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Ö S T E R R E I C H I S C H E G A S T R O N OM I E - U N D H O T E L Z E I T U N G 

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4,90 € | Nr. 2 | 8. Februar 2019

Neuer Schwung für Bio und Nachhaltigkeit Wien fördert zertifizierte, nachhaltige Frischküche

Das starke österreichische Familienunternehmen seit 1904

Das sind die Hotel-Trends 2019 Was bringen Mixed Use, Instagramability und Co? Kassen- und Abrechnungssysteme Eine neue Kasse muss her – aber welche?

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Kaffeehauspräsident

Text: Roland Graf

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Orange Wine, Gin & Tonic und selbstgemachte Limonaden – Trend-Getränke sind die Kür jeder zeitgemäßen Getränkekarte. Doch ohne guten Wein im Offenausschank und Digestifs geht gar nichts

Ex-Starbucks-Chef Howard Schultz will 2020 fürs Amt des US-Präsidenten kandidieren. Und was sagt der Amtsinhaber dazu? Er twittert, dass sein Widersacher in spe „nicht die klügste Person sei“. Kann man ja nachvollziehen, beim Genius eines Mr. Trump! Aber was denkt eigentlich die Allgemeinheit davon, einen Unternehmer zum Präsidenten zu wählen? Wenn man annimmt, dass die Mehrheit der US-Wähler bei der Stimmabgabe 2016 bei Sinnen war, dann liegt der Schluss nahe, dass Unternehmer (und sogar einer wie Trump!) als Politiker im puritanisch-liberal geprägten Amerika besser ankommen. Hierzulande blieb ja eher der verunglückte Versuch Frank Stronachs, die Politik umzukrempeln, in Erinnerung. Eine Parallele zu Schultz: Sowohl der Magna-Gründer wie auch der Starbucks-CEO versuchten sich mit bemerkenswerter Erfolglosigkeit an der Führung eines Profisportteams (Austria Wien und Seattle Supersonics). Das steigerte nicht unbedingt deren Beleibtheit in der Bevölkerung. Wirte und Politiker brauchen beide ein Gespür für die Leute, heißt es im Volksmund. Ein Gastronom als Kanzler, das wär’ doch was (schicken Sie uns doch Vorschläge)! Doch mal ernsthaft. Es geht letztlich mehr um „unternehmerfreundliche“ Rahmenbedingungen als um handelnde Personen. Dazu gibt es ein Bekenntnis der Regierung. Die Diskussionen um den Zwölf-StundenTag, einen zusätzlichen Feiertag am Karfreitag oder den Anspruch auf den „Papamonat“ zeigen, dass hier unterschiedliche Interessen aufeinanderprallen. Das liegt in der Natur der Sache. Die Stärke Österreichs lag immer darin, einen Interessenausgleich zu schaffen. Die Redaktion wünscht viel Vergnügen bei der Lektüre der neuen Ausgabe!

Die Grazer „Laufke-Buam“ starten einen neuen Lieferservice für Spitzenweine.

Ja, mir san mit’m Radl da! Die „Laufke-Buam“ kennt man in ihrer Grazer Heimat als innovative Gastronomen. Neueste Idee: Ein Radlieferservice für Spitzenweine der 500 Positionen starken Weinkarte im Grazer Szene-Wirtshaus Laufke – vom lokalen Welschriesling bis zur 750-Euro-Flasche Château La Mission Haut-

Brion. Geliefert wird über eine Kooperation mit dem Grazer Start-up Velofood. Die Zustellung per Rad boomt übrigens: Die Bestellplattformen Mjam und Foodora bieten ihren Fahrern neuerdings einen Mindestverdienst von 8 Euro/ Stunde. Man sucht dringend nach Fahrern.

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Schankwein und Whisky als Umsatzbringer

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s ist kein Zufall, dass sich die ÖGZ gleich in der zweiten Ausgabe dieses Jahres intensiv dem „Schankachterl“ widmet. Diese „Brot und Butter“-Weine, wie es die Kollegen in Übersee gerne nennen, sind ein Gradmesser der Wirtshauskultur, auch ohne dass eine Speise bestellt werden muss. Passt der erste Schluck, sehen wir gerne weiter. Wenige Einschätzungen haben umgekehrt die vernichtende Kraft eines „Den Wein kannst dort nicht trinken“. Ob die Nockerl zu weich oder doch flaumig

IHR PERSÖNLICHES EXEMPLAR

sind, das Schnitzel knusprig oder doch schon zu trocken war, weiß der Gast als Ansichtssache zu deuten. Aber ein Wirtshaus ohne guten Wein – das geht hierzulande gar nicht. Dabei ist es gar nicht so leicht, einen adäquaten Schankwein zu finden, der den Spagat zwischen attraktivem Einkaufspreis (Kalkulation) und mehrheitstauglichem Geschmack (Genussfaktor) schafft. Doch es gibt die aromatischen Allrounder; knapp 30 von ihnen – Weißweine wie Rote – hat das ÖGZ-Kostquartett unter die Lupe ge-

nommen. Hier geht es nicht um Punkt oder Sterne, sondern Umsatzbringer mit Trinkanimo, wie sie nur die ÖGZ vorstellt. Denn nicht jeder Wein besteht den Lackmus-Test und taugt auch als G’spritzter, von Bar-Keepern gerne etwas neidvoll als „Österreich liebstes Mischgetränk“ bezeichnet. Apropos Bar: Hier hat sich abseits aller Moden der Whisk(e)y als Konstante erwiesen. Eine Auswahl der besten Getreidebrände finden Sie in unserem Sonder­teil. FORTSETZUNG SEITE 14

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Köche gehören in Norwegen angeblich zu den Berufsgruppen mit der niedrigsten Lebenserwartung. Ein Grund dafür sind Bratdämpfe. Diese reißerische Agenturmeldung, fußend auf einer Studie, ging kürzlich um den Globus. Und sie wurde von den meisten Zeitungen eins zu eins übernommen. Das bringt Klicks! Die Meldung suggeriert, dass Köche – im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen – einer besonderen Gefahr ausgesetzt seien, nämlich durch am Arbeitsplatz entstehende Dämpfe. Freudig warten wir auf die Neuigkeit, dass Friseure Hautekzeme bekommen können, weil sie mit Chemikalien hantieren, und Beamte Rückenschmerzen – vom stundenlangen Sitzen. Aber halt, es gibt auch noch Köche mit MehlAsthma. Oder Meeresfrüchte- und Karotten-Asthma. Krankheitsbilder gibt es leider viele. Und manchmal hilft – so schlimm das ist – nur ein Berufswechsel. Schön, dass wir keine anderen Sorgen haben. Oder doch? Laut AUVA gibt es europaweit 120.000 berufsbedingte Krebserkrankungen pro Jahr, 80.000 Todesfälle, davon fast 2.000 in Österreich. Das ist erschütternd, aber offenbar nicht reißerisch genug, sonst hätte man davon schon irgendwo gelesen. Krebserzeugende Stoffe sind an vielen Arbeitsplätzen zu finden. Das Zauberwort lautet „sachgemäßer Umgang mit krebserzeugenden Stoffen“ bzw „Arbeitnehmerschutz“. Berufliche Krebserkrankungen haben aber noch einen Effekt: Sie sorgen für hohe volkswirtschaftliche Folgekosten. Laut der „Roadmap on Carcinogens“ liegen diese Kosten EU-weit bei 2,4 Milliarden Euro pro Jahr – quer durch alle Berufsgruppen. Das sind Herausforderungen, denen man sich EU-weit stellen muss. Das gilt auch für den Umweltschutz, denn dreckige Luft und Feinstaub – ebenfalls Krebsauslöser – machen nicht vor Grenzen halt. Wenn hier die Politik versagt, und das scheint der Fall zu sein, braucht es einen Aufschrei. Abgase, Abwässer, Abfälle töten nicht nur Berufstätige. Sie töten auch Kinder. Es lohnt sich, dagegen etwas zu tun, denn jeden dieser Todesfälle könnte man verhindern. a.gruebling@wirtschaftsverlag.at

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anrichten, nicht mehr tragbar seien. Sein Ansinnen: Die Pferde müssen mit Gummi-Hufen ausgestattet werden. Vom veterinärmedizinischen Standpunkt: kein Problem. Stellt sich die Frage, ob das Plastikhuf-Gebot auch für die berittene Polizei gilt, die der Innenminister gerade aufbauen lässt?

Karotten-Asthma

Die Fiaker sind in Wien eine klassische Toristenattraktion – die schon in der Vergangenheit für manche Aufregung sorgte (Stichworte: Pferdemist und Tierwohl). Nun befindet der Bezirksvorsteher der Wiener Innenstadt, Markus Figl, dass die Straßenschäden, welche die Hufeisen

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K OM M E N TA R

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Auf leisen Sohlen

Jetzt drohen Airbnb Strafen Verwaltungsstrafen für Airbnb angedroht. Doch das Problem muss breiter gelöst werden WIEN:

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ie Zimmervermittlungsplattform Airbnb fühlt sich offensichtlich rechtlich in sicheren Gefilden. Nach Abbruch der Verhandlungen zur Übermittlung der Vermieterdaten (für die Überprüfung der Ortstaxenabgabe) hatte die Stadt Wien dem US-Unternehmen eine Frist bis Ende Jänner gegeben. Diese verstrich – Airbnb glaubt, dass es aufgrund des Datenschutzes keine Infos über seine Hosts weitergeben muss. Das sieht die Stadt Wien (die mit zwölf Sharing-Plattformen einen Datentausch betreibt) freilich anders. Für den zuständigen Wiener Finanz- und Tourismusstadtrat Peter Hanke ist das Angebot von Airbnb unzureichend. Man hatte den Wienern angeboten: die Ortstaxe über die Airbnb-Plattform direkt einzuziehen. Hanke sieht hier keine ausreichenden Kontrollmöglichkeiten. Wie geht es jetzt also weiter? Wien geht von bis zu 8.000 Datensätzen aus. Insgesamt steht damit eine Strafe von rund 245.000 Euro im Raum.

Es geht um Steuern Das Problem, das die Hotellerie mit der Share Economy hat, ist aber komplexer. Airbnb behauptet, bereits weltweit eine Milliarde US-Dollar für Kommunen (an Tourismusabgaben) eingehoben zu haben. Die Einhebung der relativ geringen Tourismusabgabe ist aber nur ein Bereich, der kontrolliert werden sollte. Ferner geht es auch um die Kontrolle der Steuerabgaben. Hoteliers fordern in regelmäßigen Abständen eine Gleichstellung in diesem Be-

reich ein. Die Geschäftsführerin des Boutiquehotels Stadthalle und ÖHVPräsidentin Michaela Reitterer stellt in diesem Zusammenhang eine berechtigte Frage: „Ich übermittle für meine Mitarbeiter sämtliche Lohndaten, der Fiskus kennt jedes Detail meiner Einnahmen, und die Sharing Economy argumentiert mit Datenschutz?“ Wieso müssen Hosts vor der Finanz geschützt werden?

Meldung bei der Finanz Der Wunsch, den WKO und ÖHV bei der Regierung schon länger deponiert haben: Nur bei der Finanz registrierte User sollen auf Plattformen gelistet werden dürfen. Im Grunde sei das für die Hosts kaum aufwändiger, als einen Account auf der Plattform zu erstellen. Die Plattformen könnten eine solche Registrierung ohne großen Aufwand automatisch auf deren Websites abwickeln.

Pensionen und drei Sterne Dass die private Zimmervermittlung auf Plattformen wie Airbnb sich steigender Beliebtheit erfreut, zeigt eine von der ÖHV in Auftrag gegebene Umfrage von „Mind Take“. Auf 40 Prozent der Österreicher wirke die „Sharing Economy“ demnach attraktiv. Das zeigen auch die Buchungszahlen: Airbnb verzeichnet jährlich zweistellige Wachstumsraten. Pensionen und das Drei-SterneSegment in der Hotellerie spüren das am meisten. Die Regierung ist gefordert, entsprechend faire Rahmenbedingungen für alle Anbieter zu schaffen. Der Ball liegt somit bei Finanzminister Hartwig Löger.  dan

Gefahren durchs Kochen?

Freiwillig Herkunft ausweisen

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eue Aufregung um den Kochberuf. Nein, ausnahmsweise geht es nicht um offene Stellen oder Streit vor dem Arbeitsgericht (mit teilweise subtiler Informationspolitik), sondern um die Gesundheit. Macht denn Kochen krank? Der norwegische Arzt aus Trondheim Sindre Rabben Svedahl hat nämlich in seiner Doktorarbeit herausgefunden, dass es einen Einfluss von Kochdämpfen auf das Auftreten von Bronchitis gibt. Die Daten stammen aus einer Befragung von fast 900 norwegischen Köchen. 17 Prozent der langfristig als Koch Beschäftigten klagen über Atembeschwerden bei der Arbeit.

Rauchen ist gefährlicher Der Schluss: Wer mehr als den halben Arbeitstag damit verbrachte, Lebensmittel zu braten, erhöhte sein Risiko für chronische Bronchitis um den Faktor 2,5. Bei einem Großteil der Befragten ließen aber die Symptome nach, sobald sie nicht mehr am Grill standen. Laut Studien leiden etwa zehn Prozent der Erwachsenen (ob Koch oder nicht) unter einer dauerhaften Entzündung der Bronchialschleimhäute. Hauptgrund sind aber nicht Bratdämpfe, sondern das Rauchen. Gastro-Branchenobmann Mario Pulker ktitisiert gegenüber der ÖGZ derart „reißerisch“ formulierte Forschungsergebnisse. Die Studien könne auch nicht eins zu eins auf österreichische Betriebe umgemünzt werden. „Jede Berufsgruppe ist spezifischen Gefahren ausgesetzt. Wichtig ist es, möglichst ergonomische Arbeitsplätze zu schaffen. Österreich verfügt in Sachen Arbeitnehmerschutz über einen außerordentlich hohen Standard und durchgängige Kontrollen“, so Pulker.  dan

er österreichische Handelsverband hat keine Vorbehalte gegen eine geplante Verpflichtung zur Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln. „Eine einheitliche Kennzeichnungspflicht ist auf jeden Fall sinnvoll, egal ob ein Konsument seine Lebensmittel im Handel, in der Kantine oder im Lokal bezieht“, erklärt Handelsverband-Chef Rainer Will.

Verpflichtung nur im Handel Ministerin Elisabeth Köstinger hatte davor eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Lebensmittel im Handel und in der Gemeinschaftsverpflegung entweder für 2020 oder 2021 in Aussicht gestellt. Dabei geht es um Produkte mit Fleisch, Ei und Milch. Was heißt das für die Gastronomie? Das Thema wurde in der letzten Legislaturperiode vom damaligen ÖVP-Mandatar Leopold Steinbichler zuletzt eingebracht, aber von der Wirtschaftskammer (insbesonders vom Fachverband für Gastronomie) stets abgelehnt. Auf dieser Linie befindet sich auch der nunmehrige Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer. Bei einem gemeinsamen Termin mit Köstinger warnte er vor bürokratischem Mehraufwand für die Betriebe. Man müsse jede einzelne Maßnahme abwägen. Köstinger stellte klar, dass neben dem Lebensmittelhandel die Kennzeichnungspflicht beim Essen in Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern vorgesehen ist, nicht aber in der Gastronomie. Für verarbeitete Lebensmittel in der Gastronomie werde eine freiwillige Herkunftsangabe avisiert. Welche Anreize es geben soll, ist noch nicht klar.  red

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SEI TE DREI

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Tiroler Wahlkrimi Das Tiroler Tourismusgesetz ist komplex. Das zeigte sich bei der neuausgetragenen Wahl in Osttirol. Die ÖGZ hat sich angesehen, wie Tourismuswahlen ablaufen

Philipp Brunner

Text: Dieter Mayr-Hassler

Alt- und Neu-TVB-Chef Franz Theurl So harmonisch ging’s im Vorfeld der TVB-Wahlen nicht zu. Das Land Tirol musste sogar das Wahlgesetz novellieren, um gewisse Wahlblüten abzustellen: TVBOsttirol-Chef Franz Theurl (Bildmitte) mit Tirol-HoldingChef Joe Margreiter (links) und Tirols LH Günther Platter (rechts). Voll besetzte Tennishalle mit mehr als 1.200 Personen bei der Vollversammlung des TVB Osttirol vor sechs Jahren.

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us den Zeitungen springt Wahlwerbung ins Auge, in den Internetplattformen wird diskutiert, und dutzende Wahlhelfer laufen um die Stimmen. Was ist hier los? Nicht etwa die Neuaustragung der Bundespräsidentenwahl, sondern die Tourismuswahl in Osttirol. Die 4.200 Mitglieder des TVB waren nach der aus formalrechtlichen Gründen aufgehobenen Wahl vom Dezember 2017 erneut dazu aufgerufen, eine neue Führung zu wählen. Nach dem langen und intensiven Wahlkampf herrschte im frischgewählten Aufsichtsrat dann praktisch eine Pattstellung mit sechs Mandataren für Amtsinhaber Franz Theurl und sechs für die beiden Listen seiner Herausforderer.

Neue Harmonie Nach intensiver Beratung wurde Franz Theurl wieder einstimmig zum Obmann gewählt. Neu ist: Seine beiden Stellvertreter kommen jeweils von den Herausforderern, und es herrschte Eitel Wonne. Beim letzten Mal endete die Wahl noch mit Buhrufen für den Obmann, da dieser ausschließlich Leute aus seinem Lager in den Vorstand berufen hatte. Gerhard Föger ist Chef der Tourismusabteilung des Landes und damit TVB-Wahlleiter. „Wir haben 34 TVBs in Tirol, und bei den meisten geht es recht harmonisch zu“, sagt er. In drei Verbänden (Wörgl und Umgebung, Imst und im Pitztal) gab es sogar nur einen gemeinsamen Wahlvorschlag. In den anderen Verbänden gab es zwar mehrere Bewerber, aber keinen nennenswerten Wahlkampf. Doch manchmal ging es ans Eingemachte. Legendär waren die Geschichten von Tourismuswahlen, bei denen Hunderte von Blankovollmachten im Umlauf waren und Busse mit Vereinen herangekarrt wurden, die diese Vollmachten dann bei der Wahl ausübten. In Lienz mussten wegen des großen Andrangs die Wahlen sogar in der Tennishalle abgehalten werden. Das führte zu einer Novellierung des Tourismus-

gesetzes, bei der die bis dahin geltenden Vollmachten abgeschafft und durch einen einwöchigen Vorwahlmodus ersetzt wurden.

Kompliziertes Wahlrecht Wie läuft eine Wahl genau ab? Das Tiroler Tourismuswahlrecht ist komplex und ein sogenanntes Kurienwahlrecht, bei dem die Mitglieder je nach Höhe ihrer Beitragszahlungen in drei verschiedene Stimmgruppen eingeteilt werden. Diese drei Stimmgruppen bringen jeweils ein Drittel des Beitragsaufkommens auf. Demnach ist in der ersten Gruppe die zahlenmäßig kleinste mit den größten Beitragszahlern, gefolgt von der mittleren und schließlich der zahlenmäßig größten Gruppe mit den kleineren Beitragszahlern bis hin zum Mindestbeitrag von 30 Euro im Jahr. In Tirol sind nämlich praktisch alle Selbstständigen Pflichtmitglieder der jeweiligen Tourismusverbände, die solcherart mit enormen Mitteln ausgestattet sind. Bei 750.000 Einwohnern hat Tirol mehr als 71.000 Mitglieder in seinen 34 TVBs. Der mitgliederstärkste Verband ist Innsbruck und seine Feriendörfer mit fast 20.000 Mitgliedern. Zwar war bis Anfang der 90er-Jahre die Gründung eines TVBs freiwillig, aber einmal gegründet, war die Mitgliedschaft verpflichtend. So müssen in Tirol nicht nur alle Unternehmer, sondern auch alle Freiberufler, vom Künstler über den Zahnarzt bis hin zum Notar, ihren anteiligen Obolus am Jahresbudget des jeweiligen TVB leisten. Die grundsätzliche Höhe der Abgaben darf der TVB nach einem vorgegebenen Rahmen selbst bestimmen. Den höchsten Beitrag zahlen derzeit die Ötztaler mit 17 Promille und den niedrigsten Innsbruck und seine Feriendörfer mit 7,7 Promille.

Abgaben von 100 Prozent und ein Schriftsteller von zehn Prozent seines Umsatzes. Ein Ötztaler Hotel mit fünf Millionen Euro Netto-Jahresumsatz zahlt demnach 85.000 Euro Pflichtabgabe an seinen Tourismusverband. Die Ortstaxe pro Nächtigung kommt noch separat dazu. Im Ötztal macht das in Summe über 16 Millionen Euro an Jahresbudget für den TVB aus (8,7 Mio. über die Pflichtbeiträge und 7,4 über die

Ortstaxe). Osttirol kommt auf ein Jahresbudget von 8,6 Millionen Euro und liegt damit an fünfter Stelle in Tirol. Die Tourismusverbände verwenden ihre Geldmittel zum einen für Werbung und Marketing, Gäste- und Mitgliederbetreuung, aber zum anderen auch zur Errichtung und Förderung von Infrastruktur. Da die TVBs laut Tiroler Landesgesetz sogenannte selbstverwaltende Körperschaften

sind, dürfen die jeweiligen Mitglieder theoretisch selbst bestimmen, wie ihre Geldmittel eingesetzt werden. Praktisch funktioniert das wie nach einem demokratischen Muster: Die Mitglieder wählen alle fünf Jahre ihre Vertreter für die Gremien, und dort werden dann die Entscheidungen über den Mitteleinsatz getroffen. Kein Wunder also, dass es bei den Wahlen manchmal heiß zur Sache geht.

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TOURISMUS

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Wien will weg von Nächtigungszielen

Convention Bureau Das Austrian Convention Bureau (ACB), Dachverband der österreichischen Kongress- und Tagungsbranche, verkündet den Beitritt des Veranstaltungsallrounders Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt. Das Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt wurde 1982 errichtet und gehört der Kultur-Betriebe Burgenland GmbH an.

Gute Zahlen präsentiert die Bundeshauptstadt. Umsatz- vor Nächtigungszahlen ist aber das neue Credo. Für Airbnb drohen jetzt Verwaltungsstrafen

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eter Hanke durfte in seiner Funktion als Präsident von WienTourismus erstmals Zahlen präsentieren. Und gleich sehr gute! Mit 16,5 Millionen Gästenächtigungen (Jänner bis November) stellt Wien einen neuen Rekordwert auf. Gründe für das spektakuläre Ergebnis hatten bei der BilanzPräsentation der sichtlich gut gelaunte Newcomer Hanke ebenso wenig wie der langdienende Tourismusdirektor Norbert Kettner parat. Die (in die Jahresbilanz noch nicht eingerechneten) Dezember-Werte liegen sogar 15 Prozent über dem Vorjahr. Wie auch immer: Die EU-Präsidentschaft dürfte für ein bisschen Rückenwind gesorgt haben. Wichtigste Botschaft der Wiener Tourismuschefs: Die Umsätze (+11,8 Prozent) stiegen stärker als die Nächtigungen (+6,3 Prozent). Ein Beleg, dass der Plan, Wien noch stärker als Premiumdestination zu positionieren, aufgeht. Qualität soll gegenüber Quantität gestärkt werden. In der gerade entstehenden Tourismusstrategie 2025 könnte man ganz auf Nächtigungsziele verzichten, lässt Kettner anklingen. Kampagnen für Hotels zielen schon jetzt nur aufs Vier- bis FünfSterne-Segment ab. Etwas weniger eitel Wonne gibt es klarerweise beim Thema Overtourism – das zuletzt auch in TV-Sendungen recht breit diskutiert wurde. Hier hat Wien Tourismus seit einiger Zeit eine Bevölkerungsbefragung laufen (Stichprobe

Neue alpine Spitze Der Verein AlpNet hat einen neuen Vorstand gewählt. Die Präsidentschaft übernimmt Damian Constantin (Direktor von Valais/Wallis Promotion) von Josef Margreiter, der in die Tirol-Holding wechselt. Zehn der führenden Tourismusorganisationen – Allgäu Tourismus, Auvergne-Rhône-Alpes Tourisme, BE! Tourism, Graubünden Ferien, IDM Südtirol, LuzernVierwaldstättersee, Salzburger Land Tourismus, Tirol Werbung, Trentino Turismo und Valais/ Wallis Promotion – arbeiten innerhalb von AlpNet an der Stärkung des Alpentourismus.

Megahalle in Wien Jetzt ist es fix. Wien wird eine große Eventhalle bekommen. Und diese wird mit einem angepeilten Fassungsvermögen von 20.000 Zuschauern andere Arenen (wie die Mercedes-Benz Arena Berlin mit knapp 17.000 Plätzen) auch in den Schatten stellen. Standort wird Neu Marx sein. Die Ausschreibung des Architekturkonzepts soll diesen Sommer erfolgen. Bereits 2024 sollen die ersten Konzerte und Sportevents stattfinden.

NÖ: Kooperation

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icrolearning ist eine zeitgemäße und spielerische Form des E-Learnings (die ÖGZ berichtete bereits). Einen guten Praxiseinsatz in der Mitarbeiterschulung zeigt die Tourismusregion St. Johann auf. Über eine Art Spiel, das übers Smartphone bedienbar ist, können die Mitarbeiter zwischendurch, also etwa in Arbeitspausen, Fragen beantworten. Natürlich gibt es auch kleine Incentivierungen.

Fingerfood fürs Hirn V. l. n. r.: Tourismusdirektor Norbert Kettner, Andreas Otto (Austrian Airlines) und Peter Hanke (amtsführender Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales).

von 3.000 Personen jährlich). Kettners Interpretation der Zahlen: 94 Prozent der Wiener sind – weiterhin – gegenüber dem Tourismus positiv gestimmt.

Sonntagsöffnung? Kettner und Stadtrat Hanke, das neue Team für Wiens Tourismus, lieferten eine Demonstration ab, wie sie mit Konfliktthemen umgehen. Beim Thema Tourismuszonen und Sonntagsöffnung zeigte Hanke (SPÖ) – der in der eigenen Partei den Widerstand des Arbeitnehmerflügels zu berücksichtigen hat – eine gewisse Bewegungsbereitschaft. Allerdings nicht zu schnell. Kettner, der als Befürworter liberalerer Öffnungszeiten für touristisch relevante Bereiche gilt, gibt sich

Airnbnb: Strafe droht Auf keinen Nenner kam Wien bekanntlich bei den Verhandlungen über die Übermittlung von Daten zur Kontrolle der Abführung der Ortstaxe mit dem Zimmervermittler Airbnb. Airbnb hat eine bis Ende Jänner laufende Frist zur Lieferung der Daten (die zur Überprüfung Tourismusabgabe dienen sollten) verstreichen lassen. Die Stadt will nun Verwaltungsstrafen verhängen. (siehe dazu Artikel auf Seite 2)  dan

Pläne gegen Overtourism

Für Schulferien im Herbst sollen freie Dienstage zu Ostern und Pfingsten gestrichen werden

Venedig bittet Tagesgäste demnächst zur Kasse. Hallstatt will Busse reduzieren

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ckung zwischen den gesetzlichen Feiertagen (Nationalfeiertag und Allerseelen) maximal fünf autonome Tage brauche, sehe man keine Notwendigkeit der Streichung des Osterdienstags und des Pfingstdienstags zugunsten der Herbstferien. Selbst das wäre für die ÖHV kein Problem: „Das Wegfallen der sogenannten Anreisetage nach Ostern und Pfingsten würde durch einen Herbstferien-Block mehr als ausgeglichen“, heißt es. Wie stehen Sie zum Thema? Diskutieren Sie mit auf: www.gast.at/umfrage red

cglade / Getty Images

Heimaturlaub 26,2 Prozent der Österreicher wollen ihren Haupturlaub in diesem Jahr im eigenen Land verbringen. Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage von Marketagent.com im Auftrag von Allianz Partners. Highlight für Inlandstouristen ist der Großglockner. Im Ranking der Bundesländer schneidet die Steiermark besonders gut ab, sie ist Nummer eins bei Gastfreundschaft (für 19,2 Prozent der Befragten).

hier seinem Stadtrat gegenüber konsensorientiert. Das Thema habe nicht die oberste Priorität. Soll wohl heißen: Man wird einen gemeinsamen Beschluss mit Vertretern von Arbeitnehmern und Wirtschaftskammer suchen.

Gernot Riedel, Geschäftsführer der Region St. Johann in Tirol, nennt es Fingerfood fürs Gehirn, also Lernen in kleinen Happen: „Mit unserer Schulungs-App können wir den Mitarbeitern aktuelles und relevantes Wissen über die Region und zu weiteren für den Job relevanten Themen aufs Smartphone liefern.“ Das Programm wurde übrigens gemeinsam mit der auf Tourismusunternehmen spezialisierten Lernplattform M. A. T. entwickelt. Ähnliche Projekte wurden bereits mit der Österreichischen Verkehrsbüro Group, Vienna House, Österreich Werbung oder TUI Austria abgewickelt. Wer seine Mitarbeiter via Smartphone, Tablet oder am PC schulen möchte, kann auf www. microlearning-academy.com/ shop aus rund 20 Micro-Kursen wählen.  dan

Herbstferien? Ja, bitte!

er Vorschlag von Bildungsminister Heinz Faßmann für eine bundeseinheitliche Regelung zu Herbstferien stößt bei den TourismusVertretern auf Zustimmung. „Die Zusammenführung der schulautonomen Tage zu Herbstferien von 26. Oktober bis 2. November ist jedenfalls ein Schritt in Richtung bessere Planbarkeit und Kontinuität – sowohl für Eltern als auch für unsere Hotelbetriebe“, betont Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Da es allerdings zur Abde-

Die Naturparks des nördlichen Waldviertels arbeiten künftig eng zusammen. Die Naturparks Nordwald Großpertholz, Blockheide Gmünd-Eibenstein, Hochmoor Schrems, Heidenreichsteiner Moor, Dobersberg und Geras haben sich in der ARGE Nördliche Waldviertler Naturparke zusammengeschlossen, um gemeinsame Produktentwicklung und Vermarktung voranzutreiben.

Mitarbeiter mit App schulen

as Thema Overtourism beschäftigt weiter! Venedig plant offensichtlich mittels Eintritten dem Phänomen Herr zu werden. Ab Mai sollen Besucher, die in die Stadt kommen, zwischen drei und zehn Euro bezahlen. Italienische Medien berichten, dass die Stadtregierung einen Beschluss bereits in wenigen Wochen fassen will. Und auch in Österreich setzen Regionen Aktionen. Hallstatt will seinen Besucherstrom mithilfe eines Bus-Slots drosseln. Vergangenes Jahr brachten 19.344 Reisebusse einen Großteil der Millionen Gäste in das einst idyllische Dorf. Diese Zahl möchte Bürgermeister Alexander Scheutz (SPÖ) um rund ein Drittel reduzieren, sagte er gegenüber der APA. Laut Salzburger Nachrichten will man sich an der Stadt Salzburg orientieren, die die Zufahrt von Bussen bereits reguliert.

Evaluierung

Ferien im Herbst? Das Thema gibt es schon lange. Die Tourismusbranche ist dafür. Elternverbände sehen es (wegen Betreuungsaufwands) weniger euphorisch.

Zuerst müsse aber klar sein: „Wie viele Busse wollen wir?“ In einem ersten Schritt soll evaluiert werden, wie viele Gäste etwa in der Gastronomie, im Bergwerk, bei der Schiff-

Bluejayphoto / Getty Images

MELDUNGEN

Wien Tourismus

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Hallstatt, wie man es aus dem Prospekt kennt.

fahrt erwartet werden, um auf Basis dieser Zahlen einen Plan zu erstellen. Eine Reduktion um ein Drittel von über 19.000 auf 13.000 gilt als Richtwert. Eine Testphase soll im Spätherbst starten. Die Frage, wie viele Gäste verträglich sind, wird österreich- und weltweit immer breiter diskutiert. Qualität vor Quantität ist eine (leicht formulierte) Forderung, die oft gestellt wird – die ÖGZ befasst sich in einem Pro/Contra auf Seite 13 mit dem Thema.  dan


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Neuer Schwung für Bio und Nachhaltigkeit Die Stadt Wien fördert Gastronomen, die auf eine zertifizierte nachhaltige Frischküche setzen. Nach der Pilotphase startet man jetzt richtig durch Text und Foto: Thomas Askan Vierich

Andrea Vaz-König ist keine Dogmatikerin. Die Wirtin vom vegetarischen Café deli bluem in Wien-Josefstadt ist Mitinitiatorin des Projekts „Natürlich gut essen“. Sie war eine der Ersten, die sich zertifizieren hat lassen, und arbeitet auch als Beraterin. Dass sie selbst Gastronomin ist, ist ihr wichtig. „Wir sehen unsere Kollegen nicht als Konkurrenten, wir wollen ihnen helfen.“ Sie versteht, dass die Gastronomie beim Thema Bio und Nachhaltigkeit noch eher zögerlich agiert. Die zentrale Hürde ist natürlich die Bio-Zertifizierung. Die scheint mühsam zu sein und kostet Geld. Und die Kritik an Bio komme auch nicht von ungefähr.

Kosten und Aufwand Trotzdem gehe es nur mit Zertifizierung, alles andere sei nicht transparent. Die Kosten für die zwei Kontrollen pro Jahr kann man mit einer Kofinanzierung der Stadt Wien abfedern. „Wenn man gut organisiert ist, bleibt am Ende nur die Mehrwertsteuer“, sagt Vaz-König. Und den (geringen) zusätzlichen bürokratischen

(oder Vergleichbares im Ausland) abgesichert ist. Beim Gemüse sowie beim Fleisch- und Fischangebot muss auf der Karte die Herkunft angegeben werden. Convenienceprodukte sind ebenfalls zugelassen, vor allem TK-Ware. Ein fixfertiges Gulasch geht nicht. Das Ganze soll ja eine „Frischküche“ sein.

Immer mehr machen mit

„Natürlich gut essen“-Beraterin Andrea Vaz-König in ihrem L ­ okal deli bluem.

Aufwand sieht sie auch als Managementtool: „Es zwingt einen dazu, das Thema ernst zu nehmen, Mitarbeiter und Lieferanten miteinzubinden.“ Sie hatte selbst am Vortag eine unangemeldete Kontrolle. Sie war gar nicht im Geschäft, ihr Koch hat das abgewickelt. Nach einer Dreiviertelstunde gab er Entwarnung, alles okay. Bis zu 58 Beratungsstunden kann man sich fördern lassen, meist sind aber wesentlich weniger notwendig. Die Berater helfen auch bei der Antragstellung.

Stufenmodell Das deli bluem ist 100 Prozent Bio und trägt das „Natürlich gut essen“-Siegel in Gold. Wer nicht vollständig auf Bio umstellen will oder kann, kann sich Silber (75 % Bio) oder Bronze (30 % Bio) holen. Dann lässt man nur ein Teilsortiment zertifizieren, für Bronze mindestens vier Produkte, für Silber sechs. Alle Eier müssen aus Freilandhaltung kommen, auch Flüssig- und Trockeneiprodukte sind gestattet, wenn die österreichische Mindestqualität durch das AMA-Gütesiegel

Seit letztem Jahr sind zwölf Gastronomen dabei (u. a. Gustl kocht, Boutiquehotel Stadthalle, Rita bringt’s, Feldberg, Elena’s Organic), mit fünf neuen ist man im Gespräch. 14 weitere stehen auf der To-do-Liste von Vaz-König. Im März wird es einen Workshop für Gastronomen geben, die sich zum Berater ausbilden lassen wollen. „Der Schneeball kommt ins Rollen“, sagt Vaz-König.

Kolariks Biostelzen Prominentestes „Mitglied“ ist Kolariks Luftburg im Prater und die Almhütte beim Wiener Eistraum. Elisabeth Kolarik hat 2018 dank „Natürlich gut essen“ sukzessive auf Bio umgestellt, arbeitet dabei intensiv mit dem Handel zusammen („Ohne den Handel geht

Enzian trifft Holunder: Österreich lässt es Kräuter-kracherln! Ab Februar wird das neue Kinley Kräuter Kracherl den österreichischen Getränkemarkt aufmischen. Frische Marke – frisches Motto: „Nicht ganz objektiv betrachtet die beste Kräuterlimo Österreichs“

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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ie Österreicherinnen und Österreicher lieben Kräuterlimonaden. Und je mehr Österreich drinsteckt, umso beliebter sind sie. Schon das Wort „Kracherl“ ist durch und durch österreichisch, und Rot-Weiß-Rot gibt auch am Gaumen den Ton an: Die heimischen Kräuter Enzian und Holunder ergänzen eine fein abgestimmte Mischung aus Bergkräutern zu einer Geschmacksharmonie, die ganz dem Trend entsprechend nicht zu süß ist und so vor allem junge Erwachsene ansprechen wird. Dieses Kinley Kräuter Kracherl wurde ausschließlich für Österreich entwickelt, auch der Auftritt ist modern und ganz zeitgemäß mit Augenzwinkern, manchmal durchaus ein wenig frech. Das wird schon im Slogan „nicht ganz objektiv betrachtet die beste Kräuterlimo Österreichs“ deutlich. „Spritzig und erfrischend ist nicht nur das Getränk, sondern spritzig und erfrischend ist auch die Sprache“, beschreibt Valeria Chavarri Rodriguez, die für die Marke verantwortlich ist.

Starker Start, Verfügbarkeit in ganz Österreich Ab Anfang Februar ist Kinley Kräuter Kracherl in der 0,33-l-Glasflasche, der 0,5-lPET-Flasche, der 1,0-l-PET-Flasche für die Gastronomie sowie in zwei Gebinden für eine Postmix-Schankanlage (POM-Behälter und BagInBox) verfügbar. Herbert Bauer, Sales-Director bei Coca-Cola HBC Österreich: „Das Interesse an Kinley Kräuter Kracherl in Handel und Gastronomie ist enorm – es wird ab Februar in ganz Österreich erhältlich sein. Wir werden die Distribution weiter rasch ausbauen, um die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten so schnell wie möglich vom Geschmack der nicht ganz objektiv betrachtet besten Kräuterlimonade Österreichs zu überzeugen.“ „Es freut es uns besonders, dass mit Kinley Kräuter Kracherl als unser erstes neues Produkt 2019 ein Getränk auf den Markt kommt, das wohl österreichischer nicht sein konnte“, schließt Herbert Bauer.

Nicht ganz objektiv betrachtet die beste Kräuterlimo Österreichs.

es nicht!“). Ihre Kundschaft, oft Familien mit Kindern, schätzen das neue Angebot. Jetzt kostet die Biostelze pro Portion einen Euro mehr. „Bei der Preiskalkulation muss man sich vom üblichen Prozedere verabschieden“, sagt Vaz-König. „Das funktioniert wie bei teureren Weinen.“ Man kann auch den Fleisch- oder Fischanteil bei gestiegener Qualität etwas reduzieren und mehr Wert auf die Beilagen setzen. Oder man kauft nicht nur die teuren Biohendlbrüste, sondern verwertet auch die Keulen. All das schlägt sich positiv auf den Wareneinsatz nieder. „Wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzt, kommt es unweigerlich zu gewissen Aha-Effekten“, weiß VazKönig. Das neue Siegel ist mehr als nur noch ein Pickerl: Es sorgt für Transparenz, Ehrlichkeit und kann neuen Schwung in den Betrieb bringen.

Info www.wien.gv.at/­umweltschutz/­ oekobusiness/service office@oekobusiness.wien.at; Tel.: 01 4000-735 73


G A S T R O N OM I E

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Der Wiener Gastronom Andreas Flatscher hat seine beiden Steak-Restaurants an die Nest GmbH rund um Igor Nesterenko (u. a. Café Stadtkind, Steirer Stubn, Karma Ramen) verkauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Unser Nachwuchs ist top

Wirtesterben in Oberösterreich: 734 Betriebe haben zugesperrt – genauso viele machen aber auch auf

In den Tourismusschulen Salzburg Klessheim wurden Österreichs beste Jungsommeliers gekürt

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in traditionelles Gasthaus setzt im Schnitt 300.000 Euro im Jahr um, hat fünf bis sechs Mitarbeiter – und erzielt keinen Gewinn. Mehr als jeder zweite Wirt in Oberösterreich schreibt rote Zahlen und lebt von der Substanz. Geld für Investitionen ist keines vorhanden. Es gebe nur wenige Topbetriebe, wo der Umsatz über einer Million Euro liege und die Rendite sieben bis acht Prozent erreiche, sagt der Wirtesprecher der WKOÖ, Thomas Mayr-Stockinger, den OÖ Nachrichten. Deshalb wolle den Betrieb oft auch niemand übernehmen. Die Gründe für Betriebsschließungen sind so vielfältig wie die Branche: Ende Dezember hat die Trattoria Giuseppe in der Linzer Herrenstraße zugesperrt, weil das Besitzerehepaar Verdichizzi nicht ausreichend Personal fand. Damit gehört es zu jenen 734 Gastgebern, die 2018 in Oberösterreich zugesperrt oder den Gewerbeschein ruhend gestellt haben.

Young Chefs Award Vom 4. Februar bis 30. April 2019 können sich junge Talente aus aller Welt mit ihrem „Signature Dish“ für den S. Pellegrino Young Chefs Award 2020 bewerben. Bewerber aus Österreich müssen zunächst gegen deutsche, ungarische und polnische Nachwuchsköche antreten. www.sanpellegrino.com

Neuer Küchenchef István Törzsök ist der neue Küchenchef in „The Bank Brasserie & Bar“ im Park Hyatt Vienna. Der 33-jährige gebürtige Ungar ist bereits seit dem Relaunch des Restaurants im März 2016 Teil des Küchenteams und agierte bislang als Sous-Chef in der offenen Showküche der ehemaligen Kassenhalle. Davor war er u. a. im „Das Loft“ tätig.

Junge Hoffnung Beinahe gleich viele haben aber ein Lokal eröffnet. „Wir haben den Höhepunkt der Schließungen erreicht. In den kommenden Jahren wird es bes-

Neuer Küchenchef II Roman Artner (34) ist neuer Küchenchef in Pichlmaiers zum Herkner in Wien-Hernals. Sein Vorgänger musste die Küche aus familiären Gründen verlassen.

ser“, macht Mayr-Stockinger Mut. Immer mehr junge Leute würden ihr Glück in der Gastronomie versuchen, sagt er. „Sie halten das Lokal vielleicht nur vier Tage pro Woche offen statt sieben. Sie probieren neue Trends aus und bringen frischen Schwung.“ Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass in der Gastronomie Rentabilität viel zu selten auf der Speisekarte steht. „Mehr als jeder zweite Wirt verdient nichts mit seinem Lokal“, sagt Stefan Praher von der WK. Er zitiert Zahlen aus einer Studie der KMU Forschung Austria. Zusperren sei die billigste Variante, so Mayr-Stockinger. Es gebe aber diverse Schrauben, an denen Wirte drehen könnten, um Kosten zu senken. Sie könnten das Angebot auf der Speisekarte reduzieren, in frequenzstarken Zeiten auf Selbstbedienung umstellen, zusätzliche Sperrtage einlegen oder mehr Hilfskräfte einsetzen. Die Stimmung in der Branche sei aber sehr gut. „Aber wenn Bilanz gezogen wird, bleibt unterm Strich zu wenig“, so MayrStockinger. Dazu komme, dass Wirte oft bis zu 80 Stunden pro Woche arbeiten, wenn etwa ein Mitarbeiter krank geworden ist.  tav

Beim Finale wurde eine Weinbegleitung zu einem Menü präsentiert.

Die besten 50 Jungsommeliers bewiesen ihr Wissen in den Bereichen Weißweinservice, Fachwissen und Sensorik. Zudem wurde eine Fehlerweinkarte berichtigt.

Wedl: Onlineshop boomt Alkoholfrei im Kommen

Gasteiner-Übernahme Spitz ist ab sofort der alleinige Eigentümer von Gasteiner Mineralwasser. Mit Jänner 2019 hat die Brau Union ihre Beteiligung (49 %) abgegeben. Spitz hat bereits im Jahr 2007 51 Prozent an Gasteiner Mineralwasser erworben und seither kontinuierlich in das Unternehmen investiert.

Der Tiroler Gastrogroßhändler treibt heuer die Digitalisierung voran

Bierkulturbericht: Jeder Zweite trinkt gerne Radler, jeder Vierte alkoholfreies Bier

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in Plus von vier Prozent im Gastro-Großhandel (342,4 Mio. Euro Umsatz) und ein Umsatzplus von 3,7 Prozent in der Wedl-Gruppe (2017: 499,0 Mio. Euro, 2018: 517,5 Mio. Euro): Das österreichweit distribuierende Familienunternehmen aus Tirol freut sich über ein erfolgreiches abgelaufenes Geschäftsjahr 2018. Auch beim Zustellgeschäft verzeichnete man mit einem Plus von 5,7 Prozent einen überproportionalen Anstieg. Der Relaunch des OnlineShops machte sich mit einer Umsatzsteigerung von 17 Prozent bemerkbar. „Die Rekordumsätze in den ersten Monaten 2018 mit teils zweistelligen Zuwachsraten wurden durch einen mäßigen Spätsommer/Herbst wieder teilweise nach unten geglättet. Auch heuer entwickelte sich das

BistroBox in Salzburg Das Welser Start-up eröffnete soeben sein bisher 22. Automatenrestaurant: In der Linzer Gasse in Salzburg (Stadt) wurde der Betrieb einer weiteren Filiale in Hochfrequenzlage aufgenommen.

Mehr Rinderwahn In Wien eröffnete das bereits dritte Rinderwahn-Restaurant der Familie Huth. Nach den Betrieben in der Weihburggasse und dem Burger Kiosk am Naschmarkt befindet sich das neue Restaurant in der Praterstraße.

Geschäft in Norditalien sehr gut“, sagt Lorenz Wedl, der seit Jänner 2019 als Geschäftsführer und Sprecher der Wedl Handels-GmbH tätig ist. Neben Wedl sind ab sofort auch Klaus Mantl und Tobias Waidhofer für die Geschäftsführung im Handelshaus verantwortlich. Die starke Umsatzsteigerung im Online-Bereich ist für Wedl ein Grund, die Digitalisierung voranzutreiben: Neben einer neuen App für den Außendienst, die noch im ersten Halbjahr 2019 fertiggestellt wird und die eine bessere und effizientere kundenspezifische Beratung vor Ort gewährleisten soll, kommt heuer auch eine neue Dispositions-Software zur Planung der Warenbereitstellung zum Einsatz. Das soll die Warenverfügbarkeit für Kunden verbessern.  grü

Handelshaus Wedl

Winzer-Restaurant Der Winzer Josef Fritz erfüllt sich den Traum vom eigenen Restaurant in einem alten Bauernhaus in Zaußenberg am Wagram. Das Restaurant hat 24 Sitzplätze, gekocht wird ab März. Pächter und Küchenchef ist Josef Kellner (26), der davor knapp vier Jahre lang Sous-Chef im Drei-Hauben-Restaurant Mesnerhaus war.

n den Tourismusschulen Salzburg Klessheim fand das diesjährige Finale zum/zur „Jungsommelier/e Österreich“ statt. Schüler aus 26 Schulen nahmen teil, am Ende hatten vor allem die Damen die Nase vorn. Gesamtsiegerin: Nina Pletzer, Tourismusschule Retz. Platz 2: Johann Ernst Eder, Tourismusschulen Klessheim. Platz drei: Laura Schiener, Tourismusschule Retz. Wissensbeste: Nina Pletzer, Finaltischsiegerin Katharina Becker, Tourismusschule Bergheidengasse.  grü

ARGE Jungsommelier

„Flatschers“ verkauft

Es bleibt nichts übrig

ARGE Jungsommelier

MELDUNGEN

KR Wedl mit dem neuen Führungsteam: Klaus Mantl, Lorenz Wedl, Tobias Waidhofer.

eutet man die Zahlen richtig, dann ist der verantwortungsvolle Konsum – vor allem jener von Bier – in Österreich weiter auf dem Vormarsch. Eine Beobachtung, die viele Gastronomen gemacht haben: Es wird etwa beim Mittagstisch immer öfter alkoholfreies Bier bestellt. Aber auch abends. Und die Popularität von Radler als Durstlöscher im Sommer ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Laut aktuellem Bierkulturbericht der Brau Union Österreich trinken bereits 51 Prozent der Österreicher Radler. Und das eingangs erwähnte alkoholfreie Bier wird mittlerweile von 22 Prozent der Bevölkerung gerne getrunken. Rund 40 Prozent davon geben an, im Vergleich zu früher häufiger alkoholfreies Bier zu trinken. Zudem glaubt die Hälfte der österreichischen Bevölkerung, dass der Konsum von Biermischgetränken wie Radler sowie von alkoholfreiem Bier in den nächsten zehn Jahren zunehmen wird. Diese für Österreich repräsentative Studie wird jährlich vom Linzer market-Institut im Auftrag der Brau Union Österreich erarbeitet. „Wir sehen, dass Konsumenten verstärkt zu alkoholfreien und alkoholreduzierten Bieren greifen – diese passen besonders gut für den Genuss untertags. Wir sind überzeugt, dass gerade in diesem Bereich noch viel Potenzial liegt“,

Brau Union Österreich

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Magne Setnes, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich, sieht alkoholfreies Bier und Radler in Österreich weiter auf dem Vormarsch.

erklärt auch Magne Setnes, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich. Hauptgrund für den Konsum von alkoholfreiem Bier ist übrigens das Autofahren (55 %). 47 Prozent der Befragten sagen jedoch bereits, sie greifen dann zu alkoholfreiem Bier, wenn sie Lust auf den Geschmack haben, aber bewusst auf den Alkohol verzichten möchten – ein Aspekt, der vor allem für Frauen zutrifft. Für 17 Prozent der Befragten ist alkoholfreies Bier wiederum die Alternative zu anderen antialkoholischen Getränken.  grü


HOTELLERIE

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Das sind die Hotel-Trends 2019 Was kommt, was geht, was bleibt? Ein Blick auf die Trends, die 2019 auf die Hotelbranche zukommen Text: Jasmin Kreulitsch

Künstliche Intelligenz

Außergewöhnliche Erfahrungen Reisen werden immer individueller, deshalb legen Kunden auch Wert auf individuelle Hotels abseits des Einheitsbreis – und einen entsprechenden Service. Es geht um außergewöhnliche Ideen und Kooperationen mit Anbietern, die Touren abseits der ausgetretenen Pfade anbieten. Besonders hip geht das amerikanische Life House Hotel an den Start: Die brandneuen Hotels in Miami haben eine App entwickelt, mit der Gäste sich nicht nur untereinander vernetzen, sondern auch „Local Ambassadors“ aus der Gegend kontaktieren können, um von ihnen Insidertipps zu erhalten.

Life House Hotels

Regionalität und Bio Der Trend ist nicht neu, aber im Wachsen, da die Bedürfnisse der Kunden sich ändern. Diese wollen wissen, woher die Lebensmittel kommen. In der Hotel-Gastronomie sind 2019 daher jene Gewinner, die ihren regionalen Fokus und die Zusammenarbeit mit lokalen Produzenten verstärken. Ein gutes Beispiel ist eine brandneue Plattform für die Südtiroler Hotellerie: Regio Hotel listet mehr als 50 Hotel-Betriebe, die Wert auf Regionalität legen.

TV-Technologie

Generation-Y-Konzepte

Martin Weilguny

Große Hotelketten kreieren Angebote für die junge Zielgruppe der „Millennials“. Im Trend liegen eigene Hotelmarken mit hippen Konzepten. Vorreiter sind u. a. Best Western mit „Vib“, Hyatt mit „House“ und „Andaz“, Marriott mit „Moxy“, Starwood mit „Aloft“, Accor Hotels mit „JO&JOE“ oder Steigenberger mit „Jaz“. In Wien richten sich aktuell die Augen auf das neue „SO/“, die Lifestyle-Marke der Sofitel Hotels. Nach Häusern in Berlin, Mauritius, Bangkok, St. Petersburg und Singapur eröffnete das erste österreichische „SO/“ im Herbst im vorherigen Sofitel Vienna Stephansdom.

Mixed-Use-Konzepte 25hours Hotel / MuseumsQuartier

Hotels haben meist teure Flächen. Um diese wirtschaftlich besser zu nutzen, geht der Trend in Richtung Mixed-Use-Konzepte. Die Idee? Den Raum anderen Nutzern zu überlassen, zum Beispiel mit temporären Pop-up-Stores oder passenden Partnern. Das schafft einen Mehrwert und wirkt sich günstig auf die Erträge aus. Sogenannte OpenLobby-Konzepte kennt man vor allem aus den USA, aber auch in Deutschland tut sich viel, zum Beispiel in den Holiday-Inn-Hotels mit Starbucks, 25hours Hotels mit Kiosk (Bild) in Kooperation mit Verlagshäusern oder mit „Two Wheels Good Pop-up Store“, der Leihfahrräder anbietet.

Digital Detox

Adults-only-Konzepte

TUI

Instagramability Immer mehr Hotels erkennen den Werbewert von Instagram und machen ihre Häuser fototauglicher – indem sie Instagram-taugliche Orte im Hotel kreieren und Räume und Zimmer so einrichten, dass sie auf einem Foto möglichst hip erscheinen. Neben etablierten Hotels setzen auch Veranstalter auf das Konzept der Werbung auf Instagram und Co. So investiert beispielsweise Thomas Cook aktuell in die stylischen Cook’s-Club-Unterkünfte, nach dem Motto: „Die Urlauber von heute wollen ein Instagram-fähiges Hotel“, so der Vorstandsvorsitzende Peter Fankhauser. Das erste Haus hat auf Kreta eröffnet, 2019 will der Konzern 15 Cook’s Clubs haben.

Individualismus

Metzgerei Boebel

Immer mehr Hotels bieten Digital Detox an, wo der Gast sein Handy während seines Aufenthaltes wegsperren kann. Das Seehotel Jägerwirt auf der Turrach hat ein Paket namens „Urlaub offline“ geschnürt: Am Zimmer liegen Handysärge aus Zirbenholz, in denen das Mobiltelefon während des Urlaubs eingeschlossen werden kann. In der Hubertus Alpin Lodge & Spa im Allgäu werden Gäste für Digital Detox belohnt: Wer sein Handy an der Rezeption abgibt, bekommt zur Abreise ein Stück Bergkäse geschenkt. Humorvolle Aktion: die Kampagne „Relax, we post“ von ibis in Zürich und Genf. Gäste überlassen ihr Smartphone einem Instagram-Butler, der für sie postet, während sie digital detoxen.

Fernseher in Hotels sind längst nicht nur Fernseher, sondern werden im Idealfall smarter: Der Gast hat Zugriff auf bis zu 300 Apps, Mediatheken, Nachrichten, Wetter, Spiele, Speisekarte, Hotelservices und mehr. Zudem kann der Gast Content von seinen Endgeräten auf den Fernseher übertragen. Ein führender Partner ist hier Panasonic: Für Hotel/HospitalityTV haben die TV-Geräte unter anderem den Hotelmode sowie eine ergänzende CustomizedTV-Funktionalität eingebaut, um den Bedürfnissen des Nutzers perfekt zu entsprechen.

Eine Trennung der Altersgruppen steht bevor: Erwachsene wollen unter Erwachsenen reisen und buchen verstärkt Adults-only-Häuser. Den Trend bestätigt auch TUI Österreich: Mehr als jede zweite Urlaubsreise, die gebucht wird, entfällt auf zwei Personen ohne Kinder. „Urlaub nur für Erwachsene wird so stark nachgefragt wie nie zuvor. Darum bauen wir unser Angebot in diesem Segment heuer massiv aus. Besonders stark wachsen wir mit unserem Adults-only-Konzept TUI Sensimar: Zwölf neue Hotels und ein Schiff ergänzen das Portfolio. „Das ist die größte Expansion in der zehnjährigen Geschichte von TUI Sensimar“, so TUI-ÖsterreichGeschäftsführerin Lisa Weddig. Insgesamt sind bei TUI 600 Adults-only-Hotels buchbar.

Zimmer in Hotels sehen nicht mehr gleich aus, dafür feiern individuelle Hotels einen Siegeszug. Räume werden vermehrt einzigartig eingerichtet, um dem Gast ein Boutique-Hotel-Gefühl zu geben. In manchen Hotels greift jedes Zimmer ein anderes Thema auf, auch die allgemein zugänglichen Räumlichkeiten setzen auf Extras – und Gäste erleben ein Unique Feeling in Themenhotels wie dem V8 Autohotel in Stuttgart, den Musikzimmern im Zic Zac Rock Hotel in Zürich oder dem brandneuen Bratwursthotel (Bild) in der Nähe von Nürnberg.

Co-Working-Spaces Hotels bauen immer häufiger um und setzen auf größere Lobbys mit High-Speed-Internet, vielen Steckdosen und bequemen Sitz- und Arbeitsplätzen – und kreieren so eine Art Co-Working-Space, der nicht nur Hotel-, sondern auch Tagesgäste anziehen soll. In Wien ist das Hotel Schani mit seinen 14 Co-Working-Tischen ein Vorzeigeprojekt, das nun allerdings Konkurrenz von der Hamburger Novum Hospitality und dem neuen Konzept „niu“ bekommt. Das hippe Hotel verfügt über eine sogenannte „Living Lobby“ – mit Bar, Co-WorkingSpaces und unterschiedlichen Events.

Arnold Poeschl

Motel One

Hotelzimmer werden immer mehr vom Internet gesteuert: Gäste können mit ihren Smartphones Zimmer aufschließen, Licht und Temperatur einstellen, Netflix auf dem Fernseher streamen oder über einen sprachgesteuerten ­Assistenten Snacks bestellen. Im deutschsprachigen Raum setzt das Motel One in München einen Trend: Ein Roboter in Lederhosen, der als Concièrge an der Rezeption steht, beantwortet (so gut er eben kann) Fragen der Gäste.

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HOTELLERIE

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EXPERTISE

MELDUNGEN

Wie mache ich Mitarbeiter produktiver?

TUI übernimmt

Kaiserhof Wien Das Hotel im ersten Bezirk hat bei den Traveller Choice Awards von Tripadvisor mächtig abgeräumt: 1. Platz bei den „romantischen Hotels in Ö.“, 2. Platz bei „Hotels mit dem besten Service in Ö.“, 3. Platz bei „Hotels Österreich“.

Grand Hotel Das Hotel am Ring hat mit Angela Rittig-Boucher eine neue Direktorin für Business Development. Dazu zählen Sales, Reservierung und Convention Sales. Die Deutsche war zuletzt in gleicher Funktion in Bad Nauheim tätig.

Mitarbeiter und Produktivität sind stets im Zusammenhang mit den dadurch verursachten Kosten zu sehen. Wie Sie Unproduktivität verringern, statt Köpfe zu reduzieren, erklärt Thomas Steiner, Berater von Kohl & Partner, in vier Schritten 1. Messen: Produktivität messbar machen Detaillierte Informationen über die Mitarbeiterkosten sind notwendig, um Aussagen über Mindestumsätze je Mitarbeiter/Bereich oder Mitarbeiterkosten pro geleistete Arbeitsstunden in den einzelnen Abteilungen (Service, Housekeeping usw.) herauszufinden. Kennt ein Betrieb die Mitarbeiterkosten pro Stunde, kann der Mindestumsatz einzelner Tage errechnet und so

Kohl & Partner

Das Wiener Immobilienunternehmen Irma Investments hat das Berghotel Fieberbrunn/Tirol an die TUI-Gruppe verkauft. Künftig wird das Haus in der Lifestyle-Linie TUI Blue betrieben und ganzjährig vor allem Aktivurlauber ansprechen. Mit der Eröffnung des dritten Hotels in den Alpen zählt Österreich neben der Türkei zu jenen Destinationen, in denen TUI Blue am stärksten gewachsen ist.

Zum Autor Thomas Steiner, Kohl & Partner GmbH, Villach, www.kohl.at

kostendeckend geplant werden. Rückwirkend werden die Input-Größen, d. h. die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden und die Kosten, sowie die Output-Größen wie u. a. die Anzahl der zu betreuenden Gäste definiert und gegenübergestellt. Unter Berücksichtigung der Saisonzeiten wird ein Spiegel der eigenen Mitarbeiterproduktivität erarbeitet.

2. Planen: Gemeinsame Produktivitätsziele setzen Aufbauend auf die Mitarbeiterproduktivität, werden Produktivitätsziele für die Zukunft erarbeitet. Wir empfehlen, dies immer in Absprache mit den betroffenen Mitarbeitern zu tun und auf realistische Ziele zu setzen. Täglich gilt es dabei einfach erfassbare Daten wie Umsatz, Gästeanzahl oder Anzahl der Anwendungen zur Messung der Produktivität festzuhalten. Zudem helfen Leistungsstandards wie beispielsweise Anzahl der Service-Mitarbeiter für eine

gewisse Gästeanzahl oder erforderliche Zeit für die Reinigung der Bleibund Abreisezimmer im Housekeeping die Produktivität im Betrieb zu planen.

3. Umsetzen: Mitarbeitereinsatz an den Bedarf anpassen Gibt es Optimierungspotenziale hinsichtlich der Teamzusammensetzung sowie der Mitarbeiteranzahl und deren Einsatzzeiten? Einflussfaktoren sind die Jahres- und Saisonzeiten, das angestrebte Qualitätsniveau sowie tägliche Auslastungs- und Erlöszahlen. Auch die Verbesserung der Saisonrandzeiten gehört dazu. Besonders am Saisonbeginn und -ende gilt es, die Qualifikationen der einzelnen Mitarbeiter richtig einzusetzen. Am Ende der Saison war bei vielen Hotelbetrieben ein Anstieg der Mitarbeiterkosten feststellbar: Der teure Küchenchef verbringt wertvolle Zeit bei der Reinigung der Küche. Arbeit, die eigentlich ein Hilfsarbeiter übernehmen sollte.

4. Verbessern: Mitarbeitereinsatz kontrollieren und ­optimieren Die Mitarbeiterproduktivität gilt es im Betrieb zu kommunizieren und Erkenntnisse und Verbesserungen mit den Mitarbeitern zu besprechen. Bei der Optimierung der Dienstpläne wird unter anderem auf die Beschäftigung von Springern zurückgegriffen. Die Ergebnisse geben dem System recht: Durch den Einsatz zweier Damen, welche vormittags im Housekeeping und abends im Service beschäftigt waren, hat es ein Hotelier geschafft, flexibler zu planen und die Produktivität im Service deutlich zu erhöhen. In einem anderen Hotel übernimmt der Nachtportier nun Hilfstätigkeiten im Service (Servietten falten, Frühstücksbuffet aufbauen, Besteck polieren und anderes). Dadurch werden die Steh- bzw. Leerlaufzeiten im Betrieb minimiert.

Die unterschätzte Etage

Angela Rittig-Boucher

Smartes Rainers21 Die familiengeführte RainerGruppe („Mazda Rainer“) eröffnete ihr drittes Hotel: Das Rainers21 am Campus 21 in Brunn am Gebirge bei Wien ist ein Business- und Seminarhotel. Gäste checken mobil ein und aus, der Zimmerschlüssel ist am Handy („Smart Stay“).

RateBoard Das 2015 in Innsbruck gegründete Unternehmen RateBoard rund um Simon Falkensteiner und Matthias Trenkwalder ist ab sofort „Preferred Partner“ der ÖHV. Es bietet ein Tool an, mit dem Klein- und Mittelbetriebe ihren Umsatz durch strategische Preisentscheidungen steigern können. Waren Revenue-Management-Programme in den letzten Jahren vor allem in Stadtbetrieben im Einsatz, so gibt es mit RateBoard nun auch einen Anbieter speziell für die Ferienhotellerie. https://rateboard.io

Maxx In Wien hat das erste Maxx by Steigenberger („Maxximize your stay“) eröffnet – in einem ehemaligen Falkensteiner-Hotel am Margaretengürtel. Weitere Hotels der neuen Marke könnten in anderen österreichischen Städten folgen – Eigentümer und Franchisepartner werden gesucht.

Kaum jemand ist näher dran am Gast als das Zimmermädchen. Trotzdem wird ihr Job nicht wirklich ernst genommen. Ein Gespräch mit Experten Fragen: Thomas Askan Vierich

Woran liegt es, wenn ein frisch gereinigtes Hotelzimmer manchmal seltsam riecht? Radinger: Das kann an der zu kurzen Lüftungszeit liegen oder an der Zusammensetzung der Reinigungsmittel, die für die tägliche Unterhaltsreinigung eingesetzt werden. Manchmal werden zusätzlich noch Duftsprays verwendet, die nicht für ein Hotelzimmer geeignet sind. Nungesser: Die Anreisezeiten haben sich verändert, Early Check-in und Late Check-out werden immer beliebter. Das erhöht den Druck auf das Reinigungspersonal massiv. Dann bleibt oft auch keine Zeit mehr, um richtig zu lüften. Radinger: Viele Reinigungskräfte sind gar nicht ausgebildet. Das war früher auch schon so. Heute sind aber die Anforderungen gestiegen: Wir setzen im Hotelzimmer andere Materialien ein, sensible Oberflächen, viel Glas, Echtholz, gewachste oder geölte Böden, Designerstoffe, Naturstein, Marmor … Oder denken Sie nur an die Wellnessbereiche! Die Housekeeping-Mitarbeiter müssen unbedingt im Vorfeld eingeschult werden, damit sie über die Dosierung und Anwendung der Reinigungsmittel Bescheid wissen. Es geht schließlich um Pflege und Werterhaltung von sensiblen Materialien. Wichtig ist auch die Funktion der Hausdame oder des Housekeeping-Managers. Und die fällt in der privatgeführten Vier- oder Fünf-Sterne-Hotellerie oft dem Sparstift zum Opfer.

Nungesser: Der Fachkräftemangel betrifft natürlich auch das Reinigungspersonal. Das zudem noch schlecht bezahlt und in der Hotelhierarchie sehr weit unten angesiedelt ist. Aber das Reinigungspersonal trägt viel Verantwortung für das Wohlbefinden des Gastes, weil es sehr nah am Gast arbeitet. Professionelle Hygieneanbieter bieten Schulungen an, werden die nicht wahrgenommen? Radinger: Ich muss diesen Prozess ins Unternehmen implementieren. Das ist bei interkulturellen Teams aus vielen verschiedenen Nationen und Ethnien oft nicht einfach. Die haben schon untereinander Verständigungsprobleme, und dann verstehen sie auch nicht jeden österreichischen Dialekt. Oft ist auch die Einarbeitungszeit viel zu kurz, da bleibt keine Zeit für Schulungen. Oft scheitert es vermutlich auch am Fehlermanagement: Wer meldet wem, wenn was kaputt ist oder fehlt? Radinger: Dafür gibt es tolle Softwareangebote – aber wie viele Betriebe setzen die ein? Die Digitalisierung kommt auf der Etage zuletzt an. Nungesser: In Familienbetrieben, wo das Personal schon länger im Haus ist, funktioniert das sehr gut. Aber sobald die Fluktuation einsetzt, wird es schwierig. Mit fremdem Personal klappt die Abstimmung dann nicht besser.

Haben Sie Hotels während der Recherche zu Ihrem Buch „getestet“? Radinger: Ich biete als selbstständige Beraterin seit 16 Jahren Beratung, Training und Schulungen im Bereich Housekeeping an. Da erarbeite ich zum Beispiel in mehreren Modulen gemeinsam mit der Hausdame eines Vier-Sterne-Superior-Hauses die Standards für die Etage: HACCP und Farbleitsysteme, Arbeitsabläufe, Planung und Organisation sowie Umgang mit speziellen Materialien, Wäsche-Organisation, Einsatz von Reinigungsmittel und vieles mehr. Nungesser: Wir führen immer wieder Mystery-Checks durch. Dort fällt leider das Housekeeping nicht immer positiv auf. Auch das Outsourcing führt nicht automatisch zu einer Qualitätsverbesserung. Der Abstimmungsaufwand erhöht sich, klare Leistungsvorgaben müssen definiert und kontrolliert werden. Das wird oftmals vergessen. Mittlerweile fragen auch immer mehr Gäste: Wie wird geputzt? Wie wird der Teppich gereinigt, die Bettwäsche gewaschen? Was beim Essen passiert, setzt sich hier fort. Das Farbleitsystem, das wir in der Küche verwenden müssen, wird bald auch auf der Etage Einzug halten.

Arbeitsaufgaben also ernst nimmt. Oder indem man sie mit einer Namenskarte im Zimmer identifizierbar macht. Oder eine Hausdame bzw. einen Housekeeping-Manager anstellt, ihnen also eine eigene Führungskraft gibt, damit wertet man die ganze Abteilung auf. Die Hausdame wird bei Entscheidungen, die die Housekeeping-Abteilung betreffen, einbezogen, um für die Ausgewogenheit zwischen Design und Funktionalität zu sorgen.

Wie kann man die Wertschätzung gegenüber den Reinigungskräften erhöhen? Radinger: Indem man sie durch professionelle Uniformen sichtbar macht, indem man sie schult und ihre

mensberaterin im Bereich House-

Buchtipp Stefan Nungesser / Maria Th. ­Radinger: Erfolgsfaktor Zimmer & Etage. Matthaes, 51,30 Euro

Die Experten Maria Radinger: gelernte Hausdame, selbstständige Unternehkeeping Stefan Nungesser: FH-Professor an der FH Kärnten, Programmleitung Hotelmanagement


Februar 2019

Kassen- & ­Abrechnungssysteme N E U E K A S SA

Neun Fragen, die man sich stellen muss Monkeybusinessimages / Getty Images

• Online- oder Offline-System? • Gibt es mehrere Bonierstationen? • Sind mehrere Drucker notwendig? • Wie genau sollte die Artikeldarstellung erfolgen? • Wie groß ist der Warenumfang, welche Warengruppen gibt es? • Benötigt man an der Kasse einen Barcodescanner, eine Waage oder eine Bankomatkassenanbindung? • Sind Schnittstellen zu Warenwirtschaft, Tischreservierung, Hotelreservierungssystemen oder Finanzbuchhaltung gewünscht? • Ist ein cloudbasiertes System erwünscht? • Welches Betriebssystem nutzt man (z. B. Windows oder Apple)?

Neue Kasse – aber welche? Ob Gründer oder alteingesessener Unternehmer: Jeder Betrieb steht irgendwann vor der Frage, welches Kassensystem das richtige ist. Ein Leitfaden und ein Blick in die Zukunft Text: Alexander Grübling

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assen sind heute nicht einfach Geräte, mit denen kassiert wird. Diese Zeiten sind vorbei. Sie helfen auf Wunsch bei der Buchhaltung und sind zum wertvollen Management-Tool für den Unternehmer geworden. Worauf sollte man also achten, wenn man sich ein neues System anschafft oder von einem bestehenden System umsteigt? Welche Investitionen machen Sinn, und wovon sollte man die Finger lassen? Wir haben Gastroberater Klaus Klöbel zum Interview gebeten, der sowohl bestehende Betriebe, die auf ein neues Kassensystem umsteigen wollen, berät als auch Gründer bei der Entscheidungs-

findung begleitet. Bei bestehenden Betrieben gehe es meist um Optimierungen, um Abläufe oder auch um den Wechsel des Systems, falls es den Anforderungen des Gastronomen nicht entsprechen sollte. „Gründer hingegen gehen unbefangener an das Thema heran“, sagt Klöbel. Fast 300 Anbieter gibt es in Österreich für Registrierkassen derzeit, mit manchen arbeite man lieber zusammen, mit anderen weniger gern. Einen Favoriten gibt es für ihn nicht, den einen Anbieter empfiehlt er nicht. „Es gibt kein System, welches das A und O darstellt und welches für jeden Betrieb gleichermaßen geeignet ist“, so

Klöbel. Am Anfang der Suche stünden zwei essenzielle Fragen, nämlich die nach der Größe und die nach der Höhe der Umsätze. Auch die Art des Betriebs – ob Eisdiele mit einem Terminal oder Restaurant mit mehreren Endgeräten – mache klarerweise einen Unterschied. Sind diese und andere Detailfragen (siehe Kasten) geklärt, wird in einem nächsten Schritt ein geeigneter Kassenhersteller gesucht. Wenn bestehende Systeme umgestellt werden sollen, dann sind die Hauptgründe zumeist Unzufriedenheit mit dem Support, den laufenden Kosten oder ein anstehender Hardwarewechsel, weiß Klöbel. Sel-

ten liege der Grund für einen Umstieg im schlechten Handling der Geräte. Schwache Rechenleistung und zu knapp bemessener Speicherplatz waren vielleicht früher einmal eine Herausforderung für manche Hersteller und deren Kunden. In der Gegenwart ist das aber kein Thema mehr. Die Geräte von heute können schon viel, die von morgen sollen noch mehr können.

Kasse bestellt nach In Zukunft sollen spezielle Schnittstellen eine Verknüpfung von Kasse, Menüplänen und Warenwirtschaft ermöglichen und eine automatische Belieferung von Betrieben gewähr-

leisten. Zukunftsmusik, die in weiter Ferne erklingt? Klöbel: „Derzeit kann ich mir das noch nicht wirklich vorstellen.“ Das funktioniere vielleicht bei Getränken, wo auch ein gewisses Maß an Kontrolle seitens des Unternehmers erwünscht sein kann. „Aber bei Lebensmitteln wird es wesentlich komplizierter“, so der Experte. Bei einer kleinen Warenwirtschaft, bei der nur ein kleiner Lagerstand hinterlegt ist und im Hintergrund automatische Bestellungen durchgeführt werden, könne er sich das gut vorstellen. Auf dem Speisensektor, mit täglich wechselnden Menüs, wird es aber kompliFORTSETZUNG AUF SEITE 10

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KASSEN- U N D ABRECHN U NGSSYSTEME

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NFC auf dem Vormarsch

FORTSETZUNG VON SEITE 9

„Das Service wird ­persönlicher.” KLAUS KLÖBEL Einige Anbieter haben bereits Schnittstellen zu Online-Reservierungssystemen im Programm. Eine spannende Innovation: Denn ist ein Kassensystem erst einmal mit einem Reservierungssystem verbunden, dann ist es möglich, eine Gästekartei zu hinterlegen. Dort sind auf Wunsch alle Vorlieben gespeichert. Etwa welcher Wein zuletzt bestellt oder welcher Tisch präferiert wurde. „Das Gästeerlebnis wird verbessert, der Service persönlicher“, weiß Klöbel. Der Bon des Gastes wird im Reservierungssystem abgelegt, um bei einem wiederkehrenden Besuch abrufbar zu werden. Ein Thema für die Spitzengastronomie, für die breite Masse der Betriebe hingegen sei dieses Feature mit Sicherheit uninteressant. Spannender sei da schon die Möglichkeit fürs Service, mit einem verknüpften Reservierungssystem die Rechnung eines reservierten bzw. besetzten Tisches in der Kasse schneller anzulegen – die Daten wurden ja bereits eingegeben. Auch bei der Gastdatenübergabe gibt es ein nützliches Feature, Stichwort „Firmenrechnungen“: Ist einmal ein Kunde angelegt, nimmt sich die Kasse die Daten aus dem Reservierungssystem und produziert auf Wunsch sofort die Gastanschrift. Das spart Zeit und erhöht die Gästezufriedenheit. Letztlich laufe es auf die Frage hinaus: Auch wenn Kassensysteme heute so viel können – braucht man all diese Features? Nutzt man sie auch? Oder

überfordert man damit nur das Personal?

Lösungen fürs mobile Bezahlen sind gefragt. Und das Thema NFC ist derzeit ein Trend

Keep it simple Das Handling ist ein Entscheidungskriterium, Gastronomen oder Köche sind meist keine Technikfreaks, die gerne Rezepturen in irgendwelche Geräte eintippen und Systeme warten wollen. Dazu fehlt in der Hektik oftmals die Zeit. Die Bedienung sollte so einfach wie möglich sein und intuitiv erfolgen können. Damit hat man im Alltag schon viel gewonnen. Einfach erscheinen auch App-basierte Systeme, die mit vorhandener Hardware genutzt werden können und seit einigen Jahren am Markt sind und auf den ersten Blick sehr günstig erscheinen. „Will man ein billiges oder ein sicheres System?“, fragt in solchen Fällen Klöbel seine Klienten: Bevor die Registrierkassenpflicht in Kraft getreten ist, sind diese Start-ups wie Pilze aus dem Boden geschossen. Klöbel: „Wenn es nur um den Preis geht, dann sind Cloudlösungen mit vorhandenen Tablets oder Smartphones sicher kein Fehler. Nur nutzt es niemandem etwas, wenn das Display nach einem halben Jahr den Geist aufgibt und das Endgerät, auch wenn es günstig ist, neu angeschafft werden muss.“ Es kann nicht im Interesse des Unternehmers sein, mit etwas Billigem zu starten und nach einem halben Jahr umzusteigen. Das ist die schlechteste aller Möglichkeiten.

B

argeldloses Zahlen hat sich nicht nur in der Tourismusbranche längst vom Megatrend zur gelebten Praxis entwickelt. Weder Hotel- noch Gastronomiebetriebe wären heute ohne digitale Serviceangebote rund um das Bezahlen mit der Karte oder per Online-Payment überlebensfähig. Einer der österreichischen Marktführer in diesem Segment ist die Salzburger Firma hobex, Komplettanbieter für bargeldlose Zahlungssysteme und E-Commerce-Lösungen. hobexVorstand Christian Erasim über die kommenden Trends: „Im Mittelpunkt steht derzeit insbesondere das Thema Mobilität, der Markt verlangt hier nach maßgeschneiderten Lösungen

für den individuellen Bedarf. Speziell für die Gastronomie haben wir als einer der österreichweit ersten Anbieter Terminals entwickelt, die extrem flexibel einsetzbar sind und eine schnelle Datenübertragung in Gastbereichen jeder Größe gewährleisten. Für unsere Kunden aktuell besonders wichtig: Nicht nur im Handel, auch in der Gastronomie setzt sich nun die NFC-Technologie immer stärker durch. Wir merken hier einen deutlichen Zuwachs an Transaktionen.“

hobex

ziert, da in den Menüplänen jedes Gericht inklusive detaillierter Rezeptur hinterlegt sein müsste, damit das System weiß, wie es um den Lagerstand bestellt ist“, wiegelt Klöbel ab.

Einmal die Karte hinhalten, bitte: Die Zahl der Transaktionen, die mittels NFC getätigt werden, steigt rasant an.

Warenwirtschaftssystem runden das Leistungspaket von hobex ab. Immer größer wird laut dem hobex-Vorstand auch die Nachfrage nach der Anbindung von Kartenterminals an Smartphones und Tablets. Insbesondere kleine gastronomische Betriebe wie Bars und Cafés setzen ihre Bestellund Abrechnungssysteme auf diesen Geräten auf.

Anbindung an Smartphones Trinkgeldfunktion, dynamische Währungsumwandlung sowie Schnittstellen an das bestehende Kassen- und

Bestes Unternehmen novacom räumt beim beim Wirtschaftspreis „Austria’s Leading Companies“ ab

I

Zur Person

m Vorjahr belegte man noch Platz drei, heuer sicherte sich novacom beim „Austria’s Leading Companies“Award in der Kategorie „National – Umsatz bis 10 Mio. Euro“ den ersten Platz in der Region Steiermark. Im österreichweiten Finale wurde dieser Erfolg mit einem zweiten Platz noch einmal bestätigt. Beim ALC-Award, er wird jährlich von der Tageszeitung Presse, dem KSV1870 und PriceWaterhouseCooper Österreich vergeben, entscheiden nicht Juroren, sondern ausschließlich wirtschaftliche Kennzahlen und

Klaus Klöbel, Gastroberatung klaus@kloebel.at www.kloebel.at

novacom

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Darauf kann das novacom-Team anstoßen: Im landesweiten ALC-Ranking Platz zwei, in der Steiermark Platz eins.

Bilanzen des Unternehmens. In Empfang genommen wurde der Preis auf der großen Award-Veranstaltung im November in Graz. Der Rekordumsatz von 4,6 Millionen Euro bestätigt für Geschäftsführer Alexander Kogler die gelebte Firmenphilosophie. „Wir bieten unseren Kunden ein Rundum-sorglos-Paket aus Betreuung und Consulting.“ So komme das novacom-Team zu großen Teilen aus der Tourismusbranche, weiß um Wünsche und Probleme, nicht nur auf IT-Ebene, und könne so Kunden auf Augenhöhe begegnen. „Unsere Mitarbeiter haben viel Knowhow und kennen die Anforderungen und Prozesse des Kunden“, so Kogler. novacom gehört zu den führenden Anbietern von u. a. Gastro-Kassensystemen und bargeldlosen Mensa- und Kantinen-Abrechnungssystemen.

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Bestellen und Bezahlen am Handy

WENN QUALITÄT

ENTSCHEIDET.

Vapiano nutzt es seit einem Jahr, auf der „Gast“ in Salzburg haben wir uns das System von Gastronovi angesehen, und auf der Internorga präsentiert jetzt Gastrofix „Bestellen und Bezahlen” via Chatbot Text: Thomas Askan Vierich

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Zettelwirtschaft war gestern.

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Das Tischreservierungssystem.

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Mobil bestellen geht ganz einfach. Bei Vapiano mit einer App.

H

eute ist es auf der Skihütte wieder brechend voll. Die fleißigen Kellnerinnen und Kellner kommen mit dem Service kaum noch nach. Die Gäste werden unruhig. Sie hätten gerne weitere Getränke oder einen Nachtisch bestellt. Sie beginnen zu winken und zu pfeifen. Das nervt andere Gäste und das Personal. Solche Szenen spielen sich auch in vielen Gastgärten oder Gasthäusern ab. Was tun? Mehr Servicepersonal einstellen? Auf die Geduld der Gäste (und des gestressten Personals) bauen? Beides schlechte Optionen. Genau hier setzen die Lösungen zum mobilen Bestellen und Bezahlen ein, die gerade auf den Markt kommen. Der österreichische Anbieter von cloudbasierten Kassensystemen, Gastronovi, hat auf der „Alles für den Gast“ im Herbst sein Smartphone-Bestellsystem vorgestellt. Es funktioniert ganz einfach: Jeder Gast bekommt einen persönlichen QR-Code vom Kellner. Den scannt er in sein Smartphone ein und kann sofort mit dem Bestellen loslegen. Er muss sich nicht registrieren oder eine App herunterladen. Die Pizzeria Villa Lido am Wörthersee setzt das schon ein. „Das ist wunderbar für Tische, die nicht so gut einzusehen sind“, sagt Geschäftsführer Frank Huditz. „Die Gäste können den Service auch in Anspruch nehmen, wenn sie bei einem romantischen Dinner nicht alle paar Minuten vom Kellner gestört werden möchten.“ Man kann am Ende sogar über das Handy bezahlen.

Vapiano Vorreiter Vapiano setzt so ein System bereits seit einem Jahr in einigen österreichischen Filialen ein – als Alternative zur Chipkarte. Der Gast checkt mit sei-

nem Handy an der Kasse ein, verwendet es dann als persönliche Karte und bezahlt darüber auch beim selbstständigen Check-out. Dadurch spart er Zeit beim Bestellen und vermeidet das Anstehen an der Kasse. Außerdem können über die Vapiano-App Punkte gesammelt und direkt Bilder auf sozialen Netzwerken geteilt werden.

Chatten mit Marc Noch einfacher verspricht das System des niederländischen Tech-Start-ups Table Duck zu sein, das vom deutschen iPad-Kassenanbieter Gastrofix in dessen Kassensystem integriert wurde und gerade in Pilotbetrieben in Holland und Deutschland ausprobiert wird. Es wird es auf der Internorga am Stand von Gastrofix vorgestellt. Hier wird über einen Bot bestellt und bezahlt. Man braucht nicht einmal

Komfortabel & smart bestellen.

Ticket Monitor Betrieben ohne Service kann der Chatbot als Gästerufsystem verwendet werden. Für einen gewissen Unterhaltungswert sorgen einige sogenannte „Easter Eggs“. So kann man „Marc“ zum Beispiel nach seinem Alter oder seinen Eltern fragen … Der Bot nutzt Natural Language Processing, ein Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz, und lernt aus vorangegangenen Chats. So optimiert er sich nach und nach selbst. Für die Zukunft planen die Entwickler eine Erweiterung für WhatsApp und andere Messenger. Außerdem soll es irgendwann unterschiedliche Personas geben, mit denen der Chatbot individuell an das jeweilige Ambiente des Lokals angepasst werden kann. „Es gibt zwar schon einige Bots am Markt, doch sind diese in ihrem Kön-

Marc nimmt Getränkebestellungen entgegen (links). Rechts: Ordern mit dem Handy.

einen QR-Code zu scannen. Die Kommunikation läuft über Facebook Messenger. „Heute kommunizieren viele Menschen einfach lieber per Chat. Mit ‚Marc‘ passen wir den Bestellprozess im Restaurant an dieses veränderte Verhalten an“, erklärt Mathijs Broeks, einer der beiden Gründer von Table Duck. Der Chatbot „Marc“ nimmt Getränkebestellungen entgegen. Bezahlen kann man auch über ihn. Kellner oder Kellnerin müssen also nur noch die Getränke an den Tisch bringen. In

SB-Terminal

nen bisher auf Tischreservierung, automatische Beantwortung häufiger Kundenfragen oder das Weiterleiten auf eine Webseite beschränkt“, sagt Marc van Benthum, Country Manager von Gastrofix in den Niederlanden. „Table Duck ist hier mit der Order- und Payment-Möglichkeit den entscheidenden Schritt weitergegangen.“ Er setzt hinzu: „Trotzdem, und das ist uns ganz wichtig, ist der Chatbot nur eine Unterstützung für das Personal, niemals ein Ersatz.“

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Mit der TiPOS Bonus App werden Kunden bei jeder Konsumation mit Punkten belohnt– und das geht filialübergreifend. Zudem werden Gutscheine und Guthaben mitverwaltet (z. B. bei Aktionen wie jedes zehnte Menü gratis). Sie bekommen Ihre eigene, auf das Unternehmen gebrandete App. Und wenn der Kunde kein Smartphone nutzt? Dann bekommt er einfach eine Mifare-Kundenkarte, da die Bonus App natürlich in TiPOS integriert ist.

Sie verwenden Smartphones oder Tablets zur Bestellung und Abrechnung? Dann bietet HOBEX mit seinem neuen Terminal namens „SMART“ eine praktische Lösung: Das mobile Kartenlesegerät ist mit Blue-tooth und NFC ausgestattet, wiegt nur 100 Gramm und passt in jede Hosentasche. Es koppelt sich über eine eigens entwickelte App mit dem Smartphone oder Tablet, um Bankomat- und Kreditkartenzahlungen einfach und schnell abzuwickeln.

Wer großen Wert auf Leistungsstärke, einzigartiges Design und umfangreiche Features legt, findet das in der Columbus900 vereint. Das neue Flaggschiff hat ordentlich Power und ist auf die Bedürfnisse der anspruchsvollsten Gastronomen ausgerichtet. Die Allround-Kasse EX15 und das Kleingerät PX10 runden das Angebot ab. Laut Hersteller wurden alle alle POS-Kassen von NCR Orderman speziell für den Gebrauch in der Gastronomie entwickelt.

Die neueste Hardware wird erst auf der Internorga im März präsentiert: darunter Design- und Touch-Terminals. Die Module der gastronovi Softwarelösung wurden schon jetzt optimiert. Die gastronovi Tischreservierung verfügt ab sofort über ein verbessertes Reservierungsformular, und das gastronovi Gäste-Bestellsystem über eine optimierte Web-App für die Vorbestellung. Das Self-Ordering im Restaurant erstrahlt außerdem im neuen Gewand.

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Seit mehr als 20 Jahren ist APRO ein verlässlicher Partner in allen Abrechnungsfragen. Schon heute denkt man an die Zukunft und bringt zahlreiche neue Innovationen und Features für die moderne Gastronomie von morgen. Reservierungen, Kundenbestellungen, Kundenbindungstools und Auswertungen werden „smartphonetauglich“ in mobile Apps verpackt und eröffnen Gastronomen und Gästen neue Horizonte.

Durch SaleGrip werden die Kassen individuell angepasst. Bei größtmöglicher Betriebssicherheit bietet SaleGrip durch den modularen Aufbau eine Vielfalt an Einstellungs- und Erweiterungsmöglichkeiten: sei es ein Zusammenschluss von mehreren Filialen bis in die Zentrale, die intuitive Bedienung, die einfache Programmierung oder ein Zusammenschluss mit einer Hotelsoftware oder Schankanlage – auch nach der Installation.

MENU ist eine Bestell- und BezahlApp, die sich in das bestehende NovaTouch-System integrieren lässt. Die Menükarte erhalten die Gäste automatisch beim Betreten des Lokals. Bestellt und bezahlt wird mit dem Smartphone. Die Bestellung wird automatisch an das Kassensystem übermittelt. Auch Nachbestellungen kann der Gast einfach vornehmen. Auswertungen und Analysen erhöhren die Kundenbindung.

Durch die Fusion mit Worldline, dem europäischen Marktführer im Bereich Zahlungsverkehr, werden bessere Angebote für die Kunden entstehen. Eine aktuelle innovative Lösung ist die Bankomat-Kasse VX820 touch&print, die Transaktionen mit allen gängigen Karten abwickelt. Dank der Schnellauswahl branchentypischer Funktionen direkt vom Startscreen kann im Geschäftsalltag viel Zeit gespart werden.

„Complete Pay“ bietet eine mobile Bezahllösung, die den aktuellen Ansprüchen und Bedürfnissen an Flexibilität und Mobilität gerecht wird. Für Partner aus Hotellerie und Gastronomie gibt es außerdem exklusiv die Möglichkeit, sich bei österreichischen Karteninhabern von card complete (das sind mehr als 1,5 Millionen!) und einer Vielzahl internationaler Gäste kostenlos zu präsentieren: www.completeurlaub.com

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Anbieter


MEIN UNG

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PRO

&

CONTRA

Qualitäts­ tourismus

Österreichs Seilbahnen auf einen Blick Mit fast 100.000 Arbeitsplätzen und 1,5 Mrd. Euro Umsatz ist die Seilbahnwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor

261 Mio. Euro Sicherheit, Qualität und Komfort

114 Mio. Euro Gesamtinvestitionen (Winter 18/19)

Sonstiges

Kassenumsätze

54,6 Mio.

WIRTSCHAFTLICHE ­BEDEUTUNG

Skier Days

599 Mio. Personen 27.600 Tage Betriebstage

Wir machen uns was vor: Keiner will mehr „Tourist“ sein, alle wollen sich wie ein „Local“ fühlen. Bullshit. Das ist ein Widerspruch: Wenn alle Locals sind, sind sie doch wieder Touristen. Das Konzept funktioniert nur dort, wo nicht alle hinwollen. Zweitens wollen immer noch sehr viele einfach Touristen sein: Die Seele baumeln lassen, am Strand liegen, Ski fahren, wandern, ohne Bildungsauftrag, ohne an den ökologischen Fußabdruck zu denken, alles soll möglichst bequem und billig sein. Vor allem billig. Und dafür kann, soll und muss es auch Angebote geben. Auch bei uns. Auch Busreisende, chinesische Pauschalurlauber und Flusscruiser sollten wir herzlich willkommen heißen. Viele Betriebe leben von ihnen – und können (oder wollen) sich wie ihre Kundschaft einen zahlungskräftigen „Qualitätstourismus“ schlicht nicht leisten.

225 Mio. Euro

1.428 Mio. Euro

Beförderungen

CON TRA

Beschneiung

600 Mio.

Zahlen Winter 2017/2018

Der Umsatz muss wachsen, wollen wir auch morgen die Rechnungen und die Löhne der Arbeitskräfte in der Tourismusbranche zahlen. Angesichts der gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen gibt es nur eine Möglichkeit: den Umsatz pro Gast zu steigern! Um dort hinzukommen, gibt es keine halbherzigen Wege. „Ein bisserl billig“ geht doch auch nicht. Nein, es wird ein harter Einschnitt, aber wenn Österreich (auch als Marke) konsequent auf Qualität statt Quantität setzt und auch politisch den Rahmen dafür schafft, wird es sich letztlich für alle rechnen.

VOR ORT

G R A F I K : FA K T E N Z U D E N S E I L BA H N E N Q U E L L E : W K O

PRO

SEILBAHNBRANCHE ALS WICHTIGER ARBEITGEBER

7,9 Mrd. Euro Gesamtausgaben durch Bergbahnnutzer führen zu einer Wertschöpfung von

4,3 Mrd. Euro Jeder 6. weltweite Skitag ist „österreichisch“ 42% Deutsche

26% Österreicher

WISSEN UM DEN GAST Wichtige Entscheidungskriterien bei der Wahl des Skigebiets:

Größe des Skigebietes (55 %) Skipisten (46 %) Schneesicherheit (33 %) 2/3 der Gäste kommen nur

10%

99.300 Arbeitsplätze 17.300 Arbeitsplätze direkt bei den Seilbahnbetrieben

Niederländer

wegen des Skifahrens nach Österreich

Weiterempfehlungsrate von 90 %

23.700 ha ­ istenfläche P davon 70 % beschneibar

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ANGEBOTSSTRUKTUR DER SEILBAHNUNTERNEHMEN

Sozialer Mittagstisch Eigentlich stellen wir an dieser Stelle neue Geschäftskonzepte -und Umsetzungen vor, oder welche, die uns neu unterkommen und die wir für gut (oder besonders ärgerlich) befinden. Heute gibt es mal einen Klassiker. Seit rund fünf Jahren nimmt die Redaktion regelmäßig ihren Mittagstisch im Inigo in Wien-Schönbrunn ein (keine fünf Gehminuten vom Verlag entfernt). Das Restaurant ist in einem Altenheim untergebracht und serviert in den Mittagsstunden drei HausmannskostMenüs. Die sind solide, aber weniger aufregend als die sozialökonomische Geschäftsidee des Inigo. Das von der Caritas initiierte Projekt unterstützt nämlich langzeitarbeitslose Frauen und Männer beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Auf sechs Monate befristet, bekommen die Inigo-Mitarbeiter eine fachliche Qualifizierung vor Ort (in allen Restaurantbereichen), eine sozialarbeiterische Begleitung zur Bearbeitung individueller Problemstellungen und Unterstützung bei der Suche nach einem unbefristeten Folgearbeitsplatz geboten. Um dieses soziale Angebot zu erhalten, muss klarerweise die wirtschaftliche Zielsetzung erreicht werden. Und das gelingt gut. Als wir vor Jahren die ersten Male dort waren, fanden wir uns noch öfters in einem halbleeren Gastzimmer wieder. Das änderte sich mit der Zeit deutlich. Mittlerweile ist der große Gastgarten im Sommer meistens voll. Und wenn die kalte Jahreszeit anbricht, klopfen regelmäßig die Kollegen von der KFZWirtschaft um 15 Minuten vor zwölf an der Redaktionstür. Mit gutem Grund: Man ist besser früh dort, um auch fix einen Tisch zu bekommen. d.nutz@wirtschaftsverlag.at

2.900 Lifte 1.110 Seilbahnanlagen und ca. 1.820 Schlepplifte

U M F R A G E D E R W O C H E : W i e g e h t e s e i g e n t l i c h u n s e r e n K i r c h e nw i r t e n?

Z I TAT D E R W O C H E

Angelika Ahrer, Kirchenwirt, Großraming

Josef Schmeisser, Kirchenwirt, Strobl am Wolfgangsee

Mario Steinmann und Erich Windhaber, Kirchenwirt, Stubenberg am See

Monika Peham-Nutz, Kirchenwirt, Gosau

„Der traditionelle Frühschoppen nach der Kirche war in meiner Kindheit das Hauptgeschäft der Woche, das ist lange her. Meinem Gasthof geht es gut, die Lage auf dem idyllischen Kirchenplatz mit dem zauberhaften Gastgarten und unsere Küche sorgen für guten Besuch. Von Frühling bis Herbst beherbergen wir auch viele Urlaubsgäste, die im Nationalpark Kalkalpen die Natur beim Wandern und Radfahren erkunden. Unsere Region wird gerade ,entdeckt‘, da bin ich gern dabei.“

„Unser Gasthaus wurde 1802 als Einkehr für Wallfahrer eröffnet, seit 1911 ist es im Besitz der Familie. Seit Mitte der 90er zeigt sich auch am Wolfgangsee, dass der Berufsstand der Gastronomen immer schwerer wird, darum versuchen wir laufend, junge Leute für den Beruf zu motivieren. Derzeit haben wir zwei Lehrlinge. Unser Wirtshaus lebt das ganze Jahr über von Einheimischen und hat zehn Monate im Jahr geöffnet.“

„Wir sind guter Dinge, unseren Betrieb noch lange weiterführen zu können. Wir verstehen, dass viele ihre Betriebe nicht weiterführen können bzw. wollen, denn im Moment ist es schwierig, Personal zu finden. Die Auflagen werden immer penibler, und es ist bald nicht mehr möglich, dies in den Arbeitsalltag mit einfließen zu lassen. Wir sind zu dritt in der Geschäftsführung, jeder hat seinen Aufgabenbereich. Für uns ist der Personalmangel eine große Herausforderung.“

„Wir haben das Glück, im inneren Salzkammergut zu sein – bei uns gibt es die Gefahr des Wirtesterbens nicht. Wir betreiben das Gasthaus seit 14 Jahren. 90 Prozent unserer Gäste sind Touristen. Allein von den Einheimischen könnten wir nicht leben. Ich habe zwischen 14 und 16 Angestellte. In Gegenden ohne Tourismus schaut es anders aus. Dort gehen die Leute immer weniger auswärts essen, und der klassische Stammtisch wird immer seltener.“

„Ich bewerte ein Restaurant immer nach der Qualität des Brotes und des Kaffees. Sind beide gut, passt auch der Rest.“ BURT LANCASTER US-Schauspieler (1913–1994)


Februar 2019

Wein & Spirituosen

Wolfgang Schmid (5)

DIE J U RY

ÖG

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SIEGER 2019 h i s ( E) k

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SIEGER 2019

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Balance lässt sich nämlich als zweites Kriterium festmachen, das ein glasweise ausgeschenkter Wein, Roter ebenso wie Weißwein, mitbringen sollte.

Für die perfekte Wahrnehmung auch kleinster Nuancen verwendet das Kostquartett Zalto-Gläser.

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SIEGER 2019

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Fruchtig, aber nicht kitschig

Das zeigt sich ganz besonders bei den „schmeckerten“ Sorten wie Muskateller, Traminer oder (relativ neu als pilzresistente Züchtung in Österreichs Weingärten) Muscaris. Sie mögen von Wein-Snobs gerne als „Spaßweine“ abqualifiziert werden, doch genau der Trinkspaß macht sie im Idealfall so beliebt in der Gastronomie. Unkompliziert und fruchtig sind die duftigen Weine dann am Gaumen. Allerdings: Saftigkeit wünscht man sich speziell von diesen Sorten, ein „Safterl“ ohne Spannung soll es dann aber keinesfalls sein. Wo Sie Trinkanimo mit Balance vereint finden, erkostete die ÖGZ-Jury im fast schon traditionellen „Schankl & Schmeckat“-Test. Die Ergebnisse finden Sie auf dieser und den Folgeseiten!

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ab, denn ein Schankwein mit 14 % hat es schwer mit der Akzeptanz. Auch wenn die Viertel-Trinker aussterben: Mehr als ein Glas darf es an der Schank schon werden. Speziell, wenn auf eine Runde eingeladen wird und man die Geste erwidert. Der Klimawandel macht es den heimischen Weinbauern dabei nicht leicht. Weine mit 12,5 % Alkohol wären ideal, doch so viele davon gibt es nicht. Zumal volle Traubenreife auch höheren Alkohol bedingt, womit für die Winzer auch der Wettlauf um Säure und Knackigkeit beginnt.

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unterfordert will man mit dem günstigen Glas Wein nicht sein. Im Gegenteil, es soll „viel Wein fürs kleine Geld“ ausgeschenkt werden. Zum anderen aber steckt der Alkohol die kellertechnischen Grenzen

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arf man eine Wein-Geschichte mit dem Hinweis auf Bier beginnen? Wir versuchen es einmal; denn ein großes Problem der „Craft Beer“-Szene und ihres Lieblings, Imperial Pale Ale (IPA), stellt dessen kaum vorhandene Akzeptanz im Wirtshaus dar. Der Tenor vieler Gäste lautet: „Eh interessant, aber ich mag kein zweites davon.“ Es geht um die „Drinkability“, wie es Brauer gerne nennen, zu Deutsch: „Trinkspaß“. Womit wir beim Wein wären, denn das Schankachtel weist – bei allen Unterschieden von Lokalen, Gäste-Vorlieben und verwendeter Rebsorten – stets eine Qualität auf: Man will gerne noch ein weiteres trinken! Was nach einer Selbstverständlichkeit klingt, stellt für die Winzer aber eine schwierige Gratwanderung dar. Aromatisch

ÖG

Text: Roland Graf

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„Trinkanimo“ mag kein schönes Wort sein. Aber es zeichnet die besten Weine für den glasweisen Ausschank aus. Und es ist ein Prädikat für einen der heimlichen „Süffigkeits-Könige“ – den Muskateller

Wie kommen die Bewertungen der Weine und Spirituosen zustande? Die ÖGZ lud Produzenten und Importeure ein, kostenpflichtig ihre Muster einzureichen. Dieser Querschnitt durch das Marktangebot wurde in aufsteigender Reihenfolge nach Alkohol und thematisch in Gruppen (z. B. „Muskateller“ bzw. „Bourbon“) aufgeteilt und verkostet, um die Besten der Kategorie zu ermitteln. ÖG

„Bitte noch ein Glaserl für mich!“ Was an der Schank am besten läuft

Das Koster-Quartett

Mit ÖGZ-Autor Roland Graf verkosteten in „Käselands Weineck“ am Naschmarkt Sommelière Sylvie Hütter, Küchenchef Markus Gahn („Hanse Explorer“) und Thomas Kurzmann („Käseland am Naschmarkt“). Für die Whisky-Bewertung verstärkten „Torberg“-Chef Gerald Gsöls und ­Erhard Ruthner („Raise your ­spirits“) die Runde. Wie immer wurden alle Proben verdeckt eingeschenkt und unabhängig von den Mitgliedern des Kostquartetts bewertet. Die Summe der individuellen Einschätzungen ergab die jeweiligen Kategoriesieger und somit die Träger des ÖGZ-Gütesiegels 2019 in Gold.

Die nächsten Themen der ÖGZ Wein & Spirituosen WEIN INLAND:

Grüner Veltliner und Frizzantes

WEIN AUSLAND: Prosecco und Frizzante vom Feinsten

Wein & Spirituosen

SPIRITUOSEN:

Best of Agavae: Tequila, Mezcal, Raicilla & Co

Erscheinungstermin: 8. 3. 2019

Anmeldungen bis 25. 2. 2019

Alle eingereichten „Wein und Spirituosen“-Einträge werden über alle Medien der ÖGZ kommuniziert.

Für Anmeldung und Informationen steht Ihnen Herr Wolfgang Schmid gerne zur Verfügung:

+ Eintrag 1/9 Seite in der ÖGZ (80 x 110 mm) + Eintrag auf der neuen Wein-Homepage der ÖGZ + Eintrag im Newsletter an 16.200 Gastronomen

Wolfgang Schmid, DipWSET M: +43 699 180 50 180 E: wolfgang.schmid@weinadvokat.at


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W EIN & SPIRIT UOSEN

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W hisk(e)y

Ewige Klassik und regionaler Hit: Whisky braucht Vielfalt Der Getreide-Brand war nie weg, doch mit Leidenschaft entdeckt eine neue Gästegeneration Single Malts neu. Heimische Newcomer und die Größen Schottlands und Kentuckys stehen dabei Seite an Seite

M

an darf ein bisschen stolz sein, wenn man in die Whisky-Regale schaut. Denn mittlerweile ist der heimische Single Malt in die Jahre gekommen. Wer hätte sich in den bescheidenen Anfangsjahren (1995 wurden die ersten Whiskys in die Fässer gelegt, drei Jahre später gab es den ersten Austro-Malt) gedacht, dass einmal ein „15 years“ aus heimischer Produktion kommt. Der österreichische Whisky, für den die Produzentenvereinigung AWA (Austrian Whisky Association) unschätzbare Pionierarbeit leistete, steht aber nicht nur aus lokalpatriotischen Gründen im Fokus des Barangebots.

Experimente im Kleinen Was den großen Herstellern in Schottland und Kentucky nur schwer möglich ist, stellt für die Austro-Brenner das tägliche Geschäft dar. Experimente mit einzelnen Fässern von Topwinzern stehen etwa an der Tagesordnung. Aber während es etwa zehn Gebinde sein müssen, damit z. B. Glenfid-

dich überhaupt einen Whisky aus Eiswein-Fässern angeht (3.000 Flaschen sind so etwas wie die Unter-unter-Grenze), fährt der Austrobrenner einfach zum Winzer des Vertrauens. Und selbst die Verwendung anderer Getreide als Gerste haben die heimischen Destillateure längst vorweggenommen. Im Gegenteil, der Eigenanbau von Roggen (J. Haider) oder Hafer (Josef Farthofer) wird immer mehr zur Norm unter den Whisky-Herstellern. Diese Vielfalt kommt der Gastronomie zustatten, die nunmehr eine dreigeteilte Whisk(e)y-Karte anbieten kann: Sie umfasst erstens runde und süße Klassiker aus den USA, die gerne mit Cola oder Soda als Highball konsumiert werden können. Dazu intensive aber ebenfalls „smooth“ gemachte Getreidebrände für den meditativen Pur-Genuss und nicht zuletzt zumindest einen regionalen Whisky. Denn gebrannt wird das „Lebenswasser“ heute in allen Bundesländern. Wie man diese neuen, acht bis zwölf Jahre alten Austro-Malts attraktiv verkauft, darf man sich bei David Bandak

Getty Images

Text: Roland Graf

in Zürich abschauen: Das VerkostBrett mit drei Whiskys gehört zu den beliebtesten Bestellungen im weltbekannten „Widder“-Hotel. Was man darauf platzieren könnte, hat die ÖGZ für Sie ­verkostet.

17 Whisk(e)ys, beschrieben und bewertet vom ÖGZ-Kostquartett,

Dem Malz auf der Spur: Whisk(e)y-Verkoster Sylvie Hütter, Gerald A. Gsöls, Erhard Ruthner und Roland Graf von der ÖGZ (v. l. n. r.).

ab Seite 22

Kampf für gute Produkte Motivierter Neuzugang aus Wien beim internationalen Köcheverband „Eurotoques“ Text und Foto: Roland Graf

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ieses Jahr treten wir gegen die elektrische Fischerei an“, klärt Christian Meyer die 40 Gala-Gäste des Restaurants „Ludwig Van“ auf, „letztes Jahr waren es gehärtete Fette wie Palmöl“. Wer vom Einführungsdinner des neuen Wiener Landesbeauftragten einen gemütlichen Abend erwartete, kannte den „Eurotoques Austria“-Präsident schlecht. Der Elsässer Meyer war schließlich bereits vor 32 Jahren dabei, als die Kochelite Europas sich gegen industrielle Lebensmittel zusammenschloss. Und sein Kampf geht nun in Österreich weiter, das im Vorjahr „Eurotoques“Land wurde. „Wir wollen Fleisch, das aus artgerechter Tierhaltung kommt und nicht aus Hochhäusern“, erläuterte Meyer einen weiteren Grundsatz der Vereinigung, die auch in Brüssel für ehrliche Nahrungsmittel lobbyiert. „Die Unterstützung von Handwerk und Produzenten“ tragen als jüngste Landesgruppe nun auch die Wiener mit. „Ludwig Van“-Koch Walter Leidenfrost übersetzte diese Prinzipien gemeinsam mit „Eurotoques“-Mitgliedern aus Salzburg, NÖ und Wien in ein Acht-Gänge-Menü: So kamen Hirsch- und Schweineschinken aus ei-

To Another Great Year Freuen Sie sich auf Ihre ProWein 2019! Mit einem bewussten, nachhaltigen Wachstumskonzept hat sich die ProWein in 25 Jahren von einer kleinen Winzermesse

gener Erzeugung bei „Fredi“ Rohrmoser („Die Reinbachstube“/St. Johann im Pongau) und Christoph Puchegger („Puchegger-Wirt“, Winzendorf) zum Einsatz. Daniel Kellner („Martinelli“/Wien) wiederum ließ seinen Kabeljau in einer schulmäßigen „Beurre blanc“ mit selbstgemachter Senfgurke schwimmen.

zum wichtigsten Branchentreff weltweit entwickelt – mit einzigartiger Internationalität und unerreichter Angebotsvielfalt. ProWein: To another 25 great years!

Coming Home for

Comeback beim Bocuse d’or Mittelfristig sollen es 200 heimische Köche sein, die „vom Wirtshaus bis zu Zwei-Sterne-Häusern“ die Tradition hochhalten, hoffte Präsident Meyer im Gespräch mit der ÖGZ. Und: „Österreich muss endlich wieder zum ,Bocuse d’or‘-Wettbewerb; denn kulinarisch hat das Land alles.“

ProWein

The World’s No.1 Internationale Fachmesse für Weine und Spirituosen

17. -19. März 2019 Düsseldorf www.prowein.de Gesell GmbH & Co. KG Sieveringer Str. 153 _ 1190 Wien Tel. +43 (01)320 50 37 _ Fax +43 (01)320 63 44 office@gesell.com

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„Eurotoques“-Mitglieder Puchegger, Meyer, Leidenfrost, Rohrmoser und Kellner (v. l. n. r.) pwe1902_Besucher_154x170+3_AT.indd 1

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SIEGER 2019

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Zisch-frisch

Tropen-Ausflug

WEGENSTEIN: ÖGZ-Jury vergoldet

SCHNEEBERGER: Knackig-resches Achtel

SCHNEEBERGER: Intensive

einen komplexen „Welsch“

aus der Steiermark

Sorteninterpretation des Veltliners

Der Klassiker im Hause Schneeberger ist der Welschriesling mit seiner typischen Frucht und frischen Säure. Der ist der ideale Speisenbegleiter in der weithin bekannten Buschenschank der Familie in Heimschuh. Die besten Produkte aus der Region werden hier präsentiert. Reif nach roten Beeren und auch etwas weißer Johannisbeere im animierenden Geruch: Zischig und mit prägnanter Säure („Fizzers“ und Ananas-Scheiben) auch am Gaumen. „Klassischer, rescher Weißer, der einen feinen Spritzer ergibt“, so die Koster-Runde.

Das Weingut Schneeberger aus Heimschuh in der Steiermark produziert nicht nur hervorragende Qualitätsweine, sondern auch beste Schankweine in der Ein-Liter-Flasche. Auf mittlerweile 100 Hektar Rebfläche werden die Trauben gepflegt und im eigenen Betrieb gekeltert. Tropische Düfte aus der Steiermark: Mango und Banane, ergänzt um türkischen Honig. „Auch im Mundgefühl kein Zarterl“, so die ÖGZ-Jury: Viel Frucht (neben den Exoten auch Nektarine), zartes Nusserl im Finish. Gut gemacht und expressiv, meinten die Verkoster.

„Wegenstein-Weine kommen von dort her, wo auch wir herkommen. Das ist Ausdruck unseres Bekenntnisses zu Österreich.“ Alle Weine, die das Wegenstein-Logo tragen, stammen aus österreichischen Trauben. Auch vinifiziert, ausgebaut und gefüllt wurden sie in Österreich. Duftiger Typus, der Pomelo und gelben Apfel vereint, aber auch etwas Honig mitbringt. Auch am Gaumen gefällig und mit gelben Früchten, in die sich auch etwas Bananenmark mengt. Saftig und mit langem Finish – „mehr Rhein- als Welschriesling“, so die Jury. Weinkellerei Wegenstein • Welschriesling Traditionell 1 l • 11,5 % • SV • € 2,49 www.wegenstein.at

Weingut Schneeberger • Welschriesling 1 l • 12 % • KK • € 2,50 www.weingut-schneeberger.at

Weingut Schneeberger • Grüner Veltliner 1 l • 12 % • KK • € 2,50 www.weingut-schneeberger.at

Mehr als Solist

Frucht-Bombe

Express yourself!

WEGENSTEIN Würzig-grüne Noten

LENZ MOSER: Exotischer Schmelz in

HAGN: Nachdrücklich fruchtiger

passen durchaus auch zum Essen

diesem Segment

Weißer aus dem Weinviertel

Wegenstein leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Wein- und Kulturlandschaft Österreichs. Wegenstein ist einer der größten Player der heimischen Weinwirtschaft – das ermöglicht dem Unternehmen qualitativ hochwertige Weine unter strengen Qualitätskriterien. Eigenwilliger Duft mit Cassis-Anklängen, Brennesseln und Mandarinen-Zesten. Betonte Struktur mit gutem Säuregerüst und einem frischen grünen Zug (Salbei und grüne Tomaten). Für die Jury nicht nur solo vorstellbar, sondern auch zum Hirn mit Ei bzw. Bries top.

Das Weingut-Team rund um Michael Rethaller hat sich ganz der Bereitung trinkfreudiger Weine mit ausgezeichneter PreisGenuss-Leistung verschrieben. Die Weinkellerei Lenz Moser verbindet jahrhundertalte Weinkultur mit modernster Technik und umfassendem Know-how. Viel Vanille im Duft (Cremeschnitte), dazu gesellen sich tropische Noten von Grüner Mango und Passionsfrucht. Deutliche exotische Aromatik auch im Antrunk, in den sich Mango, Maracuja und Honigmelone mischen. „Krosser Zander dazu, und wir sind glücklich“, meinte die Kostrunde.

Zweimal Leo, zweimal Wolfgang sorgen im Familienbetrieb der Hagns dafür, dass aus den 50 Hektar Rebfläche im Weinviertel das Beste herausgeholt wird. Die Aufgabenverteilung des Quartetts, das bestätigen Auszeichnungen und Absatz, dürfte passen. „Heller Wiener Zuckerl Ananas“ in einer flüssigen Form! Expressiver Duft, in den sich auch Bergamotte und Mandarine mischen. Intensive Tropenfrucht – dermal Bananenmark und Guave – auch am Gaumen. Abgerundet wird der GV mit schönem Nusserl und knackiger Säure.

Weinkellerei Wegenstein • Grüner Veltliner Traditionell 1 l • 12 % • SV • € 2,49 www.wegenstein.at

Weinkellerei Lenz Moser • Herrenstein Grüner Veltliner 1 l • 12 % • SV • € 4,74 www.lenzmoser.at • Vertrieb: www.ghg.at

Weingut Hagn • Grüner Veltliner Mailberg 1 l • 12 % • SV • € 4,50 www.hagn-weingut.at

Gelbe Freuden

Nuss-Gewalt

Orient-Express

LENZ MOSER: Runder Veltliner mit viel

URBANIHOF: Balance und Sesam-Noten

DOMÄNE WACHAU: Würze und Frucht im

tropenfruchtigem Charme

prägen diesen „GV“

Wechselspiel

Der Name Lenz Moser ist untrennbar mit Österreichs Weinbau verbunden. Unter dem Motto „Dem Wein das Seine lassen“ ergänzen sich jahrhundertalte Weinkultur mit modernster Technik und umfassendem Wissen. Der umweltbewusste Zugang im Weingarten setzt sich in der Kellerei fort. Nougat und Vanille, dazu auch Ringlotte und etwas Quitte im Duft. Sattes Mundgefühl nach gelben Früchten wie Ananas und kühler Mango. Weiße Schokolade kleidet cremig den Mund aus, „da geht sich auch ein Gelbes Curry mit Huhn dazu aus“, lobte das Kostquartett

„Seit fünf Jahren wird eine eigene Kompostierung aus Pferdemist und Trestern abgefischt und später wieder in die Weingärten ausgebracht. Durch unseren eigenen Kompost ersetzen wir den gesamten Kunstdüngerbedarf durch natürliche Rohstoffe.“, so Franz Paschinger. Sesamkrokant, Honig und etwas Marmorkuchen im reifen, an die Fasslagerung erinnernden Duft. Nektarine, gepaart mit einem nussigen Akzent (wieder Haselnuss), aber auch etwas herbem Zug, der an Zitruszesten und Quitten erinnert. „Vollmundiges Glaserl Wein!“

Das Weingut am Kellerberg: Die Domäne Wachau gehört zu den größten Weinbaubetrieben Österreichs und ist ausschließlich im Premium-Segment tätig. Nach der erfolgreichen qualitativen Neuausrichtung zählt die Domäne Wachau zu den besten Genossenschaften Europas. „Fizzers“ und Ananas, aber auch Bergamotten im herb-säurigen Duft. Ein erdiger Typus im Mund – hier finden sich Kurkuma, Golden Delicious und auch etwas Safran –, der im Trinkverlauf noch an Fruchtausdruck zulegt. Passte für die Verkoster gut zu Beuscherl.

Lenz Moser • Mailberger Grüner Veltliner 1 l • 12,5 % SV • € 5,40 • www.lenzmoser.at Vertrieb: www.ghg.at

Weingut Urbanihof • Grüner Veltliner Classic QuW 1 l • 12,5 % • SV • € 3,40 • www.urbanihof.at

Domäne Wachau • Grüner Veltliner Wachau 2018 • 1 l • 12 % • SV • € 6,90 www.domaene-wachau.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNGEN

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Riesen-Riesling

1 l =1 Liter; SV = Schraubverschluss; KK = Kronenkork; NK = Naturkork; Bruttopreise

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ALFRED FISCHER: Ein Liter, bei dem

großformatig „etwas weitergeht“ Das Weingut Alfred Fischer bewirtschaftet seit 1931 ca. zwölf Hektar in den besten Lagen in Pöttelsdorf, einem seit jeher bekannten Weinort im Herzen der Großlage Rosalia. Zugekauft werden die Trauben für den Weißwein von ausgesuchten Produzenten vom Leithaberg. Qualität ist oberstes Gebot. Steinobst pur, vor allem Pfirsich, und auch Apfelradeln im Duft. Ausgewogene Säurestruktur mit einem Anflug von Birne und Zitrusfrüchten. „Geht praktisch immer“, so die Verkoster; auch gut im Spritzwein! Weingut Alfred Fischer • Grüner Veltliner Rosenthal 1 l • 12 % • KK • € 3,72 www.alfredfischer.com

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Das Weingut Cobenzl, mitten im Wienerwald, mit Ausblick auf die Metropole, zählt zu den bedeutendsten Wiener Weingütern. Hier werden unter der Leitung von Thomas Podsednik herausragende Qualitätsweine gekeltert, die unter Weinliebhabern hochgeschätzt sind. Hier trifft Golden Delicious auf Litschi und gebrannte Mandeln. Herbe Schokoeinsprengsel finden sich hier in einem trockenen, von etwas nicht ausgereifter Ananas geprägten Typus. Eine unkonventionelle Wahl zu weißem Schokoparfait mit Ananasravioli.

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Wiener Schmelz

COBENZL: Der Burgunder aus

COBENZL: Saftig und fast zum Beißen

Grinzing als Sieger-Typ

dicht ist dieser Mischsatz

Wien ist das einzige Weinbaugebiet der Welt, das zur Gänze innerhalb der Grenzen einer Metropole liegt. Die Stadt Wien betreibt seit mehr als 100 Jahren ihr eigenes Weingut. Das Weingut Wien Cobenzl zählt heute zu den bedeutendsten Wiener Weinbaubetrieben. Nussig, nussig! Mit röstigen Duftnoten (nebst einem Bergamotten-Nektarinen-Mix) startet dieser Burgunder. Das Mundgefühl ist von ­Mineralik und Saftigkeit mit leicht tropischem Anklang („Sanostol“) geprägt, das elegante Pfefferl begleitet ihn ins Finish.

Das Weingut Wien C ­ obenzl bewirtschaftet Weingärten in Grinzing, am Nußberg und am Bisamberg. Das pannonische Mikroklima ist stark durch die Donau beeinflusst. Die Wasserfläche reflektiert das Sonnenlicht und mildert Temperaturschwankungen. Alpenkräuter, aber auch Vanille und etwas Pomodori secchi im vielschichtigen Duft. Orangensaft und Fruchtfleisch waren die ersten Assoziationen der ÖGZ-Verkoster zu diesem Wein, der ein fast fleischiges Mundgefühl mitbringt. Zu Piccata ­Milanese oder gebackenem Risotto!

Weingut Cobenzl • Weißburgunder Grinzing 2017 • 12,5 % • SV € 8,60 www.weingutcobenzl.at

ALFRED FISCHER: Der ewige Geheim­tipp

ALFRED FISCHER: Viel Sortenausdruck bei

diesem „rosa“ Blaufränkisch

Das Qualitätsstreben des Weingutes Alfred Fischer beweisen die vielen Auszeichnungen, die das Weingut im In- und Ausland erhält. Seit 2002 engagiert sich die Familie Fischer auch in Ungarn, wo am Plattensee ein neues Weingut gebaut und circa 80 Hektar Weingärten neu angepflanzt wurden. Nussig und mit gelbem Apfel im sortentypischen Geruch. Zarter Weingarten-Pfirsich und Haselnüsse, im Finale dann auch Zitrusfrucht (Bergamotte). „Kalt serviert, ein echter Allrounder“, lobten die ÖGZ-Verkoster.

Das Weingut Fischer gehört zur Winzervereinigung Vinum Rosalia im nördlichen Burgenland. Alfred Fischer sagt: „Unseren roten und weißen Qualitätswein exportieren wir weltweit. Genießen auch Sie köstlichen und hochwertigen Wein von unserem Weingut in Stöttera.“ Zarter Patisserie-Duft nach Lebkuchen, etwas Zimt und Rosenblättern. Mit Luft frischt die Himbeer-Note sowohl im Duft als auch am Gaumen auf. Mit einer kühlen, zart kalkigen Note und Säure-Grip klingt dieser „rotweinige“ Rosé animierend aus. Weingut Alfred Fischer • Blaufränkisch Rosé Rosenthal • 1 l • 12 % • SV • € 3,60 www.alfredfischer.com

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Weißburgunder begeistert erneut

Rotburger, sehr rot ft

Ein beeriger Typ

Weingut Cobenzl • Wiener Gemischter Satz 2018 • 12,5 % •SV € 6,90 www.weingutcobenzl.at

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Voll die Sorte!

Weingut Alfred Fischer • Pinot Blanc 12,5 % • SV • € 5,00 www.alfredfischer.com

Weingut Cobenzl • Grüner Veltliner Classic 2018 • 12,5 % • SV • € 6,50 www.weingutcobenzl.at

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Weingut Urbanihof • 4U Grüner Veltliner 2018 11,5 % • SV • Euro 7,40 • www.urbanihof.at

Pfaffl steht für kontinuierlich hohe Qualität. Das war unter Roman Pfaffls Ägide so, und da hat sich auch mit der nächsten Generation nichts geändert. Kein Wunder, Roman Pfaffl jun. steht seinem Vater in Sachen Qualitätsstreben und Innovation in nichts nach. Sternfrucht, Kaktusfeige und ein metallischer Zug, der an Sauerwässer erinnert. Verhalten-kühle Art am Gaumen, der von Honigmelone und Holunderblüten geprägt wird. „Ein Leisetreter“, so die ÖGZ-Verkoster, die ihn sich gut zu Prosciutto oder zu grober Hauspastete vorstellen konnte.

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Franz und Sonja Paschinger bewirtschaften in der elften Generation einen der traditionsreichsten Weinbaubetriebe des Weinbaugebiets Wagram, der auf eine mehr als 400-jährige Tradition zurückgreifen kann. Der Urbanihof ist bereits seit 1598 in Familienbesitz. Das kennt man doch?! Apfelkompott mit süßen Obertönen und auch Gewürznelken steigen in die Nase. Saftig und wieder mit einem schönen Gelben-Früchte-Mix sowie reichlich „Hard Spice“ (Piment, Zimt, Muskat). Der herbe Zug in den Abgang hinein sorgt für Leben bei diesem Jury-Liebling.

begleitet von viel Frische

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perfekten Spritzer-Wein

Sortenvertreter aus dem Norden

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COBENZL: Patisserie-Düfte aus Wien,

Komplett komplex Off

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URBANIHOF: ÖGZ-Gold für einen

PFAFFL: Ein erfrischend kühler

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Konditor-Ware

Weingut Pfaffl • Grüner Veltliner Vom Haus 2018 • 12 % • SV • € 6,90 • www.pfaffl.at

Apfel-Radeln SIEGER 2019

Sanftes Gelb

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WEGENSTEIN: Zweigelt ohne Kitsch,

das rief nach ÖGZ-Gold

Das oberste Gebot bei Wegenstein lautet: beste Weinqualität österreichischen Ursprungs zum besten Preis. Über Jahre hinweg pflegt Wegenstein langfristige Partnerschaften, das ermöglicht eine wirtschaftlich erfolgreiche Basis für viele Haupt- und Nebenerwerbswinzer. Kühle Kirsche, etwas Schokolade und schwarzer Pfeffer machen neugierig auf diesen hellfärbigen Zweigelt. Tolle frische Art, die an Himbeere erinnert, aber auch mit etwas Vanille unterlegt ist. Rindsrouladen mit Spiralen empfahl die ÖGZ-Runde dazu und vergab Gold. Weinkellerei Wegenstein • Zweigelt Traditionell • 1 l • 12,5 % • SV • € 2,49 www.wegenstein.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNGEN

Gute Mischung

1 l =1 Liter; SV = Schraubverschluss; KK = Kronenkork; NK = Naturkork; Bruttopreise

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Kirsch-Kakao

Leder-Apferl

ALFRED FISCHER: Ein Roter, der auch

SCHNEEBERGER: Reif und herb zugleich,

LENZ MOSER : Komplexer Zweigelt mit

im Sommer richtig Spaß macht

erfreut dieser Steirer-Rote

Betonung der Würze

Auf mehr als 70 Hektar Weingarten gedeiht die gesamte steirische Sortenvielfalt. Konsequenter Rebschnitt, intensive Laubarbeit, schonende Behandlung des Traubengutes bei der Lese, verbunden mit jahrzehntelanger Erfahrung garantieren höchste Qualität. „Holz stützt Kirsche!“ Das Duftbild prägen reife Noten nach Vanille, Nougat und Kakaopulver. Am Gaumen finden sich Hagebutte, Sanddorn und überhaupt herbe, rötliche Früchte. „Sämiges Wildragout würde gut passen“, sahen ihn die Verkoster nicht nur als Solisten.

„Optimus quisque“ heißt „Einfach das Beste“ und ist seit fast 900 Jahren der Leitsatz des Souveränen Malteser Ritterordens. Seit 1969 bewirtschaftet die Weinkellerei Lenz Moser das Weingut in der Kessellage vom „Mailberg Valley“. Sie ist ideal für fruchtig-frische Weißweine und mächtige Rotweine. Leder, Bockshörndl, Granatapfel, aber auch Vanille und Kapuzinerkresse im vielschichtigen Geruch. Der Antrunk bringt dann Weichsel-Joghurt, Brombeere, Malz und sogar etwas Löskaffee mit: „Elegantes, würziges Finish nach Muskatblüte.“

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Vertragswinzer rund um den Neusiedler See arbeiten nach den strengen Qualitätskriterien der Familie Fischer im Weingarten, und im Keller reifen die perfekten Schankweine für die Gastronomie. Expressiv im Duft, der dunkle Weichsel, aber auch Anflüge von Powidl aufweist. Ein harmonischer Antrunk bringt sanfte Vanille und rote Früchte (Apfelschale und Preiselbeere) mit. Säurekick am Ende, „insgesamt sehr harmonisch und gut gemacht“. Weingut Alfred Fischer • Zweigelt Rosenthal 1 l • 12,5 % • KK • € 3,60 www.alfredfischer.com

Weingut Schneeberger • Zweigelt 1 l • 12,5 % • KK • € 2,50 www.weingut-schneeberger.at

Lenz Moser • Mailberger Blauer Zweigelt 1 l • 12,5 % • SV • € 5,40 • www.lenzmoser.at Vertrieb: www.ghg.at

Ziemlich viel Animo

Kern aus Kirsche

Beeren-Stärke

WEGENSTEIN: Mediterrane Kräuter und

ALFRED FISCHER: Viel Wein im Liter-

SCHNEEBERGER: Frucht, Säure und Würze

Trinkfluss stehen zu Buche

Format liefert dieser Burgenländer

bringt er alles mit

Als einer der größten Weinproduzenten Österreichs ist Sortenvielfalt eine Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus sind uns auch die Artenvielfalt und der Schutz unserer Kultur- und Lebensräume Herzensanliegen. Daher unterstützen wir gerne die Initiative „Blühendes Österreich“. Kirsche, frisch aus dem Garten! Das ist der erste Eindruck dieses animierenden Roten, der mit Säure, einem Hauch Vanille und beständig vorhandenem Trinkfluss punktet. Kräuterwürze wie Salbei und Thymian zeigen sich in einem „fast mediterranen Finish“, so die ÖGZ-Runde.

Das Weingut Alfred Fischer befindet sich im Norden des Burgenlands, inmitten der Großlage Rosalia. Gegründet wurde es im Jahr 1931 von Alfred Fischer sen. Seitdem wurde es über zwei weitere Generationen hinweg geführt und ständig erweitert. Markante Eichenholztöne wie Leder und Piment werden von Cranberry und Sauerkirsche begleitet. Kirschiger Antrunk, der mit ordentlich Säure und einem hingetupften Tannin aufwartet. Qualitätszeichen: Sollte sogar etwas „belüftet“ werden!

Die Familie Schneeberger hat durch viel Fleiß in den vergangen Jahrzehnten neue Dimensionen im steirischen Weinbau erreicht. Ihr erfolgreicher Betrieb gehört zu den größten in der Region, und die Buschenschank ist weithin bekannt und beliebt. Schwarze Johannisbeere, wie direkt aus der Autofahrer-Zuckerl-Dose, wird von einem Touch Lakritze und Rauleder begleitet. Das kühle Aroma roter Beeren animiert auch am Gaumen, „hier will man weitertrinken“. Das Finale bringt herbe und zart pfeffrige Noten mit.

Weinkellerei Wegenstein • Blaufränkisch Traditionell 1 l • 12,5 % • SV • € 2,49 www.wegenstein.at

Weingut Alfred Fischer • Blaufränkisch Rosenthal 1 l • 12,5 % • KK • € 3,60 www.alfredfischer.com

Weingut Schneeberger • Blaufränkisch 1 l • 12,5 % • KK • € 2,50 www.weingut-schneeberger.at

Kräuter-Sammler

Halb-Edelstein

Rote Liebe

PFAFFL: Dieser Weinviertler Rote wurde

COBENZL: Wertige und zugängliche rote

DOMÄNE WACHAU: Ein Wachauer „Roter“

Option für die Schank

für alle Tage

In Grinzing und am Nußberg sind die Böden von Muschelkalk und sandigem Lehm geprägt. Diese Rieden, mit klingenden Namen wie Pfeffer, Seidenhaus, Reisenberg und Bellevue, zählen zu den Top-Lagen der Stadt und bringen auch große weiße und rote Burgunder hervor. Amethyst fürs Auge – attraktive violette Randaufhellung, die schön die Sorte anzeigt. Marzipan, Sauerkirsch und Rumtopf-Erdbeere leiten einen wohlgerundeten Wein ein. Wieder viel Vanille und Himbeere, dazu aber auch etwas Piment und Bitterschokolade, vor allem im Finish.

Das nach Plänen von Jakob Prandtauer in den Jahren 1714 bis 1719 erbaute barocke Wahrzeichen der Domäne Wachau ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Wachau. Ursprünglich diente es dem Propst des Stiftes Dürnstein als „Lustschlössel“ für Weinverkostungen. Ein herber, leicht säuriger Rote-FrüchteMix (Sauerkirsche, Cranberry, Himbeere) stimmt auf den Wein ein. Vanilletöne und seine um kühle Erdbeere ergänzte „rote“ Fruchtigkeit zeichnen den Zweigelt aus der WeißweinHochburg aus: „Sanft und gut zugänglich“.

sehr würzig ausgebaut Das Weingut Pfaffl gehört zu den prominentesten Weingütern Österreich. Zielstrebig verfolgte Roman sen. den Weg, charaktervolle und langlebige Weine zu keltern. Sein Herz schlägt für den GV, nicht umsonst wird er Mr. Weinviertel DAC genannt. Roman jr. geht diesen Weg perfekt weiter. Ätherischer Typus! Salbei, Vanille und auch ein Hauch Wacholder steigen aus dem Glas. Der Kostschluck bringt dann schmelzige dunkle Beerenfrucht (Brombeere und Cassis) mit, das Finish gehört einer herben Note (sie erinnert an Holunder) und Sternanis. Weingut Pfaffl • Zweigelt Vom Haus 2018 13 % • SV • € 6,90 • www.pfaffl.at

Weingut Cobenzl • Blauer Zweigelt Bisamberg-Wien 2017 • 13 % • SV • € 6,60 www.weingutcobenzl.at

Domäne Wachau Blauer Zweigelt Terrassen 2017 • 13 % • SV € 9,00 www.domaene-wachau.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNGEN

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Setz ma uns raus!

1 l =1 Liter; SV = Schraubverschluss; KK = Kronenkork; NK = Naturkork; Bruttopreise

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„Unser Motto lautet ,Weniger ist mehr‘. Wenige ausgewählte Rebsorten, naturnaher Anbau, händische Lese, spontane Vergärung. Das sind die Zutaten, aus denen kompromisslose Qualität entsteht, die anerkannt wird: unsere Lagen, der Ort, in dem wir leben und arbeiten, unsere Region.“ Walderdbeere, Sauerkirsche und etwas Espresso im Duft. Holzbetont und rund fällt das Mundgefühl des BF aus. Eine fleischige Ader, mit schwarzem Pfeffer unterlegt, ergibt ein „Mäuvoll“ Wein für viele Gelegenheiten. „Tolles Trinkanimo“; top zum Altwiener Backfleisch! Weingut J. Heinrich • Blaufränkisch Weingebirge 2017 • 13 % • SV • € 9,00 www.weingut-heinrich.at

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holt sich ÖGZ-Gold

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J. HEINRICH: Ein Parade-Blaufränker

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Leichtigkeit des Weins

KRISPEL: Blütenfrische und Säure

URBANIHOF: Feingliedrige Sorten-

bringen „vulkanisches“ ÖGZ-Gold

Interpretation aus dem Wagram

Inmitten der wunderschönen Vulkanlandschaft im südöstlichen Teil der Steiermark, von sanften Hügeln und grünen Wäldern umgeben, liegt das Genussgut Krispel. Mit viel Erfahrung und in enger Verbindung zur Natur verfolgen die Krispels das Ziel, ein Maximum der Landschaft in den hauseigenen Erzeugnissen zu integrieren. Holunderblüten in Reinkultur und auch eine schöne „Zesten-Sammlung“ (Grapefruit und Zitrone). Die mineralisch unterlegte Birne am Gaumen mündet im säurigen Finale. Weiße Blüten zum Ausklang ließen die Jury von einer Brasse träumen. Weingut Krispel Gelber Muskateller Klassik 2018 • 11,5 % SV • € 9,90 • www.krispel.at

Der Urbanihof besteht seit 1598. Seit 2016 ist das Weingut ein biologisch-organisch zertifizierter Betrieb mit eigener Kompostabfischung: „Durch unseren eigenen Kompost ersetzen wir den gesamten Kunstdüngerbedarf durch natürliche Rohstoffe.“ Geröstete Mandeln ergeben im Duft einen an Spekulatius erinnernden Touch. Am Gaumen deutlich kühler und mit einer von Holunderblüten und Limetten-Abrieb geprägten Aromatik. „Ein Weinbegleiter zu Steinpilz-Risotto mit frischem Thymian“, so die ÖGZ-Runde. Weingut Urbanihof • Gelber Muskateller BIO 2018 • 11,5 % • SV € 8,70 • www.urbanihof.at

Hüpfen vor Freude

Passion für Nuss

Wohlgerüche

VORSPANNHOF: Kräutrig-leichte Aromatik

SAX: Exotische Töne und ein

HAGN: Ein Muskateller mit duftiger und

mit einer mineralischen Grundierung

bodenständiges „Nusserl“ vereint

leichtfüßiger Art

Der Vorspannhof Mayr liegt in Dross, nur wenige Kilometer von der Weinstadt Krems entfernt. „Unser Hof diente einst als Pferdewechselstation mit angeschlossenem Gasthof und Landwirtschaft, heute allerdings konzentrieren wir uns auf den Weinbau.“ Kalkige Mineralik leitet einen von Zitruszesten und Muskatblüte geprägten Wein ein. Der Antrunk bringt ordentlich Druck und eine mineralisch unterlegte Säure mit, die von Alpenkräutern (Kümmel und Salbei vor allem) unterstützt wird. „Ein Springinkerl“, meinte das Kostquartett.

Bereits seit 1660 schreibt das Weingut Sax Winzergeschichte. Unter dem Wort Vinifizierung verstehen die Brüder Sax die Leidenschaft, sortenreine, jahrgangs- und gebietstypische Weine zu keltern, die das Klima und den Boden des Kamptals zur Geltung bringen. Papiernuss und röstige Nuss-Schale sind sofort da, der Passionsfrucht-Touch braucht etwas mehr Zeit. Er prägt dann auch den Eindruck des Weins am Gaumen, der von saftiger Nektarine ergänzt wird. „Elegante Würze im Finish“, lobte das Kostquartett den Kamptaler Weißen.

Mehr als 300 Jahre Erfahrung hat die Familie Hagn im Weinbau. Die Weine gehören zu den besten des Weinviertels. Zahlreiche Auszeichnungen holt das Weingut jedes Jahr nach Mailberg, für Weiß, für Rot und ebenso für das „Weindomizil“, das Restaurant der Hagns mit Gästezimmern. Litschi, Pfirsich und auch etwas Muskatblüte ergeben einen überaus animierenden Duft, der auf einen kühlen und mineralischen Typus einstimmt. Weißer Pfeffer und ein ganzer Schwung Holunderblüten stellen hier das ­Finale. „Feine Klinge“, attestierte die Jury.

Weingut Vorspannhof Gelber Muskateller 2018 • 12 % • SV € 9,00 • www.vorspannhof-mayr.at

Winzerhof Sax • Gelber Muskateller 2018 12 % • SV • € 7,80 • www.winzersax.at

Weingut Hagn • Gelber Muskateller 2018 12 % • SV • € 8,20 • www.hagn-weingut.at

Sehr zeigefreudig

Zitrus-Frische

Juicy Fruit

COBENZL: Mit seinem tropischen Frucht-

FORSTREITER: Mit diesem Weißen

MITTELBACH: Die Intensität reifer

korb prunkt dieser Wiener „GM“

können viele Gäste etwas anfangen

Muskattrauben in die Flasche gebracht

Das Weingut Cobenzl hat als eines der ersten heimischen Weingüter die vom Österreichischen Weinbauverband entwickelte Nachhaltigkeitszertifizierung erfolgreich absolviert und damit die Auszeichnung „Nachhaltig Austria“ erlangt. Da spielt’s sich ab: „WICK-Zitrus“, Schokobanane und Mangowürferl vereinen sich im Duft. Exotische Früchte und ein pikanter Zug, der an Peperonata erinnert, machen auch am Gaumen einen säurig-frischen Wein aus, der wunderbar zum Hühnerleber-Parfait passt.

„Ich mache die Weine für mich. Nur die Weine, die mir schmecken, kann ich auch verkaufen“, sagt Meinhard Forstreiter. Die Liebe zum Wein liegt der Familie schon seit mehr als einem Jahrhundert im Blut: Seit 1868 ist das heute 28 Hektar große Weingut aktiv. Zitronenzesten, kühle Birne und auch etwas Pecorino notierten die ÖGZ-Verkoster. Bei allem Blütencharme (Weißer Flieder und Holunder) stehen auch zarte Trüffel-Anklänge und ein zestig-herber Ausklang zu Buche. Ein Wein, der viele „abholt“, wie man heute sagt.

„Wer genießt, trinkt nicht nur Wein, sondern Geheimnisse“, so lautet die Devise von Gottfried Mittelbach. Und zwar Geheimnisse und Erfahrungen von Generationen. Sie alle spiegeln sich in unseren Produkten und machen aus ihnen jene charakterstarken Spitzenweine, die sie heute sind. Nektarine, Papiernuss, etwas saftige Blutorange und auch grüne Birne. „Ein schmeichelnder Wein“, so das Kostquartett, der mit Anklängen an grüne Nüsse, Kiwi und Malzschoko (Ovomaltine) aufwartet. Speisenbegleitung: Wurzelgemüse aus dem Ofen.

Weingut Cobenzl • Gelber Muskateller Bisamberg-Kreuzenstein 2018 • 12,5 % SV • € 8,90 • www.weingutcobenzl.at

Weingut Forstreiter • Gelber Muskateller 2018 • 12,5 % • SV • € 8,50 www.forstreiter.at

Weingut Gottfried Mittelbach • Gelber Muskateller Klassik 2018 • 12,5 % • SV € 9,50 • www.weingut-mittelbach.at

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Das volle Paket

Frucht-Schnitte

Langenloiser Obst

PFAFFL: Ein überkompletter Gelber

SCHNEEBERGER: Saftiger Ausdruck trifft

SAX: Mit viel fruchtigem Charme

Muskateller wartet im Weinviertel

auf strukturierten Ausbau

überzeugt dieser Muskateller

Das Weingut Pfaffl ist weit über die Grenzen Österreichs hinaus für seine Bemühungen um die ­Paradesorte Grüner Veltliner bekannt. Doch auch Rieslinge, Chardonnays, Muskateller, Zweigelts und St. Laurents mit der weißen Raute heimsen zuhauf Prämierungen ein. Haselnüsse, Quitte, dazu auch etwas Steinobst (vor allem Nektarinen), die eine gewaltige Fruchtigkeit erwarten lassen. Nicht zu Unrecht: Ziselierte Mineralik und ein zitrusfruchtiger Mix sorgen für Trink-Animo, ein zartes Bitterl (Kurkuma) für das animierende Finale.

„Sausal-Wein aus bester Lage“ keltert die Familie Schneeberger bereits in fünfter Generation. Es sind Weine, die stolz auf ihre Herkunft verweisen. Die mineralischen Schieferund Muschelkalkböden, die klimatischen Verhältnisse und das jahrhundertelang kultivierte Wissen ermöglichen dies. Intensiver Stilwille bringt einen nach Schwarzer Johannisbeere und geselchtem Schinken duftenden Wein hervor. Das Mundgefühl erinnert zugleich an röstige Schnitten („Manner Mignon“) und herbe Zitrusfrüchte: Die Frage der ÖGZ-Koster: „Wo ist das Beuscherl dazu?“

Im Herzstück des idyllischen Kamptales liegt die traditionsreiche Weinstadt Langenlois. Als „Liubisa“ – die Liebliche – ist Langenlois erstmalig in einer Urkunde erwähnt, ein Name, den die heute größte Weinstadt Österreichs nach wie vor verdient. Betörender Duft: Gewürznelken und kühle Birne vermengen sich mit weißem Mohn und etwas Reibkäse. Gelber Apfel und zarte, kühle Banane sowie weiße Schokolade sorgen am Gaumen für einen schlanken Charakter. Das Koster-Quartett hob den „fruchtigen Ausdruck“ hervor.

Weingut Schneeberger • Muskateller 2018 13 % • SV • € 7,70 • www.weingut-schneeberger.at

mit klarem Lagen-Charakter

Die Südsteiermark und im Speziellen das Sausal stellen ausgezeichnete Bedingungen für den Weinbau dar. Die mineralischen Schieferböden bringen einzigartige Weine hervor. Schneebergers beste Lagen tragen klingende Namen wie Flammberg oder Kitttenberg. Wie beim Türken: Gerösteter Sesam wie im Fladenbrot, dazu Quitte und säurige Apfelspalten. Der rauchige Ton zieht sich auch am Gaumen durch, hier mit Gelber Paprika und Steinobst kombiniert. „Toller Solist aber auch zum Kalbspörkölt“, so die Kost-Jury. Weingut Schneeberger • Muskateller Ried Kittenberg 2017 • 12,5 % • SV • € 9,30 • www.weingut-schneeberger.at

ÖG

SIEGER 2019 o

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ADAM-LIELEG: ÖGZ-Gold für

unkonventionel­len Muskat

Ein Familienbetrieb zwischen Tradition und Moderne. Die enge Zusammenarbeit der drei Generationen ermöglicht im Einklang mit der Natur sehr vielschichtige Weine: klassische Gebietsweine, elegante Ortsweine und mineralische Rieden-Weine sowie komplexe Orange-Weine. Zitronen-Creme auf Blätterteig und zarte Haselnuss in der Nase. Salziger Antrunk, der neben Kapern auch Salz-Zitronen und einen Schwung Hirschbirne mitbringt. Schönes Trinkanimo und eine Stilistik, von der man immer mehr will: Mango und Yuzu-Abrieb. Weingut Adam-Lieleg • Muskateller Privat Ried Kranachberg 2017 • 12 % • SV • € 10,80 • www.adam-lieleg.com

Ein Muss-Muscaris

Molto moscato

So ein Traminer!

ADAM-LIELEG: Die PIWI-Sorte und ihr

FLECK: Sortentypischer Süßwein mit

SCHNEEBERGER: Schlank und doch voller

frischer Charakter

vielen Möglichkeiten

Leben ist dieser Steirer

Südsteiermark pur: Das ist das Motto der Familie Adam-Lieleg. Beim Betrieb kann man nicht nur die Weine verkosten und genießen, sondern auch in dem neu umgebauten Gästehaus mit Pool, Sauna und Frühstück übernachten. Kennen Sie Kaktusfeige? Mit Vanille unterlegte Fico d’India im Duft, der auch Zitronen-Abrieb mitbringt. Säuriger Charakter im Mund, der wieder kühle Gelbfrucht (diesmal: Bananenmark) aufweist. Zu gebackenem Risotto („Aranzini“) oder Tartare von der Roten Garnele!

Weingut Fleck, zwischen dem Leithagebirge und dem Neusiedler See, in der dritten Generation, seit 1960, 18 ha Rebfläche, junges aufstrebendes Weingut mit viel Liebe zur Natur. Beste Lagen rund um den Römersteinbruch mit Blickrichtung zum See. Wer hat die Holunderblüten geräuchert? Quittenkäse und zarter „smoky“ Touch kitzeln die Nase. Im Mundgefühl dicht und mit einer deutlichen Süße. „Perfekter Apéro“, meinte das Kostquartett, das ihn sich als Begleiter zum Scheiterhaufen oder Nussgugelhupf vorstellen kann.

Seit beinahe 150 Jahren beschäftigen sich die Schneebergers mit Weinbau. Jedes Familienmitglied hat seine Aufgabe. Die gemeinsame Arbeit ist durch Respekt und Vertrauen geprägt. Die Schneebergers machen nicht nur Wein, sondern auch Sekt und Hochprozentiges. Warmer Duft von Blätterteig-Gebäck („sfogliatini“), bestrichen mit einer Marmelade aus Mango und Ananas. Dem expressiven Duft folgen im Mund braune Butter, Mandelblättchen und erneut Ananas. „Viel Kraft bei moderatem ­Alkohol“, so die Verkoster-Runde der ÖGZ.

Weingut Adam-Lieleg • Muscaris Arumlilie 2018 • 12 %, NK • € 9,50 • www.adam-lieleg.com

Weingut Karin Fleck • Muskat Ottonel Ried Saurüssel 2018 süß • 10 % • SV • € 6,50 • www.fleck-wein.at

Weingut Schneeberger • Traminer 2015 • 11,5 % • SV • € 7,50 • www.weingut-schneeberger.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNGEN

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m a- S or

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Weingut Krispel • Gelber Muskateller Ried Stradener Rosenberg 2017 12,0 % • SV • € 14,50 • www.krispel.at

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SCHNEEBERGER: Ein Sieger-Wein

Salz der Erde Ar

Die Lagen aus Sand, Muschelkalk und Basalt sind genauso wichtig wie die vielen Sonnentage oder die sorgsame Arbeit des Winzers für den Wein. „Wir fühlen uns dieser Region verpflichtet, die gleichzeitig unser Zuhause ist – für uns das wichtigste Gut“, sagt Stefan Krispel. „Sanostol“, Gelbe Curry-Paste, Fisolen und Golden Delicous, vermeldete die Verkoster-Runde. Buttriger Touch, der sich mit etwas Toastbrot und einer röstigen Haselnuss verquickt. Pikant unterlegter Quittenkäse ab dem mittleren Gaumen, der mit der Säure lange nachklingt.

SIEGER 2019

Ar

kommt aus dem Vulkanland

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KRISPEL: Ein komplexer Muskateller

Sesam, öffne dich! ÖG

Pikante Früchte

Winzerhof Sax • Gelber Muskateller 2017 12 % • SV • € 7,80 • www.winzersax.at

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Weingut Pfaffl • Gelber Muskateller Sand 2018 • 12,5 % • SV • € 9,40 • www.pfaffl.at

SV = Schraubverschluss; KK = Kronenkork; NK = Naturkork; Bruttopreise

Aroma-Sorten


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W hisk(e)y

WEIDENAUER: Hafer als Basis für den

Bioqualität, made in Styria

Whisky aus dem Waldviertel

Die Whiskyherstellung ist mit der Braukunst verwandt. Daher widmet sich LAVA Bräu seit 2003 dem Whisky. Den hohen Anforderungen der Manufaktur entsprechend, wurden dabei traditionelle Herstellungsmethoden nach vulkanländischer Art erweitert und verfeinert. Deutlicher Getreide-Ton, der an süßliches Gebäck (Brioche) erinnert. Dazu kommen aber auch Zuckermais und etwas gelbe Früchte wie Reineclaude und Apfel im Duft. Mild im Antrunk, überzeugen die alpinen Kräuternnoten (Salbei) und das lange, pfefferwürzige Finish.

Die Frucht- & Getreidewerkstatt Weidenauer befindet sich im südlichen Waldviertel, nahe der Wachau. Oswald Weidenauer versteht sein Handwerk, diverse Getreidebrände ohne Gerstenmalz zu veredeln. Die Abfindungsbrennerei hat sich auf Haferwhisky spezialisiert. Medizinale Erstnoten (Bienenwachs-Möbelpolitur), die Platz machen für intensives Nougat und etwas Rote Johannisbeere. Dieser Whisky braucht viel Luft, dann kommen wieder Haselnuss und Milchschokolade auf den Gaumen. „Trocknendes Finish“, so die ÖGZ-Jury. Destillerie Weidenauer • Single Grain Whisky 8 Years Old • 42 % www.weidenauer.at

Lava Bräu • Brisky Bio 2006 40,2 % • www.lavabraeu.at

SIEGER 2019 hi

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PFANNER: ÖGZ-Gold für einen

Klassiker des „Austro-Malts“

holen sich ÖGZ-Goldene

Als Österreichs 1. Whiskydestillerie (seit 1995) setzt die Waldviertler WhiskyErlebniswelt J. Haider auf individuelle Kreation und eine eigene Marke. Es wurde besonderer Wert darauf gelegt, keine Nachahmung zu produzieren, sondern ein neues Produkt mit eigenem Charakter. Mirabelle, Zwetschkenkrampus, leicht mit Marzipan unterlegt, und mit Frühstückscerealien („Früchtemüsli“) gekrönt. Im Mund frischt er nach hinten mächtig auf, wieder von gelben Früchten und einem Touch Bergamotte geprägt, zarte Schärfe im Finale. Whiskydestillerie Haider • Single Malt J.H. 12 years • 46 % www.whiskyerlebniswelt.at

Kärntner Körner ÖG

ÖG

Seit mehr als 400 Jahren bewirtschafte die Familie Kuenz ihren Erbhof in Dölsach, Osttirol. Was als klassischer Betrieb für die Region begann, ist mittlerweile eine der besten Brennereien in ganz Österreich. Rund um den idyllisch gelegenen Hof wachsen Obstbäume, auf denen Äpfel, Birnen und Zwetschken gedeihen. Kakao, dahinter eine schöne Mandarine-Note und deutlich auch Brotgewürze (Anissamen). Er beginnt sanft mit saftigen Zitrusfrüchten (MoroOrange), legt dann aber würzig nach. Wieder Fenchelsaat und auch etwas Pfeffer. „Perfekt gemacht“, so die begeisterten Verkoster. Kuenz Naturbrennerei • Rauchkofel Single Malt Sherry Cask Batch III • 43 % www.kuenz-schnaps.at

Waldviertler Granitdestillerie G. Mayer Granit Moar • Whisky Gluatnest 44 % • www.granitdestillerie.at

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SIEGER 2019

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Destillat mit dem Sherry-Touch

Günther Mayer startete mit seiner Whiskyproduktion 2006 und setzt auf Vielfalt. Roggen, Dinkel und Mais werden ebenso verarbeitet wie das Gerstenmalz, das gerne mit Waldviertler Torfrauch gedarrt wird. Zur Freude echter Genießer gibt es die Produkte auch in Fass-Stärke. Massiver Rauch! „Rauchkuchl“-Geruch und sogar etwas Autoreifen meldet die Nase. Auch am Gaumen ist er intensiv auf diese rauchige Note eingestimmt:Selchfleisch,aberauchgeräucherter Aal, so das Verkostquartett, bringen die Torfaromatik zum Ausdruck.

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macht seinem Namen alle Ehre

Klassisch und komplex HAIDER: Österreichs Malt-Pioniere

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GRANIT DESTILLERIE: Dieses „Gluatnest“

Privatdestillerie Pfanner • Single-Malt Whisky Classic • 43 % www.pfanner-destillate.com

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KUENZ: Ein Sieger-Typ, das trockene

Smokey Eyes

Tradition und Destillierkunst seit 1856: Die Qualität der Rohware ist ein wesentlicher Faktor für die Hochwertigkeit der feinen Destillate von Pfanner. Mehrfach wurden die Brände ausgezeichnet, 2014 beurteilte die IWSC den Single Malt Classic als „Besten Single Malt Österreichs“. Vielschichtig nach Jasmin, Kokoswasser, Haribo „Tropifrutti“, aber auch Apfelschale (Granny Smith). Durchgängig schöne Aromatik nach Espresso, gebranntem Zucker und auch Vanilleschote. „Perfekt zum Kaffee!“, meint die Jury zum balancierten Whisky-Favoriten.

SIEGER 2019

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PFAU: Die Limited Edition mit

15 Jahren holt sich den Sieg

Die Natur ins Glas bringen – nicht nur guten, sondern den besten Schnaps zu brennen, ist das Ziel. Mit dieser Philosophie im Kopf ging Valentin Latschen auf eine Art Missionsreise und überzeugte viele Edelbrenner von seinem 100-%-Qualitätsdenken. Charmant nach Milchschokolade und Orangenschale, aber auch Firnis und Kirsche im gefälligen Duft. Im Mund ebenfalls dezente Kirschnoten, auch etwas Zündholzschwefel und ein erdiger Pfefferton im wärmenden Finish. „Mit Wasser ein öliges Fest“, so die Kostjury! Brennerei Pfau • Jubiläumswhisky Single Malt Limited Edition Aged 15 Years 53,3 % • www.pfau.at

Gewürz-Kistchen HAIDER: Der „Original Rye“ bringt die

Würzigkeit des Roggens mit „Regionalität ist uns bei der Produktkreation sehr wichtig“, so Jasmin HaiderStadler. „Wir verwenden nur heimisches Getreide, haben eine eigene Wasserquelle, die uns mit sehr weichem Wasser versorgt, lagern in heimischer Eiche und räuchern (teilweise) unser Malz mit lokalem Torf.“ Dezente Pfirsichnote, Walnuss-Creme und auch etwas Popcorn im typischen und animierenden Whisky-Duft. Milder und fruchtiger Antrunk mit viel Steinobst, aber auch etwas Chilipfeffer und einer abschließenden Fass-Note: Piment, Muskat und Langpfeffer. Whiskydestillerie Haider • Original Rye Whisky J.H. 12 years • 46 % www.whiskyerlebniswelt.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNGEN

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Whisky machen kann er!

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SIEGER 2019

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LAVA BRÄU: Balanciertes Destillat in

Tiroler Orangen ÖG

Nuss-Schokolade

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Lässige Lava


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W hisk(e)y

Streuobst-Wiese

Rote Beeren

Hot Chocolate

PFAU: Single Malt mit betonter Frische

FARTHOFER: Der Bio-Pionier aus NÖ mit

GENTLEMAN JACK: Abgerundeter Whisky,

vom Kärntner Meisterbrenner

einem kantigen Whisky

der alle Stückerln spielt

„Zeit der Reife – Start im Jahr 1987“. Mit Zeit, Geduld, Ruhe und Reife hat sich die Brennerei Pfau unter der Leitung von Valentin Latschen von einer kleinen „KellerBrennerei“ im eigenen Gasthof („Pfau“ im Jauntal, Kärnten) zu einer europaweit bekannten Qualitätsbrennerei entfaltet. Birnenmost, Zitronentarte und etwas Nougatcreme (Nutella) im frischen Duft-Bild. Der Antrunk ist schlank und wieder von einem Apfel-BirnenMix geprägt, ehe dann der Quitten-Touch (herb und gelbfruchtig) die Führung übernimmt. „Fruchtbetont“, meinte die Koster-Runde.

Das Schnapsbrennen hat in der Familie Farthofer seit mehr als 100 Jahren Tradition. Erste Aufzeichnungen fanden wir vom Jahre 1867, in diesem Jahr schafften sich Katharina und Ignaz Sträßler eine Mostpresse an. Josefs Eltern bewirtschafteten eine gemischte Landwirtschaft. Ein weicher „Kuschelduft“ nach Karamell, Butterkaramellen und getrockneten Erdbeeren macht neugierig. Fassgeprägt am Gaumen, wo sich Leder, Kampfer und eine Ladung Rote Beeren dazugesellen. Scharfes und langes ­Finish, so das Kostquartett.

Schweigen, trinken, genießen. Sein milder Charakter verleiht ihm seinen Namen. Das Geheimnis dieser Milde liegt im Holzkohleverfahren. Gentlemen Jack ist weltweit der einzige Whiskey, der zweimal gefiltert wird. Milchkaffee, getrocknete Marille, auch ein bisschen BabyMais im typischen Bourbon-Duft. Vanille im Antrunk, auch merkliche Holzprägung, im Mittelteil dann Schoko-Banane, ergeben einen insgesamt sehr zugänglichen Typus und mit Kakao-Touch („Heiße Schokolade“) im Abgang.

Destillerie Farthofer • Vom Feld in die Flasche Whisky Brauweizen Hermann Mostellofass 54 % • www.destillerie-farthofer.at

JACK DANIEL’S: Zugänglich und schoko­

Pikante mit dem Truthahn

ladig punktet der Tennessee-Klassiker

1869 wurde die Ripy Distillery auf dem heute als „Wild Turkey Hill“ bekannten Hügel über einer Schlucht des Kentucky Rivers bei Lawrenceburg gegründet. Die Destillerie wurde 1919 wegen der Prohibition geschlossen; 1933 wurde sie schließlich wiedereröffnet und modernisiert. Spannend! Darjeeling, Bergamotte und ausgewogene Holznoten wie Gewürznelken, Muskatblüte und Zimt im Duft. Sanft und gelbfruchtig mit einem schlanken Antrunk. Einer langsam auffrischende Pfefferschärfe (Zitronenpfeffer) bringt diesem Whisky viel Charakter.

Der Rockstar unter den Whiskeys: Als authentischer Whiskey für authentische Menschen hat Jack Daniel’s sein unverwechselbares Gesicht bewahrt. Vor allem in der Kombination mit Musik ist die Marke präsent. Bands wie die Rolling Stones schwören auf ihren „Jack“. Haselnuss-Schokolade und schöne Getreide-Anklänge (Baguette) im zart röstigen Duft, in den sich auch Noten wie Toffee und Bananensplit mengen. Leichtes Mundgefühl mit viel Vanille und Schokolade, „easy drinking“ im besten Sinne, so die ÖGZ-Verkoster!

Wild Turkey • Wild Turkey Bourbon 81 40,5 % • Importeur: Campari Austria www.campari.com

Wild Turkey • Wild Turkey Rare Breed • 57,8 % • Importeur: Campari Austria • www.campari.com

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in die Speyside

Glen Grant ist die älteste Whiskybrennerei in Rothes. Die Brennerei wurde 1840 durch die Brüder John und James Grant gegründet. Das Wasser der zur Whisky-Region Speyside gehörenden Brennerei stammt aus dem „Caperdonich Well“ und dem „Glen Grant Burn“. Getrocknete Erdbeere, Karamell und etwas Jod, dazu auch Heu und Gelbe Fisolen im vielschichtigen Duftbild. „Kärntner Hauswurst“, meinte die ÖGZ-Jury angesichts des intensiven Gaumens, der mit Rauch und Apfel (speziell mit Wasser) zwei Gesichter vereint. „Große Klasse!“ Glen Grant 12 Years • 40 % • Importeur: Campari Austria • www.campari.com

Schnapsburg-Lothringen eprü Zg

SIEGER 2019

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GLEN GRANT: Einmal ÖGZ-Gold geht

Barrel-Abfüllung holt Gold

Jack Daniel’s • Jack Daniel’s Single Barrel Select • 45 % • Importeur: BacardiMartini • www.bacardilimited.com

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SIEGER 2019

JACK DANIEL’S: Die würzige Single-

Die Jack Daniel’s Distillery ist die älteste registrierte Destillerie der Vereinigten Staaten und wird im staatlichen Verzeichnis historischer Stätten der USA geführt. Jack Daniel’s ist Teil des Portfolios der Brown-Forman Cooperation mit Firmensitz in Louisville, Kentucky, USA. „Oatmeal-Kekse“, Orangenlikör, aber auch Nusstöne („Nussini“) prägen den Duft. Sanft und mit flüssigem „Milky way“-Charakter am Gaumen. Den zarten Nachklang bestreiten „Hard Spice“ wie Macis und Piment. „Spricht viele an“, so die Verkoster.

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Bis zu zwölf Jahre lang reift dieser Barrel Proof Whiskey in handselektierten Eichenfässern. Die FassStärke, bei der auf den Zusatz von Wasser verzichtet wird, garantiert den charakteristischen tiefen und kraftvollen Geschmack. „Estrige“ Anmutung nach Vanille, Bananenmark und Rumrosinen in der Nase. Der Fass-Stärke entsprechend, kräftiger Antrunk, der Noten wie Laugen-Stangerl und Bratapfel mitbringt. „Braucht Wasser“, rät die ÖGZ-Jury, dann öffnen sich die Steinobst-Noten deutlicher.

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Apfel-Rauch ft

Fass-Stärken-Version

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Jack Daniel’s • Jack Daniel’s Old No. 7 Brand • 40 % • Importeur: Bacardi-Martini www.bacardilimited.com

Kerniges Kentucky WILD TURKEY: Intensive Aromatik bei der

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SIEGER 2019

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ROZELIEURES: Große Whisky-Kunst

aus Frankreich holte Gold!

Grallet-Dupic ist eine bekannte Obstbrennerei aus Rozelieures in Lothringen. Seit 1860 produziert die Familie Grallet in erster Linie doppelt destillierten Mirabellenbrand, aber auch Liköre, Gin, Wodka. Seit mehr als zehn Jahren kommen auch Whiskys aus diesem Hause. Herbe Zitrusfrucht (Bergamotte und Chinotto) und Maronischale im Geruch. Kräftig und rauchig mit einem ordentlichen Schwung – mit Wasser eine sanft-fruchtige Variante, die Marillen und Nüsse mitbringt. Rozelieures • Tourbé Collection 46 % • Vertrieb: Ferrand Deutschland Importeur: www.trinkwerk.cc

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNGEN

WILD TURKEY: Der Gewürzreiche und zart

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Sanfte Musik

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Bour(bon)gamotte

Jack Daniel’s • Jack Daniel’s Gentleman Jack • 40 % • Importeur: BacardiMartini • www.bacardilimited.com

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Brennerei Pfau • Whisky Single Malt • 43 % www.pfau.at


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Setzen Sie auf die bewährte Volkswagen Qualität und entscheiden Sie sich für Modelle von Volkswagen Nutzfahrzeuge, welche für Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit stehen. Sie haben die Auswahl aus einem großen Angebots- und Ausstattungsprogramm, angefangen vom preisattraktiven Einstiegsmodell bis hin zum individuellen und exklusiven Sondermodell.

*Bei Kauf erhalten Sie € 1.000,− (inkl. MwSt. und NoVA) Frühbucherbonus. Gültig bei Kauf bis 31.03.2019. Symbolfoto. Verbrauch: 4,3 – 9,1 l/100 km. CO2-Emission 113–237 g/km. Erdgas (CNG): 4,3–4,8 kg (6,6–7,4 m³). CO2-Emission: 118 –133 g/km.

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ÖGZ 02/19  

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