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P.b.b. Verlagspostamt: 2340 Mödling, Zul.-Nr. GZ 02Z030719 M, Postnummer: 1

TiSCHlER

www.tischlerjournal.at

Offizielles Fachorgan der Bundesinnung und der Landesinnungen der Tischler | Jänner - Februar 2013

Journal 01/02

Die Werkstatt am Schreibtisch

CAD/CAM-Programme für die Tischlerei werden immer mehr zu allumfassenden Infrastrukturpaketen. Die Neuheiten der Softwarehersteller im großen Sonderthema.

Blick zurück nach vorn

klänge aus Tanne und Fichte

Neuigkeiten und Trends von der Internationalen Möbelmesse in Köln. AB SEITE 28

Die Vorarlberger Orgelbau-Firma Rieger im Porträt. AB SEITE 36

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Schleifmaschinen der Spitzenklasse

« deutlich bessere Schleifergebnisse »

Geschäftsführer Ernesto Wieland mit seinem Sohn Enrico und seinem Vater Ernst Wieland, vor der Schleifmaschine KÜNDIG Brilliant-3

Ernesto Wieland, Sie leiten in vierter Generation eine Schreinerei mit 35 Mitarbeitern an bester Adresse in der Zürcher City. Eine Produktion an dieser exklusiven Lage vorstößt wohl gegen betriebswirtschaftliche Grundsätze.

Sie setzen bewusst auf Natürlichkeit und Exklusivität. Sind das nicht Gegensätze?

Welche Vorteile bringt Ihnen denn Ihr Standort?

Keineswegs. Die Wünsche unserer Kunden decken sich vollkommen mit unseren eigenen Anliegen. Wir legen seit langem großen Wert auf die ökologische Produktion, verarbeiten ausschließlich FSC zertifiziertes Holz und verwenden erneuerbare Energien. Ebenso hoch gewichten wir die Qualität, das heißt Exklusivität in Gestaltung und Ausführung. Unsere Arbeit soll qualitativ überzeugen und Freude bereiten.

Andere Schreinereien produzieren in den umliegenden Gemeinden. Vom Weg her kein Problem. Allerdings haben wir einen unschätzbaren Heimvorteil. Beinahe täglich erhalten wir Anfragen für Innenausbauten, Praxiseinrichtungen und Küchen. Rechtsanwälte und Ärzte aus der Umgebung kommen spontan mit ihren Anliegen bei uns vorbei. Unser Auftragsbestand ist so stets gesichert.

Unsere Werkstattchefin betont die Zeitersparnisse in der Produktion. Im Vergleich zur alten Maschine werden deutlich bessere Schleifergebnisse erzielt, was sich günstig auf die weitere Bearbeitung auswirkt. Positiv ist auch der minimale Platzbedarf aufgrund der Kompaktheit der Maschine.

Das könnte durchaus sein. Als ich vor ungefähr 30 Jahren die Entscheidung traf, hier zu bleiben und zu renovieren, konnten die wenigsten das nachvollziehen. Heute weiß ich, dass ich richtig gehandelt habe. Manchmal muss man sich gegen den Trend stellen, um Erfolg zu haben.

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Dazu trägt sicher auch Ihre neue Kündig Brilliant-3 bei?

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Editorial & imprEssum

Impressum Erstellt gemäß § 25 Abs 2 MedienG in der Fassung ab 1.7. 2012 Medieninhaber, Verleger und Herausgeber: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien, Grünbergstraße 15/Stiege 1, Tel.: +43 (0) 1 546 64-0, Fax: +43 (0) 1 546 64 DW 535, www.wirtschaftsverlag.at Unternehmensgegenstand: Herausgabe, Verlag, Druck und Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften. Chefredakteur: Dipl.-Ing. Thomas Prlic, DW 341, E-Mail: t.prlic@wirtschaftsverlag.at Mitarbeiter dieser Ausgabe: Gerhard Rainer, Sandra Brugger, Ralf Siebenbürger, Christine Ryll, Richard Oberressl, Peter Schober, Stephan Trautmann, Michael Fischler, Jürgen Fragner. Artdirektion & Grafik: butjabutja - multicrossmedia, Inh. Cecile M. Lederer, Linzerstraße 442, 1140 Wien Geschäftsführung: Thomas Zembacher Beteiligung: Alleinige Gesellschafterin der Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH ist die Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH. Gesellschafter der Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH sind die Süddeutscher Verlag GmbH mit 91,98 %, Holger Hüthig mit 7,02 %, Ruth Hüthig mit 0,45 %, Beatrice Hüthig mit 0,28 % und Sebastian Hüthig mit 0,28 %. Gesamtverkaufsleitung: Franz-Michael Seidl, DW 240 Anzeigenberatung: Michael Stich, DW 246, E-Mail: m.stich@wirtschaftsverlag.at Anzeigenservice: Andrea Fischer, DW 441, Fax: DW 520, E-Mail: tischler@wirtschaftsverlag.at Anzeigenrepräsentanz OÖ: Verlagsbüro Gerhard Weberberger, Kleinwörth 8, 4030 Linz, E-Mail: linz@wirtschaftsverlag.at, Tel.: +43 (0) 732 31 50 29, Fax: +43 (0) 732 31 50 29-46, Mobil: +43 (0) 676 518 55 75 Anzeigenpreisliste: Nr. 41 vom 1. 1. 13 Erscheinungsweise: monatlich Hersteller: Friedrich VDV, Vereinigte Druckereien und Verlags-GmbH & CO KG, 4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrich.vdv.com Marketing: Paul Kampusch, DW 130 Aboservice: Aboservice Österr. Wirtschaftsverlag, Tel.: +43 (0) 1 361 70 70-570, Fax: +43 (0) 1 361 70 70-9570, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at. Jahresbezugspreis: 70 Euro. Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. Bankverbindung: Bank Austria, Kto 04240571200, BLZ 11000, IBAN AT511100004240571200, BIC BKAUATWW Druckauflage: 7210 Exemplare (1. HJ 12) DVR: 0368491

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Rückblicke und Ausblicke

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enaue Vorhersagen über die wirtschaftliche Entwicklung der Wirtschaftslage sind derzeit ungefähr so seriös wie Kaffeesudleserei. Zumindest unsere Branche kann aber schon seit Ausbruch der Finanzkrise auf eine gewisse Beständigkeit zählen: In Zeiten, in denen die Menschen in bleibende Werte investieren, profitieren eben auch die Tischler – und das gilt nach wie vor. Der Rückblick der KMU-Forschung Austria auf 2012 fällt zwar etwas durchwachsen aus, aber dafür sind im neuen Jahr die Prognosen schon wieder ganz optimistisch (s. S. 12). Ein Gradmesser, wie es dem Handwerk geht, sind gerade im Jahr 2013 auch wieder die Messen: Etwa die BWS im April in Salzburg, die Zuliefermesse Interzum in Köln und die Maschinenmesse Ligna in Hannover. Auf der soeben zu Ende gegangenen Kölner Möbelmesse war von Krise jedenfalls wenig zu hören, und auch auf der zeitgleich abgehaltenen BAU München spürte man viel Optimismus. Hoffen wir für 2013 also das Beste! Volle Auftragsbücher im Neuen Jahr und viel Spaß mit der Lektüre wünscht,

» Ein Gradmesser, wie es dem Handwerk geht, sind gerade im Jahr 2013 auch wieder die Messen. « Thomas Prlic, Chefredakteur Tischler Journal

Thomas Prlic

Offenlegung §25 medIengesetz Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, Grünbergstraße 15, 1120 Wien. Geschäftsführer: Thomas Zembacher Unternehmensgegenstand der Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH: die Herausgabe, der Verlag, der Druck und Verschleiß von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstiger periodischer Druckschriften sowie die Verlagstätigkeit überhaupt und der Betrieb von Verlagsgeschäften aller Art, der Buch-, Kunst- und Musikalienhandel und alle in das Verlagsfach fallenden einschlägigen Geschäfte, insbesondere die Lohnproduktion für fremde Rechnung. Die Durchführung von Werbungen aller Art, insbesondere Inseratenwerbung (Anzeigenannahme), Plakatwerbung, Ton- und Bildwerbung, Reportagen, Ausarbeitung von Werbeplänen und alle sonstigen zur Förderung der Kundenwerbung dienenden Leistungen. Gesellschafter der Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH: Süddeutscher Verlag Hüthig Fachinformationen GmbH, München (100%).

Gesellschafter der Süddeutscher Verlag Hüthig Fachinformationen GmbH: Süddeutscher Verlag GmbH, München (91,98%). Wesentliche Beteiligungen der Süddeutscher Verlag Hüthig Fachinformationen GmbH an Medienunternehmen (alles Fachverlage): verlag moderne industrie GmbH, Landsberg (100%); Hüthig GmbH, Heidelberg (100%); Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm GmbH, Heidelberg (100%); Verlag Werben & Verkaufen GmbH, München (100%); Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden (100%); Medizin Medien Austria GmbH, Wien (100%); Swiss Professional Media AG, Basel (100%). Grundlegende publizistische Richtung: Der Schwerpunkt der Fachzeitung Tischler Journal ist die publizistische Umsetzung und Förderung von Unternehmungen sowie Top-Entscheidern in der Wirtschaft. Tischler Journal betrachtet es als seine journalistische Sorgfaltspflicht, die Leser objektiv und so vollständig wie nur möglich über wichtige Ereignisse und Themen zu informieren und Unternehmen als Entscheidungshilfe zu dienen.

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inhalt

TiSCHlER Journal 01-02/2013 03 EDiTORiAl & iMPRESSUM 04 inHAlT 06 HiGHliGHT 60 MARkT 62 kARikATUR im brEnnpunkt 08 näHER zUM kUnDEn Im Umgang mit der Kundschaft gilt es, alte Rollenbilder neu zu überdenken.

aktuEllEs, bEtriEb, Wirtschaft 12 kURzMElDUnGEn 16 kOlUMnE Jungunternehmer: Betriebsnachfolge.

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17 kOlUMnE Sturschädl & Pfiffig über die Sinnhaftigkeit von Produktzertifikaten.

18 kOlUMnE Rechtsanwalt Dr. Stephan Trautmann über Entlassungen.

20 lEHRlinGSTRAininG Elf Unternehmen nehmen die Entwicklung ihrer Fachkräfte selbst in die Hand.

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inhalt

innungEn

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22 BUnDESinnUnG 23 innUnG STEiERMARk 24 innUnG niEDERÖSTERREiCH 26 kURzMElDUnGEn mEssE 28 iMM kÖln Trends und Neuheiten von der Internationalen Möbelmesse in Köln.

matErial & tEchnik 32 PRODUkTnEUHEiTEn 34 MiT VOllDAMPF Ein Rad aus Bugholz des Londoner Designers Andy Martin.

Die Werkstatt am Schreibtisch

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36 WOHlklAnG AUS TAnnE UnD FiCHTE Die Vorarlberger Orgelbau-Firma Rieger im Porträt.

38 BESCHläGE OHnE BESCHlAG Bauphysikalisch optimierte Beschlagssysteme reduzieren Wärmebrücken.

42 GlASklARE lÖSUnG Ein neues Fassaden-Profil verbindet die lastabtragenden Eigenschaften von Glas und Holz.

bildung 48 DOPPElSPiTzE Die Absolventen der Grazer Ortweinschule belegten im Lignorama die Spitzenplätze.

50 MEiSTERSTÜCkE Zwei Meisterstücke aus der Wien.

sondErthEma softWarE 52 DiE WERkSTATT AM SCHREiBTiSCH CAD/CAM-Programme werden immer mehr zu kompletten Infrastrukturpaketen.

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Foto: Bischof Design/Schmidinger

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er Tischler Wolfgang Schmidinger und die Designerin Sabine Bischof wohnen in Gegenden, in denen man noch häufig auf die traditionelle Wohnkultur des Alpenraums trifft: Schmidinger ist in Schwarzach im Bregenzer Wald beheimatet, Sabine Bischof lebt im angrenzenden süddeutschen Allgäu. Insofern dürfte die Idee für beide naheliegend gewesen sein, einen traditionellen Brettstuhl, wie er schon seit Jahrhunderten Verwendung findet, einmal neu zu interpretieren. Herausgekommen ist dabei der Sessel „Trix“, der mit seiner herzförmigen Rückenlehne und dem Griffloch die klassische Form des soliden und einfach herstellbaren Brettstuhls aufgreift – und ihn mit modernen Designelementen kombiniert. Für die komfortabel federnde Sitzschale kommt dabei mehrfach verleimtes Buchensperrholz zum Einsatz, wobei für die Steifigkeit oder Biegsamkeit des Schalenrückens nicht nur die Form, sondern auch die Anzahl der Längs- und Querlagen ausschlaggebend sind. Die Kreuzzarge für das gedrechselte Holzgestell wird per Fünf-Achs-CNC-Bearbeitung genau an die Sitzschale angepasst. So ist auch dieses nicht sichtbare Detail an der Unterseite handwerklich hoch präzise verarbeitet. Im Vorfeld der IMM in Köln wurde Trix im Dezember 2012 vom Rat für Formgebung Deutschland mit dem Label Interior Innovation Award – Winner 2013 ausgezeichnet (red). www.schmidinger-moebelbau.at, www.bischof-design.com

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Design von Herzen TiSCHlER Journal 01-02 | 2013

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näher zum kunden Kunden von morgen wollen individuell behandelt werden. Der Tischler ist in Sachen Kundennähe gegenüber der Industrie im Vorteil. Im Umgang mit der Kundschaft gilt es aber, alte Rollenbilder neu zu überdenken. Text: Hanna Geisswinkler BrennpunKt

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» Der Handwerker schafft immer einen bleibenden Wert. nicht unbedingt über das Möbelstück, sondern über das Verständnis für den Menschen. « Harry Gatterer, GF Zukunftsinstitut Österreich

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rfolg und Niederlage eines Unternehmens stehen und fallen mit der Zufriedenheit des Kunden: Er ist der Schlüssel zum Erfolg! Das bedeutet auch, dass Dienstleistungen, Produkte und Marketingmaßnahmen, bis hin zum Gesprächsverhalten mit dem Kunden, nicht nur auf diesen abgestimmt, sondern auch am Puls der Zeit sein müssen – weil sich die Gesellschaft und damit auch das Kundenprofil ständig verändert. Die Industriegesellschaft des 18. und 19. Jahrhunderts hatte andere Werte und Bedürfnisse als die Wissensgesellschaft, in der wir uns heute befinden. Waren damals Leistung und Wohlstand wichtig, streben wir heute nach Individualität und Selbstverwirklichung. „Für den Handwerker ist es wichtig, diese Veränderungen in der Welt verstehen zu lernen, weil sie die grundlegende Geschäftsbasis für die kommenden Jahre sind“, sagt Harry Gatterer, Zukunftsreferent und Geschäftsführer des Zukunftsinstituts Österreich. Das KunDenprofil im WanDel

den Erwerb von Lebensmitteln, sondern zunehmend um bewusste gestalterische Entscheidungen. Das ist eine Veränderung, die den Konsum von morgen prägen wird“, so der Zukunftsforscher. Die Studie „Familienmärkte“ des Zukunftsinstituts Österreich, die unterschiedliche Lebensphasen einer Familie mit Märkten belegt, definiert weitere Rollenbilder. Darunter die „Super Daddys“, „Männer, die zwischen Hausarbeit, Gefühlsarbeit und Karriere“ balancieren, oder die „Macho Mamas“, das karriereorientierte Gegenstück zu den Super Daddys. Diese und andere Rollenbilder prägen das neue Bild der Familie, das vielschichtiger ist und unterschiedliche Phasen durchläuft. An die Stelle der kleinbürgerlichen Familie tritt zum Beispiel die „Latte-Macchiato-Familie“, die im urbanen Raum lebt, um mobil zu sein und die Vorteile der städtischen Infrastruktur nutzen zu können. Als Kunde ist sie qualitätsorientiert, designinteressiert und offen gegenüber Innovationen. Neue Familienstrukturen wie diese sind als Kunden für den Tischler nur dann interessant, wenn er das Klischee der konservativen Familie nicht mehr bedient. Den Konsum von morgen bestimmt darüber hinaus vor allem die ältere Generation, die sich, bedingt durch den demografischen Wandel, vergrößern wird. Sie hat tendenziell mehr Lebenserfahrung, ist reifer und agiert als Kunde damit auch abgeklärter und selbstbewusster. Besonders diese Generation ist laut Anton Jenzer, Präsident der Dialogmarketingverbandes Österreich (DMVÖ), nicht zu unterschätzen, „weil sie trotz ihres Alters mit der Zeit geht.“

Den Kunden zu verstehen heißt, vor allem über seine individuellen Lebensumstände, seine Motive und Ziele Bescheid zu wissen. So macht es keinen Sinn mehr, in den herkömmlichen, auf Alter oder Berufsstand Bezug nehmenden Zielgruppen zu denken, weil sie den heute so wichtigen Faktor der Individualität nicht berücksichtigen. Individuell definierte, neue Rollenbilder bestimmen die Zukunft, wie zum Beispiel die selbstbewusste Frau mittleren Alters, die Gatterer als „Tiger Lady“ charakterisiert. Sie hat ein anderes Kaufverhalten als die klischeebehaftete Hausfrau der 60er-Jahre. Ihre Einkäufe erledigt sie zielorientiert und investiert gerne inDiviDualisierung mehr Geld für entsprechende Qualität. Ge- Allen zuvor genannten Kundenprofilen ist nerell werden laut Gatterer Frauen jeder Al- eines gemein: Sie kaufen und leben viel betersgruppe zunehmend zu wichtigen Kon- wusster. „Eben weil die Leute schon alles hasumenten, weil sie heute schon Entschei- ben, ist das Besondere zunehmend gefragt“, dungsträger von 80 Prozent aller Haushalt- weiß Anne M. Schüller, Expertin für Loyaliausgaben sind. „Hier geht es nicht nur um täts-, Empfehlungsmarketing und kunden-

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fokussiertes Management. Ein Umdenken, das dem Tischler gegenüber der Industrie einen Vorteil verschafft. Statt Massenproduktion kann er mit individuellen Lösungen und Dienstleistungen punkten. „Dabei kauft der Kunde niemals nur Problemlösungen, sondern vor allem auch gute Gefühle“, sagt Schüller, die in ihrem Buch „Touchpoints – Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute“, Managementstrategien für die neue Businesswelt beschreibt. „Der Handwerker schafft immer einen bleibenden Wert. Nicht unbedingt über das Möbelstück, sondern über das Verständnis für den Menschen“, erklärt Gatterer. Der Weg zur individuellen Lösung ist für Tischler daher nur über eine emotionale Kundenansprache möglich, die ein Gespür für dessen Bedürfnisse voraussetzt. Holz wird auch in Zukunft durch seine qualitative Hochwertigkeit punkten können. „Besonders im Hinblick auf Produkte mit langer Lebensdauer zählt heute wieder Nachhaltigkeit“, so Jenzer vom DMVÖ. Auch Gatterer

sieht in der Suche nach dem Besonderen eine steigende Erfolgschance für die Holz verarbeitenden Betriebe: „Holz ist so populär, weil es ein Werkstoff ist, der Authentizität verspricht und ein gutes Gefühl mitliefert. Aber nicht im alten, fix verbauten Stil, sondern im freien, anpassungsfähigen Solitärmöbel, im Einzelstück.“ Es geht darum, Möbel zu bauen, die wandelbar sind, um den individuellen Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden. Gerade die Mobilität als zentrales Bedürfnis der Menschen spielt eine wichtige Rolle. Das Interieur wird der Haushaltsgröße entsprechend mitwachsen oder je nach Lebensphase unterschiedliche Funktionen erfüllen müssen. Außerdem sei der Tischler gut beraten, über das Möbel hinaus eine Strategie zu entwickeln, unkopierbar zu sein, meint Gatterer: „Er muss sich die Frage stellen: Welche Rolle spiele ich im Leben der Menschen gerade? Der Tischler ist nicht mehr ‚nur‘ der Handwerker, sondern liefert irgendeine Art von Service mit.“ An dieser Stelle ist die Be-

» Der kunde kauft niemals nur Problemlösungen, sondern vor allem auch gute Gefühle. « anne M. Schüller, Expertin für loyalitäts-s und Empfehlungsmarketing

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Ordnung im Schrank muss sein. Das flexible Organisationssystem „ELITE“ bietet umfangreiche komfortable Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung von Schrank(innen)räumen.

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» konsumenten erwarten heute, dass Unternehmen ihnen stets maßgeschneiderte und bedarfsgerechte Angebote liefern. «

reitschaft wichtig, alte Muster zu überdenken und offen für Neues zu sein. So kann ein Betrieb zum Beispiel besonders auf Loyalität setzen und einen lebenslangen Umzugs- oder Umbauservice für seine Möbel anbieten. Damit schafft man neben zusätzlichen Einnahmen eine Kundenbindung ohne Ablaufdatum. massnahmen angleichen

Auf den Kunden von morgen muss nicht nur anton Jenzer, Präsident Dialogmarketing- das Produkt selbst, sondern auch dessen Ververband Österreich (DMVÖ) marktung zugeschnitten werden. „Konsumenten erwarten heute, dass die Werbewelt auf ihre Bedürfnisse eingeht und Unternehmen ihnen stets maßgeschneiderte und bedarfsgerechte Angebote liefern“, so Jenzer. Der DMVÖ hat im Zuge dessen 2012 die Initiative „Direct Profit“ gestartet. Sie unterstützt Marketingmaßnahmen von Unternehmen, um bessere Ergebnisse durch personalisierte Werbung zu erzielen. Besonders soziale Medien haben für Jenzer heute eine entscheidende Rolle im Marketing, weil sie sich auf das Sozialverhalten der Menschen auswirken: „Heute sollen die Kunden erzählen, wie toll ein Anbieter ist. Die ‚Likes‘ und ‚Dislikes‘ entscheiden über den Erfolg. Und nur wer viele engagierte Fürsprecher hat, wird die Zukunft sicher erreichen.“ Wer klug ist, beachtet die Meinungen seiner Kunden. Lernt aus deren Kritik und Wissen und verwertet sie in seinen Produkten und Dienstleistungen, sagt der Marketingfachmann. Neben sozialen Medien und dem alltäglichen Ideenaustausch mit seinen Kunden gelangt man als Tischler an diese kollektive Intelligenz zum Beispiel über einen ausgeschriebenen Ideenwettbewerb als gezielte Marketingmaßnahme. Das nutzt nicht nur dem Tischler selbst, sondern erfüllt auch den starken Wunsch nach Mitbestimmung des Kunden von morgen. „Dem » Der Tischler sollte dem Kunden Mitspracherecht zu geben bedeukunden gegenüber aufmerk- tet, sein Interesse und seine Aufmerksamkeit zu aktivieren. Dadurch bleibt ein Tischsam, bestens informiert, vor- ler eher in Erinnerung und wird wieder frebereitet und fachlich on top quentiert“, sagt Jenzer.

sein ± im Sinne eines modernen Dienstleisters. « Elisabeth Stöllinger, Wirtschaftspsychologin

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moDerne KommuniKation Gerade weil der Kunde von morgen wesentlich abgeklärter ist, „sollte der Tischler dem Kunden gegenüber achtsam und aufmerksam sein, dabei selbst bestens informiert, vorbereitet und fachlich on top sein“, weiß Elisabeth Stöllinger, Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologin. Man

tritt ihm am besten im Sinne eines „modernen Dienstleisters entgegen“, sprich „entgegenkommend, lösungsorientiert, selbstbewusst und kompetent“, so Stöllinger, die eine wertschätzende Gesprächsführung als gute Basis im Umgang mit Kunden sieht. Damit am Ende nicht nur die Wünsche des Kunden, sondern auch die Interessen des Tischlers nicht zu kurz kommen, bedarf es einer achtsamen Vorgehensweise in den einzelnen Verhandlungsstufen. „Der Königsweg dafür lautet: lösungsorientierte Gesprächs- und Verhandlungsführung“, erklärt die Wirtschaftspsychologin, die ihre Kunden in entsprechenden Trainings schult. Dabei kommt es auf eine sachlich-systematische Vorgehensweise an, um Kompetenzsignale gekonnt einzusetzen und Fallen gezielt zu vermeiden. Geschulten Unternehmern räumt Stöllinger einen Vorteil ein: „Kunden merken den Unterschied, ob ihr Gesprächspartner ihre Anliegen ernst nimmt und ihnen das Gefühl gibt, willkommen zu sein. Selbstbewusst agierende Mitarbeiter und Führungskräfte verfügen über ein Verhaltensund Gesprächsrepertoire, das ihnen ermöglicht, differenziert auf die einzelnen Kunden einzugehen.“ Auch in der schriftlichen Kundenkommunikation sind moderne „Wording“-Regeln zu beachten. „Damit ist eine attraktive Sprache mit Empfängerorientierung gemeint, die sich durch einen lebendigen, kundenfreundlichen und doch sachgerechten Stil auszeichnet“, so Stöllinger. Für das Verfassen von E-Mails gilt dasselbe. So sollte man unbedingt auf Rechtschreibung und Textform achten. Unbedachte, automatisch übernommene, bürokratische Floskeln gehören entsorgt. Generell ist der persönliche Umgang mit dem Kunden der Schlüssel zu dessen Verständnis. So kann es für den Tischler eine leichte Aufgabe sein, Entscheidungsmotive verstehen zu lernen, gerade weil er in einem sehr kundenorientierten Berufsfeld tätig ist. „Der Tischler lernt sehr viel von der reinen Beobachtung seiner Kunden, wenn er mal bewusst hinschaut“, so Gatterer. Dafür empfiehlt der Zukunftsforscher, während des Tagesgeschäfts über einen Zeitraum von einigen Wochen die Aufmerksamkeit gezielt auf die Analyse der Entscheidungsmotive des Kunden zu legen. Was letztlich aber vor allem zählt, ist die Bereitschaft, den Kunden verstehen zu wollen, denn nur der pfiffige Vogel fängt am Ende auch den Wurm.

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aktuEllEs & Wirtschaft

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... erwarten einen rückgang.

... erwarten keine veränderung.

... erwarten eine steigerung.

Alpiner lifestyle

beurteilung der erwarteten auftragseingänge im ersten Quartal 2013

positive prognosen

Die Osttiroler Tischlerei Forcher hat vergangenes Jahr zusammen mit den Designern des Innsbrucker Studios Pudelskern die Möbelserie auí alpine living kreiert (siehe auch Tischler Journal 10/2012). Nun wurde die Möbellinie vom deutschen Rat für Formgebung im Rahmen der Kölner Möbelmesse mit dem renommierten interior innovation award selection 2013 ausgezeichnet. Prämiert wurden aus der Serie das Bett mit Nachtkästchen sowie die Kommode.

Die aktuelle Konjunkturbeobachtung der KMU-Forschung Austria ergibt für die ersten Monate des neuen Jahres einen leicht optimistischen Ausblick, auch wenn die Rückschau auf 2012 eher gemischt ausfällt. Im Branchenschnitt waren die Auftragseingänge im ersten bis dritten Quartal 2012 gegenüber dem Jahr davor um 0,9 Prozent rückläufig (Basis: 280 Betriebe mit 4311 Beschäftigten). Besser fiel die Beurteilung der Geschäftslage im vierten Quartal 2012 aus (34 Prozent beurteilten die Lage mit „gut“, 52 Prozent mit ‚„saisonüblich“ und 14 Prozent mit ‚„schlecht“.) Und leicht positiv sind auch die Prognosen für das erste Quartal 2013 in Bezug auf die erwarteten Auftragseingänge (15 Prozent erwarten eine Steigerung, 71 Prozent keine Veränderung, 14 rechnen mit Rückgängen).

Umstrukturierung Der deutsch-österreichische Beschlägehersteller Grass stellt seine Vertriebsstrukturen für Deutschland und die Beneluxstaaten um. Seit Jänner 2013 wurden das GrassVertriebsbüro in Verl sowie die Grass Vertriebs GmbH in Ofterdingen zu einer leistungsfähigen Vertriebsgesellschaft zusammengeführt. Zudem hat der Beschlägehersteller in Spanien die Kunden seines spanischen Importeurs Reinex übernommen und damit ab sofort mit einer eigenen Niederlassung in Spanien vertreten. www.grass.at

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marco müller, Verkaufsleiter spanien

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Grafik: Cecile M. lederer

Der Treffpunkt für Handwerk und Industrie 10. – 13.04.2013 | Messezentrum Salzburg 33. Internationale Fachmesse für Fertigungsbedarf, Holzbe- und -verarbeitung, Eisenwaren, Werkzeug, DIY-Bedarf, Schloss & Beschlag

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aktuEllEs & Wirtschaft

Pausenlos Maschinen, die niemals stillstehen – das kennt man von der Industrie. Die neue UniLine von Biesse bringt Ideen der Großen in kleine und mittlere Betriebe. Das vollautomatische CNCMultizentrum zur Fensterherstellung verfügt über einen Puffer für Roh- und Fertigteile. So arbeitet die UniLine auch dann, wenn andere ihre verdiente Pause genießen. Österreich-Premiere der neuen Biesse UniLine ist von 13. bis 15. Februar im Rahmen der Handl Fenstertage in Wels. www.handl.at

Markteintritt formatkreissäge lohmeyer fks 325 iQ

Seit Anfang Jänner ist der europäische Markt für Holzbearbeitungsmaschinen mit dem Unternehmen Wood IQ um einen Anbieter reicher. Die deutsche Firma will Kunden mit ihren Produkten eine leistbare Preis-Leistungs-Alternative im Bereich Korpusbau bieten. Hauptzielgruppe sind Existenzgründer und Tischler in kleinen bis mittelständischen Betrieben ebenso wie Industriebetriebe, die ihren Maschinenpark erweitern, Kapazitäten steigern oder Ersatzmaschinen kaufen möchten. Vier „Lohmeyer“-Maschinenlinien (benannt nach den Firmengründern) speziell für den Korpusbau hat Wood IQ im Programm: Formatkreissägen und Kantenanleimmaschinen sind bereits zum Markteintritt verfügbar. Bearbeitungszentren und Druckbalkensägen sollen zur Fachmesse Ligna im Mai 2013 folgen. www.lohmeyer-iq.com

Foto: rubner, lohmeyer, Handl, Kölnmesse

die handl-fenstertage finden vom 13. bis 15.2. statt.

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aktuEllEs & Wirtschaft

Trends und Materialien Die Kölner Weltleitmesse Interzum (13. bis 16.5.2013) in Köln verbucht sowohl seitens der belegten Fläche als auch in Bezug auf die Ausstelleranzahl ein sattes Wachstum. Viel Aufmerksamkeit widmet die Kölnmesse auch heuer wieder der konzeptionellen Gestaltung der drei Piazzen, die jeweils ein Schwerpunktthema in den Mittelpunkt stellen: Die Piazza „Materials + Nature“ zeigt die Vielfalt der Gestaltung von Oberflächen in Halle 6 und „Textile + Machinery“ informiert über die neuesten Entwicklungen im Bereich Polstermöbel und Betten in Halle 10.2. Die Piazza „innovation of interior“ in Halle 4.2 ist wiederum ein einzigartiges Angebot an Designer, Architekten und Produktentwickler und visualisiert Trends und Gestaltungsmöglichkeiten. 2013 stehen zudem ungewöhnliche Materialien, intelligente Werkstoffe und bisher unbekannte Oberflächen im Vordergrund der Sonderfläche „Smart Materials“. www.interzum.de

Rubner-Relaunch

Foto: rubner, lohmeyer, Handl, Kölnmesse

Ein Markenrelaunch begleitet die neue Rubner-Unternehmensstrategie, in deren Zentrum eine verstärkte Internationalisierung steht. Dabei werden die Kompetenzen innerhalb der Gruppe unter ein gemeinsames Dach gestellt und über ein einheitliches Kommunikationskonzept auch nach außen sichtbar gemacht. Die Rubner-Unternehmensind in den Bereichen Holzindustrie, Ingenieurholzbau, Objektbau, Holzhausbau und Holztüren tätig. Die Einzelmarken RHI, Nordlam, Nordpan und soligno sollen künftig durch den „Rubner“Zusatz im Logo von der Bekanntheit der Dachmarke profitieren www.rubner.com die rubner-gruppe wird in dritter generation von peter, stefan, Joachim und alfred rubner (v. li.) geleitet.

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aktuEllEs & Wirtschaft

in fremden Fußstapfen

neue marKtBetreuung

JungunterneHmer Wer einen Betrieb übernimmt,

kann auf gewachsene Strukturen aufbauen.

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ie Betriebsnachfolge ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Der scheidende Unternehmer kann seinen Betrieb ruhigen Gewissens weitergeben. Und der (meist) jüngere Unternehmer übernimmt einen Betrieb, in dem schon gewachsene Strukturen vorliegen. Im Jahr 2010 beispielsweise gab es in Österreich 6.700 Betriebsübernahmen. Ein Zusatzplus für alle Nachfolger: Eine Übernahme kann mit weniger Risiko verbunden sein, wenn es sich um einen etablierten Betrieb handelt. Zusätzlich zu den bestehenden Strukturen übernimmt man mit einem Betrieb oft auch einen Kundenstamm, manchmal sogar bestehende, geschulte Mitarbeiter. Und obendrein bleibt der Kunde glücklich, weil das Unternehmen nicht von der Bildfläche verschwindet.

durch fällt dem Übergeber das endgültige Loslassen leichter und der Nachfolger wird zusätzlich angespornt. Gleitende Übergaben sind durchaus empfehlenswert, aber natürlich gelingt das nur, wenn das persönliche Verhältnis stimmt. Hierzu sollten Unternehmer und Nachfolger genau prüfen, ob sie zueinander passen. family Business

Bei der Nachfolge innerhalb einer Familie – ein Sohn, eine Enkelin, Nichten oder Neffen übernehmen den Betrieb – hat die Übergabe eigene Regeln. Mit der Familie ist man immer verbunden, auch wenn die ältere Generation den Betrieb schon abgegeben hat. In manchen Fällen können auch Generationenkonflikte vorkommen. Gerade in FamiDein laDen WirD » Eine Übernah- lienbetrieben passiert es immer öfter, dass es me ist mit weni- keinen mein laDen direkten, interger Risiko verBevor ein (Neu-)Unternehnen „Erben“ gibt – eimer einen bestehenden ne Chance für alle Firbunden, wenn Betrieb übernimmt, sollmengründer, die eies sich um einen nen Betrieb übernehte er sich folgende Fragen stellen: Passt der Betrieb men wollen. Bei guten etablierten zu mir? Wie wird sich dieUnternehmen werden ser Markt entwickeln? Und Betrieb handelt. « Nachfolger aber rasch habe ich die notwendigen gefunden. unternehmerischen Kenntnisse? Wer sich für eine Betriebsnachfolge inEine gemeinsame Übergabephase als teressiert, sollte sich also rechtzeitig auf „Mentoring-Programm“ zwischen dem der Nachfolgebörse (www.nachfolgescheidenden Unternehmer und dem boerse.at) umsehen. Denn eine ÜberNeu-Inhaber kann den Weg ebnen: Die nahme kann nicht über Nacht passieren. Übergabe und die beiden Rollen in die- Der Übergeber sollte sich schon mindessem Prozess werden besprochen und de- tens zwei Jahre vorher mit diesem Thema finiert. Der Übernehmer kann Schritt für auseinandersetzen, um das richtige AusSchritt die einzelnen Bereiche des Un- stiegsszenario schaffen zu können. ternehmens kennen lernen. Der Ältere www.gruenderservice.at/nachfolge schult den Jüngeren ein, klärt ihn über Der Autor, Mag. Dieter Bader, ist Leidie innerbetrieblichen Vorgänge auf. Da- ter des Gründerservice NÖ.

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Der Spezialist für Schiebelösungen, die Schweizer EKU AG, intensiviert mit zwei neuen Verantwortlichen die Betreuung der Märkte in Italien, Österreich und Osteuropa. Davide Verga (re.) ist gebürtiger Italiener und mit der Branche in seinem Heimatland bestens vertraut. Der gebürtige Ungar Tamás Szabó (li.) ist ein Kenner des Gewerbes in Österreich und Osteuropa und nun dort neuer Gebietsverantwortlicher.

pr unD logo-marKeting Barbara Korak ist seit vergangenem Dezember für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie das Logo-Marketing der internationalen Plattform für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC verantwortlich. Die erfahrene Marketing- und Kommunikationsallrounderin war zuvor in einer ganzheitlichen Unternehmensentwicklungsagentur im Bereich „Integrierte Kommunikation“ tätig.

Die sprache Der Bäume Erwin Thoma hat sich durch die Entwicklung seines „Holz100-Hauses“ einen Namen gemacht, in Goldegg betreibt er ein Forschungszentrum. In seinem Buch „Die geheime Sprache der Bäume“ schildert Thoma, wie er schon als Kind die starke Faszination verspürte, die Bäume bis heute auf ihn ausüben. Holz ist für ihn bis heute nicht billiger und unerschöpflicher Rohstoff, sondern ein wertvolles Material, das die Evolution in einem ständigen Optimierungsprozess hervorbringt – und mit dem sich auch technologisch

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aktuEllEs & kolumnE

Sturschädel vs. Pfiffig KOlumne Es gibt zahlreiche Zertifizierungsmöglich-

keiten für Produkte und Holzwerkstoffe. Ökoschmäh oder Qualitätsargument?

eindrucksvolle Leistungen erzielen lassen. Thoma möchte mit seinem Buch Begeisterung und Interesse für die Bäume und den Wald wecken und gibt dabei auch viele wertvolle Hinweise für Waldbesitzer und Holzökonomen. In Zeiten globaler wirtschaftlicher Krisen und des voranschreitenden Klimawandels hat Holz als nachwachsende Ressource jedenfalls Hochkonjunktur. Erwin Thoma: die geheime Sprache der Bäume und wie die wissenschaft sie entschlüsselt. 208 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag 21,90 Euro, Ecowin Verlag, Salzburg, 2012, iSBn: 978-3-7110-0033-0

neue vertrieBsleitung Michael Bock ist seit Mitte November neuer Vertriebsleiter Industrial Wood bei der Teknos Deutschland GmbH in Fulda. Er tritt die Nachfolge von André Brunotte an, der bereits Anfang 2011 zusätzlich die Geschäftsführung des Unternehmens übernommen hatte. Der Diplom-Betriebswirt Michael Bock verantwortet in seiner neuen Funktion den Vertrieb von industriellen Holzbeschichtungssystemen der Marken Teknos und Gori Industry in Deutschland, Österreich und den angrenzenden Ländern in Zentralund Südosteuropa. www.teknos.de

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MEISTER STURSCHÄDL: Was noch? klärung. Inwieweit man sich mit solchen Zertifizierung, Prüfung, Begutachtung, Si- Kriterienraffinessen identifiziert, muss cherheitscheck, und, und, und? Der Nach- jeder selber verantworten, aber auch beweis bis hin zum Wachstumsstandort des triebswirtschaftlich durchdenken. Sollte Holzes kommt sicher noch. Kein Mensch man in einer ruhigen Stunde einmal Gekennt sich im Güte- und Ökoplaketten- danken an den sozialen, ökonomischen Dschungel aus. Haben wir wirklich keine und ökologischen Bedürfnissen für eianderen Sorgen mehr als unser jetzt schon nen verantwortungsvollen Umgang mit auf das Äußerste angespannten Hand- Materialien nachsinnen, wird man sicher werkerdasein noch zu verkomplizieren? zu unzähligen, mitunter auch unsinniGlauben wirklich noch vernünftige Men- gen Zertifizierungen kommen. Alleine im schen an Kennzeichnungswahrheit oder Zusammenhang mit Holz als Werk- bzw. -Sicherheit? Sind wir überhaupt in der La- Baustoff findet man international mehr ge solche Qualitätsansprüche einzuhalten, als ein Dutzend Zertifizierungsvarianten, dass diese einer Zertifizierung standhal- dabei kann man seine Möbel nicht nur ten? Vielleicht werden wir auch noch ver- nach der Produktqualität, sondern auch pflichtet unsere Produkte nach einem be- nach ökologischen Kriterien mit unterstimmten Ablaufdatum zurück zu kaufen schiedlichen Labels Prüfen und Kennund einer biologischen Entsorgung zuzu- zeichnen lassen. Der ganze Lebensweg führen? Hallo Freunde, wacht auf aus eu- eines Produktes – von der Herkunft der rem träumerischen Ökotrip. Rohstoffe über die Herstellung bis zur Recyclingfähigkeit – fließt in die Bewertung MEISTER PFIFFIG: Dass Zertifizierun- ein. Selbstverständlich werden die Möbelgen Qualitätskriterien wiedergeben sollte stücke auf die Emission von Formaldehyd bedarf keiner Erund organische Verbindungen und Gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe und v.a.m. getestet. Natürlich müssen wir uns solchen Herausforderungen stellen und natürlich sind wir unseren Kunden bei der Auswahl der Materialien zu verantwortlichem Handeln verpflichtet und auch bei der Übernahme von Kennzeichnungskriterien gefordert. Dabei sind wir aber auch für sinnhaftes kaufmännisches Tun verantwortlich. Das Gütesiegel ist dabei sicher nicht besser als der, der es gewissenhaft und vorbildhaft erarbeitet und zuletzt auch mit Stolz präsentiert und verteidigt. Qualitätsmerkmale im heutigen Wettbewerb von Dritten einer Prüfung zu unterziehen, sich bestimmte Auflagen zu unterwerfen, das kann als handfestes Verkaufsargument nur vom Vorteil sein. Nur wie heißt es so schön: Was draufsteht muss auch ohne Abstriche drinnen sein.

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Croma

kolumnE

Ein schnelles Ende Verträge Im Gegensatz zur Kündigung ist die Entlassung die wesentlich strengere

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ie Entlassung selbst muss prompt erfolgen und kann in jeder möglichen Form ausgesprochen werden. Auch hier muss nicht unbedingt die Schriftform eingehalten werden (ausgenommen Lehrlinge). Die Entlassung muss eindeutig als solche definiert sein und kann nur aus wichtigem Grund erfolgen. Eine mündliche Entlassung ist möglich, eine schriftliche Entlassung ist jedoch zu empfehlen. Die schriftliche Entlassung entfaltet gegenüber dem Dienstnehmer erst dann Wirkung, wenn sie zugestellt wurde. Wenn Sie eine Entlassung mit der Post schicken, ist dies immer risikoreicher als die direkte Übergabe – sei es persönlich im Unternehmen oder durch einen Boten. rechtzeitig

Wenn der Dienstnehmer einen Entlassungsgrund gesetzt hat, muss die Entlassung sofort erfolgen. Entgegen einer verbreiteten » Als Faustregel kann Meinung kann man sich Entlassungsgründe gelten, dass man innerhalb nicht aufheben. Die Judikatur zur Rechtzeitigkeit der Entlassung ist streng, ein wirklich eines Tages die Entlassung enger zeitlicher Zusammenhang zwischen aussprechen sollte. « der Kenntnis des Entlassungsgrundes und dem Ausspruch der Entlassung muss jedenDr. Stephan Trautmann falls gegeben sein. Als Faustregel kann gelten, dass man innerhalb eines Tages die Entlassung aussprechen sollte, es sei denn, es ste- Woche) gelten. Auch Betriebsratsmitglieder hen dem gewichtige Gründe entgegen. Wird können entlassen werden, doch gelten hier die Entlassung nicht rechtzeitig ausgespro- erschwerte Erfordernisse, da Mitglieder des chen, so gilt dies als verfristet. Der Ausspruch Betriebsrates einen sogenannten „besondeder Entlassung ist definitiv, das Dienstver- ren Entlassungsschutz“ haben. Es muss jehältnis ist dadurch beendet. Das kann auch denfalls die Zustimmung des Gerichtes einnicht zurückgenommen werden. Bedenken geholt werden. Bedenken Sie, dass auch hier Sie aber, dass Sie als Dienstgeber auch einen die zeitliche Komponente zu wahren ist und strengen Maßstab bei der Prüfung anlegen auch hier die Klage unverzüglich eingebracht müssen, ob ein Entlassungstatbestand vor- werden muss. liegt, da Sie sonst mit einer Anfechtung rechentlohnung nen müssen. Wenn eine Entlassung eines Arbeitnehmers anfechtung in einem Betrieb erfolgt, der einen BetriebsEine Entlassung kann entweder durch den rat hat, so ist dieser ebenfalls sofort von der Betriebsrat oder durch den Arbeitnehmer Entlassung zu informieren. Wenn die Entlasangefochten werden. Beachten Sie, dass für sung zu Unrecht ausgesprochen wurde, weil die Anfechtungsmöglichkeit (beim Arbeits- die entsprechenden Entlassungsgründe nicht und Sozialgericht) sehr kurze Fristen (eine vorliegen oder die Frist versäumt wurde, so

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Text: Stephan Trautmann

bedeutet dies trotzdem die Beendigung des Dienstverhältnisses. Der Dienstnehmer hat jedoch das laufende Entgelt bis zum rechtmäßigen Kündigungsdatum sowie allfällige anteilige Sonderzahlungen zu erhalten – und insbesondere eine Kündigungsentschädigung zu bekommen sowie auch die Abfertigung (altes Modell), die ihm ja im Falle der gerechtfertigten Entlassung nicht zusteht, sowie die aliquote Urlaubsersatzleistung. Diesbezüglich kann der Dienstnehmer auch vor dem Arbeitsgericht eine entsprechende Klage gegen den Dienstgeber einbringen. In einem solchen Verfahren kann auf vergleichsweiser Basis jede Form der Beendigung diskutiert werden, ohne Zustimmung des Arbeitnehmers kann jedoch eine Entlassung weder zurückgenommen noch in eine Kündigung umgewandelt werden. es Kann jeDen treffen Es können sowohl Angestellte als auch Arbeiter entlassen werden. Auch Behinderte können prinzipiell entlassen werden, doch werden hier im Einzelfall strengere Maßstäbe an den Ausspruch einer Entlassung gesetzt werden, da Behinderte als schutzwürdig gelten. Lehrlinge genießen keinen besonderen Entlassungsschutz, doch muss – entgegen den Möglichkeiten der formfreien Entlassung im normalen Arbeitsbereich – ein Lehrling immer schriftlich entlassen werden (siehe auch § 15 BAG). zusammenfassung Die Entlassung bedeutet die sofortige Beendigung des Dienstverhältnisses, der Dienstnehmer hat seinen Arbeitsplatz zu räumen. Die Entlassung hat sofort (strenger Maßstab) nach Kenntnis des Entlassungsgrundes ausgesprochen zu werden, ansonsten ist sie unwirksam. Dem Dienstnehmer stehen auch bei der Entlassung entsprechende Zahlungen zu, die Entlassung kann auch angefochten werden. Kontakt: Dr. Stephan Trautmann, Ungargasse 4/2/1, 1030 Wien, Tel: 01/713 42 72, Mobil: 0664/326 52 58, F: 01/713 42 72-42, E-Mail: Trautmann@advocat.cc

FoTo: Thomas Prlic

Form der Beendigung eines Dienstverhältnisses.

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FoTo: Thomas Prlic

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bEtriEb & Wirtschaft

Soft-Skills für lehrlinge leHrlIngstrAInIng Elf Unternehmen aus Industrie und Gewerbe nehmen die

Entwicklung ihrer zukünftigen Fachkräfte selbst in die Hand.

Text: Gerhard Rainer

sungsanbieter der Gebäude- und Anlagen- handwerklichen Berufen oft zu wenig Auftechnik Ortner GmbH und dem Anlagen- merksamkeit zu“, erklärt Martin Cserni, Eibauer und Systemintegrator für Elektro- gentümer der auf Architektur und Wohnen technik Elin GmbH gemeinsam mit der spezialisierten Cserni Gruppe, die ebenUnternehmensentwicklungsagentur Ma- falls am Step-Up-Programm teilnimmt. nagement-Impulse aus. Am ersten, 16 Mo- „Wir wollen unseren Lehrlingen ein ernate dauernden Cross-Mentoring-Pro- gänzendes Ausbildungsprogramm anbiegramm 2013/14 nehmen 40 Mentoring- ten, sodass sie später beispielsweise in der Paare aus elf namhaften, eigentümerge- Projektarbeit die notwendigen Social Skills führten Betrieben aus Wien, der Steiermark mitbringen“, so Cserni. und Oberösterreich teil. lehrlinge oft unterBeWertet erfahrungsaustausch „Im Handwerk brauchen wir Intelligenz“,

» leider kommt der Persönlichkeitsentwicklung gerade in technischen oder handwerklichen Berufen oft zu wenig Aufmerksamkeit zu. « Martin Cserni, GF Cserni – architektur, Wohnen, Development

Im Erfahrungsaustauch mit lebens- und spricht Otto Hirsch, geschäftsführender berufserfahrenen Mentoren, die bewusst Gesellschafter der Hirsch Beteiligungs aus einem anderen Unternehmen kom- GmbH, ein Imageproblem an, mit dem vor men und einer anderen Berufssparte an- allem die Bauwirtschaft bei ihrer Suche gehören, lernen die Lehrlinge wichtige nach Lehrlingen zu kämpfen hat. „LehrFähigkeiten wie: soziale und kommuni- linge werden oft unterbewertet. Aber nur kative Kompetenzen, Selbstreflexion, Ei- wenn auch sie gut arbeiten, ist der Begenverantwortung und ein gesundes Ver- trieb erfolgreich“, so Hirsch. „Es ist uns ein trauen in sich selbst. Eingebunden in ein wichtiges Anliegen, motivierte JugendliRahmenprogramm aus Workshops, Exkur- che mit allen notwendigen Skills auszusionen und Projekten stehen Themen wie statten, damit sie ihre Ziele erreichen könvernetztes Denken und der Umgang mit nen.“ Dabei will Hirsch bewusst nicht ausverschiedenen Unternehmenskulturen am schließlich die besten Lehrlinge mit Step Programm. Up fördern, „sondern jene, die es aus ver„Leider kommt der Persönlichkeitsent- schiedenen Gründen verdient haben, unwicklung gerade in technischen oder terstützt zu werden.“ www.step-up.cc

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di iris ortner, mba, geschäftsführerin der igo ortner gruppe

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FoTo: schelling

otto hirsch, geschäftsführender gesellschafter der hirsch beteiligungs gmbh

FoTos: managemenT-imPulse gmbh

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eben der fachlichen Kompetenz wollen wir auch soziale Kompetenzen der Lehrlinge entwickeln, die Fachkräfte ans Unternehmen binden und insgesamt die Attraktivität der Betriebe für Mitarbeiter steigern“, erklärte Iris Ortner, Geschäftsführerin der IGO Ortner Gruppe, den Hintergrund für das neue Lehrlings-Trainingsprogramm „Step Up“. Elf Unternehmen unterschiedlicher Branchen aus dem Bau- und Baunebengewerbe reagieren mit diesem „Cross-Mentoring“Programm auf den Mangel an qualifizierten Fachkräften. Neben zu wenigen Bewerbungen stehen lehrlingsausbildende Unternehmen zunehmend auch vor einer Herausforderung durch frühzeitige Austritte von Auszubildenden. Die Initiative für Step Up ging vom Lö-


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bEtriEb & Wirtschaft

zusammenlegung HOlzBeArBeItung Schelling

führt zwei Jahre nach der Panhans-Übernahme Fertigungskapazitäten und Know-how am Stammsitz in Schwarzach zusammen.

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wei Jahre nach Übernahme des oberösterreichischen Sägenherstellers Panhans durch AWB Maschinenbau und Schelling Anlagenbau GmbH führt Schelling die strategische Integration des Produktportfolios von Panhans Plattensägen weiter. Die Produktion der innovativen Ein-AchsSägen Ecopan und S45 erfolgt nun am SchellingStammsitz in Schwarzach in Vorarlberg (Österreich). Mit dieser Konzentration der Fertigungskapazitäten wird das Know-how von Panhans mit der Technologie von Schelling verschmolzen. Der einstige Panhans-Hauptsitz in Micheldorf mit seiner zentralen Lage in Österreich wird als Vertriebs- und Servicestandort stark ausgebaut und als Gebrauchtmaschinen-Center mit einem Showroom erweitert. Bestehende Panhans-Kunden erhalten hier weiterhin den gewohnten Ersatzteilservice und prompten Kundendienst. Die Firma AWB mit Geschäftsführer Wilfried Amann und seinem Team ist für den Vertrieb der Maschinen aus dem Hause Schelling im österreichischen Markt zuständig.

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Die Maschinen werden mit Schelling-typischen Merkmalen erweitert und zukünftig mit der Bezeichnung Schelling fh 3 und s 45 geführt. Die Integration der Panhans-Maschinen in die Fertigung von Schelling und unter dessen Marke eröffnet neuen Interessenten wie auch bestehenden Panhans-Kunden Vorteile in Technologie und Betreuung. (red/schelling) www.schelling.at

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bundEsinnung

Wenig Aufwand, große Wirkung BundesInnung Nach dem ersten Jahr der Schwerpunktaktion des Arbeitsinspek-

torats hat die Bundesinnung wichtige Erfahrungswerte gesammelt und steht mit Tipps und Ratschlägen zur Seite. Text: Thomas Prlic

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n den vergangenen Monaten haben viele Möbeltischlereien in ganz Österreich Besuch vom Arbeitsinspektorat erhalten. Im Rahmen einer seit Anfang 2012 laufenden Schwerpunktaktion (das Tischler Journal berichtete) wird dabei in den Betrieben die Einhaltung der Gesetze und rechtlichen Vorschriften überprüft und, wenn notwendig, eine Frist zur Nachbesserung gesetzt. Ende Dezember führten die obersten Innungsvertreter erneut Gespräche mit dem Zentralen Arbeitsinspektorat, um auf die Notwendigkeit einer in allen Bundesländern einheitlichen Umsetzung der Maßnahmen und der gestellten Anforderungen hinzuweisen.

Ein weiteres Beispiel, das mitunter in älteren Werkstätten oder im dicht verbauten Gebiet – wie etwa in Wien – vorkommt: Jeder Betrieb muss pro Quadratmeter Bodenfläche 10 Prozent an Fensterfläche aufweisen. Wenn dieser Wert nicht erreicht wird, lässt sich das Problem womöglich ganz ohne große Umbauten, durch eine kleine Umorganisation des Raums lösen. Ein bestimmter, abgegrenzter Bereich kann dann beispielsweise als Lagerfläche (in der nicht gearbeitet wird) definiert werden, die so aus der Belichtungsberechnung herausfällt. Die Mitarbeiter des Arbeitsinspektorats würden eine solche Argumentation sehr wohl aktzeptieren, betont Breiter. „Als Interessenvertreter ist es uns aber auch ein Anliegen, unsere Mitglieder auf Gefahren und mögliche Probleme bei Nichteinhaltung der Vorschriften hinzuweisen“, sagt der Bundesinnungsmeister. „Es geht hier auch um eine Absicherung für jeden Betrieb: Wenn tatsächlich etwas passiert, haftet sonst womöglich die Versicherung nicht.“ www.tischler.at FoTo: ThinksTock

bim kommr. ing. Josef breiter

schlägen und Lösungen zur Seite stehen“, sagt Bundesinnungsmeister KommR. Ing. Josef Breiter. Breiter appelliert dabei an die Mitglieder, sich bei offenen Fragen bei den Landesinnungen zu informieren oder sich auch mit Kollegen zu praktischen Lösungsmöglichkeiten auszutauschen. Wichtig sei, zu bedenken, so Breiter, dass Auflagen für technische Nachbesserungen nicht sofort teure Investitionen für einen Betrieb bedeuten müssen. „Bevor man viel Geld investiert, sollte man erst einmal in Ruhe über die notwendigen Maßnahmen nachdenken. Vieles lässt sich auch mit einfachen Mitteln verhältnismäßig günstig umsetzen.“ Ein Beispiel dafür sind etwa die Staubsauger der Klasse M, wie sie für die Feinstaubabsaugung bei Schleifarbeiten und Handwerksmaschinen vorgeschrieben sind: Hier lassen sich bereits mit günstigen, mit Feinfilter ausgestatteten Geräten unter 300 Euro die vorgeschriebenen Grenzwerte einhalten.

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FoTo: bundesinnung, Prlic

erfahrungsWerte In den vergangenen Monaten hat man in der Bundesinnung zudem aufgrund zahlreicher Rückmeldungen aus der Branche wichtige Erfahrungswerte gesammelt. „Im Zuge der Besuche des Arbeitsinspektorats kann sich herausstellen, dass eine Betriebsanlage nicht mehr am letzten Stand der Vorschriften ist. Jenen Betrieben, die nach dem ersten Besuch Auflagen bekommen haben oder noch bestimmte Anforderungen erfüllen müssen, wollen wir als Standesvertretung mit hilfreichen Rat-

bei den schwerpunktbesuchen in den betrieben überprüfen die arbeitsinspektoren die Einhaltung der rechtlichen Vorschriften.

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innung stEiErmark

Gleichmäßigkeit gefragt steIermArK Der 40. steirische Tischlerskitag findet am Samstag, dem 2. März 2013,

auf dem Kreischberg statt. Dabei stehen nicht nur sportliche Aspekte im Vordergrund, auch der gesellschaftliche Faktor kommt nicht zu kurz.

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er steirische Tischlerskitag ist mittlerweile eine echte Institution – heuer findet die Veranstaltung bereits zum 40. Mal statt. Dabei stehen mit einem Ski-Riesentorlauf und einem Snowboardbewerb nicht nur sportliche Aspekte im Mittelpunkt. Auf dem Programm steht auch ein Schnapserturnier und nach der Siegerehrung findet der Tag wie gewohnt mit einem geselligen und gemütlichen Beisammensein seinen Ausklang.

FoTo: bundesinnung, Prlic

FoTo: ThinksTock

programmaBlauf Beginn der Skitags ist am 2. März ab 9 Uhr mit einem Willkommensgetränk und einer Jause auf Einladung der steirischen Landesinnung bei der Talstation Kreischberg (Murtal Seilbahnen Betriebs GmbH, Kreischbergstraße 1, 8861 St. Georgen ob te sein). Zusätzlich wird ein Sieger für die Murau), bis 10 Uhr erfolgt die Startnum- Bestzeit ermittelt. Gefahren wird dabei gemernausgabe, um 10.30 ist der Start des staffelt nach Klassen in unterschiedlichen Rennens angesetzt. Altersgruppen. Die Klasseneinteilung bei Von 13 bis 16 Uhr findet das Wettschnapsen den Snwoboardern hängt von der Anzahl statt, um 16.30 werden im Rahmen der Sie- und dem Alter der angemeldeten Teilnehgerehrung die Gewinner gekürt. Der Sie- mer ab. Gefahren wird die gleiche Strecke ger im Riesentorlauf wird dabei in zwei wie im Ski-Riesentorlauf. Es gelten daher Durchgängen ermittelt, wobei derjenige auch die gleichen Bedingungen wie beim gewinnt, der zwei Mal die gleichmäßigste Riesentorlauf. (red) Zeit fährt (dies könnte auch der Langsams- www.steirische-tischler.at

teIlnAHme

Anmeldung zum Skitag Teilnahmeberechtigt sind alle steirischen Tischler, deren Gatten, Kinder, Mitarbeiter sowie Gäste. Anmeldungen bis 20.2. 2013 schriftlich an die Landesinnung der Tischler und der Holz gestaltenden Gewerbe, Körblergasse 111–113, 8021 Graz, Fax: 0316/601-718, E-Mail: tischler@ wkstmk.at

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innung niEdErÖstErrEich

Was uns alle betrifft VIertelsVerAnstAltungen Aufgrund des großen Erfolgs im Jahr 2012 lädt die

FoTos: innung niederÖsTerreich

niederösterreichische Landesinnung ihre Betriebe auch 2013 zu interessanten Themen in ihre vier Viertel ein.

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iele Dinge brennen den Tischlern unter den Fingernägeln. Aber wo bekommt man schnell und aus erster Hand die besten Antworten auf seine Fragen, noch dazu in nettem Rahmen? Die Antwort auf diese Frage sind die VierV e r A n s tA lt u n g s Ü B e r B l I C K

Weinviertel 15.4.2013, Beginn: 15 Uhr bei Tischlerei Glaser 2244 Spannberg, Neugasse 36 und anschließend bei der Tischlerei Mitsch 2244 Spannberg, Am Bach 22

Waldviertel 17.4.2013, Beginn: 16 Uhr Tischlerei Höllerer 3572 St. Leonhard/Hornerwald 149 Mostviertel 24.4.2013, Beginn: 16 Uhr Tischlerei Grassmann 3204 Kirchberg an der Pielach St. Pöltnerstraße 88 industrieviertel 29.4.2013, Beginn: 16 Uhr Tischlerei Zamecnik 2460 Bruck an der Leitha Werkgasse 10

telsveranstaltungen der niederösterreichischen Tischler. hinaus zu Den BetrieBen

weiter, am 24.4. sind die Tischler bei der Tischlerei Grassmann im Mostviertel zu Gast und am 29.4. bei der Tischlerei Zamecnik im Industrieviertel.

Der Erfolg gibt der Landesinnung der niederösterreichischen Tischler recht. Wäh- vielfalt Des hanDWerKs rend allerorts die Zahl der Tagungsteilneh- Ganz aktuelle Themen hat die Landesinmer zurückgeht, werden sie bei den Vier- nung der Tischler 2013 für die Viertelsvertelsveranstaltungen immer mehr. An die anstaltungen angepackt. So werden die ak180 Teilnehmer waren es im Vorjahr und tuellen Fernseh- und TV-Spots präsentiert, heuer peilt man die 200er-Marke an. Das die 2013 ganz nah am Tischler sind und auf Rezept ist einfach. „Wir gehen zu den Be- die Vielfalt des Handwerks hinweisen. Ein trieben raus, und der Tischler erhält aus Höhepunkt der Aktivitäten in Niederöstererster Hand professionell aufbereitet In- reich wird 2013 das 30-Jahr-Jubiläum der formationen zu Themen, die uns alle be- MK Pöchlarn sein. Hier findet am 29. Juni treffen“, erklärt KommR. Gottfried Wieland die Meisterfeier mit einem spannenden sein Erfolgsrezept. Rahmenprogramm statt. Die Motivfor2013 startet die Se- scherin MMag. Dr. Sophie Karmasin hat rie „Was uns al- die niederösterreichischen Tischler unter le betrifft“ am die Lupe genommen. Auf den Viertelsver15.4. im Wein- anstaltungen werden die Ergebnisse präviertel bei der sentiert. Sie zeigen genau, wo der TischTischlerei ler liegt und mit welchen Argumenten er Glaser und punkten kann. „Aus der Praxis für die PraMitsch, xis“, heißt es dann anschließend. Fallbeidann geht spiele aus der Normung werden unter die es am 17.4. Lupe genommen. Erfahrungsberichte mit bei Höl- dem Arbeitsinspektor werden den Ablerer im schluss des fachlichen Teils bilden. Waldvier- www.tischlernoe.at tel MMag. Dr. Sophie Karmasin

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innung niEdErÖstErrEich

Erfahrungsaustausch AusBIldung Die MK Pöchlarn forciert den Kontakt zwischen Innung und Schülern

mit Kamingesprächen.

FoTos: innung niederÖsTerreich

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enn der Tag geht, das Feuer im Kamin lodert, die Stimmung passt, dann ist es Zeit, sich an einen Tisch zu setzen und Visionen zu spinnen. Denn nur durch Kommunikation und Erfahrungsaustausch können Schule und Innung nah an ihren Zielen und Ideen sein, sich gegenseitig befruchten und die Schule zu einem Ort der Weiterentwicklung machen. Vielleicht nicht ganz so blumig, aber doch in dieser Richtung wurden die Kamingespräche von der Landesinnung der Tischler und der Holz gestaltenden Gewerbe für die MK Pöchlarn ins Leben gerufen. Bereits zwei Gespräche hat es gegeben und die Erfolgsbilanz ist schon jetzt großartig. Die nächste Kaminrunde wird dann am 3. März eingeläutet.

» Hier wird den Schülern immer wieder die Angst vor der Prüfung genommen. « Georg Tschida, Klassensprecher

Der BacKgrounD Der schüler Die Schüler der MK Pöchlarn sind kein homogenes Gebilde, sondern jeder Schüler hat einen anderen Hintergrund und andere Bedürfnisse, je nachdem wie seine Zukunftsplanung aussieht. Also ist es sehr schwierig, alle über einen Kamm zu scheren. Dennoch muss es einen gemeinsamen Nenner im Unterrichtsplan geben. Diese Gratwanderung wird Tag für Tag aufs Neue in Pöchlarn gelebt. Zentrales Thema

der Kamingespräche ist immer die Meisterprüfung. „Hier wird den Schülern immer wieder die Angst vor der Prüfung genommen“, erklärt der Klassensprecher Georg Tschida. Zentrales thema der gespräche ist die meisterprüfung.

Das mentorsystem Alleingelassen in der Welt der Tischler und Tischlermeister – dieses Horrorszenario gibt es in Pöchlarn nicht. Denn 2013 wurde das Mentorsystem installiert. Je nach individuellem Interessenschwerpunkt kann man sich einem erfahrenen Mentor aus der Tischlerbranche anschließen und im Anschluss an das Kamingespräch in kleiner Runde brennende Fragen erörtern. Auch Exkursionen zum Betrieb des Mentors werden stattfinden.

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Meisterschule der Tischler Oskar-Kokoschka-Straße 5 3380 Pöchlarn Tel.: 02757/76 90 E-Mail: poechlarn@meisterschule-tischler. at, www.meisterschule-tischler.at

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aktuEllEs aus dEn ländErn

BlicK in Die BerufsWelt

NÖ: Die Schüler der 4b-Klasse aus der Musikhauptschule Blindenmarkt besuchten die Meistertischlerei Weichselbaum in Ferschnitz. Firmeninhaber Gerhard Weichselbaum gab den Schülern Einblick in einen Betrieb des Tischlergewerbes. Bei einem Rundgang durch die Werkstätte bekamen die Schüler Einblick in die Arbeitsweise in einer Tischlerei und erhielten durch diese Art von anschaulichem Unterricht eine schöne Bereicherung ihrer Ausbildung.

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Feierliche Eröffnung WIEN: Die Landesinnung Wien lud Anfang Dezember aus doppeltem Anlass ins ehemalige Innungshaus im fünften Gemeindebezirk: Zum einen stand die feierliche Eröffnung der Innungsbibliothek am Programm, in der sich neben zahlreichen, auch historisch interessanten Büchern etwa auch eindrucksvolle Lehr- und Wanderbriefe aus früheren Jahrhunderten finden (vgl. Tischler Journal 12/2012). Außerdem würdigte die Innung den berühmten Philosophen Sir Karl Popper, der 1924 die Tischler-Gesellenprüfung abgelegt hatte, mit einer Gedenktafel. Als Ehrgengäste konnten Landesinnungsmeister KommR. Johann Burgstaller und seine Stellvertreter Martin Pöll und Maria-Theresia Bretschneider unter anderem BIM KommR. Ing. Josef Breiter, den Geschäftsführer der Bundesinnung Mag. Dietmar Schönfuß, Spartenobmann DI Walter Ruck und Wifi-Kurator KommR. Dr. Anton Gerald Ofner begrüßen, der in einem kurzen Vortrag einen eindrucksvollen Überblick über das Leben Poppers gab.

Viel Aufmerksamkeit erntete auch das von der Wiener Tischlerei Konecny originalgetreu nachgebaute Gesellenstück Poppers, ein Kästchen, das in Zukunft die in den Bibliotheksräumlichkeiten eingerichtete Gedenkstätte zieren wird. (red) www.tischler.at/innungen/wien

FoTo: WeinWurm, innung nÖ, Prlic

feier unD ehrung

NÖ: Im Rahmen der Weihnachtsfeier der niederöstereichischen Landesinnung nutzte der Innungsvorstand die Gelegenheit, um sich bei Mag. Irma Priedl von der Abteilung Wirtschaft, Tourismus und Technologie des Landes Niederösterreich für die Unterstützung bei der Durchführung der Benchmarkprojekte der niederösterreichischen Tischler zu bedanken. Für ihre Verdienste bekam Priedl von der Innung den Goldenen Tischlerhobel verliehen. V. li: DI Stefan Liebert (Ecoplus), BIM Breiter, Irma Priedl, LIM-Stv. Ostermann, LIM Wieland , LIM-Stv. Mitsch

bim breiter, lim burgstaller, di ruck, dr. ofner und tischlermeister markus konecny mit dem nachbau des gesellenstücks poppers

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tisch „go“ von Vitamin design

Blick zurück nach vorn Imm KÖln Die internationale Möbelmesse in Köln bot Mitte Jänner wieder einen Ein-

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it 1250 Ausstellern aus mehr als 50 Ländern war die Kölner Möbelmesse (IMM Cologne) auch in diesem Jahr wieder ein echtes Großereignis. Im Zusammenspiel mit der parallel am Kölner Messegelände abgehaltenen LivingKitchen bot sich für die Besucher Mitte Jänner wieder ein umfassender Einblick in die kommenden Trends in Sachen Möbel- und Kücheneinrichtung. Daraus einen auch nur halbwegs vollständigen Überblick wiederzugeben, ist angesichts der gezeigten Bandbreite zwar ein Ding der Unmöglichkeit. Allerdings lassen sich auch in die-

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sem Jahr doch einige allgemeine Trends und Stoßrichtungen herausfiltern. vielseitiges holz Auf einer Messe wie der IMM sind zwar naturgemäß auch viele Polstermöbel- und Industriehersteller präsent. Dabei ist aber Holz als vielseitig einsetzbarer und kombinierbarer Werkstoff immer noch groß da – und dessen handwerklich präzise Verarbeitung gerade im gehobenen Möbelsegment besonders gefragt. Während die zuletzt stark propagierte Eiche vor allem im Küchenbereich schon sehr präsent ist, war auf

vielen Messeständen aber immer noch häufig Walnuss als edle Variante zu sehen. Bei der Formgebung regiert einerseits der übliche Minimalismus – weiße, schnörkellose Regale und Sideboards gab es zuhauf zu sehen –, dazu kommt aber eine gehörige Portion an Retroeinfluss: Die Fünfziger- und Sechzigerjahre hinterlassen an vielen Entwürfen ihre Spuren; so konnte man ewta bei einer ganzer Menge an Herstellern man Adaptionen und Neuinterpretationen des klassischen Nierentischs bewundern. Wer heute in die Zukunft schaut, blickt eben immer auch in die Jahrzehnte zurück. »

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blick in kommende Möbeltrends: Es wird bunt, retrolastig und Holz ist als vielseitig einsetzbarer Werkstoff immer noch groß da. Text: Thomas Prlic

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couch „dr'op“ von braun & maniatis für leolux

klapptisch „flatmate“ von müller möbelwerkstätten, design: michael hilgers

regalsystem „hochstapler“ von tojo

Eine ordentliche Portion Retro gehört schon dazu: Wer heute in die zukunft schaut, blickt eben auch in die Jahrzehnte zurück.

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mEssE tisch „gentle“ von böwer, design: Eric degenhardt + böwer, foto: axel struwe

Beim Holz dominieren Eiche und Walnuss, bei den Farben sorgen neben dem universell-kombinierbaren Weiß Pastelltöne für frische Akzente.

schrank „cube play“ und Wandregal „cube fine“ von interlübke

tisch „pina“ von hubert feldkircher

Neben dem universell kombinierbaren Weiß und den omnipräsenten, schlammigen Farbtönen (Grau oder Beige) sorgten dabei heuer erstaunlicherweise auch Pastellfarben für frische Farbeinsprengsel: sei es als in den Farbtopf gefallener Sessel (wie beim „Chair“ von Zeitraummöbel) oder

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aber etwa als Akzent auf einzelnen Kas- zum Mitmachen einladen und individueltenfronten (Interlübke). Es darf aber auch le Gestaltungsvarianten ermöglichen: etschon mal ein kräftigeres Petrol oder – wie wa ein beliebig multiplizierbares Regalsysschon im vergangenen Jahr – ein knalliges tem („Hochstapler“ von Tojo) oder das ReGelb als Kontrastfarbe sein. Zwischen vie- gal „Frame“ von Richard Lampert, bei dem len klassischen Einbaumöbelvarianten fie- der Anwender die Anordnung der Einlagelen heuer auch modular kombinierbare bretter und -kästen ganz nach Belieben selKonzepte auf, die den Kunden sozusagen ber bestimmen kann.

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pastellige einsprengsel

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stuhlserie „chair“ von Zeitraum möbel, design: kihyun kim


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Hohe innovationsdichte BWs Die BWS von 10. bis 13. April 2013 in Salzburg bietet von Maschinen über

Werkzeuge, EDV-Lösungen bis hin zu Werkstoffen, Halbfertigprodukten oder Beschlägen alles, was das Handwerkerherz begehrt.

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m Rahmen der BWS von 10. bis 13. April 2013 im Messezentrum Salzburg stehen über vier Tage lang die neuesten Entwicklungen aus den Bereichen Fertigungsbedarf, Holzbe- und -verarbeitung, Eisenwaren, Werkzeug, DIY-Bedarf, Schloss & Beschlag im Visier der Fachbesucher. „Vor allem der kompakte Überblick über alle relevanten Themenbereiche stellt für viele Handwerksbetriebe die Attraktivität der BWS dar. Von Maschinen über Werkzeuge, EDV-Lösungen bis hin zu Werkstoffen, Halbfertigprodukten, Beschlägen und Verbrauchsmaterial – Salzburgs Komplettplattform für Fertigungsbetriebe bietet alles, was das Handwerkerherz begehrt“, sagt BWS-Messeleiter Ing. Andreas Wetzer. Zusätzlich zu den etablierten Fachbereichen werden 2013 die Schwerpunkte „Holzbau“ und „Arbeitsschutz“ sowie die „Sonderschau Cargo“ und der Themenfokus „Raumdesign“ angeboten.

zusätzlich zu den etablierten Fachbereichen werden 2013 die Schwerpunkte ¹ Holzbauª und ¹ Arbeitsschutzª sowie die ¹ Sonderschau Cargoª und der Themenfokus ¹ Raumdesignª angeboten.

FoTo: reed messe

FoTos: hersTeller

gut auf holz geBaut Neben den Tischlern stellen die Zimmerer und Holzbaufachleute die zweitgrößte Besuchergruppe der BWS. Grund genug, dem Thema einen eigenen Schwerpunkt zu widmen. Beim Schwerpunkt „Holzbau“ stehen folgende Bereiche im Vordergrund: Dachbodenausbau, Wärme- und Schallschutz, Abdichtung, energetische Sanierung, innovative Materialien sowie intelligente Gebäu-

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tischler, Zimmerer und holzbaufachleute stellen die wichtigsten besuchergruppen der bWs.

detechnik. Er richtet sich sowohl an Holz- on unserer Innovationen. Der enge Kontakt bau- und Zimmereiunternehmen als auch zu unseren Anwendern aus dem Holzhandan Dachdecker, Spengler, Trockenbauunter- werk ermöglicht uns die Entwicklung von nehmen sowie Architekten und Planer. anwenderfreundlichen Produkten, die als wirkliche Problemlöser ankommen.“ KommuniKationsplattform Auch Walter Fahrenschon, GeschäftsfühUnternehmen aus der Holzbaubranche rer Vertrieb/Marketing/Service der Hans schätzen die BWS als wichtige Informa- Hundegger Maschinenbau GmbH, sieht die tions- und Kommunikationsplattform für Messe als wichtige Schnittstelle: „Der Einihren Bereich. Für Martin Kipp, Länderrefe- zugsbereich der Messe Salzburg deckt nerent der Mafell AG Österreich, ist die BWS ben Österreich und Süddeutschland auch auf alle Fälle ein optimaler Rahmen für die die wichtigen Anrainerstaaten ab. Für die Produktpräsentation: „Die BWS ist für die Firma Hundegger ist die BWS daher eine Mafell AG die wichtigste Messe im Alpen- wichtige Plattform, um den Fachbesuchern raum. In Salzburg treffen wir Holz verarbei- unsere ‚Innovationen für den Holzbau‘ zu tende Handwerker, die Elektrowerkzeuge präsentieren. Seien Sie gespannt auf die zu schätzen wissen, mit denen sie ein per- Vorführung unserer neuesten Maschinen fektes Arbeitsergebnis erzielen. Daher ist für die Massivholzbearbeitung.“ (red/reed). diese Plattform auch ideal zur Präsentati- www.bwsmesse.at

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perfeKter schnitt Berner bietet seinen Kunden mit den bewährten Kreissägeblättern eine umfassende und leistungsstarke Produktpalette für den Einsatz sowohl in Holz und Metall als auch in problematischen Werkstoffen. Die Kreissägeblätter der Produktlinien Woodline , Metaline , Combiline und Specialline sind, je nach Anspruch des Werkstoffes, für Tisch-, Hand- Kapp- und stationäre Kreissägen erhältlich. Zu jeder der genannten Linien wurde ein Premium Blatt entwickelt, das spezielle Anwendungen ermöglicht. Die Sägeblätter werden nur nach höchsten Standards hergestellt. Schnittqualität, Präzision und eine lange Lebensdauer zeichnen die Berner Kreissägeblätter aus. Das einfache Farbleitsystem auf der Aufnahme des Sägeblattes ist die optimale Entscheidungshilfe für den richtigen Einsatz in den unterschiedlichsten Materialien. www.berner.co.at

Eiche-holzboden im premiumformat: sieben neue authentikoak-designs von kaindl

naturstruktur Das Jahr 2013 steht beim Salzburger Platten-, Boden- und Ideenproduzenten Kaindl ganz im Zeichen der Oberflächen. Unter dem Motto „Struktur liegt in der Natur“ hat man sich einmal mehr die Natur zum Vorbild genommen. Fußböden mit naturnahen Strukturen und fühlbaren Synchronstrukturen liegen ja seit geraumer Zeit im Trend. Das Sortiment der Kaindl Floors Collection wurde jetzt um einige Neuerungen erwei-

tert. Bei den Laminatböden kommen die Strukturen „Antik (SQ)“ und „Vintages (SZ)“ hinzu. Zuwachs gibt es mit sieben neuen Authentic Oak Designs im exklusiven Premiumdielen-Format auch in der Wood Flooring Kategorie. Und beim Thema Kork wächst die Auswahl in diesem Segment mit sieben Neuheiten auf der Premiumdiele bereits auf insgesamt 21 Motive an. www.kaindl.com

Der neue Ostermann Der neue Kantenkatalog 2013/204 ist gerade verteilt, da gibt es auch schon das nächste große Nachschlagewerk von Ostermann: Auf fast 500 Seiten findet man alles zum Thema Einbau- & Montage, Beschläge und Werkstattbedarf. Der neue Katalog ist in die Kapitel „Einbau- und Montageprodukte“, „Beschläge“ und „Werkstattbedarf“ gegliedert. Beachtenswert sind die zahlreichen Gestaltungsideen für Oberflächen- und Wandverkleidungen. Vor allem mit den Wandverkleidungen von Sibu kann sich der Tischler im Messe- und Ladenbau als Design-Dienstleister profilieren. Gleiches gilt für die vielen neuen Produkte im Bereich der LED-Möbelleuchten. Da das Ostermann Sortiment im Bereich Leime und Schleifmittel stark erweitert wurde, lohnt sich hier ein Blick in den neuen Katalog. www.ostermann.eu

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Digital gemessen

Dicht halten

Die Hedue GmbH bietet ab sofort eine Kombination aus digitaler Messkluppe & Winkelmesser an. Die angewinkelten Enden der Schenkel ermöglichen dem Tischler das einfache Umfassen von Türzargen, Wänden oder Fensterscheiben. Die Messkluppe ermittelt Material- und Wandstärken von 0 bis 500 mm bei einer Genauigkeit von 1 mm. Auf Knopfdruck lässt sich die Messkluppe in einen Winkelmesser mit einem Messbereich von 0° bis 180° umstellen. www.hedue.de

Das Multi-Technologieunternehmen 3M bringt mit einem neuen Hochleistungs-Dichtband eine Innovation im Klebstoff- und Dichtstoffbereich auf den Markt. Das neue Produkt ist in eine Alternative zu Silikonen sowie PU-Dichtmassen und für die Verarbeitung im Innen- und Außenbereich geeignet. Der fließende Acrylatklebstoff, der in dem Tape verarbeitet ist, ermöglicht starke Haftung und hohe Dichtkraft. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Anwendung des Bandes: Es lässt sich leicht auf die abzudichtenden Stellen auftragen und durch Druck fixieren, Trocknungszeiten wie bei Silikon sind nicht nötig. Das alles spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten. Außerdem werden Unebenheiten auf Oberflächen viskos verschlossen und sensible Elemente können so vor dem Eintritt von Wasser und Feuchtigkeit geschützt werden. www.3m.com/at/dichtband

Kaindl Synchrondekore. So strukturiert wie Ihre Ideen. Der Name ist Programm: Natural Touch Dekorplatten fühlen sich genauso natürlich an wie sie aussehen. Dahinter steht ein Hightech-Verfahren, das die Oberflächenstruktur exakt an das jeweilige Dekorbild anpasst. Mit der Weltneuheit Natural Touch2 bringt Kaindl Synchrondekore jetzt sogar auf beide Plattenseiten. Welche Dekore zu Ihren Ideen passen, sehen Sie auf www.kaindl.com

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der gesamte rahmen des prototyps besteht aus einem durchgehenden stück buchenholz. für die straßentauglichkeit des „thonet bikes“ sorgen außerdem eigens vom designer entwickelte anschlussverbindungen.

Mit Volldampf desIgn Im Auftrag des Möbelproduzenten Thonet

entwickelte der Londoner Designer Andy Martin ein Fahrrad aus Bugholz. Text: Hanna Geisswinkler

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gebracht wurden. Sogar der massive Sattel ist hölzern. An einer gefederten Haltevorrichtung angebracht, bewahrt er den Radfahrer vor jeder Bodenwelle. Für die Straßentauglichkeit des „Thonet Bikes“ sorgen außerdem eigens vom Designer entwickelin form Durch Dampf te Anschlussverbindungen, welche die StaIn Stabdimension ist das verwendete Bu- bilität der einzelnen Elemente miteinanchenholz besonders dazu geeignet, unter der verstärken. Dafür wurden die hölzerDampf gebogen zu werden und nach dem nen Endstücke mit einer CNC-Fräse zuTrocknen seine Form zu behalten. Der ge- geschnitten und adjustiert. Die Räder des samte Rahmen des Prototyps besteht aus Thonet Bikes stammen nicht vom Designer einem durchgehenden Stück Buchenholz. und bestehen aus Karbon. Das Fahrrad Der Fahrradlenker wurde separat gestal- wird nur auf Anfrage produziert. Es kostet tet. Er besteht aus zwei Teilen, die ebenfalls etwa 50.000 Euro. durch Wasserdampf in die richtige Form www.andymartinstudio.com

FoTo: lederhilger

Technik des Dampfbiegens für ein Fahrrad umzusetzen, das dem Standard des 21. Jahrhunderts mit einer hoch komplexen Konstruktion gerecht werden kann“, sagt Andy Martin.

FoTo: andy marTin sTudio

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er denkt beim Namen Thonet an ein Fahrrad? Vermutlich keiner – bis jetzt. Thonet war bisher durch seine Bugholzmöbel, die seit dem 19. Jahrhundert zu den Klassikern des Möbeldesigns zählen, bekannt. Nach dem typischen Dampfbiegeverfahren von Tischlermeister Michael Thonet sollte nun auch ein Fahrrad entstehen. Im Auftrag des Möbelproduzenten entwickelte der Londoner Designer Andy Martin drei verschiedene Entwürfe, von denen es schließlich das „Fixed Wheel“ wegen seiner Einfachheit und seines edlen Äußeren in die Produktion geschafft hat. „Die Herausforderung bestand darin, die recht simple

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SYSTEM TERRASSENDIELEN

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Blickfang aus Glas glAs Lederhilger erzeugt tren-

dige, mit unterschiedlichen Motiven bedruckte Glasrückwände in mehr als 60 verschiedenen Designs.

FoTo: lederhilger

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ls Alternative zu Fliesen, zwischen Ober- und Unterschrank montiert, bringen großflächig bedruckte Glasrückwände tolle Akzente in jede moderne Küche. Entsprechend dem jeweiligen Designkonzept beruhigt ein Olivenzweig, leuchtet eine Kiwi in Hellgrün oder machen Orangen Lust auf mehr. Denkbar ist eine unendliche Zahl von Einsatzbereichen – nicht nur in Küche und Bad. Ob als Blickfang in den Wohnzimmerschrank integriert, im Esszimmer oder als originelle Rückwand einer topmodernen Garderobe, die großflächig bedruckten Gläser verleihen jedem Raum ein modernes Design und viel Originalität. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, denn bei Lederhilger fertigt man auch nach kundenspezifischen Bildern und Grafiken. Ein zusätzlicher Vorteil: Glas punktet mit einfacher Pflege, ist leicht sauber zu halten und zudem besonders hygienisch. Angeboten werden die Glasrückwände in einer Stärke von 4, 6 oder 8 mm und einer maximalen Länge von 4 m. Zu haben sind sie mit oder ohne Alurahmen. Je nach Kundenwunsch werden die Glasrückwände nach Maß produziert und komplett mit allen Ausklinkungen, Abschrägungen und Steckdosenbohrungen geliefert. www.lederhilger.co.at

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Außergewöhnliche Erscheinung, hervorrangende Haltbarkeit, extreme Langlebigkeit – das sind neben der einzigartigen Design-Lösung, der vorgefertigen Elemente, die größten Vorteile der Terrasendecks aus Teak und Robinie.

FoTo: andy marTin sTudio

bei der motivwahl sind der kreativität keine grenzen gesetzt.

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Wohlklang aus Tanne und Fichte desIgn Die Vorarlberger Orgelbau-Firma Rieger verkauft ihre Instrumente in die

ganze Welt. In einer Rieger-Orgel werden durchschnittlich 110 bis 120 Kubikmeter Massivholz verarbeitet. Text: Ralf Siebenbürger bild 2

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neue märKte „Bis vor fünf Jahren war unser wichtigster Kunde die Kirche“, weiß Wendelin Eberle zu berichten. Über lange Jahre war in der Produktion das Verhältnis von neu gebauten zu renovierten alten Orgeln etwa neun zu eins. „In jüngster Zeit sind wir verstärkt in der Renovierung tätig“, sagt Eberle. Er beobachtet in Zentraleuropa eine Marktsättigung. Deshalb ist Rieger vermehrt auf dem Markt im Osten tätig. Zum Zeitpunkt des Gesprächs mit dem Tischler Journal ist Eberle eben von einer längeren Geschäftsreise durch Zentralasien zurückgekommen. Mit der Erschließung neuer Märkte hat der Bau an Konzertsaalorgeln bei Rieger mehr Bedeutung erlangt. „Allein Russland hat 100 Philharmonien“, verrät Eberle. Und jede davon braucht eine Orgel. Und im Gegensatz zu Europa boomt der Kirchenbau in Zentralasien. Aber Rieger liefert Orgeln

FoTos: rieger

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ei Orgeln denkt man in erster Linie an große Pfeifen aus Metall. Aber in einer Orgel verbirgt sich auch Holz, viel Holz. Einer der erfolgreichsten heimischen Orgelbauer ist die Firma Rieger aus Schwarzach in Vorarlberg. Im Westen Österreichs ist das Unternehmen allerdings erst seit 1946 ansässig. Begonnen hatte Unternehmensgründer Franz Rieger anno 1845 in Jägerndorf (Krnov) im damaligen Österreichisch-Schlesien. Der internationale Durchbruch kam 1878 auf der Pariser Weltausstellung. 1945 wurde die Eigentümerfamilie vertrieben und siedelte sich in Vorarlberg an. Seit 2003 ist Wendelin Eberle geschäftsführender Gesellschafter des heute weltweit erfolgreichen Unternehmens. Mittlerweile beschäftigt die Firma 58 Mitarbeiter, jedes Jahr werden zwei Lehrlinge aufgenommen.

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bild 1: orgeln stehen nicht nur in kirchen: diese rieger-salonorgel steht im parkhotel Vitznau am Vierwaldstättersee im schweizerischen kanton luzern. bild 2: Ein mitarbeiter setzt die tastatur für eine orgel zusammen. bild 3: die orgel der stiftskirche in landau in der pfalz wurde 2006 neu gebaut. bild 4: Zusammenbau einer besonders großen orgelpfeife aus holz. dafür nimmt man bei rieger gerne tannenholz.

bild 3

auch buchstäblich ans andere Ende der Welt: Erst jüngst wurden zwei Orgeln für das im Vorjahr von einem Erdbeben zerstörte süd-neuseeländische Christchurch geliefert.

FoTos: rieger

eine seele aus holz

Fichten aus Hochlagen zum Einsatz, aber auch Birne und Kirsche. Ganz große Pfeifen baut Rieger aus Tannenholz. „Bei den tiefen Frequenzen kommt es weniger auf die Holzart an“, erklärt Eberle, „aber Tannenholz hat keine Harzgallen; das ist beim Bau großer Orgelpfeifen viel wichtiger.“ Wo Eiche verarbeitet wird, greift man bei Rieger eher zur französischen als zur deutschen Eiche, weil die französische ruhiger und gediegener ist. So werden in einer Orgel durchschnittlich 110 bis 120 Kubikmeter Massivholz verarbeitet.

Für den unwissenden Betrachter sind die metallenen Orgelpfeifen der Blickfang jeder Orgel. Aber Eberle rückt diesen Eindruck zurecht: „Beim Bau einer Orgel wird mehr Holz als Metall verarbeitet.“ Die technische Seele jeder Orgel besteht aus Holz, und auch rund 15 Prozent der Pfeifen werden aus Holz gefertigt.„Bei jeder Orgel kommen 13 bis 17 Holzarten zum Einsatz“, erläutert der Rieger-Chef. Diese werden nach ihren Eigenschaften ausgesucht, wo es um die Technik geht, und nach ihrer klanglichen Relevanz, wo es um den Bau alte unD moDerne techniKen der Pfeifen geht. Für Orgelpfeifen kommen Der Orgelbauer arbeitet also viel mehr mit

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Massivholz als die meisten anderen Holzverarbeiter. Eine Orgel kann man nicht aus Platten bauen – und aus Spanplatten schon gar nicht. Auch in der Verarbeitung kommen noch viele traditionelle Techniken zum Einsatz, auch wenn die CNC-Maschinen auch schon in der Werkstatt des Orgelbauers Einzug gehalten haben. Die Lehrlinge, die bei Rieger ihre Ausbildung machen, finden im eigenen Haus einen sicheren Arbeitsplatz. Außerdem hat im Beruf des Orgelbauers die Wanderschaft Tradition. Für einen so spezialisierten Beruf gibt es im deutschsprachigen Raum noch überraschend viele Betriebe: In Österreich gibt es noch 47 Orgelbauer, in Deutschland rund 270 und in der Schweiz rund 30. Wie Eberle sein Unternehmen erfolgreich in die Zukunft führen will? Vom Inlandsmarkt alleine ist nicht zu leben, schon jetzt gehen 95 Prozent der RiegerOrgeln ins Ausland. Das hat bei Rieger Tradition: Es ist 100 Jahre her, dass Rieger die erste Orgel nach China lieferte. Jetzt ist mit

» Beim Bau einer Orgel wird mehr Holz als Metall verarbeitet. « Wendelin Eberle, geschäftsführender Gesellschafter von rieger orgelbau

Kunden in Asien das große Geschäft zu machen. Einen Hoffnungsmarkt sieht Wendelin Eberle in Südamerika: Dort herrscht auch noch Bedarf und dort ist Rieger noch nicht so präsent wie im Osten. Aber es geht Eberle nicht um große Expansion. Er will die Unternehmensgröße halten und am Markt bestehen. Und dazu will er mit seinen Produkten Kriterien für den internationalen Orgelbau setzen, die dann auch zu internationalen Folgeaufträgen führen. www.rieger-orgelbau.com

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Beschläge ohne Beschlag fOrsCHung Bauphysikalisch optimierte Beschlagsysteme helfen, die Folgeschäden

von Kondens- und Regenwasser im Türelement zu vermeiden. Sie reduzieren Wärmebrücken und stellen eine Neuheit am Beschlagsmarkt dar. Text: Richard Oberressl, Peter Schober

bei außentüren waren bisher aufgrund des relativ schlechten u-Wert-Ensembles der türkonstruktionen auch keine anforderungen zur Vermeidung von Wärmebrücken der beschlagsysteme gestellt.

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ei den bisher üblichen Außentüren – in der Regel Haustüren und Laubengangtüren – waren aufgrund des relativ schlechten U-Wert-Ensembles der Türkonstruktionen auch keine Anforderungen in Bezug auf die Vermeidung von Wärmebrücken der Beschlagsysteme gestellt. Durch die kontinuierliche Verbesserung des Wärmeschutzes bis hin zur Passivhaustür treten Wärmebrücken, wie z. B. im Bereich der metallischen Durchdringungen von Beschlägen, in den Vordergrund. Eine weitere Optimierung der UWerte an einer Passivhaustür ist derzeit nur bei gleichzeitiger massiver Reduktion der Wärmebrücken im Bereich der Beschlagsysteme möglich. gestiegene anforDerungen Durch den architektonisch bedingten, nahezu fassadenbündigen Einbau von Außentüren, in der Regel auch noch ohne Vordach, sind die Anforderungen an die Re-

gendichtheit von modernen Beschlagsystemen enorm gestiegen. Diesbezüglich hat auch die europäische Normung hohe Anforderungen an Außentüren gestellt, jedoch nicht an die dazugehörigen Beschlagsysteme. Ein fachgerechtes, insbesondere universelles Abdichtungssystem, das den Wassereintritt und Schäden, wie sie auch bei Kondenswassererscheinungen auftreten, vermeidet, ist derzeit am Markt nicht verfügbar. Aus diesem Grund startete die Holzfor-

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FoTos: holzForschung ausTria, ThinksTock

Durch die Optimierungsmaßnahmen konnten die Oberflächentemperaturen der Schließzylinder von ca. 4,9 °C auf bis zu 14,4 °C gesteigert werden.

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thermografische aufnahme von beschlagsystemen: standard (links) und thermisch optimierte ausführung (rechts)

ein universeller Einsatzbereich der optimierten Beschlagsysteme standen dabei im Vordergrund des Projekts. Die unterschiedlichen Prototypenserien machten es möglich, ein Optimum an thermischer Optimierung auszuloten – ohne etwas an der grundsätzlichen Konstruktion des Beschlagsschildes abzuändern. verschieDene ansätze

FoTos: holzForschung ausTria, ThinksTock

schung Austria im September 2010 ge- Simulationsberechnungen zur meinsam mit namhaften Partnern aus der thermischen Optimierung, Wirtschaft das Forschungs- und Entwick- die im Vorfeld durchgeführt lungsprojekt „OBS – Optimierte Beschlags- wurden, konnten die zielsysteme für Passivhaustüren“. Anhand von führenden Konstruktionssechs eigenständigen und untereinander arten gut eingegrenzt werden. korrelierenden Arbeitspaketen konnten neuartige und universell verwendbare Be- thermische optimierung schlagsysteme entwickelt und untersucht Die grundlegenden Erkenntnisse zur werden. Durch Konstruktionsanalysen und bauphysikalischen Optimierung und

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Soweit es konstruktiv möglich war, wurden für fast alle Beschlagskomponenten verschiedene Ansätze entwickelt. So konnten beispielsweise ein entkoppelter Wechselstift, Drückerstifte aus Verbundwerkstoffen und Schließzylinder mit integrierten und aufgesetzten Dichtsystemen sowie thermischen Dämm- und Trennmaßnahmen entwickelt und untersucht werden. Die Untersuchungen zur thermischen Optimierung

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durch die immer energieeffizientere bauweise rücken beschläge verstärkt als Wärmebrücken in den fokus.

Branchentreff

Fenster-Türen-Treff 2013 Die Ergebnisse des Forschungsprojekts „OBS – Optimierte Beschlagsysteme für Passivhaustüren“ sind auch ein Thema am von der Holzforschung Austria veranstalteten Fenster-Türen-Treff 2013. Der Schwerpunkt des Branchentreffs liegt diesmal auf der Fenstermontage. Immerhin ist der korrekte Bauanschluss gemäß ÖNorm B 5320 eine heikle und komplizierte Angelegenheit, der gerade an Tischler – die in dem Bereich häufig nicht nur Einbauer, sondern auch Planer sind – besondere Anforderungen stellt. Peter Schober von der Holzforschung Austria wird in seinem Einleitungsvortrag unter dem Titel „Von der Fuge zum Anschluss“ einen Überblick über das Thema und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Fensterbranche geben. Dazu kommen praxisorientierte Fachvorträge zu Themen wie Transport- und Hebetechnik, dem Einsatz von Multifunktionsbändern (und deren Leistungsfähigkeit bzw. – grenzen) bis hin zum Fensterbank- und Terrassenanschluss. Am zweiten Tag geht es weiter mit Neuigkeiten aus der Forschung (z. B. neue Festigkeitsprofile bei Fensterkanteln), Infos über die Anfang Juli in Kraft tretende Bauproduktenverordnung und Wissenswertem rund ums Thema Gewährleistung. Abgerundet wird der Branchentreff mit einem Blick über den Tellerrand: Der letzte Fachvortrag widmet sich der Frage, was Fensterbauer von der Automobilindustrie lernen können. Fenster-Türen-Treff 2013: 7. bis 8. März 2013, Baden bei Wien, Infos: www. holzforschung.at

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erfolgten in Kombination mit einer Ver- Die im Rahmen des Forschungsprojekts suchstüre unter einer Differenzklimabe- durchgeführten Versuche zur Schlagregenlastung von -15 °C (außen) und 22 bis 23 °C, dichtheit erfolgten an einer speziell adap50 bis 60 % rel. LF (innen) sowie Differenz- tierten Hohlraumkonstruktion, die eine drücken von 30 Pa. Durch das relativ große endoskopische Ortung des Wassereintritts Differenzklima sollte es an kritischen Be- zeitlich und örtlich exakt möglich machte. schlagskomponenten zur Kondenswasserbildung kommen. Zur Bewertung der ther- KorresponDierenDe systeme mischen Optimierungsmaßnahmen wur- Die Versuche zur Schlagregendichtheit den thermografische Aufnahmen, Beur- zeigten, dass eine Regendichtheit von bis teilungen zur Kondenswasserbildung und zu 70 Minuten bei Differenzdrücken von Temperaturmessungen am Schlosskasten bis zu 1050 Pa erreicht werden können, durchgeführt. wenn die Beschlagskomponenten als korrespondierendes System betrachtet weraBDichtung den und Schließzylinder mit integrierAls wesentlicher Einflussfaktor neben den ten Dichtsystemen verwendet werden. thermischen Optimierungsmaßnahmen Auch weitere Beschlagsystemkomponendurch den Einsatz von Materialien mit ten (z. B. Durchblickeinrichtungen – soniedriger Wärmeleitfähigkeit stellte sich genannte Türspione – und Schließbleche) die Abdichtung heraus. Diese hat insbe- wurden bezüglich ihrer thermischen und sondere bei Druckdifferenzen einen gro- schlagregendichten Eigenschaften unterßen Einfluss auf die thermische Qualität sucht. An diesen Komponenten konnten der Produkte und steht auch stark mit der ebenso sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Schlagregendichtheit in Zusammenhang. Da durch den Austausch von Materialien, Durch die Optimierungsmaßnahmen der für eine thermische Optimierung notkonnten die Oberflächentemperaturen im wendig ist, auch Festigkeitsverluste erwarSchildbereich von etwa 14 °C auf bis zu ca. tet wurden, erfolgten zusätzlich mechani19 °C und die der Schließzylinder von ca. sche Versuche (Dauerfunktions- und Ein4,9 °C auf bis zu 14,4 °C gesteigert werden. bruchversuche). Darüber hinaus wurden An bestimmten Schließzylinderkonstruk- die optimierten Beschlagsysteme auch tionen wurde unter den angewandten Ver- brandschutztechnisch untersucht. suchsbedingungen die Kondenswasserbildung vollständig vermieden, selbst bei ei- marKtreife nem Differenzdruck von 30 Pa. Die hier abgebildeten Schließzylinder stellen eine erste Prototypenausführung dar. schlagregenDichtheit Seitens der Projektpartner der Türen- und Auch im Prüfalltag der HFA macht sich oft- Beschlaghersteller ist geplant, die im Rahmals bemerkbar, dass die Anforderungen men des Projekts erlangten Konstruktioan die Schlagregendichtheit von Standard- nen und Erkenntnisse in marktreife ProBeschlagsystemen nicht erfüllt werden dukte überzuführen. Diese Produkte stelund schon nach wenigen Minuten Was- len in dieser Form ein Novum am europäsereintritt zu erwarten ist. Dieses Wasser ischen Beschlagmarkt dar und sollen den kann in der Praxis leicht zu Folgeschäden beteiligten Unternehmen darüber hinaus führen, da es leicht in die Türkonstruktion dementsprechende Wettbewerbsvorteile gelangt und dadurch für den Nutzer nicht bringen. zu erkennen ist. www.holzforschung.at

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egründet am 1. April 2003 präsentiert sich die GITSCHE Holzhandel GmbH als der Holzpartner in Kärnten und Osttirol und als solcher als starker und zuverlässiger Partner des Handwerks. Als Mitglied der HOLZPARTNER Holz- und Holzwerkstoffkooperation sowie der internationalen HolzlandGruppe bietet das Unternehmen seinen Kunden eine Vielzahl an Vorteilen: Breites Fachwissen, bestens geschulte Mitarbeiter sowie die gebündelte Stärke in Einkauf, Vertrieb und Marketing und ein dadurch optimales Preis- Leistungsverhältnis. Unser Sortiment umfasst sämtliche Plattenwerkstoffe, Türen, Parkett- und Laminatböden, Komponenten für den konstruktiven Holzbau, Schnittholz, Furnier und vieles mehr. Ständige Weiterentwicklung sowie die permanente Erweiterung des Produktportfolios erforderten eine flächenmäßige Vergrößerung des Betriebsgeländes woraufhin die Gitsche Holzhandel GmbH im Jahr 2011 das ehemalige Büttinghaus- Areal mit einer Gesamtfläche von ca. 13.000 m² erwarb und, nach erfolgter Adaptierung, im Jänner 2012 das gesamte Großhandelslager inkl. den Produktbereichen Schnittholz und Furnier an diesen neuen Standort verlagerte. Seit Anfang 2012 werden sämtliche Anund Auslieferungen im Großhandel über das neue

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Vertriebszentrum in der Emil-von-Behring Straße abgewickelt. Nach einer weiteren Adaptierung – eine auf diesem Areal bestehende Lagerhalle wurde im Verlauf des Jahres 2012 nach aktuellen Standards zum Bearbeitungszentrum umgebaut – erfolgte mit Anfang 2013 die Verlagerung des gesamten Maschinenparks sowie der Produktionsstart am neuen Standort. Auf einer Fläche von ca. 500 m² werden mit modernen Maschinen sämtliche Plattenwerkstoffe maßgenau nach Kundenwünschen bearbeitet, auch gehört aufgrund der Standort-Zusammenlegung der logistische Mehraufwand nun endgültig der Vergangenheit an und somit ist ein reibungsloser Ablauf zwischen Vertriebszentrum, Bearbeitung und Auslieferung gewährleistet. Der Firmenleitsatz „Als Partner denken – als Partner handeln“ bedeutet ein klares Bekenntnis zur (Holz)partnerschaft. Diese tagtäglich mit Kunden und Lieferanten zu leben verstehen die Mitarbeiter des Unternehmens als große Herausforderung. Gitsche Holzhandel GmbH Piccostraße 36, A-9500 Villach Tel.: +43 (0) 42 42/418 01 www.gitsche.at

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Glasklare lösung OBJeKtBerICHt Ein neues Fassadenprofil verbindet bei Pfosten-Riegel-Bauweise die

lastabtragenden Eigenschaften von Glas und Holz.

aufgestänDert Am Hang suchen die drei Boxen Bodenkontakt. Richtung Tal stehen sie auf Stützen und kragen weit aus. Drei Türen – die

das konzept des Wiener architekten karl heinz schwarz basiert auf drei boxen, die wie drei finger in die landschaft ragen.

Wohnungseingangstür, die Schlafzimmertür und ein Nebenausgang – führen direkt nach draußen. Den Rest des Hauses verbinden riesige Glasflächen mit der Natur. Alle Scheiben sind ausschließlich Fixverglasungen. „Das ist ungewöhnlich, aber dank einer Wohnraumlüftung sehr komfortabel“, sagt Architekt Karl Heinz Schwarz. „Alter-

Das neue Profilsystem bietet auch für Tischler, Fenster- und Wintergartenbauer elegante lösungen bei kurzen Montagezeiten. nativ hätte man an jedem Öffnungsflügel Moskitonetze anbringen müssen, da die benachbarten Bauernhöfe mit den draußen weidenden Kühen natürlich auch viele Fliegen anziehen. Das wiederum hätte den Ausblick massiv beeinträchtigt.“ So hingegen besticht das Gebäude innen wie außen durch ein Wechselspiel zwischen Holz und Glas und überzeugt zudem durch sein energetisch optimales Passivhauskonzept. Nur wo das Bauwerk an das Erdreich grenzt, wurde Stahlbeton verbaut. Stahlstützen tragen die aufgeständerten Holzboxen. Sichtbare Krönung des Baus ist der großflächig verglaste Teil der Fassadenkonstruktion. Es sind die bis zu fünf Meter

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anfte Hügel, viel Grün, Kühe, die auf satten Wiesen weiden – dieses Bild beeindruckte ein Ehepaar so sehr, dass es in dem nur 20 Häuser großen Ort Haselbach nahe bei Wien ein Hanggrundstück erwarb, um sich dort niederzulassen. Den richtigen Architekten entdeckten sie gleich im Nachbarort. Besser gesagt, sie entdeckten ein Einfamilienhaus, das ihnen gefiel und das der Wiener Architekt Karl Heinz Schwarz geplant hatte. Das Konzept des Planers für das 150 m² große Wohnhaus basiert auf drei Boxen, die wie drei Finger in die Landschaft ragen. Jede Box integriert eine andere Funktion. In der ersten wird gekocht, gegessen und gewohnt. Die zweite dient als Schlafbereich, die dritte nimmt das Büro bzw. das Gästezimmer auf. Am Rücken sind die drei Boxen durch einen Verbindungstrakt miteinander gekoppelt. In diesem Trakt befinden sich die Funktionsbereiche des Hauses wie Diele, Garderobe, Bad und WC. So ist jeder der drei Flügel eigenständig und doch tragender Bestandteil des Einfamilienhausensembles.

Text: Christine Ryll


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breiten und drei Meter hohen, mit Lotuseffekt ausgestatteten Glaselemente, an die teilweise noch 1,40 Meter breite Übereck-Verglasungen angrenzen – und von deren Befestigung rein gar nichts zu erkennen ist. „Von außen sichtbar ist nur das Holz der angrenzenden Fassade, dann kommt schon das Glas“, sagt der Planer über die Konstruktion, „nicht einmal Diagonalaussteifungen gibt es.“ Das wäre noch vor gar nicht so langer Zeit unmöglich zu bewerkstelligen gewesen. Ohne Pressleisten keine Verglasung. Ohne Zugstäbe oder sonstige Diagonalaussteifungen keine große Glasfläche. So lautete die Regel für großflächige Verglasungen bisher.

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tragenDe scheiBen Erst ein neues, vom Verbindungssystemhersteller Knapp aus Euratsfeld entwickeltes System machte die in Haselbach angewandte Konstruktion möglich. Sie basiert darauf, dass das verbaute Glas statisch tragend ausgeführt ist, weil die innen liegenden Scheiben die Tragwirkung übernehmen. Damit kann auf Aussteifungen verzichtet werden. Nach der Montage ist das System sofort tragend und wind- und wetterdicht. Das unter dem Namen Fasco vermarktete GFK-Kunststoffprofil war bereits unter industriellen Bedingungen vom Glashersteller aufgeklebt worden, sodass das fertige Glaselement auf der Baustelle nur mehr in die Fensteröffnung geschraubt werden musste.

Wir stellen aus:

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anWenDungen Mit dem Fasco sind grundsätzlich zwei Anwendungen möglich, zum einen nicht tragende Fixverglasungen ohne Einschränkung der Glasdimensionen und Gebäudeklasse ab 60 mm Ansichtsbreite und zum anderen statisch tragende Verglasungen zur Gebäudeaussteifung mit 80 mm Ansichtsbreite. Es ist eine auch für Tischler, Fenster- und Wintergartenbauer elegante und optisch sehr ansprechende Lösung, wie das Beispiel des Wohnhauses zeigt. Das Objekt in Haselbach ist eines der ersten, die diese Art der Verglasung nutzen. „Man spart sich dadurch Kosten für die Windverbände, es ist optisch schöner, und zudem ist die Montagezeit angenehm kurz“, sagt Schwarz. Es müsse lediglich darauf geachtet werden, dass die Montage durch geschultes Personal ausgeführt werde – und dass das System möglichst früh in die statische Planung eingebunden werde, da dadurch Windverbände entfallen und sich somit die Statik ändert. Sogar die Kostenfrage des Projekts kann sich sehen lassen. Zwar liegen die Preise für die Verglasung etwa 20 Prozent über denen einer gewohnten Ausführung. Die Zeitersparnis der kürzeren Montage und die Kostenersparnis aufgrund der entfallenden Windverbände machen dieses Manko jedoch wieder wett. www.knapp-verbinder.com

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natürliche Optik lACKe Das HD-Hartwachssiegel der Heidelberger Lackfabrik ermöglicht natürliche

Oberflächen mit guter Beständigkeit.

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oll ins Schwarze getroffen haben die Lackspezialisten der Heidelberger Lackfabrik mit der Entwicklung des HD-Hartwachssiegels. Das Produkt entspricht dem Trend zur natürlichen Oberflächenoptik. Als Alternative zu konventionellen Lacksystemen für die Veredelung von Massivholztreppen, Parkett, Holzfußböden und Massivholzmöbeln hat sich das HD-Hartwachtssiegel bereits etabliert. Mit dem lösemittelbasierten, aber Decopaint-konformen 1K-Produkt werden natürliche Oberflächen mit guter das hd-hartwachssiegel hat sich als alternative zu konventionellen lacken bei der Veredelung von parkett, holzfußböden oder massivholztreppen etabliert.

mechanischer und chemischer Beständigkeit erzielt. eleganter verlauf Das HD-Hartwachtssiegel ist filmbildend, die Beschichtung besticht durch einen sehr eleganten Verlauf, durch samtweiche matte Haptik und seine geringe Neigung zum Aufglänzen. Mit diesem Produkt trägt die Heidelberger Lackfabrik zur Umsetzung der DecopaintRichtlinie bei. Vor allem wird auch kleinen und mittleren Herstellern von Treppen, Parkett, Türen und Möbeln ein verarbeitergerechtes Produkt zur Oberflächenbeschichtung an die Hand gegeben. (red/heidelberger) www.heidelbergcoatings.com

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inwegbechersysteme, die sowohl selintervalle deutlich verlängert, da das zum Anmischen von Lacken als Umfüllen in kleinere Behälter entfällt. auch zum Lackieren geeignet sind, haben den Arbeitsablauf bei Farbwech- KomfortaBel unD sicher seln drastisch verkürzt. Um weitere Zeit- Ein als Zubehör erhältliches Absaugeinsparungen zu erreichen, wurden spe- rohr führt Dämpfe ab, bevor sie sich im zielle Reinigungsgeräte für Lackierpis- Arbeitsbereich ausbreiten können. Die tolen entwickelt. So brachte Sata bereits Lackierpistole ist für den Anwender be2007 das Schnellreinigungsgerät Sata quem im Gerät zu positionieren. Eine fleclean RCS auf den Markt. xible Reinigungsdüse sowie eine effektive, schonende Reinigungsbürste verhinWirtschaftlichKeit dern jegliche Beschädigungen an LuftMit dem neuen Sata clean RCS compact düse und Pistole. Vor der Reinigung wird ist die Verwendung des Reinigungsme- diese an Druckluft angeschlossen, damit diums direkt aus dem Originalbehälter kein Reinigungsmittel in die Luftkanäle möglich. Mit dem Gebrauch der handels- eindringen kann. üblichen Großgebinde werden die Wech- So bilden sich weder Ablagerungen noch können Beschädigungen in der Pistole hervorgerufen werden. (red/sata) die lackierpistole ist für den anwender www.sata.at bequem im gerät zu positionieren.


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instral ist von einer Bau- und Möbeltischlerei zu einem führenden europäischen Hersteller von Fenster, Türen und Glasanbauten mit Hauptwerk in Unterinn am Ritten (Südtirol/Italien) herangewachsen und umfasst heute 13 Produktionswerke und circa 1400 Mitarbeiter. Mit eigener Profil-, Isolierglas- und Elementproduktion kontrolliert Finstral den Herstellungsprozess vom Rohstoff bis zum fertigen Fenster und gewährleistet damit durchgehende Qualität aus einer Hand.

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ausdruck von schwerelosigkeit: stefan köflers „floating towers“

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perfektion in der ausführung, originalität im Entwurf: angelgarderobe von peter gross

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Doppelt spitze AusBIldung Beim Tischlermeister-Wettbewerb im Lignorama belegten zwei Absol-

venten der Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung der HTBLVA Graz Ortweinschule die Spitzenplätze. Text: Sandra Brugger

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m vergangenen Oktober fand die Sonderausstellung der 11. TischlermeisterGalerie in Riedau, Oberösterreich, statt. Im Rahmen der Ausstellung wurden die besten Arbeiten des österreichischen Meisternachwuchses von einer Fachjury prämiert. Platz eins und zwei gingen an Stefan Köfler und Peter Gross, Absolventen der Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung an der HTBLVA Ortweinschule Graz. Über dieses Ergebnis freuen sich nicht nur die beiden Preisträger, auch das Professorenteam sieht sich dadurch in seiner Tätigkeit bestätigt. Denn als einzige Ausbildungsstätte österreichweit bietet die HTBLVA Graz Ortweinschule eine zweijährige Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung an. 12 preisträger in 8 jahren Im achten Jahr ihrer Teilnahme blicken WL FOL OSR Alois Buchinger und Prof. OStR

MMag. Franz Klary auf die stolze Bilanz von zwölf Preisträgern zurück. „Unser Ziel ist es, den angehenden Meistern eine umfassende Ausbildung zu bieten, die über die rein fachlichen Fertigkeiten hinausreicht. Die Förderung gestalterischer Fähigkeiten, ist ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Meisterschule“, so Buchinger. Auf welche Weise kreatives Potenzial sowie handwerkliches Können umsetzbar sind, zeigen etwa die „Floating Towers“, Stefan Köflers Abschlussarbeit. Das an der Ortweinschule erworbene Wissen um Materialien und deren Wirkung setzte der 24-jährige Kärntner gekonnt ein, um seinem Werkstück einen Ausdruck von Schwerelosigkeit zu verleihen. Ebenso führten Perfektion in der Ausführung und die Originalität des Entwurfs dazu, dass Peter Gross’ Angelgarderobe mit dem zweiten Platz bei der TischlermeisterGalerie ausgezeichnet wurde. http://ortweinschule.at

dank zweier magneten schwebt der Würfel unter einer acrylglaskuppel.

Praxisorientiert AusBIldung Seit Herbst 2012 bietet die HTBLVA Ortweinschule Graz eine fünf-

jährige Innenarchitekturausbildung mit Maturaabschluss an.

Text: Sandra Brugger

FOTOS: ORTwEinSCHulE

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eit Herbst 2012 bietet die HTBLVA retischen Bereich auf Konstruktion und len und personalen Kompetenz angeboGraz Ortweinschule als einzige Hö- Darstellungstechniken, Holztechnik sowie ten. Überdies erwerben die künftigen Inhere Technische Lehranstalt steier- Raum- und Objektgestaltung liegen, schaf- nenarchitekten eine auf die Berufspraxis markweit Jugendlichen die Möglichkeit, fen die praktischen Arbeiten sowie die pra- abgestimmte betriebswirtschaftliche und sich für leitende Positionen in der Möbel- xisbezogene Projektarbeit und die betrieb- rechtliche Bildung. Dank ihrer einschlägiund Einrichtungsbranche, im Holzgewerbe lichen Pflichtpraktika die ideale Vorausset- gen Ausbildung in den Bereichen der angesowie im Bereich Architektur und Design zung für den Einstieg ins Berufsleben. Das wandten Informatik, der Fertigungstechzu qualifizieren. für Projektleitung und Mitarbeiterführung nik und Produktionsinformatik sind die Im Rahmen der fünfjährigen Ausbildung erforderliche Wissen erwerben die Schü- Absolventen der HTBLVA Graz Ortweinzum Innenarchitekten bzw. zur Innenar- ler im Unterricht: Projektmanagement schule auch auf eine Anstellung in der öfchitektin mit Maturaabschluss werden und Betriebstechnik sowie Kommunika- fentlichen Verwaltung, in Immobilienverdie Schüler optimal auf ihre künstlerische tions- und Präsentationstechniken sind fi- waltungsbetrieben oder etwa in Betrieben und ingenieurmäßige Tätigkeit vorberei- xe Bestandteile des Stundenplans, zudem des Baugewerbes optimal vorbereitet. tet. Während die Schwerpunkte im theo- werden weiterführende Kurse zur sozia- www.ortweinschule-kunst.at

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Aber zackig meIsterstÜCK Christian Langbein hat ein Sideboard mit gezackter Hülle und

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¹ Sideboardª Sideboard in Plattenbauweise von Christian Langbein, entstanden im Meisterkurs am Wifi Wien, 2012.

scannen sie diesen Qrcode mit ihrem smartphone und gelangen sie direkt zur detailansicht.

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ür sein in der Meisterklasse Wien entstandenes Möbelstück stellte sich Christian Langbein zunächst die Aufgabe, neue Ideen und alternative Möglichkeiten in Bezug auf Materialwahl und Formfindung für Korpusteile aufzuzeigen. Darüber hinaus sollte die Ausführung seines Möbels nicht der üblichen Tischler- und Kundenorm entsprechen. So entstand auch die Überlegung für einen Öffnungsmechanismus der einzelnen Frontelemeten, einer Kombination aus Schiebeelementen u Magnetismus. Dabei war dem Jungtischler eine grifflose Ausführung wichtig. Die „Spitzen“ in der Hülle als Designelement sollten in zwei unterschiedlichen Winkeln ausgeführt werden, um so eine lebendige Gliederung und Gestaltung zu erzielen. Nach dem Entwurf waren die technischen und tischlermäßigen Lösungen die größte Herausforderung: Etwa der Öffnungs-

mechanismus und die Führung der sehr schweren Schiebeelemente, welche sich nur durch Anordnung und Verwendung von kugelgelagerten Laufschienen lösen ließen. Das Sideboard hat nun die Maße 165 mal 63 mal 59 cm, ist mit zwei seitlich verschiebbaren Korpusabdeckungen versehen. Dahinter verbergen sich links drei höhenverstellbare Fächer und rechts drei im Korpus eingepasste Laden. Mittig ist ein nach vorne ausziehbarer Ladenkorpus untergebracht, die handgezinkten Laden sind seitlich ausziehbar. Die seitlich verschiebbaren Korpusabdeckungen und das mittlere Schiebeelement sind mit dem eigens entwickelten Magnet-Sperr- und Öffnungssystem versehen. Das Sideboard ist außen in amerikanischer Nuss und innen in Birke furniert. Alle Laden werden in Ahorn Massiv angefertigt und mit Massivholz-Vollauszügen geführt. Die Oberfläche ist mit mattem Klarlack beschichtet.

FoTos: WiFi Wien/ chrisTian langbein

vielfältigem Innenleben gestaltet.

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S wie Meisterstück meIsterstÜCK Thermogeformte Staron-Elemente verleihen dem schwungvollen

Meisterstück von Pierre Stangl seine charakteristische Form. deten Staron ist es in Plattenbauweise gefertigt. In der Korpusmitte liegt eine eingepasste, handgezinkte Massivholzlade mit auf gedoppeltem Ladenvorderstück (TipOn zum Öffnen). Die Laden darüber sowie darunter sind mit einem Movento-Vollauszug von Blum mit Tip-On-Funktion ausgestattet, der eine grifflose Front ermöglicht. Die beiden Drehfronten wurden ebenfalls mit Tip-On versehen. Das Zebrano-Furnierbild – als farblicher Kontrast zum roten Staron – ist längs durchlaufend, dabei bezog Stangl auch die Kante und der Ladenfalz in dieses Furnierbild mit ein Die Ladenkorpusse, Fronten und Häupter sind innen mit Birke furniert, die eingepasste Lade wurde in Birke massiv ausgeführt, Fronten und Häupter wurden außen mit einem durchlaufenden Zebrano- Furnierbild veredelt. Die Oberfläche mit Adler Legnopur Lack G30 beschichtet.

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¹ Hängekastenª Meisterstück von Pierre Stangl, entstanden im Meisterkurs am Wifi Wien, 2012.

scannen sie diesen Qrcode mit ihrem smartphone und gelangen sie direkt zur detailansicht.

FoTos: WiFi Wien/ chrisTian langbein

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ierre Stangl hatte sich für sein Meisterstück selbst hohe Anforderungen gesetzt. Seine Abschlussarbeit sollte sofort als Meisterstück erkennbar sein und sich durch technische und fachliche Details wesentlich von anderen – im Alltag in hoher Qualität angefertigten Kundenaufträgen – unterscheiden. Dazu kam der Anspruch, sich dabei in Arbeitstechniken zu betätigen, mit denen er bisher nicht gearbeitet hatte. So kam Stangl auf die Idee, mit gebogenem Staron zu arbeiten. Dabei war auch sein Entwurf für die Verwendung des Mineralwerkstoffs wie prädestiniert – für die Form seines Möbelstückes ging Stangl von einem stilisierten S, dem Anfangsbuchstaben seines Nachnamens aus. Das – 2012 auch im Rahmen der Tischlermeistergalerie im Lignorama in Riedau ausgestellte – Werkstück selbst misst 1940 mal 600 mal 335 mm, neben dem verwen-

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sondErthEma softWarE

Die Werkstatt am Schreibtisch sOftWAre CAD/CAM-Programme für die Tischlerei werden immer mehr zu allum-

fassenden Infrastrukturpaketen. Dabei wird die Konstruktion sowie die CAM-Fertigung immer mehr vereinfacht. Gleichzeitig ermöglichen Verknüpfungen mit verschiedensten Parametern einen vielfältigen Einsatz von der Betriebssteuerung bis hin zum Onlineverkauf. Text: Jürgen Fragner

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ie CAD-Planung ist in den meis- verbreitete und häufig bewährte Lösung bearbeitung, den notwendigen Fertigungsten Betrieben ein alltäglicher Vor- bereit. Als wertvolle Ergänzung dazu steht bedarf bis hin zur Betriebssteuerung mit gang, wobei die Umsetzungseffi- 2013 ein neuer Design-Katalog „Plan Bey- Zeiterfassung. Die Arbeitsabläufe werden zienz sowie aktuelle und zuverlässige In- ond“ als Teil des CAD+T-3D-Planungsmo- automatisiert dem jeweiligen Verantwortformationen über Aufträge immer wich- duls im Mittelpunkt der Neuerungen. Mit lichen zugeteilt und auch für einen sichetiger werden. Dabei steht nicht nur eine den Elementen zur Raumausstattung wer- ren Überblick in Outlook aktualisiert. Zuschnelle Konstruktion mit einer herzeigba- den eine Vielzahl von Ausstattungsacces- sätzlich können mit Zusatzmodulen weiren Präsentation im Vordergrund, sondern soires für Wohnräume, Küche, Bad und Au- tere Aufgabenstellung, wie beispielsweise die Schaffung von reibungslosen Abläufen. ßenbereich bereitgestellt. Mit der angebo- eine Teileverfolgung im Auftrag, einfach Dazu finden beispielsweise Branchenpake- tenen Designvielfalt – von Armaturen bis ergänzt werden. te oder auch Onlinebibliotheken Verwen- hin zu Vasen – werden alle erdenklichen www.cadt.at dung, welche einen genauen Überblick bie- Geschmäcker zufriedengestellt. Ein besonten und das Gesamtwerk entsprechend ab- deres Highlight ist jedoch, dass alle Desirunden. Die Vorstellung dieser Änderun- gnartikel mit einem Mausklick im Onlinegen erfolgt auf den kommenden Messen shop von CAD+T zu attraktiven Preisen bein diesem Jahr, wobei das Tischler Journal stellbar sind. bereits vorab einige Informationen erhal- Als weitere Neuheit gilt auch die Branchenten hat. lösung Professional, welche eine Rundumlösung für den Produktionsbetrieb darstellt. Die Funktionen umfassen dabei ausoft BeWährt zugsweise die Vor-/Nachkalkulation, eine CAD+T stellt mit Basis von AutoCAD eine technische sowie kaufmännische Auftragsscreenshot imos cam max für 5-achs-maschinen – imos

vereinfachte prozesse raumplanung mit Zusatzelementen aus dem designkatalog „plan beyond“ von cad+t

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Das Imos-Paket verbindet die Konstruktion inklusive Beschläge zu einem durchgängigen Vorgang, welcher von der internetbasierten Planung und Auftragserfassung über die Kalkulation bis hin zur CNC-Steuerung reicht. Die derzeitige Version 10 SR2 setzt auf die Umsetzung von individueller Formsprache durch umfangreiche Modellierungsfunktionen mit booleschen Operationen für komplexe 3D-Geometrien. Dabei sind Konstruktionshilfen für nicht reguläre Bauteile wie Konturen oder Bögen enthalten, wobei die Positionierung von Beschlägen und Komponenten frei erfolgt. Zusätzlich steht ein eigenes System für

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sondErthEma softWarE

interior design software

5-Achs-Maschinen zur Verfügung, wenngleich weitere Add-ons, wie beispielsweise ein Nestingtool, sowie ein Verkaufsinstrument das Paket abrunden. Ferner werden Plattformen für eine Cloud Distribution als internetbasiertes Präsentations- und Verkaufsmodul angeboten. Dabei wird die Konstruktion der Möbel per Mausklick vollzogen, welche die Aufträge und Daten an die Partner und Zulieferer verteilt. Die passenden Angaben für Beschläge und Zubehör liefert ein Online-Datenportal der Zulieferindustrie, wobei die Umsetzung der anschließenden technischen Prozesse mit Imos möglich ist. www.imos3d.com proDuzierBare entWürfe

screenshot pascam beschläge/Verbindungselemente – pascam

größe, in kürzester Zeit zu konstruieren und umzusetzen. www.pascam.de

Die Softwarelösung von Pascam auf Basis von Solid Works hat in der Version von 2013 den Entwicklungsschwerpunkt auf noch effizientere Benutzerführung mit ver- planung Bis proDuKtion besserter Interaktivität im Konstruktions- Das 3D-CAD-System Phyta feiert in diesem prozess umgesetzt. Damit stehen unter an- Jahr seinen 30-jährigen Geburtstag und erderem leistungsfähige Kantengenerierung möglicht eine durchgängige Bearbeitung sowie alle bekannten holztechnischen Ver- von der Planungsphase über die Präsentatibindungselemente per Knopfdruck zur on bis hin zur Produktion. Dazu sind in der Verfügung. Bereits während der Konstruk- letzten Zeit einige neue Lösungen entstantion werden alle Fertigungsprozesse voll den, wie beispielsweise, dass Schrankgeparametrisch definiert für eine fertigungs- nerator-Objekte zu jedem Zeitpunkt nachtechnische Produktmodellierung. Dadurch träglich editierbar sind. Zusätzlich wurde wird eine Durchgängigkeit der gesamten die Werkstoffpalette eingeführt, in welcher CAD/CAM-Prozesskette ermöglicht. Mit- hinterlegt ist, wie ein individuell geformhilfe von Anwenderrückmeldungen ist tes Bauteil in der Visualisierung darzusteldie CAM-Programmierung umfangreicher len ist. Damit erfolgt eine Definition hinund transparenter gestaltet worden. Da- sichtlich des Kernmaterials und des Ummit können im Modul Pascam Bea intuitiv leimers. Genauso werden die FlächenbeläWerkzeugpfade und CNC-Strategien direkt geausgabe auf der Stückliste sowie die Art an der Fertigungsgeometrie angelegt sowie der Schnittschraffur festgelegt. Die beeinin einer übersichtlichen Simulation darge- druckendste Neuerung betrifft jedoch die stellt werden. Dadurch ist es möglich, alle Möglichkeit der durchwanderbaren fotoLosgrößen, unabhängig von der Betriebs- realistischen Echtzeitpräsentationen. Die-

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screenshot der programmoberfläche – swiss all cad

raytracing-rendering phyta einer Wohnung – phyta

se sind um eine interaktive High-DynamicRange-Darstellung erweitert worden, womit die optische Qualität drastisch verbessert wurde. www.phyta.com

aufwandes für die Arbeitsvorbereitung und damit von Fehlerquellen auft schWeizer meisterlösung

Swiss all CAD ist eine neue Branchensoftware für Tischler, die durch zwei diplomierte RSOCAD ist eine auf AutoCAD OEM basie- Schreinermeister mit langjähriger Produkrende modulare Lösung speziell für Tischler und Innenausbauer. Dabei wird der gesam- 2d-drahtmodell eines korpus mit aventoste Arbeitsablauf von Planung, Präsentation, beschlag – rso der technischen Aufbereitung mit Stücklistenausgabe bis hin zur Datenübergabe innerhalb einer einzigen Programmoberfläche erledigt. Bereits während der Erstellung werden sämtliche Stücklistendaten und NC-Informationen automatisch hinterlegt, sodass die Bauteile ohne zusätzliche Bearbeitung direkt auf das Bearbeitungszentrum übergabefertig sind. Durch das durchgängige System wird ein maximaler Komfort bei der Planung erreicht, wobei eine Minimierung des ZeitDurchgängiger Komfort

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tions- und Programmiererfahrung entwickelt wurde. Sie zeichnet sich mit einem modularen Aufbau aus und ist zu einem attraktiven Preis erhältlich. Dabei besteht eine problemlose Integration in bestehende Systeme, wobei die Oberfläche weitgehend mit AutoCAD identisch ist. Die Applikation reicht von fotorealistischen Bildern bis hin zu einer optimalen, direkten CNC-Anbindung. Zusätzlich werden ein Produktionsplanungs- und Steuerungssystem für eine rationelle Arbeitsvorbereitung mit lückenlosem Datenfluss sowie ein Office-Manager geboten. Letzterer zeigt einen Überblick aller Geschäftsaktivitäten und somit auch die Wirtschaftlichkeit Ihres Betriebs. Programmtechnische Anpassungen sind auf Kundenwunsch möglich, wobei neue Zusatzwerkzeuge laufend weiterentwickelt werden. www.swissallcad.ch Das KreativWerKzeug Das TischlerCAD-Paket besteht aus ArchiCAD, einer umfangreichen Bibliothek und einem leistungsstarken Renderingprogramm. Als Grundgedanke steht dabei die Flexibilität im Vordergrund, damit Änderungen jederzeit mit wenigen Klicks vor den Augen des Kunden durchgeführt werden können. Ebendies wird durch einen simplen Workflow zur raschen Umsetzung von Aufgabenstellungen in 2D/3D bis hin zum Rendering erreicht. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Bibliothek, welche beispielsweise Korpusse aller Art bis hin zu Accessoires als frei parametrisierbare Teile bereitstellt. Es sind auch Tausende Texturen von namhaften Herstellern verfügbar. Zusätzlich existiert ein Rubrikenarchiv, wie etwa für Stein, um diese entsprechend abzubilden. Für einen Datenaustausch steht eine Vielzahl von Interfaces zur Verfügung, wobei die CNC-Übergabe über das DXF-Format

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rendering tischlercad einer bäckerei – tischlercad/handler gmbh

die Tischlerei zugeschnitten ist, jedoch alle wesentlichen allgemeinen Bordmittel für den Entwurf und die Modellierung mit sich bringt. Die Konstruktion kann nach geometrischen sowie bemaßungsbezogenen Zwangsbedingungen erfolgen. Daneben sind Werkzeuge für die Konturanpassung als auch parametrische Architekturobjekte enthalten. Weiters zählt eine editierbare Materialbibliothek, genauso wie verschiedene fotorealistische Routinen zum Funktionsumfang der aktuellen Pro-Platinum-Version. www.turbocad.de

erfolgt. Die Massenermittlung läuft bereits anWenDung im vorDergrunD ab der Entwurfsphase im Hintergrund und Das Cad Design Center bietet eine All-in-onebietet die Möglichkeit, Stücklisten und Au- CAD-Lösung für die Aufgabenstellungen in ßenmaße extern zu kalkulieren. Ebenso sind der Tischlerei. Dabei wird auf AutoCAD aufSchnittstellen zu Warenwirtschaftsprogrammen wie Lackner und Moser verfügbar. www.a-null.com

gebaut und mit einfacher Handhabung sowie Gestaltungsfreiheit im VarioDesign3D eine veränderbare Volumenkonstruktion errichtet. Es können alle Bearbeitungen, wie beispielsweise Einsatzfräsen oder auch Kreuzsprossen bis hin zu eigenen Ideen, handwerksgetreu in breiter Palette umgesetzt werden. Neben den variablen Schränken aus der Datenbank wird auf die vom Benutzer erstellte Bibliothek gesetzt, welche unabhängig von anderen CAD-Katalogen agiert und sich mit der Anzahl der Kundenplanungen erweitert. Die Integration in bestehende ERP-Systeme sowie eine kundenspezifische Erweiterung ist projektbezogen problemlos möglich. VarioNC verbindet VarioDesign3D-Teile direkt ohne Umwege aus dem CAD mit der NCMaschine auf Basis NC-Hops und Woodwop. www.cdc.at

allzWecKlösung TurboCAD gilt als leicht erlernbare, preiswerte und zugleich hoch qualitative 2D/3DCAD-Software. Sie stellt eine AutoCAD-kompatible Lösung dar, die zwar nicht speziell für screenshot turbocad 19 pro platinum – turbocad

das cad design center bietet eine all-in-one-cadlösung

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Von der Planung bis zur Produktion sOftWAre Die flexible und durchgängige Softwarelösung von CAD+T deckt das

gesamte Bedarfsspektrum eines möbelerzeugenden Betriebs ab.

die für die Produktion notwendigen Details ergänzt werden können. Durch das auf AutoCAD basierende Konstruktionsmodul kann man wie in AutoCAD 2D arbeiten und daraus automatisch generierte Stücklisten und CNC-Daten erhalten – für alle Teile der Planung. Für alle, die 3D-parametrisch konstruieren wollen, bietet CAD+T das Konstruktionsmodul Professional, das auf Autodesk Inventor basiert, an.

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ine rasche und ansprechende Pla- Die CnC-Anbindung der nung ist auf dem schnelllebigen dritten Generation erMöbelmarkt heute essenziell. Viele Planungsänderungen stellen aber die gro- möglicht es, den Materialße Herausforderung für die Tischlereien dar. mix direkt aufzulösen und CAD+T beantwortet dies mit dem Planungsmodul für schnellste Raumplanung in 3D so- Daten automatisiert an die wie dem Tischlermodul 2013, das durch eiMaschinen zu senden. ne intuitive Benutzeroberfläche die Planung noch wesentlich einfacher macht. Da zu einem guten Angebot auch ein ansprechendes männischen Auftragsbearbeitung lässt sich Bildmaterial gehört, stellt CAD+T nicht nur zudem aus den Planungsdaten eine SchnellInstrumente zur Erstellung von Renderings kalkulation erstellen und somit wesentlich und VR-Präsentationen mit automatischer Zeit und Aufwand sparen. Lichtberechnung und Tausenden Materialen zur Verfügung, sondern auch eine Vielzahl an arBeitsvorBereitung Katalogen mit unzähligen Einrichtungsge- Auch in der Auftragsvorbereitung können genständen und Accessoires. CAD+T-Kunden die Arbeitszeit um bis zu 50 Neu bietet CAD+T den online bestellbaren Prozent beschleunigen, da im CAD+T-SysDesign-Katalog „Plan Beyond“ mit Elemen- tem die Planungsdaten direkt an die Auften zur Raumausstattung an. Mit der kauf- tragsverarbeitung weitergegeben und um

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CAD+T bietet weiters eine intelligente CNCAnbindung. Bis jetzt wurden CNC-Daten oft eigens programmiert oder aufwendig aus AutoCAD oder Inventor als DXF an die Maschinen gesandt, mit der Folge eines durch händische Eingriffe erhöhten Fehlerpotenzials. Durch das CAD+T-CAM-Interface ist dies nicht mehr notwendig. Diese CNC-Anbindung der dritten Generation ermöglicht es, den Materialmix direkt aufzulösen und Daten automatisiert an die Maschinen zu senden. Eine der Besonderheiten des Systems ist die Ansteuerung großer Werkzeuge wie Sägen im Fünf-Achs-Bereich mit Berücksichtigung der Produktionslogik wie alle Schnitte von oben, materialabhängiges Vorritzen etc. CAD+T bietet Schnittstellen zu allen gängigen Drei- bis Fünf-AchsCNC-Maschinen sowie Tools für Kantenanleimen, Sauger-Positionierung und Nesting. Nesting ist, etwa für Gehrungskorpusse, auch im 3D möglich. Branchenlösung „classic“ Aus der Konstruktion lassen sich für alle Teile eines Auftrags automatisch Stücklisten generieren. Aber auch Informationen wie verschiedene Fertigungslisten, Materialbedarf und Informationen für den Einkauf stehen automatisch zur Verfügung. Diese Daten können direkt auch für die Zuschnittoptimierung verwendet, die Schnittpläne und der genaue Materialbedarf ermittelt werden. Als Neuheit 2013 bietet CAD+T weiters die Branchenlösung Professional an. www.cadt.at

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EnTGElTliCHE EinSCHalTunG; abbildung: WWW.Tischlerei-Wallner.aT

cnc-anBinDung


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Mieten statt kaufen sOftWAre Ab 2013 kann man die Software von RSO zu günstigen Raten mieten.

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aBBildunG: RSO GROuP

alle rso-softwaremodule (aus planung, Visualisierung, technik, stückliste und cnc) können jetzt auch gemietet werden.

ie Software von RSO ermöglicht hohe flexiBilität es, direkt aus den 3D-Planungs- Damit entfällt die Hürde für eine große fidaten Auftragsunterlagen, Stück- nanzielle Investition, ein wesentlicher Aslisten, Produktionsansichten und Schnit- pekt dieser Finanzierungsart ist außerdem te zu generieren und die CNC-Maschi- die Flexibilität. Angenommen, man muss nen aller namhaften Hersteller direkt für einen großen Auftrag kurzfristig wähanzusteuern. rend der Projektlaufzeit seinen PersonalUm die Attraktivität der Software zu erhö- stamm und die entsprechende Anzahl der hen, hat man bei RSO nun ein völlig neues Softwarelizenzen erweitern. Mieten statt Finanzierungskonzept entwickelt. Zusätz- kaufen macht die Projektphase kalkulierlich zum bisherigen Modell (Softwarekauf barer und günstiger. Nach Abschluss des und Wartung per Servicevertrag) bietet Projekts endet auch die Softwarenutzung. RSO ab sofort die Möglichkeit, alle Soft- Die Kosten sind bereits abgesetzt und man waremodule (aus Planung, Visualisierung, hat keine unnötigen Softwarelizenzen im Technik, Stückliste und CNC) zu günsti- Schrank liegen. gen Konditionen zu mieten. www.rso-group.at

All in one 3D-Planung

sOftWAre VarioDesign3D bietet ein System für alle Planungsaufgaben.

EnTGElTliCHE EinSCHalTunG; abbildung: WWW.Tischlerei-Wallner.aT

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reie 3D-Konstruktionsmöglichkeiten gewähren Zugang zu den weiteren Notwendigkeiten einer digitalen Prozesskette für die moderne Tischlerei. Zuerst entstehen die Entwürfe mit VarioDesign3D, der CAD-Anwendung auf Basis der AutoCADVolumenkörper. Daraus können im gleichen System fertige Renderbilder mit den ausgewählten Materialien in mehreren Varianten für den Kunden erstellt werden. Kommt ein Auftrag zu-

stande, können aus der Planung die nötigen 2D-Werkzeichnungen direkt durch Schnitte im Raum auf verschiedenen Ebenen erstellt werden. Digital und ohne Datenverlust gehen dann die Einzelteilinformationen in Stücklisten als Excel-Tabelle oder in Brachenprogramme. Ebenfalls direkt aus der 3DPlanung entstehen mittels der Vario-NC-CAM-Schnittstelle fertige NC-Programme je Teil für die automatisierte CNC-Fertigung in Losgröße eins.

InfO

VarioDesign3D und Vario-NC sind eine Entwicklung von Cad Design Center Reinhold Duft, 4942 Gurten, 07757-7003-0, office@cdc.at, www.cdc.at.

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Programmierung leicht gemacht sOftWAre Imos CAM Max ist ein effektives Programmiertool, das die 3D-CAD-

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peziell für Einsteiger hat Imos die Fünf-Achs-Programmierung stark vereinfacht und reduziert damit komplizierte Programmieraufgaben. Die CNC-Daten für die Maschinen werden mithilfe des neuen Programmierwerkzeugs Imos CAM Max erzeugt, das die komplexen 3D-Daten des Werkstücks in Bewegungsabläufe des Fünf-Achs-Aggregats bzw. des Werkzeugs umsetzt. Die ImosKonstruktionsassistenten bieten umfangreiche Modellierungsfunktionen, um aus massiven Materialien, Plattenwerkstoffen, Be-

3d-simulation von 5-achsbearbeitungsschritten

schlägen und Komponenten neue Formen zu gestalten. Steht das generelle Design, werden mithilfe der Konstruktionsfunktionen Konturen, Wandprofile und Bögen an den nicht regulären Bauteilen angebracht. Beschläge und Verbinder können frei positioniert werden und richten sich entsprechend aus. Anschließend können mit wenigen Klicks die gewünschten Zulieferartikel gewählt und sofort in die Konstruktion eingefügt sowie weiterverarbeitet werden. Die Daten namhafter Hersteller von Beschlägen, Verbindern oder kompletten Baugruppen stellt Imos online zur Verfügung. (red/imos) www.imos3d.com

abbildung: imos, ThinksTock

Daten eines Bauteils auf eine CNC-Maschine mit fünf Achsen überträgt.

Einfach geplant und bestellt sOftWAre Mit dem aktuellen Update erweitert der Beschlägehersteller Blum Dyna-

log, seine bewährte Planungs- und Bestellsoftware, um die neuen Beschlägedaten.

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FoTo: blum

mit der dynaplan-schnittstelle werden die planungsdaten in verschiedene, bekannte cad-/cam-programme direkt übertragen.

FoTo: karrer/braun

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er österreichische Be- problemlos in den CAD-Proschlägespezialist bietet grammen der Möbelherstelmit Dynalog eine Soft- ler weiterverarbeitet werden. ware für die einfache Planung und Dynaplan errechnet alle erforBestellung von Blum-Beschlägen derlichen Zuschnittmaße und an. Sie umfasst den Korpuspla- Befestigungspositionen der Bener Dynaplan, den elektronischen schläge automatisch. Eine inProduktkatalog Dynacat und den tegrierte Kollisionsprüfung erWarenkorb Dynashop. Das kos- spart aufwendige Anschlagtenlose Dynalog-Update 2.9.43 versuche. Mit der Schnittstelle steht ab sofort für registrierte An- zu gängigen CAD-/CAM-Prowender online zum Download zur grammen, wie zum Beispiel Verfügung. Die neue Softwarever- AutoCAD® oder SolidWorks, sion wurde um sämtliche Pro- können alle im Blum-Korpusduktneuheiten erweitert. Zusätz- planer Dynaplan erstellten Dalich zu den 3D-CAD-Daten stehen ten wie Holzteile und Bohrunauch 2D-CAD-Daten für Schar- gen inklusive aller Blum-Benier-, Auszugs- und Klappensys- schläge ganz einfach exportiert teme in den gängigsten Forma- und weiter bearbeitet werden. ten zur Verfügung. Sie können (red/blum) www.blum.com

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LIEFERPROGRAMM

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sOftWAre In der Tischlerei Karrer

GmbH in Wildenau werden Handwerk und Software effizient verbunden.

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K

oordinierte Zusammenarbeit mit den Kunden, Flexibilität, fachgerechtes und termingetreues Arbeiten lautet die Philosophie der Tischlerei Karrer GmbH in Wildenau und Wels, die seit 14 Jahren mit ihrer Bau- und Möbeltischlerei plant, fertigt, montiert und repariert. Die Palette umfasst dabei die Fenstermontage und -demontage, den Fassadenbau im Außenbereich, Möbelfertigung und Montage, die Einrichtung von Hotelzimmern sowie den Objekt- und Ladenbau. Dass diese vielfältigen Arbeitsfelder und die Koordination der mittlerweile 50 Mitarbeiter nur mit dem Einsatz effizienter Software zu bewältigen ist, haben Karl Karrer und seine Frau Ursula schon früh erkannt. Ende 2007 wandten sie sich an den IT-Berater Bernhard Braun von Braun – EDV im Handwerk in Scheidegg.

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FoTo: karrer/braun

KomplettpaKet Mit der von ihm ausgewählten kaufmännischen Softwarelösung „Passt pro“ von M-Soft konnte ein Komplettpacket geschnürt werden, das den gewünschten Anforderungen nach leichter Bedienbarkeit, Flexibilität, Schnelligkeit und Stabilität in vollem Umfang entsprach. Ein Jahr später wurde das Paket um das Zeiterfassungsystem Digi-Time-Control erweitert und von dem IT-Partner Bernhard Braun in das bestehende „Passt pro“ integriert. Die Summe von solidem Handwerk, qualifizierten Mitarbeitern und ausgereifter Software mit verlässlichem Service sind letztendlich zufriedene Kunden, die immer wieder gerne bei der Firma Karrer GmbH vorbeischauen und anfragen. (red/braun) www.edvimhandwerk.at

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Tischler | 2013 TiSCHlER Journal 101-02 | 2013

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Zum abschluss

¹ Der Tischler ist nicht mehr nur der Handwerker, er liefert auch irgendeine Art von Service mit.ª *Mehr dazu auf Seite 8

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