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P.b.b. Verlagspostamt: 2340 Mödling, Zul.-Nr. GZ 02Z030719 M, Postnummer: 5

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4. Juni 2012 Nr. 6 Offizielles Fachorgan der Bundesinnung und der Landesinnungen der Tischler

Leichtbau

Alles, was Sie über die Bearbeitung von Wabenplatte & Co wissen müssen.

Im Brennpunkt: Wie viel Design braucht das Handwerk Messe: Die wichtigsten Neuheiten aus Mailand Reportage: Möbel aus Reststoffen


Schleifmaschinen der Spitzenklasse

« Jetzt haben wir die Maschine, die uns weiterbringt. »

Josef Gschossmann mit einer Schublade vor seiner neuen Breitband-Schleifmaschine KÜNDIG Premium-2

Josef Gschossmann, Sie führen im Waldviertel eine Tischlerei mit 22 Mitarbeitern, die seit 15 Jahren im Ladenbau tätig ist. Weshalb haben Sie sich auf den Bereich Schubladen spezialisiert? Wir haben keine Marktanalyse gemacht, wie man dies heute an Hochschulen lernt. Wir sind eher zufällig darauf gestossen. Eigentlich wollten wir selber Schubladen für eine Inneneinrichtung zukaufen. Doch das lieferbare Angebot passte nicht. Damals war der Ladenbau für uns völliges Neuland. Jahrelange Aufbau- und Entwicklungsarbeit war nötig, um qualitativ hochstehende Schubladen serienmäßig zu bauen und zu vermarkten. Wer sind Ihre Kunden? Unsere Schubladen werden einerseits vom Holzhandel, zunehmend aber auch direkt von Tischlereien bestellt.

KÜNDIG GmbH

4191 Vorderweißenbach

Unsere Massivholz-Laden sind in jeder gewünschten Form und Größe und in verschiedenen Holzarten erhältlich. Unsere Maxime lautet, Aufträge unabhängig von ihrem Umfang innerhalb von drei Tagen zu fertigen und zur Lieferung bereit zu stellen. Sie haben Ihre alte Schleifmaschine kürzlich durch eine Breitband-Schleifmaschine KÜNDIG Premium-2 ersetzt. Die Optimierung der Arbeitsabläufe ist der Dreh- und Angelpunkt unserer Produktion. KÜNDIG ist gezielt auf unsere Anforderungen beim Bau von Laden eingegangen. Die Maschine wurde durch Höherstellung der Umlenkwalzen umgebaut und mit zusätzlichen Druckbalken ergänzt. Jetzt haben wir die Maschine, die uns weiterbringt. Mit der alten Maschine musste jede Seite eines Brettes vor- und nachgeschliffen werden. Heute geht das alles in einem Arbeitsgang.

07219 70171

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inhalt & Editorial

BRENNPUNKT

Wie viel Design braucht das Handwerk?....................................................................4

HIGHLIGHT

iHolz - iPad-Hüllen aus Holz.......................................................................................8

WIRTSCHAFT

Kurzmeldungen & Aktuelles.....................................................................................10 Werbefaktor Kunst...................................................................................................14 Thema Burn-out: „Mit Vollgas gegen die Wand“....................................................... 17

MESSE

Möbelmesse Mailand...............................................................................................18

INNUNG

Bundesinnung: Bundeslehrlingswettbewerb in Wels................................................22 Landesinnung Steiermark........................................................................................24 Landesinnung Oberösterreich . ...............................................................................26 Landesinnung Kärnten.............................................................................................28 Landesinnung Niederösterreich...............................................................................29

MATERIAL & TECHNIK

Die perfekte Reinkarnation......................................................................................32 Qualitätsgewinn beim Flachglas...............................................................................26

MASCHINEN & WERKZEUGE

Null Fuge, viel Möbel................................................................................................48

BILDUNG

Meisterstücke..........................................................................................................52 Bindergewerbe - Kräftiges Lebenszeichen...............................................................54 Biegen statt brechen................................................................................................55

SPECIAL Leichbau

Angepasste Werkzeuge............................................................................................56 Interview mit Dr. Ulrich Müller, BOKU Wien.............................................................58

Kolumne

Meister Sturschädel – Meister Pfiffig......................................................................62 Unser Cover zeigt das Werkzeug zum Fräsen einer Stützkante an einer Wabenplatte. Foto: Leitz Schwerpunkt im nächsten Tischler Journal: Fenster- und Fassadentechnik

IMPRESSUM: Medieninhaber, Verleger und Herausgeber: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/Stiege 1, Tel.: +43 (0) 1 546 64-0, Fax: +43 (0) 1 546 64 DW 535, www.wirtschaftsverlag.at Chefredakteur: Dipl.-Ing. Thomas Prlic, DW 341, E-Mail: t.prlic@wirtschaftsverlag.at Mitarbeiter dieser Ausgabe: Mag. Gudrun Haigermoser, Ralf Siebenbürger, Michael Fischler, Jürgen Fragner, Dr. Christine Müller

Artdirektion & Grafik: butjabutja - multicrossmedia, Inh. Cecile M. Lederer, 1140 Wien Geschäftsführung: Thomas Zembacher Verkaufsleiter: Franz-Michael Seidl, DW 240 Anzeigenberatung: Michael Stich, DW 246, E-Mail: m.stich@wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax: DW 520, E-Mail: tischler@wirtschaftsverlag.at Anzeigenrepräsentanz OÖ: Verlagsbüro Gerhard Weberberger Kleinwörth 8, 4030 Linz Tel.: +43 (0) 732 31 50 29,

Spannungsfelder Tischler, die sich mit Möbelbau und der Gestaltung von Interieurs beschäftigen, stehen seit jeher in einem gestalterisch interessanten Spannungsfeld: Einerseits sehen sich viele Betriebe stark einer gewissen handwerklichen Tradition verwurzelt, gleichzeitig gilt es aber auch, zeitgenössische Ansprüche ans Design zu erfüllen. Wie man sich als Betrieb hier positioniert, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab: Verfolgt man eine eigene, strikte Gestaltungslinie, ist man dabei eher traditionell oder modern ausgerichtet – oder versucht man, vom Landhausstil bis zum radikal minimalistischen Hightech-Möbel ein breites Spektrum abzudecken. Bei derartigen Überlegungen kommen schnell wirtschaftliche Aspekte ins Spiel: Oft genug entscheiden schlicht die Nachfrage oder die Wünsche der Kunden über den Stil. Wie sich Tischler in diesem Spannungsfeld bewegen, gestalterisch entfalten, aber auch sinnvoll wirtschaften können, und wie Designexperten den Spagat zwischen Tradition und Moderne sehen, damit beschäftigen wir uns im aktuellen Brennpunkt ab Seite 4 unter dem Motto „Wie viel Design braucht das Handwerk?“ Ganz technisch wiederum geht es bei unserem Coverthema (ab S. 56) zur Sache: Im Fokus haben wir diesmal das immer noch etwas unterschätzte Thema Leichtbau mit einem Schwerpunkt auf die Frage nach der richtigen Bearbeitung und den entsprechenden Werkzeugen im Umgang mit Wabenplatte & Co. Viel Spaß beim Lesen, Thomas Prlic

Fax: +43 (0) 732 31 50 29-46, Mobil: +43 (0) 676 518 55 75, Anzeigenpreisliste: Nr. 40 vom 1. Jänner 2012 Erscheinungsweise: monatlich Hersteller: Friedrich VDV, Vereinigte Druckereien und Verlags-GmbH & CO KG, 4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrich.vdv.com Marketing: Paul Kampusch, DW 130 Aboservice: Aboservice Österr. Wirtschaftsverlag, Tel.: +43 (0) 1 361 70 70-570, Fax: +43 (0) 1 361 70 70-9570, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at

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Jahresbezugspreis: 70 Euro. Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. Bankverbindung: Bank Austria, Kto 04240571200, BLZ 11000, IBAN AT511100004240571200, BIC BKAUATWW Druckauflage: 7.117 Exemplare (2. HJ 11) DVR: 0368491

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Brennpunkt

Wie viel Design braucht das Das Tischlerhandwerk kann von der wachsenden Sehnsucht nach bleibenden Werten profitieren. Sich allein dem Alten zu verschreiben, wird jedoch nicht zum Erfolg führen. Denn die Herausforderungen sind vielfältig. Das Tischler Journal geht der Frage nach, wie viel Design und wie viel Tradition es braucht, um das Handwerk in der Zeit zu halten. Text: Gudrun Haigermoser

» Design hat einen sehr hohen Stellen­­ wert. Es bedeutet Zukunft und Fortschritt. « Ingo Mild, Mild 1905

er Begriff Tradition leitet sich vom lateinischen Wort „traditio“ ab und bedeutet soviel wie Überlieferung. Tradition hat also immer einen Bezug zur Vergangenheit, auch wenn sie gegenwärtig zum Einsatz kommt. „Das zeigt sich einerseits beim Material, andererseits in der Formgebung. Aber auch produktionstechnisch gehen viele Arbeitsschritte und Ausführungsdetails auf das traditionelle Tischlerhandwerk zurück“, sagt Ingo Mild. Der gelernte Architekt hat in vierter Generation den Familienbetrieb in Sinabelkirchen in der Steiermark übernommen und setzt auf zwei unterschiedliche Formsprachen: Kompromisslose Moderne und ländliche Tradition. „Die Tradition ist ein Teil unserer Vergangenheit und hat meiner Meinung nach so lange ihre Berechtigung, als es die Nachfrage erfordert. Es hat keinen Sinn, traditionell denkenden Menschen eine Modernität aufzuzwingen, mit der sie sich nicht identifizieren können.“ Im Gegensatz zur Tradition bietet die Modernität aber die Möglichkeit, neue Wohntrends zu entwickeln und experimentell zu arbeiten. Tradition oder Design – Was will der Kunde?

Die Ansätze, traditionelles Handwerk und moderne Designansprüche zu verbinden, sind so vielfältig wie die Branche selbst. „Das Tischlerhandwerk kann man nicht vereinheitlichen, es zeichnet sich durch eine unglaubliche Vielfalt aus. Was uns aber alle verbindet, sind die immer anspruchsvoller werdenden Kunden“, sagt Tischlermeisterin Maria-Theresia Bretschneider. Die Wiener Innungsmeister-Stellvertreterin und Lehrlingsbetreuerin hat sich mit ihrem Betrieb im 9. Wiener Gemeindebezirk auf Maßanfertigungen und Restaurierung spezialisiert. „Das Experimentieren und die Selbstverwirklichung im Beruf muss man sich leisten können. Nur wenige aus unserer Berufsgruppe schaffen es, sich auch als Designer zu etablieren. Der handwerklich orientierte Tischler – wie auch ich – stellt den Kundenwunsch in den Vordergrund.“ Ingo Mild fährt in seinem Betrieb nach wie vor auf zwei Schienen. „Das traditionelle Handwerk gibt es in unserem Unternehmen seit über hundert Jahren, das hat den Betrieb sehr geprägt. Mich begeistern zeitgemäße Architek-

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tur und futuristisches Möbeldesign.“ Diese zweite Linie aufzubauen und in die traditionelle Produktion zu integrieren passiert in kleinen Schritten. „Wir haben einen großen Kundenstock, der bei unserem Namen automatisch an Landhausmöbel denkt. Das vergessen wir nicht.“ Gemütlichkeit hier, Funktion dort

Kunden des traditionellen Stils legen Wert auf Gemütlichkeit, Wertbeständigkeit, generell auf hohe Qualität und persönliche Betreuung, beim Material dominiert nach wie vor Holz. Beim modernen Wohnen ist immer noch schlichtes Design mit raffinierten Details gefragt. Alles soll sehr reduziert sein, damit die Räume groß, hell und freundlich wirken. Tische und Möbel sollen ausziehbar, klappbar oder drehbar ausgeführt werden. „Die Multifunktionalität und die Wandelbarkeit von Einrichtungsgegenständen sorgt beim Kunden für große Begeisterung“, beschreibt Mild die Vorzüge modernen Designs. Die verwendeten Materialien sind sehr vielfältig und reichen von lackiertem MDF bis zu keramischen Werkstoffen, Holz wird sehr reduziert und meist in massiver Ausführung mit speziellen Oberflächenbehandlungen eingesetzt. Das Glück in der Nische

Wie in anderen Branchen muss auch die Tischlerei neue Marktlücken für sich erschließen. Vor allem kleine Betriebe sind gefordert, sich zu spezialisieren. „Das Angebot muss sich von der Masse abheben, um bestehen zu können“, sagt Mild. „Um die Aufmerksamkeit des Kunden zu erlangen, sind ein innovatives Produkt, ein hoher Qualitätsstandard und die persönliche Betreuung maßgebend.“ Auch für Bretschneider ist klar, dass der Tischler sein Glück am ehesten in der Nische findet. „Das Verständnis, was Tischlerei bedeutet, ist bei vielen Kunden allerdings nicht in ausreichendem Maß vorhanden. Bedürfnisse erkennen, Neues wagen

„Der Markt hat sich verändert, er ist größer geworden. Dessen muss sich ein Tischler bewusst werden, das Handwerk muss sich den neuen Bedürfnissen anpassen“, sagt auch Günther Grall, Studiengangsleiter für Design und Pro-

Fotos: Ingo Mild, Weinwurm, Annette Friedel. Illustration: Just, Coloration: Cecile M. Lederer/www.butjabutja.at

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Brennpunkt

Handwerk? duktmanagement an der Fachhochschule Salzburg. Dazu sind Investitionen und ein frühes Ansetzen bei der Ausbildung des Nachwuchses notwendig. „Und es gilt, nach neuen Techniken im Handwerk zu suchen, die die Industrie nicht anbieten kann. Warum soll nicht auch das Handwerk in der Herstellung Neues wagen?“ Für Grall braucht es eine Rückbesinnung auf

» Ich stelle immer den Kundenwunsch in den Vordergrund. «

» Große Stückzahlen bedeuten mehr Raum für Gestaltung. « Günther Grall, Studiengangsleiter Design und Produktmanagement/FH Salzburg Marke zu wechseln. Legt man diesen Gedanken auf das Tischlerhandwerk um, ergibt sich viel Potenzial für die Zukunft“, sagt FHProfessor Grall. „Für mich hat Design einen sehr hohen Stellenwert, es bedeutet für mich Zukunft und Fortschritt. Die Formgebung muss auf aktuelle Bedürfnisse und neue Lebensgewohnheiten reagieren und dem Zeitgeist entsprechen“, schließt sich Ingo Mild an. Trotzdem ist es wichtig, alte Überlieferungen auch bei einem modernen Fertigungsprozess einzubeziehen. „Das Wissen, das sich unsere Vorfahren beim Bearbeiten von Holz angeeignet haben, darf nicht verloren gehen. Immerhin bildet es die Basis aller Entwicklungen.“

LIM-Stv. Maria-Theresia Bretschneider, Die Werkstatt die handwerklichen Fähigkeiten, um dann wieder zu neuen gestalterischen Lösungen zu finden. „Man darf nicht immer die technische Machbarkeit als Damoklesschwert über die Idee hängen.“ Es gilt, die Entscheidung für die Serie oder das Einzelstück zu treffen und die Frage „Bin ich Tischler oder Möbelproduzent?“ zu beantworten. Wird in großen Stückzahlen produziert, kann der Gestaltung mehr Raum gegeben werden. Setzt ein Betrieb auf Individualität, muss der höhere Preis auch durch entsprechende Qualität gerechtfertigt werden. Was die Zukunft bringt

Ohne Veränderungen wird es keine Entwicklung in der Branche geben. Darin sind sich die Experten einig. Dass die Gestaltung dabei eine zentrale Rolle spielen soll, ist ebenso unbestritten. „Das Design ist der einzige Grund, eine

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Brennpunkt: Im Interview

„In allem Neuen steckt etwas Altes“ O

ffen gegenüber Neuem sein, dabei das Alte Tradition ist wie gesagt mit Wissen und beschätzen und ehren: Diese Einstellung sei währten Praktiken verknüpft. Auf neue Fragen einer der Gründe für den Erfolg der Bregenzer- und Ansprüche neue Antworten zu finden, das ist wälder Tischler, sagt Renate Breuß. Das Tisch- die Herausforderung. Gerade das Handwerk ler Journal sprach mit der Geschäftsführerin kennt beide Seiten und kann auf Bedürfnisse fledes Vereins Werkraum Bregenzerwald über xibel und individuell mit Maßarbeit reagieren. Maßnahmen zum Erhalt des Handwerks, über Die Industrie kann das nicht. das Zusammenspiel von Tradition und Design Welcher Designansatz hat Erfolg? Was wird von und über die Sorgen mit dem Nachwuchs.

» Um zu neuen Kon­ zepten zu kommen, muss man traditio­ nelle Lösungen in ein neues Umfeld betten. « Renate Breuß, GF Werkraum Bregenzerwald

Hintergrund

Der Verein Werkraum Bregenzerwald knüpft an eine jahrhundertealte Handwerkertradition an. Aus den ehemals in Zünften organisierten und schon damals weit über die Region hinaus tätigen Handwerkergemeinschaften sind moderne, der Technik zugewandte Betriebe entstanden. Seit 1999 finden sie im Werkraum eine neue und zeitgemäße Form des Zusammenschlusses. Aktuell 88 Mitglieder finden im Verein institutionalisierte Hilfestellung in den Bereichen Mitgliederservice, Produkt- und Designinnovation, Aus- und Weiterbildung sowie Baukultur.

Ich habe mich in meiner Arbeit als Kunsthistorikerin immer schon für die Alltagskunst in Form des Handwerks interessiert. Für die Gesellschaft ist es zentral wichtig, dass das Handwerk in seinem Facettenreichtum erhalten bleibt. Dessen Entwicklung ist auch ein Indikator dafür, wo wir Menschen stehen und wohin wir gehen. Aus eben diesem Interesse engagiere ich mich im und für den Werkraum Bregenzerwald. Im Bregenzerwald gibt es eine sehr hohe Dichte an Tischlereibetrieben. Ist die Nachfrage in Vor­ arl­berg nach handwerklicher Fertigung größer als im restlichen Österreich?

den Kunden nachgefragt, worauf wird Wert gelegt?

Grundsätzlich leben wir in einer Zeit, wo der Kunde nicht nur einen Stil nachfragt. Wir haben am Markt ein buntes Nebeneinander an Stilen und Formen. Design möchte Orienterung und einen Beitrag zum besseren und schöneren Leben leisten und hat sich dabei auch an Vorschriften und Gesetze zu halten. So gesehen ist Design unsichtbar. In der persönlichen und direkten Aus­ ein­andersetzung mit dem Kunden und dem Gestalter kann gerade der Tischler Nutzen und Schönheit gut zusammenbringen. Welche Rolle spielt der Preis? Sind die Kunden be­ reit, für ein individuelles Stück mehr auszugeben?

Das Preisargument ist nicht immer das erste, das zählt. Ich beobachte eine Art Sehnsucht nach Dingen, deren Geschichte und Herkunft nachvollGerade was das Tischlerhandwerk anbelangt ist ziehbar sind. Bestellt ein Kunde ein Möbel beim die Betriebsdichte in der Region Bregenzerwald Tischler, dann achtet er auf Nachhaltigkeit. Er sehr hoch und sicher einzigartig. Die Auftragsla- möchte ein ressourcenschonend in der Region ge unserer Mitgliedsbetriebe ist gut, aber um die erzeugtes Produkt kaufen. Das Verständnis und Qualität zu halten, ist viel Engagement und Mut die Wertschätzung gegenüber langlebigen und zur Innovation gefordert. Die starke Konkurrenz gut funktionierenden Dingen steigt wieder. ist zudem ein Ansporn, quasi eine interne Qualitätskontrolle. Über die Vereinsaktivitäten, die Früher war der Handwerker zugleich auch Gestal­ Wettbewerbe und Ausstellungen sind unsere Mit- ter, heute sind diese Aufgaben getrennt. Wie glieder über die Schwerpunktsetzungen der an- kann die Zusammenarbeit zwischen Architekt, deren Betriebe gut informiert. So bietet sich ei- Designer und Tischler funktionieren? nerseits die Möglichkeit zum Ausbau eigener Der Architekt, der Gestalter und der Tischler könStärken und Kernkompetenzen und andererseits nen viel voneinander profitieren, wenn Verständnis und Respekt für die jeweiligen Aufgabenbezur Nutzung von Synergien und Kooperationen. reiche da sind. Die Zusammenarbeit sollte auf Wie viel Design braucht das Tischlerhandwerk, um Augenhöhe stattfinden. Der Handwerker hat das modernen Ansprüchen zu genügen? Wie gelingt Wissen, das sich rund um die Produktion und das der Spagat zwischen Tradition und Moderne? Material konzentriert. Er weiß, wofür ein Material Die Bregenzerwälder sind dafür bekannt, dass geeignet ist und wofür nicht. Wenn das mit der sie gegenüber Neuem offen sind und gleichzeitig Idee und den ästhetischen Ansprüchen zusamdie Tradition hochhalten. Diese Haltung ist ein menspielt, dann entstehen gute Dinge. kulturelles Erbe. Wobei dieser Schnitt gar nicht so scharf zu ziehen ist: In allem Neuen steckt Wie sieht es mit dem Tischlernachwuchs aus? etwas Altes, es wird immer angeknüpft an Er- Gibt es genügend Junge, die die handwerkliche fahrungen und bestehende Werte. Was ich wei- Tradition im Bregenzerwald hochhalten können? terziehe und was ich über Bord werfe, ist eine Es gibt durchaus Probleme, die Jungen für das Frage der Positionierung. Um neuen Lebens- Tischlerhandwerk und für den Verbleib in der und Wohnkonzepten entgegenzukommen, muss ländlichen Region zu begeis­tern. Der Werkraum man sich von „unnötigem Schnörkel“ zu gege- Bregenzerwald engagiert sich stark in der Jugendbener Zeit lösen bzw. traditionelle Lösungen in motivation. Wir versuchen schon in den Schulen sehr früh zu vermitteln, was es heißt, einen handein neues Umfeld betten. werklichen Beruf zu erlernen. Es bedarf in jedem Wie kann ein Betrieb traditionelles Handwerk Fall einer großen Anstrengung, um lernmotivierte und moderne Designansprüche verbinden? Leute zu gewinnen und zu erhalten.

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Foto: Darko Todorovic

Frau Breuß, Sie sind „gelernte“ Kunsthistorikerin. Wie und warum engagieren Sie sich für den Erhalt des Handwerks, insbesondere der Tischlerei?


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ür Holz gibt es viele Anwendungsmöglichkeiten im Möbel- und Designbereich. Eine besonders schöne hat sich das niederländische Designteam „Miniot“ mit ihren iPad- und iPhone-Covers und -Hüllen ausgedacht. Die einfallsreichen Abdeckungen für die beliebten Elektronikhelferlein bringen die schönen Seiten des natürlichen Werkstoffs Holz zur Geltung und sind dabei auch noch praktisch, funktionell und bis ins Detail liebevoll und präzise gearbeitet. Die aktuelle Miniot-Kollektion besteht aus mehreren Produkten: iWood nennt sich die Schutzhülle für das iPhone 4 (S) oder das iPhone 3, dazu gibt es passende Dockingstations, die natürlich ebenfalls in Holz gefertigt sind. Für das iPad 2 gibt es das Miniot-Case und das Cover Mk2, das nicht nur als Abdeckung und Schutz, sondern eingerollt auch als Ständer für das Tablet dient. Alle Produkte sind in unterschiedlichen Holzarten erhältlich, und weil kein Baum dem anderen anderen gleicht, bekommt auch jedes Miniot-Stück so sein ganz individuelles und einmaliges Design. Die Herstellung der Cover und Hüllen, meint man bei Miniot, sei jedenfalls eine komplexe und arbeitsintensive Prozedur. Bei Bedarf kann man sein Miniot-­Cover mit einem eingravierten Namen oder Logo noch persönlicher gestalten lassen. Und weil man es die holländischen Designer mit der Liebe zum Holz ernst meinen, stammen alle verwendeten Hölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Gefertigt werden die Produkte in Schagen in den Niederlanden, verschickt werden sie allerdings an Holzdesign- und Elektronikliebhaber in der ganzen Welt. www.miniot.com

Text: Thomas Prlic

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Aktuelles & Wirtschaft

Erratum In der vergangenen Ausgabe des Tischler Journals wurde unter den ­Fotos von Eckhard Hattinger sowie Klaus-Peter Rawe, beides Mitarbeiter von Braun-Lockenhaus, irrtümlich ein falscher Text platziert. Die Redaktion bedauert das Versehen. Im Folgenden die richtige Version:

Eckhard Hattinger, Klaus-Peter Rawe

Makita-ÖsterreichChef unter den Besten Im Rahmen des Galaabends des Österreichischen Verkaufskongresses wurden heuer auch wieder die besten Verkaufsprofis im deutschsprachigen Raum geehrt. Christian Will, Verkaufsleiter von Makita Österreich, durfte sich dabei über die Auszeichnung „Top 2 Verkäufer in der Kategorie Führungskräfte“ freuen.

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Grassmann 2.0 Die Eröffnung des neuen Betriebsgebäudes und „Der Tag der offenen Tür“ von Grassmann Sessel war ein voller Erfolg. Neben vielen Kunden und Freunden konnte das Unternehmen auch Landtagsabgeordneten BGM Dr. Martin Michalitsch, Wirtschaftskammer-Bezirksgruppenobmann KR. Ing. Norbert Fidler, Wirtschaftsbunddirektor Mag. Harald Servus, Landesinnungsmeister-Stv. KR Ing. Helmut Mitsch und DI Susanne Formanek begrüßen. Die Gäste konnten sich ein Bild über die neuen Produktionsanlagen, Sesselmodelle und Arbeitsabläufe direkt vor Ort machen.

Bosch auf Wachstumskurs Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch ist in Österreich gut in das Jahr 2012 gestartet. Der Umsatz liegt im ersten Quartal 2012 deutlich über dem Vorjahresniveau. „Der aktuelle Geschäftsverlauf zeigt für 2012 in allen drei Unternehmensbereichen einen positiven Trend“, sagte Klaus Huttelmaier, Alleinvorstand der Robert Bosch AG und Repräsentant der Bosch-Gruppe in Österreich sowie Regionalverantwortlicher für Mittelosteuropa. „Bosch sieht in Österreich auch weiterhin günstige Wachstums- und Ertragsperspektiven.“ Im Geschäftsjahr 2011 konnte die Bosch-Gruppe ihren Umsatz auf dem österreichischen Markt um 7 Prozent auf 947 Millionen Euro steigern. Der Umsatz aller österreichischen Bosch-Gesellschaften einschließlich interner Lieferungen ist um 15 Prozent auf 814 Millionen Euro gestiegen. Die Zahl der Mitarbeiter ist um 241 auf 2744 gewachsen.

Fotos: Grassmann, MHK, Würth, thinkstock, Makita Braun-Lockenhaus, Novum Buche

Eckhard Hattinger, 42, sowie KlausPeter Rawe, 44, unterstützen ab sofort als neue Gebietsleiter für Salzburg, Tirol und Wien das Vertriebsteam des mittelburgenländischen Objekt- und Designmöbelherstellers Braun Lockenhaus. Hattinger absolvierte eine Tischlerlehre mit anschließender Meisterprüfung und später die Schule für Einrichtungsberater in Kuchl, Salzburg. Ab sofort zeichnet er bei Braun Lockenhaus als Gebietsverkaufsleiter für die Bundesländer Salzburg und Tirol verantwortlich. KlausPeter Rawe wird im Vertriebsaußendienst zukünftig die Region Wien verantworten. Nach einer Lehre als Möbeltischler sammelte Rawe bei verschiedenen Möbel- und Bautischlereien praktische Erfahrungen.


Aktuelles & Wirtschaft

36 Mal Würth Anfang April hat Würth Österreich Kundenzentren in Tulln (NÖ) und Mattighofen (OÖ) feierlich eröffnet. Nun erhöht der Montageprofi die Anzahl seiner Shops für Gewerbetreibende noch weiter. Mit den drei im Juni eröffnenden Shops in Enns (OÖ), Vorchdorf (OÖ) und Liezen (Stmk) stehen gewerbetreibenden Kunden österreichweit 36 Kundenzentren zur Verfügung. Mit durchschnittlich 4000 Artikeln deckt jedes Kundenzentrum rasch den Bedarf der heimischen Kunden aus Gewerbe und Handwerk. Das Sortiment reicht von Befestigungsmaterial wie Schrauben oder Dübel über Handwerkzeug bis hin zu Arbeitsschutz und Arbeitskleidung. Am 1. Juni 2012 eröffnet das Kundenzentrum in Enns, ab 18. Juni ist die Filiale in Vorchdorf geöffnet und am 25. Juni wird zur Eröffnungsfeier des Würth Shops in Liezen geladen.

Die Sieger des Novum-Buche-Wettbewerbs

Neues von der Buche Am 10. Mai wurden im Wiener Museumsquartier die Gewinner des vom Fachverband der Holzindustrie und der Landwirtschaftskammer ausgeschriebenen Designwettbewerbs „Novum Buche“ gekürt. Die Entscheidung der Jury für den ersten Platz fiel mit „FantasyLine“ auf eine Neuinterpretation der Massivholzdiele. ­Johann und Oliver Schweitzer, Sperrholz Schweitzer GmbH, ist es gelungen, die natürlichen Vorteile der Buche wie Struktur und Farbe zu unterstreichen und bisherige Nachteile wie Schwind- und Quellverhalten durch das anspruchsvolle Herstellungsverfahren zu bewältigen. Platz zwei sicherte sich das Duo Fabian Bartelt und Ferdinand Pechmann mit der Stehlampe „Lux Fargus“ – ein Mus­ terbeispiel für den Einsatz gebogener Buche in der Produktgestaltung. Mit „Woody one“ belegt die Rückbesinnung auf einen Klassiker der Bugholztechnologie den dritten Platz. Der Bugholzstuhl von Angelika Ebster und Berthold Mursch überzeugte mit der Idee, das Profil in zwei Hälften aufzuspalten.

Umsatzsteigerung Positive Geschäftszahlen vermeldet MHK Österreich. Mit einem Umsatzwachstum von 15 Prozent erzielten die inhabergeführten MHK-Küchenspezialisten ein glänzendes Ergebnis und entwickelten sich deutlich besser als der Markt (ca. plus 3 Prozent). Unterberger sieht in den ausgezeichneten Unternehmenszahlen und in der erstklassigen Ausschüttung an die Partner ein deutliches Zeichen dafür, dass bei den Konsumenten insbesondere die mittelständischen Küchenfachgeschäfte hoch im Kurs stehen. Die europaweit 2021 Gesellschafter der MHK Group AG erzielten 2011 einen Gesamtumsatz von 3,5 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 7,7 Prozent. Mit diesem Ergebnis konnte die Gruppe die führende Position im europäischen Küchenfachhandel weiter ausbauen.

Maka erweitert Geschäftsführung Maka Systems GmbH, der Spezialist für CNC-Bearbeitungszentren, erweitert seine Geschäftsführung um DI (FH) Klaus Kern, 56. Er führt seit 2. Mai gemeinsam mit Ulrich Gnädinger die Geschäfte von Maka Systems und ist insbesondere für die Bereiche Entwicklung, Vertrieb und Produktion von Bearbeitungszentren sowie für die Leitung der kaufmännischen Bereiche verantwortlich. Ulrich Gnädinger wird den weiteren Ausbau des Dienstleistungsbereichs rund um den technischen Kundendienst vorantreiben sowie den Aufbau eines Kundenkompetenzzentrums verantworten.

Hans Strothoff, Vorstandsvorsitzender der MHK Group AG

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Wirtschaft

Werbefaktor Kunst Öffentlichkeitsarbeit braucht jeder Betrieb. Dass man als Tischler die Kunst in den Dienst der eigenen Öffentlichkeitsarbeit stellen kann, zeigen zwei Beispiele. Text: Ralf Siebenbürger

Gottfried Riepl (l.) und Albin Wank (r.) am von Christian Ludwig Attersee gestalteten Tulpentisch

eit einigen Jahren schon macht der Tischlermeister Gottfried Riepl aus Klagenfurt aufgrund seiner Zusammenarbeit mit namhaften bildenden Künstlern von sich reden. Schon seit 38 Jahren ist der mittlerweile 60-Jährige selbstständig. Seit 14 Jahren ist Albin Wank sein Kompagnon. Dieser trat als Lehrling in die Tischlerei Riepl ein und ist ihr seither treu geblieben. Inzwischen kümmert sich Wank in erster Linie um die Produktion und Riepl in erster Linie um das Marketing. Die beiden beschäftigen mittlerweile zwölf Mitarbeiter. Vor 24 Jahren erfand Riepl den WunschAusziehtisch, den er in Anlehnung an das Märchen der Gebrüder Grimm „Tischlein streck dich“ genannt hat. Über die Jahre hat er rund 7500 dieser Ausziehtische gebaut und sie in alle Welt verkauft – teilweise über Franchisenehmer. Mittlerweile machen Riepl und sein Kompagnon rund ein Fünftel ihres Umsatzes mit dem Ausziehtisch. „Die restlichen 80 Prozent sind Folgeaufträge“, weiß Gottfried Riepl

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die geschäftliche Türöffnerfunktion seiner Tische zu würdigen. Wobei sein Konzept darin besteht, nie Serien herzustellen und Verkauf und Planung immer im eigenen Betrieb zu halten. Kunst statt Inserat

» Durch die Kooperation mit dem Künstler steigt die Wertschätzung für den Handwerker. « Gottfried Riepl, Tischlermeister

Auf der Suche nach einem Konzept, Werbung für seine Tische abseits des Zeitungsinserats zu machen, kam Riepl schon „Tulpentisch“, „5 Augenblicke“ und „Obstin den Achtzigerjahren auf die Idee, mit fünf“. Zusätzlich hat Attersee 28 Bilder bildenden Künstlern zusammenzuarbei- gemalt, die, an den Wänden des Zimmers ten. Über die Jahre hinweg hat er mit aufgehängt, in dem der passende Tisch Künstlern und Architekten wie Matteo steht, dessen Motive fortführen. „Keinem Thun, Kiki Kogelnik, Laurids Ortner oder der Künstler, mit denen ich ein Projekt Otto Mühl zusammengearbeitet. Als be- umgesetzt habe, habe ich je etwas bezahlt“, sonders fruchtbar erwies sich im Jahr erzählt Gottfried Riepl. „Wenn wir einen 2010 die Zusammenarbeit mit Hermann Käufer für einen der Tische finden, teilen Nitsch, mit dem Riepl fünf Vitrinentische sich der Künstler und ich den Erlös.“ gestaltete. Zwei dieser Tische sind schon Kundenaustausch verkauft, drei sind noch zu haben. Heuer konnte Riepl Christian Ludwig At- Die Tische werden jeweils bei Veranstaltersee für die Gestaltung dreier Tische ge- tungen präsentiert, zu denen der Künstwinnen. Die drei Tische, in deren Platte ler und der Tischler ihre Kunden einlaAttersee-Bilder eingelassen sind, heißen den. „Durch die Kooperation mit dem

Fotos : Riepl, Fürst

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Wirtschaft

» Voraussetzung für ein Engagement im Kulturbetrieb ist eine persönliche Leidenschaft für Kunst und Kultur. Dann hat man auch Zugang zu Kulturschaffenden. Daraus entwickelt sich ohnehin eine Eigendynamik im Engagement. « Martina Fürst, Tischlerei Fürst Künstler steigt die Wertschätzung für den Handwerker“, erläutert Riepl. „Und durch die gemeinsame Präsentation kommt es zu einem Kundenaustausch: Meine Kunden lernen Attersee kennen und seine Kunden lernen mich kennen.“ Die Anregung, seine Produkte im Franchisesystem zu verkaufen, hat Riepl vom amerikanischen Zukunftsforscher John Naisbitt. „Der Vorteil von Kunst im Marketing ist, dass der Franchisenehmer ebenfalls mit dem Namen des Künstlers werben kann“, meint Riepl. „Es wundert mich ja, dass noch nicht mehr Kollegen auf die Idee gekommen sind, mit Kunst auf ihr Handwerk aufmerksam zu machen. Die Kooperation mit Künstlern verschafft einem Tischler Zugang zu Kunden, mit denen er sonst nicht in Kontakt käme.“ Bei Riepl scheint das Konzept zu funktioneren. „Wir sind das ganze Jahr

ausgelastet“, erzählt er und zitiert den Spruch: „Sind die Auftragsbücher voll, dann musst du verkaufen laufen.“ Viele

So verwandelte sich die ehemalige ­ roduktionshalle der Tischlerei Fürst in P ­eine Kulturwerkstatt.

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Tischler Journal 15


Wirtschaft

» Durch die gemeinsame Präsentation kommt es zu einem Kundenaustausch: Meine Kunden lernen Attersee kennen und seine Kunden lernen mich kennen. « Gottfried Riepl, Tischlermeister ground, in dem Kunst und Kultur von Kindesbeinen an Teil unseres Lebens ist, sehen wir die Unterstützung und die Förderung der regionalen Kulturszene als unser Bedürfnis und zugleich als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung“, erläutert Martina Fürst. Als Kulturgenießer ergibt sich daraus eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.“ Abgesehen von der kulturellen Bereicherung ermöglicht diese Partnerschaft mit der Wachau Kultur Melk der Tischlerei einen geschäftlichen Nutzen. „Kultur bildet für uns eine ideale Plattform für Kommunikation mit unseren Geschäftspartnern, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten. Die mediale und lokale Präsenz unseres Firmenlogos fördert die ImageGottfried Riepl, Christian Ludwig Atter­ see und Albin Wank (v. l. n. r.) mit einem Modell des „Tischlein streck dich“

Tischlerkollegen arbeiten zu produkt­ orientiert und zu wenig veraufsorientiert, ist der Kärntner überzeugt. Tischlerei als Bühne

Ebenfalls auf Kunst als Werbeträger setzt Martina Fürst, Geschäftsführerin der Tischlerei Fürst im niederösterreichischen Golling an der Erlauf. Als der Betrieb von Melk an den heutigen Standort in Golling übersiedelte, standen die alten Produktionshallen in Melk leer. Die Tischlerei Fürst stellte diese der Leitung der Melker Sommerspiele für den Bau des Bühnenbildes zur Verfügung. Zusammen mit dem Intendanten der Wachau-Kultur- stützer“, gibt sich Martina Fürst beschei- Der von Christian Ludwig Attersee gestaltete Melk GmbH Alexander Hauer verwirkli- den. Konkret heißt das: Die Tischlerei Tisch „Fünf Augenblicke“ chte die Familie Fürst im folgenden Jahr Fürst hat die Räumlichkeiten im ersten die Adaptierung der alten Tischlerei als Jahr unentgeltlich zur Verfügung gestellt bildung“, erklärt Fürst. Im Jahr 2010 wurBühne. Im April 2009 wurde die neue und auch alle Nebenkosten übernommen. de der Tischlerei für ihr kulturelles EngaSpielstätte unter dem Namen „Tischlerei Seither werden die Hallen weiterhin kos­ gement der Hauptpreis des niederösterMelk Kulturwerkstatt“ mit 200 Sitzplät- tenlos zur Verfügung gestellt. Lediglich reichischen Maecenas-Preises verliehen, zen und einem Kulturcafé in Betrieb ge- ein symbolischer Unkostenbeitrag für die was dem Unternehmen reichlich Aufnommen. Nebenkosten wie Heizung und Kanalisa­ merksamkeit bescherte. Martina Fürst Dank der alten Tischlerei sind nun in tion wird in Rechnung gestellt. Außerdem kann Unternehmern daher nur empfehMelk neben den Internationalen Barock- werden Materialien, Anfertigungen von len, sich im Kulturbetrieb zu betätigen: tagen und den Sommerspielen, die beide neuen Möbelteilen und Adaptierungsar- „Voraussetzung für eine Engagement im im örtlichen Beneditkinerstift stattfinden, beiten von Fürst Möbel unentgeltlich be- Kulturbetrieb ist eine persönliche LeiKulturveranstaltungen das ganze Jahr reitgestellt und durchgeführt. denschaft für Kunst und Kultur. Dann über möglich. „Wir sind aber nicht die hat man auch Zugang zu KulturschaffenVeranstalter, sondern wir waren nur die Win-Win-Situation den. Daraus entwickelt sich ohnehin eiErmöglicher und sind Permanent-Unter- „Geprägt durch unseren familiären Back- ne Eigendynamik im Engagement.“

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Wirtschaft

„Mit Vollgas gegen die Wand“ Walter Schweiger gründete die Firma Speedmaster und war Geschäftsführer von Pabneu, bis er sich aufgrund eines Burn-outs beruflich zurückzog. Heute arbeitet er wieder – als Unternehmensberater und Burn-out-Präventionscoach. Thema Burn-out. Über Führungsverantwortung, Motivation, Gesundheitskompetenz und seinen Weg zurück in ein neues Leben. „Für mich war es kein persönliches Scheitern, sondern vielleicht der erfolgreichste Wendepunkt meines Lebens mit der größten Veränderung und den meisten Chancen“, so Walter Schweiger. Praxisorientierte Beratung

Heute coacht er Führungskräfte und Unternehmer. Gerade kleine und mittlere Unternehmen profitieren von seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Unternehmer und Geschäftsführer. Schweiger erhielt etliche Auszeichnungen für sein unternehmerisches Wirken wie den Jungunternehmerpreis in Silber, den Pegasus in Bronze und den „entrepreneur of the century“. Derzeit begleitet er Unternehmen bei größeren Veränderungsprojekten. „Es bereitet mir viel Freude, Impulsgeber zu sein und neue Ideen und Visionen einzubringen“, so der Visionär Schweiger. Sein Beratungsansatz ist in erster Linie praxisorientiert. Ziel ist es, Unternehmen aus ganzheitlicher Sicht zu beraten, d. h. den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und den wirtschaftlichen Erfolg immer im Auge zu behalten. www.walterschweiger.com

» Burn-out – ich dachte immer, mir kann so was nicht passieren! « Walter Schweiger

W

alter Schweiger war mehr als zwei Jahrzehnte in der Möbelbranche tätig, und das sehr erfolgreich. Er begann als Tischler im elterlichen Bauernhof. Mit einem für die Möbelbranche völlig neuartigen Konzept gründete er u. a. die bis heute sehr erfolgreiche Firma „Speedmaster Möbellogistik“ in Ried/ Traunkreis. Dann übernahm er die Geschäftsführung der Firma „Pabneu Möbelproduktion“ – die er im Jänner vorigen Jahres nach einem Burn-out zurückgelegt hat. Rückblickend sagt Schweiger, er habe sämtliche Warnhinweise missachtet. „Es war, als hätte ich alle roten Ampeln überfahren. Ich dachte immer, mir kann so etwas nicht passieren. Mein Autopilot war permanent auf Hochgeschwindigkeit eingestellt. Mit Vollgas bin ich gegen die Wand gekracht.“

Foto: Manfred Lang

Auszeit und Neuorientierung

Die Familie war seine wichtigste Stütze in dieser schwierigen Zeit. Heute hat er sein Leben neu aufgestellt. Nach einem Jahr Auszeit und einer Ausbildung zum Burn-out-Präventionstrainer ist Dipl.-Bw. Walter Schweiger MBA als Referent zum Thema Burn-out sowie als Unternehmensberater und Coach tätig. Derzeit absolviert er noch eine Ausbildung zum Systemischen Berater bei Matthias Varga von Kibed. In seinen Vorträgen spricht er schonungslos offen über seine Gefühle, seine Gedanken und die Aussichtslosigkeit während der schlimmsten Phase seiner Krankheit. Aber auch über seine Erfahrungen und Erkenntnisse zum

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MöbelMesse Mailand

Forever Young Am nachhaltigsten, am natürlichsten, am ältesten, aber auch am aktuellsten und fantasiereichsten zeigte sich das Material Holz auch heuer wieder bei der Mailänder Woche des Design. Text: Christine Müller

Saya. Design: Lievore Altherr Molina. Diesen Holz­ stuhl gibt es in Eiche Natur und Teak, offenporig lasiert in Weiß, Schwarz, Ocker und Rot. www.arper.com

m Rahmen des heurigen Salone Interna- Hersteller dem Holz zuerkennen, sind zionale del Mobile, der Mitte April zum schier unendlich. 51. Mal in Mailand über die Bühne ging, spielte der Werkstoff Holz eine unbe- Kraftvolle Farben streitbare Hauptrolle. Begleitet wurde die 2012 scheint es jedoch vorbei mit dem Möbelmesse von etwa 500 Events in der ewig Neuen, dem Unerwarteten um jeden Stadt und mit über 2700 Ausstellern in Preis. Vorbei scheint auch die Zeit der schwierigen Zeiten feierten die Veranstal- Verunsicherung des Nutzers durch Obter durchaus zufriedenstellende Erfolge. jekte, deren Gebrauch sich nur durch Das Holz zeigte sich dabei als ewig junger aufmerksames Studium des ihnen zuund kreativer Superstar. Lebendig, facet- grunde liegenden Konzepts erschließt. tenreich und nachhaltig. Haltbar, unver- Heuer zählt zuallererst deren unkompligänglich und aufrichtig – all jene Eigen- zierte Nutzung. Zwar sind einige der vorschaften, die Handwerker, Designer und gestellten Formen noch aus den Sech-

Capri. Design: ­ erruccio Laviani. F Hersteller: Emme­ mobili. Für diesen Intarsientisch ­wurden Holz und Keramik millime­ tergenau zusam­ mengefügt. www. emmemobili.it

Disfatto. Design: Denis Guidone, Herstel­ ler: Deco. Die Grundstruktur dieses gemütli­ chen Bett-Sofas ist aus Bambus­ schichtholz. www.d3co.it

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ziger- und Siebzigerjahren vertraut und es dominieren die Materialien von einst – Holz, Leder, Glas und Metall ebenso wie reine kraftvolle Farben in warmen, neutralen Tönen. Auf den zweiten Blick zeichnet sie alle jedoch eine besondere Aufmerksamkeit aus, mit der sie gefertigt wurden. Bedeutung des Handwerks

Neben der dominanten Kreativität vieler junger Nachwuchsdesigner wird eine starke Bindung zwischen Hersteller und Handwerk immer schlagender.

Fotos: Hersteller

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MöbelMesse Mailand

» Um ein gutes Möbelstück zu erschaffen, bedarf es nicht nur eines ausgefallenen Entwurfs und der richtigen Materialien – auch die Fertigkeit zur perfekten Umsetzung ist unentbehrlich. « Giovanni Anzani, Präsident von Assarredo, nationale Vereinigung der italienischen Möbelhersteller Alle Neuankömmlinge auf der Möbelm e s s e sehnen sich nur danach, als Kreative auch e r fo l g r e i ch zu sein und vergessen dabei, dass es zur qualität­ vollen Umsetzung ihrer Ideen vor allem erfahrener Tischler bedarf, die ihr Handwerk verstehen. Giovanni Anzani, Präsident von Assarredo, der nationalen Vereinigung der italienischen Möbelhersteller, und Geschäftsführer des italienischen Traditionsunternehmens Poliform, unterstrich etwa anlässlich des diesjährigen Salone die Bedeutung einer Aufwertung des Handwerks in einer Art Aufruf für eine veränderte Wertschätzung für deren Schaffen: „Handwerksbetriebe sind Träger einer unvergleichlichen Kultur, die wir nicht aus den Augen verlieren dürfen. Die Qualität deren Schaffens muss durch die Annäherung des

Balancing Boxes. De­ sign: Front. Hersteller: Porro. Fertigkeit und Kreativität bestimmt auch dieses Möbel­ stück, das ein wahrer Equilibrist zu sein scheint. www.porro.com

Nachwuchses an dieses handwerkliche Können eine Aufwertung erfahren. Denn um ein gutes Möbelstück zu erschaffen, bedarf es nicht nur eines ausgefallenen Entwurfs, sondern neben der richtigen Wahl der Materialien ist letztlich auch die entsprechende Fertigkeit zu dessen Umsetzung unentbehrlich.“ Nachhaltigkeit auf der agenda

Ob unbehandelt, gewachst, lackiert, mit sichtbarer Maserung oder superglatter Oberfläche, Holz liegt nach wie vor gut im Rennen, schon allein wegen des ökologischen Vorteils, ein nachwachsender Rohstoff zu sein. Und Nachhaltigkeit sowie Recyclingfähigkeit stehen nach wie vor ganz oben auf der Agenda aller Designer und Hersteller. Man greift auf heimische Hölzer zurück, mehr und mehr verdrängen die Klassiker Nuss, Eiche, Buche, Birke oder Lärche Exotisches. Ein erfreulicher Schritt

Chariot. Design: GamFratesi, Hersteller: Casamania. Für dieses mobile Tisch­ chen wurden drei einfache Elemente zu­ sammengefügt. www.casamania.it

Spine. Design: Signe Bindslev Henrik­ son und Peter Bundgaard Rützou. Hersteller: Fredericia. Ein unverzicht­ barer Klassiker. www.fredericia.com

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MöbelMesse Mailand

Stella. Design: Noé Duchaufour-Lawrance, Hersteller: CeccottiCollezioni. Ein wenig auf Retro macht diese Kommode, die an Proportionen und Haptik nordi­ scher Möbelkunst der Sechzigerjahre erinnert. www.ceccotticollezioni.it

cke umfunktionieren lässt und aus dem gemütlichen Sofa im Nu ein einladendes Bett macht. Handwerkliche Könnerschaft

in Richtung CO2-Reduktion, verhindert man dadurch doch auch Umweltbelastungen durch allzu lange Transporte. Und höchste handwerkliche Fertigkeiten waren in Mailand auch diesmal wieder allemal zu sehen. Zudem sind Möbel gefragt, die nicht nur durch starke innovative formale Ideen punkten, sondern durch ihre Modularität oder wenigstens durch multiple Funktionen. Diesem Trend etwa entspricht das Bett-Sofa „Disfatto“ des Italieners Denis Guidone. Der Name heißt so viel wie „in Unordnung“ oder „nicht gemacht“ und verweist mit seiner üppig weichen Rückenpolsterung aus Daunen darauf, dass sich diese flugs zur wärmenden Daunende-

Anlässlich seines 100. Geburtstags schuf das dänische Unternehmen Fredericia „Spine“, die Möbelkollektion mit der charakteristischen schwarzen Y-Kons­truktion als konstruktives „Rückgrat“, die eindrucksvoll und schlicht zugleich unter Beweis stellt, wie perfekt die Verwendung edler Hölzer und gediegenes Handwerk fusionieren können. Zurück zum Holz kehrte auch Arper mit seinem zur Gänze aus diesem Material gefertigten Stuhl, dessen einfache und doch rigorose Silhouette altbekannte, klassische Formen grafisch abwandelt und der mit seiner offenporigen Lasur auch Wert auf eine besondere Haptik legt. Handwerkliche Könnerschaft und Knowhow beweist dieses edle Stück: der Tisch „Capri“, dessen Hauptaugenmerk auf der zeitgenössischen Reinterpretation der Intarsie liegt. Über einem Korpus aus Birkenmehrschichtholz werden verschiedene Holzarten und keramische Teile

Bois de Rose. Design: Massimo Morozzi. Herstel­ ler: Edra. Dieses Containermöbel ist aus „Bois de Rose“-Holzfurnier gefertigt. www.edra.it

meisterhaft zu einem auffallend geometrischen Dekor zusammengefügt. Unerwartetes & Reminiszenzen

Originelle Materialrecherchen bestimmen etwa die Entstehungsgeschichte des Sessels „Wendela“ des holländischen Herstellers Functionals. Besonders komfortabel durch seine organisch geschwungene Sitzschale, ist er zugleich ein Beispiel für die Verschmelzung von Alt und Neu. Die dünne, flexible Sitzfläche aus Buchenschichtholz, anhand einer originalen Vorlage aus den Fünfzigerjahren in Form gepresst, ruht auf Aluminiumfüßen und ist eine Reminiszenz an traditionelles Tischlerhandwerk. Aber auch mit dem Unerwarteten wird operiert, so sucht man beim Schrank „Bois de Rose“, den Edra präsentierte, die üblichen Griffe vergebens. Ihn öffnet man mit ­Klavierpedalen – ein durchaus nicht nur formaler, sondern auch praktischer ­Aspekt – hat man doch so die Hände frei. Und außerdem ist der Name Hinweis auf ein traditionelles Furnier, das schon die Louis-XV-Kommoden zierte und hier w i e d e r Verwen­dung fand.

Wendela. Design: Christoph Seyferth. Hersteller: Functionals. Dieser Sessel ist nicht nur feder­ leicht, sondern auch wasserfest und eignet sich daher ­perfekt sowohl für den Innen- wie für den Außen­bereich. www.functionals.eu

Wrong Woods. Design: Richard Woods und Sebastian Wrong. Hersteller: Established and Sons. Was wie „FalschHolz“ klingt ist Sperrholz mit schrill bunter, grafisch stili­ sierter Holzmaserung. www.establishedandsons.com

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Nach der erfolgreichen Premiere 2010 trifft sich die Branche im Juni 2012 in Wels. Es erwartet die Teilnehmer ein informatives Kongressprogramm und eine umfassende begleitende Fauchausstellung. Themen beim Tischlerkongress 2012 • Holzwerkstoffe: stetige Verbesserungen und radikale Innovationen • Was der Tischler über die Planungsnorm B1600 unbedingt wissen sollte • Die Möbel der Zukunft – wohin wird sich das Design entwickeln? • Neue Wege für eine erfolgreiche Lehrlingsarbeit • Marktmacht 50plus – Wie Tischler Best Ager als Kunden verführen, begeistern und gewinnen • Online-Marketing und Social Media – Nutzen und Chancen für den Tischlereibetrieb • Betriebskennzahlen – selber installieren und interpretieren ABSCHLUSSHIGHLIGHT: Mit Human Leadership zum Erfolg, Peter Baumgartner, Führungsexperte

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Bundesinnung

Die besten Nachwuchstischler Am 23. Juni findet im Messezentrum Wels der 53. Bundeslehrlingswettbewerb der österreichischen Tischler statt. genden Facharbeiter auszubilden, welche die österreichische Wirtschaft benötigt, um international wettbewerbsfähig zu bleiben“, betont Bundesinnungsmeister KommR Ing. Josef Breiter. In Österreich werden derzeit in 2107 Lehrbetrieben 4184 Lehrlinge ausgebildet. „Wir wollen künftig auch Erwachsene, die bereits eine andere Ausbildung absolviert haben, für unser Handwerk als Lehrlinge gewinnen“, sagt der für Ausbildungsfragen verantwortliche Bundeslehrlingswart Alois Kitzberger. Ablauf und Rahmenprogramm

Die gesellschaftlichen Veranstaltungen rund um den Wettbewerb beginnen bereits am Freitag, dem 22. Juni. Nach dem Rahmenprogramm am Nachmittag finden

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Landeswettbe» Wir wollen künftig werben ermitauch Erwachsene, die telten Sieger in den einzelnen schon eine andere Lehrjahren sind Ausbildung haben als für den BundeslehrlingswettbeLehrlinge gewinnen. « werb qualifiziert BLW Alois Kitzberger und kämpfen um die begehrte Auszeichnung, als beste Lehrlinge ihrer Bran- abends ab 19.00 Uhr die Vorstellung und che zu gelten. „Die Lehre ist das Empfangsfest statt. in Österreich nach wie vor Besucher und insbesondere Jugendliche, » Die Lehre ist in eine der wichtigsten und die sich für den Lehrberuf Tischler inteÖsterreich nach wie beliebtesten Ausbildungs- ressieren, sind dann eingeladen, den formen. Sie schafft eine Wettkampfteilnehmern am Samstag von vor eine der wichtigsten ­optimale Verbindung zwi- 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr über die Schulter schen praktischem und the- zu schauen. Nach dem Nachmittagspround beliebtesten oretischem Wissenserwerb gramm für die Gäste findet ab 19.00 Uhr Ausbildungsformen. « für junge Menschen. So ge- im Rahmen des Festabends die feierliche lingt es, jene hervorra- Siegerehrung statt. www.tischler.at BIM KommR. Ing. Josef Breiter

er traditionelle Bundeslehrlingswettbewerb der österreichischen Tischler wird heuer bereits zum 53. durchgeführt. Ziel der Veranstaltung ist es, die Motiva­ tion und die Leistungsbereitschaft der Berufsjugend zu fördern. Am Vormittag des 4. Juni 2012 fällt am Messegelände Wels in Oberösterreich die Entscheidung über die Frage, aus welchem Bundesland die Medaillengewinner des heurigen Jahres kommen. Die in den

Anfang Mai trafen sich in Rust (Bgld.) die Innungs-Spitzenvertreter zur Bundesinnungsausschuss-Sitzung. Unter anderem wurde dabei die neue Werbelinie für 2013 beschlossen. So soll es etwa wieder neue TV- und Hörfunk-Spots geben. Darüber hinaus sollen in den Bundesländern Workshops abgehalten werden, in denen es unter anderem darum gehen wird, wie die einzelnen Betriebe die angebotenen Werbemaßnahmen für sich nutzen können. Ein weiterer Punkt war der in Oberösterreich gestarteten Aktion „Matura Plus“ gewidmet, mit der verstärkt AHS-Absolventen für eine Tischlereitechnik-Lehre begeistert werden sollen (s. S. 26). Die Aktion soll künftig in allen Bundesländern umgesetzt werden. (red)

22 Tischler Journal 06/2012

Foto: Thomas Prlic, Bundesinnung

Bundesinnungsausschuss in Rust


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Innung Steiermark

Terrier-Syndrom und Markenbildung Im Kunsthaus Graz fand am 13. April im Rahmen des Projekts F.i.T. die von der Landes­ innung und dem Holzcluster Steiermark initiierte Vortragsreihe „Die Kunst des Fortschritts“ statt.

V. l: Landesinnungsmeister Harald Almer, Leo Hillinger und Landesinnungsmeister Walter Schadler. Hochkarätige Vortragende widmeten sich Fragen rund ums Thema Marketing.

ie komme ich zu mehr Kunden? bauer, wie es mit einer strafferen ArWie steigere ich die Kundenzufrie- beitsorganisation und -vorbereitung denheit? Wie kann ich für mein Unter- möglich ist, effizienter und erfolgvernehmen Marketing betreiben? Diese und sprechender zu arbeiten. Mayerhofer beviele weitere Fragen wurden durch vier tonte in seinem Vortrag unter anderem hochkarätige Vortragende, die für diese auch, wie wichtig es für einen UnternehVeranstaltung gewonnen werden konn- mer ist, die Stärken und Schwächen seiten, beantwortet. Dass Marketing mehr ner Mitarbeiter zu kennen und diese ist als bloß ein klassisches Werbeinserat dann auch entsprechend einzusetzen. in der Gemeindezeitung, zeigte Marketingexperte Günter Berger von der Fach- Dienstleistungsorientiert hochschule Salzburg in seinem Vortrag „Aktive und authentische Referenzkunden auf. Der Aufbau einer eigenen Marke, das sind wichtiger als ein eigener Verkäufer.“ Personalisieren von Produkten sowie die Diese gewagte These stellte Christoph Roemotionale Bindung an ein Produkt sind senberger von der Hohen Schule für Komfür Berger ausschlaggebend, um sich von munikation in den Vordergrund seines Vorder Konkurrenz abheben und dem Preis- trags und betonte damit die Bedeutung der druck standhalten zu können. Doch nicht Dienstleistungsorientiertheit. Der Kommunur Marketing allein führt zum Erfolg. Es nikationsexperte hob auch die großen Ungehören auch eine ordentliche Portion terschiede in der männlichen und weibKonsequenz und ein authentisches Er- lichen Kommunikation in Hinblick auf den Kauf von Produkten hervor. Ein ganz entscheinungsbild dazu. scheidender Aspekt im Verkauf ist für RoStärken und Schwächen kennen senberger, dass der Kunde selbst den MehrUnternehmensberater Helmut Mayrhofer wert eines Produkts erfährt und nicht mit präsentierte anhand eines Good-Practice- Argumenten des Verkäufers förmlich „erBeispiels gemeinsam mit dem oberöster- schlagen“ wird. Dann kommt es auch tatreichischen Stiegenbauer Andreas Leder- sächlich zum Kaufabschluss.

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Unkonventionelle Methoden

Mit dem Keynote-Speaker Leo Hillinger wollten die Organisatoren der Veranstaltung bewusst einen Blick über den eigenen Tellerrand werfen. Der erfolgreiche Winzer aus dem Burgenland berichtete über seinen Lebensweg, und wie er es schaffte, aus dem verschuldeten Elternbetrieb ein millionenschweres Weingut zu machen. Der Weingutbesitzer, der nach eigenen Angaben am „Terrier-Syndrom leidet“, brachte auf sehr unterhaltsame Art und Weise seine teils unkonventionellen Marketingmethoden dem Publikum näher. Unter anderem damit, wie er Gästen das Essen in feinen Restaurants bezahlte, um den Sommelier auf nicht vorhandene Hillinger-Weine anzusprechen, oder über das widerwillige Einschreiben in einem Golfklub, um nach dem Spiel Weine zu verkaufen und dabei die größtmögliche Anzahl von Flaschen in den diversen Luxuslimousinen unterzubringen. Hillinger betonte in seinem Vortrag die Bedeutung von Gegengeschäften und wie wichtig das Netzwerken ist. www.steirische-tischler.at

Fotos: Frankl

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Innung Steiermark

Im Wettstreit Vor Kurzem fand der erste Ausscheidungswettbewerb Tischlereitechnik in der LBS Fürstenfeld statt.

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andesinnungsmeister Walter Schadler, LIM-Stv. KommR Anton Ulrich und BerufsschuldirektorStv. Gerwald Halwachs gratulierten den Teilnehmern zu ihren Leistungen. Die Ergebnisse:

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1. Platz: Peter Steiner, Schadler GmbH, Graz 2. Platz: Marcel Ladenstein, Ladenstein GmbH, St. Stefan/Rosental 3. Platz: Josef Haidinger, Walter Haidinger, Feldbach 4. Platz: Marcel Luttenberger, Schaden Lebensräume GmbH, Jagerberg 5. Platz: Martin Ehrenhöfer, Spandl, Waldbach 6. Platz: Markus Tusche, Hermann Hösch, Raning 7. Platz: Sissy Bruckbauer, BFI Steiermark, Hartberg 8. Platz: Elisabeth Zauner 9. Platz: Harald Pirker 10. Platz: Philipp Konya, Genser GmbH, Pinkafeld 11. Platz: Kevin Adam, Dömötör-Strobl Ges. m. b. H., Eberau Tischlereitechnik Produktion:

1. Platz: Martin Ebner, Almer GmbH, Gleisdorf 2. Platz: Georg Puschnigg, Assmann Ladenbau GmbH, Gleinstätten 3. Platz: Martin Fink, M. Zottler Tischlerei GmbH, Passail 4. Platz: Roman Singer, Kernbichler, St. Johann/Haide 5. Platz: Hans-Peter Glößl, Lieb Bau Weiz GmbH, Weiz 6. Platz: Alexander Hoschopf, Zeibich GmbH, Wien

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Oberösterreichs beste Jungtischler Ende April fand im Wifi Linz der Landeslehrlingswettbewerb der oberösterreichischen Tischler statt – mit fachlich beeindruckenden Leistungen der Teilnehmer. nter der Gesamtorganisation von Landeslehrlingswart Andreas Baumgartner hatten 37 Tischlerlehrlinge ihr fachliches Können in einem praktischen und einem theoretischen Teil zu beweisen. Im praktischen Teil waren im ersten Lehrjahr eine CD-Kassettenbox, im zweiten ein Blumenständer und im dritten Lehrjahr eine Obstschale zu fertigen. Im theoretischen Teil mussten Holzmuster erkannt werden. Die Lehrlinge aus dem Bezirk Gmunden V.l.: LLW Andreas Baumgartner, LIM Gerhard Spitzbart, David Pomberger, Christian konnten die Bezirkswertung für sich entBuchegger, Felix Sparber, Franz Pernerstorfer, AK-Linz, LIM-Stv. Alois Kitzberger scheiden. Im Rahmen der Siegerehrung zeigten sich Landesinnungsmeister Ger2. Platz: Fabian Enzlmüller, Josef Haider, hard Spitzbart und Bundeslehrlingswart 1. Lehrjahr und LIM-Stv. Alois Kitzberger sowie Lan- 1. Platz: Felix Sparber, Feichtinger GmbH, St. Agatha 3. Platz: Markus Soriat, Soriat OG, Oberdeslehrlingswart Andreas Baumgartner be- Scharnstein eindruckt vom hohen fachlichen Können 2. Platz: Mario Märzinger, Groiss Wohn- wang des Berufsnachwuchses. Sie lobten das kultur, Schlägl große Engagement der ausbildenden Lehr- 3. Platz: Katja Weisz, Jeld-Wen Türen 3. Lehrjahr 1. Platz: David Pomberger, Alfred Laserer betriebe und die gute Zusammenarbeit mit GmbH, Spital/Pyhrn 2. Platz: Manuel Windhager, Jeld-Wen Tüder Berufsschule und den Lehrlingswarten ren GmbH, Spital/Pyhrn in den Bezirken. Ein großer Dank gilt den 2. Lehrjahr Sponsoren für die Unterstützung des Wett- 1. Platz: Christian Buchegger, SFK Tisch- 3. Platz: Stefan Kump, Anton Holztrattner, ler GmbH, Kirchham Oberhofen/Irrsee bewerbs mit Sachpreisen.

ie Landesinnung Ober­ österreich veranstaltet heuer wieder den HolzartDesignpreis. Ziel des Wettbewerbs ist es, die gestalterischen Leistungen der Tischlerbranche und der Holzgestalter im Hinblick auf Design, Kreativität und Individualität aufzuzeigen. Für die Bewertung und Preisvergabe sind folgende Kriterien maßgeblich: Die Gestaltungsidee, ein hoher Gebrauchswert mit besonderen funktionellen Details bzw. die künstler ische Qualität, die Kre-

ativität bei Gestaltung und Ausführung und eine hohe handwerkliche Ausführungsqualität. Die Auswahl erfolgt in zwei Stufen: In einer Vorrunde werden aus allen Einreichungen anonym auf elektronischem Wege bis zu zwölf Arbeiten a u s g ew ä h l t . Die Endauswahl erfolgt in einer nicht öffentlichen Jurysitzung am Mittwoch, 29. August 2012. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2012. Die genauen Teilnahmebedingungen gibt es unter www.tischlerinfo. com.

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Meister statt Master D

ie oberös­ terreichische Landesinnung beschreitet in Sachen Ausbildung neue Wege: Mit der Ak­tion „Matura Plus“ möchte man künftig Absolventen von AHS mit Maturaabschluss ansprechen, die nach dem Studium kein Hochschulstudium, sondern eine qualifizierte Handwerksausbildung als Tischlereitechniker anschließen möchten. Als Anreiz für die Maturanten sollen diese eine Ausbildungszeit von nur drei statt vier Jahren absolvieren müssen. Durch die Matura wird zudem eine Reihe von Lehrfä-

chern angerechnet. Drei Monate vor Ende des dritten Lehrjahres kann bereits die Abschlussprüfung als Tischlereitechniker abgelegt werden. Es wird dann gleich ein Vorbereitungslehrgang zur Meis­terprüfung als eine Art „Summerschool“ angeschlossen, sodass im Sommer am Ende des dritten Jahres die Meisterprüfung abgelegt werden kann. Mehr Informationen zur „Matura Plus“ gibt es in den kommenden Ausgaben des Tischler Journals (red).

Foto: privat, Innung Oberösterreich

Holzart-Designpreis D

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s n u t i m Feiern Sie

! k e m a r h c S e r 90 Jah

Im Jahre 1922 gegründet, schafft nun bereits die vierte Generation mit viel Fleiß und Handschlagqualität bei Holzwerkstoffen, Türen, Parkettböden, Sitzmöbeln, im Tischlerbereich mit Qualität und Flexibilität erfolgreich am Markt zu agieren.

Aus diesem Anlass wird am Freitag, dem 15.6.2012 ab 13 Uhr auf dem Firmengelände (Sulzengasse 12, A-1230 Wien) das Jubiläum gebührend gefeiert.

14:00 Uhr

Offizielle Eröffnung mit Ansprachen von Wiener-Landesinnungsmeister KommR. Johann Burgstaller, Bezirksvorsteher Manfred Wurm und Geschäftsführer Peter Schramek

Ca.14:30 Uhr

Anstich des Holzbierfasses

Spanferkel - Grillhenderl - Langos - Bratwürstel - LIVE-Musik - Weinverkostung - Tombola


InnunG kärnten, Salzburg

Die besten Kärntner Lehrlinge A

ls Wettbewerbsaufgabe wurde ein Gemeinschaftsstück – ein Schachtisch – hergestellt, bei dem die Lehrlinge des ersten Lehrjahres die Schachfigurenschatulle, jene des zweiten Lehrjahres das Schachtischgestell und die des dritten Lehrjahres die Schach-Spielplatte in knapp viereinhalb bis fünf Stunden anfertigten. Dieser Modus des Gemeinschaftsstücks wird sowohl beim Bundeslehrlingswettbewerb praktiziert als auch zukünftig bei der Landesmeisterschaft seine Fortsetzung finden. Im Rahmen der Siegerehrung würdigte Landesinnungsmeister KommR Siegfried Egger die hervorragenden Leistungen und dankte den Kärntner Ausbildungsbetrieben für ihren vorbildhaften und engagierten Einsatz in der Berufsausbildung. Erstmals ermittelten auch die Kärntner Lehrlinge des vierjährigen Lehrberufs Tischlereitechnik in den Kategorien Planung und Produktion ihre Sieger. Dank und Anerkennung sprach

Egger auch dem Organisationsteam der Tischlermeister des Bezirks Völkermarkt aus, die in hervorragender Zusammenarbeit unter der Führung von Josef Ukowitz und Landesinnungsmeister-Stellvertreter Valentin Lobnig die ausgezeichneten Meisterschaftsbedingungen gestalteten. Landeslehr­ lingswart Albin Hölbling übergab den Siegern und Teilnehmern die gebührenden Pokale und Schmuckurkunden sowie wertvolle Sachpreise der Sponsoren. Die Sieger der einzelnen Lehrjahre sind: Tischler, 1. Lehrjahr: Michael Brenndorfer (Andreas Andreas, Arnoldstein), 2. Lehrjahr: Manuel Vidounug (Josef Ukowitz, Haimburg), 3. Lehrjahr: Michael Zerza (Schabus Möbelbau GmbH, Dellach/Gailtal). Tischlereitechnik– Planung: 4. Lehrjahr: Marcel Polanc (Sinnex Innenausbau GmbH, Griffen), Tischlereitechnik-Produktion: 4. Lehrjahr: Sonja Schuster (Erwin Sterling St. Stefan/Lav.). Alle Ergebnisse unter: www.kaerntner-tischler.at

V. l. n. r.: Landeslehrlingswart Albin Hölb­ ling, Michael Zerza (Sieger 3. Lehrjahr), Son­ ja Schuster (Siegerin Tischlereitechnik-Pla­ nung), Manuel Vidounig (Sieger 2. Lehrjahr), Michael Brenndorfer (Sieger 1. Lehrjahr), Marcel Polanc (Sieger TischlereitechnikProduktion) sowie Landesinnungsmeister KommR Siegfried Egger

Foto: Innung Kärnten

Mit höchster Präzision und großem Engagement fertigten die besten 25 Tischlerlehrlinge Kärntens ihre Werkstücke bei der heurigen Landes-Handwerksmeisterschaft in Völkermarkt an.

Tolle Leistungen der Tischlerlehrlinge Am 11. Mai 2012 fand in der Berufsschule Kuchl der 53. Landeslehrlingswettbewerb der Salzburger Tischler statt.

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ls Werkstücke hatten die Lehrlinge heuer eine Kleingebäckschale (1. Lehrjahr), ein Blumenbord (2. Lehrjahr) und einen Nussknacker (3. Lehrjahr) anzufertigen. Bei der Siegerehrung konnten sich

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der Arbeiterkammer Salzburg vom hervorragenden Ausbildungsniveau in den Salzburger Tischlerbetrieben überzeugen. Im ersten Lehrjahr setzte sich Dino Zilic von der Tischlerei Fercher + Stockinger Holzhand Werk GmbH durch. Im zweiten Lehrjahr gewann Georg Deisl von der Tischlerei Illmer – Der Tischler – GmbH & Co KG in Pfarrwerfen den Wettbewerb, der Sieg im dritten Lehrjahr ging an Lukas Pieringer von der Tischlerei Johann Spatzenegger Bau- und Möbeltischlerei GmbH in St. Georgen bei Salzburg. In einer eigenen Konkurrenz traten auch heuer wieder der Präsident des Landesschulrats Prof. Schüler der HTL Hallein und des WerkMag. Herbert Gimpl, Landtagsabgeord- schulheims Felbertal an. In dieser Klasse neter Bgm. Ing. Josef Schwarzenbacher, setzten sich Lukas Mairhofer vor Merlin Mag. Rudolf Eidenhammer von der Lehr- Großmann und Andreas Siller, alle drei lingsstelle sowie Mag. Jürgen Fischer von von der HTL Hallein, durch.

Foto: Innung Salzburg

Als Werkstücke hatten die Lehrlinge heuer eine Kleingebäckschale (1. Lehrjahr), ein ­Blumenbord (2. Lehrjahr) und einen Nuss­ knacker (3. Lehrjahr) anzufertigen. Im Bild die drei Besten aller Lehrjahre


Innung niederรถsterreich

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Innung niederรถsterreich

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Material & Technik

Die perfekte Reinkarnation Martin Jehart und Christoph Egger haben sich mit ihrem Unternehmen Organoid Technologies auf die Verarbeitung organischer Abfälle spezialisiert. Das Rohmaterial für ihre Produkte besteht aus Hackschnitzel, Rinde, Gräsern oder Stauden. Text: Ralf Siebenbürger

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ortschrittliche Innenarchitekten und Designer oder Innenausstatter sind immer auf der Suche nach neuen Materialien für die Herstellung von Einrichtungsgegenständen. Ein Tiroler Unternehmen stellt Möbel aus organischen Reststoffen her. Als Rohmaterial dienen vor allem Hackschnitzel aus allen Arten von Hölzern, Hobelspäne, Baumrinde, Gräser und Stauden – von der Almrose bis zum Zuckerrohr. Im Jahr 2009 gründeten Martin Jehart und Christoph Egger ihr Unternehmen Organoid Technologies, das sich auf die Verarbeitung organischer Materialien spezialisiert hat. Die Anfänge ihrer Geschäftstätigkeit reichen allerdings schon bis ins Jahr 2002 zurück. Damals entwickelten die beiden für den Red Bull Air Race aufblasbare Objekte als Richtungstore für die Kunstflugshow. Dabei ging die Entwicklung vom einfachen LatexLuftballon bis zu 20 Meter hohen, halbautomatischen Pylonen, die einerseits ausreichend windstabil sein sollten, andererseits bei der Kollision mit einem Rennflugzeug zerplatzen mussten, ohne das Flugzeug zu beschädigen.

Fotos : Organoid Technologies

Organisch geformt

Im gleichen Jahr 2002 kaufte Martin Jehart ein altes Bauernhaus im Tiroler Pitztal. Bei der Renovierung stellte er fest, dass organisch geschwungene Formen mit den Mitteln des traditionellen Handwerks nur schwer herzustellen sind. Da nun trafen die Erfahrungen des Richtungstor-Designers und des Hausrenovierers aufeinander. Denn aufblasbare Objekte lassen sich nicht nur zu Pylonen formen, sie lassen sich auch mit nachwachsenden Materialien verkleiden. Zunächst nutzte Jehart diese Methode, um die Fensterund Türlaibungen in seinem Haus organisch zu formen und alle Ecken und Kanten abzurunden. Mittlerweile formen Jehart und Egger mit vier Mitarbeitern vom Brillenetui über Sitzmöbel bis hin zu Gartenpavillons und Carports allerlei Gegenstände aus Material, das sonst bestenfalls als Biomasse verwertet wird und meist ohne solche Verwertung direkt auf dem

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Müll landet. Ehe Jehart und sein Partner Christoph Egger auf die schlaue Idee kamen, aus Restsstoffen Möbel zu machen, hatte Jehart trotz seiner heute erst 39 Jahre schon ein bewegtes Leben hinter sich: Nach der Matura an einem naturwissenschaftlichen Oberstufenrealgymnasium besuch­te er das Kolleg für Design in Kramsach, das er mit ausgezeichnetem Erfolg absolvierte. Dann war er Surf- und Segellehrer, Tellerwäscher, Paketzusteller, Schlossergehilfe, Animateur, Sanitäter, Skilehrer, Offiziersanwärter, Performancekünstler, Student und während alledem Projektleiter für Eventsetup für die Austrian Snowboard Association. 1998 gründete er ein Unternehmen für Eventmanagement, Design und Engineering und produzierte computergesteuerte Startanlagen für Ski- und Snowboardbewerbe. Daneben erfolgte die Gründung einer Familie mit mittlerweile zwei Kindern. Aufblasbare Innenformen

Die Herstellung der Objekte funktioniert folgendermaßen: Eine aufblasbare Innenform wird mit Druck beaufschlagt und mit einer Vakuumfolie bedeckt. Auf diese wird das jeweilige biogene Material, vermischt mit einem Bindemittel, in der gewünschten Stärke aufgespritzt. Dann wird des mit einer weiteren Vakuumfolie bedeckt und luftdicht verschlossen. Dann wird mittels Unterdruck das Material komprimiert und ausgehärtet. Da das


Material & Technik

Carport als Rapid-PrototypeModell 1:50

Studien verschiedener ­Sitzschalen

Der Ioyo-Hocker lässt sich aus allerlei Abfallprodukten wie Hobelspänen oder Nuss­ schalen herstellen.

Ausgangsmaterial bisher eigentlich als Abfall galt, ist es auch entsprechend preisgünstig zu bekommen. Jehart und Egger beziehen ihre Rohstoffe meist aus Sägewerken. Manchmal kommt aber auch ein Kunde mit einem gefällten Baum aus dem eigenen Garten vorbei, dem er in anderer Form ein Weiterleben ermöglichen möchte.

Alles Biologisch abbaubar

Das organische Material ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Daher kann es im Außenbereich nur mit zusätzlicher Beschichtung eingesetzt werden. „Die Natur braucht schließlich die Möglichkeit, entweder über UV-Strahlung oder Wasser die Struktur aufzubrechen. Für eher pfle-

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Fotos: Nofrontiere Design Wien, Organoid Technologies

» Wir sehen uns als Hersteller und Technologie­ entwickler mit vielfältigen Anwendungs­möglichkeiten. Wir stehen erst am Anfang der technischen Möglichkeiten und suchen Partner für die nächsten Schritte. « Martin Jehart, Organoid Technologies


Material & Technik

geleichte Objekte genügt eine Versiege- der unter dem Namen IOYO von Nofronlung mit Hartöl, für dauerhaften Einsatz tiere Design aus Wien vermarktet wird. als Gartenpavillon muss die Oberfläche „Derzeit können wir prozesssicher Obwasserdicht ausgeführt werden – wie jekte vom Brillenetui bis zu den AufbauHolz also“, erläutert Martin Jehart. Para- ten eines Lieferwagens herstellen, und destück unter den Möbeln ist ein Hocker, das ist wohl auch für den Möbelbau inte3D-Entwurfsmodell für einen Pavillon oder Carport

ressant“, berichtet der erfinderische Tiroler. „Jetzt im Sommer errichten wir größere Objekte wie Carports und Gartenpavillons.“ Und Jehart hat noch viel vor: „Wir sehen uns als Hersteller und Technologieentwickler mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Wir stehen erst am Anfang der technischen Möglichkeiten und suchen Partner für die nächsten Schritte.“ Auf die Frage, ob er ausschließlich selbst Produkte nach dem Organoid-Verfahren herstellt oder ob er auch Technologie und Rohmaterialien Geschäftspartnern zur Verfügung stellen würde, die daraus selbst Möbel bauen, meint Martin Jehart: „Ich bin offen für alles, bitte anfragen!“ www.organoids.at

Hohe Leistung, wenig Lärm Der neue GX-7-Kompressor bietet die zuverlässige Schraubentechnologie mit Öleinspritzung von Atlas Copco zu einem wirtschaftlichen Preis.

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ls Ergänzung der GX 2-5 kW öleinge- wertvolle Ergänzung der vorhandenen GXspritzten Schraubenkompressor-Rei- 2-5-Kompressorreihe dar. Mit dem neuen he kommt mit diesem GX 7 kW ein zuver- GX 7 kommen Anwender mit einem gerinlässiger, auch im Kostenbereich wettbe- gen Druckluftbedarf in den Genuss der werbsfähiger Kompressor auf den Markt. Zuverlässigkeit, des geringen EnergieverMit einer Kapazität von 14 l/s ist dieser brauchs und Platzbedarfs der öleinge7-kW/10-PS-Kompressor eine Erweite- spritzten Schraubenelemente, die Atlas rung der GX-2-5-Reihen. Der neue GX 7 Copco haus­intern entwickelt. Besonders stellt preislich einen wirtschaftlichen Ein- im Vergleich zu einem Kolbenkompressor stieg in die öleingespritzte Schrauben- bietet der GX einen höheren Nutzwert bei technologie dar. Der neue GX 7 bietet Ka- einer weitaus geringeren Lärmemission. pazitäten von 14 l/s bei einem Betriebs- Darüber hinaus ist der GX 7 mit einem druck von 10 bar. Für diesen 7,5 kW ölein- Volllast-Leerlaufregler ausgestattet, der engespritzten Schraubenkompressor gibt es ergieeffizienter ist als der traditionelle einen großen Bedarf. Deshalb stellt er eine Start-/Stopp-Regler. www.atlascopco.com

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Fotos : Organoid Technologies

Erste Befahrung eines Rohbaus mit 6 m Spannweite, Besucher beim Testschlaf in organoider Kürbisform, Andy trägt Carportmodell 1:5.


Material & technik

Die Dunstabzugshaube als Designobjekt Dunstabzugshauben von Oranier sind ein echter Blickfang und glänzen dazu mit vielen praktischen Extras.

Foto: Oranier

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ine moderne Dunstabzugshaube ist heute weit mehr ist als nur ein Küchengerät, das für Licht, Luft und Sauberkeit sorgt, sondern ein echtes Designobjekt. Dunstabzugshauben von Oranier überzeugen durch ihre große Vielfalt. Ob im Abluft- oder im Umluftbetrieb, ob mit dimmbarer Halogenoder mit extrem energiesparender LED-Beleuchtung. Ob mit Geruchssensor-Automatik oder mit Fernbedienung – in jedem Fall ist die Auswahl groß und die Liste der Extras lang. Bei den Kopffrei-Dunstabzugshauben zählen neue Designmodelle in allen Preisklassen zu den Highlights. Das Programm des hessischen Herstellers umfasst Inselhauben, Deckenlüfter mit modularer Technik, Schublüfter mit Touch-Control sowie Wandhauben mit nahtloser Simsoberfläche und verschweißten Kanten – ergänzt durch Sonderanfertigungen, externe Motoren und umfassendes Zubehör.

Moderne Dunstabzugshauben zeichnen sich durch geräuscharme Motoren, Ge­ ruchssensoren und Fernbedienung aus.

Modularer Deckenlüfter

Besonders hervorzuheben sind die Wandhauben im Kopffrei-Design, die in verschiedenen Breiten, Höhen, Materialien und Ausstattungsvarianten erhältlich sind. Neu ist der modulare Deckenlüfter, der verschiedene Einbauvarianten ermöglicht. Und ebenfalls neu ist die extravagante Inselhaube, die auf Wunsch an Seilen befestigt werden kann, aber auch als Wandhaube mit Schacht erhältlich ist. www.oranier.com

Höherer Standard Seit Mai 2012 wird die Grundmann-Schloss-Serie 300 mit Umstellfalle in ÖNORM EN 12209 Klasse 2 geliefert.

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iese Klasse geht bis zu einem empfohlenen Türgewicht von 40 kg bis maximal 100 kg und hält einer seitlichen Lastaufnahme von 3 kN (= 300 kg) auf die Falle stand. Das Drehmoment auf die Zinknuss beträgt dabei 40 Nm – das ist immerhin das Doppelte der Klasse 1. Das Schloss wird serienmäßig mit den alten Artikelnummern und Preisen geliefert. Es ist für die Professionisten also keine Umstellung nötig. Stichwort Umstellung: Auch dieses Schloss bietet eine Rechts-/Links-Umstellung der Falle ohne zusätzliches Werkzeug, ein im täglichen Handling sehr praktisches Detail. Neu ist der eloverzinkte Schlosskasten, um das Schloss auch gegen Korrosion zu schützen. www.grundmann.com Geprüfte Qualität: Grudnmann-Schloss-Serie 300

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Material & Technik

Qualitätsgewinn beim Flachglas Das Wagrainer Glasveredelungs-Unternehmen Gasperlmair beliefert auch viele Tischler mit seinen Produkten. Dieser Tage installiert das Unternehmen eine neue ESG-Härteanlage mit eingebauter Qualitätskontrolle – die erste ihrer Art in Österreich. Text: Gerhard Rainer zählen. Bei den heute hauptsächlich nachgefragten Glasdicken von acht Millimetern sei die Planität der Scheiben wichtig, und vor allem für Beschichtung von Wärmeschutz- und Sonnenschutzgläsern biete die neue Anlage erhebliche Vorteile. Es ist zu erwarten, dass sich die Investition für Gasperlmair wie geplant rechnen wird. Denn von einer Krise scheint das Unternehmen bislang verschont geblieben zu sein. Auch in der traditionell umsatzschwachen Winterzeit hat Gasperlmair diesmal keinen ungeplanten Einbruch erfahren: „Wir hatten heuer keinen Monat ohne Steigerung“, freut sich der Senior-Chef. Außerdem nütze der Trend zur Dreifachverglasung dem Geschäft. „Und wenn die Bauwirtschaft schwächelt, müssen wir eben andere Märkte suchen.“ Logistik zählt

Ein Roboter setzt Zweifach­ gläser zusammen.

„Einbau von Fenstern heißt, auf die Minute genau zu liefern“, erklärt Josef Gasperlmair. Immerhin bewegen pro Jahr rund 1400 Lkw-Züge zu jeweils 22 Tonnen Flachglas in die und Sicherheitsglas aus

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Glasbearbeitungszentrum im Gasperlmair-Werk

den Wagrainer Fabrikshallen. Neben Qualität ist also auch die Logistik das Um und Auf für Gasperlmair, der dadurch zum Beispiel einem Fensterbauer die Lieferung von Isolierglas innerhalb von fünf Tagen garantieren kann. Gasperlmair: „Unsere Liefer- bzw. Termintreue ist höher als 99 Prozent.“ www.glas-gasperlmair.at

Fotos: Gerhard Rainer

ine komplett neue Generation“ nennt » Einbau von Fenstern Josef Gasperlmair, Gründer und Geheißt, auf die Minute schäftsführer des gleichnamigen Glasunternehmens im Salzburger Pongau, die genau zu liefern. neue Härteanlage „Tamglass FC500“ des finnischen Herstellers Glaston. Im heuriUnsere Liefer- bzw. gen Sommer soll die erste österreichische Termintreue ist höher Anlage dieser Art im Gasperlmair-Werk in Schwaighof/Wagrain installiert und in als 99 Prozent. « Betrieb genommen werden. Neu ist an der Josef Gasperlmair, Geschäftsführer Maschine vor allem das angeschlossene „iLooK“-System: Es kontrolliert die Glasqualität sofort und automatisch dort, wo zent sparsamer. Die Kapazität des Härtenach dem Härtungsprozess das abgekühl- ofens beträgt im Dauerbetrieb rund 800 te Glas aus der Maschine kommt. Festge- Quadratmeter Glas (4 mm) pro Acht-Stunstellte Abweichungen wirken unmittelbar den-Schicht. Die Montage der 1,6 Mio. auf den laufenden Härtungsprozess zu- Euro teuren Anlage wird etwa sechs Worück, der sich punktuell automatisch chen in Anspruch nehmen. Nach Einnachjustieren kann. schulung der Fachkräfte braucht es dann Diese Feinfühligkeit ist ebenfalls eine zur Bedienung des Härteofens nur drei wichtige Weiterentwicklung der FC500. Personen (pro Schicht). „Für die Qualität ist das entscheidend“, erklärt Firmenchef Gasperlmair, „die Pla- Investition rechnet sich nität wird verbessert, und man kann als „Qualität braucht diesen Ofen“, sagt Josef Sicherheitsglashersteller die Qualität ga- Gasperlmair, zu dessen Kunden Tischler rantieren.“ Auch beim Energieverbrauch ebenso wie Fassadenbauer, Fensterbauer, sei die neue Maschine um bis zu 10 Pro- Schlosser sowie (natürlich) Glasereien


Promotion

Heute bestellt, morgen geliefert Ostermann baut seinen Service weiter aus: Er bietet nicht nur Europas größtes Kanten­ sortiment mit über 2000 Farben und Dekoren, sondern liefert auch noch innerhalb von 24 Stunden – ab sofort auch in Österreich. Ostermann sind deshalb auch echte Trendscouts, die dafür sorgen, dass immer die passende Kante auf Lager ist. Aktuell sind es 65 Plattenhersteller, zu deren Kollektionen Ostermann die passenden Kanten ausgemustert hat. Das Resultat sind insgesamt ca. 20.000 Herstellerdekore und 120.000 Verknüpfungen in der Plattenverbundliste. Selbst zur aktuellen Egger-Zoom-KollekDer Kantenspezialist bietet über 2000 Farben und Dekore und lie­ fert ABS-, Melamin-, Acryl- und Echtholzkanten in unterschiedli­ chen Stärken und in fast jeder Breite bis 104 mm.

Auch im Innendienst wird der Kunde fachkundig und freundlich beraten – fünf Mitarbeiter stehen ausschließlich für Österreich zur Verfügung.

Fotos: Ostermann

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m Juni auf dem Tischler Kongress in Wels präsentiert der Kantenspezialist Ostermann Europas größtes Kantensortiment. Mit mittlerweile über 2000 Farben und Dekoren garantiert der Anbieter nicht nur die größte Auswahl in Europa, sondern auch die kürzesten Lieferzeiten dafür. Ostermann erweitert 2012 sein ausgefeiltes Service - und Logistikkonzept deutlich. Wesentlicher Bestandteil ist die Verkürzung der Lieferzeit. Heute bestellt – morgen geliefert: Das gilt ab sofort in Österreich. Alle bis 12 Uhr bestellten Lagerartikel werden innerhalb von 24 Stunden geliefert. Genauso wichtig wie die Lieferzeit sind j e d o ch auch die stetigen Sorti­ments­ erweite-

rungen, der neue Onlineshop und die Erweiterung des Servicepakets rund um die Laserkante: Ostermann macht alle Kanten jetzt schon innerhalb von vier Tagen laserfähig. Nicht minder wichtig sind die Menschen, die hinter dem OstermannService stehen. Jochen Kranner ist seit 2011 als Außendienstmitarbeiter in ganz t e r s c h i e d Österreich unterwegs. Unter- licher Abmessungen stützt wird er dabei von dem und der über 2000 Dekore ein fünfköpfigen Team im Innen- Variantenreichtum von mehr dienst: Anne Theißen, Linda als 11.000 Kanten ins OsterKante, Sarah Schoppen, Va- mann-Lager. Kunststoffkanten nessa Thomas und Carsten sind bei Ostermann bereits ab einer Länge von einem Meter Schmidt. erhältlich. Mittlerweile bietet Variantenreichtum Ostermann Kanten in zwölf Ostermann liefert ABS-, Mela- verschiedenen Strukturen an. min-, Acryl- und Echtholzkanten in unterschiedlichen Trendscouts Stärken und in fast jeder Brei- Neue Trends am Markt wechte bis 104 mm. Insgesamt seln sich in immer kürzeren kommt durch die Vielzahl un- Intervallen ab und die Anzahl der relevanten Dekore und Strukturen wird immer gröSeit 2011 für Ostermann in Österreich auf ßer. Die Produktmanager bei Tour: Jochen Kranner

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tion konnten die Bocholter Kantenspe­ zialisten bereits zu allen Dekoren Kanten ausmustern und sind für die ges a m te Kollektion lieferfähig. GroSSer Kundennutzen

Einen großen Kundennutzen hat der Kantenspezialist durch seinen in Europa wohl einmaligen Plattenverbund geschaffen. Kombiniert mit dem Ostermann Onlineshop ist er ein unschlagbares Tool für den Tischler. Alle 20.000 Herstellerdekore befinden sich in der Datenbank des Shops. Mit der neuen Shopversion, die seit Anfang 2012 online ist, erhält der Kunde neben den 2 Prozent Onlinerabatt noch weitere Vorteile wie eine komfortable Favoritenfunktion und eine hilfreiche Bestellhistorie. www.ostermann.eu

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material & technik

Schubladen mit allen Extras Hochwertige Hölzer wie Nuss oder Kirschbaum liegen im Trend. Auch bei der im bayrischen Mehring beheimateten Industrie-Manufaktur Hasenkopf steigt die Nachfrage an Schubladen aus diesen Holzarten.

Schubladenvielfalt in höchster Perfektion mit Führungssystemen namhafter Hersteller. Ein besonderes Highlight der Hasenkopf­Schubladen: die beflockte Inneneinteilung

chon seit 1964 fertigt Hasenkopf erst- » Für Tischler, LadenHochwertige Führungssysteme Bei den Schubladenführungen kommen klassige Schubladen. Dabei umfasst nur Systeme namhafter Hersteller zum das umfangreiche Spektrum der Ord- bauer oder InnenEinsatz, die Führungsschienen verfügen nungssysteme Schubladen nach Maß, ausstatter hat Hasenwahlweise über Vollauszug mit oder ohne Komplettlösungen und Küchensysteme in Dämpfung sowie Tip-on- oder Push-toeiner einzigartigen Vielfalt von Holzarten kopf alle gängigen open-Funktion. Ein besonderes Highlight, – als Einzelfertigung oder in Serie. Mit Trend-Holzsorten auf das Hasenkopf anbietet, ist die Möglichüber 100 verschiedenen Profilen, vielen keit, die Inneneinteilung zu beflocken. Konstruktionsvarianten und unterschied- Lager. « Feinstes Material an Boden und Wänden lichen Werkstoffkombinationen bietet das der Schubladen schützt unaufdringlich Unternehmen aus dem bayrischen Mehring für jede Anforderung die pas- statter hat Hasenkopf alle gängigen Besteck, Schmuck oder andere hochwersende Lösung. Noch vor einigen Jahren Trend-Holzsorten auf Lager. Neben Echt- tige Inhalte vor Kratzern und Beschädiwurden wertvolle Hölzer meist nur als holz werden auch Sperrholzvarianten, be- gungen. Möbelfront verwendet. Heute geht der schichtete Spanplatten oder auch hoch- Entsprechend der Kundenvorgaben ferWunsch dagegen oft hin zur kompletten wertige MDF-Profile in verschiedenen De- tigt Hasenkopf auch Komplettschubladen und Küchensysteme nach Maß. KomplettMassivholzvariante, auch bei teureren koren verarbeitet. Hölzern. Kunden der Industrie-Manufak- Sogar Kombinationen mit Acryl oder dem schubladen sind in einer großen Auswahl tur profitieren hierbei von der hohen Effi- Mineralwerkstoff Corian sind möglich. verfügbar und werden inklusive Bohzienz der Schubladenproduktion bei Ha- Zudem begeistert das Mehringer Unter- rungen, Ausklinkungen und Unterbodensenkopf, denn dadurch können auch Mas- nehmen mit vielfältigen Konstruktions- führungen montagefertig und verleimt sivholzvarianten aus hochwertigen Höl- möglichkeiten der maßgefertigten Schub- geliefert. Als leistungsstarker Zulieferzern zu moderaten Preisen angeboten laden, ob gedübelt, fingergezinkt oder auf spezialist liefert Hasenkopf unkompliGehrung gearbeitet. Ein englischer Zug ziert und termingerecht, auch bei sehr werden. ist als geschrägte oder geschweifte Ver­ kurzen Lieferzeiten, ob Stückzahl eins Holz und mehr sion ebenso möglich wie eine frei wähl- oder mehrere Hundert. Für Tischler, Ladenbauer oder Innenaus- bare Variante. www.hasenkopf.de

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Fotos: Hasenkopf

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Material & technik

Perfekter Sitz Bei der Befestigung von Glasleisten im Fenster- und Türenbau ist Feinarbeit gefragt.

M

it ihren technischen Eigenschaften entspricht die Heco-Unix-top den speziellen Anforderungen, die sich bei der Arbeit mit schmalen Hölzern ergeben. Schon ihre Spitze mit Fräsrippen erleichtert den ersten Schritt, da sie gezieltes Ansetzen ohne Vorbohren ermög­ licht und das Spleißen des Holzes wirkungsvoll reduziert. Auch kann dadurch randnah gearbeitet werden, was besonders bei den kleinen Montageflächen der Glasleistenbefes­ tigung hilfreich ist. Dreh- und Angelpunkt der Arbeitserleichterung ist die veränderliche Gewindesteigung der Heco-Unix-top. Sie bewirkt, dass die Leis­te trotz Einsatz eines Vollgewindes sofort spaltfrei herangezogen und am Rahmen befestigt wird. Die axiale Fixierung über das Gewinde sorgt für sicheren und kraftschlüssigen Halt: Das Glas sitzt perfekt und fugenlos in der Nut. Hohe Anwendungsvielfalt

Mit der Heco-Unix-top als Glasleis­ tenschraube begründet Heco einmal mehr die universellen Einsatzmöglichkeiten der neuen Vollgewindeschraube. Wegen ihres technischen und praktischen Nutzens lässt sich die Heco-Unix-top für beinahe jede Anwendung im konstruktiven Holzbau, im Innenausbau und Möbelbau einsetzen. Die Abmessungen und Ausführungen sind optimal auf die Einsatzgebiete zugeschnitten und bieten dadurch eine große Anwendungsvielfalt. Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Wirtschaftlichkeit der Schraube: Wegen ihrer hohen Lastenaufnahme und Montagefreundlichkeit können sowohl die Befestigungspunkte als auch der Zeit- und Materialaufwand deutlich reduziert werden.

Fotos: Heco

www.heco-schrauben.de Mit der Heco-Unix-top lassen sich Glas- und Zierleisten punktgenau montieren.

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SCHOTT PYRANOVA® Spezialglas für Brandschutz E30 / 60 / 90 EW30 EI30 / 60 / 90

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Generalvertretung für Österreich

… denn Kompetenz hat einen Namen Glas Gasperlmair GesmbH 5602 Wagrain Tel. 0 64 13/88 02-0 Fax 0 64 13/88 02-33 www.glas-gasperlmair.at auftrag@ glas-gasperlmair.at


material & technik

Unsichtbare Verbindungen Holzterrassen liegen voll im Trend – Holzterrassen ohne sichtbare Verschraubung noch mehr. Knapp bietet ab sofort drei Befestigungssysteme für optisch anspruchsvolle Terrassen und Balkone an. Einsatz hat sich auch bei höchster klimatischer Belastung, z. B. beim Einsatz für Bootsstege, die einwandfreie Funktion bestätigt. Durch eine auf der Schmalseite eingreifende Kralle werden die Dielenbretter wirkungsvoller als eine sichtbare Verschraubung von oben mit der Unterkonstruktion verschraubt. Damit ist auch jedes Brett einzeln und nachträglich leicht und schnell zu demontieren. Der

Der Edelstahlverbinder Z-Deck hat sich auch bei höchs­ter klimatischer Belas­ tung bewährt, etwa beim Einsatz für Bootsstege.

eben der visuell ansprechenden Oberfläche bieten solche Terrassen noch den Vorteil, dass sie auch barfuß begangen werden können. Alle drei Systeme von Knapp bieten nicht sichtbare Befestigungen und lassen Quell- und Schwindverhalten der Dielen zu.

» Neben der visuell ansprechenden Oberfläche bieten solche Terrassen noch den Vorteil, dass sie auch barfuß begangen werden können. «

der Holzforschung Austria in Tulln/Österreich, wird der Verbinder derzeit auf zwei Terrassendielen & Wandpaneele Versuchsfeldern langzeitgetestet und unDer Quatro 65 eignet sich neben der Mon- tersucht. Der Quatro 65 wurde auch für tage von Terrassendielen auch für Wand- die 240 m2 große Terrassenlandschaft paneele und Decken. Er besteht aus hoch- beim preisgekrönten Solar Decathlon festem, UV- und witterungsbeständigem Wettbewerb 2010 des Rosenheimer Team Kunststoff. Ein Verbinderpaar besteht aus Ikaros eingesetzt. zwei baugleichen Teilen und wird mit SKSchrauben befestigt. Knapp liefert stan- Für die perfekte Montage dardmäßig Schrauben mit Spezialbe- Der einteilige Edelstahlverbinder Z-Deck schichtung oder aus Edelstahl. Die wird mit nur zwei SK-SchrauSchrauben sind in den Längen 25 mm ben aus Edelstahl befestigt. und 30 mm erhältlich. Der Quatro 65/25 Durch die ausgeklügelist für Dielenstärken von 24 bis 26 mm te Form des Verund der Quatro 65/30 für Dielenstärke ab binders wird 27 mm geeignet. Der Verbinder erlaubt das „Arbeiten“ größere Bewegungsfreiheit der Dielen der Dielen opund reduziert die Rissbildung. Der Qua- timal ermöglicht tro 65 bietet optimalen konstruktiven und ein Abreißen Holzschutz gegen Durchfeuchtung des der Schrauben, speLagerholzes. Eine Bohr- und Anreißscha- ziell bei Laubhölzern blone aus Metall erleichtert das Montie- mit großem Quell- und ren und Vorbohren bei Harthölzern. In Schwindverhalten, vereinem dreijährigen Forschungsprojekt hindert. Im mehrjährigen

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Z-Deck wird unter einem Falz der Diele verdeckt montiert. Gleichzeitig bietet er ebenso einen optimalen konstruktiven Holzschutz. Quell- und Schwindmaße zwischen 4 und 6 mm sind problemlos möglich. Eine Fugenbreite ab 7 mm wird empfohlen. Eb-Ty Dielenverbinder

Der Eb-Ty findet Einsatz bei Dielen im Innen- und Außenbereich sowie insbesondere bei Holzfassaden und Schalungen, wo eine Hinterlüftung ausgeführt wird. Der fischbauchförmige, einteilige Verbinder wird mit einer SK-Edelstahlschraube befestigt. Der integrierte Abstandhalter sorgt für gleichmäßige 6,5 mm breite Fugen und lässt bis zu 4 mm Quell- und Schwindmaß zu. www.knapp-verbinder.com Der Quatro 65 eignet sich neben der Montage von Terrassen­ dielen auch für Wandpaneele und Decken.

Fotos: Knapp

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Material & technik

Symbiose von Holz und Glas Der steirische Holz-Fenster und -Türen-Spezialist Kapo bietet im Bereich Fenster und Fassade einen optimierten Holz-Glas-Verbund. apo, der Holz-Fenster und -Türen- tauglicher Qualität eingesetzt. Das Hersteller aus dem steirischen wichtigste Kriterium für die WärmePöllau schafft nun mit Unterstützung dämmung – der Uw-Wert – liegt under Wissenschaft einen Holz-Glas- ter 0,8 W/m²K. Ein Vorzeigeprojekt Verbund in Passivhausqualität. Die dafür ist das ehemalige Fabriksgebeiden Materialien bilden aufgrund bäude und nunmehrige Wohn- und eines ähnlichen Wärmeausdeh- Bürogebäude „Zanklhof“ in Graz-Gönungsverhaltens eine perfekte Sym- sting. 150 Fens­ter kommen aus der biose. Impulse für ihre Innovationen Produktion von Kapo. Wolfgang Bertl, holte sich Kapo aus einem For- Geschäftsführer Kapo Fenster und schungsprojekt mit der TU Wien und Türen, ist überzeugt, dass der natürder Holzforschung Österreich. Die liche Werkstoff Holz unschlagbare Ergebnisse der Holzglasverbundfor- Qualitäten aufweist. „Wir setzen unschung werden beispielsweise im ser langjähriges Wissen rund um die großflächigen Glas-Fassadenbau oder Erzeugung von Holz-Fenster und -Tübei Wintergärten eingesetzt. ren ein und bieten unseren Kunden Weiters wird das aus dem For- individuelle Lösungen nach größeren schungsprojekt gewonnene Know- Fensterdimensionen mit erhöhter Sihow auch in der Produktion von Ka- cherheit in Passivhausqualität.“ po-Fenster und -Türen in passivhaus- www.kapo.co.at Holz-Alu-Fenster von Kapo im Zanklhof Graz

Automatisch produzieren aus der 3D-Planung Vario-NC ermöglicht heute eine hohe Fertigungsautomatisierung bereits für Tischlereibetriebe ab circa zehn Mitarbeitern. gesetzt wird, kommt die Nut genau an jene Stelle, an der sie in der Zeichnung sitzt. Ausgabe in Fertigungslage

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rei zusammenstellbare Bauteilen treffen. Alle BearEinzelteile, erstellt aus ei- beitungen sind abhängig vom ner VarioDesign3D-Kunden- Vorhandensein der zugehöplanung, kommen an der Stel- rigen Teile in der 3D-Detailplale zur Bearbeitung, an der sie nung. Dies ist einfach am Beisich mit den angrenzenden spiel eines Korpus’ darzustel-

len. Wenn im CAD-Programm ein Boden kopiert wird, werden von dem neu entstandenen Teil die Bohrungen auf die Seiten übertragen, oder wenn eine Rückwand frei ein-

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Auch Schränke in Reihenbauweise können einfach zusammengesetzt werden, mit Tiefenund Höhensprüngen und frei positionierbaren Fronten. Die Ausgabe erfolgt je Bauteil und Auflageseite in Fertigungslage direkt für NC-Hops oder Woodwop. Variablen aus den NC-Makros sind, wenn gewünscht, am CAD-Bauteil direkt einstellbar und lassen eine hohe Individualität zu. Vario-NC ist eine Entwicklung von Cad Design Center Reinhold Duft, 4942 Gurten, 07757-7003-0, E-Mail: office@ cdc.at. Infos unter www.cdc.at

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PROMOTION

Foto: Kapo Fenster und Türen GmbH

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Material & Technik

Bühne für Innovationen 101 Aussteller präsentierten auf der Schachermayer-Hausmesse BWF in Linz ihre Neuheiten. Knapp 4000 Besucher informierten sich zu den Schwerpunkten Bauen, Wohnen und Fertigen. willig die „BWF“ (Bauen, Wohnen, Fertigen) als Bühne für ihre Innovationen nützten. Wohnen und Bauen

Vor allem die Leuchten und LED-Systeme fanden interessierten Zuspruch. Die internationalen Branchenleader der Beschlägetechnik zeigten zahlreiche Neuheiten. Komfort ist dabei ein ganz großer Trend; lautlos und gedämpft muss es sein, weit öffnend, einladend, die Räume nutzend und das Material schonend – so lautete die Quintessenz bei vielen Firmen. Auch das Thema Barrierefreiheit wird beim Thema Bauen bzw. Baubeschlag immer mehr zum Trend. Positiv aufgenommen beim Publikum wurde der gut abgestimmte Branchenmix in den Hallen der Innovationen. Das Ambiente bei Schachermayer, die Führungen durch die Logistik, das ansprechende CaBlick in eine der drei Hallen der Innovatio­ nen der BWF. Die Fachmesse war mit knapp 4000 Besuchern bestens frequentiert.

s war eine organisatorische „Doppel» Tischler aus ganz Konferenz“, die das SchachermayerÖsterreich wurden Marketing- und -Messeteam zu organisieren hatten. Im permanenten Kontakt mit busweise zum den Geschäftseinheiten IAB/Innenausbau, FHM/Fachhandel & Märkte sowie SchachermayerGMA/Maschinen und Anlagen wurden Zentrum nach Linz die Aussteller kontaktiert und dann in der Halle der Innovationen integriert. Das chauffiert. « Konzept, sich heuer auf einer Branchenmesse dem österreichischen Publikum zu präsentieren, stieß dabei auf reges Inte- übersiedelt waren. „Das waren zwei Tage resse. Aber vor allem auch von den Fach- mit sehr vielen guten Gesprächen zur besuchern bekamen die Veranstalter sehr Anbahnung von Maschineninvestitipositives Feedback. Tischler aus ganz Ös- onen“, resümiert Schachermayer-Prokuterreich wurden busweise Richtung Linz rist Karl Hofmann. chauffiert. Und eine noch größere Blechschlange an Automobilen traf im Scha- Halle der Innovationen chermayer-Zentrum ein. Zwei mit knapp 101 Aussteller waren hier mit all ihren 4000 Gästen bestens besuchte Tage Neuheiten präsent. Einrichtungs- und brachten viel Abwechslung, Innovation Ausstattungshits wie Türen oder Kücheneinbaugeräte und die neuesten Spülen und Information. bzw. Armaturen wurden ebenso präsenMaschinelle MesseNeuheiten tiert wie die neuesten Komponenten zur Großer Vorführhit waren die Neuheiten Fertigung aus dem Beschlägebereich, der von Ganner, Kuper und Martin, die di- Befestigungs- und Klebetechnik und dem rekt von der Messe in Nürnberg in die Werkzeugsektor. Schachermayer hatte die Maschinenhalle von Schachermayer Qualitätslieferanten gerufen, die bereit-

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tering und ein stimmungsvoller Ausklang sorgten dafür, dass die Messetage neben jeder Menge Fachinformation angenehm abgerundet wurden. Von Kundenseite gab es dafür viel Anerkennung. „Weshalb diese BWF nicht die letzte Messe gewesen sein wird“, so Gerd Schachermayer. www.schachermayer.at

Fotos: Schachermayer

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Material & technik

Eng verbunden Rampa-Einschlagmuttern und -Muffen stehen seit Jahrzehnten als Synonym für qualitative Verbindungssysteme im Möbelbau.

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inter der Marke Rampa steht die Fir- mer für die qualitativ hochwertigen Ver- den bei der Entwicklung von Befestima Hans Brügmann GmbH & Co im bindungssysteme aus dem Hause Brüg- gungslösungen genießt das Unternehmen schleswig-holsteinischen Büchen. Das Fa- mann. Das Produktspektrum umfasst den Ruf des Experten – sowohl hinsichtmilienunternehmen wurde 1907 gegrün- beispielsweise Muffen, Einschlagmuttern, lich der technischen Realisierung als det und produziert und vertreibt inzwi- Rundmuttern, Verbindungssysteme, auch bei der Auswahl der qualitativ passchen in der fünften Generation Verbin- Schrauben mit Holz- und metrischem Ge- senden und wirtschaftlichen Fertigungsdungselemente unter diesem Markenna- winde, Verbindungselemente, aber auch methode. Analog zu seinen Verbindungsmen. Rampa-Produkte werden heute in Werkzeuge. systemen setzt das Unternehmen auch nahezu allen Branchen eingesetzt, in debei seinen Kundenbeziehungen auf Daunen flexible und kraftschlüssige Verbin- Dialog mit den Kunden erhaftigkeit. Mitarbeiterauswahl, Beradungen zur Montage von Einzelelementen Jahrelange Fertigungserfahrung, Engi- tungs- und Entwicklungskompetenz, Sergefordert sind. Neben dem Möbelbau und neering und die Qualität des „Made in viceleistungen und die Pflege der Liefeder Küchenherstellung sind der Holzbau, Germany“ haben Rampa in die Position rantenbeziehungen gewährleisten eine der Objektbau, die Kunststoffverarbei- des Marktführers gebracht. Nicht zuletzt kontinuierliche und verlässliche Partnertung, der Maschinenbau und die metall- durch die Philosophie des intensiven Dia- schaft in der Zusammenarbeit. verarbeitende Industrie die Hauptabneh- logs und der Zusammenarbeit mit Kun- www.rampa.de

Kleines Maß und große Leistung Die SataMinijet 1000 K eignet sich durch ihre kompakte Bauweise, ihr geringes Gewicht und ihr ergonomisches Design ideal für einen ermüdungsfreien Dauereinsatz.

Foto: Sata

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ür die manuelle Serienlackierung von kleinen und filigranen Teilen präsentiert Sata zur Messe PaintExpo eine neue, besonders leichte, druckgespeiste Lackierpistole: Die SataMinijet 1000 K. Sie kann wahlweise an Doppelmembranpumpen, Materialdruckbehälter oder zentrale Materialversorgungsanlagen angeschlossen werden. Durch ihre kompakte Bauweise, ihr geringes Gewicht und ihr ergonomisches Design eignet sich die SataMinijet 1000 K hervorragend für einen ermüdungsfreien Dauereinsatz. Darüber hinaus zeichnet sie sich durch eine einfache Bedienung und präzise Einstellmöglichkeiten aus. Neben dem bereits erwähnten Einsatzbereich kann die Pistole, die es in den Düsengrößen 0,3, 0,5, 0,8, 1,0 und 1,2 gibt, ebenso

für filigrane Dekor- und Designlackierungen, beispielsweise in der Spielzeug- oder Kosmetikindustrie, eingesetzt werden. Angeboten wird die SataMinijet 1000 K auch als TrennmittelSprühsystem mit einem 2-Liter-Materialdruckbehälter für Gießereien, Schmiedewerkstätten und kunststoffverarbeitende Betriebe. Lieferbar ist die SataMinijet 1000 K in optimierter RPHochdrucktechnik (Reduced Pressure = reduzierter Zerstäuberdruck). Dies erlaubt bei hohen Übertragungsraten ein besonders schnelles Arbeiten. Für das Lackieren kleinerer Flächen ist die SataMinijet 1000 als Hängebecher-Variante mit der Düsengröße 1,4 lieferbar. www.sata.com

Glasarbeitsplatten in edler Optik Die Glasarbeitsplatten werden von der Firma Lederhilger kommissionsweise nach Kundenwunsch gefertigt. Die hygienische Oberfläche wird in glänzendem oder geäztem (kratzfest) Glas geliefert. Die maximale Größe beträgt 3.600 x 1.300 mm. Alle gängigen RAL- und NCSFarben oder bedrucktes Glas sind möglich. Die Glasstärke beträgt 12 mm + Unterbau. Die Kantenausführung wird auch in Alu angeboten.

www.lederhilger.co.at

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Material & Technik

Ordnung im Schrank Die griffbereite Aufbewahrung frischer Arbeitskleidung im persönlichen Fach des Kleidungsspenders von Salesianer Miettex macht das Leben leichter. eder Mitarbeiter hat so rund fahrenstoffe der Arbeitgeber soum die Uhr Zugriff auf seine gar die Verpflichtung, nicht nur Berufskleidung in seinem ver- die Arbeits- und Schutzbekleisperrbaren Bekleidungsfach. dung bereitzustellen, sondern Beim optionalen, kostengüns­ auch die für deren Aufbewahtigen Schrankservice werden die rung notwendigen Schränke und Fächer vom österreichischen Spinde. Marktführer im Miettextil-Service im vereinbarten Intervall Miettextil-Service von Salesianer Miettex hat viele Vorteile, hier befüllt. Die gebrauchten Teile werden die wichtigsten im Überblick: einfach in den Berufskleidungs- • Sicherheit, immer frisch gewaspender eingeworfen und bei der schene Arbeitskleidung zur VerLieferung von frischer Arbeits- fügung zu haben kleidung von Salesianer Miettex • Wirtschaftlichkeit durch Outmitgenommen und fachgerecht, sourcing an einen Professionisten hygienisch einwandfrei gereinigt. • Garantiert hygienisch einwandWird in Unternehmen mit gefähr- freie Arbeitskleidung: Bei Salesilichen Stoffen gearbeitet, hat aner Miettex werden alle geliefernach den EU-Richtlinien für Ge- ten Textilien nach gelisteten, des-

infizierenden Waschverfahren bearbeitet. • Keine Kosten für Maschinen, Anschaffung und Ersatz der Wäsche • Bester Tragekomfort • Imagegewinn durch ein einheitlich gepflegtes Erscheinungsbild • Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls der Mitarbeiter sowie Identifikation mit dem Unternehmen • Organisatorische Entlastung www.salesianer.com Die gebrauchten Teile werden in den Berufskleidungsspender ein­ geworfen und bei der Lieferung von frischer Arbeitskleidung von Salesianer Miettex mitgenommen und gereinigt.

Schillernder Eintritt Das Adler-Aquawood-Protor-System gibt es jetzt auch mit schillerndem Effekt: Aquawood Protor-Finish Pearl verleiht der Haustüre den Glanz, den sie verdient.

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ie Haustüre ist die optische Visitenkarte des Hauses und eines der wichtigsten architektonischen Gestaltungselemente der Fassade. Das heißt: Sie sollte glänzen. Deshalb gibt es das Adler-Aquawood-Protor-System, das seit zwei Jahren den Eintritt zum gelungenen Auftritt macht, ab Ende Mai mit schillerndem Effekt: Aquawood Protor-Finish Pearl verleiht der Haustüre den Glanz, den sie verdient.

man aus chemischen Gründen bei diesem System nicht wie üblich mit Aluminiumflakes arbeiten kann. Also mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen.“ Die Lösung von Dr. Hoernes und seinem Entwicklungsteam ist ein modifiziertes Perlglanz-Pigment, das für besonders eleganten Glanz sorgt – in den unterschiedlichsten Farbtönen. Auch diese schimmernde Einstellung von Aquawood Protor besticht natürlich mit den geProtor-Finish Pearl wohnt guten Eigenschaften der „Die Außendienstmitarbeiter ha- H a u s t ü r e n b e s c h i c h t u n g : ben uns den Wunsch der Kun- Kratzfes­tigkeit, Härte, Schutz den weitergegeben, dass es die vor Witterung und UV-Strahlen Protor-Haustürenbeschichtung und besonders wichtig: leichte auch mit Metallic-Effekt geben Verarbeitbarkeit. sollte“, erzählt Dr. Peter Ho- www.adler-lacke.com ernes, der bei Adler die Entwicklung von Fenster- und HausSchillernder Effekt für Haustü­ türenbeschichtungen leitet. „Das ren – dank dem neuen Adler Protor-Finish Pearl ist aber gar nicht so einfach, da

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Fotos: Salesianer, Adler

PROMOTION

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Material & technik

Einfach, schnell und optimiert

Bambusdielen

Die Berner EasyFastCut Holzbauschraube ist mit 25 Prozent weniger Kraftaufwand und 50 Prozent weniger Einschraubzeit ein perfekt abgestimmtes Produkt für Holzverbindungen.

Bambus für den Gartenbau – eigentlich nicht neu? Doch. Denn die neuen Moso-Terrassendielen werden mit einem aufwendigen Thermo-Verdichtungsverfahren behandelt, das sie resistent gegen oberflächlichen Pilzbefall und unempfindlich gegen Wasser macht. Bei diesem neuen Bearbeitungsprozess verzichtet der BambusSpezialist Moso vollständig auf den Einsatz von Fungiziden und Pestiziden. Durch die neue patentierte Fertigungsmethode ­haben die Terrassendielen Bamboo X-Treme bessere Eigenschaften als die bekannten Tropenhölzer: Sie sind CO2-neutral und erfüllen die höchste Dauerhaftigkeits-Klassen der EU-Normen. www.moso.eu

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as Hauptanwendungsgebiet der Schraube liegt im konstruktiven Holzbau wie beispielsweise dem Treppen-, Balkon-, Holzrahmen- und Fertigbau. Das besondere Merkmal der EasyFastCut ist die einwandfreie Zerteilung der Holzfasern mittels innovativer Kerbnut. Diese ermög­licht eine rissund spaltfreie Verschraubung insbesondere im Rand- und Eckbereich. Durch die neue Spitzengeometrie der Schraubenspitze ist ein punktgenaues, schnelles und taumelfreies Ansetzen im Holz möglich. Das Doppelganggewinde reduziert die Einschraubzeit um bis zu 50 Prozent gegenüber herkömmlichen Span-

Foto: Egger, Berner, Moso

Mehr Service D

er Holzwerkstoffhersteller Egger hat seinen Internetauftritt verbessert. Die wesentlichen Erweiterungen umfassen die Bereiche Shop, Dekore und Services. Unter www.egger.com/shop können ab sofort rund um die Uhr Dekormuster und Werbemittel sowie die Visualisierungssoftware VDS Profi bestellt werden. Im Bereich „Dekore“ sind unter anderem für eine bessere Übersichtlichkeit die Dekore nun nach Kollektionen gegliedert. Unter den „Services“ finden Besucher unter anderem die kostenlose Möglichkeit zur Dekorvisualisierung mit VDS Online. Egger-Kunden können sich zudem für ihren eigenen Bereich auf der Egger-Homepage registrieren und erhalten unter www.egger.com/myegger einen persönlichen Zugang zu Neuheiten, Informationen und zum Egger Shop. www.egger.com

plattenschrauben. Der Reibeschaft und die Spezialbeschichtung verringern den Kraftaufwand um 25 Prozent. Bei der Verschraubung mit einem Akkuschrauber wird der Akku geschont und es können mehr Schrauben pro Akku-Ladung verarbeitet werden. Die spezielle Form des Berner Toko-Bits ermöglicht bei der Kraftübertragung einen optimalen Halt, zudem wird nur eine Antriebsgröße für die Durchmesser 3,5 bis 5 mm benötigt. Die neue EasyFastCut ist bauaufsichtlich als Holzverbindungsmittel zugelassen und gewährt ein hohes Maß an Sicherheit. www.berner.at

Einrichtungsberater/-in im Möbelfachhandel Gemeinsam mit unserem Expertenteam bereiten Sie sich auf Ihr zukünftiges Betätigungsfeld als Einrichtungsberater/-in im Möbelfachhandel vor. Details und Anmeldung auf www.wifiwien.at/772091. Lehrgangsstart: 13.9.2012 (Tageskurs) und 4.10.2012 (Abendkurs)

Kostenlose Info-Veranstaltung: Mo, 25.6.2012 um 18.30 Uhr und Sa, 8.9.2012 um 11.00 Uhr

Vorbereitung auf die Meisterprüfung der Tischler/-innen Bereiten Sie sich in zwei Teilen umfassend auf den fachlichen Teil Ihrer Meisterprüfung vor:

Teil 1: Einführung ins AutoCAD Teil 2: Vorbereitung auf die Meisterprüfung (Modul 1B, 2B, 3) Details und Anmeldung auf www.wifiwien.at/802731. Kursstart Teil 1: 17.9.2012, Teil 2: 1.10.2012

Kostenlose Info-Veranstaltung: Fr, 29.6. und 31.8.2012 jeweils um 18.00 Uhr Information und Anmeldung im Kundenservice: www.wifiwien.at/kontakt, T 01 476 77-5555, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien

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www.wifiwien.at

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Material & Technik

Gestalten mit Furnieren

Wer bisher dachte, sein Team sei zu klein, um es von einem externen Dienstleister mit Berufskleidung ausstatten zu lassen, kann jetzt ein neues Angebot von Mewa nutzen. Denn das Angebot rechnet sich bereits ab einem einzigen Mitarbeiter. „Wir bieten unser bewährtes Gesamtpaket: Der Kunde kann aus unterschiedlichen Handwerkerkollektionen auswählen – je nachdem, was modisch, funktional und preislich gefällt“, sagt Bernd Feketeföldi,

Geschäftsführer der Mewa Textil-Service GmbH in Schwechat. Mewa garantiert sorgsame Betreuung, indem getragene Kleidung abgeholt und nach dem Pflegen pünktlich wieder angeliefert wird. Damit der Vorrat an sauberer Kleidung stets ausreichend ist, erhält jeder Mitarbeiter gleich mehrere persönliche Ausstattungen. Pool-Lösungen gibt es nicht: Jeder Mitarbeiter bekommt immer seine persönliche Kleidung zurück. www.mewa.at

Neues Vi-Spring-Modell Vi-Spring, britischer Hersteller luxuriöser handgefertigter Betten, bringt ein neues Modell auf den Markt, das der belgische Designer Dirk Debbaut entworfen hat: Pontanee. Mit seinem zeitlosen und aktuellen Design bereichert dieses Bett sowohl klassische als auch moderne Einrichtungen. Die Matratze besteht wie bei allen Vi-SpringModellen zu 100 Prozent aus natürlichen Materialien wie Baumwolle, britischer Schurwolle, Pferdehaar, Kaschmir, Angora und Seide. Auch der stabile Bettrahmen von Pontanee wird vollständig von Hand gefertigt und gepolstert. Das extradicke Kopfteil ist sanft gewölbt, sodass man sich bequem anlehnen kann. Der Polsterstoff wird individuell auf Kundenwunsch hergestellt. Die Bettfüße aus Holz präsentieren sich in Naturlack und Schwarz. www.vi-spring.at

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Wolfgang Fiwek: Furniere & Intarsien. Holzoberflächen effektvoll gestalten und veredeln. HolzWerken, Vincentz Network GmbH & Co. KG, Hannover, 2012, 240 Seiten, 21 x 27,5 cm, durchgehend farbige Fotos, gebunden, 39,90 Euro, ISBN: 978-3-86630-956-2.

Foto: Mewa, Kaindl, Moso, Gori, Zweihorn

Berufskleidung für Kleinstbetriebe

Furniere veredeln Holz mit einer ästhetisch hochwertigen Oberfläche, sie sind bei Möbeln ebenso anwendbar wie bei Türen oder Parkett und machen gleichzeitig aus jeder Holzoberfläche ein Unikat. Im Buch „Furniere & Intarsien“, dem dritten Band der Reihe „Spezialtechniken“ für Holzwerker, gibt der Autor Wolfgang Fiwek Einblicke in die effektvolle Oberflächengestaltung. Bei ­Intarsien beispielsweise kann der Bearbeiter mit unterschiedlichen Furnierstücken Muster oder sogar ganze Bilder in die Oberfläche einarbeiten. Das Buch vermittelt dabei sowohl Theorie und Praxis, neben dem geschichtlichen Hintergrund und historischen Beispielen erläutert der Autor etwa auch den Herstellungsprozess und natürlich vor allem, wie man Furniere verarbeitet – zum Beispiel auch in Spezialfällen wie bei gewölbten Flächen. Abgerundet wird der Band mit zahlreichen Porträts von Handwerkern und Künstlern, die mit Furnieren und Intarsien arbeiten und dabei die ganze Palette der Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen: von traditionsreich bis ganz modern. (red)


Material & technik

Neues Online Interior Studio

„Glatt“ bestanden

Möbelfronten, Arbeitsplatten, Bodenbeläge und Wände – Räume sind vielfältig und schaffen Platz für neue Ideen. Mit dem neuen Online Interior Studio bietet Kaindl das passende visuelle Designtool, um Raumgestaltung digital zum Leben zu erwecken. Dabei sind den eigenen Gestaltungsmöglichkeiten fast keine Grenzen gesetzt: blitzschnelles Visualisieren von Kundenwünschen, Präsentation unterschiedlicher Verlegemuster sowie kompetente Wohnstilberatung werden durch dieses Designwerkzeug im Handumdrehen möglich gemacht. www.kaindl.com Zweihorn hat seinen bewährten Klarlack Crystallit weiterentwickelt. Dank einer neuen innovativen Rezeptur ist er nun in einer noch besseren Qualität erhältlich. In den Glanzgraden matt, seidenmatt, seidenglänzend und glänzend wird der Klarlack nun mit 25 Prozent höherem Festkörperanteil und einer 50 Prozent höheren Kratzfestigkeit angeboten. Das bedeutet eine größere Reichweite, eine höhere Beanspruchbarkeit und das bei einer gleichzeitig noch glatteren Oberfläche. Anfang dieses Jahres gab Zweihorn den neuen ­Crystallit in einem Feldtest in Deutschland an langjährig ­erfahrene Crystallit-Verarbeiter heraus. Damit kam er in den Werkstätten bei echten Kundenprojekten zum Einsatz. 98 Prozent der Testpersonen stellten die Verbesserung fest, 65 Prozent beurteilten den neuen Crystallit als sehr gut und empfehlenswert. www.zweihorn.com

TOP-Aktion 2012

Mischbar Zeit ist Geld. Deswegen bietet Gori Malern und Holz verarbeitendem Handwerk für ihr Holzschutz-Zusatzgeschäft zur professionellen Pflege von Terrassenböden, Zäunen, Pergolen und Co. als extrem schnell trocknende Beschichtung das Rapid Holz-Öl. Standardmäßig auf die Holzfarbtöne Bangkirai, Lärche, Teak und Douglasie abgestimmt sowie in Farblos verfügbar, ist das Holzöl ab sofort auch über das Gori Mischsystem individuell abtönbar. Das geruchsarme Gori Rapid Holz-Öl eignet sich für die Anwendung auf Hart- und Nadelhölzern im Innen- und Außenbereich. Im Freien bietet die Beschichtung einen lang ­anhaltenden Witterungs- und UV-Schutz. Mithilfe der WasserStop-Formel erhält die geölte Oberfläche eine extrem wasserabweisende Schicht, an der Feuchtigkeit einfach abperlt. Auf Holzböden sorgt das Öl für einen Antirutscheffekt. Es vermindert außerdem die Austrocknung, Verformung und Rissbildung des Holzes. www.dyrup.at

Flächeninduktion

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Maschinen & WerkzeugE

Null Fuge, viel Möbel Mehr Effizienz, höhere Kapazitäten und Kanten mit der begehrten Nullfuge: Die Firma Conform Badmöbel aus Imst in Tirol hat sich kürzlich eine Homag LaserkantenAnleimmaschine zugelegt.

Die neue Anlage bei Conform ist mit auto­ matischer Rückführung ausgestattet – bei der vierseitigen Bekantung bedeutet das ­eine effektive Arbeitszeitersparnis.

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as den Möbelbau angeht, ist Her- schränke – allesamt im eigenen Design. bert Schwingenschuh familiär vor- Die bestehenden Programme werden belastet. Seine Eltern hatten eine Tischle- jährlich durch mindestens eine bis rei in Oberösterreich, die heute von sei- zwei große neue Serien ergänzt, nem Bruder geführt wird. Und auch Her- dazu kommen zwischendurch bert Schwingenschuh selbst blieb dem auch immer wieder kleinere Thema nicht nur mit seiner Ausbildung Produktneuheiten. In der an der HTL Mödling verbunden, sondern Entwicklung arbeitet das gründete 1999 in Imst in Tirol zusammen Unternehmen mitunter mit seiner Frau Sylvia die Firma Conform, auch mit externen Indusdie auf die Herstellung von Badmöbeln triedesignern zusammen, spezialisiert ist. viele Entwürfe stammen aber auch aus der Feder Kontinuierliches Wachstum der beiden Chefs perBegonnen wurde mit 15 Mitarbeitern, sönlich. „Wir wollen seither ist das Unternehmen kontinuier- v e r k a u f b a r e , lich gewachsen und beliefert mit mittler- ‚konsumige‘ Proweile über 50 Beschäftigten die Sanitär- dukte machen, branche, den Großhandel und Installa- sehen uns teure mit seinen Badmöbeln. Das Angebot in der Anvon Conform umfasst dabei Waschtische gebotspyramit Unterschränken ebenso wie Spiegel- mide dabei

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Sylvia Schwingenschuh-Trenker und Herbert Schwingenschuh beliefern mit ihrem Unter­ nehmen die Sanitärbranche, den Groß­ handel und Installateure mit ihren Badmöbeln.


Maschinen & Werkzeuge

Fotos: Conform Badmöbel

aber weder ganz unten noch ganz oben“, sagt Herbert Schwingenschuh. Er wolle insgesamt eine breite Palette an Designs und auch eine breite Preispalette anbieten.

im Vergleich zu herkömmlichen Schmelzkleber-Anleimanlagen liegt dabei in der wesentlich höheren Präzision bei der VerKanten mit Nullfuge arbeitung der Kanten. Vereinfacht erklärt Um den steigenden Qualitätsansprüchen schmilzt der Laser dabei eine Haftschicht gerecht zu werden und um die Ferti- am Kantenmaterial an, durch das AnpresUmfangreicher Maschinenpark gungskapazitäten auszubauen, beschloss sen bildet sich dann eine geschlossene, Sämtliche Möbel werden bei Conform man im Unternehmen kürzlich, dass es fugenlose Verbindung zwischen Platte vom Entwurf bis zur Fertigstellung im an der Zeit wäre, sich eine weitere Kan- und Kante. Die sogenannte Nullfuge ist Haus produziert, dementsprechend um- tenanleimmaschine anzuschaffen. „Wir derzeit besonders im hochqualitativen fangreich ist auch der Maschinenpark, haben dann lange überlegt, ob wir uns Möbelbau gefragt. Bei Conform Badmöbel der im Unternehmen in Betrieb ist. Dazu wieder eine konventionelle Maschine setzt man die neue Anlage insbesondere gehört unter anderem eine liegende Plat- kaufen sollen oder ob wir die größere In- bei weißen oder auch bei Hochglanzstütensäge, die mehr als nur im Einschicht- vestition wagen und uns eine Laserma- cken ein. „Wir können damit jetzt Probetrieb ausgelastet ist. Dazu kommt eine schine zulegen.“ Die Wahl fiel schließlich dukte in einer Qualität generieren, die Weeke-CNC-Anlage für die Frästeile, auch auf eine Laser-Kantenanleimmaschine – mit der herkömmlichen Maschine nicht eine klassische Kreissäge mit Schubtisch und es wurde wieder eine Homag. Einer möglich war“, sagt Schwingenschuh. Die wird von den Tischlern in der Werkstatt der großen Vorteile der Lasertechnologie bestehende Anleim-Anlage hat er trotznoch häufig für Sonderteile verwendet. „Sie ist überraschender Weise aus der Produktion einfach nicht wegzudenken“, » Sylvia Schwingensagt der Conform-Geschäftsführer. Auch schuh-Trenker und Herbert eine Weeke BHX, eine kleinere CNCBohrmaschine, ist bei Conform in Ver- Schwingenschuh beliefern wendung. Und weil man als Industriebedie Sanitärbranche, den trieb auch selbst die Platten mit Kanten versieht, setzte der Badmöbelhersteller Großhandel und schon bisher auch eine PU-Kantenanleimmaschine von Homag in der Fertigung Installateure mit ihren ein. Überhaupt fällt bei Conform der hohe Badmöbeln. « Anteil an Maschinen aus dem Hause Homag bzw. dessen Tochterfirmen auf.

Conform Badmöbel wurde 1999 in Imst/Tirol gegründet, von anfänglich 15 Mitarbeitern ist das Unternehmen auf mittlerweile über 50 Beschäftigte angewachsen.

HANS BRÜGMANN GMBH & CO. Schraubenfabrik Auf der Heide 8 21514 Büchen · Deutschland Tel. +49 (0) 4155 / 81 41-0 · Fax: -80 www.rampa.com · mail@rampa.com

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HA Tis Aus

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Maschinen & WerkzeugE

Die sogenannte Nullfuge ist derzeit besonders im hoch­ qualitativen Möbelbau gefragt. Bei Conform Badmöbel setzt man die neue Anlage insbesondere bei weißen oder auch bei Hochglanzstücken ein.

dem behalten, sie wird weiterhin bei andere Dekoren eingesetzt. HighTech und Energieeffizienz

Leicht hat man es sich aber auch mit der neuen Maschine nicht gemacht: „Man muss sich vorher schon genau mit dem Thema auseinandersetzen und sich etwa überlegen, welche Kantenstärken man wie verarbeiten will“, so Schwingenschuh. Vor der Auslieferung beschloss man bei Conform etwa, noch weitere Aggregate dazuzunehmen, um noch zusätzliche Kantenstärken bearbeiten zu können. Die Maschine – die genaue Produktkennzeichnung ist KAL310/8/A3/L – kann alle Kantendicken automatisch rüsten, die Aggregateeinstellung erfolgt stufenlos über Achsen. Die Maschine ist mit einem automatischen Sechsfach-Magazin ausgestattet, um von Teil zu Teil verschiedene Kanten rüsten zu können. Die für die Laserbeschichtung notwendigen Technologiedaten (je nach Kantenart und -farbe werden verschiedenen Leistungsstufen des Lasers benötigt) werden in einer Datenbank an der Maschine gespeichert.

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» Die sogenannte Nullfuge ist derzeit besonders im hochqualitativen Möbelbau gefragt. « Die Vorschubgeschwindigkeiten liegen wie bei einer normalen Schmelzklebermaschine im Bereich von 18 bis 25 Meter/ min. Ein großer Vorteil ist allerdings, dass die Lasermaschine sofort einsatzbereit ist, weil kein Aufheizen notwendig ist. Zudem arbeitet die Maschine sehr energieeffizient. Der Laser schaltet zwischen den einzelnen Teilen ab und wirkt so nur in der Summe der tatsächlich bearbeiteten Werkstücklängen. Bei einer herkömmlichen Maschine müssen die Leimeinheiten permanent geheizt werden (was je nach Ausführung zwischen 3 und 5 KW ausmacht), sie verbraucht dadurch andauernd Strom. Beim Lasern hingegen fällt der Leim weg, und so entfällt auch das Wegputzen, was wiederum beim Endprodukt nachbearbei-

tungsfreie Qualität bedeutet. Die neue Anlage bei Conform ist außerdem mit automatischer Rückführung ausgestattet – bei der vierseitigen Bekantung bedeutet das zusätzlich eine effektive Arbeits(zeit) ersparnis. Problemlose Einführungsphase

Eines hat den maschinenerfahrenen Badmöbelproduzenten Schwingenschuh bei der Anschaffung der neuen Anlage dann doch überrascht: Nämlich die Tatsache, wie schnell und problemlos die Einführungsphase vonstatten ging. Ursprünglich war eine Schulung im Werk vorgesehen, letztendlich fand sie dann aber aus Zeitgründen gleich vor Ort statt. Und schon kurz nach der Inbetriebnahme konnten die Mitarbeiter mit der neuen Maschine die gewünschten qualitativen Ergebnisse erzielen. Mittlerweile ist man man bei Conform von den laserbekanteten Platten so angetan, dass man sie sogar als Werbemittel einsetzt und Proben davon an die Kunden verteilt. Als sichtbarer Beweis, wie schön unsichtbare Fugen sind. www.conform-badmoebel.at


Maschinen & Werkzeuge

Minimale Rüstzeit, maximale Präzision Maka Systems GmbH hat mit dem High-End-CNC-Bearbeitungszentrum PE 90 auf der HolzHandwerk eine neue Produktreihe präsentiert.

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as Unternehmen Maka Systems GmbH, Anbieter von kundenorientierten CNC-Lösungen für die Bearbeitung von Holz, Kunststoffen, Composite und Aluminium präsentierte auf der Holz-Handwerk 2012 mit der Produktreihe PE 90 eine rundum neu entwickelte Linie von fünfachsigen CNC-Zentren für die Bearbeitung von Massivholz, Türen und Treppen.

Foto: Maka

Produktivität und Ergonomie

Im Vergleich zu den bewährten Vorgängerprodukten zeichnet sich die neue Reihe durch eine deutlich gesteigerte Produktivität, verbesserte Flexibilität, optimierte Ergonomie, sehr anwendungsnahe Konfigurierbarkeit und ein verbessertes Preis-Leistungs-Verhältnis aus.

Automatischer NC-Rüsttisch

Besonderes Highlight der PE 90 Messemaschine ist der neue automatische NCRüsttisch, der mit der Zielsetzung realisiert wurde, minimale Rüstzeiten mit maximaler Steifigkeit und Präzision zu verbinden. Die neue Produktreihe zeichnet sich außerdem durch ein frisches S ch u t z ka b i nen-Design aus und kann im Pendelbetrieb

genutzt werden. Die Maka Systems GmbH führte die Messemaschine in Betrieb vor und präsentierte sich im 60. Jubiläumsjahr mit einem innovativen Auftritt, der bei den Besuchern positive Resonanz fand. www.maka.com

Die neue Reihe zeichnet sich durch höhere Produktivi­ tät, Flexibilität, op­ timierte Ergonomie und anwendungsnahe Konfigurier­ barkeit aus.

Aktionsset für Tischler Fein stellt ein limitiertes Profiset mit dem Fein SuperCut Construction vor, das speziell auf die Anforderungen von Tischlern und Innenausbauern abgestimmt ist.

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Foto: Fein

Fein SuperCut Construction

as Fein SuperCut Edition Set enthält neue, wirtschaftlichere E-Cut-Sägeblätter. Noch bis 31. Juli 2012 ist das Set für 399 Euro mit der Netzmaschine und für 499 Euro mit dem Fein Akku SuperCut (jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer) erhältlich. Gegenüber dem Fein ProfiSet Innenausbau Holz ist das Aktions-Set rund 150 Euro günstiger. Long-Life-Sägeblätter

Das Set enthält das erforderliche Zubehör für die Montage auf der Baustelle, beim Einpassen von Möbeln, Fußböden, Türen, Leichtbauwänden oder Treppen. Es beinhaltet neue Fein E-Cut Long-Life-Sägeblätter in unterschiedlichen Breiten und Längen. Dazu kommen jeweils zwei bewährte E-Cut Precision- und Universal-Sägeblätter. Mit der beiliegenden Dreiecks-Schleifplatte und passenden Schleifblättern in unterschiedlichen Körnungen kann der Fein SuperCut Construction außerdem als Schleifer für schwer zugängliche Stellen, Ecken und Kanten genutzt werden.

Leistungsstarkes System

Der Fein SuperCut ist der leistungsstärkste Oszillierer für Ausbau und Renovierung, er arbeitet rund 3,5-mal schneller als jeder andere Oszillierer. Das Profigerät ist auch mit hochwertigen 18-Volt-LiIoAkkus, die einen vergleichbar hohen Arbeitsfortschritt wie die Netzmaschine ermöglichen, erhältlich. Der Fein SuperCut Construction sägt in jedem Winkel sowie plan zur Oberfläche und benötigt keine Freiräume hinter dem Werkstück. www.fein.at

ESG in bester Qualität Glas Wiesbauer

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Bildung

Slide Up Wohnzimmermöbel „Slide Up“ von Matthias Kulmer aus Floing/Steiermark, entstanden als Abschlussprojekt an der zweijährigen Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung Graz.

Multimediamöbel Matthias Kulmer hat als Meisterstück an der Grazer Ortweinschule ein Wohnzimmermöbel mit cleverem Schiebeelement gefertigt.

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Fotos: Ortweinschule Graz

Projektbeschreibung: Das Wohnzimmermöbel besteht aus drei Teilen, der Korpus wird durch eine Halterung an die Wand gehängt. Durch das Verschieben des aufgesetzten Schiebeelements ergeben sich je nach Stellung Zugriff auf unterschiedliche Bereiche im Inneren. Trägermaterial: Korpus und Halterung bestehen aus 16-mm-Tischlerplatten, die Ladenböden aus 4-mm-Pappelsperrholz. Das Schiebeelement besteht aus 19-mmMDF-Platten. Anleimer: Alle sichtbaren Kanten beim Korpus werden mit 5-mm-Anleimern in europäischer Nuss versehen, die Anleimer werden auf Gehrung geschnitten und überfurniert. Oberflächen: Korpus in europäischer Nuss furinert und zweimal mit PU-Lack G 30 matt lackiert. Die Pigmentlackflächen werden zuerst isoliert und zweimal gefüllert. Decklack des Schiebeelements ist ein Rauhlack RAL 7021 Schwarzgrau, Halterung in Pigmentlack Ral 9010. Laden: Die drei englischen Züge werden in europ. Nuss gefertigt und offen zusammengezinkt. Montage seitlich auf Laufleisten, Oberfläche lackiert in PU-Lack G 30 Matt.


Foto: Ortweinschule Graz

Bildung

Doppelter Genuss Das Meisterstück von Klaus Manhartsgruber an der Ortweinschule Graz ist Weinbar und Fernsehmöbel in einem.

T(Vino)Thek Von Klaus Manhartsgruber aus Utzenaich, Oberösterreich, entstanden als Abschlussprojetk an der zweijährigen Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung Graz. Projektbeschreibung: Das Meisterstück besteht aus zwei ineinander verschränkten Kuben. Es handelt sich dabei um ein Bar-Möbel und um ein TVMöbel. Bei dem Bar-Möbel sind eine Barklappe und eine Tür aus Holz vorgesehen. Im TV-Möbel sind zusätzlich eine Klappe und zwei Türen aus Glas vorgesehen. Materialien: Trägermaterial 19-mm-Spanplatte mit indi­ schem Apfel furniert. Bei der Barklappe 19-mm-Stäbchenplatte als Trägermaterial. Beim TV-Möbel Fronten in 6-mm-Lacobel-Glas (schwarz). Als Sockel dienen 5-mm-Edelstahlplatten. Für die Glasaufhängung und Gläserabstellflächen wird Acrylglas verwendet. Anleimer: Alle Trägermaterialien werden mit 5-mm-Anleimer versehen, die Sichtteile werden auf Gehrung verleimt, Anleimer in indischem Apfel. Laden: Die zwei Laden sind im Barkorpus eingebaut, sie werden aus Massivholz in indischem Apfel gefertigt und von Hand offen gezinkt. Die Laden werden seitlich mit einer Acrylglasleiste geführt. Oberfläche: Die furnierten Teile werden mit PU-Lack seidenmatt geschützt.

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Bildung

Kräftiges Lebenszeichen Erstmals seit mehr als 20 Jahren fand in Niederösterreich wieder eine Meisterprüfung der Binder statt. Damit ist zahlenmäßig auch der Fortbestand der Branche bis auf Weiteres gesichert. Text: Thomas Prlic In der elfstündigen Praxisumsetzung mussten die Kandi­ daten ein 150-LiterFass aus Eichenholz herstellen.

tete hier wertvolle Vorbereitungsarbeit. Dabei galt es nicht nur, erst einmal ausreichend Kandidaten zu finden (die neuen Meister sind teils selbst Bindersöhne bzw. kommen aus größeren, erfolgreichen Bindereien), sondern die Prüfung auch wieder fachlich auf einen aktuellen Stand zu bringen. Als Vorsitzenden konnte Schrimpl den Unternehmer und Fassbindermeister Johann Leidenfrost gewinnen, als Beisitzer stellten Gernot Schön, Lehrer an der Berufsschule Pöchlarn, sowie Gerhard Benninger, Bindermeister aus Feuersbrunn, ihr Fachwissen und ihre Erfahrung zur Verfügung. „Die Schwierigkeit lag zunächst darin, dass es nur wenige Unterlagen darüber gab, wie man so eine Prüfung eigentlich umsetzt“, erzählt Leidenfrost. In mehreren Sitzungen erarbeiteten die Prüfer die fachlichen Modalitäten für den schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. In der elfstündigen Praxisumsetzung galt es für die Kandidaten schließlich, ein 150-Liter-Fass aus Eichenholz herzustellen. Mit den sieben neuen Bindermeistern sei nun wieder ein gutes Fundament für die Zukunft der Branche gelegt, freut sich Johann Leidenfrost. Den neuen Schwung will man jedenfalls nutzen und nicht wieder

D

as Bindergewerbe ist ein Handwerk » Die Schwierigkeit lag mit jahrhundertelanger Tradition. Und auch wenn es längst nicht mehr so viele zunächst darin, dass es Binder gibt wie früher – die Fassbinder nur wenige Unterlagen sind streng genommen nur ein Teil da­von –, so hat das Gewerbe in den vergangenen darüber gab, wie man Jahren doch einen Aufschwung erlebt. Mit so eine Prüfung ein Grund dafür war die steigende Verbreitung der Barriquefässer, in denen der gela- eigentlich umsetzt. « gerte Wein den Geschmack des verwendeJohann Leidenfrost, Prüfungsten Eichenholzes mit aufnimmt und der so Vorsitzender eine ganz besondere Note bekommt.

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erfolgreich absolviert. Damit ist nicht nur zahlenmäßig der Fortbestand des Gewerbes bis auf Weiteres gesichert, auch das alte Handwerkswissen konnte so wieder an eine neue Generation weitergegeben werden. Aufbauarbeit

Für das Zustandekommen der Prüfung war einiges an Aufbauarbeit nötig. KommR Franz Schrimpl, Obmann von proHolz-Niederösterreich, der selbst aus einer Sägewerks- und Fassbinderfamilie stammt, leis­

V. l.: Gernot Schön (BF Pöchlarn) und Johann Leidenfrost fungierten als Prüfer, Franz Schrimpl war am Zustandekommen der Prüfung maßgeblich beteiligt.

zwanzig Jahre auf eine neue Meisterprüfung warten: Die nächste soll schon in zwei bis drei Jahren abgehalten werden. Und Kandidaten dafür sind auch schon wieder in Aussicht.

Fotos: Leidenfrost

Drei Tage Prüfung

Derzeit gibt die Branche – die seit zwei Jahren zusammen mit den Tischlern und holzgestaltenden Gewerben in einer Standesvertretung zusammengefasst ist – besonders kräftige Lebenszeichen von sich: In Niederösterreich hat im vergangenen April erstmals seit über 20 Jahren wieder eine Meisterprüfung der Binder stattgefunden. Sieben Kandidaten, einer davon aus der Steiermark, die anderen aus Nieder­ österreich, haben die dreitägige Prüfung


Bildung

Biegen statt Brechen Eine aktuelle Ausstellung im Holz- und Werkzeugmuseum Lignorama in Riedau gibt einen Überblick über die Entwicklung der Möbeldynastie Thonet und ihre Bugholz-Klassiker.

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Fotos: Lignorama

ichael Thonet revolutionierte ab 1830 Schritt für Schritt die Möbelproduktion: Seine Möbel sind Klassiker, deren Aktualität sich bis heute gehalten hat. Die Schau im Lignorama gibt einen Überblick über die Entwicklung der Möbeldynastie und ihre Bugholz-Klassiker. Dem nach Wien ausgewanderten deutschen Tischler Michael Thonet (1796–1871) ist es als Erstem gelungen, wovon damals viele träumten: den Schritt vom Handwerk zur industriellen Fertigung zu vollziehen. So revolutionär wie damals das Bugholzverfahren war, bei dem unter Wasserdampf das Holz weich und biegsam gemacht wird, um es dann in die gewünschte Form zu pressen, so revolutionär war auch die Abkehr von der Dekoration. Der Stuhl der Stühle

Zwei Kreise, zwei Stäbe, zwei Bögen, dazu einige Schrauben und Muttern – mehr

braucht es nicht, um das „Modell Nr. 14“ zu fertigen, wie die Firma Thonet heute ihren Stuhl aller Stühle beschreibt. Mit dieser Standardisierung und der Reduktion auf sechs Bauteile ging der legendäre „Wiener Kaffeehausstuhl“ im Jahr 1859 in die Serienproduktion und wurde in alle Welt geliefert. 50 Millionen Mal wurde der Stuhl bis heute verkauft. Ende der Zwanzigerjahre ging Thonet mit Stahlrohr als Werkstoff einen neuen Weg. Es waren so berühmte Architekten wie Mart Stam, Mies van der Rohe, Marcel Breuer und Le Corbusier, die nun für Thonet Möbel entwarfen. Heute gelten die frühen Stahlrohrmöbel als Meilensteine in der Designgeschichte. Die klare, offene und schlichte Form war Ausdruck einer neuen Haltung in der Alltagskultur. Der „Freischwinger“ wird heute als eine

der wichtigsten Designinnovationen des 20. Jahrhunderts eingeordnet. Lignorama, Mühlgasse 92, A-4752 Riedau, bis 12. August 2012, geöffnet Fr – So und Feiertage von 10 – 17 Uhr und nach tel. Vereinbarung. www.lignorama.com Bugholzsessel für das Café Museum in Wien, Thonet-Kinderschaukelstuhl, Kunstuni Linz

Schulabschlussprojekte

Fotos: Tiroler Fachberufsschule für Holztechnik

Die Schüler für Tischlereitechnik an der Tiroler Fachberufsschule für Holztechnik präsentierten Ende April ihre Abschlussarbeiten. des Speisesaals“ verantwortlich. Bernd Weber leitete die Projektgruppe, welche die Messstation des CNC-Schulungszentrums plante und fertigte. Großen Zuspruch erhielt die von den Schülern selbst gestaltete Präsentation der Arbeiten, bei der diese einen interessanten Überblick über den Ablauf eines solches Projekts – von der Aufgabenstellung bis zum fertigen Produkt – brachten. Zahlreiche Ehrengäste – Entwürfe für eine Café-Lounge von Martin Heubacher und Manuel Haider Kommerzialrat Hans Feldeit Jahren wird an der Tiroler Fachberufsschule für Holztech- er, Landesschulinspektor Roland Teissl, Abteilungsvorstand nik die Ausbildung zum „Tischlereitechniker“ durchgeführt. Hofrat Georg Haider, Abteilungsvorstand-Stellvertreter Dr. Ste27 Schüler haben im Schuljahr 2011/12 diese Ausbildung absol- fan Prantauer, Landeslehrlingswart Markus Decker und viele viert und am 27. April 2012 im Rahmen einer Abschlussfeier andere – konnten sich von den großartigen Leistungen der ihre Projekte präsentiert. Die Planungstechniker konzipierten Lehrlinge überzeugen. Die Schulleitung betonte, dass dieser nun und fertigten unter der Federführung von Ing. Christian Mar- erfolgte Abschluss eigentlich erst der Beginn des „Ausbildungsgreiter den Gemeinschaftsraum der Lehrer. Ing. Klaus Hechen- Weges“ ist und verwies auf ein ganz essenzielles pädagogisches blaickner zeichnete als Projektleiter für die „Wandgestaltung Prinzip: Lernen ist wie der Horizont – es kommt kein Ende.

S

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Special Leichtbau

Angepasste Werkzeuge Leichtbaukonstruktionen gelten als aufwendig hinsichtlich der Entwicklung wie auch der Herstellung. Die einzelnen Produktlösungen weisen unter anderem eine unterschiedliche Bearbeitbarkeit auf, wodurch eine verstärkte Nachfrage nach Spezialwerkzeugen zu verzeichnen ist. Text: Jürgen Fragner Werkstück noch fester auf den Sauger gedrückt. Paradebeispiel Wabenplatte

Direktbekantung - Leitz

Prinzipiell finden mit dem Einsatz von Leichtwerkstoffen oftmals tragfähige Decklagen auf leichten Mittellagen mit mehr oder weniger großen Hohlräumen Verwendung. Die Oberlagen erfüllen dabei Anforderungen wie Beständigkeit gegen Feuchte, Abrieb und Feuer. Ferner wird dadurch die Mittelschicht geschützt sowie die Aufnahme von Kräften als auch eine dekorative Veredelung ermöglicht. Die Mittellage dient zu Reduktion der Rohdichte sowie als Abstandhalter und Festigkeitsgeber. Als Paradebeispiel zählt dazu die Wabenplatte, die infolge von geringem Gewicht bei hoher Tragwirkung und Plattenstärke im industriellen Maßstab als Alternative zu Massivholz-, Spanund MDF-Werkstoffen Verwendung findet. Diese Konstellation bringt für die Bearbeitung jedoch einige Herausforderungen, welche am Besten durch die Werkzeugseite zu kompensieren sind. Sägen

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sägeblatt für Leichtbaustof­ fe KSB - Leitz

Fotos: Leitz, Leuco

ereits im Februar dieses Jahres auf » Als Paradebeispiel der Messe ZOW in Bad Salzuflen prägilt die Wabenplatte, sentierten Mitgliedsfirmen der Interessengemeinschaft Leichtbau e. V. (igeL) die als Alternative zu neue Entwicklungslösungen für die MöMassivholz, Span- und belindustrie und den Innenausbau. Dabei wurde einerseits von Leitz ein neu MDF-Werkstoffen entwickelter Oberfräser mit angepassten Verwendnung findet. « Nutzlängen bei Wabenplatten gezeigt, welcher mit einem optimierten Späneauswurf für ein sauberes Schnittbild sorgt. einem sehr exklusiven Preis – zu erGenauso sind Dünnschnittsägen erarbei- reichen sind. Sie finden ihre Vertet worden, welche die Schnittbreite ge- wendung beim Fügen, Falzen und genüber herkömmlichen Blättern um Trennen, wobei die Bearbeitung rund ein Drittel reduzieren und weniger im Gegenlauf erfolgt. Dabei falSchnittkräfte verursachen. len wesentlich kleinere sowie Anderseits bot Leuco spezielle Druckbal- beiläufig feinere Späne an, kensägeblätter feil, die ein Auftrennen die besser erfasst und abgebis zu einer Stapelhöhe von über 150 saugt werden können. Die Millimetern ermöglichen. Auch ist von Schneiden bringen auch eigleicher Adresse bereits in der Vergan- nen höheren Druck senkgenheit das Peelen unter einem Achswin- recht zur Platte ein. Damit kel von über 55 Grad vorgestellt worden, wird bei der Nutzung eines womit brillante Schnittqualitäten – zu Bearbeitungszentrums das

B

Die Formatierung mit Standard-Aufteilkreissägen führt zu keiner besonders guten Schnittgüte. Wegen der fehlenden Abstützung weicht dabei der Wabenkern aus und bringt dadurch ein Ausfransen der Mittellage mit sich. Optimale Resultate mit glatter Schnittfläche lassen sich mit reduziertem Schnittdruck erzielen, wobei eine steile Zahngeometrie mit gro­ ßem Eckwinkel eingesetzt wird. Diese Dünnschnitt-Plattenaufteil­


Special Leichtbau

Peelingabtrag mit dem P-System / Fügeund Schutzfräser - Leuco

weist folglich einen gemäch­licheren Anstieg der Schnittkraft auf und liefert ein besseres Ergebnis. Trotz dieser Schneidenausbildung besteht die Möglichkeit, dass bei großer Wabenstruktur der auftretende Druck zu einer Delamination an der Schneidenaustrittsseite führt. Mit dem Einsatz von Ritzsägeblättern, welche die Schnittkraft von außen auf die Deckschicht gerichtet aufbringen, kann dies verhindert werden. Besonderes Augenmerk ist bei der Verwendung von Dünnschnittblättern auf die Spaltkeile zu richten, da die vorhandenen Standardbestände meist zu breit ausgeführt sind. Bekanten

Bei Decklagenausführungen, wie beispielsweise bei der Wabenplatte, kommen häufig zwei Verfahren zum Einsatz. Die erste Variante findet ihre Verwendung für Deckschichten von über acht Millimetern, wobei das Kantenband direkt an die bearbeitete Schmalfläche angeleimt wird. Dabei ist es entscheidend, dass ausreichend große Klebeflächen an der Schmalfläche der Decks vorhanden sind als auch die Nutzung einer Kante mit entsprechender Eigensteifigkeit. Der Einsatz erfolgt für geschwungene Konturen oder für Bauteile, welche hohen Belastungen standhalten müssen, wie beispielsweise Tischplatten. Die Bearbeitung kann dabei mit konventionellen Zerspanern, Fügefräsern

sowie mit Schaftoberfräsern, die durch deren Schneidengeometrie reduzierte Schnittkräfte verursachen, erfolgen. Als zweite Variante gilt die Stütz- unter der eigentlichen Dekorkante. Sie findet für die Mehrzahl der meist vier Millimeter dünnen HDF-Decklagen Verwendung. Als Material für die Unterkante eignen sich Streifen aus MDF-, Span- oder Hartfaserplatten. Dabei wird eine Nut in die Schmalfläche der Platte eingebracht, wobei die Fräswerkzeuge häufig auf die Bearbeitung der unterschiedlichen Materialien abgestimmt sind. Der damit in den Decks entstehende Falz erfordert eine exakte Ausprägung für die Positionierung der

Stützkante. Die Schnittkräfte des Werkzeugs dürfen nicht zu einer Delamination der einzelnen Lagen führen. Als unkritisch gilt die Schnittqualität der Waben, wobei jedoch das Einlegen der Stützkante nicht durch Späneablagerungen behindert werden sollte. Für diese Aufgabe bewähren sich übereinandergestapelte Kreissägeblätter als auch Fräsköpfe mit unterbrochenen Schneiden. Rohkante bündig fräsen

Im nächstfolgenden Arbeitsschritt wird die entstandene Rohkante, bestehend aus den Decklagen sowie der Stützkante, bündig gefräst, damit das Anleimen der Dekorkante erfolgen kann. Werkzeugtechnisch finden dabei Zerspaner oder Fügefräser Verwendung. Bei Anwendung der ersten Variante treffen die Schneiden auf die Plattenfläche und können dadurch das Werkstück zum Schwingen anregen. Der Einsatz der zweiten Möglichkeit erfolgt bevorzugt bei großen Plattenüberständen als auch dünnen Deckschichten, da der entstehende Schnittdruck in der Plattenebene entsteht. Beide Bearbeitungsverfahren unterscheiden sich außerdem in ihrer Zerspanungs-

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Special Leichtbau

Oberfräser - Leitz

» Die Formatierung mit StandardAufteilkreissägen führt zu keiner optimalen Schnittgüte. «

leistung. Die Ähnliche Variationen wie Riegeleinlage, Schnittleistung Extrusions-, Faltkante sowie die Stützrausteigt bei dem Fügen pe beruhen auf abgewandelten Fertimit zunehmender Platten- gungsverfahren, welche für den Einsatz dicke linear an, während mit von Decklagen über drei Millimetern gedem Zerspanen von dickeren Plattenstär- eignet sind. Mit Spannung sind die vertieken weniger Leis­tung benötigt wird. Die fenden Erkenntnisse anlässlich des – nachfolgende Kantenbearbeitung erfolgt nach Redaktionsschluss Ende Mai abgemit herkömmlichen Werkzeugen und haltenen – zweiten Möbel Leichtbau SymStandardaggregaten, wobei jedoch die posiums in Lemgo zu erwarten. Im RahAnpressdrücke der Tastrollen reduziert men dieser Veranstaltung wurden Forwerden. Dadurch besteht die Möglichkeit, schungserkenntnisse für Leichtbaulösaubere Radienfräsungen ohne auftre- sungen im Möbelbau diskutiert, welche tende Wellenbildung durchzuführen. beispielsweise die Bereiche Normung/

Kantenbearbeitung P-System - Leuco

Qualitätssicherung, Stoffstromanalyse und Endkundenakzeptanz behandeln. Begleitend dazu fanden Fachvorträge statt, in deren Rahmen auch der Tischlermeister Sepp Hofer aus Oberndorf in Tirol über erfolgreiche handwerkliche Leichtbauanwendungen berichtete.

„Der große Hype kommt früher oder später“ Lösungsansätze zu dem Thema sind schon länger im Gespräch. Die breite Markteinführung gelingt jedoch nur zaghaft. Das Tischler Journal bat Dr. Ulrich Müller, Bereichsleiter vom Kompetenzzentrum Holz (Wood K plus) und Lehrbeauftragter auf der Universität für Bodenkultur in Wien zum Interview. Text: Jürgen Fragner Tischler Journal: Herr Müller, es existieren mittlerweile viele Varianten von Leichtbau­ werkstoffen am Markt. Dabei steht neben einer geringen Rohdichte meist ebenso ei­ ne Ressourceneinsparung im Vordergrund. Wie sehen Sie, als Forscher an der Holzwirt­ schaft als auch gelernter Tischler, die zu­ künftige Entwicklung?

Ulrich Müller: Viele erhältliche Lösungen, wie beispielsweise Wabenplatten, richten sich an die industrielle Fertigung beziehungsweise an Betriebe mit genauen Anforderungen und darauf ausgerichteter Arbeitsvorbereitung. Für Spezialanwendungen, oft im dekorativen Bereich mit Designanspruch, kommen etwa Produkte wie Dendrolight wie auch die Wellenplatte aus Rosenheim zum Einsatz. Dabei erfolgt die Verwendung jedoch noch ausgesprochen zaghaft, da beispielsweise offene – bloß versiegelte – Kanten Mut bei Entwürfen verlangen. Die Architekten sowie Designer wirken begeistert von den auffrischenden Gestaltungsmöglichkeiten, welche teilweise leistungsfähigere mechanische Eigenschaften mit sich bringen. Dies bedeutet auch, dass für die Nutzung der Werkstoffeigenschaften Grundkenntnisse im Bereich der

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Statik und Produktfertigung notwendig sind. Tischler Journal: Somit ist für die Zukunft des Leichtbaues ein Umdenken erforder­ lich. Dies bedeutet eine grundlegende Än­ derung der Betrachtungsweise, welche je­ doch nicht in der Werkstatt endet – son­ dern weite Kreise zieht.

dung, da beispielsweise eine Wabenplatte komplexere Gesichtspunkte mit sich bringt als Span- oder Stäbchenplatten. Sie wird durch die Industrie forciert, damit das Wissen in die Anwendungs- und Produktionskanäle dringt. In der momentan erhältlichen Vielfalt von Lösungen steckt jedoch auch eine Konzentrierung, welche in den nächsten Jahren die Streu vom Weizen trennt - wie bei jedem Innovationsprozess. Die Marktdurchdringung wird dabei durch die laufende Optimierung bestehender Produkte gehemmt. Es zeigen sich meist kleine Firmen für die Innovationsentwicklung verantwortlich. Nach einem Reifeprozess der Technik sind Investitionen für Realisierung der Absatzmengen notwendig, welche naturgemäß von großen Unternehmen leichter gestemmt werden.

Ulrich Müller: Die Thematik ist umfangreich und geht hin bis zum Endverbraucher und damit auch in den DIY-Bereich des Baumarktes. Der Wissenstransfer benötigt Zeit, wie bereits bei der Verbreitung von Spanplatten oder beispielsweise Gasbetonsteinen zu beobachten war. Diese Vorlaufzeit ist notwendig, bis das Wissen in der kleinen Zehe ankommt. Erst mit der Verarbeitungssicherheit und dem daraus entstehenden Produktvertrauen stellt sich ein Gewöhnungseffekt und damit ein breiter Tischler Journal: Somit gilt die Technologie Einsatz ein. Die Unterschiede zwischen den als ein für die Masse begleitender Zaungast, derzeitig am Markt verfügbaren Lösungen bis es das optimale Prozedere gibt? sind bekannt, wobei durch Druck aus der Ulrich Müller: Sicherheit gilt als einer der Massenmöbelfertigung, Ressourcenscho- Faktoren für solides Handwerk. Die Leichtnung und Designanforderungen die vorge- bauideologie ist auf breiter Flur für viele gebene Richtung geprägt wird. Ein wesent- Anwendungen insbesondere auch für inlicher Schüsselpunkt ist dabei die Ausbil- dustrielle Fertigung einsetzbar. Auf der an-


Special Leichtbau

deren Seite bedeuten kleine Lösungen, wie designerische Gestaltungselemente, wichtige Randpunkte. Diese Spezialanwendungen stellen einen gewissen Vorsprung für die Betriebe dar. Bei variablem Einsatz führen sie zu einer weiteren Unterscheidungsmöglichkeit sowie ferner zu Insellösungen. Dabei sind jedoch die Aufwände zu berücksichtigen, dass beispielsweise für Beschläge als auch Verbindungslösungen, wesentlich länger Produktkataloge gewälzt werden müssen – als etwa bei bereits eingeführten Systemen. Der große Hype kommt auf jeden Fall früher oder später, wobei ich von rund fünf bis sieben Jahre ausgehe, bis das generelle System massenfähig in der Breite ankommt. Dabei liegt eine Kompensation von verschiedensten Innovationen nahe, welche beispielsweise mit individuell bedruckten Oberflächen viele Möglichkeiten auftun können.

Fotos: Wood K plus

Tischler Journal: Die wesentlichen Vorteile von Leichtbauwerkstoffen sind neben der Gewichtsreduktion die damit verbundene Zeitersparnis beim Vertragen als auch der Montage. Auf der anderen Seite stehen die höheren Einstandskosten mit teilweise komplexer Bearbeitung. Kann dies auf ei­ nen vernünftigen Nenner gebracht werden?

» Die Leichtbauideologie ist auf breiter Flur für viele Anwendungen insbesondere auch für industrielle Fertigung einsetzbar. « Dr. Ulrich Müller, Boku, Wood K plus

ein homogener Werkstoff gewünscht, welcher – wie von der Spanplatte gewohnt – verarbeitet werden kann. Durch vorgefertigte Leichtbauelemente entsteht eine erleichterte Montage, wobei nachträgliche Anpassungen auf der Baustelle vor Ort jedoch beträchtlich schwieriger ausfallen können.

Ulrich Müller: Bei der Betrachtung der Faktoren, mit einem durchschnittlichen Mehr- Tischler Journal: Vor wenigen Monaten preis von rund 25 bis 30 Euro pro Kubikme- berichteten wir bereits über einen Durch­ ter gegenüber herkömmlichen Spanplatten, bruch bei der Holzschaumplatte aus Ih­ sieht die Bilanz nicht ungünstig aus. Hier rem Haus. Ist dies nicht eine prädesti­ gilt es zu beachten, dass in einer Küche nierte Lösung für den Leichtbau? näherungsweise ein Kubikmeter Rohmate- Ulrich Müller: Unsere Holzschaumplatte rial Verwendung findet und damit die erfüllt mit rund 350 Kilogramm pro KuWerkstoffkosten sich in einem überaus en- bikmeter sowie einem realistischen gen Rahmen abspielen. Der Bearbeitungs- Mehrpreis von circa 15 Prozent im Veraufwand erscheint wesentlicher. Es wird gleich zu herkömmlichen Werkstoffen die

Voraussetzungen. Es steht mittlerweile die optimierte Rezeptur aus dem Mischverhältnis von Sägespänen, Getreidemehl und Treibmittel fest. Aufgrund der geringeren Festigkeiten muss die Holzschaumplatte mit dünnen Decklagen beklebt werden. Bei der Herstellung der Platte wird dabei auf rein biologische Komponenten zurückgegriffen, wobei ebendies jedoch auch einen Diskussionspunkt bedeuten könnte, da ja ein Bestandteil auch Getreidemehl ist. Für den verantwortlichen Umgang mit Ressourcen herrscht Pflicht, wodurch sich eine Wiederverwertung mit geschredderten Bestandteilen in den Produktionskreislauf ergibt. Derzeit besteht die Herausforderung, die Laboranlage zu einem industriellen Projekt hinaufzuskalieren.

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06/2012 Tischler Journal 61


Kolumne

Meister Sturschädel

Meister Pfiffig

Mir gehen die kreativen Ideen nicht aus und Kooperationen mit Architekten sind die Erfindungsfreude ist ungebrochen. Symbiosen der Zukunft? Planen und Architekten kosten nur Geld und degradieren Produzieren sind zwei grundsätzliche, mich zum Ausführungshandlanger. Ich unterschiedliche, kompetenzorientierte verdiene mir das Geld für die Planung lieber Tätigkeiten. Gemeinsam, muss die Devise selber. lauten, dann ergeben sich ideale Kombinationen. Texte: Michael Fischler inem ordentlichen Tischler müssten Ideen und die Verarbeitungsvarianten gerade so aus dem Kopf sprudeln, da braucht es keinen Besserwisser und Alleskönner. Architekten haben auch ihren Stil, den sie unbeirrt durchziehen und auf den sie ihren ganzen Stolz aufbauen. Unsere Stärken sind doch immer noch die handwerklichen, materialbezogenen, „gediegenen“ Tischlerarbeiten. Die Zusammenarbeit mit Architekten birgt keinen einzigen Vorteil für mich. Ich bin nur mehr der Befehlsempfänger, der Laufbursche und am Ende vielleicht noch der Sündenbock. Ich plane für meine Kunden selber, materialgerecht, kundenbezogen und kostenorientiert, wozu brauch ich da noch jemanden, der mir auf die Finger schaut und mich am Ende noch kritisiert?

62 Tischler Journal 06/2012

D

ass sich vertrauensvolle Zusammenarbeit in unterschiedlichen Bereichen zu beidseitigen Erfolgsquoten entwickeln kann, zeigen im Land gut funktionierende Kooperationen. Dass sich gerade zwischen Architekten und Tischlereien tolle Gemeinschaften entwickeln können, ist etwa gerade im Bau und Umbau von Tourismusobjekten schon obligatorisch. Gegenseitige Befruchtung kann zu Innovationen führen und damit auch zur Perfektionierung von gemeinsamen Projekten. Formen, Farben, Licht oder, einfach ausgedrückt, die Optik unserer Projekte verträgt in vielen Fällen einen „Feinschliff“ im Detail. Ideale Formen zu finden und planerisch aufs Papier oder in den Computer zu bringen ist die eine Seite, diese in handwerklicher Perfektion, wirtschaftlich zu produzieren die andere, dazu kommt noch die heute sehr wichtige Aufgabe des materialgerechten Verarbeitens. Können wir es uns wirklich „in Zeiten wie diesen“ » Um Vorteile zu überhaupt noch leisten, zu wenig designoriennützen, braucht es tiert oder outfitorientiert sein? Kommt es nicht nur offene Ohren, zu auch vor, dass man sich scharfe Augen und ein selbst in eine Schablone drängen lässt oder bisschen Gefühl. « zwangsläufig in eine solche kommt, weil uns auch oft die nötige Zeit abhandenkommt? Diese Fragestellung lässt sich noch beliebig ausdehnen, aber die Suche nach den Antworten ist Teil unseres wirtschaftlichen Wirkens. Natürlich sind wir Tischler in der Lage, tolle Produkte zu planen und zu produzieren. Natürlich verstehen wir unser Handwerk. Und natürlich wissen wir über materialgerechte Verarbeitungstechniken bescheid und auch die Beherrschung diverser Planungsprogramme gehört zu unserem alltäglichen Tun. Trotzdem ist es auch unsere Aufgabe, diverse betriebliche Abläufe zu hinterfragen, zu optimieren und im Bedarfsfall eben zu ändern. Sollte es gelingen, eben in Kooperation mit einem Architekturbüro diverse ergänzende und gegenseitige Befruchtungspunkte zu finden und diese auch zu nützen, ist sicher ein Ergebnis zu erwarten, das bei allen Beteiligten positive Emotionen weckt. Unsere Kunden werden es uns danken und an unseren Produkten wird man es erkennen. Auch kleine Schritte können große Veränderungen bewirken, und um Vorteile zu nützen, braucht es nur offene Ohren, scharfe Augen und ein bisschen Gefühl.

Text: Michael Fischler, Illustration: Just, Coloration: Cecile M. Lederer/www.butjabutja.at

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Tischler Journal 06/12  

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