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Wirtschaftszeitung für bremen und umgebung Im Interview:

Unternehmen im Fokus:

Besuch aus Niedersachsen:

Sabine Brenn

SIXDAYS

Mc Allister

Die Bürgschaftsbank Bremen bietet viele Hilfen, jedoch kennen wenige die Angebote ... Seite 5

Klaus & Klaus ist raus! Ein junger Unternehmer übernimmt die Traditionsveranstaltung ... Seite 4

Ausgabe 2; Juli 2011 Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer in Bremen und Umgebung, Ausgabe 2 ist da! An dieser Stelle möchten wir die Gelegenheit nutzen uns herzlich für Ihre Unterstützung zu bedanken. Viele von Ihnen beglückwünschten uns sehr herzlich zur „gelungenen“ Erstausgabe. Besonders gefreut haben wir uns zu hören, dass der ein oder andere die Zeitung komplett und bis zum Ende gelesen hat. Das zeigt uns, dass wir mit der Themenauswahl und -aufbereitung auf dem richtigen Weg sind. Allerdings gibt es bei einem so jungen Medium wie der Wirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung immer etwas zu verändern und zu optimieren. Damit wir die Wirtschaftszeitung noch genauer auf Ihre Bedürfnisse als Unternehmer zuschneiden und ihren Informationsbedarf noch besser bedienen können, freuen wir uns, wenn Sie uns auch zukünftig durch Ihr Feedback unterstützen. Was finden Sie gut an der Zeitung? Wo kann noch etwas verbessert werden? Was wollten Sie schon immer mal in einer Zeitung lesen? Welche Themen bewegen Sie besonders? Lassen Sie es uns wissen und gestalten Sie so die nächsten Ausgaben „Ihrer“ Zeitung mit. Wir freuen uns über Ihre Zuschriften, ganz gleich ob per E-Mail oder als klassischer Leserbrief an redaktion@wirtschaftszeitung.info. Webinfo: wirtschaftszeitung.info

„Liebe Deinen Nachbarn, aber reiße Ihm nicht den Zaun ein“, sagt McAllister auf dem Wirtschaftsempfang... Seite 7

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Niedersachsen gibt grünes Licht für Weservertiefung Generalplan soll örtliche Landwirtschaft vor Versalzung schützen Hannover (dapd-nrd/JSL) Wasserverbände trügen je ne dringt später Salzwasser Unter- und Außenweser. Mit verbunden, sagte er. AllerNiedersachsen sperrt sich fünf Millionen Euro bei und weiter in die Weser ein und der europäischen Flora-Fau- dings würden als Ausgleich nicht länger gegen die vor der Bund 2,5 Millionen Euro. könnte auch mit dem Fluss na-Habitat- und der europä- andere Flächen aufgewertet elf Jahren beantragte We- Nur unter der Bedingung, verbundene Kanäle salzi- ischen Wasserrahmenricht- oder unter Schutz gestellt. servertiefung. Das Kabinett dass alle Beteiligeten einen ger machen. Mit Wasser aus linie sei sie nicht vereinbar, Die Wasser- und Schifffahrtsin Hannover erteilte direktion Nordwest in dem Landesbetrieb für Aurich will die VertieWasserwirtschaft den fung nach Vorliegen Auftrag, noch im Juni des Einvernehmens das Einvernehmen mit von Niedersachsen dem Ausbau der Bunund Bremen genehmideswasserstraße zu ergen. Das Ausbaggern klären. „Wir brauchen der Fahrrinne um bis die Vertiefungen von zu 90 Zentimeter soll Außen- und Unterwesechs bis neun Monate ser, um die tideabhändauern. gigen Häfen in Bremerhaven, Brake und GenehmigungsbehörBremen besser erreichde wartet auf Einverbar machen“, sagte nehmen Ministerpräsident DaDer Wirtschaftsvervid McAllister (CDU). band Weser begrüßte Der BUND kündigte Niedersachsens Ja zu rechtliche Schritte gedem Projekt. Nun köngen die Vertiefung an. ne man die notwendiDass die Weservertiegen Baumaßnahmen im fung durchaus auch zweiten Halbjahr 2011 Auswirkungen auf den beginnen und bis zum Naturhaushalt NiederFrühjahr 2012 rechtzeisachsens und Bremens tig zur Inbetriebnahme haben kann, sei ihm des JadeWeserPorts sehr bewusst, erklärte in Wilhelmshaven abMcAllister. Das Lan- Der Bremer Hafen aus der Luft: Damit in Zukunft auch die ganz großen Schiffe hier einlaufen können, wird nach jahrelangem schließen, erklärte der deskabinett beschloss Ringen nun die Weservertiefung in Angriff genommen. Foto: bremenports GmbH & Co. KG Verband. Durch die daher auch die ErarVertiefung der Außenbeitung eines Generalplans nennenswerten Beitrag zum den Kanälen werden Tiere erklärte der Umweltver- und Unterweser um bis 90 Wesermarsch, der Bauern Generalplan Wesermarsch von vielen Milchviehbauern band. Zudem drohe in Be- Zentimeter sollen Schiffe mit vor einer Versalzung von leisten, stimmte Niedersach- getränkt. Im Zuge des Gene- wässerungsgräben eine be- einem Tiefgang bis 13,8 MeBrauchwasser durch Vertie- sen der Vertiefung zu. Der ralplans Wesermarsch sollen denkliche Versalzung. Man tern unabhängig von Gezeifungen der Weser schützen Bund trägt nach Angaben nun weitere Kanäle zur Her- werde gegen das Vorhaben ten Bremerhaven anfahren soll. Für die Umsetzung des der niedersächsischen Staats- anführung von entfernterem „gerichtlich vorgehen“. Um- können. Der Hafen Brake auf 50 Millionen Euro ver- kanzlei zudem die Kosten Süßwasser gebaut werden. weltminister Hans-Heinrich wird dann für Schiffe bis 12,8 anschlagten Generalplans des geplanten Ausbaggerns Der BUND Niedersachsen Sander (FDP) erklärte, er Meter Tiefgang erreichbar. werde Niedersachsen 37,5 der Weser zwischen Bremen kritisierte, die Weservertie- sehe Klagen gelassen ent- Auf der Fahrt zum Hafen Millionen Euro zur Verfü- und Nordsee in Höhe von fung gehe auf Kosten der gegen. Jede Vertiefung der Bremen sollen sie noch mit gung stellen, sagte McAl- 50 Millionen Euro. Durch Natur in mehreren europäi- Fahrrinne sei zwar mit ei- 11,10 Metern Tiefgang stets lister. Bremen und örtliche die Vertiefung der Fahrrin- schen Schutzgebieten an der nem Eingriff in die Natur Wasser unter den Kiel haben.

Schwerpunktthema im Juni: EHEC 2011 ...

Es ist noch nicht vorbei! Die Gemüsebauern haben harte Wochen hinter sich. Die EHEC-Krise hat eine ganze Branche mit sich gerissen. Zwar wurde lediglich vor Gurken, Tomaten und Salat gewarnt, doch die Verbraucher reagierten sensibel und mieden einen Großteil des heimischen Gemüseanbaus. Umsatzeinbußen in Millionenhöhe waren die

Folge für die Erzeuger. Innerhalb weniger Wochen wurde aus soliden Familienbetrieben angeschlagene Unternehmen, die noch Monate, wenn nicht Jahre, um ihr Überleben kämpfen müssen. Während die Branchenoberen mit der Politik um jeden Entschädigungspfennig feilschen, bemühen sich die Bauern an der Basis den

Imageschaden zu reparieren. Auch wenn sie im Fokus stehen, die Bauern sind nicht die einzigen Leidtragenden der Epidemiejahre. Wen die Krise noch geschüttelt hat, wie Juristen und Versicherungsfachleute die Situation der Bauern beurteilen und was die angekündigte Entschädigung wert ist, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Lesen Sie mehr zum Schwerpunktthema auf Seite 2 und 3 ...

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Ausgabe 2; Juli 2011

EHEC 2011

Zurückhaltung wie nach der Tschernobyl-Katastrophe:

Für Gemüsebauern ist die EHEC-Krise noch icht vorbei (dapd-nrd / JSL) Mitten im Gewusel der 15 Saisonarbeiter steht Bauer Rudolf Behr und sieht zu, wie Salatköpfe frisch vom Feld eingepackt und in Kisten verstaut werden. Doch das eilige Treiben trügt - nur die Hälfte von Behrs Salaten findet durch die anhaltende Verunsicherung der Verbraucher nach der EHEC-Krise einen Käufer. Den anderen Teil frisst noch immer die Schreddermaschine, die wenige hundert Meter von Bauer Behr und den Erntehelfern entfernt ihre Kreise über das Nachbarfeld zieht. So wirksam wie die Warnung vor dem Verzehr von Salaten gewesen sei, so unwirksam sei die später verkündete Entwarnung, sagt der 59-Jährige. Mit der Behr AG betreibt der bauer auch höfe in Niedersachsen. In diesem Jahr rechnet er mit Verlusten Millionen Euro. Insgesamt sind in Norddeutschland nach Schätzungen des Wirtschaftsverbandes Gartenbau 2500 – 3000 Betriebe von der EHECKrise betroffen. Zwischen zehn und siebzig Prozent des Umsatzes haben viele von ihnen während „Hochphase“ der Epedemie verloren. „Und das sind Umsätze, die sich nicht wieder rein holen lassen“, sagt Axel Boese, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Gar-

tenbau. „Gemüse, das abgeerntet wird, läßt sich nur für kurze Zeit vermarkten. Was weg ist ist weg.“ Bei den betroffenen Betrieben

se. „Wir befürchten, da wird es einige geben, die es nicht schaffen.“ Für alle norddeutschen Gemüsebauern ergäben sich

ten norddeutsche Gemüseproduzenten und Händler immer noch mit 60 bis 70 Prozent Umsatzrückgängen zu kämpfen. Die Hälfte der

Ein Helfer entleert auf einer Tomatenplantage Tomaten aus einem Korb in einen Abfallcontainer. Foto: Hermann J. Knippertz/dapd

seien daraus Löcher in den Kassen entstanden, die sie ewig mitschleppen. „Aus einem soliden Familienbetrieb wurde da jetzt ganz schnell ein angeschlagenes, wenn nicht gar existenzgefährdetes Unternehmen“, sagt Boe-

Einbußen von rund 25 Millionen Euro, erklärte Mecklemburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus bei einem Spitzentreffen der Nordländer. Auch fast zwei Monate nach Ausbruch der Epidemie hät-

Einbußen - rund 12,5 Millionen Euro - müssten den Landwirten ersetzt werden, forderten die Ländervertreter aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein, Brandenburg und

Nordrhein-Westfalen. Der Bund solle sich bei der EU dafür einsetzen - und notfalls selbst aufkommen, wenn von dort nicht genug Geld zu bekommen sei, sagte Backhaus (SPD). Zurückhaltung ähnlich wie nach der Tschernobyl-Katastrophe Eine derart große Zurückhaltung bei den Verbrauchern habe es nur 1986 nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl gegeben, sagte Behr, der nach eigenen Angaben selbst auf dem Bauernhof groß wurde und daher das Geschäft seit Jahrzehnten kennt. Damals kaufte aus Angst vor der Strahlung kaum noch jemand Gemüse. Der Staat habe die Bauern damals kräftig entschädigt - die jüngsten Entschädigungen seien dagegen nur „Peanuts“ gewesen. Minister Backhaus zeigte sich nach seinem Besuch ernüchtert über die Situation für die Bauern: „Mich enttäuscht das - ich dachte, wir seien langsam raus aus dem Tal der Verbraucherabwehr.“ Gerade im Norden gebe es eine „hochtransparente Landwirtschaft“, betonte Backhaus. Jeder einzelne Salatkopf in der Landwirtschaft könne bis auf die Anbaufläche zurückverfolgt werden.

Hilfsprogramm der Europäischen Union wird in Deutschland per Eil-Verordnung auf den Weg gebracht betroffen sind. Die Verordnung ist noch am selben Tag im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht worden und trat damit am 23. Juni in Kraft. Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen wor-

den, dass die Bundesländer die Hilfsmaßnahmen umsetzen können. Die EU entschädigt mit den zur Verfügung gestellten Mitteln die Verluste der Bauern bis zu 50 Prozent. Die endgültige Höhe der

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(dapd-nrd / JSL) Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat am 22. Juni 2011 eine Eil-Verordnung zur nationalen Durchführung des EU-Hilfsprogramms für Gemüseerzeuger unterzeichnet, die von der EHEC-Krise

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Entschädigungssätze wird erst am 22. Juli festgelegt, wenn sich die Behörde ein Bild über die Antragslage verschafft hat, teilte die EUKommission weiter mit. „Gemeinsam mit den Länder werden wir jetzt alles daran setzen, dass die EUHilfen möglichst schnell bei den Gemüseerzeugern ankommen“, sagte Bundesministerin Aigner. „Es ist sehr erfreulich, dass sich der deutsche Gemüsemarkt nach Aufhebung der Verzehrwarnung für Tomaten, Salatgurken und Blattsalat am 10. Juni schnell zu erholen scheint. Von einer Normalisierung der Marktlage kann man allerdings noch nicht sprechen“. Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher als Folge der EHEC-Krise hat teilweise zu erheblichen Absatzeinbrüchen bei den Gemüseerzeugern in Deutschland und der EU geführt. Die EUKommission hat deshalb am 14. Juni ein Hilfsprogramm

beschlossen. Insgesamt stehen von Seiten der EU bis zu 210 Millionen Euro zur Verfügung. Die norddeutschen Bundesländer verlangen aus diesem Topf 12,5 Millionen Euro Entschädigung für den durch die EHECKrise verursachten Schaden der Gemüsebauern. Bislang sei in Norddeutschland ein Schaden von 25 Millionen Euro entstanden, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). „Wir halten einen Ausgleich von mindestens 50 Prozent für notwendig und fordern den Bund auf, sich in Brüssel nachdrücklich für die dafür erforderlichen Mittel einzusetzen“, sagte Backhaus. „Sollten die 50 Prozent des entstandenen Schadens nicht vollständig von der EU erbracht werden können, fordern wir den Bund auf, für die Differenz einzuspringen“, sagte Backhaus.

Infobox Wie viel Beihilfe steht zur Verfügung und wer kann sie beantragen? 210 Millionen Euro stellte die EU für die Entschädigung der von der EHEC Krise besonders gebeutelten Bauern bereit. Entschädigungszahlungen gibt es für so genannte „Marktrücknahmen“, die „Grünernte“ und „NichtErnte“. Gemüseerzeuger, die in der Zeit vom 26. Mai bis 30. Juni Gurken, Tomaten, Kopfsalat (Eisberg, Batavia, Römer), Blattsalat (Eichblatt, Lollo bionda, Lollo rosso, Kraussalat), Endivie (Frisée, Eskariol), Paprika oder Zucchini angebaut haben, das Gemüse aber nachweislich nicht vermarkten konnten, dürfen die EU-Beihilfen beantragen. Dabei sind alle Erzeuger antragsberechtigt, unabhängig davon, ob sie Mitglied einer anerkannten Erzeugerorganisation sind oder nicht. Was genau müssen Betroffene jetzt tun? In Deutschlad sind die Bundesländer zuständig für die Abwicklung des Hilfsprogramms. Die Erzeuger müssen ihre Schäden umgehend bei den zuständigen Stellen der Länder anmelden und von diesen dokumentieren und kontrollieren lassen. Dann ist bei der zuständigen Landesbehörde bis spätestens 11. Juli 2011 ein Auszahlungsantrag zu stellen. Mitglieder von Erzeugerorganisationen wickeln das Melde- und Antragsverfahren über ihre Erzeugerorganisation ab, Nicht-Mitglieder direkt über die zuständige Landesbehörde. Die Auszahlung der Entschädigung kann frühestens Ende Juli erfolgen, wenn die Kommission die endgültigen Entschädigungsbeträge für die einzelnen Produkte festgelegt hat. Weitere Informationen und die notwendigen Formulare gibt es in Kürze bei den zuständigen Stellen der Bundesländer.

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EHEC 2011

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„Von einer starken Imagekampagne hätten wir mehr“ Über sie wird viel geredet, aber was haben sie zu sagen? Die Betroffenen: Der Handel „Die Warnungen des RobertKoch-Instituts haben uns ziemlich beeinträchtigt“, sagt Jörn Rathjen vom Bremer Naturkostkontor. Zum Zeitpunkt der Gurkenwarnung habe der Großhandelsbetrieb ein ganze Menge der betroffenen Ware im Lager gehabt. „Die Gurken haben wir sofort gesperrt und den Verkauf gestoppt“, erklärt Rathjen. „Damit haben wir auf einen Schlag Waren im Wert von 10.000 Euro aussortiert.“ Zeitgleich habe man auch Proben der eigenen Gurken in Labors geschickt. „Doch bis wir die entlastenden Ergebnisse hatten, war es für den Abverkauf natürlich zu spät“, so Rathjen. Palettenweise

gingen die Gurken auf den Kompost oder wurden unter Tierfutter gemischt. „Der Ursprung des Erregers lag nicht in regionaler Ware. Daher erholte sich das Vertrauen unserer Kunden in die heimischen Produkte als erstes wieder“, berichtet der Verkäufer. „Von Anfang an haben wir in der Krise auf Transparenz gesetzt und zum Beispiel Stellungnahmen der Erzeuger veröffentlicht. Der Schutz unserer Kunden geht in solchen Fällen klar vor.“ Trotzdem verursacht die EHEC-Krise dem Naturkostkontor einen Umsatzausfall von 10 Prozent. „Solche Einbußen tun natürlich weh“, sagt Rathjen. „Auf Entschädigung können wir aber wohl nicht hoffen.“

Die Gastronomie Am 13. Mai besuchte eine Gruppe Geschäftsfrauen den Lübecker Kartoffelkeller. Es wurde gut gegessen: Salate, Bratkartoffeln,... Am 04. Juni standen wieder viele Menschen vor dem Wirtshaus von Inhaber Joachim Berger. Diesmal war es die Presse und der Kartoffelkeller erlangte zweifelhafte Berühmtheit als EHEC-Quelle. Die Bilder gingen rund um die Welt und das obwohl, wie sich kurze Zeit später herausstellte, den Wirt keine Schuld traf. „Ich habe mich beschissen gefühlt“, sagt Joachim Berger in aller Deutlichkeit. „Wir haben ja nichts falsch gemacht. Unserer Mitarbeiter und das Essen hatte ich schon Ende Mai testen

lassen. Alles in Ordnung.“ Wie der Verdacht, den es gegen das Restaurant gab, an die Öffentlichkeit gelangte bleibt unklar. Fakt ist jedoch, dass der Wirt und seine Mitarbeiter angefeindet wurden „Ihr Mörder“. An manchen Tagen blieb der Kartoffelkeller leer. Bis zu 80 Prozent Umsatzeinbußen an man-

chen Tagen bilanziert der Wirt. Vom Imageschaden mal abgesehen. „Der Kartoffelkeller ist nach wie vor ein Top-Betrieb“, so Joachim Berger. „Wir können nur darauf hoffen, dass die Gäste wieder Vertrauen zu unserem Essen fassen. Wir hoffen auf die Zukunft.“

„Ich habe mich beschissen gefühlt“, sagt Joachim Berger, Inhaber des Lübecker Kartoffelkeller gegenüberm unserer Redaktion im Interview.

Die Erzeuger Der Wehyer Erzeuger Gemüsebau Meinke baut Tomaten im Kalttunnel an. Das heißt, das Gemüse reift erst jetzt nach der Krise heran. „Unseren eigenen Anbau hat die Krise daher nicht so hart getroffen“, sagt Luer Johann Meinke. „Wir sind aber auch Händler und da hatte der Umsatz schon deutlich nachgelassen.“ Große Hoffnungen, dass er oder seine Kollegen in den kleinen Betrieben etwas vom Entschädigungskuchen abbekommen, macht er sich nicht. „Das machen wahrscheinlich wie so oft die Großen unter sich aus“, sagt Meinke. Und eigentlich möchte er auch keine Entschädigung. „Ich bin wie einige andere Kollegen auch der Meinung der Branche würde mehr geholfen, wenn man das Geld in eine vernünftige Imagekampagne stecken würde“, so Meinke. Das wichtigste sei es jetzt doch das Vertrauen der Verbraucher wieder zu erlangen. (JSL) Experten des Robert-Koch-Instituts und des Bundesinstituts fuer Risikobewertung (BfR) untersuchen in Bienenbuettel, Landkreis Uelzen, in Niedersachsen in Schutzanzuegen das Gelaende der Gaertnerhof Bienenbuettel GmbH. Der Hof stellte sich als mutmaßliche Quelle des EHEC-Erregers heraus. Foto: Nigel Treblin/dapd

Versicherung gegen EHEC 2012?

„Ich bin wie einige andere Kollegen auch der Meinung, der Branche würde mehr geholfen, wenn man das Geld in eine vernünftige Imagekampagne stecken würde“, sagt der Weyher Gemüsebauer Meinke.

versicherung gäbe, würde sie in einem solchen Fall wie der EHEC-Krise nicht greifen“, meint Fels. „Denn der Umsatzausfall beruht ja auf der Kaufentscheidung der Verbraucher. In den betroffenen Betrieben wurden ja keine Bakterien gefunden.“ Eine Versicherung gegen das unberechenbare Risiko „Ver- (JSL) „Die gute Nachricht braucher“ wird es also so ist, dass es endlich eine Entbald nicht geben. scheidung gibt. Allerdings werden die Schäden durch die in Aussicht gestellten Entschädigung der EU nicht gedeckt“, kommentiert Karl EU-Verordnung 178/Artikel 7. Das Vorsorgeprinzip rechtfertigt die Maßnahmen der Behörden Schmitz, Geschäftsführer der Der Gesetzestext: „In be- geklärt werden, welches eine jedoch noch näher geprüft Bundesvereinigung der Erstimmten Fällen, in denen möglichen Anspruchsgrund- werden“, erklärt Lampe. Das zeugerorganisationen Obst nach einer Auswertung der lage für Schadensersatzfor- in der Verordnung geregelte und Gemüse e.V. die angeverfügbaren Informationen derungen seien könnte“, Vorsorgeprinzip stellt den kündigten EU-Hilfen für die die Möglichkeit gesund- erklärt Inken Lampe, Jur- Verbraucherschutz klar über von der EHEC-Krise betrofheitsschädlicher Auswir- sitin beim Deutschen Bau- die Interessen der Lebens- fenen Bauern. Zudem würkungen festgestellt wird, ernverband. In Frage käme mittelerzeuger und gibt den den nicht alle Produkte, die wissenschaftlich aber noch im Fall der EHEC-Krise der Behörden zudem viel Spiel- von der Kaufzurückhaltung Unsicherheit besteht, kön- A m t s h a f t u n g s a n s p r u c h . raum in der Ergreifung von der Verbraucher betroffen nen vorläufige Risikoma- Vereinfacht gesagt würde Maßnahmen, die der Ein- seien, von der Entschädinagementmaßnahmen zur überprüft, ob die Behörden grenzung einer Gefahrensi- gungsregelung erfasst. „Was Sicherstellung des in der Ge- in der Risikokommunikation tuation dienen. „Ein Rechts- wir jetzt brauchen ist eine meinschaft gewählten hohen etwas falsch gemacht haben. streit gegen die Behörden im schnelle und unbürokratiGesundheitsschutzniveaus „Natürlich besteht keine ab- aktuellen Fall würde wahr- sche Lösung für die betroffegetroffen werden, bis weitere solute Sicherheit, wie ein scheinlich Jahre dauern und nen Betriebe“, sagt Schmitz. wissenschaftliche Informati- Gericht entscheiden würde, wäre zudem sehr teuer“, Auch der Bundesausschuss onen für eine umfassendere doch sehen wir für eine Kla- meint Lampe. „Deswegen Obst und Gemüse (BOG) forRisikobewertung vorliegen.“ ge keine Aussicht auf Erfolg. hat sich der Deutsche Bau- dert bei dem Hilfsprogramm In Betracht käme daneben ernverband für Entschädi- zur Milderung der durch Die Expertin: „In der rechtli- ein Anspruch aus enteig- gungszahlungen aus Brüssel EHEC verursachten Schäden chen Beratung der betroffe- nungsgleichem Eingriff, die eingesetzt, die jedoch noch deutliche Nachbesserungen nen Bauern muss zunächst Voraussetzungen müssen aufgestockt werden müs- durch die Politik. Zum einen (JSL) Die Bauern und Gemüseerzeuger sind nicht gegen die EHEC-Krise versichert und das wird sich wohl für ähnliche Fälle in der Zukunft auch nicht ändern. „Seit Jahren wird versucht eine europaweite Versicherungslösung für Ernteausfälle wegen Dürre oder Frost zu finden“, erklärt Lutz Fels, geschäftsfüher des LandvolkVersicherungsdienstes Elbe-

Weser. „Es findet sich einfach kein Privatversicherer, der ein solch hohes Risiko absichern will.“ Ein Grund hierfür sei, dass die Zahl der potenziellen Versicherungsnehmer zu gering wäre, also über die Versicherungsbeiträge nicht genug Geld eingenommen werde, um etwaige Schadensforderungen zu decken. „Selbst wenn es eine Art Ertragsschadens-

Vorsicht ist besser als Nachsicht

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Erzeugerverbände fordern Nachbesserungen bei Entschädigungsregelungen gelte es, so der Vorsitzende des Bundesausschusses Obst und Gemüse, Gerhard Schulz, die Entschädigungszahlungen für die Gemüsebauern auf alle Salatarten auszudehnen. Derzeit sind nur bestimmte Salatarten berücksichtigt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Robert Koch Institut hatten jedoch für alle Blattsalate eine Verzehrswarnung ausgesprochen und damit waren alle Salatarten nicht verkäuflich, sagte Schulz. Deshalb fordere der BOG eine Ausdehnung auf alle Salatarten, die im Verständnis der Verbraucher zu den Salaten gehören, wie unter anderem Rucolo, Feldsalat, Chinkohl. Hierfür, so Schulz weiter, bedarf es einer Regelung, die entweder die europäische Regelung erweitert oder aber eine Regelung über den Bund, der eine Entschädigung auch weitergehender Erzeugnisse

ermöglicht. Darüber hinaus gelte es zu verhindern, dass die jetzigen Entschädigungssätze, die lediglich 50 Prozent des durchschnittlichen Marktpreises in der Europäischen Union betragen, nicht noch weiter abgesenkt werden. Es stehe zu befürchten, dass bei Überschreitung der 210-Millionen--Euro-Grenze die Ausgleichszahlungen prozentual gekürzt werden. Der BOG lehne mit Nachdruck eine solche mögliche Kürzung ab und fordert, dass zumindest die jetzt festgelegten Sätze von 33,20 Euro pro 100 kg Tomaten, 38,90 Euro pro 100 kg Salaten und 24,00 Euro pro 100 kg Gurken ohne Abzüge an die Geschädigten ausgezahlt würden. Sofern das Finanzvolumen von 210 Millionen Euro nicht ausreicht, bedarf es einer entsprechenden finanziellen Aufstockung, fordert Schulz.

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Unternehmen im Focus

Die Bremer Sixdays nehmen wieder Fahrt auf Tradition wird nicht nur in der internationalen 6-TageRennszene groß geschrieben, sondern auch in Bremen. In der Bremen Arena gehen vom 12.-17 Januar 2011 beim 48. Bremer 6-Tage-Rennen wieder die Besten der Radsportszene an den Start. Neben dem sportlichen Event und dem Rahmenprogramm werden viele Bremer ihre Aufmerksamkeit auch auf Theo Bührmann jr. von der Bremer Verantsaltungs- und Event GmbH (BVE) und seinen Kompagnon Hans Peter Schneider von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH richten. Gemeinsam richten sie als neue Veranstalter „Event & Sport Nord GmbH“ (ESN) zum ersten Mal die Bremer Sixdays aus. Da der Vertrag zwischen der Bremen Arena und dem Veranstalter Bremer Sportmarketing GmbH (BSM) im Januar 2011 auslief, wurde die Veranstaltung von der Bremen Arena öffentlich neu ausgeschrieben, um im Wettbewerb der besten Ideen langfristig ein hochwertiges Rennen zu sichern. „Das Konzept, das wir von der BVE ausgearbeitet und eingereicht haben, ist ein zeitgemäßes Gesamtpaket“, erklärt Theo Bührmann jr. im Interview mit der Wirtschaftszeitung. „Das 6-Tage-Rennen in Bremen soll zukünftig noch attraktiver aufgestellt werden, und das sowohl im Sport- als auch im Entertainment-Bereich.“ 30 Prozent günstigere Karten und ein verändertes Programm sollen dem abflauenden Interesse entgegenwirken. Hatten zuletzt nur noch 20.000 Zuschauer die Veranstaltung besucht, ist die Zielsetzung für 2012 50.000 Gäste in die Bremen Arena zu locken. Erstes Opfer des Umbruches ist das Duo „Klaus und Klaus“. Die Spaßmacher sind nach 25 Jahren raus aus dem Rennen. Zukünftig solle dem Sport wieder mehr Bedeutung innerhalb der Veranstaltung beigemessen werden, so Bührmann weiter. Aber auch

im Bereich „Show“ wolle man mit einem breiten Angebot alle Altersgruppen ansprechen. Dabei sei es

holen. Das gelingt uns nur, wenn wir Bewährtes für die treuen Besucher bieten, aber auch Neues für jüngere und

sagt Schneider. „Aber ich kann jetzt schon sagen, dass es so viel Sport geben wird, wie noch nie: Neben den

Einen großen Anteil am Erfolg der Bremer Sixdays hat neben dem Sportprogramm auch die gelungene

klärt Theo Bührmann. „Fest steht jedoch, dass wir das Angebot um unterschiedliche Stilrichtungen und Musik aus verschiedenen Jahrzehnten erweitern und damit sowohl dem älteren als auch jüngeren Publikum genügend Raum für eine große Party-Woche bieten.“ Neben kleinen Aktionsbühnen im Foyer der Halle 1 wird die Halle 2 zu einer Art Markplatz umgestaltet. Hier können die Besucher ganz im Zeichen von Spezialitäten im Getränke- und Food-Bereich ohne laute Musikbeschallung relaxen. Die Halle 3 ist im Wesentlichen den DJs vorbehalten, die für das Publikum auch schon einmal musikalische Nischen besetzen. Von deutschem Schlager bis zu House-Musik ist hier alles möglich. Halle 4 verfügt über eine eigene Konzertbühne, auf der Bands und Einzelinterpreten LiveKonzerte geben.

Das neue Team der Bremer Sixdays (v.l.n.r.): Peter Rengel, Dieter Kröger (beide Projektleiter, Sixdays Bremen), Theo Bührmann jr. (Geschäftsführer, Event & Sport Nord GmbH), Erik Weispfennig (Sportlicher Leiter, Bremer Sixdays) und Hans Peter Schneider (Geschäftsführer, Event & Sport Nord GmbH) (Foto: Bremer Veranstaltungs– und Event GmbH & CO. KG) keineswegs notwendig, das 6-Tage-Rennen wiederzubeleben, so Bührmann. „Die Veranstaltung gibt es bereits seit fast 48 Jahren und sie genießt national und international ein hohes Ansehen. Es geht uns um die Fortführung einer Traditionsveranstaltung, die für Bremen von großer Bedeutung ist. Traditionen muss man pflegen, aber dazu gehört eben auch, dass man sich verändert und neu ausrichtet“, sagte Bührmann. Sein Kolleg Hans Peter Schneider ergänzt: „Unser Ziel ist es, mehr Gäste in die Bremen Arena und die angrenzenden Hallen zu

sportive Zielgruppen einführen.“ Für die Sportwettkämpfe auf der Bahn wurde Erik Weispfennig als Sportlicher Leiter verpflichtet um die Sixdays neu zu positionieren. Weispfennig saß selbst als Radsportprofi von 1994 bis 2007 vorwiegend als Bahnradsportler auf dem Sattel, insbesondere bei 6-TageRennen, von denen er insgesamt 84 bestritt. „Erik Weispfennig hat schon erste Kontakte und Gespräche mit Fahrern geführt. Allerdings werden die Fahrer immer erst im 4. Quartal eines Jahres verpflichtet“,

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zwölf Profi-Teams haben wir noch Sprinter, U23-Rennen und Frauen-Rennen im Programm.“ Das Aufeinandertreffen von deutscher und internationaler Sprint-Elite soll gerade im olympischen Jahr von besonderem Reiz sein, zumal die deutschen Sprinter von den Weltmeisterschaften der letzten Jahre regelmäßig mit Medaillen nach Hause gekommen sind.

Mischung aus Sport, Spaß, Show und Unterhaltung. Hier will der neuen Veranstalter viele neue Akzente setzen, jüngeres Publikum ansprechen, dass die Bremer Sixdays für sich noch gar nicht entdeckt hat. „Zum jetzigen Zeitpunkt möchten wir noch nicht zu viel verraten, da wir noch in Gesprächen mit diversen Bands, Interpreten und DJs stecken“, er-

Für alle Bereiche der Hallen 2,3 und 4 wird zudem an einer neuen Visualisierung der jeweiligen Angebote gearbeitet. Unterschiedliche Beleuchtungskonzepte sollen die Besucher überraschen. Mit speziellem Lichtkonzept und der dazugehörigen Musikdramaturgie wird das Publikum auch direkt in der Arena mehr als sonst auf die Sportler fokussiert. „Die Ausrichtung des 6-TageRennens ist eine Aufgabe, der wir uns alle gerne stellen“, freut sich Bührmann. „Durch die Organisation diverser Party- und Festivalveranstaltungen im In- und Ausland verfügen wir über das nötige Know-How, um der Veranstaltung ein neues, jüngeres Gesicht zu geben. Die größte Herausforderung sehen wir darin, die Balance zwischen Tradition und Neuausrichtung zu halten.“

Lang, lang ist’s her… Hätten Sie gewusst, dass das erste 6-Tage-Rennen ist Bremen bereits im Januar 1910 stattgefunden hat? Nein? Das ist nicht schlimm. Danach gab es auch eine ziemlich lange Pause. Das zweite Bremer 6-Tage-Rennen wurde erst 1965 ausgetragen. Da kann einem das erste Datum schon mal verloren gehen! 1910 fand das Rennen in den Festsälen der Gaststätte „Schützenhof“ statt. Übrigens im November und nicht wie heute im Januar. Dort hatten die Veranstalter eine 95,6 Meter lange Bahn eingebaut, deren Kurvenerhöhung 43 Grad betrug und die Bretter waren quer verlegt. Das hat ihr den Spitznamen „Nudeltopf“ eingebracht. Zum Vergleich: Die Bremer Bahn ist heute mit 166,6 Metern eine der kleinsten, aber

mit einer Kurvenerhöhung von 58 Grad auch eine der steilsten 6-Tage-RennenBahnen. Damals ging es noch recht kuschelig zu – nur 4000 Zuschauer fanden Platz im Schützenhof. Auch die Preisgelder waren nicht allzu üppig. Die 16 Fahrer bekamen für jeden Tag 90 Mark. Oder besser: Sie hätten 90 Mark bekommen, wenn nicht der Kassierer mit den Eintrittsgelder durchgebrannt wäre. So war es dann etwas weniger. Sieger des ersten Bremen 6-Tage-Rennens sind der Hannoveraner Weltmeister Willy Arend und der Berliner Eugen Stabe. Dann gab es eine 55-jährige 6-TageRennen-Pause. Weiter ging es erst im Jahr 1965. Veranstalter Willi Röper erweckte die Sixdays wieder zum Leben. Seitdem finden sie jedes

Jahr im Januar statt – ohne Unterbrechung. Zuerst feierten die Radsport-Begeisterten in der gerade neu gebauten Stadthalle Bremen. Dann fünf Jahre im AWD-Dome Bremen und jetzt in der Bremen Arena – aber immer am selben Ort. So geht das 6-Tage-Rennen im Jahr 2012 in seine 48. Runde. Die ersten Sieger 1965 waren der Belgier Rik Van Steenbergen und der Däne Palle Lykke. 1966 gab es den ersten deutschen Sieg: Rudi Altig und Dieter Kemper gewannen das Rennen. Rekordsieger ist der Niederländer René Pijnen mit insgesamt sieben Siegen. Ihm folgen mit jeweils sechs Siegen der gebürtige Bremer Andreas Kappes und der Schweizer Bruno Risi.

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Interview

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„Ohne uns gäbe es viele erfolgreiche Unternehmen in Bremen gar nicht“

Die Bürgschaftsbank Bremen bekennt sich als Risikopartner klar zum Bremer Mittelstand. Gute Geschäftsideen oder Erfolg versprechende Pläne müssen nicht an fehlenden Sicherheiten scheitern!. Die Förderinstitution übernimmt Bürgschaften für kleine und mittelständische Unternehmen und macht so Investitionen jeglicher Art aber auch Betriebsmittelfinanzierungen möglich. Im Interview mit der Wirtschaftszeitung erklärt Sabine Brenn, warum die Bürgschaftsbank in der Mittelstandsförderung eine große Rolle spielt. Was sind die Aufgaben der die Bürgschaftsbank Bremen Bürgschaftsbank? alle wirtschaftlich tragfähigen und Erfolg verspreSabine Brenn: Die Bürg- chenden Vorhaben und zwar schaftsbank ist eine Selbst- ohne Branchenausschluss. hilfeeinrichtung der Bremer Dazu zählt auch der kleine Wirtschaft. Ihre Aufgabe Handwerksbetrieb. Das Anbesteht darin, Existenzgrün- trag stellende Unternehmen der, mittelständische Unter- muss jedoch die Voraussetnehmen sowie Angehörige zungen der KMU-Bestimso genannter Freier Berufe mungen erfüllen und den durch die Übernahme von Firmensitz im Lande BreAusfallbürgschaften und Be- men angemeldet haben. Eine teiligungsgarantien zu för- Förderung ist auch möglich, dern, wenn sie selbst keine wenn das noch nicht der Fall ausreichenden Sicherheiten ist, die Investitionen aber in vorweisen können, um die Bremen geplant sind. GrundBank zu überzeugen ihr Vor- voraussetzung ist jedoch die haben zu finanzieren. grundsätzliche Finanzierungsbereitschaft eines KreWer steht hinter der Bürg- ditinstituts oder der Bremer schaftsbank? Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH für den Sabine Brenn: Die Bank wird Fall, dass das Unternehmen im Wesentlichen getragen Beteiligungskapital benötigt. von den bremischen Kreditinstituten getragen, der Bre- Gibt es Ausschlusskriterien mer Aufbau-Bank GmbH, für eine Förderung? den Handels- und Handwerkskammern sowie von Sabine Brenn: Wir unterFachverbänden verschie- stützen keine Sanierungen denster Wirtschaftszweige. oder Kredite, mit eine LaufBund und Land unterstützen zeit von weniger als einem die Fördertätigkeit der Bürg- Jahr. schaftsbank durch Gewährung von Rückbürgschaften Welcher besondere Nutzen und -garantien. ergibt sich aus Ihrem Angebot für den Mittelstand? Unter welchen Voraussetzungen vergeben Sie eine Sabine Brenn: Die BürgBürgschaft? schaftsbank ist ein zuverSabine Brenn: Als Wirt- lässiger Risikopartner für schaftsförderer unterstützt kleine und mittelständi-

sche Unternehmen. Durch die Übernahme von Ausfallbürgschaften, kommen auch Finanzierungsvorhaben zu Stande, die ohne die Bürgschaftsbank sehr wahrscheinlich gescheitert wären. So werden unter anderem Existenzgründungen, Unternehmensnachfolgen, Investitionen aller Art, Betriebsverlagerungen oder Wachstumsfinanzierungen ermöglicht. Es werden Kredite bis maximal 80 Prozent verbürgt. Die Bürgschaftshöchstgrenze pro Einzelengagement beträgt dabei ab sofort 1 Million Euro. Und was kostet Ihr Angebot den Unternehmer? Sabine Brenn: Wir verstehen uns als Dienstleister des Bremer Mittelstandes und sind selbstverständlich auch gehalten, uns selbst zu finanzieren. Für die Übernahme einer Bürgschaft berechnen wir daher eine Avalprovision und ein Bearbeitungsentgelt. Beides richtet sich nach der Höhe des Kreditbetrages. Aber: Dafür stellen wir der Bank werthaltige Sicherheiten zur Verfügung, wodurch sich die Kreditkonditionen deutlich verbessern. Die Kosten, die der Unterneh-

mer so bei seiner Hausbank einspart, egalisieren in der Regel die Kosten für die Bürgschaft. Welche Rolle schreiben Sie der Bürgschaftsbank für den Bremer Mittelstand zu? Sabine Brenn: Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 haben wir ein Kreditvolumen von ca. 30 Million Euro durch Bürgschaften in Höhe von 17,5 Million Euro besichert. Damit haben wir die Umsetzung eines Gesamtfinanzierungsvolumens von ca. 50 Mio. Euro ermöglicht. Für die kleinen und mittelständischen Unternehmen ist das eine durchaus erfreuliche Bilanz. Aus meiner Sicht ist die Bürgschaftsbank Bremen ein wichtiger Baustein in der Bremer Mittelstandsförderung. So tragen wir dazu bei, Unternehmen am Standort Bremen zu halten oder sie für das Bundesland Bremen zu gewinnen. Das sichert bzw. schafft Arbeitsplätze und erhöht die Steuereinnahmen des Landes. Letztlich wirkt sich unsere Arbeit also nicht nur auf den Mittelstand, sondern auch auf das Land Bremen insgesamt positiv aus.

Zur Person:

Sabine Brenn, seit 1999 Geschäftsführerin der Bürgschaftsbank Bremen GmbH , hauptverantwortlich für das Bürgschafts- und Garantiegeschäft

Die Bürgschaftsbank Bremen GmbH ist Mitglied im Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e.V. Die 18 Bürgschaftsbanken und Beteiligungsgarantiegesellschaften in den einzelnen Bundesländern sind im Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e.V. (VDB) zusammengeschlossen.

am 20./21.06.2011 wurde der Vorstand des Verbandes neu gewählt. Vorsitzender ist nun Dr. Stefan Papirow; Geschäftsführer ist Herr Stephan Jansen.

2010 sicherten die deutschen Bürgschaftsbanken rd. 8.000 Finanzierungsvorhaben ab. Das übernommene Bürgschafts- und Garantievolumen lag bei rund 1,3 Mrd. Euro. Damit wurden Kredite und Beteiligungen bei über 1,8 Mrd. Euro abgesichert. Bei über einem Drittel der begleiteten Projekte war ein Schwerpunkt der Förderung die Finanzierung von Existenzgründungen und Der VDB ist Mitglied im Übernahmen. Für alle BürgEuropäischen Verband der schaftsbanken war es ein ReBürgschaftsbanken „AECM“ kordjahr. und vertritt auch die Interessen seiner Mitglieder auf EU- Webinfo: Ebene. Im Rahmen der letz- www.vdb-info.de ten Mitgliederversammlung Der VDB nimmt die Interessenvertretung der deutschen Bürgschaftsbanken gegenüber der Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit wahr. Politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit werden über den gesamtwirtschaftlichen Nutzen der Bürgschaftsbanken und des deutschen Bürgschaftssystems informiert.

Bürgschaftsbanken in der Region: Bürgschaftsbank Bremen GmbH Langenstraße 6-8 - 28195 Bremen Telefon 0421-3352-33 Fax 0421-3352-355 www.buergschaftsbank-bremen.de Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH Hildesheimer Straße 6 - 30169 Hannover Telefon 0511-3370-50 Fax 0511-3370-555 www.nbb-hannover.de

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Bremen

Willenbrock Fördertechnik:

Nils Herrmann verstärkt Geschäftsführung

Bremen (JSL). Die deutsche denen Führungspositionen Logistikkonjunktur zeigt im In- und Ausland tätig, sich in sehr kräftiger Verfas- zuletzt mehrere Jahre als sung und rechnet mit einem Rekordjahr. Auch der Bremer Vertragshändler Willenbrock Fördertechnik will in den kommenden Jahren profitabel und fokussiert wachsen. Das Unternehmen verstärkte daher im Juni seine Geschäftsführung durch Nils Herrmann. Der 38-jährige Diplom-Kaufmann zeichnet ab sofort für die Bereiche Vertrieb, Marketing, Einkauf und Mergers & Acquisitions verantwortlich. Nils Herrmann, neuer Willenbrock-Geschäftsführer Nach seinem Wirtschaftsstudium in Deutschland und den Vereinigten Staaten war Geschäftsführer eines HeNils Herrmann in verschie- likopter-Serviceunterneh-

mens, das für internationale Öl- und Gasfirmen und Forschungsunternehmen tätig ist. Lutz H. Peper, Geschäftsführender Gesellschafter und Mehrheitseigner von Willenbrock, konzentriert sich verstärkt auf die Bereiche Finanzen, Controlling und Aftersales. „Nils Herrmann bringt seinen hohen Erfahrungsschatz in Strategie, Marketing und Vertrieb in unser Unternehmen ein. Als Doppelspitze in der Geschäftsführung werden wir unsere Marktposition als Intralogistik-Dienstleister weiter ausbauen“, so Peper.

EADS-Chef schlägt Änderung der Unternehmensstruktur vor Paris (dapd). Der Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern European Aeronautic Defence & Space (EADS) hat Änderungen der Unternehmensstruktur vorgeschlagen. Diese sollen den Großaktionären erlauben, ihre Beteiligungen zu reduzieren, bei gleichzeitiger Gewährleistung der nationalen Beteiligungsgleichgewichte. Zugleich würde das Unternehmen durch die neue Struktur für Investoren attraktiver und sicherer vor einer feindlichen Übernahme, sagte Konzernchef Louis Gallois in einem Interview mit der Nachrichtenagen-

tur Dow Jones Newswires. Hintergrund sind Bestrebungen der Kernaktionäre Lagardere und Daimler, ihre Beteiligungen von jeweils 22,45 Prozent zu reduzieren. Aus Sicht der beiden Unternehmen binden die Beteiligungen zu viel Kapital, nur um das Unternehmen vor feindlichen Übernahmen zu schützen. Die EADS-Tochter Airbus hatte kurz vor Beginn der Pariser Luftverkehrsschau die Auslieferung der Kurz- und Langversion ihres Modells A350 um zwei Jahre verschoben. Während die Grundversion A350-900 nach wie vor ab Ende 2013 ausge-

Außenhandel in Bremen expandiert mit Schwung Bremen (JSL). Die Außenhandelsbilanz des Landes Bremen schloss im ersten Quartal 2011 mit einem Überschuss von mehr als 200 Million Euro ab. In diesem Zeitraum wurden Waren im Wert von mehr als sieben Milliarden Euro im- und exportiert. Der Import in Höhe von 3,4 Milliarden Euro stieg gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres um mehr als ein Viertel (+25,7 Prozent). Bei den Ausfuhren ergab sich im ersten Quartal ein Anstieg um 9,4 Prozent auf knapp 3,7 Milliarden Euro. Die weiterhin anziehende Nachfrage beschleunigte sich in fast allen Wirtschaftsräumen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die bremischen Industriebetriebe sowie die hiesigen Handelsfirmen ihre Importe

Der eingesessene Bremer Betrieb ist seit dem Jahr 1961 Mitglied der Landesinnung Bremen und Nord-WestNiedersachsen und seit 2004

als Mitglied der VGR-Gruppe Bestandteil eines bundesweit tätigen Dienstleisters. Die Gebäudereinigung Jaffke beschäftigt 400 Mitarbeiter und ist vorwiegend im Bereich der Unterhaltsreinigung tätig. Erfolgreich bietet der Betrieb jedoch auch Sonder- und Krankenhaus-reini-

1,6 Prozent bzw. 1,1 Prozent des Gesamtvolumens. Auch auf der Importseite stellten die europäischen Länder die stärksten Handelspartner für das Land Bremen dar. Mit einem Anteil von 58,6 Prozent einem Wert von knapp 2 Milliarden Euro wurden hier in den ersten drei Monaten mehr als die Hälfte aller Importe mit unseren Nachbarländern abgewickelt. Knapp ein Fünftel der Einfuhren, nämlich Warenlieferungen im Wert von 666 Million Euro kamen aus Asien, gefolgt von Amerika mit 612 Million Euro (Anteil: 18 Prozent). Der afrikanische Kontinent sowie Australien spielten mit einem Anteil an den Gesamtimporten von 3,4 Prozent bzw. 0,6 Prozent nur eine untergeordnete Rolle.

Dentaltrade mit „TÜV Service tested“ zertifiziert TÜV Saarland hat den Bremer Zahnersatzanbieter mit der Note 1,6 ausgezeichnet Bremen (JSL). Dentaltrade, Hersteller von Zahnersatz aus internationaler Produktion, wurde jetzt mit dem TÜV Service tested Zertifikat Louis Gallois - Chief Executive ausgezeichnet. Im Rahmen Officer von EADS (Foto:EADS) einer repräsentativen Umfrage des TÜV Saarland gab es ein überdurchschnittlich liefert werden soll, werde die gutes Feedback von KunLangversion nun erst Mitte denseite und die Note 1,6. 2017 zur Verfügung stehen, teilte das Unternehmen mit. „Neben einer hervorragenden Qualität und fairen Preisen ist eine hohe Serviceorientierung seit jeher fester Bestandteil der dentaltrade Firmenphilosophie“, erklären Insa Dörffer und Müşerref Stöckemann, Prokuristinnen bei dentaltrade. Im Rahmen des dentaltrade Full-Service-Plus Konzepgungen an. tes wurde die Kundenzufriedenheit durch den TÜV Landesinnungsmeister Saarland getestet und bestäWolfgang Kruse überbrachte tigt. dem Betriebsleiter Andreas Kück die Glückwünsche der Messlatte für erfolgreiche Landesinnung und überZertifizierung liegt hoch reichte die Jubiläumsurkunde in den Betriebsräumen „Wir haben uns bewusst für der Fimra Jaffke. dieses anspruchsvolle Verfahren durch eine renommierte Institution wie den TÜV Saarland entschieden. Das Ergebnis ist damit ein echter Indikator für unsere Serviceleistungen“, unterstreichen Dörffer und Stöckemann. So haben die TÜV-Experten Zahnärzte, die mit dentaltrade kooperieren gebeten, die erbrachten Leistungen in puncto Service, Qualität und PreisLeistungsverhältnis zu bewerten. Dabei liegt die Mess-

Jaffke GmbH feiert 50-jähriges Betriebsjubiläum Die Gebäudereinigung Jaffke in der Utbremer Strasse in Bremen-Walle feierte jüngst das 50 Jährige Bestehen.

bzw. Exporte weiter steigern. Besonders kräftig war die Zunahme des Absatzes von Kraftfahrzeugen in die amerikanischen, ostasiatischen und arabischen Länder. In der Unterteilung nach Kontinenten wurden knapp 2,4 Milliarden Euro (Gesamtanteil 65,5 Prozent) in den europäischen Raum exportiert, (wobei die EU-Länder einen Anteil von 58,8 Prozent ausmachten), gefolgt von Amerika. Dorthin wurden Waren im Wert von 0,6 Milliarden Euro (Gesamtanteil von 16,2 Prozent) ausgeführt. Die Exporte nach Asien beliefen sich ebenfalls auf knapp 0,6 Milliarden Euro und erreichten damit einen Anteil von 15,6 Prozent. Die Ausfuhren nach Afrika und Australien lagen mit 58,6 Million Euro und 39,2 Million Euro bei

latte hoch: Nur bei einer entsprechend guten Note verleiht der TÜV das begehrte Zertifikat. Folgende Leistungen müssen hierfür erbracht werden: Bei der Gesamtzufriedenheit muss ein Durchschnittswert von 2,25 erreicht werden. Zudem definieren die Kunden, welche Kriterien für die Bewertung am wichtigsten sind. Um das Zertifikat zu erhalten, ist auch hier ein Durchschnitt von 2,25 nötig. Sehr gute Bewertungen in zahlreichen Einzelkategorien „Wir sind mit einem sehr ehrgeizigen Ziel in die Zertifizierung gegangen“, betont Dörffer, „daher freuen wir uns, dass unser Engagement von unseren Kunden honoriert wird und wir bereits bei der Erstzertifizierung ein Spitzenergebnis erreicht haben. Auch im Branchenvergleich setzen wir Maßstäbe.“ So erzielte dentaltrade in zahlreichen Kategorien sehr gute Ergebnisse – so etwa beim PreisLeistungsverhältnis (1,33), der Schnelligkeit der Kostenvoranschläge (1,24), den Garantieleistungen (1,35) sowie bei der Freundlichkeit der Mitarbeiter (1,31). 97,8 Prozent der befragten Zahnärzte würden dentaltrade weiterempfehlen

Extra-Lob: „dentaltrade hat ein super Ergebnis erreicht, bei dem sich derzeit keinerlei Schwächen zeigen. Das wird auch durch die hohe Wiederkauf- und Empfehlungsbereitschaft der Befragten unterstrichen“, sagt Thomas Fischmann, Leiter TÜV Service Certification. So würden 97,8 Prozent der befragten Zahnärzte, die mit dentaltrade zusammenarbeiten das Unternehmen weiterempfehlen. „Das Ergebnis betrachten wir als Bestätigung und Ansporn zugleich. Unsere Kunden werden wir auch künftig mit bestem Service begeistern“, so Stöckemann. dentaltrade zählt zu den drei führenden Herstellern von Qualitäts-Zahnersatz aus dem Ausland. Im Jahr 2002 von den beiden Geschäftsführern Sven-Uwe Spies und Wolfgang Schultheiss gegründet, bietet das Bremer Unternehmen allen Patienten hochwertigen Zahnersatz zu fairen Preisen. dentaltrade verfügt über ein eigenes Meisterlabor in China und nutzt die dort günstigeren Produktionsbedingungen ohne Qualitätseinbußen. Das eigene Meisterlabor und der dentaltrade Firmenstammsitz sind TÜV-zertifiziert nach EN ISO 13485:2003 + AC 2007. Alle Produkte durchlaufen zudem strenge Kontrollen durch deutsche Zahntechniker und Zahntechnikermeister.

Übrigens: Vonseiten des Webinfo: TÜV Saarland gab es ein www.dentaltrade.de

Erfolgreiche Neuansiedlungen in Bremen - 280 neue Arbeitsplätze Bremen (JSL). Seit Jahresbeginn haben sich 16 nationale und internationale Firmen in Bremen angesiedelt. Das teilte die Wirtschaftsförderung Die Landesinnung Bremen und Nord-West-Niedersachsen des Gebäudereini- Bremen (Wfb) mit. „Neben ger-Handwerks wünscht ihrem Innungsmitglied für die weiteren Jahre Alles Gute. den bereits erfolgten AnFoto: Kreishandwerkerschaft siedlungen haben wir noch wirtschaftszeitung für bremen und umgebung

eine ganze Reihe interessierter Firmen in der Pipeline“, kommentiert Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB, die erfolgreichen Neuansiedlungen. „Wir stehen im intensiven Kontakt mit diesen, um

auch ihnen alle Möglichkeiten aufzuzeigen, ihren Firmensitz in die Hansestadt zu verlegen. „Wir helfen Firmen beim Umzug in den Stadtstaat behilflich zu sein.

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Bremen

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Wirtschaftsempfang der Bremer Handelskammer

Schulterschluss gelungen: „Metropolregion ist ein voller Erfolg“ (JSL) Gut 460 Gäste aus Wirtschaft und Politik waren am 23. Juni der Einladung der Bremer Handelskammer zum vierten Wirtschaftsempfang gefolgt. Geladen waren die Mitglieder der Handelskammer, also die Unternehmer im Lande Bremen, ebenso wie einige Geschäftsleute aus der Metropolregion. Mit dem Bremer Wirtschaftsempfang will die Handelskammer einen Beitrag zur weiteren Vernetzung der Wirtschaft in der Region leisten und dies zeigte sich schon während des ersten Redebeitrags. So erklärte der Präses der Handelskammer Bremen, Otto Lamotte: „Nichts hat bislang so intensiv zum Zusammenwachsen des Nordwestens

beigetragen wie die Gründung der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Jahre 2006.“ Die Wirtschaftsbeziehungen machten schon lange nicht mehr halt an den Grenzen der Bundesländer Bremen und Niedersachsen, so Lamotte weiter. „Wir haben vielmehr erkannt, dass die starken Branchen in unserer Region noch mehr Erfolg haben, wenn sie in sogenannten Clustern strukturiert sind und gemeinsam auftreten.“ Diese Entwicklung sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die heimische Wirtschaft so intensiv eingebunden ist wie in keiner anderen deutschen Metropolregion. „Aus Sicht der bremischen Wirtschaft kann ich mit voller Über-

In seiner Rede vor 460 geladenen Gästen lobte Ministerpräsident McAllister die Zusammenarbeit in der Metropolregion (Foto: Handelskammer Bremen)

zeugung sagen: Dieses Modell ist gelungen. Und mehr noch: Es sollte Vorbildcharakter für weitere Formen der Kooperation haben“, sagte Präses Lamotte. Auch der Bremer Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung der Region. Bremen sei ein wichtiger Industriestandort, der seine Stärken in den Bereichen Luft- und Raumfahrt und Hafen gut nutze. Zudem sei es gut und richtig gewesen sich frühzeitig auf erneuerbare Energien einzustellen. So stelle Bremen und die gesamte Region jetzt ein Potenzial, das als Motor für die gesamte Norddeutsche Küste diene, so Günthner. Die Themen der nächsten vier Jahr seien die stärkere Verzahnung von Wirtschaft und Arbeit und der Fachkräftemangel. Außerdem soll weiter in den Ausbau der Häfen investiert werden, damit Bremen und Niedersachsen gemeinsam am Markt bestehen können. Als Gastredner war der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister geladen, der sich zunächst freundlich für die Einreisegenehmigung bedankte. McAllister lobte den regi-

Weitere Erhöhung der Standortkosten wäre schädlich für Bremens Sanierungsbemühungen Bremen (JSL). Die Handelskammer warnt die Koalitionspartner ausdrücklich vor einer weiteren Erhöhung der Standortkosten. Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger sagte: „Im regionalen Standortwettbewerb darf Bremen nicht ins Hintertreffen geraten. Dies könnte zu einer Abwanderungsspirale von Unternehmen ins Umland führen und damit zu einer Schwächung des Wirtschaftsstandortes Bremen.“ Insbesondere die Prüfung einer weiteren Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes, die aktuell in den Koaliti-

onsverhandlungen erwogen wird, sieht die Handelskammer höchst kritisch. Dadurch würde das ohnehin bestehende Gefälle der Gewerbesteuerhebesätze zwischen Bremen und den Umlandgemeinden weiter verschärft. Dr. Fonger: „Durch einen Abwanderungssog wären nicht nur Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze, sondern wäre auf Dauer auch die Finanzkraft des Landes Bremen insgesamt gefährdet.“ Als Referenzmaßstab für mögliche Steuererhöhung ausschließlich deutsche Großstädte heranzuziehen sei verfehlt, heißt es aus der

Handelskammer. Fonger hierzu: „Hauptkonkurrenten im Ansiedlungswettbewerb sind eindeutig die Umlandgemeinden. Daher muss der bremische Gewerbesteuerhebesatz mit den Hebesätzen im Bremer Umland in Bezug gestellt werden. Und hier besteht bereits ein erhebliches Ungleichgewicht zu ungunsten Bremens.“In der Frage der Standortkosten sei die Grenze erreicht. „Weitere Mehrbelastungen sind schädlich für die Wettbewerbsfähigkeit der bremischen Unternehmen“, so Fonger.

onalen Schulterschluss als vorbildlich für andere Regionen und zeigte sich breit, die Zusammenarbeit auch langfristig zu vertiefen. Der Respekt vor der jahrhundertealten Tradition der Hansestadt verbiete es jedoch, die Debatte um den Zusammenschluss Bremens und Niedersachsen erneut anzustoßen. „Liebe Deinen Nachbarn, aber reiße den Zaun nicht ein“, sagte der

(JSL) Auch 2011 sollen Deutschlands beste Ausbilder ausgezeichnet werden: Bis Ende Juli können sich Unternehmen und Initiativen bewerben, die Jugendliche in besonderer Weise auf dem Weg ins Berufsleben unterstützen und die deshalb die Auszeichnung „Ausbildungs-Ass 2011“ verdienen.

den Fachkräftemangel sowie auf den gestiegenen Bedarf an Qualifizierungen mit überprüfbaren und standardisierten Abschlüssen.

schutzbeauftragte in kleineren Unternehmen, Fachkraft für Gesundheits- und Sozialdienstleistungen, Innovationsmanager/in.

Im Herbst 2011 wird die wisoak zudem sechs neue berufsbegleitende Lehrgänge in einem mittellangen Format anbieten. Sie dauern je nach Curriculum zwischen 3 und 6 Monate und schließen jeweils mit einem bundesweit geregelten Zertifikat der Industrieund Handelskammern ab („IHK-Zertifikatslehrgang“). Beispiele u.a.: Datenschutzqualifikation für Daten-

Das Angebot umfasst über 800 Seminare und Kurse. Die Veranstaltungen können unter www.wisoak.de auch online eingesehen werden. Die Printausgaben Veranstaltungspläne stehen dort als PDFs zum Download bereit oder können unter folgender Telefonnummer beziehungsweise E-Mail-Adresse bestellt werden: Telefon: 0421 / 4499 – 5, E-Mail: info@ wisoak.de

Bewerben können sich Unternehmen und Handwerksbetriebe, die sich in hohem Maße für die Ausbildung einsetzen, sowie Schulen und Institutionen in Deutschland, die an außer-, überbetrieblichen oder schulischen Initiativen mitwirken. Die Preise werden in den Kategorien „Industrie, Handel, Dienstleistungen“, „Handwerk“ und „Ausbildungsinitiativen“ vergeben.

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Ministerpräsident und erntete dafür großen Beifall. Ein klare Absage erteilte Mc Allister den geplanten Steuersenkungen der Bundesregierung. Von den Ländern werde erwartet mehr Geld in Bildung und den Ausbau der Infrastruktur zu stecken sowie den Haushalt zu sanieren. Gleichzeitig kürze man aber schon wieder die Einnahmen. „Es fehlt mir die Fantasie, wie die Bundeslän-

der weitere Einkommenseinbußen verkraften sollen“, sagte McAllister. Zum Ende seiner Rede gab McAllister noch das Ja-Wort. Ja zur Weservertiefung. Nach elfjähriger Debatte werde seine Regierung den Weg frei machen, um so die Voraussetzungen zu schaffen, unter denen die Häfen Bremens und Niedersachsens im internationalen Wettbewerb bestehen können.

Wirtschaftsjunioren suchen Deutschlands beste Ausbilder

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) und die Junioren des Handwerks schreiben den Wettbewerb in diesem Jahr bereits zum 15. Mal aus. Die Bewertungskriterien für den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Preis sind unter anderem die Anzahl und Qualität von zukunftssicheren Ausbildungsplätzen, die Kreativität der Ausbildungsmethoden, der persönliche Einsatz sowie die Effizienz des Engagements.

Mit Weiterbildung dem Fachkräftemangel begegnen wisoak-Programme für den Herbst 2011 erschienen Bremen (JSL). Die wisoak (Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen) hat ihre neuen Veranstaltungspläne für den Herbst 2011 vorgelegt. Im Bereich der Beruflichen Bildung umfasst das Programm eine Reihe von bewährten berufsbegleitenden Fortbildungen mit bundesweit anerkannten staatlichen oder IHK-Abschlüssen sowie viele aktuelle Kurse zu Betriebswirtschaft, Schlüsselkompetenzen und EDV. Darüber hinaus enthält es eine ganze Reihe von Neuerungen. Damit reagiert die wisoak auf den zunehmen-

Präses Otto Lamotte und Matthias Fonger (beide Handelskammer) begrüßten den Niedersächsischen Ministerpräsident David McAllister (in der Mitte) auf der Flugbahn vor dem Lufthansa Hangar (Foto: Handelskammer Bremen)

In diesen drei Kategorien erhalten die Erstplatzierten jeweils 2.500 Euro, für Rang zwei gibt es 1.500 und auf Platz drei 1.000 Euro. Die Ausschreibungsun-

terlagen und Informationen über den Wettbewerb 2011 gibt es unter www.ausbildungsass.de

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Bremen

Beluga-Insolvenz schwächt Bremer Schifffahrt Bremen (dapd). Das Amtsgericht Bremen hat nun das Insolvenzverfahren über das Vermögen der BelugaReederei und anderer Unternehmen der Gruppe eröffnet. Damit schloss sich das Gericht der Empfehlung des vorläufigen Insolvenzverwalters Edgar Grönda an, wie dessen Kanzlei am Mittwoch in Bremen mitteilte. Das Schwergutreederei-Geschäft soll mit zunächst 17 Schiffen und 70 Mitarbeitern von der vom Beluga-Gesellschafter Oaktree gegründeten Gesellschaft Hansa Heavy Lift (HHL) fortgesetzt werden. „Damit ist eine Basis geschaffen für den langfristigen Erhalt von qualifizierten Reederei-Arbeitsplätzen mit der guten Chance einer mittelfristig auf 23 Schiffe wach-

senden Schwergut-Flotte am Krimi ein echtes Desaster. Schifffahrtstandort Bremen“, „Vor allem in Bezug auf die sagte Grönda. Schiffszahl war der Wegfall dieser großen Reederei Von der Insolvenz ist nur eine Schwächung für den ein Teil des weit verzweig- Standort“, erklärte Thorsten ten Firmenimperiums von Mackenthun, Vorsitzer des Ex-Beluga-Chef Nils Stol- Bremer Rhedervereins anberg betroffen. Gegen Stolberg und andere Führungskräfte ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Betrugs in besonders läßlich der Pressekonfrenz schwerem Fall und unrich- zur Jahresbilanz 2010/2011. tiger Darstellung. Sie sollen Wurden Anfang des Jahres Umsatzerlöse im dreistelli- noch 430 Schiffe in Bremen gen Millionenbereich falsch bereedert, waren es nach ausgewiesen und so Kapi- dem Beluga-Aus im März talgeber getäuscht haben. nur noch um die 380 Schiffe. Die neu gegründete Reederei Für den Schifffahrtsstand- Hansa Heavy Lift hat bereits ort Bremen war der Beluga- den Betrieb aufgenommen.

70 Mitarbeiter steuern eine Flotte von 17 Schiffen. Was das dem Standort Bremen bringt ist jedoch noch ungewiss. Bisher zeigt der ehemalige Beluga-Gesellschafter

Die Frachtraten haben seit Sommer letzten Jahres in vielen Teilmärkten zumindest wieder ein auskömmliches Niveau erreicht, so dass die Reedereien die Zinsen und die Tilgung der SchiffskrediOaktree kein Interesse dem te wieder bezahlen können. Dennoch ist die Erlössituation in vielen Teilmärkten nach wie vor unbefriedigend. Da die Liquidität vieler Einschiffsgesellschaften in den Jahren 2009 und 2010 stark beansprucht wurde, ist für eine Reihe von Schiffen das Jahr 2011 entscheidend dafür, ob sie zurück in alte Stärke fahren können.

„Beluga-Krimi war ein echtes Desaster für die Bremer Schifffahrt“ Bremer Rhederverein beizutreten. Und nach wie vor wird gemunkelt, HHL bereite schon den Umzug nach Hamburg vor. Trotzdem ist für die Bremer Reeder Land in Sicht: Die schwerste Schifffahrtskrise der Nachkriegszeit im Jahr 2009 ist weitgehend überwunden.

Das Amtsgericht hat vier Anwälte der Kanzlei Schultze & Braun,Bremen damit betraut die Insolvenz der 12 betroffenen BelugaUnternehmen zu verwalten: Beluga Shipping GmbH, Beluga Chartering GmbH, Beluga Fleet Management GmbH & Co. KG, Beluga Marine Service GmbH & Co. KG, Beluga Sea Academy , Beluga Travel Lounge GmbH , Beluga Offshore Crewing GmbH, Teerhof 2. Projektentwicklungs GmbH (Beluga Verwaltungsgebäude). sowie der Beluga College gGmbH, Elsflether Zentrum für Maritime Forschung GmbH, Cruisliner GmbH & Co. KG sowie der Building & Projekt GmbH.

Molkereigigant Deutsches Milchkontor will noch größer werden: Chinesischer Markt im Visier Bremen (dapd-nrd), von Janet Binder.

verbreite sich das westliche te dürfen wir nicht unseren sagte der Geschäftsführer neue Märkte erschlossen Konsumverhalten und auch Konkurrenten überlassen.“ Vertrieb, Rolf Janshen. Auch werden. „Wir wollen mit undie Kaufkraft steige. Viele Bis Ende des Jahres werde Afrika biete einen interes- serem guten Image ‚Made Der aus der Fusion von Drittländer seien nicht in der in China eine Niederlassung santen Markt. In Russland in Germany‘ gute Absätze Nordmilch und Humana hervorgegangene Molkereigigant Deutsches Milchkontor (DMK) will weiter wachsen. Weitere Zusammenschlüsse und Zukäufe seien geplant, sagte der Sprecher der Geschäftsführung des größten deutschen Molkereiunternehmens, Josef Schwaiger, am Montag in Bremen. Im Fokus stünden auch ausländische Unternehmen. In zwei bis drei Jahren könnte die zu verarbeitende Milchmenge von derzeit 6,8 Milliarden Kilogramm auf eine zweistellige Milliardenhöhe steigen. Zudem will DMK seine Marken wie Milram und Humana verstärkt außerhalb Europas auf den Markt bringen. Der Geschaeftsfuehrer Finanzen der Deutschen Milchkontor GmbH (DMK), Volkmar Taucher (v.l.), DMK-Geschaeftsfuehrer Josef Die Nachfrage nach Pro- Schwaiger, sowie der Geschaeftsfuehrer Vertrieb des Unternehmens, Rolf Janshen, posieren am Rande der DMK-Bilanzpressekonferenz (Foto: Focke Strangmann/dapd) dukten wie Quark und But- in Bremen. ter stagniere in Deutschland und Europa in den vergange- Lage, ihren Bedarf an Milch- gegründet, um den Kontakt sei das Unternehmen bereits generieren“, sagte Janshen. nen Jahren, sagte Schwaiger. produkten durch eigene zum dortigen Handel vor- seit Jahren insbesondere mit Im Bereich Milch, Joghurt Dagegen steige die Nachfra- Herstellung zu decken, sag- anzutreiben. „Die Chancen Käseprodukten gut aufstellt. und Quark will DMK in Euge außerhalb Europas. Dort te Schwaiger. „Diese Märk- sind größer als die Risiken“, Aber auch in Europa sollen ropa Marktführer werden.

Dagegen sei in Deutschland wegen des scharfen Wettbewerbs nur ein moderates Wachstum möglich. Die genossenschaftlich organisierten Milchverarbeiter Nordmilch aus Bremen und Humana Milchindustrie aus dem Münsterland waren Anfang April zu einem Unternehmen mit einem Umsatz von vier Milliarden Euro verschmolzen. Die Fusion sei notwendig gewesen, um die Geschäfte internationalisieren zu können, sagte Schwaiger. Zudem rechne er durch Synergieeffekte mit Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe im ersten Jahr. Auch Personal werde weiter abgebaut. DMK mit seinen knapp 5.700 Mitarbeitern wird von über 11.000 Milcherzeugern beliefert. Schwaiger rechnet für die Verbraucher mit stabilen Preisen bei Joghurt, Quark und Käse. Höchstens die Butterpreise könnten bis zum Jahresende leicht anziehen.

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Bremen

b2d BusinessLife war branchenübergreifend, innovativ und crossmedial Aussteller und Fachbesucher knüpften Kontakte – persönlich und im Netz Bremen. Mehr als 130 Aussteller, weit über 1.000 Fachbesucher und zahlreiche Prominente waren zu Gast auf der diesjährigen b2d BusinessLife in Bremen. b2d - das steht für BUSINESS TO DIALOG - und diesem Motto hat die branchenübergreifende Mittelstandsmesse alle Ehre gemacht. Besondere Themenschwerpunkte waren die sogenannten Social Media und die Frage, wie gerade kleine und mittlere Unternehmen nachhaltig und werteorientiert wirtschaften können. „Mir hat besonders gut gefallen, dass auf der b2d BusinessLife auch die sozialen Netzwerke vertreten waren. Mit spannenden Interviews und Berichten wurde die Wirkung der Messe enorm erhöht“, so der Diplom-Ökonom Uwe Bürst, der als einer von mehr als 130 Ausstellern vor Ort war. Bürst hat auf der Messe für die Dienstleistungen und Angebote der DATEV geworben. Gerade der Eventabend fand besonders viel Zuspruch. Mehr als 150 Besucher kamen auf die Messe, um sich über XING, facebook, twitter & Co. zu informieren und die Chancen und Möglichkeiten gerade des beruflichen Einsatzes dieser

virtuellen Netzwerke zu ergründen. Wie Unternehmer und Führungskräfte solche Plattformen nutzen können, erklärten gleich fünf Experten aus unterschiedlichen Sichtweisen. Die Podiumsdiskussion zum Thema „Ehrliche Gewinne contra unfaire Profite - Mittelstand im Wettbewerb mit Konzernen - was erzwingt der Wettbewerb und wo hört der Anstand auf?“ hatte ebenfalls viele Gäste. Der Bremer Politiker und Sport-Funktionär Willi Lemke, der Journalist und Moderator Diethelm Straube, die beiden Hochschulprofessoren und Wirtschaftexperten Prof. Dr. Georg Müller-Christ und Prof. Dr. Jörg Freiling von der Universität Bremen und die FairTrade-Unternehmerin Linda Czygan gaben Impulse zur Macht der Verbraucher in der globalen Wirtschaftswelt.

milienunternehmen und des regionalen Mittelstandes“, so Ernst Rieso, Projektleiter der Messe Bremen. Das habe man auch im Rahmen der b2d BusinessLife gespürt.

in dieser Form bei anderen Wirtschaftsmessen nicht. Die b2d BusinessLife wird auch im kommenden Jahr wieder ihre Pforten in Bremen öffnen. Der Standort Bremen

Stefan Bergmann zusammen. Termin im kommenden Jahr ist der 20. und 21. Juni. Schon jetzt können entsprechende Vorreservierungen vorgenommen werden. Wei-

Großer Andrang: Zur Social Media Night kamen zahlreiche Besucher um sich über das Thema Netzwerken im Internet auszutauschen. (Foto: Wiebke Gadau)

„Werteorientiertes und nachhaltiges Wirtschaften, unternehmerische Fairness und sozial-verantwortliches Unternehmertum sind die Markenzeichen der Fa-

Der Austausch, der Informationsfluss und die Offenheit der Aussteller untereinander seien einmalig. Das gebe es

habe sich bewährt und gehöre zu den besten und attraktivsten in Deutschland, fasst der b2d-Standortmanager

tere Informationen finden Interessenten unter www. dialogmesse.de und www. businesslife-bremen.de.

Website sucht Agentur: 1. Business Speed Dating auf der Business Life

Wirtschaftsförderung live: Bei Business Speed Dating lernten sich Auftraggeber und -nehmer in nur drei Minuten kennen. (Foto: Wiebke Gadau)

(JSL) Wirtschaftsförderung mal anders: Mit einer innovativen Kontakt-Veranstaltung brachte die Bremer Wirtschaftsförderung im Rahmen der Messe BusinessLife Unternehmer an einen Tisch. Beim Business Speed Dating trafen Unternehmer, die eine neue Website benötigen, und Agenturen, die diese Dienstleistung anbieten, aufeinander. Die insgesamt 18 Teilnehmer saßen sich jeweils zu zweit für drei Minuten gegenüber. Jeweils eine Minute präsentierten sich die Auftraggeber und Auftragnehmer ihrem Gesprächspartner. Danach war noch eine weitere Minute zum lockeren Gespräch eingeplant. „Mit dieser Veranstaltung geben wir potentiellen Geschäftspartnern die Möglichkeit sich in kurzer Zeit kennenzulernen“, erklärt Nicola Illing von der Wirtschaftsförderung. „Die

Tipps zu Elektrofahrzeugen, gesundem Wohnen oder Mietrecht Gelbe Seiten für Bremen mit neuen Servicethemen Hannover/Bremen Wer sich über Baufinanzierung oder gesundes Wohnen informieren möchte, wird in Gelbe Seiten Bremen ebenso fündig wie umweltbewusste Autofahrer, die sich für Elektrofahrzeuge oder andere neue Antriebsarten interessieren. Die neue Ausgabe, die seit Montag, den 20. Juni 2011, zusammen mit dem Telefonbuch erhältlich

ist, bietet mit 24 bebilderten Servicethemen und dem viel genutzten Stadtplan von Bremen mehr als den nützlichen Branchenteil mit über 12.000 Suchworten und Hinweisen. Die aktuelle Ausgabe hat 464 Seiten und bietet auf 113 Seiten elf farblich markierte, bebilderte Servicerubriken, die regelmäßig in enger Zusammenarbeit mit der Freien Hansestadt Bremen wie

wirtschaftszeitung für bremen und umgebung

auch mit Institutionen und Verbänden erstellt werden. Damit ist Gelbe Seiten ein zuverlässiger Ratgeber für viele Lebenslagen. Gelbe Seiten ist Pionier der deutschen Branchenverzeichnisse und wird – wie auch GelbeSeiten.de - gemeinschaftlich von den insgesamt 16 Gelbe Seiten Verlagen und der DeTeMedien, Deutsche Telekom Medien GmbH in ganz

Deutschland herausgegeben und verlegt. Gemeinsame Herausgeber und Verleger des den Buches sind DeTeMedien und die Schlütersche Verlagsgesellschaft GmbH & Co. KG. Gelbe Seiten bietet damit die beste Gewähr für richtige Angaben. Die Gelben Seiten gibt es „als Buch, im Web und als App“ Infos: www.gelbeseiten.de

‚Paare‘ stellen in den dreiminütigen Unterhaltungen schnell fest, ob die Chemie stimmt und ob sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen können.“ Das erste Business Speed Dating der Bremer Wirtschaftsförderung wurde von den Beteiligen gut angenommen. „Die Athmosphäre war entspannt, nicht so ernst“, sagte Illing. „Auch die Teilnehmer zeigten sich begeistert und gaben uns ausschließlich positive Rückmeldungen. Ein Neuauflage ist also durchaus denkbar.“

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Interssante Aussteller: IPS: Die IPS GmbH gibt es seit 1989. Aktuell hat das Unternehmen seinen Sitz in der Bremer Airportstadt. IPS ist in drei Geschäftsbereiche gegliedert: IT Infrastucture & -Services, Business Application Services und Engineering & Services. Mit etwa 200 Mitarbeitern in Deutschland und mehr als 1.000 weltweit im Netzwerk verfügbaren Experten bietet die IPS zahlreiche Leistungen im technischen Bereich. Ziel der Unternehmung ist es, eine ganzheitliche Betreuung für Kunden aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung anzubieten. www.ips-bremen.de APANDIA Netzwerk: In dem Netzerk arbeiten Unternehmer und Experten mit langjähriger Berufserfahrung zusammen. Die Mitglieder des Netzwerkes sind sorgfältig ausgewählt worden. So soll vor allem die Qualität des Angebotes hoch gehalten werden. So können die Kunden Beratungs- und Realisierungsleistungen auf höchstem Niveau voraussetzen. Unter dem Motto „Kenner & Könner für den Mittelstand“ arbeiten die Spezialisten des Netzwerkes auf Augenhöhe mit ihren Kunden aus dem Mittelstand zusammen. www.apandia.de Euler Hermes: Euler Hermes ist der weltweit größte Kreditversicherer mit einer eigenen Sparte „Forderungseinzug“. Im Bereich des Forderungseinzugs (umgansspr. Inkasso) engagiert sich Euler Hermes ausschließlich im b-2-b-Bereich, Schuldner und Gläubiger sind also Unternehmer. Die Mitarbeiter von Euler Hermes wollen sowohl mit ihren Kunden als auch mit den Schuldnern auf Augenhöhe und Lösungsorientiert arbeiten. Daher wird vor einem gerichtliches Verfahren immer eine einvernehmliche Einigung angestrebt. Einzigartig an dem Angebot von Euler Hermes ist, dass das Unternehmen weltweit operiert und zwar mit Einheimischen vor Ort. Die Mentalität und die Gepflogeheiten der unterschiedlichen Kulturen finden so Berücksichtigung im Vorgehen. www.eulerhermes.com

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Ausgabe 2; Juli 2011

Diepholz / Verden

Russisches Gas für Rehden Bauarbeiten für niedersächsisches Teilstück der Nordeuropäischen Erdgasleitung haben begonnen - Klagen könnten Bauarbeiten verzögern Rehden (dapd-nrd) Von Malte Werner Zufrieden steht Axel Bühning am Rande eines Ackers im Landkreis Diepholz südlich von Bremen. Es ist staubig und Baulärm dröhnt aus dem Hintergrund, so dass der 50-Jährige kaum zu verstehen ist. Davon lässt sich der Projektleiter für den Bau einer riesigen Gasleitung quer durch Niedersachsen nicht stören, immerhin wartet er auf diesen Moment seit Beginn der Planungen für die Nordeuropäische Erdgasleitung (NEL) im Jahr 2006. Bühning spricht von einem „Meilenstein“. Hinter ihm liegen aufgereiht Dutzende tonnenschwere Stahlrohre, die seit dieser Woche mitei-

nander verschweißt werden und durch die schon bald russisches Erdgas fließen soll. Wenn nur nicht die Klagen von ein paar Anwohnern das Projekt stören würden. Das ist an diesem Tag aber nebensächlich. Der Acker vor den Toren der Samtgemeinde Rehden ist quasi der Zielpunkt der NEL. Wenige hundert Meter entfernt steht ein Speicher für 4,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Von dort soll das Gas in das bestehende Leitungsnetz eingespeist werden. Der Strang soll ebenso wie die Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL) das Erdgas aus der Ostseepipeline Nord Stream zu Kunden in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Belgien,

Frankreich und Großbritannien weitertransportieren. Die Pipeline wird vom Anlandungspunkt in Lubmin 240 Kilometer weit durch Mecklenburg-Vorpommern und weitere 200 Kilometer durch Niedersachsen nach Rehden führen. Das Erdgas, erklärt Bühning, verursache im Vergleich zu Kohle und Öl bei der Energiegewinnung deutlich geringere CO2-Emissionen. Fast die Hälfte aller deutschen Privathaushalte soll eine Erdgasheizung nutzen. Außerdem könne beim Umstieg auf alternative Energieträger die schwankende Strommenge durch leichtes Zu- und Abschalten von Gaskraftwerken ausgeglichen werden.

NEL soll Ende 2012 Betrieb aufnehmen Bühning ist im Auftrag der Firma Wingas für die Bauabschnitte in MecklenburgVorpommern und das mehr als 70 Kilometer lange Teilstück von Achim nach Rehden verantwortlich. Wingas ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Wintershall, dem größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten, und dem weltweit größten Erdgasproduzenten Gazprom aus Russland. Daneben beteiligen sich noch die

E.ON Ruhrgas AG und der niederländische Gasnetzbetreiber Gasunie an dem etwa eine Milliarde Euro teuren Projekt. Als größte Herausforderung beschreibt Bühning die Logistik. Tausende der 18 Meter langen und 14 Tonnen schweren Rohre aus zwei Zentimeter dickem Stahl müssen quer durch das Land verlegt werden, unter Straßen entlang und mitten durch Flüsse. Immer einen Meter unter der Oberfläche.

Gerald Günther, einer der Bauleiter vor Ort erklärt, dass täglich bis zu 600 Meter Rohrleitung verschweißt würden. Die verschweißte Pipeline könne dann auf einer Länge von mehr als anderthalb Kilometern Länge gleichzeitig im Boden versenkt werden. „Geplant ist, dass die Leitung im November nächsten Jahres den Betrieb aufnimmt“, sagt Projektleiter Bühning optimistisch.

Trotz Klagen optimistisch Eine andere Unwägbarkeit wartet im 180 Kilometer entfernten Winsen an der Luhe. Die Gemeinde hat Klage gegen den Bau der Pipeline eingereicht, auch Anwohner zogen vor Gericht. Christian Riech aus dem Winsener Rathaus begründet den Schritt mit dem Naturschutz, vor allem aber mit Sicherheitsbedenken. „Die geplante Leitung reicht bis dicht an die Wohnbebauung heran“, sagt er. 10 bis 20 Meter sollen es teilweise nur sein. Riech

erwartet, dass bis zu einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg nicht gebaut wird. Und das kann Monate dauern. Der Bauabschnitt in Winsen fällt nicht in Bühnings Zuständigkeitsbereich. Doch auch auf seinem Teilstück hat ein Bauer aus Bassum geklagt. Der Projektleiter glaubt jedoch nicht, dass eine Klage „aufschiebende Wirkung“ habe und die Bauarbeiten verzögern würde. An entsprechenden Stelle soll trotz-

dem zunächst nicht gebaut werden. Wingas habe von allen Landwirten, unter deren Feldern die Leitung verlegt werden soll, Genehmigungen einholen müssen, erklärt er. Die meisten hätten gegen eine finanzielle Entschädigung für den Ernteausfall in diesem Jahr und den Folgejahren zugestimmt. Man stehe auch in Verhandlungen mit dem Landwirt aus Bassum, sagt Bühning. Er zeigt sich optimistisch, dass man zu einer Einigung kommt.

Kreyenhop & Kluge:

Ab sofort 340 Tonnen weniger CO2 pro Jahr Oyten (JSL). Einer der größten europäischen Importeure asiatischer Lebensmittel hat auf Biogas umgestellt. Rund 500 Tonnen hochwertiger Lebensmittel kommen jede Woche bei K&K in Oyten bei Bremen an – in Form von Trocken- oder Tiefkühlware. Dies entspricht einer Tagesleistung von 100.000 Kg. Die aus 29 Ländern importierten Nahrungsmittel werden in Trockenhallen oder bei konstant frostigen minus 20 °C in großen Tiefkühlhäusern gelagert, um später kommissioniert und auf Termin europaweit ausgeliefert zu werden. Allein durch die Lagerung und Verwaltung entstehen pro Jahr 1.132 Tonnen CO2. Durch die Nutzung von Biogas reduziert er den CO2 Ausstoß um 30 Prozent pro Jahr. Die drei Geschäftsführer des Familienunternehmens in dritter Generation sind von dem neuen BioenergieKonzept voll überzeugt. „Als Kaufmann macht mich die Umstellung auf Biogas besonders glücklich: Durch die gesenkten Energiekosten amortisiert sich die Investition schon nach wenigen Jahren“, sagt Jörn Kreyenhop. „Die Energieberatung und technische Umrüstung wurde durch den ‚Sonderfond Energieeffizienz in KMU’ unterstützt, eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und der Kreditanstalt für Wiederaufbau.“ Drei Maßnahmen für ein modernes Energiekonzept Wichtigster Baustein ist die direkt auf dem Werksgelände installierte AbsorptionsKälteanlage, die mit Biogas betrieben wird. Sie ist modular einsetzbar: Während der heißen Sommermonate wandelt sie die entstehende

Wärmeenergie in Kälte um, die dann zur Entlastung der konventionelle Kühltechnik zugeschaltet wird. An kalten Wintertagen hingegen ist der Kühlungsbedarf gering, sodass die Biogas-Energie zum Heizen der Trockenhallen und Büroräume dient. Der zweite energieeffiziente Aspekt ist die Nähe zum Erzeuger des Biogases. Nur zwei Kilometer entfernt, am Ortsrand der Gemeinde Oyten, steht die Anfang des Jahres neu errichtete BiogasAnlage der Firma ELCO Biogas GmbH,Oyten. Über einen Nahwärme-Anschluss ist K&K mit der Anlage verbunden. Sie wird mit Mais, Gras, Gülle und sogar - im Feldversuch - mit Wildpflanzen befeuert. Der Anbau mehrjähriger WildblumenFlächen bieten zusätzlichen Lebensraum für eine große biologische Artenvielfalt. Drittes Element ist das konsequente Energie-Controlling bei K&K: Mit modernen Temperatur-Messgeräten wird der benötigte Energiebedarf optimal berechnet und gesteuert. Die Schulung der Mitarbeiter auf das neue Energie-Management-System gehört dabei zum Gesamtkonzept. „Unsere wichtigste Aufgabe für die Zukunft ist es, effizient mit Strom und Wärme umzugehen. Das bedeutet, dass wir unsere Firmenprozesse kritisch überprüfen und neue Energiequellen sinnvoll einsetzen. Mit dem neuen Energiekonzept leisten wir unseren Beitrag zur CO2 Reduktion – das sehen wir als unsere Verantwortung.“ erklärt Norbert Streich, der für den Logistikbereich zuständige Geschäftsführer. Effiziente Lagerlogistik erspart künftig viele Kurzstrecken

Musterhaus zum altersgerechten Wohnen: Landkreis Osterholz sucht engagierte Handwerksbetriebe Landkreis Osterholz. Kürzlich fand im Kreishaus ein Informationstermin für Handwerksbetriebe zum Projekt „Musterhaus zum Wohnen mit Zukunft“ statt. Eingeladen hatten der Landkreis Osterholz, die Kreishandwerkerschaft Bremervörde-Osterholz-Verden und die Kreissparkasse Osterholz. Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit dem Handwerk im Landkreis Osterholz ein Musterhaus zum altersgerechten Wohnen zu schaffen. Hierzu soll eine bislang nicht barrierefreie Bestandsimmobilie in Teilen umgebaut werden, um Musterlösungen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter beispielhaft und verständlich darzustellen. Anschließend soll das Musterhaus sowohl dem Handwerk als auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden

wirtschaftszeitung für bremen und umgebung

Zeitgleich hat K&K auch eine neue Lagerhalle mit einer modernen VerschieberegalAnlage eingeweiht. Deren bewegliche Elemente können jeweils über 300 Tonnen Last tragen und ermöglichen eine weitaus höhere Warendichte: Bis zu 5.500 Europaletten können auf gerade mal 1.800 qm gelagert und bewegt werden, das sind rund 40 Prozent mehr Volumen als in einem herkömmlichen Lager. Die durchschnittlich 220 Kundenaufträge pro Tag werden auf 250 Paletten mit einem Gewicht von 100 Tonnen Trockenwaren in der neuen Halle auf einer Fläche von 400 qm bereitgestellt und über zehn moderne Tore verladen. Insgesamt wird K&K als Importeur und Distributeur zukünftig über 22.000 Paletten-Stellplätze verfügen. Dank dieser vergrößerten und optimierten Lagerfläche werden die bestehenden Außenlager aufgelöst, viele LKW-Kurzstrecken im Umland fallen weg und der CO2-Ausstoß kann weiter reduziert werden. Die zentralisierte Kommissionierung der Ware gewährleistet zudem eine noch effizientere und schnellere Zulieferung der Ware zum Kunden. „Kreyenhop & Kluge ist als spezialisierter Zulieferer der weiterverarbeitenden Industrie, des LEH, des Großhandels sowie des asiatischen Fachhandels in Deutschland und Europa ein wichtiges Glied in der Versorgungskette. Wir werden zukünftig von unseren Kunden immer mehr daran gemessen, wie wir ein ‚Green Supply Chain Management’ umsetzen.“ erklärt Junior-Chef Tom Kreyenhop.

und ein dauerhafter Ort der Information, Beratung und Qualifizierung entstehen. Hintergrund des Projekts ist, dass sich aufgrund des demografischen Wandels ein zunehmender Bedarf an altersgerechten Wohnmöglichkeiten abzeichnet, der mit dem derzeitigen Wohnbestand nicht gedeckt werden kann. Bislang werden allerdings die steigende Nachfrage auf der einen und das Angebot auf der anderen Seite aus verschiedenen Gründen noch nicht ausreichend zusammengebracht. Diese Lücke soll durch ein öffentlich zugängliches Musterhaus ein Stück weit geschlossen werden. Landkreis, Kreissparkasse und Kreishandwerkerschaft versuchen so gemeinsam Impulse für eine gute und zukunftsfähige Wohnsituation im Landkreis Osterholz zu setzen.

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Ausgabe 2; Juli 2011

Delmenhorst / Oldenburg

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57. Oldenburger Gründerforum: Teilerfolg für EWE vor Gericht Oldenburg (dapd-nrd) In der juristischen Auseinandersetzung um Gaspreiserhöhungen hat der Energieversorger EWE vor dem Landgericht Oldenburg einen Teilerfolg errungen. Der 5. Zivilsenat war in der

Informationen und Übungen für Jungunternehmer Oldenburg (JSL). Was haben Eisberge mit Unternehmensgründungen zu tun? Und wie können Gründerinnen und Gründer bereits frühzeitig dafür sorgen, dass ihr Vorhaben in späteren Jahren nicht leckschlägt und in Schieflage gerät? Auf diese Fragen erhielten Interessierte auf der Sonderveranstaltung des Oldenburger Gründerforums jetzt wichtige Antworten. Die städtische Wirtschaftsförderung und der Lehrstuhl für Entrepreneurship der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hatten zu der Veranstaltung geladen. Basiswissen über Kundenakquise, Büromanagement und Buchführung, das Gründer häufig als trocken und lästig empfinden, wwurde in humorvollen Szenen und Impulsvorträgen auf den Punkt gebracht.

In den anschließenden beiden Workshops lernten die Teilnehmer nicht nur, dass der richtige Umgang mit den Themen durchaus Spaß macht, wenn man die Strukturen durchschaut hat. Sie erfuhren auch, dass sie als Gründer damit wichtige Instrumente für die Lenkung ihres Unternehmens in der Hand halten. Im Anschluss an das abwechslungsreiche Programm ging es zum Netzwerken in den LoungeBereich des TGO. Als Referenten und Darsteller konnten die Veranstalter Marion und Tobias Orthmann sowie Thomas Reich gewinnen. Das 58. Oldenburger Gründerforum findet am 30.08.11, 19 bis 21Uhr statt. Dann werden die folgenen Themen behandelt: Steuerliche Aspekte bei der Gründung

eines Unternehmens(Frank Bartsch und Stefan Hillebrand, ARBICON Unternehmensgruppe), Gegründet! 10 Minuten aus der Praxis (knabbetti UG haftungsbeschränkt, Jungunternehmerin Christina Claßen berichtet über die Gründung ihres Unternehmens), Gründerinnen und Gründer und der Kontakt zur Bank (Jörg Tönnießen und Thorsten Riebe, Landessparkasse zu Oldenburg) Oldenburg (dapd-nrd) Das Landgericht Oldenburg Die Teilnahme am Grün- sieht bei der Klage der Bauderforum ist kostenfrei. gesellschaft Bunte wegen Anmeldungen nimmt die entstandener Mehrkosten Wirtschaftsförderung unter beim Bau des TiefwasserTelefon 0441 / 235-2872 oder hafens JadeWeserPort noch per E-Mail an gisela.spann@ offene Fragen. Das Gericht stadt-oldenburg.de entge- habe am Dienstag mehrere gen. Hinweise und Auflagen ausgesprochen und beschlossen, weitere Fragen im Rahmen einer Beweisaufnahme

Verhandlung am Mittwoch zwar der Auffassung, dass die monierten Preiserhöhungen unwirksam waren. Als Berechnungsgrundlage für die Rückzahlungen setzte das Gericht aber einen Preis von 4,51 beziehungsweise

4,21 Cent pro Kilowattstunde fest. Die klagenden Kunden, fünf Landwirte, hatten moniert, dass bereits alle Erhöhungen über 4,11 Cent pro Kilowattstunde unwirksam gewesen seien.

Gericht will weitere Fragen zu JadeWeserPort-Klage klären

Mehraufwand von 50 Millionen Euro wird geprüft zu klären, sagte ein Gerichtssprecher nach dem Verkündungstermin. Im Rahmen der Beweisaufnahme sollen vier Zeugen gehört werden und ein Sachverständigengutachten erstellt werden. Damit soll erörtert werden, ob es einen Mehraufwand für Bunte und damit Mehrkosten gegeben hat. Die Baugesellschaft Bunte aus Papenburg baut gemeinsam

mit drei weiteren Firmen in einer Arge den JadeWeserPort in Wilhelmshaven. Sie verlangt von der Realisierungsgesellschaft insgesamt 50 Millionen Euro mehr als vereinbart. Die entstandenen Mehrkosten beruhen laut Bunte vor allem auf Stahlpreiserhöhungen, die durch die um eineinhalb Jahre verzögerte Auftragsvergabe angefallen seien.

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Ausgabe 2; Juli 2011

Anlage in Bremerhaven kann 90 Meter langeRotorblätter prüfen Bremerhaven (dapd-nrd). Noch sind sie Zukunftsmusik - doch Bremerhaven ist bereits auf extrem lange Windradflügel vorbereitet. Bis zu 90 Meter lange Rotorblätter können künftig im Institut für Windenergie und Energie-Systemtechnik (IWES) der FraunhoferGesellschaft auf ihre Material-Beständigkeit getestet werden. Diese sei eine der weltweit größten Anlagen für statische und dynamische Ganzblatt-Prüfungen, wie Arno van Wingerde vom IWES sagte. Das IWES sei damit gut gerüstet für immer größere Blattlängen. Bislang konnten im IWES bis zu 70 Meter lange Windmühlenflügel darauf getestet werden, ob sie eine 20-jährige Betriebsdauer unbeschadet überstehen. Standard seien zurzeit 60 Meter lange Blätter. „Wir haben aber bereits einen Auftrag über 80 Meter“, sagte Wingerde. Er rechnet damit, dass die Größe der neuen Anlage bis zu zehn Jahre ausreichen werde. Finanziert wurde der Prüfstand vor allem aus Mitteln des Bundesumweltministeriums. Hersteller lassen vor einer Serienanfertigung von Rotorblättern Prototypen mit neuem Design und neuen Werkstoffen im IWES-Institut testen. Eine unabhängige Prüfung sei Voraussetzung für eine Zertifizierung, sag-

Osterholz / Bremerhaven / Cuxhaven

Branchenverband WAB begrüßt Offshore-Pläne der Bundesregierung

te Falko Bürkner vom IWES. Während einer bis zu sechs Monate langen Testphase werden Beanspruchungen durch Wind und Ermüdung Bremerhaven (ots). Der simuliert. Branchenverband WindenerEinmalig an der neuen Prüf- gie-Agentur WAB begrüßt anlage ist ein kippbarer viele der geplanten ÄndeBlock, 1.000 Tonnen schwer, rungen der Bundesregierung an dem der Flügel in hori- im Erneuerbaren Energien zontaler Lage befestigt wird. Gesetz (EEG) zum Thema Das Blatt lässt sich so fixiert Offshore- Windenergie. Das in verschiedene Richtungen teilte WAB-Geschäftsführer bis zu 25 Meter biegen oder Ronny Meyer mit. Die Änauch schwingen. „Während derungen der Bundesregiedas Blatt gezogen wird, kip- rung beziehen sich beispielspen wir den Block zurück“, weise auf die Vergütung sagte Wingerde. „Dadurch für Offshore-Strom. Die braucht man eine geringere Anfangsvergütung für OffHallenhöhe.“ Mithilfe von shore-Strom von 15 ct/kWh rund 200 zuvor am Flügel soll auch nach 2015 erhalten befestigten Sensoren sind bleiben. Das derzeit gültidie Auswirkungen auf das ge EEG von 2009 sieht eine Material messbar. Ein Test Streichung des sogenannten kostet den Hersteller bis zu Sprinterbonus und damit 400.000 Euro, sagte Bürkner. eine um 2ct/kWh geringere Seit 2009 prüfte das Bremer- Vergütung für Projekte nach havener Institut Rotorblätter, 2015 vor. „Die Integration zunächst nur mit einer Anla- des Sprinterbonus in die Anfangsvergütung stärkt die ge. Investitionssicherheit. Ohne Die IWES-Einrichtung ist den Sprinterbonus sind vieden Angaben zufolge die le Projekte nicht wirtschafteinzige für alle Hersteller in Deutschland. Einige Hersteller hätten zwar eigene Teststände, sagte Bürkner. Diese Bremerhaven (dapd-nrd). stießen zum Teil aber an ihre Bremens Häfen verbuchen Grenzen. Das IWES-Institut einen neuen Rekord. Im erhalte Aufträge von Her- April seien mit über 512.000 stellern weltweit, die Nach- Standardcontainern (TEU) frage sei steigend. „Bis Mitte so viele umgeschlagen wor2012 sind wir ausgebucht“, den wie nie zuvor, teilte sagte Bürkner. Im Herbst Wirtschaftssenator Martin werde ein dritter, kleinerer Günthner (SPD) am Montag Prüfstand installiert. mit. Die positive Entwick-

Branchenreport Offshore-Windenergie veröffentlicht lich“, so Ronny Meyer. Auch die geplante optionale Einführung eines sogenannten Stauchungsmodells befürwortet der Branchenverband WAB. Das Stauchungsmodell sieht vor, dass ein Teil der Vergütung zeitlich vorgezogen werden kann. Die Summe der Gesamtförderung bleibt über den Zeitraum dabei gleich. Eine Studie der Beratungsgesellschaft KPMG hat festgestellt, dass die Projektrendite nach dem derzeitigen EEG für Investoren nicht attraktiv ist. Mit rund 7 % liegt die Rendite deutlich unter Projekten mit geringerem Risikoprofil und unter der Rendite von OffshoreProjekten in Großbritannien. Mithilfe des Stauchungsmodells kann die Projektrendite erhöht werden. Kritik äußert der Verband aber an der geplanten Ausgestaltung des Stauchungsmodells. „Wir

brauchen mindestens eine Stauchung auf neun Jahre bei einer Vergütung von 19,5 ct/kWh“, fordert Meyer. „Nur dann ist die Projektrendite wettbewerbsfähig.“ Dringend notwendig seien Hilfen beim Ausbau der Hafeninfrastruktur und für Offshore-Spezialschiffe, so der Verband. „Wir brauchen Kredite und Bürgschaften für Hafeninfrastruktur und Schiffe, denn Offshore-Wind ist eine nationale Aufgabe und auch eine große Chance für die maritime Industrie“, sagt Meyer. Nach Berechnungen des Verbandes sind in Deutschland derzeit weniger als 1 % der installierten Windkraft-Leistung Offshore-Windenergie. Rund 200 Megawatt (MW) Offshore-Windkraftanlagen sind derzeit in deutschen Gewässern installiert. Seit der letzten Offshore-Konferenz im Juni 2010 sind damit nach

Angaben des Verbandes rund 140 MW neu installierte Leistung hinzugekommen. „Mit Baltic 1 ist vor kurzem der erste kommerzielle deutsche Offshore-Windpark ans Netz gegangen. Das ist ein wichtiger Schritt für die Branche“, so WABGeschäftsführer Ronny Meyer. In der Nord- und Ostsee drehen derzeit Anlagen der Hersteller BARD, Siemens, Areva und REpower. In Deutschland sind rund 8.500 MW Windkraftprojekte auf See genehmigt, wovon nach Angaben der WAB schon rund 1.700 MW durch Verträge mit Turbinenherstellern wie Siemens, Bard, Areva und REpower gesichert sind. Der Branchenverband erwartet, dass bis zum Jahr 2017 bis zu 4.200 MW umgesetzt werden könnten. „Das entspricht einem Investitionsvolumen von über 12 Mrd. Euro“, so Meyer.

Bremer Häfen vermelden neuen Rekord im Containerumschlag lung beziehe sich aber nicht nur auf April 2011. In den ersten vier Monaten wurden den Angaben zufolge bereits über 1,9 Millionen Standardcontainer umgeschlagen. Dies sei ein Plus von 23,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch der Autoumschlag boomt.

In den ersten vier Monaten wurden über 660.000 Fahrzeuge umgeschlagen - ein Zuwachs von 46,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. „Der stabile Aufwärtstrend des Umschlags verspricht auch für die Zukunft eine gute Entwicklung“, sagte Günthner. Der

Gesamtumschlag der bremischen Häfen liegt den Angaben zufolge gut 15 Prozent über dem Vorjahreswert. Verantwortlich für das Plus sind aber nur die Zuwächse in Bremerhaven (+19,6 Prozent). Der Bremer Hafen verzeichnete einen Rückgang um 4,3 Prozent.

7. Maritime Konferenz: Nach Teilausstieg aus dem Maritimen Bündnis drohen Reeder mit Ausflaggung Wilhelmshaven (dapd/JSL). Auf der 7. Nationalen Maritimen Konferenz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ein klares Bekenntnis für den Erhalt der Tonnagesteuer abgelegt. „Daran wird nicht gerüttelt. Das bleibt so“, sagte die CDU-Politikerin in Wilhelmshaven zum Abschluss der Konferenz. Bei der Tonnagesteuer wird der Gewinn aus dem Betrieb eines Handelsschiffes pauschal nach der Größe ermittelt und nicht nach den tatsächlichen Einnahmen. „Diese Zusage ist auch das einzig Positive an der Konferenz“, kommentierte der Vorsitzende des Bremer Rhedervereins, Thorsten Makenthun den Ausgang der Zusammenkunft. Auf der Nationalen Maritimen Konferenz hatten Verkehrsminister Ramsauer, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) den teilweisen Ausstieg aus dem vor elf Jahren aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit geschlossenen Maritimen Bündnis mit den Schifffahrtsunternehmen noch einmal bekräftigt. Die Beteiligung an den Lohnnebenkosten soll demnach ab 2012 aus Sparzwängen drastisch zurückgefahren werden. Rösler

(FDP) hatte im Rahmen der Konferenz alle Forderungen aus Branchenkreisen nach zusätzlichen Finanzhilfen

den Finanzhilfen brachten Ramsauer und Rösler Hilfen zur Entbürokratisierung ins Spiel. Derzeit müssten deut-

denkbar schlecht in sein Amt eingeführt. Er schaue der Ausflaggung deutscher Schiffe tatenlos zu und hal-

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht in Wilhelmshaven bei der Siebten Nationalen Maritimen Konferenz. Mehr als 1.000 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik waren zusammengekommen. (Foto: Joerg Sarbach/dapd) des Bundes zurückgewiesen. Ramsauer verteidigte den Teilausstieg aus dem Bündnis: „Auch wenn die Kürzung der Schifffahrtsförderung nicht meinen Empfindungen entspricht, muss ich bereit sein, sie im Rahmen der Haushaltskonsolidierung mitzutragen“, sagte der CSU-Politiker. Als Ausgleich für die wegfallen-

wirtschaftszeitung für bremen und umgebung

sche Reeder 16 Behörden ansteuern und 88 Vorschriften beachten, wenn sie ein unter ausländischer Flagge fahrendes Schiff wieder unter die Bundesfahne bringen wollten, sagte Ramsauer. „Für die Seeleute hat diese Konferenz nichts gebracht“, sagte der Hamburger ver. di-Landeschef Wolfgang Rose dazu. Rösler habe sich

te den „Abbau von Hemmnissen für die Reeder“ und „Entbürokratisierung“ für geeignete Mittel, die Attraktivität der seemännischen Berufe zu steigern. Dem pflichtet auch der Bremer Reeder Mackenthun bei. Er spricht von einer drohenden Ausflaggungswelle. „Die Zukunft der deutschen Flagge ist nach der Kürzung der

Beihilfen ungewiss“, sagt der Vorsitzende des Bremer Rhedervereins. „Zwar hat die Bundesregierung auf der Konferenz den Willen bekundet, Kompensationen für die wegfallenden Beihilfen zu suchen, ob sie aber gefunden und ausreichen werden, um den Fortbestand und den Ausbau der deutschen Flagge zu ermöglichen, erscheint derzeit zweifelhaft.“ Das angekündigte Gutachten, das die Bundesregierung zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Flagge in Auftrag geben möchte, werde dies bestätigen. „Sinnvoll und richtig wäre es gewesen, erst fachlichen Rat und gutachterliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und dann auf Basis dieser Erkenntnisse politische Entscheidungen zu treffen“, so Mackenthun.

sehr schnell und kann noch in diesem Jahr erfolgen“, sagte Geschäftsführer Lutz Weber dem NDR-Fernsehen. Bei einer Ausflaggung würde die Reederei demnach pro Schiff und Jahr 430.000 Euro sparen. Niedersachsen liegt an Beibehaltung der Zuschüsse Interesse am Schifffahrtsstandort Deutschland haben neben den Unternehmen vor allem die norddeutschen Bundesländer. „Die Nordländer haben eine gemeinsame Position: Die Reeder sollen natürlich weiter unterstützt werden. Mit dem Bund laufen dazu weiter Gespräche“, sagte der Sprecher des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, Christian Budde, in Hannover. Niedersachsen sei sehr daran gelegen, dass der Bund weiterhin die Zuschüsse für Ausflaggung spart 430.000 die Lohnnebenkosten überEuro pro Schiff nehme. Der Bund zeige sich Unterdessen drohen einige aber weiterhin eher zurückReedereien bereits ganz of- haltend. fen damit, ihre Schiffe künftig unter der billigeren Flag- Teure deutsche Flagge ge anderer Länder fahren zu Die deutsche Flagge verurlassen, um Kosten zu sparen. sacht den Reedern zwischen Dazu zählt die Buxtehuder 450.000 und 500.000 Euro Reederei NSB. Nach eige- Mehrkosten pro Schiff im nen Angaben fahren derzeit Jahr. Den deutschen Reede68 ihrer Frachtschiffe unter reien gehören derzeit 3.700 schwarz-rot-goldener Flag- Schiffe, von denen 445 unter ge. „Eine Ausflaggung geht deutscher Flagge fahren. www.wirtschaftszeitung.info


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Norddeutschland

Beate Uhse kommt nicht aus den roten Zahlen - Verluste aber eingedämmt - Umsatz fällt weiter Flensburg (dapd-nrd). Der angeschlagene Erotikkonzern Beate Uhse steckt in den roten Zahlen fest, dämmt die Verluste aber ein. Im ersten Quartal fuhr der Anbieter einen operativen Verlust von 84.000 Euro ein, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Gewinn von fast einer Million Euro verbucht worden war. Der Umsatz fiel nach Verkauf oder Schließung von 29 Geschäften um 28 Prozent auf rund 40 Millionen Euro, wie Beate Uhse in Flensburg mitteilte. Der Sex-Konzern war 2010 mit fast 20 Millionen Euro in die Verlustzone gerutscht, der Umsatz war um 14 Prozent auf 198 Millionen Euro eingebrochen. Kostenlose Sexfilme im Internet setzen Deutschlands größten Erotikkonzern seit Jahren unter Druck. Außerdem muss Beate Uhse seit Jahren Läden

schließen, weil Kunden wegbleiben. Der Vorstand sieht das Unternehmen trotz der Probleme auf gutem Kurs. „Unser strategisches Restrukturierungsprogramm fängt an zu greifen“, erklärte Vorstandssprecher Serge van der Hooft. Er nannte als Beispiel der Sanierungserfolge die Trennung von Filialen und den Umzug eines Großhandelslagers von Wiesbaden nach Almere in Holland. Die Zahl der Mitarbeiter fiel im ersten Quartal um 10 Prozent auf 958. Inzwischen arbeiten mehr Beate-UhseMitarbeiter in Holland als in Deutschland. Für 2011 erwartet der Vorstand einen Umsatz von um die 140 Millionen Euro. Das operative Ergebnis soll auf Verluste von 4 bis 6 Millionen Euro begrenzt werden.

Kommunen bei der Bekämpfung von Schwarzarbeit stärken HANNOVER/GOSLAR. Die Niedersächsische Landesregierung hat in ihrer heutigen Kabinettssitzung in Goslar beschlossen, den Kommunen mehr Möglichkeiten zur Bekämpfung der Schwarzarbeit an die Hand zu geben. Ein entsprechender Entwurf zur Änderung des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes (SchwarzArbG) und des Telekommunikationsgesetzes (TKG) soll in den Bundesrat eingebracht werden.

haben, dürfen diese auch erbringen.“

Real Estate North: Zweite Auflage mit deutlichem Besucherplus

Experten unter sich: Auf der Real Estate North tauscht sich die Branche zum zweiten mal über Gewerbeimmobilen aus. (Foto: Real Estate North) Hannover/Hamburg. Mit ihrem positiven Verlauf hat sich die Real Estate North als die führende Gewerbeimmobilienmesse im nordeuropäischen Raum etabliert. 137 teilnehmende Unternehmen, ein Besucherplus von 23 Prozent und eine höhere Internationalität der Aussteller und Besucher - das ist die Bilanz der Real Estate North 2011. 1.416 Besucher (2010: 1.148 Besucher) nutzten die zweite Auflage der Fachmesse für Gewerbeimmobilien im Congress Center Hamburg, um sich über Investitionsobjekte zu informieren, Kontakte zu knüpfen und aktuelle Entwicklungen der Branche zu diskutieren. „Mit diesem Ergebnis ist die Real Estate North ab sofort ein fester Termin im Kalender der nordeuropäischen Immobilienbranche“, erklärt Stephan Ph. Kühne, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG. „Vor dem Hintergrund der positiven gesamtkonjunkturellen Lage nimmt auch die Immobilienbranche wieder Fahrt auf. Unsere Aussteller kamen mit dem Ziel, lukrative Geschäftspotenziale zu identifizieren und neue Kontakte zu knüpfen. Die Real Estate North bot hierfür die ideale Plattform.“Auch die 137 teilnehmenden Unternehmen zogen eine positive Bilanz der Real Estate North 2011 und hoben insbesondere die gestiegene Internationalität der Veranstaltung sowie die Professionalität der Besucher hervor: „Wir hatten bereits im Vorfeld der Messe Gespräche mit unseren

Mit der Gesetzesänderung sollen Kommunen deshalb gleiche Ermittlungsrechte wie der Zoll erhalten, was etwa Betretungsrechte für Geschäftsräume und Grundstücke von Arbeitgebern und Auftraggebern betrifft, damit Personen und Geschäftsunterlagen überprüft werden können. Außerdem sollen Bußgelder bis 5.000 Euro für „unerlaubte Werbemaßnahmen“ zur Prävention vor unerlaubter Handwerks- und „Es muss jedem klar sein, Gewerbeausübung wieder dass diejenigen, die schwarz eingeführt werden. arbeiten oder arbeiten lassen, gegen die Grundregeln Verstöße, bei denen Anunseres Sozialstaates ver- bieter für Leistungen werstoßen. Mit den von Nie- ben, die sie nach Gewerbedersachsen vorgeschlagenen oder Handwerksrecht gar neuen Mitteln geben wir den nicht anbieten dürfen, sind Kommunen die Möglich- sprunghaft angestiegen, seit keit, noch effektiver gegen dieser Tatbestand nicht mehr Schwarzarbeit vorzugehen“, geahndet wird. In diesem sagte Niedersachsens Wirt- Zusammenhang sollen Komschaftminister Jörg Bode. munen künftig auch ein Auskunftsrecht bei anonymen Neben dem Zoll kommt Werbemaßnahmen unter den Kommunen eine wich- Chiffre oder Angabe eines tige Rolle bei der Schwarz- Telefonanschlusses erhalten. arbeitsbekämpfung zu. Sie sind vor allem zuständig, Der Norden hat Zuwachs im Tourismus um die handwerks- und gewerberechtlichen Verstöße Schweiz, Großbritannien, zu verfolgen. Darunter fal- Hamburg (dapd-nrd). len genauso Handwerker, Hamburg und Schleswig- Österreich und den USA an. die Ihre Dienstleistung ohne Holstein haben in den ersten Auch in Schleswig-Holstein Meisterbrief anbieten, wie vier Monaten dieses Jahres stieg in den ersten vier MoUnternehmer die unange- einen deutlichen Zuwachs naten dieses Jahres die Zahl meldet gewerblich tätig sind. bei der Zahl der Touristen der Gäste. Im Vergleich zum kamen verbucht. Von Januar bis Vorjahreszeitraum Jörg Bode sagte weiter: „Die April kamen 9,3 Prozent den Angaben zufolge 11,1 Bekämpfung der Schwarzar- mehr Gäste nach Hamburg Prozent mehr Touristen ins beit bedeutet, Unternehmer als im Vorjahreszeitraum, nördlichste Bundesland. Die und Arbeitnehmer vor der wie das Statistikamt Nord Zahl der Übernachtungen rechtswidrig arbeitenden am Montag mitteilte. Die stieg um 8,1 Prozent. Bei den Konkurrenz zu schützen und Zahl der Übernachtungen Übernachtungen wiesen die damit gleiche Wettbewerbs- stieg den Angaben zufolge Ostseeregion mit 12,4 Probedingungen zu schaffen. um 10,7 Prozent. Ein Fünf- zent und die Holsteinische Sie bedeutet auch mehr Ver- tel der Übernachtungsgäs- Schweiz mit 9,9 Prozent höbraucherschutz, denn nur te kam aus dem Ausland. here Zuwachsraten auf als diejenigen, die auch nach- Die meisten ausländischen die Nordseeregion. Dort weislich eine Ausbildung Touristen reisten laut Statis- wurde eine Zunahme von für bestimmte Leistungen tikamt aus Dänemark, der vier Prozent verzeichnet. wirtschaftszeitung für bremen und umgebung

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Kunden und Geschäftspart- First Class Discussions: Aknern vereinbart. Während tuelle Themen der Branche der Veranstaltung kamen Wie im Vorjahr stieß auch aber auch zahlreiche sponta- das Rahmenprogramm der ne Interessenten an unseren diesjährigen Real Estate Stand. Auffällig war das gro- North auf großes Interesße Interesse skandinavischer se seitens der Besucher. Im Immobilienfachleute an der vollbesetzten Auditorium Real Estate North. Wir ver- der First Class Discussions lassen Hamburg mit vielen - dem Diskussionsforum neuen und aussichtsreichen der Real Estate North - inKontakten im Gepäck“, sagt formierten sich mehr als 700 Dr. Maria Wolleh, Partner Besucher über aktuelle Entbei Mannheimer Swartling, wicklungen und ErkenntBerlin. „Es war konsequent nisse in den Themenfeldern und richtig, dass der Wirt- „Energie“, „Green“, „Investschaftsförderungsrat der ment/Finance“, „Logistic“, Metropolregion diese Messe „Retail“ und „Karriere“. Provorangetrieben hat. Die Re- minente Referenten waren gion braucht eine unabhän- unter anderem Jörg Bode, gige gemeinsame Plattform, Niedersächsischer Minister um ihre Stärken darstellen für Wirtschaft, Arbeit und zu können. Im Fokus der Verkehr, Pieter Wasmuth, Gespräche stand neben den Generalbevollmächtigter zentralen Standortfaktoren Vattenfall Europe, Prof. Dr. der Region auch das Gutach- Peer Witten, Vorsitzender ten zur Gewerbeflächenkon- der Logistik Initiative Hamzeption. Insgesamt prägten burg, ZIA-Präsident Dr. Anintensives Networking und dreas Mattner oder Thomas Wissenstransfer die diesjäh- Binder, CEO von Centerberige Real Estate North“, be- treiber Sonae Sierra. Nordic stätigt Dr. Alexander Stark, Lounge: Einblicke in die Referent für Wirtschaft der skandinavische ImmobiliMetropolregion Hamburg. enbranche Die konsequente „Die Real Estate North als Ausrichtung der Real Estate Leuchtturm der deutschen North auf Nordeuropa wurImmobilienwirtschaft im de in der Nordic Lounge Norden ist von besonderer deutlich. Mannheimer SwartBedeutung für die interna- ling und weitere Messeteiltionale Ausstrahlung der nehmer aus Skandinavien Region. Investoren werden gaben Einblicke in die aktuauf den Norden Deutsch- elle Situation der skandinalands aufmerksam, sämtli- vischen Immobilienbranche. che Marktteilnehmer können Besonderes Highlight war sich hier exzellent vernetzen. eine Podiumsdiskussion zu Damit leistet die Real Estate den Herausforderungen des North einen erheblichen Bei- Zusammenspiels zwischen trag für die Region“, sagt Dr. Investor, lokalem AssetAndreas Mattner, Präsident und Property-Management, Anzeige_CS_139x100_Layout 1 29.04.11 09:49 Seite 1 des ZIA (Zentraler Immobijuristischen Beratern und lien Ausschuss), Berlin. anderen Dienstleistern bei

Immobilieninvestments nordischer Akteure in Deutschland. „Selbst in den Krisenjahren 2009 und 2010 war Hamburg als Immobilienstandort sehr stabil. Wir engagieren uns bereits sehr erfolgreich in Hamburg und werden auch in Zukunft in diesen Markt investieren. Als ausländisches Unternehmen sind wir beim Markteintritt auf verlässliche inländische Partner angewiesen. Diese finden wir auf der Real Estate North“, sagt Bo Henriksson, Business Manager Foreign Affairs von Norrporten, Schweden. „Besonders erfreulich ist, dass die Messe bereits jetzt im Fokus der internationalen Immobilienbranche liegt. So zeigte unter anderem eine Delegation russischer Immobilienfachleute großes Interesse an der Organisation eines Gemeinschaftsstands zur Real Estate North 2012“, fügt Kühne hinzu. Networking-Night mit 200 Gästen Am Abend des 14. Mai lud die Deutsche Messe AG zu einem hochkarätigen Networking-Event im Foyer des Congress Centers Hamburg. Die Networking-Night bot den rund 200 Gästen beste Voraussetzungen für Business- und NetworkingGespräche im zwanglosen Ambiente. Real Estate North 2012 Die nordeuropäische Immobilienbranche trifft sich im kommenden Jahr am 11. und 12. Juni im Congress Center Hamburg zur dritten Real Estate North.

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Arbeitsgemeinschaft Mittelstand stellt Jahresmittelstandsbericht 2011 vor Berlin (ots) - Der deutsche Mittelstand als Herzstück der Wirtschaft ist seit dem vergangenen Jahr auf Wachstumskurs. Die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand geht im Jahr 2011 von einem Umsatzzuwachs bei den mittelständischen Unternehmen in Höhe von fast 3 Prozent aus. Der Zuwachs liegt damit ähnlich hoch wie im vergangenen Jahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten im Mittelstand um 0,5 Prozent auf 32,4 Millionen an. Der Mittelstand glich die leichten Beschäftigungsverluste des vergangenen Jahres damit mehr als aus. Dies geht aus dem Jahresmittelstandsbericht 2011 hervor. Zahlen und Einschätzungen des Berichtes basieren auf den Konjunkturumfragen der in der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand zusammengeschlossenen Verbände aus Handel, Industrie, Handwerk und Gastgewerbe sowie auf Prognosen der dort vertretenen kreditwirtschaftlichen Verbände. An einer Konsolidierung der Staatsfinanzen im Einklang mit der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse führe kein Weg vorbei, erklärten Uwe Fröhlich und Wilfried Hollmann für die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand. Da allerdings die Steuereinnahmen über den Erwartungen liegen, sei die Regierung in der Pflicht zu prüfen, ob eine Steuerreform mit Entlastungswirkungen für den Mittelstand realisiert werden könne - selbstverständlich unter Einhaltung des Konsolidierungsziels. Wichtig sei es in diesem Zusammenhang, die kalte Progression, also die durch den Preisanstieg ausgelöste Erhöhung der realen Steuerbelastung, auszugleichen.

dischen Unternehmen, die bereits heute 80 Prozent der Ausbildungskosten tragen, in Zukunft noch wichtiger, leistungsfähige Mitarbeiter zu binden und durch gezielte Qualifizierung zu stärken. Von der Politik fordert Hollmann ein ebenso entschlossenes Handeln: „Eine durchgängige Qualitätsverbesserung im Bildungssystem ist dringend notwendig.“ Notwendig seien etwa Qualitätsstandards in der frühkindlichen Bildung sowie eine deutliche Verbesserung der Berufs- und Studienorientierung in den Schulen. Ebenso müsse das ganze Potenzial an Arbeitskräften, insbesondere von Frauen, aktiviert werden. Hierfür seien insbesondere mehr und bessere Betreuungsangebote für Kinder notwendig. Einer Frauenquote erteilte Hollmann dahingegen eine Absage: „Das ist nur ein Herumdoktern am Symptom.“ Für die Stabilität und Dynamik des Mittelstands von besonderer Bedeutung ist ein angemessener Zugang zu Finanzierungsmitteln. Im Unterschied zu Großunternehmen spielt bei der Finanzierung des Mittelstands der Bankkredit eine herausragende Rolle. „Die anstehenden Vorschriften zur Eigenkapitalregulierung Basel III müssen daher so angelegt sein, dass die Finanzierungskosten des Mittelstands nicht steigen und produktive Investitionen nicht unterlassen werden“, fordert BVR-Präsident Fröhlich. Auf keinen Fall dürfe die auf Langfristigkeit angelegte Finanzierungskultur in Deutschland durch die neuen Regelungen Schaden nehmen. Denn diese habe sich gerade in der Finanzmarktkrise als stabilisierender Faktor erwiesen. Dies müsse bei der Ausgestaltung der neu eingeführten Liquiditätsvorschriften berücksichtigt werden. Die Eigenkapitalanforderungen seien allerdings von den regional verankerten Instituten wie Sparkassen oder Volksbanken und Raiffeisenbanken gut zu stemmen.

Aktuell weitet sich der Fachkräftemangel für den Mittelstand zu einem massiven Problem aus. „Dem deutschen Innovations- und Wachstumsmotor droht der Treibstoff auszugehen!“, so MittelstanbdsverbundPräsident Hollmann. Bereits bei jeder dritten Stelle gebe es große Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden. Es brauche daher einen gemeinsamen Kraftakt Webinfo: von Wirtschaft und Politik mittelstandsverbund.de zur Fachkräftesicherung. So werde es für die mittelstän-

Deutschland

Aufschwung lockt Existenzgründer DIHK-Gründerreport 2011 Mit dem DIHK-GRÜNDERREPORT legt der DIHK jährlich eine Einschätzung der IHK-Organisation zum Gründungsgeschehen in Industrie, Handel und den Dienstleistungsbranchen in Deutschland vor. Grundlage für die DIHK-Aussagen sind Erfahrungsberichte der IHK-Existenzgründungsberater aus den 80 IHKs sowie eine statistische Auswertung zum IHK-Gründerservice. Insgesamt fußt der DIHK-Gründerreport 2011 auf über 360.000 Kontakten von IHK-Existenzgründungsberatern mit angehenden Unternehmerinnen und Unternehmern. Mit der vorliegenden Untersuchung wird ein Großteil des Gründungsgesche ens in Deutschland erfasst. Konjunktur und Gründungen im Aufwärtstrend. Erstmals seit zehn Jahren verzeichnen die IHKs auch bei besserer Konjunktur ein steigendes Interesse an Existenzgründungen. Im Jahr 2010 führten die IHKs 1,1 Prozent mehr Gründungsgespräche – insgesamt 361.058. An IHK-Gründerseminaren nahmen 8,4 Prozent mehr Interessenten teil (36.256). Die Zahl derjenigen, die ein vorbereitetes Gründungskonzept in der IHK-Gründungsberatung besprachen, wuchs ebenfalls deutlich – um 8,5 Prozent (64.343). Vormals gab es bei besserer Konjunktur und rückläufiger Arbeitslosigkeit weniger Gründungsinteressenten. Doch vielen Gründungen droht frühes Aus. Auch im Aufschwung gehen viele Gründer schlecht vorbereitet an den Start. Im Jahr 2010 hat sich die Qualität der den IHKs vorgelegten Geschäftskonzepte sogar verschlechtert. 36 Prozent der Gründer können Kunden, Geschäfts- und Finanzierungspartnern ihre

um etwa 7,5 Prozent erwartet. „Der Weltmarktanteil der deutschen Industrie wächst auch in diesem Jahr“, stellte Keitel fest. „Die deutschen Unternehmen sind die einzigen weltweit, die mit der Entwicklung des Welthandels über Jahrzehnte mithalten. Angesichts dieser

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Existenzgründungen, 15 Prozent einen Rückgang. Der Positivsaldo von plus zehn Prozentpunkten lässt auf eine steigende Zahl an Gründungen in den nächsten Monaten schließen. Die demografische Entwicklung wird den IHKs zufolge zu Chancen für neue Unternehmen in den Bereichen Gesundheits- und PflegeArbeitslosigkeit bleibt dienstleistungen, HaushaltsHauptmotiv. services und DienstleistunAuch im Jahr 2010 hat zu- gen für Senioren führen. meist Arbeitslosigkeit den ründungswunsch hervorge- Gründungsfinanzierung – rufen – und weniger unter- keine Entspannung. nehmerische Berufung. 59 Unzureichend vorbereitete Prozent der Teilnehmer an Gründer haben bei FinanzieIHK-Gründungsberatungen rungsverhandlungen einen nannten Erwerbslosigkeit schweren Stand. Aber auch als Hauptmotiv – ein ähnlich vielversprechende Ideen hoher Anteil wie im Vor- treffen auf Finanzierungsjahr (60 Prozent). Insgesamt schwierigkeiten. 22 Prozent verzeichneten die IHKs im der IHKs berichten, dass sich Aufschwung sowohl mehr im Jahr 2010 die Finanzie„Gründer mangels Alterna- rungssituation für Startups tiven“ als auch mehr „Grün- verschlechtert habe, ledigder aus Unternehmeran- lich vier Prozent berichten trieb“. von Verbesserungen. Die Beibringung ausreichender IHKs erwarten 2011 weiter Sicherheiten ist für 63 Promehr Gründungen. zent der Existenzgründer ein 25 Prozent der IHKs erwar- großes Problem – besonders ten in ihren Regionen mehr für arbeitslose Gründer mit

schmaler Kapitalbasis. 59 Prozent haben Schwierigkeiten, den von Kapitalgebern eingeforderten eigenen Finanzierungsanteil einzubringen – ein mehr als dreifach höherer Anteil als bei den etablierten Unternehmen. Gründungsinteresse von Frauen auf Rekordhoch. Mit 145.440 Gesprächen und Beratungen unterstützten die IHKs gründungsinteressierte Frauen – ein deutlicher Zuwachs von vier Prozent und damit Rekord in der Historie der Statistik zum IHK-Gründerservice seit 2002. Binnen sieben Jahren ist der Anteil der Gründungsinteressentinnen von 32 Prozent im Jahr 2004 auf 40 Prozent im Jahr 2010 gestiegen. Die Wirtschaftsregion mit den anteilig meisten Existenzgründerinnen bleibt mit 43 Prozent der Osten. In zehn Prozent der IHKs beträgt der Gründerinnenanteil sogar 50 Prozent oder mehr. Webinfo: www.dihk.de

Personalvorstand fordert mehr Zeit für Privatleben der Mitarbeiter ne Familie zu kümmern und dafür bewusst Zeit zu invesDer Personalvorstand der tieren kann und darf kein Deutschen Telekom, Tho- Makel mehr sein.“ mas Sattelberger, fordert Unternehmen auf, ihren Mit- Nach Ansicht Sattelberges arbeitern mehr Zeit für das muss das Umdenken in den Privatleben zu lassen. „Ein Führungsetagen anfangen. Unternehmen kann und darf Er fordert ein eindeutiges nicht komplett über die Zeit Bekenntnis zur Teilzeit und seiner Mitarbeiter verfügen, verlangt: „Die Sorge, dass ein Topmanager nicht zu be- kleine tägliche und große Auszeiten liebigen Zeiten über die Res- mehrmonatige sourcen seiner Geführten“, den Knick in der Karriere schreibt er in einem Bei- bedeuten, muss genommen trag für das „Handelsblatt“ worden.“ (Montagausgabe) laut einem Vorabbericht. Der Manager warnt davor, dieses nur als „OberflächenAuch „Hochleister“ sollten kosmetik“ zu betrachten und „selbstbestimmter“ die Zeit dringt auf einen echten Beaufteilen für Beruf, Familie wusstseinswandel. und Freunde: „Sich um seiDüsseldorf (dapd)

BDI: Ausfuhren auf Rekordniveau Industrie hebt Exporterwartung auf plus elf Prozent an Berlin (ots) - „Die deutschen Exporte werden in diesem Jahr um rund elf Prozent wachsen. Die Ausfuhren bleiben auf Rekordniveau.“ Dies sagte BDI-Präsident HansPeter Keitel bei der Vorlage des aktuellen BDI-Außenwirtschafts-Reports. Zuletzt hatte der BDI eine Zunahme

Geschäftsidee nicht klar beschreiben – nach 32 Prozent im Vorjahr. Während die IHKs im Vorjahresvergleich bei unternehmerisch motivierten Gründern etwas besser durchdachte Konzepte feststellten, zeigten sich arbeitslose Gründer deutlich schlechter auf die Selbstständigkeit vorbereitet.

engen internationalen Verflechtung muss Deutschland darauf achten, dass es sich durch seinen energiepolitischen Sonderweg nicht ins Abseits manövriert.“ Auch im laufenden Jahr steigen die deutschen Exporte laut BDI stärker als der Welthandel, der dem Internati-

onalen Währungsfonds zufolge in diesem Jahr um 7,4 Prozent zulegt. Im ersten Quartal wurden Waren und Dienstleistungen im Wert von 258 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert - mehr als je zuvor und 19,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zweistellige Wachstumsraten gab es im Maschinenbau (+21,8 Prozent), im Automobilbau (+21,6 Prozent), in der Elektrotechnik (+14,0%) und in der Chemieindustrie (+12,9 Prozent). Mit Ausfuhren in Höhe von

Thomas Sattelberger ist seit dem 3. Mai 2007 Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom AG. Der im Juni 1949 in Munderkingen/ Donau geborene Diplom-Betriebswirt war von Juli 2003 bis zu seiner Bestellung zum Telekom-Personalvorstand in derselben Funktion Mitglied des Vorstandes der Continental AG in Hannover. Dort verantwortete und gestaltete er insbesondere die zukunftsfähige und strategische Ausrichtung der Personalarbeit, die konzernweite Personal­entwicklung, das weltweite Talent Management sowie das Arbeitskosten- und Effizienzmanagement. (Foto: Telekom) 91 Milliarden Euro war der März 2011 der exportstärkste Monat seit Beginn der Exportstatistik vor 61 Jahren. „Für die exportorientierte Industrie ist freier Marktzugang entscheidend. Jedes zehnte Exportgeschäft wird durch Handels- und Investitionshemmnisse beschränkt. Das kostet Absatzchancen und Wohlstand“, sagte Keitel. Zu den Hemmnissen gehören beispielsweise Exportrestriktionen für Rohstoffe in China und Indien, langwierige und teuere Zoll-

verfahren in Russland sowie Beschränkungen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge in Brasilien. Der Zugang zu diesen Ländern wird für die deutsche Exportwirtschaft immer wichtiger: Heute gehen bereits rund 8,5 Prozent der deutschen Exporte nach Brasilien, Russland, Indien und China - mit steigender Tendenz. Der BDI-Außenwirtschafts-Report erscheint vier Mal pro Jahr. Webinfo: www.bdi.eu

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International

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AirAsia bestellt 200 A320neo-Flugzeuge Die größte Order in der Geschichte konsolidiert die marktführende Position der A320-Familie AirAsia, der größte LowCost-Carrier in der AsienPazifik-Region, hat bei Airbus 200 A320neo-Flugzeuge fest in Auftrag gegeben. Der heute bei der Paris Air Show angekündigte Vertrag ist die größte Order in der Geschichte der A320-Familie und macht AirAsia zum größten Airline-Kunden für Single-Aisle-Passagierjets weltweit. AirAsia kündigte an, dass seine A320neo-Flugzeuge mit den neuen LEAPX-Triebwerken von CFM International ausgestattet sein werden.

A320neo zu sein, stellen wir sicher, dass wir in unserem Geschäft mit einer der weltweit jüngsten und modernsten Flotten an vorderster Front bleiben.“

bus. „Dieser bahnbrechende Vertragsabschluss ist die bisher größte Bestätigung unserer Entscheidung, in die Entwicklung der A320neo zu investieren, und konsolidiert die marktführende Position

A320neo bis zu 950 km/500 nm mehr Reichweite bzw. die Möglichkeit, bis zu zwei Tonnen mehr Nutzlast über eine bestimmte Reichweite mitzuführen. Für die Umwelt bedeutet der niedrige-

Insgesamt hat AirAsia nun 375 Flugzeuge der A320-Familie fest in Auftrag gegeben und 89 Flugzeuge sind im schnellwachsenden asiatischen Netzwerk des Carriers bereits im Einsatz. Außerdem ist AirAsia X, die Langstreckentochter des Carriers, mit ihren 38 in Auftrag gege- Toller Abschluss: Gleich 200 neue Flieger bestellte AirAsia bei der Paris Air Show. benen Großraumflugzeugen (Foto: e*m company / H. GOUSSÈ) ebenfalls ein Kunde mit einer reinen Airbus-Flotte. „Dank des unglaublichen der Airbus Single-Aisle-Pas- re Treibstoffverbrauch eine “Mit diesem historischen Unternehmergeistes von sagierjets noch weiter.“ jährliche Einsparung von Geschäft hat AirAsia seine Tony Fernandes und der 3.600 Tonnen CO2 pro FlugZukunft gesichert und ist Energie seines Teams hat Die A320neo-Modelle zeug. Außerdem wird eine für das enorme Wachstum- sich AirAsia zu einem der werden mit ihren neuen zweitstellige Reduzierung spotenzial des asiatischen am schnellsten wachsenden, Triebwerken und den ae- der Stickoxid-Emissionen erMarkts gerüstet“, sagte Tony innovativsten und angese- rodynamisch optimierten zielt. Dank der neuen TriebFernandes, Chief Executive hensten Carrier in der Bran- „Sharklets“ an den Flü- werke fliegt die A320neo Officer von AirAsia Group. che entwickelt“, sagte Tom gelenden 15 Prozent we- wesentlich leiser. Die Flug„Mit unserer Entscheidung, Enders, President und Chief niger Treibstoff verbrau- zeugzelle der A320neo weist einer der Erstkunden für die Executive Officer von Air- chen. Gleichzeitig bietet die gegenüber der bisherigen

A320-Familie eine Kommunalität von über 95 Prozent auf, so dass sich die neuen Modelle nahtlos in vorhandene A320-Flotten eingliedern lassen. Die A320-Familie mit den Modellen A318, A319, A320 und A321 gilt als Referenz

Standardrumpf und nur einem Mittelgang (Single Aisle). Über 7.000 Flugzeuge der A320-Familie wurden bereits verkauft und mehr als 4.700 Flugzeuge wurden an über 330 Kunden und Betreiber weltweit ausgeliefert.

Airbus-Chef lehnt Einstieg der Bundesregierung bei EADS ab Berlin (dapd) - AirbusChef Thomas Enders hat sich gegen einen Einstieg der Bundesregierung beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS ausgesprochen. „Für eine erfolgreiche Internationalisierung brauchen wir nicht mehr, sondern weniger Staatsbeteiligung an EADS“, sagte Enders der „Welt am Sonntag“. Der Rückzug von Daimler sollte nicht dazu führen, „dass wir dann einen weiteren staatlichen Aktionär bekommen“, sagte Enders. Der Stuttgarter Autobauer hält 15 Prozent der Aktien und 22,5 Prozent der Stimmrechte an dem AirbusMutterkonzern und will dem Vernehmen nach aussteigen. Als möglicher Aufkäufer des Aktienpakets gilt die Bundesregierung. Hintergrund ist die Wahrung der deutsch-französischen Baklassein für mit lance demFlugzeuge Unternehmen.

Der Luftfahrtmanager favorisiert statt einer direkten Staatsbeteiligung eine „Goldene Aktie“, die sowohl der französischen als auch deutschen Regierung bestimmte Vetorechte einräumen würde. „Man sollte jedenfalls intensiv darüber nachdenken“, sagte Enders. Natürlich müsse geregelt werden, dass ein Unternehmen wie EADS, das im Militärgeschäft tätig ist und Hochtechnologien entwickelt, vor unliebsamen Übernahmen geschützt sei. Die deutsch-französische Balance müsste sich aber nicht unbedingt auch in der Aktionärsstruktur wiederfinden, sagte der Konzernchef. „Ich bin nicht der Ansicht, dass sich eine Balance unbedingt bei den Aktionären ausdrücken muss. EADS ist und bleibt auch so im Kern eine deutsch-französische Gesellschaft.“

Airbus-Belegschaft fordert auf Aktionstag Beschäftigungsgarantien und weniger Leiharbeit Unternehmen warnt vor wirtschaftlichen Einbrüchen Hamburg (dapd-nrd) - Mit- gen, hieß es in einer Stellung- gen hätten die Beschäftigten arbeiter des Flugzeugbauers nahme des Unternehmens. nun genug und verlangten Airbus haben am Mittwoch Besonders die Dollarschwä- klare Zusagen zur Zukunft für sichere Arbeitsplätze che sei mittelfristig gefähr- der Standorte, sagte Bezirksdemonstriert. Auf Kundge- lich. In den nächsten zehn leiter Meinhard Geiken vor bungen in Hamburg, Bre- Jahren wachse außerdem etwa 8.000 Beschäftigten in men und Stade forderten die Konkurrenz aus China, Hamburg-Finkenwerder.In sie BeschäftiBremen krigungsgarantien tisierte der bis zum Jahr Vorsitzende 2020 und eine des GesamtBegrenzung betriebsrader Leiharbeit. tes, Johann Hintergrund ist Dahnken, die Forderung dass das der IG Metall UnternehKüste und des men den BeGesamtbeschäftigten triebsrats der nur für ein Airbus OpeJahr Sicherrations GmbH heit biete. nach einem Dabei seien Zukunftstarifdie Auftragsvertrag für die bücher voll vier deutschen Aktionstag von Mitarbeitern bei Airbus Bremen am und die ProStandorte Ham- 08.06.2011 für weniger Leiharbeit und Beschäftigungsga- duktion werburg, Bremen, rantie (Foto: Focke Strangmann/dapd) de hochgeStade und Buxtefahren. „Wir hude. Insgesamt beteiligten Brasilien, Russland und Ja- hoffen, dass die Arbeitgeber sich nach Gewerkschaftsan- pan. Um wettbewerbsfähig nach dieser Aktion wieder gaben etwa 10.000 Werksan- zu bleiben, müsse Airbus an den Verhandlungstisch gehörige an dem Aktionstag. flexibel agieren und gleich- zurückkehren“, sagte Eckard zeitig die Produktivität wei- Scholz von der IG Metall Das Unternehmen warnte ter erhöhen. Ein Sprecher Hamburg vor dem Stader derweil vor globalen wirt- der IG Metall Küste betonte, Airbus-Werk. schaftlichen Einbrüchen. Mit man habe mit dem Aktionsdiesen müsse künftig gerech- tag „Airbus symbolisch die Die Verhandlungen über einet werden, und sie drohten Gelbe Karte gezeigt“. Nach nen neuen Tarifvertrag wurin kürzeren Abständen und anderthalb Jahren mit Dis- den den Angaben zufolge mit stärkeren Auswirkun- kussionen und Verhandlun- Ende Mai vertagt. wirtschaftszeitung für bremen und umgebung

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Forschung & Technik

Moos fürs Moor

Einzigartiges Forschungsprojekt zum industriellen Anbau von Torfmoos als Ersatz für fossilen Torf gestartet - Ohne Alternative droht der Torfindustrie in 20 Jahren das Aus Ramsloh (dapd-nrd) Von Normann Berg Mit einem einzigartigen Forschungsprojekt will die Torfindustrie ihr Überleben sichern. Derzeit ist das Ende absehbar: Im Hauptproduktionsland Niedersachsen laufen die aktuellen Abbauverträge in weniger als 20 Jahren aus. Etwa zum gleichen Zeitpunkt werden auch die natürlichen Vorräte zu Ende gehen. Das zarte Pflänzchen der Hoffnung heißt Torfmoos. Dessen Biomasse soll die gleichen Eigenschaften wie fossiler Weißtorf haben und den vor allem bei Berufs- und Hobbygärtnern beliebten Rohstoff ersetzen. Torfgewinnung wird von Umweltschützern gerne als Raubbau an der Natur be-

zeichnet. Im Westermoor bei Ramsloh (Landkreis Cloppenburg) wird deutlich, was gemeint ist. Kilometerlang zieht sich die braune Mondlandschaft durch eines der größten Abbaugebiete in Mitteleuropa. „Das ist nicht schön. Aber ein Maisfeld sieht auch nicht schön aus, wenn nicht gerade der Mais steht“, sagt der Geschäftsführer des Torfwerkes Moorkultur in Ramsloh, Gunnar Koch. Seit 30 Jahren wird dort Torf abgebaut, aktuell auf einer Fläche von 600 Hektar. 60 Mitarbeiter fördern 450.000 Kubikmeter pro Jahr zutage, um daraus Gartenerde zu machen. Einer von ihnen ist Cornelius Behrends. Er sieht aus wie einer jener Torfstecher, die einst mit spatenähnlichen Gegenständen ins Moor zogen, um das braune Gold per Hand

abzubauen. Heute hilft die moderne Technik: Behrends kommt mit einem eher aus alpinen Skigebieten bekannten Pisten-Bully daher. Mit dem 300 PS starken Gefährt schiebt er den freigelegten Torf zu großen Haufen zusammen. „In 20 Jahren ist Schluss“ Obwohl sein Unternehmen mit der Zeit geht, sieht Gunnar Koch der Zukunft pessimistisch entgegen. „In 20 Jahren ist Schluss. Welche Branche kann das schon von sich behaupten?“, fragt er sarkastisch. Zudem beklagt er die mangelnde Anerkennung seines Industriezweiges. Torfabbau zerstöre Heimat, Natur und Klima, sagen Umweltschützer. „Torfabbau ist nur auf Weideflächen erlaubt. Und die müssen wir

Universitäten Greifswald und Rostock sowie das Torfwerk Moorkultur zusammen. Im Gewächshaus und auf einer kleinen Versuchsfläche im Westermoor wurde die Torfmoos-Anzucht bereits erfolgreich getestet, wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe als Projektträger mitteilte. Das gewonnene Substrat habe sich sehr gut zur Kultivierung verschiedener Zierpflanzen wie Weihnachtssterne und Alpenveilchen geeignet. Jetzt hat ein Großversuch im Hankhauser Moor bei Rastede (Landkreis Ammerland) begonnen. Auf drei Hektar sind verschiedene TorfmoosArten ausgebracht worden. Untersucht werden soll aber Erste Erfolge bei nicht nur, welche Arten für Weihnachtssternen einen industriellen Anbau in Frage kommen, sondern In dem Projekt arbeiten die auch der betriebswirtschaftanschließend zu 100 Prozent renaturieren“, hält Koch dagegen. Auch zwischen den Abbauflächen in Ramsloh gibt es diese Areale. Inmitten der bizarren Szenerie befindet sich unter anderem eines der letzten Brutgebiete des fast ausgestorbenen Goldregenpfeifers. Trotz allem steckt Koch den Kopf nicht in den Torf. Hoffnung gibt ihm ein seit 1995 laufendes Forschungsprojekt, das weltweit einmalig ist und jetzt in seine entscheidende Phase geht. Dabei wird untersucht, ob der Anbau von Torfmoos, das ohnehin als Erbauer der Moore gilt, den fossilen Verwandten ersetzen kann.

liche Nutzen. Letzteres vor allem interessiert Gunnar Koch. Sollte auch der auf drei Jahre angelegte Feldversuch erfolgreich verlaufen, plant er den kommerziellen Torfmoos-Anbau. Dann müsste in 20 Jahren noch nicht Schluss sein für das Familienunternehmen.

Torfproduktion in neun Daten: in Deutschland werden jährlich zehn Millionen Kubikmeter Torf abgebaut 80 Prozent davon gehen als Kultursubstrate an Berufsgärtner und als Blumenerde an Hobbygärtner der Jahresumsatz der Torfindustrie liegt bei 500 Millionen Euro Deutschland ist mit 13 Prozent Marktanteil die Nummer drei bei der Torfgewinnung in Europa Marktführer sind Finnland (41 Prozent) und Irland (21 Prozent) die Torfabbauflächen in Deutschland sind 27.000 Hektar groß abgebaut werden darf ausschließlich auf bereits entwässerten, landwirtschaftlich genutzten Flächen

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Gunnar Koch, Geschaeftsfuehrer des Torfwerks Moorkultur Ramsloh, haelt am Montag (18.04.11) in Ramsloh auf dem Werksgelaende Torfmoos in Haenden. Das Unternehmen unterstuetzt federfuehrend ein Forschungsprojekt der Universitaeten Greifswald und Rostock, bei dem untersucht wird, ob diese schnellwachsenden Pflanzen als Torfersatz bei der Produktion von Blumenerde in Frage kommen. Mit einem Forschungsprojekt will die Torfindustrie ihr Ueberleben sichern. Im Hauptproduktionsland Niedersachsen laufen die aktuellen Abbauvertraege in weniger als 20 Jahren aus. Etwa zum gleichen Zeitpunkt werden auch die natuerlichen Vorraete zu Ende gehen. Das zarte Pflaenzchen der Hoffnung heisst Torfmoos. Dessen Biomasse soll die gleichen Eigenschaften wie fossiler Weisstorf haben und den vor allem bei Berufs- und Hobbygaertnern beliebten Rohstoff ersetzen. Foto: Markus Hibbeler/dapd

anschließend müssen die Flächen wieder vernässt und renaturiert werden die Torfgewinnung auf intakten Moorflächen ist verboten

Molke ersetzt Kunststoff Forschungsdienstleister TTZ Bremerhaven beteiligt sich an der Entwicklung eines biologisch abbaubaren Kunststoffes aus Molkeproteinen

Bremerhaven (JSL). Um Nahrungsprodukte vor raschem Verderben und Qualitätsverlust zu schützen, ist die Verwendung von Verbundverpackungen aus synthetischen Polymeren üblich. 14 Partner aus sieben Ländern entwickeln im EU-Projekt WHEYLAYER eine recyclingfähige Barriereschicht, die Verpackungsschichten aus Kunststoff ersetzen soll. Unter Nutzung von Molkeproteinen gelang es, herkömmliche und teure Polymere wie Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer (EVOH) bei Lebensmittelverpackungen zu ersetzen. Das Biomaterial Molke fällt bei der Käseherstellung als Nebenprodukt an. Durch die Aufbereitung der Molke werden

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nicht nur Entsorgungskosten gespart, sondern auch eine ganzheitliche Verwertung von Milch erreicht. Der Molkeproteinfilm enthält nicht nur natürliche antimikrobielle und antioxidantive Wirkstoffe, sondern zeichnet sich darüber hinaus durch seine biologische Abbaubarkeit aus. An dem von der EU geförderten Projekt beteiligen sich Unternehmen und Verbände der Verpackungs-, Recycling- und Milchindustrie sowie Forschungseinrichtungen. Das Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Freising ist einer der 14 WHEYLAYER-Projektpartner. Das Institut optimierte unter anderem die filmbildenden Eigenschaften der Molken-

proteine. Durch Zugabe von Weichmachern und anderen Additiven wurde eine Beschichtung entwickelt, die mechanischen Belastungen standhält und eine hohe Barrierewirkung der Beschichtung erzielt. Die nach einigen weiteren komplexen Arbeitsschritten entstandene, mit Molkeproteinen beschichtete Folie wurde schließlich mit einem konventionellen Kunststoff laminiert, um Verbundverpackungen herzustellen. Die Universität Pisa prüfte die Recycelbarkeit, biologische Abbaubarkeit, Kompostierbarkeit und Toxizität der WHEYLAYER-Verbundverpackung. Herkömmliche Lebensmittelverpackungen bestehen aus mehreren Schichten. Mit dem Einsatz

von WHEYLAYER sind die vorher nicht-trennbaren Schichten lös- und deshalb wiederverwertbar. Der Forschungsdienstleister ttz Bremerhaven führte eine Validierung des vom Fraunhofer IVV produzierten WHEYLAYER-Films durch. So wurde die entwickelte Verbundverpackung mit herkömmlichen Materialien verglichen. Hierzu hat das ttz Bremerhaven hat Butterkäseproben in drei unterschiedlichen Folientypen vakuumverpackt: Eine von zwei auf WHEYLAYER basierende Verpackungsfolien enthielt eine antimikrobielle Schicht. Bei der dritten getesteten Folie handelte es sich um eine Referenzverpackung, die ähnliche Eigenschaften wie die WHEYLAYER-Protein-

folie hat und üblicherweise in der Industrie eingesetzt wird. Die Tests ergaben, dass der WHEYLAYER-Film sowohl mit als auch ohne antimikrobielle Beschichtung keinen signifikanten Einfluss auf die chemischen oder mikrobiologischen Eigenschaften der Testprodukte hat. Auf WHEYLAYER basierende Verpackungsschichten sind in ihrer Funktion also genauso effizient wie konventionelle Verpackungen. Das ttz Bremerhaven wird in Zukunft ähnliche Sensoriktests mit frischen Pastascheiben durchführen. Die Verpackung der Pasta wird auf WHEYLAYER basieren und von einem Antioxidationsmittel umhüllt sein.

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E-Business

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Mobile-Studien von BVDW und Google:

Deutschlands Unternehmen verschenken Marktpotenzial im Mobile-Web Düsseldorf/Hamburg, Rund 12 Millionen private Smartphone-Nutzer in Deutschland schaffen ein rasant wachsendes Marktpotenzial für Mobile-Marketing und -Handel. Doch während sich jeder zweite Mobile-Surfer unterwegs über Produkte und Dienstleistungen informiert, kauft die Mehrzahl von ihnen noch in klassischen Kanälen. Und dies mitunter notgedrungen. Denn selbst führende Unternehmen im Online-Marketing schöpfen das Vermarktungs- und Vertriebspotenzial im mobilen Netz längst nicht so aus, wie es möglich wäre. Zu den größten Hürden im Wettlauf um die mobile Kundschaft zählen knappe Ressourcen und der schleppende Ausbau mobile-freundlicher Web-Lösungen. Zu diesen Ergebnissen kommen zwei aktuelle Studien von Ipsos und TNS Infratest im Auftrag von Google Deutschland und dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Befragt wurden 2.000 Konsumenten sowie 200 Marketing-Entscheider auf Unternehmensseite. Die Ergebnisse sind repräsentativ für private SmartphoneNutzer ab 18 Jahren sowie für die Top 500 Online-Webetreibenden in Deutschland. Rund 12 Millionen private Smartphone-Nutzer gibt es aktuell in Deutschland, mit stark steigender Tendenz. Das entspricht etwa 18 Prozent der volljährigen Gesamtbevölkerung. Ihr Nutzungsverhalten: 80 Prozent von ihnen surfen täglich mittels stationärer Computer, 43 Prozent auch per Smartphone. Dabei zeigen die Studien auch die Bedeutung des mobilen Internetzugangs für weniger PC-affine Zielgruppen: Rund 40 Prozent der Smartphone-Besitzer, die von PCs aus seltener als ein Mal pro Woche surfen, sind

mittels ihres mobilen Geräts vaten Smartphone-Nutzer seiten vergleichbare Nut- chende M-Commerce-Lömittlerweile täglich im Netz. mit ihrem Gerät auch bereits zerfreundlichkeit erwarten. sungen fehlen, verschärft Für sie erfolgt der Web-Zu- mobil Produkte oder Dienst- Nutzerfreundlichkeit und den Medienbruch: Smartgang also in erster Linie auf leistungen gekauft. Doch mobile-optimierte Auftritte phone-Nutzer in Deutschmobilem Weg. auf der anderen Seite sind zählen also zu den elemen- land recherchieren zwar Insgesamt geben zwei von 72 Prozent der Nutzer noch taren Voraussetzungen für mobil, jedoch wickelt rund drei privaten Smartphone- nicht als Mobile-Kundschaft erfolgreichen M-Commerce. jeder Zweite von ihnen den Nutzern an, nicht ohne ihr erschlossen. Die Mehrzahl Diesbezüglich besteht kon- eigentlichen Kauf- oder Bemobiles Gerät aus dem Hau- (69 Prozent) dieser mobilen kreter Nachholbedarf auf stellvorgang nicht mobil, se zu gehen. Jeder Zweite Einkaufsmuffel zieht zumin- Seiten der Anbieter. Denn sondern im stationären Invon ihnen nutzt sein Smart- dest bislang Online-Shop- selbst von den Top 500 der ternet oder Handel ab. Die phone, um Inforpositive Nebenwirmationen im Netz kung ist zwar nicht zu recherchieren. zu unterschätzen: Mehr als jeder Anbieter profitievierte nimmt es ren bereits aktuell gezielt mit, um merklich von Werbeim Einkaufen be- oder VertriebsPreise online zu aktivitäten im Movergleichen. Für bile-Bereich, selbst den M-Commerce wenn der mobil und für Onlineausgelöste ROPOMarketer bedeuEffekt in der Wertet das rasante bewirksamkeitsMobile-Wachstum messung bislang entsprechende unzureichend beVe r m a r k t u n g s rücksichtigt ist. chancen. UnterJedoch könnten nehmen wie die der weitergehende Kölner MedienAusbau von morechtskanzlei bile-optimierten WILDE BEUGER Internetauftritten SOLMECKE erund mobiler Marschließen ihre moketing-Aktivitäten bile Zielgruppe die Kundenbinbereits jetzt erfolgdung und auch reich per Click-toden direkten AbCall-Anzeigen auf verkauf im mobimobilen Geräten. len Kanal merklich Mit nur zwei Mosteigern. Die bebile-Kampagnen fragten Unternehsteigerte die Firma mens-Entscheider ihren Gesamtumbestätigen den satz um 20 Prozent Ausbaubedarf: 58 und konnte ihren Den 12 Millionen Smartphone-Nutzern stehen noch zu wenig mobile Webseiten Prozent von ihnen Mitarbeiterstamm sehen im mobilen und Angebote im Netz zur Verfügung. Vorbildlicher Marketing-Mix: Die Gelben verdoppeln. Jeder Geschäft einen Zuins Mobile-Mar- Seiten bieten Ihr Angebot als Buch, im Web und als mobile App. kunftsmarkt für keting investierte ihr Unternehmen, Euro rentierte sich doch fast ebenso um mehr als das Zehnfache. ping per PC oder Laptop im Online-Marketing akti- viele (56 Prozent) wissen Die Mehrzahl der Unter- vor. ven Unternehmen betreiben sich aufgrund fehlender Monehmen schöpft das mobile Gut jedem achten (12 Pro- gut zwei Drittel (63 Prozent) bile-Auftritte unzureichend Potenzial jedoch nicht an- zent) Smartphone-Nutzer ist noch keine mobile-optimier- gerüstet. Die drei größten nähernd vollständig aus. das mobile Einkaufen noch ten Web-Präsenzen. Mobile Hürden in der UnternehDie Detailanalyse der Stu- zu kompliziert. Rund 60 Pro- Einkaufslösungen sind ähn- menspraxis: Personelle Resdie verdeutlicht sowohl das zent aller privaten Smartpho- lich rar, nur 33 Prozent der sourcen (46 Prozent), Zeit Potenzial als auch den kon- ne-Nutzer in Deutschland befragten Unternehmen be- (39 Prozent) sowie technolokreten Handlungsbedarf auf geben explizit an, dass sie treiben diese. gische Voraussetzungen (36 Unternehmensseite. So ha- von mobilen Webseiten eine Dass Mobile-optimierte In- Prozent). Knappe Ressourben zwar 28 Prozent der pri- mit herkömmlichen Web- ternetseiten und entspre- cen und das Fehlen mobile-

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optimierter Angebote führen somit selbst bei Deutschlands Vorreitern im OnlineMarketing dazu, dass deren Mobile-Aktivitäten de facto weniger crossmedial vernetzt umgesetzt werden, als es wünschenswert und umsetzbar wäre: Jedes fünfte Unternehmen (20 Prozent) betreibt mobile Kampagnen derzeit noch gänzlich unabhängig von Werbeaktivitäten in anderen Kanälen. Demgegenüber sind Unternehmen mit Mobile-Präsenzen klar im Vorteil. Als wesentliche Effekte können sie sich über zunehmenden Mobile-Traffic, breitere Produktbekanntheit und merklich steigende Conversion Rates freuen. „Mobile gewinnt als wichtige Säule der digitalen Wirtschaft weiterhin rasant an Bedeutung. Einem Onlineoder Offlinekauf geht immer häufiger eine mobile Recherche voraus und der Anteil der Smartphonenutzer, die recherchieren und danach gleich mobile kaufen, nimmt zu“, sagt Burkhard Leimbrock, BVDW-Vizepräsident. „Smartphones bereiten Kaufentscheidungen bei Konsumenten vor, und daher ist es umso wichtiger, dass Unternehmen in den richtigen mobilen Auftritt und in Mobile Marketing investieren.“ „Die Studie zeigt deutlich die Potenziale von Mobile Marketing - aber vor allem auch den Aufholbedarf auf Seiten der Werbetreibenden. Die mobile Internetnutzung ist mittlerweile weit verbreitet - daher kommt kein Marketing-Verantwortlicher mehr um diesen Bereich in der Mediaplanung herum“, sagt Stefan Hentschel, Head of Mobile Ad Sales bei Google Deutschland. „Andererseits ist es noch nicht zu spät, zu den First Movern in diesem Bereich zu gehören und von der niedrigen Wettbewerbsdichte zu profitieren.“

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Finanzen

Aufschwung erreicht Kreditmarkt Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen wächst um fast 4 %, erster Anstieg seit zwei Jahren, Eskalation der Schuldenkrise in der Europeripherie bleibt größtes Risiko für den inländischen Kreditmarkt

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Der Aufschwung der Konjunktur erreicht den Kreditmarkt. Das Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen hat im 1. Quartal 2011 erstmals seit zwei Jahren wieder zugenommen. Im Vorjahresvergleich ist die Kreditvergabe zwischen Januar und März um knapp 4 % angestiegen. Vernachlässigt man Quelle & Grafik: KfW-Kreditmarktausblick Juni 2011 die durch Kriseneffekte verzerrten Jahre zwischen 2007 und 2010, ist dies der erste signifikante Anstieg des KreZur Konstruktion des KfW-Kreditmarktausblicks: ditneugeschäfts seit einer knappen Dekade. Über die kommenden beiden QuarZur Ermittlung des Kreditneugeschäfts wird der quartalsweisen Änderung des tale dürfte sich die positive Kreditbestandes (Angaben der Deutschen Bundesbank zu Krediten der deutschen Tendenz fortsetzen. Dies Banken an inländische Unternehmen und Selbstständige, ohne Wohnungsbaukrezeigt der neue, für das Handite und ohne die Kredite an Finanzinstitutionen und Versicherungsgewerbe) ein delsblatt erstellte Kreditsimuliertes planmäßiges Tilgungsverhalten (pro Quartal) hinzugerechnet. Die Vermarktausblick der KfW Banöffentlichung erfolgt als Veränderungsrate des auf diese Weise berechneten Neugekengruppe. schäfts gegenüber dem Vorjahresquartal, wobei die Veränderungsrate im gleitenden Zwei-Quartals-Durchschnitt dargestellt wird. Damit reagiert der Kreditmarkt mit zeitlicher VerzöDie Prognose des Kreditneugeschäfts erfolgt anhand eines VAR-Modells, in das als gerung auf den 2010 einwichtigste erklärende Variablen das BIP, der Zwölf-Monats-Satz am Geldmarkt und setzenden Aufschwung. die Unternehmensinvestitionen eingehen. Die Unternehmensinvestitionen umfasDie Kapazitätsauslastung sen alle nicht-öffentlichen Investitionen in Ausrüstungen, Wirtschaftsbauten und in der deutschen Industsonstige Anlagen. Sie werden von der KfW vierteljährlich anhand der VGR-Daten rie lag über weite Teile des des Statistischen Bundesamtes berechnet und unter Verwendung finanzieller und vergangenen Jahres noch realwirtschaftlicher Frühindikatoren mithilfe eines vektorautoregressiven Modells deutlich unter ihrem langin die Zukunft projiziert. jährigen Durchschnitt. Trotz eines Wachstums von 7,5 Weitere Informationen und monatlicher Download unter www.kfw.de % im zurückliegenden Jahr

konnten die Unternehmensinvestitionen ihr Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreichen. Kreditfinanzierte Erweiterungsinvestitionen spielten daher noch keine größere Rolle. Erst im laufenden Jahr werden die Unternehmensinvestitionen in Deutschland aufgrund der guten Auftragslage und der bereits überdurchschnittlich ausgelasteten Kapazitäten ihren Einbruch vollständig überwunden haben und damit für eine vermehrte Kreditnachfrage sorgen. Auf der Angebotsseite sind die Kreditrestriktionen der Banken und Sparkassen aktuell weiterhin sehr niedrig. Dies zeigt u. a. die Einschätzung der im Rahmen der ifoKredithürde befragten Unternehmen. Auf Seiten der Kreditinstitute wird dieses Bild durch die Ergebnisse des Bank Lending Survey mit einer weiteren Lockerung der Standards für Unternehmenskredite im ersten Quartal 2011 bestätigt. Zudem ist das Zinsniveau im 1. Quartal mit rund 4,1 % für Kredite mit mittel- und langfristiger Zinsbindung im historischen Vergleich

noch immer als moderat zu bezeichnen. Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe: „Sieht man von den Krisenjahren 2007 bis 2010 mit ihren Sondereffekten ab, haben wir im 1. Quartal 2011 den ersten signifikanten Anstieg des Kreditneugeschäfts seit knapp 10 Jahren. Die exzellente konjunkturelle Entwicklung in Deutschland erreicht jetzt zu Beginn der Spätphase des Aufschwungs auch den inländischen Unternehmenskreditmarkt. Wir erwarten für 2011 ein Wachstum des BIP von 3,5 % und der Unternehmensinvestitionen von 11,5 %. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass sich die erfreuliche Entwicklung am Kreditmarkt fortsetzen wird. Das bei Weitem größte Risiko dieser Prognose liegt im Wiederaufflammen und Ausbreiten der Schuldenkrise der Euro-Peripherieländer. Aber auch ein unerwartet starkes Nachlassen der globalen Wachstumskräfte darf als mögliche Risikoquelle nicht außer Acht gelassen werden.“

Unternehmen und Anleger setzen vermehrt auf Unternehmensanleihen Berlin (ots) - Die umlaufenden Unternehmensanleihen überschritten im vergangenen Jahr erstmals den Betrag von 250 Milliarden Euro. Zehn Jahre zuvor waren es noch weniger als 14 Milliarden Euro (siehe Grafik). Gegenüber 1998 hat sich der Umfang der Unternehmensanleihen sogar mehr als versechzigfacht. Immer mehr Unternehmen

nutzen diese Art der Finanzierung als Alternative oder als Ergänzung zum klassischen Bankkredit. Zum deutlichen Anstieg des Umlaufvolumens seit Mitte des Jahres 2008 haben auch die niedrigen Zinsen beigetragen, die Unternehmen für Anleihen zahlen. Unternehmen nutzen den Kapitalmarkt, um sich die vergleichsweise günstigen

Zinsen langfristig zu sichern. Aus Anlegerperspektive bieten Unternehmensanleihen - insbesondere im Vergleich zu Bundeswertpapieren eine höhere Rendite. Darin spiegelt sich natürlich auch ein größeres Risiko wider. Daher sollten Anleger immer auch auf die Bonität des Unternehmens achten.

Quellenangabe: „obs/Bundesverband deutscher Banken“ Zur Grafik: Die umlaufenden Unternehmensanleihen überschritten im vergangenen Jahr erstmals den Betrag von 250 Milliarden Euro. Zehn Jahre zuvor waren es noch weniger als 14 Milliarden Euro.

Grundregeln für Erfolg beim Anlegen in Aktien

Berlin (dapd). Phil Town gilt in den USA als einer der erfolgreichsten InvestmentProfis. In seinem Buch „Die Regel Nummer 1“ hat er für die erfolgreiche Geldanlage in Aktien Grundregeln aufgestellt, die auch für Kleinanleger als Orientierung taugen. Vor dem Kauf von Aktien sollten Anleger sich immer fragen, ob sie das Unternehmen auch als Ganzes kaufen würden, wenn sie die finanziellen Mittel hätten. Anleger sollten sich fragen, ob sie die Produktionsbedingungen gutheißen können, ob der Umgang mit

den Mitarbeitern so ist, wie sie es sich selber wünschen, und ob das Unternehmen die Umwelt respektiert. Anleger sollten mit ihrem Geld Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen unterstützten, hinter denen sie stehen. Denn wer Geld anlegen kann, gehört zu den fünf bis zehn Prozent privilegierten Menschen auf der ganzen Welt, die mehr Geld haben, als sie zum Leben benötigen. Daraus sollte man etwas machen, denn die Investments heute bestimmen auch, wie die Unternehmen morgen aussehen. Eine weitere Regel: Ein In-

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vestment sollte nur bei denjenigen Unternehmen infrage kommen, die über einen Wettbewerbsvorteil verfügen, der sie gegen neue Anbieter und Wettbewerber schützt, wie \x{2212} so vergleicht Town \x{2212} ein Burggraben vor Angreifern schützt. Der Burggraben kann aus ganz verschiedenen Gründen schützen. Starke Markenamen wie Coca-Cola sind beliebt bei den Menschen. Der Kunde mag Coca-Cola, er würde nichts anderes trinken, er genießt den einzigartigen Geschmack, er bezahlt dafür gutes Geld. Ein neuer Wett-

bewerber würde dagegen nicht ankommen und hätte auch kaum das Budget, um der Werbemaschinerie Paroli zu bieten. Coca-Cola hat einen Wettbewerbsvorteil, der dem Unternehmen auch in Zukunft satte Gewinne bescheren dürfte - und Investoren ruhig schlafen lässt. Ebenfalls ein wichtiger Punkt für Phil Town: Anleger müssen dem Management vertrauen, denn tatsächlich sind es ja nicht die Anleger selbst, die das Unternehmen führen, sondern die Manager im Unternehmen. Das Unternehmen, in das man investieren sollte, muss ein

Top-Management haben. Am erfolgreichsten sind die Unternehmen, deren Manager ein großes Ziel und eine Vision haben - so wie Steve Jobs, Bill Gates oder Warren Buffett ihre „großen Ziele“ nie aus den Augen verloren und ihre Unternehmen zu den erfolgreichsten weltweit gemacht haben. Und Phil Town rät nur dann zu einem Investment, wenn beim Kauf von Aktien ein Sicherheitspolster vorhanden ist. Das heißt: Anleger sollten nur Aktien von Unternehmen kaufen, wenn sie diese unter dem tatsächlichen Wert erhalten. Tatsäch-

lich steigen viele Anleger in Aktien zu spät sein, wenn das Unternehmen bereits zu teuer ist. Stellt sich dann heraus, dass die InvestmentEntscheidung falsch war, kommen sie nur mit einem Verlust wieder heraus, denn niemand kauft ihnen ihre Aktien jetzt zum überhöhten Preis wieder ab. Wenn Anleger hingegen billig eingestiegen sind, können sie jederzeit auch wieder aussteigen und bekommen in aller Regel zumindest ihren günstigen Preis wieder zurück.

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Finanzen

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Griechischer Staat schuldet deutschen Banken 18,3 Milliarden Euro KfW-Anteil von 8,4 Milliarden Euro von Garantie des Bundes gedeckt - Viertgrößter Schuldner in EU Frankfurt/Main (dapd) Von Joachim Sondermann

bisherigem Stand im Auftrag der Bundesregierung 22,3 Milliarden Euro Kredit an Griechenland schuldet den Griechenland geben. deutschen Banken etwa so viel wie die Vereinigten Staaten von Amerika: etwas mehr als 18 Milliarden Euro. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main lag die Höhe der Forderungen deutsche Banken an den griechischen Staat per Ende März 2011 bei 18,3 Milliarden Euro, bei den ungleich bevölkerungs- und wirtschaftsstärkeren USA waren es 18,4 Milliarden Euro. Griechische Banken schulden deutschen Geldhäusern 1,5 Milliarden Euro, griechische Unternehmen 5,4 Milliarden Euro.

übernommene Postbank bereits eingeschlossen. 7,4 Milliarden Euro in „Bad Bank“ abgeschoben

nen Euro an. In der Statistik der Bundesbank werden 7,4 Milliarden Euro nicht aufgeführt, die

tersteht. Für diesen Teil der griechischen Schulden muss notfalls der deutsche Steuerzahler direkt einstehen.

aber nicht sehr stark. Die Allianz hat nach eigenen Angaben an den griechischen Staat Forderungen von 1,3

Griechenland nimmt - was die öffentlichen Haushalte angeht - Rang vier unter den Schuldnern der deutschen Banken in Europa ein. An der Spitze liegt Italien mit 38,9 Milliarden Euro, vor Spanien mit 20,7 Milliarden Euro und Frankreich mit 19,9 Milliarden Euro. Die Euro-Problemstaaten Irland und Portugal stehen mit 2,2 Milliarden Euro beziehungsweise 6,2 Milliarden Euro bei den deutschen Geldhäusern in der Kreide. Große Privatbanken recht wenig betroffen Der Löwenanteil der Schulden, die der griechische Staat bei deutschen Finanzinstituten hat, liegt indirekt bei der Förderbank KfW. Sie gibt ihren Anteil per Ende 2010 mit 8,4 Milliarden Euro an. Allerdings bedeute das kein Eigenrisiko, betonte die staatliche Bank. Der Bund habe durch eine Garantieerklärung das Risiko für die in seinem Auftrag ausgezahlten Kreditmittel übernommen. Das Eigenrisiko der Bank in Griechenland liege bei lediglich 250 Millionen Euro. Insgesamt soll die KfW nach

Mit der Vergabe von Sofortkrediten wirbt eine Bank in Berlin (Foto vom 30.11.04). Der CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler sagte am 12.05.11 im Info-Radio des RBB, es bringe nichts, Griechenland mehr Geld zu geben, damit versinke Deutschland nur in einem „Schuldenstrudel“. Griechenland werde dadurch immer staerker abhaengig von internationalen Grossbanken. Eine „Staatspleite“ koenne zu einer Gesundung beitragen, aehnlich wie in der Vergangenheit bei Argentinien und Russland. Foto: Michael Kappeler/dapd Die großen Privatbanken sind vergleichsweise wenig betroffen, am stärksten noch die zu einem Viertel verstaatlichte Commerzbank. Sie ist laut Zwischenbericht zum 30. März 2011 mit 2,9 Milliarden Euro in Griechenland vertreten. Die Deutsche Bank nennt per Ende 2010 nur 1,6 Milliarden Euro, die

Damit bleiben etwa 5,4 Milliarden Euro offen, die sich im Wesentlichen auf die Landesbanken verteilen. Die LBBW nennt 1,4 Milliarden Euro als Stand zum Zeitpunkt des Bankenstresstests im März 2010, neuere Zahlen wollte sie nicht preisgeben; die BayernLB gibt zum gleichen Zeitpunkt 198 Millio-

Ihr kompetenter und zuverlässiger Partner rund um die Logistik:

früher direkt und indirekt in den Büchern der inzwischen zwangsverstaatlichten Hypo Real Estate zu finden waren. Sie sind zur Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement abgeschoben, die zur Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung gehört, welcher auch der Bankenrettungsfonds SoFFin un-

Auch Versicherungen in Griechenland engagiert Ebenfalls in der Bundesbankstatistik nicht erfasst sind die Versicherungskonzerne. Auch sie halten griechische Staatsanleihen und wären somit von einer Umschuldung betroffen, angesichts des recht geringen Anteils an ihren gesamten Anlagen

Milliarden Euro. Und der weltgrößte Rückversicherer Munich Re ist mit 1,1 Milliarden Euro dabei, „nichts, was uns in irgendeiner Weise aus der Bahn werfen würde“, wie Finanzvorstand Jörg Schneider bei der Quartals-Pressekonferenz Anfang Mai sagte.

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Ratgeber

Mehr Motivation – mehr Gesundheit – weniger Kosten Wie mit der betrieblichen Personenversicherung Mitarbeiter motiviert und nebenher noch Geld gespart werden kann: Mitarbeiter, die sich wohl fühlen und sich mit ihrem Unternehmen identifizieren, engagieren sich meist stärker als andere. Auch die Bereitschaft, Veränderungsprozesse mit zu tragen, ist bei motivierten Mitarbeitern höher. Angebote der betrieblichen Personenversicherung vereinen die Themen betriebliche Altervorsorge, private Krankenversicherung und gesetzliche Krankenversicherung. Der Vorteil: Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Lösungen zur sozialen Absicherung aus einer Hand und profitieren

selbst von einer gesteigerten Mitarbeiterbindung und geringeren Kosten. Außerdem steigert dies die Attraktivität als Arbeitgeber. Die Volksfürsorge AG Vertriebsgesellschaft setzt bei ihrem Angebot der betrieblichen Personenversicherung auf starke Partner. Im Verbund mit der Generali Deutschland haben Unternehmen bei der Volksfürsorge die Wahl zwischen verschiedenen Durchführungswegen der betrieblichen Alterversorgung für ihre Mitarbeiter. Ob Direktversicherung oder Unterstützungskasse: Mitarbeiter erhalten Son-

derkonditionen und eine steuerliche Förderung. Der Unternehmer selbst spart Sozialversicherungsbeiträge in nicht unerheblichem Maße ein.Ausgezeichnete Gesundheitslösungen für Mitarbeiter im Inland und für Mitarbeiter, die im Ausland tätig sind, bietet die Volksfürsorge über ihren Konzernpartner Central Krankenversicherung AG an. Angestellte erhalten hier Sonderkonditionen und Unternehmer profitieren, indem die Central das Kostenrisiko und die Administration übernimmt. Die gesetzliche Krankenversicherung rundet das Angebot ab. Hier greift die Volksfürsorge auf den Kooperationspartner der Central zurück: die Tech-

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XXL Aufschwung und Zeitarbeit Der Aufschwung brummt und der Himmel hängt wieder voller Geigen. Aufträge kommen, jetzt fehlen aber die Arbeitskräfte um diese zu erledigen. Was tun? Soll man etwa auf Zeitarbeit zurück greifen? Zeitarbeit ist das zentrale rechtlich gesicherte und soziale Mittel für Arbeitgeber, ihren Personalstand zu planen. Die Alternativen sind befristete Erhöhung der Arbeitszeit, befristete Einstellung und variable Arbeitszeitkonzepte; das ist - rechtlich komplex – und damit riskant. Erhebliche Kosten und Verwaltungsaufwand werden ausgelöst durch die Prozessbelastung für den Arbeitgeber, selbst wenn der Arbeitnehmer seine Klage am Ende verliert. Diesen Aufwand vom Einsatzbetrieb kann einem gerade die Zeitarbeit ersparen. Zeitarbeit deckt nicht nur vorübergehende Mehrbe-

darfe an Arbeitskräften zuverlässig ab. Zeitarbeit mindert Transaktionskosten des Einsatzbetriebes durch das Abnehmen von Rechtslasten. Auch sind Projekte über Zeitarbeit teilweise oder ganz durchführbar. Dafür zahlt der Entleiher dem Verleiher zwar dessen Preis – aber er erfährt Amortisation durch geminderten eigenen Personalverwaltungsaufwand. Vor allem, und darauf ist der Fokus zu legen, kann sich der Einsatzbetrieb auf sein Kerngeschäft konzentrieren, was für ihn die Wertschöpfung bedeutet. Die Zusammenarbeit mit einem seriösen Unternehmen der Zeitarbeitsbranche erspart Unternehmen eventuelle langwierige Auseinandersetzungen im

Arbeitsrecht. Aber auch der Zeitarbeitnehmer ist immer auf der sicheren Seite. Wenn die Einsatzzeit beim Entleiher endet muss der Verleiher andere Einsatzmöglichkeiten finden. Die Zeitarbeit wird zum Personaldienstleister, der dem Einsatzbetrieb alle Lasten abnimmt - für Auftragsspitzen, saisonelle Höhen – aber auch für komplette Projekte!

Autor: Gordon Sommer Adler Personal Services GmbH E-Mail sommer@adlerpersonal.de www.adlerpersonal.de

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niker Krankenkasse (TK) – Deutschlands beste Krankenkasse (FOCUS-MONEY, Ausgabe 49/2010). Bei einem Wechsel zur TK gibt es für die Versicherten hervorragende Leistungen, wie beispielsweise die Arzneimitteldatenbank oder den TK-Gesundheitscoach. Und das Beste: Die Techniker Krankenkasse erhebt im Jahr 2011 garantiert keinen Zusatzbeitrag.

Als Gesundheitsspezialist Unternehmen passen, könhat die Central die besten nen sie im Vorfeld mit einem Lösungen zur betrieblichen Spezialisten der VolksfürGesundheitsförderung. Und sorge AG klären. von Angeboten, die die Mitarbeitergesundheit verbessern, profitieren nicht nur die Angestellten. Die Praxis zeigt: Betriebliches Gesundheitsmanagement hilft, Krankentage zu verringern. Allerdings schöpfen viele mittelständische Betriebe die steuerlichen Vorteile (§§ 20/21 SGB V) gesundheitsBetriebliche Gesundheits- fördernder Maßnahmen am förderung ist hoch im Kurs Arbeitsplatz noch nicht aus. Welche Angebote zu ihrem Unternehmen brauchen leistungsbereite und leistungsAutor: fähige Mitarbeiter. Denn nur Paul Brandt Mitarbeiter, die sich körperVolksfürsorge Bremen-Mitte, Edisonstr. 18, lich gesund und geistig wohl 28357 Bremen, Tel.: 0421/1785512, fühlen, erzielen ein ArbeitsE-Mail: paul.brandt@service.volksfuersorge.de ergebnis von 100 Prozent.

Ein Leitfaden zum Kosten sparen Energiemanagement nach DIN EN 16001 - Wozu braucht Ihr Unternehmen ein Energiemanagementsystem? Warum sollten Sie sich zum Beispiel nach DIN EN 16001 zertifizieren lassen? Nach dem Integrierten Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung werden Energie- und Stromsteuerermäßigungen ab 2013 zwingend an die Einführung und Nutzung eines Energiemanagementsystems gekoppelt sein. Darauf sollten Sie sich rechtzeitig vorbereiten! Energiemanagementsysteme sichern jedoch nicht nur die Steuervergünstigungen der Zukunft; schon jetzt ist Ihnen damit ein wertvolles Instrument an die Hand gegeben, mit dem Sie Ihre Betriebskosten spürbar reduzieren können. Unabhängig von Größe, Branche oder Standort profitiert jedes Unternehmen davon, Effizienzpotenziale systematisch zu erschließen. Oft können schon kleine organisatorische Veränderungen und ein bewussteres Nutzerverhalten erhebliche Einsparungen im Strom- und Heizenergieverbrauch erzielen. Umweltschutz und Kostensenkung gehen dabei Hand in Hand: Die Einführung eines Energiemanagementsystems unterstreicht nicht zuletzt den klimapolitischen Weitblick Ihres Unternehmens und begünstigt so eine positive Außendarstellung gegenüber Kunden, Geschäftspartnern und in der Öffentlichkeit. Mit der europäischen Norm DIN EN 16001 steht seit August 2009 eine präzise Grundlage für die Einfüh-

rung, den Nachweis und die Zertifizierung eines Energiemanagementsystems zur Verfügung. Die Norm legt nicht nur die gesetzlichen Anforderungen an Energiemanagementsysteme fest, sondern gibt zugleich auch eine praktische Anleitung zur Anwendung dieser Vorgaben. Dabei orientiert sich DIN EN 16001 an dem auch für andere Managementsysteme grundlegenden PDCA-Zyklus („plan-docheck-act“) der eine kontinuierliche Weiterentwicklung begonnener Maßnahmen erlaubt: Auf eine erste Identifizierung von Einsparpotenzialen bei der Energieversorgung hin werden zunächst die energiepolitischen Ziele des Unternehmens formuliert. Dabei werden auch die gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt. Daraufhin werden konkrete Umsetzungsstrategien zum Erreichen der Energieziele erarbeitet (=“plan“). Nach Einführung dieser Maßnahmen wird deren Umsetzung (= „do“) dann regelmäßig überprüft – und zwar ganz konkret gemessen, dokumentiert und verglichen (= „check“). Diese Kontrollen

schaffen Transparenz, sie erlauben der Geschäftsleitung eine klare Bewertung des aktuellen Energieverbrauchs und die Aufdeckung neuer Einsparpotenziale (= „act“), deren Einlösung dann in der nächsten Planungsphase gesteuert wird.So wird Schritt für Schritt eine fortlaufende Verbesserung der Energieeffizienz erzielt. DIN EN 16001 kann im Unternehmen als neues System etabliert oder in bereits bestehende Systeme wie ISO 9001, ISO 14001 oder EMAS integriert werden. Einen ausführlichen, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit herausgegebenen Leitfaden zur DIN EN 16001 schicke ich Ihnen gern zu. Anfragen bitte an Thomas.Onken@swkiel.de.

Autor: Thomas Onken, 24sieben GmbH Firmenkunden Außendienst E-Mail: Thomas.Onken@swkiel.de

Aufzugssanierung senkt Betriebskosten Köln (ddp.djn). Aufzüge können wahre Energiefresser sein, vor allem, wenn sie in die Jahre kommen. „Durch unzeitgemäße Aufzugsanlagen entweicht unnötig viel Wärme“, sagt Dirk Laenger, Experte für Förder- und Maschinentechnik bei TÜV Rheinland. Zudem verursache die veraltete Antriebs- und Steuertechnik hohe Betriebs- und

Wartungskosten sowie häufigen Stillstand. „Mit einer zeitgemäßen Technik lassen sich die Betriebskosten einer Aufzugsanlage um 10 bis 20 Prozent senken“, so Laenger. Über 600 000 Aufzüge gibt es dem Experten zufolge in Deutschland. Betriebssicherheit und Energieeffizienz älterer Aufzugsanlagen ließen sich optimieren, sagt Laenger. Energiekosten kön-

nen durch Austausch von Antriebstechnik und Steuerelektronik deutlich reduziert werden. Moderne Lüftungssysteme senkten durch intelligente computergesteuerte Luftklappen außerdem den Wärmeverlust. Die Investitionskosten sollen sich laut TÜV meist innerhalb von zwei bis fünf Jahren amortisieren.

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Ratgeber

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Zertifikatslehrgänge - schnell und zielgenau? Die Veränderungen in den Unternehmen selbst und im Umfeld der Unternehmen entwickeln immer mehr Dynamik. Damit werden kurzfristig neue Anforderungen an das Know How des Personals gestellt. Es handelt sich dabei überwiegend um überschaubare Themen, die lediglich eine Ergänzung zu der bereits vorhandenen Qualifikation darstellen. Oft sind es neue Entwicklungen in der Gesetzgebung, die eine Zusatzqualifikation erforderlich machen. Oder es sind Veränderungen in den Unternehmen selbst, weil

eine strukturelle Entwicklung notwendig wird oder das Portfolio neu ausgerichtet werden muss. Damit stehen die Personalverantwortlichen vor der Situation das vorhandene Personal zielgenau und möglichst zeitnah durch qualitativ hochwertige Bildungsmaßnahmen auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten. Neben den vielen Angeboten von Tagesseminaren bietet der Weiterbildungsmarkt auch berufsbegleitende mehrmonatige Lehrgänge, die mit einem Zertifikat abschließen. Durch das Zertifikat wird eine Qua-

lität suggeriert, die nicht immer gewährleistet ist. Hier gilt es genauer hinzuschauen, um die Spreu vom Weizen zu trennen und Zeit und Geld optimal einzusetzen. Bei den Zertifikaten sollte sehr genau darauf geachtet werden, ob es von einer anerkannten Einrichtung ausgestellt wird. Körperschaften des öffentlichen Rechts wie z. B. die Industrie- und Handelskammern, die Arbeitnehmerkammer oder staatliche Fachhochschulen und Universitäten zählen zu solchen anerkannten Einrichtungen. Anerkannte

Einrichtungen können aber auch Berufs- und Fachverbände, wie z. B. der Bundesverband Sekretariat und Büromanagement e.V. oder die Gesellschaft für Projektmanagement sein. Dazu gehen die Weiterbildungseinrichtungen Kooperationen mit diesen Einrichtungen ein, in denen vertraglich die Qualität und das Prozedere der Maßnahmen geregelt ist. Die Prüfung erfolgt dann vor einem Prüfungsausschuss, der mit kompetenten Spezialisten und Praktikern besetzt ist. Eine gute Beratung und qualifizierte Dozenten sind

ein weiteres Qualitätsmerkmal. Es lohnt sich ausführliche Informationen zu den Inhalten zu erfragen, damit genau das Wissen vermittelt wird, das erforderlich ist. Ebenso sollten sich die Dozenten durch eine gute Mischung von Theorie und Praxis auszeichnen. Autorin: Susanne Rippien Bildungsmanagerin bei der wisoak Verantwortlich für den IHK-Lehrgang „Datenschutzqualifikation für Datenschutzbeauftragte in kleinen Unternehmen (IHK), Kontakt: s.rippien@wisoak.de, Tel: 0421 4499811

Aktuelle Urteile Keine Kündigung am Sonntag - Frist läuft erst ab Erhalt Berlin (dapd). Beim Versand des Kündigungsschreibens, sollten Arbeitgeber immer den Postweg mit einrechnen. Denn die Kündigungsfrist beginnt erst an dem Tag, an dem das Kündigungsschreiben tatsächlich angekommen („zugegangen“) ist. Ist der Zeitraum zwischen Zugangs- und Kündigungsdatum kürzer als die gesetzliche oder tarifliche Kündigungsfrist, ist die Kündigung erst zum nächstmöglichen Termin möglich - also in der Regel vier Wochen später. Allerdings können Arbeitnehmer eine befürchtete Entlassung nicht dadurch hinauszögern, dass sie ihren Briefkasten einfach nicht leeren. Denn eine Kündigung gilt nach herrschender Rechtsprechung

als zugegangen, wenn diese den Empfänger unter normalen Umständen erreichen musste. Beispielsweise ist eine Kündigung noch rechtzeitig, wenn sie einen Tag vor Beginn der Kündigungsfrist nach der üblichen Postzustellzeit von einem Boten in den Briefkasten gesteckt wird (Landesarbeitsgericht Berlin, Urteil vom 11. Juni 2010, AZ: 6 Sa 747/10). Als Arbeitgeber kann man jedoch nicht davon ausgehen, dass Arbeitnehmer auch am Sonntag ihren Briefkasten leeren. Auch bei der Zustellung an ein Postfach gehen Arbeitgeber das Risiko ein, dass das Postfach nicht täglich geleert wird und die Kündigung den Arbeitnehmer nicht mehr fristgerecht erreicht (Landesarbeitsge-

richt Köln, Urteil des LAG Köln vom 4. Dezember 2006, AZ: 14 Sa 873/06). Persönlich zugestellt gilt auch. Wird die Kündigung persönlich ausgehändigt, ist sie auch zugestellt. Dabei ist es unerheblich, ob der Arbeitnehmer das Schreiben liest oder er die Annahme verweigert. Grundsätzlich erreicht eine Kündigung den Empfänger auch dann, wenn sie dem Ehe- oder Lebenspartner übergeben wird. Das Schreiben gilt nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts selbst dann als zugestellt, wenn sich der Ehepartner zum Zeitpunkt der Kündigungsübergabe nicht in der gemeinsamen Wohnung, sondern am Arbeitsplatz aufhält (Urteil vom 9. Juni 2011, AZ: 6 AZR 687/09).

Senden Sie uns Ihre Tipps an redaktion@wirtschaftszeitung.info Kündigung bei systematischem Arbeitszeitbetrug Kiel (dapd). Arbeitgeber, die ihre Angestellten dabei erwischen, wie sie systematisch an der Stempeluhr „drehen“, dürfen diesen fristlos kündigen. Allerdings kann die Entlassung unverhältnismäßig und damit rechtswidrig sein, wenn der Arbeitszeitbetrug den Arbeitgeber nur sehr geringfügig schädigt, wie das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein entschied. Im konkreten Fall hatte ein KfZMonteur einen Auszubildenden angewiesen, Hilfestellung bei einer Reparatur zu

leisten. Für die Arbeit, die etwa eine Minute in Anspruch nahm, sollte sich der Auszubildende nicht in die Zeiterfassung einstempeln, da dies den Leistungslohn des Monteurs verringert hätte. Als der Arbeitgeber von dem Vorfall erfuhr, kündigte er dem Monteur fristlos und hilfsweise fristgerecht. Die Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers war jedoch sowohl vor dem Arbeits- als auch dem Landesarbeitsgericht erfolgreich. Nach Auffassung der Richter konnte

der Arbeitgeber nicht davon ausgehen, dass der Kläger den Auszubildenden immer dazu angewiesen habe, kleinere Hilfsarbeiten ohne Zeiterfassung auszuführen. Zudem habe der beklagte Arbeitgeber keine präzisen Anweisungen zum Einstempeln in die verschiedenen Arbeiten erteilt. Damit gab es für einen systematischen Arbeitszeitbetrug keine Belege. (LAG Schleswig-Holstein, Urteil vom 29. März 2011, AZ: 2 Sa 533/10)

tet. Mängel beseitigte er trotz Aufforderung mit Fristsetzung nicht. Für die Beseitigung sind Aufwendungen in Höhe von 9405 Euro netto erforderlich. Der BGH musste entscheiden, ob der Kläger als Schadensersatz, über den er frei verfügen kann und nicht zur Mängelbeseitigung verwenden muss, auch die Umsatzsteuer auf diesen Betrag verlangen kann, wenn er die Mängel noch nicht be-

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München (ddp.djn). Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern Dienstwagen zu betrieblichen Zwecken zur Verfügung stellt, ist nicht automatisch davon auszugehen, dass die Fahrzeuge auch privat genutzt werden. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes (AZ: VI R 46/08) hervor. In dem Fall standen in einem Unternehmen mit 80 Mitarbeitern sechs Firmenwagen zur dienstlichen Nutzung zur Verfügung. Das teuerste der Fahrzeuge stand dem

Sohn des Betriebsinhabers zur Verfügung, der auch kein Privat-Pkw besaß. Für das Finanzamt war dies Grund genug, dem Mann die private Nutzung zu unterstellen und den nach der Ein-Prozent-Methode ermittelten Sachbezug zu versteuern. Das Finanzgericht entschied zunächst, dass nach der allgemeinen Lebenserfahrung von einer privaten Nutzung auszugehen sei, da der Sohn des Firmeninhabers das Fahrzeug dienstlich genutzt habe und keinen ei-

seitigt hat. In Abkehr von seiner bisherigen Rechtsprechung befand der BGH, dass die Umsatzsteuer auf voraussichtliche Mängelbeseitigungsaufwendungen als Schadensersatz nicht verlangt werden kann, solange der Mangel nicht tatsächlich beseitigt worden ist. (AZ: VII ZR 176/09)

genen privaten Wagen besitze. Der Bundesfinanzhof sah das jedoch anders. Es sei unklar, ob der Mann das Auto tatsächlich genutzt habe, sodass kein Anscheinsbeweis gelten könne. Jetzt muss die Vorinstanz sich noch einmal mit dem Fall befassen und klären, ob der Mann den Wagen tatsächlich privat genutzt hat. Nur bei einem eindeutigen Beweis darf die private Nutzung besteuert werden.

Nachträgliche Schuldzinsen sind nicht absetzbar Stuttgart (dapd. Wird eine vermietete Immobilie verkauft und reicht der Erlös nicht zur Deckung des Darlehens, müssen oft weitere Raten abgestottert werden. Die nach dem Verkauf anfallenden Schuldzinsen sind jedoch steuerlich nicht als nachträgliche Schuldzinsen

absetzbar. Das hat jetzt noch einmal das Finanzgericht Baden-Württemberg (AZ: 13 K 136/07) bestätigt. Durch den Verkauf sei kein wirtschaftlicher Zusammenhang mehr herzustellen zwischen den Zinsen und dem Grundstück oder Gebäude, lautete die Begründung. Damit

seien die Kosten aber auch nicht absetzbar. Der Bundesfinanzhof (AZ: IX R 67/10) wird sich jetzt abschließend mit dem Fall befassen, betroffene Steuerzahler sollten ihren Steuerbescheid also offen halten.

Keine Urlaubsvergütung für freien Feiertag Berlin (dapd). Arbeitnehmer haben keinen Anspruch auf Urlaubsentgelt für einen Feiertag, an dem sie laut Dienstplan nicht hätten arbeiten müssen. Das stellte das Landesarbeitsgericht Berlin klar und wies damit die Klage eines Wachmanns ab.Grundsätzlich müssten

Arbeitgeber zwar gesetzliche Feiertage vergüten, wenn diese in einen genehmigten Urlaub fielen. Dies sei jedoch nicht der Fall, wenn Arbeitnehmer am Feiertag wegen einer Freischicht oder sonstiger Freistellungen nicht hätten arbeiten müssen. Da der Wachmann im konkre-

ten Fall nicht belegen konnte, dass er nur wegen seines Urlaubs nicht zur Feiertagsarbeit eingeteilt worden sei, blieb seine Klage auf Entgeltfortzahlung über rund 380 Euro erfolglos. (LArbG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 11. März 2011, AZ: 13 Sa 2707/10)

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Ohne Schadensbeseitigung kein Ersatz der Umsatzsteuer Karlsruhe (ddp.djn). Macht ein Auftraggeber Schadensersatz wegen eines Baumangels geltend, bekommt er die Umsatzsteuer nur ersetzt, wenn er den Schaden tatsächlich beseitigt hat. Das entschied der Bundesgerichtshof abweichend zu seiner bisherigen Rechtsprechung zu dieser Frage. In dem Fall hatte ein Unternehmer im Auftrag der Kläger ein Einfamilienhaus errich-

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Ausgabe 2; Juli 2011

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06.07.2011, 17.00 Uhr, Bremen

05.07.2011, 19.00 Uhr, Bremen

i2b meet-up zum Thema „Zukunftsmarkt Maritime Buchvorstellung: Archivalische Quellen zum Seeverkehr Technologien – Chancen für den Mittelstand“ Die Meerestechnik ist eine High-Tech-Branche mit großem Wachstumspotenzial, insbesondere auch für klein- und mittelständische Zulieferbetriebe der Region. Dabei haben die deutschen meerestechnischen Unternehmen sehr gute Voraussetzungen, sich langfristig auf den maritimen Technologiemärkten zu positionieren. Auf dem i2b meet-up werden – im bewährten Rahmen von Impulsreferaten sowie einer Publikumsrunde – Fakten dargestellt, Fragen beantwortet und Lösungen diskutiert. So werden Petra Mahnke von der Gesellschaft für Maritime Technik e.V. und Dr. Jörg Mutschler vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau die aktuellen Entwicklungen auf dem Zukunftsmarkt der Maritimen Technologien darstellen. Herr Kleimeier von der Telekom wird den großen Wachstumsmarkt der Machine2Machine-Anwendungen aufzeigen. Um sich anmelden zu können, müssen sich Interessierte auf i2b einloggen.

Teil 1: Archive im Elbe-Weser-Raum und in Bremen. Der Seeverkehr im norddeutschen Raum hat eine wechselvolle und interessante Geschichte. Um archivalische Quellen zum Seeverkehr und den damit zusammenhängenden Waren- und Kulturströmen an der deutschen Nordseeküste vom 16. bis zum 19. Jahrhundert zu erschließen, hat die Volkswagenstiftung ein vom Staatsarchiv Stade angestoßenes entsprechendes Projekt gefördert, in dem unter anderem die einschlägigen Bestände des Staatsarchivs Bremen und des Archivs der Handelskammer Bremen ausgewertet wurden. Den soeben erschienenen Teil 1 dieser Veröffentlichung, in dem die Archive im Elbe-Weser-Raum und in Bremen im Mittelpunkt stehen (Hg. Dr. Bernd Kappelhoff und Dr. Christina Deggim), stellt die Handelskammer gemeinsam mit dem Staatsarchiv Bremen, dem Niedersächsischen Landesarchiv und dem Stadtarchiv Stade vor. Interessenten können sich über die Homepage der handelskammer Bremen anmelden.

05.07.2011, 19.00 Uhr, Bremen

Türkei, Bremer Innovations- und Technologiezentrum BITZ Die Windenergie ist eine kontinuierlich wachsende Branche mit international wachsenden Märkten. Diese Windmärkte der Zukunft liegen nicht nur auf anderen Kontinenten, sondern unter anderem auch im Osten Europas, zum Beispiel in der Türkei. In der Informationsveranstaltung will die WFB die Möglichkeit schaffen, herauszufinden, wie belastbar und attraktiv dieser Markt für Bremer Unternehmen tatsächlich ist.

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Ihre Ansprechpartnerin für diese Veranstaltung ist Frau Dr. Erika Voigt, Tel.: 0421-9600337, e-mail: erika. voigt@wfb-bremen.de.

07.07.2011 -17.08.2011

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Sommerferien in Bremen und Niedersachsen.

Wir wünschen unseren Lesern und Ihren Familien einen schönen Sommer. Genießen Sie die Ferien und bleiben Sie uns gewogen.

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BRASSAT GmbH - Verlag Wirtschaftszeitung Außer der Schleifmühle 82 - D 28203 Bremen Tel. 0421 / 696 484 17 - Fax 0421 / 696 484 19 E-Mail: verlag@wirtschaftszeitung.info Geschäftsführer: Michael Brassat Eingetragen im Handelregister des AG Bremen, HRB26090, Steuernummer FA Bremen: 7155704610 Verlagsleitung (V.i.s.d.P.): Michael Brassat, Tel. 0421 / 696 484 17 E-Mail: brassat@wirtschaftszeitung.info Redaktionsleitung:: Jeanette Simon-Lahrichi, , Tel. 0421 / 696 484 17 E-Mail j.simon-lahrchi@wirtschaftszeitung.info Vertriebsleiter: Peter Osterloh, , Tel. 0421 / 696 484 17 E-Mail p.osterloh@wirtschaftszeitung.info Satz und Layout: BRASSAT GmbH - Medienagentur - www.brassat.info

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