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Ein Sommelier hat gut lachen Alexander Koblinger vom Restaurant Obauer hat im vergangenen Jahr die Staatsmeisterschaften gewonnen und den Master Sommelier absolviert. Vor kurzem wurde er mit dem Vineus als bester Sommelier Österreichs ausgezeichnet.  Seite  11

ÖGZ-Weißweincup 2011

Vielfältige Rhône

Eine hochkarätige Expertenjury hat über 250 Weißweine des aktuellen Jahrgangs 2011 verkostet, beschrieben und bewertet.

Rhone-Weine machen in weißer Ausprägung jede Menge Spaß. Außerdem: Bio-Pionier Michel Chapoutier im Interview.

Der neue Jahrgang ist da 

Würziges in Weiß und Rot Seite 13



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inhalt

editorial

04 VieVinum Die Weinwelt ist wieder zu Gast in Wien: VieVinum 2.-4. Juni

Breite, Tiefe oder belanglose Vielfalt? Es wird Sie nicht verwundern, dass zu unserer Lieblingslek­türe auch Weinkarten gehören. Gerade wenn man alleine speist, ersetzt eine umfangreiche Weinkarte mit Flaschen aus aller Herren Länder und älteren Jahrgängen das fehlende Tischgespräch. zumindest teilweise. Doch wirklich großartige Weinkarten sind nicht zuletzt aufgrund der enormen Kosten eine Seltenheit. Weil manche Gastronomen dennoch glauben, dass ein möglichst umfangreiches Weinbuch Weinkompetenz vermittelt, findet man immer wieder Weinkarten, die wenig mehr bieten, als eine belanglose Ansammlung von internationalen Standards: Ein paar mittelprächtige Chiantis und viel zu junge Nebbiolos, ein bisschen Spanien, einige Flaschen aus Frankreich, die mit überteuerten Bordeaux-Weinen ergänzt werden, dazu noch die eine oder andere Belanglosigkeit aus Übersee (Shiraz aus Australien, Sauvignon Blanc aus Neuseeland, etc.) und natürlich eine lange Liste der bekannten Österreicher. Trotz ihres mitunter beachtlichen Umfangs bieten viele zumeist lieblos zusammen gestellte Weinkarten vor allem Langeweile. Vor wenigen Wochen sind wir in einem Berliner Luxusrestaurant auf eine Weinkarte gestoßen, die in mehrerer Hinsicht äußerst bemerkenswert war und ihrer Form wohl einzigartig auf der Welt ist. Und zwar nicht so sehr in Bezug darauf, was es gab, sondern vor allem, was es nicht gab. Dass ein 2-Sterne Restaurant in Deutschland auf Weine aus Österreich verzichtet, ist zwar ungewöhnlich, aber noch nicht wirklich bemerkenswert. Dass es dort jedoch auch keine Weine aus Frankreich oder Italien gab, war wirklich erstaunlich. Das Angebot beschränkte sich auf zwei Länder: Deutschland und Spanien! Und auch hier war die Auswahl keineswegs allumfassend, viele bedeutende Produzenten fehlten, allerdings war jede relevante Weinbauregion mit zumindest einem Top-Winzer vertreten. Von diesem gab es dann jedoch erstens eine erstaunliche Breite und zweitens eine spannende Jahrgangstiefe. In vielerlei Hinsicht war dies eine der spannendsten Weinkarten, die wir in letzter Zeit entdeckt haben, weil sie uns dazu verleitet hat, ausgetretene Pfade zu verlassen, um weniger Bekanntes zu probieren. Etikettentrinker werden von solch radikal eingeschränkten Weinkarten vielleicht enttäuscht sein, alle anderen Gäste werden sich – eine entsprechend kompetente Beratung voraus gesetzt – freuen. Vor allem vermittelte diese Weinkarte etwas, was sich alle bewussten Weintrinker wünschen - eine Auseinandersetzung mit der Herkunft! Durch den bewussten Verzicht auf so manchen prominenten Namen vermittelte uns diese Karte auch eine selbstbewusste Handschrift des Sommeliers. "Ja, der ist auch gut, aber wir haben uns für einen anderen Winzer entschieden, weil wir dessen Weine einfach noch spannender finden", wurde uns auf eine konkrete Nachfrage geantwortet. So eine bewusste Selbstbeschränkung ist nicht nur sympathisch, sie ermöglicht es einem Restaurant auch besser zu kalkulieren und günstiger einzukaufen. "Wir haben nicht alles, aber das, was wir haben, das mögen wir wirklich" lautet die unausgesprochene Botschaft. Dass trotz einer so erfreulichen Weinkarte im Weinservice immer noch etwas daneben gehen kann, mussten wir an diesem ansonsten recht schönen Abend auch noch erfahren, aber darüber wollen wir an dieser Stelle heute schweigen. Wolfgang Schedelberger & Alexander Jakabb

06 Karten-Gestaltung Die richtige Weinkarte gibt es nicht, fehlerhafte schon

06 Passionierter Profi Alexander Koblinger vom Restaurant Obauer im Interview

13 Weißweincup 2011 Über 260 Weißweine des Jahrgangs 2011 für Sie verkostet

in Asien 42 Weine Michael Thurner über die Tücken des Weinhandels in Asien

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Eine elitäre Runde Lynne Sherriff über die Zukunft des Institutes of Masters of Wine

45 Der Bio-Kämpfer Michele Chapoutier über den biodyna-

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mischen Weinbau

Vielfalt an der Rhone Aus dem Süden Frankreichs kommen nicht nur tolle Rotweine

impressum Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1051 Wien, Wiedner Hauptstraße 120–124, Tel.: (01) 546 64-0 Redaktionsleitung: Mag. Wolfgang Schedelberger, DW 361 Texte: Alexander Jakabb Fotos: Pepo Schuster Titelfoto: Michael Schnabel Grafisches Konzept: Susanne Wolf Gestaltung: Equalmedia, 1180 Wien Verkauf: Gregory Kucera-Wurmehl, DW 260; Kurt Heinz, DW 265 Druck: Druckerei Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn


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aktuelles

Wein am Berg Ein guter Boden geht in die Luft

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ie Weinstadt Langenlois macht mit einer originellen Attraktion von sich reden und hebt sich im wahrsten Sinne des Wortes ab. Das neue Projekt ist einfach „zum in die Luft“ gehen. Der Ballon hat eine Größe von 3.000 Kubikmetern und ist am Flugplatz Krems-Langenlois stationiert.

Ein Wein für Konfuzius

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in exzellenter Wein, dessen Jahrgang 2009 durch Ausgewogenheit besticht. Ein international bekannter chinesischer Künstler, eines der berühmtesten Auktionshäuser der Welt und eine der herausragenden chinesischen Stiftungen bestimmen das Szenario der vierten Folge der Ornellaia Vendemmia d’Artista. Die Künstlerlese ist ein Projekt, das im Jahr 2009 seinen Anfang nahm, um die Renaissancetradition des kulturellen Mäzenatentums auf moderne Weise wiederzubeleben. Neben einer Stahlskulptur im Innenhof des Weingutes hat der Künstler Zhang Huan für eine limitierte Serie großformatiger Flaschen die Etiketten in enger Anlehnung an das Kunstwerk gestaltet. Die Etiketten der 100 Doppelmagnums (3 Liter) ziert das Gesicht des Philosophen und darüber hinaus ein Satz, der sich auf die Suche nach der Weisheit und deren Erreichbarkeit mit dem Alter bezieht. Die 10 Imperialflaschen (6 Liter) sind gestaltet als eine Serie mit der Erscheinung von Konfuzius in fortschreitendem Alter und einem Satz, der Bezug nimmt auf die mit zunehmendem Alter gereifte Weisheit. Die einzige Salmanazar (9 Liter) ist geschmückt mit einer kostbaren ovalen Edelstahlskulptur, in die das Portrait des Philosophen eingraviert ist. www.ornellaia.com

Konfuzius lächelt von den Etiketten der Ornellaia Vendemmia d’Artista 2009

Grüne Schlange

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er Dekanter Cobra Verde ist ein Sammlerstück und wurde in einer limitierten und nummerierten Auflage von 555 Stück produziert – er ist eine Hommage an das diesjährige 55-Jahr-Jubiläum des Riedel-Standortes Kufstein. Die geschlungene Form erinnert nicht zufällig an eine Schlange. Schon beim Einschenken durchfließt der Wein mehrere Kammern und wird so doppelt dekantiert und dadurch intensiv belüftet. www.riedel.com

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nter dem Motto „Österreich trifft Frankreich“ lädt das 5-Sterne-Central-Spa-Hotel Sölden gemeinsam mit den Winzern der „Renommierten Weingüter Burgenland“ vom 26. bis 29. April 2012 zu Weingenuss, Haubenkulinarik und Naturerlebnis. Neben der Crème de la Crème der österreichischen Weinszene geben sich französische Klassiker wie Louis Jadot, Champagne Ruinart, Château de Beaucastel und Château Palmer ein Stelldichein. Das Programm bei Wein am Berg 2012 ist so vielfältig wie exklusiv. Eine kulinarische Reise auf höchstem Niveau erlebt man bei den Themenabenden mit den Spitzenköchen und Top-Winzern – vom traditionellen „Österreich-Abend“ über die exklusive „Grande fête des cuisiniers“ bis hin zur legeren „Big Bottle Party“ auf über 2.200 Metern Seehöhe. www.weinamberg.at

Kamptaler Weinfrühling

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Winzer aus dem Kamptal laden am 28. und 29. April wieder zum Plaudern, Verkosten & Genießen ein. Die Winzer haben Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr ihre Kellertüren geöffnet. Ganz im Sinne des unbeschwerten Genusses ist ein Shuttle-Bus mit Stationen in all jenen Orten des Kamptals, in denen Winzer zum Weinfrühling laden. Mit dem „Kamptaler Weinfrühling“ fällt der Startschuss zu einem „Wein-Veranstaltungs-Reigen“: Schließlich laden auch die Traditionsweingüter Österreichs zur „Tour de Vin“ am 5. und 6. Mai. Infos: www.kamptal.at


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Wein und Genuss in der Hofburg

Von 2. bis 4. Juni steigt in der Wiener Hofburg die achte Auflage der VieVinum. Auf der wichtigsten Wein­fachmesse Österreichs präsentieren sich rund 500 nationale und internationale Produzenten. Dazu lockt ein hochkarätiges Rahmenprogramm.

l: ÖWM-Chef Willi Klinger mit Alexandra Graski-Hoffmann stoßen auf ein gutes Gelingen der VieVinum 2012 an. Die alle zwei Jahre statt findende Veranstaltung ist in ihrer Art in Europa einzigartig.

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ie Weinmesse VieVinum gilt seit dem Jahr 1998, als sie das erste Mal veranstaltet wurde, als Institution der nationalen, aber auch internationalen Weinszene. Sie bietet den Besuchern an drei Tagen ein breites Spektrum an Weinen verschiedenster Herkünfte, an interessanten Rebsorten sowie verschiedenen Stilistiken und neuen Trends. Als Gastland wird auf der diesjährigen VieVinum Kroatien präsent sein. Für angeregte Diskussionen, neue Erfahrungen und Erkenntnisse ga-

rantiert dabei die persönliche Anwesenheit der Winzer, aber auch der Austausch mit Fachkollegen und Weinfreunden. Experten und Weininteressierte haben gleichermaßen die Möglichkeit, die feinen Weine der renommiertesten Weingüter des Landes zu verkosten. Somit ist die VieVinum ein Fixtermin für alle, die beruflich mit Wein zu tun haben. „Österreich hat es im vergangenen Jahrzehnt geschafft, sich international in einer Nische der Topweine zu platzieren. Ausschlaggebend

dafür ist die hohe Qualität der Weine heimischer Winzer und die individuelle Betreuung des Fachpublikums“, ist Mag. Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreichi-

Packages für Anreise & Übernachtung Die Anreise zur VieVinum wird dieses Jahr besonders einfach. Denn Messeorganisatorin Mag. Alexandra Graski-Hoffmann konnte Mondial, den Spezialisten für Kongressreisen, als Kooperationspartner gewinnen. Dieser hat für den Zeitraum von 1. bis 5. Juni 2012 höchst attraktive Angebote vorbereitet. Darin enthalten sind Unterkunft in der gewünschten Hotelkategorie, vergünstigter Eintritt zur VieVinum sowie wahlweise die entspannte Anreise mit der Bahn innerhalb Österreichs. Ein kurzes E-Mail oder ein Anruf bei Mondial genügen und ein wichtiger Schritt zur Messeplanung ist getan. www.mondial-reisen.com

Neues digitales Leitsystem Die virtuelle Verwaltung von Weindaten nimmt in der Weinbranche immer mehr an Bedeutung zu. Eine Herausforderung, für die eine höchst attraktive Lösung gefunden wurde.

N VieVinum-Facts Öffnungszeiten: Sa, So 10 – 12 Uhr: Fachbesucher und Presse Sa, So 12 – 18 Uhr: Publikum, Mo 11 – 18 Uhr: Publikum Tickets: Tageskarte 40,00 EUR Dauerkarte 70,00 EUR Ermäßigungskarte 29,00 EUR (Wertscheck für gewerbliche Einkäufer, Gastronomie) Vorverkauf 30,00 EUR www.vievinum.at

eben dem vielseitigen Kellerverwaltungsprogramm stellt der QR-Code (Quick Response Code) ein wichtiges Werkzeug des jungen Unternehmens "unserwein.at" dar. Damit werden auf der VieVinum sowohl die Kataloge ausgestattet, als auch die Beschilderung der Stände. Zusätzlich können die Besucher ab Mai auf der VieVinumWebsite mit Hilfe der integrierten Merkliste ihr individuelles Verkostungsprogramm zusammenstellen.

Elektronischer Wegweiser unserwein.at ist der innovative, individuelle und jederzeit verfügbare Weinbegleiter für alle österreichischen Weine. Die Betreiber, Bernhard Gschwantner und Thomas Ungrad, setzen damit neue

schen Weinmarketing (ÖWM), überzeugt. „Mit solchen Veranstaltungen können wir die emotionale Bindung an das Weinland Österreich enorm steigern.“

schreibungen bis zu Details über Rieden und Angaben der Weinwerdung; von Bewertungen und Prämierungen bis zu Empfehlungen hinsichtlich Trinkhöhepunkt.

Neues Programmkonzept Für Frische sorgt unter anderem das neu konzipierte Rahmenprogramm der VieVinum 2012. Zahlreiche Winzer und Winzergruppierungen verschiedenster Nationen, namhafte Medienpartner sowie das Maßstäbe bezüglich Kunden- und Institute of Masters of Wine bieten Winzerfreundlichkeit, aber auch Diskussionen und Verkostungen. http://qr.unserwein.at/oegz0412 hinsichtlich Lagerverwaltung, In- Themenschwerpunkte bilden geformationsmanagement und dem bietsübergreifende SortencharakTeilen von Online- Verkostungsno- teristika, Trends in der Weinstilistik inklusive deren Bedeutung für tizen. Von Winzern zur Verfügung ge- die Gastronomie sowie das Erspüstellt, reichen diese von Weinbe- ren von Signaturweinen.

Gastland Kroatien Namhafte Winzer aus Kroatien gastieren von 2. bis 4. Juni bei der VieVinum. Auf ihre Tradition aufbauend, positionieren die kroatischen Winzer ihre Heimat als eigenständige Weinnation. Rebsorten wie Graševina (Welschriesling), Malvazija (Malvasier) oder die autochthone Rotweinsorte Crljenak sind in Expertenkreisen wohlbekannt und geschätzt. Bemerkenswert ist, dass die Winzer Kroatiens konsequent an ihren heimischen Rebsorten festhielten. Sorten wie Chardonnay, Merlot oder Cabernet Sauvignon nehmen in der kroatischen Rebenlandschaft nicht mehr als etwas über 2.000 Hektar ein. Damit liegen sie hinter der Anbaufläche von Graševina (ca. 5.600 ha), Plavac Mali (ca. 2.020 ha) und Malvazija Istarska (ca. 1.860 ha).


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Genuss ohne Alkohol

Ein Trend erobert die Gourmetwelt: Internationale Spitzenrestaurants erweitern ihre Weinkarten um nicht minder anspruchsvolle alkoholfreie Getränke. Carpe Diem Kombucha mit seinen komplexen und aromenreichen Sorten Classic, Quitte und Cranberry passen da perfekt.

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mmer mehr Menschen verzichten auch im Restaurant manchmal oder grundsätzlich auf Alkohol. Aus diesem Grund bieten SpitzenKöche, wie etwa der Däne Rasmus Kofoed (Restaurant Geranium), als „Bocuse d’Or“-Gewinner 2011 einer der besten Köche der Welt, zu seinen fulminanten Menüs Getränkedegustationen mit oder ohne Alkohol an. Carpe Diem Kombucha passt da perfekt. Es schmeckt einzigartig und ist mit seiner Aromenvielfalt ideal mit Essen kombinierbar. Wie ein guter Wein, aber alkoholfrei. Aber auch zahlreiche heimische Spitzenköche wollen ihren Gästen hochwertige alkoholfreie Alternativen zum Wein anbieten. Sogar in einem Wachauer Spitzenrestaurant wie dem Landhaus Bacher in Mautern, bemüht man sich, Gästen, die einmal keinen Wein trinken können oder wollen, mit wohlschmeckenden und hochwertigen Alternativen zu verwöhnen. Küchenchef Thomas Dorfer schätzt die drei Kombucha-Variationen von Carpe Diem jedoch nicht nur als exzellente Speisebegleiter, sondern genießt sie auch selbst als alkoholfreie Erfrischung.

Breite Aromenvielfalt Hochwertig und aromenreich begeistert Carpe Diem Kombucha Genießer, die auf vielschichtigen Geschmack ohne Alkohol Wert legen. Das einzigartige Premiumgetränk entsteht durch mehrtägige

Auch Köche sind durstig und erfrischen sich alkoholfrei. Für jemanden wie Thomas Dorfer, der sich beruflich mit feinem Geschmack beschäftigt, kommt auch ins eigene Glas nur Qualität.

Fermentation erlesener Teekräuter. Dabei reifen eine facettenreiche Aromenvielfalt und bekömmliche Inhaltsstoffe, die Carpe Diem Kombucha in den Sorten Classic, Quitte und Cranberry zur idealen alkoholfreien Begleitung zum Essen machen. Natürlich und leicht moussierend harmoniert es im Gegensatz zu den meist zu süßen Limonaden und Fruchtsäften perfekt mit verschiedensten Gerichten. TIPP: Zur optimalen Entfaltung der Aromen sollte Carpe Diem Kombucha bei 8 bis 10 Grad aus einem Weinglas genossen werden.

Dreifache Harmonie Carpe Diem Kombucha ist in den drei Varianten Classic, Quitte und Cranberry erhältlich. Das granatrote Carpe Diem Kombucha Classic überzeugt durch seine frische Säure mit Noten von Himbeere, Minze, Sauerkirsche und Zitrus sowie einem Haus von Estragon und passt optimal zu hellem Fleisch, Wildgeflügel oder Terrinen. Ein fruchtiges Erlebnis steckt in der goldgelben Carpe Diem Kombucha Quitte: Reife Aromen von Banane, Melone, Vanille, Honig

weinverkauf Josef M. Schuster, Del fabro

Der Sommelier bringt’s Ein guter Sommelier ist für jedes Restaurant ein verlässlicher USP. USP, das steht für Unique Selling Proposal, also ein Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens. Dabei handelt es sich nicht um leeres Marketing-Gerede, sondern um eine wirtschaftliche Realität. Einzigartigkeit zählt überall, doch gerade in der Gastronomie ist wichtiger als anderswo, weil es eine scheinbar endlose Auswahl an alternativen und in gewisser Weise ähnlichen Betrieben gibt. Damit das Weinangebot, für das der Sommelier steht, tatsächlich als einzigartiger Gästemagnet funktioniert, muss die Wein- und Getränkekultur genau auf Küche, Lokalität und Gästestruktur abgestimmt sein. Ein Sommelier verbindet im Idealfall Kulinarik, Gastlichkeit und wirtschaftliche

Kompetenz. Es gehört zu seinen vornehmsten Aufgaben, sowohl mit der Küche und mit den Gästen über das Thema Wein Kommunikation aufzubauen – und zwar im Hier und Jetzt. Ideen für den Weinverkauf, die auch funktionieren, nehmen immer auf die Realitäten der Gäste, der Gastronomen und der aktiven Mitarbeiter Rücksicht. Gute Ideen für den Verkauf von Wein und allen anderen Getränken zu entwickeln, gehören einfach zum Service dazu. Es ist aber viel mehr als das. Sie geben jedem Gastronomiebetrieb ein unverwechselbares Profil. Die Entwicklung und laufende fachliche Betreuung eines individuellen, unverwechselbaren Sortiments ist ein unschlagbarer Marktvorteil. Wenn es dann noch gelingt, das den Gästen in charmanter, persönlicher Form zu vermitteln, hat man schon gewonnen.

sowie Rhabarber und Marille harmonieren perfekt mit Pasta, Fisch, vielen Arten von Käse, Kaviar und feinen Süßspeisen. Carpe Diem Kombucha Cranberry leuchtet purpurrot und vereint Preiselbeere, Hagebutte, Holunder, Sandelholz und Minze zu einem herben Bouquet. Für Wild, Rindfleisch, Gebackenes und dunkle Schokoladendesserts ist diese Sorte die ideale Getränkebegleitung. TIPP: Zur optimalen Entfaltung der Aromen sollte Carpe Diem Kombucha bei 8 bis 10 Grad aus einem Weinglas genossen werden. 

Neues vom ÖSOV Annemarie Foidl, ÖSOV-Präsidentin

Tu Felix Austria! Du glückliches Österreich - welch tolle Rebsorten hast du!! Viel zu oft beschränkt man sich gedanklich auf Grünen Veltliner und Zweigelt, dabei hat Österreich doch so viel mehr zu bieten! Der interessante Rote Veltliner, der elegante Zierfandler, der tiefgründige Rotgipfler oder der verspielte Sämling sind viel zu wenig präsent. Wie genial es sich mit würzigen gelben Muskatellern, opulenten Traminern, spritzigen Welschrieslingen gerade jetzt im Frühling und Sommer arbeiten lässt. Selten gelingt es einem Weinland im Weißweinbereich die Sorten so klar zu interpretieren. Bei den Rotweinen sieht man die fruchtigen Blauen Portugieser, die würzigen Rösler oder die burgundischen St. Laurents viel zu selten im glasweisen Angebot. National

und international haben es die österreichischen Rotweine geschafft höchste Anerkennung zu bekommen. Auch hier kann man noch vieles entdecken! Apropos Entdecken: für uns eine Entdeckung war der Neuburger. Der Österreichische Sommelierverband hat sich ja für diese Rebsorte als Verbandswein entschieden, weil wir von der Hochwertigkeit dieser zu Unrecht im Schatten von Veltliner und Co. stehenden Rebsorte überzeugt sind. Da wir nun mit dieser Rebsorte intensiv arbeiten, sind wir auch in die Produktion unseres Verbandsweines aktiv eingebunden und erleben so die enorme Tiefe dieser Rebsorte. Mit der Domäne Wachau haben wir einen perfekten Interpreten für diese Rebsorte gefunden.


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rechts: Das oberösterreichische Unter­ nehmen Gastrotopcard erzeugt hochwertige Speise- und Weinkarten in verschiedensten Ausführungen

Ein Buch mit sieben Siegeln? Die richtige Weinkarte gibt es nicht. Eine falsche schon. Worauf man bei der professionellen Gestaltung einer Weinkarte achten sollte. Text: Wolfgang Schedelberger

Kartengestaltung Johannes Einzenberger, weinwolf

„Herkunft als Marke“ Ich erinnere mich noch gut daran, als ich vor mittlerweile 30 Jahren meine erste Weinkarte konzipierte. Weine wie „Gumpoldskirchner“, „Falkensteiner“, „Poysdorfer“, „Dürnsteiner“ u.v.m. waren die Weinnamen die diese Karte prägten. Es waren Weine die allesamt eine Herkunftsbezeichnung trugen und gleichzeitig so etwas wie eine Marke waren, denn die Gäste bestellten nicht einen Grünen Veltliner vom Weingut soundso, sondern bestellten Weine mit klarem Herkunftsprofil. Wenn ein Gast einen Brünnerstrassler orderte, so war damit auch klar, welchen Typ von Wein er bevorzugte. So hatte man lange vor Einführung des DAC Herkunftsweine mit klarem Profil. Da gab es weder ein Gesetz für dieses Herkunftsprofil, noch hatten findige Marketingexperten das alles erfunden. Diese Weine mit Herkunftsprofil hatten sich im Laufe der Jahre ganz von selber zu dem entwickelt was sie schlussendlich dann auch waren. Schwer zu sagen, warum

man in Folge in den achtziger und neunziger Jahren einen völlig anderen Weg, in der Auszeichnung der Weine auf Flaschen und Weinkarten, eingeschlagen hat. Wenn heute enorme Anstrengungen - auch in finanzieller Hinsicht - unternommen werden, um Weine mit klarem Herkunftsprofil wie Weinviertel DAC, Eisenberg DAC, Leithaberg DAC etc. wieder auf die Weinkarten zu bringen, ist wohl nicht anders zu verstehen als gewissermaßen „ein zurück an den Start“. Diesmal bedient man sich jedoch internationaler Vorbilder wie dem französischen AOC bzw. dem italienischen DOC. Somit also wieder eine Marke mit dem unverwechselbaren Profil der Herkunft zu schaffen, ist wohl der einzig logische und auch richtige Weg, denn die Weine werden damit nicht mehr so einfach austauschbar. Ob die bis dato jeweils gewählten DAC’s auch ihre Richtigkeit haben, was zurzeit ja noch oft stark diskutiert wird, wird auf Sicht gesehen einzig und allein der Markt – also der Konsument - entscheiden

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ur auf den ersten Blick scheint die Gestaltung einer Weinkarte leicht. Schließlich gilt es doch lediglich, die Weine, die man verkaufen will, korrekt aufzulisten und auszupreisen, oder? Schon diese Grundvoraussetzung alleine stellt im täglichen Berufsalltag für manche Betriebe eine unüberwindliche Hürde dar. Das fängt schon bei der Rechtschreibung an. Heißt es jetzt Shiraz oder Syrah oder etwa gar Shyraz? Winzer, Weine und Lagen tragen mitunter die seltsamsten Namen. Und dann haben fremde Sprachen oft seltsame Schriftzeichen, die sich nicht auf jeder Tastatur befinden. So wird die korrekte Beschreibung eines Châteauneuf du Pape, eines Côte Rôti oder eines simplen Albariño von Martín Códax aus der DO Rías Baixas zur unüberwindbaren Hürde.Kein Wunder also, dass es bei Sommelier-Meisterschaften neben Verkostung und theoretischer Prüfung auch immer darum geht, eine fehlerhafte Weinkarte zu korrigieren. Doch mit einer orthographisch korrekten Weinkarte alleine ist es ja noch lange nicht getan. Es sollte auch der verfügbare Jahrgang stimmen, was gerade in Zeiten des Jahrgangswechsels auch bei relativ überschaubaren Weinkarten nicht immer leicht ist. Apropos überschaubar. Eine Weinkarte soll vor allem als Verkaufsinstrument die-

nen. Deshalb wäre eine alphabetische Listung der Weine oder der Winzer genauso wenig sinnvoll, wie eine simple Staffelung nach dem Preis. Gäste, die auf die Frage, was für einen Wein sie wollen, mit „Den Teuersten“ antworten, sind erstens recht selten und zweitens brauchen sie in der Regel keine Weinkarte. Und auch jene Gäste, die den billigsten Wein suchen, werden sich nicht lange mit dem Studium der Weinkarte aufhalten.

Mehrstufige Struktur Die gängigste Form der Weinkarten-Gliederung orientiert sich zuerst einmal am Weintyp. Die Gliederung unterteilt sich in Weißweine, Roséweine, Rotweine, Süßweine und Schaumweine. Je nach Breite des Angebots sind die Weine dann in einem zweiten Schritt nach der Herkunft, der Rebsorte oder auch nur nach ansteigendem Preis gelistet. In Österreich ist die Gliederung nach der Rebsorte nach wie vor sehr weit verbreitet. Immer beliebter wird jedoch die Gliederung nach der Herkunft oder nach der Stilistik. Für welche Gliederung man sich schlussendlich entscheidet, hängt einerseits von der vorherrschenden Gästeschicht ab, andererseits von der Beratungsqualität des eigenen Personals. Wenn auch wenig kenntnisreiche Gäste ohne Beratung durch einen


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Josef Floh aus Langenlebarn: Ein Pionier in Sachen Weinkultur und Internet. Kein Wunder also, dass er einer der ersten Gastronomen mit einer online-Weinkarte mit Suchfunktion ist, die Gäste über ein i-pad nutzen können.

Sommelier fündig werden sollen, empfiehlt sich eine Gliederung nach der Stilistik. Unter „frisch und leicht“ oder „kräftige Reserven“ kann sich auch ein ungeübter Gast etwas vorstellen. Allerdings stößt man mit derartigen Beschreibungen rasch an seine Grenzen. Schlussendlich hängt es von der

Art des Lokals ab, ob man die Weine zuerst nach der Sorte (also z.B. alle Muskateller hintereinander, dann alle Rieslinge, etc.) oder nach der Region (z.B. Steiermark, dann die Weinbaugebiete, dann die Betriebe) listen will, oder ob man die Herkunft oder gar die Winzer in den Vordergrund stellen will. Auch

das kann für Restaurants, die sich z.B. mit einer besonderen Tiefe in einer Region profilieren wollen, sinnvoll sein. Diese Probleme könnte man natürlich insofern umschiffen, in dem man seinen Gästen eine digitale Weinkarte etwa auf einem i-pad gibt, auf der sie sich die Gliederungsparameter selbst aussuchen können. Allerdings besteht hier wohl die Gefahr, dass man damit die meisten Gäste eher abschreckt statt sie zu begeistern. So bietet der Floh in seinem gleichnamigen Gasthaus in Langenlebarn zwar eine digitale Weinkarte auf einem I-pad an, auf der man Weine nach selbst wählbaren Parametern suchen kann. Doch nach wie vor gibt es auch eine ganz normale Weinkarte in gedruckter Form. Die Vorteile einer digitalen Wein-

karte liegen neben der selbst wählbaren Gliederung vor allem darin, dass jeder Gast selbst entscheiden kann, wie tief er „eintauchen“ will. So sind Beschreibungen zu Weingütern und Rebsorten genauso leicht machbar, wie etwa die Anführung von Bewertungen durch Fachmagazine. Allerdings wird das schnell zu einer zeitfressenden Spielerei, die sich in den seltensten Fällen in Mehrumsätzen niederschlagen wird. Wie schon eingangs gesagt, gibt es keine absolut richtige Gestaltung einer Weinkarte, aber es gibt viele Weinkarten, die einfach falsch oder/und fehlerhaft gestaltet sind. Eine korrekt geschriebene und individuell und kenntnisreich zusammen gestellte Weinkarte ist und bleibt jedoch eine Zierde für jedes Restaurant.

Gute Weinkarten – höhere Weinkultur Gerhard Elze, bei der Österreichischen Weinmarketing GmbH für die Gastronomie verantwortlich, will Wirten dabei unterstützen, ihre Weinkarten besser zu gestalten. Davon würden die Weinwirtschaft, die Gäste aber auch die Gastronomen selbst profitieren. ÖGZ-Wein: Herr Elze, die ÖWM bietet Gastronomen ein neues Service an, bei dem Weinkarten auf ihre Richtigkeit gecheckt werden. Sehen Sie da akuten Handlungsbedarf? Gerhard Elze: Die heimische Gastronomie ist einer der wichtigsten, wenn nicht gar der wichtigste Partner der österreichischen Winzer. Viele Gäste verlangen ausdrücklich nach Weinen aus Österreich. Allerdings gibt es immer wieder Fragen zur richtigen Herkunftsbezeichnung, und da wollen wir mit einer kompetenten Beratung zu Verfügung stehen. Gerade was die DAC-Weine betrifft, herrscht doch eine gewisse Verunsicherung. ÖGZ-Wein: Woher kommt diese Verunsicherung? Die Regeln sind doch eigentlich ganz klar. Elze: Ja, und der Weinviertel DAC hat sich auch etabliert und wird als solcher auch verstanden. Aber die

jüngeren DAC-Herkunftsweine sind noch nicht so bekannt. Da ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig. Es dauert einfach eine Zeit, bis sich so etwas in den Köpfen der Leute festsetzt. Es geht einfach darum, die Herkunft der Weine in den Vordergrund zu stellen und nicht so sehr die Rebsorte. Auf der ganzen Welt kennt man die Weine aus Rioja, Barolo oder Chianti Classico, aber nur wenige wissen, dass die dazu gehörigen Rebsorten Tempranillo, Nebbiolo und Sangiovese heißen. ÖGZ: Wie sollten die DAC-Weine auf einer Weinkarte dargestellt werden? Und was macht man mit Winzern, die einen DAC-Wein, aber auch zahlreiche andere Weinen produzieren? Elze: Wie die Weinkarte im Einzelnen gestaltet ist, bleibt selbstverständlich dem Gastronomen überlassen. Ob man die DAC-Weine einer bestimmten Region ge-

meinsam darstellt, oder die Weine nach Rebsorten bzw. Produzenten gliedert, hängt neben den persönlichen Vorlieben des Sommeliers ja auch von der jeweiligen Angebotstiefe ab. In jedem Fall sollten die Weine aber richtig ausgezeichnet werden. Die Gastronomie kann den Winzern dabei helfen, dass Konsumenten die neuen Herkunftsregelungen verstehen. Fehlerhafte Weinkarten schüren hingegen die Verwirrung. ÖGZ: Und wie wollen Sie das ändern? Elze: In einem ersten Schritt dadurch, dass die Weine und ihre Herkunft korrekt bezeichnet werden. Deshalb helfen wir gerne Gastronomen dabei, wenn sie fehlerhafte Bezeichnungen von ihren Weinkarten eliminieren wollen. Sie können ihre Karte einfach an uns schicken, mailen oder faxen und wir korrigieren sie dann. In ei-

nem zweiten Schritt starten wir im Herbst mit einer Schulungsoffensive zu diesem Thema, bei der wir das Herkunftsprinzip und die korrekte Darstellung näher erläutern. Kontakt: Österreich Wein Marketing GmbH, 4., Prinz-Eugen-Straße 34, T: +43 (0) 1 503 92 67-0, F: +43 (0) 1 503 92 68, E-Mail: g.elze@oesterreichwein.at, www.oesterreichwein.at


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Staffelübergabe in der Wachau Emmerich H. Knoll ist neuer Obmann von Vinea Wachau

Kurzinterview Wie geht es dem neuen Obmann der Vinea Wachau und was sind seine besonderen Anliegen? Nach so langer Obmannschaft von Franz Hirtzberger liegt es mir am Herzen den Zusammenhalt der ca. 210 Mitglieder zu pflegen. Mit meinem neuen Team aus jungen Leuten, werden wir nicht gleich alles umdrehen, jedoch die alten Stärken weiter ausbauen. Welche Rolle spielt die Herkunft? Der Herkunftsschutz ist ein ganz wichtiges Thema. Weiterhin kein Zukauf von Trauben außerhalb der Wachau Wie steht die Wachau zur Nachhaltigkeit und Bioweinbau? Die Wachau ist kein Bioweinbaugebiet, der einzige zertifizierte Betrieb ist das Weingut Saahs (Nikolaihof) in Mautern. Wir werden uns aber Gedanken machen müssen, wie im Zeichen des Klimawandels der Weinbau in 20 Jahren in der Wachau aussehen wird.

Nach 24jähriger Obmannschaft von Franz Hirtzberger übernimmt Emmerich H. Knoll das Ruder von Vinea Wachau. Bei der Vinea-Generalversammlung am 24. Februar wurde Franz Hirtzberger mit zahlreichen emotionalen Worten und Standing Ovations durch die versammelte Winzerschaft für seinen selbstlosen Einsatz um das Weinbaugebiet Wachau und Vinea Wachau gedankt. Emmerich H. Knoll wurde einstimmig zum Nachfolger gewählt, ebenso einstimmig fiel die Wahl für die weiteren Vorstandsmitglieder aus. Nach der Gründung von Vinea Wachau im Jahr 1983 lenkte der erste Obmann Franz Prager die Geschicke bis zum Jahr 1988. In diesen Zeitraum fielen die Einführung der bekannten Weinmarken Steinfeder, Federspiel und Smaragd, die Absicherung der Herkunft Wachau durch das strenge Zukaufsverbot aus anderen Weinbaugebieten und die erstmalige Vergabe des Steinfederpreises. Franz Hirtzberger, der schon zuvor im Verein aktiv war, übernahm 1988 die verantwortungsvolle Aufgabe und verhalf dem Verein und

dem Weinbaugebiet zu vielfachen Höhenflügen und dem Renommee als bekanntestes und führendes Weinbaugebiet Österreichs. Durch ihn bekamen die strengen Regeln, die sich die Mitglieder der Vinea auferlegt hatten, auch die erhoffte Außenwirkung. Steinfeder, Federspiel und Smaragd werden national und international zu den großen trockenen Weißweinen der Welt gezählt und laufend mit Auszeichnungen bedacht. Emmerich H. Knoll, selbst bereits vier Jahre Obmann-Stellvertreter, übernimmt nun die zahlreichen Agenden, die dieses Amt mit sich bringt. Wie schon sein Vorgänger, sieht er den Zusammenhalt innerhalb der Winzerschaft als ausschlaggebenden Punkt um als Weinbaugebiet erfolgreich zu sein. Nur ein klares Profil, das durch die Herkunftssicherung und Naturbelassenheit erreicht wird, sichert, so Knoll, den langfristigen Erfolg. Beständigkeit und Mut, die Regeln aufrecht zu erhalten, seien deshalb gefordert. Die öffentlichen Aktivitäten des Vereins, wie der Weinfrühling oder die Vergabe des Steinfederpreises, werden weiter-

Emmerich Knoll vom gleichnamigen Weingut+

geführt. Auch neue Projekte, wie die weitere Stärkung der Herkunft innerhalb der Wachau anhand von Einzellagen, oder die Einbindung von neuen Medien in die Präsentation der Wachauer Weine, wurden angekündigt. Gemeinsam mit den bisherigen Obmännern, Franz Prager und Franz Hirtzberger, setzten sich immer Vertreter der führenden Weinbaubetriebe für das gemeinsame Ziel ein. Emmerich Knoll, Vater des neu gewählten Obmanns, stand dem Vinea-Obmann über 25 Jahre hinweg als Stellvertreter zur Seite, und auch DI Anton Bodenstein

vom Weingut Prager, der als Spezialist für Geologie und Boden viele entscheidende Schritte mitgeprägt hat. Zusammen wurde schon 1990 die erste Riedenkarte der Wachau präsentiert und damit ein Weg eingeschlagen, der bis heute konstant weitergegangen wird. Im Jahr 2006 entschloss man sich, mit der Proklamation des Codex Wachau fortwährend an der Naturbelassenheit der Weine und den Grundsätzen des Vereins festzuhalten. Mit dem neuen Obmann stehen in Zukunft zwei weitere Top-Winzer stärker im Rampenlicht. Rudi Pichler aus Wösendorf, der mit der Neuauflage der Riedenkarte im Jahr 2010 ein deutliches Zeichen für Terroir und Einzigartigkeit des Wachauer Weinbaugebiets setzte und DI Heinz Frischengruber von der Domäne Wachau, der künftig für die Qualitätsoffensive Wachau verantwortlich zeichnet. Nachhaltigkeit und Bodenschutz sind für ihn vorrangige Themen, die bei den mehrmals jährlich stattfindenden Fortbildungsveranstaltungen in Zukunft stärker einbezogen werden sollen. www.vinea-wachau.at

Chance der Reife

Weine werden meist viel zu jung getrunken. Geduld gehört nicht zu den Stärken der meisten Weinkonsumenten.

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Schon kurz nach Abfüllung des Grünen Veltliner Achleiten 2007 positionierte ihn die Fachwelt in die Riege der besten österreichischen Weißweine. Die Primäraromen sind subtil-würzigen Noten im Laufe der Jahre gewichen, die Farbe zeigt goldene Reflexe, die Konsistenz präsentiert sich jetzt etwas öliger und macht auch mineralischen Noten Platz und zu guter Letzt wirkt auch die Frucht gewichtiger.

ungweine liegen noch immer im Trend und die meisten können es gar nicht erwarten bis der neue Jahrgang im Herbst erhältlich ist. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Große Weine liegen allerdings oft über Jahre im Keller und reifen dort zu perfekten Symbiosen aus Eleganz, cremiger Konsistenz und Harmonie – wenn man Erfahrung und auch ein wenig Glück hat.

Reifeprozesse Nicht jeder Wein verträgt freilich die jahrelange Einsamkeit sechs Meter unter der Erde. Dazu bedarf es gewisser Faktoren und ein erster spielt gerade in Österreich keine unwesentliche Rolle: Jahrgänge sind in hiesigen Breiten stets ein entscheidendes Kriterium, die Rebsorte (und Veltliner reift toll, wenn man ihn lässt) trägt dann

DOMÄNE WACHAU Die Domäne Wachau wird zu den führenden Weinbaubetrieben Österreichs und zu den weltweit besten Genossenschaften gezählt. Das Weingut bewirtschaftet im Rahmen eines nachhaltigen Weingarten-Qualitätsprogramms rund ein Drittel der Wachauer Weinberge. Die besten Weine stammen von den steilen Terrassen und den berühmten Einzellagen der Wachau wie Achleiten oder Kellerberg. Als Mitglied des Gebietsschutzverbandes „Vinea Wachau“ ist die Domäne Wachau einer ein Leitbetriebe der Region und vermarktet dementsprechend die international erfolgreichen Kategorien „Steinfeder“, „Federspiel“ und „Smaragd“. Die Hauptsorten der Domäne Wachau sind Grüner Veltliner und Riesling.

Heinz Frischengruber und Roman Horvath, das energiegeladene Führungsduo der Domäne Wachau

ebenso zum möglichen Potenzial bei wie auch das Alter der Rebstöcke, gesunde Trauben, ein langsamer Gärprozess oder der Ausbau im Holz. Kurz: Reifeprozesse sind komplexe Abläufe, und auch wenn Domänen-Weingutsleiter Roman Horvath seine Affinität für gereifte Weine erklärt, so fügt er doch hinzu, dass sie sich wohl eher für erfahrene Weintrinker eignen als für Einsteiger.

Old but Gold Die Domäne steuert mit dem Grünen Veltliner Smaragd Achleiten 2007 gegen die Ungeduld der Weintrinker. Diesen Wein gibt es nun (wieder) im Verkauf, sozusagen als „late release“, und das

zum selben Preis wie die aktuellen Smaragde.

Herkunft und Terroir Achleiten ist eine legendäre Riede am Ortsrand von Weißenkirchen. Trockensteinmauern aus dem 12. Jahrhundert, die die silikatreichen Rankerböden befestigen, prägen das Bild dieser Spitzenlage. Darunter liegt im oberen Teil der helle Gföhler Gneis. Am unteren Hang treten dunkle, oft geschieferte Amphibolitgesteine hervor.

Geduld wird belohnt Nach einigen Jahren sind auch die besten Weißweine ihren Kinderschuhen entwachsen und zeigen zielsicher wohin die Reise geht.

GRÜNER VELTLINER Smaragd® Achleiten 2007 Alkohol: 14,0% | Säure: 5,4‰ | Restzucker: 4,4g/l Kristallklares Strohgelb mit zarten Goldreflexen. Ausdrucksvoll in der Nase mit Noten nach Tabak, weißem Pfeffer, Schiefer und etwas Mango. Sehr verspielt und anhaltend im Geruch. Der Körper präsentiert sich überzeugend fest und dicht. Die kräftige Säure verschafft perfekte Balance und einen mineralischen, langen Abgang. Gastronomie-Preis netto: € 12,90/0,75l ab Hof oder im Fachhandel Die Flaschen sind limitiert.


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markt

Gerührt oder geschüttelt?

Mythos, Stories, Agentenfilme – sehr viel dreht sich um den vielseitig einsetzbaren Vermouth. Etwas antiquiert erlebt der mit Kräutern und anderen Ingredenzien versetzte Wein eine Renaissance. Auch in Wien.

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uf die Rezeptur kommt es an. Die Rezeptur und somit die Vermählung der verschiedenen Geschmackskomponenten ist das große Geheimnis eines jeden Vermouth Herstellers. Was ist eigentlich Vermouth? Ein mit Kräutern, Alkohol, Zucker, Karamell und Wasser versetzter Wein, der nach einem bestimmten Verfahren in Italien und Frankreich hergestellt wird. So steht es in der Bibel des berühmten deutschen Barbesitzers Charles Schumann „Amercan Bar“ beschrieben. Stimmt nicht ganz, dass Vermouth in den beiden großen Wein erzeugenden Ländern produziert wird. Bereits 1890 wurde von Rudolf Burschik die Erste Österreichische Wermutweinkellerei gegründet und gleichtzeitig eine Rezeptur entwickelt. 25 Jahre später wurde das Unternehmen an die Familie Specht verkauft, die in Wien-Fünfhaus ein Gasthaus und eine Soderwassererzeugung hatten.

Vermouth aus Wien Die Traditionsmarke wurde neu belebt. Neues Design, neue Sorten und ein aktualisiertes Rezept auf der Basis einer alten Produktionsanweisung. Zweieinhalb Jahre hat sich Leonhard Specht auf die nun endlich festgelegte Rezeptur hingekostet. (Mit kleinen Pausen zwischendurch). Dabei war ihm halb Wien behilflich: Zahlreiche bekannte Größen der Wiener Sommelierszene (vom verehrten Präsidenten abwärts) sind ihm dabei zur Seite gestanden. Der Vermouth hat ein herrliches Aroma. Harmonisch, ausgewogen, erfrischend, einschmeichelnd, einladend. Dieses feine Aroma entsteht durch die ausgeklügelte Kombination frischer Kräuter-Extrakte und ist ein durch und durch natürliches Produkt. Künstliche Aromen oder gar Geschmacksverstärker sind bei seiner Herstellung strengstens tabu.

Nicht alles bleibt geheim Unter den 19 reinsten Kräutern und Gewürzen, die das Aroma vom Burschik's Vermouth ausmachen, befinden sich das Alpen-Vermouthkraut, Koriander, Ingwer und Kardamom. Ausschließlich von Extrakten natürlicher Kräuter und Gewürze. Das Wermutkraut, artemisia absinthia, überwiegt in den geheimen Mischungen. Die Kräuter werden extrahiert und – je nach Geschmacksrichtung – den vorbereiteten Grundweinen zugesetzt. Diese Weine

Weinakademie-Chef Dr. Pepi Schuller mit Leonhard Specht auf der diesjährigen ProWein in Düsseldorf

sind klassisch aus reinem Traubenmost gekeltert. Sie werden nach ihrem Charakter (Alkohol, Säure, Restsüße) sorgsam – und mit Bedacht auf ihre Vermählung mit den Kräuterauszügen – ausgewählt.

Klassik Helle natürliche Farbe; harmonisch würzige Kräutermischung in der Nase; fein abgerundeter, unaufdringlich süßer Geschmack; feiner, weicher Abgang. Ein typischr Aperitif – leicht und anregend. Je nach Geschmack wird er pur, auf Eis oder in Mixes genossen.

Dry Viel Aroma, feine extraktreiche Kräuterwürze, harmonisch, ausgewogen, erfrischend, einschmeichelnd, einladend.

Gerührt – nach James Bond Klassisch wird ein Martini gerührt, da sich die Spirituosen leicht verbinden und der Drink im Glas klar ist. James Bond bevorzugt seine Martinis hingegen geschüttelt. Dadurch wird der Drink zwar schneller kalt, ist aber im Glas zunächst milchig-trüb und klärt sich erst mit der Zeit, wenn die kleinen Luftbläschen aufsteigen. Um kleinste Eissplitter zurückzuhalten, wird beim Abseihen eines geschüttelten Martini ein zusätzliches feines Sieb verwendet.

Burschik's Lounge Das Herzstück ist, neben den Produktionsräumen, die Burschik Lounge. Dazu wurde das im Haus befindliche Restaurant der Urgroßeltern zum Verkostungs- und Veranstaltungsraum umgebaut. Hier kann der Vermouth an der eigens dafür gebauten „Vermouth Tränke“ getestet werden.

Produktion und Verkauf Burschik's Mag. Leonhard Specht, Zinckgasse 8, 1150 Wien, +43 (1) 9821225, specht@burschik.com


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Blauer Portugieser hat in der Thermenregion Tradition, Christian Fischer keltert aus dieser unterschätzten Rebsorte tolle Weine

Christian Fischer vor einem alten Holzfass, das an die lange Familien-Tradition erinnert.+

Ein Achterl Barrique, bitte!

Im Weingut Fischer aus Sooß (Thermenregion) wird seit 1662 Weinkultur gepflegt. Heuer begeht man stolz den 350. Geburtstag.

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ines der so genannten Urhäuser von Sooß befindet sich seit 1662 im Familienbesitz. Das Anwesen trotzte nicht nur der Türkenbelagerung und der Reblaus sondern auch zwei Weltkriegen. Sooß war schon um die Jahrhundertwende ein HeurigenAusflugsziel für die Wiener. In den 30er-Jahren wurde der Betrieb eingestellt und erst 1974 von Engelbert und Erika Fischer wieder zu neuem Leben erweckt. Damit erfuhr auch das Weingut eine Renaissance und mit dem Einstieg des Sohns Christian acht Jahre später übernahm er sofort die Verantwortung für die Weinproduktion.

Aller Anfang ist leicht Für den pionierhaften Versuch zwei Barriquefässer mit Pinot

Noir 1985 auszubauen, erntete der junge Fischer seine ersten Lorbeeren. Das war zu einer Zeit, wo noch die Pinots als Rosé verkauft werden mussten, da sie wegen der hellroten Farbe nicht zu verkaufen waren oder mit Deckwein Farbe zugesetzt bekamen. Zwischenzeitlich sind 30 Jahre vergangen und an der Rotweinleidenschaft Christian Fischers hat sich nichts geändert. In den Zeiten wo man zum Blauen Portugieser in der Thermenregion auch „Vöslauer“ gesagt hat (das war auch so im Weingesetz verankert) bestellte man in der Wein-Einkehr ein Achterl „Barrique“, weiß Veronika Fischer, die auch den familieneigenen Heurigen unter Assistenz ihrer vier Töchter führt und sich um die Vermarktung der

buchtipps

Prosecco, Peter Burian

Ein gutes Glas Prosecco Superiore ist etwas ganz Besonderes. Deshalb ist dieses ursprüngliche Produkt aus der Provinz Treviso auch nicht irgendein (Schaum-)Wein, sondern ein qualitativ hochwertiges Genussmittel. Das Veneto gilt als größter Weinproduzent Italiens und Prosecco ist eines der beliebtesten Produkte aus dieser Region. Die Traube wurde bereits von den Römern angebaut und wird seit etwa 200 Jahren in diesem Gebiet professionell vinifiziert. In Zukunft dürfen nur noch Prosecchi aus den beiden Regionen Conegliano und Valdobiaddene diesen Namenszusatz führen. Einige der hervorragendsten Produzenten, die Menschen dahinter und deren Streben nach immer besserer Qualität werden in ausführlichen Porträts vorgestellt. Eigene Erfahrungen des Autors als Prosecco-Winzer, zahlreiche weiterführende Tipps zur Region und ein umfassender Adressteil runden dieses Buch ab. Peter Burian; bei AV Buch erschienen; € 29,90; www.avbuch-shop.at

Weine kümmert, zu berichten. Sein bekanntester Wein „Gradenthal“ stammt von der besten Lage des Thermenwinzers, ein gehaltvoller Zweigelt mit gut eingebundenen Tanninen und Reifepotential. Neben dem Zweigelt spielt der Pinot Noir eine wichtige Rolle, wird doch die Thermenregion als die Burgund Österreichs bezeichnet und aufgewertet. Naheliegend, dass im Weißweinbereich der Falstaff Winzer des Jahres 1995 Augenmerk auf Chardonnay, Weißburgunder und auf Spätrot-Rotgipfler setzt.

Jahrgangshuldigung In besonders guten Jahrgängen wird neben der Classic und Premium Weinlinie unter der Bezeichnung „100CASES“ ein aus-

gewöhnlicher Wein abgefüllt. Im Jubiläumsjahr wird es einen Merlot 2006 und seinen ersten in Barrique ausgebauten Rotgipfler Premium 2011 unter diesem Namen geben. Ab Juni bzw. September 2012 werden diese Weine verfügbar sein.

WEINGUT FISCHER, SOOSS Rebfläche: 17 ha Jahresproduktion: ca. 90.000 Fl. Rebsortenanteil: Zweigelt 25,5 %, Blauer Portugieser 21,5 %, Cabernet Sauvignon 9,6 %, Pinot Noir 7,7 %, Merlot 5,3 %, Diverse 2,9 %. 8% Grüner Veltliner, Neuburger 4,8 %, Pinot Blanc 6,8 %, Riesling 4,5 %, Chardonnay 3,4%

Wein-Wander-Wege Die steirischen Weinregionen haben sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Ausflugs- und Urlaubsziel – nicht nur im Herbst – entwickelt. Dennoch gibt es viele Plätze und Ecken, die noch wahre Geheimtipps sind. Die Gäste, die ins Weinland kommen, verbinden ihren Ausflug gern mit dem Besuch einer Buschenschänke, wobei kleine Spaziergänge oder Wanderungen eine reizvolle Ergänzung zu den kulinarischen Genüssen darstellen. Ob man nun vor, während oder nach der Wanderung die zahlreichen Köstlichkeiten der Region genießen möchte – ein Glas vom exzellenten steirischen Wein darf da natürlich nicht fehlen. Der begeisterte Wanderer Bernhard Kaps stellt in „WeinWander-Wege“ 50 Rundwanderungen in der Süd-, Ostund Weststeiermark vor, an deren Ausgangspunkt, Ziel oder Route eine oder mehrere Buschenschänken liegen. Bei Styria Regional erschienen, Preis: € 19,99


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sommelerie

Ein guter Sommelier rechnet sich immer Alexander Koblinger arbeitet bereits seit sieben Jahren im Restaurant der Brüder Karl und Rudi Obauer in Werfen. Trotz der Liebe zum Wein, die ein guter Sommelier einfach mitbringen muss, sieht er seinen Beruf vor allem unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

A

lexander Koblinger sorgt in letzter Zeit auch außerhalb des Restaurants Obauer für Aufsehen. Nach dem Sieg bei der SommelierStaatsmeisterschaft im vergangenen Oktober hat er kurz darauf als erster Österreicher die Abschlussprüfung zum Master Sommelier in London geschafft. Vor wenigen Wochen wurde er als bester Sommelier des Landes mit dem Wine Culture Award Vineus ausgezeichnet.

Diese edle Skulptur bekam Alexander Koblinger beim heurigen Vineus-Award für den besten Sommelier Österreichs

Beruflicher Werdegang Stationen im elterlichen Restaurant Dorfstub’n in Hinterstoder, dem Hotel Bär in Ellmau und dem Ferienhotel Lärchenhof (Erpfendorf) ging Koblinger 2002 ins Luxus­ resort The Emerson inn & spa in Mount Tremper (USA), wo er trotz seiner Jugend in kurzer Zeit zum Head Sommelier aufstieg. Danach ging es für ein Jahr ins Relais & Chateaux-Haus Le Manoir aux quat’saisons nach Großbritannien und ein halbes Jahr ins Burj al Arab nach Dubai. Von dort wechselte Kobliner im Frühjahr 2005 ins Restaurant Obauer, wo er bis heute tätig ist. Kontakt: www.alexkoblinger.com

ÖGZ-Wein: Gratulation zum Gewinn des Vineus-Awards, zum Sieg bei der SommelierStaatsmeisterschaft und zur Absolvierung des Master Sommeliers. Kaum zu glauben, dass Sie daneben noch Zeit für einen Fulltime-Job finden. Alexander Koblinger: Die Arbeit im Res­ taurant ist schon das Wichtigste, nicht die Teilnahme an Wettbewerben. Aber wenn man, so wie ich, den Beruf liebt und lebt, verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit. Die Teilnahme an Wettbewerben ist aber kein Selbstzweck, um das eigene Ego zu befriedigen, man lernt dabei auch sehr viel, was bei der täglichen Arbeit im Restaurant hilft. Wenn man dann auch noch gewinnt, zeigt es nur, dass man viel gelernt hat und das auch entsprechend präsentieren kann. ÖGZ-Wein: Bevor Sie ins Res­ taurant Obauer kamen, haben Sie drei Jahre in den USA, London und Dubai gearbeitet. Inwiefern sind solche Auslands­ erfahrungen für einen jungen Sommelier wichtig? Koblinger: Das hat viele Aspekte. Zum einen betrifft das natürlich die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Zum anderen profitiert man, wenn man in guten Häusern ist, auch fachlich enorm. In den USA habe ich viele tolle Weine aus der neuen Welt kennengelernt, im Le Manoir aux quat’saisons, einem französischen Luxusrestaurant in England, habe ich gemeinsam mit sechs französischen Sommeliers gearbeitet und die

Welt der französischen TopWeine kennengelernt. Wir waren sieben Sommeliers für 80 Couverts. Das klingt für österreichische Verhältnisse sehr viel, aber jeder von uns hat seinen Umsatz gebracht und sich gerechnet. Das Wichtigste an Auslandsaufenthalten ist jedoch das internationale Netzwerk, das man sich schafft. Davon profitiere ich heute noch. So fahre ich zweimal im Jahr mit Kollegen aus dem Ausland in interessante Weinbauregionen, wo wir gemeinsam Winzer und Restaurants besuchen. ÖGZ-Wein: Und wie sehen Sie Ihre Rolle als Sommelier im Restaurant? Es ist ja toll, wenn man als Weinprofi die wichtigsten Weinbauregionen selbst gesehen hat, aber primär geht es ja doch um den Weinverkauf im eigenen Restaurant, oder? Koblinger: Nicht nur um den Weinverkauf, auch Spirituosen, Rauchwaren, Tees und alkoholfreie Getränke gehören dazu. Und natürlich geht es nicht nur um den Verkauf, sondern auch um Einkauf und Lagerung, um eine größtmögliche Wertschöpfung zu erzielen. Aus Gäste­sicht stehen natürlich die Präsentation, das Service und der Verkauf im Vordergrund, aber für einen verantwortungsvollen Einkauf und eine Lagerung, bei der die Dinge an Wert gewinnen und nicht verlieren, braucht es wirkliche Kompetenz und Fachwissen. Doch zurück zum Verkauf: Als Sommelier bin ich derjenige, der am meisten Gästekontakt hat, weil ich nicht einer Station zugeordnet bin, sondern die Gäste vom Aperitif über die Weinbegleitung bis zum Digestif an der Bar betreue. Wenn man ausreichend Fingerspitzengefühl hat und die Vorlieben der Gäste kennt bzw. erkennt, kann man dabei beachtliche Zusatzumsätze erzielen. ÖGZ-Wein: Sie arbeiten in einem der besten Restaurants des Landes, in dem ein Sommelier unverzichtbar ist. In kleineren, weniger anspruchsvollen Häu-

sern wird das Weinservice oft vom Oberkellner mitgemacht. Inwiefern hat so jemand ein anderes Berufsbild? Koblinger: Natürlich hat jedes Haus andere Anforderungen, und ein einfaches Wirtshaus wird kaum einen Sommelier brauchen. Aber schon ein normales 4-Sterne-Ferienhotel mit rund 100 Betten würde gut daran tun, einen eigenen Sommelier zu beschäftigen. Es ist ein Irrglaube, dass man einen Sommelier nur dann braucht, wenn man viele teure Weine verkauft. Ein guter Sommelier, der sich kenntnisreich um Einkauf, Reifung und Verkauf von Getränken, Rauchwaren, Tee und Kaffee sowie eventuell Käse kümmert, rechnet sich immer. Und das Beste ist: Wenn man es richtig macht, empfinden die Gäste diese Zusatzausgaben sogar als erwünschtes Service, das man sich gerne leistet. Ein Oberkellner hat zahlreiche andere Aufgaben zu erledigen. Einen umfassenden SommelierJob „nebenher“ zu erledigen, funktioniert einfach nicht. ÖGZ-Wein: Wie gehen Sie beim Weineinkauf für das Restaurant vor? In einem Luxusrestaurant erwartet man neben den großen österreichischen Namen auch internationale Standards. Aber manche Gäste wollen sich ja auch überraschen lassen, oder? Koblinger: Es gibt Weine, an denen kommt man nicht vorbei. Bordeaux, Burgund, Champagner sowie die großen Namen aus Österreich verkaufen sich ohnehin von alleine. Es kommen aber auch viele kenntnisreiche Genießer zu uns, die etwas Neues kosten wollen. So habe ich derzeit je einen Schweizer und einen Kärntner Weißwein im glasweisen Angebot. Bei rund einem Viertel der Weine, die ich einkaufe, habe ich schon ein ganz spezielles Gericht der

Obauers im Kopf. Das funktioniert natürlich nur deshalb, weil ich schon sieben Jahre hier bin und die Gerichte sehr gut kenne. Natürlich soll die Weinkarte eines guten Restaurants individuell gestaltet sein und die Handschrift des Sommeliers widerspiegeln. Aber es gilt, Werte zu schaffen und nicht Geld zu vernichten, in dem man zu viele Dinge kauft, die gerade in Mode sind, in ein paar Jahren aber nicht mehr gefragt sind. Deshalb muss ein guter Sommelier auch immer langfristig denken, damit sich der Wert des Kellers erhöht. ÖGZ-Wein: Als Sieger der Sommelier-Staatsmeisterschaft fahren Sie in einem Jahr bei der Sommelier-WM in Japan. Beschäftigen Sie sich schon damit? Koblinger: Natürlich, wobei die intensive Vorbereitung dann im Sommer startet. Derzeit beschäftige ich mich zum Beispiel mit verschiedenen Tee-Qualitäten, die ja auch als alkoholfreie Speisebegleitung eingesetzt werden können. Im Oktober bin ich dann für ein paar Tage in London, wenn dort der einzige Sake-Masterkurs für Sommeliers in Europa angeboten wird. Es ist das erste Mal, dass ich an einem internationalen Wettbewerb teilnehme, aber mir kommt dabei sicher zugute, dass ich nicht zuletzt dank des Master Sommeliers und meiner Auslandsaufenthalte, mein Weinwissen in Englisch pflege. Apropos Master Sommelier. Im Herbst organisiere ich mit Annemarie Foidl und dem Österreichischen Sommelier Verband ein Vorstellungsseminar für das Master-SommelierProgramm. Für ambitionierte Kollegen ist das eine wirklich tolle Sache. Wer sich dafür interessiert soll doch auf meiner Website www.alexkoblinger. com vorbeischauen und mich bei Interesse kontaktieren.


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Kunst im Doppler

Termine

Seit Anfang der 70er Jahre wirkt der renommierte österreichische Künstler Hermann Nitsch auf Schloss Prinzendorf an der Zaya im nordöstlichen Weinviertel. 1982 konnte Hermann Nitsch in der Nähe des Schlosses Prinzendorf einen Weingarten erwerben. Für die Weinverarbeitung und Pflege des Weingartens war bis Ende 2005 ein langjähriger Mitarbeiter Hermann Nitschs zuständig und als dieser in den Ruhestand ging, übernahm Michael Martin, im Frühjahr 2006 dessen Agenda. Gleichzeitig entstand ein neu formuliertes Konzept des Nitsch-Weines, der bis dato nur für private Feste des Künstlers zur Verfügung stand. www.martinshof.at

Rendezvous mit dem Gemischten Satz

„Willkommen beim Wiener Gemischten Satz!“ heißt es bei der Wiener Winzertour am 20. und 21. April. Die Wiener Winzer öffnen ihre Heurigen- und Kellertüren und laden zum Entdecken einer typischen Wiener Wein-Spezialität. „Star“ der 4. Wiener Winzertour ist der Wiener Gemischte Satz. Die Winzertour ist ein leistbares Vergnügen: Für € 5,– pro Weinbaubetrieb können Besucher gemeinsam mit dem Winzer ausgewählte Weine verkosten.

Plakat trifft auf Wein Vinum et litterae, der österreichische Preis für Wein und Kunst, geht in die neunte Runde und steht heuer ganz im Zeichen des Plakates: Gesucht werden Plakate, die den Wein als Teil der österreichischen Lebenskultur, als österreichisches Kulturgut in den Vordergrund stellen. Um das kreative Potenzial vor allem bei jungen Menschen zu heben, wird heuer bereits zum zweiten Mal ein Nachwuchspreis unter allen Einreichenden im Alter zwischen 16 und 20 Jahren vergeben. Einsendeschluss ist der 29. Juni 2012. Details und die Ausschreibungsunterlagen gibt es unter: www.vinumetlitterae.at.

Über den Dächern

Grand Tasting Österreich, Alpe Adria Weindepot Am Samstag den 21. April lädt das Klagenfurter Weinhandelshaus Alpe Adria Weindepot ab 14.30 Uhr zum Grand Tasting österreichischer Weine und Edeldestillate. Mehr als 50 Winzer und Produzenten werden persönlich anwesend sein und über 450 ihrer Topweine präsentieren. Verkostungsbeitrag: € 29,–; Anmeldung: office@alpeadriaweindepot.com

Wachauer Weinfrühling

Am 5. und 6. Mai findet wieder der Wachauer Weinfrühling statt. 101 Winzer der Vinea Wachau laden ein und gebendie Möglichkeit, den neuen Jahrgang 2011 kennen zu lernen. Am Samstag den 6. Mai feiern Gäste und Winzer ab 18h Uhr den Weinfrühling im Schloss Spitz. Steinfederund Federspiel-Weine von den teilnehmenden Winzern sind im Eintrittspreis von 15.- € inkludiert. www.vinea-wachau.at

Wagners Weiss

Festival Thermenregion Der Mai steht in der Thermenregion ganz im Zeichen von Wein und Genuss. Zehn Jahre Weinfestival wollen gebührend zelebriert werden. Der Startschuss fällt dieses Jahr bereits am 17. bzw. 18. Mai mit dem Tag der offenen Tür.Von 15 bis 19 Uhr öffnen mehr als 40 Winzer in der Region ihre Türen. Weinfreunde sind eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen eines Weingutes zu werfen und dabei die aktuellen Jahrgänge zu verkosten. Weitere Veranstaltungen sind „Wein im Park“ am 19. Mai in Baden und „Wein in der Burg“ am 24. Mai in Perchtoldsdorf. Darüber hinaus laden verschiedene Gastronomiebetriebe der Thermenregion gemeinsam mit ausgewählten Winzern von 2. Bis 29. Mai zu Degustationsmenüs ein.  Infos: www.weinfestival.at

Morandell, das renommierte Weinhandelshaus aus Wörgl, lud seine Gastronomie-Kunden auf den „Dachboden“ des 25hours-Hotels in der Lerchenfelderstraße. Als Gastgeber fungierten Mario Morandell (l.) und Norbert Eismayer (2.v.l.), die nicht nur die Weingüter Schmelz (M.), Gobelsburg (2.v.r.) und Zahel (r.) präsentierten. Auch Hannes Sabathi, das Weingut Igler und Goldenits waren mit aktuellen Weinen anwesend. Dazu wurden Weine von Antinori und edle Brände der Vorarlberger Freihof Destilllerie gereicht.

Leithaberg bebt Am Samstag den 21. April laden die Winzer des Leithabergs von 13h bis 19h Uhr in die Orangerie Eisenstadt und präsentieren 200 ausgewählte Weine der Region. Um 14h und 17h gibt es den Workshop „Erkosten Sie Kalk und Schiefer“. In der Vinothek Selektion Burgenland kann man den Abend in gemütlicher Atmosphäre mit köstlichen Schmankerln ausklingen lassen. Am Sonntag den 22. April bieten alle Betriebe von 10h ibs 17h die Möglichkeit zum ab Hof-Einkauf. www.leithaberg.at

Die Wagner-Sommeliers präsentieren am 7. Mai in Laakirchen die interessantesten Weißweine des Jahrgangs 2011 sowie reifere Lagenweine: hunderte spannende Weißweine aus 
Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich, 
Portugal und Spanien! Montag, 7. Mai 2012, Wagners Weinshop Laakirchen – 4664 Oberweis, 
Weinstraße 31, Fachbesucher 14.30–17.00 Uhr
 Private Weinliebhaber 17.00– 21.00 Uhr. Degustationsbeitrag € 30,–; Anmeldung: Tel 07613/440440, E-Mail: vinothek@wagnerweb.at

Aztekengold oder Partyshot?

Am Montag den23. April veranstaltet der Wiener Gastrolieferant Del Fabro ein Tequila-Tasting der besonderen Art. Del Fabro Spirituosen-Berater Rafael Topf, bei der verschiedene Tequila-Spezialitäten gekostet und besprochen werden. Die Teilnahme ist nur nach bestätigter Voranmeldung möglich. Rafael.topf@delfabro.at


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weincup

Ein verheißungsvoller Jahrgang Endlich wieder lachende Gesichter bei den Winzern, die Lese 2011 hat die fast leeren Keller mit einer Erntemenge von über 2,8 Mio. Hektoliter wieder aufgefüllt. Wir haben den neuen Weißweinjahrgang, auf den die heimische Gastronomie schon sehnsüchtig wartet, für sie unter die Lupe genommen.

Mit geballter Weinkompetenz dem Jahrgang 2011 auf der Spur (v.l.n.r.): Florian Deutsch (Eulennest, Wien), Franz Meseritsch, Diplomsommelier im Restaurant Le Ciel, ÖGZ-Autor Alexander Jakabb, Weinkonsulentin Ursula Ludwig und ÖGZ-Wein-Chefredakteur Wolfgang Schedelberger Fotos: Pepo Schuster

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ie Prognosen für den Jahrgang 2011 waren von optimistisch bis euphorisch, Letzteres, was den Rotwein betrifft, vielleicht sogar ein Jahrhundertjahrgang. Manche Gebiete, wie etwa das Weinviertel, waren wieder einmal vom Wettergott durch Frostschäden mengenmäßig benachteiligt. Die Steiermark blieb vergangenes Jahr von Hagelschäden verschont und wurde mit einer gewaltigen Erntemenge bedacht. Insgesamt führten die niederschlagsfreien Wochen im September mit hohen Nachttemperaturen vor der Lese zu relativ niedrigen Säurewerten und sehr reifen Trauben mit teilweise ungewöhnlich hohen Alkoholgraden. Im Vorjahr hatten die Winzer die umgekehrte Herausforderung, sich mit ungewöhnlich hohen Säurewerten auseinanderzusetzen. Im Großen und Ganzen ist dies jedoch gut gelungen, wie unsere aktuelle Verkostung belegt. 107 Winzer und Weinkellereien reichten diesmal ihre Weinproben

ein, wofür wir uns hiermit herzlich bedanken möchten.

Rebsorten und Herkunft Bei den 260 Proben dominierte erwartungsgemäß Grüner Veltliner (87), unerwartet die starke Präsenz von Sauvignon Blanc (39) und Riesling (30). Niederösterreich und seine Weinbaugebiete mit DACStatus deckten herkunftsmäßig mehr als die Hälfte ab. Aus dem Burgenland kamen beachtliche 45 Weine zur Verkostung. Insgesamt waren alle Weinbaugebiete mit Ausnahme der Rotwein-Hochburg Mittelburgenland vertreten, sogar ein Grüner Veltliner aus dem Südburgenland war dabei.

Das Resümee Besonders erfreulich – und deswegen zuerst erwähnt – präsentierten sich heuer die Weißburgunder. Die vielseitige Burgundersorte war der Star unserer Verkostung. Elegant, balanciert, komplex und zugänglich, teilweise bestechend durch Symbiosen von floralen Aromen und betörender Mineralität. Ob

vom Wagram, aus dem Burgenland oder der Steiermark, die Weißburgunder überzeugten diesmal durch die Bank. Ehre, wem Ehre gebührt! Das Ergebnis beim Grünen Veltliner war hingehen etwas durchwachsen. Trotz hoher Gradation des Jahrgangs lagen die Alkoholwerte durchschnittlich nur bei 12,5 Vol.-%, wobei die kräftigen Reserve­weine zu diesem Zeitpunkt naturgemäß noch nicht zur Verfügung stehen. Die besseren Qualitäten bestachen durch eine würzige Fruchtigkeit. Kamptal DAC und Traisental DAC schnitten in der Spitze am besten ab. Schon in ihrer frühen Jugend überzeugen bereits die 2011er-Rieslinge mit Frucht und Klarheit. Von der Wachau bis Wien, brilliert der „König der Weißweine“ brilliert im wahrsten Sinne des Wortes. Beim Welsch­riesling waren wir vom unerwartet hohen Niveau wirklich überrascht. Es konnte sogar ein Biowein aus dem Weinviertel mit vier Gläsern ausgezeichnet werden, was für diese relativ früh zu trinkende Rebsorte doch überra-

schend ist. Es muss also nicht immer die Steiermark beim Welsch sein. Mit dem Sauvignon Blanc haben die Steirer jedoch noch einen weiteren Pfeil im Köcher, der beim aktuellen Jahrgang besonders überzeugen konnte. Heuer dominieren die Südsteirer bei dem „Schmeckerten“ mit ausgereiften Qualitäten. Im jetzigen Stadium wirken die Weine trotz hoher Alkoholgrade von bis zu 14 Vol.-% elegant und keineswegs fett oder plump. Ebenso hohe Werte von 14 Vol.-% und darüber sind auch beim Chardonnay in diesem Jahrgang keine Seltenheit. Cremige, fruchtreife und extraktreiche Weine weisen auf ein gutes Potenzial hin. Last but not least, unsere selteneren Rebsorten unter der Rubrik Sortenvielfalt zusammengefasst. Hier tummeln sich spannende Weine von Frühroter Veltliner über Roter Veltliner bis Rotgipfler unter den bewerteten Weinen. In einer letzten Gruppe wurden Weine zusammengefasst, die aus verschiedenen Gründen in keine


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Das ÖGZ-Verkostungsteam mit Norbert Eismayer von Morandell (l.) Benjamin Mayr (Del Fabro, M.) und Sebastian Slavicek (Wine Times, r.)

der bisher geschilderten Kategorien passen. Es handelt sich um ein – durchaus attraktives – Sammelsurium an Weinen, die aus Fairness und Vergleichbarkeit nicht mit den klassischen, trockenen Weinen des aktuellen Jahrgangs gemeinsam verkostet wurden. Sie stellen jedoch einen Beweis für die Vielfalt an Stilistiken, Geschmacksrichtungen und Ausbauweisen dar, die in der Gastronomie gut einsetzbar sind.

Gute Qualitäten Das Qualitätsniveau war insgesamt betrachtet für den frühen

Zeitpunkt der Verkostung sehr respektabel, wurden doch 30 Weine mit vier von fünf Gläsern ausgezeichnet, es handelt sich also um Top-Weine. Mit der Beurteilung „Sehr gut“ und so weit passend „sortentypisch“ wurden immerhin 85 Weine mit drei von fünf Gläsern eingestuft. Wir können gespannt auf die Re­ ser­ve­qualitäten des Jahrgangs 2011 sein, in der Hoffnung, dass die Weine nicht zu opulent sein werden. Ein ÖGZ-Weißweincup zu diesem Thema ist für September 2012 geplant. Dass keiner der eingereichten Wei-

ne mit der Höchstnote von fünf Gläsern, die für absolute Weltklasse steht, bedacht wurde, hat in erster Linie damit zu tun, dass junge und in der Regel unkomplizierte Weißweine einfach nicht in diese Kategorie fallen. Wir bemühen uns aufrichtig, unser durchgängig schlüssiges Bewertungsschema fair einzuhalten, damit die Bewertungen über alle Verkostungen hinweg vergleichbar sind. Dass es bei vergangenen Verkostungen (Rotweine 2009–2010 und Prädikatsweine) eine relativ hohe Zahl an 5-Gläser-Weinen gab, liegt einfach daran, dass einige dieser

Weine tatsächlich zu den Besten der Welt zählen.

Wagram sticht heraus Was uns wieder einmal besonders freut, war, dass nicht nur die renommiertesten Winzer des Landes ihre Stärke zeigten, sondern auch weniger bekannte Betriebe überzeugen konnten. So hat das Weingut Ehn aus Engelmannsbrunn – Weinbaugebiet Wagram – gleich in zwei Kategorien (Chardonnay und Weißburgunder) den Gruppensieg einfahren können und auch im Gesamtfeld hohe Bewertungen erzielt.

Die Verkoster

Dankeschön

Alexander Jakabb, ÖGZ Wein Wolfgang Schedelberger, Chefredakteur-Stv. ÖGZ

Wir bedanken uns bei Familie Bitzinger für die Gastfreundschaft und die Betreuung des Augustinerkeller-Teams unter angenehmsten Bedingungen in der Vinothek Bitzinger – Stammsitz des Wiener Sommeliervereins.

Norbert Eismayr, Morandell Wörgl, Verkaufsleiter Wien/Niederösterreich Florian Deutsch, Eulennest – Vinothek und Weinbar, Wien Ursula Ludwig, Weinkonsulentin Benjamin Mayr, Weinverkauf, Del Fabro Wien, Franz Messeritsch, Diplomsommelier, Le Ciel im Grand Hotel, Wien Sebastian Slavicek, Winetime-Weinbar, Wien Ein großes Dankeschön für die Unterstützung beim Verkosten.

Reihung Die Reihung der trockenen Weißweine des Jahrgangs 2011 beginnt mit Grüner Veltliner (S. 15), danach folgen Sortenvielfalt (S. 23), Sauvignon Blanc (S. 25), Chardonnay (S. 28), Weißburgunder (S. 29), Welschriesling (S. 32), Gelber Muskateller (S. 32), Riesling (S. 34), Cuvées (S. 37), Gemischte Gruppe – halb­ trocken, lieblich und andere Jahrgänge (S. 38). Die höchste Bewertung sind fünf von fünf Gläsern, innerhalb einer Kategorie werden die Weine alphabetisch nach den Namen der Winzer gereiht. Die Top-3-Weine jeder Kategorie und die Top 10 der Weißweine 2011 werden nach den Punkten gereiht, diese finden Sie im Kasten.

Preis Gastronomie netto (exkl. MwSt.)

Beurteilung

: unter 5 Euro : sauber gemachter Wein

: 5 bis 10 Euro : 10 bis 15 Euro

: gute Qualität

: 15-20 Euro : über 20 Euro

: hat Charakter und Finesse Top-Wein, gehört zu den Besten des Landes

Flaschengrößen

: Internationale Klasse, großer Wein : 0,375 l  

: 0,75 l 

: 1,5 l (Magnum)


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Grüner Veltliner

Trotz hoher Gradation des Jahrgangs lagen die Alkoholwerte durchschnittlich bei 12,5% vol. Die besten Qualitäten bestechen durch fulminante würzige Fruchtigkeit und angenehmen Trinkfluss. Kamptal DAC, Traisental DAC und Weinviertel DAC führen das Spitzenfeld an.

Grüner Veltliner Kamptaler Terrassen 2011

Grüner Veltliner Setzen 2011

Grüner Veltliner / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Traisental DAC / 12,5 % / trocken

Bründlmayer, Langenlois

Gelbfruchtig, Mineralität, Würze. Frischer Schmelz, Komplexität, extraktreich, guter Druck, mineralisch, schwarzer Pfeffer, vibrierend und anhaltend. www.bruendlmayer.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Döllerer, WeinWolf, Morandell, Schenkenfelder, Wagner, Vergeiner, ab Hof

Figl Leopold, Traismauer

Curry-Würze, Birnenfrucht, Fruchtbukett. Strahlend klar, würzig am Gaumen, rauchig, cremige Textur, tiefgründig, entspannter Ausklang. www.weingut-figl.at Vertrieb: ab Hof

Grüner Veltliner Sonnleiten 2011

Grüner Veltliner Weinviertel DAC 2011

Grüner Veltliner 2011

Grüner Veltliner / Traisental DAC / 13 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12 % / trocken

Grüner Veltliner / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Hauleitner, Wagram ob der Traisen

Würzigkeit in der Nase, schwarzer Pfeffer. Opulent, vollreif, fruchtbetont, rassig, hervorragender Sortenvertreter, belebendes Finish, Potenzial. www.hauleitner.at Vertrieb: ab Hof

Lenz Moser, Rohrendorf

Quitten, Sternfrucht, Melone.  Supersaftig, Fruchtharmonie, Säurespiel, sehr lebendig am Gaumen, macht Freude, guter Trinkfluss, toller Abgang. www.lenzmoser.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Wedl, Kolarik&Leeb, Pfeiffer, Schenkenfelder, Metro, ab Hof

Sax, Langenlois

Reife Ringlotten, Zuckermelone, Kardamom. Vielschichtig, harmonisch, würzig, mineralisch, dezente Pfirsichfrucht, vollmundig, eleganter Nachhall. www.winzersax.at Vertrieb: Kastner

Grüner Veltliner Weinzierlberg 2011

Grüner Veltliner L & T 2011

Grüner Veltliner Berg Vogelsang 2011

Grüner Veltliner / Kremstal DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 11,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Stadt Krems, Krems

Mineralische Nase, pfeffriges Früchtebukett. Fulminante Frucht, mächtiger Körper, perfekte Balance, Mineralität mit Pfefferl, tolle Qualität und Länge. www.weingutstadtkrems.at Vertrieb: Del Fabro, Wagner, ab Hof

Grüner Veltliner Theyerner Berg 2011 Dockner Tom, Theyern

Grüner Veltliner / Traisental DAC / 13 % / trocken Stachelbeere, Sauvignon-Noten, erdig. Mittelgewichtig, vollmundig, fruchtsüßlich, Würze vorhanden, schlanker, leicht bitterer Abgang. www.weindockner.at Vertrieb: Döllerer, ab Hof

Bründlmayer, Langenlois

Weißfruchtiger Duft, Pfirsich, Hollunder. Klares Fruchtspiel, knackige Säure, würzig, harmonisch, charmant, macht Spass bis zum Schluss. www.bruendlmayer.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Döllerer, WeinWolf, Morandell, Schenkenfelder, Wagner, Vergeiner, ab Hof

Bründlmayer, Langenlois

Grüne Banane, pflanzliche Noten, grasig. Feurig, knackige Frucht, spritzig, hat Biss, noch etwas streng, pflanzliche Noten, schöner Wein. www.bruendlmayer.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Döllerer, WeinWolf, Morandell, Schenkenfelder, Wagner, Vergeiner, ab Hof


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w w w.g ast.at

Grüner Veltliner Federspiel Dürnstein 2011

Grüner Veltliner Federspiel Kollmitz 2011

Grüner Veltliner 2011

Grüner Veltliner / Wachau / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Wachau / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Carnuntum / 12,5 % / trocken

Domäne Wachau, Dürnstein

Marzipan, Germteig, traubig. Saftig, angenehm cremiges Mundgefühl, straffes Säuregerüst, Mineralität, zugänglich mit würzigem Ausklang. www.domaene-wachau.at Vertrieb: WeinWolf, ab Hof

Domäne Wachau, Dürnstein

Maschanska-Apfel, Zimt, Pfirsichfrucht. Mittelgewichtiger Körper, erfrischend, leicht pfeffrig, zartbitter, wird mit mehr Luft zugänglich und lang. www.domaene-wachau.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Wedl, Pfeiffer, WeinWolf, Morandell, Schenkenfelder, Metro, ab Hof

Edelmann, Göttlesbrunn

Reife Noten, gelbe Früchte, Marille. Viel Schmelz, Fruchtextrakt, zugängliche Säure, blitzsauber, mineralisch vibrierender Abgang. www.weingut-edelmann.at Vertrieb: ab Hof

Grüner Veltliner 2011

Grüner Veltliner 2011

Grüner Veltliner Hundspoint 2011

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 13 % / trocken

Eichberger, Eibesbrunn

Apfelig, schwarzer Pfeffer, Feuerstein. Mineralität im Vordergrund, lebendig mit Biss, zarte Frucht, feste Säure, prickelnd, „Good Vibrations“.   www.weinguteichberger.at Vertrieb: ab Hof

Groiss Ingrid, Breitenwaida

Verhaltene Reife, schlanker Körper, zurückhaltende Frucht, straff am Gaumen, noch verschlossen, sauberes Ausklingen. www.ingrid-groiss.at Vertrieb: Wagner, ab Hof

Gruber Ewald, Röschitz

Bratapfel, Gewürznelken, elegante Nase. Kernig, stählern, saftig, sehr fruchtig, zartbitter, angenehmes Mundgefühl, hat Power und Länge. www.gruberwein.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, ab Hof

Grüner Veltliner Terrasse Reipersberg 2011

Grüner Veltliner Lössfeder 2011

Grüner Veltliner Mitterweg 2011

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 12 % / trocken

Grüner Veltliner / Wagram / 13 % / trocken

Gruber Ewald, Röschitz

Duftwolke, frische Ringlotten, grüne Bananen. Mittelkräftig, saftig, vordergründige Säure, Apfelnoten, Pikanz, bleibt am Gaumen, Potenzial. www.gruberwein.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, ab Hof

Hauleitner, Wagram ob der Traisen

Reife, gelbfruchtige Noten, Marillenchutney. Vital, würzig, knackige Säure, Akazienhonigtöne, leicht prickelnder Ausklang. www.hauleitner.at Vertrieb: ab Hof

Hellmer, Fels am Wagram

Neutral bis mild, gelbfruchtig. Mittlerer Körper, fruchtbetont, saftig, pfeffrig, vollmundig, lang anhaltend, guter Speisebegleiter. www.winzer-hellmer.at Vertrieb: ab Hof

Grüner Veltliner Klassik 2011

Prestige Grüner Veltliner 2011

Grüner Veltliner Hochrain 2011

Grüner Veltliner / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Wagram / 12,5 % / trocken

Kirschner, Zöbing

Schwefelhölzchen, Quitte, frischer Duft. Sehr kühl, schlank, rassige Säure, klassischer GV, einfach bekömmlich, angenehmer Trinkfluss. www.kirschner.co.at Vertrieb: ab Hof

Lenz Moser, Rohrendorf

Feigenkaffee, Trockenfrüchte, Stachelbeeren. Ausgewogen, präsente knackige Säure, blitzsauber, gute Balance und Länge. www.lenzmoser.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Wedl, Kolarik&Leeb, Pfeiffer, Schenkenfelder, Metro, ab Hof

Mayer Franz Anton, Königsbrunn am Wagram

Birnen- und Apfelaromen. Voll saftig, kühle schlanke Ausführung, straffe Säure, bekömmlich, herrlicher Trinkfluss, passt gut. www.franzantonmayer.at Vertrieb: Metro, ab Hof


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weincup

Grüner Veltliner Nussberg 2011

Grüner Veltliner Steiningen 2011

Grüner Veltliner Spiegel 2011

Grüner Veltliner / Wagram / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Mörwald, Feuersbrunn

Gewürzmischung, Ananas, Maracuja. Schlank, reife Frucht, Birne, etwas traubig, viel Saft, bekömmlich bis zum Finish. www.weinbau-moerwald.com Vertrieb: ab Hof

Pröll, Radlbrunn

Rabl, Langenlois

Virginia Tabak, Nektarine, Marillenfrucht. Leichtgewichtig, etwas Druck am Gaumen, fester Biss, Artischocken, lang anhaltend. www.weingut-proell.at Vertrieb: ab Hof

Dezenter Früchtekorb, Würzigkeit. Strahlend, leicht feminine Struktur, gut balanciert, easy drinking, wenn Säure gefragt. www.weingut-rabl.at Vertrieb: Morandell, Metro, ab Hof

Grüner Veltliner Lössterrassen 2011

Grüner Veltliner Klassik 2011

Grüner Veltliner Weinviertel DAC 2011

Grüner Veltliner / Kamptal DAC / 12 % / trocken

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 12 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Schloss Gobelsburg, Gobelsburg

Zuerst verhalten, dann weißer Hollunder und Feuerstein. Extrakt- und körperbetont, zitronig, angenehmes Säurespiel, Holler, gute Länge. www.gobelsburg.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Döllerer, Morandell, ab Hof

Wegenstein, Wr. Neudorf

Zissler, Sierndorf

Zitruszesten, mineralische Anklänge. Vordergründig, Terroirwein, elegant, anspruchsvoll, sortentypisch, klarer und feiner Abgang. www.wegenstein.at

Kamille, Sternfrucht, Lindenblüten. Sehr trocken, schlank, leichte Grüntöne, Fisolen, knackige Säure, noch zurückhaltend, bekömmlicher Ausklang. www.zissler.at Vertrieb: ab Hof

Grüner Veltliner Ried Satz 2011

Keltenwein Sandberg 2011

Grüner Veltliner Classic 2011

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 12 % / trocken

Grüner Veltliner / Wien / 12 % / trocken

Bannert, Obermarkersdorf

Wassermelonen, Kiwi, Zitrus. Exotische Noten am Gaumen, etwas grasig, guter Schmelz, zarte GV-Pfefferwürze, rasches Ende. www.weingutbannert.com Vertrieb: Pfanner, ab Hof

Biowein Weber, Röseldorf

Verhaltene Nase, Muskatton, Apfelschale. Schlank, dezente knackige Säure, nicht fruchtintensiv, leichtgewichtig und zartbitter. www.biowein-weber.at Vertrieb: ab Hof

Cobenzl, Wien

Asche, kalter Rauch, überreife Zitrone.  Säurebetonter, schlanker Körper, etwas nervig, dezente Frucht, zitroniger Nachhall. www.weingutcobenzl.at Vertrieb: Del Fabro, eurogast, ab Hof

Grüner Veltliner Nussberg 2011

Grüner Veltliner Weinviertel DAC 2011

Grüner Veltliner Federspiel Weissenkirchen 2011

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 13 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Wachau / 12,5 % / trocken

Diem, Obermarkersdorf

Grüne Oliven, Tabak, Heu. Mineralität mit kräftiger Säure,  Fruchtextrakt, Artischocken, prickelnd auf der Zungenspitze, leicht bitterer Abgang. www.diem-weine.at Vertrieb: Morandell, ab Hof

Diem, Obermarkersdorf

Biskuitnoten, weißer Hollunder, Kümmel. Schöner Fruchtschmelz, schlank, gut stützende Säure, vollmundig, Apfelgelee, relativ kurzer Abgang. www.diem-weine.at Vertrieb: ab Hof

Domäne Wachau, Dürnstein

Neutral, ein wenig weißer Fliederduft. Schlank, leichtfüssig, bedeckte Frucht, unaufdringliche Säure, angenehmes Finish. www.domaene-wachau.at Vertrieb: Morandell, ab Hof


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Grüner Veltliner Neuberg Alte Reben 2011

Grüner Veltliner L + T 2011

Grüner Veltliner Sonnleitn 2011

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 11,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Wagram / 14 % / trocken

Dürnberg, Falkenstein

Exotikanklänge, Bambus, papriziös. Druckvoll, Sturm und Drang, Balsamicoanklänge, sauber gemacht, Pfefferl geht ab. www.duernberg.at Vertrieb: Del Fabro, Pfanner, Kolarik&Leeb, ab Hof

Dürnberg, Falkenstein

Verhalten, Zitronenzeste. Spitze Säure, wenig Frucht, etwas hart dafür druckvoll am Gaumen, intensiver Abgang. www.duernberg.at Vertrieb: Del Fabro, Pfanner, Kolarik&Leeb, ab Hof

Ehn, Engelmannsbrunn

Reifer Pfirsich, Eiszuckerlnoten, Tabak. Straff und säurebetont, blättrig, zarte Mineralik, guter Druck, leicht spritzig, lang anhaltend. www.weinhofehn.at Vertrieb: ab Hof

Grüner Veltliner Ried Satz 2011

Estoras Grüner Veltliner 2011

Grüner Veltliner Pannau 2011

Grüner Veltliner / Wagram / 13 % / trocken

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Ehn, Engelmannsbrunn

Pfefferwürze, Curry, Granny-SmithSchale. Rassig, herausfordernd, feine Textur, süßer Apfel, weißer Pfirsich, schlanker Ausklang, braucht noch Zeit. www.weinhofehn.at Vertrieb: ab Hof

Esterhazy, Eisenstadt

Mandarinenschale, Rharbarber, Heu. Zartbitter mit Säure unterlegt, schmelzig, angenehme Struktur, Liebstöckl, grüne Kräuter, Steinobst, brav. www.esterhazywein.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, ab Hof

Faber-Köchl, Eibesthal

Marillenaroma, Birne, Stachelbeere. Klar und frisch, druckvoll, grüne Nüsse, grasig, geschmeidig am Gaumen, gefällig, spitze Säure bis zum Finish. www.faber-koechl.at Vertrieb: ab Hof

Grüner Veltliner 2011

Grüner Veltliner 2011

Poysdorfer Saurüssel 2011

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12 % / trocken

Grüner Veltliner / Burgenland / 11,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 11,5 % / trocken

Faber-Köchl, Eibesthal

Grüner Apfel, Quitte, Sternfrucht. Frisch, lebendig, Zitrusfrucht, leichte Mineralität, kernig, gut eingebundene Säure, knackiger Wein. www.faber-koechl.at Vertrieb: ab Hof

Fischer Alfred, Stöttera

Quitte, reife Birne, zitronig. Saftig, einfach und verschlossen. Abgang sauber, aber etwas kurz. www.alfredfischer.com Vertrieb: ab Hof

Haimer Harald, Poysdorf

Lindenblüten, süß-bittere Aromen, Pfefferminze. Einfach, sauber, Apfelnoten, nicht sortentypisch, aber schöner Wein. www.haimer.at Vertrieb: ab Hof

Grüner Veltliner Kammerner Heiligenstein 2011

Grüner Veltliner Fuchsenberg 2011

Grüner Veltliner Weinviertel DAC 2011 Hebenstreit, Kleinriedenthal

Hirsch, Kammern

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 13 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Hebenstreit, Kleinriedenthal

Intensive Nase, Sauvignon-Noten, fruchtig nach Stachelbeere, auch am Gaumen, pflanzlich, grüne Paprika. Gut gemacht, aber nicht sortentypisch.  www.weingut-hebenstreit.at Vertrieb: Wagner, ab Hof

Liebstöckel, Zitronenduft, limonadig. Straff am Gaumen, fester Biss und gute Säure. Rustikal, trotzdem charmant, macht Trinkfreude. www.weingut-hebenstreit.at Vertrieb: Wagner, ab Hof

Williams-Birne, Getreide, Nüsse. Leicht und knackig, Zitrone, balanciert am Gaumen, viel Schmelz, hinten lang anhaltend, würziger Abgang. www.weingut-hirsch.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Döllerer, Morandell, Schenkenfelder, ab Hof


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Grüner Veltliner Hochstrass 2011

Grüner Veltliner Guttenberg 2011

Grüner Veltliner Stein 2011

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Burgenland / 12 % / trocken

Grüner Veltliner / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Hofbauer-Schmidt, Hohenwarth

Aspikwürze, traubig, frisch. Sehr saftig, schöne Frucht-Säure-Balance, quietschlebendig, mittelkräftig. Traubiger Abgang. www.hofbauer-schmidt.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, ab Hof

Höpler, Breitenbrunn

Jurtschitsch Sonnhof, Langenlois

Wiesenduft, weißer Pfirsich, Melone. Ausgewogen, vielschichtig, mittlerer Druck am Gaumen, Körper balanciert, hat Ausdruck und Kraft. www.hoepler.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, eurogast, Schenkenfelder, ab Hof

Zitronenzesten und Apfelschale. Kräftig, vollmundig, extraktreich, harmonisch, leicht bitter, mineralischer Abgang. www.jurtschitsch.com Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Pfeiffer, Morandell, Schenkenfelder, ab Hof

Grüner Veltliner 2011

Ein Achterl vom Löss 2011

Grüner Veltliner Brunnthal 2011

Grüner Veltliner / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Wagram / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Wagram / 13,5 % / trocken

Jurtschitsch Sonnhof, Langenlois

Apfelkompott, Zitronenkracherl.  Verhaltene Frucht, spitze Säure, zitronig, schlanker Körper beim Ausklang. www.jurtschitsch.com Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Pfeiffer, Morandell, Schenkenfelder, ab Hof

Kolkmann, Fels am Wagram

Kolkmann, Fels am Wagram

Steinobstanklänge, Kräuternoten, Birnenschnaps. Lebendig, schöne Balance, Säure gut eingebunden, erwärmender Ausklang. www.kolkmann.at Vertrieb: Wagner, ab Hof

Vielschichtige Nase, Kümmel, Wiesenblumen. Frisch, saftbetont, druckvoll, würzig trocken, komplex am Gaumen, schöne Länge. www.kolkmann.at Vertrieb: Wagner, ab Hof

Singing Grüner Veltliner 2011

Grüner Veltliner Selection 2011

Lois 2011

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 12 % / trocken

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 12 % / trocken

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Laurenz V., Wien

Würzig, pfeffrig, weiße Apfelnoten. Ein bisschen schlank, zitronig, fruchtwürzig, sauberer Abgang. www.laurenzfive.com Vertrieb: Morandell

Lenz Moser, Rohrendorf

Zitrusnoten in der Nase und am Gaumen, Chewing Gum, kurz und spitz, Abgang ausgewogen, ein schöner Terrassenwein. www.lenzmoser.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Wedl, Kolarik&Leeb, Pfeiffer, Schenkenfelder, Metro, ab Hof

Loimer, Langenlois

Feuerstein, Zündholz, Granny Smith Apfelsaft. Verhaltene Frucht, Säure von gereifter Zitrone, zartbitteres Ende. www.loimer.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfeiffer, Morandell, Schenkenfelder, Wagner, ab Hof

Grüner Veltliner Riede Hundschupfen 2011 Malteser Ritterorder, Mailberg

Grüner Veltliner Weinviertel DAC 2011

Grüner Veltliner Privat 2011

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Wagram / 12,5 % / trocken

Nase sehr sauber, Birne, dezente Frucht. Mittlerer Körper, straff am Gaumen, knackige Säure, Apfelkompott, lang anhaltend. www.lenzmoser.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Wedl, Kolarik&Leeb, Pfeiffer, Schenkenfelder, Metro, ab Hof

Malteser Ritterorder, Mailberg

Gewürzblumen, Wiesenkräuter. Schlank, Säure vordergründig, zartbittere Noten, einfach, dafür lebendiger Abgang.  www.lenzmoser.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Wedl, Kolarik&Leeb, Pfeiffer, Schenkenfelder, Metro, ab Hof

Mayer Franz Anton, Königsbrunn am Wagram

Dezente Nase, Süßstoff, getrocknete Kräuter. Apfelfrucht am Gaumen, erdig, leicht bitter, Kräutertee, fruchtsüßlicher Ausklang. www.franzantonmayer.at Vertrieb: Metro


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w w w.g ast.at

Grüner Veltliner Klassik 2011

Grüner Veltliner Kremser Kogl 2011

Grüner Veltliner Seeberg 2011

Grüner Veltliner / Wagram / 11,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Kremstal DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Kamptal DAC Reserve / 14 % / trocken

Mehofer-Neudeggerhof, Neudegg

Verhaltene weißfruchtige Aromen. Schlank, dezent fruchtig, saftig, leichter Druck, lebendig, gut zu trinken. www.mehofer.at Vertrieb: ab Hof

Müller, Krustetten

Frisch apfelig, kühle Noten. Saftig, fruchtbetont, lebendig auf der Gaumenspitze, lang anhaltende Säure, guter Trinkfluss, leichtes Bitterl im Abgang. www.weingutmueller.at Vertrieb: Wedl, Döllerer, eurogast, ab Hof

Öhlzelt Barbara, Zöbing

Gelber Apfel, Sellerie, Würzigkeit. Fruchtsüßlich, mineralisch, pfeffrige schöne Würze, gelbfruchtig, schlank, lang anhaltend. www.weinberggeiss.at Vertrieb: ab Hof

Grüner Veltliner Nº 11 2011

Grüner Veltliner Alte Rebe 2011

Grüner Veltliner Klassik 2011

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Pass Johann, Straning

Apfelnoten, Zimt, Kompott. Schlank, straffer Gerbstoff, knackiges Säurespiel, würzig fruchtig, vibrierender Abgang. www.weingut-pass.at Vertrieb: ab Hof

Pass Johann, Straning

Früchtetee, Suppengrün, Kräuternoten. Mittlerer Körper, präsentiert sich frisch, etwas Frucht, erwärmender Abgang mit dezentem Bitterton. www.weingut-pass.at Vertrieb: ab Hof

Pass Johann, Straning

Traubig, würzig. Am Gaumen prickelnd wie Perlwein, frische intensive Säure, Würzigkeit, schlank bis zum Schluß. www.weingut-pass.at Vertrieb: ab Hof

Grüner Veltliner Zeiseneck 2011

Grüner Veltliner Classic 2011

Grüner Veltliner Messwein 2011

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Burgenland / 12,5 % / trocken

Pfaffl R&A, Stetten

Vanille, Kräuternoten, Sauvignon-Nase. Würzig, mineralisch, scharfe Säure, Pfirsichnoten, mittellanger Abgang. www.pfaffl.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Döllerer, Morandell, Metro, ab Hof

Prechtl, Zellerndorf

Joghurttöne, Grapefruit, Pilze. Streng am Gaumen, schlank, zart bitter, etwas nervig, leiser Ausklang. www.prechtl.at Vertrieb: ab Hof

Salzl Rudolf, Illmitz

Eiszuckerlaromatik, Hellfruchtigkeit. Schlank, leichtgewichtig, etwas bitter, kühle Stilistik, sauberer Abgang. www.salzlwein.at Vertrieb: ab Hof

Grüner Veltliner Luftikus 2011

Grüner Veltliner Messwein 2011

Grüner Veltliner Classic 2011

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 11,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Sax, Langenlois

Verhalten nach Wiesenblumen und Waldduft. Würzige Frucht, lebendige Säure, schlanker Körper, bemerkenswerter Nachhall. www.winzersax.at Vertrieb: Kastner, Vergeiner

Schloss Gobelsburg, Gobelsburg

Weißer Pfeffer, weißfruchtig, Apfelschale. Viel Saft, vollmundig, pfeffrig, Honigton, rank und schlank. www.gobelsburg.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Döllerer, Morandell, ab Hof

Späth, Grosskrut

Birnenaroma, Vanilleschote, Würze. Saftbetont, mittlerer Druck, leicht pfeffrig, elegant und zierlich, Abgang passt dazu. www.weingut-spaeth.at Vertrieb: ab Hof


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weincup

Grüner Veltliner Rosenberg 2011

Grüner Veltliner Kittmannsberg 2011

Grüner Veltliner Dorner 2011

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Kamptal DAC Reserve / 14 % / trocken

Grüner Veltliner / Wagram / 12,5 % / trocken

Stadler, Falkenstein

Tannennadeln, Zitronenschale, rauchig. Sauberer, knackiger, fruchtsüßer Wein, Marille am Gaumen, schöne Balance. www.weingut-stadler.com Vertrieb: ab Hof

Steininger, Langenlois

Zündholz, Litschi, reifer Pfirsich.  Ausgewogenes Frucht-Säurespiel, gelbfruchtig, Zitrone, gemüsiger Touch, unkompliziert bis zum Ende. www.weingut-steininger.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, ab Hof

Strobl Clemens, Linz

Apfelschale, Heu, Tabak. Mittelgewichtig, lebendiger Säurespitz und erwärmend, kratzige, grüne Tannine, ruhiger Ausklang. www.clemens-strobl.at Vertrieb: Schenkenfelder, Wagner, ab Hof

Grüner Veltliner GEO 2011

Grüner Veltliner Wechselberg 2011

Grüner Veltliner Alte Reben 2011

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Wagram / 14 % / trocken

Toifl Georg, Kleinhöflein bei Retz

Rosenparfum, reife Zitronen, grüne Äpfel. Schlank mit angenehmer, präsenter Säure, traubig, harmonisch, ein Schmeichler. www.weingut-toifl.at Vertrieb: ab Hof

Topf Johann, Straß

Verhalten, feuchtes Papier. Auffällig reif, saftig, vollmundig, zartbittere Töne, fruchtsüßer Anklang, schlanke Struktur. www.weingut-topf.at Vertrieb: Del Fabro, WeinWolf, Morandell, ab Hof

Urbanihof, Fels am Wagram

Orangenzesten, Feuerstein, frisches Gemüse. Fruchtsüßlich, Schmelz, dominante Säure, wirkt fett, reife Birne, rauchig, schöne Länge. www.urbanihof.at Vertrieb: ab Hof

Grüner Veltliner Scheiben Wagramer Selektion 2011 Urbanihof, Fels am Wagram

Grüner Veltliner Nussberg 2011

Grüner Veltliner Kellerberg 2011

Grüner Veltliner / Wagram / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Wien / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Bestechende Würzigkeit, Tabak, Selcharomen. Saftig, straff am Gaumen, schwungvoll,  guter Trinkfluss, mittellanger Abgang. www.urbanihof.at Vertrieb: ab Hof

Wieninger, Wien

Koriander, schwarzer Pfeffer, extrem würzig. Am Gaumen auch viel Würze, feste Säure, ausgewogen, mineralisch angehauchtes Feeling. www.wieninger.at Vertrieb: Del Fabro, Döllerer, Pfeiffer, Wagner, Vergeiner, ab Hof

Bioweingut Zillinger Johannes, Velm-Götzendorf

Kräuterwürze, weißer Pfeffer, Pfirsich.  Schlank, frisch, animierend, würzig, weißfruchtig, unkomplizierter Grüner Veltliner. www.zillinger.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Kolarik&Leeb, ab Hof

TOM Grüner Veltliner 2011

Grüner Veltliner 2011

Grüner Veltliner Kamptal DAC 2011

Grüner Veltliner / Traisental DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Dockner Tom, Theyern

Nektarine, Orange, Zitrus. Harmonische Fruchtkomponenten, dominierend spitze Säure, zitronig bis zum Schluß, für „geeichte“ Österreicher. www.weindockner.at Vertrieb: Döllerer, eurogast, ab Hof

Graf Hardegg, Seefeld-Kadolz

Periphäre Kräuterwürze. Schlank, Leichtgewicht, wenig Frucht, ohne Ecken und Kanten, kurzes Ende. www.grafhardegg.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, WeinWolf

Loimer, Langenlois

Wassermelone, grüne Gurke. Schlank, einfach, viel Säure, wenig Frucht, Abgang passt. www.loimer.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfeiffer, Morandell, Schenkenfelder, Wagner, Metro, ab Hof


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w w w.g ast.at

Grüner Veltliner Gerichtsberg 2011

Grüner Veltliner Stoanan 2011

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12,5 % / trocken

Lutzer, Haugsdorf

Pollak, Unterretzbach

Intensives Fruchtbukett, grüner Paprika, Stachelbeere. Keine sortentypische Aromen, lebendig am Gaumen, Passionsfrucht, ganz gut, aber nicht GV-Typizität. www.weingut-lutzer.at Vertrieb: ab Hof

Weiße Schokolade in der Nase. Am Gaumen viel Gerbstoff und präsente Fruchtsüße mit Säure gepaart, schlanker Körper. www.pollak.co.at Vertrieb: ab Hof

Grüner Veltliner 1. Stadt Krems, Krems / Kremstal Weinzierlberg 2. Hauleitner, Wagram ob der Traisen / Traisental Sonnleiten 3. Sax, Langenlois / Kamptal Welschriesling 1. Zillinger Bioweingut, Velm-Götzendorf / Weinviertel 2. Salzl Rudolf, Illmitz / Neusiedlersee Kabinett 3. Kiss, Halbturn / Neusiedlersee Weißburgunder 1. Ehn, Engelmannsbrunn / Wagram 2. Piribauer, Neudörfl / Neusiedlersee Hügelland 3. Schneeberger, Heimschuh / Südsteiermark Sausal Riesling 1. Domäne Wachau, Dürnstein / Wachau Federspiel Bruck 2. Müller, Krustetten / Kremstal Göttweiger Berg 3. Wieninger, Wien / WienNussberg

Grüner Veltliner Rabenstein 2011

Grüner Veltliner 2011

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC / 12 % / trocken

Grüner Veltliner / Südburgenland / 13 % / trocken

Stadler, Falkenstein

Weinek-Wein, Heiligenbrunn

Florale Noten, heller Tabak, zitronig. Jung, frisch, knackige Säure, grüne Noten, etwas dropsig, limonadenhaft, zartbitterer Abgang. www.weingut-stadler.com Vertrieb: ab Hof

Birne, Schokobanane, Krautgemüse. Eigenwillig, engmaschig am Gaumen, süß-sauer, leicht bitter, klebt auf der Zunge, schlanker Ausklang. www.weinek-wein.at Vertrieb: ab Hof

Gelber Muskateller 1. Schneeberger, Heimschuh / Südsteiermark Muskateller 2. Diem, Obermarkersdorf / Weinviertel Nussberg 3. Tement, Berghausen / Südsteiermark Steirische Klassik Chardonnay 1. Ehn, Engelmannsbrunn / Wagram 2. Skoff Original, Gamlitz / Südsteiermark Morillon Grassnitzberg 3. Sax, Langenlois / Kamptal Sauvignon Blanc 1. Tement, Berghausen / Südsteiermark Steirische Klassik 2. Schneeberger, Heimschuh / Südsteiermark Klassik 3. Perner, Ehrenhausen / Südsteiermark Sortenvielfalt 1. Zissler, Sierndorf / Weinviertel Frühroter Veltliner 2. Hofbauer-Schmidt, Hohenwarth / WV Roter Veltliner Alte Reben 3. Piriwe, Traiskirchen / Thermenregion Rotgipfler Klassik Cuvée 1. Loimer, Langenlois / Kamptal Chardonnay – Pinot Gris 2. Artner, Höflein / Carnuntum Spazierer 3. Cobenzl, Wien / WienWiener Gemischter Satz Classic Gemischte Gruppe Top 10 1. Hillinger Leo, Jois / Neusiedlersee / Leithaberg Pinot Blanc 2010 2. Young Nittnaus Experience, Gols / NS Chardonnay Reserve 2010 3. Skoff Walter, Gamlitz / Südsteiermark Sauvignon Blanc Royal 2010 4. Stift Göttweig / Kremstal GV Gottschelle 1ÖTW Reserve 5. R&A Pfaffl, Stetten / WV Grüner Veltliner Hundsleiten Reserve 2011 6. Hans & Christine Nittnaus, Gols / NS Pinot Blanc / Chardonnay 2010 7. Hauleitner, Wagram/Traisen / TT Muskateller Berger halbtr. 2011 8. Domäne Wachau, Dürnstein / GV Smaragd Achleiten 2007 9. Figl, Traismauer / TT Grüner Veltliner Kirchweg Reserve 2011 10. Dürnberg, Falkenstein / WV Traminer Altes Kreuz lieblich 2011 Verteilung weißer Rebsorten in Österreich Für die Produktion österreichischer Qualitätsweine sind 22 Rebsorten zugelassen, die 2/3 der heimischen Rebfläche abdecken. Die Paraderebsorte Grüner Veltliner hält einen Anteil von etwa der Hälfte der weißen und somit ein Drittel der Gesamtrebfläche. Gefolgt von Welschriesling (7,8%), Müller Thurgau (4,6%), Weißburgunder (4,3%), Riesling (4,1%), Chardonnay (3,1%), Sauvignon Blanc (2%). Quelle: Statistik Austria Weingartengrunderhebung 2009

Sieger des Weißweincups TOP 10 2011 1. Ehn Weißburgunder 2. Piribauer Weißburgunder 3. Schneeberger Weißburgunder Sausal 4. Stadt Krems Grüner Veltliner Weinzierlberg 5. Domäne Wachau Riesling Federspiel Bruck 6. Ehn Chardonnay 7. Hauleitner Grüner Veltliner Sonnleiten 8. Zillinger, Johannes Welschriesling 9. Sax Grüner Veltliner 10. Tement Sauvignon Blanc Steirische Klassik

Weinhof Ehn, Engelmannsbrunn, Wagram www.weinhofehn.at


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Sortenvielfalt

Ein Mix an interessanten, vor allem gebiets­ typischen Spezialit��ten. Frühroter Veltliner Roter Veltliner und Rotgipfler waren die Highlights in dem Potpourri der Rebsorten. Anderen Sorten wie Sämling, Grauburgunder und Muskat Ottonel finden auch ihre Liebhaber.

Frühroter Veltliner 2011

Secreto 2011

Frühroter Veltliner / Niederösterreich / 12 % / trocken

Grauburgunder / Slowenien/Österreich / 13,5 % / trocken

Zissler, Sierndorf

Georgiberg, Berghausen

Reife Quitte, heller Tabak, Litschi, Kiwi. Kühle Aromatik, ausgewogene Säure, rauchig am Gaumen, hat Charakter, auch zu kräftigen Speisen, z.B. Currys. www.zissler.at Vertrieb: ab Hof

Sehr reif in der Nase, weißes Nougat, Zuckerwatte, Palmherzen. Einfach, sauber, unkompliziert, guter Schmelz, toller Trinkfluss. www.weingut-georgiberg.at Vertrieb: ab Hof

Grauburgunder Bandkräften 2011

Prestige Pinot Gris 2011

Muskat Ottonel selection 2011

Grauburgunder / Burgenland / 13,5 % / trocken

Grauburgunder / Burgenland / 13 % / trocken

Muskat Ottonel / Burgenland / 12 % / trocken

Kraft, Rust

Kräuternase, Rosenduft, Grapefruit, Nektarinen. Vollmundig, floral, knackiger Wein, präsente Säure, schlanker Abgang. www.weingut-kraft.at Vertrieb: ab Hof

Lenz Moser, Rohrendorf

Verhaltene Nase, Sportgummierinnerungen. Reife Frucht, zitronig, leichtgewichtig, sehr saftig, mittellang anhaltend. www.lenzmoser.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Wedl, Kolarik&Leeb, Pfeiffer, Schenkenfelder, Metro, ab Hof

Juris, Gols

Aromatisches Fruchtbukett, Kräuterwürze. Frisch, lebendig, saftig, würzig stählernes Säurespiel, guter Trinkfluss, Mineralität im Finale. www.juris.at Vertrieb: WeinWolf, Metro, ab Hof

Muskat 2011

Rotgipfler Klassik 2011

Roter Veltliner Alte Reben 2010

Muskat Ottonel / Burgenland / 12 % / trocken

Rotgipfler / Thermenregion / 12,5 % / halbtrocken

Roter Veltliner / Niederösterreich / 13 % / trocken

Zantho, Andau

Veilchen, frisches Heu, weiße Ribisel. Druckvoll, präsente Säure, schmeichelt am Gaumen, vielschichtig, komplex, erwärmender Abgang. www.zantho.com Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Döllerer, Pfeiffer, Schenkenfelder, Vergeiner, ab Hof

Piriwe, Traiskirchen

Frische Birne, weißer Hollunder, Blütenhonig. Schmelzig, fruchtbetont, charmant, sehr klarer Sortencharakter, ausgewogen. Zu asiatischen Gerichten. www.piriwe.at Vertrieb: Kolarik&Leeb, ab Hof

Sämling-Scheurebe 2011

Sämling Lissen 2011

Sämling / Südsteiermark / 11,5 % / trocken

Sämling / Niederösterreich / 12 % / trocken

Felberjörgl, Kitzeck im Sausal

Fruchtgummi, Petersilkraut. Säure­ betonter Einstieg, elegantes Aromenspiel, dezente Fruchtsüße. Balanciert am Gaumen, vollmundig, ein Sommerwein. www.felberjoergl.at Vertrieb: ab Hof

Bioweingut Zillinger Johannes, Velm-Götzendorf

Aroma von grünen Nüssen. Kernig, rassig, spitze Säure, ausgewogen, präsent, wuchtig, viel Wein im Glas, lebendiger Abgang. www.zillinger.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Kolarik&Leeb, ab Hof

Hofbauer-Schmidt, Hohenwarth

Gewürzbündel, Steinobstaromen, Limetten, Anis. Ausgewogen, kraftvoll am Gaumen, schöne Länge, vibrierender Ausklang. www.hofbauer-schmidt.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, ab Hof


Der Weingarten des Klosterkellers Siegendorf besteht aus zwei zusammenhängenden Rieden mit Namen „Dora Dülö“ und „Urasagi Puszta“. Er liegt nur vier Kilometer vom Neusiedlersee entfernt und ist mit seinen 25,2 Hektar (etwa 2.000 Meter lang und etwa 70-150 Meter breit) für österreichische Verhältnisse einzigartig. Die Lese erfolgt in diesem Weingarten per Hand.

Siegendorfer Kreszenzen Eine großartige Lage, naturnaher Weinbau, Nachhaltigkeit und höchste Qualitätsansprüche stehen für die Weine des Weinguts Klosterkeller Siegendorf. Ing. Gerhard Allacher, der erfahrene Önologe sorgt für erstklassiges Rebmaterial.

Auszeichnungen

Klosterkeller Siegendorf O`Dora 2009 Falstaff 91 Punkte AWC Vienna 2011 Gold MundusVini 2011 Gold Lenz Moser Carpe Diem Mariage 2009 Falstaff 92 Punkte AWC Vienna 2011 Gold MundusVini 2011 Gold

Klosterkeller Siegendorf Rot 2009 Falstaff 89 Punkte ÖGZ Rotweinverkostung 4 Gläser Klosterkeller Siegendorf 11 ½ 2010 AWC Vienna 2010 Silver

U

nweit der ungarischen, grünen Grenze, im Weinort Siegendorf, liegt der größte zusammenhängende Rotweingarten Österreichs – im Weinbaugebiet Neusiedlersee Hügelland. Auf der etwa 25 Hektar großen Fläche werden nach KIP (Kontrollierte Integrierte Produktion) die Sorten Weißburgunder, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot naturnah und nachhaltig bewirtschaftet.

Visionär Lenz Moser Vor fast 25 Jahren hatte Lenz Moser die Vision, neben dem

Klosterkeller Siegendorf O’Dora, Cuvée Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, 2009:

Klosterkeller Siegendorf 11 1⁄2, 2011 (elfeinhalb):

Klosterkeller Siegendorf Rot, Cuvée Cabernet Sauvignon und Merlot, 2009:

Weißburgunder, Qualitätswein, trocken. Leuchtendes Gelb mit Grünreflexen. Ausgeprägtes Bukett der aromatischen Birne. Am Gaumen reife Birnenfrucht, vollmundig und extraktreich. Ein leichter Weißwein, frisch und fruchtig, besonders trinkfreudig.

Qualitätswein, trocken. Funkelndes Bordeauxrot. In der Nase Duft von Johannisbeeren und Röst­ aromen. Sehr dicht, präsente Tannine, vitale Säure, schöne Würze, Zedern, Leder, Bitterschokolade, Zimt. Kräftig und körperreich mit elegantem, anhaltendem Abgang. Ein sehr kräftiger Rotwein, der sich aromareich präsentiert.

niederösterreichischen „Schlossweingut Malteser Ritterorden“ in Mailberg auch ein burgenländisches Weingut mit CabernetTrauben zu kultivieren. Fokus war es, Rotweine internationalen Formats mit einem tollem Preis/Leistungs-Verhältnis zu keltern. 1988 wurde mit der Pachtung des Weinguts des „Klosterkeller Siegendorf“ und Neupflanzung der drei französischen Rotweinrebsorten diese Vision in die Tat umgesetzt. Das dort noch vorherrschende milde pannonische Klima und die warmen, sandig, gut wasser-

durchlässigen Böden sind ideale Bedingungen für die Erzeugung qualitativ hochwertigerer Weine mit Potenzial, besonders für die Ausrichtung in die Gastronomie. Übrigens Vermählung, der exklusivste Wein der Weinkellerei Lenz Moser ist der Carpe Diem. „Mariage“, das Beste vom Besten der Cabernets aus Siegendorf, die nur in limitierten Mengen produziert werden. Ein mächtiger Rotwein mit hochreifen, gut eingebundenen Tanninen.

Qualitätswein, trocken, Barrique. Kräftiges Rubingranat mit violetten Reflexen. In der Nase zart rauchig und feine tabakige Würze. Am Gaumen dichte frische Struktur, rotes Beerenkonfit, dezenter Nougatanklang, bleibt gut haften, sehr reife Tannine im Nachhall. Ein mächtiger Wein mit viel Potenzial, bereits wunderschön trinkbar. Die beiden Rebsorten des „Premiumweins“ des Weingutes reifen ca. 16 Monate getrennt in Allier-Eichen-Barriquefässern und werden erst unmittelbar vor der Abfüllung „vermählt“. O’Dora wird auch in größeren Formaten abgefüllt.

Die Weine vom Weingut Klosterkeller Siegendorf sind nur in limitierter Stückzahl erhältlich. Weingut Klosterkeller Siegendorf 7011 Siegendorf www.lenzmoser.at

Bezugsquellen: In Österreich ausschließlich über regionale Gastronomiefachgroßhändler, im Cash und Carry und ausgewählten Getränke­lieferanten erhältlich.


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Sauvignon Blanc

Abgesehen davon, dass der Sauvignon zur Leit­ sorte der Steiermark avanciert ist, dominierten die Steirer mit bestechenden ausgereiften Qualitäten, jedoch bei meist höheren Alkohol­ graden, teilweise bis 14% vol. Wagram und Neusiedlersee boten Paroli.

Sauvignon Blanc 2011

Sauvignon Blanc STK 2011

Sauvignon Blanc / Wagram / 12,5 % / trocken

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 13 % / trocken

Mayer Franz Anton, Königsbrunn am Wagram

Fichtennadeln, Marzipan, Honig, Strudelteig. Würzig, bekömmlich, geschmeidig, vollmundig saftig. Gute Länge, anspruchsvoller Abgang. www.franzantonmayer.at Vertrieb: ab Hof

Sattlerhof, Gamlitz

Pfeifentabak, Heublumen, Rosmarin. Dezenter Frucht-Säure-Auftritt, blitzsauber, harmonisch, Nektarinen, Kiwi, saftig bis zum Schluss. www.sattlerhof.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Pfeiffer, Morandell, Wagner, Vergeiner, ab Hof

Sauvignon Blanc Klassik 2011

Sauvignon Blanc Obegg 2011

Sauvignon Blanc Steirische Klassik 2011

Sauvignon Blanc / Steiermark / 13 % / trocken

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 14 % / trocken

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 12,5 % / trocken

Schneeberger, Heimschuh

Hagebutten, gelbe Apfelschalen, würzige Noten. Cremige Textur, superklar, fruchtintensiv, feine Säure, geschmeidig, ein Schmeichler. www.weingut-schneeberger.at Vertrieb: ab Hof

Skoff Original, Gamlitz

Reife dunkelgelbfruchtige Aromen, Mandarinenzesten. Vollmundig,  sehr saftig, animierend, intensiver, lang anhaltender Abgang. www.skofforiginal.com Vertrieb: ab Hof

Tement, Berghausen

Aromatisch, exotische Nuancen. Jugendlich, Komplexität, vordergründige Säure, Apfel und Kiwi, hat Spannung und Länge. www.tement.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Döllerer, Kolarik&Leeb, Pfeiffer, WeinWolf, eurogast, Morandell, Schenkenfelder, Wagner, ab Hof

Sauvignon Blanc Steirische Linie 2011

Sauvignon Blanc 2011

Pure Sauvignon Blanc 2011

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 12,5 % / trocken

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 13 % / trocken

Sauvignon Blanc / Burgenland / 12,5 % / trocken

Albert | Christian v. Cramer, Kitzeck im Sausal

Brennessel, Stachelbeere, Almdudler. Klassischer steirischer Sauvignon, frisch, knackig, unverkennbar, mittellanger Körper, gute Säure beim Abgang. www.weingut-albert.at Vertrieb: ab Hof

Adam Amandus, Leutschach

Hirschbirne, Hollunder, weißer Flieder, gelber Paprika, Klee. Angenehm am Gaumen, vollmundig, charaktervoll. Präsente Säure im Ausklang. www.amandus.st Vertrieb: ab Hof

Artisan Wines, Halbturn

Fliederduft, gelbe und weiße Blüten.  Straff am Gaumen, grasig, sortentypisch, etwas herausfordernd, macht Spass. www.artisanwines.at Vertrieb: ab Hof

Sauvignon Blanc Nußberg 2011

Sauvignon Blanc Eckberg 2011

Estoras Sauvigon Blanc 2011

Sauvignon Blanc / Niederösterreich / 13,5 % / trocken

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 12,5 % / trocken

Sauvignon Blanc / Niederösterreich / 13 % / trocken

Bannert, Obermarkersdorf

Weißes Nougat, Hollundersaft, Stachelbeere. Harmonisch, strauchig, Säure und Frucht gut eingebunden, toller Trinkfluss. www.weingutbannert.com Vertrieb: Pfanner, ab Hof

Brolli-Arkadenhof, Gamlitz

Brennessel-Nase, exotische Aromen, Hollunder. Fruchtsüßlich, dropsig, guter Biss und Struktur, feine Säure, mineralischer Ausklang.  www.brolli.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, Morandell, Metro, ab Hof

Esterhazy, Eisenstadt

Frisch gemähtes Gras, Ribisel, Kokos. Vegetabile Noten, dezente Frucht, Spurenelemente an Mineralität, verbleibt eine Zeit lang am Gaumen. www.esterhazywein.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, ab Hof


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Sauvignon Blanc Klassik 2011

Sauvignon Blanc Altenberg 2011

Sauvignon Blanc Selection 2011

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 13 % / trocken

Sauvignon Blanc / Niederösterreich / 14 % / trocken

Sauvignon Blanc / Burgenland / 13 % / trocken

Felberjörgl, Kitzeck im Sausal

Grüner Paprika, reife Birnenschale, Senfkörner. Saftig, viel Würze, elegant, schöne Struktur, feiner Wein, erst im Abgang wirklich SB typisch. www.felberjoergl.at Vertrieb: ab Hof

Hebenstreit, Kleinriedenthal

Zitrus, Joghurt, Nektarinen, Stachelbeere. Kräftig, geradlinig, Sauvignon wie man ihn sich erwartet, fruchtsüßlicher Abgang. www.weingut-hebenstreit.at Vertrieb: Wagner, ab Hof

Juris, Gols

Limonadig, Brennessel, Blütenhonig, Mango. Gaumen wie Nase, Säure harmonisch eingebunden, guter Trinkfluss, schlank im Ausklang. www.juris.at Vertrieb: Del Fabro, Schenkenfelder, ab Hof

Sauvignon Blanc Kreuzgang 2011

Sauvignon Blanc Obere Wies 2011

Sauvignon Blanc 2011

Sauvignon Blanc / Wagram / 13 % / trocken

Sauvignon Blanc / Burgenland / 13 % / trocken

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 13 % / trocken

Mörwald, Feuersbrunn

Hollunderduft, wilde Grasigkeit, gelbe Aromatik. Individuell, lebendig, feuriger Wein. Intensiv, lang anhaltend mit säurebetontem Finish. www.weinbau-moerwald.com Vertrieb: ab Hof

Nittnaus Hans & Christine, Gols

Papaya, Heublume, Grapefruit, Sesam. Würzig, klebt am Gaumen, harmonischer Körper, mittellanger Abgang.  www.nittnaus.net Vertrieb: ab Hof

Perner, Ehrenhausen

Zitrus, Kohlsprossen, Brie-Käse. Stimmig strukturiert, mittlerer Körper, Hollunder, Ribisel, Melisse, Minze, erwärmendes Ende. www.weingut-perner.at Vertrieb: ab Hof

Sauvignon Blanc 2011

Sauvignon Blanc 2011

Sauvignon Blanc Klassik 2011

Sauvignon Blanc / Burgenland / 13,5 % / trocken

Sauvignon Blanc / Steiermark / 12 % / trocken

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 13 % / trocken

Piribauer, Neudörfl

Reife Birne, grüne Nüsse, etwas Weißbrot. Charmante Frucht, straffe Tannine, präsente Säure, kühle Stilistik, balanciert, animierendes Finish. www.piribauer.net Vertrieb: ab Hof

Ploder-Rosenberg, St. Peter

Gegrillte Paprika, Röstaromen, Hollerblütensirup, Rosenblätter. Feine Frucht, hellbeerig, harmonisch am Gaumen, rassiger, kantiger Abgang. www.ploder-rosenberg.at Vertrieb: Kastner, Döllerer, Pfeiffer, Morandell, Vergeiner, ab Hof

Sabathi Hannes, Gamlitz

Verspielte Nase, grüner Paprika, Stachelbeere. Druckvoll, harmonisches Säurespiel, erwärmende Frische, pflanzliche Würze, leicht zugänglich. www.hannessabathi.at Vertrieb: Döllerer, Morandell, Wein Art, ab Hof

Sauvignon Blanc Sausal 2011

Sauvignon Blanc 2011

Sauvignon Blanc 2011

Sauvignon Blanc / Steiermark / 12 % / trocken

Sauvignon Blanc / Burgenland / 13,5 % / trocken

Sauvignon Blanc / Südoststeiermark / 12,5 % / trocken

Schneeberger, Heimschuh

Tofu, getrocknete Feigen, Quitte. Reife kompakte Frucht, frisch animierend, etwas traubig. Mittlerer Körper mit langem Ausklang. www.weingut-schneeberger.at Vertrieb: ab Hof

Triebaumer Günter, Rust

Intensive, klassische SB-Aromen, weißer Flieder. Vielschichtig am Gaumen, exotische Noten, schöne Länge, vielseitig einsetzbar. www.triebaumer.at Vertrieb: Del Fabro, Pfanner, Kolarik&Leeb, Pfeiffer, Wagner, ab Hof

Triebl, St. Anna am Aigen

Ananas, Brennessel, Wiesengräser. Sortentypisch, perfekt eingebundene Säure, gelber Paprika, blanksauber am Gaumen, belebend, runde Sache, lang. www.triebl.com Vertrieb: ab Hof


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Sauvignon Blanc Fosilni Berg 2011

Sauvignon Blanc vom Geier 2011

Sauvignon Blanc 2011

Sauvignon Blanc / Slowenien / 13 % / trocken

Sauvignon Blanc / Burgenland / 13,5 % / trocken

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 12,5 % / trocken

Domaine Ciringa, Berghausen

Kraft, Rust

Petrol, grüner Apfel, reife Zitronenschale. Säuerlicher Auftritt, heftig, reife Frucht, etwas gelbe Aromen, süffig. Abgang mittellang anhaltend. www.tement.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Döllerer, Kolarik&Leeb, Pfeiffer, WeinWolf, eurogast, Morandell, Schenkenfelder, Wagner, ab Hof

Biskuit, Stachelbeere, Wiesenkräuter, Zitronenmelisse. Viel Stoff am Gaumen, mittlerer Körper, gute Balance, leicht mineralisch. www.weingut-kraft.at Vertrieb: ab Hof

Peterhof, Glanz a. d. Weinstraße

Schmalz, Biskuit, Granny Smith. Mittelgewichtig, verhaltene Frucht, Mostgeschmack, schlanker Abgang.    www.weingutpeterhof.at Vertrieb: ab Hof

Sauvignon Blanc Klassik 2011

Sauvignon Blanc Grassnitzberg 2011

Sauvignon Blanc Klassik 2011

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 12 % / trocken

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 13,5 % / trocken

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 12 % / trocken

Schilhan, Gamlitz

Skoff Original, Gamlitz

Mango, Bärlauch, Spitzwegerich. Guter Druck, bissig ohne aggressiv zu sein, vollmundig, schöne Struktur, mineralisch, zartbitterer Ausklang.   www.weingut-schilhan.at Vertrieb: eurogast, Morandell, Metro, ab Hof

Blütenhonig, Birnenfrucht, weißer Pfeffer, Muskat. Komplex, erfrischende Säure, kühle Stilistik, feinwürziges Finish.  www.skofforiginal.com Vertrieb: ab Hof

Skoff Peter, Gamlitz

Reife Stachelbeere, Brennessel, Rucola. Am Gaumen pflanzliche Dominanz, druckvolle Frucht, dezente Tabaknoten, gemütlicher Abgang. www.peter-skoff.at Vertrieb: Kastner, ab Hof

Sauvignon Blanc Classic 2011

Sauvignon Blanc Sonnleiten 2011

Sauvignon Blanc 2011

Sauvignon Blanc / Niederösterreich / 12 % / trocken

Sauvignon Blanc / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Sauvignon Blanc / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Späth, Grosskrut

Stadler, Falkenstein

Frische aufgeschnittene Ananas, aromatische Noten, kandierte Marillen. Knackige Säure, exotische Frucht, zartbitterer Ausklang. www.weingut-spaeth.at Vertrieb: ab Hof

Rapsöl, Apfel, schmalzig. Schlank und zurückhaltend, dropsig, eigenwillig, rustikal, mittelgewichtiger Körper.   www.weingut-stadler.com Vertrieb: ab Hof

Stift Klosterneuburg, Klosterneuburg

Nougat, Brennessel, gelbe Früchte. Frisch, lebendig, vibrierende Säure, rassig am Gaumen, grasig, Abgang mit Intensität. www.stift-klosterneuburg.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, ab Hof

Sauvignon Blanc Roter Stein 2011

Sauvignon Blanc 2011

Alegria 2011

Sauvignon Blanc / Burgenland / 12,5 % / trocken

Sauvignon Blanc / Burgenland / 12 % / trocken

Sauvignon Blanc / Slowenien/Österreich / 13,5 % / trocken

Tschida Gerald, Apetlon

Karamell, Melisse, Kräuter. Vollmundig, fruchtsüßlich, Steinobst, viel Wein im Mund, verborgene Sortentypizität, passt zu kräftigen Speisen.    www.tschida-wein.at Vertrieb: eurogast

Zantho, Andau

Verhaltene Nase, Zuckermelone. Straff am Gaumen, ausgewogener Körper, pflanzlich leicht exotische Anklänge, im Abgang SB-typisch.  www.zantho.com Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Döllerer, Pfeiffer, Schenkenfelder, Vergeiner, ab Hof

Georgiberg, Berghausen

Exotische Nase, Khaki-Frucht, Waldkräuter. Am Gaumen cremig, viel Saft, frische knackige Säure bis zum Schluß. www.weingut-georgiberg.at Vertrieb: ab Hof


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Sauvignon Blanc 2011

Sauvignon Blanc Hügelland 2011

Sauvignon Blanc 2011

Sauvignon Blanc / Burgenland / 12,5 % / trocken

Sauvignon Blanc / Burgenland / 13 % / trocken

Sauvignon Blanc / Burgenland / 12,5 % / trocken

Hillinger Leo, Jois

Dezente Nase, Minze, Kräuter. Straffe Säure, resch, grasig, etwas dropsig und streng. www.leo-hillinger.at Vertrieb: Del Fabro, Pfanner, Döllerer, Pfeiffer, Morandell, Wagner, Metro, ab Hof

Chardonnay

Viel Frucht und Extrakt zeichnen die Weine bei höheren Alkoholwerten bis 14,5% mit Bekömmlichkeit aus. Trotz der Jugend wirken einige schon reif und cremig mit Potenzial. Ideale Begleiter zu würzigen und asiatischen Speisen.

Landauer, Rust

Apfelbonbon, rustikale Würze. Schlanker Körper, verhaltene Frucht, eigenwillige Noten. www.landauer.info Vertrieb: ab Hof

Moser Hans, Eisenstadt

Popcorn, Räucherspeck, Rucola. Mittelgewichtig, knackige Säure, ZitronenBonbon, Chili, Kamillentee, kurz und bündig. www.hans-moser.at Vertrieb: ab Hof

Chardonnay 2011

Chardonnay 2011

Chardonnay / Wagram / 14 % / trocken

Chardonnay / Niederösterreich / 14,5 % / trocken

Ehn, Engelmannsbrunn

Rauchige Birnennase, Apfelschale, Muskat. Am Gaumen cremig, Struktur und Biss, Steinobstnoten, guter Trinkfluss, gefälliger Abgang, für Asia Küche. www.weinhofehn.at Vertrieb: ab Hof

Sax, Langenlois

Aschanti-Nüsse, kandierte Früchte, Akazienhonig. Gut stützende Säure, tolle Würze, leicht floral, Kiwi, Quitte, zugänglich, internationale Stilistik. www.winzersax.at Vertrieb: Kastner

Morillon Grassnitzberg 2011

Chardonnay Mailberg 2011

Morillon / Chardonnay 2011

Chardonnay / Südsteiermark / 13,5 % / trocken

Chardonnay / Niederösterreich / 13,5 % / trocken

Chardonnay / Steiermark / 13 % / trocken

Skoff Original, Gamlitz

Kiwi, Litschi, Birnenkompott. Druckvoll mit prägnanter Säure, würzig, Zimt, Kerbel, Honigmelone, exotischer Touch, straff und kompakt, lang anhaltend. www.skofforiginal.com Vertrieb: ab Hof

Malteser Ritterorder, Mailberg

Florale Noten, gelber Apfel. Fruchtig, saftig, animierende prägnante Säure, fein mineralisch, viel Stoff, dominanter würziger Abgang, hat Potenzial. www.lenzmoser.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Wedl, Kolarik&Leeb, Pfeiffer, Schenken­ felder, Metro, ab Hof

Ploder-Rosenberg, St. Peter

Zitruszesten, Sauerrahm, gelbfruchtig. Frisch und dicht, extraktreich, leicht dropsig, Zitrus, eleganter schlanker Wein mit Biss, langer Abgang. www.ploder-rosenberg.at Vertrieb: Kastner, Döllerer, Pfeiffer, Morandell, Vergeiner, ab Hof

Chardonnay Karln 2011

Chardonnay Klassik 2011

Chardonnay 2011

Chardonnay / Niederösterreich / 14 % / trocken

Chardonnay / Burgenland / 12,5 % / trocken

Chardonnay / Burgenland / 12,5 % / trocken

Pröll, Radlbrunn

Exotisch Nase, Birne, Apfelkompott. Ausgewogen, Säure kommt gut, Frucht bekömmlich, Bratapfel, geschmeidig und gehaltvoll, moderne Ausführung. www.weingut-proell.at Vertrieb: ab Hof

Wegenstein, Wr. Neudorf

Verhaltene Nase, etwas Apfel. Am Gaumen fruchtsüßlich, Physallis, Kiwi, Mango, zugänglich, vollmundig, hat Substanz, cremiges Finish. www.wegenstein.at

Hillinger Leo, Jois

Rauchig, Apfel, Zitrone. Fruchtig, lebendige Säure, dezente grüne Birne, Quitte, unkompliziert und süffig. Vibrierender Ausklang. www.leo-hillinger.at Vertrieb: Pfanner, Döllerer, Pfeiffer, Morandell, Wagner, ab Hof


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weincup

Chardonnay 2011

Chardonnay Gemärk 2011

Chardonnay Heideboden 2011

Chardonnay / Burgenland / 13,5 % / trocken

Chardonnay / Burgenland / 13,5 % / trocken

Chardonnay / Burgenland / 13,5 % / trocken

Kiss, Halbturn

Blütenduft, Zitronenabrieb, Quitten. Am Gaumen medizinal, knackig, vollmundig und frisch, Artischocken klingen nach, guter Speisebegleiter. www.weingutkiss.at Vertrieb: ab Hof

Kraft, Rust

Erdnußflocken, Kohlrabi, Schokobanane. Schlanker Körper, straffe Tannine, Säure gut eingebunden, dezente Frucht, am Ende Zitrus und Pfirsich.  www.weingut-kraft.at Vertrieb: ab Hof

Nittnaus Hans & Christine, Gols

Traubig, Röstaromen, Marillen. Angenehmes Frucht-Säurespiel, elegant jugendlich, exotische Nuancen, feinwürzig, mineralischer Abgang.  www.nittnaus.net Vertrieb: ab Hof

Chardonnay 2011

Chardonnay Morillon 2011

Chardonnay vom Muschelkalk 2011

Chardonnay / Burgenland / 13,5 % / trocken

Chardonnay / Steiermark / 12,5 % / trocken

Chardonnay / Burgenland / 13,5 % / trocken

Piribauer, Neudörfl

Reife Aromen, weiße Brotkruste, geröstete Nüsse. Saftig mit etwas Biss, schlank und zugänglich, zartbitterer Abgang. Passt gut zu Fischgerichten. www.piribauer.net Vertrieb: ab Hof

Weißburgunder

Die Burgundersorte ist der Star unserer Ver­ kostung. Elegant, balanciert, komplex und zugänglich, teilweise bestechend durch Symbiosen von floralen Aromen und betörender Mineralität. Ob vom Wagram, aus dem Burgenland oder der Steiermark, alle überzeugend.

Schneeberger, Heimschuh

Dunkles Karamell, Orangenzesten, Brioche. Saftprotz, vitale knackige Säure, Drops, zugänglich, druckvoll im Abgang. www.weingut-schneeberger.at Vertrieb: ab Hof

Landauer, Rust

Zurückhaltende Nase. Schlanker Körper, am Gaumen Anklänge von PfirsichMelba, leicht nervig, verschlossen, kurzer Ausklang. www.landauer.info Vertrieb: ab Hof

Weißburgunder 2011

Weissburgunder 2011

Weißburgunder / Wagram / 14,5 % / trocken

Weißburgunder / Steiermark / 12,5 % / trocken

Ehn, Engelmannsbrunn

Haselnuss, Butter, Würze. Super FruchtSäure-Balance, vielschichtig, mächtig am Gaumen, langer mineralischer Abgang, charmanter Speisebegleiter. www.weinhofehn.at Vertrieb: ab Hof

Perner, Ehrenhausen

Pfirsich, grüner Tee, pflanzliche Noten. Intensiv am Gaumen, körperbetont, präsente Säure, hat Drive und Biss, anhaltend mineralwürziger Abgang. www.weingut-perner.at Vertrieb: ab Hof

Weissburgunder 2011

Weissburgunder Sausal 2011

Weißburgunder Burggarten 2011

Weißburgunder / Burgenland / 13,5 % / trocken

Weißburgunder / Steiermark / 12,5 % / trocken

Weißburgunder / Niederösterreich / 13,5 % / trocken

Piribauer, Neudörfl

Granny Smith, Pfirsich-Holler-Nase. Saftig, druckvoll, vollmundig, kernig, rassige Säure, grüne Banane, Muskatwürze, langer geschmeidiger Nachhall. www.piribauer.net Vertrieb: ab Hof

Schneeberger, Heimschuh

Dezent würzig, leicht rauchig. Komplexität, hat Biss, Zuckermelone, frische Feigen, facettenreich, tiefgründiger Sortenvertreter. www.weingut-schneeberger.at Vertrieb: ab Hof

Dürnberg, Falkenstein

Ringlotten, Marillen, dezente Nase. Saftig, fruchtsüßlich, klar, bekömmlich, vollmundig, herrlicher Trinkfluss und gute Länge, zu Gänseleber. www.duernberg.at Vertrieb: Del Fabro, Pfanner, Kolarik&Leeb, ab Hof


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w w w.g ast.at

Pinot Blanc 2011

Weissburgunder 2011

Pinot Blanc 2011

Weißburgunder / Carnuntum / 13 % / trocken

Weißburgunder / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Weißburgunder / Burgenland / 13 % / trocken

Edelmann, Göttlesbrunn

Frische Minze, Ringelblume, Kreide-Mineralität. Ausgewogen, vitale Säure, sehr würzig, geschmeidig, lang anhaltend, interessanter Speisebegleiter. www.weingut-edelmann.at Vertrieb: ab Hof

Faber-Köchl, Eibesthal

Ananas, exotische Aromen, Holler. Viel Saft und Mineralität, unaufdringlich, aromatisch traubige Präsenz, schlank und elegant, würziger Ausklang. www.faber-koechl.at Vertrieb: ab Hof

Fischer Alfred, Stöttera

Sternfrucht, Melone, Grapefruit. Leicht salzig, würzig, erfrischend saftig und süffig, kribbeln auf der Zunge, lebendig, erzeugt Spannung. www.alfredfischer.com Vertrieb: ab Hof

Pinot Blanc 2011

Pinot Blanc 2011

Siegendorf 11 ½ Weissburgunder 2011

Weißburgunder / Südsteiermark / 13 % / trocken

Weißburgunder / Burgenland / 12,5 % / trocken

Weißburgunder / Burgenland / 11,5 % / trocken

Georgiberg, Berghausen

Schmalz, frisches dunkles Brot. Am Gaumen süß-säuerlich, zartbitter, geschliffen, schlank, gute Balance, zugänglich, rassiges Ende. www.weingut-georgiberg.at Vertrieb: ab Hof

Höpler, Breitenbrunn

Mineralität, Ringlotte, Hollunderblüten. Vollmundig, weißfruchtig, Banane, Quitte, druckvoll, kompakt, staub­ trocken, Ausklang mit Säurebegleitung. www.hoepler.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, eurogast, Schenkenfelder, ab Hof

Klosterkeller Siegendorf, Siegendorf

Dezente florale Aromen, zitronig, Grapefruit. Knackig, kernig, vielschichtig, Hollunderblüten, zartbitter, elegantes saftiges Finish. www.lenzmoser.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Wedl, Kolarik&Leeb, Pfeiffer, Schenkenfelder, Metro, ab Hof

Weissburgunder 2011

Weissburgunder Karln 2011

Weisser Burgunder Novemberlese 2011

Weißburgunder / Neusiedlersee / 12,5 % / trocken

Weißburgunder / Niederösterreich / 13,5 % / trocken

Weißburgunder / Niederösterreich / 14 % / trocken

Michlits-Stadlmann, St. Andrä

Melisse, Kamille, medizinal. Staub­ trocken, blitzsauber, Quitte, Artischocke, vollmundig, elegant, balanciert, bleibt lange haften. www.weingut-stadlmann.at Vertrieb: ab Hof

Pröll, Radlbrunn

Eiszuckerl, rauchig, Limonade. Kühle Zitrusfrucht, Hollerblüten, kernig, saftig, unbeschwert, zugängliche Fruchtsüße, runde Sache. www.weingut-proell.at Vertrieb: ab Hof

Steininger, Langenlois

Weißer Hollunder, Flieder, Kräuterbonbon. Originelle Geschmackssymbiose zwischen Kiwi und Gurke, eigenwillig und interessant, vollmundiges Ende. www.weingut-steininger.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, ab Hof

Pinot Blanc 2011

Weissburgunder 2011

Weißburgunder 2011

Weißburgunder / Burgenland / 12 % / trocken

Weißburgunder / Neusiedlersee / 12,5 % / trocken

Weißburgunder / Südoststeiermark / 12 % / trocken

Tschida Gerald, Apetlon

Geröstete Nüsse, Wiesenblumen, Tabak. Mineralisch, rauchig, burgundische Anklänge, wohl balanciert, Komplexität, elegantes langes Finale. www.tschida-wein.at Vertrieb: eurogast

Ziniel, St. Andrä

Mandeltöne, Cashew, dezente Zitrusfrüchte. Fruchtsüßlich, Drops, mineralische Frische, weißer Pfeffer, ausgewogen, Pfefferminze beim Abgang. www.ziniel.at Vertrieb: ab Hof

Höfler, Gschmaier

Verhalten und frisch in der Nase. Streng am Gaumen, schlank, säurebetont, animierend, würzig, geradliniger Ausklang. Vertrieb: ab Hof


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Welschriesling

Eigentlich hätten wir uns mehr Welschriesling Proben erwartet. Die wir jedoch verkostet haben, waren unerwartet auf einem sehr anständigem bis hohem Niveau, besonders der Biowein vom Weinviertler Johannes Zillinger – bewertet mit vier Gläsern.

Welschriesling 2011

Welschriesling 2011

Welschriesling / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Welschriesling / Burgenland / 12 % / trocken

Bioweingut Zillinger Johannes, Velm-Götzendorf

Nelkenaroma, Exotik, Ananas, Papaya. Frucht-Säure gut eingebunden, saftig, schöne Apfelfrucht, knackig, lang anhaltend, macht Lust auf mehr. www.zillinger.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Kolarik&Leeb, ab Hof

Fischer Alfred, Stöttera

Birnenfrucht, reife Quitte, pflanzliche Noten. Schlank, resch, dezente Frucht, knackige Säure, leicht dropsig, zitroniger Abgang, easy going. www.alfredfischer.com Vertrieb: ab Hof

Welschriesling 2011

Welschriesling Kabinett 2011

Welschriesling Klassik 2011

Welschriesling / Burgenland / 12,5 % / trocken

Welschriesling / Burgenland / 13 % / trocken

Welschriesling / Steiermark / 11 % / trocken

Kiss, Halbturn

Zitruszeste, Grapefruit, Birne. Frisch, würzige Frucht, feine knackige Säure, Apfeldrops, lebendig, vibrierend am Gaumen bis zum Schluss. www.weingutkiss.at Vertrieb: ab Hof

Salzl Rudolf, Illmitz

Limetten, Quittenschale, grüner Apfel. Viel Saft, fruchtig, klar und übersauber, Rhabarber-Kompott, angenehm am Gaumen, belebend und vielschichtig. www.salzlwein.at Vertrieb: ab Hof

Wegenstein, Wr. Neudorf

Vegetabile würzige Noten, Kiwi, Sternfrucht. Leichte Fruchtsüße, straffe Säure, leichtgewichtiger Körper, würzig, erfrischend, dezente Frucht. www.wegenstein.at

Pure Welschriesling 2011

Welschriesling Kreuzweingarten 2011

Welschriesling Messwein 2011

Welschriesling / Burgenland / 12 % / trocken

Welschriesling / Südsteiermark / 11,5 % / trocken

Welschriesling / Neusiedlersee / 12,5 % / trocken

Artisan Wines, Halbturn

Feinwürzige Nase, Zitrusaromen. Schlank, ganz klar, zurückhaltende Apfelfrucht, gute Säurestruktur, mineralisch, schöner Körper, Säureabgang. www.artisanwines.at Vertrieb: ab Hof

Brolli-Arkadenhof, Gamlitz

Traubig, dezenter Apfel, würzige Aromatik. Cremig am Gaumen, rassige Säure, lebendig, sauber, mittellanger Abgang. www.brolli.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, Morandell, Metro, ab Hof

Michlits-Stadlmann, St. Andrä

Currymischung, Limette, grüner Paprika. Leicht und frisch, sehr jugendlich, ungestüme Säure, würzig, Gaumenkitzler. www.weingut-stadlmann.at Vertrieb: ab Hof

Welschriesling 2011

Welschriesling 2011

Welschriesling 2011

Welschriesling / Burgenland / 11,5 % / trocken

Welschriesling / Südsteiermark / 11,5 % / trocken

Welschriesling / Carnuntum / 12 % / trocken

Moser Hans, Eisenstadt

Mandeln, Anis, medizinale Note. Streng, noch verschlossen, nette Säurestruktur, kühle Stilistik, ausgewogenes Finish. www.hans-moser.at Vertrieb: ab Hof

Perner, Ehrenhausen

Flieder, Rosenblüten, Zitrone. Prickelnde resche Säure, staubtrocken, zitronige Frucht, floral, vibrierender Abgang. www.weingut-perner.at Vertrieb: ab Hof

Riedmüller, Hainburg a. d. Donau

Milchkaffee, Quitte. Fruchtig, schlank, frisch und jugendlich, straffe Säure, saftig, bekömmlich, guter Trinkfluss. www.weinbau-riedmueller.at Vertrieb: ab Hof


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Welschriesling Eisenberg 2011 Wachholder, Burg

Welschriesling / Südburgenland / 12,5 % / trocken Landluft, grüner Paprika. Straff am Gaumen, gute Säure, grasig, rustikal, mittelgewichtig, würzig am Gaumen, grüne Nuancen. www.weinbau-wachholder.at Vertrieb: ab Hof

Gelber Muskateller

Federführend bei der Aromasorte waren die steirischen Winzer, Weinviertler Vertreter konnten sich im Spitzenfeld leicht bemerkbar machen. Steinobstaromen, Würzigkeit und gut eingebundene Säure zeichnen den „Schmeckerten“ dieses Jahrgangs aus.

Gelber Muskateller Pfarrweingarten 2011 Albert | Christian v. Cramer, Kitzeck im Sausal Gelber Muskateller / Südsteiermark / 11 % / trocken Steinobstaromen, Apfel, Zitrus. Fruchtig nach Ananas und Marille, säurebetont, vibrierend, gute Intensität, dezenter harmonischer Wein. www.weingut-albert.at Vertrieb: ab Hof

Gelber Muskateller Nussberg 2011

Gelber Muskateller Klassik 2011

Primavera 2011

Gelber Muskateller / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Gelber Muskateller / Südsteiermark / 11,5 % / trocken

Gelber Muskateller / Slowenien/Österreich / 12 % / trocken

Diem, Obermarkersdorf

Felberjörgl, Kitzeck im Sausal

Verhalten, Ringlotte, Muskatnuss. Druckvoll, viel Schmelz, würzige Frucht, zugänglich, angenehm am Gaumen bis zum Schluß. www.felberjoergl.at Vertrieb: ab Hof

Pfirsich, Sternfrucht, Muskattraube. Geschmeidig, fruchtig, harmonisch, guter Sortenvertreter, schöner Aperitif, purer Trinkspaß. www.diem-weine.at Vertrieb: Morandell, ab Hof

Georgiberg, Berghausen

Dezent, Flieder, Bienenstich. Feinwürzig und elegant am Gaumen, Mandeln, leicht süßlich, Marillen, fleischig, lang anhaltend. www.weingut-georgiberg.at Vertrieb: ab Hof

Gelber Muskateller Klassik 2011

Muskateller 2011

Gelber Muskateller Steirische Klassik 2011

Gelber Muskateller / Südsteiermark / 12 % / trocken

Gelber Muskateller / Steiermark / 12,5 % / trocken

Gelber Muskateller / Südsteiermark / 12 % / trocken

Schilhan, Gamlitz

Schneeberger, Heimschuh Vielschichtige Nase, traubig, würzig. Vollmundig, „gschmackig“, Muskatwürze, perfektes Fruchtsüße-Säurespiel, komplex, viel Wein im Mund, gute Länge. www.weingut-schneeberger.at Vertrieb: ab Hof

Reife Banane, florale Noten. Schlanker Körper, saftig, weich am Gaumen, sehr sauber, gute Säure, angenehmer Trinkfluss. www.weingut-schilhan.at Vertrieb: eurogast, Morandell, Metro, ab Hof

Tement, Berghausen

Steinobst, dezente Nase. Zugänglich, feine Struktur, harmonisch, präsente Säure, angenehme Frucht, guter Sortenvertreter, lang anhaltend. www.tement.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Döllerer, Kolarik&Leeb, Pfeiffer, WeinWolf, eurogast, Morandell, Schenkenfelder, Wagner, ab Hof

Gelber Muskateller GEO 2011

Gelber Muskateller 2011

Gelber Muskateller Marktweg 2011

Gelber Muskateller / Niederösterreich / 12 % / trocken

Gelber Muskateller / Carnuntum / 12 % / trocken

Gelber Muskateller / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Toifl Georg, Kleinhöflein bei Retz

Pfirsich, Tee mit Milch, Zimt. Viel Saft, schmelzig, süßlicher Apfel, leichte Mineralität, mittlere Länge, balanciert und bekömmlich. www.weingut-toifl.at Vertrieb: ab Hof

Artner, Höflein

Traubig, Muskatnuß, intensives RosenBukett. Sehr trocken, frische Säure, nervig, verschlossen, Mandarinenanklänge, schlanke Eleganz. www.artner.co.at Vertrieb: Del Fabro, Metro, ab Hof

Der Pollerhof, Röschitz

Marille, Veilchen, Gazpacho. Knackig, säurebetont, leichte Ausführung, brav, Touch von Salatgurke, gut antrinkbar, würziger Abgang. www.pollerhof.at Vertrieb: Del Fabro, Morandell, ab Hof


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weincup

Gelber Muskateller 2011

Muskateller STK 2011

Gelber Muskateller 2011

Gelber Muskateller / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Gelber Muskateller / Südsteiermark / 12,5 % / trocken

Gelber Muskateller / Carnuntum / 11,5 % / trocken

Eichberger, Eibesbrunn

Dezente Nase, traubig, gelber Apfel. Schlanke Struktur, leicht, staubtrocken, Muskatwürze klebt am Gaumen bis zum Abgang. www.weinguteichberger.at Vertrieb: ab Hof

Sattlerhof, Gamlitz

Löwenzahn, Muskatnuß, Kiwi. Würzig, durchzogen, anspruchsvoll, weinig und prickelnd am Gaumen, Stachelbeere, schlanker, kerniger Ausklang. www.sattlerhof.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Pfeiffer, Morandell, Wagner, Vergeiner, ab Hof

Edelmann, Göttlesbrunn

Gladiolen, Zwieback, pflanzlich. Frisch, saftig, schlank, leichte Frucht nach klarem grünen Apfel, geradlinig. www.weingut-edelmann.at Vertrieb: ab Hof

Gelber Muskateller 2011

Muskateller 2011

Gelber Muskateller Rosenberg 2011

Gelber Muskateller / Südsteiermark / 11,5 % / trocken

Gelber Muskateller / Niederösterreich / 13 % / trocken

Gelber Muskateller / Wagram / 12 % / trocken

Kollerhof-Lieleg, Leutschach

Würzige Muskatnase, Haferflocken. Geschmeidig am Gaumen, mehr Würze als Frucht, dezent aromatisch, einfach und zugänglich. www.kollerhof.com Vertrieb: Gawein Bruckner, ab Hof

Mörwald, Feuersbrunn

Loimer, Langenlois

Florale Note, Veilchen, Flieder. Schlank und leichtgewichtig, eigenwillige Noten, dezente Frucht. www.loimer.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfeiffer, Morandell, Schenkenfelder, Wagner, Metro, ab Hof

Rosenduft, Veilchen, Kletzenbrot. Saftig, ungestüm rassig, Birnenfrucht, fruchtwürzig am Gaumen. www.weinbau-moerwald.com Vertrieb: ab Hof

Muskateller 2011

Gelber Muskateller 2011

Gelber Muskateller 2011

Gelber Muskateller / Südsteiermark / 12 % / trocken

Gelber Muskateller / Steiermark / 11,5 % / trocken

Gelber Muskateller / Neusiedlersee / 12 % / trocken

Peterhof, Glanz a. d. Weinstraße

Dezente Nase, helle Tabakaromen. Sturm und Drang, säurebetont, rassig, prickelnd, braucht noch Zeit. www.weingutpeterhof.at Vertrieb: ab Hof

Ploder-Rosenberg, St. Peter

Traubig, Specknoten. Jugendlich fruchtbetont, spritzig, straff, knackige Säure, Traubisoda-Anklänge. www.ploder-rosenberg.at Vertrieb: Kastner, Döllerer, Pfeiffer, Morandell, Vergeiner, ab Hof

Ziniel, St. Andrä

Veilchen, Muskatnuß, Stachelbeere. Schlank, knackig, säurebetont, saftig, klar fruchtig, prickelnder Abgang. www.ziniel.at Vertrieb: ab Hof

Glossar der wichtigsten Weinbeschreibungen Abgang (oder auch Nachhall): Welcher Nachgeschmack verbleibt für wie lange? Aroma: Positiver Geruch eines Weines Ausgewogen: Harmonie von Frucht, Süße, Alkohol, Säure und Gerbstoffgehalt Barrique: Üblicherweise versteht man darunter Holzfässer aus Eiche mit einem Fassungsvermögen von 225 Litern. Diese werden innen getoastet und geben deshalb an den darin gelagerten Wein einen speziellen Geschmack ab, der an Vanille und Röstaromen erinnert. Elegant: Bezeichnung für zumeist Weine von feiner Art und großer Harmonie Extraktsüße: Auch bei trockenen Weinen vorhandener süßer Geschmackseindruck Knackig: Feine, frische, lebendige Säure Körper: Fachbegriff für hohen Extraktgehalt, führt zu einem vollmundigen Geschmackserlebnis Körperreich: Reichlich Extraktstoffe und Alkohol wirken körperreich Leicht: Gering an Alkohol sowie Extrakt Nase: Ein Synonym für Duft oder Bukett Nervig: Gutes Säure-Gerüst, trotzdem nicht spitz oder hart Pikant: Feine, aber deutlich spürbarer Säure

Rassig: Lebendig, deutlich ausgeprägter Säure Rund: Harmonischer Wein ohne Ecken und Kanten Säure: Wein beinhaltet mehrere Arten von Säure, die wichtigsten sind Weinsäure, Apfelsäure und – vor allem bei Rotweinen – Milchsäure. Tannin: Holzbestandteile, die aus den Traubenschalen und -kernen herausgelöst werden. Ein wichtiger Bestandteil von mittelkräftigen bis kräftigen Rotweinen. Tannine werden auch aus Eichenfässern ausgelaugt, die für die Lagerung von Wein verwendet werden. Charakteristisch ist ein pelziges, austrocknendes (adstringierendes) Gefühl im Mund, der Geschmack sollte aber nie grün oder unreif sein. Trinkreife: Bester Zeitpunkt oder beste Zeitspanne für den Weingenuss. Es gibt Weine, die von einer gewissen Lagerung profitieren und an Qualität zulegen. Vegetabil: Geruchseindruck nach grünen, pflanzlichen Noten (z. B. Erbsen, Bohnen), auch grasig oder grün Vollmundig: Bezeichnung für körper- und extraktreichen Wein Weich: Mild; geringe Säure Wuchtig: Bezeichnung für schwere, körperreiche Weine mit langem Abgang Würzig: Geschmackseindruck, z. B. nach schwarzem Pfeffer


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Riesling

Schon in ihrer frühen Jugend brillieren die Rieslinge mit Frucht und Klarheit. Der Donau entlang von Wachau bis Wien, der König der Weißweine kann sich sehen und schmecken lassen. Und das alles in einem hervorragenden Preis-Genuss Verhältnis.

Riesling Federspiel Bruck 2011

Riesling Göttweiger Berg 2011

Riesling / Wachau / 12,5 % / trocken

Riesling / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Domäne Wachau, Dürnstein

Müller, Krustetten

Mineralische Nase, Marille, Zitrus. Lebendig, komplex, superklar, DeutschlandAnklänge, Steinobst, Melisse, elegant, toller mineralischer Abgang. www.domaene-wachau.at Vertrieb: Del Fabro, Pfeiffer, Kastner, Morandell, Metro, eurogast ab Hof

Fruchtig, Steinobst, Marillenchutney. Mineralität, feingliedrig, pikant fruchtig, vollmundig, harmonisch, lang am Gaumen, herrlicher Trinkfluss.   www.weingutmueller.at Vertrieb: Wedl, Döllerer, eurogast, ab Hof

Riesling Wechselberg 2011

Riesling Nussberg 2011

Weisser Riesling Rosenhügel 2011

Riesling / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Riesling / Wien / 13,5 % / trocken

Riesling / Niederösterreich / 13,5 % / trocken

Topf Johann, Straß

Pfirsich, Quitte, weiße Blüten. Angenehmes Frucht-Säure-Spiel, Marille, Zitronenschale, sympathisch, animierend. Super Trinkfluss, gut gelungen. www.weingut-topf.at Vertrieb: Del Fabro, WeinWolf, Morandell, ab Hof

Wieninger, Wien

Diem, Obermarkersdorf

Reife Früchte, Honigton, Senfwürze. Kompakt am Gaumen, druckvoll, fruchtsüßlich, saubere Sache, fruchtiger Abgang, guter Speisebegleiter. www.wieninger.at Vertrieb: Del Fabro, Döllerer, Pfeiffer, Wagner, Vergeiner, ab Hof

Geräucherter Tofu, Ringlotte, Nektarine. Saftig, süß-säuerliche Balance, erfrischend, jugendlich, Räucherwürze, Ananas, Papaya, hat Biss und Länge. www.diem-weine.at Vertrieb: Morandell, ab Hof

Riesling vom Schloss 2011

Riesling Kogelberg 2011

Riesling vom Urgestein 2011

Riesling / Niederösterreich / 13 % / trocken

Riesling / Kamptal DAC Reserve / 13,5 % / trocken

Riesling / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Graf Hardegg, Seefeld-Kadolz

Weingartenpfirsich, Wasabi, Fruchtbonbon. Reife pikante Würze, herrlicher Fruchtextrakt, mineralisch elegant, Melone, viel Saft, lebendig, lang. www.grafhardegg.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, WeinWolf

Öhlzelt Barbara, Zöbing

Schloss Gobelsburg, Gobelsburg

Leichte Petrolnote, Mineralität, Hollerblüte, vollmundig, Feuerstein, Zitrus, gelber Paprika, knackige Säure, mittlerer Körper, animierender Ausklang. www.weinberggeiss.at Vertrieb: ab Hof

Helles Malz, Tabak, Müsli. Kerniger Saft, präsente Säure, die sich gut einbringt, dezente Frucht, knackig, bleibt haften, gutes Potenzial. www.gobelsburg.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Döllerer, Morandell, ab Hof

Riesling Kamptaler Terrassen 2011

Riesling Steinmassel 1ÖTW 2011

Riesling Classic 2011

Riesling / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Riesling / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Riesling / Wien / 12,5 % / trocken

Bründlmayer, Langenlois

Weiße Ribisel, Holler, Steinobst. Dezente Säure, saftig, schöne Balance, klassischer Riesling, Birnenfrucht, angenehmer Trinkfluss, mittellang. www.bruendlmayer.at Vertrieb: Del Fabro, Pfanner, Döllerer, WeinWolf, Morandell, Schenken­ felder, Wagner, Vergeiner, ab Hof

Bründlmayer, Langenlois

Birne, Nektarine, Holler. Staubtrocken, kernige Säure, mineralisch, lebendig, fruchtig, Pfirsich, Birnensaft, einfach unkompliziert bis zum Schluss. www.bruendlmayer.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Döllerer, WeinWolf, Morandell, Schenkenfelder, Wagner, Vergeiner, ab Hof

Cobenzl, Wien

Litschi, Quitte, zarte Joghurttöne. Frisch, fruchtig, anmutig, Symbiose Fruchtsüße und Mineralität, Ribisel, schlanker Körper, entspannter Ausklang. www.weingutcobenzl.at Vertrieb: Del Fabro, eurogast, ab Hof


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Riesling Federspiel Terrassen 2011

Riesling Alte Reben 2011

Lenz Riesling 2011

Riesling / Wachau / 12,5 % / trocken

Riesling / Niederösterreich / 13,5 % / trocken

Riesling / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Domäne Wachau, Dürnstein

Exotische Aromen, Marillenjoghurt, weiße Blüten. Staubtrocken, kühle Frucht, kompakt, resch, mineralisch, getrocknete Kräuter, steiniger Abgang. www.domaene-wachau.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfanner, Wedl, Pfeiffer, WeinWolf, Morandell, Schenkenfelder, Metro, ab Hof

Hofbauer-Schmidt, Hohenwarth

Waldduft, Sauerrahm, Quitten. Stählerne Säure, knackiger Bursche, geradlinig, sehr frisch, saftig, dezente Steinobstnoten, angenehme Pikanz. www.hofbauer-schmidt.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, ab Hof

Loimer, Langenlois

Pfirsich, Fruchtgelee, Ribisel.  Helle vordergründige Säure, spritzig, würzig, Muskatnuß, reichlich Extraktsüße, zitronig beim Abgang. www.loimer.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfeiffer, Morandell, Schenkenfelder, Wagner, Metro, ab Hof

Riesling Nussberg 2011

Riesling Alsegg 2011

Riesling Seeberg 2011

Riesling / Wien / 13 % / trocken

Riesling / Wien / 13,5 % / trocken

Riesling / Kamptal DAC Reserve / 13,5 % / trocken

Mayer am Pfarrplatz, Wien

Marillenchutney, Orangenzesten, Zitrus. Medizinal, herausfordernd, vibrierende Säure, Limette, Honigmelone, Pfirsichanklänge, lebendiges Gaumenspiel. www.pfarrplatz.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, ab Hof

Mayer am Pfarrplatz, Wien

Ringlotten, weiße Kirschen, frisches Gras. Geradlinig, nicht ganz reifer Pfirsich, etwas Schmelz, Mineralität, haftet am Gaumen, braucht noch Zeit. www.pfarrplatz.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, ab Hof

Öhlzelt Barbara, Zöbing

Melone, Weingartenpfirsich, Hollunder. Saftig, straffe Säure, guter Druck, jugendlich, würzig mineralisch, weißfruchtig, Petersilie, noch ungestüm. www.weinberggeiss.at Vertrieb: ab Hof

Riesling Steinhaus 2011

Riesling Kamptal DAC 2011

Riesling Göttweiger Berg 2011

Riesling / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Riesling / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Riesling / Kremstal DAC / 12,5 % / trocken

Rabl, Langenlois

Getrocknete Blumen, Melisse, Kamille. Schlanker Körper, zartbittere Kräutertöne, Birnenfrucht, Weingartenpfirsich, kurz dafür bündig. www.weingut-rabl.at Vertrieb: Metro, ab Hof

Sax, Langenlois

Apfel, Birne, Suppenwürze. Fruchtsüßliches Säurespiel, knackig, dezente Würze, Klee, Koriander, Rosmarin, mittelgewichtig, saftiges Finish. www.winzersax.at Vertrieb: Kastner, Vergeiner

Stift Göttweig, Furth

Weißer Hollunder, Steinobst, Birne. Verhaltene Frucht, leichte grüne Aromen, säurebetont, viel Saft, charmanter Sortenvertreter. www.weingutstiftgoettweig.at Vertrieb: Morandell

Riesling 2011

Fantasia 2011

Riesling Zöbing 2011

Riesling / Niederösterreich / 13 % / trocken

Riesling / Slowenien/Österreich / 12,5 % / trocken

Riesling / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Zissler, Sierndorf

Mandel, Sellerie, Pfirsich. Kernig, rassig, dezente Frucht, herausfordernd am Gaumen, gute Struktur, fruchtsüßlicher Ausklang. www.zissler.at Vertrieb: ab Hof

Georgiberg, Berghausen

Blüten, Hyazinthen, feuchte Wolle. Schlanker Körper, wenig Frucht, straff am Gaumen, kernig und kantig. www.weingut-georgiberg.at Vertrieb: ab Hof

Hirsch, Kammern

Eingelegte Zwiebel, Süßklee, Spargelnoten. Prickeln am Gaumen, mittlerer Körper, Extraktsüße, grüner Apfel, Ribisel, kurzer Abgang. www.weingut-hirsch.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Döllerer, Morandell, Schenkenfelder, ab Hof


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Riesling Kamptal DAC 2011

Riesling 2011

Riesling Siebzehnlehen GE.ORG 2011

Riesling / Kamptal DAC / 12,5 % / trocken

Riesling / Niederösterreich / 13 % / trocken

Riesling / Niederösterreich / 14,5 % / trocken

Loimer, Langenlois

Präsente Steinobstaromen wie Marille, Pfirsich. Schlank, feingliedrig, Mineralität, verhaltene Frucht, grüne Noten mit etwas Schmelz. www.loimer.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfeiffer, Morandell, Schenkenfelder, Wagner, Metro, ab Hof

Stadler, Falkenstein

Toifl Georg, Kleinhöflein bei Retz

Apfelschalen, Birne, Kracherl. Streng und rassig, leichtgewichtig, fruchtige Würze, jugendlich frischer Abgang. www.weingut-stadler.com Vertrieb: ab Hof

Ingwer, Traubenzucker, Minze.  Hervorstechende Säure, pflanzliche Noten, nicht ganz reife Marillen, fruchtextraktliches Finish. www.weingut-toifl.at Vertrieb: ab Hof

Blühende Zeiten: Hans und Christine Nittnaus stehen für Leidenschaft und Qualität.

Trauben-Logo: das unverkennbare Markenzeichen

Nittnaus mit der Traube Hans und Christine Nittnaus gehören seit vielen Jahren zu den namhaftesten Winzern Österreichs. Das umfangreiche Wein­spektrum der Winzerfamilie verfügt über starke, ausdrucksvolle und sehr gute Weine in jeder Kategorie.

D

as Sortiment von Hans und Christine Nittnaus aus Gols bietet sowohl Qualitätsweine für den glasweisen Ausschank als auch exklusive Lagenweine mit Spitzenbewertungen. Dass Weinqualität für das Winzerpaar mehr als ein Schlagwort ist, beweisen sie jedes Jahr mit zahlreichen nationalen und

internationalen Auszeichnungen. Ihren Erfolg begründen sie so: „Die Arbeit mit Wein ist unsere Leidenschaft. Wir freuen uns über die Auszeichnungen, sie sind eine schöne Bestätigung für unser stetiges Streben nach Qualität und Genuss!“. Das dürften auch zahlreiche Gastronomen erkannt haben, die bereits

seit vielen Jahren auf die Verlässlichkeit des Winzerpaares setzen.

Vielfalt und Lagen Kaum ein anderes Gebiet als das rund um den Neusiedler See erlaubt eine solche Vielfalt an Weinen. In den letzten Jahren haben sich besonders drei der hochwer-

LEITHABERG DAC 2010

CHARDONNAY HEIDEBODEN 2011

Erst vor zwei Jahren haben Hans und Christine Nittnaus ihr vielseitiges Weinspektrum erweitert und den Sprung auf die westliche Seite des Neusiedler Sees gewagt. Die Lagen weisen zwischen kalkreichen Schichten auch Urgesteinsschichten auf. Der weiße Leithaberg DAC 2010 ist nun der erste Jahrgang, spannend und mineralisch.

Auch der Chardonnay 2011, der am Heideboden rund um den Neusiedler See wächst, macht es Gastronomen nicht schwer ihren Gästen höchste Qualität zu bieten. Der Heideboden zeichnet sich besonders durch durchlässige, warme SchotterBraunerdeböden aus und bietet beste Voraussetzungen für Spitzenweine.

tigen Lagenweine von Hans und Christine Nittnaus in der Gastronomie etabliert. Kontakt: Weingut Hans und Christine Nittnaus 7122 Gols, Untere Hauptstr. 105 Telefon: +43-(0)2173-2186 weingut@nittnaus.net www.nittnaus.net

SAUVIGNON BLANC OBERE WIES 2011 Der dritte der drei besonderen Gastronomie-Größen ist der Sauvignon Blanc 2011 von der Oberen Wies. Hier wachsen die Trauben des Sauvignon Blanc auf leichten Sand-Lehmböden, bis sie per Hand geerntet und schonend verarbeitet werden. Ein wirklich ausgezeichneter, sehr typisch gelungener Sauvignon!


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Cuvées

Viele Gemischte und vermischte Sätze waren solide und zugänglich, bekömmlich, da leichter im Alkohol. An der Spitze eine Cuveé von Artner aus Carnuntum und ein Wiener Gemischter Satz vom Wiener Stadtweingut Cobenzl.

Spazierer 2011

Wiener Gemischter Satz Classic 2011

Cuvée / Carnuntum / 11,5 % / trocken

Cuvée / Wien / 12,5 % / trocken

Artner, Höflein

Apfel, Heu, Pfirsich, Orangenschale. Komplex, gut balanciert, pikant, würzig, angenehm am Gaumen, ausgewogener Trinkfluss. www.artner.co.at Vertrieb: Del Fabro, Metro, ab Hof

Cobenzl, Wien

Erdnußbutter, Camparianklänge, weiße Schokolade. Cremige Textur, burgundisch, weinig, mittel bis vollmundig, guter Speisebegleiter. www.weingutcobenzl.at Vertrieb: Del Fabro, eurogast, ab Hof

Gemischter Satz 2011

Wiener Gemischter Satz 2011

Gemischter Satz 2011

Cuvée / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Cuvée / Wien / 12,5 % / trocken

Cuvée / Burgenland / 12,5 % / trocken

Diem, Obermarkersdorf

Mayer am Pfarrplatz, Wien

Fliederduft, Apfel, Kräuter, aromatisches Bukett. Saftig, pflanzlich, burgundisch, sehr cremig. Noch ausbaufähig, mit gutem Potenzial. www.diem-weine.at Vertrieb: ab Hof

Quitte, Pfirsich, traubig. Feine Würze, reife Noten, druckvoll, lebendig am Gaumen, ausgewogen, schöne Länge, saftiger Ausklang. www.pfarrplatz.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, ab Hof

Moser Hans, Eisenstadt

Hollunder, Mandeln, Petersilie, rustikale Note. Pflanzlich, saftig, burgundische Anklänge, dezente Aromatik, angenehmer Trinkfluss, stimmiger Wein. www.hans-moser.at Vertrieb: ab Hof

Pirivino 2011

Steirercuvée 2011

Wiener Gemischter Satz Classic 2011

Cuvée / Thermenregion / 12 % / trocken

Cuvée / Steiermark / 12 % / trocken

Cuvée / Wien / 13 % / trocken

Piriwe, Traiskirchen

Reiterer, Wies

Dezente Ananastöne, Mirabelle, Birnen, alkoholisch in derNase. Mittlerer Körper, sehr  harmonisch, mittellang anhaltend. www.piriwe.at Vertrieb: Kolarik&Leeb, ab Hof

Zimt, Apfelschale, Grapefruit, Rosenblüten. Floral, kräuterwürzig am Gaumen, lebendig, ausgewogen, mineralischer Ausklang. www.weingut-reiterer.com Vertrieb: Morandell, Del Fabro, ab Hof

Rotes Haus, Wien

Erdnußflocken, Walnuß, schwarzer Pfeffer. Druckvoll, würzig, feurig frisch, ohne Ecken und Kanten, blättrig, eigen­willig, cremiger Abgang. www.weingut-rotes-haus.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, ab Hof

Neusiedlersee Weiss 2011

Falko 2011

Surprise 2011

Cuvée / Neusiedlersee / 11,5 % / trocken

Cuvée / Niederösterreich / 11,5 % / trocken

Cuvée / Slowenien/Österreich / 12,5 % / trocken

Wendelin, Gols

Brennessel, Limonade, Eiszuckerl, Muskat, grüner Apfel. Aromatische Geschmacksnuancen, florale Akzente, frisch und zugänglich, Aperitif-Wein. www.wendelin.at Vertrieb: ab Hof

Dürnberg, Falkenstein

Veilchen, Erdäpfel, frische, grüne Äpfel. Zitronig, vitalisierend, leicht beschwingt, knackiges, süß-saures Fruchtspiel. www.duernberg.at Vertrieb: Del Fabro, Pfanner, Kolarik&Leeb, ab Hof

Georgiberg, Berghausen

Getoastetes Brot, getrocknete, mediterrane Kräuter, Topinambur. Schlank, dezente Frucht, grüne Noten, bleibt am Gaumen kleben. www.weingut-georgiberg.at Vertrieb: ab Hof


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Gemischt

In diese Gruppe haben wir die Weine zusammengefasst wie Reservequalitäten, halbtrockene und liebliche Weine und Jahrgänge älter als 2011. Ein interessanter Mix sowohl gereifter Kreszenzen als auch Preis-Genuss Hits für das glasweise Angebot zu speziellen Speisen.

Pinot Blanc 2010

Chardonnay Reserve 2010

Weißburgunder / Leithaberg DAC / 12,5 % / trocken

Chardonnay / Burgenland / 13 % / trocken

Hillinger Leo, Jois

Blütenhonig, geröstete Mandeln, Erdnussbutter. Gereifte Noten, sehr würzig, frisch am Gaumen, feiner Holzeinsatz. Komplexer, toller Wein.   www.leo-hillinger.at Vertrieb: ab Hof

Young Nittnaus Experience, Gols

Gebratene Banane, Zuckerwatte, Nougat. Reife Frucht, Röstaromen, Krokant, sehr süffig, hat Lagencharakter, spannender Wein. experience.nittnaus.net Vertrieb: ab Hof

Sauvignon Blanc Royal 2010

Grüner Veltliner Gottschelle 1ÖTW 2011

Chardonnay - Pinot Gris 2010

Sauvignon Blanc / Südsteiermark / 14 % / trocken

Grüner Veltliner / Kremstal DAC Reserve / 12,5 % / trocken

Cuvée / Niederösterreich / 12,5 % / trocken

Skoff Original, Gamlitz

Weiße Schokolade, Marzipan, gereifte gelbe Früchte. Cremige Textur, Vanille, unorthodox, aber doch stimmig, hervorragender Tropfen. www.skofforiginal.com Vertrieb: ab Hof

Stift Göttweig, Furth

Honigmelone, reife exotische Noten, Akazienhonig. Geschmeidig am Gaumen, angenehmes Finish, perfekt für asiatische Gerichte, ein toller Begleiter. www.weingutstiftgoettweig.at Vertrieb: Morandell

Loimer, Langenlois

Räuchernase, Grapefruit, Rosenduft. Betont kernig, knackig, Mango, Papaya, sehr lebendig. Auch als Aperitif Wein einsetzbar, hat große Anlagen. www.loimer.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, Pfeiffer, Morandell, Schenkenfelder, Wagner, Metro, ab Hof

Grüner Veltliner Hundsleiten 2011

Grüner Veltliner Smaragd Achleiten 2007

Riesling Grillparz 1ÖTW 2011

Grüner Veltliner / Weinviertel DAC Reserve / 13,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Wachau / 14 % / trocken

Riesling / Kremstal DAC Reserve / 12,5 % / trocken

Pfaffl R&A, Stetten

Bratäpfel, reife Würze, weißer Pfeffer.  Vollmundig am Gaumen. Zarte Bitternoten, kompakt, sehr pikant, wohl balanciert, harmonischer Abgang. www.pfaffl.at Vertrieb: Del Fabro, Pfanner, Döllerer, Morandell, ab Hof

Domäne Wachau, Dürnstein

Met, eingelegte Marillen, helles Karamell. Opulente Frucht, zarte Mineralik, lange am Gaumen. Super Speisebegleiter, großes Potenzial. www.domaene-wachau.at Vertrieb: Del Fabro, Pfeiffer, Kastner, Morandell, Metro, eurogast ab Hof

Stadt Krems, Krems

Gereifte Birne, Karamell, Hopfen, Müsli. Knackig, harmonisch, Gewürzorgie, viel Wein, lang anhaltend, tolle Qualität. www.weingutstadtkrems.at Vertrieb: Del Fabro, Wagner, ab Hof

Grüner Veltliner Kirchweg 2011

Pinot Blanc / Chardonnay 2010

Traminer Altes Kreuz 2011

Grüner Veltliner / Traisental DAC Reserve / 13,5 % / trocken

Cuvée / Leithaberg DAC / 13 % / trocken

Traminer / Niederösterreich / 12,5 % / lieblich

Figl Leopold, Traismauer

Kernobst wie Birne, Apfelkompott, Curry. Mittel- bis vollmundig, viel Schmelz, Säure gut integriert, saftig, schöne Länge, macht Spass. www.weingut-figl.at Vertrieb: ab Hof

Nittnaus Hans & Christine, Gols

Papaya, Passionsfrucht, Nektarine. Anspruchsvoll, komplexe Röstaromen, Barrique spürbar. Braucht Zeit, aber sehr interessant. www.nittnaus.net Vertrieb: ab Hof

Dürnberg, Falkenstein

Ingwer, Wasabi, Blockmalz.  Frucht gut balanciert, sehr klar, hocharomatisch, floral, schönes Säurespiel, ideal zu Fruchtdesserts. www.duernberg.at Vertrieb: Del Fabro, Pfanner, Kolarik&Leeb, ab Hof


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Muskat Ottonel lieblich 2011

Riesling Terrassen Sonnleiten 2011

Riesling Alte Reben 2011

Muskat Ottonel / Burgenland / 11,5 % / lieblich

Riesling / Niederösterreich / 12,5 % / halbtrocken

Riesling / Niederösterreich / 12,5 % / halbtrocken

Wegenstein, Wr. Neudorf

Intensives Fruchtbukett, floral.  Elegant süßlich, Restzucker gut eingebunden, passender Speisebegleiter zu fernöstlichen Gerichten, Trinkspaß. www.wegenstein.at

Pfaffl R&A, Stetten

Kernobst, weißer Pfirsich, Zitronenzeste. Sehr sauber und klar, straffe Säure, äußerst pikant, gute Struktur, erwärmender Ausklang. www.pfaffl.at Vertrieb: Del Fabro, Pfanner, Döllerer, Morandell, ab Hof

Pollak, Unterretzbach

Marillenkompott, Sportgummi, sehr reife Ananas. Griffig am Gaumen, mineralisch, lebendig, lang. Vielseitiger Speisebegleiter, entwicklungsfähig. www.pollak.co.at Vertrieb: ab Hof

Riesling Novemberlese 2011

Donauriesling 2010

Gelber Muskateller Bergern 2011

Riesling / Kamptal DAC Reserve / 12 % / trocken

Cuvée / Carnuntum / 12 % / trocken

Gelber Muskateller / Niederösterreich / 12,5 % / halbtrocken

Steininger, Langenlois

Mohnnoten, Spitzwegerich, Wiesenkräuter, Brennessel. Frisch, jung und knackig, saftig, hat Struktur, pulsierender Abgang. www.weingut-steininger.at Vertrieb: Del Fabro, Kastner, ab Hof

Riedmüller, Hainburg a. d. Donau

Süßholz, Akazienhonig, kandiertes Obst. Apfelig, klare Frucht, wohl balanciert, hat Finesse, opulente Reife, gute Länge. www.weinbau-riedmueller.at Vertrieb: ab Hof

Hauleitner, Wagram ob der Traisen

Ananas, Kokos, Marzipan. Vollmundig, harmonisch, würzige Süße, modern gemacht. Tolle Alternative zu Süßwein.  www.hauleitner.at Vertrieb: ab Hof

Neuburger, Weißburgunder 2009

Grüner Veltliner Alte Reben 2010

Chardonnay Lama 2010

Cuvée / Leithaberg DAC / 12,5 % / trocken

Grüner Veltliner / Kamptal DAC Reserve / 13,5 % / trocken

Chardonnay / Burgenland / 13 % / trocken

Tinhof, Trausdorf

Akazienhonig, weiße Schokolade, „Nuts“. Guter Schmelz, burgundische Stilistik, betont trocken strukturiert, Bitterkräuterabgang.  www.tinhof.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, ab Hof

Sax, Langenlois

Holznoten in der Nase, kandierte Früchte. Vibrierend am Gaumen, etwas nervig, interessant, betörend. Hat Potenzial. www.winzersax.at Vertrieb: Kastner, Vergeiner

Esterhazy, Eisenstadt

Pistazien, Kürbiskerne, malzig. Hohe Reife, würzig, Nussaromen, sehr komplex, zu Hühnerfleisch mit mediterranen Kräutern. www.esterhazywein.at Vertrieb: Del Fabro, Kolarik&Leeb, ab Hof

Gelber Muskateller 2011

Forbidden Grüner 2011

Gelber Muskateller 2011

Gelber Muskateller / Burgenland / 12 % / halbtrocken

Grüner Veltliner / Niederösterreich / 11 % / lieblich

Gelber Muskateller / Carnuntum / 12,5 % / halbtrocken

Triebaumer Günter, Rust

Mediterrane Kräuter, Dörrobst limonadig. Kernig am Gaumen, safttig, grüner Apfel, schöne Präsenz, lebt von der Aromatik, Dessertbegleiter. www.triebaumer.at Vertrieb: Del Fabro, Pfanner, Kolarik&Leeb, Pfeiffer, Wagner, ab Hof

Laurenz V., Wien

Tabak, Kräuter, intensives Fruchtbukett. Restsüße mit exotischen Obstnoten. Schräg mit Trinkspaß. www.laurenzfive.com Vertrieb: Morandell

Riedmüller, Hainburg a. d. Donau

Anis, Minze, Kräuter. Schlanke Frucht mit Restzucker. Würziges Finish. www.weinbau-riedmueller.at Vertrieb: ab Hof


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oben rechts.: Ein Bild mit Seltenheitswert: Der Hausherr Peter Pühringer mit Küchenchef Silvio Nickol; unten links: Silvio Nickol mit Österreichs Koch des Jahres 2010 Andreas Döllerer, dem deutschen 3-Sterne Koch Juan Amador und dem Schweizer Shooting-Star Nenad Mlinarevic;

Ein großes Fest  mit feinsten Weinen Bereits zum vierten Mal war das Palais Coburg in Wien Treffpunkt der internationalen Wein-Elite. Rund 60 Top­ winzer und prominente Wine-Maker aus aller Welt gaben sich ein Stelldichein.

Neben großen Weiß-, Rot- und Schaumweinen wurden auch grandiose Portos von Taylor's präsentiert, die in Österreich von WeinWolf vertrieben werden

H

ochkarätige Persönlichkeiten der internationalen Weinwelt, wie Philippe Dhalluin, Managing Director von Château Mouton Rothschild, Michelle Roland, einer der anerkanntesten Önologen der Welt, Michel Chapoutier oder Prof. Kees Van Leeuwen, Professor für Weinbau an der Universität Bordeaux ließen es nicht nehmen, ins prunkvolle Palais Coburg nach Wien zu kommen und sich über Wein in all seiner Vielfalt auszutauschen. Herzstück des Welt WeinFestivals war das Weinforum in den Kasematten des Palais Coburg. Bei diesem Degustationsforum konnten die Gäste an drei Tagen mehr als 250 Weine aus aller Welt verkosten. Prominente Weingüter wie Baron

Philippe de Rothschild (Bordeaux & Co), Olivier Bernstein (Burgund), Terroir al Limit (Spanien), Dr. Loosen (Deutschland), Au Bon Climat (USA), Cloudy Bay (Neuseeland), Clarendon Hills (Australien) waren ebenso vertreten wie die Weingüter Schönberger, Tschida, Schiefer, Nikolaihof, Kracher und Wieninger aus Österreich. Palais Coburg General Managerin Gabriele Frei zieht eine äußerst positive Bilanz über das Welt WeinFestival 2012: „Das Palais Coburg hat sich an den vier Tagen als ein Ort des Genusses präsentiert, der offen ist für alle Wiener und in dem sich auch internationale Gäste sehr wohl fühlen. Die vielen zufriedenen Winzer und Besucher, die den neuen Spirit des Palais Coburgs

in die Welt hinaus tragen, geben uns Recht.“ Wie die Winzer repräsentierten auch die teilnehmenden Köche die Elite ihrer Zunft, viele Sterneköche trugen beim Welt WeinFestival 2012 zum kulinarischen Gelingen der hochkarätigen Veranstaltungen bei. In traditioneller Weise wurden auch in diesem Jahr wieder Wiener Spitzenrestaurants ins Programm eingebunden. Heuer partizipierten Heinz Reitbauer/Steierereck, das Restaurant Artner am Franziskanerplatz sowie das Restaurant Anna Sacher im Hotel Sacher . Einen schönen Ausklang des Welt WeinFestivals bot der Abschluss-Abend im Palais Coburg: Die Gastköche Juan Amador (3 Michelin Sterne) und Andreas Döllerer ( 3

Gault Millau Hauben) boten den Gästen gemeinsam mit Hausherr Silvio Nickol und seinem Team sowie dem Schweizer Koch-Shooting-Star Nenad Mlinarevic (1 Michelin Stern) ein einmaliges Gourmet-Erlebnis, bei dem auch alle Weine des Weinforums verkostet werden konnten. Palais Coburg General Managerin Gabriele Frei zieht eine äußerst positive Bilanz über das Welt WeinFestival 2012: „Das Palais Coburg hat sich an den vier Tagen als ein Haus präsentiert, das offen ist für alle Wiener und in dem sich auch internationale Gäste sehr wohl fühlen. Die vielen zufriedenen Winzer, die nun den Spirit des Palais Coburgs in die Welt hinaus tragen, geben uns Recht.“


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international

Reife Reize zu fairem Preis

Auch heimische Weine werden vielfach deutlich zu jung getrunken. Tut man diesen Frevel jedoch einem edlen Barolo an, handelt es sich dabei schon fast um eine Todsünde. Der Weinhändler Derksen lud anlässlich des Weltwein Festivals zu einer Barolo-Verkostung von Michele Chiarlo, die zeigte, wie grandios dessen Barolos reifen.

D

ie edlen Weine aus Piemont haben ihren Fixplatz im Firmament vieler Weinfreunde, zumindest in der Theorie. Ein Blick in die meisten Weinkarten unseres Landes zeigt jedoch die gelebte Praxis. Barolos und Barbarescos werden nur sehr selten und oft viel zu teuer und oder zu jung angeboten. Glasweise bekommt man diese Weine auch in der Luxusgastronomie praktisch nie ausgeschenkt. Wieso eigentlich? Zum einen wird oft der hohe Preis als Grund genannt, doch das stimmt nur bedingt. Natürlich kann ein guter Barolo niemals ein billiger Wein sein, wenn man einen Bogen um die allergrößten Namen macht, sind diese Weine jedoch durchaus leistbar. Im Fall von Michele Chiarlo kann man sogar durchaus von einem überaus fairen Preis-Leistungsverhältnis sprechen. Neben dem vermeintlich hohen Preis scheint mir die jugendliche Unzugänglichkeit dieser Weine das Haupthindernis für eine grö-

ßere Verbreitung zu sein. Selten machen Barolos Spaß, die jünger als sechs oder sieben Jahre sind, so richtig erfreulich wird es erst ab zehn Jahren. Dass auch normalpreisige Barolos grandios reifen, zeigte die Vertikalverkostung

des Cerequios aus dem Hause Michele Chiarlo in beeindruckender Weise. Wir starteten mit dem Jahrgang 2007, der gleich eine Ausnahme der soeben geschilderten Regel darstellt. Aufgrund der extrem frühen Ernte und der ungewöhnlichen Weichheit des Weins (ergänzt mit einer süßen Würzigkeit, die an australischen Shiraz erinnerte) zeigt sich der 2007er schon jetzt sehr zugänglich und trinkreif. (17,5 Punkte). Schon der 2006er rückte die Wirklichkeit wieder zurecht. Strenge, harte Tannine, wenig Frucht und eine noch ernsthafte Verschlossenheit unterstreichen nachdrücklich, dass man diesen Jahrgang besser noch ein paar Jahre liegen lässt. (16,5 Punkte). Der Jahrgang 2003 war ebenso wie 2007 sehr heiß, was dazu geführt hat, dass dieser Wein sich so wie unsere erste Probe sehr mollig und warm mit würzigen Minze-Noten präsentierte. Sehr zugänglich und schmeichlerisch

am Gaumen, aber ein Vertreter aus keinem ganz großes Jahr. (17 Punkte) Auf einem ersten Höhepunkt präsentierte sich der 2000er Jahrgang des Cerequios, hedonistische Fruchtigkeit gepaart mit ernsthafter Tanninstruktur. So macht Barolo-Trinken einfach Spaß. Tolle Struktur und Tiefe, wunderbare Harmonie. (18 Punkte). Cerequio 1999: Das Highlight der Probe, sehr elegant mit floralen Noten in der Nase, straff und komplex am Gaumen, toller Trinkfluss und ein schier endloser Abgang. Eine idealtypische Interpretation eines Barolos. (19 Punkte). Cerequio 1996: Ein toller Wein, dessen einziger Fehler es war, nach dem 1999er präsentiert zu werden. Im direkten Vergleich dann doch die Spur weniger verführerisch. Tolle Struktur, präsentiert sich schon gut gereift, perfekter Speisebegleiter. (18 Punkte). www.derksen.at www.michelechiarlo.it

Chianti Classico – traditionell, doch anders

Ein großer Meister auf zwei Klavieren

Auf San Felice hat man eine uralte Rebsorte wieder­belebt. Sie verleiht dem Chianti Classico des Hauses eine eigenständige Note.

Giuseppe Mazzocolin ist eine der großen Winzer­persön­ lichkeiten Italiens. Sein Können beweist er nicht nur bei Felsina, sondern auch beim „Nachbarn“ Farnetella.

P

ugnitello ist eine fast ausgestorbene und von San Felice und der landwirtschaftlichen Universität Florenz wiederbelebte, toskanische Rebsorte. Mehr als 12 Hektar Rebfläche sind heute auf San Felice mit Pugnitello bestockt, seit 2003 bildet er die Basis für den gleichnamigen, reinsortig ausgebauten und von der internationalen Weinkritik hochgelobten und prämierten Wein, und seit 2008 fließt erfolgreich auch ein kleiner Anteil in die Cuvée des Lagenweins Chianti Classi-

D Ilaria Ippoliti kümmert sich seit Jahresanfang um den Export nach Österreich und Deutschland

co Riserva Poggio Rosso. Der San Felice Chianti Classico –auf dem Markt erhältlich- präsentiert sich nicht nur mit neuem Etikett, sondern vor allem in der Nase mit intensiven Noten von Pflaume, Brombeere und Himbeere, am Gaumen mit einem vollmundigen und ausgewogenen Körper und einer Frische, die typisch für seine Bezeichnung und seine Herkunft ist. www.riegerweine.at

ie Fattoria di Fèlsina in Castelnuovo Berardenga gehört zu den unbestrittenen Stars in der Toskana. Giuseppe Mazzocolin hat in längjähriger, aufwändiger und einfühlsamer Art und Weise das Gut zum Höchstbewerteten in der ewigen Bestenliste der Toskana geführt. Seit nunmehr gut 20 Jahren ist auch das nahe gelegene, mittelalterliche Schloßweingut Castello di Farnetella im Besitz der Fattoria di Fèlsina. Die Rebflächen liegen in der Mikrozone “Poggio Granoni, die zwischen 480 und 520 Metern über dem Meeresspiegel in der Gemeinde Sinalunga liegt.

Für diesen Chianti Colli Senesi wird eine Cuvée aus 90% Sangiovese und 10% Merlot komponiert. Der Wein zeigt in der Farbe intensives Rubinrot mit violetten Reflexen. Das fruchtige Bukett nach Waldbeeren ist gut vermischt mit leichten und angenehm würzigen Noten. Am Gaumen ist er samtig mit voller Sangiovesearomatik. Der Abgang ist klar fruchtig und leicht nach Vanille und Mineralien. www.weinwolf.com

Ein großer der italienischen Weinszene: Giuseppe Mazzocolin ist für die Weine von Felsina und Castello Farnetella


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Von Äpfeln und Birnen Der ehemalige ÖWM-Chef Michael Thurner ist jetzt Unternehmer und lebt seit vier Jahren in Singapur. Er vertreibt von dort aus österreichische Weine weltweit mit Schwerpunkt Asien. Trotz der boomenden regionalen Wirtschaft bleibt der Verkauf hochwertiger Weine jedoch eine diffizile Herausforderung. Wir haben ihn besucht, um mit ihm über den Weinkonsum in Asien zu sprechen.

Text: Wolfgang Schedelberger Fotos: privat, WS

ÖGZ-Wein: Jeder spricht vom enormen Potenzial des asiatischen Markts für hochpreisige Qualitätsweine. Bei Auktionen in Hongkong werden Rekordpreise erzielt. Welche Rolle sehen Sie da für Weine aus Österreich? Schließlich zählt Asien derzeit nicht zu unseren wichtigsten Exportmärkten. Wird sich das ändern? Michael Thurner: Asiens Wirtschaft boomt. Von einer Krisenstimmung wie in Amerika und Europa ist hier keine Rede. Gleichzeitig kommen immer mehr Asiaten auf den Weingeschmack. Trotzdem verkaufen sich Weine hier nicht von alleine. Die Konkurrenz ist riesengroß, weil die großen Weinproduzenten (allen voran Frankreich, Italien und einige Länder der neuen Welt wie Chile, Argentinien und Aus­ tralien) hier ihre Weine verkaufen wollen. Diese Länder haben ganz andere Möglichkeiten, sich zu präsentieren und eigene Marken zu etablieren. Und das vor allem zu Preisen, wie wir in Österreich nie produzieren können. Noch dazu haben sie meist einfache Botschaften. Neuseeland ist Sauvignon Blanc, Chile ist Cabernet Sauvignon, Australien ist Shiraz und Chardonnay und so weiter. Länder mit Vielfalt tun sich schwerer.

„Der asiatische Markt ist heiß umkämpft. Dennoch gibt es für österreichische

Weiß- und Rotweine eine kleine und sehr attraktive Nische“

ÖGZ: Wie wichtig sind bekannte Marken für den Weinverkauf in Asien? Thurner: Noch wichtiger als anderswo, weil der Weinkonsum vielfach mit Prestige zu tun hat. Das gilt für die Luxusweine aus Bordeaux und Burgund genauso wie für die gängigen Champagner-Marken. Die Damen der Highsociety sind verrückt nach Louis Vuit-

ton, Prada und Gucci, die Herren nach Petrus, Mouton Rothschild und Dom Perignon. Das oberste Marktsegment wird also von großen Marken bestimmt. Da haben Top-Weine von kleineren Produzenten, egal ob aus der Wachau oder dem Rheingau, wenig Chance, noch dazu sind es zumeist Weißweine. Das billige Segment wird von Weinen aus der neuen Welt bestimmt, wobei auch hier Marken sehr wichtig sind. Schließlich bleibt auch günstiger Wein für durchschnittliche asiatische Einkommen ein Luxusprodukt.

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ÖGZ: Weine aus Österreich befinden sich also in der Zwickmühle. Zu billig für das Luxussegment, zu teuer und unbekannt für das Massengeschäft. Und dennoch sind Sie hier in Singapur und wollen vom Verkauf österreichischer Weine leben? Thurner: Wir können hier nur eine kleine Nische bedienen, nämlich weinaffine Konsumenten, die wissen, was ihnen schmeckt und sich das auch etwas kosten lassen. Im Topsegment ist Österreich ja im internationalen Vergleich ein absoluter „bargain“. Relativ gesehen ist das eine sehr kleine Nische, aber absolut betrachtet, ist das dennoch sehr interessant. Für uns sind gehobene Restaurants, die in der Regel auch einen Sommelier haben, der beste Weg, unsere Weine zu vertreiben. Dort lernen interessierte Leute Weine kennen und kaufen diese dann auch für den Konsum zu Hause. Wir haben heuer im Februar in Singapur bereits zum dritten Mal gemeinsam mit den besten Restaurants der Stadt das Austrian Winefestival veranstaltet. In der Top-Gastronomie in Singapur sind viele Österreicher tätig, sogar der Küchenchef im besten französischen Restaurant der Stadt (Anm. Armin Leitgeb im Les Amis) ist ein Österreicher. Darüber hinaus organisieren wir regelmäßig Verkostungen (auch mit internationalen Weinen), zu denen wir Sommeliers, Journalisten, aber auch private Weinliebhaber einladen. ÖGZ: Wie wichtig sind solche Tastings? Und wie stellen Sie die Flights zusammen? Schließlich werden viele der besten Weine Österreichs aus autochthonen Rebsorten gekeltert. Kann man Äpfel mit Birnen sinnvoll vergleichen?


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ir ne tbes ronr at et ino n a l

Im Bodega y Tapas in Singapur gibt es heimische "Austrian Wines by the Glass" – der Eigentümer Wolfgang Lapper ist gebürtiger Tiroler und Mitveranstalter des jährlich stattfindenden Austrian Wine Festivals

Thurner: Wie man so etwas macht, hat uns seinerzeit schon Luis Kracher in London vorgezeigt. Damit man Leute für ein Tasting mit wenig bekannten Weinen interessiert, muss man bekannte Top-Weine gegenüberstellen. Wenn dann die TBAs von Tschida Chateau Yquem in den Schatten stellen, oder der GV Käferberg vom Jurtschitsch von den besten Sommeliers der Stadt höher bewertet wird als ein Puligny Montrachet von Leflaive, spricht sich das schon herum. Aber auch bei den Rotweinen konnte sich der Alte Reben von Moric neben dem La Turque von Guigal und der 2004er Arachon neben einem Mouton Rothschild behaupten. Bedeutet das, Äpfel mit Birnen vergleichen? Vielleicht, aber wir behaupten ja nicht, dass wir die besseren Äpfel hätten, sondern nur, dass auch unsere Birnen ganz hervorragend schmecken. ÖGZ: Wenn man das durchaus erfolgreiche Weinland Österreich kritisch betrachtet, fällt auf, dass wir unsere Weine sehr jung trinken und dass zahlreiche Weingüter eine Vielzahl an unterschiedlichen Weinen füllen. Wie gehen Sie damit auf einem Exportmarkt um? Thurner: Es wäre absurd, zehn oder mehr Weine eines Winzers zu führen. Das würde die Leute total verwirren. Dass die meisten unserer Winzer so viele verschiedene Weine füllen, ist historisch gewachsen und macht meiner Meinung nach heute auch in Österreich nicht mehr viel Sinn. Wer braucht wirklich fünf verschiedene Lagenweine mit derselben Rebsorte, wenn sich diese preislich nur geringfügig unterscheiden? Hier sollten Winzer umdenken, vor allem wenn sie einen Teil ihrer Weine auch exportieren wol-

len. Unsere Weine sind preislich alle zu eng beisammen. Auch die große Sortenvielfalt einzelner Betriebe ist für den Export ein Problem. Was die Trinkreife betrifft: Zu junge Weine lassen sich in Asien schwer verkaufen, Punkt! Man kann Kunden nicht zumuten, dass sie die Weine selbst lagern müssen, bevor sie ihnen schmecken. Egal ob weiß oder rot, ich biete aktuell kaum Weine an, die jünger als 2009 sind. ÖGZ: Unter der Marke „Austria’s Fine Brands“ führen Sie einige der bekanntesten Weingüter Österreichs. Was würden Sie einem jungen Weingut raten, dass sich ein verlässliches Exportgeschäft aufbauen will?

Labels beschränken und konsequent an seiner Marke arbeiten. Junge Winzer sollen daheim anfangen, sich in Österreich einen Namen zu machen, dann auf der VieVinum und irgendwann der Prowein. Wenn jemand nach Asien will, braucht er viel Geduld. Das Geschäft hier braucht viel Zeit und Aufwand, aber es wird sich irgendwann lohnen! ÖGZ: Natürlich gehört die eigene Markenpflege eines Weinguts dazu. Aber wie wichtig sind Rebsorte und Herkunft? Versteht man in Singapur unser DAC-Konzept? Thurner: Absolut. Das war eine gute und richtungsweisende Entscheidung für die heimische

„Der Wildwuchs mit willkürlichen Lagenbezeichnungen auf heimischen Etiketten gehört rasch unterbunden. Das verwirrt Konsumenten und schadet allen“ Thurner: Jeder Markt hat seine Risiken, und je weiter weg er ist, umso unkalkulierbarer sind diese Risiken. Die meisten Betriebe, die ich vertrete, haben in Österreich einen gesunden Heimmarkt von zumindest 50 Prozent, und das ist gut so. Die Exportmärkte sollten geografisch gestreut sein, was natürlich eine gewisse Produktionsmenge, also zumindest 200.000 Flaschen, voraussetzt. Schließlich erfordert jeder Markt auch Marketing-Aufwendungen und will betreut werden. Auch wenn man das selbst macht, kostet das Zeit und Geld. Und dann sollte man sich pro Markt auf zwei bis drei

Weinwirtschaft, und ich bin stolz darauf, dass ich an der DAC-Einführung in verantwortungsvoller Position mitwirken durfte. Die Orientierung nach Rebsorten wie Grüner Veltliner oder Blaufränkisch ist für Asiaten nicht nur wegen der Umlaute schwierig. Die Charakteristik von Weinen aus dem Kamptal oder Mittelburgenland ist wesentlich leichter nachzuvollziehen. Die romanischen Länder haben vorgemacht, wie das geht. Kaum ein Konsument kennt alle Rebsorten eines Châteneuf du Pape, aber man weiß, wie er schmeckt bzw. schmecken soll. Auch bei den Weinen aus Ba-

rolo, Chianti, Rioja, Bordeaux und der Champagne steht die Herkunft, und nicht die Rebsorte im Vordergrund. Der Erfolg dieser Marken – denn das sind sie ja in Wirklichkeit – liegt darin, dass die Herkunft geschützt ist, und Weine, die diese Marke führen, kontrollierten Qualitätskriterien entsprechen. Grünen Veltliner kann man schließlich überall anpflanzen, die Herkunft und das spezielle Terroir des Kamptals oder Traisentals wird hingegen immer einzigartig bleiben. Schade ist es, dass es nun Winzer gibt, die auf die gesetztlichen Etiketten Privatbezeichnungen wie „Erste Lage“ draufschreiben. Das müsste gesetzlich verboten werden, denn es verwirrt den Konsumenten total. Auch wenn die betroffenen Winzer sagen, das sollte irgendwann idealerweise Gesetz werden, schaden solche Aktionen der gesamten Weinwirtschaft. Den Weg, den die VdP in Deutschland gegangen ist, ist jedenfalls kein Vorbild. Hier sollte die österreichische Politik rasch und radikal handeln und alle herkunftsbewertenden Angaben auf Etiketten rigoros verbieten. Gemeinsam mit der Chinesin Susie Wu hat Michael Thurner ein Buch über "Cool Climate Wines" aus Österreich, Deutschland und dem Elsaß geschrieben – und zwar auf chinesisch!


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Karriere

Elitäre Meisterklasse Der Master of Wine gilt als höchste Auszeichnung, die man für professionelles Weinwissen erwerben kann. Lynne Sherriff, Chairman des Institute of Masters of Wine, erklärt, weshalb die Prüfung derart schwierig ist, sich ein Antreten aber dennoch lohnt. ÖGZ-Wein: Nur rund ein Drittel der Kandidaten, die zur Prüfung zum Master of Wine antreten, besteht diese auch. Weshalb ist diese Prüfung so schwierig? Lynne Sherriff: Der Master of Wine ist die höchst angesehene Auszeichnung, die es in der professionellen Weinwelt gibt. Das war schon immer so, und das soll auch so bleiben. Schon 1953, als das Institut vom britischen Wein-

ÖGZ-Wein: Die Zahl der Masters of Wine steigt beständig an, nicht zuletzt durch das steigende Interesse von Kandidaten aus Osteuropa, den USA und Asien. Wie viele Masters of Wine gibt es derzeit und woher kommen sie? Sherriff: Bis 1988 gab es nur britische Masters of Wine, bis 1970 nur Männer. Aktuell gibt es 309 Masters of Wine, knapp 200 davon sind Briten,

Lynne Sherriff mit Dr. Pepi Schuller, dem ersten MW Österreichs. Schuller war vor Sherriff zwei Jahre lang Chairman des Institutes of Masters of Wine und leitet die Weinakademie Österreich in Rust.

handel in London gegründet wurde und nur aktive Mitglieder zugelassen waren, haben nur sechs der 21 angetretenen Kandidaten die Prüfung bestanden. Seither hat sich viel geändert, mittlerweile dürfen auch Weinbauern, Journalisten und seit 1986 auch Nichtbriten antreten. An der rigorosen Selektion und den hohen Ansprüchen, die gestellt werden, hat sich jedoch nichts geändert. Wer die Prüfung zum Master of Wine besteht, gehört zu den führenden Weinexperten der Welt und hat dank des engen Netzwerks des Instituts auch exzellente Berufsaussichten. Wir wollen dieses hohe Niveau trotz der Internationalisierung unserer Kandidaten keineswegs verwässern.

aber der Anteil anderer Nationen steigt rasant an. Das Weingeschäft ist international geworden, und so bietet das Institute of Masters of Wine seit 1992 auch die Möglichkeit an, die Prüfung in den USA und Australien abzulegen. Seit 2004 gibt es übrigens auch eine äußerst erfolgreiche Partnerschaft mit der Österreichischen Weinakademie, wo man die Vorbereitungsseminare absolvieren kann. Die Fragestellungen sind an allen Prüfungsorten ident und die Prüfungen werden zeitgleich absolviert, damit die Chancen weltweit gleich sind. Heute ist der Master of Wine keine besondere Qualifikation für britische Weinhändler mehr, sondern eine Aus-

Ein unbezahlbares Netzwerk Roman Horvath ist (nach WeinakademieChef Dr. Pepi Schuller) erst der zweite Österreicher, der das begehrte Kürzel „MW“ seinem Namen anfügen darf. Der Geschäftsführer der Domäne Wachau erklärt, wie es dazu gekommen ist und was ihm diese rare Auszeichnung gebracht hat: „Ich komme nicht aus einer Winzerfamilie und habe erst über erste Gastronomie-Jobs die Liebe zum Wein entdeckt. Nachdem ich die Weinakademie abgeschlossen hatte und bei Wein & Co im Einkauf arbeitete, wollte ich mich weiterbilden und habe mit dem Master-of-Wine-Programm begonnen. Das Programm ist allerdings sehr zeitintensiv und berufsbegleitend nur

zeichnung für exzellentes professionelles Weinwissen, die jeder erhalten kann, egal von wo er herkommt. ÖGZ-Wein: Inwiefern spiegelt sich die geänderte Weinwelt auch in den Prüfungsinhalten wider? Muss man heute wirklich jeden Wein geografisch zuordnen können, auch wenn er aus exotischen oder sehr jungen Weinbauländern kommt? Sherriff: Beim Master of Wine geht es nicht vorrangig um das Erkennen von exotischen Weinen. Bei der praktischen Prüfung, also der Beschreibung verdeckt verkosteter Weine, dreht es sich um Weine aus allen relevanten Weinbauregionen, also natürlich auch aus der neuen Welt. Im Gegensatz zu den Anfangsjahren reicht es aber nicht mehr, sich nur bei den großen europäischen Weinen wie Bordeaux, Burgund und vielleicht noch Rhônetal gut auszukennen. Das geforderte Wissen ist sicher wesentlich umfangreicher geworden. Außerdem sollte ein Master of Wine zu allen relevanten Weinthemen etwas Profundes zu sagen haben und die Qualität von Weinen verlässlich beurteilen können. ÖGZ-Wein: Wie sind Sie eigentlich selbst zum Institute of Masters of Wine gekommen? Sherriff: Ich bin Südafrikanerin, habe dort Weinbau und Kellertechnik gelernt und dann in den 1980er-Jahren für ein Weingut in Stellenbosch gearbeitet. Ich wollte aber immer schon international arbeiten, und als 1986 erstmals auch Nichtbriten zum Master of Wine zugelassen wurden, wollte ich das unbedingt schaffen. Doch damals war es in Südafrika unmöglich, internationale Weine zu bekommen, und das ist für die Absolvierung der praktischen Prüfung unumgänglich. Also bin ich für ein Jahr nach Hongkong und danach nach London gegangen und habe die theoretische Prüfung auf Anhieb geschafft. Die praktische Prüfung habe ich dann

dann zu schaffen, wenn man mit Wein arbeitet. Nachdem ich zuerst die praktische Prüfung bestanden hatte, wollte ich unbedingt auch die Theorie schaffen, obwohl ich damals schon für die Domäne Wachau gearbeitet habe. Meine Disser­ tation habe ich dann über das Genossenschaftswesen im österreichischen Weinbau gemacht, was natürlich perfekt zu meiner Arbeit gepasst hat. Was mir damals gar nicht so bewusst war, ist das einzigartige internationale Netzwerk, das man mit der Graduierung zum Master of Wine bekommt. Das hilft mir auch dabei, die Weine der Domäne Wachau in wichtigen Auslandsmärkten optimal zu präsentieren.“

beim zweiten Antreten bestanden. Heute berate ich mit meiner kleinen Firma Weingüter auf der ganzen Welt, wobei mir bei der Etablierung meines Unternehmens der Master of Wine natürlich sehr geholfen hat. ÖGZ-Wein: Worin bestehen die Aufgaben eines Chairmans des Institutes of Masters of Wine konkret? Sherriff: Das ist ein Ehrenamt, sprich, außer den Spesen bekommt man dafür kein Gehalt. Neben der Verantwortung für die korrekte Abwicklung unserer internen Aktivitäten vertrete ich das Institute nach außen und halte zahlreiche Vorträge über unser Programm. Schließlich wollen wir die besten Weinexperten der Welt dafür begeistern, ein Master-of-WineDiplom anzustreben. Wir wollen also durchaus wachsen, aber natürlich ohne Kompromisse beim geforderten Niveau zu machen.

info Die Prüfung zum Master of Wine besteht aus drei Teilen: Einer praktischen Prüfung, bei der drei Mal jeweils zwölf Weine erkannt und korrekt beschrieben werden müssen, einem theoretischen Teil, bei dem Wissen über Kellertechnik, Marketing, Handel, aber auch soziale und politische Aspekte der Weinwelt etc. gefragt ist, sowie eine abschließende Dissertation (10.000 Wörter) über ein selbst gewähltes Thema. Es werden zwar begleitende Seminare angeboten, aber der Großteil der Vorbereitung besteht aus Selbststudium. Voraussetzung für die Bewerbung zum MW-Studium ist das Wine and Spirit Education Trust Diploma, das man an der Österreichischen Weinakademie erwerben kann. Darüber hinaus muss die Kandidatur von einem Master of Wine oder einer besonders verdienten Person des internationalen Weinhandels empfohlen werden. Weitere Infos zum Masters-of-Wine-Programm unter: www.mastersofwine.org


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Biodynamischer Krieger

mit Charme

Michel Chapoutier war anlässlich des Weltwein Festivals im Palais Coburg vor Kurzem in Wien zu Gast und sprach über die Rolle des Terroirs, fehlerhafte „Natural-Wines“ und die zerstörerischen Exzesse unserer modernen Gesellschaft.

Text & Foto: Wolfgang Schedelberger

Chapoutier gestaltet seine Etiketten seit einigen Jahren auch in Blindenschrift;

S

eit über 200 Jahren ist die Familie Chapoutier im nördlichen Rôhnetal im Weingeschäft tätig und ist der größte Einzelbesitzer von Parzellen in der berühmten Hermitage-Lage. 1990 übernahm der damals 25-jährige Michel Chapoutier den schwächelnden Familienbetrieb (also Weinhandelshaus und Weingut) von seinem Großvater und krempelte alles um. Als einer der ersten bedeutenden Winzer Frankreichs setzte er schon früh konsequent auf biodynamischen Weinbau und verfolgte gleichzeitig eine ambitionierte Wachstumsstrategie. Konsequent erweiterte er das Portfolio auf heute rund 40 Weine, die den Namen Chapoutier führen. Heute füllt Chapoutier Weine aus allen AC-Lagen der nördlichen Rôhne (Côte Rotie, Cornas, St. Joseph, Hermitage und Crozes-Hermitage), dem südlichen Rôhne-Tal (Châteneuf du Pape, Gigondas) und Roussillon. Dazu kommen noch Engagements im Elsass, in Portugal sowie Australien. Heute ist der Umsatz von Chapoutier mit 22 Millionen Euro rund elfmal so hoch, als 1990 Michel antrat,

um das damals krisengeschüttelte Familienunternehmen neu zu positionieren. Bemerkenswert dabei ist nicht nur, dass er das mit biodynamischem Weinbau schaffte, sondern auch, dass das mengenmäßige Wachstum mit einem bemerkenswerten Qualitätszuwachs an der Spitze einherging. Das ehemalige Flaggschiff des Hauses, der „Hermitage Monier de Sizeranne“, gilt heute als „Einstiegswein“ für diese begehrte Großlage, nachdem Michel mit den „Climats“ (also Kleinlagen bzw. Weingärten) Meal, L’Ermite, Le Pavillon die höchst bewerteten und teuersten Weine der Rôhne etabliert hat. Ebenfalls bemerkenswert ist das Engagement, mit dem Chapoutier an das Thema Weißwein herangeht. Neben hervorragenden Weißweinen aus St. Joseph, Condrieu und Crozes-Hermitage keltert er auch einen raren weißen Hermitage-Wein aus der Marsanne-Traube. Michel Chapoutier ist übrigens ein großer Fan von reinsortigen Weinen, sogar seine Châteneuf du Papes, die bekanntlich bis zu 13 verschiedene Rebsorten enthalten dürften, werden reinsortig aus Grenache zubereitet.

Michel Chapoutier über … …  weltfremde „peace & love“-Ökos: In der Landwirtschaft sind wir permanent im Krieg mit den Elementen. Auch bei der biodynamischen Landwirtschaft ist das nicht anders. Allerdings pflegen wir einen präventiven und keinen kurativen Zugang. Trotzdem, Kultivierung gelingt nicht, indem man Bäume

umarmt, man muss auch roden. Nur sollte man das machen, damit das Ökosystem intakt und der Boden gesund bleibt. …  Mineralität und Terroir: Nur ein lebendiger, bakteriendurchsetzter Boden ermöglicht es, dass die Wurzeln die Mineralität der Erde aufnehmen und diese dann in die Beeren kommt. Bakterien sind für den natürlichen Kreislauf das Um und Auf. Der Einsatz von Chemie – aber auch von zu viel Schwefel – tötet das bakterielle Leben im Boden. In Weingärten ohne lebendigem Böden kann also gar kein mineralischer Wein entstehen. …  die Komposition eines großen Weines: Ein guter Wein ist wie eine aromatische Symphonie, die optimalerweise die Vielschichtigkeit eines bestimmten Terroirs zum Ausdruck bringt. Dafür braucht es nur eine Rebsorte. „Gemachte Weine“, etwa durch den Einsatz von Reinzuchthefen, sind eindimensional und langweilig, weil dann nur zwei Elemente – Frucht und Hefe – den Ton angeben. …  fehlerhafte „Natural Wines“: Wer aus dogmatischen Gründen darauf verzichtet, seine Weine zu schwefeln, geht ein hohes Risiko ein, weil ungeschwefelter Wein extrem instabil ist. Geht es nach der „Natur“ – das ist der Weg vom Pflanzlichen zum Mineralischen –, folgt auf die alkoholische Gärung durch Hefen die Essiggärung durch Bakterien. Wenn Hersteller von „Natural Wines“, die Konsequenz hätten, fehlerhafte Weine

– und das sind oft bis zu rund 50 % der Produktion – rigoros zu vernichten, hätte ich kein Problem damit. Fehlerhafte oxidierte Weine mit Essigstich als Ausdruck von Terroir zu verkaufen, ist eine Verhöhnung der Konsumenten und bringt auch biodynamische Weine in Verruf. … Exzesse: Das Problem der heutigen Welt, ist die Maßlosigkeit. Alles muss immer mehr, kräftiger und intensiver werden. Dabei geht verloren, worum es eigentlich geht. Das gilt auch für moderne Weine. Zu kräftige, alkohollastige Weine verdecken – oft durchaus gewollt – die Herkunft der Weine. Solche Weine sind weder geschmacklich interessant, noch sind sie bekömmlich. …  reinsortige Weine: Reinsortige Weine transportieren das Terroir einfach besser, oder besser gesagt, klarer als Cuvées. Deshalb sind große Burgunder für mich auch immer interessanter als die Premier Crus aus dem Bordeaux. Cuvées sind auf den ersten Schluck oft schmeichelhafter als reinsortige Weine, aber sie tendieren dazu, das Terroir zu verdecken, anstatt es zu transportieren.

Info: Chapoutier Weine werden in Österreich vom Weinhandelshaus L. Derksen vertrieben. www.derksen.at


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Alles am Fluss –

Vielfalt an der Rhône Bordeaux oder Burgund? So lautet die Eröffnungsfrage unter frankophilen Weinfreunden recht oft. Dass es mit dem Rhônetal eine dritte große Weinbauregion gibt, die eigenständige und grandiose Weine hervorbringt – und zwar sowohl in Rot als auch in Weiß –, wird dabei oft vergessen. Im Winter wird es auch an der südlichen Rhône sehr kalt, wie dieses Bild aus Gigondas belegt

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Text: Wolfgang Schedelberger Fotos: Vines-Rhone

eine von der Rhône zeichnen sich durch einen eigenständigen Charakter, eine verführerische Würzigkeit und – zumindest zum Teil – durch ihre ausgeprägte Mineralität aus. Einige Prestigeweine aus berühmten Appelationen wie Côte Rôti, Hermitage oder Châteneuf du Pape gehören mit zum Teuersten, was in Frankreich abgefüllt wird. Im Großen und Ganzen zeichnen sich Rhône-Weine jedoch immer noch durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Die einfachsten Qualitäten, die sich mit einer Herkunftsbezeichnung schmücken dürfen, sind die „Côtes du Rhône“-Weine, die sowohl von der nördlichen (50 Gemeinden) wie auch der südlichen Rhône (113 Gemeinden) stammen können. Das eingangs geschilderte Charakteristikum der Würzigkeit ist die gemeinsame Klammer, denn ansonsten unterscheidet sich die nördliche von der südlichen Rhône nicht nur durch Klima und Boden, sondern auch bezüglich der Rebsorten stark voneinander.

Der kühle Norden Zwar dominiert auch in der nördlichen Rhône (septentrionale) der Rotwein (fast ausschließlich Syrah), es werden aber auch ganz ausgezeichnete Weißweine gekeltert. In dem am rechten Ufer gelegene Dorf Condrieu und der dazugehörigen AC (Appelation Controlé) wird aus der Viognier-Traube ein eigenständiger, sehr mineralischer Weißwein gekeltert, der das Terrain (Granit mit Schiefer und Glimmer) trotz seiner parfumduftigen Aromatik eindrucksvoll transportiert. In den 1960er-Jahren war die Gesamt­ rebfläche der AC Condrieu bis auf zwölf Hektar geschrumpft, heute beträgt sie rund 120 Hektar. Im Gegensatz zu den meisten großen Weißweinen der Welt sollten Condrieu-Weine relativ jung getrunken werden, weil dann die Aromatik der ViognierTraube besonders gut zur Geltung kommt. Perfekt präsentiert sich bereits der 2010er-Jahrgang von Georges Verney.

Die Viognier-Traube wird jedoch nicht nur für die Kelterung von Weißweinen genutzt, vor allem in der benachbarten AC Côte Roti wird sie gerne dazu verwendet, um gemeinsam mit dem dominanten Syrah edle Rotweine zu schaffen. Aufgrund der extrem steilen Hanglagen heizen sich die Weingärten im Sommer genug auf, sodass hier durchaus verführerische, ausgereifte Rotweine gekeltert werden, die jedoch vor allem durch ihre Eleganz und Mineralik überzeugen. Auch bei der Côte Roti kann man von einer BoomAC sprechen: In den letzten 30 Jahren hat sich die Rebfläche von 70 Hektar auf 225 Hektar mehr als verdreifacht. Vor allem der Name Marcel Guigal ist dafür verantwortlich, dass sich die besten Weine der Côte Roti von reinen Insider-Weinen zu gesuchten Luxusweinen entwickelt haben. Es sind aber auch hervorragende und durchaus leistbare Weine wie etwa von René Rostaing erhältlich. An den nächsten sechzig Kilometern flussabwärts befinden sich die Groß-Appelationen St. Joseph, St. Péray (beide rechtes Ufer) und Crozes-Hermitage (linkes Ufer). Bei den Rotweinen dominiert auch hier, wie an der gesamten nördlichen Rhône, der Syrah, beim Weißwein wird jedoch statt Vigonier zunehmend Rousanne und Marsanne angebaut. Die Qualitäten der Weine variiert stark und sind hauptsächlich vom jeweiligen Winzer abhängig. Besonders empfehlenswert sind die Rot- und Weißweine der Domaine Belle. Mittendrinn findet man jedoch beim Ort Tain eine der berühmtesten und teuersten AC Frankreichs. Gerade einmal 130 Hektar umfasst die am Westufer gelegene Appelation Hermitage, die von vier Erzeugern dominiert wird: Jean-Louis Chave, Jaboulet, Delas und Chapoutier (siehe Artikel auf Seite 45). Bereits seit der Römerzeit wird diese Lage hoch geschätzt. HermitageWeine sind wuchtig, opulent und verfügen über ein sagenhaftes Reifepotenzial. Eine nur mengenmäßig nicht bemerkenswerte Spezialität ist übrigens weißer Hermitage aus Marsanne, wie in Chapoutier als Crus aus Kleinlagen abfüllt.


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R h ô n e -We i n e f ü r Österreichs Gastronomie Der oberösterreichische Getränkehändler Wagner aus Laakirchen bei Gmunden hat sich u. a. auf Weine aus dem Rhône-Tal spezialisiert und führt folgende Produzenten: Château Saint Cosme, Château de Beaucastel, Yann Chave, René Rostaing, Vincent Paris, Domaine Gourt de Mautens, Domaine Belle, Domaine Georges Vernay. Einige dieser Weine sind gesuchte Raritäten. Egal ob weiß oder rot können die Preise auch dreistellig werden. Wagner führt aber auch deutlich günstigere Rhône-Weine, die für die heimische Gastronomie gut geeignet sind. Die beiden ÖGZ-Weinredakteure Wolfgang Schedelberger und Alexander Jakabb haben gemeinsam mit Robert Brandhofer vom Pub Klemo in Wien drei weiße und fünf rote Rhône-Weine aus dem aktuellen Wagner-Sortiment verkostet und bewertet. Alle angeführten Preise sind Gastronettopreise: l: Die berühmte Kapelle des Einsiedlers, der der berühmtesten Lage der Rhône ihren Namen gab: Hermitage. r: Die Côtes rôti bringt aufgrund ihrer steilen Hanglagen kräftige und komplexe Rotweine hervor.

Ein weites Land So bemerkenswert die Weine der nördlichen Rhône auch sind, mengenmäßig machen sie gerade zehn Prozent der Rhône-Weine aus. Der Rest kommt aus dem mediterran geprägten Süden (Rhône méridinale). Über der am weitest gefassten Appelation Côtes du Rhône (40.300 Hektar) folgen 95 Gemeinden, die Côtes du Rhône-Villages auf ihre Etiketten schreiben dürfen. Am bekanntesten sind jedoch die mächtigen Rotweine, die den stolzen Namen Châteauneuf du Pape tragen dürfen. Rund 100.000 Hektoliter werden in der ältesten AC Frankreichs jedes Jahr gekeltert, 95 % davon Rotwein. Im Gegensatz zur nördlichen Rhône dominiert hier die Grenache-Traube, für Châteauneuf-du-Pape-Weine sind allerdings insgesamt 13 Rebsorten zugelassen, darunter auch fünf weiße Sorten. Während einige Betriebe wie etwa Château de Beaucastel ihre Châteauneuf-du-Pape-Weine auch heute noch aus allen 13 Rebsorten keltern, geht Biopionier Chapoutier den gegenteiligen Weg, er keltert seinen Châteauneuf du Pape lediglich aus Grenache. Auch bei anderen Herstellern nimmt der Anteil an Grenache beständig zu.

Sommerliche Hitze rund um Châteauneuf du Pape, die nur von Mistral-Stürmen gebrochen wird.

We i ß Perrin, 2010 Côtes du Rhône Reserve, 6,90 €:

Eine derart große AC wie Châteauneuf du Pape mit so vielen Variationsmöglichkeiten bei Rebsorten und Ausbau bringt naturgemäß recht unterschiedliche Weine hervor. Was sie jedoch eint, ist ihre mächtige Tanninstruktur, ihre Würzigkeit und der relativ hohe Alkoholgehalt. In der Regel zeigt sich ein guter Châteauneuf du Pape erst nach fünf Jahren auf einem ersten Höhepunkt. Eine äußerst bemerkenswerte AC ist das nordöstlich von Châteauneuf du Pape gelegene Gigondas. Die Weine ähneln denen des berühmten Nachbarns, sie sind jedoch deutlich günstiger zu haben und so auch für die Gastronomie sinnvoll einzusetzen. Ein Paradebeispiel für einen schon relativ früh zugänglichen und preiswerten Gigondas kommt von Châteaux Saint Cosme. Darüber hinaus gibt es rund um Châteneuf du Pape 13 weitere ACs, aus denen typische Rhône-Weine kommen, die qualitativ irgendwo zwischen einfachen Côtes-du-Rhônes und den großen Weinen von Châteauneuf du Pape liegen. An die nervigen, tiefgründigen und mineralischen Weine der nördlichen Rhône kommen sie jedoch nicht heran.

Helles Gelbgrün, intensiver Duft nach gelber Birne, Minze, rauchige Noten; am Gaumen nach getrockneten Tomaten, Brennessel, Grapefruit, belebende Würze; leichtes Bitterl im Abgang; 16 P

Domaine Belle, 2010 Crozes-Hermitage blanc, 13,90 €: Bienenwachs, Tabak, braune Butter, Orchideen, Mandel in der Nase, sehr komplex; cremig und körperreich am Gaumen, straffe Tannine, erdig, intensive Würze, Hagebutten, gute Länge, hat Potenzial; 17,5 P

Georges Verney, 2010 Condrieu „Les Terrasses de l’Empire“, 45 €: Intensive Nase, weißer Pfeffer, Heublumen, Schwarzbrot; am Gaumen frisch und kräftig, hat Biss, elegante Opulenz; Quitte; tolle Tanninstruktur, deutliche Mineralität; 17 P

Rot Château Saint Cosme, Côtes du Rhône 2010, 6,95 €: Heidelbeeren, Kaffee, Minzschokolade, Veilchen; am Gaumen sehr straff, extrakt­ reich, aber noch etwas verschlossen, Ribisel, Blutorange, fleischig, sehr frisch; 16,5 P

Château Beaucastel, Vinsobres „Côtes du Rhône Village“ 2010, 8,80 €: Zartrauchig in der Nase, Ribisel, frische Minze, Veilchen; am Gaumen etwas ungezügelt und alkoholisch, trotz seiner Rustikalität jedoch animierend, vielschichtig und witzig; rauchig, vollreife Kirschen; 15,5 P

Château Saint Cosme, Gigondas 2009, 18,70 €: Muskatnuss, dunkle Beeren, leder, rauchige Nase; sehr vielschichtig und verführerisch am Gaumen, präzise, straff und geschmeidig zugleich, sehr elegant, extraktreich, Kraft, Eleganz und Länge, guter Trinkfluss; 17 P

Vincent Paris, Cornas, „Granit 30“, 2008, 22,50 €: Wilde, ungestüme Nase, Minze, Lindenblüten, feuchter Waldboden, animalische Noten; am Gaumen schwarze vollreife Weichsel, Iod, Mineralität erkennbar, kühle Stilistik, straff, relativ hohe Säure, guter Druck; mittellanger Abgang, noch relativ jung und hart; 16,5 P

René Rostain, Côte Roti 2007, 43,50 €: Würzig, rauchig, Waldhimbeeren, Brombeeren, Wiesenkräuter in der Nase; am Gaumen elegante Fruchtsüße, verführerisch, sehr zugänglich, extraktreich, mollig, trotzdem straff und ernsthaft; großartig; 17,5 P

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Glasweise Weine. Die wichtigsten Weine für die Gastronomie werden glasweise getrunken.

Frühling im Glas

Fisch liebt Rosé

TRIEBAUMER GÜNTER, Gelber Muskateller 2011

CHÂTEAU DE ROQUEFORT, Rosé de Provence Corail 2011

Ein ewig junger Klassiker, animierend und duftig, ­Mandarinen und Lychees in der Nase wie am Gaumen, traubig und muskierend, perfektes Süße/Säure-Spiel, nicht nur als Aperitif, sondern auch zu leichten Desserts große Klasse.

Frischer fruchtbetonter Duft, Erdbeeren, etwas Limettenzesten in der Nase wie am Gaumen, feine Kräuterwürze, etwas Minze, erfrischende Säure, langer Abgang, perfekt zu Bouillabaisse oder Fruits de mer.

Weinviertel als Achterl

Zweigelt aus der Eiche

DÜRNBERG, Weinviertel DAC Neuberg 2011

KRUG, Zweigelt Eichkogel Reserve 2009

Sortentypisch und würzig, weißer Pfeffer und gelbe Früchte im Duft wie im Geschmack, saftig und süffig, lebendig und harmonisch, Apfel, Quitte, würzig nach Grapefruit im sehr langen Abgang, ein Klassiker für alle Gelegenheiten.

Rauchig-selchige Röstaromen, dunkelfruchtig nach Schwarzkirschen und Heidelbeeren, cremig und füllig, spürbare Holzaromen geben ihm Rückgrat, österreichische Tradition und moderner Stil.

Der Geschmack der Weltstadt

Hochachtung, Hochäcker

PFAFFL, Wien I (Ri, GV, Wb) 2011

WENINGER, Mittelburgenland DAC Hochäcker 2009

Offen und zugänglich, gelbfruchtige Kernobstaromen wie Williamsbirne und Apfel, etwas Pfirsich im Duft wie im Geschmack, pikante Säure, duftig, würzig und füllig zugleich, fruchtig und spritzig im Abgang: echt wienerisch!

Herzkirschen, Brombeeren und Ribiseln am Gaumen, saftig und schmelzig, kraftvoll und vollmundig, würzig und frisch, tolle Harmonie, langer vielschichtiger Abgang, perfekt zu mediterranen Gerichten.

Der Sommelier bringt’s! Die Weinkarte bitte – was würden Sie empfehlen? Neben der passenden und individuellen Weinempfehlung haben erfolg­reiche Sommeliers noch so einiges auf dem Kasten. Eine Karriere in diesem spannenden und vielfältigen Beruf, der nicht nur einen geschulten Gaumen, sondern auch Weinbau, Kochkunst, Psychologie, Wirtschaft und viele Facetten mehr beinhaltet, bietet für Gastronomiemitarbeiter eine Perspektive mit hervorragenden Aussichten. Für die Gastronomie ist ein aktiver Sommelier ein wertvolles „Asset“: Er ist der perfekte Vermittler zwischen Gast, Küche und Keller. Und wie es der Sommelier mit Wein- und Getränkeverkaufsinitiativen vor allem auch wirtschaftlich „bringt“, erfahren Sie bei Del Fabro.

Del Fabro GmbH Nordwestbahnstraße 10, 1200 Wien Öffnungszeiten: Mo–Fr 07.30 bis 17.00 Uhr Weinservice: (01) 330 22 00-18 Mail: weinservice@delfabro.at

www.delfabro.at

Sommelier Alfons Wimmer (Grand Hotel Tirolia, Kitzbühel)

Graz, Weblingerstraße 33, 8054 Graz, 0316 71 65 20 Telfs, Hans-Liebherr-Straße 11, 6410 Telfs, 05262 618 94 Wals, Bayernstraße 55, 5071 Wals-Siezenheim, 0662 85 27 90 Zell am See, Lunastraße 1, 5700 Zell am See, 06542 726 25


Wein Journal 01/12