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4. April 2012 Nr. 4 Offizielles Fachorgan der Bundesinnung und der Landesinnungen der Tischler

Heißes Holz

Wasser, Wärme und sonst nichts: So entsteht Thermoholz. Eine Reportage aus Rumänien. Im Brennpunkt: Tischler auf Reisen Im Interview: steininger.designers Specialthema: Tür & Tor


Schleifmaschinen der Spitzenklasse

« Unsere Spezialisten sind rundum begeistert »

Der Oberflächenspezialist Dirk Wittenbecher vor der neuen Lackschleifmaschine KÜNDIG Brilliant-3 mit Hochglanzaggregat

Josef Niedermann, wie würden Sie die Herzog Küchen AG beschreiben? Und was ist Ihre Funktion im Betrieb? Die Herzog Küchen AG ist ein Familienunternehmen, das vor 100 Jahren hier in der Ostschweiz gegründet wurde. Seit den achziger Jahren ist die dritte Generation mit Albert und Raphael Herzog für das Unternehmen verantwortlich. Albert Herzog ist für den Bereich Marketing und Verkauf zuständig, während sich Raphael Herzog um die Bereiche Finanzen, IT und Personal kümmert. Ich selber leite den Bereich Technik, der sich mit allen Aspekten der Fertigung und der Montage befasst. Die Herzog Küchen AG ist ein Unternehmen mit 150 Mitarbeitern und mit über 50 Jahren Erfahrung in seiner Kernkompetenz, dem Küchenbau. Es verfügt über vier Niederlassungen, in denen seine Ausstellungsküchen präsentiert werden. Das stete Wachstum erfordert immer wieder Anpassungen. Vor einem Jahr wurde das Werk 4 eröffnet, das eine 750 m2 grosse Speditionshalle und die neue Oberflächenbearbeitungsabteilung mit der Lackieranlage umfasst.

KÜNDIG GmbH

4191 Vorderweißenbach

Gleichzeitig mit der Werkstatterweiterung haben Sie eine Lackschleifmaschine gekauft. Wie sind Sie vorgegangen? Wir setzten uns zum Ziel, in der Oberflächenbearbeitung einen entscheidenden Schritt weiterzukommen. Dabei kam dem Kauf einer Breitband-Schleifmaschine für die Lackbearbeitung eine zentrale Bedeutung zu. Wir waren mit vier Schleifmaschinenherstellern im Kontakt, zwei der Maschinen wurden einer eingehenden Prüfung unterzogen. Beide überzeugten. Wir haben uns für die Brilliant-3 von KÜNDIG entschieden, weil uns die Präsentation am Firmensitz beeindruckte, weil das querschleifende Hochglanzaggregat Produktionsfortschritte versprach und weil die Bedienung der Maschine verblüffend einfach ist. Wie beurteilen Sie heute die KÜNDIG Brilliant-3? Wir sind sehr zufrieden mit der neuen Lackschleifmaschine. Unsere Erwartungen wurden in jeder Hinsicht erfüllt. Lackoberflächen sind bei Küchen heute stark gefragt, sowohl Seidenlack als auch Hochglanz. Unsere Spezialisten sind begeistert von der tollen Maschine.

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inhalt & Editorial

BRENNPUNKT Tischler auf Reisen.....................................................................................................4

HIGHLIGHT Erlesenes in Mailand..................................................................................................8

WIRTSCHAFT Kurzmeldungen & Aktuelles.....................................................................................14 Nobel-Hobel.............................................................................................................16

INNUNG Bundesinnung: Staats- und Welt-Wetttischlern........................................................22 Vorarlberg: Tischler? Trophy!................................................................................... 23 Niederösterreich: Viertelveranstaltungen................................................................24 Steiermark: FIT für die Zukunft................................................................................26

MATERIAL & TECHNIK Die Küchenmacher...................................................................................................28 Tischler ohne Holz....................................................................................................32 Coverstory: Heißes Holz..........................................................................................36

MASCHINEN & WERKZEUGE Festool: Präzise Abtauchen......................................................................................48 Handl-Fenstertage...................................................................................................49

BILDUNG Meisterstücke......................................................................................................... 50 Tür- & Tor-Tage in Rosenheim...................................................................................52 Neue Norm für Fensterbeschläge........................................................................... 53

SPECIAL TÜR & TOR - BARRIEREFREIHEIT Umdenken gefragt...................................................................................................54

Kolumne Meister Sturschädel – Meister Pfiffig......................................................................62

Unser Cover zeigt Terrassendielen Thermokiefer von J.u.A.Frischeis ­(www.jaf-terrassenholz.at). Schwerpunkte im nächsten Tischler Journal: Messerückblick Holz-Handwerk/Fensterbau Frontale, Verbindungstechnik

IMPRESSUM: Medieninhaber, Verleger und Herausgeber: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1051 Wien, Wiedner Hauptstraße 120–124, Tel.: +43 (0) 1 546 64-0, Fax: +43 (0) 1 546 64 DW 535, www.wirtschaftsverlag.at Chefredakteur: Dipl.-Ing. Thomas Prlic, DW 341, E-Mail: t.prlic@wirtschaftsverlag.at Mitarbeiter dieser Ausgabe: Ralf Siebenbürger, Michael Fischler, Jürgen Fragner, Hanna Geisswinkler, Tom Cervinka

Artdirektion & Grafik: butjabutja - multicrossmedia, Inh. Cecile M. Lederer, 1050 Wien Geschäftsführung: Thomas Zembacher Verkaufsleiter: Franz-Michael Seidl, DW 240 Anzeigenberatung: Michael Stich, DW 246, E-Mail: m.stich@wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax: DW 520, E-Mail: tischler@wirtschaftsverlag.at Anzeigenrepräsentanz OÖ: Verlagsbüro Gerhard Weberberger Kleinwörth 8, 4030 Linz Tel.: +43 (0) 732 31 50 29,

Über den Tellerrand Gäbe es ein Motto für diese Ausgabe des Tischler Journals, es könnte „über den Teller­ rand geblickt“ lauten. In gleich mehreren Arti­ keln befassen sich die Redaktion und unsere Autoren mit Tischlerbe­ trieben, die sich etwas abseits der üblichen Betätigungsfelder unserer Branche erfolgreich Nischen oder neue Geschäftsbereiche erschlos­ sen haben. Im Wirtschaftsteil etwa finden Sie ein Porträt des aus der Steiermark stammenden Familienunterneh­ mens Spätauf, das seit mittlerweile hundert Jahren eine Tischlerei be­ treibt, dazu in den vergangenen Jah­ ren aber noch ein kleines Firmen­ imperium im Bereich des Nobel-­ Möbelhandels aufgebaut hat und damit beweist, dass sich beides auch noch wunderbar miteinander verknüpfen lässt. Keine ganz Unbe­ kannten mehr sind auch die aus dem Mühlviertel stammenden stei­ ninger.designers, die als Tischlerbe­ trieb heute mit ihren Stein- und Be­ tonküchen international für Furore sorgen. Auch der Oberösterreicher Roman Ziebermayr kommt als Tischlermeister fast ganz ohne Holz aus: Er hat sich auf die Fertigung von Produkten aus einem Mineral­ werkstoff spezialisiert. Mehr darü­ ber lesen Sie in der Rubrik „Material & Technik“. Unser aktuelles Sonder­ thema wiederum widmet sich dem Thema Tür und Tor – und worauf es dabei in Sachen barrierefreies Bau­ en ankommt. Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen Thomas Prlic

Fax: +43 (0) 732 31 50 29-46, Mobil: +43 (0) 676 518 55 75, Anzeigenpreisliste: Nr. 40 vom 1. Jänner 2012 Erscheinungsweise: monatlich Hersteller: Friedrich VDV, Vereinigte Druckereien und Verlags-GmbH & CO KG, 4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrich.vdv.com Marketing: Paul Kampusch, DW 130 Aboservice: Aboservice Österr. Wirtschaftsverlag, Tel.: +43 (0) 1 740 40-7812, Fax: +43 (0) 1 740 40-7813, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at

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Jahresbezugspreis: 70 Euro. Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. Bankverbindung: Bank Austria, Kto 04240571200, BLZ 11000, IBAN AT511100004240571200, BIC BKAUATWW Druckauflage: 7.117 Exemplare (2. HJ 11) DVR: 0368491

Tischler Journal 3


Brennpunkt

Tischler auf Reisen Alles spricht von der globalisierten Wirtschaft. Dank spezieller Austauschprogramme können auch junge Tischler berufliche Erfahrungen im Ausland sammeln. Text: Ralf Siebenbürger immerer in ihrer typischen Tracht auf der nehmer erfolgt über die Wirtschaftskammer Walz durch die Lande sind ein gewohnter oder über die Berufsschulen. Anblick. Im anderen großen holzverarbeiten­ Während etwa in der Gastronomie solche Prak­ den Handwerk, der Tischlerei, sind Auslands­ tika mit großem Interesse aufgenommen wer­ aufenthalte zur Fortbildung immer noch eine den, findet man Tischler unter den Teilneh­ Seltenheit. Dabei gibt es mittlerweile eine gan­ mern bislang noch eher selten, wie Susanne ze Reihe von Programmen und Initiativen zum Klimmer, die Geschäftsführerin des IFA, bedau­ Lehrlings- und Fachkräfteaustausch. ert. Derzeit organisiert der IFA aber etwa ein Das EU-Programm zur internationalen Fortbil­ Tischlereiprojekt in Zusammenarbeit mit der dung im Bereich der Lehrberufe nennt sich Meisterschule in Pöchlarn: „Es gibt einen Tisch­ „Leonardo da Vinci“ nach dem großen Univer­ lereibetrieb in London“, erzählt Klimmer, „den salgenie der italienischen Renaissance. Das ein österreichischer Tischler eröffnet hat, der Programm gibt es seit 1995. Der Österrei­ nach England ausgewandert ist. Er ist dort chische Akademische Austauschdienst – kurz recht erfolgreich und baut unter anderem Ein­ ÖAD – fungiert als Nationalagentur zur Ver­ richtungen für das berühmte Kaufhaus mittlung von EU-Förderungen nach dem Leo­ Harrod’s, aber er beklagt, dass er in Großbri­ nardo-Programm. „Direkt in der Nationalagen­ tannien keine qualifizierten Mitarbeiter be­ tur können nur öffentliche Einrichtungen oder kommt.“ Deshalb werden nun acht Fachkräfte, Unternehmen einen Antrag auf Förderung stel­ die über die Meisterschule in Pöchlarn gefun­ len“, erläutert Barbara Stahr vom ÖAD. „Es gibt den wurden, auf ein Praktikum zu ihm nach jedoch Mittlereinrichtungen, die in unserem London gehen und dort in seinem Betrieb ar­ Namen Auslandspraktika im europäischen beiten. Raum durchführen.“ Ansprechpartnerin des IFA in Pöchlarn ist In­ grid Garschall, Lehrerin an der Landesberufs­ schule und an der Pädagogischen Hochschule » Lehrlinge, die an einem Austausch- in Wien. Sie hat das Buch „Knock on wood – Englisch für holzverarbeitende Berufe“ verfasst. programm oder an einem Betriebs- Für sie haben Auslandspraktika der ange­ praktikum teilgenommen haben, sind henden Tischler drei nützliche Aspekte. Als ersten führt sie den Fremdsprachenerwerb ins insgesamt viel selbstbewusster. « Treffen: „Das Sprachenlernen wird zielgerich­ Ingrid Garschall, LBS Pöchlarn tet. Statt Vokabellisten auswendig zu lernen, gibt es Interesse an realen Gesprächssituati­ onen. Es ergibt plötzlich Sinn, sich mit Fachvo­ Lehrlingsvermittlung kabular auseinanderzusetzen“, argumentiert Eine solche Einrichtung ist der IFA, der Verein die Pädagogin. Den zweiten Nutzen sieht sie im zur Förderung des Internationalen Austau­ interkulturellen Lernen: „Durch den Erwerb sches von Lehrlingen, jungen Fachkräften und einer Sprache und durch die Anwendung im Ausbildnern der Wirtschaft – Internationaler Ausland wird den Lernenden der Zugang so­ Fachkräfteaustausch. Geschäftsführerin dieses wohl zu neuen Kulturen als auch zu anderen seit 1995 bestehenden Vereins ist Susanne Arbeitstechniken und Problemlösungen ermög­ Klimmer. In erster Linie vermittelt der IFA licht.“ Nicht zuletzt spielt für Garschall die Lehrlinge, berichtet sie. Darüber hinaus vermit­ persönliche Entwicklung der Teilnehmer eine telt sie Fachkräfte und Ausbildner, pro Jahr Rolle. Für viele sei ein Auslandspraktikum der rund 500 Personen, davon rund 260 Lehrlinge. erste Auslandsaufenthalt überhaupt. Grundsätzlich, erklärt Klimmer, gibt es zwei Möglichkeiten, die Dienste des IFA in Anspruch Positive Erfahrungen zu nehmen. Entweder ein Betrieb plant selbst Voll des Lobes ist sie für die bisherigen Prakti­ das Programm eines Praktikums; in diesem ka: „Lehrlinge, die an einem Austauschpro­ Fall fungiert das IFA nur als Qualitätskontrol­ gramm oder an einem Betriebspraktikum teil­ leur. Oder interessierte Arbeitskräfte nehmen genommen haben, sind insgesamt selbstbe­ an einem vom IFA selbst organisierten Aus­ wusster und sie trauen sich mehr zu als vorher. landspraktikum teil. Solche Praktika dauern Für viele ist es auch der Anlass, sich weiterzu­ drei bis sechs Wochen und richten sich in ers­ bilden, die Berufsmatura zu machen. Wesent­ ter Linie an Lehrlinge am Ende des zweiten lich ist auch, dass die Praktikanten erkennen, oder im dritten Lehrjahr. Die Auswahl der Teil­ wie gut sie selber in ihren Betrieben und in der

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Fotos: privat, WKO, Illustration: Just, Coloration: Cecile M. Lederer7butjabutja - multicrossmedai

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Brennpunkt

englische Tischlerei zu besuchen. Es ist für uns eine perfekte Symbiose zwischen Sprachkurs, Sightseeing und zu sehen, welche Arbeitswei­ sen und Arbeitstechniken in England ange­ wandt werden. Dadurch ergibt das Englischler­ nen einen konkreten Sinn“, schildert er sein Motiv zur Teilnahme am Praktikum in London. Und seine Erwartungen? „Einerseits freue ich mich darauf, außerhalb des normalen Schulbe­ triebes mit meinen Klassenkameraden einige Tage verbringen zu können, andererseits inte­ ressiert mich die englische Geschichte. Ich hoffe, wir finden neben Betriebsbesichtigungen und Programm genug Zeit für Sightseeing und Museumsbesuche.“

Berufsschule ausgebildet wurden und wie wert­ voll ihre bisherigen betrieblichen Erfahrungen sind. Oft können sie erst nach einem Betriebs­ praktikum die Qualität der eigenen Ausbildung schätzen.“ Einer, der an dem von Garschall mitorganisier­ ten Praktikum in London teilnehmen wird, ist Harald Seidl. Er hat zwischen 1986 und 1989 in der Tischlerei Walter Lindic in Wien seine Leh­ re gemacht und anschließend die Abteilung für Holztechnik an der HTL Mödling absolviert. Seit einiger Zeit ist er Werkstättenleiter eines Be­ schäftigungsprojekts des AMS Niederöster­ reich. „Im Englischunterricht in Pöchlarn ha­ ben wir erfahren, dass es möglich ist, gemein­ sam einen Londontrip zu organisieren und eine

» Es ist für uns eine perfekte Symbiose zwischen Sprachkurs, Sightseeing und zu sehen, welche Arbeitsweisen und Arbeitstechniken in England angewandt werden. « Harald Seidl, Praktikumsteilnehmer Persönlichkeitsförderung

Ganz in der Nähe von Pöchlarn, in Golling an der Erlauf, liegt die Tischlerei Fürst. Sie hat schon mehrmals Lehrlinge ins Ausland ge­ schickt. „Es ist fixer Bestandteil unserer Fir­ menphilosophie, junge Menschen neben dem Aufbau ihrer fachlichen Kompetenz auch in ih­ rer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern“, be­ gründet Geschäftsführerin Martina Fürst ihr Engagement. Lehrlingen, die durch ausgezeich­ nete Leistungen im Betrieb und in der Berufs­


Brennpunkt

schule auffallen, dürfen dabei im Rahmen des Jahre in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo, „Leonardo“-Projekts ins Ausland gehen, im Ge­ wo die Holztechniker im Rahmen eines vom genzug werden junge Leute aus dem Ausland Österreichischen Städtebund finanzierten Be­ im eigenen Betrieb betreut. „Das Eintauchen in werbs Entwürfe für die Einrichtung des Bosni­ eine andere Kultur, das selbstständige Zurecht­ schen Staatsgerichtshofs liefern sollten. Seine finden im Ausland und das Sammeln neuer wurden umgesetzt. Zurzeit studiert der umtrie­ Erfahrungen in anderen Betrieben ist für junge bige Burgenländer an der FH in Wien Projekt­ Leute eine große Bereicherung, erweitert den management. Horizont und stärkt die Persönlichkeit“, findet „Spanien war für mich die Initialzündung“, er­ Martina Fürst. Im Jahr 2007 haben zwei ihrer zählt Markus Wasinger. „Ich musste dort Eng­ Lehrlinge, Bernhard Stockinger und Christo­ lisch sprechen, um mich verständigen zu kön­ pher Wurzer, ein dreiwöchiges Praktikum im nen.“ Der Auslandsaufenthalt weitet den Hori­ dänischen Tonder absolviert. Die Firma Plano­ zont, weiß Wasinger: „Man bekommt andere va, in der sie praktizierten, ist auf Kranken­ Sichtweisen, anderes Design mit.“ Für eine hausmöbel und Geschäftseinrichtungen spezia­ fachliche Weiterbildung sollte ein Auslands­ lisiert. Eingesetzt wurden die Lehrlinge in un­ praktikum mindestens ein halbes Jahr dauern, terschiedlichen Bereichen von Zuschnitt über findet er: „Man muss sich in den Praktikums­ Bekantung bis zu Zusammenbau und Verpa­ betrieb erst einleben und das dauert seine Zeit.“ Nach seiner Erfahrung geht das in einem gro­ ßen Betrieb leichter als in einem kleinen. » Den Nutzen einer Internationalisierung der Warum eher wenige Österreicher den Sprung Ausbildung sehe ich dann, wenn wir auch ins Ausland wagen? „Da spielt sicher die Sorge den fremden Sprachen eine Rolle“, ist Wa­ vom gleichen Ausbildungsniveau sprechen. « vor singer überzeugt. Einen weiteren Hemmschuh Bundeslehrlingswart Alois Kitzberger sieht Wasinger in den Lehrverträgen: „Bei uns ist ein Lehrling durch den Lehrvertrag fix mit ckung. Bernhard Stockinger konnte auf diese einer Firma verbunden. Deshalb will der Lehr­ Weise – neben einem Einblick in die Lebensge­ herr seinen Lehrling möglichst viel im Betrieb wohnheiten eines anderen Landes – damals haben und ihn nicht freistellen.“ auch fachlich interessante Erfahrungen sam­ Tatsächlich stehen dem Lehrlingsaustausch oft meln: „Da dieses Unternehmen seine Produkte auch ganz grundlegende praktische Gründe im weltweit verkauft, war es für mich neu und in­ Weg. „Durch die leider sehr dramatische demo­ teressant, Einblicke in die Logistikabteilung zu grafische Entwicklung werden Fachkräfte, und erlangen.“ Sein Kollege Christopher Wurzer damit sind Fachkräfte nach österreichischem sagt: „Am meisten haben mich die Kultur und Ausbildungsniveau gemeint, verstärkt ge­ die Landschaft beeindruckt – Backsteinhäuser, braucht“, sagt Bundeslehrlingswart Alois Kitz­ die riesige Ebene, das Meer, Fischlaibchen und berger. „Den Nutzen in einer Internationalisie­ Co. Zu den fachlich interessantesten Sachen rung der Ausbildung sehe ich dann, wenn wir würde ich das Zusammenarbeiten mit Personen auch vom gleichen Ausbildungsniveau spre­ einer anderen Firma, die aus einem anderen chen. Durch den europäischen Qualifizierungs­ Land kommen und eine andere Sprache spre­ rahmen EQR sollten diese Rahmenbedingungen chen, zählen.“ Bemerkenswert fand Wurzer au­ festgelegt sein. Nur mit dem hohen Ausbil­ ßerdem, dass in der Gastfirma zahlreiche ältere dungsstand, den die österreichischen Tischler Mitarbeiter beschäftigt waren. „Auf Anfrage haben und auch brauchen, um den Kundenan­ erzählte man uns dann, dass es in Dänemark forderungen gerecht zu werden, wird eine ein­ eher die Regel ist, nach der Lehre die Firma zu heitliche Ausbildung in nächster Zeit nicht wechseln oder eine weitere Lehre oder Schule möglich sein.“ zu besuchen.“ Auch wenn es für Betriebe mitunter sehr schwierig ist, für Wochen auf gut qualifizierte Mit Leonardo in Spanien Mitarbeiter zu verzichten: Für viele der ehema­ Der Burgenländer Markus Wasinger war schon ligen Lehrlinge war ihre Auslandserfahrung öfter im Ausland. Er hat erst nach dem Bundes­ eine wertvolle Bereicherung der Ausbildungs­ heer die Lehre gemacht und war als Lehrling zeit. „Es ist eine interessante Erfahrung, zu se­ das erste Mal auf einem von der Berufsschule hen, wie der eigene Beruf in einem anderen Pinkafeld organisierten „Leonardo“-Praktikum Land ausgeübt wird“, meint Bernhard Stockin­ in Spanien. Nach der Gesellenprüfung führte ger. Und Christopher Wurzer ergänzt: „Die dort ihn ein sechsmonatiges Praktikum nach Schwe­ erlebten und gesammelten neuen und interes­ den. Nach der Meisterklasse in Pöchlarn und santen Erfahrungen behält man ein Leben lang. dem Kolleg für Holztechnik in Villach heuerte Jeder, der so eine Chance bekommt, sollte sie er bei der Firma List in Niederösterreich an. unbedingt nutzen. Für mich waren es drei tolle, Während seiner Zeit am Kolleg war er für zwei spannende und interessante Wochen.“

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Highlight

Fotos: Lupi Spuma/Karin LernbeiĂ&#x;

Erlesen

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highlight

Von 17. bis 22. April wird Mailand mit dem „Salone Internazionale del Mobile“ wieder zum internationalen Zentrum des Möbeldesigns. Parallel zur Möbelmesse findet – organisiert von der Außenwirtschaft Österreich (AWO) – heuer zum dritten Mal eine Sonderausstellung zu österreichischem Pro­ dukt- und Möbeldesign statt. Unter dem Titel ­„Austrian Design – raw and delicate“ präsentieren ins­ gesamt 51 Teilnehmer – heimische Traditions-­ Möbelhersteller, bekannte Architekten, junge Designer und auch zahlreiche Tisch­ ler – ihre Entwürfe. Mit da­ bei ist auch die Gruppe WG3, ein Vierpersonen­ team aus gelernten Tisch­ lern, Absolventen eines Möbeldesign-Kollegs und jungen Architekten, die in Mailand ihr schlicht „C3“ betiteltes Pult zeigen. Ur­ sprünglich haben Albert Er­ javec, Matthias Gumhalter, Christan Reschreiter und Jan Ries vor ein paar Jahren das Steh- und Sitzpult in Holz für den Wettbewerb „Kult um’s Pult“ der Wiener Tischlerinnung entworfen. Später fertigten sie auch ­eine Version aus Stahl an, um das Möbel auch für den Außenbereich einsetzbar zu machen. Schließlich entwi­ ckelte das Team eine Vari­ ante in GFK – einem glasfa­ serverstärkten Kunststoff, der etwa auch im Bootsbau verwendet wird. Das mini­ malistische Multfunktions­ möbel wird in den Maßen 154 mal 46 mal 110 Zenti­ meter gefertigt und ist mit zwei Rollen und zwei Stell­ füßen an der Fußplatte aus­ gestattet. Nach der Kunst­ stoffversion kehren WG3 mit ihrem Pult jetzt wieder zu den Wurzeln zurück: Derzeit entwickeln die vier eine neue Variante aus Massivholz. www.wg3.at

Text: Thomas Prlic

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Messe: Wohnen & interieur

Küche, Eiche, Schwarz, Weiß Auf der „Wohnen & Interieur“ in Wien zeigten viele heimische Tischler sehenswerte Einrichtungsbeispiele zwischen traditionellem Handwerk und zeitgenössischem Interior Design. Text: Thomas Prlic Eiche, die nun schon seit geraumer Zeit ein fröhliches Comeback feiert. Mit einem aufgewärmten Achtziger-Revival hat das freilich nichts zu tun, stattdessen präsen­ tiert man die Eiche (zumeist als Ladenund Kastenfront) je nach Bearbeitung ein­ mal hell lackiert, einmal dunkel gebeizt, dann wieder naturbelassen – und oft in bewusstem Farbkontrast zur Arbeits­ platte. Küchenkonzepte

Küche mit Ausziehtisch von Viktoria Almer

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ie „Wohnen & Interieur“ wendet sich » Großer Beliebtheit als große Einrichtungsmesse vor allem an Endkonsumenten. Dabei präsentieren erfreut sich derzeit sich traditionell nicht nur große Einrich­ tungsketten oder die Möbelindustrie dem immer noch die Eiche, Publikum. Auch zahlreiche Tischler die nun schon seit zeigten heuer bei der zwischen 10. und 18. März über die Bühne gegangenen Messe geraumer Zeit ein wieder aktuelle Entwürfe und sehenswerte fröhliches Comeback Einrichtungsobjekte und lieferten so wie­ der auch einen spannenden Einblick in die feiert. « Schaffensbandbreite zwischen traditio­ nellem Handwerk und zeitgenössischem Alles rund ums Wohnen Interior Design. Nach einer Pause im Vor­ Thematisch zeigten die Tischler unter­ jahr präsentierten sich diesmal auch wie­ schiedlichste Einrichtungsideen zwi­ der zehn aus Niederösterreich stammende schen Landhausstil und Design am Puls Tischlereien mit einem Gemeinschaftsauf­ der Zeit, traditionell gab es dabei viele tritt auf der Messe. Außerdem waren wie Küchen und Gestaltungslösungen für den schon in den vergangenen Jahren auch Koch- und Wohnbereich zu sehen. Enor­ steirische Tischlerbetriebe – heuer insge­ mer Beliebtheit – sowohl bei den Herstel­ samt elf – mit einer Gemeinschaftsausstel­ lern als offenbar auch bei den Kunden – erfreut sich dabei derzeit immer noch die lung vertreten (siehe auch S. 26/27).

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Bei der Tischlerei Rosenwirth aus Nieder­ österreich gab es so etwa händisch bear­ beitete Eichenbretter als Frontelemente eines Barpultes zu sehen. Bei der Tischle­ rei und Möbelmanufaktur Almer aus dem steirischen Gleisdorf wiederum bildete ein heller Eichen-Ausziehtisch und eben­ solche Kastenseitenwände die Ergänzung zu einer Küche mit weißen MDF-Fronten. Eine Hell-Dunkel-Kombination wiederum gab es bei Anton Farthofer aus Gösing am Wagram zu sehen: Kästen und Küchenge­ räte verstecken sich dabei hinter einer Wand aus höhenversetzt angeordneten Massivholz-Eichenfronten. Die Seitenund Rückwände der dazugehörigen, frei stehenden Küchenblocks bestehen aus dunklen Aluplatten, die farblich auf die anthrazitfarbenen Schiefer-Arbeitsplatten

Markante Formen, starke Kontraste: Designerküche von Ingo Mild


Messe: Wohnen & Interieur

abgestimmt sind. Ein echter Blickfang dabei: der lang gezogene, durch ein Dreh­ element mit einem Küchenblock verbun­ dene Tisch. Farbphilosophie

Die Wahl der Holzart oder der Oberflä­ chen und Materialien ist dabei naturge­ mäß auch immer eine des persönlichen Geschmacks – oder auch eine Frage der jeweiligen Designphilosophie. Die aus Niederösterreich stammende Firma Ab­ leidinger etwa zeigte einen Küchenent­ wurf, bei dem Elemente aus heller Kern­ esche den Kontrast zum dunklen, steiner­ nen Kochblock und den ansonsten weißen Oberflächen bilden. Die Tischlerei zeigte dabei auch die Einsatzmöglichkeiten des Mineralwerkstoffs Corian in der Küche (zum Beispiel als Arbeitsplatte) oder im Wohnbereich auf. Etwa als hinterleuchte­ tes Trennelement bei einer Regalwand oder sogar als individuell gestaltbares Leuchtobjekt. Schwarz, WeiSS oder doch Eiche

Während man in Sachen Farbgebung bei Mayr & Glatzl (M & G Interiors) nach wie vor auf weiße Hochglanzoptik in der Kü­ che setzt, präsentierte das steirische Un­ ternehmen Dirnbauer eine Weiterent­

Eichenvariationen statt weißem Hochglanzlook: Minimalistische, hoch präszise gearbeitete ­Küche von Dirnbauer

» Die Wahl der Holzart oder der Materialien ist naturgemäß immer eine des persönlichen Geschmacks – oder auch eine Frage der jeweiligen Designphilosophie. « wicklung aus dem Vorjahr: Das minima­ listische, 2011 noch komplett weiße Kü­ chenmodell ist nun in Eichen-Ausführung erhältlich – mit dreidimensionalen Ober­ flächen, hochpräzise in der Verarbeitung und mit Kalkstein als optisch hervorra­ gend dazu passendem Material für die Arbeitsplatte. Kontraste der ganz anderen Art gab es hingegen bei der Möbelmanu­ faktur Mild aus der Steiermark zu sehen: Neben einer Landhaus- und einer moder­ nen Linie präsentierte Ingo Mild auch sein aktuellstes Designmodell: Eine kom­ plett in Schwarz und Weiß gehaltene Kü­ che mit dazugehörigem Esstisch, bei dem das reduzierte Farbkonzept die schlich­ ten, aber markanten Formen besonders gut zur Geltung bringt. Links: Die Tischlerei Ableidinger zeigte HellDunkel-Kontraste im Wohn- oder Arbeits­ bereich. Die hellen Regal-Trennelemente ­bestehen aus Corian.

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Aktuelles & Wirtschaft

Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main hat dem Freigabeantrag der Pfleiderer Finance B.V. nicht stattgegeben. Damit können die mit großer Mehrheit getroffenen Beschlüsse der Gläubigerversammlung nicht wie gep­ lant umgesetzt werden. Der Vorstand der Pfleiderer AG bereitet nun pflichtgemäß die Antragsstellung auf Eröffnung des Insolvenz­ verfahrens für die Pfleiderer AG beim zu­ ständigen Amtsgericht vor. Ein derartiger Antrag hätte keine unmittelbaren Auswir­ kungen auf die operativen Tochtergesell­

schaften, da die Pfleiderer AG (als Oberge­ sellschaft) eine reine Beteiligungsholding ist. Die Insolvenz der Pfleiderer AG würde daher nicht automatisch zu Anschlussinsolvenzen von Tochtergesellschaften führen und hätte keinen unmittelbaren Einfluss auf die deren Aktivitäten der operativen Tochtergesell­ schaften. Die wesentlichen Maßnahmen des Restrukturierungskonzepts sollen nun im Wege eines Insolvenzplanverfahrens in Eigenverwaltung umgesetzt und damit die Pfleiderer AG saniert werden.

Möbelausgaben steigen Die deutschen Bundesbürger haben im vergangenen Jahr Möbel im Wert von durch­ schnittlich 373 Euro gekauft. „Damit sind die Möbelausgaben in den letzten fünf Jahren deutlich gestiegen“, so Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deut­ schen Möbelindustrie. „Nach einer Kaufzurückhaltung in den Krisenjahren haben die Deutschen im Jahr 2011 nachgeholt, auf was sie vorher verzichtet hatten.“ Hinzu kommen noch etwa 150 Euro für die Ausstattung der Wohnung mit Textilien, Accessoires und De­ korationen. Es sich im eigenen Zuhause gemüt­ lich und schön einzurichten, ist den Menschen wichtig. Möbel werden in Deutschland übrigens viel älter als Autos. Sie sind langlebige Konsum­ güter. Weil ihr durchschnittliches Alter recht hoch wird, sollten Verbraucher vor dem Möbel­ kauf die Qualität prüfen und das Design genau betrachten. „Es rechnet sich am Ende nie, in Möbel minderer Qualität zu investieren“, so VDM-Hauptgeschäftsführer Klaas. Die Deutschen geben wieder mehr Geld für Möbel aus. Die Grafik zeigt die Möbelaus­gaben pro Kopf in Euro.

Homag 2011 erfolgreich Die Homag Group AG, der weltweit führende Hersteller von Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie und das Handwerk, war im Geschäftsjahr 2011 operativ erfolgreich und hat sich nach vorläufigen Zahlen besser entwickelt als prognostiziert. „Wir haben 2011 viel bewegt und konnten unseren Umsatz in allen vier Quartalen stei­ gern, trotz der Verunsicherung an den Fi­ nanzmärkten“, betont der Vorsitzende des » Wir haben 2011 viel Vorstands Dr. Markus Flik. „Wir haben die angepackt und konnten bewegt und konnten Herausforderungen dank eines starken vierten Quartals und unseren Umsatz in allen der Steigerung unserer Produktivität unse­ letzten Prognosen beim Umsatz und vier Quartalen steigern. « re dem operativen Ergebnis sogar übertref­ fen.“ Nach vorläufigen Zahlen stieg der Auftragseingang im Konzern um gut 6 Pro­ zent auf 574,8 Mio. Euro. Der Umsatz nahm um gut 11 Prozent auf 798,7 Mio. Euro zu. Im Geschäftsjahr 2011 fiel ein Restrukturierungsaufwand in Höhe von 18,9 Mio. Euro aufgrund der Maßnahmen bei den Tochtergesellschaften Büftering, Friz und Torwegge an. Im Rahmen dieser Restrukturierung sollen die deutschen Produktionsstandorte von elf auf acht reduziert werden. www.homag.com

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Neuer Geschäftsführer Christian Stradner, der jahrelang im Manage­ ment der Frühwald Gruppe beschäftigt war, hat Mitte März 2012 die Geschäfts­ führung von Fischer Austria übernommen. Der Vertriebs­ experte wird seinen Fokus auf den Bereich Befestigungssysteme in Ös­ terreich und den CEE-Ländern legen und ver­stärkt auf weitere Innovations­ kraft in der international tätigen Fir­ mengruppe setzen.

Wechsel in der Geschäftsleitung Kürzlich wurde Stefan Jonitz als drittes Mit­ glied in die Hettich-Ge­ schäftsleitung berufen. Stefan Jonitz, der seit 19 Jahren in der Grup­ pe tätig und seit 1. November 2010 als zweiter Ge­ schäftsführer der Hettich Holding GmbH & Co. oHG beschäftigt ist, ist ab sofort Mitglied der Geschäftslei­ tung mit den Verantwortungsbe­ reichen Finanzen, Personal und Recht.

Exportleitung Seit 1. März 2012 liegt die Exportleitung für die Küchenmarken Ewe/FM und Intuo in den Händen von Frank Woljem, welcher zu­ letzt in vergleichbarer Position beim deutschen Küchenher­ steller Alno beschäftigt war.

Führungsaufgaben Christian Rösler ist seit dem Jahr 2007 als Business Unit Manager des Nobia-Konzerns für die Kü­ chenmarken Ewe und FM tätig und hat für Nobia seit 1. März 2011 den Geschäfts­ kundenbereich in Zentraleuropa und Großbritannien als „Executive Vice Pre­ sident“ übernommen.

Fotos: Fischer, ewe, Hettich, Verband der dt. Möbelindustrie, thinkstock

Pfleiderer AG vor Insolvenz


Aktuelles & Wirtschaft

Handwerk + Form Hohe Qualität zeichnet seit je das Handwerk im Bregenzerwald aus. Alle drei Jahre moti­ viert und würdigt der Wettbewerb die Zu­ sammenführung handwerklichen Könnens mit den ästhetischen Ansprüchen des Ge­ staltens. 2012 laden die Veranstalter zum sechsten Mal zur Teilnahme nach Andels­ buch im Bregenzerwald ein. Die eingerei­ chten Objekte sollen Produkte des täg­

lichen Gebrauchs sein, einfach in der Herstellung, Handhabung und Wartung. Sie sollen die Funktion klar erkennen lassen und zur Nut­ zung anregen. Die Wahl der Materialien ist frei, ihr Einsatz soll je­ doch gerechtfertigt sein – durch Verarbeitung, Gebrauch, Form. Teilnahmeberechtigt sind alle Handwerks- oder Gewerbebetriebe im Bregenzerwald und alle in- und ausländischen Entwerfer, Produkt­ gestalter, Designer und Architeken. Voraussetzung ist die Zusam­ menarbeit mit einem Bregenzerwälder Handwerksbetrieb. Aus­ schreibungsunterlagen online seit März 2012. www.werkraum.at

Berner feiert Umsatzmilliarde Die Berner Unternehmensgruppe mit den Sparten Berner, Ca­ ramba und BTI hat erstmals in der 55-jährigen Unternehmensge­ schichte die Umsatzmilliarde in Euro innerhalb eines Geschäfts­ jahres überschritten. Damit hat das Familienunternehmen im Geschäftsjahr 2011/12 einen wichtigen Meilenstein erreicht. „Wir haben die Milliarde geknackt“, freut sich Albert Berner, Auf­ sichtsratsvorsitzender und Gründer der Berner Unternehmens­ gruppe. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis des Engagements unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Loyalität unserer Kun­ den. Sie haben das Unternehmen zu dem gemacht, was es heu­ te ist. Dafür danke ich Ihnen ganz herzlich.“ Die Berner Unter­ nehmensgruppe habe sich zu einem modernen europäischen Konzern entwickelt, der sein Wachstum ambitioniert vorantreibe. www.berner.co.at

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Wirtschaft

Designküche Matrix von ­Varenna

Nobel-Hobel Nur keine Scheuklappen: Der Betrieb einer Tischlerei und der Handel mit Luxusmöbeln schließen einander keineswegs aus, wie die Familie Spätauf mit ihrem stetig wachsenden Firmenimperium zeigt. 2013 feiert das Familienunternehmen sein 100-jähriges Bestehen. Text: Hanna Geisswinkler

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» Der Hang zu international angesehenen Designlabels hat als persönliches Interesse begonnen. « Tischlermeister Harald Spätauf

Familienunternehmen legte. Nach­ neue Ziele. Ein Prozess, der laut Marianne dem sein Sohn Friedrich jun. den Fasching-Spätauf auch eine Reaktion auf väterlichen Betrieb übernom­ die verstärkte Nachfrage ihrer Kunden war. men hatte, entstand 1960 das erste Möbelhaus in St. Stetige Expansion Anna am Aigen. Bald da­ So expandierte die Spätauf GmbH 1994 mit rauf folgte ein weiteres in einem weiteren Einrichtungsstudio nach Halbenrein, das sich bis Graz. Die Ausstellungsfläche von 1500 m² heute als „Mutterschiff“ bietet Raum für Möbel Marke Eigenproduk­ des Unternehmens gehal­ tion, welche die gesamte Produktpalette des

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Fotos: Poliform, Gruber & Schlager, Varenna, Spätauf

an nehme eine gute Portion Leiden­ zepte mit Designmobiliar. Dabei gilt: „Auf­ ten hat. Seit 1979, dem Todesjahr Friedrichs schaft für hochwertiges Design, er­ getischt“ wird mit qualitätvoll verarbeiteten jun., führen dessen Kinder Marianne Fa­ gänze mit gewissenhaftem Ressourcenum­ Materialien – und das bereits in vierter sching-Spätauf und Harald Spätauf das Un­ gang, verfeinere mit Disziplin und fach­ Generation. Bescheiden beginnt die Erfolgs­ ternehmen. Nachdem Werkstatt und Lager lichem Know-how und runde das Ganze geschichte 1913 im steirischen Tieschen, als vom Sägespanstaub der vergangenen 68 schließlich mit Zuverlässigkeit und Über­ Tischlermeister Friedrich Spätauf mit sei­ Jahre befreit und auf modernsten Stand der zeugung ab. Nach diesem Familienrezept nem Meisterbetrieb den Grundstein für das Technik gebracht wurden, war es Zeit für kredenzt Familie Spätauf Einrichtungskon­


Wirtschaft

Scheinbar schwebendes Bett Dreamline Ando von Gruber & Schlager

Tischlerhandwerks bedient, sowie Möbel angesehener Labels und Hersteller wie Vitra oder Gruber & Schlager. Da einige Marken aber lieber für sich stehen, agiert das Unternehmen für diese als Handelspartner. So führt die GmbH seit 1997 den Flagshipstore des französischen Designlabels Lignet Roset in Graz. Eigene Pro­ dukte neben den bekannten Designernamen zu vertreiben ist für die Spätaufs jedoch kein wirtschaftlicher Widerspruch. Anders als man annehmen könnte, beeinflusst diese Konkurrenz den Erfolg der Familientischlerei nämlich nur im positiven Sinne. Da­

Spätauf GmbH 1913: Firmengründung durch Friedrich Spätauf in Tieschen 1955: Übernahme durch Friedrich Spätauf jun. 1960: Erstes Möbelhaus in St. Anna am Aigen 1971: Weiteres Möbelhauses in Halbenrein, 1500 m² 1979: Übernahme durch Marianne Fasching-Spätauf und Harald Spätauf 1993: Modernisierung der Tischlereiwerkstätte mit Lager, 2000 m² 1994: Einrichtungsstudio Spätauf in Graz, 1500 m² 1997: Flagshipstore Lignet Roset, Graz 2006: Flagshipstore Minotti, 1010 Wien 2006: Flagshipstore Poliform Varenna, 1010 Wien 2007: Eintritt von Marlies Fasching-Spätauf in Wien 2008: Umgründung in die Spätauf GmbH mit Nachfolge­ regelung 2011: Flagshipstore Luxury Living mit Fendi casa, Kenzo maison, 1010 Wien 2011: Verleihung des Steirischen Landeswappens für ­besondere Verdienste

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Wirtschaft

AusziehbareTischplatte und -beine bei einer Essgruppe von Gruber & Schlager

» Ästhetisches Einrichten ist unsere große Leidenschaft. Was uns gefällt, wollen wir auch unseren Kunden näherbringen. « KommR Marianne Fasching-Spätauf bei spielt jene ehrliche Grundeinstellung, mit individueller Beratung und Begeiste­ die aus ihren bodenständigen Wurzeln rung fürs Einrichten. Als unsere wichtigste rührt, ebenso mit wie eine realistische und stärkste Werbung setzen wird dabei auf Selbsteinschätzung. Dem Kunden etwas vor­ Weiterempfehlung.“ zugaukeln, kam für Marianne FaschingSpätauf nämlich nie infrage: „An ein Design­ Handwerker & Handelspartner label wie Minotti kommen wir trotz hohem Seine Funktion als Handelspartner baute handwerklichem Niveau nicht heran. Daher das Unternehmen 2006 mit Flagshipstores gliedern wir unsere Möbel im Sinne von der italienischen Spitzenmarken Minotti Gesamtkonzepten neben den internationa­ und Poliform Varenna weiter aus. Diesmal len Marken ein.“ Das Geschwisterpaar er­ fiel die Standortwahl auf Wien, das einen kannte, dass es mit Edelmarken den Markt besseren Markt für Nobelmöbel bietet. Zur noch breiter abdecken kann: „Wir haben et­ Geschäftsführung in Wien zählt seit 2007 was gewagt und sicherten uns mit Lignet Marlies, die Tochter Marianne FaschingSpätaufs, die damit die Familientradition Roset die Position der Lokalkaiser.“ weiter aufrechterhält. Das Flaggschiff Luxu­ Qualität & Know-How ry Living Vienna mit den Marken Fendi ca­ Ein Wagnis, das den ausgezeichneten Ruf sa und Kenzo maison, das seine Tore 2011 des Tischlers und Handwerkers keinesfalls öffnete, ist das neueste Mitglied der Spätauf verdrängen soll. Schließlich bezieht Harald GmbH. Auf die Frage nach der Bereitschaft Spätauf sein Qualitätsbewusstsein und das der Kunden zum Geldausgeben in sparfreu­ fachliche Know-how aus seinen Erfah­ digen Zeiten wie diesen reagiert Harald rungen als Tischlermeister. Was für das Spätauf gelassen: „Ganz im Gegenteil, heu­ Unternehmen auch zum Vorteil geworden er erwarten wir das stärkste Wirtschafts­ ist: „Unser Erfolgsgeheimnis macht die Ver­ jahr.“ Zwölf Millionen Euro setzt das Unter­ bindung internationaler Marken mit öster­ nehmen jährlich um, bei einem Beschäfti­ reichischer Handwerkskunst aus, gepaart gungsstand von derzeit 55 Mitarbeitern.

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Möbel für Generationen

Ein Umdenken würde in den Menschen stattfinden, Qualität wird wieder erkannt und geschätzt, findet Harald Spätauf. „Weiß der Kunde einmal Handwerkskunst und Möbel mit Designanspruch zu schätzen oder hat er schlecht verarbeitete Materi­ alien satt, möchte er nie wieder etwas an­ deres. Ihr Wert liegt in der Zeitlosigkeit und Langlebigkeit. Dahinter steckt auch der Ge­ danke, ‚Lieblingsstücke‘ von Generation zu Generation weitergeben zu können.“ Eine Einstellung, die in der heutigen Zeit der Wegwerfgesellschaft auf die scheinbar in Vergessenheit geratene persönliche Wert­ schätzung von Habseligkeiten hoffen lässt. „Ästhetisches Einrichten ist unsere Leiden­ schaft. Was uns gefällt, wollen wir unseren Kunden näherbringen“, meint Marianne Fasching-Spätauf. „Uniformen liegen uns nicht. Bei unseren Einrichtungskonzepten trifft eine sehr traditionelle Marke wie Fen­ di mit klassischen Lederverarbeitungen auf opulent gestaltetes Mobiliar. Das Klassische in Kombination mit dem Gewagten schafft hier den Ausgleich.“ Zum bald 100-jährigen Firmenjubiläum freut sich Familie Spätauf über die Verlei­ hung des Steirischen Landeswappens für besondere Verdienste. Für die traditions­ reiche Tischlerfamilie und Edelmöbelhänd­ ler noch lange kein Grund, die Füße hoch­ zulegen. www.spaetauf.at


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Wirtschaft

Mit Designprodukten auf Erfolgskurs Josko blickt optimistisch in die Zukunft: Dank innovativer Neuprodukte erwartet man im Geschäftsjahr 2012 eine klare Umsatzsteigerung.

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Platin Passiv trägt mit seinem schlanken Rahmen der Designstärke von Josko gewohnt Rechnung.

Fenster mehr Stabilität, zeigt verbesserte Eigenschaften bei Statik und Wärmeschutz und ermöglicht besonders schlanke Rah­ men. Im Bereich Holz/Alu-Fenster brachte Josko mit Platin Passiv eine optimierte Vari­ ante des Erfolgsprodukts Platin auf den

Markt. Beide Neuprodukte überzeugen mit U-Werten von 0,67 und fügen sich optisch perfekt in die Platin-Familie ein. Platin Pas­ siv wurde als passivhausgeeignete Kompo­ nente vom Institut Darmstadt/Dr. Wolfgang Feist zertifiziert. www.josko.at

Gut gekantelt Der Verein Österreichischer Fensterkantelerzeuger vermeldet eine positive Jahresbilanz für 2011. Allerdings schwächeln immer noch die Exportmärkte.

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ilhelm Wieser, Obmann des Vereins Österreichischer Bau- und Fenster­ kantelerzeuger, zieht für das vergangene Jahr ein positive Bilanz: „Das Jahr 2011 ist ein sehr erfolgreiches gewesen. Die Nach­ frage zog erfreulicherweise stark an. Da­ mit konnte nahezu an die herausragenden Jahre, wie beispielsweise 2008, ange­ schlossen werden. Interessanterweise hat sich der Heimmarkt als solide Größe ge­ zeigt. Positiv ist am Heimmarkt die Fort­ setzung der Initiativen in Richtung ther­ mische Sanierung. Die Exportmärkte sind zwar stark, aber auf dem Niveau der Vor­ jahre gewesen. Die Exporte waren im ers­ten Halbjahr deutlich stärker als im zweiten.“ Der Trend zu Beginn 2012 zeigt

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eine stabile Marktlage, jedoch werden gen“, so Obmann Wieser. „Ohne Impulse gewisse Abschwungtendenzen im Wohn­ bei der thermischen Sanierung oder bei bau feststellbar. Die Produktion im ersten öffentlichen Aufträgen wird sich der Halbjahr 2011 lag bei 22.920 m³ und da­ Wohnbau nicht nachhaltig erholen. Auch mit über dem Niveau des Vorjahres. Die traditionelle Märkte sind derzeit nur mit Produktion im zweiten Halbjahr 2011 be­ erhöhtem Aufwand zu bedienen. Ledig­ trug 20.458 m³ und lag damit ebenfalls lich die Schweiz ist ein positiver Ausrei­ über dem Niveau von 2010. Die Gesamt­ ßer.“ jahresproduktion 2011 lag bei 43.378 m³. Der Verein Österreichischer Bau- und Fen­ Der Export belief sich auf 32.390 m³ und sterkantelerzeuger wurde von gewerb­ entspricht dem Niveau des vergangenen lichen und industriellen Herstellern von Jahres. „Die Exporte sind wichtig und die Bau- und Fensterkantel 1994 gegründet Stütze, haben aber in den letzten Jahren und hat derzeit acht Mitglieder. Neben Fen­ nur wenige starke Impulse gezeigt. Hin­ sterkantel produzierten die Vereinsmit­ tergrund ist, dass sich die Exportmärkte glieder im Jahr 2011 auch 4923 m³ Baulat­ noch nicht vollständig erholt haben und ten/Leisten sowie 305 m³ Türfriesen. weiterhin auf schwierigem Niveau lie­ www.austrokantel.at

Foto: Josko

er Herbst 2011 leistete einen wichtigen Beitrag für den Erfolg des vergangenen Geschäftsjahrs. Nach einem langsamen Frühjahrsstart, der teils auf lange Liefer­ zeiten 2010 und auch auf eine schleppende Branchenkonjunktur zurückzuführen ist, konnte das Jahr 2011 erfolgreich abge­ schlossen werden“, so das Geschäftsführer­ trio Christa Wagner, Karl Wagner sowie Jo­ hann Scheuringer. Im Export verzeichnet Josko ein Plus von 20 Prozent. Neben Öster­ reich will das Unternehmen auch in den anderen Kernmärkten die Nase vorne ha­ ben. „Ein besonderer Fokus liegt auf Deutschland. Auch der Ausbau des Ver­ triebsnetzes in Tschechien und der Slo­ wakei hat besondere Priorität. Außerdem arbeiten wir noch gezielter mit Projektpart­ nern in Norditalien, Holland, der Schweiz und Rumänien zusammen“, so Karl Wagner (GF Vertrieb und Service). Was für einen Koch die Haube, ist für den Produktdesi­ gner der red dot design award, den Josko mit dem neuen Composite/Alu-Fenster Sa­ fir einheimsen konnte. Die Besonderheit des Neuprodukts liegt im Hightech-Faser­ verbundwerkstoff, der nicht nur im Flug­ zeugbau, sondern auch bei Josko-Produkten zum Einsatz kommt. Dieser verleiht dem


Wirtschaft

Messe mit Weltpremieren In Rimini findet von 20. bis 24. April 2012 die dritte Ausgabe der Technodomus, der Internationalen Messe der Holzindustrie für Möbel und Bau, statt.

Foto: Technodomus/Rimini Fiera

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ie Veranstaltung ist mittlerweile ein Messe Weltpremieren fester Termin im internationalen Ver­ vorstellen. Ihren immer anstaltungskalender: Dank der inten­ internationaler wer­ siven und konstanten Arbeit des Teams denden Charakter ver­ von Rimini Fiera ist sie mittlerweile auf dankt die Technodomus allen wichtigen internationalen Märkten sicherlich auch ihrer Lo­ bekannt. Maschinen, Zubehör, Software cation, nämlich Rimini, und Werkzeuge für die Herstellung von wo Gastlichkeit und Tou­ Fenster und Türen, für die Möbelferti­ rismus zu Hause sind: gung und für den Holzbau werden in ei­ Hier findet man neben gens gestalteten Bereichen präsentiert: unzähligen Hotels den Technologien für die Holzverarbeitung, internationalen Flugha­ Technologien zur Feinbearbeitung und fen Fellini, der direkt Technologien für die Verarbeitung von von vielen europäischen Aluminium und PVC mit der neuen Aus­ und russischen Haupt­ stellungssektion Technoframe. städten angeflogen wird, Drei große internationale Unternehmen und der über Rom auch aus allen anderen aus dem Holzbearbeitungssektor (Biesse, Ländern und Städten problemlos erreich­ Cefla Finishing Group und die SCM bar ist. Nach den guten Erfahrungen aus Group) werden 2012 in Italien einzig an dem Jahr 2010 findet die Messe 2012 der Technodomus teilnehmen und auf der wieder direkt im Anschluss an die Möbel­

messe in Mailand (17. bis 22. April 2012) statt. Den Fachbesuchern wird so die Möglichkeit geboten, gleich zwei mitei­ nander verwandte Messen zu besuchen. www.technodomus.it

BWF - Österreichs einzige Branchenmesse 2012 am 26. u. 27. April bei SCH in Linz

Messe „Bauen-Wohnen-Fertigen 2012“ bringt Maschinen-Neuheiten direkt aus Nürnberg* * alle Ausstellungsmaschinen sind sofort nach der Messe als Schnäppchen erhältlich Die neue BWF – BAUEN-WOHNEN-FERTIGEN am 26. u. 27. April bei Schachermayer in Linz ist Österreichs einzige Branchenmesse im Jahr 2012. Sie bringt Innovationen wie auch Impulse auf insgesamt 8000 Quadratmetern Messefläche. BÜTFERING – SWT 535 QCH – mit dieser Maschine präsentiert Schachermayer in LIVE-Vorführungen, wie Möbelteile ihren Hochglanz bekommen und damit zum absoluten Trendsetter werden. Interessante Voprführungen in Zusammenarbeit mit dem SCH-Schleifmittelspezialisten. Neue MARTIN-Formatkreissäge T65 Neupräsentation der in Nürnberg erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellten neuen Formatsägenlinie – speziell das Modell T65 begeisterte die Fachwelt und ist in Linz vorführbereit. Schachermayer-Großhandelsgesellschaft m.b.H. A-4021 Linz, Schachermayerstraße 2, Tel. 0732/6599-1437, 1438*, Fax 0732/6599-1444 E-Mail: maschinenholz@schachermayer.at, www.schachermayer.at


Bundesinnung

Staats- und Welt-Wetttischlern Im Herbst finden wieder die Berufs-Staatsmeisterschaften statt, die auch als Qualifikation für die WorldSkills 2013 in Leipzig gelten. Interessierte können sich schon jetzt anmelden. Text: Thomas Prlic

Die Staatsmeisterschaften orientieren sich am Niveau der WorldSkills und dauern in der Regel drei Tage.

ie alle zwei Jahre stattfindenden Berufsweltmeisterschaften WorldSkills sind eine prestigeträchtige Veranstaltung. Jugendliche aus aller Welt im Alter bis 22 Jahre wetteifern hier um Gold- Silber- und Bronzemedaillen – und natürlich um den Titel des Weltmeisters. Ein Beruf, zwei Wettbewerbe

Die nächste Berufsweltmeisterschaft (WorldSkills) findet 2013 in Leipzig statt, die Qualifikation für eine Teilnahme führt dabei über die Staatsmeisterschaften, die zum nächsten Mal im kommenden Oktober im Linz abgehalten werden. Die Berufsgruppe der Tischler ist dabei in zwei separate Bewerbe mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen unterteilt: Es gibt einen eigenen Wettbewerb für Bau- bzw. Massivholztischler und einen für Möbeltischler. Die Staatsmeisterschaften orientieren sich am Niveau der WorldSkills und dauern in der Regel drei Tage. Um sich entsprechend darauf vorbereiten zu können, sollten sich interessierte Facharbeiterinnen und Facharbeiter bereits jetzt anmelden.

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Intensive Vorbereitung

Positives Image

Nach Ansicht des Wettbewerbsorganisa- Österreich hat in den vergangenen Jahren tors der Bundesinnung, Bundeslehrlings- stets leistungsfähige Tischlerinnen und wart Alois Kitzberger, sind neben der Tischler zu den WorldSkills entsandt, die Einhaltung der formalen Vorausset- auch immer wieder hervorragende Platziezungen (etwa des Alterslimits) auch das rungen erzielen konnten. Die Berufsweltpersönliche Engagement der Teilnehmer meisterschaften sind dabei nicht nur für die sowie die Bereitschaft zur Unterstützung Teilnehmer eine prestigeträchtige Veranseitens ihrer Betriebe wichtige Vorausset- staltung, wie Bundesinnungsmeister

» Das positive Image der Wettbewerbe wirkt nicht nur auf die Teilnehmer, sondern auf die gesamte österreichische Wirtschaft. « BIM KommR Ing. Josef Breiter zungen für eine Teilnahme. Für weitere Informationen verweist er interessierte Facharbeiter auf die Homepage www.tischler.at. Unter dem Framepunkt „Meister/Lehre“ können neben zahlreichen Sachinformationen auch visuelle Eindrücke von den Wettbewerben gewonnen werden. Zur Vorbereitung auf die WorldSkills ist eine intensive Coachingphase gemeinsam mit dem jeweiligen Fachexperten vorgesehen.

KommR Ing. Josef Breiter erklärt: „Die Wettbewerbe sind von großer Bedeutung, weil das positive Image nicht nur auf die Teilnehmer, sondern auf die gesamte österreichische Wirtschaft wirkt.“ Österreich könne sich so im Bewusstsein der Öffentlichkeit und im Ausland als hochqualitatives Ausbildungs- und Fertigungsland präsentieren, so Breiter. Für potenzielle Teilnehmer gibt es neben Ruhm und Anerkennung übrigens noch weitere Anreize zum Mitmachen: Wer es bis zu den WorldSkills schafft, auf den warten nämlich auch noch schöne Sach- und Geldpreise. www.worldskills.at

Fotos: Bundesinnung/ WKO

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Innung vorarlberg Von links nach rechts: Publikumspreis: Hartholzdübel (VMS Nenzing, Hartmann Fensterbau) Siegreich in der Kategorie Idee: Champi(gn)on (VMS Dornbirn Baumgarten, Ritsch Möbelhandwerk) Erster Stockerlplatz in der Kategorie Material: d’Schlifar Buabo (HS Bezau, Herbert Feuerstein Tischlerei). Erster Platz in der Kategorie Design: Woodhead (Ökö-MSMäder, Tischlerei Raidel)

Kreativität in Holz Ganz im Zeichen des kreativen Schaffens mit Holz stand die zweite „Tischler? Trophy!“. 20 Schulteams der 3. Haupt- und Mittelschulklassen aus ganz Vorarlberg traten gegeneinander an.

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trahlende Gesichter sah man bei über 300 jungen Holztalenten, Bereicherung des Werkunterrichts als sie im Rahmen der großen Preisverleihung in der Kultur­ „Die ,Tischler? Trophy!‘ als Kooperationsprojekt zwischen Schule bühne Am Bach von Landesstadthalter Mag. Karlheinz Rüdisser und Wirtschaft ist eine spannende Bereicherung des oftmals leider sowie Landesrat Mag. Siegmund Stemer die begehrten „Tischler? etwas vernachlässigten Werkunterrichts an den Schulen und führt die jungen Menschen auf eine sehr dynamische Art und Weise an Trophys!“ in Empfang nehmen durften. die Möglichkeiten beim Arbeiten mit Holz heran“, erklärt TischlerWettbewerbsaufgabe Medienmöbel Geschäftsführer Mag. Daniel Zerlauth. In Vorarlberg werden der­ Im Werkunterricht sollten einmalige und kreative Medienmöbel zeit über 300 Jugendliche in den Lehrberufen Tischler und Tischle­ nach eigenen Entwürfen konstruiert und gebaut werden. Eine Patro­ reitechniker ausgebildet, womit diese Ausbildung in Vorarlberg nanztischlerei und ein Holzpaket, welches von der Firma Tschabrun unter den beliebtesten Lehrberufen überhaupt rangiert und den kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, erleichterten die Umset­ Jugendlichen beste Chancen für ihr berufliches Weiterkommen zung der herausfordernden Aufgabe für die Teams. Ideenreichtum, bietet, so Lehrlingswart Martin Dünser abschließend. ansprechendes Design und ressourcenschonender Materialeinsatz zeichneten die Siegerprojekte der Teams Woodhead, Champi(gn)on, d’Schlifar Buabo und Hartholzdübel aus. Die Teilnehmer zeigten je­ doch nicht nur Talent im Umgang mit Holz, sondern bewiesen auch Arbeitsplatten in bei der originellen Präsentation ihrer Arbeiten vor einem prall ge­ edler Optik füllten Saal in Götzis viel Fantasie. Auf die siegreichen Teilnehmer Die Firma Lederhilger ist der warteten Preise im Gesamtwert von über 5000 Euro. Spezialist für hochwertige Arbeitsplatten und bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Materialien: von Schichtstoff, über Massivholz, Glas, Corian, Keramik bis zu Granit. Plattenstärken von 21, 30, 40, 60 oder 80 mm sind im Programm. Zudem gibt es verschiedene Kanten z.B. Alu, 3D, ABS oder Holz. Weiters wird der wasserfeste Einbau von flächenbündigen Spülen angeboten. www.lederhilger.co.at

Fotos: Dietmar Mathis

Kreative Ideen

Die Jury rund um Architekt DI Helmut Dietrich und Marina Häm­ merle, GF des Architekturinstituts, betonte bei der Verleihung der „Tischler? Trophys!“ das hohe Niveau der eingereichten Projekte: „Die kreative und innovative Interpretation der Aufgabenstellung Medienmöbel ist beeindruckend. Der Spaß an der Arbeit und die Liebe zum Detail sind in den Arbeiten klar erkennbar.“ Innungs­ meister Ing. Karl Baliko bekräftigt: „Kein anderer Rohstoff ist so wertvoll und vielseitig wie Holz, das beweisen uns die Qualität der eingereichten Medienmöbel und das begeisterte Feedback der Schüler.“

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Innung Niederรถsterreich

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Innung niederรถsterreich

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Innung steiermark

Wie in den vergangenen Jahren ha­ ben sich auf der Wiener Wohn- und Einrichtungsmesse „Wohnen & Inte­ rieur“ Mitte März auch heuer wieder eine Reihe steirischer Tischler in einem Gemeinschaftsauftritt prä­ sentiert. Unterstützt von der Lan­ desinnung hatten die insgesamt elf Betriebe diesmal ein eigenes Thema für die in einem zentralen Bereich untergebrachte Gruppenaustellung gewählt. Unter dem Motto „Diffe­ rent (Sur)Faces“ galt es, ausgehend von einer einheitlichen Grundform und innerhalb vorgegebener Maße ein eigenes Möbelstück zu entwi­ ckeln. So sollte die Wandelbarkeit eines Möbels durch die Wahl des Materials, der Oberflächengestal­ tung und der Funktionalität aufge­ zeigt werden. Beteiligt waren die Tischlereien Adler, Almer, Dirnbauer, Edel, Feitl, Mild, Pongratz, Reiben­ bacher, Rosenkranz, Steiner und Zoltan. Das kreative Ausstellungs­ konzept zeigte jedenfalls Wirkung beim Publikum: Noch während der Messe wurde eine ganze Reihe an Ausstellungsobjekten an Besucher verkauft.

Perfekt positioniert Die steirische Landesinnung veranstaltet zusammen mit dem Holzcluster Steiermark die Veranstaltung „Die Kunst des Fortschritts – Fit für die Zukunft im Tischlerhandwerk“.

Als Vortragende konnten unter anderem Leo Hillinger, Günter Berger und Christoph Rosenberger gewonnen werden.

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it der Veranstaltung will die Innung Im Rahmen des Nachmittages wird eine die teilnehmenden Betriebe sensibili­ Reihe hochkarätiger Referenten Vorträge sieren, um ihre Positionierung innerhalb zu unterschiedlichsten im Betrieb rele­ der Branche nachhaltig stärken zu können. vanten Themen halten – vom Marketing Die Vortragsreihen beschäftigen sich mit über die Akquise bis hin zur Arbeitsorga­ den theoretischen Hintergründen der je­ nisation (Programm siehe Kasten). Doch weiligen Geschäftsbereiche und bieten in auch der Blick über den Tellerrand kommt zweiter Instanz Lösungen zu den jewei­ nicht zu kurz – dafür sorgt der Vortrag ligen Feldern an. Neben der Weiterbildung eines Key-Note-Speakers. Für die Veran­ soll die Veranstaltung auch als eine wich­ staltung im April konnte dazu der Winzer tige Plattform dienen, in deren Rahmen Leo Hillinger gewonnen werden. Nach den neben dem fachlichen Austausch mit Kol­ Vorträgen haben die Teilnehmer die Mög­ legen aktuelle Entwicklungen in der Bran­ lichkeit, in einer gemeinsamen Diskussi­ che diskutiert werden und neue Geschäfts­ onsrunde mitzudebattieren bzw. sich über kontakte geknüpft werden können. Zu den weiterführende Schulungsmaßnah­men zu Fachvorträgen sind alle Unternehmer, lei­ informieren. Am Ende der Vortragsreihe tenden Mitarbeiter, Betriebsnachfolger gibt es die Möglichkeit, beim Get-together und Familienangehörige aus dem Tischle­ mit allen Referenten und Besuchern Kon­ reibereich aus der Steiermark eingeladen. takte zu knüpfen sowie Erfahrungen mitei­ Der Eintritt ist für die Besucher kostenfrei. nander auszutauschen.

Die Kunst des Fortschritts Fit für die Zukunft Freitag, 13. April 2012, ab 13:00 Uhr, Kunsthaus Graz im space04; Lendkai 1, 8020 Graz 13:00 Uhr: Einlass, Registrierung, Begrüßung 13.30 Uhr: Key-Note-Speaker: Leo Hillinger (siehe Bild rechts) Weitere Fachvorträge: Fit im Marketing – Günter Berger; Fit in der Akquise – ­Christoph Rosenberger; Fit in der Arbeitsorganisation – Helmut Mayrhofer Gemeinschaftsauftritt der Steirer auf der „Wohnen & Interieur“

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17:30 Uhr: Diskussion und Verlosung. Die Preise der Verlosung: Akquisetraining mit Christoph Rosenberger, Beratungstage mit Helmut Mayrhofer

Fotos: Landesinnung Steiermark, Thomas Prlic, Fischler

Gemeinsam stark


Innung Niederösterreich/Tirol

SynthoTop – EINFACH PERFEKTE OBERFLÄCHEN Das Komplettprogramm für die Holzoberfläche

NÖ: Gemeinsamer Messeauftrit Nach einer Pause im Vorjahr präsentierten sich heuer wie­ der – auf eine Initiative von Josef Glaser hin – niederöster­ reichische Tischler mit einer Gemeinschaftsschau auf der „Wohnen & Interieur“ in Wien. Insgesamt waren zehn Be­ triebe beteiligt: Die Tischlereien Ableidinger, Baumgartner, Chytil, Diwald, Edelmann (Ybbs), Fidler, Meier, Schrenk, Walter und Rosenwirth. Niederösterreichs Landesinnungs­ meister KommR Gottfried Wieland ließ es sich nicht neh­ men, den Ausstellern zu ihrem gelungenen Auftritt zu gra­ tulieren. Aufgrund der positiven Resonanz hoffen die be­ teiligten Betriebe auf eine erfolgreiche Fortsetzung im kommenden Jahr.

BEIZEN

ÖLE UND WACHSE

Tirol: Seniorenstammtisch

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LACKE www.synthesa.at

Nun wurde auch in Tirol ein Seniorenstammtisch der Tischler gegründet. 20 jung gebliebene Tischler trafen sich auf Einladung von KommR Josef Decker zu diesem histo­ rischen Ereignis und lauschten interessiert den Ausfüh­ rungen von KommR LIM Georg Steixner über die Belange der Innung, Berufsschuldirektor Mag. Josef Ganner über Fragen rund um die Schule und TM Anton Spiegel über den Stand der LAP und Meisterprüfung in Tirol. Die Dis­ kussionen und der Austausch von Erinnerungen nahmen noch einige Zeit in Anspruch. Daraufhin wurde einhellig be­ schlossen, den Stammtisch etwa drei- bis viermal im Jahr zu wiederholen und mit diversen interessanten Themen, Betriebsbesuchen und sonstigen Aktivitäten zu ergänzen.


material & technik

Die Küchenmacher Mit ihren unkonventionellen Küchenvariationen sind Martin Steininger und sein Team drauf und dran, den Sprung vom kleinen Mühlviertler Tischlereibetrieb zur international gefragten Designermarke zu schaffen. Text: Tom Cervinka hat, weil diese viel eher über die finanzi­ ellen Ressourcen verfügt, um in Design zu investieren, und dieses auch entspre­ chend vermarkten kann. Diese Monopol­ stellung aufseiten der großen Hersteller wollten wir aufbrechen und haben uns deshalb kompromisslos diesem hohen Designanspruch verschrieben und ver­ sucht uns mit einem kleinen Produktsor­ timent zu etablieren. Was ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal, das Sie von der industriellen Fertigung abhebt?

Tischler Journal: Steininger Designers fertigt Küchen mit höchstem Anspruch an Design und Qualität. Ihr selbst erklärtes Ziel ist es, den elterlichen Tischlereibetrieb bzw. die Marke Steininger Designers als „Apple“ unter den Küchenherstellern zu etablieren – ein höchst ehrgeiziges Ziel.

Martin Steininger: Das stimmt, wenn man aber als kleine Mühlviertler Tischlerei auf dem internationalen Designparkett bestehen will, muss man sich hohe Ziele

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Das heißt, Ihre Vermarktungsstrategie ist vor allem die unmittelbare Nähe zum Kunden?

setzen. Mit ein bisschen Design hat man in diesem Marktsegment keine Chance. Nicht ausschließlich. Wir trennen sehr Die Idee, individuelles, maßgeschnei­ strikt zwischen Produkt und Projekt. dertes Design mit höchster handwerk­ Dort, wo es nicht nur um einen stylischen licher Qualität und Präzision zu verbin­ Küchenblock geht, sondern um das ge­ den, ist einerseits ein ziemlicher Spagat, samte Interieurdesign, braucht es diesen auf der anderen Seite aber auch unser engen Kontakt zwischen Auftraggeber wesentlicher Vorteil gegenüber der indus­ und Auftragnehmer, anders wird keiner triellen Fertigung – unser USP, wenn man von beiden mit dem Ergebnis zufrieden so will. Bis dato war es immer die Indus­ sein. Gleichzeitig wollen wir aber auch trie, die Trends und Designs vorgegeben wachsen und uns insgesamt breiter auf­

Fotos: Simon Jappel, Steininger Designers

Martin Steininger

Wir verstehen uns als Designmanufaktur und suchen für unser spezielles Design die entsprechenden Kunden. Das ist einer der Gründe, warum wir sehr aktiv auf Messen gehen und versuchen, direkt mit unseren Kunden in Kontakt zu treten. In erster Linie wollen wir nicht nur beraten, sondern vor allem begeistern. Im Vier­augengespräch können wir gezielt auf die Wünsche und Anforderungen unseres Gegenübers einge­ hen und bestmöglich dessen Bedarf ermit­ teln. Dabei stehen wir für eine bestimmte Designlinie, die aber jedes Mal neu und ganz individuell an die jeweiligen Bedürf­ nisse angepasst wird. Damit ist man aber auch sehr schnell ganz weit weg von der industriellen Fertigung. Die gesamte Küchen­ industrie hat sich deshalb die „Krücke“ zurechtgebastelt, mit Systemkorpussen zu arbeiten, womit sich die Küche als Gan­ zes industriell oder zumindest halb­industriell fertigen lässt. Das ist weit weniger beratungsintensiv und lässt sich somit auch wesentlich leichter über den Handel vertreiben.


Material & technik

stellen. Deshalb versuchen wir uns gera­ de zum ersten Mal auch tatsächlich im Industriedesign. Das heißt konkret, dass wir unseren Küchenblock auch als Modul­ küche anbieten werden, und zwar in den Materialien Beton, Keramik und Stein. Das sind die Materialien, die die Industrie nicht zur Verfügung stellt. In ganz ein­ facher Form wird es vier unterschiedliche Module von einem Meter mal einem Me­ ter im Grundriss geben, die wir dem Handel anbieten werden.

Außergewöhnliches Design, kombiniert mit handwerklicher Qualität: die Steininger-Küchen in Aluminium, Stein und Beton

Gibt es auch schon einen Namen für die neue Modulküche?

Die Küche wird M3 heißen, in Anlehnung an den Kubikmeter. Ihre Küchenkreationen zeichnen sich ja nicht nur durch ihr puristisches Design, sondern vor allem auch durch den Einsatz von höchst unkonventionellen Materialien aus. Wie kommt man beispielsweise auf die Idee, einen Küchenblock „zu betonieren“?

Das liegt zum einen sicherlich an meiner ganz persönlichen Vorliebe, mit Materi­ alien zu experimentieren, zum anderen aber auch daran, dass wir uns ganz ge­ zielt von unseren Mitbewerbern abheben wollten. Angefangen haben wir mit der Aluminiumküche und haben damit gleich vom Start weg Aufse­

hen erregt und auch ein überaus posi­ tives mediales Echo erhalten. Also sind wir einen Schritt weiter gegangen und haben begonnen, eine Küche aus Naturund Kunststein zu entwickeln, und schließlich sind wir auch bei Beton gelan­ det. Mit ein Grund für die ungewöhnliche Materialwahl ist aber auch unser Fokus auf den Export und unser Bestreben, auch auf den internationalen Designmärk­ ten zu reüssieren. Unsere Küchen sind keine Stangenware, wir be­ wegen uns in einem ge­ hobenen Preisseg­

» Ich möchte, dass der Küchenblock von Steininger Designers zum Kultobjekt wird. « Martin Steininger ment. Wir sind überzeugt, dass es dafür in jedem Land auch die passende Ziel­ gruppe gibt, diese ist aber naturgemäß relativ klein. Somit müssen wir uns auch den internationalen Markt erschließen, und der beste Weg dorthin führt meiner Meinung nach über internationale Mes­ sen, wie beispielsweise die Eurocucina im Rahmen des Salone del Mobile in Mailand. Und Mailand ist internatio­ nal betrachtet sicher die wichtigste und bekannteste Messe für den ge­ samten Möbelbereich, mit Besuchern aus aller Welt. Dort muss man aller­

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dings auch mit 350 anderen Küchenan­ bietern aus aller Welt konkurrieren und das geht in unserem Fall nur über die Differenzierung. Wir haben nicht diesel­ ben finanziellen Möglichkeiten wie große Hersteller und können uns einen 800 Quadratmeter großen Stand schlichtweg nicht leisten. Also haben wir beschlossen, uns mit einem sehr kleinen Messestand zu präsentieren, dafür aber mit einem Produkt, das auffällt und nachhaltig in Erinnerung bleibt – so ist die Betonküche entstanden. Der Werkstoff Beton war in­ sofern naheliegend, weil es nichts Ver­ gleichbares auf dem Markt gibt, weil wir schon davor sehr lange mit Beton als Material für den Möbelbau herumexperi­ mentiert haben und weil Beton einfach ein verdammt cooles Material ist. Ihr bisheriger Erfolg scheint Ihrer kompromisslosen Designstrategie recht zu geben: Im vergangenen Jahr wurden Sie mit der Betonküche zum Staatspreis Design nominiert, haben auf dem Salone del Mobile in Mailand gehörig für Aufsehen gesorgt und in bester Lage am Wiener Parkring einen Showroom eröffnet. Was kommt als Nächstes?

Wir haben uns auch für heuer wieder ei­ niges vorgenommen und werden weiter

» In erster Linie wollen wir nicht nur beraten, sondern begeistern. « Martin Steininger

expandieren und vor allem international nen & Interieur die Messepremiere un­ bekannter werden. Unser Fokus liegt da­ serer Betonküche feiern. Kurz danach bei eindeutig auf den deutsch- und eng­ geht es auch heuer wieder auf die Eurocu­ lischsprachigen Ländern. Beispielsweise cina und den Salone del Mobile, wo wir wollen wir parallel mit der Design Week das erste Mal unsere neue Modulküche in im September mitten auf der Küchen­ Beton präsentieren werden. meile der Londoner City unseren ersten Showroom außerhalb von Österreich er­ Ein durchwegs aktives Jahr mit zahlöffnen. London ist das erste und wich­ reichen Marketingaktivitäten also? tigste Etappenziel auf unserem Expansi­ Das kann man wohl sagen. Zum Teil tun onskurs. Aber auch im Inland werden wir wir nichts anderes, als das Geld, das wir nicht ganz untätig sein und auf der Woh­ verdienen, wieder in die Weiterentwick­

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lung unserer Produkte und die Vermark­ tung zu investieren. Andere Tischlereibe­ triebe investieren in der Regel lieber in ei­ ne neue CNC-Fräse, eine modernere Säge für den Zuschnitt und dergleichen oder in den Ausbau der Produktionsanlagen. Die­ se müssen dann allerdings auch ausgelas­ tet werden. In Bezug auf unsere Maschi­ nen sind wir gut aufgestellt und eine Er­ weiterung der Produktion ist im Moment auch nicht zwingend notwendig. Wir be­ schränken uns darauf, die Elemente und Einzelteile unserer Küchen selbst zu pro­ duzieren, für die ein hohes Maß an Knowhow erforderlich ist, den Rest lagern wir an einen Kooperationspartner aus. Wir investieren also nicht unser gesamtes Budget in die Produktion, sondern versu­ chen Schritt für Schritt ein Produkt zu entwickeln und dieses dann auch gezielt zu vermarkten. Das, was wir machen, grenzt sicherlich an Idealismus und hat auch ein wenig mit Selbstdarstellung zu tun, weil wir uns bis zu einem gewissen Grad auch beweisen wollen, dass man als kleines Unternehmen Designs entwickeln und verkaufen kann. Und in Bezug auf die Materialien – was kann man sich diesbezüglich noch von Steininger Designers erwarten?

Es gibt tatsächlich schon wieder Materi­ alien, mit denen wir experimentieren. Hightech-Materialien, die im Möbelbau bis­ lang nicht eingesetzt wurden. Aber um da­ raus ein marktreifes Produkt zu machen, brauchen wir sicher noch ein bis zwei Jahre Entwicklungsarbeit. Deshalb will ich diese Katze noch nicht aus dem Sack lassen.


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Ausgezeichnet Das Induktionskochfeld „Pure Hob“ wurde für das klare Design mit dem iF design award 2012 ausgezeichnet.

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m ausgeschalteten Zustand präsentiert sich der Pure Hob dem Betrachter als durchgehend schwar­ ze Fläche. Erst nach dem Einschalten offenbaren sich die Bedienelemente sowie die vier Kochzonen in elegantem Rot. Als Induktionskochfeld ist der Pure Hob auf dem neuesten Stand der Technik: Indukti­ onskochen ist die momentan fortschrittlichste Koch­ technologie. Sie liefert exakte und leicht zu kontrol­ lierende Temperaturen – denn nicht der Herd, son­ dern Pfanne oder Topf werden erhitzt. Dafür sorgt ein Elektromagnet unterhalb der Glaskeramik-Ober­ fläche, der durch den sogenannten „Joule-Effekt“ die Hitze erzeugt. Die Temperatur lässt sich einfach und punktgenau regulieren, ohne dass der Topf vom Kochfeld genommen werden muss, um beispielswei­ se ein Überkochen zu verhindern. Zudem verspre­ chen Induktionsfelder auch Komfort und Energie­ effizienz: Denn sie erkennen die Größe von Töpfen – die Hitze wird daher nur im Bereich des jeweiligen Topfes erzeugt. AEG MaxiSense mit Chefkoch-Funktion

Ein weiteres AEG-Highlight ist das 90 cm breite AEG-MaxiSense-Kochfeld mit Chefkoch-Funktion. Auf großen Induktionskochfeldern jonglieren Kü­ chenkönner Topf und Pfanne über Kochfelder und kreieren dadurch punktgenau zubereitete Menüs. Grund hierfür sind die unterschiedlichen Leistungs­ stufen der Profiherde, die es ermöglichen, verschie­ dene Gerichte zeitgleich scharf anzubraten, zu garen und warm zu halten. Diese Funktionalität bietet das neue AEG-Kochfeld nun auch für zu Hause: Das In­ duktionskochfeld verfügt über sechs einzelne Koch­ felder, die sich mit nur einem Tastendruck zu drei großen vertikalen Kochzonen zusammenschalten lassen. www.electrolux.com

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Foto: AEG/Electrolux

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Im ausgeschalteten Zustand präsentiert sich der Pure Hob dem Betrachter als durchgehend schwarze Fläche.

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Tischler ohne Holz Roman Ziebermayr aus dem oberösterreichischen Losenstein hat sich seit Jahren auf eine besondere Nische spezialisiert: Er baut Waschtische und Arbeitsplatten aus dem Mineralwerkstoff Marlan. Text: Thomas Prlic schen Losenstein angesiedelten 15-Per­ sonen-Betrieb heute Tischler und Installa­ teure mit seinen maßgeschneiderten Pro­ dukten. Ein besonderes Segment ist dabei die Entwicklung von barrierefreien Lö­ sungen. Nische: Mineralwerkstoff

Dabei war der Weg in dieses spezialisier­ te Nischensegment keineswegs so gerad­ linig vorgezeichnet. Nach dem Engage­ ment in der Möbelindustrie war Zieber­ mayr längere Zeit als „klassischer“ Ein­ mann-Tischlerbetrieb (Planung und Mon­ tage bei ausgelagerter Fertigung) tätig. Doch auch dabei blieb es nicht. Ende der Achtzigerjahre war er dann bei einem großen Unternehmen für den Generalver­ trieb des Mineralwerkstoffes Marlan zu­ ständig. Nach strukturellen Komplikati­ onen in der Firma beschloss er auf dem Gebiet selbstständig weiterzumachen. Er begann den Vertrieb für Österreich und die Schweiz neu zu organisieren und zu­ sammen mit Großhändlern den Werkstoff bei den Tischlern zu bewerben. Ideal im Sanitärbereich

Anwendungsbeispiel für einen Mehrpersonen-Waschtisch im Bereich Hotellerie

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oman Ziebermayr war immer schon eine Art Spezialist für besondere Ideen. Als ausgebildeter Tischlermeister arbeitete er in den 1970er-Jahren für eine im Badezimmerbereich spezialisierte Fir­ ma aus der Möbelindustrie. Ziebermayr initiierte damals für das Unternehmen die Herstellung des ersten Waschtisches aus Gussmarmor. Nicht unbedingt das alltäglichste Material für einen Tischler. „Ich habe mir immer schon Nischen ge­ sucht. Und ich wollte immer schon das machen, was andere nicht können“, sagt Ziebermayr heute. Der Waschtisch aus Gussmarmor war gleichzeitig schon eine Art Vorläufer für jenes Betätigungsfeld, auf das sich der umtriebige Tischlermeister Jahre später

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spezialisiert hat und in dem er heute noch aktiv ist: die Planung und Produk­ tion von Waschtischen und Arbeitsplat­ ten – und zwar aus dem Mineralwerk­ stoff Marlan. Über den Großhandel beliefert Ziebermayr mit seinem im oberösterreichi­

Waschtischmodul „Adonis“: Schlicht-modernes Design fürs Badezimmer

Das Know-how für die Verarbeitung des in Holland hergestellten Mineralwerk­ stoffes musste er sich dazu selbst aneig­ nen. Marlan ist thermisch verformbar, lässt sich ansonsten ähnlich wie Holz schneiden, fräsen oder schleifen – schon alleine deshalb bietet sich eine Verarbei­ tung durch Tischler an. Dazu kommt noch die Chemikalienbeständigkeit, das Mate­ rial ist porenfrei, wird fugenlos verarbeitet und ist deshalb beson­ ders hygienisch. Nicht umsonst wird der Werkstoff häufig im


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Sanitär-, Spitals- oder auch im Laborbe­ reich eingesetzt. Außerdem ist das Mate­ rial schwer brennbar und gibt im Brand­ fall kein toxisches Gas ab. Beschädi­ gungen wie Kratzer oder dergleichen würden sich, so Ziebermayr, leicht und fast unsichtbar zum Beispiel durch Ab­ schleifen ausbessern lassen.

Der speziell für den Pflegebereich entwickelte Waschtisch ist unterfahrbar, hat Schwallränder rund um das Becken und speziell ausgeformte Griffe.

MaterialSchulungen

Das angelernte Wissen um den Umgang mit dem Werkstoff gab Ziebermayr lange Zeit auch selbst an die Kollegenschaft weiter. Zwei Jahre hielt er zu dem Thema sogar Wifi-Kurse ab. „Die Nachfrage nach dem neuen Werkstoff war gewaltig“, erin­ nert sich Ziebermayr. Zunächst bot der Tischlermeister neben der Lieferung von Fertigkomponenten auch Schulungen im Umgang mit dem Rohmaterial an. Mitte der Neunzigerjahre

» Ich habe mir immer schon eigene Nischen gesucht. Und ich wollte immer schon das machen, was andere nicht können. « Roman Ziebermayr, Tischlermeister

Fotos: Ziebermayr

änderte sich die Nachfrage, er schwenkte mit seinen Produkten vom Küchen- auf den Badezimmerbereich um. Ziebermayr begann eine Produktion im großen Maß­ stab aufzuziehen. Sein Betrieb stattete ganze Hotels mit bis zu hundert Wasch­ plätzen aus, derartige Projekte wickelte er binnen eines Monats ab. Einbaufertige Lösungen

Bis heute hat Ziebermayr sich in dem Fachgebiet weiter spezialisiert und sein Angebot auf den Markt abgestimmt: Statt in der Bearbeitung des Werkstoffes schult er heute Tischler nur noch in Fragen des Einbaues. Dazu bietet er vor allem eigene Waschtische – insgesamt zwölf verschie­ dene Beckenformen – nach einer Art Mo­ dulsystem bzw. mit individuell anpass­ baren Längen an. Daneben fertigt er auch Spezialelemente für den Bereich des bar­

rierefreien Bauens und entwickelt dafür auch innovative Sonderlösungen. Dazu kommt noch die Fertigung von Proto­ typen, wie etwa flächenbündig einbau­ bare Duschtassen nach Maß, die auch mit Rollstuhl befahrbar sind. Überhaupt ist barrierefreies Bauen für Ziebermayr inzwischen ein wichtiges Be­ tätigungsfeld geworden. Bei der Entwick­ lung eines speziell für den Pflegebereich konzipierten Waschtisches arbeitete der findige Tischler mit Pflegern, Ärzten und Patienten zusammen, um das Produkt genau auf die Bedürfnisse der Zielgruppe maßschneidern zu können. Der Wasch­ tisch ist beispielsweise unterfahrbar, hat Schwallränder rund um das Becken und speziell ausgeformte Griffe – und ist be­ sonders in Altersheimen begehrt. Der große Vorteil für die Nutzer: Sie können

Der Mineralwerkstoff wird häufig für Küchenarbeitsplatten verwendet: hier ein Beispiel aus einer Schulküche in Mattsee.

sich alleine und ohne Hilfe eines Pflegers waschen. Die Anzahl von 15 Beschäftigten im Betrieb versucht Ziebermayr heute nach Möglichkeit zu halten. „Mehr sollen es nicht mehr werden. Ich wollte das Un­ ternehmen immer in einer gesunden Grö­ ße halten.“ Dafür bahnt sich schön lang­ sam ein weiterer markanter Einschnitt in seinem Betrieb an: Im Herbst will Zieber­ mayr nach einer spannenden und nicht ganz alltäglichen Tischler-Laufbahn sei­ nen wohlverdienten Ruhestand antreten. Dafür, dass das Unternehmen weiter gut läuft, hat er aber schon vorgesorgt: Seine Nichte und seine Tochter, die bereits in der Firma mitarbeiten, werden es dann in bewährter Weise weiterführen. www.ziebermayr.at

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Tischler Journal 33


Material & Technik

Trendsicheres Design, mehr Service Seit März ist die neue, weiterentwickelte Zoom-Kollektion von Egger im Plattenfachhandel erhältlich. Zum Komplettangebot gehören trendgerechte Dekore, ein erweitertes Programm, passende Trägermaterialien sowie umfassender Service.

» Die Kunden erwarten eine schnelle, kreative und qualitativ hochwertige Umsetzung ihrer Aufträge bei adäquaten Kosten. «

Oben: Die Zoom-Dekore sind mit allen Trägermaterialien kombinierbar. Das schafft Flexi­ bilität bei der Gestaltung und ermöglicht ein rundum perfektes Design. Rechts: Die Spaltholzoptik aus der Dekorwelt „Authentische Hölzer“ sorgt für markante Akzente, besonders in Kombination mit weißen Präsentationsflächen.

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erarbeiter und Architekten haben an trendsichere Design wurde in zwölf FarbMaterialien verschiedene Anforderun­ und Dekorwelten gegliedert, um eine gen: Sie müssen den höchsten Designan­ raschere Orientierung zu ermöglichen. sprüchen genügen, beste Qualität aufwei­ Damit Beratung und Visualisierung für sen, funktionalen Ansprüchen gerecht wer­ den Verarbeiter einfacher werden, gibt den, wettbewerbsfähig im Preis sein und es seit Frühjahr 2012 das Virtuelle De­ nicht zuletzt rasch verfügbar. Zudem erwar­ sign-Studio VDS Online und eine VDSten Kunden eine schnelle, kreative und Prof-Version mit erweiterten Funktiona­ qualitativ hochwertige Umsetzung ihrer litäten für die Nutzung im eigenen Büro Aufträge bei adäquaten Kosten. „Alle diese oder in der Werkstatt. Damit wird es Faktoren vereint die neue Zoom-Kollektion möglich, die Wirkung von Entwürfen von Egger“, sagt Günter Karbun, Leiter Ver­ und das Zusammenspiel von Dekoren trieb/Marketing Mittel-Süd-Europa bei dem Kunden direkt am Bildschirm zu ­Egger. „Weil unser Markt immer schnell­ zeigen. lebiger wird, setzen wir zudem verstärkt auf den direkten Dialog und individuelle, Erweitertes Angebot elektronische Services. Damit sind unsere Weiterentwickelt wurde für Zoom 2012 Kunden immer auf dem neuesten Stand auch das Materialangebot im Dekorver­ und können ihre Kompetenz nicht nur bund. Es eignet sich für unterschied­ handwerklich, sondern auch bei der Bera­ lichste Anforderungen: Zoom bietet Lö­ sungen in Sachen Brandschutz und tung unterstreichen.“ Raumakustik ebenso wie für den Leicht­ Zwölf Farb- und Dekorwelten bau und den perfekten Kantenabschluss. Zoom 2012 ist charakterisiert durch Wei­ Alle Produkte sind mit Umweltprodukt­ terentwicklungen in drei Bereichen: Das deklarationen zertifiziert.

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Fotos: Egger Holzwerkstoffe

Online-Service

Im Mittelpunkt der Services steht die In­ ternetseite www.egger.com/zoom. Hier stehen nicht nur allgemeine Informatio­ nen rund um die Kollektion zur Verfü­ gung. Mit einer Registrierung unter my­ Egger erhalten Kunden individuellen Zu­ gang zu regelmäßig erscheinenden Neu­ heiten, kundenspezifischen Informatio­ nen und dem Egger-Musterservice. Die ständige Verfügbarkeit aller Angebote ist weiterhin selbstverständlich, ebenso wie die Beratung durch den Egger-Außen­ dienst oder die Zoom-Hotline.


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Bauen, Wohnen, Fertigen Schachermayer bringt auf seiner Branchenmesse 101 renommierte Markenaussteller in drei Hallen. Dazu steigt im Schachermayer-Zentrum Linz eine große Ausstellung mit Innovationen aus allen Geschäftseinheiten.

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iele Branchen-Insider sprachen da­ chitekten, Küchenprofis, Trendsetter und von, dass in diesem Jahr eine Messe Wohn-Ästhetiker zur BWF (Bauen, Woh­ in Österreich fehlt. Dazu wurde oft kriti­ nen, Fertigen) im SCH-Zentrum. Ein hei­ siert, dass die Informationen über Trends ßer Tipp für die Besucher: Die neues­ und Innovationen am traditionell starken ten Maschinengenerationen aus österreichischen Markt einfach so vorbei­ Nürnberg und von der Ligna sind im ziehen. Gerd Schachermayer, der Ge­ Maschinenzentrum bei Schachermayer schäftsführer von Schachermayer, nahm bei der sich der Sache an, sprach mit den besten B W F der vielen Lieferanten des GroßhandelsBranchenleaders und ließ seine Messe­ profis an ihren Planungstischen schwitzen. Jetzt steht die Pre­ miere der einzigen Branchen­ messe Österreichs im Jahr 2012 vor der Tür. Am 26. und 27. April treffen sich die Einrich­ ter, Tischler, Holzbauspezialisten, Ar­

vorführbereit. Und: Alle diese maschi­ nellen Neuheiten werden sofort nach der BWF als echte Schnäppchen abver­ kauft. www.schachermayer.at Die Martin T60 feiert auf der Branchenmesse Premiere.

Schwerpunkt „Bauen“ •Haustüren (Alu, Holz, Holz/Alu) •Innentüren-Neuheiten •Glastüren (Float, Reflo, Satinato, Klarglas/ESG/VSG) •Böden (Schiffsboden, Landhaus lackiert, geölt, Laminat, Vinyl, Kork, Linoleum, Zubehör) •Reinigungszubehör, Dämmunterlagen, Pflege •Baubeschläge-Neuheiten aller führenden Marken

Schwerpunkt „Wohnen“ •Büroausstattung Hettich „Systema Top 2000“ •Küchen-/Wohnraumausstattung der Top-Beschläge hersteller Blum, Hettich, Vauth-Sagel, Peka, Ninka etc. •Kücheneinbaugeräte, Spülen, Armaturen •Schiebetürbeschläge und Türdrücker, Solido und Helm, Solido-Türdrücker mit nicht zu zerstörender Oberfläche •Leuchten und LED-Lichtsysteme

Foto: Schachermayer/ Martin Maschinenbau

Schwerpunkt „Fertigen“ •Vorführungen der neuesten Maschinengeneration mit Premiere der Martin T60 •Die Stichsäge GST 1/40 CE von Bosch als Beispiel für Präzisionswerkzeuge •Arbeitsschutz: sicher von Kopf bis Fuß anhand modernster Arbeitsbekleidung und Schuhwerk (Kansas Icon – führend mit Luxe-Qualität) •Handwerkzeug als täglicher Begleiter – im breitesten Sortiment der Branche bei Schachermayer mit clever durchdachten Accessoires bei der Arbeit

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Heißes Holz

An drei Maschinen im Werk werden Furniere „gemessert“.

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ie rumänische Stadt Braşov, gelegen Werk zum Holz gegangen“, sagt Rares am Rande der Karpaten, ist eine hüb­ Felder, der Direktor von J.F. Furnir. sche Stadt etwa in der Größe von Graz. Im Winter kommt die vermögende Bukares­ Vom Händler zum Produzenten ter Bevölkerung hierher zum Skiurlaub, 30.000 Festmeter Holz verarbeitet man auf einem Berghang prangt in Hollywood- im rumänischen Werk jedes Jahr. Etwa Manier ein „Braşov“-Schriftzug, ringshe­ die Hälfte davon geht in die Furnierher­ rum umgeben von winterlich weißen Ber­ stellung, die andere Hälfte wird zu gen und Wäldern. Seit einigen Jahren be­ Schnittholz verarbeitet. Schon der Start treibt hier der Holzwerkstoff-Großhändler der eigenen Furnierproduktion war für J.u.A. Frischeis eine eigene Fertigungs­ das 1948 gegründete und traditionell auf stätte: 2007 eröffnete die aus Stockerau den Holz- und Holzwerkstoffhandel spezi­ stammende, längst in ganz Europa aktive alisierte Unternehmen ein echter Meilen­ Frischeis-Gruppe in Braşov ihr erstes ei­ stein. Seit Ende vergangenen Jahres ist genes Säge- und Furnierwerk. Der Stand­ man bei Frischeis noch einen Schritt wei­ ort war dabei strategisch gut gewählt: Die ter und fertigt am Standort in Braşov rumänischen Wälder bieten den Rohstoff auch Thermoholz an. Noch im Werk wird Holz in Hülle und Fülle, ob Eiche, Buche, es zu Terrassendielen und witterungsbe­ Kernbuche, Ahorn, Kirsche, Esche oder ständigem Profilholz weiterverarbeitet. auch Nadelhölzer. „Wir sind mit dem Das Herzstück der neuen Produktions­

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schiene ist dabei die jüngst installierte Thermokammer, die auf eine Fertigung von 3200 m³ Thermoholz jährlich ausge­ legt ist. Verarbeitet werden hier vor allem Esche, aber auch Kiefer und andere, übri­ gens ausschließlich europäische Holz­ arten. Bei der Herstellung von Thermo­ holz wird Schnittholz durch eine hohe Erhitzung bei gleichzeitiger Zufuhr von Wasserdampf und Entzug von Sauerstoff veredelt und damit in seinen technischen Eigenschaften verbessert (siehe auch Kas­ten). Thermisch modifiziertes Holz bekommt durch diese Behandlung bei­ spielsweise eine bessere Dauerhaftigkeit, eine hohe Pilzresistenz und weist ein stark reduziertes Quell- und Schwindmaß auf. Es gilt daher als ebenbürtige Alterna­ tive zu exotischen Tropenhölzern beim Einsatz im Außenbereich.

Fotos: Thomas Prlic

Wasser, Wärme und sonst nichts: Thermoholz wird durch Hitzebehandlung widerstands­ fähiger gemacht. In Braşov, Rumänien, stellt der Holzwerkstoffanbieter Frischeis seit Ende vergangenen Jahres Thermoholz in eigener Produktion her. Text: Thomas Prlic/Braşov


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ist dabei im Winter unproblematisch. anlage gehievt und zerkleinert. Nach dem Damit das thermisch modifizierte Holz Wenn das Holz im Sommer in der Sonne Auftrennen läuft das Holz entweder in die aber auch tatsächlich die gewünschten liegt, wird der 10.000 m² große Lager­ Schnittholz- oder die Furnierproduktion Qualitäten erreicht, legt man bei Frisch­ platz eigens bewässert, damit das Materi­ weiter. eis schon auf die Vorauswahl der infrage al ausreichend feucht und frisch bleibt. Furnier: Holz im Dampfkessel kommenden Stämme besonderen Wert. Bevor das Holz zu hauchdünnen Furnie­ „Die Qualität des Endprodukts hängt auch Alle Stämme, eine Säge stark von der Beschaffenheit des Roh­ Egal ob Schnittholz oder Furnier: Zu Be­ ren weiterverarbeitet wird, werden die holzes ab, das wir in die Thermokammer ginn der Verarbeitung im Sägewerk lau­ Stämme in gewaltigen Koch- und Dampf­ schicken“, sagt Christian Schrimpl, inter­ fen sämtliche Stämme zunächst durch ei­ kesseln aus Stahl aufgeweicht. Dann wer­ nationaler Produktmanager für den Be­ ne gewaltige Blockbandsäge der Type den sie noch einmal genauestens kontrol­ reich Wertholz in der Frischeis-Gruppe. Bongioanni. Riesige Baumstämme kom­ liert und händisch abgeschliffen, damit Die Auswahl beginnt bereits im Wuchsge­ men dabei zunächst über Förderbänder nicht etwa kleine Steine in der Rinde später biet bei der Abnahme des Rundholzes. ins Werk, werden dann auf die Bandsäge­ die messerscharfen Furnierschneiden rui­ Die Fachleute des Unternehmens wählen dabei gezielt bestimmte Stammabschnitte je nach Eignung für die Thermoholzpro­ » Der Start der eigenen Produktion war für duktion aus. Verarbeitet wird im rumä­ das auf den Holz- und Holzwerkstoffhandel nischen Werk ausschließlich winterge­ schlägertes Holz. Die Lagerung im Freien spezialisierte Unternehmen ein Meilenstein. « Vorselektion im Wald

30.000 Festmeter Holz verarbeitet man im rumänischen Werk jedes Jahr.

Für Frischeis in Braşov (v. l.): Christoph Geiger, Produktmanager Furniere, Christian Schrimpl, Leitung IPM Wertholz Europa, Rares Felder, Direktor von J.F. Furnir

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Bild oben links: Die Hälfte des im Werk ­ erarbeiteten Holzes geht in die Furnier­ v herstellung, die andere Hälfte wird zu Schnittholz verarbeitet. Bild oben rechts: Die Holzdielen erhalten durch die Hitzebehandlung ihre typische dunkle Tönung. Bild rechts: Die Thermokammer, das Herzstück der neuen Produktionsschiene

nieren. In drei parallel laufenden Anlagen werden die Hölzer schließlich „gemessert“ – gewaltige Klingen fahren dabei durch die Stämme wie durch ein Stück weiche Butter. Anschließend werden die Furniere dann noch einmal gepresst und zugeschnitten. Die Ober- und Unterseite jedes Furnier­ bundes wird im Werk digital gescannt und mit Etiketten versehen (jedes Stück ist so zu seinem Ursprungsstamm zurückverfolg­ bar). Mit einer mit dem System verknüpften Online-Fotodatenbank will man bei Frisch­ eis den Kunden und Tischlern demnächst einen besonderen Service anbieten. Die Zu­ sammenstellung der gewünschten Furniere und Formate erfolgt bei J.F. Furnir übrigens noch händisch: Die Furniere werden manu­ ell sortiert und je nach Kundenwunsch zu Decks zusammengefügt.

für mehrere Monate zur Trocknung ins Freie – eine zu hohe Feuchtigkeit würde den technischen Trocknungsprozess unnö­ tig verlängern. Die Veredelung und thermische Modifizie­ rung steht erst ganz am Ende des Produkti­ onsprozesses: Auf Dimension beschnitten kommt das Holz in die Thermokammer, wo es 36 Stunden lang auf Temperaturen zwi­ schen 190 und 250 Grad erhitzt wird. Im Holz selbst laufen dabei unterschiedliche chemische und physikalische Prozesse ab – notwendig ist dazu allerdings nichts außer Wasser(dampf) und Hitze. Neben den ver­ besserten Eigenschaften erhält das Holz in der Thermokammer auch seine typische, Holz in der Hitzekammer dunkle Farbe. Die natürliche Zeichnung Das bei Frischeis gefertigte Schnittholz bleibt dabei erhalten. So ergeben sich wird für unterschiedliche Zwecke weiter­ gleichzeitig neue Gestaltungsmöglichkeiten verwendet: Kleinere Stücke gehen etwa an beim Einsatz im Freien. Ob als Terrassen­ Spielzeughersteller, man produziert hier diele oder als Profilholz: Nach der Fertig­ auch Halbfertigprodukte für die Möbelindus­ stellung hat das Thermoholz dann an der trie – oder eben Terrassendielen aus Ther­ frischen Luft jede Menge Zeit, seine neue moholz. Vor der Weiterverarbeitung kommt Widerstandsfähigkeit und Haltbarkeit unter das Schnittholz dabei zunächst noch einmal Beweis zu stellen.

38 Tischler Journal 04/2012

Thermoholz Während der drei Phasen der ther­ mischen Modifizierung bei J.F. Furnir werden ausschließlich Wärme, Dampf und Wasser, aber keine Chemikalien benutzt. 1. Temperaturerhöhung Dauer: ca. 18 Stunden Schrittweise Erhöhung der Holztem­ peratur auf etwa 130 °C. Wasser­ dampf verhindert die Rissbildung und beeinflusst die chemischen Prozesse. Die Holzfeuchte sinkt auf (beinahe) Null. 2. Thermobearbeitung – Modifizierung Dauer: ca. 6 Stunden Die Temperatur des Holzes in der Thermokammer wird je nach ge­ wünschtem Bearbeitungsgrad auf 185 bis 215 °C erhöht und bleibt zwei bis drei Stunden auf diesem Niveau. Die Zufuhr von Wasserdampf verhindert, dass das Holz zu brennen beginnt, und beeinflusst die beabsichtigten chemischen Prozesse. 3. Kühlung und Feuchtigkeitsausgleich Dauer: ca. 12 Stunden Die Temperatur des Schnittholzes wird mittels Sprühwasser gesenkt. Die Holzfeuchte wird auf niedrigem Niveau reguliert (4 bis 6 Prozent).


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Neue Elektroschutzverordnung 2012 Änderungen des ASchG, der GKV, der BauV und der VEXAT

Aushangpflichtige Gesetze Das Standardwerk für jedes Unternehmen In jeder Arbeitsstätte ist ein Abdruck dieser Gesetze sowie der auf Grund dieser Gesetze erlassenen Verordnungen soweit sie für die Arbeitsstätte anzuwenden sind für die Arbeitnehmer zur Einsicht ArbeitnehmerInnen schutzgesetz aufzulegen. Arbeitsmittelvero rdnung Arbeitsruhegeset z Arbeitsstättenveror dnung Arbeitszeitgesetz Bauarbeiterschut zverordnung Behinderteneinstell ungsgesetz Gleichbehandlungsg esetz Mutterschutzgeset z sicherheitsvertrau enspersonen-Verord nung Grenzwerteverordnu ng Elektroschutzveror dnung u.v.a.m.

WOLFGANG

ADAMETZ · JOsEF KErs chhAG

L

Das Kennzeichnungssystem der anzuwendenden Verordnungen zum ASchG ermöglicht das rasche Auffinden des aktuellen Textes der letztgültigen Verordnungen.

Aushangpflichtig e Gesetze ArbeitnehmerInne nschutzgesetz

mit Kennzeichnun der anzuwendend gssystem en Verordnungen

Aushangpflichtig

e Gesetze

Das Auflegen der „Aushangpflichtigen Gesetze“ schützt den Arbeitgeber vor Nachteilen infolge Nichtinformation der Arbeitnehmer über die für sie geltenden Vorschriften bei allfälligen Arbeitsunfällen bzw. arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzungen.

ISBN 978-3-85212-136-1 Umfang: 376 Seiten € 35,40 Aushangpflichtige_201

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Material & Technik

Gesunde Räume Über einen Zeitraum von einem Jahr haben Wissenschaftler der Paracelsus Universität Salzburg die Auswirkungen von Holzbauweisen auf Allergiker und Asthmatiker getestet.

Oben: Drei verschiedene Holzbausysteme wurden im Holzturm als abgeschlossene Raumeinheiten simuliert. Rechts: Die Forscher nahmen einen dreigeschoßigen Holzturm in Bezug auf Innenraum-Feinstaub, Luftionen-Konzentration und Innenraum-Allergene unter die Lupe.

D

as Bramberger Traditionsunterneh­ men Holzbau Maier und die Paracel­ sus Universität Salzburg lassen Allergi­ ker und Asthmatiker durchatmen. Über einen Zeitraum von einem Jahr haben Wissenschaftler der Paracelsus Universi­ tät Salzburg die Auswirkungen des Holz­ baus auf Allergiker und Asthmatiker ge­ testet. Als „Versuchsobjekt“ fungierte ein dreigeschoßiger Holzturm der Firma Holzbau Maier, der in Bezug auf Innen­ raum-Feinstaub, Luftionen-Konzentration und Innenraum-Allergene von den For­ schern unter die sprichwörtliche Lupe genommen wurde.

Fotos: proHolz Salzburg

Baulösungen für Allergiker

„Ziel des Forschungsprojektes war es, im Hinblick auf allergikergerechte Baulö­ sungen Wissen zu generieren und dieses für Produktinnovationen, Material- und Baukonzepte umsetzbar zu machen“, sagt Birgit Maier. Insgesamt wurden drei ver­ schiedene Holzbausysteme untersucht, die im Holzturm als drei übereinanderlie­ gende, abgeschlossene Raumeinheiten simuliert wurden. Wand und Boden

Die Holzblockbauweise im untersten Raum – bestehend aus Blockwand und

Massivholzboden in Eiche – zeigte die geringsten Partikelkonzentrationen aller Feinstaubmassen. Die Holzriegelbauwei­ se im mittleren Raum mit Röfix-Edelputz und einem Allgäuer Naturholzboden in Lärche sowie die Massivholzbauweise im obersten Raum mit Lärchenrhombus, Lehmputz und Allgäuer Naturholzboden in Fichte konnten ebenfalls ein gutes Er­ gebnis erzielen. Demnach weisen alle drei Holzbauweisen eine sehr geringe Feinstaubbelastung auf und sind hervor­ ragend für Allergiker geeignet.

24 . - 2

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6.

e 21 A P R I L · S t a 2 012 nd B 49

Gut fürs Wohlbefinden

Die höchste Konzentration negativer Luft­ionen, die sich – laut baubiolo­ gischen Publikationen – positiv auf das Wohlbefinden auswirken, wurde im obersten Raum (Massivholzbauweise) gemessen. Allerdings gab es hier keine signifikanten Unterschiede im Vergleich zu den anderen beiden Holzbauweisen. Alle drei zeichnen sich im Vergleich zu Standard­innenräumen durch eine relativ hohe Ionen-Konzentration aus. Die Stu­ die zeigt, dass Holz nicht ausschließlich das Auge verwöhnt, sondern auch gut für die Gesundheit und das Wohlbefin­ den ist.

HANS BRÜGMANN GMBH & CO. Schraubenfabrik

Auf der Heide 8 21514 Büchen · Deutschland Tel. +49 (0) 4155 / 81 41-0 · Fax: -80 www.rampa.de · mail@rampa.de

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Tischler Journal 41


Material & Technik

Extra öko, extra bunt Ob ökologisch mit dem Legno-Hartwachsöl oder bunt mit Legno-Color: Bei Adler bleibt kein Wunsch offen, wenn es um natürlichen Schutz für Holz geht. er sich im Innenausbau für Holz wachsöl entspricht übrigens den Kriterien entscheidet, leistet einen Beitrag zahlreicher Umweltzeichen und ist für zum Umweltschutz. Der natürlichste aller entsprechende Förderungen zugelassen. Werkstoffe wächst nach und bindet dabei sogar CO2. Holz braucht allerdings auch Extra bunt: Legno-Color Schutz, damit Möbel, Parkett, Treppen Wer’s auch beim Holz gerne bunt hat, für oder Decke lange schön bleiben. Mit dem den wurde Legno-Color entwickelt. Der Legno-Hartwachsöl von Adler ist nicht nur Adler-Farbenmeister tönt das Öl auf sei­ der Werkstoff, sondern auch dessen ner Farbmischmaschine nach Kunden­ schützende Beschichtung eine Freude für wunsch in vielen Farbtönen ab. So zau­ die Umwelt. „Das Legno-Hartwachsöl be­ bert man aus seinem hellen Eichenpar­ steht aus natürlichem Leinöl, Sonnenblu­ kett mühelos einen trendigen, dunklen menöl, Bienen- und Karnaubawachs“, er­ Boden oder man „stylt“ den Couchtisch klärt Rainer Troppmair, der mit seinem passend zum neuen Sofa. Eine neue Di­ Team die Legno-Produkte entwickelt hat. mension in der Gestaltungsmöglichkeit „Es ist deshalb so umweltverträglich, weil von geölten Oberflächen. Nach einem An­ es einen Festkörperanteil von fast 100 strich mit Legno-Color verleiht die Deck­ Prozent hat – das heißt, wir mischen kei­ schicht mit dem bewährten farblosen Le­ nerlei Lösemittel dazu.“ Legno-Hart­ gno-Öl oder Legno-Wachs dann optimalen Schutz, schöne Anfeuerung und – für Bö­ den und Treppen – sogar Rutschfestigkeit Natürlich schön und trotzdem geschützt mit der Klasse R10. www.adler-lacke.com Adler Legno-Öl

Foto: Adler

W

Ideen in Form gebracht

S

chnell, individuell und einfach, so machen Tisch­ ler ihre Visionen wahr und halten diese mit lebendigen Renderbildern fest. Diese viel­ seitige 3D-AutoCAD-Anwen­

dung eignet sich vom Desi­ gnermöbel sowie den gesam­ ten Innenausbau über den La­ denbau bis hin zu Objektein­ richtungen. Projektbezogene Elemente wie Haus- und In­

42 Tischler Journal 04/2012

nentüren, Bänke, Tische oder auch Verkaufstheken, Emp­ fangspulte, Einbaumöbel und Schrankwände können in be­ liebiger Konstruktion erstellt werden. Die intelligenten Soft­

warewerkzeuge sind auf die Bereiche 2D-Skizzieren, 3DPlanen oder auch Visualisie­ ren mit Material und Licht in Fotoqualität ausgerichtet. Auch eine Ableitung der Stücklisten, eine Erstellung von echten 2D-Schnitten und Ansichten für die Werkzeich­ nungen sind möglich – kom­ plett abgestimmt auf die Be­ dürfnisse von Tischlern. Das CAM-System der NC-Maschi­ ne erhält die intelligente Ver­ bindung zwischen den Bautei­ len und fräst die Idee in Form. Eine genaue Vorstellung der 3D-PlanungsSoftware gibt es bei Cad Design Center Rein­ hold Duft, 4942 Gurten, Tel.: 07757-7003-0, E-Mail: office@ cdc.at, www.cdc.at.

Renderbild: www.tischlerei-gruber.at

Einen realen Einblick in ihre zukünftigen Räume erhalten Kunden dank Variodesign3D von ihrem Planer schon vor dem Kauf.


Material & Technik

Bodenbelag aus der Natur Das Naturmaterial Holz kann Wasserdampf aus der Luft aufnehmen und wieder abgeben. So trägt auch Parkett zu einem gesunden Raumklima in den eigenen vier Wänden bei. Wer sich für Parkett entscheidet, profitiert gleich mehrfach von den natürlichen Eigenschaften des Holzes.

V

iele Menschen erholen sich am besten an der frischen Luft in natürlicher Umgebung. Im Alltag verbringen wir jedoch die meiste Zeit in geschlossenen Räumen, sei es bei der Arbeit oder in den eigenen vier Wänden. Wer bei der Einrichtung auf einen Fußboden aus Echtholz setzt, kann dessen positive Eigen­ schaften mit in die eigenen vier Wände holen: „Parkett reguliert das Raumklima und fördert das eigene Wohlbefinden somit auch in geschlossenen Räumen“, sagt der Vorsitzende des Ver­ bandes der deutschen Parkettindustrie (vdp) Michael Schmid.

Atmendes Holz

Das Naturmaterial Holz kann Wasserdampf aus der Luft aufneh­ men und wieder abgeben. „Weil Holz also ‚atmet‘, bewirkt es ein angenehmes Wohnklima. Je höher die Luftfeuchte, desto größer ist auch die Holzfeuchte“, erläutert Schmid. Dadurch vergrößert der Parkettboden sein Volumen – besonders im Sommer –, was allerdings optisch kaum auffällt. Wenn während der kalten Jah­ reszeit die Räume stark beheizt werden, sinkt die Luftfeuchtig­ keit und das Holz gibt Wasser an die Raumluft ab. Sollte das Holz über mehrere Tage versuchen das Raumklima zu „befeuch­ ten“, kann die Holzfeuchte so weit sinken, dass kleine Fugen entstehen.

Foto: vdp/Hain

Gesundes Raumklima

Ganz nebenbei trocknet zu geringe Luftfeuchte nicht nur das Naturmaterial aus, sondern auch die menschliche Haut und die Atemwege. Ideal ist eine Raumluftfeuchte zwischen 50 und 60 Prozent bei einer durchschnittlichen Raumtemperatur von 20

bis 22 Grad Celsius. Luftbefeuchter in verschiedensten Ausfüh­ rungen können das Raumklima zusätzlich unterstützen. Das richtige Raumklima hat also entscheidenden Einfluss sowohl auf die Vermeidung von Fugen, die dauerhafte Qualität des Par­ ketts und vor allem auch auf die Gesundheit der Bewohner. Es kann beispielsweise bei der Vorbeugung von Heiserkeit und Erkältungskrankheiten helfen. „Wer sich also für Parkett ent­ scheidet, profitiert gleich mehrfach von den natürlichen Eigen­ schaften des Holzes“, empfiehlt Schmid. www.parkett.de, www.realwood.eu

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Tischler Journal 43


Material & Technik

Ein Lachen in der Küche

Will Freude am Kochen vermitteln: HakaGeschäftsführer Gerhard Hackl

W

as gibt es Schöneres, als wenn man heimkommt, es herrlich duftet, sich alle wohlfühlen und man dieses Lachen in der Küche hört. Die Freude am Kochen, die Freude an gutem Essen, die Freude an den schönen Dingen stehen bei Haka im

Mittelpunkt und diese Freude möchte In­ oben geschlossen, so kann nichts spießen. haber und Geschäftsführer Gerhard Hackl „Hilfe, meine Teller rutschen!“ Auch die­ gerne an seine Kunden weitergeben. „Für sen Ruf hat Haka gehört und gleich Abhil­ uns steckt natürlich jede Menge Arbeit fe geschaffen. Schwere Teller und Töpfe dahinter, bis wir dem Kunden wirklich werden meist in den Unterschränken auf­ Freude bereiten können, und wir haben bewahrt. Und damit das nicht zur Rutsch­ die vielen Fragen und Anliegen der Kun­ partie wird, können Haka-Laden mit einer den ernst genommen, um eine perfekte Anti-Slip-Beschichtung ausgestattet wer­ Küche planen zu können. Es sind oft die den, so bleibt alles bombensicher stehen. kleinen Dinge, die den Alltag so sehr er­ leichtern“, freut sich Hackl über sein Er­ Das Buch der Freude Noch druckfrisch ist das neue Buch der folgskonzept. Freude, das erstmals den Konsumenten Schöpflöffellade & Co. Einblick in die Planungsphilosophie und Das Gespräch und die Nähe zur Region die vielen Details von Haka gibt. „Klar und den Menschen waren Motor für viele sind unsere Küchen schön, aber sie den­ schlaue Details, die es nur in einer Haka- ken auch, und diesem Umstand wollten Küche gibt. Wer kennt ihn nicht, den wir auch im Küchenbuch genügend Raum Schöpflöffel, der sich verspießt. Daher hat geben, weil dieser Faktor ein echter Wett­ Haka ein Ladensystem entwickelt, das bewerbsvorteil ist“, ist Gerhard Hackl zu dies verhindert. Laden von Haka sind recht stolz darauf. www.haka.at

Foto: Haka

Das neue „Buch der Freude“ von Haka bietet Einblick in die Planungsphilosophie und die vielen schlauen Detaillösungen des Küchenherstellers.

Spürbare Oberflächentrends Zu den aktuellen Highlights bei Kaindl zählen die neuesten Oberflächenstrukturen für Unidekore und auch die holzfurnierten Platten aus Altholz. kologie und Umweltschutz sind bei hältlich. Kaindl Kaindl nicht bloß Modeworte. Seit fasst unter dem Be­ jeher entwickelt Kaindl Ideen, die auch griff Synchrondeko­ der Umwelt zugute kommen. So auch bei re alle Platten zu­ den holzfurnierten Platten. Der neueste sammen, die dank Trend in diesem Bereich: Altholz. Dafür eines innovativen werden ausgesuchte Holzbalken aus alten Verfahrens optisch Beständen – z. B. einem Stadel – zum Fur­ wie haptisch kaum nier verarbeitet, welche die Basis für neue, von Holzprodukten holzfurnierte Platten, wie etwa „Fichte Alt­ zu unterscheiden holz“ und „Eiche Altholz“, bilden. sind. Eine weitere Neuheit stellt „Na­ Neues mit Natural Touch tural Touch Rough Nicht nur bei den holzfurnierten Platten Sawn (SX)“ bei den Kaindl Eiche Altholz Rough Cut – neu bei den holzfurnierten Platten sind Fühlbarkeit und Authentizität von H o l zo b e r f l ä ch e n großer Bedeutung, auch bei Dekorplatten dar. Dabei wird die sind authentische Strukturen die High­ raue Natur des lights. Deshalb präsentiert Kaindl neue Holzes besonders gut spürbar, wie zum oberfläche. So auch die Farbe „Champa­ „Natural Touch“-Oberflächen, die sich Beispiel beim Dekor „Eiche Cappuccino gner“. Als Vorbild für die markante Holz­ durch ihre besonderen Holzstrukturen Rau“ in sägerauer Optik. struktur dieser Oberfläche hat Kaindl die hervorheben. Die Ausführung „Natural Die Oberfläche „Natural Touch Urban Holzart Ulme herangezogen. Die schöne Touch Vintage (SV)“ bringt etwa mit Hem­ (SU)“ präsentiert sich als besondere Neu­ Porenzeichnung und der leichte Mattlock, einem speziellen Nadelholz, das heit bei den Unidekoren. Erstmalig gibt Glanz-Effekt verbinden gekonnt Natür­ Thema Altholz auf die Dekorplatte und ist es sechs Trendfarben von Magnolia bis lichkeit und Eleganz. in drei unterschiedlichen Farbtönen er­ Mitternachtsblau mit ausgeprägter Holz­ www.kaindl.com

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Foto: Kaindl

Ö


Promotion

Gemeinsam zu mehr Effizienz Mit seinem CARE-Programm optimiert Würth die Beschaffungs- und Lagerprozesse bei den Kunden, damit diese sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Materialbeschaffung ist meist ein aufwendiger Prozess. Bis zu 80 Prozent der Kosten fallen auf die Beschaffung und nur 20 Prozent auf die benötigten Produkte, den eigentlichen ­Warenwert, an.

» Der kontinuierliche Verbesserungsprozess führt zu höherer Unternehmenseffizienz, steigender ­Produktivität und Qualität. « Clemens Pfeiffer, Würth-Verkaufsleiter

Clemens Pfeiffer

Fotos: Würth

G

emeinsam zu mehr Erfolg: serungsprozess (KVP) führt zu Würth unterstützt seine höherer Unternehmenseffizi­ Kunden in der Beschaffung und enz, steigender Produktivität Lagerung von Kleinteilen, soge­ und Qualität sowie zu mehr Mit­ nannten C-Teilen. Dazu gehören arbeiterzufriedenheit“, fasst beispielsweise Schrauben, Dü­ Clemens Pfeiffer, Würth-Ver­ bel, Dichtstoffe oder Beschläge. kaufsleiter Holz, die Vorteile Mit dem CARE-Programm (C- von CARE zusammen. „Gemein­ Teile Abwicklung rasch und er­ sam mit dem Kunden werden folgreich) optimiert Würth die mit einem speziellen Analyse­ Beschaffungs- und Lagerpro­ tool betriebliche Abläufe abge­ zesse beim Kunden, damit diese bildet und das Verbesserungs­ sich auf ihr Kerngeschäft kon­ potenzial aufgezeigt. Oft wer­ zentrieren können. den dabei z. B. unnötige Weg­ „Dieser Kontinuierliche Verbes­ strecken sichtbar, die von Mitar­

beitern täglich mehrmals zwi­ schen Arbeitsplatz und Lager zurückgelegt werden müssen und letztendlich Kosten verur­ sachen. Wer richtig Geld sparen will, optimiert seine Beschaf­ fungsprozesse“, ist Clemens Pfeiffer überzeugt.

Mitarbeiter. Garantiert wird die optimale Versorgung der Kun­ den durch ein modernes Logis­ tikzentrum, ein großes Sorti­ ment und durch das umfas­ sende Know-how der Kunden­ berater.

Prozesskosten senken

CARE lässt sich in jedem Unter­ nehmen und für jeden Bereich anwenden, da es flexibel an die Unternehmenskultur und die betrieblichen Besonderheiten angepasst werden kann. Darü­ ber hinaus wird dieses Klein­ teile-Management auch direkt auf der Baustelle in Baucontai­ nern eingesetzt. Mehr Informationen unter Tel.: 05/8242-0 oder info@wuerth.at

Materialbeschaffung ist meist ein aufwendiger Prozess. Bis zu 80 Prozent der Kosten fallen auf die Beschaffung und nur 20 Prozent auf die benötigten Pro­ dukte, den eigentlichen Waren­ wert, an. Mit dem Würth CAREService sind Einsparungen bei den Prozesskosten von bis zu 60 Prozent möglich, und das bei gleichzeitiger Produktivitäts­ steigerung und Entlastung der

04/2012

individuelle Umsetzung

www.wuerth.at

Tischler Journal 45


Material & Technik

Ausgefallene Fräsungen Die Industrie-Manufaktur Hasenkopf ermöglicht durch ihre innovative Verarbeitungstechnik Frescata bemerkenswerte Objekte und Designs.

F

Blickfang der neuen Räumlichkeiten der Sparkasse Schwyz ist die schwungvolle Theken-Sonderanfertigung von Hasenkopf.

leuchtung für eine außergewöhnliche Ge­ staltung an, wie es sich bei edlen Badmö­ beln von Hasenkopf zeigt. www.hasenkopf.de

Foto: N. Kazakov

rescata ist eine Frästechnik von Ha­ kopf mit modernsten Drei- und Fünfsenkopf, die sowohl geradlinige Flä­ Achs-CNC-Fräsen millimetergenau ausge­ chenbearbeitungen als auch filigrane Or­ fräst zu werden. Vor Ort in Schwyz wur­ namente oder Intarsienarbeiten in höchs­ den die Einzelteile aus Corian naht- und ter Präzision ermöglicht. Durch die Ver­ fugenlos verklebt und verschliffen. Die wendung transluzenter Materialien kön­ Verarbeitungstechnik Frescata begeistert nen auch beeindruckende Beleuchtungs­ mit einer breiten Gestaltungsvielfalt: effekte für einzelne Objekte oder ganze Durch Kombinationen von Werkstoffen Räume erzielt werden. So wie bei dem wie Corian mit Holz, Acrylwerkstoffen raumgreifenden Designstück aus dem oder Lackbeschichtungen ergeben sich Mineralwerkstoff Corian, das die Indus­ viele Designmöglichkeiten. Sogar Logos trie-Manufaktur Hasenkopf in Abstim­ und Schriftzüge können in die Frescatamung mit der Kreativschreinerei Wagner Oberflächen integriert werden, indem AG für die Geschäftsstelle der Sparkasse Ausfräsungen durch Inlays in anderen Schwyz fertigte. Die gebogene Theke ist Farben oder anderen Werkstoffen wieder nicht nur dreidimensional verformt, son­ ausgefüllt werden. Auch sogenannte dern auch partiell ausgefräst, sodass eine Graustufen-Fräsungen sind möglich. Das farbenprächtige Hinterleuchtung beein­ heißt, beliebige Bilder können als Fräs­ druckende Lichtspiele zeigen kann. konturen umgesetzt und dargestellt wer­ Die geschwungene Theke wurde erst den. Frescata bietet sich aber auch bei thermisch verformt, um dann bei Hasen­ kleineren Objekten und ohne Hinter­

Rampa auf der Fastener Fair

D

ie unter der Marke Rampa bekannten Produkte des familiengeführten Un­ ternehmens werden in nahezu allen Branchen eingesetzt, in denen flexible und kraftschlüssige Verbindungen zur Montage von Einzelelementen gefordert sind. Neben dem Möbelbau und der Kü­ chenherstellung sind der Holzbau, der Objektbau, die Kunststoffverarbeitung, der Maschinenbau und die metallverar­

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beitende Industrie die Hauptabnehmer für die qualitativ hochwertigen Verbin­ dungssysteme aus dem Hause Brügmann. Individuelle lösungen

Auf der Fastener Fair in Hannover präsen­ tiert sich das Unternehmen von 24. bis 26. April im Zentrum der Messe (Stand B49) unter anderem mit einer Übersicht über die Palette an Spezialverbindungen, der

Darstellung seiner Service- und Lösungs­ kompetenz und den Neuprodukten BAS (selbstschneidende Außengewinde) und ESK (selbstschneidende Muffe). Im Rah­ men der Messe sollen die teils beratungs­ intensiven Produkte und lösungsorien­ tierten Entwicklungsunterstützungen di­ rekt den Kunden nähergebracht werden. Der Schwerpunkt wird auf der Messe deshalb neben dem Standardsortiment das Angebot für individuelle Befesti­ gungslösungen sein. Geschäftsführer Wolfgang Färber sieht auf der global wichtigsten Technologie­ messe hervorragende Gelegenheiten, mit Vertretern der internationalen Befesti­ gungsindustrie ins Gespräch zu kommen und die Exportinteressen seines Unter­ nehmens weiter voranzutreiben. „Durch unsere eigene Fertigung über alle Serien­ größen und unsere technische Kompe­ tenz stellen wir neben den anwesenden Händlern eine attraktive Alternative für Produzenten und Einkäufer dar.“ www.rampa.com

Fotos: Rampa

Der Verbindungselemente-Hersteller Hans Brügmann GmbH & Co. stellt auf der Fastener Fair, der Leitmesse für die Befestigungs- und Verbindungsindustrie, aus.


Material & Technik

Bunt gefächert

Schnell und zuverlässig

Synthesa hat das Farbsystem für Danske-Holzschutzprodukte vereinheitlicht.

D

ie klassischen Holztöne von Dans­ ke sind seit Jahrzehnten unverän­ dert gleich geblieben. Damit war es schon bisher möglich, Wartungen und Renovierungen im lasierenden Bereich farbtongetreu durchzuführen. Vor eini­ gen Jahren wurde das Sortiment um die extravagante Farbenwelt der Reihe „Natürlich inspiriert“ erweitert. Nun hat Synthesa das Farbsystem für Dans­ ke-Holzschutzprodukte vereinheitlicht. Auf zwei Musterfächern für deckende und lasierende Beschichtungen sind alle Farbwelten vereint. Das ist der Vorteil der beiden neuen Danske-Fächer: Die klassischen Holztö­ ne und Greywood-Farben lassen sich nun einheitlich und systemübergrei­ fend realisieren. Das heißt zum Bei­ spiel, eine lasierend im Farbton Pali­ sander gestrichene Holzoberfläche kann mit geringem Aufwand in dersel­ ben Optik deckend renoviert werden.

Foto: Synthesa

Ein Schritt auf den Kunden zu

Mit der neuen Systematik geht Synthe­ sa einen weiteren Schritt auf den Kun­ den zu. „Wir bieten dem Kunden nun nicht nur unser klassisches oder extra­ vagantes Farbtonsortiment für die la­

sierende Erstbeschichtung, sondern auch gleich das Programm für die ein­ fache Renovierung,“ sagt Christian Schaffrath, Produktmanager bei Syn­ thesa, „denn die schwierigste Aufgabe für den Handwerker ist die farbtonge­ treue und kostengünstige Renovierung unterschiedlich verwitterter Flächen. Unsere Renovierungsbeschichtung Danske RenoTech ist genau auf diese Aufgabe abgestimmt. Sie wurde von uns speziell für problematische Holz­ untergründe, wie z. B. stark abgewit­ terte Holzoberflächen, entwickelt und ist universell abtönbar. Damit können wir jetzt sowohl die klassischen Holztö­ ne als auch Greywoodtöne deckend nachstellen.“ Auch die gewohnten Danske ColorStandardtöne wurden in den Fächer für deckende Beschichtungen integriert. Die neuen Farbfächer sowie die infor­ mativen und ebenfalls ganz neu gestal­ teten Arbeitsunterlagen mit Farbleit­ system, Produktübersicht und ausführ­ lichen Produktbeschreibungen sind über den Synthesa-Außendienst oder die regionalen Niederlassungen zu be­ ziehen.

Wenn‘s um Kanten und Beschläge geht, setz‘ ich voll auf Ostermann !

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Mit der neuen, einheitlichen Farbtonsystematik für lasierende und deckende Beschichtungen lassen sich Holzoberflächen mit wesentlich geringerem Aufwand renovieren.

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Material & Technik

Präzise abtauchen Die neue Tauchsäge TS 55 R von Festool steht für ein nochmals verbessertes Handling und durch den Einbau nützlicher Detaillösungen bietet sie mehr Anwendungsmöglichkeiten als je zuvor. den und garantiert so eine perfekt gerad­ linige Fortführung der Schnittkante. erweiterte Winkeleinstellung

Die am häufigsten benötigten Winkel 0° und 45° lassen sich mit den Rastpunkten ganz bequem direkt anwählen. Mit der erweiterten Winkeleinstellung von -1° bis 47° lassen sich ab sofort auch Hinter­ schnitte und damit exakte, präzise Ecklö­ sungen problemlos realisieren. Leistung pur

Festool setzt mit seiner neuen TS 55 R auf eine hohe Durchzugskraft. Für den Hand­ werker bedeutet das, dass er beim Sägen eine Vorschubleistung von fünf Metern in der Minute erreicht – und das ganz ohne zu blockieren. Dies verdankt die Tauchsä­ ge ihrem kraftvollen Motor, der speziellen Getriebeuntersetzung sowie der MMCElectronic.

B

ereits vor 80 Jahren setzte Festo mit Wunsch des Handwerks sind mit ihr auch seiner ersten Handkreissäge einen Schatten- und Dehnungsfugen schnell zu Meilenstein im Handwerk. Und so war es erstellen. Komplett neu entwickelt wurde auch die Marke Festo, die 1962 die erste auch der bewährte und für Festool-Tauch­ Führungsschiene in Verbindung mit der sägen typische Spaltkeil. Stand er bisher Handkreissäge auf den Markt brachte hauptsächlich für ein hohes Maß an Si­ und durch die stetige Weiterentwicklung cherheit, leistet er nun als federnd gela­ ihren Anspruch als Leistungsführer in gerter Führungskeil einen zusätzlichen den folgenden Jahren konsequent unter­ Beitrag für noch mehr Präzision. Denn im mauert hat. Nicht umsonst gilt die Vergleich zum bisherigen Spaltkeil tritt er ­Festool-Tauchsäge heute deshalb als Inbe­ in seiner neuen Funktion be­ griff für Profi-Handkreissägen und hat reits vor dem Sägeblatt neben den Tischlern längst auch zahl­ aus dem Gehäuse aus, reiche Handwerker aus anderen Gewer­ kann dadurch bei­ ken überzeugt und erobert. spielsweise beim Versetzen der Dem Prinzip treu geblieben Führungsschie­ Besonderes Merkmal ist das flache und ne in der be­ durch den nach innen versetzten Ansaug­ reits beste­ stutzen durchgängig plane Gehäuse. Qua­ h e n d e n si ohne Bauch ermöglicht sie das rand­ Schnittfuge nahe Sägen bis zu einem minimalen a n g e s e t z t Wandabstand von zwölf Millimetern. Da­ w e r ­ mit ist sie wie geschaffen für präzises Sägen von Fugen an Böden und Decken oder auch beim Kürzen von Türen. Auf speziellen

48 Tischler Journal 04/2012

Praktisch bis ins kleinste Detail

Manchmal sind äußerst präzise Tauch­ schnitte gefragt, wie beispielsweise beim Ausschnitt von Küchenarbeitsplatten. Auch dafür hat Festool eine praktische Abhilfe geschaffen, denn ein transpa­ rentes Sichtfenster verschafft eine per­ fekte Sicht auf das Sägeblatt und auf die Markierung am Werkstück. Das Ergebnis: Der Schnitt endet genau an der Stelle, an der er enden soll. Bei der täglichen Arbeit sorgt die doppelte Schnitttiefenskala mit Feinjustierung für präzise Ergebnisse. Fa­ zit: Festool hat mit der TS 55 R seinen Klassiker neu definiert und noch mehr Anwendungsmöglichkeiten ge­ schaffen. Mit dem Compact Modul System CMS lässt sich die TS 55 R zur sta­ tionären Tischsäge umfunktionieren. www.festool.com/ ts55 Die neue Tauchsäge TS 55 R von Festool setzt neue Maßstäbe bei Handkreissägen.

Fotos: Festool GmbH/TTS

Das flache Gehäuse der neuen TS 55 ermöglicht randnahes Sägen bis zu einem minimalen Wandabstand von 12 mm.


Material & Technik

Minifabrik bei den Handl-Fenstertagen Die „CNC-Minifabrik“ stand im Mittelpunkt der umfangreichen Präsentation von Maschinen und Anlagen für die moderne Fensterfertigung anlässlich der Handl-Fenstertage von 1. bis 3. Februar 2012.

Foto: Handl

K

lein ist fein – diese Erkenntnis konn­ voller Flexibilität – ten die Besucher mit nach Hause neh­ von der vollstän­ men. Im Zeitalter der Biesse-„Multi­ digen Stabbearbei­ zentren“ weichen ausgeklügelte Ferti­ tung des Einzelteils gungslayouts einem voll automatisierten, bis hin zur Flächen­ kompakten Anlagenkonzept. Die Redukti­ bearbeitung und on zeitraubender Handgriffe, Wege und Umfälzung von Tü­ Teilemanipulation ist nicht mehr alleine ren und Rahmen. ein Steckenpferd der Industrie. Die Mini­ Eine vielverspre­ fabrik in Form einer Biesse Rover-C WMS chende und zu­ mit automatischer Beschickung und Ent­ kunftssichere Pers­ ladung der fertig bearbeiteten Einzelteile pektive für Fenster­ zeigt neue Perspektiven für mittlere Be­ erzeuger. Den Weg triebe auf. von der Projektidee bis zur Realisierung begleitet Handl mit professionellem und Vom Kantel bis zum Rahmen bewährtem Projektmanagement – ein Auf rund 100 m² lässt sich heute die Fens­ Schlüsselfaktor, um von Anbeginn die terfertigung vom Kantel bis zum lackier­ Rentabilität der Investition sicherzustel­ fertigen Rahmen realiseren. Und das bei len. Daneben gab es auf der Ausstellung

Im Rampenlicht der Handl-Fenstertage im Februar stand die Biesse Rover-C WMS.

noch viele weitere Innovationen aus dem Standardmaschinenbereich live zu be­ staunen. www.handl.at

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Runde Sache Christoph Rym aus der Tiroler Gemeinde Vomp hat am Wifi Innsbruck eine minimalistische Wandgarderobe als Meisterstück gefertigt. Wandgarderobe von Christoph Rym aus Vomp, entstanden im Meisterkurs am Wifi Innsbruck

Oberfläche: Verbindung mit einer Edelstange, Fronten in MDF und farbig lackiert. Lau­ ro Preto – gefüllert, lackiert G70 Beschläge: 2 Stk. Herzig Gehrungsbänder, 1 Stk. Blum Tip On, 3 Stk. Druckknöpfe

50 Tischler Journal 04/2012

Fotos: Humer, Wifi Innsbruck

Ausführung: Aufbau der Kor­ pusse in Schichtverleimung und in Lauro Preto abfurniert. Drehbarer Korpus seitlich mit Spiegel und Spot. Unterer Korpus mit drei Schubladen, auf Leisten geführt, in Birke massiv


Meisterstück

Beschwingt Thomas Gwiggner aus Oberau hat sein am Wifi Innsbruck entstandenes Meisterstück mit einem eleganten Schwung versehen. Sideboard von Thomas Gwiggner aus Oberau, entstanden im Meis­terkurs am Wifi Innsbruck Ausführung: Trägermaterial Tischlerplatte 19 mm, Korpus Birne und Ahorn furniert, Schubladen Elsbeere massiv, Schubladenfront mehrschichtiger Aufbau Oberfläche: Legnopur G10 Beschläge: Fünf Gehrungsbänder matt vernickelt, vier Einbohrmagnete, Griffleiste Edelstahl fünf Millimeter

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bildung

Universelles Design Bereits zum 7. Mal treffen sich am 24. und 25. Mai 2012 die Tür- und Torbranche und die Zulieferindustrie in Rosenheim. Das Motto der „Tür- und Tor-Tage“ lautet „Universal Design: Einfach – Sicher – Nachhaltig“.

U

niversal Design – ist das nur ein Trend oder auch eine echte Zukunftsaufgabe für die Tür- und Torbranche? Der Begriff steht für ein Konzept, das verschiedene Prinzipien mit dem Ziel zusammenfasst, Produkte für eine größtmögliche Gruppe von Menschen einfach und nachhaltig zu entwickeln. Was bedeutet dies für Türen und Tore? Die Rosenheimer Tür- und TorTage gehen diesem Thema auf den Grund und zeigen die Folgen für die Produktge­ staltung auf. Der demografische Wandel und neue Lebensstile zwingen zur unkom­ plizierten Bedienung und flexiblen Nut­ zung von Häusern, Räumen und Bauteilen. Die Trends Nachhaltigkeit, Umweltfreund­ lichkeit und zukunftsgerechtes Bauen for­ dern die Hersteller – sei es bei Gesetzen und Normen, der Gebrauchstauglichkeit oder der Zertifizierung von Produkten. Ein universelles Design kann so erheblich zur wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltig­ keit von Umwelt, Produkten und Dienstleis­ tungen beitragen. Breite fachthemen

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ren sowie Energieein­ s p a r u n g s m ö g l i ch ­ keiten mit Außen­ türen. Hindernisparcours

und Bewegungsunsicherheit zu befassen. Ebenso findet der Erfahrungsaustausch mit den ift-Experten in den ift-Laboren statt. Abgerundet wird das Programm durch eine gemeinsame Abendveranstal­ tung mit modern-bayerischem Ambiente am ersten Veranstaltungstag, die ausrei­ chend Zeit zum zwanglosen Austausch bietet. Insgesamt werden an dieser euro­ päisch ausgerichteten Veranstaltung wie­ der mehr als 300 Besucher erwartet.

Eine interessante Er­ gänzung zu den tech­ nischen Vorträgen ist die Teilnahme am Hindernis­ parcours mit einem Al­ www.ift-rosenheim.de terssimula­ tionsanzug. So haben Tür- und Tor-Tage die Besu­ Donnerstag, 24. Mai, bis Freitag, 25. Mai 2012, im cher die Ge­ Kultur- und Kongresszentrum, D-83026 Rosenheim, legenheit, Anmeldung: E-Mail: tuerentage@ift-rosenheim.de, sich emotio­ www.ift-rosenheim.de nal mit Barri­ erefreiheit

Fotos: ift rosenheim, thinkstock

Die diesjährige Veranstaltung hat deshalb Referenten verschiedener Fachrichtungen für die Teilnehmer vorgesehen: Den Uni­ versal-Designer Prof. Fritz Frenkler (uni­ versal design e. V.), den renommierten Ar­ chitekten und Planer Stefan Behnisch (Behnisch Archi­ tekten), den Zukunftsfor­ scher Dr. Eike Wenzel (Insti­ tut für Trend- und Zukunfts­ forschung) und Referatslei­ ter Dr. Bernhard Schneider vom BMVBS. Prof. Chris­ tian Niemöller informiert zum aktuellen europä­ ischen Verbraucherschutz und zur Bauprodukten­ verordnung. Daneben sind in den sechs The­ menblöcken folgende Fachthemen vorgese­ hen: barrierefreies Bau­ en, die Produktnorm für Innentüren prEN 14351-2, Nachrüstung von Tor-/Türantrieben, Feuerschutzabschlüs­ se, Umweltnachweise, Schadstoffe aus Tü­


bildung

Gut beschlagen Die ÖNorm EN 13126 legt Anforderungen und Prüfverfahren für Fensterbeschläge fest, die seit Anfang 2012 neu geregelt sind.Mit diesem Datum ist der grundlegende Teil 1 des insgesamt 19 Teile umfassenden Regelwerkes erschienen.

E

gal, wie Fenster und Fenstertüren gestaltet werden, wichtig ist, dass sie zuverlässig schließen und sich bei Bedarf einfach und sicher öffnen lassen. Dafür sorgen die entsprechenden (Bau)Beschläge, deren Anforderungen und Prüfverfahren seit 15. Jänner 2012 neu geregelt sind. Mit diesem Datum ist der grundlegende Teil 1 der insgesamt 19 Teile umfassenden ÖNorm EN 13126 erschienen. Er enthält die gemeinsamen Leistungsanforderungen an Festig­ keit und Dauerfunktionstüchtigkeit für sämtliche Arten von Be­ schlägen für Fenster und Fenstertüren – ob nun Drehkipp-, Kippdreh- und Drehbeschlag, ob Senkklappflügelsystem, Schie­ beverschluss oder Drehflügel-Umkehrfenster. Wobei die Norm – je nach Art der Öffnungsmöglichkeiten – nicht weniger als 21 Arten (Kategorien A bis W) von Fenstern unterscheidet. Anfor­ derungen und Prüfverfahren gelten nur für solche Beschläge, die einen beweglichen Flügel mit dem feststehenden Rahmen verbinden, also nicht für Befestigungselemente, die für Zusam­ menbau oder Einbau eines Fensters oder einer Fenstertür ver­ wendet werden. Um möglichst einheitliche und vergleichbare Ergebnisse zu er­ Ob Drehkipp-, Kippdreh- und Drehbeschlag, ob Senkklappflügelsystem oder zielen, werden die Beschlaggarnituren und Beschlagteile unab­ Schiebeverschluss – die Norm unterscheidet 21 Arten von Fenstern. hängig von den Fenstern, in die sie später eingebaut werden sollen, in einem sogenannten Normprüfrahmen getestet. ÖNorm EN 13126 Baubeschläge – Beschläge für Fenster und Fenstertüren – Anforderungen und Prüfverfahren; Teil 1: Ge­ meinsame Anforderungen an alle Arten von Beschlägen

Foto: Austrian Standards Institute/ J. Stern

Neues Holzschutzmittelverzeichnis

Die Arbeitsgemeinschaft Holzschutzmittel hat kürzlich die neueste, insgesamt schon 39. Auflage des Österreichischen Holzschutzmittelverzeichnisses herausgebracht. In dem Ver­ zeichnis finden nur Produkte Eingang, die von akkreditierten österreichischen Instituten auf ihre Wirksamkeit gegen Holz­ zerstörer und ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit bei sachgemäßer Anwendung hin positiv getestet wurden und ­dies durch die Arge Holzschutzmittel durch Ausstellung eines Anerkennungszertifikates bestätigt wurde. Um eine gleich­ bleibende Qualität eines Produkts zu garantieren, besteht da­ bei außerdem die Verpflichtung zur Güteüberwachung durch ein Prüfinstitut. Das Verzeichnis kann kos­ tenlos bei der Arge Holzschutzmittel, 1045 Wien, Wiedner Haupt­ straße 63, Tel. 05/90 900 DW 3041, E-Mail: bader@fcio.wko.at be­ zogen werden. Ein Download als PDF ist unter www.holzschutz­ mittel.at verfügbar.

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Special Tür & Tor - Barrierefreiheit

Umdenken gefordert

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U

nsere Gesellschaft wird immer älter de der 70er-Jahre in Österreich entstanden und ist durch diesen demografischen sind. Die Basis wurde, beispielsweise durch Wandel mit neuen Anforderungen konfron­ den Antidiskriminierungsparagrafen oder tiert. Beispielsweise ist für jeden zehnten auch das Bundes-Behindertengleichstel­ Bürger der Bundesrepublik Deutschland lungsgesetz, durch die Jahre immer weiter die Barrierefreiheit unentbehrlich und für ausgebaut und es gilt die ÖNorm B 1600 als jeden dritten notwendig, wobei für jeden der Stand der Technik. Einzelnen dies auch ein wichtiges Komfort- Letzteres Regelwerk ist seit 1. Jänner 2006 und Qualitätsmerkmal darstellt. Der Grund­ in Kraft, die jüngste Version dieser Norm gedanke dabei ist, dass alle vom Menschen stammt aus dem Februar 2012. Die vom gestalteten Dinge (Wege, Gebäude, Auto­ Sozialministerium vorgelegten Zahlen zei­ maten, Mobiltelefone, Internetseiten usw.) gen, dass seit in Inkrafttreten bis zum De­ unter dem Aspekt der Barrierefreiheit be­ zember 2009 rund 600 Mal ein kostenloses trachtet und auch sinnvoll genutzt werden. Schlichtungsverfahren in Anspruch genom­ Dabei sind Sonderlösungen – wie beispiels­ men wurde. Die Entscheidungsrate liegt bei weise Rollstuhleingänge auf der Gebäude­ jeweils circa 50 Prozent, wobei die Beweis­ rückseite – auszuschließen. Vielmehr soll last vom Beschuldigten zu erbringen ist, die Möglichkeit geschaffen werden, dass dass kein Diskriminierungstatbestand vor­ möglichst viele Menschen eine Einrichtung liegt. Die durch die rechtlichen Vorschriften allein, unabhängig und ohne fremde Hilfe verpflichtende Ausführung im öffentlichen nutzen können. Bereich umfasst Ämter, Schulen, Banken, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, Rechtliche Verpflichtung Apotheken, Arztpraxen, Handelsbetriebe Die Umsetzung betrifft alle Akteure am Bau, mit Konsumgütern, öffentlichen Toiletten wobei die ersten Konzepte dazu bereits En­ sowie allgemein zugänglichen Bauwerken,

Foto: Hewi, Alumat, Fragner, Dorma, Austrian Standards / J. Stern, thinkstock

Barrierefreies Gestalten erleichtert auch Eltern mit Kinderwagen, kleinen und großen Patienten sowie älteren Menschen das Leben wesentlich. Entsprechend gestaltete Eingänge und Türen spielen dabei im Gesamtkonzept eine wichtige Rolle. Text: Jürgen Fragner


Barrierefreiheit - Special Tür & Tor

» Möglichst viele Menschen sollen eine Einrichtung unabhängig und ohne fremde Hilfe nutzen können. « welche für mindestens 50 Besucher oder Kunden zugänglich sind.

ren eben und schwellenlos ausgeführt sein. Das Wohnkonzept hat dabei so zu erfolgen, dass die wichtigsten Lebens­ funktionen im Erdgeschoß erfolgen kön­ nen. Damit soll der bereits bestehenden Nachfrage der 50+-Generation nach barri­ erefreien Wohnungen und Einfamilien­ häusern Rechnung getragen werden. Da­ zu soll ein Imagewandel weg von steriler Funktionsarchitektur und auffälligen Ähnlichkeiten zu Hilfsmitteln im Kran­ kenhausstil eingeleitet werden.

Planungsgrundlagen

Menschen wollen selbstständig – ohne fremde Hilfe – unterwegs sein und gleich­ berechtigt am gesellschaftlichen Leben teil­ nehmen. Dabei sollen alle Anlagen ohne Erschwernisse zugänglich und nutzbar sein. Somit soll das Alltagsleben nicht schwieriger, sondern bedienerfreundlicher gestaltet und gleichzeitig ein Beitrag zur Sturzprophylaxe geschaffen werden. Zu den vier Aspekten der Barrierefreiheit zählen der ebene schwellenlose Zugang

Achtung: Fristen!

Besonders wichtig ist diese Vorschrift der Baubehörde: Objekte, welche vor dem 1. Jänner 2006 errichtet wurden, müssen bis zum 31. Dezember 2019 entsprechend adaptiert werden müssen. Gleichlautend existiert eine Vorschrift des Bundessozi­ alamtes, basierend auf dem Bundes-Be­ hindertengleichstellungsgesetz (§ 19 Abs. 2 BGStG) mit Friststellung 31. Dezember 2015, wobei Ausnahmeregelungen beste­ hen. Mit der OIB-Richtlinie 4, welche auf die ÖNorm B 1600 verweist, werden auch zusätzlich Wohngebäude in die bautech­ nischen Anforderungen aufgenommen. Damit soll der Wohnwert und Nutzen für die Allgemeinheit gesteigert werden, wo­ bei sich mit der vorausschauenden Be­ rücksichtigung bei der Planung die zu­ sätzlichen Kosten überschaubar darstel­ len. In einer Schweizer Studie werden für „hindernisfreies Bauen“ die Mehrkosten – bei integrierter Planung - in Höhe von 0,15 bis 3 Prozent, ähnlich wie für die Bauendreinigung, angegeben. Es besteht auch die weitere Überlegung, ein Mindestmaß an Barrierefreiheit im privaten Einfamilienbau einzufordern, wobei dies über die Wohnbauförderung möglich wäre. Dabei sollten der Eingang Bild linke Seite u. oben: Ein wichtiger Aspekt der Barrierefreiheit ist der schwellenlose Zuund die Türen barrierefrei und im Inne­ gang im gesamten Wohnbereich. Ebenso wichtig sind ausreichende Durchgangsbreiten.

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Special Tür & Tor - Barrierefreiheit

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liegt zwischen 80 bis 90 Zentimetern, wobei für die Erreichbarkeit des Türdrü­ ckers ein Abstand von mindes­tens 50 Zentimetern zur Raumecke einzuhalten ist. Bedingungen für Türen

im gesamten Wohnbereich, ausreichende Durchgangsbreiten von mindestens 80 Zentimetern bei Türen, Bewegungsflä­ chen in strategischen Bereichen mit einem Durchmesser von 150 Zentimetern und die Erreichbarkeit von Bedienele­ menten in 80 bis 110 Zentimetern Höhe. Sollten sich dabei Türanschläge und Ni­ veauunterschiede nicht vermeiden lassen, so soll dabei die Schwelle nicht größer als zwei Zentimeter ausfallen. Lediglich bei Türen mit erhöhten Anforderungen an Schall- und Wärmeschutz kann der An­ schlag um einen Zentimeter überschrit­ ten werden. Die ideale Durchgangslichte

56 Tischler Journal 04/2012

henden Norm formuliert wurde. Klassische Eingangslösungen mit einer Stufe im Öff­ nungsbereich sollen mit Rampen umgesetzt werden – welche eine Neigung von höch­ stens 6 Prozent aufweisen. Darüber hinaus­ gehende Neigungswerte erfordern meist eine Assistenzperson, um die Barriere zu überwinden. Ab einem Rampengefälle von 4 Prozent sollten beidseitige Handläufe und eine Absturzsicherung vorhanden sein.

Dies gilt auch für Schiebetüren, wobei der maximale Kraftaufwand zum Bedienen des Türdrückers bei 30 beziehungsweise 25 Newton zum Öffnen und Schließen des Türflügels liegt. Bei Überschreitung dieser Treppensteigen als Belastung Kräfte haben motorisch unterstützte Öff­ Das Treppensteigen kann bei eingeschränk­ nungshilfen mit Schließverzögerung ver­ ter Bewegungsfreiheit eine große Belastung wendet zu werden. Hierzu hat das Austrian darstellen. Eine wesentliche Erleichterung Standards Institute in einem Schreiben vom kann durch ein gutes Steigungsverhältnis 10. Oktober 2011 festgehalten, dass diese mit einer bequemen Stufenlänge und ver­ Bedingungen für Türen – welche im Regel­ ringerten Höhe geschaffen werden. Für die fall offen stehen – nicht gelten. Die Bedien­ Vermeidung von Stürzen sollte ein geschlos­ barkeit hat jedoch mit dem Flucht- und senes Profil für die Treppe verwendet wer­ den, welches rutschfeste Kanten aufweisen. » Die ersten Konzepte Auch verbessern kontrastierende Stufen­ markierungen die Trittsicherheit, wobei die zum barrierefreien Treppe in einer Breite von 120 Zentimetern auszuführen ist. Handläufe bei Stiegen und Bauen entstanden Rampen sollten beidseitig mit griffsicheren, bereits Ende der 70er- durchgängigen Handläufen zwischen 85 bis 90 Zentimetern Höhe ausgestattet sein. Jahre. Heute gilt die Die Endstücke sollten gegen die Wand lau­ fen und mindestens 30 Zentimeter für eine ÖNorm B 1600 als bessere Greifbarkeit in beiden Richtungen Stand der Technik. « der Treppe überstehen. Rettungswegkonzept sichergestellt zu sein. Daraus ergibt sich eine Milderung des Ziel­ konfliktes zwischen Barrierefreiheit und Brandschutz, wie es bereits in der vorge­

Einrichtung und Ausstattung

Die Gebrauchstauglichkeit von einzelnen Räumen ist wesentlich von der Einrichtung abhängig. Standardbewegungsflächen soll­


Barrierefreiheit - Special Tür & Tor

Drehflügeltürantriebe wie die Modelle ED 100 und ED 250 von Dorma erleichtern den barrierefreien Zugang.

ten beispielsweise vor Küchengeräten, Bet­ ten und zwischen Wänden 120 Zentimeter betragen. Freiflächen für ungehinderte Be­ wegung gelten ab einem Durchmesser von 150 Zentimetern als ideal, wobei mit der

Berücksichtigung von unterfahrbaren So­ meter aus der Raumecke für eine leichte ckelbereichen (Höhe: 30, Tiefe: 20 Zentime­ Erreichbarkeit entfernt ist. Antriebe für ter) eine weitere Flächennutzung möglich Sonnenschutzelemente und Oberlichten ist. Die Möbel- und Türbeschläge erfordern sollten in der idealen Bedienhöhe von 85 eine ergonomische Ausführung, wobei bis 100 Zentimetern montiert werden. Drehknöpfe vermieden werden sollten. Prinzipiell wird von einer Sitz- und Betthö­ Balkonübergänge he von 45 bis 50 Zentimetern ausgegangen, Schwellenfreie Balkon- und Terrassenü­ wobei einzelne Arbeitsbereiche – wie bei­ bergänge können durch Magnethebedich­ spielsweise in Küchen – höhenverstellbar tungen erreicht werden, wobei ein Ablauf­ ausgeführt werden sollten. Besonders be­ system notwendig wird. Generell besteht währt haben sich in diesem Bereich Apothe­ ein hohes Sturzrisiko in der Koordination ker-, Laden­auszüge sowie Paternoster­ der Öffnung von Türen mit dem gleichzei­ schränke mit rotierenden Böden, welche tigen Zurückgehen. Als Abhilfe haben sich die Entnahme in individuell bevorzugter Schiebetüren bewährt, welche über verti­ Höhe ermöglichen. Im Bad sollen Wasch­ kale Bügelgriffe bedient werden. tische eingesetzt werden, welche minde­ Für die barrierefreie Umsetzung existiert stens einen Meter in der Breite und 70 die umfassende ÖNorm B 1600, welche Zentimeter in der Tiefe unterfahrbar sind. hierzu lediglich grob auszugsweise für ei­ Für die restlichen Badezimmermöbel ist die nige Tischleranwendungen wiedergege­ Berücksichtigung der unterfahrbaren So­ ben wurde. Unabhängig zu den gesetz­ ckelbereiche wie in anderen Bereichen aus­ lichen Vorschriften und deren Fristen ist ein generelles Umdenken erforderlich. Die reichend. Für die freie Sicht nach außen wird eine Barrieren bestehen hierzu vor allem in Brüstungshöhe von 60 Zentimetern in Ver­ unseren Köpfen, wobei dies als Herausfor­ bindung mit Fenstertüren (französische derung für saubere Lösungen aus der Fenster) und einer außenliegenden Ab­ Tischlerhand gesehen werden sollte. sturzsicherung empfohlen. Dadurch kann Dieses Thema wird auch am 14. Juni 2012 eine Höhe der Bedienelemente von maxi­ am Tischlerkongress in Wels durch einen mal 120 Zentimetern erreicht werden, wo­ zertifizierten Sachverständigen für barrie­ bei diese wiederum mindestens 50 Zenti­ refreies Bauen und Planen behandelt.

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Special Tür & Tor - Barrierefreiheit

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Sanft gestoppt Mit dem Dana-Motion-System hat Dana das Türöffnen und -schließen revolutioniert. Wie von Zauberhand stoppen Türen beim Öffnen von selbst und schließen nahezu geräuschlos.

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ürknallen gehört der Vergangenheit an. Besonders Kinderhände freuen sich, denn das Risiko, sich die Finger ein­ zuklemmen, wird durch das sanfte Ab­ stoppen wesentlich reduziert. Alle, die exklusives Wohnen bevorzugen, schätzen den Komfort des neuen Systems. Klobige Türstopper und Feststeller haben endgül­ tig ausgedient. Dana bietet nun das Dana-Motion-System als Paketlösung an: Das Designpaket be­ inhaltet alle nützlichen Features, die eine zeitgemäße und technisch anspruchsvolle Türlösung bieten können muss. Bei Mo­ dul/Plano-Elementen beinhaltet dieses Paket neben dem „Sanften-Schließ-Me­ chanismus“ – Dana-Motion – ein Magnet­ fallenschloss sowie verdeckt liegende Tectus-Bänder. Bei gefälzten ÖNorm-Ele­ menten wird die Paketlösung mit dem neuen Designband TWIN komplettiert. Abgerundet wird dieses Paket durch eine Auswahl an Planofixdrückern (Trond­ heim, Marseilles, Stockholm und Denver). Planofixdrücker sind die passende Lö­ sung für modernes, elegantes Wohnen.

Die zwei Millimeter flache Rosette liegt na­ hezu flächenbündig auf dem Türblatt. Planofix­ drücker sind in vier Ausführungen erhält­ lich: unversperrbar, mit Sperrolive sowie als Drücker mit Buntbartbzw. ProfilzylinderSchlüsselrosette. Der große Vorteil der Plano­ fixdrücker liegt in der werkzeuglosen Monta­ ge: Es sind keine Boh­ rungen und kein Werk­ zeug notwendig. Die Drücker mit Schnell­ stiftverbindung werden einfach aufgesteckt. Planofixdrücker: die passende Lösung für modernes Wohnen Auch die Demontage funktioniert schnell und einfach. Die Tür­ ket für Modul/Plano-Elementen auch mit blätter werden von Dana mit allen Frä­ dem neuen Muschelgriff Planofix-Push sungen für Planofixdrücker geliefert. Als oder dem Stoßgriff V-1467 Inox zur Aus­ Alternative zu den Planofixdrückern bie­ wahl. tet Dana nun das Dana-Motion-Designpa­ www.dana.at

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turm – Feuerschutztüren aus Holz“, das ist seit Langem der Slogan des Türspezi­ alisten in Unken. Jetzt folgt Sturm endlich dem Wunsch vieler Kunden und fertigt als Ergänzung zu den seit Jahrzehnten be­ währten Sondertüren nun auch Außen­ türen. Mit den Türen Clima Top Eco und Clima Top Plus (UD = 0,663 W/(m2K), Q100 = 2,17 m3/(hm)) wird das Sortiment um Produkte ergänzt, welche dem neuesten Stand des Qualitätshandwerks und der En­ ergiespartechnik entsprechen. Seit einigen Jahren schon beschäftigt sich die Sturm GmbH damit, innovative und en­ ergieeffiziente Türen unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten zu Als Ergänzung zu den seit Jahrzehnten ­bewährten Sondertüren fertigt Sturm nun auch Außentüren.

58 Tischler Journal 04/2012

entwickeln. Durch eine enge Zusammenar­ beit und dem Erfahrungsaustausch mit Partnern, Universitäten, Fachhochschulen und Forschungsstätten sorgt Sturm dafür, dass die Kunden schon heute von der Tech­ nik von morgen, von höchsten Qualitäts­ standards und einem optimalen Preis-Leis­ tungs-Verhältnis profitieren. Und es wären keine typischen Türen von Sturm, wären nicht auch Feuerschutz EI230 C und Ein­ bruchschutz bis WK3 möglich. Technische Details der Konstruktion: Überfälzt mit Doppelfalz oder stockbündig mit spezieller Kunststoffschwelle, Maueranschluss gefälzt in Kork bzw. eingeputzt. Auf Wunsch mit Panik EN 179 und EN 1125, nach innen und außen öffnend und verdeckter Mitnehmer­ klappe. www.feuerschutztuer.com

Foto: Sturm

Ob normale Haustür oder Passivhaustür: Mit neuen Türen ergänzt Sturm sein Sortiment um Produkte, die dem neuesten Stand der Energiespartechnik entsprechen.


Barrierefreiheit - Special Tür & Tor

Zum Sehen und Fühlen Mit neuen Türmodellen und Oberflächen setzt Türenhersteller Kunex wieder zukunftsweisende Trends.

D

ie aktuellen Entwicklungen im Einrich­ tungssektor sind bestimmt von Offen­ heit, Transparenz und klarer Formenspra­ che. Natürlich sind auch die Ansprüche an das Türendesign davon beeinflusst: Schlich­ te Designs, hochwertige Oberflächenstruk­ turen und abgestimmte Farbgestaltung sind die vorrangigen Themen, wobei der Weiß­ bereich wieder eine zunehmende Rolle spielt. Der traditionsreiche österreichische Türenhersteller Kunex ist in der Branche dafür bekannt, auf die geänderten Wohnbe­ dürfnisse frühzeitig zu reagieren und die neuen Sortimente laufend darauf abzustim­ men.

Foto: Kunex

Brillante Lösungen

Anerkannterweise setzt Kunex dabei auf dem Türenmarkt immer wieder zukunfts­ weisende Trends: Die Kombination einer glatten Oberfläche mit gebürsteten Furnier­

einlagen, veredelt mit einer deckenden Farblackierung, verleiht etwa den neuen Designmodellen der Linie Carma einen ein­ zigartigen Charakter. Das Türblatt Brillant­ weiß wiederum besticht durch eine bril­ lante, glatte Oberflächenoptik gleich einem farblackierten weißen Türblatt, kombiniert mit den Vorteilen einer mehrschichtigen CPL-Oberfläche. Darüber hinaus verfügt das Element über eine neuartige Design­ kante mit kleinem, formschönem Radius (passende Zarge ebenfalls mit kleinem De­ signradius). Zudem gibt es die Modelle der Eco-Reihe jetzt mit der neuartigen Oberflä­ chenstruktur „sägerau“: quer furnierte Tü­ ren in Eiche natur oder Räuchereiche und einer strukturierten Oberfläche, die man sehen und fühlen muss. Nähere Informatio­ nen zu den aktuellen Türentrends im neu­ en Kunex-Katalog 2012/13.

Linie Carma: Kombination einer ­glatten Oberfläche mit gebürsteten Furniereinlagen

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Die Antwort auf Holz-Alu Die neue geprüfte Haustür-Linie Protecta von Rubner Türen ist besonders witterungsbeständig im Außenbereich, ohne auf die Stärken von Holz im Innenbereich zu verzichten.

D

Fotos: Rubner Türen

ie Überlegenheit einer Holz-Haustür gegenüber anderen Materialien wie Metall, Alu und PVC ist unbestritten. Holz ist ein natürliches, nachwachsendes Materi­ al mit Charakter und Ausstrahlung, gibt Wärme und Geborgenheit. Holz-Haustüren entwickeln bei liebevoller Pflege im Lauf der Jahre ihre individuelle Schönheit. Be­ sondere Ansprüche verlangen dabei nach spezifischen Lösungen: Die neue HaustürLinie Protecta von Rubner Türen ist beson­ ders witterungsbeständig und an­spruchs­­ los im Außenbereich, ohne auf die Stärken von Holz im Innenbereich zu verzichten.

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Mercedes 313 CDI Sprinter II, Fgst, 3,5 to, RS 4325, Bj. 2008, ca. 77000 km, gebr. Pritschenod. Kofferaufbau vorhanden!

Iveco Daily 35C15 Fahrgestell, RS 4100, Bj. 2005, 121000 km

Mercedes 315 CDI Sprinter II HD-Bus RS3665, 9-Sitzer, Autom., Klima, AHV etc., LKW-typisiert, Bj. 2008, 55000 km Mercedes Vito 115 CDI 4x4 Mixto Lang, 6-SitzerLKW, Automatik, Klima etc., Bj. 2008, ca. 57000 km

Iveco Daily 35C12 Pritsche L 4400, RS 4100, AHV etc., Mod. 2007, 95000 km Peugeot Boxer HDI, Koffer mit Schiebeplanen seitlich, 1 to NL, 4000x2150x2250!, fixe Portaltüren hinten, Klima etc., Bj. 2007, 78000 km Renault Master/Nissan Interstar 2,5 DCI (150 PS) Koffer 4250x2150x2300, Luftfederung, Klima etc., Bj. 2008, 76000/94000 km

Ford Transit 140EL350 Koffer, L 4400, B 2050, H 2300, Klima etc., Bj. 2008/2009, 46000/56000 km Citroen C4 Grand Picasso HDI, 7-Sitzer, Bj. 2008, Vorsteuer ausweisbar – Sonderpreis € 9.999,– Ford Transit 115EL350 Koffer, L 4200, B 2100, H 2300, AHV etc., Bj. 2006, 85000 km Schneefräse Olympia mit Zapfwellenantrieb für 3-Punkt-Anbau, Breite ca. 1600, günstig € 1.999,– Ford Transit 110T300 HD-Kasten, Frontantrieb, 3000x1750x1950, Klima etc, Bj. 2009, ca. 72000 km

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04/2012 Tischler TischlerJournal Journal 61 3 04/2012


Kolumne

Meister Sturschädel

Meister Pfiffig

Kompetenz, ich kann dieses Wort nicht mehr hören. Handwerkliches Geschick, fachliches Können und ein scharfes Auge – das ist das Wichtigste, egal wie immer man diese Eigenschaften bezeichnen mag.

Man kann es drehen oder wenden, wie man will: Kompetenz ist überlebenswichtig. Ob man Kompetenzen differenzierter unterteilt oder pauschal zusammenfasst, ist dabei zweitrangig. Primär zählt: Der „kompetente Fachmann“ ist der Handwerker von heute. Und wahrscheinlich auch von morgen.

O

b in der Fachliteratur oder in diversen Fachzeitschriften, man liest ständig von Kompetenzen. Von Sozialer-, Fach-, Umgangs-, Wissens-, Umwelt- und was weiß ich was noch für Kompetenzen, als ob mir das weiterhilft! Ein gesunder Hausver­ stand wird wohl noch immer seine Wichtigkeit haben, da brau­ che ich keine „Pseudowissenschaftler“ und „Großredner“, die alles nur in neudeutsche Worthülsen kleiden, um unsereins unsicher zu machen. Ein guter Handwerker oder, noch besser, ein guter Tischler wird auch heute ohne handwerkliche Fähigkeiten keinen Auftrag ge­ winnbringend umsetzen. Und ohne Geschick im Umgang mit Material und Kundschaft ist heute ein Überleben in der globalen Gesellschaft ohnehin unmöglich.

62 Tischler Journal 04/2012

L

ernen ist eigentlich dazu da, sich Kompetenz anzueignen, je mehr, umso besser. Wer in seiner Ausbildung diesen Grund­ satz nicht erkennt, der hat eigentlich „Leben“ nicht begriffen. Nicht nur in den fachlichen Bereichen sind hervorragende Fä­ higkeiten – oder kurz Kompetenzen – die wichtigsten Faktoren, um ein Miteinander zu ermöglichen. Im Prinzip ist es eigentlich völlig egal, wie immer man die Fähig­ keiten bezeichnet, mit denen man sich im Leben und dabei beson­ ders im Berufsleben seine Lebensqualität ermöglicht und seinen betrieblichen Alltag bewältigt; einzig wichtig ist es, seine Kompe­ tenzen zu haben. Gerade Unternehmer in unserer Branche sind gefordert, ihre Kompetenzen ständig zu erneuern und zu verbes­ sern, aber auch diese gegenüber der Öffentlichkeit zu präsentie­ ren. Oder besser: die Umwelt davon zu überzeugen. Wer gerade heute die Vielfalt unseres Betäti­ » Was man früher einen gungsfeldes ana­ lysiert, der wird Tausendsassa bezeichgleich auf die Grenzen in di­ net hat, ist heute geversen Bereichen rade einmal ein mit stoßen. Nur um kurz aufzuzeigen, verschiedenen Kompe- wo immer wir Tischler Fachkom­ tenzen ausgestatteter zeigen Durchschnittsmensch. « petenz müssen, seien hier einige Bei­ spiele angeführt. Abgesehen von der handwerklichen Präzision ist dies eine Vielfalt wie materialtechnische, konstruktive, wirtschaftliche, rechtliche, umwelttechnische, trendmäßige, individuelle, gefühlstechnische, Überzeugungsfähigkeits-, Menschenführungs- und Kooperations­ kompetenz – und noch vieles andere mehr. Ob das noch unter dem Überbegriff Fachmann oder Profi zusammengefasst werden kann, möchte ich ganz konkret infrage stellen. Kompetenz ist immer noch in diversen verschiedenen Unterteilungen zu sehen, denn anders ist es heute gar nicht mehr möglich, sich ein Konglo­ merat unterschiedlichster betriebswichtiger oder vielleicht sogar lebenswichtiger Fähigkeiten anzueignen. Wobei Fähigkeiten na­ türlich nur oberflächlich gesehen werden können, denn Grundfä­ higkeiten sind auch Fähigkeiten, aber eben noch lange nicht Kompetenz. Was man früher einen Tausendsassa bezeichnet hat, ist heute gerade einmal ein mit verschiedenen Kompetenzen aus­ gestatteter Durchschnittsmensch. Der aber umso genauer weiß, dass er „lebensbegleitend“ ständig darauf bedacht sein muss, seine Kompetenzen zu verbessern, um eben der Leiter des „Kom­ petenzzentrums Wohnoase“ zu sein. Früher nannte man diesen Fachmann relativ engstirnig einfach Tischler.

Text: Michael Fischler, Illustration: Just

Texte: Michael Fischler


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