verwenden „Die Meyer Werft suchte bei anstelle eines Schlüssels der Vergabe nicht nur einen ihre „Meyer-Card“, einen Lieferanten, sondern einen Transponder, der sie für die kompetenten und lösungsBenutzung bestimmter Fahr- orientierten Partner“, so zeuge und Maschinen auto- Markmann. „In unserer noch risiert. jungen Firmengeschichte ist Nach gründlicher Schulung dies der größte Auftrag und aller Mitarbeiter bezüglich gleichzeitig die Bestätigung Bedienung und Technologie unseres am Markt angeboder Willenbrock-Fahrzeuge tenen Leistungspaketes.“ erfolgte die Übergabe der (pm/jsl) letzten Bühnen und somit der kompletten Flotte Mit- webinfo te August auf dem Gelände ||www.willenbrock.de

Im Gewerbepark Hansalinie ist viel Bewegung

20.000 Quadratmeter Fläche verkauft

Über 20.000 Quadratmeter Gewerbefläche sind im Juli im Gewerbegebiet Hansalinie verkauft worden. Drei Firmen errichten dort ihre neue Betriebsstätte: Technotools mit fast 3.000 Quadratmetern, Schulz Systemtechnik mit fast 8.000 Quadratmetern und schließlich die emotion Warenhandelsgesellschaft mit über 12.000 Quadratmetern. emotion wird dort eine Produktionsstätte für Badezimmereinrichtungen aufbauen. Technotools ist ein Unternehmen für innovative Zerspanungstechnologie und Schulz Systemtechnik hat seinen Schwerpunkt im Bereich der Industrieautomation.

„Seit mehr als 10 Jahren erweist sich der Gewerbepark Hansalinie als dynamischer Faktor für den Standort Bremen“, so Wirtschaftssenator Martin Günthner. Durch den eigenen Autobahnanschluss, in unmittelbarer Nähe zum Bremer Kreuz gelegen, eröffnet sich über die A1 oder die A27 der direkte Weg in die überregionalen Verkehrsnetze. Die A1 ist die Lebensader Norddeutschlands und die Querverbindung für die großen Wirtschaftszentren im Westen, Norden und Osten. Diese Lagegunst gelte es auch künftig für weitere Gewerbeansiedlungen zu nutzen. Auf den 155 Hektar Grund-

fläche des Gewerbeparks haben sich in den vergangenen Jahren neben verarbeitendem Gewerbe, Fachgroßhandel, Handwerk und Dienstleistern sowie dem DHL-Logistikzentrum vor allem Un-

Kasa Personalleasing

Kaufmännisches und gewerbliches Personal aus allen Bereichen

um unsere Kunden gemeinsam zufrieden zustellen“, so Frau Kabierschke weiter. Die KASA Personalleasing GmbH deckt ein weites Spektrum an Personalbedarf ab. So zählen unter anderem Lagerkräfte, Staplerfahrer, kaufmännisches Fachpersonal sowie Ingenieure und viele andere Berufszweige zu dem externen Mitarbeiterstamm. Das KASA Team, bestehend aus der Geschäftsführerin und 3 Kollegen, sind bereit jede neue Herausforderung anzunehmen und für all die verschiedenen Branchen auf dem Arbeitsmarkt das passende Personal zu rekrutieren. In enger Zusammenarbeit mit den Kundenunternehmen sucht und findet das Unternehmen das passende Personal, egal ob für lang- oder kurzfristige Arbeitseinsätze

wirtschaftszeitung für bremen und umgebung

in-time oder just-in-sequence direkt ins Mercedes-BenzWerk Bremen. In diesem Jahr wurde sogar eine komplette Rohbau Fertigungslinie vom Mercedes-Benz-Werksgelände in eine Bestandsimmobilie

im Gewerbepark Hansalinie verlagert. Weitere Investitionen der Daimler AG im Bereich Fahrzeugverkauf wurden bereits avisiert. Darüber bietet ein Dienstleistungszentrum (Autohof) mit Tankstelle, Hotel, Gastronomie und Facheinzelhandel einen umfassenden Service. Hier gab es in den letzten Monaten durch die Eröffnung eines McDonald‘s-Restaurants ebenfalls einen Neuzugang. Die erfolgreiche Vermarktung des Gewerbeparks liegt seit 1998 in den Händen der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. (pm/jsl) Webinfo ||www.wfb-bremen.de

PR-Bericht

Die Firma KASA Personalleasing GmbH mit Sitz in Bremen Woltmershausen hat sich seit der Gründung im Februar 2008 gut auf dem Markt der Arbeitnehmerüberlassung sowie der privaten Arbeitsvermittlung etabliert. Einige renommierte Unternehmen aus Bremen und anderen Regionen zählen mittlerweile zu den Bestandskunden des noch jungen Unternehmens. „Der persönliche Kontakt und die Flexibilität auf Personalbedarf von Kunden auch kurzfristig und zeitnah reagieren zu können, hebt uns von unserer Konkurrenz ab“ so die Geschäftsführerin Tanja Kabierschke. „Ebenfalls ist uns ein enger und persönlicher Kontakt zu unseren Mitarbeitern sehr wichtig, die Mitarbeiter sollen sich bei uns wohl und nicht wie eine „Nummer“ fühlen, nur mit der richtigen Personalführung erreichen wir die qualitative Arbeitsleistung

ternehmen aus dem Bereich Automotive angesiedelt: Schedl Automotive, Preymesser, Lorel, Duramotive, Johnson Controls und Magna CTS liefern von hier aus in nicht mehr als zehn Minuten just-

oder die direkte Vermittlung. Viele der externen Mitarbeiter wurden bereits von Kunden in feste Angestelltenverhältnisse übernommen, dies zeugt für den richtigen Riecher in der Personalauswahl. Das gesamte KASA Team ist stets mit Freude bei der Sache, wenn es darum geht Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen zufrieden zu stellen. Sollte dieses junge und dynamische Unternehmen, welches auf jahrelange Branchenerfahrung zurückgreifen kann, auch Ihr Interesse geweckt haben, so sollten Sie einmal unverbindlich Kontakt herstellen und sich von dem Know-how sowie dem „minimale Kosten – maximale Leistungen“- Prinzip selbst überzeugen. Selbstverständlich ist das gesamte Team sowie das komplette Leistungsspektrum auch auf der bestehenden Homepage unter www.kasa-bremen.de zu finden. 

Mitarbeiter aus der Metallbranche versilberten Aluminiumschrott

Bremen (ots) | Im April 2011 zeigte eine Sicherheitsfirma im Auftrag der Firma Airbus an, dass interne Ermittlungen den Verdacht erhärtet hätten, dass vom Airbusgelände in der Bremer Neustadt regelmäßig Container mit Aluminiumschrott - Abfällen aus der dortigen Produktion systematisch entwendet werden würden. Jeder Container hätte nach Marktlage einen Wert von ca. 10.000 bis 13.000 EUR. Nachdem das für solche Delikte zuständige Fachkommissariat der Polizei Bremen die Ermittlungen aufgenommen

hatte, konnten der Verdacht erhärtet und die Tatverdächtigen überführt werden. Die Ermittler hatten festgestellt, dass die Container mit dem Aluminiumschrott in vier bis fünf Wochen gefüllt waren und dann durch einen offiziellen Vertragspartner abtransportiert wurden. Jedoch wurde fast jeder vierte Transport durch eine nicht autorisierte Schrotthandelsfirma durchgeführt. Ein Mitarbeiter eines Subunternehmers, der für die Kontrolle der Containerfüllung zuständig war, hatte bei den illegalen Transporten jeweils einen Angestellten

der nicht autorisierten Firma informiert. Dieser erschien dann mit einem Firmen-LKW auf dem Airbus-Gelände, traf sich dort mit seinem „Auftraggeber“ und führte die Abfuhr durch. Die geschätzte Schadenssumme dürfte bei ca. 250.000 EUR liegen. Von den Tatverdächtigen im Alter von 40 und 42 Jahren liegen erste Geständnisse vor. Die Ermittlungen dauern an. 

wisoak_Anz_WK_1Sp_sw_2-10:wisoak Anz

Flughafen Bremen leidet Beruflich unter neuer Steuer weiter Bremen (dapd-nrd) | Der zent, bei Billigflügen sogar

durch

Flughafen Bremen hat durch die Luftverkehrssteuer einen Teil des Passagieraufkommens verloren. Im Juli seien 252.000 Passagiere gestartet oder gelandet, teilte der Flughafen mit. Gegenüber dem Vorjahresmonat sei das ein Rückgang von 10,9 Pro-

von fast 20 Prozent. Vor allem Ryanair habe seine Verbindungen ausgedünnt. Die Luftverkehrssteuer von acht Euro pro Start bei Inlandsflügen wird seit Jahresanfang erhoben. (pm/jsl)

Bildung

Das neue Herbstprogramm 2011 jetzt anfordern: Telefon 0421· 44995 oder www.wisoak.de

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Diepholz / Verden

Ausgabe 4; September 2011

Brüning-Gruppe übernimmt Versorgungskoordination der sechs Kraftwerke der Bayernfonds BestEnergy 1 Mit Wirkung zu Mitte August übernimmt die BrüningGruppe aus Fischerhude die Koordination der Vollversorgung der sechs Biomasseheizkraftwerke der Bayernfonds BestEnergy 1 GmbH & Co. KG und garantiert im Rahmen der Verträge die Versorgungssicherheit der Kraftwerke. Letztendlich waren u. a. die langjährige Erfahrung im Biomassegeschäft und das spezielle, langfristige Lieferkonzept die entscheidenden Punkte für die Vergabe an die Firma Brüning. Somit ist die Rohstoffversorgung der Werke für die nächsten 15 Jahre nachhaltig sichergestellt. Im Oktober 2009 wurde das erste der sechs Werke in Bad Arolsen in Betrieb genommen. es folgten die Werke in Leipzig, Langelsheim, Niesky, Rieste und im Februar

diesen Jahres als letztes Werk Steinau an der Straße. Die Werke verfügen jeweils über 4,994 MW elektrische und rd. 10 MW thermische Leistung und verbrauchen pro Jahr jeweils ca. 64.000 to Brennstoff. Dabei werden in den Kraftwerken überwiegend Landschaftspflegematerialien in geschredderter und gehack-

ter Form verbrannt. Als Betriebsführer vor Ort fungiert die ECH Energiecontracting Heidelberg AG. Durch die sechs Feuerungsanlagen werden jährlich etwa 50.000 to CO2 eingespart. Die Brüning-Gruppe hat sich auf die Vollversorgung von Biomasseheizkraftwerken spezialisiert. Den Kraftwerks-

Die Brüning-Gruppe aus Fischerhude übernimmt die Koordination der Vollversorgung der Kraftwerke der Bayernfonds Best Energy 1. Fotos: Brüning

betreibern wird bundesweit und im angrenzenden europäischen Ausland eine langfristige Versorgung mit Biomasse in der jeweils notwendigen Form garantiert. Mit 65 Mitarbeitern werden individuelle Konzepte erarbeitet, die alle Kundenbedürfnisse in diesem speziellen Markt berücksichtigen. Ziel ist es, den Kraftwerksbetreibern ein „Rund-um-sorglosPaket“ zu liefern, welches alle Brennstoffthemen beinhaltet. Mit einem eigenen Forstteam werden überregional Landschaftspflegearbeiten durchgeführt, aber es wird auch mit einem großen Netzwerk an Lieferanten partnerschaftlich zusammengearbeitet, um einerseits Lieferengpässe ausgleichen zu können und andererseits permanent Zugriff auf unterschiedliche

Qualitäten haben zu können. Ein weiteres Ziel der Firmengruppe ist es, Übermengen an Material effektiv verteilen zu können. Zur Gruppe gehört auch eine eigene Logistikgesellschaft, die es ermöglicht, schnell, schlagkräftig und flexibel große Mengen an Holz zu bewegen. In Zukunft könnte ein Teil der ca. 384.000 to Biomasse für die sechs Kraftwerke des Bayernfonds aus dem Ausland kommen. Dabei beabsichtigt die Brüning-Gruppe zukünftig auch vermehrt Brennstoffmengen aus d em Ausland zu akquirieren und einzusetzen, um für den zunehmenden Wettbewerb durch die steigende Anzahl von Biomassekraftwerken entsprechend gerüstet zu sein. Für die Brüning-Gruppe ist dies der bislang größte Ver-

'preis umwelt unternehmen: Nordwest' 2011 erneut für die Metropolregion Bremen-Oldenburg ausgelobt 60.000 Euro Preisgeld für Projekte mit hoher Umwelt- und Klimaschutzwirkung

Kleine „grüne“ Motoren, tiefgekühlte Transportlogistik und ein intelligentes Dieselpartikelfiltersystem zählen bereits zu den Gewinnern des 'preis umwelt unternehmen: Nordwest'. „Noch bis zum 15. September läuft das Rennen um die besten Klima- und Umweltschutzlösungen in der Metropolregion Bremen-

Oldenburg“, erklärt Günter Klingenberg, Wirtschaftsförderer des Landkreises Diepholz. „Ich würde mich freuen, wenn sich viele Unternehmen aus unserem Landkreis um den 'preis umwelt unternehmen: Nordwest' 2011 bewerben würden.“ An dem Wettbewerb können Projekte, Produkte oder Ver-

fahren teilnehmen, die die Umwelt besonders entlasten, Material oder Energie einsparen oder auch das Klima schonen. Der Preis wird von der Bremer Aufbau-Bank GmbH, der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (Nbank) und der RKW Nord e.V. ausgelobt. Alle zwei Jahre verleihen die Veranstalter den mit

insgesamt 60.000 Euro dotierten Preis an die Siegerfirmen. Neben dem Hauptpreis stehen für umwelt- und klimafreundliche Lösungen in den Bereichen Logistik, Energie und für intelligente Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weitere Auszeichnungen bereit, gestiftet von der Kieserling Holding

GmbH, der Klimaschutzagentur energiekonsens und der Wirtschaftsförderung Stadt Oldenburg. Außerdem unterstützt die Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V. den Wettbewerb. (jsl)

||WEBinfo www.preis-umwelt-unternehmen.de

Nachfrage nach Unternehmensdaten ungebremst Kostenlose Datenbank www.regis-online.de im 1. Halbjahr 2011 mit hohen Zugriffszahlen nehmen aus dem Landkreis Diepholz in die Datenbank eingetragen haben und diesen kostenlosen Service nutzen“, so Kreiswirtschaftsförderer Günter Klingenberg. Für die Unternehmen im Landkreis Diepholz wurden im 1. Halbjahr 2011 insgesamt 33.891 Seitenzugriffe

www.aundo.de

Das Unternehmensinfor- die angebotenen Produkte mationssystem www.re- und Leistungen der Firmen. gis-online.de zählt zu den Auch Angaben über die techgrößten deutschen Unter- nische Ausstattung und das nehmensportalen. Es enthält besondere Know-how der derzeit rund 7.000 Profile Firmen sowie vorhandener heimischer Unternehmen Auslandskontakte sind dort aus 25 Landkreisen und abrufbar. kreisfreien Städten im Nord- „Besonders erfreulich ist, westen. Dargestellt werden dass sich bereits 542 Unter-

registriert; im Durchschnitt nutzen rund 8.000 Besucher monatlich das Unternehmensinformationssystem. Informationen zur Nutzung und zum kostenfreien Eintrag in die Unternehmensdatenbank RegIS erhalten Sie auf den Intenetseiten des Landkreises Diepholz.

Als Ansprechpartner für die RegIS-Online Unternehmensdatenbank bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises Diepholz steht Dietrich Lampe unter Tel. 05441/976-1435 oder per EMail dietrich.lampe@diepholz.de zur Verfügung. (pm/ jsl)

sorgungsauftrag. Da es aber einen Trend bei den Kraftwerksbetreibern dahingehend gibt, dass die Rohstoffvsorgung langfristig gesichert werden soll, geht man davon aus, dass kurzfristig aus vielen Anfragen auch Aufträge werden. (pm/jsl)

Arnd Brüning

Geschäftsführer der BrüningGruppe freut sich über den Großauftrag.

Webinfo ||www.bruening-gruppe.de

e-businessBeratung für Unternehmen Individuelle und kostenlose Beratung für Unternehmen durch die IHK Hannover am 13. September 2011 im Stuhrer Rathaus Eine Website ist bei Unternehmen mittlerweile Standard. Welche Optimierungsmöglichkeiten ihre Website bietet, können Unternehmer am e-business-Beratungstag der IHK Hannover im Stuhrer Rathaus erfahren. Am Dienstag, den 13. September 2011 stehen Berater der IHK zwischen 9.30 Uhr und 16.00 Uhr zur Verfügung. Die ca. 90-minütigen Beratungsgespräche sind individuell auf die Bedürfnisse und Fragen des jeweiligen Unternehmens abgestimmt. Eine Anmeldung bei der IHK Hannover ist erforderlich. (pm/ jsl) WEBinfo ||www.begin.de

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be 13. Septem 2011

Deutscher Außenwirtschaftstag entrum Congress C n Breme

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60 Jahre Deutsche Außenwirtschaftsförderung

L 9. Deutscher Außenwirtschaftstag bittet zu speziellem Forum und feierlicher Abendveranstaltung

anthan, Yttrium, Außenwirtschaftsförderung China und Südafrika und formationen zu versorgen, Neodym: Ohne der Bundesregierungara be- an die Hotspots wie Japan beschäftigt sie weltweit 60 solche Metalle aus steht seit 60 Jahren. und Arabien. „Länder-Repräsentanten“ der Gruppe der so- Einen Blick in die Ge- Um „der deutschen Wirt- an rund 50 Standorten. Die genannten Seltenen Erden schichte werfen die Teil- schaft Auskunftsmaterial Wirtschaftsexperten mit gebe es kaum ein Hightech- nehmer des Deutschen über alle außenwirtschaftli- speziellen Branchen- und produkt von Spezialakkus Außenwirtschaftstages bei chen Fragen zur Verfügung Fachkenntnissen beschafbis zu LED-Fernsehern. einer feierlichen Abendver- zu stellen und dadurch den fen umfassende AußenwirtHauptlieferant ist Chi- anstaltung im historischen Außenhandel zu fördern“, schaftsinformationen, vor na, doch das Land hat die Rathaus von Bremen. Wäh- schickte Bundeswirtschafts- allem für Entscheider aus Ausfuhr Anfang des Jahres rend des Tages bestreiten minister Ludwig Erhard kleinen und mittelständideutlich gedrosselt. Der die Länder-Repräsentanten 1951 die „Bundesauskunfts- schen Unternehmen. Fall macht deutlich: Die Si- der „Germany Trade & In- stelle für den Außenhandel“ Ein weiterer wichtiger Aufcherung der Versorgung mit vest“ (GTAI) eines der Leit- an den Start. Ihre Nachfol- gabenbereich von Germany Rohstoffen gehört zu den foren. „Wir freuen uns, dass gerin ist die heutige GTAI Trade and Invest ist die Begroßen Herausforderungen der Wirtschaft. Das Thema ist darum einer der Schwerpunkte beim 9. Deutschen Außenwirtschaftstag am 13. September in Bremen. Weitere Leitforen beschäftigen sich mit der Sicherung des Fachkräftenachschubs und der Lieferkette in einer globalisierten Welt. Au ß e r d e m wird wieder der Preis der Renommierte Unternehmer, Wissenschaftler und Politiker kommen regelmäßig auf dem AußenwirtFotos: Messe Bremen Deutschen Au- schaftstag zusammen und diskutieren die Wirtschaftsthemen der Zukunft. ßenwirtschaft vergeben. Er würdigt he- wir auf dem Bremer Außen- mit Sitz in Bonn. Sie hält ratung von ausländischen rausragendes außenwirt- wirtschaftstag willkommen Informationen aller Art für Unternehmen, die ihre schaftliches Engagement sind“, so Michael Pfeiffer, Firmen bereit, die in aus- Geschäftstätigkeit auf den insbesondere kleiner und Geschäftsführer von GTAI. ländische Märkte expan- deutschen Markt ausdehmittlerer Unternehmen Denn unter dem Titel „Me- dieren möchten – über die nen wollen. Dabei legt die aller Branchen. Auch das gatrends – Reise um die Marktsituation, Branchen- Gesellschaft einen besonvierte Hauptthema ist ein Welt mit GTAI“ nehmen trends, Steuerinformatio- deren Schwerpunkt auf die erfreuliches. Beim von der sie die Zuhörer mit in die nen, Zollbestimmungen Förderung der WirtschaftsMesse Bremen veranstalte- attraktivsten Regionen wie oder Geschäftskontakte. entwicklung der Neuen ten Kongress wird gefeiert, etwa die BRIC-Staaten Bra- Um Interessenten mit allen Bundesländer und Berlins. denn die institutionelle silien, Russland, Indien, relevanten aktuellen In- 

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9.

Deutscher Außenwirtschaftstag

„Der Fachkräftemangel ist die zentrale Herausforderung des kommenden Jahrzehnts“ Einer der Schwerpunkte auf dem 9. Außenwirtschaftstag in Bremen wird die Sicherung des Fachkräftenachschubs für die deutsche Wirtschaft sein. Zuwanderung, Ausbildung, Aktivierung von Frauen und Älteren – welches sind die richtigen Strategien, um hochqualifizierte Arbeitnehmer zu finden? Im Exklusivinterview mit der Wirtschaftszeitung erklärt die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, warum Politik und Wirtschaft in Sachen Fachkräftemangel enger zusammenarbeiten müssen. Der Fachkräftemangel scheint Politik und Wirtschaft aus heiterem Himmel zu treffen. Kam diese Entwicklung wirklich so plötzlich oder wurde sie schlicht nicht rechtzeitig ernst genug genommen? Der Fachkräftemangel ist die zentrale Herausforderung des kommenden Jahrzehnts. Die demografische Entwicklung wirft ihre Schatten bereits voraus. Wenn wir in Politik und Wirtschaft nichts

tun, wenn wir keine neuen Erwerbspersonenpotentiale erschließen, dann haben wir in 15 Jahren über 6,5 Millionen Arbeitskräfte weniger. Aktuell gibt es aber noch keinen flächendeckenden Fachkräftemangel, sondern Engpässe in einzelnen Berufsgruppen und Regionen. Derzeit betrifft das vor allem Ärzte und Ingenieure. Hier hat die Bundesregierung kurzfristig mit dem Aussetzen der Vorrangprüfung für diese Berufe reagiert. Inzwischen hat die Bundesregierung ein Konzept zur Fachkräftesicherung erarbeitet - früh genug und mit den richtigen Akzenten. Was müssen Politik und Wirtschaft nun tun, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen? Welche konkreten Maßnahmen ergeben sich aus dem kürzlich verabschiedeten Fachkräftekonzept der Bundesregierung? Wenn wir fragen, wo Fachkräfte sind, die gerne in den Beruf wieder einsteigen oder einfach mehr arbeiten möchten, dann sind das vor allem

Ältere und Frauen. Sie brauchen aber auch die richtigen Rahmenbedingungen. Dazu gehört der Ausbau der Kinderbetreuung und die Einführung des Elterngeldes genauso wie die schrittweise Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Doch das ist nur ein Anfang. Das Fachkräftekonzept, das wir im Juni in Meseberg verabschiedet haben, geht noch weiter. An erster Stelle steht hier natürlich der weitere Abbau der Arbeitslosigkeit. Aber auch die Unternehmen und Sozialpartner müssen künftig mehr tun als bisher. Wir brauchen gezielte Weiterbildung für Ältere, kräfteschonende Arbeitsabläufe, denn auf ihre Berufserfahrung wollen wir nicht verzichten. Zudem sind über sechs Millionen Frauen im erwerbsfähigen Alter nicht berufstätig, viele von ihnen aber gut qualifiziert. Diese Frauen suchen Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder und flexible Arbeitsangebote. Da schlummert noch viel Potential. Ihr Konzept befasst sich

Der 9. Deutsche Außenwirtschaftstag … … findet am 13. September statt. Erwartet werden etwa 500 Teilnehmer. Der Deutsche Außenwirtschaftstag versteht sich als gemeinsame Diskussionsplattform für alle Unternehmen und Organisationen der deutschen Exportwirtschaft. Die Konferenzen, Tagungen und eine begleitende Ausstellung stellen die Außenwirtschaftsförderung und

Dienstleistungen, die die Unternehmen bei ihren Aktivitäten im Ausland unterstützen, in den Vordergrund. Politische Träger des Deutschen Außenwirtschaftstages sind gemeinsam das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, das Auswärtige Amt und der Senat der Freien Hansestadt Bremen. Die Träger aus der Wirtschaft sind der Deut-

sche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), die Deutschen Auslandshandelskammern (AHK), die Handelskammer Bremen, der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA), der Bundesverband der Deutschen Exporteure (BDEx), der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) sowie der Zentralverband

auch mit Fachkräften aus dem Ausland, ist dabei vor allem auf Spitzenkräfte ausgerichtet. Warum sollen nur die Hochqualifizierten zuwandern? Was soll getan werden, damit deutsche Unternehmen schneller und unkomplizierter ausländische Fachkräfte anwerben können? Es geht in erster Linie darum, die Fachkräfte in Deutschland zu finden und heranzubilden, aber das wird nicht reichen. Wir brauchen zusätzlich qualifizierte Menschen aus dem Ausland, die hier arbeiten wollen. Wenn eine Ingenieursstelle unbesetzt bleibt, verliert auch die technische Zeichnerin oder die Sekretärin ihren Job. Das bedeutet keineswegs mehr Zuwanderung in unsere Sozialsysteme, sondern mehr qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland, die unsere Wirtschaft weiter bringen. Um die Spitzenkräfte aus dem In- und Ausland werben alle großen Industrienationen. Wie können sich Deutschland und die

des Deutschen Handwerks (ZDH). Sie werden von zahlreichen weiteren Partnern unterstützt, darunter die Ländervereine und Germany Trade and Invest (GTAI). Organisiert wird die Veranstaltung von der Messe Bremen. Mehr Infos unter www.aussenwirtschaftstag.de

deutschen Unternehmen in diesem Wettbewerb positionieren? Was kann die Politik tun? Was erwarten Sie von der Wirtschaft? Im Wettbewerb um die klugen Köpfe im In- und Ausland müssen Politik und Wirtschaft in Deutschland zusammenarbeiten. Die Wirtschaft muss sich vor allem darum bemühen, attraktive Arbeitsplätze zu schaffen und Karriereperspektiven für Frauen wie für Männer zu schaffen. Dual carreer ist für Spitzenkräfte Standard. Wir dürfen nicht nur über die Willkommenskultur sprechen, wir müssen den Begriff mit Leben füllen. Die Politik schafft

dazu die Rahmenbedingungen. Dazu gehören klaren und transparente Regelungen, wer aus weiter entfernten Ländern kommen und hier arbeiten darf. Das gilt nicht nur für die Fachkräfte selbst, sondern auch für ihre Familien. Für EU-Bürger gibt es ohnehin fast durchgängig uneingeschränkte Niederlassungsfreiheit.

Foto: Ursula von der Leyen

Die Messe Bremen … … bietet ein starkes Trio: die Messehallen, das Congress Centrum und die Bremen Arena. Das Messeareal mit 39.000 qm Hallenfläche und 100.000 qm Freigelände eröffnet mitten im Zentrum der Freien Hansestadt Bremen vielfältige Möglichkeiten. Von der Fachmesse fish international über die junge, frische Passion Sports Convention oder die musikali-

sche Jazzahead! bis zur traditionellen Verbrauchermesse HanseLife sorgen etwa 55 Messen und Kongresse im Jahr für rund 350.000 Besucher jährlich in der Großstadt Bremen. Mehr Infos auch unter www.messe-bremen.de

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r e b m e t p e 13. S 2011 trum n e C s s e r g Con Bremen

Preis der Deutschen Außenwirtschaft 2011 wird zum siebten Mal in Bremen verliehen 9. Deutscher Außenwirtschaftstag – Themen von Fachkräftemangel bis Rohstoffsicherung

D

er Wirtschaftsaufschwung in Deutschland setzt so viele Menschen wie noch nie in Lohn und Brot: 2010 waren es 40,5 Millionen, 2011 soll die Zahl erneut steigen. Und die Firmen stocken weiter auf – die Volkswagen AG etwa will allein in Deutschland 5.000 bis 6.000 neue Stellen schaffen. Die nötigen Fachkräfte jedoch könnten fehlen, wenn Politik und Wirtschaft nicht schnell gegensteuern. Der Wettbewerb um Talente ist eines der drei großen Themen auf dem diesjährigen 9. Deutschen Außenwirtschaftstag am 13. September 2011 im Congress Centrum Bremen. Ein weiteres Leitforum dreht sich um die Sicherheit der Lieferketten in einer globalisierten Wirtschaft.

Eine Herausforderung wird zusehends auch die Sicherung des Rohstoffnachschubs. Die Konzentration auf Kernthemen ist ein Novum in der fast 20-jährigen Geschichte des Deutschen Außenwirtschaftstages. Zu den Traditionen gehört die Verleihung des Preises der Deutschen Außenwirtschaft.

ge sowie Zukunftsstrategien bewertet. Zudem sollte das Engagement Arbeit sichern und schaffen. Der Deutsche Außenwirtschaftstag wird im Zweijahresrhythmus veranstaltet. 2009 ging der erste Platz an die Paravan GmbH in Pfronstetten bei Stuttgart, Weltmarktführer in Fahrzeugtechnologie für Menschen mit Behinderungen. „Der 1. Preis der Deutschen Außenwirtschaft 2009 ist eindrucksvoller Beweis für unsere innovative Erschließung internationaler Märkte“, freut sich Roland Arnold, Geschäftsführer von Paravan. „Zugleich ist diese begehrte Auszeichnung ein Motivator par excellance für alle Mitarbeiter im PARAVAN-Mobilitätspark und die 2009 ging der Preis an die Paravan GmbH in Pfronstetten bei Vertriebspartner weltweit.“ Stuttgart, Weltmarktführer in Fahrzeugtechnologie. Der in Deutschland einzig-

Im Wettbewerb um Talente

P

roduktqualität, In- ner“, sagt Ernst Rieso, Pron o v a t i o n s s t ä r k e jektleiter der veranstaltenden und Service machen Messe Bremen Deutschland zur füh- „Strategien, die die Versorrenden Exportnation. Dies gung der Industrie mit den soll auch so bleiben. Offe- für die Zukunftstechnologien ne Märkte, eine verlässliche unabdingbaren Rohstoffen Rohstoffversorgung und sichern sollen, sind zu einem qualifizierte Arbeitskräfte zentralen Feld der Diskussisind hierfür Voraussetzung. on zwischen Wirtschaft und Der Deutsche Außenwirt- Politik geworden.“ Dem werschaftstag in Bremen ist eine den die Vorträge und Foren hervorragende Plattform zur des Deutschen AußenwirtDiskussion unserer Chancen schaftstages Rechnung traund Herausforderungen." gen. Rainer Brüderle, Bundeswirt- Aber es wird auch gefeiert: 60 schaftsminister und Schirm- Jahre Außenwirtschaftsfördeherr des 9. Deutschen Au- rung. Eine Festveranstaltung ßenwirtschaftstages deutet in wird an die Anfänge der seiner Empfehlung die The- deutschen Außenwirtschaftsmen des diesjährigen Forums förderung vor genau 60 Jahbereits an. Am 13. September ren erinnern. Damals war die 2011 wird im Congress Cen- junge Bundesrepublik von trum Bremen über aktuelle ihrer langjährigen Rolle als Themen diskutiert, werden Exportweltmeister noch weit neue Kontakte geknüpft und entfernt. Welche Rolle die Wissen aktualisiert. Außenwirtschaftsförderung „Die demographische Ent- bei der Unterstützung der wicklung in Deutschland Unternehmen aktuell spielt, rückt das Thema Qualifizie- wird auch an der Präsenz rung immer stärker in den von Germany Trade & InVordergrund. Insbesondere vest (GTAI) - Gesellschaft für die international agierenden Außenwirtschaft und StandUnternehmen konkurrieren ortmarketing – auf dem Auweltweit um Talente. Die Ab- ßenwirtschaftstag deutlich. sicherung von globalen Wert- In Bremen werden die GTAIschöpfungsketten wird in Auslandsmitarbeiter, die an einer immer stärker arbeits- rund 50 Standorten der Welt teiligen Weltwirtschaft zu ei- vertreten sind, ihre Marktner zentralen Aufgabe für die expertise mit den Besuchern Unternehmen und ihre Part- teilen.

Traditionell wird auf dem Tag der Deutschen Außenwirtschaft der Preis der Deutschen Außenwirtschaft verliehen. Er kürt herausragende Leistungen mittelständischer Unternehmen im internationalen Geschäft. Neben dem nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg werden Aspekte wie die strategische Erschließung neuer Märkte und die Nutzung neuer Kommunikations- und Vertriebswege bewertet. Ein preiswürdiges außenwirtschaftliches Engagement sollte zudem beschäftigungswirksam sein. Bewertet wird auch, welche Zukunftsstrategie das Unternehmen verfolgt. Der Preis ist einzigartig in Deutschland. Er ist ideeller Natur, der Preisträger erhält eine eigens geschaffene Bronze-Skulptur in Form einer offenen, der Welt zugewandten Hand. Der Preis der Deutschen Außenwirtschaft trägt zur Imagebildung bei und ist ein hervorragendes Marketing- und Motivationsinstrument. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 10. Juli 2011. Bewerbungen sind zu richten an Ernst Rieso, rieso@messebremen.de oder 0421 / 3505 405. www.aussenwirtschaftstag.de 

Er prämiert herausragendes außenwirtschaftliches Engagement insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen aller Branchen. Neben nachhaltigem wirtschaftlichem Erfolg werden Aspekte wie die strategische Erschließung neuer Märkte, die Nutzung neuer Kommunikations- und Vertriebswe-

artige Preis ist eine ideelle Auszeichnung, die von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft verliehen wird und unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie steht. Der Hauptpreisträger erhält eine eigens geschaffene Bronzeskulptur in Form einer der Welt zugewandten Hand. Der Preis der Deutschen Außenwirtschaft trägt zur Imagebildung bei und nützt Unternehmen als Marketingund Motivationsinstrument. Interessierte Unternehmen finden Detailinformationen zur Bewerbung im Internet auf der Website www.aussenwirtschaftstag.de und bewerben sich dort online. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 10. Juli 2011. 


Programmübersicht

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be 13. Septem 2011

Congress Centrum Bremen Registrierung

ab 9.00 Uhr 10.00 Uhr

entrum Congress C n Breme

Kaisen Saal

Eröffnung Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen

Grußwort Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) Otto Lamotte, Präses der Handelskammer Bremen 10.30 Uhr

Kaisen Saal

Eröffnungsvortrag Dr. Ursula von der Leyen, MdB, Bundesministerin für Arbeit und Soziales

Kaisen Saal

Forum Fachkräftesicherung Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor, Institut der deutschen Wirtschaft Köln Andreas Kellermann, Leiter des Werkes Bremen, Daimler AG Gerd Kaspari, Geschäftsführer, AS Antriebstechnik und Service GmbH, Reken Dr. Jürgen Radel, Leiter Personal, Lexzau Scharbau GmbH & Co. KG, Bremen Dr. Achim Dercks, stv. Hauptgeschäftsführer, Deutscher Industrieund Handelskammertag (DIHK) Moderation: Dr. Jürgen Friedrich, Geschäftsführer, Germany Trade & Invest (GTAI)

12.15 Uhr

Hanse Saal

Mittagspause

13.30 Uhr

Kaisen Saal

Forum „Megatrends, eine Reise um die Welt mit Germany Trade & Invest“ Auslandsmitarbeiter stellen Geschäftsmöglichkeiten in ausgewählten Märkten vor.

15.00 Uhr

Hanse Saal

Kaffeepause

15.30 Uhr

Kaisen Saal + Borgward Saal

Forum Rohstoffsicherung Kaisen Saal Dr. Volker Steinbach, Leiter Deutsche Rohstoffagentur (DERA), Hannover Peter Hoffmeyer, Vorstandsvorsitzender Nehlsen AG, Vorstandsmitglied des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik, Bremen Ralf Schmitz, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Metallhändler (VDM), Berlin Dr. Thomas Gäckle, Ministerialdirigent, Leiter der Unterabteilung Rohstoffpolitik, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Klaus Potthoff, Director Division Office Materials, ThyssenKrupp AG, Duisburg Moderation: Dr. Hermann Hüwels, Bereichsleiter, Deutscher Industrieund Handelskammertag (DIHK)

Forum Sicherheit in der Lieferkette Borgward Saal (in Englisch) Anh N. Duong, Director, Borders ans Maritime Security Division, US Department of Homeland Security, Washington DC Peter Esser, General Counsel, Office of the Representative of German Industry and Trade (RGIT), Washington DC Dr. Ursula Bachem-Niedermeier, Bereichsleiterin Zoll, Germany Trade & Invest (GTAI) Prof. Dr. Frank Arendt, Direktor, Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL), Bremen Lilian Bertin, Administrator international coordination in the fields of customs and taxation, EU-Kommission, DG Taxation and Customs Union (Taxud), Brüssel Dr. Martin Kröger, Geschäftsführer, ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V. Moderation: Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung, Bundesvereinigung Logistik (BVL)

Transfer zum Rathaus der Hansestadt Bremen

17.00 Uhr

Bremer Rathaus 18.00 Uhr

Obere Rathaushalle

Festakt „60 Jahre Außenwirtschaftsförderung“

Grußwort Bürgermeisterin Karoline Linnert, Die Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen

Festredner Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrieund Handelskammertages (DIHK)

Verleihung des Preises der Deutschen Außenwirtschaft Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) ab 20.00 Uhr

Obere Rathaushalle

Buffet

Ausstellerverzeichnis • • • • • • •

• • • • • • • • •

Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft, Hamburg (D3) Astrium GmbH, Bremen AWA AUSSENWIRTSCHAFTS-AKADEMIE GmbH , Münster (D8, D9) AWB Steuerberatungsgesellschaft mbH, Münster Brassat GmbH, Bremen (C1) Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V., Braunschweig (C8) Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen e.V. (BGA), Berlin (A3) Bundesverband mittelständische Wirtschaft - BVMW e.V., Berlin (A7) BVL Campus gGmbH, Bremen (C5) Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH) e.V. , Berlin CHINA MARKETING & SERVICE DR. PASSARGE GmbH, Berlin (B14) Deutsche Bank AG, Berlin (A8) Deutsche Messe Worldwide, Hannover (C6) Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Berlin (A4) Emirates, Frankfurt am Main (D6) F.A.Z. Institut, Frankfurt am Main

• Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Eschborn • Handelskammer Bremen, Bremen (A4) • Hellmann East Europe GmbH & Co.KG, Maintal (B7) • iMOVE, Bonn (C3) • imparo HR-Management GmbH, Bremen (D7) • initiative umwelt unternehmen, Bremerhaven (A6) • Landesmesse Stuttgart, Stuttgart • Maier + Vidorno GmbH, Köln (B5) • OWC – Verlag für Außenwirtschaft, Düsseldorf (B11) • Botschaft der Republik Polen, Berlin (D18) • Rödl & Partner, Nürnberg • United Parcel Service Deutschland Inc. & Co. OHG, Neuss (D12) • WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Bremen (D16) • wisoak - Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen gGmbH, Bremen (D10) • Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Berlin (A2) 

Stand 30.08.2011


Ausgabe 4; September 2011

Delmenhorst/ Oldenburg

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Deutsche Gartenbaukunst in China

Oldenburger Oberbürgermeister eröffnet Ausstellung Xi'an 2011 im Schlossgarten Zurzeit präsentiert sich die Region Oldenburg/Ammerland auf der Xi'an International Horticultural Exposition 2011 in China, der weltweit größten professionellen Gartenbaumesse. „Der gemeinsame Beitrag von Oldenburg und Ammerland ist einer der Geheimtipps von Xi'an. Die Reaktionen sind durchweg positiv, das Medienecho hervorragend“, sagte der Oldenburger Oberbürgermeister Gerd Schwandner. „Wir haben unsere europäische Gartenkultur dort sehr gut inszeniert und präsentiert.“ Vom 28. April bis zum 22. Oktober 2011 präsentiert

sich die Region Oldenburg/ Ammerland auf einer Fläche von 2.680 Quadratmetern auf der Xi'an International Horticultural Exposition. Diese Teilnahme vermittelt die Kompetenzen der Region und stellt neue Kontakte zum wachsenden asiatischen Markt her. Hier wird jeweils ein für die Stadt Oldenburg beziehungsweise das Ammerland typisches Thema in interessanter und spielerischer Weise präsentiert. Das dargestellte Konzept vermittelt darüber hinaus in Form von Themengärten zentrale Stärken Oldenburgs und der Region. Die Beteiligung der Region

Oldenburg/Ammerland wurde realisiert mit Unterstützung von Förderern, Sponsoren und Partnern sowie der Horticultural Expo Investment Group Co., Ltd., die die Ausstellungsfläche kostenfrei

Staatsanwaltschaft hat die Geschäftsräume einer Beteiligungsgesellschaft in Bad Zwischenahn (Landkreis Ammerland) durchsucht. „Wir ermitteln gegen Vertreter des Unternehmens wegen des Verdachts der Untreue“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Carolin Castagna, auf dapd-

1. Juli den insolventen Oldenburger Postdienstleister Mail-Express OL übernommen und den Betrieb Anfang August kurzfristig wieder eingestellt. Mehr als 60 Mitarbeiter standen vor verschlossenen Türen. 

fen haben im ersten Halbjahr 2011 deutlich von der Produktionssteigerung der Autoindustrie profitiert. In Cuxhaven stieg der Automobilumschlag von Januar bis Ende Juni um 39 Prozent auf 175.067 Fahrzeuge, wie die Hafengesellschaft Seaports in Oldenburg mitteilte. In Emden wurden 622.000

zur Verfügung gestellt und einen Teil der Baukosten übernommen hat. Die Förderer und Sponsoren sind das Land Niedersachsen über die Investitions- und Förderbank Niedersachsen

Damit sich auch die Oldenburger an der chinesischen Gartenbau-Ausstellung erfreuen können, eröffnete der Oberbürgermeister in Oldenburg eine Ausstellung zur Ausstellung. Foto: Stadt Oldenburg

NBank, die Oldenburgische Landesbank AG, die Schenker Deutschland AG und die PricewaterhouseCoopers AG WPG. Die Partner sind Kilian + Frenz Landschaftsarchitekten, Bruns Pflanzen-Export GmbH & CO. KG, Botanischer Garten der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Gartenkulturzentrum Niedersachsen Park der Gärten gGmbH, Hobbie Rhododendron, HörTech gGmbH, piccoplant Mikrovermehrungen GmbH und die Firma Tianjin. Die Region Oldenburg/Ammerland ist bundesweit herausragend in der Baumschul-

und Gartenbauwirtschaft und hat eine jahrhundertealte Tradition. So wurden Pflanzen und Bäume beispielsweise nach Berlin, Paris und Moskau geliefert, um dort die Sehenswürdigkeiten zu begrünen. Das hat auch eine Delegation aus Xi'an/China im Sommer 2009 beeindruckt. Im Anschluss des Besuches erhielten Oldenburg und das Ammerland ein Angebot zur Beteiligung an der internationalen Gartenbauausstellung. So hat sich eine Kooperation der Stadt Oldenburg mit dem Ammerland und dem Bundesland Niedersachsen ergeben. (jsl)

der Bremer Beluga-Reederei, Niels Stolberg, plant offenbar mit zwei neuen Firmen ein Comeback in der Schifffahrtsbranche. Die beiden neuen Unternehmen best ship consult und best building consult sollen sich nach Informationen des Radiosenders NDR 1 Niedersachsen in Oldenburg ansiedeln.

berg von allen Aufgaben entbunden. Gegen ihn wird wegen Betrugs und Bilanzfälschung in Millionenhöhe ermittelt. Die insolvente Beluga-Firmengruppe wird derzeit abgewickelt. Solange Stolberg nicht verurteilt sei, dürfe er als Geschäftsführer arbeiten, berichtete der NDR. 

info@hansefit.de · www.hansefit.de Hausdurchsuchung bei Niedersächsische See- Unter Betrugsverdacht Telefon 0421 - 22 37 90 30 zum Jubiläum! Betreibergesellschaft häfen profitieren von stehender Reeder StolTherapiezentren und Schwimmbädern. Herzlichen Glückwunsch von Postdienstleister starker Autoindustrie berg plant Comeback über 350 Fitnessstudios, Bad Zwischenahn (dapd- Anfrage. Oldenburg (dapd-nrd) Die Fahrzeuge umgeschlagen, Bremen/Oldenburg (dapd- Im März hatte der BelugaNutzen auch Oldenburger Sie denVerbund nrd) | Die Die mit Gesellschaft hatte am niedersächsischen Seehä- elf Prozent mehr als im Vor- nrd) Der ehemalige Chef Anteilseigner Oaktree Stoljahreszeitraum. Insgesamt sank der Seegüterumschlag in den Häfen allerdings um drei Prozent auf 22 Millionen Tonnen. Ursächlich dafür waren vor allem Einbußen im Massengutbereich in Wilhelmshaven sowie ein Rückgang beim Umschlag chemischer Grundstoffe in Stade.

Grünes Licht für Solarpark

Verwaltungsausschuss fällt Grundsatzbeschluss für Oldenburger Unternehmen Der Spatenstich für den rund 27 Hektar großen Solarpark auf dem Oldenburger Fliegerhorst rückt näher. „Durch den Grundsatzbeschluss des Verwaltungsausschusses für die Realisierung durch die IFE Eriksen AG bestehen gute Chancen, dass der Solarpark bis Ende des Jahres steht“, sagte Oberbürgermeister Gerd Schwandner mit Blick auf

11.08.11 16:41:18

die Entscheidung des Ver- ha großes Solarkraftwerk waltungsausschusses. Auf entstehen. Dies entspricht einer Sondersitzung haben einer Größe von 40 Fußballdie Mitglieder des Gremi- feldern. ums den Pachtvertrag mit „Dass die Politik sich für ein Wirkung vom 1. September Oldenburger Unternehmen 2011 verabschieden zu kön- entscheiden konnte, ist sehr nen. Die Stadt selbst ist positiv“, so Schwandner inzwischen Besitzerin einer weiter. Die 1979 gegründerund 80 ha großen Teilfläche te IFE Eriksen AG mit Sitz des ehemaligen Fliegerhors- in Oldenburg und Niedertes im Stadtteil Alexanders- lassungen in Rostock, Berfeld. Hierauf soll ein 26,7 lin und Prenzlau ist auf die

Planung, Errichtung und Betreibung von Windparks, Solarparks und Solarfabriken spezialisiert. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen inzwischen Solarparks mit einer Leistung von 20 Megawatt und Windparks mit einer Gesamtleistung von über 130 Megawatt errichtet. (pm/jsl) 

Schwacher Sommer mindert Getreidequalität

Oldenburg (dapd-nrd) Das anhaltend feuchte Wetter bringt Niedersachsens Bauern bei der Ernte in Verzug. Die wenigen warmen und regenfreien Tage hätten bisher nicht gereicht, um das Getreide ausreichend zu trocknen, teilte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldenburg mit. Durch Pilzbefall und Auswuchs des Getreides

komme es zu Qualitäts- und Preisminderungen. Den Bauern entstünden durch die nachträgliche Trocknung des Getreides für die Lagerung weitere Kosten. Mittlerweile würden auch die Bestände an gutem und trockenen Stroh knapp, sagte ein Sprecher. Die Preise seien doppelt so hoch wie im Vorjahr. 

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Osterholz/ Bremerhaven

Ausgabe 4; September 2011

Probleme mit Bahnabindung ein Jahr vor Eröffnung des JadeWeserPort Möllring schließt Wiedereinstieg Hamburgs aus - Hafenarbeiten liegen im Zeitplan Von Normann Berg

mens in der Oldenburger Innenstadt bauen müsse. Wilhelmshaven (dapd-nrd) | „Der Bahnverkehr wird sich Ein Jahr vor der geplanten verdoppeln“, prognostizierEröffnung des ersten deut- te Bischopping. Die Oldenschen Tiefwasserhafens in burger Stadtverwaltung will Wilhelmshaven liegen nur der Elektrifizierung den Andie Arbeiten auf dem 400 gaben zufolge daher nur zuFußballfelder großen Are- stimmen, wenn parallel eine al im Zeitplan. Probleme neue Bahnkreuzung gebaut gibt es weiterhin bei der wird, unter der der AutoHinterlandanbindung des verkehr ohne lange Staus JadeWeserPort. „Die Elekt- fließen kann. „Wir können rifizierung der Bahnstrecke den Strom erst anschließen, zwischen Wilhelmshaven wenn dieses Bauwerk fertig und Oldenburg wird bis ist“, sagte der Bahnmanager. 2016 oder noch länger dau- Bei der von den Ländern ern“, sagte der Bevollmäch- Niedersachsen und Bremen tigte der Bahn Region Nord, getragenen JadeWeserPortUlrich Bischopping, in Wil- Realisierungsgesellschaft sorgte die Verzögerung für helmshaven. Hintergrund sei ein Damm, Missmut. „Das Problem hätden die Bahn wegen des te schon lange gelöst werhöheren Verkehrsaufkom- den müssen“, sagte deren

Geschäftsführer Axel Kluth. Zweigleisigkeit wichtiger als Elektrifizierung Probleme für das Gesamtprojekt befürchtete Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) nicht. „Einem Container ist es egal, ob er von einer Doder einer E-Lok gezogen wird“, sagte Möllring. Wichtiger sei der durchgängige zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke. Diese Arbeiten können nach Bahnangaben in diesen Tagen beginnen und sollen Ende 2012 abgeschlossen werden. Zugleich schloss Möllring einen Wiedereinstieg Hamburgs in das Hafenprojekt aus. „Der Zug ist abgefahren, der Hafen ist fast fertig“, sagte der Minister.

Am 5. August 2012 soll der JadeWeserPort in Betrieb gehen. 46 Millionen Kubikmeter Sand wurden bislang vor der Küste Wilhelmshavens aufgespült. Die Betonarbeiten an der 1.725 Meter langen Hauptkaje sind abgeschlossen. Dort sollen künftig 400 Meter lange Schiffe mit einer Ladekapazität bis zu 18.000 Standardcontainer (TEU) anlegen. Acht riesige Containerbrücken, jeweils 2.000 Tonnen schwer und 130 Meter hoch, sollen die Container von Bord heben. Die ersten vier Exemplare werden im Januar in Wilhelmshaven erwartet. „Der Countdown läuft“, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP). 

Niedersachsens Wirtschaftsminister Joerg Bode (FDP, r.) und Finanzminister Hartmut Moellring (CDU, l.) posieren bei einer Bootsfahrt zur Baustelle fuer den neuen Tiefwasserhafen  Foto: David Hecker/dapd

Es begann mit einem Bauernhof …

Gebrüder Weingärtner in Lilienthal präsentieren neue Verkaufshallen LK Osterholz | Landrat Dr. Jörg Mielke und Manfred Lütjen von der Gemeinde Lilienthal haben in dieser Woche den Neubau der Gebrüder Weingärtner in Seebergen besucht. Sie wurden dort vom Geschäftsführer Rainer Weingärtner durch die beiden neu errichteten gläsernen Verkaufshallen geführt. Alle Anwesenden waren sich einig, dass mit den neuen Gebäuden nicht nur das Unternehmen Zeichen gesetzt habe, sondern auch die Region aufgewer-

tet worden sei. Investiert wurden an der Seeberger Landstraße 60 in Lilienthal rund 3,5 Millionen Euro. Damit wurden nicht nur freundlichen, helle und überschaubare 14.000 Quadratmeter Verkaufsfläche geschaffen, sondern auch die Produktpalette erweitert. Das Unternehmen hat sich damit gut für die Zukunft aufgestellt. Die bestehende Arbeits- und Ausbildungsplätze konnten gesichert und mehr als 12 neue Arbeitsplätze ge-

schaffen werden. Gefördert wurde der Neubau von EU, Landkreis und Gemeinde Lilienthal mit dem möglichen Höchstfördersatz von 87.600 Euro. Angefangen hat die Geschichte des Unternehmens schon im Jahr 1930, als in erster Generation mit dem Anbau und der regionalen Vermarktung im Familienbetrieb begonnen wurde. Der Start war ein kleiner regionaler Bauernhof. Schon damals wurde mit der Umorientierung zu einem Pflan-

zenbetrieb ein innovativer te die Cousins Rainer und Weg beschritten. Seitdem Henning Weingärtner. hat sich das Unternehmen „Hier macht es Spaß einbeständig fortentwickelt zukaufen!“ waren sich Dr. und ist beständig gewach- Mielke und Manfred Lütjen einig. Eindruck machte sen. das in den Verkaufsräumen integrierte Café, dass Familienbetrieb in nicht nur die Kunden zum verweilen einlädt, sondern dritter Generation auch für Radfahrern und Bis heute ist das Unterneh- andere Durchreisenden eimen ein inhabergeführter nen schönen Platz zum RasFamilienbetrieb geblieben, ten bietet. (pm/jsl)  der inzwischen in der dritten Generation geführt wird. WEBinfo Geschäftsführer sind heu- ||www.die-weingaertner.de

Siemens baut Windpark vor Helgoland Bremerhaven (dapd-nrd) | Siemens baut ein weiteres Windkraftwerk in der Nordsee: Nördlich von Helgoland soll der Konzern auf einer Fläche von 42 Quadratkilometern 80 Windräder mit einem Rotordurchmesser von 120 Metern aufbauen. Die Anlage Meerwind Süd/Ost soll in zwei Jahren Strom für 340.000 Haushalte liefern, wie der Auftraggeber WindMW in Bremerhaven mitteilte. Der Auftragswert wurde nicht veröffentlicht, dürfte aber in einer Größenordnung von gut 300 Millionen Euro liegen.

Sicherheit von Containertransporten via Bremerhaven in die USA im Fokus von Hafenressort und ISL Vor dem Hintergrund der gestiegenen globalen Bedrohung durch Terrorismus und organisierte Kriminalität einerseits und dem starken Wachstum des weltweiten Warenverkehrs andererseits, ist der Bedarf an Sicherheitslösungen für die Transportketten in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Um die erforderliche Sicherheit im internationalen Containerverkehr zu garantieren und dennoch einen reibungslosen und effizienten Ablauf zu gewährleisten, nahm im Sommer 2011 das von der Europäischen Kommission geförderte Forschungsprojekt „CASSANDRA“ (Common assessment and analysis of risk in global supply chains) seine Arbeit auf. Häfensenator Martin Günthner wertet es als einen großen Erfolg, dass die bremischen Seehäfen mit der wichtigen Verbindung Bre-

merhaven-USA am Living Lab des CASSANDRA Projektes teilnehmen können. „Für die Wettbewerbsfähigkeit der bremischen Häfen, insbesondere mit Blick auf das Exportgeschäft in die USA, spielt die Sicherheit der Containertransporte seit dem 11. September 2001 eine wichtige Rolle. Somit ist die Beteiligung der bremischen Häfen an dem europäischen Logistikprojekt CASSANDRA ein wichtiger Schritt für die weitere Optimierung des Containerumschlags im Land Bremen.“ Um die Transportbewegungen mit Blick auf Grenzkontrollen und Handelsrichtlinien zu verbessern und trotzdem ein hohes Maß an Sicherheit zu haben, nimmt CASSANDRA insbesondere die Transparenz der Supply Chains in den Fokus. Ziel ist hierbei die Erhöhung der Sicherheit durch eine bessere

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Sichtbarkeit der bereits vorhandenen Informationen. Um dies zu erreichen, konzentrieren sich die 27 Partner aus 11 verschiedenen europäischen Ländern gemeinsam auf den elektronischen Datenverkehr. Hierzu soll im CASSANDRA Projekt ein neues Data-Sharing Konzept auf Basis eines risikobasierten Ansatzes für Unternehmen und Behörden entwickelt werden. Die Wirksamkeit von Kontrollen wird gerade dann verbessert, wenn es mehr Möglichkeiten gibt, sich ausschließlich mit potentiell riskanten Containerbewegungen zu befassen, während vertrauenswürdige Transporte schneller und kostengünstiger behandelt werden können. Um sichere und zuverlässige Daten in Zukunft über die gesamte Supply Chain auf effiziente Art und Weise austauschen zu können, müssen

die Systeme der beteiligten Logistik- und IT-Unternehmen, der Zoll- und Grenzbehörden sowie der unterschiedlichen Stellen in den Häfen in Einklang gebracht werden und möglichst nahtlos zusammenarbeiten. Dazu untersucht CASSANDRA zunächst die existierenden Schnittstellen. Die zusätzliche innovative Idee des Projekts ist, dass es sogenannte Living Labs geben wird, in denen exemplarisch die drei globalen Handelsrouten China-Europa, Europa-USA und Europa-Afrika betrachtet werden. Ein Living Lab beschreibt einen neuartigen Forschungsansatz, der die Entwicklung eines neuen Produktes aus dem Labor in die reale Welt verlagert. An dieser Stelle setzt die gemeinsame Arbeit des Bremer Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen und des Instituts für Seeverkehrs-

wirtschaft und Logistik (ISL) an. Für den Transportkorridor von Europa in die USA analysieren Hafenressort und ISL im Rahmen von CASSANDRA zunächst den Datenverkehr auf dem Containerterminal Bremerhaven, der die wichtigste europäische Exportdrehscheibe für den Transport von Waren in die USA darstellt. Hierbei ist auch eine enge Zusammenarbeit mit den bremischen Containerterminals an der Stromkaje geplant. Nachdem die verwendeten Systeme nebst Schnittstellen untersucht worden sind, wird deren Integration in dem Living Lab umgesetzt und demonstriert, d.h. es wird ein neues Data-Sharing Konzept bzw. eine neue Softwarelösung entwickelt und praktiziert. Im Rahmen des Living Lab Bremerhaven und der Handelsroute Europa-USA le-

gen Hafenressort und ISL besonderen Wert darauf, die Bedürfnisse aller Beteiligten sowie die örtlichen Bedingungen zu berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise die Anforderungen und Risikoparameter von deutschen und gerade auch amerikanischen Behörden bezüglich der Containersicherheit. Besondere Bedeutung haben jedoch auch die Restriktionen der Unternehmen hinsichtlich des Datenaustausch und der Datensicherheit. All diese Bedingungen müssen bei der Integration der verschiedenen Systeme auf Basis einer Serviceorientierten Architektur beachtet werden. Am Ende werden die Ergebnisse des Living Labs Bremerhaven mit den Resultaten der Living Labs für die Transportkorridore ChinaEuropa und Europa-Afrika verglichen und zusammengeführt. (jsl) 

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Norddeutschland

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Zukunft von E.on-Standort Hannover bleibt weiter unklar Teyssen räumt laut Betriebsrat auch Managementfehler ein

Von Thorsten Scheimann Hannover (dapd-nrd) | Auch nach dem Besuch des Vorstandsvorsitzenden Johannes Teyssen bei E.on in Hannover bleibt die Zukunft des Standortes weiter unsicher. „Die Ungewissheit bleibt. Für den Standort und für jeden Einzelnen“, sagte die Betriebsratsvorsitzende Ines Tomko nach der Betriebsversammlung. Teyssen habe lediglich die Situation des Konzerns dargestellt und plausibel erläutert, sagte sie. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bedauerte, dass es keine konkreten Aussagen zur Sicherung des Standorts Hannover gegeben habe. Teyssen selber machte vor Journalisten keine Angaben. Er sei in Hannover gewesen, um mit den Beschäftigten zu sprechen, sagte er. Am Morgen war die Belegschaft zu einer Betriebsversammlung mit ihm und E.on-Personalvorstand Regine Stachelhaus zusammengekommen. Teyssen habe den knapp 2.000 hannoverschen Mitarbeitern erläutert, wie sich die Situation des Energiekonzerns nach den jüngsten politischen Entscheidungen zum Atomausstieg darstelle, sagte Tomko. Auch Fehler des Managements in der Vergangenheit

Demnach seien Umstrukturierungen nötig, um die Konzernaufstellung künftig zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten. Die Maßnahmen sollten möglichst sozialverträglich sein. Ob das bei 11.000 Arbeitsplätzen aber möglich sei, müsse man schauen, sagte Tomko. Teyssen habe für die Situation des Unternehmens aber nicht allein die jüngsten politischen Entscheidungen verantwortlich gemacht. Es habe in der Vergangenheit auch Fehler des Managements gegeben. Zur Zukunft des Standorts Hannover hat Teyssen keine Aussagen gemacht. Nach wie vor gelte lediglich die Standortzusicherung und Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2012, sagte Tomko. „Darüber hinaus gibt es momentan keine Aussagen.“ Konkretere Informationen würden erst Anfang November erwartet. Die Betriebsratsvorsitzende ist sich jedoch sicher, dass auch Hannover betroffen sein wird. Die Hälfte der Belegschaft am Standort arbeite schließlich in der Verwaltung. Belegschaft sammelt 500 Unterschriften in zwei Tagen In nur zwei Tagen hatte der Betriebsrat rund 500 Unterschriften der Mitarbeiter gesammelt und der Konzernführung übergeben. Dies sei

Der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns E.on, Johannes Teyssen, gibt am Freitag (12.08.11) in Hannover vor einer Betriebsversammlung ein Pressestatement. Gemeinsam mit E.on-Personalvorstand Regine Stachelhaus will der Konzernchef den knapp 2.000 hannoverschen Unternehmensmitarbeitern erlaeutern, in welchen Umfang sie vom geplanten Stellenabbau betroffen sind. E.on hatte angekuendigt, 11.000 der weltweit 80.000 Arbeitsplaetze des Unternehmens zu streichen.  Foto: David Hecker/dapd

ein erstes Signal an den Vorstand, sagte Tomko. Während der Versammlung habe insgesamt eine „ruhige und gespannte Stimmung“ unter den Mitarbeitern geherrscht. Ver.di zeigte sich enttäuscht über die unkonkreten Aussagen Teyssens. „Die eigentliche Frage, nämlich was jetzt

Kieler Politiker wollen noch mehr Reformen bei der HSH Nordbank Untersuchungsausschuss legt Bericht vor - Land soll Anteil an Staatsbank verkaufen

Kiel (dapd-nrd) | Der Kieler parlamentarische Untersuchungsausschuss zu den Skandalen bei der HSH Nordbank fordert weitere Reformen bei der Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein. Der Ausschussvorsitzende Wilfried Wengler (CDU) und sein Stellvertreter Thomas Rother (SPD) erklärten in Kiel, die Parteien im Landtag stimmten in zentralen Reformvorschlägen überein. So sollen in Zukunft wieder Landesminister in den Auf-

sichtsrat des staatlichen Geldinstituts geschickt werden. Außerdem wollen die Kieler Politiker erreichen, dass den Bankvorständen in Krisensituation das Gehalt gekürzt werden kann. Der Ausschuss legte am selben Tag seinen Abschlussbericht vor. Die Abgeordneten hatten seit November 2009 die Skandale rund um die Bank untersucht. Die HSH Nordbank war nach Fehlspekulationen tief in die Verluste gerutscht und musste von den beiden Ländern mit einer Drei-Milliarden-Euro-

Kapitalspritze sowie weiteren Garantien gerettet werden. Die Hamburger Staatsanwaltschaft untersucht zurzeit, ob sich Topmanager der Bank strafbar gemacht haben. Die Führungsspitze wurde inzwischen völlig ausgetauscht. Die Fraktionen mit Ausnahme der Linken forderten von der Landesregierung, den Landesanteil „so zügig und werthaltig wie möglich“ zu verkaufen. Mit den Einnahmen solle der Schuldenberg das nördlichsten Bundeslandes verkleinert werden.

passiert, ist nicht beantwortet worden“, sagte ein Sprecher nach der Versammlung. Die Linke kritisierte unterdessen die Begründung des geplanten Stellenabbaus mit dem Atomausstieg. „Tatsache ist doch, dass die Leitung des E.on-Konzerns die Energiewende einfach

verschlafen hat“, sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Ursula Weisser-Roelle. Jetzt wolle die Konzernleitung die Folgen auf dem Rücken der Beschäftigten austragen. E.on hatte am Mittwoch die Pläne für einen massiven Stellenabbau bestätigt. Als

Grund führte der Konzern die hohen Ertragseinbußen im Gefolge des von der Politik beschlossenen vorzeitigen Atomausstiegs an. Bei weltweit rund 80.000 Beschäftigten wäre damit jede siebte Stelle bedroht. In Hannover hat die E.on-Tochter für Kernkraft ihren Hauptsitz.

Logistikkonzern HHLA legt kräftig zu

Nettogewinn steigt um fast 20 Prozent - Erwartungen übertroffen Hamburg (dapd-nrd) | Die boomenden Geschäfte deutscher Firmen im Ausland lassen beim Hafenumschlagsunternehmen Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) die Gewinne sprudeln. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um fast 19 Prozent auf 596 Millionen Euro. Der Nettogewinn erhöhte sich um

mehr als 18 Prozent auf 53 Millionen Euro. „Die Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten hat unsere bisherige Erwartung übertroffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende KlausDieter Peters. Die HHLA spürte vor allem die Rückkehr der Transporte nach Fernost, sowie der Ladungen in den Ost-

seeraum, die traditionell in Hamburg von Riesenfrachtern auf kleinere schiffe umgeladen werden. Bis Ende Juni stieg der Fernostumschlag um 32 Prozent. Die Ostseeverkehre mit Polen, den baltischen Staaten sowie der Russischen Föderation verbesserten sich sogar um 72 Prozent. 

Die HSH Nordbank kommt nicht zur Ruhe. Immer wieder kommen neue Forderungen nach Reformen auf, zuletzt auch aus Brüssel. Foto: dapd

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Norddeutschland

Ausgabe 4; September 2011

Nordseewerke bauen jetzt auf die Windkraft

Auf Emder Traditionswerft entstehen Offshore-Elemente Serienproduktion läuft an - Großauftrag für Umspannwerke Von Normann Berg Ära und eines Wandbilds aus Emden (dapd-nrd) | Die ost- Mosaikfliesen, das die Emsfriesische Stadt Emden ist mündung zeigt. exemplarisch für den Struk- An der Kaimauer steht ein turwandel an der Nordsee- Trockendock und über allem küste. Die Offshore-Industrie prangt der 70 Meter hohe hat dem Schiffbau als großer Bockkran. Das orangefarbene Arbeitgeber den Rang abge- Bauwerk mit einer Tragfähiglaufen. Besonders deutlich keit von 400 Tonnen ist eines wird diese Entwicklung bei der Wahrzeichen der Stadt den Nordseewerken. Eine der Emden. größten und ältesten deut- „Das soll es auch bleiben. schen Werften hat sich binnen Der Kran ist auch für uns 18 Monaten vom Schiffbau ein wichtiges Werkzeug“, verabschiedet und der Wind- sagt der Sprecher des neuen kraft zugewandt. In diesen Werftbesitzers SIAG, ChrisTagen beginnt die Serienpro- tian Adamczyk. SIAG steht duktion von Türmen, Funda- für Schaaf Industrie AG. Das menten und Umspannwerken Unternehmen aus Dernbach für Windparks auf hoher See. im Westerwald hat sich vom Auf den ersten Blick sieht es klassischen Stahlbauer zum bei den Nordseewerken aus Zulieferer der Energiebranwie immer. Mitarbeiter ra- che gewandelt und die Norddeln wie jeher auf skurrilen seewerke als Türöffner zum Betriebsfahrrädern über das lukrativen Offshore-Markt 55 Hektar große Gelände. ausgeguckt. Im Eingangsbereich des Verwaltungsgebäudes empfängt 58 Meter hohe Stahlfdie Besucher weiterhin der undamente Charme der 1950er Jahre, inklusive zahlreicher Modelle 106 Jahre lang war unabhänder ruhmreichen Schiffbau- gig von der langen Besitzer-

liste von Hugo Stinnes über Rheinmetall bis Thyssen klar: Wo Nordseewerke dransteht, sind Schiffe drin. Seit Beginn des Jahres 2010 ist das anders. Die SIAG Nordseewerke bauen auf Windkraft. Zwei von vier Helligen, schräg abfallende Bauplätze für Schiffe, wurden abgerissen. Der dadurch gewonnene Platz wird für andere Riesenbauwerke benötigt. Die neue Fläche reicht für bis zu 28 Tripods. Die 35 Meter breiten und 58 Meter hohen Stahlgiganten sind die Fundamente der künftigen Offshore-Anlagen. Anfang März zog SIAG einen Großauftrag zum Bau von 40 Tripods an Land. In Halle I befindn sich die vorbereitenden Arbeiten in den letzten Zügen, erste Teile von haushohen Prototypen liegen in speziellen Haltegerüsten. Hier sollen die Stahlelemente künftig hintereinander geschnitten, gewalzt, zusammengeschweißt, konserviert und endmontiert werden. In

Halle II steht bereits die Fußsektion eines künftigen Tripods, Pile genannt. Bei Türmen und Fundamenten soll es nicht bleiben. „Es sind Aufträge für mehrere Umspannwerke eingegangen“, sagt der Geschäftsführer der SIAG Engineering GmbH, Axel Kaiser. Die 60 mal 30 Meter großen und 4.500 Tonnen schweren Konstrukte werden nach Angaben des 48-Jährigen für ein Offshore-Projekt in der Nordsee gebaut. Seit 41 Jahren bei den Nordseewerken Umspannwerke gelten als Herzstücke der Windparks. Sie werden auf dem Meeresboden verankert, stehen mehrere Meter über der Wasserlinie und ermöglichen den Abtransport des auf See gewonnenen Stroms an Land. Derzeit läuft in Emden die Detailkonstruktion am Computer. Wo Nordseewerke dransteht, gehört seit 41 Jahren auch Johann Klooster dazu. Er ist ei-

Milliardenauftrag der Qantas für Airbus sichert deutsche Jobs

Europäischer Flugzeugkonzern soll bis zu 110 Jets der A320-Baureihe liefern - Hauptwerk Hamburg stockt Produktion auf - Australische Airline ändert Strategie Von Claus-Peter Tiemann Toulouse/Hamburg (dapdnrd) | Ein weiterer Milliardenauftrag für den Flugzeugbauer Airbus sichert Tausende Arbeitsplätze in Deutschland: Die australische Fluggesellschaft Qantas will 106 Jets der kleinen A320-Familie kaufen, die Order kann auf bis zu 110 Stück aufgestockt werden, wie Airbus mitteilte. Nach Listenpreisen liege der Wert der Kaufabsichtserklärung bei 9,5 Milliarden US-Dollar, sagte ein Airbus-Sprecher. Der weitaus größte Teil der Jets wird in Hamburg gebaut, wo der Hersteller die Kompetenz für die kleineren Maschinen konzentriert hat. „Der Standort Hamburg profitiert stark von dem

Auftrag“, sagte Airbus-Sprecherin Nina Ohlerich der Nachrichtenagentur dapd. Die A320-Produktion in dem Werk wird von jetzt 18 auf 25 Stück im Monat aufgestockt, wie Ohlerich erklärte. „Bis 2012 wollen wir in Deutschland 1.000 neue Mitarbeiter einstellen, davon 800 in Hamburg“, sagte sie. In Toulouse werden 14 Stück pro Monat gebaut, in China 3. Von den 106 A320-Maschinen sollen 78 Stück Jets der besonders sparsamen Baureihe A320neo sein. Mit veränderten Flügeln und neuen Triebwerken verbraucht die A320neo 15 Prozent weniger Treibstoff, wie der Hersteller verspricht. 15 Prozent weniger Kerosin Der Großauftrag geht auf

eine Neuausrichtung der Qantas zurück, bei der bis zu 1.000 Stellen wegfallen sollen. Das Unternehmen teilte mit, in den kommenden fünf Jahren würden ältere Flugzeuge stillgelegt. Qantas wolle außerdem in eine neue Luxus-Linie in Asien investieren, die unter einem anderen Namen betrieben werden soll. Zudem werde das Unternehmen gemeinsam mit Japan Airlines und Mitsubishi einen Billigflieger mit dem Namen Jetstar Japan gründen. Vor diesem Hintergrund streckte Qantas seinen Auftrag über 20 Maschinen der Baureihe A380. Die letzten 6 von insgesamt 20 des größten Passagierflugzeugs der Welt sollen bis zu sechs Jahre

später als geplant abgeliefert werden, wie Airbus mitteilte. Boeing abgehängt Airbus hatte erst im Juli den US-Konkurrenten Boeing beim größten Auftrag in der Luftfahrtgeschichte abgehängt: Die US-Fluggesellschaft American Airlines bestellte über 460 neue Maschinen, allein 260 davon bei Airbus. Boeing soll 200 Flugzeuge liefern. Zudem erwirbt American Airlines Optionen und Bezugsrechte für bis zu 465 weitere Maschinen - die meisten davon von Airbus. Für den europäischen Hersteller war der Auftrag ein besonderer Erfolg, weil die bisherige Flotte von American Airlines ausschließlich aus Boeing-Maschinen besteht.

Karmann gegen Karmann

Die beiden Gesellschaften des vormaligen Autoherstellers streiten um fast 166 Millionen Euro Osnabrück (dapd-nrd) | Zwischen den beiden Gesellschaften des einstigen Autoherstellers Karmann ist ein Rechtsstreit um fast 166 Millionen Euro entbrannt. Der Insolvenzverwalter der zahlungsunfähigen KarmannBetriebsgesellschaft, Ottmar Hermann, hat die nicht insolvente Besitzgesellschaft auf Rückzahlung von Steuergeldern verklagt, wie das Osnabrücker Landgericht mitteilte. Denn die Betriebsgesellschaft führte Steuern für beide Unternehmensteile an das Finanzamt ab. Grund dafür

war eine vertragliche Vereinbarung zwischen den beiden Gesellschaften. So sah ein Pachtvertrag vor, dass die Betriebsgesellschaft für die Überlassung der Betriebsanlagen, Maschinen und Firmengrundstücke unter anderem die Steuern der Besitzgesellschaft an das Finanzamt zahlen sollte. Das Unternehmen wurde 1949 in die beiden Gesellschaften aufgespalten. Umsatzsteuerrechtlich behandelte das Finanzamt die beiden Streitparteien jedoch zunächst als eine Gesellschaft.

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Zahlen sollte die Abgaben die Besitzgesellschaft, wegen des Vertrages kam jedoch die Betriebsgesellschaft dafür auf. Insolvenzverwalter zweifelt an Vertrag Insolvenzverwalter Hermann bezweifelt die Rechtmäßigkeit dieses Vertrags. Nach Auffassung des Finanzamts Osnabrück muss seit 2006 jede der beiden Gesellschaften ihre eigene Steuerlast begleichen. Die Umsatzsteuerschuld der Besitzgesellschaft wird für den Zeitraum von 2006 bis 2009 mit den knapp 166 Millionen Euro beziffert, die der

Insolvenzverwalter nun einklagt. Im April 2009 meldete die Betriebsgesellschaft Insolvenz an. Die beklagte Besitzgesellschaft beruft sich auf den Pachtvertrag und weist zudem darauf hin, dass der insolvente Kläger wegen eines Vergleiches aus dem Frühjahr 2010 keine Ansprüchen geltend machen könne. In der am Mittwoch (24. August) beginnenden mündlichen Verhandlung soll geklärt werden, ob die Ansprüche des Insolvenzverwalters durch den Vergleich abgegolten sind.

Ein Mitarbeiter der SIAG Engineering GmbH, Johann Klooster, posiert in einem Fundament fuer den Fuss einer Offshore-Windkraftanlage.  Foto: David Hecker/dapd

ner von 700 Mitarbeitern, die SIAG übernommen hat. „Ich bin Stahlbauschlossermeister, Schiffbauer darf ich mich ja nicht mehr nennen“, sagt der 57-Jährige. Probleme mit der Umstellung hat er nach eigener Aussage nicht. „Schiffbau war gestern. Das ist jetzt unsere Zukunft“, fügt der Ostfriese hinzu und zeigt auf einen großen Stahlturm. Seine neue Arbeit bezeichnet Klooster

als Herausforderung. Die Qualitätsanforderungen seien bedeutend höher. Jede Schweißnaht werde doppelt und dreifach geprüft. Trotz allem schwingt in seinen Worten ein bisschen Wehmut mit. Die Erinnerungen an den Schiffbau sind allgegenwärtig. Gedanken an ein Wiederaufleben schiebt Adamczyk jedoch einen Riegel vor. „Das ist nicht unser Business“, sagt der SIAG-Sprecher.

Niedersächsisches Handwerk erwartet stärkeres Wachstum

Kammern erhöhen Prognose für 2011 Steuerentlastung soll Binnennachfrage stärken Hannover (dapd-nrd) | Unbeeindruckt von Börsenturbulenzen hat das niedersächsische Handwerk seine Wachstumsprognose für 2011 erhöht. Die Kammern erwarteten dieses Jahr eine Steigerung des landesweiten Umsatzes um 3,7 Prozent auf 45,8 Milliarden Euro, sagte der Vorsitzende der Landesvertretung der Handwerkskammern, Peter Voss, in Hannover. Seit Mitte der 90er Jahre habe man kein derartiges Wachstum mehr erlebt. Im Januar war das niedersächsische Handwerk noch von 1,8 Prozent Jahreswachstum ausgegangen. Die Zahl der Beschäftigten im niedersächsischen Handwerk wird nach Angaben von Voss dieses Jahr voraussichtlich um 1,7 Prozent auf 507.000 steigen. „Die Handwerksbetriebe haben die Grenze der Auslastung erreicht und suchen händeringend Fachkräfte“, betonte er. Schub erhalte die „sonnige Handwerkskonjunktur“ vor allem aus dem Bausektor, dem industrienahen Metallbau und dem sich erholenden Kfz-Markt. Geringer sei das Wachstum im konsumnahen Handwerk. Von der weltwirtschaftlichen Entwicklung sei das Handwerk direkt wenig betroffen, sagte der Kammern-Vorsitzende. Wenn

die deutsche Industrie aber weniger exportiere und ihre Investitionen einschränke, habe das auch im Handwerk Auswirkungen. „Gerade angesichts der Unsicherheiten auf den internationalen Märkten hat die langfristige Sicherung der Binnennachfrage große Bedeutung“, betonte Voss. Zur Sicherung der Binnennachfrage erwarte das Handwerk daher eine steuerliche Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen. Derzeit müsse bereits eine Facharbeiter mit 50.000 Euro Jahreseinkommen den Spitzensteuersatz zahlen, bemängelte Voss. An die Stelle der extrem hohen Belastung mittlerer Einkommen müsse ein gerechteres Steuersystem treten. Hier müsse die Politik endlich handeln. Nach Angaben der Kammervertretung liegt die Zahl der vom Handwerk abgeschlossenen Ausbildungsverträge derzeit mit 10.200 auf Vorjahresniveau. Mindestens 2.000 Ausbildungsstellen seien noch nicht besetzt, berichtete Voss. Auch diese Zahl bewege sich in der Größenordnung der vergangenen Jahre. Ab 2013 werde das Handwerk den demografischen Wandel und die geringere Zahl von Schulabgängern allerdings sehr deutlich spüren.

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Ausgabe 4; September 2011

Deutschland

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Mehr Fläche auf der IFA vermietet als je zuvor Industrie hofft auf starkes Wachstum in der zweiten Jahreshälfte - Vernetzung der Geräte steht im Fokus Von Michael Winckler

3D-Technik sowie TabletPCs, Apps und SmartphoBerlin (dapd) | Die Elek- nes. Ein weiterer wichtiger tronikmesse IFA in Berlin Trend ist die Vernetzung der erwartet erneut starkes digitalen Geräte für zu HauWachstum. Zuwächse gibt se und unterwegs. es in allen Ausstellungs- Industrie hofft auf Wachssegmenten und bei der Flä- tum in der zweiten Jahresche. In diesem Jahr werde hälfte mit 140.200 Quadratmeter Das Aufsichtsratsmitglied vermieteter Fläche das Re- der Gesellschaft für Unterkordergebnis aus dem Vor- haltungs- und Kommunikajahr (134.000 Quadratmeter) tionselektronik (gfu), Hansübertroffen, sagte der Ge- Joachim Kamp, hob die schäftsführer der Messe Ber- Bedeutung der Messe für lin, Christian Göke, in Berlin. Industrie und Handel herMit Erweiterungen in allen vor. Nach einem im Markt Bereichen baue die Messe für Konsumentenelektronik ihre internationale Füh- „eher verhalten verlaufenen rungsposition weiter aus. ersten Halbjahr“ komme der „Das wird die beste IFA in IFA eine besondere Bedeuihrer Geschichte“, sagte der tung zu. Die Messe werde zu Beginn Messe-Chef. Die IFA wird vom 2. bis 7. der wichtigsten VerkaufsSeptember auf dem Berliner saison für eine steigende Messegelände unterm Funk- Nachfrage in den Märkten turm ausgerichtet. Schwer- sorgen, sagte Kamp. Im gepunkte sind HDTV-Geräte samten Jahr 2011 rechne die mit Internet-Zugang und Industrie für Unterhaltungs-

elektronik im Vergleich zu 2010 mit einem Wachstum von vier Prozent auf rund 27 Milliarden Euro. Der gesamte Markt für Konsumentenelektronik wuchs

Geschäft mit Fernsehgeräten rückläufig. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 gingen in diesem Segment der Absatz um 4,7 Prozent und der Umsatz um 10,3

Jo Fechner, Moderator; Dr. Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin; Miss IFA; Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsrat der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, gfu und Jens Heithecker, Kompetenzdirektor Information & Communication der Messe Berlin GmbH (v.l.n.r.)  Foto: IFA

Kölner Unternehmen fordert Deutsche Bahn im Fernverkehr heraus

Düsseldorf (dapd) | Die Deutsche Bahn AG muss sich auf weitere Konkurrenz im Fernverkehr einstellen. Die Kölner MSM Gruppe, die bisher Bahnreisen organisiert, plant von Ende 2012 an einen Linienverkehr von Köln nach Berlin und Hamburg und zurück, wie die Düsseldorfer „Wirtschaftswoche“ berichtete. Die Züge sollen Intercity-Niveau haben und in Hannover geteilt werden: Ein Teil fährt nach Hamburg, der andere nach Berlin. Die Nutzung der Schienentrassen hat MSM dem Bericht zufolge schon bei DB Netz beantragt, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn.

nach gfu-Angaben im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent auf rund 12,3 Milliarden Euro. Allerdings war in diesem Zeitraum vor allem das

Prozent zurück. Dies sei darauf zurückzuführen, dass im vergangenen Jahr wegen sportlicher Großereignisse wie der Fußballweltmeisterschaft überdurchschnittlich viele TV-Geräte verkauft worden seien, sagte Kamp. Absatz von Elektrohausgeräten steigt Der Absatz von Elektrohausgeräten, die im vierten Jahr auf der IFA ausgestellt werden, entwickelte sich in den ersten sechs Monaten 2011 positiv. „Für das Gesamtjahr wird bei den Großgeräten eine Steigerung um zwei Prozent auf fünf Milliarden Euro und bei Kleingeräten um mehr als vier Prozent auf 2,2 Milliarden Euro erwartet“, sagte Kamp. Die neuen Produkt-Generationen zeichneten sich durch intelligente Technologien, Internetzugang und einen hohen Bedienkomfort aus.

Mittelständische Unternehmen sehen sich gut aufgestellt

Frankfurt/Main (dapd) | Kleine und mittlere Unternehmen sind einer Umfrage zufolge gut für konjunkturelZunächst will MSM jeweils Hamburg halten die Züge le Schwankungen gerüstet. 91 drei Hin- und Rückfahrten auch in Celle und Lüneburg. Prozent der mittelständischen täglich anbieten. „Vor allem MSM-Chef Maedge will die Betriebe verzeichneten deran verkehrsstarken Tagen Deutsche Bahn vor allem zeit eine gute bis vollständige wie freitags und sonntags „beim Preis angreifen“. Die wollen wir öfter fahren“, Intercity-Züge chartert MSM sagte MSM-Geschäftsführer bei einer Staatsbahn im Ausland. Bei wem genau wollte Niko Maedge dem Blatt. Die MSM-Züge sollen die Maedge nicht sagen. GleichStrecke von Köln nach Ber- zeitig habe sich MSM eine lin in rund viereinhalb Stun- Kaufoption auf eigene Züge den zurücklegen. Sie wären gesichert. damit nur geringfügig lang- Außer MSM hatte auch der samer als die ICE-Züge der private Betreiber HKX bereits Deutschen Bahn. Haltestellen angekündigt, Ende dieses sind in Düsseldorf, Duisburg, Jahres oder Anfang kommenEssen, Bochum, Dortmund den Jahres drei tägliche Bahnsowie Berlin-Spandau und verbindungen von Köln nach Berlin-Zoologischer Garten Hamburg und zurück anzuvorgesehen. Auf der Fahrt bieten. zwischen Hannover und

Auslastung ihrer Produktionskapazitäten. Angesichts voller Auftragsbücher planten 38 Prozent der Firmen Investitionen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Bank in 200 kleinen und mittleren Firmen mit einem Jahresum-

satz von weniger als 25 Millionen Euro. „Kleine und mittlere Unternehmen haben den Aufschwung genutzt und sich eine gute finanzielle Grundlage erwirtschaftet“, so Jürgen Harengel, Leiter Geschäftskunden der Deutschen Bank.

Deutsche Wirtschaft beobachtet Libyen mit wachsendem Interesse

„Tangiert uns positiv“ - Anlagenbauer und Baufirmen engagiert Berlin (dapd) | Die deutsche Wirtschaft verfolgt die Kämpfe um die libysche Hauptstadt Tripolis mit wachsendem Interesse. Ein mögliches Ende des Bürgerkrieges in Libyen „tangiert uns positiv“, sagte der Außenhandelschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Volker Treier, in Berlin. Deutschland habe Erfahrung im Aufbau von Volkswirtschaften. Anlagenbauer und Bauunternehmen seien ohnehin schon in Libyen aktiv und könnten ihre Arbeit dann wieder verstärken. Für den Mittelstand habe es bislang zu viel Rechtsunsicherheit gegeben, um sich dort zu engagieren. Besonders die Wiederaufnahme der wichtigen - und

wegen der Kämpfe weitgehend gestoppten - Ölexporte will die Übergangsregierung bald wieder ankurbeln, wie sie bereits im Juli angekündigt hatte - noch vor den jüngsten Erfolgen im Kampf gegen Machthaber Muammar al Gaddafi. Allerdings stelle sich die Frage, ob dem Markt das libysche Öl überhaupt gefehlt habe, erklärte Rainer Wieck vom Energie-Informationsdienst auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd. Für die Entwicklung des Ölpreises sei Libyen jedenfalls nicht das maßgebliche Thema. Auch für Ruth Bartonek vom Kreditversicherer Euler Hermes gehört Libyen nicht zu den wichtigen Top-Märkten.

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Exportkredit-Garantien des Bundes, die „Hermes-Deckungen“ für Geschäfte mit Bestellern aus Libyen seien in den vergangenen Jahren nur in geringem Umfang übernommen worden, sagt sie. Das Land werde derzeit in der Länderkategorie 7 gehandelt, der höchsten Risikostufe für die HermesDeckungen. So dürfte es auch bleiben, bis es mehr politische Klarheit in Libyen gibt. Die Hermes-Deckungen sichern Exportgeschäfte mit Bestellern aus afrikanischen Staaten gegen einen Zahlungsausfall ab. Euler Hermes und PricewaterhouseCoopers wurde deren Abwicklung von der Bundesregierung übertragen. www.wirtschaftszeitung.info


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Forschung/ Technik

Ausgabe 4; September 2011

Fit für die Antarktis: Erfolgreicher Probeaufbau der Forschungsstation Bharati Mock-Up der indischen Polarstation im Duisburger Hafen aufgebaut - Container bereit für den Weg nach Antwerpen - Fertigstellung der Station bis März 2012 Grundfläche von rund 2.000 qm haben. Wenn die Container Duisburg verlassen, sind sie mit Dämmung, Decken, Wänden, Böden und Möbeln sowie der gesamten technischen Gebäudeausstattung bereit zum Aufbau in der Antarktis. Den Innenausbau der Container hat KAEFER selbst ausgeführt, für die Technik vom Blockheizkraftwerk bis hin zur Stromleitung konnte der Partner YIT gewonnen werden. Jede Tür, jede Wand, jeder Stuhl – jeder Gegenstand in den Containern muss hochseetauglich fixiert sein, damit selbst bei starkem Wellengang alles an seinem Platz bleibt. Auch die Container selbst werden anschließend mit einer Holzverschalung verpackt und mit starker Folie ummantelt, damit sie sicher und trocken an Bord des Schiffes stehen. Das Logistikunternehmen duisport stellt das Gelände für den Probeaufbau im Duisburger Hafen zur Verfügung und ist verantwortlich für Verpackung sämtlicher Einzelteile, den Transport sowie die Verladung der Container. Jeder Container sowie jedes einzelne Werkzeug werden mit Barcodes ausgezeichnet. Über ein Computersystem, das auch in der Antarktis abgerufen werden kann, können die Monteure jederzeit nachvollziehen, in welcher Kiste in welchem Container das benötigte Material zu finden ist. Und das ist wichtig, nichts darf fehlen oder verloren gehen, schließ-

Im Hafen von Duisburg ist ein Segment der neuen indischen Forschungsstation Bharati montiert worden.  Fotos: Kaefer

lich ist es nahezu unmöglich, während der fünfmonatigen Bauzeit in der Antarktis für Nachschub zu sorgen. KAEFER ist mit einem Projektteam aus mehreren KAEFER-Standorten in Duisburg vor Ort, um den Bau der Forschungsstation optimal zu planen und aus-

zuführen. Dabei profitiert das gesamte Projekt vom Know-how und den Erfahrungen, die KAEFER bereits 2008/2009 beim Bau der Polarstation Neumayer III für das Alfred-Wegener-Institut gesammelt hat. Gebaut wird die Forschungsstation Bharati auf

Panolife

Ein Bremer Unternehmen macht virtuelle Stadtrundgänge zum 3D-Erlebnis Virtuelle Städtetouren sind im digitalen Zeitalter keine Besonderheit mehr. Programme wie Google Earth, Street View und andere 3DFotopanoramen bieten die Möglichkeit, sich virtuell in einer Stadt zu bewegen und Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Gemeinsam mit der IGI mbH und dem Technologiezentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen entwickelte das Bremer IT Unternehmen Panolife eine innovative Erweiterung von Panoramadarstellungen, die vor allem für Städteplaner und Architekten von großem Nutzen sein wird. Die Software PANOVIS bietet in Zukunft eine auf Panoramaaufnahmen basierende 3D-Welt, welche eine räumliche und visuelle Integration von 3D-Modellen ermög-

licht und zudem in der Lage ist, interaktive Vermessungen von realitätsgetreuen Objekten vorzunehmen. PANOVIS realisiert somit die Nutzung von Panoramen als Basis zur Fernerfassung räumlicher Zusammenhänge mit einer schnellen, realistischen Darstellung und ist dabei detailgetreuer als bloße 3D-Stadtmodelle. Mit speziell angefertigten Aufnahmefahrzeugen werden per montiertem Laserscan-system Laserimpulse auf rotierende Spiegel geschickt, wodurch Geometrien von Gebäuden und Landschaften erfasst werden können. Durch eine zusätzliche Laufzeitmessung und eine synchron montierte Fotokamera können Tiefenund Bildinformationen miteinander kombiniert werden.

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Die Zielgruppen des mit 500.000 Euro von der KMUInnovation unterstützten Projektes stellen in erster Line Architekten, Stadtund Planungsämter, aber auch Sicherheitsfirmen dar. Arbeitsschritte, die heute noch ein Vermessungsteam vor Ort voraussetzen, können in Zukunft einfach und bequem vom Büro aus via Webanwendung durchgeführt werden. Mit dem PANOVIS Projekt wagte die Panolife GmbH den Sprung von der Entwicklung und Umsetzung digitaler Panoramawelten in ein neues hochwissenschaftliches Segment. Die Panolife GmbH gehört zusammen mit sieben anderen namhaften Unternehmen wie Google, Microsoft, Nokia, BMW, Deutsche Post und Deutsche Telekom zu

den ersten Unterzeichnern des Datenschutz-Kodex für Geodaten-Dienste. Dieser Datenschutz-Kodex, an dessen Formulierung die Panolife GmbH durchgehend mitgearbeitet hat, wurde im März 2011, dem Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière im Rahmen der CeBIT vom BITKOM-Präsidenten Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer überreicht. Damit bekennt sich die Panolife GmbH zu größtmöglicher Transparenz und Information gegenüber der Öffentlichkeit sowie zur Einhaltung der in der Selbstverpflichtung klar definierten Regelungen im Umgang mit Geo-Daten. (pm/jsl)

den Larsemann Hills in der Ost-Antarktis. Der Zeitplan ist eng, da die Station nur während des antarktischen Sommers von November bis März montiert werden kann. Ein 50-köpfiges KAEFERTeam wird in der Zeit in der Antarktis arbeiten. Auftraggeber ist das National Centre

of Antarctic and Ocean Research (NCAOR), das zum indischen Ministerium für Geowissenschaften gehört. Das NCAOR will Bharati im April 2012 in Betrieb nehmen, dann werden bis zu 25 Menschen gleichzeitig auf der Station leben und arbeiten. (pm/jsl)

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Erste Etappe auf dem Weg in die Antarktis: Im Hafen von Duisburg ist ein Segment der neuen indischen Forschungsstation Bharati erfolgreich montiert worden, die Abnahme durch den Kunden erfolgte Ende August. Anschließend werden alle 134 Container der Polarstation für ihre Reise in die Antarktis fertig ausgerüstet, verpackt und auf den Weg geschickt. Die KAEFER Construction GmbH hatte im März dieses Jahres den Auftrag für Planung, Konstruktion und Bau der Forschungsstation erhalten, die ab April 2012 ihren Betrieb aufnehmen soll. Um die Station selbst bei tiefsten Temperaturen problemlos aufbauen zu können, wurde jetzt ein so genanntes MockUp mit sechs Containern im Duisburger Hafen zur Probe montiert: Stahlbau, Container und Fassade wurden erstmals als Einheit zusammengebaut, die Passgenauigkeit überprüft, das benötigte Werkzeug definiert und die Arbeitsabläufe optimiert. Alles passt, nichts wackelt, die 134 Stationscontainer sowie 200 Materialcontainer sind in der Endphase der Ausrüstung und werden jetzt für den Transport nach Antwerpen bereitgestellt. Dort legt Ende September 2011 das Schiff zunächst in Richtung Kapstadt ab und fährt dann weiter in die Antarktis. Die Forschungsstation Bharati wird ein Gewicht von ca. 1.000 Tonnen und eine

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Ausgabe 4; September 2011

E-Business/ Multimedia

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„Neues Kapitel in der Geschichte der Werbung mit bewegten Bildern“ Ströer stellt 12 Out-of-Home-Channels in Bremen auf

Die Ströer Gruppe, einer Bildschirme strahlen neder führenden Anbieter von ben Werbespots in Full-HD Außenwerbung in Europa, auch aktuelle Nachrichten hat am Bremer Hauptbahn- und Kulturtipps aus. hof 12 Out-of-Home-Chan- „Mit dem Out-of-Homenels in Betrieb genommen. Channel kommt eine neue Der Bremer Bahnhof ist wegweisende Technologie der erste Standort in Nord- in den Bahnhof“, sagt Herdeutschland, der mit den di- mann Bollmann, Bahnhofsgitalen Bildschirmen ausge- manager in Bremen. „Die rüstet wurde. Die digitalen Mischung aus aktueller InScreens sind Teil des neuen formation und eindrucksund deutschlandweiten Be- voller Präsentation bietet wegtbildnetzes von Ströer. einen zusätzlichen Nutzen Bis Ende 2011 plant das Un- für unsere Reisenden und ternehmen, an den 200 fre- Besucher.“ quenzstärksten Bahnhöfen Die Screens stehen inmitten in Deutschland 1.000 Bild- der dichtesten Verkehrsströschirme in Betrieb zu neh- me – denn Bahnhöfe haben men, die sowohl einen syn- sich längst zu hochwertigen chronisierten Werbeauftritt Standorten mit zahlreichen im ganzen Land, als auch Einkaufsmöglichkeiten geErlebniswelten, eine geografische Aussteu- wandelt. erung ermöglichen. Die mit die ein attraktiver Anziedem „red dot design award“ hungspunkt für Millionen – dem weltweit anerkann- von Menschen sind und die ten Siegel für ausgezeich- im Herzen der Großstadt netes Design – prämierten liegen. So zählt allein der

Bremer Hauptbahnhof täglich mehr als 120.000 Besucher und Reisende. Seit 2005 hält Ströer die exklusiven Vermarktungsrechte für die Werbung in den Bahnhöfen der Deutsche Bahn AG und der meisten U-Bahnsysteme in Deutschland. Damit hat das Unternehmen die Voraussetzungen dafür geschaffen, ein neues Kapitel in der Geschichte der Werbung mit bewegten Bildern zu schreiben und investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in den Aufbau des digitalen Out-of-Home-Channels. „Ich freue mich, dass wir in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn auch in Bremen dieses neue, innovative Produkt realisiert haben“, sagt Christopher Samsinger, Geschäftsführer und Regionalleiter Nord der Ströer Deutsche Städte

12 sogenannte Out-of-Home-Channels wurden im Bremer Hauptbahnhof in Betrieb genommen. Die neuen Werbe- und Informationsflächen erreichen täglich mehr als 120.000 Besucher. Foto: Stroer

Medien GmbH. „Werbung auf den großformatigen Screens nutzt die Emotionalität von Bewegtbild und ist gleichzeitig reichweitenstark. Ein neues Buchungs-

Jobs machte cooles Aussehen der Apple-Produkte erst möglich

system nach Zeitschienen, kurze Vorlaufzeiten und die Option eines geografischen Zuschnitts erlauben eine außergewöhnlich flexible Ansprache von Ziel-

gruppen. Das ermöglicht eine genauere Aussteuerung des Werbebudgets und eine Verminderung der Streuverluste.“ (jsl) 

Steve Jobs Rücktritt kam für viele überraschend. Foto: dapd

Öffnete Chefdesigner Ive die Tür - Zukunft der Gestaltung unter Tim Cook offen - Ausstellung in Hamburg Von Dominic Wirth

Ive die prägende Figur der heute so erfolgreichen Designsprache ein“, sagt Grätz. Jobs hatte nach seiner Rückkehr zu Apple im Jahr 1996 Ive zum Chefdesigner gemacht und erstmals einen Kreativen in die Unternehmensführung eingebracht, wie Grätz sagt, deren Museum Apple-Produkte für die eigene Design-Sammlung anschafft.

ihren Worten war Jobs nicht nur an der Technik, sondern Hamburg (dapd-nrd) | Ein stets auch an der GestalKreis aus bunten iMacs tung interessiert. „Design von Apple ist das Markanwar für Jobs schon immer teste, was der Besucher der ein persönliches Anliegen, Design-Ausstellung „Stylecdas hat sich auch auf sein Unternehmen ausgewirkt. trical“ im Hamburger MuseJobs forderte schon in den um Kunst und Gewerbe zu Anfängen von Apple in den sehen bekommt. Kuratorin 1980er-Jahren, dass die GeIna Grätz eilt ein letztes Mal räte eine formal-ästhetische vor der Eröffnung durch Qualität haben.“ die Schau, die Arbeiten des Nun, da Jobs als KonzernApple-Chefdesigners Jonathan Ive aus fast 15 Jahren „Persönliches Anliegen chef zurückgetreten ist und von Tim Cook abgelöst wird, zeigt. iPhone, iPad, iMac - für Jobs“ der 44 Jahre alte Brite schuf ist für Grätz auch der Verdie Ikonen der erfolgreichs- „Ive hat seither ein einfaches, bleib von Ive nicht sicher: ten Computerfirma der Welt. sachliches Design geschaf- „Es gab Anfang des Jahres „Steve Jobs hat dem Design fen, das überall auf der Welt Gerüchte, dass Ive Apple bei Apple eine große Rol- bekannt und beliebt ist. Das verlässt. Vielleicht wusste le eingeräumt. Er gab dem ist der wichtigste Faktor in er schon damals von den Kreativteam mehr Freihei- der Erfolgsgeschichte von Rücktrittsplänen von Jobs, ten und setzte mit Jonathan Apple“, erklärt Grätz. Nach mit dem er eng befreundet

ist.“ Wie und ob sich das Design von Apple mit dem neuen Konzernchef verändern wird, ist für Grätz offen: „Ich könnte mir vorstellen, dass es Änderungen gibt - immerhin wird nun seit zehn Jahren auf eine Linie gesetzt. Andererseits ist Apple nach wie vor sehr erfolgreich damit.“ Wichtig ist der Ausstellungsmacherin vor allem, dass die Gestalter der Apple-Produkte auch in Zukunft kreativ sein können: „Man kann sich nur wünschen, dass Cook den Designern weiterhin viel Spielraum lässt.“

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Unsere Vorteile für Geschäftskunden auf einen Blick: • nationaler und internationaler (Express-) Versandservice für Dokumente und Pakete Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zeigt in einer Sonderausstellung die Ikonen der erfolgreichsten Computerfirma der Welt. Fotos: MKG

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International

Ausgabe 4; September 2011

Messe

Afrika ist auch in Bremen In der Hansestadt findet die erste Afrika-Messe Deutschlands statt. An 70 Ständen präsentieren sich die Aussteller ihren Besuchern – und das ohne folkloristisches Tamtam

Es ist eine Deutschlandpremiere: Zum ersten Mal präsentieren sich die in Deutschland lebenden afrikanischen Geschäftsleute, Vereine und Initiativen mit einer eigenen Messe. Unter dem Titel „Afrika ist auch in Bremen“ stellen sich etwa 70 - 80 Aussteller im Rahmen der Verbrauchermesse „HanseLife“ in Bremen vor. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Entwicklung (GIZ) GmbH und einem Arbeitskreis von Akteuren der afrikanischen Communities in Bremen organisiert. Schirmherr der Veranstaltung ist Bürgermeister Jens Böhrnsen. Finanziert wird die Messe vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Hansestadt Bremen und weiteren Partnern. „Die Afrika-Messe in Bremen soll ganz anders werden, als die kulturellen Festivals“, sagt Abdallah Jambeidu

Projektleiterin Hannah Atom und der Apotheker Kenneth F. Babila von der Gingko Apotheke am Bahnhof präsentieren sich auf der Afrika Messe.  Fotos: GIZ

vom Arbeitskreis. „Krieg, Hunger, Trommelgruppen – wir wollen weg von solchen Klischees.“ Stattdessen sei es das Ziel die afrikanischen Mitbürger und ihre Potenziale sichtbar zu machen und den Austausch zwischen den etwa 10.000 in Bremen lebenden Afrikaner/innen und in Afrika tätigen Firmen zu fördern. „Von Afro-Shops, über Versicherungsmakler bis hin zu Gebäudereinigungen und Reiseveranstaltern, die Unternehmer der afrikanischen Communities in Bremen haben einige Erfolgsgeschichten (naja, ist vielleicht noch

„Afrika ist auch in Bremen“ 16. September 2011, 10 bis 20 Uhr in der Messe Bremen, Halle 4.1 Weitere Informationen erhalten Sie bei: Stefanie Donker-Tsibu, Tel. 0421-16297-0, stefanie.donker-tsibu@giz.de Abdallah Jambeidu, Tel. 0173-7560367, j.winison@googlemail.com

zu früh für diese Aussage?) geschrieben. Die werden wir zeigen“, erklärt Katrin Gerhard, Projektleiterin der GIZ. „Eine Besonderheit der Messe ist auch, dass sie federführend von den Mitgliedern der afrikanischen Gemeinschaft in Bremen organisiert wird“, so Jambeidu. „So können wir uns und unsere Firmen zeigen, wie wir es wollen.“ Thema Fachkräfte Wirtschaft und Politik klagen über Fachkräftemangel und diskutieren darüber, Fachkräfte aus krisengeschüttel-

Zeit

Moderation: Veye Tatah und Bintu Schmill

10:00

Gambischer Meistertrommler Sheriffo Sanneh

10:30

Begrüßung durch Staatsrätin Prof. Dr. Eva QuanteBrandt und Veranstalter

10:45

Diskussionsrunde: „Forderungen für eine gelungene Integration“ mit Vertretern von SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, CDU und Die Linke sowie Vertretern der afrikanischen Community“

12:15

Doi la Africa - Die Stimme Afrikas - Lieder und christliche Musik aus Afrika

12:45

Dinipiri Junior Collins Etebu, Solo Hip-Hop-Weltmeister aus Bremen

13:15

Soul & Gospel mit der Sängerin Sami Amedeberhan

13:30

Die bisherige Rolle der afrikanischen Diaspora in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit: Partnerschaft auf Augenhöhe? Podiumsdiskussion mit einer Vertreterin Bremens, dem Centrum für Internationale Migration (CIM) sowie Vertretern der afrikanischen Community

15:00

Modenschau mit Fashion Designerin Toyin Shuaib und ihrem Team (auch um 12:00 Uhr in Halle 5)

15:30

Chor der Pfingstgemeinde The Joy of the Lord Ministry e.V.

16:00

Podiumsdiskussion „Klima schützen - Armut verhindern“, veranstaltet von der Heinrich Böll Stiftung und dem Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost“

17:00

abschließende Worte der Veranstalter

17:10

The Ngoma Africa Band - die goldene Stimme Afrikas - Band um den tansanischen Afropop-Star Ebrahim Makunja mit tanzbaren Liedern auf Kiswahili

ten europäischen Ländern 18:00 Ende anzuwerben. Gleichzeitig wandern im deutschen Bildungssystem gut ausgebildete Afrikaner/innen nach England, in die USA oder nach Kanada ab, weil sie dort bessere Bedingungen Vorträge als hier vorfinden. Die Messe will arbeitsuchen- Zeit de afrikanische HochschulFilme absolventen mit deutschen 10:30 Firmen zusammenbringen 11:30 Elise Mbock: Afrika im Dokumentarfilm und ihnen ein erstes Kennenlernen in einem vorher 12:00 Michael Jentzsch: Lesung aus Blutsbrüder verabredeten Blitz-VorstelUnsere Freundschaft in Liberia lungsgespräch ermöglichen. Sketche vom Bremer Rat für Integration Interessierte Firmen aus dem 12:30 ganzen Bundesgebiet kön- 13:00 Sportgarten e.V.: Sport und Entwicklung, nen sich für dieses „M2B“ Youth Empowerment in Südafrika (Migrant to Business) sowie Robert Akpabli: HIV und die Auswirkungen einen Informationsstand an- 13:30 auf Kinder in Afrika melden. (jsl)

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Per-

Bühneprogramm

spektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern. GIZ Regionales Zentrum Bremen Bürgermeister-Smidt-Str. 82 28195 Bremen

14:00

Aigbe Alexander: Barrieren der interkulturellen Kommunikation

14:30

Ro Alognon: Biokraftstoffe und Landraub in Afrika

15:00

Joshua Howard: Potentiale von Windenergie am Beispiel Ghanas

15:30

Ngwé Mbeleg: Solarenergie

16:00

Morin Kamga Fobissie: Nachhaltiger Kaffeeanbau in Kamerun

16:30

Ali Akondo: Lesung von Gedichten

17:00

Filme

18:00

Ende

„Mit der Wirtschaftszeitung erreichen Sie monatlich mehr als 15.000 Unternehmer. Ich helfe Ihnen gerne bei Ihrer Medienplanung.“ Peter Osterloh, Vertriebsleiter Wirtschaftszeitung Telefon 0421 / 69648417, p.osterloh@wirtschaftszeitung.info wirtschaftszeitung für bremen und umgebung

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Ausgabe 4; September 2011

Finanzen

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Mikrokredite für Existenzgründer

Neue Finanzierungsmöglichkeit für Gründungsvorhaben und Projekte von Kleinunternehmen kunft fördern, denn oftmals reicht ein Betrag bis zu EUR 10.000, um ein Geschäft beginnen zu können.“ Wichtig ist, dass der Antrag vor Beginn des Vorhabens gestellt wird, denn eine Umschuldung oder Nachfinanzierung ist mit dem Mikrokredit nicht möglich. Der Antrag ist online auf der Internetseite der BAB zu finden. Nach Antragseinreichung findet ein persönliches Gespräch statt, das schließlich über die Kreditvergabe entscheidet. „Gemeinsam wollen wir herausfinden, welche Begleitung für den Kunden die richtige ist“, erörtert Martin Muhle, Abteilungsleiter Gründungsund Investitionsförderung, das Vorgehen. „Die BAB ist Teil des B.E.G.IN-Netzwerkes, wodurch eine ganze Reihe von begleitenden Maßnahmen zur Verfügung steht, um Existenzgründer erfolgreich zu unterstützen.“ Das neue Angebot richtet sich an Gründer, kreative Freiberufler oder gewerbliche Kleinunternehmer, die nur einen geringen Kapi-

talbedarf haben. Für Hausbanken, die auch eine Reihe von anderen Förderdarlehen nutzen könnten, ist eine Kreditvergabe in diesem Bereich aufgrund des damit verbundenen Bearbeitungsaufwands in der Regel nicht attraktiv.

werden. „Damit werden Kreditvergaben zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Verhältnisse von kleinen und mittleren Unternehmen in Bremen und Bremerhaven ermöglicht und deren Finan-

zierungsmöglichkeiten verbessert“, kommentiert Diane Zetzmann-Krien die Liquiditätshilfen. (pm/jsl)

für Mikrokredite: Frau Hamide Nasseri, Bremer Aufbau-Bank GmbH, Telefon 0421 – 9600 222, hamide.nasseri@bab-bremen.de

für Liquiditätshilfen

Liquiditätshilfen Neues Darlehensprogramm gestartet Darüber hinaus hat die BAB ihr Förderangebot um ein neues Darlehensprogramm, die so genannten Liquiditätshilfen, erweitert. Die Liquiditätshilfen richten sich vor allem an bonitätsschwächere kleine und mittlere Unternehmen, deren Vorhaben auf Grund fehlender Bereitschaft seitens der Banken zur Abdeckung des Finanzierungsbedarfs zu scheitern drohen. Unter Beachtung der geltenden DeminimisRegelungen können Darlehen bis maximal 1 Mio. Euro direkt bei der BAB oder aber über die jeweilige Hausbank des Unternehmens beantragt

Des Aktienbesitzers Leid, des Immobilienkäufers Freud

Ansprechpartner

Herrn Franz Genske, Bremer Aufbau-Bank GmbH, Telefon 0421 – 9600 437, franz.genske@bab-bremen.de

Bremer Aufbau-Bank

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Foto: KfW-Bildarchiv / Thomas Klewar

Mit einem neuen Angebot der Bremer Aufbau-Bank GmbH sollen Gründungsvorhaben unterstützt und die Zukunft von Existenzgründern und Kleinunternehmern gefördert werden. Der Mikrokredit ist eine Erweiterung der Angebotspalette der Förderbank des Landes Bremen, um unbürokratisch und kurzfristig Geld zur Verfügung stellen zu können, wenn die Hausbank eine Finanzierung ablehnt, weil kein oder kein ausreichendes Eigenkapital oder Sicherheiten zur Verfügung stehen. Die maximale Kredithöhe beträgt EUR 10.000, die Laufzeit erstreckt sich längstens über sechzig Monate. „Mit diesem Angebot tragen wir ganz gezielt unserem Förderauftrag Rechnung, Selbstständigkeiten zu unterstützen und somit auch für ein Wachstum bei den Arbeitsplätzen im Land zu sorgen“, betont Diane Zetzmann-Krien, Vorsitzende der Geschäftsführung der Bremer Aufbau-Bank GmbH. „Wir wollen ganz einfach Zu-

Die Bremer Aufbau-Bank ist die Förderbank des Landes Bremen. Sie ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH und eingebunden in die bremische Wirtschaftsförderung. Sie unterstützt das Land Bremen in der Landesentwicklungs-, Struktur- und Wirtschaftspolitik und begleitet Unternehmen in allen Phasen der Entwicklung. In Partnerschaft mit den örtlichen Banken und Sparkassen unterstützt sie alle wirtschaftlichen Aktivitäten, die im Interesse des Bundeslandes Bremen liegen.

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Zinsen für Immobilienkredite fallen nochmals deutlich - Eigennutzer und Kapitalanleger profitieren gleichermaßen Bielefeld (ots) | Immobiliendarlehen haben sich nach Angaben des Baugeldvermittlers Enderlein in den Sommermonaten deutlich verbilligt. „Kredite mit fünfjähriger Zinsbindung sind um fast ein Prozent günstiger und ab 2,5 Prozent zu haben“, sagt Manfred Hölscher vom Baugeldvermittler Enderlein. Der Zinsexperte rät allerdings zu langen Zinsbindungen, die ebenfalls so preiswert wie seit langem nicht mehr sind. Zu verdanken haben Kapitalanleger die niedrigen Zinskonditionen den Turbulenzen auf den Finanzmärkten. „Seit Ende Juli hat allein der Deutsche Aktienindex (Dax) rund 2000 Indexpunkte verloren. Entsprechend setzt sich die Flucht der Investoren in sichere Anlagen kontinuierlich fort. Zu bevorzugten Krisenwährungen gehören neben Gold, Silber, Immobilien oder dem Schweizer Franken auch Staatsanleihen aus Deutschland“, erläutert Hölscher. Die Folge: Deren Rendite ist nach einem monatelangen Anstieg wieder in Richtung ihrer historischen Tiefs aus dem Sommer 2010 gefallen. „An diesem Trend dürfte sich kurzfristig wenig ändern - entsprechend billig bleiben damit vorläufig die langfristigen Kredite wie Hypothekendarlehen.“ Inzwischen

kosten klassische Immobilienkredite mit zehn Jahren fester Zinsbindung bei den günstigsten Anbietern nur noch rund 3,3 Prozent. Zum Vergleich: Noch im Frühjahr mussten Bauherren für den gleichen Kredit rund 0,5 Prozentpunkte mehr hinlegen, was aber auch schon günstig war. Durch den erneuten Zinssturz ist die Gesamtbelastung bei einem Finanzierungsvolumen von 200.000 Euro um 10.000 Euro gesunken. Kapitalanleger erhalten Darlehen laut Hölscher aktuell zu denselben Konditionen wie Eigennutzer. Ein Hauptproblem dürfte laut Hölscher für Immobilieninteressierte damit weniger die Finanzierung eines Objektes sein - als vielmehr eine passende Immobilie zu finden. „An gefragten Immobilienstandorten gibt es nur noch wenige bezahlbare Objekte“, sagt er. Für viele Deutsche kommt laut Hölscher die Immobilie ohnehin zunächst zur Eigennutzung in Frage. „Bei Kreditzinsen von knapp über drei Prozent liegt die Finanzierungsbelastung in kleinen und mittleren Städten selten über den aktuellen Mietaufwendungen.“ Grundsätzlich rät Enderlein Kreditnehmern zu Darlehen mit Zinsbindungen von mindestens 10 Jahren. Interessant sind zudem Laufzeiten von 30 Jahren

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zu Konditionen von derzeit knapp unter vier Prozent. In einigen Fällen kosten solche Kredite kaum mehr als Darlehen mit 15 oder 20 Jahren Zinsbindung - jedoch mit dem Unterschied, dass Kreditnehmer die günstigen Zinsen bis zur Schuldenfreiheit festzurren können. Neben langen Zinsbindungen sollten Kreditnehmer die aktuelle Zinsersparnis zudem in eine höhere Tilgung investieren. Eine Starttilgung von 2,5 Prozent ist für die meisten problemlos zu stemmen. Über Enderlein & Co. GmbH: Die Enderlein & Co. GmbH (www.enderlein.com) hat sich neben der regionalen Vermittlung von privaten Immobilienkrediten auf die bundesweite Finanzierung von Wohn-, Rendite- und Gewerbeimmobilien spezialisiert. Zielgruppe des Unternehmens sind private Bauherren, Kapitalanleger, Unternehmer und Investoren. In puncto individuelle Kreditbeschaffung und komplexe Finanzierungen zählt die in Bielefeld ansässige Enderlein & Co. GmbH zu den renommiertesten Baugeldvermittlern Deutschlands. Die Berater finden für die Kunden individuell den optimalen Immobilienkredit. Dafür arbeitet Enderlein mit deutschen Hypothekenbanken und Versicherungsgesellschaften zusammen. 

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Ratgeber

Ausgabe 4; September 2011

Worauf es bei der Versicherung von Immobilien ankommt - Elementarschäden nicht vergessen

Elmshorn (dapd) Wird das Haus oder die Wohnung bei einem Unglück zerstört, brennt aus oder wird durch Wasser beschädigt, kann der Schaden schnell einige 100.000 Euro ausmachen. Kaum jemand dürfte in der Lage sein, einen solchen Schaden aus dem Ersparten zu begleichen. Deshalb sollten Immobilienbesitzer ihren Versicherungsschutz optimieren. Entscheidend ist die Wohngebäudeversicherung, die verschiedene Bereiche umfasst. Bei der Feuerversicherung sind Brände versichert, Blitzschlag und eine Explosion. Allerdings sind viele mögliche Schäden ausgeschlossen und müssen zusätzlich und gegen Aufpreis versichert werden. Am bekanntesten sind sicherlich Überspannungsschäden, die

nach einem Blitzschlag elektronische Bauteile beschädigen. Hier zahlt die Versicherung nur, wenn solche Überspannungsschäden in den Schutz aufgenommen wurden. Die Sturmversicherung schützt zwar prinzipiell vor Sturm- und Hagelschäden, nicht aber vor Schäden an geschlossenen Türen und Fenstern. Die Leitungswasserversicherung umfasst Schäden, die durch „bestimmungswidrig ausgetretenes“ Leitungswasser entstehen - damit sind vor allem Rohrbrüche versichert. Alle drei Elemente der Wohngebäudeversicherung lassen sich einzeln abschließen, in der Regel werden sie aber als Paket angeboten. Elementarschäden führen häufig zu Totalverlust Wichtig ist auch, sich gegen Elementarschä-

den abzusichern - oft ist ein solcher Schutz nicht inbegriffen. Aber mit der Elementarschaden-Versicher.ung besteht Schutz gegen besonders schadenträchtige Naturgewalten wie Schneelast oder Überschwemmung, die nicht selten einen Totalschaden zur Folge haben. Naturgemäß ist ein solcher Schutz dort kaum zu bekommen, wo regelmäßig Elementarschäden zu erwarten sind - etwa in Flussnähe. Trotzdem sollte auf den Schutz nicht leichtfertig verzichtet werden. Außerdem sollte der Versicherungsschutz auf Vollständigkeit geprüft werden. Wichtig ist es etwa, den Einschluss von Nebengebäuden, Terrassenüberdachungen und weiterem Zubehör zu klären. Es sollte darauf geachtet werden, dass keine

Unterversicherung auftritt. Die Versicherungssumme muss so gewählt sein, dass bei einem Totalschaden ausreichend Geld fließt, um ein vergleichbares Gebäude wieder aufzubauen. Wichtig ist es deshalb, die Versicherungssumme regelmäßig anzupassen. Am einfachsten ist das mit einer gleitenden Neuwertversicherung, die die allgemeinen Kostensteigerungen berücksichtigt und bei einem Schaden auch finanziell kompensiert. Wer eine Immobilie kauft, sollte bestehenden Versicherungsschutz, der beim Kauf zunächst einmal immer auf den Erwerber übergeht, nicht vorschnell kündigen. Denn oft bieten Altverträge gute Konditionen und eine umfassende Absicherung.

Sport als Unternehmensziel? Nicht nur zum Auftakt der Bundesliga stellen immer mehr Unternehmen bzw. deren Verantwortliche fest, dass auch die Gesundheit der Mitarbeiter zum Unternehmenserfolg beiträgt. Der demographische Wandel in Deutschland und in Europa ist ein wiederkehrendes Thema, dass insbesondere bei Facharbeiter/innen für die Betriebe von wichtiger Bedeutung sein kann. Wenn die nächste WM der Männer in Brasilien 2014 stattfindet, dann wird zwar das Durchschnittsalter des WM-Kaders unter 30 Jahren liegen, die der Erwerbstätigen hingegen bei ca. 50 Jahren. Junge Mitarbeiter für die Unternehmen sind daher auf dem „Transfermarkt der Beschäftigten“ seltener zu finden. Überdies ist die Kompetenz, Erfahrung und soziale Kenntnisse der Generation 50+ ein entscheidender Faktor, zumal in unserer sozialen Marktwirtschaft die Arbeitskraft nicht einfach ausgetauscht werden darf, wie im Leistungssport.

Die Unternehmen müssen sich daher neuen Herausforderungen stellen und neue Strategien entwickeln um die Arbeitskraft von heute auch für die Zukunft „gesundheitlich fit“ zu machen. Eine Strategie ist die Bezuschussung von Sportmöglichkeiten, sei es im Verein, im Fitness-Studio oder im Rahmen des Betriebssports. Auch Angebote in Form von Präventionskursen, Rehasport und Kraft- und Ausdauertraining immer beliebter. Für mittelständische Unternehmen ist, eine Kostenbeteiligung an der Teilnahme im Fitness-Studio, eine weitere Möglichkeit die Mitarbeiter zu mehr Bewegung und Fitness zu motivieren. Bei diesem Modell bezuschusst der Arbeitgeber den Besuch im Fitness-Studio in Form einer Geldleistung, die jedoch in Deutschland steuerlich problematisch sein kann, da es sich um keine Sachleistung handelt. Die Übernahme der Beiträge mit dem Studio als Vertrags-

partner direkt, kann steuerlich geltend gemacht werden, sofern die 44,- Euro Grenze (vgl. Freigrenze des § 8 Absatz 2 Satz 9 Einkommensteuergesetz) nicht überschritten wird. Für Arbeitgeber, die eine Abrechnung mit unterschiedlichen Studios als zu aufwendig empfinden, ist eine Kooperation mit den Ketten (z.B. FitnessFirst, MacFit etc.) vorteilhaft, da eine gewisse Dichte dieser Anbieter bundesweit zu finden ist. Für Unternehmen im Bereich Bremen, Hamburg, Oldenburg und Osnabrück gibt es eine weitere Alternative. Speziell in diesen Gebieten haben sich eine Vielzahl an Fitness-Studios, aber auch Schwimmbäder und Physiotherapien, zum Hansefit-Verbund zusammengeschlossen, um Unternehmern und deren Beschäftigten ein umfassendes Sportangebot anzubieten, dass der Arbeitgeber ohne Verwaltungsaufwand für deren Beschäftigen anbieten kann. Der Vorteil ist auf beider Seite: Der Arbeitgeber steigert

für ein paar Euro die Fitness und Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten und der Arbeitnehmer hat die Auswahl einer fast 100% Abdeckung der Fitness- und Sportangebote in seiner Region, ohne dass aufwendige Kooperationsvereinbarungen und Abrechnungen mit den einzelnen FitnessAnbietern umgesetzt werden müssen. Über hundert Unternehmen in den o.g. Bereichen nutzen bereits diese Möglichkeit der kostengünstigen Gesundheitsleistung für deren Beschäftigten.

Jens Pracht i2c idea|2|consulting e.K. Ostertorsteinweg 55 D-28203 Bremen Tel: 0421 / 223 790 30 Email: jp@hansefit.de

Das Team zählt

Betriebsklima schlägt Bonus

München (dapd) Kollegialität am Arbeitsplatz und ein ausgeglichenes Verhältnis von Beruf und Privatleben spielen für die Zufriedenheit von Arbeitnehmern eine größere Rolle als finanzielle Anreize.

Das jedenfalls geht aus einer Forsa-Umfrage für den Unternehmensdienstleister Edenred hervor. Von den deutschlandweit über 1.000 befragten Arbeitnehmern gaben 84 Prozent an, dass angenehme Kolle-

gen ihre Arbeitsmotivation stark steigern. Für weitere 81 Prozent ist die WorkLife-Balance ein wichtiger Motivationsfaktor, gefolgt von einer abwechslungsreichen Tätigkeit (78 Prozent) sowie Respekt und Aner-

kennung durch Vorgesetzte (77 Prozent). Eine variable Vergütung, beispielsweise durch Boni, empfinden demgegenüber nur 49 Prozent der Befragten als motivationsfördernd. 

Kolumne

Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement Folge 2: Der Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen.

Wie können Sie in eskalierenden Gesprächssituationen angemessen reagieren?

S

tellen Sie sich Situationen vor, in denen Sie von einem Mitarbeiter oder Kollegen angeschrieen und beschimpft werden, ein Mit- Dr. jur. Alexandra arbeiter einfach wütend und Kasten wortlos den Raum verlässt oder gar nicht mehr mit Ihnen ... publiziert jeden Monat eine redet. Solche Situationen sind Kolumne zu den Themen unangenehm, können jedoch Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement in der vorkommen. Wirtschaftszeitung. Es ist hilfreich zu wissen, dass die oben genannten ReaktionsRechtsanwältin formen Kampf, Erstarrung Wirtschaftsmediatorin und Flucht die historischen Konfliktmanagement Trainerin Schutzreaktionen unserer Vorfahren sind. Wenn bspw. Humboldtstr. 13 bei einer Diskussion dem Red- 28203 Bremen, ner auf ein Argument entgeg- Tel. 0421 57735824 net wird: „So ein Quatsch!“, info@dr-alexandra-kasten.de wird dem Kritisierten ein AdWebinfo renalinstoß durch den Körper ||www.dr-alexandra-kasten.de fahren und er ist bereit zum Kampf. Dieses Verhalten ist leider kontraproduktiv, da ein klares Denken in dieser Situa- Beispiel eine Unterbrechung tion nicht möglich ist. des Redeschwalls vornehmen: Auch die Reaktionsform der „In einer solchen Atmosphäre Erstarrung ist als Folge einer kann ich das Gespräch nicht Krisensituation weit verbrei- weiter führen.“ Sind mehrere tet. Die Strategie besteht dar- Personen an dem Gespräch in, in Gefahrensituationen gar beteiligt, suchen Sie das Einnicht mehr zu reagieren. Im zelgespräch, damit die SituatiTierreich kommt die Strategie on nicht weiter eskaliert. des „sich tot Stellens“ häu- Eine weitere Möglichkeit, den fig vor. Ausprägungen dieser Konflikt zu entschärfen kann Strategie in unserer heutigen dadurch erreicht werden, dass Gesellschaft können folgen- Sie sich nach den Gründen dermaßen aussehen: „Wenn des Verhaltens erkundigen: Herr X anruft, sagen Sie ihm, „Ich höre deutlich Ihre Verärdass ich nicht da bin.“ Men- gerung. Was genau hat Sie so schen gehen Mitarbeitern aus verärgert?“ dem Weg, öffnen Briefe nicht. Damit der Konflikt nicht Konfliktsituationen können eskaliert, kann es hilfreich aber auch Fluchtbewegungen sein, dem Angreifer die Konauslösen. Eine Mitarbeiterin sequenzen seines Handelns verlässt türknallend das Büro, bewusst zu machen: „Durch nachdem ein Kollege sie kriti- diese unangenehme Atmosiert hat. Kleine Fluchten sind sphäre werden wir keine Löin Büros an der Tagesordnung. sung finden und müssen uns Hilfreich sind diese Reakti- überlegen, ob andere Schritte onen für Konfliktlösungen notwendig sind.“ nicht, da sie den Konflikt ver- In einer schwierigen Getagen ohne ihn zu lösen. sprächssituation kann eine In eskalierenden Gesprächssi- Beruhigung der Situation ertuationen ist es wichtig, nicht reicht werden, indem an das in Rechtfertigungen zu ver- gemeinsame Ziel erinnert fallen, sondern den Ärger wird: „Wenn wir an einem mit der anderen Person offen Strang ziehen und gemeinsam anzusprechen und die Be- eine Lösung suchen, anstatt weggründe zu hinterfragen. Vorwürfe zu äußern, ist das Um aus den alten gewohnten für alle Beteiligten am Besten.“ Verhaltensmustern auszubre- In der nächsten Ausgabe: chen, sollten Sie ruhig und be- Struktur und Voraussetzunstimmt bleiben. Lassen Sie sich gen der Wirtschaftsmediation nicht aus der Reserve locken. als Instrument der KonfliktWerden Sie angeschrieen und schlichtung in Unternehmen. beschimpft, könnten Sie zum 

„Ich schreibe montalich für Sie über Unternehmen aus der Region, vom Handwerker bis zum Global-Player. Rufen Sie mich an oder senden Sie mir eine E-Mail, ich freue mich auf Ihre Informationen.“ Jeanette Simon-Lahrichi, Leitende Redakteurin Telefon 0421 / 69648417, redaktion@wirtschaftszeitung.info wirtschaftszeitung für bremen und umgebung

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Ausgabe 4; September 2011

Ratgeber

Kolumne Wilma Brede ist seit 2002 die Leiterin der Personalabteilung in der Kirchenkanzlei der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK). Mit Fehlern – den eigenen und denen der Mitarbeiter – kennt sie sich nach so vielen Jahren aus. Im Interview mit Autorin Patricia Veigl-Runte verrät Wilma Brede, warum es manchmal genau das richtige ist Mut zum Risiko zu haben. Patrizia Veigel-Runte: Frau Brede, ich kenne Sie schon viele Jahre als sehr engagierte Personalleiterin in verschiedenen Unternehmen. Da ist es für mich naheliegend gewesen mit Ihnen mal über das Thema Fehler zu sprechen. Stellenbesetzungen bergen ja nun immer ein großes Risiko. Haben Sie deswegen das Motto „Mut zum Risiko“ für unser Gespräch gewählt? Brede: Ich befolge da den Rat von Dietrich Bonhoeffer: Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen. Im Leben ist es wichtig, dass man entschlossen Entscheidungen trifft. Dies birgt natürlich die Gefahr, dass man Fehler begeht. Aber, aus diesen Fehlern lernt der Mensch. Fehler lassen sich in der Regel korrigieren. Und ein weitverbreiteter Fehler ist es, das Führungskräfte glauben fehlerlos sein zu müssen. Und fehlerlose Menschen sind unglaubwürdig. PVR: Was bedeutet das für Sie und Ihre Zusammenarbeit mit Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen? Brede: Mir ist es wichtig, dass

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Fehler – leicht gemacht! ich meine Fehler zugeben kann und dass auch mein Team Fehler machen kann. Wenn wir das schaffen, dann können wir auch schnell und einfach zu Fehlerlösungen kommen und müssen nichts vertuschen, weil Angst vor Fehlern dominiert. Außerdem haben wir es durch den offenen und entspannten Umgang mit Fehlern geschafft, unsere Arbeitsabläufe zu optimieren. PVR: Das hört sich an, als ob Angst Fehler auslöst und deren Lösung verhindert? Brede: Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der Fehler gerne „vertuscht“ wurden, da ansonsten zu befürchten war, dass der oder die Vorgesetzte autoritär reagiert, bis hin zu „Bestrafungen“ z.B. in Form von Entzug von Verantwortung. Die „Schuldfrage“ hatte einen hohen Stellenwert. Es wurde nicht differenziert zwischen der eher pauschalisierten Schuld und der konkreten Verantwortung für das eigene Handeln. Wir kennen alle solche Vorgesetzte, die uns damit quälten. Und in diesem Klima konzentriert man sich nur auf eine Fehlervermeidungsstrategie und wenn es doch zu einem Fehler kommt, versucht man sich heraus zu reden oder den Fehler unter den Teppich zu kehren. Und damit schränkt man automatisch den Lerneffekt durch Fehlermachen ein. PVR: Was haben Sie getan, dass in Ihrem Team und in Ihrer gesamten Einrichtung ein anderer Umgang mit Fehlern entsteht? Brede: Erst mal musste ich selbst lernen mit Fehlern offen umzugehen und meinem Team die Sicherheit zu geben, dass durch Fehler keine Abstrafung erfolgt, sondern, das wir gemeinsam nach Lösungen suchen. Die Leitungsrunde der Kirchenkanzlei hat sich bestimmten Führungsgrund-

sätzen verpflichtet. Ein Grundsatz lautet: „Wir sind bereit, eigene Fehler einzugestehen und aus ihnen zu lernen“. Durch regelmäßige Feedbackgespräche wird die Einhaltung der Grundsätze überprüft. PVR: Heißt das, Sie haben eine Bewertung der Führungskräfte durch die Mitarbeitenden eingeführt? Brede: Ja, nach einigen Diskussionen haben wir das getan und machen das jetzt seit ca. fünf Jahren. Uns ist aufgefallen, dass Führungskräfte für sich den Eindruck haben, dass sie immer alles richtig machen. Und das können nur die Arbeitskräfte in den Teams beurteilen. PVR: Und wie ist es Ihnen damit ergangen? Ich weiß, dass diese Bewertungsgespräche für beide Seiten nicht einfach sind. Brede: Das stimmt. Einfach war das für uns alle nicht! Und wenn man von seinem Team mit Fehlern konfrontiert wird, ist das hart und ungewohnt. Mittlerweile haben wir durch unsere Anfangsfehler bei der Einführung des Mitarbeiter-Feedbacks gelernt und führen regelmäßig solche Mitarbeiter-Gespräche, heute aber in der Regel Einzelgespräche, die dann dokumentiert werden. PVR: Kommen Mitarbeiter, die neu zu Ihnen kommen damit klar? Es ist ja nicht selbstverständlich, dass die Bewertung „auf den Kopf“ gestellt wird? Brede: Ja, das ist tatsächlich spannend. Das erste von üblicherweise drei ProbezeitGesprächen führen wir üblicherweise nach einem Monat. Da kommt von den neuen Kollegen und Kolleginnen meistens eine sehr klare Aussage, was Ihnen passt und was sie gerne ändern wollen, was ihnen an ihrer Führungskraft nicht gefällt. Dann wird es schwieriger, denn dann

entstehen Beziehungen, die es zu berücksichtigen gilt und die die Neuen nicht belasten wollen. Nach ca. 2 Jahren ist dann meistens das Vertrauen so stabil erarbeitet, dass die Feedback-Gespräche wieder „gehaltvoll“ werden. PVR: Suchen Sie als Führungskraft nach Fehlern und deren Lösungen? Brede: Nein, ich suche nicht nach Fehlern. Meine Aufgabe ist es nicht Fehler zu suchen, sondern dem Team die Möglichkeit zu geben, fehlerfrei zu arbeiten. Das bedeutet, dass wir immer wieder präventiv versuchen, mögliche Fehlerquellen zu entdecken und aus zu schalten. Und dann sollen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Lösungen für entstandene

löst eventuell wieder im System weitere Fehler aus. Außerdem kommen einem da vielleicht auch die eigenen Verhaltensmuster in die Quere. Z.B. Ärger über den Fehler, dadurch eine schnelle, nicht immer richtig durchdachte Reaktion, oder die schon benannte Angst vor Fehlern und der Versuch des Vertuschens, anstatt der Suche nach einer Lösung. PVR: Haben Sie einen Tipp, wie man das Durchbrechen kann? Brede: In meinem Team setze ich darauf, das wir alle in anderen Abteilungen und in unseren verschiedenen Kirchengemeinden und Kindertageseinrichtungen regelmäßig hospitieren. Wenn ich den Mensch hinter der Personalnummer persönlich kenne, dann fällt es mir auch leichter einen Fehler einzugestehen und mit dem Betroffenen nach einer guten Lösung zu suchen. PVR: Wenn man beobachtet, wie Prominente in der Öffentlichkeit mit eigenen Fehlern umgehen und wie darauf in den Medien reagiert wird, hat das etwas mit Ihrem Arbeitsalltag zu tun? Brede: Der Umgang mit Fehlern wirkt bei Prominenten oder bei Firmen oft eher wie der professionelle Einsatz eines Marketinginstrumentes, das es auszuschlachten gilt. Im Arbeitsalltag geht es um meine ganz persönliche Glaubwürdigkeit als Führungskraft und um meine Entwicklungsfähigkeit durch die Fehler. PVR: Wie und wann ist Ihnen die Bedeutung einer guten Fehlerkultur zum ersten Mal aufgefallen? Brede: Schon sehr, sehr früh. Ich habe bereits mit 15 Jahren eine Ausbildung zur Industriekauffrau in einer Knopffa-

Wenn man von seinem Team mit Fehlern konfrontiert wird, ist das hart und ungewohnt Fehler selbst entwickeln. Als Führungskraft muss ich mein Team mit seinen Kompetenzen ernst nehmen und darauf vertrauen, dass es kompetente Lösungen geben wird, um die entstandenen Fehler wieder aufzulösen. PVR: Aus meiner Zeit in der Personalarbeit weiß ich, wie schnell in die Abläufe der Abrechnungen Fehler eingebaut werden. Und dass daraus immer wieder neue Fehler entstanden. Manche Vorgänge, da war einfach der Wurm drin. Kennen Sie dieses Phänomen und können Sie es erklären? Brede: Das kennen wir auch. Ich glaube, das hängt zum einen damit zusammen, dass die Datenverarbeitung heute so komplex ist, dass ein Fehler an so vielen Stellen im System einen Einfluss hat, den wir nicht wirklich durchschauen. Und dann versucht man ihn zu korrigieren und

Wilma Brede Als Personalleiterin hat sie Erfahrung im Umgang mit Menschen. In ihrem Team arbeiten derzeit 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich um alle Personalangelegenheiten der derzeit 1.900 aktiven Mitarbeitenden und Versorgungsempfänger der Bremischen Evangelischen Kirche, ihrer Gemeinden, sowie der gesamtkirchlichen Einrichtungen kümmern.

brik im Odenwald begonnen. Damals habe ich unserem Prokuristen unbekümmert, für ihn unangenehme, Fragen gestellt. Z.B. warum haben Frauen, bei gleicher Arbeit, einen niedrigeren Stundenlohn als die Männer. Ich dachte, dass wäre ein Fehler und die Frage erforderte viel Mut. Mein Vorgesetzter reagierte äußerst lautstark und ungehalten. So machte ich meine erste Erfahrung mit Führungsfehlern. Diese Fehler interessierten mich von da an. Ich hatte meine zahlreichen Vorgesetzten immer im Blick, mit dem Ziel, dass ich selbst in einer leitenden Funktion alles besser machen würde. PVR: Wenn Sie die Möglichkeit hätten, welchen Fehler würden Sie hier in Bremen am liebsten sofort ändern? Brede: Da liegt mir eines ganz besonders am Herzen und zwar, dass die Radfahrer hier in der Stadt tun und lassen dürfen, was sie wollen. Auf der Wilhelm-Kaisen-Brücke befindet man sich als Fußgänger zur Zeit in Lebensgefahr, da der Radweg neuerdings in beiden Richtungen genutzt werden darf. Die Radfahrer benutzen nun auch den Fußweg in allen Richtungen. Aber das kümmert hier in der Stadt niemanden und ich würde es so gerne ändern. 

Virtualisierung ist und bleibt auf dem Vormarsch Wenn man sich mit den ist Virtualisierung eigentaktuellen Trends in der lich? IT-Branche beschäftigt, ist „Man verwendet den Bedas Thema Virtualisierung griff Virtualisierung in der unumgänglich und nicht Computertechnik für die mehr wegzudenken. Vir- Installation mehrerer Betualisierung ist und bleibt triebssysteme auf einem für IT-Verantwortliche ein Computer. Diese einzelnen wichtiges Themenfeld. Die- Installationen bezeichnet ses bestätigen ebenso die man als virtuelle MaschiErgebnisse von Umfragen nen“, so definiert Gregor und diversen Markt- und Plewnia, IT-Experte der BSB Trendstudien. Doch was ist Bremer Software & Beratungs GmbH, den Ausdruck. Virtualisierung eigentlich? Für Unternehmen stellt „Virtualisierung ist eine sich stets die Frage, wie Hardware-Unterstützung, Kosten gesenkt oder einge- die den Betrieb virtueller spart werden können, ohne Computer auf einem ComQualitätseinbußen in Kauf puter vereinfacht. Durch nehmen zu müssen. Ein die Virtualisierung können möglicher Ansatzpunkt: mehrere Software-Systeme Virtualisierung. Virtualisie- auf einer Hardware laurung ist ein Ausdruck, den fen, beispielsweise unterBetriebssysteman in Verbindung mit den schiedliche IT-Trends 2011 immer wie- me. Virtualisierung ist dann der hört und liest. Doch vie- sinnvoll, wenn ein Hardle IT-Laien fragen sich: Was ware-System nicht ausgelaswirtschaftszeitung für bremen und umgebung

tet ist und die Ressourcen parallel für andere Systeme genutzt werden sollen“, erklärt der IT-Techniker weiter. Plewnia erläutert auch, dass es verschiedene Formen der Virtualisierung gibt: „Unter anderem gibt es die Desktop- und die Servervirtualisierung. Die Desktop-Virtualisierung zielt auf den Benutzer-Desktop. Dieser läuft vollständig auf einem zentralen Server. Zum Benutzer hin übertragen werden nur die Bildschirmausgaben. Kurz und bündig bedeutet DesktopVirtualisierung eine virtuelle Laufzeitumgebungen für Benutzer-Desktops sowie eine effiziente, zentrale Verwaltung der BenutzerDesktops.“ Des Weiteren erklärt der IT-Fachmann die Servervirtualisierung folgendermaßen: „Mit der

Servervirtualisierung ist Form der Virtualisierung es es möglich, einen Rechner sich handelt, die Argumenweitgehend vollständig te für die Virtualisierung virtuell nachzubilden. Ein liegen auf der Hand: Virtuweiteres Betriebssystem alisierung erhöht maßgebkann ausgeführt werden, lich die Ausfallsicherheit zumeist sind das Serverbe- und erreicht eine bessere triebssysteme und die dar- Auslastung der IT-Systeme auf laufenden Programme. durch die Konsolidierung Die Zielsetzung der Server- der Hardware. Gleichzeitig virtualisierung liegt in einer bedeutet dieses eine Ersparbesseren Auslastung der nis von IT-Kosten und einen physischen Server. Durch geringeren Stromverbrauch. die Virtualisierung werden Nach Einschätzung des BSBdann mehrere Serversys- IT-Fachmanns ist und bleibt teme parallel ausgeführt. das Thema Virtualisierung Zusammengefasst ist die immer weiter auf dem VorServervirtualisierung eine marsch. Unabhängig von virtuelle Umgebungen für der Unternehmensgröße Serversysteme. Es kann eine und der Branche ist Virtualieffizientere Nutzung der sierung für viele UnternehServerhardware und eine men geeignet, so Plewnia: höhere Dynamik durch au- „Ein wichtiges Merkmal der tomatisches Deployment Virtualisierung ist die Ausvon Anwendungen erreicht fallsicherheit. Wenn es zum werden.“ Absturz einer Applikation Ganz gleich um welche oder sogar des gesamten Be-

triebssystem kommt, laufen die anderen virtuellen Maschinen weiter. Bei einem Ausfall, können die verlorenen Daten schnell wieder hergestellt werden – und das wollen sowohl große Unternehmen als auch die KMUs.“

Autoren Gregor Plewnia IT-Service-Techniker E-Mail: gplewnia@bsb.net Margot Sander Marketing E-Mail: msander@bsb.net BSB Bremer Software & Beratungs GmbH Fahrenheitstr. 10 28359 Bremen Tel: 0421 20269 – 0

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Ratgeber

Ausgabe 4; September 2011

Umweltbewusstsein zahlt sich aus!

Durch die Installation von Solaranlagen kann Ihr Unternehmen dazu beitragen, die Energieversorgung der Zukunft zu sichern. Das ist nicht nur eine Frage des Idealismus‘ - Sie können dadurch auch wirtschaftlich profitieren.

Nachhaltige, regenerative Energieerzeugung ist das Gebot der Stunde. Das wissen wir nicht erst seit der Atomkatastrophe im März 2011: Die Ölkrisen der 1970er, Fukushimas Vorgänger Tschernobyl und der durch übermäßigen CO2- Ausstoß bedingte Klimawandel haben in den vergangenen vier Jahrzehnten zu einer systematischen

technischen Weiterentwicklung der ökologischen und dezentralen Energieerzeugung geführt, die kluge Alternativen immer besser realisierbar und immer effizienter macht. Solarstrom zum Beispiel ist längst nicht mehr nur ein Thema für „Öko-Romantiker“. Gerade jetzt ist es sehr lohnend, in eine Photovoltaik-Anlage auf Ihrer Firmenfläche zu investieren, denn das bringt Ihnen handfeste Vorteile ein: Sichere Einnahmen aus Verpachtungen: Der Staat fördert Ihr Engagement für die Umwelt zurzeit mit Steuervergünstigungen sowie durch eine garantierte Vergütung für

den in Ihren PhotovoltaikAnlagen erzeugten Strom durch den regionalen Netzbetreiber über zwei Jahrzehnte hinweg. Diese im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) festgeschriebene Vergütung beträgt das Vierbis Fünffache dessen, was konventionellen Stromanbietern gezahlt wird. Stetig sinkende Kosten Parallel zu dieser staatlichen Förderung sind die ursprünglich durchaus recht hohen Kosten für den Betrieb einer Photovoltaik-Anlage in den vergangenen 20 Jahren rapide gesunken. In einer Analyse zur Innovationsentwicklung der Erneuerbaren Energien ermittelte

die Agentur für Erneuer- mens herab. Zusätzlichen bare Energien e.V. im Jahr schaffen Sie neue Aufträge 2010, dass die Systemkosten für das Handwerk in Ihrer für Photovoltaik, die 1990 Region und leisten einen noch bei 14.000 Euro pro Beitrag zur Preisstabilität Kilowatt lagen, Ende 2009 am Strommarkt. nur noch rund 3.000 Euro betrugen. Viele Banken un- Gesellschaften wie die terstützen die Investition „24sieben Nordwatt GmbH“ in Photovoltaik-Anlagen (ein Joint Venture der Stadtdurch sehr vorteilhafte Kre- werke Kiel mit der juwi dite. Und wenn die Anlage Holding AG aus Wörrstadt) einmal abbezahlt ist, zeich- unterstützen Betreiber von net sie sich durch bemer- Photovoltaik-Anlagen in kenswert geringe Betriebs- jeder Hinsicht: von der Standortsuche über die Fiund Wartungskosten aus. nanzierung und Montage bis hin zur kaufmännischen Imagegewinn Nach Installation einer und technischen BetriebsPhotovoltaik-Anlage strahlt führung. Ihr Umweltbewusstsein sozusagen Tag für Tag direkt Auf Wunsch sende ich Ihnvom Dach Ihres Unterneh- en gern weitere Informatio-

nen zum Thema regenerative Energien zu. Anfragen bitte an Thomas.Onken@ swkiel.de.

Thomas Onken

24sieben GmbH Firmenkunden Außendienst E-Mail: Thomas.Onken@swkiel.de

Webinfo: ||www.stadtwerke-kiel.de

Die Wirtschaftszeitung kommt auch per Post: Nur 19,90 pro Jahr - Jetzt online Buchen: www.wirtschaftszeitung.info/abo Aktuelle Urteile

Betriebsprüfer darf digital Lüge im Vorstellungsgespräch ist gespeicherte Unterlagen einsehen nicht immer Kündigungsgrund

München (dapd) | Speichern Unternehmen Geschäftsunterlagen digital ab, darf ein Betriebsprüfer Einsicht in diese Dokumente nehmen, wenn es sich um relevante Daten für die Besteuerung handelt. Das hat der Bundesfinanzhof (AZ: I B 151/10) entschieden. In dem Fall hatte ein Unternehmen seine Dokumente in einem Dokumentenmanagementsystem digital abgelegt. Das System enthielt unter anderem eine Such-

funktion und erlaubte einen Zugriff auf die verschiedenen Ebenen der Ablage. Die Finanzverwaltung verlangte im Rahmen einer digitalen Betriebsprüfung von dem Unternehmen einen Zugriff auf das System. Damit erhoffte sie sich einen schnelleren Abschluss der gerade durchgeführten Betriebsprüfung. Das Unternehmen lehnte das jedoch unter anderem mit einem Hinweis darauf ab, dass die abgelegten Daten unvollständig

seien und zudem auch nicht steuerrelevante Unterlagen abgelegt seien. Vor Gericht aber unterlag das Unternehmen. Die Finanzverwaltung darf die Herausgabe der Daten verlangen, weil das Dokumentenmanagement-System ein Datenverarbeitungssystem im Sinne der Abgabenordnung ist und entsprechend verarbeitete Daten an die Finanzverwaltung herauszugeben sind.

Erfurt (dapd) | Beantworten Bewerber im Vorstellungsgespräch eine zulässige Frage vorsätzlich falsch, darf der Arbeitgeber den später geschlossenen Arbeitsvertrag nicht grundsätzlich anfechten oder kündigen. Dies ist nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts nur dann zulässig, wenn der Arbeitgeber den Bewerber bei wahrheitsgemäßer Auskunft nicht eingestellt hätte (Aktenzeichen: 2 AZR 396/10). Im konkreten Fall blieb damit eine Beschäftigte eines Softwareunternehmens mit ih-

rer Kündigungsschutzklage auch in letzter Instanz erfolgreich. Die Klägerin hatte die Frage nach einer Schwerbehinderung im Vorstellungsgespräch falsch beantwortet. Erst als ihr Arbeitgeber zehn Jahre nach der Einstellung kündigte, verwies die Arbeitnehmerin auf ihren besonderen Kündigungsschutz wegen Schwerbehinderung. Das Softwareunternehmen wertete dies als Täuschung und verlangte die Aufhebung beziehungsweise hilfsweise Kündigung des Arbeitsvertrags. Die Richter erklärten

jedoch sowohl die Anfechtung als auch die Kündigung für ungültig. Der Arbeitgeber habe nämlich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er die Klägerin auch eingestellt hätte, wenn ihm die Schwerbehinderung bekannt gewesen wäre. Daher fiel die Falschaussage im Bewerbungsgespräch nicht ins Gewicht. Ob die Frage nach einer Schwerbehinderung überhaupt zulässig ist oder gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstößt, ließ das Gericht offen.

Essen (dapd) | Arbeitgeber müssen eine Betriebsversammlung während der Arbeitszeit hinnehmen. Eine Abweichung von diesem Grundsatz aus wirtschaftlichen oder organisatorischen Gründen habe „absoluten Ausnahmecharakter“, entschied das Arbeitsgericht Essen (Beschluss vom 14. April 2011, AZ: 2 BVGa 3/11). Auch könne der Arbeitgeber nicht darauf bestehen, dass Betriebsversammlungen in Etappen abgehalten sollten, an denen sich jeweils nur ein Teil der Belegschaft beteiligen würde. Im konkreten Fall, auf den

der Unternehmensdienstleister Datev hinweist, hatte der Betreiber der Großküche eines Klinikums vor Gericht die Verschiebung einer Betriebsversammlung auf einen Termin außerhalb der Arbeitszeit beantragt. Würde die gesamte Belegschaft während der Arbeitszeit an der Versammlung teilnehmen, wäre die Essensversorgung von Patienten und Mitarbeitern nicht sichergestellt. Die Richter ließen dieses Argument jedoch nicht gelten. Der Betriebsrat selbst habe nämlich Vorschläge dazu gemacht, wie das Küchenpersonal während der Zeit der

Betriebsversammlung durch Aushilfen beziehungsweise verfügbares Personal aus anderen Küchen ersetzt werden könne. Wenn der Antragsteller diese Vorschläge nicht aufnehme, habe er sich dies selbst zuzuschreiben. Organisatorische Versäumnisse des Arbeitgebers könnten nicht dazu führen, dass Betriebsversammlungen stets nur noch als Teilversammlungen oder gar als Vollversammlungen außerhalb der betriebsüblichen Arbeitszeit durchgeführt würden, betonten die Richter. 

Nettolohnvereinbarung gilt auch Arbeitgeber muss Betriebsversammnach Steuerklassenwechsel lung während Arbeitszeit hinnehmen

Düsseldorf (dapd)| Bekommen Arbeitnehmer laut Vertrag ein festes Nettogehalt, sind Arbeitgeber an diese Vereinbarung auch bei einem Steuerklassenwechsel des Arbeitnehmers gebunden. Das gilt zumindest dann, wenn der Steuerklassenwechsel „nicht rechtsmissbräuchlich“ erfolgt, wie das Landesarbeitsgericht Düsseldorf entschied (Aktenzeichen: 16 Sa 1570/10). Im konkreten Fall hatte die Klägerin, eine Arzthelferin, für einen vertraglich vereinbarten Nettolohn von monatlich 1.500 Euro gearbeitet. Ihr Arbeitgeber führte die Lohnsteuer auf Grundlage

der Lohnsteuerklasse I ab. Später heiratete die Klägerin und ging nach der Geburt ihrer Kinder für mehrere Jahre in Elternzeit. Während der Elternzeit wechselte sie in die Lohnsteuerklasse V. Kurz nach dem Ende der Elternzeit kündigte die Arztpraxis der Klägerin. Im anschließenden gerichtlichen Vergleich einigten sich beide Parteien unter anderem auf Nachzahlung des ausstehenden Lohns für sechs Wochen. Während der Arbeitgeber für diesen Zeitraum nur knapp 1.380 Euro auszahlte und zur Begründung auf seine höhere Steuerbelastung in Lohnsteuerklasse V verwies, bestand

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die Klägerin auf der Auszahlung von gut 1.790 Euro. Die Richter gaben der Klage statt. Bei Vertragsschluss hätte dem Arbeitgeber klar sein müssen, dass eine Heirat der Arbeitnehmerin und damit ein Wechsel der Lohnsteuerklasse nicht ausgeschlossen werden könne. Durch die Vereinbarung eines Nettolohns habe sich die Beklagte jedoch zur Übernahme sämtlicher Steuern verpflichtet, betonten die Richter. Dem Arbeitsvertrag sei auch nicht zu entnehmen, dass bei einem Wechsel der Steuerklasse das vereinbarte Nettogehalt angepasst werden solle. 

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Ausgabe 4; September 2011

Termine

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01.09.2011, 16.00 Uhr Bremen

15.09.2011, 9.00 – 13.00 Uhr, Bremen

24.09.2011, Bremerhaven

CRM - Geschäftserfolg steigern durch Kundenbeziehungsmanagement

Geschäftschancen Weltbank- und UN-Projekte

i2b meet-up zum Thema „Landkreis Cuxhaven VIII Fusion Langen/Bad Bederkesa?!“

Die Weltbank unterstützt Regierungen von Entwicklungsländern dabei, Schulen und Gesundheitszentren zu errichten, Wasser- und Stromversorgungen aufzubauen, Krankheiten zu bekämpfen und die Umwelt zu schützen. Die Vereinten Nationen erwerben jährlich Waren und Dienstleistungen im Wert von mehr als 13 Milliarden US-Dollar. New York und Kopenhagen sind die beiden größten Beschaffungsstandorte; die dort ansässigen Organisationen kaufen etwa 70 Prozent der Waren ein. Eine Zusammenarbeit mit der Weltbank und den Vereinten Nationen bietet vielfältige Geschäftschancen. In diesem Seminar werden aktuelle Projekte und Ausschreibungsmodalitäten vorgestellt. ||webinfo: www.handelskammer-bremen.de

Durch die Gewinnung von Neukunden entstehen für ein Unternehmen erheblich höhere Kosten als durch die Bindung und systematische Pflege von Bestandskunden. Damit sind jedoch ganz besondere Herausforderungen verbunden. Grundsätzlich handelt es sich bei dem Aufbau eines Kundenbeziehungsmanagements um eine Unternehmensstrategie. Kundeninteressen und -spezifika müssen aufmerksam beobachtet und dokumentiert werden. Eine Softwarelösung kann dabei unterstützen. Doch welche Lösung passt zu meinem Unternehmen? Wie gehe ich bei der Einführung vor? Wie beziehe ich meine Mitarbeiter ein? Die bundesgeförderten Initiativen e.biz (Bremen) und RECO (Osnabrück) zeigen Ihnen Ansätze auf, wie Sie durch ein Kundenbeziehungsmanagement und entspre- 16.09.2011, 16.00- 18.00 Uhr, Bremen chende Software Ihren Geschäftserfolg deutlich verbesWachstumsmarkt Indien sern können. ||Webinfo: ww.wfb-bremen.de Im Rahmen unseres neu eingerichteten India Desks der Handelskammer Bremen wird der Geschäftsführer der 06.09.2011, 19.00 Uhr, Bremen Deutsch-Indischen Handelskammer in Mumbai (Indien), Herr Steinrücke, einen Vortrag über den Wachstumsmarkt i2b meet-up zum Thema „Zwischen Leidenschaft Indien halten. Im anschließenden Get Together können wir und ökonomischer Notwendigkeit – nachhaltig uns zudem mit Herrn Steinrücke über die aktuellen Entwirtschaften - nachhaltig erfolgreich sein“ wicklungen in Indien austauschen. Auf dem i2b meet-up möchten wir zusammen mit dem ||webinfo: www.handelskammer-bremen.de neuen Senator für Umwelt, Bau und Verkehr Dr. Joachim Lohse über die Erfahrungen von kleinen und etwas grö- 21.09.2011, 17.00 – 18.30 Uhr, Bremen ßeren Unternehmen diskutieren und den Fragen nachgehen, ob Nachhaltigkeit eine Triebfeder für Innovation ist, Die Bedeutung von Qualitätssicherungsvereinbawelchen Stellenwert die Berücksichtigung der Interessen rungen der Beschäftigten haben und bis wohin der ökologische Was ist die Rechtsnatur einer QualitätssicherungsvereinbaFußabdruck eines Produktes reicht. Eingeführt wird in rung (QSV)? Der Begriff QSV ist nicht gesetzlich geregelt. das Thema von Angelika Pohlenz, Generalsekretär der Qualitätssicherungsvereinbarungen haben sich zu einem deutschen Sektion der Internationalen Handelskammer. eigenständigen und bedeutenden Vertragsbestandteil soDas Bundesland Bremen unterstützt die Einführung eines wohl für Hersteller als auch Lieferanten entwickelt. Formal systematischen Nachhaltigkeitsansatzes im Sinne einer betrachtet sind sie dritter Teil eines jeden Vertrages. In eiCSR-Strategie im Rahmen eines Förderprogramms für nem ersten Teil wird die technische Spezifikation erstellt, KMU. etwa der Durchmesser einer Schraube. In einem zweiten ||Webinfo: www.i2b.de/i2b-veranstaltungen Teil werden die kaufmännisch-rechtlichen Randbedingungen zusammengefasst, etwa Zahlungsbedingungen. Und 07.09.2011, ab 9.00 Uhr, Bremen in einem dritten Teil finden sich diejenigen Regelungen, die weder in den technischen noch kaufmännisch-rechtlichen Warenursprung und Präferenzen, Teil passen: eben die QSV. Die Veranstaltung wird gemeinZollgrundlagenseminar sam mit der Deutschen Gesellschaft für Qualität durchgeDie Europäische Union hat mit einer Reihe von Ländern führt. Zollpräferenzen vereinbart. Eine Präferenz ist eine Minde- ||webinfo: www.handelskammer-bremen.de rung des allgemeinen Zollsatzes, welche jedoch nur für bestimmte Waren in Anspruch genommen werden kann. Das 22./23.09.2011, Bremen Land, in das die Ware exportiert wird, verzichtet unter Vorlage eines Präferenznachweises auf die Erhebung der allge- Bremer Unternehmertage meinen Zölle. Präferenzen können als Wettbewerbsvorteil In Kooperation mit der Handelskammer Bremen laden die gegenüber anderen Lieferanten eingesetzt beiden Bremer Universitäten zu den Bremer Unternehwerden. Im Seminar werden die Grundlagen des Präfe- mertagen 2011 am 22. und 23. September ein. Unter dem renzrechts, die Regeln zur Ermittlung und Dokumentation Leitthema „Kopf oder Bauch, Analyse oder Intuition: Was des Ursprungs ausführlich behandelt. Teilnehmer lernen, macht erfolgreiche Entscheidungen aus“ werden wiederdie Präferenzvorteile gezielt einzusetzen. Das Seminar ver- keh-rende Merkmale erfolgreicher und erfolgloser Entschafft Sicherheit bei der komplizierten Ursprungsermitt- scheidungen erörtert und mit dem Auditorium diskutiert. lung und stellt die notwendige Dokumentation dar. Die Initiatoren Prof. Dr. Andreas Bausch (Jacobs University ||Webinfo: www.handelskammer-bremen.de Bremen) und Prof. Dr. Jörg Freiling (Universität Bremen) verfolgen mit der jährlich stattfindenden Konferenz das 08.09.2011, 19.00 Uhr, Bremerhaven Ziel, Unter-nehmern kleiner und mittelständischer Firmen wissenschaftliche Erkenntnisse und neue Konzepte zur 2b meet-up zum Thema „Klimastadt IV – MeeresBewältigung genereller und aktueller Managementherauswissenschaften als Schlüssel zur Nutzung mariner forderungen vorzustellen und ihnen eine Plattform für den Ressourcen“ Erfahrungsaustausch zu bieten. ||webinfo: www.i2b.de/i2b-veranstaltungen ||webinfo: www.handelskammer-bremen.de

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BRASSAT GmbH - Verlag Wirtschaftszeitung Außer der Schleifmühle 82 - D 28203 Bremen Tel. 0421 / 696 484 17 - Fax 0421 / 696 484 19 E-Mail: verlag@wirtschaftszeitung.info Geschäftsführer: Michael Brassat Eingetragen im Handelregister des AG Bremen, HRB26090, Steuernummer FA Bremen: 7155704610 Verlagsleitung (V.i.s.d.P.): Michael Brassat, Tel. 0421 / 696 484 17 E-Mail: brassat@wirtschaftszeitung.info Redaktionsleitung:: Jeanette Simon-Lahrichi, , Tel. 0421 / 696 484 17 E-Mail j.simon-lahrichi@wirtschaftszeitung.info Vertriebsleiter: Peter Osterloh, , Tel. 0421 / 696 484 17 E-Mail p.osterloh@wirtschaftszeitung.info Satz und Layout: BRASSAT GmbH - Medienagentur - www.brassat.info

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||webinfo: www.i2b.de/i2b-veranstaltungen 28.09.2011, 12.30-14.00 Uhr, Bremen

Ertragsorientiertes Preismanagement Kostenmanagement ist in aller Munde, aber nur wenige Unternehmen widmen ihrer Preispolitik genügend Aufmerksamkeit. Preise werden häufig kostenorientiert kalkuliert oder dem Verhalten der Wettbewerber angepasst. Nimmt der Wettbewerbsdruck zu, kommt es zu weiteren Zugeständnissen. Im Gleichschritt mit den Preisen sinkt das Betriebsergebnis. Das muss jedoch nicht so sein. Konsequentes Preismanagement kann die Gesamtrentabilität wirksam sichern und steigern. Der Vortrag beschreibt die strategischen Voraussetzungen für ertragsorientiertes Preismanagement und zeigt, wie Unternehmen dem allgemeinen Preisdruck entgehen und höhere Preise erzielen können. Dabei werden mehrere Instrumente zur Preisdifferenzierung vorgestellt, die oft schon kurzfristig höhere Renditen erbringen. ||webinfo: www.handelskammer-bremen.de

Topevent

German Chair Hockey Masters gehen in die vierte Runde

„Let’s rock and roll“ - Bereits zum 4. Mal heißt es im September auf die Stühle fertig los! Am 30.09.2011 finden ab 14:00h in Halle 7 der Bremen Arena die 4. German Chair-Hockey Masters statt. Chair-Hockey ist genau das, wonach es sich anhört: Bei diesem Turnier treffen sich Bürohengste und -stuten der verschiedensten Branchen und spielen auf Bürodrehstühlen sitzend Hockey. Insgesamt 48 Teams begegnen sich auf vier Spielfeldern. Jedes Spiel dauert zwölf Minuten. Regelverstöße sind beispielsweise den Schläger über Armlehnenhöhe zu halten oder den Stuhl eines anderen Spielers umzukippen. Eine zu harte Spielweise wird mit zehn Stuhldrehungen am Spielfeldrand bestraft.Klingt verrückt, ist es auch. Vor allem aber ist es ein riesen Spaß für Spieler und Zuschauer. Am Abend wird der spektakuläre Sportevent dann noch einmal richtig gefeiert: Ein großes Buffet und die After Hockey Party mit der PartyBand „Line Six“ belohnen Sieger, Verlierer und heiser gebrüllte Zuschauer. 2007 holte BKE Fislage den Event anlässlich des zehnjährigen Firmenjubiläums erstmalig nach Deutschland. Für die German Chair-Hockey Masters stand das seit 2000 jährlich in den USA stattfindende Turnier des amerikanischen Bürostuhlmöbelhändlers Goodmans Pate. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten genießt das Turnier unter Branchenkennern Kultstatus. Sogar Kostümwettbewerbe werden unter den Teilnehmern ausgerufen.

Erlöse werden gespendet Wie schon in den vergangenen Jahren spendet der Veranstalter, BKE Fislage, alle Erlöse aus den Chair Hockey Masters einem guten Zweck. 2011 geht die Spende erneut an die Beluga School for Life. Diese Einrichtung nimmt thailändische Tsunami-Waisen auf und benötigt – aufgrund der aktuellen Entwicklung der Beluga Shipping GmbH – jetzt erst recht jede mögliche Unterstützung, damit die Zukunft der Kinder auch weiterhin gesichert bleibt.

Druck: DruckHaus RIECK Delmenhorst GmbH & Co. KG www.druckhaus-rieck.de Verteilung und Aboversand: MediaNet Verlags- und Vertriebs GmbH www.printmedianet.de Der Verlag haftet nicht für unverlangt eingesandte Manuskripte, Unterlagen und Fotos. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzung von Manuskripten vor. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Kopie, Digitalisierung sowie deren Veröffentlichung, auch Auszugsweise, nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Verlages. Das Copyright für dapd-Nachrichten liegt beim Deutschen Depeschen Dienst (dapd) in Berlin. Die Nachrichten dienen ausschließlich zur privaten Information des Nutzers. Eine Weitergabe, Speicherung oder Vervielfältigung ohne Nutzungsvertrag mit der dapd ist nicht gestattet. Alle Rechte bleiben vorbehalten. Es gilt die Anzeigenpreisliste 04.2011, alle Preisangaben netto zzgl. gesetzlicher Mwst. Angebote des Verlages richten sich ausschließlich an Gewerbetreibende. Mediadaten siehe www.wirtschaftszeitung.info Auflage dieser Ausgabe: 20.000 Stück

Vielfältige Sponsoringmöglichkeiten Neben der Entsendung eines Firmenteams haben interessierte Firmen die Möglichkeit, die Veranstaltung auf verschiedenste Weise zu sponsern, z.B. durch Werbung auf der gesamten Bandenfläche eines Spielfeldes bzw. einer einzelnen Bande oder die Platzierung eines eigenen Banners in der Veranstaltungshalle. Heiß auf Hockey? Alle Informationen rund um die 4. German Chair Hockey Masters finden Sie unter: www.chairhockeymasters.de

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Wirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung  

Ausgabe 04 - September 2011

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