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Tischler

www.tischlerjournal.at

Offizielles Fachorgan der Bundesinnung und der Landesinnungen der Tischler | Juni 2013

Journal 06

Technik für Möbel Messen en masse: Beschläge, Werkstoffe, Maschinen und mehr von Ligna, Interzum und BWS.

Gemeinsam statt einsam

Der Jugend eine Chance

Im Brennpunkt: Wie Tischlereien von Kooperationen profitieren können.

Top-Quote: Neun von 30 Mitarbeitern in der Tischlerei Helmer sind Lehrlinge. Ab Seite 18

Ab Seite 8


Schleifmaschinen der Spitzenklasse

« KÜNDIG hat ausgezeichnet abgeschnitten »

Hurnaus GmbH

Massivholzschubladen

Antoaneta und und Friedrich Kerbl vor der KÜNDIG Premium-3 Breitband-Schleifmaschine

Friedrich Kerbl, Sie sind studierter Betriebswirt und führen eine Tischlerei im Innviertel. Braucht es eine akademische Ausbildung für Ihre Arbeit?

Nein, ganz sicher nicht. Als Jugendlicher habe ich Tischler gelernt, dann die Matura nachgeholt und Betriebswirtschaft studiert. Später war ich für verschiedene Firmen im Finanzwesen tätig. Mein Ziel aber war schon immer, einen eigenen Betrieb zu führen und als Herr Hurnaus einen Nachfolger suchte, ergriff ich diese Gelegenheit. Meine Arbeit macht mir große Freude, obwohl ich damit deutlich weniger verdiene als zuvor. Die Hurnaus GmbH hat sich auf die Herstellung von Schubladen spezialisiert.

Herr Hurnaus hatte vor bald 20 Jahren damit begonnen, qualitativ hochwertige Massivholzschubladen für alle Möbel im Innenbereich herzustellen. Die einwandfreie,

KÜNDIG GmbH

4191 Vorderweißenbach

saubere Verarbeitung der Schubladen und die Lackierung mit geruchsneutralem, widerstandsfähigem 2 Komponentenlack stößt nach wie vor auf grosses Interesse und wird von unseren Kunden, hauptsächlich Tischlereien in Österreich und Bayern, sehr geschätzt. Zum guten Absatz trägt auch der individuelle, flexible und kundenorientierte Service sowie die kurze Lieferzeit bei. Sie haben Ihre Werkstatt mit einer neuen Kündig 3-Band Breitband-Schleifmaschine ausgerüstet. Weshalb haben Sie sich für eine Maschine von Kündig entschieden?

Eine Investition dieser Größenordnung braucht eine gründliche Abklärung. Mit meinem Werkmeister habe ich verschiedene Schleifmaschinenmodelle geprüft. Wir haben uns die Maschinen in der betrieblichen Arbeit zeigen lassen und Referenzen eingeholt. Dabei hat Kündig ausgezeichnet abgeschnitten. Als wir feststellten, dass auch der Kaufpreis durchaus im Rahmen lag, war die Sache für uns klar.

07219 70170

www.kundig.at

info@kundig.at


Editorial & Impressum

Impressum Erstellt gemäß § 25 Abs 2 MedienG in der ­Fassung ab 1. 7. 2012 Medieninhaber, Verleger und Herausgeber: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/Stiege 1, Tel.: +43 (0) 1 546 64-0, Fax: +43 (0) 1 546 64 DW 535, www.wirtschaftsverlag.at Unternehmensgegenstand: Herausgabe, Verlag, Druck und Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften. Chefredakteur: Dipl.-Ing. Thomas Prlic, DW 341, E-Mail: t.prlic@wirtschaftsverlag.at Mitarbeiter dieser Ausgabe: Arthur Chouchanian, Reinhard Feichtinger, Michael Fischler, Gudrun Haigermoser, Oliver Joham, Christine Müller, Markus Rosenthaler, Sabine Skarpil-Zauner, Stephan Trautmann, Gernot Wagner, Martin Wieser Artdirektion & Grafik: butjabutja multicrossmedia, Inh. Cecile M. Lederer, Linzerstraße 442, 1140 Wien Geschäftsführung: Thomas Zembacher Beteiligung: Alleinige Gesellschafterin der Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH ist die Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH. Gesellschafter der Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH sind die Süddeutscher Verlag GmbH mit 91,98 %, Holger Hüthig mit 7,02 %, Ruth Hüthig mit 0,45 %, Beatrice Hüthig mit 0,28 % und Sebastian Hüthig mit 0,28 %. Gesamtverkaufsleitung: Franz-Michael Seidl, DW 240 Anzeigenberatung: Violetta Seidel, DW 245, E-Mail: v.seidel@wirtschaftsverlag.at, Michael Stich, DW 246, E-Mail: m.stich@ wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax: DW 520, E-Mail: tischler@wirtschaftsverlag.at Anzeigenrepräsentanz OÖ: Verlagsbüro Gerhard Weberberger, Kleinwörth 8, 4030 Linz, E-Mail: linz@wirtschaftsverlag.at, Tel.: +43 (0) 732 31 50 29, Fax: +43 (0) 732 31 50 29-46, Mobil: +43 (0) 676 518 55 75 Anzeigenpreisliste: Nr. 41 vom 1. 1. 2013 Erscheinungsweise: monatlich Hersteller: Friedrich VDV, Vereinigte ­Druckereien und Verlags-GmbH & CO KG, 4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrich.vdv.com Marketing: Paul Kampusch, DW 130 Aboservice: Aboservice Österr. Wirtschaftsverlag, Tel.: +43 (0) 1 361 70 70-570, Fax: +43 (0) 1 361 70 70-9570, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at. Jahresbezugspreis: 70 Euro. Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugs­jahres storniert werden, laufen weiter. Bankverbindung: Bank Austria, Kto 04240571200, BLZ 11000, IBAN AT511100004240571200, BIC BKAUATWW Druckauflage: 7210 Exemplare (1. HJ 12) DVR: 0368491

Tischler Journal 06 | 2013 

Messemarathon

H 

inter uns liegt ein echter Messe­ marathon: Die BWS in Salzburg, die Ligna in Hannover, die Inter­ zum in Köln und dazwischen auch noch die neue Küchenwohntrends in Salzburg. So viele Messen in so kurzer Zeit (vier in sechs Wochen), das schlägt sich natürlich entsprechend in dieser Ausgabe nieder: In den Rubriken Material & Technik und Ma­ schinen & Werkzeuge finden Sie eine ers­ te Auswahl an Neuheiten, Highlights und Trends. So erfreulich eine derartige Informations­ dichte ist – angesichts eines derart eng ge­ steckten Messekalenders stellt sich aber auch die Frage, ob eine solche Terminan­ ballung wirklich so sinnvoll ist – nicht nur in Sachen Berichterstattung. Ange­ sichts der leicht rückläufigen Besucherzah­ len der BWS waren diesmal bei vielen Her­ stellern im Anschluss auch kritische Stim­ men zu hören. Und gerade für das heimi­ sche Fachpublikum ist es schade, dass viele Neuheiten erst ein paar Wochen später auf den großen Messen in Deutschland gezeigt werden. Vielleicht könnte hier ein anderer Messetermin (was spricht zum Beispiel ge­ gen den Herbst?) etwas Entspannung in der Veranstaltungsdichte und gleichzeitig fri­ sche Impulse bringen. Hinweisen möchte ich Sie noch auf unse­ ren Schwerpunkt Tür & Tor (ab Seite 48). Und auch auf die Anfang Juli in Kraft tre­ tende neue Bauproduktenverordnung ha­

» Vier wichtige Messen in sechs Wochen: Angesichts ­eines derart eng gesteckten Terminkalenders stellt sich doch die Frage, wie sinnvoll eine solche Messedichte ist. « Thomas Prlic, Chefredakteur Tischler Journal

ben wir nicht vergessen: Was Fenster- und Türenhersteller dabei beachten müssen, er­ fahren Sie auf Seite 36. Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen Thomas Prlic

C o v e r f oto

Unser Cover zeigt die neue Blum-HochklappenBeschlagslösung Aventos HK-XS. Foto: Blum D a s n ä c h s t e Ti s c h l e r J o u r n a l e r s c h e i n t a m

31. 7. 2013 Sc h w e r p u n k t i m n ä c h s t e n Ti s c h l e r j o u r n a l

Fenster- & Fassadentechnik

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Inhalt

Tischler Journal 06/2013 03 Editorial & Impressum 04 Inhalt 06 Highlight 60 Markt 62 Karikatur im brennpunkt 08 Kooperationen Wie Tischlereien gemeinsam mehr erreichen können.

Aktuelles, Betrieb, Wirtschaft

06

12 Kurzmeldungen 14 Kolumne Jungunternehmer: Wie man sich für Kon­ sumenten sichtbar macht.

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18 14

15 Kolumne Sturschädl & Pfiffig: Automatisierung

16 Kolumne Rechtsanwalt Dr. Stephan Trautmann über transparente Anwaltskosten.

40

18 Der jugend eine chance In der Tischlerei Helmer sind neun von 30 Mitarbeitern Lehrlinge.

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Tischler Journal 06 | 2013


Inhalt

Innungen 22 Bundesinnung 23 Innung Oberösterreich 24 Innung Niederösterreich 28 Innung Steiermark 31 Innung vorarlberg Material & Technik 32 Messetrends Neuheiten von Interzum und BWS.

36 Interview Prof. Niemöller über die neue Bauproduktenverordnung.

Maschinen & Werkzeuge 40 Messetrends Neuheiten von Ligna und BWS.

48

Sonderthema Tür & Tor

Bildung 44 Meisterstücke Abschlussarbeiten von der HTL Hallstatt.

Sonderthema Tür & Tor 48 Reportage In der Tischlerei Krismer sind seit Kurzem drei neue Biesse-Maschinen im Einsatz.

48 Fluchttüren Der Weg zum zertifizierten Produkt.

48 Brandschutz Über korrekt verwendete Begriffe und normgerechten Einbau.


highlight

Die Zukunft des Wohnens Kuskoa Lounge, Hersteller: Alki, Design: Jean-Louis Iratzoki. Eine komfortable, fein tapezierte Schale sitzt auf einem Gestell aus naturbelassener heller Eiche. www.alki.fr

Ü

berbordend war auch heuer ein­ mal mehr der Mailänder Salone del Mobile. Übervoll an Besuchern – etwas mehr als 324.000 insgesamt – und Events. War zwar auf den Messeständen nicht wirklich viel Lust an Experimentel­ lem und Neuem zu verspüren und allerorts war eher eine spürbare Art von Pattstel­ lung aus Stillstand und Aufbruch zu spü­ ren, so konnte man dennoch durchaus ei­ niges Interessantes sehen. „Interieurs von morgen“ (Interiors of To­ morrow), so lautete das deklarierte Leit­ motiv dieser Messe, und in dementspre­ chend wohnlichem Umfeld präsentierten auch durchwegs alle Hersteller ihre Pro­ dukte. Auffallend, wie rundherum dem Ex­ perimentieren unter Zuhilfenahme tradi­ tioneller handwerklicher Fertigkeiten gro­

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ße Aufmerksamkeit zukam. Ausgeklügelte, aber klassische Oberflächen, ob Holz, Stein, Leder oder Metall, standen wieder allerorts im Vordergrund, aufgewertet wurden diese etwa durch ein besonderes Augenmerk für clevere Ausführungsdetails. Eine Tendenz, die besonders auf hohe Qualität setzt und die darauf ausgerichtet ist, den Eindruck eines sondergefertigten Einzelstücks zu wecken, auch wenn es sich letztlich doch nur um ein Serienprodukt handelt. Neben der auch heuer vorherrschenden Dominanz natürlicher Materialien wie Holz (nordisch inspirierte Leichtigkeit und helle Hölzer sind allseits im Trend) war auch die vermehrte Präsenz von Kunststoff nicht zu übersehen. Sind wir aus dem täg­ lichen Umgang mit Produkten der weg­ werf-dominierten Lebensmittelindustrie

auch anderes gewohnt, so wird man nun darauf hingewiesen, dass Kunststoffmöbel mindestens zehn oder zwanzig Jahre und länger nutzbar seien. Und wen das nicht überzeugt, auch Recyclingkunststoff wird hierbei mehrfach genutzt. Eher zarte Töne schlug man bei der Farbwahl an, gab es ne­ ben ein wenig leuchtendem Gelb, Blau und Rot doch viel frisches Pastelliges zu sehen. Ob Altbekanntes in neuem Outfit oder fu­ turistisch belebte Formen – gemeinsam ist allen letztlich der Weg zu mehr ethischer Verantwortung, egal ob bei der Wahl der Rohstoffe, den Produktionsbedingungen oder dem Abschied vom ewig stressenden Run auf Platz 1 der Neuheitenskala. So darf die Zukunft des Möbeldesign beginnen. Text: Christine Müller

Tischler Journal 06 | 2013

Fotos: Stefan Weninger, Dietmar Tollerian

Good Vibrations, Hersteller: Fratelli Boffi, Design: Ferruccio Laviani. Die ausgefallen gefräste Front der Kommode scheint digital verzerrt. www.fratelliboffi.it


Mafalda, Hersteller: Moroso, Design: Patricia Urquiola. Diese Neuinterpretation eines traditionellen tapezierten Sitzmöbels setzt den geometrischen Rahmen aus Buche in Kontrast zur weich geschwungenen und flexiblen Polsterung aus recyceltem und recycelbarem Polyester. www.moroso.it

Mikado, Hersteller: Porro, Design: Front. Ein wenig exotisch mutet dieses besonders luftige Möbelstück an, durch dessen lockeres Stabwerk der Blick auf den Inhalt nur bedingt verwehrt wird. www.porro.it

Toshi, Hersteller: Casamania, Design: Luca Nicchetto. Auf Japanisch heißt Toshi so viel wie Stadt, und fast ähnelt die unregelmäßige Kontur dieses Möbels ja einer Skyline. Die einzelnen, unterschiedlich großen Module sind auch jeweils in einem anderen ­Pastellton zu haben. www.casamania.it

3Table, Hersteller: Porro, Design: Front. Dieses Beistelltischchen ist dank der Gelenke, die die drei Platten (oval aus an der Unterseite bemaltem Glas, rund und quadratisch aus tropischem Louro-Preto-Holz) verbinden, äußerst mobil und kann seine Form mühelos verändern. www.porro.com

Lou Read New Colors, Hersteller: Driade, Design: Philippe Starck. In neuen Farben präsentiert sich dieser elegante Lehnstuhl. Das Leder wurde direkt auf einem Fiberglas­skelett fixiert – formal ein klares Tribut an die dänischen Fünfzigerjahre. www.driade. com

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Mixis, Hersteller: Crassevig, Design Mario Ferrarini. Schichtholz unterschiedlicher Stärken und massive Holzbeine charakterisieren diesen leichten, klar geometrischen Stapelsessel. Offenporig lackiert sowie in Buche oder Esche natur und nach Wunsch mit gepolstertem Sitz. www.crassevig. com

Nest, Hersteller: Mogg, Design: Markus Johansson. Die auf den ersten Blick etwas chaotisch scheinende Anordnung der Holzstäbe verschränkt sich zu einer gemütlichen und ebenso attraktiven ­Sitzmöglichkeit. www.mogg.it

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Brennpunkt

Kooperieren statt konkurrieren BRENNPUNKT „Zusammen ist man weniger allein“ ist nicht nur der Titel eines französischen Liebesromans. Viele Handwerksbetriebe haben erkannt, dass man besser kooperiert, als sich gegenseitig das Leben schwer zu machen. Text: Gudrun Haigermoser

» Kooperation kann mit den richtigen Leuten überall funktionieren. « Alois Füchsl, die Aufmöbler

Wer wann mit wem? Ob eine Kooperation Sinn macht und wer

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wann mit wem zusammenarbeitet, hängt zum einen von der gewählten Form ab. Dietmar Rößl unterscheidet zwei Arten: Sogenannte Y- oder Pooling-Kooperatio­ nen haben den Zugewinn an Marktmacht als Ziel, häufigstes Beispiel sind Einkaufs­ gemeinschaften. In diesem Fall sollten die Partner sich in Größe, Branchenzugehörig­ keit, Struktur und internen Abläufen mög­ lichst ähnlich sein. Handelt es sich um ei­ ne X- oder Exchange-Kooperation, sind die Anforderungen genau gegenteilig: Es geht darum, dass sich die Partner optimal er­ gänzen und dadurch gemeinsam stärker werden. Die Strukturen sollen daher eher unterschiedlich sein. Exchange-Kooperati­ onen haben langfristig sicher den größeren Nutzen, sind aber schwieriger umzuset­ zen. Denn sie greifen tiefer in die betrieb­ lichen Abläufe ein, implizieren ein höhe­ res Maß an wechselseitiger Abhängigkeit und verlangen damit mehr gegenseitiges Vertrauen. Eine Frage der Chemie Für WU-Professor Rößl denken die Unterneh­ men bei einer Kooperation zu stark an das strategische Zusammenpassen. „Das ist aber zu wenig! Denn wenn die operative Abstim­ mung und die Chemie zwischen den Part­ nern nicht passen, nützt die beste Strategie nichts.“ Auch für Clustermanager Lechner ist eine fundierte Vertrauensbasis die zent­ rale Voraussetzung: „Sonst bleibt es bei einer normalen Kunden-Lieferanten-Beziehung.“ Sinn macht Kooperation zum Zweck des Er­ fahrungsaustauschs und des Wissenstrans­ fers. Auch bei größeren Projekten und Auf­ tragsspitzen ist ein Zusammenarbeiten hilf­ reich. Im Endeffekt aber geht es um weit mehr: nämlich darum, Firmen, Branchen und eigene Interessen auszutauschen und ge­ meinsam auf Entwicklungen einzuwirken. Denn den Tischlern ist oft gar nicht bewusst, dass nicht der Kollege der größte Konkurrent ist, sondern andere Branchen und Unterneh­

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Fotos: Privat, WU Wien, Holzcluster Salzburg

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bwohl eine Zunahme von Koopera­ tionen mangels offizieller Register und eines großen Definitionsspiel­ raums schwer zu belegen ist, gibt es ein ge­ fühltes Mehr an überbetrieblicher Zusam­ menarbeit. „Die Welt wird schneller, die Wirt­ schaftslandschaft dynamischer. Und damit meine ich nicht nur die aktuelle Krise, son­ dern die letzten Jahrzehnte“, sagt Dietmar Rößl, Vorstand des Instituts für KMU-Ma­ nagement und des Forschungsinstituts für Kooperationen und Genossenschaften an der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien. Die Re­ levanz von Ressourcen verschiebt sich, Din­ ge haben nicht mehr den gleichen Wert wie vor zwanzig Jahren. In solch unsicheren Zei­ ten bieten sich Kooperationen zum Auf­ bau von Kapazitäten als Alternative zum Ei­ geninvestment an. „Weil man ja Partner mit an Bord hat, die bestimmte Aufgaben bes­ ser abwickeln können als man selbst“, sagt Rößl. Das bestätigt auch Alois Füchsl. Für den Massivholztischler, der seit Jahren Mit­ glied der Tischler-Kooperation die Aufmöb­ ler ist, liegt Zusammenarbeiten eindeutig im Trend. Vor allem junge Tischler erkennen die Notwendigkeit und gehen mit dem The­ ma locker und selbstverständlich um: „Ein Einmann­betrieb kann mit dem technischen Fortschritt nicht mehr mithalten. Hier muss man auf Partner zurückgreifen, um am Ball zubleiben.“ Herbert P. Lechner vom Holzcluster Salzburg beschreibt die Gründe für die Tendenz hin zu Dienstleistungsplattformen so: „Vergleicht man heute mit vor 50 Jahren, ist die Materia­ lität extrem vielfältig geworden.“ Der Tischler ist mittlerweile Raumarchitekt, er verarbei­ tet neben Holz auch Glas, Metall und Kunst­ stoffe und arbeitet mit Licht. Alle neuen An­ sprüche mit entsprechend hoher Qualität zu erfüllen geht fast nur mehr über Zusammen­ arbeit – ob informell oder institutionalisiert.


Brennpunkt

» Man muss in eine Kooperation auch investieren, Zusammenarbeit ist nie ein Selbstläufer. « Mag. Herbert P. Lechner, Holzcluster Salzburg mungen. Und gegen diese Konkurrenz kann man sich durch Zusammenarbeit wappnen.

ration funktioniert ebenso gut in den Be­ reichen Marketing, Vertrieb, Kundenbe­ treuung und Personalverrechnung. Warum GroSSe Bandbreite nicht einen gemeinsamen Steuerberater In Sachen Kooperationsmöglichkeiten ist für zehn Tischlerbetriebe engagieren, an­ die Bandbreite groß. Zu Verbänden ohne statt jeweils das eigene Süppchen für mehr Risiko gehören die erwähnten Gruppen­ Geld zu kochen? „Bei diesen Beispielen ist treffen zwecks Erfahrungsaustausch so­ ein Einstieg neuer Mitglieder ohne große wie Empfehlungsvereinbarung. Kann ein Probleme möglich. Bei Kooperationen die Tischler einen Auftrag aus Kapazitätsgrün­ einen hohen ,cultural fit‘ erfordern – wo es den nicht selbst erledigen, empfiehlt er den also Partner braucht, die im Gleichklang Kunden an einen Kollegen weiter. Sehr be­ agieren –, geht das eher nicht“, erklärt Diet­ liebt sind Einkaufsgemeinschaften. Koope­ mar Rößl.  ›

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Brennpunkt

Wer kooperiert, gewinnt

» Erbsenzähler sollten besser nicht kooperieren. « Prof. Dr. Dietmar Rößl, WU Wien

Wenn Betriebe kooperieren, entsteht Nut­ zen – der fällt aber nicht immer für alle gleichmäßig an. Es hat zwar jeder Vorteile, nur sind diese in ihrem Ausmaß und zeit­ lichen Verlauf schwer vorherzusagen. Hier gilt es, eine gewisse Großzügigkeit wal­ ten zu lassen. Komplizierte Ausgleichssys­ teme und überzogene Kontrollmechanis­ men verhelfen einer Kooperation eher zum Scheitern als zum Funktionieren. Dazu Ex­ perte Rößl: „Wenn die Unternehmen inner­ halb einer Kooperation nicht eine gewisse Großzügigkeit an den Tag legen und Erfol­ ge sofort messen und vergleichen wollen, hat die Partnerschaft wenig Zukunft. Erb­ senzähler sollten besser nicht kooperie­ ren.“ Für Alois Füchsl gibt es in einer Ko­ operation nur Gewinner. Wenn man die erste Hürde überwinden kann. „Man muss sich fragen, was die Zusammenarbeit ,uns‘ und nicht ,mir‘ bringt. Das ist ein großer Unterschied!“ Auf neutralem Boden Oft denkt ein Betrieb an Kooperation, weiß aber nicht, wie und wo der richtige Partner

So kann’s gehen

Die Aufmöbler aus dem Mühlviertel zeigen schon seit 1997, wie Kooperation funktionieren kann. Die Gruppe besteht rein aus Tischlereibetrieben und entstand anlässlich des EUFörderprojekts Incom (Innovation Kooperation Mühlviertel). Von den ursprünglich zwölf Mitgliedern sind – bedingt durch Pensionierungen und Betriebsübergaben – stabile sieben übrig geblieben. Massivholztischler Alois Füchsl ist von Anfang an dabei: „Wir sind eine menschliche Kooperation, wir haben uns als Partner einfach gefunden. Profit steht dabei nicht im Vordergrund.“ Die gute Gesprächsbasis und der regelmäßige Erfahrungsaustausch bringen alle weiter. Vom anderen lernen Grundsätzlich machen alle Mitgliedsbetriebe alles in Sachen Innenausbau, sind aber von der Spezialisierung her unterschiedlich. „Jeder ist irgendwo sehr gut. Wir können uns von jedem die Highlights abschauen und so unsere Sache sieben Mal besser

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zu finden ist. Interessenvertretungen kön­ nen informelle Treffen organisieren und damit erste Schritte der Anbahnung auf neutralem Boden ermöglichen. Genau hier setzt das Holzcluster Salzburg mit seinen Programmen an. Clustermanager Lech­ ner: „Unternehmer aus allen Bereichen der Holzverarbeitung und auch Dienstleister wie Architekten und Designer lernen sich bei unseren Veranstaltungen kennen und tauschen sich aus.“ Durch diese Netzwerk­ arbeit – über die Grenzen des Tischlerei­ gewerbes hinaus – entsteht ein Verständ­ nis dafür, was der andere macht. Natür­ lich gibt es auch konkrete Angebote. Das Projekt „Planungscoach“ etwa bietet Hil­ festellung in allen Bereichen der Raumge­ staltung. Hat ein Tischler einen Planungs­ auftrag, kann er sich – bevor er das Angebot dem Kunden vorlegt – mit externen Exper­ ten beraten. Konkretes Beispiel: Beim Auf­ trag, eine Hotelrezeption zu bauen, denkt ein Tischler wahrscheinlich nicht als erstes an die Akustik. „Hier hilft ein gutes Netz­ werk, man wird auf solche Aspekte hinge­ wiesen, bekommt Tipps und findet neue Ideen“, sagt Herbert Lechner. 

machen“, erklärt Füchsl, der Technikfreak unter den Aufmöblern. Damit eine Gruppe funktioniert, darf man aber nicht nur nehmen. „Ich muss ehrlich sein und auch etwas in den Pool geben.“ Geht es rein ums Geld, ist die Zusammenarbeit kaum aufrechtzuerhalten. Das ist auch der Grund, warum es schwer ist, neue Mitglieder zu finden. Tischler, die nicht von Anfang an dabei sind, haben oft Hemmungen, sich gegenüber den anderen zu öffnen.

wird gemeinsam an Verbesserungen gearbeitet. Zusammen haben die Betriebe über hundert Mitarbeiter. „Wir können uns als Gruppe in dieser Größe regelmäßige Schulungen mit guten Trainern leisten. Das ist für den Einzelnen finanziell nicht möglich.“ Ebenso gemeinsam geht man Marketing und Messeauftritte an. Obwohl die Betriebe für eine regelmäßige Zusammenarbeit bei Projekten räumlich zu weit voneinander entfernt sind, springt man für den anderen ein, wenn es eng wird.

Verlässlichkeit ist Programm Die Aufmöbler haben mit dem Image des unzuverlässigen Handwerkers aufgeräumt und interne Standards etabliert. Verlässlichkeit wird groß geschrieben. „Dass ein Termin nicht eingehalten wird, gibt es bei uns nicht“, sagt Füchsl. Auch bezüglich Verhalten beim Kunden

Fazit „Kooperation kann überall funktionieren, wenn sich nur die richtigen Leute finden“, ist Füchsl überzeugt. „Einstellung und Qualität müssen auf demselben Level liegen. Denn die Mitglieder stehen füreinander ein, in guten und in schlechten Zeiten.“

Die Mühlviertler Tischlerkooperation die Aufmöbler

Tischler Journal 06 | 2013


Ihre HOPA Fachhändler :

Strass 11-13 5301 Eugendorf Tel: 06225/2656 Fax: 2657-25 office@pehamholzmarkt.at www.pehamholzmarkt.at

Piccostrasse 36 9500 Villach Tel: 04242/41801 Fax: 44813 office@gitsche.at www.gitsche.at

Porschestrasse 13 3100 St. Pölten Tel: 02742/76630 Fax: DW 81 office@holz-wallner.at www.holz-wallner.at


aktuelles & Wirtschaft

Matthäus Unterberger, Chef von MHK Österreich

Erfolgreiche Hauptversammlung

Neuer Vertriebsleiter Stefan Zinn (48) übernimmt ab sofort die Ver­ triebsleitung für den Bereich Industrie im Business Center Westeuropa der Stefan Zinn Pfleiderer-Gruppe. Er verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Leitung von Vertriebseinheiten. Die Position der Vertriebsleitung Industrie ist im Zuge der strategischen Neuausrich­ tung der Pfleiderer-Gruppe neu geschaffen worden. www.pfleiderer.com

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Messepremiere gelungen Die gemeinsame österreichische Landes­ messe möbel austria und Küchenwohn­ trends feierte am 7. und 8. Mai 2013 im Messezentrum Salzburg eine erfolgreiche Premiere. 3064 Fachbesucher kamen an bei­ den Messetagen in die neue Halle 10, etwas mehr als zwei Drittel davon aus Österreich, rund ein Viertel aus Deutschland. 130 Aus­ steller und Marken präsentierten an beiden Messetagen ihre Dienstleistungen, Produkte und Neuheiten von Arbeitsplatten über Bad­

möbel, Elektrogeräte, Fußböden, Küchen-, Polster und Schlafmöbel bis zu Tischen, Tü­ ren und weiterer Wohneinrichtung. Darüber hinaus gelang eine Terminkoordination mit der Messe Mondsee und Events verschiede­ ner österreichischer Branchenverbände für den 7. und 8. Mai 2013. Veranstaltet wurde die Doppelmesse vom oberösterreichischen Möbel-Holzbau-Cluster (MHC) und der Küchentrends GmbH. www.moebel-austria.at

Skulptur auf dem Holzweg Im Holz- und Werkzeugmuseum Lignorama im oberösterreichischen Riedau stellen vier hochkarätige Künstler der Region aus. Schlicht, aber bezeichnend „Holzskulpturen“ heißt die Sonderausstellung, die noch bis 18. August 2013 zu sehen ist. So klar und schnörkellos wie der Name sind auch die gezeigten Objekte. Blüten, Köpfe, Wandreliefs und konkrete Positionen präsentieren vier oberösterreichische Bildhau­ er. Stefan Esterbauer, Walter Holzinger, Walter Kainz und Meinrad Mayrhofer zeigen handwerkliches Können und tiefes Einfüh­ lungsvermögen für den Werkstoff Holz. Mit Blick für das große Ganze und Liebe zum Detail schufen die Künstler ihre Skulp­ turen. Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonntag von 10 bis 17 Uhr und gegen Voranmeldung, bis 18.8.2013 www.lignorama.com

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Foto: Ralph Fischbacher, MHK, Pfleiderer, Lignorama

Unter dem Motto „Fokus Kunde!“ fand am 6. Mai die diesjährige Hauptver­ sammlung der MHK Österreich statt. Mehr als 200 MHK-Partner sowie Gäste aus Industrie und Medien folgten der Einladung nach Salzburg. „In Österreich lag unser Wachstum bei knapp 2 Prozent. Damit hat sich MHK Österreich in einem schwie­ rigen Markt gut behauptet“, so der Vorstandsvorsitzende der MHK Group Hans Strothoff. Der MHK-Chef dankte MHK-Österreich-Geschäftsführer Matthäus Unterberger und dem Team für die geleistete Arbeit und hob den Beitrag von MHK Österreich zur er­ folgreichen Entwicklung der gesamten Gruppe hervor, die ihre Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt um 4,7 Prozent steigern konnte – das beste Ergebnis seit 33 Jahren. mhk-kuechenspezialist.at


aktuelles & Wirtschaft

Insgesamt fast 1700 interessierte Besucher folgten der Einladung des Türenherstellers Dana und feierten Ende Mai im Rahmen eines dreitägigen Geburtstagsfests das 40-jährige Markenjubiläum. Alleine über 1300 Interessierte aus der Region nützten den Tag der offenen Tür am Samstag, dem 25. Mai, um sich im Rahmen von Werks­ führungen vom Know-how des Branchenführers beeindrucken zu lassen. Zu den Gästen zählten weiters rund 20 Architekten, ca. 350 Kunden, Lieferanten und Partnerbetriebe. Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft sowie das internationale Management des Jeld-Wen-Konzerns, zu dem Dana seit 2005 gehört, gratulierten zum wirt­ schaftlichen Erfolg. Mit mehr als 500 Mitarbei­ tern und Mitarbeiterinnen zählt das Dana-Türen­ werk zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region. www.dana.at Dana-Geschäftsführer Christian Frisk und Bernhard Bohusch

% 6 » So viel schrumpfte 2012 das Austauschgeschäft bei Fenstern im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtmarkt bei Fenstern war mit 3,1 Prozent im Minus. Die Sanierungsquote liegt mit über drei Prozent des Gebäudebestands dafür im Plus. «

Pfleiderer – eine starke Marke, viele Vorteile. Pfleiderer ist der Partner Nummer eins von Industrie, Handel, Handwerk, Planern und Architekten – mit einem führenden Sortiment und einem individuellen Service-Angebot. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir maßgeschneiderte Lösungen für Ihre Ideen. Nutzen Sie die gebündelten Kräfte von Pfleiderer für Ihren Erfolg!

Pfleiderer Holzwerkstoffe GmbH ∙ Ingolstädter Straße 51 ∙ D-92318 Neumarkt ∙ info@pfleiderer.com ∙ www.pfleiderer.com

Quelle: Kreutzer Fischer & Partner

Foto: Violetta Seidel, Synthesa

Offene Türen


Kolumne & Aktuelles

Foto: Privat

nützt nichts, wenn die Konsumenten davon nichts wissen. Machen Sie sich sichtbar! Text: Sabine Skarpil-Zauner

S

ie haben erfolgreich gegründet und sind bereit, voll durchzustarten? Sie sind überzeugt davon, dass die Welt auf Ihre Idee/Ihr Produkt gewartet hat? Glückwunsch! Doch: Die beste Idee und das schönste Produkt nützen nichts, wenn Sie diese nicht an den Mann bzw. die Frau brin­ gen. Das heißt: Es liegt jetzt an Ihnen, Ihre Idee in die Welt hinauszutragen und Konsu­ menten zu begeistern. Höchste Zeit, auf Kun­ denfang zu gehen.

Ein Ziel sollte sein, eine gemeinsame Sym­ pathieebene mit dem (Neu)Kunden zu schaf­ fen. Versuchen Sie beispielsweise, Ihre eige­ ne Fachkompetenz mit authentischem Hu­ mor zu vermitteln. Durch ein gemeinsa­ mes Lachen erzeugen Sie beim Kunden ein Wirgefühl. Wichtig ist dabei auch, genau auf die Bedürfnisse des Gegenübers zu ach­ ten. Durch proaktives Zuhören erhält man wichtige Informationen – auch für weitere Kommunikationsschritte.

» Wo ist Ihre Zielgruppe anzutreffen? Auf welchen Branchenveranstaltungen oder Messen können Sie sich und Ihre Produkte vorstellen? «

Beziehungen aufbauen Ist ein Kontakt hergestellt, müssen Sie dem künftigen Kunden auch die Möglichkeit ge­ ben, Sie zu erreichen. Eine Visitenkarte liefert alle wichtigen Kontaktdaten auf einen Blick. Und sie zeigt noch viel mehr: Design, Farbe und Schrifttyp verraten viel über Sie und Ihr Unternehmen. Achten Sie daher darauf, dass Ihre Visitenkarte zu Ihnen passt. Schenken Sie der Karte Ihres Gegenübers Aufmerksam­ keit. Wenn Sie die Karte gleich in der Hand­ tasche verschwinden lassen, drücken Sie Gleichgültigkeit aus. Mit einem einzigen Treffen ist die Kundenak­ quise längst nicht erledigt. Achten Sie da­ rauf, mit den Kunden in Kontakt zu bleiben, ohne dabei aufdringlich zu werden. Nach dem Erstkontakt (innerhalb von drei Tagen) ein „Follow-up-Mail“ zu schicken – eine klei­ ne Nachricht, mit der Sie sich noch einmal in Erinnerung rufen – ist eine gute Möglich­ keit. Punkten können Sie auch, wenn Sie Ihre Kunden auf dem Laufenden halten: etwa mit einem Newsletter. Vergessen Sie aber nicht: E-Mails und Newsletter ersetzen nie den per­ sönlichen Kontakt. Mehr Informationen fin­ den Sie unter www.gruenderservice.at. 

Präsentieren Sie sich Der erste Schritt zur Kundengewinnung heißt: hinausgehen. Machen Sie sich sicht­ bar. Potenzielle Kunden müssen neugierig gemacht werden. Das gelingt zum Beispiel mit einer sympathischen, minutenschnel­ len Selbstpräsentation. Selber Handeln ist der Schlüssel bei der Kundenakquise. Der Käufer kommt nicht von selbst ins Büro spaziert. Um an Ihre Zielgruppe zu kommen, soll­ ten Sie überlegen, wo diese anzutreffen ist. Auf welchen Branchenveranstaltungen oder Messen können Sie sich und ihre Produk­ te vorstellen? Und mithilfe welcher Medien können Sie die künftigen Kunden erreichen? Wichtig ist, mit der Zielgruppe in einer ein­ fachen, klaren und verständlichen Sprache zu kommunizieren. Das heißt: Verpacken Sie die wichtigsten Informationen rund um Ihr Produkt in eine knackige Botschaft. Und: Ha­ ben Sie auch Mut, diese Message kreativ zu vermitteln.

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Die Autorin Sabine Skarpil-Zauner MAS ist stv. Bundesgeschäftsführerin des Gründerservice der Wirtschaftskammer Österreich.

Peter Eichmayer ist ab Mai 2013 neuer Werbeleiter der Synthesa Gruppe in Perg/OÖ. Er folgt damit Ing. Fried­ rich Heindl nach, der Ende April in den Ruhestand getreten ist. Peter Eichmayer kommt ursprünglich aus dem grafischen Gewerbe und ist seit 23 Jahren bei Synthesa beschäftigt. www.synthesa.at

Foto: Synthesa

JUNGUNTERNEHMER Die beste Idee

Neuer Werbeleiter

Award für Handl

Johannes Hauk, Thomas Humer, Helmut Freynhofer (Internorm), Dr. Peter Handl, ­Petra Gaggl und Wolfgang Pertl (beide ­Internorm), Josef Hacklmayr

Internorm Bauelemente GmbH hat den Lieferantenaward 2012 für den Bereich Investitionen an Handl Ma­ schinen GesmbH & Co KG vergeben. Im Mittelpunkt stand die Lieferung der Biesse CNC-Fräseanlage für die neue Hebe-Schiebetüren-Fertigung in Lannach. Hervorzuheben war die rasche Inbetriebnahme vor Ort. Ein wesentliches Element dazu war die Vorabinbetriebnahme der Anlage am Firmenstandort Handl in Wels. Dabei wurden Schulung, Tests und entsprechende Feinarbeit mit dem Originalwerkzeug durchgeführt. Somit konnte eine nahezu „steckerfertige“ Lösung nach Lannach geliefert werden. Maßgeblich beteiligte Personen waren vonseiten Handl Josef Hacklmayr, Johannes Hauk und Thomas Humer sowie seitens Internorm Rudolf Go­ riup, Michael Hernach, Jörg Seidler und Rene Wiedner. www.handl.at

Tischler Journal 06 | 2013

Foto: Handl

Die Kunden für sich gewinnen


AKTUELLES & Kolumne

Sturschädel vs. Pfiffig

Mit einem Richtfest feierte die Heco-Schrau­ ben GmbH Ende April den Fortschritt der Bauarbeiten an ihrem neuen Logistikzentrum im Industriegebiet Lienberg III in Schramberg. Der 20 Meter hohe Neubau wird voraussicht­ lich ab Frühjahr 2014 den bisherigen Standort ergänzen und auf rund 4500 Quadratmetern ausreichend Fläche für Lager und Versand bieten. Eine hochmoderne Lager- und Systemtech­ nik sorgt künftig für die schnelle und vor allem flexible Belieferung der Kunden. www.heco-schrauben.de

Mit Herz und Hirn

Foto: Küchenwohntrends

Elf Tischlerlehrlinge von oberösterrei­ chischen Tischlereibetrieben haben mit Bravour ihren Abschluss der Soko (soziale Kompetenz)-Lehrlingszusatz­ ausbildung geschafft. Mit Chefs, Aus­ bildnern und Eltern feierten sie ihren Erfolg und freuen sich auf neue Auf­ gaben. Im Seminarhotel Maurerwirt in Kirchschlag bei Linz trafen sich die Tischlerlehrlinge in den letzten drei Jahren regelmäßig. Nun können die ersten elf Lehrlinge stolz darauf sein, ihr Abschlusszertifikat in der Hand zu halten. In professionellen Präsenta­ tionen zeigten sie ihre Erkenntnisse, Entwicklungen und Fortschritte der letzten drei Jahre – mit Selbstverant­ wortung, guter Kommunikation und Motivation sind sie nun bereit, ihren Unternehmen als sozial kompetente Facharbeiter zur Verfügung zu stehen. Soko-Lehrling ist eine Initiative von MHC (Möbel- und Holzbau Cluster) Oberösterreich und der Firma Heart­ beat – Lehrling mit Herz und Hirn. www.soko-lehrling.at

Tischler Journal 06 | 2013 

GLOSSE Meister Sturschädel und Meister Pfiffig über

Investitionen und Automatisierung in der Tischlerei.

Illustration: Just; Coloration: Cecile M. Lederer | butjabutja - multicrossmedia

Foto: Heco

Richtfest

Meister Sturschädl: Es ist nicht zu fassen, aber es gibt immer noch Tisch­ ler, die glauben, dass eine Großinvestition in Automatisierungsmaßnahmen das ein­ zige, auf Dauer gewinnbringende und über­ lebensnotwendige Heilmittel im Konkur­ renzkampf unserer Branche geworden ist. Gleichzeitig behauptet aber auch jeder, dass Individualität, handwerkliches Know-how, innovative Ideen und Speziallösungen die wichtigsten Fundamente eines Handwer­ kers geworden sind. Wie soll es überhaupt möglich sein, in unserer derzeitigen Situ­ ation größere Investitionsvolumen zu täti­ gen und diese in absehbarer Zeit zu finan­ zieren? Mit diversen Spezialmaschinen schafft man sich nur Abhängigkeiten, wel­ che von der Investition über den laufenden Betrieb bis hin zum Personalwesen reichen. Noch schneller, noch größer, noch billiger wäre schön, ist aber leider utopisch. Meister pfiffig: Modern bedeu­ tet heute: zeitgemäß, durchdacht, durch­ gerechnet und zukunftsorientiert. Was unsere Betriebe betrifft, ist längst schon bekannt, dass ohne maßgeschneider­ te Speziallösungen kein

wirtschaftliches Überleben möglich ist. Modernisierung oder auch in bestimm­ ten Bereichen Automatisierungen bedür­ fen einer Menge an Überlegungen verbun­ den mit Betriebsstrategien, um situations­ abhängig die geeignete Ideallösung zu fin­ den. Auf eine Messe zu fahren oder eine Maschinenausstellung zu besuchen, um dort seine auf die eigene betriebliche Situ­ ation abgestimmte Lösung zu finden, wird dabei nicht alleine ausreichen. Sicher be­ darf es noch einer genaueren Recherche, dem intensiven Sammeln von Informati­ onen und diverser Gesprächen mit Anbie­ tern und Anwendern. Natürlich bedürfen solche Überlegungen auch einer genau ge­ planten, mit Beratern und Banken detail­ liert abgesprochenen Vorgangsweise. Sol­ chen Anschaffungen müssen auch Perso­ nal-, Schulungs-, Standort- und umwelt­ technische Überlegungen vorangestellt werden. Automatisierung muss sich auch schlicht und einfach rechnen. Sondiert man den für unsere Branche zuständigen Markt, dann wird man gerade von einer beinahe unüberschaubaren Vielfalt über­ rascht, die aber auch eine reizvolle Heraus­ forderung darstellen kann. Um entwicklungstechnisch den Her­ ausforderungen unserer handwerkli­ chen Zukunft nicht hinterher zu hin­ ken und um sich den produktions­ technischen Gegebenheiten anzu­ passen, wird es ohne Überlegungen in diese Richtung ganz einfach nicht mehr gehen. Dies wiederum bedeutet noch nicht, dass jeder Betrieb eine mehr­ achsige CNC-Maschine benötigt. Es heißt aber, dass sich jeder mit Technologien be­ schäftigen muss, ohne die eine Produk­ tion in unserer mondänen Arbeitswelt unmöglich geworden ist. Technik muss Herausforderung bleiben und Fort­ schritt die Triebfeder im betrieblichen Alltag, um immer auf Augenhöhe der Mitbewerber in die Zukunft zu blicken. Und dabei gilt es natürlich auch immer, die Bedürfnisse unserer Kunden im Blickwinkel zu behalten.

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Kolumne

Kostenwahrheit KOLUMNE Auch die Tätigkeit eines Rechtsanwalts ist eine Dienstleistung, und es ist

durchaus legitim, hier Angebote zu vergleichen und transparente Kosten zu fordern.   Text: Stephan Trautmann

» Es ist auch dem Anwalt lieber, klare Vereinbarungen zu treffen, die für beide ­Seiten befriedigend sind. « Dr. Stephan Trautmann

Rechtsschutzversicherung Wenn man eine Rechtsschutzversicherung hat, erhält man im Fall einer Deckungszusa­ ge einen Kostenersatz von der Versicherung. Grundvoraussetzung hierfür ist ein aufrech­ ter Versicherungsvertrag, die Versicherungs­ deckung für diese Sparte sowie eine rechtzei­ tige Meldung des Falles an die Versicherung. Die Versicherung wird aufgrund des Antrags entscheiden, ob sie in den Versicherungs­ fall einsteigt oder nicht. Man erhält dann ei­ ne schriftliche Bestätigung oder Ablehnung. Wenn die Versicherung eine Kostende­ ckungszusage gibt, bedeutet dies noch nicht, dass sie alle Kosten, die aus einem Rechtsfall entstehen, übernimmt. Die vorprozessualen sowie die außergerichtlichen Kosten werden oftmals nicht oder nur zu einem geringen Teil getragen. Sollten die außergerichtlichen Bemühungen nicht zu einem Erfolg führen und nachträglich eine Prozessführung not­ wendig sein, ist davon auszugehen, dass die vorprozessualen Kosten nicht gedeckt sind. Und: Die Prozesskosten werden manchmal nur unter Abzug eines Selbstbehalts (übli­ cherweise 20 Prozent) und zum Lokaltarif (Kosten des ortsansässigen Rechtsfreundes) übernommen. Prinzipiell besteht der Kostenersatzanspruch des Rechtsanwalts auch in Rechtsschutz­ sachen immer gegenüber dem Mandan­ ten, der ihn beauftragt, und nicht gegenüber der Rechtsschutzversicherung. Deshalb ist es notwendig, mit dem Rechtsanwalt genau über die Kostentragung – auch bei bestehen­ den Rechtsschutzdeckungen – zu sprechen. Fazit: Grundsätzlich ist es auch dem Anwalt lieber, klare Vereinbarungen zu treffen, die für beide Seiten befriedigend sind, da nur so eine gute Zusammenarbeit gewährleistet ist.

zahlt werden müssen. Prinzipiell trägt in ei­ nem Rechtsstreit derjenige die Kosten, der verliert. Dies kann aber nur als allgemeiner Grundsatz angesehen werden, da es mannig­ faltige Varianten gibt. So kann z. B. eine Kos­ tenteilung erfolgen, wenn man nur mit ei­ nem gewissen Prozentsatz gewinnt. Auch bei einer vergleichsweisen Beendigung eines Rechtsstreites muss über die wechsel­ seitige Kostentragung eine Einigung erzielt werden. Prinzipiell muss man sich sehr gut überlegen, ob das Kostenrisiko eines Pro­ zesses eingegangen werden kann (entspre­ chende Liquidität). Es ist unbedingt notwen­ dig, mit dem Rechtsanwalt vorher eine gro­ Prozesskosten be Schätzung zu erstellen, bei der auch das Rechtsanwalt Dr. Stephan Trautmann ist Prinzipiell sind Kosten zu unterscheiden, die Worst-Case-Szenario durchgespielt werden auf die Rechtsberatung von Klein- und bei einer außerstreitigen Rechtsbetreuung sollte. Es ist auch zu bedenken, dass man Mittelbetrieben spezialisiert. Kontakt: und die in einem Gerichtsprozess anfallen. möglicherweise auch im Fall des Prozessge­ Dr. Stephan Trautmann, Ungargasse Prozesskosten werden üblicherweise nach winns Kosten tragen muss. Dies kann etwa 4/2/1, 1030 Wien, Tel: 01/713 42 72, Modem Rechtsanwaltstarifgesetz abgerechnet, dann der Fall sein, wenn die Gegenseite in­ bil: 0664/326 52 58, F: 01/713 42 72-42, E-Mail: trautmann@advocat.cc da sie im Falle des Obsiegens vom Gegner be­ solvent wird.

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Foto: Thomas Prlic

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rinzipiell gilt, dass man das Honorar mit dem Anwalt seines Vertrauens frei vereinbaren kann. Es besteht einer­ seits die Möglichkeit, eine Pauschale auszu­ machen – was allerdings aus der Erfahrung heraus eine nicht sehr empfehlenswerte Vari­ ante ist, da man den Umfang der Arbeit meist nicht wirklich abschätzen kann. Die häufi­ ger vereinbarte Variante ist das Stundensatz­ honorar. Dies hat den Vorteil, dass hier größt­ mögliche Transparenz herrscht, da jede Leis­ tung aufgezeichnet und nachvollziehbar ab­ gerechnet wird. Letztlich besteht natürlich die Möglichkeit, nach dem Rechtsanwaltsta­ rifgesetz oder den allgemeinen (autonomen) Honorarkriterien abzurechnen. Mit dieser Variante wird eine im Gesetz bzw. in den Kri­ terien für spezielle Fälle festgesetzte Bemes­ sungsgrundlage herangezogen und jede ein­ zelne Leistung (Telefonat, Brief, Besprechung etc.) abgerechnet. Das bedeutet, dass die einzelnen Leistungen je nach Bemessungs­ grundlage auch verschieden honoriert wer­ den. Deshalb ist es wichtig, vor Abschluss ei­ ner solchen Vereinbarung die Bemessungs­ grundlage mit dem Anwalt zu besprechen. Wenn man eine entsprechende Honorar­ vereinbarung getroffen hat, ist es – auch aus Gründen der Kostentransparenz – sinn­ voll, temporäre Leistungsabrechnungen zu verlangen. Solche Teilabrechnungen bieten auch die Möglichkeit der Kontrolle der Tätigkeit des Anwalts, sodass bei zu hoch empfundenen Abrechnungen gleich darüber gesprochen werden kann. Wenn die Kosten zu hoch wer­ den – was bei unvorhersehbaren Ausweitun­ gen von Rechtsstreiten immer wieder pas­ siert –, muss eine gemeinsame Lösung erar­ beitet werden.


Nothegger Massiv Möbelfertigteile für den europäischen Raum

D as über 40-jährige Traditionsunternehmen mit Hauptsitz nähe Kitzbühel in Tirol, hat sich in den letzten Jahren auf die Produktion von Möbelfertigteilen spezialisiert. Das Programm umfasst unter anderem gezinkte Holzschubladen, Designladen, Massivholzplatten, Besteckeinsätze, Lüftungsgitter, Korpusse und Plattenzuschnitte. Sämtliche Artikel sind über den Fachhandel erhältlich. Ein Händlerverzeichnis finden Sie unter www.nothegger-massiv.at.

Lieferung direkt zur Baustelle Mit aktuell rund 100 Mitarbeitern werden die Produkte binnen weniger Werktage in den Versand gebracht. Die schnelle und reibungslose Lieferung direkt zur Baustelle soll unnötige Lagerung von Hölzern und Material vermeiden und den Verarbeitern eine genaue Kalkulation ermöglichen. Die Kosten für eine fingergezinkte, Natur lackierte Holzschublade mit vormontierten Aufnahmeschnäppern betragen rund 30 Euro.

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Betrieb & wirtschaft

Der Jugend eine Chance LEHRLINGE In der niederösterreichischen Tischlerei Helmer sind neun von 30 Mit-

arbeitern Lehrlinge. Ein genauer Ausbildungsplan, vielseitige Einsatzgebiete im ­Firmenalltag und ein gutes Arbeitsklima sind Teile des Erfolgsrezepts. Text: Thomas Prlic

Ein Vorzeige-Familienbetrieb (v. l. n. r.): Thomas Helmer (Produktion, Lehrlingsausbildung), Susanne Krexner (Planung, Verkauf, Marketin), Franz Helmer (Geschäftsführung) und Maria Helmer (Buchhaltung und Bürokoordination)

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Fotos: Thomas Prlic

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eit drei Jahrzehnten führt Franz Hel­ In der Möbeltischlerei entstehen dabei lichsdorf, hat die Tischlerei mittlerwei­ mer seinen eigenen Tischlereibetrieb. komplette Innenraumkonzepte oder auch le 110 Küchen gefertigt – bei rund 450 Begonnen hat er wie so viele andere einzelne Möbelstücke, ausgewählte Par­ Haushalten. als Einmannunternehmer, heute beschäf­ kettböden liefert man ebenso wie edle Pols­ tigt er 30 Mitarbeiter. Dabei ist die gesam­ termöbel als Ergänzung zu den Eigenanfer­ Kein NachwuchsmangeL te Familie im Betrieb aktiv: Ehefrau Maria tigungen. Das Spezialgebiet des Unterneh­ Bemerkenswert ist an dem Unternehmen ist für die Buchhaltung und Bürokoordina­ mens sind aber Küchen: 70 Stück fertigte aber noch eine andere Quote: Bei 30 Mit­ tion zuständig, Sohn Thomas leitet die Pro­ die Tischlerei Helmer alleine im vergange­ arbeitern beschäftigt Franz Helmer der­ duktion, die EDV-Technik und die Lehr­ nen Jahr. Der in Obersdorf im Weinviertel zeit gleich neun Lehrlinge. Während vie­ lingsausbildung, Tochter Susanne ist in ansässige Betrieb profitiert dabei zwar auch le Branchenkollegen mit Nachwuchs­ Planung, Verkauf und Marketing tätig. Und von der Nähe zum nur 20 Kilometer ent­ schwierigkeiten kämpfen, hatte Helmer sogar Franz Helmers Bruder Georg arbeitet fernten Wien, viele Kunden hat man aber bis jetzt noch nie Probleme, neue Be­ seit vielen Jahren als engagierter Tischler in der direkten Umgebung. Im nahe gele­ werber zu finden. „Wenn die geburten­ in der Firma. genen Geburtsort Franz Helmers, in Pil­ schwächeren Jahrgänge auf uns zukom­


Betrieb & Wirtschaft

» Die Jugend ist nicht so schlecht, wie alle immer sagen. Den Generationenkonflikt gab es doch immer schon. « Spezialgebiet Küchen: 70 Stück entstanden alleine vergangenes Jahr in der Werkstatt.

Franz Helmer, Geschäftsführer men, wird uns das Problem sicher auch einmal treffen. Aber momentan merken wir das noch nicht“, so Helmer. Seit der ersten Nachwuchskraft, die die Tischle­ rei 1990 aufnahm, ist die Anzahl stetig ge­ wachsen. In manchen Jahren fangen im Be­ trieb bis zu drei neue Lehrlinge an. Derzeit lernen und arbeiten bei Helmer drei ange­ hende Tischlereitechniker im vierten Lehr­ jahr, dazu kommen noch zwei Lehrlinge im dritten, zwei im zweiten und zwei im ers­ ten Lehrjahr. Zwei neue Anwärter hat der Geschäftsführer bereits wieder ausgewählt.

Sie müssen noch in der Landesberufsschu­ le in Pöchlarn den Lehrlings-Eignungstest absolvieren. Andere Zeiten Bis zum Grundwehrdienst dürfen in der Regel alle Nachwuchsfachkräfte im Betrieb bleiben. „Danach sieht man ohnehin, wer bleiben will und wer engagiert ist“, so Hel­ mer. Fast alle, die im Betrieb weitermachen wollten, durften bisher auch bleiben. Die von Kollegen oft geäußerte Kritik, dass die „Qualität“ des Berufsnachwuchses heute

das leBen als momentauFnahme BegreiFen

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betrieb & wirtschaft

weise in der Arbeitsvorbereitung, noch vie­ les selber einteilen dürfen. Mehr Motivation durch mehr Eigenverantwortung sozusagen. Offenes Klima Zu einer attraktiven Firma gehört auch ein angenehmes Arbeitsklima. Für Franz Hel­ mer ist es dabei wichtig, als Chef einen of­ fenen Umgang zu pflegen. In einer eigens eingerichteten Box können die Mitarbeiter Wünsche oder Anregungen anonym depo­ nieren. Und auch sonst müsse man ein Ohr für die Sorgen und Nöte seiner Mitarbeiter haben, sagt Helmer, der gleichzeitig betont, dass man als Chef gelegentlich auch streng sein muss: „Man darf nichts schleifen las­ sen. Der Kunde verlangt ja eine Top-Quali­ Links: Begonnen hat Franz Helmer wie so viele andere als Einmannunternehmer, heute beschäftigt er 30 Mitarbeiter. Im Bild rund die halbe Belegschaft. Unten: Auch Franz Helmers Bruder Georg (r.) arbeitet seit vielen Jahren als engagierter Tischler in der Firma.

ein großes Problem sei, will Helmer so pau­ schal nicht gelten lassen. Man müsse dabei auch beachten, dass sich die Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten eben auch stark verändert habe. „Wir sind früher ein­ fach ganz anders aufgewachsen als heu­ te. Wir haben weniger ferngeschaut, haben mehr Aktivitäten im Freien gemacht, sind auf Bäumen herumgekraxelt und haben mit der Laubsäge geschnitten. Heute ist das einfach anders. Klar fehlt dann natürlich auch etwas das handwerkliche Geschick. Aber das ist erlernbar, glaube ich. Wenn ei­ ner will, kann er das jederzeit nachholen.“ Gleichzeitig, meint Helmer, seien auch die Anforderungen, die heute an Lehrlinge ge­ stellt werden, stark gestiegen. Großen Ver­ besserungsbedarf sieht der Tischlermeister allerdings in der Grundschulausbildung: „Ich glaube, dass hier vieles nicht so läuft, wie es sollte. Wir merken das oft bei Bewer­ bern: Die Fähigkeiten in den Grundrech­ nungsarten und im logischen Denken sind eine Katastrophe.“ Helmers Wunsch: die Lehrpläne in den Schulen entrümpeln, da­ mit dafür das, was unterrichtet wird, wirk­ lich sitzt und in der Praxis auch angewen­ det werden kann.

» Wenn man in allen Bereichen arbeiten kann, bekommt man mehr Verantwortung und das Pflichtbewusstsein steigt. « Franz Helmer

Betrieb attraktiv sein.“ Dazu gehört auch, dass die angehenden Fachkräfte im Betrieb die ge­ samte Bandbreite des Berufs mitbekommen. In der Tischlerei gibt es dazu einen genauen Ausbildungsplan: Die Lehrlinge durchlau­ fen im Unternehmen sämtliche Einsatzberei­ che. Die einzelnen Jugendlichen werden dazu Arbeitsteams zugeordnet, alle zehn Wochen wechseln die Nachwuchstischler in ein an­ deres Team. „So bekommen die Jugendlichen überall einen Einblick, von der Arbeitsvor­ bereitung bis zum Programmieren der CNCMaschine“, sagt Thomas Helmer, der im Be­ trieb für die Lehrlingsausbildung zuständig ist. Die Idee hinter diesem Konzept ist nicht nur, den Lehrlingen schon in der Ausbildung ein breites Wissen zu vermitteln. „Wenn man alles machen kann, bekommt man auch Ver­ antwortung übertragen und das Pflichtbe­ Ausbildung mit Plan wusstsein steigt – viel mehr, als wenn man Wie man sich als Tischlerei für Bewerber in­ immer nur das Gleiche macht“, ist Franz Hel­ teressant machen kann, dafür hat Franz Hel­ mer überzeugt. Das gilt im Übrigen auch für mer eine kurze Antwort parat: „Man muss als die anderen Mitarbeiter, die sich, beispiels­

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tät.“ Dazu gehört auch, dass die Lehrlinge auf Montage das richtige Benehmen mit­ bekommen: freundlich grüßen, wenn nötig die Schuhe ausziehen. Einfache, aber wich­ tige Dinge. Bei allem Engagement weiß aber auch Franz Helmer, dass so viele Lehrlinge in einem Betrieb auch manches aufwendi­ ger machen. „Natürlich könnten wir effizi­ enter sein, wenn wir statt Lehrlingen ein­ fach Helfer einstellen würden.“ Aber Effizi­ enz ist eben nicht alles. „Ich halte einfach viel auf die Jugend. Die ist nicht so schlecht, wie alle immer sagen. Den Generationen­ konflikt gab es doch immer schon. Zu mei­ ner Zeit hat man halt über die langen Haare geschimpft. Ich bin der Jugend gegenüber einfach positiv eingestellt. Und außerdem: Der Erfolg gibt uns einfach recht.“ www.helmer-dietischlerei.at

Tischler Journal 06 | 2013


ENTGELTLICHE einschaltung

ADVERTORIAL

Die neue Dimension des Holzes Mehrschichtig verleimte Naturholzplatten gehören seit 40 Jahren zum fixen Programm von Admonter. Das neue Gestaltungselement Cube ist durch seine mehrdimensionale Optik ein echtes Highlight im anspruchsvollen Innenausbau.

Fotos: Admonter

S 

chon bisher stand Ad­ monter am Markt mit hochveredelten Böden und Platten aus Holz für Qua­ lität und Designlösungen der besonderen Art. Mit Cube wird nun der nächs­ te Schritt in den anspruchs­ vollen Innenausbau getan. Cube steht hierbei für mehr­ dimensionale Holzelemente, die als Wand- oder Raumge­ staltung neue Akzente setzen werden. Verfügbar in neun unterschiedlichen Varianten – Lärche, Lärche dunkel, Ei­ che, Eiche medium, Zirbe, Zir­ be weiß, Nussbaum und den Raritäten Altholz sonnenver­ brannt und Altholz Erle grau – ist Cube einfach und schnell durch ein standardisiertes Nut-&-Feder-Profil zu mon­ tieren. Die handlichen Ein­ zelelemente weisen ein For­ mat von circa 123 x 23 cm auf, wobei die beiden Altholz-Vari­ anten mit circa 164 x 28 cm et­ was größer ausfallen. Die saubere, teils händische Verarbeitung garantiert einen durchlaufenden Stoß von ei­ nem Element zum anderen und damit auch einen Blick­ fang wie aus einem Guss. Praktisch in der Lieferung, schnell in der Montage und anspruchsvoll im Design ist für Cube auch je zur Holzart passend eine Abschlussleis­ te verfügbar, sodass sich auch kleinformatige Wandflächen optisch ansprechend im Ob­ jekt präsentieren. Mehr Informationen zu Cube und den Holzprodukten von Admonter finden Sie unter www.admonter.at.

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Cube Eiche medium in einer Anwendung als Küchenrückwand

Cube in der Variante Lärche dunkel

Cube in der Variante Altholz Erle grau

Cube Lärche dunkel in der Praxisanwendung

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Bundesinnung

Die besten Nachwuchstischler BUNDESINNUNG Die heimische Tischlerbranche bestreitet ihren 54. Bundeslehrlings-

wettbewerb am 22. Juni 2013 im Hotel Gut Brandlhof in Saalfelden/Salzburg.

Bundesländern bereits umgesetzt. „So ge­ sehen bemühen wir uns, Jugendliche je­ den Alters für unsere Lehrberufe zu inter­ essieren. Der öffentlich zugängliche Wett­ bewerb bietet eine gute Gelegenheit, einen ersten Eindruck zu gewinnen. Dieser kann durch Betriebsbesuche in der Heimatge­ meinde vertieft werden“, betont KommR. Ing. Josef Breiter, Bundesinnungsmeister der Tischler. Facharbeiter von morgen

BIM KommR. Ing. Josef Breiter und BLW LIM-Stv. Alois Kitzberger.

A 

m Vormittag des 22. Juni 2013 fällt in Saalfelden im Salzburger Land die Entscheidung über die Frage, aus welchem Bundesland die Medaillenge­ winner des heurigen Jahres kommen. Die in den Landeswettbewerben ermittelten Sieger in den einzelnen Lehrjahren sind für den Bundeslehrlingswettbewerb quali­ fiziert und kämpfen um die begehrte Aus­ zeichnung, als beste Lehrlinge ihrer Bran­ che zu gelten.

» Wir bemühen uns, Jugendliche jeden Alters für unsere Lehrberufe zu interessieren. « BIM KommR. Ing. Josef Breiter

„Wir wollen künftig auch Erwachsene, die bereits eine andere Ausbildung absolviert haben, für unser Handwerk als Lehrlinge gewinnen. Die Ausbildung von künftigen Facharbeitern ist eine der dezentralen Auf­ gaben unserer Organisation“, ergänzt der für Ausbildungsfragen verantwortliche Bundes­ lehrlingswart Alois Kitzberger. In Österreich werden derzeit in 2042 Lehrbetrieben 4084 Lehrlinge ausgebildet. Besucher, insbeson­ dere Jugendliche, die sich für den Lehrberuf Tischler interessieren, sind herzlich eingela­ den, den Wettkampfteilnehmern am Sams­ tag, dem 22. Juni 2013 von 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr über die Schulter zu schauen (red/bun­ desinnung). www.tischler.at/innung 

Förderung der Berufsjugend

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Foto: thomas prlic; Composing: butjabutja-multicrossmedia

Ein Ziel dieser Veranstaltung ist es, die Mo­ tivation und die Leistungsbereitschaft der Berufsjugend durch den Wettbewerb zu för­ dern. Neben der Ermittlung der Bundes­ sieger in den einzelnen Lehrjahren ist ein weiteres Ziel dieser Veranstaltung, die an­ spruchsvollen, aber schönen Lehrberufe Tischlerei und Tischlereitechnik einer brei­ ten Öffentlichkeit zu präsentieren. Insbe­ sondere soll auch bei Maturanten das Inte­ resse für diese Berufe geweckt werden. Seit geraumer Zeit gibt es Bemühungen, nicht nur Lehrlinge zu Maturanten, sondern auch Maturanten zu Tischlereitechnikern auszu­ bilden. Die Aktion läuft unter dem Schlag­ wort „MaturaPlus“ und wird in einzelnen

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Innung Oberösterreich

Oberösterreichs beste Lehrlinge WETTBEWERB Oberösterreichs beste Nachwuchstischler traten Ende April im Wifi

Linz beim Landeswettwebewerb gegeneinander an.

U

nter der Organisation von Landeslehr­ lingswart Andreas Baumgartner hatten 36 Tischlerlehrlinge ihr fachliches Kön­ nen in einem praktischen und einem theoreti­ schen Teil zu bestätigen. Im praktischen Teil wa­ ren im 1. Lehrjahr ein Gestell, im 2. Lehrjahr ein Schubladenkorpus und im 3. Lehrjahr ein Kor­ pus mit Tür zu fertigen. Im theoretischen Teil mussten Holzmuster erkannt werden. Im Rah­ men der Siegerehrung zeigten sich Landesin­ nungsmeister Gerhard Spitzbart und Bundes­ lehrlingswart und LIM-Stv. Alois Kitzberger so­ wie Landeslehrlingswart Andreas Baumgart­ ner beeindruckt vom hohen fachlichen Können des Berufsnachwuchses. Das große Engage­ ment der ausbildenden Lehrbetriebe und die gute Zusammenarbeit mit der Berufsschule und den Lehrlingswarten in den Bezirken wur­ den gelobt. Ein großer Dank gilt den Sponso­ ren für die Unterstützung des Wettbewerbs mit Sachpreisen. (red/innung oö). www.tischlerinfo.at

Martin Spiel, Sieger im 1. Lehrjahr, Alexander Redl, Sieger im 2. Lehrjahr, und Christian Buchegger, der Bestplatzierte im 3. Lehrjahr

Das Ergebnis:

Die Zukunft lebt von Ideen

1. Lehrjahr: Rang 1: Martin Spiegl, Königswiesen Lehrbetrieb Martin Obereder, Königswiesen Rang 2: Sigfried Moshammer, Marchtrenk Lehrbetrieb Silber Fensterbau GmbH, Mistelbach Rang 3: Marco Sturmberger, Schiedlberg Lehrbetrieb Franz Kaiblinger, Schiedlberg 2. Lehrjahr: Rang 1: Alexander Redl, Gutenbrunn Lehrbetrieb Anrei Reisinger GmbH, Pabneukirchen Rang 2: Thomas Hauzeneder, Gunskirchen Lehrbetrieb Alois Sammer, Pichl Rang 3: Felix Sparber, Scharnstein Lehrbetrieb Feichtinger GmbH, Scharnstein 3. Lehrjahr: Rang 1: Christian Buchegger, Vorchdorf Lehrbetrieb SFK Tischler GmbH, Kirchham Rang 2: Andreas Gadermaier, Eberschwang Lehrbetrieb Andreas Lederbauer, Eberschwang Rang 3: Matthias Redl, Bärnkopf Lehrbetrieb Anrei Reisinger GmbH, Pabneukirchen

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Innung niederösterreich

Hier fallen Meister vom Himmel 30 Jahre MK Pöchlarn Die Meisterklasse in Pöchlarn

feiert ihr 30-jähriges Bestehen am 29. Juni mit einem großen Festakt.

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m Anfang eine Vision, hat sich die MK Pöchlarn zur Hoch­ burg der Produktionstechnik entwickelt. Feiern Sie mit uns und nutzen Sie das Jubiläum, um interessante Kontakte in der Branche zu knüpfen.

Programm: Schon am Tag zuvor (28. Juni) berich­ tet Radio Niederösterreich anlässlich des Schulschlus­ ses auch über die Meisterschule Pöchlarn. Durch das Programm führt Karl Trahbüchler. Ab 10 Uhr: Lebende Werkstätte mit den führenden Lehrlingen Niederösterreichs in der Landesberufsschu­ le und Ausstellung der diesjährigen Meisterstücke der MK 30 im Schülerheim Um 12:30: Sektempfang mit der Musikkapelle Pöch­ larn im Nibelungenhof Um 13:30: Abmarsch zum Schülerheim und Be­ ginn des Festaktes mit Ehrung der jungen Meister und Betriebe im Festzelt Im Anschluss: Buffet mit kalten, warmen und süßen Schmankerln aus der Region, zuberei­ tet vom Schülerheim Pöchlarn. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

er erfei t s i e M 13 29.6.20 chler,

Dir. Ing. Erich Drabek, Dr. Gerhard Maly, LIM KR Gottfried Wieland

für Tis rschule e t is traße 5 e M chka-S s o k o K n Oskaröchlar 3380 P an beten ung er ld e m e An no .at ie@wk m e h .c holz

LIM-SV KR Johann Ostermann, LIM-SV KR Ing. Helmut Mitsch, BezIM Stefan Zamecnik

Meisterschule für Tischler 3380 Pöchlarn, Oskar-Kokoschka-Straße 5, Tel.: (02757) 76 90 poechlarn@meisterschuletischler.at, www.meisterschule-tischler.at

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Tischler Journal 06 | 2013


Innung niederösterreich

Links: Das erste österreichische Tischlermuseum in Pöchlarn ist am 29. Juni geöffnet. Rechts: Die Absolventen der MK-Pöchlarn genießen einen ausgezeichneten Ruf.

1. Österr. Tischlermuseum

braucht und weil das Handwerk es der Jugend Alte Maschinen aus Tischlerwerkstätten und schuldig ist. Der gute Ruf der Schule zeigt, dass handgefertigte Werkzeuge werden in diesem die MK Pöchlarn ihre Ziele erreicht hat und sich einzigartigen Museum im Stadtzentrum aus­ Jahr für Jahr auch noch steigert. gestellt. Neben verschiedenen alten Werkzeu­ gen ist auch eine Vielzahl von Holzmustern und Wer kann nun besonders von der Sparte Produk­ Werkstücken der Landesberufsschule für Tisch­ tionstechnik profitieren? ler, Zimmerer und Fassbinder ausgestellt. Be­ ▶ Mittlere Unternehmen, die eine Entlastung sonders wertvoll ist eine Zunfttruhe der NÖ des Chefs suchen. Tischler. ▶ Jeder, der später einmal selbstständig sein möchte. Meisterschule auf erfolgskurs ▶ Industrieunternehmen, die Leute für die Pro­ Die Landesinnung der Tischler und Holzgestal­ duktionstechnik ausbilden möchten. tenden Gewerbe hat sich vor 30 Jahren ein ehr­ ▶ Junge Menschen, die den elterlichen Betrieb geiziges Ziel gesetzt. Wir wollen die beste Pro­ einmal übernehmen möchten. duktionstechnikausbildung im deutschspra­ ▶ Jeder, der eine krisensichere Ausbildung chigen Raum anbieten, weil es die Gesellschaft haben möchte.

Die MK 31 startet im Herbst! Es sind noch einige wenige Plätze frei. Fordern Sie Infomaterial an oder melden Sie sich direkt an! Bitte schicken Sie mir Informationsmaterial zu Ich möchte mich für die MK 31 anmelden Vorname

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Coupon ausschneiden und an die MK Pöchlarn, OskarKokoschka-Straße 5, 3380 Pöchlarn senden oder an die E-Mail-Adresse: poechlarn@ meisterschule-tischler.at mailen.


Innung niederösterreich

Was uns alle betrifft VIERTELSVERANSTALTUNGEN Die erfolgreichen Viertelsveranstaltungen der Tischler

Niederösterreichs schließen mit den Besuchen der Tischlerei Grassmann im Dirndltal und der Tischlerei Zamecnik in Bruck/Leitha ab.

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ie Viertelsveranstaltungen entwi­ zen, um am Markt zu reüssieren, auch wenn ckeln sich in der Dimensionierung ihm manche Dinge bitter aufstoßen. Die Lan­ schon fast zu kleinen Landesin­ desinnung ist immer nur der Überbringer nungstagungen, was das Programm und die der Botschaft und zeigt Wege, wie man damit Besucher angeht. So zählte man in Kirch­ umgehen kann. „Die Situation als solche ha­ berg an der Pielach 40 Besucher und bei der ben nicht wir geschaffen, sondern wir kön­ Tischlerei Zamecnik blieb man knapp unter nen nur Hilfestellungen anbieten“, sagt Kom­ der 50er-Marke. merzialrat Ing. Helmut Mitsch. Die Landes­ innung freut sich, dass so viele Tischler In­ Die Innung lebt teresse an den Vortragsreihen zeigen. Eine „Es sind immer Programmpunkte, die den aktive Innungsarbeit findet bei den Mitglie­ Tischlern unter den Nägeln brennen. Manch­ dern große Zustimmung. mal auch ganz unbequeme Themen. Diese greifen wir auf und beleuchten sie fundiert“, Tischlerei Grassmann erklärt Landesinnungsmeister KR Gottfried „Willkommen im Dirndltal“, hieß es am Wieland das Erfolgskonzept. Im Jahr 2013 24. April, und viele Kollegen folgten der Ein­ können sich die Tischler über die Werbung ladung, um einen Topbetrieb, der sich auf ei­ 2013, das Image des Tischlers aus Konsu­ nen Zweig spezialisiert hat, zu besichtigen. mentensicht, die Besuche des Arbeitsinspek­ Im Jahr 1973 hat die Firma Grassmann von tors und über die Fallstricke im Umgang mit einer traditionellen Tischlerei zur Sessel­ Normen informieren. Eine von der Landesin­ produktion gewechselt. 2011 hat man sich nung der Tischler und der Holz gestaltenden zum Neubau entschlossen und mittlerweile Gewerbe bei der Motivforscherin MMag. Dr. hat man sich am neuen Standort gut einge­ Sophie Karmasin in Auftrag gegebene Studie lebt und produziert pro Jahr über 12.000 Ses­ zeigt, wie sich der Konsument in den letzten sel. Stilgerecht konnte man den Vorträgen auf Jahren verändert hat. Der Tischler muss sich vielen ausgewählten Sesseln der Firma Grass­ mit diesen Gegebenheiten auseinanderset­ mann folgen.

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Tischlerei Zamecnik Ein Vorzeigebetrieb im Industrieviertel ist die Tischlerei Zamecnik in Bruck an der Leitha. Diesen Termin nutzte auch der Bun­ desinnungsmeister Josef Breiter, um sich vom hohen Niveau der Veranstaltungen in Niederösterreich zu überzeugen. Die Tischlerei Zamecnik ist ein traditionel­ ler Familienbetrieb, der sich auch schon den Fortbestand in der nächsten Genera­ tion gesichert hat. Reminiszenzen an die Kriegstage werden wach, wenn man den Erzählungen von Herrn Zamecnik seni­ or lauscht, und man spürt, wie schön es ist, wenn eine Familie fest zusammenhält. Die Tisch­lerei selber ist in ein Möbel- und Bau­ tischlerteam gesplittet, denn man braucht für jeden Zweig unterschiedliches Perso­ nal, um am Markt zu reüssieren. Stefan Za­ mecnik entwickelt den Betrieb kontinuier­ lich weiter, sodass er in Niederösterreich zu einem Vorzeigebetrieb avanciert ist. Die neu adaptierte Halle garantiert einen noch besseren Arbeitsfluss und lässt viel Raum für die Verwirklichung neuer Ideen und Technologien. www.tischlernoe.at

Tischler Journal 06 | 2013

Fotos: Innung Niederösterreich

Links: Viertelsveranstaltung bei der Firma Grassmann, wo pro Jahr über 12.000 Sessel gefertigt werden. Rechts: Stefan Zamecnik führt den Vorzeigebetrieb in Bruck/Leitha.


Innung niederösterreich

Das Möbel am Laptop WETTBEWERB In der LBS Pöchlarn fand am 3. Mai der Landeslehrlingswettbewerb der

Tischlereitechniker statt.

Fotos: Innung Niederösterreich

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wölf Nachwuchstischler wetteiferten am 3. Mai in der Landesberufsschu­ le Pöchlarn um den Titel des besten Tischlereitechnikers im Bundesland Nieder­ österreich. Die Einteilung der Gruppen er­ folgte dabei wie auch im Lehrberuf in die Be­ reiche Planung und Technik. Die Lehrlinge aus dem Planungsbereich hatten dabei ein Speisezimmermöbel als Aufgabenstellung zu bewältigen, im Bereich Produktion war ein Highboard als Wettbewerbsaufgabe vor­ gegeben. Der Sieg im Bereich Tischlereitech­ nik-Planung ging an Doris Zanger (Lehrbe­ trieb: Haselmaier GmbH/ Anton an der Jeß­ nitz), die auch als Vertreterin ihres Bundes­ landes beim Bundeslehrlingswettbewerb

antreten darf. Den zweiten Platz belegte Ja­ kob Ofenberger (Bene AG/Waidhofen a. d. Ybbs), als Dritter kam Andreas Mitterböck (Lehrbetrieb Leopold Gansch/Kirchberg a. d. Pielach) aufs Stockerl. Im Bereich Tischle­ reitechnik-Produktion belegte Lukas Hoch­ strasser (Bene AG/Waidhofen a. d. Ybbs) den ersten Rang und fährt somit für Niederös­ terreich zum Bundesbewerb nach Salzburg. Platz zwei ging an Dennis Schön (Hartl Haus Industrie GmbH/Echsenbach), Platz drei an Thomas Fuchs (Herbert Baumgartner GmbH/ St. Leonhard am Forst). Die offizielle Sieger­ ehrung findet am 29. Juni 2013 anlässlich der Meisterfeier im Schülerheim der Landesbe­ rufsschule Pöchlarn statt. (red)

Die Teilnehmer des Landeslehrlingswettbewerbs ­sowie Vertreter der Landesinnung, der Berufsschule, Wettkampfleiter und Preisrichter

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Innung steiermark

Ehrliches Handwerk, gutes Design DESIGNPREIS Nach der Premiere im Vorjahr geht Craft Design, der Designpreis der

steirischen Tischler, heuer in die zweite Runde.

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ie Steiermark zählt rund 1400 Mit­ glieder in der Landesinnung der Tischler und der Holz gestalten­ den Gewerbe, an die 120 Lehrlinge, die sich im Schuljahr 2012/13 erfolgreich der Lehr­ abschlussprüfung gestellt haben, und 35 Jungmeister, die in den letzten drei Jahren die Meisterprüfung abgelegt haben. All je­ ne sind berechtigt, bis 7. August ihre Werke zum Craft Design einzureichen und damit ihre gestalterischen Leistungen im Hin­ blick auf Design, Kreativität und Individu­ alität zu präsentieren. Eine Fachjury wählt aus den Einsendungen die neun Besten – diese müssen sich dem Publikum auf der Grazer Herbstmesse 2013 von 2. bis 7. Okto­ ber stellen. „Es freut mich, dass wir auf den steirischen Designpreis ein solch positives Echo erhalten haben. Bereits im ersten Jahr konnten wir uns beispielsweise über rund

2500 Publikumsvotings freuen. Man sieht, dass das Interesse in der Bevölkerung hin­ sichtlich hochwertiger Tischlerarbeit un­ gebrochen ist. Das Ergebnis zeigt uns, dass sich die eingesendeten Möbel auch am Markt behaupten können“, blickt Landes­ innungsmeister Walter Schadler einem er­ folgreichen Wettbewerb 2013 entgegen. gemeinschaftsausstellung

» Man sieht, dass das Interesse in der Bevölkerung hinsichtlich hochwertiger Tischlerarbeit ungebrochen ist. « LIM Walter Schadler auftritt eignet sich besonders gut, um die qualitativ hochwertigen Leistungen unse­ rer Tischler vor den Vorhang zu holen. Er stellt für uns die optimale Gelegenheit dar, um uns am Markt zu präsentieren. Umso erfreulicher, dass dies von der Bevölkerung gerne wahrgenommen wird“, so Landesin­ nungsmeister-Stellvertreter Harald Almer.

Ehrliches Handwerk, gutes Design und vie­ le funktionelle Details zeichnen vor allem auch die Tischler in der Steiermark aus. Da die Tischler so individuell und maßgenau fertigen, ist es oft schwierig, die Leistun­ gen dem Konsumenten in der Vorkaufpha­ se sichtbar zu machen. Die Gemeinschaftsausstellung auf der Gra­ talente vor den Vorhang zer Herbstmesse 2013 soll zeigen, was die Dass Tischlereibetriebe täglich ihre Kreati­ Tischler können. „Der gemeinsame Messe­ vität in den umgesetzten Möbeln unter Be­ weis stellen, ist bekannt. Dass sich auch die jüngeren Kollegen unter ihnen bereits mit großartigen Leistungen schmücken kön­ nen, soll noch stärker kommuniziert wer­ den. „Mit dem Craft Design ist es Ziel, auch die Qualität unserer Tischlertalente einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu ma­ chen. Zu diesem Zweck wurden zwei Kate­ gorien für die jungen Kandidaten geschaf­ fen, die Lehrlinge und die Jungmeister“, weist Landesinnungsmeister-Stellvertreter Kommerzialrat Anton Ulrich stolz auf den Die steirische Innungsspitze: LIM Walter Schadler, LIM-Stv. KR Anton Ulrich, LIM-Stv. Harald Almer Nachwuchs hin.

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Innung steiermark

„Verhandeln statt demonstrieren“ KOLLEKTIVVERTRAG Die steirische Landesinnung wehrt sich gegen den

Gewerkschaftsprotest.

N

ach einer Protestaktion der Gewerk­ » Die Arbeitgeber sind sehr „Der Rahmenkollektivvertrag für bestehen­ schaft Bau-Holz am Grazer Haupt­ de Arbeitsverhältnisse bleibt ja in jedem Fall wohl gesprächsbereit. Es aufrecht. So zu tun, als wären wir jetzt in ei­ platz setzt sich die Landesinnung der Tischler und der Holz gestaltenden Ge­ wäre hilfreich, wenn man nem komplett rechtsfreien Raum, ist einfach werbe zur Wehr: „Es entspricht nicht der üb­ nicht richtig.“ Darüber hinaus haben die Ar­ unsere Branche nicht öf- beitgeber auch ein konkretes Angebot an die lichen Vorgangsweise, dass man gleich de­ monstriert, statt gemeinsam nach einer Lö­ fentlich schlechtmachen Gewerkschaft gelegt, nämlich die Löhne und sung zu suchen“, erklärt Landesinnungs­ die Lehrlingsentschädigung nach Maßgabe würde, sondern weiterver- der wirtschaftlichen Möglichkeiten bei den meister Walter Schadler. Stein des Anstoßes sind die ergebnislos abgebrochenen Kol­ Tischlern um 2,85 % und bei den Holz gestal­ handelt. « LIM Walter Schadler lektivvertragsverhandlungen der Holz und tenden Gewerben um 2,5 % Prozent zu erhö­ Kunststoff verarbeitenden Gewerbe. Die Ge­ nur für unsere Kunden, sondern auch für un­ hen. „Die Arbeitgeber sind also sehr wohl ge­ werkschaft fordert eine Erhöhung der Ist- sere Mitarbeiter attraktiv sein. Die Höhe der sprächsbereit. Es wäre hilfreich, wenn man Löhne, die Arbeitgebervertreter beharren auf Ist-Löhne muss aber dem Betrieb selbst über­ unsere Branche nicht öffentlich schlecht­ der Beibehaltung der Erhöhung der KV-Löh­ lassen bleiben“, meint Schadler. machen würde, sondern weiterverhandelt“, ne. Mit gutem Grund: „Unsere Betriebe sind Mit dem vorschnellen Protest schade die Ge­ so Schadler abschließend. Ein nächster Ver­ durchwegs zu einer Überzahlung bereit. Das werkschaft letzten Endes den Interessen ih­ handlungstermin steht mittlerweile fest: Am ist ja auch ganz klar, denn wir stehen auch im rer eigenen Klientel. Es stimme auch nicht, 26. Juni gehen die Kollektivvertragsverhand­ permanenten Wettbewerb und müssen nicht dass es einen vertragslosen Zustand gebe: lungen in die dritte Runde. (Innung Stmk)

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Innung Steiermark

KONGRESS

Erfolgreich im Turnus WETTBEWERB Vor Kurzem fanden der vierte Turnuswett­

TERMIN ORT PAUSCHALE

21. und 22. 11. 2013 EMS Lounge Wien € 199,– (exkl. 20 % USt)

bewerb der steirischen Tischler sowie ein Ausscheidungswettbewerb Tischlereitechnik in der LBS Fürstenfeld statt. 1. Lehrjahr (Teilnehmer, Lehrbetrieb) 1. Platz:

 lexander Haidinger, Cserni Wohnen A GmbH, Fehring

2. Platz:

 elanie Konrad, Cserni Wohnen GmbH, M Fehring

3. Platz:

Lukas Sidar, Frewein Siegfried, St. Johann ob Hohenburg

4. Platz

Martin Galler, Hammer, Bau- und Möbeltischlerei und Möbelhandelsges.m.b.H., St. Marein bei Knittelfeld

5. Platz: Philipp Hörzer, Hösch Hermann, Raning 3. Lehrjahr:

Für Tischler und Inneneinrichter: Planen, Bauen & Sanieren für altersgerechten Komfortanspruch!

1. Platz:

 ünter Janisch, KPA Katzbeck ProduktionsG GmbH Austria, Ilz

2. Platz:

 lexander Stenitzer, Tischlerwerkstätte A Anton Ulrich e. U., Bad Gleichenberg

3. Platz:

Leonhard Steinbauer, kein Lehrbetrieb

4. Platz

 atthias Wessely, Lammer Gerhard, M Mariazell

5. Platz:

Michael Riegler, Michael Berger GmbH, Ratten

Tischlereitechnik/Planung:

Laut einer GFK-Studie leben derzeit 87 % der über 50-jährigen in einer Wohnung bzw. in einem Haus, das nicht oder nur teilweise barrierefrei ist. Informieren Sie sich auf dem zweitägigen Fachkongress über: Gesetze und Normen » Fördersituation » Technische Herausforderungen – praktische Lösungsbeispiele » Die Zukunft des Wohnens » Best-PracticeBeispiele » u.v.m.

1. Platz:

Jakob Gschier, Feldbaumer Norbert, Graz

2. Platz:

 aniel Ziehenberger, Knaus Josef e. U., D Feldbach

3. Platz:

Alexander Engel, Tischlerei Dengg GmbH & Co KG, Floing

4. Platz

Kevin Schenk, Schaden KG, Gleisdorf

Tischlereitechnik/Produktion:

Alle Informationen unter www.bauenundkomfort.at oder das detaillierte Kongressprogramm direkt anfordern: m.sander@ wirtschaftsverlag.at

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1. Platz:

Gabriel Scheucher, Ladenstein GmbH, St. Stefan im Rosental

2. Platz:

 anfred Zink, Lux Tischlerei & Koope­ M rative GmbH, Grafendorf bei Hartberg

3. Platz:

 artin Pauritsch, Josef Prödl Tischlerei M GmbH, Kirchberg an der Raab

4. Platz

Andreas Hierzer, Ladenstein GmbH, St. Stefan im Rosental

5. Platz:

Mathias Lercher, Stolz Möbel GmbH, St. Georgen ob Murau

Tischler Journal 06 | 2013


Innung Vorarlberg

Reingeschnuppert INFO-EVENT Die Vorarlberger Landesinnnug freute

sich über ein volles Haus bei der ersten „Schnupper Dich rein – Tischler“-Veranstaltung.  Text: Oliver Joham

V. l. n. r.: Lehrlingswart Manfred Dünser, Maskottchen Jodok Stadler, Lehrlingswart Karl Müller, die BLW-Starter Nina Natter, Oliver Rüscher, Arthur Gaurich, Sebastian Müller, Florian Heitz, Innungsmeister Karl Baliko, TT-Trainer Peter Broger

I

Fotos: Team Vorarlberg

nsgesamt über 90 Repräsentanten – vom Lehrling, Gesellen, Ausbildner über Meister und Fachlehrer – veran­ stalteten am 26. April gemeinsam die größ­ te Informationsveranstaltung über Chan­ cen und Perspektiven des Tischlers in Vor­ arlberg. Veranstaltungsort waren die Räum­ lichkeiten der Landesberufsschule Dornbirn 1 mit ihrer modernen Infrastruktur. Insgesamt über 300 interessierte Jugend­ liche und Eltern nutzten die Chance, Infos aus erster Hand zu erlangen. Das Themen­ spektrum erstreckte sich von A wie Ausbil­ dungsmöglichkeiten bis Z wie Zahltag. Die zentralen Tätigkeitsbereiche und Maschi­ nen wurden von Fachlehrern und Tisch­ lern anschaulich erklärt. Werkeln und Spielen Und selbst gewerkelt wurde auch. Höhe­ punkt war die selbstständige Fertigung – natürlich unter fachkundiger Aufsicht – ei­ nes Schuhlöffels an tischlertypischen Ar­

Tischler Journal 06 | 2013 

beitsstationen, wie z. B. einer CNC-Ma­ schine, Bandschleif- oder Hobelmaschine. Zusätzlichen Spaß garantierten Spie­ le rund um den genialen Werkstoff Holz wie Stuhlbau auf Zeit, Wackelturm und Holzbbock-Nageln. Parallel dazu kämpften die Tischler- und Tischlereitechnik-Lehr­ ling um einen Startplatz beim diesjährigen Bundeslehrlingswettbewerb. Innungsmeister Karl Baliko freute sich über den rege Andrang und resümiert zu­ frieden: „Das Interesse zeigt, dass der Tischlerberuf unbestritten immer noch ei­ ne tolle Anziehungskraft und Faszination besitzt!“

Fa k t e n

Mitglieder:......................................... 512 Beschäftigte:................................... 1800 Lehrlinge:.......................................... 340 Umsatz/Produktionswert:.140 Mio. Euro

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Material & technik Foto: Blum

Messe au h c s rück zum inter S & BW

Hightech-Holz Accoya ist ein Hightech-Holz speziell für die Verwendung im Außenbereich. Eine herausragende Eigenschaft dieses Produkts ist eine garantierte Haltbarkeit von 50 Jahren. Das dimensionsstabile Vollholz, welches durch ein ungiftiges Veredelungsverfahren aus ökologisch zertifiziertem Weichholz gewonnen wird, ist vollständig recycelbar. Mit Tricoya hat der Grazer Furnier- und Holzspezialist Hechenblaickner nun auch eine MDF-Platte im Sortiment, die mit ihren besonderen Eigenschaften den Einsatz im Außenbereich sowie auch im Nassbereich ermöglicht. So eignet sie sich ideal für Fassaden, da sie für direkte Bewitterung geeignet ist und sich ebenfalls durch eine extreme Halt­ barkeit und Langlebigkeit auszeichnet. www.heholz.at

Das Clip-top-Blumotion-107°-Scharnier mit einer Topfbohrtiefe von 11,5 Millimetern

Sanft und leise schließen Möbel per Mausklick

Großer Andrang am Speedmaster-Stand

Ein zentrales Thema beim MöbelteileSpezialisten Speedmaster anlässlich der BWS war die Umstellung auf den neuen Internetshop. Dabei wurde die Konfiguration der Möbelteile verein­ facht, Darstellung und Übersicht sind besonders bedienerfreundlich und die Geschwindigkeit wurde optimiert. Das gewünschte Möbel ist mit noch weniger Mausklicks im Warenkorb. Im Rahmen der Messe präsentierte Speedmaster auch den aktuellen Stand der neuesten Entwicklung – den Speed-Planner 1.0. Mit diesem Planungstool, das sowohl online als auch offline verwendet wer­ den kann, hat der Kunde die Möglich­ keit zur Planung und Visualisierung möblierter Räume. Derzeit läuft noch die Testphase mit den ersten Kunden, vor allem hinsichtlich der Einbindung der Daten aus dem Raumplaner in den automatischen Produktionsablauf. www.speedmaster.at

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Bei Clip top Blumotion, der innovativen Scharnierlösung von Blum, sind alle Be­ standteile für sanftes und leises Schließen im Scharnier selbst untergebracht. Das Scharnier ist in einem breiten Spektrum an Scharniertypen erhältlich und bietet so für jede Türe die passende Lösung. Neu ist bei Clip top Blumotion nun ein möglicher Öffnungswinkel von 107°, zusätzlich zum Standardscharnier 110° für Türstärken bis ca. 24 Millimeter und zu den Profil-, Stol­

len-, Winkel- und Alurahmenscharnieren. Die neue Variante ist die optimale Ergän­ zung zum bestehenden Programm und verfügt über eine geringe Topfbohrtiefe von lediglich 11,5 Millimetern. Sie kann bereits bei einer Türstärke ab 15 Millime­ tern eingesetzt werden. Die Montage der Türe am Korpus ist gewohnt einfach und lässt sich dank bewährtem Clip-Mechanis­ mus werkzeuglos durchführen. www.blum.com

Kräftige Akzente Egger präsentierte auf der Interzum seine diesjährigen Dekorneu­ heiten unter dem Motto „Zeitlos – Zeitgeist“. Im Mittelpunkt ste­ hen kräftige Akzentfarben wie Vino, Curry, Kiwi und Ocean und zeitlose Hölzer (vor allem diverse Eichenvariationen). Daneben rücken neue Oberflächen unter dem Slogan „spürbar – sichtbar“ in den Fokus, allen voran die Synchronporen unter dem Na­ men Feelwood. Darüber hinaus präsentierte Egger auf der Mes­ se erstmals Möbelfertigteile mit dem von Laminatfußböden her bekannten clic-System. Egger bietet seinen Kunden das System in unterschiedlichen Modellen an: Sie können entwe­ der die patentierte Verbindung mit einer Nut und einer spezi­ ellen doppelten Feder selbst in Lizenz herstellen (die Vergabe der Lizenz erfolgt dabei über das Partnerunternehmen Unilin). Oder die Möbelproduzenten nutzen die Möglichkeiten, die Egger ihnen als Hersteller von Möbelfertigteilen anbietet. www.egger.com

Tischler Journal 06 | 2013


material & technik

Neue Schiebeideen Der Schweizer Schiebebeschlagshersteller Hawa reiste mit zwei besonderen Produktinnovatio­ nen zur Interzum – den Systemen Hawa-Fol­ ding Concepta 25 und Hawa-Purolino-PLUS 80. Bei Hawa-Folding Concepta 25 handelt es sich um einen neuartigen Falt-Einschiebebeschlag für besonders breite und hohe, flächenbündige Möbel- und Küchenfronten. Die zwischen 1250 und 2600 mm hohen und bis 700 mm breiten Türelemente mit einem Maximalgewicht von 25 kg (Falttürpaar 50 kg) lassen sich komplett zur Seite falten und korpusbündig in ­einer Nische verbergen. Weiters präsentierten die Schweizer den Hawa-PurolinoPLUS 80. Dieser Designbeschlag mit verdeckter Aufhängung und integrierter Dämp­ fung für die Wand-, Decken- oder deckenintegrierte Montage bewegt spielend leicht rahmenlose Ganzglastüren. www.hawa.ch

Designbeschlag Auf der diesjährigen Interzum-Präsentation von Grass stand das neue Schubkastensystem Vionaro im Vordergrund. Die nur 13 Millimeter schlanke Zarge des designorientierten Komplett­ systems basiert auf der bewährten Unterflur-Führung Dynapro, die 2010 mit dem red dot award für wegweisendes Design ausgezeichnet wurde. „Vionaro hat alles, was Dynapro hat: perfekte Laufeigenschaften dank erstmals synchronisierter Bewegung in Kombination mit geringsten Auszugskräften und hervorragenden Tragkräften von bis zu 60 Kilogramm. Dazu die untrennbar mit dem Namen Grass verbundene dreidimen­ sionale Verstellmöglichkeit“, so Günter Grabher, verantwortlich für die Entwicklung der Bewegungssysteme bei Grass. www.grass.at

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Sortimentserweiterung Auf der BWS in Salzburg präsentierte Ostermann aktuelle Kantenneuheiten. Darüber hinaus konnten die Besucher durch einen begehbaren Design- und Lichttunnel schlendern. Eine eigene Stellwand nur mit Musterplatten von Pfleiderer wies darauf hin, dass Ostermann ab sofort als speziell qualifizierter Partner die passenden ABS-Kanten für über 300 verschie­ dene Pfleiderer-Oberflächen liefert. Zudem hat Ostermann sein Sortiment stark erweitert und so viele Kanten in noch mehr Breiten und Stärken standardmäßig auf Lager. Ebenfalls bei Ostermann erhältlich sind die aktuellen Schiebetürbeschläge von Hettich. www.ostermann.eu


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Material & technik

Digitale Furnierwelt Im neuen Frischeis-On­ lineshop www. veneer-world. com sind künf­ tig zwölf Millionen Quadratmeter Furniere aus über 190 Holzarten per Knopfdruck abrufbar. Jede Vorder- und Rückseite wird in hochaufgelösten Bildern gezeigt. Der Kunde kann daheim am Bildschirm das gesamte Sortiment begutachten und direkt online bestellen. Das System ist auch als mobiles Präsentationsmittel einsetzbar. www.veneer-world.com

Ausgezeichnet Eku erhielt auf der Interzum 2013 für seine Produkte EkuPorta 100 HMT und Eku-Clipo 16 GS/ GK einen Interzum Award. Außerdem präsentierte Eku auf der Messe den neuen Schiebtürbeschlag Frontino 40, der eine designorientierte Lösung für zwei flächen­ bündig schließende Schiebetüren auch an Hochschränken bis 40 kg/Tür ermöglicht. www.eku.ch

Youth Lab: Flexibel nutzbares Jugendherberszimmer

Schön flexibel Auf der Interzum präsentierte Häfele nicht nur neue Beschlaglösungen, sondern auch seine Produkte im Kontext praktischer An­ wendungsbeispiele. So stellte das Unter­ nehmen etwa das Pilotprojekt „Youth Lab“ vor, ein Gemeinschaftsprojekt mit dem bayerischen Landesverband des Deut­ schen Jugendherbergswerks (DJH) und Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München. Das Konzept des Youth Lab sieht dabei multifunktionell nutzbare Jugendherbergszimmer vor. So kann ein Raum, der als Sechsbettzimmer für Schüler komfortabel funktioniert, mit wenigen Handgriffen auch in ein Fami­ lienzimmer mit Schlafbereich für zwei Kinder und separiertem Doppelbett für die Eltern verwandelt werden. Dieses Konzept unterstützen vielseitige Möbel- und Be­ schlaglösungen. www.hafele.com

Die Oberfläche ist nicht nur besonders widerstandsfähig, sondern außerdem chemikalienbeständig.

Lieber Schieben Auf der Interzum legte Hettich einen Schwerpunkt auf seine Schiebetürsys­ teme. Mit der neuen Produktlinie InLine etwa will Hettich höchste Ansprüche an Ästhetik und Funktion bei flächenbündi­ gen Schrankfronten erfüllen. Das System kommt ohne Griffe aus, die Türen sind durch einen leichten Zug an der Außen­ kante der Türen zu öffnen. Die Produktli­ nie InLine XL ist für Türgewichte bis zu 60 kg, InLine S für Türgewichte bis zu 20 kg einsetzbar. Für den spielerischen Wechsel zwischen offener und geschlosse­ ner Fläche im Möbel hat Hettich mit SlideLine M außerdem ein neues einbahni­ ges Schiebetürsystem im Programm. www.hettich.com

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Extrem-HPL Pfleiderer präsentierte sich nach der erfolgten Restrukturierung mit neuen Dekor- und Farbtrends und frischen Produktneuheiten auf der Interzum. So hat der Holzwerkstoffhersteller mit HPL Xtreme eine neue Oberfläche entwickelt, die alle Eigenschaften einer HPL-Oberfläche bietet, aber darüber hinaus noch den Einsatz einer tiefmatten Oberfläche auch für stark beanspruchte Arbeitsplatten ermöglicht. Die Oberfläche ist nicht nur besonders widerstandsfähig, sondern außerdem chemikalienbeständig. Fingerabdrücke bleiben darauf fast unsichtbar. Die Oberfläche fühlt sich warm und weich an, während sie eine brillante Optik an den Tag legt. HPL Xtreme kann mit fast allen HPL-Dekoren der PfleidererDesign­kollektion kombiniert werden. www.pfleiderer.com

Tischler Journal 06 | 2013


material & technik

Messe au h c s rück zum inter S & BW

Foto: Schachermayer

Ambiente und Innovationen Der oberöstereichische Großhändler Schachermayer präsentierte sich auf der BWS wie gewohnt mit sei­ nem umfassenden Angebots- und Produktspektrum: Von Türen- und Bodentrends über aktuelle Küchenund Schrankraumausstattung bis zu Maschinenneu­ heiten; das Thema „Komfort“ im Heim wurde ebenso berücksichtigt wie Lichttechnik oder Arbeitssicher­ heit. Dabei setzte man neben dem traditionell äu­ ßerst beliebten gastronomischen Angebot auch auf ein besonders hochwertig gestaltetes, wohnliches Präsentationsambiente. Darüber hinaus zeigte Schachermayer auch sein virtuelles Dienstleistungsspektrum: C.online bei­ spielsweise ist ein Service von Schachermayer, das Tischler in der Fertigung von Möbelteilen unter­ stützt. Mit dem Online-Möbelkonfigurator können die Kunden zeitsparend und ressourcenschonend individuelle Lösungen für alle Wohnbereiche reali­ sieren. Im Onlineshop steht außerdem seit Kurzem eine neue Suchfunktion zur Verfügung: der Webka­ talog. Er zeigt alle Produktgruppen auf einen Blick

und bietet neue und komfortable Möglichkeiten zur Produktsuche und zum Produktvergleich. Spezielle Aktionen und Neuheiten werden gleich auf der Start­ seite angezeigt. Der täglich aktuelle Webkatalog ist nicht nur innerhalb des Schachermayer-Webshops nutzbar, sondern auch direkt über die Startseite der Bestens besucht: der Homepage erreichbar. Schachermayer-Messe­ www.schachermayer.at stand auf der BWS

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material & technik

„Kein CE-Zeichen ohne Leistungserklärung!“ INTERVIEW Ab 1. Juli ersetzt die neue Bauprodukten-

verordnung die bisher geltende Bauproduktenrichtlinie. Der Fachanwalt Prof. Christian Niemöller erklärt, worauf sich Fenster- und Türenhersteller einstellen müssen. wenn es auf dem europäischen Markt in den Verkehr gebracht wird. Ab 1. Juli gilt: kei­ ne CE-Kennzeichnung ohne Leistungserklä­ rung! Inhaltlich muss sie die Leistung des Bauprodukts in Bezug auf die „wesentlichen Merkmale“ gemäß der harmonisierten Norm angeben; also Merkmale, die sich auf die Grundanforderungen an Bauwerke gemäß Anhang I der BauPVO beziehen. Mit der Leistungserklärung sichert der Her­ steller zu, dass das Produkt bestimmte, in der Verordnung festgelegte Eigenschaften hat. Bisher ging es dagegen nur darum, dass bei der Herstellung gewisse Normen eingehal­ ten wurden.

Herr Niemöller, was wird sich durch die Bauproduktenverordnung für die Fensterhersteller ändern? Hat die CE-Kennzeichnung dadurch an Zunächst einmal: Die Grundzüge des Bau­ Bedeutung gewonnen? produkten- und Kennzeichnungsrecht wer­ Ja! Wenn ein Bauprodukt bisher mit dem CEden sich mit dem Inkrafttreten der Baupro­ Zeichen gekennzeichnet war, wurde „vermu­ duktenverordnung (BauPVO) nicht ändern. tet“, dass es konform mit der maßgeblichen Es bleibt bei der CE-Kennzeichnung für dieje­ harmonisierten Norm hergestellt wurde. In nigen Bauprodukte, die in den Anwendungs­ Zukunft muss der Hersteller die Verantwor­ bereich einer harmonisierten Norm fallen; tung dafür übernehmen, dass das Baupro­ für Fenster ist das die EN 14351-1. Auch das dukt mit der erklärten Leistung konform ist. „Konformitätsverfahren“ bleibt, heißt aber in der BauPVO jetzt „System zur Bewertung und Welche Konsequenzen drohen den Überprüfung der Leistungsbeständigkeit“. Herstellern, wenn sie die LeistungserEine wesentliche Änderung für die Hersteller klärung oder die CE-Kennzeichnung wird die sogenannte Leistungserklärung sein, nicht ordnungsgemäß abgeben? die sie künftig erstellen müssen. Konsequenzen kann es geben, was die Man­ gelhaftung, die Produkt- und Produzenten­ Was genau ist diese Leistungserklärung? haftung sowie das Wettbewerbsrecht betrifft. Die Leistungserklärung muss immer dann Mit Blick auf die Verantwortung, die der Her­ erstellt werden, wenn das Bauprodukt von steller mit der Leistungserklärung und der einer harmonisierten Norm erfasst ist und CE-Kennzeichnung übernimmt, ist ein Pro­

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dukt „mangelhaft“ im vertraglichen Sin­ ne, wenn es nicht der erklärten Leistung ent­ spricht. Dann drohen Ansprüche auf Nach­ besserung, Minderung der Vergütung, Scha­ densersatz usw. Aus öffentlich-rechtlicher Sicht sind Verstö­ ße gegen die BauPVO Ordnungswidrigkeiten, die mit Geldbußen bis zu 50.000 Euro geahn­ det werden. Es drohen auch Maßnahmen der Marktüberwachungsbehörden. Wer ist denn für diese Markt­­­überwachung zuständig? Zuständig sind die nationalen Behörden der Mitgliedsstaaten, in Deutschland die Bun­ desländer. In Österreich übernimmt die­ se Aufgabe aufgrund einer Vereinbarung der Länder das Österreichische Bauinstitut (OIB). Wichtig für die Hersteller ist, dass die Markt­ überwachungsbehörden nicht mehr anlass­ bezogen (re)agieren, sondern aktiv tätig wer­ den. Sie dürfen etwa Laborprüfungen durch­ führen, die Produktionsstätten betreten und Musterstücke entnehmen. Info

Konformitätserklärung Innerhalb der Leistungserklärung muss der Fensterhersteller nach EN 14351-1 auch angeben, dass die eingesetzten Fensterbeschichtungen kein Gefahrenpotenzial für Hygiene, Gesundheit oder Umwelt darstellen. Der Tiroler Lackhersteller Adler stellt seinen Kunden dafür dazu eine sogenannte Konformitätserklärung zur Verfügung.

Tischler Journal 06 | 2013

Foto: Niemöller

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m 1. Juli 2013 tritt die Bauproduk­ tenverordnung (BauPVO) der EU in Kraft und wird damit die bislang gel­ tende Bauproduktenrichtlinie ersetzen. Bei den Tiroler Fenstertagen, einer alle zwei Jah­ re stattfindenden Plattform für Holzfenster­ hersteller, hielt der Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht Prof. Christian Niemöller (Frankfurt a. M.) auf Einladung der AdlerWerk Lackfabrik einen Vortrag zu dem The­ ma. Nun erklärt Prof. Niemöller im Inter­ view, worauf sich Fenster- oder Türenherstel­ ler einstellen müssen.


Material & Technik Oliver Gillich ist technischer Leiter des Unternehmens.

Vielseitiger Partner METALLBEARBEITUNG Seit bald

130 Jahren verarbeitet und verbindet das Grazer Unternehmen Gillich Produkte aus Messing, Kupfer, Aluminium, Stahl und Edelstahl mit anschließender Oberflächenveredelung.

Foto: Gillich

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urch die Kombination alter Handwerkstra­ dition mit modernsten technischen Mög­ lichkeiten ist Gillich ein wichtiger Partner des Tischlereigewerbes in ganz Österreich, aber auch von Architekten und Inneneinrichtern. Vier Betrie­ be sind bei dem Unternehmen in einer Hand vereint: Metalldesign, Oberflächentechnik, Schleiferei und Lackiererei. „Ob Tischler nun eigene Designs entwickeln, ausge­ fallene Kundenwünsche erfüllen oder mit speziellen Raumsituationen umgehen müssen – wir setzen ex­ akte Vorgaben ebenso um wie wir in der Planung und Entwicklung mitarbeiten können“, erklären Oliver Gillich, technischer Leiter des Unternehmens, und der oberflächentechnische Leiter Florian Gillich unisono. Unterschiedlichste Produkte wie Tisch- und Sesselge­ stelle, Arbeitsplatten, Konsolen, Beschläge etc. kön­ nen individuell angefertigt und mit den verschiedens­ ten Oberflächen veredelt werden. Exklusive Einzel­ möbel und Wandverbauten, Küchenmöbel bis hin zur individuellen Spüle, aber auch ganze Shopeinrichtun­ gen oder Lösungen in Umgebungen mit besonderen Hygieneanforderungen werden realisiert. Modernes, klares Design ist dabei ebenso möglich wie traditio­ nelles bis hin zu Sonderanfertigungen für die Restau­ rierung von Antiquitäten. www.gillich.at 

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material & technik

Design for all – Komfort für alle BARRIEREFREIHEIT Design for all ist für 10 Prozent der Bevölkerung unerlässlich, für

30 bis 40 Prozent notwendig, für 100 Prozent komfortabel.

Text: Roland Wegmann

blieren sich mit ihrer Zukunftskompetenz. Das „Design for all“-Konzept setzt den Fo­ kus auf die Nutzungsanforderungen der Menschen an ihre Umgebung und nicht auf körperliche, sensorische oder kogniti­ ve Einschränkungen von einzelnen Benut­ zergruppen. Die Gestaltung wird optimiert für die gleichberechtigte, mühelose Be­ nutzbarkeit für möglichst viele Menschen – das Resultat sind bessere, attraktive Pro­ dukte, Umgebungen und Dienstleistungen für alle. Die Vordenker Laut einer Studie des Kuratoriums für Ver­ kehrssicherheit sind 82 Prozent der Seni­

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ir alle kennen das: die zu schma­ le Tür, der knapp bemessene Auf­ zug, die enge Toilette, das fehlende Geländer, die Stufen, die zu kleine Schrift – Gestaltungsdetails, die in der Summe den Alltag ein klein wenig mühsamer machen. Es ist weithin bekannt, dass wir uns mitten im demografischen Wandel befinden und die Anzahl älterer Menschen in der Gesell­ schaft stark ansteigt. 2030 werden bereits 32,1 Prozent der österreichischen Bevölke­ rung über 60 Jahre alt sein. Damit gehen die ganz normalen altersbedingten Ein­

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Kongress Der Wirtschaftsverlag informiert Sie zu diesem Thema umfassend auf dem ­Kongress „Bauen & Komfort“. Fachkongress für zukunftsorientiertes Planen Bauen Sanieren 21. bis 22. November 2013 in Wien Pauschale € 199,- (exkl. USt) Anmeldung und alle Infos unter www.bauenundkomfort.at

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» Barrierefreies Bauen kostet nur wenig, bringt aber hohen Nutzen. «

schränkungen einher, was schnell deut­ lich macht, dass die Thematik der Barrie­ refreiheit weit über den Begriff der „Behin­ Architektin DI Monika Klenovec, derung“ hinaus uns alle etwas angeht. Da­ Vorsitzende Design for all zu kommen zahlreiche Menschen, die zum Beispiel durch einen Unfall oder eine Ope­ ration vorübergehend körperlich beein­ orenunfälle Sturzunfälle mit hohen medi­ trächtigt sind, aber auch Eltern mit Klein­ zinischen Folgekosten; 80 Prozent davon kindern, die ebenfalls bei der Bewältigung geschehen aufgrund externer Ursachen in ihres Alltags immer wieder vor fast un­ der eigenen Wohnung oder im Nahversor­ überwindlichen Hindernissen stehen. gungsbereich. Diese Zahlen sollten uns al­ Daraus kann man die einfache Formel ab­ len zu denken geben – in Richtung präven­ leiten: Design for all ist für 10 Prozent tiver Maßnahmen. der Bevölkerung unerlässlich, für 30 bis Wer sich heute bei Neubau und Sanierung 40 Prozent notwendig, für 100 Prozent für vorausschauende Lösungen (Konzept komfortabel. des anpassbaren Wohnbaus) entscheidet, spart später aufwendige und kostspielige „Design for All“ Adaptierung. Nicht zu vernachlässigen ist, Gleichzeitig mit der demografischen Ent­ dass sich durch diese baulichen Maßnah­ wicklung entstehen auch neue Muster men auch der Wert der Immobilie erhöht der Familienzusammenstellung, geringe­ – als Wohnumgebung, die in allen Lebens­ re Dauerhaftigkeit von Beziehungen und phasen genutzt werden kann. Barrierefrei steigende Migration. Diese gesellschaftli­ ist einfach komfortabel – für alle. chen Veränderungen wirken sich auf Kon­ sum- und Wohnbedürfnisse aus. Betrie­ Der Autor, Roland Wegmann, be, die mit ihren Angeboten diesen An­ ist Experte für Design & Interaktion forderungen entgegenkommen, können beim Netzwerk Design for all, neue Kundengruppen erschließen und eta­ www.designforall.at

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Foto: iStockphoto.com

Es ist weithin bekannt, dass wir uns mitten im demografischen Wandel befinden und die Anzahl älterer Menschen in der Gesellschaft stark ansteigt.


ENTGELTLICHE einschaltung

MATERIAL & TECHNIK

Moderne AV erst möglich durch 3D Wer heute in 3D-Planung investiert, setzt einen Meilenstein für digitalen Daten­ austausch und Weiterentwicklung in der Arbeitsvorbereitung.

Abbildung: www.tischlerei-gruber.at

D 

ie schnelle Handskizze ist für NC-Bearbeitung genauso unbrauchbar wie der Handzettel für die Zu­ schnittsäge. Längst hat die Au­ tomatisierung in den Tischle­ reien Einzug gehalten. Selbst in kleinen Betrieb finden sich NCMaschinen. Damit diese ihren Nutzen voll entfalten können, sind die CAD-Planung und die EDV-Stückliste Grundvorausset­ zung. Meist wird dies durch 2DWerkzeichnungen und die nochmalige manuelle Erfassung in die Plattenoptimierung erledigt. Die NC-Teile werden an der Ma­

schine programmiert. Besonders deutlich wird der Vorgang, wenn zuvor ein Dritter in einem Ren­ derprogramm aus der Handskiz­ ze noch ein Bild erstellt. Würde dies, wie in Kleinbetrieben üb­ lich, ein und dieselbe Person ma­ chen, wird schnell klar, dass am Anfang die 3D-Planung stehen muss, aus der die Renderbilder kommen, die Stücklisten expor­ tiert und die NC-Programme er­ stellt werden. Mit VarioDesign3D auf Basis AutoCAD können diese Vorgän­ ge automatisiert werden. Vario­ Design3D und Vario-NC sind

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Messe au h c rücks& BWS a n Lig

Maschinen & werkzeuge

Perfektes klima Nestro präsentierte präsentierte auf der Ligna und der BWS seine Produkte und Leistungen im bewährten Ausstel­ lungskonzept mit Livevorführungen der Exponate. Eine von mehreren Messe­ neuheiten wurde im Kompetenzfeld Oberflächentechnik gezeigt. Mit der Raumluftbefeuchtung „perfekt climate“, neueste Komponente der Produktlinie „Perfekt K17“, demonstrierte man die Optimierungspotenziale derartiger Raumbefeuchtungssysteme. Einige der Vorteile sind etwa eine Feinstaubreduk­ tion um bis zu 80 Prozent, die Verhin­ derung elektrostatischer Aufladung von Maschinen und Material, ein dünnerer Auftrag wasserbasierter Lacke, die Ver­ meidung von „Orangenhaut“ auf trocke­ nem Holz, eine bessere Maßhaltigkeit der Produkte, verbesserter Leimauftrag und kein Zerreißen von Furnieren. www.nestro.de

Homag: Kombination von 5-Achs-Bearbeitung und Formteilebekantung durch einwechsel­bares easyEdge-­ Kantenanleimaggregat im 5-Achs-Kopf Drive5C+

Praktisch und vielseitig

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Kurzem eine Alternative zu den teuren Laser­ aggregaten. Beim AirTec-Verfahren wird bei der Erstellung von Nullfugen die Funkti­ onsschicht der Kanten mit komprimierter Heißluft reaktiviert und so ein fugenloses Ergebnis erzielt. Gezeigt wurde das System auf der Ligna auf einer Ambition 1440 FC mit einer Rückführung von Ligmatech. Noch eine Neuheit: Die Highflex 1230 von Brandt, die schon in der Grundversion einen hohen Automatisierungsgrad bietet und die Kom­ plettbearbeitung der Werkstücke ermöglicht. Im CNC-Bereich richten Homag und Weeke die Entwicklung ihrer Maschinen übrigens komplett auf Fahrportale aus. www.homag-austria.com

BWS mit Biesse Biesse war auf der BWS erstmals auch mit eigenem Messestand der Biesse Group, durch Betreuung des für den österreichi­ schen Markt zuständigen Vertriebsleiters Ing. Thomas Graf, vertreten. Auf dem Messe­ stand des langjährigen Vertriebspartners Handl Maschinen GmbH & Co. KG aus Wels

wurden daneben live die neuesten Maschi­ nentechnologien präsentiert. Eines der Highlights war unter anderem die Rover B G als neue CNC-Generation, welche dank der neuen Gantry-Struktur höchste Leistungsfä­ higkeit und Technologie in einem Bearbei­ tungszentrum vereinigt. www.biesse.de

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Fotos: Hersteller

Sauber und präzise Der deutsche Elektrowerkzeughersteller Festool stellte bei der diesjährigen BWS sein „Service all-inclusive“-Paket mit 36-Monaten Kostenschutz-Garantie vor. Festool widmet sich in diesem Jahr auch intensiv dem Thema Sicherheit. Dazu gehören neben der Unfallvermeidung auch Aspekte rund ums ergonomische Arbeiten, eine saubere Arbeitsumgebung (Stichwort: Staubabsaugung) oder Ideen für den kraftsparenden Transport von Ar­ beitsmaterial (siehe dazu: www.festool.at/ staubfrei). Zu den präsentierten Produkt­ neuheiten zählt unter anderem der neue Einhandhobel EHL 65 EQ. Bei diesem liegt – mit dem schräg angesetzten Spiralmes­ ser als besonderem Charakteristikum – neben einem optimalen Oberflächener­ gebnis durch den ziehenden Schnitt das Augenmerk auf der Optimierung von Ergonomie, Präzision und Schnelligkeit. www.festool.at

Homag präsentierte auf der Ligna mit Neu­ heiten für die industrielle Möbelproduktion und fürs Handwerk von innovativen Lösun­ gen bei Lagersystemen und Abstapelkonzep­ ten übers Nesting bis zum Kantenanleimen oder der CNC-Bearbeitung. Homag will dabei Konzepte für jede Werkstattgröße anbieten und aufzeigen, wie man mit verketteten Systemen und einer durchgängigen Software (WoodCad/Cam) die Produktivität steigern und die Maschinen noch besser ausnutzen kann. Im Fokus stand auf der Ligna zudem das neue Powertouch-Bediensystem für eine einfachere und einheitliche Steuerung per Touchscreen. Im Bereich Kantenanleimen bietet man mit dem AirTec-Aggregat seit


Maschinen & Werkzeuge

Messe au h c rücks& BWS a n Lig

Schnell & clever

Fotos: Hersteller

Mit Format Der Tiroler Maschinenherstel­ ler Felder präsentierte sich auf der Ligna wieder mit seinen drei Marken Felder, Format4 und Hammer und zeigte dabei die ganze Produktbandbreite. Etwa die neuen Format4Premium-Hobelmaschinen dual 51 (eine Abricht-Dicken­ hobelmaschine) und plan 51 (Abrichthobelmaschine), die mit ihrem klaren Design die Format4-Kernkompetenzen vermitteln sollen: Stabilität, Zuverlässigkeit und Bedien­

komfort auf hohem Niveau. Alle neuen Format4-Hobelma­ schinen können ab sofort mit der Silent-Power-Spiralmes­ ser-Hobelwelle ausgestattet werden, die die Lärmbelastung um mehr als die Hälfte redu­ ziert. Ein weiteres Highlight: Das neue Format4-profit-H50Fünfach-CNC-Bearbeitungs­ zentrum für schnelle, hoch­ präzise und individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse abstimmbare Fertigung. www.felder-gruppe.at

Mit der Schelling s 45 präsentierte der Vorarlberger Maschinenund Anlagenspezialist auf der Ligna eine Plattenaufteilsäge, die Platten gleichzeitig mit Gehrungsschnitten von null bis 46 Grad Neigung versehen kann. Dank der Kombination von Tempo und hoher Schnittintelligenz liefert die Maschine einen beträchtlichen Zeit- und Präzisionsgewinn. Von der Ausgangsplatte bis zum fertigen – auch kleinsten – Werkstück wird wahlweise manuell, halbautomatisch oder automatisch auf nur einer Maschine in EinMann-Bedienung gefertigt. Das spart Arbeitszeit, Wege und Platz gegenüber herkömmlichen Lösungen mit zwei Bearbeitungsma­ schinen. Gehrungs- und Winkelschnitte an ein und demselben Werkstück sind durch die automatische Winkelschnitteinrichtung kein Problem. Nuten in beliebigen Maßen sind ebenso mach­ bar wie Ausschnitte für Fenster. www.schelling.at

Nachhaltig bearbeitet Unter dem Slogan Weinig Works Wood zeigte Weinig in Hannover über 30 Neuheiten und Weiterentwicklungen. In der Weinig Kern­ kompetenz Hobeln und Profilieren standen dabei moderne Bearbeitungstechnologien im Vordergrund, mit denen erhebliche Einsparungen erzielt und die Holzausbeu­ te erhöht werden können. Gezeigt wurde unter anderem die komplette PowermatSerie mit den Modellen 600, 1200, 2400 und 2500, die mit dem rüstzeitminimierenden Werkzeugsystem PowerLock ausgestattet ist. Stark nachgefragt war auf der Messe die weiterentwickelte Conturex-Technologie, die hauptsächlich in der Fertigung von Fens­ tern und Türen eingesetzt wird und sich vor allem durch den patentierten Zangentisch auszeichnet. Mit der neuen Conturex 125 Vario zeigte Weinig etwa, wie komfortabel Einzelteil-Komplettfertigung sein kann. Die einportalige, beidseitig bestückte Maschine verfügt über Fünf-Achs-Technik und ist für eine Doppelteilbearbeitung ausgelegt. Dabei werden Teilelängen von bis zu 1600 mm mit ausrissfreier Endenbearbeitung realisiert. www.weinig.de

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Maschinen & werkzeuge

Kompakt & produktiv Die SCM Group zeigte auf der Ligna in Hannover umfassende Lösungen für die Holzbe- und -verarbeitung. Zu sehen war etwa die kompakte Kanten­ anleimmaschine Olimpic K 400. Die elektronische Achsenpositionierung der Bearbeitungsaggregate hilft dabei, manuelle Rüstzeiten weitestgehend zu eliminieren. Mit einer Vorschubge­ schwindigkeit von bis zu 13 m/min ist ein perfektes und schnelles Bekanten möglich. Ebenfalls platzsparend in der Bauweise, aber effizient in der Produk­ tionsleistung ist das CNC-gesteuerte Bearbeitungszentrum Tech Z 1 Pro, das wahlweise mit drei oder vier Bearbei­ tungsachsen verfügbar ist. Die Breit­ bandschleifmaschinen Sandya 300/600 wiederum bieten eine elektronische Überwachung der Schleifbandabnut­ zung. Dem Maschinenbediener wird zudem optisch angezeigt, in welcher Position die Werkstücke eingeführt wer­ den müssen, damit das Band in seiner vollen Breite ausgenützt werden kann. www.scmgroup.com

Ein Allrounder für Allrounder Hochleistungsfräsen, Sägen, Bohren und künftig auch Kantenverleimen: die Bima bietet ein umfangreiches Bearbeitungsspektrum.

Auf der Ligna präsentiert Ima mit der Bima-Gx-Reihe ein Allround-Maschinen­ konzept, das dem Anwender mit Hoch­ leistungsfräsen über Sägen und Bohren und künftig auch Kantenverleimen ein umfangreiches Bearbeitungsspektrum bietet. Äußerlich fällt die Bima Gx30 durch die Vollkapselung des Bearbeitungssup­ portes auf. Panorama-Sicherheitsscheiben ermöglichen dem Maschinenführer – unter Berücksichtigung der neuesten Gesetzge­

bung – den ungestörten Einblick in den Bearbeitungsraum. Der Gantry-Antrieb mit seinen Servomotoren auf beiden Portal­ seiten bewegt die X-Achse der Maschine hochdynamisch und dabei besonders schwingungsarm. Im Standard versorgt ein in X- und Y-mitfahrender AchtfachWerkzeugwechsler die Hauptspindel. Die Universalmaschine ist in vier verschiede­ nen Tischlängen verfügbar. www.ima.de

Fotos: Hersteller

Messe au h c rücks& BWS a n Lig

Vier-Kanten-Evolution Für hohe Produktivität Auf der Ligna zeigte Leitz unter ande­ rem sechs neue Werkzeuglösungen, die Wirtschaftlichkeit und Qualität der Be­ arbeitung erhöhen sollen. Ein Beispiel: die ProfilCut-Messer Marathon für die Profilierung von Möbel- und Fenster­ teilen. Die Beschichtung ermöglicht signifikant höhere Standwege. Während so die Produktivität der Anlage steigt, sinken der Verbrauch von Hartmetall und die Kosten dafür. Eine spezielle Schleiftechnik erzeugt zudem FinishSchnittqualität bis zum Standwegende. Die anderen Leitz-Neuheiten warten mit ähnlichen Leistungsprofilen auf. Auf der Ligna waren die Leitz-Neuhei­ ten auf den Ständen der international führenden Maschinenhersteller im Einsatz zu sehen. www.leitz.org

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Mit der Evolution-Baureihe bietet Holz-Her nun auch zwei Typen vertikaler CNC-Maschi­ nen an, die sich aufgrund ihrer Kapazitäten echte Bearbeitungszentren nennen dür­ fen. Die Einstiegsmaschine Evolution 7403 kann dabei als reines Bohrzentrum oder als Bohr- und Formatiermaschine ausgestattet werden. Eine Spezialität der neuen vertikalen Holz-Her-CNC ist die Bearbeitungsmöglich­ keit geschweifter Teile wie Möbelfronten, Thekenplatten etc. Selbst echtes Profilieren ist auf diesen Maschinen möglich. Weitere interessante Features bietet die Evolution 7405. Präzises Umfräsen aller vier Werkstückkanten erlaubt die Komplettformatierung der Platten. Mit dem Upgrade auf die 6,5-kW-HSK-Spindel mit Sechsfach-Werkzeugwechsler sind auch Profilfräsungen, Ausspitzungen, Gravuren etc. mit automatischem Werkzeugwechsel in Das vollwertige vertikale CNC-Bearbeitungszentrum dieser Maschinenklasse möglich. Evolution 7405 von Holz-Her bietet eine Komplettbearwww.holzher.com beitung auf der Fläche und allen vier Werkstückkanten.

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Maschinen & Werkzeuge

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Sortiment verdoppelt

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seine Produktpalette um 35.000 Artikel.

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EINSCHEIBENSICHERHEITSGLAS SPLITEX® ESG SPLITEX DIGITAL® SPLITEX COLOR® SPLITEX INTERIOR® SPLITEX PRINT® SPLITEX® DIMAX Glasdruck

VERBUNDSICHERHEITSGLAS SPLITEX® VSG SPLITEX VSG COLOR® SPLITEX FLOOR® SPLITEX PROTECT® RÖNTGENSCHUTZ SCHOTT RD 30 Bleigleichwert 0,5 Pb SCHOTT RD 50 Bleigleichwert 1,6 Pb SCHOTT RD 50 Bleigleichwert 2,2 Pb

Kürzlich hat Berner eine neue Akkugeräte-Generation eingeführt. Der Akku ist für alle Maschinen verwendbar.

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S

eit 1. April bietet Berner insgesamt 60.000 Ar­ tikel für Professionisten an. Ob Schubladen­ schränke, Werkbänke oder Waagen, ob Ar­ beitspodeste, Schließfachschränke oder Leitern und Gerüste – bei der Sortimenterweiterung wurde den unterschiedlichen Anforderungen, die Betriebe an die Ausstattung stellen, in jedem Fall Rechnung getragen. Hinzu kommt die kompetente Beratung durch den Außendienst, der für jeden Bedarfsfall die passende Lösung findet. „Mit der erheblichen Erweiterung unseres Sortiments unterstreichen wir unsere Kompetenz als Komplettanbieter am Markt“, ist Geschäftsführer Mag. Wolfgang Sag­eder überzeugt.

BESCHLÄGE DORMA PAULI DORMA-MANET KL-MEGLA HAWA SADEV FISCHER MINUSCO GUIDOTTI ProFIN-S klemmfrei GEZE DEUBL-Zargen WSS

Fotos: Berner

Neue AKKUGERÄTE-GENERATION Berner legt bei der Gestaltung der Produktpalette besonderen Wert auf die Bedürfnisse und die Vor­ stellungen der Kunden. So wurde kürzlich eine neue Generation von Akkugeräten eingeführt, deren größter Vorteil der austauschbare Akku ist. Er ist für alle Maschinen geeignet und gewährleistet dadurch höchste Flexibilität. Zudem sorgt die Lithium-Io­ nen-Technologie bei gesteigerter Kraft für eine we­ sentlich längere Laufzeit. www.berner.co.at 

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bildung

Hinter den seitlichen Hochliftklappen befinden sich die edlen Tropfen.

Edles Möbel für edle Tropfen MEISTERSTÜCK Markus Tröbinger fertigte an der Meisterklasse der HTL Hallstatt eine

Info

Weinbar „Magneto“ von Markus Tröbinger Meisterstück, gefertigt an der Meisterklasse der HTL Hallstatt 2012

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echnik, Design und Ausführung ver­ schmelzen bei diesem Auf bewah­ rungsmöbel für edle Weine und die dazugehörigen Utensilien zu einer elegan­ ten Einheit und werden durch die verwende­ ten Materialien Satin-Nuss, Glas und Edel­ stahl perfekt ergänzt. Die Oberfläche des Möbelstücks ist lackiert. Die beiden seit­ lichen Hochliftklappen, an denen die Glä­ ser für den exklusiven Tropfen hängen, las­ sen sich mit einer Fernbedienung automa­ tisch in eine angenehme Bedienhöhe brin­ gen. Die dahinter liegenden Rollauszüge, die der Aufbewahrung der Weinflaschen dienen, gleiten durch einfaches Antippen mit dem Fuß aus den beiden Korpen heraus und sind mit einer Glasplatte abgedeckt, um keine un­ schönen Ränder bei diversen Verkostungen zu hinterlassen.

Text: Reinhard Feichtinger/HTL Hallstatt

Der mittig liegende Glaskorpus dient der Präsentation und ist von hinten mit einer Drehtür verschlossen, die im Inneren eines der beiden Korpen mit einem Druckzylin­ der und ebenfalls mit der Fernbedienung zu entriegeln ist. Die Weinflaschen liegen auf Stahlseilen, die gleichzeitig die Korpen zu­ sammenhalten. Das Sockelgestell ist in Edel­ stahl gefertigt. Bei der Deckplatte, die in Glas gefertigt ist, ließ sich der junge Meister et­ was Besonderes einfallen: Sie schwebt durch gegenpolige Magnete – daher auch die Na­ mensgebung – fast berührungslos über dem Korpus und wird nur durch zwei mittig an den Korpen angebrachte Halterungen am Davonschweben gehindert. Dass die Mas­ sivholzteile handgezinkt sowie die Hochlift­ klappen auf Gehrung gefertigt sind, ist für ein Meisterstück selbstverständlich.

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Fotos: HTL Hallstatt

elegante, technisch ausgeklügelte Weinbar. 


Bildung

Stelzenmöbel MEISTERSTÜCK Matthias Gschwandtner lässt sein an der

HTL Hallstatt entstandenes Meisterstück – beinahe – schweben. Text: Reinhard Feichtinger/HTL Hallstatt

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I NFO

Anrichte „Mikado“ Meisterstück von Matthias Gschwandtner, gefertigt an der Meisterklasse der HTL Hallstatt 2012

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Fotos: HTL Hallstatt

ie unregelmäßige Anordnung der durch einen konkaven offenen Mittelteil ge­ nur 10 mm starken Edelstahlstä­ trennt sind, verstärkt. Die Rolladenstäbe sind be, die umfallenden Mikadostäben mittels Stahlseil miteinander verbunden nachempfunden sind, und die im gleichen und in einer Nut geführt, auch der Fachbo­ Material angefertigte Grundplatte verleihen den im Inneren des Rollladenteils ist durch dem Möbel einen „abgehobenen“, fast schwe­ ein Stahlseil geführt und befestigt. Die in Bu­ benden Eindruck. che gefertigten Schubladen sind gezinkt und Der Korpus ist in Kernbuche furniert ausge­ auf einem Unterflurauszug geführt, die Vor­ führt, wobei der Meister die elegant gewähl­ derstücke sind schichtverleimt. Die obers­ te Maserung des Holzes bewusst als Gestal­ te Schublade ist mit einem Druckzylinder­ tungselement in die Gesamtoptik mit ein­ schloss versperrbar. Die Kanten der Bodenbezogen hat. Die asymmetrische Form wird bzw. der Deckplatte sind mit einem 3-mmdurch die stehenden Rollladenstäbe und die Anleimer versehen, sämtliche Kanten sind quer furnierten Schubladenvorderstücke, die gebrochen. Die Oberfläche ist lackiert.

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bildung Dennis Schön, Couchtisch „ Bella Tablo“, Nuss

Lukas Grimmer, Anrichte „LG“, Nuss-Ahorn

Patrick Schild, Schreibtisch „Escridorio“, Nuss-Ahorn

Lukas Hochstrasser, Mediensideboard „Pribornik“, Kirsch und weiße Hochglanzfronten

Kompetenzorientierte Ausbildung Lehrabschluss An der Landesberufsschule in Pöchlarn fand am 18. April 2013 die

t­ raditionelle Präsentation der Abschlussprojektarbeiten der niederösterreichischen und burgenländischen Lehrlinge der Tischlereitechnik statt.Text: Markus Rosenthaler/LBS Pöchlarn

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Tischlerei neu adaptiert, mit einem moder­ nen CNC-Maschinenpark ausgestattet, und auch ein vorhandener Schauraum darf mit den eigenen LAP-Stücken gestaltet und be­ stückt werden. Theorie und Praxis Mit Begeisterung sind die Lehrlinge von Beginn an dabei. Ein enormes Arbeitspen­ sum von 200 bis 250 Stunden steckt jeder Einzelne in dieses Projekt. Nach einer ein­ führenden Theorie werden in gruppendy­ namischen Prozessen die Kernkompeten­ zen der Schüler entwickelt. So entsteht im Laufe der Berufsschulzeit eine fächerüber­ greifende und umfassende Ausbildung, in der gemeinsam alle Hürden und Her­ ausforderungen gemeistert werden. Die Früchte dieser erworbenen Kompetenzen

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Fotos: Rosenthaler/LBS Pöchlarn

S

eit dem Jahr 2004 gibt es in Öster­ wickeln“, sagt Direktor Erich Drabek über reich den Lehrberuf Tischlereitech­ die Ambitionen der Schule. nik. Die Landesberufsschule in Pöch­ larn hat seit Beginn an eine Vorreiterrol­ Projektarbeit le in diesem Lehrberuf eingenommen. Als Der Beruf des Tischlereitechnikers gliedert kompetenzorientierter Unterricht noch in sich in zwei Sparten mit den Ausbildungs­ den Kinderschuhen steckte, entwickelten schwerpunkten Planung und Produkti­ die Pädagogen in Pöchlarn schon personel­ onstechnik. Um Theorie und Praxis best­ le, soziale, inhaltsbezogene und prozessbe­ möglich unter einen Hut zu bringen, wer­ zogene Kompetenzen für ihre Schüler. Im den die Schüler der beiden Sparten mit aus Laufe der Jahre wurde dieses Konzept im­ der Praxis stammenden Projekten konfron­ mer weiter ausgebaut. „Wir sind stolz auf tiert. Im Bereich Planung wird ein Anfor­ unsere Absolventinnen und Absolventen, derungsprofil für eine Wohnung erstellt, die sich während der vierjährigen Berufs­ diese von Grund auf neu (mit den eige­ ausbildung Tischlereitechnik zu weltof­ nen Lehrabschlussprüfungsstücken) ge­ fenen, toleranten, umweltbewussten und plant und an die Kundenwünsche ange­ verantwortungsbewussten Mitgliedern der passt, sodass ein zeitgemäßes und harmo­ Gesellschaft und vor allem zu Schlüssel­ nisches Ganzheitskonzept entsteht. Im Be­ mitarbeitern für die Tischlerbranche ent­ reich Produktion wird eine bestehende


Bildung

Manuel Fuchsbauer, TV-Möbel „Unico“, Nuss-Ahorn

Simone Gallistl, Garderobe „Bienvenido“, Birne mit Kernahorn

Dominik Wieland, Anrichte „Unikata“, Nuss mit roter Rückwand

werden unter anderem auch bei den Lehrlingswettbewerben ge­ erntet. Nicht weniger als sechs Goldmedaillen (von acht mög­ lichen), eine Silber- und eine Bronzemedaille wurden von den ­niederösterreichischen Lehrlin­ gen in den letzten vier Jahren bei den Bundeslehrlingswettbewer­ ben erreicht. Auch die enge Zu­ sammenarbeit mit Herbert Seit­ ner von der niederösterreichi­ schen Tischlerinnung trägt einen wesentlichen Teil zu diesen Erfol­ gen bei und wird von der Berufs­ schule in Pöchlarn als erfreuliche Ergänzung zum Unterricht gerne angenommen.

Vorbereitung auf die Meisterprüfung für

Tischler/-innen Details siehe www.wifiwien.at/802732 Kostenlose Info-Veranstaltung: Fr, 28.6.2013, 18.00 Uhr Lehrgangsdauer: 30.9.2013 bis 5.4.2014 (448 Lehreinheiten) Ausbildung zum/zur

Innenraumgestalter/-in

Projektpräsentation

Details siehe www.wifiwien.at/772423 Kostenlose Info-Veranstaltung: Do, 5.9.2013, 19.30 Uhr Lehrgangsdauer: 1.10. bis 21.11.2013 (75 Lehreinheiten)

Zur Abschlusspräsentation am 18. April 2013 zeigten sich nicht nur Landesschulinspektor Mag. Rudolf Toth, sondern auch die Di­ rektoren, Lehrer, Lehrlingskolle­ gen, Eltern, Vertreter der Firmen und der niederösterreichischen Tischlerinnung vom hohen Ni­ veau der aktuellen Projektarbei­ ten stark beeindruckt. www.lbspoechlarn.ac.at

Tischler Journal 06 | 2013 

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„So hab ich mir das gewünscht!“ TÜR & TOR Schneller sägen, schöner anleimen, präziser bearbeiten – in der

T

ischlermeister Peter Krismer führt als Geschäftsführer das Familienun­ ternehmen mit 30 Mitarbeitern (20 davon in der Produktion) bereits in drit­ ter Generation. Sein knapp 80-jähriger Va­ ter bringt hin und wieder konstruktive Rat­ schläge ein, Gattin Hildegard überwacht die Finanzen, Tochter Tanja erledigt die Verwaltung und Sohn Christof bringt seine Fähigkeiten in der Arbeitsvorbereitung ein. Die Tischlerei Krismer, in Imst im Tiroler Oberinntal auf 820 Metern Seehöhe behei­ matet, fertigt hier in der malerischen Land­ schaft am Rande der Lechtaler Alpen etwa 3000 Türen jährlich – Innen- und Haustü­ ren – in praktisch allen Varianten und be­

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liefert damit zu rund 90 Prozent die pri­ len erdenklichen Varianten zur Verfügung vaten Häuselbauer und den Rest für Ob­ – von zeitlosen Klassikern wie Asteiche bis jektbauten. Neben den Türen und einigen hin zu exotischen Hölzern wie Satin-Nuss Möbeln aus der eigenen Fertigung lie­ oder indischer Apfel. „Diese Individualität fert Krismer als Händler auch Fenster und und hochwertige Qualität sind unsere Stär­ Küchen. ke. Das schätzt der Kunde, bei uns bekommt er etwas Besonderes und keine Stangenwa­ Hochwertig und individuell re“, berichtet Peter Krismer stolz. Neben Innen- und Haustüren sind auch Zahlt sich die eigene Produktion von rund Sonderwünsche wie Brandschutz-, Passiv-, 3000 Türen pro Jahr überhaupt aus? „In un­ Sicherheits- oder Schallschutztüren mög­ serer Region legen die Kunden noch viel lich. Der Trend geht zu glatten, leicht zu Wert auf hochwertige Türen. Wir sind zwar pflegenden Oberflächen, stumpf einschla­ leidenschaftliche Tischler, schauen aber genden, raumhohen oder mauerbündigen sehr genau auf den Ertrag. Um den zu er­ Türen mit verdeckt liegenden Scharnieren. wirtschaften, muss man auf modernen Holzarten stehen den Kunden in fast al­ CNC-Maschinen produzieren“, argumen­

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Fotos: Gernot Wagner

Tiroler Tischlerei Krismer sind seit Kurzem drei neuen Maschinen von Biesse für die Türenfertigung im Einsatz. Text: Gernot Wagner


Sonderthema tür & tor

tiert der Tiroler Tischlermeister. „Wir wol­ Wenige Meter weiter steht eine Stream len unsere Türen so schnell wie möglich Line B1, das Biesse-Topmodell zum ein­ fertigen, in flexiblen Varianten sowie in seitigen Kantenanleimen. Eine kontinu­ hoher Qualität.“ Vor dem Kauf verglichen ierliche Höchstgeschwindigkeit von bis zu die Tiroler mehrere Angebote, erkundigten 25 m/min sowie die automatische Werk­ sich bei anderen Tischlern über die Leis­ stückrückführung beschleunigen den Pro­ tungsfähigkeit und entschieden sich da­ zess deutlich. „In bester Qualität, mit ei­ nach zielstrebig für drei italienische Ma­ nem Drittel weniger Leim, erhalten wir ei­ schinen von Biesse, die bei der österreichi­ ne optisch sehr saubere und dünne Fuge“, sche Vertretung Handl Maschinen in Wels freut sich Krismer. Und aufgrund eines ex­ gekauft wurden. „Handl hat uns genau das akten Schnitts brauchen die Tiroler im Jahr passende Paket für unsere Bedürfnisse ge­ 30 bis 40 Rollen weniger Kantenmaterial. schnürt“, sagt Krismer. „Zu 80 Prozent verarbeiten wir mehrschich­ tig verleimte Starkfurnierkanten mit bis zu Verkettete Produktion 3 mm sowie Massivholzkanten bis 20 mm Mit den drei aufeinander abgestimmten Stärke.“ Maschinen zum Plattensägen, Kantenan­ Nur wenige Meter entfernt steht die dritte leimen und CNC-Fräsen fertigen die Tiro­ Neuanschaffung, das 4-Achs-CNC-Bearbei­ tungszentrum Rover B 1660. Darüber weiß Krismer ebenfalls einiges zu berichten: Unten links: Johann Wolkerstorfer, Bereichslei„Unser Einstieg in die CNC-Technik begann ter Holzbearbeitungsmaschinen bei Handl, Gevor gut zehn Jahren mit einer ­Biesse 27, da schäftsführer Georg Krismer und Produktionskonnten wir einiges an Erfahrung sam­ leiter Andreas Praxmarer. Unten rechts: Der integrierte Hubtisch der Plattenaufteilsäge kann meln und waren sehr zufrieden damit.“ einen ordentlichen Stapel Platten aufnehmen. Doch die alte Maschine entsprach nicht

ler Türenspezialisten ihre Türen fast voll automatisiert. Peter Krismer bezeichnet es „eher als eine verkettete Produktion“, die so abläuft: Der Stapler beschickt den integ­ rierten Hubtisch der Plattenaufteilsäge mit einem ordentlichen Stapel Platten. Dann holt sich die Selco 470 automatisch die ein­ zelnen Rohplatten für den Zuschnitt, der Mitarbeiter verfolgt am Display alle Vor­ gänge und relevanten Meldungen. Auf je­ de fertig zugeschnittene Platte wird ein Barcode-Etikett geklebt, damit die nächste Maschine die Daten korrekt einlesen kann.

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fünffarbiger LED-Balken zeigt den Status der Maschine in Echtzeit an.“ Peter Kris­ mer zeigt sich von der Anschaffung rund­ um zufrieden: „Mit den drei neuen Ma­ schinen spielen wir in einer höheren Liga und decken die ganze Palette unserer Fer­ tigung perfekt ab – genauso wie ich es mir gewünscht habe.“ www.krismer-imst.at, www.handl.at

» Wir sind zwar leidenschaftliche Tischler, schauen aber sehr genau auf den Ertrag. Um den zu erwirtschaften, muss man auf m ­ odernen CNC-Maschinen produzieren. « Peter Krismer, Tischlermeister

mehr den aktuellen Anforderungen und wurde daher gegen das neue Modell aus­ getauscht, welches hinsichtlich Genauig­ keit und Präzision den letzten technischen Stand repräsentiert. Da kann ein Mann gleich zwei Türblätter auflegen, weil der doppelt so lange Tisch eine Pendelbearbei­ tung ermöglicht. Somit steigt die Kapazität trotz so mancher komplexer Geometrien um 20 bis 30 Prozent. Spitzenzeiten lassen sich jetzt ebenfalls viel besser abfangen.“ Was dem Tischlermeister noch gefällt, ist ein schlaues Detail für die Sicherheit: „Ein

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Zertifizierung von Fluchttüren FLUCHTTÜREN Außentüren

mit Fluchtfunktion dürfen in der EU nur dann in Verkehr gebracht werden, wenn sie mit dem CEZeichen versehen sind. Dieser Artikel beschreibt den Weg zum zertifizierten Produkt. Text: Martin Wieser/ Holzforschung Austria

S

Oben: Fluchttür mit Paniktürverschluss EN 1125. Die Türfeststeller unten sind allerdings unzulässig. Links: Messung der Freigabekraft.

mit Fluchtfunktion unterliegen dem Konfor­ mitätsbewertungsverfahren System 1. Dabei hat der Hersteller eine laufende Werkseigene Produktionskontrolle (WPK) und Prüfungen an den im Werk entnommenen Proben nach festgelegtem Plan vorzunehmen. Zusätzlich hat der Hersteller eine notifizierte Produktzertifizierungsstelle mit der Durch­ führung einer Erstprüfung des Produktes (ITT – Initial Type Test), der Erstinspektion des Werkes und der WPK sowie der laufen­ den Fremdüberwachung und Bewertung der WPK zu beauftragen, er erhält dafür ein Zer­ tifikat. Die Erstellung der Leistungserklärung und die CE-Kennzeichnung liegen in der al­ leinigen Verantwortung des Herstellers. Ver­ liert das Zertifikat seine Gültigkeit oder wird

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dieses von der Zertifizierungsstelle entzogen, so sind die Grundlagen zur Kennzeichnung nicht mehr gegeben. Zusätzlich zur Flucht­ funktion müssen Außentüren alle anderen relevanten mandatierten Eigenschaften er­ füllen (z. B. Wärmeschutz, Schallschutz). Die für Österreich geltenden Eigenschaften sind in der Verordnung des OIB (Österreichisches Institut für Bautechnik) über die Baustofflis­ te ÖE (4. Ausgabe der Baustoffliste ÖE) vom 7.11.2008 angeführt. Produktionskontrolle Unter der Werkseigenen Produktionskon­ trolle ist jenes Verfahren zu verstehen, das die Einhaltung der in der Erstprüfung festge­ stellten Eigenschaften garantieren soll. Eine

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Fotos: Wieser/Holzforschung Austria

eit 1.2.2010 dürfen Außentüren mit Fluchtfunktion in allen Ländern der europäischen Union nur dann in Ver­ kehr gebracht werden, wenn sie die europäi­ sche Bauproduktenrichtlinie bzw. ab 1.7.2013 die Bauproduktenverordnung erfüllen und mit dem CE-Zeichen versehen sind. Aufbau­ end darauf wurde in Önorm EN 14351-1 Fens­ ter und Türen – Produktnorm Teil 1: Fens­ ter und Außentüren die Eigenschaft „Fähig­ keit zur Freigabe“ definiert. Fluchttüren müs­ sen mit einer einzigen Handbewegung ohne Schlüssel freigegeben werden und ungehin­ dert aufschwenken. Bei zweiflügeligen Türen gilt dies auch bei ausschließlicher Betätigung des Beschlags am Stehflügel. Außentüren


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schriftliche Dokumentation ist erforderlich. Fluchtweg blockieren. Ebenso kann es bei Die WPK sollte die Punkte Personal, Ausrüs­ Türen mit Panik-Querstange zu einer Kolli­ tung, Ausgangsstoffe bzw. Wareneingang, sion der Panikstangenenden kommen. Die Fertigungsverfahren, Prüfung und Beurtei­ verwendeten Notausgangsverschlüsse müs­ lung des fertigen Produkts sowie Rückver­ sen der EN 179 Schlösser und Baubeschläge folgbarkeit und Kennzeichnung umfassen. – Notausgangsverschlüsse mit Drücker oder Wesentlich ist die Einführung eines Verfah­ Stoßplatte, Paniktürverschlüsse der EN 1125 rens zur Behandlung fehlerhafter Produkte. Schlösser und Baubeschläge – Paniktürver­ Zur einfachen Dokumentation der WPK hat schlüsse mit horizontaler Betätigungsstange es sich bewährt, entsprechende Checklisten entsprechen. Dies bezieht sich immer auf das in die mit dem Produkt mitgehenden Pro­ duktionspapiere zu integrieren. Prüfungen durch Hersteller Im Bereich der Fluchttüren sollten Prüfun­ gen an im Werk entnommenen Proben durch den Hersteller die Übereinstimmung mit den Prüfnachweisen, mit internen Verarbei­ tungsvorschriften und der Funktion umfas­ sen. Bei der Funktionsprüfung sollte neben dem freien Aufschwenken auch die Freiga­ bekraft gemessen und schriftlich dokumen­ tiert werden. Entsprechende Prüfgeräte müs­ sen kalibriert sein und die nötige Genauig­ keit aufweisen. Erstprüfung im Prüflabor Die Erstprüfung wird auf Basis technischer Unterlagen durchgeführt. Durch techni­ sche Zeichnungen ist nachzuweisen, dass die Tür aufgrund der Bauart, Geometrie, Bänder und Baubeschläge ungehindert aufschwen­ ken kann. Vor allem bei zweiflügeligen Tü­ ren mit ungleicher Teilung und/oder schma­ len Flügeln besteht die Gefahr, dass die Profi­ le im Bereich des Stulps kollidieren und den

» Fluchttüren müssen mit einer einzigen Handbewegung ohne Schlüssel freigegeben werden und ungehindert aufschwenken. «

komplette Verschlusssystem (Schloss, Drü­ cker bzw. Stoßplatte/Querstange, Schließ­ blech/Bodenmulde). Die Bänder müssen der EN 1935 Baubeschläge – Einachsige Tür- und Fensterbänder entsprechen. Die Verwendung spezieller Schließbleche oder Sichtbeschläge ist nur dann zulässig, wenn diese vom Her­ steller des Verschlusses geprüft und freigege­ ben wurden. Je nach Art des Schlosses kön­ nen bestimmte Profilzylinder erforderlich sein (z. B. Freilauf der Sperrnase). Der Tür­ hersteller hat Anleitungen zu erstellen, die Handhabung, Einbau, Instandhaltung und Wartung der Außentüren mit Fluchtfunktion umfassen sollen. Hier sollten auch die Bedie­ nungs- und Wartungsanleitungen der Baube­

schlagshersteller (z. B. Angaben zur Wartung und Schmierung der Schlösser oder Bänder) eingearbeitet werden. Unzulässige Änderun­ gen (z. B. Montage von Feststellern am Tür­ blatt) sind anzuführen. Erstinspektion des Werkes Nach Vorliegen der Erstprüfung führt eine notifizierte Inspektionsstelle die Erstinspek­ tion durch. Dabei ist die Kontrolle der Um­ setzung der WPK ein wesentlicher Bestand­ teil. Wo schriftliche Aufzeichnungen gefor­ dert sind, wird Einsicht in diese genommen. Fremdüberwachung In Abständen von einem Jahr wird die lau­ fende Fremdüberwachung durchgeführt. Hier wird beurteilt, ob die WPK nach wie vor durchgeführt wird und entsprechende schriftliche Unterlagen vorhanden sind. Zusammenfassung Durch die gesetzlich vorgeschriebene CEKennzeichnung und die Auseinanderset­ zung mit den zugrunde liegenden Regelwer­ ken sollten sicherheitstechnisch bedenkli­ che Praktiken der Vergangenheit angehören. Das Zertifizierungsverfahren soll sicherstel­ len, dass die Fluchtfunktion auch tatsächlich gegeben ist und bei Türherstellern Vorkeh­ rungen zur Erkennung und Vermeidung von Fehlern getroffen werden. Die notwendigen Schritte sind aus freiwilligen Zertifizierun­ gen oder vom Feuerschutz her bekannt und einfach umzusetzen. www.holzforschung.at


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Verformung beim Brandversuch. Holz trocknet aus und zieht sich im Brandfall zusammen. Metalle dehnen sich bei Erwärmung aus – diese unterschiedlichen Reaktionen der Materialien ergeben negative Einflüsse auf das Ergebnis der Brandprüfung.

Brandschutz richtig im Griff BRANDSCHUTZ Brandschutzglas, Brandschutzzarge, Brandschutzdichtung

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m Bauwesen werden in der Umgangs­ sprache Begriffe verwendet, die irre­ führend sein können. Nicht nur durch die falsche Interpretation dieser Begriffe in der Sprache, sondern auch in Ausschrei­ bungen, Angeboten oder Vertragsdoku­ menten kann es dadurch zu finanziellen Schäden (meist für den Auftragnehmer) kommen. Wichtig für jeden In-VerkehrBringer (überwachter Betrieb) ist die hun­ dertprozentig identische Herstellung eines Feuerschutzabschlusses nach dem Herstel­ lungskatalog. Der ÜA-zertifizierte Betrieb ist der Fachbetrieb. Der Auftraggeber ist in den meisten Fällen als Laie (im Speziellen vor Gericht) zu betrachten. Daher hat der Auftragnehmer den Auftraggeber gemäß § 1168a ABGB zu warnen (Warnpflicht), wenn Ausführungsunterlagen, erteilte Anweisun­

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gen, beigestellte Materialien oder beige­ stellte Vorleistungen eine prüf berichtkon­ forme Ausführung nicht zulassen. Kein Glas für alle Systeme Das gesamte Bauprodukt (in der Umgangs­ sprache oft falsch Fixverglasung genannt), bestehend aus Glas, Rahmenkonstruktion, Dichtungselementen, Befestigungsmittel usw., ist in der Baustoffliste ÖA als Brand­ schutzverglasung definiert. Der Holzwerk­ stoff hat sehr viele Vorteile. Jedoch ist in die­ sem einen Fall die gute Dämmeigenschaft des Holzes ein Nachteil. Bei einer Brand­ prüfung erfährt die große Fläche des Gla­ ses gleich zu Beginn der Brandprüfung ei­ nen großen Temperaturanstieg. Durch die gute Dämmeigenschaft des Holzes der Glas­ leisten bleibt zu Beginn der Brandprüfung

der geschützte Rand des Glases relativ kalt. Daher entstehen in den ersten drei bis vier Minuten einer Brandprüfung im Glas der Brandschutzverglasung sehr große Span­ nungen. So kann es sein, dass das gleiche Glas mit ein und derselben Abmessung in einer Holzrahmenkonstruktion gleich in den ersten Minuten der Brandprüfung ver­ sagt und in einer Stahlkonstruktion das Glas weit über die geforderte Zeit von meist 30 Minuten besteht. Die Holzkonstruktion hat wiederum den Vorteil, dass sie sich bei star­ ker Erwärmung durch eine Brandprüfung nicht so sehr verformt wie eine Metallkons­ truktion. Eine starke Verformung der Konst­ ruktion im Brandfall belastet das Glas eben­ falls wesentlich. Die ungleiche Durchwär­ mung des Glases und die unterschiedliche Verformung der Materialien sind nur zwei

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Fotos: Andreas Queder, IBS Prüfstelle

und Brandschutzschaum für Feuerschutzabschlüsse: allesamt Produkte, die eigentlich nicht existieren. Text: Arthur Chouchanian


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Verhalten von Einzelkomponenten bei einem Brandversuch von unzähligen, oft nicht vorhersehbaren Verhalten. Daher wird ein geprüftes Glas einer Brandschutzverglasung nicht zum Brandschutzglas für alle Systeme. Das geprüfte Glas ist durch eine Brandprüfung nur für das eine geprüf­ te „System“ geeignet. Daher existiert kein Brandschutzglas.

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Einzelkomponenten im System

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Außergewöhnliche Dimensionsstabilität

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diese Normen genau beschreiben, in welchem Rahmen ein geprüftes Bauprodukt gegenüber der Brandprüfung verän­ dert werden darf. Den Inhalt dieser umfangreichen Nor­ men muss ein Lizenznehmer nicht kennen, da alle Mög­ lichkeiten zur Erweiterung der Produktpalette bereits durch die Lizenzgeber genutzt wurden und in den Herstel­ lungskatalogen für die Lizenznehmer eingearbeitet sind.

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Brandschutzzarge? Im Vergleich zur Brandschutzzarge könnte man auch be­ haupten, dass auch ein Brandschutzholz existiert! Aber, Spaß beiseite. Zum Vergleich, was damit gemeint ist: Durch großzügige Dimensionierung eines Rahmensto­ ckes, die Verwendung geeigneter Beschläge und voraus­ schauende Planung der Lage der Beschläge (Berücksich­ tigung des erhöhten Materialschwundes durch Abbrand von Weichholz) besteht die Möglichkeit, eine positive Brandprüfung mit einem Fichtenholz-Rahmenstock zu absolvieren. Normalerweise wird im Bereich Feuerschutz Hartholz verwendet. Es ist bei diesem Beispiel leicht ver­ ständlich, dass nur durch eine Brandprüfung eines Fich­ tenholz-Rahmenstockes dieses Material (Fichtenholz) nicht für alle Kombinationen mit sämtlichen Türbän­ dern, Türblättern usw. freigegeben werden kann. Genau

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Mindestens 50 Jahre haltbar ohne Erdkontakt, mindestens 25 Jahre haltbar mit Erdkontakt

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» Die Eignung der meisten Einzelkomponenten für eine Feuerschutztür ergibt sich erst durch eine Brandprüfung im System. «

Barfußdiele

Ja

Das Gleiche ist bei den Produkten „Brandschutzdichtung“ und „Brandschutzschaum“ als Einzelkomponente eines Feuerschutzabschlusses zu beachten. Wie beim Glas ist da­ rauf zu achten, dass die Einzelkomponenten mit dem Sys­ tem geprüft bzw. im Herstellungskatalog freigegeben sind. Wenn die Spalte zwischen Rahmenstock und Mauerwerk nur mit Steinwolle (= nicht brennbares Produkt) gefüllt und geprüft ist, dann darf diese Spalte nicht mit einem „Brand­ schutzschaum“ (= brennbares Produkt) gefüllt werden. Die Eignung der meisten Einzelkomponenten für eine Feu­ erschutztür ergibt sich erst durch eine Brandprüfung im System. Nur das vollständige, der Brandprüfung entspre­ chende System darf vom ÜA-zertifizierten Fachbetrieb in den Verkehr gebracht werden. In Zukunft werden europäische Normen (manche sind be­ reits erschienen) vorhanden sein, die den „erweiterten An­ wendungsbereich“ genau beschreiben. Das bedeutet, dass

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seit 1.1.2004) hat man durch die sogenann­ te „Stahlzargeneinbaubestätigung“ ver­ sucht, dass dadurch die Feuerschutzele­ mente (dazu gehört auch die Zarge mit eventuell notwendiger Hinterfüllung) den damaligen Prüfzeugnissen entsprachen. Zum damaligen Zeitpunkt war diese Vorla­ ge für Tischler die beste Lösung, mit der al­ le Beteiligen leben konnten. Aus Erfahrungen der letzten Jahre und aus verschiedensten Blickwinkeln (Prüf- und Warnpflicht wird nur zum Teil umgesetzt; die Bestätigung auf der Stahlzargeneinbaubestä­

Nach dem Abbrand ist ersichtlich, wie wichtig lange Einbohrbänder sind, um eine Brandprüfung positiv bestehen zu können.

aus dem gleichen Grund kann keine Brand­ schutzzarge existieren. ÖNorm-Zargen nach ÖNorm B 5330-10 können in so viel­ fältiger Art und Weise hergestellt werden wie Holzrahmenstockvarianten aus einem Fichtenholzstamm. Wobei bei der Stahlzar­ ge auch besonders die unterschiedlichen Verfüllungsmaterialien eine Rolle spielen. vorhandene Stahlzargen Die gelebte Praxis, eine Feuerschutztür in Teilen von verschieden Firmen (zum Bei­ spiel die Zarge vom Trockenbauer – der Rest vom Tischler) zu beziehen, entspricht keiner europäischen Norm. Zu Beginn der Einführung des Übereinstimmungszeug­ nisses für Feuerschutztüren (verbindlich

» Damit sich ein Tischlerbetrieb rechtlich gesehen nicht im luftleeren Raum befindet, gibt es nur e ­ ine einzige Lösung: Der überwachte Betrieb muss die gesamte Feuerschutztür (inkl. Stahlzarge) ausliefern. «

det, gibt es nur eine einzige Lösung: Der überwachte Betrieb muss die gesamte Feu­ erschutztür (inkl. Stahlzarge) ausliefern. Wenn auch nicht zum gleichen Zeitpunkt, da die Stahlzarge früher eingebaut wird. Aber nur so ist die vollständige Dokumen­ tation beim überwachten Betrieb vorhan­ den und nur so kann eine Inspektionsstelle auch den Zargenteil bewerten. Bei Lieferung der Zarge durch den Trocken­ bauer ist zum Zeitpunkt des Zargeneinbaus nicht gewährleistet, dass es sich um die prüfberichtkonforme Zarge mit der passen­ den Dichtung und Hinterfüllung handelt. Auch die richtige Dimensionierung der Un­ terkonstruktion kann nicht erfolgen, wenn erst nach Fertigstellung der Leichtbauwand der ÜA-zertifizierte Tischler mit der Liefe­ rung der restlichen Feuerschutztür beauf­ tragt wird. Daher ist auch jeder Auftraggeber gut be­ raten, das vollständige Gesamtelement – Feuerschutztür bestehend aus Türstöcken/ -zargen inkl. aller Verfüllungsmaterialien, Türblättern, Wärmdämmstoffen, Beschlä­ gen, allfälligen Dichtungen und Gläsern – beim dafür ÜA-zertifizierten und über­ wachten Fachbetrieb zu beziehen.

tigung erfolgt meist von Personen, die brand­ schutztechnisch keine Ahnung haben; die Bestätigung erfolgt nur für den Einbau, nicht jedoch für die Beschaffenheit der Stahlzarge; die Eigenüberwachung ist nicht erfüllt, usw.) muss aus Sicht der Inspektionsstelle jetzt der nächste Schritt unternommen werden. Damit sich ein Tischlerbetrieb rechtlich gesehen nicht im luftleeren Raum befin­

Der Autor Ing. Arthur Chouchanian EUR ING ist stv. Leiter der Inspektionsstelle Bauprodukte beim IBS-Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung GmbH in Linz.

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Italo-Style TÜREN Alu-Style bringt ein neues

Innentürsystem auf den Markt.

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ie auf die Herstellung von Möbeltüren aus Aluminium und von Schiebetürensyste­ men spezialisierte Alu-Style GmbH bringt ein neues Innentürsystem auf den europäischen Markt. Das minimalistische Möbelsystem nach itali­ enischem Design wird durch die Tür Albatros Swing und die Schiebetür-Trennwand Albatros Slide her­ vorragend ergänzt. Bei der nach Maß gefertigten In­ nentür Albatros Swing sind die Wand, die Zarge und das Türblatt flächenbündig ausgeführt, so integriert sich die Tür perfekt in ihre Umgebung, wirkt aber auch durch ihre Zurückhaltung als raumgestalten­ des Designelement. Drei meter hohe Türblätter Dank der speziellen Planung können sogar drei Me­ ter hohe Türblätter gefertigt werden. Das Innentür­ system ist in drei Oberflächenausführungen (Alu­ minium, Edelstahleffekt und Weiß) mit Alurahmen, Einlagen aus Glas oder Leder, bzw. mit Türblatt aus Holz lieferbar. Eine beliebte Lösung ist die versteck­ te Zarge, bei der nur 13 mm aus dem Profil zu sehen sind. Das Innentürsystem kann mit allen Ergänzun­ gen oder nur als Zarge mit ca. 15 Tagen Lieferzeit be­ stellt werden. Das Produkt ist bei den Firmen Fens­ ter Ludwig (www.fenster-ludwig.at) und Schmidt­ schläger (www.schmidtschlaeger.at) zu beziehen, die Alu-Style GmbH sucht derzeit noch weitere Ver­ triebspartner. (red/alustyle) albatros.alu-style.hu

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Oberflächen neu interpretiert TÜREN Klassische Wohnlichkeit neu interpretiert: Hochwertige Furniere und

­modernes Design stehen beim neuen Dana-Türenprogramm im Mittelpunkt.

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ine der neuesten Innovationen der Türenmarke Dana ist das neue Programm Struktura. Da­ bei schaffen hochwertige Eichen-, Nussund Lärchenfurniere und das geradlinig moderne Design der Zargen mit ihren eckigen Kanten und eckigem Futterbrett eine neue Interpretation klassischer Wohnlichkeit. Die Oberflächen zeichnen sich durch eine natürliche Haptik sowie ein mattes und edles Erscheinungsbild aus. Service und Qualität werden bei Da­ na besonders groß geschrieben. Die ste­ tige Weiterentwicklung dieser Bereiche ist deshalb von zentraler Bedeutung. Ak­

Türenprogramm Struktura: hochwertige Eichen-, Nuss- und Lärchenfurniere in zeitgemäßem Design

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tuell konnten dabei durch die Installa­ tion neuer Fertigungsanlagen und die weitere Optimierung des Produktions­ prozesses neue Erfolge erzielt werden: Seit Beginn 2013 ist Dana in der Lage, seinen Kunden eine Just-in-time-Pro­ duktion bzw. -Lieferung zu garantieren. Dank des Werks in Spital am Pyhrn, das zu einem der modernsten Türenwerke Europas zählt, wird die Marke den ho­ hen Ansprüchen seiner Kunden noch besser gerecht. Das hoch entwickelte Just-in-time-System stellt sicher, dass 85 Prozent aller Artikel eine Lieferzeit – von der Bestellung bis zur Anlieferung beim Kunden – von nur fünf oder zehn Arbeitstagen benötigen – und das bei ei­ ner Fertigung in Losgröße 1. (red/dana) www.dana.at

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Heute Bürotag?

Sonderthema tür & tor

Tür fürs Tier Türsystem Petwalk ist ein

Hauseingangstürensystem speziell für Haustiere.

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ine Haustüre für Haustiere – das ist einmal eine echte Marktni­ sche. Die Petwalk-Türen vereinen gute Luftdichtheit, hervorragende Wär­ medämmung, hohen Einbruchschutz mit einem automatischen, berührungs­ losen Zutrittskontrollsystem. Als Zu­ trittsschlüssel dient entweder ein be­ reits vorhandener, implantierter RFIDTier-Chip oder ein kleiner Anhänger am Halsband. Die Benützung der Tü­ re ist auch ohne Schlüssel mittels Be­ wegungsmelder möglich. Das Türsys­ tem bietet Mensch und Tier größtmög­

liche Freiheit und Bequemlichkeit. Wie ein aufmerksamer Tierhalter öffnet und schließt die Türe zu genau definierten Bedingungen vollautomatisch und ohne Berührung. Die Tiertüren können durch ihre patentierte Konstruktion einfach in Isolierverglasungen, Türen oder Mau­ erwerk eingebaut werden. Neben die­ sen technischen Feinheiten lassen sich Petwalk-Tiertüren durch auswechsel­ bare Dekorblenden sowohl innen als auch außen individuell den persönli­ chen Gestaltungswünschen anpassen. (red/petwalk) www.petwalk.at

Licht und Offenheit Türsystem Glas Marte hat eine neue Zargenlösung

für Ganzglasanlagen parat.

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Marte eine passende Lösung. Durch die Verwendung des Zargenprofils wird die offene Fuge zwischen Glastüre und Seitenteil geschlossen, was einen ver­ besserten Schallschutz bei Kombinatio­ nen aus Glastüren und Ganzglaswänden zur Folge hat. Mit nur 46 mm Ansichts­ breite und 40 mm Bautiefe ist dieses Zar­ gentürsystem ideal für Ganzglaslösun­ gen mit fest stehenden Seitenteilen und/ oder Oberlichtverglasungen geeignet, so Glas-Marte-Geschäftsführer Martin Feigl. Das Zargentürsystem eignet sich für die Glasstärken von 8 und 10 mm (Tü­ re) und 8 bis 12 mm (Fixteil). Die einfa­ berall dort, wo Privatsphäre mit che Montage der Fixverglasungen (Sei­ Offenheit und Licht im Raum tenteile) durch ein ausgeklügeltes Tro­ Hand in Hand gehen soll, sind ckenverglasungssystem erleichtert die Ganzglasanlagen mit dem neuen Tür­ Montage wesentlich. (red/glas marte) system GM Zargenprofil 46/40 von Glas www.glasmarte.at

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Schmiedeeisen für verschiedenste Anwendungen bei Holztoren.

S

Alle Beschlägevarianten sind aus massivem Schmiedeeisen und ­bilden mit der Holzkonstruktion des Tores eine Einheit.

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pätestens, wenn einem einmal wäh­ rend der Ausfahrt das ungenügend fixierte Einfahrtstor durch einen Windstoß auf das Auto prallt oder alle er­ denklichen Kräfte und Tricks angewen­ det werden müssen, um ein Tor zu öffnen, denkt man unweigerlich an eine massive, der Größe des Tores entsprechende Lösung nach. Besser noch werden solche Probleme bereits bei der Planung eines großen To­ res in Holzkonstruktion berücksichtigt. Im Angebot der Beschläge-Manufaktur Wieser findet man speziell auf solche Situationen abgestimmte Beschläge. So wurden Torhalter eigens für den Zweck der sicheren Fixierung eines Tores ent­ wickelt. Sie sind in verschiedenen Aus­ führungen erhältlich und können in un­ befestigtem sowie in befestigtem Unter­ grund oder an der Wand montiert wer­ den. Eine Variante ist so konstruiert, dass

das Tor beim Öffnen nahezu ohne zusätz­ lichen Aufwand einrastet und beim Schlie­ ßen durch die Betätigung eines kurzes He­ bels wieder entriegelt wird. Für das Abschließen der Tore wurde eben­ falls ein Beschlag entwickelt. Der Schwenk­ riegelverschluss ist vollständig auf die kli­ matisch bedingten Veränderungen ei­ nes großen Holztores abgestimmt. Er ge­ währleistet zu jeder Jahreszeit das leichte Abschließen mittels Profilzylinder, wel­ cher selbstverständlich in eine bestehende Schließanlage integriert werden kann. Als zusätzlicher Vorteil fällt das Tor ohne zu­ sätzlichen Handgriff durch einen Schließ­ bügel sozusagen ins Schloss. Weitere Spezi­ albeschläge sind Drehriegel für das leichte Öffnen der Stehflügel, Schubriegel, Lang­ bänder und Kegel für die Montage in der Mauer, auf Stein oder Holzkonstruktionen. (red/wieser) www.wieser-antik.com 

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ine neue, elegante Lösung, ma­ nuelle Schiebetüren im Innenbe­ reich mit funktioneller Leichtig­ keit zu gestalten und mühelos zu bewegen, hat Geze mit dem kompakten modularen Schiebetürsystem Levolan 60 geschaffen. Kleine Beschlagabmessungen und das ge­ radlinige Design mit einer schmalen, nur 50 Millimeter hohen Laufschiene passen sich jeder Einbausituation an. Levolan 60 ist flexibel für die Montage an Wand, De­ cke oder einem Glasoberlicht geeignet und kann zudem mit allen aktuellen Tür­ flügelmaterialien eingesetzt werden. Die dezente Beschlagtechnik ist für Flügelge­ wichte bis 60 kg einsetzbar. Komplett in der Laufschiene integriert, optimiert sie das Gesamtdesign. Als flexibles Baukas­ tensystem entwickelt, ermöglicht das Le­ volan-60-System die Mehrfachnutzung der einzelnen Systemkomponenten und damit eine geringe Anzahl an Einzeltei­ len. Die optional in das Laufrohr integrier­

durch mehr

bare Einzugsdämpfung Levolan SoftStop schenkt dabei Sicherheit und Komfort: Die Schiebetürflügel werden sanft und si­ cher in die Endstellung geführt. Das An­ schlagen am Rahmen oder am Puffer wird vermieden. Klemmgefahr ist nahezu aus­ geschlossen (red/geze). www.geze.at

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Tischler Journal 06/13  

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