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3. September 2012 Nr. 9 Offizielles Fachorgan der Bundesinnung und der Landesinnungen der Tischler

P.b.b. Verlagspostamt: 2340 Mödling, Zul.-Nr. GZ 02Z030719 M, Postnummer: 8

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leichTe küche

Die Küche als Meister der Tarnung. Ob Monolith, Schrank oder im Schreibtisch-Design: Alle Trends ab Seite 58.

iM BrennpunkT: Betriebsübernahme statt neugründung iM BooT: Die edlen frauscher-Jachten iM haus: neue norm für innentüren


Schleifmaschinen der Spitzenklasse

« Die Qualität steht an erster Stelle »

Markus Bittel (links) mit seinen Kindern Maureen und Naveen und seinem Schwager und Mitarbeiter Ueli Hofmann vor seiner Schreinerei in Zermatt

Markus Bittel, Sie sind an einem der schönsten Orte der Welt zuhause.

Wirklich? Zermatt ist rundum umgeben von einer faszinierenden Bergwelt, einem atemberaubenden Panaroma von Viertausendern. Im Winter die schönsten Skipisten und im Sommer herrliche Wanderwege im hochalpinen Gebirge. Sie leben da, wo andere ihre Ferien verbringen.

Das stimmt natürlich. Vieles wird zu selbstverständlich, wenn man hier aufgewachsen ist, hier arbeitet und hier mit der Familie lebt. In Zermatt dreht sich alles um den Tourismus. Das hat auch Schattenseiten. Für Einheimische gibt es kaum Angebote. So haben wir kein öffentliches Hallenbad. Und außerhalb der Saison sind die Restaurants geschlossen und kulturelle Veranstaltungen rar.

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Der Tourismus bringt auch Arbeit und gute Aufträge für Handwerker. Sicher auch für Ihre Schreinerei.

Völlig richtig. Wir erleben hier seit Jahren einen echten Bauboom. Neue Quartiere sind entstanden und Arbeit ist immer reichlich vorhanden. Unzählige Handwerker aus dem ganzen Oberwallis arbeiten in der Zwischensaison hier in Zermatt. Sie haben kürzlich eine KÜNDIG Brilliant-2 gekauft. Warum?

Wir bieten hochwertigen Innenausbau, stellen Fenster her und bauen individuelle Möbel und Küchen. Qualität zeichnet unsere Arbeit aus. Die Qualität stand auch beim Kauf der Schleifmaschine an erster Stelle. Und der kompetente Service.

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inhalT & eDiTorial

BrennpunkT Gut geplant ist halb gewonnen .................................................................................4

highlighT Gewichtig - ein Sitzungstisch in Eugendorf ...............................................................8

WirTschafT Aktuelles .................................................................................................................10 Bootsbauer Frauscher im Interview: Erotik statt Porno ..........................................16 Kürzere Lieferzeiten gefragt ....................................................................................19 Virtuelle und reale Möbel bei Egger ....................................................................... 20

innung Bundesinnung: Unbefugte Gewerbeausübung ........................................................24 Landesinnung Steiermark .......................................................................................26 Innung Niederösterreich ......................................................................................... 27

MaTerial & Technik Produktneuheiten................................................................................................... 30 Möbelschleife für Generationen ..............................................................................32 Normungsnews aus Stetten ....................................................................................34

Maschinen & Werkzeuge 5-Achs-Nutzen mit Effizienzpaket ...........................................................................48 Homag olympisch ...................................................................................................49

BilDung Meisterstücke aus Vorarlberg ................................................................................ 50 In drei Tagen um die Designwelt .............................................................................54

sonDerTheMa sofTWare Meine Küche ist ein Möbel .....................................................................................58 Kein Kniefall vor der Küche .....................................................................................68 Holz im Bad: Streicheleinheiten für die Seele ......................................................... 72

koluMne Meister Sturschädel – Meister Pfiffig......................................................................78 Unser Coverfoto zeigt die Küche „Isola Cross“ von Elmar im Design von Ludovica und Roberto Palomba. Foto: Elmar Cucine Schwerpunkt im nächsten Tischler Journal: Holzbearbeitungsmaschinen und Werkzeuge

IMPRESSUM: Medieninhaber, Verleger und Herausgeber: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/Stiege 1, Tel.: +43 (0) 1 546 64-0, Fax: +43 (0) 1 546 64 DW 535, www.wirtschaftsverlag.at Chefredakteur: Dipl.-Ing. Thomas Prlic, DW 341, E-Mail: t.prlic@wirtschaftsverlag.at Mitarbeiter dieser Ausgabe: Gudrun Haigermoser, Hanna Geisswinkler, Tom Cervinka, Birgit Tegtbauer, Michael Fischler, Jürgen Fragner, Hans Bartl, Regina Pachler

Artdirektion & Grafik: butjabutja - multicrossmedia, Inh. Cecile M. Lederer, 1140 Wien Geschäftsführung: Thomas Zembacher Verkaufsleiter: Franz-Michael Seidl, DW 240 Anzeigenberatung: Michael Stich, DW 246, E-Mail: m.stich@wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax: DW 520, E-Mail: tischler@wirtschaftsverlag.at Anzeigenrepräsentanz OÖ: Verlagsbüro Gerhard Weberberger Kleinwörth 8, 4030 Linz, E-Mail: linz@wirtschaftsverlag.at

kernkompetenzen Bei aller Bandbreite an Produkten, die Tischler heute fertigen, zählen Küchen wohl immer noch zu einer der Kernkompetenzen. Unser aktuelles Sonderthema befasst sich mit unterschiedlichen Aspekten des Themas. Es gibt aber auch noch andere Betätigungsfelder als Küchen: Den zweiten Teil des Sonderthemas bildet mit dem Badzimmer ein Teil der Wohnung, der immer öfter von Tischlern gestaltet wird. Dabei geht es um mehr, als nur etwa die Fertigung von Unterschränken – Holz im Bad findet heute auch als Boden, Waschbecken oder auch als Badewanne Verwendung (Bericht ab S. 72). Darüber hinaus berichten wir in dieser Ausgabe auch noch über Neuerungen bei den Normen für Innentüren (S. 34) und bringen ein ausführliches Interview mit der in Gmunden beheimateten Bootsbauer-Familie Frauscher (S. 16). Was Bootsbauer und Tischler gemeinsam haben? Zum Beispiel die Standesvertretung! Zu den Tischlern und Holz gestaltenden Gewerben gehört eben eine schöne Bandbreite an Unternehmen und Produkten. Viel Spaß beim Lesen wünscht, Thomas Prlic

Hier noch ein kleiner Film-Tipp zum Sonderthema Küche & Bad: Mit Ruhe und großem Humor erzählt der schwedische Regisseur Bent Hamer im Film „Kitchen Stories“ eine Geschichte über den kauzigen Singelmann Isak, der an einer skurrilen Marktforschungsstudie über „Junggesellen in der Küche“ teilnimmt. Zu finden auf www.amazon.at um 6,54 Euro.

Tel: +43 (0) 732 31 50 29, Fax: +43 (0) 732 31 50 29-46, Mobil: +43 (0) 676 518 55 75 Anzeigenpreisliste: Nr. 40 vom 1. Jänner 2012 Erscheinungsweise: monatlich Hersteller: Friedrich VDV, Vereinigte Druckereien und Verlags-GmbH & CO KG, 4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrich.vdv.com Marketing: Paul Kampusch, DW 130 Aboservice: Aboservice Österr. Wirtschaftsverlag, Tel.: +43 (0) 1 361 70 70-570, Fax: +43 (0) 1 361 70 70-9570, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at

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Jahresbezugspreis: 70 Euro. Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. Bankverbindung: Bank Austria, Kto 04240571200, BLZ 11000, IBAN AT511100004240571200, BIC BKAUATWW Druckauflage: 7.117 Exemplare (2. HJ 11) DVR: 0368491

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BrennpunkT

gut geplant ist halb gewonnen Der Weg in die Selbstständigkeit muss nicht immer eine Neugründung bedeuten. Die Übernahme eines bestehenden Unternehmens kann sich lohnen. Dazu bedarf es einer rechtzeitigen Regelung der Nachfolge, die eine vorausschauende Übergabestrategie erfordert. Text: Hanna Geisswinkler

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st die Meisterprüfung einmal geschafft, zieht es viele junge Tischler in die Selbstständigkeit. Für diesen Weg entschieden sich vergangenes Jahr 280 österreichische Jungunternehmer im Bereich der Tischler und Holz verarbeitenden Gewerbe durch die Neugründung eines Betriebes. Alternativ dazu bietet sich die Möglichkeit, ein bestehendes Unternehmen weiterzuführen, zumal der Zeitpunkt dafür derzeit sehr günstig ist. Denn aufgrund des demografischen Wandels stehen viele Betriebe durch das Erreichen des Pensionsalters vieler Unternehmer vor der Übernahme. So werden für die Dekade 2009 bis 2018 rund 57.500 Unternehmensübergaben kleiner, mittlerer und Einper-

sonenunternehmen der gewerblichen Wirtschaft erwartet. 2011 war ein rekordverdächtiges Jahr mit 6700 Übernahmen. „Besonders erfreulich ist der Frauenanteil bei den Übernahmen 2011. Dieser lag bei 42 Prozent“, erklärt Elisabeth Zehentner, Bundesgeschäftsführerin der Jungen Wirtschaft in der Österreichischen Wirtschaftskammer (WKO), zu der auch das Gründerservice gehört. Bei den Tischlern und im Holz verarbeitenden Gewerbe waren es immerhin 87 Übergaben – also knapp ein Drittel der Neugründungen. Dabei muss man zwischen familieninternen und -externen Nachfolgen unterscheiden. Beim ersten Modell gewinnt neben der traditionellen Nachfolge zwischen Eltern und Kindern erstaunlicherweise die Übertragung des Betriebes innerhalb derselben familiären Generation, zum Beispiel unter Geschwistern, an Bedeutung. Gegenüber einer Neugründung ist die Weiterführung eines bestehenden Unternehmens in vielerlei Hinsicht von Vorteil. Mitarbeiter und Arbeitsprozesse sind bereits eingespielt und die erforderlichen Infrastrukturen sind vorhanden. Außerdem entfällt durch den vorhandenen Kundenstock die langwierige Anlaufphase, weil sich das Unternehmen am Markt bereits positioniert hat. Was ein bisschen danach klingt, sich ins „gemachte Nest“ setzen zu können, ist ohne Eigenengagement jedoch nicht möglich. Die Herausforderung liegt vor allem darin, an den Status quo anzuknüpfen, bestehende Produkte und Dienstleistungen zu überdenken und gegebenenfalls mit eigenen Ideen zu ergänzen. Dabei ist der Wunsch nach Selbstverwirklichung neben dem Erreichen einer flexiblen Zeiteinteilung eine der wesentlichen Motivationen für den Antritt der Nachfolge. Bei familieninternen Übernahmen spielt naturgemäß immer auch der Fortbestand der Familientradition eine Rolle. guT BeraTen

Wer sich für die Übernahme eines Betriebes entscheidet, kann sich beispielsweise an das Gründerservice der WKO wenden. Die Beratungen werden in den Landeskammern und Bezirksstellen abgehalten und sind regional unterschiedlich. Auch online finden Unternehmer und Übergeber viele Informationen, die sie

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Fotos: privat; Illustration: Just, Coloration: Cecile M. Lederer/butjabutja - multicrossmedia, istock

alTernaTiVe zur neugrünDung


BrennpunkT

für den Start ins Unternehmertum benötigen. zwei bis drei Jahre sind der Richtwert für den Jede Firmenübergabe ist dabei individuell zu Zeitraum von der Planung bis zur erfolgreichen beurteilen – ein Patentrezept gibt es nicht. Pri- Umsetzung. Es empfiehlt sich, eine vorausmär gilt es, einen geeigneten Nachfolger zu schauende Übergabestrategie auszuarbeiten, finden. Sollte dieser familien- oder betriebsin- die alle betriebswirtschaftlichen, finanziellen tern nicht verfügbar sein, listet die Nachfol- und personellen Aspekte umfasst und auch die gebörse der WKO Nachfolgeangebote und An- rechtlichen Folgewirkungen berücksichtigt. Als fragen je nach Branche und Bundesland. Check- Wegweiser dafür kann der „Leitfaden zur Belisten für Übergeber und Übernehmer sollen in triebsnachfolge“ der WKO für Betriebserwerber weiterer Folge Klarheit über Grundsätze und und Betriebsübergeber dienen. Wer sich daran Zielvorstellungen beider Parteien bringen, um hält, ist von der Ermittlung des UnternehmensMissverständnisse von vornherein zu ver- werts über Fragen des Mietrechts, der steuermeiden. lichen Situation, Haftungsfragen und der Gültigkeit von Verträgen bis hin zu erbschaftsüBergaBe nach plan rechtlichen Themen gut beraten. Immerhin gab Ist der richtige Nachfolger einmal gefunden, es laut einer Studie der KMU Forschung Austria kann die Regelung der Nachfolge beginnen. in rund 39 Prozent der Übergaben (Stand 2006) Dieser Prozess sollte rechtzeitig und vor allem einen konkreten Plan zur Nachfolgeregelung. vorausschauend passieren. Durchschnittlich Ergänzend zu den Leitfäden bietet das Gründer-

» nicht zuletzt ist es eine emotionale hürde, den eigenen Betrieb, der oftmals das persönliche lebenswerk darstellt, den geschicken anderer zu überlassen. «

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BrennpunkT

konflikTpoTenzial

Im Hintergrund eines jeden Generationenwechsels herrscht eine gewisse Anspannung darüber, den oft unvermeidlichen Interessenkonflikt beider Beteiligten in den Griff zu bekommen und obendrein Kunden, Lieferanten und die eigene Belegschaft trotz Umstellung halten zu können. Nicht zuletzt ist es eine emotionale Hürde, den eigenen Betrieb, der oftmals das persönliche Lebenswerk darstellt, den Geschicken anderer zu überlassen. „Die Übergabe durch die ältere Generation wird oft sehr lange hinausgezögert. Dadurch erfolgt die verantwortungsvolle Einbindung des Nachfolgers meist viel zu spät“, sagt Zehentner. zukunfT aBsichern

» Die übergabe wird durch die ältere generation oft sehr lange hinausgezögert. Dadurch erfolgt die verantwortungsvolle einbindung des nachfolgers meist viel zu spät. « Elisabeth Zehentner, Bundesgeschäftsführerin Junge Wirtschaft/WKO

Stärken und Schwächen des zu übernehmenden Betriebes sowie die bisherige Unternehmensentwicklung sind vorab sorgfältig abzuwägen, um eine Insolvenz nach der Übernahme auszuschließen. Aufbauend auf den wirtschaftlichen Kennzahlen wie auch auf der Beurteilung von Markt und Wettbewerb sollte der Übernehmer daher angehalten werden, einen Geschäftsplan für einen drei- bis fünfjährigen Planungszeitraum zu erstellen. Dabei ist es von Vorteil, diesen gemeinsam mit dem Übergeber auszuarbeiten. Letztlich wird der Geschäftsplan deutlich zeigen, ob das Unternehmen auch unter der neuen Führung nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich sein kann. Investitions- und Finanzplan ergeben sich aus dem Geschäftsplan und legen den Finanzierungsbedarf fest. finanzierung

Im Rahmen der Übergabe stellt sich eine Reihe von Finanzierungsfragen. Grundsätzlich ist unter einer Betriebsübernahme der vollständige Kauf eines bestehenden Unternehmens zu verstehen, wobei der bloße Anteilskauf, auch mehrheitlich betrachtet, nicht dazu zählt. Die Finanzierung kann durch Eigenmittel oder Fremdmittel, wie zum Beispiel Darlehen oder Bankkredite, über Einmalzahlung oder Ratenzahlung erfolgen. Die Schenkung des gesamten Betriebes und die Un te r n e h m e n s nachfolge im

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Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge ist vor allem bei familieninternen Übernahmen ein Thema. Generell sollte bei jedem Übernahmemodell die Steuerbelastung für beide Parteien verkraftbar sein. Daher empfehlen sich Maßnahmen zur steuer-, güter- und erbrechtlichen Optimierung. Zuschüsse können erst dann angefordert werden, wenn die Finanzierung als gesichert gilt. EU, Bund und andere Institutionen stellen für Jungunternehmer unterschiedliche Förderungen zur Verfügung. erfolgreich üBernoMMen

Um sicherzustellen, dass der Betrieb auch in Zukunft gut läuft, bedarf es vorab einer gründlichen Unternehmensprüfung. Dabei ist es von Vorteil, selbiges bereits zu kennen, wie das Beispiel von Martin Steinbrecher zeigt. Der 26-Jährige war zuvor sechs Jahre im Unternehmen – ein Holzbau- und Bautischlerbetrieb – tätig und wollte sich ohnehin selbstständig machen, als betriebsintern erste Überlegungen zur Nachfolge des Seniorchefs Erich Köberl laut wurden. Nachdem Steinbrecher als Einziger die Meisterprüfung absolviert hatte, sollte er dem Sohn Erich Köberls, Rudolf Köberl, vorgezogen werden. „Das Anrecht auf die Firma hatte eigentlich Rudolf. Wir haben uns darauf geeinigt, die GmbH prozentuell aufzuteilen, um den Familienbetrieb in diesem Sinn aufrechtzuerhalten“, erklärt Steinbrecher. Rudolf Köberl erhielt 40 und Steinbrecher 60 Prozent, „denn auch wenn beide an einem Strang ziehen, sollte es immer nur einen Chef geben“, so Steinbrecher. hafTungsfrage

Ein heikles Thema bei jeder Übernahme ist die Haftungsfrage, da der Übernehmer die technische Gewährleistung der alten Firma antreten würde und somit für etwaige Folgeschäden haftet. Außerdem könnte der Nachfolger für betriebliche Steuerschulden und andere Altlasten verantwortlich gemacht werden. Um sich dagegen abzusichern und zwischen beiden Parteien klare Haftungsverhältnisse zu schaffen, sollte der Kaufvertrag eine Freistellungserklärung beinhalten. Alternativ dazu entschieden sich Köberl und Steinbrecher dazu, das Mutterunternehmen nach Jahresabschluss stillzulegen und mit einer Neugründung ins neue Geschäftsjahr zu starten. Alle Mitarbeiter wurden übernommen, Werkstatt, Maschinen und Betriebsausstattung gepachtet. Die Übernahme verlief ganz im Sinne des Seniorchefs. Dieser kann sich jetzt darüber freuen, dass der Betrieb in der Weise weitergeführt wird, wie er ihn aufgebaut hat. www.gruenderservice.at www.nachfolgeboerse.at

Fotos: privat; Illustration: Just, Coloration: Cecile M. Lederer/butjabutja - multicrossmedia, istock

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Highlight

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D

er vielleicht größte und schwerste Tisch des Landes steht seit Kurzem in einem Sitzungszimmer über der Mehrzweckhalle in Eugendorf in Salzburg: Fünf mal neun Meter massives Nussholz, insgesamt mehr als zweieinhalb Tonnen schwer, das sind die Eckdaten des vom ebenfalls in Eugendorf ansässigen Tischlermeisters Herbert Elsenwenger und seinem Team gefertigten, in jeder Hinsicht beeindruckenden Tisches (Entwurf: Architekturbüro Lechner-LechnerSchallhammer). In der Höhe besteht das gewichtige Möbel aus zehn verleimten Schichten, die wiederum aus jeweils zwanzig Einzelteilen bestehen. Der freie Bereich in der Mitte des Tisches zeigt die Umrisse des Gemeindegebiets von Eugendorf. Für die aufwendigen Fräsarbeiten kooperierte Elsenwenger mit dem Tischlermeister Wolfgang Moser aus Schleedorf. Zusammengesetzt wurde der Tisch Stück für Stück vor Ort – für einen Transport als Ganzes wäre er auch mit Sicherheit zu unhandlich gewesen. www.elsenwenger.at

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Text: Thomas Prlic


highlighT

geWichTig

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Aktuelles & Wirtschaft

Neuer Verkaufsleiter Österreich ist seit jeher einer der wichtigsten Zielmärkte des Fenster- und Türenherstellers Bayerwald. In Zukunft will man sich auf diesem Markt noch prominenter positionieren und hat dazu die neue Position des Verkaufsleiters Österreich geschaffen. Mit diesem Posten wurde Christoph Hatheuer betraut, der bereits seit 14 Jahren als Fachberater für Bayerwald tätig ist und zuletzt als Teamleiter ­Österreich den Aufbau eines erfolgreichen Vertriebsnetzes im Land maßgeblich mitbestimmt hat. bayerwald-fenster-tueren.de

Führungsposition

Dorma schafft Umsatzmilliarde Die Dorma-Gruppe hat erstmals in ihrer Geschichte eine Milliarde Euro umgesetzt. Das Unternehmen steigerte im Geschäftsjahr 2011/12 (30.06.) nach vorläufigen, noch nicht testierten Angaben seinen konsolidierten Nettoumsatz auf etwas über 1 Milliarde Euro (Vorjahr: 944,4 Millionen Euro). Der neue Umsatzrekord unterstreicht auch den Erfolg des Wachs-

tumsprogramms „Dorma 2020“. Mit dem Programm strebt das Unternehmen an, seinen Umsatz bis zum Jahr 2020 auf zwei Milliarden Euro zu steigern und seine Mitarbeiterzahl auf rund 10.000 Mitarbeiter zu erhöhen. Dabei verfolgt Dorma das Ziel, seine Präsenz auf 80 Länder weltweit auszudehnen. www.dorma.de

Patrick C. Lilienthal (42) ist neuer Leiter Projektgeschäft International beim Schweizer Schiebebeschlagshersteller Hawa AG. Aus leitenden Positionen und aus Projekt-, Key-Accountund Verkaufstätigkeiten in verschiedenen Branchen bringt Patrick C. ­Lilienthal umfassende berufliche Erfahrung mit. Der Fokus seines Aufgabenbereichs liegt auf der Bearbeitung und der Weiterentwicklung des weltweiten Hawa-Projektgeschäfts. www.hawa.ch

Managmentwechsel

Die Nachfrage nach Innenfensterbänken bleibt rückläufig. Neben einem schwachen Fenstermarkt macht den Anbietern der Trend zu bodengleichen Fenstern zu schaffen, berichtet das Marktforschungsinstitut Kreutzer Fischer & Partner. Der Absatz von Innenfensterbänken schrumpfte 2011 um ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 1,24 Mio. Laufmeter. Verantwortlich dafür ist der leicht rückläufige Fenstermarkt, dazu kämpft die Branche mit dem Trend zu bodengleichen Fenstern bzw. dem Ersatz von Fenstern durch Fenstertüren. Würden nicht gleichzeitig im Neubau im Schnitt die Fensterflächen pro Gebäude signifikant steigen, wäre die Markterosion noch größer. Während die Nachfrage bei Postforming- und Formpressprodukten schrumpft, erheben die Marktforscher dafür ein robustes Wachstum bei Gussmarmor und bei Naturstein. Infolge bleibt auch der Herstellerumsatz insgesamt leicht positiv. Im Jahr 2011 wurden mit Innenfensterbänken am österreichischen Markt 14,4 Mio. Euro umgesetzt, um 1,2 Prozent mehr als 2010.

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Der Bodenbelagshersteller Pergo hat seine Vertriebsorganisation geändert. Tor Ivar Riise (re.) übernimmt die Funktion des Sales & Marketing Director. In dieser Rolle ist er für die gesamten Vertriebs- und Marketingaktivitäten in 14 europäischen Ländern zuständig. Torbjørn Linge (li.) übernimmt künftig die Verantwortung für den Bereich Geschäftsentwicklung bei Pergo. www.pergo.com

Fotos: Bayerwald, Hawa, Pergo, VBH, thinkstock

Fensterbänke rückläufig


Aktuelles & Wirtschaft

Halbjahresbilanz bei VBH Die VBH Holding AG, Europas größtes Handelshaus für Fenster- und Türbeschläge, erzielt im ersten Halbjahr 2012 mit 338 Mio. Euro einen Konzernumsatz fast auf Vorjahresniveau (2011: 349,8 Mio. Euro). Deutschland ist weiterhin der umsatzstärkste Markt. Der Umsatz des Konzerns liegt bei schwierigem internationalem Umfeld mit 3,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres und damit insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit -8 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 0,6 Mio. Euro. Die VBH Holding AG konzentriert sich in Zukunft auf Märkte, in denen maßgebliche Ergebnisbeiträge für den Konzern erzielt werden. Als Konsequenz wird sich die VBH weitgehend aus Asien zurückziehen sowie in der Türkei umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen durchführen. www.vbh-holding.com

Kaufzurückhaltung in Europa Die Europäer halten sich mit größeren Anschaffungen derzeit merklich zurück, melden die Spitzenverbände der deutschen Holzund Möbelindustrie HDH und VDM. Wie aus dem gerade veröffentlichten internationalen Barometer der GFK hervorgeht, sind insbesondere Briten, Italiener, Griechen und Portugiesen zurückhaltend, wenn es um den Kauf von Möbeln, Autos & Co. geht. Deutlich konsumfreudiger präsentieren sich Bulgaren, Österreicher und Deutsche. Beim Blick über den Teich in die USA sind positive Tendenzen erkennbar: Die Anschaffungsneigung verbessert sich leicht und auch die Konjunkturerwartungen gehen deutlich nach oben.

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Nachhaltigkeit im Blick

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Aktuelles & Wirtschaft

Kantenanleimmaschine Ambition 1660 von Brandt

Der steirische Fenster- und Türenhersteller Gaulhofer baut um 6,5 Mio. Euro die Kunststofffensterproduktion in seinem Werk in Mäder, Vorarlberg, aus. Die umfangreichen Investitionen in Maschinen und Workflow sollen den Produktionsprozess um 20 Prozent beschleunigen und damit die Kapazität am Standort deutlich steigern. Das Werk in Mäder in Vorarlberg ist neben dem GaulhoferHauptsitz im steirischen Übelbach der zweite Produktionsstandort des Unternehmens. Seit 1988 werden hier Kunststoffund Kunststoff-Alu-Fenster hergestellt. Vor drei Jahren startete man einen umfassenden Modernisierungsprozess, der sich über alle Bereiche des Betriebes erstreckt: Neben der Erneuerung des Maschinenparks wurde das gesamte Ablaufmanagement auf zukunftsweisende Mechanismen umgestellt. Als Ökoprofit-Partner ist die Gaulhofer-Produktion in Mäder auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Schon heute stam-

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men bis zu 80 Prozent des Rohstoffs für die Kunststoffprofile aus dem Wiederverwertungsprozess. Gleichzeitig sind die Fenster aus Mäder (Uw-Bestwert von 0,59 W/m2K) energetisch hoch effizient. Während in Mäder ausschließlich Kunststoff- und Kunststoff-Alu-Fenster und -Türen produziert werden, konzentriert sich die Produktion in der steirischen Zentrale auf Holz- und Holz-Alu-Fenster und -Türen. Insgesamt verlassen rund 230.000 Fenster- und 5000 Türeinheiten pro Jahr die beiden Werke. In Zukunft soll diese Zahl weiter steigen, nicht zuletzt aufgrund der Investition in Mäder und des verstärkten Engagements im Ausland. Mit einem Exportanteil von 38 Prozent zählt Gaulhofer zu den international erfolgreichsten Unternehmen der österreichischen Baustoffindustrie. 2011 erwirtschaftete die Gaulhofer Industrie Holding mit 550 Mitarbeitern rund 82 Mio. Euro. www.gaulhofer.at

Homag kauft Brandt ganz Die Homag Group AG hat mit 30. Juli 2012 die noch fehlenden Anteile an der Brandt Kantentechnik GmbH erworben und damit ihre Beteiligung von 70 auf 100 Prozent erhöht. Veräußert wurden die Anteile zu gleichen Teilen von den Geschwistern Marianne und Heinrich Brandt, die sich altersbedingt aus der unternehmerischen Verantwortung zurückziehen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Brandt gehört seit 1976 Homag und produziert in erster Linie Kantenanleimmaschinen im Bereich des Handwerks. „Traditionell steht Brandt für exzellente Produktqualität und hohe Zuverlässigkeit“, betont Hans-Die­ ter Schumacher, Finanzvorstand der Homag Group AG. Die jetzt erfolgte Aufstockung der Anteile an Brandt erklärt er als „einen weiteren Schritt zur Vereinfachung unserer Konzernstruktur. Zudem ergeben sich im Konzern dadurch Steuervorteile und weitere Synergien, die wir nutzen werden.“ Für die Mitarbeiter von Brandt bedeutet die komplette Übernahme durch die Homag Group eine Fortführung der bisherigen strategischen Ausrichtung und ­damit weiterhin Kontinuität. www.homag-group.com

Fotos: Brandt, Gaulhofer

Gaulhofer investiert 6,5 Mio.


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Michael Frauscher, einer der Geschäftsführer, führt durch die Werft. In seiner Hand ein Modell der 1017 GT. Länge: 998 cm, � Breite: 299 cm, Motor: 2 x 300 – 430 PS, Personen: 8. Preis: ab € 301.428,– (inkl. 20 % MwSt)

Die Bootsbauerfamilie Frauscher vom Traunsee in Oberösterreich gibt gehörig Gas mit ihren handgefertigten Jachten und lässt jedes Prolo-Schinakl daneben alt aussehen. Interview: cecile M. lederer

ie Werft der Familie Frauscher am al- Tischler Journal: Wo liegen die Wurzeln des Folgen Sie aktuellen Trends beim Design? Vom klassischen Stil im Bootsbau sind wir ten Produktionsstandort in Gmunden heutigen Betriebs? platzt bereits aus allen Nähten und die en- Michael Frauscher: Uns gibt es seit 1927 als sehr weit entfernt, weil wir kaum Schnickgen Räumlichkeiten stehen momentan in Familienbetrieb. Der erste Standort befand schnack verbauen. Hauptsächlich machen argem Kontrast zu den schnittigen Jachten, sich noch in Wien. Der Großvater Engelbert wir, was uns gefällt, und das ist klares, puFrauscher wurde nach dem Krieg von den ristisches Design. die dort geplant und gefertigt werden. Umso größer ist die Spannung, mit der die Amerikanern zwangsverpflichtet, weil sie Aber wir orientieren uns auch an unseren Fertigstellung der neuen Werft nahe der einen Bootsbauer brauchten. Seit dem sind Kunden. Wir schauen uns an, wie sich diese einrichten, was als Mode getragen wird und Autobahn A1 bei Laakirchen erwartet wird. wir am Traunsee zu Hause. welches Auto gefahren wird. Vereinzelt flieAuf 35.000 m2 Grund werden 3000 m2 Fläche verbaut mit dem Ziel, künftig mit mehr Wie kam es zu der Idee, nicht einfach nur ßen solche Details auch in die Ausstattung Mitarbeitern eine höhere Stückzahl und Boote, sondern so aufsehenerregende mit ein. Zum Beispiel als Chanel-Steppung größere Jachten zu fertigen. Die Zusam- Boote zu bauen? bei den Polsterbezügen. Sonderwünsche menlegung von Produktion, Verkauf, Mar- Wir haben ja bisher auch schöne Segelboote sind natürlich auch möglich. Für einen keting und Controlling an einen einzigen und Elektroboote gemacht. Trotz Krise geht europäischen Kunden haben wir ein rosa Standort ist keine reine Prestigesache, son- der Trend vor allem zu teuren, kräftigen Boot gebaut und der Scheich hat seinen dern verbessert wesentlich die Prozesse Motorbooten. Diesem Ruf sind wir gefolgt Fernseher und eine feine orientalische Taund interne Kommunikation. und bauen unsere Boote mit erotischer Aus- pezierung bekommen. strahlung, die zwar luxuriös, aber Aber unsere Philosophie ist es, zu garantienur mit dem Nötigsten ausgestattet ren, dass das Ding funktioniert und gut sind. Erotik statt Porno, sagen wir aussieht. bei uns intern. Und was will der Kunde?

Bemerkenswert: Ihre Kunden stammen mittlerweile aus ganz Europa, USA, Asien und Australien …

Gewünscht sind vor allem schnittige, starke Männerspielzeuge, Wir werden oft gefragt: „Wie könnt ihr zwidie einwandfrei funktionieren schen den Bergen Boote bauen. Das ist ja so, müssen. Darin liegt der wahre als würde man in Holland skifahren.“ Es Wert. Der Worst Case wäre „Still- sind aber alle guten Marken auf den kleistand“. nen Seen in Österreich, der Schweiz, Nord-

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Fotos: Cecile M. Lederer/butjabutja - multicrossmedia

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italien und Amerika entstanden, weil man da Boote als Luxusspielzeug sieht. Wir haben schon vor dem schwierigen Jahr 2009 und besonders während der Wirtschaftskrise auf den internationalen Markt gedrängt. Auch wenn die Mentalitäten verschieden sind – wir sind unserer Kundschaft sehr ähnlich und sprechen dieselbe Sprache: Wir wollen Spaß und Stil. Wir fürchten uns nicht, etwas Neues anzupacken – wir machen es einfach. Als Österreicher müssen wir uns halt beweisen. Der Entwicklungsleiter Thomas Gerzer („GT“) testet die Ergonomie des Steuerstandes der neuen Frauscher 1017LIDO. Michael Frauscher freut sich über das gelungene Design.

Welche Marken stehen zu Frauscher in Konkurrenz?

Das ist schwierig zu beurteilen, weil es sich in letzter Zeit ununterbrochen ändert. Werften verschwinden, werden verkauft, tau-

» Unsere Konkurrenz ist der Swimmingpool und die Designerküche. Wenn das Freizeitbudget erschöpft ist, kauft man sich kein Boot. «

chen wieder auf. Momentan ist ein Hauen che. Wenn das Freizeitbudget erschöpft ist, und Stechen am Markt. Im Großen und dann kauft man sich kein Boot. Ganzen sind es die italienischen Motorboote von Riva, die Klassiker von Chris Craft, dem Produzieren Sie ihre Jachten ausschließlich amerikanischen Bootsbauer, und die reinen in Handarbeit? Holzboote für Liebhaber von den zwei Wir fertigen 100 Prozent mit der Hand. Es Schweizer Firmen Bösch und Pedrazzini. gibt für uns keine Fertigteilzulieferer, weil Die tatsächliche Konkurrenz ist aber der wir auch die Details selbst entwerfen und Swimmingpool und die neue Designerkü- bei Betrieben in der Umgebung bauen las-

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79.822 Personen besuchten die Messe 2012 87% waren mit Österreichs größter Möbelmesse sehr zufrieden 82% der Besucher haben die Absicht ihr Zuhause in der nächsten Zeit neu zu gestalten Zwei Drittel hatten konkrete Kaufabsichten und zwar mit einem Gesamtvolumen von über 100 Millionen Euro Drei Viertel planen die Messe 2013 wieder zu besuchen 89% empfehlen die Messe jederzeit gerne weiter

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sen. Sogar Computer kommen bei uns im Wesentlichen nur im Controlling vor. Thomas Gerzer ist unser eigentliches Genie. Er ist der Entwicklungsleiter, zeichnet alles per Hand und baut die Modelle. Die Initiale „GT“ in einer unserer Produktreihen steht für seine Handschrift und nicht, wie landläufig behauptet wird, für „Gran Tourismo“. Welche Rolle spielen Holz und der Beruf des Tischlers bei der Herstellung?

Holz spielt insofern eine Rolle, weil es für

» Der Bootsbauer muss den instinkt eines Tischlers haben, weil dieser gewohnt ist, das fertige produkt im auge zu behalten. «

Platz genug: 3000 m2 umfasst die verbaute Fläche der neuen Werft.

Prinzip (Anm.: Es verbindet die Produktivi- kommen wir eine Menge an guten Rattät der Massenproduktion mit der Qualität schlägen und Ideen. Das bringt viel. Wir der Werkstattfertigung). Zunächst stand ei- sind vor allem offen für neue Konzepte. Der ne neue Ordnung im Fokus. Vater gilt ja schon als ein weltweiter Pionier Die unübersichtliche Vorratslagerhaltung auf der Elektrobootschiene. Und vor drei ist weggefallen und dazu wird das „First in Jahren haben wir mit Fronius gemeinsam – First out“-Prinzip angewandt. Zum Leid- das erste TÜV-geprüfte, serienmäßige wesen meiner Frau mache ich das sogar Brennstoffzellenfahrzeug der Welt gebaut. schon im eigenen Haushalt, weil mir dieses Erst kürzlich haben wir zum Beispiel das Prinzip schon so in Fleisch und Blut überge- erste serienmäßige Hybridboot der Welt gangen ist. Die Prozesse haben wir syn- gebaut, gemeinsam mit Steyr Motors. Allerchronisiert und standardisiert. Wir haben dings sind die Einsatzbereiche dafür bedie Anzahl der Lieferanten halbiert, auch grenzt, weil die Motoren sehr teuer sind. Lehrreich: Frauscher bildet pro Jahr einen Lehrling wenn es zum Teil teurer ist, dafür kaufen Wir sind einfach leicht zu begeistern. Solche aus. Auch Schnupperpraktika sind möglich. wir paketweise ein und haben weniger Pa- Dinge machen uns Spaß. Nicht umsonst bepierkram. Die Mitarbeiter bekamen eine titeln wir uns als „Engineers of Emotions“. Luxus und Komfort steht. Es dient vor allem Stimme in Form von Plakaten, auf denen Allerdings werden wir uns in nächster Zeit als Dekoration und hat gute Eigenschaften Einfälle und Ideen notiert werden können. ein bisserl mehr mit Standards befassen in der Rutschfestigkeit. Wir verbauen Zudem kann man an jeder Stelle direkt in müssen. www.frauscherboats.com hauptsächlich Teakholz. Allerdings haben die Produktion eingreifen, somit werden unsere Boote in der Regel mehr Metallwert gleich die Fehler vermieden, die sonst erst als Holzwert. Ein Bootsbauer ist eigentlich bei der Qualitätskontrolle aufscheinen und Das unternehmen kein guter Tischler, weil ja alles an einem zu Zeitverzögerungen führen würden. Geführt wird die Frauscher BootsBoot gebogen ist. Allerdings muss man als Durch die Summe aller Maßnahmen haben werft GmbH & Co KG von Michael Bootsbauer den Instinkt eines Tischlers be- wir jetzt einen schlanken Betrieb. Frauscher, Stefan Frauscher und sitzen, weil der Tischler gewohnt ist, immer Sie haben Ihre Werft nun vergrößert und Andrea Frauscher-Oberfrank. Prokuauch das fertige Produkt zu sehen. die unterschiedlichen Standorte zusamrist ist Andreas Ahammer. Als War die Krise bei Ihnen spürbar? Was hat mengeführt. Bootsbauunternehmen gehört der sich in Ihrem Unternehmen geändert? Unser neues Produktionssystem passt auch 1927 gegründete Familienbetrieb Wir haben unseren Betrieb brutal ändern perfekt in die neue Werft. Die vielen Glasder Tischlerinnung an. Die Werft müssen. Jetzt arbeiten wir nach dem Toyota- flächen schaffen Transparenz. Es gibt gefertigt mit 35 Mitarbeitern zwischen nug Licht, einen Kran, ein großes Testbe80 und 100 Boote pro Jahr für den cken und viel Platz. nationalen und internationalen Markt. Und was wird die Zukunft bringen? Sehr schöne Videos findet man Oft sitzen wir mit den tüchtigsten Leuten unter dem YouTube-Channel Europas zusammen, die von unseren Boowww.youtube.com/user/ ten begeistert sind, am Traunsee bei einem frauscherboats?feature=watch. weißen Spritzer. In solchen Gesprächen be-

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WirTschafT

kürzere lieferzeiten gefragt Ein Großteil der Kunden wünscht sich eine Lieferung neuer Möbel innerhalb der ersten vier Wochen nach dem Kauf. Zwei Drittel würden dafür auch einen Aufpreis bezahlen, besagt eine aktuelle Fraunhofer-Studie. wissen bezüglich der Durchlaufzeiten bei den Mitbewerbern nur wenig Bescheid. Dabei sehen die Betriebe in der Verkürzung der Durchlaufzeit einen signifikanten Wettbewerbsvorteil und auf lange Sicht tendenziell eine Ursache für einen Kundenverlust. kleinere iM VorTeil

Insgesamt beteiligten sich an der Umfrage 21 Firmen unterschiedlicher Größe aus Deutschland und Österreich, darunter sowohl Tischlereien als auch industriell fertigende Unternehmen und einige reine Handelsfirmen. Mehrheitlich sind in der Umfrage Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern vertreten. Statistisch gesehen mag die Untersuchung damit zwar nicht repräsentativ sein, man könne aber trotzdem gut Tendenzen für die Möbelbranche ableiten, sagt Studienleiter Riester, der einräumt, dass die Problematik eher in den Industriebetrieben als in den Tischlereien vorherrschend sei. Kleinere Unternehmen können oft flexibler agieren als an riesige Maschinenparks gebundene Industriebetriebe und sind in Sachen Optimierung von Arbeitsabläufen deshalb durchaus im Vorteil (red). www.fraunhofer.at Über ein Drittel der befragten Kunden hat beim Möbelkauf schlechte Erfahrungen gemacht und war trotz eingehaltener Liefertermine unzufrieden mit den Durchlaufzeiten.

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ine aktuelle Studie von Fraunhofer Austria zeigt: Über ein Drittel der befragten Kunden hat beim Möbelkauf schlechte Erfahrungen gemacht und war trotz eingehaltener Liefertermine unzufrieden mit den Durchlaufzeiten. Der Großteil der Kunden wünscht sich zudem eine Lieferung innerhalb von maximal vier Wochen. „Rund zwei Drittel der befragten Endkunden würden für kürzere Lieferzeiten auf eine gleich- oder höherwertige Marke ausweichen bzw. sogar einen Aufpreis bezahlen. Potenziale zur Beschleunigung der Auftragsabwicklung auf Herstellerseite sind vorhanden, müssen allerdings erkannt und genützt werden“, sagt Martin Riester, Leiter der Studie bei Fraunhofer Austria.

Die Zukunft lebt von Ideen

Foto: Fraunhofer Austria Research

hanDlungsBeDarf in Der MöBelBranche

Eine Schlussfolgerung aus der Untersuchung: Bei vielen Firmen besteht Handlungsbedarf zur Reduzierung der Durchlaufzeiten. Mit kürzeren Durchlaufzeiten können Kaufentscheidungen der Endkunden positiv beeinflusst werden. Die Unternehmen müssten kurze Lieferzeiten stärker als Wettbewerbsvorteil an die Kunden kommunizieren, meint der Logistikexperte Riester. Es müssten angelegte Optimierungsprogramme initiiert und die Koordination in der Lieferkette verbessert werden. posiTiVe neBeneffekTe

Fraunhofer Austria führte die Studie in Zusammenarbeit mit den österreichischen und deutschen Möbelclustern sowie in Kooperation mit dem Fraunhofer IPA in Deutschland durch und befragte dazu sowohl Endkunden als auch Möbelhersteller. Eine interessante Erkenntnis auf Unternehmensseite: Viele Firmen

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Virtuelle und reale Möbel bei Egger Egger freut sich über satte Umsatzzuwächse im Vorjahr. Für Tischler bietet der Tiroler Werkstoffhersteller ein virtuelles Designstudio, das Raumerlebnisse im Maßstab eins zu eins möglich macht. Show können Projekte schnell und unkompliziert für die Kundenpräsentation als Fotocollage oder Diashow vorbereitet werden. Damit wird es möglich, die Wirkung von Entwürfen und das Zusammenspiel von Dekoren dem Kunden direkt am Bildschirm, auf dem Laptop oder iPad zu zeigen. Für Tischler besteht die Möglichkeit, die VDS-Profi-Version 30 Tage kostenlos zu testen. Die Demoversion können die Leser des Tischler Journals direkt unter www.egger.com/vds herunterladen. Die Vollversion ist um 199 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer erhältlich. Positive Jahresbilanz

Mit dem VDS-Profi kann der Tischler am Bildschirm virtuelle Möbel erschaffen.

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as Virtuelle Design-Studio (VDS) von auswahl, gibt einen Eindruck über die Egger steht jetzt auch allen professio- Raumwirkung und hilft so bei der Entnellen Nutzern von Egger-Produkten zur scheidungsfindung. Spielerisch können Verfügung. Eigens für Tischler entwickelt Materialkombinationen und individuelle wurde die Visualisierungssoftware VDS Dekorwelten erschaffen werden. GestalProfi, die es dem Anwender ermöglicht, ten können Tischler mit dem VDS Profi Dekore in reellen Raumsituationen ge- den gesamten Raum inklusive Böden, stalten und dem Kunden präsentieren zu Wänden, Decken und Türen. Die Software enthält die gesamte Zoom-Dekorpalette, können. In der Variante VDS HD kann der Entwurf eine breite Auswahl an Wandfarben und mit einem Beamer auf echte, neutrale alle Dekore der Egger-FußbodenkollektiKorpusmöbel projiziert werden, was dem onen. In der Bibliothek stehen 80 RaumKunden neben der Darstellung im Maß- bilder aus privaten und öffentlichen Anstab eins zu eins ein Raumerlebnis zum wendungsbereichen zur Verfügung. Anfassen bietet. Anlässlich der Jahrespressekonferenz am Unternehmens- Unkomplizierte präsentation stammsitz in St. Johann in Tirol führte Über die Schnittstelle zum Roomdesigner Egger einen Muster-Präsentationsraum können die Möglichkeiten der VDS-ProfiRaumvisualisierung zusätzlich erweitert vor. werden. Eigene Projekte können in das Individuelle Dekorwelten Fotostudio geladen und dort individuell Das Programm unterstützt bei der Dekor­ bearbeitet werden. Mit der Funktion

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Im Rahmen der Jahrespressekonferenz legten die Egger-Vorstände eine positive Bilanz über das abgelaufene Jahr. Der Umsatz stieg gegenüber dem vorangegangenen Jahr um 11 Prozent auf 1,963 Milliarden Euro, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg sogar um 15 Prozent auf 262 Millionen Euro, berichtete Vorstandssprecher Thomas Leissing. Zu einem guten Teil sind die Zuwächse auf den Zukauf eines zweiten Werkes in Russland zurückzuführen, das mittlerweile 17. in der Egger-Gruppe. Es liegt in Gagarin zwischen Smolensk und Moskau. Zu dem Werk gehört ein eigener


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Forstbetrieb, aus dem Egger künftig gün- an der ÖBB: „Die Einschränkung des stig seine Rohstoffe beziehen kann. ­ arenverkehrs durch Lkw-Fahrverbote, W Mauterhöhungen und die EinschränErweiterungen und Ausbau kungen der Leistungen durch die Bahn Neben dem Zukauf des Spanplattenwerks verringern unsere Wettbewerbsfähigkeit.“ in Gagarin erweiterte Egger im Vorjahr Die ÖBB habe bei einer Preiserhöhung um das Spanplattenwerk im französischen 30 Prozent ihre Serviceleistungen draRambervillers um eine Beschichtungsan- stisch reduziert. Egger musste daher den lage und ein Lager. Das britische Werk Bahnanteil seiner Transporte von 24 auf 12 Hexham nahm eine neue Imprägnieranla- Prozent reduzieren. Gleichzeitig bedeutet ge, ein neues Luftreinigungssystem und das, dass jedes Jahr 88.000 mehr Lkweine neue Kurztakt-Beschichtungsanlage Fahrten anfallen. in Betrieb. Im rumänischen Radautz entstanden neben der OSB-Anlage eine Leim- Umsatzplus durch neuheiten produktion und eine neue Imprägnieran- Freuen hingegen kann sich Marketingleilage. Das Schichtstoffplattenwerk Gifhorn ter Ulrich Bühler über höhere Umsätze erhöhte mit einer neuen Anlage die dor- beim Möbel- und Innenausbau. Grund datigen Kapazitäten um ein Fünftel. Am für ist nach seiner Beobachtung die verStandort Brilon baut Egger ein neues Be- stärkte Investition privater Haushalte in und sucherforum nach dem Vorbild im Neubau Stammwerk in St. Johann in Tirol. Das WohnungssanieForum Brilon wird in der mittlerweile rung. Gegenüber standardisierten Modulbauweise des Ver- dem Vorjahr hawaltungsgebäudes in Radautz und des ben die Umsätze TechCenters in Unterradlberg errichtet, auf diesem Sekwusste Produktionsleiter Walter Schiegl tor um 16 Prozent zugelegt. Bei bezu berichten. schichteten SpanKritik an der Bahn platten stieg der Heftige Kritik übte Vorstandssprecher Umsatz in Leissing am Rande der Pressekonferenz Deutschland um 7,6 Prozent, in Frankreich um Die Geschäftsleitung 6,1 und in der stellt das Egger-JahresTschechischen ergebnis vor: v. l. n. r. Republik sogar Walter Schiegl (Produkum 8 Prozent. tion), Ulrich Bühler (Vertrieb/Marketing), Auch in ÖsterreiThomas Leissing ch gab es einen – ­(Finanzen/Verwaltung/ wenn auch verLogistik) gleichsweise eher bescheidenen – Zuwachs von 0,8 Prozent. Starke Wachstumsraten beobachtet Egger auch in Russland und der Türkei, zwei Ländern, in denen Egger mittlerweile über eigene Werke verfügt. Zum Umsatzplus beige-

tragen haben die Kollektionsneuheiten Zoom und Floorline. „Das einzigartige Konzept des Dekor- und Materialverbundes inklusive der Kantenmaterialien in Verbindung mit umfangreichen Serviceleistungen traf bei den über 9000 Fachbesuchern auf 92 Veranstaltungen weltweit auf durchwegs positive Resonanz“, erklärte Ulrich Bühler. Und natürlich will Egger auch im laufenden Jahr seine Marktposition ausbauen. Neben neuen Produkten – Kork ergänzt die Fußbodenkollektion – setzt man auf Individualität. So wird es im Sägewerk möglich sein, kundenspezifisch einzuschneiden. Im Dekobereich wird Egger die Produktpalette bei den Kanten ausweiten. Und im Möbelbereich soll es schon bald vier neue Oberflächen geben. www.egger.com

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WirTschafT

firmen von der besten seite Die Innovationsguides von OEWP („Österreichische Wirtschaftsplattform“) zeigen, was Österreichs Unternehmen zu bieten haben. Kernprodukt ist dabei der Guide „Innovation Unternehmen“, der branchenübergreifend Innovationen vorstellt.

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m Mai 2013 erscheint dieser wieder in gibt es auch eine digitale Version, die einer Auflage von über 50.000 Stück. online durchgeblättert werden kann. Bereits der erste Guide „Innovation Unternehmen 2012“ war ein großer Erfolg. frühBucherakTion Dieser wurde der Tageszeitung Wirt- Am 24. Mai 2013 ist es wieder so weit: schaftsblatt beigelegt und überzeugte Dann erscheint ein neuer Guide „Innovagleich auf Anhieb über 35 Unternehmen tion Unternehmen 2013“. Und an diesem – darunter bekannte Firmen wie Josko, die wird bereits fleißig gearbeitet. „Wir wolGreiner Gruppe, LiSec, Kaizen, FACC, len uns jedes Jahr verbessern. Der innovative Charakter der im Guide vertreaber auch viele kleinere Unternehmen. tenen Unternehmen soll durch eine entholzinnoVaTionen sprechende Aufmachung zusätzDer jüngste Spross der Guidefamilie von OEWP, der „Guide Innovation Holz 2012“, ist dieser Ausgabe des Tischler Journals beigelegt. Er markiert einen weiteren wichtigen Schritt im Aufbau einer hochwertigen Guide-Reihe. „Unser Ziel ist es, den Unternehmen einen passenden Rahmen zu bieten, ihre innovativen Leistungen zu präsentieren. Unsere Guides sind dabei vor allem als Nachschlagewerke konzipiert”, erzählt Bernhard Scheubinger, MBA, Geschäftsführer von OEWP. inforMaTion unD unTerhalTung

Ein Erfolgsgeheimnis der Guides ist die Kombination aus nützlichen Infos und genauer Beschreibung der jeweiligen Innovationen. Kontaktdaten und Firmenbeschreibungen werden übersichtlich aufbereitet und ein redaktioneller Artikel stellt die Vorzüge und Anwendungsbeispiele der Innovation vor. Die Unternehmen sparen sich mit einer Präsenz im Guide aber auch viel Aufwand, denn sämtliche Arbeiten werden von der OEWP-Redaktion übernommen. Lediglich vorhandene Unterlagen werden benötigt, auf Wunsch kann auch ein telefonisches Interview geführt werden. „Ein Vorteil ist auch, dass die Unternehmen die redaktionellen Artikel anschließend weiterverwenden können – egal ob als Presseaussendung oder als Text für die Firmenwebseite“, erzählt Scheubinger. Apropos Webseite: Die Guides erfreuen sich auch online größter Beliebtheit. Neben der Verbreitung über Printmedien

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lich betont werden“, sagt Scheubinger. Übrigens: Eine Präsenz im Guide „Innovation Unternehmen 2013“ kann ab sofort gesichert werden. Für Schnellentschlossene gibt es sogar ein Frühbucherangebot. Nähere Informationen erhalten Sie unter Tel. 0732/770582, E-Mail office@ oewp.at sowie auf der Website unter www.oewp.at/innovationsguides.


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Unbefugte Gewerbeausübung Pfuschen ist kein Kavaliersdelikt. Sich nicht an die Gewerbeberechtigung zu halten, kann für einen Betrieb sowohl verwaltungs- als auch strafrechtliche Konsequenzen haben. Und teuer werden. Text: Thomas Prlic

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ie Bundesinnung wurde in den vergangenen Monaten immer wieder mit Fällen konfrontiert, in denen Tischlerbetriebe – manchmal zu Recht, manchmal auch zu Unrecht – wegen einer Überschreitung des Gewerberechts angezeigt wurden. Für die Standesvertreter jedenfalls Anlass genug, ein Informationsblatt über die möglichen Rechtsfolgen bei unbefugter Gewerbeausübung zusammenzustellen und eindringlich auf die drohenden Konsequenzen hinzuweisen. „In solchen Fällen kann die Innung nur bedingt oder gar nicht helfen. Für eine Rechtsübertretung ist immer der Unternehmer selbst verantwortlich. Man sollte sich deshalb immer rechtzeitig gut informieren“, sagt Bundesinnungsmeister KommR. Ing. Josef Breiter. Die Folgen von unbefugter Gewerbeausübung können durchaus gravierend sein: Es droht eine Verwaltungsstrafe von bis zu 3600 Euro. Diese kann dabei rechtlich gesehen nicht nur „pro Auftrag“, sondern sogar pro Kalendertag unbefugter Tätig-

keit verhängt werden. Zusätzlich gilt: Schon die Auftragserteilung ist wegen Beihilfe strafbar. Befähigungsnachweis

Auch unbefugte Gewerbeausübung (sowohl Arbeit ohne Gewerbeschein als auch eine Gewerbeüberschreitung) zählt hierzulande als Pfusch. In Österreich wird unterschieden zwischen freien Gewerben, für die kein Befähigungsnachweis nötig ist (z. B. „Wurzelschnitzer“), den Teilgewerben (z. B. „Zusammenbau von Möbelbausätzen“), für die schon eine vereinfachte Befähigung reicht, sowie reglementierten Gewerben, bei denen bei der Anmeldung ein vorgeschriebener Befähigungsnachweis erbracht werden muss

(z. B. „Tischler“). Wer nicht über die Vorrausetzungen zur Erlangung einer bestimmten Gewerbeberechtigung verfügt, behilft sich in der Praxis manchmal damit, dass er einen Geschäftsführer mit entsprechender Berechtigung einstellt. Dieser muss jedoch laut dem Sozialversicherungsrecht in dem Betrieb ein mindestens zur Hälfte der wöchentlichen Normalarbeitszeit versicherungspflichtiger Arbeitnehmer sein und ist der Behörde gegenüber für die Einhaltung der gewerberechtlichen Vorschriften verantwortlich (§ 39 GewO). In der Praxis bedeutet das, dass jemand nur höchstens zwei Betrieben mit seiner Gewerbeberechtigung zur Verfügung stehen kann.

» Im Falle eines Unfalles stellt sich etwa die Frage, wer mögliche Folgekosten trägt, zudem muss man mit Regressansprüchen der Versicherungsanstalten rechnen. « BIM KommR. Ing Josef Breiter Rechtsfolgen

Bei unbefugter Gewerbeausübung droht eine Verwaltungsstrafe von bis zu 3600,– Euro pro Tag.

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Neben Verwaltungsstrafen drohen bei unbefugter Gewerbeausübung noch mögliche weitere rechtliche Konsequenzen. Für Kunden besteht in solchen Fällen faktisch ein Rücktrittsrecht vom Vertrag, dem Betrieb drohen die Entziehung des Gewerbescheins und Wettbewerbsklagen, dazu kommen noch versicherungstechnische und sicherheitsrechtliche Aspekte: „Im Falle eines Unfalls stellt sich dann etwa die Frage, wer mögliche Folgekosten trägt, zudem muss man mit Regressansprüchen der Versicherungsanstalten rechnen“, erklärt Breiter. Und: Weil eine Haftpflichtversicherung meist nur für eine bestimmte gewerbliche Tätigkeit abgeschlossen wird, ist ein auftretender Schaden in so einem Fall durch die Versicherung meist nicht gedeckt. Wer selbst Anzeige gegen unbefugte Gewerbeausübung erstatten will, kann das direkt bei den zuständigen Behörden (Finanzamt, KIAB, Marktamt, Magistratisches Bezirksamt/Bezirkshauptmannschaft, Sozialversicherung etc.) oder in Wien beim Pfuscherbekämpfungsreferat der Wirtschaftskammer Wien.


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Fachgruppentagung Salzburg Die Fachgruppentagung der Salzburger Tischler findet am Freitag, 28. September 2012, im Freilichtmuseum Salzburg/Großgmain statt. Beginn ist um 14 Uhr mit einer Andacht in der Kapelle, die Tagung startet um 16 Uhr. Neben Informationen zum Bundes­ lehr­lingsbewerb 2013 und Neuigkeiten zur Meisterprüfung informiert die Agentur Frischblut über die Werbemaßnahmen 2013. Außerdem informiert Florian Niedermayr über die Lehrlingsoffensive „tischler@school“.

Christopher Apachou, Thomas Grün, Christoph Koch und Raphael Wohleser schlossen die Prüfung mit Auszeichnung ab. Rechts davon TM Arnold Peinhopf und TM Silverius Griessner.

Erfolgreicher Lehrabschluss Am 14. Juli 2012 fand im Schulungszentrum Fohnsdorf die Lehrabschlussprüfung für Tischler des Bezirks Murau statt. Hoch motiviert gingen die angehenden Tischler-Facharbeiter ans Werk, um theoretisch und praktisch ihre Prüfungen abzulegen. Den Prüfungsvorsitz übernahm in gewohnter Weise Bezirksmeister Silverius Griessner, weiters waren die Dienstnehmer-Beisitzer TM Reinhard Bärntaler und Dienstgeber-Beisitzer TM Arnold Peinhopf tätig. TM Alfred Gruber vom Schulungszentrum Fohnsdorf übernahm die Werkstättenbetreuung. Zu dieser Abschlussprüfung waren zehn Prüflinge angetreten. Vier davon legten die Prüfung mit Auszeichnung ab, zwei mit gutem Erfolg, zwei

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haben bestanden und zwei müssen die Prüfung leider wiederholen. Der besondere Dank von Bezirksmeister Griessner gebührt den Verantwortlichen des Schulungszentrums Fohnsdorf, welche kostenlos die Räumlichkeiten zur Verfügung stellten, sowie den Kommissionsmitgliedern für die Mithilfe zum guten Gelingen der Prüfung. Ohne ihren Einsatz wäre es nicht möglich, die Gesellenprüfung in dieser Form durchzuführen. Mit dem Aufruf an die jungen Tischler, dem Handwerk treu zu bleiben und sich an die drei „H“ (Handwerkerstolz – Handschlagqualität – Handwerkerehre) zu halten, wurden abschließend die Gesellenbriefe verteilt.

Fachgruppentagung Wien Die Wiener Fachgruppentagung findet am Freitag, 5. Oktober 2012, um 15.30 Uhr in der Urania, 1010 Wien, statt. Programm: Berichte aus der Innung, Fachvortrag Betriebsanlagen Ing. Peter Nowak, Vortrag Hofrat Dipl.-Ing. Peter Petzenka (Amtsleiter Arbeitsinspektion), Vortrag Ing. Peter Baumgartner: „Manager müssen Mut machen“.

Fachgruppentagung Steiermark Die steirische Fachgruppentagung findet heuer im Rahmen der Grazer Messe in der Stadthalle am Freitag, 28. September, statt. Am Programm steht ein Besuch der Gemeinschaftsausstellung der Tischler, ab 18 Uhr gibt es ein Infoprogramm mit aktuellen Themen aus der Landesinnung.

Landesinnungstagung Oberösterreich Organisiert von der Arge der Tischler­ innung Braunau findet die oberösterreichische Landesinnungstagung heuer am Freitag, 21. September, in der WKO Braunau statt. Nach dem Rahmenprogramm (Besuch der Landesausstellung in Ranshofen) beginnt ab 16 Uhr in Braunau die Tagung mit Neuigkeiten aus der Bundes- und Landesinnung sowie Vorträgen von ei­nem Mitarbeiter der AUVA, u. a. über Arbeitserleichterungen bei der Plattenverarbeitung, ein Mitarbeiter der Fa. Hius berichtet u. a. über die Schwerpunktaktion des Arbeitsinspektorats.

Fotos: Innung Steiermark

Situation im vierten Quartal 2011: Das Stimmungsbarometer bei den Tischlern – im Gegensatz zur gesamten Sparte Gewerbe/Handwerk – ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.


Innung niederösterreich

MEISTERSCHULE FÜR TISCHLER

NIEDERÖSTERREICH

Die Mk 29 hat dem 30. Jahrgang der Meisterschule Platz gemacht.

Mk 29

Für die neuen Meisterschüler hat die MK 29 ein bisschen aus dem Nähkästchen – oder sollte man besser sagen aus dem Werkzeugkoffer – geplaudert und der Klassensprecher Harald Seidl, Martin Stratznig und Andreas Walter haben einige essentielle Fragen beantwortet. Klassensprecher Harald Seidl / Niederösterreich Was hat Ihnen im Nachhinein betrachtet an der Meisterschule am besten gefallen? „Für mich ist der Umgang mit anderen und das damit erreichte soziale und fachliche Netzwerk entscheidend. Ich habe in diesem Jahr so viele tolle Menschen, sowohl Schüler als auch Lehrer, kennengelernt und hoffe, mit ihnen in Kontakt zu bleiben.“ Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus? „Mein weiterer Weg führt mich in eine Schule in den zwanzigsten Wiener Gemeindebezirk, in der ich seit einigen Wochen unterrichte. Dort werde ich als Werkstättenlehrer in einer Möbeltischlerei tätig sein.“ Was geben Sie dem nächsten Jahrgang mit auf den Weg? „Von Anfang an mit vollem Elan an die Sache heran zu gehen. Die Ausbildung ist unglaublich umfangreich und anstrengend, sodass es erforderlich ist, arbeits- und lerntechnisch immer am aktuellen Stand zu sein.“ Meisterschüler Martin Stratznig / Kärtnen Was bleibt Ihnen von der Meisterschule am positivsten in Erinnerung? „Vor allem der interessante und abwechslungsreich gestaltete Unterricht spricht absolut für die Meisterschule. Speziell die Exkursionen werden mir positiv in Erinnerung bleiben.“

Was haben Sie nach erfolgreicher Absolvierung der Meisterprüfung vor? „Nach meinem verdienten Urlaub werde ich wieder in meine alte Firma zurückkehren, in der ich seit 2005 als Stiegenbauer tätig bin und dort mein Wissen einbringen.“ Einige hilfreiche Tipps für den nächsten Lehrgang? „Die Investition in einen ordentlichen Laptop zahlt sich aus, da er sehr häufig benötigt wird. Macht es euch nicht zu leicht, denn ansonsten werden die letzten Monate zu schlaflosen Nächten.“ Meisterschüler Andreas Walter / Vorarlberg Welche Erinnerung nimmst du von dem Jahr mit? „Das Austauschen von Fachkenntnissen, Erfahrungen und Arbeitsweisen sowie den Zusammenhalt innerhalb der Klassengemeinschaft. Wenn man irgendein Problem hatte, gab es sehr viele Menschen, die einem dabei unterstützen, dieses zu lösen.“ Wie sehen die weiteren Pläne aus? „Ich werde im September als Werkstattleiter in einer Tischlerei anfangen. Meine Aufgaben sind die gesamte Produktion und Montage zu leiten sowie die Ausbildung von drei Lehrlingen zu übernehmen.“ Haben Sie Ratschläge für die nächsten angehenden Meister? „So viel wie nur möglich aus diesem Jahr mitzunehmen – nicht nur schulisch, sondern auch persönlich und sozial.“

Kontakt: Meisterschule für Tischler, 3380 Pöchlarn, Oskar-Kokoschka-Straße 5, Tel.: (0 27 57) 76 90 E-Mail: poechlarn@meisterschule-tischler.at www.meisterschule-tischler.at

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Innung Niederösterreich

LANDESINNUNG

NIEDERÖSTERREICH

Mit Strategie zum Ziel. Die Welt, in der wir leben, ist eine sehr komplexe. In rasantem Tempo zieht sie an uns vorbei oder zieht uns mit. „Manchmal lassen wir uns treiben und dann werden wir zu Getriebenen. Diese Situation habe ich bei vielen meiner Branchenkollegen feststellen müssen und so haben wir die Landesinnungstagung 2012 zum Anlass genommen, um auf die Wichtigkeit von klaren Zielen und Strategien für seinen Betrieb hinzuweisen“, fasst Landesinnungsmeister Kommerzialrat Gottfried Wieland das Motto der diesjährigen Veranstaltung zusammen. Im Rahmen der Podiumsdiskussion wird MMag. Dr. Sophie Karmasin vom Institut für Motivforschung wichtige Impulse zu diesem Thema aus Sicht des Konsumenten geben. • Wie wird der Tischler in der Öffentlichkeit wahrgenommen? • Was muss er tun, um sein Bild zu korrigieren? • Was geht leicht, was geht schwierig?

Wie man es von der Landesinnung Niederösterreich gewöhnt ist, wird dieses Thema nicht nur angerissen, sondern kann dann auch in geförderten Workshops mit ECOPLUS gemeinsam angepackt werden. Denn auf Worte müssen immer auch Taten folgen. So freut es Kommerzialrat Ing. Helmut Mitsch: „Auch für die neuen Projekte haben wir wieder lukrative Förderpakete erarbeiten können, die in Österreich einzigartig sind und um die uns viele Bundesländer beneiden.“ Kommerzialrat Johann Ostermann gibt wieder einen Überblick über die erfolgreichen niederösterreichischen Lehrlinge und wird einmal mehr unterstreichen, wie wichtig das duale Ausbildungssystem für die Wirtschaft Österreichs ist. Was erwartet Sie noch?

Die spannende Diskussion wird wieder der ORF Moderator Karl Trahbüchler leiten. Pünktlich um 9 Uhr beginnt die Veranstaltung und ein kleines Gabelfrühstück erwartet die Besucher.

LIM KommR Gottfried Wieland

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LIM Stv. Ing. Helmut Mitsch

Die kleinsten Tischler finden wieder im Kindergarten Unterkunft und ein aufregendes Programm. An die 35 Aussteller zeigen auf der angeschlossenen Messe die Neuigkeiten für die Branche und geschlossen wird die Veranstaltung mit der beliebten Tombola, wo wiederum Preise im Gesamtwert von über 10.000 Euro an die Anwesenden verlost werden. Der Landesinnungstag lässt auch immer das vergangene Jahr Revue passieren und so kann man sich ein Bild über die vielfältigen Aktivitäten der Landesinnung machen. Kontakte können geknüpft werden und man erfährt aus erster Hand die News der Branche. Diese Chance sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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LIM Stv. KommR Johann Ostermann

AM + BezIM Stefan Zamecnik

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Innung Niederรถsterreich

Einladung zur Landesinnungstagung der Nร– Tischler Samstag, 13. Oktober 2012 WIFI St. Pรถlten, 9 - 18 Uhr

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Tischler Journal 29


Material & Technik

Hörspieler Hörbert In den vergangenen Ausgaben des Tischler Journals gab es verschiedene Varianten für Hüllen und Halterungen für iPads und iPods zu bewundern. Schön langsam wächst daraus eine kleine Serie. Diesmal allerdings ist nicht mehr nur die Hülle, sondern gleich das ganze Gerät aus Holz: Unter dem sehr schönen Namen „Hörbert“ hat die Stuttgarter Manufaktur Winzki einen mp3-Spieler – in diesem Fall: Hörspieler – aus Holz auf den Markt gebracht. Das Gerät ist liebevoll gearbeitet und kindgerecht de­ signt, das Gehäuse ist etwa mit Softwachs speichelfest und schweißecht lackiert, der Buchenholzgriff gänzlich unbehandelt. Die bunten Tasten sind zwar aus Kunststoff, doch dieser ist dafür phtalatfrei. Hörbert soll so allen Ansprüchen an sorgfältige und gesundheitsbewusste Verarbeitung gerecht werden. Bei Bedarf ist der Hörspieler mit einer Gravur personalisierbar. Damit haben sich große und kleine Kinder eine Riesenfreude.

Saubere Waschräume Ein hygienisch sauberer Waschraum ist ein Muss für jeden Betrieb. Gerade auf der Toilette muss man höchstes Augenmerk auf Sauberkeit legen, Sauberkeit auf den ersten Blick reicht da nicht aus. Das Reinigungssystem SafeSeat von Salesianer Miettex entfernt Bakterien zuverlässig und garantiert optimale Hygiene und Sauberkeit. Denn auch wenn der Toilettensitz sauber erscheint, kann sich seit der letzten gründlichen Reinigung durch das Reinigungspersonal ­eine Vielzahl von Bakterien festgesetzt haben. Die Anwendung des SafeSeat-Systems ist unkompliziert: Etwas Reinigungsflüssigkeit aus dem Spender auf das Toilettenpapier sprühen und damit den Sitz abwischen. Das Fluid trocknet innerhalb weniger Sekunden und sorgt für nachhaltig antibakterielle Wirkung. Eine Füllung reicht für circa 1000 Anwendungen, das WC ist somit immer hygienisch ­sauber. www.salesianer.com

Wallner Holzhandel GmbH. 30 Tischler Journal 09/2012

Fotos: Winzki GmbH & Co. KG, Salesianer, Remmers Baustofftechnik, Würth

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MaTerial & Technik

sechsfach-schutz Europaweit dürfen künftig nur noch biozide Holzschutzmittel vermarktet werden, deren Wirksamkeit geprüft wurde und die unschädlich für Mensch und Umwelt sind. Das erfordert ein aufwendiges Zulassungsverfahren. Die Remmers Baustofftechnik hat als eines der ersten Unternehmen diese Zulassung erhalten. Wichtige Remmers-Holzschutz-Kernprodukte wie die HK-Lasur mit Sechsfachschutz sind nun offiziell mit dem EU-Qualitätssiegel (BPD-Zulassungsnummer DE-2012MA-08-00002) ausgezeichnet. Die HK-Lasur schützt Holz vor UV-Strahlung, Feuchtigkeit, Bläue, Fäulnis, Wespenfraß und Schimmel. Die Remmers Baustofftechnik hat die Premium Holzschutz-Lasur bereits 2010 an die neuen gesetzlichen Forderungen angepasst. Neben der Senkung des VOC-Gehalts wurde der Klassiker unter den Holzschutz-Lasuren, wie ihn der Hersteller bezeichnet, auch hinsichtlich des Langzeitwetterschutzes nochmals verbessert. www.remmers.at

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Material & Technik

Möbelschleife für Generationen Zeitloses Design im denkmalgeschützten Kontext und 350 Schubladen, von denen keine der anderen gleicht: Die Neugestaltung des Besucherzentrums im Stift Melk war für Fürst Möbel eine spannende Herausforderung. Text: Thomas Prlic Sichtbeton arbeitete. Projektleiter im Büro Wehdorn war der Architekt Christian Wöhrer. „Das Stift arbeitet in der Regel mit Leuten zusammen, die in Genera­ tionen denken. Mir gefällt dieser Ansatz: etwas zu schaffen, das länger als nur für ein paar Jahre Bestand hat“, sagt Martina Fürst. Mangelware Stauraum

Das Besucherzentrum bildet dabei nicht nur den Eingangsbereich mit Warte-, Sitzund Informationsmöglichkeiten für die Touristen und Besucher, sondern ist gleichzeitig ein Museumsshop, in dem diverse Merchandisingartikel und Druckwerke feilgeboten werden. Die Architekten entwarfen dafür ein zeitloses, in der Formensprache zurückhaltendes Einrichtungskonzept. Neben dem Kassapult am Eingang lag dabei das Hauptaugenmerk auf der Schaffung von Präsentationsflächen für die angebotenen Produkte – und vor allem auf dem dafür notwendigen Stauraum, der mangels eigenen Lagers in dem Gebäudeabschnitt besonders rar war. Die Hauptgestaltungselemente im Shop bestehen so aus in der Raummitte angeordneten Präsentationspulten, in die zwischendurch immer wieder Sitznischen eingearbeitet sind. An den Wänden des stark gekrümmten Raums ziehen

D

ie Firma Fürst Möbel hat bereits eine längere gemeinsame Vergangenheit mit dem Stift Melk. Die ursprünglich ebenfalls in Melk beheimatete und seit 2008 nicht weit davon in Golling an der Erlauf ansässige Tischlerei fertigte für das Stift etwa schon den neuen Volksaltar und richtete unterschiedliche Räumlichkeiten sowie Teile der Dauerausstellung ein. Design für Generationen

» Das Stift arbeitet in der Regel mit Leuten zusammen, die in Generationen denken. Mir gefällt dieser Denkansatz. « Martina Fürst, Geschäftsführerin

So passt es also nur gut in die Firmentradition, dass Geschäftsführerin Martina mäßen Nutzungskonzept stand lange Zeit Fürst und ihr Team im vergangenen Jahr der strenge Denkmalschutz, dem die alt­ auch mit dem Bau der Möbel für das neue ehrwürdigen Gemäuer unterstellt sind, Besucherzentrum in der sogenannten im Weg. Schließlich kam der auf solche Nordbastei betraut wurden. Das Areal hat Projekte spezialisierte Architekt Manfred im Stift eine durchaus wechselvolle Ge- Wehdorn ins Spiel, der ein neues Konzept schichte: Nach den unterschiedlichsten erstellte, dabei auch einige alte Gewölbe Nutzungen lag es während der vergange- opferte und im Erschließungsbereich nenen 20 Jahre brach. Einem neuen, zeitge- ben dem modernen Lift auch mit viel

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Material & Technik

Fotos: Daniela Matejschek, Martina Fürst

Das Unternehmen Die Tischlerei Fürst wurde vor über 130 Jahren in Melk gegründet, 2008 übersiedelte der Betrieb vom Stammsitz im Ortszentrum aus Kapazitätsgründen ins einige Kilometer entfernte Golling an der Erlauf. Die Geschäftsführerin Martina Fürst beschäftigt derzeit 70 Mitarbeiter und ist mit ihrem Betrieb unter anderem auf Projekte und Einrichtungssys­ teme im Krankenhaus- und Pflegebereich spezialisiert, aber auch in Bereichen wie dem Ladenbau oder der Hoteleinrichtung aktiv. Im Betrieb legt man zudem auf das Thema soziale Verantwortung (etwa in der Lehrlingsausbildung) großen Wert und engagiert sich auch für verschiedene Sozialprojekte.

sich lang gezogene Regale, die mit ihren schwarzen Trennelementen wie Rahmen für die darin ausgestellten Weine und Schnäpse wirken. Darunter zieht sich entlang der Wände und in die Nischen hinein wie eine einzige, lange Schleife ein scheinbar raumumfassender Unterschrank.

gerade, die Schränke mussten sich mitsamt den Schubladen den konvexen und konkaven Krümmungen anpassen. Nun dienen die Schränke aber nicht nur als Präsentationsflächen, sondern enthalten auch den für den Shop so wichtigen Stauraum – insgesamt 350 Schubladen fertigten die Tischler von Fürst Möbel für das Bauvorhaben. Und keine davon war wie Raumkrümmung die andere. Die Fachleute bei Fürst behalDie Raumform mit den gebogenen Wän- fen sich dafür mit einem kleinen Trick: den stellte auch in der Herstellung der Gebogen sind nur die Fronten, als AusMöbel die größte Herausforderung dar: gleich für die dahinter liegenden Laden Keines der Möbel entlang der Wände ist sind dazwischen Blenden eingebaut. Sämtliche Möbel im Raum sind in Eiche gefertigt, großteils in Massivholz, zum den Wänden fertigte man kurzfristig einTeil auch furniert. Die Griffe der Laden fache, schmale Rahmen aus Eichenholz. wurden eingefräst und bei den Schränken Eine simple Lösung, die aber für den Gein der Raummitte schwarz hinterlegt, pas- samteindruck nicht unwichtig war. send zu den ebenso schwarzen Seiten- Wie es für Martina Fürst überhaupt zur wänden. „Die Architekten haben hier ne- Firmenphilosphie gehört, gute Architekben der Gestaltung aber auch die Funk­ tur handwerklich und technisch optimal tion nicht vernachlässigt. Das ist schon zu unterstützen, ohne sich dabei gestalteauch wichtig“, ist Fürst voll des Lobes für risch zu sehr aufzudrängen: „Es kommt die Zusammenarbeit mit den Planern. oft vor, dass an uns ästhetische AnfordeAuch sonst entwickelten die Tischler noch rungen gestellt werden, die technisch die eine oder andere Sonderlösung mit nicht so einfach lösbar sind. Wir müssen den Architekten und anderen Hand- dabei darauf achten, dass wir die Ästhetik werksspezialisten: Zusammen mit einem nicht stören, aber trotzdem eine techSchlosser baute man etwa eigene Ord- nisch gute Lösung finden, die für alle nungs- und Präsentationssysteme für Fly- passend ist.“ Ein Arbeitsprinzip, das auch er und Postkarten aus Metall und Plexi- im Melker Besucherzentrum vorbildlich glas. Für die großen Flachbildschirme an umgesetzt ist. www.fuerst-mobel.at

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Material & Technik

Normungsnews aus Stetten Demnächst tritt eine Änderung der Norm für Innentüren in Kraft. Bei einem Besuch bei der Holzforschung Austria (HFA) erhielt das Tischler Journal vorab die wichtigsten Informationen für die Tischlereibetriebe. Text: Jürgen Fragner teile für den Schutz von Naturkatastrophen entwickelt. Die HFA ist für eine große Anzahl von Analysen und Inspektionsverfahren akkreditiert, welche die Bereiche von Fenstern, Innen- und Außentüren, Fassaden, einbruchhemmenden Produkten und Baubeschlägen umfassen. Für Tischler ist der Entwurf der Produktnorm EN 14351-2 für Innentüren besonders interessant, da für diese auch in Zukunft ein CE-Zeichen erforderlich ist. Derzeit werden die Regelungen der ­Bauproduktenverordnung eingearbeitet, wenngleich jedoch noch kein Termin für die Umsetzung absehbar ist. Die vom österreichischen Gesetzgeber verpflichteten Eigenschaften für das CEZeichen, wie beispielsweise Schallschutz-

Seit April 2010 ist der Fachbereich der Holzforschung Austria (HFA) für Fassaden, Fenster, Türen und Beschläge am Standort Stetten bei Korneuburg angesiedelt.

S

eit April 2010 ist der Fachbereich der chigen Fassadenprüfstand mit einer BauHolzforschung Austria (HFA) für Fas- höhe von über sechs Metern nicht mehr saden, Fenster, Türen und Beschläge am zur Verfügung stand. Am Standort Stetten Standort Stetten bei Korneuburg tätig, zu- vor den Toren der Bundeshauptstadt könsätzlich zum Hauptsitz im Wiener Arse- nen mehrere Prüfungen, etwa Einbruchsnal. Dieser Schritt war erforderlich, da hemmung und Schlagregendichtheit, für das Platzangebot zu beschränkt war und einen Hersteller gleichzeitig durchgeeine angemietete Halle für den großflä- führt werden. Das bringt für Kunden ­Kostenvorteile, da Probenanlieferung und Prüftermine optimiert werden können.

Normen überarbeitet Die Überarbeitung der Norm für ­Innentüren führt zu: • Ausgliederung der funktionalen Anforderung in die ÖNorm B 5337, wobei die allgemeinen Abmessungen in der ÖNorm B 5330-1 ­verbleiben. • Die Maße von doppelt gefälzten Türen werden aufgenommen. • Definition der nutzbaren Durchgangslichte • Aufnahme der dreidimensionalen Bänder bei stumpfen (flächenbündigen) Türen. Gültig voraussichtlich ab dem vierten Quartal 2012.

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Forschungs- und Prüfzentrum

Der Fachbereich widmet sich der Erarbeitung und Optimierung sowie der Gebrauchstauglichkeit von Produkten für den Innen- und Außenbereich. Damit sind fertige Bauteile wie auch Grundmaterialien ein Thema. Eignungsnachweise zählen genauso dazu wie Erstprüfungen für die CE-Kennzeichnung mit Zertifizierung der Bauelemente. Die Forschung und Entwicklung beschäftigt sich mit aktuellen Konstruktionen von Fenstern und Türen, insbesondere von thermisch optimierten Modellen. Dabei nimmt die HolzGlas-Verklebung als Schlüsseltechnologie einen wesentlichen Teil der Tätigkeit ein. Weiters werden verbesserte Leistungseigenschaften von Fensterkanteln und Bau-

» Am Standort Stetten können mehrere Prüfungen für einen Hersteller gleichzeitig durchgeführt werden. Das bringt für Kunden auch Kostenvorteile. « kennzahl und U-Wert, finden sich bereits jetzt in der Bauordnung wieder. In absehbarer Zeit sind sie auch in der Baustoff­ liste ÖE des OIB inbegriffen und stellen eine verpflichtende Angabe für Türen dar. Die für Österreich wichtigen Eigenschaften (wie beispielsweise Bedienkräfte, Schallschutz, Verhalten bei Differenzklimabeanspruchung) sind in der neuen ÖNorm B 5337 enthalten. Wesentliche Maße für Innentüren sind in der bekannten ÖNorm B 5330-1 festgehalten, wobei die Normenserie aus 2002 technisch überarbeitet wurde und zukünftig nur noch aus vier Teilen bestehen wird. Damit sind die Abmessungen weiterhin national harmonisiert, die für die Gebrauchstauglichkeit wichtigen Eigenschaften wurden in die ÖNorm B 5337 ausgegliedert. Somit sind in der überar-

Fotos: HolzforschungAustria, Austrian Standards Institute/ Entwurf ÖNorm B 5337:2012 Innentüren - Allgemeine Anforderungen, Entwurf ÖNorm B 5330-1:2012 Innentüren - Teil 1: Allgemeine Maße

Türennormung


Material & Technik

Aus dem Entwurf für die neuen ÖNorm B 5337: Beispiele für die nutzbare Durchgangslichte - Breite

beiteten ÖNorm B 5330-1 nur mehr die allgemeinen Maße und all die anderen Eigenschaften, wie beispielsweise Festigkeit, Klimaklasse und U-Wert, in der ÖNorm B 5937 enthalten. Durch diese Teilung ist es möglich, in den Maßen abweichende Profile einzuschließen, wobei dazu in Ausschreibungen beide Normen anzuführen sind. Mit der Umgestaltung wurden die OIBRichtlinien in Hinblick auf Barrierefrei-

heit einbezogen und der Begriff der nutzbaren Durchgangslichte eingeführt. Darunter wird die Durchgangsbreite bei 90 Grad verstanden, welche beispielsweise in die Öffnung ragende Panikbeschläge berücksichtigt. Notausgangsbeschläge sind davon ausgenommen, Panikstangen hingegen werden immer eingerechnet. Dadurch sollen bisher oft auftretende Missverständnisse zwischen Durchgangslichte und Stocklichte der Vergangenheit

angehören. Es wird empfohlen, bei Angeboten die Warnpflicht wahrzunehmen und die verfügbare Durchgangslichte mitzuteilen. Die bisherigen Leistungsniveaus der Innentüren bleiben unverändert, lediglich im Hinblick auf Barrierefreiheit wurde die Schwellenhöhe mit 20 – beziehungsweise bei Schall- und Wärmeschutzanforderungen mit einem Wert von 30 – Millimetern festgelegt.


Weiteres Beispiel aus der neuen ÖNorm B 5337

Erweiterung

Die ÖNorm B 5330-1 wird mit den Abmessungen der Doppelfalztüren ergänzt und die Toleranzen der Funktionsfuge bei stumpfen, flächenbündigen Türen zeitgemäß adaptiert. Derzeit kann die Falzluft

Maße für Doppelfalz aus dem Entwurf für die ÖNorm B 5330-1

bis zu maximal elf Millimeter betragen, wobei dies nicht mehr den aktuellen technischen und optischen Anforderungen entspricht. Die Anpassung an die baulich auftretenden Ungleichmäßigkeiten erfolgt fortan durch die Verwendung von

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dreidimensionalen, verstellbaren Bändern. Ebendies führt zu Änderungen der Bandbezugslinien sowie der Anschlussmaße, welche in der ÖNorm B 5343 eingearbeitet sind. Die am Markt befindlichen Produkte erfüllen bereits die Voraussetzungen und passen herstellerunabhängig in die Bandaufnahme. Dies bedeutet jedoch ein besonderes Augenmerk auf die Positionierung der Schließöffnung bei einbruchhemmenden Türelementen auf Stahlzargen. Die Änderungen sind in der neuen ÖNorm B 5330-8 eingearbeitet, welche einfache, doppelte sowie stumpf-flächenbündige Türenelementausführungen umfasst. Da nicht sichergestellt ist, ob die Zarge bereits der neuen Norm entspricht, sind die genauen Positionen der Öffnungen durch Naturmaß zu ermitteln. Die Normenentwürfe sind mit 1. Juli 2012 zur öffentlichen Beeinspruchung erschienen und es kann von einer Gültigkeit im vierten Quartal ausgegangen werden. Praxistipps

Oft wird durch falsche Montage die Funktion der hochwertigen Türenelemente sowie Beschläge beeinträchtigt. Beispielsweise erfordern die Stütznocken von Rosettenoder Schildbeschlägen passende Bohrungen, da sie sich bei zu großen Öffnungen nicht mehr richtig abstützen können. Weiters gilt der Einbau der verschiedenen Vierkantdurchmesser im Türgriff als heikel, sie sollten bereits bei der Bestellung entsprechend richtig in Auftrag gegeben werden. Die Verwendung von Ausgleichshülsen führt meist nicht zum gewünschten Ergebnis, da diese wandern und damit ein Spiel in der Schlossnuss entsteht.

Fotos: HolzforschungAustria, Austrian Standards Institute/ Entwurf ÖNorm B 5337:2012 Innentüren - Allgemeine Anforderungen, Entwurf ÖNorm B 5330-1:2012 Innentüren - Teil 1: Allgemeine Maße

Material & Technik


Material & Technik

Wohlfühllicht Vor allem bei größeren Projekten ergibt sich durch die Verwendung von LED-Lampen ein großes Energiespar-Potenzial. Die Räumlichkeiten der Hotels Mirabell und Metropol in der Münchner City erstrahlen jetzt in energieeffizienter LED-Beleuchtung.

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ED-Lampen etablieren sich zunehmend als Alternative zu den effizienzschwachen, vom Markt verschwindenden konventionellen Glühbirnen, aber auch zu Halogenlampen und den als Energiesparlampen bezeichneten Kompakt-Leuchtstofflampen. Großes Einsparpotenzial ergibt sich bei Projekten, in deren Rahmen eine größere Anzahl an Lampen benötigt wird. Für die Umrüstung auf die LED-Beleuchtung hat sich kürzlich etwa die M Privathotels GmbH & Co. KG dazu entschieden, die beiden privat geführten Garni-Hotels in der Münchner Innenstadt – das Mirabell und das Metropol – mit LED-Leuchtmitteln von Toshiba New Lighting Systems auszustatten. In der Lobby und in den Frühstücksräumen wurden 90 Toshiba-E-Core-LED-Glühlampen mit 5,5 Watt, E27-Fassung und der Farbtemperatur 2700 Kelvin (LELAW6LE272EU) installiert. Die leistungsstärkere Toshiba-E-Core-LEDLampe mit 8,4 Watt und 2700 Kelvin (LDA-

Besonders großes Einsparpotenzial ergibt sich bei Projekten, in deren Rahmen eine größere Anzahl an Lampen benötigt wird – wie etwa bei den Münchner Hotels Mirabell und Metropol.

» Die Toshiba-LEDLampen in klassischer Glühlampenoptik sind dank E27-Gewinde in verschiedensten, auch älteren Leuchten ganz ohne aufwendige Umrüstung verwendbar. «

C0827E7EU) wurden vor allem für den Eingangsbereich und in Downlights mit E27-Fassungen verwendet, um dort eine helle, freundliche Atmosphäre zu schaffen. Alternative LED

Den Großteil der zu ersetzenden Beleuchtung machten die Deckenleuchten der Hotelzimmer aus, in denen zuvor konventionelle 60-Watt-Glühbirnen und 11-Watt-Energiesparlampen installiert waren. Als geeignete LED-Alternative kamen hier insgesamt 272 Stück des Modells Toshiba AShape 5,5 W, E27, 2700 K (LDAC0627E7EU)

die Gäste auch in der Fremde wohlfühlen können. „LED-Lampen haben zwar einen höheren Anschaffungspreis, doch dank wesentlich höherer Effizienz zahlen sie sich langfristig aus. Der Anschaffungspreis relativiert sich zudem aufgrund der Langlebigkeit der LED-Leuchtmittel mit einer Betriebsdauer von bis zu 40.000 Stunden. Dies kommt der überzeugenden Gesamtkostenbilanz zugute und spricht eindeutig für die Umrüstung auf LED – im privaten, aber vor allem im gewerblichen Bereich“, so Günter Manske, Director Sales & Marketing, Toshiba New Lighting Systems.

zum Einsatz. Die Toshiba-LED-Lampen in www.toshiba.eu klassischer Glühlampenoptik sind dank E27-Gewinde in verschiedensten, auch älteren Leuchten ganz ohne aufwendige Umrüstung verwendbar. Dank der gewählten Bedruckte Glasrückwände in vielen Designs Farbtemperatur Seit 20 Jahren steht die Firma Lederhilger für hochwertige Arbeitsplatten von 2700 Kelvin und Nischenrückwände in verschiedenen Materialien wie Schichtstoff – (Warmweiß) liefert Massivholz – Corian – Wilsonart – Keramik – Beton und Glas. Die ganz großen Renner sind zur Zeit aber lackierte, bedruckte und die LED-Lampe in beleuchtete Glasnischenrückwände, die in jeden Wohnbereich perfekt den Hotelzimmern integrierbar sin d, ob K üche, V orzimmer, W ohn- u nd E ssbereich. ein behagliches www.lederhilger.co.at Licht, in dem sich

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Böden veredeln wie geschmiert Mit der neuen Legno-Öl-Palette von Adler lässt sich jeder Parkett- und Holzboden schön, natürlich und auf Wunsch auch farbig veredeln. Die Legno-Öle lassen das Holz leben und atmen und sorgen so für ein gesundes Raumklima – trendige Farbakzente inklusive.

3. ÜBERSCHUSS ENTFERNEN: Den Überschuss sorgfältig mit einem Baumwolltuch, Wischer oder Ähnlichem entfernen. So lassen sich unschöne, glänzende Flecken vermeiden. Den Boden anschließend über Nacht bei guter Belüftung trocknen lassen. Zwischenschritt bei Bedarf: zweiter Auftrag Legno-Color und um eine intensivere Farbe zu erreichen, den Auftrag mit Adler LegnoColor wiederholen.

4. LEGNO-ÖL: Zum Schluss Legno-Öl oder Legno-Hartwachsöl mit einem Roller gleichmäßig auftragen. Das intensiviert die Farbe und bietet den nötigen Schutz. Nach einer Trockenzeit von 16 Stunden können die Oberflächen leicht beansprucht werden, nach circa einer Woche sind sie voll belastbar.

5. DAS ERGEBNIS: Nach einer Trockenzeit von 16 Stunden können die Oberflächen leicht beansprucht werden, nach circa einer Woche sind sie voll belastbar.

D

ie tief eindringenden Holzöle der Legno-Palette schützen Holzoberflächen im Innenbereich vor täglichen Belastungen, Schmutz, Flecken und Kratzern. Ein weiterer Vorteil: Sie lassen sich ganz

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einfach und unkompliziert verarbeiten. Malermeister Mathias Jammer von Adler zeigt Schritt für Schritt, wie sich ein Holzboden mit Adler Legno-Color „umstylen“ lässt. www.adler-lacke.com

Fotos: Adler

1. SCHLEIFEN: Der Parkettboden sollte gleichmäßig abgeschliffen, staubfrei und sauber sein. Bei Schleiffehlern droht ein unschönes und ungleichmäßiges Farbergebnis. Am besten eignet sich eine Einscheibenschleifmaschine, Körnung 150.

2. FARBGEBUNG MIT LEGNO-COLOR: Adler Legno-Color vor dem ersten Auftrag gut aufrühren. Anschließend mit einer Fußbodenstreichbürste oder einem Roller dünn und gleichmäßig verarbeiten. Bearbeitungstipp: Große Flächen in kleinere zu bearbeitende Abschnitte einteilen, damit das Öl nicht vorzeitig austrocknet.


MaTerial & Technik

neu im netz Berner hat für seine neue Website die Optik umgekrempelt und die Funktionalität des Onlineshops verbessert. wie Bestellvorlagen. Der Download von Sicherheitsdatenblättern, Bedienungsanleitungen und Explosionszeichnungen ist jederzeit möglich. Dazu bietet das Kostenstellenmanagement für größere Unternehmen neben einem Überblick über Kostenstellen auch tagesaktuelle Auswertungen sowie die Möglichkeit, betriebsinterne Freigaberichtlinien in den Bestellprozess im Berner Onlineshop zu integrieren. Berner-app

Neu ist auch B.Mobile fürs Handy. Mit der übersichtlichen Android-App sind Bestellungen schnell und bequem auch

M

it einem vollkommen neuen Auftritt präsentiert sich Berner den Besuchern seiner Website. Berner hat für seine neue Website nicht nur die Optik umgekrempelt, sondern auch die Funktionalität des Onlineshops verbessert. Dieser bietet detaillierte Produktinformationen, Bilder und viele kundenspezifische Anwendungen. Die verbesserte Suchmaschine bringt bei der Produktsuche in 20.000 Artikeln genauere und schnellere Ergebnisse. Mit der Easy-Order-Navigation findet man sich auf den jeweiligen Seiten schnell zurecht. Die verschiedenen Menüpunkte in der Navigationsleiste zeigen neben dem P r o duktkatalog unter anderem die Artikel, die in letzter Zeit geka u f t wurden, so-

» unsere onlineplattform gewährleistet nur in kombination mit der persönlichen Beratung durch unsere außendienstmitarbeiter die optimale Versorgung unserer kunden. « Martin Haslehner, BernerGeschäftsbereichsleiter Bau von unterwegs durchgeführt. Ein weiterer Vorteil ist die Produkterfassung, die neben der klassischen Suche mittels Artikelbezeichnung oder Artikelnummer auch über Barcodes vorgenommen werden kann. Die Freude über den neuen Internetauftritt und die App ist bei allen Verantwortlichen groß. Doch auch der persönliche Kontakt zum Kunden soll weiterhin wichtig bleiben. So wird sich auch künftig an der umfassenden Beratung und Unterstützung durch die Berner-Außendienstmitarbeiter nichts ändern. „Unsere Onlineplattform gewährleistet nur in Kombination mit der persönlichen Beratung durch unsere Außendienstmitarbeiter die optimale Versorgung unserer Kunden“, ist Geschäftsbereichsleiter Bau Dipl.-BW Martin Haslehner, MBA überzeugt. www.berner.co.at

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Badewanne CURVA1 mit Frescata-Veredelung

BADEN & WASCHEN Hasenkopf steht heute für jahrzehntelange Erfahrung in der Verarbeitung von Mineralwerkstoffen wie Corian®. In unseren vielfältigen Badkollektionen präsentieren wir Badewannen, Waschtische und Duschen aus Corian® in 100 Farben. Als Industrie-Manufaktur fertigen wir sowohl unverwechselbare Unikate als auch ganze Serien nach individuellen Wünschen. Unser Service für Sie: • Produktion in den verschiedensten Werkstoffen Corian®, Parapan®, Holz und Gipsfaserbeton • beste Qualität zu fairen Preisen • kurze Lieferzeiten • industrielle Serienfertigung oder Maßanfertigung ab Stückzahl 1 HASENKOPF Holz & Kunststoff GmbH & Co. KG Stöcklstraße 1-2 · 84561 Mehring · Germany info@hasenkopf.de · www.hasenkopf.de Unser Partner in Österreich: Markus Kinast M +43 . (0)664 . 2 27 68 82 m.kinast@hasenkopf.de


Material & Technik

Einzugsdämpfung in der Schiene Die Schweizer Schiebebeschlagspezialisten von Eku haben die Produktfamilie Regal B erweitert und sie mit einer in der Führungsschiene integrierten Dämpfungstechnik ausgestattet.

M

it den zeitlos-eleganten RegalB-Beschlägen lassen sich bis zu 25 kg schwere Türen aus Holz und Glas, im Alu-Glas-Materialmix oder Spiegel in jeder beliebigen Position am Schrank oder Regalsystem platzieren. Die Schiebetechnik bleibt dabei stets unsichtbar im Hintergrund, die Möbelfront lässt sich also optimal in Szene setzen.

Mit Eku Regal-B entstehen schicke Designermöbel mit komfortabler, unsichtbarer Dämpfung der Schiebetüren in der Laufschiene.

Neue Inslide-Lösungen

Dieses Schiebebeschlagsystem haben die Eku-Spezialisten nun um einige Anwendungen und technische Lösungen erweitert. Das bis dato nur für Forslide-Lösungen konzipierte Regal-B-System erlaubt nun erstmals auch zweitürige Schiebelösungen im Inslide-Design und setzt damit neue gestalterische Akzente. Bis zu zwei

Bieten Sie Ihren Kunden ein neues Schlaferlebnis!

25 kg schwere Holz- und Glastüren sowie Alurahmentüren lassen sich damit im Regalsystem bewegen. Bei dieser Designlösung bleibt der Korpusrahmen sichtbar und kann als gliederndes Element zur Wirkung gebracht werden. Die Türmontage geht denkbar einfach vonstatten und funktioniert werkzeuglos: Filigrane Lauf- und Führungsschienen werden mit der patentierten Cliptechnik befestigt – eine Korpusbearbeitung entfällt damit vollständig. Auch die Führungswinkel werden nur eingeclipst. Die Höhenjustierung erfolgt mittels der bewährten Eku-Exzentertechnik stufenlos. Design am Regal: Individueller Materialmix

Verwöhnen und überraschen Sie Ihre Kunden mit einem unvergleichlich erholsamen Schlaf – mit Hüsler Nest! Als Tischlerei oder Einrichtungshaus bieten Sie Ihren Kunden hochwertige Bettrahmen aus Massivholz an – wir liefern Ihnen gerne den passenden Inhalt dazu. Denn erholsamer Schlaf ist bekanntlich der Schlüssel für Gesundheit und Wohlbefinden – und seit 30 Jahren auch für gute Geschäfte.

Ihr Ansprechpartner für eine zukünftige Zusammenarbeit: Patrick Egloff

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Auch für individuelle Designlösungen mit Glas oder im Materialmix mit Alurahmen haben sich die Eku-Techniker eine für Tischler praktische Lösung einfallen lassen: Der Schiebebeschlag wird nicht mit dem Glas verklebt oder verschraubt, sondern auf eine Holzplatte geschraubt. Auf dieser wird dann das Glas einfach und bequem mit Spiegelklebeband sicher befestigt. Der gleiche „Trick“ kommt auch bei der Designlösung mit Alurahmen zur Anwendung: Der Beschlag wird auf die Holzfront geschraubt, das Aluprofil auf Gehrung geschnitten und ebenfalls auf der Front befestigt. Dann wird das Glas mit Spiegelband aufgeklebt, fertig. Integrierte Dämpfungstechnik

Ein weiteres technisches Highlight der neuen Beschlagsysteme ist die integrierte Einzugsdämpfung. Sie bremst die Schiebetüren sanft ab und zieht sie in ihre Endposition. Auch hierfür hat sich Eku eine verarbeiterfreundliche Lösung ausgedacht: Das Dämpferelement wird in die Laufschiene eingeschoben. Der Endstopper mit der Auslösezunge wird mit einer Schraube angezogen. Nach dem Einhängen des Schiebeflügels kann die Dämpfung einfach am Laufwerk eingeclipst werden. www.eku.ch

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20.08.2012 14:32:00


AN IVM CHEMICALS’ BRAND

CROMA ANTIBAKTERIELLER HOLZLACK MIT SILBER NANOPARTIKELN Die neuen wasserbasierenden Croma Silber Lacke setzen auf die stark desinfizierenden Eigenschaften von Silber. In diese Lacke sind Silber-Nanopartikel integriert, ein wirksames Konzept zur Beschichtung von Holzoberflächen. Auf Grund ihrer hohen keimtötenden Eigenschaften sind sie besonders dort einzusetzen, wo Hygiene unverzichtbar ist, z. B. in Küchen, Bädern und Kinderzimmern, aber auch Bars und Restaurants. Die neue Produktserie umfasst sowohl transparente als auch pigmentierte Lacke. Geben Sie Bakterien keine Chance!

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Promotion

Renderfertige AutoCAD 3D-Planung Variodesign3D ermöglicht heute eine hohe 3D-Planungsautomatisierung.

O

hne Zusatzrenderprogramm werden fotorealistische Bilder direkt aus der individuellen Planung erstellt. Die dafür notwendige Bauteilbelegung erfolgt automatisch während dem Zeichenvorgang, sodass der Planer seine Objekte gleich im richtigen Material sehen und im Raum drehen kann. Der Rendervorgang kann schon vorab durchgeführt werden, auch wenn das Projekt erst halb fertig ist. So kann an der visuellen Darstellung des Objekts die De­ signidee noch verfeinert werden. Die Renderszene bleibt erhalten und kann ohne Export- und Importvorgänge erneut gerendert werden. So kann man jederzeit Änderungen durchführen, um noch besser auf den Kunden einzugehen. Der Vorteil liegt darin, dass alles im selben System stattfindet. Von der 2D-Skizze bis zum fertigen Renderbild in Fotoqualität – mit Sonnenlichteinfall, Schatten, durchsichtigem Glas, Glanz und relistischem Hintengrund für die Umgebung. Dekomaterialien geben den Renderbildern ein noch echteres Aussehen. Wenn die Planung dem Kunden gefällt, kann daraus direkt auch noch die Produktionsstückliste und die NC-Verarbeitung erstellt werden. VarioDesign3D ist eine Entwicklung von Cad Design Center Reinhold Duft, 4942 Gurten, 07757-7003-0, office@cdc.at, www.cdc.at.

Ohne Zusatzrenderprogramm werden fotorealistische Bilder direkt aus der individuellen Planung erstellt.

An vorderster Front S

Zur Ergänzung des Frontenprogramms fertigt die Firma Rapid Holztechnik auch Korpusteile in Massivholz, Furnier und LackHochglanz.

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eit 1965 beliefert das Unternehmen Rapid Holztechnik Holz verarbeitende Betriebe der Küchen- und Möbelindustrie mit Möbelfronten, Zubehör und Sonderteilen. Zu den Kunden zählen renommierte Hersteller und Tischlereibetriebe. Zur Firmenphilosophie gehört dabei auch die Erfüllung individueller Kundenwünsche exakt nach Plan und Vorstellung – vom Einzelstück bis zum Großauftrag. Eine Nachkaufgarantie gibt dem Kunden dabei die Sicherheit, dass jede Möbelfront „ein Leben lang“ bezogen werden kann. Bei aller Vielfalt und Flexibilität werden die Lieferzeiten natürlich stets pünktlich eingehalten. Zur Ergänzung des Frontenprogramms fertigt Rapid Holztechnik auch Möbelteile in Massivholz oder

Furnier passend zu den Fronten. Die Möbelfronten sind in Stärken von fünf bis 80 Millimetern erhältlich und werden nach den Plänen der Kunden in verschiedenen Formen und Kantenausführungen gefertigt. Etwa in Gestalt von Borden, Stollen, Abdeckseiten, Rückwänden, Paneelen, Tischplatten oder auch Barplatten. Seit Kurzem produziert das Unternehmen auch verschiedenste Strukturoberflächen, beispielsweise geschroppt, als sägeraue Massivauflage, CNC-Relief, sägerau furniert, sandgestrahlt oder auch LackHochglanz. Zur Verkaufsunterstützung ist auch eine Mustertasche aus Holz mit acht Mustertüren der neuen Strukturoberflächen erhältlich. www.rapid-holztechnik.com

Foto: Rapid Holztechnik

Die Firma Rapid Holztechnik gilt als Spezialist für alles rund ums Thema Möbelfronten und Möbelteile und erfüllt dabei individuelle Wünsche von Tischlern und Möbelherstellern.


Material & Technik

Abstand halten Von Bessey gibt es jetzt den Abstandhalter AV2 für das Verlegen von Laminat und Fertigparkett. Einer der kritischen Punkte beim Parkett- oder Laminatverlegen ist die Einhaltung des richtigen Wandabstands. Es soll einerseits eine ausreichend große Dehnfuge verbleiben, andererseits soll diese später von der Sockelleiste komplett abgedeckt werden. Von Bessey gibt es dafür jetzt den neuen stufenlos einstellbaren Abstandhalter AV2. Die Handhabung funktioniert dabei schnell und einfach. Zwischen Wand und Diele eingelegt, lässt sich durch einfaches Drehen des roten Knopfes der Abstand zur Wand einstellen. Wandunebenheiten von fünf bis 20 Millimetern lassen sich so problemlos ausgleichen. Wie groß dieser Abstand genau ist, lässt sich auf einer Millimeterskala ablesen.

Fotos: Bessey

Schöne Ergebnisse

Neben dem exakten Arbeiten bietet der AV2 auch Vorteile, wenn es darum geht, schöne Ergebnisse beim Verlegen zu erzielen. Dank breiter Anlage- und Abstützfläche werden unschöne Druckstellen an Wand und Dielen vermieden. Auch ein Wegrutschen oder Umkippen des Hilfsmittels – wie bei Keilen oder Klötzchen bekannt – ist beim Arbeiten mit dem neuen Bessey-Abstandhalter ausgeschlossen. Sind die Verlegearbeiten abgeschlossen, lässt sich der AV2 wieder mühelos nach einfachem Zurückdrehen entnehmen.Hergestellt aus schlag- und bruchfestem Polyamid ist der Abstandhalter leicht und trotzdem robust. Er ist gerade einmal so groß wie eine Visitenkarte und als Viererset verpackt. www.bessey.de

Die neue KlimaHausTür. Mit KORK gedämmt. Die nachhaltigen ECO100® Türen von Rubner sind Klimahaustüren ohne Kompromisse, aber mit Prioritäten: ökologisch, energiesparend, einbruchsicher. RUBNER TÜREN – immer einen Schritt voraus.

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Der Abstandhalter ist eine praktische Hilfe beim Verlegen von Bodenbelägen.

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MaTerial & Technik

sicherheit für alle fälle Der Hersteller Sortimo bietet Fahrzeugeinrichtungen für Nutzfahrzeuge für jede Anwendung und jedes Budget. ortimo bietet mit seinen Einrichtungs- dem Kunden wird ein kompetenter und or- mit Seitenteilen in zwei verschiedenen Tielinien Globelyst M und simpleco Lö- dentlicher Auftritt präsentiert. Dank des fen. In die Regale werden Fachbodenwansungen für nahezu jede Anforderung. Die Sortimo-Systems können z. B. Boxen für nen für alle größeren Werkzeuge und Mateoptimale Gestaltung des Fahrzeugs ermög- Kleinteile komplett entnommen und leicht rialien integriert. Wie bei allen Produktlicht deutliche Zeiteinsparungen, es wird nachgefüllt werden. So hat der Mitarbeiter linien des Herstellers können auch hier alle keine Zeit mehr mit dem Suchen von Mate- immer alle Verbrauchsmaterialien und T-, L- und S-BOXXen für Kleinteile verwenu n d Werkzeuge dabei. Unnötige Fahrten auf- det werden. So sind die Systeme auch unrial verschwendet – grund vergessener Teile gehören der Ver- tereinander kompatibel. Eingebaut werden gangenheit an. die leichtgewichtigen Regale im SelbsteinBei Globelyst M können bereits bis zu 40 bau (maximal 90 Minuten) unter dem FahrProzent Gewichtersparnis gegenüber zeugdach und schaffen somit Stauraum für vergleichbaren Produkten realisiert sperriges Ladegut. Insgesamt bringt simwerden. Durch das geringere Ge- pleco bei Vollausstattung nur 32 Kilogramm wicht wird deutlich weniger Treib- auf die Waage. Durch das geringe Gewicht stoff verbraucht – das schont das werden Ressourcen geschont, ohne dass Firmenbudget und die Umwelt. dies zulasten der Sicherheit gehen würde. Als neue Einrichtungslinie für klei- Das Regalsystem ist nach ECE 17 und ECE nere Fahrzeuge (z. B. bis maximal 44 in Crashtests geprüft worden und verVW Caddy) gibt es von Sortimo jetzt bindet so in perfekter Weise Ladungssicherdie neue Einrichtungslinie simpleco. heit mit Umweltbewusstsein und wirtDiese umfasst zwölf schlanke Regalformen schaftlicher Sparsamkeit. www.sortimo.at

Foto: Sortimo

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natürlich im Trend

Naturholzoberflächen sind im Trend und aus heutigen Raumkonzepten nicht mehr wegzudenken.

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aturholzoberflächen sind im Trend und aus heutigen Raumkonzepten nicht mehr wegzudenken. Mit Naturtrend bietet Zweihorn ein komplettes Sortiment an hochwertigen Ölen, Wachsen und Öl-Wachs-Kombinationen, die das gesamte Spektrum von der transparenten und farbigen Holzveredelung bis hin zu ergänzenden Produkten zur Reinigung und Pflege abdecken.

Glanz verleiht. Dadurch ist NHWO im Innenbereich vielseitig einsetzbar. Mit dem Hartwachs-Öl können sowohl Holzfußböden, -möbel, -arbeitsplatten und -treppen als auch andere Untergründen wie Kork, Stein und Terrakotta behandelt werden. NHWO ist feuchtraumgeeignet (Küche, Bad) sowie leicht zu verarbeiten.

naTürlicher schuTz

Die Produkte des Naturtrend-Sortiments weisen nicht nur gute optische und haptische Eigenschaften auf, sondern fallen auch durch ihre Herstellungsverfahren auf. Zweihorn verzichtet gänzlich auf allergieauslösende Terpene sowie auf Gift- und Gefahrstoffe. Daher sind auch alle Naturtrend-Produkte kennzeichnungsfrei – gut für Kunden und Verarbeiter.

Wird eine natürliche Holzoberfläche gewünscht, die zudem über hohe funktionale und strapazierfähige Eigenschaften verfügt, ist das Naturtrend-Hartwachs-Öl (NHWO) die richtige Wahl. NHWO ist ein offenporiges, nicht anfeuerndes Naturprodukt, das die Holzoberfläche stark wasserabweisend macht und aufgrund der Wachsanteile einen seidigen

naTürlich guTe proDukTe

www.zweihorn.com

Fotos: Akzo Nobel Wood Coatings GmbH - Geschäftsbereich Zweihorn

Mit Naturtrend bietet Zweihorn ein komplettes Sortiment an hochwertigen Ölen, Wachsen und Öl-Wachs-Kombinationen.


Bittner Waidhofen

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MaTerial & Technik

Minibars und safes für jeden anspruch Technik und Design am letzten Stand: Als führender Systemlieferant für Gästezufriedenheit bietet Dometic Minibars und Zimmersafes für jeden Einsatz und jedes Ausstattungskonzept.

D

ie „miniBar DM 50“ von Dometic sieht nicht wie eine klassische Minibar aus. Die DM 50 ist eine Schubladenminibar, in der Getränke und Snacks perfekt in Szene gesetzt werden. Mit der Weltneuheit geht Dometic neue Wege und transferiert die Idee eines Schubladenkühlschranks von der Bar ins Hotelzimmer. Für den Hotelier ist die Integration dabei denkbar einfach: Er opfert eine klassische Schublade, oder anders gesagt, er erhält eine gekühlte Schublade. Die DM 50 besitzt ein Fassungsvermögen von 50 Litern und bietet somit Platz für 33 Flaschen und Dosen. Außerdem ist diese thermoelektrische Minibar mit Energieeffizienzklasse A ein wahrer Energiesparmeister. sicher isT sicher

Minibar DM 50: Ein Kühlschrank in der Schublade

licht. Ein neuer Mikroprozessor führt die Safeoperationen künftig noch schneller durch. Neu ist auch das beleuchtete Tastaturfeld sowie das innovative Notöffnungssystem SAM, welches neben iAudit optional angeboten wird. Zusammen bieten die Systeme den höchstmöglichen Sicherheitsstandard, der in der Hotellerie erreichbar ist. Die abgerundeten Ecken und Kanten der neuen proSafes sind nicht nur ein optisches Detail, sondern zugleich auch ein Sicherheitsmerkmal: Sie bieten keinen Angriffspunkt für einen Hebel. Die neue Safegeneration ist ab sofort erhältlich. info@dometic.at Schick, sicher und komfortabel: Die neue Safegeneration kommt mit Farbdisplay und beleuchteter Tastatur.

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Fotos: Dometic

Dometic bietet insgesamt 15 verschiedene Safemodelle, darunter Varianten im 17”-Laptopformat, ein Gerät für die Wandmontage, ein von oben zu öffnendes Modell für den Einbau in eine Schublade und eines, das perfekt auf die Dometic-HiPro4000-miniBars (Absorber Energieeffizienzklasse C) passt. Jetzt kommt die neue Dometic Safegeneration mit einem 1,77”-TFT-Farbdisplay, das neben dem modernen Design auch ein einfaches Ablesen der Ziffern und Aufforderungen ermög-


proMoTion

holz ist unsere passion Seit über 50 Jahren steht der Name Peham für Qualität und Beratung rund ums Thema Holz. Der Salzburger Familienbetrieb wird mittlerweile in dritter Generation geführt und zählt Tischler und andere mittelständische Gewerbebetriebe zu seinen Kunden. Für höchste Qualität im Innenausbau bürgt unser Partner, die Firma Scheucher, aus der Steiermark als Produzent von Fertigparkettböden, Treppenstufen und Massivholzplatten in verschiedensten Holzarten und Varianten. Besonders beliebt bei unseren Kunden ist zudem unsere große Zuschnittabteilung. Als Betrieb der ersten Stunde können wir auf eine lange zurückreichende Erfahrung blicken. Maßanfertigung im Zuschnitt, pünktliche Lieferung und individuelle Beratung gehören zu unseren besonderen Stärken. Auf Ihren Besuch und/oder Ihre Anfrage freut sich Ihr Peham-Holz-Team. www.pehamholz.at

Fotos: Peham

a

ls mittelständischer Familienbetrieb haben wir uns seit jeher vorgenommen, verlässlich, beweglich, serviceorientiert und fair zu sein. Zu unseren Kunden, unseren Mitarbeitern und unseren Lieferanten. Das Unternehmen wurde 1959 von Fritz Peham in Salzburg/Mülln als Agentur für Sperrholzhandel gegründet. 1967 erfolgte die Übergabe an seinen gleichnamigen Sohn. Aus Platzgründen wurde der Großhandel 1981 ins „Möbeldorf“ Eugendorf verlegt, 1997 folgte auch das Detailgeschäft – mit großzügigem Holzmarkt und viel Raum für den natürlichen Werkstoff Holz. Im Jahr 2001 erfolgte die Übergabe an die dritte Generation: Clemens Peham übernahm die Unternehmensleitung. Damit wir für Sie laufend beste Konditionen und aktuelles Know-how sichern, haben wir uns mit zehn weiteren österreichischen Handelsbetrieben zusammengetan und das gemeinsame Tochterunternehmen HolzpartnerGmbH www.holzpartner.at gegründet. Seit 01.01.2009 sind

wir zudem Gesellschafter der vorragend geeignet für die horigroßen deutschen Kooperation zontale Verlegung als BalkonboHolzland mit Sitz in Düsseldorf. denbelag bzw. Terrassenbelag. Wir sind bekannt als Spezialist für Holzplatten jeder Art. Unsere Kunden, vorwiegend Tischlereien, Zimmereien, Bodenlegerbetriebe und andere hauptsächlich mittelständische Gewerbebetriebe, kennen uns als langjährigen verlässlichen Partner in der Region Salzburg und anderen angrenzenden Bundesländern wie Oberösterreich und Tirol. Wir bieten Ihnen eine große Auswahl an Holzwerkstoffen. Im Standardsortiment führen wir Spanplatten, OSB-Platten, MFP-Platten, Nut/Feder-Verlegeplatten und vieles mehr. Im dekorativen Holzwerkstoffsegment arbeiten wir seit Jahrzehnten erfolgreich mit der Egger-Gruppe aus St. Johann eng zusammen. Außerdem führen wir Produkte der Firma FunderMax sowie Wodego/Pfleiderer. Immer größere Bedeutung erlangt in der jüngeren Vergangenheit im Einsatzbereich Fassade die Exteriorplatte der Firma FunderMax. Dieser Werkstoff ist auch her-

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Peham bietet eine große Auswahl an Holzwerkstoffen und Maßanfertigung im Zuschnitt.

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Maschinen & Werkzeuge

5-achs-nutzen mit effizienzpaket

Die „Tech Z5“ kann sowohl mit beweglichen Werkstückauflagen als auch mit einem Multifunktionsaluminiumtisch gewählt werden, wenn überwiegend Nestingbearbeitungen anstehen.

Die neue 5-Achs-CNC-Bearbeitungsmaschine „Tech Z5“ von SCM ist vielfältig und für komplexe Bearbeitungen von Plattenwerkstoffen und Massivholz einsetzbar.

Komfortabel: Steuerung per Fernbedienung

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usgestattet mit der bewährten 5-Achs-Elektrospindel „Prisma K“ (HSK 63E-Werkzeugaufnahme), die bereits bei den „größeren“ Maschinen der SCM Group eingesetzt wird, verfügt nun auch die „Tech Z5“ über eine breite Multifunktion für die unterschiedlichsten Einsätze im Handwerk. Die moderne PC-Steuerung mit grafischer Benutzeroberfläche macht es möglich, dass trotz der vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten der Maschinenbediener seine „CNC“ sicher im Griff hat.

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einfacher und schneller: Auf Knopfdruck verfahren die Auflageschienen ebenso wie die Vakuumsauger des Arbeitstischs selbsttätig in die richtige Position. Bei „autoset“ wird – im Gegensatz zu anderen Positionierlösungen per Kreuzlaser oder über LED-Anzeige auf den Traversen – der Greifer in die Frässpindel eingewechselt. Darum muss sich also der Maschinenbediener nicht mehr kümmern und hat Zeit für seine weiteren Arbeiten. Zudem sind Falscheinstellungen oder gar Beschädigungen der Maschine absolut ausgeschlossen. geringer plaTzBeDarf

Die „Tech Z5“ kann sowohl mit beweglichen Werkstückauflagen als auch mit einem Multifunktionsaluminiumtisch gewählt werden, wenn überwiegend Nestingbearbeitungen anstehen. Hier ist dann der Arbeitsbereich 3000 x 1550 mm. Der geringe Platzbedarf bei beiden Varianten durch das intelligente „Bumper“Schutzsystem zur Bedienersicherheit und den im Maschinengestell integrierten Schaltschrank ist ein weiterer Vorteil. Mit ihrer reichhaltigen Ausstattung ist die „Tech Z5“ vielfältig und auch für komplexe Bearbeitungen von Plattenwerkstoffen und Massivholz gleichermaßen geeignet. www.scmgroup.com/de

Fotos: SCM Group

einfach unD schnell

Der Arbeitsbereich bis 5200 mm in der Länge sowie 1550 mm in der Tiefe bei einem Werkstückdurchlass von 160 mm (ZAchse) erlaubt jetzt die Bearbeitung von Plattenmaterialien in Abmessungen bis zu 1550 x 2460 mm im Pendelbetrieb. Die benötigten Werkzeuge werden sekundenschnell aus den Werkzeugwechslern (insgesamt 22 Plätze) zugeführt. Mit dem automatischen Positioniersystem „autoset“ geht das Arbeiten noch


Maschinen & Werkzeuge

homag olympisch Teile des Olympia-Studios von ARD und ZDF wurden auf Homag-Maschinen in der SWRWerkstatt in Baden-Baden gefertigt.

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anch ein österreichischer Zuschauer hat ja anlässlich der Olympischen Spiele in London womöglich bei den deutschen Nachbarn im TV „fremdgeschaut“ und sie ein wenig um die leicht bessere Medaillenausbeute beneidet. Oder auch das bunte Studie bewundert. Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF hatten sich im internationalen Sendezentrum IBC in London ein gemeinsames Studio einrichten lassen, aus dem die Moderatoren berichteten, die Sportereignisse zusammenfassten und Interviews mit Spitzensportlern oder Funktionären führten. Die Holzteile, die Grundkonstruktion und die formgebenden Riegel und Deckplatten für das Nachrichtendesk, die Sitzgruppe für die Top-Athleten, der Aufbau

des Bühnenbildes, die olympischen Ringe aus Polycarbonat und die Unterkonstruktion für die große LED-Wand oder den Doppeldecker wurden auf einer Homag-Maschine in der Tischlerei des Senders SWR in Baden-Baden gefer- Acryl oder Polycarbonat, erfolgten auf tigt. Die LED-Rückwand besteht aus vie- dem Homag-Bearbeitungszentrum Venlen Wandplatten und Riegeln, an denen ture 16. In der Werkstatt, in der sonst mit wiederum mehrere Kunststoffhauben und zehn Mitarbeitern Kulissen für „Verste300 LED-Kacheln befestigt sind. Diese hen Sie Spaß“, „Die Fallers“, „Bionik“ und Kacheln wurden entsprechend ausgerich- viele weitere Produktionen hergestellt tet und mit über 900 CNC-Bohrungen be- werden, wurde für die Olympia-Berichtfestigt. Sämtliche Arbeitsschritte wie Frä- erstattung das komplette ARD- und ZDFsen, Bohren, Sägen und 5-Achs-Bearbei- Studio in London mit Wegweisschildern tung von Massivholz, Holzwerkstoffplat- und der Telefonzelle produziert. ten oder Kunststoffen, wie beispielsweise www.homag-austria.com

WIEN NORD

Foto: Homag

TV-MöBel aus Der TV-Tischlerei

Viele Elemente des farbenfrohen Studios wurden auf einer Homag Venture 16 gefertigt.

Fantasie ist grenzenlos. Und mit Superfront hart im Nehmen.

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Bildung

Relaxmöbel Werkstück von Christian Metzler aus Bezau/Vorarlberg Projektbeschreibung: Das Meisterstück ist ein multifunktionelles Möbel, bestehend aus einem schraubenförmig verdrehten Korpus, der ein Ausziehelement enthält, das dank der eingefrästen Sitzmulde als Sitzbank genutzt werden kann und wiederum selbst einige Schubladen sowie ein offenes Fach als Stauraum enthält. Verarbeitung: Der Korpus wurde schichtweise zusammengeleimt, die Holzrichtung verläuft dabei quer zum Korpus. Das Innenelement kann aus einem selbst entwickelten Vollauszug herausgezogen werden. Dabei treibt ein Mechanismus ein am vorderen Abschluss angebrachtes Rad nach unten, das als Ab­ stützung des auskragenden ­Elements dient. Die Holzverbindungen bestehen aus Gratverbindungen und Schwalbenzinken. Auf der Oberseite des offenen Faches ist ein Filz eingelassen, damit an dieser Stelle materialschonend ein Musikinstrument – zum Beispiel eine Ziehharmonika – abgestellt werden kann.

Voll abgedreht Christian Metzler aus Vorarlberg hat als Meisterarbeit ein innovativ geformtes multifunktionales Entspannungsmöbel gefertigt.

Fotos: Innung Vorarlberg

Materialien: Das Werkstück ist komplett in Massivholz gefertigt, der Korpus besteht aus heimischem Nussbaum, das Innenelement ist in Ahorn gefertigt. Sämtliche Oberflächen sind geölt.

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Bildung

Mit Schwung Janine Goldnick aus Vorarlberg hat als Meisterstück ein edles, sanft gebogenes Fernsehmöbel gebaut.

Fernsehschrank

Fotos: Innung Vorarlberg

Meisterstück von Janine Goldnick aus Dornbirn Beschreibung: Das TV-Möbel besteht aus einem hellen äußeren Korpus als Rahmen und einem dunklen, eingeschobenen inneren Korpus samt Schubladen und offenem Fach. Materialien und Ausführung: Der Korpus mit runden Ecken besteht aus gefrästen MDFPlatten und ist cremeweiß ­lackiert. Die Fronten sind schichtverleimt aus gebogenen amerikanischen Nussschwarten, in Ziricotte abfurniert und matt lackiert. Der Innenkorpus besteht aus Stäbchenplatten, die runden Ecken sind wiederum aus MDF gefräst, die Böden längs, die Ecken quer dazu in Ziricotte furniert und matt lackiert. Die Rückwand wird mit einer Schattennut 2/2 mm flächenbündig verleimt. Die Laden sind aus Ahornholz gezinkt, die Fronten werden bei den Rundungen mit Dübeln aufgebracht, sonst halbverdeckt gezinkt. Die Griffe wurden in den Mittelboden jeweils mittig zur Lade eingefräst. Die Füße sind verstellbar aus amerikanischer Nuss mit eingebohrten Rampenmuttern. Beleuchtung: Im Innenkorpus ist eine LED-Schiene eingenutet zur Beleuchtung der Geräte im oberen Korpusteil.

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Bildung

Stilmöbel und Designstücke Die Absolventen des Grazer Wifi-Lehrgangs präsentierten in feierlichem Ambiente ihre Meisterstücke im Rahmen einer Gala.

Fotos: Landesinnung Stmk/Wifi Graz

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m schönen Ambiente fand heuer zum ersten Mal eine Meisterstück-Gala der Absolventen des Grazer Wifi-Lehrgangs 2011/12 statt. Die Meisterschüler präsentierten im Haus der Kultur in Wettmannstätten ihre Meisterstücke vom Stilmöbel bis zum hochwertigen Designerstück. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen herrschte dabei ein reges Interesse. Als Werkstättenmeister am Wifi Graz

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stand der Meisterklasse Gottfried Fritz mit seinem Fachwissen und handwerklichen Geschick während der gesamten Ausbildungszeit zur Seite. Für die organisatorischen Anliegen und den Fachbereich CAD-Zeichnen war Tischlermeister Josef Urbanitsch verantwortlich. Den Höhepunkt und zugleich Abschluss eines erfolgreich beendeten Lehrgangs feierte die Meisterklasse mit einem Besuch der Internationalen Möbelmesse in Mailand.


Bildung

Eine Stadt voll Design Die Vienna Design Week findet in diesem Jahr zum sechsten Mal von 28. September bis 7. Oktober statt und präsentiert einmal mehr nationale wie internationale Ansätze aus Produkt-, Möbel-, Grafik- und Industriedesign.

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ie Vienna Design Week macht ganz Wien zum Schauplatz und zum Schauraum für Design. In enger Zusammenarbeit mit den Wiener Museen, produzierenden Betrieben und Designern aus aller Welt zeigt das Festival sehr unterschiedliche Zugänge zum Thema – inhaltlich wie örtlich. International, aber lokal verortet, so lautet das Motto.

Foto: Silvio Teixeira/Christof Nardin

Feiern und diskutieren

Design ist mehr als das gestaltete Objekt: Die Vienna Design Week definiert den Begriff als elementaren Bestandteil der Kulturproduktion. Das Festival macht anschaulich, wie grundlegend Design unsere materielle Kultur, unseren Alltag und unsere Warenwelt prägte und prägt, ebenso wie Lebensstil und Mode, kurzum: unser gesamtes ästhetisches Empfinden und Urteilen. Das gibt Anlass, Design nicht nur zu feiern, sondern auch kritisch zu diskutieren. Die Vienna Design Week hat sich beides zur Aufgabe gemacht. Der Designevent ist in der Zwischenzeit weit mehr als ein Festival: Er ist ein Netzwerk rund um Design geworden. Zu diesem Netzwerk zählen die wichtigsten Player aus Kultur, Wirtschaft, Medien und

Politik ebenso wie die Kreativschaffenden selbst und die internationale Designszene. Viele Highlights

Mit über hundert Veranstaltungen – Ausstellungen, ortsspezifischen Installationen, Gesprächen und Diskussionsrunden – und ausreichend Gelegenheit zum Feiern und Netzwerken ist die Vienna Design Week nicht nur Anziehungspunkt für die internationale Designszene, sondern spricht explizit auch das breite Publikum an. Diesjähriges Gastland ist Spanien, immer wieder Ausgangspunkt ebenso kräftiger wie humorvoller Designimpulse. Eine Prise Spanien wird in allen Formaten der Vienna Design Week drin­stecken und zwei Ausstellungen werden sich in aller Ausführlichkeit den spanischen Gestaltern widmen. Der Fokus liegt dieses Jahr auf der Ottakringer Straße, dem Boulevard zwischen 16. und 17. Bezirk, und dem Gschwandner. Das ehemalige Etablissement aus dem 19. Jahrhundert wird mit einer Reihe von Veranstaltungen eine sehenswerte Anlaufstelle des Festivals sein. Wie bereits im Vorjahr liegt ein weiterer Schwerpunkt auf Social Design. www.viennadesignweek.at

Ein Haufen Design: Das Festival will anschaulich machen, wie grundlegend Design unsere materielle Kultur und unseren Alltag prägt.

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Bildung

Nichts für Nasenbohrer: die Produkte der Firma Altholz aus Schlierbach sind auch auf der Blickfang zu sehen.

In drei Tagen um die Designwelt Von 19. bis 21. Oktober 2012 findet wieder die internationale Designmesse blickfang im MAK in Wien statt. Auf den 3500 m2 Fläche werden heuer wieder 13.000 Besucher erwartet. ie Mischung macht’s: Mit ihrem Mix bote Objekte anbieten, die eine starke, aus Möbeln, Wohnaccessoires und unverkennbare Handschrift tragen. „EntLeuchten, Mode, Taschen und Schmuck sprechend wichtig – und mittlerweile eibietet die blickfang auch heuer wieder ein ne echte blickfang-Spezialität – ist uns buntes Spektrum rum um das Thema der persönliche Kontakt zwischen den Design. Spektakuläre Einzelstücke neben ausstellenden Designern und den Besualltagstauglichen Gadgets, Bewährtes ne- chern“, sagt die blickfang-Projektleiterin ben Prototypen, Streetstyle neben Urban Tina Haslinger. „Die Geschichten rund um Couture: Als Messe für Individualisten die Objekte aus erster Hand zu erfahren bedient die blickfang eine Vielzahl mo- ist für viele unserer Gäste ein höchst indischer Vorlieben und persönlicher Ein- spirierendes und einprägsames Erlebnis.“ richtungsstile – vom jungen Fashion VicKurator des Jahres tim bis zum älteren Designliebhaber. Der spanische Designer Jaime Hayón – er Design und Designer entwirft für Weltmarken wie Bisazza oder ­authentisch erleben Fritz Hansen – konnte als „blickfang-KuraEin roter Faden zieht sich dennoch durch tor des Jahres“ gewonnen werden. Er berät die rund 3500 m2 große Ausstellungsflä- alle sechs blickfang-Messen: neben der che im Wiener MAK: Jedes einzelne Stück Wiener Ausgabe auch die Messen in Stuttstammt aus Designerhand. Und jeder ein- gart, Basel und Zürich sowie die neuen zelne Designer ist handverlesen, ausge- Standorte Hamburg und Kopenhagen. Zum wählt vom blickfang-Team. Schließlich blickfang-Konzept meint Hayon: „In der möchte die Messe in einer Welt der globa- globalisierten Designwelt ist ein Format len Marken und vereinheitlichten Ange- wie die blickfang, bei dem Designer und

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Hersteller direkt verkaufen können, ein sehr zeitgenössischer Ansatz. Die Designer persönlich zu treffen bringt das Prinzip einer Messe auf ein völlig neues Niveau.“ Für den Nachwuchs

Der blickfang ist es ein Anliegen, Design nicht nur zu präsentieren und zu verkaufen, sondern auch zu fördern. Daher erhalten fünf Nachwuchstalente die Chance, sich im Format „blickfang selected“ kostenlos zu präsentieren. Was für Designer eine große Chance ist, ist für die Besucher eine tolle Gelegenheit, die Shootingstars der Szene persönlich kennenzulernen. Schließlich werden diese von Kuratoren der internationalen Designszene ausgewählt, darunter Tony Chambers, Chefredakteur des britischen Designmagazins Wallpaper. Auch der „blickfang designpreis“ würdigt Design, das eine eigenständige gestalterische Sprache mit Leidenschaft und Perfektion verbindet. www.blickfang.com

Fotos: Jakob Schenk, Fa. Altholz/blickfang.com

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Bildung

Wie geölt In der Kartause Mauerbach findet im November ein Kurs für Handwerker und Restauratoren zum Thema Ölanstrich auf Holz und Eisen statt.

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Foto: bda

as Bundesdenkmalamt, Informations- und Weiterbildungszentrum Baudenkmalpflege, veranstaltet in Kooperation mit dem Verein zur Förderung der Baudenkmalpflege, Kartause Mauerbach, von 15. bis 17. November 2012 den Kurs Ölanstrich auf Holz und Eisen. Der Kurs richtet sich an Maler, Tischler, Schmiede, Schlosser, Metall-, Holzrestauratoren und Denkmalpfleger. An ausgewählten historischen Eisen- und Holz­objekten werden dabei Grundlagen und Maßnahmenkonzepte für eine Instandsetzung erarbeitet und umgesetzt – von der Befundung, Reinigung und Vorbehandlung der Ober-

flächen bis hin zur traditionellen Herstellung und Ausführung eines entsprechenden Anstrichsystems (Ölanstrich). Da es sich bei diesem Kurs um ein Praktikum handelt, sind einfaches Werkzeug und warme Arbeitskleidung mitzubringen. Beginn ist am Donnerstag, 17. November 2012, um 9:00 Uhr in der Kartause Mauerbach. Die Kursgebühr beträgt 320 Euro pro Person. Informationen über Übernachtungsmöglichkeiten gibt es unter der Mailadresse mauerbach@bda.at – auch in den ehemaligen Mönchszellen der Kartause stehen einige Nächtigungszimmer zur Verfügung. www.bda.at

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BilDung

fenster für morgen Die Rosenheimer Fenstertage am 11. und 12. Oktober spannen den thematischen Bogen von der Gebäudesanierung bis zu neuen Glastechnologien.

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ie Welt ist im Umbruch und neue rung von Sicherheit und Komfort durch Onlinetools und Trends, Wünsche und Ängste beein- Automation zu berücksichtigen. geeigneten Prüfverfahren flussen die Menschen, aber dennoch steht die Energiewende immer noch im Fokus innoVaTiVe Technologien gesichert werder gesellschaftlichen Diskussion. Des- Natürlich bleibt das ift Rosenheim der den kann, halb zählen Vorträge zur EnEV 2013, zum 40-jährigen Fenstertagetradition treu und zeigt der TheEnergy Label sowie zur konstruktiven greift praktische Themen aus Technik m e n b l o c k und wirtschaftlichen Umsetzung einer und Normung sowie innovative Technolo- „Betriebspraenergetischen Gebäudesanierung zum gien auf. Die ift-Experten informieren bei- xis und QuaPflichtprogramm der 40. Rosenheimer spielsweise über die Nutzung von Drei- lität“. Dazu Fenstertage, an denen am 11. und 12. Ok- fachglas bei unterschiedlichsten Anforde- gibt es jutober in Rosenheim über 30 Experten die rungen, rechnerische Nachweise für die r istischen wichtigsten Trends der Fenster- und Fas- Absturzsicherung, eine normkonforme Rat vom Lüftungsplanung oder die Montage in Fachmann sadenbranche vorstellen. Interessant ist auch das wachsende Seg- Wärmedämmverbundsystemen. Modula- zu Fragen bei Haftungsment „Premiumbauen“, das Chancen für re Konstruktionen im Baukastenprinzip risiken und der CE-Kennzeichnung. Ein Qualitätsprofis bietet und die Verbesse- sind eine gute Voraussetzung für sichere eigener Block widmet sich der Problemrung von Wohnkomfort und Werterhal- und wirtschaftliche Produkte. Wie die vermeidung von unsachgemäßer Planung tung favorisiert. Hierbei gilt es, Trends Qualität von etablierten und neu entwi- und Ausschreibung. wie Universal Design und die Verbesse- ckelte Produkten mit praxistauglichen www.ift-akademie.de

leichtbier Holztechnik-Studierende aus Rosenheim entwickelten für ein Südtiroler Unternehmen Biergarnituren in Leichtbauweise.

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ier noch ein Zentimeter, da noch ein Gramm – im Leichtbau kommt es oft auf den kleinen Unterschied an. Wie durch Leichtbauweise auch alltägliche Gegenstände wie eine Biergarnitur optimiert werden können, das bewiesen Studierende des Bachelorstudiengangs Holztechnik im Rahmen einer Projektarbeit in Kooperation mit dem Südtiroler Klappgarniturenhersteller Zingerlemetal.

Foto: FH Rosenheim

geWichT unD kosTen sparen

Mit der Aufgabe, Konstruktion und Materialien für die übliche Biergarnitur zu optimieren, trat die Firma an die Hochschule Rosenheim heran. Dabei sollten Das studentische Entwicklungsteam (v. l. n. r.): die Qualität bei Biertischen und -bänken Matthias Till, Maximilian Greis, Christina Reiverbessert und gleichzeitig Gewicht und mann und Sebastian Denzler sowie die ProfesKosten reduziert werden. Die Studieren- soren Torsten Leps (links) und Thorsten Ober den entwickelten anhand der Vorgaben des Industriepartners eine leichte und viduelle Oberflächen mit verschiedenen kostengünstige Biergarnitur mit deutlich Verfahren auf die Tische und Bänke zu verbesserten Handlingeigenschaften und applizieren. Damit können neue Markteiner optimierten Oberfläche. Neben der segmente für Biergarnituren erschlossen höheren Qualität ist es nun möglich, indi- werden. www.fh-rosenheim.de

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16. Feb.


sonderthema küche & Bad

Board von Snaidero. Design: Pietro Arosio

Meine Küche ist ein Möbel Die Eurocucina 2012 gab im Rahmen der Mailänder Möbelmesse einen Einblick in aktuelle und künftige Küchentrends. Gezeigt wurde alles, was Küche ist, aber so gar nicht danach aussieht. Text: Barbara Jahn as kulinarische Zentrum des Hauses erlebt eine neue Stufe der Evolution, ist mehr Kochstelle denn je, aber ein Meister der Tarnung.

Internet www.aran.it www.cesar.it www.composit.it www.dadaweb.it www.elmarcucine.com www.poliform.it/varenna www.scic.it www.snaidero.it www.venetacucine.com

58 Tischler Journal 09/2012

Abgespeckt

anpasst. Sind erst alle Funktionen hinter Schon ein erster Überblick ließ einen ganz ausgeklügelten Schiebeelementen und starken Trend beobachten: Die Küche ist Klappmechanismen verstaut, bleibt selten nicht mehr das isolierte Paradies für lei- mehr übrig als ein Monolith, ein raumhodenschaftliche Pfannenschwinger, sondern her Schrank oder etwas, das genauso gut wird immer mehr zum integrierten Be- ein Schreibtisch sein könnte. standteil der Wohnszenerie und damit zu einem richtigen Möbelstück. Küchen sind Boxenluder heute kein Raum im herkömmlichen Sinn Einige Hersteller haben sich darauf konmehr, sie sind viel mehr maßgeschneiderte zentriert, dass die Küche zwar in den und hoch individualisierte Elemente, die räumlichen Kontext stark integriert wird, äußerlich immer weiter reduziert, gleich- jedoch als eigenständiges Möbelstück erzeitig aber auch stärker funktionalisiert fahrbar bleibt. Ein Beispiel dafür ist Liquiwerden unter Ausnutzung der neuesten da Frame von Veneta Cucine, ein Projekt Gerätetechnik. Das Faszinierende daran ist, von Elisa und Stefano Giovannoni, das mit dass die Küche als Archetyp fast komplett einem langen Entwicklungsprozess ververschwindet und sich wie ein Chamäleon bunden ist. Es handelt sich dabei um ein an die restliche Einrichtung des Raums freistehendes, funktionales Objekt mit

Fotos: Hersteller

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sonderthema küche & Bad

» Küchen sind heute maßgeschneiderte und hoch individualisierte Elemente, die äußerlich immer weiter reduziert werden. «

Matrix von Varenna. Design: Paolo Piva

einem Bullauge, in dem der komplett ausgestattete Arbeitsbereich Platz findet. Die Oberfläche ist aus HPL-Laminat, wahlweise in Schwarz oder Weiß. Im Fokus stand dabei Kompaktheit und Vielseitigkeit bei gleichzeitiger Komprimierung auf das Wesentliche. Parallel zur vereinfachten Idee sollten aber auch die starken Designinhalte transportiert werden, die in dieser komplexen und aufwendigen Kücheneinheit, die wie ein Solitär im Raum steht, verpackt sind. „Die gesetzten Ziele führten zu einer Suche nach technischen Materialien, die eine hohe Leistung bieten, recyclingfähig sind und neue Funktionen erlauben, wie zum Beispiel Schiebetüren im Inneren der Einheit. Wir haben versucht, ein Produkt zu kreieren, das einen Wiedererkennungswert hat, und wollten sichergehen, dass es für den modernen Anwender, der Wert auf

Design legt, ansprechend wirkt“, sagen die Oberfläche verschwinden, um einen vollDesigner. wertigen Essbereich anbieten zu können. Ein anderes Exemplar stammt aus der Fe- Der zweite Teil mit Kochstelle und hinterder von Designer Karim Rashid, der für leuchtetem Spiegel, hinter dem sich auch Aran Cucine ebenfalls eine futuristisch an- ein Bildschirm verbergen könnte, ist mit gehauchte Kocheinheit gestaltete. Karan einem sogenannten C-Channel ausgestatverkörpert das Konzept einer klassischen tet, um Kühlschrank, Herd und Stauraum Kochinsel, die auch zum Verweilen am zu öffnen. „Die Küche ist das Herzstück des Counter einlädt. Rashid arbeitet in seiner Hauses – mit diesem Hintergedanken gewohnt eigenwilligen Formensprache mit nahm ich das, was oft als banaler Archetyp LEDs, mit Vielzweckutensilien für Schnei- von Kochgeschirr bezeichnet wird, und den und andere Küchenarbeiten und lässt machte daraus ein elegantes Gemeinalles inklusive Armatur unter einer glatten schaftserlebnis“, erklärt Karim Rashid.

Liquida Frame von Veneta Cucine. Design: Elisa & Stefano Giovannoni

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sonderthema küche & Bad

HeiSSes WeiSS

Noble Zurückhaltung und unbedingt auch den optischen Eindruck absoluter Reinheit vermittelt die Farbe Weiß, die sich neben vielen warmen Holztönen immer mehr durchsetzt. Hat man mit Hochglanzlackierungen eine Zeit lang ausgesetzt, so favorisiert man jetzt wieder glänzende Oberflächen im Zusammenspiel mit Edelstahl und Aluminium, allerdings mit wesentlich umweltfreundlicheren Herstellungsverfahren. Der große Vorteil von Weiß ist die zeitlose Eleganz und die Ungebundenheit bei der Gestaltung der Umgebung. Matrix von Varenna etwa, ein Entwurf von Paolo Piva, ist schon beinahe ein Klassiker, der allerdings immer wieder durch seine unglaubliche Flexibilität und Wandelbarkeit verblüfft. Trotz ihrer optischen Zurückhaltung und perfekten Eingliederung in das Wohnambiente bietet sie eine starke, aber unaufdringliche Präsenz und gibt sich deutlicher als andere als Küche zu erkennen. Weiß hat es

Tivali & More von Dada. Design: Dante Bonuccelli

» Sind erst alle Funktionen hinter ausgeklügelten Schiebeelementen und Klappmechanismen verstaut, bleibt selten mehr übrig als so etwas wie ein Monolith, ein raumhoher Schrank oder etwas, das genauso gut ein Schreibtisch sein könnte. «

Kalea von Cesar. Design: Gian Vittorio Plazzogna

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auch Piergiorgio Cazzaniga angetan. Für das Modell Touch, das von Composit hergestellt wird, inszeniert er unter anderem ein reduziertes Küchenambiente in Acrylic Gloss White, das sich durch eine besondere Brillanz auszeichnet. Wert gelegt wurde hier auf spezielle Details wie die Griffe der Schubladen oder ein spezieller Up-andDown-Mechanismus für die Türen. Völlig variabel und modular erweiterbar passt diese Küche zu jedem Einrichtungsstil, der sich an sie anschließt. Ebenso reduziert in der Formensprache, allerdings völlig anders in Sachen Materialität und Anmutung sind hingegen die Betonküchen von Martin Steininger. Der aus dem Mühlviertel stammende Tischler, der mit seinen exklusiven Kochbühnen große Erfolge feiert, legte im wahrsten Sinne des Wortes einen glanzvollen Auftritt hin, denn


sonderthema küche & Bad

Ab September: Der neue KantenKatalog 2013/2014

sein jüngstes Werk namens „Heart of Traditionen in der Küche nicht unbeGold“ brilliert mit seinem Innenleben dingt etwas anfangen können. Diese aus goldfarbenem eloxierten Aluminium, Küche funktioniert wie eine Art Contaidas die Laden wie luxuriöse Schmuck- ner, zusammengesetzt aus lauter recykästchen wirken lässt. celten Materialien, der nach dem Öffnen der einzelnen Elemente nach und Zauberkünstler nach seine Funktionen preisgibt. Um Und weg war sie. Dass die Küchen in auch in Sachen Technik ganz vorne ihrem Erscheinungsbild sehr zurück- dabei zu sein, werden LED-Leuchten haltend geworden sind, haben wir nun eingesetzt, eine Tasche für iPad, iPod verstanden. Dennoch gibt es eine Steige- oder iPhone erlaubt digitale Konversarungsform, die einfach immer wieder tion und Unterhaltung, und eine intestaunen lässt. Es handelt sich dabei um grierte Webcam lässt sogar „zusamModelle, die rein äußerlich so tun, als men“ kochen.

Europas größtes Kantensortiment Officina von Scic. Design: Andrea Mariotti & Davide Bartolucci

stecke nichts dahinter, die aber eine gesamte Küche hinter den harmlos und unspektakulär erscheinenden Schrankfronten verbergen. Eine davon ist Tivali von Dada, die von ihrem Konzept kaum noch eine Steigerung der Individualität zulässt. Hinter den eleganten Türen, die mit einer einzigen Bewegung vollständig beiseite geschoben und verschwinden können, verbirgt sich nun das Upgrade des Modells Tivali & More aus Carrara-Marmor und gebranntem Kastanienholz, ausgestattet mit Spüle, Abzugshaube und Geschirrspüler, funktional, körpergerecht und immer noch offen für gestalterischen Spielraum. Den Zugang zu einer minimalistischen und sehr kompakten Form zeigen auch die Jungdesigner Andrea Mariotti und Davide Bartolucci, die im Rahmen eines Wettbewerbs des Küchenherstellers Scic einen Prototypen entwickelten, der seinem Namen alle Ehre macht: Officina reagiert auf die Bedürfnisse der neuen Generation von Einrichtenden, die mit

Für Workaholics

Last but not least gibt es noch jene Exemplare, die durch ihre gestalterische Verwandtschaft zum Tisch auffallen. Sie schaffen es, die Kochstelle und den Essplatz auf einzigartige Weise zu verbinden, lassen jedoch auch die sanften Übergänge zum Wohnmobiliar nicht vermissen. Besonders ins Auge stechen dabei Kalea von Cesar, ein Entwurf von Gian Vittorio Plazzogna, Board von Snaidero aus der Feder des Architekten Pietro Arosio und Isola Cross von Ludovica & Roberto Palomba für Elmar. Für das Designerehepaar ist die Küche immer ein Platz zum Arbeiten: „Wir haben der Kochinsel eine innovative Form auf Tischböcken gegeben, um die Idee zu vermitteln, dass der Koch wie ein Künstler oder Handwerker arbeitet.“ Damit ist auch der Konnex zu den rudimentären Inhalten wieder gegeben, denen die Kunst des Kochens eigentlich zugrunde liegt.

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Ostermanns 500-Seiten starker Katalog mit den passenden Kanten zu den aktuellen Kollektionen aller führenden Holzwerkstoffhersteller. Außerdem im Sortiment: Eine riesige Auswahl an praktischem Zubehör für die Verarbeitung von Spanplatten.

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sonDerTheMa küche & BaD

spülbeckendesign in Quarz Das Spülbeckenmodell Due ist Teil der Integrity-Linie von Cosentino. Diese Spülbecken der Serie sind die ersten dreidimensionalen Produkte aus einem einzigen Stück SilestoneMaterial. Da es sich um ein Silestone-Produkt handelt, bieten auch die Spülbecken der Integrity-Linie alle von dem Mineralwerkstoff gewohnten Vorteile: Absolute Hygiene, Schönheit, Langlebigkeit und hohe Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer, Flecken und Säuren. Hinzu kommt der garantierte bakteriostatische Schutz. Integrity Due wurde entwickelt, um die Installation so einfach wie möglich zu machen. Das Verfahren zur Befestigung an Silestone-Arbeitsplatten hinterlässt ein perfektes Finish in jeder Küche. cosenTino iM BaD

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ie spanische Marke Cosentino hat das aufgrund seiner dreidimensionale Integrity-Spülbecken aus einem einzigen Stück Silestone entwickelt und gefertigt. Dieses Produkt Materialeigenschaften setzt damit einen Meilenstein in der silestone auch für den Quarzindustrie. Das Ergebnis: Arbeitsplatte und Spüle verschmelzen zu einer einsatz im Bad besonEinheit und stehen für außergewöhn- ders gut geeignet. « liches Raumdesign. Die Silestone-Spülbeckenlinie startete mit dem Launch des rundförmigen Integrity- Variante misst 37 x 51 x 15,5 cm und ist One-Modells. Die Kollektion wurde kürz- die perfekte Wahl als Einzelspülbecken. lich mit der Einführung von Silestone Integrity Due mit geraden Formen erweitert. Beide Modelle sind in einer Vielzahl von Silestone-Farben erhältlich und bieten den Verbrauchern geradezu unendliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Aufgrund seiner Materialeigenschaften in Bezug auf Kratzfestigkeit und Hygieneschutz ist Silestone auch für den Einsatz im Bad besonders gut geeignet. Die Badkollektion bietet zahlreiche Module wie Waschtische und Duschwannen sowie passende Fußleisten und Heizkörper. Kurzum: Sie ermöglicht eine individuelle Einrichtung aus einer Hand, die keine Wünsche offenlässt. Zur Badkollektion gehören u. a. die acht Waschbeckenmodelle Symmetry, Basic, Equilibrium, Balance, Armony, Simplicity, Elegance und Exclusive sowie sieben unterschiedliche Duschtassenausführungen: Ducal, Fresh, Bubbles, Freccia, Kador, Flow und Doppio. Ganz aktuell ist das Waschbecken Exclusive ab sofort auch als dreidimensionales Modell Exclusive Due erhältlich und ergänzt damit Exclusive One mit seinen runden Formen. Die Becken sind aus einem Guss gefertigt und verschmelzen mit der Waschtischplatte und bilden somit eine elegante Einheit. www.cosentino-group.net

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Fotos: Cosentino

Due Mal zWei

Im Gegensatz zu Silestone Integrity One, das eine Größe von 41 x 51 x 15,5 cm hat, ist Silestone Integrity Due in zwei verschiedenen Größen verfügbar. Die erste Größe beträgt 37 x 34 x 15,5 cm und ist ideal für Doppelwaschbecken geeignet. Die zweite


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sonDerTheMa küche & BaD

freude in der küche Vor drei Jahren trennte sich Haka von seinen deutschen Händlern. Die fehlenden Umsätze konnte der Küchenhersteller in Österreich und der Ostschweiz kompensieren. Im Stammsitz in Traun will Haka nun eine Erlebniswelt bauen.

Weiter auf Expansionskurs: Haka-Chef Gerhard Hackl

serten Konzept vor Ort neu aufmischen. „Hier sind wir dran, noch mehr Service, die Haka-Philosophie der Freude und die Beratung zu verbessern“, blickt Gerhard Hackl positiv in die Zukunft. 5000 küchen iM Jahr

2011 verließen 5000 Küchen das Werk in Traun und wurden über ein Netz von 500 Händlern vertrieben. Eine wichtige Säule sind im Marketing die Kochshows, die in Traun abgehalten werden. An die 120

» eine wichtige säule sind im Marketing die kochshows, die in Traun abgehalten werden. Jährlich finden an die 120 Veranstaltungen statt. «

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aka machte 2009 einen rigorosen Schnitt und trennte sich von seinen deutschen Händlern. Das Unternehmen beendete damals die Zusammenarbeit mit insgesamt 100 Händlern in Bayern und Baden-Württemberg. Deutschland hatte sich als schwieriger Markt entpuppt, auf dem es schwer war, Geld zu verdienen. So gab man aus betriebswirtschaftlichen Gründen auch 12 Prozent Umsatzanteil auf. Das Jahr 2012 zeigt dafür, dass der Schritt dem Unternehmen nicht geschadet hat: Der fehlende Umsatz wurde in Österreich und in der Ostschweiz kompensiert, und man peilt sogar an, den Umsatz von 20 Millionen Euro zu überschreiten.

2011 verließen 5000 Küchen das Werk in Traun und wurden über ein Netz von 500 Händlern vertrieben.

2012 als sTarkes Jahr

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schaurauM als herzsTück

Haka hat sich als Marke in Österreich Veranstaltungen finden jährlich statt und stark verankert, dennoch gibt es noch zaubern ein Lachen in die Küche. „Ob immer ein paar weiße Flecken auf der asiatisch, italienisch oder HausmannsLandkarte, die es zu schließen gilt. Da der kost – in einer Haka wurde schon fast alSchauraum immer das Herzstück für die les gekocht“, ist Gerhard Hackl auf sein Etablierung der Marke ist, wird man 2012 Veranstaltungskonzept stolz. den Wiener Raum mit einem verbes- www.haka.at

Fotos: Haka

„Das Jahr war schwierig, hat schleppend begonnen, was bei der Stimmung, die unsere Regierung verbreitet, kein Wunder ist. Das Geschäftsjahr hat im März dann erste Höhen gezeigt, um im Juni zu einem wahren Höhenflug anzusteigen“, zieht Gerhard Hackl eine erste Zwischenbilanz. 2012 hat Haka in Traun noch einiges vor: Eine Erlebniswelt, die alles rund um das Kochen präsentiert, steht in den Startlöchern und wird mit einer Investitionssumme von Euro 500.000 beziffert.


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gute Gründe ein HAKA Partner zu werden

In 9 Tagen gefertigt Durch unsere kurze Fertigungszeit können Sie kurzfristige Änderungswünsche Ihrer Kunden erfüllen.

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Mehrwert durch starke Partner HAKA ist der einzige Küchenhersteller in Österreich, bei dem Sie zwischen zwei führenden Beschlägeherstellern wählen können.

Keine Großfläche mit dem Vertrieb über ausgewählte Partner sind Sie keiner Preischlacht ausgesetzt.

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Küchenherstellung in 3. Generation Gerhard Hackl führt seit 1993 das renommierte und vielfach ausgezeichnete Familienunternehmen, sehr erfolgreich in 3. Generation.

Flexibel nach Maß HAKA fertigt jede Küche individuell. Jede HAKA Küche ist ein Unikat. Wir produzieren keine Massenware.

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HAKAdemie Mit unserem Schulungsprogramm HAKAdemie haben unsere Partner die Möglichkeit laufend an Schulungen teilzunehmen – Vorsprung durch Wissen.

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HAKA steht für Qualität Wir produzieren Küchen in Tischlerqualität nach Maß. Keine Küche verlässt das Werk ohne Qualitätskontrolle.

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Achten Sie auf dieses Zeichen Es sind die kleinen Dinge, die den Alltag erleichtern. HAKA entwickelt sich ständig weiter, stellt sich Fragen und findet Lösungen.

Handwerksqualität aus Österreich Wir produzieren seit über 82 Jahren im oberösterreichi-schen Traun. HAKA legt Wert darauf, mit österreichischen Zulieferern zu arbeiten, um heimische Arbeitsplätze zu erhalten.

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sonderthema küche & Bad

Klappenoffensive Klappen statt drehen oder schieben ist in. Häfele hat jetzt seine viel gefragten, multifunktionalen Klappenbeschlag-Klassiker Duo und Maxi in Technik und Design überarbeitet. sie in den Oberflächen vernickelt, weiß und schwarz mit verschiedenen speziellen ­Befestigungslaschen für die Anbindung an Profile.

Häfele bietet mit seinen Klappenbeschlägen Duo standard, Duo forte und Maxi Lösungen für alle ­Gewichtsklassen. Im Bild: der Duo Klappenbeschlag

» Dank der Überarbeitung sollen die beiden Beschläge den Designund den Qualitätsansprüchen noch besser gerecht werden. «

sogenannte Barfächer einsetzbar. Duo-­ Klappenbeschläge werden in Kombination mit Standard-110-Grad-Topfscharnieren mit oder ohne Dämpfung eingesetzt. Sie haben definierte Anschraubpositionen für Befestigungslaschen für 75, 90 und 110 Grad Öffnungswinkel. Push-to-open-Funktionalität in Verbindung mit grifflosen Fronten ist ebenfalls realisierbar. Die Beschläge verfügen über eine Multipositionsstopp- und Abbremsfunktion, die sich an das KlappengeMultifunktional wicht anpassen lässt. So kann Duo auf HalDie Klappenbeschläge Duo standard und ten in jeder Position oder sanftes AbbremDuo forte für Klappen aus Holz oder mit sen eingerichtet werden. Die beiden DuoAluminiumrahmen bestechen durch ihre Varianten unterscheiden sich in puncto Multifunktionalität. Sie sind durch Über- Größe und Tragkraft. Duo standard eignet scheren des Beschlags sowohl als Stützen sich für Schrankhöhen bis maximal 500 für Möbelklappen als auch als Halter für mm, Duo forte bis maximal 600 mm. Es gibt

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Den Klappenbeschlag Maxi gibt es neuerdings auch mit einem Dämpfeinzug.

werden alle Maxi-Produkteigenschaften auch für Truhendeckel realisierbar. Optional verleiht ein Aufsatzdämpfer, der anstelle der normalen Korpusbefestigungslasche montiert wird, dem Beschlag zusätzlichen Komfort in Form einer perfekten Schließdämpfung. Duo und Maxi sind über separate Befestigungslaschen rechts-links-verwendbar. Sie können auch einseitig eingesetzt werden. Besonders komfortabel ist ihre einfache, werkzeuglose Clipmontage auf die vormontierten Befestigungslaschen mit 32-mm-­ Raster. www.hafele.com

Fotos: Häfele

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eide Beschläge gibt es neben der herkömmlichen vernickelten Variante nun auch in den trendigen Oberflächenfarben Schwarz und Weiß, den Duo zusätzlich in einem neuen Erscheinungsbild und den Maxi mit Push-to-open-Funktion und Dämpfung. Duo ist ein flexibel einsetzbarer Vertreter der großen Häfele-Klappenbeschlagfamilie, die im „Lift + Turn“-Markensortiment zusammengefasst ist. Der Beschlagtechnikspezialist hat ihn mit dem Ziel überarbeitet, den Design- und Qualitätsansprüchen noch besser gerecht zu werden und die Bewegungsabläufe zu perfektionieren. Die Klappenbeschläge Duo und Maxi decken alle gängigen Gewichtsklassen bei ­angebundenen Klappenbeschlagsanwendungen ab. Maxi erreicht mit seiner Schwerlastausführung Tragkraftwerte von über 50 kg (bei Verwendung von zwei Beschlägen in einem 300 mm hohen Schrank).

Maxi für Schwergewichte

Alle oben genannten Merkmale und Vorteile treffen auch auf den Klappenbeschlag Maxi zu. Der große Bruder des Duo öffnet und schließt mühelos besonders schwere und breite Möbelklappen und wird in vier Gewichtsvarianten angeboten. Alle verfügen über ein öffnungsunterstützendes Federpaket und halten dank Multipositionsstopp jede Schranktür in der gewünschten Stellung. Maxi ist höchst zeitgemäß durch Sondereinbaulage und ergänzt um einen Auswerfmechanismus auch als Funktions­ element für grifflose Fronten einsetzbar. Der Klappenbeschlag kommt gedämpft oder ungedämpft, mit oder ohne push-toopen zum Einsatz. Unter der Bezeichnung Maxi-up fungiert er als Truhenbeschlag. So


präsentiert:

Küchenspezialist Günther Kreuzmayr Offen für mehr Außenwirkung. Aktueller Zubau im Küchenstudio Kreuzmayr.

Günther und Christine Kreuzmayr: „Für eine Tischlerei ist das zweite Standbein eines Küchenstudios Goldes wert!“

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on klassisch geformt bis schwingend modern – die individuelle Küche für alle Vertreter unserer Gesellschaft ist dem Traditionsunternehmen Günther Kreuzmayr aus Grieskirchen ein besonderes Anliegen. Der gelernte Tischlermeister übernimmt 1988 den elterlichen Betrieb und legt schon damals größten Wert auf regionale Verbundenheit und erstklassige (Holz-) Qualität. Vom Tischlermeister zum Küchenprofi. Acht Jahre später kommt seine Frau Christine ins Unternehmen und setzt mit der ersten Küchenausstellung 1999 den Grundstein für die heutige Küchenkompetenz. Was mit Kochkursen und diversen Events beginnt, führt ein gutes Jahrzehnt später zum zweiten Standbein, um sich damit öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und auf ausgesuchte Qualitätsware auch visuell hinzuweisen. Qualität sichtbar gemacht. Pünktlich zum 50-Jahr-Jubiläum wurde nun der großzügige Zubau mit Schaufensterfront und der baulichen wie auch „betriebspsychologisch“ wichtigen Öffnung nach außen fertig gestellt. An diesem attraktiven Präsentations-Standort zahlt es sich für die Konsumenten sichtlich aus, bei Günther und Christine Kreuzmayr genauer hinzusehen.

Als Partner der MHK profitieren wir optimal von der Kraft der Gemeinschaft. Bei MHK seit 16 Jahren. 1995 fällt der (leichte) Entschluss, dem Verband beizutreten. Der dabei gewonnene Erfahrungsaustausch, die unterschiedlichen Blickwinkel sowie die zahlreichen Ideen und Impulse lassen die Familie Kreuzmayr heute noch mit Freude an die damals gefällte Entscheidung denken. Top-Basisleistungen und tolle Produkte

überzeugen Günter Kreuzmayr heute mehr denn je. Als Küchenspezialist der MHK Gruppe Österreich lässt sich die individuelle Kreuzmayr-Küche optimal anbieten und verkaufen. So schaut’s aus … sichtbar gemacht in der neuen Küchenstudio-Front mit Signalwirkung – von Günther Kreuzmayr in Grieskirchen.


sonderthema küche & Bad

Kein Kniefall vor der Küche Beim Beschägehersteller Blum beschäftigt man sich in der Bedürfnisforschung seit Jahren mit der Frage, was eine praktisch eingerichtete Küche ausmacht. Die Erkenntnisse daraus fließen in die Entwicklung und die Verbesserung der Produkte ein. Text: Thomas Prlic

Die Tandembox Antaro steht für klares Design – ob mit eckiger Reling oder als geschlossenes Behältnis mit Einschubelementen.

» Die Beschläge haben sich in den vergangenen Jahrzehnten vom rein technischen Zubehör zum praktischen Helferlein für den Küchenalltag entwickelt. «

Laborforschung: Der „Age Explorer“-Anzug lässt den Probanden um gefühlte Jahrzehnte altern. Da wird das Bücken schnell zur Qual.

Verbindung bringt, das aber viel damit zu tun hat: Mit elektrischer Öffnungsunterstützung, Dämpfungssystemen beim Öffnen und Schließen von Schränken und Vollauszügen für den bequemen Zugriff auf den Schubladeninhalt haben sich die Beschläge in den vergangenen Jahrzehnten vom rein technischen Zubehör zum praktischen Helferlein für den Kühenalltag entwickelt.

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lar, bei der Küchengestaltung stehen für den Kunden zuerst oft die gestalterischen Fragen im Mittelpunkt. Nehme ich eine weiße Hochglanzküche oder doch lieber etwas Rustikales? Soll die Arbeitsplatte aus Naturstein sein oder eher aus Massivholz? Und erst die Griffe für Laden und Schränke: lang und schnörkellos oder gar in Knopfform oder lieber gleich grifflose Fronten? Die Geschmäcker in Sachen Design sind in der Küche eben so unterschiedlich wie die Vorlieben für das Essen selbst. Dabei muss eine Küche nicht nur schön, sondern auch praktisch sein und mit all ihren Funktionen die Essenszubereitung optimal unterstützen. Die praktische Seite der Küche ist dabei ein Thema, das man vielleicht nicht auf den ersten Blick mit Beschlägen in

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Fotos: Blum, Thomas Prlic

Laborforschung

Durchaus naheliegend also, dass sich ein Beschlägehersteller wie die Vorarlberger Firma Blum unter dem Titel „Dynamic Space“ seit Jahren mit dem Thema beschäftigt. In der Unternehmenszentrale in Höchst etwa haben die Blum-Fachleute eigens eine Laborküche eingerichtet. In den Räumlichkeiten sind vier äußerlich fast idente Küchen aufgebaut, die hinter den Fronten allerdings mit jeweils unterschiedlichen Beschlagsystemen ausgerüstet sind. Von der simplen Mininmalausstattung bis zu extrakomfortablen Hightechbeschlägen. Beim Testkochen in den unterschiedlichen Küchen machen sich so schnell die Unterschiede bei den Arbeitsabläufen bemerkbar. Im Unternehmen selbst werden die Testküchen auch für das Feintuning bei der Produktentwicklung verwendet: Bei der Entwicklung der elektrischen Bewegungsunterstützung Servo


sonderthema küche & Bad

Im Blum-Küchenlabor sind vier mit unterschiedlichen Beschlagsystemen ausgerüstete Küchen aufgebaut: von der Minimalausstattung bis zum ­Hightechbeschlag.

Drive etwa schaute man im Küchenlabor eine Woche lang einem Konsumenten über die Schulter. Aufbewahrungsbedürfnisse

Derartige „Küchennutzungsbeobachtung“ betreibt Blum seit mittlerweile mehr als zehn Jahren in großem Maßstab, und das nicht nur in der Laborsituation. „Als Unternehmen sollten wir ja Produkte fertigen, die weltweit bestmöglich funktionieren“, sagt Andreas Lubetz von der Blum-Bedürfnisforschung. „Aber in Japan kocht man einfach anders als etwa in Zentraleuropa.“ Also hat

» Als Unternehmen sollten wir Produkte fertigen, die weltweit bestmöglich funktionieren. Aber in Japan kocht man einfach anders als etwa in Zentraleuropa. « Andreas Lubetz, Blum-Bedürfnisforschung Blum in den vergangenen Jahren über den ganzen Globus verteilt mittlerweile rund 350 Küchen analysiert, darunter nicht immer nur solche, die auch mit firmeneigenen Produkten ausgestattet sind. Die dabei entstandenen Filme haben mitunter lustige Situationen festgehalten: Menschen, die chaotische Schubladen halb ausräumen, bis sie einen bestimmten Gegenstand gefunden haben, oder die auf die Anrichte klettern, um besser an die hohen Fächer im Oberschrank zu gelangen. Situationen, die – zumindest so ähnlich – fast jeder von zu Hause kennt. Eine logische Schlussfolgerung der Blum-Fachleute: Bei der Küchenplanung werden häufig die Aufbewahrungsbedürfnisse nicht genügend berücksichtigt. Selbst hochwertige Küchen sind oft nur mit Türen statt etwa mit Auszügen bei den Schränken ausgestattet. Durch solche Kleinigkeiten ergeben sich dann allerdings wiederum Einschränkungen in der Nutzung. „Das sind Dinge, die dem Konsumenten oft im Nachhinein bewusst werden, aber die man dann nicht mehr ändern kann“, sagt Andreas ­Lubetz. Nicht ganz von ungefähr hat man bei Blum für die typische Körperhaltung beim Durchwühlen eines Unterschranks intern einen schönen Spitznamen erfunden: der Kniefall vor der Küche. Um zu verdeutlichen, wie die Wahl des Auszugssystems, die Positionierung der Schränke oder auch die Verwendung von Ordnungssystemen in den Schubladen den Küchenalltag vereinfachen können, setzt die Blum-Bedürfnisforschung den sogenannten „Age Explorer“ ein: Ein orangefarbener Anzug, der mittels einsetzbarer Gewichte an Armen und Beinen, speziellen Handschuhen sowie einem Helm samt eingefärbtem Visier die Bewegungsfreiheit arg einschränkt – und den Probanden so um gefühlte Jahrzehnte altern lässt. So ist es auf einmal gar nicht mehr so einfach, bestimmte Gewürzdosen in einer unaufgeräumten Lade zu finden oder gar ein Glas aus einem Oberschrank zu nehmen. Und wird es plötzlich zum echten Problem, sich zu bücken. Mit Vollauszug im Unterschrank oder Öffnungsunterstützung in höheren Bereichen wird da tatsächlich vieles einfacher.

400 Kaufentscheidungen

Auch im Internet, auf speziellen Webseiten und Foren, suchen die Blum-Bedürfnisforscher seit ein paar Jahren nach neuen Erkenntnissen – und waren dabei überrascht, wie viel im Netz über Küchen diskutiert wird. Was die Beschlägefachleute dabei herausfanden: Die Konsumenten wissen oft nicht, worauf sie bei der Küchenplanung eigentlich achten sollen. Kein Wunder bei immerhin rund 400 Einzelentscheidungen, die ein Verkäufer dem Kunden beim Küchenkauf abverlangt.

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sonderthema küche & Bad

Küchennutzungsbeobachtung per Kamera: In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen rund 350 Küchen über den ganzen ­Globus verteilt analysiert.

In der Bedürfnisforschung hat man bei Blum die ideale Einteilung der Küche in fünf Zonen ermittelt: Bevorraten, Aufbewahren, Spülen, Vorbereiten und Kochen/Backen.

Fünf Zonen

Bei Blum hat man vor einigen Jahren eine „Stauraumstudie“ gemacht, und daraus eine Einteilung der Küche in fünf Zonen abgeleitet: Bevorraten (Lagerung von Verbrauchsgütern), Aufbewahren (Lagerung von Gebrauchsgütern), Spülen, Vorbereiten sowie Kochen/Backen. Bei der richtigen Anordnung der verschiedenen Küchenelemente

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jeder Stauraum für jeden dieselbe Bedeutung. Bei der Planung gilt es deshalb, der­ artige Forschungserkenntnisse zu berücksichtigen, aber auch auf individuelle Bedürfnisse nicht zu vergessen. Um dabei auch die Tischler bei der Planung und Kundenberatung zu unterstützen, bietet Blum in Österreich über seinen Außendienst auch eine Box mit Hilfsmitteln für Verkaufsgespräche an. Das aus der Bedürfnisforschung gewonnene Wissen fließt auch in die Optimierung der bestehenden und die Entwicklung neuer Produkte ein. Bei Blum denkt man dabei in den entsprechenden Zonen lässt sich viel auch über das Thema Beschläge hinaus Zeit und Weg sparen. Immerhin rund 264 nach und hat etwa Spezialprodukte wie eiMeter legt man im Schnitt pro Tag in einer nen Folienschneider oder Gewürzhalter im Küche ohne diese Zoneneinteilung zurück, Programm. Eine ganz aktuelle Neuerung mit den fünf Zonen sind es nur 210 Meter. gibt es beispielsweise beim Boxsystem TanMacht gleich 20 Prozent Unterschied und dembox Antaro, bei dem mittels Einschubegerechnet auf eine Lebensdauer der Küche lementen aus Glas oder Metall nun auch von 20 Jahren eine Differenz von 1927 zu geschlossene Behältnisse realisiert werden 1530 Kilometern. können. So lässt sich der Ladenkorpus auch in der Höhe noch besser ausnutzen, gleichIndividuelle Bedürfnisse zeitig bietet die Lösung auch gestalterisch Auch über die optimale Ausnutzung von interessante neue Möglichkeiten. SchließLadentiefe, Höhe und Breite hat man bei lich soll eine Küche ja nicht nur praktisch, Blum Daten gesammelt. Weil aber nicht je- sondern auch schön sein. der die Küche gleich nutzt, hat auch nicht www.blum.at


sonderthema küche & Bad

Stahlwelle und Stamm-Tisch Ideen muss man haben: Bei dem Modell „Fiumana“ von Werkhaus Küchenideen trifft kühler Edelstahl auf handbearbeitetes Holz.

Foto: Werkhaus Küchenideen

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erkhaus Küchenideen steht im besonderen Maße für Inspiration und Individualität im Lebensraum Küche. Ein sehr gutes Beispiel ist die neueste Krea­ tion „Fiumana“. Kühler Edelstahl trifft hier auf einen massiven Gegenspieler: ein handbearbeiteter Baumstamm, der sich in seiner Verlängerung zum Esstisch verwandelt und die frei schwebende Edelstahlfläche erdet. Das Element aus Eichenholz läuft auf ganzen sieben Metern scheinbar durchgehend bis ins Freie. Die gesamte Küche wirkt wie aus einem Guss; sogar das integrierte Spülbecken fügt sich randlos ein. Die Küche erfüllt aber gleichzeitig hohe Ansprüche an Funktion und Technik. Denn Schreinermeister Willi Bruckbauer und sein Team legen bei aller Ästhetik größten Wert darauf, dass die Küche auch funktional ist. Ausgestattet mit einem Dampfgarer von Gaggenau sowie dem patentierten Kochfeldabzug „nach unten“ und einem übertiefen Induktionskochfeld von Bora Professional, lässt es sich hier kochen wie ein Profi. Effektiver als herkömmliche Dunstabzugshauben saugt der Bora Kochfeldabzug unliebsame Küchendämpfe dort ab, wo sie entstehen: direkt am Kochfeld. Die edel designten und hochwertigen Kochfeldabzüge können sowohl flächenbündig als auch in Aufsatzmontage in alle Arbeitsplatten wie Holz, Naturstein oder Edelstahl eingebaut werden. Die Technik verschwindet im Unter-

schrank, ohne dabei Stauraum zu reduzieren. Das bedeutet völlig neue Möglichkeiten in der Küchengestaltung. www.werkhaus.ro

Der Tisch aus Eichenholz läuft auf ganzen sieben Metern scheinbar durchgehend bis ins Freie.

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sonderthema küche & Bad

Flächenbündiger Einbau: Linie Starck, Duravit

Streicheleinheiten für die Seele Das Badezimmer gilt immer mehr als Entspannungsoase und Rückzugsort für die tägliche Wellness. Dabei liegt der Einsatz von natürlichen Materialien stark im Trend. Holz zur Gestaltung wird dabei in unterschiedlichster Form eingesetzt. Text: Jürgen Fragner ie Verwendung von Holz im Nassbe- vielen Bereichen von Kunststoff ver- zu reinigenden und desinfizierenden reich ist meist von Vorurteilen, basie- drängt. Als Gründe hierfür werden im Werkstoffen gefordert. In der ÖNorm EN rend auf schlechten Erfahrungen, geprägt. Lebensmittel- und Bäderbereich in erster 14516 (Badewannen für den HausgeEs entwickelte sich daraus zu Unrecht ein Linie hygienische Bedenken aufgeführt. brauch) ist Holz nicht explizit erwähnt Tabuthema, da der Werkstoff ja auch für Diese resultieren vor allem aus der po- und gilt daher weder als erlaubtes noch Fenster, Türen, Fassaden in weitaus größe- rösen Struktur des natürlichen Materials verbotenes Material. rem Umfang eingesetzt wird. Als entschei- sowie der daraus zumindest schwiedend für langjährige Lösungen gilt neben rigeren Reinigung und Desinfektion. Da- Hygienische Anforderungen der Qualität und Verarbeitung des Materi- neben wird oftmals das auftretende Quel- Um die hygienischen Anforderungen zu als, dass längerer Kontakt mit Wasser ver- len und Schwinden als gravierender erreichen, sind mehrere Aspekte zu bemieden werden sollte. Dabei stellen kurzfri- Nachteil angesehen. Es liegen jedoch kei- rücksichtigen. Dazu zählt die Verwenstig einwirkendes Spritzwasser sowie er- ne Studien vor, dass dadurch eine Beein- dung von geeigneten Holzarten mit gerinhöhte Luftfeuchtigkeit nicht das Problem flussung der aseptischen Erfordernisse gem Quellungsvermögen, welche innendar, da durch die hygroskopischen Mate­ vorliegt. Im Bäderbereich findet nur unbe- seitig glatt geschliffen und eine Oberflärialeigenschaften Feuchtigkeit aufgenom- handeltes Holz im Bereich von Sauna- chenversiegelung aufweisen. Sie haben men als auch wieder abgegeben wird. und Warmluftkabinen Anwendung. Für dabei die physikalischen und chemischen Grundsätzlich ist, wie bei all den anderen Verwendung von Sitz- und Liegeflächen Voraussetzungen wie TemperaturbestänBaustoffmöglichkeiten, eine entsprechende außerhalb dieser Räume sieht die Bä- digkeit, Elastizität, entsprechende ScheuLüftung wichtig, um der Schimmelgefahr derhygieneverordnung (BGBL. 420/2001) erfestigkeit und Chemikalienbeständigglatt geschliffene und porendicht versie- keit zu erfüllen. Darüber hinaus ist eine vorzubeugen. gelte Oberflächen vor. Somit wird in der physiologische Unbedenklichkeit der ProAnforderungen Verordnung, ohne auf Materialien im De- dukte gefordert. Dazu kommen in der Holz wurde in den letzten Jahrzehnten in tail einzugehen, die Nutzung von leicht Praxis beispielsweise Zweikomponenten-

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Fotos: Duravit

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Sonderthema Küche & Bad

SYSTEM TERRASSENDIELEN

Epoxidharzlack-Systeme zum Einsatz. Sie sind hinsichtlich ihrer Reinigbarkeit dem Sanitäracryl gleichgestellt, wobei jedoch die fühlbare Holzstruktur verloren geht. Außerdem finden auch (Hart)Öle beziehungsweise Hartwachsöle ihre Verwendung. Die Porendichtheit und Wasserdurchlässigkeit wird dabei nicht wie bei erster Variante erreicht. Auch ist die Beständigkeit der Oberfläche nicht vergleichbar und erfordert zumindest eine jährliche Nachbehandlung. Vorgeschrieben sind zumeist unspektakuläre Ölbehandlungen in wesentlich kürzeren Intervallen, wobei ein Trockenwischen der Flächen nach jeder Benutzung erfolgen sollte. Mikrobiologische Tests

Eine im November 2009 erstellte Begutachtung durch die Medizinische Universität Graz untersuchte hierfür die Holzarten Western Red Cedar, Kambala/Iroko und Lärche. Letztere hat im unbehandelten Versuchsfall mit Testmikroorganismen (TMO) im Vergleich zu den beiden anderen Holzsorten deutlich schlechtere Dekontaminationsraten gezeigt. Im Gegensatz dazu konnten bei oberflächenbehandelten Hölzern signifikant bessere Resultate erzielt werden, welche mit jenen der Kontrollmate­ rialen Acryl und Fliese vergleichbar sind. Zwischen den einzelnen Behandlungsarten Epoxidharzlack, Hartwachs und Öl traten keine Unterschiede auf, wobei eventuelle antimikrobielle Wirkung durch

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sonderthema küche & Bad

Modell Ocean Circle, Bagno Sasso, CH-Landquart

Waschtisch der Serie Laguna Pure, aLegna, CH-Schlatt

Ambiente vierungen kann der Boden abgeschliffen Die Wand- und Bodengestaltung eines werden, wobei durch die angegossene FuRaums gilt als langjährige Entscheidung genversiegelung die Wasserdichtheit erfür die Raumatmosphäre. Damit findet im halten bleibt. Badezimmer neben Stein und Kork auch Holz aufgrund seines angenehmen Hap- Fazit tik und Wärme immer öfter Verwendung. Der Werkstoff Holz stellt im Bad eine BeSpeziell für diesen Bereich bieten sich reicherung dar, womit sich neben dem Lösungen aus Thermoholz an. Mit der entsprechenden Wohngefühl auch design­ Hochtemperaturbehandlung werden – ab- technische Meisterleistungen umsetzen gesehen von der Farbtoneinstellung – fer- lassen. Die Produktvielfalt reicht von traner die Dimensionsbeständigkeit, Pilzre- ditionellen Waschzubern für mehrere sistenz sowie die Beständigkeit des Mate- Personen bis hin zu Kompositlösungen rials erhöht. Für die Verlegetechnik kom- von Holz und Acryl in der Preisklasse von men Praktiken aus dem Jachtbau mit Luxuslimousinen. Wissenschaftliche Unschwarzer Gummifuge zum Einsatz. Die tersuchungen bestätigen auch die hygiegebrauchsfertige Oberfläche ist nachölbar nische Eignung, wobei eine immer größeund zeichnet sich durch lange Haltbarkeit re Nachfrage nach einem Wellnesstempel und optische Attraktivität aus. Für Reno- in den eigenen vier Wänden besteht.

Rückgewinnung der TMO ausgeschlossen wurde.

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Holzbadewanne in Wenge, Tischlerei Forcher, Lienz

Fotos: Hersteller

Herstellung

Die Anfertigungen von Badewannen und Waschtischen aus Holz benötigen vor allem Zeit, da die Arbeitsschritte in liebevoller Handarbeit erfolgen. Oft gilt dabei jedes Exemplar als Unikat, die jeweilige Form wird dann durch CNC- sowie Verleimtechnik umgesetzt. Danach erfolgt der Feinschliff mit bis zu acht Schleifvorgängen für eine perfekte Optik. Für die nachfolgende Oberflächenbehandlung kommen in der Praxis meist Öle zum Einsatz, welche in vielen Schichten einbalsamiert werden. Dadurch wird das Holz wasserabweisend und schimmel­ resistent.


sonderthema küche & Bad

Individuelle Badlandschaften Sämtliche Bäder des Grandhotels Softel am Stephansdom in Wien wurden von der Industrie-Manufaktur Hasenkopf aus DuPont Corian individuell maßgefertigt.

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ie Fassade des Sofitel Hotels am Stephansdom ist die zeitgenössische Integration meiner Vision in traditionelle Wiener Architektur“, sagt Architekt Jean Nouvel. Die puristische Ästhetik der spiegelnden Glasfassaden und ein schwarzgrau-weißer Farbraum lassen dabei die elegante Kühle der Innenarchitektur schon erahnen. Und da Nouvel sein Fassadenkonzept „almost nothing“ auch konsequent im Inneren des Luxushotels durchgesetzt hat, sind einige der Suiten sogar komplett in Schwarz gehalten. 182 elegante Zimmer und Suiten wurden von Jean Nouvel gestaltet und verfügen nicht nur über eine elegante und luxuriöse Innenarchitektur, sondern auch über eine hochwertige Badausstattung. Die 182 Bäder fertigte die Industrie-Manufaktur Hasenkopf. Das österreichische Unternehmen Cserni Wohnen GmbH erstellte das detaillierte Aufmaß, nach dem Hasenkopf die Corian-Bäder fertigte, denn die gestalterische Basis der Bäder bildeten zwei unterschiedliche Interiors, die entsprechend der einzelnen Grundrisse 182 Mal angepasst werden mussten. In enger Zusammenarbeit mit Jean Nouvel erstellte daraufhin Hasenkopf die technischen Konstruktionszeichnungen inklusive der Beschlagsauswahl sowie Detaillösungen – bei der großen Anzahl einzelner Pläne eine logistische Herausforderung.

Detaillösungen gefragt

Wegen der beengten Straßenverhältnisse um das Hotel durften die fertigen Einzelelemente nur in einem fest definierten Zeitfenster von jeweils einer halben Stunde angeliefert werden. Alle Waschtische lieferte Hasenkopf mit sogenannten Storageboxen samt integrierten Schubläden. Die Becken selbst sind eine Sonderanfertigung aus thermisch verformtem Corian mit verdecktem Ablauf. Auch die Badewannen wurden hochkomplex mit Schürzen und Ablagen zu individuellen Badlandschaften aus Corian integriert. Details wie Nuten für bauseitige Gläser in den Ablagen der Badewannen oder Nischenrückwände mit fugenlosem Hohlkehlübergang machten separate Detailplanungen für jedes einzelne Badezimmer nötig. Für das elegante Design der Badmöbel wurden entsprechend dem Farbkonzept des Architekten aus der Corian-Farbpalette von DuPont die Farben Glacier White, Pewter und Ebony Black ausgewählt. Für die glatten Oberflächen der gesamten Badausstattung wurden die in Mehring produzierten Einzelteile von Cserni und Hasenkopf gemeinsam absolut naht- und fugenlos eingebaut. Diese Möglichkeit, uneingeschränkt glatte Oberflächen zu schaffen, prädestiniert den Werkstoff Corian für den Sanitärbereich und für schwierige Badsituationen. www.hasenkopf.de Die gestalterische Basis der Bäder bildeten zwei unterschiedliche Interiors, die an die einzelnen Grundrisse 182 Mal angepasst werden mussten.

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Die Urlaubsregelungen sind wohl das Unternehmerfeindlichste, das es gibt. Urlaub schön und gut – aber immer noch, wann es mir passt. Soll ich mich vielleicht noch nach den Urlaubsplänen meiner Belegschaft richten? Texte: Michael fischler

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och habe wohl immer noch ich das Sagen in meinem Betrieb ine häufig vorherrschende Meinung vieler Arbeitgeber ist oder sollte das auch schon nicht mehr aktuell sein? Zeiteinimmer noch: Die Hälfte des Urlaubs bestimmt der Arbeitgeteilung, Wochenplanung oder Betriebsurlaubsplanung werden ber und die andere Hälfte der Arbeitnehmer. wohl noch in die Kompetenz des Unternehmers fallen oder sind Grundsätzlich ist der Konsum des Urlaubs laut Urlaubsgesetz imwir da auch schon in ein gesetzliches Korsett gezwängt? Bei mir mer noch zwischen Unternehmer und Mitarbeiter zu vereinbaren, hat sich das so eingebürgert, dass mein Betrieb zwei Wochen im das gilt natürlich auch für den Betriebsurlaub. Ein Betriebsurlaub Sommer und zwei Wochen über Weihnachten geschlossen bleibt, kann daher nur dann zustande kommen, wenn der Arbeitgeber mit das erleichtert die ganze Urlaubsabwicklung und natürlich auch jedem einzelnen Arbeitnehmer eine entsprechende Urlaubsvereindie dazugehörige Organisation. Und es bleibt immer noch eine barung abschließt. Dem Arbeitnehmer muss jedoch ein ausreiWoche für die meisten zur freien Verfügung – das muss wohl chender Teil des Urlaubsanspruchs (circa die Hälfte) übrig bleiben, reichen. um über dessen Dauer und Lage selbst entscheiden zu können. Einfach einen Betriebsurlaub zu verordnen ist deshalb ungesetzlich, aber auch im modernen Betriebsablauf schlicht unmöglich. In einem zeitgemäßen, den heutigen sozialpartnerschaftlichen Prinzipien entsprechenden Unterneh» Wo, wenn nicht bei der men ist die allgemeine Zufriedenheit der arbeitszeit- und freizeit- Mitarbeiter wohl ein wegzudenkenplanung, soll ein mündiger nicht der Grundsatz. Mitarbeiter überhaupt ein Mitarbeit schließt naauch MitspraMitsprachrecht haben?« türlich che nicht aus, im Gegenteil: Mitsprache ist das wichtigste partnerschaftliche Kommunikationsmittel. Wo, wenn nicht bei der Arbeitszeitplanung – und dazu gehört natürlich auch die Freizeitplanung –, soll dann ein mündiger Mitarbeiter überhaupt ein Mitspracherecht haben? Über die Sinnhaftigkeit von Betriebsurlauben gibt es in den einzelnen Betrieben die unterschiedlichsten Meinungen. Bei Weitem nicht alle Unternehmer sind von einer organisatorischen Erleichterung und von einer sinnhaften Abwicklungsplanung überzeugt oder können darin die diversen, bis in die Energieersparnis hineinreichenden, kostenstrukturellen Vorteile erkennen. Schließlich spielen in jedem Unternehmen andere Gründe eine wesentliche Rolle, natürlich sind Betriebsgröße, Betriebsstruktur bis hin zur Lage des Betriebs und die Zahl der Mitarbeiter Planungsfaktoren und Einflussgrößen – aber auch die Betriebskultur ist eine nicht vernachlässigbare Komponente in diesem Planungsfeld. Eine passende Lösung zu finden wird auch nicht immer ganz einfach sein, und alle Wünsche unter einen Hut zu bringen fordert beiderseitige Flexibilität und Sensibilität. Aber an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten ist unsere Aufgabe und ermöglicht auch, unterschiedliche Sichtweisen unterschiedlich zu betrachten und dadurch das gegenseitige Verständnis zu fördern.

78 Tischler Journal 09/2012

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