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TISCHLER

www.tischlerjournal.at

Offizielles Fachorgan der Bundesinnung und der Landesinnungen der Tischler | Jänner/Februar 2017

JOuRNaL 01–02

Große Geste

Bei der Ausstattung von Hotels, Geschäften, Bars und Restaurants zählt die Inszenierung. Warum Tischler als Spezialisten bei der Umsetzung solcher Projekte unverzichtbar sind.

Die Tischlerinnen Erfolgreiche Tischlermeisterinnen im Porträt

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Die Seele des Holzes Strukturierte Holzoberflächen liegen im Trend

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Schleifmaschinen der Spitzenklasse

Tischlermeister Ernst Beck vor seiner KÜNDIG Premium-2 1100-RP

»Der geringe Stromverbrauch hat mich überzeugt« Ernst Beck, Ihre Bau- und Möbeltischlerei liegt sehr idyllisch im Wald am Bäckerberg nahe Scharnstein.

Mit unserer Werkstatt im Wald haben wir bestimmt einen der schönsten Arbeitsplätze. Wir fertigen mit sieben Mitarbeitern die ganze Bandbreite an Tischlerarbeiten – Türen, Fenster, Balkone, Stiegen, Saunas, Stuben, Büro- und Wohnmöbel. Gut zwei Drittel davon sind aus Massivholz. Dementsprechend sind die anfallenden Schleifarbeiten: Türblätter egalisieren, Flügel putzen oder selbst hergestellte Massivholzplatten kalibrieren. Was waren die technischen Argumente, die für den Kauf einer KÜNDIG Premium sprachen?

Überzeugt hat mich die effiziente Steuerung der Motoren. Zum Zeitpunkt des Kaufs verfügten wir aufgrund unserer abgeschiedenen Lage über eine begrenzte Stromzuleitung. Wir mussten also darauf achten, dass unser Betrieb keinen KÜNDIG GmbH

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zu hohen Stromverbrauch entwickelt. Der Anlaufstrom unserer KÜNDIG Premium Breitbandschleifmaschine ist niedrig. Das Motormanagement regelt im Betrieb lastabhängig. Selbst bei schweren Bautischler-Schleifarbeiten ist unser Stromverbrauch trotz leistungsstarker Motoren gering. Außerdem sind Bedienung und Schleifgüte der Maschine hervorragend. Würde sich die Maschine auch für die Versorgung durch eine Fotovoltaik-Anlage eignen?

Ausgezeichnet sogar, unsere KÜNDIG hat in der Praxis einen geringen Stromverbrauch bewiesen. Ich glaube, dass künftig mehr Betriebe angesichts steigender Energiekosten ihren Strom aus Fotovoltaik beziehen werden. Einige Tischlereien decken auf diese Weise schon heute ihren Bedarf zu 100 %. Ich bin schon ein wenig stolz, dass wir uns zu den Vorreitern beim Stromsparen zählen dürfen.

07219 70170

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EDITORIAL & IMPRESSUM

Impressum Die Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz ist unter www.wirtschaftsverlag.at/offenlegung ständig abrufbar. Medieninhaber, Verleger, Herausgeber, Redaktion: Österreichischer Wirtschafts­verlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/Stiege 1, Tel.: +43 (0) 1 546 64-0, Fax: +43 (0) 1 546 64-711, www.wirtschaftsverlag.at Chefredakteur: Dipl.-Ing. Thomas Prlić, DW 341, E-Mail: t.prlic@wirtschaftsverlag.at Mitarbeiter dieser Ausgabe: Stefan Böning, Michael Fischler, Mag. Gudrun Haigermoser, Harald Jeschke, ­Gustav Just, Erika Stockinger, Dr. Stephan Trautmann, Mag. Manfred Wildgatsch. Layout: Make Media ­Mediendienstleistungen OG, 1140 Wien, office@makemedia.at Geschäftsführung: Thomas Zembacher Anzeigenleitung: Dr. Rainer Wimmer, DW 240, E-Mail: r.wimmer@wirtschaftsverlag.at Anzeigenberatung: Violetta Seidel, DW 245, E-Mail: v.seidel@wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax: DW 50441, E-Mail: tischler@wirtschaftsverlag.at Anzeigenrepräsentanz OÖ: Verlagsbüro Gerhard Weberberger, Kleinwörth 8, 4030 Linz, E-Mail: linz@wirtschaftsverlag.at, Tel.: +43 (0) 732 31 50 29, Fax: +43 (0) 732 31 50 29-46, Mobil: +43 (0) 676 518 55 75 Anzeigenpreisliste: Nr. 45 vom 1. 1. 2017 Erscheinungsweise: monatlich Hersteller: Friedrich Druck & Medien GmbH, A-4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrichdruck.com Aboservice: Aboservice Österr. Wirtschafts­ verlag, Tel.: +43 (0) 1 361 70 70-570, Fax: +43 (0) 1 361 70 70-9570, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at Jahresbezugspreis: 74 Euro (Inland); 117 Euro (Ausland). Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugs­jahres storniert werden, laufen weiter. Bankverbindung: Bank Austria, IBAN AT17 1100 0095 2329 8900, BIC BKAUATWW

B

ei der Einrichtung von Geschäften und der Ausstattung von Restaurants oder Hotels sind architektonisch häufig große Gesten gefragt: Man will sich schließlich entsprechend inszenieren, beim Kunden oder Gast nachhalti­ gen Eindruck hinterlassen und muss sich natür­ lich von der Konkurrenz abheben – also gilt es, ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen. Oder, wie es im Marketingsprech so schön heißt: eine USP, eine „unique selling proposition“. Rund um die bauliche Umsetzung derartiger gestalterischer Konzepte drehen sich gleich meh­ rere Berichte in unserem aktuellen Sonderthema „Ladenbau und Objekteinrichtung“, das Sie wie immer im hinteren Heftteil finden. Wir beleuch­ ten darin auch die unterschiedlichen Aufgaben­ gebiete, die Tischlereien in diesem Branchenseg­ ment übernehmen. Die Spezialisierungen sind in dem Bereich ebenso vielfältig wie die Bandbreite an vorgestellten Projekten: Von der Montage bis zum Projektkoordinator, von der spektakulären Hotelbar im Salzburger Land bis zur Hamburger Elbphilharmonie. Und weil naturgemäß in dieser Welt des schönen Scheins die eingesetzten Mate­ rialien und Oberflächen eine zentrale gestalteri­ sche Rolle spielen, präsentieren wir im Schwer­ punktthema außerdem die wichtigsten Infos zu den neuen Dekorkollektionen der Holzwerk­ stoffhersteller. Nicht unterschlagen will ich Ihnen auch noch den Hinweis auf eine neue Serie, die wir mit die­ ser Ausgabe starten: Unser Autor Stefan Böning widmet sich darin dem Thema Oberflächengestal­ tung von Massivholz. Zum Beginn der Reihe zeigt er, wie sich mit Handbürstmaschinen individu­ elle Oberflächenstrukturen erzielen lassen, die die Seele des Holzes so richtig zum Vorschein bringen.

» Im Ladenbau sind oft große Gesten gefragt – bei deren ­Umsetzung können auch kleine Betriebe mit ihrem Spezial-Know-How punkten. « Thomas Prlić, Chefredakteur Tischler Journal

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht, Thomas Prlić

C o v e r f oto :

Druckauflage: 7.160 Exemplare (1. HJ 2016) Österreichische

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Der schöne Schein

ÖAK

Unser Cover zeigt einen Ausschnitt der Bar „Freiraum“ im Salzburger Hotelresort Puradies. Foto: Peter Kühnl

Auflagenkontrolle

S c h w e r p u n k t E i m n ä c h s t e n T i sc h l e r j o u r n a l :

Messe: Handwerk Wels; Fenster & Türen

Tischler Journal 01-02 | 2017

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Inhalt

Tischler Journal 01-02 / 2017 03 Editorial & Impressum 04 Inhalt 06 Highlight 52 Markt 54 Alltagsgeschichten im brennpunkt 8 Die Tischlerinnen Drei erfolgreiche Tischlermeisterinnen im Porträt

Maschinen & Werkzeuge 30 Produktneuheiten Bildung 32 Meisterstücke Meisterarbeiten aus dem Wifi Salzburg

34 Gelungenes Teamwork Neugestaltung der Schülerkanzlei in der Grazer Ortweinschule

Aktuelles, Betrieb, Wirtschaft 12 Kurzmeldungen

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15 Konjunktur Die Branche blickt positiv in die nächsten Monate.

16 Kolumne Harald Jeschke: Information als Waffe

17 Kolumne Meister Sturschädel und Meister Pfiffig im Feedbackwahn

19 Kolumne Steuertipps: Entsendeplattform

20 Gastkommentar Wir loben die Lehre, aber leben wir sie auch?

Innungen 22 Innung Niederösterreich 23 Kurzmeldungen

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Material & Technik 24 Produktneuheiten 26 Die Seele des Holzes Serie erster Teil: Mit Handbürstmaschinen zu dreidimensionalen Strukturen

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InhALT

SOnDERThEMA LADEnbAU & ObJEkTEInRIchTUng 36 wIE AUS EInEM STüCK Die Bar „Freiraum“ im Salzburger Hotelre­ sort Puradies

40 DIE nEUE EInFACHHEIT Das Wichtigste zur neuen FunderMax­ Interior­Kollektion

42 wEISSE HAUT Handwerkskunst in der Hamburger Elbphilharmonie

44 TREnDS In STILwELTEn

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Die neue Egger­Dekorativ­Kollektion

46 IM PORTRÄT

Sonderthema Ladenbau & Objekteinrichtung

» In den Betrieben sammeln unsere Lehrlinge wertvolle Berufserfahrung, die Berufsschulen vermitteln vertiefend praktische und theoretische Kompetenzen. «

Wie Thomas Schindlers Betrieb im Laden­ baugeschäft reüssiert.

48 wOHnSTILE & FARBwELTEn Pfleiderers neue OneCollection

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TISCHLER Journal 01-02 | 2017

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Highlight

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Die Dufttischchen und -hocker der „TrölerFamilie 1828“ bestehen aus rohem, fein geschliffenem Zirbenholz.

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Highlight

Eine ehrenwerte Familie 1828 ist das Geburtsjahr von Hubert Feldkir­ Nussholz gefertigt sind. Obwohl klein, ver­ chers erstem „Tröler“-Tisch. Genauer aus­ einen die Tröler – das ist übrigens der Vor­ gedrückt, wurde in diesem Jahr die Zirbe arlberger Name für einen Baumstamm – all gepflanzt, aus dessen Holz der Vorarlberger das, wofür Hubert Feldkircher mit seiner Tischlermeister und Designer seinen ersten Manufaktur steht: für „ehrliches, hochwer­ Dufthocker erzeugte. Daher stammt auch tiges Handwerk und eine natürliche Verar­ der Markenname „Tröler Familie 1828“. beitung und Behandlung“. Diese garantiert, Diese besteht mittlerweile aus mehreren dass der feine Zirbenduft erhalten bleibt Mitgliedern, deren Holz 150 Jahre und älter und so „die Natur in den Wohnraum bringt“. alt ist: Die Dufttischchen und -hocker aus Das intensiv duftende, hochalpine Weich­ rohem, fein geschliffenem Zirbenholz gibt holz liegt ja schon seit einigen Jahren stark es in verschiedenen Modellvarianten. Ohne im Trend. Und ein Ende des Booms ist und mit Füßen, die aus massivem, geöltem nicht abzusehen, ganz im Gegenteil: „Der

Tischler Journal 01-02 | 2017

Markt hat sich vergrößert, die Zirbe ist auch in Deutschland angekommen“, sagt Hubert Feldkircher. An seinem Stand auf der Kölner Möbelmesse imm cologne Ende Jänner 2017 standen daher auch massive Zirbenmöbel inklusive eines begehbaren „Dufthüsle“ im Mittelpunkt. Einen ausführlichen Überblick über die auf der imm cologne präsentierten Neuheiten finden Sie im nächsten Tischler Journal. (Text: Gudrun Haigermoser) www.hubert-feldkircher.at www.imm-cologne.de 

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Brennpunkt

Die Tischlerinnen Brennpunkt Frauen sind in der Branche klar in der Minderzahl. Dass das

aber nicht so sein müsste, zeigen drei Beispiele erfolgreicher Tischlermeisterinnen. 

Text: Gudrun Haigermoser

G

Birgit Kumpusch, Tischlermeisterin

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tor. Nach der Meisterprüfung 2004 führte der Weg der Steirerin weiter zum Restau­ rieren nach Venedig und 2007 nach Treb­ sen nahe Leipzig, um zusätzlich die Meis­ terprüfung in Restauration zu absolvieren. Durch den älteren Bruder – der heute als Architekt in New York arbeitet – war es nicht immer fix, dass die damals jüngste Tischlermeisterin Österreichs den elterli­ chen Betrieb in Gleinstätten übernehmen würde. „Die Richtung war mir aber von Anfang an klar und ich wäre dem Hand­ werk so oder so treu geblieben.“ Nach dem Einstieg in den Familienbetrieb 2008 war es 2014 dann doch so weit. Der Spezialisie­ rung auf den Möbelbau ist sie mit sieben Mitarbeitern treu geblieben. Als zusätzliche Weg vom Klischee Elemente band die junge Chefin die Restau­ Warum sollte da nicht auch die Tischlerei rierung und den künstlerischen Anspruch bei den Damen einen großen Beliebtheits­ neu ein. Selbst ist sie für Planung, Kun­ sprung nach vorne machen? Bietet dieser denbetreuung, Bestellung und Arbeitsvor­ kreative Beruf doch für beide Geschlechter bereitung zuständig. Für eine Mitarbeit in viele Chancen: zahlreiche Möglichkeiten der Werkstatt bleibt daher kaum noch Zeit. zur Weiterentwicklung, sichere Jobaussich­ Allerdings: „Die Restauration ist nach wie ten und – entgegen hartnäckiger Gerüchte vor mein Part.“ – gute Verdienstmöglichkeiten. Auch hat sich in Sachen Ausbildung – Stichworte Ein ungewohntes Bild Tischlereitechnik, Lehre mit Matura, unter­ Dass Töchter die Handwerksbetriebe über­ schiedliche Zugänge zur Meisterprüfung – nehmen, wird immer mehr zur Selbstver­ einiges getan. Allgemeine Pro-Technik- ständlichkeit. Als Margret Rausch vor 35 Kampagnen für Mädchen sind ebenso Jahren im Alter von 23 in die Fußstapfen wichtig wie branchenspezifische Aktivitä­ des Vaters trat, war dies allerdings noch ten, um ein Umdenken zu beschleunigen. nicht der übliche Weg. „Ich war schon Ein weiterer Weg ist das Vorstellen von Vor­ mit drei Jahren täglich in der Werkstatt, bildern, sogenannten Rolemodels. Die Bei­ habe den Geruch dort geliebt“, berichtet spiele dreier Tischlermeisterinnen zeigen, die stellvertretende Kärntner Landesin­ wie man klischeefrei erfolgreich sein kann. nungsmeisterin über ihre starke Verbin­ dung zum Werkstoff Holz. So begann sie Tischlergen im Blut ab 1974 eine Tischlerlehre – „ganz ohne „Unser 1978 gegründeter Familienbetrieb Tochterbonus“ – im eigenen Betrieb. Nach war als Kind mein Spielplatz und mein zwei externen Gesellinnenjahre folgten die Vater war mein großes Vorbild“, erzählt Bir­ Meisterprüfung und die Übernahme der auf git Kumpusch über ihre früh entwickelte die Raumgestaltung spezialisierten Firma. Leidenschaft für die Tischlerei. Für die Eine junge Tischlermeisterin und Chefin Ausbildung wählte die heute 35-Jährige die war 1982 noch ein ungewohntes Bild. Und HTBLA Ortweinschule in Graz. Es folgte für Margret Rausch war das Leben in einer ein Praktikum bei einem Möbelrestaura­ Männerdomäne nicht immer einfach, denn

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Fotos: Marija Kanizaj, privat, Zanella

» Wenn fachliches und technisches Wissen stimmen, ist es egal, ob man Frau oder Mann ist. «

rundsätzlich könnte heute jeder in Österreich jeden Beruf wählen. Dennoch entscheiden sich über 80 Prozent unserer Landsleute noch immer für eine für ihr Geschlecht über die Jahr­ zehnte typische Ausbildung. Bei Burschen führen Metall-, Elektro- und Kfz-Technik das Ranking der häufigsten Lehrberufe an, die Tischlerei findet sich auf dem siebten Platz (Stand Jänner 2016). Bei den Mädchen liegen Einzelhandel, Bürokauffrau und Fri­ seurin bzw. Stylistin voran. Interessant ist aber, dass es mit der Ausbildung im Bereich Metalltechnik mit Platz neun immerhin schon ein technischer Beruf unter die Mädels-Top-Ten geschafft hat.


Brennpunkt

männliche Kollegen und Kunden seien ihr mitunter herablassend begegnet. „Mein fröhliches Wesen und meine Konsequenz haben mir geholfen, durchaus vorhandene Vorurteile auszuräumen.“ Trotzdem – oder gerade deshalb – war die Tischlerei der einzig richtige Schritt für Rausch, die sich heute auf das Möbelde­ sign, Kundenkontakte und Arbeitsplanung konzentriert. „Ich war zehn Jahre haupt­ sächlich in der Werkstatt aktiv. Dann habe ich mich mehr auf die Büroarbeit konzen­ triert und seitdem ging es wirtschaftlich aufwärts.“ Damit beschreibt die Kärntnerin

auch eine der größten Herausforderungen, der sich jeder Selbstständige unabhängig vom Geschlecht stellen muss: nämlich sich nicht nur handwerklich, sondern auch wirt­ schaftlich auszukennen. Besonders wichtig ist für Rausch ein gutes Arbeitsklima. Das schafft die 58-Jährige durch regelmäßige Besprechungen mit ihren vier Mitarbeitern – zwei Frauen, davon ein Tischlerlehrling, und zwei Männer. „Ich habe schon immer Lehrlinge ausgebildet – bisher 62. Obwohl es teuer ist, bleibe ich diesem Steckenpferd treu. Für mich ist es eine Pflicht, mein Wis­ sen weiterzugeben.“ 

» Frauen müssen sich sicher stärker beweisen als Männer. « Margret Rausch, Tischlermeisterin

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Brennpunkt

Einzige Frau im Betrieb

» Die Tischlerei ­bietet für Männer und Frauen gute Jobaussichten und ­ erdienstmöglichkeiten. « V Simone Hirzinger, Tischlermeisterin

HINTERGRUND

Arbeitsrecht Im Arbeitsrecht gibt es grundsätzlich keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Lediglich während der Schwangerschaft dürfen Frauen keine Überstunden machen und während der Nacht und an Sonn- und Feiertagen nicht arbeiten. Ebenso darf nicht mehr als neun Stunden am Tag und vierzig Stunden in der Woche gearbeitet werden. Wo eine Tischlerin bei Bekanntwerden einer Schwangerschaft eingesetzt werden kann, hängt vom Arbeitsplatz, der konkreten Tätigkeit und von der Ansicht des Arbeitsinspektors ab. „Wir haben schon von der Anordnung gänzlicher Dienstfreistellungen wegen Holzstaubes gehört“, sagt Ingomar Stupar, Experte für Sozialpolitik und Gesundheit in der WKO. Allerdings sei das ein extremer Fall, der Einsatz in anderen Bereichen sei die eher übliche Vorgangsweise. Da der Betrieb bei einer Dienstfreistellung das Entgelt weiter zahlen muss, fordert die WKO eine unternehmerfreundliche Lösung: Statt der Entgeltfortzahlung solle die Gebietskrankenkasse vorzeitiges Wochengeld zahlen. Nach Geschlecht getrennte Waschräume, Toiletten und Umkleideräume sind übrigens dann vorgeschrieben, wenn gleichzeitig mindestens je fünf Frauen und fünf Männer auf die Räume angewiesen sind. Infos: www.wko.at, www.arbeitsinspektion.gv.at

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Auch Simone Hirzinger ist von klein auf in die Tischlerei hineingewachsen, die ihr Vater 1982 in Schwaz in Tirol gründete. Der Umgang mit Holz in Verbindung mit Zeichnen und Planen waren die zentralen Argumente für die Berufsentscheidung. Sie absolvierte ab 1995 – als einziges Mäd­ chen in ihrem Jahrgang – die Fachschule für Holztechnik in Innsbruck und legte nach der Praxis im Familienbetrieb 2000 die Meisterprüfung ab. 2002, als Vater Rai­ mund in Pension ging, übernahm sie mit 25 Jahren die Tischlerei mit zehn Mitarbei­ tern. Und ist heute wie damals die einzige Frau. Spezialisiert ist das Unternehmen auf den privaten und gewerblichen Innenaus­ bau. Simone Hirzinger konzentriert sich seit geraumer Zeit auf den administrati­ ven Bereich, könnte aber „alles machen“. So wie das letztes Jahr nötig wurde, als die Chefin nach dem Abgang eines Mitarbei­ ters kurzerhand die Lackiererei übernahm. Und genau das ist für die 40-Jährige das, was nötig ist, um akzeptiert zu werden, egal ob man Frau oder Mann ist: ein fun­ diertes fachliches Können. „Das, was ich zeichne, könnte ich auch jederzeit selbst produzieren.“ Vorurteile gegenüber Frauen?

Ob weibliche Tischlerinnen mit Ressenti­ ments zu kämpfen haben, hängt sehr von der Zeit ihres Berufseinstiegs ab. „Aus mei­ ner Erfahrung weiß ich, dass man als Frau mindestens 25 Prozent mehr leisten muss, um anerkannt zu werden“, berichtet Mar­ gret Rausch. Zwar sei die Akzeptanz mit den Jahren besser geworden und auch der Frauenanteil in Führungspositionen steige, allerdings sei fallweise noch Skepsis zu spüren. Die Unternehmerin sieht dafür durchaus auch die „Schuld“ beim weibli­ chen Geschlecht selbst: „Wir Frauen müs­ sen viel mehr an die eigenen Fähigkeiten glauben, uns mutiger entscheiden und in der Berufswelt stärker zusammenhalten.“ Für die Jüngste im Bunde spielt ihr Frausein in der Tischlerei hingegen keine besondere Rolle. „Es geht nicht darum, ob man Mann oder Frau ist, sondern ob man sein Geschäft versteht und gerne betreibt. Die Kunden informieren sich heute vorab. Wenn jemand mit mir ein Problem hätte, würde er gar nicht zu uns kommen“, ist Birgit Kumpusch überzeugt. Im Gegenteil, denkt die Steirerin, dass sie durch innova­

tive und unkonventionelle Ansätze Kun­ denschichten anspricht, die „Alteingeses­ senen“ vielleicht verschlossen blieben. Auch Simone Hirzinger kann nicht von Vorurteilen berichten. Warum es so wenige Frauen in der Holzbranche gibt, hat für sie andere Gründe, wie z. B. die körperliche Arbeit, die „Frauen noch oft abhält, obwohl es in einer modernen Werkstatt schon viele Hilfsmittel gibt“. Vorschriften als Gegenargument

Im Hinblick auf Lehrlings- und Facharbei­ termangel ist die „Rekrutierung“ von mehr Frauen eine logische Konsequenz. Und bei einem Unternehmerinnenanteil von 3,6 Prozent in der Fachgruppe der Tischler und Holzgestalter und 11,5 Prozent weiblichen Tischlerlehrlingen im Jahr 2015 – 380 in absoluten Zahlen – gibt es durchaus Auf­ holfbedarf. Als Argument, warum das doch nicht so gut funktioniert, werden oft arbeitsrechtli­ che Vorschriften ins Treffen geführt. Zuge­ geben, diese sind manchmal lästig, wer­ den aber oft als schwieriger eingestuft, als sie wirklich sind. Schwanger werden zwar nach wie vor ausschließlich Frauen, aber dieses „Risiko“ sollte einen Arbeitgeber auch nicht von vornherein abschrecken. Denn auch Männer können ausfallen, den Arbeitsplatz wechseln und sich Auszeiten nehmen. „Ich würde meine Mitarbeiterin im Fall einer Schwangerschaft sofort aus der Werk­ statt abziehen und z. B. im Büro einsetzen. Denn hier darf man nichts riskieren“, sagt Margret Rausch. Ansonsten sind Mädchen im Betrieb nicht das große Thema für die Kärntnerin. Wenn notwendig, können ihre weiblichen Mitarbeiter die privaten Sani­ tärräume der Chefin mitbenützen. Diese Regelung ist auch für das Gewerbeamt in Ordnung. Arbeitsrechtliche Vorschriften als Argu­ ment gegen Frauenbeschäftigung lässt auch Birgit Kumpusch nicht gelten. „Ein Ausfall ist natürlich problematisch, vor allem für kleine Betriebe. Andererseits müssen z. B. Männer auch zum Bundes­ heer.“ Wie überall hänge viel an der betrof­ fenen Person und ihrer Qualifikation. „Ich kann mir gut vorstellen, schwangere Kolle­ ginnen vorübergehend z. B. in der Arbeits­ vorbereitung, der Planung oder der Kun­ denbetreuung einzusetzen. Denn Frauen sind oft flexibler als Männer.“ 

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Innovationspreis für Südmetall Das Unternehmen Südmetall erhielt im Rahmen der Messe BAU in München für sein Schloss ÜLock-B Inductive den Innovationspreis Architektur + Bauwe­ sen. Wichtige Kriterien bei der Beurtei­ lung waren funktionale und gestalteri­ sche Qualität, Materialechtheit und die Vielfalt der Anwendungsmöglichkei­ ten. Das Funk-Sicherheitsschloss von Südmetall wurde mit einer besonderen Auszeichnung gewürdigt. Eine Beson­ derheit des Schlosses ist die induktive Energieübertragung, die ohne Batterien auskommt und somit eine wartungsar­ me Sicherheitstechnik für Panik- und Sicherheitstüren darstellt. www.suedmetall.com 

Neue Fachmesse Die Handwerk in Wels richtet sich an Profis aus der Holzbranche – und auch aus anderen Gewerken.

21,6

Millionen Euro waren die Um­ sätze der Hersteller von Terrassenbelägen aus Holz und Holzverbundstoffen im Vorjahr. Das gibt ein Plus von 1,6 Prozent. Am stärksten wuchsen unbehandelte Hölzer mit knapp fünf Prozent. Quelle: Branchenradar

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Mit der Webanwendung form.bar lassen sich Möbel – oder hier eine Decken­ installation – anhand eines virtuellen Modells frei gestalten.

Innovationen und Visionen TAGUNG Mit einem spannenden Vortragsprogramm zu aktuellen Themen wartet der oberösterreichische Möbel- und Holzbaucluster (MHC) anlässlich seiner Jahrestagung auf, die am 27. April 2017 ganz im Zeichen von Visionen, Innovationen und Zukunfts­ technologien steht. Unter anderem zeigt Alessandro Quaranta in seinem Vortrag „Inspired by Nature. Designed by you.“ auf, wie sich mithilfe der Digitalisierung neue Möglichkeiten zur Individualisierung eröffnen. Quaranta ist Mitentwickler der 3DWebanwendung form.bar, mit der sich Möbel anhand eines virtuellen Modells frei gestalten lassen, die anschließend mithilfe moderner CNC-Maschinen regional produ­ ziert werden. Weitere Fachvorträge widmen sich Themen zu Design, Innovation sowie Digitalisierung und Automatisierung. www.m-h-c.at 

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Fotos: Messe Wels, Okinlab_form.bar

Ausgezeichnet: das Funk-Sicherheitsschloss ÜLock-B Inductive

MESSE Von 15. bis 18. März findet in Wels erstmals ein neues Fachmesseformat für das heimische Handwerk statt. Die Messe Wels hat die „Handwerk“ als Branchenplattform für Holz, Werkzeug, Farbe und Fachhandel konzipiert und richtet sich als branchenübergrei­ fende Fachmesse an Profis aus allen Gewerken – vom Tischler und Holzbauer bis hin zum Trockenbauer, Bodenleger und Elektriker. Mittlerweile haben die Anmeldungen an Aus­ stellern die 100er-Marke überschritten, mit dabei sind unter anderem Firmen wie Adler, Alpen-Maykestag, Blum, Fein, Flex, Frischeis, Gedore, Handl, Inku, Kellner & Kunz, Makita, Metabo, Milwaukee, Sola, Stubai, Tesa, Wera, Weyland und andere. Neben der eigentlichen Fachmesse warten außerdem zahlreiche Side-Events von der „Langen Nacht des Hand­ werks“ bis hin zum Innovationspreis auf das Publikum. www.handwerk-wels.at 


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MESSE Auch die Reed Messe Salzburg werkt derzeit intensiv an einem neuen Messeformat. Die Timba+ ist als neue Fachplattform rund um das Thema Holz ange­ legt und soll in knapp einem Jahr, vom 24. bis zum 27. Jänner 2018, am Salzburger Messegelände stattfinden. Im Zielgruppenfokus hat man dabei sowohl Tischler, Einrichtungsberater, Raumgestalter als auch Holzbau­ er, Planungsbüros oder auch Bausachverständige. Die Messe soll als Präsentationsplattform innovativer Werk­ stoffe, Zulieferprodukte, EDV-Dienstleistungen, für Holzbaubedarf und Werkzeuge/Maschinen positioniert werden, die dritte Zielgruppe bildet der Handel. Parallel mit der Timba+ findet die Raumausstatter-Messe Casa in Salzburg statt. www.timbaplus.at 

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BRANCHENTREFF Der Fenster-Türen-Treff der Holzfor­ schung Austria ist alljährlich das wichtigste heimische Branchentreffen in diesem Segment. Die kommende, 17. Ausgabe findet am 16. und 17. März 2017 in Bad Ischl/ OÖ statt. Das Programm widmet sich neben aktuellen Themen aus Technik, Recht und Wirtschaft schwer­ punktmäßig gesellschaftlichen Megatrends, insbeson­ dere der Digitalisierung und deren Auswirkungen auf das Bauteil Fenster. Neben der zunehmenden Auto­ mation von Fenstern und Fassaden (Untertitel: „Fluch oder Segen?“) und den Potenzialen von Gebäudemo­ dellierung (BIM – Building Information Modelling) dreht sich ein Vortragsblock auch um die Zukunft des Fensters im urbanen Raum samt technischen Aspekten wie Fensterlüftung und Gebäudekühlung. www.holzforschung.at 

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Knapp ist 30 Der Holzverbindungstechnikspezialist Knapp feiert seinen 30er. Begonnen hat alles mit einer Idee von Firmengründer Friedrich Knapp – eine einfache Verbin­ dung im Möbel- und Innenausbau zu entwickeln, die nach dem Einbau nicht sichtbar ist und sich selbst spannt. Der aus dieser Idee entwickelte orangen­ farbige Verbinder „Champ“ hat sich bis heute vielfach bewährt und ist zum Vorbild für zahlreiche weitere Produkte geworden. Zum Jubiläum verlieh Be­ zirksstellenobmann Reinhard Mösl von der WK Amstetten dem Gründerpaar Friedrich und Annaliese Knapp eine Ehrenurkunde. Gleichzeitig wurden drei langjährige Mitarbeiterinnen geehrt: Martina Moser und Maria Steinauer für 15 Dienstjahre und Tochter Elisabeth Kerschdorfer-Knapp für volle 30 Dienst­ jahre. www.knapp-verbinder.com 

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Spende an SOS-Kinderdorf

Die Erfa-Gruppe feierte ihr 25-jähriges Bestehen.

Der deutsche Maschinenhersteller Wei­ nig engagiert sich seit vielen Jahren für die SOS-Kinderdörfer. Bei der jüngsten Spendenaktion kamen stolze 12.000 Euro zusammen. Vorstandsvorsitzen­ der Wolfgang Pöschl und Klaus Müller, Leiter Marketing Kommunikation, übergaben den Betrag symbolisch mit einem überdimensionalen Scheck in der Münchner Geschäftsstelle von SOSKinderdorf e. V. www.weinig.de

Silbernes Jubiläum KOOPERATION ZDie Erfa-Gruppe ist eine Gruppierung von 18 Tischlereibetrieben aus ganz Österreich, die in unterschiedlichsten Branchensegmenten vom Möbel-, Fens­ ter- bis zum Treppenbau tätig sind. Im vergangenen Herbst feierte die Gruppe, die sich zweimal im Jahr zu zweitägigen Tagungen trifft, ihr 25-jähriges Bestehen. Das Jubilä­ umstreffen bei der Firma Traxler Treppen in Helfenberg (OÖ) stand unter dem Titel „Innovation durch Kooperation – kann Wettbewerb und Zusammenarbeit gleichzeitig funktionieren?“, als Vortragende waren Werner Pamminger (Business Upper Austria) und Erich Gaffal (MHC) geladen. Am Nachmittag stand eine Besichtigung der Firma Loxone-Group Electronics GmbH und des Loxone Basiscamps in Kollerschlag am Programm. 

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Fotos: Der Kreis, Svoboda, Knapp, Weinig

Das Knapp-Team freut sich über das runde Jubiläum.

KOOPERATION Der Einkaufsverband Der Kreis hat gemeinsam mit dem Essgruppenspe­ zialisten Schösswender drei exklusive Essgruppen für die Eigenmarke Vivari entwickelt. Die drei Modelle wurden Ende November unter dem Motto „starke Partner – starke Mar­ ken“ von Mario Zaderer (Verkaufsleiter Österreich/Schösswender) und Martin Oberwall­ ner (GF Der Kreis Österreich) in Eugendorf präsentiert. www.derkreis.at 


aktuelles & Wirtschaft

Optimistisch ins neue Jahr KONJUNKTUR Die aktuellen Wirtschaftszahlen zeigen: die Auslastung in den Betrieben

wächst und auch wenn keineswegs alles rosig läuft, blickt die Branche positiv in die nächsten Monate.

Z

um Jahresbeginn präsentierte die Auftragseingänge im 3. Quartal Geschäfts­ Entwicklung im Vergleich KMU Forschung Austria wieder die 2016 nach Geschäftsbereichen bereiche zum Vorjahresquartal aktuellen Konjunkturdaten, und relevant steigend gleichbleibend sinkend obwohl der Rückblick auf das vergangene Herstellung von Möbeln 83 24 56 20 Jahr noch eher durchwachsen ausfällt, so Laden- und Messebau 22 13 68 19 blicken die heimischen Tischler mehrheit­ Gastronomie 31 16 60 24 lich optimistisch in die nächsten Monate. Objektmöbelbau 35 15 57 28 Für die aktuelle Branchenstatistik wurden Bautischlerei 58 20 62 18 die Meldungen von 225 Betrieben mit 2725 63 20 65 15 Beschäftigten ausgewertet. Diese verzeich­ Althaussanierung, Reparatur neten für die Monate Jänner bis September Quelle: KMU Forschung Austria. Anteil der Betriebe in Prozent. 2016 (also die ersten drei Quartale) noch einen durchschnittlichen Rückgang der ten mit „saisonüblich“ und 16 mit „schlecht“. 15 Prozent der Befragten, 74 Prozent prog­ Auftragseingänge um 0,2 Prozent. Damit Im Vergleich zum Vorquartal hat sich das nostizieren keine Veränderung und elf Pro­ liegen die Tischlereibetriebe zwar über dem Stimmungsbarometer damit zwar leicht ver­ zent rechnen mit Rückgängen. Im Vergleich Durchschnitt der Sparte Gewerbe und Hand­ schlechtert, nimmt man jedoch den selben zum Vorquartal macht das ein Plus von vier werk (-1,1 Prozent), aber deutlich hinter den Zeitraum vor einem Jahr als Vergleichsbasis, Prozentpunkten (positive abzüglich negati­ Sektoren Handel (+0,8) und Dienstleistun­ so hat sich die Stimmung in der Branche im ver Meldungen). Und auch mit der Auslas­ gen (+1,9 Prozent). Schnitt doch erheblich verbessert. tung der Betriebe geht es tendenziell berg­ auf: Im Durchschnitt sichert der Auftrags­ Stimmungsbarometer Erwartungen bestand ein Vollauslastung der Betriebe für Im vierten Quartal 2016 (Oktober bis Dezem­ Die Prognosen für das erste Quartal 2017 9,1 Wochen – verglichen mit dem 4. Quar­ ber) beurteilten 37 Prozent der Betriebe die fallen mehrheitlich positiv aus. Eine Stei­ tal 2016 ergibt das einen Anstieg um 16 Pro­ Geschäftslage mit „gut“, 47 Prozent urteil­ gerung der Auftragseingänge erwarten sich zent. (red) 


aktuelles & Wirtschaft

Alles klar KOLUMNE Information als Waffe: Keiner weiß Bescheid.



1. „Wenn ich jetzt auch noch alle Mitarbeiter(innen) informieren muss, komme ich ja zu gar keiner Arbeit mehr“, sagt der Abteilungsleiter. Hat ihm keiner gesagt, dass das Informieren ein Großteil seiner Arbeit als Führungskraft ist? Er hat zu wenig Information über den Zweck seiner Arbeit. 2. Verständlichkeit bringt die Information auf den Punkt. Es kostet viele Men­ schen mehr Zeit und Energie, sich mit einer schlech­ ten Information herumzuschla­ gen, als wenn sich ein Absender die

Joka ist 95 Ende November wurde der Möbelher­ steller Joka anlässlich des 95-jährigen Firmenjubiläums von WKW-Präsident Walter Ruck sowie von Stefan EhrlichAdám (Obmann der Sparte Industrie) geehrt. Joka-Geschäftsleiter Johann Kapsamer nahm die Urkunde erfreut und stolz entgegen: „Seit mehr als neun Jahr­ zehnten dürfen wir unzählige Menschen mit schönen Wohnmöbeln und einzig­ artigen Betten und Matratzen versorgen. Das macht immer noch großen Spaß.“ www.joka.at 

GF erweitert Nina Feldmann ergänzt die Ge­ schäftsführung der berbel Ablufttechnik GmbH. Gemeinsam mit Peter Ahlmer und Beat Ernst sind nun drei Geschäfts­ führer an der Spitze Nina Feldmann des deutschen Un­ ternehmens. Nina Feldmann war davor Leiterin der Buch­ haltung und bereits seit Dezember 2014 als Prokuristin für berbel tätig. www.berbel.de 

Ko n ta k t

Harald Jeschke ist geschäftsführender Gesellschafter der softnomics marketing-kommunikation kg in Ansfelden. Er hat viel Erfahrung in der Holz- und Kreativwirtschaft, ist als Berater, Fachpublizist und Sprecher in Foren und auf Veranstaltungen tätig und gestaltet und leitet Workshops und Seminare. softnomics kg, 4052 Ansfelden, Haider Straße 21, Tel.: +43 (0)732/797310, E-Mail: h.jeschke@softnomics.at, www.softnomics.at

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V. l. n. r.: Walter Ruck (Präsident WK Wien), Johann Kapsamer, Stefan Ehrlich-Adám (Obmann der Sparte Industrie)

Neuer CEO Der Baubeschlagsund Zutrittssystem­ hersteller Glutz hat die altersbedingte Nachfolge an der Unternehmensspitze geregelt. Nach 20 Jahren als CEO hat Peter Riedweg Ende Alexander Bradfisch 2016 die Geschäfts­ führung seinem Nachfolger Alexander Bradfisch über­

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Fotos: WKW, Berbel, Glutz

Geschichte der ­Missverständnisse

Mühe macht, sie gut aufzubereiten. Wenn er diese Verpflichtung nicht wahrnimmt, handelt er respektlos, egoistisch und höchst unökonomisch. 3. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind die Kunden unserer Informationsarbeit. Wer unentschuldigt, zeitverzögert, schlam­ pig oder gar nicht „liefert“, bekommt ein – oft irreparables – (Vertrauens)Problem. 4. Wir setzen beim anderen immer zu viel voraus. Das hat negative Folgen: Wir bringen uns (und unsere Adressaten) damit zwangs­ läufig in die Negativspirale von Überfor­ derung, Vertrauensverlust und Ablehnung. Wer gut informiert, wird mit Respekt honoriert. Informationsprofis gelten als gut strukturiert, kommunikativ und team­ fähig. Und warum? Weil sie mit ihrem Ver­ halten der Kernfunktion guter Informa­ tion sehr nahekommen und sie zugleich emotional und rational aufladen: Infor­ mation ist das Beheben von Nichtwissen: Information sollte idealerweise in einer leicht verarbeitbaren Form, möglichst komplett und in einem Stil dargeboten werden, der die Selbstachtung des Adres­ saten schont. Außerdem sollte sie als ein Nestbaumaterial wahrgenommen wer­ den, das vom Adressaten als nützlich und erfolgversprechend erkannt wird. Fürs Erste genug Information, oder? Interessant für Sie? Informieren Sie mich …

Foto: Thomas Prlić

I

st doch ganz normal zu hören: „Ich hab’s nicht gewusst.“ Oder: „Das hat mir wieder einmal niemand gesagt. Ich bin immer der Letzte in der Infokette. Der will mich dumm sterben lassen. Lang­ sam habe ich es satt …“ Und schon ist der schönste Konflikt im Gespräch. Die Hack­ ordnung wird hochgekocht, der Intrigen­ spiegel steigt, Gerüchte machen die Runde, und die ursprüngliche Sachfrage hat sich flugs in ein Beziehungsdrama verwandelt. Information als Waffe? Niemand ist jemals wirklich ganz infor­ miert. Bestenfalls kann er sich so fühlen. Das ist das Ziel. Die erste Frage, die wir uns selbst stellen müssen, lautet doch: Was muss ich dem anderen an Information geben, damit er sich so verhalten bzw. reagieren kann, wie ich es mir wünsche? Die zweite Frage: Was kann ich an Vorwissen voraussetzen?

Text: Harald Jeschke


AkTUELLES & WIRTSchAfT

geben. Peter Riedweg bleibt dem Un­ ternehmen als Senior Advisor weiter verbunden. www. glutz.com

Sturschädel vs. Pfiffig

NEUE Cfo

GloSSe Meister Sturschädel und Meister Pfiffig

Seit Anfang des Jahres ist Jana Schönfeld (38) das dritte Mit­ glied in der Het­ tich­Geschäftslei­ tung. Die Hettich Unternehmens­ gruppe wird Jana Schönfeld geführt von dem geschäftsführen­ den Gesellschafter Andreas Hettich mit den Verantwortungsbereichen In­ novation, Marketing und Vertrieb und Dieter Wirths (Qualität, Technik und Logistik). Jana Schönfeld verantwortet die Bereiche Controlling, Finanzen, Personal, IT, Recht und Steuern (CFO). www.hettich.de

KEY-aCCoUNT-maNaGER Im Dezember vergangenen Jahres hat Franz Retzl (48) die Agenden als neu­ er Sortimo­Key­ Account­Manager übernommen. Er ist zentraler franz Retzl Ansprechpartner für Key­Account­ Kunden im Pre­ und Aftersalesbereich bei Sortimo Österreich. www.sortimo.at

Fotos: hettich, sortiMo, vssM

NEUER vssm-DIREKToR Der Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabri­ kanten (VSSM) geht mit Ma­ rio Fellner als neuem Direktor in die Zukunft. Mario fellner Der 49­jährige Fachmann mit handwerklicher Basis und umfassen­ dem Leistungsausweis in Führungspo­ sitionen hat die operative Leitung des VSSM am 1. Februar 2017 übernom­ men. www.vssm.ch

TISCHLER Journal 01-02 | 2017

zwischen Analyserausch und Feedbackwahn

Texte: Michael Fischler

meisTer sTurschädel sagT: ne Zufriedenheit (z. B. Produkt­, Dienst­ Alle Jahre kommen viele Unternehmer leistungs­, Preis­, Termin­ und Bearbei­ in das gleiche Fahrwasser wie unzählige tungszufriedenheit), Weiterempfehlung, Mitmenschen, welche wieder einmal ei­ Interesse an weiteren Produkten etc. – nen schon oft gefassten Entschluss auf­ um nur einige anzuführen. Der nächste greifen, um zu versuchen, alles oder zu­ Schritt wird sich dann mit dem „Wie“ be­ mindest das Wesentliche in bessere Bah­ fassen müssen, also der Umsetzung. Da­ nen zu lenken, wie in all den Jahren bei wird die Kundenfreundlichkeit der vorher. Befragungsvariante die wesentlichste Kundenfeedback, Qualitätsanalyse oder Rolle spielen. Ob mit Fragebogen, Befra­ vielleicht einfacher gesagt Kundenzu­ gung durch den Chef, Rückmeldung auf friedenheit oder wie auch immer man der Homepage oder gar in Form einer solche neumodischen Befragungen be­ Verlosung oder sonstiger kreativer Ideen zeichnen mag, sind alles Worthülsen und – wichtig ist auf alle Fälle, dass dem erhal­ zusätzlicher Aufwand, den niemand be­ tenen Feedback auch Veränderungen fol­ zahlt und keiner will. gen und Rückschlüsse gezogen werden, Das Produkt spricht für sich, da braucht denn sonst kann man sich die ganze Ar­ es kein allgemeines Gemeckere. Wo kom­ beit schlicht und einfach ersparen. men wir denn da hin, wenn jeder glaubt, Wie immer man an dieses Thema he­ alles besser zu wissen? rangehen möchte: Es ist zu wenig, ein Feedback nur um des Feedbacks willen meisTer pFiFFig sagT: durchzuführen. Analyse heißt systema­ Wenn wir uns heute die gesamte Markt­ tische Untersuchung und Betrachtung forschung vor Augen führen, dann wird und daraus sollte sich für alle Beteiligten wohl jedem klar werden, dass nur eine eine Verbesserung ergeben. Nachdem eingehende Analyse der gangbarste Weg die Politik den Begriff „Plan A“ schon sein kann, Trends, Risiken, aber auch beansprucht, wollen wir heuer mit dem Chancen in der gesamten Marktentwick­ „Plan B“ (wie „besser“) – dafür aber opti­ lung zu erfahren und zu erfassen. mistisch – in die Zukunft schauen und Kundenfeedback steht für viele Unter­ unsere Aufgaben perfekt meistern. nehmen ganz oben auf der Prioritäten­ liste. Um messbares Feedback zu bekom­ men, sind Kundenzufriedenheitsumfra­ gen eine geeignete Methode. Dazu wird natürlich in unserer Branche nicht zwangsläufig eine Internetplatt­ form oder sonst ein Internetforum stra­ paziert werden müssen, um Feedback unserer Kunden zu erhalten, da kann schon jeder seine eigene Ideenvielfalt nützen, um geeignete Formen von Rück­ meldungen zu bekommen. Wie man zu geeigneten und auch quali­ tativ wertvollen Rückmeldungen kommt, lässt sich aber gar nicht so einfach beant­ worten. Dabei gilt es, einige Punkt zu be­ achten und abzuklären: Was will ich von meinem Kunden erfahren, die allgemei­

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Aktuelles & Wirtschaft

Neues Flächenkonzept Die Holzbearbeitungsmaschinen-Leit­ messe Ligna in Hannover wirft auch schon ihre Schatten voraus. Auch in diesem Jahr thematisiert die von 22. bis 26. Mai stattfindende Messe wieder die fortschreitende Digitalisierung, die vor dem Holz verarbeitenden Handwerk nicht haltmacht. Weil auch die Über­ gänge zwischen Industrie und Hand­ werk zunehmend fließend werden, präsentiert sich die Messe in diesem Jahr mit einem neuen Flächenkonzept – im Ausstellungsbereich Werkzeuge, Maschinen und Anlagen für die Einzelund Serienfertigung präsentieren die Hersteller den Fachbesuchern auf kur­ zen Wegen ein umfassendes Technolo­ giespektrum über alle Größenordnun­ gen hinweg. www.ligna.de 

Rund ums Einrichten Das heimische Fachmesseangebot für Tischler ist kräftig am Wachsen: Auch die Doppelfachmesse möbel austria und küchenwohntrends, die von 10. bis 12. Mai in Salzburg stattfindet, nimmt in ihrer dritten Ausgabe die Tischler und verwandte Handwerksberufe verstärkt in den Fokus. Die Veranstalter rechnen wieder mit rund 200 Aus­ stellern – die Bandbreite reicht vom Softwareanbieter über Möbelbeschläge, Schlafsysteme bis zum Möbelteilespe­ zialisten. www.moebel-austria.at, www.kuechenwohntrends.at 

Besucher­ rekord in Köln MESSE Die imm cologne und LivingKit­ chen verzeichneten in diesem Jahr einen Besucherrekord. „Wir haben unser Ziel erreicht und die Marke von 150.000 Besu­ chern geknackt“, freute sich Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH. Mit einem Anteil von nahezu 50 Prozent kam fast jeder zweite Fachbesucher aus dem Ausland. Parallel zur Einrichtungsmesse imm cologne fand in diesem Jahr die LivingKitchen statt. Sie­ ben Tage lang zeigten 200 Aussteller aus 21 Ländern ihre Neuheiten. Die nächste imm cologne findet vom 15. bis zum 21. Jänner 2018 in Köln statt – dann wieder zusammen mit der LivingInteriors. www.imm-cologne.de, www.livingkitchen.de 

Die Möbelwelt traf sich Mitte Jänner wieder in Köln.

BESUCHERZuwachs

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Zur BAU in München kam heuer mehr als eine Viertelmillion Besucher.

BAU: Positive Bilanz MESSE Die Veranstalter der BAU in München ziehen eine positive Messebilanz und freuen sich über 250.000 Besucher der „Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme“. Die Mitte Jänner über die Bühne gegangene Fachmesse zählte 2120 Aussteller aus 45 Ländern. Von den Besuchern kamen rund 80.000 aus dem Ausland – die meisten davon aus Österreich (11.520), der Schweiz (5243) und Italien (5013). Erste Highlights aus den Tischler-relevanten Bereichen finden Sie bereits in diesem Heft, aber auch in den kommenden Ausgaben des Tischler Journals zu den Themen Fenster & Türen (Aus­ gabe 3) sowie Böden & Terrassen (Ausgabe 4). www.bau-muenchen.com 

Tischler Journal 01-02 | 2017

Fotos: Kölnmesse, Messe München

Mit einem Zuwachs bei Ausstellern und Fläche sowie einem Anstieg der Internationalität bei Ausstellern und Besuchern schloss die BodenbelagsFachmesse Domotex in Hannover Mitte Jänner ihre Tore. 1409 internationale Aussteller aus dem Bereich der Boden­ beläge präsentierten auf dem Messe­ gelände in Hannover ihre neuesten Entwicklungen. Im kommenden Jahr will sich die Messe weiterentwickeln und mit einer neuen Geländebelegung, der Einführung eines jährlichen Leit­ themas und einer noch stärkeren Aus­ richtung auf Trends und Innovationen an den Start gehen, so die Veranstalter. www.domotex.de 


kOLUMnE

Entsendeplattform SteuertippS Arbeiten ausländischer Unternehmen

in Österreich

TISCHLER Journal 01-02 | 2017

Mag. Manfred Wildgatsch

35252 AT Chalet Eiche

erhalten, der ihnen nach österreichi­ schen Kollektivverträgen zusteht. Wei­ terführende Informationen gibt es auf www.entsendeplattform.at. Am Einsatzort in Österreich müssen Sozialversicherungsdokumente, Arbeits­ verträge, Lohnunterlagen, die Meldung der Entsendung und Arbeitszeitauf­ zeichnungen in deutscher Sprache vor­ handen sein. Bei Nichteinhaltungen sind recht hohe Strafen vorgesehen. Ob durch diese Maßnahmen, die so auf­ wendig sind, dass es sich für kleine Auf­ träge wahrscheinlich nicht einmal aus­ zahlt, der österreichischen Wirtschaft geholfen ist, ist fraglich. Die Behörde wird wahrscheinlich nur große, auffäl­ lige Vorhaben kontrollieren können, die auch länger dauern. Eine Dachreparatur, die drei Tage dauert, fällt da wohl nicht darunter. Doch gerade von einer Vielzahl solcher Aufträge leben österreichische Handwerksbetriebe. Falls ihnen einmal wegen unlauteren Wettbewerbs der Kragen platzt, können Sie sich an die Finanzpolizei oder an das Kompetenzzentrum Lohn­ und Sozial­ dumping der Wiener Gebietskranken­ kasse wenden. Im Fall von Bauarbeiten auch an die Bauarbeiter­Urlaubs­ und Abfertigungskasse. Hoffentlich hat man dort ein offenes Ohr für ihren Fall.

44408 DP Oxid Kupferbronze

V

iele österreichische Unternehmen klagen über die billige Konkur­ renz ausländischer Unternehmen. Besonders in Ostösterreich arbeiten ungarische, slowakische oder tschechi­ sche Firmen günstiger und schnappen so den inländischen Betrieben die Auf­ träge weg. Dabei ist das gesetzliche Regelwerk, das sich bemüht eine Gleichstellung herzu­ stellen, enorm, allerdings auch enorm umständlich, und ob die Einhaltung wirklich kontrolliert werden kann, muss bezweifelt werden. Auch inländische Unternehmer sollten darüber Bescheid wissen, um gegebenenfalls gegen unfaire Konkurrenz vorgehen zu können. Wenn ein Arbeitgeber mit Sitz in einem ande­ ren Staat als Österreich seine Arbeitneh­ mer zur Erbringung einer Arbeitsleis­ tung nach Österreich entsendet, so ist diese Entsendung meldepflichtig. Eine zeitliche Untergrenze ist dabei nicht vorgesehen, also auch kurzfristige Ent­ sendungen müssen gemeldet werden. Ausnahmen gibt es nur etwa für die Teil­ nahme an Besprechungen, Seminaren oder Messen, bei denen keine Arbeits­ leistungen erbracht werden. Entsendun­ gen liegen also vor, wenn die Erbrin­ gung einer Leistung in Österreich durch Arbeitnehmer erfolgt, die nach Öster­ reich einreisen, ihren gewöhnlichen Arbeitsort nicht in Österreich haben und deren Arbeitgeber auch keinen Sitz in Österreich hat. Diese Entsendungen müssen spätestens eine Woche vor Beginn der Arbeiten der Zentralen Koordinationsstelle für die Kontrolle der illegalen Beschäftigung mittels Formular ZKO3 gemeldet werden. Darin müssen die Namen der Arbeiter, die Sozialversicherungsanmeldungen, Art der Tätigkeit, Höhe der Löhne und vieles mehr angeführt werden. Der büro­ kratische Aufwand ist somit recht hoch. Sinn der Sache ist, sicherzustellen, dass die ausländischen Arbeitskräfte für Arbeiten in Österreich auch jenen Lohn

Text: Manfred Wildgatsch

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Die Lehre loben und leben meinunG Der Bildungsmarkt bietet ein großes Angebot an Möglichkeiten. Hat sich

die Balance zwischen dualer Ausbildung und weiterführenden Schulen zugunsten Zweiterer verschoben? Text: Walter Stöckl, Andreas Zangerl/TFBS Absam

angeBoTsvielFalT

Selbstverständlich bietet der Bildungs­ markt ein großes Angebot an Möglichkei­ ten. Egal, ob sich junge Menschen für eine humanistische, allgemeinbildende, techni­ sche oder kaufmännische Ausbildung ent­ scheiden, in den allermeisten Fällen wird, gesteuert durch das Umfeld (Eltern etc.), einer höheren Schule der Vorzug gegeben. Dieser Weg führt zu einer fundierten theo­ retischen Ausbildung. Für viele angestrebte

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berufliche Tätigkeiten ist das die richtige Richtung. Auf der anderen Seite verliert die duale Ausbildung in der Gesellschaft an Attraktivität. In Gesprächen fallen zum Thema Handwerk und Lehre immer wieder negativ besetzte Aussagen wie „schmut­ zig, viel Arbeit, unterbezahlt oder kaum Zukunftschancen“. FachKräFTe und praKTiKer

Dabei verknüpft die Lehre auf einzigartige Weise das praktische Tun mit einer theo­ retischen Ausbildung. Und sie produziert wirkliche Fachkräfte und Praktiker, wel­ che nach der Ausbildung ohne lange Ein­ schulungsphasen universell einsetzbar sind. „Gelernte und überzeugte“ Fachar­ beiter verfügen über einen großen Erfah­ rungsschatz, sie kennen die betrieblichen Prozesse: Umgang mit Kunden und Liefe­ ranten, Auftragsabwicklung oder Problem­ lösungen – sie sind vertraut mit dem beruf­ lichen Alltag. In den Betrieben sammeln unsere Lehrlinge wertvolle Berufserfah­ rung, die Berufsschulen setzen ein Sahne­ häubchen darauf und vermitteln vertiefend praktische und theoretische Kompetenzen.

nahezu eine Arbeitsplatzgarantie. Doch welche weiteren Vorteile bietet die Lehre? Auch wenn es für junge Leute kein Thema ist: Lehrlinge sind ab dem ersten Tag ihrer Ausbildung voll pensionsversi­ chert und sammeln so wertvolle Versiche­ rungszeiten (15–65 = 50 Jahre!). Obwohl sich Lehrlinge in einem Ausbildungsver­ hältnis befinden, erhalten sie im Betrieb und in der Schule eine relativ großzügige finanzielle Zuwendung. enTgelT sTaTT enTschädigung

Wir halten den Begriff der Lehrlingsentschä­ digung für etwas angestaubt und möchten daher ausdrücklich von einem „Ausbildungs­ entgelt“ sprechen. Im Laufe seiner Ausbil­ dung erhält ein Tischler/Zimmerer zwischen 27.000 Euro und 34.000 Euro netto, ein Tisch­ lereitechniker/Zimmereitechniker verdient zwischen 46.000 Euro und 53.000 Euro netto. Die Eltern eines Lehrlings erhalten weiterhin die Familienbeihilfe und die Freifahrten sind an die Regelung eines Schülers angelehnt. Schließlich kann sich jeder Lehrling persön­ lich und beruflich weiterentwickeln: Lehre mit Matura, Berufsreifeprüfung, Lehre nach der Matura (verkürzte Lehrzeit), Bauhandwerkerschule (Polier) » In den Betrieben sammeln oder Meisterprüfung. unsere Lehrlinge wertvolle „Wir loben die Lehre, aber wir leben sie nicht!“ – in diesem Berufserfahrung, die BerufsStatement steckt leider sehr schulen vermitteln vertiefend viel Wahres. Darum brauchen praktische und theoretische wir mutige Eltern, die ihre eigenen Kinder zu einem Lehr­ Kompetenzen. « beruf ermutigen. Sie werden es nicht bereuen. Ohne Übertreibung können wir festhalten, dass junge und enga­ gierte Facharbeiterin­ DIE aUtoREn nen und Facharbeiter sehr gefragt sind. Der Walter Stöckl ist Schulleiter, Konkurrenzdruck auf Andreas zangerl Direktor-Stellvertreter dem Arbeitsmarkt an der Tiroler Fachberufsschule für steigt, und trotzdem: Holztechnik in Absam. Diese Zielgruppe hat

TISCHLER Journal 01-02 | 2017

Foto: privat

G

leich zu Beginn möchten wir festhalten, dass Pluralismus in der schulischen und beruflichen Ausbildung absolut seine Berechtigung hat. Gerade die Vielfalt innerhalb unse­ rer Gesellschaft bringt uns voran. Diese Aussage gilt allerdings nur dann, wenn tatsächlich alle Gruppen gleichberech­ tigt, nebeneinander und miteinander um Einfluss und Macht konkurrieren. In die­ sem Gefüge scheint die Lehre derzeit eine untergeordnete Rolle einzunehmen. Zu Recht? Hat sich die Balance zwischen dua­ ler Ausbildung und weiterführenden Schu­ len zugunsten Zweiterer verschoben?


ENTGELTLICHE einschaltung

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Messe mit Weltpremiere

Tickets & Infos unter:

handwerk-wels.at |

Die „Handwerk“ in Wels ist von 15. bis 18. März der Treffpunkt für Tischler.

HOLZ

Neue Fachmesse für Tischler: die „Handwerk“ in Wels

Foto: Messe Wels/ Thinkstock

Als Innovationsplattform glänzt die neue Fachmesse „Handwerk“ mit der Weltpremiere Author-Evolution und zahlreichen anderen Produktneuheiten – einige davon stellen wir Ihnen bereits vor. Der Maschinenfachhändler Handl präsentiert die Innovation Author-Evolution in Wels erstmals dem Fachpublikum. Es handelt sich dabei um eine völ­ lig neue Maschinengeneration – rundum begeh­ bar, Z-Hub der Premiumklasse, Integration aller Maschinenbauteile und individueller, automatischer Arbeitstisch. Weiters zeigt Handl mit dem „Schrei­ nertraum“ ein Multicenter zum Formatieren, Nuten und – als besonderen Clou – horizontal Bohren. Neues aus der Welt der Scharniere, Klappen und Auszüge – bei Blum erleben Sie Möbelbeschläge live. Geradliniges Design und grifflose Möbel sind voll im Trend. Blum stellt passend dazu neue Anwendungen und Bewegungstechnologien vor. Erstmals live prä­ sentiert wird der neue Online-Korpuskonfigurator. Pünktlich zur „Handwerk“ bringt die Softwarefirma CAD+T eine neue Version mit vielen innovativen Fea­ tures heraus. Durch eine Erweiterung können Rende­ rings mit wenigen Klicks ganz einfach für 3D-Brillen aufbereitet werden.

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Gemeinsam mit dem Möbel- und Holzbau Clus­ ter gibt die „Handwerk“ beim Forum Innovation einen Einblick in die Zukunft. Entdecken Sie Robo­ ter bei der Möbelherstellung, informieren Sie sich über neue Dekorbeschichtungen und Holzbauele­ mente oder erfahren Sie mehr über die neue Form der Asteinleimung. Diese Themen und Fachvorträge von der Digitalisierung bis hin zu innovativer Befes­ tigungstechnik werden Sie garantiert begeistern. HANDWERK WELS, 15.–18. März 2017 Infos & Tickets unter: www.handwerk-wels.at 

Tischler Journal 01-02 | 2017

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InnUng nIEDERÖSTERREIch

Design unterm Blätterdach leiStunGSSChau Die Landesinnung der Tischler Niederösterreichs ermöglichte im

Rahmen eines neuen Präsentationsformats 20 Tischlereien und Holzverarbeitern eine Teilnahme auf der Messe HausBau + EnergieSparen in Tulln. Text: Thomas Prlić

O

b Bett, Küche, Treppe oder Fenster – das Publikum konnte auf der Messe HausBau + EnergieSparen die ganze Schaffensbandbreite der niederösterreichi­ schen Tischler und Holzgestalter bewun­ dern. Nach den erfolgreichen Messeauf­ tritten im Rahmen der Wohnen & Interieur Wien sowie bei der Wieselburger Messe in den vergangenen Jahren hatte die NÖ Lan­ desinnung heuer für die Messe Tulln ein neues Präsentationsformat konzipiert. Vom 20. bis zum 22. Jänner konnten sich insge­ T E R m I N vo R s C H a U

Viertelsveranstaltungen 2017 Waldviertel: 27.3.2017, Alois Svoboda GmbH, Krems Mostviertel: 28.3.2017, Krumböck GmbH, Gerersdorf Weinviertel: 3.4.2017, Breyer GesmbH, Leobendorf Industrieviertel: 4.4.2017, Walli – Garten& Wohnmöbel, Thernberg

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samt 20 Betriebe – 18 Tischlereien sowie Ing. Helmut Mitsch, der sich neben dem zwei Holzgestalter – im Rahmen eines als restlos ausgebuchten Standkonzept auch „Designwald“ gestalteten Gemeinschafts­ über prominente Gäste freute: So stattete auftritts präsentieren. am ersten Messetag unter anderem Landes­ hauptmann­Stellvertreterin Johanna Mikl­ gemeinsame plaTTForm Leitner dem „Designwald“ einen Besuch Auf einer Fläche von knapp sechs Quad­ ab. Der Name des Gemeinschaftsauftritts ratmetern konnte jeder Teilnehmer seinen bezieht sich auf die Gestaltung des zentra­ Betrieb mit einem ausgewählten Stück oder len Infobereichs: Unter einem Blätterdach ganz einfach mit Roll­Ups vorstellen – oder und umgeben von grün lackierten, symboli­ man nutzte die Gelegenheit und präsen­ schen Bäumen (von der Innung OÖ zur Ver­ tierte sich gleich mit einem auf die jewei­ fügung gestellt) bot die Standesvertretung lige Koje maßgeschneiderten Gesamtpro­ die Möglichkeit zum Informationsaustausch jekt. Für die Teilnehmer fiel dabei nur ein oder für Fachgespräche. Für Aufsehen beim geringer Werbekostenbeitrag an, die übri­ Publikum sorgten die im Designwald ausge­ gen Kosten für den Gesamtauftritt sowie die stellten Designkleider aus Holz (von denen Infrastruktur trug die Landesinnung. Auf zwei von der Landesinnung Tirol zur Verfü­ diese Weise waren die verfügbaren Plätze gung gestellt wurden), außerdem präsen­ rasch vergeben. „Unser Ziel war, unseren tierte sich die MK Pöchlarn mit sehenswer­ Mitgliedern eine günstige Chance für eine ten Designerstühlen. Zusätzlich standen im Präsenz auf der Messe zu bieten, Interessier­ Rahmen der Messe täglich Diskussionsrun­ ten die Möglichkeit zum Hineinschuppern den zu den Themen Ausbildung und Design ins Messegeschehen zu geben und gleich­ auf dem Programm und rundeten auf diese zeitig eine gemeinsame Plattform zu schaf­ Weise ein gelungenes Gesamtkonzept ab. fen“, so Landesinnungsmeister KommR. www.tischlernoe.at

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Fotos: prlić/ Wknö

20 Tischler und holzgestalter präsentierten sich im Rahmen des Designwalds in Tulln.


Fotos: WWW.cdc.at

ENTGELTLICHE EINsCHaLTuNG

Fotos: Wko, WeinWurM

bUnDESInnUng

hubert gruber, bIM gerhard Spitzbart, Stefan nadler und gf Dieter Jank

Die Wiener Landesinnung nahm die neuen Lehrlinge feierlich in die Tischlergemeinschaft auf.

Ehrung

Feierliche Aufnahme

bUnDESInnUng Die Bundesinnung der Tischler und Holz­ gestalter verlieh Mitte Jänner an Stefan Nadler für seine über 40­jährige Tätigkeit in den verschiedenen Gremien des Nor­ mungsinstituts als Vertreter der Bundesinnung die goldene Nadel der Bundesinnung. Für seine Leistungen und seinen Einsatz bedankte sich neben BIM KommR. Gerhard Spitzbart und Innungsgeschäftsführer Mag. (FH) Dieter Jank auch der Vorsitzende des Normenkoordinierungsausschusses der Bun­ desinnung, Hubert Gruber.

WIEn Die feierliche Aufdingung der Landesinnung Wien der Tischler und Holzgestalter fand heuer am Freitag, dem 20. Jän­ ner 2017, im Wilhelm­Neusser­Saal im Gewerbehaus statt. Einer jahrhundertealten Tradition entsprechend wurde in feierlichem Rahmen die Aufnahme der neuen Lehrlinge in das Tischlerhand­ werk vorgenommen. Dabei wurden den Lehrlingen eine Urkunde und eine Nadel überreicht. Zur Erinnerung an diesen Tag durf­ ten außerdem alle Lehrlinge auch heuer wieder auf einem T­Shirt unterschreiben.

direkt vom cad auf die cnc Mit Acad2CamStudio3D Ihre CNC einfach und automatisch programmieren DXF war bisher das Übergabe­ format von CAD­Zeichnungen für CAM­Systeme. Das ist für mehrere Teile und Mehrfach­ konturen sehr zeitaufwendig. Dafür gibt es eine einfache und schnellere Lösung: Acad­ 2CamStudio3D. Damit kön­ nen im CAD fertige Bearbei­ tungen einfach einem Layer durch Mausklick zugeordnet werden. Diese Einstellungen sind per Knopfdruck wieder­ verwendbar. So können sie für mehrere Hundert Teile mit ähnlichen Vorgängen mit nur einem Vorgang in maschinen­ fertige CAM­Programme je Teil generiert werden. Acad2Cam läuft auf AutoCAD und passt

TISCHLER Journal 01-02 | 2017

Acad2camStudio enthält Addons wie verschiedene gehrungen je schräge kante, Reliefplatten mit individuellem Wellenmuster, kantenrundungen oder hohlkehlen in beliebiger größe.

für diese CAM­Systeme: NC­ HOPS, WoodWop, Wood Flash und Xilog. ACad2CamStudio enthält bereits verschiedene Add­ons, mit denen Sie für spezielle Anwendungsfälle noch flexi­ blere Leistungen für Kunden erzeugen können, ohne gleich in einen neuen Fräser zu inves­

tieren. Das sind verschiedene Innenausbau, Hoteleinrichtung, Gehrungen je schräge Kante, Jachtausbau oder Messe­ und Bearbeitungen an schiefen Ladenbau. Ebenen, Reliefplatten mit indi­ viduellem Wellenmuster, Kan­ Acad2CamStudio3D ist tenrundungen oder Hohlkeh­ eine Entwicklung von Cad len in beliebiger Größe. Damit Design Center Reinhold können Sie auch Ihrer Speziali­ Duft, 4942 Gurten, 07757sierung noch besser nachkom­ 7003-0. office@cdc.at, www. men, wie zum Beispiel für den cdc.at

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Material & Technik

Flexibles LED-Tape Das Tape F von Hera ermöglicht eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten. Das LED-Tape bietet homogenes Flächen­ licht ohne sichtbare Lichtpunkte und ist dank IP68 auch geeignet für Anwen­ dungen mit erhöhter Schutzart wie Feucht­raum­umgebungen, Bad- und Küchenbereich, Frischebereich oder den Ladenbau. Das Tape F ist auf einer Fünf­ meterrolle lieferbar, ausgestattet mit einem doppelseitigen Klebeband. Die Streifen sind alle 42 mm kürzbar; sicht­ bar durch eine Markierung am Rand.Er­ hältlich sind die Lichtfarben Warmweiß mit ca. 3000 K sowie Neutralweiß mit ca. 4000 K. www.hera-online.de 

Die Wand duftet

Die mit Naturmaterialien bedruckten Wandelemente setzen auch olfaktorische Akzente.

Wasser marsch Der Lackhersteller Remmers bietet ein umfangreiches Angebot an Lacken auf Wasserbasis. Mit dem Aqua TL412-Treppenlack, dem Aqua CL440-Colorlack und dem Natureffektlack für Haustüren und andere maßhaltige Bauteile Induline NW-740/05 hat Rem­ mers die Produkte der neuesten 1KAqua-Lacke-Generation im Sortiment. Auch zweikomponentige Aqua-Lacke für anspruchsvolle Funktionen stehen zur Verfügung: Sie sind strapazierfähig, lichtecht und schützen die Oberfläche. www.remmers.de 

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Holz soll so natürlich wie möglich aussehen und sich auch so anfühlen. Die Heidelberger Lackfabrik hat dazu das passende Produkt.

Natürliche Optik LACKE Holz soll so natürlich wie möglich aussehen und sich auch so anfühlen. Trotzdem muss es widerstandsfähig, wasserabweisend und langlebig sein. So oder ähnlich lauten heute die Anforderungen an eine Oberflächenbeschichtung. Mit dem HD-Aqua-PUR 2K Naturmatt bietet Heidelberg Coatings ein passendes Produkt für diese Kriterien, das als Alternative zu konventionellen Lacksystemen für die Veredelung von Treppen, Parkett, Möbeln und Innenausbau ein breites Einsatzspektrum aufweist. Hervorzuheben sind zudem die hohe Kratzfestigkeit und der gleichmäßig matte Effekt aus allen Blickwinkeln. Als mittelständisches Unternehmen stellt Heidelberg Coatings seit 1952 ein umfangrei­ ches Produktsortiment her. Im Produktportolio finden sich Möbellacke, Parkettlacke, Spe­ ziallacke und Beizen rund um Holz und Kunststoff. www.heidelbergcoatings.com 

Tischler Journal 01-02 | 2017

Fotos: Admonter, Heidelberg Coatings/Fotolia, Hera, Remmers/ Löningen

Das LED-Band bietet homogenes Flächenlicht ohne sichtbare Lichtpunkte.

MATERIAL Vom Boden über Wand, Treppen- oder Möbelelement bietet der Naturholz­ spezialist Admonter ein vielseitiges Produktportfolio. Unter dem Namen Admonter Elements hat man Naturholzplatten im Angebot, die in den unterschiedlichsten Ausfüh­ rungen als Wand- oder Deckenelemente sowie auf das Interieur abgestimmtes Mobiliar gerade im Hotelleriebereich gefragt sind. Mit den neuen Wandelementen Galleria hat man nun neue Wandverkleidungen (rundum genutet) im Dielenformat herausgebracht, die haptisch erlebbare Strukturen in neun Varianten bieten. Galleria Impression sind dabei zwei spezielle, ausdrucksstarke Wandbilder, die, mit Naturmaterialien bedruckt, nicht nur interessante optische Akzente setzen, sondern auch olfaktorische: Drei ver­ schiedene Varianten, mit Almheu und Margerite, Lavendel oder Kornblumen bedruckt, bringen zarte Aromen der Natur in die Räume. www.admonter.at 


18 VOLT-SYSTEM

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Material & Technik

Die Seele des Holzes TECHNIK Strukturierte Oberflächen liegen im Trend und verleihen Holz einen

i­ndivi­duellen Touch. Im ersten Teil einer neuen Serie beleuchten wir, wie sich mit Handbürstmaschinen dreidimensionale Strukturen erzielen lassen.  Text: Stefan Böning

Z

ugegeben, wir Tischler wussten es schon immer: Jedes Brett, jedes Stück Holz hat eine Seele, seinen ganz eigenen Charakter. Besonders gut wahrnehmbar wird dieser, wenn man Holz mit einer dreidimensionalen Oberfläche in Augenschein nimmt. Jede Faser, jede Pore wird plastisch sicht- und fühlbar wahrge­ nommen. Diese Wirkung lässt sich gezielt für Produkte einsetzen. Egal ob Bau- oder Möbeltischler, Ladenbauer oder Parkettleger – strukturierte Oberflächen sprechen Kun­ den an und setzen Akzente. Ein Verfahren, einzigartige dreidimensionale Oberflächen zu erzeugen, ist das Bürsten. Die Techno­ logie ist relativ ähnlich: Wie beim Hobeln oder Schleifen rotieren in diesem Fall Bürs­ tenköpfe und schleifen die weicheren Holz­ bestandteile aus der Oberfläche heraus. Die harten, widerstandsfähigen Bestandteile bleiben und bilden eine der Struktur des Holzes entsprechende dreidimensionale Oberfläche. Was bei Weichholz wie Fichte und Lärche wie ein fühlbares Abbild der Wachstumsperioden von Früh- und Spät­ holz wirkt, ergibt bei Hartholz oft ein ganz anderes Erscheinungsbild. Auch MDF und entsprechend dick furnierte Werkstoffe können so bearbeitet werden. Zu beachten ist, dass für gerbsäurehaltige Hölzer, wie zum Beispiel Eiche, ausschließlich eisen­ freie Bürsten eingesetzt werden sollten, da Gebürstete Oberflächen unterstreichen den Charakter des Holzes.

Maschine zum Reinigen für kleinere Flächen und Randbereiche: der Terrassen-Randy

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feinere Kunststoff- oder Sisalbürsten einge­ setzt. Das jeweilige Vorgehen ist natürlich auch abhängig vom angebotenen Zubehör Materialwahl der Hersteller. Prinzipiell wird wie beim Schleifen von Neben der ansprechenden Optik bieten Oberf lächen mit einer groben Bürste strukturierte Oberflächen auch praktische begonnen und mit der nächstfeineren Vorteile: Anders als bei ebenen und glatten nachgearbeitet. Gestartet wird mit einer Oberflächen wird der Schall nicht reflek­ Metallbürste oder einer groben Kunststoff­ tiert – egal ob sich die Oberfläche auf dem bürste. Die entstandene Struktur wird im Boden, an der Wand, im Deckenbereich Nachgang geglättet. Hierfür werden dann oder an einem Möbelstück befindet. Auch

Tischler Journal 01-02 | 2017

Fotos: Böning

deren Abrieb zu einer Verfärbung der Ober­ fläche führen könnte.


MATERIAL & TEchnIk

SCHOTT PYRANOVA® Spezialglas für Brandschutz E30 / 60 / 90 EW30 EI30 / 60 / 90

braun bietet für seine „Rustika“ ein großes Angebot an bürstsegmenten.

in Sachen Abriebverhalten verändert sich die Oberfläche. Auf Fußböden und Treppen werden nur noch die här­ testen Bestandteile des Holzes betreten. Die Empfind­ lichkeit gegen Kratzer, Beulen und Abdrücke nimmt ab. Und wenn doch einmal etwas passiert, muss man schon sehr genau hinschauen. Die aus strukturierten Oberflä­ chen resultierende Rutschhemmung auf Treppen und Fußböden ist ein weiterer Vorteil. Im Außeneinsatz ist es ähnlich: Gebürstete Terrassenböden sind wesentlich rutschhemmender als glatt geschliffene. Holzschädlinge wie Pilze finden weniger Angriffsfläche, da die anfälligen weichen Holzbestandteile aus der Oberfläche gebürstet wurden. Lasuren, Öle und Anstriche halten auf diesen Untergründen durch die raue Struktur auch im Außen­ bereich länger.

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The hot connection …

reinigung

Ein oft gehörtes Gegenargument ist die Frage nach der Reinigung dieser Oberflächen. Wenn sie mit den richti­ gen Bürsten hergestellt wurden, sind die Flächen jedoch ähnlich leicht zu reinigen wie geschliffene. Die Reini­ gung in Faserrichtung vereinfacht die Prozedur. Bei star­ ken Verschmutzungen kann man auch mit einer Bürste arbeiten. Setzt man beispielsweise an einer Treppe Kunst­ stoff­ oder Metallprofile zur Rutschhemmung ein, bedür­ fen diese eines wesentlich höheren Reinigungsaufwandes. Das maschinelle Bürsten von Holzoberflächen wurde in den Siebzigerjahren entwickelt. Was damals für Instand­ setzungen und originalgetreue Sanierungen von Holz­ balken oder Ähnlichem an alten Bauten gedacht war, hat sich heute zu einem echten Oberflächentrend entwickelt. Mittlerweile findet man gebürstete Oberflächen auch in modernen Bauten oder an modernen Möbeln. Handbürstmaschinen werden von Herstellern wie Makita, Festool, dem FG Maschinenbau, der Eisenblätter GmbH und vom Bürstenspezialisten Braun angeboten. Startet man eine Internetsuche zum Thema Bürstenschleifer, wird eine Vielzahl anderer Firmen genannt. Da auch das Satinieren von Metalloberflächen auf demselben Prinzip beruht, sollt man sich von solchen Informationen nicht verwirren lassen und nur in eine Technologie investieren, die auch für die Holzbearbeitung vom Hersteller zugelas­

TISCHLER Journal 01-02 | 2017

Generalvertretung für Österreich

… denn Kompetenz hat einen Namen Glas Gasperlmair GesmbH 5602 Wagrain Tel. 0 64 13/88 02-0 Fax 0 64 13/88 02-33 www.glas-gasperlmair.at auftrag@ glas-gasperlmair.at

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MATERIAL & TEchnIk

flexibel und handlich: der bürstenschleifer von Makita

festool bietet den „Rustofix“ im Set mit zwei bürsten an.

Viel zubehör: Poly-PTX-800-Set für die holzbearbeitung

S E RV I C E

Artikel als PDF-Download Die Artikel aus dieser Serie können Sie kostenlos auf unserer Webseite als praktische PDF-Datei herunterladen und für sich ausdrucken und/oder archivieren. Unter www.tischlerjournal.at/themen/ finden Sie die Beiträge. Sie können den Link direkt eingeben oder den QR-Code scannen.

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poly-pTX 800

Mit dem Poly­PTX­800­Set für die Holz­ bearbeitung der Eisenblätter GmbH aus Geretsried (D) bekommt man eine 1750 „rusTiKa“ von Braun Watt starke Maschine zum Bürsten von Die Handbürstmaschine „Rustika“ Holzoberflächen. Der Drehzahlbereich der Firma Braun ist mit einem starken ist von 1000–3800 min¹ regelbar. Für die 1800­W­Motor ausgestattet. Die Motor­ Arbeitsbreite von 100 mm stehen Bürs­ drehzahl ist regelbar. Ein Unterset­ ten aus Kunststoff und Litzenstahldraht zungsgetriebe sorgt für ein ordentliches zur Verfügung. Auch eine elastische Fiber­ Drehmoment. So sind bei einer großen bürste ist erhältlich. Im Set enthalten sind Arbeitsbreite auch sehr harte Hölzer kein die Bürsten sowie das passende Zubehör Problem. Die Arbeitsbreite von 130 mm ist inklusive eines Anschlusses für die Staub­ in neun Bürstsegmente unterteilt. Je nach absaugung. Während die Fiberbürste in der gewünschter Oberflächenstruktur sind Breite von 100 mm eingesetzt wird, kom­ verschiedenste Bürstentypen erhältlich. men die Stahl­ und Kunstoffbürste in den Braun hat hier ein besonders breites Ange­ Breiten 70, 25 und 12 mm zum Einsatz. bot an Bürstsegmenten. Die Maschine hat ein Gewicht von 7,9 kg und sorgt durch ihr Für Terrassen und Böden Eigengewicht für ein entsprechend ruhiges Der Hersteller FG Maschinenbau aus Neu­ Arbeitsverhalten auf der Fläche. stadt im deutschen Bundesland Sach­ sen hat sich dem Reinigen von Terras­ maKiTa-BürsTenschleiFer sen durch Schleif bürsten verschrieben. Der Bürstenschleifer, der von Makita ange­ Beim Terrassen­Blitz und Terrassen­Randy boten wird, ist mit einem 860­W­Motor kommt diese Technologie zum Einsatz. Der ausgerüstet und hat eine Arbeitsbreite von 61 kg schwere Terrassen­Blitz bringt seine 120 mm. Auch für die Makita­Maschine 1200­W­Absaugung gleich Huckepack mit. sind unterschiedliche Bürsten erhältlich. Der 2,2 kW starke Motor treibt das Bürst­ So kann man unter anderem eine Stahl­ aggregat an. Er bürstet auf größeren Flä­ drahtbürste vermessingt, eine Stahldraht­ chen die verwitterten Holzbestandteile bürste, eine Fiberbürste und Schleifny­ aus der Oberfläche und kann auch im Fuß­ lonbürsten mit den Körnungen K60, K80 bodenbereich zum Strukturieren bereits und K120 einsetzen. Die Maschine ist für verlegter Flächen eingesetzt werden. Die die Bearbeitung von Weichholz gut geeig­ Maschine hat eine Bearbeitungsbreite von net und durch das geringe Gewicht und die 200 mm. Mit dem Terrassen­Randy hat Bauform sehr flexibel und handlich. man auch eine Maschine für kleinere Flä­ chen und Randbereiche im Programm. FesTool-rusToFiX Das 3,6 kg schwere Gerät ist mit einem Festool hat mit dem „Rustofix“ eine 1800­W­Motor ausgerüstet und die Dreh­ Handbürstmaschine im Angebot. Ein zahl kann zwischen 900 und 3600 Umdre­ 1500­W­Motor sorgt bei einer Bearbei­ hungen/min eingestellt werden. Hier kann tungsbreite von 85 mm für ordentlichen mit einer Bearbeitungsbreite von 100 mm Materialabtrag. Nützlich ist die Möglich­ gearbeitet werden. Bürsten aus Polyamid keit zur Drehzahlanpassung. Das Bürs­ mit Schleifkornbesatz K60 und K80 sind tensortiment von Festool ist zum Struk­ erhältlich. Für gerbsäurehaltige Hölzer oder turieren, Zwischenschleifen und Glätten zum Strukturieren ist noch eine Bürstwalze ausgelegt. Für jeden Arbeitsgang kann die mit Edelstahlborsten erhältlich. Mit dem passende Bürste eingesetzt werden. Es ist Terrassen­Mini hat man eine Maschine für eine Bürste aus Litzenstahldraht für Hart­ Engstellen im Programm. holz oder für besonders tiefe Strukturen in Weichholz verfügbar. Eine Schleifnylon­ FaziT bürste aus Kunststoff mit eingebettetem Gebürstete Oberflächen bieten in verschie­ Schleifkorn für Weichholz oder zum Glät­ densten Anwendungsbereichen individu­ ten der Hartholzstruktur und eine Sisal­ elle Alternativen bei der Gestaltung und bürste zum Glätten und Reinigen sind Bearbeitung von Holz. Es gibt aber auch aus zusätzlich erhältlich. Festool bietet den fachlicher Sicht viele gute Gründe für den Rustofix im Set mit zwei Bürsten an. Einsatz gebürsteter Oberflächen.

TISCHLER Journal 01-02 | 2017

Fotos: Böning, Fg MaschinenBau, eisenBlätter gMBh

sen ist. Nur für geeignete Maschi­ nen findet man auch die passenden Bürsten.


Material & Technik

Design mit Komfort TECHNIK Das manuelle Schiebetürsystem Muto von dormakaba lässt sich

problemlos sowohl an Glas- als auch an Holzschiebetüren montieren.

G

las ist heute in modernen Architek­ turkonzepten ein häufig verwende­ tes Material. Daher ist es für Verar­ beiter wichtiger denn je, auch im Umgang mit Glas sattelfest zu sein – beim Verkauf ebenso wie bei Design, Planung und Mon­ tage. Mit dem entsprechenden Know-how können Tischler ihr Leistungsportfolio erweitern und zusätzliche Kunden akqui­ rieren. dormakaba entwickelt smarte Zutritts­ lösungen, die Verarbeitern dabei helfen sollen, ihren Kunden maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Ein Beispiel dafür ist das kompakte, flexible manuelle Schie­ betürsystem Muto, das sowohl an Glasals auch an Holzschiebetüren problemlos montiert werden kann.

Mit seinem eleganten Design sowie Alu­ miniumoberflächen in Weiß, Silber und Edelstahloptik passt das System in ver­ schiedenste Innenarchitekturkonzepte. Versteckt vor den Augen des Betrachters enthält es eine Vielzahl an technischen Eigenschaften für mehr Komfort beim täg­ lichen Gebrauch. Muto Comfort erleichtert die Installation von manuellen Schiebetürsystemen. Alle wichtigen Funktionen sind von vorne ein­ stellbar. Die feine Justierbarkeit – beson­ ders für Verarbeiter ein wichtiger Punkt – ist denkbar einfach. Für die Funktion Dor­ motion ist keine zusätzliche Glasbearbei­ tung notwendig. Dank eines Adapters sind selbst abgehängte Decken kein Problem. (red/dormakaba) www.dormakaba.at 

Das Schiebetürsystem passt mit seinem ­eleganten Design in unterschiedlichste ­Innenarchitekturkonzepte.

Schutz und Eleganz TÜREN Sturm bietet jetzt auch einflügelige Ganzglas-

türen mit EI30-Brandschutzfunktion.

Fotos: dormakaba, Sturm

G

anzglastüren sind stark gefragte Ele­ mente in Neubau und Revitalisie­ rung. Hinzu kommt, dass sie durch ihr minimalistisches Design universell ein­ setzbar sind, sie harmonieren mit Sichtbe­ ton genauso wie mit rustikalem Holz. Ein­ schränkungen gab es bislang aber bei der Brandschutzfunktion. Der Türenspezialist Sturm hat dieses Thema aber nun bewältigt: Ab sofort können bei Sturm auch einflüge­ lige Ganzglastüren mit EI30-Brandschutz geordert werden. Wie die übrigen SturmProdukte werden auch diese Elemente nach Kundenwunsch individuell maßgefertigt. Grundsätzlich können alle für den Brand­ schutz zugelassenen Schloss-, Drücker- und Schließerkombinationen eingesetzt wer­ den, sofern diese von den Abmessungen her kompatibel sind. Seiten- und Oberteile

Tischler Journal 01-02 | 2017

sowie Türschließer stehen optional ebenso zur Verfügung wie eine Rauchschutzfunk­ tion. Durch die freie Wahl der Maße und Ausführungen bedeuten die neuen Sturm EI30 Ganzglastüren wieder ein Stück Unab­ hängigkeit im Interior Design. Sie können gestalterisch wie jedes andere Tür- oder Wandsystem betrachtet werden und lassen sich nahtlos in verschiedenste Raum- und Nutzungskonzepte inte­grieren. Für kreative Gestalter bringen sie neue Impulse für ihre Gestaltungsideen. Die Ein­ satzbereiche sind vielfältig – sowohl in der modernen Produktionshalle als auch im Gebäude des Neobarock, im Bürokomplex oder der Privatvilla erfüllt die Sturm Galant SG 303-1 hohe Ansprüche an Schutz und Design. (red/sturm) www.funktionstueren.eu 

Die Ganzglastüren fügen sich nahtlos in v­ erschiedenste Nutzungskonzepte ein.

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Maschinen & Werkzeuge

Kaufen zum Fixpreis VERTRIEB Der Elektrowerkzeugehersteller Mafell hat mit Jahresbeginn seinen

­Vertrieb auf preisgebundene Kommissionsware umgestellt.

Namen verkauft, das hiermit verbundene Risiko verbleibt aber nun bei der Mafell. „Die Umsatz- und Ertragsbedeutung des Internethandels hat für die Her-steller von Elektrowerkzeugen und Holzbearbeitungs­ maschinen in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Einher mit der zunehmen­ den Bedeutung geht ein rasanter Preisver­ fall“, so Matthias Krauss, Vorstandsvorsit­ zender von Mafell. Es sei für die Hersteller und den Handel aber nicht möglich, lang­ lebige Premiumprodukte auf Dauer zu Dis­ Das neue Powershop-System von Mafell gilt seit countpreisen zu verkaufen. „Qualität hat J­ ahresanfang in Deutschland und Österreich. ihren Preis – für Handwerksleistungen, aber auch für Elektrowerkzeuge und Holzbear­ die notwendige Beratung und den Service beitungsmaschinen.“ Die Partnerhändler für die Produkte anbieten, so Kraus weiter. könnten mit dem neuen System weiterhin (red/mafell) www.mafell.de

Das neue Hebegerät schafft auch Elemente bis zu 500 kg.

Für schwere Teile TECHNIK Schmalz hat sein Portfolio an Vakuum-Hebegeräten zur Handhabung von Fenstern, Glasscheiben und anderen Glasbau­ teilen um eine Version mit Traglast bis zu 500 kg erweitert. Mit dem VacuMaster Window 500 Comfort+ lassen sich die Werkstü­ cke gesundheitsschonend und sicher handhaben. Der modulare Aufbau des Vakuumhebers erlaubt verschiedene Bewegungen wie Drehen um 180 Grad, Schwenken um 90 Grad und erstmals auch ein kombiniertes Drehen und Schwenken. Das Gerät mit Sieben-Zoll-Touchpanel kommt so etwa beim Verglasen von Fenstern oder bei der Handhabung von Fenstern mit mehreren Scheibenelementen zur Anwendung. www.schmalz.com 

30

Auch für kleine Flächen geeignet: die neuen Festool-Kompakt­ schleifer

Schön handlich WERKZEUGE Festool bringt drei neue Schleifgeräte auf den Markt: Der neue Rutscher RTS 400 sowie der Deltaschleifer DTS 400 und der Exzenterschleifer ETS 125 sind dank ihrer kompakten, ergo­ nomischen Bauform und dem geringen Gewicht von maximal 1,2 Kilogramm flexibel einsetzbar für ausdauernd ermüdungsfreie Schleifarbeiten. Alle drei Geräte sind sowohl für Links- als auch für Rechtshänder geeignet. Die Leistung von 250 Watt wird dank spezieller Regelelektronik und neuer Motorauslegung direkt und nahezu verlustfrei auf die Arbeitsfläche übertragen. Dabei liegt die Leerlaufdrehzahl des Rutschers RTS 400 und des Deltaschleifers DTS 400 zwischen 6000 und 12.000 Umdrehungen pro Minute. www.festool.de 

Tischler Journal 01-02 | 2017

Fotos: Mafell, Schmalz, Festool

H

andelsstrukturen und Vertriebsme­ chanismen haben sich in den ver­ gangenen Jahren stark verändert, nicht zuletzt durch die Möglichkeiten des Internets. Als Reaktion darauf hat der deut­ sche Elektrowerkzeugehersteller Mafell mit Jahresanfang sein Distributionsmodell im Handel auf preisgebundene Kommissions­ ware umgestellt. Im vergangenen Jahr hat man das „Powershop“-System schon in den Niederlanden und Tschechien erprobt, seit Jahresbeginn gilt das Modell nun auch in Deutschland und Österreich. Weitere Län­ der sollen folgen. Mit der Umstellung liegt die Hoheit der Abgabepreise bei Mafell. Die Produkte werden vom Handel weiterhin in eigenem


In Salzburg legen

wir die Holzlatte

höher!

24.–27.01.2018 MESSEZENTRUM SALZBURG Im Duo mit

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bILDUng

Musik-Box meiSterStÜCk Alexander Auer hat am Wifi Salzburg ein schlichtes Sideboard

D

I n Fo

Musicbox Meisterstück von Alexander Auer, entstanden 2016 im Meisterkurs am Wifi Salzburg

as Meisterstück von Alexander Auer gibt seine Funktion nicht auf den ersten Blick preis. Von außen betrachtet sieht es aus wie ein schlichtes, an der Wand hängendes Sideboard in Form eines geschlossenen Quaders – den der Jungmeister im Inneren mit den Funktio­ nen eines Hi­Fi­Möbels ausgestattet hat. Die Fronten dieser in Räuchereiche bzw. Eiche gehaltenen „Musicbox“ lassen sich mittels einer eingefrästen Griffnut, die quer durch das Möbel verläuft, öffnen. Der Kor­ pus wird durch zwei Mittelseiten in drei Teile gegliedert. Dadurch ergibt sich an der linken Seite des Möbels ein Türl, das an der linken Außenkante und Oberkante auf Gehrung einschlägt. Dieses wird mit einem speziellen Gehrungsband angeschla­ AUSFÜHRUNG:

3x25

20

364

400

480 26

1400

464

10

51

400

339

20

26

20

700

700

20/100/349

30/70/600

30/70/600

16/120/349

SCHNITT K3-K4 4x35

STAE 19/400/498.5

10

1400

LAM 20

5x45

SCHNITT K5-K6

STAE 19/360/1360

20

A2 500

STAE 19/360/1360

K6 500

STAE 19/150.5/497

238

400

20

K4 400

Musicbox Holzart außen Räuchereiche, innen Eiche Natur furniert. Das Stück setzt sich aus einem Korpus Mit einem Türl, einer Klappe, 2 Schubladen und einer Innenliegend, klassisch geführten Schublade zusammen. Korpus Plattenbauweise, Korpus auf Gehrung mit Verleimfräsung verleimt, Boden in Seiten lamelliert, Kanten auf Gehrung, Korpus ist durch 2 Mittelseiten Geteilt. Rückwand In oberen, unteren Boden und in die Seite lamelliert. Um die Schattenfuge zur Wand hin auszubilden, wird eine Leiste aufgeschraubt. 2 Bohrungen für Kabeldurchführung. Schubladen 2 mechanisch geführte Schubladen, offen gezinkt, Schubladenfront aufgeschraubt. Böden FU 4mm furniert, seitlich eingenutet, Vorne und Hinten aufgeschraubt. 1 klassisch geführte Innenschublade, Vorne Halbverdeckt, hinten offen gezinkt. Boden FU4mm furniert, seitlich und in Vorderstück Eingenutet. Fronten Links1 Drehtüre, seitlich und oben auf Gehrung Einschlagend. 1 Schublade mechanisch Geführt. 1 Schublade seitlich und oben auf Gehrung einschlagend. (rechter Korpus) 1 Schublade mittig, ebenfalls mechanisch Geführt und Stumpf aufschlagend. 1 stehende Klappe, auf Mittelseiten aufschlagend und Versperrbar ausgeführt. Die Winkelklappe wird mit einem Verleimfräser auf Gehrung gefräst und verleimt. Alle Fronten außen in Räuchereiche und innen in Eiche (Natur) furniert, Griffausfräsung durch alle Fronten durchgehend. Beschläge 1 Stk. Tandem Vollauszug mit Softeinzug, Länge 320 1 Stk. Tandem Vollauszug mit Softeinzug, Länge 450 4 Stk. Kupplungen für Vollauszüge 2 Stk. Soss Bänder 1 Stk. Doppelkugelschnapper 1 Stk. Einsteckschloss mit Schließblech, Dornmaß 15 2 Stk Gehrungstürbänder 1 Stk. Klappenhalter Befestigung Mit Aufhängeleisten aus Fichte an der Wand befestigt. Oberfläche 2 mal mit Henelit 2K-Pur Sun Blocker G10 lackiert

STAE 19/400/1400

SOSSBAND

5x45

STAE 19/360/1360

122 400

360

400

30 400 233

K2

STAE 19/282/497

STAE 19/400/1400

5x45

STAE 19/398.5/400

G2

30/70/600

A1

G1

20

K5 137

K3

20

STAE 19/400/1400

K1

16/300/440

FU4/306/329

STAE 19/339/480

20

10

51

10

118

5x80

LAUFLEISTE

400

360

339

400

5x80

3x20

16/169/470

400 282

A2

A1

5x80

500

1400

20

365

480 25

1400

390

465 25

3.5x16

DOPPELKUGELSCHNAPPER

SCHNITT K1-K2

20

20

FU4/440/309

FU4/310/450

STAE 19/246.5/497

500

20

20

3.5x30

400

KABELDURCHFÜHRUNG

3x16

3x20

LAM 20

LAM 20

STAE 19/380/1360

STAE 19/380/1360

STAE 19/380/1360

LAM 20

STAE 19/400/1400

STAE 19/282/497

3.5x20

30/70/600

5x45

30/31/360

4x40

20/25/309

7.5/15/309

16/194/310

3.5x16

BLUM MOVENTO BLUMOTION

FU4/310/450

LAM 20

FU4/440/309

3x20

5x45

4x35

3,5x30

SCHNITT G1-G2

STAE 19/400/400

STAE 19/339/480

3.5x20

16/300/440

16/120/349

16/275/329

FU4/306/329

STAE 25/339/360

3.5x30

16/150/316

Unter www.tischlerjournal.at Plan online ansehen oder QR-code scannen und mit dem Smartphone oder Tablet direkt zum Plan gelangen 16/275/329

STAE 19/400/400

STAE 25/339/360

SCHNITT A1-A2

STAE 19/400/400

STAE 19/400/400

STAE 19/360/1360

16/150/316

20/100/349

3x25

STAE 19/400/1360

STAE 19/398.5/400

GEHRUNGSBAND

STAE 19/150.5/497

gen. Dahinter verbirgt sich eine klassisch geführte Schublade, die Platz für diverse CDs bietet. Darunter findet ein Receiver mit Audio­Ein­ und ­Ausgang seinen Platz. Im mittleren Teil wird eine stehende, ver­ sperrbar ausgeführte Klappe mittels Bän­ dern angeschlagen. In dem Segment ist ein Mittelboden eingezogen, auf dem der Plat­ tenspieler positioniert werden kann. Darunter läuft eine mechanisch geführte Schublade, die für diverse Utensilien gedacht ist. Der rechte Teil des Korpus­ ses beinhaltet eine weitere mechanisch geführte Schublade, die sich parallel zur Befestigung an der Wand öffnen lässt. Diese soll Platz für Schallplatten bieten. Der Kor­ pus wird mit Aufhängeleisten an der Wand montiert. (red)

STAE 19/400/498.5

EINSTEMMSCHLOSS DM25

PROJEKT:

MUSICBOX IN RÄUCHEREICHE/EICHE THEMA:

MEISTERSTÜCK NAME:

AUER ALEXANDER

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MASSSTAB:

PLANGRÖSSE:

DATUM:

GEZ:

1:1,1:10 A0 29.05.2016

E:\Wifi\Meisterstück Auer

Meisterstück A0 PLAN NR.:

1

MVK WIFI

SALZBURG

TISCHLER Journal 01-02 | 2017

Foto: WiFi salzBurg

entworfen, in dem ein Hi-Fi-Möbel steckt.


bILDUng

Einfach am Punkt!

wo der wein wohnt meiSterStÜCk Stefan Schober hat am Wifi

Salzburg eine elegante Weinbar gefertigt.

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it Schlichtheit, Eleganz und det sich eine Ablage für eine besondere einer exakten Verarbeitung Weinflasche. In der linken Koffertüre ist wollte Stefan Schober sein Meis­ eine schräge Holzplatte, die mit Tafelfarbe termöbel von der Massenware abheben. Die gestrichen ist, angebracht. Verwendung hochwertiger heimischer Höl­ Die Schubladengriffe sowie die Koffertür­ zer, außen Zwetschke mit Splint und innen griffe sind Einzelanfertigungen aus gebürs­ helles Zirbenholz, sollte dem Möbel eine tetem Niro­Stahl. Die Koffertüren sind mit besondere Eleganz verleihen. Hakenriegel­Einstemmschlössern versperr­ Das Stück setzt sich aus einem geschlosse­ bar und mit jeweils drei Einlassscharnieren nen Sockel, einem Korpus und zwei Koffer­ angeschlagen. (red) türen zusammen. Der Korpus ist in Platten­ bauweise aus furnierten Stäbchenplatten auf Gehrung lamelliert. Oben sind Wein­ InFo glashalterungen aus massiver Zirbe ange­ weinbar bracht, die darunter laufende LED­Beleuch­ Meisterstück von Stefan Schober, tung kann per Funk ein­ oder ausgeschaltet entstanden 2016 im Meisterkurs am Wifi und bei Bedarf gedimmt werden. Das Wein­ Salzburg register und die Mittelböden sind mit Zirbe furniert. Die innen liegenden, klassisch geführten Schubladen sind per Hand gezinkt. Sie bestehen aus Zwetschkenmassivholz mit Massivholzaufdoppelungen. Die furnierten Sperrholzschubladböden sind bei den Seiten­ und Vorderstücken eingenutet und hinten aufgeschraubt. Ein Unter www.tischlerjournal.at Plan besonderes Merkmal des Möbels sind die online ansehen oder QR-code scannen zwei sperrbaren Koffertüren. In der rechten und mit dem Smartphone oder Tablet Türe sind zwei teilemaillierte Glasscheiben direkt zum Plan gelangen auf Gehrung eingelassen. Dahinter befin­ ANSICHTEN M 1: 10

ÜBERSICHTSSCHNITTE M 1: 10

KOFFERTÜRGRIFF M 1:2

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Mehr dazu im Webshop: www.kraus-gmbh.at

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A-2345 Brunn am Gebirge Industriestraße B 16 ( +43 2236 379 680 6 +43 2236 379 680 DW 90 @ office@kraus-gmbh.at www.kraus-gmbh.at 19/380/611

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Foto: WiFi salzBurg

HÄFELE NR.: 341.24.314

PROJEKT:

WEINBAR MEISTERKURS

19/380/611 THEMA:

SCHOBER STEFAN

TISCHLER Journal 01-02 | 2017

MASSSTAB:

PLANGRÖSSE:

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NAME:

04.04.2016

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bILDUng

Gelungenes Teamwork SChÜlerprojekt Aus eigener Kraft: Meisterschülerinnen und -schüler gestalten die

Schülerkanzlei der HTBLVA Graz-Ortweinschule neu.

Text: Sandra Brugger/Ortweinschule

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Das highlight der neuen Schülerkanzlei ist das Empfangspult aus weißem Mineralwerkstoff.

Boden, möBel, decKe

Die Schülerinnen und Schüler der Meis­ Auch bei fertigung und Montage legten die Schüler selbst hand an. terschule für Tischlereitechnik und Raum­ gestaltung übernahmen die komplette Neugestaltung vom Fußboden über die bis hin zur Montage, dem Controlling und sich dennoch auszahlt, steht für Direktor abgehängte Decke bis hin zu den Möbeln. der betriebswirtschaftlichen Bewertung. Manfred Kniepeiss außer Frage, schließ­ Für die Auszubildenden war dieses Pro­ Um diese Aufgaben erfüllen zu können, lich spiegle sich im Ergebnis die Qualität jekt sehr lehrreich, da alle erforderlichen bedarf es einer intensiven Vorbereitung, der Ausbildung wider. Schritte tatsächlich praktisch umgesetzt genauen Planung und Teamarbeit. Die Gestaltung ist jedenfalls gelungen: wurden – beginnend mit der Bauauf­ Die Umsetzung eines solchen Projekts Bemerkenswert sind der Kontrast von nahme, dem kundenbezogenen Entwer­ stellt auch die Lehrenden vor eine große Amerikanischer Nuss und weißem Mine­ fen und Gestalten sowie der Entwurfsprä­ Herausforderung, zumal ein Vorhaben ralwerkstoff sowie die helle, freundliche sentation, über EDV­ bzw. CAD­basierte dieser Größenordnung schulstufen­ und Atmosphäre, die den neuen Empfangs­ Fertigungsplanung, Produktionsplanung klassenübergreifend durchgeführt wird bereich zu einem Aushängeschild der und Produktion unter Einsatz von CNC­ und daher auch mit dem Regelunter­ Schule macht. gesteuerten Maschinen. Und nicht zuletzt richt koordiniert werden muss. Dass es www.ortweinschule.at

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TISCHLER Journal 01-02 | 2017

Fotos: ortWeinschule/johannes BauMann, Felix Werinos

rojektarbeit wird in der HTBLVA Graz­Ortweinschule groß geschrie­ ben. 42 Schülerinnen und Schüler der Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung haben in diesem Sinne an der Neugestaltung der Schü­ lerkanzlei mitgearbeitet. Sie konnten auf diese Weise die eigene Schule mitgestal­ ten und auch im Bereich der Bestandsauf­ nahme, des Entwurfs, der Konstruktions­ planung und Arbeitsvorbereitung sowie der Fertigung und Montage selbst Hand anlegen – und dementsprechend berufli­ che Erfahrung sammeln. Das Highlight in puncto Design und Kon­ struktion stellt bei der Neugestaltung das auf Gehrung gefertigte Empfangspult aus weißem Mineralwerkstoff dar. Farb­ lich zurückhaltend schafft das auf einer Seite auskragende Pult mit seiner kristal­ linen Formensprache eine klare räumliche Zonierung zwischen dem Empfangsbe­ reich und der fensterseitigen Officezone. Der dritte Bereich, eine Kaffeeküche, ist in eine Nische eingebaut und damit kaum einsehbar. Satinierte Glaswände bie­ ten in der Officezone einen Sichtschutz, der Arbeitsbereich verfügt zudem über ausreichend Stauraum durch Ordner­ schränke bzw. Registerauszüge – eine gelungene Verbindung von Praktikabilität und Design.


Qualität Qualität Qualität aus aus Österreich Österreich aus Österreich

Fertig Fertig veredelte veredelte Oberfläche: Oberfläche: Fertig SEDA veredelte Oberfläche: SEDA oder oder TENSEO TENSEO SEDA oder TENSEO

ca.ca. 3,63,6 mm mm Deckschichtstärke Deckschichtstärke ca.ausgewähltem 3,6 mm Deckschichtstärke ausaus ausgewähltem Massivholz Massivholz aus ausgewähltem Massivholz

Stäbchenmittellage Stäbchenmittellage ausaus eur. eur. Nadelholz Nadelholz – – Stäbchenmittellage aus eur.stehenden Nadelholz mitmit vorwiegend vorwiegend stehenden– mit vorwiegend stehenden Jahresringen Jahresringen aufauf Abstand Abstand gelegt gelegt Jahresringen auf Abstand gelegt

Stirnkanten Stirnkanten und und Längsprofil Längsprofil Stirnkanten und Längsprofil hydrophob hydrophob imprägniert imprägniert hydrophob imprägniert

Sperrholzeinleimer Sperrholzeinleimer stirnseitig stirnseitig (wasserfest) (wasserfest) Sperrholzeinleimer stirnseitig (wasserfest) mitmit eingelegter eingelegter Verriegelungsfeder Verriegelungsfeder mit eingelegter Verriegelungsfeder stirnseitige stirnseitige 5G-Verbindung 5G-Verbindung stirnseitige 5G-Verbindung

2 mm 2 mm Gegenzugfurnier Gegenzugfurnier ausaus Fichte, Fichte, geschliffen geschliffen 2 mm Gegenzugfurnier aus Fichte, geschliffen

Beim Beim leimlosen leimlosen Verriegelungssystem Verriegelungssystem Novoloc® Novoloc® 5G5G werden werden diedie einzelnen einzelnen Dielen Dielen einfach einfach ineinander ineinander geloct. geloct. Beim leimlosen Verriegelungssystem Novoloc® 5G werden die einzelnen Dielen einfach ineinander geloct. Die Die Dielenreihen Dielenreihen richten richten sich sich dabei dabei selbst selbst gerade gerade aus. aus. Die Dielenreihen richten sich dabei selbst gerade aus.

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Sonderthema Ladenbau & Objekteinrichtung

Der Bauherr wollte für sein Hotel eine Bar mit hohem Wiedererkennungswert – das Ergebnis war ein räumliches Gesamtkunstwerk aus Bar, Lounge und Treppe.

Wie aus einem Stück OBJEKTAUSSTATTUNG Die Bar „Freiraum“ ist das neue Designhighlight eines Salz­

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it Superlativen wird in den Beschreibungen nicht gespart: Von einem architektonischen Traum, einem unvergleichlichen Design­ highlight und sensationellen Kunstwerk ist die Rede. So wundert es nicht, dass das Projekt – kurz nach der Eröffnung Mitte Dezember 2016 – schon einen ers­ ten Design­preis einheimsen konnte. Die Rede ist von der Lounge und Bar Freiraum, die Hotelier Michael Madreiter in seinem Hotelresort Puradies in Leogang im Salz­ burger Land verwirklichte.

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Die Idee genden Eichenbaldachin, genannt die Inspiriert durch einen Barbesuch in Asien, Wolke. Die passende Kulisse dafür bietet ein wollte Madreiter für sein Hotel eine Bar mit zweistöckiger Neubau mit großen Glasflä­ Alleinstellungsmerkmal und hohem Wie­ chen. Eine Bibliothek sowie eine Raucher­ dererkennungswert schaffen. Christoph lounge sind ebenfalls Teil der Bar. Piffer vom planenden Büro für Architektur In Sachen Material entschied man sich BMP Franz Piffer feilte in Abstimmung mit schnell für massives Holz und da wegen dem Bauherrn in der Planungsphase gut ihrer Beständigkeit und ihrer edlen, war­ ein Jahr an der komplexen Konstruktion. men Ausstrahlung für Eiche. Entstanden ist eine durchgehende Einrich­ tung, in welcher Bar, Lounge und Treppe Neu und groSS miteinander verschmelzen. „Gekrönt“ wird Große Aufgaben gab es bei dem Projekt das Ganze von einem von der Decke hän­ nicht nur eine. „Wenn ich zurückblicke, war

Tischler Journal 01-02 | 2017

Fotos: Peter Kühnl, Büro Piffer

burger Hotels. Gefertigt aus massivem Eichenholz ist sie ein beeindruckendes Beispiel für kreative Handwerkskunst und perfekte Teamarbeit.  Text: Gudrun Haigermoser


Sonderthema

das Neuland und der Unsicherheitsfak­ tor, ob unsere Planungen halten werden, die größte Herausforderung“, sagt Sieg­ fried Hohlrieder, einer der involvierten Tischler. Neben dem Mangel an Erfah­ rungswerten und dem Arbeiten des Hol­ zes, das man berücksichtigen musste, stellte die Dimension ein Problem dar. Zum einen ging es darum, die Einzelteile so zu fertigen, dass sie noch beweglich waren. Und: Es galt, die ungewöhnlich große Menge von rund hundert Kubik­ metern Eichenholz in einer möglichst ähnlichen Farbgebung und Qualität auf­ zutreiben. Und dann war da noch die knappe Zeit von acht Monaten, die dem Team zur Verfügung stand. Lösungsorientierte Teamarbeit

Als Auftragnehmer übernahm die Tiro­ ler Firma KWS, deren Kerngeschäft die Planung und der Bau großer Wellnessund Saunaanlagen ist, die Koordination des Barbaus. Die Fräsarbeiten wurden im eigenen Haus durchgeführt, Tisch­ ler- und Metallarbeiten wurden an lang­ jährige, erfahrene Partner vergeben. „Die konkrete Umsetzung und die Produktion war eine Gemeinschaftsarbeit, die sehr professionell ablief“, erklärt dazu Pro­ jektkoordinator Piffer. Als sich KWS um das Barprojekt bewarb, reizte Geschäftsführer Peter Schiestl besonders die Einzigartigkeit und die Möglichkeit, Neues kennenzulernen. Erfahrung mit dreidimensionalen Fräs­

arbeiten mit dem eigenen Knickarmro­ boter hatte man bereits – allerdings mit Kunststoff. Bei null fing man dennoch nicht an, denn „wir haben schon Versu­ che mit Holz durchgeführt“. Mit dem Bau der kompletten Bar und der Treppenverkleidung wurde die Tischle­ rei Hohlrieder mit Sitz Niederau in Tirol betraut. Drei Mann des sieben Mitarbei­ ter zählenden Teams waren dafür abge­ stellt, während der Endmontage war man zu viert mehrere Wochen durchge­ hend im Hotel im Einsatz. Holz, das arbeitet

Eine der größten Herausforderungen beim Projektstart war, das lebendige Material in den Griff zu bekommen. Die mäandernde Gesamtstruktur ist insge­ samt 42 Meter lang, die Bar hat eine Länge von 15 Metern und eine Breite von acht Metern. „Wird bei einer solchen Dimen­ sion das Arbeiten des Holzes nicht ange­ messen berücksichtigt, reißt das Teil bald in tausend Stücke“, sagt Christoph Piffer. Die erste Idee, alles aus zehn mal zehn Zentimeter großen Holzwürfeln zusam­ menzubauen, wurde aus Kostengründen verworfen. Gemeinsam erarbeiteten die Professionisten die Lösung: Auf neun mal neun Zentimeter dimensionierte Pfosten wurden kreuz und quer verleimt, zuge­ schnitten und zu Blöcken zusammenge­ setzt. Durch diese Art der Bearbeitung „sperren wir das Holz mehrfach ein und schaffen eine stabile Konstruktion“, führt

1/3 Inserat Projekt: Weinkorb im Remstal mit Spitzbart + partners Polygonale Theke aus Corian

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Die Bar folgt in ihrer Form der Linie des Baldachins.

Tischler Journal 01-02 | 2017

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SOnDERThEMA LADEnbAU & ObJEkTEInRIchTUng

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1: Eine mit Eichenholz verkleidete Treppe aus Schwarzeisen verbindet die bar mit der bibliothek im ersten Stock. 2: Der 3,5 Tonnen schwere Eichenbaldachin wurde als erstes Element montiert. 3: nach dem Verleimen der Eichenstäbe wurden die barelemente in form gefräst. 4: Die bar wurde vor Ort aus 16 vorgefertigten Einzelteilen zusammengesetzt.

Piffer aus. „Durch unsere Technik haben wir die Gefahr von Schwundrissen, die durch Veränderungen der Luftfeuchtigkeit und der Raumtemperatur im Holz entstehen, auf ein Minimum reduziert. Und das wenige, das passieren kann, ist durch die Oberflä­ chenbehandlung nicht sichtbar“, ergänzt Peter Schiestl. Der Zuschnitt der Kanthölzer und die Verleimung der Massivholzblöcke wurden in Siegfried Hohlrieders Werkstatt durchgeführt. „Dazu mussten wir rund 250 Einzelpläne im Maßstab eins zu eins anferti­ gen“, erklärt der Tischlermeister. Als nächs­ p R o J E K T DaT E N

Projekt: Neubau Bar Freiraum, Hotel Puradies, Leogang, www.puradies.com Gesamtinvestition: 500.000 Euro Bauzeit: Mai bis Dezember 2016 Eröffnung: 16. Dezember 2016 Arbeitszeit: 4500 Arbeitsstunden, 1800 Frässtunden Design und Generalplanung: Architektur BMP Franz Piffer/Christoph Piffer, 5760 Saalfelden, www.piffer.at Koordination Barbau, Fräsarbeiten: Firma KWS – Kunststoffverarbeitung Schiestl, 6200 Jenbach, www.kws.at Konstruktion Bar und Treppe, Montage: Tischlerei Siegfried Hohlrieder, 6314 Niederau, www.tischlerei-hohlrieder.at, Software: CAD+T Konstruktion Baldachin, Montage: Tischlerei Martin Koch, 6162 Mutters

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2

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ter Arbeitsschritt folgte das 3D­Fräsen bei KWS. „Wichtig war, dass die Einzelteile eine noch transportierbare und auf der Baustelle handhabbare Größe hatten“, so Hohlrieder weiter. Jedes elemenT ein uniKaT

Bevor es mit den fertigen Einzelteilen nach Leogang ging, wurde das Zusammenstellen in der Halle in Jenbach „geübt“. So prüfte man die Übergänge und minimierte die Adaptierungsarbeiten vor Ort. Als erstes Element wurde der Massivholzbal­ dachin geliefert und angebracht. Um dem enormen Gewicht von 3,5 Tonnen standzu­ halten, wurde die Wolke an der Decke mit­ tels Eisenstangen befestigt und zusätzlich mit Winkeln an den Betonsäulen festge­ macht. Der nächste Schritt war die Anliefe­ rung der 16 Barelemente – jedes für sich ein Unikat und mehrere Hundert Kilo schwer. Die Teile wurden mittels Tragseilen und Fla­ schenzug an die richtige Position gehoben. Wichtig war es den Planern, dass das Möbel trotz der Teilungen im Endeffekt wie aus einem Stück gefertigt wirkt und keine Leim­ fugen sichtbar sind. Dazu wurden die Kom­ ponenten bei der Endmontage versetzt ver­ zahnt und mittels Holzleim und verdeckter Schrauben fest und unsichtbar verbunden. Bei „Hindernissen“ wie den quadratischen Säulen wurden die Formen passgenau aus dem Eichenholz geschnitten. Die integrierte Sitznische entstand während der Montage Schicht für Schicht von alleine. Es folgte das schrittweise Aufsetzen des Bartresens.

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Anstatt die Enden stumpf zu verleimen, greifen die Platten ineinander, was wesent­ lich zur Stabilität beiträgt. Parallel wurden die ersten Bargeräte und die Wendeltreppe installiert. Nach Anbringen des letzten Stü­ ckes schließt die Konstruktion mit einer Art Faltenstruktur in Richtung Boden ab. der leTzTe schliFF

Nach der Fertigstellung wurde das Eichen­ holz mit Holzschutzmitteln und Schleif­ geräten bearbeitet. Durch das insgesamt sechsfache Schleifen und vierfache Ölen wirkt die Bar homogen und weich, „als wäre sie aus einem Guss entstanden“, sagt Chris­ toph Piffer. Fugen und Holzfehler sind nicht mehr zu erkennen. „Das aufgetragene Holzöl verleiht dem Holz einen gänzlich neuen Look, den man durch eine jährliche Nachbehandlung dauerhaft erhält.“ zuFrieden miT dem ergeBnis

Die fertige Bar macht alle stolz. „Es wur­ den viel Zeit und Geld aufgewendet und wir haben so lange motiviert gearbeitet, bis alles gepasst hat“, resümiert Planer Piffer. KWS­Geschäftsführer Schiestl freut sich über das Ergebnis „nahe am Kunstwerk“ und lobt den Auftraggeber für sein Invest­ ment „in innovative Handwerksarbeit“. Durch diese Referenz sind die Beteilig­ ten auch positiv in Sachen Folgeaufträge gestimmt. „Wir haben uns einen Know­ how­Vorsprung erarbeitet, den wir sicher in der Zukunft gut nützen können“, erklärt Tischlermeister Hohlrieder.

TISCHLER Journal 01-02 | 2017


SOnDERThEMA LADEnbAU & ObJEkTEInRIchTUng

Messe-Erlebnisdimension meSSe Im Dreijahresrhythmus abgehalten ist die EuroShop in Düsseldorf von 5. bis

9. März die Weltleitmesse in Sachen Handel und Ladenbau und hat auch für Tischler viele Produktneuheiten zu bieten.

Foto: Messe düsseldorF/ctillMann

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ür die kommende Ausgabe der Euro­ Shop, die von 5. bis 9. März 2017 in Düsseldorf abgehalten wird, vermel­ den die Veranstalter eine enorme Nachfrage seitens der Aussteller: Die gebuchte Fläche liegt mit rund 126.000m² weit über jener der vergangenen Messe von 2014, weshalb die EuroShop heuer erstmals in 18 statt bis­ her 16 Hallen stattfinden wird. „Die Ausstellernachfrage ist enorm, sodass es inzwischen sogar eine Warteliste gibt. Wir gehen von rund 2400 Ausstellern aus 59 Ländern zur EuroShop 2017 aus“, sagt Messechefin Elke Moebius von der Messe Düsseldorf. Damit die Besucher in der Vielfalt des Angebots die Übersicht behal­

sionen“ aufgeteilt: POP Marketing, Expo & Event Marketing, Retail Technology, Ligh­ ting, Visual Merchandising, Shop Fitting & Store Design sowie Food Tech & Energy Management. Die Besucher können ihren Messebesuch komfortabel im EuroShop­Onlineportal planen, das nach dem Relaunch auf allen Endgeräten anwenderfreundlich nutzbar ist und nebst Ticketshop unter anderem eine täglich aktualisierte Ausstellerdatenbank bietet. Die Veranstalter rechnen mit 2400 Ausstellern Auf den kommenden Seiten finden Sie auch aus aller Welt. Messehinweise zu den Präsentationen aus­ ten, haben die Veranstalter die Messe neu gewählter Aussteller. (red/messe düsseldorf) gegliedert und in sieben „Erlebnis­Dimen­ www.euroshop.de

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Sonderthema Ladenbau & Objekteinrichtung

Die neue Einfachheit DEKORTRENDS Die neue FunderMax Interior-Kollektion umfasst 150 Dekore und

neun Oberflächenstrukturen. Dazu haben die Holzwerkstoffspezialisten eine neue, ebenso einfache wie clevere Bemusterungsmappe entwickelt.  Text: Thomas Prlić

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ür die offizielle Präsentation seiner neuen Interior-Kollektion hat der Holzwerkstoffhersteller FunderMax wie schon vor zwei Jahren für die Präsen­ tation des Exterior-Sortiments wieder die Fachmesse BAU in München gewählt: Am ersten Messetag um Punkt 12 Uhr fiel am FunderMax-Messestand vor internationa­ lem Publikum der Startschuss (und sprich­ wörtlich der Vorhang) für die Markteinfüh­ rung der Dekor- und Oberflächenneuheiten. Rund zwei Jahre lang hat man im Unter­ nehmen darauf hingearbeitet und bereits im Vorjahr begonnen, mit einzelnen Pro­ duktteasern sowie einer maßgeschneider­ ten Kampagne unter dem Thema „Erneu­ erung“ die neue Kollektion anzukündigen. „Wir starten mit einer neuen Zeitrechnung und haben vieles, was in den letzten Jahren Bestand hatte, komplett über den Haufen geworden. Und wir gehen mit vielen Ver­ sprechen in den Markt“, erklärt René Haberl, einer der beiden FunderMax-Geschäftsfüh­ rer, was das Thema Erneuerung für sein Unternehmen bedeutet.

Farbexplosion: FunderMax präsentierte im Rahmen der Messe BAU in München erstmals die neue Kollektion.

32 Varianten sind immerhin 22 neu. Dazu kommt noch ein Individualdekor. Gleich vier neue Weißvarianten finden sich in der Interior-Kollektion, außerdem viele Pastellfarben, Grün- und Blauvarian­ ten sowie vor allem eine große Palette an „schlammigen“ Farben und Grauabstufun­ gen. Bei den Oberflächen hat man mit „Grafica“ bereits im Vorjahr eine interessante Neuheit präsentiert, die über die leicht raue Haptik einer Steinplatte verfügt und damit maßge­ schneidert für den aktuell angesagten Mate­ rialmix in der Innenraumgestaltung ist. Mit „Aptico“ kommt nun eine matte Oberflä­ che mit Anti-Fingerprint-Technologie dazu, Unis, Natur, Material außerdem komplettieren „Lignum“ (eine Die größte Dekorgruppe machen dabei die elegante, naturnahe Holzmaserung) und Unifarben aus: Von insgesamt 69 Unide­ „Natura“ (eine matt anmutende Holzporeno­ koren sind 34 neu. Die Holzdekore tragen berfläche) das Oberflächenspektrum. künftig den Namen „Natur“ und sind insge­ Zu den wichtigen Neuerungen im Rahmen samt 48 an der Zahl (35 neu), Stein-, Metall- der Kollektionseinführung gehört auch, und Fantasiedekore hat man unter dem dass FunderMax künftig keine Arbeitsplat­ Namen „Material“ zusammengefasst, von ten und Fensterbänke mehr im Programm

Neue Oberfläche „Lignum“: elegante, naturnahe Holzmaserung

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Fotos: FunderMax, Kohlmeier

zwei hat man aus dem Industriebereich übernommen, wo sie schon sehr erfolgreich laufen und damit den Anwendern und End­ Trendsicher kunden auch Trendsicherheit versprechen. 150 Dekore umfasst die neue Kollektion ins­ „Wir sehen uns heute als Spezialist und nicht gesamt, 95 davon sind neu. Dazu stehen als Massenanbieter. Und wir möchten für neun Oberflächenstrukturen zur Auswahl, unsere Kunden ein starker Partner sein, der von denen vier neu hinzugekommen sind, innovativ ist“, sagt Haberl. Mit der neuen Kollektion wolle man inspirieren und die Anwender in ihrer Kreativität unterstützen. Darauf bezieht sich auch das Motto der Kol­ lektion „Der Raum bin ich“: Mit den vielfäl­ tigen Möglichkeiten der Kollektion sollen die Anwender den Raum sozusagen zum Leben erwecken.


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Praktisches Arbeitsmittel: die neue Mustermappe

führt. Mit dem Unternehmen Rehau hat man außerdem eine Partnerschaft für das passende Kantenprogramm zur Kollektion geschlossen. einFaches arBeiTsTool geFragT

Zur Vorbereitung auf die neue Kollektion hat man sich bei FunderMax intensiv mit den Kundenbedürfnissen befasst und dazu auch Dutzende Interviews mit Architekten und Verarbeitern geführt. Zu den wichtigsten Aussagen gehörte dabei, dass sich die Kunden von der neuen Kol­ lektion vor allem ein einfaches Arbeitstool zur unkompli­ zierten Anwendung erwarten, wobei besonders auf Zuver­ lässigkeit in Sachen Verfügbarkeit und auf die Lieferzeit wert gelegt wird. Aufgrund der Erkenntnisse aus den Kundenbefragungen hält FunderMax ganz bewusst weiter an einer lange Lauf­ zeit der Kollektion fest: Fünf bis sechs Jahre wird sie gül­ tig sein. Sämtliche Dekore und Produkte bleiben dabei über die volle Laufzeit verfügbar, alle zwei Jahre wird es zusätzlich ein Update mit zehn bis 20 Dekoren sowie einer neuen Oberflächenstruktur geben.

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Damit sich diese auch einfach in die Bestandskollek­ tion einfügen lassen, hat man bei FunderMax eine kom­ plett neue Bemusterungs­ und Präsentationsmappe entwickelt (und sich dafür gleich den Musterschutz gesichert): Diese soll für Architekten wie Verarbeiter gleichermaßen ein praktisches Arbeitsmittel sein. Die insgesamt zwölf Dekorkarten sind mitsamt den Ober­ flächen nach Farbgruppen und Trends (und nicht mehr wie bisher nach Farbreihen) sortiert. Die in der Mappe gestapelten Karten lassen sich einfach herausnehmen, bieten aufgrund der Anordnung der einzelnen Dekor­ plättchen – die jeweils etwas über den Kartenrand bzw. den Mittelausschnitt hinausragen – eine einfache Ver­ gleichbarkeit und ermöglichen so auch die schnelle Visualisierung aller möglichen Dekor­ bzw. Oberflächen­ kombinationen. Auf der Rückseite finden sich außer­ dem übersichtlich aufgelistet jeweils alle Informatio­ nen zu Liefermöglichkeiten und Verfügbarkeit auf den einzelnen Trägermaterialien. Und auch alle Erweiterun­ gen lassen sich – als neue Kollektionskarten – dank des neuen Anordnungsprinzips unkompliziert in der Mappe ergänzen. Auf diese Weise hat man ein cleveres, aber einfaches und übersichtliches Arbeitstool geschaffen – ganz so, wie es ja auch die neue Kollektion sein soll. www.fundermax.at

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Sonderthema Ladenbau & Objekteinrichtung

Weiße Haut und schwarzer Glanz OBJEKTBERICHT Mit der Elbphilharmonie hat Hamburg ein beeindruckendes neues

Wahrzeichen erhalten. Auch im Innenausbau stecken vom Großen Saal bis zu den Barbereichen viele Schmankerl – einige mit heimischer Handwerkskunst.

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Foto: Iwan Baan, Hasenkopf, Nicolai Stephan

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eit Anfang Jänner hat Hamburg nach 13-jähriger Bauzeit ein neues kultu­ relles Wahrzeichen: die Elbphil­ harmonie, ein Gebäudekomplex mitten im Strom der Elbe auf rund 1700 Stahlbe­ tonpfählen, mit drei Konzertsälen, einem Hotel, 45 Wohnungen sowie einer groß­ zügigen Plaza. Das Herzstück des Baus ist freilich der beeindruckende große Kon­ zertsaal auf einer Höhe von 50 Metern mit 2100 Plätzen, der aus Schallschutzgründen vom restlichen Gebäude entkoppelt ist. Die Schweizer Architekten Jacques Her­ zog und Pierre de Meuron feilten zusam­ men mit dem japanischen Akustiker Yasu­ hia Toyota am perfekten Klang für den Saal, in dem der Schall durch ein ausgefeiltes Zusammenspiel von Raumgeometrie, Mate­ rialien und Oberflächenstruktur gezielt bis in den letzten Winkel geleitet wird. Beson­ ders markant ist dabei auch die sogenannte „weiße Haut“, die Innenraumverkleidung aus Gipsfaserbeton (GifaTec), die mithilfe aufwendiger 3D-Berechnungen und Tests entwickelt wurde. Der Generalunternehmer Hochtief beauftragte die deutsche Peuckert GmbH mit der Projektabwicklung der wei­ ßen Haut. Die Fräsarbeiten für die 6000 m² umfassenden, aus 10.287 einzelnen Bautei­ len bestehenden Flächen mit den muscheloder wabenförmigen Einkerbungen über­ nahm als erfahrener Zulieferspezialist die Die „weiße Haut“ im Großen Saal der Elbphilharmonie besteht aus mehr als 10.000 befrästen EinHasenkopf Industrie Manufaktur. Das im zelteilen aus Gipsfaserbeton. In den schwarzen Coriantheken steckt steirische Handwerkskunst. bayrischen Mehring ansässige Unterneh­ men war über einen Zeitraum von sieben Jahren mit der Umsetzung des Großauf­ und Küchen nach den Plänen der Archi­ setzt man bei Cserni auf die enge Zusam­ trags beschäftigt. tekten. Die acht Bartresen bestehen dabei menarbeit mit Hasenkopf als erfahrenem Auch an den 3D-bearbeiteten Brüstungsab­ aus edlem schwarzem Corian, das über drei Mineralwerkstoffspezialisten. „Neben der schlüssen aus Eichenholz war das Unter­ Monate hinweg in Handarbeit zu Hoch­ Fertigung des enorm anspruchsvollen nehmen beteiligt – ebenso wie bei der glanz poliert wurde. Dass nicht nur im gro­ Interieurs waren in diesem Fall auch die Herstellung der fugenlosen Empfangsthe­ ßen Saal, sondern auch in anderen Berei­ Montage und Logistik eine Herausforde­ ken und Tresen aus schwarzem Mineral­ chen höchste Ansprüche an Gestaltung, rung, schließlich mussten die edlen Stü­ werkstoff. In diesen steckt auch ein großes Material und Verarbeitung gestellt wurden, cke über 16 verschiedene Geschoße verteilt Stück österreichische Handwerkskunst: zeigt auch der geschwungene Abschluss und montiert werden“, sagt Martin Cserni, Der steirische Traditionsbetrieb Cserni lie­ der Tresen – zur Umsetzung der Entwürfe Eigentümer der Cserni Group. ferte neben Empfang, Bar-, Ticketingtre­ mussten die Möbel auf 180 Grad erhitzt und (red/cserni/hasenkopf) sen auch die Möblierung von Garderoben exakt gebogen werden. Bei der Herstellung www.hasenkopf.de, www.cserni.at 


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Im Ladenbau ganz vorne dabei Im Laden- und Messebau sind Flexibilität und Individualität gefragt. Auch deshalb setzt man in dem Bereich verstärkt auf die Softwarekompetenz von CAD+T.

Foto: CAD+T

Ein Highlight auf den kommenden Messen wird die Präsentation von Planungen auf der 3D-Brille sein.

Das oberösterreichische Soft­ warehaus CAD+T ist mit sei­ nen Lösungen für Tischlereien und Möbelproduzenten ganz vorne dabei, wenn es um indivi­ duelle, durchgängige Software geht. Ein glänzendes Beispiel ist dabei die Firma Hohlrieder aus Niederau, die mit ihrer kürzlich fertiggestellten Vollholz-Pult­ anlage auch über die Grenzen Österreichs hinaus für Aufsehen sorgte. Doch nicht nur der klas­ sische Tischler, sondern auch der Bereich Laden- und Messe­ bau setzt verstärkt auf die Kom­ petenz aus dem Hause CAD+T, sind doch gerade hier höchste Flexibilität und Individualität gefragt. Beginnend bei der Pla­ nung und Präsentation, wo fle­ xibel auf alle Kundenwünsche eingegangen wird und die Pla­ nung in kürzester Zeit als Ren­ dering sogar im 360°-Panorama auf einer VR-Brille dargestellt

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werden kann, bis hin zur Kon­ struktion, Arbeitsvorbereitung und Produktion. Hier spielt die Durchgängigkeit ihr volles Potenzial aus: Die Daten aus der Planung werden für alle Arbeits­ schritte bis hin zur Ausgabe an der CNC-Maschine wiederver­ wendet, wodurch Fehler ver­ mieden und enorme Zeit einge­ spart wird. Seine starke Position im Bereich Ladenbau zeigt CAD+T auch auf der EuroShop in Düsseldorf, der weltgrößten Messe für Ladenbau, wo das Unternehmen mit zwei Messeständen vertreten ist. Als Partner des Deutschen Laden­ bauverbandes (DLV) präsen­ tiert CAD+T auf dessen Gemein­ schaftsstand in Halle 10 sowie auf dem eigenen Stand von CAD+T in Halle 14 Softwarelö­ sungen für Ladenbauer und Objekteinrichter auf der ganzen Welt. Hier ist wiederum Indivi­

Mit CAD+T sind komplexe Projekte sowohl in der Planung als auch in der Konstruktion kein Problem.

dualität das große Schlagwort: Auch die komplexesten Designs werden mit CAD+T ganz einfach umgesetzt, und das nicht nur in Planung und Visualisierung, sondern auch in der Konstruk­ tion, der Material- und Ressour­ cenplanung sowie bei der Aus­ gabe von Stücklisten und auf der CNC-Maschine. Anwender berichten dabei von einer Zeit­ ersparnis von über 30 Prozent sowie einer gesamten Produkti­ vitätssteigerung von 60 Prozent. Ein Highlight auf den kom­ menden Messen wird die Prä­ sentation von Planungen auf der 3D-Brille sein: Durch eine Erweiterung können mit weni­ gen Klicks Renderings aus dem CAD+T OPRM-Rendermodul auf eine VR-Brille übertragen wer­ den. Der Betrachter setzt diese dann auf und kann die Pla­ nung so betrachten, als würde er wirklich im Raum stehen.

Damit dann jedoch auch Kons­ truktion und Produktion nicht auf der Strecke bleiben, können mit CAD+T die Planungsdaten direkt weiterverwendet werden. Durchgängigkeit, die tatsäch­ lich funktioniert – mit den Soft­

» Durch eine ­Erweiterung können mit wenigen Klicks Renderings aus CAD+T auf eine VR-Brille übertragen werden. « warelösungen von CAD+T wird dies Realität. Besuchen Sie CAD+T auf der Euroshop 2017 von 5. bis 9. März in Düsseldorf: Halle 14/ B30 und Halle 10/E 22 www.cadt-solutions.com 

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Sonderthema Ladenbau & Objekteinrichtung

Trends in Stilwelten NEUE KOLLEKTION 300 Dekore, 2000 Kanten, 23 Oberflächenvarianten und viele neue

Namen: mit der neuen, für drei Jahre gültigen „Dekorativ“-Kollektion macht der ­Tiroler Holzwerkstoffhersteller Egger vieles anders als bisher. Text: Thomas Prlić

Links: Egger hat die neue Kollektion in neun Stilwelten gegliedert, die neuen Dekore werden zur besseren Orientierung übersichtlich jeweils in Neuner-Raster eingeteilt. Oben: Lebhafte Eichenstruktur: Synchron zum Dekor Halifax Eiche wurde die neue Oberfläche ST37 Feelwood Rift angepasst.

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Gegensatztrends wie Matt und Glanz sowie Komplexität und Reduktion finden sich auch in Eggers neuen Dekor- und Farbwel­ ten wieder und sollen dazu beitragen, einer wachsenden Anwendungs- und Stilvielfalt gerecht zu werden. Zur Inspiration und als Orientierungshilfe ist die Kollektion the­ matisch in neun „Stilwelten“ gegliedert. Diese heißen „Modern Classics“, „Effective Surfaces“, „Loft Living“, „Living Nature“, „Colour Systems“, „Colour meets Nature“, „Nordic Style“, „Industrial Style“ und „Handcrafted“. Mit einem System von kom­ pakten „9-Grids“, also einer Anordnung der Dekore in einem Raster von drei mal drei Quadraten will man den Anwendern die Arbeit zusätzlich erleichtern und einen schnellen, direkten Vergleich zwischen Far­ ben und Schattierungen ermöglichen.

gedeckte sowie leuchtende Farben entwi­ ckelt, Zwischentöne von Orange bis Braun wurden ebenso ergänzt wie Violettfarben. Auch die Optik der Unifarben mit Struktur wurde erneuert. Dabei kombiniert man vor allem neue Farben mit Holz- und Steino­ berflächen. Die Unifarbenpalette der Per­ fectSense-Gloss- und PerfectSense-MattLackplatten wurde ebenfalls erweitert. Auch im Hinblick auf die wachsende Mate­ rialvielfalt ist man mit der neuen Kollek­ tion gut gerüstet: Bei den Materialrepro­ duktionen gibt es Neuheiten im Bereich Beton und Metall. Beton-, Putz- und Wisch­ optiken wurden kräftig ausgebaut, Metall­ reproduktionen gibt es künftig auch in Ausführungen mit Perlmuttanteil. Auch bei Steindekoren wie Marmor oder Keramik bietet die neue Kollektion viele trendorien­ tierte Ergänzungen.

Erweitertes Farbsystem

Weiß gilt bei den Unifarben immer noch als Megatrend, daneben werden aber auch Schwarz sowie die „nearly blacks“ zukünf­ tig relevanter – also Farben, die auf den ers­ ten Blick wie Schwarz aussehen, in denen man aber bestimmte Farbnuancen erkennt. Für die Palette der farbigen Unis hat Egger

Trendholz und XL-Rapport

Bei den Holzoberflächen bleibt auch wei­ terhin Eiche der zentrale Trend mit viel­ fältigen Varianten. Bei den klassischen Hölzern hat sich vor allem im Bereich der Nadelhölzer einiges getan. Im Innenausbau und bei Shops sowie Hotels punkten seit

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Fotos: Egger

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it der Einführung der neuen Egger-Dekorativ-Kollektion zu Beginn des neuen Jahres läuft die bisherige Zoom-Kollektion aus. Der Tiroler Holzwerkstoffhersteller Egger will damit künftig den Firmennamen wieder stärker als Marke in den Mittelpunkt stel­ len. Auch sonst bringt die Kollektion jede Menge Neuerungen für Planer und Verar­ beiter. Anders als früher gilt die neue Kol­ lektion nur noch für drei Jahre. Mehr als die Hälfte der insgesamt 300 Dekore hat das Unternehmen ausgetauscht. Bei drei Vierteln der Dekore hat sich die Oberfläche geändert. Nicht nur der Name der Kollek­ tion ist neu, auch viele Dekorfarbennamen haben sich geändert. Beschreibende Namen – wie etwa „Safrangelb“ oder „Lavagrau“ – ohne geschützte Bezeichnungen sollen künftig die Zuschreibung erleichtern und gewährleisten, dass bei einer Weiterver­ wendung keine rechtlichen Probleme auf­ treten. In seiner neuen Kollektion hat Egger viele aktuelle Einrichtungstrends aufgegriffen: Material- und Farbmix, die Kombination von Stilrichtungen, die Kombination von Grautönen, Kontraste und Akzente sowie


Sonderthema Ladenbau & Objekteinrichtung

Das PerfectSense-Sortiment wurde auf 18 Varianten ­erweitert – neun davon hochglänzend, neun in matt.

vielen Jahren exotische Hölzer. Gerade in letzter Zeit erfreuen sich auch Hölzer in stark verfremdeten Farben großer Beliebt­ heit. Mit einer Auswahl an horizontal ver­ laufenden Hölzern bietet Egger etwa für Türen oder hohe Flächen neue Gestal­ tungsmöglichkeiten. Eine weitere interes­ sante Neuerung bei großen Flächen: Dank extra großer Rapporte lassen sich jetzt auch durchgehende, große Fronten ohne Wie­ derholungen von Dekordetails umsetzen. Und in Sachen Realitätsnähe hat Egger auch seine Oberflächen um sieben Neuent­ wicklungen (darunter drei neue Synchron­ porenoberflächen) ergänzt und bietet nun insgesamt 23 Oberflächenstrukturen, mit denen sich bei verschiedensten Holz-, Material- oder Unifarbendekoren eine – auch haptisch – besonders authentische Anmutung erzielen lässt.

Dekor- und Strukturkombinationen in aus­ gewählten Dicken und Trägervarianten, die markt- und produktspezifisch schon ab einer Platte erhältlich sind. Das Produk­ tionsprogramm bietet ausgewählte Pro­ duktvarianten in allen Dekor- und Struk­ turkombinationen, in einer Vielzahl von Träger- und Rezepturvarianten mit Fokus auf kurze Lieferzeiten und kleine Losgrö­ ßen. An der Kante

In Sachen Kanten hat Egger ordentlich aufgestockt: Statt bislang 900 Varianten sind nun 2000 in Farbe und Struktur auf die Plattendekore abgestimmte Kantenva­ rianten verfügbar. Mit dem webbasierten Online-Kantenkonfigurator lassen sich auf E-Learning-Kurs entwickelt. Damit werden Wunsch auch Kanten, die nicht in der indi­ die wichtigsten Neuerungen in rund 45 viduell benötigten Breite auf Lager liegen, Minuten erläutert und kapitelweise spie­ nach Kundenvorgaben herstellen. lerisch abgeprüft. Seit Jahresanfang bietet Verfügbarkeit Egger passend dazu auch eine eigene App Im Servicebereich unterscheidet der Her­ Leichtes Lernen an, enthalten ist dabei auch ein Quiz, mit steller künftig zwischen Lager- und Pro­ Um den Einstieg in die neuen Stilwelten zu dem man spielerisch sein Kollektionswis­ duktionsprogramm. Ersteres enthält – zur erleichtern, hat Egger für die Teilnehmer sen unter Beweis stellen kann. sofortigen Verfügbarkeit – ausgesuchte des Profi-Partnerprogramms einen eigenen www.egger.com 

10. 10.bisbis12. 12.Mai Mai2017 2017• Messezentrum • MessezentrumSalzburg Salzburg 10. 10. bis bis 12. 12. Mai Mai 2017 2017 •• Messezentrum Messezentrum Salzburg Salzburg

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Sonderthema Ladenbau & Objekteinrichtung

Herausforderung angenommen PORTRÄT Zwischen handwerklicher Maßarbeit und digitaler Technik: Thomas

­ chindler zeigt mit seinem Unternehmen Design und Holz, wie man auch als kleine S Tischlerei im schnelllebigen Ladenbaugeschäft mitmischen kann.  Text: Thomas Prlić

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MATERIALVIELFALT

Flexibilität und keine Scheu vor neuen Her­ ausforderungen sind für Thomas Schindler zwei wichtige Voraussetzungen, um auch als verhältnismäßig kleiner Betrieb im schnelllebigen Ladenbaugeschäft erfolg­ reich mitmischen zu können. Neben Holz und Holzwerkstoffen werden in der Werk­ statt heute auch ganz selbstverständlich Gläser, Spiegel oder auch Mineralwerkstoff verarbeitet. Die Arbeit mit unterschied­ lichsten Materialien sieht Schindler als Chance, um sich durch Vielseitigkeit vom

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Thomas Schindler hat Freude an Herausforderungen – und kann damit im Ladenbau punkten.

Mitbewerb abzuheben: „Natürlich ist das für uns auch oft eine Herausforderung – aber ich mache das einfach sehr gerne.“ ZEIT UND LOGISTIK

raum wie üblich knapp bemessen – das temporäre Projekt war überhaupt nur für ein halbes Jahr angelegt. Schwarzes MDF, dunkel gebeiztes Eichenholz und jede Menge Spiegel verliehen der kleinen Bar großzügige Eleganz. Angesichts vieler oft kleinteiliger Sonder­ elemente ist bei solchen Projekten immer noch viel handwerkliches Geschick gefragt. Gleichzeitig setzt Thomas Schindler aber gerade in Sachen Effizienz in vielen Berei­ chen auf digitale Arbeitstools. Der Einsatz eines Laserdistanzmessegeräts – hier findet das Modell Disto 3D von Leica Verwendung – vereinfacht beispielsweise das mühsame Vermessen von Räumen ganz wesentlich – und bringt wertvolle Zeitersparnis.

Eine Herausforderung ist in dem Branchen­ segment auch der Zeitdruck: Bei der Neu­ gestaltung des Lokals „Motto“ in Wien etwa waren nur vier Wochen zur Umsetzung eingeplant – vom Herausreißen der alten Möbel bis zur Fertigstellung. Schindler lie­ ferte nicht nur die Unterkonstruktionen für die Bar oder die Bänke, sondern auch Spiegel, Glasplatten für die Tische oder die unter den Bänken angebrachten, speziellen Lüftungsgitter aus Rautenblech. „Die Zeit­ problematik ist bei solchen Projekten oft eine Logistikfrage: Man muss hier Firmen an der Hand haben, die zuverlässig sind“, IM DATENFLUSS sagt Schindler, der für die Architekten häu­ Die per Laser erfassten Raumdaten wer­ fig als eine Art Koordinator für sämtliche den im Büro dann einfach in die Planungs­ Arbeiten im Innenbereich fungiert. software von RSO übertragen und können Für die Einrichtung der Bar Campari in so am Computer weiterbearbeitet werden. Wien war nicht nur der Umsetzungszeit­ Nach der Planerstellung werden dann die

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Fotos: Prlić, Schindler, Atelier Karasinski (Motto und Bar)

ndividuelle Fertigung und handwerkli­ ches Können wird in Thomas Schind­ lers Betrieb groß geschrieben. „Wir machen 95 Prozent aller Arbeiten noch selbst“, sagt der Unternehmer. Mit seiner Firma Design und Holz beschäftigt er zehn Mitarbeiter (davon drei Lehrlinge) und ist damit im weiten Feld zwischen „klassischer“ Möbeltischlerei, Objektgeschäft und Laden­ bau tätig. Vor allem letzterer Bereich ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen: Während der Betrieb früher ausschließlich im Privatkundensegment tätig war, macht die Ausstattung von Geschäften, Bars oder Restaurants mittlerweile den weitaus grö­ ßeren Anteil aus. Ende der Neunzigerjahre hat Thomas Schindler den Betrieb in Wien von seinem Vater übernommen. Als in der Nachbar­ schaft ein Architekturbüro einzog, ergaben sich über diesen Kontakt neue Aufgaben­ gebiete. Schon früher hatte man häufig mit aufwendigeren Projekten zu tun, aber erst seit der Übersiedlung der Fertigung nach Sitzendorf in Niederösterreich hat man auch ausreichend Platz für deren Umset­ zung. In Wien sind immer noch Büro und Schauraum untergebracht. Rund 70 Pro­ zent der Projekte setzt Schindler mittler­ weile zusammen mit Architekten um, den Rest bei Kunden im Privatsegment. „Man braucht schließlich mehrere Standbeine“, sagt der Unternehmer.


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Sonderthema Ladenbau & objekteinrichtung

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Beim Wiener Lokal Motto (Planung: Atelier Karasinski und Archiguards) war nur vier Wochen Zeit für die Umsetzung.

Stücklisten erstellt und die Daten aus MASSARBEIT RSO auf das CNC-Bearbeitungszentrum Auch beim Umbau einer großen Wie­ in der Werkstatt überspielt. Die aktuellen ner Apotheke samt Wellnessbereich war Neuerungen im Softwaresystem ermögli­ für Schindler der reibungslose Daten­ chen dabei auch die einfachere Bearbei­ fluss vom Aufmaß über die Planung bis tung und Anpassung schräger Korpusse zur CNC-Fertigung wichtig. Säulen mit­ – gerade im Ladenbau kann das nützlich ten im Raum, jede Menge schräge oder sein, weil sich so Wandverbauten und geschwungene Elemente und verwin­ Ähnliches noch schneller planen lassen. kelte Räume machten das Projekt beson­ ders anspruchsvoll. „Wir mussten die Möbel hier wirklich sehr genau anpassen“, erzählt der Unter­ nehmer. Digitale UnterStützung

In der Bar Campari (Planung: Atelier Karasinski und Archiguards) spiegelt sich der Boden im Bartresen.

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Die neue Version der Planungssoft­ ware RSO bringt für solche Fälle prak­ tische Vereinfachungen: Sie ermöglicht die rasche Adaptierung von Möbel­ elementen mitsamt deren Verbindern und Dübelverbindungen. Und auch der Leica Disto leistete bei dem Projekt wieder gute Dienste, um die Raumda­ ten fast des gesamten Erdgeschoßes zu erfassen. Ohne die digitale Unterstützung hätte er sonst jede Menge Schablonen bauen müssen, sagt Schindler, der auch überzeugt ist, dass sich angesichts der Arbeitsersparnis die eher hohen Anschaffungskosten für das Aufmaß­ system schnell relativieren: „Der Laser rechnet sich auf alle Fälle.“ www.designundholz.at, www.rso.group 

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Sonderthema Ladenbau & Objekteinrichtung

Wohnstile und Farbwelten DEKORTRENDS Die neue „OneCollection“ von Pfleiderer umfasst 360 Dekore, davon

sind 118 neu. Die Designkollektion ist für vier Jahre gültig und bringt jährliche Updates.

dukt- und Dekormanagement zuständig ist. „Wobei wir uns mit dieser Kollektion auch deutlich am Markt differenzieren und Trends setzen wollen. Die OneCollection umfasst insbesondere auch viele design­ orientierte, differenzierende Dekore, einige davon auch exklusiv für Pfleiderer entwi­ ckelt.“ Angesichts der Fülle an Neuheiten hat man jedoch darauf geachtet, dass auch langjäh­ rige Kunden mit der neuen Kollektion gut zurechtkommen.

Die neue Pfleiderer-Kollektion bietet eine umfangreiche Dekorauswahl, berücksichtigt aktuelle Interieurtrends und basiert auf zeitgmäßen Farb- und Lebenswelten.

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uch der deutsche Holzwerkstoffher­ steller Pfleiderer nutzte die Messe BAU in München zur Präsentation seiner Dekorneuheiten vor dem internatio­ nalen Messepublikum. Die „Design-Kollek­ tion 2017–2020“ bietet eine weltweit gültige Dekorauswahl, berücksichtigt dabei aktu­ elle Interieurtrends und basiert auf zeitge­ mäßen Farb- und Lebenswelten. Damit der Kunde angesichts dieser großen Auswahl den Überblick behält, hat man bei Pfleiderer quer durch die drei Produktbe­ reiche Rohspan/Faser, Melaminbeschich­ tung und HPL/Elemente Programme für verschiedene Einsatzzwecke und Kunden­ gruppen gebildet: Das Angebot erstreckt sich vom klassischen Möbel- und Innen­ ausbau, auch für Schiffe, über den Leicht­ bau und Brandschutz bis hin zu beson­ ders ökologischen Produkten und solchen für konstruktive Zwecke. Außerdem führt Pfleiderer auch elektrostatisch ableitfähige Holzwerkstoffe, Echtmetallveredelungen und kundenindividuelle Digitaldrucke im Programm.

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Im Farbverbund

Die neue Gesamtkollektion gilt dabei für alle Anwendungsbereiche. Sie besteht aus insgesamt 360 Dekoren, von denen 300 ins „DST“-System integriert sind. Das heißt: Sie sind dekorgleich in zwei Formaten als HPL und in mindestens einem Format als DecoBoard verfügbar. Davon sind wiederum 162 Dekore im „Xpress“-Programm erhältlich, also in min­ destens einer Standardstruktur ständig auf Lager und in weiteren Strukturen inner­ halb von zehn Arbeitstagen beim Kunden. Diese Lieferzeit gilt auch für alle Verbund­ elemente, die dekorgleich sind mit den HPL-Lagervarianten des DST-Xpress-Pro­ gramms. Differenzierend

Neu sind insgesamt 118 Dekore. „Sie die­ nen vor allem dazu, auslaufende Dekore zu ersetzen, letzte Lücken zu schließen oder logisch aufgebaute Farbreihen nach dem NCS-System einzuführen“, erklärt Michael Scheller, der bei Pfleiderer für das Pro­

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Fotos: Pfleiderer

Farbwelten

Unter dem Slogan „Inspirations close to you“ haben die Holzwerkstoffexperten die 360 Dekore in elf Farbwelten gegliedert, die verschiedenen Wohn- und Gestaltungs­ stilen entsprechen. Sechs dieser Farbwel­ ten sind den Hölzern gewidmet. „Beyond the sea“ beispielsweise heißt das Motto, unter dem die nordischen und hellen Höl­ zer zusammengefasst sind – eine Themen­ welt, die in Zukunft noch an Bedeutung zunehmen wird, ist man bei Pfleiderer überzeugt. Warme und natürliche Hölzer hat man in der Themenwelt „Summertime“ zusammengefasst. „As time goes by“ steht für edel angegraute, gealterte Hölzer und „Black Coffee“ für besonders stylische Vari­ ationen in Schwarz und Weiß. Den Gegen­ trend dazu bilden die elegant-dunklen sowie rötlich-warmen Hölzer, die der Holz­ werkstoffhersteller mit „Pianoman“ bezie­ hungsweise „Tea for two“ betitelt hat, den Themenwelten der Klassiker. Die Stein- und Fantasiedekore der neuen Pfleiderer-Kollektion sind in drei verschie­ dene Farbwelten eingeteilt: Unter dem Motto „River deep, mountain high“ haben die Dekorexperten angesagte Stein- und Mineralreproduktionen zusammengefasst. Andere Materialien und spannende Textu­ ren sind mit „Catch of the day“ überschrie­ ben. Für alle, die gerne mit grafisch-künst­ lerischen Designs arbeiten, ist die Farbwelt „Pink House“ maßgeschneidert.


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Diesen einzelnen Wohnstilen sind bereits passende Uni­ dekore zugeordnet, die allerdings vor allem als Orien­ tierungshilfe zu verstehen sind. Mit 138 verschiedenen Farbtönen will man den Kunden eine möglichst große Auswahl und maximale Gestaltungsfreiheit bieten. Auch die Uni-Kollektion ist aufgrund ihrer Größe nochmals in zwei Einheiten geteilt: „Stormy weather“ heißen die neu­ tralen Töne von Weiß über verschiedenste Taupe- und Grautöne bis hin zu Schwarz. Und „Over the rainbow“ steht für die chromatischen Farben der Uni-Bandbreite. Mit Struktur

Mit der neuen Dekor-Kollektion hat Pfleiderer auch sein Sortiment an Strukturen um die drei Neuheiten erwei­ tert. „Natural Wood“ ergänzt das Pfleiderer-Sortiment für HPL und DBS um eine besonders präzise Holzrepro­ duktion. Mit „Stucotex“, einer Spachteloberfläche, wer­ den neutrale Unis in spannende Materialien verwandelt. Speziell für Industrie- und Objektkunden hat Pfleiderer „Brightstone“ entwickelt: Diese Steinstruktur für HPL passt besonders gut zu schlichten Reproduktionen und flächigen Dekoren. (red/pfleiderer) Euroshop: Halle 10/ Stand C42 ,www.pfleiderer.com 

Unser Angebot: Für die angeführte Position gilt ein kollektivvertragliches Bruttojahresgehalt von 27.130€ (BG 2/10 BJ.) auf Basis einer Vollzeitbeschäftigung zuzüglich Umsatzprämie. Abhängig von Qualifikation und Berufserfarung besteht die Bereitschaft zur Überzahlung. Begeistert? Dann bewerben Sie sich jetzt direkt online unter obi.at/jobs! Wir bevorzugen Online-Bewerbungen.

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Ihr Profil: • Abgeschlossene handwerkliche Ausbildung • Alternativ kaufm. Ausbildung mit einschlägiger Berufserfahrung im jeweiligen Projektbereich • Vertiefte Sortimentskenntnisse in der jeweiligen Warengruppe • Hohe Kundenorientierung und ausgeprägtes Verkaufstalent • Affinität zur Arbeit am PC

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SOnDERThEMA LADEnbAU & ObJEkTEInRIchTUng

Ganzheitlich gedacht teChnik Häfele erweitert die Funktionalitäten seines bewährten Schließsystems

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er Beschlagstechnikspezialist Häfele präsentierte sein breites Produktportfolio auf der Messe BAU in München in Form von Gesamtkon­ zepten. So zeigte man unter anderem unter dem Motto „Mehr Leben pro m²“ in einem Mikro­Apartment, wie sich auf kleins­ tem Raum multifunktionale Wohnkon­ zepte realisieren lassen. In einem eigenen Bereich wurde außerdem das umfangrei­ che Beschläge­ und Zubehörsortiment für die Hotellerie präsentiert, das technisch hoteltüren lassen sich auch mit Smartphoneund gestalterisch durchgängige Lösun­ App öffnen. gen ermöglicht – vom Türdrücker bis zum Möbelgriff. mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, Mit „Dialock“ bietet Häfele ein im Hotelbe­ etwa im Zutrittsmanagement. In Koopera­ reich (aber auch im Ladenbau) weit verbrei­ tion mit den Firmen Interel – einem Anbie­ tetes Identifikations­ und Schließsystem ter von Onlinekontrollsystemen – und dem

auf Smartphone­Keylösungen spezialsier­ ten Unternehmen Hotelbird wird hier die Funktionalität im Hotelsegment nochmals erweitert. In Österreich bietet Häfele in diesem Früh­ jahr auch wieder im ganzen Bundesgebiet seine Impulsworkshops an. Am traditionell sehr praxisnahen Programm stehen dies­ mal die Themen Online, Glas und Glasbear­ beitung, Lichtsteuerung und ein Bürotisch­ system. Die Termine: 2.3. Hof bei Salzburg, 7.3. Lienz (T), 8.3. St. Kanzian (K), 9.3. St. Michael (ST), 21.3. St. Johann/Tirol, 22.3. Imst (T), 23.3. Feldkirch (V), 28.3. Zwettl (NÖ), 29.3. Stockerau (NÖ), 30.3. Bezirk Baden (NÖ), 4.4. Freistadt (OÖ), 5.4. St. Flo­ rian (OÖ), 6.4. Gleisdorf (ST). (red/häfele) www.haefele.at

Foto: häFele

Dialock. In Österreich starten Anfang März wieder die beliebten Impulsworkshops.

barhocker: ideal für Theken, die an die küche angeschlossen sind

Trendoberflächen MATERIAL Zu den aktuellen Trends im Oberflächenbereich bie­ tet Zulieferspezialist Ostermann die passenden Produkte. Dazu gehört etwa der neue, gut mit Hölzern oder sanften Pastellfarben kombinierbare Rollbeton. Auch das Möbellinoleum von Forbo hat Ostermann im Sortiment, die neue Kollektion bringt dazu zehn neue Farben. Mit dem neuen „Marmoleum“ liefert Oster­ mann darüber hinaus ein neues, besonders schmutzunemfind­ liches und robustes Linoleum für die dekorative Wandverklei­ dung in elf Farben. Für den Bereich „Wand“ gibt es mit über 350 verschiedenen Sibu­Designplatten Oberflächen für besondere visuelle Effekte. Mit den über 80 Holz­ und Steindekoren der GFK­Paneele bietet Ostermann außerdem Möglichkeiten für die rustikale Wandgestaltung. Und Möbel mit feinen Steinoberflä­ chen lassen sich mit dem Ostermann Dünnschiefer realisieren. www.ostermann.eu

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Hochsitz SESSEL Offene Küchen liegen im Trend, Koch­ und Essbe­ reich rücken immer mehr ins Zentrum der Wohnung. Bei Grassmann Sessel hat man die­ sen Trend erkannt und das Sor­ timent um Bänke und Tische erweitert. Damit können die Kunden den Wohnbereich vom Esstisch bis zur Bar einheitlich gestalten. Die breite Auswahl an Produkte verbindet auch 2017 traditionelle Handwerks­ kunst und modernes Design. Dazu gehören zum Bei­ spiel auch Barhocker, die sich ideal für Theken eignen, die an die Küche angeschlossen sind. Grassmann Sessel produziert im nie­ derösterreichischen Pielachtal und wurde 2016 mit dem Österrei­ chischen Umweltzeichen ausgezeichnet. www.grassmann.at

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Fotos: osterMann, grassMann

Das Möbellinoleum von forbo gibt es bei Ostermann in zehn neuen farben.


Sonderthema Ladenbau & objekteinrichtung

Trendempfehlung DEKORE Mineralische Oberflächen, Stein, Beton und Metall in Kombination mit Farbe

und Holz – das sind die Dekortrends der Kaindl Boards Lead collection 2017.

Foto: Kaindl

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ur Präsentation der neuen Boards Lead collection 2017 lud der Salzbur­ ger Holzwerkstoffhersteller Kaindl seine Kunden und Partner bereits von 16. bis 30. November 2016 in die „Panzerhalle“ in Salzburg ein. Der Einladung folgten über 500 Personen aus 30 verschiedenen Nati­ onen. Die positiven Rückmeldungen der Gäste aus Industrie und Handel seien ein Garant für die Richtigkeit mutiger Designund Stilvorgaben, heißt es bei Kaindl. In dem optisch markanten 350-m²-Loft stellte Kaindl unter anderem die neue Dekorkonzepte „Native Oak und Beton Art“ vor. Im Fokus stand aber auch das neue

Interior-Design Oak EndGrain. Kaindl führt dabei das Designelement Stirnholz und eine besonders authentische Eichenanmu­ tung zusammen und eröffnet damit dem Eichentrend neue Gestaltungsmöglichkei­ ten. Kaindl Metall Art begeisterte mit den Designs Oxid und Oxid Kupferbronze, deren Kombinationsmöglichkeiten beispielsweise mit Eiche EndGrain und Makalo Teak puris­ tisch elegant wirken. Mit der neuen Boards Lead collection gibt Kaindl seine Trendempfehlung ab: Minerali­ sche Oberflächen, Stein, Beton sowie Metall ven Laden- und Innenausbaukonzepte 2017 in Kombination mit Farbe und Holz – das bestehen werden. (red/kaindl) Euroshop: seien die „Stoffe“, aus denen die innovati­ Halle 10, Stand E66, www.kaindl.com 

Schnelle Schraube Montage Der deutsche Schraubenspezialist Heco hat mit dem Modell „Ufix“ eine speziell für den Einsatz bei MDF konzipierte Schraube im Programm. Die Teilgewindeschraube macht dank einer speziell geformten Bohr­ spitze ein Vorbohren nicht mehr notwendig und bringt so jede Menge Zeitersparnis. Die Schraube ermöglicht zudem ein punktgenaues Eindrehen und verhindert gleichzeitig bei randnahen Bohrungen ein Aufspleißen des Werkstoffs. Darüber hinaus sägt das verzahnte „Heco-plus“-Gewinde einen Gewindegang in die zylindrische Bohrung, sodass eine einfache und kraftschlüssige Verbindung entsteht. Zusätzlich verringert die Verzahnung das Einschraub­ drehmoment zugunsten einer kraftsparenden und ermü­ dungsfreien Montage. www.heco-schrauben.de 

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Die Heco Ufix MDF-Schraube bietet durch einen Vorbohreffekt ein reduziertes Spaltverhalten im Werkstoff.

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ALLTAgSgESchIchTEn

Liebe zum Holz, in zeiten der Schwere alltaGSGeSChiChten Wie Holz im wahrsten Sinne des Wortes zum Lebensretter

wurde: eine Geschichte, die sich in der leidvollen Zeit des Zweiten Weltkriegs in Russland begeben hat. Text: Erika Stockinger

L

angsam löste sich die Schockstarre, er konnte einzelne Fin­ ger wieder bewegen, erst die an der rechten, danach folgten die Finger der linken Hand. Die Schultern sanken herab, der Kopf konnte wieder Drehungen nach links und rechts vollziehen. Ein tiefer Atemzug befördert ihn ein wenig mehr ins Hier und Jetzt. Die kalte Luft des russischen Winters tat das Ihre. Was war geschehen? Er hatte wohl gerade ein Steil­ feuer überlebt, hier direkt neben seinem geliebten Holzstoß, dem seine ganze Aufmerksamkeit gegolten hat. Wunderbare, gerade gewachsene Stämme aus Lärchenholz, die bereitwillig ihren Duft aus einer Mischung von Harzen und Terpenen ver­ breiteten, in dieser kalten, öden Landschaft aus Schnee und Eis. Zärtlich strich er über die raue Oberf läche der Rinde und Gedanken an seine Werkstatt im fernen Wien tauchten auf. Er hörte das laute Kreischen der Kreissäge in seinem Ohr, spürte, wie er den Hobel flink über ein Stück Holz gleiten ließ, und roch selbst den Geruch frisch lackier­ ter Oberflächen. Ach, wie er all das vermisste. Selbst die unan­ genehmen Tätigkeiten wie Abla­ den der Ware vom Lkw und anschlie­ ßen­ des Stapeln in der Werkstatt würde er jetzt liebend gerne machen. Und wie gerne würde er mit seiner geliebten Gattin Maria am Mittagstisch sitzen und über die Welt­ politik diskutieren. Stattdessen erlebte er einen Teil der Welt­ politik gerade hautnah. Denn sein eigent­ licher Auftrag lautete, mehrere Flaschen Wodka für seinen Vorgesetzten zu besor­

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beeilte sich mit der Besor­ gung des Wodkas, damit er noch rechtzeitig in der Hel­ ligkeit beim Holzstoß vorbei­ schauen konnte, denn das würde sein Tischlerherz höher schlagen lassen. Und so kam es auch. Doch nur für eine ganz kurze Zeit wurde ihm die Liebe gewährt, die er beim Anblick des Holzes empfand, als plötzlich das fürchterliches Getöse einer Stalinorgel losging, das einen schon beim Hören fast in den Wahnsinn trieb. Übrig blie­ ben Tausende tote Soldaten in den Schützengräben, kei­ ner seiner Kameraden über­ lebte diesen Angriff. Nur die Tatsache, dass er aus seiner unbändigen Leiden­ schaft fürs Holz einen kleinen Umweg genommen hatte, ret­ tete ihm das Leben. Sein Vor­ gesetzter befand sich im hin­ teren Teil des Schützengrabens und hatte ebenfalls überlebt. Die Freude, einen seiner Solda­ ten lebend wiederzusehen, war groß, und Freud und Schmerz wurden mit dem einen und anderen Schluck Wodka weg­ gespült.

gen. Es waren harte Zeiten, Bom­ benangriffe, Mann­gegen­Mann­Kämpfe und Feuerge­ fechte waren an der Tagesordnung. Dies alles konnte man schwer ertragen, etwas Erleichterung brachte da schon der eine oder andere Schluck Hochprozentiges. Am Hinweg fiel ihm dann dieser wunder­ bare, schön geschlichtete Holzstoß auf, er

ZUR aUtoRIn

Erika Stockinger ist Sammlerin und Verfasserin von Geschichten, die berühren, bewegen, die erhaltenswert sind. Auf dieser Seite erzählt sie jeden Monat Begebenheiten aus dem Tischleralltag. Mail: die.schreibwerkstatt@yahoo.com

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