Issuu on Google+

Ö S T E R R E I C H I S C H E G A S T R O N OM I E - U N D H O T E L Z E I T U N G 

05 08 C4C

Nr. 11–12 | 21. März 2014

Branchen-Nachwuchs auf der ITB Schüler im Arbeitseinsatz auf Berliner Tourismusmesse

IHR GASTRO-PROFI mit Zustellservice

Die VKÖ-Frauenbeauftragte im Interview Warum es so wenige Haubenköchinnen gibt Saisonjob Eismacher Was machen die Gelatieri eigentlich im Winter?

w w w. g a s t . a t

Gegründet 1946

Aktuelle Angebote auf www.wedl.com Qualität erleben

EDI TORIAL

Thinkstock

Vehement

Die Freuden des Alters und der Pension: Im Biergarten sitzen, plaudern und alle Fünfe grad sein lassen.

O’zapft is! Natürlich sprechen wir jetzt nicht vom Oktoberfest, das kommt erst im Herbst. Aber die drei Herren sitzen eindeutig in einem bayerischen Biergarten und haben eine gute Zeit. Diese große kulinarischen Freilufttradition gibt es Gott sei Dank auch immer häufiger in Österreich. Auf

weiß-blaue Flaggen und Maibäume können wir allerdings gut verzichten. Das Schweizerhaus und der Grünspan haben in Wien bereits die Gartensaison eröffnet. Wir hatten leider noch keine Zeit vorbeizuschauen. Wir haben an unserem Wien-Sonderteil gebastelt. WEITER AUF SEITE 14

Nicht nur der Kongress tanzt in Wien Wien steht auf vielen Rankings in Bezug auf Lebensqualität und Wirtschaftspotenzial ganz oben. Das ist auch gut für den Tourismus. Ein Bericht darüber, wie WienTourismus die Marke Wien pflegt und weiterentwickeln möchte

Gut, ich hatte mir schon gedacht, dass meine Provokation an dieser Stelle in der letzten ÖGZ nicht nur auf Gegenliebe stoßen würde. Aber dass sie bei Köchinnen, Branchenvertretern und Kolleginnen einen regelrechten Shitstorm auslösen könnte, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Uns freut aber, dass wir eine Debatte zur Situation der Frauen in der Gastrononomie und darüber hinaus auslösen konnten (siehe Leserbriefe Seite 6). Auch wenn der Text, ich gebe es zu, ein bisschen übertrieben hat, auch sprachlich. Aber wir haben schon lange nicht mehr so viele Leserbriefe bekommen. Und wir bekommen grundsätzlich gerne Leserbriefe, sie müssen auch nicht immer lobend sein. Ich sehe das Ganze als Aufforderung, das Thema „Warum gibt es so wenige Spitzenköchinnen?“ (nicht nur in Österreich) weiterzuverfolgen. So geschehen in dieser Ausgabe. Auf Seite 8 interviewe ich die Frauen­beauftragte des VKÖ. Ich hatte gar nicht gewusst, dass es dort so eine Funktion gibt. Jetzt weiß ich es. Und ich weiß auch, dass diese engagierte (Ex-)Köchin vor großen Aufgaben steht. Bei denen ich sie gerne unterstütze. Das war für mich das Verwunderlichste: Viele Zuschriften haben mir mehr oder weniger unterstellt, ich hätte was gegen Frauen. Was für ein Missverständnis! Ich verspreche, in Zukunft den Beweis anzutreten, dass dem nicht so ist. Ich verspreche aber auch, mir nicht den Mund verbieten zu lassen. Egal von wem.

Frisches Filet vom Schwein

P.b.b. Verlagspostamt 2340 Mödling / Zul.-Nr. GZ 02Z030722 W, Postaufgabenummer 6

W

Immer ganz oben Die Studie der Unternehmensberatung Mercer zur Lebensqualität in 221 Städten weltweit zeigte Wien 2012 zum vierten Mal in Folge auf Platz eins – vor Zürich. Und im Ernst: Wer möchte Zürich wirklich mit Wien vergleichen? Ich habe da zumindest zeitweise gelebt. Mein Fazit: kein Vergleich! Den Auslandsdirektinvestitionen widmet sich das „fDI Magazine“ der „Financial Times“. Für seine Liste der „Europäischen Städte der Zukunft

2012/13“ untersuchte es 253 Städte und setzte Wien auf Rang drei hinter den ganz großen Kapazundern London und Paris, in der Kategorie „wirtschaftliches Wachstum“ sogar auf Rang eins. Die UNO-Studie „State of the World’s Cities 2012/13“ weist Wien unter 70 Metropolen der Welt Platz eins und damit die höchste Prosperität zu, vor Oslo und Helsinki. Kriterien für diese Bewertung waren Produktivität, Lebensqualität, Infrastruktur, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit. WEITER AUF SEITE 14

spülmaschinen

Korbdurchschub

GROSSK†CHEN gastrotechnik speiseeistechnik

www.stoelner.at 02742 / 36 22 20-0

t.vierich@wirtschaftsverlag.at

t

ter.biz/pt-scou

www.winterhal

Neue Sterne am Gourmethimmel

V

ier neue Wiener Restaurants wurden kürzlich vom Guide Michelin mit einem Stern ausgezeichnet – wir gratulieren! Gemeinsam mit Salzburg sind nun zwölf Lokale mit einem oder zwei Sternen gekrönt. Was sich alles in der Hauptstadt tut, lesen Sie im Wien-Spezial ab Seite 14, die Sternenträger finden Sie auf Seite 18.

PT-Serie:

nce To p Pe r f o r m a EU! beim Spülen. N

Aktuelle Branchentermine finden Sie in unserem Branchenkalender auf www.gast.at/kalender

per kg

gültig von 24.03. bis 05.04.2014, exkl. 10 % Mwst.

Text:Thomas Askan Vierich

ien geht es gut. Das bestä tigen zahllose Rankings. Und das glauben sogar die Wienerinnen und Wiener selbst – außer ein paar notorischen Nörglern, von denen manche aus ihrer Nörgelei politisches Kapital schlagen möchten ... Auch wenn das natürlich eine sehr verkürzte Darstellung ist, touristisch ist sie wichtig und richtig: Wenn viele Nichtwiener ein ausgesprochen positives Wienbild haben, schlägt sich das in immer weiter steigenden Besucher- und Nächtigungszahlen nieder.

659


2

ÖSTERREICH

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

Aktuelles

Kaiserliche Sauce

Die Lage in der Ukraine spitzt sich immer mehr zu. Gerne würde „der Westen“ den größenwahnsinnigen Putin in die Schranken weisen. Nur wie? Militärische Mittel kommen nicht infrage, die diplomatischen haben sich als stumpf erwiesen. Bleiben nur Sanktionen. Aber die sind leider ein zweischneidiges Schwert – vor allem aus österreichischer Sicht. Die Deutschen wie viele andere Europäer kaufen viel Gas in Russland und fürchten sich davor, dass die Russen ihnen den Hahn abdrehen könnten. Aber die Deutschen zahlen auch gutes Geld für ihr Gas. Warum sollten sich die Russen dieses Geschäft kaputtmachen? Anders in Österreich. Da sieht die Sache einseitiger aus. Mal abgesehen von den österreichischen Banken: Viele hiesige Touristiker, Hoteliers, Kunsthändler und Juweliere fürchten um ihre guten Geschäfte mit den reichen Russen und vor allem dem dort erblühenden Mittelstand. Letztere sind Leute wie wir, und nicht alle haben Putin gewählt. Wir sollten sie nicht in Sippenhaft nehmen. Dennoch: Wenn die Amerikaner und die EU Ernst machen, wird es zumindest vorübergehend zu Problemen bei der Einreise für alle Russen kommen. Schlecht für Österreich, eventuell gut für die Ukraine. Die hiesigen Branchenvertreter warnen bereits vor „zu harten“ Sanktionen, wollen „mäßigend“ auf die EU-Außenpolitik einwirken. Als ob die vor Mut strotzen würde. Andere Europäer fürchten auch, dass ihnen Sanktionen gegen Russland auf die eigenen Füße fallen könnten. Aber haben wir eine Alternative? Mitleid mit den Ukrainern ist wohlfeil. Solidarität darf auch mal was kosten. Sanktionen können etwas bewegen (siehe Iran). Die Deutschen, allen voran ihre Bundeskanzlerin, sind bereit dazu. Sind wir es auch?

Badehaus am Bodensee, Bregenz, © Österreich Werbung / Burgstaller

t.vierich@wirtschaftsverlag.at

Stahltanks und das doppelt so lange wie konventionelle Sojasaucen. Das Geschmacksergebnis: mehr Würze und Malzigkeit. Kikkoman ließ zwei Flaschen dieser Seltenheit nach Österreich einfliegen, und wer kosten durfte, fühlte sich wahrlich kaiserlich. Es war sehr schön, es hat uns sehr geschmeckt!

d o r fe r

Bloß keinen Ärger

Wenn ich groß bin, werde ich Kaiser. Neben Geld und Macht winkt dann – wie dem Oberhaupt von Japan – eine eigene Sauce. Kikkoman produziert nämlich eine der besten Sojasaucen exklusiv für das japanische Kaiserhaus. Die „Goyogura“ fermentiert in Holzbottichen anstelle von

Pe s e n

K OM M E N TA R

Neue TourismusMärkte gesucht

Gastgärten: Saison zu kurz?

EU lehnt Samenraub rigoros ab

Experten diskutierten in Bregenz über die Zukunft des österreichischen Tourismus

G

A

VORARLBERG:

W

ie soll es mit dem österreichischen Tourismus weitergehen? Darüber diskutierten Experten und Hoteliers im Rahmen des „Tourismus Talk“ der Casinos Austria Anfang März unter der Leitung von Christopher Norden, Chefredakteur der Fachzeitschrift „Tourist Austria International“. Die Diskussionsteilnehmer, darunter Tourismusexperte Walter Junger und Vorarlberg-Tourismus-Chef Christian Schützinger, waren sich einig, dass man das große Potenzial neuer Märkte, wie China und die arabischen Länder, besser ausschöpfen müsse. Laut Junger würden hier schon einfachere Visa-Bestimmungen helfen. Eine weitere zukunftsträchtige Möglichkeit sahen die Experten in der Verbindung verschiedener Urlaubskonzepte. So könnte ein vielfältiges Kursangebot wie Tauchen, Reiten oder Kochen mit gesundheitlichen Aspekten wie Heilfasten verknüpft werden. Schützinger pochte auch darauf, kulturelle Angebote der einzelnen Destinationen zu verstärken.

Erträge stagnieren Ein weiteres großes Thema waren die stagnierenden Erträge in der Branche. Wirtschaftskammer-Spartenobmann Hans-Peter Metzler machte

vor allem das Phänomen dafür verantwortlich, steigende Nächtigungszahlen mit sinkenden Preisen erkaufen zu wollen. Auch der Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) Gregor Hoch mahnte, dass die „dünne Eisdecke der Wertschöpfung“ schon bedenklich krachen würde, denn die Lohnkosten pro Nächtigung seien seit 2004 um 39 Prozent gestiegen. Die geringe Auslastung helfe dabei auch nicht gerade weiter. Ein weiteres Problem der Sparte sprach die Geschäftsführerin des Naturhotel Talen, Nathalie Morscher, an. Die hohen Belastungen bei Betriebsübergaben seien für viele Hotels kaum schaffbar. Laut ÖHV-Präsident Hoch erfordere die Betriebsübergabe samt Umgründung ungefähr den zehnfachen Jahresgewinn. Allein in den nächsten Jahren stünden an die 6.000 dieser Übergaben ins Haus. Casinos-Austria-Vorstandsdirektor Dietmar Hoscher zeigte sich als Gastgeber insgesamt zufrieden mit dem Abend. Das Ziel der Veranstaltungsreihe, die Förderung des Dialogs aller Beteiligten im österreichischen Tourismus, sei in Bregenz sehr gut gelungen. Der nächste Talk soll im September stattfinden. sd

Möchten auch Sie Ihren nächsten Urlaub hier verbringen?

ute Nachrichten für Gastronomen in Wien: Seit die neue Parkplatzverordnung in Kraft getreten ist, können viele Wirte aufgrund der vielen frei gewordenen Parkflächen ihre Schanigärten erweitern. „Die Zahl der Anträge stieg seitdem nicht an dafür ist die beantragte Fläche größer geworden“, heißt es aus der Magistratsdirektion. Pro Jahr gehen mehr als 2.100 solcher Anträge bei der Behörde ein, die Anzahl ist in etwa gleichbleibend. Ein Streitpunkt ist indes das strikte Festhalten an der Schanigartensaison vom 1. März bis 30. November. Die ÖVP will im Landtag einen Antrag einbringen, damit künftig das ganze Jahr über Schanigärten betrieben werden dürfen. „Es ist nicht einzusehen, dass sich die Ausräumzeiten nach der Bürokratie und nicht nach dem Wetter richten“, sagt VPGemeinderätin Isabella Leeb. Die Lebensumstände hätten sich geändert, durch den Wandel zur rauchfreien Gesellschaft spiele sich immer mehr auf den Straßen ab, so Leeb. Von der Stadt Wien gibt’s eine Abfuhr. Die Regelung habe einen guten Grund, heißt es vom Pressebüro von Vizebürgermeisterin Renate Brauner. Denn die Anrainer hätten ein Recht auf Lärmschutz. Änderungen seien zwar in Zukunft nicht ausgeschlossen, aber vorerst bleibe man dabei. no

Dann suchen Sie Ihr nächstes Urlaubsziel über Sternewelt.at, und Sie können Ihren Urlaub in einem klassifizierten Sternehotel uneingeschränkt genießen.

bgeschmettert: Mit großer Mehrheit stimmte das EU-Parlament in Straßburg gegen die neue Saatgutverordnung der EU-Kommission. Nur 130 Abgeordnete waren dafür, fast viermal so viele lehnten sie rigoros ab. Wäre sie durchgegangen, wären komplizierte und teure Zulassungsverfahren und Verkaufsbeschränkungen für alte Obst- und Gemüsesorten und Strafen für die Weitergabe von entsprechendem Saatgut auf die Europäer zugekommen. Für die Bürger hätte das bedeutet, dass nur mehr wenige von der Industrie diktierte, besonders robuste und profitable Sorten auf dem Speiseplan gestanden hätten. Besonders in Österreich hatte die geplante Verordnung für Aufruhr gesorgt. Rund 400.000 Menschen (EU-weit waren es 800.000) hatten eine Petition dagegen unterschrieben. Spitzenköche wie Heinz Reitbauer, Handelsriesen wie Rewe und Spar und Umweltschutzorganisationen (Arche Noah, Global 2000) hatten ebenfalls dagegen gekämpft. Der große Nutznießer der neuen Verordnung wäre die Saatmittelindustrie, allen voran Monsanto, gewesen. Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass Bürgerdruck in der EU sehr wohl eine Wirkung hat. Die „kleinen Leute“ UND die „Großen“ haben klargemacht, dass sie sich ihr Essen nicht von Kraken wie Monsanto diktieren lassen wollen. no


TOURISMUS

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

3

Hoteldesign

Freizeitarchitektur

DI (FH) Lukas Jungmann, ABERJUNG OG – Design Agency / Mathias Rhomberg / Björn Lofterud

20 innovative Hotelprojekte aus Schweden und Österreich werden diesen Sommer von der Technischen Universität Wien präsentiert

Rechts oben das schwedische Grimeton Nature Reserve, links das Ferienhaus Ufogel und rechts das Hotel Lün (beide Österreich).

A

ußergewöhnliche Hotelarchitektur in Österreich und Schweden steht diesen Sommer im Zentrum einer Ausstellung der TU Wien. Der Fachbereich für Architekturtheorie präsentiert in Kooperation mit der Schwedischen Botschaft 20 Hotel-Projekte, die Entwicklungen der zeitgenössischen Freizeitarchitektur illustrieren sollen. Interessierte können dann einen Blick auf die aktuellen Tendenzen in der Tourismuskultur beider Länder werfen.

The Art of Re-Creation Unter dem Titel „The Art of Re-Creation in Sweden/Austria 2014“ wird die Ausstellung am 27. Juni im 21er Haus in Wien eröffnet. Bis Anfang Oktober können angehende und bereits tätige Architekten, aber auch ein an Kunst, Design und Tourismus interessiertes Publikum die Projekte junger österreichischer und schwedischer Architekten und Künstler betrachten. Im Rahmen einer Wanderausstellung werden die neuen Ansätze zum Thema zeitgenössische Hotelarchitektur dann in ganz Österreich gezeigt. Begleitet werden sie von einer Installation im öffentlichen Raum des Architekturbüros SOMA Architecture und Studierenden der TU Wien sowie einer Publikation. Die Hotelprojekte wurden Ende November 2013 von einer internationalen Fachjury ausgewählt. Zehn österreichische und zehn schwedische Hotels schafften es in die Endauswahl. Sowohl Bauweise – Holz, Stahl, Glas, Metall, Beton – als auch die Größe der Hotels, zwei Betten bis 299 Zimmer, variieren bei der Auswahl stark. Im Fokus stehen Innovation und Modernität, aber auch Praktikabilität und Komfort.

Zwei österreichische Beispiele sind das Ufogel in Nussdorf-Debant in Osttirol und das Hotel Lün in Brand, Vorarlberg.

Glas, Holz und Natur Das Ferienhaus Ufogel von Architekt Peter Jungmann ist in der Nähe von Lienz auf Stelzen und fast vollständig aus Lärchenholz gebaut. Vier Betten finden sich neben möblierter Küche und Designer-Bad auf 45 Quadratmetern Wohnfläche. Große Panoramfenster bieten einen freien Blick auf die Natur. Zwei Personen zahlen derzeit 120 Euro pro Nacht plus 40 Euro für die Endreinigung. Alpinen Lifestyle will hingegen das Hotel Lün seinen Gästen bieten. Sieben Ferienwohnungen und fünfzehn Zimmer stehen im historischen Ortszentrum Brands inmitten der Alpen zur Auswahl. 2012 ausgebaut, zeichnet die Verbindung von traditionellen Materialien mit modernem Design das Konzept der Architekten Schallert-Wüst aus. Jedes Zimmer im Lün hat ein anderes Motto, und so können die Gäste unter anderem zwischen dem zweistöckigem Bergsteigerzimmer, dem Planschzimmer mit großer Badewanne oder auch dem Sunrise-Zimmer mit großer Glasfront wählen. Die Zimmerpreise in der Hochsaison fangen bei 64 Euro an, die Appartements kosten je nach Größe zwischen 249 und 400 Euro pro Nacht. Architektin Petra Gipp hat eines der schwedischen Ausstellungsobjekte designt: das Grimeton Nature Reserve. In Varberg an der Südwestküste Schwedens steht das Wald-Cottage aus Holz, Beton und Metall mit 107 Quadratmetern Wohnfläche. Große Glasfronten bieten Ausblick auf Wälder und einen See. Die Architektur verschmilzt mit der umliegenden Natur.  sd

HIER BLÜHEN TIEFPREISE Aktion gültig von 21.03. - 29.03.14

ET HENDunLkaFlibIL riert, per kg FRISCH,

Art.-Nr. 434342

4.

99

FILET g, per kg TILAPHIA aut, 140 - 160 TK, ohne

Art.-Nr. 468002

5.

99

RACKkgS LAMM75/2 5, per FRISCH,

Art.-Nr. 434515

18.

99

NFILET SEEZscUh,NpeGr E kg TK, tropi

Art.-Nr. 468057

7.

99

Abholpreise exkl. MwSt., gültig von 21.03. bis 29.03.14. Verkauf nur an Gewerbescheininhaber, Erzeuger, Wiederverkäufer und verarbeitende Betriebe.

Qualität erleben – 9 x in Österreich

Imst - Innsbruck - Mils - Ried - Saalfelden - St. Johann i. Pg. - Villach - Vöcklabruck - Wien


4

TOURISMUS

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

Lehrlinge

Kochen um die Wette

MELDUNGEN

Sternereigen

Der alljährliche „Wettkampf der Top-Lehrlinge“ soll Nachwuchs in Küche und Service fördern. Ab 10. Juni heißt es wieder: „An die Töpfe, fertig, los!“

Beim „Wachau Gourmetfestival“, das von 27. März bis zum 10. April stattfindet, werden wieder einige Top-Küchenchefs aufkochen. Internationale Höhepunkte des Festivals sind Drei-Sterne-Chef Christian Jürgens sowie Berlins Nr. 1 Tim Raue – beide aus Deutschland – sowie der Niederländer Jacob Jan Boerma. Mit Rasmus Kofoed und Thomas Rode Andersen sind auch zwei Stars der Nordic Kitchen vertreten.

Text: Sonja Dries

Starke Bilanz

Radwege im Check Burgenland Tourismus tritt in die Pedale: Derzeit sind zahlreiche Radexperten unterwegs, um die Wege hinsichtlich ihrer Vermarktung zu checken. Für jeden dritten Urlauber ist das Thema Rad eines der meistgefragten Angebote im Burgenland.

Oben: Für den Koch des Jahres Werner Matt (hier gemeinsam mit zwei der Top-Lehrlinge) zählt das Kochen zu den schönsten und kreativsten Berufen überhaupt. Links: Die Jury bewertet das Können der Lehrlinge.

Amuse Bouche

Die Skigebiete in Oberösterreich blicken auf eine erfolgreiche Saison zurück. Die Branche lukrierte einen Gesamtumsatz von 145 Millionen Euro. „Auch die Skigebiete unter 1000 Meter Höhe konnten trotz des Schneearmut rund 50 Prozent der üblichen Betriebstage erreichen“, resümiert Helmut Holzinger, Vorsitzender der Fachvertretung der OÖ Seilbahnen.

D

er Wettkampf der Lehrlinge von Amuse Bouche geht in die nächste Runde. Bereits zum siebenten Mal werden dieses Jahr Teams aus jeweils einem Koch- und einem Servicelehrling gegeneinander antreten. Zwanzig Hotels wollen sich an der Aktion beteiligen. Ziel der Lehrlingsinitiative Amuse Bouche, die 2008 in enger Zusammenarbeit mit der Wiener Spitzenhotellerie gegründet wurde, ist eine fundierte Nachwuchsförderung in Küche

und Service, außerdem soll die Wertschätzung des Berufsstandes gesichert werden. Für Piroska Payer, Gesamtkoordinatorin von Amuse Bouche, kann der Wettbewerb auch attraktive Karrierechancen für die Teilnehmer bieten.

Kreativität und Teamwork Am 6. Oktober wird das große Finale in der HLTW Heidengasse in Wien stattfinden. Dort müssen die acht übriggebliebenen Teams ein viergängiges Menü für je 6 VIPs und die Fachjury ko-

chen und servieren. Gefragt sind dabei vor allem Kreativität und Teamwork. Bis zum Finale ist es jedoch ein weiter Weg. Bereits am 10. Juni treffen sich die Lehrlinge zu einem zweitägigen Start-Event in Salzburg. Dort werden den Teilnehmern dann auch die genauen Wettkampfaufgaben bekanntgegeben. Während des Sommers können die Teams in ihren Hotels daran arbeiten und feilen, um schließlich am 8. September in die Vorausscheidung zu gehen. Eine unabhängige Experten-

jury bewertet das Fachwissen und das Können der einzelnen Kandidaten und gibt die Finalisten bekannt. Die Verkündung der endgültigen Gewinner des „Wettkampfs der TopLehrlinge“ findet im Rahmen eines Gala-Abends von Amuse Bouche am 19. November im Festsaal des Wiener Rathauses statt. Alle teilnehmenden Lehrlinge werden für ihr besonderes Engagement geehrt, und auf die Gewinner warten Schnupper-Arbeitsaufenthalte im In- und Ausland.

Reif für Genuss

Z u k u n f t To u r i s m u s

Nicht nur die Landschaft, sondern auch die regionalen Produkte sind es, die eine Destination einzigartig machen Text: Alexander Jakabb

Genießen will gelernt sein Ziel war es, vertiefendes Wissen zur regionalen Küche an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen anzubieten und ein einheitliches Zertifikat zu schaffen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur das Kochen mit regionalen Produkten, sondern vor allem die Bewusstseinsbildung. Aus der großen Bandbreite regionaler Produkte erfolgt der Einstieg am Beispiel der Leitprodukte Kürbis, Kren, Käferbohne, Apfel und Holunder, wozu es zahlreiche regionale Angebote gibt.

An einem Strang Bemerkenswert an der GenussReifeAkademie ist, dass es gelungen ist, mit Berufsschule und der Tourismusschule Bad Gleichenberg, dem Schulungszentrum Fohnsdorf und der Qua-

lifizierungsagentur für Tourismus die großen Ausbildungsinstitute der Steiermark und ihre Küchenmeister in ein Boot zu holen. Mit dabei ist aber auch die Tourismusschule Radenci in Slowenien, denn touristische Regionen enden nicht an der Landesgrenze. „Gemeinsames Ziel ist es, bei den Lehrlingen die Produkte aus der Region zu verankern und über normale Lehrpläne hinauszudenken. Dabei geht es um den regionalen Einkauf ebenso wie um die richtige Lagerung regionaler Produkte oder deren Verwendung“, erklären Dietmar Fuchs und Carola Reszler, die Initiatoren des Projektes.

Persönliches Engagement Wie sehr die Lehrlinge das Thema aufgreifen, zeigt das besondere Engagement an der Berufsschule Bad Gleichenberg. Hier treffen sich die Lehrlinge nach dem regulären Unterricht am Abend noch zusätzlich in den Lehrküchen, um die regionalen Produkte in Kürbisravioli oder Holunder-

Philipp Leitner, Kochlehre-Ausbildung, LBS Bad Gleichenberg: „Ich kann die GenussReifeAkademie nur weiterempfehlen. Mir hat es echt was gebracht – es war Spitze“ (links oben). Genussreifzertifiziert – die „GRA“Absolventen des ersten Jahrgangs (links). Käferbohnenstrudel – typisch steirisch (unten).

Die GenussReifeAkademie wurde im Rahmen des grenzüberschreitenden Projektes „Regio Vitalis“ mit österreichischen und slowenischen Partnern konzipiert. Sie soll das Bewusstsein törtchen zu veredeln oder eigene Kreationen wie gefüllte Käferbohnen zu schaffen.

für gesunden, regionalen Genuss

Zukunftspläne

gibt Betrieben neue Chancen zur

In den ersten Pilotdurchgängen haben bereits 120 Teilnehmer/-innen die Akademie absolviert, deren Entwicklung durch die Europäische Union finanziert wurde. Dass dies erst der Anfang war, zeigen bereits die nächsten Pläne zum Ausbau der Akademie.

stärken. Die Möglichkeit zum Erwerb zusätzlicher Kompetenzen

QUA / Bernhard Bergmann

D

amit dieses Thema auch bereits in der Ausbildung den richtigen Stellenwert bekommt, haben die Gas­tronomie-Ausbildungszentren der Steiermark eine gemeinsame „GenussReifeAkademie“ geschaffen.

Positionierung, vermittelt Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ein besonderes Know-how im Bereich Regionalität und Gesundheit. Koordination: www.qua.or.at, www.szf.at


TOURISMUS

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

5

ITB

Salzburger Schüler auf der ITB Mehr als 10.000 Aussteller aus 189 Ländern präsentierten in den 26 Messehallen beim Funkturm ihre Angebote. Für Österreich zog Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner auf der ITB eine äußerst positive Bilanz über das abgelaufene Tourismusjahr. Salzbuger Tourismusschüler bewirteten Gäste am Österreich-Stand Text: Gerhard Reiter

M

it 132,6 Millionen Übernachtungen haben wir einen neuen Rekord erreicht“, zog Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner auf der ITB eine äußerst positive Bilanz. „Ebenso bedeuten auch die 36,8 Millionen Ankünfte einen Rekord. Und die Deutsche Reiseanalyse 2014 stimmt uns ebenfalls zuversichtlich: Die Reiseintensität der Deutschen – unserer noch immer mit Abstand größten Gästegruppe – ist im Jahr 2013 noch einmal gestiegen, auf mittlerweile fast 78 Prozent. Das bedeutet, rund 54,8 Millionen Deutsche haben im Jahr 2013 eine Urlaubsreise von mindestens fünf Tagen unternommen. Nur die Zahl der Kurzreisen von Deutschen ist 2013 leicht gesunken.“

Ukraine-Krise Etwas getrübt wird der Optimismus durch die aktuelle Krise in der Ukraine. Diese bereite der Branche Sorgen, sagte etwa der Chef der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft, Leo Bauernberger: „Politische Unsicherheiten wirken sich immer negativ auf das Reiseverhalten der Menschen aus. Konkret sorgen wir uns hier vor allem um die mittlerweile wichtige Gruppe der russischen Gäste. Allein im Bundesland Salzburg haben wir inzwischen aus Russland und der Ukraine rund 120.000 Gäste pro Jahr, und dies seit Jahren mit zweistelligen Prozentzuwächsen. Jetzt sind allerdings vor allem die russischen Rei-

Manchmal ging es auch ganz entspannt zu am Österreich-Stand auf der ITB.

severanstalter verunsichert. Denn sie müssen die Reisen in Euro einkaufen, und durch die starke Abwertung des russischen Rubel verteuern sich diese Reisen jetzt natürlich empfindlich. Wir merken da schon eine gewisse Zurückhaltung. Man kann jedenfalls nur hoffen, dass die Krise rasch und vor allem auf diplomatischem Weg gelöst wird“, resümiert SLT-Chef Leo Bauernberger.

Salzburger Schüler Mittendrin im ITB-Trubel waren 40 Schülerinnen und Schüler der Salzburger Tourismusschulen in SalzburgKlessheim, Bad Hofgastein (Pongau), Bischofshofen (Pongau) und Bramberg (Pinzgau). Sie sorgten am ÖsterreichStand für das leibliche Wohl der Fachbesucher aus aller Welt und meisterten diese Aufgabe in Küche und Service mit Bravour. „Einmal Salzburger Bluntau-Saibling mit Portulak und ein Glas Welschriesling – bitteschön.“ Gekonnt serviert Valentina Colaceci aus Bramberg im Salzburger Pinzgau dem Einkäufer eines großen deutschen Reiseveranstalters das gewünschte Gericht am Österreich-Stand. Die 20-Jährige besucht in Bramberg eine der vier Tourismusschulen im Bundesland Salzburg. Bereits zum zweiten Mal wurden diese heuer dazu auserkoren, mit ihren Schützlingen Fachbesucher aus aller Welt am ITB-Messestand der Österreich Werbung gastronomisch zu betreuen. „Am Anfang war ich sehr nervös, und vor allem der erste Tag war auch schwierig, aber nach dieser Einarbeitungsphase hat es sich rasch eingependelt. Alles auf dieser Messe hat riesige Dimensionen. Das ist für mich völlig neu und sehr aufregend. Ich habe schon vorher gewusst, dass uns Schülerinnen und Schüler hier

sehr viel Arbeit erwartet. Aber dafür sind wir ja schließlich auch gekommen. Es ist eine tolle Erfahrung“, lächelt Valentina. Ihr Kollege Sandro Dankl (18) aus St. Johann im Pongau besucht die Tourismusschule in Bischofshofen und pflichtet Valentina bei: „Am Anfang unseres Einsatzes in Berlin war doch alles ein bisserl chaotisch, aber das hat sich rasch gebessert. Auch für mich war die Arbeit auf der ITB sehr spannend. In St. Johann haben wir zwar einen florierenden Tourismus, aber natürlich nicht annähernd so international, wie man ihn auf der ITB findet. Ich habe mich für eine Ausbildung im Tourismus entschieden, weil dort die Möglichkeit besteht, die Welt zu sehen.“ Geleitet wurde die Truppe der Salzburger Nachwuchs-Touristiker von Fachvorstand Franz Wachter von den Tourismusschulen in Salzburg-Klessheim: „Es ist eine große Herausforderung, so junge Leute für einen Einsatz auf der bedeutendsten Reisemesse der Welt vorzubereiten, und zwar gastronomisch wie auch sprachlich. Immerhin gilt es hier, ein hochkarätiges, fachlich kompetentes und dementsprechend kritisches Publikum zufriedenzustellen. Dass uns das – glaube ich – ganz gut gelungen ist, liegt sicherlich auch an der intensiven Vorbereitung. Wir haben in Salzburg mehrere Wochen lang trainiert – und das mit Spitzenköchen wie zum Beispiel den Brüdern Obauer, Vitus Winkler oder Franz Fuiko. Die Patronanz für den Einsatz der Schüler in Berlin hat ein ganz Großer der Branche übernommen: Eckart Witzigmann, Koch des Jahrhunderts.“ Auch Witzigmann streut seinen Schützlingen Rosen: „Die jungen Leute haben ihren Ein-

satz auf der ITB bravourös gemeistert. Und die Erfahrungen werden ihnen sicherlich zugute kommen. Neben den fachlichen Erfahrungen lernen sie hier auch eine gewisse Selbstsicherheit im Auftreten.“

Gute Investition Den Einsatz der Tourismusschüler in Berlin hat sich die Salzburger Land Tourismus Gesellschaft (SLT) in Summe immerhin rund 50.000 Euro kosten lassen. Das sei aber gut inves-

tiertes Geld, zeigt sich SLT-Chef Leo Bauernberger überzeugt: „Die jungen Leute waren hier auf der Messe natürlich massiv gefordert. Hier haben sie erfahren, wie Tourismus praktisch funktioniert – unter jenen harten Rahmenbedingungen, wie sie im täglichen Geschäft eben vorherrschen. Aber die Schülerinnen und Schüler haben sich als erstklassige Botschafter Österreichs in die ganze Welt hinaus erwiesen und darauf bin ich wirklich stolz“, schwärmt Bauernberger.

WIR SERVIEREN IHNEN HYGIENELÖSUNGEN NACH ART DES HAUSES.

www.diewildenkaiser.com

Auch für 2014 sei Österreich gut gerüstet, versicherte die Chefin der Österreich Werbung, Petra Stolba: „Heuer ist in mehrfacher Hinsicht ein Jubiläumsjahr für die Position Österreichs in Europa. Vor 20 Jahren gab es in Österreich die EU-Abstimmung, vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer. Und da hat sich Österreich ja einen guten Namen gemacht, als viele frühere DDRBürger über Ungarn nach Österreich einreisen durften und bei uns freundlich empfangen wurden. Das hat man nicht vergessen. Daher wollen wir Österreich heuer werblich als Treffpunkt Europas positionieren, und zwar kulinarisch wie auch kulturell.“ In den Optimismus mischte sich allerdings auch eine kritische Stimme des Obmanns der Sparte Tourismus in der Wirtschaftskammer, Hans Schenner. „Viele Regionen werben immer noch viel zu viel auf eigene Faust und teilweise mit teuren Agenturen. Angesichts der harten weltweiten Konkurrenz sollten, ja müssten wir unsere Kräfte aber noch viel stärker bündeln. Meiner Ansicht nach sollten daher zum Beispiel die Werbeorganisationen mindestens ein Viertel ihres Budgets für Auslandswerbung für gemeinsame Maßnahmen mit der Österreich Werbung ausgeben“, verlangte Schenner. Insgesamt blickt die Reisebranche zuversichtlich ins Jahr 2014.

Messe Berlin

Treffpunkt Europas

N 2014 HOTEL & GAST WA,IESta nd 723

Halle 14, Messe Wien .20 .03 23.–25

Der Spezialist für Sauberkeit, Hygiene und Wohlbefinden. Julius Holluschek GmbH · A-6170 Zirl · Salzstraße 6 · Tel. +43 5238 52800-0 · Fax -990 · www.hollu.com

hol_az_oegz_100x130_2014_02b_rz.indd 1

12.02.14 09:23


6

TOURISMUS

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

Leserbriefe

Fotos: Thinkstock, Illustration: Antonia Stanek

Frauen sollen Chef sein Uns haben viele Zuschriften erreicht, die wir allen anderen Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten wollen, auch wenn manche persönlich an den Chefredakteur gerichtet sind. Aber wir glauben, sie gehen alle an. Wir haben sie teilweise ein wenig gekürzt – aber natürlich nicht entschärft ...

Frauentag wichtig Sehr geehrter Herr Vierich! Normalerweise schreibe ich ja keine Leserbriefe, jedoch hat mich Ihr Editorial vom 7. 3. 2014 in der ÖGZ dazu bewogen, Ihnen ebendiesen Brief zu übersenden. Ihr Vergleich des „Tags der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“, der jährlich am 8. März begangen wird, mit dem Murmeltiertag hat mich seltsam berührt, ja befremdet. Nicht dass ich den sogenannten „Groundhog Day“ hier schmälern möchte. Er ist in Pennsylvania seit vielen Jahrzehnten geliebtes Brauchtum und Tradition. Beim Weltfrauentag handelt es sich aber meiner Meinung nach um mehr als nur eine orakelhafte Wettervorhersage. Entstanden um den Ersten Weltkrieg als Aktionstag der noch jungen Frauenbewegung im Kampf um das freie, geheime und allgemeine Wahlrecht sowie für allgemeine Gleichberechtigung wurde der Weltfrauentag unter der nationalsozialistischen Diktatur verboten. Hier wurde das Feiern des 8. März zu einem Erkennungsmerkmal des Widerstands gegen das dritte Reich. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat der Weltfrauentag für einige Jahre in den Hintergrund und rückte erst mit dem Engagement der neuen Frauenbewegung gegen Ende der 1960er-Jahre wieder verstärkt ins Rampenlicht. Schließlich wurde dieser Tag in der Generalversammlung der UNO im Dezember 1977 offiziell anerkannt. So viel zum geschichtlichen Hintergrund. Warum wir diesem Tag auch heute noch mit großem Respekt gegenüberstehen sollten, erklärt sich aber nicht nur über die großen und vielen Opfer (auch an Leib und Leben) so vieler Frauen, welche gleiche Behandlung und gleiche Chancen für alle Menschen forderten. Auch heute, wo in puncto Gleichbehandlung vieles erreicht wurde, sehen wir uns noch immer einem starken sozialen Gefälle zwischen Mann und Frau gegenüber. Frauen sind stärker als Männer von Armut bedroht, Frauen leisten den Löwenanteil der Kinderbetreuung sowie der Altenpflege als auch der Hausarbeit, und dies meistens ohne Bezahlung. Frauen finden wir öfter in

atypischen Beschäftigungsverhältnissen sowie in prekären Arbeitsverhältnissen. Und auch die Gehaltsschere zwischen Mann und Frau schließt sich seit Jahren und Jahrzehnten nicht. Warum wir also nicht mehr Spitzenköchinnen unter Frauen finden, liegt ja vielleicht auch darin begründet, dass nach wie vor keine Chancengleichheit am Arbeitsmarkt vorhanden ist. Die Behauptung, dass sich Frauen vor dem Zerlegen toter Tiere ekeln und diese Arbeit lieber Männern überlassen, entbehrt wohl jeder Grundlage. Ich nehme an, dass sich auch der Großteil der Männer unwohl bei dem Gedanken fühlt, mit einem Messer ausgerüstet, ein für den Verzehr geschlachtetes Lebewesen zu zerstückeln. Dennoch gibt es, gottlob, aber auch genug Menschen, welche hier wenig Berührungsängste haben. Dadurch finden wir ja genug Jäger und Jägerinnen, Fleischhauer und Fleischhauerinnen, Köche und Köchinnen usw. usf. Und zu den Chefs und Chefinnen: Kinderbetreuung wird, nach wie vor, vor allem durch Frauen wahrgenommen. Und die Entscheidung, sich in der Mitte seines Arbeitslebens für die nächsten Jahre von seinem (vielleicht sogar sehr gemochtem) Job zu verabschieden, weil man auf eigene Kinder nicht verzichten möchte, ist schwer genug. Da braucht es nicht noch die Unterstellung, Frauen seien Wesen, welche bei niemandem anecken möchten und lieber sanft hüpfend, mit lieben Zöpfchen verziert, durchs Himbeerland gleiten. Natürlich ist mir klar, dass es durch biologische Tatsachen begründet Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Frauen haben von Natur aus weniger Muskelmasse, und Männer können keine Kinder austragen. Und deshalb ist mir auch klar, dass es gewisse Berufe gibt, in denen man, ganz natürlich, mehr Männer oder mehr Frauen findet. Aber dies hatte und hat niemals Gültigkeit für alle. Ich bin stolz, in einer Gesellschaft zu leben, in der die Chromosomenanzahl meiner DNS mich und andere nicht von vornherein von vielen Berufen ausschließt, zumindest dem Gesetz nach. Und mir ist klar, dass Sie dieses

Editorial in der Absicht verfassten, um zu polarisieren. In einer aufgeklärten Gesellschaft ist Platz für (fast) jede Meinung. Aber gerade zum Weltfrauentag dann ein chauvinistisches, mit ewiggestrigen Vorurteilen durchsetztes Editorial zu lesen, zeigt mir auch, dass der Weg zu Chancengleichheit und Gleichberechtigung noch lange nicht zu Ende ist. Solange bei vielen Männern Ängste aufkommen, wenn Frauen die gleichen Rechte fordern, die das zweite Geschlecht längst hat, solange viele Männer Schweißausbrüche bekommen bei dem Gedanken, ein weiblicher Chef könnte sie durch ihr Arbeitsleben leiten, wird es keine gleichen Chancen für Frauen geben. Herzlichst, Johannes Stritzl

Sinnlose Provokation Sehr geehrter Herr Vierich, mit großer Befremdung habe ich das Editorial der ÖGZ Nr. 9-10 vom 7. März 2014 gelesen. Die ÖGZ als das Branchenmedium der Österreichischen Gastronomie und Hotellerie steht grundsätzlich für objektive Information über branchenrelevante Themen und Meinungen aus den Reihen der Gastronomen und Hoteliers. Umso mehr verwundert ein mehr als polarisierender Kommentar des Chefredakteurs mit Aussagen wie „Dass es so wenig leitende Köchinnen gibt, könnte daran liegen, dass viele Frauen einfach keinen Bock darauf haben, den Chef zu geben“. Frauen sind eine besonders wichtige Säule im österreichischen Tourismus, auf die wir – in welcher Funktion auch immer – nicht verzichten können und wollen. Dem gesamten Frauenanteil in der Branche – und einem beachtlichen Männeranteil übrigens auch – solche Motive zu unterstellen, ist aus der Luft gegriffen. Provokation alleine bringt gar nichts, außer dass Sie damit viele Kolleginnen und Kollegen vor den Kopf stoßen – und das kann doch nicht Ihre Absicht sein, oder? Freundliche Grüße KommR Ing. Josef Bitzinger, Spartenobmann Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft

Wenig hilfreich

Beruf und Familie

Herr Vierich, mit solchen Aussagen helfen Sie mir als Frauenbeauftragte leider gar nicht, das Image der Köchinnen ein wenig ins rechte Licht zu rücken, sondern bewirken genau das Gegenteil. Vielleicht wollten Sie ja einfach nur provokativ sein – was ja ein ganz kreativer Ansatz sein mag –, aber die Wortwahl war ein bissl „unglücklich“ gewählt. MfG Doris Karasek, Frauenbeauftragte des VKÖ/ Austrian Delegate Women in WACS

Zeigt der Neid seine hässliche Fratze, ob der Tatsache, dass wir – zumindest zahlenmäßig – die Welt regieren? Wahrscheinlich hat alles Übel damit begonnen, dass man auch uns Frauen 1918 das Wahlrecht gab. Die Schweizer waren da klüger, die warteten bis 1971 (!) damit. Und studieren dürfen wir zu allem Überfluss auch noch. Zwar haben wir Frauen hinsichtlich des Ausbildungsniveaus und der Erwerbsbeteiligung in Österreich stark aufgeholt. Die Zunahme der Frauenerwerbstätigkeit ist jedoch in erster Linie auf einen Anstieg der Teilzeitarbeit zurückzuführen. Da kommt das leidige Thema zutage: Denn Teilzeit prägt vor allem die Erwerbsbeteiligung von Frauen mit betreuungspflichtigen Kindern. 2012 waren 70,9 % der Frauen im Alter von 25 bis 49 Jahren mit Kindern unter 15 Jahren teilzeitbeschäftigt. Kann man uns Frauen vorwerfen, wir wollten alles – also Beruf UND Familie? Ja, schließlich haben es viele Männer ja auch. Nur verteilen sich die Verantwortlichkeiten und To-do-Listen in der gelebten Praxis sehr oft zugunsten der Männer. Ein Beispiel gefällig? Geht eine Mitarbeiterin wegen ihres kranken Kindes früher von der Arbeit nach Hause, kriegt sie ihr Leben nicht ganz auf die Reihe. Tut dies ein Mann, wird er als fürsorglicher Vater gelobt. Wir Frauen haben keinen Grund, uns in der „zweiten Reihe“ zu verstecken. Denn es lässt sich dort, und das kann ich aus Erfahrung nur bestätigen, gleichwohl wie in der ersten, sehr gut arbeiten. Wir übernehmen gerne Verantwortung (und können dabei auch mitunter nett sein!), wenn es dabei MENSCHLICH zugeht. Denn darum wird es auch in der Arbeitswelt der Zukunft gehen: um ein wertvolles Miteinander. Was macht nun einen guten Chef / eine gute Chefin aus? Führung sollte immer wertschätzend erfolgen. Dazu sind wohl beide Geschlechter fähig. Daniela Pötzl, Journalistin

Zweite Reihe Sehr geehrter Herr Chefredakteur, ein rühriges, uns seit vielen Jahren bekanntes Mitglied der Fachgruppe Gastronomie hat mich auf den von Ihnen veröffentlichten Editorialbrief in der letzten ÖGZ aufmerksam gemacht und dabei massives Missfallen geäußert. Thema ist der Weltfrauentag und die von Ihnen angesprochenen Betrachtungen, wodurch sie sich als Gastwirtin (und Frau) verletzt sieht. Nach näherem Eingehen auf Ihre Ausführungen muss ich unserer Gastwirtin zumindest teilweise recht geben. Man hat Sie vielleicht nicht ausreichend gebrieft. Aber als Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer kann ich Ihnen versichern, dass die Wiener Gastronomie ohne die tatkräftige Unterstützung der (Ehe-)Frauen besonders in der Küche nicht denkbar wäre. Ich sage das als Kammerfunktionär nicht gerne und nicht jedem, aber vielen meiner männlichen Kollegen wäre es nicht möglich, sich für ihre Kammeraufgaben freizuspielen, wenn nicht daheim im Betrieb eine tüchtige Frau denselben in allen fachlichen Bereichen und mit Tatkraft führen würde. Wir verwechseln viel zu leicht herausragende Spitzenköche, die als Stars gefeiert werden, mit tüchtigen Fachkräften und UnternehmerInnen. Frauen verkaufen sich in der Wirtschafts- und Berufswelt bereits hervorragend, möglicherweise gibt es in der Gastronomie noch einen kleinen Nachholbedarf. KommR Willy Turecek, Fachgruppenobmann der Fachgruppe Gastronomie Wien, Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft


7

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

„Eat – drink – chill“ Das Kundenmagazin HUTTERER’S NEWS Treffpunkt Kochwerkstatt können Sie jetzt auch online lesen oder bestellen: www.hutterer.cc

Das Gasthaus Hüthmayr lädt nach mehrmonatiger Umbauphase zur Neueröffnung und überrascht mit innovativen Raumkonzepten und einem „Magic Wondertable“ Text: Sonja Dries

D

Tradition und Moderne Wer das besondere Erlebnis sucht, findet im VIP-Bereich die sogenannten „Magic Wondertables“ für vier bis acht

QUALITäT UNd SERvICE seit 1932 KARASEK Markenmöbel sind in unterschiedlichen Stilrichtungen und Preisklassen erhältlich und garantiert objekttauglich. Hunderte individuelle Kombinationsmöglichkeiten!

MAdE IN AUSTRIA L FÜR RESTAURANT,

TERRASSENMÖBE

he

CAFÉ & BISTRO

eschäft. beleben das Terrasseng hes Gesamtbil Ganzheitliche Konzepte bilden die Grundlage für ein harmonisc öbel KARASEK-Markenm

d.

Neu !

Riviera

Padua

el essmöb

& Welln Gastrofür

P rofis Costa Rica Florenz

Wien

Monza

Amazonas

Lugano

Schönbrunn

Kissen in vielen Größen und Farben

BIERGARTEN

Lugano

Augsburg

München

.co.at Ihre individuellen arasek Fragen Sie bitte Sie gerne.

www.k

Wir beraten Objektpreise an!

Dieser Ausgabe liegt eine Beilage der Firma Karasek bei. Wir bi en um freundliche Beachtung. Das Design des Hüthmayr überrascht mti Details: Feuerstelle im Barbereich.

Personen. Die Tische sind gleichzeitig Tischkamin, Griller und Eiskühler. Je nach Wunsch steigt in der Mitte ein kleines Feuer auf, kann man selbst auf heißen Platten verschiedene Fleisch-

Gasthaus Hüthmayr

as Gasthaus Hüthmayr am Rathausplatz von Kremsmünster eröffnet nach einem Komplettumbau wieder seine Pforten und zeigt sich mit völlig neuem Gesicht. 150 Personen finden jetzt Platz. Vom Dinner zu zweit, über Familienfeiern bis hin zu einer Hochzeit ist in den vielfältigen Räumlichkeiten alles möglich. Ganz nach dem Motto „Eat – drink – chill“ soll hier ab sofort jeder Gast das Ambiente finden, das er sucht. So lädt die zentrale Bar im Eingangsbereich inklusive Feuerstelle zur Verkostung verschiedener Whiskey- und Rumsorten direkt aus der „Destillerie“. Speisen kann man in den drei großen Bewirtungsräumen, die miteinander verbunden oder voneinander abgetrennt werden können. Platz für Entspannung bietet die Raucherlounge samt Hochbänken mit geschwungenen Leder-Rückenlehnen.

variationen flambieren oder in der dafür vorgesehenen Vorrichtung Getränke kühlen. Der oberösterreichische Gastronomie-Einrichter Wögerer setzte bei Design und Einrichtung

des Gasthauses Hüthmayr auf eine Mischung aus dunklem Eichenholz, viel Glas und die Farben Apfelgrün und Orange. Tradition und Moderne sollen hier ab sofort verbunden sein.

In dieser Ausgabe liegt die Einladung zum Kongress „Forum für Gast- und Wirtschaft“ bei – den dürfen Sie nicht versäumen! 2014

EN JUROR

CH EICHIS

Eckart

Witzigm

Heinz

ann

Winkler

E

R S ÖSTER NGRES ESKO BUND

8. DER 5

ie stronom der Ga urg und in g mit i Salzb n Erfol Hof be für de April 2014 rt & Spa – . so 29 – Re . l 27 Fusch Schloss

ei“ österr KUNFT ongress der saustausch DIE ZU 58. Bundesk und Erfahrung „FIT INSie herzlich ein zuzumdem GedanTkenma- chen wird! Kongress

– der NF en findet Fuschl statt. Wir lad Gastronomie für die ZUKU chaft“ s en en Sie FIT & WIRTs l im Schlos chisch sentier chaft Ma res, der STwirts eits zum 2. nche prä ahrungsdes Jah für GA der Bra für Erf RUM 2014 ber er t und Als „FO bis 29. April tschaf ideale Umfeld üpfen neu Wir , Kn itik en das vom 27. und das aus Pol keiten Ideen und bild r Konzepte , lich er sön tive lehner und a Mai Per ova Mitter Johann danken ng inn isnhold ihre Ge , Entwicklu ger, Me art r Dr. Rei te. sch lter Jun ministe Kontak f. Eck austau Bundes rner und Wa Jaeger, Pro zlicher Sie nüt n We Toni i und n werde mer wie Ad rköche André aches wie erente Co n! Als Ref he Unterneh und Meiste reißende ter ier mit reic r begeis ile leerfolg anna Ma Winkler und Niederede tlerwe th hin Joh die mit unter terköc nn und Heinz und Elisabe Küche ben Sie r ma n erle Fuschl Jaeger Witzig Anne Schülle altunge der Schloss André r, eranst n Innaue -Gala-V Höhepunkte hs. werde Abend rungen Fuc sforde „FIT IN DIE Bei den kulinarischen f Johannes Herau en che Um her . där ohl tlic ert gen Küchen ss sow z tschaf geford g von Kongre ßer wir besonders Leitun zu kur ser gro ist r die ten eite ag me t sich e in Zei terneh Mitarb , widme ftlichen Allt Gerad der Un r und nen me tion chä kön Motiva eiter. im ges UnternehT“ gehen zu ess, die ungen für die NF ner Mitarb lichen ZUKU en Fitn Adi Wer persön rung der perlich neuen Anreg e ganz h und Füh der kör it Sie Ihr tivation , als auc kommt ie für die Mo Sie, dam nen! arten kön sow NER erw r en e RT me talt uls ges IUM-PA itere Imp Zukunft PREM Viele we en an die ung UNTER Erwart LDEN D ANME N UN RDER ANFO RAMM PROG

.at .boeg www

www.eurogast.at

JETZT

eit Wien Gastlichk hische e 6, A-1010 22 50 5 Österreic 12, StiegF +43 1/54 Beste , rasse Mahlerst 5 44 09-0 .boeg.at 1/54 T +43 boeg.at, www office@

Ich mag’s am liebsten jung und knackig. Vor allem beim Salat! Mein Name ist Nickel – K. Nickel. Und ich weiß vor lauter Frühlingsgefühle schon gar nicht mehr, wo ich zuerst hingreifen soll. Mjam, da läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Zart, frisch und leicht – so präsentieren sich die grünen Frühlings-Salate in den Eurogast-Regalen. Und das sollten sie auch! Denn ist der Salat nicht knackig, werde ich bissig.

Weil man Vertrauen nicht kaufen kann.


8

G A S T R O N OM I E

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

Inter view

Warum gibt es so wenige Haubenköchinnen? Unsere Frage und unsere zugegebenermaßen etwas polemischen Antworten aus männlicher Sicht in der letzten ÖGZ haben für mächtigen Aufruhr in und außerhalb der Branche gesorgt. Deshalb haben wir mit jemandem über dieses Problem gesprochen, die es wissen muss: Doris Karasek ist Köchin und Frauenbeauftragte im VKÖ Interview: Thomas Askan Vierich

Was können Sie da tun? Netzwerke aufbauen, Köchinnen zusammenbringen. Warum ist das überhaupt notwendig neben den sonstigen Verbandsaktivitäten für alle Köche? Nur zusammen können wir Frauen etwas bewegen! Es gibt viele Einzelkämpferinnen und Einzelinitiativen, aber das müssen wir bündeln, gemeinsam auftreten. Also besteht objektiv ein Missstand? Frauen werden generell schlechter bezahlt als Männer. In der Gastronomie ist das ausnahmsweise anders: Da werden sie gleich schlecht bezahlt! Speziell in Österreich. Ich habe schon von vielen Köchinnen und Köchen im Ausland, vor allem in Deutschland, gehört: „Für das Gehalt würde ich mir das nicht antun!“ Wollen die Köchinnen sich überhaupt zusammenschließen? Wenn ich herumtelefoniere, höre ich sehr oft: „Klar, da sind wir dabei, super Sache, endlich jemand, der für uns auf die Barrikaden geht. Aber ich hab nur leider überhaupt keine Zeit, da mitzutun …“ Ich habe ja die gewagte und bewusst provokante These formuliert, dass Frauen gar keine Sterne-, Haubenund Chefköchinnen sein wollen, weil es für sie in der zweiten Reihe gemütlicher ist … Frauen sind es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen. Das fängt schon mit der Familie an, wo sie gerne von den Männern in diese Rolle gedrängt werden. Aber darin steckt auch das Problem: Weil Frauen in der Familie Verantwortung übernehmen, stecken sie im Beruf eher zurück. Wenn Sie die Kinder von Johanna Maier fragen, werden Sie vermutlich hören: Die Mama war meistens abwesend, in der Küche arbeiten. Da müssen sich also die Männer bewegen? Frauen brauchen ein Pendant, das ihnen auch mal die Verantwortung in

der Familie abnimmt, damit sie Verantwortung im Beruf übernehmen können.

Zur Person DORIS KARASEK (Pannosch), geboren in Wien 1970, leitete

Dieses Problem spitzt sich dann in vielen Familienbetrieben in der Hotellerie und Gastronomie zu: Wohin mit den Kindern? Das ist schon in einem normalen Bürojob schwierig. Aber der Job in der Küche stellt zusätzliche Anforderungen, auch rein physischer Natur. Und von den Arbeitszeiten her. Allein sich zu verabreden ist schwer, wenn man nie weiß, wann wirklich Schluss ist. Oder diese furchtbaren geteilten Dienste: mittags und abends, nachmittags frei. Mit dieser Freizeit kann man nichts Konstruktives anfangen.

nach absolvierter Ausbildung zur Betriebswirtin sechs Jahre lang den Familienbetrieb in Wien. Nach zwei Jahren Weltreise zog es sie in die Gastronomie: Sie arbeitete ein Jahr bei der Firma Maresi, jobbte bei Cateringfirmen und machte 2003 den BarkeeperKurs an der 1. Österreichischen Barkeeperschule in Wien. 2006 wanderte Karasek nach Sydney aus, wo sie drei Jahre eine Hotelfachschule besuchte und mit dem Diploma of Hospitality Manage-

Bessert sich die Situation, also die Kooperation zwischen Männern und Frauen? Ja. Immer mehr Männer sind bereit, mal in Karenz zu gehen.

ment/Commercial Cookery und

Sie selbst waren ja auch mal aktive Köchin, auch in Topbetrieben im Ausland. Haben Sie aus privaten Gründen auf eine Karriere verzichtet? Ja, natürlich. Ich musste mich entscheiden zwischen Kochen plus eher lockere private Bindungen. Oder Partnerschaft und weniger Kochen. Alle Partner, die nicht aus meiner Branche kamen, haben sich sehr schwer mit meinen Arbeitszeiten getan.

nen sie die Kunst der gehobenen

Aber das Problem mit den Arbeitszeiten haben Krankenschwestern und Ärztinnen im Krankenhaus doch auch? Und dort ist der prozentuelle Anteil gegenüber männlichen Kollegen viel höher! Das hat seinen eigenen Wahnsinn! Die haben aber wenigstens ein besseres Schichtsystem und klare Dienstzeiten. Auch an Schichten muss man bzw. frau sich gewöhnen, aber es ist wenigstens ein Rhythmus drinnen. Könnte es auch an der Arbeitsatmosphäre in Küchen liegen? Dass Frauen überhaupt keine Lust haben herumzuschreien oder angeschrien zu werden? Beim Heer sind sie ja auch klar in der Minderheit … Diese von männlichen Verhaltensweisen dominierte Atmosphäre gibt es definitiv und immer noch. Und der Vergleich mit dem Heer hinkt gar nicht. Das ist auch immer eine Typfrage, ob man diesen scharfen Ton aushält, vielleicht können Männer damit besser umgehen. Aber zu Stoßzeiten lässt sich eine klare Hierarchie in Küchen

einem Certificate in Food Safety Supervision (HACCP) abschloss. Daneben arbeitete sie als Köchin in namhaften Restaurants, in deKüche kennenlernte, und sie beschloss, dieses hohe Niveau beizubehalten. Ihre nächste Station war in Frankreich an der Côte d’Azur, wo sie zuerst eine saisonale Anstellung Privat

Warum braucht der Verband der Köche Österreich eine Frauenbeauftragte? Karasek: Gute Frage! Weil es noch keine gibt. In anderen Länder gibt es so etwas längst, als eigene Köchinnenclubs oder auf Ebene des nationalen Verbandes. Als ich 2011 zurück nach Österreich kam, erkundigte ich mich beim VKÖ danach, und die haben mir eine Möglichkeit eröffnet, etwas auf Verbandsebene für Köchinnen zu tun.

Doris Karasek hat ihre Kochkarriere dem Privatleben geopfert.

im Fünf-Sterne-Hotel Juana (Belles-Rives-Gruppe) als Köchin bekam. Danach arbeitete sie im Michelin-Stern-Restaurant am Cap

gar nicht vermeiden, sonst würde das nicht funktionieren. Tendieren Frauen eher dazu, nicht herumzuschreien? Ja. Aber auch nicht alle Männer schreien. Aber in Stresssituationen tendieren sie eher dazu. Das liegt vermutlich am Testosteron. Aber meine Mutter hat auch herumgeschrien, wenn es eng wurde. Und ich tu das auch, gelegentlich. Werden weibliche Kolleginnen in männerdominierten Küchen bewusst weggebissen? Die Stutenbissigkeit ist ausgeprägter! Frauen werden eher schon im Keim erstickt, zu wenig gefördert, ihre Talente oft übersehen. Man muss sich als Frau immer doppelt so stark anstrengen, um etwas zu erreichen. Das habe ich auch erfahren. Man muss sich Respekt verschaffen, man wird als Kellnerin in einer figurbetonten Uniform immer noch von männlichen Köchen dumm angemacht. Außerdem sind Männer offenbar darauf trainiert, sich zu profilieren. Frauen eher nicht, Köchinnen sind Sterne und Hauben eher wurscht.

„Das ist auch immer eine Typ­ frage, ob man diesen scharfen Ton aushält, vielleicht können Männer damit besser umgehen.“

d’Antibes im Restaurant Les Pe-

DORIS KARASEK

nary“, ein mehrsprachiges Fach-

cheurs (Philippe Jégo, MOF). 2011: Umzug nach Österreich, Hochzeit. 2012 Gründung der Firma „kitchenandlanguage Doris Karasek e. U.“ als Privatköchin, Unternehmensberaterin, Sprachdienstleisterin und Autorin/Verlegerin. 2013 publizierte sie das „kitchiowörterbuch für KöchInnen mit Fotos/Zeichnungen (siehe Abbildung). SEIT 2013 ist sie die Frauenbeauftragte des VKÖ. Auf der „Alles für den Gast“ ist im Herbst ein „Frauenstammtisch“ geplant; 2015 wird Doris Karasek zusammen mit der Vorsitzenden von Women in WACS/World Chefs, Joanna Ochniak, ein internationales Symposium für Köchinnen während der „Alles für den Gast“ abhalten – und vermutlich erneut einen Stammtisch für Frauen.


G A S T R O N OM I E

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

9

Wildfisch

Wildfische, kultiviert

Technik für die Profiküche

Wildkultur-Fische sollen dank einer Kooperation von Cerny’s Fisch und Feinkost und den Österreichischen Bundesforsten bald österreichweit erhältlich sein Text: Sonja Dries

D

ine Kooperation der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) mit dem Fischgroßhändler Cerny’s Fisch und Feinkost soll erstmals die flächendeckende Versorgung mit Wildkultur-Fischen in Österreich ermöglichen. Die ÖBf investieren in nachhaltige Aquakulturen und bauen ihre Fisch-Gourmet-Linie „Wildkultur“ aus. Genau diese Linie soll Cerny’s in Zukunft vermarkten. Bisher waren Wildkultur-Fische nur in der Region Salzkammergut erhältlich. Doch in den nächsten zwei Jahren sollen rund drei Millionen Euro in den Bau neuer Teiche und Flusskulturen investiert werden. Bereits ab Juni 2014 kann die Gastronomie Seeforellen, Bachforellen, Saiblinge und Seesaiblinge über Cerny’s beziehen. Als besondere Kompetenz streicht Cerny’s-Geschäftsführer Reinhard Fritz die Verarbeitung und flächendeckende Frischelogistik hervor. Er garantiert, dass der Fisch fangfrisch binnen 24 Stunden an den Koch übergeben werden kann. Erstmals wird für den Vertrieb ein Subskriptionssystem zum Einsatz kommen. Restaurants und Hotels müssen sich registrieren

W. Hauer

E

Kultiviert werden ausschließlich heimische, regionstypische Fischarten wie der Saibling.

und frühzeitig ihren Bedarf anmelden.

Naturnah aufwachsen Um die Kultivierung der Fische in den neuen Teich- und Flusskulturen zu realisieren, werden den Wildfischen aus den Salzburger Seen an die zwei Millionen Eier pro Jahr entnommen. In den künstlichen Anlagen, die mit alpinem Wasser gespeist und mit Tannenholz verkleidet werden, wachsen die Jungfische dann heran. Möglichst

naturnah soll die Umgebung wirken. Hohe Durchflussmengen sorgen für frisches Wasser und optimale Nährstoffversorgung. Bis zu drei Jahre kann die Kultivierung der Tiere dauern. Die Fische erhalten artgerechtes Futter, auf Medikamente und wachstumsbeschleunigende Verfahren wird ausnahmslos verzichtet. Ausreichend Platz und eine geringe Fischdichte sollen das stresslose Aufwachsen der Fische ermöglichen. Das wirkt sich auch auf den Geschmack

aus: „Das Fischfleisch ist aufgrund der intensiven Bewegung der Fische besonders fest und feinfaserig“, erläutert ÖBf-Vorstand Georg Schöppl. Die Nachfrage nach heimischem Fisch ist laut Schöppl ungebrochen. Mit den bisherigen Becken und Anlagen sei man bereits an die Kapazitätsgrenzen gestoßen. Erste Pläne für den Ausbau sind bereits in Umsetzung: Allein heuer sollen fünf weitere Wildkulturteiche, eine neue Flussanlage und ein neues Bruthaus im Ausseerland errichtet werden.

as größte Angebot an Küchentechnik in ganz Deutschland – mit diesem Superlativ warb die Fachmesse Internorga, die vom 14. bis 19. März in Hamburg über die Bühne ging. Im breit aufgestellten Markt mit seinem differenzierten Angebot bot die gut besuchte Veranstaltung eine große Orientierungshilfe, sowohl für das kleine Café, das Restaurant oder den großen Hotelbetrieb. „Der Trend geht zu einer optimierten Gestaltung des Küchenbetriebes, der Senkung von Verbrauchswerten und einer personellen Entlastung“, erklärt Claudia Johannsen, Projektleiterin der Internorga. Besonders gefragt waren an diesen Messetagen robuste Geräte ohne Spielereien, dafür mit einfachster Bedienung, schneller Wartung und einer hohen Funktionalität. Auch das Thema Frontcooking stieß auf breites Interesse, viele Aussteller griffen es mit entsprechenden Angeboten wie Kochstationen, Grillgeräten und Kochplatten auf.

HOAMAT RADLER So viel Erfrischung findet man nur in unseren Alpen.


10

MEIN UNG

UMF RAGE DER WOCHE

Wo liegt heuer Ihr Sommerschwerpunkt?

Markus Gmeiner

Kärnten Werbung

NÖ-Werbung

Christoph Madl, Geschäftsführer Niederösterreich-Werbung „Niederösterreich steht heuer ganz im Zeichen des Bergsommers. Wanderer und Naturliebhaber werden mit ‚Gipfelklängen‘ im Mostviertel oder mit ‚Dialekt schmeckt‘ in den Wiener Alpen in Niederösterreich verwöhnt. Im Kulturbereich, wo wir jährlich 1,5 Millionen Gäste verzeichnen, sind wir 2014 thematisch sehr breit aufgestellt. Das Viertelfestival zieht ins Waldviertel und hat die ‚Naturmaschine‘ zum Motto. Auch das Thema Genuss kommt nicht zu kurz: Beim Wachau Gourmet Festival bieten Winzer und Gastronomen Genuss auf höchstem Niveau, in unseren 260 Betrieben der NÖ-Wirtshauskultur warten regionale und saisonale Köstlichkeiten.“ Christian Kresse, Geschäftsführer Kärnten Werbung „Hauptaugenmerk für den kommenden Sommer liegt auf der Saisonentzerrung bzw. einer Auslastungsintensivierung der Schultersaisonen. Themen und Produkte wie zum Beispiel das strategische Geschäftsfeld Natur Aktiv mit seinem Leitprodukt, dem Alpe Adria Trail, den buchbaren Naturerlebnissen ‚Magische Momente‘, das Radangebot Kärntens sowie die neue AlpeAdria Golf Card werden in das werbliche Schaufenster gestellt. Ein weiterer Schwerpunkt für den Sommer 2014 liegt auf dem Geschäftsfeld Urlaub am See mit den beiden Produktpfeilern ‚Aktiver Urlaub am See‘ sowie ‚Seenwellness‘. Besonders im Fokus steht heuer auch das Thema Kulinarik mit der Kärntner Alpen-Adria-Küche.“ Christian Schützinger, Geschäftsführer Vorarlberg Tourismus „‚Min Weag‘ ist Vorarlberger Dialekt und bedeutet ‚Mein Weg‘. Entwickelt wurde der neue Rundweg von Vorarlberg Tourismus in Zusammenarbeit mit heimischen und geprüften Bergführern. Derzeit sind es 31 Etappen. Der Rundweg steht online auf der Website von Vorarlberg Tourismus zur Verfügung. Ebenfalls interaktiv sind die neuen ,Architektouren‘: Ab Frühjahr 2014 laden neun Halb- oder Tagestouren zu individuellen baukulturellen Entdeckungsreisen ein. Wer regionale Spezialitäten und ein besonderes Ambiente schätzt, darf sich auf außergewöhnliche kulinarische Abende freuen. Unter dem Motto ‚Tafeln im Bregenzerwald‘ laden von Mai bis September acht Köchinnen und Köche zu fünfgängigen Bregenzerwälder Menüs.“

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

LOB UND TADEL Perfekter Service Eine Erinnerung aus dem letzten Sommer, die wir uns extra aufgeschrieben hatten, weil wir ahnten, dass wir sie mal brauchen könnten. Wir unternahmen eine nette Radtour durch Niederösterreich, durch den Nationalpark Donauauen bis Schloss Hof und wieder zurück am Marchfeldkanal entlang. Das kann man bei den Temperaturen draußen bald wieder machen. Eine kurze Kritik des Radwegs: Durch die Donauauen etwas fad immer geradeaus und an den tollen Auen eigentlich vorbei, am Marchfeldkanal manchmal über Wiesen, aber vermutlich haben wir den (schlecht ausgeschilderten) Weg verpasst. War aber wildromantisch! Wovon ich aber eigentlich schwärmen wollte, war der wirklich tolle und zuvorkommende Service im großen Gartenlokal im Schloss Hof. Wir hatten zweimal Eierschwammel mit Sem-

melknödeln bestellt. Das heißt, ich hatte das bestellt, meine Begleiterin war sich gerade frischmachen. Als sie sehr viel später wiederkam, machte sie mich frisch: „Du weißt doch, dass ich keine Oberssauce vertrage, wegen meiner Laktoseintoleranz!“ Hatte ich vergessen – oder verdrängt. Als wir dem Kellner unser Problem schilderten und fragten, ob wir noch auf die gerösteten Schwammerln umsteigen könnten, meinte der freundlich: „Selbstverständlich.“ Dann ging ich mich frischmachen und linste in die Küche: Dort standen zwei fixfertige Eierschwammerlgerichte MIT Oberssauce. Trotzdem brachte uns der Kellner wenig später einmal mit und einmal ohne. Ich wette, in den meisten Gaststätten hätte es geheißen: „Sorry, zu spät. Da können wir jetzt nix mehr machen.“ t.vierich@wirtschaftsverlag.at

AM WORT

Schlanke Gastronomie Fisch ist ein preislich sehr volatiles Produkt, die Lohn- und alle Nebenkosten steigen ständig, es wird immer schwieriger, einen Deckungsbeitrag zu erzielen. Deshalb glaube ich, dass meine Form der Gastronomie – wenige Angestellte, wenige Quadratmeter, geringe Miete, geringe Energiekosten, geringer Wareneinsatz, erstklassige Produkte, nur kalte Küche – ein Konzept mit Zukunft ist. Ich hätte mir auch ein Konzept mit einem 250-m2-Lokal überlegen können, aber dort hätte ich viel höhere Fixkosten und mehr Schwierigkeiten, Geld zu verdienen. Ein Betrieb in meiner Größe ist weniger riskant, weniger abhängig von Faktoren wie Wetter, Launen oder Fenstertagen. Ich arbeite mit drei geringfügig Beschäftigten von Montag bis Samstag, meine Frau ist gerade in Karenz, sonst hilft sie auch mit. Im ersten Jahr stand ich

wöchentlich bis zu 70 Stunden im Geschäft, im zweiten Jahr waren es noch 50, heute komme ich mit 35 Stunden aus – inklusive Einkauf und Backoffice. Mittlerweile schmeißen meine Angestellten den Laden auch alleine. Was wiederum daran liegt, dass mein Konzept sehr simpel ist: belegte Brötchen, Wraps, frisch zubereitete Salate, ausgewählte Getränke. Ich habe wenige Produkte, muss nichts wegwerfen, muss nichts kochen, brauche dafür auch keine teure Betriebsgenehmigung. Das Ganze in einer hochwertigen Umgebung auf 45 Quadratmetern. Mein Fischimbiss kann als One-Man-Show betrieben werden. Und ich will gar nicht größer werden, höchstens in Form von weiteren Filialen auf Franchise-Basis. Stephan Wulf, Wulfisch, Haidgasse 5, 1020 Wien

IN ODER OU T ? | Männer- Chips Es gibt nichts, was es nicht gibt! Neuester Vermarktungstrend in der Knabbergebäck-Abteilung: Chips speziell für „richtige Männer“. Unsere Verkostung (Männer UND Frauen) hat gezeigt, dass diese dickeren Chips im Vergleich zu den üblichen Unisex-Produkten nicht unbedingt mehr Testosteron in der Kartoffel haben. Ergebnis aus interner Verkostung!

85%

15%

Noch mehr Zweitwohnsitze? Was Zweitwohnsitze in Tourismusgemeinden betrifft, sind klare Regelungen für Gemeinden, Hoteliers und Projektentwickler notwendig EXPERTISE:

D

ie hohe Wettbewerbsintensität sowie die steigenden Gäste-Anforderungen vergrößern auch den Innovations- bzw. Investitionsdruck im Tourismus. Die Finanzierung stellt jedoch eine große Herausforderung für viele Aus- und Umbauprojekte dar. Demgegenüber ist die ImmobilienNachfrage nach Zweitwohnsitzen in sogenannten Gunstlagen enorm. So scheint es für viele Projektentwickler und Hoteliers reizvoll, eine Querfinanzierung über den Verkauf von Zweitwohnsitz-Apartments zu lukrieren. Dabei stehen Einzelinteressen dem öffentlichen Interesse sehr oft diametral gegenüber. Sind „Mixed Use“-Projekte im Tourismus der Tod von Tourismusgemeinden oder ein sinnvoller Weg zur Existenzsicherung von Hotelbetrieben?

Ertragswert vs. Substanzwert Der Wert einer Immobile wird von den Ertragspotenzialen beeinflusst, so kann es durchaus sein, dass in begehrten Gunstlagen der Substanzwert einer Immobilie im Falle eines Verkaufes als Zweitwohnsitz deutlich über dem touristischen Ertragswert liegt. Sehr oft werden jedoch die Nachfrage bezie-

hungsweise die durchsetzbaren Verkaufspreise überschätzt – Vertriebskosten, die steuerpflichtige Aufdeckung stiller Reserven etc. schmälern den Profit aus einem Zweitwohnsitz-Projekt zum Teil deutlich.

Teilumwidmungen In der Alpenrepublik gibt es zu wenige Regelungen für planmäßige Ordnung, Entwicklung und Sicherung von größeren Gebietseinheiten. Das Verhältnis zwischen „warmen Betten“ und Zweitwohnsitzen sowie Einwohneranzahl und „kalten Betten“ sollte durch die Raumordnung geregelt werden. „Es braucht eine tourismuspolitische und raumordnungspolitische Gesamtlösung für die Regionen, ein Konzept das touristische Kernzonen definiert“, fordert daher Martin Domenig von Kohl & Partner. In manchen Fällen kann eine Teilumwidmung sinnvoll sein, um bestehenden Betrieben das nachhaltige Überleben zu sichern, bzw. neue, aus Destinations-Perspektive sinnvolle Projekte zu ermöglichen. Sollte eine Umwidmung und Teilnutzung von Hotels als Wohnungseigentum ins Auge gefasst werden, dann empfiehlt Kohl &

Partner sieben zu beachtende Punkte: • Einzelfallbeurteilung durch ein unabhängiges Expertenteam auf Grundlage objektiver Kriterien • eine professionelle Betreiberschaft muss langfristig gesichert sein • Umwidmungserträge müssen reinvestiert werden • kein Stockwerkseigentum, das Eigentum muss in getrennten Baukörpern und bei getrennter Bewirtschaftung geführt werden • Erhalt einer wirtschaftlich rentablen Mindestbetriebsgröße im Hotel, um nachhaltig lebensfähig zu sein • keine vertraglich zugesicherte Nutzung der Hotelfreizeiteinrichtungen für Zweitwohnungen • das Hotel muss Mehrheitseigentümer bleiben – die Mehrheit der Miteigentumsanteile an der Liegenschaft muss beim Hotel bleiben. „Da es sich bei Apartementwidmungen um eine äußerst delikate touristische Angelegenheit handelt, empfiehlt es sich, klare Linien für Hoteliers, Investoren und Bauträger vorzugeben!“, summiert der Experte Domenig. Mehr Informationen zu Hotel-Finanzierungen über „Mixed-Use“ und „Buy-

to-let“-Modelle können Sie am Kohl & Partner Banken-Symposium am 14. Mai 2014 in Salzburg von Dr. Domenig, Kohl & Partner, und Dir. Angerer, Volksbank Steirisches Salzkammergut, erfahren.

Kontakt DR. MARTIN DOMENIG

Kohl & Partner GmbH Bahnhofstraße 8, 9500 Villach T 04242 211 23 F 04242 295 53 E martin.domenig@kohl.at www.kohl.at


HOTELLERIE

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

11

Hotelketten

Die Pläne der Hotelgiganten Die US-Freizeitriesen wie Starwood und Marriott sehen enormes Wachstumspotenzial für ihre Häuser – am Heimatmarkt und noch mehr auf globaler Ebene. Starwood etwa will bis zum Jahr 2020 allein in Europa 60 neue Hotelanlagen in Betrieb nehmen

D

ie Reise- und Tourismusbranche erlebt ein goldenes Zeitalter, lässt Frits van Paasschen, CEO von Starwood Hotels, die Teilnehmer einer von Raymond James & Associates in Orlando, Florida, ausgerichteten Investmentkonferenz aufhorchen. Ähnliche Töne schlagen Bill Marriott, Chef der gleichnamigen Hotelkette, sowie sein Vorstandschef Arne Sorenson an, wenn sie bei einer Konferenz der US-Tourismusbranche in ihrem Vorzeigepalast in Orlando von einer „Revolution im Tourismus“ sprechen. Beide sehen in der Globalisierung die treibende Kraft für die Branche. Für die großen Hotelketten hat sich die Welt auf allen fünf Kontinenten dramatisch verändert. Aktuelle Zahlen von Starwood belegen dies: Während 2000 lediglich 37 Prozent des Geschäfts der Hotelkette außerhalb der USA generiert wurden, ist dieser Anteil zuletzt auf 56 Prozent gestiegen. Wir wollen bei dieser Kennziffer in absehbarer Zeit auf 80 Prozent kommen“, sagt van Paasschen. Bis 2020 will Starwood allein in Europa 60 neue Hotelanlagen in Betrieb nehmen. Weder globale Spannungen und Terrorismus-

gefahren noch das Problem der gigantischen Staatsverschuldung westlicher Industrieländer haben den Boom im Tourismus gebremst. Im Gegenteil: „Auf die Reise- und Tourismusbranche entfällt inzwischen weltweit jeder elfte Arbeitsplatz“, stellt David Scowsill, Präsident des WTTC (World Travel & Tourism Council), die Bedeutung der Branche klar. Wie bedeutend der Tourismus auch für Europa und vor allem für Deutschland ist, zeigen aktuelle Zahlen der hiesigen Branche, die es mit 2,9 Millionen Erwerbstätigen auf eine Wertschöpfung von rund 100 Mrd. € bringt. Das ist auch den internationalen Hotelketten nicht verborgen geblieben, die ihre Präsenz in Europa ausbauen wollen. Erklärtes Ziel von Marriott ist es zum Beispiel, das Potenzial in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch durch die Übernahme von „Nichtmarken-Hotels“ auszuschöpfen.

Spielraum für höhere Preise Noch scheinen die Wachstumskräfte in der globalen Hotellerie auch deshalb zu wirken, weil sich die Hotels mit der Schaffung neuer Kapazitäten zurück-

Marriott

Text: Udo Rettberg

Erholsames Ambiente: Die Marriott-Bosse luden die wichtigsten Köpfe der US-Tourismusindustrie in ihren Palast in Orlando.

halten. „Die Nachfrage nach Hotelbetten dürfte 2014 in den USA um 2,5 Prozent im Einklang mit dem geschätzten Wirtschaftswachstum zulegen“, sagt William A. Crow vom Finanzhaus Raymond James & Associates. Die Kapazitäten in dem Land dürften in dem Jahr indes nur um 1,2 Prozent steigen. Dies

lässt Preiserhöhungsspielräume für die Branche zu. Dementsprechend rechnet Crow für 2014 mit einem Anstieg der RevPAR-Kennziffer (Umsatz pro verfügbarem Hotelzimmer) um fünf bis 6,5 Prozent. Und das zeige auch, globale Denkrichtung hin oder her, dass das Potenzial der US-Hotelriesen am

Heimatmarkt noch nicht voll ausgeschöpft ist. Den Grundstein für weiteres Wachstum wird die Politik in Washington legen. Sie hat den Tourismus inzwischen als Wachstumstreiber erkannt und vor allem Chinesen, Brasilianer und Inder als die Zukunft des US-Tourismus ausgemacht.

Frühlingsfrischheiten – in den Eurogast-Gemüseabteilungen Der Frühling steht vor der Tür! Und mit ihm wird es endlich wieder bunter auf den heimischen Feldern. Unser Eurogast-Frischeexperte K. Nickel ist schon fleißig unterwegs und inspiziert kritisch Salat, Bärlauch und Co. Denn nur die knackigsten Frischheiten nimmt er mit in die Eurogast Obst- und Gemüseabteilungen.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Kaum geerntet, schon geliefert „Egal, welche knackfrische Frühlingsköstlichkeit Sie bei mir bestellen, bei mir gibt’s nur 1A-Qualität ohne lange Transportwege. Mein Gemüse kommt im Frühling endlich wieder von heimischen Feldern – wird rasch von den Gemüsebauern gepflückt bzw. geerntet, und ein paar Stunden später befindet es sich schon kommissioniert und transportbereit in den Eurogast-Betrieben. Echte Eurogast-Frischequalität, das garantiere ich Ihnen als Experte. Damit das so ist,

habe ich mir meine österreichischen Lieferanten natürlich persönlich ausgesucht!“

und noch in der gleichen Nacht an Eurogast ausgeliefert“, erzählt K. Nickel. „Und genau das macht den Unterschied beim EurogastGemüse aus! Wie natürlich auch bei allen anderen Frühlingsfrischheiten in den EurogastGemüseabteilungen.“

Osttiroler Salat Eine wahre Spezialität ist unter anderem Salat aus Osttirol. In dieser Region werden seit Jahrzehnten vor allem alte Sorten wie zum Beispiel das Grazer Krauthäuptl angebaut. Aber wie wird nun so ein Osttiroler Salatkopf schön knackig und g’schmackig? „Ein entscheidender Faktor ist natürlich das richtige Klima“, weiß K. Nickel, der Eurogast Obstund Gemüseprofi. „Die relativ großen Temperaturunterschiede in Lienz sowie viele Sonnenstunden wirken sich positiv auf die Beschaffenheit und den Geschmack des Salats aus.“ Das ist aber noch nicht alles: Natürlich gehören auch die entsprechende Erfahrung und vor allem die Liebe zum Beruf zu den Erfolgsgeheimnissen der Eurogast-Lieferanten.“ Franz Koller aus Lienz hat diese Leidenschaft, und genau deshalb vertrauen wir von Eurogast seit vielen Jahren auf seine Kompetenz“, so Eurogast-Fachmann K. Nickel.

© Tempelmayr

„Salate, Salate und nochmal Salate! Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Eisberg-, Vogerlund Kopfsalat, Lollo Rosso, Rucola. Noch nicht genug? Bei mir finden Sie herrlich frisches Frühlingsgemüse in Hülle und Fülle: von duftendendem Bärlauch über rote Radieschen und schmackhaften Wildkräutersalat bis hin zu milden Frühlingszwiebeln und vielem mehr! Tja, für die Gäste nur das Beste!“

Eurogast-Frischeexperte K. Nickel empfiehlt knackfrischen Salat direkt vom Feld!

Fruchtbarer Schwemmlandboden Mit dieser Einstellung hat Franz Koller etwas mit seinem Kollegen aus Niederösterreich, Jürgen Tempelmayr, gemeinsam, der auch Salat anbaut und diesen an Eurogast liefert. Am Ausgang des Pielachtales, zu Füßen des Dunkelsteinerwaldes, auf 252 Metern Seehöhe, gedeiht auf fruchtbarem, humusreichem Schwemmlandboden, der im Frühjahr mit Kompost angereichert wird, ebenfalls feinster Salat. Von Mitte März bis Ende August wird wöchentlich ausgesetzt. Nach sechs bis acht Wochen wird der Salat per Hand geerntet, anschließend gewaschen, verpackt, auf eine Kerntemperatur von ca. 3 °C abgekühlt

Frühlingsvielfalt „Mein Angebot beschränkt sich selbstverständlich nicht nur auf Salat – auch pralle Radieschen, milde Frühlingszwiebeln und zarten Bärlauch liefere ich Ihnen gerne ebenso taufrisch auf Bestellung aus. Apropos ‚Lauchzwiebeln‘, die sind nicht, wie oft fälschlich angenommen, mit dem Porree verwandt. Nichtsdestoweniger sollte man unbedingt die grünen schlauchförmigen Blätter verwenden, denn die haben besonders viel Geschmack, ehrlich! Wenn Sie noch mehr über mein buntes Potpourri wissen möchten, dann würde ich mich über Ihren Besuch in einem meiner Eurogast C&C-Märkte freuen. Meine Kollegen aus der Obst- und Gemüseabteilung und ich beraten Sie gerne. „So, und jetzt muss ich auch schon wieder weiter – Salat und Bärlauch auf Herz und Nieren prüfen! Von wegen einen ruhigen Lenz schieben – bei mir geht’s jetzt Schlag auf Schlag.“ Mehr Infos unter: www.eurogast.at


12

HOTELLERIE

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

Hygiene

H

otels, die Skischule und die Liftbetreiber in Seefeld tun Gutes: Gleich zwei Dutzend Betriebe in dem Ort laden Opfer von Gewalt, Armut und unheilbarer Krankheit zu unbeschwerten Ferien ein. So wie Adele P. (Name von der Redaktion geändert). Das sechsjährige Mädchen, das wie seine Mutter Gewalt erleben musste, verbrachte mit dieser gemeinsam eine Woche in Seefeld, wohnte dort in einem schönen Hotel, lernte Skifahren, kurzum: Sie erlebte ihre ersten richtigen Ferien überhaupt. Möglich wurde das über Global Family. Das sogenannte Reisebüro der Menschlichkeit sorgt dafür, dass Menschen, die sich eigentlich keinen Urlaub leisten können, ihn trotzdem auch einmal machen dürfen. In diesem Fall vermittelte Global Family die Gäste vom Frauenhaus ins Hotel Klosterbräu, wo sie von der Familie Seyrling aufs Herzlichste empfangen wurden. Neben dem Klosterbräu machen auch noch Häuser wie die Sportalm, das Hotel St. Peter, die Betriebe der Kaltschmid- und Marcati-Hotels mit. Der Verein feiert heuer sein siebenjähriges Jubiläum. Über 600 Familien konnten dank ihm bereits unbeschwerte Ferien genießen.

Volle Leistung, volles Tempo Die neue Produktreihe von Miele will mit Geschwindigkeit, Effizienz und Höchstleistung punkten. Eigenschaften, die auch Skirennläufer Georg Streitberger für sich beansprucht

L

eistung, Geschwindigkeit und Professionalität: Drei Begriffe, die man schnell mal mit den österreichischen Ski-Profis verbindet, die diese Eigenschaften zumindest teilweise auszeichnen. Waschmaschine und Trockner kommen einem hingegen nicht sofort in den Sinn. Miele will sich bei seiner neuen Produktreihe jetzt jedoch ein Beispiel an Abfahrtsrennläufern wie Georg Streitberger genommen haben, der, so das Unternehmen, „auch privat auf Geschwindigkeit und Leistung abfährt“. Die neuen Speed Profis von Miele Professional versprechen Höchstleistung in einer Spitzenzeit, bei der sogar dem Geschwindigkeitsliebhaber Streitberger schwindelig werden könnte. In 59 Minuten ist das Buntwäscheprogramm bei 60 °C beendet, schranktrocken ist die Wäsche in weiteren 36 Minuten. Per Einknopfbedienung lassen sich die einzelnen Programme leicht auswählen und auch eine Zeitvorwahl bis zu 24 Stunden ist möglich. Miele hat es sich zum Ziel gesetzt, Wäsche schonend zu behandeln und trotzdem sauber zu kriegen.

Die Schontrommel, das Sensitiv-System und spezielle Softlip-Rippen sollen dafür sorgen. Der Trockner der Speed-Profi-Reihe ermöglicht dank Wärmepumpentechnologie Energieeinsparungen von bis zu 60 Prozent. Effiziente Verfahrensabläufe sollen durch einen Volumenzähler, der den exakten Wassereinlauf kontrolliert, garantiert werden.

Langlebigkeit dank Laufruhe Miele

Ein Herz für Arme

Da wird sogar Skiprofi Georg Streitberger schwindelig: die neuen Speed Profis von Miele Professional.

Die Belastungen, die der Körper eines Skifahrers aushalten muss, sollten somit auch den Speed-Profis von Miele nicht erspart bleiben. Das Unternehmen verspricht jedoch Langlebigkeit dank der Laufruhe, die durch Stoßdämpfer und elektrische Unwuchtsensierung erreicht wird – technologische Gimmicks, die im professionellen Skisport noch nicht zugelassen wurden. Die Waschmaschine Miele Speed Profi wird derzeit für den Aktionspreis von 1.999 Euro angeboten. Kombiniert mit dem Wärmepumpentrockner kommen 259 Euro Teambonus dazu.

Hygiene im Küchenalltag

Hygiene

Sauberer Tipp vom Spezialisten: Arbeitsabläufe optimieren, damit Mikroorganismen keine Chance haben!

E

ine der häufigsten Ursachen für Salmonellen-Erkrankungen sind Schmierinfektionen – also die Keimübertragung von A nach B. Salmonellen können zum Beispiel über nicht gewechselte oder nicht ordnungsgemäß gereinigte Schneidbretter und Messer, über ungewaschene Hände oder Spüllappen von rohem Geflügel und Eiern auf andere, nicht erhitzte Lebensmittel übertragen werden. Je nach Bedingungen können sich Bakterien rasant vermehren. Nicht selten entstehen so aus einer Bakterie hundertausende! DI (FH) Andreas Marksteiner, Abteilungsleiter Anwendungstechnik bei hollu, erläutert, wie man selbst im stressigen Küchenalltag Keimen, Bakterien und Co keinen Nährboden bietet. Die hollu-Anwendungstechnik unterstützt Kunden vor Ort bei spezifischen Anwendungsfragen rund um die Themen Sauberkeit und Hygiene und gibt wertvolle Tipps zur nachhaltigen Reinigung.

Küchengeräte, Kleidung oder Hände. Die Möglichkeit einer Keimverschleppung ist beispielsweise gegeben, wenn nach dem Hantieren mit verschmutztem Geschirr – ohne Händewaschen – sauberes Geschirr berührt oder dasselbe Schneidbrett für Salat und Geflügel verwendet wird. Fazit: Es geht darum, reine und unreine Bereiche strikt zu trennen.

Drei einfache Regeln

„Schlupflöcher“ für Mikroorganismen gibt es viele, und das Tückische ist, dass man sie nicht sieht. Dennoch sind sie da! Risiken einer Schmierinfektion bestehen immer dann, wenn gekochte und gewaschene Waren mit Rohwaren und verschmutzten Waren in Berührung kommen – sei es durch

Thinkstock/Milacroft

Reine und unreine Bereiche

Im hektischen Küchenalltag kommt oftmals die Hygiene zu kurz: Um Schlupflöcher für Mikroorganismen zu vermeiden, ist sauberes Gemüse (gewaschene Tomaten) von verschmutzten Waren (ungeschälte Zwiebel) strikt zu trennen.

Im Bestfall existiert für die Zubereitung der verschiedenen Lebensmittelarten wie Salat, Fleisch, Fisch etc. jeweils ein eigener Arbeitsbereich. Wenn es jedoch aus Platzmangel notwendig ist, am selben Arbeitsplatz unterschiedliche Lebensmittel zu bearbeiten, sind die einzelnen Bearbeitungsschritte zeitlich zu trennen – immer vorausgesetzt, vorher wurde gründlich gereinigt und desinfiziert. Kleiner Tipp für den Salatwaschplatz: Hier empfiehlt es sich, einen Spritzschutz einzurichten, sodass keine Erde bzw. Schmutz herumspritzt und andere Bereiche verunreinigt. Tatsächlich lassen sich die Risiken von Schmierinfektionen erheblich minimieren, wenn drei simple Regeln beachtet und eingehalten werden: • 1. Arbeitsflächen, Geräte und Behälter sauber halten • 2. Rohwaren und Fertigwaren nicht miteinander in Kontakt bringen

• 3. Reine (Speisenzubereitung, Portionierung, Essensausgabe) und unreine Bereiche (Warenanlieferung, Lagerung, Vorbereitung) strikt trennen Unsere Erfahrung zeigt auch, dass detaillierte Hygienepläne und regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter – theoretisch und praktisch – mangelnde Hygiene bereits im Keim ersticken. Zur besseren Übersicht bietet sich zusätzlich die Erstellung eines Schulungsplans an. Ziel ist es, dass die Reinigungsabläufe organisiert, spezialisiert, terminisiert und so zu Gewohnheiten im Küchenalltag werden – deshalb kann man sie gar nicht oft genug wiederholen, schulen und in Plänen festhalten.

Der Spezialist

Andreas Marksteiner, Abteilungsleiter der holluAnwendungstechnik

HOLLU – JULIUS HOLLUSCHEK GMBH Salzstraße 6, 6170 Zirl Telefon: 0800 100 76 10 www.hollu.com


HOTELLERIE

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

13

Zukunftsweisend

Die grünsten Häuser

Symposium der Zukunft

Bei den erstmals vergebenen Green Luxury Awards gewannen zwei heimische Hotels

Warum es für Hotels wichtig ist, einen perfekten Online- und Off line-Auftritt zu haben

es eigenständig, was die Versorgung mit Wasser und Wärme betrifft. Zu den restlichen Siegern zählen das Arosea Life Balance Hotel in Italien, das North Island auf den Seychellen, die Alila Villas Uluwatu in Bali sowie Uxua Casa (Brasilien) und das Longitute 131° (Australien). „Mit dem Award ist es uns gelungen, ein Zeichen zu setzen“, kommentiert Helmut J. Maurerbauer, Herausgeber des Magazins „Travel & Lifestyle“ und Vorsitzender der Fachjury. „Als Experten für Tourismus der Luxusklasse sehen wir es als Verpflichtung an, vorauszudenken. Der Preis wird zur Institution, und in Zukunft werden die Preisträger die Benchmarks für die nachhaltige Tourismusentwicklung im DeluxeBereich sein.“ Die Jury, in der unter anderem Experten wie Dertour-Österreich-Chef Gerhard Begher und Emirates-Austria-Geschäftsführer Martin Gross saßen, wählte die Gewinner aus 115 nominierten Hotels aus.

Gradonna

remiere für einen Nachhaltigkeits-Preis im gehobenen Segment: Auf der ITB in Berlin wurden zum ersten Mal die Green Luxury Awards vergeben – Preise für Luxushotels, die ein besonderes Augenmerk auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit legen. Sieben Hotels wurde die Ehre zuteil, zwei davon stehen in Österreich. In der Kategorie Cityhotels weltweit konnte sich das Topazz aus Wien durchsetzen. Das Haus in der Innenstadt, das aussieht wie ein mit Bullaugen besetzter Zylinder und dabei wegen seiner Verkleidung aus Glasmosaiken auch noch funkelt, hat die Jury auch deswegen überzeugt, weil es nur mit ökologisch einwandfreien Möbeln eingerichtet ist. Das Gradonna Mountain Resort Chalet & Hotel gewann die Auszeichnung in der Sparte Leisure Hotels & Resorts Österreich. Der Clou dieser Nobelherberge: Durch eine eigene Wasserquelle und ein Holzschnitzelwerk ist

Modernes Selbstversorgerhotel: das Gradonna Mountain Resort in Osttirol.

Programm 17.30 UHR BEGRÜSSUNG durch Brigitte AGNER, HDW Salzburg, Matthias KOCH, Fachverband Hotellerie, Peter HETTEGGER, Obm. Fachgr. Hotellerie Sbg. 17.45 UHR ZUKUNFTSIMPULS Marius DONHAUSER, hotelkit

Thinkstock

P

GmbH, Harald KLEIN, Klein Die Homepage ist in der heutigen Zeit das Aushängeschild schlechthin.

G

emeinsam mit dem Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich veranstalten HDW HotelDesign Werkstatt Salzburg am 31. März 2014 das siebente Zukunftssymposium im Gusswerk Salzburg. Diskutiert wird zum Thema „Offline + Online = In Line“. Die Hardware eines Hotelbetriebes – also seine Architektur, Struktur und Beschaffenheit – entspricht im Optimalfall seiner Sternekategorie und Zielgruppe. Ein Betrieb muss „offline“ gut funktionieren, um sich verkaufen zu können. Die Wichtigkeit der virtuellen Welt mitsamt sozialer Medien hat dabei in den letzten Jahren schlagartig zugenommen. An keine oder eine mangelnde Online-Präsenz ist nicht mehr zu denken. Und dies nicht nur im Verkauf. Auch in der internen Prozessabwicklung. Gilt heute also die Formel „Offline plus Online ist gleich In Line?“ Das heißt, Markterfolg ist ohne eine fundierte Strukturqualität und gut abgestimmte und kommunizierte Prozesse undenkbar.

associates BEST-PRACTICE-DIALOG, DISKUSSION Mario VIRGOLINI, Best Of Steel, Peter WÜRMER, KEUCO, Gerhard MAHR, Miele MODERATION Manuel HORETH, Horeth Institut KG 19.30 UHR GEMÜTLICHER AUSKLANG mit Speis & Trank + Weinverkostung vom Weingut Esterházy FÜHRUNG DURCH DIE HOTELDESIGNWERKSTATT für Interessierte Anmeldung bis spätestens 24. März 2014 ACHTUNG: begrenzte Teilnehmerzahl! ANMELDUNG: event@hdw-salzburg.com Vor- und Nachname | Firma | Anschrift Mobiltelefon | E-Mail |

AU FGESPIESS T

Sehr geehrte Frau Direktor, sehr geehrter Hotelier! Der absolute Gewinner jeder Negativliste eines Hotels ist das Bad. Das ist traurig, aber wahr. Um horrende Beträge wird modernisiert, und das soll dann für weitere 20 Saisonen halten. Nichtsdestotrotz sind die Fehler unübersehbar und wiederholen sich ärgerlicherweise seit Jahrzehnten. Ihr Gast hat einen normalen Hausverstand und ist kein Sanitäreinrichtungsfachmann. Armaturen, die erst nach viel Zeit und Überlegung das tun, was sie sollen – nämlich wahlweise heißes oder kaltes Wasser aus den richtigen Öffnungen geben –, sind schlecht. Badewannen ohne Haltegriffe und rutschfeste Böden sind schlecht, noch schlechter ist die Kombination mit Duschvorhängen, die nach den Gesetzen der Physik am Gast kleben. Tropenduschen sind toll, machen allerdings immer die Haare nass. Apropos: Der Haarföhn sollte kraftvoll trocknen! Ich erinnere mich mit Entsetzen an diese noch immer existierenden schlauchartigen Dinger. Aber das ist noch lange nicht alles, nächstens mehr. Herzlichst, Ihre Frau Naseweis Frau Naseweis ist seit 40 Jahren beruflich in Hotels unterwegs, in kleinen und großen, nah und fern, national und international. Alles, was sie beschreibt, hat sie schon erlebt – und das nicht nur einmal.

Personenanzahl

4 Cg 186/12d REPUBLIK ÖSTERREICH Landesgericht Steyr

Versäumungsurteil

Im Namen der Republik

Das Landesgericht Steyr erkennt durch den Richter Dr. Roland Pollak in der Rechtssache der klagenden Partei S k y Ö s t e r r e i c h G m b H , Schönbrunner Straße 297/2, 1120 Wien, vertreten durch Mag. Heinz Heher, Rechtsanwalt, Oppolzergasse 6, 1010 Wien, wider die beklagte Partei K e n a n P a r m a k , Kasernenstraße 17/15, 4470 Enns wegen Streitwert € 19.768,00 zu Recht: 1. Die beklagte Partei ist gegenüber der Klägerin schuldig, es ab sofort bei sonstiger Exekution im geschäftlichen Verkehr, insbesondere als Betreiber des Lokals „Bet 2 day“ am Standort Westbahnstraße 22a, 4300 St. Valentin, zu unterlassen, ohne zur öffentlichen Vorführung berechtigende Vereinbarung mit der Klägerin a) Sky Rundfunkprogramme öffentlich vorzuführen und/oder; b) die Bezeichnung „Sky“ im Zusammenhang mit Sky Rundfunkprogrammen in jedweder Form zu verwenden; 2. Die beklagte Partei ist schuldig, der Klägerin den Betrag von € 2.268,00 zu bezahlen, binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution. 3. Die klagende Partei wird ermächtigt, den stattgebenden Teil des gesamten Urteilsspruches und den Urteilskopf, samt vorangehender Überschrift „Im Namen der Republik“ auf Kosten der beklagten Partei in der „ÖGZ – Österreichische Gastronomie- & Hotel-Zeitung“ im Textteil, mit Normallettern, wie für redaktionelle Artikel verwendet, mit Fettdruckumrandung, Fettdrucküberschrift und fett und gesperrt gedruckten Prozessparteien veröffentlichen zu lassen; 4. Die beklagte Partei ist weiters schuldig, der Klägerin die Prozesskosten in Höhe von € 2.135,14 (darin enthalten € 243,69 an 20 %-iger Umsatzsteuer und € 673,00 an Barauslagen) gemäß § 19a RAO zu Handen des Klagevertreters binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution zu bezahlen. Landesgericht Steyr 4400 Steyr, Spitalskystraße 1 Abt. 4, 15. Jänner 2013


14

BU N DESLÄN DER

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

W IEN

Gute Gründe, Wien zu besuchen: Staatsoper und Museumsquartier. Hochkultur zieht immer.

Nicht nur der Kongress tanzt in Wien FORTSETZUNG VON SEITE 1

Solche Bestnoten in internationalen Rankings machen nicht nur die meisten Wiener und den Bürgermeister stolz, sie werden vor allem weltweit publiziert und landen in den Schlagzeilen großer Zeitungen. Das ist gut für den Wiener Tourismus. Und damit wiederum gut für (fast) alle Wiener. Ein durchschnittlicher Wientourist (mit durchschnittlichem Haushaltseinkommen von 3.600 Euro) gibt pro Tag 247 Euro aus. Das sind um 42 Prozent mehr als der durchschnittliche Österreich-Tourist spendiert, der kommt statistisch nur auf 174 Euro. Ein Kongressgast, von denen auch besonders viele in die sehr gut aufgestellte Kongressstadt Wien kommen, lässt sogar 450 Euro pro Tag hier. Das führte 2013 zu einer Wertschöpfung von 3,32 Milliarden Euro, immerhin 4,1 Prozent von Wiens Bruttoregionalprodukt. Dazu kommt, dass sich Wien auch heuer wieder mit steigenden Nächtigungszahlen brüsten kann: 12,7 Millionen konnten 2013 gezählt werden. Das waren 3,7 Prozent mehr gegenüber 2012, das als „Klimt-Jahr“ ebenfalls ein starkes war. Der Nächtigungsumsatz belief sich dabei auf 549,4 Millionen Euro. Und der Jänner 2014 legte gleich mit weiteren Rekordmeldungen nach: ein Zuwachs von 9,9 Prozent gegenüber 2013! Die allgemeine

Krise scheint tatsächlich überwunden – auch wenn die nächste angesichts der weltpolitischen Entwicklungen im Osten in Vorbereitung zu sein scheint.

Fallende Bettenpreise Einziger aktueller Wermutstropfen: Die Bettenpreise entwickeln sich nicht so, wie es der Wiener Hotellerie gefallen könnte. Sie sind daran auch ein bisschen selbst „schuld“: Allein 2013 sind 3.450 neue Betten hinzugekommen. Dazu beigetragen hat auch das Luxus-Segment mit dem Ritz Carlton mit 404 Betten, das Sans Souci (122), Hansen Kempinski (304), The Guest House (78) und bald das Park Hyatt (266). Aber deswegen lässt sich Tourismusdirektor Norbert Kettner keine grauen Haare wachsen und macht den Hoteliers Mut: „Wir sehen anhand unserer Aufzeichnungen, dass Wiens Betten- und Nächtigungsentwicklung bisher immer parallel verlaufen sind –

„Vielleicht ruft WienTourismus 2017 zum offiziellen ‚Donauwalzerjahr‘ aus. Grund genug gäbe es.“

bisweilen zwar ein wenig zeitversetzt, aber stets bergauf. Von 1962 bis 2012, also in den letzten 50 Jahren, haben die Betten um 363 Prozent zugenommen, die Nächtigungen um 371 Prozent. Auch die kurzfristigere Betrachtung 2003 bis 2013 ergibt das gleiche Bild: Bettenzuwachs 53 Prozent, Nächtigungszuwachs 58 Prozent. Das macht die momentane Durststrecke, unter der die Hoteliers leiden, zwar nicht leichter, sollte ihnen aber Zuversicht geben und ihr Vertrauen in die Destination Wien stärken.“ Zumal der touristische Trend in Wien eindeutig Richtung Luxus geht: Die neuen Luxushotels in Kombination mit dem bald fertigen „Golden Quartier“ zwischen Am Hof und Tuchlauben im 1. Bezirk bieten anspruchsvollen Reisenden mit dem Vermögen und Willen, in Wien ordentlich Geld auszugeben, attraktive Angebote. „Gleichzeitig wächst das Low-Budget-Segment in Wiens Hotellerie“, sagt Kettner. Denn natürlich setzt der Wiener Tourismus nicht nur auf reiche Russen (das ist momentan sowieso eine eher riskante Wette), Asiaten und Araber, sondern auch auf junge Leute. Die vier Facebook-Seiten von WienTourismus freuen sich über 467.000 eingetragene Fans. Auch im Bereich Gay konnte Wien in den letzten Jahren mächtig punkten. Hier ist WienTourismus be-

reits seit 1986 proaktiv tätig, man hat unter anderem in einschlägigen Medien inseriert. Wien wird von Schwulen und Lesben als tolerante, weltoffene Stadt wahrgenommen.

Die Tourismusmarke Wien Vor ein paar Jahren ließ WienTourismus in einer großangelegten Studie die Erfolgsfaktoren der Tourismusmarke Wien evaluieren. Befragt wurden Reisende aus wichtigen Zielmärkten – sowohl Wien-Kenner als auch Leute, die noch nie in Wien waren, ergänzt mit den Meinungen von Branchenkennern aus der Wiener Tourismuswirtschaft. Das Ergebnis: Wien hat fünf „Markenbausteine“, die man pflegen und ausbauen möchte: • 1. Das imperiale Erbe und die damit verbundenen historischen Sehenswürdigkeiten – inklusive Fiaker. Da passt es gut, dass 2015 die Ringstraße ein rundes Jubiläum feiert. • 2. Musik- und Kulturangebot. Was hier zählt, ist in erster Linie klassische Musik, Oper, das eine oder andere Musical, die Museen und das reichhaltige Theaterangebot. Rockonzerte spielen (zu Recht) keine Rolle, wegen der Halle im Gasometer oder der Stadthalle kommen wohl nicht wirklich viele

Touristen nach Wien, was alle Konzertbesucher wegen der dort herrschenden Atmosphäre und Akustik leicht nachvollziehen können. Da passt es gut, dass allein das Jahr 2017 mit einer Fülle an runden kulturell-musikalisch ausbaufähigen Jubiläen aufwartet: Beethoven (190. Todestag), Brahms (120. Todestag), Falco (60. Geburtstag), Schubert (220. Geburtstag), Wiener Philharmoniker (175 Jahre), Joe Zawinul (85. Geburtstag) – und last, but not least wird der Donauwalzer 150 Jahre alt! Vielleicht wird WienTourismus 2017 nach dem „Klimt-Jahr“ 2012 das „Donauwalzer“-Jahr ausrufen. Schlechte Karten für alle Walzermuffel ... • 3. Kultur des Genusses: Das Kaffeehaus, die Heurigen und die Wiener Küche strahlen bis nach Peking und New York aus. Auch dass Wien die einzige Millionenstadt mit ernstzunehmendem Weinanbau ist, hat sich herumgesprochen und ist ein Pfund, mit dem Touristiker wuchern können. • 4. Funktionierende Stadt: Wien wird im internationalen Vergleich als kompakte, übersichtliche, sichere und saubere Stadt mit einem guten öffentlichen Verkehrsnetz und freundlichen Einheimischen wahrgenommen.


BU N DESLÄN DER

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

15

WienTourismus / Peter Rigaud, WienTourismus / Karl Thomas, WienTourismus / Christian Stemper, Aeroproducions

W IEN

Verlockung für Wienbesucher: imperiale Pracht. Spektakuläre Events in den Herkunftsländern: Strandorchester in Barcelona.

• 5. Dazu zählt auch der letzte Markenbaustein: Die gelungene Balance zwischen Stadt und Grünraum, den auch jeder Wienbewohner schätzt. Die Donauinsel – neuerdings WLAN-fähig – wird nicht nur von Einheimischen geschätzt. Auch dass es spannende „Stadtwanderwege“ durch viel Grün gibt, hat sich außerhalb Wiens herumgesprochen.

Der Kongress tanzt Zu diesen Pfunden kommt noch die gute Infrastruktur speziell für Kongresse hinzu. Laut Norbert Kettner ist Wien die Kongressstadt Nummer eins in der Welt – wegen optimaler Infrastruktur, Verkehrsanbindung und guten Services. „Unser Kongressbüro ist eines der besten der Welt“, schwärmt er. Schon in den 1960er-Jahren hat man dort IT-basierte Services eingeführt, man beobachtet gezielt bestimmte Märkte und macht frühzeitig die passenden Angebote. Die Zusammenarbeit zwischen Kongressbüro und Hotellerie sei vorbildlich. Nur so könne man große Bettenzahlen für Kongressteilnehmer garantieren. Auch internationale Fluganbindungen sind wichtig, und da ist Kettner mit dem Angebot in Schwechat ganz zufrieden. Ab Sommer wird Air

China Wien anfliegen, von Seoul wird es eine direkte Flugverbindung geben, die neue Verbindung nach Chicago ist bereits gut ausgelastet. „Die Expansion von Austrian Airlines ist für uns sehr hilfreich“, sagt Kettner.

Kollateralschäden Aber wie viel Tourismus verträgt eigentlich eine Stadt? Ist das wirklich für alle, vor allem die Bewohner selbst, völlig unproblematisch, wenn eine Rekordzahl die nächste jagt? Wenn immer mehr Sightseeing-Busse durch immer mehr Wohnviertel kreisen? Wenn immer mehr Szenelokale und Restaurants in immer mehr Reiseführern und Bewertungsportalen hochgejubelt werden und somit drohen, von Touristen überrannt zu werden? Bei den Wienerinnen und Wienern sieht Kettner „keine Probleme“. Probleme hat er mit den immer mehr zunehmenden Ticketverkäufern, die als billige Mozartattrappen den 1. Bezirk heimsuchen. „Schnelle Geschäftemacherei ist ein Ärgernis“, sagt er. „Da herrschen mittlerweile oft unangenehme Basarmethoden und Abzocke“, warnt er. Er hätte auch gerne ein einheitliches Erscheinungsbild bei den Taxis. Das wird wohl Wunschdenken bleiben. „Aber im Bereich

Taxi hat es in letzter Zeit viele Verbesserungen gegeben.“ Auch die Buszufahrten habe man „unbürokratisch“ in den Griff bekommen. Im Übrigen herrsche natürlich Gewerbefreiheit, und er wolle und könne niemandem verbieten, am Kuchen Wientourismus mitzunaschen.

Boomtown Wien Kettner ist mit dem internationalen Wienbild als touristischer Destination zufrieden: „Wir werden als kulturell hochstehend, als Genießerstadt, als sicher, mit südosteuropäischem Touch und exotisch genug für regelmäßige Besucher wahrgenommen. In Wien bekommt man im Sommer durchaus mediterranes Flair geboten und kann dennoch Deutsch reden. Das schätzen vor allem unsere deutschen Gäste.“ Und Wien ist mittlerweile eine Boomtown mit einer lebendigen nächtlichen Szene, was bei jungen Städtereisenden gut ankommt. Auf den Fernmärkten zählen die üblichen Wienklischees. Aber daran möchte Kettner gar nichts ändern, er ist froh, dass er sie hat. Nordamerikaner und Asiaten haken bei ihren (oft eher kurzen) Besuchen die Highlights ab: imperiale Pracht, Kultur – dabei auch durchaus zeitgenössische – und klassische Musik. Wohlhabende Russen lie-

ben das steigende luxuriöse Angebot der Stadt und kommen vor allem zum Shoppen. Besonders beliebt ist Wien in Europa traditionell bei den Italienern und Spaniern, die mehrheitlich sehr kulturaffin sind und die gemeinsame Geschichte ihrer Länder und Kulturen mit Wien schätzen und deren Spuren suchen. Die Deutschen – nach wie vor der stärkste Herkunftsmarkt – verfügen über die besten Wienkenntnisse von allen Touristengruppen, viele kommen wiederholt nach Wien. „Dieser Gruppe müssen wir spezielle Angebote abseits der üblichen Highlights machen“, weiß Kettner. „Da bietet sich zum Beispiel der 7. Bezirk mit seiner alternativen Shoppingwelt an.“ Auch Wien als Modestadt wird immer mehr wahrgenommen, sowohl im Luxusbereich als auch in der Off-Mode. Auch Wiens Architektur, die alte und die neue, ist ein Pfund, mit dem man beim anspruchsvollen Gast punkten kann – zum Beispiel mit dem vorbildlichen Gemeindebau diesseits und jenseits der Donau. Prater und Donauinsel mit dem Snowboard-Event „Fridge“ spielen ebenfalls eine Rolle.

Zukunftsmärkte Ein wichtiger Zukunfstmarkt mit atemberaubenden Zuwachsraten ist Südkorea. „Unsere Internationalisie-

In Wien kann man mediterranes Flair genießen, ohne Italienisch- oder Spanischkenntnisse haben zu müssen. Das freut besonders die deutschsprachigen Besucher. Die im Übrigen zu den immer wieder­kehrenden Wienkennern gehören und auch Wiens schräge Seiten abseits der üblichen Pfade schätzen.


16

BU N DESLÄN DER

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

W IEN

Die Top 10 der nächtigungsstärksten Städte (mit Umland) in Europa 2013 5,0 % NÄCHTIGUNGSZUWACHS -0,7 % 7,8 %

5,2 % 3,5 %

51,0 MIO.

36,7 MIO.

26,8 MIO.

24,2 MIO.

LONDON

PARIS

BERLIN

ROM

16,5 MIO.

-4,3 % 14,9 MIO.

0,5 % 13,7 MIO.

3,4 % 13,6 MIO.

BARCELONA

MADRID

PRAG

WIEN

5,1 % 13,0 MIO. MÜNCHEN

8,8 % 11,6 MIO. HAMBURG

Quelle: Modul Research im Auftrag von ECM

powered by

ÖKONOMIE NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN

SOZIALES

ÖKOLOGIE

rungsstrategie mit Diversifikation auf viele Märkte hat sich ausgezahlt“, ist sich Kettner sicher. „Das ist eine klare Absage an die Konzentration auf Nahmärkte und die Scheu vor Expansion. Ja, jeder Eintritt in einen neuen Markt ist aufwändig, und man braucht dabei auch Durchhaltevermögen, weil man in den ersten Jahren meist mit Aufkommensschwankungen konfrontiert ist. Wir sehen das gerade bei Indien, das diesmal ein zweiprozentiges Minus hat. Doch solches haben wir etwa auch in der Aufbauphase bei China erlebt, das heute Wiens zwölftstärkster Nächtigungsbringer ist. Für uns ist Südkorea als neuer Hoffnungsmarkt an der Reihe – es hat 2013 mit 24 Prozent die höchste Steigerungsrate aller Länder weltweit gehabt. Auf solche Signale muss man rasch reagieren, um im Markt schon etabliert zu sein, wenn andere dort erst einsteigen.“ In den nächtigungsstärksten Städten Europas 2013 nimmt Wien im Gesamtergebnis einen guten 8. Platz, bei den ausländischen Nächtigungen den 7. Platz ein. Hier führen London, Paris und Berlin, gefolgt von Rom, Barcelona, Madrid und Prag. Wien liegt aber vor München und Hamburg, beides vergleichbar große Städte.

Marketingimpulse

14. MA I 201 AUST RIA TR 4 E HOTE L SAV ND OYEN WIEN

Nachhaltiges Wirtschaften – Erfolgsmodell für Mittelstandsunternehmer

Solche Zahlen kann man durch gezielte Marketingaktionen tatsächlich messbar steigern. „Dabei hat sich unsere 2010 eingeführte innovative

Marketing-Strategie für ausgewählte Märkte bewährt“, erklärt Kettner. Dazu zählen spektakuläre Inszenierungen im öffentlichen Raum in großen Städten, flankiert von Aktivitäten, die von Social-Media-Kampagnen über PR-Arbeit bis zu klassischer Werbung reichen können. „Zwei dieser Großprojekte 2012 – das Sandorchester in Barcelona und die zwei Open-Air-Übertragungen in Hamburg – haben wir mit der Hamburger Brandmeyer Markenberatung evaluiert. Diese repräsentative Studie bescheinigt den Events und der Medienberichterstattung darüber hohe Reichweiten sowie starke Stimulation des Buchungsverhaltens: Allein in den drei untersuchten Monaten nach dem Event hatte knapp ein Fünftel jener, die das Sandorchester live erlebt hatten, eine Wienreise gebucht, zum Teil auch schon absolviert. Nach den Opernübertragungen in Hamburg war das bei mehr als einem Drittel der Fall. Auch bei Leuten, die nur den medialen Niederschlag der Ereignisse kannten, waren diesbezüglich noch signifikante Auswirkungen feststellbar.“ Nicht auf alles hat Norbert Kettner und WienTourismus Einfluss. Das Wetter ist, wie es ist, geopolitische Verwerfungen wie jetzt in der Ukraine drohen zumindest vorübergehend mit Einbußen, und die wirtschaftliche Großwetterlage kann er auch noch durch die raffiniertesten Marketingstrategien nicht verbessern. Aber ganz ohne Einfluss ist er nicht. Tourismus ist kein Schicksal, guter schon gar nicht.

Info AKTUELLE TOURISTISCHE HIGHLIGHTS UND NEUERUNGEN GOLDENES QUARTIER: Zwischen Tuchlauben und Am Hof gibt es bald eine Ballung edelster Boutiquen. Wien wird immer schicker. 48-STUNDEN- STATT 72-STUNDEN-KARTE: Das Erfolgsmodell für öffentlichen Nahverkehr wird angepasst. Weil die Aufenthaltsdauer von Wien-Touristen immer kürzer wird. WU-CAMPUS: Wien hat ein neues Highlight für Architekturfans. Der neue Standort für Wirtschaftsstudierende wurde von internationalen Toparchitekten gebaut. WINTERPALAIS DES PRINZ EUGEN: Seit heuer wird im barocken Palais des kunstinteressierten Prinzen zeitgenössische Kunst gezeigt. Schade, dass er selbst das nicht mehr erleben kann.

Nächtigungsumsatz nach Kategorien 2003–2012 550 MIO. € 500 MIO. € 450 MIO. €

GESAMTUMSATZ

HOTELS UND PENSIONEN

400 MIO. €

Detailprogramm und Anmeldung unter www.kmu-tagung.at

350 MIO. € 300 MIO. € 250 MIO. €

****

200 MIO. €

Kooperationspartner:

150 MIO. €

*****

100 MIO. € 50 MIO. € 0

www.kmu-plattform.eu gemeinsam stark.

**/*

2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Quelle: Wiener Tourismusverband

10.03.2014 14:38:18


BU N DESLÄN DER

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

17

W IEN

Aromenspiele

Kochen für die Masse

Auf der „Hotel und Gast“ in Wien laden wir am ÖGZ-Stand zu diversen Verkostungen ein

Gemeinschaftsverpfleger zeigen ihre Neuheiten auf der „Hotel & Gast“

ÖGZ

Saubere Lösungen

LEISTUNGSSCHAU

Auftritt des Hygienespezialisten HOLLU

Außerdem wird der Chefredakteur der ÖGZ am Montag und Dienstag eine kleine Aromavorführung geben. Er hat das Buch „Aroma. Die Kunst des Würzens“ geschrieben (Stiftung Warentest). Seine Kenntnisse, die er sich bei der Recherche zu diesem Buch angeeignet hat, wird er in einer kleinen Verkostung vorführen. Neben den Gewürzen gibt es auch Leithaberg-Weine von den Weingütern Rainprecht und Mariell (So), Leeb und Tschank (Mo) und Johann Schlösinger (Di) zu verkosten. Kommen Sie vorbei!

Andreas Kolarik

ie schmeckt eigentlich Lavendel? Und wozu passt das? Und wie duftet Kardamom? Oder Nigella, der Schwarzkümmel? Gibt es wirklich einen Unterschied zwischen einer brasilianischen Kaffeeröstung und einer italienischen? Letzteres wird unser Kaffeexperte Martin Kienreich, der uns seit neuestem eine Kolumne rund ums Kaffeesieden im Caféjournal (dieser ÖGZ beiliegend) liefert, auf dem ÖGZStand vorführen. Er wird dazu Filterkaffee benutzen, weil man dann den Unterschied am besten schmeckt.

Wie auf der GAST in Salzburg ist die ÖGZ auch in Wien vertreten.

K

antinen-, Mensen- und Werksküchenbetreiber aufgepasst: Auf der diesjährigen „Hotel & Gast“ steht eine große Leistungsschau für Gemeinschaftsverpfleger auf dem Programm. Beim Ausstellungsbereich des Dachverbandes der österreichischen Gemeinschaftsverpfleger erhalten Besucher Einblicke in den Bereich der Koch- und Garsysteme, bei denen die unterschiedlichen Zubereitungssysteme wie Cook & Chill, Cook & Freeze und Frischküche präsentiert werden, dazu gibt’s der besseren Vergleichbarkeit wegen kleine Kostproben. Anbieter wie blanco Professional Austria und Rieber + Grohmann Gesellschaft zeigen neue Lösungen für eine optimale Speisenverteilung. Was sich in Sachen Transport und Regeneration an neuen Möglichkeiten auftut, zeigen die Experten Elekctro calorique Speisenverteilersystem GmbH, Theodor R. Rist und die Firma Speisenverteilung, stellvertretend für Kontaktwärme und Heiß-Umluft. Wie eine Großküche in der Planungsphase entsteht, welche Aspekte man von Anfang an be-

Mehr Vielfalt, mehr Trends, mehr Beef

W

Thinkstock

W

Die optimale Speisenverteilung in der Kantine: Neue Lösungen stehen parat.

achten muss, um eine optimale Ablauforganisation zu erreichen und unterschiedliche Formen von elektronischer Warenwirtschaft sowie Ausbildungsmöglichkeiten, die Themen Hygiene und Qualitätsmanagement werden im Bereich „Organisation, IT & Planung“ vorgeführt. Kröswang und Meisterfrost bieten stellvertretend für Handel und Gewerbe einen Blick hinter die Kulissen großer Lebensmittelhändler.

enn die heimische Fachmesse für Hoteliers und Gastronomen – die „Hotel & Gast“ Wien – vom 23. bis 25. März erneut ihre Pforten öffnet, wird Hygienespezialist hollu vor Ort sein und seine Reinigungslösungen und -systeme präsentieren (Halle A, Stand 723). Diesmal im Fokus ist das beachtliche Portfolio an leistungsstarken Reinigungs- und Pflegesystemen sowie das umfassende hollu-Serviceangebot. Mit im Messegepäck hat das Unternehmen auch wieder ein attraktives Gewinnspiel. Einen Namen hat sich das Unternehmen mit Sitz in Zirl gemacht, was ökologische und nachhaltige Reinigungsmittel betrifft. Die Öko-Linie hollueco basiert auf der Philosophie nachhaltigen Handelns – angefangen von der Rohstoffauswahl bis zur Wiederverwertbarkeit der Verpackungsmaterialien. Und dennoch garantiert die Serie bei Einhaltung umweltfreundlicher Standards eine maximale Reinigungsleistung. Das attestiert dem Unternehmen auch das renommierte Österreichische Umweltzeichen.

24. MÄR Z 2014 WIEN

Am 24. März ist es so weit: Die CHEFDAYS, Österreichs größtes Foodsymposium powered by rolling pin, erwartet die Messebesucher der Hotel&Gast Wien. Natürlich darf auch AGM auf diesem Event nicht fehlen – der Rindfleisch-Experte lädt zum Diskutieren und Probieren und setzt neue Trends für Steakhäuser und die Top-Gastronomie.

A

ls Rindf leisch-Profi der C&C Branche und starker Partner der Gastronomie ist AGM stets bestrebt, am Puls der Zeit zu sein, um seinen Kunden nur das Beste in Sachen Rindf leisch zu bieten. Das große und abwechslungsreiche Sortiment spricht für sich – und bringt sowohl österreichische als auch internationale Vielfalt in die heimische Gastronomie. Und auch auf die

Hotel&Gast Wien: Am AGM Meeting Point auf den diesjährigen CHEFDAYS zeigt der C&C Anbieter sein Know-How als Rindf leisch-Experte. Konkret erwarten Beef-Interessierte die zwei spannenden Trendthemen COCOONING und US BEEF MASTERCUT – präsentiert von den Spitzenköchen HELMU T ÖSTERREICHER und STEFAN MARQUARD. In interessanten Live-Demonstrationen lernen neu-

gierige Besucher die speziell für Steakhäuser und experimentierfreudige Gastronomen auf bereiteten Themen kennen und können ausgiebig mit AGM Experten JOSEF HIN TERMAIER diskutieren. Am Ende darf natürlich auch verkostet werden – auf dem „Menüplan“ stehen Iron Flat, Tomahawk und viele andere Spezialitäten. www.chefdays.com

COCOONING Die traditionelle Fleischreifung in Rindertalg, von AGM für die Spitzengastronomie neu interpretiert.

US BEEF MASTERCU T AGM zeigt: Qualität hängt nicht ausschließlich vom Fleischteil ab, sehr wohl aber von vielen anderen Faktoren.


18

BU N DESLÄN DER

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

W IEN

Prämierter Vollautomat

Neue Spezereien

FRANKE Der Kaffeeautomatenprofi zeigt den preisgekrönten FoamMaster auf der „Hotel & Gast“

Das Gewürzunternehmen wird die Spitzenköche bei den Chef Days auf der „Hotel & Gast“ unterstützen

Franke

ie Franke Kaffeemaschinen AG lädt Interessierte zum Besuch auf der „Hotel & Gast“ in Wien. Zu sehen gibt es dabei den Franke FoamMaster FM800, ein Vollautomat im eleganten, schwarzen Lackgehäuse, der sich durch erstaunliche Vielseitigkeit auszeichnet. Mit dem Gerät lassen sich MixGetränke sowohl heiß als auch kalt schnell und einfach herstellen – von aromatisierten Milch- und Kaffeespezialitäten über fruchtige Frappés und den perfekten Latte Macchiato

Formschön und schlau: Die FoamMaster kann verschiedene Milchschaum-Arten.

bis hin zum klassischen Espresso. Das Schöne dabei: Die Konsistenz und die Temperatur des Milchschaums kann für jede Spezialität individuell programmiert werden: von fließend bis cremig über grob- oder feinporig bis hin zu steifsahnig.

Individuelle Darstellung Durch den großen 10,4-Zoll-Touchscreen wird es ein Leichtes, die FM800 zu bedienen, sowohl im Service, als auch wenn sich der Gast am Frühstücksbuffet sein Getränk selber macht. Die Sortimente können durch insgesamt vier verschiedene Bedienmodi dargestellt werden. Auch individuelle Wünsche bei der Darstellung von Menükarten und Getränkebilder (hier sind auch Kundenbilder möglich) sowie Tassengrößen und Flavours kann die Maschine berücksichtigen. Dass das Produkt einiges kann, wurde der Firma Franke auf der Intergastra attestiert. Dort bekam das Unternehmen für die Neuheit den Innovationspreis verliehen. Wer sich die Maschine auf der Messe in Wien ansehen möchte, der findet sie auf dem Stand der ÖGZ, in der Halle A, Stand 411.

Wiberg

D

WIBERG

Bei seinen Gewürzneuheiten hat sich Wiberg in Brasilien, Japan und Island inspirieren lassen.

D

as Unternehmen Wiberg wird auf der „Hotel & Gast“ für die nötige Würze und Schärfe bei den Chef Days sorgen. Bei dem Live-Kochevent, das mit einem Foodsymposium verknüpft ist, sind Starköche wie Roland Trettl vom Hangar-7, Heinz Reitbauer (Steirereck) und Ryan Clift (Singapur) mit von der Partie. Wiberg liefert dabei nicht nur seine Range an hochwertigen Standardgewürzen, sondern auch ausgefallenere Spezereien. Wie breit seine Palette an innovativen Produkten ist, hat das Unternehmen unlängst auf der Inter-

nota in Hamburg vorgeführt. Etwa die würzcreme Alpin, die sich für rustikale Pfannengerichte, Gröstl und Braten oder für die Zubereitung eines Bauernomeletts eignet. Arbeitsschritte wie Marinieren, Abschmecken und Finishen werden äußerst einfach gestaltet.

Bunt, wild und aufregend Auch das Wiberg Dip-Saucen-Sortiment bekommt exotischen Zuwachs. Die Variante Curry ist von nun an mit an Bord und sorgt dank neuer Verpackung in einer bedarfsgerechten Größe für besten Produktschutz, einfache

Dosierung und angenehme Haptik. In der Range Wiberg Exquisite lanciert man die beiden Neuheiten Sansho Blütenpfeffer und Nordic Flair, bei Letzterem ließ man sich vom rauen Nordland rund um Island inspirieren. Heiß geht es indessen mit der Würzspezialität Wiberg Grill-Brasil her (Fußball-WM lässt grüßen), fruchtigfrisch beim neuen Würzprodukt Orangen-Pfeffer. Im Flüssigsortiment ergänzen die beiden „edlen Tropfen“ Rotwein-Balsam- und der WeißweinEssig die Range mit ihren feinen Nuancen.

M. L. A.

10,90 EURO

pro 0,75 l Flasche Preis für Gastronomie zuzüglich MwSt Abgabe in 6er Kartons ArtNr. 12562 12

Mount Nelson repräsentiert die Verwirklichung eines Traums von Lodovico Antinori aus der großen italienischen Weindynastie. Eine Leidenschaft für Sauvignon Blanc führte ihn zum Land, wo Sauvignon Blanc sich in seiner reinsten Form ausdrückt – Neuseeland. Marlborough wird als eines der besten Gebiete für Sauvignon Blanc angesehen. Das liegt am kühlen gemäßigten Klima, die durchschnittliche Tagestemperatur überschreitet auch in den heißesten Monaten kaum 24° C, und das Gebiet genießt mehr Sonnenstunden als jede andere Region Neuseelands – ein Gebiet von außergewöhnlicher Weinbergsqualität. Das Ergebnis ist ein Sauvignon Blanc, welcher die natürlichen Elemente und Aromen der Neuen Welt vereint mit der Struktur und Mineralität, welche an alte Tradition erinnern. Sorte Sauvignon Blanc ausbau im Stahltank Empfehlung passt gut als Aperitif, zu Meeresfrüchten und vegetarischen Gerichten sowie zu Delikatessen Trinktemperatur 12° Celsius alkohol 13,5 % vol.

erhältlich bei

www. morandell.com iM P o RTE u R WÖRGL - IMST - EUGENDORF - GRAZ TEUFENBACH - LENDORF - SCHWECHAT

Thinkstock

Sauvignon Blanc

Vier Lokale in Wien bekamen nun einen Michelin-Stern serviert.

Vier neue Sterne Der Guide Michelin hat vier Wiener Restaurants in den Sternehimmel erhoben

A

uch wenn Österreich seit 2009 keinen eigenen Guide Michelin hat und nur die Städte Wien und Salzburg weiter bewertet werden, darf sich die Bundeshauptstadt über vier neue Sterne freuen. Vier Köche erhielten mit ihren Wirkungsstätten im Michelin Guide „Main Cities of Europe“ 2014, der 44 Städte in 20 Ländern Europas abdeckt, einen Stern: Konstantin Filippou mit seinem gleichnamigen Restaurant, Paul Ivic mit dem vegetarischen Tian, Philipp Vogel vom Edvard im Hotel Kempinski – alle drei im ersten Bezirk – und Alexander Mayer vom Vincent in der Leopoldstadt. Das Steirereck im Stadtpark und das Gourmet-Restaurant Silvio Nickol im Palais Coburg behalten

ihre zwei Sterne, und auch die Lokale Mraz & Sohn, Bauer und Dom Beisl wurden mit einem Stern bestätigt.

Salzburg konstant Die drei Salzburger Betriebe Ikarus, Pfefferschiff und Carpe Diem (alle drei unverändert mit einem Stern) dazugerechnet, kann Österreich mit zwölf Sterne-Restaurants aufwarten. Neu mit einem „Bib Gourmand“ als gut und preiswert ausgezeichnet wurden Harry’s Time, Speisekammer, mochi, Das Engel und Hohensinn – alle fünf in Wien. Für 2015 ist übrigens ein „Nordic Guide“ extra für Skandinavien geplant. Wenn Österreich weiter am Ball bleibt, wird es vielleicht auch hierzulande wieder einen eigenen Guide geben. bp


BU N DESLÄN DER

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

19

W IEN

Imperiales Wohnen

Wienerlied In regelmäßigen Abständen veröffentlichen wir eine Liste von guten Liedern – passend zum jeweiligen Anlass. Diesmal geht’s ums Wien, klassisch und weniger klassisch. Hier der direkte Link: http://bit.ly/oegz-playlist-1411

HELLER & QUALTINGER Wean, du bist a Taschenfeitl ... und a Himmel voll Schädlweh. ARIK BRAUER Köpferl im Sand Die Wiener Seele – in ihre Einzelteile zerlegt. KARL HODINA Herrgott aus Sta I glaub’, mir zwa hab’n uns noch rechtzeitig g’funden, beim Herrgott aus Sta.

uf 167 Quadratmetern sollen die Gäste der Schloss-SchönbrunnSuite ein bisschen Glanz des kaiserlichen Hofes abbekommen. Doch das hat auch seinen Preis. 699 Euro pro Nacht und Person – maximal vier Personen finden in den zwei Schlafzimmern Platz – kostet das billigste Paket. Inkludiert ist hier neben der Übernachtung ein Frühstück im nahegelegenen Parkhotel Schönbrunn.

ERICH KUNZ Mei Muatterl war a Weanerin Wer bei diesem Lied keine Träne verdrückt, der hat ein Herz aus Stein. JOHANN STRAUSS Wiener Blut Wiener Brut, ähm, Blut. ROLAND NEUWIRTH & EXTREMSCHRAMMELN Jeder Ratz liebt sein Kanäu. Weil: Was liegt, des pickt. DIE STROTTERN Ois is vadraht Ois is vadraht – oh wie recht ihr habt. 5/8ERL IN EHR’N Siaße Tschick Wer will da schon das Rauchen verbieten? AGNES PALMISANO D’Fischerhüttn Keine dudelt so schön wie diese Wiener Heurigenwirtin. A GEH WIRKLICH Oh Wien, nur du alla, Wienerlied goes Hip Hop. Und wie das funktioniert! „Heast Oida, die Wuchtln droppn wir.“

Deutlich mehr Service kann man sich da schon von dem „Imperial Suite Package“ für 4.900 Euro pro Nacht erwarten. Das Frühstück wird direkt in der Suite serviert, ein eigener Koch kümmert sich um das Dinner, und ein 24-Stunden-Butler plus 24-Stunden-Limousinen-Service sollen bei den Gästen keine Wünsche offen lassen. Das „Honeymoon Package“ mit romantischen Extras richtet sich an Hochzeitspaare. Diese kommen laut Austrian-Trends-Hotel-Geschäftsführer Andreas Berger vor allem aus Asien. Gespräche mit Wedding-Planern aus Japan hätten bereits auf ein reges Interesse an dem Angebot hingewiesen. Seit 12. März kann die Suite bereits gebucht werden, ab

Weinstadt Wien Als neuntes DAC-Gebiet startete der Wiener Gemischte Satz mit der Ernte 2013 seinen ersten Jahrgang

D

er Wiener Weinbau ist mit einer Rebfläche von rund 660 Hektar innerhalb der Stadtgrenzen „nicht nur eine weltweite Besonderheit, sondern hat auch große Bedeutung für die Stadt“, betont Landwirtschaftsstadträtin Ulli Sima bei der Präsentation des ersten Jahrgangs „Wiener Gemischter Satz DAC“. Durch die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze im Weinbau sei er ein wichtiger Wirtschafts-, aber auch Tourismusfaktor.

Geschützte Herkunft ANTON KARAS Der dritte Mann Das Wienerlied schlechthin, gezupft.

Gäste aus Asien interessiert

Präsentieren den Wiener Gemischten Satz DAC 2013 (v. l.): Herbert Schilling (Vizepräsident LK Wien und Winzer), Ulli Sima (Landwirtschaftsstadträtin) und Michael Edlmoser (Winzer und Obmann Verein „Der Wiener Heurige“).

Noch vor wenigen Jahren fristete der einstmals geschätzte Wiener Gemischte Satz ein Schattendasein als einfacher Schankwein. Inzwischen erlebt diese Weinspezialität eine Renaissance: Mit 130 Hektar Rebfläche nimmt er ein Viertel der Wiener Weißweinfläche ein und liegt damit nur noch knapp hinter dem Grünen Veltliner auf Rang zwei der Rebflächen. Mit der Schaffung einer DAC wurde der Wiener Gemischte Satz nun zu einer geschützten Herkunftsbezeichnung und unterliegt damit klaren und kontrollierten Auflagen bezüglich Herkunft, Zusammensetzung und Ausbau. „Damit ist uns ein sehr wichtiger Schritt gelungen“, erklärt Herbert Schilling, Winzer und Vorsitzender des Regionalen Weinkomitees Wien, „denn so ist die Herkunft des Wiener Gemischten Satzes auch für den Konsumenten leicht erkennbar. Außerdem gibt es eine klare Unterscheidung zu Weinen, die nicht die Kriterien des Wiener Gemischten Satzes DAC erfüllen: Diese dürfen nur als ‚Gemischter Satz‘ ohne den Zusatz Wien bezeichnet und müssen als Landwein deklariert werden.“ Nur wo Wiener Wein draufsteht, ist also staatlich geprüfter Qualitätswein aus Wien drinnen. Gegenüber den anderen DACs in Österreich ging man in Wien noch einen Schritt weiter und legte fest, dass jeder Weingarten, auf dem ein Wiener Gemischter Satz steht, auch als Wiener-Gemischter-Satz-Weingarten

im Rebflächenverzeichnis eingetragen wird. Der Wiener Gemischte Satz DAC schärft als Herkunftswein das Profil des Wiener Weins und stärkt das Weinbaugebiet insgesamt – mit positiven Auswirkungen auch für die Vermarktung. „Auf den ausländischen Märkten wird eine Appellation, also eine geschützte Herkunftsbezeichnung, hochgeschätzt und sehr ernst genommen“, berichtet Michael Edlmoser, Winzer und Obmann des Vereins „Der Wiener Heurige“. Und wie schmeckt er nun, der Jahrgang 2013? Laut Edlmoser präsentieren sich die Weine in der klassischen Form mit frischer, saftiger Frucht und animierender Eleganz, die Lagenweine mit mineralischer Würze, reif und cremig, aber durch die frische Säure gleichzeitig lebendig und trinkfreudig. bp

30. April ist sie beziehbar. Die Gäste checken im Parkhotel Schönbrunn ein und werden dann, je nach Package, entweder mit dem Shuttleservice oder mit dem Fiaker zu den Räumlichkeiten begleitet. Die über 80 Stiegen, die die Gäste durch ein enges Treppenhaus bis in den dritten Stock führen, müssen sie jedoch alleine erklimmen. Behindertengerechte Zugänge, geschweige denn ein Aufzug, sind aufgrund des Denkmalschutzes nicht realisierbar. Die zwei Schlafzimmer, Salon, Wohnzimmer, eine kleine Küche und zwei dafür umso größere Bäder sind in Gold, Schwarz und Weiß gehalten. Ein besonderes Highlight bietet der Ausblick auf den Schlosspark und die Gloriette. Architektin Gaby Bachhuber-Geißinger hatte es sich bei der Konzeption der Räume zum Ziel gesetzt, etwas Besonderes zu schaffen und den imperialen Flair des Hauses einzufangen. Das Schloss Schönbrunn erhofft sich von der Zusammenarbeit mit den Austrian Trend Hotels einen guten Marketingeffekt. Sollte sich das Konzept bewähren, will Geschäftsführer Franz Sattlecker auch einen Ausbau weiterer Zimmer nicht ausschließen. sd

400.000 Euro wurden in den Umbau, der insgesamt knapp fünf Monate dauerte, investiert.

Jürg Christandl

MALLY/NAGL I hab kan Zins noch zahlt Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Ein echter Klassiker.

A

PID

Soundtracks

Residieren wie der Kaiser, das versprechen sich die Austria Trend Hotels von ihrer Schönbrunn-Suite

Info WIENER GEMISCHTER SATZ DAC 130 ha Rebfläche (das sind 20 % der gesamten Wiener Weinfläche) 190 Winzer (zurzeit ca. 50

Ausbildung zum/zur

registriert)

Diplom-Sommelier/-ière

Staatliche Prüfnummer ist

Details siehe www.wifiwien.at/961333

Voraussetzung

Kostenlose Info-Veranstaltung: Do, 3.4.2014, 18.00 Uhr

ZWEISTUFIGE DAC-VARIANTE: • „Wiener Gemischter Satz DAC“: frische, saftige Frucht und animierende Eleganz. Zurzeit kein Abgabe-Datum vorgegeben, der 1. Dezember des

Ausbildung zum/zur geprüften

Zigarren-Spezialisten/-in Details siehe www.wifiwien.at/961923 Lehrgangsdauer: 30.6. – 3.7.2014 (24 Lehreinheiten)

Erntejahres wird angedacht. • „Wiener Gemischter Satz DAC mit kleinerer Herkunft als Wien“ (Lage): mineralische Würze, reif und cremig, individuell und charaktervoll, langlebig. Darf ab 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres in Verkehr gebracht werden.

WIFI. Wissen Ist Für Immer. www.wifiwien.at/kontakt T 01 476 77-5555 Währinger Gürtel 97, 1180 Wien

www.wifiwien.at www.facebook.com/WIFI-Oesterreich


20

MARKT

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

Hochprozentiges

Zehn Awards beim elften Anlauf Bereits zum elften Mal veranstaltete Wolfram Ortner auf der Gast in Klagenfurt die „World Spirits Awards“, bei denen zehnmal die Höchstnote vergeben wurde. Ein neuer Rekord! Außergewöhnlich auch die Qualitäten bei den Williamsbirnen Text: Wolfgang Schedelberger

Edelbrände: Bunter und stärker Neben den begehrten Auszeichnungen für die besten eingereichten Destillate bieten Ortners World Spirits Awards auch einen willkommenen jährlichen Marktüberblick über die vielseitige

Welt der Spirituosen. „Die Spirituosen-Welt wird immer bunter. Besonders trendig scheinen Verschnitte aus Getreide- und Obstdestillaten zu sein. Außerdem hatten wir mehr hochprozentige Qualitätsbrände als jemals zuvor. Nicht nur bei guten Rums wird die 40-Prozent-Hürde oft weit überschritten, auch heimische Fruchtbrände wie etwa die Reserven von Williams und Zwetschke von Franz Tinnauer bewegen sich oberhalb von 60 Prozent“, so Wolfram Ortner. Der Einsatz von Zucker ist ein weiteres Thema, das heiß diskutiert wurde. Was in unseren Breiten bei hochwertigen Bränden kaum geschätzt wird, zählt bei US-Konsumenten zum guten Ton. Noch süßer lieben es übrigens die Asiaten. Gut ist, was gefällt, zumindest so lange keine Konsumententäuschung vorliegt. Gerade bei mit Zuckercoleur gefärbten Grappe ist dies jedoch nicht immer der Fall. Die eingereichten Grappe zeigten sich jedoch durch die Bank hochwertig, auf die ge-

Strahlende Gesichter bei der elften Auflage der World Spirits Awards in Klagenfurt.

Wolfram Orter

D

ass bei den World Spirits Awards 2014 in Klagenfurt die Tiroler Lacher besonders laut zu hören waren, hat einen einfachen Grund. Gleich vier World Spirits Awards gingen an „Der Tiroler Edle“, eine Destillerie-Kooperation der beiden Brenner Gerhard Maass und Christoph Kössler, die von Therese Fiegl vermarktet wird. Auch zahlreiche andere heimische Brenner durften sich über höchste Auszeichnungen freuen. Je ein World Spirits Award ging an die Schaubrennerei Stiegenhaushof für die Gelbe Williamsbirne 2013, an Horvath’s Spezereyen Kontor für den Schoko-Orange-CremeLikör, die Destillerie Zweiger für einen Eierlikör Natur und Rossbacher für den beliebten Kräuterbitter mit dem gleichen Namen.

schmackliche Abrundung durch Zucker wird mehr und mehr verzichtet. Insgesamt waren heuer Produkte aus mehr als 30 Ländern vertreten, darunter die APU-Destillerie aus der Mongolei, die mit ihrem Grain Vodka Chinggis Khan auch gleich einen World Spirits Award einfahren konnte. Auch der Prodal ’94 aus Rumänien konnte mit seinen beiden Top-Produkten

Wembley Dry Gin und Stalinskaya Wodka überzeugen.

Feine Geiste, edelste Brände Vor allem aus den USA und Kanada kamen heuer viele Liköre und Geiste und das zum Teil in sehr guter Qualität. Dennoch ist die Preisgestaltung nicht immer nachvollziehbar. „Wenn ein Geist mehr kostet als ein hoch-

In diesem Moment sagt jemand zum 1. Mal „Guglhupf“. Wann ist Ihr 1. Mal?

WIEN-HOTELS & INFO info@wien.info TEL. 01 24 555 WWW.WIEN.INFO

K.u.K. Hofzuckerbäcker Demel

wertiges Williamsdestillat, kann man nur mehr von einer mutigen Mischkalkulation sprechen“, so Ortner. Apropos Williams. So gut wie heuer zeigten sich die eingereichten Williamsbrände noch nie. Die Williamsbirne zählt nicht nur zu den beliebtesten Edelbränden des Landes, sondern auch zu den besten. www.world-spirits.com


MARKT

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

21

Vo n s c h a r f b i s s ü ß

Das La-la-Leichte

Der scharfe Rote

Für Wählerische

ZIPFER: Der

DONAUTAL: Gewürzpaprika

CHÂTEAU D’ESTOUBLON: Eine

neue Gerstensaft schmeckt gehaltvoll, ist aber dennoch süffig Süffig, aber vollmundig: Das neue Zipfer „Drei“ ist dank eines speziellen Brauverfahrens mit tyischem Biergeschmack gesegnet, dazu mit einem ausgewogenen, vollen Körper, und dennoch ist es süffig, und der Alkoholgehalt ist mit gerade einmal drei Prozent äußerst niedrig. „Es ist von einem klassischen Märzenbier geschmacklich kaum zu unterscheiden“, weiß BrauUnion-Marketing-Geschäftsführer Andreas Stieber. Die Brau Union will mit der neuen Zipfer-Innovation das Segment der Biere mit weniger Alkohol in Österreich neu beleben. www.brauunion.at

aus dem sonnenverwöhnten Burgenland

Cuvée aus vier

sortenreinen Ölen

Manche sagen, er sei der beste Gewürzpaprika aus ganz Europa, der seit über 60 Jahren von einem Familienbetrieb im Donautal hergestellt wird. Das unter dem Herkunftsnamen vermarktete Produkt überzeugt schon zahlreiche Gastronomen im Burgenland und Wien. Es fällt in Sachen Geschmack und Aroma ebenso auf wie wegen seiner intensiven Farbe. Das Geheimnis des fruchtigen Geschmacks liegt im schonenden manuellen Produktionsverfahren. Zu haben gibt es das Gewürz auch in einer äußerst scharfen Variante (chilischarf!!). www.donau-tal.com

Die Natur war 2013 äußerst großzügig, was den Geschmack und die Qualität der Oliven betrifft. Das freut Rémy Reboul, Schlossherr des provenzialischen Château d’Estoublon, wenn er eine neue Assemblage aus den Olivenöl-Klassikern seiner Gegend entwickelt. Die Cuvée 2013, verpackt in einer Apothekerf lasche, schmeckt sanft und delikat auf der einen und pfeffrigbitter auf der anderen Seite. Weich ist es und ausgewogen, gekennzeichnet durch einen großen Aromenreichtum und mit einer leichten Artischocken-Note im Abgang. Erhältlich ist das Produkt in ausgewählten Feinkostläden, etwa im Käfer in München oder im Onlineshop unter www.estoublon.com

Von herb bis süß

Kaltgehopft

Hefe-Schmankerl

GENUSS REGION ÖSTERREICH: Heimische

CLAUSTHALER: Alkoholfrei

NESTLÉ SCHÖLLER: Spezialität

aus Ligurien

und natürlich trüb – das neue Zwickl

für das Frühstücksbuffet

Nach der Ernte im Herbst und Reifung über die Wintermonate hat der Most ab April wieder Hochsaison. Dabei sind vor allem heimische regionale Produkte gefragt, und die Herkunft bestimmt die Güte. Jede einzelne Genuss Region weist einzigartige und unverwechselbare Merkmale und Schwerpunkte auf: Wird in Oberösterreich beispielsweise vorwiegend „resch“ – also herber – produziert, zeichnet sich die Steiermark hingegen durch viel Süße aus. Most eignet sich auch ideal als Veredelung: Der Säuregehalt ermöglicht einen vielfältigen Einsatz – sowohl im Glas als auch am Teller. www.genuss-region.at

Noch vor 130 Jahren waren Biere ausschließlich unfiltriert. Damals „zwackten“ die Brauer von jedem frisch befüllten Fass eine Probe ab, um das Bier vor der Freigabe für den Ausschank zu verkosten. Im Brauerjargon wurde daraus das „Zwickeln“. Clausthaler lässt diese Tradition für ihr Alkoholfreies nun wieder aufleben. Hefe und Eiweißstoffe verbleiben im Bier und verleihen einen vollmundig-würzigen Geschmack. Das neue Zwickl wird kaltgehopft, denn durch die Hopfenzugabe nach dem Brauvorgang im bereits abgekühlten Bier bleiben besonders empfindliche Aromen erhalten. www.kolarik-leeb.at

Nicht nur italophile Gourmets stehen auf diese ligurische Spezialität aus Hefeteig: Die Focaccia wird in Italien sowohl zum Frühstück als auch – auf verschiedenste Arten gefüllt – als Snack zwischendurch gern gegessen. Wird dieses Produkt aus dem Hause Nestlé Schöller kurz vor dem Servieren nochmal im Toaster aufgewärmt, dann schmeckt es am besten. www.nestle-schoeller.at

Aus bester Milch

Brüder im Geiste

Allround-Talent

RAPS/FREY: Raps

ERISTOFF: Wodka-Marke

SENNA: Reismehl

Most-Spezialitäten sind gefragt

nimmt Heumilch Couverture von Frey ins Sortiment Der Obertrumer Gewürzspezialist Raps erweitert sein Patisserie-Sortiment um eine nachhaltig hergestellte und äußerst wohlschmeckende Couvertüre. Die Heumilch-Schokolade aus der Manufaktur des Schweizer Marktführer Chocolat Frey besteht zu beachtlichen 14 Prozent aus Heumilch – und die stammt wiederum aus Österreich. Das Besondere an der Milch: Die Fütterung der Kühe wird an die Jahreszeiten angepasst. Im Sommer weiden sie auf den Almen und Feldern das saftige Gras mit einem Pflanzenreichtum von mehr als 50 verschiedenen Kräutern und Blumen ab. Im Winter bekommen sie anstelle von Silage sonnengetrocknetes Heu und mineralstoffreichen Getreideschrot. Das hinterlässt deutliche Geschmacksspuren in der Schokolade, das wissen kundige Patissiers zu schätzen. www.raps.at

lanciert Flavour-Sorte Blood Orange Das Wodka-Label Eristoff lanciert eine Innovation mit Flavour. Eristoff Blood Orange ist eine Fusion von Wodka mit blutroter Orange. Das Rezept, nach dem Eristoff bis heute hergestellt wird, entstammt aus der schroffen russischen Provinz Virshan. Freundschaften wurden dort seit jeher durch den gemeinsamen Genuss von Wodka besiegelt. Freunde tauschten in einem Schenkungsritual Wodka aus und tranken auf wahre Bruderschaft. Von dem Moment an nannten sie sich Dzmobili – was eingeschworene Brüder heißt und der Bedeutung von Blutsbrüdern gleichkommt. Dadurch kam man auf die Idee, einen Blutorangen-Wodka herzustellen. www.eristoff.at

ist in der Küche vielfältig einsetzbar Die Anzahl der Menschen, die an Kau- und Schluckstörungen leiden, steigt kontinuierlich an. Mit bali feines Reismehl bietet Senna ein innovatives Produkt für die Versorgung von Menschen mit diesen Beschwerden. Das diätetische Lebensmittel ist von Natur aus gluten- als auch laktosefrei und daher einsetzbar im Rahmen eines Diätplanes. Als Basisprodukt können damit pikante und süße Speisen zubereitet werden. Auch für Espumas, Mousses und Desserts eignet sich das Reismehl. Die Konsistenz kann flexibel je nach Mischungsverhältnis angepasst werden. Weitere Anwendungsbereiche sind das Andicken von Suppen und Eintöpfen, die Herstellung von glutenfreien Teigen (Pizzateig etc.) und das Binden von Saucen. www.senna.at


22

T OEUBR W CIOSRMNUESR

w w w. g a s t . a t ·wN wr. w.1g1a–s1t2. a|t 2· 1N . M r. ä1r3z- 1240 |1 45 . A p r i l 2 0 1 3

Schalten Sie Ihren Business-Link und werden Sie gefunden! SO WIRD IHRE WEBSITE ATTRAKTIVER, MIT DEM ­BUSINESSLINK IM ÖGZ-WEBCORNER. Anzeigenschluss jeweils Freitag 10 Uhr. ANZEIGEN­ANNAHME: Österreichischer Wirtschaftsverlag, 1120 Wien, G ­ rünbergstraße 15, z. H. Kurt Heinz, T (01) 546 64-265, F (01) 546 64-50265, E k.heinz@wirtschaftsverlag.at. Der Verlag behält sich vor, aus Platzgründen Kürzungen vorzunehmen.

Abrechnungs- und Bestellsysteme die Komplettlösung für Hotel u. Gastronomie Konzepterstellung, Planung und Einrichtung

www.ecr-linz.at POS-MobilePRO Funkkasse (auch ohne stationäre Kasse im Hintergrund betreibbar), Touchkassen, Schankanlagenanbindung, EDV-Netzwerke, webcams, Schulung, Betreuung.

Generalunternehmen für Hotels*Ressorts*Gastronomie

www.la-linea.at

www.kroeswang.at

Einkaufsdienstleistungen

www.hogast.at

profi kaufs Ihr Ein tellerie die Ho

salegrip.at

für omie. astron und G

Gartenmöbel

ERFOLG LÄSST SICH EINRICHTEN Planung und Einrichtung von Gastronomie und Hotellerie

Architektur & Design

w w w. w o e g e r e r. a t

CONFORM EinrichtungsgesmbH Tel. 07672/27 091 · www.conform.co.at

Sie suchen einen Gastgarten? +43 (0) 664 44 29 108 C + C Märkte

Wir beraten Sie! Fragen Sie Ihre individuellen Objektpreise an. Terrassenmöbel • Biergartenmöbel • Klapptische Sonnenliegen • Wellnessmöbel • Sonnenschirme

WWW.KARASEK.CO.AT

Tel.: 01.865 92 83-30

W W W . D E R E N K O . A T Imst Innsbruck Mils Saalfelden St. Johann i.P.

Qualität

Villach Vöcklabruck Ried i. Innkreis Wien www.wedl.com

Spezialitätenerzeuger

e r l e b e n - 9 x in Österreich

PLANUNG UND EINRICHTUNG

www.id-werkstatt.at

www.kastner.at

Strategie & Konzeptentwicklung

gastro goes future www.koll.eu

KOLL0141_Ins_84x25 QF_ÖGZ_FS.indd 1

11.12.13 13:29


2

wRw s tU . aS t · T OAU M RKw. ITSg aM

23

w w w. g a s t . a t · N r. 1 M 3 - 1A 4 |R5K . A Tp r i l 2 0 1 3

N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

Xxx

Kass en- und Abrechnungssysteme

SPEISEKARTE DER WOCHE

Überbackene Bezirke Jedem Bezirk sein überbackenes Brot – das dachte sich ein Wiener Restaurantbetreiber, der in seiner Speisekarte grätzelspezifische Varianten des Snack-Klassikers offeriert. Den Bewohnern des sechsten Bezirkes etwa widmet er eine Kombi aus Sardellen, Mozzarella und Zwiebel. Simple Sache! Den Hietzingern billigte er ein um eine Spur nobleres Brötchen zu: Brie mit Walnüssen und Wildpreiselbeeren. Formidabel! An Mundgeruch hat der Wirt wohl gedacht, als er die Rudolfsheimer Stulle entwarf. Blauschimmel-

käse, Mozzarella, Emmentaler und Paprika – da könnte eine ehemalige Geliebte mit kühnen Essgewohnheiten im Spiel gewesen sein. Außerdem ins Auge sticht die Kreation für Ottakring. Gleich mit fünf Chilischoten und dem Hinweis „sehr scharf“ versehen, ist das Brot mit Bieraufstrich, Speck, Knoblauch und Mozzarella. Wir lernen: Der 16. ist ein heißes Pflaster, mit reichlich Samba, Spaß und Pfeffer. Ob die Gäste aus Simmering ob ihres faden Brotes (Tomaten, Mozzarella) eingeschnappt waren? Möglich wär’s.

Die Rechnung, bitte!

Praktisch und werbewirksam

Ein f lexibles und sicheres Kassensystem erleichtert den stressigen Arbeitsalltag

Die Bezahlung mit Plastikgeld ist in der Hotellerie und Gastronomie Usus. Für die Branche werden auch spezielle Services angeboten

inter jedem erfolgreichen Gastronom steht ein erfolgreiches Kassensystem. Wie etwa „Sale Grip“ von Wötzer. Die Kassensoftware ermöglicht die Kommunikation mit allen Peripherie-Geräten, Druckern, EC-Cash- und Kreditkarten-Terminals, Hotel- und Backoffice-Programmen oder Warenwirtschaftsprogrammen. Der Datenaustausch, aber auch dessen Protokollierung geschieht auf Knopfdruck. Auch Küche, Schank und Service können effizient kommunizieren. Als zertifizierter Orderman-Premium-Partner empfiehlt Geschäftsführer Wolfgang Wötzer die Installation von „Sale Grip“ auf echten

Marken-Handhelds, die im Vergleich zu standardisierten PDA-Geräten mit hoher Sicherheit punkten. Sie überzeugen nicht nur im Fall eines Hackerangriffs, sondern vor allem durch eine gesicherte Top-Performance in Spitzenzeiten. „Die Erfahrung zeigt, dass herkömmliche PDAs in diesen erfolgskritischen Zeiten oft unzureichend sind. Doch gerade bei Vollauslastung ist es wichtig, den Gästen einen professionellen und zuvorkommenden Service bieten zu können“, weiß der Tiroler Unternehmer. Auch die Akkulaufzeit von bis zu 18 Stunden, das sonnenlichttaugliche Touch-Display und die Erweiterbarkeit um einen Gürteldrucker sprechen für sich.

D

as Zahlungsmittel Kreditkarte ist gerade in der Tourismusbranche allgegenwärtig. Besonders für internationale Gäste ist die Akzeptanz von Kreditkarten in Hotels, Cafés oder Restaurants ein wichtiger Faktor. In der letzten Ausgabe haben Sie im Sonderthema „Kassen- und Abrechnungssysteme“ über die NFC-fähigen Terminals von Card Complete, die für kontaktloses Bezahlen ausgerüstet sind, gelesen. Speziell für die Gastronomie bietet diese Variante des bargeldlosen Bezahlens eine weitere Chance auf noch mehr Kundenkomfort und eine Vereinfachung der internen Abläufe, beispielsweise durch den Wegfall großer Kleingeldsummen oder kürzere Manipulationszeiten.

Orderman / Sale Grip

Komfort und Sicherheit

Wenn die Bestellung problemlos funktioniert, freuen sich nicht nur die Service-Mitarbeiter, sondern auch die Gäste.

Kleinanzeigen

Aber auch im Servicebereich greift der Karten-Komplettanbieter Partnern aus dem Tourismus unter die Arme: Unkomplizierte, bargeldlose Besicherungs- und Zahlungsmöglichkeiten beispielsweise im Bereich von Hotelreservierungen, No-Show- und Stornoverrechnung unterstützen bei der Vereinfachung der einhergehenden Prozesse und bieten gleichzeitig noch mehr Sicherheit. Mit „All in One“ etwa steht ein Service für Hotellerie, Pensionsbetriebe und Gastronomie zur Verfügung, der jedem Gast komfortabel und sicher

Geschäftsan- & -verkauf DISCO & Tanzlokal zu verkaufen, Bezirks-

1120 Wien, Grünbergstraße 15, T (01) 546 64-461, F (01) 546 64-50461.

stadt Spittal/Drau – Kärnten komplett eingerichtet, mit od. ohne Pächter. Unter "

PREISE FÜR „KLEINE ANZEIGEN“: Jedes Wort € 2,–, fettgedruckte

648.605" an den Verlag.

Wörter € 3,–. Bei Chiffreinseraten Gebühr € 2,–, Postzustellung € 3,–,

VERKAUF eines Gastronomiebetrie-

plus 20 Prozent Mehrwertsteuer. Eingeschriebene sowie nicht

bes samt Fremdenzimmern in Lem-

genügend frankierte Chiffrebriefe werden nicht angenommen. Chiffreadressen dürfen laut Pressegesetz nicht bekanntgegeben werden.

bach bei Riegersburg (steirisches

Card Complete

H

Gerade in der Gastronomie ist eine flexible Handhabung gefragt. Card Complete bietet unterschiedlichste mobile Terminallösungen und stellt je nach Bedarf portable Terminals mit GPRS, IP, Wireless-LAN-Technologie bzw. als Bluetooth®-Varianten zur Verfügung.

eine Zimmeranfrage oder -buchung und deren Bezahlung im Internet (ECommerce) sowie die Konsumation vor Ort direkt am Card-CompleteTerminal ermöglicht. In Zusammenarbeit mit renommierten und erfahrenen Partnern lässt sich diese Lösung flexibel als Paket oder getrennt je Modul für Unternehmen einsetzen.

Tourismusportal für Partner Für Partner aus Hotellerie und Gastronomie bietet das Unternehmen außerdem exklusiv die Möglichkeit, sich bei österreichischen Karteninhabern von Card Complete – über eine Mil-

HOTEL/FRÜHSTÜCKSPENSION zu verkaufen, 260 Betten, Graz-Umgebung, Top-Lage, ausreichend Parkplätze vorhanden, Wellnessbereich, bestens eingeführt, 6–8 % Rendite (Top für Anleger). Preis auf Anfrage, Kontakt: hotelverkauf@gmx.com

Verkauf

Vulkanland) mit Burgblick und Ke-

KOMPLETTE LOKALEINRICHTUNG

gelbahn. Kontakt: 0316/82 00 80,

(35 Sitzplätze) sehr guter Zustand.

office@aschmann-pfandl.at

0664/131 25 81.

lion – und einer Vielzahl internationaler Gäste kostenlos zu präsentieren: Auf dem Tourismusportal „complete Urlaub“ können Unternehmen ihr komplettes Leistungsangebot vorstellen, Kontaktdaten anführen, auf ihre Website verlinken sowie Special Offers für Karteninhaber von Card Complete gestalten. Viele renommierte Partner nutzen bereits diese Art der Werbemöglichkeit.

Info www.cardcomplete.com www.completeurlaub.com

Stadthotel in Wels beste Lage zur Messe, 54 Zimmer, Gastronomie­ räumlichkeiten, Seminar­ raum, Gastgarten, Parkplatz. Mit sehr guter Auslastung. Grundstück: 1.700 m², Nutzfläche: 4.000 m². Tel.: 0664/45 19 88 68

IMPRESSUM Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, A-1120 Wien, Grünbergstraße 15, Tel.: (01) 546 64-0, Fax: (01) 546 64/50360 für Redaktion und DW 50260 für Anzeigen. E-Mail: gast@wirtschaftsverlag.at, ISDN: (01) 545 58 74 | Redaktion: Thomas Askan Vierich (Chefredakteur), DW 360, E-Mail: t.vierich@wirtschaftsverlag.at; Mag. Bernadette Pesendorfer (Chef vom Dienst), DW 365, E-Mail: b.pesendorfer@wirtschaftsverlag.at; Alice Rienesl (Online-Redaktion), DW 362, E-Mail: a.rienesl@wirtschaftsverlag.at | Tirol-Korrespondenz: Barbara Egger, Tel. 0664/380 59 45, E-Mail: barbara.egger@tirol.com | Gesamt-Verkaufsleiter ÖWV: Franz- Michael Seidl DW 240 | Anzeigenleiter Plattform Gastro: Kurt Heinz, DW 265, E-Mail: k.heinz@wirtschaftsverlag.at | Anzeigen: Mag. Nicole Hoffmann-Thönnessen, DW 268, E-Mail: n.hoffmann@wirtschaftsverlag.at; Christine Fitzke-Staufer, DW 264, E-Mail: c.fitzke@wirtschaftsverlag.at, Barbara Völkl, DW 263, E-Mail: b.voelkl@wirtschaftsverlag.at; Sandra Schabauer, DW 269, E-Mail: s.schabauer@wirtschaftsverlag.at; Evelyne Proderutti (Service), DW 461, Fax: DW 50461, E-Mail: e.proderutti@wirtschaftsverlag.at | Online-Marketing: Barbara Völkl, DW 263, E-Mail: b.voelkl@wirtschaftsverlag.at | Abonnement: Aboservice Österr. Wirtschaftsverlag, Simmeringer Hauptstraße 24, 1110 Wien, Tel.: 01/361 70 70-570, Fax: 01/361 70 70-9570, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at | Jahresbezugspreis: € 94,–, Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter. | Anzeigentarif: Nr. 42, gültig ab 1. Jänner 2014, Erscheinungsweise: 14-täglich | Hersteller: Druckerei Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn | Agenturpartner: APA – Austria Presse Agentur | Unternehmensgegenstand: Herausgabe, Verlag, Druck und Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften. | Geschäftsleitung: Thomas Zembacher | Beteiligung: Alleinige Gesellschafterin der Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH ist die Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH. Gesellschafter der Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH sind die Süddeutscher Verlag GmbH mit 91,98 %, Herr Holger Hüthig mit 7,02 %, Frau Ruth Hüthig mit 0,45 %, Frau Beatrice Hüthig mit 0,28 % und Herr Sebastian Hüthig mit 0,28 %. | Marketing: Paul Kampusch, DW 130 | Bankverbindung: Bank Austria, Kto. 04240571200, BLZ 11000, IBAN AT511100004240571200, BIC BKAUATWW | Druckauflage: 23.025 – Verbreitete Auflage: 22.707 (2. HJ 2013) | Die Nummer 1 in Hotellerie und Gastronomie lt. ACNielsen 2003 und lt. Spectra 2009.


24

SZENE

w w w. g a s t . a t · N r. 1 1 – 1 2 | 2 1 . M ä r z 2 0 1 4

Ausgezeichnete Gesundheit Goldene Cloche verliehen

Brau Union Österreich

Die Galanacht der Gastronomie fand heuer in der Orangerie Schönbrunn statt, und rund 500 Gäste feierten gemeinsam mit Preisträger Rudi Sodamin, der vom Gastronomieclub Wien die Goldene Cloche verliehen bekam. Sodamin ist Herr über 22 Schiffe, auf denen 2.500 Köche beschäftigt sind. Pro Tag werden rund 40.000 Essen nach seinen Vorgaben zubereitet. Sodamin, der bereits einige Auszeichnungen erhalten hat, freute sich besonders über die erste aus Österreich. Im Bild: Rudi Sodamin und Annemarie Bartels inmitten des Kochverbandes, Sektion Wien.

Zum zweiten Mal in Folge darf sich die Brau Union Österreich über das „Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung“ freuen. Insgesamt 37 oberösterreichische Betriebe wurden von Bundesminister Alois Stöger ausgezeichnet. Bei der Verleihung (v. l.): Albert Maringer (Obmann OÖGKK), Bundesminister Alois Stöger, Andrea Wesenauer (Direktorin OÖGKK), Norbert Brettbacher (Betriebsrat Brau Union), Susanne Rief (Betriebliches Gesundheitsmanagement Brau Union), Klaus Ropin (Gesundheitsreferent des Fonds Gesundes Österreich) und Julius Stiglechner (1. Obmann-Stv. OÖGKK).

Im Palais Ferstel wurde die zweite Ausgabe des Magazins „Beste Österreichische Gastlichkeit“ präsentiert und Erwin Gegenbauer (r.) als „Kulinarischer Genussbotschafter 2014“ geehrt. BÖG-Präsident Toni Mörwald (l.) und Bundesminister Andrä Rupprechter gratulierten dem Essigproduzenten und überreichten ihm eine Urkunde. Mörwald zur Wahl des Genussbotschafters: „Mit Erwin Gegenbauer wollen wir ganz bewusst ein Zeichen für die Manufakturen in Österreich setzen, die ihre Produkte auf höchstem internationalem Niveau herstellen und auch international als Aushängeschilder österreichischer Produkte angesehen sind.“

Gastronomieclub Wien / Weinwurm

BÖG

Genussbotschafter geehrt

And the Oscar goes to ...

H. Tschemernjak

… the kitchen! Eine österreichische Köche-Delegation verstärkte die Küchenmannschaft von Wolfgang Puck (Mitte) bei der Oscar-Verleihung in Los Angeles. Hannes Tschemernjak (2. v. l., Tschebull am Faaker See), Mike Köberl (l., Hotel Rainers in Wien) und Christian Stolz (2. v. r., Küchenchef Compass-Group) kredenzten den rund 1.500 Gästen etwa 8.000 BriocheBrötchen, 1.300 Austern sowie fünf Kilo Kaviar und Trüffel. Unterstützt wurden sie von R. Christopher Christie (r., Hotel Marina Bay Sands in Singapur).

Schüler in der Schokofabrik

TS Bad Gleichenberg

In einem einjährigen Kochkurs schnuppern die Juniorköche (10–13 Jahre) der Tourismusschulen Bad Gleichenberg in die Welt des Tourismus, speziell in das Berufsbild des Koches. Diesmal besuchten sie die Schokoladen Manufaktur von Josef Zotter und produzierten unter seiner Anweisung ihre eigene Schokolade. Von der Fair-Trade-Kakaobohne, über die Röstung bis hin zur fertigen Schokolade konnten die Juniorköche sämtliche Produktionsschritte hautnah miterleben.

Wels ist grün, grüner, am grünsten!

Messe Wels / Pelzl

Die Stadt Wels ist die erste Destination in Österreich, die offiziell umfassend mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Tourismus bzw. für Green Meetings und Events ausgezeichnet ist. Neben Business Touristik Wels haben auch neun Hotels der siebentgrößten Stadt Österreich das Umweltzeichen erhalten (v. l.): Umweltminister Andrä Rupprechter, Sophie Schick (Boutique Hotel Hauser), Peter Jungreithmair (Tourismusverband Wels), Alexandra und Helmut Platzer (Hotel Bayrischer Hof & Hotel Alexandra), Hans-Jörg Wanik (Hotel Gösserbräu), Paul Schludermann (Hotel & Gasthof Maxlhaid), Petra Mayerhofer (Hotel Amedia) und Markus Ploberger (Hotel Ploberger).

Original Budweiser

Cologne Business School

Prämierter Auftritt auf der ITB Über 10.000 Aussteller und rund 114.000 Fachbesucher waren auf der ITB vertreten. Am Gemeinschaftsstand der Österreich Werbung (ÖW) präsentierten sich mehr als 70 Tourismuspartner. Dieser Auftritt wurde von der ITB mit dem „Best Exhibitor Award“ in der Kategorie Europa zum Sieger gekürt. Den Award übernahm das ÖW-Team gemeinsam mit den Schülern der Tourismusschulen Salzburg. Weiteren Grund zur Freude hatte die ÖW mit dem jeweils dritten Platz bei der Wahl zum „Verkehrsbüro des Jahres“ in Deutschland und für den Kinospot „Sommerurlaub in Österreich“ im Rahmen der International Tourism Film- and Multimedia Competition.


ÖGZ 11-12/14