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Wirtschaftszeitung für bremen und umgebung

Ausgabe 15, September 2012 - Einzelpreis 1,90 EUR Unternehmen im Fokus

Im Schwerpunkt

Kunst + Wirtschaft

Prof. Schuchard

Mit einer neuen Software bietet das Unternehmen sichere Lösungen für Videokonferenzen.. | Seite 4

Künstler und Kreativschaffende erklären in Interviews ihr Verhältnis zur Wirtschaft. | Seiten 12/13

Der stellv. wissenschaftliche Leiter erklärt, wie ein Master die Karriere befördert. | Seite 5

Vivicom

Diesmal in unserem Schwerpunkt

Kunst und Wirtschaft Kunst und Wirtschaft bewegen sich seit jeher in einem Spannungsfeld. Ja, Künstler müssen Geld verdienen um ihren Lebensunterhalt, Materialien, Ausstellungen und Kataloge zu finanzieren. Aber Künstler haben auch einen gesellschaftlichen Auftrag. Sie fühlen sich verpflichtet Fragen zu stellen, Kritik zu üben und Themen anzustoßen. Damit sie sich der Erfüllung dieses Auftrag stellen können, ist Autonomie für Künstler ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit. Und genau die sehen viele von ihnen in Gefahr, wenn sie sich der Wirtschaft zu sehr annähern. Auftraggeber, Käufer, Mäzene verbinden möglicherweise eine bestimmte Erwartungshaltung mit ihrem Engagement und fühlen sich in der Position sich in die Arbeit des Künstlers einzumischen. In unserem aktuellen Schwerpunkt widmen wir uns diesem Spannungsfeld. Wir haben Künstler und Schaffende aus der Kreativwirtschaft zu ihrem Verhältnis zu Unternehmern und Unternehmen befragt. Entstanden ist ein spannendes Tischgespräch, das die unterschiedlichsten Standpunkte deutlich macht. Lesen Sie mehr zum Thema auf den Seiten 12 und 13.

Inhalt News & Kommentar����������� 3 Unternehmen im Fokus����� 4 Interview����������������������������� 5 Bremen������������������������������� 6 Umzu�����������������������������������11 Schwerpunkt �������������������� 12 Oldenburg��������������������������14 Bremerhaven �������������������� 15 Bremerhaven �������������������� 15 Finanzen ....������������������������16 Interview II ������������������������ 17 E-Business �������������������������18 Forschung & Entwicklung� 19 Auto & Logistik����������������� 20 Weiterbildung ... ��������������� 21 Ratgeber����������������������������22 Im Gespräch mit����������������25 Events������������������������������� 26

Im Interview

Kritik an Kammerwahl 2012: „Die Kammerwahlen sind nicht demokratisch“ Noch bis zum 11.Oktober 2012 können Bremer Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Stimme bei der Kammerwahl 2012 abgeben. Die Amtszeit der 2006 gewählten Mitglieder des Plenums der Handelskammer Bremen endet am 31.12.2012. 20 der 40 Sitze des Plenums der Handelskammer stehen daher in diesem Jahr zu Wahl. Wahlberechtigt sind alle der Handelskammer zugehörigen Unternehmen mit jeweils einer Stimme. Eine Wahlpflicht gibt es natürlich nicht für die rund 35.000 wahlberechtigten Mitglieder der Handelskammer. Aber wie bei jeder Wahl gilt, nur wer wählen geht, kann auch etwas verändern. Das meint auch Dirk Schwampe, der als Kandidat in der Wahlgruppe 12 zu Wahl antritt. Der Geschäftsführer der idea 2 business GmbH sowie der Team Neusta GmbH hofft daher, dass er die Unter-

nehmer seiner Wahlgruppe wenigstens soweit aktivieren kann, dass sie bei der Wahl wenigstens ihre Stimme abgeben.

Der Bundesgeschäftsführer des Bundesverbandes für freie Kammern, Kai Boeddinghaus, hält dagegen. Wählen gehen

könnten die Unternehmer natürlich. Ein demokratischer Prozess sei die Kammerwahl damit allerdings noch lange

nicht. Grund dafür sein ein eklatanter Mangel im Vorfeld der Kammerwahlen. Denn die Kandidaten würden auf der Homepage zwar mit Namen und Firmenzugehörigkeit genannt, so Boeddinghaus. Für welche Inhalte und Positionen sie später eintreten bliebe den Wählern jedoch vollkommen unbekannt. „Es gibt vor den Wahlen keinen inhaltlichen Wettstreit“, moniert Boeddinghaus. Und gerade dieser sei doch essentiell bei einer Wahl mit der die Interessenvertreter der Unternehmerinnen und Unternehmer ins (Ehren-) Amt gehoben werden. Lesen Sie mehr zu diesem Thema auf Seite 3 der aktuellen Ausgabe. Hier finden Sie neben dem Interview mit Dirk Schwampe auch den ausführlichen Gastkommentar von Kai Boeddinghaus. (jsl) Foto: Handelskammer Bremen

25 Jahre geballte Expertise für Frauen in der Arbeitswelt Arbeitskreis „Berufliche Perspektiven für Frauen“ feiert Jubiläum „Wissen zusammentragen, „es gibt in Bremen kaum ein Strukturen verändern und Ein- vergleichbares Gremium, in fluss nehmen, immer parteilich dem so viele Fachfrauen verfür Frauen und Mädchen und schiedener Einrichtungen an ihre Chancen am Arbeitsmarkt einem gemeinsamen Strang – das tun die Expertinnen des ziehen. Diese Expertise brauArbeitskreises Berufliche Per- chen wir hier. Ich freue mich spektiven seit nunmehr 25 auf die weitere ZusammenarJahren“, mit diesen Worten beit!“ Der Arbeitskreis „Berufgratuliert Arbeitssenator Mar- liche Perspektiven für Mädtin Günthner dem Arbeitskreis chen und Frauen“ hat sich „Berufliche Perspektiven für zum zentralen, arbeitsmarktFrauen“ zu seinem Jubiläum; politischen Frauennetzwerk

im Land Bremen entwickelt. Er ist in der Bremischen Gleichstellungsstelle angesiedelt und vereint ein breites Spektrum von mehr als 40 Expertinnen aus arbeitsmarktpolitischen Qualifizierungs- und Beschäftigungsträgern, von Frauenunternehmen über wissenschaftliche Institute bis zu Arbeitnehmerkammer und Arbeitsverwaltungen. Er begleitet die Arbeitsmarktpolitik von

Land und Bund und nimmt geschoben, damit Frauen und aus Frauenperspektive kritisch Mädchen einen besseren Stand Stellung zu aktuellen Entwick- in der Arbeitswelt bekommen“, lungen, wie zu den gerade so die Arbeitsmarktreferentin. beschlossenen Arbeitsmarktre- „Ich bin immer wieder beeinformen der Bundesregierung. druckt, wie über die Grenzen Regine Geraedts, heute Ge- von Institutionen, Trägern schäftsführerin des Arbeits- und Stadtteilen hinweg dieser kreises in der ZGF, ist seit den Kreis ganz im Sinne der Sache frühen Gründungsjahren in kreativ und konstruktiv zuunterschiedlichen Funktionen sammenarbeitet. Angebote wie beteiligt: „Schon 1991 hat der „Perspektive Wiedereinstieg“ Arbeitskreis ein Programm zur zur Unterstützung von Frauen beruflichen Förderung von nach der Familienphase oder Mädchen und Frauen in Bre- der inzwischen jährlich stattmen vorgelegt, das richtungs- findende „FrauenBerufsMarkt“ weisend war. Immer wieder bei der Agentur für Arbeit wähaben wir in diesem Sinne In- ren ohne dieses Netzwerk gar (jsl)  itiativen gestartet, neue Ideen nicht denkbar.“ entwickelt und Projekte an- www.frauen.bremen.de

Bremer Exporte deutlich dynamischer

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2012 stiegen die bremischen Exporte gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres um 15,2 Prozent auf knapp 8,6 Milliarden Euro. Die Ausfuhren der Bundesrepublik Deutschland erhöhten sich dagegen um 4,8 Prozent auf 550,4 Milliarden Euro. Bremische Firmen exportierten im ersten Halbjahr 2012 Waren in den EU-Raum mit einem Einzelpreis 1,90 EUR Einzelpreis: 1,90 EUR von mehr als 4,9 Gesamtwert szeitung H - Verlag Wirtschaft Milliarden Euro (+9,7 ProVertrieb BRASSAT Gmb 0 | 28195 Bremen Herdentorsteinweg 38-4 zent). In die übrigen europäig Staaten wurden knapp schen An die Geschäftsführun dieses Unternehmens 0,6 Milliarden Euro exportiert. r1- 2war 4 192503 1Dies 0 3sogar ein Plus von 14 nfreies Exempla - koste901901

monatszeitung

Prozent bei einem Aufkommen von 573,8 Millionen Euro. Hier zeigt sich auch, dass sich die derzeit schwächer werdende Konjunktur auf die EU-Länder beschränkt. In den amerikanischen Raum exportierten bremische Firmen in den ersten sechs Monaten des Jahres Waren mit einem Gesamtwert von knapp 1,7 Milliarden Euro. Dies war ein Zuwachs um mehr als 0,5 Milliarden Euro bzw. 44,8 Prozent. In den asiatischen Raum wurden im gleichen Zeitraum Waren von mehr als 1,2 Milliarden Euro exportiert (+5,0 Prozent). (jsl)

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Ausgabe 15; September 2012

News & Kommentare

Kammerwahl 2012

Liebe Leserinnen, liebe Leser, endlich sind die Sommerferien vorbei. Ja, es war ein schöner Urlaub. Ja, wir haben die Erholung gebraucht. Aber doch nicht sechs lange Wochen. Jetzt geht es endlich wieder los. Die Büros laufen in voller Besetzung wieder auf Hochtouren. Es gibt wieder Termine und bald auch die ersten neuen Aufträge für das letzte Quartal 2012. Ja, genau. Es stehen bereits die letzten drei Monate des Jahres vor der Tür. Das heißt für viele Unternehmen noch einmal richtig ranklotzen. Endspurt. Für diese spannende Geschäftsperiode wünschen wir Ihnen viel Erfolg,

volle Auftragsbücher und spannende neue Kontakte. Sicherlich werden einige von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, Projekte starten, die Vorbildcharakter für andere Unternehmen oder Strahlkraft weit über die Grenzen Bremens hinaus haben. Sollte ein solches Projekt gerade auf Ihrem Schreibtisch liegen, greifen Sie umgehend zum Telefon und lassen Sie es uns wissen. Die Wirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung bietet Ihnen gern eine Plattform um ihre Erfahrungen zu teilen oder um auf ihr Know-How aufmerksam zu machen.(jsl)

Kommentar unserer Redaktion Zur Kammerwahl 2012

Wo ist die Frauenpower? Von Jeanette Simon-Lahrichi Nein, es folgt kein flammendes Plädoyer für eine Frauenquote bei der Handelskammerwahl? Warum auch? Scheint es doch als interessierten sich die Bremer Unternehmerinnen nicht besonders für dieses Ehrenamt. Gerade einmal vier Kandidatinnen sind zur Wahl angetreten, neben 16 Männern. Dabei bietet doch gerade die Arbeit in einem solchen Plenum der Handelskammer einen guten, wenn nicht den besten, Rahmen sich für die Belange der Frauen in der Wirtschaft einzusetzen. Hier könnten sich erfolgreiche Frauen für den weiblichen Führungskräftenachwuchs stark machen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gleichstellung der Löhne und Gehälter und und und – „Frauenthemen“ gibt es nach wie vor genug. Wie schon

in einer der zurückliegenden Ausgaben kommentiert, ist die Frauenquote kein probates Mittel diese Themen anzugehen. Vorbildwirkung, Vernetzung und nicht zuletzt Durchsetzungsvermögen – das ist worauf es ankommt. Die vielen erfolgreichen Unternehmerinnen in Bremen haben und können als das. Mit ihren Stärken können Sie zum Beispiel über die Arbeit in der Handelskammer Wege frei machen für ihre Nachfolgerinnen. Schließlich müssen Frauen verschiedener Generationen nicht immer wieder die gleichen Schlachten schlagen. Also Frauen – engagiert Euch, macht Euch stark. Für Euch selbst, aber auch für all die jungen Frauen, die gut ausgebildet in den Startlöchern für eine große Karriere stehen.

Ihre Meinung an die Redaktion

Sie haben eine Eigene Meinung zu bestimmten Themen oder möchten eine Meldung aus der letzten Ausgabe der Wirtschaftszeitung kommentieren? Gerne, senden Sie uns Ihren Text an redaktion@wirtschaftszeitung.info

Tag der Mittelstandsfinanzierung am 25. September Gerade bei der Finanzierungsvorbereitung von Projekten kleinerer, mittelständischer und inhabergeführter Unternehmen tauchen immer wieder Fragen und Probleme auf: Wie wird das Vorhaben bei der Hausbank erfolgreich präsentiert, wie wirkt sich das Rating des Unternehmens auf die Zinskonditionen aus, welche Sicherheiten werden von der Bank akzeptiert oder gibt es staatliche Förderprogramme, die die Zinshöhe und die geforderte Absicherung des Kreditbedarfs entspannen? All diese beispielhaft genannten Fragen sollen auf dem

Tag der Mittelstandsfinanzierung am Dienstag, dem 25. September 2012, 15.00 bis 18.00 Uhr. Vertreter der privaten Kreditwirtschaft und bremische Förderbanken sowie die Mittelstandsbörse Deutschland geben Antworten zu wichtigen Finanzierungsfragen und stellen ihre Leistungsangebote vor. Anschließend stellen die beteiligten Häuser ihre Leistungsangebote auf einem “Marktplatz“ vor und stehen für individuelle Gespräche zur Verfügung. Weitere Informationen: www.handelskammer-bremen.de (jsl) 

Wirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung 

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Last Minute

Chancen erkennen und wahrnehmen

Vorträge über die Sicherheit auf See

Der Nautische Verein zu An ihre Mitgliedschaft in der Handelskammer erinnern sich viele Unternehmerinnen Bremerhaven setzt seine und Unternehmer im Jahr genau einmal. Nämlich immer dann, wenn der Mitglieds- Vortragsreihe „Schifffahrt beitrag abgebucht wird. Was folgt ist eine kleine Wutrede über den Kammerzwang und und Umwelt“ am Donnerseine Institution, die eh nichts für das eigene Unternehmen tut. Danach geht das Tages- tag, 13. September 2012, geschäft für ein Jahr wie gewohnt weiter. So muss das jedoch gar nicht sein, meint Dirk fort. Ab 14.30 Uhr geht es Schwampe, Geschäftsführer der i2b idea 2 business GmbH sowie der neusta GmbH aus im t.i.m.e. Port II (KonfeBremen. Im Interview mit der Wirtschaftszeitung erklärt er, warum er sich als Kandi- renzbereich, Barkhausendat für die Kammerwahl beworben hat und welche Chancen er in der Plenumsarbeit sieht. straße 2, Bremerhaven) um das Thema „Sicherheit WZ: Herr Schwampe, was Nein. Das Problem ist, dass auf See“. Zunächst erläuhat Sie dazu bewogen sich viele der Unternehmerinnen tert Bernhard Litmeyer bei der Kammerwahl 2012 und Unternehmer in mei(Wasser- und Schifffahrtszur Wahl zu stellen? ner Wahlgruppe 12 so sehr direktion Nordwest) das Ich trete in der Wahlgruppe im operativen Geschäft ihSicherheitskonzept Deut12 „Sonstige Dienstleistun- res Unternehmens stecken, sche Küste. Danach spricht gen“ an. Die Wahlgruppe ist dass Ihnen die Zeit für eine Christian Dahlke vom mit über 9.000 Wahlberech- aktive Beschäftigung mit Bundesamt für Seeschifftigten die größte Gruppe dem Dienstleistungsspekfahrt und Hydrographie und sehr heterogen. Von der trum der Handelskammer (BSH) über SicherheitsBetreiberin eines Nagelstu- oft fehlt. Außerdem denkonzepte im Rahmen der dios, über mittelständische ken viele, das sich die HanGenehmigungsprozesse Prozessberaterunternehmen delskammer in erster Linie bei BSH-Freigaben. Carsbis zur Wirtschaftsförde- um die Belange der großen ten Wibel (Schleppgemeinrungsgesellschaft Bremen Konzerne und der alten Dirk Schwampe, Geschäftsführer schaft URAG/Bugsier/ finden sich hier die unter- Kaufmannschaft kümmert. der i2b idea 2 business GmbH sowie Fairplay) referiert über die schiedlichsten Unterneh- Hier muss noch eine Menge der Team Neusta GmbH. Foto: PR Einbindung von Notfallmungen. Viele von diesen Aufklärungsarbeit geleistet schleppern in OffshoreUnternehmern sind Einzel- werden. Durch eine aktive Plenum vor? Sicherheitskonzepte. Makämpfer oder bewegen sich Netzwerkarbeit im Plenum Ich möchte für die Mitglie- rio Largana-Domberg von im kleinen und mittelstän- und mit den Mitgliedern der meiner Wahlgruppe ein Falck Nutec spricht über dischen Unternehmertum. meiner Wahlgruppe möchte transparenter Ansprechpart- S i c h e r h e i t s s c h u l u n g e n Wir von i2b möchten gerade ich mich in diesem Bereich ner für Ihre Anliegen sein und Offshore-Training in den kleinen und mittelstän- einbringen und so dazu bei- und diese in meine Arbeit im Bremerhaven. Steffen Lutdischen Unternehmen eine tragen, dass die kleinen und Plenum und den Gremien ter, Leiter der ArbeitsgePlattform bieten, um sich mittelständischen Unterneh- einbringen. Ich werde mich meinschaft der Feuerwehbesser zu vernetzen. Im Ple- men zum Wohle Bremens dafür einsetzen, dass das ren See, beschäftigt sich num der Handelskammer gestärkt werden. Das Ple- gute Dienstleistungsangebot mit Rettungsdienst und möchte ich die Vernetzung num der Handelskammer der Handelskammer bei den Brandschutzgefahrenabder Handelskammer mit ist das Parlament der Wirt- Mitgliedern sichtbarer wird wehr auf dem Meer, Aleden kleinen und mittelstän- schaft. Wer hier mitbestim- und möchte die Mitglieder xander von Plato (Wiking dischen Unternehmen in men will, muss sich auch be- motivieren dieses Angebot Helikopter Service GmbH) Bremen vorantreiben und teiligen. Deswegen ist es für aktiv zu nutzen. Außerdem mit Fragen der Notfalldas große Dienstleistungs- mich ein wichtiges Anliegen möchte ich Verantwortung rettung in der Offshorespektrum der Handelskam- die Mitglieder meiner Wahl- übernehmen, Bremen als Windindustrie. mer und den Nutzen für die gruppe zur Stimmabgabe innovativen WirtschaftsUnternehmen verdeutlichen. zu motivieren. Nur so kön- und Wissenschaftsstandort Die Teilnahme ist kostenlos. WZ: Finden die Interessen nen wir gemeinsam Einfluss weiter stärken sowie das Anmeldung: per Mail unter der kleinen und mittelstän- nehmen. sehr gute Potential Bremens nv@isl.org. Weitere Informadischen Unternehmer jetzt WZ: Für den Fall, das Sie durch den Ausbau einer ak- tionen: Rüdiger Staats, 0471 / nicht ausreichend Beach- gewählt werden: Wie stel- tiven Netzwerkarbeit weiter 309 01-105 tung? len Sie sich Ihre Arbeit im befördern. (jsl) 

Gastkommentar zur Kammerwahl 2012 Wer nicht wählt, kann nicht mitbestimmen so lautet ein ebenso gängiger wie einleuchtender Sinnspruch im Vorfeld von Wahlen. Für die Wahlen zu den Parlamenten der Wirtschaft, den Vollversammlungen der Handelskammern ließe sich aber trefflich ergänzen: wer wählt hat auch nichts zu sagen. Warum in Kammerland, einer überwiegend Demokratie freien Zone ganz andere Regeln gelten, will ich hier erläutern. Wer wählt will und soll auswählen. Der inhaltliche Wettstreit vor Wahlen ist ein Kernelement der Demokratie. Das gilt umso mehr, als die dann Gewählten ja immerhin als Interessenvertreter gelegentlich auch zu umstrittenen Themen im Namen des Wahlvolkes Stellung nehmen. In Kammerland gibt es traditionell und strukturell im Vorfeld der Wahlen keine inhaltliche Auseinandersetzung. Hier konkurrieren ohne Namen und ohne jedes inhaltliche Profil Unternehmerinnen und Unternehmer um ein Mandat. Wer auf der Internetseite

der Handelskammer Bremen sucht, findet und das ist selbst im bundesdeutschen Kammervergleich unterirdisch schlecht noch nicht einmal eine Liste dieser Kandidaten. Interessanterweise beginnt auch mit dem Tag der Veröffentlichung (wo??) der Bewerberliste die Briefwahl. Es wäre ja noch schöner, es gäbe für die Kandidaten Zeit und Gelegenheit für ihre Wahl mit Inhalten zu werben. Aus gutem Grund hat schon ein hoher Kammerjurist vor vielen Jahren erkannt, dass die Wahlen zu den Vollversammlungen der Kammern „nicht dem Geltungsund Anwendungsbereich des Demokratieprinzips unterliegen“. Zu den Strukturdefiziten gehört auch, dass die Kammern stets behaupten, bei ihnen kämen die Interessen der kleinen und mittelständischen Unternehmen im Unterschied zu den Verbänden, in denen stets die Großunternehmen den Ton angeben, nicht unter die Räder. Tatsächlich bevorzugt das Wahlgruppensystem systematisch große Unternehmen.

Wer für eine Bank oder ein großes Industrieunternehmen ein Mandat erlangen will, braucht deutlich weniger Stimmen als der Taxifahrer oder die Kioskbetreiberin. Demokratie nach Kammerart.Worin die Motivation für das hehre Ehrenamt nicht selten liegt, machen einige Beispiele aus anderen Kammerbezirken deutlich. Die IHK Cottbus warb Kandidaten ganz unverhohlen mit den Worten: Mitglieder der Vollversammlung werden zu allen zentralen IHK-Veranstaltungen eingeladen und können damit kontinuierlich ihr Unternehmen öffentlich präsentieren. Dass das auch Früchte trägt, bewies der amtierende Präsident der IHK Köln, Paul Bauwens-Adenauer, der gegenüber dem Kölner Express im Hinblick auf die großen Belastungen des Ehrenamtes schlicht antwortete: Es kommt ja auch etwas zurück, was für das Geschäft von Vorteilist“ .

Kai Boeddinghaus, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands für freie Kammern. Foto: PR

den Worten: Profitieren Sie von unserer hervorragenden Vernetzung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Kammerland ist demokratisches Entwicklungshilfegebiet, bestehend aus vielen kleinen Fürstentümern. Die Politik muss sich ernsthaft fragen und fragen lassen, wie ernst sie die Stellungnahmen der Potentaten dieser Fürstentümer nimmt.

In Bremen sieht man das Mehr zum Bundesverband: wohl ähnlich und motiviert www.bffk.de die unbekannten Kandidatinnen und Kandidaten mit www.wirtschaftszeitung.info


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Ausgabe 15; September 2012

Unternehmen im Fokus

Vivicom ermöglicht einfache und sichere Videokonferenzen Mit der innovativen Software Vi können Unternehmen Mitarbeiter unterschiedlicher Standorte virtuell an einen Tisch bringen. Die größte Umweltinitiati- tuell abgehalten werden. In ren bildgebenve der Wirtschaft in Europa, Echtzeit werden Bild und Ton den Verfahren B.A.U.M. e.V., hat bereits vor der Kollegen auf den Bild- wie MRT, CT, einigen Jahren ermittelt, dass schirmen dargestellt oder mit Röntgen im jede Stunde über 17.000 Ge- dem Beamer über PC oder PACS gesamschäftsreisende in Deutsch- Notebook auf die Leinwand melt und in land unterwegs sind. Sie rei- projeziert. Doch die Software der laufenden sen mit dem Auto, der Bahn Vivicom kann weit mehr als Konferenz auf oder dem Flugzeug kreuz nur die Konferenzteilnehmer den Monitound quer durchs Land , man- zu zeigen. Über die White- ren abgebildet. che sogar durch Europa und board-Funktion können aldie Welt, um sich in Mee- len Teilnehmern Dokumen- Ab 2013 ist tings mit Kollegen, Partnern te, Präsentationen oder gar v o r g e s e h e n , oder Kunden auszutauschen. Videos vorgeführt und ge- den Bremer Ohne Frage ist eine effizien- meinsam bearbeitet werden. U n t e r n e h te Kommunikation zwischen „Mit unserer Vivicom-Pro- men aus der Geschäftsleuten ein wesent- duktpalette bieten wir eine P r o d u k t i licher Schlüssel zum Erfolg. universelle flexible Raum- on, DienstAber ist es effizient stunden- Webkonferenzlösung für Un- leistungen und dem Wis- vis-a-vis-Kommunikation lange Reisen für kurze Mee- ternehmen, Projektgruppen, senstransfer eine Plattform schneller Entscheidungen tings in Kauf zu nehmen? Produktschulungen und We- unter den Namen LIVE- getroffen und umgesetzt „In vielen Fällen ist es genau binare“, erklärt Schlagowski. MARKTPLATZ für die werden.“ Alles spricht für das Gegenteil“, meint Dipl. „Auch in ganz speziellen Be- Kommunikation in Echtzeit den verstärkten Einsatz von Ing. Günter Schlagowski, darfsfällen wie zum Beispiel zur Verfügung zu stellen. Videokonferenzen, meint geschäftsführender Gesell- für Event-Übertragungen ist der Entwickler. Warum nutschafter des Bremer Unter- Vivicom bestens geeignet.“ Firmen welche interessante zen dann noch nicht alle Unnehmens Vivicom. „Bis zu Die Vivicom-Produktpalette Vorträge für den offenen Di- ternehmen die innovative 70 Prozent dieser Geschäfts- (siehe Infokasten) ist auf alog in Echteit und geschlos- Technik? Auch darauf hat reisen könnten wir unserer unterschiedlichste Bedürf- senen ialog in Echtzeit anzu- Schlagowski eine Antwort. Umwelt und den ohnehin nisse ausgerichtet und kann bieten haben, können sich „Viele Unternehmer, insbeüberfüllten Autobahnen er- im Einzelfall an besondere mit ihren Vorschlägen direkt sondere diejenigen, die nicht sparen.“ Mit dieser Vision, Branchen- oder Unterso technikaffin sind, scheiweniger Reisen für eine ge- nehmensbedürfnisse nen ein wenig vor neuen sündere Umwelt, ermöglich- angepasst werden. An Entwicklungen zurück- Vi Host te Schlagowski seinem Team der Spitze des Teams zuschrecken.“ Angst vor für alle, die professionelle Webseit 2002 die Entwicklung ei- und damit für die gedem Neuen braucht man konferenzen im Unternehmen ner Videokonferenzsoftware samte Funktionalität und an Juri Schewelew wen- jedoch bei der Vi-Software für Online-Meetings oder Wenamens Vivicom. Heute, Anpassung an die Bedürf- den (Kontaktdaten unten) nicht zu haben. „Schließlich binare einsetzen wollen und zehn Jahre später, vertreibt nisse der Branche verant- Für Günter Schlagowski und haben die meisten Unterneh- zudem flexibel und wartungser mit seiner Produktreihe wortlich, ist der engagierte sein Team liegen die Vortei- men alles, was man für die neutral konferieren möchten. Vivicom eine webbasier- Prokurist Juri Schewelew. ler seiner Entwicklung auf Umsetzung braucht, bereits Das Unternehmen mietet auf te Videokonferenzsoftware der Hand. „Das wichtigste im Haus. Das sind nämlich den Konferenzservern von Vivifür Online-Meetings ist für mich neben einem Computer und com einen virtuellen Veranstalin höchster Qualität der Um- einem Internetanschluss le- tungsraum für eine bestimmte für die Raum und Arwe l t s c h u t z . diglich eine Webcam und ein Zeit und Teilnehmeranzahl. Der beitsplatzkonferenz. Weniger Ge- Headset.“ Noch dazu könne Veranstalter und alle TeilnehVIVICOM kommt von schäftsreisen sich jeder Unternehmer diese mer benötigen lediglich den frei VIS-A-VIS Communibedeuten we- Technologie leisten. Entschei- verfügbaren Vi-Client und hercation. „Unser Motniger CO2- det sich eine Firma zum Bei- kömmliche Endgeräte. to heißt: Kommen – Sehen Mit der Vivicom Medical Vi- Ausstoß und damit weniger spiel für den Mietkauf, kostet – Verstehen. Das heißt, die deokonferenzlösung werden Umweltbelastung“, erklärt die Vi-Software nicht mehr Software ist nicht nur einfach heute bereits standortüber- er. „Für viele Unternehmen als 19 Euro im Monat. Nach zu bedienen, sondern auch greifend Tumorkonferenzen sind aber andere Aspekt drei Jahren geht die Software preiswert. Denn unser erklär- abgehalten. Alle Fachdiszi- entscheidend. Mit der Soft- in das Eigentum der Firma tes Ziel ist, diese Technologie plinen vom Hausarzt über ware können sie effizienter über. „Videokonferenzen mit Wichtigste Funktionen: jedem innovativ handelnden den Therapeuten bis hin zum Arbeiten. Statt irgendwo im der Vi-Software abzuhalten Menschen zugänglich zu ma- Radiologen sind online ver- Stau zu stehen, können Mit- ist tatsächlich sehr einfach. - Installation auf Vivicom Server chen“, erklärt Schlagowski. bunden und können gemein- arbeiter ihre Zeit produktiv Interessierte Unternehmer - Zugriff über das Internet sam per Video und Audio die nutzen. Weniger Reisen be- müssen sich einfach über- - Whiteboard Mit Hilfe der Software kön- weiteren wichtigen Schritte deutet in vielen Fällen auch winden und es angehen. Wir - Integrierter Webbrowser nen Meetings mit Mitarbei- für die Genesung des Tumor- weniger Stress und weniger präsentieren die Möglichkei- - Messenger - Desktop-Sharing (Vollversion) tern in unterschiedlichen patienten besprechen. Dabei Krankmeldungen. Und letzt- ten gern.“ (jsl) - Datenfilter beim Upload Städten oder Ländern vir- werden Bilddaten aus ande- lich können in der direkten

Ran an die Technik

Videokonferenzen in der Telemedizin

Teamarbeit mit Vivicom am interaktiven Witheboard

- Aufzeichnungsfunktion - Sofort-Konferenzen - Chat, Nachrichtenaustausch - Konferenzmanagement - Vollbildschirmmodus u.s.w.

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Ausgabe 15; September 2012

Interview

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Für den nächsten Schritt auf der Karriereleiter

Prof. Dr. Christian Schuchardt im Gespräch mit Redakteurin Jeanette Simon-Lahrichi Fotos: WZ/PR Mit über 200 Studierenden aus aller Welt und insgesamt acht Masterprogrammen zur Weiterbildung in Voll- und Teilzeit gehört das International Graduate Center (IGC) der Hochschule Bremen heute zu den führenden Weiterbildungsinstitutionen Deutschlands. Im Interview mit der Wirtschaftszeitung erklärt der stellvertretende wissenschaftliche Leiter des IGC, Prof. Dr. Christian Schuchardt, warum es sich lohnt nach der Arbeit noch Lehrbücher zu wälzen. Wirtschaftszeitung: Bei der Entwicklung von Masterprogrammen hat die Hochschule Bremen bereits Mitte der 1990er Jahre Pionierarbeit in Deutschland geleistet? Warum? Prof. Dr. Christian Schuchardt: Tatsächlich haben einige Kollegen an der Hochschule Bremen bereits Masterprogramme entwickelt, als es diese in Deutschland noch gar nicht gab. Die Hochschule ist schon immer sehr international ausgerichtet gewesen. Mit der steigenden Zahl internationaler Studiengänge und der wachsenden globalen Vernetzung schien es sinnvoll und notwendig diese Abschlüsse auch in Bremen

gestellt haben. Als dann im Zuge des Bologna-Prozesses 2000/2001 diese Abschlüsse auch bei uns eingeführt wurden, haben wir uns entschieden eigene Programme anzubieten. Warum ist es so wichtig, dass auch in Deutschland internationale Abschlüsse wie der Bachelor und der Master angeboten werden? Der Bologna-Prozess, also die Umstellung vom klassischen Diplomstudiengang auf Bachelor- und Masterprogramme, ist durchaus auch kritisiert worden. Der entscheidende Impuls für die Kultusminister in Europa war es, eine Vergleichbarkeit der Abschlüsse zu ermöglichen. Das traditionelle deutsche Diplom war

verstanden und verglichen werden können. Bachelor, Master, MBA wie sind diese Abschlüsse heute einzuordnen? Es gibt verschiedene Kompetenzniveaus, die jeweils in den verschiedenen Stufen erreicht werden. Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Abschluss. Darauf aufbauend kann ein Master absolviert werden. Im Anschluss daran gibt es die Möglichkeit einen traditionellen Doktor zu machen. Was ist der Unterschied zwischen einem Masterstudiengang und einem MBA? Es gibt einen grundsätzlichen konzeptionellen Unterschied. Am Beispiel: Ein Student der Betriebswirtschaft erreicht mit dem Bachelor

„Mein Fachwissen habe ich durch das MBA-Studium, um wertvolle Management-Kompetenzen erweitert. Das Studium war für mich eine lohnenswerte Investition in meine Zukunft, aber auch eine einmalige Erfahrung, sowohl aus akademischer als auch aus persönlicher Sicht.“ Dr. Claudia Hauke, Director Clinical Marketing & Strategic Management, medac GmbH

zu etablieren. Das haben wir zunächst mit ausländischen Partnern gemacht, welche die Absolventen im letzten Schritt auch geprüft und entsprechende Urkunden aus-

insbesondere im angloamerikanischen Sprachraum schwer einzuordnen und zu bewerten. Das neue System soll einheitliche Abschlüsse schaffen, die international

ein bestimmtes Wissensniveau. Dieses kann in einem anschließenden Masterstudiengang direkt weiter vertieft werden. Es gibt in der Industrie in vielen Fällen aber

Das International Graduate Center Das International Graduate Center (IGC) ist die zentrale Einrichtung für postgraduale Studien und wissenschaftliche Weiterbildung der Hochschule

Bremen. Mit 200 Studierenden aus über 40 Nationen, 8 Masterprogrammen, darunter 5 MBA-Programmen, zählt das Graduate Center zu den führenden

Wirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung 

international ausgerichteten Graduate Schools in Deutschland. Als Teil der Hochschule Bremen steht das IGC insbesondere für Tradition und Qualität in

auch den Bedarf an Management-Know-How für Leute, die nicht Betriebswirtschaft studiert haben. Mit zunehmendem Aufstieg innerhalb des Unternehmens kommen zum Beispiel auch Ingenieure, Chemiker oder Biologen in Positionen, in denen sie betriebswirtschaftliche Kenntnisse benötigen. Ein MBA-Studium bereitet diese Fachkräfte auf die Übernahme von Management- und Führungsaufgaben vor und ist damit häufig die Grundlage für den nächsten Karriereschritt, weg von der Fachlaufbahn und hin zur

Programme sind sehr unterschiedlich. Mit dem IGC sind wir auf einem relativ moderaten Preisniveau, das kostendeckend kalkuliert ist. Als Hochschule arbeiten wir nicht Gewinn orientiert und können die hochwertigen Programme deutlich günstiger als viele private Anbieter anbieten. Außerdem ist eine solche Weiterbildung tatsächlich als Investition in die berufliche Zukunft zu betrachten. Mit dem Karriereaufstieg ist in der Regel auch ein höheres Einkommen verbunden. Das hilft, das Studienentgelt zu ver-

beinhalten unsere Teilzeitstudienprogramme viele Präsenzphasen. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Fernstudium ist man in engem Austausch mit den anderen Teilnehmern. Und das unterstützt den Studienerfolg. Wie fördern Sie die Vereinbarkeit von MBA-Studium mit Beruf und Familie? Tatsächlich ist das für viele Programmteilnehmer die größte Herausforderung. Es hat sich gezeigt, dass der Unterrichtsrhythmus Montag-, Freitag- und Samstagabend sehr praktikabel ist. Das Stu-

„Ein wichtiger Aspekt meines Studiums war die internationale Ausrichtung. Während meiner Zeit am IGC habe ich Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennengelernt und konnte neue Freundschaften knüpfen. Heute fühle ich mich zuhause in der Welt.“ Guido Schwartz, Marketing Manager New Business, EADS Astrium Space Transportation

Führungslaufbahn. Ein MBA-Studium hilft also beim beruflichen Aufstieg? Diese Erfahrung haben wir mit unseren Teilnehmern gemacht. Viele steigen schon während des Programms oder unmittelbar nach dem Abschluss um ein bis zwei Karrierestufen auf. Das Studienentgelt für einen MBA beläuft sich auf etwa 15.000 Euro. Was spricht dafür, so viel Geld in eine Weiterbildung zu investieren? Zunächst mal ist ja alles relativ. Die Preise für MBA-

schmerzen. Was spricht außer des moderaten Preisniveaus für eine Weiterbildung am IGC? Wir bieten seit über 12 Jahren erfolgreich Master- und MBA-Programme an. Das heißt, wir haben jede Menge Erfahrung in der Lehre und Organisation. Außerdem verstehen wir die Bedürfnisse von Teilzeitstudierenden, die häufig Beruf, Weiterbildung und Familie unter einen Hut bringen müssen, und versuchen es ihnen so leicht wie möglich zu machen. Nicht zuletzt

den angebotenen Masterstudiengängen. Das IGC ist Teil der International Business School Alliance (IBSA: Partnerhochschulen weltweit bündeln darin ihre Kernkompetenz im postgradualen Bereich. Durch das innovative Stu-

dienkonzept kann auch ein doppelten Masterabschluss (Dual Degree) innerhalb eines Jahres angeboten werden. Die Studiengänge sind alle akkreditiert. Akkreditierungsagenutren sind die Zentrale Evaluations- und

dium ist auf die Semesterzeiten beschränkt. Das heißt, während der Ferien im Frühjahr und im Sommer haben die Studierenden die Möglichkeit ein bisschen Luft zu holen und Sachen vor oder nachzuarbeiten. Es steht dennoch außer Frage, dass eine solche Weiterbildung eine hohe Leistungsbereitschaft erfordert. Das bescheinigen wir mit den Abschlusszeugnissen. Für viele Arbeitgeber ist das bereits ein entscheidendes Signal, hinsichtlich des Engagements des Arbeitnehmers. (jsl)

Akkreditierungsagentur (ZEvA), die Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen (AQAS) sowie die American Assembly of Collegiate Schools of Business (AACSB).

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Bremen

Ausgabe 15; September 2012

Raum für Pflanzen und Tiere auf Firmengelände gesucht partnerschaft umwelt unternehmen und BUND starten Unternehmens-Kampagne Orte der biologischen Vielfalt

Eine neue Kooperation mit ungewöhnlichem Ziel startet jetzt im Land Bremen. Das Unternehmensnetzwerk partnerschaft umwelt unternehmen hat gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) Landesverband Bremen die Kampagne Orte der biologischen Vielfalt ins Leben gerufen. Sie richtet sich an Firmen, um diese über das Thema biologische Vielfalt zu informieren und sie hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten für naturnahe Betriebsgelände konkret zu beraten. Denn ob Dachbegrünung, Rasengittersteine, ein Obstbaum

oder eine Nistgelegenheit: Diese einfachen Maßnahmen wirken der zunehmenden Versiegelung von Flächen für Verkehr, Wohnen, Arbeiten und Freizeit entgegen und unterstützen damit das Fortbestehen der heimischen Tier- und Pflanzenwelt auch im städtischen Raum.

sagt Martin Schulze von der puu-Koordinierungsstelle, wir möchten mit unserer Kampagne zeigen, dass schon mit kleinen Schritten ein Beitrag zum Erhalt der Biodiversität geleistet werden kann. Die Kosten für Beratung, Maßnahmenbeschreibung und Begutachtung belaufen sich auf max. 500 Euro, je nach Umfang der Beratung. Die ersten 50 Unternehmen mit Sitz im Land Bremen, die Orte der biologischen Vielfalt schaffen möchten, zahlen davon nur 50 Prozent.

Das bundesweit einzigartige Angebot im Rahmen einer Umweltpartnerschaft stößt bereits auf viel positive Resonanz bei den puu-Unternehmen. Jetzt schauen wir über die umweltfreundlichen Produktionsabläufe hinaus Der BUND Bremen führt auch auf das Firmengelände, die Beratungen bei interessierten Betrieben vor Ort durch und gibt dann individuelle Tipps, welche Maßnahmen für das Gebäude 4 TOP-LOCATIONS FÜR IHRE VERANSTALTUNG! und Grundstück passend sind. Ein Obstbaum beispielsweise bietet nicht nur das ganze Jahr über einen schönen Anblick, sondern ist von der Wurzel bis zur Krone auch ein strukturreicher Lebensraum für viele verschiedene Tiere, erklärt BUNDLandesverbandsgeschäftsführer Martin Rode, Kleine & große Gruppen Geburtstage Firmenfeiern Hochzeiten Parties u.v.m. und ganz nebenbei sorgt er im Herbst auch noch für frisches Obst. Die Pflanzung eines www.hansen-riva.de | events@hansen-riva.de jungen Baums kostet um die 50 Euro. Der jährliche Pflegeschnitt beläuft sich etwa

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Größte Betriebskrankenkasse in Bremen bietet Top-Kundenservice Die BKK firmus ist für Ver- für verschiedene Gesundsicherte und Arbeitgeber heitsleistungen, Erstattung da von Mitgliedsbeiträgen für Fitnessstudios und SportDie BKK firmus, größte Be- vereinen sowie Baby- und triebskrankenkasse in der Kleinkindschwimmen verStadt und Region Bremen, wenden. Ebenso können gehört zu „Deutschlands auch die Kosten für eine K u n d e n o r i e n t i e r t e s t e n professionelle ZahnreiniDienstleistern 2012“. Nach gung, Knochendichtemesder Auszeichnung als „Top sung und vieles mehr von Job“ Arbeitgeber des Jahres dem Bonus bezahlt werden. wurde die BKK firmus auch Die BKK firmus ist darüber für ihren Service am Kun- hinaus auch der erste Anden prämiert. sprechpartner für ArbeitgeDie Auszeichnung ent- ber. Mit einem umfassenden spricht damit genau der Konzept zur betrieblichen Philosophie der BKK firmus, G e s u n d h e i t s f ö r d e r u n g Kunden nicht nur zufrieden bietet die Krankenkasse zu stellen, sondern zu be- zum Beispiel Gesundheitsgeistern. tage in Unternehmen an. Die Bremer Krankenkasse informiert jeden Kunden Telefonisch erreichen Sie individuell rund um alle die BKK firmus unter 0421 Produkte der gesetzlichen 64343 oder per Email an Kranken- und Pflegever- info@bkk-firmus.de Aufsicherung sowie den vie- grund der sehr guten filen Mehr-Leistungen, wie nanziellen Situation wird zum Beispiel dem Bonus- die BKK firmus auch in den programm. Den jährlichen kommenden Jahren keiBonus von 120 € können nen Zusatzbeitrag erheben. Kunden unter anderem

auf weitere 40 Euro. Nach Kann das weg oder muss das zum Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen können Steuerberater? Infoveranstaltung zu die Firmen mit dem Signet Orte der biologischen VielDatensicherung im Handwerk falt auf ihr Engagement hinweisen und es zur Kommunikation mit Beschäftigten und Kunden verwenden. Auch im Handwerk ist der lich relevant? Reicht es, die Alltag zunehmend durch Dokumente auszudrucken Für Bernd Schmidt, Ge- die Nutzung von Informa- und abzuheften? Und wie schäftsführer der Kronwald tions- und Kommunikati- gewährleistet man den Drucklufttechnik GmbH & onstechnologien geprägt. Zugriff auf die archivierCo. KG, haben sich die Inves- Statt Briefen versenden ten Dokumente über die titionen in sein biodivers ge- Unternehmen Mails und gesamte Aufbewahrungsstaltetes Firmengeländes aus so manche Rechnung ver- frist? Dazu bieten unsere mehreren Gründen gelohnt. lässt oder erreicht den Be- Referenten Antworten und Ich bin überzeugt, dass un- trieb auf elektronischem gehen auf weitere Fragen sere Bäume, Pflanzen und Weg. Auch der Kontakt zu der Teilnehmer ein. unser Gartenteich sowie die den Behörden erfolgt imdrei Schafe einfach zu einem mer häufiger online und Michael Kalinka von der angenehmeren Arbeitsum- die elektronische Steu- cbm Computer - Anwenfeld beitragen. Unsere Beleg- ermeldung ist keine Zu- dungsberatung, Bildung, schaft weiß zu schätzen, dass kunftsvision mehr. Doch M e d i e n e n t w i c k l u n g sie nicht auf zubetonierte wie sehen die rechtlichen GmbH eröffnet die VeranFlächen schauen muss, sagt Vorschriften für den elek- staltung mit den Grunder anlässlich des Kampag- tronischen Datenverkehr lagen der Datensicherung nenauftakts. Hinzu kommt, aus? Hilfestellung gibt und Archivierung. SteuHandwerkskammer erberater Björn Rosin thedass sich sein naturnahes die Regenwassermanagement Bremen in Kooperation matisiert die Frage, welche durch die gesplittete Abwas- mit der vom Bundesmi- Daten zu dokumentieren sergebühr im Land Bremen nisterium für Wirtschaft und archivieren sind. Im auch auf der Kostenseite und Technologie geförder- Anschluss erläutert Jan rechnet. Für Maßnahmen zur ten Bremer Initiative für Bischoff von der BSB BreEntsiegelung und Dachbe- e- und m-business e.biz mer Software & Beratungs grünung gibt es noch dazu der WFB Wirtschaftsför- GmbH die speziellen Anein Förderprogramm des derung Bremen GmbH forderungen bezüglich der Senators für Umwelt, Bau am Mittwoch, 19. Septem- Zugriffsmöglichkeiten des und Verkehr, das von der ber 2012, im Rahmen der Betriebsprüfers und stellt Bremer Umwelt Beratung kostenlosen Informations- technische Lösungen zur umgesetzt wird. An der veranstaltung Datensiche- Archivierung und DatenKampagne Orte der biologi- rung und Archivierung im bereitstellung vor. schen Vielfalt beteiligen sich Handwerk. Die kostenfreie Veranstalneben der Kronwald Drucklufttechnik auch bereits die Für Unternehmen, die tung Datensicherung und puu-Mitglieder OptoPrecisi- anfangen, für sie neue Archivierung im Handon, REETEC, saturn petfood, technische Möglichkeiten werk findet am Mittwoch, Ventimola Dämmtechnik zu nutzen, stellen sich an- 19. September 2012, von 17 und die Werkstatt Bremen. fangs viele Fragen, erläu- bis 19 Uhr im Handwerkstert Nicola Illing, Innova- saal der HandwerkskamInfos unter www.umwelt- tionsmanagerin für das mer Bremen, Ansgaritorunternehmen.bremen.de Thema Informations- und str. 24, 28195 Bremen, statt. Informationen oder bei der Koordinie- Kommunikationstechno- Weitere rungsstelle partnerschaft logien bei der WFB. Wel- sowie die Möglichkeit zur umwelt unternehmen unter che Dokumente und Da- Anmeldung gibt es im Inteien müssen wie gesichert ternet unter www.ebizTelefon 0471/308 31 31 und aufbewahrt werden? bremen.de in der Rubrik Ist jede E-Mail steuerrecht- Veranstaltungen. www.wirtschaftszeitung.info


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Ausgabe 15; September 2012

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Lernen Sie die Haferwende kennen, am 15. September zur Gewerbeschau „Sommerende in der Haferwende„

Mit einem großen Fest feiert das Gewerbegebiet Haferwende das Ende des Sommers 2012. Fotos: PR

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Welches Programm erwartet Sie zum Sommerende in der Haferwende 2012? Damit die Besucher auch immer erfahren was gerade - und wo – geschieht, welche Highlights sich gerade anbahnen, senden wir RADIO HAFERWENDE ab Freitagabend auf der Sendefrequenz 96,1 Mhz. Wir informieren wir die Besucher und daheim gebliebenen, spannend, aktuell, mit interessanten Verlosungen, Interviews, Hinweise. Das Studio Radio Haferwende wird auf dem Gelände und vor dem Autohaus Johnny Hilker stehen, mit Live Bühne und Laufsteg. Natürlich spielen wir auch Musik über den Tag. Erleben Sie Ra-

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dio - und Radio machen - live und zum anfassen vor Ort. Ansonsten haben wir wieder viele Highlights für Besucher: Bungee-Trampolin, Quadfahren, Water Balls, 60 Meter Kran, Feuerspiele und die Feuerwehr. Das Thema Sport und Aktivitäten allgemein ist ein Fokus. Die Eltern sollen sich wohlfühlen und Ihren Interessen nachgehen können, während die Kinder sich den Tag lang vergnügen können. Das THW zeigt den Einsatz der Blechschere, die Feuerwehr löscht gelegte Brände. Sie sehen eBikes und eRoller. Einen Auto-Überschlagssimulator, Old- und Youngtimer, den Borgward Club Bremen, aktuelle Automodelle, Wohnmobile, Jacuzzis, die Meister der Elemente, Kaminöfen, Radball, uvm. Die Kinder können an 20 Stationen ein Piratendiplom erwerben. Dies wird am Nachmittag gegen 16:00 Uhr feierlich von Captain Säbelzahn auf der Bühne abgenommen. Wir erwarten sogar die Black Peal.

Das Bühnenprogramm

09:00 Uhr: Start des Sendebetriebes für den Veranstaltungstag, erste Grundinformationen, Programmhinweise, Vorausschauen und Musikbegleitung 10:00 Uhr: Offizielle Eröffnung des 2ten Sommerende in der Haferwende 10:15 Uhr: Interviewparter Andreas Gehrmann von der Wolpmann Gruppe 10:30 Uhr: Oriental Starlights - Girls von Sitaara 10:45 Uhr: Interviewpartner Dietmar Stürken von Heinen+Löwenstein 11:15 Uhr: Interviewpartner Frau Fromm von der Tradecon GmbH 11:45 Uhr: Interviewpartner Marco Schön von der Schreiber Gruppe 12:05 H2Oooh-Show des Universum Bremen 12:15 Uhr: Interviewpartner Catja & Torsten Stüting von der Werner Bollwinkel GmbH Weitere Informationen: 12:45 Uhr: Interviewpartner Herr www.sommerende-haferwende.de Saidavi von Saidavi´s LaCantina

13:15 Uhr: Interviewpartner Dittmar Schreyer von der Volker Möhler GmbH 13:45 Uhr: Interviewpartner Harald Maiworm vom U.S. Car Stammtisch 14:05 Uhr: Oriental Starlight - das Starlight Ensemble 14:15 Uhr: Interviewpartner Werner Hilscher vom Borgward Club Bremen e.V. 14:30 Uhr: Maximum Fitnesstudio Rhytmische Sportgymnastik 14:45 Uhr: Interviewpartner Sonja Gerken als Meisterin der Elemente von Hasch+Co 15:05 Uhr: H2Oooh-Show des Universum Bremen 15:30 Uhr: Maximum Fitnesstudio die ultimative Fitness Collection 15:45 Uhr: Interviewpartner Ulrich Piper der Auto Burghardt GmbH 16:05 Uhr: Maximum Fitnesstudio Jazzdance 16.15 Uhr: Interviewpartner Kay Joachim Peters der Dekra 16:30 Uhr: Duo Oriental Starlight 16:45 Uhr: Interviewpartner Ralf

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Thiers von Emigholz 17:15 Uhr: Interviewpartner Timo Hilker vom Jonny Hilker Autohaus 17:45 Uhr: Versteigerung eines Original Bayern München Trikots, mit den Unterschriften aller Spieler, gestiftet von der Werner Bollwinkel GmbH und zu Gunsten des Kinderhospiz Löwenherz

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Es wird ein Spätsommertag am 15. September 2012. Erfüllt vom dramatischen Licht des scheidenden Sommers, das bereits das Halbdunkel des Herbstes und seine Geheimnisse in sich birgt. Durch die treibende Initiative der Werner Bollwinkel GmbH ermöglicht, möchten wir, von der Gemeinschaft der im Gewerbegebiet Haferwende ansässigen Firmen, gemeinsam mit unseren Kunden, Lieferanten, Partnern, Familien, Freunden und Anwohnern ein großes Fest feiern. Ihnen zeigen, was wir hier im Gewerbegebiet den Arbeitsalltag über tun.

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Bremen

Ausgabe 15; September 2012

Kopfgeld 2.0 – (K)Eine Einfache Entscheidung

10.000 Euro oder ein iPad versprach der Bremer Softwarehersteller Tradesignal für die Vermittlung neuer Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter. Personal für die Softwareentwicklung zu finden ist schon seit einigen Jahren eine ziemlich schwierige Angelegenheit. Allein in Deutschland waren nach Angaben des VDI (Verband Deutscher Ingenieure) im Dezember 2011 mehr als 30.000 Stellen unbesetzt. Deshalb hat sich die Tradesignal GmbH etwas besonderes ausgedacht, um Entwicklerinnen und Entwicklern für ihre Software für Technische Chartanalyse und Systementwicklung zu finden. Von Ende Mai bis Ende Juni 2012 setzte sie eine Prämie auf die Vermittlung geeigneter Mitarbeiter aus. Damit möglichst viele „frischgebackene“ Personalvermittlerinnen und -vermittler davon erfuhren, konnten sie für eine erfolgreiche Empfehlung zwischen einem iPad oder 10.000 Euro wählen. Wie zu erwarten war, wollten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer lieber die 10.000 Euro, berichtet Sebastian Schenck,

Foto: PR Head of Sales & Marketing der Tradesignal GmbH mit einem Lächeln: „Neben vielen guten noch nicht gefallen. Ob die Wünschen und ein wenig Un- Recruitment Kampagne der verständnis, das uns entgegen Bremer Softwarefirma Schugebracht wurde, gab es auch le machen wird, hängt sicher vielversprechende Kandida- auch von der Entwicklung tinnen und Kandidaten. Nie- auf dem Fachkräftemarkt und mand wollte allerdings das der Senkung von Hürden für iPad. Das war dann wohl doch die Einstellung von Nicht-EU eine einfache Entscheidung.“ Bürgern ab. Die Tradesignal Einige Presseartikel und ein GmbH freut sich mit einem TV-Bericht brachten nicht nur Augenzwinkern, etwas zu dieviel Aufmerksamkeit, sondern ser Diskussion beigetragen auch weitere Empfehlungen. zu haben. Wann die nächste Insgesamt ist die Tradesig- kreative Idee aus dem Hause nal GmbH sehr zufrieden mit Tradesignal kommt, wollte dem Verlauf. Über mehrere zunächst niemand sagen, SeWochen wurden Einstellungs- bastian Schenck meint dazu: interviews geführt und Be- „Wir werden weiter geeignete werber in die engere Auswahl Mitarbeiterinnen und Mitargenommen. Hier zeigte sich beiter suchen und sind sehr allerdings, dass selbst 10.000 zuversichtlich, das in nächster Euro alleine nicht ausreichen, Zukunft auch zu schaffen. Ob wenn es darum geht, eine wir nochmal eine ähnliche AkEntscheidung für seine beruf- tion durchführen, wissen wir liche Zukunft zu fällen. Ein jetzt noch nicht; nur so viel sei Bewerber nahm z.B. ein ande- verraten, die Lust am Außerres Jobangebot an, das seinen gewöhnlichen ist noch nicht (jsl) Interessen mehr entsprach. Si- erschöpft.“ cher keine einfache Entscheidung, da sein hoffnungsvoller www.tradesignal.com Vermittler leider leer ausgingen. Bei einem weiteren Bewerber ist die Entscheidung

Maximale Flexibilität bei Mobilfunktarifen Neues Mobilfunk-Portfolio für swb-Business-Kunden Um die Mobilfunkta- Mobilfunknetze, in 31 inrife von swb zu erklä- ternationale Festnetze ren, reicht ab sofort der sowie für nationale SMS. sprichwörtliche Bierde- Mit dem neuen Tarif wird ckel aus. Denn nur noch swb dem Anspruch vieler zwei Preise sorgen bei dem Geschäftskunden nach neuen Mobilfunk-Portfolio Übersichtlichkeit und für Übersichtlichkeit und Transparenz gerecht. Transparenz. Zum einen Das neue Tarifmodell heißt ist dies der monatliche „swb Einfach Mobil BusiGrundpreis von 4,99 Euro, ness“. Es zeichnet sich zum anderen ist das der aus durch einen ganz inVerbindungspreis von dividuellen Zuschnitt, für 11,9 Cent – und der gilt den eine ganze Reihe einheitlich für Anrufe in attraktiver Optionen soralle nationalen Fest- und gen. Großer Vorteil: Alle

Optionen sind einzeln buchbar und können monatlich geändert oder gekündigt werden. So kann das Telekommunikations-Team für jeden Kunden das passende Paket schnüren und maximale Flexibilität anbieten. Weitere Informationen zu dem neuen Business-Tarif sind über die kostenlose swb-Hotline 0800 889 4000 und im Internet unter www.swb-gruppe.de erhältlich.

Studierende entwickeln Filmkonzepte für Bremer Klimaschutzagentur Kurzfilm soll Interesse von Unternehmern für Energieeffizienz wecken

Filmszenen aus den fünfzi- „Nach der ersten Präsentatiger Jahren: schwarzweiße on konnten wir uns zunächst Fabrikgebäude, ein Raum nicht entscheiden. Jede Idee voller Arbeiter. Die Se- hatte Charme und Potenkretärin kommt zu ihrem zial. Daher haben wir die Chef und spricht ihn auf Studierenden mit den zwei das Thema Energieeffizienz besten Konzepten in die an. Als er dankend ableh- nächste Runde geschickt“, nen will, erklärt sie, was erläutert Astrid Stehmeier, ein Energie-Check der ge- Projektleiterin bei energiemeinnützigen Bremer Kli- konsens und Auftraggemaschutzagentur energie- berin der Studierenden. konsens dem Unternehmen Wichtigstes Kriterium der bringt. Die Botschaft ist Juroren für die Beurteilung klar: Die Energie-Checks der Ideen war, ob die Anfür Beleuchtung, Heizung sätze sowohl einen kreatiund Strom lohnen sich – ven Zugang zum Thema ökonomisch wie ökologisch. Energieeffizienz bieten, als Mit diesem Kurzfilm wird auch die Energie-Checks ab Herbst 2012 das Bera- als konkretes und effizitungsangebot für kleine entes Angebot vorstellen. und mittlere Unternehmen Henning Rogge, Lehrbeder Bremer Klimaschützer auftragter am Fachbereich beworben. Das Konzept für Kunst und Design der HfK, den Film stammt von Stu- betreut die Studierenden dierenden der Hochschule während der gesamten Zeit. für Künste Bremen (HfK). Er sieht in der Projektarbeit Im Auftrag von energie- eine große Chance für seine konsens erarbeiteten 14 Seminarteilnehmer. „Der Zweitsemester aus dem effiziente Umgang mit Studiengang Integriertes Energie ist ein Thema, das Design in Gruppen Ideen, künftig auch medial eine wie mit Hilfe von Kurzfil- immer größere Rolle spiemen das Interesse von Un- len wird. Die Studierenden ternehmern an den Checks sammeln am Beispiel der geweckt werden kann. Das Energie-Checks wertvolle Gewinnerkonzept wird nun Praxiserfahrung.“ als Film umgesetzt. Mit Unterstützung ihres Eine Jury aus Vertretern von Dozenten setzt das Gewinenergiekonsens, der Wirt- ner-Team sein Konzept bis schaftsförderung Bremen, Oktober um. Den fertigen der PR-Agentur denkBar Kurzfilm stellt energiekonund der Film- und Fern- sens anschließend der Öfsehagentur Deichblick fentlichkeit vor. Er soll vor wählte die Idee aus ins- allem auf der Website der gesamt fünf Konzepten aus. Klimaschutzagentur und in

den sozialen Medien zum Einsatz kommen. Zum Dank erhalten die Studierenden eine Exkursion nach Amsterdam mit klimafairer An- und Abreise sowie Unterbringung in einem klimafreundlichen Hotel. energiekonsens ist die gemeinnützige und unabhängige Klimaschutzagentur im Land Bremen sowie in den Regionen Elbe-Weser und Weser-Ems. Sie verfolgt das Ziel, den Energieeinsatz so effizient und klimafreundlich wie möglich zu gestalten. Ihre Angebote richten sich an Unternehmen, Bauschaffende und Institutionen sowie private Haushalte. Die Klimaschutzagentur initiiert und fördert Projekte zu Energieeffizienz und zur Nutzung regenerativer Energien, organisiert Informationskampagnen, knüpft Netzwerke und vermittelt Wissen an Fachleute und Verbraucher. Als gemeinnützige GmbH ist sie ein neutraler und unabhängiger Mittler und Impulsgeber. Die Klimaschutzagentur energiekonsens wurde als Public-PrivatePartnership gegründet. Gesellschafter sind die swb AG, die EWE ENERGIE AG sowie die Stadt Bremen. (jsl) Weitere Informationen zu den Energie-Checks finden sich unter www.energiekonsens.de/ plietsch/energie-checks.

Kostenlose Informationsveranstaltungen für Betriebe und Verwaltungen Das Integrationsamt Bre- „Schwerbehindertenrecht men bietet auch in diesem für Eilige“, die einen kurHerbst wieder Informations- zen Überblick geben, bis hin und Schulungsveranstal- zu Mehrtagesveranstaltuntungen zum Thema „Ein- gen kommen Themen wie stellung und Beschäftigung „Durchblick im Dschungel von schwerbehinderten der Bürokratie“, „BetriebliMenschen in Betrieben ches Eingliederungsmanageund Verwaltungen“ an. ment“, „besonderer KünDiese kostenlosen Kurse digungsschutz“ und viele richten sich an Arbeitgeber, weitere vor. an betriebliche Integrati- Mitte September 2012 geht onsteams, wie zum Beispiel es los mit vielen InformatiBeauftragte der Arbeitgeber, onen und praktischen Tipps Betriebs- und Personalräte, aus erster Hand zur FestSchwerbehindertenvertre- stellung von Behinderung tungen, oder an Personal- beim Versorgungsamt und sachbearbeiter, Vorgesetzte, Gleichstellungsverfahren Betriebsärzte, schwerbehin- bei der Agentur für Arderte und andere betrieb- beit, gleich danach folgt das liche Akteure, die mit der Thema „Seelische ErkranEingliederung und Beschäf- kungen und Arbeit – geht tigung von schwerbehinder- das?“ An gut erreichbaren ten Menschen zu tun haben. und barrierefreien Orten in Von Eintageskursen wie Bremen können Sie mit dem

erfahrenen Schulungsteam des Integrationsamtes auch theoretische und praktische Fragen erörtern, die für Betriebe oder Dienststellen wichtig sind. Dort sind auch zusätzliche passgenaue Informationsmaterialien für die betriebliche Arbeit erhältlich. Das aktuelle Heft mit den Kursen sowie weitere Informationsbroschüren sind beim Integrationsamt, Doventorscontrescarpe 172, Block D, (ehemaliges Berufsschulzentrum), 28195 Bremen, zu bekommen.. (jsl) . Kontakt: Andrea Schuller Telefon 0421-361-5371 a n d r e a . s c h u l l e r @ ve r s o r gungsamt.bremen.de.

„Ich schreibe monatlich für Sie über Unternehmen aus der Region, vom Handwerker bis zum Global-Player. Rufen Sie mich an oder senden Sie mir eine E-Mail, ich freue mich auf Ihre Informationen.“ Jeanette Simon-Lahrichi, Leitende Redakteurin Telefon 0421 / 69648417, redaktion@wirtschaftszeitung.info Wirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung 

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Ausgabe 15; September 2012

Bremen

Ingenieure ohne Grenzen: Brunel GmbH unterstützt Projekt in Simbabwe. Der Ingenieurdienstleister ständlichkeit ist, ist gerade spendet 10.000 Euro für neue in den Randbezirken HaraPhotovoltaikanlage res eine Seltenheit“, macht Dr. Napiwotzki deutlich: „AufMit einer Spende  von 10.000 grund des maroden  StromEuro hat die Brunel GmbH netzes haben die Menschen mit Hauptsitz in Bremen ein dort vor allem  tagsüber Projekt des  Ingenieure ohne immer wieder mit  StromGrenzen e.V. in Simbabwe un- ausfällen zu kämpfen. Flieterstützt: Die Stuttgarter Regi- ßend Wasser ist ein Luxus.“ onalgruppe des Vereins finan- Entsprechend mussten  die zierte mit dem Geld den Bau Mitarbeiter der Einrichtuneiner Photovoltaikanlage so- gen  Shingirirai  Trust und wie einer Wasserpumpe. Die- Glen Forest Development se wurden  von vier Fachleu- Centre ihre Büroarbeiten häuten in zwei gemeinnützigen fig nachts  erledigen und viel Institutionen in der Haupt- Zeit und Energie darauf verstadt Harare installiert. Insge- wenden, Wasser aus Nachsamt lag das Projektvolumen bardörfern  herbeizutragen. bei 30.000 Euro. „Die  Zusam- Beide Institutionen kümmern menarbeit mit den Ingenieu- sich um Kinder, Jugendliche ren ohne Grenzen ermöglicht und  Frauen, bieten  ihnen es uns, technisches  Know- Kindergartenplätze, Aus- und

how mit sozialem Engagement zu verbinden“, erläutert Dr. Ralf Napiwotzki, General Manager der Brunel GmbH. Ebenso wie der Verein ist auch der  deutschlandweit vertretene Ingenieurdienstleister grenzübergreifend tätig: Er ist Teil der Unternehmensgruppe Brunel  International N.V., die mit rund 10.000 Mitarbeitern an 100 Standorten in 35 Ländern aktiv ist.   „Was  für uns eine Selbstver-

Einsatz. Sowohl Anlage als auch Wasserpumpe laufen seitdem  reibungslos. Zudem haben die Ingenieure die Verantwortlichen von Shingirirai Trust und Glen Forest vor ihrer  Abreise in Sachen Pflege, Wartung sowie Ersatz von Verschleißteilen geschult  und ihnen eigens  angefertigte Handbücher überreicht. „Aus unserer Sicht ist es  immens wichtig, dass die Menschen vor Ort die Anlage eigenständig betreiben können“, betont Clemens Brauer. Der hergestellte Kontakt zu  regionalen  Zulieferern erleichtert zusätzlich die Beschaffung von Ersatzteilen. Darüber  hinaus können sie den erzeugten Solarstrom sowohl für den Eigengebrauch nutzen  als

Fortbildungen sowie warme Mahlzeiten an. „Diese wichtige Arbeit wurde von der schlechten Infrastruktur  permanent beeinträchtigt“, fasst Dr. Napiwotzki zusammen.   Langfristige Zusammenarbeit für nachhaltige Unterstützung Fünf Wochen dauerte der von der von der deutschen  Organisation ZimRelief initiierte und von den Ingenieuren ohne Grenzen  organisierte

Geschäftsführer Ralf Napiwotzki sieht die Zusammenarbeit dabei nicht nur auf nationaler, sondern auch auf regionaler  Ebene: „Ähnlich wie Brunel ist auch der Verein regional strukturiert. Wir  planen daher neben der finanziellen Unterstützung durch  unsere Zentrale  zusätzliche Kooperationen unserer Niederlassungen mit den Regionalgruppen.“   Ingenieure ohne Grenzen Ingenieure ohne Grenzen ist eine gemeinnützige  Hilfsorganisation, die sich mit der Lösung ingenieurtechnischer Aufgaben in  Entwicklungsländern befasst. Der Verein plant eigene technische Hilfsprojekte  und  führt die-

OLT Express Germany mit neuem Eigentümer Erfolgreiche Investorensuche: Die Bremer Regionalfluggesellschaft geht ab sofort in den Besitz der niederländischen Panta Holdings BV über.

Regionalfluggesellschaft VLM Airlines befand sich vor dem erfolgreichen Weiterverkauf an Air France/ KLM ebenfalls im Eigentum der Investmentgesellschaft.

OLT Express Germany mit neuem Eigentümer: Die in Bremen beheimatete Regionalfluggesellschaft hat nach dem angekündigten Ausstieg ihres bisherigen Eigentümers Amber Gold einen neuen Eigentümer gefunden: Die Gesellschaft geht mit sofortiger Wirkung in den Besitz des niederländischen Finanzinvestors Panta Holdings BV über.

Prof. Dr. Joachim Klein, Geschäftsführer der OLT Express Germany: „Nach der Ankündigung von Amber Gold, aus der Luftfahrtbranche auszusteigen, können wir mit dem Einstieg der Panta Holdings BV als neuer Eigentümer der Gesellschaft die Phase der Unsicherheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OLT Express Germany und der Contact Air schnell beenden. Ich freue mich, dass wir gemeinsam nun wieder mit voller Konzentration nach vorne schauen und die Expansion mit aller Kraft umsetzen können. Es war uns auch sehr wichtig, einen neuen Eigentümer zu finden, der aus der Branche kommt und die geplante Weiterentwicklung des Unternehmens aktiv begleiten kann. Diesen haben wir mit der Panta Holdings BV gefunden.“

Unter dem Dach der Panta Holdings BV wird OLT Express Germany die bereits angekündigten Expansionsschritte unternehmen und als Qualitätscarrier im Low Cost Segment ein Streckennetz ab deutschen Regionalflughäfen zu Zielen in Deutschland und in Europa aufbauen. Unter anderem wird OLT Express Germany ab Münster/Osnabrück neu Flüge nach Stuttgart, Berlin und Wien anbieten und dort bis zu drei Flugzeuge stationieren. Für diesen Expansionsschritt übernimmt OLT Express Germany ab Anfang September den Geschäftsbetrieb der Stuttgarter Contact Air. Panta Holdings BV ist bereits seit Jahren in der Luftfahrtbranche aktiv: Zur Gesellschaft gehören die niederländische Denim Airways sowie das Leasingunternehmen Mass Lease. Darüber hinaus ist Panta am kanadischen Zulieferer Avcorp Industries beteiligt. Die

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Gepr. Bilanzbuchhalter/-in (IHK): 2 Jahre berufsbegleitend ab 24.09.2012 Managementassistenz: 1 Jahr berufsbegleitend ab 22.10.2012 Microsoft Project: 5 Tage vom 10.09. bis 18.09.2012

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Jaap Rosen Jacobson, CEO von Panta Holdings: „Wir haben in den vergangenen Tagen sehr intensive Gespräche geführt und sowohl OLT Express Germany als auch Contact Air sehr gut kennen gelernt. Wir sind von der Professionalität und der Leistungsfähigkeit beider Unternehmen überzeugt und gehen davon aus, dass sich die neue Airline mit ihrer Wachstumsstrategie erfolgreich am Markt etablieren wird.“ (jsl)

Foto: PR auch beispielsweise aufladbare Lampen vermieten. So haben sie langfristig  auch se vor Ort durch, hilft durch Über OLT Express finanzielle Vorteile von der Wissenstransferleistungen OLT wurde 1958 als Ostfriesische Lufttransport GmbH in Emeigenen Solaranlage. „Ge- anderen  Hilfsorganisationen den gegründet und gehört zu den ältesten Fluggesellschaften nau das“, bringt es  Brauer und Bedürftigen bei ingeni- Deutschlands. 2011 wurde das Unternehmen in OLT Express auf den Punkt, „ist für uns eurspezifischen Fragestellun- Germany umbenannt. Ab Deutschland bietet OLT Express dernachhaltige  Unterstützung.“  gen  und leistet Forschungs- zeit Flüge zu den Metropolen Europas an, ein weiteres StandbeinInternational sind Charterflüge. Die OLT Express  Germany fliegt mit   und Aufklärungsarbeit Kluge König Kommunikation GbR Kunde: Graduate Center Layout: 02 den Wirtschaftszeit, Flugzeugtypen Fokker 100, Saab 2000 und 07.08.2012 Saab 340. Anfang Nach der erfolgreichen Pro-21im  Bereich nachhaltiger  techAnsgaritorstr. · 28199 Bremen Objekt: September Datum: 0421 878nischer 229 82 EntwicklungszusamFormat: 139 mm diesen h x 100 Jahres mm b übernimmt OLT Status: Layout September Express Germany den jektunterstützung Telefon in Simbabinfo@kluge-koenig.de · www.kluge-koenig.de Farbe: 4c - Unternehmen Geschäftsbetrieb der Stuttgarter ContactNotiz: Air, zum we strebt die Brunel GmbH menarbeit. gehören dann etwa 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, es be(jsl) eine langfristige Partnerschaft mit den  Ingenieuren www.ingenieure-ohne-gren- treibt eine Flotte von 15 Flugzeugen. ohne Grenzen an. Brunel zen.org

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Informationstag Business Administration MBA East Asian Management MBA Dienstag, 11.09.2012 18:00 Uhr / Samstag 22.09.2012 13:30 Uhr Süderstr. 2 · 28199 Bremen · Tel: 0421.59 05-4414 andrea.martin@hs-bremen.de · www.graduatecenter.de

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Bremen

Ausgabe 15; September 2012

ja|werbetexte: „Uns fehlen nie die Worte“ Das Unternehmen von Fried- guter Partner für kleine Werwart Maria Rudel ist ein klas- be- oder PR-Agenturen, die sischer Zulieferbetrieb. Aus- große Kunden bewältigen geliefert wird jedoch weder wollen“, so Rudel. Die Idee per LKW noch per Kurier. ist einfach: Auftraggebern Die Ergebnisse ihrer Arbeit steht ja|werbetexte auf Zuruf können Rudel und seine Kol- mit allen notwendigen Kapalegen in der Regel einfach zitäten und Kompetenzen zur per Mail verschicken. Rudel Verfügung. In Leerlaufzeiten ist einer der Geschäftsführer fallen keine Kosten an. der ja|werbetexte GmbH & „Unsere Kunden schätzen Co. KG. Mit seinem Partner außerdem die hohe Qualität Walter Delabar und einem unserer Arbeit“, sagt Rudel. 12-köpfigen Team produziert Um diese gewährleisten zu er Texte für Werbeagenturen können, arbeiten in der Breund Unternehmen in ganz mer Agentur Texter zwischen Deutschland. 22 und 59 Jahren mit den „Wir konzipieren und schrei- unterschiedlichsten Qualifiben Texte unterschiedlichs- kationen. „In unserem Team ter Art“, erklärt Rudel. „Von finden sich neben typischen Anzeigen und Hörfunkspots Werbetextern auch Betriebsüber Newsletter oder Bro- wirte, Fachjournalisten, Phischüren bis hin zum Ge- losophen, Juristen oder etwa schäftsbericht oder Jubilä- Sprach- und Kulturwissenumsbuch können wir alles schaftler. Die verschiedenen liefern.“ Mit ihrem Angebot, Vorgeschichten der Kollegen zu dem auch eine flexible erlauben es uns, Themen Preispolitik gehört, spricht aus den unterschiedlichsten die Agentur sowohl Konzer- Blickwinkeln zu betrachten ne als auch kleine und mit- und anzugehen.“ Ein weitetelständische Unternehmen rer Garant für die erfolgreiche an. „Gleichzeitig sind wir ein Zusammenarbeit mit seinen

Kunden sei das Vieraugenprinzip. Das heißt, an einem Auftrag arbeiten immer zwei Texter. Einer liefert das Know-how und leistet damit den ersten Arbeitsschritt. Die Nummer zwei im Team unterzieht das Ergebnis schließlich einer kritischen Prüfung und unterstützt seinen Kollegen beim Feintuning. Die selbstkritische und akribische Arbeit zahlt sich aus. In der Kundenkartei der Agentur finden sich neben den großen Namen des Bremer Mittelstandes auch zahlreiche international agierende Unternehmen wie Siemens, Thyssen Krupp oder die Deutsche Telekom. „Eine reine Textagentur zu gründen war ein Risiko“, meint Rudel. „Aber der Bedarf an erstklassiger Textarbeit ist da. Und die liefern wir nun einmal.“ (jsl) ja|werbetexteGmbH&Co.KG Tiefer 10, 28195 Bremen Telefon: 0421/ 3 34 95-0 E-Mail: mail@ja-werbetexte. de

Die Geschäftsführer der Bremer Spezialagentur ja|werbetexte, Dr. Friedwart Maria Rudel (links) und Prof. Dr. Walter Delabar. Foto: PR

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Paritätische Dienste Bremen gGmbH auf Wachstumskurs Wissensbilanz fokussiert und optimiert intellektuelles Kapital des PDB. Qualitätsführerschaft in der ambulanten Behindertenhilfe angestrebt.

Briteline wächst: Neues Datenzentrum und eigene Tiefbau-Tochter

Der Ausbau der IT-Infratz 70 neue Mitarbeiter eingestellt werden. „Damit werden Möglichkeiten zur Verbesse- struktur ist ein Geschäft, in dem sich hauptsächlich große wir zu einem der größten Ar- rung. beitgeber in der ambulanten Für die Zielfaktoren mit dem Konzerne tummeln, denn es Behindertenhilfe in Bremen höchsten Verbesserungs- ist aufwändig und mit hohen und umzu werden.“ potenzial hat das Gremium Investitionen verbunden. NeInsgesamt 12 Mitarbeiter/- schließlich konkrete Maß- ben diesen Giganten hat sich Der Sitzungsaal des Gehör- innen aus unterschiedlichen nahmen festgelegt. Eine jedoch mittlerweile auch ein losenfreizeitheims ist gut ge- Bereichen des Unternehmens temporäre Arbeitsgruppe Unternehmen aus dem Techfüllt. Mitarbeiter der Paritäti- analysierten insgesamt zwan- „Kurzfristige Vakanzvertre- nologiepark Bremen etabliert. schen Dienste Bremen GmbH zig immaterielle Einfluss- tung“ für die Verbesserung Die Bremen Briteline GmbH (PDB)haben sich versammelt faktoren wie „Produktent- der Motivation, eine tempo- besetzt mit großem Erfolg eine um mehr über die Zukunfts- wicklung und Innovation“, räre Arbeitsgruppe „Konzept Nische, die für die Telekom vision zu erfahren, die ein „Service und Qualität“, „Fach- Ideenmanagement“ für Pro- und andere Schwergewichte Gremium aus 12 Mitarbei- kompetenz und Know-How“ duktentwicklung und Inno- zu unattraktiv ist: die Versortern verschiedender PDB-Ge- aber auch „Motivation und vation sowie Arbeitsgruppe gung der weniger dicht besieschäftsbereiche über mehrere Commitment“, „Koopera- „Innerbetriebliche Kommuni- delten Regionen mit schnelWochen gemeinsam erarbei- tion und Wissenstransfer“ kationsstrukturen“ für besse- len Datenverbindungen. tet hat. In einer sogenannten oder „Kundenbeziehungen, re Kooperation und regeren Der Technologiepark selbst Wissensbilanz haben die Kol- Klientel- und Umfeldbezie- Wissenstransfer stehen jetzt gehört zu den Arealen, die legen den Ist- und den Soll- hungen“. Dabei machten sie im Aufgabeneft der PDB-Mit- Bremen Briteline versorgt – Zustand ihres Unternehmens starke Potenziale in der Sys- arbeiter. „Die Wissenbilanz ist rund 35 Unternehmen zähunter die Lupe genommen tematik des Geschäftspro- ein erster und enorm wichti- len hier zu den Kunden. und gemeinsam eine Marsch- zesses „Produktentwicklung ger Schritt in Richtung Erfolg Insgesamt nutzen mehr als rute für die Zukunft geplant. und Innovation“ und der gewesen, weil sie uns gezielt 600 Unternehmen – hauptDen Auftakt der Informati- Systematik des Geschäftser- zeigte, wo wir mit Maßnah- sächlich im Elbe-Weseronsveranstaltung macht Ge- folgsfaktors „Innovationen men ansetzen müssen“, so Dreieck – den Service des schäftführer Rüdiger Daartz. und gute Projektentwicklung“ Daartz. „Damit die geschmie- Unternehmens, das rund Was er zu sagen hat klingt aus. Weiterhin ist der Status- deten Pläne auch umgesetzt 20 Mitarbeiter beschäftigt. mutig, fast schon gewagt Quo der weichen Einfluss- werden können, sind alle an für einige seiner Mitarbei- faktoren „Motivation und den verschiedenen Maßnah- Nach der Gründung vor 13 ter. Daartz hat ambitionierte Commitment“ und „Soziale men beteiligten Mitarbeiter Jahren setzte Briteline zuPläne für die PDB: „Die PGB Kompetenz“ als gut bewertet hochmotiviert, sich für die nächst ausschließlich auf sollen in den nächsten fünf worden. Die Pflege und Wei- Verbesserungen einzubringen Richtfunktechnologie. Dabei Jahren die Qualitätsführer- terentwicklung dieser beiden und so den Transfer der Ver- können große Datenmengen schaft in der ambulanten Be- Faktoren, birgt nach Ansicht besserungen in die Praxis zu zielgerichtet über weite Strehindertenhilfe übernehmen“, des Teams jedoch noch cken ausgetauscht werden, ermöglichen. “ (jsl) sagte Daartz. „Über einen sofern eine Sichtverbindung kontinuierlichen Verbesse- Über die WISSENSBILANZ-NORD besteht. Laut Briteline-Grünrungsprozess werden wie die Vom Einzelunternehmer über den Mittelstand bis hin zur Unternehmens- der und -Geschäftsführer Qualität aller Dienstleistun- gruppe: Die WISSENSBILANZ-NORD hilft Unternehmen, Organisationen Björn Brünjes ist dieser Übergen und Produkte steigern. und Projekten, ihre immateriellen Werte in den Kategorien Human-, Struk- tragungsweg zuverlässiger Dazu brauchen wir auch neue tur-, Beziehungskapital, Geschäftsprozesse und Geschäftserfolgsfaktoren als ein Glasfaseranschluss. Fachkräfte“ In den nächsten messbar zu machen. So kann der darin verborgene Schatz entdeckt, bewertet „Die Hauptaufgabe bei der fünf Jahren sollen laut Daar- und zielgerichtet eingesetzt werden. wissensbilanz-nord.de Vermarktung besteht für uns Wirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung 

jetzt auc h im Zeitschr iftenhan del

oft darin, zu erklären, dass es den – im Technologiepark keine Zauberei ist, sondern wäre das nicht möglich gedass man permanent guten wesen. Nicht zuletzt bietet Empfang hat.“ Darüber hin- die Adresse aber auch Voraus sei die Wartung einfacher, teile beim Erwerb von Aufweil das System komplett trägen, die das Land Nieoberirdisch betrieben wird. dersachsen im Rahmen des Breitband-Ausbaus vergibt. Seit sechs Jahren verlegt das Unternehmen im Auftrag von Dem Standort Bremen bleiKommunen auch Glasfaser- ben Björn Brünjes und sein kabel. Zunächst wurden dafür Unternehmen jedoch weiFremdfirmen eingesetzt, aber terhin verbunden. Auch hier das ist nun vorbei: ein eigenes wird investiert: Im ErdgeTochterunternehmen, die Bri- schoss des Designhauses an teline Kabel GmbH in Oyten, der Wiener Straße entsteht führt die Arbeiten aus. „Mit zurzeit ein neues Rechender eigenen Baukolonne sind zentrum, in dem alle Daten wir flexibler“, erklärt Brün- aus Richtfunk und Kabel jes. „Wir können die Kabel zusammenlaufen. „Wir biejetzt strategischer verlegen.“ ten unseren Kunden hier an zentraler Stelle ein zertifizierBrünjes und sein Geschäfts- tes Rechenzentrum mit dem führer-Kollege Andreas gewohnten Service: Zugang Stellmann wollen mit dem 24/7, effiziente Klimatisierung, Unternehmen auch weiter- leistungsstarke Stromversorhin organisch wachsen. „Das gung und NotstromaggregaGeld für den Betrieb des Tief- te“, so Brünjes. „Notwendig bauunternehmens haben wir wurde die Erweiterung durch schon lange verdient“, sagt unseren eigenen Anspruch Brünjes. Bremen Briteline an Servicequalität und Verwachse auf diese zurückhal- fügbarkeit.“ Bremen Briteline tende Weise zwar nur mode- betreibt die gesamte Techrat, allerdings sei es dadurch nik komplett aus einer Hand. auch nie von der Bankenkrise oder anderen Um- Die Verbundenheit mit dem wälzungen auf den Finanz- Technologiepark Bremen bemärkten bedroht gewesen. steht für Brünjes schon seit dem Informatikstudium, das Der zweite Standort in Oy- er ebenso wie Stellmann an ten wurde gewählt, weil der dortigen Universität abBriteline immer mehr Platz solviert hat. „Das ist auch benötigt. Sechs bis sieben eine emotionale Bindung zur eigene Baufahrzeuge müs- Uni“, erklärt er. (jsl) sen dort untergebracht werwww.wirtschaftszeitung.info


Ausgabe 15; September 2012

Umzu

Neues EU Forschungsprogramm HORIZON Schneller, größer, unbürokratischer: Die EU-Kommission hat das neue Forschungsprogramm „Horizon 2020“ in Brüssel vorgestellt.

Auszahlung der Mittel soll um einhundert Tage verkürzt werden. „Angesichts der dramatischen Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds brauchen wir eine neue Das neue Programm, für das Vision für die europäische ein Budget von 80 Milliarden Forschung und Innovation. Euro ab 2014 vorgesehen ist, ‚Horizon 2020‘ bietet direkte vereint erstmals alle bisheri- Anreize für die Wirtschaft und gen Forschungsprogramme sichert unsere Wissenschaftsunter einem einzigen Dach. und Technologiebasis sowie Eine schlankere Programm- die industrielle Wettbewerbsstruktur, einheitliche Regel fähigkeit für die Zukunft. Zuund ein geringerer Verwal- dem schafft das Programm tungsaufwand sollen den Zu- die Voraussetzungen für eine gang zu den Fördermitteln er- intelligentere, nachhaltigere leichtern. Der Zeitraum von und stärker integrierte Geder Antragstellung bis zur sellschaft.“, sagte EU-For-

schungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn bei der Vorstellung des Programms. Bevor es jedoch soweit ist und die ersten Ausschreibungen Ende 2013 veröffentlicht werden, steht eine letzte Ausschreibungsrunde im noch laufenden Vorgängerprogramm, dem 7. Forschungsrahmenprogramm (FP7) der EU an. Die letzten Calls vom FP7 werden im Sommer 2012 veröffentlicht und bieten Unternehmen und Forschungseinrichtungen noch einmal die Gelegenheit vom aktuellen Forschungsprogramm zu profitieren. Die kommenden

Ausschreibungen betreffen alle thematischen Bereiche und beinhalten spezielle Fördermaßnahmen für KMU. Das erwartete Fördervolumen wird das größte der gesamten Laufzeit des 7. Forschungsrahmenprogramms sein. Weitere Informationen zur Europäischen Forschungsförderung und eine individuelle Beratung zu Ihren Projekt- und Forschungsideen erhalten Sie beim regionalen Ansprechpartner des Enterprise Europe Network Niedersachsen in Ihrer Nähe. (jsl)

Automotive Nordwest e. V. - Netzwerk für die Automobil- und Zuliefererbranche Die Automobilwirtschaft ist eine Kernbranche im Nordwesten Norddeutschlands mit großen Produktionsstätten und den Zuliefererunternehmen. Daher wurde der Cluster Automotive Nordwest 2008 als Verein gegründet. Zielsetzung ist die Steigerung des Bekanntheitsgrades der Region Nordwest als automobiles Kompetenzzentrum sowie die Förderung der Wirtschaftsbeziehungen und des branchenübergreifenden Erfahrungsaustausches der Netzwerkmitglieder

durch Veranstaltungen, Workshops und Wissenstransfer. Es sollen Forscher, Hersteller, Zulieferer und Dienstleister vernetzt, Kooperationen gefördert und Fachkräfte für die Region gewonnen werden. Das Netzwerk Automotive Nordwest wurde 2008 gegründet und zählt aktuell knapp 60 Mitglieder. Zu den Mitgliedern gehören das MercedesBenz Werk Bremen, die Hella Fahrzeugkomponenten GmbH, die BLG Logistic Group AG & Co.KG und viele andere namhafte

Automobilzulieferer. Das als eingetragener Verein tätige Netzwerk wird durch die EU, die Bundesländer Niedersachsen und Bremen, sowie die Metropolregion BremenOldenburg im Nordwesten e.V. gefördert. Als Ansprechpartner steht Ihnen Netzwerkmanager Matthias Brucke gerne zur Verfügung. Sofern Interesse an Veranstaltungen, Informationen und einer Mitgliedschaft bestehen können weitere

Energie- und Klimaschutzmanager/in in Unternehmen Fortbildung wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert Über das Programm Weiterbildungsoffensive für den Mittelstand, das von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Diepholz begleitet wird, können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in ihren Unternehmen mit Fragen des zukünftigen Klimaschutzes befassen, mit Unterstützung europäischer Fördergelder weiterbilden. Die ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB) bietet dazu eine Fortbildung mit dem Titel „Energieund Klimaschutzmanager/ in - Fachkraft für dezentrale und kommunale Energiesysteme“ an. Sie beginnt am 15.

November 2012 und endet am 19.04.2013 an festgelegten Fortbildungsterminen mit insgesamt 200 Unterrichtsstunden in Barnstorf. Der Teilnahmebeitrag beträgt 2.350,- € pro Person inkl. Kursunterlagen und verringert sich durch die EUFörderung erheblich. Der Eigenanteil beträgt in diesem Fall lediglich 1.070,- €. Weitere Detailinformationen zu Inhalten und dem Ablauf der angebotenen Fortbildung finden Sie hier. Nutzen Sie die Chance, sich persönlich und fachlich in dem wachsenden Markt der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energi-

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Business Plus

Die Nordwestmesse 2012 Die Aussteller-Akquise für die Business Plus 2012 geht in die heiße Phase. Die Nordwestmesse wird am 11. und 12. Oktober 2012 in der Weser-Ems Halle in Oldenburg stattfinden. 70 % der Ausstellungsfläche sind bereits gebucht. Der Veranstalter, das Centers of Competence e.V. (CoC), nimmt Standbuchungen aber noch jederzeit entgegen. Schirmherren der Business Plus sind in diesem Jahr Landrat Dr. Jörg Mielke (1. Vorsitzender der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V.) und Prof. Dr. Catrinus J. Jepma (Direktor des EDIaal Program,

Direktor des Energy Delta Gas Research Program, Professor Energy and Sustainability,Universität Groningen). Das CoC sucht für den Vortragsstand für beide Tage noch Referenten zu den Themen Energiewende, Energie-Effizienz, Finanzen, Logistik und ProduktionsTechnik (KVP). Informationen und Ausstelleranmeldung: Centers of Competence e.V. , Ewald Meyer, Tel. 04921 5887-114, E-Mail: ewald.meyer@coc-ev. de, Internet: http://www.centers-of-competence-ev.info/ Business-Plus/Startseite/ (jsl)

Informationen eingesehen werden auf der Internetseite: www.automotive-nordwest.de Kontaktdaten: Automotive Nordwest e. V., c/o Hella Fahrzeugkomponenten GmbH, Dortmunder Straße 5, 28199 Bremen , Ansprechpartner: Clustermanager Herr Matthias Brucke, Tel.: 0160 96601044, Fax: 0441 39038985, E-Mail: brucke@automotivenordwest.de (jsl)

Foto: PR

Kostenlose Seminarreihe für Unternehmen der Region

en weiter zu entwickeln. Ansprechpartner für die Fortbildung und die Anmeldung ist Herr Cord Remke, LEB- Bera- “Die erfolgreiche Seminartungsbüro in Barnstorf, Tel.: reihe 2012 wird nach Ende 05442/2824, E-Mail: cord.rem- der Sommerpause am 19. ke@leb.de. Bei allgemeinen September fortgesetzt. GeFragen zum Thema „Qualifi- startet wird mit dem Thema zierung von Mitarbeiterinnen „Neue Kunden gewinnen, und Mitarbeitern in Unter- Stamm-Kunden binden – so nehmen“ stehen Sven Mör- kann es gehen!“ in Sulinker oder Bernd Brinkmann gen. Insgesamt 9 Veranvon der Wirtschaftsförderung staltungen stehen derzeit des Landkreises Diepholz un- noch auf dem Programm“, ter Tel. 05441/976-1454 oder erklärt Landrat Cord Bock1427oder per E-Mail sven. hop bei der Vorstellung moerker@diepholz.de sowie der weiteren Seminarplabernd.brinkmann@diepholz. nung. Mit Unterstützung de gerne zur Verfügung. der Kreissparkassen und (jsl) der Volksbanken im Land-

Diepholzer Seminarübersicht für das 2. Halbjahr 2012 kreis Diepholz und in Zusammenarbeit mit den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden kann die Wi r t s c h a f t s f ö r d e r u n g s gesellschaft mbH für den Landkreis Diepholz die kostenlose Veranstaltungsreihe 2012 für Unternehmen, Existenzgründerinnen und Existenzgründer der Region fortsetzen. Detaillierte Informationen zum Seminarinhalt, zu den konkreten Tagungsorten, Anmeldetermine etc. werden aktuell in die Internetdarstellung

des Landkreises Diepholz übernommen. Informationen finden Sie dann bei der Wirtschaftsförderung unter „Aktuelles“ wie auch im Veranstaltungskalender. Für weitere Fragen stehen Günter Klingenberg, Telefon: 05441/976-1430, und Horst Schmidt, Telefon: 05441-976-1453, Telefax: 05441/976-1768, E-Mail: horst.schmidt@diepholz.de von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Diepholz gerne zur Verfügung. (jsl)

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31.05.2012 15:42:10 Uhr

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Tischgespräch der Wirtschaftszeitung zum Thema: Ausgabe 15; mit September 2012

Schwerpunkt

Ist Kunst gleich Kreativwirtsch Auch wenn sie gern in einen Topf geworfen werden, Kunst und Kreativwirtschaft sind keineswegs das Gleiche. Die Kunst ist genauso wenig ein besonderer Zweig der Kreativwirtschaft, wie die Kreativwirtschaft Teil der Kunst ist. In unserem aktuellen Schwerpunkt grenzen wir die beiden Bereiche voneinander ab.

Danuta Kurz studierte Architektur und Freie Kunst an der Hochschule für Künste in Bremen. Nach ihrem Diplom im Jahr 2011 wurde sie Meisterschülerin bei Korpys/Löffler.

Amir Omerovic - nach dem Kunststudium mit dem Schwerpunkt Bildhauerei machte er 2002 das Diplom an der Hochschule für Künste in Bremen und studierte 2003 als Meisterschüler bei Prof. Bernd Altenstein.

„Das sind zwei Paar Schuhe“ Autoren, Filmemacher, Musiker, bildende und darstellende Künstlerinnen und Künstler, Architekten, Designer oder die Entwickler von Computerspielen - Menschen, die in der Kultur- und Kreativwirtschaft arbeiten sind schöpferisch und gestalterisch tätig. Sie schaffen mitunter künstlerische Qualität und kulturelle Vielfalt. Aber sie sind keine Künstler. Im Interview mit der Wirtschaftslinie zieht Hanke Homburg, Geschäftsführer der Designund Kommunikationsagentur Gruppe für Gestaltung (GfG) eine scharfe Trennlinie. WZ: Sind Sie Künstler oder nicht tätigen. Wirtschafter? Natürlich fließen in unsere Arbeit künstlerische AspekHanke Homburg: Ganz klar, te ein. Anders als die Kunst Wirtschafter. unterliegt unsere Arbeit aber einer klaren VerwertungsloWZ: Das heißt, Sie haben gik. Das unterscheidet den mit der Kunst gar nichts am Kunst und Kulturbereich von Hut? der Kultur- und Kreativwirtschaft eben ganz deutlich. HH: Ich liebe die Kunst. Aber Kunst und künstlerische Freiich schaffe keine Kunst. Kei- heit dürfen sich nicht ökononer unserer Kunden betrach- mischen Zwängen unterwertet das, was wir machen als fen, sonst kann die Kunst ihre Kunst. gesellschaftliche Aufgabe nicht erfüllen. Deswegen steWZ: Dann sind Sie ein hen Kunst und Kultur- und Handwerker? Kreativwirtschaft auch nicht gegeneinander. HH: Man könnte sagen Kreativhandwerker. Aber ich WZ: Die Kreativwirtschaft glaube, das ist ein wenig zu steht seit einigen Jahren im kurz gegriffen. Alles, was wir Fokus von Politik und Wirtin unserer Agentur machen, schaftsförderen. Warum? verfolgt einen bestimmten Zweck. Unsere Auftraggeber HH: Seit Ende der 80er Jahre erwarten einen bestimmten entwickelt sich die Branche Nutzen von dem, was wir zu einem sehr dynamischen für sie entwickeln. In der Re- Wirtschaftszweig. Den Begel ist das ein ökonomischer griff der Kultur- und KreaNutzen, bzw. eine klar defi- tivwirtschaft und damit die nierte Zielsetzung. Ansons- Zusammenfassung der einten würden sie diese Inzelnen Teilmärkte gibt es vestition aber erst seit vier oder fünf Jahren. Damit ist auch für Branchenfremde ein Bild entstanden. Sie erhalten Einblick in Wachstumsund Beschäftigungszahlen und damit eine Vorstellung von dem enormen Potenzial der Branche.

HH: Hier muss man sich zunächst einmal über die Begrifflichkeit von Förderung unterhalten. Was heißt denn Förderung eigentlich. Es heißt doch, etwas zu befördern, was sowohl der Branche wie auch ihren Protagonisten aber letztlich auch der gesamten Wirtschaft und der Gesellschaft zu Gute kommt. Ansonsten ist es keine Förderung, sondern Krisenmanagement oder Notfallhilfe. Die Kultur- und Kreativwirtschaft kann klar abbilden, was sie mit Fördermitteln machen will, was für ein Nutzen bzw. welche Wachstumseffekte daraus entstehen. Deswegen kann die Branche hier auch den Finger heben. WZ: Macht das Land Bremen in Sachen Förderung alles richtig? HH: Wir sind da auf jeden Fall schon ziemlich weit. Das liegt ganz klar auch daran, dass man miteinander spricht. Wir haben sehr früh angefangen mit der Wirtschaftsförderung, mit der Handelskammer aber auch mit der Politik gemeinsam über Sachen nachzudenken und gemeinsam in eine Richtung zu laufen. Das ist der Weg, den wir auch in Zukunft gehen wollen. (jsl)

WZ: Trotzdem braucht die Kulturund Kreativwirtschaft Fördermittel?

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haft? Nein!

Manuel Dreesmann studierte an der Bremer Hochschule für Künste „Integriertes Design“. Er arbeitet schwerpunktmäßig zum Thema „Mensch und Produkt“.

Fotos: WZ/ PR13 Ausgabe 15; September 2012

Klaus Schloesser leitet seit 2007 das Referat 1 „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ an der Hochschule für Künste Bremen.

„Es geht um Respekt und Wertschätzung“ Geld regiert die Welt – ein platter Spruch, der sich dennoch immer wieder bewahrheitet. Künstler halten die Wirtschaft trotzdem ganz bewusst auf Abstand. In einem Tischgespräch erklären die Bremer Künstler Danuta Kurz und Amir Omerovic, warum es für ihre Arbeit so wichtig ist autonom zu bleiben. Gemeinsam mit Designer Manuel Dreesmann und Klaus Schloesser von der Hochschule für Künste machen sie außerdem deutlich, dass Kommunikation ein wesentlicher Schlüssel für das Verständnis zwischen Kunst und Wirtschaft ist.

WZ: Stoßen sich Wirtschaft derung als ihr soziales Engageund Kunst ab? ment. Sie geben etwas zurück. Manuel Dreesmann (MD): Danuta Kurz (DK): Nein, das Wir reden immer über die glaube ich nicht. Beide Sys- Wirtschaft. Aber manchmal teme können zusammen lau- geht es doch auch nur um fen. Allerdings sprechen beide Personen. Unternehmer sind ganz unterschiedliche Spra- oft einfach Menschen, die sich chen. Das heißt, die Akteure von den Werken angesprochen müssen lernen miteinander fühlen. zu reden. Das ist allerdings Große Konzerne nutzen Künstschwierig. Als Künstlerin habe lerförderung als ganz gezieltes ich einen gesellschaftlichen Marketing. Wenn zum Beispiel Auftrag. Ich stelle Fragen und Automobilhersteller Autos berege zum Nachdenken an. Da- malen lassen, geschieht eine bei muss ich nicht effizient echte Vermischung zwischen oder Ziel orientiert vorgehen. Kunst und Wirtschaft. Da darf Genau das muss auch von man dann allerdings auch fraLeuten, die ökonomisch arbei- gen, ist das noch Kunst? ten, anerkannt werden. WZ: Wenn Sie in Kontakt mit Klaus Schloesser (KS): Dem- der Wirtschaft treten, gibt es entsprechend wird ein Künst- dann die Befürchtung, dass ler nie sagen, ich bin ein die Autonomie verloren geht? Dienstleister. Gott sei Dank gibt es - auch in Bremen - Un- AO: Als Künstler tritt man ternehmer - die Kunst lieben nicht in Kontakt mit Unternehund fördern ohne eine unmit- men. telbare Gegenleistung zu erwarten. Die schätzen Kunst als wichtige kulturelle und gesell- WZ: Warum nicht? schaftliche Kraft. Von solchen Menschen kann es gerade auch AO: Wenn man als Künstler in Zeiten knapper öffentlicher die Wirtschaft anspricht ist Kassen gar nicht genug geben. das sehr anbiedernd. Das tut man einfach nicht. Wenn ein WZ: Aber warum engagieren Unternehmen ein Signal gibt, sich Unternehmen für eine lade ich es natürlich in mein Sache, die ihnen nichts ein- Atelier ein. bringt? DK: Ein Künstler macht durch Amir Omerovic (AO Mei- seine Arbeit auf sich aufmerkne künstlerische Arbeit ist sam. Viele haben natürlich möglich, weil ein paar Leu- eine Website und irgendeine te meine Arbeiten sammeln Art von Außenarbeit. und das sind in erster Linie kleine und mittelständische WZ: Warum wehrt sich die Unternehmen beziehungswei- Kunst so dagegen, sich zu verse Unternehmer. Die einen markten? sammeln Kunstwerke aus persönlichen Gründen und als KS: Vermarkten ist ein Begriff, Hobby. Die anderen verdienen auf den Künstler aus nachGeld und betrachten Kunstför- vollziehbaren Gründen aller-

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gisch reagieren. Aber manchmal wünsche ich mir auch ein bisschen mehr Kommunikation, die mir Zugänge eröffnet. Kunstwerke müssen ja raus aus dem Dornröschenschloss der Ateliers.

die man sonst vermutlich gar nicht gekommen wäre. Wer ohnehin von vornherein alles besser weiß, unterschätzt sie, frustriert sie und bringt sich selbst um gute Ideen.

MD: Ich rede in der Regel mit zwei Sprachen. Mit Kollegen kann ich mich in unserer gemeinsamen Fachsprache austauschen. Bei Auftraggebern geht es darum, sich verständMD: In der Regel ist es der lich zu machen. Garant für gute Arbeit. Daran scheitert auch mal ein Auftrag. WZ: Gibt es etwas, dass Kunst Denn je weniger Autonomie und Wirtschaft voneinander oder Wertschätzung mir ein- lernen können? geräumt wird umso weniger Handlungsmöglichkeiten DK: Ich würde sagen, die Unhabe ich am Ende und umso ternehmer können sich vielweniger Expertise kann ich in mehr von der Kunst abgucken den Auftrag einbringen. als anders herum. Zum Beispiel, können sie lernen, wie KS: Designer und Gestalter man an Probleme herangehen sind eben mehr als „Hübsch- kann. Künstler treten manchund Chic-Macher. Designer mal einen Schritt zurück und sind hochqualifizierte Prob- stellen dann Fragen. lemlösungsstrategen. Wenn also ein Unternehmen ein AO: Es gibt eine Sache, die Problem hat, stellen Designer habe ich gelernt. Und das ist Analysen, bieten Lösungskon- die eigene Arbeit auch in dem zepte an und können dabei Preis wertzuschätzen. aus einer breiten Palette von gestalterischen Möglichkeiten WZ: Was gucken Sie sich ab, schöpfen. Herr Dreesmann? DK: Oft liegt es einfach daran wie man das ganz formuliert. MD: Das fängt natürlich damit an, dass man sich schon im KS: Stimmt. Sowohl Kunst Studium mit Künstlern ausund Wirtschaft wie auch Kre- tauscht. Verschiedene Arten ativwirtschaft und Wirtschaft der Konzeption weisen deutkommunizieren offenbar nicht liche Parallelen auf. Die Konimmer richtig miteinander. Da zeption und auch die Haltung geht es darum Problemstel- mit der Lösungen entwickelt lungen lösungsoffen zu for- werden, daraus kann man mulieren. Künstler und Desi- schon lernen. (jsl) gner sind keine Handlanger, sondern kluge und kreative Köpfe. Wer sie respektiert und als Partner gewinnt, bekommt in der Regel gute, originelle und innovative Lösungen, auf WZ: Herr Dreesmann, welche Bedeutung hat Autonomie für Sie als Dienstleister in der Kreativwirtschaft?

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Ausgabe 15; September 2012

Oldenburg

Kontaktpunkt Wirtschaft Oldenburgs beliebter Unternehmertreff

Seit Mai 2004 lädt die Wirtschaftsförderung Oldenburger Führungskräfte zweimal im Jahr zu einem Gedankenaustausch ein. Da heißt es sehen und gesehen werden, netzwerken, neue Kontakte knüpfen, Informationen austauschen und etwas Neues, Interessantes erfahren. Die Wirtschaft soll bei diesen Gelegenheiten die Wertschätzung der Stadt für die geleistete Arbeit erfahren, und die Kommunikation zwischen den Unternehmen vor Ort erhält neue Impulse. Ort der Veranstaltung ist jeweils ein Oldenburger Unternehmen, um den Firmen die Chance zu bieten, sich im eigenen Hause vorzustellen. Alle Kosten sind jedoch grundsätzlich Sache der Wirtschaftsförderung,

denn die Unternehmer sollen sich als Gäste der Stadt fühlen. Der nächste Kontaktpunkt Wirtschaft findet am 13. November 2012, 18 Uhr, bei der LzO statt. Höhepunkt wird die Verleihung des OLLY 2012 sein, dem

Preis für familienfreundliche Unternehmen, der 2007 zum ersten Mal von der Wirtschaftsförderung vergeben wurde. Den Gastvortrag wird die Nds. Familienministerin Aygül Özkan halten.

Kontakt: Wirtschaftsförderung Oldenburg Birgit Schulz Telefon 0441 235-2821 E-Mail: birgit.schulz@ stadt-oldenburg.de (jsl)

Zuschüsse für Businessplan und Investitionen

Oldenburg. Die Wirtschafts- ratungen können mit bis förderung Oldenburg teilt zu 550 Euro gefördert wermit, dass die Entscheidun- den, wenn Gründer einen gen über die städtischen Businessplan für ihr UnterE x i s t e n z g r ü n d u n g s z u - nehmen mit einem Steuerschüsse für die erste Jahres- oder Unternehmensberater hälfte 2012 getroffen sind. erstellen und dafür Kosten Aktuell gehen in diesen entstehen. Zusätzlich Tagen 13 Förderbeschei- oder alternativ kann auch de an Gründerinnen und ein Investitionszuschuss Gründer in Oldenburg. von bis zu 1.750 Euro je Die Jungunternehmerin- Gründungsvorhaben beannen und Jungunternehmer tragt werden. Investitionen erhalten Zuschüsse für sind bis zu einem Jahr nach Kosten, die sowohl für den der Gründung förderfähig. Businessplan als auch für Besonders gute Chancen Investitionen entstehen. Zu für eine Förderung haben den drei am besten auf- angehende Unternehmer, gestellten Unternehmens- deren Vorhaben technogründungen gehören ein logisch ausgerichtet ist, innovatives Jagdfachge- die bereits zu Beginn des schäft, ein Internet-Portal, Geschäftsbetriebs soziwelches Fach- und Füh- alversicherungspflichtirungskräfte in die Region ge Arbeitsplätze schaffen Foto:PR holen soll, sowie ein Dienst- oder deren Angebot ausl e i s t u n g s u n t e r n e h m e n , gesprochen innovativ ist. das Energieeinsparungs- „Ganz wichtig ist, dass Inkonzepte für die Gastro- teressierte auf jeden Fall nem professionellen Coa- Zertifikat. nomiewirtschaft aufstellt. erst die Anträge bei uns Oldenburg. Standorter- burg entdeckt. weiterung – das LEB As- Die LEB ist einer der füh- ching bietet Menschen in Wer sich genauer über die „Ich freue mich sehr, dass einreichen, bevor sie einen sessment und Coaching renden Erwachsenen- beruflichen Findungspro- Arbeit im ACC informie- die Politik auch in diesem Beratervertrag unterschreiCenter Nord-West (ACC) bildungsträger im nord- zessen Orientierung und ren will, hat dazu am Frei- Jahr wieder Haushalts- ben oder Kaufverträge ist umgezogen. Zum Tag deutschen Raum. Als Hilfe zur gezielten Berufs- tag, den 28.09.2012 von 10 mittel für besonders gute für Investitionen abschliebis 16 Uhr am Tag der of- Gründungen in Oldenburg ßen“, so Gisela Spann von der offenen Tür am Bahn- Fachabteilung für Fähig- wahl. hofsplatz 4 in 26122 Olden- keits- und Eignungsdia- Darüber hinaus bietet die fenen Tür die Gelegenheit. bereitgestellt hat“, so Ro- der Wirtschaftsförderung. burg lädt das Team herz- gnostik der LEB in Nie- LEB Aus- und Weiterbil- Informative Vorträge, die land Hentschel, stellver- Würden Anträge im Nachlich ein. dersachsen e.V. leistet das dungen zu diesen Themen Möglichkeit zum persön- tretender Amtsleiter der hinein abgegeben, so sei Die Bedeutung persönli- ACC Unterstützung in der an. Hier können sich Inte- lichen Austausch sowie städtischen Wirtschaftsför- keine Förderung möglich. cher Stärken in der Berufs- Bildungs- und Berufsweg- ressierte u.a. fachgerecht spannende Mitmachaktio- derung. „Wir leisten damit Anträge können für Unterorientierung wird immer planung. Eine Teilnahme zur Assessorin/zum Asses- nen versprechen einen ab- einen wichtigen Beitrag nehmensgründungen aller wichtiger. Potenziale wer- am handlungsorientierten sor oder zum Coach qua- wechslungsreichen Tag. zur nachhaltigen Grün- Branchen innerhalb der (jsl) den ab sofort in den neuen Potenzial-Assessment-Ver- lifizieren lassen. Der Ab- dungskultur in der Stadt“, Stadt Oldenburg gestellt Räumen der LEB in Olden- fahren (PAC) oder/und ei- schluss erfolgt mit einem ergänzt Hentschel. Mit werden. den jungen Unternehmen würden eine Reihe neuer Weitere Informationen und fester Arbeitsplät- und Antragsunterlagen erze in der Stadt entste- halten Gründerinnen und hen. Erwähnenswert sei Gründer bei Gisela Spann weiter, dass vier der ge- von der Wirtschaftsfördeförderten Unternehmen rung der Stadt Oldenburg ihren Geschäftssitz im unter Telefon 0441 235Technologie- und Gründer- 2872 oder per E-Mail an zentrum Oldenburg (TGO) gisela.spann@stadt-oldenhaben. Damit werde einmal burg.de. Die Stadt weist mehr sichtbar, wie gut auf- darauf hin, dass die Angestellt TGO-Unternehmen tragsunterlagen nicht zum seien. Gründerinnen und Herunterladen abrufbar Gründer, die bisher noch sind. keine Anträge auf Exis (jsl) tenzgründungsförderung bei der Stadt gestellt haben, Das Team des LEB Assessment- und Coaching Center Nord-West veranstaltet am 28.09.2012 einen Tag der offenen Tür. Anlass ist sind eingeladen dieses der Umzug vom Stau an den Bahnhofsplatz in Oldenburg. Foto: ACC zeitnah nachzuholen. Be-

„Wer seine Stärken kennt, findet seinen Weg“

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Ausgabe 15; September 2012

Bremerhaven

15

Kundenzufriedenheit- so geht‘s

Foto: PR

50 Prozent Zuschuss für Betriebe im Land Bremen Bremer und Bremerhavener Betriebe, die noch 2012 an der Initiative ServiceQualität Deutschland teilnehmen, bekommen ihren Einsatz gefördert. Wer sich für eines der kommenden Seminare zur Schulung zum Qualitäts-Coach anmeldet und bis Ende des Jahres die Zertifizierungsunterlagen einreicht, bekommt 50 Prozent der Kosten erstattet. Ab einmalig 249,50 Euro gibt die Schulung einfache Instrumente zur Steigerung der Kundenzufriedenheit an die Hand, samt Betreuung über den Zeitraum von drei Jahren sowie das Zertifikat und Siegel ServiceQualität Deutschland der Stufe I. Seit 2006 gibt es auch im Land Bremen ein Gütesiegel, das für Servicequali-

tät steht. Erlangen können aus der Schulung, wie Betriebe diese Siegel durch „Wie erkennen wir Kundie Teilnahme eines Mitar- denerwartungen und könbeiters an einer Schulung nen diese für mehr Kunnutzen?“, und durch die Umsetzung denzufrieden der erlernten Arbeitsins- “Wie bilden wir Servicetrumente im Betrieb. Ein ketten“ oder „Wie können Clou dabei ist, dass die wir Beschwerden nutzen“? Qualität laufend verbessert usw. helfen beispielsweiund jährlich kontrolliert se auch Kosten einzusparen und interne Prozesse wird. nachhaltig zu optimieren. Nicht nur die aus den an- Ein umfangreiches Schugeeigneten Kompetenzen lungshandbuch samt Präresultierenden Erfolge sind sentations-Vorlagen unterder Gewinn aus der Quali- stützen bei der Umsetzung fizierung, sondern auch ebenso wie eine Ansprechdas offizielle Siegel Ser- partnerin vor Ort. viceQualität Deutschland für die Außendarstellung. Die BIS Bremerhaven TouDies lässt die (potenziel- ristik, die Bremer Touristik len) Kunden wissen, dass Zentrale und die IHK Bredas Unternehmen sich in merhaven setzen sich mit besonderem Maße im Be- dieser finanziellen Fördereich der Servicequalität rung für mehr ServiceQuaengagiert und Teil von Ser- lität auch im Land Bremen viceQualtität Deutschland ein und ermöglichen es ist. vielen Betrieben, an diesem Gezielte Fragestellungen ohnehin schon vergleichs-

weise günstigen Qualitätsmanagementsystem teilzunehmen. Die Schulungstermine für Alle, die das Angebot noch nutzen wollen: 1./ 2. Oktober 2012 in Bremen, Ringhotel Munte am Stadtwald. Dozent: Björn Grimm. (Anmeldefrist bis zum 12.09.2012) 8. / 9. Oktober 2012 in Bad Sachsa, Best Western Premier Vital Hotel Bad Sachsa. Dozent: Andreas Pauly. (Anmeldefrist bis zum 19.09.2012) Anmeldung zu den Schulungsterminen und mehr Informationen über den Weg zum Qualitätsbetrieb bei Sabine Haertel unter 0175 / 9380536 oder per Mail: service-q at bis-bremerhaven.de oder serviceq@bremen-tourism.de (jsl)

Mehr Erstbesucher und erfüllte Erwartungen Streit um Stadthallen-Geschäftsführung beigelegt Gästeanalyse 2011 mit positiven Tourismus-Trends Der Tourismusstandort Bremerhaven wird weiterhin sehr gut von den Gästen angenommen. Das zeigt die Gästeanalyse 2011, die von der BIS Touristik Bremerhaven in Auftrag gegeben wurde. Unter anderem ist die Zahl der Erstbesucher um 16 Prozent auf einen Anteil von 29 Prozent an den Gesamtbesuchern gestiegen. „Das zeigt, wie sehr sich das Image unserer Stadt zum Positiven verbessert hat und wir können hochzufrieden sein“, sagte dazu Oberbürgermeister Melf Grantz. Gleichzeitig müssten weitere Anstrengungen unternommen werden, um noch mehr Gäste nach Bremerhaven zu holen und die erfolgten Investitionen zu vermarkten. Das Klimahaus als KernAttraktion in den Havenwelten war auch 2011 ein Hauptmotiv, warum Besucherinnen und Besucher nach Bremerhaven gekommen sind. Laut Analyse ist die Attraktivität Bremerhavens bei Gästen aus der angrenzenden Region leicht rückläufig, jedoch ist der Zuspruch von Urlaubern in der Region, die als Tagesgäste nach Bremerhaven kommen, erheblich angestiegen.

merhaven und die Qualität des Tourismuskonzeptes sei die Zufriedenheit der Gäste. Laut Analyse sind 98 % der Besucherinnen und Besucher mit ihrem Bremerhaven-Aufenthalt sehr gut bzw. gut zufrieden. Der Gesamt-Bruttoumsatz der tourismusbedingten Einnahmen liegt im Jahr 2011 bei rund 104 Millionen Euro. Davon sind 68,4 Millionen Euro durch Übernachtungsgäste bedingt. Die Tagesgäste haben für einen Umsatz von 35,5 Millionen Euro in

der Stadt gesorgt. Derzeit „Damit sind wir auf dem sind basierend auf den Weg zu einem guten Mix hochgerechneten Wertaus Gästen der Region und schöpfungszahlen rund Touristen, die überregional 1500 Menschen in Vollzeit auf Bremerhaven aufmerk- direkt oder indirekt in der sam werden und sich für Bremerhavener Touriseine Reise zu uns entschei- musbranche tätig. „Diese den. Dementsprechend ist Zahlen zeigen, wie gut sich die Verweildauer der Ta- der Tourismus als wichtigesgäste in unserer Stadt ges Wirtschafts-Standbein gestiegen – was für alle entwickelt hat“, betonte Beteiligten sehr positiv ist“, OB Grantz, der auch Wirtsagte dazu OB Grantz. Ein schaftsdezernent ist. eindeutiges Indiz für das steigende Interesse an Bre- „Insbesondere die ÜberWirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung 

Rogge-Mönchmeyer und Stadt einigen sich

Im Streit um die Nichtverlängerung des Arbeitsverhältnisses der Stadthallen-Chefin Kerstin Rogge-Mönchmeyer haben sich die Stadt und die Stadthallen-Geschäftsführerin auf den von der Stadt vorgeschlagenen Vergleich geeinigt. Mit 1,6 Millionen Besuche- Demnach wird der Vertrag rinnen und Besuchern, die von Frau Rogge-Mönchzu einem Anteil von rund 25 Prozent als Übernachtungs- und zu 75 Prozent als Tagesgäste in der Stadt Produktqualität, Qualitätswaren, habe Bremerhaven kontrolle und Verbraucherein überzeugendes Ergeb- sicherheit sind wichtige Themen, nis erreicht, das sich weiter gesellschaftliche die auch in der Aquakultur an zentraler Bedeutung gewonnen haben. Über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland werden diese Themen im Rahmen der zweiten Fachkonferenz des „Aquaculture Forum Bremerhaven“ diskutieren und eine „Bremerhaven Deklaration zu Produktqualität und Verbrauchersicherheit in der Aquakultur“ erarbeiten.

nachtungszahlen und Gäste in den gewerblichen Betrieben sind wieder deutlich im Verhältnis zum Jahre 2010 gestiegen auf 375 000 Übernachtungen und 190 000 Gäste“, so Jochem Schöttler von der BIS Touristik.

meyer bis zum 30. Juni 2013 verlängert. Ab dem 1. Januar 2013 wird die Stadthallen-Geschäftsführerin von ihren Pflichten gegenüber der Stadt bei Fortzahlung der vereinbarten Vergütung bis zum 30. Juni freigestellt. Mit der Durchführung des Vergleichs sind sämtliche wechselseitigen Ansprüche aus dem

Anstellungsverhältnis abgegolten. Die Kosten für das Verfahren vor dem Landgericht trägt die Geschäftsführerin. Von den Kosten des Berufungsverfahrens vor dem Oberlandesgericht trägt die Stadt 15 Prozent und die Geschäftsführerin 85 Prozent. (jsl)

„Aquaculture Forum Bremerhaven“ Nach der ersten erfolgreichen Veranstaltung dieser vierteiligen Reihe zu relevanten Themen der Aquakultur im Frühjahr 2012 erwartet die BIS Bremerhaven am 15./16. Oktober 2012 erneut renommierte internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. Die insgesamt vierteilige Veranstaltungsreihe wird im Frühjahr und Herbst 2013 fortgesetzt. Das Thema der zweiten Veranstaltung des „Aquaculture Forum Bremerhaven“

ist hoch aktuell. Aquakulturprodukte haben heute einen hohen Anteil an der Produktion der Weltfischerei. Aquakultur wird zukünftig bei der Versorgung der Weltbevölkerung immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Erfordernisse einer nachhaltigen Aquakulturentwicklung in Europa interessieren daher längst nicht mehr allein die Fachwissenschaftler, sondern sind auch für die regionale Fischwirtschaft von besonderer Bedeutung. (jsl)

Deutsche Energieversorgung Offerte für Investoren! ausbauen lasse. Dafür sei es auch nötig, in Abstimmung mit dem Land über zu beschließende Mittel für die Kultur- und Kreativwirtschaft das Tourismusmarketing auszubauen und voranzutreiben. Im Jahr 2010 wurden rund zwei Millionen Gäste in der Stadt gezählt. Zu dem Ergebnis hat jedoch wesentlich auch die Großveranstaltung Sail Bremerhaven 2010 beigetragen. (jsl)

Mit hochwertigen Neubau-Photovoltaikanlagen von Qualitäts-Herstellern und seriösen Dachverpächtern, teilweise aus dem öffentlichen Bereich:

aInvestieren Sie z.B. nur 10-20% Eigenkapital in Ihr eigenes Solarkraftwerk (kein Fonds!) aNutzen Sie ggf. Steuervorteile, um Ihre aktuelle Einkommensteuerlast zu senken aIhre Kapitalrückzahlung – bezogen auf Ihr Eigenkapital – beträgt im Schnitt bis zu 30% p.a. bzw. gesamt bis 770 % (auf 25-Jahressicht, nach Kosten und vor Steuern)

aSomit erwirtschaften sie eine Eigenkapital-Rendite in Höhe von 7 -9 % p.a. aSie sichern sich staatlich garantierte Einnahmen für die nächsten 20 Jahre aDie von uns in Planung befindlichen Projekte werden von einem unabhängigen

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geprüft; dies garantiert Ihnen ein Höchstmaß an Sicherheit für Ihre Investition (aktuell befinden sich zwei Solarkraftwerke mit ca. 450 und 750 kWp in der Planungsendphase mit Eigenkapital-Renditen bis 9% p.a. auf 25-Jahressicht)

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Ausgabe 15; September 2012

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Finanzen

Geschäftsklima im Mittelstand: Solide Geschäftslage, doch Skepsis wächst

Erwartungen zur Geschäftsentwicklung zunehmend pessimistisch - Einschätzung der aktuellen Geschäftslage bleibt auf überdurchschnittlichem Niveau stabil - Stimmung in den Großunternehmen geht weiter steil bergab - Vorsichtigere, aber expansive Beschäftigungspläne in beiden Größenklassen

Die Stimmung im deutschen Mittelstand zeigt sich zunehmend gedämpft, wie das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer vom Juli signalisiert. Das Geschäftsklima sinkt zum fünften Mal in Folge, und zwar um 1,2 Zähler auf 9,4 Saldenpunkte. Alleiniger Grund hierfür ist die erneut pessimistischere Einschätzung der Geschäftserwartungen für die kommenden 6

Monate, die um 2,4 Zähler nachgeben und jetzt mit -4,4 Saldenpunkten unter ihrem langfristigen Durchschnittswert notieren. Damit schätzen die deutschen Mittelständler die Zukunftsaussichten ähnlich schwach ein wie im Herbst 2011. Ihre aktuelle Geschäftslage beurteilen sie optimistischer: Der entsprechende Indikator zeigt sich robust und hält sich mit 23,4 Saldenpunkten auf einem im historischen Vergleich weiterhin sehr hohen Niveau. Während sich der Mittelstand insgesamt recht stabil präsentiert, bewegt sich die Stimmung in den Großunternehmen auf steilem Abwärtskurs. Nach dem massiven Einbruch im Juni rutschen die Erwartungen um weitere 5,1 Zähler markant auf -14,6 Saldenpunk-

te ab. Vergleichbar negativ blickten die Großunternehmen zuletzt im Juni 2009 in die Zukunft. Auch ihre aktuellen Geschäfte beurteilen die großen Firmen erneut schlechter als im Vormonat (-2,3 Zähler), mit 19,1 Saldenpunkten zeigt der Lageindikator dennoch eine überdurchschnittlich gute Geschäftssituation. Insgesamt kühlt sich das Geschäftsklima der Großunternehmen auf 1,9 Saldenpunkte (-3,8 Zähler) ab. Der Grund für den größeren Pessimismus der Großunternehmen dürfte in der höheren Bedeutung der Exporte für diese Größenklasse zu finden sein. Damit sind die großen Firmen anfälliger für eine drastische Verschärfung der Eurokrise und einem folgenden Einbruch der internationalen Nachfrage.

Von der Abkühlung des Geschäftsklimas bleiben auch die Beschäftigungspläne der Unternehmen nicht völlig unberührt. Im Mittelstand gibt der Indikator leicht um -0,5 Zähler auf 8,9 Saldenpunkte nach, bei den Großunternehmen geht er um -4,1 Zähler auf 9,9 Saldenpunkte zurück. Trotz dieses Rückgangs bewegen sich die Beschäftigungspläne damit weiterhin deutlich oberhalb des langjährigen Durchschnitts und können als moderat expansiv bezeichnet werden. Insgesamt spiegelt das vom KfW-ifo-Mittelstandsbarometer eingefangene Stimmungsbild die enorme Unsicherheit der Unternehmen über die Zukunft der Eurozone und die damit verknüpften außerordentlichen Abwärtsrisiken

für die Konjunktur wider. Aufgrund der anhaltend rezessiven Entwicklung in den Krisenländern Europas und der Dimension der Probleme wachsen in den Unternehmen die Zweifel daran, dass die Eurokrise von der Politik noch erfolgreich eingedämmt werden kann. Vor diesem Hintergrund haben sich die Geschäftserwartungen von der nach wie vor recht soliden Wirtschaftsentwicklung abgekoppelt und bilden die Möglichkeit eines markanten Wachstumseinbruchs schon ab. Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Norbert Irsch, kommentiert: „Die Regierungen des Euroraums und die EZB sind weiterhin gefordert, der Eskalation der Eurokrise mit entschlossenem und zugleich nachhaltigem Krisenmanagement

entgegenzutreten. Jedoch müssen die deutschen Exporteure in jedem Fall mit einer anhaltenden Nachfrageflaute aus den vom K o n s o l i d i e r u n g s z wa n g betroffenen Euroländern rechnen. Bleibt dies im Rahmen, wird die gute Verfassung der Binnenwirtschaft für konjunkturelle Stabilität sorgen. Neben den niedrigen Finanzierungskosten für die Unternehmen bleibt die Stärke des deutschen Arbeitsmarktes weiter eine zentrale Stütze der Konjunktur, auch wenn der Abbau der Arbeitslosigkeit ausläuft. Neben dem beschleunigten Anstieg der Tariflöhne im April sind auch die vorsichtigeren, aber weiter expansiv ausgerichteten Beschäftigungspläne der Unternehmen ein Indiz hierfür.“ (jsl)

Interims-Geschäftsführer bei der BAB berufen

Foto: PR

Die wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten für europäische KMU Die Europäische Union bietet Unterstützung für europäische kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Sie wird in verschiedenen Formen wie Zuschüssen, Darlehen und in einigen Fällen als Bürgschaften angeboten. Die Gewährung der Unterstützung erfolgt entweder direkt oder über Programme, die wie die Strukturfonds der Europäischen Union national oder regional verwaltet werden.

KMU können ebenfalls verschiedene nicht finanzielle Unterstützungsmaßnahmen in Form von Programmen und Dienstleistungen zur Unterstützung der Unternehmen in Anspruch nehmen. Mit dem Leitfaden der Europäischen Kommission sollen die wichtigsten europäischen Programme für KMU vorgestellt werden. Er enthält übersichtliche Informationen sowie die wichtigsten Websites der einzelnen Pro-

gramme. Die Fördermaßnahmen sind in die folgenden Kategorien unterteilt: Bereichsbezogene Finanzierungsmöglichkeiten, Strukturfonds, Unterstützung für die Internationalisierung vom KMU, Hilfe vor Ort. Den Leitfaden erhalten Sie bei der Geschäftsstelle des Arbeitsgeberverbandes Oldenburg e.V., www.agv-oldenburg.de (jsl)

die Partner

Nach der Abberufung von Diane Zetzmann-Krien ist Jörn-Michael Gauss ab dem 01.08.2012 Interims-Geschäftsführer der Bremer Aufbau-Bank GmbH (BAB) und komplettiert somit die Geschäftsführung der Förderbank des Landes Bremen. Jörn-Michael Gauss wird den Geschäftsbereich Markt übernehmen. Ralf Stapp wird weiter die Bereiche Marktfolge und Wohnraumförderung verantworten. Beide werden als gleichberechtigte Geschäftsführer die BAB vertreten. Jörn-Michael Gauss ist 57 Jahre alt und verfügt über eine 35-jährige Erfahrung im Bankenbereich. Nach Stationen bei der Commerzbank, der Oldenburgischen Landesbank und der Berliner Volksbank eG war er seit 1996 im Vorstand der NordFinanz AG zuletzt als Vorstandsvorsitzender in Bremen. „Mit Jörn-Michael Gauss können wir nach der Abberufung

von Diane Zetzmann-Krien eine schnelle und gute Lösung präsentieren, um die uneingeschränkte Handlungsfähig-

keit der Bremer Aufbau-Bank sicherstellen. Auf Grund seiner vielfältigen beruflichen Erfahrungen und langjährigen Präsenz in Bremen bringt Jörn-Michael Gauss die besten Voraussetzungen mit, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen“, kommentiert

Staatsrat Dr. Heiner Heseler, Vorsitzender des Aufsichtsrates der BAB, die Entscheidung. Als Förderbank des Landes Bremen finanziert die BAB in enger, wettbewerbsneutraler Partnerschaft mit Banken und Sparkassen wirtschaftliche Aktivitäten. Die Fördermaßnahmen richten sich insbesondere an kleinere und mittelständische Unternehmen im Land Bremen, um Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Die BAB begleitet Firmen mit Krediten, Beteiligungen und Bürgschaften in allen Phasen der Unternehmensentwicklung von Gründung, Wachstum, Umstrukturierung und Konsolidierung. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung werden die bestehenden Förderangebote sukzessive ausgeweitet. Zudem findet eine enge Verzahnung der Angebote von Bremer Aufbau-Bank und Wirtschaftsförderung statt. (jsl)

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Ausgabe 15; September 2012

Interview

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„Der Standort Bremen ist für Airbus unerlässlich“

Die Hansestadt Bremen bietet zahlreichen Unternehmen gute Rahmenbedingungen für gute Geschäfte. Was den Standort für Airbus so bedeutend macht erklärt Dr. Kai Brüggemann, Werk- und Standortleiter von Airbus in Bremen, im Interview mit der Wirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung.

2. Welche Rolle spielt der Standort Bremen für das Gesamtunternehmen?

1. Herr Brüggemann, Airbus kann sich bei Auftragsvergaben immer wieder gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen. Was ist das Erfolgsgeheimnis? Airbus bietet die weltweit modernste, umfassendste und ökoeffizienteste Produktpalette an Flugzeugen an, die heute auf dem Markt ist. Allein mit dem Airbus A320neo beispielsweise ermöglichen wir dem Kunden KerosinErsparnisse von bis zu 15 Prozent. Mit der A380 können mehr Passagiere auf einmal befördert werden, als mit jedem anderen Flugzeug. Die A400M, deren Rumpf zu 80 Prozent in Bremen montiert und ausgerüstet wird, ist das vielseitigste derzeit am Markt verfügbare moderne Transportflugzeug. Dies sind nur einige Argumente, mit denen wir unsere Kunden von unseren Produkten überzeugen.

dass wir hier ganze Prozessketten in der Flugzeugproduktion abbilden. Wir entwickeln und testen nicht nur die Frachtladesysteme für alle Airbus-Modelle; in der Werkstoff- und Verfahrensentwicklung prüfen wir außerdem, welche neuen Materialien – zum Beispiel aus Brandschutzgründen – verwendet werden können und welche nicht. Das machen wir übrigens für die gesamte AirbusFlotte. Am Ende steht die Fertigung, zum Beispiel die des A400M-Rumpfs.

Bremen ist – wie jeder andere AirbusStandort – für das Gesamtunternehmen unerlässlich. In Bremen werden die Hochauftriebssysteme für alle Airbus-Flugzeuge entwickelt und im Bereich Flugphysik anhand von Modellen im Windkanal getestet. Wir rüsten außerdem die Tragflächen der A330- und A350 XWB- 4. Welche RahmenbedinFlugzeuge mit elektrischen gungen müssten noch verund hydraulischen Syste- bessert werden? men sowie allen beweglichen Teilen aus, ohne Airbus zeichnet sich dadie kein Flugzeug fliegen durch aus, dass wir unsere könnte. Darüber hinaus Produkte immer weiterfertigt der Standort Bre- entwickeln und verbessern men die Landeklappen für – das geschieht natürlich alle Airbus-Modelle – von auch in Bremen. Wir arder kleinen A318 bis zur beiten beispielsweise mit großen A380. Ein ande- Hochdruck daran, neue rer, wesentlicher Bestand- Materialien und Werkstofteil ist die Entwicklung fe zu entwickeln und bis und Fertigung des A400M zur Serienreife zu bringen, Rumpfes. um unsere Flugzeuge noch ökoeffizienter bauen zu 3. Was macht Bremen zu können. Dank unserer hereinem guten Standort für vorragenden Auftragslage Airbus? sind auch wir in Bremen dabei, unsere ProduktionsDer Standort Bremen raten hochzufahren. Um zeichnet sich dadurch aus, dies zu ermöglichen, ha-

Wirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung 

ben wir beispielsweise in unsere Flügelausrüstung ein vollkommen neues System integriert, um zukünftig A330- und A350 XWB-Tragflächen parallel ausstatten zu können. Airbus ist sehr eng mit der Wissenschaft Bremens verbunden. Wir pflegen enge Kontakte mit allen wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes, was sich in Stiftungsprofessur und einem Engagement im Rahmen der Exzellenzinitiative auszeichnet. 5. Inwiefern profitiert Airbus auch von den stark mittelständisch geprägten Wirtschaftstrukturen in der Hansestadt? Wir haben in Bremen den Vorteil von kurzen Wegen. Viele mittelständische Zulieferer-Firmen befinden sich in räumlicher Nähe zu Airbus, das erleichtert die tägliche Arbeit enorm. Bestes Beispiel für kurze Arbeitswege ist die Airport-Stadt selbst: An unser Betriebsgelände grenzt unmittelbar die Start- und Landebahn des Bremer Flughafens, die wir regelmäßig für unsere BelugaTransporte nutzen. Auf der anderen Seite befindet sich das Europacenter mit

wichtigen Zulieferern. 6. Spielen in Sachen Innovation auch Kooperationen mit Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Region eine Rolle? Airbus in Bremen ist ein Entwicklungsstandort. Kooperationen mit anderen Einrichtungen zu diesem Thema gibt es bereits seit Jahren und wird es auch weiterhin geben. Wir pflegen eine enge und sehr gute Zusammenarbeit mit der Universität Bremen und planen außerdem das Materialforschungszentrum EcoMaT (Center for Eco-efficient Materials & Technologies), in dem wir gemeinsam mit Instituten wie dem FIBRE Faserinstitut Bremen und dem Fraunhofer IFAM zusammenarbeiten wollen. 7. Kennt auch so ein begehrter Arbeitgeber wie Airbus das Problem des Fachkräftemangels? Wenn ja, was tun Sie dagegen? Aktuell haben wir keinen Fachkräftemangel. Wir engagieren uns jedoch aktiv, damit uns das nicht in Zukunft blüht. Wir bilden unsere Fachkräfte zum großen Teil selbst aus. Alle

Auszubildenden und dualen Studenten werden bei Airbus nach Abschluss ihrer Ausbildung unbefristet übernommen. Zudem bieten wir am Standort Bremen pro Jahr 150 Praktika für Schüler und Studenten an, darunter Schnupperpraktika in den Schulferien, in denen speziell junge Frauen einen Einblick in die Welt von Airbus bekommen. 9. Was bietet Airbus den Mitarbeitern, um die begehrten Fachkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden? Airbus bietet seinen Mitarbeitern eine Beschäftigungssicherung bis 2020, die wir im Zukunftstarifvertrag vereinbart haben. Darüber hinaus ist Airbus ein familienfreundliches Unternehmen, das mit Telearbeit, flexiblen Arbeitszeiten und individuell abgestimmten Teilzeitmodellen seinen Mitarbeitern ermöglicht, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Außerdem besteht das Angebot zu Elternzeit und FamilienPflegezeit. In Bremen bauen wir zudem einen neuen Betriebskindergarten. (jsl)

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E-Business

Ausgabe 15; September 2012

Windows 8 startet mit Tankpreis-App aus Bremen In der Hansestadt Bremen entwickelte Anwendung mehr tanken rundet zum Release des neuen Betriebssystems App-Portfolio im Windows Store ab.

gic Channel Development Manager bei Microsoft, neben dem App-Angebot die umfassenden Kenntnisse in der Entwicklung mobiler Lösungen. Auch die

Schon zum Start von Windows 8 am 26. Oktober 2012 können Nutzer eine App im Windows Store zum Vergleich von Spritpreisen herunterladen. Mit mehr tanken steht Usern in Deutschland eine Anwendung zur Verfügung, welche die Bremer neusta mobile solutions GmbH für das Würzburger Unternehmen webfactor media GmbH entwickelt hat. Damit gehört das norddeutsche Softwarehaus zu den Ersten, die zum Start des für Touchscreens optimierten Betriebssystems passende Anwendungen liefern. Windows 8 ist als neue App-Plattform ein attraktives Umfeld für Unternehmen, da Anwendungen sowohl auf Desktop-Rechnern als auch auf Tablets und Smartphones nahtlos übergreifend genutzt werden können. Ausschlaggebend für die Zusammenarbeit mit neusta mobile solutions war laut Alexander Voß, Strate-

Bekanntheit der bereits auf Smartphones nutzbaren Anwendung sprach für die Entscheidung.

E85, AdBlue und mehr lassen sich mit der bereits für Smartphones erschienenen App vergleichen. Stetig von Nutzern und TankstelPreise von Benzin, Diesel, lenbetreibern aktualisierte Preislisten helfen, die günstigste Tankstelle zu finden. Die Portierung für Windows 8 erweitert den Nutzerkreis. „Zu dem Entwicklerkreis von Microsoft zu gehören, ist in unserer Firmengeschichte herausragend. Wir freuen uns,

Gesetzliche Grundlagen für neue Medien und IT in Unternehmen Seminarreihe „IT-Recht ternehmen aufkommen. für Unternehmen“ startet am 24. September 2012 Zu diesen rechtlichen Neuerungen bietet die Neue technologische Akademie für WeiterbilEntwicklungen in der dung der Universität BreIT-Branche ziehen meist men ab dem 24. Septemrechtliche Folgen nach ber 2012 die Seminarreihe sich, auf die sich Unter- „IT-Recht für Unternehnehmen vorbereiten soll- men“ an. Unter Federfühten. Zukunftsträchtige rung von Dr. Iris KirchIT-Geschäftsmodelle wie ner-Freis (Fachanwältin ASP, Outsourcing und für Urheber- und MedienCloud Computing, aber recht) und Professor Dr. auch Fragen der Rechts- Andree Kirchner werden sicherheit im Internet in den Workshops wewie bei der Nutzung sentliche Inhalte anhand von Sozialen Netzwer- von Fallbeispielen pravermittelt. ken - z.B. Facebook oder xisorientiert Twitter - lassen schnell Die Veranstaltungen findatenschutzrechtliche, den berufsbegleitend in haftungsrechtliche und den Abendstunden statt. urheberrechtliche Fragestellungen in einem Un- Das IT-Recht und das

dank unseres Kunden webfactor media einen Beitrag für den Release von Windows 8 liefern zu dürfen“, zeigt sich Holger Bothmer, Geschäftsführer der neusta mobile solutions GmbH, begeistert. Wie Bothmer erläutert, unterscheidet sich die Umsetzung von Apps für das kommende Microsoft OS von den bislang bekannten Plattformen. Grafische Vorgaben sind ebenso zu berücksichtigen

wie das spürbar andere Bedienkonzept. Schon früh setzte sich das Bremer Unternehmen mit diesen und weiteren Neuerungen des künftigen OS auseinander. Daher legte Microsoft Ende 2011 nach ersten Gesprächen mit webfactor media die Grundsteine für die Portierung durch die Bremer Entwickler. Ab April 2012 startete die Umsetzung. (jsl)

Themen-/Terminübersicht: 24.09.2012:

Workshop 1: Schutz von Software/ Lizenzrechtliche Fragen

08.10.2012:

Workshop 2: Erwerb von Softund Hardware/Vertragsrecht

Open-Source-Problematik, datenschutzrechtli- 15.10.2012: Workshop 3: IT-Geschäftsmodelle che Aspekte sowie der (ASP, Outsourcing,Cloud Computing, Bereich ASP/OutsourSLA’s); Softwarevertrieb cing und Cloud Comfür Geschäfts- 12.11.2012: die Rechtsprechung und puting Workshop 4: Rechtssicherheit im thematisiert. die Gesetzgebung immer leitungen Internet wieder vor neue Herausforderungen. Für Prak- Die Teilnahmekosten für 19.11.2012: Workshop 5: IT-Sicherheit und tiker ist dieses Rechts- die gesamte SeminarreiDatenschutzrecht gebiet kaum noch zu he liegen bei 750 Euro. durchschauen. Die Rei- Die Veranstaltungen kön- 26.11.2012: Workshop 6: Rechtliche Aspekte von he führt in das IT-Recht, nen auch einzeln belegt Kooperations- und insbesondere in Fragen werden (150 Euro pro FuE-Projekte im IT-Bereich zum Rechtsschutz von Workshop). Software, zur Vertragsgestaltung und Haftung Alle Kurse finden jeweils Weitere Informationen: von IT-Dienstleistern von 17:45 bis 21:00 Uhr und zur Rechtssicherheit statt. Weitere Informatio- Universität Bremen im Internet ein. In wei- nen und Anmeldung ab Akademie für Weiterbildung der Universität Bremen teren Veranstaltungen sofort unter http://www. Astrid Rehbein werden lizenzrechtliche uni-bremen.de/weiterbil- Telefon 0421 - 218 61 609 Fragen beim kommerzi- dung. Telefax 0421 - 218 61 620 ellen Einsatz von IT, die (jsl) E-Mail rehbein@uni-bremen.de Internetrecht sind einer ständigen Veränderung unterworfen und stellen auch

„Ich Wirtschaftszeitung schreibe monatlich für Sieerreichen über Unternehmen „Mit der Sie aus der Region, vom20.000 Handwerker bis zum Global-Player. monatlich mehr als Unternehmer. Ich Rufen Sie mich an oder senden Sie mir eine E-Mail, ich helfe Ihnen gerne beiauf Ihrer freue mich Ihre Medienplanung.“ Informationen.“ Peter Osterloh, Vertriebsleiter Wirtschaftszeitung Jeanette Simon-Lahrichi, Leitende Redakteurin Telefon 0421 /Telefon 69648417, 0421 / p.osterloh@wirtschaftszeitung.info 69648417, redaktion@wirtschaftszeitung.info Wirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung 

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Ausgabe 15; September 2012

Forschung & Entwicklung

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Von Laus und Lack In Bremen sitzen die einzigen Experten für Schellack in Europa. Mit nur 20 Mitarbeitern erzeugen sie etwa zehn Prozent der Weltproduktion. Die Fabrik fällt auf in der Harz, das aus Ausschei- wie Kunstharze sind immer an den meisten Ecken sehr dungen von Lackschildläu- gleich in ihrer Zusammenmodern gestalteten Über- sen gewonnen wird und setzung. seestadt, Bremens jüngs- die Fabrik am Ende der tem Stadtviertel in den Fertigung zwar in den ver- Das ist bei dem Bremer alten Hafenrevieren. Es ist schiedensten Formen, aber Produkt, das bei Stroever ein alter Bau, teilweise noch stets als reines Naturpro- insgesamt zehn Personen in mit Rundbogen-Fenstern, dukt verlässt. „Die meisten der Produktion und zehn zum Teil verrußter Fassa- Menschen verbinden mit in der Verwaltung anbiede und einem gewaltigen Schellack immer noch die ten, anders. „Wir sind stark Schornstein. Seit mehr als Schallplatte“, so Stroever. von den Rohstoffen abhän100 Jahren steht die Fabrik Tatsächlich wird das Harz gig“, berichtet Volbert. Die der Firma Stroever an ein zu weit mehr als der Kon- stammen zu 95 Prozent und derselben Stelle. Hier servierung von Musik ein- aus Indien, darüber hinwird Schellack hergestellt. gesetzt. „Schellack wird aus aus China, Thailand 1893 gegründet, liefert das zum Beispiel in der Medizin und Indonesien. Auf dem Unternehmen heute etwa verwendet“, klärt Volbert Subkontinent sitzt dann zehn Prozent der gesam- auf. So dient das Material, auch Stroevers Konkurten Weltjahresproduktion. das geschmacklos ist, un- renz – denn in Europa ist „Darauf sind wird stolz“, ter anderem als Überzug die vergleichsweise kleine sagt Burkhard Volbert, ge- auf Medikamentenkapseln. Bremer Firma die einzige, schäftsführender Gesell- „Die werden dann nicht die Schellack herstellt. 300 schafter des Familienunter- schon im Magen aufgelöst, bis 500 Tonnen produziert nehmens. Fünf Millionen sondern erst später“, sagt die Fabrik am Hafen pro Euro Jahresumsatz erzielt er. Das liegt daran, dass Jahr, geschätzt wird sie in die Firma, die kaum je- Schellack magensaftresis- der ganzen Welt. mand kennt, die aber in tent ist, nicht sofort zersetzt „Natürlich kommen immer ihrem kleinen Markt einen wird und daher die Wirk- wieder neue Firmen auf hervorragenden Ruf ge- stoffe erst an gewünschter den Markt“, sagt Volbert. nießt. „Zunächst war das Stelle freigegeben werden. Vor allem in Indien werde ein Handelshaus“, sagt Lange Jahre war Schellack das immer wieder versucht, Bernhard Stroever, der in für diese und andere An- sitzt man dort doch an der der dritten Generation im wendungen das Mittel der Rohstoffquelle: drei bis Unternehmen tätig ist. Bald Wahl – doch schon seit vier Lausarten und ihren aber verlegte man sich auf Jahrzehnten steht es in star- Ausscheidungen auf bedie Herstellung von Schel- ker Konkurrenz zu Kunst- stimmten Baumsorten. Die lack. produkten. „Vinyl ist nur Ernte ist Handarbeit und ein Beispiel“, sagt Volbert. das Gebiet begrenzt. Das Schellack: Der Ausdruck Der Unterschied im Ver- macht den Rohstoff teuer. meint ein Produkt aus gleich zu Schellack: Vinyl Sieben bis zehn Euro pro

Burkhard Volbert ist geschäftsführender Gesellschafter der Firma Stroever. Das Unternehmen produziert zehn Prozent der gesamten Weltjahresproduktion von Schellack mit nur 20 Mitarbeitern. Foto: Frank Miener Kilogramm kostet er im Moment im Einkauf. „Das ist schon ein hoher Preis“, sagt Volbert. Der lohne sich aber, denn der Trend geht zur Natur. „Wir beobachten seit einigen Jahren,

dass immer mehr Hersteller Schellack einsetzen und auf Kunststoffe verzichten“, sagt der Geschäftsführer. Gründe seien das gestiegene Bewusstsein bei Verbrauchern, aber auch

die komplette biologische Abbaubarkeit im Gegensatz etwa zu Kunstharzen. Infos: www.stroever.de

(Frank Miener)

Strom aus der Wüste, Know-how von der Weser Solarstrom aus der sonnenreichen Wüste Nordafrikas – und ausgerechnet Bremen mit seinem berühmten „Schietwetter“ ist bei der Entwicklung ganz vorne mit dabei.

reb-Staaten Nordafrikas zu stellen. Damit sind die Bremer Forscher an einem weltweit zukunftsweisenden Projekt maßgeblich

den mehr Energie von der Know-how. Werner Berg- ein Grundverständnis der liegt auch daran, dass wir Sonne, als die Menschheit holz, Professor of Electri- betriebwirtschaftlichen, bei uns viel zu wenig entin einem Jahr verbraucht“, cal Engineering mit zwei volkswirtschaftlichen, so- sprechend ausgebildete heißt es auf der Homepage Jahrzehnten Berufserfah- zialen und politischen As- Ingenieure haben. Klappt von Desertec. Der grüne rung in der Industrie, sagt: pekte der erneuerbaren alles, beginnen die ersten Strom soll zunächst den „Wir brauchen für das De- Energien.“ Studierenden im Spätsomnordafrikanischen Län- sertec-Projekt Ingenieure, mer Anzeige für Wirtschaftszeitung 2013. Allerdings: Die dern dienen. Aber durch die nicht nur Finanzierung des Studienihr eigentliDass nicht Breite 139 mm, Höhe 100nur mm Desertec - schwarz / rot 100/100 spezielle Kabel mit beson- ches Fach Elektrotechnik, solche Fachingenieure gangs ist noch nicht gesiders geringen Übertra- speziell Technologien für braucht, davon ist Berg- chert. Bergholz: Wir braugungsverlusten könnte er erneuerbare Energien, be- holz überzeugt. „Wenn die chen noch Stipendien, die ab 2020 auch nach Norden herrschen, sondern auch Produktion aus den Indus- 28.000 Euro pro Jahr und fließen. „Bis 2050 könn- das Qualitätsmanagement trieländern in die Schwel- Student aufbringen. ten 15 Prozent des euro- von Konstruktion, den Bau lenländer Asiens auswan- Mehr unter www.desertec. päischen Strombedarfs und den Betrieb von An- dert, liegt das nicht nur org/de (Christian Beneker) aus den Wüsten gedeckt lagen und weitere Quer- an den geringeren Löhnen werden“, sagt Professorin schnittskompetenzen, wie in Indien oder China. Es Smith Stegen. Kosten des Projekts: 400 Milliarden Euro.

Wirklich gute Ideen haben bekanntlich auf einem Bierdeckel Platz. Eine dieser Ideen heißt: „Desertec - Strom aus der Wüste“. In Zukunft sollen Solarkraftwerke in Nordafrika den Strom für Europa gewinnen, so der Plan der Desertec-Stiftung, der Initiatorin des Projekts. Daneben haben sich in der Desert Industrial Initiative (DII) SchwerBis das Projekt auf die Beigewichte der Deutschen ne kommt, sind noch einige Industrie versammelt. Sie Die Bremer Professorin Ka- große Hürden zu nehmen. planen Solarkraftwer- ren Smith Stegen engagiert Eine heißt: „NIMBY“. Das ke in Marokko, Tunesi- sich in der Weiterentwick- englische Kürzel steht für en, Ägypten und Algerien. lung des DESERTEC Uni- „Not In My Backyard“, also So naheliegend – so einfach. versity Network, dem die „Nicht in meinem HinterAber: Wie immer, steckt Jacobs University als eine hof“. Damit ist die Haltung der Teufel im Detail. Das der ersten Europäischen vieler Menschen gemeint, weiß niemand besser als Universitäten beitrat. Foto: die Atommeiler, Windrädie Bremer Politologin Ka- Jacobs University der oder Pipelines weder ren Smith Stegen und der vor der Haustür noch im Ingenieur Werner Bergholz beteiligt. Im Spätsommer Garten haben wollen. von der Jacobs Univer- 2013 will die Uni nun eisity Bremen. Die Bremer nen eigenen Studiengang Smith Stegens Lösung: Privat-Uni erforscht als einrichten, um Ingenieure „Wir sollten von vornheeinzige europäische Uni- speziell für das Desertec- rein mit den Anwohnern versität die politischen und Projekt auszubilden. sprechen.“ Neben den geotechnischen Bedingungen, politischen Fragen setzt um das Mammut-Projekt „Die Wüsten der Erde die Jacobs University auch in die Wüsten der Magh- empfangen in sechs Stun- auf flexibles technisches Wirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung 

Work+Study Das duale Programm für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein berufsbegleitendes Studium der Wirtschaftskommunikation, Management of Communication and Marketing.

Das Programm beinhaltet den Erwerb einer mehrjährigen Berufspraxis, eines Studienabschlusses an der Bremer Akademie (Kommunikationswirt und Certified Manager of Communication and Marketing) und eines Bachelor-Abschlusses an der Steinbeis-Hochschule Berlin (Bachelor of Arts). Die Vorteile für Unternehmen und Studenten. „Work+Study" ist berufsbegleitend. Es gibt keine langen Abwesenheiten durch Blockunterricht. Es gilt schon jetzt als praxisnahe Alternative zu einem Hochschulstudium und zur kostenintensiven betrieblichen Ausbildung. Gerne senden wir Ihnen ausführliches Infomaterial. Bremer Akademie Rufen Sie uns an, oder besuchen Sie uns online.

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A

für Kommunikation Marketing und Medien

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Auto & Logistik

Ausgabe 15; September 2012 Lebensbegleitendes Lernen in Wirtschaft und Logistik BVL Campus gGmbH | Universitätsallee 18 | 28359 Bremen | Tel.: 0421 / 94 99 10 10 | www.bvl-campus.de

Komalog integriert Frachtenbörse zur verbesserten Auftragsannahme

Geografische Ladungssuche erleichtert Findung von Zuladungen. Neue Controllingfunktion weist schnell auf Planungslücken hin. TRANSDATA baut sei- übergreifend zu bündeln, ne Speditionssoftware konsequent weiter“, sagt Komalog weiter aus: Lars Zimmermann, Leiter Pünktlich zur IAA Nutz- der IT-Abteilung bei der fahrzeuge in Hannover TRANSDATA Soft- und erweitertet das Soft- und Hardware GmbH. DaHardwarehaus seine Lö- bei verweist er besonsungen zur kombinierten ders auf die Integration Auftragssuche und Auf- von TRANS.eu, bei der tragsabwicklung. So inte- die Aufträge direkt in griert das Unternehmen die Frachtenbörse laufen. aus Bielefeld erstmals die „Durch diese verbesserte europäische Frachtenbör- Auftragsverarbeitung in se TRANS.eu. Dadurch Komalog wird der Konkönnen Frachten direkt takt zwischen Verladern aus dem Programm her- und Spediteuren vereinaus vergeben oder Aufträ- facht“, erklärt Zimmerge angenommen werden. mann. Ebenfalls wird das Auf- Eine Weiterentwicklung finden von Zuladungen der Tourenplanung ist die durch eine geografische geografische LadungssuLadungsfindung deutlich che. Mit dieser Funktion erleichtert. Dieser Vorge- können entlang einer geschmack auf die neue Ver- planten Route vereinfacht sion 13.0 wird durch neue Zuladungen gefunden C o n t r o l l i n g - L ö s u n g e n werden. Dabei werden komplettiert. Kunden, die einmal bei „Wir haben unsere Spedi- der Spedition als Auftragtionssoftware weiter aus- geber fungiert haben, augebaut. Mit den neuen tomatisch am Rand der Integrationen gehen wir Route angezeigt. Das Tool den Weg, verschiedene gibt dem Disponenten so Lösungen schnittstellen- die Möglichkeit, schnel-

Mobile Sendungsverfolgung jetzt mit der Leschaco T&T App ESCHACO weltweiter Anbieter von Logistiklösungen startet seine Leschaco T&T App. Zu jeder Zeit ermöglicht diese eine mobile Sendungsverfolgung der intelligenten Art. Ausgestattet mit verschiedenen Referenztypen und Versanddetails wird damit ganz ohne Benutzernamen oder Passwort die Abfrage möglich. Die Leschaco T&T App gibt es für iPhone | iPodTouch und Blackberry. Zunächst bietet die App die Verfolgung von Seefrachtsendungen an, die es dem Kunden einfacher machen, Sendungen global zu überwachen. Leschacos global einheitliche IT-Systeme zeichnen sich bereits jetzt durch in sich äußerst transparente Prozesse aus. Gerne können Sie unsere Website besuchen, um mehr über die App zu erfahren: www.leschaco. com/app

ler etwaige Verlader anzufragen. Per einfachem Mausklick können diese kontaktiert werden, ohne dass Adressen oder Telefonnummern per Hand herausgesucht werden müssen. Vertriebsleiter Andreas Prüfig beschreibt die Vorzüge des Tools wie folgt: „Mit der geografischen Ladungssuche wird auch das Disponieren von paarigen Verkehren deutlich vereinfacht, weil passende Verlader entlang der Strecke mit diesem Tool leichter aufzufinden sind.“ Die auf der LogiMAT im Frühjahr vorgestellten Neuheiten zum Controlling wie das Pivot Grid erfahren einen weiteren Schub. Ein weiterer Vorgeschmack auf die im Oktober erscheinende Version 13.0 ist eine tabellarische Übersicht der kalkulierten Kosten. Mit diesem Tool wird Usern die Möglichkeit gegeben, schnell und umfassend die wirtschaftlichen Kenn-

zahlen aller Aufträge während der operativen Planung zu ermitteln und die erwarteten Daten miteinander in Beziehung zu setzen. „Unsere Kunden sind darauf angewiesen, effizient zu arbeiten. Die tabel-

larische Übersicht zeigt schnell an, wo es möglichen Nachholbedarf in der Tourenplanung gibt, ohne dass jeder Auftrag einzeln nachgerechnet werden muss“, sagt Prüfig. Das volle Leistungsspektrum

der Logistiksoftware Komalog und seiner Weiterentwicklungen präsentiert TRANSDATA in Hannover zwischen dem 20. und 27. September auf Stand C48, Halle 25. Foto: Transdata

Über die TRANSDATA Soft- und Hardware GmbH: Die TRANSDATA Soft- und Hardware GmbH mit Sitz in Bielefeld ist ein Entwickler innovativer Softwarelösungen für die Logistikbranche. Die patentierte Software des Unternehmens trägt den Namen Komalog und wird bereits seit über zwei Jahrzehnten in der Speditions-, Distributionsund Lagerwirtschaft eingesetzt. Die Vorteile für den Anwender liegen im modularen Aufbau, in der Vereinfachung der Logistikprozesse sowie im damit verbundenen Kostensenkungspotenzial. Über besonderes Know-how verfügt TRANSDATA in den Bereichen Forschung & Entwicklung, Beratung sowie Service. Seit der Gründung im Jahr 1988 hat das Unternehmen bundesweit über 1.000 Installationen durchgeführt und betreut heute über 300 Bestandskunden. Damit zählt TRANSDATA zu den Marktführern in der Softwareentwicklung für die Transportbranche. Namhafte Kunden sind beispielsweise die DHL Logistics GmbH aus Hamburg sowie die Leopold Schäfer GmbH mit Sitz in Neunkirchen. TRANSDATA beschäftigt 35 Mitarbeiter und entwickelt seine Softwarelösungen ausschließlich in Deutschland. Webinfo: www.transdata.net

dbh Logistics IT: erneut positives Geschäftsjahr Das Bremer Logistik-IT Unternehmen meldet deutliches Umsatzplus und setzt auch in Zukunft auf gesundes Wachstum Die positive Konjunkturentwicklung 2011 lässt sich auch am Jahresergebnis von dbh Logistics IT AG (dbh) ablesen: mit über 12,7 Millionen Euro verzeichnet das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzwachstum von 11,3%. Top Sparte: Zoll und Außenhandel Der größte Erfolgsanteil konnte, wie schon im Jahr zuvor, auf das Portfolio für Zoll und Außenhandel verbucht werden. Mehr Handel bedeutet auch mehr Zolltransaktionen – und damit ein häufigerer Einsatz von Zollsoftware wie Advantage Customs. Da die Nutzung der dbh Software transaktionsbezogen abgerechnet wird, konnte dbh spürbare Mehreinnahmen verbuchen. Das Preismodell sorgt im Gegenzug dafür, dass der Geldbeutel der Kunden in konjunkturschwachen Phasen geschont wird. Neue Zollverordnungen

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lieferten zusätzliche Poten- nung des JadeWeserPorts ziale für Beratungs- und IT- warf 2011 große Schatten Unternehmen der Branche. voraus: dbh liefert weEin Beispiel ist die elektro- sentliche Bestandteile der nische Voranmeldung von IT-Infrastruktur für ZollWaren – seit 2011 Pflicht bei abwicklung und Warender EU-Einfuhr und -Aus- umschlag. Im vergangenen fuhr. Die dbh Entwicklung Jahr wurden am UnternehAdvantage Pre-Declaration mensstandort Wilhelmsverfügt über Schnittstel- haven Konzepte entwilen zu allen 27 Systemen ckelt und Anwendungen der EU-Mitgliedsstaaten erstellt, die nun für den und konnte sich als Lö- Praxisbetrieb bereit stehen. sung zur Warenvoranmel- Weitere Aktivitäten fanden dung am Markt etablieren. rund um den HamburDarüber hinaus stieß auch ger Freihafen statt, dessen das Thema Compliance Auflösung Ende dieses im Außenhandel auf gro- Jahres unmittelbar bevor ßes Interesse. So konnte steht. Die Beratung ansäsdbh in 2011 diverse Neu- sigerUnternehmen, sowie kunden für Advantage deren Unterstützung, zum Compliance als Software Beispiel bei der Einrichzur Sanktions- und Anti- tung von Zolllagern, truTerrorlistenprüfung ge- gen im abgelaufenen Gewinnen. Inzwischen hat schäftsfahr ebenfalls zum das Unternehmen die Lö- Unternehmenserfolg bei. sung weiter ausgebaut und Solides Wachstum bietet weitere Funktionen – auch bei der Anzur Exportkontrolle an. zahl der Beschäftigten Aktivitäten in den Auch personell hat sich bei Norddeutschen Häfen dem Unternehmen einiges Die bevorstehende Eröff- verändert. So wurden an

mehreren Standorten insgesamt elf weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. dbh liegt auch hier im Branchentrend. Ausblick: dbh setzt auch in Zukunft auf bewährte Lösungen und neue Entwicklungen. Künftig sollen die drei Branchen Industrie und Handel, Spedition und Logistik sowie Schifffahrt und Hafen noch mehr in den Fokus rücken. Einige operative Maßnahmen, wie zum Beispiel die Neugestaltung der

Unternehmens-Website, wurden bereits umgesetzt. Mit einem in 2012 konsolidierten Portfolio wie auch einigen Neuentwicklungen, zum Beispiel für Warenursprung und Präferenzen (WUP) sowie Exportkontrolle, sieht sich dbh gut auf die aktuellen Trends der Branchen vorbereitet.

Foto: Dhb Logistics

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Ausgabe 15; September 2012

Weiterbildung

Vorbereitung auf Ausbildereignungsprüfung

Schnittstelle zwischen IT und Logistik qualifizieren Neues Angebot der Universität Bremen startet im September

Die Logistik ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für das Bremer Medienakademie bietet Land Bremen und den gesamten Nordwesten. Möglich wer120 Stunden berufsbegleitende Fortbildung an den logistische Prozesse erst durch den Einsatz von vielfälEine hochwertige Berufs- keiten und bereitet die an die Teilnehmer/ -innen tigen Informationstechnologiausbildung ist für viele Teilnehmer so auf die Aus- herangetragen. Durch Ler- en. Daher ist die Schnittstelle Unternehmen der Garant bildereigungsprüfung vor. nerfolgskontrollen wird zwischen Logistik und IT ein für die Sicherung des Fach- Die Inhalte der Fortbil- der jeweilige Kenntnis- interessantes Arbeitsfeld mit kräftenachwuchses. Die in- dung orientieren sich an stand der Teilnehmer/ -in- exzellenten Berufsaussichhaltlichen und pädagogi- der neuen Ausbilder-Eig- nen überprüft. Insgesamt ten. An der Universität Breschen Herausforderungen nungsverordnung vom 21. umfasst die Fortbildung men startet im September das an Ausbilder steigen stetig. Januar 2009. Die fachthe- 120 Stunden (UE jeweils 45 Qualifizierungs- und WeiterBerufs- und arbeitspäda- oretischen Unterrichtsin- Minuten). bildungsprogramm „logIT“. gogische Qualifikationen halte lehren AusbilderinDas Angebot wendet sich an sind daher unverzichtbar nen und Ausbildern, die Die MEDIENAKADEMIE Arbeitsuchende, die sich in um sich auf die neuen An- aus der Praxis kommen Bremen gehört zur BRAS- einem einjährigen Programm forderungen einzustellen. und branchenspezifische SAT Mediengruppe. Das zu „Anwendungsentwicknachweisen Unternehmen ist seit über lern für logistische Systeme“ Mit ihrem neuen Fortbil- Kenntnisse dungsangebot vermittelt können. Die Lernziele 13 Jahren im Medienbe- qualifizieren wollen. Parallel die Bremer Medienaka- werden mit angemesse- reich für mittelständische startet ein modularisiertes demie genau diese Fähig- nen modernen Methoden Kunden tätig. (jsl) Weiterbildungsprogramm für berufstätige Fachkräfte, die sich mit unterschiedlichen Abschlüssen spezialisieren könInfokasten Fortbildung nen. Zur Orientierung finden „Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung“ ab dem 5. September 2012 die Aktionswochen „logIT“ statt. Zugangsvoraussetzungen Dort können sich Interessierte Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen die fachliche Eignung nachweisen. über das Angebot informieren. Unterrichtszeiten 120 UE innerhalb von 15 Wochen an 30 Terminen jeweils DO und FR 17.30 Uhr – 20.45 Uhr Die Fortbildung gliedert sich in 4 Handlungsfelder: 1. Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen 2. Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken, 3. Ausbildung durchführen 4. Ausbildung abschließen. Lernerfolgskontrollen dienen zur Überprüfung des jeweiligen Kenntnisstandes. Die letzten beiden Termine dienen der Prüfungsvorbereitung.

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Wie programmiert man Roboter, damit sie in einer virtuellen Fabrik Waren von A nach B transportieren? Anhand dieses Beispiels lernen die Interessenten während der Aktionswochen Aufgabenstellungen und Lösungsansätze bei der Anwendungsentwicklung für logistische Systeme kennen. Gleichzeitig erhalten sie viele

Informationen über die Inhalte des Weiterbildungsprogramms und über die beruflichen Perspektiven. Sie lernen Methoden und Arbeitsweisen kennen, die in den Kursen angewendet werden, und können am Ende der vier Veranstaltungen realistisch einschätzen, welche Anforderungen der Kurs stellt und welche Möglichkeiten er bietet. Die Teilnahme an den Aktionswochen ist kostenlos und unverbindlich; eine

Anmeldung ist erforderlich. Das Weiterbildungsprogramm wird von der Akademie für Weiterbildung der Universität Bremen in Kooperation mit mehreren Fachbereichen und der Hochschule Bremen durchgeführt. Mehr Informationen und Anmeldung unter Telefon 0421 – 218 61626 oder unter www.uni-bremen.de/ logIT. (jsl)

Studium unbezahlt? Finanzierung mit einem Nebenjob bei der Volksfürsorge möglich! Nutzen Sie jetzt bei der Volksfürsorge Ihre Chance als

Mitarbeiter/in im Zweitberuf! Sie betreuen einen festen Kundenstamm in Ihrem Umfeld. Wir bieten Ihnen ein attraktives Zweiteinkommen sowie sorgfältige Einarbeitung und Unterstützung durch erfahrene Profis. Interessiert? Mehr erfahren Sie bei Bezirksdirektion Bremen-Mitte Paul Brandt | Filialdirektor Edisonstr. 18 | 28357 Bremen Telefon: 0171.1 48 15 64

Teilnehmerzahl und Kosten Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 10 TN. Höchstens 14. Die Kursgebühren betragen 720.--€. Die Prüfungsgebühr der HK Bremen beträgt zur Zeit 170.--€. Die Prüfungsgebühr ist von den TN zu zahlen Termine 27.09/28.09, 04.10/05.10, 11.10/12.10, 18.10/19.10, 25.10/26.10, 01.11/02.11, 08.11/09.11, 15.11/16.11, 22.11/23.11, 29.11/30.11, 06.12/07.12, 13.12/14.12, 10.01/11.02, 17.01/18.01, 24.01/25.01 Die Prüfung vor der HK Bremen findet am 05.02.2013 statt. Weitere Informationen: www.medienakademie-bremen.de oder 0421 / 146 215-70

Gesundheitsmanagement als Erfolgsfaktor in Unternehmen Ein sich abzeichnender Die Veranstaltung findet Fachkräftemangel sowie im Großen Saal der Hanstatt und die Zunahme chronischer delskammer und mentaler Erkrankun- richtet sich an Manager, gen zeigen: Gesundheit, Fach- und Führungskräfte Motivation und Leistungs- sowie Wirtschaftsinteresfähigkeit von Mitarbeitern sierte. Die Teilnahme am stellen heutzutage einen Informations- und Diskusentscheidenden Wettbe- sionsforum ist kostenfrei. werbsfaktor dar. Unter- „Arbeitsqualität, -umfeld nehmen stehen vor der und -beziehungen nehAufgabe, ihre Strukturen men großen Einfluss auf – von der Führung über die Gesundheit von Mitdie Prozesse bis hin zur arbeitern. Ein optimiertes Zufriedenheit von Mitar- Management kann desbeitern und Kunden – kon- halb zu einer verbesserten tinuierlich zu verbessern. Wettbewerbsfähigkeit von Das gilt auch für Betriebe Unternehmen beitragen“, in der Hansestadt. Aus erläutert Dr. Marc Förster, diesem Grund lädt die der am Veranstaltungstag FOM Hochschule Bremen das Grußwort sprechen am 17. September, um 18 wird. Auf die Begrüßung Uhr zum Management Fo- des Geschäftsleiters der rum „Work-Life-Balance FOM Hochschule Bremen und Gesundheitsmanage- folgt ein Impulsvortrag ment als Erfolgsfaktoren von Detlev Kühl. In diefür Unternehmen“ ein. sem wird der ManageWirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung 

mentberater auf die Herausforderung eingehen, Unternehmen künftig als integratives System einer gesunden Leistungs- und Interessensgemeinschaft zu verstehen. Wie Unternehmen in die aktuellen Veränderungsprozesse der Arbeitsorganisation einsteigen können und worauf präventiv im Führungsverhalten ihrer Manager zu achten ist, diskutieren Geschäftsleiter, Referent und Teilnehmer im Anschluss an den Vortrag. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Interessenten können sich unter 0421/16893218 oder svenja.haiduk@ fom.de anmelden. Weitere Informationen finden sich unter www.fom-bremen. de. (jsl) www.wirtschaftszeitung.info


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Ratgeber

Ausgabe 15; September 2012

Mehr Motivation – mehr Gesundheit – weniger Kosten

Vorsicht bei verdeckter Videoüberwachung

Wie mit der betrieblichen Gesundheitsvorsorge Mitarbeiter motiviert und nebenher noch Geld gespart werden kann

Differenzierte Betrachtungsweise des Bundesarbeitsgerichts

Mitarbeiter, die sich wohl fühlen und sich mit ihrem Unternehmen identifizieren, engagieren sich meist stärker als andere. Auch die Bereitschaft, Veränderungsprozesse mit zu tragen, ist bei motivierten Mitarbeitern höher. Angebote der betrieblichen Gesundheitsvorsorge vereinen die Themen gesetzliche Krankenversicherung, private Krankenversicherung und als beste Lösung mit der betrieblichen Altervorsorge. Der Vorteil: Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Lösungen zur sozialen Absicherung aus einer Hand und profitieren selbst von einer gesteigerten Mitarbeiterbindung und geringeren Kosten. Außerdem steigert dies die Attraktivität als Arbeitgeber. Ohne eigenen Aufwand können Unternehmen ihren Mitarbeitern attraktive Leistungen der ergänzenden Gesundheitsvorsorge bieten. „Service wie ein Privatpatient oder die neuen Zähne von der

Firma“ das ist möglich be- Betriebliche Gesundheitsrichtet Paul Brandt, Filial- förderung ist hoch im Kurs direktor der Volksfürsorge Unternehmen brauchen in Bremen. Im Verbund leistungsbereite und leismit der Generali Deutsch- tungsfähige Mitarbeiter. land haben Unternehmen Und nur Mitarbeiter, die bei der Central die Wahl sich körperlich gesund zwischen verschiedenen und geistig wohl fühlen, Durchführungswegen der erzielen ein Arbeitsergebbetrieblichen Alterversor- nis von 100 Prozent. gung für ihre Mitarbeiter. Als Gesundheitsspezialist Ob Direktversicherung hat die Central die besten oder Unterstützungskasse: Lösungen zur betriebliDie Mitarbeiter profitie- chen Gesundheitsförderen von Sonderkonditio- rung. Und von Angeboten, nen und der steuerlichen die die MitarbeitergesundFörderung. Und der Un- heit verbessern, profitieren ternehmer selbst spart So- nicht nur die Angestellten. zialversicherungsbeiträge Die Praxis zeigt: Betriebliin nicht unerheblichem ches GesundheitsmanageMaße ein. Private Kran- ment hilft, Krankentage kenversicherungen run- zu verringern. Allerdings den das Angebot ab. Als konstatiert Andreas Nast: Gesundheitsspezialist hat „ Wir stellen immer wieder die Central ausgezeichnete fest, dass viele mittelstänGesundheitslösungen für dische Betriebe die steuerliMitarbeiter im Inland und chen Vorteile (§§ 20/21 SGB für Mitarbeiter, die im Aus- V) gesundheitsfördernder land tätig sind. Angestellte Maßnahmen am Arbeitserhalten Sonderkonditio- platz noch nicht ausschöpnen und Unternehmer pro- fen.“ Auch hier steht die fitieren, indem die Central Central Unternehmen bedas Kostenrisiko und die ratend und unterstützend Administration übernimmt. zur Seite. www.central.de

Hier gilt die Besonderheit, dass einerseits auf die Tatsache der Beobachtung und andererseits auch auf die verantwortliche Stelle hinzuweisen ist. Verstößt der Arbeitgeber zur Aufklärung einer gegen ihn gerichteten Straftat eines Arbeitnehmers jedoch gegen diese Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes, so führt dies nicht zwangsläufig zu einem Beweisverwertungsverbot im arbeitsgerichtlichen Prozess. Hat der Arbeitgeber tatsächlich keine andere Möglichkeit, die Straftat aufzuklären, so kann eine Verwertung im Prozess in Ausnahmefällen zulässig sein. Die Anforderungen, die das Bundesarbeitsgericht an die Umstände des Einzelfalls stellt, sind sehr hoch. Um zu einer Verwertbarkeit der Videoaufzeichnung zu kommen, muss das Aufklärungsinteresse des Arbeitgebers in ein Verhältnis zum Schutz des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung

des Arbeitnehmers gestellt werden. Dies spiegelt sich auch in der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 21. Juni 2012 wider. In diesem Fall war unklar, ob das schützenswerte Interesse des Arbeitgebers an der Aufklärung einer Straftat zu seinen Lasten das grundrechtlich geschützte Interesse des Arbeitnehmers auf informationelle Selbstbestimmung überwogen hat. Aus diesem Grund verwies das Bundesarbeitsgericht den Fall an das Landesarbeitsgericht zurück, weil es Zweifel daran hatte, dass der Arbeitgeber die Voraussetzungen für eine prozessuale Verwertbarkeit der Videoaufzeichnungen erfüllt hatte. Für die Praxis bedeutet dies, dass der Arbeitgeber zunächst alle anderen Möglichkeiten der Sachverhaltsaufklärung ausgeschöpft haben muss, bevor er eine verdeckte Videoüberwachung eines Arbeitnehmers in Betracht zieht.

Paul Brandt

Eva Maria Terhörst

Filialdirektor Volksfürsorge AG Vertriebsgesellschaft für Vorsorge und Finanzprodukte Bezirksdirektion Bremen-Mitte Edisonstr. 18, 28357 Bremen paul.brandt@service.volksfuersorge.de

Rechtsanwältin, Leiterin der Geschäftsstelle Bremen, AGA Norddeutscher Unternehmensverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung e. V. eva-maria.terhoerst@aga.de www.aga.de

Zukunftstrend Öko-Marketing Nachhaltigkeitskommunikation als Maßnahme betrieblicher Umwelt- und Sozialbelange im Verhältnis zum ökonomischen Unternehmenserfolg Trotz der wachsenden Bekanntheit des Begriffs Nachhaltigkeit und dem damit verbundenen gesellschaftlichen Leitbild gibt es immer noch ein Kommunikationsdefizit bei der Erläuterung von Nachhaltigkeit als Vorgabe einer Denkrichtung zur Bewusstseinsbildung und zur Erarbeitung von Konzepten und Lösungen. Der Begriff soll nicht fertige Handlungsanleitungen, sondern Kriterien zur Beurteilung ermöglichen. Letzteres macht die laufende Anpassung bzw. Präzisierung der Begriffsdefinition erforderlich, um widerspruchsfreies Denken und Handeln zu erreichen und der Gefahr der Beliebigkeit zu entgehen. Den Zugang zum Thema Nachhaltigkeit bieten in der Unternehmenskommunikation Leitbilder, Ziele und Strategien, Instrumente und Zielgruppen. Für eine nachhaltige Kommunikationspolitik spielen folgende Charakteristika eine besondere Rolle: Ganzheitlichkeit, Rekursivität (Aufbau der Unternehmenskommunikation auf einem festgelegten Wortschatz), Kontinuität,

Ob das durch eine verdeckte Videoüberwachung gewonnene Beweismaterial im Rahmen eines arbeitsgerichtlichen Prozesses verwendet werden kann, hängt von den Umständen des jeweiligen Einzelfalls ab. Grundsätzlich ist eine verdeckte Videoüberwachung eines Arbeitnehmers nur dann möglich, wenn der Arbeitgeber den konkreten Verdacht einer strafbaren Handlung oder einer anderen schweren Verfehlung durch den Arbeitnehmer zu seinen Lasten hat. Doch auch in diesem Fall ist eine verdeckte Videoüberwachung nur dann zulässig, wenn der Arbeitgeber keine andere und weniger einschneidende Möglichkeit zur Aufklärung seines Verdachts hat und die Videoüberwachung insgesamt nicht unverhältnismäßig ist. In öffentlich zugänglichen Räumen ist die Videoüberwachung darüber hinaus durch das Bundesdatenschutzgesetz eingeschränkt.

Verknüpfung mit der Unternehmenspolitik. Das Merkmal der Ganzheitlichkeit verweist in der nachhaltigkeitsbezogenen Kommunikation auf die Erfordernis, alle Aspekte der Informationsversorgung und – vermittlung zu betrachten; auch unter Einbezug von Anspruchsgruppen, die nicht über direkte Marktprozesse mit dem Unternehmen verbunden sind. Die Nachhaltigkeitskommunikation ist folglich auch eine Analyse der Kommunikationsverflechtungen der Bezugsgruppen untereinander, deren Beziehungen es zwischen der internen und externen Welt des Unternehmens offen zu legen gilt. Das zweite Merkmal, die Rekursivität, zeigt wie komplex die Wechselwirkungen innerhalb der Kommunikationsprozesse ausfallen, nicht zuletzt in der Auswahl und den Inhalten der verschiedenen Kommunikationsinstrumente (Pressearbeit, Produktbroschüren, Geschäftsbericht etc.) und –stile (sachlich, emotional, offen, problemorientiert etc.). Hieraus resultiert

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die Notwendigkeit, dass alle Elemente der Unternehmenskommunikation erfasst und integriert werden müssen, um Kommunikationsdefizite zu vermeiden. Die Nachhaltigkeitskommunikation bedarf entsprechend dem Gedanken der Langfristigkeit einer ununterbrochenen Kommunikationsbeziehung zwischen dem Unternehmen und seinen Anspruchsgruppen. Diese Kontinuität ermöglicht über einen längeren Zeitraum hinweg den Aufbau von Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Das letzte Merkmal, die Verknüpfung mit der Unternehmenspolitik, bezieht sich auf die Einbettung der Unternehmensphilosophie und –strategie in die Unternehmenskommunikation. Denn die Wechselwirkungen der Unternehmenspolitik bilden die Voraussetzung und den Bedingungsrahmen der Kommunikationspolitik. Die Aufgabe der Nachhaltigkeitskommunikation ist nicht allein die Vermittlung der Unternehmenspolitik bzw. des Nachhaltigkeitsengagements im Außenver-

hältnis. Hinzu tritt die für die Umsetzung einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung notwendige Versorgung des Unternehmens mit Informationen. Neben der externen wird hier die interne Unternehmenskommunikation zum wesentlichen Bestandteil, denn die Mitarbeiter entfalten externe Wirkungen, im besten Fall als Multiplikatoren. Die unternehmerische Nachhaltigkeitskommunikation wird inhaltlich mit den Themen konomie, Ökologie und der sozialen Verantwortung verknüpft, wobei die Wertkategorien Gerechtigkeit, Gleichheit, Ganzheitlichkeit und Langfristorientierung erücksichtigt werden. Umweltkommunikation besteht als rechtliche Pflicht für Unternehmen, über die Umweltwirkungen ihrer Produkte und Produktion zu informieren. Bei der Umweltkommunikation als Marketingstrategie ist zu unterscheiden, ob sich das „Öko-Marketing“ auf das Produkt ‚Umwelt’ und seine Vermarktung richtet

oder ob ein ökologisches Produkt vermarktet werden soll. Unterschiede in der Reichweite und Ausgestaltung von Öko-Marketing ergeben sich aus der zugrunde liegenden Motivation. So kann das Öko-Marketing darauf abzielen, Umweltvorteile in Wettbewerbsvorteile zu überführen. Das Öko-Marketing kann in der konsequenten Durchführung gezielt zu einem positiven Umweltimage führen. Ein allgemeiner Konsens besteht darüber, dass eine ökologische Kommunikation von Offenheit und umfassender Bereitschaft zu ehrlicher Information geprägt sein sollte. Neben der Umweltkommunikation ist auch die soziale Kommunikation Ausdruck der Gesellschaftsverantwortung eines Unternehmens. Die regelmäßige freiwillige Berichterstattung an das gesellschaftspolitische Umfeld ist ebenfalls geeignet, das Unternehmen positiv zu positionieren. In der Auseinandersetzung mit dem Leitbild der Nachhaltigen

Entwicklung haben viele Unternehmens begonnen, den Nachhaltigkeitsgedanken verstärkt in die Unternehmensberichterstattung einzubinden. Innovative Nachhaltigkeitsberichte zeigen die veränderte Auffassung gesellschaftsorientierter Kommunikation, sich als Unternehmen als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft darzustellen und zu verhalten. Ins Zentrum der Diskussion rücken also Verantwortung und Transparenz zum Erhalt der unternehmerischen Glaubwürdigkeit und der Reputation. Nachhaltigkeitsberichte ermöglichen eine Differenzierung und zukunftsfähige Positionierung gegenüber Wettbewerbern und bringen Klarheit darüber, wie Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie integriert werden kann. Sie sind ein wertvolles Instrument für eine nachhaltige Unternehmensplanung und bieten intern eine Grundlage zur Ermittlung neuer Potenziale.

Miriam C. Engel

Engel Effizienz Am Hochzeitswald 51 27711 Osterholz-Scharmbeck Telefon: 04791-9652460 - Fax: 04791-9652461 Mobil: 0174-9091119 E-Mail: info@engel-effizienz.de

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Ratgeber Steuern

Der GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer – Angestellter oder Selbständiger? Die GmbH ist in Deutschland Behandlung – oder vereindie häufigste Gesellschafts- facht die Frage: form. Nur das Einzelunter- „Kann ich Angestellter meinehmen ist als Geschäftsform ner eigenen GmbH sein?“ häufiger vorhanden. Der Grundsatz ist: Gesellschafwichtigste Grund der für die ter einer Firma sind dann GmbH spricht ist sicherlich Arbeitnehmer(in), wenn die Haftungsbeschränkung. sie zu dem Betrieb in eiDie GmbH gibt es in viel- nem abhängigen Beschäftifältigster Konstellation: sei gungsverhältnis stehen. Ein es als Ein-Personen-GmbH, abhängiges Beschäftigungsals Zusammenschluss meh- verhältnis liegt vor, wenn die rerer Personen oder Gesell- Gesellschafter(innen) weder schaften oder sogar als ge- auf Grund ihres Kapitalanmeinnützige GmbH – aus teils noch auf Grund anderer dem Wirtschaftleben ist die besonderer Umstände beGmbH nicht mehr wegzu- herrschend im Unternehmen denken. Hintergrund: Die tätig sind. GmbH ist eine (juristische) Person und somit voll ge- Sozialversicherungstechnischäftsfähig. Handlungsfä- sche Sicht hig wird die GmbH durch ihre Organe: die Gesellschaf- Mit dem Status terversammlung und den/die „Arbeitnehmer(in)“ geht Geschäftsführer(in). die Kranken-, Pflege-, RenAls Geschäftsführer erhält ten- und Arbeitslosenversiman grundsätzlich eine Be- cherungspflicht einher. Sie zahlung, meistens aufgrund wird allerdings nicht daeines zivilrechtlichen Ar- durch ausgeschlossen, dass beitsvertrages. Die rechtliche eine Person an der GmbH Stellung ist allerdings um- beteiligt ist. Mitarbeitende stritten; gerade, wenn die/ Gesellschafter(innen) einer der Angestellte zeitgleich GmbH können daher durchGesellschafter(in) der GmbH aus in einem abhängigen ist. Grundsätzlich betrifft Beschäftigungsverhältnis dies die Sozialversicherungs- stehen. Das Bundessozialpflicht und die steuerliche gericht sieht dann ein ab-

hängiges Beschäftigungsverhältnis zur GmbH, wenn die Gesellschafter(innen) funktionsgerecht dienend am Arbeitsprozess teilhaben, für ihre Beschäftigung ein entsprechendes Arbeitsentgelt erhalten und keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschicke der Gesellschaft kraft eines eigenen Anteils am Stammkapital geltend machen können. So kann jemand mit 30% an einer GmbH beteiligt sein und durchaus angestellt. Dies geht dann, wenn die Gesellschafterversammlung Beschlüsse für und gegen die Gesellschaft mit einer einfachen Mehrheit von mehr als 50% der abgegebenen Stimmen beschließen kann. Dann nämlich hat eine 30%ige Beteiligung keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschicke der Gesellschaft. Beispiel: Frau H. und ihr Ehemann gründen zusammen eine GmbH. Frau H hält 70% und ihr Mann 30%. Beschlüsse der Gesellschafterversammlung können mit einfacher Mehrheit beschlossen werden. Frau H arbeitet nicht in der GmbH, aber ihr Mann ist dort beschäftigt und führt die Geschäfte. Bei die-

ser Konstellation ist es durchaus denkbar, dass er abhängig beschäftigt ist und somit sozialversicherungspflichtig. Wären beide mit 50% beteiligt und beschäftigt, wäre es denkbar, dass beide sozialversicherungstechnisch als selbständig gelten, da sie beide maßgeblichen Einfluss auf die Geschicke der GmbH haben. Es kann aber durchaus auch sein, dass eine Beteiligung von 30% dazu führt, dass ein nicht-abhängiges Beschäftigungsverhältnis besteht. Dies könnte der Fall sein, wenn im Gesellschaftsvertrag geregelt ist, dass eine qualifizierte Mehrheit von 75% der Stimmen vorhanden sein muss, um Beschlüsse für und gegen die Gesellschaft zu fassen. Dann hat eine Gesellschafterin mit 30% die Möglichkeit Beschlüsse zu verhindern (Sperrminorität) und übt somit einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft aus. Steuerliche Sicht Steuerlich ist die Gestaltung viel einfacher: Wer Bezüge aus der Angestelltentätigkeit aufgrund des Anstellungsverhältnisses mit einer

GmbH bezieht, zahlt Lohnsteuer. Diese wird direkt vom der GmbH einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Allerdings gibt es auch im Steuerrecht Bereiche, bei denen es brenzlig wird: Anknüpfend an meinen letzten Artikel (Steueroptimale Mitarbeitervergütung) stellt sich die Frage, ob all diese Gestaltungsmöglichkeiten auch für GmbHGeschäftsführer(innen) gelten. Und hier gibt es bereits die Ernüchterung, dass auch im Steuerrecht an das Sozialrecht angeknüpft wird. So heißt es in § 3 Nr.62 EStG, dass Ausgaben des Arbeitgebers für die Zukunftssicherung des Arbeitnehmers steuerfrei sind, soweit der Arbeitgeber dazu nach sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften verpflichtet ist. Was hat dies für Konsequenzen? Mancher Mensch möchte frei entscheiden können, ob und wie er/sie sich sozialversichert – aber viele möchten auch die Vorteile der Solidargemeinschaft genießen. Der Unterschied zwischen einer gesetzlichen Pflichtversiche-

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rung und einer freiwilligen Krankenversicherung kann durchaus beachtlich sein – gerade wenn Kinder mitversichert sind. Auch die Erträge einer privaten Rentenversicherung zu der gesetzlichen können differieren. Allerdings ist die Falle, in die man bei unbedachter Planung treten kann sehr groß. Die Rentenversicherungsträger prüfen in der Regel alle 4 Jahre. Eine nachträgliche Änderung des Status kann somit sehr teuer werden, wenn für 4 Jahre entweder Sozialversicherung nachgezahlt werden muss – aber auch, wenn rückwirkend die gesetzliche Krankenversicherung in eine freiwillige geändert werden muss. Daher empfiehlt es sich, rechtzeitig mit Experten Kontakt aufzunehmen. So kann man zum Beispiel die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung Bund kostenlos konsultieren, um bessere Planungssicherheit zu haben.

Michael Tiedt Dipl.-Kfm. & MBC, Steuerberater abinitio steuerberatungsgesellschaft mbH Außer der Schleifmühle 82 - 28203 Bremen Telefon: 0421/ 460 62 69 - Telefax: 0421/ 460 62 68 post@abinitio-accounting.de

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Recht & Urteile

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Die Befristung von Arbeitsverträgen Zunächst ist festzustellen, dass mittlerweile ungefähr jeder zweite Arbeitsvertrag in Deutschland befristet wird und diesen besonderen Arbeitsverhältnissen daher in der Praxis eine hohe Bedeutung zukommt. Aktuelles Urteil zur Befristung mit Sachgrund Mit aktuellem Urteil vom 18.07.2012, Az.: 7 AZR 443/09, hat das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass auch bei einem befristeten Arbeitsvertrag mit Sachgrund die Befristung im Einzelfall rechtmissbräuchlich und daher letztlich unwirksam sein kann. Befristung mit und ohne Sachgrund Ein befristeter Arbeitsvertrag muss immer schriftlich geschlossen werden. Daraus ergibt sich im Umkehrschluss, dass eine mündliche Abrede hin-

sichtlich einer Befristung Teilzeit- und Befristungsstets unwirksam ist. gesetz unter § 14. Die wichtigsten Gründe zur BefrisDaneben bestehen zwei tung eines Arbeitsvertrags Varianten, um einen Ar- sind: Man vertritt einen beitsvertrag befristet ab- Kollegen während seiner schließen zu können. In Elternzeit oder arbeitet der ersten Variante erfolgt nur für die Dauer eines die Befristung ohne die Projekts. Zulässig ist auch, Nennung eines Grundes Berufsanfänger, die gerade auf bestimmte Zeit. Dies erst ihre Ausbildung oder wird üblicherweise als Be- ein Studium abgeschlossen fristung ohne Sachgrund haben, zunächst befristet bezeichnet. Zu beachten einzustellen. Einer durchist jedoch, dass eine Be- gängigen Befristung von fristung ohne Sachgrund Arbeitsverträgen in Folge nur bei Neueinstellung sind dennoch Grenzen gemöglich ist. Die zweite setzt. Die kalendermäßige Variante, einen Arbeitsver- Befristung ohne Sachgrund trag zu befristen, ist die darf per Gesetz nicht mehr mit Sachgrund. Als ers- als zwei Jahre dauern und tes Gebot ist dieser Sach- nicht mehr als drei Mal grund zur Schaffung von verlängert werden. Wird Rechtssicherheit bereits im der Mitarbeiter nach dieser Arbeitsvertrag zu nennen. Folge- oder KettenbefrisSachgründe nach dem Teil- tung weiter beschäftigt, so zeit- und Befristungsgesetz. ist das Arbeitsverhältnis Die gesetzliche Regelung in ein unbefristetes umzufür die Befristung mit wandeln. Möglich ist auch, Sachgrund findet sich im nach einer Neueinstellung

verbunden mit einer Befristung ohne Sachgrund nach dem Ablauf der bezeichneten Höchstdauer eine weitere Befristung mit Sachgrund anzuhängen. Zusätzlich besteht bei Unternehmensneugründungen eine Ausnahme von den bisher aufgezeigten Befristungsregelungen. Hat ein Unternehmer dieses erst gegründet, so können die ersten Angestellten bis zu vier Jahre immer wieder befristet eingestellt werden.Besteht ein befristetes Arbeitsverhältnis mit Sachgrund, so kann dieser Vertrag grundsätzlich beliebig oft verlängert werden. Solange ein sachlicher Grund vorliegt, können mehrere befristete Verträge aufeinander folgen. Der Sachgrund selbst kann hierbei bei jeder Befristung ein anderer sein. Eine Befristung ohne Sachgrund, die auf eine Befristung mit Sachgrund erfolgt, ist dagegen nicht möglich.

Einschränkung von Folgebefristung mit Sachgrund Einzelfallabhängig Das auch einer Befristung mit Sachgrund im Einzelfall Grenzen gesetzt sind, zeigt das Eingangs bereits erwähnte Urteil des Bundesarbeitsgerichts. Für das Vorliegen eines Rechtsmissbrauchs und damit der Unwirksamkeit einer Befristung mit Sachgrund können nach Auffassung der entscheidenden Rich-

ter insbesondere eine sehr lange Gesamtdauer oder eine außergewöhnlich hohe Anzahl von aufeinander folgenden befristeten Arbeitsverträgen mit demselben Arbeitgeber sprechen. Daraus wird deutlich, dass ein Anspruch auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis immer dann besteht und damit einklagbar ist, soweit die Befristung unwirksam ist.

Saliha Dilek Peter Rechtsanwältin,

Mobil: 01 71-2 33 41 33 Post@RAin-Peter.de

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Jan Felix Vogel Rechtsanwalt,

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Urteil des LAG Köln, Az.: 3 Sa 597/11

Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 18. Juli 2012, Az.: 7 AZR 443/09

Anforderung eines ärztlichen Attests

„Kettenbefristung“ und Rechtsmissbrauch

In dem vom LAG Köln entschiedenen Fall hatte sich eine Arbeitnehmerin für den Tag krank gemeldet, für den sie vorher vergeblich eine Dienstreise beantragt hatte. Der Arbeitgeber hatte sie daraufhin aufgefordert, künftig am ersten Tag der Krankmeldung ein ärztliches Attest einzuholen und vorzulegen. Die Arbeitnehmerin sah das als sachlich ungerechtfertigt an. Ist ein Arbeitnehmer arbeitsunfähig erkrankt,

muss er gemäß § 5 Absatz 1 Satz 2 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) spätestens nach drei Kalendertagen eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beim Arbeitgeber vorlegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage schon früher zu verlangen (§ 5 Abs. 1 Satz 3 EFZG). Es ist bislang unter Juristen umstritten, ob der Arbeitgeber dafür einen besonderen Anlass braucht. Das hat das Landesarbeitsgericht Köln in einem jetzt

veröffentlichten Urteil verneint. Das Verlangen des Arbeitgebers, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schon ab dem ersten Tag der Krankheit vorzulegen, bedarf danach weder einer Begründung noch ist die Aufforderung des Arbeitgebers vom Gericht auf „billiges Ermessen“ zu überprüfen. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtsfrage wurde die Revision zum Bundesarbeitsgericht zugelassen.

Die Befristung eines Arbeitsvertrags kann trotz Vorliegens eines Sachgrunds aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalls ausnahmsweise rechtsmissbräuchlich und daher unwirksam sein. Für das Vorliegen eines Rechtsmissbrauchs können insbesondere eine sehr lange Gesamtdauer oder eine außergewöhnlich hohe Anzahl von aufeinander folgenden befristeten Arbeitsverträgen mit demselben Arbeitgeber sprechen. Nach § 14 Abs. 1 Satz 1 TzBfG ist die Befristung eines Arbeitsvertrags zulässig, wenn Urteil des BAG vom 17.072012, Az.: 1 AZR 563/11 sie durch einen sachlichen Grund gerechtfertigt ist. § 14 Abs. 1 Satz 2 TzBfG nennt beispielhaft derartige Sachgründe. Gemäß § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 TzBfG liegt ein sachWird ein Arbeitnehmer des Arbeitskampfes wur- stanzen haben die Klage licher Grund vor, wenn der fristlos gekündigt und ob- de das Arbeitsverhältnis abgewiesen. Die Revision Arbeitnehmer zur Vertretung siegt er im anschließenden der Klägerin mit Schreiben der Klägerin hatte vor dem eines anderen Arbeitnehmers Kündigungsschutzprozess, vom 22. April 2010 fristlos Ersten Senat des Bundesar- beschäftigt wird. Dem Sachsteht ihm für die Zeit vom gekündigt. Mit Urteil vom beitsgerichts keinen Erfolg. grund der Vertretung steht Zugang der Kündigung bis 14. Juli 2010 stellte das Ar- Ihr steht kein Annahme- nach der Rechtsprechung zur Verkündung des die beitsgericht die Unwirk- verzugslohn zu. Aufgrund des Siebten Senats auch eine der Kündigungs- größere Anzahl der mit eiUnwirksamkeit der Kündi- samkeit dieser Kündigung des stattgeben- nem Arbeitnehmer geschlosgung feststellenden Urteils fest. Bis zu diesem Zeit- schutzklage kein Annahmeverzugslohn punkt hatte sich die Kläge- den Urteils steht zwar fest, senen befristeten Verträge zu, wenn er sich in diesem rin durchgehend am Streik dass zwischen den Partei- nicht entgegen. Entscheidend Zeitraum an einem Streik beteiligt. Mit ihrer Klage en auch während der Dau- ist allein, ob bei der letzten beteiligt. So entschied das verlangt sie Annahmever- er des Arbeitskampfes ein Befristungsabrede ein VerBundesarbeitsgericht in zugslohn für die Zeit vom Arbeitsverhältnis bestand. tretungsfall vorlag. Ein bei dem vorbzeichneten Urteil. Zugang der Kündigung bis Doch war die Klägerin we- dem Arbeitgeber vorhandeNachdem bei der Beklag- zur Urteilsverkündung. Sie gen ihrer Streikteilnahme ner ständiger Vertretungsbeten Verhandlungen über macht geltend, nach Erhalt leistungsunwillig im Sinne darf schließt den Sachgrund den Abschluss eines Haus- der Kündigung habe sie des § 297 BGB. Das schließt der Vertretung nicht aus. Der tarifvertrags gescheitert nicht mehr im Rechtssinne einen Anspruch auf An- Siebte Senat hatte allerdings waren, rief die IG BAU die streiken, sondern sich nur nahmeverzugslohn nach § Bedenken, ob er aus Gründen Beschäftigten am 13. April noch mit den streikenden 615 BGB aus. des Unionsrechts gehindert 2010 zu einem unbefris- Kollegen solidarisch erist, an dieser Rechtsprechung teten Streik auf. Während klären können. Die Vorinuneingeschränkt festzuhalten. Er bat deshalb mit Beschluss vom 17. November 2010 - 7 AZR 443/09 (A) - den EuGH um Beantwortung der Frage, ob es mit § 5 Nr. 1 der EGB-UNICE-CEEP-Rahmenvereinbarung über befristete Arbeitsverträge im Anhang der Richtlinie 1999/70/EG des Rates vom 28. Juni 1999 (Rahmenvereinbarung) ver-

Keine Annahmeverzugsvergütung bei Streikteilnahme

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einbar ist, die wiederholte Befristung eines Arbeitsvertrags auch dann auf den im nationalen Recht vorgesehenen Sachgrund der Vertretung zu stützen, wenn bei dem Arbeitgeber ein ständiger Vertretungsbedarf besteht, der ebenso durch unbefristete Einstellungen befriedigt werden könnte. Der EuGH antwortete mit Urteil vom 26. Januar 2012 - C-586/10 - [Kücük], der Umstand, dass ein Arbeitgeber wiederholt oder sogar dauerhaft auf befristete Vertretungen zurückgreife, stehe weder der Annahme eines sachlichen Grundes im Sinne der Rahmenvereinbarung entgegen, noch folge daraus das Vorliegen eines Missbrauchs im Sinne dieser Bestimmung. Die nationalen staatlichen Stellen müssten aber auch bei Vorliegen eines sachlichen Grundes alle mit der Verlängerung der befristeten Verträge verbundenen Umstände berücksichtigen, da sie einen Hinweis auf Missbrauch geben können, den § 5 Nr. 1 der Rahmenvereinbarung verhindern soll. Bei dieser Prüfung könnten sich die Zahl und Dauer der mit demselben Arbeitgeber geschlossenen aufeinander folgenden Verträge als relevant erweisen.Hiervon ausgehend entschied der Siebte Senat, dass das Vorliegen eines ständigen Vertretungsbedarfs der Annahme des Sachgrunds der Vertretung nicht entgegensteht, sondern an den Grundsätzen der Sachgrundprüfung uneingeschränkt festgehalten werden kann. Allerdings kann unter besonderen Umständen die Befristung eines Arbeitsvertrags trotz Vorliegens eines sachlichen Grundes wegen rechtsmissbräuchlicher Ausnutzung der an sich eröffneten rechtlichen Gestaltungsmöglichkeit unwirksam sein. Das entspricht den sich aus

Treu und Glauben (§ 242 BGB) ergebenden Grundsätzen des institutionellen Rechtsmissbrauchs. An einen solchen nur ausnahmsweise anzunehmenden Rechtsmissbrauch sind hohe Anforderungen zu stellen. Es sind dabei alle Umstände des Einzelfalls, insbesondere aber Gesamtdauer und Anzahl der in der Vergangenheit mit demselben Arbeitgeber geschlossenen aufeinander folgenden befristeten Verträge zu berücksichtigen. Der Siebte Senat hob daher ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln auf, das die Befristungskontrollklage einer beim Land NordrheinWestfalen beschäftigten Justizangestellten abgewiesen hatte. Die Klägerin war beim beklagten Land aufgrund von insgesamt 13 befristeten Arbeitsverträgen von Juli 1996 bis Dezember 2007 im Geschäftsstellenbereich des Amtsgerichts Köln tätig. Die befristete Beschäftigung diente fast durchgehend der Vertretung von Justizangestellten, die sich in Elternzeit oder Sonderurlaub befanden. Mit ihrer Klage griff die Klägerin die Befristung des letzten im Dezember 2006 geschlossenen Vertrags an. Für diese Befristung lag zwar der Sachgrund der Vertretung vor. Die Gesamtdauer von mehr als 11 Jahren und die Anzahl von 13 Befristungen sprechen aber dafür, dass das beklagte Land die an sich eröffnete Möglichkeit der Vertretungsbefristung rechtsmissbräuchlich ausgenutzt hat. Der Siebte Senat konnte der Klage dennoch nicht stattgeben. Der Rechtsstreit war vielmehr an das Landesarbeitsgericht zurückzuverweisen, um dem beklagten Land Gelegenheit zu geben, noch besondere Umstände vorzutragen, die der Annahme des an sich indizierten Rechtsmissbrauchs entgegenstehen.

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Zu Besuch bei

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Die Wirtschaftszeitung zu Besuch bei ...

Bernd-Artin Wessels

Foto:WZ Mitten im Gewerbegebiet Rodendamm in Stuhr unterhält Bernd-Artin Wessels ein kleines Büro, von dem aus er die Geschäfte der Familie lenkt. Hier verbringt er gern viel Zeit. Er arbeitet. Er liest. Oder er betrachtet seine Kunstwerke. Von denen hat er so viele, dass die Exponate regelmäßig getauscht werden müssen, damit er allen Aufmerksamkeit schenken kann. Tatsächlich dürfte sein Büro viel eher an eine Galerie erinnern als an einen Arbeitsplatz. In einem wilden Stilmix finden sich hier an allen Wänden Werke der alten Meister neben Worpsweder Gemälden und moderner Kunst. Dazwischen hängen auch einige Bilder der Enkelinnen, liebevoll gerahmt. Auch diese werden mit Stolz vorgeführt und erklärt. Schließlich ist auch das irgendwie Kunst.

Bernd-Artin Wessels ist vielen Bremern besser bekannt als der „Bananen-König“. Sein beruflicher Werdegang und sein soziales Engagement machten ihn zu einer der schillerndsten Unternehmerpersönlichkeiten der Hansestadt: Vorstand des Fruchtimpor-

schule Bremen, emeritierter Prof. für internationales Management, Ehrendoktor der Wirtschaftswissenschaften, Kunstmäzen, war Gründungspräsident des Stiftungshaus Bremen e.V., ist Stiftungsvorsitzender und es soll noch lange nicht Schluss sein.

Die Förderung der Kunst liegt ihm dabei besonders am Herzen. „Mit ihrem Schaffen regen Künstler zum Nachdenken an, sie geben Anstöße sich mit bestimmten Themen oder Prozessen zu beschäftigen und damit erfüllen sie eine große gesellschaftliche

worte zu Ausstellungskatalogen oder finanziert deren Produktion. Sein Verständnis von Kunst bringt der passionierte Sammler in einem Satz auf den Punkt: „Kunst ist alles, was künstlich produziert wird“. Dass das durchaus provokant ist, ist Wessels bewusst. „Aber wo soll man denn hier die Grenze ziehen?“ Und so sammelt er einfach alles, was ihm gefällt. Damit die Werke nicht in Kellern und Lagerräumen verstauben, präsentierte er sie in seinem Büro und in den Räumen seiner UnAufgabe“, erklärt Wessels. ternehmen. Überall finSeit Jahrzehnten engagiert den sich große und kleine sich der Kunstliebhaber Schätze seiner Sammlung. daher als Mäzen für ver- „Unsere Mitarbeiter komschiedene Künstler. In der men gar nicht drum herVergangenheit hat er ganze um, sich in irgendeiner Ausstellungen organisiert Art mit Kunst auseinanund finanziert. Heute tritt derzusetzen. Wenn man er vor allem als Sammler immer damit konfrontiert auf, kauft Werke, die ihn wird, denkt man irgendansprechen, schreibt Vor- wann automatisch darüber

„Ich empfinde es als selbstverständlich, der Gesellschaft etwas von dem, was ich verdiene, zurückzugeben“ teurs Atlanta AG, danach Aufsichtsratsvorsitzender und Gesellschafter der Scipio GmbH & Co. KG (bis 2002), daneben sitzt er in diversen Bei- und Aufsichtsräten, war Vizepräses der Handelskammer und ist Honorargeneralkonsul für Ecuador. Er ist Ehrensenator der Hoch-

Bei all seinem unternehmerischen Erfolg ist er sich doch immer auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. „Ich empfinde es als selbstverständlich, der Gesellschaft etwas von dem, was ich verdiene, zurückzugeben“, erklärt der Bremer Unternehmer des Jahres 1994.

nach. Das ist auch gut so“, meint Wessels. „Denn von der Kunst können wir uns auch etwas für unseren Arbeitsalltag abschauen.“ Kunst zeige neue Wege und Perspektiven auf und müsse daher unbedingt auch in wirtschaftliche Prozesse einbezogen werden. Vom künstlerischen Schaffen und von kreativen Denkweisen könne man vieles in die Produktion oder Entwicklung übertragen. Nicht zuletzt halte ihn die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen auch mental fit. Und so kann er nicht nur zu jedem Bild den Künstler und eine ungefähre Jahreszahl nennen. Er kennt zu jedem Bild auch eine Geschichte und erzählt diese auch gern. Kunst macht BerndArtin Wessels einfach Spaß. (jsl)

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Event- und Messeplan

Zukunftstrends auf dem Prüfstand: Experten diskutieren über Elektromobilität und Fahrzeugvernetzung Hochrangig besetzte Fachkongresse auf der 64. IAA Nutzfahrzeuge „Nutzfahrzeuge: Motor der Zukunft“ lautet das diesjährige Motto der 64. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) Nutzfahrzeuge, die vom 20. bis 27. September in Hannover stattfindet. Zu den Motoren der Zukunft – aber auch bereits der Gegenwart – zählt zweifelsfrei der Elektroantrieb. Diese Schüsseltechnologie ist ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen und modernen Mobilität von morgen, denn sie verspricht intelligente Lösungen für den effizienten und umweltschonenden Transport von Personen und Gütern. Die neuesten Konzepte und Entwicklungen des Hybrid- und Elektroantriebs im Nutzfahrzeugbereich werden auf der IAA zu sehen sein. Die Leistungsschau an den Ständen wird ergänzt durch das Angebot von Probefahrten mit Transportern und Bussen, bei der die Besucher erstmals

die elektrisch angetriebe- Ein zweiter Trend der aunen Fahrzeuge hautnah tomobilen Zukunft ist die erleben können. Abgerun- Vernetzung. Das Fahrzeug det wird dieser themati- von morgen wird kommusche Schwerpunkt der IAA nizieren – mit dem Intermit dem „Fachkongress net, mit anderen FahrzeuElektromobilität“, der am gen, mit der Infrastruktur. 26. September auf dem Chancen, HerausfordeMessegelände Hannover rungen und Potenzial diestattfindet und vom VDA ser neuen IT-Systeme stemit den Verbänden BDEW, hen im Zentrum des vom BDI, BITKOM, VDMA, VDA zusammen mit der VCI und ZVEI veranstaltet Fachzeitschrift Automowird. Der Kongress, der tiveIT und dem Branim vergangenen Jahr auf chenverband BITKOM der IAA Pkw mit rund 500 präsentierten Kongresses Teilnehmern erfolgreich „CarIT – Mobilität 3.0“ am Premiere feierte, nimmt 25. September. Hochkadas System Elektromobi- rätige Experten aus Nutzlität entlang der gesamten fahrzeug-, Transport- und Wertschöpfungskette in Zuliefererindustrie beden Blick und bietet da- leuchten die Themen Carmit eine Plattform für den to-X-Kommunikation, NaAustausch aller beteiligten vigation und Telematik Industrien. Hochrangi- der Zukunft, Fahrerassisge Vertreter aus Industrie, tenzsysteme, VerkehrsmaWissenschaft und Politik, nagement, Infotainment, darunter auch Bundeswirt- Apps und Bedienung schaftsminister Dr. Philipp sowie E-Mobility & IT. Rösler, gehen den Fragen Das ausführliche Pronach: Wo steht Deutsch- gramm und die Anmelland bei der Entwicklung demöglichkeit sind auf dieser Zukunftstechno- der IAA Website unter logie? Was wurde bisher www.iaa.de verfügbar. erreicht? Welche Hürden (jsl) sind noch zu nehmen?

Fotos: PR

Messeplaner September 2012 Bremen 08.09. - 16.09.2012 HanseLife 2012 - Die Einkaufs- und Erlebnismesse Die Messe HanseLife Bremen ist eine Erlebnismesse und bietet die besten Ideen fürs Leben. Mehr als 750 Aussteller präsentieren auf der HanseLife Messe Bremen ein umfangreiches Shopping- und Beratungsangebot aus nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens. www.hanselife.de

ständische Aussteller aus Industrie, Produktion, Handwerk, Handel und Dienstleistung, um mit Unternehmern, Entscheidern und Fach- und Führungskräften auf Augenhöhe interessante Geschäftskontakte zu knüpfen, neue regionale Kunden- und Lieferantenbeziehungen zu generieren und um eigene Netzwerke aufzubauen oder zu erweitern. Ein attraktives Rahmenprogramm mit interessanten Workshops und informativen Podiumsdiskussionen ergänzt die Wirtschaftsmesse Hannover. www.wirtschaftsmesse-hannover.de

Hannover   09.09.2012 BioNord Die Messe BioNord Hannover ist die Fachmesse für den Naturkost-Fachhandel. Auf der BioNord Messe Hannover präsentieren sich über 200 regionale, nationale und internationale Hersteller und Erzeuger mit ihren Produkten rund um die Naturkost, insbesondere mit Neuheiten. An einem Tag schafft die BioNord Hannover ein Begegnungs- und Informations-Forum von der Branche für die Branche mit einer höchstmöglichen Überschneidung der Interessen der Aussteller und der Besucher. Webinfo: www.bionord.de 12.09. - 13.09.2012

21.09. - 22.09.2012 Hamburg 13.09. - 14.09.2012 Mediale Hamburg Die MEDIALE HAMBURG ist ein Norddeutscher Medienkongress. Zahlreiche Workshops und Veranstaltungen informieren auf der HAMBURGER MEDIALE zu aktuellen Themen wie Onlinetrends, Entwicklungen im Print-Bereich, Medien in der Zukunft und berufliche Perspektiven. Der Medienkongress MEDIALE HAMBURG bietet Nachwuchskräften der Medien- und IT-Branche die Möglichkeiten, sich zu den aktuellen Trendthemen rund um die digitalen Medien zu informieren. www.mediale-hamburg.de

Wirtschaftsmesse Hannover 2012 20.09. - 22.09.2012 Die Wirtschaftsmesse Hannover ist eine regionale Mittelstands-Messe. Auf der Wirtschafts Messe Hannover Coteca präsentieren sich mehr als 140 regional aktive, mittel- Die Messe COTECA Hamburg ist eine Fachmesse für KafWirtschaftszeitung für Bremen und Umgebung 

fee, Tee und Kakao. Zahlreiche Aussteller bilden auf der COTECA Messe Hamburg die komplette Prozesskette vom Rohprodukt bis hin zum fertigen Heißgetränk ab. Zum Angebotsspektrum gehören dabei die Themenbereiche Anbau, Rohprodukte und Handel, Verarbeitung und Verpackung, Coffee-Shop-Equipment, sowie entsprechende Dienstleistungen. Ein hochkarätiger Kongress, der sich mit der Zukunft des Marktes rund um Kaffee, Tee und Kakao auseinandersetzt rundet die COTECA Hamburg Messe ab. www.coteca-hamburg.com

id Nord Die Messe id nord Hamburg sind die infotage dental-fachhandel Hamburg. Zahlreiche Händler und Hersteller präsentieren auf der id nord Messe Hamburg Produkte, Dienstleistungen und aktuelle Entwicklungen in der Dentalmedizin und der Dentaltechnik. Das Angebot der Hamburger infotage dentalfachhandel umfassen dabei die Themen Einrichtung und Einheiten, Diagnostik und Analytic, Restauration und Zahntechnik, Hygiene und Umweltschutz, Prophylaxe und Paradontologie, sowie Management und Kommunikation. Darüber hinaus haben Zahnärzte, Kieferorthopäden und Oralchirurgen, Zahntechniker, Angehörige zahnmedizinischer Assistenzberufe, Studenten und Auszubildende auf der id nord Hamburg Messe die Möglichkeit, mit ausgewiesenen, herstellerneutralen Experten über aktuelle Trends zu diskutieren und an Fortbildungen teilzunehmen. www.iddeutschland.de

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Top-Event Recht & Urteile

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BVMW Forum präsentiert Gastredner

Martin Limbeck

So denken Top-Verkäufer. So erarbeiten Sie sich die Skills der Top-Verkäufer. Selbstvertrauen festigen und Eigenmotivation stärken. So

entwickeln Sie eine klare Zielorientierung und steigern Ihre Abschlusssicherheit. Ein Top-Speaker für Top-Events: Martin Limbeck zählt zur ersten Liga der Referenten im deutschsprachigen Raum. Der Vertriebsexperte setzt Akzente, gibt Impulse, regt zum Handeln an und überzeugt durch messerscharfe Rhetorik und profundes Wissen. Sein individueller, unverkennbarer Vortragsstil reißt sein Auditorium mit.

r h U 0 3 : 6 1 , 2 1 n 0 e 2 . m 9 e 0 r . B 27 n h a b n n e r p Galop Programm 16:30 Uhr

Einlass & Eröffnung der Getränkebar und Snack

17:00 Uhr

Begrüßung

17:15 Uhr

Nicht gekauft hat er schon – Martin Limbeck

18:45 Uhr

Vorstellung Sponsoren (Platin + Gold)

19:15 Uhr

BVMW Pferderennen

19:30 Uhr

Ziehung des Wettsiegers

19:45 Uh

Networking mit Buffet

Teilnahmegebühren: 99,00 EUR zzgl. MwSt. p. Person Unternehmenspaket: 270,00 EUR zzgl. MwSt. für 3 Personen Unternehmenspaket-Premium: 460,00 EUR zzgl. MwSt. für 4 Personen (beinhaltet eine Loge für 4 Personen, 4 Wettscheine) BVMW-Mitglieder: 69,00 EUR zzgl. MwSt. p. Person Unternehmenspaket: 180,00 EUR zzgl. MwSt. für 3 Personen Unternehmenspaket-Premium: 320,00 EUR zzgl. MwSt. für 4 Personen (beinhaltet eine Loge für 4 Personen, 4 Wettscheine) Es besteht die Möglichkeit für das Pferderennen Wettscheine (je 10 EUR) zu erwerben. Der komplette Erlös aus den Wettscheinen fließt dem Bremer Fond e.V. zu. (www.bremer-fonds.de)

BVMW - Verbandsbeauftragter Bremen - Gordon Sommer Mühlenweg 3a - 28355 Bremen Tel.: 0421 – 16 69 67 98 - Fax: 0421 – 16 69 67 97 gordon.sommer@bvmw.de - www.bremen-oldenburg@bvmw.de

Herausgeber: BRASSAT GmbH - Verlag Wirtschaftszeitung Herdentorsteinweg 38-40, 28195 Bremen Tel. 0421 / 696 484 17 - Fax 0421 / 696 484 19 E-Mail: verlag@wirtschaftszeitung.info Geschäftsführer: Michael Brassat Eingetragen im Handelregister des AG Bremen, HRB26090, Steuernummer FA Bremen: 7155704610 Verlagsleitung (V.i.s.d.P.): Michael Brassat, Tel. 0421 / 696 484 17 E-Mail: brassat@wirtschaftszeitung.info Redaktionsleitung: Jeanette Simon-Lahrichi, , Tel. 0421 / 696 484 17 E-Mail j.simon-lahrichi@wirtschaftszeitung.info

Vertriebsleiter: Peter Osterloh, , Tel. 0421 / 696 484 17 E-Mail p.osterloh@wirtschaftszeitung.info Satz und Layout: BRASSAT GmbH - Medienagentur - www.brassat.info Druck: DruckHaus RIECK Delmenhorst GmbH & Co. KG www.druckhaus-rieck.de Verteilung und Aboversand: derFlyerverteiler.com, Eigenvertrieb Der Verlag haftet nicht für unverlangt eingesandte Manuskripte, Unterlagen und Fotos. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzung von Manuskripten vor. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Kopie, Digitalisierung sowie deren Veröffentlichung, auch Auszugsweise, nur

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