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Nr. 12 / Dezember 2012

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Inhalt INTERVIEW

Editorial

Automaten-Urgestein Hermann Unterkofler hat sich in die Pension zurückgezogen – die zweite Generation übernimmt das Ruder

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„Die Trafikanten werden die Umstellung unseres Liefersystems nicht bemerken”, meint tobaccoland-Geschäftsführer Mag. Manfred Knapp im Gespräch

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Ein spannendes Jahr endet Die vergangenen Wochen und Monate hatten das Zeug zu einem veritablen Krimi: Erst wurde John Dalli ebenso kurzfristig wie endgültig der Sessel vor die Tür seines Büros in Brüssel gestellt. Sein Nachfolger ist wieder ein Malteser – Tonio Borg hat das Hearing im EU-Parlament überlebt und ist nun als Chef der DG Sanco für die ETP2 verantwortlich. Insider rechnen mit einer Vorlage im Frühjahr 2013. Doch auch national war Langeweile ausgeschlossen – sicher geglaubte Pläne für die Änderung des Tabaksteuergesetzes kamen in einer für den österreichischen Parlamentarismus ungewöhnlich kurzfristigen Weise unter die Räder und wurden durch gänzlich andere Modelle ersetzt. Gleichzeitig sorgte der Wirbel um Solifonds und Co für Scheuklappen, welche den Blick auf die drastische Erhöhung des Mindeststeuersatzes für Braunware erfolgreich verschleierten. Wir werden wohl im Laufe des ersten Quartals 2013 sehen, welche Auswirkungen dies auf den Zigarillo-Markt haben wird. Hinter den Kulissen sind die Großhändler nun fieberhaft dabei, ihr Portfolio zu durchforsten und über Verbleib und Neubepreisung oder Auflassung ihrer Zigarillos zu entscheiden. „Was ist nur mit dem Trinkl los?“, fragen meist gerade profunde Kenner der Branche und ihres Obmannes seit dem Sommer 2012. Der ehemals bekannt gute Taktiker und gefürchtete Redner betreibt seit Monaten höchstpersönlich die konsequente Demontage seines über die Jahre aufgebauten MacherImages: WE? „Putsch.“ Lottoerweiterung? „Das hat uns überrascht.“ Änderung zum Tabaksteuergesetz? „Da wurden wir über den Tisch gezogen.“ Mit all diesen Darstellungen präsentiert sich der BGO als Opfer. Nicht ganz klar ist, was Trinkl damit bezweckt: Die Opferrolle bringt im besten Fall Mitleid, im schlimmsten Fall jedoch nur Hohn ein. Auf jeden Fall stärkt sie weder das Vertrauen der Mitglieder in ihre Führung, noch die für harte Verhandlungen wichtige Reputation auf der Gegenseite. Dazu kommt der offensichtliche Verlust des früheren Trinkl-Talents, sich jede Neuigkeit an die eigenen Fahnen zu heften. Ganz im Gegenteil ritt der Mehrfachobmann nun tagelang auf der Tatsache, dass der Fonds und seine Befüllung nicht nach seinem Willen beschlossen wurden. Und verweist nicht einmal auf die Tatsache, dass der Rest seiner schon im Sommer vorgelegten Vorschläge ohne Änderung angenommen wurde. Wie auch immer – die jüngsten Weichenstellungen machen ein Stück weit Hoffnung für die Zukunft der Trafikantenschaft. Meinen Lesern wünschen der Österreichische Wirtschaftsverlag und ich jedenfalls

Die neu geregelte Tabaksteuer ab 2013: Details und Branchenkommentare

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Bislang günstige Braunware wird radikal verteuert: +150 % Mindeststeuerbetrag Jörg Glasenapp feiert seinen Abschied

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Übersicht der aktuellen Kassensysteme für Trafikanten

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PFEIFEN & CIGARREN Journal

17 Produktnews Braunware 19 Lexikon der Pfeifenformen

MARKT

Frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

Neu im Trafikregal MATTHIAS HAUPTMANN

trafikanten zeitung Dezember/2012

IM BLICKPUNKT

Impressum

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hinter den kulissen

Automaten Unterkofler – die zweite Generation ist am Ball 38 Jahre nach der Firmengründung hat sich Hermann Unterkofler mit November 2012 in die wohlverdiente Pension zurückgezogen. Sein Sohn Michael Lauer, bislang Kogeschäftsführer und Leiter der Sparten Technik & Vertrieb, übernimmt die alleinige Leitung des Unternehmens. Schwester Sandra Maren Grubinger – Marketingprofi mit internationaler Erfahrung – zeichnet für das Marketing der Firmengruppe sowie den Werbeflächenverkauf der UKO Media GmbH verantwortlich. Es bleibt also alles in der Familie. (mh)

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igentlich hatte Hermann Unterkofler eine Kochlehre abgeschlossen, in der Gastronomie gearbeitet und schließlich sein eigenes Lokal im heimatlichen Golling eröffnet. Bei dieser Gelegenheit kam er mit Automaten in Kontakt – und wandte sich fasziniert diesem Thema zu. Glücksspielautomaten, Unterhaltungsgeräte wie Tischfußball oder Billard, Musikboxen und die ersten elektronischen Spiele wie Pacman wurden ab 1974 zu seinem neuen Geschäftsfeld. 1987 kamen der Vertrieb und die technische Betreuung von Harting-Zigarettenautomaten für Westösterreich dazu, 2002 übernahm Unterkofler auf Wunsch von Harting den gesamten österreichischen Markt. Und ist mittlerweile aufgrund der langjährigen Kompetenz im Zigarettengeschäft auch für Anfragen aus den Nachbarländern die einzige Anlaufstelle. Im Jahr 2012 wurde das Portfolio um die Marke Sielaff erweitert – hier bietet man mit dem SC 301 jedoch nur das größte Gerät an. Insgesamt werden rund 70 Prozent der Unterkofler-Umsätze mit Zigarettenautomaten ge-

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macht; den Rest steuern Automaten für Getränke und Snacks bei. Spielautomaten und Musikboxen werden nur noch auf Anfrage verkauft.

Technische Entwicklung mit Folgen Nur alte Hasen der Branche können sich heute noch an die mechanischen Anfänge der Zigarettenautomaten erinnern: Schwergängige Schubstangen oder häufig klemmende Schubladen sorgten für viel Arbeit, die durch fehleranfällige Münzprüfer nicht immer wie erhofft belohnt wurde: Manchmal waren die Warenschächte leer, die Geldfächer aber voll wertloser Zloty- oder Bath-Münzen. Die Annahme von Papiergeld war ohnehin unvorstellbar. Das änderte sich 1998 mit den ersten Automaten mit Geldscheinleser – und bescherte den Trafikanten wie der Automatenbranche einen wahren Boom, der auch von der Euro-Umstellung und dem ab 2007 zwingend vorgeschriebenen Jugendschutz nicht ausgebremst werden konnte. Automaten-Unterkofler war bei all diesen Entwicklungen immer am Puls des Geschehens.

Mag. Sandra Grubinger und Michael Lauer vor der Trafik Schlager/ Sbg. „Ich habe seit Beginn 2006 zwei UKOlook-Automaten, weil mich das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach überzeugt. Dazu einen eigenen Automaten am dislozierten Standort“, erklärt Trafikant und Gremialobmann-Stellvertreter Karl Schlager. „Alle drei Geräte sind auf dem neuesten technischen Stand, also auch schon mit den neuen, breiteren Banknotenlesern ausgestattet. Meine Kunden berichten von besserer Geldscheinannahme, und ich bemerke, dass das mit besserer Frequenz und höheren Automatenumsätzen honoriert wird. Für uns ist die extrem reduzierte Fehlerhäufigkeit und einfachere Bedienung in der täglichen Praxis angenehm.“

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hinter den kulissen

Der neue, breitere Banknotenleser des Harting Variotec zieht auch schief eingelegte Geldscheine zurecht. Dazu ist das Einschubfach unübersehbar beleuchtet

Mieten statt kaufen Traditionell mussten Zigarettenautomaten gekauft werden. Mit dem UKOlook-Mietmodell hat Unterkofler vor einigen Jahren Neuland betreten: Für drei Euro pro Tag steht dem Trafikanten ein moderner Automat zur Verfügung, technische Betreuung und das gesamte Risiko liegen aber bei Unterkofler. „Damit ersparen sich die Trafikanten nicht nur die Finanzierung der Kaufsumme“, meint Marketingleiterin Sandra Maren Grubinger dazu. „Sie haben auch kein

Risiko bei mutwilligen Beschädigungen oder den seltenen Fällen einer Störung. Ebenso ist aufgrund der ausstehenden EUTabakprodukterichtlinie TPD2 derzeit eine gewisse Verunsicherung zu bemerken – immerhin wurde ursprünglich sogar ein Totalverbot von Zigarettenautomaten angedacht, von dem wir jedoch derzeit nicht erwarten, dass es kommen wird. So oder so liegt dieses Risiko aber alleine bei Unterkofler: Bei einem Verbot hätten wir dann viele ehemalige UKOlook-Geräte, den Trafikanten würden aber keine Kosten entstehen.“ Michael Lauer ergänzt seine Schwester: „Was uns vom Mitbewerb, der auf diesen Zug mit einer gewissen Verspätung ebenfalls aufgesprungen ist, unterscheidet, sind zwei wichtige Punkte: Erstens montieren wir die Geräte auch kostenlos, womit es beim UKOlook keine versteckten Kosten gibt. Und zweitens hat bei uns der Kunde die völlige Freiheit darüber, welche Zigarettenmarken er über den Automaten verkauft. Dieses Angebot wird vom Markt immer stärker angenommen; wir halten derzeit bei 1.137 UKOlook-Geräten. Allgemein gibt es eine eindeutige Verschiebung von Kauf- zu Mietgeräten, auch wenn viele Trafikanten immer noch ihren eigenen Automaten haben wollen.“

„Das UKOlook-System bietet Trafikanten und Werbekunden nur Vorteile.“ Sechsfach-Münzwechsler geben sämtliche Werte von 2 Euro bis 5 Cent retour. Ständiges Nachfüllen von 10-CentMünzen ist Vergangenheit

Wie kann so ein Package für drei Euro pro Tag ein Geschäft sein?

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„Die Telemetrie sowie das ausgeklügelte Münzmanagement mit sechs Münztuben sind für mich die größten Vorteile an unserem Sielaff “, erklärt der Salzburger Trafikant Thomas Pichler (auf eigenen Wunsch nicht im Bild). „Das Retourgeld wird mit den größten Münzen beginnend ausgezahlt und gibt 2-Euro-, 1-Euro- sowie sämtliche Cent-Münzen bis 5 Cent heraus. Früher haben wir dauernd 10-Cent-Stücke nachfüllen müssen, was jetzt deutlich reduziert ist. Dazu aktualisiert die Telemetrie automatisch die Preise und warnt mich, wenn ein Warenschacht leer ist. Durch das hohe Fassungsvermögen des SC 301 passiert das aber ohnehin selten. Im Vergleich zu früher bringen die neuen Automaten mehr Umsatz und verursachen weniger Arbeit. Der Kaufpreis von 6.500 Euro für den Sielaff hat sich definitiv gelohnt. Noch dazu war da die Montage schon inklusive.“ „Der Zigarettenautomat ist die wohl prominenteste Platzierung für Werbung am PoS“, erklärt Frau Grubinger. „Gerätebeklebung und elektronisches Werbedisplay, das wir nun österreichweit schon 1.200-mal im Einsatz haben, können von uns gut verkauft werden. Diese finanzielle Basis von UKOlook ermöglicht den für die Trafikanten attraktiven Preis. Unsere Werbepartner profitieren ebenfalls von diesem Modell: Sie erreichen potenzielle Kunden direkt in der Kaufsituation, und das schlägt sich in steigenden Umsätzen der beworbenen Marken und Sorten nieder. Die Zeiten breitgestreuter Werbebudgets sind ja längst vorbei. Inzwischen wollen die Kunden sichergehen, dass jeder

in Werbung gesteckte Euro auch ankommt. Und das ist bei uns durch unser neues TelemetrieSystem jederzeit mess- und belegbar.“

Sielaff SC 301: großes Fassungsvermögen und dank Tiefe nischentauglich

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hinter den kulissen

Eigene UKO-Software Auf Basis von mehr als 25 Jahren Erfahrung kennt man bei Unterkofler das Pflichtenheft eines Zigarettenautomaten genau. „Wir haben deshalb einen externen Programmierer damit beauftragt, die Software für uns zu schreiben“, erklärt Geschäftsführer Michael Lauer. „Damit haben wir nun ein System, das alles enthält, was im täglichen Geschäft benötigt wird, aber keinen unnötigen Ballast mitschleppt. Zugleich können wir rasch auf Änderungen der Rahmenbedingungen, geänderte Preise etc. reagieren und sind in diesem wichtigen Punkt unabhängig von Herstellern. Unser System läuft in den Geräten beider Marken: Harting bekommen wir ,intelligenzfrei‘, wir setzen also unsere Software in Golling auf. Sielaff wird in unserer Wunschkonfiguration, also mit unserer eigenen Software sowie der gewünschten technischen Ausstattung, geliefert. In beiden Fällen sind Neugeräte immer mit unserem eigenen Umbausatz ausgestattet, den es nur bei uns gibt und der auch modular nachgerüstet werden kann.“

Umrüstung von „Altgeräten“ Die Software ist dabei nur ein Teil eines Packages, welches als ab Werk eingebauter oder nachrüstbarer Umbausatz aus folgenden Komponenten besteht: * komplette neue Steuereinheit für die Hardware * neuester Banknotenleser * 6-fach-Münzwechsler mit intelligentem Münzmanagement * neue Verkabelung * Telemetrie-Modul * Software

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Family-Business: Michael Lauer ist seit mehr als 20 Jahren im Unternehmen des Vaters aktiv, Schwester Sandra Maren Grubinger stieß im Mai 2011 dazu. Davor hatte sie nach ihrem Wirtschaftsstudium zehn Jahre in leitenden Marketingfunktionen im Ausland Erfahrung gesammelt, die nun dem Familienunternehmen zugutekommt

Automaten im Eigentum der Trafikanten können für 3.500 Euro auf den neuesten technischen Stand gebracht werden, die UKOlook-Mietgeräte erhalten laufend das Update.

„Modernste Ausstattung und Programmierung nutzen Trafikant und Kunden.“ Die Vorteile fasst Sandra Grubinger zusammen: „Das neue Software-System ist deutlich benutzerfreundlicher, viel einfacher zu handhaben und zeigt dem Trafikanten auf einen Blick alle relevanten Informationen. Zum Beispiel springt das Display beim Öffnen des Geräts automatisch vom Kundenmodus in die Anzeige des Umsatzes, der Füllstand des Münzprüfers ist mit einem Knopfdruck ablesbar. Dazu kommen der viel kundenfreundlichere Banknotenleser, der Sechsfachwechsler statt des sonst üblichen 5-Tuben-Wechslers sowie alle Vorteile einer

Telemetrie wie automatische Aktualisierung der Preise und die Benachrichtigung des Trafikanten via SMS oder E-Mail.“

Für jeden das richtige Gerät Warum nun auch Unterkofler den Sielaff SC 301 im Programm hat, erklärt Michael Lauer gerne: „Die Trafikanten sind generell recht markentreu und wir können nun beide Marktführer anbieten – noch dazu in modernster Konfiguration. Dazu kommt, dass sich die Geräte trotz fast identer Sortenauswahl für unterschiedliche Einbausituationen eignen: Der Harting Variotec VT 20 XL ist breiter, dafür aber nur 27 Zentimeter tief und damit eine ideale Lösung für die Fassadenmontage, beispielsweise an Einkaufsstraßen, wo ein tiefes Gerät den Passanten im Weg wäre und auch mehr Gebühr kostet. Der Sielaff SC 301 springt bei geringerer Breite fast eineinhalb Mal so weit vor, womit er bauliche Nischen sinnvoll nutzen kann. Von der technischen Zuverlässigkeit gesehen gibt es keine Unterschiede.“

Was gibt’s Neues? Mit dem Generationswechsel an der Firmenspitze soll sich für die Trafikanten nicht viel ändern: „Die vergangenen Jahre mit meinem Vater und mir waren schon ein Vorgeschmack. Der Fokus wird weiterhin bei der Kundenzufriedenheit liegen, die wir durch optimierte Technik und problemlose Funktion sowie unser Serviceteam sicherstellen“, meint dazu Michael Lauer. „Die Weiterentwicklung von Geräten und Programmen, das Hinzukommen von neuen Zahlungsmöglichkeiten und geänderte Rahmenbedingungen werden dabei wohl die Herausforderungen sein.“ Mit dem Sportwetten-System Certbet powered by Wettpunkt

UKO-Vertrieb und -Service des Certbet-Wettsystems

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hinter den kulissen

Und was macht Hermann Unterkofler?

Fotos: mh, Unterkofler (2)

Der jüngste Unterkofler-Spross Moritz gibt sein MotocrossWissen und seine Begeisterung als Instruktor der XBowl Kids Academy an die nächste Rennfahrer-Generation weiter

(trafikanten-Zeitung 10_2012) hat Unterkofler zudem seit dem Herbst 2012 ein weiteres Standbein für Trafikanten im Programm. „Der Markt für Sportwetten wächst kontinuierlich – ein idealer Puffer für sinkende Lotto-Umsätze“, führt Marketingfachfrau Grubinger an: „Die Displays sind selbsterklärend und benötigen wenig Platz im Verkaufslokal. Beratung, Installation, Schulungen und Support kommen von uns. Die ersten Rückmeldungen sind sehr gut und das Netz an Certbet-Annahmestellen wächst rasch.“

Neubau 2013 Da die bisherige Zentrale in Golling schon längst aus allen Nähten platzt, wird zudem auf dem Areal des bisherigen Lagers nahe der Bahn gebaut werden: Zusätzlich zum bestehenden Lager wird eine 1.600 m2 große Fläche verbaut und gleichzeitig mit einer Tiefgarage voll unterkellert werden. Mit Jahresbeginn 2013 ist der Baubeginn geplant, Ende des Jahres soll die neue Zentrale dann bezogen werden. Die zweite Generation gibt richtig Gas. Aber das scheint ja in der Familie zu liegen ...

Der Firmengründer ist ganz offensichtlich nicht für eine von Inaktivität gekennzeichnete Pension gemacht. Sein jüngster Sohn ist ein begeisterter Motocrosser, die wochenendlichen Fahrten zu Trainingsstrecken in Italien wurden dem Vater irgendwann zu umständlich. Also ließ sich Hermann Unterkofler an den Hang unterhalb der Tauernautobahn zwischen Golling und Werfen vor zwei Jahren von einem australischen Profi eine WM-taugliche Crossstrecke designen. Diese wird mittlerweile von Amateuren und Profi-Crossern aus ganz Europa genutzt, wie der Hausherr ausführt: „Die weiteste Anreise haben die Finnen, aber die Leute kommen echt von überall. Der aktuelle Weltmeister Matthias Walkner hat viel bei uns trainiert – das Resultat sieht man. Ich habe die einzige Strecke in Österreich, die für täglichen Betrieb die nötigen Genehmigungen hat. Dazu ist sie immer in Bestzustand – wir haben eine ausgeklügelte Bewässerungsanlage und eigene Bagger.“ Und wirklich präsentiert sich die Bahn völlig frei von Steinen und mit messerscharfen Absprungkanten, wovon wir uns bei ein paar Runden selbst überzeugen können. „Die anderen Strecken sind regelrechte Gʹstätten. So was gibt es bei mir nicht“, gibt sich Unterkofler selbstbewusst. „Geplant sind noch ein asphaltierter Supermotokurs sowie eine Endurorunde, dazu ein Hospitality-Bereich. Mir schwebt eine Location vor, auf der man mit der ganzen Familie Rennsport, aber auch Konzerte erleben kann. Ich habe es damit aber nicht eilig: Bevor das nicht perfekt ist, wird es keine offiziellen Rennen geben.“ Dem Altmeister wird also sicher nicht langweilig werden …

Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher hat es nicht weit zur Unterkofler-Rennstrecke, auf der er sich im Sommer mit seiner KTM fit hält

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interview

„Die Trafikanten werden keine Änderung bemerken“ Durch den Totalumbau der Strukturen bei tobaccoland mehrten sich jene Stimmen, die eine Verschlechterung der Lieferfrequenzen – besonders für Trafiken mit eher geringeren Tabakumsätzen – befürchteten. Geschäftsführer Mag. Manfred Knapp gibt deshalb im Interview einen Ausblick für 2013. (mh) Sind die neuen Lieferrouten schon fixiert?

Wie wird sich der Wegfall der Cash-&-Carry-Märkte in den Bundesländern auswirken? Und wann genau wird zugesperrt? Ein Markt bleibt ja erhalten – der in der Wiener Zentrale. Die Bundesländerstandorte werden nach unseren Erfahrungen von rund 200 Trafikanten in ganz Österreich intensiv, also mit wöchentlichem oder noch häufigerem Einkauf, genutzt. Manche jonglieren aufgrund von Liquiditätsproblemen mit dieser Möglichkeit, viele kaufen aber aus anderen Gründen gerne zusätzlich selbst ein. Die C-&-C-Märkte werden mit 31. Dezember 2012 geschlossen, die regionalen Zwischenlager lösen wir beginnend mit dem 14. Jänner 2013 auf. Wie darf man sich die neue Lieferstruktur im Detail vorstellen? Können Sie uns da schon Genaueres erzählen? Unsere Bestellannahme via Lotto-Terminal oder Webshop bleibt unverändert, hier nutzen schon rund 5.000 Trafikanten die Möglichkeit, bequem online bestellen zu können. Dies sowie Kommissionierung und Faktu-

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Wir haben die Touren mit einer eigenen Software geplant. Ursprünglich hatten wir vor, nur möglicherweise problematische Lieferrouten im Vorfeld abzufahren – das machen wir jetzt aber mit allen Routen: Die Leiter der Niederlassungen fahren jede Strecke mit dem leeren LKW unter Realbedingungen ab und überprüfen, ob sich die Planung in die Realität umsetzen lässt. Wir gehen da wirklich auf Nummer sicher. tobaccoland-Geschäftsführer Knapp gibt trotz aller Veränderungen Entwarnung: „Die zweiwöchentlichen Lieferungen werden durch das neue Konzept sogar reduziert.“

rierung passieren in Wien. Von hier bringen die großen LKWs von Quehenberger die Ware zu fünf Speditionsstandorten in den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Kärnten und Steiermark. Für Niederösterreich, das Burgenland und Vorarlberg wird es keinen eigenen Standort geben. Die Quehenberger-Regionalknoten sind aber keine Zwischenlager, sondern nur Umschlagplätze, an denen unsere Fahrer die Ware für ihre Routen übernehmen.

Bedeutet dies, dass einige Bereiche aus dem benachbarten Bundesland beliefert werden? Ja. Bei Wien ist klar, dass unsere LKWs direkt von der Zentrale aus operieren, ebenso werden das nördliche Burgenland und große Teile Niederösterreichs direkt versorgt. Teile des Waldviertels werden dafür vom oberösterreichischen Enns aus beliefert, das Südburgenland wird aus der Steiermark und Vorarlberg von Innsbruck angefahren.

Philip Morris fährt derzeit mit 150 Trafikanten in Oberösterreich einen Probebetrieb, bei dem sämtliche Abläufe von Bestellung bis Auslieferung sowie die geplanten Routen getestet werden. Das kommentieren wir nicht. Wir sind aber überzeugt, dass tobaccoland schon jetzt die Herausforderungen der Neustrukturierung gut gelöst hat und wir auch künftig besten Service bieten. Was wird sich für die Trafikanten durch die neue Lieferstruktur bei tobaccoland verändern? Gerade unter den

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Kleinen werden Befürchtungen laut, nur noch im Zwei-Wochen-Takt beliefert zu werden. Eines gleich vorweg: Die Trafikanten werden die Änderungen kaum bemerken; meist wird sich nur der gewohnte Lieferzeitpunkt verschieben. Natürlich müssen wir unsere Lieferfrequenzen auch nach den Umsätzen gestalten – die Spanne reicht von zweimal pro Woche bis alle zwei Wochen. Wir sind uns aber der Problematik bewusst, die sich durch knappe Platzverhältnisse gerade für kleine Geschäfte ergibt. Deshalb werden wir Bahnhofskioske und ähnlich kleine Trafiken und Tabakverkaufsstellen wie bisher zweimal wöchentlich beliefern. Die Lieferungen im 2-WochenTakt werden insgesamt sogar weniger, wobei wir den verbleibenden Anteil per Post mit Ware versorgen werden. Hier geht es aber um wirkliche Kleinmengen mit weniger als einem Karton Zigaretten pro Lieferung. Auch die Nachbestellungen zwischen regulären Lieferterminen werden wir mit der österreichischen Post abwickeln.

Foto: mh

Was tut sich bei den Fahrern – sind das dieselben Personen trotz kleinerer LKWs? Einige ältere Fahrer machen von den Möglichkeiten unseres Sozialplans Gebrauch, der Großteil fährt aber wie bisher für uns. Das war und ist uns auch wichtig: Schließlich liefern unsere erfahrenen Fahrer ja nicht nur aus, sondern sind auch im Direktverkauf von Tabak und Nebenartikeln tätig. Dazu sind sie unser Ohr am Markt und helfen uns, das Service von tobaccoland zu optimieren.

Was wird sich sonst noch bei tobaccoland ändern? Bei den Nebenartikeln werden wir uns verstärkt auf Vignetten und Telefonwertkarten konzentrieren, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Coca-Cola, Red Bull und den Kaugummimarken wird natürlich fortgeführt. Es wird jedoch Einschnitte im NonTabak-Bereich und hier speziell bei den Lebensmitteln geben: Typische Langsamdreher, zu allem Überfluss auch noch mit Ablaufdatum sowie kühlbedürftig wie Schokolade, machen die Logistik schwierig und werden deshalb ganz pragmatisch aus dem Sortiment genommen. Auch bei den Rauchaccessoires besinnen wir uns auf hochvolumige Produkte – Feuerzeuge und vergleichbare Artikel werden aufgelassen. Apropos Vignetten: Hier hat der Vorschlag des Mindestbestandes von nur noch zwei Stück für Unmut gesorgt, da die Trafikanten einen Mehrbestand aus eigener Tasche vorfinanzieren hätten müssen. Wie ist da der Stand der Dinge? Jede Geschichte hat zwei Seiten: Für uns war es einfach nicht länger hinnehmbar, dass die vereinbarten Verkaufsmeldungen für Vignetten häufig nicht gemacht wurden und sich manche Trafikanten auf diese Art ohne Absprache einen zinsfreien Kredit von tobaccoland geholt haben. Auch die Zahlungsausfälle am Jahresende waren bei den Vignetten regelmäßig so hoch wie in keinem anderen Bereich. Wir haben uns nun auf einen Mindestbestand von 20 Stück geeinigt, die von uns vorfinanziert werden.

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interview

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IM BLICKPUNKT

Ab 2013: Fonds JA – Mindestpreis NEIN Von dem, was Gremialobmann KR Trinkl noch im Sommer als „fertig“ und „beschlussreif“ vorgestellt hatte, ist nicht viel übriggeblieben: Nach parlamentarischen Änderungsanträgen wird die Befüllung des Solifonds vom Preis abgekoppelt und trifft alle Industriepartner gleichermaßen. Ein neuer Mindestpreis für Zigaretten ist im Gesetz dagegen gar nicht vorgesehen. (mh)

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tatt 3,– Euro pro tausend Stück bei Unterschreiten der Preisgrenze von 3,81 Euro, verpflichtet die nun im Parlament abgesegnete Regelung die Tabakwirtschaft im Jahr 2013 zur Zahlung von 50 Cent, 2014 von 30 und 2015 von 10 Cent pro tausend Zigaretten, dies aber unabhängig vom Verkaufspreis. Die Gelder für den Solifonds kommen dabei ausschließlich aus dem Zigarettengeschäft, die Braunware ist nicht betroffen. In Summe soll dieses Modell rund 10–12 Mio. Euro zusätzlich zu jenen drei Millionen bringen, welche heute noch im Solifonds übrig sind. Somit unterscheidet sich die neue Regelung deutlich vom Trinkl-Vorschlag, der Anbieter mit hohem Anteil am Niedrigpreissegment kräftig gemolken, die Größten der Branche mit einem beruhigenden Polster an hochpreisigen Zigaretten aber in Ruhe gelassen hätte.

Auswirkungen Für die Trafikanten ändert sich dadurch wenig: Selbst wenn der Wegfall eines neuen Mindest-

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preises von manchen Anbietern dazu genutzt werden sollte, mit Preissenkungen um Marktanteile zu kämpfen, bleibt den Trafikanten die Mindesthandelsspanne auf Basis des WAP. Und zwar ungeachtet des wahren Verkaufspreises, was von so manchem Branchenvertreter gerne unter den Tisch gekehrt wird. Gleichzeitig sorgt das neue Abgabenänderungsgesetz für die Beruhigung jener grenznahen Trafikanten, die bei Preiserhöhungen ein weiteres Einbrechen ihrer Umsätze befürchtet hatten.

Struktur- statt Solifonds Allerdings sind auch die Zeiten vorbei, in denen die Zahlung aus dem Solidaritätsfonds fix zur Jahresplanung von so manchem Tabakverkäufer gehörte: Die Zahl von 13 bis 15 Millionen Euro steht über die kommenden Jahre unter der Überschrift „Strukturbereinigung“ – und wird damit als Stilllegungsprämie jenen Trafikanten zugutekommen, deren Geschäfte ertragsbedingt unverkäuflich geworden sind, sowie als Überbrückungshilfe bis zum Wiedererlangen einer wirtschaftlich tragfähigen Situation

in einzelnen Härtefällen dienen. Die Zeiten der breitgestreuten „Trinkl-Gießkanne“ scheinen definitiv vorbei zu sein.

Zweiter Versuch Die Reaktion Trinkls erfolgte rasch: Der BGO kündigte Widerstand gegen den Parlamentsbeschluss an. Und wirklich kam wenig später ein weiterer Änderungsantrag unter der Federführung von ÖVP-Mann Stummvoll. Diesem zufolge sollte die Abgabe nur 2013 eingehoben werden, dafür aber in Höhe von 60 Cent pro tausend Stück. Diese weitere Veränderung scheint jedoch vom Tisch zu sein. Laut SPÖ-Nationalrat Kirchgatterer geht es im weiteren parlamentarischen Prozess nur noch darum, den Handlungsrahmen der mit der Strukturreform beauftragten Monopolverwaltung festzulegen.

Reaktionen aus der Branche Christian Mertl von M Tabak hatte im Vorfeld der parlamentarischen Abstimmung sowohl Mitglieder des Budgetausschusses, als auch des Plenums kontaktiert und informiert. Ein

neuer Mindestpreis sowie die Einzahlung in den Solifonds nur für Anbieter günstiger Marken unterhalb dieses Preises stellen nach seiner Sicht einen Eingriff in den Markt dar, der einige wenige Anbieter bevorzugt und andere aus dem Geschäft drängt.

Christian Mertl von M Tabak

In einer ersten Reaktion meint Mertl: „Ich finde die nun beschlossene Neuregelung gut – also zumindest um vieles besser als die ursprünglichen TrinklPläne. Die Neudotierung des Solifonds, den ich grundsätzlich für eine gute Idee halte, ist aus Sicht der kleineren Anbieter einfacher leistbar: Erstens, weil der Betrag ein Sechstel des ursprünglich

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IM BLICKPUNKT

Kolportierten beträgt, und zweitens, weil dieser nun von allen zu bezahlen ist. Damit ist die Regelung fair, weil sie über alle Preisklassen hinweg jeden gleichermaßen belastet und nicht mehr wie die ursprüngliche Idee in den Markt eingreift.“

„Von Jänner 2010 bis heuer ist das Billigsegment um rund 35 Prozent gewachsen. Wenn es um Zigaretten zum Dumpingpreis geht, liegt Österreich europaweit in der Spitzengruppe.

Ott: „Das Billigsegment wächst weiter, Preisdumping bleibt weiterhin möglich.“

Alexander Ott, Geschäftsführer von Philip Morris Österreich

Vor diesem Hintergrund sah die ursprüngliche Regierungsvorlage eine andere Lösung vor, um – wie auch von Frau Bundesministerin Fekter im Anschluss an das Budgethearing am 24. Oktober ausgeführt – gesund-

heitspolitische Lenkungseffekte zu erzielen und Dumpingstrategien von Marktteilnehmern entgegenzuwirken“, kommentiert Alexander Ott als Geschäftsführer der Philip Morris Austria GmbH. „Die neue Zigarettenabgabe wird diese Entwicklung nicht bremsen, sondern noch verstärken: Die neue Abgabe wird für alle Preissegmente gleichermaßen gelten, womit der Preisabstand im Markt erhalten bleibt und der Trend zu Billigzigaretten sich ungehindert fortsetzen kann. Das schadet dem Umsatz der Trafikanten und kann auch nicht im Sinne der Gesundheitspolitik sein. Die ursprüngliche Regierungsvorlage hätte den gesundheitspolitischen Zielen der Regierung besser

gedient und wäre auch für die knapp 7.000 heimischen Trafikanten besser gewesen, da so der Trend zu Billigzigaretten hätte gestoppt werden können. Nun werden Trafikanten und Monopol die Einnahmen fehlen.“

Hagen von Wedel, Geschäftsführer von JTI Austria

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IM BLICKPUNKT

Bei der heimischen Nummer zwei des Zigarettenmarktes sieht man die Neuregelung als Themenverfehlung, wie Geschäftsführer Hagen von Wedel ausführt: „Die zur Unterstützung notleidender Trafikanten in grenznahen Gebieten beschlossene Gesetzesänderung in einer politischen Nacht- und Nebelaktion ist keinesfalls eine Verbesserung der generellen wirtschaftlichen Situation der Trafikanten und ignoriert die ursprünglichen fiskal- und gesundheitspolitischen Ziele völlig. Wir sind sprachlos. Die gestern Abend beschlossene Abgabe auf alle in Österreich verkauften Zigaretten ist das Schlechteste, was den tüchtigen heimischen Trafiken und den österreichischen Konsumenten passieren konnte“, so Hagen von Wedel.

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BAT-Vorstandsmitglied Mag. Karin Holdhaus

„Der Gesetzgeber hat sich für einen 12 Mio. Euro Strukturfonds entschieden und mit der Erhöhung der Mindesthandelsspanne weitere 2,6 Mio. Euro ab 2013 für die Trafikanten gesichert“, meint Mag. Karin Holdhaus als Unternehmenssprecherin von British American Tobacco. „Der ursprüngliche Gesetzesvorschlag wurde von BAT aus mehreren Gründen bekämpft:

Von Wedel: „Das Schlechteste, was Trafikanten und Konsumenten passieren konnte.“

- Er war nicht EU-rechtskonform - Er hätte den Trafikanten mehr geschadet als geholfen - Er hätte BAT gezielt diskriminiert

„Mit dem neuen Gesetz werden auch alle fiskal- und gesundheitspolitischen Ziele verfehlt. Der ursprüngliche Entwurf des BMF hätte allen knapp 7.000 heimischen Trafikanten eine höhere Handelsspanne und damit bis zu 14 Mio. Euro jährlich mehr gebracht. Die neu beschlossene Mengenabgabe spült hingegen nur Geld in einen vor kurzem noch weit überdotierten Fonds, der bereits in den letzten Jahren über 40 Mio. Euro ausgeschüttet hat, und künftig nur einem kleinen Teil der Trafikanten wirklich helfen kann.“

Die ursprünglich vorgesehene Strafsteuer von drei Euro je 1.000 Stück hätte ausschließlich Zigaretten des unteren Preissegmentes betroffen, wäre eine Wettbewerbseinschränkung und ein Markteingriff zum Nachteil heimischer Familienbetriebe und der kleinen Marktteilnehmer wie uns oder des Familienunternehmens Moosmayr gewesen. Die Europäische Kommission hat diesen Oktober Italien aufgefordert, ein ähnliches Strafsteuermodell wegen Diskriminierung gegen preiswertere Tabakerzeugnisse dringend aufzuheben.

Das erzwungene Gleichziehen der unteren Preise wäre einem neuen Mindestpreis gleichgekommen, wie ihn das Finanzministerium erst 2010 als unzulässigen Verstoß gegen das EU-Gemeinschaftsrecht aufheben musste. Die Intention dieser Strafsteuer bestand in einer Reduzierung der Preisspreizung – es ging hier nicht um die Interessen der Trafikanten, sondern vorrangig darum, günstige Marken zu benachteiligen. Preiserhöhungen in den oberen Preissegmenten wären unwahrscheinlich gewesen. Statt positiver Auswirkungen wäre es zu weiteren Erhöhungen des Schmuggels gekommen, das Einkommen der Trafikanten wäre gesunken und der Solidaritätsfonds wäre leer geblieben.

Holdhaus: „Eine Strukturbereinigung wäre ohnedies gekommen. Nun ist es aber eine Reform mit Budget.“ Rätselhaft finde ich, dass Peter Trinkl gegen den Strukturfonds wettert und schwindende Trafikantenzahlen in Aussicht stellt – und eine klare Gegenposition zur Monopolverwaltung einnimmt, die ein primäres Interesse am Erhalt des Einzelhandelsmonopols hat. Denn die Schließung einer nicht lebensfähigen Trafik kommt – mit oder ohne Fonds. Sie ist gleichzeitig eine Stärkung der im Umfeld verbleibenden. Bisher mussten die umliegenden Trafikanten die Ablöse für solche Trafiken selbst finanzieren. Die schwachen Trafiken bekommen nun stattdessen Geld von der

Industrie und die Strukturbereinigung hat ja zum Ziel, dass die verbleibenden Trafikanten solide aufgestellt sind. Im Gegenzug müsste sich vielmehr Trinkl die Frage gefallen lassen, was der ursprüngliche Solidaritätsfonds denn langfristig bewirkt hat? Hier wurden 60 Mio. Euro ausgegeben, um einen Status quo aufrechtzuerhalten und kleine Geldgeschenke zu verteilen. An den grundsätzlichen Schwächen hat dies aber nichts geändert, wie man am Ruf nach einem neuen Fonds sieht.“

Gustav Moosmayr

Der Großhändler ist sichtlich erleichtert: „Wir sind mit dem Beschluss des Parlaments sehr zufrieden und haben in diese Richtung auch gearbeitet. Die Trinkl-Idee richtete sich ja offenkundig gegen die kleinen Anbieter und hätte sie auch massiv getroffen. Ganz so einfach, das Überleben der Trafikanten mit Preissteigerungen zu sichern, funktioniert das nicht. Schauen Sie dazu nach Frankreich, das der Trinkl so gern als Vorbild zitiert – dort gibt es große Unzufriedenheit der grenznahen Trafikanten zu Spanien, Belgien und Luxemburg, weil ihnen die einheimischen Kunden aufgrund des Preisgefälles davonlaufen.

trafikanten zeitung Dezember/2012


IM BLICKPUNKT

Moosmayr: „Von unverkauften teuren Marken hat der Trafikant auch nichts.“

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Mit der jetzt getroffenen gesetzlichen Regelung bleibt nicht nur der Tabakindustrie die Wettbewerbsverzerrung erspart, auch die grenznahen Trafikanten können – zumindest ein wenig – durchatmen: Was hat ein Trafikant davon, nur teure Marken im Regal stehen zu haben, wenn dann stundenlang keine Kunden ins Geschäft kommen und die auch kaufen? Gerade dort sind günstigere Zigaretten eine Überlebensfrage für die Trafikanten. Dazu kommt, dass die kleineren Anbieter sich die 3 Euro pro tausend nicht hätten leisten können. Eine Preiserhöhung um 20–30 Cent innerhalb kurzer Zeit hätte die günstigen Marken aber ruiniert. Jetzt zahlen alle ein, und damit kann ich leben – das ist gerechter und auch wirtschaftlich leichter zu tragen. Schon die

50 Cent sowie die höhere Handelsspanne für die Trafikanten sorgen aber ohnehin dafür, dass die Industrie dies als Preissteigerung weitergeben wird müssen.“

Manuel Güll, Imperial Tob.

Der Pressesprecher von Imperial Tobacco Austria hatte ebenfalls im Vorfeld Kontakte zu Parlamentariern gesucht. Da trotzdem fast bis zur Abstimmung keine verlässliche Aussage zu bekommen war, meinte Güll zur Fernsehübertragung der parlamentarischen Entscheidung: „Das war echt spannend – die Einigung erfolgte nach meinen Infos erst zwei Stunden vor der

Abstimmung. Und dass im Plenum – noch dazu kurz vor der Abstimmung – eine kurzfristige Änderung kommt und auch noch angenommen wird, habe ich bisher noch nicht erlebt. Vom Solifonds wird nur eine kleine Anzahl von Trafikanten profitieren – nur jene, die von der Strukturbereinigung getroffen werden. Herr Trinkl hat die Zahl ja selbst auf rund 400–500 geschätzt.

Güll: „Nur steigende Zigarettenpreise bringen allen Marktteilnehmern etwas.“ Die Strukturbereinigung an sich ist definitiv sinnvoll – jede Trafik in Österreich soll aus eigener Kraft und ohne Abhängigkeit von Almosen lebensfähig sein. Ein Ausgleich von fehlenden Umsätzen ist jedoch keine Strukturbereinigung. Wirklich hilfreich für alle Trafikanten ist nur eine Wertsteigerung des Marktes

.. Wir wunschen Ihnen ein .. frohliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2013!

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als Ganzes – also mit steigenden Zigarettenpreisen und damit höheren Spannen und Einkommen.“

Rainer Gunz

Der House-of-Smoke-Geschäftsführer war von den Neuigkeiten überrascht: „Ich hätte nie vermutet, dass sich an der seit Sommer kommunizierten Regelung noch etwas ändern würde und hatte für Ché schon Überlegungen hinsichtlich der Preisgestaltung für 2013 angestellt. Das ist ja nun eine völlig neue Situation. Ich bin einmal erleichtert, dass die Braunware fairerweise ausgeklammert wurde.

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IM BLICKPUNKT

Und natürlich finde ich es gerechter, wenn die gesamte Zigarettenbranche in den Fonds einzahlt, statt ausschließlich das untere Preissegment – das ja gerade für die Trafikanten im Süden und Osten wichtig ist – nach oben zu zwingen.

Gunz: „Trinkl muss sich fragen lassen, was er überhaupt noch bewirken kann.“ Eines wird durch diese Vorgänge aber auch klar: Angesichts dessen, was von den ursprünglichen Trinkl-Ideen übriggeblieben ist, sollte sich der Bundesgremialobmann nun in einer ruhigen Stunde fragen, was er für seine Mitglieder überhaupt noch erreichen und bewegen kann.“

die gleichmäßig und fair belastet wird“, meint DanCzek-Geschäftsführer Eduard Rausch. „Auch trägt die letztendlich gewählte Form des Solidarzuschlags dazu bei, dass einem weiteren Anstieg von Schmuggel und Eigenimporten aus den Nachbarländern entgegenwirkt wird, da preislich attraktive Zigaretten nicht wie ursprünglich geplant diskriminiert und aus dem Markt gedrängt werden, wie es im ursprünglichen Begutachtungsentwurf vorgesehen war. Im Inland gerauchte, aber nicht in der Trafik gekaufte und im Land versteuerte Zigaretten können weder im Interesse der Trafikanten noch im Interesse des Staates sein. Besser die gesetzliche Mindesthandelsspanne und die gesetzliche Mindesttabaksteuer als keine Spanne und keine Steuer, noch dazu wo die Mindesthandelsspanne erhöht wurde und ein höherer Durchschnittspreis ab 1. 4. 2013 schon vor der Tür steht!

Rausch: „Ein Kompromiss, von dem alle profitieren.“

DanCzek-GF Eduard Rausch

„Das Instrument des Solidaritäts- und Strukturfonds ist zwar rechtlich nicht unumstritten, seine Dotierung aus allen Zigarettenverkäufen ist jedoch ein Sieg politischer Vernunft, ein ausgewogener und fairer Kompromiss sowohl für notleidende Trafikanten, für Staat und Steuern und auch für die Industrie,

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Die Anhebung der Mindesthandelsspanne von Zigaretten und Feinschnitt von 92,5 % und der Spanne des WAP auf 95 % stellt zwar einen weiteren Eingriff in marktwirtschaftliche Mechanismen dar, ist jedoch als Beitrag zur Existenzsicherung der Trafikanten, zur Vermeidung einer generellen Absenkung des Marktes und damit eines Margenverfalls und letztlich zur Sicherung der Monopolstrukturen im Einzelhandel tragbar.“

DI Tina Reisenbichler, MVG

„Ich denke, dass die nun beschlossene Lösung sehr gut ist“, meint Monopolchefin Tina Reisenbichler. „Damit wird es möglich sein, eine echte Strukturreform in den kommenden Jahren durchzuführen. Mit einem weiteren Großhändler, dem Wegfall der Cash-&-Carry-Märkte sowie den Neuerungen bei Lotto hat es die Branche ohnehin schon schwerer. Die Monopolverwaltung wird niemandem seine Trafik wegnehmen – das könnten wir gar nicht. Wir werden nur auf Antrag aktiv. Ich rechne mit rund 200–300 Anträgen, die alle einzeln geprüft werden. Wo es heute sieben Trafiken gibt, die ums Überleben kämpfen, könnte ich mir eine Reduktion auf fünf vorstellen, die dann aber wieder gut verdienen sollten.

Reisenbichler: „Der Strukturfonds wird nicht nur Schließungsprämien auszahlen.“ Den beiden, welche dann ihre Geschäfte schließen, kann man mit einem vernünftig dotierten Strukturfonds wirklich unter die Arme greifen. Wobei ich den Fonds nicht als ausschließliche

,Schließungsprämie‘ verstanden wissen will. Wir müssen ja auch in der Übergangsphase Unterstützung geben können, bis sich ein neues Gleichgewicht im umstrukturierten Gebiet eingestellt hat. Die große Gießkanne mit ,Ein bisserl was für alle‘ wird es aber nicht mehr geben. Das habe ich in der Vergangenheit zwar mit abgewickelt, ich war aber nie glücklich mit diesem Modus.“

SPÖ zufrieden Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter zeigt sich erfreut über den erfolgreichen Abänderungsantrag: „Das Auslaufen des Solidaritätsfonds hätte die wirtschaftliche Existenz von hunderten Trafikantinnen und Trafikanten vernichtet. Nun ist sichergestellt, dass der Fonds über die nächsten Jahre genug Geld hat, um Unterstützungszahlungen an existenziell bedrohte Trafiken zu leisten und den Strukturwandel zu finanzieren. Dazu kommt, dass mehr als die Hälfte aller Trafikanten durch Behinderung gehandicapt ist und es auf dem Arbeitsmarkt doppelt schwer hätte, eine andere Beschäftigung zu finden.“ Sein Parteikollege Franz Kirchgatterer, im „richtigen“ Leben Trafikant in Oberösterreich, fügt hinzu: „Was mich besonders freut, ist die Solidarität auch der Trafikantenkollegen aus dem Westen – sie haben Nachbarländer mit höheren Preisen und insofern ein positives Preisgefälle, unsere Maßnahmen tragen sie aber dennoch voll mit. Nun wird noch der exakte Auftrag an die Monopolverwaltung von Finanzministerium und Politik definiert, dann kann es losgehen. Der Strukturfonds wird ja ab Jahresbeginn 2013 befüllt.“

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IM BLICKPUNKT

Günstige Braunware wird vom Markt gedrängt Im Windschatten der allgemein beachteten Entscheidung rund um den Solidaritätsfonds und den nun doch nicht festgelegten Mindestpreis kam auf leisen Sohlen eine Änderung des Tabaksteuergesetzes, die günstigen Zigarillos wohl den Garaus machen wird: Zwar bleibt der Steuersatz für Braunware nominell bei 13 Prozent, der Mindestsatz pro 1.000 Stück wurde jedoch von 40 auf 100 Euro angehoben. (mh) Tabaksteuergesetz 1995 § 4. (1) Die Tabaksteuer beträgt für Zigarren und Zigarillos 13 % des Kleinverkaufspreises, mindestens aber 40 Euro je 1 000 Stück. Artikel 24 Änderung des Tabaksteuergesetzes 1995 Das Tabaksteuergesetz 1995, BGBl. Nr. 704/1994, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 111/2010, wird wie folgt geändert: 1. In § 4 Abs. 1 Z 2 wird der Betrag von „40 Euro“ durch den Betrag „100 Euro“ ersetzt.

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ine 20-Stück-Schachtel Zigarillos war bislang mit einem Steuerbetrag von 13 Prozent, mindestens aber 80 Cent belastet. Die klammheimlich durchgeführte Neuregelung setzt den Mindeststeuerbetrag nun mit 2 Euro fest – eine Steuererhöhung um satte 150 Prozent!

Praxisbeispiele Für beliebte günstige Zigarillos bedeutet die Änderung, dass der bisherige Preis von 1,50 Euro für die 5-Stück-Packung nun bei mindestens 1,90 Euro landet. Und je billiger die Rauchwaren derzeit sind, desto härter werden sie vom hochgesetzten Mindeststeuerbetrag getroffen: Die Preis-

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klasse von 1 Euro für 5 Stück wird dadurch auf einen Preis von 1,40 Euro oder mehr getrieben – ein schlagartiges Plus von mindestens 40 Prozent. Umgekehrt wird eine Cigarre mit einem Stückpreis von 6 Euro durch die gleiche Gesetzesänderung gar nicht teurer, weil sich durch den Steuersatz von

13 Prozent ein deutlich höherer Betrag als der nun angehobene Mindestbetrag ergibt.

Auswirkungen Je günstiger die Ware bislang war, desto härter trifft es sie also. Offenbar soll damit der Billigzigarillo als Ersatz für Zigaretten der Kragen umgedreht werden.

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IM BLICKPUNKT

Und das riecht doch stark nach einer Kompensation dafür, dass für Zigaretten bei der Neuregelung des Solifonds kein Mindestpreis durch die Hintertüre festgelegt worden war. Als Auswirkung der täglichen Verkaufspraxis darf erwartet werden, dass sich die Konsumenten von günstigen Zigarillos vermehrt im Ausland versorgen werden und die inländischen Umsätze dieses Segments mit Jahresbeginn 2013 empfindlich einbrechen werden. Für die Anbieter sind somit unerwartete Änderungen ihrer Rahmenbedingungen gekommen. Auf die neuen Preise und den damit einhergehenden Niedergang von Mengen und Marktanteilen darf man schon gespannt sein. Wir werden wohl auch nicht alle heute vertretenen Marken 2013 wiedersehen, wenn ihre Hersteller keinen Sinn mehr darin entdecken können, sie mit dem empfindlich gestiegenen Preis überhaupt anzubieten.

Widerstand des VCPÖ Der Verband der Cigarren- und Pfeifenhändler Österreichs hatte noch versucht, die drohende drastische Steuererhöhung abzuwenden oder zumindest in ihren Auswirkungen abzumildern, um nur das billigste Segment, nicht aber die „echten“ Zigarillos zu verteuern. Dazu war vorgeschlagen worden, die neue Regelung nur bis zum Stückpreis von 30 Cent anzuwenden – womit die Ware mit Packungspreisen von sechs Euro oder mehr unberührt und im internationalen Vergleich konkurrenzfähig geblieben wäre. Alternativ hätte eine Anhebung auf einen Mindeststeuersatz von 74 Euro pro tausend ausgereicht,

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um Zigarillos auf das Preisniveau von Zigaretten zu heben. Die Attraktivität als billigerer Zigarettenersatz wäre mit diesem Wert auch dahin, eine Abwanderung der Kunden in den Schmuggel aber unwahrscheinlicher gewesen. Vergebens.

Was Gustav Moosmayr dazu meint „Diese Regelung trifft uns, und natürlich bin ich über diese drastische Anhebung der Steuer nicht glücklich. Ich habe es aber – anders als einige Mitspieler in der Branche – schon im Vorfeld gewusst, weil ich den Gesetzesentwurf genau gelesen habe. Es war mir aber nicht so wichtig, dass ich mich dagegen gewehrt hätte wie gegen die Idee des 3-Euro-Zuschlags zum Solifonds. Im Umgang mit der Politik muss man ja immer aufpassen, dass man sich nicht zu viel wünscht – sonst bekommt man am Ende das, was einem gar nicht so wichtig war und geht mit seinem Hauptanliegen unter. Stark trifft es uns bei der Jockey, die wir mit einem Preis von 2,55 Euro für 17 Stück bislang unter den Zigarettenpreisen platziert haben. Hier war auch für den Trafikanten eine schöne Spanne drinnen. Wir überlegen derzeit, ob wir die Marke mit Jahresbeginn 2013 in Österreich gleich ganz einstellen, weil sie aufgrund der neuen Steuerbelastung nicht mehr konkurrenzfähig ist oder die Jockey in anderer Packungsgröße mit neuem Preis wieder bringen. Das klärt sich aber erst im Laufe der nächsten Wochen in Abstimmung mit dem Hersteller. Selbst im Fall einer derartigen Neueinführung würde das aber zumindest bis ins Frühjahr dauern, weil so eine Umstellung

schon allein produktionstechnisch nicht von heute auf morgen funktioniert. Für die Trafikanten ist das nun eine gute Gelegenheit, sich nochmals mit der bisherigen Ware einzudecken – denn sie dürfen ja auch nach Jahresbeginn zum alten Preis verkaufen.“

Rainer Gunz, House of Smoke „Uns trifft die Anhebung des Mindeststeuersatzes natürlich bei den Pfeifentabak-Zigarillos. Generell wird der gesamte Zigarillo-Markt betroffen, und je günstiger die Ware heute, desto spürbarer muss die Preissteigerung künftig ausfallen. Wobei die Frage ist, wie man die Steuererhöhung in den Preis einfließen lassen kann: Wenn dieselbe Ware am 31. Dezember 1,90 Euro und am 2. Jänner plötzlich 2,60 Euro kostet, wird das dem Kunden schwer erklärbar sein. Alternativ kann man als Großhändler diese Steigerung schrittweise weitergeben. Bis zur Angleichung innerhalb einiger Monate verliert man zwar Geld, vertreibt aber wenigstens die Kunden nicht, die sonst rasch auf alternative Quellen umsteigen. Insofern bin ich gespannt, wie die großen Player in diesem Markt wie beispielsweise Dannemann reagieren werden.“

Eduard Rausch, DanCzek „Die neue Mindeststeuer trifft Zigarillos bis 77 Cent pro Stück – also fast alle. Die Begründung, man habe damit ein Vordringen der sogenannten Eco-Cigarillos eindämmen wollen, scheint wenig stichhaltig, betrachtet man die Segmentgröße der Eco-Cigarillos in Österreich und deren geringe Wachstumsdynamik.

Dabei sollten doch alle die Erkenntnisse der Laffer-Kurve kennen, wonach bei zu hohen oder zu rasch aufeinanderfolgenden Steuererhöhungen die Kurve bezüglich Gesamtsteuereinnahmen plötzlich nicht mehr weiter ansteigt, sondern sich vielmehr ins Gegenteil verkehrt und trotz höherer Belastung je Einheit (hier 1.000 Cigarren) die Gesamtsteuereinnahmen (aus Cigarren und Zigarillos) sich rückläufig verhalten. Warum? Weil der Konsument die Steuerbelastung nicht mehr zu tragen bereit ist und sich alternativen Beschaffungswegen zuwendet. Wir haben hier leider nicht aus der Alternativbeschaffung bei Zigaretten mit Einkäufen in Nachbarländern und von Schmuggelware gelernt. Und auch wenn heute kein Schwarzmarkt für Cigarren und Zigarillos existieren mag, er wird kommen: Wo eine Nachfrage, dort entwickelt sich auch ein Angebot! Das Marktsegment in Österreich versteuerter und bei unseren Trafiken gekaufter Cigarren und Zigarillos wird schrumpfen, und Staat wie Handel haben das Nachsehen. Da bei dieser Steuererhöhung nur eine spezifische Tabaksteuer erhöht wurde, nähern sich die Preisabstände an und ein breites Preisangebot an den Konsumenten wird dadurch eingeengt; Damit erfolgt auch über diesen Weg einer Steuermaßnahme eine Form unerwünschter staatlicher Markteingriffe. Was unser Portfolio betrifft, so sind wir erheblich getroffen; Auswirkungen auf Absatz und Preisänderungen durch unsere Industrie-Partner können derzeit jedoch noch nicht abgeschätzt werden und werden eingehend geprüft und diskutiert.“

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Lexikon der Pfeifenformen Silber, Maiskolben, Porzellan, Knochen, Elfenbein, Meerschaum, Ton und sämtliche nur greifbaren Holzsorten – die Fülle des Materials, aus dem Pfeifen gemacht wurden und werden, scheint unerschöpflich zu sein. Ebenso vielfältig sind die Formen, welche die Pfeifen haben können – wobei es sich lohnt, die wichtigsten Formate und ihre Unterscheidungsmerkmale zu kennen. Peter HAUER

Eine klassische Billard

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ie ist problemlos zu rauchen und deshalb besonders für Anfänger empfehlenswert: die BILLARD – die Pfeife schlechthin und die am weitesten verbreitete Form. Wohlproportioniert, mit starker Betonung der Senkrechten wird sie im Handel auch gerne als Londonform oder Londonkopf angeboten. Eine enge Verwandte der Billard ist die DUBLIN. Charakteristisch für sie ist, dass die Innenwände des Pfeifenkopfs senkrecht verlaufen, während die Vorderseite geschrägt ist, also konisch verläuft. Trotz ihres gedrungenen Kopfes kann auch die POT ihre Billard-„Familienmitgliedschaft” nicht verleugnen. Bei ihr handelt es sich um ein „handfestes Stück“ mit dicken Kopfwänden, was das Holz nicht so schnell heiß werden und die Pfeife gut in den Hand liegen lässt – also ideal für Anfänger. Weitere Billard-Abkömmlinge sind die LOVAT (am langen Holm sitzt das für diese Pfeife typische kurze Mundstück), die APPLE und die PRINCE (für beide ist die

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gedrungene Kopfform charakteristisch; während die Apple wie eine dick geratene Billard aussieht, ist für die Prince die Tomatenkopfform typisch) und die LIVERPOOL (sie wird gerne als „die eleganteste Klassikerin“ bezeichnet, die aufgrund ihres ovalen Holms überdies noch sehr leicht ist). Übrigens: Die klassischen Pfeifenformen gibt es gelegentlich auch in facettierten Varianten, die dann den Zusatz „PANEL“ tragen: Panel Billard, Panel Apple und Panel Prince. Eine Pfeife von zeitloser Modernität ist die STAND-UPPOKER, deren zylindrischer Kopf sehr kantig wirkt. Boden und Unterkante sind plangefräst und geschliffen, was die Stand-up-Poker – „nomen est omen“ – zu einer idealen und äußerst praktischen Standpfeife vor allem für den Arbeitsalltag macht, wo nicht immer ein Achteckige Panel Pfeifenständer, PfeiApple, in diesem fenknecht oder zuFall teilrustiziert Aschenbemit wunderschö- mindest ner Maserung cher in der Nähe ist.

Typisch Lovat: eigentlich eine Billard, aber mit langem Holm und Stummelmundstück

Eine sportlich-robuste Pfeife ist die CAD (gelegentlich auch Haiti). Für sie typisch sind die in den Kopf eingefrästen Ringe und der kantige Holm, der seine konisch zulaufende Fortsetzung im Mundstück erfährt. So auch bei der BULLDOG, einer engen Cad-Verwandten, während bei der BULLCAP Holm und Mundstück nicht kantig gearbeitet sind. (Auch wenn diese gerne Napf genannte Pfeife eine Dachziegel-Facette aufweist, „hört“ sie auf den Namen Panel Bullcap.) Alle diese drei Typen zeichnet ihre rund-

Stand-up Poker: steht auf ihrem flachen Boden auch ohne Pfeifenständer gut

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kantige Kopfform aus (Noppenköpfe), die im Formenzusammenspiel mit Holm und Mundstück der Pfeife eine betont sportliche Note geben. Und deshalb werden sie auch gerne beim Golf, Segeln, Camping und Fahren im offenen Wagen bevorzugt, denn: Eine Pfeife ist eben auch ein modisches Accessoire, das man dem Anlass entsprechend auswählt und raucht. Ebenfalls sportlich, handfest und darüber hinaus grundsolide ist die BENT RHODESIAN – eine gebogene Bulldog. Ein Billard-Kopf und ein spezielles Mundstück, das man Stecker nennt, zeichnen die ARMY aus. Der Stecker hat keinen Zapfen und er wird auch nicht in den Holm gedreht, sondern – der Name sagt es ja bereits – gesteckt. Gegen das Ausbrechen des Holzes ist der Holm mit einem Metallring (einer Viole) verstärkt, der bei hochpreisigen Pfeifen aus Silber besteht. Schwester der Army und ebenfalls ein Stecker ist die BENT ARMY, die vom Design her nichts weiter als eine gebogene Liverpool ist.

Auf einen Blick: Viele Namen, Formen und Varianten – dazu gibt es von den meisten Formaten auch noch Bent-Ableger

Die Full Bent ist die klassische „Kapitänspfeife“: Sie hängt angenehm im Mund und steht nicht weit vor

Und wer dem Stecker-Mundstück aus irgendwelchen Gründen nichts abgewinnen kann, aber eben einen Hänger, wie die gebogenen Pfeifen auch gerne genannt werden, rauchen möchte, der ist mit der BENT, deren Kopf mit der Billard identisch ist, gut bedient. Das ist er mit einem solchen Pfeifentyp auf jeden Fall, weil der Schwerpunkt des Kopfes tiefer liegt als der Biss des Mundstücks, was die

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Zähne schont und die Pfeife gut im Mund halten lässt. Eine elegante Bent-Variante und Vorbild für viele moderne Freehandformen ist die BENT ALBERT, die in der nichtdeutschen Pfeifenfachliteratur auch unter dem Namen Woodstock geführt wird. Und schließlich garantiert der lange Rauchkanal der typischen Lese- und Feierabendpfeife namens CHURCHWARDEN einen besonders trockenen und kühlen Rauchgenuss, für den man allerdings in Kauf nehmen muss, dass die Pfeife ein wenig umständlich im Handling ist.

Der Pfeifenliebhaber wie der Einsteiger stehen jedenfalls vor einer reichen Auswahl. Gibt es etwas Schöneres?

Die Bent Rhodesian – hier von Peterson – ist eine gebogene Bulldog

Mit ihrem endlos langen, geschwungenen Mundstück liefert die Churchwarden als DIE Lesepfeife einen kühlen und sehr milden Rauch. Als „Pfeife für unterwegs“ gibt es freilich Praktischeres ...

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Villiger Black Mini und Red Mini Filterzigarillos Villiger bringt zwei neue Sorten eines günstigen Zigarillos auf den österreichischen Markt: Die Black Mini Sumatra kommt mit American Blend-Einlage und Ecuador-Deckblatt, während die Red Mini Vanilla unter ihrem Ecuador Connecticut Seed-Deckblatt eine mit Vanille aromatisierte Einlage aus Virginia- und BurleyTabaken verbirgt. Beide Varianten kommen in der Metallkappenschachtel zu 20 Stück auf einen EVP von 5 Euro und können seit 12. November bestellt werden. Vertrieb: tobaccoland

Die ebenfalls milden, aber vollmundigen Puritos sind zu 5 Stück in der Metallschachtel für 19,50 verpackt, der EVP liegt bei 3,90 Euro.

Mini Connecticut & Mini Maduro Exklusiv für Zigarillofreunde in Deutschland und Österreich bringt Nick Perdomo nun die ersten ausschließlich aus nicaraguanischen Tabaken hergestellten Shortfiller auf den Markt. Die Typenbezeichnung verrät die Art der Deckblätter. Die maschinell gefertigten Minis verfügen über eine Länge von 77 bei einem Durchmesser von 8,2 Millimetern und sind damit ein prägnanter, aber kurzer Smoke für Zwischendurch. Die Metallschachtel zu 20 Stück kostet 9,80 Euro, der EVP macht 49 Cent aus.

Perdomo Reserve 10th Anniversary Magnum 50 Die Magnum 50 kommt im EpicureFormat mit einer Länge von 152 und einem Durchmesser von knapp 20 Millimetern. Im Blend finden sich Tabake aus Nicaragua für Einlage und Umblatt, die von einem seidigen und fast adernfreien sechs Jahre alten US-Connecticut-Deckblatt umhüllt werden. Medium von der Stärke, schmeckt die Magnum nach Zeder und Kaffee und bleibt cremig, während sie in den Nuancen von Karamell über Haselnuss zu Honig changiert. Das Holzkistchen zu 12 Stück kommt auf 118,80 Euro, das Einzelstück auf 9,90.

Reserve 10th Anniversary Puritos In Grundgeschmack und Blend der Magnum 50 ähnlich, empfiehlt sich die Purito der gleichen Serie mit einer Länge von nur 101 und einem Durchmesser von 15 Millimetern für das etwas kürzere Rauchvergnügen.

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Vertrieb: tobaccoland

Dannemann Al Capone Irish Coffee Seit 5. November gibt es die beliebten Shortfiller nun auch mit reichhaltigem Kaffeearoma. Virgina-Tabake für die Einlage und ein Deckblatt aus Indonesien sorgen für vollen Geschmack, der Filter für ein mildes Rauchvergnügen. Die Weichpackung zu 10 Stück kommt auf 3 Euro. Vertrieb: tobaccoland

Larsen Edition 2013 Der Larsen-Jahrestabak kommt mit einer feinen Mischung von Virginia und getoastetem Burley, die mit Black Cavendish und

Highl an d Whisky abgerundet und zart mit Orange aromatisiert werden. Das Resultat ist ein ausgewogen aromatisches Rauchvergnügen mit einer angenehmen, leicht fruchtigen Raumnote. Die Schmuckdose mit 100 Gramm kostet 25 Euro. Vertrieb: tobaccoland

Peterson Holiday Season 2012 Virginia-Tabake unterschiedlicher Schnittbreiten wurden im gleichen Verhältnis mit drei delikaten Sorten Black Cavendish gemischt. Der Tabak präsentiert sich im Rauchverlauf gehaltvoll und opulent, jedoch ebenso sanft und kühl. Der Duft vereint die köstlichen Aromen von Krokant, Karamell und gebackenen Äpfeln. Die Schmuckdose zu 100 Gramm geht für 26,80 Euro über den Ladentisch. Vertrieb: tobaccoland

Mac Baren Halberg Red, Yellow, Green Label Unter dem Familiennamen der Gründer kommt der Pfeifentabak mit der Bezeichnung Red Label mit Karamellnote, Yellow Label bringt eine Vanille-Note mit Anklängen von Rum und Marille, und Green Label duftet nach Beeren und exotischen Früchten. Die 100-Gramm-Dosen kosten je 29,95 Euro. Vertrieb: tobaccoland

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Cohiba

Por Larranaga

Siglo VI Jar

Montecarlo

Einzeln im Tubo waren die Siglo VI schon verfügbar – nun kommen sie auch in der edlen Keramikdose zu 25 Stück. Die 150 mm langen und 20,6 mm dicken Canonazos kommen damit auf einen Verkaufspreis von 766,25 für die volle Dose, das Stück kostet 30,65 Euro. Vertrieb: tobaccoland

Hoyo de Monterrey

Als Delicioso schaut die Montecarlo auf Eleganz – sie ist 159 Millimeter lang, aber nur 13 mm zart. Und überrascht mit einer Vielschichtigkeit, die viele Raucher ihr aufgrund ihres Formats gar nicht zugetraut hätten. Fest gerollt und anfangs leicht, steigert sich die Montecarlo zu mittlerer Stärke und spannt einen Geschmacksbogen von Tabak und Leder hin zu Nüssen und Pfeffer, immer unterlegt mit einer angenehmen Frucht- und Blumennote. Das Holzkistchen zu 25 Stück kostet 117,50; das Einzelstück 4,70 Euro.

Vertrieb: tobaccoland

Montecristo Edmundo Jar Ob es wohl an dem herannahenden Weihnachtsfest liegt, dass auch die in Österreich noch recht neue Edmundo nun in der edlen Keramikdose kommt? Die 25 Stück fassende Dose kostet 397,50; das Einzelstück kommt auf einen Verkaufspreis von 15,90 Euro. Vertrieb: tobaccoland

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Exhibicion No. 4 Das Format Hermoso No. 4 entspricht ziemlich genau einer Robusto. Anfangs blumig-fruchtig mit Karamellnoten, entwickelt sich die Exhibicion zu einem cremigen Rauch mit vielfältigen Schokoladearomen und einer nie aufdringlichen Würzigkeit. Im letzten Drittel liefert die starke RyJ nochmals Leder- und Nussaromen, behält aber ihre Karamellnote. Das Holzkistchen mit 50 Stück kostet 510 Euro, der EVP liegt bei 10,20 Euro. Vertrieb: tobaccoland

Saint Luis Rey

Le Hoyo Des Dieux Mit 155 Millimetern Länge und 16,7 mm Dicke entsprechen die Le Hoyo Des Dieux dem Format Coronas Grandes. Geschmacklich bietet die milde Des Dieux ein breites Spektrum von Zimt- und Vanillearomen, leichten Pfeffernoten und einem immer präsenten Hauch von Zeder. Im Rauchverlauf ändert sich der Charakter über Kakaoaromen und Trockenfrüchte zu einem nussigen Nachgeschmack. Das 50er-Holzkistchen kostet 528 Euro, der EVP liegt bei 10,56.

Romeo y Julieta

Regios

Panetelas Die „kleinen Schwestern“ sind Shortfiller, dabei aber wie die größeren Formate handgerollt. Sie entfalten sich von anfänglichen Aromen von Erde und Kräutern mit süßen Honig- und Fruchtnoten zu einem cremigen Finale mit Kaffee- und Röstaromen. Geliefert werden die Panetelas im 25-Stück-Holzkistchen für 85 Euro, der EVP beträgt 3,40 Euro.

Petit Corona Auch diese Por Larranaga präsentiert sich fest gerollt und mit straffem Zug, dafür fester Asche und gleichmäßigem Abbrand. Der süß-fruchtige Grundgeschmack wird von erdigen Aromen und Kakaonoten begleitet, im Rauchverlauf wird sie stärker und erweitert ihr Spektrum um Holzund Röstaromen. Im Holzkistchen zu 50 Stück für 320 oder einzeln für 6,40 Euro.

Die Regios kommt wie die RyJ im Format der Hermoso No. 4. Sie verströmt Aromen von Holz, Nüssen und Leder und wird nach dem ersten Drittel angenehm cremig im Rauch, begleitet von leichter Salzigkeit. Die würzig-erdige Kubanerin ist zu Beginn eher leicht, wird im Rauchverlauf aber mittelstark. Für das Holzkistchen zu 50 Stück werden 445 Euro fällig, der EVP beträgt 8,90 Euro. Vertrieb: tobaccoland

Trinidad Robusto T Mild bis mittelstark, liefert die Robusto T einen erdigen Grundton, begleitet von grasigen und holzigen Aromen, die sich zu cremigen Nuss-, Kaffee- und Kakaoanklängen verändern. Preislich steht sie der Cohiba ebenfalls kaum nach: Der EVP liegt bei 25,90; das Holzkistchen mit 12 Stück kostet 310,80 Euro. Vertrieb: tobaccoland

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international IM BLICKPUNKT

Krieg der Feuerzeuge Die europäischen Feuerzeugimporteure wehren sich gegen einen Vorstoß des Marktführers BIC: Nicht nur sollen die Schutzzölle auf Waren aus China aufrechterhalten bleiben, auch Importe aus dem wichtigen Herstellerland Vietnam sollen künftig unter diese Regelung fallen. (E.L.I.A.S., mh)

U

nter dem Dach der E.L.I.A.S. (European Lighter Importers Association) versammeln sich zwanzig große Importeure aus acht EU-Staaten. Die Interessenvertretung der Feuerzeugimporteure hat sich im November 2012 an die EU-Kommission gewandt, nachdem Marktführer BIC um eine Verlängerung der Schutzzölle für Importe von Einwegfeuerzeugen mit Feuerstein aus China und neu auch aus Vietnam angesucht hatte.

Zu erwartende Auswirkungen Die Ausweitung der Schutzzölle auf Vietnam, aus dem derzeit rund 90 Prozent der FeuersteinWegwerffeuerzeuge stammen, würde die Branche hart treffen und die Führungsposition von

Oh du Fröhliche: Hinter den Kulissen von Politik und Feuerzeugindustrie geht es rund

BIC nicht nur weiter einzementiert, sondern ein De-facto-Monopol schaffen.

Hintergründe BIC ist der letzte Produzent von Einwegfeuerzeugen inner-

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halb der EU und steht seit über einem Vierteljahrhundert unter Schutz gegen Billigimporte – eine Maßnahme, die sonst nur deutlich zeitbegrenzter aufrechterhalten wird. Einen derart lange dauernden Protektionismus zum Wohle einer einzigen Firma noch auszuweiten, statt ihn zu beenden, geht E.L.I.A.S. zu weit: „Es geht hier nicht um den Schutz eines schwachen Herstellers: BIC ist in Europa Marktführer und baut diese Führung ohnedies ständig weiter aus. Unter diesen Vorzeichen ist es unlogisch, das Unternehmen gegen jeden Mitbewerb hermetisch abzuschirmen“, schreibt E.L.I.A.S. in seiner Presseaussendung.

Blank gezogen Mittlerweile versucht BIC nach Aussage des Importeurverbands,

die EU-Kommission mit Drohungen, seine geplanten Investitionen in Höhe einiger Dutzend Millionen Euro nicht in Europa, sondern in den USA zu tätigen, zum Nachgeben zu bewegen. E.L.I.A.S. meint dazu: „Das ist interessant, da die USA keine Schutzzölle aus China und Vietnam kennen und BIC dort dennoch einen Marktanteil von 65 Prozent hat.“ Mit einem raschen Aufgeben der Pläne durch BIC ist dennoch kaum zu rechnen: Die Sparte der Einwegfeuerzeuge ist nicht nur der profitabelste Sektor der Marke, allein von 2008 bis 2011 konnte BIC eine Steigerung von 35 Prozent bei den Verkäufen von Feuerzeugen und ein Gewinnplus in diesem Segment von sagenhaften 82 Prozent verzeichnen.

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IM BLICKPUNKT

Jörg Glasenapp rief – und alle kamen

Jörg Glasenapp mit Stmk.-Obmann Alois Kögl und Gustav Moosmayr

VCPÖ-Präsident Fischer mit Gattin Andrea

N Der ehemalige Geschäftsführer verabschiedet sich von einem liebgewonnenen Markt – und übergibt die Imperial-Leitung an Lóránt Dezsö (rechts)

OÖ-Obmann Kerschbaummayr (2. v. links) im Kreis der Moosmayrs

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och auf der Creativ in Salzburg hatte Jörg Glasenapp die JPS Glide-Tec vorgestellt. Wenige Tage danach war er schon Chef von Imperial Tobacco Norway – und hatte gar keine Zeit, sich standesgemäß von seinen Partnern am österreichischen Markt zu verabschieden. Am 8. November 2012 wurde dies in der Ottakringer Brauerei nachgeholt. Glasenapps Einladung waren dabei nicht nur seine Vertriebspartner von tobaccoland gefolgt: Das Who is who der gesamten Tabakbranche hatte sich eingefunden, um seinem offenbar beliebten Mitstreiter gebührend Lebewohl zu sagen. Ob Vertreter von PMI, BAT, JTI, M Tabak oder Moosmayr, der zahlreich vertretene VCPÖ, Christian Pfatschbacher vom Ladenbauer Trup, die Geschäftsführung von OMS oder UKO –

Das gutgelaunte OMS-Duo Leimer und Burgstaller

alle hatten sich für den Donnerstagabend Zeit genommen. Auch die Spitzen von Landes- und Bundesgremien der Trafikanten sowie viele ihrer Mitglieder waren gekommen. Die hochkarätige Besetzung wurde von einigen Besuchern schmunzelnd mit „Wenn das Dach einstürzt, gibt es in ein paar Tagen keine Zigaretten mehr in Österreich ...“ kommentiert.

„... und natürlich auch Danke an meine Mitbewerber – für 13,5 % mehr Marktanteil.“ In seiner Rede blickte Glasenapp auf die Anfänge mit kleinem Team und Minibüro zurück. Diese Struktur hatte er zu einem Mittelständler mit 40 Mit-

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IM BLICKPUNKT

Keine Berührungsängste: PMI-Austria Boss Alexander Ott und JTI-Chef Hagen von Wedel

Fotos: mh, Seidel

arbeitern ausgebaut. Und auf seinem Abschiedsfest war im Umgang mit seiner Ex-Mannschaft zu merken, dass Glasenapp jeden der heutigen Mitarbeiter persönlich eingestellt hatte. Auch am Marktanteil von Imperial hat sich in dieser Zeit viel getan, wie der gut gelaunte Deutsche mit einem Augenzwinkern an die Adresse der Geschäftsführer der anderen Tabakfirmen meinte: „Ich muss mich ja bei so vielen Menschen bedanken. Natürlich auch bei meinen Mitbewerbern – für unser Wachstum von 3,5 auf 17 Prozent Marktanteil. Danke!“

Neue Herausforderung Offenbar hat sich Jörg Glasenapp in Österreich wohlgefühlt. Und wurde umgekehrt auch freundlich aufgenommen. Warum er dennoch weitergezogen ist? „Es

war Zeit für einen Wechsel. Ich habe hier viele Erfahrungen gemacht, viel bewegen können und eine Menge liebe Leute getroffen,“ antwortet Glasenapp. „Doch ich habe gemerkt, dass ich mich schon auf neue Herausforderungen freue. Mit Österreich habe ich einen sehr speziellen Markt – mit Tabakmonopol – kennengelernt. In Norwegen wiederum finde ich eine völlig andere Situation vor: Ein Land mit Display-Ban, dafür aber ohne Monopol. Das ist eine spannende neue Aufgabe.“

tobaccoland-Chefjurist Wellner mit UKO-Marketinglady Sandra Grubinger und Unterkofler-GF Michael Lauer

Auch das Bundesgremium feierte mit: BGO Trinkl posiert mit Josef Prirschl und Gabriele Karanz

Viel Glück! Bleibt nur, dem frischgebackenen Norwegen-Chef viel Glück zu wünschen. Mit seiner hemdsärmeligen Art wird der Deutsche wohl auch in seinem neuen Markt viel bewegen können. (mh)

M-Tabak-Chef Christian Mertl und BAT-Frontfrau Karin Holdhaus

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Ladytalk: Andrea Fischer unterhält sich mit DavidoffRepräsentantin Isabella Keusch

Die Tiroler Obfrau Angelika Riccabona und tobaccoland-Boss Manfred Knapp im Gespräch

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iM BliCKPUNKt

trafikanten-Award-gewinner entdecken BAt-Produktwelt

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ie Gewinner erwartete auf der dreitägigen Reise ein buntes Rahmenprogramm. Neben den kulinarischen Hochgenüssen der Festspielstadt Bayreuth sowie Nürnbergs konnten die Preisträger im berühmten Bier-Museum Einblicke in die Braukunst gewinnen. Höhepunkt der Reise war jedoch die Besichtigung des BAT-Produktionsstandortes.

55 Jahre erfahrung 1957 nahm das Werk in Bayreuth die Produktion auf und produziert heute täglich ca. 180 Millionen Zigaretten bzw. 9 Millionen Packungen. Der vollautomatische Fertigungsprozess auf modernsten Maschinen ist in ein Logistikkonzept eingebunden, das von der Bereitstellung der sorgfältig ausgewählten Tabake bis zur Verpackung der versandfertigen Zigaretten reicht. Dieser automatische Produktionsvorgang garantiert die gleichbleibend hohe Qualität jeder einzelnen Zigarette. Am gleichen Standort findet sich auch jene Forschungs- und Entwicklungsabteilung, der die Entwicklung der neuen Lucky Strike Ohne Zusätze gelungen ist. Verkaufsleiter Alexander Samonig und die beiden Gebietsleiter Petra Fritz

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Die Gewinner des Trafikanten-Awards durften hinter die Kulissen des BAT-Werkes blicken

und Bojan Riba hatten jedenfalls genug Gesprächsstoff, um sich mit den Teilnehmern über die Highlights des „Tabakjahres 2012“ auszutauschen.

2012 im Rückblick Aus BAT-Sicht war 2012 ein sehr abwechslungsreiches und vor allem erfolgreiches Jahr. BAT konnte ein stetiges Marktanteilswachstum erzielen, mit frischen Ideen punkten und sich mit einzigartigen Werbekampagnen als innovativer Anbieter positionieren. „Unser Ziel war es, mit der Einführung von konsumentenrelevanten Produkten, innovativen Kampagnenideen und gezielten Verkaufsförderungsmaßnahmen einen Mehrwert für unsere Handelspartner und den Konsumenten zu schaffen“, erklärt Brand Manager Mag. Christina Hauer.

Lucky Strike und Parisienne sorgten für gesprächsstoff Parisienne zog in diesem Jahr mit ungewöhnlichen LimitedEdition-Packungen die Aufmerksamkeit auf sich. Entsprechend der „Gras-Optik“ der Parisienne Jaune wurden Zigarettenautomaten und Werbematerialien für die Trafik „begrünt“ und die Parisienne Green schnell vergriffen. „Lass Dich durch den Sommer treiben“ war das Motto der anschließenden Sommerkampagne im Luftmatratzenpackungsdesign mit natürlich dazupassenden aufblasbaren Werbematerialien. Parallel dazu sorgte Lucky Strike Click&Roll auch 2012 für frischen Wind in der Tabakbranche. Innovative Werbematerialien und ein einzigartiges Promotionkonzept begeisterten

Trafikanten und Konsumenten. Den Höhepunkt des Jahres stellte die Produktneueinführung der Lucky Strike Ohne Zusätze im September dar. Die neue Produktfamilie, die in drei Varianten echten Tabakgeschmack ohne Kompromisse verspricht, ist das authentische Angebot von BAT und bereits Nummer zwei im wachsenden Segment zusatzstofffreier Zigaretten. Ohne Kompromisse setzte BAT auf ein neues Produkt und auf die sorgfältige Auswahl aller Kommunikationsmittel. „Auch mit Lucky Strike Ohne Zusätze, die sich bereits nach wenigen Wochen zu einem Verkaufsschlager in Österreich entwickelt haben, konnten wir eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass sich innovative Produktkonzepte, die zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt kommen, sowie Kreativität und Mut bei der Umsetzung auszahlen und einen Mehrwert für alle bringen“, zeigt sich Orsolya Kovacs, Brand Executive Lucky Strike, zufrieden. „Wir wollen nicht einfach nur neue, sondern die richtigen Produkte auf den Markt bringen, die in jedem Segment die Bedürfnisse der Raucher erfüllen und so in der Trafik erfolgreich abgesetzt werden können.“

Foto: British American Tobacco Austria

trafikanten-award-Gewinner müsste man sein! Gemeinsam mit der auszeichnung für ihre herausragenden leistungen hat Bat die Gewinner auf eine reise zum weltgrößten Bat-Werk nach Bayreuth eingeladen. „auch in diesem Jahr wollten wir den ausgezeichneten trafikanten das Unternehmen Bat sowie die Produktions- und Herstellungsprozesse unserer Produkte mit einem Blick hinter die Kulissen näherbringen“, erklärt Bat-Verkaufsleiter alexander Samonig.

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iM BliCKPUNKt

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IM BLICKPUNKT

Sehr zufrieden mit PiA

Auf der Feuer & Rauch im Rahmen der Creativ in Salzburg hatte TopTech sein neues Zeitschriftenmanagement PiA (kurz für PresseInteraktionsAssistent) vorgestellt. Inzwischen liegen erste Erfahrungen aus der Praxis vor. (mh)

A

Kopfüber in die Praxis Wie lief die Umstellung auf PiA ab? „Das war ganz einfach“, erzählt Herr Hansel. „Ich bekam PiA online installiert und eine kurze Einführung. Das ist aber auch eine große Stärke des neuen Systems – es ist selbsterklärend. Hier unterscheidet sich die TopTech-Lösung sehr stark von dem System, das ich zuvor in

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Große Auswahl, viele Fehlerquellen: Je größer das Sortiment, desto wichtiger ist ein Zeitschriftenmanagement, das simpel und rasch, dabei aber korrekt und reibungslos arbeitet

Verwendung hatte. Damit kann ich PiA auch für Jungtrafikanten und Neueinsteiger ehrlich empfehlen: Nach 40 Minuten Beschäftigung hat man heraus, wie PiA funktioniert und arbeitet dann einfach damit.“

Technisches Auf welchen Betriebssystemen läuft PiA bei Herrn Hansel? „Ich habe im Geschäft iPhone und iPad, daheim einen WindowsPC – es funktioniert auf allen Plattformen.“ Kein Wunder, ist PiA doch webbasiert, womit es ohne spezielle Software auf jedem Browser läuft und die typischen Abläufe im Zeitschrif-

tenmanagement dank mobiler Endgeräte ohne lästiges Hin und Her zwischen Regal und Kassa ablaufen können.

Stabil und centgenau Der erste Verwender eines neuen Packages zu sein klingt riskant. Wie hat Andreas Hansel den Start erlebt? „Ich habe vor mittlerweile drei Wochen auf PiA umgestellt. Das klingt nicht lange, allerdings hatte ich in dieser Zeit tägliche Lieferungen und noch keine einzige Fehllieferung nach Bestellung über PiA. Diese Zuverlässigkeit kannte ich vom Vorgängersystem nicht. Die Stückzahlen stimmen, die Re-

missionen passen, und bei Lieferdifferenzen ist die Meldung sehr einfach. Was ich inzwischen besonders schätze, ist die integrierte Rechnungskontrolle: Die stimmt nach minimalen Anfangsschwierigkeiten nun täglich auf den Cent genau.“

Wunsch ans Christkind „Ich bin mit PiA sehr zufrieden. Wenn ich mir noch etwas wünschen dürfte, wäre es eine integrierte Zeitschriftenreservierung, die mich beim Datenimport in die Kassa gleich auf reservierte Exemplare hinweist.“ Das Christkind hat zugehört – bei TopTech arbeitet man daran.

Foto: TopTech

ndreas Hansel aus Breitenbach im Tiroler Unterland betreibt eine gerade im Zeitschriftensektor überraschend gut sortierte Trafik. „Ich habe einfach auf Kundennachfragen reagiert. Die Leute kommen zu mir und fragen, ob ich einen bestimmten Titel führe. Vieles habe ich lagernd, den Rest bestelle ich. Inzwischen habe ich gerade in diesem Bereich gut 90 Prozent Stammkundschaft – weil die Leute wissen, dass sie ihren Lesestoff bei mir bekommen. Bei vier Laufmetern mit Zeitschriften und einem Umsatzanteil von 20–25 Prozent bin ich allerdings darauf angewiesen, dass mir Bestellung, Remissionen und Inventur so wenig Arbeit wie möglich machen Und dass die Kasse stimmt. Mit meinem vorherigen System war ich da ziemlich unzufrieden. Die TopTechLösungen kannte ich schon aus anderen Bereichen, also habe ich mich getraut, als Erster in Österreich auf PiA umzustellen.“

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IM BLICKPUNKT

Trafikantenbeirat legt los Seit Juli dieses Jahres hatten sich Trafikanten für die Teilnahme im Beirat von Imperial Tobacco bewerben können. Mit 8. November 2012 trat das einzigartige Gremium von 15 Trafikantinnen und Trafikanten aus ganz Österreich erstmals zusammen. (Imperial Tobacco, mh)

Foto: Imperial Tobacco Austria

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in zentrales Anliegen der Trafikanten war die wirtschaftliche Situation der Tabakfachgeschäfte und die Handelsspanne. Das günstige Preissegment macht in Österreich bereits fast die Hälfte des Produktsortiments aus. In Verbindung mit Kostensteigerungen im Geschäft sei die wirtschaftliche Existenz zahlreicher Trafiken bedroht. Auch für Imperial Tobacco Austria ist das derzeitige Preisniveau unbefriedigend. „Auch wir verdienen mehr an unseren hochpreisigen Produkten“, betonte Geschäftsführer Lóránt Dezsö. „Wir müssen in unserer Preisgestaltung aber die Konsumentenbedürfnisse sowie die Preise der Wettbewerbsprodukte berücksichtigen.“ Seit mehreren Jahren ist in ganz Europa ein Trend zu günstigen Produktsegmenten zu beobachten. Würde dieser Trend nicht berücksichtigt, bestünde die Gefahr, dass Konsumenten verstärkt auf Ware aus dem Ausland ausweichen. Auch die Vielfalt des Sortiments wurde offen besprochen.

Vielfalt kein Garant für Mehrumsatz Der Beirat machte deutlich, dass die Anzahl der Produktvarianten die Komplexität erhöhe und auch die Zahl der Stellplätze im Regal

Michael Bleha, Wiener Neustadt; Gabi Moravec, Wien; Robert Fürnberg, Wien; Hildegard Gmeiner, Dornbirn; Brigitte Grandl, St. Pölten; Robert Huber, Graz; Christian Klotz, Innsbruck; Peter Kubicek, Wien; Barbara Mannsberger, Neuseierberg; Gabriele Morawek, Wien; Anneliese Niederer, Hartberg; Karin Salamon, Oberwart; Wilhelm Schedlberger, Steyr; Andreas Schiefer, Wien; Ingomar Seebacher, Klagenfurt; Elisabeth Wenigwieser, Traun; Ulrike Zeller-Hosemann, Langenzersdorf sowie die Imperial-Abordnung aus Manuel Güll, Nikolaus Gutjahr, Tanja Hafner und Geschäftsführer Lóránt Dezsö (2. v. r.).

begrenzt sei. Viele neue Produkte würden auch vom Konsumenten nicht gut angenommen und seien somit unwirtschaftlich. Imperial Tobacco Austria betonte, dass Produktneuheiten so gut wie möglich vorbereitet würden. „Dennoch werden nicht alle Innovationen auch vom Markt angenommen“, so Lóránt Dezsö. In den kommenden Wochen wird eine Sortimentsbereinigung des Imperial-TobaccoPortfolios beginnen.

Gegen Überregulierung Auch die Bedrohung der Branche durch unverhältnismäßige Regulierung war ein zentrales Anliegen der versammelten

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Fachhändler. Sorgen bereitet insbesondere die Überarbeitung der Europäischen TabakproduktRichtlinie (EUTPD), die derzeit in Brüssel vorbereitet wird. Imperial Tobacco Austria berichtete über den aktuellen Stand der Beratungen zur EUTPD und über die Hintergründe zum Rücktritt von EU-Kommissar John Dalli. Manuel Güll, Pressesprecher und Lobbyist des Unternehmens, betonte, wie wichtig gemeinsame Aktionen von Industrie und Trafikanten seien, um gemeinsam die Tabakbranche zu schützen und zu stärken: „Die Postkartenaktion an EUPräsident Barroso war ein voller Erfolg und wurde in Brüssel sehr

wohl wahrgenommen. Wir dürfen nun nicht nachlassen, weiter für unsere Interessen zu kämpfen.“ Aus dem Beirat erfolgte zu Recht der Hinweis, dass auch die Politik in Österreich in die Pflicht zu nehmen sei. Schließlich müssten auch die Mitgliedstaaten der neuen EUTPD zustimmen. Abseits dieser drängenden Probleme wurden neue und innovative Maßnahmen zur Kundenbindung und Verkaufsförderung intensiv beraten und erörtert. Imperial Tobacco wird die gemeinsam erarbeiteten Vorschläge auf Umsetzbarkeit prüfen und dem Beirat über das weitere Vorgehen berichten.

Nun müssen Taten folgen Alle Mitglieder des Trafikantenbeirats begrüßten die Initiative von Imperial Tobacco Austria, dieses ständige Beratungsgremium ins Leben zu rufen. Eine Teilnehmerin: „Endlich ein Industriepartner, der unsere Anliegen ernst nimmt und uns zuhört.“ Deutlich wurden aber auch die Erwartungen an Imperial Tobacco Austria formuliert: „Zusammen sprechen ist gut, aber an der Umsetzung wird sich Imperial messen lassen müssen.“

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IM BLICKPUNKT

Kassensysteme – weit mehr als eine Geldlade Selbst eine elektronische Registrierkasse muss heutzutage mehr können, als nur Einzelposten zusammenzuzählen und einen Endbetrag auszugeben. Moderne Kassensysteme, speziell für Trafiken entwickelt, verfügen über ein noch weit umfangreicheres Pflichtenheft. Dennoch unterscheiden sich die Branchenlösungen der wichtigsten Anbieter deutlich. Wir gehen im Jahr 1 der Kassenrichtlinie den Unterschieden auf die Spur. (mh)

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ei den Grundanforderungen eines für Trafiken funktionierenden Kassensystems sind sich die unterschiedlichen Anbieter noch recht einig, auch wenn sie die Prioritäten nicht gleich reihen. „Im Zentrum stehen die Geld- und Warenkontrolle in den Trafiken. Diese muss einfach und zeitsparend möglich sein“, meint dazu TopTech-Chef Herwig Drexel. CWL-Boss Helmut Wurmbäck sieht die „gut funktionierende Preiswartung aller Grossisten sowie ein automatisches Tabakbestellsystem“ als wichtige Punkte an. Für Etron-Geschäftsführer Markus Zoglauer stellt sich die wichtigste Frage schon im Vorfeld: „Ist das Kassensystem speziell für Trafikanten und ihre besonderen Anforderungen entwickelt oder nur aus einer Allgemeinlösung heraus angepasst worden? Im zweiten Fall dauern Aktualisierungen von neuen Preisen und Waren meist deutlich länger.“ Olivetti-Händler Christian Pieringer hat Raumbedarf und Komplexität im Blick: „Ein funktionales System sollte grundsätzlich ohne Anbindung

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an einen Büro-PC auskommen, diese Option aber sehr wohl zulassen. Ein wichtiger Punkt ist für mich auch die laufende Anzeige des Lagerstandes.“

Größenordnungen Die „Standardtrafik“ gibt es nicht. Was für den einen unnötig ist, kann für den nächsten zu wenig sein. Die Mini-Trafik mit ihrem kleinen Portfolio und kaum Lagerraum kommt vielleicht mit der Minimallösung – die dann auch entsprechend billiger ist – aus. Der Kollege mit großem Programm aus Nebenartikeln, Zeitschriften und Lotto sowie möglicherweise einem gut gefüllten Humidor ist hingegen schon alleine aufgrund seiner Umsätze und der Komplexität seines Warenangebotes auf die Vollversion angewiesen – die alle Stücke spielt, aber dafür auch entsprechende Investitionen erfordert. Diese Ausgangslage spiegelt sich auch in den Angeboten auf dem Markt der Kassensysteme wider: Mit Ausnahme von Olivetti, wo grundsätzlich nur die Vollversion angeboten wird, können die Systeme aller Anbieter in ver-

schiedenen Größenordungen und Ausstattungsvarianten bestellt werden. POStronik bietet hier von der modularen Einstiegs- bis zur Vollversion drei Stufen an, andere Anbieter stocken ein Basissystem mit Erweiterungsmodulen je nach individuellem Bedarf auf. Etron hat mit Cash & Carry eine einfachere Version seines Kassensystems neu im Angebot.

Hardware Übereinstimmend geben CWL, Etron, Olivetti, TopITC und TopTech an, dass ihre Systeme grundsätzlich auf allen Windows-fähigen Kassenrechnern laufen würden. Helmut Wurmbäck meint dazu jedoch: „Es ist davon abzuraten, irgendwelche No-Name-Geräte für den Kasseneinsatz zu verwenden, da gerade Kassen einer sehr starken

Touch-Displays (hier von CWL) sorgen für platzsparende Übersichtlichkeit und haben sich auf breiter Front durchgesetzt. Umschaltbare Bildschirmmasken ermöglichen das rasche Wechseln vom Verkauf zur Inventur oder zur Produktauswahl aus den Lieferprogrammen der wichtigsten Tabak- und Nebenartikelgrossisten sowie Verlage. Auch Verknüpfungen zu E-Loading-Anbietern können gelegt werden

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IM BLICKPUNKT

Olivetti 450: Eine Seite für die Bedienung, die andere für die Kunden: Auf dem Kundendisplay sind nicht nur Artikel und Preise sichtbar, auch Werbung wird gezielt aufgespielt. Der Rechner ist in den Monitor integriert

Belastung ausgesetzt sind. Wir verwenden daher nur Markenhardware, die wir auch bereits seit einigen Jahren im Einsatz haben und von denen wir wissen, dass sie auch bei härtester Beanspruchung zuverlässig sind.“ Auch bei Etron setzt man auf die Zusammenarbeit mit langjährigen Hardwarepartnern. TopTech geht sogar so weit, passende Geräte vorab zu zertifi-

Ka s s e n s y s teme

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zieren, womit eine einwandfreie Kompatibilität der eingesetzten Hardware mit der TopTechSoftware garantiert wird. Beim Modell von Olivetti ergibt die Verwendung fremder Hardware gar keinen Sinn, wie Christian Pieringer meint: „Unsere Geräte

werden durch Werbeeinnahmen der Industrie finanziert und kosten den Trafikanten deshalb keinen Euro.“ Und POStronik versteht sich als Komplettanbieter, der Hard- und Software immer als fertiges Paket zur Verfügung stellt. Einen völlig anderen Zugang hat TopITC mit seinem neuesten Angebot: „Unsere Trafiklösung Win-Cash ist die erste echte Online-Kassa. Sie funktioniert auch mit älterer Hardware, solange der Rechner über einen eigenen Browser verfügt. Eine Neuanschaffung der Kassa oder des Rechners ist damit gar nicht notwendig“, erklärt Clemens Grünberger. „Dazu ist sie plattformübergreifend konzipiert – sie läuft also auf Windows, Mac OSX und Linux.“

der Daten wird vom Systemanbieter für den Trafikanten durchgeführt, tägliche individuelle Updates und Downloads entfallen also. Dazu kann bei Ausfall des Rechners im Geschäft rasch und günstig ein neuer Standardrechner mit Browser aufgestellt und an die Peripheriegeräte wie Scanner, Drucker und Kassenlade angehängt werden – das in allen anderen Fällen erforderliche Aufspielen der Kassensystem-Software entfällt. Auf der anderen Seite ist der Kunde jedoch einem funktionierenden Internet auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. „Bei einem Ausfall des Internets – durch Störung der Leitung zum Provider des Trafikanten oder dem Ausfall des Providerservers – stellt ein lokaler Internet-USB-Stick die Verbindung zu einem anderen Provider her und ermöglicht damit ein unterbrechungsfreies Arbeiten“, kommentiert Clemens Grünberger diese Befürchtung.

Bedienung Für die Handhabung von Kassensystemen haben sich TouchDisplays in den vergangenen

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die Zeitschriftenverwaltung der nächsten Generation

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Jahren allgemein durchgesetzt. „Eine klassische Tastatur mit vorgegebener Tastenbelegung ist heutzutage einfach zu begrenzt und kann mit Touch-Displays nicht mithalten“, meint Helmut Wurmbäck von CWL, und Etron-Chef Zoglauer er-

Ausfallsicherheit Ein browserbasiertes System hat mehrere Vorteile: Es benötigt kaum Installationen vor Ort, und die tägliche Aktualisierung

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Das Kassensystem von TopITC im Praxiseinsatz: Schnelltasten für Bonierung, Zahlungsarten sowie definierbare Artikeltasten. Warenwirtschaft und Kassabuch sind inklusive.

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IM BLICKPUNKT

Die TopTech-Kompaktkassa mit Belegdrucker ist mit 15 oder 19 Zoll großem kapazitivem Touch-Display erhältlich

gänzt: „Dazu kommt die intuitive Bedienungsmöglichkeit sowie das einfache Umschalten zwischen verschiedenen Masken. Heute ist man auf Knopfdruck für Verkauf, Lagerübersicht, Bestellvorgang und Inventur gerüstet.“ Auch das Verkaufspersonal ist von den eigenen Handys, Smartphones und Computern an eine intuitive grafische Benutzerführung gewöhnt und arbeitet sich auf die Touchscreens rasch und einfach ein – was Zeit spart und für eine Minimierung von Fehleingaben sorgt.

Kabellos Ein wahrer Trend ist derzeit rund um mobile Endgeräte ausgebrochen: Ob für die Zeit-

schriftenverwaltung (TopTech PiA) oder für das Arbeiten im Humidor (TopITC EviCigar) – es werden verschiedentlich Möglichkeiten angeboten, das Thema Touch-Display auch mobil zu zelebrieren. Nicht alle Anbieter beteiligen sich derzeit an diesem Trend; manche verweisen auch darauf, dass ein klassischer Barcodeterminal hier mindestens ebenso gute Dienste zu leisten vermag. Geschmackssache.

Pakete oder Module Es variiert von Anbieter zu Anbieter, welchen Funktionsumfang das Basispaket bereithält. Lösungen wie Junior Kassa von TopTech, sein POStronik-Pendant, die Variokassa von CWL

Die POStronik-Lösung MD Premium beinhaltet eine vollwertige Unternehmenssoftware mit hinterlegter OracleDatenbank und definierbaren Zugriffsberechtigungen

oder Cash & Carry von Etron bieten einen günstigen Einstieg ins Thema Kassensystem und verfügen dabei über die wichtigsten Basisfunktionen einer Kasse. Ein vollwertiges Warenwirtschaftssystem wird man in diesen „Einstiegsdrogen“ jedoch nicht finden. Ebenso gehen die automatische Preiswartung sowie die automatisierte Bestellung bei den wichtigsten Tabakgrossisten meist über den typischen Funktionsumfang eines Basispakets hinaus. Auch ein Anschluss an das Zeitschriftenmanagementsystem EH2000 gehört zu den Extras. Die entsprechenden Vollversionen bieten hingegen schon

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standardmäßig die meisten Funktionen und müssen nur noch um sehr spezialisierte Lösungen (z. B. für Humidore) ergänzt werden, um endgültig zur Luxusversion zu werden. Doch auch hier gibt es Unterschiede: CWL hat beispielsweise die Buchbestellung bei Morawa neu in sein System integriert.

Warenwirtschaft Dieses Wort ist der Überbegriff über sämtliche Vorgänge rund um Artikelwartung, Bestell- und Liefervorgänge sowie Rechnungen und reicht bis zur Warenstandsabfrage und Inventur. Hier steckt für den Trafikanten, der diese Funktion zur Verfügung hat, viel

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IM BLICKPUNKT

Einsparungspotenzial, das Arbeitszeit und Geld gleichermaßen betrifft. Ähnlich wichtig kann die Kommunikation mit dem Datenaustausch-Standard EH2000 der Pressegrossisten werden, wenn der Trafikant über ein großes Portfolio an Zeitungen und Zeitschriften verfügt. Allerdings kostet nicht nur die Anbindung an EH2000 monatlich Geld, auch das Modul zur Anbindung ist nicht geschenkt. Diese Investition lohnt sich deshalb erst ab dem Erreichen von Umsätzen jenseits der 2.500 Euro pro Monat.

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Aktuelle Themen Derzeit stellt die Aufnahme der Großhandelstätigkeit durch Phlip Morris Austria die Kassenanbieter vor neue Aufgaben. Nach übereinstimmenden Aussagen sind die großen Anbieter jedoch schon gut auf die ab 2013 neue Situation vorbereitet und

haben Testläufe mit Trafikanten, die mit ihren Systemen arbeiten, bereits erfolgreich absolviert.

Qual der Wahl Kein Angebot der Anbieter von Kassensystemen– ob Basispaket oder Vollausbau – ist direkt mit den Angeboten des Mitbewerbs vergleichbar. Jedes hat seine Besonderheiten; ob nun auf Seite der Hardware oder des Funktionsumfangs der Software. Es bleibt daher dem Suchenden nur, sich vorab mit der eigenen Situation auseinanderzusetzen: * Benötige ich neue Hardware? * Welchen Funktionsumfang brauche ich unbedingt? * Welche weiteren Funktionen hätte ich gerne? * Wie sehen meine Platzverhältnisse aus? * Wie viel Geld darf mich mein Kassensystem kosten? Daraus ergibt sich ein Pflichtenheft, das eine solide Basis für Beratungsgespräche bietet.

Kauf oder Leasing „Bei der Auswahl der passenden Lösung – und speziell der pas-

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senden Finanzierung – sollte der Steuerberater zugezogen werden“, meint Etron-Chef Markus Zoglauer. Die Möglichkeiten reichen von eigener Hardware und einer Kauflizenz für die Software (TopITC) bis zum Rundum-Sorglos-Paket aus der Hand eines Anbieters (POStronik). Eine Besonderheit stellt wohl das Olivetti-Angebot von 89 Euro im Monat über fünf Jahre dar, das an einen Werbevertrag für den Kundenmonitor gekoppelt ist.

Wartungsvertrag Ob Kassenrichtlinie, neue Vorschriften oder neue Anbieter – jede Änderung bestehender Programme kostet ohne War-

tungsvertrag zusätzliches Geld oder ist gleich gar nicht möglich. Auch hier lohnt es sich aber, die laufenden Kosten eines Wartungsvertrages vor der Entscheidung für ein bestimmtes System von einem Anbieter ins Kalkül zu ziehen.

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markt

MYO-Starterpaket „Alles aus einer Hand“ scheint das Motto eines neuen Packages aus dem Hause Moosmayr zu sein. In einem netten kleinen Köfferchen findet der Konsument alles, was er für die Produktion seiner Selbstgestopften braucht: Das 250er-Paket Hülsen, eine einfache Stopfmaschine sowie ein Zigarettenetui. Diese Ausstattung gibt es sowohl in den Logofarben der Batton Red wie der Batton White – nur der Hülsenstopfer ist immer rot. Der Tabak ist nicht enthalten, da sonst für das Gesamtpaket Tabaksteuer fällig geworden wäre. So kostet das Batton Starterpaket im Einkauf 5,50 Euro. Womit in Kombination mit dem Batton-Sticks-Tabak zum empfohlenen Verkaufspreis von 22,50 Euro eine schöne Spanne übrigbleibt. Vertrieb: Moosmayr

Jolly Days Das auf der Creativ vorgestelle Package ist nun schon durchaus verbreitet, die Erlebnisboxen dank Redesign noch attraktiver. Mit dem hochwertigen drehbaren Thekendisplay für 30 Boxen lässt sich das mit 8 % Provision attraktive Produkt auch einfach in den Fokus der Kunden rücken. Allerdings kommen wiederholt Fragen nach der Aktivierung. Antwort: Im Zuge des Verkaufs auf load.ag gehen, die Schaltfläche „Aktivierung“ betätigen, den Strichcode auf der Box oder den Aktivierungscode eingeben und dem Kunden Rechnung und Aktivierungsbestätigung übergeben. So einfach geht das.

Passatore Pfeifenbesteck In schönen Pfeifen sollte man nicht mit billigem und sich leicht verbiegendem Besteck herumpfuschen. Dieser Gedanke steckt hinter dem Passatore Pfeifenbesteck: Massiver Chromstahl sorgt für langjährige Funktion, die edle Verpackung macht es zum idealen Weihnachtsgeschenk für den Pfeifenraucher. Vertrieb: Hauser

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Vertrieb: e-loading Service

Kombidisplay Die Form ist ideal: Schmal und hoch passt das Display in die kleinste Lücke, die Preise der Artikel sorgen zudem für eine möglichst niedrige He m ms chwel l e vor dem Kauf. Rund um die vielen Feiertage gibt es auch genügend Einsatzmöglichkeiten für die handlichen Stabfeuerzeuge – vom Adventkranz über den Christbaum bis zur Neujahrsrakete. Die im obersten Fach untergebrachten glitzernden Schlüsselanhänger sind ohnehin das ganz Jahr über gefragt. Vertrieb: Moosmayr

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markt

Zusatzfrei im unteren Preissegment Zigaretten ohne Zusatzstoffe erleben derzeit einen wahren Boom. Nur im günstigen Preissegment klaffte noch ein Loch im einschlägigen Angebot. Dieses schließt Imperial Tobacco nun mit zwei Ablegern der JPS – den JPS Ohne Zusätze Red und Blue. Während die Red sich mit Werten von 10/0,8/10 mg an Freunde starker Rauchwaren richten, sind die Blue mit 6/0,5/6 mg deutlich leichter. Beiden gemeinsam ist die Packungsfarbe in – auch optisch unbehandeltem – Kartonbraun sowie die Prägung mit dem stilisierten Tabakblatt. Ein hoher Wiedererkennungswert im Trafikregal ist damit garantiert. Sowohl die JPS Ohne Zusätze Red als auch die Blue gehen um 3,80 Euro für die 20-Stück-Packung über den Tresen und können seit 19. November bestellt werden. Vertrieb: tobaccoland

Neuer Volumentabak Gelungene Vorstellung Stilvoll präsentiert ist halb verkauft. Denn das Auge kauft bekanntlich immer mit. Ein gutes Beispiel für perfekte Präsentation liefert der neue Colibri-Schrank. Edel – wie beim Juwelier – werden die dort ausgestellten Artikel mit allerneuester LED-Lichttechnik ins Auge des Betrachters gerückt: Die auf der Unterseite der Fachböden angebrachten LED-Lämpchen leuchten die unter ihnen liegenden Artikel sehr schön aus, benötigen dabei aber kaum Strom. Die Energieversorgung, völlig ohne Kabelsalat über die Träger der Böden, sorgt für aufgeräumte Optik und erleichtert die Umdekorierung. Dazu bietet die ColibriVitrine in ihrem Unterbau einen verschließbaren Stauraum, der mehr als ausreichend Platz bietet, um auch die Verpackungen der ausgestellten Produkte sowie weitere Artikel lagern zu können. Denn Stauraum ist für die Mehrheit der Trafikanten bekanntlich immer ein Thema.

Beim Feinschnitt mit einem Anteil von rund 30 Prozent in Österreich ohnehin schon gut aufgestellt, bringt Imperial Tobacco mit Route 66 nun einen Volumentabak für MYO-Raucher im wiederverschließbaren100-Gramm-Frischebeutel auf den Markt. Dank spezieller Aufbereitung soll die Tabakmenge für bis zu 180 Zigaretten ausreichen, womit 20 Stück auf lediglich 1,20 Euro kommen sollen. Ein Angebot, das preissensible Raucher im heimischen versteuerten Markt halten soll, weil angesichts eines Verkaufspreises von 10,70 Euro für 100 Gramm selbst Schmuggel teurer wäre. Vertrieb: tobaccoland

Vertrieb: Hauser

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im blickpunkt

Mit Excite zur Profikamera Im Zuge des Excite-Kamera-Gewinnspiels, welches im Herbst 2012 durch die Firma Von Eicken ausgetragen wurde, bewiesen rund 100 teilnehmende Trafiken ihre Kreativität und platzierten die neuen Artikel der Excite-Familie, etwa den Excite 275-g-Eimer, in ihrer Trafik. Die fünf kreativsten Platzierungen gewinnen eine Sony-Spiegelreflexkamera, hieß es im Vorfeld, und so wurde Originalität in höchster Vollendung bewiesen. (Moosmayr)

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ie Jury im Hause Von Eicken hatte alle Hände voll zu tun, denn die Auswahl fiel schwer. Doch der Einfallsreichtum einiger TrafikantInnen war am Ende überzeugend, und so freu-

Anklang zu finden. Bereits in den ersten Verkaufsmonaten zeigt sich ganz klar, dass alle Trafiken, in denen die Eimer gut sichtbar platziert sind, auch gute Umsätze mit den originellen Artikeln machen“, berichtet MoosmayrVerkaufsleiter Frank Bender.

en sich sowohl die Firma Von Eicken als auch Vertriebspartner Moosmayr, die glücklichen Gewinner bekanntgeben zu dürfen: Trafik Schwaiger aus 1120 Wien, Trafik Schnaubelt aus 4400 Steyr, Trafik Meidl aus 9330 Althofen, Trafik Gruber aus 8101 Gratkorn, Trafik Falkensteiner aus 3151 St. Georgen Der Ideenreichtum hat sich jedoch auch abseits des Gewinnspiels für alle Teilnehmer ausgezahlt, wie zahlreiche Rückmeldungen aus Trafiken beweisen. Die plakativen Excite-Eimer fallen den Kunden auf und verkaufen sich sehr gut.

In Gratkorn präsentieren sich die Excite-Eimer in ländlicher Idylle

Mit neuer Verpackung zu mehr Umsatz Die Excite-Eimer erfreuen sich in allen Trafiken, die den ungewöhnlichen Artikel ins Blickfeld der Kunden rücken, über einen besonders guten Absatz. „Die neue Verpackungsform bringt nicht nur Abwechslung in die Trafik, sondern scheint auch beim Konsumenten reichlich

Der Excite-Turmbau zu Babel in Steyr ist unübersehbar

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JTI w端nscht Ihnen ein frohes Weihnachtsfest & alles Gute im Neuen Jahr!

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Trafikantenzeitung 12/12