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P.b.b. Verlagspostamt: 2340 Mödling, Zul.-Nr. GZ 02Z030719 M, Postnummer: 7

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2. August 2012 Nr. 8 Offizielles Fachorgan der Bundesinnung und der Landesinnungen der Tischler

Unsichtbarer Brandschutz Türen aus Holz, Wände aus Glas: Design und Sicherheit schließen sich im ABZ Altmünster nicht aus. Seite 30

Im Brennpunkt: Junge Tischler braucht das Land IM Grünen: Tapetenwechsel bei Krumböck Im Kast‘L: Digitale Helferlein


Schleifmaschinen der Spitzenklasse

« Für Fensterbauer ist die KÜNDIG Brilliant-2 ideal »

Hannes Hartmann vor der KÜNDIG Brilliant-2 1600 V-Max

Hannes Hartmann, Sie leiten zusammen mit Ihrem Bruder ein Fensterbau-Unternehmen in Vorarlberg.

Sie haben vor kurzem Ihre 10-jährige Kündig Duplex 1350 gegen eine Brilliant-2 1600 mit zwei Diagonalaggregaten eingetauscht. Wie hat sich dieser Entscheid ausgewirkt?

Mein Bruder Michael ist für die kaufmännischen Bereiche zuständig, ich selber kümmere mich um alle technischen Fragen, also Produktentwicklung, Baustellenplanung, etc. Wir konzentrieren uns auf den Bau von Fenstern, Haustüren und Wintergärten. Für uns sind Fenster und Türen gestaltungsrelevante Transit-Orte. Man sieht hinaus und sieht herein, man geht hinaus und kommt herein. Fenster haben eine hohe ästhetische Bedeutung für Gebäudefassaden.

Für Fensterbauer ist die neue Maschine optimal. Ihre Stärken werden deutlich, wenn die Fenster wie bei uns erst am Schluss, also nach dem Verleimen, geschliffen werden. Dank der schräggestellten Aggregate können Fenster mit einem Außenmaß von bis zu 1600 mm rechtwinklig zum Vorschubteppich eingegeben und problemlos bearbeitet werden. Zudem ist die Schleifqualität dank den beiden schräg zueinander angeordneten Diagonalaggregaten unübertrefflich.

Dies veranschaulichen auch die Fotos auf Ihrer Webseite.

Wie beurteilen Sie die Kantenschleifmaschine KÜNDIG Uniq-S, die Sie gleichzeitig gekauft haben?

In Vorarlberg sind wir als Spezialisten für ungewöhnliche Fensterkonstruktionen bekannt. Deshalb arbeiten viele bekannte Architekten mit uns zusammen. Unsere Kompetenzen sind besonders bei raumhohen Schiebetüren und grossen Verglasungen ums Eck gefragt. Oft werden wir schon in die Planungsphase der Projekte miteinbezogen.

KÜNDIG GmbH

4191 Vorderweißenbach

Die Kantenschleifmaschine von KÜNDIG ist eine Spezialanfertigung speziell für Fensterbauer. Sie verfügt über eine Vorrichtung, die das serielle Schleifen von Sprossen und Glasleisten erheblich vereinfacht. Damit verhilft sie uns zu deutlichen Zeiteinsparungen.

07219 70171

www.kundig.com

info@kundig.at


inhalt & Editorial

BRENNPUNKT

Junge Tischler braucht das Land................................................................................4

HIGHLIGHT

Licht im Holz..............................................................................................................8

WIRTSCHAFT

Aktuelles..................................................................................................................10 Der Geschenke Tischler........................................................................................... 12 Tapetenwechsel: Krumböck übersiedelt...................................................................14 Individualität vor Standardisierung.......................................................................... 17 Fit mach mit.............................................................................................................18

Messe

Hightech-Werkstoff Glas......................................................................................... 20 Vorschau 2013......................................................................................................... 21

INNUNG

Innung Niederösterreich..........................................................................................22 Bundesinnung: Herausforderungen gemeistert........................................................24 Landesinnung Steiermark: Craft Design..................................................................25 Kurzmeldungen: Wien, Burgenland, Steiermark ......................................................26

MATERIAL & TECHNIK

Produktneuheiten.....................................................................................................28 Coverstory: Unsichtbarer Brandschutz................................................................... 30 Mit Ecken und Kanten..............................................................................................34 Kundenbedürfnisse im Mittelpunkt..........................................................................38

BILDUNG

Abschlussarbeiten HTL Mödling.............................................................................. 40 Logisches und vernetztes Denken...........................................................................42 Kurzmeldungen....................................................................................................... 43

Sonderthema Software

Digitale Helferlein....................................................................................................44

Kolumne

Meister Sturschädel – Meister Pfiffig......................................................................54 Unser Coverfoto zeigt eine Innenaufnahme des agrarischens Bildungs­ zentrum (ABZ) Altmünster, für das die Tischlerei Laserer die Glaselemente und 300 Türen aus Holz gefertigt und montiert hat. Foto: Laserer

Antizyklisch Für viele Betriebe gibt es im Sommer keine Urlaubspause. Gerade die Ferienzeit nutzen manche Kunden, um sich wohntechnisch neu auszurüsten. Und vor allem im öffentlichen Bereich – etwa in Schulen oder in der Verwaltung – werden die Sommermonate häufig für Umbauten genutzt. Für die Tischler heißt das: Antizyklisch arbeiten, in der Werkstatt schwitzen, wenn andere Urlauben und dabei wie immer je nach Auftragslage kurzfristig reagieren und schnell und zuverlässig liefern. Immerhin: Geht es nach den aktuellen Konjunkturdaten, die jetzt zur Jahreshälfte als Zwischenbilanz vorliegen, dann geht es der Branche, allen Unkenrufen zum Trotz, im Durchschnitt gar nicht schlecht. 23 Prozent der Betriebe vermelden für das erste Halbjahr 2012 Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent. 60 Prozent der Betriebe – also die breite Masse – konnten die Auftragseingänge auf Vorjahresniveau halten (siehe dazu unsere Wirtschaftsmeldungen ab S. 10). Um wirtschaftlich am Ball zu bleiben, sind mitunter auch betriebliche Erweiterungen notwendig. In unserer Reportage ab S. 14 zeigen wir etwa, wie die Tischlerei Krumböck aus Niederösterreich ihre Übersiedlung in den sehenswerten Firmenneubau geplant und organisiert hat. Und wie Sie mit der entsprechenden Computersoftware die Produktionsabläufe im Betrieb unterstützen und optimieren können, zeigen wir in unserem Software-Sonderthema ab S. 44. Einen erfolgreichen Sommer und viel Spaß beim Lesen wünscht, Thomas Prlic

Schwerpunkt im nächsten Tischler Journal: Küche & Bad

IMPRESSUM: Medieninhaber, Verleger und Herausgeber: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/Stiege 1, Tel.: +43 (0) 1 546 64-0, Fax: +43 (0) 1 546 64 DW 535, www.wirtschaftsverlag.at Chefredakteur: Dipl.-Ing. Thomas Prlic, DW 341, E-Mail: t.prlic@wirtschaftsverlag.at Mitarbeiter dieser Ausgabe: Gudrun Haigermoser, Hanna Geisswinkler, Tom Cervinka, Birgit Tegtbauer, Michael Fischler, Jürgen Fragner, Hans Bartl, Regina Pachler

Artdirektion & Grafik: butjabutja - multicrossmedia, Inh. Cecile M. Lederer, 1140 Wien Geschäftsführung: Thomas Zembacher Verkaufsleiter: Franz-Michael Seidl, DW 240 Anzeigenberatung: Michael Stich, DW 246, E-Mail: m.stich@wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax: DW 520, E-Mail: tischler@wirtschaftsverlag.at Anzeigenrepräsentanz OÖ: Verlagsbüro Gerhard Weberberger Kleinwörth 8, 4030 Linz, E-Mail: linz@wirtschaftsverlag.at

Tel: +43 (0) 732 31 50 29, Fax: +43 (0) 732 31 50 29-46, Mobil: +43 (0) 676 518 55 75 Anzeigenpreisliste: Nr. 40 vom 1. Jänner 2012 Erscheinungsweise: monatlich Hersteller: Friedrich VDV, Vereinigte Druckereien und Verlags-GmbH & CO KG, 4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrich.vdv.com Marketing: Paul Kampusch, DW 130 Aboservice: Aboservice Österr. Wirtschaftsverlag, Tel.: +43 (0) 1 361 70 70-570, Fax: +43 (0) 1 361 70 70-9570, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at

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Jahresbezugspreis: 70 Euro. Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. Bankverbindung: Bank Austria, Kto 04240571200, BLZ 11000, IBAN AT511100004240571200, BIC BKAUATWW Druckauflage: 7.117 Exemplare (2. HJ 11) DVR: 0368491

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Brennpunkt

Junge Tischler braucht das Land Die Gründe, warum es dem Handwerk an Nachwuchs mangelt, sind vielfältig. Um mehr Jugendliche für den Tischlerberuf zu begeistern, ist auch mehr Vielfalt in der Ausbildung gefragt. Text: Gudrun Haigermoser as Tischlerhandwerk hat – wie die meisten Lehrberufe – Sorgen mit dem Nachwuchs. Vor Kurzem wurden Bau- und Möbeltischler auch in die Mangelberufsliste 2012 aufgenommen. Warum die Zahl der Lehrlinge kontinuierlich sinkt, hat mehrere Ursachen. Eine liegt in der demografischen Entwicklung begründet: Immer weniger Jugendliche bedeuten immer weniger Lehrlinge. 2010 lebten rund 100.000 15-Jährige in Österreich, 2012 sind es rund 84.000, 2013 werden es nur noch knapp über 81.000 sein. Tendenz stetig fallend. Gleichzeitig verschiebt sich das Verhältnis Schulausbildung/Lehrlingsausbildung – derzeit 63 zu 37 Prozent – weiter in Richtung Schule.

» Will ich als Familienbetrieb punkten, muss ich in Sachen Ausbildung etwas bieten. « Bernadette Hummelbrunner, Tischlerei Hummelbrunner

Fakten Von den rund 9500 Tischlereibetrieben bieten rund 2300 Lehr­ plätze an. Jährlich ­werden ca. 4400 Ju­ gend­liche – darunter ca. 380 Mädchen – in einem Tischlereibetrieb ausgebildet. (Quelle: Bundesinnung der Tischler, www.talentezone.at)

Attraktiv für den Nachwuchs

lichen vierten Lehrjahr war bereits ein Schritt in Richtung Spezialisierung, der gut angenommen wird: Derzeit gibt es rund 600 Lehrlinge der Tischlereitechnik, das ist immerhin ein Anteil von 14 Prozent. Um die komplexer werdenden Anforderungen und die Spezialisierungen am Markt noch besser zu meistern, ist eine laufende Anpassung des Berufsbildes notwendig. „Ob wir auf Dauer mit der breit gefächerten Ausbildung durchkommen, ist zu hinterfragen: Der Weg wird langfristig in die Modularisierung des Lehrberufs führen“, sagt Bundeslehrlingswart Kitzberger. Friedrich Andexlinger denkt ähnlich. Der Unternehmer, der in seinem Tischlereibetrieb in Haslach mit insgesamt 70 Mitarbeitern jährlich mehrere Lehrlinge ausbildet, ist grundsätzlich mit dem dualen System sehr zufrieden. Er wünscht sich allerdings eine Teilung des Lehrberufs Bau- und Möbeltischler: „Drei Jahre Möbeltischler und ein – freiwilliges – Aufbaujahr für den Bautischler oder umgekehrt, könnte ich mir gut vorstellen.“ Wesentlich wäre es, heute rascher von einer guten Idee zur Umsetzung zu gelangen.

Zahlreiche Initiativen – regional und bundesweit, von offizieller oder privater Stelle angestoßen – versuchen daher, den Lehrberuf des Tischlers vielfältiger und für junge Leute interessanter zu machen, das Image zu heben. Das Problem des sinkenden Ansehens der Lehre ist ein gesellschaftspolitisches Problem, das ein weitreichendes Umdenken erfordert. Imagekampagnen wie die der Tischlerinnung mit neuer Homepage und TV-Spots ab Herbst sind Mehr Ausbildung, mehr Lehrlinge notwendig und hilfreich. Einen großen Teil „Wenn man als Tischlereibetrieb eine entsprechende Ausbildung anbietet, hat man auch in muss aber der Unternehmer selbst beitragen. Bundeslehrlingswart und Tischlermeister Alois Sachen Nachwuchs nichts zu befürchten“, ist Kitzberger will in Sachen Image nicht zu Andexlinger überzeugt. „Aber ich kann Lehrschwarz sehen: „Immerhin ist das Tischler- linge nicht nur zum Zusammenräumen einteihandwerk seit Jahren auf Platz sechs in der len.“ Viele Betriebe setzen sich zu wenig mit Beliebtheitsskala der Lehrberufe ganz vorne ihren Lehrlingen auseinander. Umfragen zufoldabei. Aber der Kampf um die Jungen ist groß ge wissen viele Jugendliche schon im zweiten und wir müssen uns anstrengen.“ Im Tischler- Lehrjahr, dass sie nicht in diesem Unternehberuf hat sich viel getan, dahin muss sich das men bleiben wollen. Einerseits, weil sie zu weBewusstsein in der gesamten Gesellschaft än- nig lernen, und andererseits, weil sie wie Ardern: Nicht nur die Jugendlichen, sondern vor beitskräfte zweiter Klasse behandelt werden. allem Eltern und Lehrer sollten von den neuen „Die Zufriedenheit der Jungen hängt auch mit Techniken informiert werden, meint Kitzberger. dem Betriebsklima und der Zeit, die man sich Denn sie beeinflussen am meisten in Sachen für sie nimmt, zusammen“, sagt Andexlinger. Berufswahl. Auch für die Ausbildung im zwei- Das Geld ist wichtig, steht aber nicht im Vorten Bildungsweg ist ein immer größerer Bedarf dergrund. Und so schlecht ist die Bezahlung bemerkbar, den es zu nützen gilt. Die notwen- nicht: Im Ranking unter 80 Lehrberufen liegt digen Rahmenbedingungen werden durch die die Lehrlingsentschädigung der Tischler im Änderung des Kollektivvertrags bereits ge- ersten Lehrjahr auf Platz 30, im dritten sogar auf Platz 20. In Sachen Allgemein- und Sprachschaffen. bildung hat ein Lehrling eindeutig Nachteile Aktuell, flexibel, modular gegenüber Maturanten und Studenten. AndeDie Einführung der Lehre zum Tischlereitech- rerseits fehlt den Schülern oft der Bezug zur niker mit der Wahl zwischen den Schwerpunk- Praxis, das Verständnis, was es bedeutet, „zu ten Produktion und Planung in einem zusätz- wirtschaften“. Denkt man langfristig, ist eine

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Fotos: Privat

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Brennpunkt

gewisse Gleichstellung der Ausbildungswege unumgänglich. Ausbildungsweg für Maturanten

Ein Ausbildungsweg, der eine neue Zielgruppe – nämlich die AHS-Maturanten – ins Boot der Tischler holen will, nennt sich MaturaPlus. Die Idee stammt von der oberösterreichischen Landesinnung, eine bundesweite Ausdehnung ist in Vorbereitung. Das Organisatorische ist mit dem Landesschulrat geklärt, 2013 will man richtig durchstarten. Wunschziel sind 20 Maturanten, die eine Lehre zum Tischlereitechniker starten – denn nur für diesen Zweig wird MaturaPlus möglich sein. „Wir wollen nicht nur die Besten, sondern wir bieten auch etwas an“, sagt Alois Kitzberger. Die „Zuckerl“ für die Maturanten: Einstieg in

einen eigenen Berufsschullehrgang im zweiten Jahr, drei Jahre Lehre (statt vier), die Lehrabschlussprüfung kann bereits drei Monate vor Abschluss der Lehrzeit abgelegt werden. Es ist möglich, einen Vorbereitungslehrgang zur Meisterprüfung als eine Art Summerschool direkt anzuschließen, sodass am Ende des dritten Jahres die Meisterprüfung abgelegt werden kann. Die Berufsschule Kremsmünster könnte dabei als Kompetenzzentrum für ganz Österreich genützt werden. Private AusbildungsInitiative

Bis offizielle Strategien greifen, ist privater Einsatz gefragt. Bernadette Hummelbrunner, Geschäftsführerin des gleichnamigen Tischlereibetriebs nahe Wels mit 15 Mitarbeitern, bemühte sich letztes Jahr aus eigenem Antrieb, junge Leute für den Tischlerberuf zu interessieren. Dazu besuchte sie Klassen in den umliegenden Hauptschulen und Polytechniken, gemeinsam mit einem ihrer Lehrlinge. Hummelbrunner erzählte über die kreativen Möglichkeiten und die Vielfalt des Berufs, zeigte Werkstücke und ließ den Lehrling von seinen Erfahrungen berichten. „Ich habe aber erkannt, dass Werbung zu diesem Zeitpunkt schon fast zu spät ist. In den Hauptschulen gibt es in der dritten und vierten Klasse eine Berufsorientierung. Und hier sind Lehrberufe nicht die erste Empfehlung.“

» Der Weg führt langfristig in eine Modularisierung des Lehrberufs. « Alois Kitzberger, Bundeslehrlingswart

Eine Soko der anderen Art

„Vor allem als Familienbetrieb in einem Ballungszentrum muss ich Weiterbildung anbieten, um gute Lehrlinge zu bekommen.“ Davon ist Bernadette Hummelbrunner überzeugt. Deshalb schickt sie ihre drei Lehrlinge – trotz der am Anfang abschreckenden Kosten – auch zu den Kursen der Soko Lehrling. Diese Soko hat nichts mit kriminalistischen Ermittlungen in Kitzbühel oder entlang der Donau zu tun. Die Abkürzung

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Brennpunkt: Im Interview Brennpunkt

steht für soziale Kompetenz und ist eine Wei- Auch Friedrich Andexlinger ist von der Notwenterbildungsoffensive in eben diesem Bereich digkeit einer zusätzlichen Ausbildung über(siehe Brennpunkt-Interview und Kasten). zeugt, auch seine – derzeit zehn – Lehrlinge „Diese Ausbildung setzt bei einem Kernproblem nehmen am Soko-Programm teil. „Natürlich an: dem mangelnden gegenseitigen Verständ- fallen zusätzliche Kosten für mich als Unternis aller Seiten füreinander.“ Zum einen nehmer an. Die Leute zu begeistern ist nun braucht es fähige Lehrlinge mit Hausverstand einmal mit zeitlichem und finanziellem Aufund dem Willen, zu lernen. Und zum anderen wand verbunden. Aber wenn es sich herumChefs und Mitarbeiter, die sich Zeit nehmen spricht, dass sich der Betrieb X um seine Lehrund ihnen etwas beibringen wollen. „Das Pro- linge kümmert, ist das eine unbezahlbare gramm ist ein fertiges Paket und geht genau in Imagewerbung.“ die richtige Richtung. Ich würde mir einen Zusätzlich zur Soko Lehrling schickt der MühlAusbau und das Einsteigen offizieller Stellen viertler Unternehmer seine Lehrlinge seit drei wünschen. Denn Handlungsbedarf ist für alle Jahren zu einer zweiwöchigen Praxisausbilda“, sagt Hummelbrunner. dung, die gleich am ersten Lehrtag beginnt. In der Berufsschule in Fürstenfeld werden die Jugendlichen handwerklich vorbereitet. Sie lerdas Wichtigste über den Werkstoff Holz, » Bietet ein Tischlereibetrieb eine entspre­ nen können bei Lehrantritt mit dem Werkzeug umchende Ausbildung, hat er keine Probleme gehen und einfache Verbindungen herstellen. Wissen im laufenden Betrieb zu vermitin Sachen Nachwuchs. « „Dieses teln dauert mindestens ein halbes Jahr.“

Friedrich Andexlinger, Tischlerei Andexlinger www.talentezone.at, www.heartbeat.at

Interview: „Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft.“

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m das Image des Lehrberufs Tischler sächlich oft ein Problem. Denn Leistung gilt der Kooperation und unter Einbindung der aufzuwerten und die Ausbildung viel- für viele schlichtweg als uncool. Auch man- Lehrlinge einen Standard für die betriebfältiger zu gestalten, haben der Möbel & gelt es an Selbstverantwortung. Die große liche Ausbildung – eine Art Gütesiegel als Holzbau Cluster, die Landesinnung Ober­ Klage der Unternehmen, dass die Schüler Top-Ausbildungsbetrieb. österreich und die Heartbeat GmbH das nicht mehr rechnen, schreiben und lesen gemeinsame Projekt Soko Lehrling ins Le- können, ist nicht neu. Das war auch schon Was steckt denn nun genau hinter Heart­ ben gerufen. Diese zusätzliche Lehrlings- vor 30 Jahren so. Nur hatte man früher beat und Soko Lehrling? ausbildung stellt soziale Kompetenz und mehr Zeit, solche Defizite auszugleichen. Der Name hat eine starke Symbolik und Persönlichkeitsentwicklung in den Mittel- Der Marktdruck steigt in allen Branchen, sagt viel über die Grundzielsetzung aus: punkt. Das Tischler Journal sprach dazu mit die Ausbildung wird vernachlässigt und Heartbeat – Lehrling mit Herz und Hirn. Heartbeat-Geschäftsführer Gernot Schnee- das fällt uns zunehmend auf den Kopf. Ziel des Programms ist es, dass das Herz bauer über Lehrlinge mit Herz und Hirn Auch hier setzt unser Projekt an. Denn un- des Lehrlings für seinen Job, seine Branche, und die Verantwortung der Unternehmer in sere Erfahrungen zeigen: Wenn man die sein Unternehmen schlägt. Die UnternehLehrlinge wertschätzend und auf Augenhö- men stimmen uns in dieser Zielsetzung zu, Sachen Ausbildung. he behandelt, bringen sie eine tolle Lei- sie erreichen diesen hohen Grad an IdentiEs bewerben sich immer weniger Lehrlinge. stung. fikation aber zumeist nicht aus eigener Warum? Sind das Handwerk allgemein und Kraft. Für die Tischler haben Wie beurteilen Sie die Lehraus­ die Tischlerei im Speziellen unattraktiv? wir dem Programm den UnGernot Schneebauer: Kurz gesagt – uns ge- bildung in Österreich? tertitel Soko Lehrling – hen die Jugendlichen aus. Und die, die üb- Grundsätzlich passt unser dudie Abkürzung steht rig bleiben, sind schon sehr wählerisch. ales Ausbildungssystem. Es für soziale Kompetenz Somit ist das Image eines Lehrbetriebs ist im internationalen Ver– gegeben. stark entscheidend für die Auswahl. Der gleich sehr gut entwickelt. Wie will Heartbeat strategische Erfolgsfaktor der Zukunft sind Das Problem liegt – wie erdiese Einstellungsän­ gute Facharbeiter – die wird man aber im- wähnt – an der vor allem in derung und Bindung mer schwerer bekommen. Daher muss ein KMU fehlenden Zeit für eine an den Job erwirken? Betrieb jetzt beginnen, die Weichen für die qualifizierte interne Aus- und Das Image des LehrZukunft zu stellen, und sich seine Leute Weiterbildung. Hier ist der berufs hat sich in den größte Engpass, hier braucht selbst ausbilden. letzten Jahren immer es neue Ansätze. Mit den innoIst wirklich die sinkende Zahl der Berufsein­ vativen Soko-Tischlern versuweiter verschlechtert. steiger das Hauptproblem? Oder mangelt chen wir neue Wege zu gehen und Daher ist mir ein es den Lehrlingen auch an Qualität und dadurch die Betriebe in Sachen Ziel vorranLeistungswillen? Ausbildung zu entlasten. EbenDie Einstellung der Jugendlichen ist tat- so erarbeiten wir in

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gig wichtig: Die Imagesteigerung der Unternehmen im regionalen Einzugsgebiet. Wird am Stammtisch, am Fußballplatz und beim Feuerwehrfest gut von einem Unternehmen gesprochen, ist schon viel gewonnen. Durch solch positive Mundpropaganda steigt auch das Ansehen der Lehre insgesamt. Wie erreicht man diese positive Bewusst­ seinsbildung und Imagesteigerung?

Stehen alle dem Programm positiv gegen­ über? Oder gibt es auch Bremser?

Die Unternehmer stehen Hearbeat sehr positiv gegenüber, denn sie sind ja diejenigen, die zu uns kommen. Die Mitarbeiter sind da schon viel skeptischer. Daher reden wir im Zuge unseres Programms mit allen. Es ist nicht selten, dass der Lehrling hoch motiviert vom Kolleg zurückkommt und die Kollegen machen dann alles wieder kaputt. Es nützt nichts, die Lehrlinge auf Fortbildung zu schicken und sonst nichts zu tun. Unser Vier-Säulen-Konzept zielt darauf ab, die Unternehmenskultur langfristig zu verändern. Nur so fruchten die Bemühungen in Sachen Lehrlingsausbildung nachhaltig.

Jede zusätzliche Lehrlingsausbildung bringt dem Unternehmer einen Wettbewerbsvorteil. Denn es ist für einen Betrieb zentral wichtig, genügend und vor allem die richtigen Lehrlinge zu bekommen. Durch die Entwicklung der Persönlichkeit der Lehrlinge verbessert sich deren Einstellung und damit auch die Basis für die Und wann zeigen sich die Erfolge einer Inve­ fachliche Ausbildung. Die Selbstverant- stition in mehr Ausbildung? wortung steigt, Leistung und Engagement Erntezeit ist nach vier Jahren: Diese Zeit werden mehr und es entsteht eine verstärk­ braucht es, um die Kultur in den Unterte Bindung an Lehrbetrieb und Beruf. Dies nehmen sowie die jungen Leute und die bedarf zumeist einer Änderung der Unter- Ausbildner im Bereich Persönlichkeit zu nehmenskultur und der Organisations- entwickeln. Die wirkliche Veränderung struktur. Wir müssen die gesamte Beleg- beginnt dann, wenn die ersten Lehrlinge schaft an Bord holen, damit auch alle da- mit Abschluss aktiv in der Lehrlingsausbildung mitwirken. von profitieren.

Bei Soko Lehrling ist eine Woche Lehrlings­ kolleg pro Jahr vorgesehen: Kann das aus­ reichen, um die Ziele zu erreichen?

Drei Wochen in drei Jahren sind nicht lang, aber der Kurs bewegt bei den Jugendlichen sehr viel. Der Hebel für die Langzeitwirkung ist dann der Transfer in die Praxis. Hier muss der Unternehmer selbst aktiv werden, damit die Motivation nicht gleich wieder verpufft. Wir unterstützen dabei auf mehreren Ebenen. Ein wesentliches Element dazu ist ein schriftlich dokumentierter Ausbildungsplan, der von allen im Betrieb mitgetragen und gelebt wird. Die Abkürzung Soko steht für soziale Kom­ petenz? Was genau verstehen Sie darunter?

Kommunikations-, Konflikt- und Teamfähigkeit. Zielorientierung, Selbstverantwortung und eine gesunde Einstellung zur Leistung. Den Willen, aus dem Opfer-TäterSzenario auszusteigen und das Leben selbst in die Hand zu nehmen. Also die Bereitschaft, das eigene Denken und Verhalten zu hinterfragen. Auch das Erkennen von Fehlern und die Fähigkeit, daraus zu lernen. Das ist für mich soziale Kompetenz.

Interview: Gudrun Haigermoser



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Brennpunkt

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Highlight

Licht im holz L

Abblindung: Luminoso

icht spielt im Design und in der Innenraumgestaltung eine wichtige Rolle. Neue Wege in der Kombination von Holz und Licht versucht das Vorarlberger Unternehmen Litwork mit seinem Produkt Luminoso zu gehen, einer speziell entwickelten Holzverbundplatte, die beispielsweise als leuchtender Blickfang im Innendesign und Möbelbau einsetzbar ist. In der Holzverbundplatte wird mittels einer Lichtleitfaser das Licht auf die Vorderseite geleitet. Das System funktioniert sowohl mit Kunstals auch mit Tageslicht. Bei Tageslicht wird die direkte Sonneneinstrahlung entsprechend der vorhandenen Lichtleitfasern durchgelassen, während Objekte, Bilder und Formen, die zwischen der Lichteinstrahlung und der Holzplatte platziert werden, das Licht blockieren und somit den gewünschten Effekt erzeugen. Standardmäßig kommen Holzsorten wie Kirsche, Eiche, Mahagoni Sipo, Teak, Wenge, Ahorn und Nuss zur Verarbeitung. Anwendungsmöglichkeiten gibt es auch im Messebau, bei Informations- und Orientierungssystemen, in der Ausstattung von Schiffen oder in der Automobilindustrie. Der Produktdesigner Dominic Schindler hat mit Produktentwürfen einige weitere Verwendungsmöglichkeiten von der Jachtbeleuchtung bis zur illuminierten Computermaus aufgezeigt. www.luminoso.at

Foto: Luminoso

Text: Denise Grill

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highlight

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Aktuelles

Schramek ist 90 Kürzlich feierte die Firma Schramek ihr 90-jähriges Bestehen im festlichen Rahmen am Firmengelände. Der als Ehrengast geladene Wiener Tischlerinnungs­ meister Johann Burgstaller überreichte im Zuge seiner Festrede den Geschäftsführern Peter und Eva Schramek eine Jubiläumsurkunde. Für Verpflegung wurde mit Spanferkel, Grillhenderl und Langos gesorgt und die musikalische Unterhaltung trug ebenfalls zur Geselligkeit bei. Nach der Tombola, bei der es als Hauptpreis ein Wochenende mit einem Ferrari zu gewinnen gab, konnten die Gäste an der Brettl-Bar den Abend ausklingen lassen und auf das Jubiläum anstoßen. Peter und Eva Schramek zeigten sich erfreut über die gut besuchte Feier. www.schramek.at

Die Blum-Ge­ schäftsführer Herbert und Gerhard E. Blum

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Soziales Engagement Egger-Lehrlinge zeigen auf vorbildliche Weise soziale Verantwortung: Acht kaufmännische Lehrlinge des Holzwerkstoffherstellers haben sich gemeinsam mit ihrem Ausbildungsleiter Thomas Pointner der Betreuung bedürftiger alter Menschen im Pflegeheim St. Johann in Tirol angenommen. Die Lehrlinge besuchten in einem Zeitraum von zwei Monaten in ihrer Freizeit die Bewohner des Pflegeheims. Dabei wurden gemeinsame Spaziergänge unternommen, Einkäufe gemacht oder Karten gespielt. Zudem lukrierten die Lehrlinge 1010 Euro mit dem Verkauf von Kuchen. Zum Abschluss des erfolgreichen Projekts wurde dieser Erlös in ein Grillfest zum 20-Jahr-Jubiläum des Pflegeheims investiert. www.egger.com Die Egger-Lehrlinge bei der symbolischen Scheckübergabe

Foto: Schramek, Blum, Egger

Blum steigert Umsatz

Der Beschlägehersteller Blum verzeichnete für das Wirtschaftsjahr 2011/2012 einen positiven Abschluss. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 95,2 Mio. Euro gesteigert werden und die gute Lehrlingssituation ist im Unternehmen ebenfalls Grund zur Freude. Trotz der gesteigerten Umsätze machte sich die Wirtschaftskrise besonders in den südlichen Ländern Westeuropas bemerkbar. Steigerungen konnte Blum hingegen in den Regionen Osteuropa und Asien verzeichnen. „Wir sind überzeugt, dass wir mit unseren innovativen Produkten und unserer internationalen Marktpräsenz gute Voraussetzungen haben, um das Wirtschaftsjahr 2012/2013 positiv gestalten zu können“, so Geschäftsführer Gerhard E. Blum. www.blum.at


Aktuelles

Konjunkturlage zur Jahreshälfte Die österreichischen Tischler können trotz leichter Rückgänge in eine positive Zukunft schauen, wie die KMU-Forschung Austria berichtet. Immerhin 23 Prozent der Betriebe (befragt wurden 275 Tischlereien mit insgesamt 3585 Beschäftigten) meldeten für das erste Halbjahr 2012 Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 15 Prozent. 60 Prozent der Betriebe konnten die Auftragseingänge auf Vorjahresniveau halten, 17 Prozent verzeichneten Rückgänge. Obwohl nur 23 Prozent der Betriebe

wachsen, kann die breite Masse ihr Auftragsniveau halten. Im Branchendurschnitt sind die Auftragseingänge gegenüber dem 1. Quartal mit 0,2 Prozent minimal gesunken. Im Stimmungsbarometer für das 2. Quartal beurteilen 35 Prozent der Betriebe die Geschäftslage als „gut“, 50 als „saisonüblich“, 15 als „schlecht“. Für das dritte Quartal prognostizieren 20 Prozent der Betriebe steigende Auftragseingänge, 70 Prozent erwarten hier keine Veränderungen.

Oberflächentage

Der Holzcluster Salzburg arbeitet seit über zehn Jahren eng mit über 1000 Betrieben der Salzburger Forstund Holzwirtschaft zusammen. Ziel der Clustertätigkeit ist, die Wettbewerbsfähigkeit der holzbe- und -verarbeitenden Betriebe zu stärken und abzusichern. Seit März ist die Clusterführung mit Mag. Herbert P. Lechner in neuen Händen, der seit den Anfängen im Jahr 2001 als Projektmanager tätig war. Mit DI (FH) Lisa Maria Griesebner, die seit Anfang Juni als Projektmanagerin tätig ist, ist das Holzclusterteam wieder komplett. www.holzcluster.at

125 Jahre Schweizer Verbandsjubiläum

Heidelberger Holzlacksysteme lädt am 12. und 13. September 2012 wieder zu den Oberflächentagen in seine Öster­ reich-Niederlassung in Ybbs. Für die Besucher gibt es dabei die Möglichkeit, sich über aktuelle Oberflächentrends in Verbindung mit Lackapplikation und Lacktrocknung zu informieren. An beiden Tagen finden vormittags und nachmittags jeweils Praxisvorführungen statt. Kontakt und Infos: Heidelberger Holzlacksysteme GmbH, Unterauerstr. 5, A-3370 Ybbs, 12.–13.9., 9.30–17.00 Uhr. Tel.: 07412/525 55 http://heidelberger-holzlacksysteme. stadtausstellung.at/

Innovationsimpulse Foto: Thomas Prlic, VSSM, MHC Cluster

Neue Clusterführung

Das Studienzentrum für internationale Analysen initiiert in Kooperation mit dem Möbelund Holzbau-Cluster Oberösterreich und der Bayerwald Marketing GmbH einen internationalen Ideenwettbewerb, zu dem alle Abschlussklassen der europäischen Kunst- und Designhochschulen eingeladen werden. Mit den Wettbewerbsergebnissen sollen neue Möbellinien kreiert werden, die aus Edelhölzern der Nationalparkregion gebaut werden sollen. Die Umsetzung der Ergebnisse soll durch Tischlerbetriebe in der Region erfolgen. In enger Kooperation mit dem Management des Nationalparks Kalkalpen und der Wirtschaftskammer Kirchdorf konnte das von der Europäischen Union finanzierte InterregProjekt gestartet werden. Ing. Jürgen Müller, Clustermanager des Möbel- und HolzbauCluster Oberösterreich, erwartet sich durch das Projekt einen zusätzlichen Innovationsschub für die regionalen Tischlerbetriebe. V. l. n. r.: Ing. Hartmann Pölz (Nationalpark Oberöster­ reichische Kalkalpen), Be­ zirksstellen-Obmann Klaus Aitzetmüller, Dipl. Mathe­ matiker Wolfgang Baaske (Obmann Studia Schlier­ bach), Clustermanager Ing. Jürgen Müller (MHC), Karl Weller (Studia Schlierbach)

Rund 700 Personen feierten im Juni das 125-Jahr-Jubiläum des Verbandes Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) in Bern. Bundesrat Johann Schneider-Ammann überbrachte anlässlich der Festveranstaltung nicht nur die Glückwünsche der Landesregierung. Er würdigte die Leistungen der Schrei­ nerbranche und versprach den Gästen im Kongresszentrum der Bern Expo, sich weiterhin intensiv für die KMU sowie für die Förderung von Innovation und Bildung einzusetzen. www.vssm.ch

Grass in Italien In den vergangenen Jahren konnte sich der Beschlägehersteller Grass gut in den italienischen Markt integrieren und baut nun mit einer eigenen Niederlassung im Industriegebiet von Pordenone seinen Betrieb aus. Die Leitung der neuen Filiale übernimmt Giuseppe Paccagnella, der seit 25 Jahren für Grass in Italien tätig ist. Ab Juli haben Bestandsund Neukunden die Möglichkeit, direkt in Italien zu ordern. www.grass.at

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Wirtschaft

Der Geschenketischler Tischlermeister Siegfried Eichberger aus Bernstein hat sich eine ausgefallene Nische gesucht: Er produziert individuelle Geschenke aus Holz für Feuerwehren, Firmen und Vereine, die er bis nach Deutschland und in die Schweiz verkauft.  Interview: Hanna Geisswinkler Tischlermeister Siegfried Eich­ berger beim Feinschliff des Emblems der österreichischen Feuerwehr

der Feuerwehr in Bernstein und habe erkannt, dass es einen Bedarf für hochwertige Geschenke mit persönlicher Note für Ehrungen und Jubiläen gibt. Diese Marktlücke habe ich zu meinem Vorteil genutzt. Seit 1996 konzentriere ich mich ausschließlich auf diesen Bereich.

» Ich bin überzeugt, dass dieses Konzept Bestand haben wird, wegen eines klaren Vorteils: Es wird immer eine Gelegenheit geben, etwas zu verschenken. « Das klingt nach einem Geschäftsmodell, das von Anfang an funktioniert hat. Wie war dabei Ihre Vorgehensweise?

Wir haben klein begonnen, haben in Banken ausgestellt und uns auf Messen nach Konkurrenz umgesehen, die uns in die Quere kommen könnte. Außerdem war der Ort Bernstein mit seinen aus Edelserpentin hergestellten Souvenirs für uns ein ideales Geschäftsumfeld, weil wir uns von dieser Geschenkorientierung ein bisschen etwas abschauen konnten. Was umfasst Ihr Sortiment heute?

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m sich von der Masse abzuheben, ist ziert exklusive Geschenke aus Holz, die Ideenreichtum gefragt. Denn wer vor allem von Feuerwehren und diversen sich spezialisiert kann eine profitable Ni- Vereinen erstanden werden. Eine ungesche bedienen, die aufgrund ihrer Über- wöhnliche Geschäftsidee, für die er, wie schaubarkeit die Konkurrenz gering hält. Eichberger selbst sagt, anfangs belächelt Selbiges ist Tischlermeister Siegfried wurde. Eichberger aus Bernstein mit einer ausgefallenen Idee gelungen. Nach seinem Ab- Tischler Journal: Herr Eichberger, was war schluss an der Meisterschule in Pöchlarn der Anstoß für Ihre Unternehmensidee? ist er seit 1995 selbstständig und produ- Siegfried Eichberger: Ich war selbst bei

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Wir bieten eine Auswahl an Stand-, Wand-, Pendeluhren sowie Ziertafeln und Schreibtischsets an. Neben Standardmodellen hat der Kunde auch die Möglichkeit, ein Muster nach persönlichen Vorstellungen in Auftrag zu geben. In beiden Fällen macht eine individuelle Gravur, sowohl im Pendel als auch im Holz, das Geschenk zu einem Unikat. Welcher handwerkliche Aufwand steckt dahinter?

Jedes unserer Produkte ist von Hand gefertigt. Ursprünglich habe ich mit der Laubsäge gearbeitet, was sehr aufwendig war. Daher bin ich bald darauf auf eine CNC-Maschine umgestiegen. Für die Verzierung mit entsprechenden Motiven habe ich mich auf Furnier-Einlegearbeiten,


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sogenannte Intarsien, spezialisiert. In der Bereichen achten Sie noch auf Ausgaben? Regel sind es 0,7 mm dicke Furniere, die Grundsätzlich verfolgen wir den Ansatz, in eine Vertiefung eingearbeitet und bün- das Geld an der richtigen Stelle einzuspadig geschliffen werden. Wir arbeiten aus- ren. Dadurch waren wir von Anfang an schließlich mit heimischen Hölzern und schuldenfrei. Die Werkstatt teile ich mit orientieren uns sehr stark an Trends im meinem Bruder Markus, der ebenfalls Wohnbereich. Zurzeit verkaufen sich be- Tischler ist. Auch was die Maschinen besonders kontrastreiche Ausführungen trifft, muss nicht immer alles neu sein. gut, wie zum Beispiel die Kombination Wir beziehen gebrauchte Maschinen aus Nuss und Ahorn. Uhrwerk und Pendel Betriebsauflösungen um einen Bruchteil beziehe ich von einem Bernsteiner Groß- des Kaufpreises. Sie erfüllen immer noch händler. Wir bauen alles selbst zusam- ihren Zweck. men und verarbeiten es schließlich in das Holzgehäuse der Uhren. Feuerwehren, aber auch Firmen, Vereine und andere private Abnehmer zählen zu Ihren Kunden. Wie erreichen Sie diese Zielgruppen?

Am Anfang kamen unsere Kunden aus dem lokalen Umfeld, später konnten wir die Zielgruppe regional und national ausweiten. Kommuniziert haben wir früher über Werbeeinschaltungen in Zeitungen, heute passiert das online. Seit 1997 gibt es einen Onlineshop. Damit erreichen wir auch Kunden aus Deutschland und der Schweiz.

Fotos: Hanna Geisswinkler, Siegfried Eichberger

Ursprünglich gab es ja einen Verkaufs­ raum an der Bundesstraße, war es eine Kostenfrage, sich auf den Onlineversand zu beschränken?

Die Auflösung des Verkaufsraums hat sich durch andere Umstände ergeben. Natürlich ist der Onlineverkauf aber eine Kostenersparnis für uns. Immerhin kaufen 80 Prozent der Kunden darüber ein. Dennoch haben wir einen kleinen, weniger besuchten Schauraum neben der Werkstatt, die sich im Parterre meines Elternhauses befindet. Die Kosten als Selbstständiger gering zu halten ist wichtig. In welchen anderen

Durch individuelle Gravuren bekommt j­edes Geschenk eine persönliche Note.

elle Sicherheit wollte, arbeite ich zurzeit beim Roten Kreuz und führe das Tischlerhandwerk nebenberuflich aus. Das lässt sich sehr gut vereinbaren, vor allem, weil sich viele Standardmodelle vorfertigen lassen und meine Lebensgefährtin Silvia Grünwerth die Endfertigung und den Versand betreut. Wie beurteilen Sie die Zukunftsaus­ sichten für Ihre Geschäftsidee?

Nachdem ich anfangs belächelt wurde, weil keiner etwas mit dieser Idee anfangen konnte, bin ich jetzt froh und stolz, diesen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen zu haben. Immerhin kann das Tischlerhandwerk in vielfältiger Weise ausgeführt werden. Dennoch ist der Betrieb kein Selbstläufer, man muss Arbeit investieren, um etwas zu erreichen. Nachdem Handwerk aber immer schon einen golIhre Produkte kosten je nach Aufwand denen Boden gehabt hat, wird sich das zwischen 30 und 200 Euro. Können Sie auch in Zukunft nicht ändern. Ich bin davon leben? überzeugt, dass dieses Konzept Bestand Unser Jahresumsatz beträgt zwischen haben wird, vor allem wegen eines klaren 25.000 und 30.000 Euro. Bis 2004 war ich Vorteils: Es wird immer eine Gelegenheit als Tischler hauptberuflich tätig. Nach- geben, etwas zu verschenken. dem ich als Familienvater aber finanzi- www.eichberger.at

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Tapetenwechsel Nach mehr als 115 Jahren am gleichen Standort wurde es für die niederösterreichische Tischlerei Krumböck allmählich zu eng. Das neue Gebäude setzt einen hohen Maßstab für die Architektur und Gestaltung eines Handwerksbetriebs. Text: Tom Cervinka Übersiedlung und Erweiterung

Nur ein paar Hundert Meter vom neuen Unternehmenssitz entfernt legte Karl Krumböck, Namensvetter und Großvater des heutigen Eigentümers, im Jahr 1896 mit einer Hobelbank und ein paar Gerätschaften den Grundstein für die erfolgreiche Möbeltischlerei. Über 115 Jahre später war es allmählich Zeit für einen Tapetenwechsel geworden. Entwickelt wurde die Architektur in Zusammenarbeit mit dem Wiener Architekturbüro nonconform mitten auf der grünen Wiese. Nach einer nur dreimonatigen, sehr intensiven Planungszeit fiel mit dem Spatenstich im November 2010 der Startschuss für die Errichtung des Neubaus. Als Erstes wurde die Werkstatt fertiggestellt, damit die Übersiedlung bzw. Einrichtung der neuen Maschinen bereits in Angriff genommen werden konnte, während am Bürotrakt noch die Bauarbeiter zugange waren. Die neue Werkstatt verfügt nicht nur über viel Raum und dank nordsei-

Auf der hauseigenen Holz­ terrasse mit Blick in den Sonnenuntergang kann man einen langen Arbeitstag am besten ausklingen lassen.

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as halbe Dorf war auf den Beinen, als die Tischlerei Krumböck im Juni die Fertigstellung ihres neuen Unternehmenssitzes im niederösterreichischen Gerersdorf, nahe der Landeshauptstadt St. Pölten, feierte. Rund 500 geladene Gäste kamen, um den innovativen Neubau zu bestaunen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Fast alle Besucher verewigten sich im Gästebuch – sprich an der Rückwand der Raucherlounge mit Blick auf die Holzterrasse und die anschließenden Felder. Gästebuch an der Wand, Raucherlounge, Holzterrasse? Nicht gerade das, was man sich von einem klassischen Handwerksbetrieb erwartet. Ebenso unkonventionell wie das Raumkonzept ist auch das Unternehmen selbst. Denn während andere Firmen im Sommer 2010 angesichts der Krise und der miserablen Wirtschaftsprognosen damit beschäftigt waren, Trübsal zu blasen, und den Sparstift zückten, beschloss Karl Krumböck – in dritter Generation seit mehr als 35 Jahren an der Spitze seines mittlerweile 50-köpfigen Teams –, in seine Mitarbeiter und die Expansion des Unternehmens zu investieren. Zur Seite stehen ihm dabei seine Frau Burgi Krumböck, die gemeinsamen Kinder Anni, Helmut sowie Christian, der mit Beginn der Neubaupla-

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» ‚Kein Zutritt für betriebsfremde Personen‘ wird man in der Tischlerei vergeblich suchen. Es gibt nichts, was man verstecken müsste. « nungen als Letzter in den Familienbetrieb zurückkehrte. „Wir haben die Krise als Chance gesehen. Und zwar insofern, als wir uns dachten, wenn alle über zu wenige Aufträge klagen, dann müssten wir eigentlich von den Bauunternehmen gute Preise bekommen. Zudem haben wir auch über den Winter gebaut, wenn die meisten Bauarbeiter zu Hause sitzen und auf bessere, sprich wärmere Zeiten warten. Wir wollten, dass die Professionisten, mit denen wir zusammenarbeiten, auch wirklich Zeit für unser Projekt haben. Und die Rechnung ist aufgegangen. Wir konnten nicht nur die geplante Bauzeit exakt einhalten, sondern auch das zu Beginn veranschlagte Baubudget“, erinnert sich Karl Krumböck.

Der neue Unternehmenssitz besticht mit moderner Architektur und designtem Interieur.

Die Schauküche dient nicht nur der Präsen­ tation, sondern den Mitarbeitern als Mit­ tagsküche.


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tiger Sheddächer über eine natürliche, blendfreie Belichtung, sondern auch über eine zeitgemäße technische Ausstattung. Wie zum Beispiel das neue automatische Plattenlagersystem. Dabei wird nicht nur jeder Zuschnitt mit einem Aufkleber versehen und computertechnisch erfasst, sondern auch die Reststücke, die im Restplattenlager automatisch abgelegt werden und dort auf ihre weitere Verwendung warten. „Das ermöglicht uns einerseits einen wesentlich sparsameren Betrieb und auf der anderen Seite produzieren wir auch deutlich weniger Holzabfälle“, zieht Helmut Krumböck ein erstes Fazit. Immerhin bleibt aber noch so viel Holzabfall, dass mittels Hackschnitzelheizung das gesamte Gebäude beheizt werden kann. Dabei sind Architektur und Haustechnik vorrangig auf den sommerlichen Überhitzungsschutz ausgelegt. Den großflächigen Verglasungen sind an der Fassade fix montierte Sonnenschutzlamellen vorgelagert, die im Sommer für eine ausreichende Beschattung der Innenräume sorgen und die flache Wintersonne tief in das Gebäude hereinlassen. Technische Neuerungen

Eine neue technische Errungenschaft ist die leistungsstarke Lackieranlage mit hocheffizienter Absaugung inklusive Wärmerückgewinnung. Das bringt nicht nur Einsparungen in puncto Energie, sondern ermöglicht es auch, Hochglanzlackierungen selbst vorzunehmen. Ein Bereich, der bisher ausgelagert werden musste. Eine moderne Kantenleimanlage sowie eine CNC-Bearbeitungsmaschine komplettieren die Standardausstattung. Eine Innovation mit in erster Linie wirtschaftlichem Hintergrund ist der Flachbildschirm direkt in der Werkstatt. Über diesen können alle Aufträge und die gesamte Wochenplanung jederzeit aktuell abgefragt werden. „So weiß jeder, wann welche Tätigkeit ausgeführt werden muss und was in der aktuellen Arbeitswoche auf ihn zukommt“, erklärt Krumböck. Gleichzeitig geben nach Feierabend alle Mitarbeiter Feedback über den Stand der Arbeiten, sodass für jedes Projekt tagesaktuell der Arbeitsfortschritt, der reale Zeitaufwand und damit verbunden Kosten und Wirtschaftlichkeit etc. abgerufen werden können. Um ohne Unterbrechung einen reibungslosen Arbeitsablauf sicherzustellen, bedurfte es einer peniblen Umzugsplanung. Vor allem die Übersiedlung der Maschinen musste dabei genau durchdacht werden. So wurden neben den wirklichen Neuanschaffungen ein Großteil der Maschinen gebraucht eingekauft und nach Abschluss des Umzugs die Maschinen in der alten Werkshalle verkauft. Damit alles auch wieder seinen rechten Platz findet und nichts verloren geht, half die Mehrzahl der Belegschaft in ihrer Freizeit bei der Übersiedlung mit. Und Familie Krumböck dankt es mit einem Betriebsgebäude, das in puncto Qualität und

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Wirtschaft

Ausstattung neue Maßstäbe – nicht nur für einen Handwerksbetrieb – setzt.

entwickelt und gestaltet. Eine Sonderstel- Mitarbeiterkantine. Obwohl genau genomlung nimmt dabei natürlich der neue Schau- men eigentlich das ganze Gebäude ein einraum ein, auf den bisher aus Platzmangel ziger großer Schauraum ist. „Kein Zutritt Neuer Schauraum verzichtet werden musste. Ihn betrachtet für betriebsfremde Personen“ wird man in Für die Gestaltung des Bürogebäudes hol- Christian Krumböck als sein ganz persön- der Tischlerei Krumböck vergeblich suchen. ten sie sich die Unterstützung der befreun- liches „Baby“, weshalb er seinen Arbeits- Es gibt nichts, was man verstecken müsste deten Designer Doris Zichtl und Marcello platz auch mittendrin angesiedelt hat – di- – von der Ausstellungsfläche für namhafte Hrasko von no-mad-designers aus St. Pölten. rekt in der großzügig angelegten Eingangs- Handelspartner wie Bene, Vitra, Fritz HanGemeinsam wurde das Innenraumkonzept lobby, zwischen Ausstellungsfläche und sen oder Roche bobois über das OpenSpace-Büro, die Schauküche bis hin zu den Mitarbeitertoiletten. Alle Bereiche des Hauses entsprechen den höchsten Standards an Ausstattung und Design. So hat der Besucher gleich nach dem Eintreten in das Gebäude die Qual der Wahl: rechts der Blick durch die Arbeitsvorbereitung direkt in die rege Betriebsamkeit der Werkstatt, links, wo die Designerstücke der Handelspartner das Auge hin verführen oder direkt geradeaus in die Loungebar – eine geringere Bezeichnung hätte die Kantine nämlich tatsächlich nicht verdient. „Wir verbringen einen Großteil unserer Zeit im Unternehmen. Da ist es für uns selbstverständlich, dass sich unsere Mitarbeiter hier wie zu Hause fühlen sollen. Dafür bedarf es einer entsprechenden Arbeitsumgebung und AtmosphäDirekt in der Eingangslobby befindet re“, lautet die bestechend einfache Begrünsich der neue Schauraum mit Designmöbelmarken von Bene und Vitra bis hin zu Designer­ dung für die hochwertige Ausstattung. Alle leuchten von Artemide, XAL oder Planlicht. Mitarbeiter des Hauses besitzen einen Schlüssel zum Gebäude und sind dazu aufgefordert, Küche, Kantine und Terrasse bei Bedarf auch für private Feiern zu nutzen. Wenig verwunderlich, dass bei so viel Wertschätzung, entgegen dem allgemeinen Trend, Krumböck nicht über Facharbeiterund Nachwuchsmangel klagen kann. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht ein Schüler oder Quereinsteiger zur Schnupperlehre im Unternehmen vorbeischaut und mit anpackt. www.krumboeck.at

Fotos: Bernhard Schramm, Jürgen Pletterbauer, Krumböck

Die Krumböck-Dynastie: Karl Krumböck, Burgi Krumböck, Anni Krumböck, Helmut Krumböck, Christian Krumböck.

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Individualität vor Standardisierung Herr und Frau Österreicher geben insgesamt rund 91 Euro pro Monat für ihre Wohnungseinrichtung aus. Dabei geht der Trend eindeutig zur Individualität – und gerade davon können die Tischler profitieren.

Fotos: Bundesinnung, Thomas Prlic

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as versteht der Konsument von heute unter Individualität? Dieser Frage ging die Bundesinnung der Tischler und Holz gestaltenden Gewerbe nun nach und lotete Stärken aus, mit denen der österreichische Tischler heute am Markt punktet. Immer häufiger wird bei Möbeln von der Stange kritisiert, dass diese nicht passen. Einerseits, weil die Farbe nicht 1:1 stimmig ist, und andererseits, weil sie nicht maßgenau sind. Zudem gibt es häufig die Rückmeldung, dass Möbel von der Stange nicht gefallen. Hier ist Individualität gefragt. In Zeiten steigender Vereinheitlichung steigt der Wunsch nach Einzigartigkeit. Besondere Materialien werden immer bedeutender. „Wer möchte nicht lieber die Eiche vom eigenen Grund für seinen Gartentisch als beispielsweise weit gereistes Tropenholz. Wir bekommen immer häufiger von den Kunden die Rückmeldung, dass Möbel und alte Strukturen erhalten bleiben sollen. Das bestätigt uns in unserem Denken und unserer Philosophie: Spezialisierung statt Standardisierung“, freut sich Bundesinnungsmeister KommR. Ing. Josef Breiter über die positive gesellschaftliche Entwicklung. Ein weiterer Grund für den Konsumenten, sich an einen Tischler zu wenden: Man möchte zu bestehenden Möbeln ein passendes Stück dazu. Das wird mit Möbeln von der Stange nur schwer möglich sein. In diesem Fall kann der Tischler durch modernste Technik aus dem Vollen an Materialien, Farben und Verarbeitungsmethoden schöpfen. Planungs- und Beratungsqualität vor Ort zählen hier zu den Schlüsselkompetenzen. In den letzten Jahren stieg die Be-

In den letzten Jahren stieg die Bereitschaft zu erhöhten Ausgaben für Einrichtungen immens. Hier wird von den Öster­ reichern gerne und viel Geld investiert.

» Wir punkten stark mit unserem Preis-LeistungsVerhältnis und das wissen die Österreicher auch zu schätzen. « KommR. Ing. Josef Breiter, BIM reitschaft zu erhöhten Ausgaben für Einrichtungen immens. Hier wird von den Österreichern gerne und viel Geld investiert. Laut einer Studie des Linzer Marktund Meinungsforschungsinstituts market liegt das Plus des Tischlers klar in den drei Bereichen Service, Planung und Beratungskompetenz. Hier führt der Tischler klar vor den Großflächenhändlern wie Leiner & Co oder den Möbelfachhändlern. „Die Tischler brauchen den Vergleich zum Mitbewerb nicht fürchten. Wir punkten stark mit unserem PreisLeistungs-Verhältnis und das wissen die Österreicher auch zu schätzen. Wir stehen mit unserer Leistung hoch im Kurs und das werden wir auch in Zukunft noch weiter ausbauen“, freut sich Bundesinnungsmeister KommR. Ing. Josef Breiter über die positive Entwicklung.

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Fit mach mit Peter Schnabl hatte genug vom stressigen, ungesunden Leben – und änderte es. Inzwischen sind sämtliche Mitarbeiter der Glaserei und Tischlerei Schnabl im Salzburger Mattsee sport­ lich aktiv und nebenbei Teilnehmer eines preisgekrönten betrieblichen Gesundheitsprogramms. Text: Birgit Tegtbauer zu wird zwei Mal wöchentlich mit einem Coach an der frischen Luft trainiert. Außerdem stellt Peter Schnabl seinen Mitarbeitern regelmäßig einen Physiotherapeut zur Verfügung – ebenfalls kostenlos. „Die Materialien, mit denen wir arbeiten sind einfach schwer, das belastet den Rücken. Gezieltes Training und Übungen aus der Physiotherapie kräftigen die besonders beanspruchten Körperteile”, erklärt Schnabl – so als ob es selbstverständlich wäre, sich als Arbeitgeber intensiv mit der Gesundheit seiner Mitarbeiter auseinanderzusetzen. Selbstverständlich ist es für ihn inzwischen geworden. Denn: „Man bekommt seine Investitionen mehrfach zurück. Meine MitarZum regelmäßigen Training der Mitarbeiter gehört jegliche Form der Bewegung. Das kreative Bewegungsprogramm, brachte der Firma den Salzburger Gesundheitspreis 2010 und das Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung 2012 ein. Bild unten: Peter Schnabl.

und und ung´sund – so fühlte sich Glasermeister und gelernte Tischler Peter Schnabl noch vor knapp drei Jahren. Außerdem war er oft ausgepowert, gereizt und unzufrieden. Ende 2009 war das Maß voll und der Salzburger Unternehmer bereit für einen Neustart. „In Auto, Maschinen oder Werkzeug investiert man ohne zu überlegen, in sich selbst nicht”, denkt er laut nach. Das hat er geändert. Mag. Florian Karasek, ehemaliger Fußballprofi, heute Sportwissenschaftler und Geschäftsführer von „frischluft”, einem Body and MindFitnesskonzept, das auf Natur statt Studio setzt (siehe Kasten), begleitete Peter Schnabl in sein neues Leben. Gesund und motiviert

„Florian Karasek ist zu mir gekommen und wir haben regelmäßig und abwechslungsreich trainiert”, erzählt er. Mit sichtbaren Ergebnissen: „Es hat sich schnell etwas geändert. Ich habe abgenommen, war weniger reizbar und insgesamt zufriedener”. Das haben auch Familie und Mitarbeiter bemerkt – und wollten auch. „Da hab ich mir gedacht, gesunde Mitarbeiter sind motivierte Mitarbeiter”, so Schnabl. Und nachdem das Training im Team noch leich-

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» Die nachhaltige Gesundheit der eigenen Mitarbeiter ist ein unverzichtbarer Baustein unseres Firmenerfolgs « Peter Schnabl, Geschäftsführer ter fällt, entschloss sich der Unternehmer die Gesundheit seiner sieben Mitarbeiter zu fördern. „Ich zahle den Trainer, aber ihr müsst euch die Zeit nehmen, natürlich außerhalb des Dienstes”, lud er zum Mitmachen ein. Und alle waren dabei. Fitness-Förderprogramm

Da passte das Salzburger Förderprogramm für betriebliche Fitnessvorsorge perfekt hinein. Gemeinsam mit der Firma Frischluft arbeitete man ein Konzept aus und reichte es ein. Dazu gehört: Immer frisches Obst und Mineralwasser, das im Betrieb kostenlos zur Verfügung steht, Chefin oder Chef kochen täglich und laden zum gemeinsamen (und kostenlosen) Mittagstisch, da-

beiter sind motivierter, loyaler, weniger krank und haben ein deutlich engeres Verhältnis zur Firma aufgebaut”. Vorbildwirkung

Und nicht nur die Mitarbeiter schätzen dieses Engagement. In Mattsee hat sich

Fotos: Frischluft, Schnabl, Tegtbauer

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herumgesprochen, was die Schnabls tun, schließlich laufen sie regelmäßig vorbei, fahren mehrheitlich Rad statt Auto oder man sieht sie auf der Wiese Frisbee spielen. „Es gibt auch schon einige Nachahmer in der Region, und alle sind zufrieden”, erzählt der sportliche Glasermeister. Er ist überzeugt, dass derartige Aktivitäten in Zukunft nichts Besonderes mehr sein werden: „Es gehört einfach dazu, auf sich und seine Mitarbeiter zu achten, und Gesundheitsvorsorge liegt durchaus im Verantwortungsbereich eines Betriebes. Natürlich ist grundsätzlich jeder für sich selbst verantwortlich, aber was nützt das, wenn mein Mitarbeiter einen Monat pro Jahr krank ist? Ich kann nur sagen: die Kosten-NutzenRechnung geht in jedem Fall auf. Und abgesehen davon: Wir haben eine Riesengaudi beim Sporteln!” www.glas-schnabl.at Sport fördert den Teamgeist: Gemeinsam lief man ins Ziel des Salzburger Busi­ nessrun 2011.

Wiederaufbau gelungen Das Versicherungsbüro Riffler & Partner hat sich in der Branche einen Namen als Spezialist für die Regulierung von Brandschäden gemacht.

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m Morgen des 17. Juni 2010 standen Bludenz zu übergeben. Max Riffler hat Franz und Christine Welte vor den dafür gesorgt, dass schon bald neue Mitrauchenden Trümmern ihres florierenden tel für den Wiederaufbau zur Verfügung Sägereibetriebs in Sulz. Ein technischer standen. Franz Welte ist zufrieden: Da er Defekt hatte einen Brand ausgelöst, dem sich voll auf seine vielfältigen Tagesaufsämtliche Betriebsanlagen und das Ge- gaben konzentrieren konnte, erstrahlt bäude zum Opfer fielen. In ihrer Not sein neues Werk in Gisingen heute bewandten sich die Unternehmer an Versi- reits in neuem Glanz. Mit der Arbeit wird cherungsmakler Max Riffler, der sich in im modern eingerichteten Sägewerk beder Branche bereits einen Namen ge- reits in diesen Tagen begonnen. Franz macht hat als Spezialist für die Regulie- Welte: „Dank dem Maklerbüro Riffler & rung von Brandschäden. Denn: Wenn ein Partner hatten wir zudem gute VersicheSchaden versichert ist, bedeutet dies noch rungsverträge mit Spezialvereinbarungen lange nicht, dass die Versicherung sofort für Sägebetriebe abgeschlossen.“ Dieser bezahlt – zumal, wenn der Schaden wie Umstand hat ihm und seiner Familie die im Fall der Familie Welte in die Millionen Existenz gerettet. geht. Zeit ist aber auch in solch einem www.riffler.at Notfall Geld. Denn Christine und Franz Welte standen vor dem Aus. Es galt, zehn Mitarbeiter unterzubringen, die Kunden- Das neue Sägewerk im Jahr 2012. beziehungen zu erhalten und ein neues Franz und Christine Welte wand­ Werk an einem neuen Standort neu aufzu- ten sich nach dem Brand an sicherungsmakler Max bauen. Kein Wunder also, dass Franz Ver­ Riffler. Welte froh war, die Verhandlungen mit der Versicherung an den Experten aus


Messe

Hightech-Werkstoff Glas

Individuelle Lösungen Office-Lösungen, die den Anforderungen aller Mitarbeiter gerecht werden, zeigt die Messe Orgatec von 23. bis 27. Oktober in Köln. „Modern Office & Object“ – unter diesem Motto steht die Orgatec 2012. Auf der Messe präsentieren Hersteller aus den Bereichen Einrichtung, Boden, Akustik, Licht sowie Medien- und Konferenztechnik ihre Lösungen rund um Ausstattung und Einrichtung von Büro und Objekt. Individuelle Lösungen für unternehmensspezifische Anforderungen, die sowohl dem Multigenerationenanspruch als auch besonderen Design- oder Größenerfor-

dernissen gerecht werden, bieten mittlerweile zahlreiche Büromöbelhersteller mit dem „Customizing“ an. Ohne große Mehrkosten ist es etwa möglich, Maße von Möbeln an räumliche Gegebenheiten anzupassen. Auch Materialien und Oberflächen lassen sich zunehmend den Kundenwünschen entsprechend gestalten. Das reicht von der Farbauswahl über bedruckte Fronten bis hin zu individuellen Bezügen. Dass sich eine attraktive Arbeitsumgebung letztlich auch positiv auf die Produktivität auswirkt, bestätigt eine Studie der Universität Exeter. Diese belegt den positiven Einfluss von individueller Bürogestaltung auf Wohlbefinden und Produktivität am Arbeitsplatz. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass ein attraktiver Arbeitsplatz die Produktivität der Mitarbeiter um 17 Prozent steigert, ein durch die Arbeitnehmer selbst gestaltetes Büroumfeld sogar um 32 Prozent. Unternehmen haben also ebenfalls einen Vorteil, ihren Mitarbeitern ein attraktives Arbeitsumfeld zu bieten, das sich positiv auf deren Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt. Auch darüber kann man sich von 23. bis 27. Oktober in Köln auf der Orgatec informieren. www.orgatec.de

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Mit der Sonderschau „glass technology live“, einem begleitenden Symposium und Fachkonferenzen bietet die Glasstec von 23. bis 26. Oktober 2012 ein informatives Rahmenprogramm. Als internationale Weltleitmesse der Glasbranche präsentiert die Glasstec in Düsseldorf eine Bandbreite an Produkten, Bearbeitungstechnologien und Dienstleistungen rund um den Werkstoff Glas. Die im Rahmen der Messe stattfindende Sonderschau „glass technology live“ wird auch in diesem Jahr von Stefan Behling und dem Team des Instituts für Baukonstruktion der Universität Stuttgart organisiert. Auf über 2500 Quadratmetern zeigt die Sonderschau unter dem Motto „Integrative Glasfunktionen“ zukunftsweisende Entwicklungen rund um das Hightech-Material Glas und dessen Anwendungsbereiche. „Glass technology live“ demonstriert dabei, welche Möglichkeiten sich künftig bei der Raumgestaltung eröffnen. Thematisch stehen im Schwerpunkt Design und Interieur nicht nur die technischen, sondern auch die ästhetischen Aspekte des Werkstoffs Glas im Mittelpunkt. Künstlerische Ansätze, von erfahrenen Glas­ veredlern in Produkte um­ gesetzt, zeigen, wie variantenreich Glas einsetzbar ist. Die glasstec ist nicht nur Spiegel der aktuellen Entwicklungen im Markt, sie eröffnet traditionell auch einen Blick in die Zukunft des Werkstoffs. Begleitet wird die Sonderschau „glass technology live“ durch ein Fachsymposium mit über 60 Vorträgen und Präsentationen aus Forschung und Praxis. Die Glasstec findet von 23. bis 26. Oktober 2012 statt. www.glasstec.de


Messe

Bau München: über 2000 Austeller Die Messe Bau München vermeldet für die kommende Ausgabe gute Vorbuchungszahlen. Fast ein Drittel der Anmeldungen, 17 Prozent mehr als zum vergleichbaren Zeitpunkt vor zwei Jahren, kommt aus dem Ausland. Die nächste Bau findet von 14. bis 19. Jänner 2013 auf dem Münchner Messegelände statt. Auf über 180.000 Quadratmetern Fläche werden mehr als 2000 Aussteller aus über 45 Ländern ihre Produkte und Lösungen rund um die Themenbereiche Materialien, Technologien und Systeme präsentieren, darunter finden sich auch für Tischler relevante Schwerpunkte wie Türen und Fenster (Hallen B4, C4). Die Messeleitung rechnet mit rund 240.000 Besuchern aus aller Welt. „Auch die steigende Zahl internationaler Besucher trägt zur stärkeren Nachfrage bei den ausländischen Ausstellern bei“, erklärt Mirko Arend, ­Projektleiter der Bau. www.bau-muenchen.com

IMM Cologne: mehr Fläche In weniger als 200 Tagen, von 14. bis 20. Jänner, öffnet die IMM Cologne ihre Tore. Mit rund 10 Prozent mehr Ausstellern und 12 Prozent mehr belegter Fläche, einer gestiegenen Internationalität und neuen Angebotssegmenten sind die Veranstalter zuversichtlich, dass die Messe den Erwartungen der Besucher entsprechen wird. „2013 ist für uns ein ganz wichtiges Jahr“, so Frank Haubold, Geschäftsbereichsleiter Messema-

nagement. Der IMM Cologne komme als der zentralen Businessplattform weltweit eine ganz besondere Funktion zu. Mit der parallel abgehaltenen Küchenfachmesse LivingKitchen wird Köln kommenden Jänner auch zur Genussmetropole Europas. Mit zurzeit 130 fixen Anmeldungen sind derzeit schon mehr als 75 Prozent der geplanten Fläche belegt. www.imm-cologne.de

Starke Nachfrage

Ligna: Bereits ein knappes Jahr vor Beginn der Ligna verzeichnet die Deutsche Messe einen guten Anmeldestand mit starker Ausstellernachfrage. Von 6. bis 10. Mai 2013 geht die internationale Messe für die Forst- und Holzwirtschaft unter dem Motto „Making more out of wood: Innovations, Solutions, Efficiency“ an den Start. Dr. Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG, sagt: „Erfreulich viele Unternehmen haben sich frühzeitig angemeldet und den Frühbucherrabatt bis Ende Mai genutzt. Rund 800 Firmen haben bereits verbindlich zugesagt. Das sind 17 Prozent mehr als zum vergleichbaren Zeitpunkt vor zwei Jahren. Das unterstreicht die führende Position der Ligna als die interna­ tionale Leitausstellung ihrer Branche.“ www.ligna.de

Fast ausverkauft

Interzum: Für die nächste Ausgabe der Zuliefermesse (13. bis 16. Mai 2013) haben sich bis Juni 2012 bereits mehr als 600 Unternehmen angemeldet, ­dies entspricht einer Steigerung von rund 8 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitpunkt im Jahr 2010. Die Flächen sind damit in vielen Hallen nahezu ausverkauft. 2013 erweitert die Interzum außerdem mit der erstmalig stattfindenden Kongressmesse InnoMateria ihr Profil. „Wir merken deutlich, wie wichtig die Interzum als Plattform für die globale Möbelzulieferindustrie ist“, so Matthias Pollmann, Projektmanager der Interzum. www.interzum.de

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Innung niederösterreich

Highlights aus Pöchlarn: Heiß, heißer, am heißesten ging es am 30. Juni bei der Meisterfeier der niederösterreichischen Tischler in Pöchlarn zu, was das Wetter und die ausgestellten Meisterstücke betraf.

Eine große Idee großartig umgesetzt. Der Magic Cube als Objektkunst mit vielen praktischen Details.

Einmal mehr konnten die Meister aus der Meisterklasse 29 und die Meister aus dem WIFI und verdiente Altmeister geehrt werden. Die 27 Schüler der MK Pöchlarn verlassen die Schule, um dem 30. Jahrgang Platz zu machen und lassen dabei Erinnerungen an viele schöne Stunden zurück. Besonders berührend waren die Worte des Klassensprechers Harald Seidl, als er feststellte, dass man erst dann Meister ist, wenn man sich auf andere Menschen einlässt.

Schlaue Laden, die Glätteisen und Co verstauen. Teakholz geölt in Kombination mit Eiche und gebürstetem Stein machen dieses Stück zu einem echten Hingucker.

Ein echtes Unikat. Das Aquarium mitten im Wohnzimmer, ausgeführt in sägerauer Eiche

Eine gekonnte Inszenierung von unterschiedlichen Materialien Ein TV-Möbel in Cremeweiß mit schwarzem Plexi

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Innung niederösterreich

MEISTERSCHULE FÜR TISCHLER

NIEDERÖSTERREICH

Die Meisterstücke Die 27 Meisterstücke der Meisterklasse 29 sind alle auf einem großartigen Niveau. Meist steckt viel Herzblut der Teilnehmer drinnen. Von der Kommission werden die technischen Anforderungen vorgegeben. So müssen CNC-Teile und Beschlagsarbeiten im Stück vorzufinden sein. Nach vielen Jahren hat in Pöchlarn auch erstmals wieder eine Meisterprüfung für Fassbinder und Drechsler stattgefunden. Niederösterreich darf zwei Jungmeister bei den Drechslern und vier bei den Fassbindern feiern. Im festlichen Rahmen freute sich Kommerzialrat Gottfried Wieland viele Jungmeister und Altmeister ehren zu dürfen. Eindrucksvoll konnte wieder einmal bewiesen werden, dass die Landesinnung der Tischler Niederösterreich für Qualität und ein hohes Niveau steht.

Eine angenehme Haptik und viel Atmosphäre zeichnen diese Pultlösung aus Eiche aus.

Das schöne Solitärmöbel kombiniert Ulme mit Weinrot.

Die Mk 29 in alphabetischer Reihenfolge: Aichholzer Andreas, Lendorf • Aschauer Michael, Leonhard/Hw. • Buffat Thomas, Seebarn/Wagram • Emsenhuber Cristoph, Kilb • Eser Maximilian, Hollabrunn • Feichtinger Stefan, Scharnstein • Feigl Jürgen, Ardagger • Flonner Matthias, Thernberg • Glatz Martin, Grafendorf • Hintersteiner Christian, Bad Kreuzen • Hirsch Georg, Haag • Hirscher Benjamin, Adnet • Kahofer Daniel, Thernberg • Kirchhofer Georg, Klam • Krapfenbauer Harald, Walterschlag • Kurzmann Christoph, Bad Kreuzen • Neßler Sebastian, Ludesch • Neunteufl Daniel, Seebarn • Pfeiffer Heinz, Pressbaum • Pollak Reinhard, Großschönau • Schaufler Peter, Randegg • Schneider Martin, Würnitz • Seidl Harald, Sitzendorf • Sögner Johannes, Timelkam • Stratznig Martin, Pusarnitz • Thurner Andreas, Thernberg • Walter Andreas, Ludesch

Kontakt:

Meisterschule für Tischler • 3380 Pöchlarn, Oskar-Kokoschka-Straße 5 • Tel.: (0 27 57) 76 90 • E-Mail: poechlarn@meisterschule-tischler.at www.meisterschule-tischler.at

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Bundesinnung

Herausforderungen gemeistert Von der Neuausschreibung der Gemeinschaftswerbung über den Kollektivvertrag bis zum Lehrlingsschwerpunkt: Die Bundesinnung war im ersten Halbjahr 2012 an vielen Fronten für die Mitgliederbetriebe im Einsatz. Text: Thomas Prlic

Der Bundesinnungsvorstand bei der Arbeit: Vom Lehrlingsschwerpunkt bis zum Kollek­ tivvertrag befassten sich die ­Standesvertreter heuer mit einer breiten Themenpalette.

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ischler, Holz gestaltende Gewerbe, begeistern“, sagt Bundesinnungsmeister Gespräche gestalteten sich als schwierig, Boots­bauer – die Bundesinnung vereint KommR. Ing. Josef Breiter. „Weil für un- weil die Abschlüsse der letzten Monate in eine große Bandbreite an Betrieben in ih- seren vielfältigen Beruf entsprechende Ta- anderen Gruppen – insbesondere im Merem Zuständigkeitsbereich. Dabei ist der lente gefragt sind, haben wir dazu unter tall verarbeitenden Gewerbe mit 4,16 Progemeinsame Nenner nicht nur die Arbeit ww.talentezone.at eine zielgruppengerechte zent Istlohnerhöhung – relativ hoch waren, mit dem Werkstoff Holz, auch sonst betref- Internetseite geschaffen.“ Zum Lehrlings- aber andererseits die Prognose des VPI für fen die jeweiligen Unternehmen eine Men- schwerpunkt gehören außerdem unter an- die nächsten Monate deutlich nach unten ge verwandter Themen. Bei den Bootsbau- derem zwei TV-Spots sowie ein Facebook- gingen. Nach langen Verhandlungen konnern etwa war heuer auf der Messe in Tulln Auftritt. te letztendlich ein Lohnabschluss in der die rechtskonforme CE-Kennzeichnung ihGrößenordnung von 3,8 bis 3,91 Prozent je rer Boote ein großes Thema. Für Vertreter Gemeinschaftswerbung nach Lohngruppe erzielt werden. der Holz gestestaltenden Gewerbe wiede- Die werbliche Betreuung der Innung wurde rum standen im Frühjahr bei einem Treffen dabei heuer EU-weit neu ausgeschrieben. Bauproduktenverordnung in Pöchlarn Fragen der Lehrlingsausbil- Unter den zahlreichen Einreichungen konn- Durch die Ablöse der bisherigen Bauprodung und der Durchführung von Meister- te sich wieder die Werbeagentur Frischblut duktenrichtlinie durch die neue Bauproprüfungen im Mittelpunkt. Die Meisterprü- als bester Bieter gegen die Mitbewerber duktenverordnung ergaben sich auch für fungen der Fassbinder werden künftig aus- durchsetzen. 2013 wird es neben geballter die Interessenvertreter der Tischler zahlschließlich in Pöchlarn, jene der Drechsler Medienpräsenz im Hörfunk jeweils einen reiche Herausforderungen. Neu in diesem TV-Sendeschwerpunkt im Frühjahr und Zusammenhang ist die verstärkte Betrachbzw. Bildhauer in Hallstatt durchgeführt. Herbst geben. Dabei werden neben den be- tung von Umwelteinflüssen auf die ProLehrlingsschwerpunkt stehenden Spots auch Neuproduktionen duktion. Dies wird durch die Erstellung Ausbildungs- und Nachwuchsfragen zum eingesetzt. Ergänzend dazu findet in den von Umweltproduktdeklarationen (EPD) Beispiel werden derzeit branchenübergrei- Printmedien Öffentlichkeitsarbeit mit PR- künftig im Bereich der Fenster und Türen fend intensiv diskutiert. Aufgrund der pro- Artikeln statt. Die Bundesinnung bietet da- zu dokumentieren sein. Die Innung wird blematischen demografischen Entwicklung rüber hinaus als Werbeartikel für den Be- sich weiter intensiv mit diesen Themen hat die Bundesinnung zur Abwehr eines trieb kostengünstig Tischlerfahnen an. befassen, um die Betriebe bei der Umsetkünftigen Facharbeitermangels einen Lehrzung der bestehenden und kommenden lingsschwerpunkt gesetzt. „Wir müssen Kollektivverträge gesetzlichen Vorgaben bestmöglich zu unhier alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Ein weiterer wichtiger Punkt waren heuer terstützen. die Jugendlichen für den Tischlerberuf zu die Kollektivvertragsverhandlungen. Die www.tischler.at

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Landesinnung Steiermark

Craft Design Der steirische Designpreis der Tischler holt die kreativen Tischlerköpfe auf die Bühne. Gesucht sind Arbeiten, die sich in Optik, Funktion und Qualität von Massenprodukten unterscheiden und den hohen Stellenwert des Tischlerhandwerks im Design widerspiegeln.

1

400 Tischlereibetriebe, an die 150 Lehrlinge, die sich im Schuljahr 2011/12 erfolgreich der Lehrabschlussprüfung gestellt haben, und 60 Jungmeister, die in den letzten drei Jahren die Meisterprüfung abgelegt haben, sind beim taufrischen Designpreis der steirischen Landesinnung der Tischler und Holz gestaltenden Gewerbe, dem Craft Design Preis, in drei Kategorien noch bis zum 7. September teilnahmeberechtigt. Ziel des Wettbewerbs ist es, die gestalterischen Leistungen der Tischlerbranche im Hinblick auf Design, Kreativität und Individualität aufzuzeigen.

im Design widerspiegeln. Eine Fachjury machen. Die Gemeinschaftsausstellung wählt aus den Einsendungen die zehn Be- auf der Welser Messe zeigt eindrucksvoll, sten und diese müssen sich dem Publikum was die Tischler leisten. „Mich freut es beauf der Grazer Herbstmesse stellen. „ Bei sonders, dass wir einen tollen Messeaufder Konzipierung des Preises war es uns tritt im Herbst haben und dass wir den besonders wichtig, dass das Publikum auf Sieger des Publikumspreises mit einem der Messe die Jury stellt, schließlich müs- Gutschein von 1000 Euro belohnen dürsen sich unsere Werkstücke auch täglich fen“, erklärt Landesinnungsmeister-Stellam Markt behaupten, der Konsument ist vertreter Harald Almer. für uns Tischler das Maß aller Dinge,“ erläutert Landesinnungsmeister Walter Hohes Ausbildungsniveau Die steirischen Lehrlinge gehören zu den Schadler das Konzept. Besten, was sie eindrucksvoll mit dem Sieg Leistungsschau beim heurigen BundeslehrlingswettbeEhrliches Handwerk, gutes Design und werb bewiesen haben. „Bewusst wollten Design im Handwerk viele funktionelle Details zeichnen die wir auch die jungen Designtalente vor den Ausgezeichnet werden Arbeiten, die sich Tischler in der Steiermark aus. Da die Vorhang holen und haben daher extra zwei in Optik, Funktion und durch hohe Verar- Tischler so individuell fertigen und ganz junge Kategorien beim Craft Design gebeitungsqualität deutlich von Massen- und maßgeschneidert arbeiten, ist es oft schaffen“, ist LIM-Stv. KommR. Anton UlSerienprodukten unterscheiden und den schwierig, die Leistungen dem Konsu- rich stolz auf den Nachwuchs. hohen Stellenwert des Tischlerhandwerks menten in der Vorkaufphase sichtbar zu www.steirische-tischler.at

Ausgezeichnet werden beim Wettbewerb Arbeiten, die sich in Optik, Funktion und durch hohe Verarbeitungsqualität deutlich von Massenund Serienprodukten unterscheiden. LIM Walter Schadler, LIM-Stv. Harald Almer und LIM-Stv. KommR. Anton Ulrich wollen die gestalteri­ schen Leistungen der Tischlerbranche im Hinblick auf Design, Kreativität und Individualität aufzeigen.

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Kurzmeldungen der innungen

Burgendland: Fachgruppentagung LIM Peter Pauschenwein lädt zur Landestagung der burgenländischen Tischler. Diese findet heuer am Freitag, dem 12. Oktober, ab 16 Uhr in Strem im Gasthaus Legath statt.

Meisterkurse in Salzburg In Salzburg gibt es nach längerer Pause ab Jänner 2013 wieder einen geblockten Meisterkurs. Der bisherige ganzjährige Meisterkurs kam in den vergangenen Jahren mangels Teilnehmerzahl nicht zustande, die Interessenten wichen auf die 15-wöchigen Kurse in anderen Bundesländern aus. Nun ist es gelungen, eine ebensolche kompakte Blockausbildung am Wifi Hallein mit anschließender Meisterprüfung auf die Beine zu stellen. Termin: 7.1.2013 bis 19.4.2013, Ort: Wifi Hallein

V. l.: DI Dr. Karl J. Schmidt, der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Den Haag Kees Ver­ houden, Individual Interior, Landesinnungsmeister Walter Schadler

Funktionärsreise Die Funktionärsreise der steirischen Tischler führte heuer von 7. bis 10. Juni nach Deutschland und Holland. Neben ­einer Besichtigung der Düsseldorfer Altstadt und des modernen Hafenviertels war ein Besuch bei einem niederländischen Tischlerkollegen in Oirschot gemeinsam mit dem österreichischen Wirt-

schaftsdelegierten in Den Haag Dr. Karl J. Schmidt ein weiterer spannender Programmpunkt: Bei Kees Verhouden von Individual Interior konnten die Funktionäre einen Einblick in die holländische Arbeitsweise bekommen. Außerdem besuchte die Tischlerdelegation noch die Weltgartenausstellung in Venlo.

www.wifisalzburg.at

Die Wiener Landesinnung lädt zur Fachgruppentagung der Tischler und der Holz gestaltenden Gewerbe am Freitag, 5. Oktober 2012, um 15.30 Uhr in die Urania, 1010 Wien. Es gibt die Möglichkeit zum Besuch der ausstellenden Firmen, Vortrag/Führung Sternwarte. 15.30 Uhr: Beginn der Fachgruppentagung mit den Themen: Berichte aus der Innung, Fachvortrag Betriebsanlagen Ing. Peter Nowak, Vortrag Hofrat Dipl.-Ing. Peter Petzenka (Amtsleiter Arbeitsinspektion), Vortrag Ing. Peter Baumgartner: „Manager müssen Mut machen“. Um 18.00 Uhr findet die Tombola und um19.00 Uhr wird zum geselligen Ausklang beim Abendbuffet geladen.

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Betriebsbesuche in Wien In Wien fanden erstmals nach längerer Zeit wieder Besuche bei Mitgliedsbetrieben statt. Innungsmeister KommR Burgstaller besuchte gemeinsam mit Geschäftsführer Mag. Georg Lintner die Firmen Anton Hofmann und Sohn, Thomas Huber, A & W Sinzinger OG und Johann Thalhofer GmbH. Im Rahmen der Besichtigungen stand jeweils eine Führung durch den Betrieb samt Informationsaustausch auf dem Programm, dazu berichteten die Tischlermeister interessante Details über die jeweiligen Arbeitstechniken und Anforderungen an ihre Betriebe.

Fotos: Landesinnungen

Wien: Fachgruppentagung


Promotion

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sorgt für den niedrigsten Energieverbrauch bei lautlosen Absorberkühlschränken und macht Dometic auch in diesem Bereich zum ungeschlagenen Marktführer.

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Kurzmeldungen Material & Technik

Preis für Forschungspavillon Stuttgart geplanter und realisierter Experimentalbau in Holzbauweise. Er zeigt die Übertragung von Strukturen aus der Natur in das Bauwesen. Als Ergebnis entstand ein aus Einzelsegmenten bestehendes Schalentragwerk. Außergewöhnlich daran sind vor allem die Herstellungsprozesse unter Einsatz computergesteuerter Werkzeuge für die Planung und Fertigung der Bauteile.

Neue Corian-Farben bei Hasenkopf Seit wenigen Tagen ist die neue Farbkollektion des Corian-Herstellers DuPont weltweit verfügbar. Die Industrie-Manufaktur Hasenkopf bietet als Verarbeiter des innovativen Mineralwerkstoffs ihr breites Produktportfolio ab sofort in allen aktuellen Farben an. Mit seinem großen Corian-Materiallager ist das bayrische Unternehmen in der Lage, auch außergewöhnliche Kundenwünsche zu erfüllen. In diesem Jahr erweitert DuPont seine Corian-Farbpalette um 22 Designs und nimmt gleichzeitig 50 Farben aus dem Sortiment, die aufgrund der geplanten Projekte noch bis Mitte 2013 erhältlich sind. Hasenkopf kann aufgrund den langjährigen Erfahrung in der Verarbeitung des Materials bereits heute sämtliche Produkte der standardisierten Kollektionen in allen neuen Farben fertigen und liefern. www.hasenkopf.de

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Eines dieser Fertigungswerkzeuge ist neben dem Leitz-Nutfräser zum Ausschneiden der Plattenrohlinge der HW-Spiralschruppfräser mit spanbrechenden Kerben im Stirnbereich von Leitz. Die Sonderanfertigung fräste in sieben NC-Achsen sowohl die geometrisch unterschiedlichen Formen der Plattenteile als auch die Fingerzinken an den Plattenrändern. www.leitz.org

Maco-App für Windows Der österreichische Baubeschlägespezialist Maco mit Firmensitz Salzburg hat zu seinem online verfügbaren Technischen Katalog eine Applikation auf Basis Windows 8 entwickeln lassen. Die Windows-App im Metro-Design macht alle Inhalte des Technischen Katalogs auf einem Tablet-PC offline zugänglich. In Österreich ist die App die erste Lösung dieser Art. Das Rollout von Onlinekatalog und Applikation in deutscher Sprache ist für das vierte Quartal 2012 geplant. www.maco.at

Fotos: Universität Stuttgart, Maco, Akzo Nobel, Würth, Adler, Woodero

Im Rahmen des Holzbaupreises BadenWürttemberg erhält der Forschungspavillon der zwei Architekturinstitute der Universität Stuttgart den Sonderpreis „Wegweisende Innovation“. Der prämierte Forschungspavillon ist ein von Studenten des Instituts für Computerbasiertes Entwerfen (ICD) und des Instituts für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen (ITKE) der Uni


Material & Technik Kurzmeldungen

Parkettratgeber

Mini-Dübelhandbuch

Der Lackhersteller Zweihorn bietet ein komplettes Sortiment für Parkettveredelung, das durch verbesserte Strapazier­ fähigkeit überzeugen soll. Brauchbare ­Informationen von der Vorbereitung des Untergrunds über die Veredelung mit Wasserlacken und Ölen bis hin zur richtigen Reinigung und Pflege finden Verarbeiter in einem Ratgeber, der Parkett Fibel. Mit der 28-seitigen Parkett Fibel liefert Zweihorn Informationen zu wichtigen Themen rund um die professionelle Parkettveredelung. Neben den bebilderten Arbeitsschritten enthält sie auch hilfreiche Tipps zum Schleifen und zur Fehlervermeidung. Die Parkett Fibel ist kostenlos im Fachhandel erhältlich oder unter: www.zweihorn.com/service

Das moderne Handwerk hat vielfältige Aufgaben zu erfüllen und ist ständig mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Der Dübeltechnik kommt dabei eine zentrale und verbindende Rolle zu. Fassaden, Sonnenschutz, Treppen oder Geländer: Vielfach wird die Forderung nach sicheren, flexiblen und wirtschaftlichen Befestigungen laut. Würth stellt dafür eine Vielzahl leistungsstarker Produkte zur Verfügung, die diese Anwendungen abdecken. Das Dübelsortiment wird zudem ständig weiterentwickelt. Daher ist es mitunter nicht einfach, bei dem vielfältigen Angebot die passende Wahl zu treffen. Um Orientierung zu schaffen, hat Würth nun das Basiswissen der Dübeltechnik im „Mini-Dübelhandbuch“ zusammmengefasst. www.wuerth.de/duebel

Effektlackmappe Effektvolle Raumausstattung macht schon lange nicht mehr bei Wandfarbe oder Sofabezug halt. Auch Holzmöbel können mit Oberflächeneffekten punkten. Denn Farben und Lacke als reiner Schutz waren gestern – heute geht der Trend hin zu Besonderem. Adler, Hersteller von Lacken, Farben und Holzschutzmitteln, hat seine Effektlackmappe jetzt neu aufgelegt und um einige Effekte von Altholz bis Rost ergänzt. Die Broschüre erklärt jeden Effekt Schritt für Schritt. Eingeteilt sind die Effekte in drei Schwierigkeitsgrade, damit die Verarbeiter den Aufwand auf den ersten Blick einschätzen können. Mit den insgesamt 19 beschriebenen Effekten bietet die Adler-­ Effektlackmappe eine hilfreiche Anleitung für den Anwender. www.adler-lacke.at

iPad-Holzcase Der Tischler-JournalBericht in Ausgabe 6/12 über schicke Hüllen und Halterungen für iPod und iPad hat viele interessierte Reaktionen hervorgerufen – samt dem freundlichen Hinweis, dass es derartiges natürlich auch aus Österreich gibt. Woodero zum Beispiel nennen sich ebenso praktische wie formschön gestaltete iPadCases, die im steirischen Fohnsdorf hergestellt werden. Darin lassen sich die beliebten Tablets sicher transportieren (das Abdecksystem ist eigens patentiert), hoch- oder querformatig aufstellen und bei Bedarf auch eine zusätzliche Tastatur befestigen. Erhältlich sind die Woodero-Cases zum Beispiel in Nuss und Kirsche. Nicht verwirren lassen sollte man sich durch die Webadresse: Die Produkte kommen trotz des deutschen .de-Anhängsels aus der Steiermark. www.woodero.de

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Material & Technik

Durch die Verwendung spezieller ­Brandschutzgläser konnte die von den ­Architekten gewünschte Transparenz auch über einzelne Brandabschnitte hinweg ­beibehalten werden.

Unsichtbarer Brandschutz Helle Räume, viel Transparenz und eine klares, zurückhaltendes Design: Für das Agrarbildungszentrum Altmünster fertigte die Tischlerei Laserer aus Gosau mehr als 300 Stück Brandschutz- und Innentüren aus Holz. eit knapp einem Jahr läuft im neuen AgrarischenBildungsZentrum (ABZ) in Altmünster wieder der Schulbetrieb. Das neue Gebäude liegt in idyllischer Lage oberhalb des Traunsees mit Blick auf den Dachstein und vereint das Bestandsgebäude und den angrenzenden Neubau in Form eines Vierkanthofs zu einem geschlossenen

Ganzen. Der Entwurf dazu stammt vom Bregenzer Architekturbüro Funk & Turnher, das den von der oberösterreichischen Landesregierung als Bauherr ausgelobten zweistufigen Wettbewerb für sich entscheiden konnte. Das neue ABZ sollte die bestehenden Fachschulen Altmünster (Landwirtschaft) und Weyregg (Hauswirtschaft) an einem Standort unter einem Dach vereinen. Angestrebt war dazu die Einbeziehung des Gebäudebestands aus den Fünfzigerjahren. Der Erweiterungsbau sollte in Holzbauweise und im Passivhausstandard errichtet werden und neue Klassenräume, einen Pra-

» Man braucht für derartige Projekte geschulte und motivierte Mitarbeiter. « Alfred Laserer

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xisbereich sowie das Internat und die Verwaltung umfassen. Vorbild Vierkanthof

Das Architektenteam griff in seinem Entwurf die im Bestand bereits angelegte Struktur des für die Region typischen Vierkanthofs auf. Der neue Gebäudekomplex umfasst nun rund 70 mal 70 Meter und bietet Platz für 12.300 Quadratmeter Nutzfläche auf drei Ebenen. Keine Standardlösungen

Holz als Baumaterial spielt im neuen Bildungszentrum nicht nur in der Konstruk­ tion und der Gebäudehülle eine entscheidende Rolle, sondern dominiert auch den gesamten Innenbereich. Für den Entwurf war deshalb auch ein überzeugendes Brandschutzkonzept gefordert, welches das Linzer IBS (Institut für Brandschutztechnik) entwickelte. Die Holzbauelemente und -verkleidungen am und

Fotos: Laserer; Ebenhofer, Steyr/Fink Thurnher Architekten, Bregenz

S


Material & Technik

Insgesamt fertigte Alfred ­Laserer mit seinem Team mehr als 300 Türen für das Projekt, davon über100 Feuerschutztüren.

Seltenheit. Das größte Feuerschutztor, das die Firma Laserer für das ABZ gebaut hat, misst ganze fünf mal drei Meter und ist ein Schiebetor, das im Brandfall einen ganzen Brandabschnitt automatisch abschließen kann. Brandschutztüren in Tanne roh

Die CNC-gefertigten Holztüren sind in der

Brandschutzklasse EI 30 ausgeführt. Die Brandschutzelemente verstecken sich dabei in den Türkernen, dazu kommen noch eigene, den Brandschutzanforderungen entsprechende Beschläge. Die Oberflächen selbst sind unbehandelt und wurden gemäß Architektenwunsch in Tanne roh feingeschliffen hergestellt. Dazu kamen noch weitere gestalterische Anforderungen: Die

WIEN NORD

im Gebäude stammen von den Firmen Arge Kieninger und Eiblmayr-Wolfsegger, für die Produktion und Montage der Holz-Brandschutztüren sowie den Einbau der raumhohen Glaswände zeichnet die auf den Brandschutzsektor spezialisierte Tischlerei Laserer aus Gosau verantwortlich. Insgesamt fertigte Alfred Laserer mit seinem Team mehr als 300 Türen für das Projekt, davon über 100 Feuerschutztüren. Trotz dieser durchaus beachtlichen Menge konnten die Tischler nicht auf Standardlösungen zurückgreifen. „Die Besonderheit an dem Projekt ist, dass es sich um spezielle Einbauten für den Brandschutz handelt“, sagt Laserer. Türen und Trennwände mit über drei Metern Höhe waren keine

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Material & Technik

Das Architektenteam Fink & Turnher griff in seinem Entwurf die im Bestand bereits angelegte Struktur des für die Region typischen Vierkanthofes auf.

Architekten gaben helle, transparente Räu- tekten gewünschte Transparenz auch über me und Gänge mit viel Glas vor. Sämtliche einzelne Brandabschnitte hinweg beibehalTüren sowie die ebenfalls von der Tischlerei ten werden. So trennt beispielsweise eine gelieferten Glaswände mussten also an die raumhohe Glaswand in EI 30 den Gangbereduzierte, klare Gestaltungslinie ange- reich von der Verwaltung. Die drei Meter passt werden. Die Türen schließen flächen- hohe Festverglasung besteht aus vier jebündig an die angrenzenden Wände an, die weils 140 Zentimeter breiten Spezialgläsern raumhohen Glaswandelemente fügen sich im Stoßfugensystem Pyranova 30. Das Bescheinbar rahmenlos zwischen Decke und sondere an der Konstruktion ist, dass die Boden ein. Schnörkelloses Design, das Verbindung der Scheiben untereinander gleichzeitig alle Sicherheitsanforderungen stumpf gestoßen mit einer optisch kaum sichtbaren Silikonfuge erfolgt. Die Branderfüllt. schutzverglasung wurde ebenso wie die Transparenz und Brandschutz Brandschutztüren aus Holz eigens für das Durch die Verwendung spezieller Brand- Bauvorhaben vom Materialprüfamt Wien schutzgläser konnte die von den Archi- geprüft und zugelassen. Das Pyranova-30-Mehrscheibenverbundglas eignet sich für Brandschutzverglasungen der Feuerwiderstandsklasse F bzw. Bautafel EI, das Feuer, Rauch und Wärmestrahlung Die CNC-gefertigten Holztüren sind in der Brandschutzklasse EI 30 ausgeführt. Die Bauherr: Land Oberösterreich abhält. Um auch den Schallschutzanforde- Oberflächen selbst sind unbehandelt und Entwurf und Realisation: Fink & rungen eines Schulbaus gerecht zu werden, wurden gemäß dem Architektenwunsch in Thurnher, Bregenz wurden bei den Trennwänden der Bespre- Tanne roh feingeschliffen hergestellt. Holzbau: ARGE Kieninger GmbH, chungs- und Lehrerzimmer ESG- und FeuBad Goisern, und Eiblmayr-Wolfs­ und motivierte Mitarbeiter.“ Dafür ist es erschutzgläser miteinander kombiniert. egger, Vöcklabruck Alfred Laserer und seinem Team gelungen, Tischlerei und Glaserei Brandschutzkonzept: IBS Institut aufzuzeigen, dass Brandschutzlösungen im Für eine Tischlerei mag die Arbeit mit so Innenausbau weit mehr als nur Sicherheitsfür Brandschutztechnik und Sicherviel Glas ungewöhnlich erscheinen. Nicht aspekte erfüllen können und sich wie heitsforschung Gesellschaft m.b.H., so für die Firma Laserer, die sowohl Tischle- selbstverständlich auch perfekt in design­ Linz rei als auch Glaserei gleichzeitig ist. Ein orientiere Raumkonzepte einpassen lassen. Montage EI-30-Verglasungen und ganz alltägliches Projekt war das ABZ aber Aktuell fertigt die Tischlerei übrigens für Dachstein EI-30-Türen: Alfred trotzdem nicht: „Es war schon eine Heraus- mehrere Projekte in Wien Brandschutz­ ­Laserer Tischlerei e. U., 4824 Goforderung, alle Vorschriften an die Vergla- türen – derzeit gibt es auch in der Bundessau 499 sung und die Anforderungen an das Ge- hauptstadt einen wachsenden Trend zu Brandschutzgläser: Pyranova 30 samtkonzept zu erfüllen“, sagt Laserer. hochwertigen Türen aus Holz. (red) im Stoßfugensystem von Schott „Und was man auch betonen muss: Man www.feuerschutztueren-laserer.at Technical Glass Solutions, Jena braucht für derartige Projekte geschulte www.schott.com

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Material & Technik

Wie Späne nicht ins Auge gehen Damit es bei der Arbeit mit Holzbearbeitungsmaschinen zu keinen Verletzungen durch weggeschleuderte Bruchstücke kommt, schafft ein neues Schutzsystem Abhilfe.

Foto: IfW, ITV

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m das Personal vor Verletzungen zu en entwickelt hat. Untersucht wurden schützen, waren Holzbearbeitungs- insgesamt 26 textile Lamellenmaterialien maschinen bisher mit Schutzvorhängen in Vorhangsystemen. Zehn Materialien aus PVC ausgestattet. Eine Anpassung erfüllten die Normvorgaben, wobei die der Sicherheitsnormen für die Holzbear- Unternehmen ein Polyamidgewebe mit beitung im Dezember 2009 führte jedoch spezieller Beschichtung favorisierten. dazu, dass die PVC-Vorhänge die Anforde- Parallel entwickelten die Wissenschaftler rungen nicht mehr erfüllen konnten. „Ein Simulationsmodelle, die die Schutzwirneues Material musste her, das einerseits kung von Lamellen- und Vorhangsysterobust ist, um die Projektile zurückzuhal- men berechenbar machen und auch die ten, andererseits aber flexibel genug, um Weiterentwicklung neuer Schutzsysteme die zu bearbeitenden Werkstücke nicht erleichtern. zu beschädigen“, erklärt Vincenzo Forcil- Das neue Schutzsystem wird bereits von Die Preisträger (v. l.): Hermann Finckh vom Institut lo vom Institut für Werkzeugmaschinen rund 20 Maschinenbauunternehmen ein- für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf und der Universität Stuttgart, der mit Her- gesetzt. Für die Textilbranche wiederum Vincenzo Forcillo vom Institut für Werkzeugma­ mann Finckh vom Institut für Textil- und eröffnete sich ein neuer Markt, auf dem schinen der Universität Stuttgart Verfahrenstechnik Denkendorf und in en- ebenfalls schon ungefähr 20 Unternehger Zusammenarbeit mit der Industrie men das Know-how zur Herstellung der den Otto von Guericke-Preis der Allianz Inein neues Schutzsystem für Holzbearbei- benötigten technischen Textilien nutzen. dustrie Forschung. www.ifw.uni-stuttgart.de, tungsmaschinen aus technischen Textili- Das Forscherteam erhielt für seine Arbeit www.itv-denkendorf.de

Flächen-Induktion mit sechs Kochzonen Foto: Oranier

Oranier präsentiert auch in diesem Jahr wieder zahreiche Produktinnovationen wie eine mit 11,1 Kilowatt besonders leistungsstarke Flächeninduktion mit bis zu sechs Kochzonen.

E

ines der Highlights dieses Herbstes ist die neue Flächeninduktion von Oranier: mit bis zu sechs Kochzonen, von denen je zwei zu einer großen Fläche gebrückt werden können, sodass Töpfe, Pfannen und

Kasserollen in unterschiedlicher Form und Größe variabel gestellt werden können. Und da die Kochzonen annähernd rechteckig sind, bilden sich auch keine Kaltstellen zwischen den zusammengeschalteten Induktionsflächen. Die technische Ausstattung der Induk­ tionskochfelder umfasst neben 14 Leistungsstufen und einem Doppel-Booster zahlreiche weitere Funktionsmerkmale eines modernen High-End-Geräts. Und all das zu einem moderaten Verkaufspreis. Die technische Aus­ stattung der Indukti­ onskochfelder umfasst 14 Leistungsstufen und einen Doppel-Booster.

HighTech auf drei Ebenen

Die neueste Geschirrspüler-Generation mit der Energie-Effizienz A++AA wartet ebenfalls mit innovativen Produktfeatures auf: Der Geschirrspüler bietet – inklusive herausnehmbarer Besteckschublade – nicht weniger als drei Spülebenen, ausgelegt für bis zu 14 Maßgedecke. Die flexible Liftmatik-Funktion, mit der sich der Oberkorb in der Höhe verstellen lässt, sowie umklappbare Tellerhalter im Unterkorb erleichtern zudem das Einund Ausräumen von Töpfen und Geschirr. Bei den modernen Kopffrei-Dunstabzugshauben des hessischen Traditionsunternehmens zählen neue Designmodelle in allen Preisklassen zu den diesjährigen Messeneuheiten. Das vielseitige Haubenprogramm umfasst Inselhauben, Deckenlüfter mit modularer Technik, Schublüfter mit Touch-Control sowie Wandhauben mit nahtloser Sims­ oberfläche und verschweißten Kanten. www.oranier.com

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material & technik

Mit Ecken und Kanten Die Kantenspezialisten von Ostermann liefern Kanten passend zu fast allen nur erdenklichen Platten und Dekoren am Markt, in unterschiedlichsten Prägungen, Breiten und Stärken – innerhalb von 24 Stunden, auch nach Österreich. Wie das funktioniert, erfuhr das Tischler Journal bei einem Blick hinter die Kulissen. Text: Thomas Prlic

Im Produktmanagement hat man den Überblick über das umfassende Kan­ tensortiment und ist stets neuen Trends auf der Spur.

» Die Kanten sind auf das Angebot von 64 Plattenherstellern abgestimmt, was in Kombination mit den unterschiedlichen Materialien und Oberflächenstrukturen 120.000 mögliche ­Varianten ergibt. « nur logistisch am letzten Stand, sondern hat nebenher die Lagerkapazitäten auch verdoppelt. Ein Faktor von stetig wachsender Bedeutung ist im Servicekonzept von Ostermann außerdem der Onlineshop, der seit Beginn des Jahres eine Reihe von Neuerungen aufweist: Mit der Kantenschnellsuche etwa gestaltet sich der Bestellungsprozess für die Kunden noch einfacher, neu ist außerdem eine Up- und Downloadfunktion, mit der Bestellungen aus einem Warenwirtschaftssystem bequem als csv-Datei hochgeladen werden können.

U

m am Markt bestehen zu können, diese Anforderungen eingestellt: Die vormüssen auch die Tischler immer rätigen Kanten sind auf das Angebot von schneller und flexibler auf Kundenbe- 64 Plattenherstellern abgestimmt, was in dürfnisse reagieren. Heute bestellt, mor- Kombination mit den unterschiedlichen gen geliefert – das ist auch für die Zulie- Materialien und Oberflächenstrukturen ferindustrie eine zunehmende Herausfor- nicht weniger als 120.000 mögliche Variderung. Bei einem Produkt wie einer anten ergibt. Ostermann liefert die KanKante kommen für den Hersteller noch ten in unterschiedlichen Stärken, in jeder einmal spezielle Anforderungen dazu: Breite bis 104 mm und schon ab einem Tischler wollen mitunter auch nur kleine Meter Länge. Dabei will man den österreiMengen bestellen, dazu kommt, dass es chischen Kunden einen besonderen Sermit Kanten aus Melamin, Acryl, ABS, Alu- vice bieten und stellt die Ware bei einer minium oder Furnier unterschiedlichste Bestellung bis 12 Uhr innerhalb von 24 Materialien und dazu noch zahllose An- Stunden zu. Und das direkt aus dem Labieter von Platten und Dekoren gibt, auf ger in Bocholt bis in die Werkstatt. die die jeweiligen Kanten abgestimmt Um auch weiterhin eine so breite Palette sein müssen. Bei dem im münsterlän- anbieten zu können, hat das Unternehdischen Bocholt beheimateten Kantenspe- men kürzlich erst ein neues Hochregallazialisten Ostermann ist man längst auf ger errichten lassen. Damit ist man nicht

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In der Firmenzentrale in Bocholt sind 290 Mit­ arbeiter beschäftigt.


Material & Technik

Fotos: Thomas Prlic, Ostermann

Nicht nur Kanten

genommen – passend zum aktuellen Trend Obwohl Ostermann vor allem für seine zu natürlicher Optik und „Used“-Look. „Es Kantenkompetenz bekannt ist, bietet das kommen täglich neue Kanten ins Sortiment Familienunternehmen mit seinen 290 oder verlassen es, es ist quasi permanent in Mitarbeitern auch andere Produkte an: Bewegung“, sagt Philipp Mayrhauser, Leiter Schiebetüren etwa, Möbelgriffe, Arbeits- des Produktmanagments im Kantenbereich platten oder auch Rollladen. Dabei wollen bei Ostermann. „Dabei beziehen wir uns sich die Bocholter keineswegs als Kom- jedoch nicht allein auf die Dekore und plettvertrieb für alle möglichen Zuliefer- Strukturen, sondern auch auf die gefragten produkte positionieren. Vielmehr sucht Stärken. Als wir 2008 feststellten, dass die man gezielt nach Nischen, wo man die Nachfrage nach 1-mm-Kanten steigt, haben Tischler unterstützen kann, weil etwa die wir sofort reagiert und seitdem zu knapp eigene Herstellung zu aufwendig wäre. 18.000 Plattendekoren auch 1-mm-Kanten „Wir verkaufen nicht nur Kanten, sondern zugeordnet.“ wollen auch einen Mehrwert bieten. Gleichzeitig wollen wir aber auch Spezia- Optik und Haptik list bleiben, nämlich in jenen Bereichen, Die besondere Herausforderung bei der wo wir Dienstleister sein können“, erklärt Entwicklung neuer Kanten liegt nicht nur Ostermann-Geschäftsführerin Dagmar in den vielen unterschiedlichen Breiten oder Stärken, sondern vor allem in der OpDaxenberger die Firmenphilosophie. Im Fokus steht aber auch in Zukunft weiter- tik und Hapitk: Jede Kante muss bis ins hin die Kante und alles, was rundherum an Detail auf die dazugehörige Platte oder das Service dazugehört. Den Überblick über jeweilige Dekor abgestimmt sein. Struktudas umfassende Kantensortiment hat dabei relle Abweichungen fallen dabei ebenso das zehnköpfige Produktmanagement- schnell auf wie kleinste Farbunterschiede. Team, das auch stets neuen Trends auf der Die Kanten werden in der ProduktentwickSpur ist. Ganz aktuell etwa hat man im lung bei Ostermann deshalb in einer LichtFurnierkantenbereich die Spaltholz- und kabine auf Farbechtheit überprüft. Zur Holzwurmoptik in Eiche ins Programm auf- Farbmessung wird auch ein Spektro-Foto-

Das Herzstück des hochmodernen Logistik­ systems ist das neue Hochregallager.

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material & technik

Das Familienunternehmen bietet auch Produkte wie Schiebetüren, Möbelgriffe, Arbeitsplatten oder Rollladen an.

Dagmar Daxenberger

» Wir verkaufen nicht nur Kanten, sondern wollen auch einen Mehr­wert bieten. Gleichzeitig wollen wir aber auch Spezialist bleiben, nämlich in jenen Bereichen, wo wir Dienstleister sein können. « Dagmar Daxenberger, OstermannGeschäftsführerin Persönliche Betreuung und schneller Service übers Telefon: Zehn Personen sind in der deutschen Zentrale im Vertrieb nur für Österreich zuständig.

meter eingesetzt – das Auge allein reicht Spezialisten Kunden auch beratend, wenn hier zur Überprüfung längst nicht mehr. sich jemand ein neues LaserkantenaggreTechnologisch ein großes Thema sind bei gat angeschafft hat. Damit am Ende auch Ostermann derzeit laserfähige Kanten. Mit wirklich ein optimales Ergebnis herauseiner thermoplastischen Funktionsschicht kommt. können Kanten dank Lasertechnik mit dem Werkstück verschmelzen, ohne dass zwi- Service und Logistik schen Kante und Platte noch eine Fuge Naturgemäß werden auch im Vertrieb sichtbar bleibt. Besonders im hochqualita- Service und direkter Kundenkontakt groß tiven Segment ist die sogenannte Nullfuge geschrieben. Zehn Personen sind in der immer stärker gefragt. Ostermann be- deutschen Zentrale nur für Österreich schichtet dabei sämtliche Kantermateri- zuständig. Zum Serviceanspruch des Unalien ab einer Rolle innerhalb von vier ternehmens gehört dabei auch, dass – fast Werktagen und bis zu einer Breite von 60 – jeder Wunsch erfüllt wird. Beinahe jede Millimetern und steht den Kunden zu dem Bestellung bei Ostermann wird „abgeThema auch sonst mit Rat und Tag zur Seite: rollt“, ist also kleiner als eine ganze Rolle. „Es gibt unzählig viele Faktoren, die zu ei- Selbst kleinste Bestellmengen ab einem ner perfekten Verklebung und somit zur Meter werden dabei an die Kunden veroptimalen Nullfuge führen“, sagt Philipp schickt. Das Herzstück des hochmoMayrhauser. So begleiten die Ostermann- dernen Logistiksystems ist das neue

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Hochregallager, das die Lagerkapazitäten des Unternehmens um 10.000 Palettenplätze auf insgesamt 22.000 erweitert hat. Geregelt wird die Logistik über ein entsprechend programmiertes Computer­ system, das etwa die Bestellungen nach Gewicht ordnet (große und kleine Rollen werden etwa aus Gleichgewichtsgründen gemischt verpackt) und auch sonst 25 Jahre Kantenerfahrung in einem ausgeklügelten System verwaltet: So werden beispielsweise im Hochregallager immer zwei Rollen hintereinander aufbewahrt. Für einen schnellen Zugriff muss die Ware dabei oft aus dem Regal geholt und woanders zwischengelagert werden. Damit immer alles in Ordnung bleibt, arbeitet das Logistiksystem wie ein Heinzelmännchen: Nachts, wenn alles ruhig ist, sortieren die fahrbaren Roboter das Lager optimal um. Damit am nächsten Tag alle Tischler dann auch wieder pünktlich ihre Ware erhalten. www.ostermann.eu


Material & Technik

Dekore mit Fantasie Die aktuelle FunderMax-Kollektion bietet jede Menge neue Dekore. Zudem sind alle Uni- und Holzdekore jetzt auch für den Werkstoff Star Favorit, also beschichtete Spanplatten, erhältlich.

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as markanteste Merkmal der aktuellen Kollektion ist ihre Vielseitigkeit: Denn FunderMax bietet nun alle Uni- und auch alle Holzdekore nicht nur als Schichtstoffplatte (HPL), sondern auch für den Werkstoff Star Favorit, also beschichtete Spanplatten, an. Dieses Novum eröffnet neue Perspektiven für die Gestaltung von Innenräumen und für die Weiterverarbeitung – denn damit fallen die bisher gegebenen Grenzen in der Anwendung der Dekore völlig weg. Was immer gefällt und Erfolg verspricht, kann in beiden Werkstoff-Welten nach Kundenwunsch eingesetzt werden. Natürlich kann man die Dekore ergänzend auch als Compact Interior Platte und als ABS-Kante beziehen.

Fotos: FunderMax

Dekorvielfalt

Auch abgesehen davon besticht die Kollektion durch ihre Breite: Gleich 28 neue Fantasie-Dekore bieten sich für neue augenfällige Einsatzgebiete an. Elf davon sind selbst als Arbeitsplatte verfügbar. Vielfalt zeigt sich auch bei den Art-Dekoren: Davon hat FunderMax 22 neue entwickelt, die im Digitaldruckverfahren realisiert werden. Fünf neue Metall-Dekore und sieben neue Uni-Dekore stehen ebenso für eine neue Qualität in der Gestaltung. Insgesamt glänzt die neue Kollektion mit 30 Prozent neuen Dekoren gegenüber der bisher verfügbaren.

ger erhältlich. Die SpiegelglanzOberfläche bedeutet Glanz zum Quadrat: Damit hat FunderMax in Eigenentwicklung einen hochwertigen Effekt kreiert, der die hochglänzenden Oberflächen nochmals um 20 Prozent mehr Glanz aufwertet. Als besondere Krönung bietet FunderMax seine Indivi-

» Durch den Dekorund Oberflächen­ verbund sind gestalterische Konzepte über die Breite der gesamten Produktlandschaft realisierbar. «

dualdekore, die ganz nach Kundenwunsch zeitgemäße Gestaltungen ermöglichen. Wer nach dem Besonderen sucht, wird hier mit Sicherheit fündig. All dies macht FunderMax zum optimalen Partner des Tischlerhandwerks und für den Planer im Interiorund Möbelbereich: Durch den Dekor- und Oberflächenverbund sind gestalterische Konzepte über die Breite praktisch der gesamten Produktlandschaft – Schichtstoff, Compact und Star Favorit – realisierbar. www.fundermax.at

Einrichtungsberater/-in im Möbelfachhandel Gemeinsam mit unserem Expertenteam bereiten Sie sich auf Ihr zukünftiges Betätigungsfeld als Einrichtungsberater/-in im Möbelfachhandel vor. Details und Anmeldung auf www.wifiwien.at/772091. Lehrgangsstart: 13.9.2012 (Tageskurs) und 4.10.2012 (Abendkurs)

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Glanz zum Quadrat

Apropos

glänzen: Eine Reihe von Dekoren ist in der Oberf läche Spiegelglanz schon a b La-

Vorbereitung auf die Meisterprüfung der Tischler/-innen Bereiten Sie sich in zwei Teilen umfassend auf den fachlichen Teil Ihrer Meisterprüfung vor:

Teil 1: Einführung ins AutoCAD Teil 2: Vorbereitung auf die Meisterprüfung (Modul 1B, 2B, 3) Details und Anmeldung auf www.wifiwien.at/802731. Kursstart Teil 1: 17.9.2012, Teil 2: 1.10.2012

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08/2012

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Tischler Journal 37


material & technik

Kundenbedürfnisse im Mittelpunkt In der Bahnhof-Apotheke Liestal/Schweiz erfolgte der Ausbau durch die Ladenbau Ganter GmbH dank der großflächig eingesetzten Heco-Unix-Vollgewindeschrauben jetzt noch ein Stück schneller und wirtschaftlicher. Ladenbau Ganter löste diese Wünsche mittels einer offenen und modularen Gestaltung. Die Einrichtung sollte nicht statisch, sondern fein akzentuiert und flexibel ausfallen. Daher wählte der Ladenbauer warmtöniges Holz, freundliche Farben, Glas und eine unaufdringliche Beleuchtung. Für die modernen und gleichzeitig edlen Akzente sorgt lackiertes Zebrano-Furnier an den Front- und Schubladenelementen sowie an den Präsentationswänden. Die halbrund und offen angeordneten Verkaufstheken weisen darauf hin, dass die Mitarbeiter immer ansprechbar sind. Diese Kundennähe setzt sich im Freiwahlbereich fort. Um möglichst flexibel in der Produktpräsentation zu sein, gestaltete Ganter kompakte und mobil einsetzbare Präsentationsinseln. Sie sind so gestaltet, dass sie eine übersichtliche Produktschau ermöglichen und das Auffinden der Ware erleichtern. Zusätzlich lädt ein rundes Sitzmöbel zum Verweilen ein oder verkürzt die Wartezeiten. Die RegaLinks: Warmes Holz, freundliche Farben, Glas und eine unaufdringliche Beleuchtung wirken sehr einladend. Die halbrund und ­offen angeordneten Möbel vermitteln Nähe zum Kunden. Unten: Im Freiwahlbereich ermöglichen kompakte, flexibel einsetzbare Präsenta­ tionsinseln eine übersichtliche Produkt­ präsentation.

as Bahnhofquartier in dem Städt- » Die Inneneinrichtung chen Liestal bei Basel wird schrittweise erneuert. Als ersten Baustein im sollte das Gefühl Quartierplan ließ die Basellandschaft- vermitteln, dass es in liche Kantonalbank das moderne Geschäftshaus Uno errichten. Das sechsge- der Bahnhof-Apotheke schoßige Gebäude verfügt über einen eigenwilligen Baukörper aus anthrazitfar- um das lebendige benem Beton mit vorgezogenem, nach Thema Gesundheit und unten verjüngtem Kubus. Innen erschließen offen gestaltete Ladenflächen die Wohlbefinden geht. « einzelnen Geschoße. Dort präsentiert sich die neue Bahnhof- Mehr Nähe zu den Menschen Apotheke im Erdgeschoß als kunden- Dem Inhaber-Ehepaar Olessia und Chrifreundliche Gesundheitsadresse. Ihr mo- stoph Munsch war bei der Gestaltung die dernes und helles Erscheinungsbild ver- Nähe zu den Menschen und die Möglichkeit mittelt schlichte Eleganz und wirkt sehr der intensiven Beratung sehr wichtig. Die einladend. Bei dem Projekt zeichnete die Inneneinrichtung von Offizin und FreiwahlLadenbau Ganter GmbH für die Planung, bereich sollte das Gefühl vermitteln, dass es Fertigung und die gewerkeübergreifende in der Bahnhof-Apotheke um das lebendige Thema Gesundheit und Wohlbefinden geht. Gesamtabwicklung verantwortlich.

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Fotos: Heco Schrauben

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Material & Technik

Die Heco-Unix zieht mit ihrer variablen Gewinde­ steigung die Bauteile von alleine zusammen, ­sodass aufwendiges Vorspannen im Korpusbau nicht mehr notwendig ist.

le sind raumhoch gestaltet, verfügen aber über Glasregale und erscheinen dadurch sehr modern und transparent. Von außen sind sie dank der akzentuierenden Zebrano-Säulen gut sichtbar und fügen sich in das moderne Erscheinungsbild des Gebäudes ein. Schnell & mühelos

Die offene und modulare Gestaltung der Apothekeneinrichtung setzt sich aus vielen kleinen Bausteinen zusammen. Hinter den Zebrano-Fronten verbergen sich zahlreiche Schubfächer und Trennwände, die aufwendig in Handmontage gefertigt wurden. Dabei erforderten die Oberflächen der Schichtstoffplatten und das vergleichsweise „harte“ Zebrano-Furnier Verbindungsmittel, die sich schnell ansetzen und einschrauben lassen. Damit der Zusammenbau möglichst wirtschaftlich und passgenau erfolgen konnte, setzte Ganter die Heco-Unix-Vollgewindeschraube ein. Dank ihrer technischen Eigenschaften führt sie zu einer deutlichen Zeitersparnis unter sehr hoher Qualität der Verbindung. Beim Verschrauben zweier Spanplatten entsteht zwangsläufig ein Spalt zwischen den Brettern. Daher ist es im Korpusbau üblich, die Elemente zeitaufwendig vorzuspannen. Auf diesen

Da sich die Vollgewindeschraube dank ihrer ­patentierten Frästaschen einfach versenken lässt, ist zeitaufwendiges Vorbohren auch bei harten ­Hölzern nicht mehr notwendig.

Schritt konnte Ganter verzichten, da die baren Lasten der Heco-Unix. Da sie die Heco-Unix die Bretter mit ihrer variablen Bauteile über das Gewinde fixiert, kann Gewindesteigung von alleine zusammen- sie deutlich mehr Lasten aufnehmen. Dies zieht und axial fixiert. Ebenso führte der führt zu mehr Sicherheit und deutlich wepatentierte Schraubenkopf mit den neuar- niger Befestigungspunkten. Hiervon hat tigen Frästaschen zu einer Entlastung. Die Ganter vor allem bei der Fertigung der nach hinten versetzten Schneidkanten las- tragenden Sockelelemente und des Sitzmösen den Kopf schnell oberflächenbündig bels profitiert. Nach nur zehn Tagen in der verschrauben und so ließ sich auch auf das Werkstatt und acht Tagen vor Ort ist in der sonst übliche Vorbohren verzichten. Insge- Bahnhof-Apotheke Liestal ein attraktives samt erfolgte die Montage deutlich schnel- Unikat entstanden, das neben einer indiviler und mit weniger Kraftaufwand als bis- duellen Kundenbetreuung auch ein besonher. „Durch den Zusammenzieheffekt der deres Einkaufsambiente bietet. Heco-Unix wurden unsere Mitarbeiter www.heco-schrauben.de kräftemäßig stark entlastet. Dies hat Praktisches zu deutlich weniAlu-Regalsystem ger Ermüdungs­ Die Alu-Regalsysteme der effekten geführt Firma Lederhilger werden und auch sonst exakt nach Wunsch gefertigt. konnten wir den Die Anwendungsmöglichkeiten Zusammenbau sind vielseitig: dieser vielen einAls begehbarer Schrank, zelnen Module Büro-Garderobe oder Dachschrägenverbau uvm. schneller realisieren“, resümiert Sie gewährleisten eine optiGeschäftsführer male Raumnutzung. Verstellbare Regalkomponenten sorgen Michael Ganter. zudem für höchste Flexibilität. Ein weiterer Vorteil waren die höwww.lederhilger.co.at heren übertrag-

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Bildung

Sideboard Werkstück von Bettina Unterburg, entstanden als Abschlussarbeit an der HTL Mödling/Abteilung für Innenraumgestaltung – Fachschule für Tischlerei. Projektbeschreibung: Das Sideboard ist in drei einzelne Kästen unterteilt, die miteinander verschraubt sind. Im rechten Kasten befinden sich drei Laden aus Kernbuche massiv. In der Mitte sind zwei Klappen und ein offenes Fach untergebracht. Die Türen des linken Kastens lassen sich mit Schwenktürbeschlägen öffnen. Darin befinden sich verstellbare Fächer. Das Sideboard steht auf einem ­Sockel und einem Fuß. Materialien: Alle Bauelemente sind aus Spanplatten 19 mm bzw. Sperrholzplatte 4 mm ­gefertigt. Die beiden äußeren Kastenelemente sind Kernbuche furniert und farblos matt lackiert. Der mittlere Kasten ist glänzend weiß lackiert.

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Nimm drei Mehr als nur ein Wandschrank: Bettina Unterburg hat als Abschlussarbeit an der HTL Mödling ein in drei Einzelkästen unterteiltes Sideboard gefertigt.


Bildung

Schreibtisch Werkstück von Jaqueline Hofer, entstanden als Abschlussarbeit an der HTL Mödling/ Abteilung für Innenraumgestaltung – Fachschule für Tischlerei. Beschreibung: Der Schreibtisch bezieht seine gestalterische Dynamik aus einer Auskragung der Tischplatte auf der linken Seite. Zwei Laden und ein Klappelement bieten zusätzlichen Stauraum. Optisch besonders markant sind die den Tisch stabilisierenden Gestaltungselemente hinten und links unterhalb der Arbeitsplatte: Die Linien haben ihren gestalterischen Ursprung in Barcodes.

Fotos: HTL Mödling

Codierter Schreibtisch Jaqueline Hofer ließ bei der Gestaltung ihrer Abschlussarbeit an der Abteilung für Innenraumgestaltung der HTL Mödling grafische Elemente von Strichcodes einfließen.

Materialien: Der Schreibtisch besteht aus einer Spanplatte mit Eichenfurnier sowie aus massiver Eiche, geölt. Die Gesamtkonstruktion ist aus einzelnen zusammensteckbaren Elementen gefertigt. Als farbiger Kontrast zur Eiche wurde an den Plattenaußenseiten Linoleum in der Farbe Burgund verwendet.

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Tischler Journal 41


Bildung

Logisches und vernetztes Denken An der oberösterreichischen Berufsschule in Kremsmünster fand am 18. Juni 2012 die Präsentation der Abschlussprojektarbeiten der oberösterreichischen Lehrlinge der Tischlereitechnik statt.  Text: Hans Bartl, Regina Pachler

26 Absolventen präsentier­ ten die Ergebnisse vor Eltern, Lehrherren, Lehrern, Lehr­ lingskollegen und Vertretern der Innung.

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ie vierjährige Berufsausbildung botslegung und -abwicklung, Kalkulation Tischlereitechnik gibt es in Österrei- und Buchhaltung sowie auch sämtliche ch seit dem Jahr 2004. Die Berufsschule Agenden der Arbeitsvorbereitung. Von all Kremsmünster ist dabei in Absprache mit dem wird schließlich zur Präsentation eider Landesinnung der Tischler Oberöster- ne Bemusterung erstellt. reich von Beginn an einen besonderen Weg gegangen. „Wir wollen ein Netz span- Optimallösung nen über den gesamten Tätigkeitsbereich, Seit fünf Jahren gibt es dabei eine Vereinden unsere Lehrlinge im späteren Ar- barung mit der Innung der oberösterreibeitsleben kennenlernen werden, und chischen Tischler: Entspricht dieses Mödas in einer kompakten Lernphase.“ So bel den Kriterien für die Lehrabschlussbeschreibt Johann Pohn, einer der Pro- prüfung, kann es als Lehrabschlussstück jektbetreuer an der Berufsschule Krems- gewertet werden. Auch Gerhard Spitzbart, münster, die Ansprüche, die hier gestellt der Landesinnungsmeister der Tischler werden. Ziel sei es, den Schülern lo- Oberösterreichs, zeigte sich bei seiner gisches und vernetztes Denken zu ermög- Rede anlässlich der Abschlusspräsenta­ lichen und dabei schriftliche, technische, tion sehr froh über diese Regelung, um praktische, mathematische und zeichne- die Oberösterreich von anderen Bundesrische Fähigkeiten der gesamten Lehr- ländern beneidet werde. und Schulzeit zu verknüpfen.

Insgesamt umfasst das Abschlussprojekt für die Lehre des Tischlereitechnikers die Gestaltung eines Raumkonzepts, wobei bei den Lehrlingen mit Schwerpunkt Planung und bei solchen mit Schwerpunkt Produktion auf andere Gesichtspunkte Wert gelegt wird. Ziel ist es dann, den erstellten Entwurf verkaufsfördernd, ergonomisch und nach Kundenwünschen zu gestalten. Dazu gehören sowohl die Ange-

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Wichtig ist das Ergebnis

Am 18. Juni präsentierten schließlich 26 Lehrlinge, die die vierte Klasse der Berufsschule absolviert hatten, die Ergebnisse ihrer Anstrengungen vor Eltern, Lehrherren, Lehrern, Lehrlingskollegen und Vertretern der Innung. Wenn es gelingt, jugendliche Energien zu wecken, sie zu begeistern und herauszufordern, wenn man ihnen den nötigen Rahmen gibt und sie entsprechend unterstützt, sind sie zu Leistungen fähig, die man ihnen vielleicht gar nicht zugetraut hätte. www.bs-kremsmuenster.at

GroSSer Arbeitsumfang

Insgesamt stecken die Lehrlinge rund 200 bis 250 Arbeitsstunden in das Projekt. Von den Lehrlingen werden dabei viele Stunden investiert, um das Projekt gut abzuschließen, wobei sie sich teilweise großen technischen Herausforderungen stellen. Bemerkenswert sind dabei immer die Eigen- und die Gruppendynamik, die die Endergebnisse wesentlich beeinflussen. Das Ergebnis ist eine Projektarbeit, in der Einzelarbeiten von allen

Landesinnungsmeister Gerhard Spitzbart, Landeslehrlingswart Andreas Baumgartner und Berufsschuldirektor Hans Bartl

Fotos: BS Kremsmünster

Raumkonzept

unterrichteten Gegenständen in einer Abschlussarbeit zusammengeführt werden.


Bildung

Praxiswissen für Unternehmer

Designfaktor Digitaldruck Durch das perfekte Zusammenspiel von digitaler Drucktechnik mit funktionellen Materialien lässt sich das Spektrum der architektonischen Planung und Gestaltung enorm erweitern. Edle Glastüren, dekorative Wandbilder aus Stoff, bedruckte Hölzer, Metalle oder Folien – egal ob Wand-, Boden- oder Deckengestaltung, Digitaldruck ist das Stichwort für moderne Raumgestaltung. Insbesondere der Werkstoff Glas ist in der Innen­ architektur nicht mehr wegzudenken. Die Kombination aus Transparenz, Hygiene und leichter Reinigung mit dem Designfaktor des Digitaldrucks macht den Glasdruck zum idealen Instrument in der Gestaltung. Der oberösterreichische Möbel-Holz-Cluster (MHC) lädt zur Einführung in das Thema unter dem Motto „World of Materials“ am 2.10.2012 zu einer Werksbesichtigung bei der auf Digitaldruck spezialisierten Firma Lang+Lang, inklusive Infos rund um die digitale Drucktechnik und anschließenden Fachvortrag. Termin: 2.10., 14 h, Lang+Lang GmbH, Technologiering 12, 4060 Leonding. www.m-h-c.at

Fotos: Lang + Lang, Kärntner Messen

Symposion: Forst- und Holzimpulse Nach 42 Jahren präsentiert sich das etablierte Forst- und Holzsymposion im Rahmen der Holzmesse Klagenfurt in einem neuen Gewand und setzt als Klagenfurter Forst- & Holzimpulse neue Akzente. Am Eröffnungstag, dem 30. August 2012, geben sich ab 13 Uhr namhafte Experten mit ihren Beiträgen branchenübergreifende Denkanstöße zu speziellen Themen und sorgen für Diskussionsstoff für die anschließenden Veranstaltungen und Netzwerktreffen. Dieses Jahr wird das Thema Laubholz behandelt. Im Brennpunkt stehen der europäische Kontext, die klimatischen Rahmenbedingungen, Praxisbeispiele und Zukunftsaussichten. Durch die neue Ausrichtung soll die Veranstaltung zu einer Begegnungsplattform der Forst- und Holzwirtschaft Mittel- und Südosteuropas werden.

Im Laufe einer Unternehmenstätigkeit tauchen im Rechnungswesen und angrenzenden ­Bereichen immer wieder zahlreiche Fragen auf, die den Unternehmer in seiner üblichen Tätigkeit aufhalten können. In seinem Buch „Unternehmer Know-how“ widmet sich der Steuerberater und Gerichtssachverständige Rudolf Siart ­diesen Themen und vermittelt Lösungsansätze und Basiswissen zu Punkten wie: Rechtsformwahl, Kostenrechnung, Finanzierung, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Lohnverrechnung oder Sozialversicherung. Der Autor erklärt in verständlicher Pratikersprache wichtige Schritte sowohl bei der Unternehmensgründung als auch im laufenden Geschäftsbetrieb. Außerdem finden sich zahlreiche Checklisten, Formulare und Praxisbeispiele zur Erleichterung der Arbeit im Buch. Rudolf Siart: „Unternehmer Know-how“, dbv-Verlag – Fachverlag für Steuer- und Wirtschaftsrecht; Graz-Wien 2012, ISBN 978-3-7041-0531-8

Das Forst- und Holz­ symposion findet im Rahmen der internatio­ nalen Holzmesse in Klagenfurt statt.

www.holzmesse.info

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SONDERTHEMA SOFTWARE

Digitale Helferlein Es gibt viele Möglichkeiten, um den Alltagsbetrieb in einer Tischlerei softwaretechnisch zu erleichtern. Allgemein aufs Handwerk zugeschnittene Softwarepakete erfüllen jedoch meist nur einfache Bedürfnisse. Auf Tischlereien zugeschnittene Lösungen müssen etwas spezifischere Mindestanforderungen bieten können. Text: Jürgen Fragner

U

ntersuchungen zeigen, dass die An- 3E-Look [1] wendung von digitalen Medien die Die Software bietet eine Darstellung von Vergesslichkeit aufgrund der damit ein- Unternehmensprozessen im Rahmen einer hergehenden Informationsflut fördert. vollwertigen Ressourcenplanung. Diese Die Wahrheit wird, wie so oft im Leben, wird individuell auf die Anforderungen der meist in der Mitte liegen, wobei sich die Betriebslaufprozesse abgestimmt. Damit erAuswahl für eine zweckmäßige Unterstüt- folgt eine schlüssige Abbildung des Workzung nach den individuellen Möglich- flows für die Verkürzung von Durchlaufkeiten richtet. Dafür bieten sich einerseits zeiten sowie eine Reduktion von Prozesskoumfassende Branchenprogramme an, die sten. Dabei können die Wareninformatiallerdings oft ein unflexibles Organisati- onen von Lieferanten für Prozesssynergien onsprinzip mit enormer Anzahl an Even- integriert werden, wobei die Fletualitäten und Details vorgeben. Sie erfor- xibilität für den Anwender im dern neben einer entsprechenden Be- Vordergrund steht. Durch die triebsgröße auch die notwendigen Res- Möglichkeit der Anpassung sourcen. Somit ist der Einsatz für Klein­ der Arbeitsumgebung steunternehmungen allerdings wenig inte- hen Vorlagen, Dateien, Anressant, da die Betriebsstrukturen nicht sichten und Aufgaben stets im dafür ausgelegt sind. Oft sind Teile von Überblick. Diese zeigt sich Komplettpaketen auch umständlicher ge- beispielsweise an der vom Adlöst und werden längerfristig mit anderen ministrator gestaltbaren Maske Programmen substituiert. Die Branchen- für Vertriebsmitarbeiter, welche pakete von Softwareschmieden, welche Favoriten mit individueller Ordsich allgemein an das Handwerk richten, nerstruktur, Information, Abversorgen wiederum meist nur die ein- frage- und Filtermöglichkeit fachen Bedürfnisse, ohne der Möglichkeit, anbietet. Sämtliche Erleauf die spezifischen Ansprüche von digungen erfolgen mit Tischlereien eingehen zu können. Ein auf einem Klick, wobei deren Bedarf zugeschnittenes Programm wirtschaftliche sowie sollte als Mindestausstattung zumindest betriebsspezif ische eine Kalkulation, den Fakturierungsblock Kennzahlen in Echtzeit und damit verbunden die Kundendaten dargestellt werden. Daund Materialbibliothek enthalten und mit klappt selbst die verwalten können. Im Folgenden einige Darstellung von komplexen UnternehmensLösungen im Überblick: aufgaben, ohne zusätzliche ReportingTools bemühen zu müssen. www.3e-it.com CAD+T

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Die Linzer Firma ist seit 1990 am Markt und betreut mehr als 2500 Kunden, davon rund 900 aus Österreich. Für die Aufsatzlösungen wird als Standardbasis AutoCAD (OEM) Architecture als auch der 3D Produkt Inventor eingesetzt. Die Software ist für die praktischen Vorgänge


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Für feste Verbindungen: Synturit-Leime. [2]

der Möbelwirtschaft ausgelegt und ermöglicht einen durchgehenden Prozess von der Planung, Präsentation und Kalkulation bis hin zur Produktion. Es erfolgt dabei eine größtmögliche Unterstützung mit Handelskatalogen für eine rasche Raumplanung, wobei eine automatische Lichtberechnung für das Rendering abläuft. Die kaufmännische Seite umfasst neben Schnell- und Materialkalkulationen Handelsartikel für Angebote und Projektverfolgung. Die Konstruktion geschieht im gewohnten 2D-Umfeld, das wiederum 3D-Stücklisten und CNC-Daten ausgibt. Die Maschinenangaben berücksichtigen den Fertigungsablauf sowie Beispielausweise die Saugerpositionierung und das Kantenanleimen. Die Erstellung der Listen erfolgt für alle notwendigen Bereiche inklusive Zuschnittoptimierung, wobei diese die Basis für die Betriebskapazität darstellen. Zur Betriebssteuerung wird eine Zeiterfassung eingesetzt, die – mit Barcode oder auch mit Smartphone erfasst – in die Nachkalkulation und Auswertung einfließt. Die Lösung gilt als österreichische, zukunftsorientierte Entwicklung, die auf die Kundenerfordernisse angepasst wird. www.cadt.at Moser Programme [3]

Die Softwareschmiede bietet seit bereits über 25 Jahren Lösungen für die Arbeitsvorbereitung (AV), Zeit­erfassung und Terminplanung ausschließlich für Tischlereien an. Der Kundenstock umfasst mittlerweile mehr als 600 Betriebe in Österreich und im angrenzenden Ausland. Die Zielsetzung liegt eindeutig in der Erstellung von möglichst einfachen sowie klaren Arbeitsabläufen. Das AV-Programm gilt als umfassender Schlüssel für den Tischlereialltag und kann mit einer benutzerfreundlichen, leichten Bedienung aufwarten. Damit lassen sich Material-, Zuschnitt-, Bestelllisten als auch Kalkulationen vorbereiten und durchführen. Dabei werden die Stücklisten, ähnlich wie in Formularen, in einen Raster eingetragen.

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Nützen Sie für jede Anforderung den perfekten Leim: umweltfreundlich, von unabhängigen Instituten geprüft und im langjährigen Einsatz bewährt.

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SONDERTHEMA SOFTWARE

Weiters besteht die Möglichkeit, für wiederkehrende Bauteile, wie beispielsweise einfache Korpusse, Rahmentüren oder Laden, Baugruppen zu verwenden. Dazu erfolgt nach der einmaligen Erstellung die Ausgabe sämtlicher notwendiger Teile nach der Eingabe der Außenmaße. Für mehr Durchblick im Betriebsgeschehen präsentiert sich das Zeiterfassungsprogramm, das die Analyse und Koordination aller Tätigkeitsabläufe bis hin zur Kalkulation bereitstellt. Dabei kann eine Übernahme der relevanten Daten aus der AV-Software erfolgen und effektiv in die Auswertung einbezogen werden. Ein weiteres Programmpaket ist die Terminplanung. Sie ermöglicht einen Überblick als auch die Koordinierung der Betriebskapazität hinsichtlich Auftragssituation und Produktionsablauf. www.optmos.at

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OSD [4]

Der Marktführer für Branchensoftware im Holzbereich bietet ein Komplettpaket, das die betrieblichen Abläufe berücksichtigt und dadurch Rationalisierungspotenzial optimal ausschöpft. Die Produktpalette reicht damit von der Auftragsabwicklung bis zur Zeitdatenlenkung. Dabei werden Werkzeuge für die Büroorganisation, Dokumentenmanagement, Arbeitsvorbereitung, Zeiterfassung, Materialwirtschaft sowie für Planung und Fertigung bereitgestellt. Genauso sind Module für die Kalkulation, Stücklistengenerierung, Zuschnittoptimierung, Produktionsund Materiallisten sowie eine Schnittstelle zu Plattensägen für die rationelle Abarbeitung enthalten. Daneben erfolgt eine mobile als auch stationäre Erfassung der Projekt- und Mitarbeiterzeiten sowie der Betriebsdaten für das Controlling. Erhebliche wirtschaftliche Vorteile bietet

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die CAD/CAM-Technologie, welche individuelle Teile und Korpusgeneratoren, die ganz ohne CAD auskommen, bereitstellt. Die Erstellung der ausführbaren CNCFertigungsdaten kann dabei mitgeneriert oder nachträglich erzeugt werden. www.osd.de

schiedliche Material- und Kanteneinstellungen für die automatische Stücklistenberechnung ermöglichen Variantenumschlüsselungen in Sekundenschnelle auf Knopfdruck ohne Mehraufwand. www.roncofix.at

Ronco [5]

Dieses Tischlereiprogramm erhebt den Anspruch, einfach, schnell und flexibel zur fertigen Stückliste zu kommen. In diesem Zusammenhang wird kein anspruchsvolles CAD-System eingesetzt, sondern ein virtueller Baukasten mit hinterlegten Bauteilen – die auf den Arbeitsbereich gezogen werden – bereitgestellt. Dabei ist es möglich, diese für die individuelle Planung abzuändern wie auch mit neuen Teilen zu ergänzen. Die Konzeption erfolgt im Grundriss oder in bis zu 20 Ansichten, dazu stehen Werkzeuge zum Einpassen in beispielsweise Dachschrägen oder auch komplette Verläufe zur Verfügung. Aus diesen Darstellungen wird neben einer 3D-Visualisierung ebenso eine automatische Stücklistenableitung erstellt. Diese dient als Grundlage für die Kalkulation und AV, wobei die Ausgabe von diversen Listen und Zuschnittplänen enthalten ist. Für die Unterstützung des Arbeitsablaufs können die CNC-Fertigungsdaten inklusive Barcode-Etiketten übergeben werden. Das individuelle Anpassen von Entwürfen erfolgt ohne aufwendiges Umzeichnen. Die Abänderung von konstruktiven Merkmalen, wie beispielsweise Auszüge, Griffe, Montageart sowie Rundungen, ist über Schaltflächen einzeln oder projektbezogen möglich. Daneben wird die Verwendung und Bestellung von Halbfertigprodukten unterstützt. Für den Zusammenbau der Teile helfen die automatisiert gene[5] rierten Schnitte. Unter-

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RSO [6]

Dabei handelt es sich um einen Aufsatz für AutoCAD, welcher speziell auf die Bedürfnisse von Tischlern, Möbelstudios und Innenarchitekten zugeschnitten ist. Innerhalb einer einzigen Programmoberfläche wird der gesamte Arbeitsablauf von der Planung über fotorealistische Präsentationen, die anschließende technische Aufbereitung und Stücklistenausgabe bis hin zur CNC-Überleitung erledigt. Standardmäßig sind in der Bibliothek Architektur- und Einrichtungselemente, Dekorationsgegenstände, Griffe sowie Fronten und eine Vielzahl von Herstellerkatalogen hinterlegt. Neben der Möglichkeit der Erstellung eigener Favoriten und einer Erweiterung der Kata-


sonderthema software

loge bieten Bilddialoge eine intuitive Anwendung der Software. Die planerische Anpassung der Teile ist einfach, wobei diese als 3D-Volumenkörper mit fertigen Stücklisten sowie NC-Daten erfasst sind und Änderungen automatisch aktualisiert werden. Mit der Verwendung der aktuellen Version AutoCAD 2013 lassen sich Ansichten automatisiert erstellen, auch die Schraffur wurde stark verbessert. Durch den Einsatz einer verbreiteten Standardsoftware ist der Datenaustausch mit anderen Gewerken einfach möglich. Zusätzlich sind Schnittstellen zu Branchensoftware programmierbar und Erweiterungen für die individuelle Anpassung an betriebsspezifische Anforderungen ausführbar. www.rso-group.at Forma Office [7]

Die Branchensoftware verspricht eine Erleichterung der täglichen Büroarbeit für Tischler. Zu Beginn erfolgt eine Abstimmung aller Dokumente an den bestehenden Briefkopf und die Erstellung von benötigten Positionen in einem Angebotsformular. Anschließend können die weiteren Papiere w i e A u f maß, Auf-

Schreiners Büro [8]

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tragsbestätigung, Arbeitsanweisung, Abschlagsrechnungen oder Schlussrechnung per Knopfdruck erstellt werden. Dabei wird von der Software nach individuellen Vorgaben ein detaillierter Kalkulationsvorschlag ausgearbeitet. Darin wird der Verdienst pro Punkt und ob sich ein Auftrag lohnt ausgewiesen. Hinsichtlich der Margenberechnung lassen sich beispielsweise Besonderheiten von Kundengruppen, aufwendige Verarbeitungsmethoden als auch die Entfernung zur Baustelle berücksichtigen. Daneben ist es machbar, Auf- und Abschläge dem Angebot offen sowie verdeckt hinzuzufügen beziehungsweise auf mehrere Positionen zu verteilen. Genauso individuell gestaltbar ist die Handhabung von Zuschlägen, Endsummen ebenso wie Zeitoder Lohnvorgaben. Als weiteres Feature besteht die Möglichkeit der Komplettkalkulation. Damit wird neben dem jeweiligen Zeitbedarf die Materialvariante als auch beliebige Größenvarianten inklusive der zu erwartende Verschnitt berechnet. Die Bauteilabmessungen werden dabei in alle für den Zuschnitt notwendigen Angaben ausgegeben. Daneben sind außerdem maßabhängige Preise, für beispielsweise Fenster oder Türen, in einer Preismatrix hinterlegbar und halten folglich das Artikelverzeichnis übersichtlich. Für die Rechnungserstellung unterstützt ein Assistent hinsichtlich zusätzlich zum Offert erhaltener Leistungen und schlägt diese ebenfalls zur Abrechnung vor. Selbst die Erledigung von Abschlagsrechnungen kann pauschal beziehungsweise nach Angebots- oder Aufmaßpositionen erfolgen. www.sander-doll.com

Als Herzstück ist dabei ein eigener PC mit freier Wahl des Betriebssystems notwenig, welcher als Webserver fungiert und für die Speicherung der Daten und Programme verantwortlich ist. Dazu reicht schon ein handelsüblicher Computer der 300-Euro-Klasse, der im Betrieb steht und keinen Internetanschluss benötigt. Weitere Arbeitsplätze, wie beispielsweise mobile Geräte, lassen sich per Netzwerkkabel oder WLAN anbinden, da für die Benutzung der Software lediglich ein Internetbrowser notwendig ist. Dabei erfolgt der Zugriff über eine gesicherte Verbindung und ist für Tischlereien von bis zu 20 Mitarbeitern einsetzbar. Dazu unterstützt das Programm die Aufgaben von Fertigungsbetrieben sowie von Montage- und Reparaturaufträgen. Im Gegensatz zu großen Branchenprogrammen ist die Lösung nicht so detailintensiv und für Anwender gedacht, welche ihre Büroarbeit nebenbei erledigen wollen. Der Umfang der Software deckt die gängigsten Anforderungen ab und zeichnet sich durch einfache und leichte Bedienung aus. Dazu zählen die überschlägige sowie detaillierte Kalkulation nach Werkstoffmenge pro Arbeitsstunde als auch nach variablen Stücklisten pro Arbeitsschritt. Zur Unterstützung sind hierzu bereits über 2500 Werkstoffe und Beschläge verfügbar, wobei die Datenbank beliebig erweiterbar ist. Neben der Zeitwirtschaft, Auftragsbearbeitung und -überwachung und Nachkalkulation wird die vollständige Fakturierungskette vom Angebot bis hin zur Rechnungsüberwachung erledigt. Genauso können die Lieferantenrechnungen erfasst, überprüft und zur Zahlung vorgemerkt werden. Außerdem stehen für den Schriftverkehr Formulare für Briefe, Bestellungen und Notizen zur Verfügung, welche mit der Kontaktverwaltung verknüpft sind. Ein weiteres Gimmick ist die Programmmiete mit einem Euro pro Tag, wobei der Einsatz auf beliebig vielen Arbeitsplätzen erlaubt ist und die Updates enthalten sind. www.schreiners-buero.de

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SONDERTHEMA SOFTWARE

Software aus einer Hand OS Datensysteme aus Ettlingen bietet Software-Komplettlösungen für Tischer. Von der Büroorganisation über die Arbeitsvorbereitung bis zur automatischen Korpusgenerierung . neinandergreifende Softwarelösungen eines Softwareanbieters haben viele Vorteile: Sie berücksichtigen betriebliche Prozesse ganzheitlich, wodurch Rationalisierungspotenziale optimal ausgeschöpft werden. Durch Schnittstellenprobleme bedingte Zeit- und Informationsverluste werden ebenso vermieden wie die Mehrfacherfassung von Daten. Das breite Produktspektrum ermög­licht die Zusammenstellung individueller Lösungen, die jederzeit erweitert und an neue Anforderungen angepasst werden können. Die 1984 gegründete OS Datensysteme GmbH verfügt über eine langjährige Erfahrung als Komplettanbieter integrierter Softwarelösungen für die Bereiche ERP (Enterprise Resource Planning), PPS (Produktionsplanung und -steuerung), CAD und CAM. Zur Produktpalette zählen Werkzeuge für die Büroorganisation und

das Dokumentenmanagement ebenso wie Software für die Arbeitsvorbereitung, die Zeiterfassung, die Materialwirtschaft sowie die Planung und Fertigung mittels parametrisierter Korpusgenerierung, CAD und CAM. Die Basis bildet das OSD-Branchenprogramm für die Auftragsbearbeitung, Korrespondenz und Adressverwaltung, Rechnungsstellung, sowie die Datenübergabe an Finanzbuchhaltungsprogramme. Zu einer Beschleunigung der Büroabläufe trägt auch das Dokumentenmanagement-System (DMS) für die schnelle Dokumentsuche und rechtssichere Archivierung bei. Softwaremodule für die Kalkulation und variable Stücklistengenerierung, die Zuschnittoptimierung, Fertigungs- und Materiallisten sowie eine Schnittstelle zu Plattensägen sorgen für die rationelle Abarbeitung von Aufträgen.

Grafik: OSD

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www.osd.de

Virtueller Baukasten niert nicht nur mit hinterlegten Baugruppen, sondern ganz spontan für eine individuelle Planung – millimetergenau und flexibel – wahlweise im Grundriss oder in bis zu 20 Ansichten je Raum. Für Einpassungen in Dachschrägen gibt es genauso eigene Werkzeuge wie zum Erzeugen von komRonco-Plottmuster pletten Sockel-, ein kompliziertes CAD bildet die Grund- Blenden-, Gesims- und Arbeitsplattenverlage des Planungsprogramms. Die ei- läufen über Eck und auf Gehrung. gens entwickelte RoncoBox ist ein virtueller Die aus Grundriss und Ansichten abgeleiteBaukasten, in dem Möbeleinrichtungen vi- te 3D-Darstellung ist dabei nur ein Nebensualisiert werden, die der Handwerker produkt. Hauptziel ist die automatische kennt. Korpus, Möbelfront, Schubkasten, Stücklistenberechnung auf Knopfdruck. Sitzbank usw. werden mittels drag & drop Aus dieser lassen sich die Kalkulation für in das Arbeitsfenster gezogen. Dies funktio- ein Angebot sowie die gesamte Arbeitsvor-

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bereitung in Form diverser Listen und grafischem Zuschnittplan ableiten. Die Übergabe der Daten an ein CNC-Bearbeitungszentrum mittels Barcode-Etiketten komplettiert die Unterstützung des gesamten Arbeitsablaufs in der Werkstatt. Damit die Individualität nicht auf der Strecke bleibt, können ohne aufwendiges Umzeichnen konstruktive Merkmale wie Anschlagart der Fronten, Auszugart der Schubkästen, Montageart der Rückwände und vieles mehr über grafische Schaltflächen voreingestellt oder jederzeit auch einzeln geändert werden. Auch die Verwendung und Bestellung von zugekauften Halbfertigprodukten wie Fertigladen und MöbelSonderbeschlägen wird unterstützt. Automatisch generierte Schnitte helfen bei der Planung und beim Zusammenbau der Teile. Unterschiedliche Material- und Kanteneinstellungen für die automatische Stücklistenberechnung ermöglichen Variantenberechnungen in Sekundenschnelle auf Knopfdruck ohne Mehraufwand. www.roncofix.at

Grafik: Ronco

Einfach, schnell, flexibel: Mit diesen drei Grundeigenschaften unterstützt das RoncoFixTischlerprogramm den schnellen Weg zur individuellen Stückliste.


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Das Lieferantenverzeichnis für die Tischlerbranche

Anfang November erscheint in der Tischler-Ausgabe11/2012 ein umfangreiches Lieferantenverzeichnis, das zwei Jahre lang aufliegt. In diesem „Zuliefer-Special“ wirkt Ihre Anzeige wie von selbst: vom kleinen Fettdruck bis zur großen Raumanzeige. Anzeigenschluss: 28. September 2012

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Gesamtlösungen gefragt Cad+T bietet auf Tischlerbetriebe optimierte EDV-Lösungen und erschließt für sie neue Chancen im Wettbewerb. Das auf Autodesk aufsetzende modulare System bietet Schnittstellen zu allen gängigen Branchenlösungen und ERP-Systemen. sen, wenn teure und zeitaufwendige Produktionsfehler verhindert werden sollen. Gutes Werkzeug ist einfach und intuitiv zu bedienen. Das führt zu schnellem, fehlerfreiem Arbeiten, es senkt Schulungskosten und erhöht die Akzeptanz: Für die Planungssoftware gilt das ebenso wie für jedes andere Handwerkszeug, da von der Qualität und Schnelligkeit der Planung oft die Auftragsvergabe abhängt. Hier kommt besonders die Unterstützung von Herstellerkatalogen und deren Integration in den normalen Planungsprozess zum Tragen, bei der Favoriten und Stilkataloge selbstverständlich sein sollten. Außerdem sollten Fähigkeiten wie beispielsweise die automatische Übernahme von Materialien oder Beleuchtungen in das Rendering die Erstellung hochwertigen Präsentationsmaterials auf wenige Klicks reduzieren.

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er Druck in Tischlerbetrieben ist hoch. Der Markt verlangt nach Individualität, perfekter Qualität und kurzen Lieferzeiten. Das alles zu Preiserwartungen, die von großen Ketten mit Massenproduktion bestimmt werden. Oft ändern sich Kundenentscheidungen kurzfristig und sind nur mit Mühe innerhalb des kalkulierten Zeitund Kostenrahmens umzusetzen. Die für die Bewältigung notwendige Flexibilität ist oft nur unter großem persönlichem Einsatz aller Mitarbeiter im Betrieb aufzubringen. Dazu kommen neue Anforderungen von der Personalentwicklung bis hin zum Marketing, die an Tischlereien gestellt werden und Aufmerksamkeit und Zeit benötigen. Die Modernisierung des Tischlerbetriebs verlangt also nicht nach Software, die einzelne Bereiche – etwa die Planung – durch Einsatz eines Computers unterstützt, sondern nach einer Gesamtlösung, die da-

rüber hinaus Arbeitsabläufe effizient und sparsamer im Umgang mit der Zeit der Mitarbeiter gestaltet. Software? Lösung!

Effizientes Arbeiten bedeutet auch, dass EDV nicht zur zusätzlichen Belastung werden darf – sie muss intuitiv zu bedienen sein und alle Arbeitsschritte, die nicht unmittelbar für die Abwicklung eines Auftrags notwendig sind, unauffällig im Hintergrund erledigen. Dazu gehört die durchgängige Führung der Stammdaten von der Planung bis zur CNC, die automatische Erstellung von Vor- und Nachkalkulationen auf Basis der AV und der automatische Datenabgleich mit Branchenlösung und ERP, die vor allem bei Änderungen in der Planung ohne händischen Eingriff sowohl kaufmännisch als auch in der Produktion durchgezogen werden müs-

Automatisch auf die CNC

Der Wettbewerbsvorteil, den die schnelle Angebotsstellung bietet, sollte auch in der Produktion genutzt werden. Basierend auf der bestehenden Planung sollte die AV automatisch für die gesamte Stückliste CNCProgramme mit den auf die verwendeten Materialien abgestimmten Arbeitsschritten erstellen.Dies bringt zum einen Schnelligkeit bei der Abarbeitung, zum anderen können Kostenvorteile, die normalerweise erst ab Kleinserien zum Tragen kommen, bereits mit Losgröße 1 voll genutzt werden. Zeit und Energie eines Auftrags sollte in Qualität bei Beratung, Produktion und Montage fließen, nicht in veraltete Prozesse. Cad+T bietet die Möglichkeit, gezielt in die Arbeitsabläufe des Betriebs einzugreifen, und stellt das zeitgemäße Werkzeug für den Vorteil im Wettbewerb zur Verfügung. www.cadt.at

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Abbildung: Cad+T

Software made in Tirol VenDoc ist eine österreichische Unternehmenssoftware für Handels-, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe. Von der Angebotsund Auftragserstellung, der Beschaffung und Lagerverwaltung bis zur Fakturierung und Analyse ist alles miteinander kompatibel, branchen- und kundenspezifisch abstimmbar und über die Windows-Bedieneroberfläche übersichtlich strukturiert sowie leicht zu bedienen. Dies ermöglicht eine schnellere und effizientere Auftragsabwicklung. Einem Teil dieser Auflage liegt der VenDoc „SoftwareCheck in 30 Sekunden“ bei, mittels dem die Leistungsfähigkeit der eigenen Unternehmenssoftware mit VenDoc verglichen werden kann. Den Software-Check und weitere Produktinformationen finden Sie auch unter: www.vendoc.net


SONDERTHEMA SOFTWARE

Messepräsenz mit Vario-NC für Woodwop Kreativeres, schnelleres und einfacheres Arbeiten: Vario-NC für Woodwop 6.0, das neueste Produkt der Reihe AutoCAD-3D-Anwendungen im Tischlerumfeld.

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reativer durch 3D-Planung in Fotoqualität, schneller durch automatisierte NC-Programmierung direkt aus der AutoCAD-Planung, einfacher durch generierte Importstücklisten für Tischlerprogramme und Plattenoptimierungen: Entwickelt von CAD-Design-Center Reinhold Duft, ist Vario-NC für Woodwop 6.0 das neueste Produkt der Reihe AutoCAD-3D-Anwendungen im Tischlerumfeld.

Abbildung: www.tischlerei-gruber.at

Intelligente Gesamtlösung

Integriert wurde die Software in VarioDesign3D, der intelligenten Planungs- und Visualisierungs-Gesamtlösung auf AutoCAD für einzigartige Planungen. Nach der bewährten Methode der NC-Hops-Anbindung können nun auch Weeke- und Homag-NC-Maschinen ihre Bearbeitungen direkt aus der Planung erhalten. Dabei werden variable Woodwop-Komponenten abhängig von der Positionierung der Teile im CAD zueinander automatisch vererbt und zusammengefügt. Die Ausgabe erfolgt im .MPR-Format, welches direkt von Woodwop gelesen und verarbeitet werden kann. Variablen aus den WoodwopKomponenten können in der ganzen Planung oder direkt am einzelnen CAD-Teil geändert werden. CAD-Design Center Reinhold Duft, Holzmesse Klagenfurt 2012, Halle 5 Stand A 11, www.cdc.at

Software vom Tischler für den Tischler

Abbildung: RSO Group

Mit RSO kann man innerhalb einer einzigen Programmoberfläche seinen gesamten Arbeitsablauf von der Planung bis hin zur CNC-Überleitung erledigen. anschließende technische Aufbereitung und Stücklistenausgabe bis hin zur CNC-Überleitung erledigen. Das Programm beinhaltet neben standardmäßigen Architektur- und Einrichtungselementen unzählige Dekorationsgegenstände sowie Griffund FrontbiblioMit RSO kann der Tischler innerhalb einer einzigen Programmoberfläche seinen gesamten Arbeitsablauf und auch fotorealistische Präsentationen theken und eine Vielzahl von Hererledigen. stellerkatalogen, SO ist eine auf AutoCAD basierende wobei der User seine eigenen Favoriten modulare Software für Tischler, Mö- und Kataloge anlegen kann. Moderne belstudios und Innenarchitekten. Mit Bilddialoge machen die Anwendung intuRSO kann der Tischler innerhalb einer itiv und einfach, durch die neuartige Daeinzigen Programmoberfläche seinen ge- tenstruktur ist das Programm extrem samten Arbeitsablauf von der Planung schnell. Platten, Profile, Generierteile über fotorealistische Präsentationen, die und Sonderelemente können jederzeit

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verändert und planerisch angepasst werden. Da alle RSO-Elemente 3D-Volumenkörper mit fertig hinterlegten Stücklisten und NC-Daten sind, aktualisieren sich diese bei Änderungen automatisch und sind auf Knopfdruck abrufbereit. In der aktuellen Version AutoCAD 2013 lässt sich das Layout mit verschiedenen Ansichten automatisch generieren, die automatische Schraffur wurde stark verbessert. Zudem machen der hohe Standard und die enorme Kompatibilität von AutoCAD den Datenaustausch mit branchenübergreifenden Kooperationspartnern wie Schlossereien, Glasereien etc. zum Kinderspiel. Die Oberfläche von RSO ist einfach an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, Schnittstellen zu anderen Branchenprogrammen sind jederzeit programmierbar. Updates kann jeder CADAnwender selbstständig installieren. Sogenannte Apps erweitern die Flexibilität der Software und ermöglichen die individuelle Anpassung an betriebsspezifische Anforderungen. www.rso-group.at

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Tischler Journal 51


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Kolumne

Meister Sturschädel

Meister Pfiffig

Ich und „Manager“ und was sonst noch? Dafür noch Managementkurse besuchen, Geld verschwenden und Zeit vergeuden. Was mich und meine Firma betrifft, das weiß und kann ich schon lange.

Ein modern strukturiertes Unternehmen braucht Führungskompetenz. Mehr Kompetenz braucht mehr Wissen mehr Können und daher mehr Training. Management ist wohl die umfassendste Unternehmertätigkeit.

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a verdienen sich diverse „Chefmacher“ eine goldene Nase, u den wichtigsten Aufgaben einer Führungskraft oder des erzählen Märchen und behaupten alles zu verstehen, besser „Chefs“ gehört es wohl, Mitarbeiter zu Spitzenleistungen zu wissen und natürlich auch besser zu können und fachlich zu führen. Dabei gilt es natürlich immer, die Unternehperfekte Handwerksmeister laufen ihnen scharenweise zu, be- mensziele vor Augen zu haben, dabei noch Zuversicht auszuzahlen für diese Märchenstunden und glauben denen dann auch strahlen und Zufriedenheit zu verbreiten. So gelingt es auch, noch. Alleine wenn ich die speziellen Namensgebungen wie die Mitarbeiter zu motivierten und diese zu selbständigen und Leader, Coach oder gar Manager höre stehen meine letzten verständnisvollen „Partnern“ zu führen. Dies wiederum erforHaare zum Himmel, ja sind wir denn schon so weit, dass wir dert zielgerichtetes Intensivtraining um eine ausgeprägte Maunsere traditionellen und altbewährten Fähigkeiten wie Kompe- nagementkompetenz zu erreichen, welche die Voraussetzung tenz, Entscheidungsvermögen, Richtungsvorgabe und natürlich für Erfolg, Innovation, Qualität und Produktivität bildet. auch eine Portion Autorität nicht mehr zu den Unternehmerqua- Natürlich braucht es dazu auch eine Mannschaft von kompelitäten rechnen dürfen? Dann verstehe ich die Welt nicht mehr. tenten Mitarbeitern die sich auf dieses Coachen aber auch auf diverse Führungsformen einlassen. Coachen heißt, Mitarbeiter zu fordern, zu entwickeln und zu fördern. Und das mit Techniken, die man nicht nur kennt, sondern mit denen man umgehen kann und die man auch effizient und präzise (punkt- und zeitgenau) abrufen und einsetzen kann. Ein umfassender Begriff für diese mit Fingerspitzengefühl einzusetzenden Techniken von Coachingphasen oder Führungskompetenzen lässt sich wohl mit dem Überbegriff „Managen“ benennen. Je mehr man sich mit diesem heute doch unerlässlichen Thema beschäftigt, desto mehr lässt » Coachen heißt, sich die Komplexität Mitarbeiter zu for- dieser umfassenden Materie erkennen dern, zu entwickeln und erahnen. Dass dazu natürlich das und zu fördern. Dazu gesamte unternehbraucht es auch eine merische Tun gehört ist wohl nicht zu Mannschaft, die sich viel behauptet. darauf einlässt. « Zum Unternehmer gehört wesentlich mehr dazu als nur Führungskraft zu sein. Das bedingt wiederum die Beschäftigung mit diesem unternehmerischen Zweig, der einen großen und wichtigen Punkt im unternehmerischen Alltag ausmacht. Heute gibt es dazu die verschiedensten Fortbildungsangebote, welche mit ganz unterschiedlichen, manchmal nahezu unglaublichen Methoden versuchen, diesen unternehmerischen Zweig mit Informationen und Argumenten zu untermauern. Wir unternehmerisch denkenden, fachkompetente Handwerker werden das nötige Gefühl aufbringen, um das für uns passende Angebot zu finden. Wichtig dabei ist, dass wir uns bemühen, es überhaupt zu suchen.

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Abbildung: Just; Coloration: butjabutja - multicrossmedia/Cecile M. Lederer

Texte: Michael Fischler


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Bodenständig, vielseitig, schlagfertig, innovativ – nur einige der Attribute, die heute ein erfolgreiches Unternehmen und sein Team beschreiben. Dazu zählen mehr denn je auch die jungen Fachkräfte, um die sich die Wirtschaft zukünftig bemühen wird. Darum widmet sich das FORUM Handwerk & Architektur im Jahr 2012 dem Schwerpunkt: Lehre? Ja! – Motivierte Jugendliche gestalten die Zukunft des Tischlerhandwerks. Vier Fokusgruppen mit einem Ziel – wer redet mit: Lehrlinge Tischlermeister wie Lehrlingsausbildner Berufsschullehrer und Vertreter der Innung

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Kritisch und individuell werden die Schwachstellen und Verbesserungspotentiale in der Lehrlingsausbildung diskutiert und alle Ideen analysiert. Anschließend werden Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Durchgeführt und geleitet vom erfahrenen Unternehmensberater und Kenner der Branche Harald Jeschke darf man auf interessante Ergebnisse gespannt sein.

Unsere neue Homepage mit allen Infos: www.forum-handwerk-architektur.com

Tischler Journal 08/12  
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